Mittwoch, September 15, 2021

150921 Müde

 Aufgewacht zu Regen.

L. fuhr in einer Regenpause mit dem Rad zur Schule, er hatte sich überzeugen lassen, wenn schon keine Regenhose, dann doch eine trockene Austauschhose mitzunehmen. Hat er nicht gebraucht, Wasser auf die "Boah, Mamiiiiiii"-Mühlen. Oder eben kein Wasser.

Frühsport, schminken mit unter anderem den Sachen aus dem lange unterwegsen Paket von gestern. Das Powderblush hat mehr Wumms als gedacht und ich deshalb den ganzen Tag ein fröhliches, aufgeregtes Leuchten im Gesicht.

Dann: Townhall der Ober-Ober-Oberchefin, Es gab vorab viele Gerüchte, jetzt ist die Katze aus dem Sack, was die Änderungen von oben angeht (ich habe den Ausdruck "lift & shift" neu gelernt), wir haben morgen das Townhall der Ebene eins weiter unten, mal sehen, ob es für uns Änderungen gibt, die heute noch nicht erwähnt wurden.

Sonstige Neuigkeiten: ab Montag Zertifikatspflicht im Büro für die, die ihren Job auch von daheim machen könnten. Alles andere bleibt gleich (Masken, Abstand, Tralala), es ist also eine Zusatzmassnahme. Finde ich gut.

Mittagessen mit L. dann mit ihm schnell schauen, was noch ansteht (er hat morgen zwei, vielleicht drei Tests) an Hausaufgaben und Lernen. 

Während ich unser Teammeeting leite, duscht er und macht Mathehausaufgaben.

Im Anschluss habe ich eine Stunde Meetingpause und unterstütze mit ein paar Tipps in Geometrie und frage Länder, Haupstädte und Sprachen auf Englisch ab. Manche hätte ich auf Deutsch nicht gewusst (Hauptstadt/Landessprache von Grönland? Wales? KANADA?).

Dann noch anderthalb Stunden Meetings (grad mal dem brasilianischen Kollegen, der in Kanada lebt, von meinen Erkenntnissen berichten, bisschen über den Erdkundestoff im Bayern der 80er fachsimpeln --> Die Gründung von Brasilia!), dann Feierabend.

Wäschezusammenlegen, mit den Kindern schwatzen, mit dem Hübschen abklatschen, der nur kurz heimkommt, bevor er zum Gymnasiumselternabend verschwindet.



Katzenründchen durch den leichten Nieselregen, Essen machen, Sachen packen für vielleicht morgen mit dem Rad zur Arbeit fahren. Oder nicht. (und die Impfpässe der Kinder zum Kopieren für die nächsten PFadilager ---> Zertifikatspflicht mitnehmen).

Duschen, Kleider rauslegen, auf den Hübschen warten. Rapüh.

Gegessen:

letztes Stück Apfelkuchen

Salat mit Bratkäse

Tortellini mit Käsesosse überbacken und Salat


Gelesen: "Stadt der grossen Träume"

Gesehen: "Greys Anatomy"


Dienstag, September 14, 2021

140921: 17 Jahre "Gut gebrüllt"

Aufgestanden wie immer, Kinder aus dem Haus geschickt, fast vergessen, Q. (KAYAKTAG! Heute im Rhein.und ja, vermutlich sagt man "auf", aber es war auch schon "im" anstatt im Kanal, das ist so grossartig!) Lunch parat zu machen, deshalb hat err dann ein richtig heiss aufgebackenes Minipagnol mitbekommen.

Dann auf den Crosstrainer gesprungen, ich musste heute rechtzeitig fertig und geduscht und geschminkt sein, weil noch vor Eintreffen der Putzhilfe  ich schon geschniegelt und gestriegelt in einem Meeting auftauchen musste. (An sich habe ich ja keine Mühe mit Morgenmeetings, gern auch schon vor halb acht), aber wenn ich abends bis ewig in Meetings hänge, kommt der Sport halt vornedran und ich bin noch nicht so weit, dass ich ungeschminkt in Meetings gehe :-).

Mittlerweile ist Dienstag ja (sobald die Putzhilfe weg ist), mein einziger ganz alleine Homeofficetag (Mittwoch kommt L. mittags heim, Donnerstag plane ich jetzt ja regelmässig ins Büro zu gehen), das zelebriere ich fast so ein bisschen mit total schlechtem Benehmen wie Seriegucken beim Mittagessen und so :-). Hat natürlich dazu geführt, dass ich mich an der ersten Kürbissuppe des Jahresso überfressen, dass mir ein bisschen schlecht war und ich entweder eine Runde hätte schlafen müssen (untertags überhaupt keine gute Idee, weil ich dann total schlecht gelaunt bin) oder halt todmüde einmal um den Block latschen. Bei Traumwetter natürlich keine Frage, das hat richtig gut getan und der back-to-back-Meetingnachmittag und ABEND war viel besser durchzuhalten.

Alles in allem ein sehr interessanter und toller Arbeitstag,nur halt echt lang. (Und die Pommesdüfte, die ab halb sieben durchs Haus ziehen, weil sich die Kinder selber was geholt haben, bevor Hausaufgaben gemacht werden (L) oder zu Pfadihock verschwunden wird (Q), machen es nicht leichter, sich mit hohlem Bauch auf das letzte Meeting des Tages zu konzentrieren.

Zwischendrin habe ich noch ein sehr lang erwartetes Paket aus USA in Empfang genommen, ich war da zwischendrin mittelnervös, weil in der/dem/das Shipment Tracking, wie sagt man (Mann,meine Leertaste klemmt), Sendungsverfolgung hiess, das Zielland wäre Australien. War es dann doch nicht und ich freue mich sehr, dass alles heil angekommen ist.

Gegessen:

Apfelkuchen

Kürbissuppe

noch mehr Kürbissuppe


Gesehen: Greys Anatomy

Gelesen: "Stadt der grossen Träume"

Sonst:

Das Blog hat Geburtstag. Ich glaube, heute oder gestern. Seit 17 Jahren schreibe ich hier, 6895 Posts, seit Jahren einigen Jahren mit ohne Kommentaren für den Seelenfrieden, ich habe grossartige Menschen kennen gelernt und getroffen, ich habe in menschliche Abgründe geblickt und sehr hässliche Seiten von Menschen gesehen. 

Alles in allem ist es aber so, dass ich es unglaublich gern mag und die Erfahrung nicht missen möchte und naja, deshalb auch einfach nicht aufhören werde.

Die Kaltmamsell bloggt ein Jahr länger und hat das passenderweise heute aufgeschrieben und die abschliessenden Worte treffen es halt schon perfekt:

Ich genieße seine Irrelevanz immer noch als Freiheit und tippe hartnäckig in diese völlig egale Ecke des Internets, damit es wenigstens einen kleinen Garten in den unendlichen Weiten des Webs gibt, in dem die Utopie des „Everybody has a voice“ weiterlebt. Auch wenn die tägliche Bloggerei leicht zwanghafte Züge hat. Dank allen, die hier mitlesen, die sich beteiligen. 


