Montag, Oktober 31, 2011

Yodagami oder "Warum ich meine Schwester so mag"

Yodagami by Prozac74
Yodagami, a photo by Prozac74 on Flickr.
Jajajaja, immer noch eindimensional hier.....aber hey: es gibt ganz wenige Menschen (mir fällt jetzt eben genau nur meine kleinste Schwester ein), mit der es zB ein Höllenspass ist, sich von dem zu dem und dann, nach einem Zwischenstopp im Schweibwarenladen, um endlich Origamipapier zu kaufen, zu dem Yoda hier vorzuarbeiten (Ich bin ja ein alter Origamihase und habe schon, als ich damals während des Schuljahres von der ersten in die zweite Klasse gewechselt habe, für alle meine Klassenkameraden als Abschiedgeschenk so schicke Faltschächtelchen gemacht, die meine Mutter dann mit Schokolade befüllt hat, für meine kleine Schwester habe ich anscheinend regelmässig diese Aufblasfrösche gefaltet etc.), aber diese Anleitung hier (warum auch immer ich dachte, nach einer spanischen Anleitung falten zu müssen, nicht dass sie mit Text überfrachtet wäre...) war uns dann ab Schritt 24 ein wenig zu kompliziert. Wir haben uns dann auf dieses Youtubewerk in 7 Teilen verlassen und mit viel Geduld, Tee und Gelächter wurden dann zwei Yodas draus. Meiner hat, warum auch immer, einen Finger zu wenig, aber man muss seine Grenzen auch akzeptieren können, finde ich.
Als nächstes dann: der Todesstern aus einem Radieschen geschnitzt oder so.

Solides Halbwissen

Little Q. hatte in seinem Überraschungsei einen Gorilla. Grund genüg für einen kleinen Exkurs:
"Gell, früher, da sahen die Affen so aus. Heute nicht mehr, die sind nämlich dann Menschen geworden. (kurze Aufklärung, dass es schon immer noch Gorillas gibt und es nicht "Menschen statt Menschenaffen" heisst). Oh, ja, aber früher, da waren die Affen ganz dick und hatten schwache Arme und konnten auch nicht klettern. Nicht mal über einen Bach konnten sie sich schwingen. Und dann kam da einer und hat ihnen eine Falle gestellt sie in eine Höhle gelockt, weil er gesagt hat, dass da ein Stock voller Honig (vermutlich hat er Bienenstock gemeint) drin ist und dann hat er einen grossen Stein vor den Eingang gerollt und sie konnten nicht mehr raus. Mit vereinten Kräften haben sie dann den Stein wieder hochgehoben und einer ist raus, um Hilfe zu suchen, damit sie den Stein wieder befestigen können und in der Zwischenzeit haben die anderen den Stein hochgehalten. Der eine hat aber niemanden gefunden und so standen die da zwei Tage und haben den Stein hochgestemmt. Danach hatten sie dann ganz starke Arme und waren auch dünn, weil sie konnten ja nichts essen in der Zwischenzeit und Honig war eh keiner da, weil es war ja einen Falle, und seitdem können Affen klettern. (Das war wohl eine Geschichte, die ihnen mal in der Krippe vorgelesen wurde).
Und dann, dann wurden sie Menschen und haben angefangen zu sprechen. So wie der Yoda. Und das ist total interessant, weil sie kannten den Yoda ja gar nicht, weil damals gabs ja noch keine Filme. Den echten Yoda haben sie wohl auch nicht gekannt, obwohl der schon voll alt ist und damals bestimmt schon gelebt hat, aber halt voll weit weg, in einer weit entfernten Galaxis. Mami, wann sind eigentlich deine Grosseltern zur Welt gekommen?"

