Samstag, Februar 15, 2020

150220: Auffi muass i!

Obwohl das Auto gestern abend nahezu fertig gepackt war, zog sich das alles heute dann länger als gedacht. Es waren nämlich, wer hätte das gedacht, nicht nur wir auf dem Weg in die Skigebiete und mit unserem gechillten Aufstehen, Frühstücken, Katzen tschüss sagen, landeten wir genau in der holländischen, belgischen, dänischen Blechlawine. Nun ja, wir waren trotz allem früh genug dran, es reichte uns nur nicht mehr, heute noch einen Liftpass zu holen. Aber: die Ski sind im Skiraum an der Piste, Betten sind bezogen, Küche eingeräumt, Rucksack für morgen gepackt, die zweite Kopfschmerztablette gegen Höhenkopfweh ist eingeworfen, es ist wunderbar kalt und verschneit, wir blicken direkt auf die Piste (naja, jetzt grad nicht, weil es draussen stockdunkel ist), die Skiferiendiät aus Nudeln, Suppe, Flammkuchen und viel Tee und warmer Schoki (und natürlich dem gleichguten Kaffee wie daheim, weil die Nespressomaschine mit in die Ferien kommt) ist gestartet, L. hat schon sein Skischulabo und Labello in der Jacke.
Einzige Sorge, die sich aber mittlerweile relativiert hat: Jonny kam brav um vier nach Hause, ganz brav wie immer, Sunny hingegen.... nicht. Sie ist aus dem Haus gegangen, als wir gefahren sind, also so gegen 11 und seitdem nicht mehr aufgetaucht, auch nicht, als die Nachbarn um viertel nach sechs zum Füttern kamen. Von der mühsam aufgebauten Coolness war da schon nicht mehr viel übrig bei mir, aber immerhin kam sie um kurz vor sieben mal kurz von aussen durchs Törchen gucken (das wird ja auch aufgezeichnet von der App), es geht ihr also gut und sie macht einfach Party draussen. Ich muss nur noch in meinen Kopf kriegen, dass es bei uns im Unterland eben 15 Grad hat, nicht minus  8 wie hier und das ein wunderbarer Abend für Abenteuer einer kleinen Katze ist.

Freitag, Februar 14, 2020

140220: Hoch die Hände

Ungeplanterweise sind wir entspannter als sonst ins Wochenende geslidet, weil Q. nicht nur kein Biopraktikum hatte bis viertel nach fünf, weil Basketballturnier, nein, Q. hatte gar nix, ausser Ausschlafen, im Bett liegen und gesund werden. Das hat er super gemacht und so steht dem Start in die Berge von der Seite nichts im Wege. (Ich packe eh immer eine wohlbestückte Hausapotheke ein, jedes Jahr wieder auch mit der Familienmenge "meines" Produktes, just in case)


