Freitag, November 16, 2018

Rapüh

Das ist doch mal ein Start ins Wochenende: sich von der durchaus herausfordernden Woche so verkatert fühlen, wie früher (TM) nach einem durchgefeierten Wochenende. Man wird ja effizienter mit der Zeit und kann sich so das Feiern sparen.


Fast schon erstaunlicherweise habe ich heute recht unaufgeregt Zeug wegarbeiten können, das kam die restliche Woche ein wenig zu kurz. Ich habe mich auch sehr über meine Kollegengruppe gefreut, die eine gestern Abend abgeschickte Rundumfrage wegen eines Requests (meine Güte, ich habe mich sogar gestern mit einer deutschsprachigen Kollegin in einem bilateralen Gesrpäch 30 Minuten auf englisch unterhalten, ohne es zu merken. Und leiste mittlerweile innerlich Abbitte für all das Geläster über Denglisch, das ich seinerzeit abgelassen habe, es ist tatsächlich so: wenn man in einem internationalen Umfeld arbeitet und praktisch nur englisch redet und schreibt und liest oder sich immer auf international Guidelines beruft und die zitiert, dann fallen einem manche Begriffe auf Deutsch einfach auch im Alltag nicht mehr ein oder nicht so schnell und dann kommt so ein Kauderwelsch raus. Neu in meinem Wortschatz übrigens seit dem Supermeeting gestern: "ringfencing". Sie müssen das jetzt gar nicht googlen, wenn Sie daran interessiert sind, was wir da besprochen haben, ich habe das für Sie übernommenl Google findet dazu vor allem irgendwelche finanztechnischen Konstrukte dazu, das hat nix mit unserem Thema zu tun. Aber ich kann das Wort jetzt und werde es in Zukunft ausgiebig benutzen.) von extern, der mich sehr irritiert hat, ausführlich und hilfreich beantwortet hat. Ist ja auch nicht immer selbstverständlich.


Sonst: der Kühlschrank ist jetzt wieder voll. Alle anderen Schränke auch. Wegen Hochzeitswochenende haben wir ja eine Woche Grosseinkauf ausfallen lassen und haben auch nicht gedarbt. Aber ich weiss jetzt: die Steigerung von "hungrig einkaufen" ist "hungrig einkaufen mit dem Bild eines nahezu leeren Kühlschranks vor dem inneren Auge", das Geburtstagspaket für meinen Dad ist unterwegs ("die Ziege sitzt im Zug", sozusagen), meine wuscheligen Haare sind wieder ordentlich getrimmt und der dunkle Ansatz ist weg (es wird hier empfindlich kalt, vor allem an den Kopfseiten, wo jetzt nur noch wenige mm Haare sind, ich muss die Mützen vorsuchen), die Betten sind frisch bezogen und die Kinderskisachen für den Austausch morgen sind rausgesucht und, das allerwichtigste: Sansa ist versorgt. Es war schon gut, dass wir zum Tierarzt gegangen sind, die Wunde ist nämlich aufgegangen und es war... naja, schon gruslig, sie hat jetzt eine "Wir können gleich zu McDonalds"-Frisur, die entzündete Wunde wurde gespült, sie bekam Antibiotika gespritzt und darf jetzt 5 Tage Tabletten nehmen. Entweder wurde sie gebissen oder hat sich selber an einem Nagel oder Maschendrahtzaun verletzt. Alles nicht dramatisch, kein Fieber, fit, 2.9kg (mit Haaren), und sehr tapfer, sie hat beim Spülen (und da wurde mir schwummrig) nicht mit der Wimper gezuckt, nur bei der Spritze gejammert.
Jon war not amused, dass wir seine Schwester allein mitnahmen, aber den Nachmittag haben sie dann wieder gemeinsam draussen verbracht. Sie sind übrigens ein bisschen wie Hunde: wenn wir sie draussen rufen, kommen sie angerast und wenn wir rennen, rennen sie mit, wenn man ihnen Stöckchen wirft, holen sie die. (Sansa bringt auch sonst sehr viel. Bisher nichts lebendiges, aber seit dem Kuscheltierbein, was sich übrigens als Gurke aus der Ikeakinderküche herausgestellt hat. Nicht unserer, hat sie einen Haufen grosse Blätter, mehrere kleine Plastiktüten und viele so Haselnussbüschel angeschleppt. Mir solls recht sein, ich brauche keine halbtoten Vogel im Wohnzimmer oder auf der Terrasse.


Heute abend gibt es nur noch Badewanne, Pizza und Netflix, mit der Aussicht auf Ausschlafen morgen.
Ich kenne jemand, der sich darauf freut. Sehr.


Stressleveldurchschnitt gestern:
Selbstbeweihräucherung: still on top of things. Und dem immer noch sehr starken Impuls widerstanden, dem Versuch, eine unangenehme Aufgabe auf mich abzuschieben, mit "Meine Güte, dann mach ich das halt, wenn es sein muss" nichts entgegenzusetzen.

Donnerstag, November 15, 2018

What a day





Der Titel gilt eigentlich für die ganze Woche, die, wie ich ja heute festgestellt habe, schon fast rum ist. Wie der verehrte Herr Buddenbohm das so schön genannt hat: wir sind im "Sausetunnel". Interessanterweise dieses Jahr bisher noch überhaupt nicht wegen weihnachtlicher Termine, die kommen ab übernächster Woche, tatsächlich vor allem mit Arbeitsdingen und Schuldingen. (Okay und Geburtstagen, die sind halt einfach zu dem Zeitpunkt im Jahr, da kann mann nix machen, auch wenn dann ganz viele Leute, die man echt gerne dabei gehabt hätte, nicht zum Feiern kommen können. Aber: keine Zeit zum Traurigsein, weil: things to do).


Ok. Es war mir ja auch klar, dass das "Ich habe grad mal ein bisschen weniger als auch schon im Job zu tun, das fülle ich mit 20% Zusatzjob" im Leben nicht so aufgehen würde. Ich habe beschlossen, am Anfang, wo natürlich alles Neue neu ist und viel komplizierter und zeitaufwändiger wirkt, als es hoffentlich später, wenn man es dann mal drauf hat, nicht durchzudrehen und "Ohgottogottogott, das schaffe ich nie!" zu denken und das lief auch super, bis aus dem Nichts ein Feuerwehrprojekt um die Ecke kam, das ..  ich kann das nicht genau erklären, weil eben: vertraulich, auf jeden Fall ist es so dringlich, dass es für solche Fälle einen extra reservierten, rund um die Uhr verfügbaren Meetingraum gibt, für den nur das Team, das das Handling solcher Dinge organisiert, den Schlüssel hat (es gibt dort ausserdem nicht nur Wasser und Kaffee, wie überall, sondern auch Schokolade, Cola und Nüsse als Nervennahrung), und solche Meetings sind so ziemlich die einzigen, für die man ohne auch nur ansatzweise nachzudenken, alles stehen und liegen lässt. Nun gut. Aus Gründen konnte keiner meiner "Buddies" in dem Nebenjob mir dort zur Seite stehen oder schauen, dass ich es nicht verbocke, aber ich habe jede Menge Briefing und Coaching bekommen und durfte das nach 14 Tagen in der Rolle selbständig machen. War jetzt auch nicht schlimm, es hilft mir immer, wenn ich gut vorbereitet bin und das wäre in dem Fall nicht besser gegangen.


