Dienstag, November 19, 2019

191119: Intense

Na, alle erholt vom longread gestern? (Spontan wie ich bin, ist mir heute auf dem Heimweg endlich eingefallen, wie ich die Aufgabe meines Departments, das mit "Commercial" gestern für so viel Verwirrung gesorgt hat, einfach beschreiben hätte können: "We supply medicines to patients." Neben aller verständlicher Begeisterung für Forschung und neue Medikamente darf man nicht vergessen, dass es nach Approval und Launch nicht vorbei ist, sondern ein grosses neues Kapitel erst losgeht und dass das dann im Normalfall über Jahrzehnte hinweg weitergeht.)

In diesem Sinne habe ich heute Abend an Nieren- und Kopfschmerzen gemerkt, dass ich den ganzen Tag nur beim Mittagessen was getrunken habe (kein Kaffee, kein Wasser, keine Zeit zum Auffüllen, keine Zeit für Klo, keine Zeit zu Trinken, weil gefühlt den ganzen Tag geredet und diskutiert.
Ich möchte jetzt ja keine Namen nennen, aber dem Kollegen, der die QPL-Rolle als Vorstufe zur Rente bezeichnet hat, den würde ich gerne einen Tag lang auf meinen Platz setzen (naja, im übertragenen Sinn, weil dort sitze ich auch selten).
Ich merke aber, wie ich cooler werde (ich habe einen festen Platz im Warroom in der Tiefgarage, den ich mittlerweile auch alleine finde, ich habe heute früh zum ersten Mal dort unten gefroren, wie alle prophezeit haben, aber bei den bisherigen Terminen war ich immer so aufgeregt, dass ich wie auf Speed rumgehibbelt bin), ich merke, wie ich leidenschaftlich über analytische und regulatorische Fragestellungen diskutiere, ohne mich die ganze Zeit wie ein Hochstapler zu fühlen, der jeden Moment auffliegen könnte, ich zitiere Paragraphen und Verordnungen, als wüsste ich, was ich da tue, hätte ich nie etwas anderes getan.

Beim Mittagessen mit einer ehemaligen Kollegin merke ich erst beim Geschirrabräumen, dass ich nicht sagen könnte, was ich gerade gegessen habe, und wer das Schiffchen aus dem Kaffeebohneneinwickelpapier gefaltet hat (ich, immer ich, das muss man doch machen, oder?), gegen Abend merke ich, wie meine Schultern vor Anspannung brennen, der Kopf dröhnt und ich nicht sagen kann, auf welchem Stockwerk ich gerade bin und vielleicht ist es noch nicht ganz locker flockig oder halt einfach grad ein bisschen viel. (Jaja, ich merke selber, wie sich das liest. Aber. Eben.)

Heimweg ein bisschen später, weil Meeting mit San Francisco-Beteiligung, ich klatschte mit dem Hübschen via Hangouts ab, während unsere beiden Jungs, ein Freund und die beiden Katzen (Jonny heute 7h18min in zwei grossen Blöcken draussen, Sansa 5h37min mit kurzer Morgenrunde, langem Vormittagsschläfchen und zwei grossen Nachmittagsblöcken) direkt unter dem Dach zockten respektive auf einem Haufen schliefen (die Katzen).
L.s Englischtest lief gut, Q.s Geschichtsvortrag auch (es gab Extralob für das Erklären des amerikanischen Wahlsystems incl der Probleme, die das aufwirft), für den Kindergeburtstagsbesuch morgen ist alles gepackt und klar.
Q verschwindet nach dem Abendessen zu seine Pio-Hock, ich lese L. vor und strample meine Nackenmuskeln locker, dann kommt auch schon der Hübsche vom Sport und vielleicht schläft heute keiner vor Netflix ein.

Gegessen:
Kokos"joghurt" (morgen noch ein letztes Mal, dann wars das mit dem Kasperletheater) mit Kaki, Mango, Granola und noch irgendeiner Frucht.
Falafel mit arabischem Dip, Grillgemüse, Blaukraut (Es gibt nur eine Kantinenregel: "Wenn es Blaukraut gibt, nimm Blaukraut." Die gilt auch für Romanesco, Zuckerschoten, Brokkoli und natürlich Rosenkohl.) und Kohlrabisalat (für den die Regel auch gilt. Und Fenchelsalat)
ein Restchen Quornlasagne und eine Riesenschüssel Chicoreesalat.

Gelesen:
Odysee-Buch

Getragen:
Weisse Bluse mit den sehr unpraktischen Trompetenärmeln und den Bindebändern an den Hangelenken, Skiny-Cord-Chinos, hellbraune Stiefeletten

Gesehen:
Working Mums / Peaky Blinders

Stressleveldurchschnitt gestern: 26
Selbstbeweihräucherung: das heute morgen etwas grosszügig aufgetragenen Blush durch engagiertes Diskutieren mit auch untendrunter roten Backen und ganz wichtig: Extrem roten Ohren komplettiert.

Montag, November 18, 2019

181119: Speeddating

Ich gebe zu, ich war unterschwelliger nervöser als ich gedacht hätte wegen der Speeddatingstory heute, alles in allem war das im Vergleich zum Rest vom Tag ... a walk in the park (aber der Speeddating-Charakter blieb sich gleich, es war eine Feuerwehraktion nach der nächsten und als ich vom Speddating mit der Tram ins Büro zurückfuhr und ENDLICH den Kollegen von der QC am Telefon hatte, mit dem ich dringend klären musste, was wir tun müssen, damit die regulär hinterlegten Analysenzeiten deutlich unterschritten werden können, beschloss das Iphone: "so, fertig, ich hab noch 20% Akku, es ist unter 10 Grad Celsius, ich mach jetzt einfach nix mehr." Und so kam ich heute zu ungefähr 7 Minuten Zwangspause im Tram. Immerhin)
Aber: der Reihe nach.
Ich war also sehr nervös, weil (jaja, lachen Sie ruhig) ich mir den Tag heute mit drölfzig Highpotential Nachwuchswissenschaftlerinnen als den ausgewählt hatte, wo ich das "OMG, das ist das Kleid, das mir am allerbesten im ganzen Leben passt, das Kleid BIN ich"-Kleid zum ersten Mal tragen wollte. Mit, es ist ja eine Zeitlang her, dass ich es gekauft habe, und die Lebkuchensaison hat begonnen, Shapewear drunter, und meinen Lieblings-Wildlederstiefeln. Also habe ich mich heute morgen in die Quetschklamotten gequetscht, das Kleid sass dann sehr locker, meine Organe nicht so (das KANN nicht gesund sein, hätte es für das Kleid sicher nicht gebraucht und ich zieh die jetzt sicher nicht mehr für ganze Tage an und nur, wenn man den Termin im Stehen verbringt, nicht im Sitzen.)

Also. Der Arbeitstag an sich war extrem eng getaktet, aber ich merke, mich stresst nicht der Stress, sondern wenn ich kein klares Ziel vor Augen habe oder wenigstens weiss, wie ich den Weg dorthin finde. Wenn ich hingegen drölfzig Bälle jonglieren muss und bei jedem weiss, welcher Stups in welche Richtung ihn wie in der Luft hält, dass macht mir das Freude und am besten ist, wenn noch ein brennender Reifen dazwischengeworfen wird.

