Samstag, Dezember 10, 2016

Keine zeit

Weil party. Aber zum nagellackieren hat es gereicht

Freitag, Dezember 09, 2016

Kollateralschäden

Erledigrrrrl hat sich heute frei genommen, um für die Party morgen schon mal vorzubereiten, was geht. Gestern abend habe ich nach Standortgespräch in der Schule, Abendessen mit den Kindern, alles mit der Hand spülen, weil unsere Spülmaschine streikte (der Hübsche can haz fixed it, nachdem ich ihm erklärt hatte, dass er E15 auch bei der gar nicht mehr so neuen Spülmaschine schon mal repariert hatte.) einen Projektplan erstellt (der Menüplan für Samstag stand ja schon, aber man kennt das ja: die Kunst ist, so zu sortieren, dass man das, was man vorher machen kann, vorher macht und dann am Schluss noch Zeit hat, sich die Nägel zu lackieren.), schon mal Pfefferkuchenteig für das Nikolaushäuschen auf der Torte geknetet, Sellerie-Kokos-Suppe gekocht, Apfel-Cranberry-Kompott fürs Trifle gekocht und dann noch lange "The Good Wife" geschaut.
Heute dann: Pakete schicken, Pakete holen (ich habe mir anscheinend mittlerweile eine Vorzugsbehandlung erstritten, meine Pakete liegen mittlerweile mit Namen drauf gross angeschrieben hinter der Theke parat), frische Sachen einkaufen, daheim weiterwerkeln, beten, dass die Spülmaschine jetzt tut (ja!), Wäsche waschen, Gästezimmer parat machen und so weiter.
An Kollateralschäden habe ich bisher zu vermelden:
1 schräg aufgeschlitzten kleinen Finger (Paketband an sehr kalter Hand. Tat gar nicht weh, hat aber so ein komisches klaffendes Gefühl und sehr viel geblutet)
1 angeschlitzen Daumen (Eierschale. Fragen Sie nicht.)
1 sehr praktisch verbrannten Daumen, es tat kurz weh, jetzt ist es wie taube Hornhaut
1 sehr verwirrter Compliance Officer, der anrief, als Little L. gerade Pokemons sortierte. Anstatt das Telefon weiterzugeben, ging er ran, meldete sich vorbildlich mit "Hallo, hier ist Little L. Brüllen, wer ist dran?" und diskutierte dann relativ lang, bis er meinte: "Das weiss ich nun wirklich nicht, das sollten Sie mit meiner Mama besprechen". Bin ich ja mal froh, dass er mein Visum und Kürzel nicht schnell noch geändert hat.

So. Jetzt auf die ersten Gäste freuen! (ah, nein, ich muss noch Pudding kochen und Parmesanricottacreme machen)

Donnerstag, Dezember 08, 2016

Whaaaaaaat?!

Vielen Dank, meine Lieben, für all Ihre Glückwünsche auf allen Kanälen, das hat mir wirklich das Herz erwärmt!

Einen der besten Wünsche fand ich übrigens: "Immer genug Geschichten", das ist nämlich was, was ich wirklich gut gebrauchen kann. Heute habe ich unfreiwillig selber für eine gesorgt, ich hoffe, ich kann sie so erzählen, dass sie so lustig klingt, wie ich sie fand.
Also: ich habe auf einem Firmenkurs im April eine Kollegin kennengelernt, mit der ich unbedingt danach mal zu einem zwanglosen Mittagessen jenseits von Coachingsessions und "Wir müssen unsere Phantasiefirma zum Laufen bringen" abmachen wollte. Das ist seit Monaten aus drölfzig verschiedenen Gründen nicht passiert. Letzte Woche bin ich ihr im Foyer des Elfenbeinturms über den Weg gelaufen und wir haben abgemacht, dass ich, sobald ich auf halber Höhe angekommen wäre, das sofort jetzt aber wirklich mal machen würde.
Ich habe mich also brav hingesetzt, den Google-Kalender aufgemacht, den sehr seltenen, sehr alten Namen der Kollegin eingetippt (stellen Sie sich "Brunhilde" vor. Diese Kategorie), Termine abgeglichen, einen einzigen noch im Dezember gefunden, mit der kurzen Notiz: "Hallo Brunhilde, ich bin stolz auf mich, ich habe in unseren beiden unglaublich vollen Kalendern noch einen einzigen Termin dieses Jahr gefunden, ich hoffe, es klappt. LG K".
Heute war dann dieser einzige Termin, für mich lag er auf einmal recht unpraktisch, weil ich wegen Meetings davor und danahc zweimal durch die ganze Stadt musste, aber eben: "einziger Termin im Dezember, ausstehend seit April, das mache ich jetzt, essen muss ich so oder so".
Als ich Punkt 12 die Lobby des Elfenbeinturms betrat, klingelte mein Handy, es war Brunhilde, die schon vor der Kantine wartete und sich versichern wollte, dass ich auch wirklich käme. Ich bin also in den Lift gesprinten, im 4. Stock wieder raus, habe die die auf ihre Lunchverabredungen wartende Menge abgesucht: nichts. Brunhilde ist nämlich sehr gross und schlank, die hätte eigentlich aus der Menge herausstechen müssen. Ich war sehr verwundert, weil grade eben hatte ich sie doch noch am Telefon gehabt. Ich zog also mit maximal verwirrtem Gesicht mein Handy raus und wollte gerade nochmal anrufen, um zu klären, ob wir vielleicht an verschiedenen Kantinen aufeinander warteten, da sprach mich eine mir vollkommen unbekannte Frau an:

