Sonntag, Dezember 04, 2011

Noch eins

Wir mussten ja recht lange im Manor bleiben, weil und überhaupt und ausserdem hatte der Darth Vader gerade Pause, weil "Mami, der Stormtrooper hat gesagt, der Darth Vader tropft schon aus dem Helm, wenn er ein bisschen ausgekühlt ist, kommt er wieder".
Irgendwann dann hatte ich auch schon das Gefühl, zu tropfen, da kam er dann endlich. Und wurde von seinem grössten kleinen Fan in ein ausführliches Gespräch verwickelt. "Irgendwann hat er dann so komisch die Schultern gehoben. Ich glaube, der dachte: Schau an, der Little Q., der weiss voll viel über StarWars"


Was wäre ich ohne meine Leser?

Ich wäre zB niemals drauf gekommen, an einem Adventssamstag nach Basel in den neu wiedereröffneten Manor zu fahren. Und uns wären zwei högscht begeisterte Kinder entgangen. (Little Q. liess sich nach Anfangshemmungen auch professionell ablichten,

Bilder können wir ab Dienstag runterladen.

Ausserdem sammelte er Autogramme und versuchte den einen oder anderen Aspekt der StarWars-Handlung mit denen zu diskutieren, die sich ja offensichtlich damit auskennen sollten und hat bei dem einen oder anderen Charakter für ein wenig Ratlosigkeit gesorgt ;-)

Danke nochmal für diesen glorreichen Tipp!

Freitag, Dezember 02, 2011

Zwei Jahre später

und mehr als 7 Millionen Stiche später war die Stickmaschine heute zum ersten Mal in der Ambulanz. (Irgendein Arm hat schon zuviel Spiel und dann hat sich da ungefähr ein Kilo Faden reingewickelt und dann gab es ein grauenhaftes Geräusch und dann nix mehr.) Und wieder einmal war ich heilfroh, dass ich meine Maschinchen beim Dealer vor Ort gekauft habe, ich habe die Maschine um 9:00h morgens hingebracht, sehr traurig geschaut, auf Weihnachten und so hingewiesen und um 12:35h war sie fertig (auf Garantie und nach Weihnachten bringe ich sie zum richtigen Reparieren und Generalüberholen). Sehr gut, weil ich habe ja gestern 3 Danais mit jeder Menge Platz für Stickereien zugeschnitten und hatte eine wunderbare Stickdatei mit grossen Bildern zum Probesticken in der Mailbox.

Ansonsten: es weihnachtet! Das erste Amazon-Päckchen ist schon auf dem Postweg verloren und die übrigen kommen in total desolatem Zustand hier an. Ich gehe mal davon aus, den DHL-Leuten stinkts jetzt schon.

Mein linker Fuss tut wieder höllisch weh. Ich weiss, die Supadupaeinlagen wären besser als die hochhackigen Stiefel im Büro, aber lange kann ich solche Schuhe ja nicht mehr zur Arbeit anziehen. Trotzdem: ich kann nicht mehr auftreten und habe also die Einlagen vorgekramt und trage sie sogar in meinen Hausschlappen. Eine Wohltat....

Bisher bin ich übrigens total konsequent beim Farbenmix-Adventskalender dabei. Ich bin ja mal högscht gespannt, wie sehr aus einem Guss das nachher bei mir aussieht, wenn ich das so bröckchenweise mache. Zur Not wird das ein allerlast minute Geschenk ;-)

Donnerstag, Dezember 01, 2011

Und weiter im Text

Vielen Dank, meine Lieben fürs Mitfreuen. (Wie es mit 80% = 4 volle Tage klappen wird, wird sich zeigen. Aktuell machen ich 3 volle Tage. Ansonsten: Chemieriese war gestern, Pharmakonzern dann ab März. Ja, jetzt bei den richtig Bösen ;-)).

Ansonsten breitet sich hier die weihnachtliche Stimmung unaufhörlich aus: Josef und Maria können sich aussuchen, ob sie unter einem weihnachtlichen Todesstern sitzen wollen


oder im Playmobildinodschungel.

Little L. hat ja dieses Jahr seinen ersten Adventskalender und wollte, natürlich, alle Türchen auf einmal abmachen. Little Q. war nicht die grösste Hilfe, weil "Nur ein Türchen jeden Tag, weil, wenn das letzte Türchen aufgemacht wird, dann ist Weihnachten" führt natürlich dazu, dass Little L. jetzt alle 5 Minuten fragt "Is jetz scho Wiehnachte? Kann ich wieter ufmache?"
Singen findet er übrigens Mittwochs, wo es direkt im Anschluss an den normalen Krippentag stattfindet, super, am Donnerstag, wo wir extra hingehen müssen, immer noch "saublöd". Trotzdem kann er die meisten Texte und schmettert bei jeder Gelegenheit ein fröhliches "Halleluja". Ausserdem denkt er, dass Weihnachtskugeln zum Werfen da sind. Also: immer noch kein Glasschmuck dieses Jahr.

