Mittwoch, September 15, 2021

150921 Müde

 Aufgewacht zu Regen.

L. fuhr in einer Regenpause mit dem Rad zur Schule, er hatte sich überzeugen lassen, wenn schon keine Regenhose, dann doch eine trockene Austauschhose mitzunehmen. Hat er nicht gebraucht, Wasser auf die "Boah, Mamiiiiiii"-Mühlen. Oder eben kein Wasser.

Frühsport, schminken mit unter anderem den Sachen aus dem lange unterwegsen Paket von gestern. Das Powderblush hat mehr Wumms als gedacht und ich deshalb den ganzen Tag ein fröhliches, aufgeregtes Leuchten im Gesicht.

Dann: Townhall der Ober-Ober-Oberchefin, Es gab vorab viele Gerüchte, jetzt ist die Katze aus dem Sack, was die Änderungen von oben angeht (ich habe den Ausdruck "lift & shift" neu gelernt), wir haben morgen das Townhall der Ebene eins weiter unten, mal sehen, ob es für uns Änderungen gibt, die heute noch nicht erwähnt wurden.

Sonstige Neuigkeiten: ab Montag Zertifikatspflicht im Büro für die, die ihren Job auch von daheim machen könnten. Alles andere bleibt gleich (Masken, Abstand, Tralala), es ist also eine Zusatzmassnahme. Finde ich gut.

Mittagessen mit L. dann mit ihm schnell schauen, was noch ansteht (er hat morgen zwei, vielleicht drei Tests) an Hausaufgaben und Lernen. 

Während ich unser Teammeeting leite, duscht er und macht Mathehausaufgaben.

Im Anschluss habe ich eine Stunde Meetingpause und unterstütze mit ein paar Tipps in Geometrie und frage Länder, Haupstädte und Sprachen auf Englisch ab. Manche hätte ich auf Deutsch nicht gewusst (Hauptstadt/Landessprache von Grönland? Wales? KANADA?).

Dann noch anderthalb Stunden Meetings (grad mal dem brasilianischen Kollegen, der in Kanada lebt, von meinen Erkenntnissen berichten, bisschen über den Erdkundestoff im Bayern der 80er fachsimpeln --> Die Gründung von Brasilia!), dann Feierabend.

Wäschezusammenlegen, mit den Kindern schwatzen, mit dem Hübschen abklatschen, der nur kurz heimkommt, bevor er zum Gymnasiumselternabend verschwindet.



Katzenründchen durch den leichten Nieselregen, Essen machen, Sachen packen für vielleicht morgen mit dem Rad zur Arbeit fahren. Oder nicht. (und die Impfpässe der Kinder zum Kopieren für die nächsten PFadilager ---> Zertifikatspflicht mitnehmen).

Duschen, Kleider rauslegen, auf den Hübschen warten. Rapüh.

Gegessen:

letztes Stück Apfelkuchen

Salat mit Bratkäse

Tortellini mit Käsesosse überbacken und Salat


Gelesen: "Stadt der grossen Träume"

Gesehen: "Greys Anatomy"


Dienstag, September 14, 2021

140921: 17 Jahre "Gut gebrüllt"

Aufgestanden wie immer, Kinder aus dem Haus geschickt, fast vergessen, Q. (KAYAKTAG! Heute im Rhein.und ja, vermutlich sagt man "auf", aber es war auch schon "im" anstatt im Kanal, das ist so grossartig!) Lunch parat zu machen, deshalb hat err dann ein richtig heiss aufgebackenes Minipagnol mitbekommen.

Dann auf den Crosstrainer gesprungen, ich musste heute rechtzeitig fertig und geduscht und geschminkt sein, weil noch vor Eintreffen der Putzhilfe  ich schon geschniegelt und gestriegelt in einem Meeting auftauchen musste. (An sich habe ich ja keine Mühe mit Morgenmeetings, gern auch schon vor halb acht), aber wenn ich abends bis ewig in Meetings hänge, kommt der Sport halt vornedran und ich bin noch nicht so weit, dass ich ungeschminkt in Meetings gehe :-).

