You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?").
Heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.
Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.
Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:
über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung, ohne Geschwurbel)
verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.
Dass mir bis grad (also: halb acht) nicht aufgefallen ist, dass der Post heute nicht vorbereitet ist, obwohl ich da immer einen Reminder im Kalender habe, aber den einfach mal vor lauter Arbeit übersehen habe, sagt schon ein bisschen was aus... naja, jetzt ist ja alles da.
Hier: Wecker um halb sechs, ich schlafe im Moment so zwischen fünf und sechs Stunden, wache recht oft auf und habe jedesmal Mühe, mein Hirn am Losrasen zu hindern. Dafür ist der Sleepscore aber bombig, immer über 80. Naja.
Draussen ist es fast frühlingshaft warm, ich bin aber trotzdem einigermassen erschöpft. Ich ziehe trotzdem meinen Kraulkilometer durch, das geht immer besser (Ich habe so einen Muskelkater diese Woche!!!!)
Dann: Arbeitstag mit direkt einer Fokussession mit meinen Mitstreiterinnen beim Portfolio Review. Das Slidedeck ist jetzt tippitoppi fertig, die Storyline rund, niemand wird erkennen, wieviel Arbeit da drin steckt und wir werden nach der Präsentation sowas von feiern gehen!!!
Dann ist bei mir ein bisschen die Luft raus. Es gibt einiges zu tun, es ist ja genug liegengeblieben respektive hat sich von selber gelöst oder aber ich habe die Leute festgenagelt, deren Job es tatsächlich ist, weil ich einfach keine Zeit hatte, alles selber zu machen. Am dringendsten sind eigentlich die ganzen Feedbackanfragen, aber dafür ist mein Hirn zu leer. Ich habe noch einen APQR zum Review bekommen, das passt ganz gut für meinen Kopf, das ist stures Korrekturlesen. Mir kommt der Text zwischendrin arg AI-geschrieben vor und ich frage Gemini, was er denkt (mein Gemini ist ein Mann in meinem Kopf, nicht unendlich helle, ein bisschen servil, stets sehr bemüht, hat aber Aussetzer, ist dann zwischendrin wieder überraschend witzig. Die Geminis meiner Kolleginnen sind Frauen, haben wir festgestellt), das war überraschend:
"Classic Technical QA Jargon: Terms such as "non-proceduralized component handling," "omitted MES recipe parameters," and the formulaic reassurance "comprehensive assessments confirmed zero product quality impact" are standard regulatory/compliance boilerplate crafted by quality engineers to document deviations while protecting batch release status.
Passive, Dense Reporting Style: The heavy noun stacks ("broader distribution of cause categories for deviations") and bureaucratic hedging ("is likely attributed to an increase in batches manufactured...") are classic human technical report writing."
Besonders das letzte hat mich gewundert, weil ich genau den Aspekt für AI-geschuldet hielt. Naja. Vllt sind unsere APQR-Leute auch Bots? (Ich habe dann gesagt, er soll es funny schreiben und das wäre doch mal eine Abwechslung in einem APQR: "In our quest to achieve infinite scale, our processes boldly went rogue: training materials induced mild comas, the digital recipes omitted tiny details like "how to make the product," and parts were handled via interpretive dance. While this inspired world-class miscommunication on the floor, exhaustive post-mortems confirm the end product remains shockingly un-ruined. Meanwhile, the site logged deviations in every flavor known to science, primarily because we ran so many batches that the sheer laws of probability demanded chaos.")
Back to boring....
Mittagessen war ich dann relativ spät mit einer Lieblingskollegin, wir hatten uns länger nicht ausführlich gesehen und viel zu erzählen.
Dann: meinen Platz am Fenster und mit richtigem Stuhl und Screen jemand anderem vermacht (das ist Donnerstags und Dienstags irre und auch sonst einfach) und mich auf den Heimweg gemacht. Ich wollte noch meine Haare färben und der meetingfreie Nachmittag bot sich dafür an. Eigentlich hätte ich noch ein Call um zwei gehabt, das war richtig knapp, weil so Gegenwind war, dass ich mit 140 Puls geradelt bin (trotz E) und trotzdem viel länger gebraucht habe als normal. Um 14:01 wollte ich mich einwählen und .... der Kollege hatte das Meeting 5 Minuten vorher auf morgen verlegt. Ist jetzt auch ein bisschen unfein, aber who knows, was bei ihm grad brennt.
