Mittwoch, Februar 18, 2015

So nicht, Pony

Wer von Ihnen ein paar Beautyblogs liest, Beautybloggerinnen auf Instagram folgt und was man halt so macht, wenn man das mag, dem ist "Pony Hütchen" vermutlich ein Begriff.
Im Onlineshop kann man ein wechselndes Sortiment an selbergemachten Seifen, Lotions, Badepralinen, Nagellack, Lidschatten und eine Auswahl an Naturkosmetik und Zubehör bestellen.
Da ich selber ja eine Zeitlang Seife gesiedet habe, weiss ich, was für eine Arbeit und Knowhow dahinter steckt. Wenn man dann noch die liebevoll designten Verpackungen, den sehr ordentlich gehaltenen Shop (incl Inhaltsstoffenangabe en detail) ansieht und sich vor Augen führt, dass die Inhaberin (das entnehme ich zB dem Instagramfeed) das erstens alles mehr oder weniger allein macht und dann auch noch einen "echten" Job und zwei Kinder hat, dann, ja dann bekommt sie einen grossen Repsektsbonus von mir.

Ich bin vor ungefähr zwei Jahren auf das Label aufmerksam geworden und habe mir dann im Oktober 2013 den Adventskalender vorbestellt (und btw. auch sofort bezahlt). Und ja, auch wenn es korinthenkackerisch und nicht sonderlich erwachsen klingt: ich war wirklich enttäuscht, als ich dann am 1. Dezember ohne Adventskalender da stand, weil ach, auf Nachfragen war irgendwas mit der Post und sorry und so, kommt ein bisschen später.
Okay, ich dachte mir also: sei mal nicht so, wahrscheinlich war sie von der Arbeitsmenge dann doch überrascht, wie viel Mühe es macht, so und so viele (der Kalender war limitiert und im November schon ausverkauft, man hätte meinen können, das wäre genug Zeit zum Planen) Kalender zu packen und zu verschicken, ist jetzt halt so.
Im Kalender selber fand ich dann besonders die Lidschattenproben grossartig. Die Farben sind sehr speziell, sehr gut pigmentiert, gut aufzutragen, zu verteilen, zu verblenden, das einzige, was ich nicht soooo toll fand, war, dass sie als lose waren und nicht gepresst, so dass ich das eine oder andere Unglück im Bad hatte, aber das ist ja mein persönliches Zitterproblem.

Also: Im Januar beschloss ich also, mir das Lidschatten-6 Monatsabo zu gönnen. Da zahlt man vorab einen (nicht günstigen, aber das ist ja logisch, wenn man in Kleinauflagen in der Schweiz auch noch Handgemachtes bestellt) Preis für 6 fullsize Lidschatten (man konnte noch wählen, ob kühle oder warme Farben) und dann bekommt man für sechs Monate jeden Monat dann eine Lidschattenfarbe als Überraschung. Dachte ich.

Tatsächlich bekam ich recht schnell einen, dann zwei Monate keinen, dann zwei, dann drei Monate später nochmal zwei und dann..... nichts mehr. Nada. Niente. Es gab auch zwischendrin, als es eben mal länger dauerte kein Update, da hätte ich nämlich sehr gut mit leben können ("Sorry, in der Arbeit ist grad Land unter, die Kinder haben Magendarm, der Keller ist überflutet, ich bin krank, es dauert ein bisschen"), kein Ding. Wenn ich bei einem OneWoman-Unternehmen bestelle, dann rechne ich nicht mit einer Lieferung a la Amazon Prime. Aber: eine kurze Meldung wäre toll gewesen.

Die Zeit verging, jedesmal, wenn ich die Palette, die ich mit den 5 Pony-Hütchen-Lidschatten gefüllt hatte, benutzte, guckte mich der leere Platz für die sechste Farbe traurig an. Von Pony Hütchen war nichts zu hören, also: nicht in Sachen Lidschattenabo.