Mitten im Jonglieren bin ich also zum Speeddating gefahren, habe mir mein Namensschild abgeholt, freundlich auf das Angebot, mir ein neues Profilfoto vom Profi schiessen zu lassen, verzichtet, weil: ich habe DAS BESTE PROFILBILD, das ich je bekommen würde, und meine Tischpartnerin getroffen.
Setup war: zwei Kollegen pro Tisch, jeweils zwei Nachwuchstalente, alle 3 Minuten wird gewechselt (und zwar hard stop, welcome to Switzerland, enforced by Kuhglocke).
Zack los gings und es ging ein bisschen, bis wir zwei unsere Vorstellungsrunden so optimiert hatten, dass das Wichtigste gesagt war und in den drei Minuten noch Zeit für ein, zwei, drei Fragen und Antworten blieb. Ich war irgendwann (es waren, glaube ich, 24 Stationen) so im Flow, dass ich aus Versehen fast meine Kollegin vorgestellt hätte, statt mich :-).
Danach gab es noch einen Stehlunch, wo ohne Kuhglocke noch ein bisschen vertieft diskutiert werden konnte, und dann musste ich auch schon wieder jonglieren.
Nachdem Sie mir so geholfen haben mit Fragen, auf die ich mich vorbereitet hatte, habe ich mir gedacht, ich beantworte Ihre und die, die tatsächlich gestellt wurden, aber ich stelle das an den Schluss vom heutigen Post.

Sonst wäre nämlich der Schwenk zurück zum Tag ein arg seltsamer, es wurde nämlich sehr skurril:
Wegen irgenwas war die Tramlinie, die den Elfenbeinturm mehr oder weniger direkt mit dem Standort am Bahnhof verbindet, unterbrochen und ich musste erstmal recherchieren, wie ich am schnellsten weder zurückkomme (ich hatte ja Bälle zu jonglieren und feste Termine!) und auf einmal sass ich dann ... nur an einer anderen Haltestelle an einem Platz, an dem ich sonst entweder in den Manor gehe oder selten auch mal umsteige, aber holla, das war eine andere Welt. Anstatt nur mit Kollegen oder Kitagruppen oder Messebesuchern zu warten, wurde ich angebettelt und creepy angegraben. Skurrile Beobachtung (und nein, ich habe geschaut, ich stand in sicherer Entfernung davon, die Stiefel sind kein Pretty-Woman-Overknees und so kurz ist das Kleid nun auch wieder nicht): es gibt tatsächlich Strassenmarkierungen für Prostitutions-Duldungszonen. Wieder was gelernt.

Irgendwann dann heim, sehr nervös geworden, weil Sansa noch unterwegs war, obwohl es schon dunkel war, aber sie hat mich dann auf dem Rückweg vom Bus begleitet.

Daheim: raus aus der Quetschwäsche, rein in die Sportklamotten, alle Innereien wieder an den richtigen Ort rütteln, mit Q. abendessen, L. vom Volleyball abholen.
Passend zum Tag übrigens sehr stylish bekleidet: ungeschminkt, noch mit duschfeuchten Haaren, Lieblingsjeans, L.s Winterstiefeln (zu gross!), des Hübschen Skijacke, weil auffällig und das Dorf stockdunkel. Es ist ja nicht ganz konsequent, die Kinder und Katzen mit Reflektoren noch und nöcher ausstustatten und dann selber stilsicher in grau, braun oder schwarz überfahren zu werden. Der Schal gehört immerhin mir.


Gegessen:
Fermentierte Kokosmilch mit Granola und Früchten (joah. Schmeckt nicht so eklig wie befürchtet, halt wie Naturjoghurt mit leichtem Kokoshauch. Umwelttechnisch kann mir aber keiner erzählen, dass das irgendwie nachhaltiger ist als Joghurt aus Weidemilch aus dem Schwarzwald im Mehrwegglas, also lasse ich das wieder)
Salat und irgendwas relativ geschmacksneutrales nach dem Speeddating beim Networking
Montagspizza

Gelesen:
immer noch das Odyssee-Buch

Gesehen
Working Mums und erste Folge der letzten Staffel "Peaky Blinders"

Stressleveldurchschnitt gestern: 16
Selbstbeweihräucherung: trotz Kippeln nicht vom Barhocker gefallen. (war knapp)


So, jetzt aber zu den Fragen:

Was tatsächlich gefragt wurde (nachdem meine Tischpartnerin jeweils kurz unsere Rolle und ein bisschen unseren Werdeganz erklärt hatten):

Warum genau diese Firma?
Es hat nur für "Sie haben beim Reinkommen die Unternehmenswerte gesehen? "Mut, Integrität, Leidenschaft"? Die werden hier gelebt, deshalb." gereicht, die lange Antwort wäre gewesen: "Ich wollte schon immer hier arbeiten, weil ich es grossartig finde, in einem forschenden Pharmaunternehmen zu arbeiten, das durch die spezielle Firmenstruktur nicht in erster Linie kurzfristigen Aktionären verpflichtet ist, und sich leisten kann, langfristige Strategien umzusetzen. Und weil ich gelernt habe, dass es mir persönlich wichtig ist, durch meine Arbeit einen sinnvollen Beitrag zu etwas wichtigem zu leisten."

"In academia the "reproducability threat" is a huge topic, can you confirm that and what is your experience?"
Das war ein bisschen ein lustiger Moment, weil meine Kollegin und ich uns angeschaut haben und beide unisono gesagt haben: "The what?" und, naja, so ein superhuge topic ist es bei uns halt nicht. Wir konnten dann noch klären, was damit gemeint ist und wenn dann ist es ein Thema für unsere Early Stage-Researcher.

Wie kommt es, dass Du/Sie in eine Marketing/Business/Funktion, die nix mit Wissenschaft zu tun hat, gewechselt hast?
Ich habe die ersten zwei Mal grosse Augen gemacht, als diese Frage kam, um dann zu merken, dass die Bezeichnung "commercial" mit "Business/Marketing" gleichgesetzt wurde, während ich es branchen- oder zumindest firmenübliche als Abgrenzung zu "clinical" verwendet habe (clinical: das Medikament ist noch nicht zugelassen, es wird nicht verkauft, sondern in klinischen Studien verwendet, commercial: nach der Zulassung, d.h. es wird verkauft, das heisst aber nicht, dass man ab diesem Moment nicht mehr wissenschaftlich daran arbeitet. Halt: anders)

Wie isses so mit Arbeitszeiten? Nine to five wäre mein Traum.
Joah, naja, es gibt Kernarbeitszeiten und Gleitzeit und Dein Chef bekommt einen Brief von HR, wenn Deine Überstunden über 120 sind. Das heisst aber nicht, dass es nicht stressige Phasen gibt, in denen man halt mehr arbeitet, weil es sein muss. Andersrum gibt es angeblich auch Phasen, in denen man weniger arbeitet und das gleicht sich dann aus. Strictly nine to five gibt es sicher nicht, weil pro Tag mindestens 30 Minuten Pause verpflichtend sind und abgezogen werden, egal, ob man sie macht, deshalb kommt man mit nine to five NIE hin. (Kleiner Exkurs zu: je nach Rolle globale Kontakte, also Zeitzonen.)

