Sonntag, August 23, 2026

230826

 Müde, müde, müde.

Und die nächste Woche hat es in sich, mit halt weiter Krisenkommunikation und -management, mit Filing Preparations für zwei Produkte und einem Energielevel von -1000. Aber gut, immerhin habe ich am Wochenende praktisch nicht an die Arbeit gedacht.

Q. und L. haben das mit allein daheim super gemanaged, die Katzen klagen ob Vernachlässigung, aber das tun sie ab fünf Minuten nach der letzten Fütterung, ich denke, es ist ok.

Q. ist heute frühmorgens mit der Bahn an die Nordsee gereist und logiert in einer Ferienwohnung direkt neben einem Seehundbecken. Wie schön!

Unser Hotel war wirklich ziemlich cool. Man kann da sein Essen oben auf der Dachterrasse am Pool einnehmen, der hat 28 Grad und ist auch bei vergleichsweise kühleren Aussentemperaturen als auch schon sehr angenehm (übrigens: hier zu Hause in Basel grad wieder an die 30 Grad, mir langt es so sehr)




Skurrile Installation übrigens: beim Frühstücksbuffet haben sie so eine automatische Saftnachfüllstation, wo eben eine Anzahl Saftkaraffen unter so einer Refill-Anlage stehen und wenn der Füllgrad unter einen voreingestellten Wert fällt, wird von oben automatisch nachgefüllt. Am ersten Morgen habe ich mich sehr über "Waldfrucht" gefreut, bis ich halt den ersten Schluck genommen habe und das halt  so schmeckte, wie alle Reste an vagen Berry-Nuancen und auch noch einem ordentlichen Schluck Parfum bei Givaudan zusammengeschüttet und mit roter Farbe gemischt. Einfach echt nicht trinkbar. Der Hübsche probierte heute dann "Multivitamin" und ich dachte mir, mit "Apfel" kann man ja echt nix falsch machen, aber hey, das schmeckte so, wie Schauma Grüner Apfel riecht. Das Ganze ist übrigens auch kein Saft, sondern ein das "Nektar Natura" System und, also irgendwas mit Sirupen, die mit Wasser gemischt werden und meine Güte, 27 Geschmacksnuancen von Orange und das ist es, was sie ausgewählt haben? Also. Wenn Sie in einem Hotel mal so eine Station sehen, lassen Sie die Finger davon!

Sonst war das aber alles sehr grossartig, ich meine: Obatzda zum Frühstück?!



Die Heimfahrt war viel entspannter als die HInfahrt, kein Sturzregen und keine Lastwägen helfen halt schon fürs Fahrerlebins. Wir haben in Lindau geladen und sind sogar kurz zum Bodensee gelaufen (sehr sehr wenig Wasser drin).




Lang hat es trotzdem gedauert, bis wir daheim waren.

Dann: Koffer ausräumen, Kinder drücken, Essen kochen, Duschen, Haareschneiden, Schwimmtasche packen, Klamotten für morgen bereit legen und müde ins Bett fallen.

Uff

Samstag, August 22, 2026

220826

 Uff, uff, uff.

Erstmal: das Hotel, das ich mit Gemini's Hilfe ausgesucht habe, ist tatsächlich ganz gut. Liegt zwar im Gewerbegebiet, aber halt recht mittig zwischen Pflegeheim und München, die Parkplatzsituatino ist so, wie man es sich in einem bayerischen Gewerbegebiet vorstellt. Es ist sehr modern (incl jeder Menge Merch in Hotelbranding, aber gar so legendär, dass ich mir einen Hoodie oder auch nur einen Schlüsselanhänger davon hole, ist es auch wieder nicht.

Wir haben gestern in einem vietnamesischen Restaurant auf der anderen Würmseite gegessen, das mit 4.9 Google Sternen lockte (war schon gut, aber ich sags mal so: auf dem bayerischen Dorf ist die statistische Relevanz für Restaurants nicht unbedingt gegeben. Schon gut, verstehen Sie mich nicht falsch. Wir waren dort v.a., weil Gemini behauptet hat, das Hotelrestaurant wäre eine Pizzeria, und ich echt keine Lust auf Pizza hatte. Stellte sich heraus: es gibt dort einiges, aber keine Pizza, also ist für heute abend alles geregelt.

Frühstück war RICHTIG gut, es gab sehr viele verschiedene Salate, warme Gerichte, die üblichen Früchte, Säfte, Käse, Eiergedöns (nur der Waldfruchtsaft schmeckte so, als hätte man die Reste bei Givaudan zusammengekippt), das war eine sehr positive Überraschung!

Dann der Grund, warum wir ja hier sind: Besuch im Pflegeheim. Die geschlossene Demenzstation ist wirklich harter Tobak, für mich zumindest. Einerseits ist es so schön zusehen, wie liebevoll und respektvoll mit den BewohnerInnen umgegangen wird, und die zum Teil rege soziale Interaktion, die sich dort zwischen den BewohnerInnen entspannt. Aber dann... uff. Der körperliche und geistige Verfall ist halt schon echt schwer zu ertragen, sämtliche sozialen Normen sind hinweggefegt, ich lächelte und und nickte, und stimmte zu, beruhigte und lächtele und nickte auch, wenn mir wildfremde Menschen sehr, sehr nahe kamen, mich anfassten, mit mir (oder irgendetwas oder jemandem, den sie hinter mir oder in mir sahen, auch wenn da nix war, in unverständlicher Sprache, aber sehr ernsthaft sprachen. Ich schaffte es, meinen Fluchtreflex zu beherrschen, auszuhalten, dass mein mir (wie mir heute wieder einmal bewusst wurde) heiliger personal space ignoriert wurde, dass ich angefasst wurde (absichtlicher Körperkontakt von mir fremden, genauer gesagt, nicht soehr vertrauten Menschen ist wirklich schwer auszuhalten), bin dabei nach aussen ruhig und freundlich geblieben und wäre doch am liebsten weggerannt und war hinterher zum Weinen erschöpft.

Naja.

Zwischendrin haben wir ein paar Sachen nachgekauft und während das Auto auflud, in den Pasinger Arkaden gebummelt (ich habe endlich wieder einen Concealer Pinsel gefunden) und in einem Dean&David Salat gegessen. Soviel zu "wir machen es uns einfach RICHTIG schön zu zweit", wir waren einfach beide ausgelaugt. Am Nachmittag sind wir nochmal vorbeigefahren, bis dort schon fast Abendessenzeit war und ich freue mich jetzt sehr auf einen Aperol Spritz auf dem Dach mit Ausblick über das Gewerbegebiet, ein Bad im ROOFTOP POOL und dann Pasta mit Pfifferlingen.

Uff.

Freitag, August 21, 2026

210826

 Meine Güte, heute ein neuer Tiefpunkt in schlecht schlafen. Es kam alles zusammen: richtig anspruchsvolle Zeit bei der Arbeit (gut anspruchsvoll und mühsam bis nervig zusammen), die spontane Münchenfahrt übers Wochenende aus Gründen, die dazu führt, dass die Kinder das Wochenende allein daheim sind (was ja an sich überhaupt kein Problem ist), incl Schulfest von L. heute (hoffentlich sperrt Q. ihn nicht aus Versehen aus, hoffentlich verpasst er nicht irgendwie die letzte S-Bahn, Sie sehen, die Sorgen wurden irrationaler, je früher der Morgen), incl Packen für Sommerurlaub, Auswärtsübernachten und super früh zum Zug kommen von Q. (das "Kind" ist seit 16 Jahren Pfadi und würde vermutlich mit verbundenen Augen nachts um drei betrunken einen perfekten Rucksack packen können und barfuss zum Zug rennen, nach den Sternen navigierend), die Katzen müssen gefüttert werden, ausserdem kam Sansa ganz unerwartet die ganze Nacht nicht nach Hause und was machen wir, wenn sie jetzt heute verloren gegangen ist und wir doch nach München müssen?.

Also habe ich in einer Handvoll Halbstundenpäckchen mit lang wach zwischendrin bis viertel nach fünf geschlafen, um Punkt halb sechs (klar, da stehe ich immer auf, da gibt es frisches Frühstück) kam Sansa ins Haus (erstaunlicherweise ganz trocken und warm, nicht angefeuchtet und kühl wie Jonny, wenn er die Nacht draussen verbracht hat. Ich frage mich, ob sie eins der Igelhäuser ein paar Gärten weiter okkupiert hat). Meine Güte!

Führte dann immerhin dazu, dass ich bis zu dem ersten Meeting um neuen halt schon alle Follow-up Arbeit aus den Meetings der Woche erledigt hatte, eigentlich alles, was ich neben den Unmengen der zu reviewenden Dokumente (ich bin bei Dokument 53 von 93....eine Woche habe ich noch) und eben der neu aufzusetzenden Uppermanagement-Info-Kommunikation zu meinem neuen Produkt auf meiner To-Do-Liste hatte.

Dann eine Stunde Call mit meinen beiden Kollegen in dem anderen Produkt, schnelle Einkaufsrunde, damit die Kinder sich verpflegen können und ich zu einem gefüllten Kühlschrank heimkomme am Sonntag, noch ein letztes Update und dann ging es auch schon auf die Autobahn.

Und ja, ich freue mich unendlich über den seit gestern abend irgendwann andauernden Dauerregen, muss aber doch anmerken, dass es für 400km auf der Autobahn schon schönere Bedingungen als kontinuierlichen Sturzregen gibt. Der Hübsche hat auf "meiner" Strecke noch ein Call, in Lustenau tauschen wir wie immer beim Pickerlkauf (wie ein Haftlmacher muss man aufpassen, dass man nicht so ein gelochtes Klebeding kriegt, das man dann mühevoll wieder abkratzen muss, sondern ein elektronisches.).

Ich reviewe auf dem Beifahrersitz noch Dokumente zur Device-Assembly-PPQ, gar nicht mal so smooth, wenn man via Handyhotspot durch drei verschiedene Mobilnetze (CH-A-D) durchjuckelt. Interessant: jedes einzelne Auto auf der Autobahn hat mittlerweile sein eigenes W-LAN, sagt mein Laptop.

Um drei habe ich noch ein Call mit drei Kolleginnen (OSB-Allocation, raten Sie gerne mal, was das bedeutet), genau dann, als der Hübsche zum Laden stoppt. Ich dachte ursprünglich, dass es relativ zügig gehen würde und bedeute ihm, ich würde dann zum McD nachkommen, falls aber nicht, bitte danke einen Cappuccino mit Extrashot. Statt früher sind wir erst eine halbe Stunde später als geplant fertig, und schon lang wieder unterwegs, als ich den steinharten Applekopfhörer aus meinem schmerzenden Ohr ziehe. Der Kaffee tat aber richtig gut!

