Montag, Oktober 22, 2018

Neue Woche

Vielen Dank für Ihre Nachrichten auf Twitter und per Mail zu dem Blogpost von gestern*. Ich war etwas überwältigt, vermutlich weil ich mich damit ja mittlerweile seit Jahren befasse und deshalb nicht mehr wirklich schockiert, der Besuch bei der Polizei gestern war sozusagen nur ein neues Highlight. Sie müssen sich keine Sorgen um mich machen, mich trifft so etwas nicht persönlich, jedenfalls nicht mehr als allgemeines Befremden, was in den Köpfen mancher Menschen vorgeht und was um alles in der Welt sie zu solchen Aktionen treibt. Von so etwas lasse ich mir den Spass am Schreiben und Leben sicher nicht vermiesen.




Was heute zB richtig toll war: es ist Herbst und endlich kalt genug, dass ich meine neuen Herbstkleider anziehen kann! Heute erstmal in der blauen Version (stilecht mit blauer Strumpfhose und blauen Stiefeletten) und während ich mich auf dem Weg zu Bus dank der Kälte kurz ärgerte, dass ich nur den nicht so warmen Mantel und nicht die hohen Stiefel angezogen hatte, waren die Kinder noch ohne Jacke und nur im Hoodie unterwegs, weil "Mami, nachmittags ist es wieder warm und ich habe keine Lust, so viel zu schleppen". Auch wieder wahr.


Spontanes Mittagessendate mit meiner kleinen Schwester, so spontan, dass ich nichts von meinen Quittenvorräten zum Abgeben dabei hatte. Apropos: ich habe gestern Abend Birchermüeslimischung mit Joghurt und den eingelegten Quittenschnitzen und Sirup gemischt und das heute mit ein paar Weintrauben gegessen, das war sehr, sehr lecker! (Fand auch Jon, besonders in der Kombination mit Milchkaffee. Dieser Kater ist soooo verfressen, das ist unglaublich).


Bei der Arbeit habe ich übrigens noch vor acht den Frosch gekillt, der Freitagnachmittag noch in meine Mailbox gehüpft war und mich unterschwellig das ganze Wochenende verfolgt hat, Formulierungen wälzen liess, und für latentes Unzufriedensein sorgte. Aber: wie so oft hat eine höfliche und ehrliche Antwort alles bereinigt und nach meiner Einschätzung sogar ohne zerbrochenes Porzellan.


Sonst: Arbeit, Arbeit, Arbeit, das Jahresende rückt näher und damit auch das ganze Zielgedöns, ich habe nicht nur einmal unser neues HR-Tool kräftig verflucht. Der Tag heute war dafür ganz ohne Standortwechsel, für die Schrittzählerchallenge aber immerhin mit L. vom Turnen nach der Arbeit abholen.


Deshalb gibt es auch nur ein verrupfeltes Bild, wo man die so schön passenden blaugrauen Schuhe nicht sieht, weil: der Lift im Elfenbeinturm hat keinen Spiegel, deshalb gibt es ein Foto aus dem Waschraum (Boden mit Rheinkieseln, Wissense Bescheid)




Ach ja: ich habe seit ein paar Tagen mal wieder angefangen, meine Augen mit etwas anderem als Colourpop zu schminken. Ich habe so viele schöne (und gute und teure) Paletten und Pinsel, da ist das die Extraminute  morgens gegenüber den (nach wie vor grandiosen) Super Shock Shadows mit den Fingern tatsächlich auch mal wieder wert. Und irgendwie muss ich ja vor mir rechtfertigen, dass die "Urban Decay: Naked Cherry" nicht nur aus reiner Sammlerwut auf meiner Geburtstags/Weihnachtswunschliste steht. Heute also mal wieder was Hübsches mit der "Modern Renaissance" von Anastasia Beverly Hills.


In der Zwischenzeit daheim: Neue Level an ... Abenteuer.












Stressleveldurchschnitt gestern: 35
Selbstbeweihräucherung: ich sag nur Frosch!




* Und ja, ich habe auch die Nonmentions registriert, die finden, dass ich sowas ja schon längstens verdient habe, weil ich ja auch nicht besser bin. Tja nun. Wer sich an mir abarbeiten möchte, soll das machen,Sie sind ja alle erwachsen und Herren Ihrer Zeit und Nerven. Wenn Ihnen das irgendwas gibt, sich über mich aufzuregen, bitte sehr.