Auf Facebook, Instagram, Twitter und sogar den Printmedien war das Label nahezu allgegenwärtig. Der aktuelle Kassenschlager scheinen alufreie Deocremes zu sein, das ganze Geschiss um Alu in Deos und überall sonst ausser den Folienhüten geht mir zwar ziemlich auf den Senkel und mir kommt aus Rücksicht auf meine Mitmenschen sowieso kein alufreies Deo unter den Arm, aber das tut ja nichts zur Sache. Also: Pony Hütchen war sehr rührig, es gibt die Marke jetzt auch in diversen Online-Shops, in offline Shops in Belgien, der Schweiz, Deutschland und Österreich, gerade die Deocremes werden in diversen Kanälen über den grünen Klee gelobt, es gibt jetzt auch selbergemachte Nagellacke und limited Editions Deocremes, was es aber nicht gab: meinen sechsten Lidschatten. Oder eine Ankündigung, wann er denn käme. Oder eine Antwort auf meine verschiedenen Kontaktaufnahmeversuche über Mail, Twitter, Instagram.
Wobei, das ist gelogen: am 19. Januar 2015 (bestellt hatte ich ursprünglich am 31. Januar 2014) bekam ich eine Antwort auf meine Mail vom 14. Dezember 2014, in der erklärt wurde, dass die Aushilfe, die für dieses (mittlerweile nicht mehr verfügbare) Abo zuständig gewesen wäre, irgendwie langzeitkrank wäre und deshalb wäre alles kompliziert und sie könne mir das Geld zurückerstatten oder einen Lidschatten aus dem regulären Sortiment schicken. Ich habe am selben Tag geantwortet (Lidschatten bittedanke), seitdem: nichts mehr. Nada. Niente. (und ja, ich habe nachgefragt, nachgehakt, per MailTwitterInstagram).
Und ja, bei allem Respekt für Onewomanshow und trallalala, das finde ich unsäglich. Ich habe grösstes Verständnis für Stress und andere Prioriäten und vielleicht auch dafür, dass man sich auch mal übernimmt und dann eingestehen muss, dass man das, was man versprochen hat, nicht halten kann. Dann gibt man das zu und fertig. Aber auf der einen Seite überhaupt nicht zu reagieren und, seien wir mal ehrlich: für Geld, das man schon vor über einem Jahr bekommen hat, die entsprechenden Waren einfach nicht zu schicken, und sich totzustellen, auf der anderen Seite aber auf allen Kanälen die Werbetrommel zu rühren und zu expandieren, das geht für mich nicht zusammen.
Gar nicht.
Und nein, weder fehlt mir der Lidschatten zum Leben (oder Glücklichsein) und nein, das Geld tut mir auch nicht wirklich weh, aber mich regt das unglaublich auf. Und wenn ich dann via Twitter die begeisterte Ankündigung lese, dass man "Grossartige Nachrichten!" bald die Versandzeit auf 1-2 Tage runternehmen könne, dann komme ich mir dezent verarscht vor.

So. Wäre das also auch mal gesagt.

Dienstag, Februar 17, 2015

Kannste dir nicht ausdenken...

Wenn, ja wenn...

  • die Apothekenfrau nicht schon für Hustensaft und Augentropfen auf Rezept ("Ja, hatten wir beides schon oft, nein, nicht allergisch, hier ist die aktuelle Krankenkassenkarte") sage und schreibe eine Viertelstunde zum fertigmachen gebraucht hätte,
  • ich nicht ein frisch genesenes Kind mit wieder erwachtem Appetit ("Mami, ich muss jetzt sofort eine Brodworscht essen, eine grosse!") und eines auf dem Höhepunkt des harmlosen viralen Infekts mit 39.2°C Fieber ("Mami, ich glaube, ich muss mich hier auf den Boden legen, ich bin so schwach") dabei gehabt hätte, die schnell heim wollten,
dann, ja dann hätte ich  schon gefragt, was um alles in der Welt in einem ursprünglich ja mal naturwissenschaftlich ausgebildeten Apothekerinnenhirn vorgehen muss, dass man an der Kasse neben Pinguinpflastern und Halsbonbons noch homöopathische Grippeimpfungen anbietet.

