Dienstag, September 22, 2020

220920: Schlotz

 Der Tag begann wie immer, nur begleitete mich der Hübsche auf meiner kleinen Runde direkt nach dem Frühstück (man könnte es auch "Fakearbeitsweg" nennen, Fake, weil ich ja erstens von Zuhause nach Zuhause laufe, und zweitens weil ich schon vorher anfange und dann,,  wenn alle aus dem Haus gehen auch ein Ründchen laufe), um mal zu schauen, wie Jonny in seinem neuen Feld residiert.

Das war echt lustig: er kommt dann (wenn es die Lauersituation gerade zulässt) mit grossen Sprüngen, weil irks, hoher Klee = nasser Bauch, angehoppelt, mauzt und erzählt (ich bilde mir ein, anklagend, dass er zu nachtschlafender Zeit OHNE frisches Feuchtfutter aus dem Haus musste), und läuft dann mit mir nach Hause zurück. Immer wenn ein Auto (die haben sich dann verfahren, es ist eine Fahrrad- und Bus only-Strasse), Bus, Fahrrad oder Hund kommt, flitzt er ins Gebüsch HINTER dem Werkszaun. Aus Erfahrung weiss er, dass ihn dort keiner einholt (ich bin mal mit einer Frau ins Gespräch gekommen, die erzählt hat, dass ihre französische Bulldogge mal auf der Jagd nach Jonny unter dem Zaun stecken geblieben ist. Höhö). Heute war das auf der Höhe des Raucherpavillon und anscheinend hat Jonny dort ein paar Freunde, ich hörte nur "Aaaaaw, da isser ja!" und es dauerte eine Zeitlang, bis er wieder rauskam (roch auch etwas streng).

Sonst: Arbeit halt, unterbrochen von Mittagessen mit L, der Lieferung meines Adventskalenders (sozusagen "Advance-Kalender", hat dieses Horrorwortspiel schon wer gemacht?), diesmal dem vom Bodyshop, wen es interessiert (Ich bin im Haus Adventskalenderbeauftragte und werde einen Teufel tun, ohne einen dazustehen :-). Ein selberausgesuchter, wo ich im September den Inhalt überfliege, damit ich weiss, ob ich es mag, und dann bis Dezember wieder vergesse oder wenigstens die Reihenfolge, ist genau so viel Überraschung, wie ich mag)

Beide Katzen kamen anders als gestern recht früh nach Hause (Jonny recht spektakulär, er sprang mri auf den Schoss, schnupperte an der Webcam, via die ich gerade ein Meeting mit 8 KollegInnen hostete und während alle noch so aaaaawten und ooooohten, klickte er aufs Touchpad und schloss Chrome und damit auch das Meeting. Ups) und ein Blick nach drausen zeigte auch warum: es war zwar noch sonnig, aber wurde dunkel am Horizont und donnerte, binnen Minuten goss es für zwei Stunden aus Kübeln runter (spektakulär beendet mit einem doppelten Regenbogen. Anscheinend haben beide mittlerweile gelernt, diese Zeichen zu deuten.

Sonst: Ausserhäusiger Abend für zwei von uns: Q. hat Piohock im Pfadihaus, der Hübsche die lang verschobene Eigentümerversammlung. Coronakonform findet die in der Tiefgarage mit Abstand statt, ich nehme an, die Akustik ist super für die lautstarken Diskussionen (auf der Agenda diesmal: soll eine stärkere Stromleitung und die Vorbereitung der Elektroinfrastruktur auf einen Elektroautoladeplatz pro Haus vom Erneuerungsfond bezahlt werden? Nachdem es letztens bei der Diskussion um Heckenschneideverspflichtung und -kompensation schon fast zur Prügelei kam, erwarte ich grosses.)

L. und ich hüten das Haus (ich durfte ja schon zweimal raus auf die Elternabende, der Hübsche nur einmal, als es um die Schranke für den Supermarktparkplatz ging)

Gegessen:

Special K

den Rest vom Blumenkohlsalat als Znüni (ich wusste nicht, dass Rosinen, die in Dressing liegen, über Nacht einen unglaublich ekelhaften Schleim absondern. Ich habe also meinen ganzen Salat im Sieb abgewaschen und neues Dressing drüber getan. Schleim kann ich nicht essen)

Falafel mit allem, was zu Döner gehört

Gyozas mit Salat (Q. hatte einen einzigen Wunsch aus Basel letztes Wochenende: Grosseinkauf im Asialaden, also habe ich Unmengen Gyozas, Seetangchips und Wasabinüsse und natürlich Currypasten eingekauft)

Gelesen: "Das Buch Ana"

Gesehen: "Mrs America" / "Succession"

Stressleveldurchschnitt: 35

Selbstbeweihräucherung: den Task, den keiner machen wollte, immer noch nicht selber gemacht (ich kann nicht dafür garantieren, dass es so bleiben wird, eine Kollegin ist in ihrem Team kurz vor dem Einknicken, aber ich habe evtl die Krankheit von jemand anderem ausgenutzt, so dass es vielleicht gar nicht nötig sein wird)