 

Montag, September 13, 2021

130921 Fertig ausgeruht

 Ich muss gestehen, ich fand es gar nicht sooooo unangenehm, dass letzte Woche der Grossteil der US- und kanadischen Kollegen freigenommen hatte, das hat meinen Workload schon ziemlich reduziert. Jetzt sind sie alle wieder da (und ich bin prompt in ein Fettnäpfchen getappt, weil "I had to evacuate my parents due to the wildfire at Tahoe" ist natürlich nicht die Antwort, mit der man, also ich, auf "Und, schöne Ferien gehabt?!" erwartet.) und voller Tatendrang und haben alle volle Inboxen. Und ich muss wieder lernen, damit umzugehen, dass anstatt weniger zu werden, die Aufgabe gegen Abend hin immer mehr werden und es illusorisch ist, mit leerer ToDo-Liste in den Feierabend zu gehen.

Aber:läuft, alles gut.

Mit Q. habe ich vor dem letzten Abendmeeting noch ein Katzenründchen aka Spaziergang ums QUartier gemacht, das war schon schön, auch wenn Jonny uns halt bisfast daheim rufen und rascheln liess und dann auf einmal aus dem Gebüsch sprang.

Sansa hat heute Viktor, die Schulbohne vom Fensterbrett geworfen, ich denke, das hat einen grösseren Einfluss auf Viktors Gedeihen als das Giessen mit Sprudelwasser.

L. ist ziemlich geknickt, er hat einen Test versemmelt (vor allem, weil er die Ankündigung nicht als solche verstand und das ein Test war, der nicht Verständnis, sondern Auswendiggelerntes abfragte), ausserdem hat er diese Woche insgesamt 5 Tests und das ist schon mal eine Hausnummer.

Das ist wirklich was, was ich dem Schweizer Schulsystem bei aller Durchlässigkeit und Tralala ankreide: diese Larifari-Primarschulzeit über 6 Jahre alle Leistungsstufen zusammen, was dazu führt, dass mit dem hier gelebten Verständnis von Inklusion (die endet übrigens auch nach der Primarschulzeit) sich der Anspruch an den Schwächsten orientiert und naja, wer mehr machen will, kann ja mehr machen. Oder Malen. Oder Lesen. Oder Nix. Und dann wird nach der 6. Klasse nach Potential aufgeteilt und von null auf nix müssen die Kinder auf volle Leistung hochdrehen, ohne dass sie das Lernen überhaupt gelernt haben. OK, unsere Vergleichsgrösse ist EINE Primarschule in EINEM Kanton, eine ssehr limitierte Anzahl an Lehrpersonen, zwei Kinder, denen die Primarschulzeit sehr, sehr leicht gefallen ist. Also: statistisch natürlich null relevant, das weiss ich auch. Ich habe aber noch die Aussage einer Lehrperson im Kopf, die meinte: "Das Ziel ist, dass die Kinder nach der sechsten Klasse eine DIN-A4-Seite Text schreiben können, den man halbwegs lesen und verstehen kann. Und das schaffen nicht alle." Und ab Tag eins in der 7. Klasse sollen sie auf einmal in kurzer Zeit Unmengen Stoff verarbeiten können, nachdem das Hirn einen signifikanten Teil der letzten Jahre halt gemalt hat. Oder gelesen, oder nix gemacht.

Naja, es hat bei Q. geklappt (da ist es wunderbar zu sehen, wie wissbegierig Teenager sein können und wie enthusiastisch für neue Themen und neue Bereiche und DAS LERNEN! Der Wechsel aufs Gymnasium war mehr oder weniger reibungslos), es wird auch bei L. klappen, aber dieses harte Auftreffen auf dem Boden der Realität müsste halt echt nicht sein, wenn man die Hirne der Kinder, die mehr können und wollen, als einen halbwegs verständlichen Text hinzukriegen, nicht brachliegen lassen würde.

Naja. Rant zu Ende, wir sind ja jetzt fertig mit Primarschule. Und ich vermute, in einem halben Jahr allerspätestens flutscht das.

Gegessen:

Apfelkuchen

Salat mit Bratkäse und gebratenen Steinpilzen

Montagspizza


Gesehen: "Greys Anatomy"

Gelesen: "Stadt der grossen Träume" 

Sonntag, September 12, 2021

120921 Ausschlafem Apfelkuche, a-Deklination

 Heute morgen, als Jonny um 5:20 hungrig war, war ich sehr, sehr sauer auf michselber, dass ich am Vorabend erst gegen eins ins Bett bin, wo doch der Wecker um sechs läutet. Was war das für eine Freude, als mir klar wurde, dass es ja NOCH einen Tag Wochenende gibt!

Der Hübsche hatte sich zum Frühstück heute nach langer Abstinenz mal wieder Bacon besorgt (also nicht nur für sich, aber ich mag das tatsächlich nicht), L. hatte sich gestern abend für heute Pancakes gewünscht und ich hatte wie immer frischen Hefezopf gebacken, wir waren also mehr als üppig versorgt.

War aber auch eine gute Grundlage, es gab nämlich noch einiges zu erledigen: Q. hat Franz-Voki-Test nächste Woche, L. hat insgesamt 4 Tests (Geschichte, Deutsch, Mathe und Medien und Informatik) und die Woche drauf Lateintest, also: jede Menge zum angucken, Lernen und abfragen.

Ich habe zwischendrin noch einen Apfelkuchen für die Nachmittagsverabredung mit einer Freundin und Kollegin fertiggebacken, und mich dann mit L. mit Latein befasst. Ich finde das sehr spannend: ich habe Latein ja als erste Fremdsprache gelernt und alle Fremdsprachen danach so wie Latein. Sehr rational, grammattikbasiert. Die Kinder haben nun seit der dritten Klasse Englisch, seit der 5. (oder 6.?) Französisch und L. jetzt eben Latein neu dazu. Englisch und Französisch haben sie ganz anders als wir gelernt. Der Englischlehrer meinte mal, sein Ziel wäre, dass die Kinder am Ende des ersten Jahres "Airport-English" könnten, also, falls sie auf einem internationalen Flughafen verloren gehen, nicht nur heulen, sondern sich verständlich machen. Das (und Youtube und alle Filme seit Jahren nur im Original) hat dazu geführt, dass die beiden zumindest Englisch sehr locker und frei sprechen, viel angstfreier als ich nach der Schule. Latein hingegen .... ok, es gibt keinen BEdarf für Airpor-Latein und auch heute lernt man Latein noch sehr systematisch. Mein humanistisch gebildetes Herz juchzt bei der Erklärung der verschiedenen Konjugationen, beim Konstruieren von Wörtern, L. .... denkt sich (hoffentlich noch): "Hä?!"

Dann: Apfelkuchen, Vanilleeis, Ratschen auf der Terrasse, etwas, was die letzten 18 Monate viel zu kurz kam.

Zwischendrin kam eine Reservierungsbestätigung für ein Restaurant in Island, das wird alles sehr toll.

