Mittwoch, Juni 17, 2026

170626

Gut geschlafen, aufgewacht vom Wecker, das passiert nicht so oft.

Unten erstmal festgestellt: Sansa hatte schon für Frühstück gesorgt :-/, Gemüsebeilage lag nebendran auf dem Fussabstreifer (immerhin nicht IM Schu, nech?)



Kurzes Ründchen, um zu gucken, ob Jonny irgendwo abhängt (nein), und dabei meine ersten Tigerschlegel gesehen. Ich finde Nacktschnecken ja sehr widerlich, fand die Bananenschnecken auf Hanson Island recht interessant und habe mir irgendwie gemerkt, dass die Tigerschlegel die grusligen roten Nacktschnecken auffressen. Weiss nicht, ob das stimmt, möchte es auch nicht so genau wissen, aber der, den ich da gesehen habe, war (für eine Schnecke) recht zügig unterwegs.



Radeln: sehr angenehm, ich war ein bisschen vorsichtig(er) unterwegs, weil ich eine Box voll Rhabarberschokoladencookies auf dem Gepäckträger hatte. Die habe ich dann im Schwimmschrank geparkt und nach den 40 Bahnen wieder abgeholt.

Das Becken sah erst superwild aus, aber war dann auf meiner Bahn fast leer, das war sehr angenehm.

Arbeitsmorgen startete mit einem Telefonat mit einem Kollegen, der sich ein Jahr vor mir die Schulter genau gleich wie ich (nur beim Skifahren) gebrochen hatte, eigentlich zu einem anderen Thema, aber er meinte auch "Ich habe wieder vorgelegt", er hat sich nämlich das Wadenbein beim Fussballspielen gebrochen. Ich sehe da jetzt bei mir eher weniger Gefahr, weil ich ja nicht Fussball spiele (gelogen, habe ich am Wochenende mit den Neffen), aber auch sonst nicht renne und beim Gehen knicke ich nicht um (dabei kann man sich das Wadenbein auch brechen, habe ich gelernt). There, I jinxed it.

Dann: einerseits konzentriertes Arbeiten, andererseits auch viel Swirl. Wir haben eine freie Stelle bei uns in der Stelle ausgeschrieben und es gibt viel Interesse daran (andersrum auch viel Desinteresse (ist das falsche Wort, eher bewusstes "nein danke") bei vielen von denen, die ich absolut im Kandidatenpool sehen würde und auch zT direkt angefragt habe, aus sehr interessanten Gründen))

Beim Mittagessen habe ich dann heute mit Absicht trotz Hunger "nur" einen Salat gegessen (learning: vegi-Cesars-Dressing kann man gut mit Kapern statt Anchovis machen, die Kombi mit dem French-Dressing bei der Arbeit schmeckt mir aber nicht. Und die warme Proteinquelle, die sie drin hatten, war auch nix. Aber für zum Selbermachen ist das eine gute Option), weil: wir haben ja am Freitag grossen Spendenlauf etc (und Sommerfest) und unser "Lauf"team (ich werde definitiv nicht laufen, eher das Schweizer "laufen") hat einen Bakesale nach dem Mittagessen organisisiert (also: Kalorien gegen Spende). Schade übrigens: wir sind ja eine rein technische / Engineering-Abteilung UND sehr ausgeglichen mit Männern/Frauen besetzt. Das Laufteam und die Back-Beiträge waren 100% weiblich. Das ist schon ein bisschen arm, finde ich.

Aber: sehr gut, ich habe Macarons und Zitronenkuchen gegessen und dann war mir ein bisschen schlecht.