Wir zuckeln weiter durch den Regen, werden wieder zur Abendessenzeit (aka doofste Zeit) im Pflegeheim aufschlagen, aber wir kommen ja morgen wieder. 

Bin gespannt, was das von Gemini ausgesuchte Hotel kann, es hat einen Rooftop-Pool (ich nehme an, Sie ahnen, was ich im Gepäck habe?) angeblich. Lets see

Schöne Überleitung zum Schwimmthema:

heute vor genau einem Jahr habe ich angefangen, im Firmenschwimmbad zu schwimmen. Aus "einmal die Woche wäre das cool" ist binnen ein paar Wochen "ich schwimme jeden Büromorgen 1km und wehe, es sind weniger als 4 Tage die Woche, und in der Maintenance-Zeit gehe ich draussen schwimmen und holla, Kraulkurs" geworden.

Ich bin seitdem 146,284km geschwommen (ungerade Zahl, weil... ich glaube, das Schwimmbad in Island eine Yard-Abmessung hatte) und möchte es nicht mehr missen. Ich habe meine Routine, die Knochenkopfhörer und die ARD-Podcasts sind super, ich habe Arm-Schulter-Rückenmuskeln bekommen, habe neue Bekanntschaften geknüpft und bestehende durch nebeneinander Schwimmen, Duschen, Schminken vertieft, habe meine Rèckenschmerzen dadurch viel besser im Griff, nur Kraulen kann ich (noch) nicht. yay!

(Sehr lustig übrigens, dass Sie die letzten Tage meine Kraulnotizen so lustig / interessant fanden. Ich dachte mir noch: naja, ich schreib das jetzt für mich auf, dass ich hoffentlich in ein paar Monaten drüber lachen kann, wie ich am Anfang fast erstickt wäre oder meine Arme verknotet habe, aber lang kann ich das nicht machen, das ist ja nun wirklich langweilig für alle ausser mich :-) Scheints nicht! (oder aber mein sonstiges Geschreibsel ist so fad, aber naja, ist halt so).

Donnerstag, August 20, 2026

200826

 What a day. Es ist einfach ein bisschen, bisschen viel alles, dazu kommt, dass es sich an Donnerstagen immer noch alles zusammen chnübelt.

Es ist aber nicht alles nervig und anstrengend, sondern:

Schwimmen heute morgen ging schon besser, in einarmig kraulen bin ich schon viel besser. Beidarmig nach wie vor Desaster, aber gut, ich fange ja erst an.

Dann: nach geschätzt zwei Jahren waren meine Stiftvorräte mal wieder aufgebraucht / ausgeliehen / liegengelassen / leergeschrieben. Ich habe mich also auf die Reise in den Keller in den Büromaterialvorraum gemacht und fast auf Anhieb gefunden. Fast, weil jemand, von dem ich dachte, er sieht aus wie wer, der Stifte holt, in einen Raum rein ist, die Tür ist zugefallen und ich habe sie nicht wieder aufgekriegt, weil keine Klinke, kein Badgeleser, nix. War aber auch nicht der Büromaterialraum, sondern der "Xerox-Raum". Was auch immer da drin ist, nix für die Allgemeinheit. Ich habe also Stifte geholt (es gibt kein grün mehr), zwei Boxen desinfizierende Schreibtischputztücher, die immer schnell aus sind, und wenn ich schon mal unten bin und so, und dann... habe ich den Ausgang zum Lift nicht mehr gefunden. Da, wo ich dachte, war auf einmal kein Ausgang mehr, sondern eine Baustelle mit zwei Leuten, die sich angeregt unterhalten haben in irgendeiner Sprache, mich in keiner, der ich mächtig bin, verstanden haben, aber naja, 3 Minuten vorher war ich ja auch ohne Baustelle reingekommen. Stellte sich raus: mein Koordinatensystem im Kopf war verdreht, der Lift war natürlich noch genau da, wo er vorher war, fühlte sich aber sehr woanders an.



Dann: Gemüsekorb sehr schön gefüllt, besonders freue ich mich auf den Mais, weil eh lecker, aber auch, weil ich dank der Kaltmamsell weiss, dass der schwieriger anzubauen ist, als ich dachte:

Mangold/Krautstiel, Schnittlauch, Roter Eichblattsalat, Roter Salanova oder so, Auberginen, Tomaten, Zucchini, DIE EIER, Basilikum, Zuckermais, Paprika, Gurke


(Morgen anstrengender Tag, weil Arbeit UND Fahrt nach München, ausserdem nervös, weil die Kinder allein daheim sind respektive zT allein in die Ferien aufbrechen, aber naja, sie sind gross, das wird schon alles.)

Mittwoch, August 19, 2026

190826

 Das hat jetzt ordentlich gearbeitet in mir heute nacht, dass ich das mit den Kraulen so gar nicht gut hingekriegt habe. Ich habe genau überlegt, wie ich das heute im Schwimmplan integriere, Resultat: "Kein Schlaf erkannt", lol.

Morgens dann verrückt langsamer Start, ich kam gar nicht gut voran. Gekrönt dann davon, dass ich meine Schwimmhandtücher vergessen hatte und das erst im Fahrradkeller merkte. Normal sind die ja nach dem Tag im Umkleideraum aufgehängt sein trocken und bleiben grad in der Tasche. Gestern habe ich sie aber ja nochmal gebraucht und dann daheim aufgehängt. Und vergessen. (Immerhin beim Rauflaufen dann Jonny samt Maus doch noch vor der Haustür getroffen).

Im Schwimmbad war dann heute erstaunlich wenig Wasser drin, nachdem ich gestern so viel geschluckt habe, los und so hatte ich allen Platz der Welt, um zu üben. Ich habe mir einen Poolboy Pullbuoy (damit die Kaltmamsell nicht schnaufen muss (ich weiss, wie das heisst, aber ich finde es so lustig, Poolboy zu sagen, aber vllt finde nur ich das)) geschnappt und das einarmige Kraulen rechts und links mit jeweils Atmen zur Seite geübt. 

Erkenntnis: 

das geht viel besser als gedacht und viel besser als das Gespritze am Ende mit beiden Armen gestern. 

Die Idee mit "Eine Röhre formen, durch die der Körper schwimmt," hilft auch. 

Ich muss deutlich weiter drehen und nach hinten schauen beim Atmen, habe damit aber auch deutlich weniger Wasser geschluckt. 

Leider auch: links geht mir das Rückholen des Armes nicht ganz so leicht von der Hand, da ist die Schulter doch nicht ganz so beweglich, wie ich gedacht hätte. Dementsprechend kann ich besser rechts kraulen und atmen.

Was ich nicht gut kann: wenn ich keinen Pullbuoy halte und mit beiden Armen kraule, dann atmenderweise Pause auf einer Seite machen und eben den anderen Arm vorgestreckt lassen. Der krault einfach weiter und naja, Wasserschlucken. 

Und ich habe neben dem Wasserschlucken mein Problem identifiziert: den Luftverbrauch und den Atemrhythmus koordinieren. Das kenne ich vom Brustschwimmen schon, da habe ich mich jetzt damit abgefunden, dass ich nach jedem Schwimmzug Luft hole. Beim Kraulen sollen wir eigentlich jeden dritten Armzug atmen, damit wir auf beiden Seiten atmen lernen, das finde ich grenzwertig lang und dann habe ich unter Wasser schon das Gefühl zu ertrinken. Und dann will ich jeden zweiten Zug atmen, bin aber schon so beim Keuchen, dass ich auch da ertrinke und naja, Wasserschlucken.

Way to go, würde ich sagen!

(Habe übrigens einfach immer abgewechselt Spritzen, strampeln, Spucken, Schlucken, Keuchen aka eine Bahn Kraul und dann ein paar Bahnen Brust zum Runterkommen.

Dann: Arbeitstag, der einerseits sehr meetingarm war, warum auch immer, aber ich habe ja eben 93 Dokumente mit im Schnitt 40 Seiten zu reviewen bis zum 28. August, ich hatte also gut zu tun (immerhin schon, obwohl ich definitiv kein SME für die meisten Themen bin, einige zu klärende oder korrigierende Punkte gefunden, bin schon bisschen stolz). Ausserdem gab es das ein oder andere menschelnde Thema zu regeln, zwei Produktteammeetings und einen Catchup mit meinem Chef, der bald in die Ferien geht. (Unter anderem wurde mir meine Beförderung incl neuem Gehalt bestätigt, das hatte ich schon wieder ganz vergessen. Ich Verhandlungskönigin). Ausserdem habe ich mitgeteilt, dass ich halt irgendwann doch in den Urlaub gehen werde und zwar dann, wenn es in meine neuen Projekt um die Wurst geht (ok, das tut es jetzt durchgehend bis November), und wenn es in einem anderen entscheidende Neuigkeiten geben wird. Anyway: das wird auch alles ohne mich passieren, die Kommunikation dazu werden wir vorher gut planen und verteilen, das wird schon.

Im letzten Meeting dann schon wieder eine Ferienvertretung eingesackt, ich weiss nicht, ist schon nicht die feine englische Art, das in einem Meeting direkt zu "verlangen", hätte man schon vorher abklären können (v.a. weil das halt ein Thema ist, das ich persönlich weder dringend sehe noch durchdacht finde, sondern ein Symptom der Chaotik in einer Nachbarabteilung. Deswegen liefere ich da den Input, der verlangt wird und schüttle den Kopf innterlich, aber mag nicht dafür verantwortlich sein, dass der gesamte Kladderadatsch präsentabel ist. Naja. Egal.

Dann: Heimradeln immerhin mit Rückenwind, aber immer noch so, so, so unangenehm heiss. Immer noch 35 Grad heute, das ist deutlich weniger als auch schon, aber ich mag echt nicht mehr.

Auf dem Heimweg noch schnell im dm vorbei (übrigens: heute morgen von einer rechtsabbiegenden Autofahrerin angeschrieen und beschimpft worden, weil ich halt am Radweg gefahren bin und sie deshalb mit dem Rechtsabbiegen warten musste. Beim Heimradeln von einem auch rechtsabbiegenden Autofahrer fast umgefahren worden (er blieb mit quietschenden Reifen stehen), als ich bei grün über eine Fussgängerampel schob. Was ist los mit den Leuten?)

Daheim dann Einkäufe verräumen, Wäsche verräumen, Duschen, Kleider für morgen parat machen, Salat und Bratkäse respektive restliche Tajine für mich essen, duschen, auf der Terrasse lesen, bis L. heimkommt und wir vllt noch eine Folge schauen. Oder nicht.

Dienstag, August 18, 2026

180826

 Heute morgen beim Radeln war mir dann doch fast (fast) ein wenig fröstelig. Auf den letzten paar Metern hatte ich den Hauch eines Anflugs einer Gänsehaut an den Armen. Nicht genug, um warm zu duschen!