So denke ich mir mittlerweile: hmmm, bei der unhomöopathischen Grippeimpfung lag man ja dieses Jahr mit dem Impfstoff so ein bisschen daneben und er wirkt schlechter als sonst, die (das ;-))schulmedizinischen Grippemittel stehen auch im Verdacht, weniger wirksam zu sein als angenommen, warum nicht gleich konsequent sein und was kaufen, wo man definitiv weiss, was man bekommt: 0.000% Wirksamkeit gegen Grippe. Aber immerhin schön ist es, so ein Pinguinpflaster.

Montag, Februar 16, 2015

Es könnte so schön sein.

Alle zwei Jahre wird bei uns im Betrieb „Lastabwurf“ getestet. Ich war so happy, als das das erste Mal in meinem Kalender hatte, ich stellte mir das nämlich sehr spannend vor. Unser Bau ist fast vier Stockwerke hoch und in der Mitte geht das wie so ein Lichthof vom Erdgeschoss bis ganz nach oben. Da gibt es einen Hallenkran, mit dem man, wenn man denn muss und der Sicherheitsbeauftragte damit einverstanden ist, schwerste Lasten von ganz unten bis ganz nach oben ziehen kann. Vor meinem inneren Auge sah ich uns für den „Lastabwurf“ einen BigBag voll mit Salz oder Sand oder Naproxen, was man halt so als Dummy-Substanzen bei uns verwendet, bis unters Dach ziehen, alle in Deckung gehen und dann per Fernbedienung unter dem Dach aushaken und dann schauen, wie die Last abgeworfen wird und dann… naja, halt schauen, was passiert. Ich stellte mir das sehr, sehr spannend vor (stellen Sie sich mal selber vor, wie weit das spritzt, wenn 1 Tonne Sand aus ca 20 Meter Höhe nach unten donnern….), aber dann kam die Ernüchterung: Lastabwurf ist was ganz anderes, was mit Strom und das fand ich ja trotz Physik-LK schon immer langweilig. (Und ja, der Sinn von "Eine Tonne Sand im Bau detonieren lassen" ist fraglich. Aber eben....)

Ganz ähnlich war es übrigens mit dem „Master Lynwood“, der bei uns umziehen musste. Ich hatte vor meinem inneren Auge einen Südstaaten-Patriarchen, der auf der Veranda in seinem Schaukelstuhl sitzt und auf den Mississippi blickt, und leider nun umziehen muss, weil … keine Ahnung, die Yankees kommen. Diesmal war ich mir schon relativ sicher, dass ich da ziemlich weit daneben liege, und so war es auch: Der „Master Lynwood“ ist eine Art Computer, der Zeug steuert und jetzt in den neuen Serverraum muss.

Die Realität ist dann halt doch langweilig.

Sonntag, Februar 15, 2015

Kugelrund

und den Bauch gefüllt mit den feinsten Leckereien würden wir eigentlich  in die neue Woche starten.
Gestern nach dem Umzug haben wir zum ersten Mal Pulled Pork gegessen. Dazu habe ich das Rezept aus "Auf die Hand" nach dem im Ofen anbraten in den Slowcooker verlegt und wow..... das hat erstens schon superlecker gerochen (in Whiskey geschmort, mjammm....) und dann zerfällt das ja wirklich. Das Ganze dann in frische, selbergebackene Burgerbrötchen gepackt, garniert mit Salat, Apfelringen und selbergekochter Barbecue-Sosse, dazu noch frische handgeschnitzte Pommes (normal und Süsskartoffel): Wohoooo, war das lecker!


Heute haben wir dann zum Zvieri die Schokokusstorte aus der aktuellen Lecker Bakery genossen, allerdings hatte ich nicht genug Butter für ein ganzes Rezept und auch irgendwie Hemmungen, 30 Schokoküsse (mini) in einem Rezept zu verwursten. Also gab es eine halbe Menge, aufgeteilt auf Mini-Gü-Gläschen. Das hat voll und ganz gereicht (es hat sogar noch, obwohl ich eines mit Schmackes noch heiss auf dem Küchenboden zerschmissen habe).