Ich war damit dann für den Nachmittag mit back to back meetings bis 18:00h gut unterfüttert, musste nur ab und an Wasser nachfüllen :-)

Gottseidank habe ich noch die wöchentliche Agenda-Email für ein Produktteammeeting morgen gelesen, dort wurde nämlich wegen eines sehr speziellen Tages um grüne Kleidung gebeten. Passt sehr gut zu meinem aktuellen Faible für salbei, weiss und blau und dazu, dass ich heute, weil wir morgens ein Meeting mit Japan hatten, mich für statt des eigentlich geplanten grünen Kleids ein weisses seriöses Oberteil (zu meiner rosa gestreiften Clownshose, die man auf der Kamera nicht sah) entschieden habe, also morgen wetterangepasst farblich passend kommen kann.

Japan Meeting war dann ein bisschen lustig: "wir" sind ja immer sehr darauf bedacht, höflich zu sein und nicht zu mitteleuropäisch direkt, auf der anderen Seite wurde dann aber fast schon ruppig reagiert. INTERESTING!

Kurze Freude: in einem Arbeitschat (weiss gar nicht mehr wo), wurde vor einiger Zeit eine Buchclubgründung angekündigt. Ich bin ja generell schon dran interessiert, mich mit anderen Leuten über Bücher auszutauschen (oder das wenigstens mal auszuprobieren, vielleicht fände ich es auch ganz furchtbar). Heute wurde bekanntgegeben, wie es weiter geht und dann war ich auch schon raus. Plan ist: im Quartal EIN Buch zu lesen und sich dreimal zu treffen und jeweils über einen Teil des Buchs zu lesen. Und meine Güte, nein. Ich habe nachgeschaut: ich habe 2026 bisher 55 Bücher gelesen, ich habe sicher keinen Nerv, an einem so lang rumzueiern, während ich parallel 25 andere lese (und nein, niemand muss schnell lesen, können Sie alle machen, wie Sie wollen, ich machs halt nicht). 

Heimradeln dann durch die Hitze mit den letzten Cookies auf dem Gepäckträger, durchatmen, Wäscheaufhängen und die Erkenntnis, dass heute noch gar nicht Donnerstag ist :-)

Gewisse Erleichterung: die Klobürstenscammer mussten mir mein Geld zurückgeben. Was für eine Bude...


Dienstag, Juni 16, 2026

160626

 Wie ich mal meine Kollegen (teils) sehr nervös gemacht habe 

Heute anderer Tagesstart als sonst, nämlich: ausschlafen bis sechs (Katzen not amused), weil mit L. zu einem Arztgespräch verabredet. Als guter Schüler und Arbeitnehmerin macht man das zum frühestmöglichen Termin, nämlich 8:10 im Nachbarsstädtchen. L. fuhr mit dem Gerät, das ausgelesen werden sollte, mit dem Bus, ich mit dem Rad, weil wir beide für den weiteren Schul./Arbeitsweg mit eben ÖV/Rad deutlich besser versorgt wären als mit Auto.

Arztgespräch: superst, erstens beeindruckend, was gemessen werden kann, zweitens: wie klar der Arzt die Resultate und Implications kommunizierte, und zwar L., nicht mir (ich war dabei für potentielle Rückfragen, Hintergründe und falls irgendwelche Entscheidungen über next steps getroffen werden müssten, und um sicherzugehen, dass an einem Teeniehirn frühmorgens nichts vorbeiteht). Bestes Resultat: "Medizinisch müssen wir erstmal nix machen"

Dann Verabschiedung und ich machte mich von Google Maps geführt auf den Weg zur Arbeit. Eigentlich bin ich die Strecke schon öfter gefahren (das Krankenhaus, in dem ich zur Schulterkontrolle war, ist in der gleichen Stadt), aber irgendwie bin ich heute irgendwo anders gelandet. War alles gut, bin durch eine Mischung aus Natur, Landwirtschaft und Industrie gefahren. Finde es immer wieder faszinierend, dass da eine Radinfrastruktur existiert, die man mit Autofahrerblick überhaupt nicht sieht. Es gibt klare Routen und Strecken, die mit dem Auto nicht möglich sind, nicht sichtbar sind, aber für Radler klar ausgeschildert und dokumentiert. Wie eine Alternativrealität.

