Freitag, März 04, 2016

Stellvertreter

Little Q. ist heute bei seinem Freund auf der Geburtstagsparty. Sie werden so ein Ausbruchsszenariospiel spielen. Ich habe zum ersten Mal Weihnachten vom Schwager mit dem schönen Haar von sowas gehört, der in einem Haus wohnt, wo es auch sowas gibt. Erst dachte ich, das wäre so eine hippe Berliner Idee, aber anscheinend gibt es das überall und eben auch hier (ist das das neue "Rittermahl", "Krimidinner", "Essen im Dunkeln", nur ohne Essen?).
Mir stellen sich ehrlich gesagt allein bei dem Gedanken daran die Nackenhaare auf und es könnte sein, dass meine Rollkragenpanik vielleicht eine minifuzziklaane Klaustrophobie ist.
Little Q auf jeden Fall freut sich sehr darauf und ich hoffe sehr, dass zB niemand auf die Idee kommt, das mal als Teambuildingmassnahme für ein Team mit mir drin vorzuschlagen. So schnell schauen die gar nicht, wie ich da entweder die Tür eingetreten, mich durch den Boden gegraben oder mit den Fingernägeln durch die Wand gekratzt habe und dann heisst es wieder, ich wäre nicht teamfähig, sondern auf schnelle Einzelerfolge aus....

Ach ja: nicht vergessen: morgen ist dann wieder WMDEDGT, ok?

Donnerstag, März 03, 2016

An der Leine

Ich weiss noch, als ich seinerzeit meinen ersten Job angetreten habe, konnte man die "coolen Leute" aus der Verfahrensentwicklung von den nicht ganz so coolen Leuten aus der Forschung (sorry, war so!) auf den ersten Blick unterscheiden (ja, auch daran, dass die Forscher weisse Kittel hatten und die Entwickler eine Art zweiteiligen Blaumann): die Prozessentwickler trugen ihren Firmenbadge an die Hosentasche geklippt, die Forscher (noch uncooler: die, die sich dafür hielten ;-)) an so einer Metallkugelkette um den Hals.
Jetzt, bei meinem aktuellen Arbeitgeber braucht man den Badge nicht nur um sich dem Werksschutz gegenüber auszuweisen, um durch Werkstore und sonstige Zugangskontrollen zu kommen und zur Zeiterfassung, nein, man kann auch alles damit bezahlen, zB das Mittagessen in der Kantine im Personalrestaurant. Dafür sind die corporate Clips, die man eben an der Hosentasche festmacht und dann ist da so eine Jojo-Mechanismus drin, mit dem man den Ausweis an einer ganz langen Schnur bis zum Scanner ziehen kann (und wenn man dann zu schnell loslässt, dann schnurrt der Ausweis ganz schnell zurück und manchmal flitscht er dabei durch die Tomatensuppe und zack, ist man von oben bis unten eingesaut.). Das ist schon ziemlich praktisch, aber wenn man, so wie ich, jetzt gar nicht mehr immer Hosentaschen hat, weil man auch viel Kleider und Röcke trägt, dann sind diese Anklipsdinge nicht wirklich praktisch. Gottseidank bekommen wir auch corporate-Schlüsselkartenumhängebänder (mit SHE-konformer Sollreissstelle, die verhindert, dass man stranguliert wird, wenn man sich, das kann übrigens jedem mal passieren und bedeutet nicht, dass man besonders ungeschickt wäre, beim Reden und gleichzeitig durchs Drehtor gehen sich mit dem Band im Drehkreuz verfängt).
Wenn man allerdings auch gerne Schal trägt und dann beim Bezahlen in der Kantine, beim Einstempelrn und beim Drehtorpassieren zu faul ist, den Ausweis am Band aus dem Schal zu fummeln, und man die (wiederverschliessbare) Sollreissstelle regelmässig nutzt (mit einem beherzten Ruck an der Schlüsselkarte ziehen, einstempeln, danach wieder verschliessen), dann kann es sein, dass das Schlüsselband an einer nicht dafür gedachten Stelle kaputtgeht, nämlich am Karabiner, wo die Karte dranhängt.
Und wenn man sich dann ein bisschen geniert, dass man das kaputtgemacht hat, sichtet man die Vorräte an Schlüsselbändern, die sich mit der Zeit daheim angesammelt haben.
Und man denkt, man wäre auf der unauffälligen Seite, wenn man das Band wählt, das farblich den corporate colours 1a entspricht (dunkelblau mit weissem Aufdruck), und von dem man übrigens 6 Stück zu Hause hat, weil die zur Fasnachtszeit jedes Jahr im grossen Stil an die Kinder ausgegeben wurden (mit einem Anhänger dran: "Wenn ich verloren wirke und/oder weine, bitte die angegebene Nummer anrufen oder mich zum Kindersammelpunkt bringen", den habe ich aber abgenommen).

