Mittwoch, Januar 26, 2022

260122 Etappenziel

 Standardstart in den Tag: Aufstehen, Frühstücken, Kinder aus dem Haus scheuchen, Sporteinheit, Duschen, Schminken, Arbeit.

Mit heute ein bisschen mehr Aufwand als normal beim Schminken und auch Anziehen, es stand nämlich am Nachmittag der finale Videodreh für das Zusatzjöbli an. Es werden eh keine fancy popancy Videos, die Speaker sind nur in dem kleinen Speakerfensterchen im Präsentationsmodus in Zoom zu sehen, also, keiner wird erkennen, dass ich fast die gesamte "Mandalorian"-Palette ausgeschöpft habe, aber ich weiss es. 

Ausserdem habe ich Q.s Schreibtisch und den Hintergrund so aufgeräumt, dass der Videoausschnitt ordentlich aussah (hinter dem Stuhl hängt ein Spiegel, der mir zu gross zum Abhängen war, deshalb musste auch der Teil vom Schreibtisch, den man nur da sah, ordentlich sein. Im Ganzen sah es ehrlich gesagt unordentlicher aus als vorher, weil ich alles, was störte, einfach auf den Boden gelegt habe. (Blurred oder fake-Hintergrund ist keine Option, weil ich erstens das Ausschneiden des Körpers nur mittelgut finde und immer so hample, dass mir immer Körperteile verschwinden, und zweitens da gern mal die Bandbreite in die Knie geht, besonders, wenn die Kinder parallel irgendwas im W-LAN machen)

Passend dazu und der extra dafür angezogenen weissen Bluse habe ich mich mit einem der immer noch superscharfen Messer beim Gurkenschnippeln fürs Mittagessen schmerzlos, aber blutintensiv in den kleinen Finger geschnitten.

Apropos Finger: ich habe Frau Novemberregens Anregung aufgenommen und heute während eines Meetings, in dem ich nur zuhören und reden, aber nicht moderieren oder schreiben musste, "Notizen" gemacht und habe nach Jahren mal wieder dunkelrote Fingernägel. Mal sehen, wie lang.

Am Spätnachmittag war dann Videotreff und naja, ich sags mal so: ich hatte ja ursprünglich den Plan, mich für das Projekt nominieren zu lassen, um guten Willen zu zeigen, aber nicht ausgewählt zu werden, weil ich gar nicht weiss, wie ich das zeitlich hinkriegen soll. Wie das geklappt hat, wissen wir ja. Dann hatte ich den Plan, mich nicht mehr als die eh schon echt hohen zeitlichen und nervlichen Anforderungen zu engagieren, da wissen wir auch wie das ging. Und der allerletzte Plan war, auf GAR KEINEN FALL zum Gesicht der Kampagne zu werden (ich werde IMMER noch darauf angesprochen, dass mein Bild seit mittlerweile ...3, 4 Jahren die Eingangsseite des HR-Tools ziert) und das abzuliefernde Video aufzunehmen.

Tja. Als die erste Vorabversion fällig waren, waren zufällig nur 3 von uns anwesend, wir haben daas gedrittelt. Heute war die dritte im Bunde verhindert, dafür der Grossteil des Rests vom Team da. Wir beiden haben sehr deutlich gemacht, dass wir das nicht nochmal machen müssen und der Rest mehr als herzlich willkommen ist, das zu übernehmen. 


Schweigen


Schweigen


Chatnachrichten, warum sie es nicht machen können, wollen, wir sollen.


Schweigen


Und dann haben wir das Video aufgenommen. (Nach den Learnings vom letzten Mal, wo wir im Nachheinein ALLE 3.5 Takes nochmal anschauen mussten, um rauszufinden, welcher welcher ist und welchen wir jetzt brauchen, haben wir sehr professionell gesagt: "Design Team Output, Final version, Take 1" .... und dann in nur einem Take alles durchgerauscht, mit Fehlern, die einfach rausgeschnitten werden können und zack, erledigt.

(Ich wollte nur, dass es fertig ist und naja, bin gespannt, ab wann und wie lange ich mich dafür verfluchen werde, das gemacht zu haben, wieviele doofe Gesichtsausdrücke und Versprecher ich bei mir selber finden werde, wie viele Kommentare ich bekomme etc..)

Es ist schon lustig, weil: ich schaue ja keine Videos. Echt nicht, für nix. Dank der Kinder spreche ich aber natürlich Youtube und statt der Schlussworte "Thanks a lot for watching, we are exited to receive your feedback" hatte ich fast gesagt: "Thanks for watching, don't forget to like, share and subscribe and ring the bell. It really helps out the channel." 