Montag, September 21, 2020

210920 Nachtrag

 Müde in den Tag gestartet (die Kinder haben die letzte Woche vor den Herbstferien, Q. Projektwoche, wo die 2. und 3. Jahrgangsstufen in verschiedenen Werkstattgruppen gemischt werden. Ich sehe die deutsche Elterncommunity scharf die Luft einziehen, weil Corona, Abstand, Trennung! Hier: naja, die Schüler halten seit Mai keinen Abstand, da ist es jetzt auch schon wurscht. Ausserdem weiss man nach 2 Wochen Herbstferien dann direkt, ob das eine gute Idee war oder nicht. Sie lesen ... einen Gutteil Fatalismus hier mit, ich habe beschlossen, in Schule und Arbeit die Vorgaben zu akzeptieren und mich nicht dran aufzureiben, ich habe nicht das Fachwissen und Hintergrundwissen, um das in Frage zu stellen, und nicht ansatzweise die überschüssige Energie. L. hat normal Schule mit Mathetest morgen, es geht unter anderem um Schätzen und Runden und neben dem Trick für Längen (sein Daumen ganz platt gedrückt ist 2 cm breit, wenn er Daumen und Zeigefinger so weit es geht spreizt, sind das 15 cm, damit kommt man recht weit. (Spässle: ca 17cm oder 34, mit beiden Händen. Lassen Sie mich, es war ein langer Tag) und er hat verstanden (und kann es erklären), warum mehr Kommastellen nicht automatisch mehr Genauigkeit bedeuten. Ich überlege ihn, für das nächste Training für "Product und Process Monitoring" einzuladen.

Dann halt gearbeitet, hilft ja nix. Ich verzweifle gerade ein wenig an meiner Rolle, die da ist, Leute ohne Linienverantwortung zu führen, und meine Güte, ich hätte mir nie so sehr gewünscht, dass wenigstens einer in der Truppe so wäre wie ich, nämlich, wenn es einen Task gibt und sich keiner freiwillig meldet und es nicht sooooo 100% klar ist, wer es denn tatsächlich machen MUSS, aber es ist sehr dringend, und meine Güte, das ist aber unangenehm, wenn so lang keiner was sagt: "OK, dann mach ichs halt!" Stattdessen bekomme ich seit einer Woche Erklärungen, warum man selber das genau halt nicht machen kann, und doch der andere sollte, aber das sagt man nicht in der Gruppe, sondern nur mir NACH dem Meeting, und vielleicht sage ich morgen einfach: "Mir wurscht, wer es macht, aber wenn es keiner macht, seid ihr alle für die Konsequenzen verantwortlich." Das ist so mühsam, mir fehlt echt jedwedes Verständnis dafür, wie man länger, als es dauern würde, das zu machen, um etwas rumstreiten kann...

Ich habe Ihnen in meiner Zusammenfassung der letzten 6 Monate noch was wesentliches unterschlagen, nämlich das Äussere :-).

Ich habe seit 6 Monaten keine Highheels (oder überhaupt Schuhe jenseits von Flipflops oder Turn-/Wanderschuhen) getragen, dafür jeden Tag Make-up, niemals Jogginghose, allerdings auch nur selten volle Businessmontur (Kleider oder Blusen, die nicht gebügelt werden müssen, schon das eine oder andere Mal, aber all meine schönen formalen Kleider .... halt nicht.)

Dafür gerne mal eine Wärmflasche im Rücken, wenn Nierenschmerzen oder halt auch seriöse Plüschsocken, wenn es morgens fusskalt ist.



Wichtig auch: seriöseses Schreibwerkzeug, da kann man Argumente gleich viel pointierter formulieren (der Schneemann kann beidhändig boxen).

Gegessen:

Special K

badische Wassermelone

1 Kohlrabi

Blumenkohlsalat mit Mandeln und Rosinen (die Portion für 2-3 Personen, zusammen mit dem gestern direkt vor dem Schlafengehen schnell noch gesnackten Sauerkraut direkt aus der Dose und dem Kohlrabi war das fast ein bisschen viel für meinen Bauch....)

Montagspizza


Gelesen: "Das Buch Ana"

Gesehen: "Mrs America" zum Crosstrainerstrampeln und "Succession"

Stressleveldurchschnitt gestern: 36

Selbstbeweihräucherung: Rechtzeitig dran gedacht, meiner kleinen Schwester und ihrem Mann einen Blumenstrauss zum ersten Hochzeitstag zu schicken, der ist nämlich HEUTE!

Sonntag, September 20, 2020

200920 Sporty spice

 Heute morgen bin ich in mehreren Etappen wachgeworden und um halb acht war einfach fertig mit schlafen. Ich habe also Kaffee gemacht, L. und mir zwei Scheiben Hefezopf geschmiert und dann eine Stunde auf dem Crosstrainer verbracht und dabei "Mrs. America" angefangen. Isabella hat mir die Serie empfohlen, als ich auf der Suche nach Ideen war, wie ich das 3 Monate Sky-Gratisabo ausnutzen könnte (Erst wurde uns vom Mobilfunkanbieter 3 Monate "Sky Kids" angeboten, was halt echt ... naja, keinen von uns interessiert, dann bekam Q. 3 Monate Sky Sports und endlich, endlich ich 3 Monate Sky Shows.).

Nach Duschen gab es richtig Frühstück, der Hübsche ging draussen rennen, ich habe mit L. geschaut, wie weit er mit dem Lernen für den Mathetest ist.

Q. hatte heute nachmittag mit Buddies im Nachbardorf abgemacht zum Risikospielen. Das Dörfchen liegt ... ziemlich ab vom Schlag, aber Q. wollte auf keinen Fall mit dem Auto gebracht werden, sondern mit dem Rad fahren. Google Maps schlug entweder die Route durch den Wald und über den Berg oder die Route an der Landstrasse, aber geteert und relativ flach. Um Bewegung zu bekommen und ein Gefühl für die Strecke haben wir beschlossen, Q. mit dem Rad hinzubegleiten. Es ist schon spannend, wie hinter nur einer Kurve auf einmal Bilderbuchschweiz mit Kühen, Hügeln, Bauerhöfen etc. liegt. (Leider ohne Radweg, weswegen ich nicht ganz so entspannt war, als unser Mobilfunknetz dann auch nicht bis ins Nachbardörfchen reichte und wir so den Weg über den Berg und den Wald nicht ausprobieren wollten, naja, ich war dann nicht ganz so entspannt, bis Q. wieder zu Hause war, aber es hat alles toll geklappt und Q. hatte einen echt schönen Nachmittag mit seinen Freunden).

