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Montag, Oktober 17, 2011

Blogckade

Haben Sie es gemerkt? Hier klemmt es mental gerade ein bisschen.... einerseits beschäftigt mich eine wichtige Sache, über die ich aber noch nicht reden kann, die noch nicht entschieden ist, wo ich im Moment aber auch nix beeinflussen kann, die aber, wenn es denn was würde, erstens grossartig würde und zweitens sehr viel ändern würde, also, was ich sagen wollte: diese Sache beschäftigt mich. Sehr (hätte man jetzt nicht gedacht, nach dem Satz, oder?) Ich kann im Moment nichts machen und das macht mich wahnsinnig, weil mein Hirn trotzdem Waswärewennundwiewürdenwirwennaberwaswennnicht-Szenarien wälzt, obwohl das ja noch gar nichts bringt.
So. Dann. Little L. ist (fürchte ich) dabei, den Mittagsschlaf abzuschaffen, d.h. es fehlt einerseits eine Mittagspause für mich, andererseits habe ich dann ab Mitte nachmittag ein extrem übermüdetes motziges Kind, das "Sloooofe" gehen will, aber nicht darf, weil es sonst in der Nacht nicht mehr schlafen würde. D.h. die Zeiten, in denen ich auch mal mit wachen Kindern mal kurz in aller Ruhe am Computerbilderbearbeitungsplatz Fotos von Unternehmungen oder Genähtem hochladen konnte, sind sehr spärlich.
Dann: es ist traumhaftes Wetter hier, d.h. wir sind sehr viel draussen unterwegs, dazu kamen wir über kryptische Wege an die aktuelle Staffel "Breaking Bad" und sind dementsprechend abends gerne mal absorbiert, naja, also: es gibt hier so einiges, zu allem oben drauf überlege ich, ob Little Q. mittlerweile zu gross ist, um hier seine Schoten, Gedankengänge, Ängste und Eigenheiten der Öffenlichkeit zum Frass vorzuwerfen stolz zu präsentieren... ach ja. (Habe ich schon erwähnt, dass mein Hirn im Hintergrund andauernd noch rattert? Wegen dieser Sache? Ja, also. Eben. Grrrrmpf.)
Und ausserdem nervt versucht mich schon seit Tagen ein Doktorand von irgendwoher zu erreichen, der sich Tipps zu meinen praktischen Arbeit während meiner Diss von mir holen möchte. Am liebsten würde ich meinen ehemaligen Doktorvater, der ihm meine Kontaktdaten gegeben hat und mich als Spezialistin hingestellt hat, nachdem ich nach der Diss schon das Land verlassen habe, um seinem Einflussbereich zu entgehen,, erwürgen ihm sagen: " I couldn't care less....Hey, das ist 10 Jahre her, nicht mal wenn ich wollte, könnte ich Dir weiterhelfen..... aber glaub mir: es gibt ein Leben nach der Diss", aber ich bin ja höflich und habe mir sein Expose durchgelesen, in meiner Diss nachgeschlagen (wohoooow, ich habe damals echt viel gemacht!), und werde ihm jetzt sagen: "Sorry, ist zu lange her, klingt alles logisch, was du sagst, ich weiss auch nur noch, dass es tricky war." Oder so.

Sie lasen: unkoordiniertes aus Frau Brüllens Hirn. Bald (hoffentlich) mal wieder strukturierter.

Donnerstag, September 29, 2011

Weil ich es so will.

