Samstag, August 23, 2014

Diversity & Inclusion

Heute ist Einweihungsfest des "neuen" Garten des "neuen" Kinderkrippenbaus (eingezogen wurde vor fast zwei Jahren, aber das ist ein anderes Thema).
Die Kinder, die hier in die Kinderkrippe (und in die Schule und in den Kindergarten) gehen, haben sehr internationale Namen (nicht nur Vor-, auch die Nachnamenliste liest sich so, also ob man mehr oder weniger die gesamte Weltbevölkerung mal durchgeschüttelt hätte und dann zufallsmässig rausgezogen hätte). Schweizer Namen sind dementsprechend relativ selten.
Es liegt deswegen anscheinend nahe, auf nahezu jeden "Wir brauchen noch Spenden für das Buffet"-Brief zu schreiben: "Bitte bring doch was aus Deiner Heimat mit."
Die Buffets sind dadurch wirklich extrem lecker und abwechslungsreich (beim letzten Kindergartenfest gab es über Lasagne, Pizza, Wurstsalat, Glasnudelsalat, Sushi, Baclava, Krupuk, Frühlingsrollen und zwei verschiedenen Donauwellen wirklich für jeden Geschmack was.), andererseits bin ich erst durch den Kommentar eines (schweizer, btw) Kollegen dazu etwas nachdenklich geworden. Er meinte nämlich: "Und, was bringen Deine Kinder mit? Basler Leckerli und Klöpfer?" (Was sozusagen die baseltypischsten Sachen sind, die man sich so vorstellen kann). Und eigentlich hat er nicht unrecht: meine beiden Söhne (und übrigens die allermeisten ihrer Kindergartenkollegen, oft sogar deren Eltern und manchmal sogar deren Grosseltern) sind in Basel oder überhaupt der Schweiz geboren. Sie sprechen akzentfreies (pun intended) Schweizerdeutsch, können die Schweizer Kantone incl. Wappen und Besonderheiten aufzählen, mit den deutschen Bundesländern tun sie sich dagegen schwer. Sie verbinden mit Bayern genau ihren Lieblingsfussballverein, den Nusskuchen bei der einen und die Schokoladencroissants bei der anderen Oma, das ist alles.
Ist jetzt Bayern ihre Heimat oder Deutschland? Klar, sie haben (noch) einen deutschen Pass, aber macht der Pass die Heimat aus? Ich denke nicht.
Und bei aller Diversität, die ja einfach in der Natur der Schweiz und unseres Wohnortes (rel. günstige Steuern, für die Dorfgrösse erstaunlich viele global player als Arbeitgeber (=zwei) vor Ort, nahe an der Region Basel) liegt, ist es wirklich Inklusion, bei jedem Buffet den Finger auf die Unterschiede zu legen?
Gott bewahre, mir ist ein internationales Buffet 1000 mal lieber als eines nur mit Klöpfern, Basler Leckerli, Fruchtwähe und Wurschtsalat, aber kann man die Leute nicht einfach irgendwas mitbringen lassen?

Fragt sie sich und packt die bayerische Brotzeitplatte zusammen.....

Freitag, August 22, 2014

Fragwürdige Lehre

Man lernt ja als Kind bzw. lehrt als Eltern: "Schimpfen und Fluchen, das bringt nix. Derjenige, der höflich fragt, der kommt weiter im Leben, den hat man gern, dem hilft man."
Tja. Ich hatte heute eine Schulung für ca. 30 Personen zu halten, dafür musste ich letzte Woche kurzfristig einen Meetingraum reservieren. Die sind bei uns sehr knapp (genau wie Büroplatz, wobei mir einfällt: ich könnte mal wieder ein Update zur Wandgeschichte schreiben.), ich habe also nicht einen der drei bekommen, die ich sonst immer nehme, sondern einen anderen.
Bei uns sind fast alle Meetingräume mit allem Schnickschnack ausgestattet, den man sich so wünschen kann, also: Beamer und Leinwand oder stattdessen grossen Flachbildschirm an der Wand, alle Kabel sind da, Konferenztelefone, für Videokonferenzen gehen nicht alle, aber sehr viele Räume.
Ich bin also 7 Minuten vor Schulungstermin mit Laptop, Schulungsliste und Erfolgskontrollbögen unter dem Arm Richtung Schulungsraum losgestiefelt. Unterwegs traf ich immer mehr Kollegen, die auf dem Weg zu eben dieser Schulung waren und als wir das Gebäude betraten, im  richtigen Stockwerk ankamen, da fiel es mir wie Schuppen von den Augen: ich hatte den arealweit einzigen Schulungsraum, der keine Beamer hat, dafür aber eine Kaffeemaschine, reserviert. Ich rechnete kurz durch, dass es zeitlich sehr eng werden würde, alles hinzuwerfen und in unser Abteilungssekretariat am anderen Ende des Areals zu rasen und zu hoffen, dass unser Abteilungsbeamer nicht ausgeliehen war. Mir entfuhr ein kräftiges "Verdammt, so ein Mist, das ist ja das blöde Sitzungszimmer ohne Beamer, was machen wir den jetzt? So ein Sch.....". Und anstatt "Sch... sagt man nicht" schallte es aus dem Büro mit der offenen Tür, an dem wir gerade vorbeimarschierten: "Brauchen Sie einen Beamer? Warten Sie, ich hol Ihnen einen." Und ich wurde von einem freundlichen Forscher in ihr Sekretariat mitgenommen, wo ich den Beamer und, das ist wohl der Trick, das heilige Verlängerungskabel bekam. Hach. Ich habe mich glatt ein bisschen geschämt, dass ich so rumgeflucht habe.
(Und weil ich nächste Woche noch zwei Schulungstermine in ebendiesem Raum habe, habe ich direkt mal im Sekretarian angefragt, ob ich den Beamer noch zweimal kriege. Wäre ja gelacht, wenn wir den Forschern die Hilfsbereitschaft nicht austreiben könnten.)