L. hat sich seinen anderen L. geholt, wir haben Zimtschnecken gegessen, ein paar  viele Runden ums Karree gedreht, immer wieder von den Katzen begleitet.

Zum Abendessen gab es Tacos (mit Vegihack) und weil ich keine scharfe fertige Salsa hatte, mit frischer Pflaumensalsa und Chimichurri Sosse.

Ernüchternder Moment nach dem Essen: ich musste für Q.s Mensamarken der nächsten Woche Bargeld vom Automaten auf dem eigentlich am Sonntagabend menschenleeren Supermarktparkplatz holen. Was ich nicht wusste: statt cornern hängt man bei uns auf dem Dorf als junge Erwachsene im offenen Kofferraum auf dem Supermarktparkplatz ab. Ich finde das seltsam, es ist weder ... cool noch romantisch noch verboten (wobei.... keine Ahnung), noch irgendwie vor den Augen der uncoolen Erwachsenen verborgen. Man hat dabei übrigens auch keine Laute Musik laufen oder knutscht rum (naja, es ist halt alles auch taghell erleuchtet von Strassenlaternen und die Überwachungskamera vom Geldautomat filmt alles), aber trotzdem läuft der Motor. Ich habe also freundlich gegrüsst, gefragt, ob der Motor wirklich laufen müsse, man beschied mir "ja", ich meinte mit hochgezogenen Augenbrauchen (und beliebig uncool): "Aha, SEHR logisch.", verkniff mir "Naja, ich bin ja dann schon tot, wenn ihr absauft und verhungert, weil der Planet kaputt ist", sondern mit halt heimgegangen. Auf dem Heimweg dann sah ich noch den grossen Nachbarskater auf dem Dach des Fahrradunterstands schicken. Ich habe ja im Moment Mangel an sozialen Kontakten (der Hübsche lacht sich tot respektive krümmt sich vor Peinlichkeit, wenn wir gemeinsam unterwegs sind und ich halt total höflich mit allen Leuten sprechen, die nicht bei drei auf dem Baum sind das auch wollen.), also habe ich gemeint: "Na, hallo Lucky, alles gut bei dir?" und er so "Mau!" und dann kam er her, ich kraulte ihn hinter dem Ohr, er sagte "Mau", ich kraulte ihn hinter dem anderen Ohr und er biss mir herzhaft ins Handgelenk.

Ich denke, ich erkläre den Tag für beendet, bevor es noch peinlicher wird.

Samstag, September 19, 2020

190920 6 Monate Homeoffice: Und?

 Nachdem ja hier jeder Tag mehr oder weniger gleich ist, dachte ich, schreibe ich mal ein bisschen was anderes und zwar, wie sich 6 Monate Homeoffice für mich angefühlt haben, lessons learned, quo vadis, best practices, Bullshit-Bingo Karte voll!


Vorher:

Ich arbeite seit über 5 Jahren so, dass ich einen Tag die Woche von zu Hause gearbeitet habe. Das machen bei uns viele, das ist für die allermeisten Jobs kein Problem (es gibt natürlich auch bei uns welche, bei denen das nicht geht, denken Sie an Produktion, Logistik, Analytik im Labor oder auch Freigabeaktivitäten, wo es um den Review von einem grossen Teil Papierdokumentation geht, der die Werksgrenzen nicht verlassen darf (oder auch wenn er dürfte: Lastwagenweise Ordner und Papier hin und her karren ist auch nicht da Gebe vom Ei).

Unser Unternehmen agiert global, d.h. virtuelle Meetings mit Kollegen auf der anderen Seite der Erde gehören seit ewig zum Arbeitsstandard, dementsprechend ist unsere Infrastruktur aufgesetzt.

Die IT-Landschaft ist bei uns Google-basiert, d.h. wir nutzen Gmail, Hangoutmeets, Chat, Kalender. Die allerallermeisten Kollegen haben Notebooks, iPhones / -pads sind recht weit verbreitet.

Meinen WfH-Tag erledige ich vom Esstisch, nur mit Laptop, ich habe keinen Nerv, einen extra Arbeitsplatz mit Bildschirmen, Tastatur etc. aufzusetzen, ich denke mir: 1 Tag die Woche unergonomisch vs 4 Tage die Woche perfekt eingestellt mit Riesenmonitor und Laptopmonitor in parallel, das klappt schon

Seit Corona:

Und dann, am 13. März hiess es nach wochenlangem "Wer könnte, sollte", das bei uns als "Niemand hat gesagt, wir müssen!!!!" interpretiert wurde: Work from Home für alle.

Für mich war der Übergang nicht so dramatisch, weil wie gesagt: ich hatte Übung. 

Software/Hardware etc.:

Ja, klar, die VPN-Verbindung ging manchmal in die Knie, wenn sich alle zeitgleich einloggten, aber alles in allem hat unsere IT da einen grossartigen Job gemacht und das optimiert, aufgebohrt, umgeroutet, was weiss ich denn, auf jeden Fall geht es super.

Google hat die Usability und das Zusammenspiel der verschiedenen Applikationen in den letzten Monaten noch extrem verbessert, spontane Videocalls sind viel einfacher aufzusetzen als vorher. Das normale Festnetz oder Handy nutzt bei uns kaum noch wer zum Telefonieren, alles läuft über Hangouts.

