Montag, August 12, 2019

120819: Rumpelstart

Naja, alles in allem hat das schon einigermassen geklappt heute, aber optimal war's noch nicht. Wir müssen uns erst alle wieder in die Routinen einfinden und damit abfinden, dass die Ferien halt vorbei sind und Regelausweitungen nicht mehr nur noch weggelacht und "Och, sind doch Ferien"-weggeredet werden. (Looking at you, K1.)
Ich muss mich auch wieder eingrooven, ja, am Schuljahresanfang kommt immer der ganze Zetteltralafitti, es dräuen noch die einzubindenden Bücher am Horizont (vor allem, dass die so kleckerweise nach Hause kommen, das stört mich. Ich würde gern einen einzigen Büchereinbindeabend machen, da könnte man eine richtig schöne Produktionsstrasse aufbauen, messbar Erfolg haben und nicht jeden Abend das ganze Geraffel für zwei Bücher und dann wieder eins und nächste Woche nochmal zwei vornehmen.... Ach ja: nein, abwarten, bis die Bücher ALLE da sind, ist keine Option, die müssen sofort eingebunden werden. Erstens weil halt und zweitens kann ich einen wachsenden Stapel unerledigte Dinge auch nicht gut sehen.), Znüniboxen wollen gerichtet werden, es geht eine Zeitlang, bis wir alle genau wissen, wer wann an welchem Tag aus dem Haus muss und Sportzeug mitnehmen muss etc..
Dazu kommt natürlich, dass die Leute vom neuen Job natürlich darauf hoffen, dass ich vielleicht schon nur so ein bisschen, hm, nur zweimal die Woche... und der alte Job halt nicht weniger, sondern eher mehr, weil zweimal Produkthandover, wird, dafür die Neugier auf den eben neuen Job schon ein ganz bisschen die Befriedigung durch eine ordentliche Übergabe des alten überwiegt (vor allem deswegen, weil eine für mich befriedigenden Übergabe in dem Fall eh nicht möglich ist aus verschiedensten Gründen, vor allem weil mindestens ein Projekt weit von einem Idealzustand entfernt ist.
Dann würde ich mich natürlich sehr gern in die Organisation und Geheimplanung etc für Junggesellenabschied und Hochzeitsgeheimnisschen stürzen, aber mein pflichtbewusstes Hirn sagt: Erst Arbeit und Schulanfangsgezeterpapierkram, DANN kommt das Schöne dran und mhm, naja, ... (Keine Sorge, Schwesterherz, wird alles super!)

Tja nun.

Gegessen:
Mango/Weintrauben, Joghurt, Müsli
Kokosbuttermilchkuchen
rotes Thaicurry mit Tofu, Reis, Bohnen, Salat
Pizza
Handvoll Ikea-Gummibärchen

Getragen:

Heute mal ein paar mehr Bilder, weil: 1. mehrfach Kommentare für das Kleid bekommen, obwohl ich das schon öfter anhatte. ("Der rote Reissverschluss am Rücken, der verführt halt echt zu Aufziehen." WIE BITTE?! und "Hast Du den Code schon mal gescannt?"

und einmal krumm mit Schuhen im Bild. Ich war ... echt gross damit. Oder meine Kollegin ist geschrumpft über die Ferien. Sie ist tatsächlich klein, ich schätze ... bisschen über 1.50m, vielleicht auch 1.60m, am Tisch gehts immer, aber heute, als wir nach dem Meeting noch auf dem Gang standen und und unterhalten haben, habe ich gemerkt, wie ich mich krumm und schief an eine Wand gelehnt habe, um nicht so von oben herab zu gucken
Diese eigentlich sehr harmlos aussehenden Samtballerinas hatte ich nämlich für den Weg ZUM Büro und für den Fall, dass ich von den anderen Schuhe evtl Blasen bekomme oder der gebrochene Zeh zickt. Was ich mir falsch gemerkt hatte, war, wo DIESE Schuhe scheuern, nämlich nicht an den Zehen, wie ich dachte und gepolstert hatte, nein, unterhalb der Knöchel. Und zwar nach insg 10 Minuten gehen offen blutig. Hmpf. 