Ich habe wie jeden Freitag früh gestartet, war dann schnell Wocheneinkauf erledigen (ausserdem noch schnell ein Paket mit Kleidern abholen, obwohl ich mir eigentlich vorgenommen hatte, NIX mehr zu kaufen, bis mir mal was ausgeht, wenn ich wegen abgetragen, kaputt oder total outdated halt ausmiste. Tja. Und dann habe ich den Fehler begangen, doch mal wieder einen Esprit-Newsletter zum Thema "Punkte und Streifen" aufzumachen und naja, bei Punkten konnte ich noch widerstehen, bei Streifen nicht so. Immerhin passt alles wie angegossen. Und: note to self: es ist wirklich so, dass 36/S passt, immer. Alles andere schlackert. Ganz sicher.) und grad am Heimweg, als der Hübsche anrief.
Ein Anruf, der mit : "Boah, ich sag's dir, das brauch ich nicht nochmal, erstmal: es ist alles ok" losgeht, ist ja schon eher schwierig. Nun denn. Er war auf dem Weg ins Büro, begegnete Jonny (wohl auf dem Weg zum zweiten Frühstück bei den Nachbarn), streichelte ihn, als plötzlich aus dem Nichts ein grosser Hund (Mischung aus Husky / Labrador) angeschossen kam. Jonny sauste durch die Hecke in den Nachbarsgarten, der Hund grad hinterher (wissen wir jetzt auch: das ist NUR eine Hecke, mit ohne Zaun). Man hörte Fauchen, Miauen, Bellen, Knurren. Der Hund hatte Jonny gesehen, war losgestürmt, hatte sein Frauchen umgerissen, die war gestürzt, hatte die Leine losgelassen, und ... joah.
Die Frau liess es sich nicht nehmen, mit dem Hübschen zusammen dann auf Jonny-Suche zu gehen, bis er sie davon überzeugt hatte, dass der sich ganz bestimmt nicht mehr freiwillig zeigen würde, solange der Hund in der Nähe wäre. Kaum war sie weg, kam Jonny höchst empört an, liess sich daheim von seiner Schwester abschnuppern und sauberputzen, vom Hübschen untersuchen (nichts kaputt ausser ein bisschen verletztem Stolz, das liess sich mit etwas Hafermilch und vielen Käseleckerli reparieren) und wartete dann auch noch auf mich, um das nochmal zu bestärken. (Der Frau geht es auch gut, sie hat aufgeschürfte Handflächen, aber sich nichts Schwerwiegenderes getan. Sie kam im Laufe des Tages nochmal vorbei und liess sich von den Nachbarn (Jonnys zweite Frühstückslocation), vor deren Küchenfenster das alles passiert ist, bestätigen, dass des dem armen Büsi gut geht. Ich hoffe, sie hat eine Lehre daraus gezogen und passt beim Spazierengehen besser auf. Die Kombination aus limitierter physischer Präsenz und einem 30kg Hund, der euphemistisch ausgedrückt nicht aufs Wort gehorcht aka "echt a Liaba is, aber bi Büsis, da halt nöd", ist halt schwierig.)


Das war dann auch schon das grösste Abenteuer des Tages, ich habe gewerkelt, meine Inbox um 16:00 auf Zero gehabt (den Rest ignoriere ich bis übernächste Woche), wir haben mehr oder weniger stressfrei und so wie immer für die Skiferien gepackt. So sehr es mich in den Sommerferien in immer neue Gefilde zieht und ich jedes Jahr nach grossartigen Erlebnissen fast traurig bin, dass wir da vermutlich so schnell oder überhaupt nie wieder hinkommen werden, weil es gibt ja noch so viel anderes zu entdecken! (Ausnahme: San Diego. Das ist fix auf dem Plan für immer wieder), so schön finde ich es, dass wir für die Skiferien mit Saas Fee unsere fixe Location gefunden haben. Die Kinder wissen, was sie erwartet, wir gehen jedes Jahr in die selben Lokale, wissen, wo der Bäcker ist, was die leckerste Frühstückszusammenstellung für alle ist, in welcher Hütte was am besten schmeckt, wo die versteckte Race-Abfahrt mit der Stoppuhr ist, und dass man das "dü" wirklich frühzeitig reservieren muss. Mal sehen, ob wir es dieses Jahr endlich mal zum Nachtschlitteln schaffen!


Das Auto ist gepackt, morgen kommt noch die Kaffeemaschine mit rein (naja, was will man machen, wir sind halt alt. Wenn es noch Platz hat, nehme ich sogar mein Nackenkissen in seiner Transporttasche mit!) und ich werde für eine Woche QC testing transfers, pandemic stockpiling, emergency import licenses, outdated leaflets, MDR compliance und Joint Review Policy vergessen.