Aber: natürlich frisst so etwas unglaublich viel Zeit in der Vorbereitung, der Kommunikation, das zieht ja dann doch recht weite Kreise, und diese Zeit fehlt dann woanders. Zum Beispiel bei den eigentlich geplanten Aktivitäten für den Zusatz- und den geplanten und vor allem ungeplante Aktivitäten für den eigentlichen Job.


(Interessante Nebenbeobachtung: mir gegenüber im geheimen Meetingraum sass eine Kollegin, die mimikmässig das totale Gegenteil von mir ist. Ich bin ja eher ein Gesichtskasper, dem man jeden Gedanken und Meinung eh in billboardgrossen Buchstaben vom Gesicht ablesen kann. Ich merke, wenn ich mich selber beobachte, dass bei mir aktives Zuhören tatsächlich vor allem durch Körpersprache und Mimik ausgedrückt wird. Mit zustimmendem Nicken, verständnisvollem Lächeln, hochgezogenen Augenbrauen, gerümpfter Nase und überhaupt ganz viel Gesichtverziehen. Die Frau mir gegenüber war hochkonzentriert bei der Sache und hat ... keine Miene verzogen. Das hat mich total fasziniert, sie sass da mit der Eleganz einer Königin und ich merkte, wie ich (ganz Hofnarr) versuchte, ihr irgendeine Art der Regung abzuringen, bis ich irgendwann in die "resting bitch face"-Falle tappte und befürchtete, sie wäre einfach echt schlecht gelaunt. War sie übrigens nicht und ich überlege jetzt, ob ich das auch mal versuchen sollte, aber ich fürchte, das würde gnadenlos in die Hose gehen. Aus mir wird keine Sphinx mehr.)


Ich halte übrigen nach wie vor eisern an den drei goldenen Regeln fest und habe auch nicht das Gefühl, dass ich nah dran bin, eine auf einmal als im Moment nicht so wichtig zu betrachten (was immer ein Warnzeichen ist), im Gegenteil: ich bin so weit wie selten von arbeitsbedingten Tränen weg, eher auf eine, Adrenalinhoch, laufe sehr viel hin und her und komme deshalb gar nicht in die Versuchung, das Mittagessen sein zu lassen, auch weil ich einfach mal sitzen und nicht klug sein müssen möchte, sondern nur essen und albern. Was am ehesten kippt, ist die Weckzeit, das liegt aber daran, dass sie wegen Q.s Schulbeginnszeiten eh auf 5:45h steht und ich dank Jonny und unvernünftiger Ernährung (Schwarzwurzeln. Ich werde es nicht mehr lernen in diesem Leben) eh immer noch früher auf bin.


Das führt notgedrungen dazu, dass ich nicht wie sonst viele Dinge, die eigentlich in der Verantwortung anderer Menschen lägen, "mal schnell selber" mache, weil das aus meiner Sicht entweder schneller oder besser oder einfach nett von mir ist, aus der Sicht der anderen im Zweifelsfall bequem und nett von mir und hoffentlich nicht übergriffig, ist, sondern halt .... nicht. Vor allem bei der Arbeit, daheim ist es nämlich eh so, dass wir das "equal care"-Modell mittlerweile einfach verinnerlicht haben und das gar nicht mehr in Frage gestellt wird. Das ist eine nette Überleitung zu einem echt guten Thread auf Twitter, in dem @octodontidae (die überhaupt sehr folgenswert ist) aufzeigt, was die hilflosen "Ich weiss gar nicht, wie ich meine Frau entlasten soll"-Diskussionen so mühsam macht. Lesen Sie ruhig mal rüber:
Die Antwort ist übrigens sehr einfach: mach einfach deinen Teil und stell dich nicht doof. Überall anders kannst du es auch, nur bei Haushaltstätigkeiten scheint dein Hirn zu versagen.


Ich habe ja aktuell (s.o.) keine Zeit für Twitterdiskussionen, aber auf dem Weg von weiss nicht mehr nach woanders hin, habe ich kurz nachgedacht, und kam zu dem Schluss: bei uns waren sämtliche Diskussionen über die Aufteilung der Carearbeit schlagartig vorbei, als wir mit der Lohnarbeitszeit gleichgezogen haben. Das nimmt jeglicher Diskussion über irgendetwas anderes als 50:50 die Grundlage (man könnte drüber diskutieren, ob wir beide volle 100% --höhöhöhö, s. Anfang des Posts-- arbeiten müssen, um uns über den Rest in die Haare zu geraten, aber dafür haben wir keine Zeit)




Sonst so: die Katzen sind sehr lustig. Wir haben von den Nachbarn mit den Schäferhund erfahren, das Jonny jeden Morgen kommt, und durch ihre Hundetüre späht, um zu schauen, ob der Hund vielleicht schon wach ist. Der übrigens keine Katzen mag, aber ich weiss nicht, ob Jon weiss, dass er eine Katze ist. Mit Sansa gehe ich morgen zum Arzt, mal sehen, was er zum Biss am Rücken sagt. Der Hübsche findet, er wäre eindeutig kleiner geworden, ich finde, eindeutig grosser, das spricht eindeutig für: Profimeinung einholen.


Stressleveldurchschnitt gestern: 55
Selbstbeweihräucherung: wacker geschlagen. Also ehrlich mal. (Und: die Klassenwhatsappgruppe stummgeschaltet. Nächster Schritt wäre: "Hat die Gruppe verlassen". Aber vielleicht habe ich sie vorher schon vergessen)


Mittwoch, November 14, 2018

Schokoküsse, Krisenmeetings, überraschene Anrufe

What a day.
Heute, während ich in einer Meetingpause auf meinen Cappuccino wartete, brummte mein Arbeitshandy und zeigte einen eingehenden Hangouts-Videoanruf mit dem Namen eines Studienkollegen an (Mein Arbeitgeber schwört auf Google-Infrastruktur, wir haben gmail, g-drive, hangouts, chrome, blablablubb, dazu aber NUR iPhones und -pads, aber auch NUR HP-Laptops. Und für offizielles NUR Touchpoint und SharePoint und für manche Ausnahmen Cisco-Webex. Ausser in USA, da Apple, und in Südkorea, da Samsung Telefone. Oder so.) Ich war etwas irritiert, warum mein Handy diesen Namen kennen sollte, dachte mir dann aber (ich war echt unterkoffeiniert): "Hm der war doch mal in Luzern, vielleicht habe ich in meinen google-Kontakten diese nicht mehr aktuelle Nummer noch eingespeichert und vielleicht hat mittlerweile ein Kollege diese Handynummer und ich bin jetzt echt mal gespannt, wer da dran ist." Dass Hangouts natürlich gar nicht mit Telefonnummern, sondern google-Profilen arbeitet, geschenkt.
Aber: es war genau der Freund dran und... naja, ich sags mal so: aus den Augen, aus dem Sinn, da ist bei mir schon wirklich was dran. Ich bin wirklich nicht gut drin, Kontakt  zu halten, wenn er sich nicht im Alltag von allein durch regelmässige Treffen (und sei es ein, zweimal im Jahr zum Geburtstag oder durch halbformalisierte Mittagessen bei der Arbeit) von alleine aufrecht erhält. Und so wusste ich gar nicht, dass der Freund seit anderthalb Jahren auch ein Kollege ist und zwar auf dem bayerischen Standort, mti dem ich zugegeben wenig zu tun habe, aber es reicht, um im selben Firmendirectory zu landen.
Und seine Begrüssung. "Hey, ich wollte dich so lang schon anrufen, jetzt bringe ich grad mein Kind in die Kita und es ist mri auf dem Rücksitz eingeschlafen, also kann ich grad nix machen" ist ... so sehr immer noch der Freund aus Unizeiten, das war wirklich toll. Während ich also auf meinen Cappuccino wartete, tauschten wir (ich nicht sonderlich beredt, weil spontan und witzig bin ich nur, wenn ich gut vorbereitet bin) im Affenzahn Updates aus und vielleicht dauert es bis zum nächsten Gesrpäch nicht wieder 13 Jahre.