Anlässe für diesen Post hier gibt es zwei: einmal die Standardaussage auf mein Nähen, Stricken etc.: "Ich hätte da gar nicht die Zeit für" und dann die Reaktion (online wie offline) auf meine Aussage im Kindergartenbesuchstagspost, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie man so einen Tremin verpassen könnte.
Ich bin nämlich der festen Überzeugung, dass jeder im Rahmen seiner Fähigkeiten eigentlich alles schaffen kann. Innerhalb gewisser Grenzen natürlich, aber diese Grenzen sind weiter gefasst, als sich das manch einer eingestehen möchte. (Und ja, Organisationstalent hilft dabei, das noch besser hinzubekommen, aber das kann man ja üben)
Für mich liegt ist das Entscheidende im Leben Prioritäten zu setzen. Und so ist mir zB am Abend das Nähen wichtiger als zB fernzusehen, bei Facebook abzuhängen oder am Telefon zu quatschen. Oder: mir ist es wichtiger, dass die Spülmaschine ausgeräumt ist, bevor ich mich gemütlich aufs Sofa setze, als den Film von der ersten Sekunde des Vorspanns weg zu sehen. Oder: mir ist es wichtiger, mit meinen Kindern im Garten zu spielen oder auch einfach mal nur ein gues Buch zu lesen, anstatt alle zwei Wochen die Fensterbretter und die Jalousie-Lamellen zu schrubben. Das heisst aber nicht, dass ich da keine Zeit für habe, nein, dafür ist mir meine Zeit zu schade ich nutze meine Zeit lieber für was anderes.
Im Beispiel vom Kindergartenbesuchsmorgen heisst das zB: mir war der Besuchsmorgen wichtiger als: mein dick gefülltes Urlaubstagekonto, als mein Ruf als pflegeleichte Mitarbeiterin, die auch in letzter Minute für ein Meeting zu gewinnen ist. Klar kann man das anders sehen, aber dann finde ich es ein bisschen feig, zu sagen "Ich konnte nicht.". Ich fände es fair, zu sagen (wenigstens zu sich selbst): "Ich wollte dafür keinen Urlaubstag opfern, ich habe mich nicht getraut, meinen Chef nach einem halben Tag frei zu fragen etc."
Natürlich gibt es unvorhergesehen Notfälle oder äussere Gegebenheiten, an denen man nichts ändern kann. So hätte ich letztes Jahr im Dezember bis einen halben Tag vorher auch nicht gedacht, dass ich Little Q.s Weihnachtskonzert verpassen würde und stattdessen mit Little L. auf der Intensivstation sitzen würde. Aber letztendlich war auch das eine prioritätenbasierte Entscheidung: mir war es in dem Fall wichtiger, bei meinem Kleinen zu sein, dafür war es mir/uns aber wichtiger, dass wenigstens ein Elternteil beim Konzert ist, als dass wir beide im Krankenhaus ausgeharrt hätten und so ist der Hübsche gegangen. (Klar, wenn man alleinerziehend ist, dann ist das nochmal was anderes, da hat man einen Backupkandidaten weniger ;-))
Anderes Beispiel: Wenn jemand über Jahre hinweg über seinen Job und die blöde Firma und überhaupt und sowieso sind alle so gemein da jammert, da hält sich mein Mitleid auch in Grenzen. Die Sklaverei ist schon lange abgeschafft, niemand hindert ihn daran, sich einen neuen Job zu suchen. Jetzt braucht niemand aufzuschreien von wegen "So leicht ist das aber nicht" etc.: hab ich gar nicht gesagt. Es ist einfach eine Frage der Prioritäten: ist es mir wichtiger, mir den Stress zu ersparen, einen neuen Job zu finden, oder ist es mir wichtiger, letztendlich einen Job zu haben, mit dem ich zufrieden bin? Da gibt es übrigens keine richtige Antwort, das muss jeder für sich selber entscheiden. Und ja, solche Entscheidungen kann man auch revidieren oder Prioritäten neu setzen, aber man soll sie doch bitte treffen und nicht über die Ungerechtigkeit der Welt jammern....

Noch ein Beispiel: das neue Baby ist da, das Haus versinkt im Chaos, Standardaussage: "Mit Baby kann es ja gar nicht sauber und ordentlich sein". Falsch, man kann sehr wohl auch mit Traglingen aufräumen, saubermachen etc.. Ob der Stresss das einem persönlich wert ist, ist eben die Frage.

Genauso wie Zeit für Sport mit Kindern: klar gehts, genauso klar kann man in der Zeit auch was anderes machen.

Was ich sagen will: Mit der Aussage "Es geht halt nicht" macht man es sich meiner Meinung nach ein wenig einfach. Zu sagen: "Mir war etwas anderes wichtiger" ist vielleicht schwieriger, aber auch ehrlicher. Die Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man weiss, was man will und was man bereit ist, dafür zu tun oder eben nicht zu tun.... Man muss dann natürlich damit leben, dass manch anderer die eigenen Prioritäten/Beweggründe nicht versteht oder nachvollziehen kann, aber hey, so ist das Leben!

Jetzt wisst Ihr Bescheid, macht was draus, ich kann mich ja nicht um alles kümmern

Montag, September 26, 2011

Hier so


  • Neue Haarfarbe: saharablond, ein bisschen aschblond, keine Kopfhautverätzungen, dazu noch der frische Schnitt: doch, gefällt mir.

  • Der Hübsche kann jetzt mit seinem Firmenausweis für umme ins Dorfhallenbad: das wird das Männerprogramm für meine sonntagmorgendliche Fittelrunde.

  • Die Jungs werden jetzt doch richtig biometrisch: wir wollen ja nächsten Sommer auf grosse Fahrt gehen und dafür reicht der Kinderreisepass nicht. Ganz abgesehen davon, dass Little L. nicht mehr ansatzweise so aussieht. Kurz bevor ich online einen Termin bei der Pass-Stelle in Bern reserviert habe (ich war ganz verwörrt, ob ich für drei Reisepässe 1, 2 oder gar drei Termine brauche), habe ich frech bei dem nur für Basel-Land und -Stadt zuständigen Honorarkonsul angefragt, ob wir, die wir nur so ca. 3 km ausserhalb der Grenze von Basel-Land wohnen, vielleicht auch bei ihm vorbei kommen können. Können wir, macht das Leben einfacher.