Der dümmste Fehler, den ich gemacht habe, war zu denken: "Ach, das geht ein paar Wochen, dafür hole ich mir nicht meinen grossen Bildschirm/Docking station/Tastatur und ich brauche auch keinen ergonomischen Bürostuhl". Irgendwann hatte ich Rücken und Schulter, meine E-und N-Tasten sind total durchgewetzt und ja, gerade das Bearbeiten und Teilen von grossen Spreadsheets via Hangout wäre schon einfacher, wenn es eben mehr als ein Mininotebookbildschirm wäre.

Ich habe schon mehrfach gedacht: "Naja, jetzt lohnt es sich aber auch nicht mehr, weil es ist bald rum" und das wird vermutlich der Treppenwitz des Ganzen, wenn das für immer geht und ich irgendwann wirklich blind tippen kann, weil alle Tasten abgerubbelt sind.

Zusammenarbeit:

Die Zusammenarbeit mit den Kollegen in Meetings lief und läuft total problemlos, ich finde sogar besser als vorher in den Hybridmeetings, wo ein Teil gemeinsam im Meetingraum sass und einzelne sich eben via Hangout einwählten. Als "die Stimme/das Ohr im Pizzaphone" wird man leicht vergessen oder überhört, man bekommt die nonverbalen Interaktionen im Raum nicht mit und die verbalen auch nur dann, wenn alle sehr diszipliniert nicht durcheinander reden oder Nebengespräche führen.

Mittlerweile ist das Screensharen (und Muten, damit man nicht Darth Vader-mässig ins Headset atmet) und "Oh, sorry, I was on mute" Entmuten so normal wie vorher das Anstöpseln respektive Einloggen in die App, die den Laptopscreen auf den Meetingraumbildschirm streamt.

Was ich vermisse: die vermeintlich belanglosen Schwätzchen an Kaffeemaschine, Wassersprudler, Waschbecken im Damen-WC (ich nehme an, es ist bei den Männern ähnlich), die schnellen "Boah, hast du das gesehen, die Mail gelesen, das gehört?" oder "Wie setzt ihr bei Euch denn die und jene Corporate Directive um?" oder "Wie geht es denn Deiner Schwiegermutter, Nachbarin, Kind, Katze, Hund, Dachisolierung....?"-Gespräche. Mir fehlt die persönliche Komponenten, das Gefühl für die persönliche Situation der KollegInnen, die natürlich auch einen gewissen Einfluss auf ihre Arbeit respektive meinen Umgang mit ihnen hat (besonders fatal eigentlich, dass wir aktuell ALLE in einer emotionalen Ausnahmesituation sind, und sich aus der Situation kommende emotionale Ausnahmezustände wie zB an Covid verstorbene Verwandte halt nur sehr sporadisch verbreitet haben, während ... längere Abwesenheit, rote Augen oder ein diskretes zur Seite winken durch jemanden, der Bescheid weiss, bei realem Kontakt blöde Situationen vermeiden hätten können. Vielleicht bin ich aber auch noch nicht geübt genug in virtuellem .... Umgang mit Menschen, die ich sonst eben real kenne. (ich habe mal meine auf Twitter/Insta/Blog erlernten Benehmen aktiviert, wer weiss, ob das komisch ankam oder nicht, bis ich es herausfinden werde, ist viel Wasser den Rhein runtergeflossen).

Am Anfang hatte ich totale Hemmungen, einfach Kollegen via Hangout anzuschreiben, weil sie das ja unter Druck setzt, aber das hat sich relativiert über die Zeit, aber es ist halt nicht dasselbe wie zusammen wie gemeinsam Kaffee zu trinken und dabei auf den Rangierbahnhof runterzugucken.

Mittlerweile hat sich mit meinen direkten Kollegen ein extrem entspannter Kontakt via Hangout etabliert, der fast schon das wortlose Augenrollen während Meetings ersetzt, was aber total fehlt, ist der .... inoffizielle Flurfunk im positiven wie negativen Fall.


Vereinbarkeit

Am Anfang war das ein sehr, sehr grossartiges Gefühl von Zusammenhalt in der Familie, von "wir gegen den Rest der Welt", von "Hey, mit den drei Lieblingsmenschen eingesperrt, was könnte einem besseres passieren?", wir haben jeden Tag einen Znüni- und einen Zvieri-Chef nominiert, der um halb 10 und um halb vier Obst, Gemüsesticks und Cracker, Kekse, Kaffee in die Arbeitszimmer serviert hat, wir haben es zelebriert, gemeinsam zu essen, der Drucker tat gsd seinen Job, der Unterricht wurde nahtlos (Q.) respektive kreativ und spontan (L.) auf Distanz umgestellt, es war ein grosses Abenteuer, so wie Camping. In jedem Hangoutmeeting wurden Katzen, Hunde, Kinder, Lebenspartner in Unterhosen frenetisch bejubelt.

Wie Camping wurde es nach einer gewissen Zeit eher unbequem, Znüni und Zvieri schliefen ein, der Weg zum Drucker unter dem Dach nervte, die drölfzigste Hausaufgabe zum Thema "Doppelkonsonantenregel" nervte L. UND mich und alle anderen, der Blättersalat nervte, die Partner und Kinder in Unterhosen (und ohne), die Katzen und ihre erlegten Mäuse, Vögel, Fledermäuse wurden zu leicht genervt weggewedelten Störfaktoren wie die Rasenmäher und Vertikutiergeräte der Nachbarn oder die wackelige Internetverbindung.

Wir haben unsere Nanny/Putzhilfe bis Ende der Sommerferien bezahlt freigestellt, weil: wir waren eh schon zu viele Leute, die ohne Pause aufeinanderhockten. Das gemeinsame samstägliche Putzen war am Anfang ein Abenteuer, irgendwann sehr nervig, aber naja.