Stattdessen mit Mann und K2 eine Runde um den Block gedreht und beschlossen, dass mein Hirn heute nachmittag eine Pause braucht. Ich habe die letzten Wochen so durchgepowert, ich brauche eine kurze Pause. Also: Spazierründchen, mit L. unterhalten, dann Wocheneinkauf (sehr verwirrend, weil Donnerstag, nicht Freitag, aber ich denke eh schon seit Dienstag, dass Freitag ist) und dann: Haare blondieren und tonen. Wurde gut, leichter Lilahauch und nicht zu kaputt gemacht. Ich habe jetzt ja seit drei Monaten nicht blondiert, das war schon ... auch interessant. Aber: jetzt back to blond, morgen wird geschnitten (ich überlege, oben ein bisschen länger zu lassen, Miley-Cyrus-like?)
Mit in Frischhaltefolie um den Kopf und Haube drüber habe ich dann die Einkäufe ausgeräumt, die Bettdecken und so für die Gäste morgen parat gemacht, Pizzateig für 8 angesetzt, ausgespült, Toner rein, Japanmitbringsel für den Besuch morgen rausgesucht, dabei festgestellt, dass wir die Schachtel "Tokyo Banana", die L. am Bahnhof in ... Tokyo noch schnell gekauft hat, weil so gutes Mitbringsel, nie aufgemacht haben. Ist erst kurz abgelaufen, also können wir es nicht mehr verschenken, aber sterben werden wir wohl nicht dran. Wenig überraschend, aber doch ein bisschen enttäuschend, weil auf der Tüte irgendwas von "Ginza Strawberry Cake" stand, war nix mit Erdbeeren drin, sondern.. sowas wie Twinkies mit Bananencremefüllung in Bananenform. Dafür gings.
Abendessen: Salat aus dem Gemüsekorb mit Bratkäse und frischem Brot.
Jetzt bin ich rechtschaffen müde, aber nicht mehr so crazy aufgedreht und im Kopf ruhiger als die letzten Tage. Uff.
Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Mr. Linky damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen.
Ich habe verstanden, dass einige von Ihnen nicht verstehen können, das ich keine Tipps und schon gar keine Gesundheitstipps haben möchte. Deshalb habe ich nur für Sie eine spezielle Email-Adresse eingerichtet, an die Sie Ihre Tipps schicken können. Ich werde sie ziemlich sicher nicht lesen, aber da es Ihnen ein Herzensanliegen scheint, diese Tipps loszuwerden, sehe ich das als Serviceangebot.
Tipps also bitte an
Tippsfuerfraubruellen(at)gmail.com
Für alle anderen allfällige Kontaktaufnahmen erreichen Sie mich unter:
fraubruellen(at)gmail.com
Dieses Blog ist ein reines Privatvergnügen, ich habe keinerlei Interesse an Kooperationsanfragen, Sponsored Posts, Linktausch (was soll das überhaupt sein?) und Werbung. Wenn Sie mir trotzdem solche Anfragen schicken, werde ich Ihnen entweder gar nicht antworten oder sehr unhöflich. Falls Sie mir doch solche Anfragen schicken, werde ich mich öffentlich (zB auf Twitter) unter Nennung des Marken-/Agentur- oder auch Ihres Namens drüber lustig machen. Sagen Sie nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt.
Was ist das hier?
Das hier ist mein persönliches Blog im ursprünglichen Sinne: eine Art Tagebuch im Internet. Das Wort Tagebuch impliziert: das Allermeiste sind persönliche, subjektive Texte. Erinnerungen färben sich vielleicht im Lauf der Zeit, das ist bei uns allen so. Wenn sich zwei Personen an eine Situation erinnern, erinnern sie sich an unterschiedliche Facetten, an unterschiedliche Sichtweisen, das bedeutet nicht, dass eine der beiden lügt.
Wie es bei einem Tagebuch halt so ist, geht es hier in allererster Linie um mich. Das mag mancher für egozentrisch halten, aber da kann ich auch nix dran ändern, das liegt in der Natur der Sache.
Was das hier nicht ist und nie sein wird: eine Abrechnung mit der Vergangenheit oder bewusste Lügen oder bewusste Bosheiten. Wenn Sie das rauslesen, dann tut mir das leid, aber ich kann es nicht ändern.
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