Schwimmen: war super, heute war ja auch morgens wieder Fortgeschrittenenkraulkurs, dh ich hatte ein bisschen den inneren Zeitdruck, vorher fertig zu sein, weil sich danach alles auf den zwei übrigen Bahnen chnübelt. Es kommen immer mehr Schwimmer aus den Ferien zurück, auch der Delfinschwimmer, der es schafft, mit seinem Schwimmstil das ganze Becken so in Wellen zu versetzen und zu spritzen, dass es echt tricky wird, kein Wasser zu schlucken.

Nachdem ich gestern abend so nass geworden war und heute nur 30Grad warm werden sollte, habe ich mich spontan gestern für ein langärmliges (dünnes, und die Ärmel können aufgekrempelt werden) Kleid entschieden und das direkt beim Anziehen bereut. Es war sehr schwierig, in das Kleid zu kommen, der flimsige Stoff klebte überall an meinem frisch geduschten, eingecremten, dampfigen Körper. Hätte geholfen, den Reissverschluss ganz aufzumachen, aber das habe ich (kurz) vor der Panikattacke gemerkt, und nochmal von vorne angefangen. Beim Reissverschlusshochziehen musste mir dann trotz voll wiederhergestellter Schulterbeweglichkeit eine Kollegin helfen, ich hoffe, ich komme beim Kraulkurs heute dann wieder raus.

Arbeitstag dann mit sehr, sehr, sehr viel WTF, ich verzweifle echt nicht an den Projekten, die technisch superschwierig sind, sondern an denen, in denen Leute "arbeiten" oder wir auf Funktionen angewiesen sind, die einfach blocken oder Leute runtermachen oder halt einfach ... nichts machen. MEINE GÜTE!!!!

Dann: grosse Aufregung, weil erster Kraulkurstermin. Wir halten nochmal fest: Ich will kraulen lernen, meine grossen Bedenken (und warum ich nicht einfach kraule): ich weiss nicht, wie atmen, ohne Wasser einzuatmen. Abgesehen davon, dass ich halt technikmässig nix weiss ausser den Beinschlag und dass man halt mit den Armen abwechselnd von oben nach unten durchs Wasser paddelt. Technikmässig wäre ich jetzt nicht so voller Bedenken, ich habe mir mit der theoretischen Vorbildung eines einzigen Schwimmkurses im Kindergartenalter, in dem ich vor allem durch Reifen tauchen gelernt habe, einen Brustschwimmstil angeeignet, der mich 4x die Woche glücklich meinen Kilometer schwimmen lässt.

In der Umkleide dann schlimme Bedenken, weil die anderen Frauen, die da waren, ihre Beweggründe für den Kurs schilderten: "Ich bin ja eher so eine Allrounderin und habe mich jetzt für ienen Triathlon angemeldet, dafür muss ich aber noch ein bisschen schneller im Schwimmen werden", beifälliges Nicken.

Beim Abfragen der Trainerin, wer denn schon wie gut kraulen kann, haben die anwesenden Männer alle gesagt "Schon ganz ok, aber es ginge besser", die Frauen haben ihr Triathlonsprüchlein gesagt und ich "ich kanns gar nicht und weiss nicht, wie ich es machen soll, ohne Wasser einzuatmen oder zu schlucken und in jedem Fall zu ertrinken".

Tja.

Beruhigende Erkenntnis: von den TeilnehmerInnen kann keineR auch nur irgendetwas, was mit Kraulen zu tun hat. Alle haben gehustet und gespuckt und geprustet und gespritzt. Mein unerwarteter Vorteil gegenüber tatsächlich fast allen TeilnehmerInnen: ich habe Kondition, Armkraft und Körperspannung. Ich fand genau einen Aspekt anstrengend, nämlich den Daumen an die Hand drücken und keine Tanz- oder Turnhand zu machen, sondern ein angespanntes Schäufelchen. Alles andere, Beinschlag, die drei Stufen des Armschlags, die Körperspannung, war nullkommanull anstrengend. Ich fand auch das Wasser nicht kalt. Hat es sich also doch ausgezahlt, seit einem Jahr 4x die Woche in genau dem Becken 40 Bahnen zu schwimmen (und schon immer Sporarten zu machen, bei denen man Körperspannung braucht)

Was halt schon sehr anstrengend war, war alles andere. Nämlich: den Armschlag hinbekommen (vier Phasen, mir fehlt der Link zwischen zwei und drei) und dann halt das vermaledeite Atmen. Ziel ist: jeden dritten Armschlag zu atmen und zwar so, dass man sich zur Seite dreht, wie wenn man sich auf den Rücken drehen würde und nach seitlich hinten einatment. Ich drehe mich definitiv zu wenig weit und schaue auch vielleich zu wenig nach hinten, ich schöpfe immer mit einem Mundwinkel Wasser, das ich entweder schlucke oder einatme. Naja. 

Werde ich also in Zukunft zu meinen gemütlichen Brustschwimmrunden noch einige Bahnen Kraulübungen machen mit und ohne Poolboy. (Wäre schon schön gewesen, wenn mir das nicht so schwer fallen würde... naja.)

Ich hoffe mal, es wird bald besser.

Dann: heimradeln, spät im Dunkel auf der Terrasse mit den Jungs Ravioli mit Salbeibutter essen, eine Folge Silo schauen und lang genug wach bleiben, dass all das geschluckte Wasser wieder rauskommt.


Ein Jahr ist es übrigens her, dass wir L. nach Japan geschickt haben. Kommt mir, wie alles aus dem Sommer 2025 (was sagt es uns, dass ich gerade 2019 geschrieben habe?), schon soooooo viel länger her vor.

Wie gut, dass das alles so gut rauskam, er wieder da ist und der nächste Abflug in den Fernen Osten hoffentlich ohne Tränen ablaufen wird!

Montag, August 17, 2026

170826

 Heute morgen war ich eigentlich bereit, beim Radeln zur Arbeit schon vor dem Schwimmen nass zu werden, aber nix: der Regen hat sich erst bis neun und dann bis 10 betteln lassen....

Kühl war es auch noch nicht, dafür aber recht dunkel.

Schwimmen: super!!!! (Morgen geh ich morgens und abends schwimmen, und bevor Sie denken, ich wäre verrückt geworden: morgens meinen Kilometer und abends dann erster Kraulkurstermin, ich rechne nicht damit, dass das beim ersten Mal besonders anstrengend wird, eher koordinativ kompliziert und zum Mitdenken. Let's see,)

Dann: für einen Montag sehr volles Büro, ich muss aufpassen, den Kollegen mit deutschen Schulkindern, die in den Pfingstferien weg waren und jetzt halt sooooo lange auf ihren Sommerurlaub warten mussten und ganz offensiv leiden weil so lange keine Pause mehr, nicht ins Gesicht zu springen, weil: ich hatte das letzte Mal im Februar frei und gehe erst IN SECHS WOCHEN in die Ferien. Naja. (Wenn alle Einreichungen dieses Jahr durch sind muss ich echt nochmal ordentlich frei nehmen und nächstes Jahr anders planen)

Arbeit: Mix aus tricky, komplizierten Themen, mühsamer Kleinarbeit, operativer Organisation, die ich mir irgendwie habe aufdrücken lassen, weil die, deren Job es eigentlich gewesen wäre, einfach nein gesagt haben, einiges, was ich endlich delegieren muss respektive der einzig logischerweise zuständigen Person auftragen, freiwillig wird das nix mehr, und halt einen gesamten Dossierreview. Meine Güte. Und das Projekt von dem Podcaster (ich habe aufgegeben, der Typ hat die Aufmerksamkeitsspanne einer Stubenfliege, ich habe ihm ein und dasselbe jetzt schon 4 mal erklärt, für ihn ist es jedesmal neu und jetzt lädt er zu stundenlangen "please prioritize"-Meetings in den golden hours. Danke, aber nein danke.

Generell heute ein bisschen an der Lethargie und Arbeitsauffassung einiger KollegInnen verzweifelt. Wie kann ich zu einem seit Wochen terminierten Meeting kommen und nicht auf dem Stand der Dinge sein, das Team Eskalation planen lassen wegen Untätigkeit verschiedener anderer Funktionen, nur um dann 2h nach dem Meeting zu erklären: "Ich habe jetzt meine Emails von letzter Woche gelesen, ist alles anders und alles erledigt, tschaui" (und nein, letzte Woche war die Person NICHT im Urlaub...). 

Naja. 

Auf der anderen Seite gibt es auch Teams, in denen jedes einzelne Teammitglied weit über den eigenen Tellerrand hinausdenkt und alle mitziehen, das war dann ein versöhnlicher Abschluss.

Beim Heimradeln war eigentlich irgendwann mal kein Regen mehr angesagt, die ersten Spritzer trafen mich jedoch, als ich aus der Tiefgarage rausradelte, nach den ersten 500m prasselte es runter und ich radelte 11 der 13km direkt unter der Gewitterwolke. Es war immerhin nicht kalt, nur wie unter einer voll aufgedrehten Regendusche stehen (oder halt radeln) mit sehr grossen Tropfen (unangenehm war, wenn der Wind sie einem richtig mit Schmackes draufpfefferte. Irgendwann war die Strasse so nass, dass es von unten einfach in kontinuierlichem Strom bis zu den Knien hochspülte, zwischendrin fühlte es sich an wie rivercrossing in Island (also: so, wie ich mir das vorstelle).

Kurz vor daheim kam die Sonne raus und die Kinder sahen mich und Sansa, die ähnlich geduscht vor der Haustür auf Öffnung wartete etwas irritiert an:




Ich habe dann seit Monaten zum ersten Mal mit Freude warm geduscht und eine dreiviertellange Trainerhose angezogen. Nicht, dass es kalt wäre, aber mir war nach gemütlich.

Uff.

Sonntag, August 16, 2026

160826

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Mein lieber Q.,

so, wir können es nicht mehr schönreden, du bist einfach volljährig, egal wo (glaube ich). EINUNDZWANZIG!

Alles, alles Liebe zum Geburtstag! (Note to my previous self und vielleicht Kleinkindeltern: diesen Post schreibe ich um 10:15h, ich bin seit 2h auf, der Geburtstagstisch ist gedeckt, ich überlege, ob ich die buttercremegefüllten Cupcakes wieder in den Kühlschrank stellen soll, weil das Geburtstagskind noch tief und fest schläft. Ok, es ist Sonntag UND es sind Semesterferien und Feuerwehrübung war schon gestern. Irgendwann schlafen sie. Auch am Geburtstagsmorgen. Und ja, es kann ein bisschen dauern)

Es ist übrigens immer noch nicht der erste legofreie Geburtstag, not sure, ob das je passieren wird.