Das Abendessen wurde dann ein bisschen stressig, weil es erstens sehr heiss wurde, zweitens gut aussehen musste (also: das Essen und ich beim Machen), weil wir Fotos für einen bald erscheinenden Blogeintrag dazu machen mussten. Leider bin ich beim Kochen ein ziemliches Ferkel, will heissen, ich habe immer irgendwo Mehl oder Sosse oder Schokolade, also gibt es nicht so stylishe Fotos, wie wenn die Herzdame backt, aber was will man machen.

Leider, leider hat sich heute Nacht schon angekündigt, dass der Start in die neue Woche dann aber doch nicht so entspannt wird wie erhofft, Little L. musste nämlich nachts um zwei schon schlimm weinen, weil er sich gar nicht gut fühlt. Heute abend hiess das dann bellender Husten und Fieber, ein perfekter Start in die Sportferien. Gottseidank ist morgen aber eben eh kein Kindergarten, es fällt halt das Outdoor-Programm aus, das die Nanny sich überlegt hat, aber ich hoffe halt ganz schwer, dass es die Seuche ist, die der Hübsche und ich angeschleppt haben und nicht eine echte Grippe, sonst wird das eng mit den Skiferien nächste Woche.....


Samstag, Februar 14, 2015

Planung ist alles

Übernächste Woche ist es soweit: der vor ziemlich genau zwei Jahren gebuchte Skiurlaub in Hasliberg beginnt. Und nein, ich habe das vor zwei Jahren nicht genauso ausbaldowert, dass wir die zweite Woche der aargauer Fasnachtsferien fahren, weil da die Basler Fasnacht ist und wir so drumrumkommen, ich hatte eher erst mal so ein schlechtes Gewissen, dass die Kinder, die ja jetzt nicht mehr wie bisher immer mit der Kinderkrippe auf einen Wagen an der Kinderfasnacht können, weil: keine Kinderkrippe mehr, und ich habe ja nun gar keine Lust auf Fasnacht. Dann ist mir aufgefallen, dass wir ja, juhuuu, gar nicht da sein werden, sondern hier den Schnee geniessen werden, und habe meinem Vor-Zwei-Jahren-Ich auf die Schulter geklopft für diese grossartige Planung. Ich habe schon eine betroffen-bedröppelte Rede für die Kinder einstudiert "Ja, das ist echt schade, dieses Jahr mit der Fasnacht, aber dafür sind wir ja beim Skifahren. Und da gibts das Hallenbad mit den coolen Schaumstoffbooten, das ist doch auch gut, oder? Und Pommes zum Zmittag?"als Little L. mit einer grossartigen Neuigkeit aus dem Kindergarten kam: "Du, Mami, der Papi von der L., der ist in einer Clique und die haben noch Platz auf dem Wagen vom Dorfumzug und die L. hat gefragt, ob ich mitfahren will und ich hab gesagt "Na klar, was denkst denn du, kann der Little Q. auch?" und er kann."
Also habe ich heute mittag einen Elb und einen Max im Wolfspelz kostümiert und wir waren zum ersten Mal in den fast 8 Jahren, die wir jetzt hier wohnen, auf dem Umzug der hiesigen Fasnachtscliquen anschauen müssen. Ein Hoch auf die Aufteilung in katholische und Basler Fasnacht..... nächstes Jahr müssen wir wohl zwei Wochen Skiferien machen.