Unbekannte Frau: "Hallo, bist Du Frau Brüllen?"
Ich: "Ja....."
UF: "Hallo, super, wir haben ja zum Essen abgemacht."
Ich: "Ähhhh....." (Ich dachte: "nein, ich hab dich noch nie gesehen!")
UF: "Ich bin Brunhilde."
Ich: "Ähhhh...." (ich dachte: "äh, nein?! Ausser du hattest eine Gesichtsoperation, bist seit April etwa 20 Jahre gealtert und 30cm geschrumpft.")
Ich habe auf ihren Firmenausweis geschielt und tatsächlich, da stand "Brunhilde". Ich hatte nach wie vor keine Ahnung, wer diese Frau ist, nur dass ich anscheinend mit ihr zum Essen verabredet war.
Ich: "Ja, äh, sorry, ich bin grad ... also, ich komm grad aus einem voll anstrengenden Meeting und bin noch nicht ganz da, sorry."
UF: "Klar, kein Problem, ich finds toll, dass wir uns mal treffen."
Ich: "Äh. Mhm. Ja, super." (WER BIST DU?!)
UF: "Ja, weil wir von der "kryptische Abkürzung"-Gruppe, wir kriegen unsre Reviewer eigentlich nie zu Gesicht, deswegen habe ich mich total über die Einladung gewundert. Aber auch gefreut."

Und dann schnackelte es: Es gibt eine Gruppe in der Firma, die für jedes Produkt pro Jahr einen Riesenbericht mit allem zusammenstellt und den müssen dann 1000 Leute reviewen und approven und alles ist sehr kompliziert. Und eine der Frauen aus dieser Gruppe hatte den Bericht für eines "meiner" Produkte fürs vergangene Jahr zusammengestellt und eine Frage an mich gehabt und mir deshalb eine Mail geschrieben und diese Frau hiess auch Brunhilde und Google-Mail fand deshalb, dass sie wegen kürzlicher Kontaktaufnahme sicher die Brunhilde wäre, mit der ich einen Termin abmachen wollen würde.

Ab dann war es eigentlich einfach, ich hatte tatsächlich genug Fragen zu dem Berichtsprozedere, um ein halbstündiges Mittagessen locker zu füllen und meinen ersten Eindruck als nicht besonders schlauer oder sprachbegabter Mensch ("Äääähhhhh.....") mit sehr verwirrtem Gesichtsausdruck zu revidieren. Und mit dem Image, wahllos Leute mit kryptischen Einzeilern zum Mittagessen einzuladen, muss ich jetzt halt leben.

Das Mittagessen mit der anderen Brunhilde steht aber immer noch aus. Bei der Suche in meinen Kontaktdaten habe ich dann festgestellt, dass sie sozusagen Brunelda heisst....

Mittwoch, Dezember 07, 2016

40: Antworten (und Fragen)

Heute ist es also soweit: ich verlasse die mir eigentlich sehr lieb gewordenen 30er und betrete das Reich der gesetzteren älteren Damen jenseits der 40 (das ist doch so da, oder? Ich habe auf jeden Fall schon mal geschaut, welche lila Haartönung ich mir anschaffen sollte).
Und weil so ein runder Geburtstag ja immer auch eine Gelegenheit ist, mal hemmungslos Nabelschau einen sentimentalen Rückblick zu betreiben, habe ich mir eine Idee von DailyPia geklaut („Steal with Pride“ klingt ehrlicher als „inspired by“), die ich jetzt leider nicht mehr finde (EDIT: einfach mal fragen. Hier war es). Und zwar: Briefe an mein jüngeres Ich.

Der erste geht ins Jahr 1981


Liebe 5jährige K.,
Du wünschst Du sehnsüchtig ein Meerschweinchen und leider, leider wird auch heute keines auf deinem Gabentisch sitzen. Deine Eltern versprechen Dir, dass Du mit 6 Jahren aber sicher alt genug sein wirst, um Dich um ein Tier zu kümmern und Du müsstest nur noch ein wenig Geduld haben. Ich bin ungern der Überbringer schlechter Nachrichten, aber das wird nicht passieren. Statt eines Meerschweinchen bekommst Du mit fast 6 eine kleine Schwester. Das wirkt auf den ersten Blick ein bisschen doof, aber glaub mir, so toll sind Meerschweinchen auch nicht. Ausserdem versprechen Deine Eltern Dir, dass Du mit 10 dann aber sicher eines bekommst.
Ansonsten warten spannende und auch leider nicht immer nur schöne Zeiten auf Dich. Du kannst ja schon länger lesen, aber leider, leider hättest Du mal lieber Apfelbaummalen üben sollen, weil so darfst Du nächstes Jahr noch nicht in die Schule. Das ist aber ehrlich gesagt nicht wirklich schlimm, weil so bekommst Du die allerbeste Erstklasslehrerin, die es gibt. Die erkennt sehr bald, dass Du kein Krawallkind bist, sondern unterfordert und so kommst Du dann doch in die Klasse, in die Du erst nicht durftest. Das wird dann leider ein sehr scheussliches halbes Jahr, wo Du die negativen Seiten des Dorflebens alle auf einmal erfahren wirst, wo Du lernen wirst, dass es Lehrer gibt, die diesen Beruf besser nicht ergriffen hätten. Lass Dir davon den Spass an der Schule nicht verderben, das wird alles! Du wirst auch lernen, dass, auch wenn es sich im Alltag nicht immer so anfühlt, Deine Eltern, wenn es darauf ankommt, wie Löwen für Dich kämpfen.
Alles Liebe
K.