Mittlerweile ist Dienstag ja (sobald die Putzhilfe weg ist), mein einziger ganz alleine Homeofficetag (Mittwoch kommt L. mittags heim, Donnerstag plane ich jetzt ja regelmässig ins Büro zu gehen), das zelebriere ich fast so ein bisschen mit total schlechtem Benehmen wie Seriegucken beim Mittagessen und so :-). Hat natürlich dazu geführt, dass ich mich an der ersten Kürbissuppe des Jahresso überfressen, dass mir ein bisschen schlecht war und ich entweder eine Runde hätte schlafen müssen (untertags überhaupt keine gute Idee, weil ich dann total schlecht gelaunt bin) oder halt todmüde einmal um den Block latschen. Bei Traumwetter natürlich keine Frage, das hat richtig gut getan und der back-to-back-Meetingnachmittag und ABEND war viel besser durchzuhalten.

Alles in allem ein sehr interessanter und toller Arbeitstag,nur halt echt lang. (Und die Pommesdüfte, die ab halb sieben durchs Haus ziehen, weil sich die Kinder selber was geholt haben, bevor Hausaufgaben gemacht werden (L) oder zu Pfadihock verschwunden wird (Q), machen es nicht leichter, sich mit hohlem Bauch auf das letzte Meeting des Tages zu konzentrieren.

Zwischendrin habe ich noch ein sehr lang erwartetes Paket aus USA in Empfang genommen, ich war da zwischendrin mittelnervös, weil in der/dem/das Shipment Tracking, wie sagt man (Mann,meine Leertaste klemmt), Sendungsverfolgung hiess, das Zielland wäre Australien. War es dann doch nicht und ich freue mich sehr, dass alles heil angekommen ist.

Gegessen:

Apfelkuchen

Kürbissuppe

noch mehr Kürbissuppe


Gesehen: Greys Anatomy

Gelesen: "Stadt der grossen Träume"

Sonst:

Das Blog hat Geburtstag. Ich glaube, heute oder gestern. Seit 17 Jahren schreibe ich hier, 6895 Posts, seit Jahren einigen Jahren mit ohne Kommentaren für den Seelenfrieden, ich habe grossartige Menschen kennen gelernt und getroffen, ich habe in menschliche Abgründe geblickt und sehr hässliche Seiten von Menschen gesehen. 

Alles in allem ist es aber so, dass ich es unglaublich gern mag und die Erfahrung nicht missen möchte und naja, deshalb auch einfach nicht aufhören werde.

Die Kaltmamsell bloggt ein Jahr länger und hat das passenderweise heute aufgeschrieben und die abschliessenden Worte treffen es halt schon perfekt:

Ich genieße seine Irrelevanz immer noch als Freiheit und tippe hartnäckig in diese völlig egale Ecke des Internets, damit es wenigstens einen kleinen Garten in den unendlichen Weiten des Webs gibt, in dem die Utopie des „Everybody has a voice“ weiterlebt. Auch wenn die tägliche Bloggerei leicht zwanghafte Züge hat. Dank allen, die hier mitlesen, die sich beteiligen. 


 

Montag, September 13, 2021

130921 Fertig ausgeruht

 Ich muss gestehen, ich fand es gar nicht sooooo unangenehm, dass letzte Woche der Grossteil der US- und kanadischen Kollegen freigenommen hatte, das hat meinen Workload schon ziemlich reduziert. Jetzt sind sie alle wieder da (und ich bin prompt in ein Fettnäpfchen getappt, weil "I had to evacuate my parents due to the wildfire at Tahoe" ist natürlich nicht die Antwort, mit der man, also ich, auf "Und, schöne Ferien gehabt?!" erwartet.) und voller Tatendrang und haben alle volle Inboxen. Und ich muss wieder lernen, damit umzugehen, dass anstatt weniger zu werden, die Aufgabe gegen Abend hin immer mehr werden und es illusorisch ist, mit leerer ToDo-Liste in den Feierabend zu gehen.

