Dienstag, August 14, 2018

Es regnet

Aufgewacht zu Regengeprassel auf dem Dachfenster. Das ist (neben der Klimaanlage in der Hitzezeit) das beste Feature von „Wir Eltern ziehen unters Dach“. Dazu zwei gar nicht mehr so kleine Katzen, die heute immerhin bis zum Weckerdudeln halbwegs leise und ruhig bleiben konnten und freudig maunzend mit mir ins Bad liefen.


Aufstehen mit Q., der sich immer noch wie ein Schnitzel freut, morgens erstmal die bisher noch sehr spärlichen Nachrichten seiner Freunde zu checken („Chummsch au uf en 7:39 Bus?“ „Jo“).
Auf dem Weg zur Arbeit beim Kinderarzt klären, ob man den „ist nicht so dringend, aber sollten wir doch mal abklären“ -Termin am Freitag auch noch zum Impfen nutzen kann: ja, aber dann sollen wir ein bisschen eher kommen.




Q. is not amused von einem erneuten Pieks, aber „blumenkohlartige Wucherungen am Penis“ sind jetzt auch nicht wirklich „nice“, um mal seine Worte zu nutzen, also „Dann halt......“.




Group meeting mit einer sehr beeindruckenden Präsentation von einem Kollegen, der im Moment ein Assignent in unserer Gruppe macht. Eine unserer Einheiten heisst seit neuestem ja auch „Process scientists“, aber das war mal wirklich Wissenschaft. Sehr spannend, hätte ich nicht gedacht, das wir so gute solid state chemistry – Fähigkeiten haben. (und dass das gar nicht so fad ist wie gedacht)




Dann, kurz interessiert nachgefragt bei einem Thema, das in einer Brainstorming session während meines Urlaubs angerissen wurde, zack, war das damit gar nicht gemeint und jemand ist jetzt für ein neues Projekt zuständig. Und zusätzlich aus Gründen anscheinend SME für italian shipping regulations.


In der Kaffeepause die Kollegen nachhaltig damit irritiert, dass Q. erstens ein Handy mit Vertrag und Mobildaten hat und zweitens alle Smartphonenutzer bei uns im Haushalt freiwillig ihren Standort miteinander teilen. Und drittens, dass ich nichts davon schlimm finde, aus Versehen eingestellt habe oder das Kind mir das erklären musste.




Statt Mittagessen: Yogalates im Keller und vermutlich sind meine Haar noch lilaner, als ich das wahrhaben möchte. Die Yogalehrerin meinte strahlend „I love the purple in your hair! Whenever I will turn grey, I plan to colour mine bright pink”. Tja.


Den Nachmittag mit einem Wiederaufwärmen des Indienprojekts verbracht, gleichzeitig mit Q. heimgekommen, Schule ist immer noch toll (Lieblingsplatz: Bibliothek), Mensa toll, Geschichte toll, Sport toll, Deutsch toll, Mathe toll, alle Lehrer toll, alles toll.






Stressleveldurchschnitt gestern: 20
Selbstbeweihräucherung: ich bin immer noch voll gut im Bücher- und Hefteeinbinden. (das bleibt jetzt noch ein paar Wochen mein Abend-Zen) Und habe mich freiwillig für die 15 Minuten Extra-Abs-training gemeldet.


Montag, August 13, 2018

Spannend!

Das war ja heute ein scon sehr aufregender Tag!
Für Q. und L. hiess es beide: neues Schuljahr, neue Klasse, neue Lehrer (für Q. zusätzlich: neues Schulhaus, neuer Schulweg).
Ich mag das unaufgeregte Herangehen an die Einschulung etc. hier ja sehr und so hatten wir zwar unrsprünglich geplant, Q. zu seinem ersten Tag "Wir treffen uns alle in der Aula um 9:00" mit dem Auto zu bringen (auch weil der Besuch eh zum Bahnhof musste), aber dann stellte sich raus: die Kollegen fahren alle mit dem Bus, wir hätten ihn eh nicht reinbegleitet, weil "Hallo, Eltern, ich bin fast 13!", und dann nur doof auf den Parkplatz ist ja auch doof, vor allem, weil der Besuchszug dann doch viel später fuhr. Also marschierten die beiden Brüder erstmals in unterschiedliche Richtungen zur Schule, Q. total cheffig mit seinem neuen Handy (das sich zwischendurch ins deutsche Netz einbuchte und deshalb von unserem total einvernehmlich eingestellten "Teile deinen Standort"-Radar plumpste)
Lief alles soweit sehr glatt, der Klassenlehrer ist viel jünger als von Q. (und auch von mir) erwartet, ich sags mal so: ganz knapp bin ich nicht 20 Jahre alter als er, das Mittagessen war super, der Weg zum Bus überhaupt kein Problem (Location sharing sagt, er ist einen rechten Rucksack ausgelaufen, aber er war in Gesellschaft :-)), er hat sich mit dem Hübschen an der Bushaltestelle vor dessen Büro zum Heimgehen verabredet.
 