Der nächste Brief geht ins Jahr 1986:

Liebe 10jährige K.,
Na, bist Du mir beleidigt, weil ich Dir nicht im letzten Brief schon verraten habe, dass es auch mit 10 nichts mit dem Meerschweinchen wird? Aber lass Dir gesagt sein, die dritte kleine Schwester, die Du jetzt immer mal wieder in den  Mittagsschlaf spazierenfahren musst/darfst, die wird irgendwann mal eine ganz tolle junge Frau und auch wenn Du Dir das jetzt kaum vorstellen kannst, mal sowas wie Deine allerbeste Freundin. Und ja, das Meerschweinchen kommt auch noch irgendwann.
Du bist frisch am Gymnasium und geniesst die weite Welt der Kleinstadt nach der Dorfschule sehr. Ausserdem hast Du das Gefühl, unendlich viel lernen zu können und zu dürfen und bist im Paradies. Die Schulbücher hast Du in der ersten Woche schon durchgelesen. Diese Begeisterung und Neugier für Lernen und Wissen lass Dir bitte nicht nehmen oder als "Streber!" kleinreden. Die wird Dich durch die Schule, durch die Uni und das Leben tragen. Deine Sonderstellung als Jüngste und Klassenbeste und überhaupt wird es Dir nicht leicht machen, Freundschaften zu schliessen. Das ist so. Das ist der nicht ganz so tolle Teil an der Schulzeit, der auf  Dich wartet. Aber glaub mir: das wird. In der 11. Klasse wird es dann besser. Viel besser.
Ich weiss, dass Du beschlossen hast, Dir die Haare wachsen zu lassen, weil am ersten Schultag keiner neben Dir sitzen wollte, weil die Mädchen dachten, du wärst ein Bub mit den kurzen Haaren und die Buben merkten, dass Du ein Mädchen bist. Nun ja. Ich sags mal so: die Idee mit den langen Haaren ist eigentlich nicht so schlimm, aber der Schnitt, den Dir der Friseur nächstes Jahr verpassen wird, der wird traumatisch. Sehr. Und vielleicht beruhigt es Dich zu wissen, dass Du viel später irgendwann mit dem Foto aus dem April zum Friseur gehen wirst und sagen: Bitte wieder so.
Ach ja: Du wirst merken, dass Du in den nächsten Monaten immer mehr und immer öfter Kopfschmerzen bekommen wirst. Kein Drama, du brauchst einfach eine Brille. Auch hier: Deine Eltern lassen Dich aussuchen, was Du möchtest. Das garantiert später wenigstens viel Spass beim Fotoalben anschauen :-).
Ich weiss, dass Du nicht total davon überzeugt bist, dass Klarinette DEIN Instrument ist. Du wirst Dir immer heimlich wünschen, dass Du doch Querflöte oder ein Streichinstrument hättest lernen dürfen. Aber glaub mir: Du wirst auch mit der Klarinette richtig gut und es geht gar nicht mehr so lang, dann hast Du Deinen festen Platz im Schulorchester.
Ach ja: Orchester. Das und die Theatergruppe, in der Du jetzt noch zu den Winzlingen gehörst, die sich für einen Auftritt mit nur 4 Zeilen die Haare auftoupieren und hellblau sprayen lassen müssen, werden Dich bis zum Abitur begleiten. Geniess die Zeit!
Alles Liebe
K.

Der nächste Brief geht ins Jahr 1991:

