Samstag, Mai 31, 2014

Sport, Spiel und Spass

Federball und Minigolf, das sind ja fü rmich die Sportarten, die man gar nicht ernst meinen kann (okay, ich weiss, wenn man Federball Badminton nennt, dann ist das eine ernstzunehmende Wettkampfsportart und so), weil: mal ehrlich: auf so einem von Gartenzwergen gesäumten Parcour, wo das ultimative Endziel darin besteht, einen Ball eine Rampe unter den Hintern einer sich in einem Liegestuhl räkelnden Katze aus Gips zu schussern? Eben. Kurz vor Olympia, oder?
Nichtsdestotrotz gibt es natürlich Leute, die das professionell betreiben oder wenigstens so tun, mit ihrem niedlichen Ballköfferchen und einer Kindergolftasche. Udn dass ich mich hier so über Profiminigolfer lustig mache, das hat natürlich nichts damit zu tun, dass ich das super gut könnte. Ich spiele ziemlich genau alle 10 Jahre einmal Minigolf, kommt vielleicht daher, dass in meiner Kindheit/Jugend jeder Minigolfausflug mit einer Platzwunde mittig zwischend en Brauen eines Familienmitglieds geendet hat; das letzte Mal vor heute habe ich gegen Entwicklungskollegen von dern anderen Rheinseite gespielt, die vermutlich einen Miniprofigolfer in den Reihen hatten, wir sind nämlich sang- und klanglos untergegangen. Auch in der Revanche "Fancy Fünfkampf", wo aber Beachminton dabei war, was Federball auf Sand ist. Ich vermute einen urschlichen Zusammenhang.
Auch heute habe ich wie jedesmal beim Minigolf während des Spiels gedacht: "Schau an, so schlecht bin ich gar nicht (Hole in one in die Liegestuhlkatze, yeah!", aber am Ende war ich dann nur zwei Punkte besser als Little L., der sich mit seiner Unihockeytaktik den einen oder anderen Strafpuunkt eingefangen hat. Wie auch immer: blödes Spiel. (Erfolgserlebnis: keine Platzwunde.)







Freitag, Mai 30, 2014

Danke, aber nein danke

Meine kleine Schwester, die heute zu Besuch ist, ist (wie ich auch lange war, aber noch länger) Vegetarierin und hat sich deshalb sehr über die "Lecker Veggie" gefreut. Leider gab es die bei ihr in der Hood nicht, bei uns aber schon, also habe ich sie gekauft und ihr per Post (also richtig mit Briefmarke und so) geschickt.
Heute ist sie also mit Freund hier zu Besuch und weil die beiden zu Hause nur einen Balkon haben, auf dem man nicht grillen darf, wurde also angefeuert. Und damit wir nicht immer die gleichen langweiligen Veggie-Sachen machen, hat meine Schwester per WhatsApp ein paar Fotos aus der Lecker Veggie geschickt, für die ich dann eingekauft und, während die beiden im Grenzstau standen, auch vorgekocht habe (Kartoffelpäckchen, Halloumi mit Sunshine-Chili-Sosse und so). Zusätzlich hat sie das Rezept für einen extrem lecker aussehenden Erdbeercolada-Kuchen geschickt, mit, wie sie so schön schrieb "ganz schön fancy Zutaten". Damit meinte sie aber so Sachen wie 17 verschiedene gepuffte alte Vollkorngetreidesorten, den Seidentofu und die "Sojaschlagcreme" hat sie überlesen und ich als Knockoutkriterium genommen. Bei aller Liebe zum Tier in jeder Hinsicht: in den Kuchen kommt mir kein Sojakrempel. Stattdessen gab es dann eine Macarponetarte mit Oreoboden und Himbeerherzchen.
Und zum Kartenspiel jetzt einen extrem veganen Kräuterlikör aus blühenden Landschaften.

Donnerstag, Mai 29, 2014

Bald hab ich ein Foto für euch.