Sonntag, Oktober 21, 2018

Liebe Hater, wir müssen reden

Ich weiss, ich weiss, es gibt da draussen (neben vielen Leuten, die das Blog mögen, noch viel mehr Leuten, denen es egal ist, und vermutlich noch viel, viel mehr Leuten, die sich denken: "Blog? Hä?") ein paar Menschen, die mein Blog nicht mögen, die die Person, die sie meinen, anhand des Blogs zu kennen, nicht mögen, schlimm finden, dumm finden und, warum auch immer, das Blog trotzdem lesen. Es gab einige, die das immer wieder in hasserfüllten Kommentaren zum Ausdruck gebracht haben, es gibt auch welche, die das in eigenen Blogs zum Thema machen und den gesamten Hass, den sie auf ... ich weiss gar nicht, die Welt? scheinbare Ungerechtigkeit? Angela Merkel? "die Flüchtlinge", die heutige Generation? empfinden, auf mich projizieren und das nimmt mitunter skurrile Züge an.


In letzter Zeit sogar so skurril, dass ich nach Besprechung mit einer Rechtsanwälting heute einen Termin bei der Kantonspolizei hatte, der recht aufschlussreich war.


Um uns allen das Leben in Zukunft ein bisschen leichter zu machen, habe ich deshalb ein paar Tipps für Sie, falls Sie sich von meiner Existenz und der meines Blogs angegriffen fühlen und das online zum Ausdruck bringen möchten:


Eine Möglichkeit wäre, Sie tun das in einem privaten Blog mit eingschränkter Leserschaft. Dabei sollten Sie allerdings wirklich 100% sicher sein, dass niemand dieser Leser sich irgendwann denkt: "Puh, das geht jetzt aber über meine persönliche Schmerzgrenze hinaus, ich sage das der Person, die hier zur Zielscheibe gemacht wird." Solange niemand etwas weitergibt, sind Sie auf der sicheren Seite und ich auch, weil ich das gar nicht mitbekomme und die Stravverfolgungsbehörden auch, weil dito.


Falls Sie das jedoch nicht 100% garantieren können, würde es mein Leben sehr erleichtern, wenn Sie wirklich 100% strafrechtlich relevante Formulierungen nutzen könnten, das macht die Entscheidung leichter, ob es sich lohnt, eine Anzeige aufzunehmen, die internationale Einvernehmungen und Vorladungen beinhaltet*. Wenn Sie also finden, mir solle etwas mit einer Eisenstange eingeprügelt werden, bis nur noch Brei übrig ist, wäre es besser, wenn Sie das nicht im Konjunktiv schreiben würden und auch nicht grad noch alle anderen Gutmenschen mit reinnehmen würden. Es wäre einfacher, wenn Sie klare Ehrverletzungen, Beleidigungen und üble Nachrede absondern würden, als Dinge, die man mit etwas Phantasie auch noch als persönliche Meinung interpretieren könnte. wie dass ich schon lange einen Schaden habe und (wie alle anderen Gutmenschen) einfach undankbares Gesocks bin.
Im allgemeinen hülfe einfach ein bisschen mehr persönlicher Touch, als nur die Möglichkeit, dass ich (und wieder mal alle anderen Gutmenschen) einer Messerattacke zum Opfer falle, bevor ich überhaupt alt werde, bei der Entscheidung pro Anzeige zusätzlich noch.


Ich sage es nur ungern, weil sicher wissen Sie das alle schon lange und haben sich bewusst und im Vollbesitz Ihrer geistigen Kräfte entschieden, einen anderen Weg einzuschlagen: es gäbe natürlich eine dritte Möglichkeit. Niemand zwingt Sie, dieses dilettantische Klimakteriumscheisssblog von jemandem, der nicht schreiben kann, zu lesen. Es geht ja (ausser heute) auch gar nicht um Sie. Sie könnten sich stattdessen, aber ich gebe zu, das wäre vermutlich ein bisschen viel verlangt, ja mal überlegen, warum Sie soviel Hass und Wut in sich tragen und ob die Gutmenschen, der illegal eingewanderte integrationsunwillige Bodensatz und ich wirklich Ihr Hauptproblem sind oder auch nur ansatzweise für alles, was in Ihrem Leben und der Welt und im deutschen Pflegesystem falschläuft, verantwortlich. Aber das haben Sie natürlich schon, Sie sind ja sehr intelligent, deshalb wäre ich Ihnen sehr verbunden, wenn Sie in Zukunft einen der ersten beiden Punkte beachten könnten.