Für morgen vormittag habe ich mir einen anderthalb Stunden-Block eingetragen, weil ich für Q. und seine Leiterkollegen (und uns daheim) einen Kuchen backen werde und abends nicht dazu komme, weil ... tadaaaaaaaaaa, wir morgen ins Kino gehen. WIE AUFREGEND!

Jetzt: Feierabend.


Gegessen:

Hefezopf mit Quittengelee

viel Früchtetee

Vegi-Pho

Salat, Käsebrot


Gesehen: "In Treatment", "Afterlife"

Gelesen: "Die Ernte des Bösen" fertig

Dienstag, Januar 25, 2022

250122 Satz mit X

 Es war heute traumhaft sonnig und zwar irgendwie kalt, aber nicht eisig draussen. Beide Katzen hatten Frühlingsgefühle, Sansa war viel weiter unterwegs als die letzten Monate (wo sie sich in Rufweite ums Haus aufgehalten hat, weil KALT!), fast schon wieder Sommerrevier, Jonny war länger weg als die letzten Wochen, wo er jeweils so gegen zwei, drei Uhr Nachmittags Feierabend machte und in Q.s Bett schlafen ging. Heute kam er um halb fünf (weit weg von Sommerausgangszeiten) und ging in L.s Bett schlafen.

Sonst: viel Arbeit, ich glaube, jetzt kickt eine meiner Stärken für das Team ein, nämlich: "So, jetzt machma aber mal fertig, hm? Abgabe ist morgen, wir haben lang genug rumgesandelt (as if), jetzt pack mas zamm."

Mittags gab es heute Pho (ich hatte gestern abend auf Twitter noch den Link zu diesem Rezept gesehen, hatte ALLES da und so habe ich um zehn Uhr abends noch den Cooker bestückt und über Nacht "kochen" lassen. Ohne Fleisch, dafür mit nachträglich Tofu-Streifen rein), ich muss sagen, das war wirklich lecker und sehr nahe an meiner Referenz-Pho aus der Basler Markthalle. (ich muss bei Pho immer an das Fräulein denken und ihre Schilderung der Pho-Stube in Dublin und ach.)

Als Q. heute mittag heimkam, habe ich dann Laptop, Handy und Kind ins Auto gepackt und wir sind zum Testzentrum im nächsten Krankenhaus gefahren (Sie erinnern sich? Mittagessen mit Seuchenherd am Freitag? BAG- und überhaupt Schweizer Richtlinien -- und das ist gar nicht so einfach rauszufinden, wenn man ein vollgeboosterter Mensch und nicht der normale ungeimpfte Honk ist, da ist nämlich alles klar --, sagen: wenn symptomfrei, nach 4-7 Tagen Test, PCR oder Schnelltest). Ich dachte ja, ich wäre sehr schlau, zu einer Teststelle zu fahren, die NUR PCR-Tests macht, weil: Schnelltest können wir mittlerweile selber danke. Wir haben jetzt so Testkits, wo nur kurze Stäbchen dabei sind, die kriegen wir mittlerweile so weit in die Nase, dass man aufpassen muss, dass man sie noch festhalten kann und bei dem Zeug, was dranhängt, bin ich mir nicht sicher, ob nicht manchmal ein bissl Hirn dabei ist.

Ich habe als Q. mit Krankenkassenkarte, Buch (weil: da ist schlechter Empfang, weil sehr nah an der deutschen Grenze und entweder zahlt man sich doof für Datenroaming oder aber hat nur Edge,) und keiner Jacke ("Mir ist nicht kalt, Mami") an dem Schild "Ab hier 60 min Wartezeit" abgestellt und mich ins Auto gesetzt, via Hotspot das Laptop mit der Welt verbunden und auf dem Beifahrersitz gearbeitet. Lustiger Zwischenfall:


Nach fast 60 Minuten kam Q. zurück, ungetestet, weil "Kontakt reicht nicht mehr für kostenlosen PCR-Test". OK, dann ist das so. Ich habe längst keine Emotionen oder Meinung mehr für sowas übrig, ich fände es halt nur ein bisschen schöner, wenn man sowas nicht nach 60 Minuten Anstehen mit lauter Seuchenvögeln rausfinden würde, sondern halt am besten in den BAG FAQs oder auf der kantonalen Website (ich hab mir sogar ein Video mit betulicher Musik angeschaut zum Thema "Welcher Test ist in meiner Situation richtig?", in dem dann meine oder Q.s Situation überhaupt nicht vorkam) oder auf der Testcenter-Website oder von mir aus auf einem Schild VOR dem Testcenter. Naja, immerhin war Q. ein bisschen an der frischen Luft, hat mal wieder gelesen und ich hatte es ja die meiste Zeit schön warm.
Donnerstag / Freitag ist eh Pooltesttag in der Schule, und wir haben es wenigstens versucht.