Little Q. ist sich unsicher: neben A., die er immer noch gerne heiraten würde, weil sie im Kindergartenkochen so ein tolles Team sind, gibt es jetzt noch S., die ganz nett ist und einen so schönen weichen Pulli hat, L., die ihn immer küssen möchte und K., mit der er am besten spielen kann, oder auch die L., die ihm ein Geheimnis verraten hat. Nach einem kurzen theoretischen Exkurs zur Polygamie (Fazit: das werden ihm dann doch zu viele Leute auf einen Haufen) kam er zu dem Schluss: "Ich bin jetzt mal mit allen fünfen befreundet und in den nächsten 20 Jahren werde ich mich ja wohl entscheiden können".

Der neue Trockner ist da. Juhu, endlich können die Wäscheberge abgetragen werden.

Wer hat eigentlich gesagt, im Dezember dürfe man keine Erdbeeren essen, weil die da nur aus Chile kämen und das ganz fürchterlich für die Umwelt sei? Bei uns wachsen sie vor der Haustür!


So, Schluss jetzt, Little Q. und 4 Tonnen zu beglitzernde Mailänderli warten.

Mittwoch, November 30, 2011

Und jetzt...... ausatmen

So, wie versprochen, endlich die Auflösung meiner kryptischen Andeutungen.
Ich dachte ja immer, ich mache mich hier virtuell total "nackig", und konnte nie so richtig nachvollziehen, wenn die meisten Blogger immer wieder betonen, dass sie in ihrem Blog ja nur einen Teil ihrer Persönlichkeit offenlegen würden und in Wirklichkeit wären sie ganz anders oder noch viel mehr. Ich war/bin eigentlich der Meinung: Frau Brüllen und ich, das ist eine einzige Person, viel mehr gibt es über mich eigentlich nicht zu wissen.
Offensichtlich aber doch oder zumindest vermittle ich hier anscheinend einen Eindruck, der nicht ganz der Realität entspricht. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass sowohl beim Jobwechsel des Hübschen als auch bei meiner aktuellen kryptischen Sache immer sofort auf "Jetzt machen sie sich selbständig und das Hobby zum Beruf" getippt wird.
Es tut mir leid, Sie enttäuschen zu müssen, aber auf meiner persönlichen Wunschliste fürs Leben steht "Hobby zum Beruf machen " und "sich selbständig machen" ganz in der Nähe von "ein altes Bauernhaus renovieren", "fünf Kinder adoptieren" und "als Aussteiger im australischen Busch leben". Nämlich gar nicht drauf.
Also. Insofern wird die folgende Enthüllung für Sie jetzt vielleicht deutlich weniger spannend scheinen als sie es für mich ist.

Ich konnte heute nachmittag endlich das hier loswerden:

Das ist ja noch nicht das eigentlich Spannende, kündigen, das tut Familie Brüllen ja andauernd (ernsthaft: jetzt wird es Zeit, dass da mal Ruhe reinkommt. Jedes Mal Ausstand und Einstand feiern, die Chemiebibliothek vom einen Büro ins nächste umziehen, andauernd neue Arbeitgeber in der Steuererklärung angeben..... aber jetzt, jetzt sollte es gut sein. Für beide von uns. Ausserdem kann ich überhaupt nicht gut kündigen. Ich habe heute stundenlang hin und her überlegt, wie ich das sagen soll und bin, nach der Besprechung einer Offerte, bei "Eine Sache würde ich gerne noch loswerden und ich weiss gar nicht, wie ich da jetzt geschickt hin überleiten soll, also: ich möchte kündigen." gelanden. Hohe Kunst der Rhetorik und Diplomatie....und dabei bin ich sonst echt nicht auf den Mund gefallen.).

Also, jetzt aber:
Sie erinnern sich vermutlich an das Drama letztes Jahr, nachdem ich ganz euphorisch in den neuen Job (ich sag nur "Marketingtussi", wobei Marketingtussi relativ ist, ist ja eher der technische Teil) in der kleinen Firma gestartet bin. Ich könnte jetzt viel darüber schreiben, warum die Euphorie euphemistisch gesprochen etwas nachgelassen hat, aber lassen Sie mich doch lieber über meine Zukunft schreiben: hach. Frau Brüllen goes back Richtung Blaumann, obwohl der Chemiker dort nicht blau, sondern klassischen weissen Kittel mit ohne Helm und dafür einem stylishen Army-Cap trägt, will heissen, ich habe es geschafft, einen Teilzeitjob in der Produktion zu bekommen. Und das nicht bei irgendeinem Unternehmen, nein, bei einem der ganz, ganz grossen und renommierten Unternehmen. Ich habe im letzten Jahr (unter anderem) gemerkt, wie das schon massiv an meinem Selbstwertgefühl genagt hat: klar bin ich dieselbe Person und nicht weniger oder mehr wert, je nachdem, welcher Arbeitgeber auf meiner Lohnabrechnung steht. Aber. Eben.
Also. Wie das so ist, war die Stelle, auf die ich mich beworben habe, natürlich nicht als Teilzeitstelle ausgeschrieben, sowas ist, und da muss man ehrlich sein, bei Stellen mit der Art Verantwortung und Herausforderung, die ich möchte, extrem selten bis eigentlich nie der Fall. Ich habe mich aber einfach mal beworben (Mitte August), und alles in allem ging es eben letztendlich bis heute Mittag, bis alles in trockenen Tüchern war. Nachdem für die ausgeschriebene Stelle eben definitiv eine 100%-Person gesucht wurde, musste für mich flugs ;-) eine neue Stelle geschaffen, bewilligt und offeriert werden, das geht natürlich ein bisschen (lang).
Aber jetzt ist alles fix, ich werde ab März zwar auf 80% erhöhen (ja, auf der einen Seite jubiliert das gebauchpinselte Ego, auf der anderen Seite meldet sich schon wieder das schlechte Gewissen und flüstert "Rabenmutter, Rabenmutter" *), aber eben: Teilzeit im Traumjob im Unternehmen meiner Träume. Hach. Die erste Bewerbung habe ich dort übrigens 2002 kurz vor der Abgabe meiner Doktorarbeit hingeschickt und wurde mit einem "Machen Sie mal einen Postdoc und kommen dann wieder" beschieden. Ich hab noch ein bisschen mehr gemacht, aber jetzt bin ich wieder da.