Das letzte Jahr war eine reine Freude zu beobachten: du hast das Studium begonnen und dich reingeworfen und es ist, als ob das für dich und du dafür gemacht wärst. Du hast Vorlesungen, Übungen, Praktika gerockt, für die Klausuren so unglaublich strukturiert gelernt, ich bin nachträglich neidisch geworden auf dieses Organisationstalent. Du hast Freunde gefunden, bist im Unikosmos zu Hause und einfach am richtigen Ort. Und ja, für Papi und mich ist das schon extrem speziell, das durch dich nochmal zu erleben, sooooo lang ist es ja noch nicht her, dass wir an diesem Punkt im Leben waren (doch, ist es, sehr, sehr lang)

Sonst: Feuerwehr: du hattest erste echte Einsätze, von brennendem Gartenbusch, Schwelbrand in einem Futtermittelsilo, Autounfall, Dachstuhlbrand, Grossbrand auf dem Schrottplatz, du hast dich in alle Spezialausbildungen eingeschrieben, die es gibt (Atemschutz, Maschinist, Absturzsicherung), du hast bei Sportchallenges teilgenommen (ich sage nur "Towerrun), es ist soweit, dass sich neue Kolleginnen bei der Arbeit (in Nachbarabteilungen!) so vorstellen: "Ich bin ausserdem bei der Feuerwehr in K, da arbeite ich zusammen mit Frau Brüllen's Sohn". 

Deinen Hyperfokus hast du, da bin ich gar nicht so traurig, von deiner Messerkollektion im letzten Jahr auf Lego umgewidmet (und nein, das ist nicht die Legobegeisterung, die wir von dir kennen, seit du mit drei deinen ersten Legokrankenwagen bekommen hast, hier geht es um Vintagefiguren von anderen Sammlern etc), das ist auch für unsere Besuche in diversen Notaufnahmen mit zerschnittenen Fingern besser. Habe noch nicht gesehen, dass man sich beim Legobauen notfallmässig verletzt.

Pfadis: du hast dein letztes Sommerlager als Stufenleiter beendet und bist jetzt mit einer Kollegin zusammen Abteilungsleiter. Ich denke mir, vielleicht ist es mit dem Pfadileiten so ein bisschen wie mit Chemikern und dem Labor: die meisten können sich nach Studium und Doktorarbeit nicht vorstellen, jemals NICHT mehr im Labor zu arbeiten und irgendwann ist es aber dann für die allermeisten doch mehr als ok, nicht mehr direkt die Finger drin zu haben. Ich denke, du wirst ein super AL sein, sehr klar und nicht einfach in Diskussionen :-). Bin gespannt, wie sich die Abteilung und Du dabei entwickeln werden.

Jetzt aber geniess erstmal noch deine Semesterferien, es freut mich so sehr, dass du "dank" der wegen Trockenheit abgesagten vielen Feuerwehranlässe doch noch mit deinen Buddies an die Nordsee fahren kannst!

So. Ich wäre jetzt bereit für Kuchen, was ist?!

Alles Liebe zum Geburstag, mein Grosser, ich bin sehr, sehr stolz auf dich und darauf, deine Mum sein zu dürfen!


Samstag, August 15, 2026

150826

 Was für ein verplanter Tag, meine Güte. 

Angefangen damit, dass ich gestern abend eingeschlafen bin mit Unsicherheit, ob L., der als vorletzter heimgekommen war, den Schlüssel an der Tür innen abgezogen hatte, damit Q., der als letzer heimkommen würde, reinkäme. Ich war aber so müde, dass ich eingeschlafen bin, bevor ich nachschauen gehen konnte.

Heute morgen dann um halb acht aufgewacht, Q.s Standort war bei uns daheim, also hat wohl alles geklappt. Kaffee machen, im Bett mit Kaffee und Internet und Buch wach werden, Bauchtraining, anziehen, schminken, um halb 10 war ich bereit, Semmeln zu holen und zu frühstücken. Ich wollte bei den Kindern nach Frühstückswünschen fragen und .... Q.s Bett war leer. Er war in keinem der Badezimmer, Handystandort sagte "Irgendwo im Wald". Okeee?! Ich schaute also auf die Kamera, sah um fünf vor acht auf einer der Aussenkameras Q.s Kollegen draussen gemütlich Semmel kauend warten, drinnen hetzte Q. in Feuerwehrklamotten, aber nicht Brandschutzkleidung, durchs Wohnzimmer. Also: irgendwas mit Feuerwehr, aber ohne Feuer?

Der Hübsche und ich machten also einen Umweg auf dem Weg zum Semmelnholen durch den Wald, immer Q.s Standort im Blick. Am Waldeingang stand der Mannschaftswagen, aber es war kein Sägen oder sonst irgendwas zu hören, auch kein Rauch. WIr liefen also ein bisschen weiter und hörten und sahen dann auf einmal Feuerwehrleute in Klettergurten und mit Seilen so im Wald rummachen und uns dämmerte, dass wir vermutlich überhört hatten, dass Q. uns bestimmt irgendwann mit all den vielen Feuerwehrübungen, die die nächsten Wochen anstehen, auch das Datum für die Absturzsicherungsübung heute mitgeteilt hat.

Was uns bei der Gelegenheit auffiel: der Wegweiser "Waldfriedhof" in Richtung ... Wald. Ich habe den vorher noch nie gesehen und war bereit, das als "was ganz neues" zu vermuten. Googeln sagte: seit 2019 kann man sich dort oben im Wald beerdigen lassen. (stand nicht dabei, ob am Stück oder nur als Urne, mit dem Auto darf man nicht rauffahren, ich würde vermuten, das bedeutet Urne). Man darf auch keinen Grabschmuck oder so anbringen, man kann sich einen Baum aussuchen und an den kommt dann eine Plakette. Das erklärt, warum wir dort oben im Wald an manchen Bäumen (halt dann doch) Engel und Schmuck gesehen haben und eher Voodoorituale, Todesfälle im Wald und/oder Kindergartenprojekte oder Pfadibasteleien vermuteten. 

Nachfrage bei Q. übrigens. "Ja, das heisst halt so, Treffpunkt heute war auch am Waldfriedhof, aber ich wusste nicht, dass da echt Gräber sind".

Nachfrage bei L. "Wir haben in der Schule am Waldtag und mit den Pfadis schon ganz oft Gräber oder was, was nach Gräbern aussieht, im Wald gefunden."

Ok, I guess.

Dann: es ist einfach so, so, so, so heiss (gestern offiziell 39 Grad, als wir gegen Mitternacht ins Bett sind, hatte es draussen immer noch über dreissig. Seit Tagen wird uns "in zwei Tagen" ein "Temperatursturz" auf knapp über oder vielleicht sogar unter dreissig Grad vorgegaukelt, ich glaube es erst, wenn es passiert.

Und so habe ich heute (auch auf Intervention des Hübschen, der mich kennt und weiss, dass ich mich mit Planänderungen und Abweichungen von der Routine schwer tue) nicht das Fahrrad zum Katzenfutterkaufen genommen, sondern den Hübschen und den Mini. Das war viel angenehmer (und auch wenn der Mini klein ist: es geht mehr in den Kofferraum als in die Fahrradtaschen und so muss ich nicht so bald wieder Futter holen gehen.).

Daheim dann: Häusliches, wie Wäsche, Wäsche, Wäsche, Geburtstagscupcakes backen (eine Herausforderung bei eben 38 Grad, die Buttercreme war ... eine sehr schmierige Angelegenheit. Hat nicht geholfen, dass mir die Schüssel samt Rührgerät auf den Boden gedonnert ist, als ich zeitgleich L. beim Umschichten von Cookies auf ein anderes Blech helfen wollte. Buttercreme zwischen den nackten Zehen ist gar nicht mal so ein schönes Gefühl.). Sommergeburtstage sind echt ungeschickt in der Hinsicht!

Überhaupt wurde viel gebacken: L. und Co buken Banaenbrot und die Schokocookies und ist ja auch schon egal bei der Hitze...

Eigentlich wollten der Hübsche und ich dann nochmal Rheinschwimmen gehen (es wird ja bald kalt! lol, as if), aber als ich dann soweit mit Geschenkeeinpacken und so fertig war, war es heiss UND zugegezogen, relativ spät und die Vorstellung, dann nach dem Baden im grenzwertig lauwarmen Rhein wieder durchs heisse Dorf zu laufen und dann nach oben zu radeln, also haben wir den Plan gecancelt und stattdessen...mehr Wäsche aufgehängt und den Teil mit dem alkoholischen Kaltgetränk vorgezogen.


Freitag, August 14, 2026

140826

 Hände hoch, Wochenende.

Das war eine richtig intensive Woche, anders kann man es nicht sagen! Ich war gestern abend todmüde, habe dann noch, damit heute der Haarschnitt gleich gut ausschaut und nicht doof mit zweifarbig, meine Haare gebleicht und getoned. (Note to self: 35g Strawberry, 15g Pearl Glaze, sah recht pfirsichfarben warm aus, in der Summe gibt es aber "cotton candy hair" :-)). 

Heute morgen dann wilde Wuschelhaare, weil ich mit Haarkur drin ins Bett bin, aber egal.

Frühmorgens aufgestanden, angefangen, das wegzuarbeiten, was wegen Management-Briefings liegengeblieben ist.

Kurz geschaut, ob L. aufgestanden ist (der hat sich einen Japanisch-Tutor auf Hokkaido aufgetan und 2x die Woche eine Privatstunde. Hat er auch im Pfadilager durchgezogen und jetzt halt die Stunden auf vor die Schule, nämlich um sechs Uhr morgens gelegt. Das ist mal commitment....), aber der war schon am Japanischreden.

Mit dem Hübschen eine kleine Spazierrunde gemacht (eine winzige, weil Jonny nur bei den Nachbarn ein paar Häuser weiter war), dann mit dem Rad zum Haareschneidenlassen gefahren. War gut, ist viel abgegangen und gefällt mir wie immer richtig gut (ich hatte zwischendrin eben, als ich für gestenr abend eigentlich keine Lust auf Färben hatte, überlegt, ob ich es einfach dunkel lasse und dann ist es kurz zweifarbig und das nächste oder übernächste Mal ist das weissblond weg oder ich mache doch eine Buzzcut, aber dann ist mir eingefallen, dass ich ja nochmal Blonidermaterial für ein bisschen Geld bestellt hatte und das muss halt auch erstmal aufgebraucht werden).

Dann: Heimradeln und ich hatte... tatsächlich keine Lust mehr ab der halben Strecke. Das waren halt doch 16km einfach, es war richtig, richtig heiss und es war eine anstrengende Woche.

Naja.