Die Spülmaschine ist verdächtig servil und spült ganz brav, während wir misstrauisch daneben sitzen und nur drauf warten, dass sie wieder waterprooft. Ich gehe davon aus, sie wiegt uns in Sicherheit, bis wir sie allein lassen und zack, waterproof. Am Wochenende. 

Irgendwas wollte ich noch schreiben, aber es fällt mir nicht mehr ein. Naja, dann halt Feierabend.

Gegessen:
Hefezopf mit Quittengelee aus dem Internet
Pho
Wraps mit viel Gemüse und Resten der Ottolenghi-Steckrübensteaks in Würfeln angebraten

Gesehen: "In Treatment" beim Strampeln, "Ozark" mit dem Hübschen

Gelesen: "Die Ernte des Bösen" (Ich lehne mich mal ein bisschen aus dem Fenster und sage, dass der Schlüssel zur Lösung, seit es "nebenbei" erwähnt wurde, das Medikament ist, das in irgendeiner Schublade gefunden wurde. Eins, das ich btw seit zwei Jahren betreue. Deswegen bin ich vielleicht ein bisschen voreingenommen)



Montag, Januar 24, 2022

240122 Schnelltests, Bockshornklee und Skiweekend

 Heute nacht habe ich zwar kurz, weil ich gestern abend nicht müde war, aber sehr, sehr gut geschlafen.

Standardstart in den Tag: Vitamine für alle, ich komme mir manchmal vor wie in einem Altersheim oder einem Krankenhaus: Multivitamine für alle, VitD für die Erwachsenen, Vit D für Q, Vit D in Tropfenform für L, Magnesium für den Hübschen, jedem auf den Frühstücksteller, die Tropfen für L. in der Pipette richtig aufgezogen. Schnelltestbestandteile für die Kinder (für Q., weil Mittagessen mit Seuchenherd, für L., weil keine Schultests mehr)

In den Emails war es grösstenteils ruhig übers Wochenende, also springe ich direkt eine Stunde auf den Crosstrainer und bin mit allem incl Anziehen und Tralala längstens fertig, bis L. aus dm Haus muss. Heute begleite ich ihn zur Bushaltestelle, ich muss nämlich zur Porte des Werksgeländes und dort die wöchentlichen Schnelltests abholen. Es ist kalt und sonnig und auf dem Rückweg treffe ich Jonny, der zum Aufwärmen mit heimkommt.

Apropos Jonny: ich glaube, er hat das mit "elegant und majestätisch" ein bisschen missverstanden.








Dann: Ruhiges vor mich hin arbeiten, kurz vor dem Mittagessen habe ich einen Status erreicht, den ich seit November nicht mehr hatte: es ist alles dringende erledigt. Klar gibt es immer was zu tun, aber nicht hinterherhecheln und nicht eh wissen, dass man es nicht schaffen wird, allem gerecht zu werden, das ist ein Gefühl, das ich lang nicht hatte. Jemand sehr Kluges hat festgestellt, dass dieses Gefühl in den letzten Jahren dazu geführt hat, dass ich mir zack, ein Zusatzjöbli gesucht habe :-). Das wird diesmal nicht passieren, ich habe noch zwei aktive Jöbli und muss nach der Tour de Force der letzten Wochen erstmal rekuperieren. Am Nachmittag ging es dann auch schon direkt wieder weiter, aber in einem mir angenehmen Tempo (Könnte sein, dass ich das Team ziemlich gestresst habe, aber vielleicht auch nicht.)

Ach ja: eigentlich hatte ich den Vormittag noch als Platzhalter für den Mielemann blockiert. Die Spülmaschine (letzten Dienstag repariert) hatte ja noch einen kurzfristigen Aussetzer und freitag abend dann dauerhaft "waterproof" bis ... heute um halb acht, wo sie auf einmal wieder ging. Der Servicemann liess sich abbestellen und wir hoffen nun, dass es vorbei ist (unwahrscheinlich) oder das nächste Mal wann passiert, wo gleich jemand kommen kann und sieht, was das Problem ist. Kommt mir bisschen vor wie mit meiner Nierenstory, wo dann bei der Angiographie rauskam: ups, sorry, ist zugewachsen, nächstes Mal dann.)