Aber:läuft, alles gut.

Mit Q. habe ich vor dem letzten Abendmeeting noch ein Katzenründchen aka Spaziergang ums QUartier gemacht, das war schon schön, auch wenn Jonny uns halt bisfast daheim rufen und rascheln liess und dann auf einmal aus dem Gebüsch sprang.

Sansa hat heute Viktor, die Schulbohne vom Fensterbrett geworfen, ich denke, das hat einen grösseren Einfluss auf Viktors Gedeihen als das Giessen mit Sprudelwasser.

L. ist ziemlich geknickt, er hat einen Test versemmelt (vor allem, weil er die Ankündigung nicht als solche verstand und das ein Test war, der nicht Verständnis, sondern Auswendiggelerntes abfragte), ausserdem hat er diese Woche insgesamt 5 Tests und das ist schon mal eine Hausnummer.

Das ist wirklich was, was ich dem Schweizer Schulsystem bei aller Durchlässigkeit und Tralala ankreide: diese Larifari-Primarschulzeit über 6 Jahre alle Leistungsstufen zusammen, was dazu führt, dass mit dem hier gelebten Verständnis von Inklusion (die endet übrigens auch nach der Primarschulzeit) sich der Anspruch an den Schwächsten orientiert und naja, wer mehr machen will, kann ja mehr machen. Oder Malen. Oder Lesen. Oder Nix. Und dann wird nach der 6. Klasse nach Potential aufgeteilt und von null auf nix müssen die Kinder auf volle Leistung hochdrehen, ohne dass sie das Lernen überhaupt gelernt haben. OK, unsere Vergleichsgrösse ist EINE Primarschule in EINEM Kanton, eine ssehr limitierte Anzahl an Lehrpersonen, zwei Kinder, denen die Primarschulzeit sehr, sehr leicht gefallen ist. Also: statistisch natürlich null relevant, das weiss ich auch. Ich habe aber noch die Aussage einer Lehrperson im Kopf, die meinte: "Das Ziel ist, dass die Kinder nach der sechsten Klasse eine DIN-A4-Seite Text schreiben können, den man halbwegs lesen und verstehen kann. Und das schaffen nicht alle." Und ab Tag eins in der 7. Klasse sollen sie auf einmal in kurzer Zeit Unmengen Stoff verarbeiten können, nachdem das Hirn einen signifikanten Teil der letzten Jahre halt gemalt hat. Oder gelesen, oder nix gemacht.

Naja, es hat bei Q. geklappt (da ist es wunderbar zu sehen, wie wissbegierig Teenager sein können und wie enthusiastisch für neue Themen und neue Bereiche und DAS LERNEN! Der Wechsel aufs Gymnasium war mehr oder weniger reibungslos), es wird auch bei L. klappen, aber dieses harte Auftreffen auf dem Boden der Realität müsste halt echt nicht sein, wenn man die Hirne der Kinder, die mehr können und wollen, als einen halbwegs verständlichen Text hinzukriegen, nicht brachliegen lassen würde.

Naja. Rant zu Ende, wir sind ja jetzt fertig mit Primarschule. Und ich vermute, in einem halben Jahr allerspätestens flutscht das.

Gegessen:

Apfelkuchen

Salat mit Bratkäse und gebratenen Steinpilzen

Montagspizza


Gesehen: "Greys Anatomy"

Gelesen: "Stadt der grossen Träume" 

Sonntag, September 12, 2021

120921 Ausschlafem Apfelkuche, a-Deklination

 Heute morgen, als Jonny um 5:20 hungrig war, war ich sehr, sehr sauer auf michselber, dass ich am Vorabend erst gegen eins ins Bett bin, wo doch der Wecker um sechs läutet. Was war das für eine Freude, als mir klar wurde, dass es ja NOCH einen Tag Wochenende gibt!