Wie sieht es mit der Männer/Frauen-Verteilung in Euren Abteilungen aus?
Aktuell: knapp 50:50, noch vor drei Monaten sah das ganz anders aus. Aber auch hier: abteilungabhängig, in der Summe bilde ich mir ein, dass wir einen knappen Frauenüberschuss haben.

Work-Life-Balance?
Joah. Es ist ein Ziel, das hinzubekommen, es klappt mal mehr, mal weniger, aber es ist so sehr Firmenziel, dass man auf Verständnis stösst, wenn man Hilfe braucht, um das hinzubekommen.

Wie geht das mit Kindern und so?
Da hat die Zeit für einen ausführliche Antwort nicht gereicht, deshalb musste die Kurzfassung: "Ich habe zwei, arbeite seit 5 Jahren 100%, davor verschiedene Grade von vollzeitnaher Teilzeit, es ist der Firma wichtig, dass man Familie und Job unter einen Hut bekommt, und zwar "man", nicht "frau", für mich ist das A und O eine gleichberechtigte Partnerschaft als Eltern.

Was ist der grösste Druck bei der Arbeit? Der Year end review?
Nein, zu dem Zeitpunkt ist eh alles passiert. Bei mir ist der Druck projektabhängig, je nach Baustelle. Der Review und die Zielsetzung ist nur nochmal Revue passieren lassen und den Plan fürs neue Jahr machen.

Was ist der grösste Unterschied zum Arbeiten im akademischen Umfeld?
Für mich: die Geschwindigkeit, der Zeitdruck und die Geldmengen, um die es geht. Wenn man rechnet, was .... ein verspäteter Launch, ein stockout on patient level, oder auch nur eine Reaktorfüllung oder ein missglückter Verpackungsauftrag kosten, dann wird einem schwindelig. Aber auch dara gewöhnt man sich.

Welche Kenntnisse neben der Promotion o.ä. sollte man branchenspezifisch mitbringen? Machen Weiterbildungen Sinn?
Ein beherztes "Kommt drauf an", würde ich sagen. Wenn jemand in der Forschung starten möchte, kommt man von der Uni oder der Postdocstelle perfekt gerüstet, die branchenspezifischen Themen lernt man vor Ort. Wenn man Richtung Business (also: nicht commercial manufacturing, sondern wirklich business ) gehen möchte, sollte man irgendwie zeigen können, dass einen das interessiert. Ob man den MBA schon mitbringen muss oder dann berufsbegleitend macht... hm. Technische Rollen, so wie ich angefangen habe: nicht unbedingt. Die Leute, die einen einstellen, haben alle selber promoviert und wissen, was man von einem frischgebackenen Universitätsabsolventen oder Postdoc erwarten kann und wo eben Lücken sind. Dafür gibt es aber interne und externe Weiterbildungsangebote und Trainings, in denen das schnell und spezifisch erledigt wird.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Dir aus?
(Naja, das wissen Sie hier ja alle genauestens). Ich habe gesagt: "Eine variable Mischung aus geplanten Aktivitäten und Feuerlöschübungen."

Muss ich das, was ich während der Arbeitszeit nicht schaffe, daheim machen?
Nein. Darfst Du nicht mal. (Weil: Work from home ist auch Work und wird gezählt und irgendwann kommt HR). (Ist so natürlich überspitzt, aber es ist hier nicht so wie in der Schule "So, jetzt alle Seite 4 bis 18 und was ihr bis zum Klingeln nicht geschafft habt, ist Hausaufgabe")

Gibt es denn Mentorprogramme oder wie soll man sich überhaupt zurechtfinden?
Ja, gibt es, jede Menge. Es geht niemand verloren.


So, und jetzt das, was Sie wissen wollten:
Mich würde vermutlich interessieren, ob es regelmäßige Überprüfungen und Anpassungen bewährter Prozesse gibt, also ob geschaut wird, ob und wie man Abläufe verbessern kann – oder zufrieden ist damit, dass man es seit Jahren so macht und es ja auch so funktioniert.
Ja, natürlich gibt es das. Ich würde es in drei Gruppen kategorisieren:
Es gibt die Prozesse, die durch das hochregulierte Pharmaumfeld von aussen vorgegeben sind. An die müssen wir uns halten, komme, was wolle.
Auch diese Prozesse und Vorgaben ändern sich. In den letzten Jahren / Monaten waren das zum Beispiel ICH Q3D, die Forced Degradation Studies für Brasilien, der Joint Review Process für Neueinreichungen in China, die MDR und ganz frisch das Nitrosamin-Thema. Da müssen wir unsere internen Prozesse aufsetzen und / der anpassen, um den neen Richtlinien zu entsprechen.
Und dann gibt es natürlich unabhängig davon die internen Prozesse, das WIE wir zusammenarbeiten und WIE wir dorthin kommen. Das ist natürlich ein kontinuierlicher Wandel, manchmal hat man das Gefühl, es ist Wandel um des Wandels willen, aber ganz sicher ist «Das haben wir schon immer so gemacht» keie Begründung mehr für irgendwas.


Als Postdoc hätte ich vermutlich gefragt: Wie kommt man in die Industrie, welche Wege kann man gehen oder bist du gegangen? In kleinem Unternehmen anfangen oder direkt groß, Traineeprogramm, Praktikum, regelmäßig neue Jobs oder einen für länger...?
Standardantwort: es kommt darauf an, was man möchte. Möchte ich forschen? Dann ist ein Trainee-Programm sicher das falsche. Praktika schaden nie,man bekommt ein bisschen ein Gefühl dafür, wie gearbeitet wird, aber ich würde den Nutzen jetzt auch nicht überschätzen. Ehrlich gesagt haben mir meine Praktikanten immer leid getan (und ich mir auch, weil es ganz oft irgendwelche Patenkinder, Nichten, Neffen oder Freunde von Nichtenneffenpatenkindern von Oberbossen waren, die dann halt irgendwo geparkt wurden, wo sie möglichst wenig kaputt machen können und dementsprechend unspannend waren ihre Jobs dann auch. Ist aber sicher abteilungsabhängig). In welchem Unternehmen man anfangen sollte: kommt darauf an, was man möchte. Wenn man forschen möchte, würde ich immer zu einem grossen gehen. Produktion, Business, Quality ist vielleicht eine gute Schule bei einem kleineren.
Jobwechselfrequenz: auch das ist Typfrage. Ich merke, dass ich nach drei Jahren im selben Job langsam unruhig werde und nach spätestens 5 Jahren brauche ich was Neues.

Gehaltsrange in dem Job
Mehr als genug.

Umgang in dem Unternehmen mit Frauen in dem Job, aktive Arbeit gegen Vorurteile, Umgang mit PoC, disabled people im Unternehmen. Also, realer Umgang, nicht nur Werbeimage?
Wir sind ein globales Unternehmen, das merkt man im Headquarter überall, lokale Produktionsstandorte sind nicht ganz so divers.
Ansonsten. Diversity ist nicht nur ein Schlagwort, aber auch bei uns ist noch nicht alles perfekt.

Was genau macht dir heute Freude bei deiner Arbeit?
Dass meine Arbeit letztendlich dafür sorgt, dass sehr kranke Menschen Medikamente bekommen, die ihnen helfen. Im Kleinen: dass ich das tun kann, was mir gefällt und worin ich gut bin.