Kaum zu glauben, dass diese Schuhe die ich ja nur für Rumsitzen und ein bisschen Liftfahren dabei hatte, dann eine absolute Erholung darstellten und auch für den strammen Heimweg deutlich besser geeignet waren als die roten Samtdingsis.
Gelesen:
"Die letzte Witwe" aus (solider GBI-Thriller, kann man gut weglesen)

Stressleveldurchschnitt: allgemein von Gedöns genervt. Die Lufthansa hat noch nichtmal den Eingang der Entschädigungsforderungsmail bestätigt.
Selbstbeweihräucherung: Immerhin kurz vorher gemerkt, wenn ich am Überschiessen war. Oder kurz danach.

Sonntag, August 11, 2019

110819: Fertig luschtig

Letzter Ferientag für die gesammelte Mannschaft, ab morgen heisst es "5. Klasse" und "2. Klasse".
Um halbwegs so zu tun, als wären wir darauf vorbereitet, sind wir heute ein bischen früher aufgestanden, also um halb acht, hilft auch nix für morgen, aber wir hatten immerhin genug (nicht ganz, findet K1, das gern noch "ES SIND NOCH FERIEN!" bis in die Puppen netflixen möchte) vom letzten Ferientag. Incl Terrassenfrühstück mit Übernachtungsgast, der die Jungs auch beim sonntäglichen Joggen begleitet hat.
Ich habe mich um Gedöns gekümmert, zB musste Sansa, der der gestrige Tag anscheinend in den Knochen respektive im Pelz steckte, und die deshalb, sobald die Temperaturen auf >30°C kletterten, sich mehr oder weniger vor die Klimaanlage im obersten Stockwerk legte und keinen Schritt mehr nach draussen machte, gebürstet und gekrault werden. Ausgiebig.
Dann das übliche Sonntagsprogramm aka Schultaschen packen, Znüniboxen richten, das ganze Haus vom Saugi saugen lassen, Klamotten rauslegen, und dann: noch einmal schnell Badengehen im Dorfschwimmbad. Das versucht übrigens ein ReBranding, was ich irgendwie verstehe, "Die Gülle" klingt nicht ganz so einladend, aber ob sich nach ..... 50 Jahren Baden in der Gülle nun das "Schtrampi" durchsetzt?
L. möchte immer noch nicht den Rhein am Dorf entlang runtertreiben, deshalb fahren er und ich mit dem Rad, während Q. und der Hübsche die Wickelfische ausführen. 23.5 Grad hat der Rhein und ist so voll wie ein Schwimmbecken.
Auf dem Heimweg erwischen uns die ersten richtig grossen Tropfen, zum Wäscheaufhängen reicht es noch, dann kommt ein richtiger Gewittersturm. Sansa wäre jetzt bereit zum Rausgehen (Lady Winterfell halt..., aber dafür ist es jetzt ein bisschen spät und arg wild draussen), Jon kam rechtzeitig auf dem Sturmwind und vor dem Gewitter heimgepustet.
Statt Burger vom Grill gibt es Burger aus der Pfanne, danach sind alle satt und müde (und nicht wirklich 100% bereit, zuzugeben, dass die Sommerferien vorbei sind. Immerhin sind in 6 oder 7 Wochen schon wieder Herbstferien).

Gegessen:
Hefezopf mit Eierlappen
Magnum Double Caramel
Burger mit Sojapattie, Mangosalsa, Guacamole, Provolone, Gurken, Tomaten, Zwiebeln und einer Handvoll Pommes

Gelesen:
"Die letzte Witwe"

Stresslevel: Besser, seitdem ich mir vorgenommen habe, Leute, die ich stummgeschaltet oder entfolgt habe, einfach echt nicht mehr zu lesen. Manche haben da ein echt sehr seltsames Anspruchsdenken, aber meine Güte, sollen sie.
Selbstbeweihräucherung: Super Mangosalsa aus dem Handgelenk (Mango, klein gewürfelt, rote Chili, Frühlingszwiebel, etwas brauner Zucker, Knoblauch, etwas Sesamöl, Limettensaft, Koriander, Salz)

Samstag, August 10, 2019

100819: Hoass, hoass!

