Dienstag, Februar 20, 2024

200224

 Was für ein doofer Tag, soviel mal schon vorne weg.

Ich hatte mich noch gefreut, als Jonny pünktlich zum Start der Kaffeemaschine aufs Fensterbrett hopste, aber da fiel mir auf, dass er an der rechten Schulter eine Schürfung hatte, und nicht nur das, sondern eine ordentliche Schwellung, die auch recht schmerzempfindlich war.

Aus Erfahrung war ich Punkt halb acht = Öffnung der Telefonleitung mit der Tierarztpraxis verbunden (auf der "anderen Leitung" Q. mit dem Kinderarzt), um einen Termin abzumachen.

Fazit von Q.: der Zeh ist nicht gebrochen, "nur" verstaucht, der Arzt war angemessen beeindruckt von der Schwellung und der Farbe. Q. kann jetzt online Unfallrapport ausfüllen. Alles gut.

Fazit Jonny: der Biss war nicht frisch, sondern, wie so oft, wieder zugewachsen und dann innen drin all die hässlichen Bakterien ausgebrütet. Ich musste ihn dalassen, damit er sediert eben "gereinigt" werden konnte. "Gereinigt" bedeutetn: er hat jetzt eine kahle Schulter mit drei offenen Wunden und einer verlegten Drainage, wo ALLES rauslaufen soll (und das auch tut), dazu trägt er einen Kragen für mindestens bis Freitag, vermutlich eine Woche, und darf natürlich so lange nicht raus. Man kann sich vielleicht vorstellen, wie das für ihn (und uns) ist, er tut mir sooooo leid! Immerhin hat er abends schon wieder ordentlich gefressen und, das ist nun nicht zu unterschätzen, ist er ein sehr unkomplizierter Tablettenschlucker. (Und hat gerade eben den Kragen, Faxen dicke, einfach abgezogen. Und sich unkompliziert wieder anziehen lassen). Was für ein riesengrosser Mist! Naja. (On the bright side: es ist JETZT passiert, wo wir zu Hause sind, wie doof wäre das während unserer Skiferien oder davor gewesen, wo wir dann halt absagen hätten müssen. Es war gestern abend definitiv noch nicht so geschwollen, sonst wäre uns das aufgefallen. Naja. Mein Vorschlag wäre ja, einfach den Badass-Kater ignorieren, aber mei, das scheint beiderseits nicht zu gehen.) Jetzt werden wir uns halt die Woche abwechseln mit Homeoffice, damit immer wer beim Kater und seinem Kragen ist.



Das hat den Tag natürlich ein bisschen sehr eingetrübt und mich in diesen mentalen Status, den ich noch von früher kenne, wenn die Kinder krank wraen, versetzt: "Oh Gott, der Arme, das muss so fies sein, er tut mir so leid, oh mein Gott, wie soll ich all diese Arbeit schaffen, ich kriege das nicht hin", aber das klappt schon. Hat es immer.

Sonst: Kinder waren beim Arzt, beim Sport, haben ein bisschen für die Schule geübt, keine Theaterprobe gehabt, ich war froh um leftover-Mittagessen (Q. auch, L. hat sich zwischendrin irgendwas gemacht), ich habe mein wunderschönes neues Shirt von Aakasha noch nicht ausgeführt, das wäre eine Superidee mit krallendem Kater gewesen, aber das kommt noch. Auch das Frühlingsradeln.

Jetzt Abendessen, dann ein Sportründchen, um den ganzen Stress loszuwerden, und dann schauen wir mal, wer wo wie schläft....mit dem doofen Trichter.

Gegessen:

wunderbares Müesli mit Orangen, Joghurt und noch einem entdeckten Ananaspüree

Tofu Süsssauer vom Sonntag

Und: Artischocken-Ravioli mit Salbeibutter (wenn der Tag schon doof ist, kann man wenigstens gut essen)

Gelesen "Der Mann aus dem Schatten" (ich mochte ja bisher alle "Millennium"-Fortsetzungen, warum also nicht auch unabhängig davon? Bisher liest es sich sehr gut. Überhaupt ist eine gute Zeit, all meine geliebten Krimiserien, die ich wirklich gut finde, haben neue Bände, die ich alle shcon vorbestellt habe und die mir einfach so auf dem Kindle aufploppen)

Gesehen: "Wilder", 4. Staffel beim Sporteln, ich mag das so sehr (aber die Drohnenaufnahmen habe ich jetzt dann mal gesehen) und mit dem Hübschen "True Detective" (auch 4. Staffel. Ich fand die erste ja so doof, dass ich mich ewig geweigert habe, weiterzuschauen. ERst vor kurzem habe ich gelernt, dass die alle unabhängig sind. Und wie cool ist Jodie Foster? Und wie cool ist ein Thriller in der Polarnacht in Alaska?)


Jetzt zu der Wunschlistenfrage für heute (es gibt eine Tendenz zu sehr selbstreferenziellen Fragen und ich sags mal so: ich finde wenig unspannender als Bloggen übers Bloggen. Aber gut, das ist noch nicht heute)

Haben sie ihr NookBook fertig gebaut? Wie fanden sie es und haben sie die Beleuchtung hin bekommen?

Ja, es ist fertig! (hat wegen krank zwischendrin bisschen länger gedauert)

Ich finde es immer noch sehr niedlich, es hat nicht alles 100% geklappt (beim Kessel oben sind mir zwei Lamellen gebrochen und ich habe ganz am Anfang falsch gelesen und nicht nur das zweitlängste, sondern auch noch das längste Kabel direkt eingebaut und dann waren die restlichen ein bisschen kurz und so ist die Batteriehülle nicht da, wo sie sein sollte, sondern mit Doppelklebeband auf halber Höhe aufgeklebt. Macht nix).

ich finde es richtig , richtig süss. Es ist nicht wirklich anspruchsvoll (finde ich, ich habe ein Faible für Fummliges), so dass es auch nach einem langen, nervigen Tag noch angemessen entspannt gebastelt werden kann, die Qualität ist angemessen und der Detaillevel ist allerliebst. Ich habe schon beschlossen, dass ich mich nach dem Fotoalbenkleben mit einem weiteren belohnen werde,







Montag, Februar 19, 2024

190224

Heute habe ich im Ausgleich richtig, richtig gut geschlafen, das tat sehr gut.