Wir konnten dann klären, dass 1924 die Evolution schon recht weit fortgeschritten war und meine Grosseltern weder wie Yoda geredet haben, noch den Affen besonders ähnlich waren. Aber am faszinierendsten (neben der wilden Kombination aus Fakt, Fiktion und Internettrivia) finde ich das Geschick, mit dem der kleine Mann die Regel "No StarWars-talk after dinner" umgangen hat ;-))

Sonntag, Oktober 30, 2011

Halloween-Wichteln



Nachdem ich letztes Jahr jedes Wichteln boykottiert, wegen "Da mache ich mir viel zu viel Stress und dann macht es keinen Spass mehr", habe ich mich dieses Jahr für das Halloweenwichteln von Lia entschieden. Hach, hach, danke, Abraxa: ich habe beim Paketschütteln ja schon wolliges vemutet, aber Socken UND Wolle sind natürlich perfekt! Die schon gestrickten Socken passen perfekt, die Wolle wartet darauf, dass das nächste Nadelspiel frei wird und die Jungs haben sich sofort Kaugummis und Tattoos unter den Nagel gerissen.
Vielen Dank also nach Bremen (ich habe bei dem Vornamen und Bremen erst an jemand anderen gedacht, aber da stimmt der Nachname natürlich nicht) und an Lia fürs Organisieren.
Und ich bin schon sehr gespannt, wie die von mir bewichtelte Dame mein Päckchen findet!

Samstag, Oktober 29, 2011

Happy Halloween!

Jaja, ich weiss, ziemlich eindimensional von der Thematik hier, aber hey, wir haben den coolsten Kürbis in der Gegend (findet Little Q.).
Und ich bin högscht stolz auf mein Schwesterlein und mich, die wir, mit beschränktem Zeichentalent ausgestattet, nach dieser Vorlage hier diesen Kollegen geschnitzt und in Szene gesetzt haben....
Ansonsten hier: Herbst deluxe incl. Pilze finden und verspeissen in rauhen Mengen, 3 Stunden im Wald, Laubfrosch entdecken, Flammkuchen, Tarte Tatin Surprise, Auberginen mit Buttermilchsosse und Granatapfelkernen, Kuscheln auf dem Sofa, Spieleabend... einfach wunderbar hier!

Boykott

Ich habe mich nie für Kinderschuhe, -schneeanzüge,- unterwäsche beim Discounter geprügelt, ich habe mich nie ins Gewühl um Schneeanzüge beim Kaffeeröster gestürzt (irgendwie habe ich sie immer problemlos online oder in unserer vermutlich von der falschen Klientel besuchten Filiale bekommen) und ganz aktuell: ich werde mich nicht für einen "Millennium Falken" zum Affen machen. Wie Sie ja vermutlcih alle längst wissen, hat ein grosser Drogeriespielzeugundauchsonstalles-Laden im Moment 20% auf alle Spielsachen. Schöne Sache, man kann die Leute zueonem vorgezogenen Weihnachtskaufrausch animieren etc. Praktischerweise weiss Little Q. ja schon genau, was er sich zu Weihnachten wünscht, da kann man das ja grade auch mal so besorgen, oder? Ausserdem bekommt man auch auf Sachen, die man bestellen muss, weil ausverkauft, immer noch die 20%.
Ich habe also gestern nachmittag Schwesterlein (die muste ja die Kinder ablenken, während ich dem Christkind zuarbeitete) und die beiden Jungs eingepackt und mich auf die Jagd nach erstens einem Geburtstagsgeschenk für das Patenmädchen und dann Little Q.s Wünschen gemacht. In diesem Fall unpraktischerweise ist Little Q. offensichtlich das totale Mainstreamkind, denn während alle anderen StarWars-Pakete wie Blei in den Regalen liegen, sind der Millennium-Falke und der Sith-Infiltrator ausverkauft. Nicht nur ausverkauft, aus verschiedenen logistischen Fehlleistungen ("Das System sagt, wir hätten noch 28 Kartons irgendwo im Haus. Bevor wir die nicht gefunden und verkauft haben, können wir nicht nachbestellen. Und das ist blöd, weil Lego den Millenniumfalken heute aus dem Programm genommen hat" das zB kann ich gar nicht unbedingt glauben...) praktisch nicht zu bekommen. Auch wenn der nette Bestellmann mit den seltsamsten konspirativen Aussagen versuchte, mich auf seine Seite zu ziehen "Rufen Sie mich mal morgen mittag an. So gegen 12, habe ich den anderen allen gesagt. Sie können es natürlich auch eher probieren" *zwinkerzwinker* Ach ja, in mir wird da nicht der Jagdtrieb geweckt, in mir wird eher die Abneigung gegenüber unfähige Demand-and-Supply-Chains geschürt. Und die Neigung zum Onlineshopping...... (Amazon verschickt offensichtlich ausnahmsweise Spielsachen auch in die Schweiz und hat von der Lieferknappheit noch nichts erfahren).
(Ist ja nicht so, dass Schnäppchenjagen mir fremd wäre. Aber ich bin dann doch ein fauler Sack und habe es lieber, wenn ich eben weiss "morgen, ab 7, da gibt es dann Giessweinhausschuhe/Farbenmixstoffe/Capt.Sharky-Klamotten zu Spottpreisen, um 7:04 sind sie ausverkauft", da mache ich mir dann einen Plan, welche ich brauche oder will (oder schicke den meiner kleinen Schwester, wenn wir an dem Tag grad in die Ferien fahren), setze mich ab 6:50h vor den Rechner und um 7:05 ist der Spuk vorbei, mein Warenkorb entweder voll oder auch nicht, aber ich habe mich nicht mit anderen Müttern geboxt, bin nicht ins Schwitzen gekommen, musste mich nicht von Bestelltypen anzwinkern lassen und kann mich ohne An- und Abfahrtsweg wieder dem echten Leben widmen)