Heute nacht um vier on strömendem Regen (im Gesicht) geweckt worden, das war schön! Auch morgens war es noch recht nass, was zu ausgiebigem "Bacheln" verleitete aka wir sassen erst um halb 11 bei einem ausgedehnten Frühstück. Da war es dann auch schon wieder sonnig und die spontan geschmiedeten Regenpläne aka "neues Computerspiel", "Film", "Nur sandeln" wurden umgeworfen.
L. tauchte gegen zwei von seiner Übernachtung auf, im Schlepptau seinen Freund zum Gegenbesuch.
Sansa legte einen Drinnentag ein, was mich erst ein wenig besorgte, aber als wir sie dann zu eine, kleinen Spazierrgang zur Jonny-Wiese mitnahmen und die Arme nur von Schattenplatz zu Schattenplatz sprintete und dann hechelnd Pause machte, war klar: so ein norwegische Waldkatzen/Maine-Coone/Was auch immer Langhaarfell ist too much für diese Temperaturen. Daheim legte sie sich flach auf den Parkettboden, fand es zwar ein bisschen doof, mit einem feuchten Tuch abgerieben zu werden, aber allemal besser als Rasieren, oder (*googelt "Katzenfrisuren"*)?
Sonst so: Eis, Planschbecken, Buch, Familien-Google-Kalender mit den eintrudelnden Terminen aktualisiert (neue Sporttermine, aktualisierte Pfadfinder-Infos, kein Schulschwimmen mehr), viel gelesen, über Twitter gewundert (meine Güte, die Hitze tut anscheinend niemandem gut. Wenn ich sage: "Ich lese abc nicht,  weil in meiner Erfahrung abc praktisch immer xyz.", ist es imho eine sehr fruchtlose Angelegenheit zu sagen "Gar nicht wahr.", weil ... ach, egal. Lassen wir es bei "Sie müssen überhaupt gar nichts machen, nur weil ich es sage. Machen Sie einfach alles so, wie Sie meinen. Im Gegenzug muss ich Ihnen nicht folgen oder Sie mögen, auch wenn Sie das gerne hätten." So ein Kasperltheater.)

So, jetzt schauen wir mal, wann die zwei Buddies hier ins Bett finden, ich freue mich nämlich schon darauf, noch mehr fancy blaue Gin-Cocktails auszuprobieren und dabei "The Good Fight" zu schauen.

Gegessen
Semmel mit irgendwas, Tomaten und Basilikum
ein Eis ("Limited Edition "Extreme" Alpenkräuter und Holunderblüten")
Ein paar Gummibärchen und Wasabinüsse
Weintrauben
Bruschette mit Tomaten/Basilikum und Zitronenrucola/geschmorten Rosmarintrauben
eine halbe Pizza mit Tomaten und Rucola

Getragen:
Shorts, T-Shirt

Gelesen:
zu viel auf Twitter
"Die letzte Witwe"
viele "Termine 2019/2020"-Emails

Stressleveldurchschnitt: Optimum
Selbstbeweihräucherung: mir war recht viel wurscht.

Freitag, August 09, 2019

090819 Two, ups, one short

Da habe ich gerade die Überschrift getippt und war nur so mittelamused, weil Jonny anscheinend am Freitag das Wochenende einläutet und grad mal bis nach Einbruch der Dunkelheit wegbleibt. Ich hatte ja wirklich gehofft, dass ich da cooler würde, nachdem ich ja die letzten 4 Wochen gesehen habe, dass er IMMER heimkommt, auch wenn es vielleicht schon fast Mitternacht ist, aber es ist was anderes, wenn man nur alle heilige Zeit wegen kein Internet Koffeinmangel vortäuschen kann und im Starbucks schnell schauen kann, wie der Katzenstatus ist, oder wenn man ja EH DEN GANZEN TAG DAHEIM IST und das Katertier trotzdem nicht heimkommt. Aber: in diesem Moment kam Q. vom Grünabfallwegbringen zurück und hatte einen kleinen schnurrenden Strawanzer auf dem Arm. Wo auch immer er war, auch bei seinem Ferienwohnsitz war er nämlich auch nur kurz heute morgen, einen kleinen Snack nehmen. Nun gut. Ist er also wieder da.*

Einer fehlt übrigens immer noch zum komplett sein, aber das ist ok und vereinbart, L. übernachtet nämlich heute bei seinem Freund, der dann dafür morgen bei uns schläft und hach, ich bin so glücklich, dass diese beiden sich gefunden haben und das so sehr auf Gegenseitigkeit beruht. 10 Jahre beste Freunde, das ist mal ein Wort, egal in welchem Alter, aber schon ein bisschen besonders, wenn man noch keine 11 ist.

So.

