Dienstag, April 05, 2022

050422 #WMDEDGT 04/22

You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"). 

Heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.

Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:
  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung)
  • verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.
Ich hatte ja eigentlich damit gerechnet, eh nicht schlafen zu können, weil eben allein im Bett und so habe ich den Abend sehr gemütlich angehen lassen (Jonny kam auf einmal an, er kuschelt ja wenn dann eigentlich nur mit dem Hübsche oder aber L., aber der eine war nicht da, der andere schon im Bett. Also setzte er sich erst vor mich und forderte Streicheleinheiten, dann legte er sich majestätisch auf meine Brust, dann immer weniger majestätisch, aber umso niedlicher. Und auch angenehmer, weil nicht mit den spitzigen Enden auf mir drauf)


Ich habe im Bett gelesen, bis mir die Augen zufielen (dank der Wärmflasche vom Morgen war es noch sehr gemütlich) und habe durchgeschlafen bis fünf und dann in kurzen Portiönchen bis Weckerläuten. Sehr ungewohnt und unerwartet.
Der Morgen hat ganz gut geklappt, obwohl es schon mühsam war, eben alles alleine die Treppe runterzutransportieren etc, aber egal. 

Der Arbeitstag war recht ruhig, ich hatte jedoch einen unschönen Start: ich bekam von unserem HR-Tool die Aufforderung, meine persönlichen Daten zu verifizieren / aktualisieren. Ich dachte natürlich naiv, das wäre eine kurze Sache und in 5 Minuten erledigt, es hat sich bei mir in den 10 Jahren, in denen ich in der Firma bin nämlich genau gar nichts geändert. Tja. Das zu bestätigen war unmöglich, anscheinend ist meine AHV Nummer nicht im System hinterlegt, hinterlegen lässt sie sich nur mit "Ausstellungsdatum" UND "Ablaufdatum", und ich bin mir fast sicher, dass AHV-Nummern so etwas nicht haben. Ich sollte auch meinen amtlichen Ausweis hinterlegen, allerdings konnte ich da nicht "Reisepass" auswählen, sondern nur irgendeine Art von Mickymausausweisdokument, das ja keinen Sinn macht. Es hat hingegen geklappt, meine Bankdaten (seit 15 Jahren in etwa unverändert) zu bestätigen, genauso meine Adresse und Telefonnummer und Kontaktwünsche (seit 14 Jahren unverändert). Als Bestätigungsemail kam: "Vielen Dank für die Aktualisierung Ihrer Adressdaten, bitte vergessen Sie nicht, sie auch auf Ihrer Aufenthaltsbewilligung anpassen zu lassen". Diese Antwort ist so unglaublich absurd, das habe ich in der Rückmeldung an HR (Um die richtige Kontaktmöglichkeit hier zu finden, brauchte ich auch in etwa 20 Minuten) als Aufhänger genommen. Ausserdem habe ich freundlich (naja, geht so) mitgeteilt, dass ich mich mit Ausweis und AHV-Nummer-Anpassung nicht weiter befassen werde, da die Zeit, die ich auf solche Tätigkeiten aufwenden möchte, für die nächsten 10 Jahre heute schon aufgebraucht wurde. Die für mich (Bankdaten für Geld, ne) und sie (Kontaktmöglichkeit, sogar wenn man die Firmenemailadresse weglassen würde) essentiellen Daten sind bestätigt, die anderen ... pfrt, wenn sie die 10 Jahre lang nicht vermisst haben, kann es so dringend nicht sein. Ich bezweifle, dass sie die Daten mit dieser Art Abfrage von irgendjemand bekommen, also: abgehakt. (Ich bin gespannt, ob ich eine Antwort bekomme. Ich glaube: ja.)

Damit war die Stimmung für ein bisschen komplizierte Verhandlungen in einem anderen Thema von meiner Seite schon ungünstig geladen, aber ich habe es dann wieder hingebogen. Glaube ich.

