Montag, August 24, 2026

240826

 Gestern bin ich dann gegen neun einfach aus den Latschen gekippt und ins Bett gegangen (bis ich geschlafne habe, war es dann doch halb elf, aber immerhin).

Sansa hat zum ersten Mal seit Monaten wieder teilweise drinnen geschlafen, sogar an mich angekuschelt, das war sehr süss.

Draussen hatte es beim Losradeln 12Grad, das habe ich in "Ziehe ich mal lieber meine Reflektorjacke an" übersetzt. Korrekte Übersetzung wäre gewesen: "Shorts sind sehr sportlich und dünne Handschuhe wären nicht verkehrt gewesen.)

Beim Schwimmen wurde mir aber schnell wieder grenzwertig warm, liegt auch am Kraultraining. Ich kann jetzt ok (das bedeutet: ohne Husten, Spucken, Prusten, Panikattacke) mit einem Arm kraulen, anderen auf den Pullbuoy gelegt und halt mit Beinschlag und alle zwei Armzüge atmen. Besser als letzte Woche!

Dann: beeindruckend (im negativen Sinn), was ich für ein Gewohnheitstier bin: ich habe mir beim Bummeln am Samstag eine neue Wimperntusche gekauft, weil die alte fast leer ist (sehr witzig, sie heisst "Twistable" und ich dachte, das bedeutet, man würde den Wimpern einen Twist mitgeben, aber nein: man kann im Deckel drehen und dann wird das Bürstchen entweder grade oder die Borsten zu einer Spirale aufgezogen, eins für Länge, eins für Volumen, blabla.). Beim Tuschen heute habe ich offenichtlich die alten Dimensionen im Kopf gehabt und mir beherzt mit der Bürste (grad) über den Augapfel gebürstet. Der Punkt mit "Man spürt nix am Augapfel" ist eine Lüge, im Fall.

Mit meinem Outfit heute war ich sehr zufrieden: olivgrünes Oberteil, passende Toms, und meine wilde weite Leinenhose (habe von einer Kollegin, die immer superstylish rumläuft, ein Lob für die Hose bekommen, das hat mich sehr gefreut)




Dann: Arbeitstag mit einem meetingfreien Vormittag, den ich für Schreiben der seit Donnerstag in meinem Kopf brütenden wöchentlichen Krisenkommunikation respektive erstmal Erstellen des Konzepts / Templates dafür. Hat lang genug gebrütet, dass es ein Silverlining am Horizont gibt :-), was meinem, wie mir attestiert wurde, "positivity bias" sehr gelegen kommt.

Hat alles gut geklappt, sowohl den Input zu sammeln als auch das in ein (erstaunlich kurzes) Summary zu giessen.

Dann: erstmal Mittagessen gegangen (Plan war: alleine schnell mit Buch essen, dann eine Runde draussen laufen gehen). Im Drehkreuz zur Kantine traf ich aber den Kollegen, von dem ich das neue Produkt nach Launch dann übernehmen werde, und der ist so selten zu erwischen, dass wir zwei spontan gemeinsam gegessen haben. Wir wussten beide, dass unsere Historie insgesamt 24 Jahre zurückgeht, aber die Details von vor dem aktuellen Arbeitgeber (da haben wir History seit 12 Jahren) waren uns nicht mehr ganz klar. Jetzt schon wieder und wie schön, dass man sich immer wieder trifft (sofern man gern und gut zusammenarbeitet, sonst kann das halt schon auch nervig sein :-)).

NAchmittags hatte ich dann die Wahl zwischen Validation Strategy Scenario Mapping und Document review. Habe mich für zweiteres entschieden, keine Ahnung, wie smart das war, die Konzentration war nur so mittel, aber immerhin hatte ich einen genau klaren Fahrplan, was zu tun war, vllt war das also doch richtig.

Viel Wasser, viel Kaffee, gegen spontanen Unterzucker ein Zitronenamarettini aus der Cafeteria, das... sehr, sehr cremig und buttrig war, so dass mir hinterher ein bisschen übel war und ich mir nicht ganz sicher, ob es vllt nicht wirklich genug gebacken war.

Reichte aber definitiv für den Rest des Tages, der dann um viertel vor sechs mit einigen kurzen Meetings beendet war.

Heimradeln bei, tadaaaaaa, richtig angenehmen Temperaturen. Mehr als warm genug für Shorts und T-Shirt, aber keine Hitze, nur warm.

Daheim Post einsammeln (Schulverbrauchsmaterialrechnung, wie immer sofort gezahlt. Habe L. gefragt, ob ich ungefragt direkt eine Zahlungsbestätigung ans Schulsekretariat schicken soll oder wieder die zwei grundlosen Mahnungen abwarten, bevor ich "nicht mehr überrascht, immer noch enttäuscht" erklären soll, dass die Rechnung vor Monaten bezahlt wurde. Aber wer weiss, vielleicht ist es dieses Schuljahr ja mal anders.), Wäsche abhängen, Klamotten für morgen parat legen, Pizza für die Jungs, Curry von gestern für mich.