Jetzt: schnell Abendessen machen, morgen ist nun wirklich MONTAG!

Samstag, September 11, 2021

110921 20 Jahre

 Ich glaube, ich habe das noch nie aufgeschrieben, aber natürlich weiss ich, wo ich am 11. September vor 20 Jahren war.

Der Hübsche und ich haben Doktorarbeit gemacht und waren dementsprechend in der Uni im Chemiebau. Ich erinnere mich, dass ich auf dem Weg von der Bibliothek über den Snackautomaten zurück ins Labor war (damals habe war ein Tütchen Erdnuss-M&Ms  und eine Cola light mein Snack für immer).

Ich durchquerte also die Halle und hörte zwei andere argumentieren: "Wenn ich der Pilot wäre und jemand würde sowas von mir verlangen, dann würde ich das Flugzeug direkt abstürzen lassen." und "Ich glaube nicht, dass man das so einfach macht." und dachte: "Aha, mhm, irgendein Film oder Computerspiel". Auf dem Weg zurück ins Labor habe ich irgendwie mitbekommen, dass etwas ganz krasses passiert und wir sind zu unseren Freunden vom Nachbarlehrstuhl, die IM Labor einen Computer hatten, nicht wie wir, wo es hiess, die würden da kaputt gehen und deshalb im Computerraum versammelt waren, ins Labor gelaufen und haben (man muss bedenken: 2001, da war nix mit Smartphone, Youtube, Fernsehen online etc). Irgendwer rief: "n-TV.de" und dann drängten wir uns vor dem kleinen Bildschirm und sahen sprachlos zu, wie das zweite Flugzeug in den Turm flog, wie die Türme einstürzten. Irgendwann fuhren wir nach Hause, schalteten dort den Fernseher ein und schauten Stunden und Stunden im Wechsel Peter Klöppel undSteffen Seibert zu, wie sie versuchten, die Fassung zu bewahren. Enya kann ich seitdem nicht mehr ertragen.

Heute haben wir mit den Kindern die Tagesschaubilder dazu angeschaut und L. hatte das tatsächlich noch nie bewusst gesehen und hat fast geweint.

Freitag, September 10, 2021

100921 Woche geschafft

 Heute nacht habe ich geträumt, dass Sansa ein ganz schuppiges entzündetes Ohr hat. Hat sie nicht, sie hat einen (unentzündeten) Kratzer am Hals, Jonny hat einen (auch unentzündeten, aber haarlosen) Schmiss am Ohr. (wer hat meine Babies gehauen?!). War Gottseidank alles ok. Auch sonst ist niemand verschorft, ich habe es überprüft (ist ja zwischendrin mal ok, würde ich sagen).

Bisschen skurriler Arbeitstag, weil ich einerseits professionell mit dem verlorenen Machtkampf umgehen möchte, andererseits auch null einsehe, nachzugeben, weil das echt keinen Sinn macht, und naja, ich kriege es einfach nicht hin, das jetzt schönzureden. (ich werde vermutlich vor allem sicher stellen, dass die andere Seite jemals freiwillig mit mir in irgendeiner Art und Weise Kontakt aufnimmt oder interagieren möchte und das ist ja auch schon mal was). Meine passiv aggressive Art von Dienst nach Vorschrift ist vermutlich immer noch schneller und korrekter als der Arbeitsstil von vielen anderen, aber Hauptsache, ich weiss, wie es gemeint ist :-).

Sonst: Es regnet nach langen Wochen mal wieder, Sansa hat direkt einen fast nur Drinnentag eingelegt, Jonny kam rechtzeitig zur Pizza klatschnass vom Tennisplatz nach Hause.

Sonst: alle froh über Wochenende, eine Pizza ging so in die Hose, dass wir mogenmal wieder den Ofen pyrolisieren müssen (und mein rechter Arm an drei Stellen schmerzhaft verbrannt ist).

Fürs WE haben wir eine spontane Apfelkucheneinladung ausgesprochen, ausserdem gibt es Pfadikantonaltag, lernen für deutschmathegeschichtemedienundinformatik. Puh.

Wird schon. Morgen erstmal ein bisschen ausschlafen.

Gegessen:

Honigtoast

Spaghetti Aglio & Olio

Freitagspizza


Gelesen: "9 perfect strangers" aus

Gesehen: vorgestern schon "clickbait" fertig. Das kann man gut anschauen, es ist eine Miniserie, es geht um einen Familienvater, der entführt und in einem Video zur Schau gestellt wird / des Missbrauchs von Frauen angeklagt wird. Es sind nur 8(?) Folgen, jede aus der Perspektive einer anderen beteiligten Person erzählt, es ist nichts so wie es scheint und durchaus überraschend und spannend. Ich lag bis zum vorletzten Verdächtigen richtig :-). Gestern angefangen: "9 perfect Strangers". Mal sehen, Serie nach Buch ist ja immer bisschen schwierig, aber das Buch ist eher leichte Kost, da nehme ich "Adaptation for Screenplay" nicht so übel wie bei "Little fires everywhere". 

Donnerstag, September 09, 2021

090921 Mixed feelings

 Heute war ich mal wieder im Büro-Büro und es war ... spannend.




Ich habe mich sehr gefreut, meine Kollegen zu sehen (es bildet sich langsam ein Muster heraus, wer wann kommt und das ist schon schön). Ich habe erstaunlich viel erledigt bekommen, und noch dazu echt viel Sozialinteraktion gehabt. Nicht immer nur aus schönen Gründen, aber gerade für die nicht so schönen war es um so wichtiger, vor Ort zu sein. Puh. (Schön: mit dem Lieblingskollegen aus dem alten Job Mittagessen gewesen und geredet und geredet und zugehört und überhaupt war das sehr toll. 

Dann war IT-Tag: Mein Computer hat verlernt, sich ins Followme-Print-System einzuloggen, ich habe 10 Minuten versucht, selber die Lösung zu finden, nicht geschafft, Ticket eröffnet und 10 Minuten später hatte sich ein Servicedesk-Mitarbeiter in meinen Computer eingeloggt, zwei Sachen geklickt, schneller, also ich gucken konnte und ich kann wieder drucken. Ich kann es aber nicht selber einstellen, offensichtlich hat man im Helpdesk keine Zeit für chinesische Sprichwörter und anderen Leuten Fischen beizubringen.

Weil ich grad schon so drin war, habe ich noch die Migration des Sharepoint-Drives für das Team, dessen Leitung ich ja als Jöbli übernommen habe, und das ich vorletzte Woche mühsam "entorphaned habe, auf GoogleShared drive initiiert. Das haben die 3 Teamleads vor mir einfach nicht gemacht und naja, schade! (auch deswegen bin ich mir 100% sicher, dass ich die genau richtige für dieses Jöbli bin, weil da tatsächlich mein Herz dranhängt und ich es perfekt machen möchte.)