Der Hübsche hatte sich zum Frühstück heute nach langer Abstinenz mal wieder Bacon besorgt (also nicht nur für sich, aber ich mag das tatsächlich nicht), L. hatte sich gestern abend für heute Pancakes gewünscht und ich hatte wie immer frischen Hefezopf gebacken, wir waren also mehr als üppig versorgt.

War aber auch eine gute Grundlage, es gab nämlich noch einiges zu erledigen: Q. hat Franz-Voki-Test nächste Woche, L. hat insgesamt 4 Tests (Geschichte, Deutsch, Mathe und Medien und Informatik) und die Woche drauf Lateintest, also: jede Menge zum angucken, Lernen und abfragen.

Ich habe zwischendrin noch einen Apfelkuchen für die Nachmittagsverabredung mit einer Freundin und Kollegin fertiggebacken, und mich dann mit L. mit Latein befasst. Ich finde das sehr spannend: ich habe Latein ja als erste Fremdsprache gelernt und alle Fremdsprachen danach so wie Latein. Sehr rational, grammattikbasiert. Die Kinder haben nun seit der dritten Klasse Englisch, seit der 5. (oder 6.?) Französisch und L. jetzt eben Latein neu dazu. Englisch und Französisch haben sie ganz anders als wir gelernt. Der Englischlehrer meinte mal, sein Ziel wäre, dass die Kinder am Ende des ersten Jahres "Airport-English" könnten, also, falls sie auf einem internationalen Flughafen verloren gehen, nicht nur heulen, sondern sich verständlich machen. Das (und Youtube und alle Filme seit Jahren nur im Original) hat dazu geführt, dass die beiden zumindest Englisch sehr locker und frei sprechen, viel angstfreier als ich nach der Schule. Latein hingegen .... ok, es gibt keinen BEdarf für Airpor-Latein und auch heute lernt man Latein noch sehr systematisch. Mein humanistisch gebildetes Herz juchzt bei der Erklärung der verschiedenen Konjugationen, beim Konstruieren von Wörtern, L. .... denkt sich (hoffentlich noch): "Hä?!"

Dann: Apfelkuchen, Vanilleeis, Ratschen auf der Terrasse, etwas, was die letzten 18 Monate viel zu kurz kam.

Zwischendrin kam eine Reservierungsbestätigung für ein Restaurant in Island, das wird alles sehr toll.

Jetzt: schnell Abendessen machen, morgen ist nun wirklich MONTAG!

Samstag, September 11, 2021

110921 20 Jahre

 Ich glaube, ich habe das noch nie aufgeschrieben, aber natürlich weiss ich, wo ich am 11. September vor 20 Jahren war.

Der Hübsche und ich haben Doktorarbeit gemacht und waren dementsprechend in der Uni im Chemiebau. Ich erinnere mich, dass ich auf dem Weg von der Bibliothek über den Snackautomaten zurück ins Labor war (damals habe war ein Tütchen Erdnuss-M&Ms  und eine Cola light mein Snack für immer).

Ich durchquerte also die Halle und hörte zwei andere argumentieren: "Wenn ich der Pilot wäre und jemand würde sowas von mir verlangen, dann würde ich das Flugzeug direkt abstürzen lassen." und "Ich glaube nicht, dass man das so einfach macht." und dachte: "Aha, mhm, irgendein Film oder Computerspiel". Auf dem Weg zurück ins Labor habe ich irgendwie mitbekommen, dass etwas ganz krasses passiert und wir sind zu unseren Freunden vom Nachbarlehrstuhl, die IM Labor einen Computer hatten, nicht wie wir, wo es hiess, die würden da kaputt gehen und deshalb im Computerraum versammelt waren, ins Labor gelaufen und haben (man muss bedenken: 2001, da war nix mit Smartphone, Youtube, Fernsehen online etc). Irgendwer rief: "n-TV.de" und dann drängten wir uns vor dem kleinen Bildschirm und sahen sprachlos zu, wie das zweite Flugzeug in den Turm flog, wie die Türme einstürzten. Irgendwann fuhren wir nach Hause, schalteten dort den Fernseher ein und schauten Stunden und Stunden im Wechsel Peter Klöppel undSteffen Seibert zu, wie sie versuchten, die Fassung zu bewahren. Enya kann ich seitdem nicht mehr ertragen.