Liebe 15jährige K.,
na, hatte ich nicht recht mit der allgemeinen Überschätzung von Meerschweinchen? Kudos übrigens, wie Du die pädagogische wertvollen Ansätze Deiner Eltern ("Wart mal drei Monate, wenn Du dann immer noch möchtest, ist es von uns aus okay.") zu den Themen "Ich hätte gern eine Ratte und Ohrlöcher" ausgesessen hast.
Ich habe gute Neuigkeiten für Dich: ab jetzt wird es besser. So unwohl wie jetzt wirst Du Dich nie wieder in Deinem Körper oder in Deinem "Sozialgefüge" fühlen. Du wirst zum Halbjahr die Klasse wechseln und deinen Status als bunter Hund weiter zementieren. Aber keine Angst, nach jahrelang die Jüngste ist jetzt "Mit Abstand die allerallerjüngste" ehrlich gesagt besser. Du wirst von Deinen Klassenkameraden nicht mhr als Konkurrenz angesehen, eher als Maskottchen. Du wirst eine Clique finden, in der Liebe zu Theater, Musik, Naturwissenschaften und alten Sprachen nicht seltsam, sondern einfach nur normal ist. Du geniesst dein volles Programm aus Musik, Orchester, Theatergruppe, Tanzsportverein, Trampolinverein. Und mach Dir keine Sorgen, ich weiss, dass Du das Gefühl hast, alle um Dich rum haben einen festen Freund oder Freundin, Deine Zeit kommt auch noch. Nächstes Jahr dann. Und nein, es ist nicht der hübsche Trompeter mit den Locken. (Leider.).
Was leider nicht leichter werden wird, ist die Sache mit Deinen Eltern. Sie werden es nicht verstehen, dass Du zwar immer zwei, drei, vier Jahre jünger sein wirst als Deine Freunde, aber eben auch nicht ewig 12 bleiben wirst. Es wird viel Streit, Tränen, zugeknallte Türen geben und es wird innerlich viel zu Bruch gehen, was sich nicht mehr richtig kitten lassen wird. Was Du immerhin mitnehmen wirst, ist eine sehr klare Vorstellung, welche Art von Elter Du später sein bzw. auf gar keinen Fall sein möchtest.
Alles Liebe
K.

Der nächste Brief geht ins Jahr 1996:

Liebe 20jährige K.,
na, da ist einiges passiert in den letzten 5 Jahren, hm? Erste Liebe, Abitur, erster Urlaub ohne Eltern, Studienbeginn und aktuell planst Du den grossen USA-Aufenthalt nächstes Jahr. Darf ich Dir was verraten? Bis dahin wird noch sehr viel passieren. Schönes wie Schreckliches. Es wird mit dem scheusslichsten Silvesterfest beginnen, das Du jemals erlebt hast. Ich weiss, Du hast eigentlich gar keine Lust mitzufahren, aber vermutlich ist es gar nicht so schlecht. Es wird Dir die Augen öffnen, dass Du längstens aus Deiner ersten Liebe rausgewachsen bist und das keine Zukunft hat. Du wirst mir jetzt nicht glauben, aber Du kennst den Mann schon, mit dem Du (soweit ich das im Jahr 2016 beurteilen kann) den Rest Deines Lebens verbringen wirst. Und zwar schon seit ein paar Jahren. Ich weiss, das klingt jetzt komisch und kaum vorstellbar, aber das Füchsle aus der ersten Reihe, der langhaarige Typ, der immer nur im Dreierpack mit seinen zwei Freunden auftrat, der den Laborplatz Dir gegenüber hatte, der wird der Vater Deiner Kinder werden. Ja, glaubs mir ruhig.
Zeitgleich mit diesem Gefühlskarussell werden sich Deine Eltern nächstes Jahr trennen. Das ist jetzt vermutlich nicht die allergrösste Überraschung der Welt, genau wie die Tatsache, dass auch 20 Jahre später die Wunden noch nicht geheilt sind.
Die Zeit auf der anderen Seite der Welt wird Dir gut tun, der physische Abstand helfen. Du wirst dort zwar einerseits so allein sein wie noch nie zuvor, aber auch das wirst Du schaffen. Ausserdem wirst Du Freunde fürs Leben kennenlernen und dich für immer in eine Stadt verlieben. Ich überlege heute noch, was wäre gewesen, wenn ich dortgeblieben oder dauerhaft dorthin zurückgegangen wäre...
Alles Liebe
K.

Der nächste Brief geht ins Jahr 2001:


Liebe 25jährige K.,
na, wieder einiges passiert, hm? Fertigstudiert, von daheim ausgezogen, direkt mit dem Mann deiner Träume zusammen (ich habs dir doch gesagt!), mit der Doktorarbeit angefangen, Katze angeschafft (die gibt es übrigens immer noch, es geht ihr immer noch sehr gut bei uns), eingetaucht ins Grossstadtleben. Klar, einige der vielen Interessen sind leider auf der Strecke geblieben und so ganz geht das Pieksen, das Du eben nicht mehr tanzt, nicht mehr in enem Orchester spielst, nicht mehr im Trampolinverein turnst, bis heute nicht weg. Aber das ist so, dafür liebst Du Dein Leben in der grossen Stadt mit Deinem allerbesten Freund an Deiner Seite, Ihr habt das Klettern für Euch entdeckt und seid auch in der Uni nach wie vor unzertrennlich. All denen, die Euch "maximal einen Monat, die sind so unterschiedlich und dauern aufeinanderkleben, das geht nicht gut" gegeben haben, habt ihr mal schön eine lange Nase gedreht :-).
Nächstes Jahr steht der nächste grosse Schritt an, Du weisst, dass sich Eure Zeit an der Uni dem Ende zuneigt. Ich weiss, die Einstellungssituation für Chemiker ist nicht die allerbeste, aber trau Deinem Instinkt, der Dir sagt, dass Du Dich aus dem Dunstkreis Deines Doktorvaters lösen solltest. Du bist nicht für die akademische Welt gemacht (übrigens auch nicht für die Unternehmensberaterwelt. Ich weiss, dass Dich das "Sie sind einfach zu nett, das muss sich ändern" der McKinsey-Leute nach dem Diplom sehr geärgert hat. Ehrlicherweise war das aber ein Satz, der Dir einerseits sehr viel über Dich sagt. Du bist nicht ZU nett, einfach nett, wenn auch nicht immer. Wenn diese Art für eine Unternehmensberatung ein Ausschlusskriterium ist, dann wärst Du dort auch nicht glücklich geworden.
Eure mittelspontane Idee, der EU den Rücken zu kehren und in die Schweiz zu gehen, wird super funktionieren. Ihr werdet das seltsamste Vorstellungsgespräch eures Lebens haben und es wird erfolgreich sein. Ihr werdet mit Sack und Pack und Katze umziehen in eine Gegend, wo es kaum mal schneit und die Euch auf einer Exkursion mit der Uni damals ganz gut gefallen hat. Irgendwann werdet ihr übrigens in genau den Anlagen arbeiten, in denen ihr damals mit grossen Augen rumgewandert seid und wo ihr Papierflieger vom Wasserturm geworfen habt.
Was Du übrigens vor lauter "Wie geht es weiter, wo wollen wir hin, wo werden wir mal einen Job finden und arbeiten und überhaupt, irgendwer muss diese Dissertation zusammenschreiben" überhaupt nicht auf dem Radar hast: es geht nicht mehr lang, und dann wird Dich Dein allerbester Freund fragen, ob Du ihn heiraten möchtest. Ja, ernsthaft! (Und Dir Jahre später noch erzählen, dass Du ihn nicht mal hast ausreden lassen, bevor Du vor lauter "Ja klar" das Champagnerglas umgeschmissen hast).
Alles Liebe
K.

Der nächste Brief geht ins Jahr 2006:


Liebe 30jährige K.,
na, wieder einiges passiert, hm? Ich weiss, das mit dem Baby hätte ich Dir auch im letzten Brief sagen können. Nach einem guten Jahr Babypause hast Du wieder angefangen zu arbeiten. Du hattest nicht erwartet, dass das erste Jahr mit Baby so .... intensiv sein würde, oder? Ich glaube, zu einem Gutteil lag es auch daran, dass der Hübsche und Du, die ihr so lange immer genau das Gleiche gemacht habt, auf einmal unterschiedliche Tagesabläufe hattet. Das wird sich ab jetzt ändern und auch wenn Du mit Deiner "Meine Mutter blieb zu Hause, bis ich 21 war"-Sozialisation erst daran zu knabbern hattest, Dein Baby in FREMDE Hände zu geben, das wird sich alles einspielen. Es wird Dir unglaublich gut tun, wieder das zu tun, was Du gelernt hast, und auch Q. wird sehr davon profitieren.
Ach: und ich sags Dir lieber gleich, weil ich weiss, dass Du Dir jede Nacht wieder Hoffnungen machst: das mit dem Durchschlafen geht noch eine Zeitlang. Also: Jahre. Viele. Aber das Gute ist: irgendwann gewöhnt man sich an unglaublich wenig Schlaf :-).
Ich kann übrigens immer noch nachvollziehen, warum Du Q. Ende des Jahres auf kalten Entzug in Sachen Schnuller setzen wirst, aber es war vielleicht nicht die beste Idee. Auch heute noch hat er immer irgendwas im Mund, Stifte, Finger, Schnürsenkel, Reissverschlüsse.... vielleicht hätte ein bisschen länger nuckeln lassen das geändert. Aber wer weiss.
Ha, einen Teaser habe ich noch für Dich: Du kannst es Dir jetzt auch noch nicht vorstellen, aber ihr werdet Ende des Jahre spontan beschliessen, dass Ihr ein Haus kaufen wollt und am 31. Januar den Hypothekenvertrag unterschreiben. Im Mai werdet ihr umziehen und  ich kann Euch soviel verraten: Auch wenn Eure Kollegen und Freunde zum Teil über 10 Jahre nach dem perfekten Haus suchen: Eure schnell getroffenen Entscheidung stimmt auch 10 Jahre später noch für Euch.
Alles Liebe
K.

Der nächste Brief geht ins Jahr 2011:


Liebe 35jährige K.,
ich habe im Nachhinein das Gefühl, diese 5 Jahre waren besonders lang oder besonders voll. Das Angebot für den neuen Job in der alten Firma am selben Tag wie der positive Schwangerschaftstest, die grossartige neue Chefin, die mysteriösen Nierenprobleme in der Schwangerchaft (good news: es geht noch ein paar Jahre, aber dann wird sich rausstellen, was es ist. Keine Steine auf jeden Fall.
Die zweite Schwangerschaft, die wie die erste schon aus 40 Wochen Dauerübelkeit mit allem Tralalala incl. Spital besteht, das wunderbare Baby, das es zur Belohnung gab.
Dazu dann die Übernahme der Firma, in der der Hübsche und Du gemeinsam angefangen hattet, durch das gefühlt einzige Chemieunternehmen in der ganzen Welt, bei der Ihr Euch mit Absicht nict beworben hattet, all die Unsicherheiten danach, die Pendelei des Hübschen an den neuen Hauptsitz (die Nacht allein daheim, wo Du mit zwei magendarmkranken Kindern nachts um drei vor einem vollgekotzten Wäscheberg mit einem spuckenden Baby auf dem Arm unter der Dusche standest, wird dein Massstab für "Stressiger wirds nicht" bleiben.).
Dein Wechsel zu einem kleinen Lohnhersteller und die Erkenntnis, dass dieses Geschäft nichts für Dich ist und dass Du doch nicht mit allen Menschen dieser Welt zusammenarbeiten kannst (Du wirst die Person wenigstens auf dem Papier wiedertreffen. Dann sind die Vorzeichen aber andere. Freu Dich drauf.) und  dann vor kurzem endlich die Zusage für den Wechsel zu Big Pharma. Ich weiss, dass Du ein bisschen Bammel vor der eigenen Courage hast, ob du das aufgestockte Pensum und alles drumrum packst, aber keine Sorge: das wird alles wunderbar, Du wirst Dich dort so zu Hause fühlen, wie nie zuvor.
Dann kam da ja noch Little L.s Krankheitsgeschichte, erst die Lungenentzündungen, dann das Herzflattern, das Euch an ungeahnte Grenzen gebracht hat. Ich weiss, Du kannst es dir jetzt nicht vorstellen, aber in absehbarer Zeit werdet Ihr die Betablocker absetzen können und zwei Jahre später wird er als geheilt von den Kardiologen verabschiedet.
Was übrigens eine ganz blöde Idee sein wird, ist wegen "ach, das ist mir jetzt zu stressig" die Grippeimpfung dieses Jahr ausgelassen zu haben. Es wird euch alle vier flachlegen und zwar so richtig. Das wird Dir so im Gedächtnis bleiben, dass Du das nie wieder verschlampern wirst!
Ansonsten wird der Schulstart zuerst für Little Q., dann für Little L. viel einfacher als erwartet ablaufen, die neue Routine wird sich perfekt einspielen, als ob nie etwas anderes gewesen wäre.
Der grosse USA-Urlaub incl erstem Transatlantikflug für die Jungs wird ganz, ganz grossartig werden. (Einziger Tipp wäre: Little L. vor dem Runterspülen der Flugzeugtoilette warnen oder vor die Tür stellen, er wird die ganze Zeit in Amerika panisch aus den Klos flüchten, weil er Angst haben wird, reingesaugt zu werden).
Alles Liebe,
K.


So im Nachhinein weiss ich nicht, ob ich gerne vorher gewusst hätte, was alles auf mich zukommt. Ich glaube, eigentlich nicht. Bei den grossen Entscheidungen hätte ich vielleicht gerne eine Idee davon gehabt, dass das scho richtig so ist. Aber andererseits...

Wenn ich mein Ich in 10 Jahren, dann wenn ich mit 50 ernsthaft an der lila Haarfarbe arbeiten muss, etwas fragen könnte, wäre es vermutlich ....

Sind wir immer noch so glücklich?
Sind wir immer noch so gesund? (Ist meine Niere mittlerweile repariert?)
Hat der Wechsel auf die weiterführenden Schulen so easy geklappt, wie ich mir das in meinen Träumen vorstelle?
War der Teslakauf eine gute Idee oder eine verrückte? Oder eine verrückt gute?

Und ich bin eigentlich froh, dass ich darauf heute keine Antwort bekomme.

Dienstag, Dezember 06, 2016

Oh happy day

Was was das für eine Nacht!
Ich habe nur in Miniportiönchen geschlafen, bei jedem Geräusch von Q. bin ich hochgeschossen, ich habe Haare gehalten, zig Mal die Toilette geputzt und desinfiziert (ich habe keine Zeit, dass hier noch irgendjemand krank wird, hier wird ab morgen gefeiert!), und dementsprechend gerädert waren Q., die Katze und ich dann heute morgen.
Wir haben L. und den Hübschen aus dem Haus geschickt, dann habe ich mich mit VIEL KAFFEE an den Computer gesetzt, Q. lag auf dem Sofa und las, die Katze war beleidigt und schlief einfach den ganzen Morgen.
Ich muss gestehen, ich bin solche Nächte nicht mehr gewohnt. Ich habe eine Präsentation für den Business Trip nach Italien nächste Woche zusammengebastelt und muss da unbedingt nochmal wach drüber schauen. Ich erinnere mich, dass ich früher in der Naturstoffvorlesung, die immer schon um 8:00h losging (ja, damals als Student dachte man "SCHON um acht."), gerne mal während des Mitschreibens eingenickt bin und das sah man dann meinen Notizen deutlich an. So etwas möchte ich vermeiden an die Wand zu werfen :-).
Ansonsten: Q. ist wieder fit, ich wurde heute nachmittag in die Schule geschickt, seine Bruchrechen-Hausaufgabe zu holen, weil ihm langweilig war. Ich habe leichte Magenschmerzen, aber das kann auch vom vor lauter Solidarität nix essen kommen, L. und der Hübsche waren eh im Quarantänekinderzimmer.
Ich gehe also mal grenzenlos optimistisch davon aus, dass die Feierlichkeiten zum kugelrunden Geburtstag wie geplant stattfinden werden können.

