Samstag, Mai 23, 2026

230526

 Sehr schlecht geschlafen, ich hätte irgendwie gedacht, zyklusbedingte Bauchkrämpfe und Kopfschmerzen würden im Schlaf weggehen oder so, stattdessen halt nicht. Ibu am Morgen vertrieb beides. Meine Güte.

Ich war um etwa halb acht wach, das passte gut, um mit Q. gemeinsam einen Kaffee zu trinken (der hat den Mini vom Lagerplatz gebracht und vergessenes für sich und L. mitgenommen. Ausserdem nochmal schnell geduscht und dann ging es mit dem Rad auch schon zum Treffpunkt. L. ist am Lagerplatz geblieben und wird dort schon von der Küche verpflegt (grosser Erfolg übrigens in Sachen Vogel-App: er hat gestern nacht eine Waldohreule aufgezeichnet, heute einen Eisvogel und eine Teichralle. (Wusste gar nicht, dass es das gibt. Sieht aus wie ein bisschen falsches Blesshuhn).

Der Hübsche und ich sind dann zum Coop, Frühstückssemmeln und vergessenes einzukaufen, dann war Häusliches dran: alle Betten ab- und frisch beziehen (ich bin von Biberbettwäsche und Flanellpyjama heute auf Jersey, Shorty und das Bettzeug, das sich wie Papier anfühlt, gewechselt, es ist halt einfach so heiss geworden...

Solange es noch nicht total irre heiss ist (hat nicht geklappt), bin ich noch schnell zum Fressnapf geradelt, um Katzenfutter nachzukaufen (der Tunnel ist immer noch gesperrt, yay for Rad!).

Dann schnell noch ein Ründchen, so lang unser Waldweg im Schatten liegt, einen Kuchen für heute zum Dessert backen (war etwas skeptisch ob des Rezepts, aber bis darauf, dass die Form doppelt so gross sein muss, passt es) und dann das Angrillieren vorbereiten. Wir haben uns ja Gäste zum Terrasseneinweihen eingeladen und evtl habe ich in der Essensplanung vergessen, dass die beiden Jungs nicht da sind und wir haben RICHTIG viel. Aber wie der Hübsche sagte, als er einen Sack Grillkohle auf der Schulter anschleppte: die Grillsaison geht ja noch ein bisschen.

Sehr schön sieht unsere Terrasse aus mittlerweile!





Die Pfingstrosen sind extrem pünktlich, das ist doch auch mal schön.

Jetzt ruft der Apero...

Freitag, Mai 22, 2026

220526

 So. Jetzt langes Wochenende (wie überraschend! Liegt, sage ich mal, daran, dass der Hübsche und ich dieses Jahr keinen Wellnesstrip machen, tatsächlich aus Genervtheit, dass die Orte, an denen wir bisher waren, über Pfingsten drei Übernachtungen Minimum vorschreiben. Freunde, wie funktioniert euer Pfingsten?! Hier beginnt das Wochenende am Samstag! Schrieb sie am Freitag. Anyway, wir machen es halt nicht, sondern werden das Wochenende bei richtigen Sommertemperaturen zB auf unserer neuen Terrasse, ich im neuen Liegestuhl mit Kaltgetränk und Buch verbringen. Und wie ich mich kenne, durch die Gegend laufen wie wild. Wir haben spontan die Nachbarn gefragt, ob sie Lust auf eine verspätete Garteneinweihung haben)

Aber das erst morgen.

Heute hat erstmal der Wecker zu Schwimmzeiten geläutet, ich habe aber statt Sport halt nach einem schnellen Frühstück (endlich drangedacht, die übrigen Aufbackgipfeli zu machen) direkt mit dem Arbeiten angefangen und war dann schon etwas verwundert, dass es sooooo lang ging, bis mir endlich mal jemand geantwortet hat. Mein Chef nach eineinhalb Stunden. Um halb acht....

Jonny hast übrigens seinen Sommerschlafplatz für nach langen Nachtabenteuern auf den Terrassenmöbeln eines Nachbarn einen Weg weiter wieder in Betrieb genommen, da kam er heute ganz verschlafen und kühl rausgeschlüpft. Sansa war mehr oder weniger seit gestern mittag die ganze Zeit auf Achse bis heute morgen (immer wieder mal da für zwei Happen zu essen, dann sofort wieder raus!), seit um sieben liegt sie in ihrem Körbchen und schläft einfach wie erschlagen

Ich hatte fast den ganzen Tag meetingfrei und konnte so gut DInge erledigen und abarbeiten. Zwischendrin eine Wocheneinkaufsrunde und Mittagessen (aufgetaute RoteBete-Suppe. Joah. Ich habe einen Klacks Joghurt mit viel frisch geriebenem Meerrettich rein und jetzt sind es nur noch zwei Portionen, die übrig sind.