Ansonsten: leider einen Machtkampf verloren. Das ärgert mich sehr, erstens aus Prinzip, zweitens, weil eine Kackladung blöde Arbeit auf mich zukommt, drittens, weil die timelines dafür jetzt sehr knapp sind, weil wir ja 2 Wochen gestritten haben, wer es machen muss, viertens, weil ich mir so unglaublich sicher war, recht zu haben, dass ich mich .... naja, schon ganz schön weit aus dem Fenster gelehnt habe. Ich habe mit der Antwortmail auf "Yay, super, bis wann bist du fertig, es ist voll dringend" mal bis morgen gewartet, weil heute krieg ich nichts anderes als "Von wegen super, keine Ahnung, ich hab das noch nie gemacht, möchte es auch nicht und habe keine Zeit und keine Ahnung." hin und das wäre sehr unprofessionell.

Auf dem Heimweg (mit dem Rad, heute war es Traumwetter dafür, einfach richtig toll!) noch beim Fressnapf vorbeigefahren und anderthalb Radltaschen voll Katzenfutter mitgenommen.

Ausserdem: Schnelltesttermine für uns drei Grosse für Island ausgemacht. Island verlangt aktuell auch von geimpften Einreisenden einen max 72h alten Schnelltest. So komme ich am allerletzten Tag, wo es die noch kostenlos gibt, zu meinem allerersten nicht von mir selber durchgeführten Coronatest.

Und: den Umzug unserer Konten von der aktuellen Bankfiliale irgendwo am Stadtrand von Basel in die niegelnagelneu Filiale, die auf dem aktuell ja total runderneuerten Hauptareal eröffnet hat, initiiert. Ausserdem mal wieder ein Gespräch mit unserem dann neuen Bankmensch abgemacht, wir machen jetzt all das, was wir schon ewig machen wollten, wie mal wieder über Geldanlagen reden, Konten für die Kinder eröffnen, tralala.

Daheim mit L. Latein gelernt, Wäsche zusammengelegt, Flammkuchen gebacken, zwei Katzenspaziergängchen gemacht, jemand neuen auf Jonnys Bank kennengelernt, in die Badewanne gelegt, schlafen gegangen.


Jonny, der unser Bett empört verlässt, wenn wir nur falsch an der Bettdecke ziehen oder in seine Richtung atmen, hat die ganze Nacht bei L. geschlafen. Als ich noch einmal kurz reingeschaut habe, lagen sie so da:




Mittwoch, September 08, 2021

080921 Reisefieber

Heute hat Jonny die ganze Nacht an meinen Füssen geschlafen, das war schon sehr süss. (Ausserdem habe ich zweimal geträumt, es wäre gleich Wecker, aber es war einmal erst vier und einmal zwanzig nach fünf, das war auch ganz schön).

Sonst: unsere Morgenroutinen rütteln sich noch zurecht, während Q. ja schon gewohnt ist, was es bedeutet, mit dem ÖV zur Schule zu fahren, muss sich L. noch ein bisschen von "Wenn es schnell gehen muss, 3min Schulweg" auf "Wenn der Bus weg ist, ist er weg" umstellen (wobei das hier perfekt angebunden ist, es gibt zu den relevanten Zeiten im Paarminutentakt 4 Busse, die er nehmen könnte und wenn er den letzten verpassen würde, würde es mit dem Rad immer noch knapp reichen), das ist noch kein Selbstläufer. Oder zumindest nicht so, dass daheim der vereinbarte Minimalstandard an Ordnung hinterlassen wird. Aber gut, wird alles, ist ja neu für ihn.

Weil er heute ein bisschen später Schule hatte, habe ich nicht direkt nach dem Frühstück mein Sportprogramm absolviert, sondern erst noch in Sportklamotten, ungeschminkt und alles mit Bademantel drüber, weil es morgens noch frisch ist, gearbeitet, bis er sicher im Bus sass. Das hat sich prompt gerächt und ich hatte nach 30 Minuten einen solchen Unterzucker, dass ich fast vom Crosstrainer gekippt wäre. Beeindruckend!

Sonst so: den Morgen allein vor mich hin gearbeitet (über US- und russische Requirements gelernt, einiges wegerledigt gekriegt), dann festgestellt, dass es ein spätes Mittagessen wird, weil L. ja statt mit dem Rad mit dem Bus gefahren ist und mittwochs schon um 12 aushat. Genau da fährt nur ein Bus und zwar recht spät, weswegen Mittwoch eigtl fixer Radtag ist. Wir sind alle ein bisschen aus der Übung.

Nach dem Mittagessen haben wir ein bisschen geschaut, was für Tests anstehen (4 nächste Woche, das ist schon eine ganz andere Hausnummer als in den letzten drei Jahren), Mathe, Geschichte, Deutsch und Medien und Informatik. Alles wunderbar im Online-Kalender eingetragen, die iPad Klasse ist wirklich toll.

Dann: Teammeeting, weiterarbeiten und dann kurz sehr grosse Aufregung: ich habe einen Kollegen als Chair beim monatlichen Portfoliomeeting vertreten, das er immer so grossartig managed. Allein deswegen war ich nervös und hatte recht viel Zeit in die Vorbereitung gesteckt. Und dann ging der Google MeetLink nicht. Und noch unbefriedigender: es ging bei manchen, bei anderen nicht, dann doch, und wenn man oft genug auf alle verfügbaren Schaltflächen geklickt hat, ging es irgendwann. Naja. Das Meeting lief dann aber ganz gut, dank der perfektesten Übergabe, die ich je erlebt habe.

Das war das. Danach habe ich dann für uns 4 eine private Schnorcheltour in Silfra gebucht. Da schnorchelt (oder taucht, aber der Hübsche und ich sind seit 18 Jahren nicht mehr getaucht und die Kinder noch nie) man zwischen den Kontinentalplatten von Europa und Amerika, es ist 2-3Grad kalt und angeblich das klarste Wasser der Welt. Endlich sind alle alt genug (und nicht zu alt) für solche gemeinsamen Aktivitäten! Alles ist online erledigt, ich habe den Parkplatz und die Umgebung ein bisschen mit Google Streetview abgefahren und musste fast weinen, weil ich mich so da drauf freue. Meine Güte, wie dringend muss ich hier raus! (Reisenplanen und Vorfreude ist fast so wichtig wie die Reise selber. Deshalb funktioniert last minute oder spontan bei mir auch nicht :-). Diesmal stelle ich den Jungs sogar eine Präsentation zusammen, in der alle Aktivitäten und Tagesabläufe mit Bildern und Links und Tralalala gesammelt sind, weil halt.)

Sonst: es war mal wieder Bundesratspressekonferenz: ab bald mal gilt in der Schweiz Zertifikatspflicht fast überall (entspricht dem deutschen 3G, spannend wird, wie sich das entwickelt, wenn die Tests, mit denen man ein Kurzzeitzertifikat bekommt, ab 1. Oktober nicht mehr gratis sind), es wird Zeit. Ach ja: und es soll für Ungeimpfte neue Einreiseregeln für in die Schweiz geben, das ist mir aber wurscht, genau wie wo ich das Zertifikat jetzt genau brauche, weil: ich habs ja.

Morgen fahre ich mal wieder ins Büro, ich habe ja knallhart das Ziel, meine Überstunden abzubauen :-).