Während meines PhD erschien mir der Sprung in die Industrie immer wie eine Einbahnstraße weg aus Academia. Ist das wirklich so? Kann man wieder "zurück" oder war's das (for better or worse)? Hat Sie diese Frage beschäftigt bei der Wahl?
Ich kenne genau eine Person, die aus der Industrie zurück in das akademische Umfeld gegangen ist. Insofern: ja, vermutlich Einbahnstrasse. Andererseits kenne ich auch genau eine Person, die zurück WOLLTE.
Andersrum bin ich der festen Überzeugung, dass man, wenn man zu lange im akademischen Umfeld bleibt, auch keine Chance mehr in der Industrie hat, also sind es vermutlich zwei Einbahnstrassen, wo man für eine bestimmte begrenzte Zeit wechseln kann.
Ich wollte nach der Doktorarbeit so schnell wie möglich auf Nimmerwiedersehen raus aus dem akademischen Umfeld, also ... man kölnnte sagen, das hat mich beschäftigt.


Was hättest du gern vor dem Einstieg in die Industrie gewusst/gekonnt? Welche Zusatzqualifikationen würdest du Einsteigerinnen empfehlen? Welche Skills braucht man für deine(n) Job(s) besonders?
Ich war nicht ganz darauf vorbereitet, wie sehr es dann doch immer wieder menschelt. Was ich erst lernen musste: komplizierte Sachverhalte und Unmengen an Details so zusammenzufassen und darzustellen, dass das Wesentliche sofort für jemanden verständlich ist, der diese Daten nicht generiert hat und vielleicht auch das Problem nicht kennt.
Zusatzqualifikationen: habe ich oben schon geschrieben: es kommt drauf an.
Skills für meinen Job: Eine Mischung aus Geduld und Verständnis mit Durchsetzungsvermögen respektive Entscheidungsfreude.Fachwissen, ein Netzwerk, wissenschaftliches Schreiben, Zusammenhänge erfassen, kein Problem ist isoliert, Struktur und Prioritäten setzen

Wie ist das mit den internen Wechseln, geht das gut/einfach? Muss man am Anfang der Karriere keine Angst haben, sich „falsch“ festzulegen?
Das ist das Schöne an so einem grossen Unternehmen: die Möglichkeiten sind nahezu unbeschränkt Wer offen ist für Neues, wird nicht festgelegt.

Warum sind Sie in das Unternehmen gegangen? Und nicht in ein anderes? Wie sehr schätzt das Unternehmen ein eher akademisch/wissenschaftlich geprägtes Mindset?
Warum ich da bin, wo ich bin, habe ich ja oben schon mal geschrieben (plus: bei aller «Hey, bester Arbeitgeber aller Zeiten»-Euphorie: es ist natürlich einerseits die Frage, wohin man möchte, andererseits die, wer einen nimmt. Und klar kann ich mir leicht reden und sagen «Ich arbeite viel lieber hier als bei dem anderen grossen Pharmaunternehmen in der Stadt», aber andererseits: hätten die mir damals einen Job angeboten, hätte ich den auch genommen.)
Ich weiss nicht genau, was «akademisch/wissenschaftlich geprägtes Mindset» ist. Wir sind ein forschendes Pharmaunternehmen. Natürlich basiert das alles auf Wissenschaft, worauf auch sonst? Andererseits sind wir keine Universität, wir forschen nicht um der reinen Erkenntnis, sondern um letztendlich Geld zu verdienen (und Menschen zu helfen, schon klar.)

Hat man nach eventueller Teilzeit trotzdem noch Karrierechancen?
Ja, nach und auch während.

Setzen Sie noch ein was man in der Promotion als Handwerk gebraucht hat?
Das ist jetzt die Frage, was damit gemeint ist. Im Labor habe ich nur noch sehr, sehr wenig selber gemacht. Ich habe nie wieder Lösungsmittel getrocknet, umkondensiert, selber einen Ansatz gemacht, Glaszeug gespült oder ein Laborprotokoll geschrieben.
Versuchsplanung habe ich am Anfang schon noch gemacht, Auswertung der Ergebnisse auch, aber auch das ändert sich mit der Zeit.

Wir krass ist der Übergang von wissenschaftlicher Forschung zur Industrie?
Ich habe am Anfang schon einen Heidenrespekt vor den Geldbeträgen gehabt, für die man verantwortlich ist. Als bei einer meiner Pilotproduktionskampagnen der Schichtleiter nachts um drei beim Rausschaufeln des fertig kristallisierten Produkts bei jeder Schaufel meinte : «So, das ist der Gegenwert einer E-Klasse, das ist ein Cayenne, oh, jetzt wars nur wenig, ein Boxster», da ist mir das Grinsen ein wenig eingefroren. Aber irgendwann denkt man nicht mehr drüber nach, dass man gerade für Beträge verantwortlich ist, mit denen man sonst eher ... nie zu tun hat.

Wer hat dich im Berufsleben bisher am meisten unterstützt?
Fast alle meine Vorgesetzten waren grossartige Mentoren. (Und die zwei, die nicht, waren immerhin extrem abschreckende Beispiele, wie ich NIE werden möchte und welche Chefs ich NIE wieder haben möchte).
Plus: all das ging und geht nur, weil ich mit dem Hübschen den Partner habe, den ich habe.

Wie gehst du mit Krisen um?
«Soldiering through». Nie hinschmeissen, wenn es am schlimmsten ist, aber danach Konsequenzen ziehen, wenn es nötig ist.

Verlief deine Karriere geradlinig?
Nicht wirklich, ich wollte zB nie bei dem Unternehmen arbeiten, das meinen ersten Arbeitgeber gekauft hat.

Wusstest du schon immer, wohin es beruflich gehen soll?
Nicht in die Forschung! (Und lustigerweise wollte ich nach einzweidrei Jahren in meinem allerersten Job Product Manager werden, da bin ich jetzt so nah dran, wie nie zuvor)

Was hat Sie bewogen, nicht in die Forschung zu gehen?
Ich wollte den direkten Erfolg (oder Misserfolg) meiner Arbeit sehen. Ich hatte nach der Uni die Nase voll von «Das könnte mal», «Wenn das was würde, dann könnte man sich vorstellen, dass..», ich wollte ... machen.

Was ist besser als erwartet? Was ist schlechter als erwartet?
Es ist viel spannender und abwechslungsreicher, als ich dachte.
Es ist viel komplizierter und manchmal langsamer, als ich dachte.

Welche Entscheidung würdest du als die wichtigste/schlechteste (für) deine(r) Karriere bezeichnen?
Wichtigste Entscheidung: raus aus der Forschung, der Umzug in die Schweiz, dann der Wechsel zu meine jetzigen Arbeitgeber.
Schlechteste Entscheidung: ich glaube nicht, dass sie schlecht war, im Nachhinein, aber der Wechsel zu dem kleinen Lohnhersteller zwischendrin, boah, das hätte böse in die Hose gehen können.