Das ist eigentlich der perfekte Abschluss für den Tag, der auch überhaupt so war: schon gut, aber nicht so entspannt, wie geplant. Weil: ich hatte ja extra freigenommen heute für einen gechillten letzten Ferientag mit den Kindern und dann .... hatte Sansa Hummeln im Hintern oder einen Floh oder einen Mückenstich oder eine Ameise oder Vollmond, auf jeden Fall ist sie gefühlt die ganze Nacht über uns drüber galoppiert, am Mückengitter über meinem Kopf hoch, und, bester neuer Trick, wie ein Erdmännche in unseren Nachttischlampen aufgetaucht, dann rausgesprungen, hängengeblieben, grosses Getöse, wie auch immer, ich war auf jeden Fall trotz kein Wecker um halb neun wach, aber wie gerädert.

Wir hatten dann heute noch recht viel vor, nämlich gemeinsamen Grosseinkauf incl Katzenfutter, dann ein Geburtstagsgeschenk für Q. besorgen (er bekommt u.a. einen neuen Rucksack zum Wandern und für die Pfadis, und das muss halt anprobiert werden, deshalb wird es keine Überraschung), dann Friseur für mich und dann wieder heim. Es hatte heute 34°C, das ist für mich immer noch zu viel, aber trotzdem hat alles wunderbar geklappt. Vorbei die Zeiten, in denen die Kinder in der Spielecke beim Friseur sitzen und entweder puzzlen, Alufolie für Strähnchen falten oder Nintendo spielen, nein, heute bekommen sie Eisgeld, die Anweisung, zusamenzubleiben, und zur vereinbarten Zeit am vereinbarten Ort zu sein ("Osiander, an der Kasse, der Bücherstapel darf nicht höher sein als ihr"**) und das klappt hervorragend. Ich bin jetzt im Bilde über die Hochzeit von Heidi und Tom (was war das denn für ein Kleid? Was ist das denn für ein merkwürdiger Setup mit Bill? Und wo war ihr Vater?), habe wieder eine ordentliche Frisur für jetzt grad und auch für die Hochzeitsfotos meiner kleinen Schwester, weil ich da grad noch vorher einen neuen Termin bekommen habe.

Daheim dann: Post, einräumen, Freundesbesuch, Wäsche, immer wieder Wäsche, heiss, immer noch so heiss, L. verabschieden, vergessenes vor Ort einkaufen, Grillen, schwitzen, jetzt gleich blaulila G&T, dann "The Good Fight" und Bett. Hoffentlich ohne Hummeln im Hintern oder sonst wo.

Gegessen:
Marmeladenbrot
Vegi-Sushi
Grillkäse, Bohnen, Buffala und Tomaten und Rucola, Knoblauchbrot

Getragen:
Flatterrock und Streifenshirt. Verkehrtrum, was ich erst nachmittags um vier bemerkt habe

Gelesen:
Bunte, Gala, "die letzte Witwe"

Stresslevel: mehr als man glaube möchte
Selbstbeweihräucherung: Frei ist frei, ich habe nur zwei Mails beantwortet und einen Hangout Chat geführt. Und bin bei allem (bis auf Jonny) cool geblieben.

*Ja, ich bin mir durchaus dessen bewusst, dass das alles sehr irrational ist und andere Katzen auch die ganze Nacht raus dürfen und das wunderbar überleben oder halt auch nicht und dann hat man das ja vorher gewusst und sich bewusst drauf eingelassen und braucht nicht so ein Geschiss zu machen und ja, danke, aber ich mach mir halt trotzdem Sorgen, das ist einfach so, das ist etwas, mit dem ich mich auseinandersetzen muss, da brauche ich bittedanke keine Hilfe und schon erst recht nicht hämisches Gelästere, aber wenn Ihnen das hilft, gell, machen Sie ruhig. Finde ich Sie halt doof.
** Ist natürlich übertrieben, aber irgendwie gehen wir trotz Kindle forever nie ohne Bücher raus dort.