Sansa (sie unterstützt ja normal den Hübschen bei der Arbeit) war not amused über den unergonomischen Arbeitsplatz und verzog sich in eine Bücherregalhöhle

Unsere Putzhilfe wirbelte durchs Haus, ich wich ihr aus, so dass ich mal wieder einen halben Arbeitstag in Q.s Zimmer hatte.
Der kam heute dann erstaunlich früh nach Hause (kein Kayak).

Zum Mittagessen machte ich mir die allerletzte Portion Skifahrsuppe aus den Tiefkühler warm, das Wetter passt noch ganz gut. Damit ist da jetzt Platz für entweder leichte Sommersuppen oder aber gestückeltes Obst für Smoothies und viel Eiswürfel :-).

In der Mittagspause habe ich Feriendomizile recherchiert. Für diesen Sommer sind wir noch nicht bereit, wieder etwas grossartiges zu planen, weil halt, ausserdem sind die Kinder die letzten beiden Ferienwochen mit dem Mova eh mehr als beschäftigt, also haben wir in die Runde gefragt, was die Wünsche sind und unsere Erwachsenenpräferenzen tatsächlich erstmal aussen vorgelassen. Rauskam: Warm, Strand, Pool.  Wir haben hinzugefügt: eine Woche, dafür alle Annehmlichkeiten der Welt (aka Strand zu Fuss, Klimaanlage, Geschirrspüler, Parkplatz, gern Privatpool), mit dem Auto gut erreichbar,
keine Fähre. Und so habe ich heute zwei echt coole Ferienhäuser in der Toskana in die Familienvernehmlassung geschickt.

Ansonsten versuche ich auszublenden (klappt so mittel), wie meine deutsche TL über die stückweise Aufhebung der Coronamassnahmen schockiert ist. So sehr ich das Unwohlsein einerseits nachvollziehen kann, so wenig kann ich mit der emotionalen Aufgeladenheit etwas anfangen (da werden Leute, die nach Aufhebung de Maskenpflicht keine Masken mehr tragen in einen Topf geworfen mit Coronaleugnern/Querdenkern, ihnen wird Hass auf Risikopatienten unterstellt, maskenlose Schüler schauen "frech" und triumphierend, man ist enttäuscht von allen, die "nur wegen der Pflicht" Maske getragen haben, der Kampf gegen das Virus ist aufgegeben). Ich habe gar nicht so viele Gefühle (übrig oder jemals zur Verfügung gehabt) für solche Reaktionen. Ich finde es tatsächlich schwierig, Menschen, die sich an geltende Vorschriften halten, genau das als mangelnde Solidarität  vorzuwerfen und ihnen zu unterstellen, "nur wegen der Pflicht" sich die letzten 2 Jahre eingeschränkt zu haben, als ob das damit alles nix wert wäre. Ich frage mich ausserdem, was denn letztendlich die Alternative  wäre und welche Strategie denn dann die richtige wäre. Und was der "richtige" Trigger für Massnahmenaufhebung wäre. Ich weiss, Blick über die Landesgrenzen oder Tellerränder ist viel verlangt, ausser es bestätigt das eigene Narrativ, aber wenn man sich die Entwicklung der Infektionszahlen und Hospitalisierungen und Todesfälle in Deutschland und der Schweiz in den letzten paar Monaten anschaut, ist es für mich schon fraglich, ob Maskenpflicht, 2G, 3G, Quarantäne etc, all das, was in D bis gestern galt, wirklich der Weisheit letzter Schluss waren. Das gibt es in der Schweiz nämlich schon seit Anfang/Mitte Februar nicht mehr.


Was ich nachvollziehen kann, ist die Angst / das Unwohlsein, weil die in den letzten zwei Jahren als überlebenswichtig verinnerlichten Glaubenssätze nun "abgeschafft" werden. Ich glaube, das wäre nun DIE grosse Kunst, das so zu kommunizieren, dass es verstanden und angenommen wird. Genau wie zu Beginn die Einschränkungen. Das ist nicht leicht (und ich persönlich finde, Karl Lauterbach macht das nicht besonders gut. Er wirkt wie jemand, der gezwungen wird, etwas zu verkünden, was er nicht möchte und sorry, das ist nicht der Job eines Gesundheitsministers. Oder irgendeines Ministers. Oder eines Sprechers. Zu sagen: "Das sind die neuen Regeln, ich finde sie scheisse, bitte macht freiwillig was anderes", das ist tatsächlich armselig.), aber hey, hat ja niemand behauptet, dass Regieren einfach wäre.) und wie jeder Wechsel wird es Zeit brauchen, bis man sich dran gewöhnt hat. Und wie bei jedem Wechsel wird es Menschen geben, die halt nicht mitgehen.