Alles wurde viel besser (im Nachhinein, zu Beginn waren wir sehr besorgt und nervös), als im Mai die Schule wieder regulär begann, und die Kinder aus dem Haus waren. Der Hübsche und ich sind mit Absicht keine Lehrer geworden und so selbständig die beiden Jungs all ihre Aufgaben und Pensen erledigt haben, es ist schon was anderes, einfach zu arbeiten oder mit einem Viertelauge drauf zu achten, dass der kleine Beisitzer halt auch arbeitet und nicht Löcher in die Luft starrt oder mal schnell die Druckerverbindung zu checken oder die komische Doppelkonsonantenregel mit den Farben um drölfzigsten Mal zu erklären. Ab dann haben wir auch Verabredungen mit Freunden wieder physisch erlaubt, das hat die Kinder so aufblühen lassen, dass wir direkt ein schlechtes Gewissen bekommen haben, dass wir das vorher gar nicht so sehr gemerkt haben, was da fehlt.

Die Somemrferien haben wir dann auch ohne extra Betreuung gemeistert, wir hatten gemeinsam 2 Wochen "frei", die Kinder waren eine Woche mit den Pfadis weg, und zwei Wochen hatten sie frei, wir nicht (wie auch in den Frühlingsferien). Ich hätte nie gedacht, dass so was klappen könnte, aber die sonst so grossartige und dringend nötige (auch dieses Jahr, noch mehr dieses Jahr) Sommererholung fand halt einfach nicht statt. Gar nicht.

Neues Schuljahr: es läuft soweit so gut. Die Nanny/Putzhilfe kommt einmal die Woche, so dass wir am Wochenende drei Stunden gemeinsame Familytime dazu gewinnen, das ist Gold wert. Ansonsten ist es ein Gestrampel zwischen "Ich muss ARBEITEN" und "Die Kinder zocken nur, wenn ich nicht drauf schaue" und "Eigentlich machen die Kinder das super" und "Wir sollten mehr drauf schauen, was die Kinder machen, ihnen mehr helfen, mehr Regeln bieten, aber wann und wie?!" und soweit läuft es ok. (Für beide Kinder ist es jetzt das/wieder mal ein Jahr, das ihre weitere Schullaufbahn definiert, beide wissen, was sie wollen, ich hoffe so sehr, dass es halt auch klappt.)

Work-Life-Balance

Hahahahaha.

Okay, ernsthaft. Am Anfang des Ganzen war ich total begeistert, weil pro Tag ja für mich 90min Pendelzeit wegfielen, in dieser Zeit kann man so viel machen!!!!

Es hat sich herausgestellt, dass ich diese Zeit und mehr, viel mehr halt einfach in Arbeitszeit investiere. Ich fange morgens um viertel vor sieben an und die Abendzeiten sind nicht mehr durch "Ich muss den Zug um 16:50 erwischen, weil die Nanny um 17:30 geht" limitiert, sondern durch "Ach was, ich bin eh da", also gar nicht. Das (und die durch die Pandemie extrem explodierte Arbeitslast, weil, naja, eins meiner Produkte ist ein antivirales Medikament, und die zu Hause nicht existente "Ablenkung" durch Kaffeeklatsch oder Ganggespräche) hat dazu geführt, dass ich erst unglaublich viel mehr erledigt bekam als auch schon, alle anderen übrigens auch. Keiner ist im Sommer richtig weggefahren, die normalerweise im Sommer stattfindende Ruhephase hat einfach nicht stattgefunden. Meine Überstunden sind explodiert, mein Chef hat von HR einen slap on the wrist bekommen, ich die Auflage, die Zeiten runterzubringen, auf der anderen Seite gehen die Anforderungen halt nicht weg. Die Stimmung nicht nur bei mir, ich lese das auch aus Emailkonversationen, an denen ich nur am Rande beteiligt bin, heraus, ist relativ edgy, Kleinigkeiten reichen aus, um andere explodieren zu lassen.

Seit Schuljahresstart ist der Hübsche 80% zurück im Büro, ich habe zu Hause total Ruhe für mich, nur mittags Gesellschaft für L. (wie sehr wünsche ich mir Essen, das nicht ich eingekauft und gekocht habe. Wie sehr wünsche ich mir, da Laptop zu sperren, ein paar Stockwerke nach unten zu fahren oder zu laufen und an der Theke nur entscheiden zu müssen, ob ich Salat UND Gemüse oder zwei Gemüse oder zwei Salat oder ein Stück Obst zum Hauptgericht möchte), aber ich bin halt auch allein. Sehr, sehr allein. 

All das ist suboptimal und ich weiss nicht, wie man das besser machen kann, das hätte verhindern können. Mein Arbeitgeber hat sich mit Angeboten zu Coaching, Training, Wellbeingkursen, -Apps, -Inputs, extrem kulanten Regeln zur Homeschooolingzeit etc überschlagen. Ich habe kein einziges davon wahrgenommen, weil ... wann? Der ganze Tag und mehr war voll mit Arbeit, Arbeit, Arbeit, Kindern, Familie, Schule, Sorge, ganz ehrlich, da habe ich keinen Nerv für Achtsamkeitsvideos, wenn alles andere vorbei ist, muss ich schlafen, um nicht umzukipppen.

Ich habe keine Lösung, kein Ideen, wie man das besser machen könnte, ich habe einfach überhaupt keine freie Kapazität in meine Hirn, um überhaupt über irgendwas nachzudenken, was nicht mit Tagesgeschäft, Familie, Schule, Pandemie zu tun hat.

Alles in allem:

Geht so, nech?