Nächste Überraschung kam beim Kaffeetrinken (schon wieder!) nach dem Mittagessen, als ein Kollege die Neugier der chinesischen Gäste auf lokale Süssigkeiten nutzte, um die in der Schweiz immer noch gebräuchliche Bezeichnung "Mohrenkopf" (sogar aufgedruckt auf den Schachteln etc) als Anlass für einen Rant wider die falsche, verlogene political correctness in Deutschland zu nutzen, und man müsse die Dinge doch beim Namen nennen dürfen und was sei denn so schlimm an der Betiechnung "N......" für Menschen mit dunkler Hautfarbe, weil genau das wären sie doch, da sollte man sich mal nicht so haben, das ware ja gar keine Wertung und "behindert" dürfe man auch nicht sagen, und "chwarz" auch nicht, meine Güte, das ist doch nicht zu glauben. Dem letzten Halbsatz stimmte ich zu, und ich weiss nicht, ob es am vielen Kaffee lag, auf jeden Fall habe ich nicht nur die Augen gerollt, sondern tief Luft geholt und eine Suada zum Thema "Sprache und Worte sind wichtig und es ist sehr traurig, dass Du das in der Schule so gelernt hast, aber das ändert nichts daran, dass das herabsetzende, disriminierende, verletzende und (je nach Gruppierung, er holte ja zum Rundumschlag aus)  rassistische Ausdrücke und auch wenn Du glaubst, dass Du das in dieser Situation nicht schlimm finden würdest, ist das total egal, weil Du nicht in dieser Situation bist".
Nun ja, das hatte zwar nicht den erhofften Erfolg, sondern resultierte in weiter ausufernden "NIX DARF MAN SAGEN, DABEI ISSES HALT EINFACH SO!" Aussagen, aber immerhin bekam ich Verstärkung von einer Kollegin. Und dann musste ich auch schon wieder los der Bus fuhr ab und mein Schokokuss war eh alle. (Puh, sehr unangenehm!)


In der Stadt dann: wildes Umhersausen und Abklärungen für das Jöbli und die Riesenwelle, die morgen zu einer Reihe eskalierender Notfallmeetings führen wird. Immerhin habe ich jetzt sehr schnell sehr viele neue Leute kennengelernt, ein bisschen den Jöblichef (den ich privat schon sehr lange kenne, aber beruflich ist das doch sehr anders) einschätzen gelernt und so doof das von der Sache ist: es gibt mir ungeplanterweise die Chance, sehr schnell einen Eindruck zu hinterlassen, was sonst bei so einem Assignment für nur ein halbes Jahr nicht ganz einfach ist :-).


Sonst so: es ist so weit, die Draussenkatzen haben die erste Blessur. Sansa hatte ja an Tag 1 schon den Kampf gegen eine Biene erst nach einem Wirkungstreffer der Biene auf die Pfote gewonnen, Jonny hatte sich irgendwann beim Klettern einen Daumenballen aufgeschürft, aber jetzt hat Sansa einen Biss oder Kratzer oder Stachel sowas am Rücken, da ist es ein bisschen angeschwollen um den Schorf rum und es tut ihr weh, wenn man hinkommt, das soll sich die Tierärztin mal ansehen.


Diese Woche ist ein bisschen sehr verrückt.


Stressleveldurchschnitt gestern: 19 (ha, Sie denken bestimmt, das alte Band war kaputt und endlich kommen richtige Werte raus, aber ich muss Sie enttäuschen: der bisherige Schnitt des heutigen Tages ist deutlich oberhalb von 50, so dass der niedrige Wert gestern wohl eher auf die hypnotisch beruhigende Wirkung einer halbautomatischen Verpackungslinie zurückzuführen ist)


Selbstbeweihräucherung: ich bin sehr froh, dass ich ohne nachzudenken den Mund aufgemacht habe bei der Kaffeediskussion. (Und bedingt, dass ich nach immerhin nur EINEM Ausrutscher in der Klassen-WA-Gruppe wieder in (beredtes) Schweigen dort verfallen bin. Meine Güte. Vielleicht sollte ich doch mit dem Hübschen dort wieder Platz tauschen. Der verlässt die Gruppe sofort wieder ohne einen Extragedanken....)

Dienstag, November 13, 2018

Sendung mit der Maus zum Aufgarkeinenfallanfassen

Hm. Hm. Hm. Dafür, dass ich gefühlt da gestern eine Riesenwelle gemacht habe, ist der Aufschrei relativ gering. Entweder lesen die Leute ihre Mails nicht oder antworten nicht so schnell, wie ich das würde, oder die entsprechenden Personen sind nicht da, oder die Welle war gar nicht so gross oder besonders, wie ich dachte, oder ich mache mir zu viel Gedanken (das wäre ja mal was ganz Neues). Immerhin habe ich ungefragt ein dickes Lob von der Kollegin bekommen, deren Job ich da gerade mache. Sooooo falsch ist es also nicht. (Mittlerweile ist die Welle angekommen und man kann da sehr verschieden drauf reagieren. Manche zB wie so ein Stein)


Aber egal. Heute (und morgen) bin ich wieder im Auftrag des Zusatzjöblis unterwegs, diesmal in einem mehrtägigen Meeting mit Kollegen aus China. Es ist für mich sehr irritierend, mich bei „And our quality representative is ...“ angesprochen zu fühlen und mich nicht suchend umzuschauen. Aber es wird! (btw: Meeting auf einem Stockwerk, auf dem hauptsächliche Quality-Funktionen untergebracht sind, bedeutet: Stau auf dem Damen-WC. Etwas, was ich in 16 Jahren Berufserfahrung noch nie erlebt habe.)
Den Nachmittag verbringen wir auf der Site, die bei uns daheim vor der Haustür liegt, ich habe also erstens einen sehr kurzen Heimweg und zweitens kann ich endlich mal wieder eine Blisterverpackungslinie besichtigen. Das ist, als ob man live bei der Sendung mit der Maus dabei wäre, nur dass es nicht irgendwelche Bleistiftanspitzmaschinen aus den 50ern sind, die da stehen, sondern eben vollautomatische Linien, die gefühlt aus einem Stapel Karton, einem Stapel Leaflets, Alu- und Plastikfolie und einem Säckchen Kapseln im Nullkommanix fertige Packungen machen. Ich könnte da ewig zuschauen und muss ein wenig aufpassen, dass mein Gesichtsausdruck eher „sehr seriöse Qualitätsfunktion“ wiederspiegelt und nicht „Kleines Kind vor Modelleisenbahn, und schau mal, da drüben, in dem Haus, da geht sogar das Licht an, wenn die Bahn vorbeifährt und da oben ist eine Kuh, die macht einen echten Fladen“.
Ich habe mich vor Urzeiten übrigens mal in diesem Betrieb beworben, das ist nix geworden (ist auch gut so), es könnte sein, dass da immer noch Leute arbeiten, die mich damals interviewed haben. Man erkennt das natürlich nicht unter all der Schutzkleidung. Was ich übrigens auch nicht auf dem Radar hatte: man darf dort natürlich weder Schmuck noch Nagellack noch Makeup tragen oder überhaupt Kosmetik verwenden, aber sie sind auf ahnungslose Besucher vorbereitet und haben Abschminkpads in der Schleuse und so kommt es, dass ich mir erstens total nackt vorkomme und zweitens die ganze Zeit blinzle wie ein Basset mit Bindehautentzündung, weil ich diese Ölpampe überall habe.