So, jetzt Abendessenmachen, die Jungs haben Hunger, einmal 10/10 und einmal 7/10, ich bin gespannt, ob etwas für den Hübschen nach dem Sport übrig bleibt. 

Dienstag, September 07, 2021

070921 Geht doch

 Nicht von den Katzen geweckt worden, das ist doch mal was Schönes!

Nach dem Frühstück Sportprogramm (wer hätte das gedacht, dass ich mal Morgensportlerin werden würde? Aber was solls, anders komme ich nicht von meinen Überstunden weg), dann Duschen, fertigmachen, Arbeiten, mit der Putzhilfe durchs Haus Zimmer tauschen. (Auf dem Tisch standen übrigens die Hochzeitstagsblumen von gestern, daneben die Biopraktikums-Bohne "Viktor" von L, die er mit Sprudelwasser giesst, und ... eine 100CHF Geschenkkarte vom Migros in Geschenkkartenverpackung, die wir aus hier zu weit führenden Gründen von unserer Krankenkasse bekommen haben, das ist aber auf der Karte nicht ersichtlich. Als ich runter kam, waren Blumenvase, Supermarktgeschenkkarte und Bio-Bohne sehr geschmackvoll arrangiert und die Putzhilfe wollte wissen, ob ich denn Geburtstag gehabt hatte. Ich sagte: "Nein, Hochzeitstag" und ich glaube, sie denkt jetzt, ich hätte zu den Blumen total geschmack- und liebevoll eine unbeschriftete Geschenkkarte für einen Supermarkt von meinem Mann bekommen. Und eine Bohne. Naja.)




Sehr skurriles Meeting mit Kollegen in China. Ich werde die Logik hinter den chinesischen Registrierungsvorschriften wohl nie verstehen. 

Mit einer Kollegin aus Kanada ein Schreiben für Bahrain aufgesetzt (praktischerweise: ich habe die Daten und Justifications rausgesucht und bereitgestellt, sie hat den Brief fertig gemacht, ich muss nur noch unterschreiben), die Zeiten, wo ich nur Länder mit I im Portfolio hatte, sind lang vorbei.

Dann, es war ja Labor-Day-Wochenende in USA und auch in Kanada und sehr, sehr viele Kollegen haben ein echt verlängertes Wochenende genommen, den ansonsten nahezu meetingfreien Tag genutzt, um ein lang schon fast fertiges, noch auf letzte Updates wartendes Dokument fertig zu machen, weil die Daten jetzt da sind, und in die grosse Review-Runde schicken. Das war in meinem Kopf immer mehr geworden und dann tatsächlich keine grosse Sache.

Dann, ganz verrückt, um halb vier schon den Arbeitstag beendet. Der Hübsche und ich hatten unseren alljährlichen Muttermalcheck-Termin bei unserer Hautärztin, den ich letztes Jahr versemmelt hatte, weil ich natürlich im Herbst mit Inzidenzen nahe der 1000 hier und keiner Impfung weit und breit, nicht so viel Lust auf einen Arztbesuch mit ganz nah angucken hatte.

Ich weiss nicht genau, warum ich auf einmla Bedenken hatte, dass die Praxis ins Schwurblermilieu abgedriftet sein könnte (vielleicht, weil sie mittlerweile sehr viel ästhetisches Gedöns anbieten und auch so Hautknabberfische im Wartezimmer haben, vielleicht, weil mir Christians Post gestern vor Augen führte, dass es durchaus Ärzte gibt, die halt irgendwo ganz falsch abgebogen sind), auf jeden Fall hatte ich mir schon im Voraus überlegt, was ich tun würde, wenn dem so wäre. (Freundlich, aber bestimmt gehen, an der Rezeption direkt um Zusammenstellung aller Unterlagen bitten für eien Praxiswechsel).

Tja. So kann man sich täuschen. Wir sind also durch die Altstadt geradelt und schon vor der Tür stand ganz klar aufgelistet, was man halt so braucht (Maske, Desinfektion, Abstand, Termine nur telefonisch, Begleitpersonen warten bitte im Garten), in der Lobby hing sehr prominent eine Regenbogenflagge für die "Ehe-für-alle"-Abstimmung demnächst, alle trugen FFP2-Masken und im Wartezimmer wurde überprüft, dass man sich weit genug auseinandersetzt.

Am besten aber fand ich im Sprechzimmer das sehr prominent aufgestellte Schild "Ich bin geimpft". Wir wurden btw auch gefragt, ob wir denn geimpft wären, bekamen auf unser "Ja, natürlich" einen entsprechenden Vermerk auf der Akte und dann gings los. Beim Hübschen wie immer eine Sache von ein paar Minuten, alles super, bei mir ..... eine etwas längere Angelegenheit, mit vielen Fotos, Vergleichsbilder sichten und  leider nicht dem Outcome, den ich gerne gehabt hätte ("Alles super, bis nächstes Jahr"), sondern "die zwei hier würde ich gerne in drei Monaten nochmal sehen, ist vermutlich alles ok, aber evtl. sollte man sie trotzdem rausnehmen, um beim Pathologen sicherzugehen.") Gnah. Naja. Wie letztes Mal, wo mir, glaube ich, vier rausgenommen wurden, die dann alle ok waren. Immerhin hat sich in der OP-Technik mittlerweile so viel getan, dass die Ärztin immer noch zusammenzuckt, wenn sie die beiden Narben, wo mir mit 12 zwei Muttermale rausgemetzgert worden waren, sieht und reflexhaft sagt. "Oh, das war ich aber nicht!"

Nun ja, dann ist das halt so. (Die Kinder haben auch noch ihren Checktermin, ich hoffe, bei L., dem ich meine extrem helle und sonnenempfindliche Haut mit Muttermalneigung vererbt habe, ist alles ok und durch knallhartes LSF50+ von Anfang an und immer kommt er besser durch als ich mit dem 70er/80er-Jahre Background von LSF6 zum Anfang der Ferien, dann Sonnenbrand, manchmal mit Schälen, und am Ende des Urlaubs dann das glitzrige Tiroler Nussöl LSF 2 zum richtig knusprig werden. Mit einer Mutter, die mal einen Prozess für eine Vorstufe für DEN ALLERBESTEN UV-Filter neu entwickelt und optimiert hat, und eine Vater, der seit Jahren im Sonnenschutzfaktor Business arbeitet, wäre alles andere ja auch keine Option.)

Auf dem Heimweg sind wir bei L.s Schule vorbei gefahren und haben auf ihn gewartet, um gemeinsam heimzuradeln.