Donnerstag, August 21, 2014

Partyplaner: eine Parabel

Normalerweise werde ich ja nach Berichten von Kindergeburtstagen gerne mal gefragt, warum ich das nicht beruflich machen möchte (Diesmal übrigens nicht, es gab auch nur einen trolligen Kommentar bisher, das ist schon ein bisschen schwach.).

Ich habe mir (aus aktuellem Anlass) mal vorgestellt, wie das in etwa ablaufen könnte, wenn ich das im Auftrag für jemanden machen würde.

Also, die Eltern des Geburtstagskindes haben also bei mir eine Mottoparty bestellt. In einem ersten Treffen besprechen wir Grundlegendes, ich schlage (lassen Sie mich für dieses hypothetische Beispiel auf Bekanntes zurückgreifen) eine "Harry Potter"-Party vor. Ein Budget gibt es nicht, "Sagen Sie einfach, was das dann kostet, das kriegen wir schon hin. Die Party zum 70. von Oma Erna, wo wir den Bus gemietet haben für die ganzen alten Leute, die haben wir ja auch gezahlt gekriegt.", ich soll mir mal was einfallen lassen, das nächste Mal ein Konzept vorstellen, damit man was Handfestes hat.
Zum nächsten Treffen komme ich also mit der Idee, dass die Kinder sozusagen einen Schnuppertag in Hogwarts haben, dass es als verschiedene Unterrichtsfächer getarnte Spiele gibt, die Deko, Kuchen, Einladung alles soll thematisch passen. Für die Umsetzung benötige ich ein Team, ich schlage vor, das Ganze mit meinem Team an geübten Helfern zu machen, es kommt der erste Einwand: "Das klingt ja nach einem Megaaufwand. Geld für externe Helfer haben wir nicht, da nehmen wir die Patenonkel und -tanten und uns Eltern als Helfer, das geht schon. Dann sieht das Ganze auch nicht so fertig gekauft aus. Fürs nächste Mal arbeiten Sie das Konzept mal weiter aus, da kommen dann die Patenonkel und so auch dazu, da können wir das dann gemeinsam mal besprechen."
Für das nächste Treffen habe ich eine Agenda, Muster für die Einladungen, Dekoideen, einer Auswahl an Mitgebseln, ein paar Kuchenvorschläge und eine Liste an erprobten Spielen, incl. Anleitungen für die betreuenden Onkel und Tanten.
Ich mache meinen Ordner auf und will mit der Vorstellung anfangen, da kommt vom Patenonkel 1: "Wir sollten noch mal über den Zeitplan reden. Ich finde, dass vier Stunden zu lang sind. Die Kinder haben auch Schule und mein Noah zB, der hat morgens Schwimmkurs und da ist der dann platt und dann kann er nicht noch vier Stunden auf einen Geburtstag". Es entspinnt sich eine wilde Diskussion, ob nun vier Stunden viel sind oder wenig, ob Schwimmen oder Geburtstag anstrengender ist und ob man den Schwimmkurs nicht mal ausfallen lassen kann.
Irgendwann komme ich auch zu Wort und stelle das Konzept "Schnuppertag in Hogwarts" vor.
Eine Patentante meldet sich und meint "Wie sieht es denn mit den Gästen aus? Ich habe ja gehört, dass es so christliche Eltern gibt, die Harry Potter total ablehnen. Was ist, wenn wir da irgendwas lostreten?"
Ein anderer Onkel meint "Ich finde, wir sollten nichts machen, was so kommerziell besetzt ist. Mit Riesenfilmindustrie dahinter. Das ist doch alles nur Geldschneiderei."
Ein dritter meint: "Wieso überhaupt einen extern geplanten Mottogeburtstag? Früher, da haben wir auch nur daheim Topfschlagen und Blinde Kuh gespielt. das war uns damals gut genug."
Eine Tante wirft ein: "Meine Cheyenne, die war letztens auf einem Geburtstag im Kunstmuseum eingeladen. Da haben die Kinder auch richtig was gelernt."
Irgendwann (die Zeit drängt, die Onkel, Tanten und Eltern haben noch wichtige soziale Termine und es kann ja mal nicht so schwer sein, einen läppischen Kindergeburtstag zu planen) kommen wir zu dem Teil mit den Spielen. Es gibt Kommentare wie "Wie, wir müssen das betreuen? Wir haben doch Sie organisiert!" und "Porzellanmalen? Gibt es Vorlagen? Was ist, wenn das dann voll hässlich wird?" und "Ich will aber auf gar keine Fall das mit den Zauberstäben bei Olivander machen. Ich bin nicht so spontan und ich kenne mich damit nicht aus, ich kann da keine Geschichten dazu erzählen." und "Wie, den Kindern Post-its auf die Stirn kleben? Müssen das wirklich die teuren 3M-Post-its sein? Ich habe gehört, dass man von den Weichmachern in dem Kleber Dengue-Fieber kriegen kann. Mein Noel-Emil ist hochsensibel, der verträgt es nicht, wenn man ihm was auf die Haut klebt." und "Wie? Wir sollen uns verkleiden? Wo ist denn da die Autorität hin? Ich werde mir sicher keine Warze aufs Kinn kleben. Und ich will nur Dumbledore sein und auf keinen Fall Argus Filch." und "Wie ist das versicherungstechnisch, wenn sich jemand verletzt, zB beim Besenrennen?" und "Was sollen die Nachbarn denken?" und "Die von schräg gegenüber von meiner Schwiegermutter, die hatten letztens auch einen Partyplaner organisiert und der war nicht so kompliziert und da gabs eine Hüpfburg." und "Mit diesen ganzen Wettkampfspielen, da wird ein sehr ungutes Konkurrenzgehabe gefördert, das finde ich nicht schön".