Sonst so: viel Zeug nebenher erledigt. Meeting minutes vorbereiten, Dokumente in review und approval schicken, Feedback für Kollegen im Performancetool abgeben, meine Selbsteinschätzung abgeben, all diese Dinge, die halt Ende Jahr fällig sind. Ach: und ein kleines, hässliches Tool basteln, in dem ich tracke, wieviel Zeit für Jöbli und eigentlichen Job aufgewendet wird. Gefühlsmässig ist das schwer abzuschätzen.

Daheim dann: Ölpampe aus dem Gesicht waschen, Crosstrainerrunde strampeln, duschen, Abendessen (sehr leckere Reste, weil da und keiner einkaufen war: Bratkartoffeln, Spiegelei, Schinkennudeln, Lasagne), Quatsch mit Kindern und Katzen, Hangoutchat mit Jöbli-Chef und Kollegin, die gerade in Kalifornien weilt und deshalb jetzt halt wach ist, eine Folge "Haus des Geldes", Bett.


Stressleveldurchschnitt gestern ab 20:00h: 29
Selbstbeweihräucherung: nicht geweint und auch nicht ungläubig gelacht, als ich mich ernsthaft abschminken musste

Montag, November 12, 2018

Grisou by nature

Ach. Ja. Heute ist der 12. …. Heute hier halt ohne 12 Bilder, weil ich das erst geschnallt habe, als der Morgenkaffee, ohne dessen Bild eine Teilnahme ja per Internetgesetz nicht möglich ist, schon lang vorbei war.
Neben dem Aufarbeiten von während Workshop und Hochzeit Liegengebliebenem ist nämlich heute einiges spannendes passiert.
Sehr spannend, obwohl ich das vor lauter perplex überhaupt nicht geschnallt habe, war zB, dass ich heute fast von einem Auto überfahren worden wäre. Und zwar so fast, dass ein bis dato unbekannter Kollege, der das Ganze beobachtete, in einem Meeting am Nachmittag, in dem wir uns wiedersahen, zur Begrüssung meinte: „Great, that you are still alive! I was totally ready to call the ambulance and the police and here is the picture of the license plate of that sucker!”. Es war nämlich so: ich stieg aus der Tram an der Aussenstelle aus (für Ortskundige: die Tramhaltestelle “Markthalle” der Linie 2 Richtung Binningen, die, die schon auf der Brücke ist) und die Strassenführung ist da so, dass die Tramgleise beide in der Mitte der Strasse verlaufen und die Autos hinter der Tram halten müssen, wenn die dort stehenbleibt, während die aussteigenden Passagiere direkt auf der Strasse landen und eben rüber auf den Gehweg laufen. Eigentlich. Eigentlich dachte ich auch, dass die Gleise so nah am Gehsteig sind, dass da gar kein Auto durchpasst, wenn die Tram da steht, aber ... als ich wie immer beim Aussteigen reflexartig doch nach rechts sah, schaute ich direkt durch die Windschutzscheibe eines auch noch Gas gebenden Lieferwagens, der sich da durchquetschte und mich nur deshalb nicht mitriss, weil ich mich noch an der Aussteigestange festhielt und zurückzog. Das Ganze war jedoch so surreal, dass ich nicht mal einen Adrenalinstoss bekam.


Das zweite Spannende (okay, schwieriger zu erklären und nicht so unmittelbar spannend) ist mein neuer Teiljob. Ich dachte ja erst: „Ja, da schnuppere ich mal in eine neue Abteilung, viel wird vermutlich nicht zu tun sein, ich hoffe, dass ich wenigstens ein Projekt finde, das ich in sechs Monaten so weit vorantreiben kann, dass man sich hinterher wenigstens an bisschen an meinen Beitrag erinnernt.“ Dann merkte ich recht schnell, dass ich zwei Produkte durcheinander geworfen hatte und „meins“ gar nicht so klein und unspektakulär ist, wie ich dachte, sondern doch einigermassen bedeutsam. Es kristallisierten sich zwei Projekte heraus, die nach erster Abschätzung die veranschlagten 20% Timecommittment durchaus überschreiten könnten, aber wer wird schon so knausrig sein.
Tja. Und als ich mich also in Sicherheit wiegte, dass ich da mit überschaubarem und schön planbarem Einsatz zwei ordentliche Projekte anstossen bzw. erledigen können würde, tja, da platzte die Bombe und nun bin ich zusätzlich die, die an Tag 12 ihres Assignments etwas an das höchste Gremium eskaliert hat und ich werde alle Hände voll zu tun haben, einerseits das Problem zu lösen (das ist die einfachere Sache, weil eigentlich ist es klar, was passieren muss, auch wenn das nicht unbedingt schön ist) und andererseits in den Untiefen von Verantwortlichkeiten, Animositäten, Befindlichkeiten zu navigieren, ohne zuviele Brücken zu verbrennen. Man sagt mir ja „people skills“ nach, aber das ist glaube ich nur deswegen, weil ich zu allem immer einen blöden Witz machen kann, und das ist hier leider nicht mein Job und, das muss sogar ich eingestehen, hier echt nicht angebracht.


Aber schön, der Hübsche hat es schön auf den Punkt gebracht: „Dass Du Dich mal langweilst, da warten wir alle drauf. Sehnsüchtig. Vergeblich.“ Andererseits merke ich, dass ich dieses Adrenalin brauche und geniesse (also: das von der Arbeit, nicht das vom fast vom Auto überfahren werden!) und alles in allem dadurch ein ruhigerer und ausgeglichener Mensch bin (und zB endlich mal keine Zeit und Nerven mehr übrig habe, um mich auf Twitter in irgendwelchen fruchtlosen Diskussionen einzuklinken. Oder in der Klassenwhatsapp-Gruppe.)


Der lustigste Icebreakersatz des Tages (ich habe jetzt ja keine Zeit, mich bei den Leuten, mit denen ich da neu zusammenarbeiten werde, ordentlich vorzustellen, sondern falle praktisch mit der brennenden Tür ins Haus) war „So, could I quickly stop by at your desk?“ „Well, this would take some time as I am based in Montevideo“. Aber: dank Hangout weiss ich jetzt: schönes Wetter hatten sie da heute.


Stressleveldurchschnitt gestern: keine Ahnung, aber das Bändel ist wieder da, ab morgen wird wieder gemessen!
Selbstbeweihräucherung: niemals Angst vor der eigenen Courage gehabt.

Sonntag, November 11, 2018

Bereit fürs Wochenende

Heute morgen hat der Wecker um zwanzig vor sechs und nicht nur deswegen bin ich ganz schön platt.
Es hat alles wunderbar geklappt (wir waren für meinen Seelenfrieden wie immer zu früh am Flughafen, aber meine Güte, ich bin halt auch die, die JEDESMAL zur Sprengstoffkontrolle rausgezogen wird, auch wenn ich schon auf Strumpfsocken und mit rutschender Hose wegen ohne Gürtel und überhaupt sehr derangiert durch den Scanner schleiche.), wir haben einen ehemalige Lehrerin von Q. im Flieger getroffen (ich glaube, ich bin noch nie nach Basel geflogen, ohne jemand im Flugzeug zu treffen, es ist halt einfach ein Dorf :-)) und warteten die übliche Stunde an der Zollkontrolle.