Gegessen:
Marmeladentoast
Skifahrsuppe und Breznstage
Freitagspizza und Knoblauchbrot


Gelesen:
Nathalie Svensson 4


Gesehen
Vikings


Getragen:
Jeans und Longsleeve


Stressleveldurchschnitt gestern: 29
Selbstbeweihräucherung: nur kurz nervös geworden, weil der Hübsche noch gar nich gesagt hat "Ui, DAS sollen wir alles ins Auto kriegen? Das geht niemals!". Das sagt er nämlich immer, es geht aber immer rein und es könnte sein, dass ich total viel vergessen habe. Oder er sich gemerkt hat, dass es immer reingeht

Donnerstag, Februar 13, 2020

130220: Fieber, Suppe, Packlisten

Morgens um halb sechs ausnahmsweise von Sansa sttt von Jonny geweckt werden. Das ist ein bisschen angenehmer, die beisst und haut und zieht nämlich nicht, bis ich aufgestanden bin, sondern tapst freundlich auf meine Augen, bis ich sie korrekt streichle und rollt sich dann auf mir ein zum Weiterschlafen. Wenn ich zucke oder zu langsam mit dem Streicheln werde, kommt sie wieder und stupst, aber immer sehr lieb. Joah.
 
Endlich mal wieder Zug und Bus gefahren und Buch gelesen, statt Auto und / oder Arbeitsmails, das ist ein ganz anderer Start in den Tag.
Arbeit: gut vorangekommen, die grossen spontanen Brocken sind entweder mit viel Mühe an Ort und Stelle gewuchtet oder aktuell in anderen Händen, aber ich habe alles parat, um sie ordentlich weiterzubearbeiten, wenn sie bei mir landen.
 
Unerwartet früh im Jahr meinen "Merit Report", wie das jetzt neu heisst, bekommen, ich war gar nicht drauf vorbereitet, aber hui, schön!
 
Nach dem Mittagessen meldete sich Q., der schon gestern nach dem Unihockeytraining über Schwindel klagte, mit rasenden Kopfschmerzen und Schüttelfrost. Grosse Kinder sind praktisch: man fragt, ob sie Busfahren können und dann machen sie das und legen sich einfach ins Bett und wenn man dann (früher als sonst, man macht sich ja doch Sorgen, ausserdem kann man mit grossen kranken Kindern grossartig von daheim aus arbeiten) heimkommt, schlafen sie tief und fest. Fazit: leichtes Fieber, fertig, also Kopfschmerztablette und Bettruhe und KEIN Basketballtag morgen. Das Ganze ist entweder schnell vorbei oder halt so mittelschnell, aber ich bin cooler geworden als auch schon und zur Not ist halt jemand auch in den Skiferien ein bisschen malade, das ist alles kein Weltuntergang.
 
Dementsprechend: weiterarbeiten von daheim, Katzen aus den Nachbargärten einsammeln (Jonny war sehr hungrig und hat auf einen Sitz zwei Beutelchen aufgefressen, ohne mit Sansa zu teilen!), mit dem Hübschen schwatzen, Packliste und Einkaufsliste schreiben, strampeln, Bett neu beziehen, weil jemand (=ich) das Fenster aufgemacht hat und nicht gemerkt hat, dass es in Strömen zu giessen begann und jemand anders (der Hübsche) immerhin die Kissen abgezogen und halbscharig zum Trocknen hingelegt hat, den pflatschnassen Matratzenbezug aber draufliess... naja, am Wochenende wäre eh Zeit zum Wechseln gewesen.
 
Jetzt noch Spülmaschine, Znünibox für L, Tee, mit dem Hübschen Vikings gucken.
 
Gegessen:
  • Honigtoast, das war offensichtlich zu wenig, ich hatte um neun nämlich schon wieder solchen Hunger, dass ich mir in der Cafeteria ein
  • Bierchermüesli holen musste. Und für grosses Gelächter beim Cafeteriamann sorgte, weil ich (ich bin so saubere Scheiben nicht nicht gewohnt!) die Glasscheibe vor dem Regal mit Müeslischalen nicht sah und mit der Greifhand wie so ein Vogel gegen die Terrassenscheibe knallte. (alles gut, nix kaputt, weder Glas noch Hand, ich musste auch lachen :-))
  • Gumbo mit Reis und Spinat und Maissalat
  • Skifahrsuppe (draussen blüht der erste Krokus und wir hatten die diesen Winter noch kein einziges Mal. Also: doppelte Portion gekocht und den Rest nehmen wir mit in den Schnee!)
Gelesen:
Nathalie Svensson 4