Als Fazit bekomme ich dann zwar "Nehmen Sie es uns nicht übel, Sie machen das schon, das wird richtig cool, glaube ich", aber ganz ehrlich: sowas mache ich für andere Menschen nur, wenn ich richtig, richtig gut dafür bezahlt werde. Und es hilft, wenn am Heimweg im Auto diese beiden Lieder auf voller Lautstärke laufen.



und




Und falls das jetzt zu verschlüsselt war:
1. Ich werde nie im Leben Partyplaner
2. Ich mag meinen Job sehr gerne. Meistens.
3. Ich habe nicht geheult. Nur einmal gekiekst.
4. Ich habe grossartige Kollegen, die mir heute ungefragt das hier hingelegt haben.

Mittwoch, August 20, 2014

Treffen mit Gott

Letztens, beim Kuscheln nach dem Vorlesen vor dem Schlafen:
Little L.:" Du, Mami, wenn man stirbt, dann kommt man in den Himmel, gell?"
Ich: "Mhmmm"
Little L.: "Sieht man dann Gott?"
Ich: "Viele Leute glauben das. Was glaubst Du denn?"
Little L.: "Keine Ahnung, deswegen habe ich ja gefragt. Ich wüsste es ja schon gern."
Ich: "Ja, das ist halt das Komplizierte am Glauben, dass man es nicht wissen kann."
Little L: "Doch, man müsste halt sterben. Dann wüsste man es."
Ich: "Ja, aber dann ist man halt auch tot."
Little L: "Ja, aber man sieht Gott!"
Ich: "Vielleicht. Ist halt schon ein Risiko. Wenn man dann tot ist und Gott nicht sieht, das wäre ja ganz schön blöd. Zurück, das geht ja nicht."
Little L.: "Ich wüsste das echt gern. Müsste ich mich halt tot machen....."
Ich: "Also, das finde ich jetzt keine so gute Idee, wärst Du nicht traurig, wenn Du nicht mehr bei uns wärst? Ich weiss nicht, ob es im Himmel so viel Lego gibt."
Little L: "ICH WÜRDE GOTT SEHEN, da brauche ich kein Lego."
Ich: "Ich wäre aber ganz schön traurig, wenn Du einfach sterben würdest. Was mache ich denn ohne Dich?"
Little L: "Da musst Du Dir mal gar keine Sorgen machen, weil Du wärst dann auch schon tot. Eltern sterben immer vor den Kindern."

Da sagste mal nix mehr.

Dienstag, August 19, 2014

Oh, la la!


Es ist mal wieder so weit: diesen Donnerstag gibt es Sticknachschub bei Kunterbuntdesign. Und zwar eine tres-chic-Datei mit einem in den Originalbildern schwarzhaarigen petite Francaise namens Isabella (Vorlagen von Papinger). Sie ist bei mir auf einem Geburtstagsshirt für eine blonde Freundin von Little Q. gelandet, also hat sie promt mal die Haarfarbe geändert. Geht aber auch finde ich.


Es gibt aber noch mehr, nämlich die "Little Wannabe Boys" nach Vorlage von Doro Kaiser.
Ich finde, für den Freund, bei dem Little Q. demnächst zum Geburtstag eingeladen ist, passt ein "Untertags Nerd, nachts Superheld"-Shirt sehr gut ;-). Es gibt natürlich noch andere Wunschträume. Schaut doch mal rein!

Montag, August 18, 2014

Die Jugend von heute ist auch nicht mehr das, was sie früher mal war.