Ich frage mich wirklich, warum das in Basel erstens überhaupt gemacht wird (ich meine: Schengen? Hallo? es kann doch nicht sein, dass zu jedem einzelnen Passagier einen begründeten Anfangsverdacht gibt? Ich würde ja verstehen, wenn es NUR ICH wäre, man kennt das ja von der Security, aber echt ALLE? Als Wahlbaslerin sage ich das nur sehr ungern, aber in Zürich klappt das trotz eines vielfachen Passagieraufkommens viel, viel reibungsloser, da habe ich auch von NichtSchengenflügen nicht länger als maximal 10 Minuten gewartet...), die Katzen waren beide da (da waren wir ja ein bisschen nervös. wir waren ja das erste Mal weg, seitdem sie raus dürfen, die Nachbarn hatten uns dankenswerterweise immer Updates gegeben) und hatten uns sichlich vermisst.

Wir waren rechtschaffen schlapp (und hungrig, aber Notfallnudeln und einen grosse Portion eingefrorene Skifahrsuppe haben uns gerettet), haben die Koffer aus- und Schul- und Arbeitstaschen eingepackt, Hausaufgaben überprüft und Trommeln geübt (Sansa hat L. so vermisst, dass sie sich (verbotenerweise!) für die ganze Trommelsession IN die Cajon gesetzt hat. Hat das ganze ein wenig gedämpft, der ganze Flausch, Wäsche erledigt und für die Nerven eine Riesenportion Lasagne und Salat zum Abendessen vorbereitet.

Leider wartet eine recht anstrengende Woche auf uns (ich habe ja von meinem 20%-Zusatzjob erzählt, gell? Anstatt gemütlich onzuboarden brennt dort seit Donnerstag abend die Luft und hui, das wird spannend!) und ich (wir, denke ich) starte schon müde. Berlin und ich, das wird keine grosse (oder kleine) Liebe mehr, ich finde es einfach unglaublich anstrengend. Erweiterte Grossfamilie in Ausnahmesituation ist natürlich einerseits sehr grossartig, aber andererseits... da bin ich ganz ehrlich: auch ganz schön anstrengend. Aber: dafür war es halt auch eine Ausnahmesituation und zwar eine sehr grossartige und meine Güte, wer feiern kann, kann auch schaffen :-).

Ich habe mir also die Nägel von dezentem Altrosagrau nach Dunkelrot umlackiert, gehe heute ein bisschen früher ins Bett (aahhahahaha, as if) und damit wird es schon klappen.

Stressleveldurchschnitt: stimmt, ich wollte in der Paketverfolgung nachschauen, wo das Bändel ist.
Selbstbeweihräucherung: trotz Hangryness auf allen Seiten kein Porzellan zerbrochen und alle sind friedlich. Und bald auch satt, die Lasagne ist nämlich in just diesem Moment fertig.

Samstag, November 10, 2018

Partypeople

Hinter uns liegt ein grossartiges verlängertes Hochzeitswochenende in und um Berlin. Wir haben viel gelacht, ein bisschen geweint (nur Freudentränen), getrunken, geschlemmt, mit vermutlich lauter berühmten Menschen, die ich alle nicht erkannt habe, gefeiert und Grossfamilie und- stadt getankt.
Vielen Dank, dass wir dabei sein durften!



















Zuckerfrei gabs früher schon.
Das Science Center ist sehr cool, den Rest kann man sich sparen (denkt das Museum auch, der Grossteil der Ausstellungen ist nämlich geschlossen mit der Begründung "weil halt". )


Stresslevel: Grossstadt und Grossfamilie sind nicht ohne :-), aber Zahlenwert habe ich ohne Bändel immer noch nicht.
Selbstbeweihräucherung: fällt heute aus, weil die grösste Lobpreisung gebührt dem Rezeptionsmitarbeiter von Motel One, der den auscheckenden AfD-Mann fragte, ob er im Urlaub gewesen wäre, er wäre nämlich so braun. (Wir als Wahlschweizer kennen die AfD ja nur aus "n' Feansehhhn" und waren aus unserer heile Welt, Nazis raus-Filterblase sehr irritiert bis schockiert, dass jemand seine Zugehörigkeit zu dieser Partei offen zugibt, so dass wir den Typ ein bisschen arg angewidert anstarren mussten, aber de Hotelmannkommentar (ich weiss nicht, ob er ihn so gemeint hat, wie wir ihn verstanden haben) hat uns echt alles an Contenance abgefordert)

Freitag, November 09, 2018

es ist ja nicht so

dass ich niemals ausserhalb meiner Komfortzone existieren kann und immer alles planen muss (schön wärs schon, aber mei), und so sitze ich ordentlich betrunken mit menschen, die ich praktisch nicht kenne, in einem Taxi von Potsdam nach Kreuzberg, habe einen Haufen deutscher aufstrebender Schauspieler umarmt, aber nicht erkannt, wir hätten einen grossartigen Tag und Hui, wenn ich die arbeitsemails nicht gelesen hätte, wäre es pure joy gewesen

Donnerstag, November 08, 2018

Wrap up

Ich hätte heute bis 6:30 ausschlafen können, bin aber seit 4:30 hellwach. Auch praktisch, komme ich mal wieder zu einem Blogpost in ganzen Sätzen.
Mir ist schon klar, warum ich nicht schlafen kann:
wir fliegen heute nach Berlin, die Koffer sind noch nicht fertig gepackt (es liegt zwar alles parat, das haben die Jungs gestern abend und ich dann, als ich heimkam um zehn, gemacht, aber halt noch nicht drin)
dank des Workshops bleibt nahezu alles an "normaler Arbeit" liegen, incl der drölfzig Mails, die zu dem neuen Nebenjob eintrudeln und bei denen ich noch gar nicht richtig einsortieren kann, wieviel Arbeit das denn jetzt bedeutet.
Das Team für das Italienprojekt ändert sich, ich bleibe die einzige Konstante. Es ist ein Gewusel zwischen den alten Teammitgliedern, die alles schnell übergabefertig machen wollen, den neuen Mitgliedern, die die bewegte Historie des Projekts nicht kennen, aber natürlich ihre Erfahrungen mit einbringen wollen, und mir, die versucht, an alles zu denken.
In der Schule der Kindern wird gewuselt und gemacht und getan, es gibt Zettel, Anmeldungen, Leistungsstandzwischenmeldungen, und es ist zwar alles nicht besorgniserregend, aber es passiert halt (ich habe mit mir einen inneren Vertrag geschlossen, dass ich NIEMALS auf etwas in der Klassenwhatsapp-Gruppe reagieren würde, somit fällt ein grosser Block an Mentalload einfach weg. Ich ignoriere alles, was keine offizielle Schulkommunikation ist oder anderen Input als "Ja, wir beteiligen uns am Abschiedsgeschenk, danke fürs Organisieren" erfordert.)
Und wenn man dann schon drin ist am Sorgen machen, kann man noch drüber nachdenken, ob die Einfahrt für das Parkhaus beim Workshoport wirklich breit genug für den Tesla ist, ob ich das Gewusel an Tramschienen und Radwegen und Fussgängerüberwegen dort am Stadion manage, ob ich das Pakete abholen und Heimkommen noch rechtzeiti schaffe, um die Koffer fertig zu packen, ob wir nicht vielleicht doch mit der Bahn zum FLughafen fahren sollten, ob die Fütternachbarn den Katzen die Halsänder abnehmen sollten am Abend, ob die Katzen wohl die paar Tage, die wir weg sind, bitte danke auch jeden Abend wieder heimkommen, was machen wir, wenn die Nachbarn sagen, dass sie sie nicht finden und wir sind nicht da? Und wenn man weiterdenkt: die Skisachen für die Kinder haben wir für die nächste Saison auch noch nicht erneuert, vermutlich braucht L. diesmal wirklich einen neuen Helm, aber ob nach zwei Jahren diese aufgeklebten Hörnchen vom Miethelm noch abgehen, ausserdem, wann sollen wir das denn machen? Q. hat Freitags bis 4 Schule, amWochenende ist immer entweder Unihockey oder Pfadfinder oder beides, wir werden das nie schaffen und die Kinder müssen mit zu kleinen Schuhen in die Skiferien gehen.
Ach: schau an, Sonne geht auf, ich mus jetzt eh gleich los, es wird sich wohl alles regeln.

