Donnerstag, Oktober 22, 2026

221026

 

Die Kaltmamsell hat sich ein Stöckchen ausgedacht und weil meine Tage hier in dem, was ich schreiben kann (und was mir abends noch einfällt) eher eintönig sind, here you go.

1. Welches war dein erstes Stofftier und was verbindest du damit?

Ich musste auf den Fotos nachschauen, was dort als erstes auftaucht, ich hatte es nämlich ganz falsch in Erinnerung gehabt.Aus dem Kopf hätte ich gedacht, es wäre der Hund gewesen, der wie Kaltmamsells Fuchs ein Steifftier war, nicht besonders kuschelig, aber ich habe ihn trotzdem sehr geliebt, weil ich die Erinnerung an die Hunde meiner Grosseltern eben nicht habe ausser auf Fotos 

"Burli" und ich

und da sehr traurig drüber war (damals, als ich noch dachte, ich würde Hunde mögen). Aber: der Hund ist auf keinem einzigen Bild drauf! Dann dachte ich: Waschi, den Waschbär, der überhaupt nicht aussieht wie ein Waschbär, aber trotzdem einer sein sollte. Der war auf jeden Fall sehr früh dabei, hier sieht man neben der Katze, die ich in gar nicht so intensiver Erinnerung habe, immerhin seine Nase und einen Fuss links im Bild


Hier nochmal in ganz:

Noch früher hatte ich übrigens eine Puppe, die ich wie meine beste Freundin Brigitte genannt habe. Eine so enge Beziehung wie zu Stofftieren und ganz besonders meinem allerliebsten, hatte ich zu der nie (auch nicht zu ihrer POC-Schwester, die keinen echten, sondern nur einen heute unaussprechlichen Namen hatte)

 Das meistgeliebte Stofftier, war allerdings "Orsi", ein Steiffbär, den ich mir damals selber ausgesucht habe und den ich so toll fand, weil er seinen Mund offen hatte. Ich habe ihn (und Waschi) so, so, so sehr geliebt (überhaupt Stofftiere viel mehr als Puppen, die waren eher zum Frisieren und hatten immer doofe Haare) und überall mit hingeschleppt. Ich erinnere mich noch an den zweiten Tag in der Schule, als ich vergessen hatte, meinen Teddy an der Bushaltestelle meiner Mutter zum Mitheimnehmen in die Hand zu drücken und er dann in der Schultasche sass und ich das so schön fand, bis meine Lehrerin ihn gesehen hat und gemeint hat, dass man in der Zukunft jetzt aber schon Stofftiere daheim lassen sollte, weil halt Schule, ne? 

Hier eine Hommage an Orsi (er sitzt mitsamt Waschi auf dem Speicher):










Hier wurde Orsi getauft. Aus einem Zahnputzbecher.


2. Wie stelltest du dir als Kind dein Erwachsenenleben vor?

Ich glaube, als ein grosses Abenteuer! Ich wollte ja Heinrich Schliemann werden! Skurrilerweise habe ich die Realität, die ich von meinen Eltern vorgelebt bekam, nullkommanull mit Erwachsenenleben in Verbindung gebracht, das war ausserhalb meiner Vorstellung, dass mein Leben mal so aussehen würde (tuts ja auch nicht, respektive es fühlt sich nicht so an, wie es mir immer kommuniziert wurde.) Ich würde sagen, das mit dem Abenteuer ist schon ein bisschen so geworden, auch wenn nicht ganz so offensichtlich wie als Heinrich Schliemann :-). Wobei der bestimmt auch Alltag hatte.

3. Warst du ein eher leises oder eher lautes Kind?

Naja, was wohl? Ich war laut, hatte ein sehr grosses Gerechtigkeitsempfinden, war gerne Bestimmer. Was heisst "war"? (Mir wurden ja immer "so ein Kind wie du" gewünscht. Diese Wunsch, der ja wie immer bei solchen "Klassikern" nicht nett gemeint war, sondern als Herabwürdigung und Runtermachen, ist ja Gottseidank in Erfüllung gegangen und ich habe sogar zwei Kinder, in denen ich jeweils sehr viel von mir wiedererkenne und das ist wunderbar.) (Aber: ich habe auch super, super, super viel gelesen, da war ich dann nicht laut)

4. Gab es etwas in deiner Kindheit, das du heute sehnsüchtig vermisst?

Ich habe wirklich lang überlegt und ich glaube, es ist die Unbefangenheit, das Gefühl, dass man alles erreichen kann, dass man das Abenteuer und die Möglichkeiten sieht und nicht, was alles schief gehen kann, wie anstrengend es ist, was man alles bedenken muss.