Meine Prognose ist übrigens: ab Mai spätestens trägt in Deutschland keiner mehr Maske, da wo es nicht vorgeschrieben ist. Auch die nicht, die jetzt noch davon überzeugt sind, das für immer weiterzumachen.
Bis dahin versuche ich, mich nicht allzu schlecht zu fühlen, weil ich für gefühlt meine gesamte TL nun im Topf der unsolidarischen, verachtenswerten Hassobjekte sitze. Naja.

OK, das war jetzt ein viel längerer Exkurs als geplant.

Der Rest vom Tag ist schnell erzählt: L. kam heim, ich konnte nur ganz, ganz kurz noch einschieben, dass er die wichtigesten Dinge für den NT-Test morgen nochmal anschauen soll,weil: er und Q. haben sich gemeinsam das neue StarWars-Spiel für die Switch vorbestellt und das kommt heute (?) und deshlab müssen sie sofort gemeinsam losspielen. (ich finde das so cool, dass sie sowas immer noch wie ein Herz und eine Seele machen. Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass das unter Geschwistern nicht immer so ist :-)).
Q. hat dann schon wieder, wie immer, noch einen Pfadihock, ich habe den Überblick verloren, was wo wie geplant und gebastelt wird.
L. und ich machen Hotdogs (es sind noch ein paar Vegi- und Nicht-Vegi-Wienerle vom Geburtstag übrig) und Salat, und dann heisst es auch schon wieder: Badewanne (das hat gestern sehr gut geklappt!) und Bett. Statt Wärmflasche habe ich alter Fuchs mir mein Stoov-Heizkissen aufgeladen und hole mir das heute ins Bett. Das wird bestimmt gemütlich (ja, soweit ist es hier. Heizkissencontent.)
Morgen abend kommt der Hübsche wieder, ich freue mich sehr!






Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Mr. Linky damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen. 




Montag, April 04, 2022

Strohwitwe

 Bevor ich zu heute komme, noch ein Nachtrag zu gestern: der Tag war ja aus den verschiedensten Gründen eher nur so mittel, die Woche wird auch anstrengend, der Hübsche und ich wollten keine neue Serie mehr anfangen, wo er doch jetzt erstmal weg ist, naja, da dachte er, und das war ja an sich eine gute Idee: "Es gibt eine neue Staffel "Modern Love", die hingen ja eigentlich nicht wirklich zusammen, das wäre doch was für heute abend?" Und so haben wir uns mit einem Glas Prosecco ins Bett gesetzt und auf dem wieder funktionierenden Laptop geschaut. Und naja, die erste Staffel war ja eher so: "Aaaaaaaw, nett!" bis "Mhmmmm, bisschen cringe", aber die zweite Staffel startet mit einer Folge, die uns beide echt erwischt hat. Und so sassen wir schniefend und schneuzend und voller Tränen da und ganz so war das auch nicht gedacht.

Heute dann: normaler Schultag für die Jungs, der Hübsche packte letzte Sachen für Paris, ich krückelte zur Physio und zurück (vogelwild: heute Beinheben mit Gewichtsmanschette und Wadentraining mit stärkerem Gummiband), traf viele Katzen auf dem Rückweg, auch neue, die ich noch gar nicht kenne, dann verabschiedete sich der Hübsche und ich hatte einen ganzen Arbeitstag ganz allein daheim vor mir. Grösstes Abenteuer: mit dem vollen Wäschekorb die Treppe runterrutschen (also: mit Absicht und nicht so, wie man es sich als kelines Kind vorstellt oder gemacht hat, sondern auf dem Hintern rutschen, Wäschekorb festhalten, Krücken auch) und dann auf dem Balkon aufhängen.