Mit Gutmenschengrüssen
Frau Brüllen.








*Mein Anzeige wäre übrigens auch mit den aktuellen Formulierungen jederzeit aufgenommen worden mit allem, was dann folgen würde. Allerdings war mir der Aufwand für die nicht glasklaren Erfolgsaussichten dann einfach zu gross.


Stressleveldurchschnitt gestern: 48
Selbstbeweihräucherung: ich sags mal so: die Klingelanlage der Kantonspolizei setzt ein gewisse Technikaffinität voraus. Und, was noch schwerer war, ich habe trotz unzähliger Gelegenheiten keinen einzigen blöden Witz gemacht.

Samstag, Oktober 20, 2018

Samstag

Heute morgen hatte ich uns früh (am Wochenende ist halb acht mittlerweile früh) den Wecker gestellt, weil Putzmorgen in der Siedlung angesagt war. Als wir zu dritt (der Hübsche ist rekonvaleszent und damit befreit) um 9:01 zum Putzen antraten und mit "Uh, ihr seid zu spät" begrüsst wurden, war ich erst ein wenig bedupft, weil: eine Minute, meine Güte!, aber je länger wir dann Löwenzahn, Laub, Zigarettenstummel und Wasserbombenüberreste zusammensammelten, desto unsicherer wurde ich, ob der Treffpunkt wirklich um neun oder vielleicht schon um acht gewesen ware.... könnte sein, dass ich das falsch in den Kalender eingetragen habe. Aber: ich hatte das auch falsch eingetragen, dass nur im Frühjahr Putzen mit Kindern ist und so waren unsere die einzigen, die mit angetreten sind, und somit war das dann schon wieder ok.


Daheim habe ich dann das Quittenbrot fertig gemacht (anders als für die Zimtsterne ist der Zug da noch nicht abgefahren, es war schon klebrig, aber machbar. Allerdings ist es auch sehr süss, sehr viel und ich bin die einzige, die das isst, also der aktuelle Vorrat reicht eh noch ungefähr 100 Jahre.), dann Haushaltszeug wie Bettenabziehen, Wäscheabhängen, -aufhängen, Staubsaugroboter durchs Haus schicken, Sachen für Abendessen einkaufen (es gibt Spaghetti mit sozusagen dekonstruierter Guacamole, wenn es gut wird, teile ich das morgen), Schwätzchen mit den Nachbarn halten und deren niegelnagelneues Katzenbaby besichtigen (hui, sind Jon und Sansa mittlerweile gross!), und dabei ist mir EIN grosser Nachteil von praktiziertem #equalcare auf: wenn einer ausfällt, ist das für den anderen auf einmal schon sehr viel mehr zu tun! (Das ist natürlich kein echter Nachteil, es ist eigentlich der perfekte Beweis dafür, wie gut wir sonst alles teilen.). Viel blöder ist, dass der Hübsche echt noch ganz schön malade ist und das tut mir sehr leid...


Little L. ist am Nachmittag auf eine Geburtstagsfeier eingeladen, wir Grossen lassen es recht ruhig angehen: Nachmittagskaffee mit Lebkuchen (nach eine Glas Essiggurken, ich brauchte einen Ausgleich nach dem ganzen Quittenzeug) auf der Terrasse , Badewanne, Nägellackieren, mit den Katzen Quatsch machen (die haben so viel Spass draussen, das ist echt schön zu sehen. Sie erobern das Viertel und kommen so alle Stunde mal nach Hause, um zu schauen, was so passiert. Wenn wir sie rufen, an die Terrassentür klackern und mit dem Dreamie-Beutel rascheln, kommen sie angerast, so schnell es geht).





Trotz krankem Hübschen: ein schöner Tag!
Stressleveldurchschnitt gestern:
Selbstbeweihräucherung: allein den Erwachsenenteil des Tages gerockt. Und nichts gebrochen, als ich mit den neuen Flauschesocken auf der drittletzten Stufe ausgerutscht bin, sondern nur Knöchel und Ellbogen am Rauhputz beim Bremsen aufgeschürft.