5. Welches Verhältnis hattest du als Kind zu Musik?

Wenn man sich anschaut, wie früh (s.u) ich mit Musik angefangen habe und wie viel Zeit das beansprucht hat (Flöte von meinem Vater gelernt, dann Musikschule, ab der 5. Klasse Klarinette, ab der 7. Klavier, Bläsergruppe der Musikschule, Orchester der Musikschule, Orchester in der Schule, Jugend musiziert), würde man vermuten, ich wäre total begeistert gewesen und Musik wäre mein Leben gewesen. Es gab auch tatsächlich Aspekte, die ich grossartig fand: die Orchesterproben und Konzerte, generell die Auftritte (ausser die schrecklichen wie mit dem Hackbrett-Orchester, bei all den Kirchenevents, beim Trachtenumzug des Volksfestes, die Unmengen an Martinsumzügen und what not), das war grossartig und super, ich habe das so, so, so, so genossen!

Aber.

Es war so ein Druck und Zwang hinter dem Üben, mein Vater war ein grauenvoller Lehrer, (meine Mutter war zumindest für ihre eigenen Kinder auch eine furchtbare Lehrerin, aber hatte mit dem Musikunterricht aktiv nichts zu tun, das war eher für Schulthemen),  die Instrumentenwahl war nicht meine, ich habe Klarinette lernen müssen, weil mein Opa uns (warum auch immer) eine Klarinette geschenkt hat, nicht Querflöte oder Geige oder Cello, was ich viel lieber gelernt hätte. Naja. (War der Geschwisterrivalität dann schon auch nicht zuträglich, dass meine jüngeren Schwestern der Reihe nach Querflöte, Geige und Cello gelernt haben....). Ich hatte nie das Gefühl, "nein" zu sagen, wäre ene Option gewesen. Es gab so viel Zeug, was ich gemacht habe, weil ich das Gefühl hatte, zu müssen. (meine Güte, die Nachtigallpfeife beim Hackbrettkonzert im Dirndl, auf dem Volksfestwagen beim Trachtenumzug, ich habe es gehasst.....)

Sonst war Musik bei uns daheim nie etwas zum Spass, sondern immer ernsthaft. Es gab immer "gut und hochwertig" und "schlecht, billig, minderwertig" (Allein schon, dass wir nur auf Barockflöten gespielt und gelernt haben und auf die, mit den "normalen" halt einfach, runtergeschaut wurde.... 

Alles, was ansatzweise "neu" war, war wertlose "Tschinderassabums-Musik", und "neu" war alles nach zB BigBand-Sound aus den 20ern. Es gab NULL Hitparade, Rock, Pop, Schlager, irgendwas. Es wurde ganz strikt nach E- und U-Musik unterschieden, E war gut, U war schlecht und minderwertig.

Deshalb hatte alles "solche Musik" hören etwas sehr verruchtes und verbotenes an sich, ich habe meine heimlich überspielten Kassetten von meinen Freundinnen mit Kuschelrock, Juliane Werding, Hitparade beim Trampolintraining am Freitag aufgenommen gehütet und versteckt wie einen Schatz. 

Naja.



Sonst so:

Anmeldefenster für das zweite Schwimmesemester ist raus. Es gibt zwei Varianten von "besser Kraulen lernen": Intermediate und Plus. Offiziell ist für beide der Anfängerkurs die Voraussetzung, die Leute im "Plus" wollen "so schnell wie möglich besser in Technik und Geschwindigkeit werden", die Leute in "Intermediate" wollen "ihre Kenntnisse aus dem Anfängerkurs vertiefen".

Ich hätte jetzt ja (und Sie werden grinsen, weil ich beim Reinkopieren auch sehe, welche Beschreibung mir entspricht) gerne erstmal einen Intermediatekurs gemacht, auch weil ich den "Plus" Kraulkurs zT schon auf der Nebenbahn erlebt habe und alter Verwalter, sind die wild. Aber: der Intermediatekraulkurs ist Donnerstags um fünf, also 100% overlap mit unserem Groupmeeting und bei aller Begeisterung fürs Kraulen, das gildet nicht als Entschuldigungsgrund für ein halbes Jahr Teammeetings verpassen. Einen Pluskurs gibt es, wie wir alle wissen, auch Dienstag morgen um halb acht, das ist mir fast ein bisschen spät, aber ich sollte eh mehr schlafen. Also: Plus-Kurs it is, wir werden sehen.


Gemüsekorb heute nochmal in der 7-10kg Ausgabe:

Rucola, Feldsalat, Tomaten, Lollo Rosso, Lollo Bianco, Randen, Kartoffeln, Blumenkohl, Bohnen, Pak Choi, Koriander, Petersilie, Spinat und doppelte Menge von DEN EIERN!



Mittwoch, Oktober 21, 2026

211026

 Spannendes Leben heute: Aufstehen, Schwimmen, Arbeiten, Heimfahren, Abendessen, Serie gucken, Schlafengehen. Gute Nacht.