Geliefert wurden heute dann 7.5L Olivenöl von, wie man sehr schön aufgedruckt sieht, unserem adoptierten Baum bei Crowdfarming. Natürlich ist das nicht wirklich von UNSEREM Baum, das sind ja drei verschiedene Olivensorten, aber egal. 




Ich freu mich schon sehr aufs Ausprobieren und bin ein bisschen nervös, weil bei allen Ölsorten erwähnt ist, dass sie "prickeln" und naja, was?

L. kam heute eher heim als sonst, weil er wegen Impfarm und abwechselnd heiss und kalt die letzten zwei Stunden Sport ausfallen liess. Volleyballtraining genauso. Sofa, Decke, Wärmflasche, Buch, Switch und seine neue Obsession "Rubik's Cube" sind eine sehr vielversprechende Behandlung dieser Impfreaktion. Ach ja. Und Pizza.

Q. kam mit neuen Informationen zum Skiweekend nach Hause (ich bin jetzt die Mutter, die auch Teenies und jungen Erwachsenen einen Kuchen backt, wenn sie wegfahren. Ich habe das zugesagt, bevor ich wusste, dass sie morgens um sechs fahren und ich den Kuchen bitte am Pfadihaus abgeben soll, danke.) und naja, er wird jetzt halt wirklich gross. (Es ist schon spannend, wenn ich daran denke, was ICH gemacht habe, als ich 16 war. Nicht unbedingt von der Krassheit her, eher von der Selbstständigkeit etc. Also: er wird das super hinkriegen. Ich muss ihm seinen Rega-Ausweis unbedingt mitgeben...in der Hoffnung, dass er ihn nicht braucht.)


Sonst:

Ich habe mir unstrukturiert Gedanken gemacht zu meiner Einstellung zu Pandemie-Tralalala. Ich für mich (und wir als Familie), ich bin fertig. Ich habe keine Emotionen mehr über für Leute, die die Maske unter der Nase tragen, die Schlupflöcher ausnutzen, ich hatte noch nie starke Emotionen über politische Entscheidungen und Verordnungen, mir ist es tatsächlich egal, ob die Quarantäne jetzt 5 oder 10 Tage sind. Ich halte mich an alle Regeln, ich habe aber keine Lust, Nerven, Ehrgeiz, Antrieb, auch nur ein Fuzzerl mehr (oder in dem Fall: weniger. Immer weniger) zu machen, als vorgeschrieben ist. Falls jemand von uns sich infizieren sollte, dann ist das so. Wir sind alle geboostert, es muss niemand von den anderen mehr in Quarantäne und es würde auch keiner in Quarantäne gehen. Wir werden am Donnerstag ins Kino gehen (falls "Matrix" im letzten kleinen Kinosaal in Basel dann noch läuft, so spät sind wir dran), wir werden nächste Woche irgendwo Zeugnisessen gehen, Q. geht Skifahren, er wird nächste Woche operiert, ich werden den Kindern Zahnarzttermine abmachen, L. geht zum Sport, wir werden alle zusammen in die Skiferien fahren, ich bin froh und dankbar, dass ein Verzicht auf Präsenzunterricht hier nicht zur Debatte steht.

Ich hoffe natürlich, dass sich keiner von uns infiziert, aber wenn doch, dann ist das so. Ich habe auf Twitter und in Blogs in den letzten Wochen so oft gelesen: "Wir haben auf so viel verzichtet die letzten zwei Jahre und DAS (Quarantäne, näherkommende Infektionen, eigene Infektion) ist die Belohnung?!". Ich finde das ein bisschen kurzsichtig. Als der ganze Scheiss anfing, hatten wir nix (so lang geht das jetzt schon, man kann schon "Wir hatten damals ja nix!"-Sprüche reissen). Es gab keine Tests, keine Masken, keine Impfung, keine Medikamente. Das ist jetzt sehr, sehr, sehr anders, wir haben ALL DAS. (Und ja, die U5-Kinder können noch nicht geimpft werden. Bei allem Verständnis und Long-Covid-Sorgen: das ist ein sehr anderes Risikolevel als das für die letzten zwei Jahre.) Und ausserdem läuft Pandemie nicht so, dass man sich 2 Jahre benimmt und dann automatisch ein Fleisssternchen bekommt und damit dann noch immuner ist als der Rest. Wer sich jetzt infiziert, hat um Grössenordnungen bessere Voraussetzungen als die, die das bisher durchgemacht haben.

Ich auf jeden Fall werde mich nicht für irgendeinen Verzichts- und Selbstkasteiungsaward bewerben, ich möchte auch, dass meine Kinder nicht in einem Klima aus Angst und "durch Verzicht ist man gut und sicher, alle anderen sich gefährlich und dumm und schlecht." gross werden (eher: noch grösser werden. Sie sind riesig mittlerweile.)