Wieder mit Q. gefrühstückt. Der Zeh ist blau, es zieht sich ein roter Streifen zum Fuss hin, aber es scheint deutlich weniger weh zu tun als gestern. Ich hoffe mal, das bleibt so, wenn nicht, geht es natürlich ins Krankenhaus.

Als er aus dem Haus war, bin ich direkt zum Ikea. Beim letzten Mal war eine Teekanne und Teller aus, ausserdem hatte ich in der Zwischenzeit zwei Kissenrollen ausgespäht, die ich gern als Ersatz für die von den Katzen jenseits der Tolerierbarkeit zerkratzten unrsprünglichen Nackenkissen am Bettkopfende gehabt hätte. Anders als gestern abend noch online angezeigt, waren die jetzt aber aus und irgendwann ist es gut, es gab jetzt halt andere Kissen, ich mag jetzt nimmer da hin. In einer Übersprungshandlung habe ich aber halt doch die sehr klassische, schöne Flanellbettwäsche in weiss-grau-grün gekauft. Für alle.

Wieder daheim, war Zeit für den Wocheneinkauf. Ich habe übrigens meinen Versuch "Mal sehen, wieviel Superpunkte ich in Geld auf einer Zahlkarte umwandeln kann" beendet, weil ist ja doof, wenn ich das Handy verliere ist all die Kohle futsch. Ich habe meinen zweiten Wocheneinkauf in Folge mit diesem Geld bezahlt und es geht noch weiter :-) (Das Punkteumwandeln habe ich auch gestoppt, weil man für Punkte auch Mobility-Guthaben kaufen kann und das verfährt Q. dann nach dem Theaterprojekt wieder.)

Wieder daheim ging es SCHON wieder einkaufen und zwar mit L. und dem Hübschen ins Nachbarstädtchen. Die ersten 600 Fotos waren abholbereit, wir brauchten natürlich auch wieder Klebematerial und Fotoalben. L. ging im Comicladen stöbern und ich habe bei einer Freundin Pakete (Wollle und Kosmetik, meine sweet spots) abgeholt und zwei Babykatzen kennengelernt. Wie winzig!

Dann: Katzenründchen, Sportründchen, und am Abend habe ich dann meine Flotte Lotte eingeweiht (Kartoffelsuppe für die Kinder, für uns gab es die Linsensuppe, die ich gestern vorbereitet habe), ich kam mir vor wie mein Opa :-)

Q.s Zeh ist ... dicker als gestern, blauer als gestern, tut weniger weh als gestern (mit einzurechnen: er war den ganzen Tag auf den Beinen). Wenn keine Fasnacht wäre, wären wir gestern oder spätestens heute ins Spital gefahren, so haben wir uns drauf geeinigt, dass er morgen (probenfrei) beim Kinderarzt (er darf dort bleiben, bis er 20 ist) anruft und mit dem Bus hinfährt und das mal vorzeigt. Röntgen könne sie dort auch und so ist er flexibel und kann genau dann dort auftauchen, wenn er drankommt und sitzt nicht 4-9 Stunden mit volltrunkenen kotzenden Fasnächtlern und der übrigen Abendcrew aus Unfallopfern und Leuten aus Altenpflegeheimen in der Notaufnahme mit Prio 789, weil: er ist friedlich und kann laufen. Für alle besser, hoffe ich.

ich werde jetzt dann gleich mein Radzeug und Bürokleidung bereit legen (ich hatte mich jetzt wirklich an das Ferienfeeling gewöhnt und könnte die Woche auch noch. Hmpf. Ich nehme es aber positiv: ich war soooooo gestresst vor den Ferien vor lauter Feuerwehrübungen. Von den Themen, die in meiner Abwesenheit aufgetaucht sind, ist keines so dringend, dass einer meiner Kollegen einspringen musste oder ich eingreifen musste. Es wird sich alles regeln. Ich hoffe, dieses Mindset kann ich mir wenigstens bis morgen mittag beibehalten.)

Wunschlistenfrage heute:

Etwas komische Frage, aber: Wie lange hat es gedauert (bzw. hat es überhaupt gedauert?) bis sie "fließend" Schweizerdeutsch verstanden haben?

Das ist eine lustige Frage, weil verschiedene Verwandte immer wieder betont haben, dass sie überhaupt kein Problem haben, Schweizerdeutsch zu verstehen und das klänge ja so niedlich bei unseren Kindern. Und bis zu ihrem Besuch hier (und dann zB Lokalfernsehen oder Nachrichten, weil jedeR SchweizerIn natürlich auf hochdeutsch umschaltet, sobald jemand hochdeutsch spricht) nicht glauben wollten, dass das, was sie für Schweizerdeutsch halten, KEIN Schweizerdeutsch ist, sondern hochdeutsch mit einem leicht Schweizer Einschlag.

Bei mir ging es ... ich schätze mal, drei Monate, aber auch nur, weil mein Laborant und mein Chef mit mir standhaft NUR Dialekt gesprochen haben. Der Chef des Hübschen war Deutscher, sein Laborant sprach hochdeutsch mit ihm und auf der Weihnachtsfeier war er dann verloren. Am schwierigsten fand ich es übrigens lang, zu telefonieren, weil da die Mimik und Körpersprache des Gegenüber fehlt, die normalerweise recht viel Kontext liefert.

Und, natürlich der Disclaimer: es gibt nicht DAS Schweizerdeutsch. Es gibt unendlich viele Dialekte, die zT sehr, sehr unterschiedlich klingen und einen ganz anderen Stellenwert als in Deutschland haben, wo einem DIalekt ja eher abtrainiert wird / wurde. Ich konnte das am Anfang gar nicht unbedingt unterscheiden, respektive habe es an Personen ferstgemacht und erst im Nachhinein verstanden, dass das alles lokale Untersschiede sind (Q. kann die richtig, richtig gut nachmachen!)

