Dienstag, September 10, 2019

100919 So bunt!

Meine Güte, ich wäre mal wieder bereit für einfach nur Schlafen in der Nacht! heute um 4:50h hatte Sansa dringendes Kuschelbedürfnis und das sieht bei ihr so aus, dass sie vor einem steht und man aktiv kraulen muss, gerne am Kopf, auf keinen Fall halbherzig, nur so leicht den Rücken streicheln und am Ende noch dabei einschlafen, das ist nicht ausreichend. Da wird dann, immerhin auch nur mit halbherzig ausgefahrenen Krallen, auf das zugefallene Auge getatscht, bis weitergekrault wird.

Zwetschgendatschi mit frischer Sahne und viel Kaffee zum Frühstück wären eigentlich eine gute Grundlage für den Tag gewesen, aber irgendwie wurde ich nicht richtig wach.... ich habs allerdings echt versucht und heute einen Tag voller Meetings (Handover, Einarbeitung, Group Meetigs) mit zwischendrin Einarbeitungstraining vollgestopft. Mir schwirrt der Kopf, aber ich weiss jetzt Bescheid über Issue Management, Neuigkeiten im Technical Product Management, habe mir allzugrosses Augenrollen bei Trainingsvideos mit animierten Dokumenten als Erzählern verkniffen, bin sehr mühsam, glaube ich, weil ich Links, die ins Nirwana führen, bei den Site-Ownern melde und anfrage :-).

Auch ansonsten war das heute ein mühsamer Tag: der Hübsche verbrachte erstaunlich viel Zeit in und um das Tesla-Servicecenter im Nachbardorf. Gestern abend liess sich nämlich erst der Kofferraum nicht mehr öffnen, weder mechanisch noch per Schlüssel noch per App, dafür dachte das Auto aber, der Kofferraum stünde weit offen, so dass es sich erstmal schon nur mit Tricks abschliessen liess und zweitens noch mehr Tricks brauchte, um ohne grosse Panik ("KOFFERRAUM OFFEN, ACHTUNG, ACHTUNG, SEID IHR IRRE?!") und Gedöngel zu fahren. Wie schon gestern abend in einem Forum rausgefunden, war der Aktuator (? ein kleiner Motor im Kofferraumschloss) kaputt, was sie Gottseidank direkt austauschen konnten.
Nächste Runde: Q. kam ganz aufgelöst nach Hause und teilte mit, dass er morgens schon das Handy im Bus verloren hatte. Das war natürlich in vieler Hinsicht doof, erstens: Handy weg, zweitens: ÖV-Ticket auf dem Handy, drittens: Q. den ganzen Tag aufgelöst, weil er unsere Nummern nicht auswendig kannte und uns erst daheim von L.s Handy via Hangout erreichen konnte.
Es liess sich alles recht gut auflösen:
1. Hat Q. jetzt einen Zettel mit unseren Nummern dabei (und weiss wieder, wer in der Schule alles unsere Nummern hat, zB Sekretariat und die meisten seiner Freunde)
2. habe ich mit dem Verkehrsverbund geklärt, wie sich das Ticket ohne Handy ersetze liesse
3. haben wir das Handy über den via Google Maps geteilten Standort orten können und waren erst ein wenig verwirrt, es befand sich nämlich im Tesla Servicecenter. Dachte das Handy, in Wirklichkeit war es aber in der Postauto-Garage direkt nebendran. Der Hübsche und Q. fuhren also nochmal hin, klingelten Buschauffeure aus dem Aufenthaltsraum, bewiesen per Anklingeln, dass Q.s Handy im Fundbriefkasten war und praktischerweise kam der Schlüsselverantwortliche auch mehr oder weniger direkt vorbei und holte es gegen den offiziellen Finderlohn heraus. Puh!

Interessante Info: allein in dieser Postautogarage, die nur einen Teil der Flotte abdeckt, landen jede Woche zwei bis drei Handies und die allerwenigsten werden vermisst gemeldet (das hatten der Hübsche und Q. schon per App gemacht) geschweige denn abgeholt. Dabei geben sich die Leute dort wirklich Mühe, herauszufinden, wem die gehören und nehmen zB alle eingehenden Anrufe an, um den Besitzer zu eruieren, nur legen die Leute meist kommentarlos auf, wenn nicht die erwartete Person abnimmt. Also: Heads up für TNW-Nutzer: verlorene Handies sind nicht auf Nimmerwiedersehenn verloren. Und an all die, die das (freiwillige und reversible, nech?) Teilen von Standortdaten innerhalb der Familie als krasse Eingriffe in die persönliche Freiheit sehen: vielleicht ist das alles immer gar nicht so dramatisch, wie Sie denken. Das Handy von Q. hatte mehr Freiheit als nötig, wenn Sie mich fragen.

Gegessen:
Zwetschgendatschi mit Sahne
Omelett mit mexikanischer Füllung, mexikanischer Gemüsemischung und Avocadoquark und Maissalat
Salat mit gebratenen Pilzen

Getragen:
das, wie ich finde, gar nicht sooooo bunte Ringelkleid, das mir aber direkt 4 Kommentare über meine Buntheit einbrachte.

Gelesen:
Harry Hole

Gesehen:
"How to sell drugs online fast"

Stressleveldurchschnitt gestern: 49
Selbstbeweihräucherung: nicht ausgeflippt, als das Handy weg war, sondern nur nach Lösungen gesucht