Als wir zurückkamen (so gegen 18:00h) haben wir endlich auch Lebenszeichen von Q. bekommen. Das hatte mich den Nachmittag über etwas nervös werden lassen. Sie erinnern sich: Dienstag = Kayaktag. Heute hatte er geplant, wegen langer Mittagspause mit seinen beiden Freunden mit dem ÖV zu fahren, also durch das schweizer, deutsche und französische Hafengebiet, und auf der deutschen Seite in einem China-Restaurant zu Mittag zu essen. Leben im Dreiländereck bedeutet auch: das Handy buchte sich irgendwann aus den Schweizer Netz aus und ins deutsche ein, und weil Q. kein Datenroamingvolumen hat, hat es dann keinen Standort mehr geteilt. Und das auch auf der französischen Seite, wo das Schweizer Netz noch hinreicht, wenn man nicht vorher über Deutschland fährt, nicht mehr angefangen. Naja, eigentlich wusste ich ja, dass alls ok ist, aber mein Kopf hat trotzdem dafür geplant, was wir tun würden, falls doch nicht.

Jetzt werde ich noch schnell eine Schnorcheltour zwischen den Kontinentalplatten buchen und dann ist der Tag auch schon rum!

Gegessen:

Hefezopf mit Honig

Sobanudeln mit Shitakepilzen, Erbsen und Karotten



Gyozas mit Salat


Gelesen: "9 perfect Strangers"
Gesehen: "Clickbait" (das ist wirklich sehr gut gemacht!)

Montag, September 06, 2021

Volljährig!

 Heute vor 18 Jahren haben der Hübsche und ich in der bayerischen Pampa geheiratet, mit Freunden und Verwandten aus aller Welt (unvergessen die Kollegen aus Basel, die auf der Schweizer Autobahn einen Vollbremsung einlegten, als ihnen einfiel, dass sie die Hochzeitsklamotten daheim vergessen hatten und "nur" das Gepäck für die direkt nach der Feier startenden eigenen Flitterwochen dabei hatten, immer noch voller Begeisterung übr die Verwandten aus USA, die angereist sind, über die Freunde aus Kalifornien, immer noch ein bisschen Fremdschämen über meinen damaligen Chef, der seinen Auspuff beim Geiern auf den besten Platz im Autokorso abgerissen hat, als er über die Parkplatzbegrenzung hoppelte, der statt Kaffee zum Kuchen 1, 2, 3, 4 Weissbier zischte und am Abend so betrunken war, dass er eine sehr skurrile Rede auf Französisch hielt, die wir erst Monate später übersetzen konnten, als wir die Videoaufnahmen vom Cutter-Schwager bekamen).

Nicht erst seitdem kann ich mir niemand anderen vorstellen, mit dem ich mein Leben teilen möchte, all das Schöne wird noch besser, all das Schlimme (und davon hatten wir mehr, als ich erwartet hätte :-() wird weniger schlimm, wenn ich es mit ihm teilen kann.

Wir machen ja jedes Jahr an unserem Hochzeitstag (oder nah dran, wenn jemand zB auf Businesstrip ist oder halt wie heute, alle in der Schule) ein Familienbild und EInzelfotos (ich habe einen sehr, sehr kleinen Kopf!) .Wie gestern erwähnt, haben wir vor 12 Jahren das Bild ganz links gemacht, fanden vor 6 Jahren, das wäre noch nett, das nochmal nachzustellen und naja, heute ist wieder 6 Jahre später.

Was man auf dem Bild nicht sieht: wir stehen auf so einer Mauer und der Fernauslöser ging leider nicht so weit. Deshalb musste Q. den Auslöser drücken, zu uns rennen, auf die Mauer springen und sich in Position stellen. Dabei sollte niemand von der Mauer fallen, ganz besonders nicht der Hübsche mit L.. 

Das hat in den allermeisten Fällen geklappt nur einmal habe ich Q. nicht gut erwischt beim Hochhelfen und er ist ins Gras geplumpst und ich fast hinten runter. Naja.

Ansonsten: zwei Leute sind nicht mehr gewachsen, die anderen beiden dafür umso mehr:

  6 Years in Between Each

  





Da haben wir Q. grad verloren.










Sonntag, September 05, 2021

#WMDEDGT 09/21 Corona-Edition 18

You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"). 

Heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.

Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:
  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung)
  • verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.

Hier so:
Aufgeweckt von hungrigen, aufgeregten (EIN NEUER TAG!) Katzen so um fünf, weitergeschlafen bis halb neun, Kaffee im Bett.
Frühstück auf der Terrasse mit frischem (naja, gestern abend gebackenen) Hefezopf (und von gestern übrigem ErbsenlimettenHummus. Sehr lecker btw!)
L. hat mit dem Hübschen für den WAH-Test geübt,
Q. hat Hausaufgaben in Physik, Geographie (sehr spannend, weil ja auf englisch abzuliefern) und Französisch zu erledigen. Womit ich bei einer BYOD-Schule ja nicht gerechnet hätte: Poster und Broschüren, die händisch auf Papier erstellt werden müssen. (Bisschen hibbelig, weil naja).
Ich plane die Details unseres Island-Trips (viel zu viele Ideen für die paar Tage, aber immerhin "müssen" wir ja fast nix mehr anschauen, weil wir eben bis auf das Heringsmuseum an der Nordspitze und Thingvellir alle "Klassiker" 2014 schon gesehen haben. Das Heringsmuseum wird natürlich auch diesmal wieder nix, aber ich habe tatsächlich 4/4 begeisterte Teilnehmer für eine Schnorcheltour zwischen den Kontinentalplatten bei 2-3 Grad Wassertemperatur gewonnen. Und alle sind gross und alt genug dafür! Ein bisschen hoffe ich ja auf einen weiteren Vulkanausbruch, der uns dort festsetzt und naja, ups.)
Wir haben vogelwild einen Tag zu früh das Hochzeitstagsbild geschossen. Aber: morgen hat keiner Zeit für so was und wir sind ja gross und sogar unsere Ehe ist morgen volljährig. Es war übrigens sehr lustig, alle sechs Jahre wiederholen wir nämlich dieses Bild. Ich hätte mch gar nicht stylen müssen und ich bin högscht beeindruckt von des Hübschen linken Arm.
Katzenründchen, Aperol Spritz, Abendessen.

Alles eigentlich sehr gemütlich, sehr entspannt, wenn ich denn entspannt wäre. Bin ich aber nicht. Warum auch immer.
Nun ja.



JETZT ZUM KLEINGEDRUCKTEN: 
Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Mr. Linky damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen. 

UPDATE: Bitte beim Eintragen beachten: Mr Linky erkennt keine Umlaute (alles mit Pünktchen oder Strichelchen oder Schlängelchen unten oder oben drüber. Ausser ein "i") oder scharfes s oder so, darauf bitte beim Nameneingeben achten, sonst zeigt es ein leeres Feld an

Samstag, September 04, 2021

040921 Last days of summer

 So, haben wir uns alle wieder beruhigt? (Ich bin noch nicht ganz hinweg über die Tatsache, dass es immer noch mehr als genug Menschen im Internet gibt, die denken, dass eine Aussage eine Aufforderung zur Diskussion ist und eine Diskussion per se bedeutet, dass ich ihre Meinung dankend übernehmen oder wenigstens dankend zur Kenntnis und auf keinen Fall doof finden werde. Naja. Man verweichlicht so ein bisschen mit abgeschalteten Blogkommentaren. Aber weil hier die Kommentare ja abgeschaltet sind, kann ich es hier nochmal in aller Deutlichkeit und ohne Risiko von Antworten "Soooooo kann man das ja jetzt nicht sagen" loswerden: Wenn Sie und Ihre Ü12-Kinder nicht gegen Covid geimpft sind, werden oder bleiben wir keine Freunde. Don't @ me.)