Donnerstag, August 08, 2019

080819: Oder anders

Gut geschlafen, im Bus mal endlich wieder von einem Buch so gefesselt gewesen, dass ich fast die Haltestelle verpasst hätte und wieder mit zurück nach Hause gefahren wäre. Upsi.
Bei der Arbeit viel erledigt, was vor den Ferien nicht ging, weil Daten oder Dokumente gefehlt haben, erstaunlich wenig gestresst von Verzögerungen und Komplikationen gewesen, die Aussicht auf den Jobwechsel macht interessante Dinge mit mir. Ich bin gespannt, ob sich im Nachhinein rausstellt, dass alles auch mit weniger Herzblut/Zähneknirschen/24/7-Gedankendrummachen funktioniert und es all den Stress nicht gebraucht hätte, ob es nicht läuft und eskaliert oder ob das Gras merkt, dass es von alleine wachsen muss, wenn keiner mehr dran zieht.

Mit ehemaligem Kollegen Mittagessen gewesen, ich finde ja Networken um des Networkens willen extrem unangenehm, weiss mein auf gemeinsamer Vergangenheit, gegenseitiger Wertschätzung, gemeinsam geschlagenen Schlachten und erlebten Abenteuern, Tälern und Höhenflügen basierendes Netzwerk durchaus zu schätzen.

Am Nachmittag war ich dann beim allerersten Meeting für den neuen Job und es gab eine grosse Überraschung: der Job ist ein ganz anderer,  die Art, wie die Gruppe organisiert ist, wird gerade total umgeändert und sie steht organisatorisch vor einem totalen Neuanfang. Dementsprechend ist die Produktezuteilung, von der ich bisher ausging, und für die wir die Übergaben schon gestartet haben, hinfällig, ich weiss also viele Details über Produkte, die ich eventuell nie wieder brauchen werde, aber das macht nichts. Der neue Setup ist sehr, sehr spannend, und wer weiss, vielleicht werde ich dem einen oder anderen meiner aktuellen Produkte gar nicht untreu, ich wechsle nur die Perspektive :-).

Daheim lief ein sehr entspannter Ferientag, Q. hat den ganzen Tag im Garten gelesen, L. ging mit seinem Freund baden und morgen nehme ich mir frei. Man muss ja langsam wieder einschleichen in die Arbeit (und mir wurde zwischen den Zeilen ans Herz gelegt, nicht den ganzen Überstundenrucksack in die neue Abteilung mitzunehmen). Wir machen uns also einen gemütlichen letzten Ferientag zusammen!


Jonny hat übrigens schon den dritten Tag in Folge den Hübschen von der Arbeit abgeholt. Vielleicht, aber nur vielleicht, warten normalerweise gar nicht wir auf ihn, sondern er auf den Hübschen? Wir müssten jetzt nur überprüfen, ob der Hübsche an den Tagen, an denen Jonny spät kam, einen anderen Heimweg genommen hat oder zu einer ganz anderen Zeit kam. Und vielleicht hat der Hübsche jetzt an den Wochenenden einfach nicht mehr frei, Jonny macht sich sonst echt Sorgen!

Gegessen
Marmeladenbrot
Risotto mit Brokkoli, Gurkensalat und Nektarine
Salat, Feigenbrot mit Fetaaufstrich

Gelesen:
Den neuesten Karin Slaughter-Band (Amazon-Affiliatelink)

Getragen:
Leinenhose und Crinklebluse

Stressleveldurchschnitt: easy
Selbstbeweihräucherung: den Bäckereimann zum Strahlen gebracht (das war so: ich hatte noch 5 Minuten bis Zugabfahrt, das reicht, um Abendessenbrot zu kaufen. Während ich also auf die Bäckerei ziele, stellt sich ein Mann mit seinem Fahrrad mir in den Weg und sagt ohne Gruss oder irgendwas: "Wo ist die Touristeninformation?" und ignoriert meine ehrliche Antwort: "Keine Ahnung, ich kenne nur die am Barfüsserplatz, das ist aber in der Stadt, nicht hier.", sondern lässt mich nicht durch und insistiert: "Da auf dem Schild steht, in diese Richtung, stimmt das? Geht es da überhaupt weiter?". Ich finde das total strange, weil, meine Güte, wenn das so ein offizielles Bahnhofsschild ist, dann geh halt mal schauen, was soll schon passieren? Warum halte ich dann jemanden auf, der offensichtlich keine Ahnung hat? Naja, aber ich bin halt ich und deshalb sage ich: "Ja, wenn das auf dem Schild steht, dann ist das da vermutlich. Vor allem, weil auf den vier Wegweiserschildern, die man dahinter noch sieht, dasselbe steht." Und dann gehe ich weiter zum Bäcker, der Fahrradtyp kommt mit und fragt die Bäckereifrau nochmal genau das gleiche. Das bringt mich so aus dem Konzept, dass ich den Bäckereimann auf sein "Bittschön?" nur total planlos anstarren kann und total eloquent "äääääh." sage. Und dann, man kennt das, wenn schon doof, dann richtig, also sage ich "ähhh. ja. äh. Mhm. Das gibts doch nicht, jetzt hat der mich total aus dem Konzept gebracht!" Und der Bäckereimann bezieht das auf sich und strahlt und holt seine Kollegin und sagt: "Schau mal, das ist mir noch nie passiert, ich habe eine Frau aus dem Konzept gebracht! Mein Tag ist gerettet!" Und da bringe ich es nicht übers Herz, ihm zu sagen, dass ich den beknackten Radtyp gemeint habe, sondern sage "So, ich tu jetzt mal so, als wäre ich grad erst gekommen, und Sie hätten "Bittschön?" gesagt und fang nochmal an. Also. "Ein Feigenbrot und ein dunkles Basler bitte."" Das Gesicht vom Bäckereimann war es wert. Und nächste Woche schau ich mal, wo um alles in der Welt da eine Touristeninformation ist.