Dann die Erkenntnis: ich hätte mal doch lieber im direkten Kollegenkreis Bescheid gesagt, dass ich 1h später dran bin als sonst. Ich hatte mich (zu spät fürs erste Meeting) in die erste (und einzige) freie quiet Booth gesetzt, und binnen 30 min kamen 4 Leute vorbei "Wir haben uns schon Sorgen gemacht, du hättest schon wieder einen Unfall gehabt". AS IF!!!!)

Aber ja: in die Planung von Arztbesuchen kann ich dann gern einrechnen, dass Di und Do halt fatal sind, weil ich, wenn überhaupt, nur einen sehr unbequemen Sitzplatz für den Rest des Tages bekomme, um viertel nach neun sind längst alle Desks belegt.

Sass ich halt heute in meinem kleinen Kabäuschen, mit offener Tür, damit ich nicht klaustrophobisch werde und kam tatsächlich sehr gut voran.

Ich glaube, das Wochenende (und die endlich aus dem Weg geräumte unendliche "Diskussion" mit Mr. Emotion) haben mir sehr gut getan, grosse Blöcke bewegen sich (und es gibt gute Nachrichten an den verschiedenen Projektfronten).

Mittagessen mit nur einer von 5 Namenskolleginnen, danach noch ein gemeinsames kleines Ründchen.

Abends habe ich im Moment einen stehenden Debriefingtermin um fünf, das gibt Seelenfrieden für den Abend.

Dann: Heimradeln (ich hatte heute nicht mal Radklamotten an, sondern meinen Onesie von Blutsgeschwister (oder "Ankerbraut", wie der Hübsche ihn nennt), der ist supergemütlich, sieht auch gut aus, aber mit der Menge an Wasser und Kaffee, die ich konsumiere, ist man doch eine gewisse Zeit des Tages mit An- und Ausziehen beschäftigt.

Morgen haben wir Bakesale für einen guten Zweck, d.h ich werde heute abend noch Rhabarber-Weisse-Schokolade Cookies backen und bis auf diesen Extratransport ist es morgen dann ein ganz normaler Tag (ah, nicht vergessen: Japan-Meeting in der Früh, also ordentlich anziehen!)

Wunschlistenfrage:

welche Regenhose nutzen Sie und wie zufrieden sind sie mit ihr? Worauf würden Sie beim Kauf unbedingt achten?

Ich habe eine neongelbe Regenhose von Gonso, passt. Ist nicht 100000% dicht für lange Strecken, aber das ist ok. Für mich einziges Kaufkriterium neben "eine Regenhose, die mir passt" war: Signalfarbe. Und da war das die einzige, die es bei Veloplus gab.

(Ich habe ein bisschen Mühe mit solchen Fragen, weil: es geht jetzt ja nicht um irgendwelche sophisticated Hightechausrüstungen (auch dann wäre das hier ein seltsamer Ort zu fragen), sondern um einen Alltagsgegenstand. Wenn man seinem eigenen Urteilsvermögen schon nicht traut, warum informiert man sich nicht im Fachhandel, Katalogen, Vergleichsportalen, Onlineshops oder von mir aus Themenblogs? Ich schreibe kein Ratgeberblog, ich weiss nicht, was Ihnen an einer Regenhose wichtig ist, was Ihr Usecase ist, genauswenig wissen Sie, was mir wichtig ist, und warum. Und ich finde all das tatsächlich einfach unglaublich langweilig aufzuschreiben und auch nur drüber nachzudenken. Es ist eine Regenhose, nicht das Mittel gegen Welthunger....Naja. Anyway. Kann man jetzt wieder überheblich oder arrogant finden, aber dann ist das halt so.)

