Montag, Januar 18, 2021

180121: Von wegen nix los

 Da mokiert man sich ewig, dass vor lauter Homeoffice und Pandemie überhaupt nichts passiert, und dann ist Montag und alles passiert auf einmal.

Neben Montag, den üblichen Hiobsbotschaften (St. Moritz hat mehrere Hotels und Schulen unter Quarantäne gestellt wegen UK-Mutations-Outbreak, in Bremgarten (gar nicht soooo weit weg von uns) sind zwei Schulen incl angehörigen Familien unter Quarantäne, weil zwei Klassen in Wengen im Skilager waren und zwei Kinder positiv zurückkamen. Wengen ist der Ort, dessen Inzidenz für die Lastminute Absage (also wirklich: last minute) des FIS-Worldcup-Rennens letzte Woche zuständig war. Naja. Alles wie immer, Skifahren ist ja was, was man draussen macht, nach wie vor kein Grund, die Skigebiete zu schliessen.) kam dann heute morgen die Meldung, dass man sich im Aargau zentralisiert für eine Impfung anmelden kann. Die Menüführung ist, finde ich, userfreundlicher als die in Bayern, ich brauche keinen Account, keine Emailadresse, "nur" ein HAndy und meine Krankenkassenkarte. Und, das wäre doch auch was für Bayern / D: Leute ohne Handy/Internetzugang können sich in der Apotheke anmelden lassen. Grad mal erledigt. Ich vertraue dem Ganzen so mittelgut, werde also nach wie vor ein Auge drauf haben, wann man dran sein müsste/könnte und sich evtl direkt anmelden kann.

Also: zur Impfung angemeldet.

Kurzer Ärger über unsere Krankenkasse, die in ihrer App heute "Detox" zum Entschlacken und Entgiften anpries, wo es doch im Körper keine Schlacken gibt und die Niere brav entgiftet, auch ohne dass man nur Säfte für zig Geld, nur von 7:30 bis 8:20h grüne Lebensmittel, die mit "h" anfangen, isst, oder pegan oder ohne Paleo oder rohvegan. Dem Ärger machte ich als guter Internetmensch auf Twitter Luft und zack, so schnell habe ich noch keine Reaktion auf so etwas gesehen, in no time wurde das Thema behandelt, die Challenge und der Text gelöscht sowie dder Begriff "Entschlacken" auch aus anderen Texten entfernt. Kudos!

Vor lauter Begeisterung (und weil ich seit 100 Jahren zum ersten Mal wieder auf der Homepage der Krankenkasse war) grad noch das Telemedizingerät bestellt, so dass wir bald daheim abhören, filmen, Fotos, Temperaturmessen, etc können und das von Ärzten online beurteilen lassen können. In meinem Kopf ist es natürlich das Doktorhologramm von der Voyager, in Wirklichkeit nur ein Kistchen mit verschiedenen Adaptern, aber das wird trotzdem toll. (Bitte sparen Sie sich alle Kommentare, gehen Sie einfach davon aus, dass wir durchaus vernünftig handelnde und abwägende Menschen sind, danke.)

Arbeit wie immer, zum Mittagessen kam L. jedoch käsebleich nach Hause: er war beim Sportunterricht vom Trampolin aus nicht auf den Füssen auf der Matte gelandet, sondern auf dem Bauch und hat sich dabei ordentlich die Wirbelsäule in die falsche Richtung gebogen, man stelle sich einen Skorpion vor, und hatte ordentlich Rückenschmerzen. Ich bin bei genau diesem Unfall ein bisschen empfindlich, so habe ich mir nämlich beim (ok, nicht Schulsport) Vereinstrampolintraining auf dem grossen Trampolin (ok, nicht dem kleinen schrägen) bei einer Bruchlandung aus einem geplanen 1,75fachen Salto vorwärts (ok, kein Bauchklatscher aus dem Stand) mit einer Bauch- statt Rückenlandung, aber genug Schwung für eben die 1.75fache Rotation in die Sicherheitsmatte (ok, nicht.. doch, in die Matte) zwei Wirbelfortsätze , das war nicht so ohne.

Also: hektische Aktivitäten über Mittag: Abklären mit der Versicherungshotline (ja, bitte abklären, bei Gelegenheit Unfallbericht ausfüllen), mit den Nachmittagslehrern (L. kommt nicht), mit dem Nachbarsmädchen (Hausaufgaben), mit den Kollegen (Muss Kinderarzt anrufen grad zu Meetingbeginn), mit dem Kinderarzt (können wir heute noch kommen?), dann kurz Schnaufen und weiterarbeiten. Dachte ich, aber dann passierten zwei Dinge gleichzeitig:

L.s Schulfreund läutete, um ihn zum Nachmittagsunterricht abzuholen und 

Jonny kam mit einem noch sehr lebendigen Vogel durchs Katzentörchen. 

Tierpolicy ist ja: was noch zu retten ist, wird gerettet und der Vogel sah noch gut aus. Also nahm ich Jonny hoch (knurrend, voller Krallen, mit Vogel im Maul) und öffnete die Tür, vor der L.s Freund stand, leicht verstört über die Aggrokatze auf Gesichtshöhe.

Wir konnten klären, dass er allein geht, ich setzte Jonny ab, der wollte sich den Vogel nochmal zurechtlegen, was der zum Wegfliegen nutzte, ich nahm Jonny grad wieder mit rein und entschädigte ihn mit einer Handvoll Snacks, und puh, das war einiges.

Nachmittagsarbeit bis Zeit für Kinderarzt (ich rechne es der Praxisorganisation sehr hoch an, dass wir L.s Termin mit Q.s eh schon abgemachtem Kontrolltermin für Zeh kombinieren konnten).

Sehr süss war, dass L. bei der Beschreibung des Unfalls erst fragte, ob er auf Hochdeutsch wechseln könne. Es ist echt spannend, wie unflüssig ihm das aber in Kontakt mit anderen Menschen als Familienmitgliedern über die Lippen kommt, und so wechselte er ganz, ganz schnell wieder zu Mundart.

Fazit: alles ganz höchstwahrscheinlich, "nur" ordentlich gestaucht, er soll sich wenig bewegen und wenn es schlimmer oder irgendwie komisch wird, sollen wir wieder kommen. Auch der Zeh scheint auf dem richtigen Weg (höhöhö).

Puh.

Alles in allem sehr gesundheitslastig heute, ich würde sagen, dieses Thema haben wir für die Woche in einem Schwung abgehakt!

Gegessen:

Joghurt, Früchte, Granola

frischgebackenes Brot, Salat mit karamellisiertem Ziegenkäse

Montagspizza


Gesehen: "Disenchantment" und "Valhalla Murders"

Gelesen: Ich muss schauen, was ich anfange, gestern abend habe ich nach dem .... 5.? Nicci French-Thriller in Serie beschlossen, dass ich durch bin mit durchschaubaren, immer gleich gestrickten Fliessbandkrimis, wo immer eine Frau von allen verkannt wird, total verplant und verängstigt ist, aber überzeugt, dass sie als einzige recht hat, immer als einzige recht hat, die Polizei keine Ahnung hat, der Inbegriff von Verwahrlosung ein gesprungenes Fenster ist, der Inbegriff von "keine Zeit für Haushalt" ein nicht heizender Boiler (ohne Witz: in jedem einzelnen Buch. Als ob irgendjemand für Wochen oder Monate ohne kaltes Wasser leben würde, nur weil man "keine Zeit hat". Als ob Spülmaschinen, Waschmaschinen und Trockner nicht viel öfter kaputt gehen würden!) ist, das ist alles ein bisschen arg einfallslos.

Stressleveldurchschnitt gestern: 16

Selbstbeweihräucherung: ich denke, der Vogel fand mich ok.

Sonntag, Januar 17, 2021

170121 Sunday, Funday

Wie angekündigt, war gestern Haareschneidetag und erste Runde Haarefärbetag, heute dann zweite Runde Färbetag und ich sag's jetzt schon, damit Sie grad wissen, welche Reaktion ich erwarte: mir gefällt es super.
Vorher: rausgewachsener Undercut, rausgewachsene Blondierung, einmal mit alltagsgeschminktem Gesicht:




Und hier direkt vor dem Schneiden in der Dusche abgeschminkt und mit gerade so noch sichtbarem Buck im Schneidezahn (Erinnerung an Silvestern 1999/2000 und eine mittelgut gezielte Sektflasche auf dem Odeonsplatz. Also: zum Trinken, nicht geworfen. Eh unwichtig, weil der wurde in den folgenden Aktivitäten nicht bearbeitet)


Nach dem Schneiden (nur an den Seiten mit der Langhaarmaschine, die Kante oben mit der Schere nachgeschnitten)

Es folgten verschiedene Färbeschritte, die nicht dokumentiert wurden, weil sie sich mit dem Abendessen (kochen und essen) überschnitten. Stellen Sie sich vor: britzelnde silbergraue Pampe auf den Haaren, eingewickelt in Frischhaltefolie, ziemlich heiss. Und dann: Lila Shampoo, auch in Frischhaltefolie gewickelt, es läuft an den Seiten richtig Giuliani-like raus.
Danach: leicht fliederfarbene Längen, nicht mehr ganz so gelbe Seiten und Ansätze.

Heute mittag dann in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem Hübschen seriöses Strähnchenfärben in Pastel Pink und Pastel Apricot, das Unordentliche heisst "undone look" und gehört so. Keine Frischhaltefolie, wie L sagt: "Immerhin schwitzt Du keine Farbe mehr, das ist schon mal besser.", ging auch nur eine Viertelstunde.



Ausgewaschen, gestylt, geschminkt (meine Haare sind den "Seitenscheitel" respektive das auf der linken Seite Liegen so gewohnt, dass auch mit viel "Fiber Gum" ein wirklich mittiger Swoosh nach hinten noch nicht so gut hält. 

Auf der anderen Seite schon eher:


Und wenn man mit den Fingern durchwuschelt und die Haare wieder nach links lässt, dann sieht das so aus und das wird der Standardlook für die nächsten Wochen (von wegen 2-3 Haarwäschen, das habe ich ja in der ersten Lockdownzeit ausprobiert) sein: 

Sonst: SCHNEE!
Q. schaut jetzt "House of Cards, L. liebt "Animal Crossing", es schneit immer noch. Alles sehr gemütlich.