So ungefähr war der tag heute. Funny sidenote: ich hatte ein (für das gesamte Department) verpflichtendes "Difficult Conversations" Training (im Training hiess es, es wäre freiwillig, deshalb würde man sich wundern, waurm so viele kommen. Tja). Und das war angesetzt von 11 bis 13h. Das ist ein bisschen mutig, weil eigentlich bei uns zwischen halb 12 und 12 ALLE zum Essen gehen, dementsprechend, das voll in der Mittagspause lag und ab eins eben wieder Meetingzeit ist am Nachmittag. Lauter hungrige Leute, da werden alle conversations schwierig. Ich hatte eigtl eingeplant, mir ein Sandwich zu holen für währenddessen, das ist aber nicht passiert, weil lauter "Wo ich dich grad seh" bis kurz vor knapp passiert sind. Immerhin hatte ich mir von den Leftovers eines Teamfrühstücks vorher ein Minigipfeli geschnappt UND danach nicht direkt ein Meeting, dh ich konnte sehr schnell, weil um eins in keiner Kantine mehr was los ist, was essen UND noch ein Ründchen durch den Regen um den Block laufen. Das war dringend nötig, nicht, weil das Training so schwierig war, sondern weil mein ganzer Morgen aus "Difficult Conversations" bestanden hatte. 

Naja. Irgendwie war der Tag trotz allem ein guter, schon das Radeln im Regen morgens hat Spass gemacht. Pünktlich vor Abholen des neuen Gemüsekorbs haben wir heute (mit etwas Anstrengung) den der letzten Woche leergefuttert, der grosse Korb mit 7-10kg Gemüse ist dann doch sogar für uns ein bisschen viel. Morgen kommt nochmal ein grosser, dann sind wir zurück auf unsere normale Grösse.

Jetzt Serie, dann Bett

Dienstag, Oktober 20, 2026

201026

 Unruhig geschlafen irgendwie, kein Grund tatsächlich (gestern abend noch eine Folge "The Diplomat" angeschaut, Folge 4 / Staffel 4, meine Güte, IST DAS GUT!!!)

Radeln dann wieder durch leichten Nebel und erstaunlich warme Luft (Also: ich hatte Handschuhe an und den Buff über die Ohren gezogen, aber das wars dann auch). 

Schwimmen I: ich habe ja das Ziel, die Woche 1000m, also 40 Bahnen am Stück zu kraulen. Heute habe ich das noch nicht ganz geschafft, weil ich mich zweimal verschluckt habe und dann einmal eine Brust- und einmal eine Rückenbahn eingelegt habe. Aber. Immerhin. (und schnell geht das! Brauche für meinen Kilometer jetzt deutlich unter 30 Minuten. Wird wohl irgendwann auf mehr Bahnen rauslaufen!)

Dann: Arbeitstag. Es ist eine wilde Phase,weil unser Riesenprojekt, das alle halbe Jahr fällig ist, in der superheissen Phase steckt (und auch vorher keine grosse Entspannung war...) und ausserdem für zwei Produkte Filing und Launch so kurz bevor steht und es echt hektisch wird. Und auch sonst. Und trotzdem bin ich ... abgeklärter als auch schon? Hilft, dass die grosse private Baustelle, die die letzten Wochen aufgetaucht und sehr viel Sorgen gemacht hat, auf einem guten Weg ist. Uff, das war nicht leicht....

Mittagspause mit einem lieben Kollegen von ganz früher, den Nachmittag sass mir dann mein anderer Small-Molecule-Kollege gegenüber, mit dem ich mich fast blind verstehe. Das war auch sehr schön.

Und dann: früher Schluss (soweit ist es schon) pünktlich um halb sechs, weil Kraulkurs. Und das war wirklich interessant: heute war Halbzeit und das sorgte für verschiedene Emotionen bei den Teilnehmern. Es ist wirklich krass, Binsenweisheit, ich weiss, wieviel das regelmässige Üben ausmacht. Ich bin sehr froh um jeden Input im Kurs, aber die generelle Technik, die habe ich längstens verstanden und den gesamten Bewegungsablauf so verinnerlicht, dass mich dezidierte Übungen eher aus dem Konzept bringen und ich zB mit Poolboy Pullbuoy überhaupt nicht schwimmen kann, weil ich die gesamte Stabilität verliere. Andere strugglen immer noch sehr mit dem Bewegungsablauf. Ist aber cool, dass die Lehrerin da ein Auge drauf hat und das individuell bearbeitet.

Anyway. Drei Sachen waren lustig

a) eins meiner Grundlearnings war: langsam machen, dann klappt das mit dem Atmen. Heute haben wir eine Übung gemacht, wo eineR vorschwimmt und der/die nächste, versucht, die erste Person einzuholen und dann umgekehrt. Ich kann jetzt also auch schnell, ohne zu ertrinken.

b) fünf Minuten vor fertig meinte die Lehrerin: "Jetzt probiert mal aus, wieviele Bahnen ihr am Stück schafft, ohne abszusetzen" und ich meinte "Hm, ok, aber um halb ist fertig, oder?" Grosses Gelächter, dabei habe ich das gar nicht witzig gemeint und nach 8 Bahnen gemerkt, dass die anderen schon Schluss gemacht hatten

c) superlustige Übung für Koordination, die total kompliziert und nach Ersticken und Ertrinken und Wasserschlucken klang: 3 Armzüge kraulen, dann auf den Rücken drehen, drei Züge Rücken, wieder auf den Bauch, 3 Kraulen und so weiter. In der Rückbahn auf die andere Seite drehen. Das war überhaupt nicht schwer und echt lustig!