Tja. falsch gedacht. Ich habe seitdem kein Mal mehr seltsames Schweigen durch Geschwätz brechen müssen, weil jeder, wirklich jeder, dieses Schlüsselband kommentiert ;-)
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Mittwoch, März 02, 2016

Skifahrsuppe

Ich weiss, überall stehen schon Tulpen, man instagramt Schneeglöckchen, Narzissen, man freut sich auf Ostern, Frühling wedelt unglaublich aufdringlich mit seinem blauen Band.
Überall? Nein, in einem kleinen Dorf im Fricktal ist zwar auch nicht mehr richtig Winter, aber immerhin eine Bewohnerin, um den hauseigenen Furby zu zitieren: "MAG DAS GAR NICHT!".

Ich bin Winterkind, mein Serotoninhaushalt braucht keinen Vitamin D und Wärme, nein, meine Glückshormone werden bei Werten unter Null und durch das Knirschen von Schnee untern den Schuhen ausgeschüttet.

Und seit einigen Jahren gehört für uns (okay, lassen Sie mich ehrlich sein: für den Hübschen und mich, die Kindern findens "Ih, da ist ja Gemüse drin?!" eklig) diese Suppe hier zum Winter:

1 Zwiebel
3 Mettenden (ich habe keine Ahnung, was das tatsächlich ist, so steht's im Rezept, ich nehme anhand des Fotos an, dass es irgendwelche Würschtl sind. Ich finde, es klingt nach nur halben Würschtln, eben nur den Zipfeln, aber das wäre ja Quatsch, man weiss ja, dass eine Wurst zwei Enden hat. Ich nehme roh geräucherte Bauernwürschtl, mit denen schmeckt es auf jeden Fall super)
1-2 EL Öl
3 Karotten
1 Stange Lauch
400g Kartoffeln
1 TL Oregano getrocknet
1 EL gekörnte Gemüsebrühe
0.75L Wasser
1 Dose weisse Bohnen (die grosse Dose, so 800g)
1 kl Dose (so 400g) Tomaten mit Saft

Man würfelt die Zwiebel, scheibelt welche Sorte Wurst man auch immer hat (man könnte vermutlich auch Räuchertofu oder Vegi-irgendwaswurscht nehmen oder sie weglassen. Ist vermutlich auch nicht unlecker, aber halt was anderes) und brät beides im heissen Öl an, und zwar so lange, wie man braucht, um Karotten und Kartoffeln zu schälen, und dann zu scheibeln bzw. würfeln und den Lauch in Ringe zu schneiden. Dann kommt das alles mit in den Topf, wird angeschwitzt (so lang, wie man braucht, um die Gemüseschalen wegzuschmeissen, das Brett zu waschen und die Arbeitsfläche abzuwischen), dann kommt der Oregano, das Wasser und die Gemüsebrühe dazu und ein Deckel drauf. Man kocht das 15 Minuten, giesst derweil die Bohnen ab und spült den Dosengrusel mit kaltem Wasser von ihnen ab. Die Tomaten kann man auch schon aufmachen. Dann kippt man beides in die Suppe und kocht nochmal mindestens 5 Minuten, schmeckt mit Salzfpefferzucker ab, fertig.

Man kann die Suppe entweder jetzt schon essen (ich mag sie besonders gern mit noch einem Schuss Tabasco drin) oder noch besser den Herd abstellen, die Suppe kaltstellen, am nächsten Tag ausgiebig Skifahren gehen, heimkommen mit müden Beinen, die Suppe aufwärmen und geniessen.