Gesehen:
"Ich schweige für dich" (Ich dachte, Miniserie bedeutet 6 Folgen und war schon sehr gespannt, wie sie das alles in dieser einen Folge klären wollen, aber: es sind 8)
"Vikings"


Getragen:
blau kariertes Wollkleid und die braunen Wildlederstiefel


Stressleveldurchschnitt gestern 29
Selbstbeweihräucherung: offensichtlich beide Chefs letztes Jahr überzeugt

Mittwoch, Februar 12, 2020

120220: Rage by proxy, Tränen, Kopfschütteln, Käsehappen

Hui, die Award-Feier gestern, das war irgendwie mehr, als ich auf dem Schirm hatte!
Dementsprechend habe ich noch ein paar Sachen, die ich gestern loswerden wollte:
1. Ich esse ja schon lang immer das vegetarische Menü in unserer Kantine. Gestern hatte ich dann die Qual der Wahl, es gab nämlich zwei verschiedene: Bami Goreng /Zucchinifritters mit Joghurtsosse, was gar keine so eine grosse Qual war, weil IMMER Bami Goreng. Und da ist mir dann extrem positiv aufgefallen, dass man undramatisch ein Essen für verschiedene Vorlieben und Ernährungsansätze tauglich machen kann: eigentlich war es vegan, das gestockte Ei dazu gab es nach Rückfrage separat, beim Koriander konnte man sich selber bedienen (Ich nahm natüllisch wie immer mit alles und scharf)
2. Jonny hat wieder mal pünktlich kurz, bevor wir wegfahren, die Hard- nd auf Software überlistet. Mittlerweile ist es nicht mehr Glückssache, dass er das versperrte Törchen aufhakelt, sondern eine Sache von 10 Sekunden und dann geht er halt. Das ist jetzt nur so mittel, aber andererseits kommt er ja auch immer wieder. Wir sind noch unsicher, ob wir jetzt endlich cool werden und den Kater halt rauslassen, wenn er will, oder (das ist der aktuelle Ansatz) ihm das weder verlernen, indem wir, wenn alle da sind, das Törchen hardwaremässig versperren, das kriegt er bisher noch nicht auf (Hoffnung: er merkt, dass, wenn es nicht wegen Chiperkennung klickt, ist zu. Erfolgschancen bis Samstag: mittel bis niedrig, würde ich sagen. Alternative: wir bitten die Hütenachbarn wieder, auch hardwaremässig abzuschliessen, was wir eigentlich verhindern wollten. Nun ja.
3.ein langer Absatz darüber, dass L. seine Pokemonkarten "verloren/vergessen" hat und wie sehr mich das Spagat zwischen "das weinende Kind trösten" und "warum fällt dir das nachts um zehn ein, dass das schlimm ist, und nicht in dem Moment, wo du gemerkt hast, dass sie weg sind, nämlich um 12:10h, wo du entschieden hast, einfach nix zu unternehmen?". Ich bin nämlich nicht überzeugt davon, dass Trösten und die "Gefühle des Kindes in dem Moment zu begleiten", das einzig richtige ist, weil: so ein Quatsch lässt sich halt easy vermeiden, und das kann man ja auch mal hören und fürs nächste Mal was draus lernen. Aber: Pokemonkarten sind wieder da, der Nachbarsjunge hat sie am Nachmittag mit aus der Schule heimgebracht, aber L. war nicht da, um sie in Empfang zu nehmen. Ich setze also auf den Lerneffekt des Dramas gestern abends.