* Ich musste im letzten Jahr feststellen, dass der Plan "Ich mach das jetzt mal, weil es mir ermöglicht, Job und Familie recht einfach unter einen Hut zu bekommen, wenn Little L. in den Kindergarten kommt, dann schauen wir weiter" nicht aufgeht, wenn man das Gefühl hat, dass man im Job einfach unglücklich ist, das Gefühl hat, alle entwickeln sich weiter, machen Karriere, nur man selber nicht, etc.

Die Bewerbungsrunden waren im Nachhinein echt unterhaltsam. In der ersten Runde hat mir ein potentieller Chef als erstes freudestrahlend erklärt, er hätte mich ja gegoogelt und so einiges über mich rausgefunden und ich würde ja recht viel von mir im Internet preisgeben, jeder wie er mag, für ihn wär das nix (awkward, dieses wunderbare Wort trifft mein Gefühl auf diese Aussage perfekt). Im Nachhinein hat sich rausgestellt, dass er nur den öffentlich zugänglichen Teil meines Google +-Profiles gefunden hat (congratulations!), aber ich habe schon fieberhaft hin und her überlegt, was ich die letzten Tage und Wochen denn so gebloggt hatte. Ein anderer hat sich als ehemaliger Kollege herausgestellt, der am gleichen Projekt (allerdings vor mir) gearbeitet hatte, von mir wollte er allerdings v.a. wissen, wie ich es geschafft habe, im ersten Halbjahr der 13. Klasse 15 Punkte in Deutsch einzusacken. Ich habe mich selber nicht mehr daran erinnert und konnte dann auch nur halbherzig auf eine extrem fantasievolle Interpretation der Gretchenrolle in Geothes Faust verweisen. Im Nachhinein glaube ich allerdings, das war in der 12. Klasse und gab keine 15 Punkte. Was wir in der 13. Klasse im Grundkurs Deutsch gemacht haben, das habe ich echt total verdrängt. Aber hey: 15 Punkte, da bin ich ja nachräglich selber von mir beeindruckt!

Also, ab März werden die Röckchen und Highheels wieder gegen lange Hosen und Stahlkappenschuhe (mit leitfähigen Sohlen) eingetauscht, die dank meist durchschlafender Kinder nahezu ereignislosen Nächte werden wieder durch Anrufe aus dem Betrieb aufgepeppt werden und Frau Brüllen plant, im neuen Job sehr glücklich zu werden.

So, jetzt wissen Sie Bescheid.

Montag, November 28, 2011

Statt mir fürs Büro was zu bügeln

habe ich mir gestern abend einfach flugs eine Joana genäht, diesmal mit ohne Ärmel für zum Drüberziehen. Vermutlich ginge auch noch eine Nummer kleiner (das ist jetzt M), aber hach.... gefällt mir!

Die Hannel für die mittlere Au-el-Schwester ist jetzt auch endlich fertig, auch aus Nicky  und mit jeder Menge Blumenkindern drauf:
 An der Seite mein erster "Crafting with love"-Einnäher: gefällt mir!
 Ich war ganz erstaunt, wieviele orange-braun und Türkisfarbtöne ich habe...
 Das Einfassen ging diesmal übrigens viel leichter, das Einfassband von Stoffmarkt (?) war wohl ein bisschen rauher und so gings.

Schnitt: Joana und Hannel
Stickdatei: Bella Fiorella

Und jetzt habe ich keine Ausrede mehr, jetzt muss ich ran ans Fotobuch.

Samstag, November 26, 2011

Und noch zwei Häkchen

auf der Liste von Dingen, die man als Eltern wohl einmal erleben muss:

  • Kind an einem Adventssamstag im 5-stöckigen Kaufhaus verloren.
  • Und wiedergefunden.
(Noch ein Grund für Onlineshopping)