Mittwoch, August 07, 2019

070819: Gasalarm

Ich gebe zu, ich habe ein bisschen den Verdacht, dass mein Gemotze gegenüber der Lufthansa hier und auf Twitter tatsächlich einen Impact hatte, jeweils ungefähr 5 Minuten nach meinen jeweiligen Tweets gab es nämlich ein Update im globalen Gepäcktrackingsystem (vielleicht bin ich aber auch nur einen ganz kleinen Tacken zu ungeduldig für die normale Schlagzahl dieses Systems, das ist sogar wahrscheinlicher). Und so kam gestern um 22:12h die Nachricht, dass um 22:30h unser Gepäckstück an den Kurierdienst übergeben worden wäre (DIE LUFTHANSA HAT ZEITREISEN ENTDECKT!) und das würde jetzt ausgeliefert. Der Hübsche war arg euphorisch und checkte die nächtlichen Fahrzeiten vom Zürcher Flughafen zu uns und ich weiss nicht, wie ernst es ihm damit war, dass er vielleicht unten auf dem Sofa schlafen sollte, für den Fall, dass wir die Türklingel überhören. Ich hingegen war erstaunlich wurschtig und ausserdem stand da: "Auslieferung wird telefonisch vereinbart" und so haben wir das heute auch gemacht. Erstaunlicherweise werden bei der Gepäckauslieferung keinerlei Daten mehr überprüft, man (also: irgendjemand, der zufällig an der angegebenen Adresse ist) bekommt das einfach gegen Unterschrift in die Hand gedrückt. Immerhin sieht die Tasche so aus wie unsere und riecht auch so, wie man es für verschwitzte Wanderwäsche von mehreren Wochen, die zwischendrin mal mit dem "30 Minuten in lauwarmem-Wasser halbzherzig hinundhergedreht, fertig!"nordamerikanischer Waschmaschinen gewaschen wurde, und die jetzt halt noch ein paar Tage extra zusammengestopft in feuchtwarmem Klima gelagert wurde. Man wird sehen.
Wir sind allemal besser dran, als die Jungs, die zusammen mit uns in Frankfurt auf das Ausschleusen ihres Gepäcks gewartet hatten und von einem Angeltrip in Alaska zurückkamen. Sie hatten mehrere Kisten mit selbergefangenem Lachs aufgegeben, die von aussen nicht unbedingt nach Kühlkisten oder Styropor oder so aussahen. Als wir gingen, hatten sie noch nicht alle bekommen. Ich hoffe für sie, dass der Lachs gut geräuchert und vakuumiert war.

Sonst so: krasser Gewittertag, es hat alle Naslang wie aus Kübeln geschüttet (draussen und drinnen, es gab nämlich einen Wasserrohrbruch im Elfenbeinturm auf halber Höhe und das Wasser rauschte 18 Stockwerke das Treppenhaus runter. Der höchste Wasserfall in Basel!), ich hatte auch heute keine Meetings (okay, eins habe ich abgesagt, weil in Irland anscheinend noch Sommerferien sind und keiner da), langsam vermute ich, dass ich beim "Ich mache meinen Kalender ferienfertig" ein wenig arg vorausschauend war und auch für diese Woche alles abgesagt habe. Oder aber alle anderen sind jetzt im Urlaub. War aber ok, ich habe nicht nur die Fieselarbeit von gestern fertig bekommen, sondern mich auch den vor dem Sommershutdown aus Italien geschickten Dokumenten gewidmet. Joah. Geht flotter von der Hand als erwartet oder auch schon, aber ich habs jetzt echt langsam gesehen.
Gute Motivation, in den 20 Minuten vor Feierabend, in denen sich kein neues Dokument (review oder erstellen) mit dem Übergabepckchen für den Kollegen zu beginnen.