Nun denn, heute: neuer Tag.
Alles in Perspektive gerückt durch die Beerdigung am frühen Nachmittag. Es ist mittlerweile eine traurige Tradition (zum dritten Mal, immer alle drei Jahre), dass sich die Gruppe aus meinem ersten Job beim jetzigen Arbeitgeber auf einem Friedhof trifft, beim Abschiednehmen von einem Kollegen, der viel zu jung war.
Auf dem Heimweg wurde ich dann ganz schnell unglaublich müde. Das ist meine .. naja coping strategy für zu viel Gefühl. Am ersten Tag nach dem Klassenüberspringen, am ersten Tag in jeden neuen Job, nach grossartigen Festen (ok, da hat es dann meist nicht nur das Gefühl, das mich müde macht), nach traurigen Nachrichten, da bin ich dann einfach nur müdemüdemüde.
Nun denn. Statt schlafen habe ich dann Katzenfutter eingekauft incl neuer Leckerli ("Käsehuhnhappen", die Jonny für die beste Erfindung nach "Oatly Barista" hält) und ein Call mit Kalifornien zum Quality Risk Management. Fast so gut.


Für ein versöhnliches Ende hier noch die Neuauflage dieses Bildes mit einem erstaunlich gross gewordenen Q.:


Prozac7405 2020

(Nicht mehr so creepy wie das mit dem kleinen Q., und die Ohren hat er nicht vom Papa!)






Gegessen:
Honigtoast
Falafel mit Zitronenjoghurt, Hörnli, Ofengemüse und Blumenkohl
Salat und Flammkuchen




Gelesen:
viel zu viele Kommentare bei Frau Kaltmamsell, ich bin dieses arrogante, übergriffige Selbstverständnis mancher Kommentatoren ja gar nicht mehr gewohnt. Es gibt sie immer noch, die Leute, die Blogger für Exhibitionisten halten, die jeden noch so übergriffigen, offen unerwünschten Kommentar zu akzeptieren und wertzuschätzen haben, sonst dürften sie halt nicht öffentlich schreiben. Zu nah ist noch die Erinnerung, wie viele innerlich hässliche Menschen es gibt, aber auch wie schnell freundliches Dauerkommentieren in Übergriffigkeit, Stalkertum und dann, bei Gegenrede, in offenen Hass umschlägt. Nein, ich war nicht konsequent, als ich die Kommentare hier geschlossen habe. Ich habe die zahlenmässig deutlich den netten, lustigen, klugen Kommentatoren unterlegenen Nervtröten und Schlimmeren gewinnen lassen, weil ich es nicht mehr ertragen habe, wie sie sich diesen Raum (und meine Kopf) zu eigen gemacht haben. Nein, ich bin noch nicht drüber weg.




Getragen
Beerdigungskleider




Gesehen:
"Ich schweige für dich" und "Vikings"


Stresslevedurchschnitt gestern: 44
Selbstbeweihräucherung: zum ersten Mal im Leben auf glühenden Kohlen was ausgesessen. (es wäre nicht mein Job gewesen, niemand ausser mir selber hätte mich verantwortlich gemacht, wenn die Deadline gerissen worden wäre, leider ist nicht die eingeknickt, deren Job es gewesen wäre, sondern jemand anders, Erziehungseffekt also eher nur mittel)

Dienstag, Februar 11, 2020

110210: Hicks

Ich war nicht auf das Ausmass der Feierlichkeiten heute abend vorbereitet. (Champagner! Fähnchen! Awards! Essen! Champagner!)


Ich muss ins Bett.