  • Little Q. hat gestern mit der gesamten Nachbarschaftsclique eine Art "Preenactment" von Star Wars 1-5 organisiert. Ich sah immer wieder Raumschiffmannschaften Platz nehmen, Hyperantriebe wurden gesucht, ich musste immer wieder Laserschwerter flicken, am besten war jedoch die Szene, wo Little Q. dem vierjährigen Anakin/Darth Vader die dramatsiche Verwandlungsszene am Ende von Teil III vorspielte: "Und dann, dann fällst du so hin, deine Hand landet im Feuer und ab dann bist du im anderen Team." und der kleine Junge sich zum Üben direkt mal mit lang ausgestrecktem Arm ins Gras legte....

  • Sonst so: es gibt immer noch das eine oder andere Klamöttchen ;-)

Dienstag, September 20, 2011

Neuestes Coffee-Table-Buch

Heute kam es an: das 7. Jahr "Gut Gebrüllt" diesmal als echt schickes Hardcover. Hach.
Ja, es macht ein bisschen mehr her als die ausgedruckten und im Copyshop gebundenen Jahre bisher. Und es war nochdazu fast keine Arbeit. Und nöcher dazu hat es (dank des Frankenkurses) auch fast nicht mehr gekostet.
Hach.

(Von hier. Danke für die Tipps nochmal!)

Montag, September 12, 2011

O'zapft ist (fast)

Ach ja. Seit ich im Geiste diesen Post schreibe,ringe ich um den Anfang.
Weil: ich komme ja aus Bayern. So richtig vom Dorf. Mit zum 12.5-Amtsjubiläum des Bürgermeisters Gedichte in Mundart aufsagen und so. Das heisst, ich habe als Kind auch Dirndl getragen:


(Und sie gehasst, v.a. weil die Dirndlblusen so blöd gekratzt haben und weil meine Schwester das mit rosa gekriegt hat und ich nur das langeweilige blaue. Danach hatte ich dann ein rattenscharfes rot-schwarzes mit ganz tollen schwarzen Knöpfen. In der Schule habe ich mal so lang an einem rumgedreht, bis ich ihn abgedreht hatte. Meine Erstklasslehrerin hat ihn mir dann während des Unterrichts noch wieder angenäht. Ich habe mich da, glaube ich, ein bisschen in sie verliebt ;-) und auch das Dirndl ganz gern gehabt. Von diesem Dirndl gibt es aber keine Bilder, auch nicht von dem letzten, das ich extra zur Beerdigung einer Grosstante irgendwoher bekam (in weinrot mit langen Ärmeln)

Soviel also zu meinem Dirndltrauma.
Dann habe ich ja auch eine Zeitlang in München gewohnt, und da kommt man ja um die Wies'n nicht herum, auch wenn wir nicht wie so manch anderer mehr oder weniger mittendrin gewohnt haben, sondern wies'ntechnisch eher in der Peripherie. Ich habe die Wies'nzeit, ganz ehrlich, immer gehasst. Ganz München ist vollgekotzt und überall sind Touris in Landhausmode unterwegs, nein danke. Klar waren wir auch dort. Praktischerweise mussten wir auch nie irgendwas bezahlen, weil der Vater des Hübschen immer Bier und Hend'l-Gutscheine hatte, aber trotzdem war es für mich in den überfüllten Zelten mit total gestörten Menschen und ohrenbetäubender Uffzauffza-Musik kaum auszuhalten.

Warum ich das alles schreibe? Von Mymaki/Kunterbuntdesign gibt es ab Donnerstag die Stickdatei "Wastl's Wies'n" und ich durfte probesticken. Und jetzt genau fehlt mir die Überleitung vom generellen Wies'n-Bashing zu "Kuck mal, wie schön", aber so ist es halt. Praktischerweise ist meine kleine Schwester nämlich nicht so wies'nphob wie ich (sie hat auch nie IN München gewohnt) und geht deswegen dieses Jahr im niegelnagelneuen Dirndl auf Wies'n und Was'n. Leider ist bei der Dirndl-Bestellung was schief gelaufen und es kam mit einer pinken Schürze. Ich hatte also die ehrenvolle Aufgabe, eine hellgraue Dirndlschürze zu fabrizieren.
(Sie hat übrigens, während ich 13400 Falten abgemessen und gesteckt habe, meine Bänderkiste entwirrt und gebündelt, sehr brav!)