Tipps, um überhaupt eine Fachrichtung in der Industrie zu finden, die einem taugt
Hm. Ich kann nur empfehlen, offen zu sein, sich nicht auf «Forschung» festzulegen, es gibt sehr viel mehr Spannendes. Kontakte suchen, nachfragen, wenn man mit einer Stellenbeschreibung, die für «Entry level» gelistet ist, gar nichts anfangen kann.


Vermisst du das Labor?
Nope (ausserdem: hier sind überall Labors :-))

Warum hast du gegen einen Schreibtischjob getauscht?
Es ist nie ein reiner Schreibtischjob, bis zu meiner aktuellen Funktion war ich andauernd irgendwo in Produktionsbetrieben unterwegs.

Was hast du vor 17 Jahren gedacht, wo du heute bist?
Wenn ich ehrlich bin: keine Ahnung. Nicht so weit weg von dem, was tatsächlich ist.

Wie kann ich die akadem. Berufserfahrung in der Industrie gut verkaufen?
Hm, ich würde es nicht als Berufserfahrung verkaufen, zumindest nicht, wenn es eine Promotion und / oder Postdoc ist. Das wird in unserem Umfeld als Standardausbildung angesehen.

Was braucht man, um aus der Wissenschaft in der freie Wirtschaft ein Job zu finden, geht das ohne sich zu sehr weg zu bewegen von seinen Interessen?
Es kommt darauf an. Ich persönlich denke, es ist sehr wichtig, dass man flexibel bleibt. Natürlich muss einem ein Job liegen und interessant sein, ich denke allerdings, dass es viel mehr Interessantes gibt, als man von der Uni aus sieht.

Puh. Das war jetzt .... lang.

Sonntag, November 17, 2019

171119: Schneeregen

Nach dem traumhaften Herbstwetter gestern wollte der Hübsche eigentlich heute laufen gehen, ich hatte so vage Vorstellungen, dass wir nach dem Üben für die Schule und dem üblichen Sonntagsgedöns einen Ausflug machen könnten, so romantisches Herbstlaubgeraschel, aber tja nu, heute war Schneeregen. Den ganzen Tag. Was dazu führte, dass wir es dank der App schwarz auf weiss haben: Jonny macht das nix, der war den ganzen Tag draussen, Sunny denkt sich: "Spinnt ihr?" und ist zwar 10mal rein- und rausgerannt, aber war insgesamt nur 1 Stunde draussen, 20 Minuten davon mit uns auf einem Spaziergang, Jonny suchen.
Sonst so: ich war kurz davor den Hübschen heute morgen zu würgen, wenn ich nicht so müde gewesen wäre. Er ist der letzte Mensch auf Erden, der sich weigert, seine Benachrichtigungstöne stumm zu schalten. Immerhin hat er einen Ruhemodus eingestellt, so dass vor sieben Ruhe im Karton ist, aber ab dann geht das Gedöngel, Gepiepe und Geklopfe los. Am Wochenende, die einzigen zwei Tage, wo ich mit etwas Glück länger als sieben schlafen kann, stört mich das gewaltig, ihn gar nicht, weil, wenn er schläft, schläft er.
Nun denn, Schneeregen hatte dann auch sein Gutes. so ist Q. jetzt für Französischtest und Geschichtsreferat gewappnet, L. für den Englischtest, wir haben gemeinsam Netflix und Amazon Prime leer geschaut, ich habe gestrampelt, mal wieder ein aufwendigeres Augenmakeup (wann, wenn nicht an einem Tag im Hoodie nur daheim!) geschminkt, gebügelt, die Klamotten für den Speeddatingtag morgen parat gelegt, das Haus ist aufgeräumt und gesaugt für den Putzeinsatz morgen, das aktuelle Paar Socken ist abgekettelt und vernäht und ich bin ... müde.
Aber ich muss ja nix mehr machen ausser in der Badewanne liegen, Nägel lackieren (ich muss mich zwischen "Hear me aurora" und "Fishnet Stockings" entscheiden) und noch eine Folge Peaky Blinders gucken.

Gegessen:
Hefezopf (mit der scheusslichen Mandelmilch, die keiner trinken wollte, gebacken. Geht auch) mit Käse
Cookies
Lasagne (wir haben mal Vegi-Hack aka Quorndings getestet. Die Kinder haben es nicht gemerkt, wir fanden es ok, aber das nächste Mal machen wir es einfach ganz ohne so Krümelgedöns)

Getragen:
Jeans, "Zimtstern"-Hoodie und spektakuläres Augenmakeup

Gelesen:
"Odyssee"

Gesehen
"Workingmums" beim Strampeln, "The Man in the High Castle" mit Q., "Peaky Blinders" mit dem Hübschen

Stressleveldurchschnitt gestern: 23
Selbstbeweihräucherung: nahezu geduldig mit Q. gelernt 

Samstag, November 16, 2019

161119: Fast schon Schultag

Heute morgen hat mal wieder trotz Samstag der Wecker geläutet, immerhin erst um 8, da war ich vier Stunden vorher schon mal wach für begleitetes Katzenfrühstück für und mit Jonny, und eine Stunde vorher durch leichte Katzenstupser von Sansa, die gerne kuscheln wollte, aber halt nicht einfach nur so, sondern mit Dauerkraulen. Das war schon sehr gemütlich.
Der Hübsche und ich hatten nämlich einen Termin in Q.s Schule. Nach den Besuchsmorgen während des Unterrichts diese Woche war heute Elternsprechtag bei allen Lehrern, immerhin für die Zweit- und Drittklässler erst um halb 11. Dementsprechend hatten wir noch Zeit für ein gemütliches Frühstück, bevor es losging. Wir sind in der komfortablen Situation, dass es keine Dramen und Notfälle und dringend zu besprechende Dinge gibt (dafür wäre dieser Setup auch nicht das richtige), aber ein Abgleich der Eltern- vs der Lehrerwahrnehmung von Q. ist doch immer mal wieder hilfreich. Tenor der Lehrer: ein aufgestellter junger Mann, sehr interessiert, mündlich extrem gut dabei, extrem gutes Gedächtnis, Handschrift schlimm, die Testnoten spiegeln nicht wirklich alles wider, was er vermutlich leisten könnte. Daran muss er arbeiten (und wir ihn sensibilisieren): in Ruhe nochmal konzentriert durchlesen, was und wie man geschrieben hat, wenn man eh 20 Minuten vor der Zeit fertig ist, would do the trick. Ich finde die durch die Bank geäusserte Einschätzung ("Da ginge noch mehr, wenn er denn müsste") eine sehr zutreffende und beruhigende. Alles in allem: super. (Und mir tut es echt leid, dass ich, glaube ich, den Physiklehrer ein wenig eingeschüchtert habe und das heute mit einem auflockernden Witz grad noch mal weiter getrieben habe.)
Mittags bekam Q. dann Besuch von seinem Vortragspartner und die beiden haben ihren Kennedyvortrag finalisiert, während wir anderen so Hausgedöns wie Kinderbetten frisch beziehen, Wäsche, Katzenspaziergang (mir blieb fast das Herz stehen, als Sansa zum Showoff einer Familie auf dem Weg zum Bus hinterhergerast ist und direkt neben der (jajajaja, nur für den Bus freigegebenen) Strasse beim Baumklettern gezeigt hat, was sie kann, und Jonny währenddessen nach einem mitteleleganten Sandbad