Montag, Juni 15, 2026

150626

 Heute Morgen beim Blick auf den Wetterbericht für die Woche (36 Grad, ja schöner Scheiss) mit kurzer Hose und T-Shirt losgeradelt. Als ich den Berg zum Bahnhof runtergesaust war, war mir ordentlich kalt, aber beim wieder zurückradeln wäre mir warm geworden, da konnte ich auch gleich weiterradeln.

Die Dusche vor dem Schwimmen tat sehr gut, allerdings war die geheizte Schwimmhalle dann zu warm und ich hatte das Gefühl, keine Luft zu bekommen.

Passend dazu habe ich mal Kraulen ausprobiert, weil: alle machen sich drüber lustig, dass meine Erwartung an den Kraulkurs ist, erstmal fast zu ertrinken, weil ich nicht weiss, wie atmen. Alle meinen: "ist doch easy" und erzählen irgendwas von Wellental und was weiss ich. Also habe ich heute eine kleine Kraulübung eingelegt: mit den Beinen halt gepaddelt, mit den Armen "gekrault" und abwechselnd rechts und links geatmet und dann nach ein paar Zügen gemerkt, dass ich halt den Kopf gar nicht untertauche , sondern halt über Wasser hin und her drehe. Also probiert unterzutauchen und das mit dem Atmen zu koordienieren. Dabei bestätigt: unter Wasser atmen klappt nicht. Ich bin also nach wie vor überzeugt: der Kraulkurs wird schlimm werden, meine Ängste sind berechtigt und die Trainerin wird sich die Kursgebühr hart verdienen, weil ich meine das ernst mit "Ich habe keine Ahnung, wie ich das machen soll."

Nun denn. Der Wetterumschwung sorgt für fiese Schmerzen in all meinen alten Brüchen und Verletzungen (Bänderriss mit 16, Wirbelfortsätze angebrochen mit 17, Finger gebrochen mit 39, Schienbeinplateau gebrochen mit 45, Schulter gebrochen mit 47). Oberflächliche Recherche ergibt alles zwischen "Luftdruckveränderung führt zu Schwankung in der Viskosität der Gelenksflüssigkeit" und "medizinisches Märchen". Ist mir eigentlich egal, ich habe halt Schmerzen so ungefähr wie 6-8 Wochen nach dem Bruch, das ist ziemlich unangenehm (andersrum: ich hatte zwischendrin 20 Jahre unfallfrei, auch nicht schlecht!)

Dann: heute viel Nacharbeit von der letzten Woche, weil ja workshopbedingt 2 Tage fehlten und der Freitag zur Aufarbeitung nicht zur Verfügung stand. Unter anderem wurde eine Feedbackanfrage für einen Performance Review nochmal in Erinnerung gerufen. Ich hatte zwischendrin überlegt, sie zu ignorieren, aber aus Gründen dann halt nicht. Und so kam es dazu, dass ich im Namen eines reinen Frauenteams dem Chef eines Mannes unter anderem das Feedback gab, dass die Zusammenarbeit mit dem Typ schwierig war, weil er sehr emotional auf jedwede Art von sachlicher Kritik oder auch nur Änderung des status quo reagiert. Immerhin habe ich nicht als Improvementvorschlag "He might want to consider smiling more" mit aufgenommen. Bin gespannt.

Dann auf dem Heimweg beim Freibad, wo ich in der Revisionszeit des Firmenschwimmbads Frühschwimmasyl suchen werde, meinen QR COde gegen "was richtiges" eingetauscht. Am 29. Juni geht es los.