Dann: Heimradeln, immerhin ein Kind beim Essen dabei, das andere ist bei der Feuerwehrübung. Uff.

Montag, Oktober 19, 2026

191026

 Gestern abend haben wir noch eine weitere Folge "The Diplomat" angeschaut und diese Staffel (die 4.) ist einfach so unglaublich gut (überhaupt: die ganzue Serie. Der Hübsche hat gestern gemeint: das ist ein würdiger "West Wing" Nachfolger und ich würde das auch unterschreiben. Nicht nur, weil Josh Lyman und C J Cregg in "The Diplomat" verheiratet sind.

Dann: richtig gut geschlafen und heute ab fünf in etwa wach gewesen, dementsprechend bis halb sechs gebachelt.

L. habe ich zur Japanischstunde um 6 noch einen Skyrdrink gebracht, dann bin ich bei nebligem, perfektem Oktoberwetter losgeradelt. Gerade heute war das Radeln super, weil ich einfach vor mich hin denken und planen und einsortieren konnte. Privates und berufliches, das war sehr praktisch.

Schwimmen: Ich bin heute die ganzen 40 Bahnen auf der "Streckenschwimmerbahn" geschwommen, die ich sonst meide, weil ich denke, dass ich dafür zu langsam bin. Aber als ich kam, war die als einzige ganz frei und letztendlich schwimme ich ja Strecke und schneller als auch schon. Am Schluss waren wir 3 und kamen gut aneinander vorbei.

Dann: ein verrückter Arbeitstag in dem Sinne, dass ich bis auf ein kurzes Austauschmeeting um halb fünf keine Termine im Kalender hatte (war mir nicht sicher, ob ich irgendeinen Feiertag verpasst hatte oder so). Der Hübsche brachte mich auf die verrückte Idee, VOR dem halb fünf-Meeting heimzufahren und mal früher daheim zu sein und nicht jeden Tag bis halb sieben, sieben im Büro zu sein, weil immer irgendwas ist. Verrückte Idee! Ich habe mir dann noch selber ein kurzes Treffen mit Chef und dem neuen Chef der Nachfolgetruppe meines alten Jobs (na, wer kommt noch mit?) gegönnt, weil ich ja für die Freitagsmeetings mit dem Podcaster (Freunde der Nacht. Ein standing meeting Freitag fünf bis halb sechs? Und der Typ sitzt nicht mal an der Westküste, sondern könnte das ab ein Uhr mittags machen? Wir werden grad mal sehen, dass ich das in Zukunft auch nicht mehr priorisiere. So bin ich nämlich in diesem Slot gelandet. Er hat ja wild über alle standing meetings in den golden hours drübergebucht und ich habe priorisiert. Meine anderen Meetings. Und jetzt halt Freitagabend. Einmal noch, dann ist das fertig, echt hey) eine aligned Verhandlungsposition brauche. Ich bin da sozusagen Chefverhandlerin für unsere Gruppe und möchte nur sicher gehen, dass meine persönliche steigende Genervtheit nicht meine professionelle Haltung beeinflusst. Bisher nicht, wir sind einer Meinung und ich habe freie Hand, das abzubügeln.

Mittagessen auf die Schnelle allein in der Kantine, aber ich muss mir irgendwann mal merken, dass das Rührgebratene Gemüse mit Tofu einfach echt nicht gut ist. Also: nie. Satt war ich dann aber, ein schnelles Ründchen an der so schön feuchten, kühlen Herbstluft, das war schön.

Und dann halt: verrückt frühes Heimradeln, dm- Besuch im Hellen, daheim begeisterte Katzen beim Checkin mit meinen Drama-Produktkollegen (Ende dieser Woche ist alles erstmal zur Tür raus! So aufregend!)

Auch ungewohnt: allein daheim sein. Der Hübsche ist beim Sport, Q. im Labor und dann bei der Vorbesprechung seiner Beteiligung an der "Sprengvorlesung" nächstes Jahr (einmal Rampensau, immer Rampensau...), L. hat Theaterworkshop und sogar die Katzen sind nochmal raus.

Also: Einkäufe verräumen, Kleider für morgen bereitlegen, Wäsche starten, Bauchtraining (der Hübsche und die Jungs sind beeinflusst von meinen "Finnen" an der Seite, die sich durchs Schwimmen gebildet haben), dann noch ein paar Schritte draussen (habe ich erwähnt, dass ich das kühle, feuchte, düstere Herbstwetter so toll finde?!) und irgendwann dann immerhin mit dem Hübschen zusammen Ribollita von gestern aufessen, wenn schon das Jungvolk die U25 Mannschaft (s. Kommentar, das war mir so nicht bewusst) erst so spät kommt....

Sonntag, Oktober 18, 2026

181026

 Hm, hm, hm. Eigentlich wäre das heute ein extrem gechillter, draussen kühler und nebliger, innen drin gemütlicher Herbsttag gewesen. Das hat einerseits auch perfekt geklappt, andererseits auch wieder nicht und diese Gleichzeitigkeit auszuhalten, ist halt vllt auch manchmal eine Kunst oder unvermeidbar oder einfach so.