Obwohl: wahrscheinlich schon. Aber ich bin alt. Und müde und spiessig.
Aber der Reihe nach:
Little L. hat bisher ausser seinem Schwimmkurs keine ausserkindergärtlichen Aktivitäten. Ist ja nicht schlimm, er hat sich bisher nicht beklagt, nicht den Wunsch danach geäussert, aber erstens muss man ja als Eltern immer auf der Hut sein, es nicht allzu falsch zu machen und man glaubt es kaum, was später (und damit meine ich Jahrzehnte) noch an angeblichen ungerechten Behandlungen rausgekramt wird. Doch das würde zu weit führen, Little Q. geht ausser Schwimmen noch zum Kampfsport und zu den Pfadis.
Für die Pfadis ist Little L. noch zu klein, aber beim Kampfsport, da gibt es eine Kindergruppe, für die wäre er alt genug und Little Q. hat früher (TM) auch in dieser Gruppe trainiert, was es für den kleinen Bruder natürlich per se schon mal interessant macht. Ausserdem glaubt Little L., dass zwei seiner Kindergartenkollegen auch da hin gehen und mit denen, das würde sicher Spass machen.
Heute also war Schnuppertag angesagt. Beginn ist um fünf, ich habe dementsprechend heute morgen schon um 6:58h meinen Bürorechner hochgefahren, um ja Punkt viertel nach vier das Werksareal verlassen zu können. Um 10 vor fünf sind Little L. und ich also im Dojo aufgeschlagen. Er war sehr verwundert, dass er sich umziehen sollte, ich war sehr verwundert, dass er verwundert war. Beides klärte sich, als wir den Trainingsraum betraten, ich mich an den Rand setzte, er sich dazu setzte und auf mein "Äh, die Kinder stellen sich da vorne alle schon auf" meinte: "Du hast gesagt "Mal anschauen." Anschauen heisst nicht Mitmachen, beim Anschauen sitzt man."
Gut, ich kenne meinen Sohn mittlerweile, wenn er das so sieht, dann ist das so, wenn ich ihn dann sanft oder nicht sanft dränge, mitzumachen, dann gibt das nix Gutes.
Wir sassen also am Rand, im Trainingsraum tobten 8 Kinder, Kindergartenkollegen sind keine da, am Rand sassen insgesamt 10 Elternteile. Ich dachte mir noch: "Schau an, Schuljahresanfang, lauter neue Kinder, alle kommen zum Schnuppern, das wird ja ein Chaos geben." Ich lag nicht ganz falsch, die Kinder waren aber nicht neu. Warum man am (sehr) frühen Abend sein Kind (zum Teil auch zu zweit) IN eine Trainingsstunde begleitet, das erschliesst sich mir nicht, aber das muss es ja auch nicht. Ich habe bei sowas eher den Plan, ein, zwei, drei Mal zum Schnuppern und Rückenstärken mitkommen, dann bringe und hole ich das Kind, bis es alt genug zum Alleinlaufen ist, aber das kann ja jeder machen, wie er will.
Nun denn, Little L kuschelte sich in Sportkleidung auf meinen Schoss und schaute zu, wie die Kinder zum Aufwärmen Sitzball spielten. Immerhin ein anderer Junge war auch noch zum ersten Mal da und kannte die Regeln noch nicht. Ein anderer Junge, ich nenne ihn hier mal Winston, so hiess er zwar nicht, aber der Name passt ziemlich gut in die Schublade in meinem Kopf, in der auch der echte Name ist, warf dem neuen Jungen den Ball mitten auf den Rücken. Der guckte verdutzt und Little L. schmunzelte. Der neue Junge reagierte nicht und Winston nahm den Ball noch einmal und pfefferte ihn dem neuen Jungen mitten ins Gesicht. Der neue Junge begann zu weinen, setzte sich auch zu seiner Mutter an den Rand und Little L. schmunzelte nicht mehr, sondern kuschelte sich noch ein bisschen fester an mich.
Die Stunde nahm also ihren Lauf, die Kinder stellten sich in einer Reihe auf, Winston stellte sich neben seinen Freund Justin (Name: s.o.), gab ihm erst mal eine Kopfnuss, dann wurde auf japanisch gezählt. Es wurde sich aufgewärmt, Winston, Justin und Marvin (s.o.) machten sich einen Spass daraus, extra schmerzhaft an den eigenen und fremden Extremitäten zu reissen.
Little L. rückt sich zurecht und meint: "Mami, wie lange muss ich zuschauen?" Wir haben uns mit Little Q. zum Stundenende verabredet, also "Schon noch ein bisschen, noch haben sie ja gar nicht richtig angefangen"
Es ging weiter mit Selbstverteidigung. Der eine packt den anderen an den Schultern, Hand hoch, drehen, einklemmen, wegschubsen ("Aber vorsichtig!") Schritt zurück, Üben in Zweiergruppen.
Die Mädchen machen das untereinander, Justin würgt Marvin, der hautihm mit dem Ellbogen auf die Nase und schubst ihn an die Wand. Die Trainer gehen dazwischen "Das macht man aber nicht als Kampfsportler".
Nächste Übung, die Gruppen werden neu gemischt. Ein bisher unauffälliger (oder gerade deshalb auffälliger ;-)) Junge ruft "Ich will aber auf keinen Fall mit dem Winston." Die Trainer verstehen das falsch und stecken ihn und Winston zusammen. Aufgabe: der eine hält den anderen am Kopf, der muss sich befreien. Winston packt mit beiden Händen büschelweise Haare des anderen Jungen, der natürlich jetzt nicht mehr so richtig Lust hat, die Hände seines Kontrahenten mit Schwung von seinem Kopf zu drücken.
Little L. rückt sich unbehaglich auf meinem Schoss zurecht. "Mami, ist es noch lang, bis Q. kommt? Ich glaube, ich habe genug zugeschaut und will lieber doch kein Kampfsport machen". Ich finde das eine sehr vernünftige Einschätzung und nach dem abschliessenden Fangis-Spiel schauen wir, dass wir rauskommen. Draussen wartet Winstons Mutter (und, es ist schon fast unglaubwürdig, wie perfekt alle Klischees bedient werden, von den 7cm Ansatz bei der weissgelben Blondierung über das glitzrige Handycase und die grossflächig tätowierten Kinderporträts bis zum Hund. Wobei da ein Pitbull noch einen Tacken besser gepasst hätte als die Bulldogge, aber das sind natürlich nur meine Vorurteile.) und fragt allen Ernstes: "Und, waren sie anständig?" Ich beschliesse, dass diese Frage nicht an mich gerichtet ist, sondern an Eltern, die das schon länger kennen und deshalb vielleicht im Kontext besser beurteilen können. Die kommen auch zu der Einschätzung "Doch, war gut." Dann halt.