Als Deko kam eine Reihe Edelweiss drauf. Eigentlich sind das Bausätze für plastische Blumen wie die OrchIDEEN damals, aber wir haben sie einfach aufgestickt. Leider wurde die Schürze nicht fertig, solange meine Schwester noch für Fotos verfügbar war, also musste ich ins Dirndl schlüpfen. Und weil ich weder Dirndlbluse und -busen -BH habe, musste ein weisses T-Shirt drunter reichen und weil das doof aussieht und ich mir überhaupt im Dirndl immer noch nicht gefalle, gibt es nur Fotos von der Schürze mit dem Edelweiss:


Zusätzlich gibt es noch zwei Waldibuttons für die Trachtentaschen, aber die hatte ich auch nicht für Fotos verfügbar, also musste eine Flasche OriginalWies'nbier als Deko herhalten.

Zusätzlich gibt es noch jede Menge Dackelvarianten und ein Dirndlmädchen zum Zusammenbasteln in der Stickdatei, ab Donnerstag abend bei Kunterbuntdesign.



Und damit mich niemand für einen Vaterlandsverräter hält, gibt es hier zusätzlich zum Krustenbraten und Zwetschgendatschi noch ein Rezept für Obatzt'n (mit dem habe ich schon beim Praktikum in Frankfurt und bei meinem Abschied in San Diego damals für Befremden Begeisterung gesorgt):

250g Brie mit 250g Frischkäse vermanschen, mit Paprikapulver, Kümmel, Salz und Pfeffer würzen und zu guter Letzt ca. 4 EL bayerisches Bier untermischen (das ist wirklich essentiell). Servieren mit ordentlich (rohen) Zwiebelringen, Schnittlauch und natürlich frischen Brez'n
An Guat'n

Montag, August 08, 2011

Verschönerungsprogramm

Ich dachte ja, es wäre eine gute Idee, meine Haarfarbe (v.a. den Ansatz) der Haarfarbe meines jüngsten Sohnes anzugleichen aka mit derselben Farbe nachzufärben, die ich eh schon drinhatte. Wohoooooow! Ich hatte zwar noch in Erinnerung, dass es das letzte Mal ziemlich gebrannt hat, die Sache mit dem "Blondaktivatorpulver" hatte ich allerdings verdrängt. Tja. Jetzt sehen die Haare zwar gut aus, die Kopfhaut untendrunter hat aber... wie sage ich es nicht eklig... Löcher. So kleinfingernagelgrosse Löcher. Tut ganz schön weh und so schön ist die Farbe dann auch wieder nicht, dass ich dafür nochmal so leide. Also, kein "Extraperlblond" mehr, nur noch normal mit ohne Aktivator.
Und wenn wir schon bei Kosmetikbashing sind: ich habe ja heute beim dm-Grosseinkauf (nicht nur das Waschmittel, auch die Windeln waren aus, an sich eine schöne Kombination) diesen Lippenfilzstift gekauft, der jetzt so exzessiv von Heidi und bei Maybelline beworben wird (Offensichtlich mussten wir nach Dänemark fahren, um mal wieder deutsche TV-Werbung zu sehen). Was soll ich sagen: es sieht genau nach Lippen mit Filzstift anmalen aus, so wie man (also ich) das ganz ganz früher gemacht hat. Schmeckt auch so. Und nachdem ich auch alle Sorten von Longlastinggedöns nicht mag (kaum habe ich das drauf, fangen meine Lippen an zu brennen), bleibt mir wohl nur, mich auf mein natürliches gutes Aussehen zu verlassen zu Altbewährtem aka Gloss und stinknormalem Lippenstift zu greifen.
Sie lasen: Belangloses von und mit Frau Brüllen (schön, dass wir drüber geredet haben ;-))

Montag, Juli 18, 2011

My inner hulk





Die Geschichte mit der abgerissenen Handbremse darf ich mir vermutlich die nächsten 10 Jahre anhören.....(nicht, dass ich es nicht geahnt hätte....und in einer ausführlichen Argumentationskette könnte ich auch darlegen, warum in Wirklichkeit der Hübsche daran schuld ist, aber das würde jetzt arg hilflos wirken.)

Mittwoch, Juni 29, 2011

Banause

Da kann ich, wo ich arbeitstechnisch endlich von der LangeHosenundfesteSchuhe-Pflicht befreit bin, mich endlich modisch verwirklichen: heute also mit braunem Maxirock, Top mit türkisen Perlchengedöns, braune Riemchensandalen, neuem Gürtel mit türkiser Schliesse und als i-Tüpferl meine neue Kette. Und was sagt der Hübsche: "Oh, da kommt ja das kleine Schlossgespenst" (Ich gebe zu, ein bisschen klingt es beim Laufen so).
Und als ich dann sage: "Hey, soll ich doch noch meine Weste und Stiefel anziehen, damit du den Western-Look erkennst?", meint er: "Ich glaub manchmal eh, dass du nicht arbeiten, sondern zum Kostümball gehst"

Donnerstag, Juni 16, 2011

Serving the cliche

Beim Schreiben einer (sehr unfreundlichen) Mahnung an eine italienische Firma, die mir seit Monaten Geld schuldet und alle freundlichen Zahlungsaufforderungen bisher entweder ignoriert oder mit handbüchenen Ausreden abgebügelt hat, kann so ein bisschen Training in adäquater Audrucksweise nicht schaden.