Sonntag, Februar 18, 2024

180224

Haha, ich sage ja immer, ich schlafe weg von daheim praktisch nicht, das ist auch so. Aber: heute habe ich die erste Nacht wieder im eigenen Bett auch praktisch nicht geschlafen. Um halb fünf von Sansa geweckt worden, gesehen, dass Jonny schon 3h draussen war, bis halb sechs wachgelegen, Bauchweh, WC, kein Jonny, wieder ins Bett, Sansa kuschelt sich ein, draussen Katzenkampf (irgendjemand hat hier mal einen Fuchs gesehen?!), kein Jonny, wieder Bauchweh, in einer halben Stunde läutet eh der Wecker, weil Q. Theater hat, nochmal WC, kurz schauen, ob Jonny vllt kommt, zack da, und jetzt ist es wirklich zu spät zum Einschlafen. Naja. HAT MAN WENIGSTENS WAS VOM TAG! (Note to myself: Jonny kann aktuell 6h+ in der Nacht am Stück draussen bleiben, es ist halt frühlingswarm hier.)

Frühstück eigentlich mit Q., aber der braucht mir zu lang, deshalb Milchkaffee und frischen Hefezopf mit QUittengelee in aller Ruhe am Küchentisch, dann Sportründchen, duschen, zweites Frühstück mit L. und dem Hübschen. Ich habe mir für mein Früchte-Johgurt-Müsli-Ding ein neues Müesli gekauft und zwar von Brewbee (das ist eine Firma, die Appenzeller Reste von der Bierproduktion als was auch immer verwertet. Es gibt Chips (joah, nicht so spannend), Vegi-Geschnetzeltes (richtig gut) und frisch entdeckt: Müesli mit Malz-Crunch drin. Ich habe es vor allem wegen der Beschreibung "Cornflower  Mint" genommen, weil alles mit Minze gut ist. Erstes Fazit: schmeckt gut, aber nicht sehr minzig (für mich darf Müsli nicht "knusper" sein, ich bin kein Fan von Granola / Knuspermüsli, ich mag keinen Zucker drin, keine Schokolade, keine Karamellbölleli, gerne alles an wie auch immer getrockneten Früchten, nur keine Bananenchips,  "Cornflakes" oder was auch immer in der Richtung ist auch gut.)

Dann: Check mit L., welche Tests in der Woche nach den Ferien anstehen. Überraschung: nur ein Mathetest, in der Woche drauf einer in Deutsch und ein Vokitest in Englisch. Das ist sehr überschaubar, und weil der Hübsche im Moment als "Familiendienst" die Fotos für unsere Alben (das haben wir ein paar Jahre vergessen) zusammenstellt und bestellt, das ist eine MEGAAUFGABE, darf ich mal wieder Mathe machen! 

Der Hübsche macht sich ja immer drüber lustig, dass ER in den beiden Mathevorlesungen im ersten und zweiten Semester jeweils eine 1.0 hatte und ich NUR eine 1.3 und er noch dazu im dritten Semester freiwillig Mathe 3 genommen hat (er hat es nach nur einer Vorlesung geschmissen!), und so schaute mich L. geduldig an, als ich meinte: "So, jetzt zeig mir mal, was ihr da so gemacht habt, vllt schön langsam, ich ..." "....hatte kein Mathe 3, gell?" "nein, ich wollte sagen: war beim Mathelernen schon lang nicht mehr dabei"

Hätten wir also auch geklärt, dass ich Bruchterme vereinfachen auch ohne Mathe 3 ganz gut kann, L. aber auch (kein Mensch braucht Mathe 3), das ist also alles in bester Ordnung. (Für den Deutschtest geht es um Balladen und da freue ich mich ein bisschen drauf! Meine Lieblingsballade ist natürlich "John Maynard", ich denke, die werden wir uns nach dem "Rezept", das sie im Deutschunterricht gelernt haben, mal anschauen, ich kann den doofen "Zauberlehrling" nicht mehr hören und sehen).

Dann....Lesepäuschen, Nachbarn Dankeschön fürs Katzenfüttern vorbeibringen, Sansa mit der NAgelschere ein paar Filzbollen aus dem Fell schneiden, und dann hatte ich solche Frühlingsgefühle, dass ich angefangen habe, Blumen für den Balkon in den Minigewächshäusern auszusäen. Ich will mir diesen Sommer ja Island auf den Balkon holen, deshalb wird es Lupinen und Angelika geben (und die letztes Jahr wegen Leistungsverweigerung fast weggeschmissenen Stockrosen sollten endlich mal abliefern!).

Katzenründchen, respektive am Geldautomaten auf dem Werksareal Essensgeld für Q. abholen, der die ganze Woche Theater proben wird, daheim hole ich meinen vorletzten Liter an Tanja-Grandits-Gemüsefond aus dem Tiefkühler und bereite eine Suppe (Linse / Süsskartoffeln mit Tahintopping) aus dem Tanja-Kochbuch für den Hübschen und mich die Woche vor.

Q. kommt nach Hause und .... hat es geschafft, sich beim Kulissenschieben den grossen Zeh zu brechen. Also: nehmen wir an. Er ist von der Bühne (?) gefallen und mit dem gesamten Gewicht eben auf dem einen grossen Zeh. Der ist nun am Gelenk dick und blau und tut ziemlich weh. Er ist aber nicht krumm, Q. kann laufen (langsam), heute Abend ist in Liestal, wo wir wenn dann in die Notaufnahme gehen würden, Chienbäse, in der Nacht ist Morgestraich und dann Cortege und ausserdem Theaterprobe, also werden wir nicht in den nächsten Tag in einer baselnahen Notaufnahme aufschlagen, wenn es denn nicht UNBEDINGT sein muss. Und das scheint es aktuell nicht. (Der Arme! Unsere Nachbarn haben noch gemeint: "Und, alle heil zurück? Wir haben noch gedacht, vllt wäre dieses Jahr L. mal dran, mit Handgelenk oder so. Aber umso besser!")

Er residiert nun mit Coolpack auf dem Sofa und ist ganz verwundert ob des Servicelevels (ich arbeite vor, für wenn ich mal wieder was habe).

Abendessen: eigentlich wollten wir das hinundhergefahrene Käsefondue essen, aber es halt halt 15 Grad draussen und ich hatte diese Woche schon zweimal, deshalb habe ich Tofu süsssauer gemacht, das mögen auch alle und es passt mit all dem Gemüse besser zum Frühling.

Jetzt: noch eine Folge "True Detective" mit dem Hübschen und dann werde ich hoffentlich besser schlafen als gestern. Schlechter geht kaum.