Montag, Februar 10, 2020

100220 Durcheinander

Mittelgut geschlafen, weil Sturm und weil direkt unterm Dach. Der Arbeitsweg war dann fast eine Aniklimax, weil bei dem Lärm hätte ich fliegende Trampolins, schlingernde Lastwagen etc erwartet. Stattdessen: Autobahnstau wie immer, sonst nix.
Ich war ja heute mit dem Auto unterwegs, weil die Beerdigung des ehemaligen Kollegen für heute nachmittag angesetzt wurde und ich danach dann direkt den Hübschen zum Lehrergespräch abholen hätte wollen.
Wegen Gefahr wegen Sturm wurde die Beerdigung jedoch verschoben (ich mag mir gar nicht vorstellen, was das zusätzlich zu allem noch für die Familie bedeuten mag), also hatte ich einen ungewohnt terminfreien Nachmittag und ungewohnt förmliche Kleidung (aka einen kohlrabenschwarzen Rock in unmodischer Länge, aber ich hab halt sonst nix Schwarzes, schwarze Strümpfe, schwarze Stiefel und weisse Bluse) für einen "normalen" Arbeitstag.
Vom Sturm her übrigens war der durchaus beeindruckend, direkt unter dem Dach und mit einer grossen Fensterfront nach Westen war das laut und nass (gsd nur draussen), zwischendrin kohlrabenschwarz mit doppeltem Regenbogen (natürlich erst, nachdem ich fotografiert hatte).
Ich war ganz froh, NICHT im Turm und gegenüber der Turm2-Baustelle und all den Kränen zu sein, auch wenn ich im Intranet gelernt habe, dass das alles sicher ist, weil die Kräne "windfrei" gestellt sind. Naja. Noch besser als windfrei ist windfrei weit genug weg.


Dann früher Feierabend, immerhin drangedacht, das Auto mitzunehmen (Parken unter der Woche untertags in Basel: holla! Nicht nur deswegen lohnt sich der ÖV oder halt ein rechtzeitiges Reservieren von Tagesparkplätzen in der Arbeitsgarage), daheim mit L. noch Kaffee/Kekse/Schulaustausch, Katzen einsammeln (Jonny macht das alles nix, Sansa macht Wind weniger aus als Regen. Der Hübsche meinte, das läge sicher an ihrer Verwandtschaft mit so einem Mikrophonpuschelüberzug), dann den Hübschen abholen und zu Q. in die Schule fahren.
Ein erwartet undramatisches Standortgespräch mit noch besseren Aussichten, als wir uns so ausgerechnet hatten (mir war gar nicht bewusst, dass die Fricktaler Kinder, die in den Nachbarkantonen aufs Gymnasium gehen wollen, einen 0.7 Notenstufen besseren Schnitt als Basler Kinder brauchen, um dort überhaupt angenommen zu werden, was zur Folge hat, dass sich die Fricktaler Kinder, die das schaffen, sich am Gymnasium im Schnitt eher leichter tun als das Klassenmittel), alle sehr beruhigt.


Daheim machten sich der Hübsche und Q. an ein Fotoshooting (er braucht morgen nicht nur eine Bewerbungsmappe, sondern auch ein -foto), ich sammelte L. ein und brachte ihn zum Volleyball (heute ausnahmsweise Elterntaxi statt den Fussweg an allen Bäumen entlang), dann Essen, strampeln, L. holen, Feierabend.


Gegessen:
Honigtoast
C2 (ich war heute SCHON WIEDER in der Markthalle vietnamesisch essen)
Montagspizza


Getragen:
Beerdigungskleider und wasserfeste Wimperntusche. Schon mal zum Üben.


Gelesen
viel zu wenig, weil mit dem Auto statt ÖV unterwegs
Aber: die Kaltmamsell ist wieder da! Wie schön. (Auch wenn die Schmerzen gar nicht schön sind) Ich habe sie ganz schrecklich vermisst, Frau Klugscheisser hat das "die Illusion der Nähe" (hat sie gar nicht, das habe ich mir falsch gemerkt) "vorgegaukelten Kontakt" genannt, das ist sicher ein Aspekt, aber für mich sind die täglichen Posts "meiner" BloggerInnen eher so das tägliche "Na, wie gehts, was läuft bei dir, was beschäftigt dich so?" Telefonat mit guten Freunden, so dass man immer weiss, was den anderen so bewegt (und bei denen man sich sehr viel Sorgen macht wenn es denn mal sehr kurz ausfällt oder ausbleibt). Ich finde das sehr schön und mal ehrlich, wer kann denn mit so vielen Leuten telefonieren?