Freitag, Oktober 19, 2018

Quitt' pro quo

Ich erinnere mich, dass meine Vater, der bei uns früher für Marmelademachen (und -essen) zuständig war, immer von Quittenbrot geschwärmt hat, aber es ware sooooo ein grosser Aufwand, und irgendwann hat er sich dan doch dazu durchgerungen, es zu machen und so sehr geflucht und "So einen klebrigen Scheiss mach ich nie wieder", dass ich mich gar nicht traute, eine Meinung dazu zu entwickeln, wie ich Quittenbrot denn nun so finde.


Heute abend (oder morgen früh) werden wir dann sehen, ob das sowas wird wie die Zimtsterne, von denen meine Mutter immer sagte: "Ja, sehr, sehr lecker, aber so eine klebrige Sauerei zu machen, das lohnt sich einfach nicht" und ... nach Testen verschiedener (auch angeblich dummysicherer Rezepte) kann ich ihr da nur zustimmen und Zimtsterne gibt es hier nur in Form formloser Zimtbatzen oder halt gekauft.


In Sachen Quitten war heute Grosskampftag: als erstes habe ich die Quitten im Earl Grey-Ingwersirup eingekocht. Weil ich ja nicht nur 2 grosse Quitten, sondern FÜNF KILO (minus die zwei Ofenquitten, die wir gestern aben verspeist haben, mit Ahronsirup statt Honig, weil halt; mhmmmmm!) habe, habe ich direkt mal die doppelte Menge angesetzt. Und weil die Einkochautomatik vom Backofen bei den Zweitschgen schon so super lief, habe ich auch dismal den Sirup gemacht und abkühlen lassen, die Quittenschnitze in die Einmachgläser gepackt, mit dem Sirup begossen und eben automatisch eingekocht. Ich musste dann nach Abkühlen direkt ein Glas aufmachen und probieren, erstens um rauszufinden, wie es schmeckt und zweitens, weil ich mir nicht sicher war, ob 35min bei 90Grad/Dampf 15 Minuten im Sirup köcheln entsprechen, so vom Weichwerden her. Aber: tun sie und es schmeckt grossartig! Grad die Sache mit dem Tee ist perfekt!


Mit dem Rest der Quitten (minus 4 für noch mehr Ofenquitten) habe ich also das Doppelrezept Gelee/Brot gestartet.
Gelee war soweit unspektakulär, nachdem ich heute die erste Mirabellenmarmelade mit einem Schuss Aperol probiert habe, habe ich verschiedene kleinere Gläser mit Aperol, Calvados und Amaretto versetzt, das kann ich mir gut vorstellen.


Die Masse furs Quittenbrot (immerhin noch 1.6 kg Quittenmatsch plus die gleiche Menge Zucker) habe ich dann also erstmal eingekocht (ich habe so Teflon-Töpfe von Kitchenaid aus einer coop-Trophy, da legt sich nix am Boden an, aber sobald eine gewisse Dicke erreicht ist, spritzt das grausam (und klebt natürlich), wenn man nicht kontinuierlich rührt. Es muss ein bisschen lustig ausgesehen haben (und ich habe mit Absicht die Webcam zugelassen), wie ich mit Headset und Kochöffel vor dem Herd stand, das Laptop stand auf dem Schneidbrett und gleichzeitig über einen Validierungsmasterreport diskutierte und währenddessen Achten im Quittenpüree zog.


Nach einer Stunde kam das Ganze aufs Blech und in den Backofen, bei 100°C Umluft mit eingeklemmtem Kochlöffel. Es braucht länger als die angegebenen 4h, aktuell bin ich bei 5.5, aber es wird gut! Ich glaube, man darf nicht zu früh aufhören, sonst bleibt das innen drin noch zu schmierig und dann bappt das überall.  Nach 2h habe ich die Wabbelplatte übrigens umgedreht, das geht gut, wenn man es eben auf ein Backpapier streicht, dann kann man ein zweites Backpapier oben drauflegen, dann ein zweites Backblech oben drüber und dann beherzt wenden und das erste Backpapier abziehen.


Nun denn, ich hoffe, es wird so gut, wie ich mir das denke!