In diesem Sinne: Ich bin für Impfen, Boostern, sich an Regeln halten und dann fertig. Verständnis für Impfgegner habe ich immer noch keins, da friert auch eher die Hölle zu.

(Interessante Gedanken zu einer ähnlichen Thematik übrigens wie so oft bei hmbl.)


(Jetzt habe ich die Bockshornkleestory aus dem Titel vergessen, aber die passt jetzt auch nicht mehr. Naja)

Sonntag, Januar 23, 2022

230122 Fauler Sonntag

 Wer mal sehen will, wie das aussieht schlaftechnisch: so


(seit Jonny mir so ein blaues Auge verpasst hat, bin ich da nicht mehr ganz entspannt.)

Ausgeschlafen bis halb neun (mit zwischendrin paarmal von Katzen geweckt werden, aber gut), im Bett Kaffee trinken bis 10, dann aufstehen und Frühstück machen.

Der Plan war, die Kinder ausschlafen zu lassen (Q. hat sich gestern beim Heimkommen erbeten, NICHT geweckt zu werden), respektive nicht zu stressen (L. war sehr impfschlapp, als er gestern heimkam). Nachdem ich wartenderweise auf nüchternen Magen eine Tasse Lady Grey getrunken hatte, was mich kurz vor Magenumkehren brachte (ich lerne es halt auch nicht. Schwarztee ohne feste Grundlage geht bei mir einfach nicht. Kaffee hingegen ohne Mengenbegrenzung), zitierte ich immerhin den Hübschen runter.

Während das Jungsvolk mehr oder weniger den ganzen Vormittag irgendwie zwischen Frühstückstisch und Bett pendelte, rollte ich den gestern vorbereiteten Hefeteig zu einem Prinzessin-Leia-Kuchen :-) und wartete fast lang genug mit dem Zuckerguss.






Sonst war heute nicht viel. Ich habe mir vorgenommen, eben KEINEN SPORT zu machen, es nimmt aktuell ein bissche überhand.

Stattdessen habe ich viel gelesen auf dem Sofa, viel Kuchen gegessen, genäht (hahahahaha, das war heute: einen Riss in einer Softshellhose nähen, eine abgerissene Kapuzenpullibauchtasche annähen und einen IP-Aufnäher an die richtige Stelle auf einem Pfadihemdsärmel zu nähen. Die Overlock- und Stickmaschine sind schon am richtigen Ort bei meiner kleinen Schwester :-)), Kinderwanderschuhe geputzt und imprägniert (normalerweise machen sie das selber, aber heute gab es Service für Impfschlapp und .... sagen wir übernächtigt.),bisschen Lateinüben überwacht, und Raclettekartoffeln gekocht.

Der Hübsche und Q. haben den Skisack mit dem Hartware-Equipment schon mal gepackt, der Rest kommt im Lauf der Woche.

Wegen spontaner Unzufriedenheit mit nachgewachsenem Ansatz habe ich meine Haare noch nachgefärbt, zum Antigilben danach mit Lila-Conditioner in der Badewanne eingeweicht.

Zu Abend gibt es den von gestern verschobenen Raclette, ich habe nicht mal Ahnung, ob es draussen kalt genug dafür ist, ich war heute tatsächlich keinen Schritt vor der Tür. Das kommt praktisch nie vor!

Alles in allem ein sehr, sehr erholsamer Sonntag, ich fühle mich fast bereit für die nächste Woche :-)

Gegessen:

zu spät frischen Hefezopf mit Erdbeermarmelade

Zimtschneckenkuchen

Raclette


Gesehen: "Ozark" (Q. hat mit der ersten Staffel angefangen, bei seiner Begesiterungsfähigkeit habe ich ein bisschen Angst, dass sein nächster Berufswunsch, gefährlich nah am Schulabschluss, Geldwaschen ist.)