Little Q. wartet gsd schon auf uns, auf dem Heimweg fragt Little L., ob er wirklich dreimal schnuppern gehen muss, er wäre sich ziemlich sicher, dass er da wirklich nicht hinmöchte und er ausserdem bei genauerer Überlegung doch auch glaubt, dass seien Kindergartenfreunde vielleicht doch gesagt haben, dass sie beim Unihockey wären, vielleicht wäre es da besser. Oder beim Fussball. Oder vielleicht sogar im Chor.

Bleiben Sie also dran, bis es bald (wenn ich weiss, wo und wann das trainiert wird) heisst: wir schnuppern Unihockey. Oder Fussball. Oder Chor.

Sonntag, August 17, 2014

"X marks the spot"

Phew, nachdem ich ja gestern auf Twitter schon fast vermisst gemeldet wurde, weil die Berichterstattung von der Indy-Party ein wenig dünn wurde, habe ich mich jetzt soweit erholt, dass ich zum Bericht ansetzen kann.
Gute Nachricht zuerst: das Handy ist auch nicht ganz abgesoffen, wenn man vorsichtig ist, bleibt das Display so lange an, dass man seinen PIN eingeben kann. Nur die Zurück-Taste, die geht nicht mehr. Aber immerhin konnten noch alle Daten und Bilder runtergezogen werden und morgen in der Mittagspause gibt es dann das lang schon fällig neue (wasserdichte). Vielleicht. Oder ich lerne, ohne die Back-taste zu leben.

Aber der Reihe nach: Little Q. und ich haben uns ja darauf geeinigt, an seinem Geburtstag eine Schnitzeljagd im Wald zu machen. Als wir das Thema kurz vor dem Urlaub dann festlegten, fiel unsere Wahl auf "Indiana Jones", womit er natürlich  nix anfangen konnte (bis auf die Indiana-Jones-Bahn in Disneyland) und ich bin jetzt auch nicht so das Indy-Fangirl, aber ich finde es leichter, mit einer konkreten Vorlagen zu planen. Auch wenn ich kurz am geistigen Gesundheitszustand der Drehbuchentwickler gezweifelt habe, als ich die Handlung von "Raiders of the Lost Arc" nachgelesen habe.

Egal, es wurden Einladungen erstellt:


Als die Kinder bei meiner Schwester waren, haben der Hübsche und ich im Wald erstens die Hütte reserviert und zweitens einen Weg festgelegt (länger als geplant, weil der vom Hübschen in Google Maps eingegebene Wegpunkt nicht die Waldhütte, sondern der Baumplflanzplatz der Kindergartenkinder war, aber der Mann hört ja nicht auf mich, sondern nur auf Google. Egal, so hatten wir eine nicht ganz offensichtliche Strecke. Ich habe Wegpunkte fotografiert, mit dem Hübschen Rätselaufgaben angedacht, mit meiner Schwester am Telefon konferiert (sie kam auf die grossartige Idee mit einem grossen Sitzball als die berühmte Felskugel, für die wir die perfekte Strecke gefunden haben).

Als Vorbereitung habe ich ein 24seitiges Walkthrough-Dokument erstellt, in dem alle Bilder, Rätsel und Lösungen aufgeführt waren (ich kenne Indiana Jones ja vor allem von den Computer-Spielen ;-)).

Ich habe ein billiges Notizbuch gekauft, das durch Einweichen in starkem Tee (schwarz, bio, Darjeeling), Einlegen von mehr Teeblättern und Früchtetee und Trocknen in Sonne und Backofen künstlich gealtert wurde.