Ich hab keine Lust auf den ganzen Kladderadatsch hier unten dran, nur eine kurze Selbstbeweihräucherung:
kurz vor knapp (also: vor dem Drüberschütten) gemerkt, dass ich aus Versehen die doppelte Menge Griess in die Creme für den "Putzlappenkuchen" gerührt hatte und das keine Creme mehr war. Gsd hatte ich noch genug Zeug für eine zweite Portion, die erste habe ich in einer Auflaufform gebacken und werde den Kindern zum Abendessen süsse Griessschnitten daraus rausbraten. (Kuchen nicht versaut, nix verschwendet, Kinder happy, weil süsses Abendessen)
 

Samstag, Januar 16, 2021

160121: Wie früher

Es hat aufgehört zu schneien, ist aber kalt genug, dass auch bei uns unten noch alles liegengeblieben ist. Das passiert hier ungefähr alle 100 Jahre, ok: 2006, 2010 und 2012 die letzten Male. 
  • 2006 war Q. noch winzig und wir hatten nicht mal Schuhe für ihn.
  • 2010 hatten wir uns zu Weihnachten eine Rückenlehne für den Holzschlitten gewünscht, deshalb nicht selber besorgt, nicht bekommen, und deshalb hatten wir keine, als Weihnachten der Schnee da war. Die Bilder von dem Winterspaziergang sind wunderschön und bilden nicht ansatzweise ab, wie scheisse das währenddessen war: L. wollte und konnte nicht ohne Lehne auf dem Schlitten sitzen, er wollte nicht drauf liegen, er wollte nicht vor Q. draufsitzen und festgehalten werden. Er wollte von mir auf dem Arm getragen werden. Im Schneeanzug. LOL.
  • 2012 haben wir alles ausgenutzt, bis wir Grippe bekommen haben (und auch noch einen oder zwei Tage länger), dann waren wir 4 Wochen ausser Gefecht (hehehe, wie schön, dass ich mich damals schon auf das Produkt gefreut habe, das ich 9 Jahre später immer noch betreue :-)) und dann war es auch vorbei mit Schnee.

Jetzt aber!
Die Schlittelstrecke auf der Wasserfallen ist gesperrt, weil die Bäume im Wald unter der Schneelast zusammenbrechen, auch bei uns war der Weg durch den Wald nach oben nicht das allerklügste, es war beeindruckend, wieviele auch sehr dicke Bäume umgestürzt waren. 
Oben auf dem freien Feld dann Schlitteln, so wie wir das früher als Kinder gemacht haben: runterfahren, rauflaufen. Unsere skigebietsverwöhnten Kinder waren überrascht, WIE anstrengend das ist!
Wieder daheim gab es Fasnachtschüechli, ich wollte rausfinden, wie die gleichmässigen Wellen reinkommen, aber auch das offizielle Migros-Video klärt das nicht (Die Kinder haben nach dem vierten Mal schauen genervt gemeint: "BEIM FRITTIEREN!", aber die 16 genau gleichen Wellen in jedem Kuchen, da muss irgendeine Form im SPiel sein und das habe ich nicht erkennen können.)
Danach: Haareschneiden (ich wäre jetzt bundesligachic), der Hübsche hat mit der Rasiermaschine die Seiten bis rauf zur Wolle geschoren (ich hatte nach ....24 Jahren erstmals wieder grössere Mengen abgeschnittene Haare mit meiner Naturhaarfarbe in der Hand, btw immer noch kein grau!), nach der Sauna habe ich islandfarben blondiert, den Restgelbstich mit Lilashampoo rausgenommen und morgen kommt noch der fancy Teil mit den bunten Strähnen. Stay tuned.

Zum Abendessen gab es auch Kindheitsessen (naja, so ein bisschen abgewandelt): Kartoffelbrei, Fleischpflanzl (aus Vegihack) und Dörrbohnen und Gurkensalat. Das hat richtig gut gepasst!












Der Hübsche hat mal wieder die Drohne fliegen lassen (sogar Jonny auf dem Werksgelände entdeckt, der kann sich ja aktuell überhaupt nicht tarnen) und coole Bilder gemacht (Videos gibt es hier):





 Zu guter Letzt: Normalerweise habe ich in diesen Hängetöpfen Küchenkräuter kopfüber wachsen, aber aktuell gibt es im coop keine Kräutertöpfe und in den Hieber auf der anderen Grenzseite, wo es die genau richtig grossen Kräuterbüschel mit Wurzeln aus dem Brutschrank gibt, komme ich grad nicht, also habenw ir es mal mit einer Miniorchidee versucht ("Gegenstände des täglichen Bedarfs")

Freitag, Januar 15, 2021

150121 Alles zäh, trotz Schnee

 Und ja, der eine oder andere würde sagen: wegen Schnee, ich aber nicht.

Heute war alles irgendwie ... zäh. Die Tagesplanung lief nicht rund (zB hatte ich vergessen, dass der Coop unter der Woche erst um halb neun aufmacht und stand ich (mit dem Auto, auch weil nur 300m von uns, aber der Standardapproach, nämlich mit dem knallvollen Einkaufswagen nach Hause fahren, ging wegen Schnee nicht und heimschleppen schaffen auch der Hübsche und ich zusammen nicht für 4, davon 2 Teenies im Wachstum.) ganz allein mit zwei Schneepflügen auf dem Parkplatz um 7:58h. 




Ich bin also wieder heim, habe stattdessen die Retourenpakete, die gestern trotz bestellter und bestätigter Abholung keiner abgeholt hat, zur Apotheke gebracht (da ist ja jetzt der Paketshop), die macht nämlich tatsächlich um 8 auf. Noch Kopfwehtabletten nachgekauft mit soviel Beratung, wie ich nicht mal für die Betablocker für L. damals bekommen habe.

Das Feuerwehrprojekt von gestern hatte sich weiterentwickelt, aber mit nix für mich zu tun, die Meetings, wegen derer ich das Einkaufen auf nachmittags verschoben hatte, wurden immer ungefähr 10 Minuten vor Start abgesagt, auf NACHMITTAG verschoben oder dauerten nur wenige Minuten. Immerhin gab es dann noch eine unerwartete Feuerlöschaktion, die uns im blödsten Fall noch eine Zeitlang beschäftigen wird, aber auch da: erstmal alles erledigt.

Die Katzen rannten rein und raus, Sansa hat echt die falsche Frisur für das Wetter, hat aber in 5 Minutenblöcken draussen gespielt wie ein kleines Kind:

(Danach ihr schneeverklumptes Fell bei mir auf dem Schreibtisch aufgetaut und dann wichtig geschaut und das Protkoll übernommen).



Jonny hatte ernsthafte Dinge zu erledigen und kam sogar mit einem Vogel nach Hause.

L. wurde am Nachmittag schlitteln geschickt, aber es hat hier so selten Schnee, dass er aus Versehen auf den "Babyhügel bei der Müllpresse" ging und vergessen hatte, wo der "grössere Hügel, wo Du, Mami, mal die Mami von I. und R. umgefahren hast" ist (und auch lieber nicht gefragt hat). War also nur so mittelspannend.

Sehr spannend war die Kommunikation von Fedex bezüglich des ENDLICH verschickten letzten Weihnachtsgeschenks, der Oodies für die Kinder. Sie hätten schon lang da sein sollen, aber dann war Corona und Brexit und Lastwagenstau, aber gestern morgen wurden sie in England Fedex übergeben, mit einer Lieferungsankündigung für gestern abend bis 18:00h. Wenig erstaunlich hat das nicht geklappt. Heute morgen kamen zeitgleich eine Benachrichtigung per Mail, eine per SMS und dann noch eine per Mail. Sie besagten, dass das Paket a) gestern (SMS), heute (Mail) und/oder am Montag (käme). Während ich beim Einkaufen war, kam noch eine SMS und dann noch eine Mail. Die SMS sagte: "Das Paket konnte leider nicht zugestellt werden, bitte hier klicken für wie weiter" und ich musste nicht mal schnaufen (keine Ahnung, wo das Fedex-Lager ist), weil die Mail sagte: "Das Paket wurde zugestellt, ist bei den Nachbarn".

Daheim hing dann noch ein Zettel, der Nachbarsjunge schaute mich jedoch an, als hätte er mich noch nie gesehen, nein, er hätte kein Paket, nein, seine Mama oder Papa wären auch nicht da. Naja.

Ein paar Minuten später waren Mama und Paket dann doch da und jetzt ist L. happy. (Weil Einheitsgrösse habe ich auch probiert: sehr, sehr warm, sehr sehr flauschig.)

Naja, ich bin alles andere als entspannt, aber dafür ist Freitag, es hat Schnee, wir haben alles eingekauft, ich habe pastel pink, apricot und rosegold für das geplante Haarexperiment an Wochenende, gleich gibt es Pizza. Es wird.


Gegessen:

Joghurt, Himbeeren, Birne, Apfel, Granola

Spaghetti mit Tomatensosse

Freitagspizza


Gelesen: "Seit er tot ist" oder so ähnlich

Gesehen: "Disenchantment"

Stressleveldurchschnitt gestern: 37

Selbstbeweihräucherung: nicht geheult oder getobt (oder, das wäre meine spontane Reaktion gewesen, wütend mit dem Einkaufswagen drüber gefahren, hin und her, bis alles Matsch ist), als mir beim Einpacken des Wocheneinkaufs, der mich heute so unglaublich gestresst hat, ich habe nichts gesehen wegen beschlagener Brille wegen FFP2, mir war heiss wegen WInterjacke, ich hatte latente Panik wegen keine Luft kriegen und ICH HABE EINEN GUMMI UM DEN  KOPF, ICH BIN EINGESPERRT!, in den Kofferraum der "Family Sparpack 750g bunte Cocktailtomaten" im Einkaufswagen umgekippt ist und alle 750g bunten Cocktailtomaten durch das Einkaufswagengitter in den dreckigen Matsch auf dem Parkplatz geplumpst sind. Man hat es wegen Maske nicht gesehen, aber ich habe sie mit stoischer Miene eingesammelt. Scheisstomaten.