Sonst: das Schweizer Stimmvolk hat ja gestern die "Nachhaltigkeitsinitiative", wie der irreführende Name der aktuellen "Ausländer raus"-SVP-Initiative lautete, abgelehnt. Wie immer in den Kantonen, die Migration erleben, mit  fliegenden Fahnen, die Ja-Kantone kennen Ausländer nur aus dem Fernsehen, von dne SVP-Plakaten und als Touristen, die ja nicht kommen, um zu bleiben. Ich war mir tatsächlich nicht sicher, wie es ausgehen würde, allein beim Heimfahren gestern dauerte es bei der Fahrt über die Dörfer bis 5min vor daheim, bis ich das erste "nein"-Plakat sah.... In der Facebookgruppe des Dorfes toben nun die "Ja-Vertreter", dass man der Abstimmung nicht trauen könne, weil niemand würde sich hier zu einer nein-Stimme bekennen und man wüsste ja schon gern, wo die Nein-Sager wohnen würden, weil, jetzt nicht direkt um sie zu jagen, aber naja... (Für alle besser, dass ich kein Facebook habe)

Sonntag, Juni 14, 2026

140626

 Wie aufregend das alles war! Ich meine: die zwei kleinen Jungs sind so süss und cool und lustig (den Eltern wurde frühmorgens brühwarm erzählt, dass

die Tante K. ZWEIMAL "Scheisse" gesagt hat

es ein krasses Handwaschregime gab (mir kam "Wir waschen abends NIE die Hände und generell nicht mit Seife" ein bisschen fishy vor)

wir (also: sie, ich war weder bekleidungtechnisch noch physisch ausser beim Trennen involviert) "mit nackten Bäuchen gerangelt" und

wir im Garten Rückwärtssaltos gemacht hätten, kommt, wir zeigen euch das. ("also, das kam so.....") 

Ich denke, das fasst es gut zusammen!

Der Tag war ehrlich gesagt das Beste, was mir nach der irgendwie höllisch anstrengenden Woche passieren konnte: nicht unbedingt entspannend, aber so sehr was anderes und auf wichtigere Dinge fokussiert als "wer was wann wie gesagt hat", dass ich gar nicht an die Arbeit denken konnte und das war wichtig.

Heute dann: gemütliches Frühstück, ich bin so, so, so, so, so froh, dass diese Menschen in meinem Leben sind. Alle davon.

Für mich sehr interessant: Ausflug in ein Gymnasium an einem Sonntag morgen. Ich hatte den Auftrag, etwas zu laminieren und dachte ja, LehrerInsein käme mit mandatory Laminiergerät, aber für GymnasiallehrerInnen scheint es ein Schulgerät zu tun. Ich war damit in meinem zweiten Lehrerzimmer ever und... alle Schulen (ohne SchülerInnen drin) riechen sehr ähnlich. Und wer auch immer sich bei uns im Turm über open space und keine festen Schreibtische beschwert, HABT IHR SCHONMAL EIN LEHRERZIMMER GESEHEN? (Vermutlich nicht, ich ja auch nicht)

Dann: Heimfahrt mit dem Mini, diesmal passte die Reichweitenangabe. Das ist schon ein sehr, sehr nettes kleines Auto!(Doof, wenn man im Grenzgebiet unterwegs ist: die Netzabdeckung / Umbuchung zwischen D und CH-Netz ist sehr shaky, führt zu wackeliger Hörbuchabdeckung. Habe ich halt stattdessen das Feedback für den Typ, dessen Benehmen zum einen oder anderen Migräneanfall bei mir geführt hat, formuliert.

Daheim den Kindern hallo gesagt (wie cool ist es, grosse Kinder zu haben?), kein Bananenbrot gebacken, weil die extra Bananen, die ich gekauft hatte, um die matschige schwarze in ein Bananenbrot zu überführen, aufgegessen worden waren, punkten können mit "wie erstelle ich ein Abbildungverzeichnis in Word", ausgepackt, Schwimmsachen gepackt, Sporteinheit eingelegt, Gemüse geschnippelt für Asiapfanne einmal quer durch den Gemüsekorb, und den Hübschen in der Standortteilung auf dem Heimweg verfolgt.

Ich bin einfach sehr, sehr, sehr happy, dass alle wieder daheim sind (Jonny ist unterwegs, aber es ist halt auch perfektes Draussenwetter und es wird ihm sicher gut gehen), und wir eine eigentlich sehr interessante Woche vor uns haben!