Mittwoch, Mai 18, 2011

Putzflash

Ich bin ja ein Gewohnheitstier. Und so wird normalerweise am Donnerstag, meinem ersten "freien" Tag in der Woche all das während Wochenende und der drei Arbeits- und Krippentage unaufgeräumte Gedöns verräumt, der Müll (Glas, Pfandglas, PET, Pappe, Papier und Hausmüll so oder so) weggebracht, die Küche wird poliert und gewischt, ebenso die drei Bäder (okay, das Gästebad unter dem Dach nicht immer, gebe ich zu), die Treppen gefegt und einmal im ganzen Haus ordentlich Staub gesaugt. Dazu kommt der wöchentliche Grosseinkauf und als Belohnung gibt es dann die einzige freie Mittagspause der Woche, weil Little Q. am Donnerstag nachmittag noch Kindergarten hat und Little L. da immer noch Mittagsschlaf macht.
Manchmal ist es aber so, dass mich trotz Erschöpfung am Mittwochabend die Aussicht auf ein so strenges Haushaltsprogramm am Donnerstag so pusht, dass ich, anstatt nach dem Kinder ins Bett bringen auf dem Sofa zu versumpfen, in einen Putzwahn komme und fast alles erledigt habe, bevor der Haushaltstag eigentlich beginnt. So auch heute: bis auf das Staubsaugen (die Kinder sollen schliesslich schlafen) ist alles erledigt, incl. zwei Extras, nämlich das Klavier und die Bartheke freiräumen (Eine Wäscheständer- und eine Trocknerladung sind auch verräumt und die Waschmaschine läuft schon wieder) . Hach. Und ich weiss zwar, dass ich mich selber ausgetrickst habe, weil es ja letztendlich genauso viel Arbeit war, wie es morgen gewesen wäre und wie ich mich kenne, werde ich die Mittagspause morgen dann doch nicht zum extreme chilling nutzen, was mal echt nötig wäre, sondern zum Ablage machen, Rechnungen zahlen und vielleicht den Tigerschnitt kopieren nutzen, aber was solls. Wenn ich mich jetzt nach einer Dusche im frischgewienderten Bad mit einem Buch aufs Sofa kuschle, ist der Erholungsfaktor auf jeden Fall deutlich höher, als wenn ich immer noch das Pensum für morgen vor Augen hätte
(Btw: Superhausfrau bin ich sicher keine. Ich habe mir mit der Zeit einen inneren Standard erarbeitet ... oh je, Arbeit lässt schon wieder grüssen..., an dem ich mich messe. Ausserdem gibt es jede Menge Tricks, dass das Haus halbwegs ordentlich aussieht, ohne, dass man die ganze Zeit poliert und Stäubchen wegbläst)

Dienstag, Mai 17, 2011

Tssss.

Der Hübsche ist ja schon lange regelmässiger Blutspender (mit 0 irgendwas auch ein richtig begehrter. Also, wenn Sie mal planen, einen grösseren Unfall zu haben, sagen Sie dem Hübschen vorher Bescheid, der lässt was zurücklegen ;-))
Jetzt hat er mich ja letztens auch dazu überredet davon überzeugt, was Gutes für die Menschheit zu tun etc..
Laut Reglement hier dürfen Männer alle drei Monate spenden, Frauen alle vier. Im Zeitalter von heute (Sie wissen schon, Internet und so) wird man da regelmässig via Emailalert aufgeboten. Der Hübsche hat nun fleissig mitgerechnet und nachdem er seit dem letzten Mal, wo ich dabei war, schon zum zweiten Mal wieder geht, hat der Rechenfuchs sofort draus gefolgert, dass ich entweder ein Feigling wäre und die Einladung unter den Tisch fallen hätte lassen oder aber ein Schlamper und die Einladung verpennt. Und das wo ich ja sogar meine Spamordner regelmässig durchgehe. Ich sags ja, der Mann ist gemein!
Nun ja. Heute war er also und wie das so ist in der Schweiz, über Kontobewegungen des Ehepartners bekommt man keine Auskünfte, aber über Blutgruppenbelange anscheinend schon: offensichtlich haben sie mich nicht vergessen, nein, mit meiner seltenen Blutgruppe (B irgendwas) wolllen sie mein Blut gar nicht, sondern nehmen lieber das Universalblut des Hübschen , da haben sie gar nicht so viel Platz im Kühlschrank viel Bedarf. Aber ich kann natürlich jederzeit gerne vorbei kommen und trotzdem ein Gratiswienerle abgreifen spenden. Ja klaaaaaaaar ;-)