Anyway. Ausgeschlafen (in der Nacht ein paar Mal von der eigtl sehr kleinen Katze wach miaut worden, weil ich falsch lag oder kraulte oder kein Essen da war. Irgendwann bekam ich einen kalten Po und merkte, dass 3kg Katze gut zentriert in der Mitte der 1x2m Matratze lagen und 62kg ich drumrumgewickelt mit eben dem Hintern auserhalb der Decke. Die Katze fand das soweit ok, ich nicht ganz.

Zeitgleich gecheckt: die beiden Dorfkinder waren immerhin heimgekommen, mehr muss man um 5 Uhr morgens nicht wissen.

Um kurz nach acht Kaffee im Bett, dann mal Rundgang bei den Kids. Dorfkids do Dorfkid-Things, man kennt jetzt sein Limit und was zu viel ist, das Pfadihaus wurde mit neuen Plüschtieren (Capybara <3) vom Schiessstand verschönert, ich hätte Q am liebsten umarmt, als er total fassungslos erzählte, dass er von einem dorfbekannten Auftreiberanhänger beim Butschautofahren bepöbelt und physisch angegangen worden war und überhaupt nicht auf die Idee kam, den anderen phyisisch in die Schranken zu weisen. (Der Hübsche macht sich etwas Sorgen ob der dorfidyllebedingten Blindspots unserer Jungs in Sachen Risk Awareness, da spricht die Pasinger Bahnhofsgang aus ihm....). Auch besichtigt und verstanden: L.s Schnitt in den Daumen, der beim Einweisen der nächsten Schicht am Hotdog Stand passiert ist und mehrfach vom Samariterbund versorgt wurde. Uff. Aber: wenn die Sanis draufgeschaut haben, ist es wohl ok, wenn nicht genäht wird..

Kater- oder Morgenspaziergang für mich mit meinen neuen Wanderschuhen zum Einlaufen: so gut!

Dann: Zeug erledigt, Kinder sausen rauf und runter von Aufbau, Fritteusenschichten, Abbau, und zwischendrin gibt es noch Zuspruch zu leisten für wichtige Themen, die halt ... wichtig sind und dringend und trotzdem muss ich/ müssen wir eine gewisse Abgrenzung finden. Ich helfe, wo ich kann, ich bin da, aber ich kann nicht für alles immer und überall die volle Verantwortung übernehmen. Uff.

(Im Nachhinein bin ich so unendlich dankbar für Eltern (damals immer Mütter... tja) von FreundInnen, die für mich und meine Schwestern da waren, als wir sie gebraucht haben. Ich sehe jetzt, dass das auch von den Freundinnenmüttern einiges fordert und auch die damals sicher nicht rumgessessen sind und mit den (mentalen) Zehen gewackelt haben. DANKE!)

Zum Ausgleich buche ich mein Geburtstagsdinner in Kopenhagen im "Vaekst", das fühlt sich einerseits total verwegen an, weil zum Essen muss ich nicht nach Kopenhagen, und zum anderen auch ein bisschen arg late to the party, weil, wie kann man mit einem Wochenendtrip in eine auch noch europäische Stadt warten, bis man fucking 50 wird?! Gleichzeitigkeit my ass, ey! Ich freue mich auf jeden Fall sehr.

Dann: der Hübsche und ich haben ja gestern Ferienplanung betrieben (neu bei mir ist: ich muss meine Ferientage im anfallenden Jahr (oder bis April des Folgejahrs, details müsste ich nachschauen) aufbrauchen, sonst rücken sie hinter die Ferientage des nächsten Jahres und die kommen immer zuerst. Wenn ich meine alten Ferientage 5 Jahre lang nicht aufgebraucht habe, verfallen sie. Das klingt jetzt alles nicht so dramatisch, aber: ich habe dieses Jahr noch über drei Wochen Ferien über, war zweimal und  Anfang des Jahres weg und  habe erste vor einem Jahr ungefähr 5 Wochen Überstunden ausbezahlt bekommen. Mein Learning dieses Jahr war: mehr Urlaub nehmen. Nicht nur, weil der durchgearbeitete Sommer keine gute Idee war, sondern auch, weil: es passt nie, wenn man weg ist. Aber nicht weg sein, ist auch keine Option. 

Island über Neujahr ist ja dem innerlichen "Hölle, nein", das uns auch von Maledivenurlauben preislich abhält, zum Opfer gefallen, aber in den Sportferien sieht das ganz anders aus. Jetzt, wo ich das Akureyri-Edelweiss-Rätsel gelöst habe und einen Einblick in die Semersterferien der Uni Basel habe, steht einer Planung nichts mehr im Wege. Nordisland im Februar ist preislich eine ganz andere Hausnummer als Süd-West-Island und so habe ich VRBO-t und AirBnB-t mit einer gewissen Flexibilität bei der Anzahl Mitreisenden und irgendwann dachte ich mir "Ok, das sieht aber fast ein bisschen nach Jugendherberge aus" und sah "12 Schlafzimmer, maximal 20 Gäste" und ganz so flexibel bin ich dann doch nicht. Aber: das wird super, ich freue mich sehr (und die Planung fällt mir so viel leichter als Japan!")