Was ein bisschen untergegangen ist in der ganzen Aufregung: Mein Handy hat gestern die Grätsche gemacht. Es ist mir ja nur wenige Wochen nach Kauf vor anderthalb Jahren so blöd auf die Steine vor der Haustür gefallen, dass trotz Hülle unten rechts physisch Glas abgesplittert war und auch ein bisschen Spider-App über das untere Drittel zog. Ansonsten lief alles super. Vor ein paar Tagen ging ein Glassplitter ab mit ein bisschen schwarzem Schlotz dran, am Freitag habe ich mir ja den Cafeteria-Cappuccino nicht nur über den Bauch, sondern auch über das Handy geschüttet. 

Gestern morgen hat der Wecker noch normal geläutet, dann ist der Bildschirm ungefähr 3cm nach oben gerutscht und hat in grün und gestreift nur noch geflackert. Yay.

Dank Digitec habe ich also ein Nachfolgemodell (ENDLICH IN DUNKELBLAU!) heute morgen schon im Briefkasten gehabt und sehr nervös mit mentaler Unterstützung des Hübschen alles transferiert und neu eingerichtet. War ganz schön spannend, wenn man am alten Handy noch per Fingerabdruck freischalten  muss und Sachen bestätigen und die aktive Stelle des Displays nicht mit der Anzeige übereinstimmt.

Nach ein paar Stunden war alles erledigt und ..... das bis dahin epileptisch flimmernde alte Gerät hörte auf zu flimmern und sah wieder aus wie immer. DANKE AUCH! Der Hübsche hat mich fast überzeugt, mich nicht mehr zu ärgern, weil das eine tickende Zeitbombe ist und wer weiss, am Ende würde es genau dann ausgehen, wenn ich in Island bei der Einreise mein Covid-Zertifikat vorzeigen muss? (Bitte keine Tipps, ich weiss, dass man mehr als ein Zertifikat speichern kann und jeder hat die der gesamten Familie auf seinem Gerät)


Sonst: nicht unendlich ausgeschlafen, sondern den Wecker um 8 gestellt. Q. ist heute nämlich Wöflileiter mit grossem Auftritt bei der Aktivität (ich habe gelernt, es heisst nicht mehr "Übung", weil das zu militärisch klingt) und musste deshalb statt um 14h schon um 10:00h antreten (das sagt man immer noch, glaube ich).

Wir daheimgebliebenen haben WAH gelernt (Leider hat L. nicht mehr "Hauswirtschaft" = Kochen, sondern eben "Wirtschaft, Arbeit, Haushalt", das ist bisher recht theoretisch und nächste Woche ist Test), Handy eingerichtet, Zwetschgendatschi gebacken, L. zu den Pfadis geschickt, frischen Datschi gegessen und ein letztes (vermutlich) Mal die Füsse in den Rhein gehalten und im Schwimmbad gebadet, Katzen eingesammelt, Wäsche gewaschen und leckeres Essen vorbereitet für die hungrigen Pfadis.

Das war ein sehr gemütlicher Spätsommertag!

Gegessen:

Silsergipfeli, Nussbrötli mit Hummus

Zwetschgendatschi

Fladenbrot mit frischem Gemüse, Erbsenlimettenhummus, gebratenen Pilzen


Gelesen: "9 perfect strangers"

Gesehen: "Clickbait"

Freitag, September 03, 2021

030921 Schluss mit nett

 L. kam gestern mit einem Zettel heim Ich hatte gestern abend noch eine Mail in der INbox von L.s Klassenlehrer. Der Kanton Aargau impft jetzt auch an seiner Schule und man muss eine Einverständniserklärung mitbringen (Für die Interessierten: in der Schweiz dürfen Kinder am 12 selber entscheiden, ob sie gg Covid geimpft werden wollen und brauchen dazu das Einverständnis der Eltern nicht. Ohne Einverständnis ist das zB in den Impfzentren und bei Kinderärzten möglich, wo die Kinder und Jugendlichen entsprechend beraten und betreut werden. Die Einverständniserklärung bezieht sich also nur auf die Impfung IN DER SCHULE, nehme ich an.).

Man kann JA oder NEIN ankreuzen und unter NEIN fallen dann geimpfte Kinder und Kinder, die nicht in der Schule geimpft werden sollen oder halt gar nicht  .

Ich möchte auf alle Fälle sicher gehen, dass L. nicht mit letzteren in einen Topf geworden oder versehenlich dafür gehalten wird, deshalb habe ich den Bogen ein wenig umgestaltet:


Die "Diskussion", die sich auf Instagram dazu entspann ("Bloss die Impfgegner und -zauderer nicht zu hart anfassen, keine Gräben aufreissen, die armen Kinder, die armen Leute, die Angst haben, nur kein Hass" Ich weiss nicht, was die Leute immer gleich mit "Hass" haben. Ich "hasse" niemand, ich mag es aber halt auch nicht, wenn mir sinngemäss jemand schreibt "Hass reisst nur Gräben auf, du blöde Arschkuh"), liess mich mit den Augen rollen, einen Rant planen, wie sehr ich es satt habe, Leute zum Impfen zu betteln und zu beknien und ihre beknackten, diffusen Ängste, die aus irgendwelchen Youtube-, Schundblättern und Telegram-Kanälen und "echt wahr, ich schwör, das ist so krass"-Schilderungen von Nachbarin Gunhilde, deren Sohn, der hat einen Freund, dessen Kusine ist mit der Sekretärin von jemand im Fitness, der arbeitet bei einem Lebensmittelforschungsinstitut und sagt, die Impfung wäre echt nicht ohne" geschürt werden, ernst nehmen und da abholen wo sie stehen, meine Güte: nein. Stellt euch, verdammte Axt, nicht so an, das ist verwöhntes Wohlstandsmimimimi allerfeinster Güte. Und wenn es nur darum ginge, dass Ihr (und Eure armen Kinder, weil es ja eine recht grosse Gruppe von "ich bin geimpft, aber meinem Kind tue ich das nicht an" gibt) in Zukunft teure Tests bezahlen müsst oder halt daheim in euren 4 Wändern verschimmelt, dann wäre mir das ja wurscht. Aber wenn ihr krank werdet, blockiert ihr Krankenhausbetten und Intensivstationen für Menschen, die sich ihre Krankheit oder Verletzung nicht ausgesucht haben, ihr setzt ÄrztInnen und PflegerInnen unglaublichem Stress (und Ansteckungsgefahr) aus, ihr sorgt durch die steigenden Infektionszahlen dafür, dass immer noch mehr Menschen krank werden, sterben oder an Longcovid leiden, weil sie sich (noch) nicht impfen lassen KÖNNEN, dass dieser ganze Scheiss einfach nicht aufhört, dass meine (geimpften) Kinder IMMER NOCH (klaglos btw)  von 7:00h bis 18:00h jeden Tag eine Maske in der Schule tragen müssen etc..