Wenn ich mir was wünschen dürfte (respektive, genau das habe ich in der "Was wünscht ihr Euch für das New Normal?"-Umfrage vom Job angegeben), wäre es ein ca 50:50 Mix aus WfH und Präsenz, von mir aus in beiden Richtungen flexibel bis 20:80 oder 80:20, aber halt gerne frei gewählt. Ich wünsche mir wieder klare Trennung von Arbeitszeit und keine Arbeitszeit, ich möchte einen signifikanten Teil dieser Entscheidungen (Wie antworte ich nach 10 Stunden Arbeit auf "Hi, are you still there?"?) nicht mehr treffen müssen, ich möchte nicht mehr das Gefühl haben, in jedem Aspekt meines Lebens (Mutter, Partnerin, Arbeitnehmerin, "Powerfrau", "Karrierefrau", Freundin, Schwester, Tochter, ICH) einfach zu wenig zu sein. Ich weiss, dass ganz viel von diesem Gefühl in meinem eigenen Kopf stattfindet, die Umstände machen es aber halt einfach nicht besser.


So. Das war mein Wort zum Samstag, ich werde jetzt die Spülmaschine ausräumen, den Hefezopf für morgen backen, duschen und zum Duft meiner heute total eskapistisch und unnötig, aber so schön gekauften Parfum-Genie von Rituals einschlafen.

Freitag, September 18, 2020

180920 Naja

 Wer hätte das gedacht, dass ich mal einen Freitag feiern würde, weil ich trotz einer höllisch anstrengenden Woche KEINE Kopfschmerzen bis zum Übergeben haben würde? Das ist ja praktisch Achtsamkeitslevel drölfzigmillionen!  (Ohne Witz, ich bin ja ganz schnell dabei, den Fehler oder die Schwäche oder fehlende Coolness/Abgeklärtheit/Wissen bei mir zu suchen, aber die Gespräche mit KollegInnen, die zum Teil seit ungefähr 1000 Jahren in dieser Rolle sind und das alles vorwärts rückwärts seitwärts mit verbundenen Augen, mit links und in Spiegelschrift können,  diese Woche haben mich einerseits beruhigt, weil "ES LIEGT NICHT AN MIR!" und andererseits geängstigt, weil "Wenn die schon so am Rad drehen, wie viel mehr sollte ich durchdrehen?". Und ja, nicht erst, seitdem ich dem Hübschen versucht habe, die Thematik zu erklären, weiss ich, dass das, was bei uns allen im Moment für buchstäblich schlaflose Nächte und durchgekaute Beissschienen sorgt, für Otto-Normalgelegenheitspatient nur für ein total verständnisloses "Hä?!" sorgen würde. Ändert nichts an der Brisanz der Sache. Notiert btw unter "Dinge, die ich gerne mal mit Menschen jenseits meiner direkten Arbeitsbubble abgeglichen hätte.")

Ansonsten: ja, alles super. Nix besonderes neues, ein weiterer Homeoffice-Arbeitstag, ich trage seit Monaten keine Schuhe jenseits von manchmal Flipflops oder halt Wanderschuhe, wenn wir mal wandern gehen, ich habe meine T-Shirts viel mehr und meine bürotauglichen Kleider praktisch gar nicht getragen, ich würde mir gerne mal wieder was Schönes/Nettes/Tolles/Teures gönnen, aber mal ehrlich? Ich trage keine Schuhe, keine Kleider, ich habe Makeup bis ans Ende meines Lebens und darüber hinaus, ich brauche keine schicke Laptoptasche, um den Computer vom Esstisch in Q.s Zimmer zu tragen, ich brauche keinen schicken Rucksack, um mein Zeug ins Büro zu tragen. Und ja, ich weiss sehr wohl, wie first world und privilegiert diese "Problemchen" sind.

L. und ich waren heute nachmittag gemeinsam einkaufen, respektive Pakete abholen, die einerseits Deko-/Aufräumboxen für sein neu gestaltetes Zimmer beinhalteten, andererseits von mir ausgewählte Kleinigkeiten für die, Corona hin, Corona her, kommende Weihnachtszeit mit Klassen- und Freundewichteleien beinhalteten. Zum Thema Zimmer: so, so cool! ich feiere L. ja sehr für seinen Hybridgeschmack zwischen "teeniecool" und "aaaaaaaaw, so süss!" und genau das spiegeln die Kissen, die Bilder und die Kisten wieder.

(Für das Kleingedöns ist das höchste Lob: "Boah, Mami, Geschenke hast du echt drauf.")








Beim Abendenssen (totaler Eskapismus: Pizza auf dem Pizzastahl, draussen auf der Terrasse bei Lagerfeuer genossen) haben wir erst in Erinnerungen über vergangene Urlaube geschwelgt. Es scheint ja verschiedene Schulen für Urlaub mit Kindern zu geben,  die einen sagen: was soll man in die Ferne schweifen,  für die Kinder ist alles toll, wir hingegen waren halt fast immer da, wo WIR hinwollten und haben das ganze dann mit Kinderbedürfnissen abgeglichen. Ich habe natürlich keinen Vergleich (doch, ein bisschen schon, ich war als Kind nämlich erst IMMER in Dänemark und dann IMMER auf Korsika und es war fast immer toll, bis auf die hardcore Pubertätsurlaube, aber da hätten wir egal wo hinfahren können und ich hätte es doof gefunden), auf jeden Fall  fand ich unsere Familienurlaube immer toll und die Kinder auch, auch wenn sich L. natürlich an ganz andere Dinge aus seinem ersten USA-Trip erinnert als ich. Die Story, wie er in Seaworld unter der Klotür durchgetunnelt und verschwunden ist, und die, wie er vor dem Godafoss stand und selbstbewusst meinte: "AHA! Wenn ein Wikinger seine Götzenstatuen da runter wirft, gibt es ein Schild, aber wenn ich eine GEFUNDENE  ANGEBISSENE KAROTTE runterwerfe, dann sagt ihr "Geh nicht so nah an den Rand"?!", die bleiben natürlich legendär.  Anyway, wir haben es geschafft, uns fast ein wenig in die Haare zu geraten ob der Urlaubsplanung 2021 und 2022, weil es natürlich nicht nur von der politischen Entwicklung abhängt (USA erst wieder post-Trump), sondern auch von der epidemiologischen (Transatlantikflug 2021? Nicht unbedingt!) und der klimatischen (Kinder: "Skandinavien ist NICHT Strandurlaub, wie wir das meinen!" vs Eltern: "Wir fahren in den Sommerferien nirgends hin, wo es heisser ist als daheim"). Aber in a good way, weil wir natürlich mehr oder weniger unbeschwert Pläne für alle Eventualitäten machen. (Mein aktueller Plan für post-Trump und post Covid: Vancouver -- Kayak-Camp mit Kingfisher vor Vancouver Island - Roadtrip über  Seattle - Portland-Napa-San Francisco-(evtl Yosemite) -L.A. - Big Sur - San Diego und dann chillen in Del Mar)