Sonst: Nachmittagssuppportpommes am Pfadistand gegessen (war gut und immerhin hat es heute nicht geregnet, es kam wohl einiges am Umsatz rein), die Wanderschuhe sind superst, und es ist immer wieder faszinierend, wie viele Leute wir halt doch kennen, obwohl wir nicht sooooo die Vereinsmeier sind. 20 Jahre hier wohnen und arbeiten und Kinder haben,  I guess...

Dann: eine Folge "Diplomats" vor  dem Abendessen, das fühlt sich sehr verwegen an (wie gut ist diese Serie?!), dann Ribollita warm machen (meine one and only Variante für Grün/Federkohl und ein schöner vegetarischer Ersatz für die Skifahrsuppe), und mal sehen, wann die Kinder von Frittieren und Abbauen nach Hause kommen.

Hm.

Samstag, Oktober 17, 2026

171026

 Nach einer in jeder Hinsicht intensiven Woche tat das Ausschlafen (naja, bis acht halt) sehr, sehr gut! Draussen rauschte der Regen und es wurde gar nicht richtig hell. Bestes Wetter für die Pläne der Kinder, nämlich den Pfadistand (Pommes, Schokobananen und Hotdogs) an der Chilbi aufzubauen und eben zu bewirtschaften....

Erstmal Kaffee im Bett, dann den Mann zum Semmeln holen schicken (Q. bestellte ein "Magenbrotgipfeli", was es angeblich beim Coop angesichts der Herbstmäss gäbe. Gab es nicht) und gemütlich frühstücken incl der ersten beiden Crowdfarming Mangos. Waren gut, aber ich bleib dabei, dass ich da raus bin und alles kündige, sobald die letzten Orders da sind.

Die Kinder sind dann im strömenden Regen runter ins Dorf zum Aufbauen, der Hübsche und ich haben zusammengeräumt, Wäsche erledigt und uns dann auf den Weg zum Bahnhof gemacht. Plan war: neue Wanderschuhe für mich und Wanderstöcke für den Hübschen besorgen. Ich hatte ja zwei Paar Wanderschuhe: die einen von L. geerbt, der für ungefähr 5 Minuten meine Schuhgrösse hatte und dessen Lowa-Schuhe ich dann für fast 10 Jahre getragen und geliebt habe, aber jetzt sind wie wirklich auseinandergefallen und in Osaka geblieben. Die anderen hatte ich im Fachgeschäft gekauft, ich wollte an sich festere als Ersatz für die schon relativ schraddeligen Lowa-Schuhe haben. Mir wurden da Mammut-Schuhe in 39 1/3 verkauft, die ... naja, für mein Morton Neurom nie richtig gut funktioniert haben, ich hatte immer relativ schnell Blasen an den Fersen und sie waren recht eng. Bei der Wanderung auf und von der Blüemlisalphütte haben mir dann da drin meine beiden grossen Zehen erst höllisch weh getan, dann habe ich sie gar nicht mehr gespürt (also: für Wochen!) und der eine Nagel ist jetzt dunkellila und löst sich ab. Also: die sind es nicht.

Wir sind also in den relativ neuen, riesigen Transa gegangen und ich wurde supergut beraten und habe jetzt wieder Lowas, ein Mittelding zwischen den recht weichen Goretex-Stoffschuhen und solchen ganz festen wie die Mammutschuhe. Meine Füsse wurden professionell vermessen (der rechte ist grösser) und damit bin ich jetzt bei Bergschuhgrösse, halten Sie sich fest, 41 gelandet. Kein Wunder, ist mein Zeh blau geworden! Damit bin ich perfekt ausgestattet für das Filing-Go-Feiern im November für mein eines Molekül, das wir mit einem Rigi-Tag begehen werden!

Passend dazu habe ich meinen heissgeliebten, aber schon sehr verschwitzen, verschraddelten und verdreckten Osprey-Rucksack zum ersten Mal gewaschen. Holla! (Mit der Hand in der Badewanne).

Der Hübsche hat sich die gleichen Stöcke wie ich ausgesucht nur in grün (die Blüemlisalptour hat ihn zu Stöcken bekehrt), wir sind jetzt also bereit.