L. hatte heute als neue Aufgabe direkt nach der Schule (unpraktischerweise hat er montags Nachmittagsunterricht bis vier ohne Mittagspause und dann direkt um halb fünf Geräteturnen, das ist schon anstrengend) zur Dorfturnhalle laufen, wir haben das gestern anhand eines "Crocky" (Pfadfinderkinder sind sehr praktisch, sie können Karten lessen und zeichnen und natürlich Feuermachen) noch diskutiert.
Als gute Mutter (und weil ich mir nicht sicher bin, ob er dran gedacht hat, was als Nachmittagssnack einzupacken) habe ich für den Heimweg noch ein Schoggiweggli besorgt, damit läuft es sich leichter bergauf.
 
Daheim dann grosses Geschnatter, Büchereinbinden, Briefe unterschreiben, kleiner Streit, weil "Ich brauch einen besseren Radiergummi" eigentlich hiess "Ich habe den vor 5 Wochen erhaltenen Auftrag, mein Etui durchzuschauen, alle Stifte zu spitzen, kaputtes und fehlendes zu benennen und alle 40 Radiergummis im Etui auf Funktionstüchtigkeit zu überprüfen, halt einfach nicht erledigt." (Tja nun, das kann man auch am 1. Schultag abends statt lesen machen, und es gab ja noch ein Ersatzgeodreieck). Für einen ordentlichen Schmunzler sorgte diese Infobroschüre (incl Elterninfo dazu und dem Einverständnisbogen, dass das Kind in der Schule gegen HPV und Hepatitis B geimpft wird), und zwar nicht weil die Impfung lächerlich ist, sondern bisher bezogen sich die gesundheitlichen Präventionsmassnahmen eben immer auf Zähneputzen und gesundes Znüni. Auch das fand ich schon sehr sinnvoll (ja, ich bin bekennender Brotboxenregelfetischist), aber von Glitzerzahnpasta zu Genitalwarzen von einem Jahr auf das Nächste, das ist schon mal ein ordentlicher Sprung).
 
BTW: weil auf Instagram so viel dazu gefragt wurde
  • Nein, wir werden Q. in der Schule nicht impfen lassen. Ganz einfach, weil er gegen Hepatitis B schon geimpft ist und die HPV-Spritze(n) lieber bei vertrauten Kinderarzt bekommt als von jemand Fremden in der Schule.
  • Ja, natürlich werden wir ihn (und L., wenn er alt genug ist) impfen lassen. Das ist im Anbetracht des Übertragungsweges und auch der Gefahr für Männer eigentlich ein Nobrainer. Das war uns auch schon vor der Broschüre klar.
  • Ja, die Impfung wird in der Schweiz von der Kasse übernommen, wir hätten/würden aber auch auf eigene Kosten impfen lassen.
  • Ja, die Broschüre/Inf richtet sich gleichermassen and Mädchen(-) und Jungen(eltern).
  • Ja, auch in Deutschland ist die Impfung auch für Jungs empfohlen. (Kostenübernahme: Weiss ich nicht, ich war zum letzten Mal vor 16 Jahren in Deutschland versichert)
 Sonst so: einmal kurz sehr nervös geworden, als der Elfenbeinturm anfing zu vibrieren und zu brummen und es nach sehr nahen Fluggeräuschen klang. War dann aber nix schlimmes, nur ein Helikopter, der den Motor der Seilwinde eines der Baustellenkräne fix austauschte, das war sehr beeindruckend.

Stressleveldurchschnitt gestern: 19
Selbstbeweihräucherung: den reinen Bürotag heute mit langweiligem, aber halt zu erledigendem Zeug gefüllt (und dann noch eine hübsche Präsentation für meine Raketenkollegen zusammenstellt)
 

Sonntag, August 12, 2018

Fertig luschtig #12von12


Heute ist der 12. und als braver Blogger tut man, was ein Blogger tun muss, nämlich 12 Fotos machen und bei Caro verlinken


erstes Pflichtbild. Sonst gildets nicht

Ausgehfertig

Der Staubi muss schaffen und wird dabei genau beobachtet.