Daheim dann: Q. ist aufgestanden, der Hübsche machte sich auf den Weg, seine Uhr vom Service zu holen, es ging also noch ein bisschen mit Mittagessen (hatte auch noch das eine oder andere Call zu Sachen, die die Woche hintenübergekippt waren).

Irgendwann dann schnelle Pasta (mit rohen Cocktailtomaten, viel Basilikum, Olivenöl, KNoblauch, Salz, Pfeffer, Parmesan, bisschen Peperoncino, Balsamico), Einkaufsrunde (ich hatte so sehr keine Lust!!!!), dann noch Dokumentenreview (ich habe noch 2 Wochen Zeit, um insgesamt 93 Dokumente, das ist die gesamte cmc-Section für eine geplante IMA zu reviewen, vom Umfang sind das zwischen 1 und 140 Seiten pro Dokument. Das ist schon ... einiges, besonders, weil das on top zu meinem day2day Job dazukommt. 

Naja. Schon einiges gelernt dabei!

Letztes Call um halb fünf, dann ist diese Woche rum und another Geburtstagsweekend around the corner. Dieses Baby hier wird ... 21, yay!!!!

(Gestern wurde wegen Hitze und Trockenheit zum ersten Mal seit immer das Römerfest abgesagt. Es ist so trocken, dass es auch, falls es wirklich nächste Woche ein bisschen abkühlen sollte, halt immer noch set up for inferno wäre....)

Donnerstag, August 13, 2026

130826

Eclipse Sunset
Schön war das, gestern oben auf dem Hüge. Das ist eins der coolen Bilder, die der Hübsche mit der Kamera und Filtern und what not aufgenommen hat. Hat ein bisschen was von "Das Auge Saurons" und die Türme von Mordor oder so





In Island hätte man ja im Westen des Landes eine totale Sonnenfinsternis sehen können, wenn Island halt nicht Island wäre und es total bewölkt gewesen wäre und aus Kübeln geschüttet hätte. Icelandair verlost aber ein Ticket zur nächsten Total Eclipse in Island, 2169 dann.


Wir hatten bei uns noch recht viel Sonnenfinsternis mit 92% Verdunkelung, aber das war schon immer noch erstaunlich hell. Auf dem Hügel über dem Dorf war eine sehr nette Versammlung, man tauschte Essen, Getränke, Fototips, Bilder und Gossip, es ging ja auch eine Zeitlang

Ich hatte als Unterlage auf der knusprigen Wiese unser "Seifibosch-Handtuch" von 2020 mitgebracht (ganz unten)

Mit dem Handy wurde es dann auch gar nicht mal schlecht gegen Ende



Arbeitstag: holla, holla, holla, aber hier, Gemüsekorb: Tomaten, Petersilie, Basilikum, DOPPELTE MENGE EIER, Fenchel, Cocktailtomaten, Zucchini, Peperoncini, riesige runde Aubergine, Riesenzwiebel, noch eine Zucchini
A
Symbolbild Abend: grosses Governancemeeting, auf das heute mit so einer Anspannung gewartet wurde, dass ich das Gefühl hatte, man sähe den Turm von aussen vibrieren. Dafür war es dann (relativ erfreulich) unaufgeregt, kein voller Erfolg, das war aber zu erwarten, aber immerhin kein... Fight irgendeiner Art.


Jetzt muss ich (wenn die Haare gleich fertig hell sind) erstmal schlafen



Mittwoch, August 12, 2026

120826

 Trauriger Tag heute, ich habe es gestern mit Absicht nicht geschrieben, weil ich irgendwie gehofft hatte, es wäre nicht wahr, aber: einer der beiden superniedlichen kleinen Kater unserer Nachbarn wurde gestern überfahren. Ich hatte die Fundmeldung der Autobahn-Gesellschaft auf STMZ gestern schon gesehen incl Foto (nicht supergruselig), gesehen, dass es genau an dem einen Ort passiert ist, wo die Lärmschutzwand wegen Notfallausfahrt unterbrochen ist, wo ich schon bei unsere oft Sorgen hatte, dass sie aus doofen Gründen auf die Autobahn rennen. Ich habe dann Bilder der Fellzeichnung verglichen und es war schon eine sher grosse Ähnlichkeit... Heute morgen dann die Gewissheit: die Nachbarn vermissen ihren Kater :-( (nehme an, über den Chip lässt sich alles bestätigen). Am Abend vorher haben wir ihn und seinen Bruder abends noch getroffen und gestreichelt, die beiden sind/waren sooooo niedlich und freundlich und anhänglich (und offensichtlich hatten sie noch nie irgendwas schlechtes erlebt) es tut mir so leid, dass der Kleine da anscheinend nicht genug Angst vor fahrenden Autos hatte. Mann ey... (hätte nicht vermutet, dass mich das so sehr mitnimmt)

Sonst: Beim Radeln übers Kraftwerk ist es jetzt soweit: die Sonne ist noch niht aufgegangen, wenn ich da bin, man sieht aber immerhin noch, wo sie dann gleich hochkommt. Schwimmen: super, aber lang, ich glaube, ich habe mich total verzählt, war auch mehr als 40 Bahnen-kaputt hinterher.

Arbeit: joah, viel halt, morgen ist das grosse Governancemeeting, aber wir haben was ging vorgespurt.

Kleiner "Designworkshop" zur Ablenkung, Mittagessen mit jemand, darauf war ich jetzt auch nicht vorbereitet, der interessiert an meiner Rolle ist und, während ich mir noch dachte, "wie sag ich ihm, dass es noch ein bisschen mehr Erfahrung ausserhalb der Blase, in der er im Moment Experte ist, braucht?" fragt er: "Also, wenn ich zB sage: in 10 Jahren würde ich gerne da sein, wo du jetzt bist, was würdest du mir raten und was davon als erstes?" Und das ist schon krass, dass ich jetzt an einer Stelle bin, wo ein 10 Jahreplan, um aus einer SME Stelle dorthin zu kommen, ein realistischer Zeitrahmen ist...Sapnnend ist, dass ich diese Frage genauso (nur nicht mit dem 10 Jahrehorizont, hätte von mir aus schon schneller gehen dürfen) genau 10 Jahre vor meinem Wechsel in diese Rolle in einem Mentoring-Gespräch gestellt habe, den Rat befolgt und letztendlich ist es perfekt aufgegangen. Ich hatte dementsprechend auch ein paar Optionen, die ich als realistische"next steps" sehen würde (und von einer weiss ich, dass es demnächst eine neue Ausschreibung geben wird. Wie spannend!!!)

Abendprogramm: Sonnenfinsternis, wenistens ein bisschen. Ich hatte das gar nicht so auf dem Radar, nur dass es in den isländischen Westfjorden super zu sehen wäre, wenn es denn nicht wolkig und regnerisch wäre, und nachdem ja eh klar war, dass wir nicht da sein können würden, war es mir auch egal. Gestern hat K2 nach Sofibrillenquellenideen gefragt, naja, und wir werden heute also zumindest zeitlich passend auf einen Hügel steigen und mal schauen.

Dienstag, August 11, 2026

110826

 Heute den Tag schon mal damit gestartet, dass ich einfach mal eine halbe Stunde länger geschlafen habe, weil ich eh nicht schwimmen gehen konnte, weil Termin on site im Dorf UND ich halt endlich mal gut geschlafen habe heute.

Dann: ungewohnter Start eben daheim in bisschen gemütlicher, respektive halt ohne direkt aus dem Haus zu gehen, sondern mit mich daheim fertig machen.

Vor dem Meeting mit den Manufacturing Kollegen on site hatte ich noch ein Call mit meinem Chef im Auto und seinem Peer auch irgendwo, dann eine Stunde geplant und dann tatsächlich 2 in einer grossen Runde, F2F, alle dabei, mit Sachen zum Anschauen (nicht Anfassen, auf gar keinen Fall!), das war auf der einen Seite ein bisschen down memory lane, weil ich in verschiedenen Rollen in solchen Teams schon gesessen bin, auf der anderen Seite auch sehr cool, weil: ich verstehe, was all die einzelnen Leute zu tun haben, zum allein einen Punkt auf einer langen Taskliste abzuhaken. Schon auch gut, dass ich das nicht mehr selber machen muss :-)

Ich hatte dann heute vor dem Gehen daheim zwar noch mit dem Hübschen geredet, aber als ich tatsächlich wegmusste, hat er mich nicht mehr gehen gehört, und ich habe erst nach Stunden gesehen, dass er nach einem Kaffee vor meiner Reise nach Basel gefragt hatte. Und wie schön: das galt immer noch, auch wenn es schon kurz vor Mittagessen war. Also haben wir uns in der Cafeteria, die am nächsten zu seinem Büro liegt, auf einen sehr guten Kaffee getroffen (also: mein Cappuccino war gut, kann nicht sagen, wie sein Cafe Fredo war) und dann erst ins Büro geradelt. War interessant, mal untertags da lang zu fahren. Normalerweise fahre ich ja über das Kraftwerk morgens so zwischen viertel nach sechs und halb sieben, da sind ausser Fahrradpendlern keine Leute. Heute vormittag waren viele Leute, die da arbeiten und anscheinend muss man da standardmässig Schwimmwesten tragen (bitte nicht erklären, dass es sicher keine Schwimmwesten sind, sondern Floating Devices oder umgekehrt, das ist mir egal), was ja auch Sinn macht, bei all dem Wasser.

Sonst: sehr viele Kinder unterwegs auf der deutschen Seite, ist ja logisch: Ferien und halt nicht vor sieben.

Ich kam gerade rechtzeitig für noch ein paar Minuten im Schatten auf meine Mittagessenverabredung warten, wie immer ein sehr netter Austausch.

Der Nachmittag war dann sehr, sehr dicht, ich habe die Erkenntnisse von gestern und dem Vormittag für ein Briefing für meine Chefchefin zusammengefasst und das Meeting war dann wie erwartet schwierig und kein voller Erfolg (wobei das halt auch mit dem Projekt zusammenhängt, es war nicht zu erwarten, dass sie den Teamplänen voll und ganz zustimmt.). Aber: und das habe ich bisher noch bei niemandem auf ihrem Level erlebt: es war zwar schon ein bisschen emotional, weil halt alle mit Herzblut dabei sind, aber nie ad hominem, nie herablassend, nie, sagen wir es einfach, unfair. Ich bin dann mit einem klaren Auftrag rausgegangen und als wir uns später beim Abteilungsapero (niemand wusste übrigens, warum der stattfindet, es gab zwei Emojis, eine Sonne und ein, wie ich dachte, Huhn, das hat mich sehr verwundert, aber hey, was weiss ich, vielleicht gibt es ein Projekt mit Codename "Chicken "oder so. Ich habe unsere ganze Gruppe dazu gebracht, vom "Hühnerapero" zu reden und alle waren verwirrt, es war kein Huhn, sondern ein Cocktailglas und einfach ein "wir feiern den Sommer" (naja) Anlass) nochmal über den Weg sind, hat sie sich versichert, dass ich das alles nicht als persönliche Kritik genommen habe, sondern richtig verstanden habe und meine Güte, es ist ein bisschen traurig, dass das nicht die Norm ist, sondern mich echt berührt. Naaaaaaaja.