Den umgetopften Pflänzchen geht es gut, Kirsche und Nektarine haben ihre Auszeit im Bad genossen und ihre Blüten sind anders als die Magnolien der Nachbarn nicht erfroren.

Ich habe Ostergimmicks für alle U18-Mitglieder der erweiterten Familie bestellt, ich habe Microgreen-Samen-Nachschub bestellt (Koriander! Sellerie! Senf! Michelangelo-Rettich!), ich habe einen Spaziergang durch die kalte Sonne gemacht (immer noch sehr langsam, aber weiter als auch schon). Die Katzen kamen beide von allein nach Hause, haben sich über leckeres Futter gefreut und rubbeln nun ir dreckiges, feuchtes Fell an den frisch bezogenen Betten der Kinder ab (beide Kinder haben nun sehr grosse Bettdecken --> 155x220, weil ihnen die Standarddecken mit 135 (?) x 200cm zu kurz und zu klein waren, die Katzen lieben die!)

L. hat einen sehr sportlichen Tag: nicht nur wie jeden Montag Schule bis viertel nach 5, davon zwei Stunden Sport, und dann noch anderthalb Stunden Volleyballtraining, nein, heute muss er noch den Hin- und Rückweg zum Volleyball (das sind einfach anderthalb Kilometer, einmal runter, heim wieder rauf) noch allein zu Fuss erledigen, weil der Hübsche nicht da ist (der nimmt ihn sonst auf dem Weg zu seinem Sport mit dem Auto mit runter) und ich ja noch nicht Autofahren kann.

Sonst: gemütlicher Wochenstart mit Routinetätigkeiten weil Monatsbeginn. Das ist eigentlich ganz nett.

Heute abend wird noch ein bisschen abenteuerlich, weil mich ja heute keiner in die Dusche hebt und ich dem Hübschen versprochen habe, keinen Stunt abzuziehen. Es wird auf Baden rauslaufen, aber ich bin ein bisschen aufgeregt. Und freue mich seit heute morgen um 11 aufs Schlafengehen, der Hübsche hat mir nämlich als letztes vor Abreise eine Wärmflasche mit kochendem Wasser unter meine Bettdecke gelegt, damit ich es heute abend gemütlich habe.



Tja. Und all diese Belanglosigkeiten tippe ich hier in aller Ausführlichkeit, während ich eigentlich fassungslos bin und sprachlos sein sollte aufgrund der Greueltaten der russischen Armee in der Ukraine. Was bleibt da noch übrig....

Sonntag, April 03, 2022

030422 Erledisonntag

 Oke, das Wochenende war ... schon ok, aber halt nicht erholsam.

Nach dem Einkaufen gestern hatten wir heute NIX vor ausser:

  • mit L. lernen für Latein, Mathe und NT
  • Q: Lernen für Deutsch und Französisch
  • ich: Babypflanzen umpflanzen
  • der Hübsche: Koffer packen für Paris
  • die Kinder: Ihre Rucksäcke ausräumen und Schuhe saubermachen
  • der Hübsche und ich: dröflzig Millionen Kilo Wäsche waschen und verräumen (Betten frisch bezogen und zwei Kindern kamen nach einer sehr schlammigen Pfadiaktivität zurück)


All das ist erledigt, ausserdem hat der Hübsche sein Laptop, das von einer Sekunde auf die nächste einfach nichts mehr machte, allergrösstenteils mit viel Geduld und DIY repariert (hahaha, aber wenn ich vorschlage, die Badewannenarmatur selber auszutauschen, weil das im Obivideo nur 2.47min dauert, werde ich angeschaut, als ob ich irre wäre), ich habe mit Q. etwas sehr gruseliges an seiner Trinkblase erledigt, wir haben drölfzig Millionen Geschirr gewaschen und verräumt und naja, es dauert halt alles einfach unglaublich lang, wenn man noch einbeinig unterwegs ist. (oder es ist auch nicht viel Tag übrig, wenn man wie vereinbart, aber halt erst um 2:00h morgens vom Pfadibeizli nach Hause kommt und dann von lieben Eltern nicht zum Frühstück geweckt wird).