So ist das also

Heute nacht kam ich in den Genuss, vermutlich Little L.s Befinden, wenn er mal wieder weinend aufwacht und alles einfach Mist ist, nachzufühlen. Ich habe so realistischen Mist geträumt, dass ich erstmal eine Runde ganz schlimm weinen musste. Trösten vonseiten des Hübschen brachte relativ wenig, weil er ja in meinem Traum einer von den ganz vielen echt fiesen Menschen war und ich mir zwar bewusst war, dass das alles nur ein Traum war, aber trotzdem. Eben.
Immerhin hat er mir kein Wasser oder Nuggi zur Beruhigung angeboten.
Little L. hat mir dann aber bald heulenderweise Gesellschaft geleistet und so haben wir beide uns dann für den Rest der Nacht im Kinderbett gemeinsam leid getan. (Immerhin hat Little L. aus dem ganzen Drama einen neuen Backenzahn bekommen. Three more to go. Ich bin einfach nur müde. Sehr.)

Samstag, Mai 14, 2011

Supadupa

Ein Gutes hat das ganze Drama mit Little L.s Herzschlag und so ja: wir sind richtig, richtig dankbar für ganz einfaches Glück: und so haben wir heute den Tag einfach nur genossen, Little Q. bis zum frühen Nachmittag mit den Nachbarskindern draussen unterwegs, Little L. und ich haben das eine oder andere Mal unsere Literatur zum Thema Fahrzeuge und Babies gelesen, dann haben Little L. und der Hübsche Mittagsschlaf gemacht, ich habe Cupcakes einfach nur für uns gepimpt, dann noch ein Mädchenshirt fertiggenäht (incl Kräuseln und Rollsaum, was ein bisschen nervig war, weil das mit dem türkisen Overlockfaden einfach nicht gehen wollte).
Danach haben wir dann das Feuerwehrfest knapp verpasst, weil es in dem Moment, als wir loswollten, zu schütten begann, aber egal. Als Hüpfburgalternative wurde das Turnparadies auf dem Speicher aufgebaut, das aufgestellte Planschbecken wurde zur Mutprobe umfunktioniert, und statt des für heisses Wetter geplanten Hähnchensalats mit Mango etc. gab es mein best Soulfood ever: Pasta Bolognese mit regennasser Petersilie vom Balkon. Dazu einen echt leckeren Nero d'Avola, und die Welt ist einfach perfekt

(obwohl ich es diesmal an einer Treppenstufe geschafft habe, mir mit lautem Knacken schon wieder den linken mittleren Zeh vermutlich zu brechen. Er ist auf jeden Fall blau, extrem schmerzempfindlich (als Little L. mir vom Trapez direkt draufgesprungen ist, habe ich kurz Sterne gesehen) und hängt irgendwie komisch runter. Nur ganz wenig, es reicht aber, um bei meinem normalen Treppensteigverhalten immer wieder damit gegen die obere Stufe zu knallen. Nun ja. Tape habe ich ja noch, Krankenhaus lassen wir diesmal. Und der Hübsche soll diesmal die Solidarät sein lassen)

Frei nach dem Muskelprotz aus der Sopranos-Folge gestern

"My mother alway tells me to count to ten. But I always forget."
Tja. Und so habe ich den Bloggerausfall genutzt, um ganz viele Posts zum Thema Mails, Privatsphäre, "Lasstmichdochalleinruhe", zum Thema Elternarbeit im Kindergarten, Jugendfest, Eintrittskartenvercheckerkinder etc. im Kopf zu formulieren und umzuformulieren und dann rauszufinden, dass Blogger immer noch spinnt dass wohl doch alles nicht so schlimm ist, das Wetter anders als vorrausgesagt traumhaft war und so die Zeit mit den kleinen und dem grossen Jungen zu geniessen (ausserdem werden hier Kayas in den verschiedensten Varianten genäht. Ich kann das jetzt mit den Streifen richtig gut, danke, LinVins! Aber zeigen kann ich noch nichts, weil entweder sind die Shirts an den Kindern oder noch högscht geheim....)
So. Und weil Blogger jetzt wieder geht und ich somit wieder ein Ventil habe, dauert es noch ein bisschen, bis ich Ihnen vielleicht mal wann anders über die skurrilste, unverschämteste Mail, die ich in meiner Funktion als Bloggerin jemals bekommen habe (btw: die ist schon länger her und hatte nichts mit unserer geplanten Fahrt durch NRW zu Ferienbeginn und auch nichts mit dem sonst hier gerne mal kontrovers diskutierten Thema "Working Mum" zu tun, keine Sorge ;-)) erzähle. Jetzt muss ich erstmal jemanden finden, der sich aus dem gemütlichen Samstagsmorgenbett schält, und mir einen zweite Tasse Kaffee kocht.
In diesem Sinne: Welcome back.