Stressleveldurchschnitt: das Band ist immer noch nicht ersetzt (auch so ein Punkt zu der Liste oben), aber man kann das ja ausrechnen, Viel.
Selbstbeweihräucherung: die Hose heute vor dem Anziehen auf strukturelle Integrität geprüft.

Mittwoch, November 07, 2018

ooo: still workshop

heute sowohl eine rambo 3- als auch eine musikalische Southpark-referenz thematisch passend adressiert als auch die Moderation einer breakout-session und den halben Tag incl dinner mit dem Wissen überstanden, dass meine knackig enge Hose am Po geplatzt ist und ich ausnahmsweise keine lange Jacke oä dabei hatte, ohne im Boden zu versinken oder übermässig rotzuwerden. (wie ich mal froh war, keine knallpinke Unterwäsche zu tragen).
genug in Sachen Stress und selbstbeweihräucherung für einen Tag.

Dienstag, November 06, 2018

OOO: Response delayed

Ich bin die nächsten Tage auf einem Offsiteworkshop mit strengen Laptop- und Smartphoneregeln und auch wenn ich im Äquivalent der letzten Reihe im Bus sitze, ist ausführliches Bloggen schwierig.
In diesem Sinne: bald wieder.

Stressleveldurchschnitt: n/a (gefühlt: hoch)
Selsbtbeweihräucherung: mehrmals durchgehalten, keine Meinung zu haben

Montag, November 05, 2018

#WMDEDGT11/18





You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?"
Mittlerweile wissen ja alle, wie es läuft, oder? Wir schreiben heute alle auf, was wir heute den ganzen Tag so machen und abends verlinken wir uns hier durch Klick auf die Schaltfläche, die sich abends freischaltet, und zack: man kann bei den anderen schauen, was da so los war. (Und: WMDEDGT? heisst: "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?" und hat vor über fünf Jahren seinen Anfang genommen in einer Tagbuchblog-Woche und seit April 2013, also seit ganz schön lang gibt es das jeden Monat am 5. und es ist KEINE BLOGPARADE!)


Allgemeines:
  • WMDEDGT hat seinen Anfang im Tagebuchbloggen gemacht und ich möchte, dass es auch so bleibt. Ich behalte mir deshalb vor, Links auf Posts, die halt heute geschrieben wurden, aber keine Tagebuchblogsposts sind, von der Liste zu löschen.
  • Die Linkliste schaltet sich um 18:00h frei, und zwar wirklich automatisch. Da kann jeder, seinen Link selber eintragen, indem er auf dieses Feld (das ab 18:00h hier ganz unten dann erscheint) klickt:
  • In meinen Augen ist es einerseits eine Frage der Höflichkeit, im verlinkten Blogpost auf die Aktion zu verweisen, sei es durch einen Link oder den Hashtag (am gescheitesten halt schon mit Link), und zwar nicht, weil ich da dann so unglaublich viele Klicks und Besucher hierher locke, das ist mir ja ehrlich gesagt wurscht), sondern, weil das Ganze ja als Gemeinschaftsaktion entstanden und gedacht ist und das funktioniert halt nur, wenn man die anderen #wmdedgt-ler auch finden kann und das klappt nun mal mit einem Link auf den hiesigen Post.
  • Ich behalte mir vor, alle Posts, in denen Werbung gemacht wird für was auch immer, aus der Liste zu löschen. Und das gilt auch dann, wenn Sie einen Link auf dieses Blog warum auch immer als Werbung kennzeichnen (und jajaja, ich weiss, dass Sie glauben, dass das deutsche Rechtssprechung wäre: ABER: Hier wird kein Geld verdient, ich gewinne NICHTS dadurch, dass Sie hierher verlinken, also, dieses Kasperltheater mache ich nicht mit.)
  • Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Inlinkz damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, tragen Sie sich halt nicht ein.
Heute habe ich tatsächlich bis zum Blick in den Feedreader beim Frühstückskaffee vergessen, dass heute #WMDEDGT ist. Es lebe die Vorausplanung!
Nachdem ich mit Q. zusammen gefrühstückt hatte und er sich auf den 7:04h-Bus verabschiedet hatte, loggte ich mich im Firmennetzwerk ein und fing schon daheim an zu arbeiten, anstatt auch zum Bus zu sausen, weil ich mir ja auf dem Weg noch die Grippeimpfung am Standort vor der Haustür abholen wollte (die Impftermine hier in der Stadt passen wegen 1000 anderer Termine nicht und ich werde langsam kribbelig, wann immer jemand in meiner Nähe niest) und der Werksarzt macht erst um 8:00h auf.


Kurz vor acht (L. und der Hübsche waren mittlerweile auch auf und die Katzen schon draussen unterwegs) stiefelte ich also los und nachdem ich mich auf dem echt weitläufigen Areal nur kurz verlaufe hatte, gab es ganz schnell den Pieks in den Oberarm und jetzt bin ich wieder entspannt, wenn ich unter Menschen bin.
Es reichte mir auch noch auf den 8:30h Bus und ich habe an keinem Zwischenstop den Kuchen vergessen, den ich nach mittlerer Begeisterung der Kinder („Mandeln?“ „Nüsse?“ „BIRNEN?!“) lieber den Kollegen unterjubeln wollte. Der Salespitch ist vermutlich verbesserungswürdig aber wenigstens ehrlich: „Hast Du Geburtstag oder was?“ „Ne, die Kinder fanden den Kuchen einfach scheisse“.

Den ganzen Tag zwischen dem eigentlichen und dem neuen Zusatzjob hin und her rotiert, das ist einerseits sehr toll, andererseits ein bisschen beängstigend, wie ich das alles so schnell lernen soll, dass ich binnen 6 Monaten überhaupt was beitragen kann bzw die Rolle füllen, und dann ist es halt vor allem auch echt viel. Aber in einem guten Sinn, es macht mir ja sehr Spass, mich in was Neues einzuarbeiten und neue Leute kennenzulernen. Unabsichtlich habe ich übrigens heute den knallroten Lippenstift getragen, den ich auf dem immer noch für Aufregung sorgenden Arbeitsprofilbild trage. Kann niemand sagen, ich wäre eine Mogelpackung? (Übrigens: ich bin ja ein Schisser mit knalligen Lippenstiften, die nicht matt und total kussecht sind (auch mit denen), weil ich Angst habe, dass ich mir beim Mittagessen oder Kaffeetrinken oder im Gesichtrumfummeln oder SchalüberdenKopfziehen den total Jokermund quer übers Gesicht schmiere. Und weil es so doof aussieht, wenn die teilweise abgelutscht sind. Aber: „What if“ von Colourpop hielt den ganzen Tag von 7 bis 19:00h (Montag ist mein langer Tag) ohne Auffrischen.)