Oder, zusammengefasst: 

OH MY FUCKING GOD, GET THE FUCKING VACCINE ALREADY, YOU FUCKING FUCKS

Donnerstag, September 02, 2021

020921 Mönschön

 Es könnte sein, dass sich Donnerstag als mein zukünftiger Bürobürotag herauskristallisiert. Erstmal: weil: aktuell habe ich da keine standardmässigen Abendmeetings. Natürlich könnte ich bis abends acht oder länger im Büro sitzen, natürlich könnte ich zwischendrin heimfahren und mich dann abends von daheim einwählen, aber ersteres: muss nicht sein, zweiteres: mir fehlt ja aktuell die klare Abgrenzung von Arbeit und keine Arbeit und ich hoffe, da an Bürotagen durch den dazwischenliegenden Weg ein bisschen automatische Trennung reinzubekommen, also: heimkommen = fertig, nicht heimkommen = huschhusch, schnell einwählen.

Nun ja. Ich bin heute morgen also auf ein bisschen weniger als halbvoll geladenes Ebike gestiegen, so dass ich tatsächlich mit den Modi spielen musste, um hin UND zurück mit Unterstützung zu kommen (das allerletzte Stückchen wieder heim ist ja recht steil rauf in dern Knallsonne, dafür habe ich mir die letzten beiden km auf "Turbo" aufgespart. Es war traumhaft, nur morgens erstaunlich kalt, ich hätte Handschuhe und noch viel mehr was warmes für die Ohren sehr gut brauchen können *schielt auf den Kalender". Nachmittags (ich habe nämlich noch dazu heute eher Schluss gemacht) war es dann knallheiss und ich bin nur in der Flatterbluse (ok, auch mit Hose, Schuhen und Helm) heimgefahren.

Schon am Radlständer bin ich dem ersten entfernteren Kollegen über den Weg gelaufen und so ins Schwatzen geraten, dass ich tatsächlich erstmal ohne Maske und Händedesinfizieren ins Gebäude gelatscht bin. Ich bin so ein Profi!



Im Büro war es tatsächlich toll, mein direkter Schreibtischnachbar und die Nachbarin schräg gegenüber waren auch da, es hat sehr gut getan, zwischendrin auf ein genervtes Schnaufen mal eine Reaktion zu bekommen :-).

Mittagessen in Gesellschaft und nicht selbergekocht war toll, Kaffeetrinken draussen in der Sonne auch, auch wenn ich die total voll gefüllten Cappuccinotassen aus der Cafeteria nicht mehr gewohnt bin und mir erstmal die ganze Latte-Art über den Bauch geschüttet habe.

Am Nachmittag dann noch Stadt-Erledigungen aka Einkauf im Asialaden (Gyozas, Udon-Nudeln, Seetangchips, Sojasprossen und frische und getrocknete Shiitakepilze) und am Bahnhof (eine neue Juniorkarte für L und keine mehr für Q., der ist nämlich mit 16 da rausgewachsen).

Dann: Heimfadeln durch die Sonne und trotz allem (Essen und Ebike) grad mal mit so krassem Unterzucker daheim ankommen, dass ich als allerallererstes auf der Terrasse ein Eis essen muss. 





Dann:Wäscheaufhängen, Einkäufe verräumen, dem Hübschen Hallo und Tschüss sagen (Kinderarzttermin mit L.s Knien. Good news: es ist nix schlimmes, er wächst zu schnell für seine Muskeln.), Q. hallo sagen, kurz beim Supermarkt zwei, drei Sachen einkaufen, weil ich mir trotz vollem Kühlschrank für heute abend was entweder sehr ekliges oder sensationell leckeres einbilde und dafür drei Sachen fehlen.

Lieblingslipgloss ever aus dem Briefkasten ziehen (es ist schon mein drittes, die anderen habe ich restlos aufgebraucht).

Müll wegbringen und Katzenründchen, Hallo zum Hübschen und zu L.,, Abendessen machen, allen zuhören, duschen, mit dem Hübschen die letzten zwei Folgen der 2. Staffel "Last Man on Earth" (die Serie wird immer verstörender) anschauen, Bett.

Gegessen:

Honigzopf

Wrap mit Vegichili, Avocadocreme, Auberginensalat

One-Pot-Pasta mit Tomaten, Mango, Feta, Koriander, und so (Joah. Kann man machen, schmeckt ok, ich hätte nicht damit gerechnet, dass man es nicht entweder hasst oder liebt, aber es ist einfach ok)


Gelesen: "9 perfect strangers"

Gesehen: "LAst man on earth"



Mittwoch, September 01, 2021

010921 September

 So, September also. Nach dem ausgefallenen oder in jeder Hinsicht ins Wasser gefallenen Sommer scheint das Wetter zumindest aktuell zu passen: morgens ist Herbst, also Nebel, ab neun oder so kommt die Sonne raus und es ist traumhaft, abends wird es wieder schön kühl, so dass man auch gut schlafen kann und bei offenem Fenster die Bettdecke gerade richtig ist.

Für September steht bei uns folgendes auf dem Plan:

ein Haufen Gesundheitscheck-ups, die entweder halbwegs akut oder halt einfach dran sind. (Kinderknie, Erwachsenenzähne, Teenie-Beinbruch, sämtliche Muttermale, man kennt das).

Wir (respektive, es sieht so aus, als ob der Hübsche diesmal beim Schnickschnackschnuck gewonnen hätte und gehen würde, ich bin ein bisschen traurig und ein bisschen nicht) werden Q.s Gymnasium tatsächlich von innen sehen beim vermutlich EINZIGEN Elternabend jemals in seiner Zeit dort.

Ich treffe mich mit den anderen Pfadielternratmitgliedern zum Rückblick aufs vergangene und Planen de kommenden Pfadijahres. Ich bin als Vertreterin der Wölfli- und grad so Pfadi-Eltern gestartet und bin nun grad noch Pfadi, aber eigentlich Leiterelternvertreterin. WOW.

Die Kinder werden beid en Pfadis den nationalen Schnuppertag gestalten, L. wird einen Techniktag und Kantonaltag haben, Q. als Leiter in den verschiedenen Altersklassen hospitieren, um zu sehen, wo er ab Januar einsteigen möchte.

L. wird mit seiner Klasse in der Woche vor den Herbstferien in ein Klassenlager irgendwo in der Nähe von Bern fahren, darauf freut er sich schon sehr!

Wir werden uns alle ein letztes Mal kostenfrei offiziell auf Corona testen lassen, weil wir ...... ja am 2. Oktober für ein paar Tage nach Island fliegen und Island aktuell auch von voll geimpften Touristen einen negativen Schnelltest verlangt. Das wird alles sehr aufregend (naja, der Test hoffentlich nicht), aber dazu dann im Oktober!

Und mein Blog wird .... tadaaaaa, 17 Jahre alt!

Nun denn. Auf gehts.