Auf jeden Fall habe ich jetzt 4 Einmachgläser Quittenschnitze, 6 Gläser Gelee, eine undefinierte Menge Brot, 8 Gläser Mirabellenkonfi, 3 Einmachgläser Zwetschgenkompott, und 4 Gläser Powidl. Der Winter kann kommen, take this, Frederik!


Stressleveldurchschnitt gestern; 34
Selbstbeweihräucherung: ich habe es geschafft, mich networkenderweise in eine etwas doofe Situation zu manövrieren, die auf den ersten Blick wie ein Luxusproblemchen aussieht, auf den zweiten echt doof zu lösen ist und auf den dritten vermutlich ein Riesenkompliment. Naja, mach ich dann Montag.

Donnerstag, Oktober 18, 2018

Goldener Oktober

Ist noch Oktober? Ja, oder? Irgendwie bin ich ein wenig desorientiert mit all den Terminen und Deadlines für November und der Planung für nächstes Jahr.



Heute mit blau statt rot. Und Lieblingsringelshirt


Anyway. Ich habe gestern abend noch eine relative emotionale Email geschrieben und kurz entsschlossen abgeschickt, dann ging es mir besser, weil: ich habe es immerhin aus meinem Kopf rausgeschrieben. Noch besser ging es mir, als ich spät abends noch eine Antwortmail darauf bekam, die eigetnlich viel bessere Aussichten enthielt, als ich eigentlich erwartet hatte.
Damit gebe ich mich jetzt mal bis Ende Jahr zufrieden. Ich habe einfach keine Nerven und Ressourcen, um in Panik zu verfallen und den grossen Ausstieg zu planen. Trotzdem natürlich ordentlichens hmpf.


Der Hübsche hat sich dann heute morgen ins Spital verabschiedet und mir von dort aus den Zeitplan mitgeteilt und dass ich mir keine Sorgen machen müsste, ich würde vom Team angerufen werden, sobald er aus dem OP sei. Und ... ich hatte heute vormittag echt viel zu tun,, ein Meeting jagte das nächste, zum Mittagessen war ich auch noch für was Wichtiges verabredet, so dass ich mir nicht die ganze Zeit NUR Sorgen machen konnte. Aber ich hatte natürlich immer ein Auge auf dem Handy und rechnete die ganze Zeit mit und beruhigte mich selber, dass so ein OP-Plan für Notfälle vermutlich jederzeit umgeworfen wird und es überhaupt nix bedeuten muss, dass die Mini-Routine-OP jetzt schon vielleicht fünfeinhalb Stunden dauert. Das hat ... überhaupt nicht gut geklappt.
Aber: Ende gut, alles gut, sie haben es einfach verpennt, mich anzurufen und es dauerte nur eine halbe Stunde und soweit ist alles ok und wir düfen ihn sogar heute abend schon abholen.
Phew. Das war dringend nötig und es ist gut, dass diese Anspannung jetzt mal weg ist (Hallo, Kopfschmerzen aus der Hölle.)


Mein Obst-Kollege hat jetzt nach Zwetschgen und Mirabellen Quitten und Äpfel im Angebot und nachdem jeweils das erste (von sehr vielen) Glas Mirabellenkonfi, Powidl und Zwetschgenkompott und die letzten eingefrorenen Zwetschgen schon aufgegessen sind, schrie mein Prepperhirn ganz laut "Hier". Nich tbei den Äpfeln, ich finde Äpfel das langweiligste Obst der Welt, aber für Quitten tue ich alles.
Also (Think big) fahre ich jetzt mit 5 kg Quitten und einem Stapel Rezepte (Gelee, Quittenbrot, Ofenquitten, Quitten in Earl Grey Sirup) nach Hause und habe Beschäftigung furs Wochenende.


Q. hatte heute übrigens Hauswirtschaftstest und ich bin sehr gespannt, er lernt das Kochen ja richtig seriös, nicht so wie ich by doing .-). Wussten Sie, dass es Rohkostregeln gibt? Und Abwaschnoten, in die "Kombination ist streifenfrei geputzt" eingeht?

Ansonsten bin ich nicht ganz geplant, aber es war so schön, mal wieder die ganze Strecke zwischen den Standorten zu Fuss gelaufen, ich brauchte nämlich einerseits noch ein Gebrutstagsgeschenk für L.s Freund ("Er sagt, er freut sich über alles, aber auf gar keinen Fall ein Buch." Ooooooookay, ich habe jetzt ein Spiel gekauft, allerdings im Buchladen). Am Rhein entlang war es echt traumhaft, es schwimmen sogar noch Leute.