Neueste Errungenschaft: ein blauer Fleck, geschwollen auf die Grösse eines halbierten Hühnereis (Grösse M) am rechten ... Dings, wie heisst das, da wo der Beckenknochen hinten am nächsten unter der Haut ist? Kommt vom rückwärts auf dem Hintern die Treppe hochrutschen. Die ist nämlich gebogen und die Stufen sind auf der rechten Seite schmäler. Ganz toll.

Ab morgen also: allein mit KIndern daheim für drei Tage. An sich überhaupt nicht mehr spannend, aber: wir sind natürlich überhaupt keine Reisen mehr gewohnt, alles sehr spannend. Und: ich bin immer noch ein wenig limitiert und naja, wird schon.


Gegessen:

Hefezopf mit Meerrettich, Crowdfarming Schafskäse, Rucolasprossen und Crema die Balsamico

Tofu Süsssauer mit Reis, Brokkoli, Paprika, frischer Ananas, lecker!


Gesehen: "The Office"
Gelesen: "Die Wut, die bleibt". (Ich habe "Dunkelgrün, fast schwarz" verschlungen, dann Mareike Fallwickl erst recht spät auf Instagram und Twitter entdeckt, als sie "Die Wut, die bleibt" gerade fertigstellte, dabei gemerkt, dass es ja auch noch "Das Licht ist hier viel heller" gibt. Alle grossartig, die "Wut" sollten Sie nur lesen, wenn Sie (als Frau) in einem stabilen mentalen Zustand sind und (als Mann) bereit, nicht sofort mit "Aber, aber, aber" zu antworten, sondern einfach mal zuzuhören.

Samstag, April 02, 2022

020422 April, April

 Ah, gestern vor lauter "Corona ist vorbei"-Aufregung vergessen: es ist ja April.

April, April, was machen wir im Apri?

Offensichtlich: 

  • keine Masken mehr tragen müssen, keine Isolation, wenn positiv, naja, wie gestern erklärt halt. (heute waren der Hübsche und ich in Deutschland einkaufen, weil dm-Zeug alle, weil Katzenfutter alle, weil er aus Gründen rosa FFP-2-Masken braucht, weil Zeug aus dem deutschen Supermarkt besorgen. In Deutschland ist anscheinend noch FFP2-Maskenpflicht, ein paar Verwegene tragen trotzdem nur OP-Masken. Alles in allem habe ich meine Mobilität gnadenlos überschätzt, war gut, das mit dem Hübschen zusammen auszuprobieren)
  • der Hübsche wird nach Paris reisen, auf eine Messe. Die letzten beiden Jahre ist die ausgefallen, am Montag geht es los.
  • dementsprechend werde ich drei Tage allein für meine Körperhygiene verantwortlich sein :-)
  • L. und Q. haben noch eine Woche voller Tests und dann zwei Wochen Frühlingsferien (endlich mal wieder zeitgleich Ferien!)
  • Diese Woche werden die beiden Jungs sich hoffentlich gut erholen, sie haben so viel geleistet!
  • Der Hübsche und ich werden durcharbeiten, bis auf die Reise in die alte Heimat über die Feiertage. Dort werden wir erstmals mit nur einem Kind anreisen, weil:
  • Q. hat über die Osterfeiertage und noch länger einen Pfadileiterausbildungskurs
  • Wir anderen drei werden die Omas besuchen, die Berliner Verwandtschaft incl Babynichte treffen, und dafür in einem schicken Hotel nächtigen
  • Am letzten Ferienwochenende werden wir endlich den allerjüngsten Familienzugang besuchen, da freue ich mich schon sehr drauf. (Ich hoffe, er ist in den letzten 4 Wochen noch nicht aus dem geplanten Geschenk rausgewachsen!)
  • In Sachen Bein habe ich meine finale Röntgenkontrolle (ich bin ein bisschen nervös) und wenn das gut ist, darf ich endlich wieder anfangen, das Bein zu belasten und vorwärts zu machen.
  • Dementsprechend hoffe ich, vielleicht noch im April Richtung "new normal" zu kommen und mal im Büro den Staub von allem zu pusten. (bevor wir im Juni oder so in den Elfenbeinturm zurückziehen.