Morgens

Mittags
Abends

Ausserdem kamen noch last minute Vorbereitungen für den Workshop ab morgen dazu („Congratulations, you have been voluntold to facilitate one of the sessions.“), ein hektischer Tag mit einem immerhin nur leicht schmerzenden Arm (ich feiere ja ein bisschen, dass ich so schlau war, mir am ersten Tag der Woche, in der ich wegen Dauerabendprogramm und Verreisen überhaupt nicht zum Sporteln kommen werde, die Impfung geholt habe, so dass da keine Extrasportelzeit verloren geht).
Zwischendrin: kurz nervös, weil der Hübsche Jon vor seinem Abmarsch nicht mehr gesehen hatte und heute tatsächlich den ganzen Tag keiner da war, um immer mal wieder mit Tütenrascheln die Mannschaft zusammenzuholen und auf Vollstänigkeit zu überprüfen. Aber um halb fünf kam Entwarnung: alle beide da.

Und so betont unschuldig, wie sie da auf der Treppe sitzen, haben sie massiv Dreck am Stecken. Das sagt mir mein Mutterradar. Bisher haben wir aber noch noch rausgefunden, was das ist.

Sonst: Montag wie immer.
L. vom Turnen abholen, bisschen sausen, dass wir den Bus um 18:36 nach oben erwischen, 18:45 sitzen wir am Tisch und essen unsere Montagspizza. Wir lassen den Tag Revue passieren (Podgorica-Test ist hervorragend benotet worden!), packen für morgen, es läuft ja diese Woche alles ein bisschen anders. Die Kinder springen zuerst unter die Dusche, dann wird noch eine Runde "Die letzte Drachentöterin" vorgelesen, ich muss noch Kinderadventskalender recherchieren, und dann werden der Hübsche und ich nach einer Badewannenpause mit einer grossen Tasse Tee auf dem Sofa versacken.

Stressleveldurchschnitt gestern: n/a
Selbstbeweihräucherung: im ersten Groupmeeting mit der neuen 20% Gruppe nur einen blöden Witz gemacht. (Der war aber schon gut.)







Sonntag, November 04, 2018

Faulitag, our way

Heute war unser letzter fauler Sonntag für eine Zeitlang und damit wir auch alles an Faulsein drin unterkriegen, haben wir wider beim Pyjamafrühstück unsere Liste an "sollten wir erledigen" und "wollen wir unbedingt unterkriegen" angelegt.


Das mag jetzt zwanghaft erscheinen, aber das ist mir eigentlich wurscht, für uns funktioniert es, und ich finde nichts schader, als am Abend eines Sonntags missgelaunt das Wochenende zu beschliessen, weil "Ich wollte aber noch ..." und "eigentlich hätte ich gern..." und "Mist, wir haben total vergessen, dass wir noch ... müssen".




Es liess sich alles unterkriegen, aber ich weiss jetzt, dass Butterpapier die Katzen von NIX abhält (keine Sorge, sie haben für eine ausgewogene Mahlzeit auch noch ordentlich den Hefezopf angeknabbert.)
Ergebnis der Poke-Runde: die Wollschweine im römischen Haustierpark haben Babies, eins davon ist ein shiny!



Es ist viertel vor sechs, es ist alles erledigt bis auf ... Bloggen, das hiermit auch und damit werde ich das Wochenende beschliessen und die Raclettesaison eröffnen.



Stressleveldurchschnitt: ansteigend, weil ich immer noch nix von der Garantiewerkstatt für das Bandl gehört habe.
Selbstbeweihräucherung: fix (hahahaha) 14 Jahre Blogposts durchgescrollt, um sicherzustellen, dass nur Bilder drin sind, für die ich das Copyright habe. Sicherheitshalber 5 oder so gelöscht. Meine Güte, habe ich schon viel gemacht, genäht, Seifen gesiedet, geschrieben....


Hintergrund: Das Internet vergisst nichts. Und ja, vor >10 Jahren war es uns allen vermutlich noch nicht so bewusst, was copyright bedeutet und dass einen sowas auch 10 Jahre später noch kneifen kann kann.  Ich sag mal so: ich bin mir fast sicher, dass es jeden von uns älteren Hasen erwischen hätte können, deshalb danke, Pia, für Deine Offenheit und den damit verbundenen Denkanstoss. Ich hoffe,  die Kampagne hilft beim Abfedern.

Samstag, November 03, 2018

Im Flug

verging dieser Samstag.
Dabei hatten wir gar nicht ewig ausgeschlafen, weil sich ja noch Besuch für vormittags angekündigt hatte.
Beim Semmelnholen im Coop bemerkte ich, dass heute anscheinend Schoggi-Probiertag war. Vor dem Eingang gab es Torino (mit Selfie-Contest auf einer teilvirtuellen Piazza, innen drin gab es Lindt-Aufstriche zu testen. An mir alles verschwendet, ich bin echt kein Schokoladenfan, alles mit Nüssen schon dreimal nicht und cremigschmierig auf dem Brot viermal nicht. Aber ich erwähnte es den Kindern gegenüber und so hatte ich willige Besorger, weil ich SCHON WIEDER vergessen hatte, meine Punktekarte mitzunehmen und die Tarte-Form mit drölfzigtausen Prozent Rabatt zu kaufen. Q. und das grosse Besuchsmädchen nahmen den Gang inclusive Schokoladenverkostung heldenhaft auf sich (und ich habe für morgen schon mal Tarterezepte rausgesucht. Ich schwanke aus Vorratslage zwischen Mandel-Birnen und Apfel-Calvados).

Nach dem Frühstück gingen Q. und ich den Schulstoff der Woche durch (mal sehen, in der Grundschule haben wir gar nichts geübt, mittlerweile braucht es doch mehr, aber wieviel mehr, da grooven wir uns noch ein. Falls es Sie interessiert: Dezimalbruchrechnen, Güterumschläge, "Wie erzähle ich eine Geschichte besonders spannend?" aka Storytelling, das hatten wir nämlich alle in der Schule, was jetzt als DER heisse Scheiss auf Bloggerkonferenzen verkauft wird, Mikroskopieren von Geissel- und Pantoffeltierchen und ...dings, ja, genau, passe composee, accents müssen Sie sich dazu denken, ich hatte Altgriechisch und Latein, das muss auch so gehen).

Dann Twitter-Bloggerbesuch, es ist immer wieder faszinierend, jemand, den man seit, ich weiss gar nicht, auf jeden Fall mehr als 10 Jahre regelmässig liest, dann mal persönlich zu treffen und eine Stimmlage dazuzubekommen. Unsere Kinder haben auf einmal gefremdelt, v.a. L., aber dafür die Katzen nicht :-). Schön wars!

Um zwei war es auch schon Zeit, die Kidner aus dem Haus zu werfen, es ist mal wieder Pfadiübung, heute sogar extralang, weil sie das Pfadiznacht vorbereiten, das am Abend den Eltern in der Dorfturnhalle serviert wird. MIT SHOW!