Wir gehen nämlich brunchen im Landhaus Ettenbühl, das ist sehr schön!
 Skurrile Begebenheit auf der Fahrt: wir wurden von den deutschen Grenzbeamten angehalten (das ist uns in 16 Jahren ungefähr 3x passiert), es wurde genau geschaut, ob alle Insassen angeschnallt sind und dann meinten sie grinsend: "So, jetzt ist die Strecke vor Ihnen frei, es geht nur grad aus, jetzt wollen wir mal sehen, was die Kiste kann. Feuer frei!" (Ich muss gestehen, ich habe erst noch vermutet, dass sie uns mit Vollgas in einen Blitzer schicken, aber der Hübsche beschleunigte korrekt von 0 nur auf die erlaubten 120 :-)).


Früh übt sich

Am anderen Ende der Linse: "Gestatten, Familie Brunch"
Q. hatte irgendwann keinen Hunger mehr, keine Lust und noch weniger Lust auf die Gartenbesichtigung danach, weil doch daheim das neue Handy und ein Legoset warteten. Tja.

 
L. hingegen war begeistert vom nicht versiegenden Gipflistrom


In den unglaublich liebevoll angelegten Gärten darf man Fotos nur für den Privatgebrauch machen, also müssen Sie sich mit dem Klassiker "L. schaut auf einen Plan" begnügen und sonst selber mal hinfahren. Es lohnt sich. (Q. lässt ausrichten: "Jaja, Garten halt, das Labyrinth ist aber ok")


Ich sage L. eine grosse Karriere als Photoshopper voraus.

Daheim dann: Sonntag ist Lackwechseltag. Immer mit Glitzer.


Auch Q. ist wieder glücklich. Alles läuft und wir warden mündlich ermahnt, doch bitte im Chat zeitnah zu antworten. Schulrucksäcke sind gepackt, Fahrplan memoriert, alles bereit für morgen!




Was bei den anderen Blogern so los war, finden Sie hier. Wie schön, dass es Caro wieder besser geht!

Samstag, August 11, 2018

Born tu run

Gestern abend hat der Hübsche rausgefunden, dass es eine dritte Staffel von "The Fall" auf Netflix gibt. Ich mag ja Gillian Anderson und mit irischem Akzent kriegt man mich ja immer.


Aus keinen Gründen früh wach geworden, gemütlich aufgestanden, mit Besuch draussen gefrühstückt.


Dann Rheinschwimmen, Räumen, Wäschewaschen, dann im Nachbarstädtchen bummeln gehen, letzte Geburtstagsgeschenke besorgen und einiges anderes.


Schöne Überraschung war: die Urban Decay "Born to run" Collection hat es endlich hierher geschafft. Ich war sehr vernünftig und habe mir die Palette verkniffen, aber immerhin einen LIppenstift ("Ready?") gekauft (und eine neue Farbe des für mich aller, allerbesten Eyeliners aller Zeiten, nämlich "Space Cowboy").


Zum Ferienabschluss gab es dann Sushi satt für alle und dann Familienkinoabend (und zwar richtig Familie, weil "Das bescheuerte Herz" (Amazon Affiliatelink) vom besten Cutter wo gibt, nämlich dem Schwager mit dem schönen Haar, geschnitten wurde) mit zwei Kuschelkatzen. Nicht nur wegen der familiären Voreingenimmenheit, sondern auch sonst kann ich den Fim wirklich nur empfehlen (auch wenn Elyas M. Barek und der Klassenlehrer von Q. und jetzt dann L. für immer und ewig in meinem Kopf verknüpft sind und das ist aus verschiedenen Gründen sehr skurril).


Stressleveldurchschnitt gestern: 25
Selbstbeweihräucherung: like a pro den Wickelfischrucksack vom Hübschen repariert (nachdem ich mit einem beherzten Tritt eine der Schnallen zertreten habe, aber tja nun)

Freitag, August 10, 2018

Ferien ausschleichen

Die Arbeitswoche war zwar nicht sooooo streng (naja, im Vergleich zur Endphase for den Ferien ist Noormalzustand halt eh wie Wellness), aber ich merkte doch, dass es ein Unterschied ist, ob man zB nach Mitternacht das Licht ausmacht und der Wecker dann um viertel vor sechs läutet oder halt gar nicht und an erst um 9 die Augen aufmacht*, und ob man mehr oder weniger nur das macht, was man will und wozu einen die inneren Zwänge treiben oder halt auch das, wofür man fürstlich entlohnt wird PLUS das, worauf man Lust hat und eben die Zwänge.