Hm, hm, hm, wir werden sehen, was?

Freitag, April 01, 2022

010422 Wirklich aus und vorbei?

Es ist tatsächlich kein Aprilscherz, die Coronamassnahmen sind aufgehoben.

Die Jungs sind erstmals ohne Maske im ÖV gefahren seit.... ewig. In der Schule herrscht ja schon lang keine Pflicht mehr, seit den Skiferien werden es immer weniger, die freiwillig weitertragen. Auch unsere mögen nicht mehr, ich kann es ihnen auch nicht verdenken.

Bei uns bei der Arbeit gilt vor Ort immer noch Maskenpflicht ausser am eigenen Schreibtisch, wenn man 1.5m Abstand hat (das weiss ich zB nicht, ob es bei meinem gegeben wäre, wenn mein Nachbar da ist, aber ist ja auch egal, ich bin ja nicht da wegen Bein). Die spannende Frage: "Was ist, wenn man positiv, aber symptomlos oder nur leicht symptomatisch ist?" ist, glaube ich, noch nicht voll und ganz geklärt. Nachdem die Isolationspflicht ja wegfällt, müsste das über AU vom Arzt laufen. Ist man symtpomlos arbeitsunfähig? Oder mit Husten, Schnupfen, Kopfweh? Bei uns ist es nach wie vor so geregelt: wer irgendwelche Symtpome hat und/oder irgendeinen positiven Test, darf 5 Tage das Werksareal nicht betreten. Wie das bei den Kindern in der Schule ist? Keine Ahnung.

Der Hübsche fährt nächste Woche auf eine Messe nach Paris. Die ist die letzten beiden Jahre ausgefallen und dieses Jahr eben nicht. Das wird ... spannend. 20 000 Menschen in einer Halle, dazu Customer Event mit Galadinner natürlich drinnen, die Zugfahrt, etc.. Wir nehmen es, wie es kommt, aber nicht alle sehen das so entspannt, aus den verschiedensten Gründen, manchen, die ich nachvollziehen kann, manchen, die ich nicht nachvollziehen kann, was aber natürlich alles egal ist. Viel Zündstoff auf jeden Fall für jetzt und auch zukünftiges Zusammenarbeiten.

Das BAG wird ab morgen nur noch wöchentlich die Coronafallzahlen, Hospitalisierungen und Todeszahlen bekannt geben. Ich frage mich eh, was die Zahlen noch aussagen sollen. Mit der sukzessive bröckelnden Isolation udn QUarantäneregelung ist die Dunkelziffer eh schon enorm gewesen, d.h. ich habe eher auf die Hospitalisierungszahlen und Todeszahlen geschaut. Jetzt ist die Isolationspflicht Geschichte und die Meldepflicht afaik auch aufgehoben, wer geht denn dann noch testen? Und woher sollen Zahlen kommen?

Naja. Aus Chronistenpflicht hier die Zahlen der letzten zwei Jahre vom Schweizer Covid Dashboard






Und, das finde ich sehr spannend, besonders im Licht der sehr unterschiedlich gehandhabten Corona-Massnahmen, die Zahlen für Deutschland, Österreich und die Schweiz im Vergleich:






Sonst so: Heute nacht war es schmerztechnisch besser, aber untertags überrollte mich dann doch immer wieder mal eine Schmerzwelle, die mich schnaufen liess. Sehr seltsam.

Der Hübsche übernahm Familienpflichten, wie Reifenwechseltermin und Wocheneinkauf. Zusätzlich zu Arbeit ist das ganz schön viel, v.a. weil wir uns das ja sonst recht fair aufteilen und auch da jeder schon sehr viel zu tun hat. Wenn dann eine mehr oder weniger ganz wegfällt, ist das schon eine enorme Mehrbelastung für den anderen. Ich habe immerhin Wäsche aufgehängt (den Wäschekorb mit der feuchten Wäsche mit Schwung die Treppe runtergeschickt. Er ist erst auf der halben Strecke gekippt) und einen Teil der Einkäufe verräumt. (Bisschen aufregend: wie kriege ich das mit dem Duschen hin, wenn der Hübsche nächste Woche weg ist? Weder nicht duschen noch mir von den Kindern in die Dusche helfen lassen ist eine Option. Bitte keine Tipps, danke.)