Ich habe den Nachmittag dazu genutzt, mal wieder die Nähmaschine zu entstauben, das Patenmädchen wünscht sich ja einen Hoodie mit Taschen zu Händereinstecken. Also habe ich eine "Lou" zugeschnitten, ich habe mir vor Ewigkeiten ja selber mal eine genäht (ohne Taschen) und trage sie immer noch sehr gern.
Als Bonus habe ich die Taschen aus Nicky-Stoff gemacht, ich finde es immer fast schade, wenn man selber vom Nicky gar nichts hat, weil der Kuschelteil ja aussen ist.
Ausserdem habe ich die lang gehüteten Strass-Rehe von Farbenmix endlich mal aufgebügelt (Kudos an den Hersteller, auch nach >5Jahren Lagerung liessen sie sich astrein aufbügeln.

Morgen noch die Kapuze, dann ist das Geburtstagsgeschenk fertig!

Um sieben trafen wir uns mit allen anderen Pfadieltern und -unterstützern in der Dorfturnhalle zum Pastaplausch, das sind so Momente, wie auch auf der Chilbi oder bei der Turnaufführung oder der Waldweihnacht, wo sich das alles hier sehr nach Stars Hollow anfühlt.



Stressleveldurchschnitt gestern: n/a
Selbstbeweihräucherung: ich kann das Nähen noch

Freitag, November 02, 2018

Dünnhäutig

What a day.
Auf der guten Seite:
  • ging es dem Hübschen heute besser als auch schon.
  • hat L. einen freshen Haarschnitt für die Hochzeitsfotos nächste Woche (und Q. einen Termin nächste Woche)

Beweisfoto für den Hübschen aus dem Kinderarztwartezimmer
  • sind 2/4 im Haushalt grippegeimpft. (Ich kann das nur jedem ans Herz legen. Ich war in meinem Leben noch nie so elend wie damals, als wir alle vier die Grippe hatten. Und das schliesst die Geburt zweier Kinder, zwei Schwangerschaften mit Kotzerei von Tag 1 bis Geburt, mehrmals Nierenkoliken wegen kompliziert, Hand gebrochen und alle sonstigen Zipperlein ein, die ich jemals hatte. Ja, der Arm wird Ihnen danach ziemlich sicher wehtun, ja, sie werden vielleicht Halskratzen und Matschigkeit fühlen (das hätten Sie um die Jahreszeit vermutlich auch ohne Impfung), aber das ist NICHTS gegen Grippe.). Und ja, Risikogruppen sind die wenigsten von uns, aber in Kontakt mit Risikogruppen (Menschen über 60, Kinder under 6 Monate, Immunsupprimierte, Menschen mit Herzerkrankungen etc.) sind wir praktisch alle und so sorgen Sie durch eine Impfung nicht nur eigennützig dafür, dass Sie nicht so krank werden wie nie zuvor (und statistisch gesehen 1 Jahr Lebenszeit verlieren), sondern schützen auch die Menschen, die an einer Grippe sterben könnten (ALLE btw.. DIe "spanische Grippe" ist genau 100 Jahre her, aber anscheinend  ist leider in Vergessenheit geraten, dass eine Grippe kein grippaler Infekt und Larifari ist. Wenn Sie mehr Info wollen: voila, bitte, hier). Der Hübsche und ich gehen nächste Woche zum Werkstarzt.
  • die Katzen haben für viel Spass gesorgt. Sansa hat erst einen Hund durch aufgestellten Flausch in Schach gehalten (und sich dann schon ganz gern von L. retten lassen) und anscheinend ein etwas schlammiges Angelrevier in der Siedlung entdeckt.

Das ist btw schon auf der Treppe ins Dachgeschoss. Also: nach dem Hoppeln über das Sofa mit den cremefarbenen Kissen, zwei Treppen nach oben und dem Kuscheln in L.s frisch bezogenem Bett.

  • habe ich arbeitstechnisch alles und mehr erledigt
  • schlafen wir heute in frisch bezogenen Betten (mit ein paar schlammigen Katzepfotenabdrücken bei L.)


Auf der nicht so guten Seite:

  • geht es dem Hübschen noch nicht gut.
  • habe ich eine Extra-Untersuchung wegen Laborresultaten gewonnen. In sechs Monaten. Die ich ganz entspannt abwarten werde (hahahahaha)
  • habe ich mir sehr viel Sorgen gemacht, als die Katze zum ersten Mal nicht 0.3 Sekunden nach Rufen angerast kamen. (Jon war ... eingeschlafen?, Sansa hatte das Hunde-Issue, alles gut).
  • war es einfach echt, echt, echt viel zu tun. und ich merke, wieviel anstrengender das wird, sobald ein Puzzleteilchen (heute zwei) nicht da sitzen, wo sie sollen.


Anyway: jetzt Pizza. Und Wochenende

Stressleveldurchschnitt gestern: n/a
Selbstbeweihräucherung: zwei mittel bis extrem spritzenphobische Kinder ohne Drama durch die Grippeimpfung bekommen. Der Hauptrespekt dafür gebührt aber dem Kinderarzt.

Donnerstag, November 01, 2018

November

Ich liebe November, besser ist nur noch Dezember und Januar und all die Monate mit Schnee. Aber November mit (okay, aktuell strahlendem Sonnenschein und >10°C) Regen, Nebel, kalt und dunkel, das ist meine Wohlfühltemperatur, ich kann meine Stiefel und warmen Kleider tragen, ich kann Ideen für Weihnachtsgeschenke und Adventskalender sammeln, das Weihnachtsessen (und den nächsten Sommerurlaub) planen, ich mag das.

Diesen November steht folgendes schon mal fix an:

  • Pfadiznacht (d.h. die Kinder bereiten Abendessen und Show für die Eltern vor)
  • Nachtübung bei den Pfadis
  • Nationaler Zukunftstag, Q. wird ein letztes Mal mit zur Arbeit kommen, diesmal mit dem Hübschen.
  • der Berlin-Trip zur Hochzeit des Schwagers
  • ein dreitägiger Offsiteworkshop bei der Arbeit
  • Grippeimpfung für ALLE!
  • der Geburtstag meines Patenmädchens (ich muss noch einen Wunschhoodie nähen!)
  • Friseurtermin für mich
  • die Kinderskisachen müssen gegen passende ausgetauscht werden
  • ich fahre nach Italien für die Arbeit
  • mein Vater hat einen runden Geburtstag
  • und immerhin schon das erste Weihnachtsevent
  • Dazu haben die Kinder Vollgas in der Schule, ich habe heute den ersten Termin für meinen neuen 20% Zusatzjob gehabt (das wird sehr spannend!), es wird uns sicher nicht langweilig.


Die Idee für die Monatsvorschau habe ich mir bei Frische Brise abgeschaut.
Eine wundervoll poetische Monatsrückschau (respektive auch Sammlung derselben) findet sich bei Mlle Readon!

Stressleveldurchschnitt gestern: n/a
Selbstbeweihräucherung: ich glaube, das mit den Extrajöbchen, das "chunnt guet"






Und wie nach jedem Post der letzten Wochen bin ich milde gespannt, wie lange es dauert, bis der ehemals enthusiastische Fan diesen banalen Heitschi-Bumbeitschi-Post als Aufhänger für Analysen meiner Person und meines Geisteszustandes nimmt. Und ob ich diesmal widerlich, gezielt bis abartig bösartig, das Klischee eines ganz armen Würstchens, karrieregeil, arrogant, egozentrisch, selbstverliebt, schizophren selbstherrlich, frech, allglatt, supercooles Extrabiest, aber dafür mit tiefen inneren Problemen bin. Es gibt ja immer so eine Schere zwischen Eigen- und Fremdbild, das ist ja manchmal ganz lehrreich, das ein bisschen genauer anzuschauen. (Manchmal ist es aber auch sehr skurril und erschreckend.)