Freitag, September 07, 2007

Sweet 17


Ich mit 17 für Ami. Der Tag, an dem ich das erste Mal zu Uni ging (und, btw. den damals noch gar nicht so sehr Hübschen das erste Mal sah.).


Ihr kommt hier in den exklusiven Genuss, meine Naturhaarfarbe zu bewundern. Und in puncto Brille wurde ich hier und hier rehabilitiert. So cool wie diese Dame hier war ich natürlich nicht.

17, das war für mich:

eine Scheissfrisur, hinten mit dem Rasierer linealgrade abgeschnitten (das Muttermal auch, man erinnere sich), immerhin hatte ich frisch die mütterliche Erlaubnis, die breitere Haarseite mit der schicken Geltolle zu fixieren, anstatt sie mit einer saublöden Spange feststecken zu müssen. Ja, müssen.

Frisch Abitur, als Beste des Landkreises, als Jüngeste vermutlich des ganzen Bundeslandes, immer noch kein Führerschein, noch nie betrunken gewesen, nie mit den anderen aus meiner Klasse wegdürfen, die sind ja alle schon volljährig, immerhin seit ein paar Monaten einen Freund (wir waren zusammen im Physik-LK, ich hatte schon einmal heimlich bei ihm daheim im Gästezimmer übernachtet, wir haben manchmal geknutscht), gerade das letze Mal mit den Eltern im (FKK, never ever again)Urlaub gewesen, das erste Mal mit den Schulfreunden weggewesen.

Und durch den Beginn des Studiums die Chance, sich selber neu zu erfinden. Das heisst, die uncoole Streberin erst mal aussen vor zu lassen und.... naja, so zu werden, wie ich jetzt bin.

Das Bild hier ist von gestern. Die Falten um die Augen sind furchtbar, gefärbt werden müsste auch mal wieder und ich wusste gar nicht, dass ich eine so grosse Klappe habe. Und ich hatte ein 14kg Kind am Bein hängen.... Der Hübsche hat fotostechnisch trotzdem das Beste draus gemacht.

Und noch ein Tip: wenn der Hübsche nur ein bisschen gebettelt wird, dann holt er seine Jugendfotos vor. Das lohnt sich. Glaubt mir.

"Goldsonne"


Vorab: das Bild wird der zugegebenermassen recht schlichten Seife nicht gerecht. Sie ist braun meliert, mit einer schicken Goldader in der Mitte und eine Schnittfläche ist schimmrig "vergoldet". Sie duftet ganz leicht honigartig und is sehr cremig, deswegen kommt sie trotz ihrer Schlichtheit ins Kisterl.

Sie ist das Produkt der "Aufräumarbeiten" und besteht v.a. aus Kokosöl, Palmöl, Rapsöl, Olivenöl, Sonnenblumenöl, Kakaobutter, Bienenwachs und einem Haufen Kokosmilch.

"Kaffeeklatsch"


Auch die hier ist nun fertig zum Schneiden und kommt ab ins Kisterl: Eine Küchenseife aus Palm-, Kokos-, Raps- und viel (sehr viel) pflegendem Aprikosenkernöl, angerührt mit starkem Espresso und Espressopulver, denen ja nachgesagt wird, Küchen"düfte" von der Haut zu absorbieren, und beduftet mit Kaffeeduft.

Aufgehübscht mit ein paar Kokoswürfelchen.

"Olive & Salt"


Die puristische Olivenölseife ist nun zwar so fest, dass sie anstandslos aus allen Formen rausging, aber immer noch zu weich, um sie zu verschicken, zu verwenden oder auch nur viel zu bewegen. Deswegen nur ein Bild aus dem Karton, in dem sie nun gelagert werden wird. Reservationen werden aber gerne entgegengenommen. Ich nehme mal an, dass ich sie in etwa vier Wochen verschicken könnte und lege sie deswegen virtuell schon mal ins Seifenkisterl.

"Candy Girl"


Für den leicht girliehaften Neuzugang wurde ein Haufen Neues gestestet:

  • mein selber gebauter Dividor (merke: Volumen vorher ausrechnen gäbe vernünftig dicke Stücke)


  • Dark Pink, eines der neuen Pigmente: wirklich dark. Und geht gar nicht so gut von der Haut ab.