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 am Werkszaun entlangstrich. Der Hübsche hat die Augen gerollt, als ich heimgeflitzt bin, um eine Tüte Leckerli zum Anlocken und meine Zutrittskarte für das Werksgelände geholte habe, um im Notfall Jonny aus dem Sterilverpackungsbetrieb abzuholen. (Da sollte er nun eigentlich wirklich nicht reinkommen, aber who knows). War natürlich total unnötig, aber mei.
Dann haben wir daheim aufgerüstet (Lästermäuler aufgemerkt: die Helikopterkatzenhalter legen noch eine Schippe drauf!), wir haben unser basic Törchen jetzt gegen eines mit Hub und Appsteuerung (Affiliatelink) vom gleichen Anbieter, d.h. sie passt in die neugekaufte Glasscheibe mit Loch, ausgetauscht.
Jetzt haben wir einen formschönen Katzenkopf mit leuchtenden (wir haben sie schon runtergedimmt) Ohren in unserer Überwachungsecke stehen,


das Törchen lässt sich per App entweder zeitsteuern oder aber manuell öffnen oder schliessen, die Katzen haben ihre Profile hinterlegt (anhand des Chips erkannt) und wir bekommen wunderbare Statistikauswertungen über rein/raus, wie lange draussen, wie lange drinnen etc.



Das "Miau" als Ton für jedes "Jon hat das Haus durch "Terrasse" betreten. Hi Jon!" oder "Sansa hat das Haus durch "Terrasse" verlassen, Tsschüss Sansa!" per Pushnachricht war die ersten 5mal niedlich, aber lässt sich ja gsd stummschalten.
Sehr nett, sehr praktisch, sehr wir.

Dann war es auch schon fast Zeit, auf jeden Fall für Q., der ist ja jetzt Pio und die haben heute Kochdienst (Safranrisotto über dem Feuer in der Waldhütte) für die heutige Nachtübung, deshalb haben sie sich schon eher getroffen. Also: warm einpacken (Skiunterwäsche, Softshellhose, Skisocken, Pfadiuniform, Skijacke, Regenhose für alle Fälle in den Rucksack, Mütze auch, dazu Handschuhe und Velohelm) und los geht's.
Für L. erst um sechs, und dann haben der Hübsche und ich eine sehr ungewohnte Zeit am Tag für uns allein, nämlich abends, aber mit "nochmal raus", weil die Übung um 22.00h vorbei ist, und da holen wir sie lieber ab, auch wenn es nur im Dorf ist, es ist halt .... stockfinster, eisig kalt und sie sind müde und kaputt (und dreckig).

Wir haben die Zeit für ein Abendessen, das definitiv kein Kind isst, genutzt, nämlich nochmal die Spaghetti mit gerösteter Roter Bete.

Apropos Essen und Teilveganisierung: läuft eigentlich ganz gut. Wir (sogar ich) haben uns tatsächlich an Hafermilch gewöhnt (alles andere: pfui greislich, ich wäre nicht so explizit wie der Hübsche, der sagnt "Sogar Kotze ist besser als Soja", und jetzt gibt es halt einen Zopf mit Mandelmilch statt normaler, weil trinken kann das leider keiner bei uns), morgen gibt es Lasagne mit "Quorn-Hack", jetzt müssen wir halt noch die letzten Milchreste, die wir noch daheim haben, verbrauchen, genau wie das eingefrorene Fleisch. Butter und Käse bleiben bisher unangetastet, ich habe mal einen Kokosjoghurt (oder sowas) zum Test gekauft, mal sehen, ob der mit Granola und Früchten essbar ist. Wir sehen das insofern entspannt, dass wir uns zu nix zwingen, was wir ultraeklig finden, aber ich war schon überrascht, dass ich mich innerhalb zwei Wochen doch an die Hafermilchsache gewöhnen konnte (ich finde immer noch, dass sie sehr anders und nicht so lecker schmeckt, aber halt okay). Spannend auf jeden Fall!

Gegessen:
Silsercroissant, Semmel mit Gryere
Lebkuchen
Spaghetti mit gerösteter roter Bete, Champignons und Ziegenfrischkäse

Getragen:
Jeans, Bluse, Strickjacke (langweilige mittelalte Mutter :-))

Gelesen:
Odyssee

Gesehen:
"The Man in the Highcastle", neueste Staffel mit dem Hübschen und Q.
"Peaky Blinders" ohne Q.

Stressleveldurchschnitt gestern: 45
Selbstbeweihräucherung: immerhin nur einen Lehrer verschreckt

Freitag, November 15, 2019

151119: Schaurig schön

Ich wollte es heute wissen und habe mal wieder ein Päckchen beim Hermesladen abgeholt (ja, so konsequent bin ich, aber ICH hatte ja bisher keine Probleme (naja) dort, sondern nur der Hübsche, der sich in eine etwas abstruse Diskussion verwickeln liess, und es ist halt schon unendlich praktisch, ausserdem musste ich was wegschicken und probieren kann man's ja). Es lief problemlos, und auch wenn der Hübsche davon überzeugt ist, dass das an meinem badass-Aufreten liegt, glaube ich eher, dass es an der Zeit liegt: ich komme immer kurz nach Öffnung, also um 07:30h am Freitag, und der junge Mann, der da Schicht hat, ist ... sagen wir es so, noch nicht ganz wach, also sicher nicht auf Verhandlungen aus. Paketscannen, Passnummer eintöckeln, mich unterschrieben lassen, fertig, das geht auch im Halbschlaf.

Das Paket war ein recht unspektakuläres Douglas-Paket aus der letzten 20% auf alles-Aktion und als Gimmick war etwas drin, was ich Ihnen nicht vorenthalten kann. Es hiess: "Karl Lagerfeld Liquid Lipstick oder Gloss, Überraschungsfarbe" und es ist grossartig. Kennen Sie das, wenn etwas so scheusslich ist, dass es fast schon wieder schön ist?
Also: Ich bin ja eh kein Lagerfeld-Fangirl, sondern finde (sagt man da jetzt "fand?", ich bin ja immer noch der Meinung) ihn als Person sehr unsympathisch und seine Mode, joah, ist mir egal.
Aber ich habe jetzt ein Lipgloss in einer erstaunlich langweiligen  neutralen Farbe, das aussieht wie ein PEZ-Spender mit riesigem-Karl-Kopf:


Sogar mit Pferdeschwanz hinten.

Das ganze ist aber nicht nur hässlich und auffällig, nein, auch sehr funktional, es hat nämlich auf der Seite einen Spiegel im Querformat, genau richtig zum Lippenschminken.

Funktional und hässlich und auffällig wird aber noch gekrönt durch dieses Feature:


Der Applikator ist beleuchtet. Und zwar nicht nur so ein netter Schimmer oder irgendwas, das ist halogenstrahlerhell! Mit dieser Scheusslichkeit kann man sich in grösster Dunkelheit perfekt die Lippen schminken. Halt nur von der Farbe her unauffällig.
Das ist die Definition von schaurig schön!