Donnerstag, Januar 14, 2021

140121 Alles gut, weil Schnee

 Eigentlich war heute kein so richtig guter Tag, ich hatte ab gestern abend nicht nur Nackenschmerzen und Schulterschmerzen, sondern die daraus resultierenden höllischen einseitigen Kopfschmerzen in der rechten Kopfhälfte, die von der rechten Augenbraue und dem rechten Schädelansatz ausstrahlen und sich in der Mitte treffen, und zwar so sehr, dass mir vor Schmerzen übel wurde. Ich kenne das von vorletztem Jahr kurz vor und nach Weihnachten, wo ich ja dann zur Arbeitsphysiofrau gegangen bin und zum ersten und zweiten Mal in meinem Leben massiert wurde (und nein, es war gar nicht schön und ich bin nicht sofort zum Fan geworden) und weiss woher es kommt und was ich dagegen machen kann. zB Massieren lassen, und auch wenn es theoretisch möglich wäre, ist es mir das Risiko nicht wert, Schultern runter, richtig sitzen, HALT EINFACH MAL ENTSPANNEN! Dank #dryjanuary weiss ich immerhin genau, woher die Kopfschmerzen kommen und woher nicht :-) (ich habe übrigens nahezu meine gesamte Flüssigkeitszufuhr auf Kräutertees (Fenchel, Pfefferminz, 8 Kräuter, Koala-Tee) und natürlich die gewohnten Mengen Kaffee umgestellt).

Also: gab es heute nacht, als ich um zwei aufwachte wegen nassgeregnet werden, und vor Schmerzen nicht geradeaus schauen konnte (okay, es war eh dunkel), eine Ibuprofen und die reichte bis in den Vormittag. Danach wurde es wieder doof, das lag auch daran, dass eine höchstdringende, sehr aufwendige Angelegenheit mit einer RIESENMENGE involvierter Leute, die nur teils die Dringlichkeit und auch nur teils ihre Rolle in dem Ganzen verstanden, mich beschäftigt und vor allem angespannt hielt.

Naja. Die dringend nötige Crosstrainerrunde war dann auch nur halbtoll, weil ich nach einer guten halben Stunde mit heftigem Unterzucker fast vom Gerät kippte (mit rasenden Kopfschmerzen).

ABER: all das war nicht wirklich schlimm, weil: es hat geschneit! Morgens noch strömender Regen, während meine Kollegin aus dem Elsass schon dicke Flocken vor dem Fenster hatte, eine halbe Stunde später auch bei uns: Schnee, Schnee, Schnee!

Die Katzen waren not amused, sie liefen rein und raus und rein und raus, sogar Jonny brauchte eine Zeitlang, bis er sich wirklich nach draussen wagte. Dann aber verschwand er für ein paar Stunden und als wir ein Spazierründchen  machten, sahen wir ihn im dicksten Schneetreiben auf der Spitze des Hügels auf dem Werksareal mitten im Schnee stoisch sitzen und über seine Ländereine wachen. (Er kam dann platschnass mit uns zurück und hatte viel zu erzählen :-)) (Klick für Slomo-Katzenvideo)


So ging es los



So gings weiter. Aber auch bei Schnee MUSS auf dieser Bank auf dem Heimweg Pause gemacht werden.


L. kam mittags mit einem gerollten Schneeklumpen aus der Schule, parkte ihn in unserem Vorgarten und rollte ihn zum NAchmittagsunterricht wieder zurück. Für nochmal nach Hause war er dann zu gross :-). Er hat begeistert draussen Schnee geräumt.

Q. war ja mit dem Bus in der Schule, kam aber auch problemlos nach Hause.

Meine Schwester vom Schwarzwaldrand schickte Bilder über Bilder, wie sie im Schnee ertrinken und kein Ende in Sicht ist und so sehr ich auch glauben möchte, dass ich auch diese Mengen toll finden würde, so sehr könnte es auch sein, dass ich das nur glaube, weil ich sie nicht im Garten/Strasse/Gehsteig habe.

Auch gut: Telefonat mit unserem Bankmensch. Das letzte Mal, als wir mit ihm geredet haben, war er noch Lehrling, heute ist er Filialleiter. Kann man jetzt sagen: Überflieger, oder "Wow, so lange habt ihr nix gemacht?" und vermutlich ist beides wahr. Wir haben Luxusproblemchen, dafür eine schnelle Lösung und die längerfristige Lösung wird natürlich eine Luxuslösung werden, Dinge, von denen ich nicht dachte, dass ich mich jemals mit sowas befassen würde. Spannend und schon ein bisschen sehr grossartig.

Man könnte das fast als Stockfoto für Homeofficehipster nehmen (Sitzsack, Smartphone UND Laptop, Hafermilchlatte, Edelstahltrinkflasche, FRISUR oben und unten am Kopf), tatsächlich hat der Hübsche auf der zweiten Sitzgelegenheit neben meinem Highend-Bürostuhl in Q.s Teeniezimmer (man beachte die Reste der Bio-Plakatgestaltung im Hintergrund) Bankgeschäfte erledigt und mich dann wieder allein gelassen.

Jetzt mache ich mir gleich wieder Wärmflasche und letzten Tee für heute und dann kuschle ich mich mit Buch ins Bett am offenen Fenster, ganz nah am schneebedeckten Dach. Vielleicht entspanne ich mich sogar ein bisschen.

Gegessen:

Joghurt mit TK Himbeeren, Mandarine, Birne und geraffeltem Apfel und selbergemachtem Granola. (Vielleicht ist die Honigbrot-Phase wieder vorbei?)

nochmal Süsskartoffelpaprikasuppe mit Brot und Salat

Zucchinipuffer mit getrockneten Tomaten und Sesam (KäptnCook) mit Salat und drei Sorten Dips (Joghurt/selbergemachte Mayo mit Tahin, Koriander/Limette, Knoblauch). Haben alle gegessen und von ok bis grossartig gefunden.


Gelesen: den nächsten Nicci-French-Krimi, ich habe keine Ahnung, wie er heisst

Gesehen: Nachrichten, Schnee beim Fallen zu

Selbstbeweihräucherung: ein sehr cooles Geburtstagsgeschenk für L. bestellt

Stressleveldurchschnitt gestern: 27

Mittwoch, Januar 13, 2021

130121 Ein Ruck!

 Da bin ich doch gestern glatt durcheinandergekommen und dachte, die Bundesratspressekonferenz gesehen zu haben, dabei war das "nur" der Point de Presse der ... Taskforce? Pressekonferenz war heute und ich habe mir auf dem Crosstrainer angehört, https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-81967.htmlwas ab Montag gilt (es ist schon soweit: ich habe heute nacht vom Bundesrat geträumt, genauer gesagt bin ich von Alain Berset streng ermahnt worden, nicht zu schwatzen während der Sitzung). Es gibt endlich, endlich, endlich den lang schon beschworenen "Ruck" und somit werden abgesehen von abstrusen Ausnahmen wie Friseuren und Blumenläden alle Läden für den nicht täglichen Bedarf geschlossen (sind sie bei uns im Aargau schon seit kurz vor Weihnachten), man darf sich im privaten und öffentlichen Raum mit zu mehr als zu fünft treffen (und da zählen Kinder und Familienmitglieder dazu, keine Ahnung, wie es mit zB vier Kindern ist, ob man dann eines abgeben muss. Natürlich Quatsch, aber für uns ist es tatsächlich die einzige Regel, die gewissermassen eine Anpassung erfordert, weil L. jetzt nicht mehr, wie manchmal, zwei Freunde gleichzeitig zum Spielen einzuladen kann, sondern halt nur einen. Das wird klappen.), und Homeoffice ist verpflichtend anzuordnen (ändert für den Hübschen und mich jetzt nun gar nichts).

Die zwei grossen S (Schule und Skifahren) werden nicht angefasst, beide sind in der Verantwortung der Kantone. Das Skifahren ist mir persönlich tatsächlich relativ egal (wir müssen ja nicht gehen und haben für uns entschieden, dass das eine ganz doofe Idee wäre aktuell), ich verstehe allerdings nicht, wie man daran so festhalten kann. Klar fährt man draussen und klebt nicht aufeinander, aber bis man fährt, klebt klebt man aufeinander (darf man eigentlich noch zu mehr als 5 Leuten in einer Gondel sein?) und das Unfallrisiko auf der Piste ist eine total unnötige Belastung der eh schon am Anschlag operierenden Krankenhäuser.

Bei den Schulen bin ich ... indifferent. Gerade bei den älteren Schülern (Gymnasien und alle anderen Schulen ab der 10. Klasse) verstehe ich nicht, warum nicht auf Distanzlernen umgestellt wird, bei den Oberstufen der obligatorischen Schulen (bei uns Q.) habe ich tatsächlich auch Bauchschmerzen beim Präsenzunterricht, bei den Jüngeren.... bin ich persönlich froh, dass sie offen sind. Ich sehe schon die ungläubig aufgerissenen Augen meiner deutschen Leser, ich behaupte auch nicht, dass ich das alles voll und ganz verstehe und alle Informationen dazu kenne und bewerten kann, auf gar keinen Fall, das versuche ich gar nicht, mir scheint es auf jeden Fall so, dass in der Schweiz zumindest unter Fachleuten eine tendenziell andere Ansicht herrscht als in Deutschland, was die Rolle von Schulen und jüngeren Kindern in der Pandemie angeht. Dazu kommt, dass Klassenstärken, Ausstattung und Schutzkonzepte vermutlich auch nicht 1:1 vergleichbar sind. Anyway, es ist, wie es ist, ich gehe davon aus, dass die Gymnasien und andere 10+-Klassen spätenstens im Februar geschlossen werden, beim Rest wage ich keine Prognose.

 Sonst so: gearbeitet, ziemlich erfolgreich, L.s Schuhlieferung, 2. Teil, in Empfang genommen (es werden jetzt noch nicht die Regenbogenschuhe, aber welche mit Colorblocking in schwarz, blau und gelb), Rücksendung fertig gemacht, zweite Welle Pilze geerntet (den Hübschen schüttelt es richtig) und verspeist, Sport gemacht (Crosstrainer UND Killerupperbodyworkout), Nachrichten, Lesen, Teetrinken, das übliche Pandemiealltagsprogramm (ah, nicht wie gestern vergessen, mich auf die Stachelmatte zu legen, weil immer noch Schulterschmerzen).

Gegessen:

Honigtoast

Süsskartoffelsuppe mit gebratenen frisch geerntete Champignons und frisch gebackenem Brot 

Birnen

Feldsalat mit viel Zeug (Rest Rotkohl, Tomaten, Gurken, Stangensellerie, Rauchmandeln, Karotten), einer Riesenportion gebratenen frischen Champignons und mit Honig karamellisiertem Ziegenkäse. 