Samstag, Juni 13, 2026

130626

 Heute morgen nach langer Zeit mal wieder gg sechs von Jonny geweckt worden, der laut miauend Frühstück bestellte und sich dann ans Fussende der leeren Seite des Hübschen im Bett kuschelte. Als ich mir später einen Kaffee holte, merkte ich, warum er so laut miaut hatte: er hatte einen ordentlich am Birdbuddy gemästeten Spatz mit reingebracht, aber zum ganz hochtragen war der dann zu schwer und unhandlich anscheinend, also lag er auf der Treppe.

Dann: Frühstück geholt, alle Pflanzen gegossen, Treppen gefegt und den Staubi einmal durchs Erdgeschoss geschickt (unsere Putzhilfe hat zwei Wochen Ferien und während das dank genereller Ordentlichkeit in Küche und Bad nicht so auffällt, sammeln sich gerade im Sommer halt Staub und Schmutz und Katzenhaare in den Ecken). Dann die Kinder zum Frühstückstisch geholt, damit wir uns vor meiner Abreise noch kurz austauschen können.

Q. hatte gestern Atemschutzwettkampf mit umliegenden Feuerwehren und der Berufsfeuerwehr meines Arbeitgebers am Ort, d.h sie haben mehrere Stationen in voller Atemschutzmontur um die Wette gemacht, zB zwei Feuerwehrleute schwingen einen Schlauch, einer springt (in voller Ausrüstung drüber), welche Gruppe in 3min die meisten Sprünge schafft, gewinnt. Danach wurde ordentlich gegrillt und gechillt, um 2 kam er heim, hat beschlossen, den Kuchenverkauf seiner Piotruppe am nächsten Tag zu skippen und stattdessen zu lernen, also hat er um zwei den Kuchen, den ich gebacken habe, noch ins Pfadihaus gebracht.

L. war nach einer langen Geo-Woche auch platt (finde es echt eher mittel, wenn nach Notenschluss nahtlos mit den Notenprojekten fürs nächste Schuljahr weitergemacht wird), freute sich aber sehr auf eine Übung mit seiner PFadigruppe, die er mit dem Nachbarsjungen vorbereitet hatte. Danach war noch Treffen mit Freunden geplant.

Ich machte mich mit dem Mini auf dem Weg in den Schwarzwald, heute war ja seit über einem Jahr schon kleine Neffen-sitten geplant. Der Mini stresste mich sehr, er war voll geladen, die Apps agte 173km Reichweite, das Auto sagte "Strecke: 111km, Reichweite 125km" und das ist für mich ein bisschen arg spannend (hatte mich mit Lademöglichkeiten nicht befasst, weil ja eine Wallbox bei meiner Schwester auf mich wartete). Aber: im Lauf der Fahrt nahm die Reichweite deutlich weniger schnell ab als die Reststrecke, ich kam wie erwartet mit etwa 70km Reichweite an. WHATEVER!

Die kleinen Jungs hatten sich sehr auf mich gefreut, es war sogar im Kindergarten gross angekündigt worden, dass man CHIPSPARTY mit der Tante machen würde. Es gab null Gefremdel, ich wurde sofort okkupiert, dabei hatte ich noch ein paar Sachen, die ich geklärt haben woltle (Regeln, Kindersitze in den MIni einbauen für den Notfall, Strom an den Mini machen, Bettgehtricks). Haben wir alles hingekriegt und dann die Eltern Richtung Stuttgart verabschiedet.