Bei uns reicht sie für zwei Erwachsene 2 Tage, wenn man nicht die ganze Zeit zwischendrin mal kurz eine winzige Portion probieren muss.


Dienstag, März 01, 2016

Story of my life

Ich glaube, ich wäre kein guter Polizist. Oder lassen Sie mich präzisieren: ich wäre ein super Polizist wie in Ordnungshüter, weil Regeln einhalten und Leute beim Nichteinhalten erwischen, das kann ich super. Fragen Sie meinen Mann und meine Kinder. Und meine Mitarbeiter und Kollegen und Lieferanten. 
Ich wäre auch ein guter Detektiv im Sinne von Zusammenhänge schnell erkennen, Details rausfieseln, Löcher in argumentationsketten entdecken. Fragen Sie die QA-Manager, die deviation reports mit seitenlangen root cause-Analysen approven mussten, die Kollegen, die im Büro Platz machen mussten für das mehrere Meter lange farbcodierte Diagramm, mithilfe dessen ich rausfinden wollte, bei welcher Einheitsoperation und welcher Schicht der Fehler passiert ist, die Schulleitung, der ich auf dem Elternabend ihre Argumentation zerpflückt habe (Diplomatin wäre ich eine schlechte. Ausser für zb Nordkorea oder so, denen eh wurscht ist, was der Rest der Welt von ihnen denkt) oder den Gemeindemenschen, dem ich seine "Synergieeffekte bei der Krippenreorganisation" kaputtgerechnet habe.
Worin ich nicht gut wäre, ist Verhörtaktik. Wenn das stimmt, was man in der einschlägigen literatur liest, kommt es da drauf an, den Delinquenten durch Schweigen dazu zu bringen, auszupacken und zack, sich selber zu belasten oder wen auch immer.
Ich kann mit Schweigen überhaupt nicht umgehen und so würde ich einem verstockten Delinquenten mit Schwänken aus meiner Jugend eher die Ohren blutig quatschen anstatt awkward silence aufkommen zu lassen und mich mit undurchdringlicher Miene zurückzulehnen und darauf zu lauern, dass er endlich auspackt. (Okay, auch die undurchdringliche Miene ist nicht meins, der iOS-9-Augenrollsmiley wurde nur für mich erfunden).
Gottseidank für alle von uns bin ich ja kein Polizist und so schaffe ich es durch meine mangelnde Stilletoleranz meist nur, mich selbst in die Bredouille zu reden. Ich bin da auch erstaunlich lernresistent. In der dritten Klasse war mir das Schweigen der Klasse auf des Lehrers "Ich fände ein Klassentagebuch eine grossartige Sache, wer übernimmt die Verantwortung?" so peinlich, dass ich mich freiwillig gemeldet habe und fürderhin zwei Jahre lang über jeden Hühnerschiss ("Versammelt um den Christbaum", "Wir pflanzen einen Ableger", "Kältefrei", "Trottel oder Linksabbieger", "Unsere Flötengruppe spielt in Moosburg") mindestens eine DIN A4-Seite schreiben musste.
In der Musikschule sprang ich "freiwillig" (es meldete sich niemand aus dem Jugendorchester und das war soooo unangenehm) als Vogelstimmenimitator für 4 Aufführungen des Hackbrettgruppe im Pfarrsaal ein (das war dann wirklich unangenehm. In Tracht. Und mit Nachtigallenpfeife.). Ich war Geldeinsammler für Geburtstagsgeschenke von Freunden, Lehrern, Erzieherinnen, Ferienpflegestation für 16 Sonnenblumensetzlinge aus dem Kindergarten, ich habe mit meiner Schwester einen professionellen Gasgrill durchs Dorf geschleppt fürs Kindergartenfest, ich habe 14 Löwen- und Tiegerkostüme genäht, ich habe bei jedem Sommerfest aufbauen geholfen, bei der Arbeit habe ich Betriebsführungen für Hinz und Kunz gemacht, Praktikantinnen betreut, externe Austauschleute betreut, bei Audits sehr mit mir gerungen, wenn man wirklich nur das antworten soll, was gefragt wird ("Und da wird der pH gemessen?" "Ja." (Obwohl das echt eine blöde Stelle ist, wir haben da immer wieder Probleme, es wäre viel gescheiter, das woanders zu machen, aber dafür bräuchten wir eine andere Sonde, und Sie glauben nicht, wie kompliziert die Ingenieure tun.)). Meine Kollegen kennen fast alle Geschichten, die Sie hier auch kennen, weil ich auf langen Fahrten und beim Mittagessen und überhaupt eben kein Schweigen haben kann. (Und ja, das klingt jetzt sehr mühsam).

