Montag, August 17, 2026

170826

 Heute morgen war ich eigentlich bereit, beim Radeln zur Arbeit schon vor dem Schwimmen nass zu werden, aber nix: der Regen hat sich erst bis neun und dann bis 10 betteln lassen....

Kühl war es auch noch nicht, dafür aber recht dunkel.

Schwimmen: super!!!! (Morgen geh ich morgens und abends schwimmen, und bevor Sie denken, ich wäre verrückt geworden: morgens meinen Kilometer und abends dann erster Kraulkurstermin, ich rechne nicht damit, dass das beim ersten Mal besonders anstrengend wird, eher koordinativ kompliziert und zum Mitdenken. Let's see,)

Dann: für einen Montag sehr volles Büro, ich muss aufpassen, den Kollegen mit deutschen Schulkindern, die in den Pfingstferien weg waren und jetzt halt sooooo lange auf ihren Sommerurlaub warten mussten und ganz offensiv leiden weil so lange keine Pause mehr, nicht ins Gesicht zu springen, weil: ich hatte das letzte Mal im Februar frei und gehe erst IN SECHS WOCHEN in die Ferien. Naja. (Wenn alle Einreichungen dieses Jahr durch sind muss ich echt nochmal ordentlich frei nehmen und nächstes Jahr anders planen)

Arbeit: Mix aus tricky, komplizierten Themen, mühsamer Kleinarbeit, operativer Organisation, die ich mir irgendwie habe aufdrücken lassen, weil die, deren Job es eigentlich gewesen wäre, einfach nein gesagt haben, einiges, was ich endlich delegieren muss respektive der einzig logischerweise zuständigen Person auftragen, freiwillig wird das nix mehr, und halt einen gesamten Dossierreview. Meine Güte. Und das Projekt von dem Podcaster (ich habe aufgegeben, der Typ hat die Aufmerksamkeitsspanne einer Stubenfliege, ich habe ihm ein und dasselbe jetzt schon 4 mal erklärt, für ihn ist es jedesmal neu und jetzt lädt er zu stundenlangen "please prioritize"-Meetings in den golden hours. Danke, aber nein danke.

Generell heute ein bisschen an der Lethargie und Arbeitsauffassung einiger KollegInnen verzweifelt. Wie kann ich zu einem seit Wochen terminierten Meeting kommen und nicht auf dem Stand der Dinge sein, das Team Eskalation planen lassen wegen Untätigkeit verschiedener anderer Funktionen, nur um dann 2h nach dem Meeting zu erklären: "Ich habe jetzt meine Emails von letzter Woche gelesen, ist alles anders und alles erledigt, tschaui" (und nein, letzte Woche war die Person NICHT im Urlaub...). 

Naja. 

Auf der anderen Seite gibt es auch Teams, in denen jedes einzelne Teammitglied weit über den eigenen Tellerrand hinausdenkt und alle mitziehen, das war dann ein versöhnlicher Abschluss.

Beim Heimradeln war eigentlich irgendwann mal kein Regen mehr angesagt, die ersten Spritzer trafen mich jedoch, als ich aus der Tiefgarage rausradelte, nach den ersten 500m prasselte es runter und ich radelte 11 der 13km direkt unter der Gewitterwolke. Es war immerhin nicht kalt, nur wie unter einer voll aufgedrehten Regendusche stehen (oder halt radeln) mit sehr grossen Tropfen (unangenehm war, wenn der Wind sie einem richtig mit Schmackes draufpfefferte. Irgendwann war die Strasse so nass, dass es von unten einfach in kontinuierlichem Strom bis zu den Knien hochspülte, zwischendrin fühlte es sich an wie rivercrossing in Island (also: so, wie ich mir das vorstelle).

Kurz vor daheim kam die Sonne raus und die Kinder sahen mich und Sansa, die ähnlich geduscht vor der Haustür auf Öffnung wartete etwas irritiert an:




Ich habe dann seit Monaten zum ersten Mal mit Freude warm geduscht und eine dreiviertellange Trainerhose angezogen. Nicht, dass es kalt wäre, aber mir war nach gemütlich.

Uff.

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