 Wunschlistenfragen gibt es heute ein paar kleinere:

Fotos von Stricksachen: joah, ich habe in letzter Zeit v.a. Socken gestrickt, das finde ich immer ein bisschen langweilig zu zeigen. Und die nächsten anderen Teile werden Geschenke, also: es geht noch ein bisschen. Aber ich schwör: das nächste paar Socken, das heute abend fertig werden wird, das zeig ich!

Hier, bitte schön! (Lungauer Wolle-Seide, ein Regina-Satta-Muster aus dem gelben Heft)


Wie kam es zu dem Blognamen Brüllen und was bedeutet das kl.brüllen, weil ich Sie eigentlich nicht als brüllende Frau sehe, zumindest kommen Sie in den Texten meist ziemlich cool rüber.

Da sehen Sie mal, wie man sich täuschen kann. Mein Star Trek Charakter wäre B'Elana Torres und die Geschichte mit dem Blognamen habe ich schon mal aufgeschrieben.

Und es gibt ein Kirschkuchendebakel für die Zukunft zu verhindern, deshalb habe ich die Anleitung nochmal ausgeführt beim Rezept (sorry, ich dachte, das wäre offensichtlich.)

Samstag, Februar 17, 2024

170224 Wieder unten

 So, hier sind wir wieder. Die Ferienwohnung ist geräumt (wir hatten wirklich gut gepackt und pro Nase maximal noch ein Kleidungsstück sauber "über" (ich die superwarme Skiunterwäschengarnitur zB), das Essen war weg bis auf die Bonuspackung Kaffeekapseln, die Flammkuchenböden und den Sauerrahm / Käse, die Smacks, die irgendwie keiner mehr mag, da hat auch die Bergluft nichts dran geändert), dementsprechend wenig war einzupacken). Autobeladen war einfach, es war ja vorher alles drin, jetzt war es weniger, demenstprechend leichter ging alles rein.

Noch einmal Frühstücken mit Talblick, Küche putzen, Betten abziehen, Schlüssel abgeben, und runter mit uns. Wegen Bergsturz eine ohne Witz NOCH schmalere Strasse als auf dem Weg nach oben. Die Bewohner der Bergdörfer mit den winzigen Strassen amüsierten sich über die schockierten Gesichter der Flachlandbewohner mit ihren breiten Autos, die kaum glauben können, dass man zwischen Wand und Abgrund durchkommt. Ich nehme an, im Lauf des Samstags vergeht ihnen jeweils das Lachen und sie sind (zu Recht!) genervt von der (nicht grossen, aber halt nicht geplanten) Blechlawine, die sich ins Tal wälzt.

Superchargen in Bulle mit nur Holländern (und einem BMW, bisher hatte ich noch nie eine Fremdmarke an einem Supercharger gesehen), dann Stau bis Egerkingen, dann Nebel und daheim.

Die Katzen haben beide auf uns gewartet und so getan, als hätten sie die ganze Woche hungern müssen und insbesondere keine Snacks bekommen.

Die Skisachen waren binnen einer Stunde ausgeräumt, Waschmaschine läuft, Post ist erledigt und abgeheftet (ich habe meine neue "Mofa-Vignette" für 2025), draussen ist es unendlich grün und frühlingshaft und die Vögel veranstalten einen Heidenlärm!

Ich habe meine 4 Microgreenzuchtstationen neu bestückt, nur eine schimmlige Orange weggeworfen und dann beschlossen, dass ich nicht einkaufen gehen muss, der Kühlschrank ist wohlgefüllt und ich kann ja immer noch am Montag gehen, weil frei, aber Geschäfte hier offen.

Jetzt machen wir einen verspäteten Pizzafreitag (gildet fast, weil ja: genau, Montag frei) und um den Ferienspirit aufrecht zu erhalten, habe ich gerade noch dem Hübschen und mir Hotelzimmer in Hamburg und Kopenhagen für den Sommer gebucht. Ach, das wird auch sehr schön!


Auf der Wunschliste wird heute gefragt:

Was war ihr schlimmster bzw kürzester Job und warum?
Ich lasse jetzt mal alle Schüler- und Studentenjobs aussen vor, die waren alle mittelmässig aber mei, das ist halt die Natur der Sache. Ansonsten war mein schlimmster auch mein kürzester Job, nämlich nur eindreiviertel Jahre. Ich habe in der Marketing und Sales-Abteilung (lol, allein das schon) eines kleinen CMOs ("Contract Manufacturing Organisation", halt ein Lohnhersteller) als "Proposal Manager" gearbeitet. Dort gelandet bin ich, weil ich nach der Übernahme meines ersten Arbeitgebers durch DEN deutschen (und "deutsch" war dort so sehr Programm, das war nicht auszuhalten.) Chemiekonzern einen neuen Job gebraucht habe. Mir war mitgeteilt worden, dass ich ein Jahr (oder so) Zeit hätte, etwas neues zu finden, dann würde meine Stelle verschwinden. Das war per se nicht so schlimm, weil: dieser Konzern war der einzige, bei dem der Hübsche und ich einstimmig nach dem Studium und unseren Kontakten dort mit Leuten von dort beschlossen hatten, dass wir uns dort nicht bewerben werden und niemals für diesen Verein arbeiten wollen. Tja. Und dann haben sie unseren Arbeitgeber gekauft und das war noch schlimmer, als wenn man von vorherein dort gearbeitet hätte, weil man halt nur die teuren Leute aus der Schweiz waren, die man eh loswerden wollte. Die Zusammenarbeit mit der Zentrale war katastrophal, man liess uns einerseits am ausgestreckten Arm verhungern, andererseits sollten wir als unbürokratisches Kilolabor fungieren. Irgendjemand hatte ihnen wohl gesagt, dass die Vorschriften in der Schweiz nicht so streng wie in Deutschland wären und das führte zu dem denkwürdigen Telefonat mit einer Forschungschemikerin, die mir Versuchsunterlagen für eine Kilolaborkampagne in meinem Betrieb geschickt hatte. Ich hatte mir das durchgeschaut und die Daten sagten: Wenn wir das so machen, fliegt uns einfach das Gebäude um die Ohren. Ich rief also an und fragte nach den Sicherheitslaboruntersuchungen, die ja wohl nötig gewesen wären, um das im Labormassstab zu machen, vielleicht hatte ich ja was übersehen?! Es gab aber keine und auf meine entgeisterte Rückfrage, wie das denn gehen solle, so langsam könne man gar nicht dosieren, dass man diese Exothermie auffangen könne? kam aus Ludwigshafen: "Mit Eisbad drunter ist es nicht exotherm" Naja. Wir haben das dann nicht gemacht, aber ich war auch nicht traurig zu gehen.
Stellensuche damals war nicht ganz einfach (Übernahme bedeutet ja schon auch, dass viele Leute auf die Strasse gestellt werden), ich erinnere mich, dass ich mich aus lauter Verzweiflung sogar bei Weleda als Project Managerin beworben habe. Diese ach so achstsamen Eurhythmisten sind übrigens die einzigen, die mir nicht mal eine Eingangsbestätigung geschickt haben.
Anyway: für die Stelle als Proposal Managerin beim kleinen CMO war ich bestens qualifiziert, mit Verfahrensentwicklungs- und Betriebserfahrung, sie haben mich mit Handkuss genommen. Ich hatte da die Nase von Grosskonzernen so gestrichen voll, dass ich mir dachte: vielleicht ist was kleines, wo man direkt am Geschehen ist, doch besser? Da lässt uns niemand an einer SAP-Schnittstelle einfach verhungern?
Naja. Mein erster Chef dort war sogar sehr cool, ich hatte einen netten Bürokollegen und noch zwei Teamkollegen, aber der Job war halt schon hartes Brot. Die Firma kratzte an der Wirtschaftlichkeit, man wusste nicht wirklich, ob man Pharma oder Spezialchemie machen möchte. Der Job meiner Kollegen und mir war es, entweder Kundenanfragen "wir brauchen Produkt xy, bis wann könnt ihr das machen und was kostet das?" zu bearbeiten (entweder mit ihren eigenen Verfahren, das war einfach, oder aber selber schnell eines entwerfen, das war nicht ganz so einfach, und halt mit recht vielen Annahmen und Unsicherheiten verbunden) oder aber, für den Fall, dass keiner was anfragt, die Pipelines der verschiedenen Pharmaunternehmen zu durchsuchen und sich zu überlegen, wie diese Wirkstoffe wohl hergestellt werden und was wir davon wie machen könnten und zu welchem Preis. Und damit sind wir dann mit den wirklichen Sales Personen Klinkenputzen gegangen, d.h. man hat um einen Termin bei irgendeinem Einkaufsmenschen gebettelt, der eh keine Lust auf einen hatte, dann haben die Salesreps die Firma vorgestellt und dann durfte der/die von uns, die mitgekommen war, zeigen, was wir uns anhand ihrer Pipeline ausgedacht hatten. Bei mir hat das EINMAL geklappt, dass wir da einen Auftrag bekommen haben und dann wurde es richtig mühsam, aber das ist eine andere Geschichte. Jetzt, so von der anderen Seite gesehen, ist das totaler Irrsinn und Verbraten von Manpower und Ressourcen auf allen Seiten. Die Einkaufsmenschen auf der Pharmaseite haben überhaupt keine Ahnung, welche Zwischenstufen es überhaupt braucht und wie die Synthese davon funktioniert, die Supply Chain steht eh schon fest und wenn nicht, dann hat jedes grosse Pharmaunternehmen seinen Pool an CMOs, mit denen man zusammenarbeitet (und welche, mit denen man nie wieder zusammenarbeiten wird), da wartet niemand auf ein Dreamteam, das dir anhand einer halbtägigen Datenbankrecherche mal erklärt, wie deine Synthese laufen sollte.
Naja. Nach einem halben Jahr hat mein Chef dann gekündigt und der neue war einfach furchtbar. Ich meine: der Job war jetzt nicht grossartig, aber ich konnte ihn. Ich konnte anhand eines Verfahrens und des Anlagenparks ausrechnen, wie viel man wie schnell und für welchen Preis produzieren kann, ich kannte mich mit Lösungsmittelrecycling und Ausbeuten und Cycle Times aus, ich wusste, was ging, was man optimieren kann und wieviel Unsicherheit drinsteckt. Der neue Chef.... naja, war so sehr Mikromanager, dass er mit dem Rotstift die Offerten korrigierte, das ist mir in meiner gesamten Karriere vorher und nachher nicht mehr passiert. Er hat unrealistische Zahlen gefordert, war sachlichen Argumenten nicht zugänglich ("Da schreiben Sie jetzt hin: ab Kampagne 2 Recyclingquote 90%" "Das ist aber technisch nicht möglich, weil Azeotrop, das kriegen wir nicht getrennt" "SIE. SCHREIBEN. 90%." ). Meine Kollegin hat regelmässig weinend sein Zimmer verlassen, wenn ihre Sachen zerpflückt wurden. Ich habe zwei Wochen nach seinem Start angefangen, einen neuen Job zu suchen, und solche Offerten nicht mehr unterschrieben. Er wusste praktischerweise nicht, dass Firmenstandard war: der Proposal Manager und der Head of Marketing & Sales unterschreiben das gemeinsam, ich habe meinen Namen einfach immer weggelassen und ihn das allein unterschreiben lassen, wenn es Quatsch war. (Die Firma wurde dann zwischendrin von einem Hedgefond übernommen, der Produktionsleiter gespickt, alles bis auf Marketing und Sales auf Kurzarbeit umgestellt, es war echt nicht schön dort).
Es ging dann Gottseidank nicht ewig, bis ich meinen Vertrag bei meinem jetzigen Arbeitgeber in der Tasche hatte. Der skurrilste Tag war dann tatsächlich der meiner Kündigung: mir wurde wieder mal eine Rechnung zerpflückt und als er fertig war, meinte ich nur: "Ich hätte noch eine kurze Sache, ich red nicht lang drum rum: ich kündige." Ich weiss nicht mehr, wer das danach gesagt hat, aber es ist so wahr: "Wenn der Chef ob einer Kündigung aus allen Wolken fällt, ist das die Bestätigung dafür, dass der Schritt richtig ist."
Ein sehr skurriler Moment kam dann nochmal ein paar Jahre später, als mich der neue Produktionsleiter der Firma anrief und fragte, was es bräuchte, damit ich zurückkäme und zwar als Betriebsleiterin. Im Nachhinein tut es mir ein bisschen leid, ich kannte ihn ja gar nicht, aber ich musste so lachen, und meinte "Es gibt einfach NICHTS, was mich dorthin zurückbringt."
Ein zweiter sehr skurriler Moment war, als ich in meinem letzten Job vor dem aktuellen für ein Outsourcingprojekt Offerten verschiedener CMOs von technischer Seite beurteilen sollte. Ein Angebot war doch tatsächlich von meinem ehemaligen Chef unterschrieben, der mittlerweile auch die Firma gewechselt hatte, nicht aber seine Strategie, technisch nicht machbares vom Himmel zu versprechen. Naja. Das Angebot hat eh hinten und vorne nicht gepasst, aber ich habe mir die Mühe gemacht, es aus wissenschaftlicher Sicht zu zerlegen und meiner Kollegin vom Procurement, die das telefonisch verhandelte, eine Liste an Fragen und "bitte nochmal revidieren, das ist technisch nicht möglich" an die Hand gegeben. Er hat nie erfahren, dass das von mir kam, aber mir hat es Spass gemacht.
Nun ja. Nicht bald danach wurde die Firma mehrfach vom Kanton und anderen offiziellen Stellen geschlossen, verklagt, etc. es ging um hässliche Sachen wie seit Jahrzehnten leckende Abwasserleitungen und massive Sicherheitsmängel. Mittlerweile sind sie pleite und es ist vom ganzen Firmenareal nichts mehr übrig, es ist nur noch eine leere Betonfläche (hoffentlich in alle Richtungen gut versiegelt.)
Ich referenziere diese Zeit dort übrigens immer als "Ich habe viel über das CMO-Business dort gelernt, und sei es nur, wie wichtig es mir ist, bei einem forschenden Pharmaunternehmen zu arbeiten."