 Darin hat dann Indiana Jones sein Tagebuch zu seinen Nachforschungen zum Schatz von Augusta Raurica geschrieben (ein bisschen ausführlich, aber es war spät am Abend, und ich er war dann halt grad so drin.). Irgendwann brachen die Aufzeichnungen ab und es war nur noch ein Foto und kryptische Hinweise drin.
Die restlichen Fotos (sehr einfach mit Picasa auf alt getrimmt, entwickeln lassen und dann mit einer Oldschool-Wellenschere altmodisch ausgeschnitten) und Hinweise habe ich auf so Fakepergament geschrieben eingetütet.




Am Tag vor dem Fest haben Little L. und ich überprüft, ob unsere Reservierung noch steht (tat sie), wir haben skeptisch den Wetterbericht beäugt (52% Regenwahrscheinlichkeit, heftige Gewitter), aber was will man machen? Wir hatten nur den einen Plan.

Am Abend vor dem Fest habe ich eine Abwandlung der Buddenbohmschen Weingummitorte gemacht, nämlich mit einem Poundcake-Boden a al Cynthia Barcomi, mit rumgeklebten Kitkats und mit Schlangen gefüllt, stilecht zusammengehalten von einer Indy-Peitsche.

Ausserdem habe ich mit meinem reduzierten Team (meine Schwester konnte erst am Party-Tag selber) den Walkthrough erklärt, alle Hinweise regenfest eingepackt, Goodietütchen gepackt, Proviantkisten gepackt und Fahrradkörbe und -anhänger (in den Wald darf man nicht mit dem Auto fahren) für die Tour am nächsten Tag parat gemacht.
Am nächsten Morgen war erstens grosse Bescherung und danach das Haus voller Lego und zweitens die Kinder ein bisschen angekratzt, so dass spontan der Schwimmkurs abgesagt wurde und die Kinder zum Vorbereitenhelfen dabei waren. Juhuuu! Ausserdem war in Zürich total überraschend Leichtathletik-EM und deswegen Stau, so dass meine Schwester gerade noch rechtzeitig zum Start der Vorbereitungsmission hier aufschlug.



Wir hatten dann mit dem (nicht ganz geplant, aber dann war es halt so) schon vom Hübschen aufgepumpten Sitzball, zwei Körben, einem ganzen Fahrradanhänger und noch mehr etwas mehr zu transportieren als geplant und so haben wir meiner Schwiegermutter die Jungs unterstellt und sind zu dritt (der Hübsche, meine Schwester und ich) mit vollbepackten Rädern Richtung Wald aufgebrochen. Und weil es etwas ging, bis wir endlich loskamen, war es dann kurz vor knapp, dass wir alles erledigt bekamen (Hinweise festmachen, vergraben, aufhängen, Warnschilder, Proviantposten, insg. 10 kg Wasserbomben im Wald bereitstellen, den "Felsbrocken" platzieren, Essen und Deko zur Hütte bringen, und mit der Geburtstagsfeier vornedran abmachen, dass sie das Feuer ruhig brennen und die Ballons hängen lassen können.

Wir wurden zweimal nassgeregnet und überholten auf dem Heimweg schon die ersten Gäste, die sich zu uns aufgemacht hatten.

Schnell umgezogen, einen Sturzkaffee und schon gings los. Gottseidank hatten (fast) alle Kinder/Eltern die Einladung genau gelesen und die durch Pfadfindertum und Waldtage in Kindergarten und Schule an Wald, Wind und Wetter gewohnten Kinder standen in voller Regenmontur vor der Tür.
Da wir die Geschenke nicht in den Wald mitschleppen wollten, haben wir durch Flaschendrehen noch die Reihenfolge des Auspackens festgelegt (Little Q. hat perfekt genau das bekommen, mit was er sich 100% der Zeit beschäftigt: Lego und Bücher). Erstaunlicherweise blieb ein Paket übrig, versehen mit einem altmodischen Brief "An den Finder". Was das wohl war?



Als das dann geklärt war (juhuuuu, endlich raus!) packten wir uns alle regenfest ein (beste Entscheidung ever: ich habe meine etwas zu grossen, aber sehr dichten Gummistiefel angezogen) und brachen auf. Die Kinder wurden mit dem Buch, Kleber und Stift (um Hinweise einzukleben und Notizen zu machen) ausgestattet und das war lustigerweise die totale Ehre, das tragen und eintragen zu dürfen.



Der Hübsche hatte den "Raider´s March" für Schlüsselstellen jederzeit abspielbereit ;-).
Die wilde Jagd startete also über Parkplatz, Spielplatz, durchs Gebüsch.