Donnerstag, Oktober 27, 2011

Schall und Rauch


Ach ja. Eigentlich wollte ich heute (schon am zweiten Termin fällt das Mukiturnen wegen Blutspenden aus) mit Little L. früh morgens das Einkaufen erledigt haben, danach das Haus grundüberholen (morgen kommen nämlich sowohl meine kleine Schwester als auch Little L.s beste Freundin incl. Mama und Schwester zu Besuch), in der Mittagspause Little Q. dann Papiersaurier falten und ein paar Yodas, am Nachmittag dann mit einem ausgeschlafenen Little L. und Q. zum Ikea, für den grossen kleinen Mann endlich eine grosse Bettdecke kaufen und so was eben.
Tja. In der Realität musste ich schon vor dem ersten Kaffee zwei Yodas falten, weil Little Q. einen in den Kindergarten mitnehmen wollte und Little L. natürlich auch sofort einen brauchte. Dann, als die beiden grossen Jungs aus dem Haus waren, kam Little L. überhaupt nicht in die Gänge und wir haben es gemütlich angehen lassen, will heissen, Little L. hat ein bisschen Bücher angeschaut und gespielt, während ich Wäsche gefaltet, gewaschen und die Bäder geputzt habe, so lange bis es aus dem Kinderzimmer ratterte und rasselte. Little L. wollte nämlich unbedingt sofort "Obstgarten" spielen und hat auf der Suche nach dem Karton fünf 40-Teile-Rahmenpuzzles runtergerissen. Also habe ich flugs 5 Puzzles gemacht, danach vier Runden Obstgarten gespielt, dann noch zwei Runden "Bunte Ballons", dann endlich sind wir zum Einkaufen aufgebrochen. Little L. hat sich im Drogeriemarkt nur ganz wenig mit Badeschaum bekleckert, was aber zusammen mit der Lauchstange, die er in der Gemüseabteilung des Supermarkts als sein Laserschwert adoptierte, eine interessante Geruchsmischung ergab. (Die Lauchstange musste mit hinten sitzen und durfte auch mit zum Zoll. Ich hoffe, es gibt kein Drama, wenn sie in die Suppe kommt).

Gestatten: Darth Lauch
Nach dem Mittagessen haben wir zusammen mit Little Q. noch ein paar Runden Obstgarten gespielt, dann habe ich eine Dreiviertelstunde lang vergeblich versucht, Little L. von den Segnungen eines Mittagsschlafes zu überzeugen. Aktuell spielt er mit Little Q. mit der Legopolizeiwache, draussen scheint die Sonne und eigentlich wollte ich schon lang beim Ikea sein, damit ich die dazuzukaufende Bettwäsche noch vor dem Abendschlaf einmal durch Waschmaschine und Trockner jagen kann, bevor es für die Jungs heute ins Bett geht. So wie ihr Schlafbedarf aber aussieht, sollte das zeitlich ja nicht direkt eng werden.