Und weil auch nach Abzug der Ferien und der Eingabe der Herbstferien mein Überstundenkonto immer noch im dreistelligen Bereich ist, habe ich heute ganz einfach JAZ-Ausgleich genommen und den letzten Ferientag mit den Kindern verbracht, anstatt superfrüh aufzustehen und einen Homeofficetag reinzuquetschen.


Beim gemeinsamen Wocheneinkauf waren wir alle ein bisschen aus der Übung und ich zB dachte, dass wir ungefähr seit 5 Jahren aus dem "Heute darf ich aber den Einkaufwagen schieben"-Geschwisterstreitalter rauswären. So kann man sich täuschen. Interessante Erfahrung: Wenn man lautstark "HABT IHR ZWEI EIGENTLICH NOCH ALLE LATTEN AM ZAUN?!" durch den Nach-Kassen-Bäckerei-Foodcourt-Bereich eines grossen, vollen Supermarktes brüllt, weil ein 9 Jähriger und ein gerade noch 12 Jähriger unter vollem Körper- und Einkaufswageneinsatz "ausdiskutieren", wer den zweiten Einkaufswagen zum Einladen der sich schon aufstapelnden Waren an der Kasse fahren darf, dann fühlen sich da erstaunlich viele Menschen angesprochen. Da war dann mal wieder Ruhe im Karton :-).
Man könnte jetzt recherchieren, wie alt der Block ist, den ich beim Konsolideren der Papiervorräte gefunden habe. Ziemlich. Aber nicht mehr als 21 Jahre.


Nach schnellem Einräumen ging es auch schon wieder los, wir hatten nämlich auf der To-Do-Liste noch den Test der Velostrecke zur Schule (und nein, es dauert keine 90 Minuten, auch Hin UND Zurück nicht, aber ein bisschen Pufferzeit für ... platte Reifen oder was sollte man doch einplanen).
Dank der Abkühlung war die Fahrt tatsächlich ein reiner Genuss, Q. kannte die Tücken (die Gleise auf dem Brauereiareal) eh schon, und so war das spannendste, dass wir auf de Heimweg einen etwas verplant mitten auf dem Weg sitzenden aufgeplusterten Jung(?)Vogel versuchten zu retten, wenigstens vor dem sofort überfahren werden. L. musste also sein T-Shirt rausrücken, mit dem habe ich den Vogel "eingefangen" und in den Schatten ins Gras gesetzt. Es ist zwar eh alles feucht, trotzdem haben wir ihm aus unserer Trinkflasche noch Wasser in die naheliegenden Blätter gegossen. Ich hoffe, es geht ihm gut, er ist relativ zügig wieder Richtung Strasse losmarschiert....


Wir waren dann rechtzeitig daheim für den Elektrikertermin**** zu Hause, der Elektriker allerdings nicht. Nun ja, irgendwann kam er dann, um zu sagen, dass er heute mal grad gar nix reparieren kann, weil der LED-Lieferant in den Ferien ist und von dem braucht er die Frequenz, die er schützen muss, und wenn er die hat, dann besorgt er sich einen Filter und die bauen sie dann ein und dann können wir auch wieder bei Licht ins Internet.


Das wars dann eigentlich auch schon, der Hübsche und die Jungs holen grad unseren Wochenendbesuch vom Bahnhof ab und wie Sie auf der T-Do-Liste sehen, muss ich gleich telefonieren, deshalb: schönes weekend Ihnen allen :-)!


Stressleveldurchschnitt gestern: 20
Selbstbeweihräucherung: alles erledigt, obwohl ich echt nicht so viel Lust hatte. Aber das Abstreichen hat schon Spass gemacht :-). Und jetzt freue ich mich aufs Wochenende


* Ja, für solche Erkenntnisse ist es schon ganz praktisch, dass ich einen Doktortitel habe, da kommste ja nicht so einfach drauf.**


** Das war Ironie.***


*** Aber das wussten Sie ja eh alle.


**** Wir haben im ganzen Haus ja so Devolo-W-LAN-Verstärker, das funktioniert super, ausser wir schalten im Dachgeschoss das neu installierte LED-Licht an, dann halbiert das die Datenübertragungsrate. Wenn wir es dann auf Maximum aufdrehen, ist das W-LAN tot. Man könnte sich da jetzt lustige Sachen ausdenken: wenn die Kinder ins Bett gehen sollen oder man was von ihnen möchte und sie nicht von der Playstation loskommen oder die Netflix-Serie grad zu spannend ist: einfach mal ganz oben das Licht anstellen!

Donnerstag, August 09, 2018

Rocket science

Heute morgen bin ich aus einem sehr wirren Traum aufgeewacht, der sich um ein extrem skurriles Projekt bei der Arbeit drehte. In etwa so .... lassen Sie mich mal überlegen.... Sie kennen ja Elon Musk und SpaceX und Tesla und so? Also, das ware in etwa so, wie wenn der Raketenbauingenieur beim Autoproduktmanager anruft und sagt: "Hey, wir haben da eine tolle Idee, wir bräuchten zur Verbesserung unseres Bauprozesses ein paar Tesla-Roadster. Wir würden die zur Einstellung des Durchmessers der ersten Triebwerkstufe nutzen, das sollte echt super klappen. Wir haben gehört, ihr baut die gar nicht mehr, aber ware es möglich, uns jedes Jahr 25 davon zur Verfügung zu stellen? Wir klären grad noch, ob sie lackiert sein müssen, oder ob unlackiert auch geht." Halt auf mein Arbeitsumfeld bezogen. Und ich ware der Autoproduktmanager.
Tja. Und dann habe ich heute morgen meine Arbeitsmailbox aufgemacht und DA WAR GENAU DIESE ANFRAGE! (Also: nicht von SpaceX, aber vom Raketeningenieurpendant) Das Ganze hat jetzt nix damit zu tun, dass ich prophetische Fähigkeiten habe, eher damit, dass ich gestern abend diese Mail noch gelesen habe, mit einem grossen "WHAT?!" in meinen Zwischenspeicher gelegt habe und daraus anscheinend meine Träume bedient. Das Ganze bleibt sehr skurril, das finde gsd nicht nur ich (mir wird ja manchmal vorgeworfen, ich würde zu "tactical" und wenig visionär denken), sondern auch alle Kollegen, mit denen ich gesprochen habe. Aber gut, wir können natürlich nur das Pendant von Autos und nicht das von Raketen, und auch wenn wir einen Massstab oder ein Laserentfernungsmessgerät zum Abmessen von Dingen nehmen würden, meine Güte, vielleicht macht man das bei Raketenwissenschaftlers zu Hause mit Autos. Kann ja sein. Auf jeden Fall habe ich am nächsten Mittwoch eine TC mit den Raketen-Kollegen und bin schon sehr gespannt.


Ansonsten:
gestern das Lillashampoo einen Tick zu lang drauf gelassen, ich habe jetzt an den längeren Strähnen am Oberkopf so ein bisschen Florida-Oma-Haarfarbe, aber immerhin haben zwei Leute heute (und nur einer davon war der Oberchef, sonst hätte ich mir sofort wieder Gedanken gemacht) ungefragt als erstes gesagt: "Hey, good morning, your hair looks great!" (Vielleicht haben sie auch "grey" gesagt). Hm.
Früh heimgegangen, um das Projekt "Ich habe zwei Knackwurschthunde als Kinder" zu begleiten.*
Lief ganz gut, um mal in offizieller Sprache zu sprechen: Es wurde sehr deutlich gemacht, dass "Beide Augen zu 100% sichtbar auch bei vollkommen waagrechter Ausrichtung der Verbindungslinie der Pupillen" ein nicht verhandelbares Akzeptanzkriterium ist.


Crosstrainierstrampeln, Brotzeit (wir müssen an Jons Tischmanieren arbeiten. Sehr.), Kinder ins Bett zum Lesen schicken, Einkaufsliste auf die Wunderlist diktieren, eine Folge "Orange is ne new black" (ach, ach), dazu die letzten Züge des "Stardust" Tuchs mit den Perlen, erinnern Sie sich? Ich bin jetzt bei dem Teil, wo man nur noch Löcher strickt, das geht nahezu ohne Mitdenken. Das jetzt noch anderthalb Knäule und dann habe ich für das Tuch, glaube ich, am längsten jemals gebraucht.




Stressleveldurchschnitt gestern: 19
Selbstbeweihräucherung heute: total ernsthaft auf die Raketenanfrage reagiert.
*Sie kennen den Begriff, oder? Das ist der Fachausdruck für Hunde wie Bobtails oder so, denen lange Fransen über die Augen hängen. Wenn man nicht weiss, wo vorne ist, halt man an beide Seiten eine Knackwurscht und da, wo es schnappt, ist die Vorderseite.

Mittwoch, August 08, 2018

Viel Gedanken um nix

Am Montag geht es los für Q. an der neuen Schule.
Letzte Woche hatte ich für ihn die U-Abo_Karte online beantragt (U-Abo ist die Monatskarte des lokalen Nahverkehrsverbundes, die ihm erstens erlaubt, mit Bus oder S-Bahn in den Nachbarort und auch manchmal bis zur Schule zu kommen, zweitens einen weit genugen Bereich umfasst, dass man "Ups, wir haben das Aussteigen verpasst und sind bis zur Endstation mitgefahren" damit abdeckt, drittens die, die von der Gemeinde für die Wintermonate übernommen wird). Das sah eigentlich alles vielversprechend aus, man musste Foto, Bild vom Pass etc. hochladen und dann..... kam nix. Weder per Brief noch per Email, weder sofort noch binnen einer Woche, wie widersprüchlich angekündigt wurde.
Ich habe lang hin und her überlegt ("Am Montag braucht er das definitiv, ich könnte natürlich in der Mittagspause zur Geschäftsstelle gehen, aber was ist, wenn er dann zwei bekommt? Und eigentlich steht da, man müsse sich dann dort fotografieren lassen, ich habe gar keine Lust, ihn mit zur Arbeit zu schleppen. Foto habe ich ja, aber nicht ausgedruckt, hm, was, wenn das nicht geht, dann habe ich meine ganze Mittagspause verplempert und muss am Freitag dann doch MIT KIND nochmal in die Stadt und da kommt der Elektriker, die Oma, wir müssen einkaufen, den Veloweg müssen wir auch nochmal testen, das ist alle sehr kompliziert"), damit konnte ich zB die Nacht heute, die eh unruhig wegen auf Gewitter wartenden Katzen, Gewitter beobachtenden Katzen (beides ging mit wilden Kämpfen um den besten Platz am Fliegengitter am Kopfende auf meiner Bettseite einher), nach dem Gewitter unter dem Bett raufenden Katzen, nur unterbrochen  durch "Mist, wir haben die Wäsche auf dem Balkon stehen lassen") gut rumbringen.
Also habe ich einfach alles an Ausweisen eingepackt und bin mittags zur Hauptgeschäftsstelle. War alles, wie erwartet, überhaupt gar nicht kompliziert. Erstens konnten sie nämlich im System nachschauen, ob mein Antrag da liegt (nein) und zweitens war es total gut, dass ich das Bild auf dem Handy dabei hatte, das sollte ich dann vor die Kamera halten, mit der normalerweise der Passagier fotografiert wird und zack, hat Q. nun seine Monatskarte.


Nächster Schritt war dann der Handyvertrag. Es ist soweit: wir schliessen den "Perfekte Kostenkontrolle für Eltern"-Vertrag für U22-Menschen ab. (Mit mehr als 3x soviel Mobildatenvolumen als ich bei meinem ersten mit Mobildaten hatte). Gottseidank hatte ich Fuchs nicht nur unser beider Pässe, sondern auch unsere Aufenthaltsbewilligungen dabei, diese (im Vergleich zu einem echten Pass) recht windigen Dokumente scheinen an vielen Stellen der Schweiz mehr zu gelten als ein EU-Pass.


Rückweg im Gewittersturzregen, aber jetzt hat Q. fast alles, was er für die neue Schule braucht.


Richtiger Geldbeutel fehlt noch und MensaCoupons muss er noch kaufen, das geht aber nur vor Ort. Und einen Haarschnitt, sie waren zwar beide vor zwei Wochen mit recht klarer Anweisung an die Friseurin ("Oben so kurz, dass sie wieder aus den Augen schauen können"), die etwas kreativ ausgelegt wurde ("Ok, ich schneide mal ein, zwei Zentimeter ab und wenn sie dann alle Haare auf eine Seite streichen, den Kopf 90Grad nach rechts drehen, dann ist der Grossteil des linken Auges frei. Bei Windstille"), also muss da Fräulein Rottenmeier nochmal mitkommen.




Sonst so: Grad mal wieder Ferien eingereicht, Malta, wir kommen! (im Oktober und ich freue mich sehr, sehr, sehr)


Stressleveldurchschnitt gestern: 17 (ich sags ja: das Yoga! Das spüre ich heute im Hintern ganz ausserordentlich)
Selbstbeweihräucherung: Dinge erledigt, trotz unglaublicher Müdigkeit nicht cranky geworden.