Sonst: leider wird das Projekt meine Grabewoche unmöglich machen, das nervt mich schon ein bisschen. Japan bleibt aber unverhandelbar, da mache ich keinen Schritt.

Heimradeln, dort sind alle zu Hause, es gibt einen schnellen Salat und dann schauen wie die vorletzte Folge "House of the dragons" gemeinsam. 

Ich bin immerhin nicht soooo müde wie gestern, das ist doch mal was. Morgen wieder schwimmen, mein Rücken mochte das nicht schwimmen und bei der Arbeit dann keinen ergonomischen Sitzplatz, sondern ohne Witz nur einen auf einer harten Holzbank mit ohne Lehne finden, schon gar nicht.

Montag, August 10, 2026

100826

 Langsam nervt es mich schon mit den anstrengenden Träumen, das ist NICHT erholsam. Ich meine: ich entspanne mich am Wochenende, ich mache coole Sachen, denke an andere Dinge und weiss, dass ich das alles eh nicht allein lösen kann und nicht allein retten muss. Und da hilft es nicht, wenn ich dann die ganze Nacht nur Alpträume habe. Immerhin keine mit lebensbedrohenden, unglaublich grusligen Situationen, sondern halt emotional anstrengenden oder halt einfach nur mühsamen, nirgends hinführenden Themen. Ich wache mehrfach die Nacht auf, bin total müde und mental erschöpft und muss mich erstmal zurechtfinden, ob das jetzt tatsächlich passiert ist oder nicht und dann wieder in den Schlaf finden, und dann geht das nächste Geschiss los, wie nervig ist das?!

Tja nun.

Schöner Teil aber war: Jonny hat nach Monaten nur draussen schlafen gestern mal wieder bei mir im Bett geschlafen und fand es so, so, so schön, er hat laut geschnurrt und die Decke getretelt und nein, nicht deswegen habe ich schlecht geschlafen.

Heute morgen dann: radeln bei angenehmen Temperaturen und zum Sonnenaufgang. Im heute neu wieder aufgemachten Firmenschwimmbad war noch relativ wenig los, ich hatte 3/4 der Zeit eine ganze Bahn für mich allein. Ich kann auch noch bis 40 statt bis 20 zählen und meine Güte, bis auf die frische Luft und die Sonne ist es halt schon so viel schöner, wenn man in sauberen Umkleiden drinnen!!!, einer sauberen Dusche, die nicht nach Schimmel riecht, in einem Becken, das glitzernd aus Edelstahl ist und nicht aus kratzigem Beton mit lauter Brüchen und Unmengen Algen. Und danach sich einfach in der Umkleide zu schminken und ins Büro rüberzugehen, anstatt nochmal 3km zu radeln, ist schon auch sehr cool. Nächstes Jahr im Sommer dann wieder draussen, bis dahin geniesse ich den Luxus drinnnen.

Ich war dementsprechend auch wieder vor acht im Büro, aber nicht nur deswegen war es menschenleer, man merkt, dass in BaWü Ferien sind (aber all die mit Schweizer Kindern müssten doch wieder da sein?!)

Arbeit war einfach wild, ich hatte einerseits lauter Kleinkram, den ich wegschaffen wollte, damit erledigt und damit er nicht zu Grosskram mutiert über Zeit, und dann halt das Riesending in Sachen neues Produkt. Das wird eine intensive Woche und naja. Wir haben dann am Abend noch 2h "please prioritize" Meeting dazu gemacht und sind als Team ok mit dem Plan, aber das müssen wir jetzt noch durchs Managementapproval bekommen (es gibt aber halt auch keine wirklichen Alternativen, deswegen nehme ich das jetzt einfach alles sportlich. Mal sehen, ob ich Ihnen irgendwann erzähle, bei welchem Produkt es am Anfang diesen Hickup gab und was wir dagegen gemacht haben und wie dann hoffentlich doch noch alles gut wurde. Also hoffentlich)

Ich bin auf dem Heimweg noch sehr in Gedanken (fahren wie gegen einen warmen Föhn), auch da tut mir das Radeln gut, um das halt abszuschalten und aus dem Kopf zu bekommen, daheim ist nur noch bleierne Müdigkeit übrig.

L. kommt zurück vom ersten Schultag (soweit alles ok), Q. hat AL Hoch der Pfadis (die demnächst geplante Heissausbildung bei der Feuerwehr fällt schon wieder aus, weil jetzt nicht nur zu heiss, sondern auch zu trocken).

Der Hübsche ist wegen Muttersorgen gedrückter Stimmung, wir sind alle sehr platt. Dementsprechend besonders schön: noch eine gemeinsame Folge "House of the dragons", bevor es ins Bett geht


Sonntag, August 09, 2026

090826

 Gestern abend sind der Hübsche und ich beide anscheinend nochmal aufgewacht, weil auf dem Weg vor dem Haus tränenreich telefoniert wurde (ich kriege die Story nicht mehr zusammen, es war ein sehr trauriges, wütendes Mädchen, keine Ahnung, ob related zum Sugotag, der da imho schon lang abgeschlossen war. Erinnert sich btw noch jemand an Tamara und die anderen Dramen, die wir nur via einseitiger Telefonate mitbekommen haben? Ich finde sie nicht mehr auf dem Blog, aber ok, ist ja auch egal). EDIT: Das hier wars, die "Verfickte Schissbitch"

War aber nicht so spannend, dass wir richtig wach geworden wären. Beide hatten wir mühsame Träume, wir haben einiges zu verarbeiten, was halt im echten Leben anstrengend ist, aber da wäre es halt schon cool, wenn man einfach SCHLAFEN könnte.

Aber dann: Kaffee im Bett, Frühstück mit den Jungs auf der Terrasse, Erzählungen aus dem Pfadilager (ADHS Medikation respektive deren nicht Mitgabe ins Lager scheint ein echt anstrengendes Thema zu sein), Morgenfolge "House of the dragons", weiter Waschen und Räumen, es fallen ein paar Tropfen Regen, ich sportle eine ordentliche Einheit oben, weil es gerade eher regnerisch aussieht, ich backe den ersten Zwetschgendatschi der Saison und dann ist auch schon Zeit für Tacos, das Standard-Lager-ist-zu-Ende-Essen und damit sind die Sommerferien beendet. Uff.

Morgen dann für mich der Start in eine spannende Arbeitswoche, let's see, wie wir das neue Produkt durch das letzte Governancemeeting vor der Einreichung schaukeln....

(Sonst: auf Mastodon festgestellt, dass es die Leute, die es auf Twitter gab, die so unglaublich nervig trollten, auch dort gibt. Deutlich weniger (für mich wahrgenommen), ich lasse mich auch nicht (lange) auf Diskussionen ein, block und gut. Meine Güte...)

Samstag, August 08, 2026

080826

 Heute ein dringend benötigter Restday. Hitze und Arbeit haben dazu geführt, dass ich diese Woche abends so, so, so müde war und zwar mit dem Hübschen meist noch eine Folge geschaut habe ("Sugar" und "Lucky", beides wäre vermutlich nicht schlecht, für mich war es relativ nice Berieselung, beim Sugar-Finale hatte ich das Gefühl, ein, zwei Folgen vorher evtl verpasst zu haben, aber dem Hübschen ging es genauso, vielleicht haben also die Produzenten einfach den Stoff ungleich verteilt und dann irgendwann gemerkt, ups, doch nur noch eine Folge übrig, egal, wir machen jetzt fertig.), aber dann gg halb 12 nach nur wenigen Seiten im Buch ein fach komatös gern auch bei voller Festbeleuchtung eingeschlafen bin.

Heute also der Plan: ausschlafen, so lange wie geht, dann im Bett Kaffee, evtl Baden gehen, sich auf die Jungs freuen, fertig.

"So lange wie geht" war nicht sooooo lang, wir hätten schon ahnen können, was passiert, als gestern abend spät noch ein ausgerechnet tomatenroter Pickup in den eigentlich für Autos gesperrten Weg, in dem wir wohnen, fuhr und vor ein paar Häuser weiter hielt. Heute morgen ab etwa halb acht ging dort der alljährliche Sugo-Einkochtag los, neu mit Musik. Bin mir nicht sicher aus einer sehr kräftigen Boombox oder evtl sogar ein Liveunterhalter, oder ob die Crowd mittlerweile so gross ist, dass es einen Korrdinator mit Megaphon braucht. (Dort kommen zig Leute zusammen und pürieren den ganzen Tag über... ich schätze mal, eine Tonne Tomaten, die auf Stapeln auf mehreren Europaletten angeliefert werden. Was sonst noch reinkommt, ob es ein Rezept gibt, ob gekocht wird, wo die Tomaten alle herkommen, keine Ahnung. Es ist immer Halligalli dort und normalerweise rede ich mir ein, dass ich das eigentlich ganz nett und erfrischend in der doch etwas bünzligen Siedlung hier finde, aber heute.... mit keinem Urlaub, mit einem Schlafdefizit aus der Hölle, mit nur Träumen, in denen ich Arbeitsprobleme gewälzt oder in anderweitige Problemträume projiziert habe (zB Heimfahrt mit dem Rad und auf einmal ist die ganze Strasse voller Glassscherben und ich kann nicht mehr bremsen oder ausweichen), nach monatelanger Hitzewelle, ist morgens um halb acht, wo die Temperatur mit offenem Fenster endlich mal erträglich ist und ich noch nicht den Drang fühle, aus dem Bett zu springen, der Bünzli doch erstaunlich stark in mir, wenn in Villa Riva schon zu italienischen Schlagern die flotte Lotte bedient wird.