Alles in allem war der Tag viel besser als ich gestern erwartet hätte. Darauf ein bis zwei Ofenquitten.


Stressleveldurchschnitt gestern: 35
Selbstbeweihräucherung: mich nicht vom Jammertalmodus anstecken lassen und weitergemacht, weil ilft ja nix. Und einem Kollegen mit meine alten Zugangsberechtigungen für das Archiv geholfen.



Mittwoch, Oktober 17, 2018

Möp

Heute ist eher so ein mittelguter Tag und zwar passend zu dem gestrigen "Alle sind irgendwie angespannt, aber ich finde es eigentlich voll toll bei der Arbeit", weil: offensichtlich bin ich sehr schlecht im zwischen den Zeilen lesen und "alles voll toll" stimmt beim besten Willen nicht. Anyway: es ist noch nix fix und wenndann wird es vielleicht auch kein unendlich grosses Drama, aber ich bin tatsächlich echt ehrlich enttäuscht.
Ich hatte mich ja seit der Übernahme meines ersten Arbeitgebers für relativ abgebrüht und nicht sehr naiv gehalten, aber tja, da habe ich mich vielleicht getäuscht. Ich musste mich selber an meine dritte goldene Regel erinnern, nachdem ich mir die Wuttränen aus den Augen gewischt habe. (erst daheim, weil ich weine bei der Arbeit nicht. Da habe ich blöde Witze gemacht und jetzt meint der Oberchef vermutlich, ich habe den Ernst der Lage nicht erfasst)


(jajaja, Kryptik, weil halt. Bleibt auch erst mal so, hilft nix, nachzubohren :-))


Abends war dann Pfadielternrathock, keine Zeit zum weiter Grübeln.


Morgen heisst es dem Hübschen Daumen drücken für eine OP, da ist auch keine Zeit für fruchtlose Gedanken.


Was mich wirklich ärgert, ist, dass ich meinen (naja, einen meiner) Lieblingslippenstifte verloren habe heute, glaube ich (MugShot von Colourpop), dabei habe ich heute extra noch Lob für mein Outfit bekommen ("Ui, so schick, hast Du ein spezielles Meeting?"), wo doch nur Lippenstift, Schuhe, Shirt und Nagellack zusammenpassen.




Katzennews: ich wurde etwas nervös, als am Nachmittag eine Nachricht der Nachbarn kam, aber es war dann nur ein Foto der Katzen, die sich bei ihnen auf derr Terrasse eingerichtet hatten. Nachdem sie erst schon ins Haus sind und dann rausgeworfen wurden. Highlight allerdings: Sansa sass auf dem Gartenhäuschen der Nachbarn und ist für den Heimweg von dort direkt auf das grosse Trampolin gesprungen. UND ICH HABE ES LEIDER NICHT GESEHEN!


Anyway, ich mach jetzt noch einen kleinen Workout zum Abreagieren und leg mich dann in die Badewanne.


Stressleveldurchschnitt gestern: 38
Selbstbeweihräucherung: erst geheult, als ich es dem Hübschen erzählt habe.

Dienstag, Oktober 16, 2018

Dumdidum.

Hm. Schreibhemmung. Hatte ich jetzt auch schon eine Zeitlang nicht mehr.
Aber das selbst auferlegte "Heute mal nix über Katzen".*


Dann halt was anderes:


Arbeit:
läuft. Irgendwie ist mir immer noch ein bisschen unheimlich, dass das Italienprojekt mehr oder weniger durch ist, deshalb erledige ich zackizacki immer alles, was spontan reinkommt und pflege meine Inbox Zero, weil man weiss ja nicht, wann in Italien wieder die Hütte brennt. Im übertragenen Sinne. Meistens.
Es ist aktuell irgendwie eine .... allgemeine Umbruchstimmung, man weiss nicht so recht, wie lang sich alles noch zurechtrüttelt, wer wie wo landet, man hat den Eindruck, viele überdenken ihre Ambitionen und Ziele und ich fühle mich ein bisschen komisch, weil ich einerseits sehr genau weiss, wo ich hinwill (und auch einen recht klaren Plan habe, wie dahin kommen), andererseits sehr, sehr glücklich bin, da wo ich bin, also in das allgemeine Schimpfen und Murren gar nicht einstimmen mag.