Um eins habe ich den Hübschen vom Bahnhof abgeholt (der ist erstaunlich wenig durch für ungefähr 100 Stunden wach), dann noch zwei Meetings bis vier, und ... dann hat mir Google Maps gesagt, dass wir für die 19km zum Haareschneiden mit dem Auto heute 1h15min brauchen. L. hatte anders als versprochen seinen Rucksack für das Pfila nicht gestern, nicht heute morgen und auch sonst noch nicht wirklich final gepackt und der Drucker hatte kein Papier für das Notfallblatt, von dem er seit drei Monaten weiss, dass er es heute braucht. Das Papier lag da, wo es seit 2020 liegt (seit wir einen Drucker im Haus haben), meine Zündschnur ist ... eskaliert und naja, ich bin gespannt, was er jetzt dabei hat und was nicht. Naja. sind ja nur ein paar Tage.

Verkehr war dann wild: der Autobahntunnel war wegen "Überprüfung einer Störung eines sicherheitsrelevanten Systems" total gesperrt. Das ist eh schon doof, besonders doof an einem Freitag zur Berufsverkehrzeit, wo ALLE Deutschen, die auf der Ostseite von Basel arbeiten, heim wollen, noch wilder, und an einem Pfingstfreitag, wo ALLE Leute der Welt in den Süden in die Ferien wollen oder in den Schwarzwald oder vor den Ferien nochmal in D einkaufen, einfach irre. Wir standen ab 50m von unserer Haustür entfernt, auf der Autobahnauffahrt war der erste von vielen Auffahr-/Einfädelunfällen, die Leute waren einfach am Durchdrehen. Wir haben dann beim Friseur (wir hatten hintereinander dringend nötige Schneidetermine) angerufen und unsere Ankunftszeit angegeben und dann das beste draus gemacht: Google Maps gefolgt, geschaut, dass wir niemandem reinfahren, dass uns niemand reinfährt und uns unterhalten, das war schön! Dann: waren wir beide sehr hungrig, d.h. ich habe L. rausgeworfen, einen Parkplatz gesucht, in der Bäckere für mich eine Brezenstange und für L. Teeniemengen an Essen besorgt und als ich beim Friseurladen war, war L. schon fast fertig. Jetzt sind wir beide schick, auf dem Rückweg sind wir dann durch Basel gefahren und standen nochmal eine halbe Stunde im Stau, weil 4 Autos ineinandergerauscht waren. Irgendwann haben wir dann den Parkplatz in der Nähe des Lagerplatzes gefunden, L. und den halbscharig gepackten Rucksack rausgeworfen und ich bin nach Hause gefahren, essen machen und endlich mit dem Hübschen reden!

Wir waren jetzt für 1h Haareschneiden und insgesamt vllt 45km über vier Stunden unterwegs. Ich weiss schon, warum ich sonst alles mit dem Rad mache!

Naja. Aber eben. Wir sehen jetzt wieder gut aus, haben uns für die Verspätung entschuldigt, ist halt jetzt so.

Jetzt: Wochenende. Meine Güte.

Donnerstag, Mai 21, 2026

210526

Gut geschlafen (gestern nach fast einer Woche allein daheim endlich dann doch mal eine Serie geschaut am Abend, "Imperfect Women", gefällt mir!), dann Honigbrot gefrühstückt und früh losgeradelt. Es war kühl, frisch, die Sonne schien mir direkt von hinten in den Rückspiegel, es war wie in perfekt kaltem Wasser schwimmen, so schön! Schwimmen selber dann tatsächlich ein bisschen underwhelming (weil: halt Chlorwasser, geschlossenes Hallenbad, warmfeuchte Umkleide, perfekt für Winter, ich ahne, dass es im Sommer ... vielleicht gar nicht so grossartig wird, wie ich mir das denke. Aber eben: die Freibäder auf dem Weg machen noch nicht so früh auf...). Aber: war dann doch gut, hatte Raum für ein paar Rückenbahnen, das tut immer recht gut.

Dann: Arbeitsreicher Tag, wir wissen ja: Donnerstage sind crazy! (Beim Warten, bis das Teewasser kocht, noch ein Schwätzchen mit dem Hübschen, der ist endlich wieder ganz guter Dinge (und fast auf dem Weg zum Flughafen).

Ein Meeting nach dem nächsten, es gibt viel zu tun, viel zu jonglieren, aber es fühlt sich nichts bedrohlich an. Das ist einfach das beste Gefühl!

Generelle Beobachtung: ich komme ja aus einem technischen Umfeld, das total männerbasiert war (ist? nicht mehr so, wie auch schon), ich habe mich damit arrangiert, halt nur mit Männern zu arbeiten. Gab ja nix anderes. Mein Wechsel in eine globale Rolle und dann besonders zu Quality hat mir die Zusammenarbeit mit Frauen, auch in rein weiblichen Teams und/oder Teams mit weiblicher Mehrheit gezeigt und das schätzen. Aber: war halt Quality und das bin halt nicht ich, mein Herz gehört Produkt/MSAT/technischen Themen. Und jetzt bin ich in DER technischen Funktion / Abteilung UND arbeite in einem direkten Team, das zuer Mehrheit aus Frauen besteht, die Oberstchefin und viele ihrer direct reports sind Frauen und DAS ist die perfekte Umgebung für mich. Lauter Menschen, deren Herz für Technik schlägt, und so, so, so viele Frauen (und ja, mittlerweile sehe ich das Geläster von Middle Management-Männern über "jetzt wird da beim Kaffee über Handtaschen und Schuhe geredet" als das, was es ist: reine Misogynie. Und sage dann "naja, jetzt wisst ihr, wie es für manche ist, wenn zB nur über Fussball und PS geredet wird"). (Auslöser für diese kleine Freudenbubble: meine Kollegin, die heute morgen um die Pflanze, hinter der "mein" Desk steht, rumkam --- und wir haben sehr tricky technische und politisch delikate Themen zu diskutieren --- und wir haben gleichzeitig angefangen mit "Oh, ich mag deinen Sommerlook heute". Und unsere Sustainability & Safety Chefin, mit der ich heute zu "Turkish Delight" 10 Minuten über Sonnenschutz, arabische / nordeuropäische Haut, Schwestern-Dynamik geredet habe.)

Mittagessen mit einem Kollegen von früher, er hat einen beängstigenden Arzttermin vor sich, ich hoffe sehr, es geht gut aus und bin froh, dass er mir genug vertraut, um mir seine Ängste zu teilen.

Uff. 

Vor dem letzten Meeting radle ich durch die Knallsonne nach Hause, Gemüsekorb abholen, dann Salatabendessen machen und dann eine ausführliche Runde Haare blondieren und tonern, morgen wird geschnitten.

Romasalat, Rucola, DIE EIER, 2 fette Läuche, 2 fette Fenchel, ein normaler Rettich (nicht geringelt, nicht wassermelonenfarbig, nicht mal rot, einfach ein weisser Rettich. Normal gross), Kartoffeln, Dill, Gurke, Kopfsalat, Basilikum



Wunschlistenfrage

Die lila Haarmaske die auch als Leave-in funktioniert interessiert mich sehr, würden sie die Marke verraten?

Schwarzkopf Professional Blond Me Cool Blondes Neutralizing Mask, allerdings ist die natürlich zum Ausspülen gedacht. Ich lasse sie einfach drin (auch, weil ich halt viermal die Woche im Chlorwasser dümple), für kurze Haare passt das. Ob es mir für lange Haare nicht zu beschwerend wäre zum drinlassen, das weiss ich nicht.

Mittwoch, Mai 20, 2026

200526

 What a night.

Während ich wieder relativ früh im Bett lag und mir zu Regen die Augen zufielen, und ich das alles sehr, sehr gemütlich fand, fand Sansa das alles doof, weil man wäre gerne bei schöner Nachtluft draussen gewesen und jetzt regnete es. JEDESMAL, wenn man rausging, und jedesmal kam sie nass und empört zurück und meldete mir genau das.

Dann: brummte auf einmal um drei mein Handy, ein Anruf vom Hübschen. (Ich habe mein Handy eine gewisse Zeit in der Nacht auf "nicht stören", aber aus Erfahrung habe ich eine Auswahl an Leuten von der "Nicht stören"-Liste runtergenommen und der Hübsche ist einer davon. Normalerweise kein Thema, wir sind ja meist am selben Ort.). Als ich ranging, war niemand dran, er ist auch nicht rangegangen, als ich zurückrief, aber immerhin antwortete er sehr schnell auf meine Rückfrage per WA. Bisschen arg lustig: er hatte mir gejetlagged und was weiss ich, eine lange WA- Nachricht getippt und extra noch nicht abgeschickt hat, weil er mich nicht wecken wollte. Und dann hat er das Handy weggesteckt und mich mit seinem Hintern angerufen. Er war total bedröppelt und es hat ihm so leid getan, dabei war ich ja einfach nur total beruhigt, dass alles ok war (und eh andauernd wach, weil nasse, empörte Katze).

That said: Ich bin superfroh, wenn er am Freitag wiederkommt!

Dann irgendwann: aufstehen, Skyr mit Blaubeeren, Granola, Nektarinen und Hafermilchkaffee, dann radeln durch feuchte Luft, aber sehr, sehr nassen Boden. Das hatte ich nicht bedacht, als ich keine Regenhose / Überschuhe und/oder Wanderschuhe angezogen habe. Also bin ich mit nassen Schienbeinen, dreckigen Socken und feuchten Wildledersneakern angekommen, aber bis auf die Schuhe hatte ich alles frisch dabei und die sind in der Umkleide getrocknet.

Da übrigens: interessant, wie ... wenig flexibel ich bin. Heute war auf der Seite der Umkleide, an der ich sonst IMMER mein Zeug im Schrank verstaue, recht viele belegt und auf der anderen gar nix. Sollte man meinen: keine grosse Sache, auf welcher Seite der Bank ich sitze und mein Zeug einräume. Aber: es hat mich so durcheinandergebracht, v.a. weil ich die ganze Zeit dran dachte, dass ich jetzt nix falsch machen darf, OBWOHL ich auf der anderen Seite der Bank sitze, dass ich mir die lila Haarmaske, die ich als leave- in und styling verwende, statt in die Haare ins Gesicht geschmiert habe. Tja.

Sonst so: Ich merke aktuell wieder, wie ich meinen Job liebe und wie gut ich darin bin (und wie sehr mir der richtige Level an "little fires everywhere" Energie gibt. Nix wäre schlimmer als langweilig.). Das kafkaeske Thema von vor ein paar Tagen nähert sich einer Auflösung: NIEMAND hat einen Plan gesehen, wie die "Joghurtfabrik" das hinbekommen will, aber entweder wussten die Leute bei uns nicht, wie wichtig das ist, oder aber sie dachten: "das hat bestimmt jemand anders überprüft". Habe ich jetzt und jetzt werde ich das mit dem technischen Leiter der Joghurtfabrik klären (und hoffentlich haben sie das uns nur nicht geschickt, aber bestens durchdacht. Sonst wird es Zeit für "difficult conversations including cultural minefield").

Dann poppen an anderen Stellen neue Feuerchen auf, von denen nicht klar ist, ob es nur eine falsch ausgelöste Brandmeldeanlage ist oder ein Zündfunken, der demnächst den Dachstuhl in Brand setzen wird. Wir werden sehen (Ich bin so im Feuermodus, weil Q. gestern abend noch einen Feuerwehreinsatz hatte, eine automatische Brandmeldeanlage, die wegen eines angebrannten Essens ausgelöst hatte. Er ist erstmals im Tanklöschfahrzeug mitgefahren, in dem der Fahrer, wie Q. sagte "sich selber nicht mehr gespürt hat" und im vollen Berufsverkehr mit Blaulicht und Sirene durch die Rettungsgasse auf der vollgestopften Kantonsstrasse und alle roten Ampeln des Dorfes (2) gebrettert ist. Muss aufregend gewesen sein! (Aufregender als der Einsatz, der in Lüften bestand)

Am Heimweg dann übrigens strahlender Sonnenschein (vorfreudiges Schwätzchen mit Co-Radler im Radparkhaus, in dem übrigens ALLE regelwidrig fahren statt schieben), langsam glaube ich, dass es am Wochenende über 30 Grad werden.

L. und ich tauschen regelmässig unsere "neuen Funde" in der Merlin-App aus, ich heute: Nilgans, Gartenbaumläufer und Blesshuhn, als Bonus noch einen Biber.




All die hier übrigens in den 30 Sekunden, in denen ich an der Flussmündung den Biber gefilmt habe...


Dienstag, Mai 19, 2026

190526

 Ich hatte das Gefühl, trotz Hübschen am anderen Ende der Welt gut und lang geschlafen zu haben, allerdings sagt die Uhr, es wären nur wenig mehr als 6 Stunden (dafür muss man aber halt auch früh ins Bett gehen, wenn um halb sechs der Wecker läutet), ich bin superoft aufgewacht (letztes Mal um zwanzig nach fünf aus einem Traum, in dem eine Freundin zu Besuch war und eine Maus und eine Vogelspinne (oder eine Tarantel? Das sind unterschiedliche Tiere, oder? Bitte nicht erklären, ich kann selber nachschauen) an der Hose hatte und die beiden liessen sich nicht einfangen. Naja, bin ich halt aufgewachen und aufgestanden.

Frühstück heute: Honigbrot, dann zum Schwimmen radeln. Mittlerweile ist es halt einfach ganz normal taghell um viertel nach sechs, wenn ich losfahre. Beim Schwimmen heute recht Gas gegeben, ich war auf einer der Bahnen, die für den Kraulkurs um halb acht verwendet wird, deshalb wollte ich mit meinen 40 Bahnen vorher fertig sein, hat auch geklappt (und ich habe Dienstag vor halb acht schon mein Aktivitätsminutenziel für die Woche --> vllt mal anpassen, erreicht).

Meetingreicher Morgen, ich gehe spontan mit einem Kollegen mittagessen, den ich letzte Woche leider verpasst habe und den ich sehr mag (er hat wie ich einen small molecule Hintergrund, anders als der Rest unserer Truppe, tut manchmal ganz gut, da immer mal wieder auszutauschen.) UND der auch gern ein Ründchen nach dem Essen macht. Heute war es crazy: ja, wir sind erst um 12 losgegangen, wie so Anfänger, aber wir haben 7 Minuten gebraucht aus dem 16. Stock nach untern und durchs Drehtor direkt unten. Dann: Stau in der Kantine, kaum ein Platz zu finden und crazy Lautstärke! War gut, dass wir da mit bisschen frischer Luft gegengesteuert haben.

Zwischendrin hat sich der Hübsche mal gemeldet, der hat ein ganz, ganz anderes Programm als wir mit unserem Alltag hier, bin gespannt, was er in Ruhe erzählt, wenn er wieder da ist.

Heimradeln zwischendrin (bisschen unter Zeitdruck, weil ich länger gebraucht hatte, um ein LLM zu trainieren, das gerade für einen unseren Prozesse entwickelt wird. Ich hatte dafür 40 Deviationrecords zu reviewen und zu entscheiden, ob sie relevant sind oder nicht. Ich sags mal so: soweit kam ich bei den wenigsten, weil eine grundlegende andere Filterfunktion ganz offensichtlich betrunken war...

Naja.

Ausserdem wollte ich auf dem HEimweg noch schnell ein Paket abholen (ein Paket grosse Essteller. Genau das, was man auf dem Rad transportieren will, wenn man ein bisschen im Zeitdruck ist, aber: gut gegangen!)

Gerade noch so rechtzeitig daheim angekommen, dass ich mich aus den Radklamotten schälen (bisschen heiss und nass war es innen drin, weil  es nicht genug geregnet hat von aussen, um die Gummikleider angemessen zu kühlen) und nach oben unters Dach hirschen konnte und mich in die Nachmittagsabendsmeetings stürzen konnte. Sansa fand das richtig, richtig grossartig, sie ist bei JEDEM Meeting vor der Kamera rumgeturnt und hat sich dann neben mich gesetzt und ganz wichtig in die Kamera geschaut, als wir über regulatory strategy diskutiert haben. War auch ein bisschen witzig, weil ich ja weiss, WIE gross die Screens im Büroturm sind und sie da bestimmt endlich mal so gross gesehen wurde, wie sie sich fühlt (ich musste übrigens auch lachen, als ALLE in dem grossen Meeting mir individuell geschrieben haben "Jöööö, Katze" und so, während dort eine hoch aufgehängte Diskussion stattfand. Als ob es keine Pandemie mit Homeofficepflicht gegeben hätte, wo Katzen und Hunde und Kinder und teilweise bekleidete Partner im Hintergrund zur Grundausstattung gehört haben!


Jetzt bin ich tatsächlich bereit für Feierabend, die Kinder sind, glaube ich, verschwunden zu Pfadihock und Mat-bereitlegen für das Pfila (immer noch nicht drüber weg, dass die Woche Pfingsten ist), ich mache ein bisschen Hauszeug (Wäsche, Ründchen, Essen vorbereiten, Gartenrechnung überprüfen und bezahlen), und dann schauen wir mal, welche Alpträume ich heute habe :-)


Montag, Mai 18, 2026

180526

 Ich weiss tatsächlich nicht, ob ich mit all der Klassenüberspringerei jemals ein Buch von Kafka gelesen habe. (Ich weiss, dass ich in die 11. Klasse kam, als sie mit der Kafka-Lektüre schon fertig waren und alles, was bei der Klasse hängen geblieben ist: der Deutschlehrer hat mehrere Stunden lang von “Alfred Kafka” geredet.. Naja.). Aber: ich weiss, wie man “kafkaesk” benutzt und auch, dass es sich v.a auf den “Prozess” bezieht (vllt auch noch auf die “Verwandlung”, aber damit bin ich wirklich am Ende).
Ich habe das Gefühl, bei der Arbeit in so einer kafkaesken Schleife gefangen zu sein.
Wir müssen als Produktteam eine Entscheidung treffen (lassen), meine Aufgabe dabei ist, zu sagen “Ja, technisch passt das, alles überprüft”. Dafür fehlen mir aber Inputs und zwar entscheidende. Stellen Sie sich vor, Sie planen die Versorgung der Welt mit einer neuen Joghurtsorte. Die Herstellung ist überhaupt nicht trivial, es gibt dröflzig verschiedene Schritte, es wird eher ein Spartenjoghurt, man wird nicht unendlich viel davon brauchen. Das Rührvolumen in den Kessel ist zwischendrin sehr, sehr niedrig. Aus Gründen müssen Sie aus der Molkerei, in der Sie bisher produzieren, raus, das ist ein bisschen sowas wie eine Versuchskäserei, da ist kein Platz für Marktproduktion. Sie suchen also eine neue Molkerei, mit der haben sie vor einem Jahr mal richtig en detail diskutiert, was für Spezialequipment es braucht, wie weit der Rührer runtergehen muss, wie man das Aloe-Vera-Aroma am besten dosiert, damit es nicht verklumpt und wie man die Dinkelspelzen mahlt, damit sie nicht im Hals kratzen. Es kam raus: hm, die Rührkessel sind bei der neuen Molkerei schon signifikant grösser als in der Versuchskäserei, aber der Joghurt wird ja schon ein richtig guter Joghurt, also, wenn wir pro Ansatz 1 Tonne Joghurt herstellen, geht sich das alles grad noch gut aus mit den Rührern und der Aloe Vera und den Spelzen. Dann wurde auf Businessseite weiterdiskutiert, man lernte über Zölle für Aloeverajoghurt, über neue Studien zu anderen, ähnlich schmeckenden Joghurts, die Disponenten fanden, sie würden lieber gerne 500kg Ansätze haben, und redeten mit dem Chef der anderen MOlkerei direkt, ganz ohne die Technik zu involvieren. Jetzt arbeiten wir als Aloevera-Joghurtteam auf einmal unter Hochdruck daran, die Entscheidung, zu dieser MOlkerei zu gehen, absegnen zu lassen und ich soll sagen, “Technisch ist alles ok, ich hab das überprüft”. Und zwar die 500kg Jopghurtproduktion. Ich habe allerdings nur die Info für 1000kg gesehen und das war grenzwertig wenig in den vorgeschlagenen Kesseln.
Seit sage und schreibe 3 Wochen versuche ich, herauszufinden, in welchen Anlagen die neue Molkerei nun die 500kg produzieren will. Weil: in denen für die 1000kg geht das nicht.
Als Antwort bekomme ich: “Keine Sorge, der Preis ist super”. Und “500kg passt richtig gut in unsere Spezialjoghurtstrategie, wir haben das abgeklärt” Und jedes Mal sage ich wieder: “Ok, schön und gut, aber in welchen Anlagen wollen sie das produzieren? Ich muss das vorher sehen, sonst kann ich keine Aussage dazu treffen.” und dann bekomme ich wieder Antworten wie “Vielen Dank für dein Summary” (ich habe kein fcking Summary geschrieben, ich habe gesagt, ich habe keine Ahnung, wie das klappen soll!!!) und “Die Preise sind super” (Mag sein, aber wenn man Preise offeriert, muss man doch angeben, wie man gedenkt, die zu erzielen, kann mir das mal endlich einer sagen?) und “Lad doch deine SMEs zu unserem nächsten Meeting ein” (das ändert nix, wenn die SMEs dabei sind, wenn ihr uns nicht sagt, wie sie die 500kg Joghurt rühren wollen).
Naja.
Immerhin wachsen mir noch keine Käferbeine.



Naaaaja.
Sonst: der Hübsche ist in Seoul angekommen, ging ein bisschen, weil in Kopenhagen das eingechekte Gepäck nochmal auf der Suche nach einem fälschlich dort gepackten iPad gefilzt werden musste (wie kann das sein? Ich gehe davon aus, dass nicht wirklich ALLE iPads jemals immer im Handgepäck sind. Wie stellt man fest, dass eines im Aufgabegepäck ist? Hat sich jemand hingestellt und gesagt" "Ups, mein Kind möchte Peppa Wutz schauen und jetzt ist das iPad im Frachtraum, könnte jemand bitte schauen gehen?" Oder wie? Und was ist dann mit dem iPad passiert? Und ist man irgendwie haftbar dafür, dass man drölfzig 100 Leute warten lässt und Anschlussflüge verpassen und den Flugplan durcheinanderwirft? Hat Kopenhagen überhaupt ein Nachtflugverbot? Offensichtlich nicht, weil das iPad war sicher kein medizinischer Notfall, wegen dem man eine Stunde NACH Mitternacht starten darf.
Ich bin einerseits erleichtert, dass ich Japan jetzt gebucht habe, aber andererseits ist das ja nur der Anfang und ich merke, wie sehr mich das aus meiner Komfortzone kickt. Ohne L. hätte ich vermutlich nie Asien gebucht, das reizt mich nicht so wirklich (Japan noch am ehesten), das Herz zieht mich da nicht wirklich hin, auf der anderen Seite habe ich ddie Sorge, alles falsch zu machen und die richtigen Sachen nicht zu sehen und überhaupt... naja.
Dann: heute die LT-Präsentation der Roadmap für mein eines Produkt. Als dritte überhaupt, da steckt viel Arbeit drin, das ganze ist sozusagen DAS Herzstück unserer ROlle, das muss schon gut sein. Ich hatte das als grossen Block auf meiner Jahresagenda, und dem Hübschen auch immer gesagt. "Ja, erst der Portfolio REview, das wird crazy, dann das mit der Taskforce, dann noch die Roadmap, aber dann wird es erstmal ein bisschen ruhiger, vielleicht". Und dann: war ich heute überhaupt nicht nervös (ich hatte das mit eh viel Vorarbeit, aber dann final in der Woche vor Auffahrt fertig gemacht), heute noch einmal die Storyline grad gebügelt, gegoogelt wie ich gleichzeitig online präsentieren kann UND meine Speakernotes sehen ("Presenter view", das war ja einfach), und dann war das Präsentieren tatsächlich einfach ein Genuss! (Trotzdem hat mich das Lob meines Chefs danach sehr gefreut). Wäre das also auch abgehakt.

Grösste Überraschung heute übrigens: dieses Wochenende ist Pfingsten. Ich hatte das für in drei, vier Wochen auf dem Radar, aber doch nicht JETt?! Naja, dann ist das so.

Sonntag, Mai 17, 2026

170526

 Eigentlich wollten wir (und dann irgendwann nur noch L. und ich) die Bergsaison heute einläuten und hatten eine Übernachtung auf dern Doldenhornhütte (zum Eröffnungswochenende nach dem Neubau) gebucht. Aber eben. Eisheilige, die ihren Namen verdienen und Schnee und Regen und kalt, also: nein. Wir haben fristgerecht storniert, waren eh beschäftigt mit Lernen und Üben für die letzte krasse Testwoche, aber raus wollten wir dann doch noch.

Heute sollte das Wetter ja besser sein, also habe ich uns eine Tour im Schwarzwald gesucht und zwar irgendwas "spektakuläres" (es musste ja den verpassten Oeschinensee halbwegs wettmachen). Also: Ravennaschlucht und dann noch ein bisschen länger. Wir waren dann doch zu dritt, sind um 8 daheim aufgebrochen und waren um kurz nach neun die zweiten auf dem Wanderparkplatz. Ich dachte erst noch: "Ja, soooooo überlaufen ist das dann doch nicht", aber als wir am Busparkplatz vorbeikamen, standen dort 8 Viking-Cruise-Busse, die ausgeladen wurde. (Kreuzfahrtschiffe und die Menschen damit fahren: dass es das einfach gibt und zwar immer mehr, zeigt schon, dass die Menschheit ihren Untergang echt verdient hat. Naja.) 

Das berühmte Viadukt, das ich tatsächlich nur von Bildern mit dem Weihnachtsmarkt drunter kenne, fand ich auf dem Hinweg dann gar nicht soooo beeindruckend, auf dem Rückweg dann fuhr gerade ein Zug drüber: das ist schon krass! (Überhaupt wäre die Zugstrecke da das Höllental schon eine beeindruckende Fahrt, glaube ich! Ich wurde schon ein bisschen nervös, als extra dastand, dass das jetzt der letzte Parkplatz vor dem Hölltental wäre und der hiesse "Tschuuderegg", weil man dort ins Höllental schauen kann und sich richtig fürchten).

Wir sind dann in die Schlucht gelaufen und waren erst tatsächlich ob der zig-Selfie-Chinesinnen not really amused, aber hey: nach 100m hatten wir die alle hinter uns gelassen und für die nächsten Stunden trafen wir genau niemanden mehr.

Die Schlucht ist malerisch, sehr hübsch, Wasserfälle, Mühle, Säge, Wasserfälle, Bach (viele neue Vögel für die Merlin-App). An der Ravenna-Säge ging es steil den Berg weiter nach oben bis zum Pikettfelsen (wir haben uns überzeugt, dass die Aussicht tatsächlich gut ist --> auf dem Feldberg hat es noch ziemlich viel Schnee). Als wir oben rauskamen, war ich ein bisschen (nicht ernsthaft) besorgt, dass dass das doch eine arg lange Runde werden würde, wir hatten nicht ansatzweise die Hälfte und waren schon eine Zeitlang unterwegs. Aber: die Strecke obenrum verlief dann fast eben, zT über Feldwege und kleine Strassen, an Weilern vorbei und dann irgendwann waren wir in Breitnau. Alle wären sehr froh umd ein echtes WC gewesen und einen Kuchen hätten wir auch gut vertragen. Ausserdem hatten wir keine 50Cent-Münze und die grossen Kinder hätten gern die Holzkugelbahn ausprobiert. Das einzige offene Cafe/Restaurant in Breitnau ist im Altersheim und so haben wir dort echt leckeren Kuchen und Birnenminzschorle gespeist (und vier Fuggerl bekommen). Wir sorgten für viel Aufsehen ("Ja, die wollen draussen sitzen, obwohl es kühl ist, die sind ganz raufgelaufen, denen ist warm!") :-)

Dann: Kugelbahnpause, im Ort ein bisschen verlaufen (wenn man sich wirklich bemüht, geht das), dann über Wiesen und immer kleinere Waldwege wieder nach unten, irgendwann landeten wir in der hinteren Ravennaschlucht. Ich packte meine Stöcke aus (es ging ziemlich steil bergab), erst kam uns eine Mountianbikerin (ohne e, sehr beeindruckend) entgegen, und ab der Ravennasäge.... ein ununterbrochener Strom an Turnschuh- und Ballerina"wanderern", die entweder aus Kreuzfahrtbussen ausgespuckt worden waren, Instagramtipps gefolgt waren oder auf Klassenreise waren. Das war ziemlich nervig (halt auch, weil keiner von denen mit Gegenverkehr auf schmalen Brücken oder PFaden umgehen konnte (aka: wer als erster auf der Brücke ist, geht rüber, man wartet auf der anderen Seite, bis frei ist, oder man lässt an Ausweichstellen vorbei) und einfach stumpf draufloslatschten. Krassester Typ: mit zwei Krücken und Turnschuhen. Ich meine: da geht es steile Treppen nach oben, der Pfad selber braucht auch eine gewisse Trittsicherheit. Naja.

Wieder unten war der Wanderparkplatz dementsprechend auch knallvoll, wir freuten uns auf einen antizyklischen Heimweg gegen den Rückereisestau aus Süden und es ging sich gerade noch aus, dass ich in Dreck und Speck aus dem Auto sprang und den Hübschen noch zur Bushaltestelle für die Abreise zum Flughafen (heute abend fliegt er nach Seoul) begleiten und ein paarmal fest drücken konnte.

Das war ein sehr, sehr gelungener Tag!