Auf jeden Fall: Kurz vor der Telefonkonferenz mit den Zombiejägern gestern hat mir der Kollege, der mich da mit reingezogen hat, noch zugeflüstert: "Sorry for dragging you into this. Just don't volunteer for anything." Tja. Raten Sie mal, wer grad zum Thema intern Nachforschungen anstellt und fürs nächste Mal eine Zusammenfassung versprochen hat...

Montag, Februar 29, 2016

Man hats nicht leicht.

Aus verschiedenen Gründen, die mir selber nicht ganz klar sind, war ich heute Teil einer Telefonkonferenz unter anderem mit dem CDC (Center of Disease Control and Prevention, eine US-Behörde). Abgesehen davon, dass ich als „Technical Expert“ eingeladen wurde und nicht annähernd wusste, um was es in der TC gehen würde und welches Expertenwissen genau gefordert sein würde, verband ich den CDC bisher immer mit Katastrophenfilmen wie "Outbreak" und "Contagion" (der ist übrigens super, man sollte ihn aber nicht anschauen, wenn man auch nur Halskratzen hat oder aber eine Auslandsreise geplant, kurz hinter sich oder jemand kennt, der etc.) und die auf der CDC-Website ernsthaft lokalisierte Anleitung zu „Was tun im Fall der Zombiapokalypse?“.


Der Organisator des Meetings hat dann auch noch einen Namen, bei dem nur eine Silbe zu einem StarWars-Charakter fehlt (neu auf meiner Liste mit Lieblingskollegen nur des Namens wegen) und damit waren die Möglichkeiten für Fettnäpfchen, die ich mit Anlauf nehmen kann, und unpassende Bemerkungen, die meinen Expertenstatus wofür auch immer direkt auf Null setzen würden, natürlich überzahlreich vorhanden…. Nicht die entspannteste Art, in eine TC zu gehen, wenn im Hinterkopf andauernd wiederholt wird „Nix über „The Walking Dead“, mach keine Zombiegeräusche und Brain Food, frag nicht, wie es sich angefühlt hat, dass ein Mädchen den Falcon geflogen hat!“

Im Lauf des Tages gesellten sich dann noch andere Teilnehmer aus den verschiedensten Ebenen der US-Behörden, die ich nur aus Katastrophenfilmen kenne, zur Teilnehmerliste. Phew. Ich habe es aber immerhin vier Minuten lang geschafft, an der Telefonkonferenz teilzunehmen, ohne einen saublöden Kommentar zu machen (sorry, aber "Is anyone from Basel in Germany on the line?" war eine Steilvorlage und Sie hätten bestimmt auch mit "Well, last time I checked, our headquarter and Basel both were still in Switzerland" geantwortet. Ich habe mir auch die Referenz auf "Die Hard" zum Thema verkniffen*), dann war ich nur noch Experte aka Advocatus Diaboli. Das konnte ich dann ganz gut und ich darf das nächste Mal wieder mit dabei sein. Yay. (Zwischendrin kam ich mir dann vor wie in "House of Cards", als es um irgendwelche "White House Initiatives on irgendwas, da hat die Leitung geknistert" ging. Hach.)

*Kennen Sie, oder?

Gail Wallens: "Dr. Hasseldorf, what can we expect in the next few hours? "
Dr. Hasseldorf: "Well, Gail, by this time the hostages should be going through the early stages of the Helsinki Syndrome."
Harvey Johnson: "As in Helsinki, Sweden."
Dr. Hasseldorf: "Finland."


UND ES HEISST DOCH STOCKHOLM-SYNDROM UND DA WÄRE SCHWEDEN SOGAR RICHTIG!!!

Sonntag, Februar 28, 2016

Oh, Irony...