(Doch, ich finde, wir essen ziemlich lecker in der Homeoffice-Kantine)


Gelesen: "Das rote Zimmer"

Gesehen: Pressekonferenz, deutsche und schweizer Nachrichten

Stressleveldurchschnitt gestern: 37

Selbstbeweihräucherung: nach dem Rennen ungeduscht, weil nachher noch Workout, mit Kapuzenjacke über Sportklamotten sehr seriös ausgeschaut (hat ja keiner gerochen) und eine Stunde lang mit Kollegen aus Kanada, Kalifornien und Frankreich über Quality Risk Management diskutiert

Dienstag, Januar 12, 2021

120221 Puh.

 Gute Neuigkeiten zuerst: in der Schweiz ist jetzt auch der zweite Impfstoff gegen Corona zugelassen, #buylocal, sozusagen, die Kindern sind ein bisschen stolz, dass wir schon ein paarmal (auf dem Weg zum Skifahren) an dern Produktionsstätte im Wallis vorbeigefahren sind. Morgen schon wird die erste Lieferung eintreffen (ich kann mir so ungefähr vorstellen, was bei den Techops-Kollegen bei Moderna/Lonza und BioNTech/Pfizer im Moment abläuft, Kudos!), die offizielle Schweiz ist immer noch davon überzeugt, dass bis Sommer alle die, die wollen, geimpft sind. Ich hoffe es sehr.

Auch eine gute Neuigkeit (naja): wir hatten heute das unangenehme Gespräch, vor dem erst ich richtig Bammel hatte und auch der Hübsche dann kurz vorher nervös wurde, aber es lief so gut, wie so was halt laufen kann und viel besser als erwartet. War wohl keine grosse Überraschung (oder jemand ist extrem gut im Pokerface, was ich aber nicht glaube). Das erleichtert mich sehr, es kommt noch ein bisschen Adminkram hinterher, aber das ist schon terminiert respektive aufgegleist.

Bei der Arbeit haben sich sehr zähe Sachen nahezu von allein (as if.... dem nächsten, der mir irgendwann, in irgeneinem Zusammenhang sagt: "Relax, des chunnt scho guet!", den beisse ich in die Nase. Nie wird irgendwann irgendwas von ganz allein gut, nur weil ich nix mache. Nie.) zurechtgerüttelt, das ist super, mir lag nämlich, jetzt hätte ich fast "Anfang der Woche" geschrieben, dabei ist erst Dienstag :-/, einiges ganz schön auf der Seele. Passend dazu ist der Standardzustand meiner Schultern schon wieder hochgezogen, bretthart und schmerzend. Yay. (Ich lege mich gleich auf meine Stachelmatte.)

Q. hat sein Notenblatt für die weiterführenden Schulen bekommen und ist damit auf jeden Fall provisorisch nächstes Jahr am Gymnasium (und hat sogar noch ordentlich Puffer für den final entscheidenden Notenschnitt am Jahresende, das heisst, es ist noch nix garantiert, aber, um mit Schweizer Understatement zu sprechen: "näher dran als auch schon"). Juhu!

Ich habe irgendwie geschafft, heute schon um vier Feierabend zu machen, eine Stunde Sport einzulegen und dann nicht nur Abendessen zu kochen, sondern auch für morgen mittag vorzubereiten (Kartoffel- und Süsskartoffelsuppe und Brottteig für morgen früh zu backen).

L.s erste Lieferung an Sneakern kam und während er und ich "ui, cooool!" jubelten beim Öffnen des Kartons, meinten Q. und der Hübsche: "Hmhm, die sind ja ganz schön ..... farbig...". Aber gut, es können nicht alle immer nur fröhliches Schwarz tragen und petrol schimmernde (also wirklich: schimmern wie glitzern) und ein Farbverlauf von lila zu petrol auf schwarz (in Schimmer), das ist sehr, sehr cool! Entschieden ist noch nix, morgen kommt noch in Paket zur Auswahl, aber die beiden von heute passen schon mal.

Ich habe dafür auf Instagram eine Inspiration für meine "zweite Welle-Frisur" entdeckt. Nachdem ich ja in der ersten Welle mit pink und blau experimentiert habe und am Freitag eh einen Friseurtermin hätte, den ich wegen Grenze/Risikogebiet/Quarantäne und natürlich wegen Friseur zu nicht antreten kann, werde ich mich vertrauensvoll in des Hübschen geschickte Hände mit der Rasiermaschine begeben und die Seiten nachschneiden lassen. Bisschen kürzer als sonst, ausserdem wird der Ansatz nachblondiert und DANN kommt noch ein bisschen rosa, lila etc in die Haare wie hier. Ich sag's ja, die Pandemie macht mit uns allen was. (Und wenn es doof aussieht: in 2 Wochen sind die Seiten wieder so lang wie sonst und die Farbe ist raus. Den oberen Teil muss die Hairstylistin irgendwann dann eh wieder professionell bändigen).

Meine Schwester am Rande des Schwarzwalds schickte lauter Bilder mit "BITTE KEIN SCHNEE MEHR", während hier unten, bei der grössten Schneefreundin aller Zeiten jemals (MIR!) nur strömender Regen runtergoss, das ist doch nicht fair!

Nun denn, mehr war heute nicht, wie die geschätzte Kaltmamsell so treffend schreibt: "Es bleibt langweilig", was will man machen.




Gegessen:

Honigzopf

Rotkohlsteaks mit karamellisiertem Ziegenkäse (die mitessenden L. und Hübscher haben mich für wahnsinnig erklärt, ich fand es sehr lecker und auch noch hübsch, Rezept ist aus der immer noch empfehlenswerten KäptnCook-App)



Tortellini mit Käsesosse und Gemüse überbacken, dazu Chicoree-Salat mit Orangenfilets (und noch ein bisschen restlichem Rotkohl in roh)


Gelesen: "Das rote Zimmer"

Gesehen: Nachrichten, erste Hälfte der BR-Pressekonferenz

Stressleveldurchschnitt gestern:

Selbstbeweihräucherung: nicht peinlich drumrumgeredet, nicht relativiert, und echt viel erledigt.

Montag, Januar 11, 2021

110121 Impfregistrierung

 Heute morgen habe ich gelesen, dass man sich in Bayern auf einer Impfwarteliste registrieren kann und dann einen Termin im nächsten Impfzentrum bekommt, wenn man dran ist. Der Hübsche und ich verfolgen ja relativ nah (also: bisher haben wir so 2x proWoche geschaut), wie das in Bayern und im Aargau funktioniert, einmal für uns (Aargau, da geht es noch ein bisschen, obwohl Alain Berset heute wieder bestärkt hat, dass alle, die wollen im Sommer geimpft sein werden. Mal sehen, ob mit swissmade oder made in Germany) und dann für unsere Mütter. 

Das Registrieren war dann keine grosse Sache, am längsten hat es gedauert, eine Gmail-Adresse from scratch zu erstellen, weil, Überraschung, meine Mutter bisher weder eine hatte noch eine vermisst hat. Und da liegt halt auch die Krux mit dem deutschen Informationssystem (mit der Schweizer Variante für diese Altersklasse habe ich mich nicht befasst, weil sie uns ja nicht betrifft) / Registrierungssystem: für uns ist das easypeasy super, für Leute, die 10 Jahre älter sind, auch, ich gehe mal davon aus, dass schon bei 20 Jahren älter der Prozentsatz derer, die das nicht mit- oder hinbekommen signifikant ansteigt und da sind wir immer noch nicht ansatzweise bei der Altersgruppe, die aktuell geimpft wird. Ich sage nicht, dass es nicht Ü80-Menschen gibt, die, keine Ahnung, mit bitcoins handeln, Parler hacken und parallel einen youtube-Kanal über seltene Handschriften bespielen, aber das ist nicht die Lebensrealität des Grossteils dieser Altersgruppe oder zumindest eines signifikanten Anteils dieser Altersgruppe. Ja, klar, die Anmeldung per Telefon geht auch immer noch, aber ganz ehrlich? Die vorherrschende Annahme, die in der natürlich statistisch überhaupt nicht signifikanten Gruppe, mit der ich Kontakt habe, ist: "Ich bin mir sicher, mein Hausarzt oder die Gemeinde schreibt mich an, wenn ich dran bin." Da braucht man auch gar nicht die die Augen rollen oder milde lächeln, weil bisher war das auch immer so, wenn etwas wirklich wichtig war.

Anyway, wir haben sie angemeldet, meine Tante wurde auch informiert. (Der Hübsche sagte: "Jetzt kommen halt die bevorzugt dran, die Kinder oder Enkel haben, die sie anmelden.") Heute abend haben meine Mutter und ich es dann auch noch hinbekommen, auf ihrem Handy die Verknüpfung der bisher verwaisten Mail-App mit der niegelnagelneuen gmail-Adresse zu erstellen und warten jetzt alle gespannt, wann die Einladung kommt.

Zum Thema "digital natives": dank L. (der selber kein Whatsapp hat) weiss ich jetzt, wie ich mir in WA Sticker abspeichere und die auch wiederfinde. Dank L.s reinem Schüler-Mathe-Chat, in dem ich Mitglied bin (ungefragt und ungebeten, aber das ist ein anderes Thema), weil L. ja kein Whatsapp hat, habe ich jetzt sehr schöne Sticker mit Aussagen wie "Wird notiert", "Bisch ruhig" und "Ja ja, dini Muetter". Ich bin durchaus bereit zuzugeben, dass ich auch noch Lernpotential habe. (Und jetzt: "Bisch ruhig!")

Sonst: Arbeitstag ein wenig unbefriedigend, weil ich das Gefühl hatte, immer wieder aus der Konzentration gerissen zu werden und nichts fertig machen zu können. Ich bin froh, dass ich vor einiger Zeit schon angefangen habe, mir jeden Tag eine Liste an Tasks zu schreiben und die abzuhaken oder eben in den nächsten Tag weiterzuziehen, so zeigte sich  nämlich am Ende des Tages, dass ALLES erledigt war, nur halt mehr oder weniger alles gleichzeitig, nicht der Reihe nach.

Lustiger Moment: ich habe mich in der Musikschule zum Affen gemacht (habe ich eigentlich irgenwann erzählt, warum ich bei einem der grossen Juweliere in Basel Hausverbot habe? Also: vielleicht. Ich hätte mich rausgeworfen. Ich habe schnell nachrecherchiert, habe ich anscheinend bisher immer nur angeteasert, ich muss das wirklich mal nachholen, aber nicht heute, heute ist die Musikschule dran. Ähnliche Story, nur am Telefon, nicht Face to face und (bisher) nur einmal.)