Trotzdem (bei zuem Fenster) trotzig bis neun weitergeschlafen, dann Kaffee getrunken (zu 90er Disko Mucke), auf der Terrasse gefrühstückt, geklärt, wann die Kinder heimkommen (Abtreten 16:15h, aber dann noch Pizzaessen im Pfadihaus, rechnet nicht mit uns), Häusliches aka Wäschewaschen und auf und abhängen, ins Schwimmbad radeln

Hintergrund: der Sprungturm ist an einem abgegrenzten Teil des Rheins. Tja.


und verwundert sein, wie wenig los ist. Am Montag geht die Schule los, es sollten eigentlich die meisten aus den Ferien zurück sein, aber es war ... leer. Der Hübsche vermutet: die Leute haben einfach genug von der Hitze und vom Sommer und vielleicht stimmt das. Wir waren am frühen Nachmittag und trotzdem wäre eine von drei zum Schwimmen abgeleinten Bahnen ganz frei gewesen..... Ich war aber so erschöpft und platt, dass ich, obwohl ich Brille und Kopfhörer dabei hatte, keinen Kilometer geschwommen bin und mich nur zu 30% wie einecht faluer Sack fühle. Wir haben gelesen, haben geplanscht, ein, zwei Bahnen im abgeschrankten Rheinbecken geschwommen, total überwürzte aka perfekte Schimmbadpommes verspeist, noch ein längeres Stück im Rhein geschwommen, heimgeradelt, mehr Wäsche gewaschen, geduscht, ich mir die Zehennägel von pink auf blau umlackiert, einen Sarti Spritz auf der Terrasse getrunken, Q. schon am Pfadihaus getroffen (auch Pfadileiter sind Menschen und haben die Kinder nach insg 3 Wochen auf dem Lagerplatz bei drölfzigtausend Grad auch satt).

Ich werde uns jetzt die Zucchini, Catalogna und Stangensellerie mit Feta in eine Tarte verwandeln und dann schauen wir mal, wann die Jungs kommen und Waschmaschine und Dusche erstmal on heavy duty sein werden.

Freitag, August 07, 2026

070826

 Uff. Uff. Uff. Hände hoch, Wochenende!

Heute nacht um vier erstmal aufgewacht, weil die vor dem Schlafengehen verdrückte halbe Wassermelone wieder rauswollte. Der Hübsche dachte, ich würde schon aufstehen und wunderte sich nichtmal. Ok, ich nehme das hin.

Um halb sechs bin ich dann aufgestanden, habe das Haus durchgelüftet, bei Frühstück und frischer Luft angefangen zu arbeiten. Den frühen Morgen genutzt, einerseits Sachen in Ruhe zu erledigen, die nötig sind, aber bisher vor lauter Firefighting untergegangen sind (bisher war dafür ja mehr oder weniger der ganze Freitag da, aktuell ist der in gesamter Länge als "Platz für urgent emergency meetings" benötigt, weil halt. Mit zwei Teamkollegen parallel gechattet, die eine in Kalifornien (sie hat mir auf meine Email postwendend geantwortet, ich habe sie virtuell ins Bett beordert), der andere frisch zurück von ein paar Wochen notfallmässig Japan und es trifft schon zu, was unser Chef gestern geschrieben hat, als er das Teammeeting abgesagt hat: "Seeing your busy schedules, I assume, you all can use an extra hour --> where is this famous summer slow-down?". Wir sind alle am Anschlag.

Dabei aber guter Dinge, das ist auch irgendwie schön.

Am Vormittag dann, sobald offen, mit dem Hübschen den Wocheneinkauf erledigen gegangen (mal sehen, ob es reicht, die Kinder kommen ja beide zurück und es wird wieder mehr gegessen werden). Wie verrückt eigentlich, dass die Sommerferien jetzt vorbei sind, kam mir echt sooooo kurz vor (ok, hatte ja auch keine Ferien).

Eierdiebsituation: habe das beim Hof gemeldet, nicht mal, um Ersatz zu bekommen, sondern um wenigstens was gesagt zu haben, für den Fall, dass das jetzt einreisst. Aber: ich kriege ErsatzEIER, entweder auf einem Markt meiner Wahl abholbar oder nächste Woche im Korb. Ich spiele Risiko und nehme Korb, mal sehen, ob mir nächste Woche zwei Schachteln EIER geklaut werden.

Mittagessen zwischen Meetings geschoben: richtig gute Tomaten mit Mozzarella, Basilikum, frischem Brot und dem letzten Baba Ghanoush.

Ich habe es tatsächlich bei allem Drama auch noch geschafft, mit dem Hübschen eine schnelle Runde draussen im Schatten zu drehen, alles gut.

(Sehr, sehr genervt von den Bauchkrämpfen und Rückenschmerzen, mein Körper läuft heute auf Ibu und viel Eiskaffee mit Mineralwasser)

Habe ich es erwähnt? Die Creamieisbar war ein voller Erfolg, es gab keine Reste, was ein bisschen schade ist, ich hätte gern was von Cookie & Cream und Mint Chocolate Chip gehabt, der Hübsche fand Himbeer Sauerrahm am besten, also friere ich jetzt gleich noch ein paar Container ein, der Rest wird mit Kaffee gefüllt.

Jetzt: WOCHENENDE und ich mach genau gar nix (as if).

Morgen abend kommen die Jungs heim, "aber wir essen noch gemeinsam im Leitungsteam", also sind sie richtig erst am Sonntag da. Zeit wirds, ich vermisse die zwei Lackel!!!

Donnerstag, August 06, 2026

060826

Krasser Tag heute: letztes Mal Frühschwimmen draussen, ab Montag geht es wieder ins Hallenbad bei der Arbeit.
Dann: so, so, so dichter Arbeitstag. Mein neues Projekt hat nächste Woche ein wichtiges Governancemeeting und wir kommen mit massiven technischen Problemen da rein und müssen jetzt vorab das Upper Management briefen, damit sie a) die Tragweite verstehen, b)nicht versuchen, das Problem technisch zu lösen, dafür haben wir unsere SME-Teams, sondern entweder c) unsere Empfehlung mittragen und uns unterstützen bei der riskmitigation und dem Aushalten des Fallouts, wenn die Risiken sich materialisieren oder d) eine andere Entscheidung treffen und dann aber auch mit dem Fallout leben. (Einer der Leute, die ich heute gebrieft habe meinte "Ok, so this is your ... 3rd week on the program? Baptizing with fire directly? You seem to ... enjoy it, is that possible?" und hell, yeah, aber gut, das kann man auch nur Leuten sagen, die das verstehen. Ausserdem ist es die 4. Woche, glaube ich)
Dann: Detailgefutzel mit dem grossen Portfolioprojekt, es geht da jetzt an den Systemlock und ich habe das Gefühl, last minute wollen da alle nochmal Quatsch reinsliden und wir sind da das letzte Mal kurz vorher schon bei was eingeknickt, respektive unser Chef hat ein Commitment gegeben, das er nicht ganz einschätzen konnte und naja, das reparieren wir jetzt und sowas darf uns nicht nochmal passieren.
Dann: der Podcaster hat meine Rolle immer noch nicht verstanden und ich habe keine Lust, ihm meinen Job und den Setup nochmal zu erklären. Ich habe das schon 1h gemacht, ihm all unsere Dokumente und Playbook und Raci und what not geschickt, jetzt tut er so, als hätten wir darüber noch nie gesprochen.... Jetzt, wo ich immer seine Podcast snippets vor Augen habe, finde ich das alles nicht mehr so dringend, er hat ja auch Zeit, parallel noch ein paar Folgen rauszuhauen, dann konzentriere ich mich halt auf das, was wirklich wichtig ist.
Bis ich loskam, war es schon sieben und ich denke manchmal an die Wunschlistenfrage zurück, was sich in meiner Arbeitsweise / zeit geändert hat, seitdem ich nicht mehr stemple. Es hat, da bin ich mir sicher, genau gar nichts damit zu tun, dass ich nicht mehr stemple, sondern mit dem "neuen" Job. Ich arbeite deutlich mehr als vorher, deutlich mehr in Präsenz und deutlich länger. Das wäre auc ohne den neuen Job passiert, nur wäre da das Überstundenkonto halt irgendwann explodiert, weil abfeiern wäre auch nicht wirklich drin gewesen, vermutlich. Naja. 
Daheim essen nur der Hübsche und ich einen grossen Salat aus dem Gemüsekorb, weil L. ja noch im Lager ist und Q. heute wieder hingefahren ist, um beim Abbauen zu helfen.
Jetzt bin ich müde, noch einmal schnell duschen, dann Feierabend

Paprika, Catalogna, Sellerie, 2x Salat, Cocktailtomaten, Gurken, Schnittlauch, Tomaten, Basilikum, Karotten, Knoblauch, Zucchini
UND KEINE EIER!! (als ich heute um kurz vor sieben am Depot ankam, waren zwar noch ein paar Körbe da incl meinem blauen, aber die Tüte mit den Eierschachteln war leer und das nervt mich gewaltig, es liegt immer eine Namensliste drin der Eierbesteller, so viele sind das nicht und man weiss doch, ob man Eier hat oder nicht und wieviele....) Naja.

 

Mittwoch, August 05, 2026

050826

You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"). 

Heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.

Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:
  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung, ohne Geschwurbel)
  • verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.

Also.

Letzte Ferienwoche ist es hier zumindest für das eine Kind, das noch zur Schule geht, das Uni-Kind hat noch länger frei und der Hübsche und ich hatten ja gar nicht frei.

Weckerläuten im immer Dunkleren um halb sechs, Frühstück Honigbrot und Milchkaffee, Katzenründchen ergibt: Sansa ist eh da, Jonny hat bei den Nachbarn auf der Terrasse geschlafen und freut sich auf Frühstück daheim.

Sieht so aus, als ob diese Woche noch Radeln bei dramatischem Sonnenaufgang wäre, ab nächster Woche dann eher wieder Zeit für die Reflektorweste (die Jacke kann ich bei den Temperaturen noch nicht anziehen).


Vorletztes Mal draussenschwimmen dieses Mal: mit kurze Sonnenglitzermomenten, sonst blieb es bedeckt. Vorherrschendes Thema der Frühschwimmercrew: die Hitzewelle und der Klimawandel (Tenor: we deserve it aber schad is scho)

Irgendwie heute früher dran gewesen als sonst und skurrilerweise genau in den Kollegen reingelaufen, an den ich grad gedacht hatte (letzte Arbeitsaktivität gestern abend war ein Chataustausch mit ihm), wir waren uns einig, dass wir in einem seltsamen Projekt gelandet sind. Gossip gelernt: der (externe) Projektlead ist Pharmapodcaster (ich hab nachgeschaut: so was wie Sendung mit der Maus für GMP), ich wusste nicht, dass es sowas überhaupt gibt und dass jemand freiwillig zugibt, das zu machen, und dass wir so jemanden anstellen anstatt ... aber egal

Dann: gemischter Tag, ich habe gerade das Gefühl, meinen Job genau so zu machen, wie er gedacht ist (und das ist ziemlich grossartig, weil: der Job ist als richtig, richtig cooler gedacht und es ist nicht ganz einfach, immer die Balance zu finden, das auch so zu leben). Ich mag meine Microconnections in unserer Gruppe auch total gern, mein Frauenteam in dem grossen Prestigeprojekt; das so Schwestern-Vibes hat, meinen SM-Kollegen, den ich ja eh seit 15 Jahren kenne und schätze und wir zwei waren erst so ein bisschen die Outsider in dem erst LM-fokussierten Team, aber jetzt mit all den neuen SM-Blockbusterkandidaten dreht sich der Wind. Passt sehr gut, dass wir zwei ähnlich ticken und eben zusammenarbeiten und -halten und keiner dem anderen irgendwas wegnimmt oder nicht gönnt ("Es gibt genug Probleme für alle")

Wir müssen nicht mal über "Noch ein Ründchen?" nach dem Mittagessen reden, es ist klar, dass es "Kaffee Togo UND Ründchen" gibt, wir müssen uns nur einigen, ob den guten Kaffee mit der langen Schlange oder den okayen mit ohne Schlange (immer zweiteres) und wer zahlt (abwechselnd). Me likey.