Daheim dann haben wir ein Grossreinemachen unseres Pflanzenregals vorgenommen. Die sehen nicht mehr so gut aus wie auch schon. Entweder haben sie in den letzten zwei Wochen nicht genug Licht gekriegt oder zu viel Wasser oder aber sie haben irgendwelche Parasiten. Ich habe mal ein Anti-Thripse-Set gekauft, wir haben sie also abgeduscht, mit Nematodenwasser gegossen, Blautafeln gesteckt und Raubmilben und Florfliegenlarven aufgehängt. Let's see

Dann: Weitere Erholungsplanung. Ich werde ja dieses Jahr noch einen sehr runden Geburtstag feiern und hadere da seit einem Jahr damit. Nicht mit dem Geburtstag, nicht mit der Zahl, meine Güte, das ist halt so. Aber: ich habe letztes Jahr schon nicht gefeiert und tatsächlich eigentlich gar nix gemacht (war ok, es war aus sehr vielen Gründen keine Luft für irgendwas). Das Jahr davor habe ich mit gebrochener Schulter gefeiert, das war schon gut, aber hat sich auch irgendwie anstrengend angefühlt. Und generell ist Planung einer Feier vor Weihnachten halt immer mühsam, weil man die Leute nicht bekommt und naja..... man hätte eher planen müssen und das habe ich nicht getan, weil wer weiss, was dann ist, und so. Aber ich möchte an meinem Geburtstag etwas besonderes machen und das machen wir jetzt: der Hübsche und ich reisen für ein verlängertes Wochenende nach Kopenhagen. Ich hatte das im HInterkopf schon eine Zeitlang hin und her überlegt und stelle mir das sehr grossartig vor: tolles Hotel, und dann lassen wir uns einfach treiben. Ich suche mir ein schönes Schwimmbad, wenn es ätzend ist, gehen wir in ein Museum oder ein Schloss, wir essen Zimtschnecken und trinken Kaffee, abends essen wir richtig gut und so. Das wird toll!

Als wir grade schon so dabei waren, haben wir geschaut, was Island über Silvester kosten würde und holla, wissen wir jetzt auch: wir haben eine Schmerzgrenze für Flugpreise nach Island. Und 1400 CHF / Person sind da weit drüber. Also: kein Island über Silvester, wir müssen uns für die geplanten langen Weihnachtsferien noch etwas anderes cooles einfallen lassen.

Da wir aber immer noch grad so dabei waren, haben wir das Rätsel der in Akureyri landenden Edelweiss-Direktflüge aus Zürich im Winter, die sich auf der Edelweiss-Seite nicht buchen lassen, geklärt: Im Winter sind das Vollcharterflüge von Kontiki, aber dort kann man auch nur den Flug buchen. (nicht über Silvester, erst ab Ende Januar, aber ich sehe .... Skiferien in Nordisland wieder vor mir.)

Dann war erstmal genug gebucht. Die Kinder kamen und gingen von ihren Pommesschichten. Gleich gehen sie wieder, den Stand nachtsicher machen und dann, wie das richtige Dorfkinder machen, mit dem Rest des Pfadileitungsteams auf der Chilbi feiern. Der Hübsche und ich machen das, was richtige Dorfeltern machen: bei dem Regenwetter NICHT auf die Chilbi gehen, sondern daheim Spinatknödel und Pfifferlinge in Salbeibutter essen und dazu Wein trinken und dann noch eine Serie schauen.

Freitag, Oktober 16, 2026

161026

So. Freitag abend, der Pizzateig geht, es warten eine volle Waschmaschine aufs Aufhängen und eine volle Trocknerladung aufs Zusammenlegen.

Dann steht ein hoffentlich gemütlicher Pizzaabend mit allen an, da freue ich mich sehr darauf (eine bisschen komplizierte Sache müssen zwei von uns noch erledigen, aber das kriegen wir hin und dann Pizza). Ich hoffe, das warme, fuzzy Gefühl, das ich dringend brauche, stellt sich dann ein.

Sonst habe ich heute nämlich seit morgens um viertel nach sechs gearbeitet wie eine Wilde. Ich hoffe, die ZEiten, wo Freitag Tag für Erledigen von Liegengebliebenem ist, kommen zurück, heute war einfach voll von Meetings, die dringend waren und in die anderen Tage nicht gepasst haben. Uff.

Viel geschafft und mit einem spektakulären Quatschmeeting geendet (nicht ganz so wild wie die Smartbottles, deshalb aber "gefährlicher", weil es halt nicht sicher nicht passieren wird, deshalb muss man da gut aufpassen, worauf man sich einlässt). Ich habe langsam das Gefühl, man steckt mich in solche Meetings und Projektteams, gerne nach langen anstrengenden Wochen, um ein ungefiltertes realitätsnahes Feedback und die unpopular opinion, die man bisher ignoriert hat, weil höflich verpackt, in den Prozess einzuspielen. "Ach komm, schicken wir die Karin, die lacht die einfach aus oder rollt so sehr die Augen, dass sie einfach nicht mehr weitermachen und wenn doch, dann sagt sie kurz "This may sound a little rude, but I am German and had a very, very long week, so I ran out of diplomacy  quite a while ago" und dann sagt sie, was wir alle denken" Vielleicht ist es so, vielleicht auch nicht. Gerollt und geatmet und gesagt habe ich es auf jeden Fall. Tja.

Q. hat sich köstlich amüsiert, als er das ganze von einem Stockwerk weiter oben mitgehört hat, weil ich ihm vorher gesagt habe, was ich erwarte und mein Ziel wäre, einfach still zu sein und "mhm" zu sagen und schlank rauszukommen. Das hat mal gar nicht geklappt!

Egal, Feierabend jetzt.

Und es gibt eine (richtig gute) Frage in der Wunschliste:

Gibt es ein Japan-„Fazit“ oder was antworten Sie auf die Frage: Wie war's in Japan? (abgesehen vom unbefriedigenden Veggie-Essen) Weil: … man Ihre Begeisterung und Liebe zu Island so doll mitlesen kann und sich Japan ziemlich neutral liest und naja, würde mich interessieren, Ihr Gefühl dazu. 


Was antworte ich auf die Frage: "Wie wars in Japan?": Kommt drauf an, wer fragt. Standard ist: "Mal was ganz anderes, super interessant, aber auch echt wild und anstrengend" Je nach Zeit / Verhältnis zur fragenden Person kommt dann schon auch: "es war mir einfach zu laut, zu voll, zu bunt, zu viel, zu ... fremd" und, das war der grösste Schock für jemanden bisher: "War gut, aber muss ich privat nicht nochmal hin".

Ich denke, das trifft es ganz gut. Ich meine, ich bin ehrlich: ohne L.s Begeisterung für das Land und noch mehr L.s Zeit dort wäre ich niemals auch nur auf die Idee gekommen (privat für Urlaub, Arbeit ist was anderes obviously) nach Asien generell und auch Japan zu reisen. Ich hab immer gesagt. "Wenn Asien, dann maximal Japan" und dabei bleibe ich auch.

Ich bin mit gewissen Vorbehalten in die Planung gegangen und das mag schon dazu beigetragen haben, dass ich es halt genauso fand. Andersrum war ich bereit, mich überwältigen zu lassen und.. das ist halt nicht im positiven Sinne passiert. Ich meine: Es gab Tage und Orte, die fand ich richtig grossartig und echt schön (Nara, Kamakura, Hakone, auch Teile in Kyoto, als wir da nachts durch die Holzhausviertel spaziert sind, ich habe ich total gefreut, L.s Gastfamilie kennenzuleren), aber sie haben mich nicht wirklich auf einer emotionalen Ebene abgeholt. Ich stand in den Tempeln oder im Bambuswald und es halt sich angefühlt, als würde ich in einem Filmset oder Fotobuch stehen. 

Es gab andersrum Orte, die mir viel, viel, viel zu viel waren und an denen ich vor sensory overload fast durchgedreht wäre. Oder aber: ich stand mittendrin und konnte all das Angebot überhaupt nicht geniessen, weil es einfach so viel und so laut und so bunt und so voll war.

That said heisst das natürlich überhaupt nicht, dass das eine objektive Aussage ist und Japan kein tolles Urlaubsland ist. Das wäre nach 2 Wochen eh ein bisschen doof, genauso wie die Aussage "es ist total überfülllt von Touristen", wenn man genau an DIE Touristenspots geht (wenn jemand sagt: Schweiz ist mir zu voll und kein tolles Urlaubsland, wenn man am Rheinfall, in Lauterbrunnen und dem Jungfraujoch und am Oeschinensee war, naja, I get it).

Der Rest der Reisetruppe hat das nach meinem Verständnis auch total anders empfunden, die sind in der Neon-Gaming-Shoppingwelt aufgegangen und fanden das einfach super und toll. (der Hübsche und ich haben aber auch ganz oft uns angeschaut und gemeint: "Ja, gell, nächstes Mal wieder Island")

Es mag auch damit zusammenhängen, dass ICH die gesamte Planung gemacht hatte und mich total dafür verantwortlich gefühlt habe, dass alles klappt und alles toll ist und das, wo es mir halt alles sehr fremd war, fremder als jeder Urlaub innerhalb Europas oder Nordamerika bisher, d.h. ich war grundangespannt.

Aber: es war definitiv eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte, es war gewissermassen auch genau richtig für den Zeitpunkt und meinen mental state, als wir in die Ferien sind, weil ich so unter Druck und Stress bei der Arbeit stand, dass ein "richtig entspannender Urlaub" vermutlich gar nicht funktioniert hätte, weil ich einfach nicht hätte abschalten können. Das war in Japan definitiv anders, weil ich mit anderem Input befüllt wurde und nicht an die Arbeit denken KONNTE, weil es so viel anderes gab.

Also: die grosse Liebe ist es nicht, es war für mich weit ausserhalb der Komfortzone, aber das ist auch mal gut!

(Sidenote: alle sagen ja immer, die fancy japanischen Klospülungen, die mit drölfzig verschiedenen Düsen und Temperaturen und Druckprogrammen die private parts duschen und föhnen, wären ein gamechanger und wer das mal ausprobiert hat, wird das nie wieder anders wollen: Hölle nein! Ich habs natürlich einmal ausprobiert, seitdem echt Sorgen gehabt, dass ich mir da Gottweisswas eingefangen habe, weil ich so viele Fragezeichen in Sachen Mibi / Bioburden und Wasserkreislauf habe, und das Gefühl generell muss ich echt auch nicht nochmal haben.)