Also: L. fängt im nächsten Semester mit Klavierunterricht an, dafür kam letzten Freitag die Bestätigung. Ich hatte noch ein paar Fragen, hatte mir extra die Bürozeiten notiert, mir einen Reminder geschrieben, leider ohne Telefonnummer drun und der Zettel hing am Schwarzen Brett, ich wollte nicht laufen, also habe ich gegoogelt: "Musikschule Fricktal", auf den ersten Suchtreffer geklickt, rosapinker Hintergrund, irgendwas mit "Frick", Telefonnummer hat mich ein bisschen verwundert, ich hätte gedacht, es wäre noch eine 061-Vorwahl, aber nein, anscheinend hat das Nachbarstädtchen schon 062. Auch gut, also: angerufen, vorgestellt, 

"Mein Sohn L. fängt ja bei Ihnen Klavierunterricht an, da hätte ich noch eine Frage zu dem nichtobligatorischen Rhythmus-Kurs."

"Aha, mhm, sind Sie sicher, dass das bei uns ist?"

"Jajaja, mir fällt der Name von dem Kurs nicht mehr ein, er stand aber auf der Anmeldebestätigung, es war irgend was mit "Rhythmus, let's go" oder "Rhythmus, ole" oder irgendwie so."

"Aha...... also, hm, da klingelt bei mir gar nix."

"Ja, mhm, also er ist bei Frau xxxxx zum Unterricht eingeteilt, vielleicht finden Sie ihn da?"

"Aha, also, mhm, ich glaube wirklich, Sie sind hier falsch, weil ...ich habe schon eine Anmeldung für einen L., aber das ist nicht für Klavier und diese Lehrperson gibt es bei uns auch nicht..."

Und in diesem Moment erkenne ich auf der Homepage, die ich seit geraumer Zeit anstarre, dass da nicht steht: "Musikschule Unteres Fricktal", sondern "Musikschule Frick". 

Im Unteren Fricktal (btw: auch rosa pinke Gestaltung der Homepage! Ich bin nicht ganz falsch gewesen) hatte man unsere Anmeldung, kannte "Rhythmus ole", kannte L., kannte die Lehrerin, es wird alles gut! (Ich bin ja im Nachhinein ein bisschen froh, dass ich L. immerhin an der richtigen Schule angemeldet habe!)


Gegessen:

Honigzopf

Pilzgulasch von gestern mit frisch gebackenem Brot

Darvida

Montagspizza


Gelesen: 

"Das rote Zimmer" (ich geniesse es im Moment sehr, mit einer heissen Tasse Pfefferminztee, warm eingemümmelt am offenen Fenster, mit einem Schälchen Birnenschnitzen oder Orangen oder Gurkenscheiben belanglose Krimis aus den 90ern zu lesen. OK, Boomer....)

Immobilienanzeigen (Die Pandemie macht mich hibbelig. Irgendwas Grosses machen wir dieses Jahr. Bin noch nicht ganz sicher, was, aber es gibt schon eine Liste.)


Gesehen: Nachrichten

Stressleveldurchschnitt gestern: 27

Selbstbeweihräucherung: irgendwann wieder aufgehört zu lachen, als der Hübsche im Brustton der Überzeugung versucht hat "Dini Muetter" zu sagen. (Dann habe ich L. angesehen und es war wieder vorbei mit der Beherrschung.)

Sonntag, Januar 10, 2021

100121 Sonnensonntag

 Gestern abend wurde der Beschluss gefasst, trotz Traumsonnenwetters und offener Schlittelpiste NICHT auf die Wasserfallen zu gehen, vor allem weil alle ausschlafen wollten und ein Start mit Ausschlafen ziemlich sicher bedeutet hätte, dass wir in einer Massenveranstaltung gelandet wären und naja, das mag ich schon nicht, wenn kein Corona ist, mit halt erst recht nicht.

Also: 

Ausschlafen, 

Zopffrühstück, parallel "Putzlappenkuchen" backen (via umienne), 

eine Stunde Crosstrainern, 

duschen, 

ausgiebige Körperpflege, incl Makeup mit der Baby Yoda-Palette, 

einen hochoffiziellen Brief schreiben, der mir auf der Seele liegt, für ein vermutlich sehr unangenehmes Gespräch diese Woche, 

Lesen, 

Wäschewaschen, 

Badewanne (Sonntag ist der Tag, an dem der Boiler unabhängig vom Wetter den ganzen Tag nachheizt, da reicht das Wasser auch mit vier zu Hause sporttreibender und halt dementsprechend auch hier die ganze Zeit duschender Menschen trotzdem noch für eine heisse Badewanne voll, 

noch mehr Köperpflege (Lila-Shampoo, Sheetmaske, weil ich sie halt noch habe aus dem Adventskalender, Freude über eine frische Dose Bodybutter), 

recherchiert, ob und wie ich meine Champignonzucht auf dem Dachboden nach der dritten Ernte vielleicht irgendwie weiter fortsetzen kann (Ich dachte an: mischen des Substrats mit ... Blumenerde, Stroh und vielleicht ein bisschen Holzschnitzeln und Champignons für immer. Ich las stattdessen von mehreren Kubikmeter grossen Haufen Pferdemist, incl Abhandlung über verschiedene Konsistenzen von Pferdemist, gemischt mit Stroh und Hühnerscheisse, überlegte kurz, dass ich ja zumindest eine fussläufige Quelle von Pferdemist kenne, oder ob man einfach auch die grossen Mengen Pferdeäpfel auf der Strasse einsammeln könnte, dann dachte ich kurz an das Gesicht des Hübsche (und auch aller anderen Menschen, wenn ich unterweigs Scheisse einsammeln würde und bei uns im Garten auf mehrere Kubikmeter aufhäufen würde, und naja, jetzt mache ich es doch nicht. Abgesehen davon: Ich mag als einzige in der Familie Pilze. Mein kleines Kistchen "Qualitätsbrut" versorgt mich für mehrere Wochen. Was würde ich mit der Ausbeute von dem meterhohen Kackhaufen machen?). Ach ja, falls es Sie jetzt in den Fingern juckt: bitte keine Tipps schicken. Und keine Hühnerkacke.

Fortsetzung von Inconvenient Truth (der erste Teil ist ... naja, erstaunlich schlecht gealtert. Ich erinnere mich noch, dass es auch beim ersten Sehen eher so war wie: "Ja, und?  Das haben wir schon in der Schule gelernt?!" (Bayern, Abitur an einem humanistischen Gymnasium 1994, ja, globale Erwärmung / Treibhauseffekt stand damals schon auf dem Lehrplan) und heute ist es halt noch mehr "Ok, und?!")

Fauler Tag, Schwimmhautfinger, tat sehr gut.


Gegessen:

Hefezopf mit Hummus, Aufbackgipfeli

Restchen Nudeln

Putzlappenkuchen

Pilzgulasch


Gesehen: "Pieces of a Woman" (grosse Empfehlung!) und eben Al Gore

Gelesen: "Glaspavillon"

Stressleveldurchschnitt gestern: 31

Selbstbeweihräucherung: keinen Ausflug gemacht trotz Wetter.

Samstag, Januar 09, 2021

090121: Sonnensamstag

 Gemütlich ausgeschlafen, bis mir siedendheiss einfiel, dass wir ja den Kinderarzt anrufen wollten (ja, sie haben bei uns auch am Samstag Praxisdienst für wenn es sein muss. Bisher waren wir da nur ein einziges Mal, Q. war 4 und hatte ein total zugeschwollenes Auge.). Q. laboriert seit Monaten an einem entzündeten Zehennagel herum, wir waren nach selberrumdoktern nach bestem Wissen und Gewissen schon zweimal beim Kinderarzt, seitdem wurde es täglich mit antibiotischer Salbe und Iodbädern behandelt, aber gestern abend sah es nicht nur nicht besser, sondern viel schlimmer aus. Es gab direkt einen Termin (wir, insbesondere der Hübsche, der das als Jugendlicher selber erlebt und in nicht so toller Erinnerung hat, hatten alle ein bisschen Schiss, dass es heissen würde "Operation"), und jetzt wird Q. erstmal eine Woche Antibiotika schlucken, dann ist das hoffentlich durch. 

Während also die beiden im Wartezimmer sassen, haben L.und ich ein opulentes Samstagsfrühstück auf den Tisch gerichtet und dann irgendwann (Sie erinnern sich? L. und ich sind die Hangry-Mannschaft bei uns daheim) auch schon mal gefrühstückt, bis die beiden anderen zurückkamen (und frischen Tee und Eier bekamen).

Danach haben wir das wunderschöne klirrend kalte, aber sonnige Winterwetter genutzt für einen Spaziergang ins Schwimmbad zum Eisplattenwerfen. It's a thing! oder wie L. sagt: "Das Geräusch ist einfach so deeply satisfying."

Ich wüsste wirklich gern die Geschichte hinter den Laufschuhen am Rhein.






Ich Fuchs hatte immerhin zwei Paar Handschuhe dabei, die eiskalte Hände auf dem Heimweg nach oben aufwärmten.

Ich habe beschlossen, dass ein Tag sportfrei pro Woche vielleicht doch nicht total faul und verweichlicht ist, nachdem ich gestern abend beim Pizzaessen kaum noch aufstehen wollte, um meine aus dem Ofen zu holen, das schlechte Gewissen habe ich durch die 14 000 Schritte von Spaziergang und Katzenründchen in Schach. Und weil ich gross und vernünftig bin.




Nachdem Q. ja gemerkt hat, dass er in die Länge geschossen ist und sehr happy mit seinen neuen T-Shirts ist, hat L. spontan einen Fusswachstumsschub eingelegt, also haben wir bei Zalando Sneaker zur Auswahl bestellt. Ich bin dank Q. da mittlerweile ganz flott mit Kindern, es wird geklärt, was wichtig ist (bei L: hauptsächlich schwarz, aber nicht nur, gern so ähnlich wie die alten), ich bleibe gern bei der selben Marke, dann passt die Grösse einigermassen. Spannenderweise muss bei L. nicht alles schwarz sein (so wie bei Q.: Schuhe, Rad, Helm, Jacke, sogar das Fahrradschloss!), sondern darf farbig sein (das Rad ist blau/leuchtegrün, der Helm schwarz/orange) und die Schuhe, die ihm besonders gut gefallen, sind schwarz mit regenbogenfarbigen Sohlen, die Farbe muss aber auch im Schuhkorpus wiederholt sein. Ich möchte gar nicht wissen, was der Algorithmus bei Zalando mir als nächstes vorschlägt. Ein wilder Mix aus blauen Strickkleidern mit V- oder Wickelausschnitt, schwarze Sneaker in 44 und Regenbogensneaker in 42/43.