Wobei: So schlimm wars dann gar nicht. Ich meine: als Bayern haben wir mit Fasching jetzt nicht so bombig viel am Hut, ich hatte mal eine Fahrgemeinschaft mit einem amtierenden Freisinger Faschingsprinz und eine Klassenkameradin von mir war mal Nandlstädter Faschingsprinzessin. Ausserdem waren wir zu Unizeiten ein paar Mal auf dem Biedersteiner Fasching und ich habe immer noch klaustrophobische Alpträume davon. Die Schweizer Fasnacht ist natürlich ganz anders, aber während in Basel selber erstens irre viele Leute sind (ich hatte mein Menschenmassen-Event gestern, das reicht wieder für lange), aber wenig Alkohol getrunken wird, hat, wie der Hübsche schon beim Zugaufstellen bemerkte, bei uns auf dem Dorf der Alkohol noch den Stellenwert, der ihm gebührt.... Naja. Und es sind weniger Leute. Eigentlich hatten wir ja geplant, die Kinder auf den Wagen zu stellen, dann selber heimzugehen und sie am Ende vom Zug wieder abzuholen.
Dann aber war unglaublich schönes Wetter, wir waren mit Kinderkrippenkindergartenfreundenelternnachbarn runtergelaufen, (die mir übrigens erzählten, dass mein Blog ja bei Familie & Co empfohlen wird, schon lustig, wie sich da dann auf einmal zwei Welten mischen ;-), hallo nach zwei Querstrassen weiter ;-)), wir trafen Schulkollegen, Arbeitskollegen, noch mehr Kindergarteneltern, noch mehr Kinderkrippeneltern, Kinderkrippenerzieher, Kinderkrippenleiter, Ex-Kinderkrippenerzieher, Pfadfinder, Mitarbeiter, und irgendwann war der Zug vorbei, ich hatte die Unterwäsche voller Räppli, einen Gspritzten in der Hand und ertappte mich dabei, wie ich zu "Atemlos" mitwippte und dann war es ganz schnell Zeit zum Heimgehen. Aber hey: hat nicht weh getan (nur gejuckt, also: die Räppli überall)
















Freitag, Februar 13, 2015

Alt+J

Der hübsche ist ja bei uns der hippere, was musik angeht, allein schon, weil er einen bruder hat, der mal eine band hatte und auch immer noch praktisch unsere verbindung zum showbiz ist. Ausserdem hat der hübsche ein spotify-abo und einen echt englischen bürokollegen. Aus welcher dieser quellen jetzt der hinweis auf die band alt+j jetzt kam, weiss ich nicht, ich hatte von denen bisher noch nie gehört. Aber seit irgendwann im letzten herbst beschallt mich der hübsche auf jeder autofahrt (noch so ein kapitel: spotify via wilde stecker- und kabelkombinationen auf das autosoundsystem zu kriegen, war eine wissenschaft für sich. Vom grad der verbissenheit und schwierigkeit ungefähr mit der inbetriebnahme der waage zu vergleichen) mit alt+j-sound und kam auf einmal mit konzertkarten für alt+j an. Nachdem das konzert binnen zwei tagen ausverkauft war, liegt der schluss nahe, dass ich die einzige person bin, die die bisher noch nicht kannte.
das konzert ist heute, ich habe also schon im herbst unsere babysitterin für heute gebucht, dann die location gecheckt: ein club in zürich. Zürich ist jetzt ja sozusagen das berlin der schweiz (wobei: berlin im sinn von "arm, aber sexy" gibt es ja in der schweiz nicht, also eher der/die/das prenzlberg der schweiz), d.h. der place to be, wenn man jung, cool und hip ist. Ich habe zu zürich eine ungefähr so enge beziehung wie zu berli , nämlich gar keine, aber immerhin fand ich den club auf google maps und er war auf der richtigen seite von zürich, nämlich auf der westseite, was essentiell ist, wenn man von basel aus zur rushhour-zeit (die ist in und um zürich immer) nach zürich fahren möchte.
Nach einigen wochen trat aber das ein, was laut wikipedia bei alt+j oft passiert und dort als messgrösse für die güte der band angeführt wird: das konzert wurde wegen zu grossem interesse in eine grössere lokalität verlegt (ich finde ja, wenn das andauernd passiert, ist das kein qualitätsmerkmal für die band, sondern ein armutzeugnis für den veranstalter, aber ich habe ja keine ahnung vom showbiz), nämlich nach winterthur. Winterthur ist nun von basel aus auf der ganz falschen seite von zürich, nämlich ein ganzes stück östlich. (eingefleischte basler sagen gerne "Hinter winterthur, da fängt der balkan an"). Aber hey: wir haben tickets, babysitter ist organisiert, da gehen wir jetzt hin.
Vor drei wochen dann wurde das konzert wegen noch mehr andrang nochmal verlegt (ich frage mich ja, wie der andrang noch steigen kann, wenn das konzert doch schon ausverkauft ist, aber eben: showbiz. Keine ahnung), aber nicht wieder auf die richtige seite von zürich (oder gar nach basel), nein, es bleibt in winterthur, jetzt aber in der eishalle. Dazu gab es dann eine ausführliche anleitung, wie man wo nicht parken soll, dass es keine garderoben gibt, aber in der eishalle wäre es normalerweise warm. Öhhhhh, okay? Ich bin jetzt also im lagenlook mit für alle fälle strumpfhose und wollsocken unterwegs und hoffe, dass wir keine schlittschuhe brauchen.
Heieiei, es ist kompliziert.