Dann: heimradeln im heissen Fön, dem Hübschen einen fast GMP konformen Batchrecord für den Creami-Einsatz morgen schreiben, Extras dispensieren, 


dann noch schnelle Ravioli mit Salbeibutter, ich habe Bauchkrämpfe (meine Güte, ich wäre wirklich bereit für Menopause, stattdessen merke ich mit abnehmender Hormonabgabe der Mirena, wie regelmässig mein Zyklus noch ist,  was ein scheiss, und Hunger)

Sonst: Weiss nicht, ob Sie es mitbekommen haben: in Basel gab es einen Legionellenausbruch mit ca 25 Erkrankten und bisher einem Todesfall. Das Ganze konnte auf Wasserkühltürme auf einem Geschäftshaus in Kleinbasel eingegrenzt werden. In der PRessekonferenz gestern wurde mehr oder weniger gefeiert, dass man das so schnell rausgefunden hätte und jetzt abgestellt hätte. In der Presse wurde der Kanton gebasht, dass er verpasst hätte, solche Kühltürme meldepflichtig zu machen, was aber überhaupt nicht erwähnt wurde, ist: es gibt gesetzliche Regeln und Normen für den Betrieb solcher Kühltürme und da ist eine regelmässige Beprobung und Testung solcher Kühltürme verpflichtend vorgeschrieben. Das wurde in dem Fall definitiv nicht gemacht, damit hat man den Anstieg verpasst und auch keine Massnahmen einleiten können (abgesehen davon, dass man auch vorab Massnahmen ergreifen kann, um das Legionellenwachstum zu verhindern). Und deswegen sind jetzt 25 Menschen schwer krank und eine Person tot. Das ist ... nicht akzeptabel. Heute wurde dann ein Strafverfahren eingeleitet und ich bin mal gespannt, was dabei rauskommt. (Und: wie cool, dass ich an einem Ort arbeite, wo man binnen weniger Minuten Hintergrundinfos zu solchen Kühltürmen und wie das bei uns alles umgesetzt und implementiert ist, bekommt.)

Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Mr. Linky damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen.

Dienstag, August 04, 2026

040826

 Ich bin so, so, so, so durch mit dem Kackwetter, ehrlich! Gestern Abend noch grosses Wetterdrama, kohlrabenschwarzer Himmel, gelbes Licht, Sturmböen, die unsere Sonnensegel so rumrissen, dass ich mir nicht sicher war, ob das Haus abheben würde, also haben wir sie mühevoll abgehängt und an der Terrasse / Balkon fixiert. Dann: fielen etwa fünfeinhalb riesengrosse Regentropfen, es blitzte wild und dann war es auch schon fertig.

Nachtschlaf: immerhin gut, die dünne Musselindecke ist genau das richtige im Moment.

Schwimmen: das Schwimmbecken ist tatsächlich kälter als der Rhein gestern, ich war auch erstaunlich schlapp dafür, dass erst Dienstag ist. Hm. Aber ich hab dann doch den Kilometer voll gemacht, weil die Anflüge an Unterzucker nicht mehr wurden.


Kleidung: ich hatte heute so "Sporty Spice"-Vibes, mit dem engen Tanktop und der weiten Hose mit Trainerhosenanklängen (das läuft unter "Parachute Pants" und ist aus einem dünnen Webstoff, der alles, nur nicht raschelfrei ist. "Raschelfrei" habe ich übrigens beim Schlafsackkaufen für die Kinder kennengelernt als Qualitätskriterium bei Hajk und sofort nachvollziehen können. Lustigerweise war der erste Schlafsack, den wir als raschelfrei gekauft haben, der rascheligste, den wir jemals hatten.), aber mei, es ist so heiss, ich habe das Gefühl, die eh schon extrem lockere Kleiderordnung bei uns wird total aufgegeben.

Der Tag war ein Mix aus konzentrierter Arbeit, Diskussionen auf dem Flur, Managen von Befindlichkeiten (MEINE GÜTE, ich hab echt keine Nerven mehr, Anfragen an Nachbarabteilungen an deren interne Animositäten untereinander anzupassen), Mittagessen mit meiner Truppe aus selbsterarbeiteten und geerbten und über 17 Ecken Kollegen, die skurrilerweise jetzt alle in meinem neuen Produktteam sind, kein Ründchen, weil es einfach so unglaublich heiss ist.

Am Nachmittag mache ich mich dann doch auf die paar Schritte durch den Park und schaue mich im Tinguely-Museumsshop nach einem neuen Wickelfisch um, nachdem mein schöner mit "Kleinbasel"-Aufdruck und den zwei Türmen drauf so undicht ist, dass das Handtuch und das T-Shirt das letzte Mal nass waren... Ich entscheide mich für aufgesetzten Optimismus und der Aufschrift "Prima, super" in Jean Tinguelys Handschrift (auch, nachdem der Hübsche in Videoschalte auf Lautsprecher im mucksmäuschenstillen Museumsladen beim anderen der limited Edition 2026 gefragt hat, ob da eine Landmine drauf wäre)




Den Nachmittag / Abend über jagt eine Unwetterwarnung die nächste, es passiert aber genau gar nichts und ich radle in staubiger Hitze nach Hause. Erst dort fallen ein paar Tropfen, aber nicht ansatzweise genug zum Abkühlen.

Wir essen Salat, Brot, Mozzarella/ Tomate auf der Terrasse und schnaufen schwer.

Wann Winter?

Montag, August 03, 2026

030826

 Heute stand ja Notstromtest etc auf dem Plan auf dem Werksareal, ich hatte also beschlossen, von daheim zu arbeiten, anstatt auf Abruf irgendwann im Lauf des Vormittags doch noch auf das Areal zu radeln und dort evtl nix zu essen zu kriegen und wer weiss? Damit kam ich aber auch nicht am Schwimmbad vorbei und besonders mit der Aussicht, dass ich eh nur noch die Woche draussen schwimmen kann (ausser ich gewöhne mich an noch ein neues Schwimmbad UND radle 4km weiter jeden Tag... hm), war das schon sehr schade. Und so habe ich gestern abend den Entschluss gefasst, heute dann halt hier vor Ort im Rhein zu schwimmen. Als mein Wecker um halb sechs läutete, war es schon noch sehr dunkel draussen. Ich habe kurz gegoogelt nach Sonnenaufgangzeit (6:08h) und bin dann um zwanzig nach sechs koffeiniert und behonigbrotet mit dem Rad ins Dorf gefahren. Rad geparkt, zum Ruderclub gelaufen, dort Kleider, Schuhe und Brille ausgezogen und in den Wickelfisch gepackt und ins Wasser gehüpft. Ich hatte mir überlegt, stromaufwärts zu schwimmen und mal zu schauen, wie gut das so geht. Wenn nicht so, könnte ich schon an der Schiffanlegestelle aussteigen, wenn ok, dann erst am Fähranleger. Es war tatsächlich mehr Strömung, als ich vom stromabwärts treiben gedacht hätte, ging aber trotzdem gut voran. Was ich ein bisschen gruslig fand: ich hatte meine Schwimmbrille an und war bereit, halt mit Kopf unter Wasser zu schwimmen. Aber: der Rhein ist trüb, man sieht genau gar nix. D.h. immer nur beim Atmen Sicht, und dann wieder nix, das war mir schon ein bisschen unheimlich. Noch unheimlicher wurde es, als ich dann doch etwas sah, nämlich sehr grosse, dunkle, schwimmende Schatten und no, thanks, ich weiss lieber nicht, was unter mir an grossen Fischen rumschwimmt. Also: Kopf oben gelassen, geht für einmal auch. Ich bin dann bis zum Fähranleger raufgeschwommen und habe mich dann wieder zum Schiffsanleger runtertreiben lassen, bin rausgeklettert, habe T-Shirt und Shorts drübergezogen, bin zum Rad gelaufen und heimgeradelt.





Dort Duschen, Anziehen, Schminken.

Das tat schon gut, aber das Wasser war halt wärmer als im Schwimmbad....

Dann habe ich mit dem Hübschen noch ein bisschen auf der Terrasse gearbeitet, Jonny leistete uns Gesellschaft. Das erste Meeting (heute um 11) machte ich noch von dort, aber das war schon nur noch grenzwertig aushaltbar.... Zu dem Zeitpunkt hatte ich dann schon die ersten 2L Früchte/Minz-Eistee hintergekübelt..




So sehr ich es schön fand, mit dem entspannten Jonny auf der Terrasse zu sitzen, mein Hirn und mein Kreislauf machten einfach nicht mehr mit und ich zog unters Dach ins klimatisierte Schlafzimmer.

Zum MIttagessen gab es für mich die Reste vom gestrigen Abendessen (vegi-gefüllte Zucchini, ich hatte da nach dem ersten und einzigen Versucht mit Hello Fresh --> nie wieder, nur langweiliges Essen, unglaublich viel Müll und einfach irrwitzig teuer, und nach dem Kündigen haben die mich über Monate über Handy und Festnetz gestalkt, ob ich nicht doch nochmal bestellen möchte, da lange Jahre eine massive Abneigung, weil niemand ausser mir da die beknackten Zucchini essen wollte. Aber: dieses Rezept, halt mit Vegihack und mit TOmatensosse aus dem Handgelenk aus frischen Tomaten hat allen sehr gut geschmeckt!), dann ein Nachmittag voller Meetings, uff.

Der Hübsche hat sich fürs Büro für eine Eisbar aus dem Creami entschieden, also habe ich 4 Dosen eingefroren (Mintchocolatechip in türkis, der Mann wollte ohne Farbstoff, aber sorry, das geht gar nicht!, Cookie & Cream, Himbeersauerrahm und Vegane Vanille), er kriegt noch eine Anleitung, was nun genau in welcher Reihenfolge mit welchem Töpfchen passieren muss, mal sehen, ob das alles klappt oder ob am Ende alles lecker, aber graulila ist :-)