Dann haben wir Q.s Anmeldung am Gymnasium gestartet, d.h. einen Account am BS/BL-Schultool für ihn eingerichtet und alles eingetöckelt. Er war sehr, sehr nervös, dass wir irgendwas falsch machen, aber es sieht gut aus und ohne das Zeugnis, das nächste? übernächste? Woche kommt, können wir es gar nicht "aus Versehen" schon abschicken.

Gegessen:

Samstagsfrühstück (Silsergipfeli, Käsesemmel mit Quittensenfsosse)

Rest Pizza von gestern

Bowl mit Linsen, Süsskartoffeln, Gurkensalat und pochiertem Ei (ich bin gespannt, ich hab das erst einmal gemacht, da war es easypeasy, wir werden sehen)


Gesehen: "An inconvenient truth" (mit den Kindern, spannender Realitycheck)

Gelesen: "Der Glaspavillon"

Stressleveldurchschnitt gestern: 36

Selbstbeweihräucherung: ein schöner Tag war das :-)

Freitag, Januar 08, 2021

080121 Notenschluss

 Ich habe mich heute sehr über eine meiner neuen Jeans und den neuen Pulli gefreut. Ich war sehr nervös, weil er einen gewissen Wollanteil hat (4% Kaschmir) und ich damit gerechnet habe, ihn mir aller Optik zum Trotz nach 5 Minuten krebsrot gekratzt vom Leib reissen zu müssen und mir die obersten Hautschicht abraspeln zu müssen, aber ... nein. Mit einem dünnen Longsleeve drunter geht das ohne Jucken!

Sonst: 

Bei der Arbeit "nett, aber nervig" bei einem Thema, bei dem anscheinend das gesamte Projektteam über einen Satz in einer Guideline hinweggelesen hat und auch nur einer auf meine Anmerkung im August zu diesem Thema reagiert hat, aus gegebenem Anlass nochmal darauf hingewiesen. Es wurde auf den "extremely knowlegeable consultant" verwiesen und ich dachte kurz: "Naja, dann halt." und dann "Nix "dann halt", es stimmt halt einfach nicht!" und habe dann unter vier Augen und mit schriftlichem Beweis in der Guideline erklärt, warum ich denke, dass das gesamte Highprofile-Projektteam von falschen Vorraussetzungen ausgeht. War gut, denke ich, es gab grosse Augen auf jeden Fall und ein "Oh."

L. hatte Französischtest, lief gut.

Der Hübsche und ich waren gemeinsam Wocheneinkauf machen (ich hadere noch ein wenig damit, dass ich noch ein wenig von meinem Optimierungslevel im Supermarkt auf der anderen Seite der Grenze weg bin, und so alles ein wenig länger dauert, aber naja. 

Die Anmeldebestätigung für L.s Klavierunterricht kam und ich bekam kurz Schnappatmung, als ein Elternabend vor Ort angekündigt wurde, aber: er ist im August. Ich hoffe schwer, dass bis dahin andere Leute treffen wieder okay ist.

Den Nachmittag fast freigenommen (die Überstunden sind auf ein okayes Mass geschrumpft nach 2 Wochen Weihnachtspause, dafür habe ich noch einen grossen Teil Resturlaub vom letzten Jahr, weil ... war ja nicht viel Urlaub, respektive alle Freizeit habe ich mit Überstunden abgegolten, und den gesamten neuen Urlaub für dieses Jahr und ich sehe meinen Chef und HR schon wieder Puls bekommen, deshalb versuche ich, nicht noch mehr Überstunden draufzupacken), Sporteinheit erledigt und sehr angenehm geduscht.

Q. kam heim und blubbert in einer Tour von "Chemiepraktikum, Chemiestunde, wir haben sooooo viel gezündelt, es war so toll, und dann haben wir, und Ozon und Radon und Uran und und und" :-)


Jetzt: Neujahrsapero des Hübschen, ich werde meditativ Pizzateig vorbereiten und in noch zu definierender Reihenfolge gibt es für die Jungs eine Folge Kobra Kai, für Q. und die Erwachsenen die neusete (letzte?) FOlge Discovery und ja, ich freue mich schon sehr aufs Bett und Ausschlafen!


Apropos Schlafen, ich bin ja noch ein Feedback zu den neuen Schlafanzügen schuldig:

Also. Ich habe keine Ahnung, ob sie letztendlich ihr Geld wert sind, ich kaufe Pyjamas normal von Schiesser, Calida, Sloggi, Skiny im Sale oder Outlet oder bei Limango und bin deshalb nicht auf dem aktuellen Stand, was gute Pyjamas regulär kosten. Aber: die Dagsmejan-Pyjamas sind super. Der Hübsche hat einen der warmen Sorte (mit Merino drin, was es ja leider für mich untragbar macht), ich einen von der eins kühleren Sorte, wo es aber auch alles in lang gibt. Ich schlafe ja bei immer offenem Fenster (auch wenn es draussen unter Null hat) und habe dazu eine Sommerbettdecke von vor 100 Jahren von Tchibo und eine Fleecedecke drüber (weil Sansa da so gern drauf kuschelt). Mit meinen bisherigen Pyjamas habe ich dazu gerne Wollsocken, Schal oder manchmal auch einen Bademantel oder dickeren Pulli drüber getragen, wenn es eben draussen eisig ist, mit dem neuen war ich erst wirklich skeptisch, weil er eben wirklich dünn und leicht ist, aber es ist perfekt! Von der Verarbeitung und vom Schnitt her bin ich superzufrieden, die Hose hat Taschen, das Oberteil ist hinten länger, so dass man, wenn man sich einrollt, keinen nackten unteren Rücken hat. Der Hübsche war nicht 100% zufrieden, allerdings nur deshalb, weil die Hose in seiner Grösse einfach zu weit ist. Das liess sich aber durch Einziehen eines Gummibands  anpassen. Alles in allem: teurer Spass, fühlt sich aber wirklich gut an.


Gegessen:

Honigtoast (einer ist zu wenig für die Vitaminsuppe, mir wurde grad wieder schlecht)

Pasta mit Tomatensosse (mit Kapern und Oliven) und Pecorino

Freitagspizza


Gelesen: "Der Glaspavillon"

Gesehen: die erste Stunde von "Pieces of a Woman" beim Crosstrainern (holla. Harter Tobak, ich würde den Film niemandem empfehlen, der schwanger ist, und auf gar keinen Fall jemandem, der eine Hausgeburt plant (auch das würde ich niemandem empfehlen)) und natürlich "Discovery"

Stressleveldurchschnitt gestern: 40 (willkommen zurück bei der Arbeit :-))

Selbstbeweihräucherung: "nett, aber nervig" gewesen



Donnerstag, Januar 07, 2021

070121: ANNA

 Den Abend gestern haben Q., der Hübsch und ich angemesssen fassungslos vor CNN verbracht. Joah. Ich schwanke zwischen Entsetzen und schwarzem Galgenhumor. Ich meine, ja, das alles ist alles andere als witzig, aber:



Der Tag war ... just another Homeofficeday. Ich war den Morgen über nicht soooo produktiv (dachte ich), abgelenkt von den Ereignissen in den USA und mit einem sehr zähen Thema (nicht nur, aber vor allem auf menschlicher Ebene, finde ich. Wobei: vielleicht ist es überhaupt kompliziert, aber der menschliche Teil stresst mich am meisten) auf der To-Do-Liste. Tatsächlich habe ich aber vor lauter "mich um das Thema herumwinden" alles andere auf der Liste erledigt, also war es dann doch nicht so unproduktiv. Das nachmittägliche Risk-Review-Meeting war dann erstaunlichweise eine Stunde schneller vorbei als geplant und so konnte ich das zähe Thema auch nochmal angehen und, Überraschung, wenigstens der Teil, den ich heute erledigt habe, war dann gar nicht so wild. Aber lang, weil: kompliziert.

Deswegen habe ich auch "meinen" Slot vor dem Abendessen auf dem Crosstrainer verpasst, weil der Hübsche schon strampelte, aber (ich bin einfach grundoptimistisch) so habe ich wenigstens keinen Unterzucker, wenn ich direkt nach dem Abendessen losrenne.

Die Kinder bringen vor allem Noten / Tests whatever zum Unterschreiben mit nach Hause (morgen ist zumindest an der BEZ Notenschluss, das merkt man :-)), für L. haben wir die Einladung zum Standortgespräch bekommen, erstmals nicht in person, sondern mit der Auswahlmöglichkeit "Telefon" oder "Videokonferenz".

Ansonsten sind reihenweise Kleiderbestellungen eingetrudelt: 

  • Q. hat ja spontan neue T-Shirts gebraucht, weil bei den aktuellen ÜBERALL der Bauchnabel rausschaut beim Strecken (wenn Sie sowas auf Twitter schreiben, kommen übrigens Bauchnabelfetischisten aus ihren Löchern gekrochen. War ein schönes Stück Medienerziehung für Q., es ging eine Zeitlang, bis er vor Lachen wieder sprechen konnte.). Er hat übrigens von der letzten "Kindergrösse" direkt in "Männer-L" gewechselt und langsam komme ich mir wie ein Zwerg neben ihm vor. 
  • Ich habe mir aus keiner besonderen Not heraus (ausser: "Oh, ich haben einen 20% Gutschein auf alle Sale-Artikel") eine Esprit-Bestellung getätigt, unter anderem "Jeggings" (mir ist meine letzte skinny blaue Jeans gerissen an mehreren Stellen, so dass ich sie nicht mal mehr im Homeoffice tragen mag. Vor allem, weil mir am Knie echt kalt wird.). Jetzt, wo langsam wieder Bootcut etc auftauchen (wenn auch im Hochwasserstil), habe ich mich nach ungefähr 10 Jahren mit Skinny nicht nur abgefunden, sondern finde es sogar hübsch. Sag einer, ich wäre nicht flexibel
  • Für L. habe ich ja Youtuber-Merch bei Teespring bestellt (Anfang November), ein T-Shirt und einen Hoodie, Lieferung bis Anfang Dezember. Das kam nicht und als ich Mitte Dezember nachfragte, ob sie ein Update zum Sendungsverlauf hätten, meinten sie "Oh, sorry, lost in transit, we issued a replacement". Und dann fragte ich vor ein paar Tagen nochmal nach, weil ich keine Versandbestätigung für die Replacements bekommen hatte, ob sie da was hätten, die Antwort war wieder: "Oh, sorry, lost in transit, we issued a replacement". Seit ein paar Tagen treffen nun täglich Sendungen aus den USA ein, wir haben mittlerweile zwei Hoodies und ein T-Shirt, ich bin gespannt, was noch alles kommt. (Ja, ein bisschen schlechtes Gewissen habe ich schon, aber ich habe doch nur nachgefragt! Aktuell laufen L. und sein bester Freund als Hoodiezwillinge rum und sind sehr happy)
Morgen ist sie auch schon wieder rum, die erste Arbeits- und Schulwoche, oder wie Q. sagt: "Ah ich freu mich auf Freitag, da ist wieder Chemie."