Freitag, Februar 16, 2024

160224 Made it

Heute dann letzter Skitag: es war wieder recht warm. Oben gings ab Mitte wurde es unangenehm sulzig. Niemand von uns hat sich ernsthaft verletzt, der Hübsche hatte heute ein bisschen Sturzpech, aber es scheint nichts schlimmeres passiert zu sein.



Sonst: gefühlt immer mehr heulende Kinder und gestürzte Personen eingesammelt und aufgerichtet (nicht immer ganz klar, was die Erwartungshaltung ist: "Can I help you?" "Yes, I have to get my skis back on" "Ok, I am here to give you a hand".... und dann nix mehr. Was dachte sie, dass ich ihr die hinterhergetragenen Skier und Stöcke jetzt mit der Hand dranmache, während sie mitten auf der Piste sitzt? Ich war dann ganz froh, als die Skilehrerin kam und übernahm.)

Daheim: bisschen Generve (der Hübsche hat es geregelt). Aus irgendwelchen Gründen bekommen wir von der Stromgesellschaft Smartmeter eingebaut, das wird von einer Subcontractofirma erledigt und zwar zwischen Februar und November, Infobrief kommt rechtzeitig. Infobrief kam vorgestern "Wir kommen am Freitag, es darf auf gar keinen Fall eine PV-Anlage am Netz sein und einspeisen, das müssen Sie vorher abstellen, bis dann". Immerhin hatten unsere Katzenfütternachbarn Bescheid gegeben. Der Hübsche hat also gestern dort angerufen und gemeint: "Entweder kommt ihr wann anders oder aber ihr müsst die PV Anlage selber aus- und wieder anschalten, dabei darf sie aber nicht kaputtgehen". und sie haben sich für zweiteres entschieden. Natürlich haben sie sie abgeschalten und dann Sachen gemacht und dann nicht wieder eingeschaltet. Der Hübsche hat also angerufen, "Oh, shit" und dann musste nochmal jemand kommen und jetzt läuft wieder alles. App-Überwachung sei dank. 

Jetzt sind wir alle wieder unten, ich bin aufgefüllt mit  Käsefondue (Q. wollte unbedingt noch eins essen und es gab es dort nur für mindestens zwei. Habe ich mich halt geopfert.)


 Heissgetränken (ich wurde ein bisschen gierig und habe einen Kaffee, einen Lady Grey- und einen Pfefferminztee gleichzeitig für mich ganz allein gemacht, gleich dran mit Duschen, dann packen wir das, was geht, schon mal ins Auto und dann gibt es heute noch eine letzte Portion Nudeln mit Tomatensosse und das war's mit Skiferien für dieses Jahr (grösste Freude immer, wenn es mir wieder einfällt: Montag ist noch frei, yay!)

Frage von der Wunschliste:

Ihre Kinder können ja (vermutlich) frei wählen was sie in ihrer Freizeit machen möchten (unabhängig vom Finanziellen). Konnten Sie als Kinder auch frei wählen oder gab es Beschränkungen wegen Finanzen oder wurde über das Hobby bestummen und man machte halt das?

Also: so richtig 100% freie Wahl haben unsere Jungs schon auch nicht. Es gibt Sachen, mit denen hätte ich aus ethischer Sicht Mühe (Schützenverein zB), aus Commitment- und finanzieller Sicht (alles mit Reiten zB) und auch bei Golf hätte ich durchaus Mühe. Alles, was Elternbeteiligung wie Fahrten zu Turnieren / Wettkämpfen / Trainings etc angeht, ist nicht selbstverständlich und ich bin ganz ehrlich gottfroh, dass die Unihockey-Sache recht schnell wieder beendet wurde. Ich habe wirklich nicht besonders viel Lust, meine Wochenenden auf der Fahrt zu und in Turnhallen jwd zu verbringen.