Donnerstag, Mai 12, 2011

Inglisch

Nachdem ich gestern endlich rausgefunden habe, warum mich der Akzent der einen Kollegin beim Bissnissinglisch-Reden so irritiert (die Gute hat als Deutsche einen französischen Akzent, tres verwirrend),und bei der anderen Kollegin, die nach einem Postdoc-Aufenthalt in Steeeenfod ein traumhaftes american english spricht, so gerne zuhöre, habe ich mal angefangen, mir darüber Gedanken zu machen, warum und seit wann ich mich auf englisch so sicher fühle. Ich meine, ich habe mit meiner humanistischen Ausbildung (ich sag nur: 13 Punkte im Altgriechisch-Leistungskurs-Abitur, dazu noch das grosse Latinum) relativ spät mit dem Erlernen wirklich nützlicher lebender Sprachen begonnen. Und unser fernseh- und Pop-Musik-freies Zuhause hat mit den shakespearianischen Englischlehrern am Gymnasium dazu geführt, dass zu Unibeginn mein Englisch.... naja, very british und very far from fluent war. Nun ist es ja so, dass in den Naturwissenschaften nahezu alle Literatur auf Englisch ist. Und Chemie-Englisch, das lernt man an einem humanistischen Gymnasium gleich dreimal nicht. Also habe ich mir selber beigebracht, dass yield nicht nur "Vorfahrt achten" heisst, dass Wolfram auf Englisch nicht wuuulfräm, sondern tungsten heisst (das weiss aber so mancher C4-Professor immer noch nicht), die Tücken von sodium/potassium/mercury weiss ich zu umgehen und als Schmankerl sogar noch, dass aluminum so stimmt. Ich habe mit anderen Akzenten umgehen gelernt (Say hello to our chinese friends), und dann, dann bin ich für drei Monate ganz allein nach San Diego gezogen. Da musste ich erstens im Alltag überleben, zweitens aber arbeitete ich in einem Biochemie-Labor. Und so habe ich dort nicht nur gelernt, dass es Bierflaschen mit Drehkronkorken gibt (die man aber auch, zum grossen Erstaunen der Laborkollegen mit einem Handkantenschlag an der Kante der lab bench aufmachen kann), nein, ich habe mittlerweile schon längst wieder verdrängtes Biochemievokabular angesammelt und mir einen kalifornischen Slang zugelegt, der einen späteren Kollegen aus Santa Barbara aufseufzen liess: "Just like home".
Irgendwann später dann begann ich in der Firma, die als company language "broken english" propagierte und lernte den Schweizer Akzent lieben (und v.a. den Umgang mit kurzzeitiger Vokabelschwäche "But now, Spass beiseite").
Mein eigenes Englisch wurde mit verfahrenstechnischen Vokabeln aufgepeppt und den amerikanischen Akzent habe ich mir serientechnisch erhalten. Ein bisschen Polittalk mit "West Wing", medical talk mit GA etc, Lost, Heroes und ganz aktuell natürlich ein bisschen arg New Jersey-Mob-lastig. Ich habe allerdings immer noch keinen Kollegen als douchebag bezeichnet.
Tja. So ist das. Und ich glaube, mittlerweile wäre ich absolut damit überfordert, die Company presenatation auf deutsch zu halten ;-)

Leitung, lange

Dazu passt übrigens, dass ich mir, glaube ich, am Wochenende den Preis für die längste Leitung verdient habe.
Wenn Sie so alt sind wie ich, dann waren Sie ungefähr so in der dritten Klasse, als diese leicht an absurdes Theater erinnernden Witze in waren. So wie (mein Favorit) "Sitzen zwei Semmeln auf der Hochspannungsleitung und stricken Gummistiefel. Die eine fällt runter, die andere heisst Willi."
Und nachdem Little Q. im Moment im Witzmodus ist (fragen Sie nicht. Andauernd. Immer. Ich sag nur "Sekundenwitz"...), kam diese Sorte Witze am Wochenende wieder auf.
Der Hübsche packte den mit den zwei Tomaten aus, die über die Strasse laufen, eine wird vom Auto überfahren und die andere sagt "Ketchup". Ich fand den als Kind (Sie erinnern sich: Latein und so) schon immer irre witzig, aber als der Hübsche dann meinte, dass man für den ja zumindest ein paar Minigrundkenntnisse des Englischen bräuchte, da hat es dann bei mir irgendwann Klick gemacht. Wow. Eine Leitung von so ca. 26 Jahren. Und wie ich gelacht habe ;-)... (Sie verstehen das, oder? Ketchup - Catch up? Gnihihihihihihihi)

Dienstag, Mai 03, 2011

Partnerlook

Ich habe es ja seinerzeit gehasst, mit meiner anderthalb Jahre jüngeren Schwester von Omas und Tanten im Zwillingslook ausgestattet zu werden. Ich war doch die Ältere und Coolere (also, damals. Heute bin ich nur noch älter) und das sollte bittedanke auch jeder merken. Nun ja.