Gegessen:
Honigtoast
überbackene Tortellini mit Salbeibutter und Tomaten
Orange und Birne
Ofengemüse (getestet: auch da schmecken Randen/Rotebete nach altem Kompost) und Nudeln mit Frischkäsecremeüberbacken

Gelesen: "Höhenangst"
Gesehen: Nix, wir haben mal wieder Serienleere oder Entscheidungsschwäche
Stressleveldurchschnitt gestern:
Selbstbeweihräucherung: mir NICHTS anmerken lassen, als ich im Videomeeting merkte, dass ich den ganzen Tag schon mein Kleid falsch rum anhabe.

Mittwoch, Januar 06, 2021

060121: Wanderarbeiter

 Heute morgen hatte ich das besser drauf mit dem Katzenfüttern und so habe ich ab halb fünf bis sechs noch tief und fest weitergeschlafen und wurde vom Wecker mitten aus einem Traum gerissen. Der Tagesstart war trotzdem hektisch, weil wir tatsächlich gestern früher als sonst aus dem Wohnzimmer in Richtung Obergeschoss gezogen sind und so nicht gehört haben, dass ab 23:00h (haben wir dann auf der Überwachungskamera gesehen respektive gehört) der Gefrierschrank Alarm geschlagen hat, weil eine Schublade nicht richtig zu war und deshalb die Temperatur munter anstieg. Immerhin "nur" auf -6°C bis heute morgen, also alles noch gut, auch der Übeltäter TK-Schnittlauchpackung, die ich gestern nicht richtig in die Schublade zurückgelegt hatte. Holla, ich dachte erst, es wäre ein Rauchmelder (wobei das dann eine ganz schöne Fehlkonstruktion wäre, wenn wir den aus dem EG im 2. OG mit offenem Treppenhaus nicht hören würden...), dann der Backofen mit irgendeiner rausgeflogenen Sicherung, was das letzte Mal der Anfang vom Ende des Geräts war, also ist ein bisschen Energieverschwendung die beste Variante.

Ich bin auch fast davon überzeugt, dass diese Umgebungskühlung unsererseits den Ausschlag gab, dass dann doch endlich mal Schnee fiel :-). Nicht viel, aber genug (und nass genug), dass nicht nur Sansa, sondern auch Outdoorboy Jonny überhaupt gar keine Lust auf draussen sein hatte, sondern nach einer guten Stunde platschnass wieder reinkam und mir beim Homeoffice "half". Erst mit Lichterkettenfangen, dann mit Brummen auf meinem Schoss, bis er ins Headsetkabel biss und leider gehen musste. Er ist dann zu Sansa und dem Hübschen ins Büro ganz oben gegangen und hat ein bisschen "Spasskämpfchen" veranstaltet.

Ich finde, die Laptopwebcam ist sehr gut zu mir :-)





Mittwoch bedeutet für mich Wanderarbeitsplatz: vormittags an Q.s Schreibtisch, Anfang Nachmittag am Küchentisch (beide Kinder sind zu Hause und machen Aufgaben), später an L.s Schreibtisch (der ist eher fertig und hat dann Freunde zu Besuch und sie zocken im Wohnzimmer).

Ich schaffe es heute tatsächlich, wie geplant schon um vier Schluss zu machen (ok, wie immer, wenn ich abends am Arbeitsrechner den Blogeintrag schreibe, beantworte ich vorab noch die eine oder andere dringende Email, um der Zeitverschiebung ein Schnippchen zu schlagen und nicht jede transatlantische Konversation nur im 24h-Takt laufen zu lassen), gehe mit Q. noch schnell zum Einkaufen, weil er sich für morgen Vegidöner zum Mitnehmen gewünscht hat und ich keine Lust habe, Fladenbrot zu backen. (Ich habe beim letzten Mal zum ersten Mal aufgepasst, was eine Austausch-Sodastreamkartusche auf der deutschen Seite kostet (6.80€, glaube ich) und fand den Schweizer Preis von 17.80CHF tatsächlich richtig sportlich. Nicht dass es uns arm macht, Gehälter, Steuern, blablabla, aber überrascht war ich schon.) und schwinge mich daheim dann noch für eine halbe Stunde auf den Crosstrainer, bis die Jungs alle parat sind und wir einen gemeinsamen Family-Workout ("Killer-Upper-Body") machen, mit fachkundiger Begleitung von Sansa, die alle abschnuppert und sich vermutlich innerlich beömmelt, wie unelegant die Menschen sich strecken.

Abendessen, begleitet von Nachrichten (Schweizer Bundesrat beobachtet weiter besorgt und hat mal wieder Vorschläge und Hausaufgaben für die Kantone. Entschieden wird natürlich nix, weil die Datenlage zu unsicher ist. Unsicher verstehe ich sogar, aber sogar die unsicheren Werte sind VIEL zu hoch, die Inzidenz ist im Schweizer Durchschnitt bei 326, aber anscheinend reicht das nicht, um mehr zu tun. Ich nehme an, man beobachtet sehr intensiv. Und sehr besorgt.)

Erst nach Ende der Tagesschau dreht Amerika richtig durch und ... Trumpanhänger stürmen das Kapitol? Ich bin echt fassungslos, ich hätte wirklich, wirklich gedacht, dass die das heute mit einem letzten Rest Anstand zackizacki über die Bühne bringen und dann wars das... (ja, naiv, ich weiss...)

Und so beende ich das hier für heute, ich kann mich nicht mehr konzentrieren.

Gegessen:

Honigbrot

Darvida

Rest Gemüse-Tajine zu mittag und abend und jetzt ist sie weg. War immer noch gut, aber jetzt ist es auch gut erstmal.


Gelesen: "Höhenangst" (bisschen 50shadesofgrey-trashig, aber naja, liest sich schnell :-))

Gesehen: Nachrichten

Stressleveldurchschnitt gestern: 19

Selbstbeweihräucherung: alle drei Jungs mit den "veganen Speckwürfeln" (Delicorn, aus dem coop) überzeugt. Läuft hier!

Dienstag, Januar 05, 2021

050121: #WMDEDGT 01/21, Corona-Edition, die 10.

 You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"). Erstmals in 2021 und zum 10. Mal in der Corona-Ausgabe. Yay-ish.


Das heisst, heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen (d.h wir machen das seit über sieben Jahren?! Ich dachte, es gibt Blogs erst seit 2015 :-)!) in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.

Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:
  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung)
  • verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.
Ich wurde heute morgen von Jonny um 4:21h geweckt und habe das vom Hübschen gestern so schön erarbeitete Protokoll (Katzen Feuchtfutter geben, sie damit vor die Schlafzimmertür setzen, weiterschlafen bis Weckerläuten um sechs) ganz schön versemmelt. Als erstes dachte ich, es wäre nett von mir, das Feuchtfutter auf zwei  Schälchen zu verteilen, dann müssen die zwei Gierhammel sich nicht gegenseitig den Kopf wegdrücken (und Sansa nimmt sich dann nicht Brocken raus und frisst sie neben der Schüssel). Ausserdem dachte ich, ich bin superschlau, wenn ich das ohne Licht anmachen mache, muss ja nicht gas ganze Haus aufwecken. Dabei habe ich leider falsch eingeschätzt, welche Näpfe ich befüllt habe und einer davon war die Wasserschüssel. Die Katzen haben gedacht: "jetzt issse total bekloppt. "Deluxe Ragout" in kaltem Wasser, brennst du eigentlich?" und sich um die andere Hälfte versammelt. Dann dachte ich, ach, süss, muss ich sie gar nicht aussperren, die gehen bestimmt gleich wieder schlafen. 4:47: nein, Jonny möchte aufstehen. Sansa war wieder eingeschlafen, also setzte ich nur Jonny vor die Schlafzimmertür, mit Futter, dabei merkte ich das Wasserdebakel. 5:13h Sansa merkt, dass Jonny nicht mehr da ist, respektive vor der Tür Trockenfutter knuspert und Futterneid ist schlimmer als Heimweh, also kam sie angetrabt und tatschte mir ins Gesicht, bis ich sie auch rausliess. 6:00h, Wecker. MEINE GÜTE, da ist noch Luft nach oben.
Sonst normaler Homeofficetag: Die Kinder gehen im Dunkeln aus dem Haus, heute wussten wenigstens beide, wann die Schule beginnt.
Der Hübsche und ich verteilten uns auf die Homeofficezimmer, um 8 kam die Putzhilfe und ein merkwürdiger Tanz auf Abstand begann und endete wie jeden Mittwoch damit, dass wir beide unten am Küchentisch uns gegenüber sassen. Auf einmal machte das Internet .... nix mehr. Im Nichthomeoffice wäre ich Mittagessen gegangen und hätte die IT-wurschteln lassen. Im Homeoffice löste ich ein Ticket fragte ich den Hübschen, ob es bei ihm auch nicht mehr ginge (der Sureflap-Katzenklappenhub bekommt rot leuchtende Ohren, wenn er die Verbindung verliert, das ist ein schönes Indiz) und machte den aktuellen Task mit einem mobilen Hotspot via Handy fertig. (nix für Sachen mit grossen Datenmengen, die man über VPN-Client braucht, aber ok) Der Hübsche wurschtelte und fluchte und rannte auf und ab, bis er um viertel vor 12 recht hektisch mit dem Router unter dem Arm zum Netzanbieter lossdüste, um das noch rechtzeitiv vor der dortigen Mittagspause austauschen zu lassen.
Ich blieb daheim mit dem Hub mit den roten Ohren und machte Mittagessen für L und uns (Glasnudelsalat mit scharfem Räuchertofu und auf Wunsch Mozzarellasticks mit Schupfnudeln und Gurkensalat).
Als wir Geschirr abwaschen, spaziert Jonny den Weg entlang und hat Hunger und Ausruhebedürfnis. Und Rückenkraulbedürfnis. Und Snackbedürfnis.
Kurzes Verdauungsspazierründchen, heimbegleitet von Sansa und einer anderen schwarzen Katze, die aber (wer hätte das gedacht, es war NICHT Jonny), die nicht mit reinkommen wollte.
Der Arbeitstag war bis auf ein kurzes total meetingfrei, das tat auch mal gut: viele sind noch in den Ferien, d.h. ich konnte gemütlich "aufräumen" und lang aufgeschobene "Das mach ich mal, wenn ich Zeit dafür habe"-Dinge erledigen.
Eigentlich wollte ich früh Feierabend machen, aber dann chattete mich ein Kollege an, der gerade in einem High Profile-Meeting für eins meiner Produkte war und er ist neu beim Produkt und ich nicht. Er war ein bisschen nervös, so dass ich als "Telefonjoker" einspringen konnte, das war schon ein bisschen witzig. (Und ja, es streichelt ein bisschen das Ego, wenn die Frage kommt: "QC-Release testing für pädiatrische Formulierung machen wir bis wann noch hier? Implementierungsstrategie und timelines für die neue testing site? Und wie ist es mit den Kapseln? Warum? Bis wann?" und ich nicht mal nachdenken muss, sondern aus der Pistole geschossen antworten kann incl Ausnahmen, Rationale und Funfacts :-))
Statt direkt los zu crosstrainern, war ich noch kurz bei L. Hausaufgabendiskutieren, er hatte sich ein bisschen verrannt mental und war kurz verzweifelt (liess sich aber mit Buntstiften lösen und ich wurde bald wieder rausgeworfen, obwohl ich noch sehr schöne und coole Ideen hatte, wie man es NOCH besser visualisieren könnte, aber "Danke, Mami, aber nein danke.")
Auf dem Crosstrainer habe ich dann "3 Billboards outside of Ebbing, Missouri" fertiggeschaut (was ein Film. Und was ein Gegensatz zu "Red Sparrow", wegen dem ich gestern so spät ins Bett bin. Das ist zB ein Film, den man sich überhaupt nicht anschauen sollte, nicht mal im Flugzeug und auf gar keinen Fall, wenn man Jennifer Lawrence mag, das ist sehr, sehr schlimm schlecht.)
Der Hübsche hat inzwischen die Spülmaschine aus- und eingeräumt und das riesengrosse Nespresso-Paket in Empfang genommen und in den Schrank sortiert. (Kommentar von L. und seinem Freund: "Wenn die Zombieapokalypse kommt, wir hier sind wach.")
Nach dem Duschen habe ich mit Q. zusammen das Abendessen vorbereitet (heute sehr wenig arbeitsintensiv: vom letzten Asiamarkt-Haul waren noch TK-Gyozas da, dazu eine grosse Schüssel Salat und alles über die Senatswahlen in Georgia), gemeinsam gegessen und in den Nachrichten die deutsche Regierungspressekonferenz verfolgt (dazu die Kommentare auf Twitter, ich betrachte das relativ neutral, weil: naja, ich weiss gar nicht, ob der Bundesrat überhaupt noch existiert, die Massnahmen in der Schweiz sind ja eher "besorgt skifahren").
Q. verschwindet zu seinem Zoom-Pio-Hock, der Hübsche und L. schauen eine Folge "Kobra-Kai" und ich ... habe doch tatsächlich richtig Feierabend (ok, die eine oder andere Email habe ich schnell noch beantwortet :-)). Huch!