Bei uns daheim früher gab es natürlich deutlich mehr Einschränkungen, wir waren ja vier Kinder und es war kein Doppelverdienerhaushalt. Ausserdem haben wir auf dem Dorf gewohnt, wo es ausser Fussballverein NIX gab, auch die ÖV-Anbindung war unterirdisch. Dementsprechend mussten alle Hobbies auch dahingehend machbar sein / forderten neben dem Finanziellen auch ein sehr grosses zeitliches und organisatorisches Commitment von Elternseite. Als ein zweites Auto angeschafft wurde, das eben nicht für den Arbeitsweg meines Vaters den ganzen Tag ausser Haus war, wurde da dann recht viel möglich. Musik wurde grossgeschrieben und ich hätte super gern Querflöte oder Geige gelernt, aber mein Grossvater hat uns (?) eine Klarinette geschenkt, also lernte ich Klarinette (und später Klavier). Hat dann auch Spass gemacht, ich hatte eine grossartige Zeit in verschiedenen Orchestern, aber naja, meine Wahl wäre es nicht gewesen. In Sachen Sport hatte ich den Eindruck, dass meine Eltern sich das vorstellen konnten, was sie früher gemacht haben oder gern gemächt hätten, also nicht zB Turnen, was ich sehr gern gemacht hätte, sondern Leichtathletik, was ich noch nie mochte und auch nie gemacht habe. Ich habe mir dann irgendwann das Trampolinturnen ertrotzt (und wurde auch dorthin gebracht und geholt, das war nicht ohne, war ja auch ganz wo anders als das Leichtathletiktraining) und mit dem Tanzen nach dem Anfängerkurs immer weitergemacht, irgendwann dann auch im Verein. Es hatte daheim nie dieselbe Wertschätzung oder Begeisterung wie Leichtathletik oder Handball, aber mei, MIR hat es Spass gemacht. Und, das war ja die grosse Angst meiner Eltern, ich habe mich tatsächlich beim Trampolin deutlich weniger verletzt als meine Schwestern bei Leichtahtletik oder Handball (zwei Wochen Sportbefreiung gab es für die angebrochenen Wirbelfortsätze und nochmal zwei für die Aussenbänder. UND DAS WAR IN DEN FERIEN!)

Mein Learning daraus übrigens: keine vier Kinder und einen Wohnort mit ordentlicher ÖV-Anbindung und Freizeitangeboten.

Donnerstag, Februar 15, 2024

150224 Chillax

 Heute haben wir wie geplant ausgeschlafen, d.h. ich hatte deutlich mehr Zeit, in meinem Traum den total ungerechtfertigten "Verweis" (weiss gar nicht, wie das heutzutage und hier in der Schule heisst) für L. anzufechten (es war UNGLAUBLICH ungerecht) und meinen Weg an Bauernaufstand mit Treckern ins Kino zu bewerkstelligen. Meine Güte, was für eine anstrengende Nacht. Und dann wussten weder L. noch der Hübsche meinen Einsatz auch nur ansatzweise zu würdigen. Tssss.

Gemütliches Frühstück (ich habe mir beim Semmelaufschneiden mit Schmackes in die Hand gestochen und weil alle dachten, ich hätte das mit dem Streichmesser geschafft, waren zwar alle beeindruckt, aber nicht unbedingt verständnisvoll, als mir wegen "aus mir läuft Blut" schwummrig wurde. Als ob ich mich ausserhalb eines Fluzeugs mit einem Buttermesser verletzten würde!), Buch-Auslesen (ich liebe die Maria-Kallio-Reihe und wie praktisch, dass ich offensichtlich ein bisschen gepennt habe und nach dem Cliffhanger von diesem Band direkt weiterlesen kann), dann sind wir in Zivilkleidung in die Gondel über den Berg gestiegen. Es ist tatsächlich einfacher, mit einer Gondel rauf und der nächsten wieder runter zu fahren, als mit dem Auto ganz ins Tal und nach Verbier nach oben zu fahren. Abgesehen davon, dass in Verbier parken halt auch Irrsinn ist. 

In Verbier selber merkt man erst, was für ein verschlafenes Familienskidörfchen "unser" Ort ist: dort brummt es vor hippen Sportläden, vor Bars, vor Inneneinrichtungsläden und natürlich jeder Menge Maklern. Und es gibt eine "Wealth Management"-Dings, die fast so heisst wie mein Blog.



Wir haben uns in der Milk Bar aufgezuckert, es ausgenutzt, dass L. eh schon in "ich bin vllt wirklich aus meinen Babyskisachen rausgewachsen"-Stimmung ist und in einem hippen Laden einen fröhlich schwarzen Buff in Erwachsenengrösse für ihn gekauft.

Für diie Katzensitternachbarn haben wir lokale Feinkost zusammengesammelt und dann ging es auch schon wieder über denBerg zurück. Traditionell habe ich ein wenig Appartmenthunting für die nächsten Ferien betrieben und wir müssen morgen vor Ort nochmal schauen, aber vllt heben wir Ski-in-Ski-out nächstes Jahr auf einen nochmal anderen Level. NUR Ski, sonst nix, aber dafür eine grossartige Wohnung. Mal sehen.

Jetzt schaukelt mein Innenohr immer noch im Gondelrhythmus, alle haben sich an Chillerplätze verzogen und ich werde vllt bald mal wieder in die Badewanne gehen, "Wilder" fertig schauen. Morgen wird dann nochmal die Piste gerockt (Ich habe nach ungefähr ... 8 Jahren festgestellt, dass auf meinen Skiern "Slope Rocker" draufsteht. Dieser Verpflichtung war ich mir bisher gar nicht so bewusst.)

Auf der Wunschliste steht heute: "Was genau ist eigentlich Ihr Jöbli?"

"Product Strategy Lead", ich nehme an, damit ist alles geklärt, oder? LOL

Das bedeutet, dass ich für das entsprechende Produkt nicht nur für die End-to-End-Produktqualität (von Rohstoffen bis zum fertig verpackten Produkt in unserem lokalenWarehouse) verantwortlich bin, sondern auch für die gesamte Produktstrategie (von der technischen Seite her. Also: nix mit Marketing, Pricing, Medical, Drug Safety etc). Dafür leite ich ein crossfunktionales Team aus Qualität (ok, das bin ich selber), den beiden technischen Kollegen (Wirkstoffprodukton, das war meine frühere Rolle, und Galenik), Supply Chain, Technical Regulatory, Finance, Device und Vertretern der verschiedenen Produktionsstandorte. Ich bin die Vertreterin für Pharma Techops für alle Fragen / Themen zu diesem Produkt, das beinhaltet zB Zusammenarbeit mit dem Businessteam, mit Medical, Drug Safety, mit externen Partnern, mit unserer Kommunikationsabteilung, wenn es Medien- oder Investorfragen gibt, wenn es um die Zusammenarbeit mit Regierungen oder NGOs geht.