Nun denn, das alles ist Zukunftsmusik. For the time being freuen wir uns auf Ausschlafen morgen, Pfadi-Übung, Stadtbummel in Basel, und so Kleinkram wie die Einmalmaskenetuis, die ich, it's a first, via eine Instagram-Werbung bestellt habe. Und planen zB keine Kurztrips für die anstehenden Herbstferien, because crazy Infektionszahlen in der Schweiz (NICHT in unserer Gegend, aber die Schweiz ist natürlich überhaupt sehr klein).

Gegessen:

ACHTUNGACHTUNG keinen Honigtoast, sondern Special K mit roten Früchten (mit einem Schwapp Schwarzwaldmilch, weil kalt kriege ich Hafermilch nicht runter)

Reste (= Tomatensuppe mit Reis für mich, Erbsencurry mit Reis für den Hübschen, Schupfnudeln mit Speck und Ei für L.), weil nur 35min MIttagspause

Freitagspizza

Gelesen: "Das Buch Ana"

Gesehen: "Succession"

Stressleveldurchschnitt gestern: 36

Selbstbeweihräucherung. KEIN KOPFWEH


Donnerstag, September 17, 2020

170920 Padumm!

 Und kaum ist man fast bereit, die Katzen doch noch früher rauszulassen, schlafen sie einfach. Naja, auch gut, ich war nämlich sehr, sehr müde (ich bin sogar während "Succession" eingeschlafen, wahrscheinlich waren meine Augen halt vor lauter Schauen wegen lauter Sachen auf einmal besser Sehen).

Sonst heute same, same, es passiert halt nicht besonders viel spannendes, ausser Arbeit, Arbeit, Arbeit, Spaziergängen um den Block zum Kopflüften (bin sehr gut im Bilde über den hier gelebten Dreifelderbau oder was wir damals (und auch heute noch, wie mir Q. gerade bestätigte) in Erdkunde gelernt haben: aktuell wird auf einem von Jonnys Feldern Klee untergepflügt), Katzen (be)suchen: Jonny zB hatte bei meiner Morgenrunde noch keine Znünipause und hat mir sozusagen freundlich vom Werksgelände zugenickt, aber konnte noch nicht auf einen Morgensnack heim kommen (ich glaube ja, dass alles pflatschnass war und er sich seinen Platz warmgesessen hat und nicht aufstellen wollte und durchs kalte Gras laufen):

Suchbild mit Jonny (ich mag das Werksgelände hier im Ort sehr :-))


Zwischendrin habe ich meinen Handyvertrag verlängert, per SMS, das ist ja fast schon anachronistisch. Aber irgendwie haben sie mir diesmal per SMS einen viel günstigeres Angebot gemacht als online und so habe ich mir das Telefonat mit der Hotline erspart, wo ich das letzte Mal tatsächlich mit dem Satz "Mein Mann und ich haben denselben Vertrag, seit genau der gleichen Zeit, Sie haben ihm gestern die und die Konditionen angeboten, die möchte ich auch.". "Oh, da hat er aber gut verhandelt." "Ja, deswegen sage ich das ja.". "...." "...." "Ok" meinen Wunschpreis bekommen habe. Jetzt halt per SMS, der Hübsche hat seinen Vertrag letzte Woche verlängert, da haben sie anscheinend was gelernt und das alles sehr schnell weitergegeben, um sich so ein blödes Gespräch zu ersparen.

Mit Q. und L. Französisch gelernt respektive abgefragt, Q. noch für den Chemietest gestern abgefragt (40 Laborgeräte und darunter zwei, die ich im LEBEN noch nicht verwendet habe, "Kolbenprober" und "Pneumatische Wanne", und einige fehlen natürlich noch, aber das ist mal ein Start. Und es ist schon lustig, wie das Grundwissen halt doch für immer und ewig eingebrannt ist und auch wenn man es 20 Jahre nicht braucht, einfach immer dann da ist und rausblubbert, wie "Für was brauch ich ein Trockenrohr, eine Gaswaschflasche, was ist der Unterschied zwischen Messpipette, Vollpipette, Tropfpipette, wie geht ein .....Exsiccator?" Q kann auch alles, das wird bestimmt super morgen.

Letztes Meeting des Tages auf dem Crosstrainer gestrampelt, dabei einen weiteren Vorteil der neuen Brille bemerkt: ich erkenne die Präsentation auf dem Laptop auf dem Bügelbrett vor dem Crosstrainer viel besser und muss nicht mehr mit zusammengekniffenen Augen vorstarren.

Jetzt: schnell noch die letzten Minuten "Succession" von gestern nachgucken, damit ich die heutige Folge verstehe und nicht nochmal einschlafe :-).