Little Q. und Little L. sind ja ein bisschen weiter auseinander und so hoffe ich, dass ich keine kleinen Kinderseelen verletze, wenn ich sie auch manchmal im Partnerlook einkleide (cool sind sie ja ausserdem beide ;-)), weil: für Zwillinge hält sie eh niemand.
Langer Rede, kurzer Sinn: die neue Stickdatei von Cherry Picking (die Frau mit den tollen Verabredungsblöcken)/Kunterbuntdesign ist für beide perfekt.
Es gibt sportliche Roboter:



Roboter mit Armen und Beinen

(es gibt auch in the hoop-Gliedmassen, aber ich war zu faul zum Frickeln und habe elastische Zackenlitze verwendet).

Schriftzüge

Es gibt Buttons



Und alles zusammen gibt es zwei sehr süss eingekleidete Jungs.



Vielen Dank, dass ich probesticken durfte!

Schnitt: Längsgeteilt mal als Kurzarmversion, Machmalhalblang in ein bisschen länger und mit Bündchen oben und unten.
Stoffe: wie könnte es anders sein: via Kathi
Stickdatei: Ab Donnerstag bei Kunterbuntdesign

Freitag, April 29, 2011

Schnipsel

  • Irgendwie sind Gene doch was verrücktes: wenn ich als Kind was neues zum Anziehen bekommen habe, das ich ganz megamässig super fand, war es das höchste der Gefühle, es niegelnagelneu zum Schlafen anzulassen. (Auch manchmal Schuhe). Heute sollte Q. nach dem Abendessen nur mal kurz probieren, ob die neue Hose passt oder dank nur Bündchen oben rutscht. Nun ja, natürlich rutscht sie, aber "Mami, kann ich sie zum Schlafen anlassen? Und das passende Shirt auch gleich? Ich lieg ja still, da verliere ich sie schon nicht." Gibt es also keine Fotos, wobei das eh noch strengstens geheim wäre ;-). (Einmal bin ich auch mit einem Nachthemd in die Schule gegegangen, weil das mit Gürtel -Sie erinnern sich, das waren die 80er - wie ein Minikleid aussah. So weit ist Q. noch nicht)
  • Ich überlege mir ernsthaft, ob ich mir die Haare wieder lang wachsen lassen soll. Eigentlich mag ich vom Gefühl her meine Haare gerade im frischgeschnittenen Zustand sehr gerne, aber auf Fotos sieht es im Nachhinein oft komisch aus. Diese halblange Länge gerade regt mich total auf: kein Pferdeschwanz möglich und offen sieht auch komisch aus..... Irgendwie würde ich mir die Haare auch gerne mal wieder hochstecken. Zu meiner Arbeitsuniform Blüschen, Hosenanzug oder schickes Röckchen sähe das auch gar nicht so ungut aus (Erinnern Sie sich noch? So lange ist das Abschneiden schon wieder her....)
  • Ich hab Hals. Ganz schmerzhaft, so mit eingeklemmtem Nerv.....Autsch.

Mittwoch, April 27, 2011

Coping Mechanisms

Früher habe ich, egal in welchem Alter, Nachmittage nach psychisch anstrengenden Terminen (zB jeweils dem ersten Tag nach dem Überspringen in der neuen Klasse, dem ersten Tag an der Uni, nach Vorstellungsgesprächen) gerne mal verschlafen.
Heute hätte ich das auch gerne getan habe ich an einer Risikoanalyse teilgenommen, eine Offerte erstellt und einen Kunden besucht.

Montag, April 18, 2011

Knete-Ego


Frau Brüllen in Knete: man beachte die Details wie die grosse KlBild hinzufügenappe den sinnlichen Mund und die abstehenden markanten Ohren. Und den bei uns in der Abteilung seit ein paar Wochen eingeführten "Lila Montag" (nachdem mein Kollege letztens mit lila Ordnern, Giesskanne und Schlüsselring punkten konnte, habe ich heute Bluse, Schuhe und Strümpfe in lila zu bieten)


Wollen Sie auch? Geht hier (via Pharmama und Ute)