Gelesen: "Die Ernte des Bösen"





Samstag, Januar 22, 2022

220122 Wochenend, Sonnenschein

 Der Abend gestern abend war dann doch nicht pure joy. Zwar lief die Feedbacksession super (ich habe noch ein paar Sachen, auf denen ich rumdenke, und die Anweisung unseres Product Owners, am Wochenende zu feiern und NICHT an die Arbeit zu denken, ist nicht so einfach zu befolgen.) und auch die Impfung von L. lief glatt. (Neu ist das Impfzentrum im Nachbarstädtchen vom grossen spektakulären Festsaal in Räumlichkeiten der Heilpädagogischen Schule umgezogen (ok, das ist nicht so neu) UND bietet auch Impfungen mit Pfizer an. Das war nicht immer so, so dass wir für die Kinder erst durch den ganzen Kanton gurken mussten. Gestern also hat der Hübsche L. mit Impfpass und Krankenkarte nach Latein eingesammelt, einmal ums Eck gefahren und dort angemeldet. "Wir sind hier zum Boostern und haben einen Termin." L. wurde beäugt und gefragt: "Und Du bist dabei zur Unterstützung vom Papi?". Als der Hübsche meinte: "Nein, andersrum, ich bin Taxichauffeur und Unterstützung", meinten sie: "Oh, Sie haben das also heute nachmittag mitbekommen, dass es jetzt geht und sind SOFORT gekommen? Willkommen!", zack, Impfung rein, 10 min warten, fertig. Phew. Die Kinder planen nun, wo wir die Zwischenzeugnisse feiern, es wird Kino und Sushi überlegt und es ist ein bisschen traurig, dass das mittlerweile fast schon eine verwegene Idee scheint. Wir werden uns was überlegen, "Matrix" wäre schon cool im Kino zu sehen.)

Naja. Kurz nachdem Q. das negative Resultat seines Pooltests bekam, meldete sich ein Klassenkamerad, mit dem er an dem Tag mittagessen war: er war im selben Pool positiv getestet worden (Kudos an das Labor: die Proben werden um neun oder so abgeliefert, Pooltest UND Depoolingresultate 12h später ist in jedem Fall eine grosse Leistung, aktuell noch mehr). (Doppelt geimpft, relativ frisch, total symptomlos, eben nur durch den Pooltest aufgefallen, das ist an sich eine gute Nachricht).

Ich musste tatsächlich erstmal recherchieren, was denn jetzt nun zu machen wäre. Q. wollte SOFORT einen Schnelltest machen, was wir ihm aber ausgeredet haben, weil: die 10 Minuten Sandwich-Essen gestern mittag waren der einzige maskenlose Kontakt seit Wochen mit dem anderen, auch wenn Q. sich infiziert hat, dann ist das nicht nach nur einem halben Tag nachweisbar.

Studieren der aktuellen Richtlinien ergibt:

1. PCR-Test nach 4-7 Tagen nach dem Kontakt (solang selber symptomlos, sonst sofort bei Symptomen)

2. keine Quarantäne, weil erstens Quarantäne eh nur noch für Kontaktpersonen, die mit der infizierten Person in einem Haushalt lebt oä, und das sind 10 Minuten Sandwichessen nicht, und zweitens, weil für Personen, deren letzte Impfung max 4 Monate her ist, eh keine Quarantäne mehr gilt.

In der Zwischenzeit: Maske tragen, Händewaschen, Abstand halten, man kennt das

Also werden wir mit Q. am Dienstagnachmittag zum Test fahren, bis dahin selbsttesten und schauen, was der Booster und FFP2-Masken die ganze Zeit (also: Q. in der Schule etc) so können. EIne Infektion an sich macht mir tatsächlich keine Angst, ich habe Vertrauen in die Impfungen. Es wäre halt tatsächlich grad tatsächlich einfach zeitlich sehr, sehr ungünstig, weil Q. am nächsten Wochenende mit den Pfadileitern auf ein Skiweekend fahren wird UND in der Woche danach seine Schrauben rausoperiert bekommen soll.

Schaumamal.


Der Tag heute war dann ein sehr gemütlicher und schöner. Ausschlafen, frühstücken, Q. zu den Pfadis verabschieden (Ich muss noch ein Gefühl dafür kriegen, wieviel vorher er nun je nach Aktivität aus dem Haus muss, sehr praktisch btw, dass L. dementsprechend später an denselben Ort radelt, heute zB mit dem vergessenen Lunchpaket und der Lampe, die Q. letzte Woche von der Nachtaktivität mit nach Hause gebracht hat. Erinnert mich an die Zeit in Kindergarten und Schule, wo seine Gspänli zT wortlos auf dem Heimweg nochmal geläutet haben und mir Schals, Mützen und Turnsäcke in die Hand gedrückt haben. Oder als ich fragte, wo um alles in der Welt das Schwimmzeug wäre. "Sicher nicht im Schwimmbad, ich bin nämlich mit A. zurück gegangen und sie hätte mich sicher dran erinnert, wenn ich es liegen hätte lassen." Das ist jetzt ein bisschen fies, weil er sich super um sein Zeug kümmert mittlerweile und sicher nicht verhungert wäre ohne das Essen.), mit L. ein bisschen Latein üben. Kann es sein, dass ich das grosse Latinum bekommen habe, ohne jemals mit dem Wort "uxor" in Kontakt zu kommen? L. und ich haben uns köstlich über "uxibus" amüsiert. (Korrektur: es muss natürlich "uxoribus" heissen, was dann schon nicht mehr ganz so lustig ist)