Wir hatten dann eine richtig coole Zeit zusammen, es wurde Sand gespielt, Fussball gespielt, wir haben einen Ausflug mit den Rädern gemacht (also: ich ohne, ich bin also ganz schön gerannt....), es wurde eine Eisenbahn aus Terrassenmöbeln gebaut, dann haben wir eine Runde Chips gegessen und Paw Patrol und Checker Tobi geschaut. Dann wieder Sandkasten, irgendwas mit Holzwürfeln und, das war so lustig: Fegen. Ich wollte eigtl nur den Sand, der rausgeflogen war, wieder in den Kasten fegen, dann wollte aber der ganz kleine Neffe unbedingt den grossen Besen haben, dann wollte der andere auch und irgendwann schufteten sie beide und feuerten sich an "Es muss alles super sauber sein, da werden Mama und Papa richtig schauen!" und bestanden auch noch darauf, den Gehweg zu fegen (mein Lieblingssatz "Darf ich schnell rüber auf den Kreisverkehr gehen? Das ist mein Lieblingsplatz zum Pläne schmieden!")

Zum Abendessen wurde es dann ein bisschen schwierig, weil es waren Minipizzen angedacht, der kleine Neffe hatte aber gesehen, dass ich Tiernudeln mitgebracht hatte und wollte dann Nudeln. Also: beides gemacht. Sosse war die nächste Herausforderung: "Mit weisser Sosse" "Ok, nach was schmeckt die?" "Nach weisser Sosse halt" Grosser Bruder: "NAch nix!" Ok. "Wenn weiss nicht geht, dann halt braun." Ich habe hellbraun hinbekommen und es war wohl okay-ish, aber mit den Minipizzen vom Bruder und all den Chips vorneweg war nicht mehr viel zu wollen.

Zähneputzen, Pyjama amziehen, auf keinen Fall die bereitgelegten Socken, dann das genaue Vorlese- und Kuschelballett, das war schon sehr niedlich (beide sind übrigens davon ausgegangen, dass sie eh bei mir im Bett schlafen, mal sehen, ob es dazu noch kommt. Aktuell schlafen beide bei sich)

Hach!

Freitag, Juni 12, 2026

120626

 Sehr, sehr gut im eigenen Bett geschlafen, sechs fühlte sich nach Ausschlafen an.

Frühstück mit L., der sich gestern Protein-Overnight-Oats gemacht hatte, ich ass schnödes Honigbrot (immerhin mit beim Wandern gekauften Honig).

Kleines Ründchen um den Block für frische Luft, erste Emails / NAcharbeit vom Workshop. Wir bekommen begeistertes Feedback, was mich jetzt ein bisschen schlecht fühlen lässt, dass ich da gar nicht so viel Lust drauf hatte. Aber offensichtlich habe ich es mir nicht raushängen lassen.

Dann eine Explore-Runde zum Getränkemarkt zwei Dörfer weiter, der auf der Verkaufsstellenliste eines speziellen Schweizer alkoholfreien Radlers steht, das meine Schwester mal geschenkt gekriegt hat und gerne nochmal hätte. Sie haben nur eine Auswahl der alkoholhaltigen Biere von dort vorrätig, aber ich kann das alkoholfreie Radler bestellen lassen. Geht sich halt nicht bis morgen aus, wo ich zu ihr fahre, aber wir sehen uns ja öfter.

Dann beginnt der wilde Meetingfreitag (normal ja eher nicht, aber es gibt Sachen nachzuholen von den letzten beiden Tagen UND wir haben halt einige Notfallmeetings, die dringend heute stattfinden müssen.)

All das: anstrengend, weil ich echt platt bin und jedes einzelne Thema volle Konzentration erfordert (besonders das letzte des Tages am Abend, vor dem ich buchstäblich Bauchschmerzen habe, weil sich die Thematik seit Monaten hinzieht und der Ton von der anderen Seite echt unschön wurde. Beide Seiten haben jetzt ihre Chefs involviert, meiner ist voll und ganz aligned mit seinem Team und ein sehr guter Kommunikator. Im Zug haben wir gestern noch alles fertig gemacht, heute zwischen den Meetings gefeilt und naja. Unangenehm ist es trotzdem).