Ein ehemaliger Kollege (wir haben am gleichen Tag angefangen und uns sozusagen schon in der Lobby beim Warten aufs abgeholt und eingekleidet werden getroffen, danach haben wir uns dann auch zwei verschiedene Büros, schöne und mühsame Zeiten und Alltag geteilt, und nicht zu vergessen, er bzw. seine Frau zu Hause war eine gern genutzte deutsche Briefkastenadresse ;-)) streicht hier im Süden die Segel und kehrt in den hohen Norden zurück. Ursprünglich kommt er aus der Münsteraner Gegend und so war ich nicht wirklich überrascht, als er zum Abschiedsessen einlud "Es gibt westfälische Schlachtplatte, für die Vegis Kohl."
Vom Prinzip her muss ich gestehen, dass es schon Menüvorschläge gibt, die mir mehr das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen (ich esse ehrlich gesagt kaum Fleisch, Little L. bewegt sich aktuell vor lauter Empathie auch eher in die Vegetarierecke, allerdings sind der Hübsche und Little Q. bekennenden Carnivoren.), aber einem geschenkten Gaul und so, nech? Ich freute mich also auf Sauerkraut, erinnerte mich dran, dass ich als Kind Leberwurst eigentlich echt lecker fand, bereitete Little L. mental drauf vor, dass er vielleicht Würschtle fände, die ihm schmecken würden, schwor Little Q. drauf ein, dass der Deal dasselbe Volumen an Beilagen zum Fleisch wäre, und ohne Witz, bis kurz vor dem Losfahren kam mir überhaupt nicht die Idee, dass der Einladungstext, der übrigens auch an zwei eingeschworene Vegetarier ging, nicht ernst gemeint gewesen sein könnte.
Wir waren dann auch noch ein bisschen zu spät, weil die Kinder noch bei den Pfadis waren und auch in Erwartung von Sauerkraut und Blutwurst eine Dusche erforderlich war, und als wir dann reinkamen, dachte ich erst wirklich, sie hätten all die Würste und Wammerl und Zeug schon aufgegessen und es wären nur noch Reste an Beilagen übrig. Interessanterweise war ausser mir (und meiner Familie, die ich ja auch SCHLACHTPLATTE!!! eingeschworen hatte) niemand mit der Erwartung von Blut und Eingeweiden aufgeschlagen. Ich brauchte tatsächlich einen Moment, um mich auf Suppe, Sandwiches, Salate und Dessert einzustellen. Little L. war heilfroh, Little Q. tatsächlichen enttäuscht....

Hm. Ich dachte tatsächlich, ich könnte Ironie. Also, sagen wir so: ich benutze sie und amüsiere mich, wenn die Kindern sie nicht verstehen. Anscheinend bin ich aber nicht viel besser drin.....

Samstag, Februar 27, 2016

Hmpf.

Ich habe den Fehler begangen, nach meiner Tessin-Reise daheim zu Mann und Kindern zu sagen: "Ach, ich bin so froh, wieder hier zu sein. Da hatte ich überhaupt niemanden zum Kuscheln!"
Der Mann sah mich indigniert an und meinte "Das hoffe ich doch schwer."
Den Kindern tat ich sehr leid, besonders Little L., der mich dann bei der abendlichen Runde Mario direkt mal so fest beschützte, dass ich kaum einen Schritt amchen konnte, ohne von ihm über die Schlucht geworfen zu werden, auf meinen Joshi gesetzt zu werden und mit Eisblumen und Propellern versorgt zu werden.
Als ich dann abends ins Bett gehen wollte, kam er direkt aus dem Kinderzimmer gewackelt und kuschelte sich zu mir "Damit Du jemand zum Kuscheln hast. "
Seitdem übrigens jede Nacht, heute noch aufgepeppt durch "Ich hab Wachstumsschmerzen" und seinen grossen Bruder, der auch um halb fünf den Kopf rausstreckte, als ich nach dem Ibuprofen-Sirup kramte, und meinte: "Wie spät isses? Kann ich schon lesen?"

Das nächste Mal sage ich vielleicht: "Es war toll, ich hatte total viel Platz im Bett und keiner hat mich geweckt.", ist dann aber bestimmt auch wieder nicht recht.