Dann: Draussenspaziergang, Nachmittagspäuschen, Sporteinheit und mal wieder ausführlich kochen. Eigentlich wollten wir heute Raclette essen, aber Q. wird nach der Aktivität "noch ein bisschen mit den Rovern abhängen" und naja, immerhin haben wir diesmal sichergestellt, dass er einen Schlüssel dabei hat UND einen Heimkomme-Zeitpunkt ausgemacht. Aber: Racletteessen würde er nicht mit uns, L. mag keinen Käse. Deshalb gibt es morgen Raclette und heute mal wieder Ottolenghi. Btw: ich hätte dafür Bockshornkleesamen gebraucht, die hatte ich nicht mehr, im Coop gab es keine, ich behelfe mir jetzt mit Currymischung UND habe in der Apotheke welche bestellt. Ich hoffe, das Essen schmeckt, es gab nämlich nur eine 500g Packung zum Bestellen, die kommt am Montag.

L. kam dreckig, kalt und impfschlapp von den Pfadis zurück, aber die Aussicht auf Lieblingsessen (Spätzle mit Zwiebeln, Speck und Ei und Gurkensalat) und noch ein bisschen Zockzeit nach dem Duschen und natürlich Ibuprofen liess die Laune steigen.

Jetzt ist das Essen fertig, ich mache hier also Schluss, weil HUNGER!

Gegessen:

halbes Silsergipfeli, halbe Nusssemmel mit "Aargauer Büffelkäse", was den Hübschen verächtlich "as if" schnauben liess, nur um von Q. korrigiert zu werden, dass eine langjährige Klassenkameradin aus dem Nachbardorf von einem Bauernhof kommt, der schon ewig Wasserbüffel hält. Käse schmeckt auf jeden Fall gut. Nicht nach Büffel.

tatsächlich nix zu Mittag, vllt habe ich deshalb so Hunger!

Chicoreesalat in der Badewanne

und gleich: Steckrübensteaks mit Currykruste und Grapefruitsalat (Steckrüben heissen hier "Bodenkohlraben"W)


Gelesen: "Die Ernte des bösen"

Gesehen: "In Treatment" gebinged beim Strampeln, Baden, Kochen, Backen. Mit dem Hübschen "Ozark" (<3)

Freitag, Januar 21, 2022

210122 Win some, lose some

 Nicht ganz einfach, aktuell die richtige Schlafumgebung zu finden. Das Fenster ist immer offen und je nachdem habe ich zur normalen uralten Tchibo-Sommerdecke noch eine Fleecedecke obendrüber oder untendrunter, eine sehr heisse Wärmflasche und Socken, eine Pudelmütze, einen dünnen Loopschal und evtl noch einen Poncho an. Alles zusammen ist die Schlafumgebung für draussen -15Grad, alles drüber braucht entsprechende Anpassung. Heute hätte es die Fleecedecke mehr sein dürfen, aber als ich mehrfach aufwachte wegen kalt, war ich zu müde, um sie zu holen. Naja.

Standardmorgen: Frühstück in Sportklamotten, Emails checken, Kinder verabschieden, Stunde Sportprogramm, duschen, schminken, 08:45h heute erstes Meeting.

Arbeit war ein seltsamer Mix aus eigentlicher Arbeit, Design-Team-Arbeit, Feedbackgespräche, Vorbereiten der "bitte nicht resprinten"-Termine nächste Woche und der Feedbacksession heute abend. Der Hübsche hatte, von dem was ich mitbekam, einen sehr anstrengenden Tag, ich glaube, wir hatten beide schon unterhaltsame Mittagessenpartner.

Uninspirierte Wocheneinkaufsrunde, Jonny auf dem Heimweg getroffen (es war eisig kalt und strahlender Sonnenschein, er sass auf der grossen Tennisplatzwiese und bewachte ein Mauseloch. Als er angerannt kam, war er auf der Sonnenseite ganz warm, auf der Schattenseite eisig. Wie Q. sagt: "A Jon of ice and fire"). Er kam mit nach Hause, legte sich kurz in Q.s Bett, wo er aktuell Nachmittage und Abende verbringt, stand schnell wieder auf und ging nochmal raus, wie "Hm, echt schon Bett? Ach ne, so schönes Wetter, da geht noch was!". Nach 10 Minuten draussen kam er wieder rein und marschierte schnurstracks wieder zurück ins Bett. "Was solls, Wetter ist auch morgen noch, wer weiss, wann das Kind heimkommt und ich den Platz wieder teilen muss."