Ich schiebe eine schnelle EInkaufsrunde und Nudeln zu Mittag mit Q. ein, der Hübsche verabschiedet sich für ein Wochenende in München und dann geht der es auch schon wieder Schlag auf Schlag. Das letzte Meeting dann wird... einerseits wie erwartet, andererseits auch ein bisschen nicht. Es wird dagegen gehalten, die gleichen Argumente gebracht wie immer, die halt einfach keine sind, mein Chef sagt das, was wir seit Monaten sagen, kriegt die gleichen substanzlosen Gegenargumente, entkräftet sie genauso wie wir, irgendwann sagt der Chef UND der Mitarbeiter der Gegenseite: "Vorschlag von Frau Brüllen und Team ist superlogisch, dann machen wir das so", Gegenseite hat IMMER noch Einwände, stimmt dann aber doch zu, während er im selben Atemzug noch versucht, etwas nicht vereinbartes reinzusliden, was ich merke und ein bisschen arg offensichtlich angepisst kommentiere. Passt dann, dass ich ein My zurückrudere, respektive "agree to still disagree a little", so kann er offensichtlich ein letztes bisschen Gesicht wahren, und ich strenge mich sehr an, mein Pokerface zu behalten, als sein Chef dann die letzten Minuten die freundliche, konstruktive Atmosphähre der Diskussion unter Freunden preist, weil: Hölle, nein.

Passend dazu hatte ich ab 5min vor dem Meeting Migräne aus der Hölle, die ich danach mit einem Triptan bekämpfte und jetzt bin ich müde, mir ist ein bisschen schlecht und ich habe nichtmal Lust auf einen Freitags-Aperol Spritz.

Ich bin einmal durch den Nieselregen ums Karee gelaufen, habe für Q.s Kuchenverkauf einen Marmorkuchen gebacken und werde jetzt die Pizza für die anwesenden vorbereiten. Und dann.... vllt einfach um 10 ins Bett gehen, morgen steht nämlich Chipsparty an!

Donnerstag, Juni 11, 2026

110626

 What a day

Mittelgut geschlafen, dafür lang (bis viertel vor sieben).

Frühstück war richtig, richtig gut. Mein Zimmer war im ersten Stock, also dachte ich, ich könnte ja Treppe laufen, um meinen Koffer zu holen, aber irgendwie hat mich die Treppe nicht in den Zimmerbereich gebracht, sondern in eine ingenieurslastige Konferenz, wo einsame Menschen vor Postern sich aufrichteten und vorfreudig auf eine potentielle Interessentin guckten. Ich bin also wie Homer Simpson in die Hecke rückwärts wieder verschwunden und wieder runter und mit dem Lift nach oben.

Dann: Workshop auf der Site. Ich hatte Bedenken, dass es doof würde oder die Leute es doof finden würden, aber nein: es war ein richtig guter Austausch, ich habe alte Gesichter wieder getroffen, neue Gesichter kennengelernt (die sind so jung!!!!), Bedenken ausräumen können, es war richtig gut.

SPannendes Ende: wir hatten 45min für die 15min Fahrt zum Bahnhof eingerechnet, und stiegen dann auf halber Strecke aus dem Taxi und rannten, weil ein solcher Stau war. Das war dann noch einmal eine ordentliche Cardioeinheit (besonders, weil wir im zweiten Taxi das Handy meines Chefs hatten, der es liegengelassen hatte und im ersten Taxi sass. Ich wusste natürlich nicht, dass der so wurstig ist und auch ohne gefahren wäre :-))

Jetzt: noch ein bisschen arbeiten, daheim duschen und ab ins Bett.

Der Hübsche hat heute den Gemüsekorb geholt und beim Fotomachen gemerkt, ... aber sehen Sie selbst:

Gurken, Rettich, Knoblauch, Tomaten, Brokkoli, Basilikum, Kartoffeln Fenchel, viel Salat, Chinakohl, Mangold.
UND KEINE EIER!!! (die hat der Hübsche vergessen aus der Extrapapiertüte dort rauszunehmen.)