Hauptaufgabe ist es, sicherzustellen, dass das Medikament immer und überall in der richtigen Qualität und Menge (und zu vernünftigen Kosten) verfügbar ist und in Zukunft sein wird. Keine grosse Sache. Eigentlich

Mittwoch, Februar 14, 2024

140224 Fallenstinstag

Good news first: trotz des Datums habe ich KEINE NEUEN BLAUEN FLECKEN.

Ansonsten: ich wurde von Google Fotos daran erinnert, wie wir vor mittlerweile schon 8 Jahren ungefähr 8 Valentinstags-Dates gecrasht haben, damals als wir mit den Kindern die Igluübernachtung in ... Gstaad? von Sonntag auf Fasnachtsmontag gebucht haben. Ich lache immer noch innerlich (und falls Sie sowas planen: das ist nicht wirklich romantisch, es ist so fucking kalt, da bleibt jeder in voller Montur in seinem eigenen Schlafsack und gut isses.) Und meine Güte, waren die Kinder da noch klein, besonders L. tut mir nachträglich leid, dass wir ihn da mit den kurzen Beinen auf die Schneeschuhwanderung geschickt haben.

Heute: alles anders, ich hab die kürzesten Beine, beim Skifahren muss ich schauen, dass ich hinterherkomme. Es ist ja gut, dass ich mein Vertrauen in mein Knie wieder gefunden habe nach dem Unfall. Was mir fehlt (kann man jetzt schade finden, so wie ich, oder überfällig): das Grundvertrauen, dass ich mir schon nix tue ausser blauen Flecken. Und meine maximale Wohlfühlgeschwindigkeit ist ein paar km/h niedriger als auch schon.

Q. hatte sich heute mit einem Freund verabredet (nicht ganz einfach, wenn man aus unterschiedlichen Tälern startet, hat aber geklappt. Leider haben sie ihre Theaterskripts unten vergessen und konnten dem Regisseur das geplante Selfie als Vollzugsbeweis für "Leute, Text lernen, zur Not im Skilift!" nicht schicken). Erstes Mal für mich: in einem Familienskiurlaub ein Kind ziehen lassen zum Alleinfahren. (Bisher wollten sie das aber auch nicht, ist ja auch praktischer, wenn sich jemand anders um die Route kümmert  und den Snackrucksack trägt) Und so habe ich die Situation, in der eine Maximalgeschwindigkeit von 79km/h aufgezeichnet wurde, nicht gesehen. Ist vllt besser so.

Der Hübsche hat Videos von heute hochgeladen (was man nicht sieht: ich fluche deshalb so unflätig, weil er mich von oben bis unten eingeschneit hat, incl meine Handschuhe bis in alle Fingerspitzen mit Schnee füllen, das war schon so ein unschöner Move.)

Wir haben mit L. noch einmal die harmlosere Freeridepiste gemeistert (naja, ich zB nicht soooo elegant, aber ohne Sturz) und auch keinen Stecken mehr abgebrochen. Ich habe heute nur ein heulendes Kind wieder aufgestellt und zu seiner Skischultruppe gebracht (vermutlich), dafür aber zwei andere erzogen (meine Güte, ich dachte, ich hätte meinen Teil an Kindererziehung erledigt, und Skilehrpersonen hätten für die Zeit des Skikurses eine gewisse Autorität? Ich mags halt einfach nicht, wenn mir auf den Skiern rumgetrampelt wird und man sich am Lift vordrängt, das weiss Alex jetzt auch. Von mir ("Du lässt das jetzt mit dem Drängeln, verstanden? Danke." und von L. ("Spinnsch?") und wir mussten doch beide lachen, als er vor lauter Drängeln und unnbedingt Erster sein müssen dann oben aus dem Lift gepurzelt ist und die ganze Skischulgruppe sich geknubbelt hat. Und waren froh, dass das hinter uns und nicht vor uns stattgefunden hat. Meine Güte. Es gibt schon so unsympathische Kinder.... (Auch sehr süsse und sehr höfliche und das sind viel mehr).



Jetzt sind wir alle rechtschaffen müde, morgen soll es ungefähr 100000 Grad warm werden und wir haben den verrückten Plan, NICHT Skifahren zu gehen (es macht echt keinen Spass im Matsch), sondern mit der Gondel über den Berg zu fahren und mal Schickimicki-Verbier zu Fuss zu erkunden.


Auf der Wunschliste steht folgende Frage:

War ein GPS-Tracker für die Katzen mal ein Thema?

Oh ja, das war es auf jeden Fall! Erstens: Kontrollettis, zweitens Geeks (wie cool wäre es, wenn wir eine Karte der Katzenspaziergänge anlegen könnten?

Dagegen spricht:

1. Wir haben seinerzeit kein gescheites Modell gefunden, das nicht einen sauteuren Vertrag beinhaltet.

2. Wir haben gedacht, wir würden uns mit der Zeit daran gewöhnen und cooler werden. (klappt so naja)

3. Die Tracker sind richtig, richtig gross, das sieht ein bisschen fies aus, wenn die Katzen das rumschleppen.

4. Airtags wären eigentlich noch ganz cool, auch von der Grösse, ABER:

5. Unsere Katzen tragen schon lang keine Halsbänder mehr. Jonny hat es einmal geschafft, sich mit einer Pfote drin zu verfangen und wer weiss wie lang dreibeinig rumzuhumpeln, deshalb ist die Halsbandsache für immer erledigt und damit auch die Trackersache. (Und ja, es war natürlich eines, das auf Gewicht eingestellt ist, damit er sich nicht erwürgen kann. Aber ganz offensichtlich bekommt man mit einer Pfote nicht das Körpergewicht als Kraft hin...)


Übrigens: es hat noch Platz für Fragen, wenn Sie noch was wissen wollen. Hauen Sie einfach raus! Es gibt halt keine Antwortgarantie, sag ich grad dazu. Wenn es eine Frage ist, die Sie selber zB nicht beantworten würden oder die sie persönlich niemandem stellen würden oder die Frage einen Unterton hat, der einen Vorwurf oder eine Wertung beinhaltet, dann lassen Sie sich mal überraschen, wie ich an dem entsprechenden Tag gelaunt bin. 

Also: überraschen Sie mich!