Doofe Nachricht des Tages: Die Spülmaschine hat wieder Waterproof. 3 Tage nach Technikerreparatur ist das ein bisschen enttäuschend. Am Montag kommt er nochmal und ich hoffe, wir zahlen das nur einmal....

Beste Nachricht des Tages: BAG und EKIF empfehlen ab heute den Booster ab 12, der Aargau hatte binnen ein paar Stunden seine kantonale Impfbuchungsseite aktualisiert und ich habe für L. einen Termin direkt nach der Schule im Impfzentrum direkt gegenüber bekommen, das neu auch Pfizer verimpft.

Überhaupt: Impftermine sind im Aargau ungefähr so einfach zu bekommen wie Gipfeli.


Gegessen:

Letzten Toast mit Spekulatiushonig

Eiernudeln mit Asiagemüse, schön scharf

Freitagspizza

Nicht ganz so viele Mandarinen wie gestern, damit ich sie nicht in 3 Tagen alleine aufgefuttert habe


Gesehen: 

In Treatment

Vikings Finale (was ein fertiger Scheiss)


Gelesen: "Das Erbe des Bösen" oder "Die Ernte"? keine Ahnung

Donnerstag, Januar 20, 2022

200122 Cautiously optimistic

 Heute hatte ich drei Termine anstehen, auf die ich aus unterschiedlichsten Gründen nicht besonders freute. 

Der erste lief total unerwartet nicht wie das totale Desaster (ich war in der Vorbereitung so weit, Szenarien durchzuspielen, dem Termin wegen Unsachlichkeit zu beenden und hatten schon den Eskalationspfad parat), sondern: ein Thema, zu dem sich bisher die Köpfe eingeschlagen wurden, wurde binnen 15 Minuten einvernehmlich und kollegial geklärt. Ich traue mich noch nicht, dem Frieden zu trauen, aber yay!

Das zweite war eigentlich sehr super, ich traue mich noch nicht ganz zu glauben, dass es letztendlich doch so einfach war. (Es war nicht einfach, aber es hätte viel, viel, viel schwerer und komplizierter werden können.)

Das dritte lief sehr friedlich und als das dann rum war, erlaubte ich mir ..... auszuatmen. Und eine Stunde lang mit Kaffee, Keksen und VIELEN MANDARINEN auf meinem unglaublich warmen, gemütlichen geheizten Bürostuhl zu sitzen und gemütlich einen unaufgeregten Task zu erledigen, der endlich mal nicht mit hinterherrennen und jonglieren, grade so vor dem Boden auffangen zu tun hat, sondern den Grund dafür legt, morgen und die nächste Woche schnell und effizient weiterarbeiten zu können. 

Ich war so entspannt, dass ich mich sogar bereit erklärt habe, das Erklärbärvideo NOCHMAL aufzunehmen, weil wir jetzt die hübschen Slides haben.

Den Abend verbringen wir heute auch alle gemeinsam (naja, ok, Q. hat in seinem Zimmer online-PFadihock. Eigentlich dürften sie sich vor Ort treffen, aber halt 2G+ und einer ist nicht geimpft und weigert sich trotz nicht mehr ganz sanften Gruppendrucks standhaft, also halt online. Es gibt eh den einen oder anderen Fall, der in Isolation ist, also ist das halt so.), ich habe grad in einer Übersprungshandlung ungefähr 7 Liter Skifahrsuppe vegi gekocht, das war sehr kontemplativ, schälen und schnippeln.

Doch, das war ein guter Tag. In jeder Hinsicht.

Gegessen:

toast mit Spekulatiushonig

Spaghetti mit Tomatensosse

Skifahrsuppe

unendlich viele Mandarinen


Gesehen: 

"In Treatment" (ich bin aktuell bei 1h Crosstrainer jeden Tag und wäge Zwanghaftigkeit und TutGut gegeneinander ab)

"The Book of Boba Fett" (die Kinder singen immer "Numero Uno" auf das Intro und naja, ich weiss auch nicht, wo sie Balkan-Gangsta-Rap-Kontakt haben. Ich habe auf jeden Fall einen Ohrwurm)


Gelesen: Ich habe festgestellt, ich habe mir den Titel falsch gemerkt, es heisst natürlich "Die Ernte des Bösen", nicht "Das Erbe", Alibi, Kolibri.