Ich konnte das ja, weil ich mir die Hinweise und Rätsel ausgedacht hatte, gar nicht gut einschätzen, wie schwer das alles jetzt tatsächlich war, aber anscheinend war nicht alles so offensichtlich wie befürchtet. Es gab ja zwischendrin auch Material wie zB Schaufeln, Schnüre etc. zum Mitnehmen und es war nicht immer klar, wann die jetzt gebraucht würden (für mich schon: Schaufel = Graben im Beachvolleyball-Feld., drei Hinweise später. Für die Kinder allerdings war klar: Oh, ein Foto von der Hängebrücke von unten, das heisst, wir müssen unter der Hängebrücke graben. Und wir konnten gar nicht so schnell schauen, wie die Kinder mit den Schaufeln und blossen Händen den gesamten Rindenmulch unter der Hängebrücke auf der gesamten Länge umgegraben hatten (anstatt einmal den Blick nach oben zu richten und den an der Unterseite der Hängebrücke befestigten Hinweis abzupflücken).

Eins der schwierigeren Rätsel war dann der besagte Beachvolleyballplatz. Der Hinweis lautete:  "Alter Schatzsuchertrick: wer kein X findet, macht sich eins"

und dazu eine schematische Zeichnung der Ecke des Volleyballfeldes. An strategischen Punkten hatten wir Schnurstücke in derselben Farbe wie die unterwegs eingesammelten Schnüre angebunden und an den theoretischen Kreuzungspunkten der Schnüre war dann der Hinweis vergraben. Dachte ich.



Allerdings hatten wir das so nach Augenmass vergraben und dummerweise waren die Schnüre auch nicht ganz lang genug und so haben die Kinder den halben Platz umgegraben, bis wir dann endlich den Hinweis hatten. (Phew).
Inzwischen war die Sonne rausgekommen und es wurde in der Regenkleidung richtig heiss. Die dunklen Wolken und grummelnder Donner verhiessen aber nichts Gutes.


Vor der Kantine des lokalen Pharmaunternehmens begann es zu tröpfeln und wir verpackten uns alle wieder wirklich regenfest.

Zwischendrin gab es immer wieder auch Aufgaben zu lösen, die nicht direkt mit dem Weg zu tun hatten, sondern Zahlen ergaben, die im Buch notiert werden mussten. Die Lösungen waren zwar alle im Walkthrough notiert, aber der lag leider daheim auf dem Klavier, wir mussten also mitrechnen. Für ein bisschen Diskussion sorgte dieses Rätsel:



Die erste Antwort eines Kindes war: "152km plus 7km, das ist dann 159km." Nun. Die Landkarte sagt was anderes, in Wirklichkeit ist nämlich von der Brücke, die über die Autobahn Basel-Rheinfelden-Zürich-St.Gallen führt, ein Schild zu sehen, auf dem alle Entfernungen zu erkennen sind.

Was ich superwitzig fand, war, dass, kaum, dass sich die bunte Horde Kinder auf der Autobahnbrücke sammelte und Richtung Schild starrte, die unten vorbeidüsenden Autofahrer hupten und winkten (vielleicht hatten sie auch Angst, mit Steinen beworfen zu werden).

Am Eingang in den Wald fanden wir dann diese Kiste (die Schlange war von uns, die Nacktschnecke nicht), gefüllt mit Caprisonne (gibts bei uns nur und traditionell an Geburtstagen), Hinweis und Gummibärchen.


Die Kinder waren sich nicht ganz sicher, ob sie jetzt befugt oder unbefugt wären, und als ungefähr 10 Sekunden, nachdem die erste Caprisonne angetrunken waren, sich die Himmelsschleusen öffneten und ein Sturzregen herunterkam (incl. Blitz und Donner), da waren sie sich sicher, dass das jetzt der "Fluch des Kristallschädels" gewesen wäre.


In diesem Durcheinander war es für den Hübschen, meine Schwester und Little L. recht einfach, sich abzuseilen und in den Wald vorzulaufen. Wir warteten eine Zeitlang unter dem Baum, als es aber gar nicht aufhörte zu schütten, marschierten wir einfach los. Dieses Schild zeigte recht deutlich, wo es langging. Das ist eigentlich ein Trampelpfad in einer Rinne nach oben. Durch den Sturzregen war alles total schlammig und eine Art Bach floss nach unten. Sehr beeindruckend und die perfekte Rollbahn für die "Felskugel" ;-).


Ein Stückchen weiter im Wald warnte uns ein Schild vor "Kali-Rebellen", die uns dann direkt mit Wasserbomben angriffen.

Gottseidank hatten wir vorher schon ein Munitionsdepot entdeckt (und waren eh alle schon so nass, dass niemand nölig wurde, als er von Wasserbomben getroffen wurde.

Im Gegenteil:  Nach der Schlacht strahlten mich platschnasse, schlammverschmierte Kinder an, die die von den Rebellen "vergessenen" Kitkats auf dem Pausentisch mampften "Super, dass es regnet. Ohne wäre das bestimmt nicht so abenteuerlich" Na dann!)
Die Rebellen hatten wir in die Flucht geschlagen, sie übernahmen es, den direkten Weg zur Hütte zu nehmen und dort das Feuer wieder zu entfachen, die Tische zu decken und alles parat zu machen für die Ankunft der müden, nassen Helden.
Die hatten noch ein bisschen länger zu rechnen und zu suchen, wir hätten aus Versehen fast einen ganzen Holzstoss abgebaut, um den Hinweis zu suchen, bevor ihn jemand direkt gegenüber entdeckte, und irgendwann dann hatten wir es geschafft: Wir waren an der Waldhütte angekommen und bereit für die letzte Herausforderung ("Ich glaub, ich weiss, was wir machen müssen: gegen Indiana Jones kämpfen!"):
Es lagen 25 Steine mit Zahlen vor uns und wir mussten ein Lösungswort herausfinden. Klar, auf der Unterseite der Steine standen Buchstaben, sie kamen auch relativ schnell drauf, dass wir die in den Rätseln gesammelten Zahlen brauchen würden, aber die zunächst vorgeschlagene chronologische Reihenfolge war es natürlich nicht ;-).