Jetzt: Pizza-Abend, "Picard" und "The Office", die Kinder machen noch die Fahrräder für die Winter-Pfadiübung morgen bereit.

Seltsamer Tag.


Donnerstag, März 31, 2022

310322 Rückschritt

 Bei der letzten Physiotherapiestunde am Montag durfte ich ja erstmals mit Gerät trainieren. Naja. mit einem Gummiband, das ich festhalte, meinen Fuss einhake, Bein liegt flach und dann strecke ich das Fussgelenk. Dass soll die hintere Wadenmuskulatur erhalten, Leute, die stehen können, machen das zB auf einer Treppenstufe, wo man sich dann auf den Zehenspitzen nach oben drückt. DAs ging super. Daheim haben wir natürlich auch diverse Gummibänder. Das erste, das der Hübsche fand, war ein recht kurzes, das sehr straff war. Aber: man kennt das ja, nur die Harten kommen in den Garten, das geht schon. Am Dienstag hatte ich dann ein bisschen Muskelkater in der Wade, das ist ja ein tolles Gefühl, das ich schon lang nicht mehr hatte. Gestern habe ich also fleissig weiter trainiert, ausserdem natürlich die anderen Aufgaben wie: Kniescheibe hochziehen und Innenoberschenkelmuskulatur durch Bein leicht ausgedreht gestreckt anheben und so leicht wippen, und verschiedenes anderes.

Resultat: ich bin heute nach um 3 von brennenden Schmerzen im und um das Knie aufgewacht, ich konnte kaum atmen. Irgendwie anders hinlegen half, aber auch nach dem Aufstehen packt es mich immer wieder richtig fies. Bei der Physio heute zeigte sich dann: alles, was mit ausgedrehtem Bein ist, geht auf gar keinen Fall, weil (und diese Erklärungen finde ich sehr hilfreich), der Muskelstrang da über die Bruchstelle geht und das dann eben reizt und weh tut. Also: nur grad und nicht zu viel.

Das ist alles echt schwer für mich, weil ich eh schon kein Gefühl hab, wieviel wehtun okay ist (es kann ja wohl nicht "gar keins" die richtige Antwort sein), ab wann was kaputt geht und ganz schwierig, wie ich denn bitte merken soll, dass es zu viel ist, wenn es erst ein paar Stunden später weh tut?

Ich habe heute morgen also echt gelitten, das sind wirklich hässliche Schmerzen. Ich wollte mir eigentlich Schmerzmittel holen, aber dafür hätte ich wiede loshumpeln müssen (alle ausser Haus heute), die Medikamente sind in einem Hochschrank (könnten wir auch mal überdenken, ich bin mittlerweile die einzige, die sich strecken muss), da wollte ich grad mit Schmerzen nicht irgendwie rumbalancieren.

Erstaunlicherweise half ein frühes Mittagessen auch recht gut und naja, für heute abend nehme ich mir offensichtlich wieder Schmerzmittel nebens Bett. Was ein Scheiss!


Sonst: allein daheim, Regentag, d.h. andauernd kommen nasse empörte Katzen rein und beschweren sich, dass der Hübsche und seine Videokollegen nicht da sind und halt Wetter ist. Schneien soll es jetzt doch schon morgen, passend nicht nur für die Pfadisache am Samstag, sondern auch zum Reifenwechsel morgen.


Gegessen:

Honigtoast

Rest Thaiartiges mit Reis und Erdnusssosse (hat für Mittag und Abend gereicht, während die Jungs eine Kartoffel / Speck-Galette bekamen)


Gelesen: "Wer ohne Sünde ist"

Gesehen: dass "Euphoria" noch gar nicht ganz verfügbar ist. Hmpf.  