Heute habe ich mit dem Hübschen ein Fotoshooting veranstaltet, also eher er mit mir, weil ich ein Foto für einen Gastbeitrag woanders bald mal brauche. Das Foto soll eigentlich mich bei der Arbeit zeigen, was natürlich verboten ist, ausser ich lasse mir vom Werksschutz eine Fotobewilligung und von der Feuerwehr eine "Bewilligung zum Verwenden von nicht explosionssicheren Geräten in einer Exzone" ausstellen, wofür ich aber noch die Schulung "Verwendung von Explosimetern" machen müsste, das Foto müsste dann von der Kommunikationsabteilung abgesegnet werden, vermutlich auch der ganze Blogbeitrag, also habe ich zu Hause das zusammengesammelt, was sich in 20 Jahre Chemikerleben so ansammelt und daraus ein "Frau Brüllen tut so, als ob sie arbeiten würde"-Foto gestellt. Aus Eitelkeit habe ich eine Schutzbrille für Nichtbrillenträger verwendet, ausserdem keinen Helm und keine Gasmaske, was auch noch so bei uns rumliegt, und die Überjacke, die ich trage, war von Farbe und Aufdruck schon veraltet, als ich seinerzeit in der Schweiz anfing zu arbeiten, aber deswegen durfte ich sie auch behalten. Geheime Informationen habe ich auch nicht preisgegeben, aber was ich da so zeige, könnte tatsächlich so passieren.
Bis Sie das Bild sehen, müssen Sie sich noch knapp zwei Wochen gedulden, aber es ist gut geworden!
Ausserdem habe ich festgestellt, dass mir meine Haare zu lang sind und ich meinen nächsten Friseurtermin (20.Juni) für mal wieder eine Art Kurzhaarschnitt nutzen werde, nämlich für den Schnitt von Gwyneth Paltrow in "Sliding Doors", einer meiner absoluten Lieblingsfilme, nicht nur wegen der Frisur.
So, genug geteasert, ich muss Einkaufszettel schreiben.

Mittwoch, Mai 28, 2014

Neues von der Wand

Sie haben es ja beim letzten Mal schon geahnt: das mit der Wand, das wird noch kompliziert.
Ich kann aber mittlerweile so etwas wie Vollzug vermelden.
Zu dem Vororttermin habe ich natürlich (man muss so ein System ja auch irgendwie leben) meine drei (zT ja zukünftigen) Bürokollegen mit eingeladen, dazu kamen die Archtektin, der Projektleiter und der Malermeister. Die restlichen Menschen liessen sich entschuldigen, gaben uns aber noch weiterführende Fragen wie "Öffnungsradius Tür vs. Verletzungsgefahr für auf dem Gang auf den Chef Wartende" mit auf den Weg.
Aber nun erst mal zum wichtigen Thema: die Wand. Die Information über unseren Wunsch "Abwasserblau" war über die Instanzen (Abteilungsbeauftragter für Büroumzüge -> Projektleiter Büroumgestaltung 1. Stock -> Architektin genau dieses Büros -> Malermeister) überall angekommen, der Malermeister hatte aber einen Pantonefächer in 50 Millionen Blautönen (und grün, weil "Grün, das ist das neue Blau, nur nicht so kalt, eher beruhigend") dabei, um uns von unserem angeblich knalligen Wunschblau abzubringen. Nachdem wir vier aber wie ein Mann hinter unserer "Hintergrundfarbe des unterer rechten Quadranten des Entsorgungsplakats" aka Abwasserblau standen, wurden wir zu einem weiteren Besichtigungstermin genötigt, nämlich: die Virologie im 8. Stock. Ich persönlich dachte ja, dass man da als Normalsterblicher ohne Outbreak-Anzug nicht hindürfte, (diese vage Ahnung wurde bisher immer von den Warnschildern neben den Liftknöpfen "Achtung, Virologie, Risikogruppe irgendwas, Zutritt nur für Befugte" genährt), aber so kann man sich täuschen. Für Wandfarbenbesichtung im Flur ist das sehr wohl erlaubt und so standen wir also vor einer Wand in verschiedenen Blauschattierungen, vor einer in Grün und, was uns natürlich noch besser gefiel, vor Fototapeten mit Mikroskopaufnahmen von Viren. Wir waren uns aber nach wie vor einig, dass Abwasserblau genau das ist, was wir an der Wand wollen (während wir die Fototapete mit den Kristallstrukturen unserer Lieblingswirkstoffe entwerfen), der Malermeister seufzte leise, legte seinen Pantonefächer auf das Entsorgungsplakat, das wir ihm dann zum Trost einfach schenkten, und, was soll ich sagen: heute haben wir nicht nur unseren definitiven Umzugstermin bekommen, sondern auch mal wieder unsr zukünftiges Büro besucht und die Wand ist schon blau! Sieht schon mal sehr toll aus, leider können wir wegen verschenktem Plakat einen Abgleich mehr machen, aber ich denke, da bekommen wir eh ein frisches.
Ich bin schon unendlich gespannt, wie das dann alles mit Teppich wird und wieviel man von der Wand überhaupt noch sieht, wenn wir vier, die Normschrankwand und die Normtische mit Normtrennwänden mal drin sind. Bei Nichtgefallen haben wir übrigens schon eine legendäre Idee: wir tackern den Durchgang zu Gleich 9 3/4 an die Wand und vor die Tür.