Während ich heute im Homeoffice rotiert habe (ich habe in der "Abholen, wo rumstehen"-Story ein Machtwort geschrieben, seitdem Schweigen im Walde. Und leider gilt "silence is consent" in dem Fall wohl nicht, wir werden sehen) und mit Rio konferiert habe, hat L. neben mir erst Mathe, dann Englisch-Hausaufgaben gemacht und dann den Bericht vom Zukunftstag gestern geschrieben. Er hat mir "Natürlich!!" erlaubt, ihn im Blog zu veröffentlichen, selber vorlesen wollte er ihn nur mir, ein Video wollte er "Sicher nicht!" machen.
Voila:

"Mein erster Tag bei "da, wo mein Papa arbeitet"*"
Am Anfang mussten wir gefühlt Jahre warten, bis alle da waren. Dann wurden wir in sechs Gruppen eingeteilt. Wir mussten auf das "Da, wo meine Mama arbeitet"* -Areal gehen, da haben wir dann drei Experimente gemacht:
bei einem durften wir etwas mitnehmen, dazu komme ich jetzt. Wir durften ein eigenes Shampoo machen, eigentlich nur Farbe und Geruch, aber wir durften es mitnehmen.
Zweites Experiment: Wir konnten uns mit einem "Stift" etwas ins Gesicht malen, das man mit dem normalen Auge gar nicht gesehen hat, aber mit einer speziellen Kamera schon.
Drittes Experiment: Wir mussten zuerst Handschuhe anziehen, in denen ich heiss hatte.... sehr heiss. Dann konnten wir irgendwie Zellen unter einem Mikroskop anschauen, sehr "spannend".
Dann habe ich mit meinem Vater in der Kantine gegessen und den Rest des Tages hat mein Vater gearbeitet und ich ... naja, habe Süssigkeiten gegessen und auf meinem Handy gezockt. Als wir über das Areal gelaufen sind, haben wir noch ein autonom fahrendes Auto von der Post gesehen."

* hat er natürlich ausgeschrieben

Ich hatte noch vorgeschlagen, dass er endet mit "Nächstes Jahr gehe ich bei meiner Mama mit und ich freue mich jetzt schon darauf, weil das bestimmt viel toller wird.", aber das wollte er nicht und ich hatte da auch noch nicht gesehen, was für ein strenges Urteil er gefällt hat. Könnte gut sein, dass unser Programm auch sehr "spannend" ist und Handschuhe muss man bei uns auch anziehen....

Sonst so: kurz nervös geworden, als Jonny bei zwei Nachmittagsrunden nicht auf oder um das Feld war und auch nicht kam. Dann Erleichterung, als ich hinter dem Fussballplatz eine schwarze Katze (sogar mit rotem Halsband) erspähte, aber: sie war viel kleiner und dünner als Jonny, hörte nicht auf den Namen Jonny, durchaus einige Hinweise darauf, dass es NICHT JONNY war. Hmpf. Jonny gesellte sich dann auf den letzten Metern des Heimwegs zu mir (Heute war draussen Tennisunterricht und viele Leute mit Hunden unterwegs. Das macht das Feld natürlich nicht so attraktiv.)

Der Hübsche war auf der Trauerfeier für seinen Freund, das war ... ja.
Q. hatte einen langen Tag, wie jeden Freitag, heute ausnahmsweise incl ÖV-Heimreise, weil das Auto ja mit dem Hübschen unterwegs war. L. und ich machten die eine oder andere Runde ins Dorf, zum und vom Geräteturnen, damit und den Jonnyspaziergängen komme ich auch in einem Homeofficetag ohne Strampeln auf die für meinen Alltag normalen >14000 Schritte am Tag.

Gegessen:
Toast mit Powidl
Lauchsuppe mit Breznstangerl
Ein paar Lebkuchen
Freitagspizza

Getragen:
Jeans und Lieblingsdaheimlongsleeve

Gelesen:
"Odyssee"

Gesehen: "Peaky Blinders"

Stressleveldurchschnitt gestern: 47 (joah)
Selbstbeweihräucherung: ich habe das Gefühl, als ob ich in dieser Woche und speziell heute endlich den Fuss von der Bremse genommen hätte und im neuen Job souverän unterwegs bin.

Donnerstag, November 14, 2019

141119: Back to school

Heute war ein bisschen verkehrte Welt, L. war nämlich mit dem Hübschen bei der Arbeit, ich dafür mit Q. in de Schule.
Heute ist nämlich "Nationaler Zukunftstag" und L. ist endlich alt genug für Zukunft, nämlich 10 und in der 5.. Er ist also mit dem Hübschen um 8 zu Kinderprogramm (Unter anderem "Mach dein eigenes Shampoo from scratch" im Applikationslabor), Mittagessen, Grippeimpfung beim Werkstarzt (damit habe wir 4/4) und Videokonferenz marschiert.

Bei Q. in der Schule sind heute und morgen Elternbesuchsmorgen, d.h. interessierte Eltern können sich im Unterricht hinten reinsetzn und Mäuschen spielen, am Samstag morgen ist dann Elternsprechtag. Ich hatte mir durch Abgleich von Terminkalender und Stundenplan eine Stunde Geschichte und eine halbe Doppelstunde Physik rausgesucht und war echt beeindruckt. Die Stunden vergingen viel schneller als so manches Meeting, die Jugendlichen waren ausnahmslos interessiert und aktiv bei der Sache, es wurde diskutiert, nachgefragt, überlegt, in Gruppen diskutiert und am Schluss war alles rund (Im Gegensatz zu dem häüfigen Meetingende: "Oh, sorry, guys, we are getting kicked out of the room, we have to stop, let's follow up individually").
Im Physikunterricht ging es nach der halbem Zeit in den Experimentierraum, wo sie in Eigenregie (aber immer unter Aufsicht und Stupsen in die richtige Richtung) aus dem vorhandenen Material ein Gerät zum Temperaturunterschied sichtbar machen bauen sollten. Ich muss mich nochmal beim Lehrer entschuldigen, dass mein Phsyik-LK / Chemikerinnenhirn reflexartig den Kopf zum Schütteln zwang, als ein Schüler die Theorie aufstellte, dass Eis unter hohem Druck, zB unten im Gletscher doch so dicht zusammengepresst werden könnte, dass es eine höhere Dichte als Wasser hätte und deshalb untergehen würde. Immerhin habe ich keine einzige Antwort rausgeplatzt und mich auch danach direkt entschuldigt, aber immerhin habe ich zugehört und war voll bei der Sache!

Alles in allem: tollle Klasse, tolle Lehrer, tolle Schule (es ist ein recht altes Gebäude, die Ausstattung an Tischen und Stühlen ist so mittel, aber es werden ganz selbstverständlich Whiteboard, Wandtafel mit Kreide, Beamer, Tablet, festinstallierter Klassen-Computer mit Soundanlage und die Smartphones der Schüler für die per App gestellte Abfragen zum Stoff der letzten Stunde (direkt auf die Wand gestreamt und diskutiert) genutzt), danke für den Einblick!

Dementsprechend war mein Arbeitstag ein wenig gestückelt: von halb sieben bis Schule von daheim, dann im Zug wieder eingeloggt und ohne echte Mittagspause durchgearbeitet bis spät, weil Meetings mit Westküstenbeteiligung anstanden.