Nach einigen Gesprächen mit dem Hübschen, mit KollegInnen und den geänderten Tonfall in der allgemeinen Email-Arbeitskonversation beobachtend bin ich übrigens bald bereit, einen Zusammenfassungspost über "Arbeiten von zu Hause vs Arbeitn im Büro und überhaupt Arbeiten während der Pandemie" zu schreiben. (Und nein, das Fazit wird nicht sein, dass Präsenzfetischisten aussterben sollten und alles genauso gut von zu Hause geht und nur total altmodische Firmen auf Präsenz pochen und Präsenz doch nur "Stundenabsitzen" ist. Ah stop, ich wollte noch nicht anfangen und muss jetzt gucken gehen. Bald!)

Gegessen:

Aufgetoasteten Restpancake von L.s Geburtstag aus dem Gefrierfach. GIng noch ganz gut

Tomatensuppe mit Papadum (erstmals selber gemacht, naja, halt fertige in heisses Öl geworfen und über drei die Temperatur optimiert. Note to self: der grosse der kleinen Metalltöpfe,Stufe 12, besser 11, dann wirklich nur 3 Sekunden)

Pflaumen

Erbsencurry mit Halloumi und noch viel mehr Papadum und Raita


Gelesen: "Das Buch Ana" (man kann hier immer gut verfolgen, wie fesselnd ich Bücher finde. Wenn was länger als 2 Tage dasteht: nicht so)

Gesehen: "Succession"

Stressleveldurchschnitt gester: 43

Selbstbeweihräucherung: den japanischen Kollegen im Meeting zum lauthals lachen gebracht.

Mittwoch, September 16, 2020

160920 Welt in HD! Ach was, 4k!

 Heute waren die Katzen in der Nacht sehr verrückt, Sansa wollte ab 2 aufstehen und das möchte sie halt nicht allein machen und ich überhaupt nicht.

Sonst: Arbeit, Arbeit, Arbeit (Es rüttelt sich einiges zurecht, einiges führt zu menschlichen Verwicklungen und echt mühsamen Folgeaktionen, aber mei: ich bin mit drei Schwestern gross geworden, die sich in Sachen Streit, sei es verbal oder physisch NIEMALS in vornehmer Zurückhaltung geübt haben (ich auch nicht), ich habe 17 Jahre im sehr rustikalen Produktionsumfeld gearbeitet, wo man verbal und physisch mehr als nur auf den Tisch haut, da kann ich mich auch nach einem Jahr Quality noch als bereit für einen ordentlichen Streit sehen, wenn es denn sein muss. Vielleicht ziehe ich das T-Shirt an (es geht um das Thema "Speaking with one voice" und ich hab halt Recht.)

Sonstige spannende Events:

ich habe meine neue Brille abgeholt und naja, bin fast ein bisschen enttäuscht: ich habe keine Kopfschmerzen, mir ist nicht schwindlig, mir ist nicht schlecht, es kippt und schwankt nichts, es ist halt einfach alles scharf. Nah, fern, überall! Ein bisschen wie Umsteigen von Antennenempfang auf 4k Streaming! Die Brille sitzt auch richtig gut (die Gläser sind noch nicht verkratzt und dreckig, beim Sporteln ist sie mir nie vor lauter Schwitzen von der Nase gerutscht), es ist alles toll.

Das ist übrigens die alte

Das auch



Na? Na?!

Auch über eine Gleitsichtbrille kann man streng drübergucken



L. war beim Zahnarzt (spannend, weil auch letztes Mal im Februar schon einige Corona-Massnahmen in Kraft waren, heute halt mit Fragebogen, kein Wartezimmer, Maskenpflicht bis zum Behandlungsstuhl, weil unser Zahnarzt in Basel-Stadt ist (keine Ahnung, wie das hier gehandhabt würde), Temperaturmessen und kein Händeschütteln, aber das haben wir ja eh schon alle aus unserem Repertoire gestrichen.

Es zeigte sich, dass L.s Schmerzen/Kälteempfindlichkeit darauf zurückzuführen ist, dass er mitten im Zahnwechsel steckt, d.h. alle Backenzähne schieben und "fressen" die Milchzähne und deren Nerven von unten auf. Das kann schon mal weh tun. Zusätzlich ist aus dem am weitesten "aufgefressenen" Backenmilchzahn ein ordentliches Stück abgebrochen (so wie im Alptraum....), ganz ohne Karies, einfach raus. Der Zahn sitzt aber noch bombenfest, auch ohne Nerv und nur noch einem Wurzelfitzelchen. Wir haben uns gegen ein Ziehen entschieden und stattdessen wird L. gut putzen und zahnspülen und dran rumnaggeln und wann immer etwas komisch wird oder weh tut, gehen wir nochmal hin, ansonsten kommt er bei der nächsten Kontrolle im Februar raus, wenn er immer noch drin sein sollte.

Na dann. Wieder was gelernt.

Am Abend noch ein Meeting geleitet, das ein Kollege angesetzt hat, der dafür verantwortlich ist, ich hatte zähneknirschend zu gesagt, weil es dringend ist, auch wenn es bis um 1900 ging, und dann hat der Kollege spontan abgesagt und gemeint: "Danke, dass du die Leitung übernimmst". Danke auch, nech?

Jetzt bin ich mal sehr gespannt, was die 4k Brille mit echtem 4k Streaming anstellt, ich bin bereit für neue Welten!

Gegessen:

Honigtoast

Pflaumen

Couscoussalat

Minimagnum

Flammkuchen mit Trauben, Walnüssen, Zwiebeln und Pecorino


Gelesen "Das Buch Ana"

Gesehen: "Succession"

Stressleveldurchschnitt gestern: 45

Selbstbeweihräucherung: nix vergessen bei der Affenzahneinkaufsrunde mit der NEUEN BRILLE