Heute haben wir mit den Kindern die Tagesschaubilder dazu angeschaut und L. hatte das tatsächlich noch nie bewusst gesehen und hat fast geweint.

Freitag, September 10, 2021

100921 Woche geschafft

 Heute nacht habe ich geträumt, dass Sansa ein ganz schuppiges entzündetes Ohr hat. Hat sie nicht, sie hat einen (unentzündeten) Kratzer am Hals, Jonny hat einen (auch unentzündeten, aber haarlosen) Schmiss am Ohr. (wer hat meine Babies gehauen?!). War Gottseidank alles ok. Auch sonst ist niemand verschorft, ich habe es überprüft (ist ja zwischendrin mal ok, würde ich sagen).

Bisschen skurriler Arbeitstag, weil ich einerseits professionell mit dem verlorenen Machtkampf umgehen möchte, andererseits auch null einsehe, nachzugeben, weil das echt keinen Sinn macht, und naja, ich kriege es einfach nicht hin, das jetzt schönzureden. (ich werde vermutlich vor allem sicher stellen, dass die andere Seite jemals freiwillig mit mir in irgendeiner Art und Weise Kontakt aufnimmt oder interagieren möchte und das ist ja auch schon mal was). Meine passiv aggressive Art von Dienst nach Vorschrift ist vermutlich immer noch schneller und korrekter als der Arbeitsstil von vielen anderen, aber Hauptsache, ich weiss, wie es gemeint ist :-).

Sonst: Es regnet nach langen Wochen mal wieder, Sansa hat direkt einen fast nur Drinnentag eingelegt, Jonny kam rechtzeitig zur Pizza klatschnass vom Tennisplatz nach Hause.

Sonst: alle froh über Wochenende, eine Pizza ging so in die Hose, dass wir mogenmal wieder den Ofen pyrolisieren müssen (und mein rechter Arm an drei Stellen schmerzhaft verbrannt ist).

Fürs WE haben wir eine spontane Apfelkucheneinladung ausgesprochen, ausserdem gibt es Pfadikantonaltag, lernen für deutschmathegeschichtemedienundinformatik. Puh.

Wird schon. Morgen erstmal ein bisschen ausschlafen.

Gegessen:

Honigtoast

Spaghetti Aglio & Olio

Freitagspizza


Gelesen: "9 perfect strangers" aus

Gesehen: vorgestern schon "clickbait" fertig. Das kann man gut anschauen, es ist eine Miniserie, es geht um einen Familienvater, der entführt und in einem Video zur Schau gestellt wird / des Missbrauchs von Frauen angeklagt wird. Es sind nur 8(?) Folgen, jede aus der Perspektive einer anderen beteiligten Person erzählt, es ist nichts so wie es scheint und durchaus überraschend und spannend. Ich lag bis zum vorletzten Verdächtigen richtig :-). Gestern angefangen: "9 perfect Strangers". Mal sehen, Serie nach Buch ist ja immer bisschen schwierig, aber das Buch ist eher leichte Kost, da nehme ich "Adaptation for Screenplay" nicht so übel wie bei "Little fires everywhere". 

Donnerstag, September 09, 2021

090921 Mixed feelings

 Heute war ich mal wieder im Büro-Büro und es war ... spannend.