Mittwoch, März 30, 2022

300322 Back to normal

 Ach schau, kaum beschwere ich mich gestern, entscheidet heute der Bundesrat, dass Corona vorbei ist alle Massnahmen wie geplant übermorgen aufgehoben werden, die "ausserordentliche Lage" vorbei ist und die Kantone wieder zuständig. Die Corona-Warn-App wird abgeschaltet (ich wage deren Nutzen ja hier tatsächlich anzuzweifeln. Ich hatte eine einzige Warnung und zwar auch nur, nachdem ich L.s positives Testresultat selber eingegeben hatte, L. selber hatte nie eine, Q., der ja wie L. jeden Tag mit dem ÖV in die Schule fuhr und dort auch jede Menge positiv getestete Menschen traf, hatte eine einzige (nachdem er schon lang davor von seinem Kontakt selber informiert worden war), man muss nirgends mehr Maske tragen (allerdings können Arbeitgeber und Geschäfte und Krankenhäuser und Praxen etc. natürlich eigene Hausregeln aufstellen), man muss sich nach einem positiven Test auch nicht mehr isolieren. Tja. Dann ist das so. (Die Science Task Force hat einen Abschlussbericht abgeliefert, das ist ein grossartiges Zeitdokument, lohnt sich wirklich zu lesen!)

Die Regelungen, die jetzt für Deutschland diskutiert werden (beschlossen wurden? Bisschen beschlossen wurden?) galten hier ja schon für die letzten 6 Wochen mindestens und naja, ich seh natürlich nur mein beschränktes Umfeld und die allgemeinen schweizweiten Zahlen, aber die (auf Twitter, ja ich weiss mittlerweile, was das heisst) beschworene Katastrophe ist nicht eingetreten, eher im Gegenteil.

Ich glaube, das wird eine Zeitlang wieder sehr seltsam, jetzt nach Deutschland zu fahren und sich wenige km von daheim zu fühlen wie auf einem anderen Planeten.


Sonst so: anstrengender, aber durchaus produktiver Arbeitstag.

Geographielernen mit L. und grossem Aha-Erlebnis bei mir, weil ich jetzt endlich weiss, wie Föhn funktioniert und was die Bise eigentlich ist. Und dass die Bise keine Brise ist, sondern ein richtiger Sturm sein kann. Noch grösseres Aha-Erlebnis und Erleichterung bei uns beiden: der Prozess, den wir vor Weihnachten mit sehr viel Leidensdruck und dementsprechend Zeitaufwand und Commitment und Leidenschaft im nicht nur guten Wortsinn gestartet haben, funktioniert und ist kurz davor, selfsustaining zu sein. Was für eine Erleichterung, was für ein Erfolg, was für eine Leistung von L. (und auch ein bisschen vom Hübschen und mir, weil wir uns wirklich sehr bemüht haben. Und beide keine geborenen Lehrer oder Pädagogen sind. Der Hübsche zieht mich immer noch damit auf, dass meine Erklärfähigkeit sich in der Antwort auf die Frage "Was ist eigentlich ein Partikel?" wiederspiegelt, ich habe nämlich gesagt: "Wie, was ist ein Partikel? Ein Partikel ist halt ein Partikel, was sonst?". In dem Zusammenhang und in den meisten Settings ist das übrigens eine absolut valide Antwort, aber es gibt auch Settings, in denen das NICHT die richtige Antwort ist.)

Q. hatte heute schulfrei, weil Lehrer-Irgendwas. Er hat ohne Witz bis 12 geschlafen, ich bin beeindruckt :-).

Der Regen kam pünktlich in der Nacht, es ist viel kälter, aber noch kein Schnee in Sicht. Der kommt in den nächsten Tagen, um dann in einem vollverschneiten Samstag zu münden, pünktlich zur extra langen und extra weit wegen Pfadi-Aktivität zusammen mit der Nachbarabteilung.

Gegessen:

Beerenmarmeladetoast

Salat mit letzter Avocado auf Brot

Eine Testrunde Momos zu Abend


Gesehen: "Euphoria"

Gelesen: "Wer ohne Sünde ist"