Ich habe heute festgestellt, was mich an dem vielbeschworenen "Die Leute da abholen, wo sie stehen" so aufregt. Ich mach das schon, aber es fühlt sich halt auch genau so an: alle stehen rum und ich versuche sie irgendwie in Bewegung zu bringen, renne vorwärts, rückwärts, seitwärts, Extraschlaufen, um noch dem letzten, der mit verschränkten Armen bockig in die Landschaft starrt, klarzumachen, dass die Ankündigung: "Wir bewegen uns alle von A nach B, um die und die Zeit müssen wir da sein, los." auch genau das bedeutet. Und dass B da ist, wo das grosse Schild mit B drauf ist, dass man die Richtung findet, indem man die vielen Wegweiser, auf denen "B, hier lang" steht oder auf den Plan schaut, der ausgeteilt wurde, und das mit der Zeit, ja, das war ernst gemeint, und ja, ich weiss auch, dass das schon bald ist, aber deswegen planen und organisieren wir das ja seit Monaten. Und alle stehen. (naja, nicht alle, aber einige schon echt ganz schön fest.)

Nun ja. Daheim dann begeisterte Geschichten vom Zukunftstag, Q. hat erzählt, dass er Jonny von der Katzenleiter der Nachbarn gepfückt hat, Ofengemüse, kein Strampeln, dafür der Hübsche zu Hause, weil kein Sport wegen Impfung, Pause.

Ach: gestern habe ich übrigens zum ersten Mal in meinem Leben bei Google eine Copyrightverletzung gemeldet und die Löschung eines Blogs gefordert, das Wort für Wort und Bild für Bild Einträge von hier kopiert und postet (lustigerweise konnte ich das erst gar nicht richtig sehen, weil es hinter einem "Mit Adblocker kommst Du hier nisch rein"-Ding liegt. Danke für den Hinweis.


Gegessen:
Avocadobrot
einen echt richtig, richtig scheusslichen Bagel mit Mozzarella und Tomate am Bahnhof
Ofengemüse

Gelesen:
erst zum Einschlafen "Odyssee"

Gesehen:
Peaky Blinders

Getragen
(Ich musste gerade an mir runterschauen, ich hätte es nicht sagen können, so ein Tag ist das heute): skinny Jeans und dunkelrotes Schluppenshirt

Stressleveldurchschnitt gestern:
23
Selbstbeweihräucherung: nicht übers Herz gebracht, trotz müde und echt langem Tag den jungen Mann, der einem älteren Mann ohne jede Deutschkenntnissse, aber offensichtlich verzweifelt, versuchte klarzumachen, dass er im falschen Dorf für die Adresse auf seinem Zettel ist. Wir haben ihm eine Karte gezeichnet, die Busverbindung rausgesucht ud aufgeschrieben, eine Karte zur Bushaltestelle gezeichnet, ihn bis in Sichtweite mitgenommen, aber er hat uns bis zum Schluss nicht glauben können, dass wir wirklich sicher sind, dass es sich um zwei verschiedene Dörfer handelt und er im falschen ist. Ich habs versucht.

Mittwoch, November 13, 2019

131119: Hat nicht wehgetan!

4 Uhr scheint aktuelle Frühstückszeit bei der Katzencrew zu sein. Danach steht man gemütlich mit auf, muss aber dann noch weiterschlafen, und geht erst im Lauf des Morgens (Jonny) oder Vormittags (Sunny) raus. Heute habe ich immerhin nicht ans Bett gekickt.

Bei der Arbeit dann zwei Vorbereitungsmeetings für die grössten Blöcke für mein grösstes Produkt, die aktuell anstehen. Ich war schon so ein bisschen nervös, weil ich die Leute noch nicht 100% einschätzen kann, weil mir der fachliche Background zum Teil fehlt (ich bin halt keine Pharmazeutin und kannte mich bisher zB mit den Q-Werten und S1, S2 und S3 beim Dissolutiontesting noch nicht sooooo gut aus) und die Q-Rolle auch neu für mich ist. Vor einer Kollegin hatte ich totalen Bammel, weil ich das Gefühl habe, dass ALLE Angst vor ihr haben und sich keiner gegen sie behaupten kann. Ich sags mal so: sie hat mich immerhin nicht gefressen, es gab keine offene (oder unterschwellige) Konfrontation, das ist schon mal eine Menge, glaube ich. Und: ich fange an, mich damit zu arrangieren, dass ich nicht alles selber wissen muss, sondern eben genug und die Leute, die die Details wissen, zusammenbringen muss. Und dazu bringen, miteinander zu reden und gemeinsam einen Weg zu finden. Beim Enscheiden hilft dann übrigens ganz oft gesunder Menschenverstand und ausserdem lernt man dabei halt echt schon wirklich viel!
TWIMC Letter schreibe ich übrigens aus dem Effeff, mittlerweile :-).
Mittagessen mit meiner Schwester, obwohl wir beide eigentlich keine Zeit hatten, aber essen müssen wir so oder so und wenn wir das Absagen wegen "zu viel zu tun" einreissen lassen, sehen wir uns nie! (Absagen wegen "In Kanada/Italien/Indien/Frankreich" gilt natürlich). Ich habe übrigens festgestellt, dass ich mittlerweile lange genug in der Firma bin, dass ich eine gewisse Wartezeit in der Kantinenlobby perfekt damit verbinden kann, kleine Fragen zu klären, die manch einer per Email einfach ignoriert. Vielleicht ist das meine neue Strategie: mit einer Liste all meiner kleinen abzuhakenden Lästigkeiten von 11:55h bis 12:05 rumlungern und hungrige Leute auf dem Weg zum Essen aus dm Hinterhalt zu einer Antwort nötigen. "Heywiegehtslangnichtgesehenallesklarübrigenswasichvondirnochwissenmüsste"

Daheim dann Geburtstagsgeschenk für Patenmädchen aus der Post holen, mit den Jungs den morgigen Tag besprechen (es ist Zukunftstag für L., der mit dem Hübschen den Kosmetikmarkt revolutionieren wird, und Besuchsmorgen bei Q., wo ich mir ein bisschen Geschichte und Physik anschauen werde), Strampeln, Abendessen, Vorlesen (meine Güte, Eragon zieht sich schon, hm?), Granola machen, Peaky Blinders, schlafen

Gegessen:
Joghurt, Granola (ist jetzt alle!), Weintrauben, Birnen, Kaki
Kartoffelpfanne mit Gemüse und Selleriesalat (ich habe so schnell geredet und gegessen, dass mir ein kleines Stückchen Stangensellerie hinten in die Nase reingekrochen ist und dort bis nachmittags hing. Das tut wirklich weh!)
Flammkuchen mit Gemüsegedöns, Ziegenkäse, Ahornsirup und Walnüssen.

Gelesen:
das Odyssebuch. Es ist so schön, sich mal wieder mit altgriechischen Texten zu befassen!

Getragen:
einen sehr schönen, sehr dicken knallblauen Rolli zu schmaler Hose. War perfekt draussen, wo es echt kalt war, drinnen, bei uns im vierten Stock hat es ungefähr 27 Grad und ich hatte nur ein Unterhemdchen drunter..... also auch: roten Kopf.

Gesehen:
Working Mums/Peaky Blinders

Stressleveldurchschnitt gestern: 23
Selbstbeweihräucherung: faked it, almost maked (jaja) it