Stressleveldurchschnitt gestern: 53. Was will man machen, es war ein entspannter Tag, kaum was stresst mich mehr :-)
Selbstbeweihräucherung: keinen einzigen blöden Witz im Lehrergespräch gemacht (also: nicht mal einen nicht blöden, da scheiden sich ja gern mal die Geister. Ich war praktisch voll unwitzig)

Sonntag, Februar 09, 2020

090220: Sabine

Es scheint so, dass ich in Wellen ausschlafe: das erste Mal bin ich wach, und damit meine ich: richtig wach, um fünf, dann echt superwach um sieben und wenn ich dann nochmal einschlafe, bin ich um halb 10 zu müde, um auch nur dran zu denken, aufzustehen und Kaffee zu machen. War schön, den ans Bett serviert zu bekommen!
Während sich Deutschland auf "Sabine" vorbereitet, wussten wir ja danke Meteo-Warnungen, die schon am Freitag von der Alarmzentrale verschickt wurden, dass hier bis 18:00h alles gut sein würde, also haben wir nach einem gemütlichen Frühstück, Schulcheck (Q braucht am Dienstag eine Bewerbungsmappe. Gibt es echt noch Unternehmen, die so was sehen wollen, respektive Schreibwarenläden, in denen man das bekommt? We will see, L. kann sich aus dem englisch-Voki "temporary", "patient" und "accident" nicht merken. Challenge heute: in jeder Konversation diese Worte einbauen) und Wäsche/Staubi-Dienst einen ausgiebigien Spaziergang durchs Viertel und am Wald entlang zurück gemacht. Im T-Shirt. Well. (Egal, welche Strecke, ich habe unsere Wochenendspaziergänge im Wald früher daheim in echt schöner Erinnerung, weil man einfach mal reden onnte. Und so haben wir auch heute einfach ... geschwatzt. Schön war das!)
Die Katzen haben den Tag draussen verbracht und genossen (Jonny hat die Jagdsaison eröffnet und eine Eidechse gefressen. Er hat rausgefunden, dass die in den Spalten der Trockenmauer unserer Nachbarn überwintern, und naja,.... so richtig schnell hauen die bei den Temperaturen nicht ab).
Wir haben noch Waffeln gegessen, die Jungs haben das diesen bei PS+ umsonste "Sims 4" isnstalliert, alles sturmfest gemacht, ich habe mir Beerdigungskleider für morgen rausgelegt, alle Blusen gebügelt, Nägel lackiert und zack, ist das Wochenende auch schon wieder rum.


Gegessen:
Zopf mit Avocado und ERdbeermarmelade (nacheinander!)
Nachos mit Guacamole
Reisnudeln mit Tofu in ERdnusssosse mit Kimchi, Karottensalat, Erbsensprossen, Microgreens, Radieschensalat und Frühlingszwiebeln (die Kinder: Veginuggets, Karottensalat, Gurkensalat, Reisnudeln)


Gelesen:
"Eisige Dornen" (Affiliatelink)


Gesehen:
"Ich schweige für dich" (empfohlen von Larissa, gefällt mir sehr)
"Vikings" (ich bin immer mehr überrascht, wie diese Serie so viele Fans hat. Ja, Lagertha. Schön und gut. Aber neben der mittlerweile ausgelutschten und halt vor allem eleeeeendiglich ausgewalzten und in die Länge gezogenen Wikingergeschichte (Ragnar, Floki, Aslaug, Björn, Erlendur, blablabla) jetzt auch noch die ganze Wessex-Story: wie aus einem 80er Jahre Kostümfilm, schon allein von der schrecklichen Ausleuchtung her, ganz abgesehen von der total langweiligen Story, die mit den Wikingern nichts zu tun hat. Und Paris. Wie aus einem kinky Nackenbeisser-Roman mit altertümlichen Kostümen. Wenn ich so einen Schmuh sehen wollen würde, würde ich mir, wie heisst die Softporno-Serie von Diana Gabaldon mit den schottischen Zeitreisenden? anschauen. Wenn mir sowas bei den Vikings untergejubelt wird, finde ich das ja schon ein bisschen Zeitschinden und Themaverfehlung!)


Getragen: Fleecehoodie, Jeans, Wollsocken


Stressleveldurchschnitt gestern: 23
Selbstbeweihräucherung: ausgeschlafen