Montag, Dezember 05, 2016

WMDEDGT 12/16

Es ist kaum zu glauben, heute ist das letzte WMDEDGT? für dieses Jahr.
Der Dezember ist ja mein Lieblingsmonat, wegen Winter, kalt, Advent, Weihnachten, GEBURTSTAG!
Wer mitmachen möchte und aufschreiben "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?", herzlich willkommen! Die Liste findet sich unten, mal sehen, ob wir das mysteriöse Zeitzonenproblem mittlerweile geklärt haben (Inlinkz sah mich in Abidjan, aber das erklärt nur eine Stunde Zeitverschiebung....).
 
Mein Tag sah so aus:
 
Ich habe ja oft das Gefühl, dass ich viel zu wenig schlafe (ich gehe selten vor Mitternacht ins Bett und der Wecker läutet immer um sechs. Und das heisst hier auch: aufstehen um sechs). Allerdings bin ich regelmässig ab fünf, spätestens halb sechs wach. Wenn ich dann mal früher ins Bett gehe, wache ich entsprechend noch früher auf. Gestern zB sind wir, ausgepowert nach einem kinderfreien Wochenende, um halb elf schlafen gegangen, was dazu geführt hat, dass ich ab halb drei im Zehnminutentakt wach war. Hm.
 
Wie immer dann aufstehen, fertigmachen, schminken, Kaffee trinken, Frühstück einpacken (zur Zeit bekomme ich ausser Kaffee direkt nach dem Aufstehen nichts runter. Im Büro brauche ich dann aber dringend was. Also packe ich am Abend zuvor den Kindern ihre Brotzeitboxen und mir geschnippeltes Obst, das zusammen mit Joghurt und Müsli mein Frühstück mit Bürokaffee ergibt), Adventskalender aufmachen, durchs Stockfinstere zum Bus laufen, 7:20h sitze ich am Schreibtisch.
 
Allerdings nur relativ kurz, ich muss nämlich (und das lag mir das ganze Wochenende ein bisschen auf der Seele) ein Missverständnis bzw. unterschiedliche Sichtweisen zwischen meiner alten (lokalen) und meiner neuen (globalen) Abteilung klären. Ist dann aber erstaunlich einfach: meine Taktik, immer zu erklären, warum etwas nötig ist, funktioniert wie immer gut, gepaart mit einer offenen Kommunikation, in dem Fall: „Sorry, ich habe den total verworrenen Email-Strang von Freitag nicht in voller Länge gelesen oder verstanden, wer jetzt genau warum sich von wem auf die Füsse getreten fühlt.“. Hoffe ich.

Dann: arbeiten, vorbereiten für den Italien-Trip nächste Woche.

Noch vor dem Mittagessen muss ich einmal quer durch die Stadt zum anderen Standort, weil ich bis abends dort Meetings habe.
Telefonkonferenz mit den Kollegen in Irland
Mittagessen mit, Achtung, jetzt wird es echt international: dem westschweizer-irischen Kollegen, einer italienischen und einer lettisch-israelischen Kollegin, die frisch aus England in die Schweiz gekommen ist.
Ich sause noch schnell Nikolausbücher für die Jungs besorgen (zweiter Band der "Drachenreiter" (Affiliate Link) für Q., "Finn und das gelbe Unterseeboot" (Affiliatelink) für L.) und Wichtelgeschenke für die Pfadi-Waldweihnacht.

Um eins treffe ich mich mit zwei Kollegen, um mir ein Update für ein anstehendes Umbauprojekt bei einem Lohnhersteller zu holen. In der hochregulierten Pharmawelt kann man nicht einfach sagen: „Oh, wir haben jetzt eine Idee, wie wir den Prozess besser machen, das machen wir jetzt mal“, da muss man erst mal abklären, ob so eine Änderung die Qualität des Produkts verändert (besser nicht), ob man die Gesundheitsbehörden, bei denen man das Produkt registriert hat, informieren muss, bevor man diesen Change implementiert, oder ob es reicht, ihnen danach Bescheid zu geben, oder ob man das gar nicht machen muss, man muss die Kollegen von der Galenik fragen, ob sie Bedenken haben, und all diese Abklärungen muss man wasserdicht dokumentieren.

Dieses Meeting geht nahtlos in eine Telefonkonferenz mit dem Lohnhersteller über, an der ich ausnahmsweise auch teilnehme. Irgendwie fällt mir die Rolle des Bad Cop zu und es könnte sein, dass ich etwas übertrieben habe, am anderen Ende heisst es auf einmal „Sorry, we need a little break here, it looks like our manufacturing guy is collapsing“. Ja nu. Ich würde sagen, da ist die Nachricht nach monatelangem Drumrumgeeier angekommen….