Abends mal wieder ein globales Townhallmeeting, bei dem sich ein neuer Oberchef vorstellte. Und: ich finde es grossartig, wenn jemand als erstes seine Kinder mit Namen und Alter vorstellt. Und seine Frau (ohne Alter, aber mit Liebeserklärung).  Nicht, dass ihn das für seinen Job qualifiziert, aber: es ist mal was anderes. Auch der Rest klingt sehr spannend und sehr sympathisch. Und begeistert. Damit kriegt man mich ja immer. Let's see.
Ganz unerwartet wurden dann noch zwei meiner Produkte und spezifisch das Italienprojekt in der grossen  "Was wir alles erreicht haben dieses Jahr" Schulterklopfrunde erwähnt, und da wurde mir dann schon ein bisschen warm ums Herz.


Sonst so:
Endlich Winterstiefel für Q. gefunden. Von 4 auf Zalando bestellten Paaren paste genau eines (immerhin haben sie ihm alle gefallen, so dass diese Hürte schon mal genommen war.).
Es ist hier nachmittags immer noch T-Shirt-Wetter, morgens allerdings recht frisch und weil ich Schwitzen schlimmer als Frieren finde, komme ich immer mit kalten Füssen zur Arbeit, aber nachmittags ist es dann genau richtig.
Ich freue mich schon sehr auf kühlere Temperaturen, weil ich ja endlich meine Herbstkleider und Stiefel austragen will!
L. hats gut, der geht morgen mit seiner Klasse Papiersammeln, da sind sie den ganzen Morgen draussen und können schon mal Handschuhe mitnehme (auch gegen fiese Papierschnitte).




Nach dem Yogadebakel hatte ich ja eigentlich geplant, das Yoga am anderen Standort mal auszuprobieren, aber das ist sich bisher noch nicht ausgegangen (Ferien, ausgefallen, über Mittag woanders gewesen, man kennt das.). Ausserdem bin ich ja eher auf der Suche nach was eher sportlicherem als dem klassischen Yoga, deswegen war ich ja erst bei dem Yogalatesding, aber tja nu, wir wissen ja, wohin das geführt hat.
Ich habe also mein tägliches Bauchtraining/Planking/Sidelifttraining und die Crosstrainierstrampelei dreimal die Woche weitergemacht wie bisher, aber irgendwie... fehlt mir da noch ein bisschen Kraftdings (oder Abwechslung?), also habe ich mir mal eine App runtergeladen und probiere da mal ein paar Workouts aus, let's see, ob das was wird. Immerhin cremt mich da keiner ein. Hoffe ich.
Erstes Fazit: meine Güte, "Angelbody-Workout?" Wachsen mir da Flügel? Aber sonst wars gut und ich hoffe auf ein bisschen Muskelkater morgen.


Stressleveldurchschnitt gestern: 20 (ich wollte das Band schon einschicken, aber jetzt haben wir so einen Abteilungsschrittecontest und hey: Wettbewerb, da bin ich dabei!)
Selbstbeweihräucherung: aus einem "Issue" kein Riesendrama gemacht, sondern eine schnelle und (und das ist die eigentliche Kunst :-)) pragmatische Lösung organisiert.




*Jonny hat durchgeschlafen. Sansa hatte einen sehr spannenden Tag gestern, ich habe ihr abends um neun noch Rosendornen aus dem langen Bauchfell geprokelt. Auch heute waren sie den ganzen Nachmittag draussen, als ich heimkam sass Sansa auf unserer Terrasse (mit Halsband), Jon bei den Nachbarn (ohne, aber der Hübsche  hat es mittlerweile gefunden. Er hat es sich offensichtlich selber runtergezogen mit den Zähnen. Oder es ging ab und er hat danach wütend drauf rumgebissen). Durch Sansas unpraktische Langhaarfrisur bringt sie jede Menge Gedöns im Fell mit heim, so dass neben dem Lieblingsfutter immer noch eine Runde Bürsten auf sie wartet. Das mag sie eigentlich ganz gern: sie kriegt die eine Bürste zum Beissen oder Sauberlecken, je nach Laune, mit der anderen wird sie gestrählt. Danach sieht sie aus wie Paddington im Film, als er frisch geföhnt war.