Im strömenden Regen nach Hause, bei diesem Wetter kam nicht nur Sansa alle zwei Stunden nach Hause, auch Jonny kam zwischendrin zum Trocknen heim. Es ist echt niedlich, er kommt immer gemeinam mit dem Hübschen nach Hause. Er wartet auf halber Strecke in einer riesengrossen Wiese vor dem Werkszaun und dann geht er bei Fuss heim.

Daheim: drei glückliche Kinder, L.s Freund gehört fest dazu. Q. beginnt heute wieder mit dem Training, vielleicht kann er dann heute abend besser einschlafen, gestern ist er nämlich schon um zehn zu L. ins Bett gezogen.

So, genug vor dem Seesack des Grauens gedrückt. Wenn Sie morgen nix von mir hören: danke, Lufthansa.

Gegessen:
Marmeladenbrot
Gefüllte Paprikaschoten mit Karotten, Reis und Salat. Leider so scheusslich, dass ich nur die Paprikahülle essen konnte Ich hätte nicht gedacht, dass man Hirse/Pilze/Erbsen ungeniessbar machen könnte
Flammkuchen, mehr Salat

Getragen;
schwarze Jeans und schwarzweisse Bluse und erstmals wieder hohe Hacken. Die gebrochenen Zehen, die auch das Wandern in Kanada nur erstaunlich mittel fanden, sind gar nicht amused.

Gelesen:
Die blöden Flusskrebse aus. Sparen Sie sich das gerne, das ist echt nix.
Validierungsplan, Masterbatchrecord, Change request, Executed Batch records, man kennt das.

Stressleveldurchschnitt: joah.
Selbstbeweihräucherung: Das passive technische Italienisch sitzt noch!

Dienstag, August 06, 2019

060819: Gnarfignarf, aber milde

What a night! Es hat heute nacht 4 Stunden am Stück gedonnert, geblitzt, geschüttet und gehagelt.
Ich mag sowas ja sehr, besonders direkt unterm Dach und am offenen Fenster (naja, wenn es zu arg regnet, dann mache ich schon zu.) und interessanterweise bin ich zwar sehr oft aufgewacht, hatte aber jeweils das Gefühl, es wäre kurz vor Weckerklingeln, es fühlte sich also extem ausgeschlafen an, als der dann tatsächlich läutete.
Kleiner Schreck beim Kinderzudecken/Fensteröffnen, die ich im Sturzregen geschlossen hatte: Q.s Bett war leer. Er war vom Gewitter/Jetlag aufgewacht und konnte nicht wieder einschlafen und nachdem wir ja gestern nacht nicht so begeistert von der zeitnahen Mitteilung dieser Tatsache waren, beschloss er, bei L im Bett weiterzuschlafen. Ich habe natürlich nicht darauf hingewiesen, dass noch vor wenigen Tagen reklamiert worden war, dass viele der Unterkünfte in Kanada erforderten, dass beide Kinder zusammen in einem Doppelbett schlafen und das schon sehr unbequem wegen Knien und so gewesen wäre. (Okay, in Kanada hat es auch nicht gewittert).

Vor lauter Schreck beschlossen, einen Bus später zu nehmen und den Kaffee daheim im Sitzen, statt beim zum Bus laufen zu trinken. Deswegenn auch locker Zeit gehabt, die Strecke zweimal zu laufen, weil Sansa erst mit mir zum Bus gehen wollte und ich das nicht so super fand.
Dann echt Glück gehabt, weil die eigentliche S-Bahn die drei Minuten Verspätung hatte, die für ein Erwischen am nächsten Bahnhof reichen. Und der Anschlussbus in Basel auch, so dass ich summa summarum noch früher bei der Arbeit war als eigentlich überhaupt möglich.