Nachtrag: irgendwann war ich aufgetaut, der Lagenlook schichtweise abgezogen und es war ganz, gant grossartig!


Ein von @prozac74 gepostetes Video am



Und so klingt das ganze unlive:

Donnerstag, Februar 12, 2015

Kinder, heute habe ich etwas gelernt.

Aus Gründen musste ich heute in einem Raum etwas holen, der abgeschlossen ist und zu dem ich keinen Schlüssel habe. Bisher war das immer so, dass ich zu dem Schlüsselinhaber gegangen bin und der kam dann mit, hat aufgesperrt, stand fusswippend in der Tür, während ich suchte, was ich so brauchte.
Heute hatte der Schlüsselinhaber grade eine Sitzung, deshalb bekam ich den Schlüssel zu treuen Händen. Und als ob ich nicht eh schon eine leichte „Ich stell mich zu doof zum Aufsperren an“-Panik hätte, sagt er noch „Gell, denk dran, das ist ein Elektroschlüssel, der geht andersrum als ein normaler. Nicht dass Du in zwei Minuten wieder da stehst, weil du die Tür nicht aufkriegst.“
Da ich mir eh nie merken kann, in welche Richtung irgendwas (Schrauben, Türen, Wasserflaschen, Gasflaschen, egal was) aufgeht*, hätte ich eh beide Richtungen probiert.
Also: ich stand mit dem superwichtigen Schlüssel vor der Tür, steckte ihn ins Schloss, drehte nach rechts. Nix ging. Ich drehte nach links, wieder nix. Ich nackelte wild hin und her: nix. Ich drückte mit der Schulter gegen die Tür, während ich erst links, dann rechts, dann wild beides probierte: nix. Ich probierte es mit Ziehen und drehen, mit gegen die Tür treten, mit Fluchen, nix.
Also: Stolz runtergeschluckt, zurück ins Sitzungszimmer, sich „Ne, echt jetzt? Du kriegst die Tür wirklich nicht auf? Das kommt aber auf die Znüniliste, das kostet, ehrlich!“ anhören, mit dem Schlüsselinhaber zur Tür wackeln, der steckt den Schlüssel ins Schloss, dreht ihn nach rechts: Tür ist auf. Butterweich, ohne Ziehen, Nackeln, Vodoo, einfach so.
Und warum? Weil „Ich hab dir doch gesagt, das ist ein Elektroschlüssel, der braucht Kontakt. Du steckst ihn rein, wartest kurz, dann geht’s“
Tja. Wieder was gelernt. Elektroschlüssel. Und immerhin rechtzeitig den Stolz runtergeschluckt, bevor sie irgendwelche abgerissenen Türklinken auf die Znünliste hätten setzen müssen.


*das liegt nicht daran, dass ich nicht genug lustige Eselsbrücken kennen würde oder jederzeit unter die Nase gerieben bekäme, das liegt daran, dass ich grösstenteils beidhändig bin und mir dann nie merken kann, ob ich mit rechts oder links zum Körper hin oder weg gedreht habe. Egal.