Ach ja. Die Papiersaurier sind übrigens superschwer, ich habe nach dem Kopf und dem halben Hals des T-Rex erstmal aufgegeben. Und nachdem das Internet heute morgen auch noch für ein paar Stunden schwächelte, konnte ich auch noch keine Yodaanleitungen runterladen. Jetzt aber schon, wir müssen nur noch zweifarbiges Origamipapier besorgen.

Sie lasen: belangloses aus dem Hause Brüllen.

Dienstag, Oktober 25, 2011

Kopf in den Wolken

Nachdem ich gestern den ganzen Tag mit Wärmflasche, Tee und Buch im Bett verbracht habe, kann ich stolz vermelden, dass das Fieber weg ist, die fiesen Halsschmerzen dem gewichen sind, was man "produktiven Husten" nennt, in Verbindung mit einer langsam aber sicher aussetzenden Stimme. Dank Pretuval C (Ein Wunderzeug, echt jetzt) fühle ich mich recht fit, nur meine Ohren sind dicht. Das heisst, ich habe hier im Büro himmlische Ruhe: mein Kollege hat frei, rein kommt wegen Hustens und so fast niemand, und das Flurjibberjabber höre ich nicht wegen Wattekopf.
Hach. (Man muss nur positiv denken!)

Ein bisschen kreativ (sorry, Larissa) war ich dann gestern aber doch noch, wobei: eigentlich war ich nur fleissig und habe gefüllt und Wendeöffnungen dilettantisch zugenäht. Genau, es wird am Donnerstag neues Futter für die Stickmaschine bei kunterbuntdesign geben. Und weil ja praktisch übermorgen schon Weihnachten ist, gibt es herzallerliebste Weihnachtsanhänger von Susalabim.
Bei uns wird Weihnachten übrigens grünblau. Habe ich beschlossen, als ich meine Stoffmarkt-Tilda-Schätzchen mit den diesjährigen Ikea-Farben abgeglichen habe (Tipp: bei Ikea gibt es fertig geknotete Weihnachtskugelaufhängebändel (mit dem klingenden Namen "Yrsnö") in weiss und rot. Die kann man so ,wie sie sind, für die Anhänger verwenden)
Hier also die Anhänger, mit einem Ausreisserweihnachtsmann in rotweiss:




Es gibt sieben verschiedene Varianten, mit Bommel, ohne, Eule, Wichtel, Nikolaus und alle im unvergleichlichen Susalabim-Stil. Für fleissige gibt es sogar Werkstätten, wo man gleich mehrere Anhänger in einem Rahmen sticken kann.

Tja, und sonst so?

Little L. hat neben "Weiss i au nit" und "Sicher nyt" einen neuen Lieblingsausdruck "Oh Maaaaaaaaaaannn". Ausserdem will und muss er alles selbermachen (Licht im Klo an, aus, Klositz rauf, Licht überall an und aus, ins Auto einsteigen, Zudecken, Autoaufschliessen, ins Auto einsteigen, nur die Treppe runter, da wird man gerne getragen und die Milchflasche morgens, die möchte man auch nicht alleine neben sich legen).


Little Q. hat im Moment Dinosaurier als Thema im Kindergarten. Gestern kam er mit unglaublichen Fakten zum Grössenvergleich "Kindergarten (ohne Garderoben- und WC-Bereich, aber mit der Wohnung oben drüber)" vs. T-Rex, linguistischen Feinheiten und Ernährungsgewohnheiten der Dinos nach Hause. Ich unseriöse Chemikermutter habe ihm einen Witz mit auf den Weg gegeben. Ich hoffe sehr, er erzählt ihn richtig. Falls niemand gelacht haben sollte, so wäre er gegangen: "Was ist die Kreuzung aus einem Dinosaurier und einer Bombe?" "Dinomit." (also, ich mag den).

Ausserdem kamen Little L. und ich gestern mal wieder in den Genuss der letzten 10 Minuten Karateunterricht. Ich muss sagen, da hat Little Q. im letzten Jahr wirklich einiges gelernt! Richtig professionell hatte er seinen Kontrahenten da beim Bodenkampf unter Kontrolle. (Ja, er muss noch lernen, dass Abklopfen bedeutet, dass man aufhört und dass man sich danach verbeugt und nicht den Gegner nochmal anspringt, aber das wird)

So, Mittagspause vorbei.