Samstag, April 11, 2026

110426

 Heute: Bissl Muskelkater, aber nicht besonders viel. Das Wetter ist Traumsommerwetter oder auch "St. Karch", dem die gesamte Nachbarschaft huldigt incl uns. Ich meine: wenn die Terrasse neu gemacht wird, wäre es gut, wenn der Garten obenrum aka Balkon auch hübsch wäre. Dementsprechend ist L.s Zimmer (der kommt heute abend heim) ein Dschungel, der Hübsche hat Kazilliarten Moos aus der Dachrinne gekratzt, ich habe Unkraut gejätet und vier Töpfe neu bepflanzt, bei allen anderen nur etwas neue Erde und Blumensamen zwischen die schon spriessenden Sachen vom letzten Jahr.

Jetzt warte ich bei Ikea Zimtschnecken darauf, dass ich mit Kärchern dran bin und dachte mir: Zeit für ein bisschen Reflexion.

Weil: Sie erinnern sich vielleicht (nicht), ich auf jeden Fall schon: vor ziemlich genau einem Jahr ging es mir überhaupt nicht gut. In der Woche vor Ostern ist die Bombe geplatzt, dass unsere Abteilung abgeschafft wird (ich habe mein Gesicht immer noch nicht unter Kontrolle, wenn jemand das offizielle "retired" benutut), ich weiss noch, dass ich vor dem Osterurlaub meine Bewerbungen auf die neuen Stellen rausgehauen habe und sehr, sehr angespannt war.

Ich weiss auch noch, dass ich gesagt habe: "Ich würde gern ein paar Monate vorspulen und sehen, ob es gut ausgeht, dann könnte ich cool(er) sein". 

Tja. Es ist für mich so gut wie nur möglich ausgegangen. (Für mehr als die Hälfte der restlichen Truppe nicht. Immerhin haben viele in einer anderen Firma eine Stelle gefunden, einige sich mit der Rente angefreundet, aber es gibt immer noch Leute, die langsam wirklich verzweifelt suchen. Schade, dass das von ganz oben ganz anders dargestellt wird. Naja. Dementsprechend: bei aller Freude auch eine gute Portion Survivor's Guilt dabei).

Ich bin nach wie vor so, so, so happy mit der Rolle, die ich habe. Es ist nicht leicht, die Rolle an sich ist tricky und anspruchsvoll aufgesetzt, dazu kommt, dass das Change Management nicht ansatzweise abgeschlossen ist und wir unabhängig von fachlichen Issues so viel mit "all those feelings" umgehen müssen, die diekten Impact auf unsere Arbeit haben. Kein Wunder, dass wir einen Grossteil unseres F2F Workshops nächste Woche einem Training zu "Difficult Conversations" widmen werden. Aber: Neben dem grossartigen Chef, den grossartigen KollegInnnen ist die Rolle enifach wie für mich gemacht. Und zum ersten Mal eine, wo ich mir denke, vllt mache ich das bis zur Rente (und das sind noch 15 Jahre, als ob eine Rolle / Organisation so lang existieren würde....).

Ich hatte ja die mindestens 2, 3 Jahre vor dem grossen Bumms schon dringend nach was Neuem gesucht und hier mehr oder weniger transparent darüber geschrieben, wenn ich mich beworben hatte. Von all den Bewerbungen bin ich nur 2x eingeladen worden, da dann jeweils bis in die finale Runde gekommen und dann als Nummer zwei geendet. Das hat mich jeweils (auch das nicht eingeladen werden, aber persönlicher waren die Absagen als Nummer 2) schon richtig getroffen und ich wäre jedem ins Gesicht gesprungen, der gesagt hätte: "Wer weiss, wofür es gut ist". Wenn ich mir jetzt aber anschaue, was aus den Rollen geworden ist, die ich da nicht bekommen habe: ich kann gar nicht so viele Kreuze machen, wie ich froh bin, dass ich da nicht gelandet bin. Entweder ist die Abteilung ein total giftiges Hauen und Stechen oder die Gruppe ist in Auflösung begriffen oder aber die Rolle hat sich so sehr geändert, dass ich sie echt nicht mehr machen möchte. Ich habe für das eine "Nummer 2" Gespräch ein Feedback bekommen, das mir tatsächlich weitergeholfen hat, nämlich die Erkenntnis, dass NIEMAND sich an das erinnert, was du in deinem Anschreiben geschrieben hast, und wenn nach deiner Motivation gefragt wird, wäre es eine gute Idee, genau das nochmal mit Enthusiasmus vorzutragen, anstatt dich verzweifelt zu fragen: "WAS DENN NOCH, Steht doch alles im Anschrieben?!" Bei der anderen Rolle war ich ob des unprofessionellen Recruitingprozesses so angefressen, dass ICH um ein Feedbackgesrpäch gebeten habe und all das losgeworden bin. In all den Gesprächen habe ich gelernt, dass es vorgefertigte Fragenkataloge gibt, ich habe selber an Panels teilgenommen, mir den Fragenkatalog kopiert und zu jede einzelne eine vorgefertigte Story, passend zu der Rolle, für die ich vorsprach, ausgearbeitet und sogar in passendem Wortlaut aufgeschrieben. Ein Vorteil von v.a. Onlineinterviews: man kann Spickzettel auf dem Bildschirm haben. Das hätte ich vermutlich ohne die "Übung" nicht gemacht. (Und trotzdem liefen die Interviews für die Rolle nicht perfekt, aber vermutlich besser als spontan).

Schlussfolgerung: War alles doof, ging aber sehr, sehr gut aus. Hätte gern nicht ganz so lang gehen müssen und keine Kollateralschäden gebraucht. Tja.

Jetzt bin ich dran mit Kärchern.

Freitag, April 10, 2026

100426

 Was ein schöner Wandertag! Ich hatte mir den "ViaSurprise-Zubringer" von Liestal nach Reigoldswil rausgesucht und bin (nach Wocheneinkauf, weil: danach hätte ich sicher keine Lust mehr und für zwischen 8 und 9 war erst noch Regen angesagt, danach trocken) mit dem Rad nach Liestal gefahren, habe das dann statt am Bahnhof am Krankenhaus geparkt (anekdotische Evidenz: mehreren Familienmitgliedern wurde in den letzten 50 Jahren ein Rad am Bahnhof geklaut, noch nie eins am Krankenhaus, ausserdem kenne ich den Radparkplatz da gut) und bin dann losgelaufen.

Im Pulli war mir bald zu warm, auch Regenjacke und -hose kamen nicht zum Einsatz.

Der Weg war erst... mittel, durch das Städtchen, dann eine kleine Strasse nach draussen, die erst nach einiger Zeit zu einem Feldweg und noch schmäler wurde. Beim Pulliausziehen ass ich meine erste halbe Butterbreze und einen Apfel im Weiterlaufen.

Bis Bubendorf war es... naja, eher bisschen fad, flach, nichts von den versprochenen Kirschbäumen zu sehen, aber das Höhenprofil und die Beschreibung  nannten das auch schön "die Einlaufphase".

Am Dorfende ging es dann schon zackig nach oben, am Ende auch noch endlich wie ein Wanderpfad (Ich hätte schwören können, ich hätte das Schild "Chatzestäg" fotografiert, naja).

Oben, auf einer Art Hochebene, oder wie ich dann lernte, im Eichen-Wytwald, standen sie dann: die ersten Kirschbäume in voller Blüte. In weiten Löwenzahnwiesen und sehr, sehr schön! (Baselland macht ja jetzt auch auf Fricktal und es gibt "Bluescht-Liveticker", aber an einem bedeckten Freitagmorgen waren zwar Spaziergänger da, aber keine Horden an asiatischen Touristen und Influencern (wie skurril ist das eigentlich, dieser Kirschblütenfetisch: die Europäer pilgern nach Japan, weil Hanami, die Japaner kommen ins Fricktal, weil "Bluescht"?)





Am Schlossweiher von Schloss Wildenstein (sehen Sie den Reiher?) machte ich dann meine erste richtige Pause mit Wanderkaffee (die Espressomaschine ist echt so cool!) und der zweiten Hälfte der Butterbreze.



Schlossziegen: einfach beste Frisur!



Ich überlege, ob ich mich doch bei Icelandair bewerben sollte für die "Bad photographer wanted"-Kampagne. Das hier ist der Wassefall. Glaube ich)

Zu Schloss Wildenstein sind wir mit den Kindern vor Jahren schon mal von woanders hoch gewandert, auch damals haben wir uns irgendwie im Schloss dann vertan mit wie wo weiter. Ich habe zwischen Beschilderung und GPS Track hin und her gewechselt und bin dann statt relativ direkt über einen steilen Ab- und dann wieder Aufstieg über den hübschen kleinen Wasserfall auf den Weiden des Arxhof angekommen.



Das Schild sagte mir: da kannst du durchlaufen, das ist ein Weg, aber halt vorsichtig, weil Kuh. Auf der anderen Seite fand ich aber nirgends einen analogen Ausgang, immer nur höhere Elektrozäune und immer mehr Kühe.

 
Fast gestolpert, als ich realisierte, dass das Ästchen sich in einer Blindschleiche fortsetzte




Und ein bisschen erschrocken, als diese Kröte aus einem Kuhfussabdruck in den nächsten sprang.

Naja.

Irgendwann bin ich dann auf der Suche nach dem Weg von der Weige runter über mehrere Zäune gestiegen und merkte: ich war schon weiter, als ich dachte, nämlich direkt vor dem Arxhof, einen "Massnahmenzentrum für junge Erwachsene" aka Jugendknast. War jetzt gar nicht so einfach, zwischen Kuhweiden, Ställen und den Knastschildern den Weg zu finden. Zwischendrin habe ich noch ein Übersprungsglas Honig am Automat gekauft.




Bienenknast


Es ging dann das letzte Stück nach oben zum höchsten Punkt (nicht so steil, wie ich gedacht hätte, und meine Güte, das war dann richtig, richtig schön! So viele Kirschbäume, diese grünen Hügel, der Wald grad mit minifuzziklaanen hellgrünen Blättern, echt, echt schön! Und Alpakas.


















Oben habe ich an einer Feuerstelle nochmal meine Kaffeemaschine rausgeholt, einen Laugenkäseknoten verspeist und dann ging es gemütlich nach Titterten (so, so, so schöne Landschaft!) und von dort nochmal wildromantisch den "Rifensteiner Sagenweg" durch eine kleine Schlucht hinunter. Ich hatte nach 18km keine Lust mehr auf noch eine Burgruine und freute mich stattdessen, dass ich zeitgleich mit dem Bus am Reigoldswilder Dorfplatz ankam. Der schaukelte mich in einer halben Stunde nach Liestal zurück, wo mein Rad auf mich wartete. Die 8km nach Hause waren wie so ein Lockerungstraining für die Beine :-)

Das war richtig schön und hat mir echt gutgetan heute!





























Donnerstag, April 09, 2026

090426

 Mehrfach unruhig aufgewacht wegen eigentlich nix (es gibt eine Katze, die in der Nacht regelmässig unseren Weg entlangschreitet und bei jedem Schritt laut miaut. Die Katzen und ich sind davon regelmässig irritiert und schauen dann aus dem Fenster, um zu schauen, ob irgendwas los ist, aber nein.). Naja.

Der Morgen dauerte dann minimal länger als sonst, weil ich gestern abend um 11 nicht nochmal die fertige Spülmaschine ausgeräumt habe und das dann heute gemacht hab. Im Nachhinein wäre es vermutlich gescheiter gewesen, das gestern noch zu machen. Naja. 

Ich war auf jeden Fall so verplant, dass ich erst vergessen habe, die Handschuhe rauszu holen, dann habe ich zwei verschiedene rechte aus der Tasche rausgepokelt und weil ich nicht mehr alles ausräumen wollte, mit einem rechten Fingerhandschuh an der linken Hand geradelt, das war überraschend nervig und schmerzhaft. ABER EINMAL RUCKSACK RAUSNEHMEN GESPART!

Beim Schwimmen war es dann viel voller als gestern, aber auch mit einem schnellen Krauler auf derselben und einem Delfinschwimmer (iykyk) auf der Nebenbahn ging es problemlos durch.

Der Tag war dann (Donnerstag) vollgestopft mit Meetings, die Zeit dazwischen habe ich mit mühsamen Kleinkram vertan, zB rausfinden, warum die Kollegen, die das RIESENSHEET ausfüllen sollen, so komische Sachen einfüllen, dabei merken, dass ich mich nicht in das Datentool einloggen kann und dann mühsames Abklären, was alles falsch sein könnte unter Anleitung der IT (es ging bis "Probier mal im Inkognito Mode" und "Du hast aber schon einen Windows Rechner?!").

Mittagessen mit meinem ehemaligen FluCrew Partner, spannend, die Jöbli-Umgebung mit ein bisschen Abstand zu sehen.

Später treffe ich mich noch mit einer Kollegin, die ich seit meinem ersten Tag hier nur noch selten gesehen habe (wir haben damals in der selben Gruppe am Einführungstag um die Wettte mit anderen Valium entdeckt und auf den Markt gebracht, ich habe ein bisschen die Leute, mit denen ich damals in der Gruppe war, im Auge behalten), aber jetzt ist sie in eine mir relativ nahe Abteilung gewechselt und interessiert an einem meiner Produkte.

Heimradeln, Gemüsekorb holen (ich habe den Tauschkorb heute daheim vergessen, NIX hat geklappt), Donnerstagssalat machen und dann nochmal mit dem Hübschen auf den Weg machen und einen Olivenbaum abholen, der bei uns Asyl bekommen wird.

Und dann "muss" ich nur noch alles für meinen Wandertag morgen vorbereiten. zB die Wanderkaffeemaschine aufladen.

(Bummer, aber keine Überraschung: die Nonstopflugpreise nach Japan für die Herbstferien sind in den letzten 3 Wochen in Höhen gestiegen, wo ich ehrlich sagen muss: das ist mir tatsächlich zu teuer. Hm. Hm. Hm)

Mangold, Kopfsalat, DIE EIER, Lauch, Pflücksalat, Schwarzweurzeln, Karotten, Kartoffeln, Schnittlauch, Radieschen, Pastinake


Mittwoch, April 08, 2026

080426

 Morgenblick vom Kraftwerk

 

Und übrigens eine Art Foreshadowing auf die Situation im Schwimmbad: ich war nicht superfrüh und es waren zu Beginn nur zwei weitere Personen im Becken, insgesamt ein paar mehr, aber nie mehr als eine Person pro Bahn. Alle abgeleint und drei von vier als "Reserviert für Streckenschwimmer" gekennzeichnet. Dann habe ich mich heute als Streckenschwimmerin identifiziert (15 Bahnen Rücken, 25 Brust, es war von vorn bis hinten ein Genuss. (Es muss doch der richtige Sport sein, wenn ich mich ab dem Aufstehen auf jeden einzelnen Moment davon freue, auf den Mix von Küchengeruch und Chlor beim Reinkommen, auf die perfekte Temperatur in der Umkleidekabine, auf das laukalte Duschen vor dem Schwimmen, auf das Losgleiten für die ersten Bahnen, auf das heisse Duschen mit erschöpften Armen, einfach das Gesamtpaket)

An den Drehtoren dann festgestellt: die meisten Fahrradschleusen auf das Südareal sind gesperrt, in line mit der seit mehreren Jahren für den 1. April 2026 angekündigten und, tadaaa, zum 1. April 2026 implementierten Schliessung des Südareals bis auf einen Standplatz für Fahrräder (Grund: Abriss fast aller Gebäude, Baustelle über Jahre, kein guter Platz für Fahrräder). Ich hatte schon in diversen Chats etc den Outrage mitbekommen und gepflegt ignoriert. Ich selber parke an genau dem Parkplatz, der noch bleibt, bisher aus Gewohnheit. Alternativen wären alle schicker und nicht mal unpraktischer (zB direkt in der Garage unterhalb der Schwimmhalle), ich hatte beschlossen, meinen gewohnen Platz erstmal beizubehalten.

Beim Betreten des Lockerrooms fielen mit Rako-Boxen auf, die mit Flyern gekennzeichnet waren: es würde aufgeräumt und man möge doch Sachen, die offensichtlich vergessen oder entsorgt wurden, in diese Kisten legen. Begrüsse ich sehr, es gibt genügend Kleider und Schuhe in dem Raum, die einfach Regal/Trockenstangenplatz blockieren, ohne in den letzten 3 Jahren einen Millimeter bewegt worden zu sein (unter anderem sehr schöne feuerrote Wildlederpumps und eine rosa Bluse, die zusammengekrumpelt über der Trockenstange hängt).

Womit ich nicht gerechnet hatte: die Wut und den Frust, die die geschlossenen Drehtore und diese Kisten bei anderen auslösten. Es wurde geschimpft und geflucht, dass "ja, klar, das angekündigt worden wäre, aber wie kann es so plötzlich eingeführt werden und niemand hat einem genau gesagt und gezeigt, wo genau man jetzt parken kann?! Und ich muss meine Radsachen auf der Stange auslüften lassen, jetzt werden die weggeschmissen?"

Ich bin ein bisschen stolz, dass ich einigermassen zugewandt und trotzdem mir selber treu reagieren konnte. Man wird jetzt ein "Ticket für HR aufmachen, so geht das nicht", dann halt. 

(Ich denke ja öfter, dass ich nicht so grummelig und grinchig sein sollte, aber hey, dagegen bin ich ein Glücksbärchen auf Koks!)

Dann: Arbeitstag, der recht produktiv war (Spontanvortrag gehalten für den Chef der contracting Abteilung über die statistischen Grundlagen und GMP Requirements für Process and Performance Monitoring, weil es ihn interessiert hat (ich brauche einen SPOC aus contracting für ein Projekt). Guck an, doch was gelernt in den letzten 25 Jahren,  ausserdem ein sehr tricky Thema zu einer vielleicht sehr pragmatischen Lösung gebracht, weil das sehr diverse Team halt einfach konstruktiv zusammengearbeitet hat und vorwärts macht. Andersrum ein Thema, das in immer schnelleren Abständen immer wieder hochpoppt und von immer wieder anderen Gremien "jetzt aber mal final" immer wieder anders entschieden wird, zu zwei Produktteams gebracht. Jeweils "for awareness / align on the need for next steps" und die riesengrossen Wellen, die nur diese Ankündigung schlug, zeigt mir, dass das vermutlich auch diesmal nicht "jetzt aber mal final" entschieden wurde. Naja.)

Arbeitslunch mit einer Schwimm- und fachlichen Kollegin, deren Mann mit dem Hübschen arbeitet und sportelt, es ist ein sehr inzestuöser Haufen hier. Wir waren in dem fine-lunching-angehauchten Restaurant im 13. Stock des einen Forschungsbaus. Da sind aktuell israelische Wochen und es war soooooo gut! (Es sind recht überschaubare Portionen und wenig Auswahl und viel vegi, da findet man nicht so viele, die gerne dahin gehen. Aber es ist halt richtig gut und echt schön und nicht so laut).

Heimradeln vor dem letzten Meeting in richtigem Sommerwetter. Meeting wurde überzogen, ich war sehr froh, eben daheim zu sein und nicht noch später heimzukommen. Wir waren aber rechtzeitig fertig, um eine Kiste Wein ausgerechnet in der Apotheke abzuholen (wird nur gegen Unterschrift geliefert und der nächste Postshop ist halt die Apotheke). Bin gespannt, war eine Empfehlung für grüne Veltliner-Fans UND hat ein hübsches Etikett (sogar mit Reptil-Touch and feel)

Wäsche aufhängen, Schwimmtasche ausräumen, Klamotten für noch einen Sommertag morgen raussuchen, Kürbissuppe für abends warmmachen und aus den Unmengen Karotten, die sich angesammelt haben, Rüeblisalat machen. Oranges Abendessen halt...

(Für meinen freien Freitag habe ich mir (trotz angesagten Regenwetters) eine schöne Wanderung rausgesucht!)

Dienstag, April 07, 2026

070426

 Was für ein seltsamer Tag!

Der Wecker läutete erst um halb sechs, aber das war zu früh, weil heute gehe ich ja nicht schwimmen, weil Homeoffice, dann nochmal um sechs.

Ich stand auf, machte mich fertig (Kleider schon so, dass ich für eine Mittagsradltour zum Friseur korrekt gekleidet war) und begann unten am Küchentisch parallel zum Frühstück mal die Inbox zu sichten (ok, das hatte ich über die Feiertage eh gemacht, aber ein paar Sachen verdrängt.)

Gegen viertel vor acht bemerkte ich suchende Gartenbauer in der Siedlung und lotste sie zu uns. (Angekündigt war eigentlich gewesen: "Vor neun kommen wir sicher nicht". Tja. Mir sehr recht, ich war eh wach). Wir klärten die Zufahrtsoptionen (die Lehrtochter manövrierte gekonnt den Lieferwagen in den superschmalen Weg), ich vertröstete noch, dass die Elektriker eigentlich auch erst um neun kommen wollten, dann läuteten die auch schon.

Ich konnte gar nicht so schnell schauen, wie die alte Terrasse abgebaut war und der Schutt magisch verschwand. 

Ich arbeitete am Küchentisch vor mich hin, servierte einmal Kaffee und Kekse, zeigte, wo der Batteriespeicher zwischengelagert werden sollte (alles ins Wohnzimmer!) und musste die Elektriker nochmal zurückholen, weil sie vergessen hatten, den Strom wieder einzuschalten. Dass es die Sicherung, die unter anderem fürs Internet im Wohnzimmer zuständig ist, rausgehauen hatte, merkte ich erst nach einiger Zeit...

Arbeit war ein bisschen zäh, ich schiebe es auf nicht wirklich erholt nach den Feiertagen, dann das für mich tatsächlich nicht mehr so gut funktionierende Homeofficesetting (Q. ist gestern der fürs Homeoffice angeschaffte Bürostuhl "einfach so" zerbrochen, ich nehme das als Zeichen...), dann waren heute kaum KollegInnen am Arbeiten, ich sagte mangels attendance der Reihe nach ALLE Meetings heute ab (naja, und ein bisschen laut war es draussen auch).

Aber: ich habe, nicht sonderlich effizient oder smooth, aber immerhin, einen lange vor mir hergeschobenen Block fertig gemacht.

Mittags dann eine Radtour durch traumhaftes Wetter zum Haareschneiden. Die Färberei gestern hatte ja erst WILD ausgesehen und ich war bereit, zu richtig erdbeerfarbenen Haaren zu stehen. Was aber nach Ausspülen, Shamponieren, Tralalala, übrig geblieben ist: ein leicht rosafarbenes Zuckerwattezeug. Das sieht ganz gut aus, nur der Schnitt war halt überfällig. Jetzt: wieder "flott", gefällt mir super! (Mal sehen, wie lang es im Chlorwasser überlebt).




Am Nachmittag der kleine Dämpfer: die Plattenfirma (die Doppeldeutigkeit des Begriffs dauerte bei mir ein bisschen, Musik bedeutet mit tatsächlich immer weniger) hat die von uns gewünschten Platten erst Anfang nächster Woche, es wird also eine Woche Verzögerung geben. Die Gartenbauer haben also das Kiesbett aufgeschüttet, die Leerrohre verlegt, die Spot-Hülsen gesetzt und mit der Rüttelplatte alles so fest gemacht, dass wir auch drüberlaufen können. Die Katzen sind not amused, dass Leute da waren UND EINE RÜTTELPLATTE, aber sehr amused über einen grossen Sandbadeplatz direkt vor dem Katzentörchen. (Wehe, das wird vollgekackt!)

Nun denn. Jetzt warte ich noch auf eine Weinlieferung, dann mache ich die vllt allerletzte Kürbissuppe der Saison und hoffentlich noch einen Workout. 

Morgen dann mehr Alltag, mit Schwimmen und so.

Montag, April 06, 2026

060426

Erfreulich unaufgeregter, trotzdem ansterngender Tag:

Aufgestanden um 8, ein letztes Mal Motel One Frühstück (habe ich jetzt dann auch gesehen), ein letztes Mal aus der Tiefgarage zirkeln (der Hübsche, ich habe meine Atmung kontrolliert), dann raus aus München und da nicht soooo viel Verkehr auf der Autobahn ist, darf Q. mal grosses Auto und deutsche Autobahn fahren. Ich habe mir mit Absicht Kopfhörer rein und auf der Rèckbank Serie geschaut. Der Hübsche hat mental (und technisch, der Tesla Autopilot ist nicht selbsterklärend und am Anfang sicher keine Erleichterung) unterstützt. Q hat seine erste Phantombremsung mitgemacht, wir haben noch 2 Strikes, dann wird uns für eine Woche der Autopilot abgeschaltet, keine Ahnung, wie er das geschafft hat. Einmal zumindest drängelte jemand von einer anderen Spur so an ihn heran, dass das Auto sehr, sehr nervös wurde (ich auch).

Schweizer Strecke erfreulich entspannt. Sansa hat sich dann sehr gefreut, uns zu sehen, Jonny war noch bei den Nachbarn oder draussen.

Wir haben nur schnell die Sachen hochgebracht und dann das Traumwetter hier für eine Runde Spazieren genutzt.

Danach nämlich hatte ich ein längeres Projekt vor, das mir Rausgehen nicht ermöglichen würde zwischendrin: Haare und v.a. den richtig langen Ansatz diesmal frisch blondieren, bevor morgen die Wolle abkommt. Leider ging es noch deutlich länger als geplant, weil ich einen Fleck übersehen hatte und den Hübschen um Nachpinseln bitten musste und dann halt noch mal 45min extra warten musste. Dann das Abenteuer (dessen ich mir gar nicht so bewusst war): Toner. Ich dachte, ich hätte letztes mal halbe halbe Strawberry/Ice genommen und wollte ein bisschen mehr Strawberry. Stellte sich dann beim Mischen raus: das letzte Mal waren es 20:40 Strawberry/Ice, heute 40:20. Ich habe jetzt sehr rosa Haare und finde es tatsächlich sehr gut! (Wird dank Chlorwasser eh nicht lang halten).

Während der Einwirkungsphasen haben wir die neue Folge "For all Mankind" angeschaut, dann habe ich eine Lauch Quiche und Salat gemacht und habe jetzt Hungerhungerhunger und keine Lust mehr auf nasse Haare.

Morgen dann: Beginn des Gartenabenteuers, ich merke, wie mich die Abweichung von der Routine UND die Abewesenheit des Hübschen (Messe in Paris) und meinereiner (F2F Workshop nächste Woche für dreieinhalb Tage, wo ich niemals zu Gartenarbeitszeiten da sein werden kann, stresst. Aber eben: wird schon gut gutgehen, ist nicht besonders lang und der Alltag ist nicht so massiv eingeschränkt wie seinerzeit bei Küche und Bad: wir haben halt einfach nur Terrassenmöbel im Wohnzimmer und ab morgen fremde Menschen in Haus und Garten...

Wunschlistenfrage

Wie läuft es mit den Knochenkopfhörern? Verwenden Sie sie nach wie vor gerne? Können Sie das von Ihnen genutzte Modell empfehlen?

Es läuft super, ist ein integraler Bestandteil meines Schwimmens. Ob mein Modell jetzt besonders gut ist oder nicht: keine Ahnung, es tut halt. Ich glaube, der Sound ist bei Knochenschallkopfhörern, besonders, wenn man sie im Wasser verwendet und halt blubbernd ausatmet eh nie besonders toll oder kristallklar. Ausserdem geht unter Wasser Bluetooth nicht, dh man kann nur das hören, was man sich auf die Speichereinheit gezogen hat, das ist bisschen nervig, aber nicht anders zu regeln, glaube ich. Wenn ich mir was wünschen könnte, wäre das ein USB-C Anschluss des Ladekabels für Strom und Daten, weil das für Computer UND Handy passend wäre. Aber eben: mit den zig Stunden Podcast, die ich mir da aufs Mal drauflade, kann ich eine Zeitlang schwimmen, bevor ich neu beladen muss.

Sonntag, April 05, 2026

050426 zweiter Versuch

You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"). 

Heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.

Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:
  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung, ohne Geschwurbel)
  • verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.

Hier: ausgeschlafen bis viertel vor neun (!), geduscht, den Hübschen geweckt und ein Osterhäschen überreicht. Q. bekam auch eins, dann habe wir gemütlich im Hotel gefrühstückt. 
Wir waren noch ein bisschen früh dran für eine Verabredung und sind also bei Traumwetter noch durchs Westend spaziert. Learning an einem Spielplatz/Trainingsstation: ich schaffe mittlerweile 2,3 und vllt noch einen halben Klimmzug ohne Unterstützung. Das sind 4 mehr als bisher!
Dann: spannendes Ausparken aus der Hotelgarage und im Pflegeheim die Schwiegermutter für den Ostertag mit allen abholen.
Das Mittagessen im Marthabräu alle zusammen war lecker und nett (ich habe es geschafft, und es war nicht leicht, die Ostertage im Münchner Umland vegetarisch ohne die total overrated Universalantwort Käsespätzle zu überstehen. Ich habe viel Salat mit Fertigdressing und gegrilltem Ziegenkäse mit Honig gegessen) --> Wichtiger Punkt: das ist KEINE Frage nach Restaurantempfehlungen im Münchner Umland. Sie wissen weder, was noch wo ich suche noch was red flags für mich sind, das zeigt sich durch unwillkommene Empfehlungen von Restaurants IRGENDWO in Bayern mit grosser Bärlauchkarte und "Keine Kartenzahlung, Bargeld ist Freiheit." Meine Güte.... (Machen Sie sich keine Mühe, den Kommentar zu suchen, er ist auf der Spamliste)

Eis und Kaffee im Schwagergarten, dann verabschieden wir uns und machen uns auf den Rückweg in die Stadt. Wir laufen im Westend noch ein bisschen rum und lassen das Wochenende Revue passieren, während Q eine OC-Vorlesung hört. Dann: Aperol Spritz auf einer sonnigen Terrasse und richtig gutes indisches Essen("Royal India" in der Westendstrasse)
Damit wäre der Osterbesuch dann auch fast vorbei. Hoffe auf eine entspanntere Heimfahrt morgen.





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