  • "Sahnekaramell", ein richtig süsser Mädchenduft.


  • Und ein Verlegenheitsrezept ist es auch geworden, weil irgendwie meine letzten Kokos- und Palmfettvorräte, die ich sonst immer als feste (bezahlbare) Basis verwende, verschwunden sind (ich vermute, in der Kaffeeseife, die immer noch zu weich zum Schneiden ist).


  • So ist "Candy Girl" zum absoluten Luxusmeitli geworden:


  • 250g Rapsöl, 250g Kakaobutter, 200g Olivenöl, 100g Sheabutter, 100g Mandelöl, 100g Babassuöl, 34g Bienenwachs (das letzte Stück) und 34g Lanolin (der letzte Rest), angerührt mit 130g Lauge und 350 mL Wasser (ergibt eine Überfettung von cremigen 8%).


  • Das Marmorieren hat zumindestens teilweise richtig gut geklappt.
Als nächstes werde ich wohl am Wochenende das hellblaue, nach Nivea duftende Pendant sieden.
Die Herzerl werden dann mal als Einlage irgendwo reinkommen.

Gestern

abend war übrigens toll: die verdiente Krönung an einem Tag, an dem Quentin dachte, ein 10minutennickerchen im Auto wäre genug an Mittagsschlaf und einer dementsprechenden Laune am Nachmittag, jede Menge Stress im Job für den Hübschen.....
Das (für Mütter) Wichtigste hat perfekt geklappt: Little Q. hat beim besten Freund schön gespielt, tonnenweise Fleisch und Nudeln zum Abendessen verdrückt, auf dem Klo gesessen, Zähne geputzt und mit Milch eingeschlafen. Bis wir kamen und ihn mitgenommen haben.
Für uns startete der Abend nicht ganz so wie geplant, weil die Reservierung nicht so ganz funktioniert hat. Dafür wurden wir in die zugehörige Bar ausgelagert. Vorteil: noch fünf Minuten Happy Hour, was bedeutete Chips und Salsa für lau und Prosecco/Margarita für bezahlbar. Essen war wie erwartet gut, der Film wirklich sehr spannend, alles in allem sehr entspannt und wiederholungswürdig, nicht erst beim nächsten Hochzeitstag.

Supermoms unter sich

Eigentlich schon fast unheimlich: da haben unsere zusammen immerhin drei Kinder mittags brav alle geschlafen, wir beide sassen bei Latte Macchiato am Esstisch gegenüber, die eine in eine medizinische Fachzeitschrift vertieft, die andere an den Minutes der letzten Brainstorming-Sitzung. Und parallel wurden die Weihnachtsgeschenke, mit denen unsere beiden Jungs die Verwandtschaft beglücken werden geplant: selber gebackene Gutzis und selbstgestaltete Giessseife (ich konnte sie davon überzeugen, das gerade mal zwei zum Seifensieden = heisses Fett und heisse Natronlauge, ein bisschen zu jung ist). Ich werde für die Rohstoffe sorgen, Ideen haben wir hoffentlich beide.
Und anderthalb Stunden später wird die Zeitschrift weggepackt, die Minutes verschickt, die Ideen für November/Dezember weggepackt und sich wieder den leicht wahnsinnigen Kumpels gewidmet.
Kreativ waren wir dann aber trotzdem noch: Wasserfarben und Kartoffelstempeln. Bei uns fand das allerdings nach dem Zvieri statt, so dass keine rohen Kartoffeln verpeist wurden. Ansonsten: zwei Trips zur Baustelle, einmal zum Pferdehof (Attraktion heute: zweimal frisches "Rössligaggi"), Autospielen, Puzzlemachen, Farbtherapielampe der Sauna bis zur mütterlichen Schmerzgrenze austesten, immer mal wieder sinnlose hysterische Anfälle, ein ganz normaler Tag halt.
Apropos Seife: es gibt ganz tolle Neuigkeiten, heute abend, spätestens morgen gibt es dann endlich Bilder.