Ich habe mich sehr gefreut, meine Kollegen zu sehen (es bildet sich langsam ein Muster heraus, wer wann kommt und das ist schon schön). Ich habe erstaunlich viel erledigt bekommen, und noch dazu echt viel Sozialinteraktion gehabt. Nicht immer nur aus schönen Gründen, aber gerade für die nicht so schönen war es um so wichtiger, vor Ort zu sein. Puh. (Schön: mit dem Lieblingskollegen aus dem alten Job Mittagessen gewesen und geredet und geredet und zugehört und überhaupt war das sehr toll. 

Dann war IT-Tag: Mein Computer hat verlernt, sich ins Followme-Print-System einzuloggen, ich habe 10 Minuten versucht, selber die Lösung zu finden, nicht geschafft, Ticket eröffnet und 10 Minuten später hatte sich ein Servicedesk-Mitarbeiter in meinen Computer eingeloggt, zwei Sachen geklickt, schneller, also ich gucken konnte und ich kann wieder drucken. Ich kann es aber nicht selber einstellen, offensichtlich hat man im Helpdesk keine Zeit für chinesische Sprichwörter und anderen Leuten Fischen beizubringen.

Weil ich grad schon so drin war, habe ich noch die Migration des Sharepoint-Drives für das Team, dessen Leitung ich ja als Jöbli übernommen habe, und das ich vorletzte Woche mühsam "entorphaned habe, auf GoogleShared drive initiiert. Das haben die 3 Teamleads vor mir einfach nicht gemacht und naja, schade! (auch deswegen bin ich mir 100% sicher, dass ich die genau richtige für dieses Jöbli bin, weil da tatsächlich mein Herz dranhängt und ich es perfekt machen möchte.)

Ansonsten: leider einen Machtkampf verloren. Das ärgert mich sehr, erstens aus Prinzip, zweitens, weil eine Kackladung blöde Arbeit auf mich zukommt, drittens, weil die timelines dafür jetzt sehr knapp sind, weil wir ja 2 Wochen gestritten haben, wer es machen muss, viertens, weil ich mir so unglaublich sicher war, recht zu haben, dass ich mich .... naja, schon ganz schön weit aus dem Fenster gelehnt habe. Ich habe mit der Antwortmail auf "Yay, super, bis wann bist du fertig, es ist voll dringend" mal bis morgen gewartet, weil heute krieg ich nichts anderes als "Von wegen super, keine Ahnung, ich hab das noch nie gemacht, möchte es auch nicht und habe keine Zeit und keine Ahnung." hin und das wäre sehr unprofessionell.

Auf dem Heimweg (mit dem Rad, heute war es Traumwetter dafür, einfach richtig toll!) noch beim Fressnapf vorbeigefahren und anderthalb Radltaschen voll Katzenfutter mitgenommen.

Ausserdem: Schnelltesttermine für uns drei Grosse für Island ausgemacht. Island verlangt aktuell auch von geimpften Einreisenden einen max 72h alten Schnelltest. So komme ich am allerletzten Tag, wo es die noch kostenlos gibt, zu meinem allerersten nicht von mir selber durchgeführten Coronatest.

Und: den Umzug unserer Konten von der aktuellen Bankfiliale irgendwo am Stadtrand von Basel in die niegelnagelneu Filiale, die auf dem aktuell ja total runderneuerten Hauptareal eröffnet hat, initiiert. Ausserdem mal wieder ein Gespräch mit unserem dann neuen Bankmensch abgemacht, wir machen jetzt all das, was wir schon ewig machen wollten, wie mal wieder über Geldanlagen reden, Konten für die Kinder eröffnen, tralala.

Daheim mit L. Latein gelernt, Wäsche zusammengelegt, Flammkuchen gebacken, zwei Katzenspaziergängchen gemacht, jemand neuen auf Jonnys Bank kennengelernt, in die Badewanne gelegt, schlafen gegangen.


Jonny, der unser Bett empört verlässt, wenn wir nur falsch an der Bettdecke ziehen oder in seine Richtung atmen, hat die ganze Nacht bei L. geschlafen. Als ich noch einmal kurz reingeschaut habe, lagen sie so da: