Samstag, Februar 05, 2011

Relax

Nun ja, mit der Entspannung war es gestern dann gegen 03:07h vorbei.... Bis heute morgen gegen 10:00h war Little L. wieder mit ca. 200 Sachen unterwegs.
Erholsamer Nachtschlaf sieht natürlich anders aus, als mit der Hand auf dem Brustkorb eines kleinen Kindes zu schlafen zu versuchen , während das Hirn rekapituliert und analysiert und "Oh, jetzt stellt er nicht mal mit höherer Dosis und im Tiefschlaf zurück und wie koordiniere ich morgen Q.s Kindergeburtstagsbesuch und das Krankenhaus und am Montag sollte ich wieder arbeiten und überhaupt, warum trifft uns so ein Scheiss?" vor sich hin rattert.
Nun ja. Jetzt ist er wieder "normal", nur dass er Abhören und sogar Hand auf die Brust legen nicht mehr toll findet, ich werde jetzt todmüde zu meinem Friseurbesuch (Me-time, an sich was sehr seltens zum Geniessen......ich werde vermutlich schon beim Haarewaschen einschlafen) incl. Minishoppingbummel aufbrechen, während Little L. hoffenlich einen normalgetakteten Mittagsschlaf absolviert.
Ich merke, wie uns dieser Schwebezustand alle schlaucht, wirklich. Ich hoffe sehr, dass sich da bald eine gewisse Normalität einstellt und wir das Kopfkino und dauernde Pulsfühlen abstellen können.
Bis dahin hätte ich eine Bitte an Sie: Ich weiss, all Ihre Kommentare zu "Ich kenne jemand, der das auch hatte, und dem geht es jetzt super, er musste nur ..." sind nett gemeint und sollen Mut machen etc.. Leider ist genau das Gegenteil der Fall. In Stresssituationen neige ich dazu, extrem selektiv wahrzunehmen. Und wenn da steht "Bei xy hat viel Ruhe geholfen", dann lese ich "Du bist schuld, du mutest deinem Kind zu viel Stress zu". (Das ist nicht so gemeint, aber in meinem unter Hochspannung stehenden Mutterhirn kommt das so an).
Dazu kommt, dass es zigtausend Varianten von "zu hohem Puls" gibt. Und wenn bei einer Art von Herzrasen zB das Trinken von kaltem Wasser helfen kann, dann kann das im anderen Fall einfach nur eine Quälerei sein. Wir sind mit der engmaschigen Kontrolle durch die Chefin der Kinderkardiologie am Unikinderspital in den besten Händen, die ich mir vorstellen kann. Wir sind auch von ihr autorisiert worden, in (hoffentlich nicht auftretenden) zukünftigen Notfällen die ambitionierten, nach Lehrbuch vorgehenden Notfallärzten Carotismassage und das Kind in Eisbeutel packen zu untersagen, weil es in Little L.s Fall nicht hilft, gar nicht helfen kann.
In diesem Sinne: ich bin froh und dankbar, dass und wenn Sie da draussen an uns denken und mitfühlen, aber bitte, bitte: keine noch so guten Ratschläge und Fallbeispiele mehr, das vertrage ich im Moment ganz schlecht.....