Dort: das Riesendokument überarbeitet, das ich vor meinem Urlaub in den Review geschickt habe. Ich merke an mir Urlaubsmilde oder auch "Ich mach das noch einen knappen Monat, dann habe ich einen anderen Job"-Milde, also habe ich nur kurz ge-orrt, als ich merkte, dass sich ein Grossteil der Kommentare nicht auf sachlich-fachliches, sondern das neu eingeführte Template beziehen, das erstens nicht von mir ist, zweitens unverhandelbar und auf das ich drittens in der begleitenden Email zum Review hingewiesen habe, und eine lange Erklärungs/Begleitmail geschrieben, in der ich das alles nochmal erklärt habe. Ansonsten högscht begeistert von der Fieseligkeit des Reviews gewesen und dann den meetingfreien Tag für fieselige Kleinarbeit genutzt, das wird schon! (Ferragosto, für den Fall, dass Sie sich fragen, was denn hier fehlt!)

Die Kinder haben daheim Nerf-Schlacht veranstaltet, L. und sein bester Freund wechseln zu zweit zwischen ihm und uns hin und her, sie haben sich wirklich vermisst!

Ferienfeierabend schon um halb fünf, da reicht die Zeit auch vor dem Abendessen noch zum Sporteln. Dabei schaue ich aktuell gestückelt OITNB, naja, muss halt.

Abendprogramm beinhaltete bisher: Entschädigungsforderung an die Lufthansa, praktischerweise hat mein Kollege das gleiche Spiel ja vor einiger Zeit durchexerziert, ich musste also in seiner Mail nur unsere Daten einfügen, das war eigentlich ganz einfach. Natürlich nicht ganz so einfach, wie es hätte sein können, weil Lufthansa hätte das gerne in so einem Online-Formular, wo man erstens schon nur drei Passagiere eintragen kann und zweitens dann der Upload ohne Angabe von Gründen oder offensichtliche Fehler nicht funktionierte, aber ich bin ja mittlerweile nicht speichernde oder spontan abstürzende oder einen ausloggende Systeme gewohnt und hatte ungefähr in 10 Sekunden das ganze als Email fertig. Das Gepäck ist übrigens immer noch nicht da und Update gab es seit  Samstag auch keins mehr. Bald hat es Füsse und kann selber heimlaufen!

Gegessen:
Joghurt, Himbeeren, Pfirsiche, Müsli
Penne Toscana (irgendwie muss ich mich ja wieder auf Italien einstimmen!)
Salat und Brot

Gelesen:
8 Seiten Kommentare
"Der Gesang der Flusskrebse" (endlich länger am Stück gelesen, so dass ich jetzt eine Meinung dazu habe: Was für ein Quark. Es ist ein total vorhersehbarer Schmachtfetzen mit unglaublich stereotypen platten Charakteren, ich sehe die weichgezeichnete Verfilmung mit jungen Schönlingen schon vor mir, "Blaue Lagune 2019" oder so. Vermutlich hätte ich bei der Beschreibung auf Amazon schon stutzig werden sollen, aber dafür hat das W-LAN auf der kanadischen Ranch nicht gereicht:
" Chase Andrews stirbt, und die Bewohner der ruhigen Küstenstadt Barkley Cove sind sich einig: Schuld ist das Marschmädchen. Kya Clark lebt isoliert im Marschland mit seinen Salzwiesen und Sandbänken. Sie kennt jeden Stein und Seevogel, jede Muschel und Pflanze. Als zwei junge Männer auf die wilde Schöne aufmerksam werden, öffnet Kya sich einem neuen Leben – mit dramatischen Folgen. Delia Owens erzählt intensiv und atmosphärisch davon, dass wir für immer die Kinder bleiben, die wir einmal waren. Und den Geheimnissen und der Gewalt der Natur nichts entgegensetzen können." (Affiliatelink, für den Fall, dass Sie es trotzdem lesen wollen :-))
"wilde Schöne", "neues Leben", "dramatische Folgen", "für immer Kinder bleiben" sind ja eigentlich schon genug red flags, aber dann ist einer der beiden jungen Männer auch noch "der beste Quarterback der Stadt" und es gibt keine guten Bücher mit guten Quarterbacks.

Getragen:
Pluderhose, Streifenshirt, blaue Schuhe

Stresslevel: joah, Lufthansa hilft nicht.
Selbstbeweihräucherung: das innere Rumpelstilzchen gezähmt.