JETZT ZUM KLEINGEDRUCKTEN: 
Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Mr. Linky damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen. 

UPDATE: Bitte beim Eintragen beachten: Mr Linky erkennt keine Umlaute (alles mit Pünktchen oder Strichelchen oder Schlängelchen unten oder oben drüber. Ausser ein "i") oder scharfes s oder so, darauf bitte beim Nameneingeben achten, sonst zeigt es ein leeres Feld an.


Montag, Januar 04, 2021

040121 Back to the glue factory

 Wie es sich nach richtigen Ferien gehört, konnte ich gestern erst nicht einschlafen und habe bis Mitternacht gelesen, dann habe ich RICHTIG schlecht geschlafen (das Fitnessbandl sagt: 0 Minuten Tiefschlaf) und dann war Morgen.

Jonny findet das übrigens super, dass alle endlich wieder aufstehen und man nicht wie in den Ferien nicht wirklich sicher sein kann, dass die Menschen vielleicht vergessen, dass morgens der Tag beginnt und MAN AUFSTEHEN MUSS! Er lag begeistert auf dem Rücken mit Vorderpfoten in Häschenpose mitten im Schlafzimmer und schnurrte laut, während alle über ihn drübersteigen und um ihn herumlaufen mussten.

Q. marschierte problemlos zum Bus, L. hat montags später Schule (also: 08:30h) und so war ich sehr verwundert, als er um 7:53h aus dem Haus ging (der Schulweg ist mit ein bisschen Trödeln 10 Minuten lang). Ich rief ihn nochmal zurück (sooooo peinlich) und wir konnten klären, dass er sich vertan hat und seine magische Zeit "fünf nach acht" die Zeit ist, zu der er sich sonst ALLERSPÄTESTENS einen Toast schmieren muss, nicht die Zeit, in der man in der Schule sein muss.

Ab dann lief es aber: ich kann mein Passwort noch, der VPN Client funktioniert, die Inbox war erstaunlich leer (knapp 250 Mails, aber viel "Adventskalender", "das Intranet ändert sich bald", "Das Intranet ändert sich wirklich bald", "Ihr werdet nicht glauben, was bald passiert: Das Intranet ändert sich bald", Weihnachtswünsche und Wrap up vom Charity Walk (bisschen nasse Augen bekommen bei einem Video von tanzenden Mitarbeitern, bei dem ich früher (TM) vor lauter Cringe schnell weggeklickt hätte, doch, so lang Homeoffice und alles macht doch was mit einem) und so war ich beim ersten Meeting um halb 10 schon so weit, dass ich es auf die zu bearbeitenden eingedampft hatte und die dringenden erledigt waren.

Katzenründchen, MIttagessen mit Schulkind ("Und, ist wer krank?" "Nein" "Wie wars?" "Normal"), Mittagsteammeeting, bei dem erst das Internet so hakte, dass ich zwar alles hörte, aber die Kollegen von mir nur mein "Heeeeeello, do you hear me?" verstanden und alle fachlichen (und weniger fachlichen "So ein Scheiss, dabei schaut doch gar keiner NEtflix, was geht der Kack jetzt nicht?") Beiträge nicht. Ich startete also neu und während der Computer hochfuhr, hörte ich erst Jonny reinkommen und dann herzzerreissend miauen. Ich alter Panikbolzen dachte natürlich sofort: "OMG, der arme Kater ist verletzt, vllt hat ihn doch ein Hund erwischt" und schoss nach unten. Hahaha, von wegen verletzt, also: Jonny. Er war enttäuscht, dass er so eine tolle Maus mit nach Hause gebracht hatte und keinen adäquaten Applaus bekam. Ich überprüfte die Maus ("Er ist tot, Jim"), lobte Jonny und sauste nach oben zu meinen Kollegen ins Meeting. NICHT MIT JONNY. Die Internetverbindung funktionierte, mit Ton und Bild und so hörten und sahen alle, wie Jonny laut miauend mit der Maus ins Zimmer kam. Sie kennen den Esel aus Shrek? Der in der Versammlung der Sumpfbewohner immer hochhüpft und ruft "pick me, pick me!"? Ungefähr so ist Jonny hinter mir mit der Maus auf und ab gehopst, und hat sie geschleudert und geworfen, als ob sie nicht eh schon hinüber wäre. Er hat sie mir liebevoll auf meinen strumpfsockigen Fuss gelegt, fast aufs Touchpad und irgendwann hat er sie unter dem Tisch laut knurpselnd restllos vertilgt. Alles während des Meetings und ich kann immer noch kein Pokerface.

Alles in allem läuft das ganz gut an und weiter, Alltag ist irgendwie ganz schnell wieder da (Kinder kommen heim, Zvieri, Freunde, weiterarbeiten, Crosstrainer (diesmal mit Videoaufzeichnung von einem Meeting, das ich in meinen Weihnachtsferien verpasst habe), Killerworkout mit dem Hübschen, Duschen, Abendessen.

Ich freue mich tatsächlich sehr, dass Q. ohne das von uns vorgeschlagen oder aufgetragen bekommen zu haben, den vegetarischen Januar auch in der Schulkantine durchzieht. Das habe ich nur gemerkt, weil er gestern abend nach Ersatzessen zum Mitnehmen gefragt hat, weil er fand, dass "Vegetarische Lasagne (Quorn)" nicht lecker klang. Als ich ihm erklärte, dass Quorn eins der Vegiersatzprodukte ist, die er schon ganz oft gegessen hat, war er beruhigt und möchte nun für Donnerstag ("Kichererbsencurry mit Naan-Brot" nomnomnom) ein Ersatzessen mitnehmen.

Wir haben endlich alle Wäsche durch (am Wochenende kam einiges zusammen: die verschlammten Schneeklamotten, vier frisch bezogene Betten und halt das normale Zeug mit all dem Sportzeug), für L. kam das erste verschollene Weihnachtsgeschenk an (und sogar nicht mal die "Oh, I am afraid it was lost in transit" kostenlose Ersatzlieferung, sondern die von Mitte November. Wir können wohl bald einen kleinen Merchhandel aufmachen, wenn das alles hier auftaucht) und er ist sehr glücklich. Na dann!

Gegessen:

Honigzopf (Vitamine jetzt wieder in Wasser, das Joghurtzeug sieht zu eklig aus)

Salat (Zuckerhut, Rucola, Tomaten) mit gebratenem Pack Choi und Pilzen und frisch gebackenem Roggenbrot

Mandarinen und Kräutertee

Montagspizza und Chicoree/Orangensalat mit JOghurt/Kürbiskernöl-Dressing


Gesehen: "PQS F4F and OneQMS CA Meeting, December Edition" (nur für Fans zu empfehlen) und "Red Sparrow" (ich mag ja Jennifer Lawrence sehr, sehr, sehr)

Gelesen: "Bis zum bitteren Ende" (wie vom letzten Buch nicht 100% überzeugt, aber es liest sich unterhaltsam und schnell weg.)

Stressleveldurchschnitt gestern: 17

Selbstbeweihräucherung: eine Email genauer gelesen als viele andere, das wird noch eine spannende Diskussion, und in einer anderen Email nach nur dem ersten Überfliegen den Knackpunkt, der gegen die Vereinbarung ist und uns, wenn wir uns nicht gleich wehren, in .... ein, zwei Jahren sehr viel Mühe machen könnte. Aber: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt und ich werde das neue Jahr auch wieder direkt "nett, aber nervig" sein


Apropos: morgen ist dern 5. und damit das zehnte Corona-#WMDEDGT. Yay-ish.