Jeder Zahl war ein kryptisches Geheimzeichen zugeordnet und hinten im Buch gab es dann die richtige Reihenfolge und das Codewort: "Shankara" (Wohooo, ich brauchte ein Lösungswort mit 8 Buchstaben und auch wenn niemand ausser mir wohl die Referenz auf Indy bemerkt hat: ich mag sowas ;-))



Die Schatzkiste selber war eine Holzkiste, die ich um des Effekts willen innen mit Hologrammfolie (übrig vom Aliengeburtstag) beklebt hatte. Ich hatte auf "Funkelfunkelglitzerglitzerwirsindgeblendet"-Effekte beim Öffnen im strahlenden Sonnenschein gehofft, so klangen die reinfallenden Regentropfen aber auch sehr schön glitzrig. Drinnen waren die Goodiebags mit Süsskram, Magnetlesezeichen und Sprungknete.


Die "Rebellen" hatten uns ein wunderbares Feuer angezündet, den Tisch gedeckt und es gab Kuchen, Stockbrot, Würste und Marshmallows. Am besten fanden die Kinder, dass es keine feste Reihenfolge gab ("Echt, ich kann Wurscht UND Kuchen haben?! Cool!"), aber mittlerweile war es schon halb sechs und ich hatte eine Ablieferung der Kinder daheim um etwa halb sieben angekündigt. Ich fand es dann tatsächlich relativ entspannt in der Hütte, die Kinder hatten wirklich Hunger. Der Kuchen war ihnen nicht ganz geheuer ("Äh, ist der echt grün?! Bist du dir sicher, dass man das essen kann?"), aber alles in allem mussten wir nicht mehr viel mit runternehmen.
Es halfen dann alle Kinder noch mit, alles zusammenzupacken, das Feuer zu löschen, die Hütte abzuschmücken und um viertel nach sechs machten wir uns mit dem vollbepackten Fahrradanhänger und Rucksäcken voller durchweichter Schilder etc. auf den Abstieg.
Davor hatte ich tatsächlich ein bisschen Bammel, weil es ist, wie man bei uns daheim sagt, noch ein rechter Hatsch bis nach Hause, und alle waren nass und müde und wir mussten auch keine Hinweise mehr suchen, aber die Laune war bestens bei allen (ausser bei mir, weil mein Handy ja ein bisschen viel Regen gesehen hatte).


Als wir aus dem Wald kamen, strahlte die Sonne und ein 1A-Regenbogen spannte sich vor uns, das war einfach perfekt.
Daheim dann hiess es: Regenhosen ab und rein in die Wanne bzw. Dusche und dann gab es für das Team und unsere Kinder noch Lasagne.
Ich war von dem ganzen Planen, Vorbereiten, zweimal durch den Wald heizen, dem Aufräumen und der Anspannung so unendlich kaputt, dass ich ohne Witz dachte, ich klapp jetzt zusammen. Ich wäre fast am Tisch eingeschlafen, mir klapperten die Zähne wie bei Schüttelfrost, aber nach einer heissen Dusche, EInschlafkuscheln mit beiden Kindern wurde dann langsam alles wieder. Zum Runterkommen habe ich mit meiner Schwester noch wild gerainbowloomt und jetzt ist es erst mal wieder gut mit Geburtstag.


Wobei: die nächsten beiden Themen stehen schon und sind ganz, ganz grossartig, folgerichtig und auch logisch: Little L. kriegt einen Hobbit- und Little Q. einen "Herr der Ringe"-Geburtstag. Wahrscheinlich. Aber erst nächstes Jahr.

So kaputt ich auch war (und, ehrlich gesagt, bin), es war ganz, ganz grossartig und ich bedanke mich von Herzen bei dem grossartigen Team aus meiner Schwester, dem Hübschen und meiner Schwiegermutter, die bei meinem, und das weiss ich ja selber, leicht übertriebenen Festeplanen und -durchführen grösstenteils klaglos mitmachen und unterstützen. Danke, danke, danke. (Für nächstes Jahr könnte ihr euch ja schon ein paar Gedanken in Sachen Kostüme machen. Wir bräuchten noch eine Idee für die Ents)

Achja: Für alle, die es jetzt schon wieder im "Aber die Kinder wären auch mit Topfschlagen zufrieden"-Kommentarfinger zuckt: Ja, wahrscheinlich schon. Aber das hier fanden sie, ehrlich gesagt, auch ganz schön toll.