Zum Tagesabschluss schreibe ich noch ein Kapitel für einen „E2E-APQR“. In diesem Zusammenhang nett: es wurde vor einiger Zeit eine Chrome-App firmenintern gelauncht, in der man alle intern verwendeten Akronyme findet. Das ist die sinnvollste App, die jemals entwickelt wurde.

Um kurz vor fünf packe ich meine Siebensachen incl Einkäufen zusammen und sause zum Zug, Little L. rechtzeitig beim Geräteturnen abholen. Er zeigt mir stolz seine neue Vereinsjacke mit dem neuen Logo.  Auf dem Rückweg zu Fuss durchs weihnachtlich erleuchtete Dorf gehen wir noch bei unserer Tierärztin vorbei, Little L. streichelt den Praxishund, ich hole zwei Flaschen Nierenmedikament für die Katze ab.
 
Um viertel vor sechs sind wir zu Hause. Der Hübsche hat mit der Nanny schon den Tagesverlauf besprochen und ist schon wieder auf dem Sprung zum Sport. Little L. muss noch Hausaufgaben machen, weil er direkt nach dem Nachtmittagsunterricht zum Turnen gegangen ist. Ich heize den Ofen für die Montagspizza vor und laufe noch während eine Folge „Gilmore Girls“ (ich bin immer noch erst bei der 5. Staffel. Irgendwann werde ich die gar nicht mehr so neuen Folgen wohl auch noch sehen.) auf dem Crosstrainier, während die Jungs es sich mit „King Julian“ gemütlich machen.

Nach einer schnellen Dusche wollen wir wir drei gemeinsam zu Abend essen, Q. hat allerdings Bauchschmerzen und fühlt sich nicht gut. Er will allerdings trotzdem Pizza essen, wenigstens zwei Stück. Gemeinsam überprüfen wir, was morgen in der Schule gebraucht wird, dann räume ich die Küche auf, packe Brotdosen und meine Früchtebox für morgen, die Jungs bürsten einmal über ihre Stiefel, stellen sie vor die Tür und machen sich bettfertig.

Während ich oben die ausgelüfteten Schlafsäcke vom Pfadiwochenende aufräume, ruft Little L. auf einmal um Hilfe: Q. geht es unter der Dusche gar nicht gut. Ich pflücke also ein käseweisses nasses Kind aus der Dusche, trockne es einigermassen ab, halte die Haare zurück und zusammen mit dem Abendessen gehen alle Pläne für den Abend und den Folgetag dahin.

Ich hole die Notfallmatratze (Etagenbett ist der natürliche Feind von Magendarmerkrankungen) hervor, quartiere Q. im Elternzimmer ein, melde ihn für den nächsten Tag von der Schule ab, sage der Nanny ab, stelle der Putzfrau frei, auf einen anderen Tag als morgen zu verschieben, checke meinen Terminkalender: sehr praktisch: ich muss nur einen Abteilungsnikolauskaffee absagen. Den Rest kann ich von zu Hause erledigen. Ich informiere also meinen Chef, lese ein Kapitel Dr. Proktor vor, halte nochmal Haare, hänge eine Ladung Wäsche auf (seit der Solaranlageninstallation läuft die Waschmaschine untertags statt nachts) und packe ein Geschenk für Little Q.s besten Freund ein, der am Mittwoch Geburtstag feiert, und natürlich die Nikolauspäckchen. Ich halte nochmal Haare, bade meine Hände immer wieder in Sterilium, räume die Spülmaschine ein und aus, halte Haare, Sterilium, schicke den Staubsaugerroboter durchs Haus, halte Haare, Sterilium, mache die Dezemberseite im Fotobuch für die Verwandtschaft fertig und freue mich drauf, wenn der Hübsche um 10 heimkommt. Mal sehen, ob wir noch eine Folge „The Expanse“ anschauen, oder ob er lieber die neue Folge "The Walking Dead" anschauen will, das kann ich leider nicht mitansehen. Dann schon lieber echte Zombiegeräusche vom Kind mit den langen Haaren....

Ein fast ganz normaler Montag also.









http://bruellen.blogspot.com/2016/08/binichbillichdranjekommen.html

Sonntag, Dezember 04, 2016

Service

Heute nur ganz kurz, weil: kinderfrei, das heisst natürlich To-Do-Liste von hier bis Timbuktu und ich hab nur noch eine Stunde bis Abholen :-):

Die Gewinner der Kosmobitskästen sind gezogen, informiert und haben sich zurückgemeldet. Dementsprechend wird es auch keine Nachzüglerverlosung geben. Ich freue mich, dass Sie so zahlreich mitgemacht haben, ich bin mir sicher, irgendwann können wir so etwas in ähnlicher Art und Weise wiederholen.
Falls Sie leider Pech hatten und nochmal Ihr Glück versuchen möchten: auf dem Blog "Grosse Köpfe" von Alu und Konsti wird bis zum 9. Dezember auch ein Kosmobits-Kasten verlost!

Und nun bleibt mir nur noch, darauf hinzuweisen, dass morgen der letzte "WMDEDGT?"-Termin im Jahr 2016 ist. Wenn Sie mitmachen wollen, schreiben Sie doch auf, was Sie den ganzen Tag so machen und verlinken hier.
Ich freu mich drauf!