Dienstag, Mai 27, 2014

Hütehundsyndrom

So eine Offsiteworkshop ist ja eine tolle Sache und die Organisation von An- und Abfahrt auch keine grosse Sache: Man mietet einen Bus, jeder hat einen Koffer und einen Laptoprucksack, fertig. Erste Schwierigkeit: alle Laptoprucksäcke und alle Laptop schauen gleich aus. Ich persönlich finde, mein Kollege hätte mir ruhig Bescheid sagen können, dass ich mich verzweifelt versuchte, in seins einzuloggen und schon fast das Helpdesk anrufen wollte, anstatt sich still zu amüsieren.
Besonders die Rückreise wird aber schwierig, wenn von 16 Leuten
4 mit dem Rad fahren, ihr Gepäck aber mit dem Bus transportieren lassen wollen
1 schon eher heimfährt, aber Sachen vergisst, die man im Bus mit zurücknehmen soll
1 Chef auch mit dem Auto fährt, und nix im Bus mitnehmen lassen will, aber gleichtzeitg auscheckt
1 Moderator gleichzeitig auscheckt, mit dem Auto in die ganz andere Richtung muss
1 mit dem Zug fährt,
1 gar nicht kommt, aber auf der Busliste steht
1 mit dem Auto fährt, aber auch noch auf der Busliste steht
und noch einer es schafft, sein Gepäck incl Laptop in eine so kleine Tasche packt, dass man davon ausgehen muss, dass das nur die Handtasche ist und irgendwo noch ein ausgewachsener Koffer sein muss.

Zuerst dachte ich am Fuss des Feldbergs, wir hätten vor lauter "wer nimmt was und wer ist eigentlich noch da und muss wohin?" eine ganze Kollegin vergessen, aber die war nur schon eingeschlafen, dann aber, mitten im Stau stellte sich heraus, dass wir vermutlich einen Koffer des Moderators eingepackt hatten, was wir aber nicht überprüfen konnten, weil wir in einem Tunnel im Stau standen und wir immer weiter in die für den Moderator falsche Richtung fuhren und als wir dann endlich anhalten konnten und den Koffer identifizierten, gab es nochmal kurze Verwirrung, weil wir dann dachten, dass wir einen anderen Koffer vergessen hätten, so dass wir die Radfahrtruppe vermutlich mitten am steilen Feldberganstieg stoppen mussten, nur um dann rauszufinden, dass die vermeintliche Handtasche das gesamte zu transportierende Gepäck eines der Radler war und so doch alles gut war. (Wenn man dann erklären muss, dass man den Moderator-Koffer trotz Initialen, Lufthansa Senator- Nametag (was, zu meiner Verteidigung, in einer undurchsichtigen, sehr kompliziert abzumachenden Ledermappe war) und ganz vielen Fluggepäckfitzeln dran nicht erkannt hat und einen Lufthansasenator mit ebendiesen Initialen als kofferausleihenden Nachbarn, Freund oder Bruder des Radlkollegen vermutet hat, dann wirkt das unglaubwürdig. Ich habe dann einfach "Tut mir echt leid und sorry nochmal für den Umweg" gesagt.)

Und das war nur der unkomplizierte Teil des Workshops.

Montag, Mai 26, 2014

Prinz karim aga khan

Ich sags mal so: ich schlafe heute in einem himmelbett unter einem kronleuchter. Das hotel ist in familienbesitz seit 1446. Ich glaube, damals war purpur der heisse scheiss.

Sonntag, Mai 25, 2014

Irgendwas ist immer

Vor dem wochenende war bis auf den launenhaften ablauf des wassers in der kueche alles okay. Jetzt ist das wasser zwischendrin gar nicht mwhr abgelaufen, dafuer geht die spuelmaschine nicht mehr und, heute neu, das w-lan spinnt.
Das praktische fuer mich ist: um all das muss sich der huebsche kuemmern, ich bin naemlich erat mal zwei tage offsite aka weg aka im schwarzwald. Was mich natuerlich auch in schwierigkeiten stuerzt, weil: es hat im hitel kleiderordnung, ausserdem haben wir ein social event, was wanderkleidung erfordert und es wird wetter geben. Also habe ich fuer alle eventualitäten kleider, struempfe und schuhe eingepackt, von flipflops, ueber peeptoes ueber pumps, stiefel bis zu eben wanderschuhen. Eine art schrankkoffer fuer zwei tage. Ich habs also auch nicht ganz leicht.