Q. verfolgen wir ein bisschen neidisch über den Handystandort an der Nordseeküste, der sich dort verdient den Wind um die Nase wehen lässt.

Den Abend beendet mit einem "Super" von meinem Chef aus dem Urlaub, dem Rolemodel für Work-Life-Balance, zur ersten Ausgabe der weekly Krisenkommunikation. Na also.

Jetzt noch eine Runde einer neuen Serie, ich habe vergessen, welche, der Hübsche hat ausgesucht.

Sonntag, August 23, 2026

230826

 Müde, müde, müde.

Und die nächste Woche hat es in sich, mit halt weiter Krisenkommunikation und -management, mit Filing Preparations für zwei Produkte und einem Energielevel von -1000. Aber gut, immerhin habe ich am Wochenende praktisch nicht an die Arbeit gedacht.

Q. und L. haben das mit allein daheim super gemanaged, die Katzen klagen ob Vernachlässigung, aber das tun sie ab fünf Minuten nach der letzten Fütterung, ich denke, es ist ok.

Q. ist heute frühmorgens mit der Bahn an die Nordsee gereist und logiert in einer Ferienwohnung direkt neben einem Seehundbecken. Wie schön!

Unser Hotel war wirklich ziemlich cool. Man kann da sein Essen oben auf der Dachterrasse am Pool einnehmen, der hat 28 Grad und ist auch bei vergleichsweise kühleren Aussentemperaturen als auch schon sehr angenehm (übrigens: hier zu Hause in Basel grad wieder an die 30 Grad, mir langt es so sehr)




Skurrile Installation übrigens: beim Frühstücksbuffet haben sie so eine automatische Saftnachfüllstation, wo eben eine Anzahl Saftkaraffen unter so einer Refill-Anlage stehen und wenn der Füllgrad unter einen voreingestellten Wert fällt, wird von oben automatisch nachgefüllt. Am ersten Morgen habe ich mich sehr über "Waldfrucht" gefreut, bis ich halt den ersten Schluck genommen habe und das halt  so schmeckte, wie alle Reste an vagen Berry-Nuancen und auch noch einem ordentlichen Schluck Parfum bei Givaudan zusammengeschüttet und mit roter Farbe gemischt. Einfach echt nicht trinkbar. Der Hübsche probierte heute dann "Multivitamin" und ich dachte mir, mit "Apfel" kann man ja echt nix falsch machen, aber hey, das schmeckte so, wie Schauma Grüner Apfel riecht. Das Ganze ist übrigens auch kein Saft, sondern ein das "Nektar Natura" System und, also irgendwas mit Sirupen, die mit Wasser gemischt werden und meine Güte, 27 Geschmacksnuancen von Orange und das ist es, was sie ausgewählt haben? Also. Wenn Sie in einem Hotel mal so eine Station sehen, lassen Sie die Finger davon!

Sonst war das aber alles sehr grossartig, ich meine: Obatzda zum Frühstück?!



Die Heimfahrt war viel entspannter als die HInfahrt, kein Sturzregen und keine Lastwägen helfen halt schon fürs Fahrerlebins. Wir haben in Lindau geladen und sind sogar kurz zum Bodensee gelaufen (sehr sehr wenig Wasser drin).




Lang hat es trotzdem gedauert, bis wir daheim waren.

Dann: Koffer ausräumen, Kinder drücken, Essen kochen, Duschen, Haareschneiden, Schwimmtasche packen, Klamotten für morgen bereit legen und müde ins Bett fallen.

Uff

Samstag, August 22, 2026

220826

 Uff, uff, uff.

Erstmal: das Hotel, das ich mit Gemini's Hilfe ausgesucht habe, ist tatsächlich ganz gut. Liegt zwar im Gewerbegebiet, aber halt recht mittig zwischen Pflegeheim und München, die Parkplatzsituatino ist so, wie man es sich in einem bayerischen Gewerbegebiet vorstellt. Es ist sehr modern (incl jeder Menge Merch in Hotelbranding, aber gar so legendär, dass ich mir einen Hoodie oder auch nur einen Schlüsselanhänger davon hole, ist es auch wieder nicht.

Wir haben gestern in einem vietnamesischen Restaurant auf der anderen Würmseite gegessen, das mit 4.9 Google Sternen lockte (war schon gut, aber ich sags mal so: auf dem bayerischen Dorf ist die statistische Relevanz für Restaurants nicht unbedingt gegeben. Schon gut, verstehen Sie mich nicht falsch. Wir waren dort v.a., weil Gemini behauptet hat, das Hotelrestaurant wäre eine Pizzeria, und ich echt keine Lust auf Pizza hatte. Stellte sich heraus: es gibt dort einiges, aber keine Pizza, also ist für heute abend alles geregelt.

Frühstück war RICHTIG gut, es gab sehr viele verschiedene Salate, warme Gerichte, die üblichen Früchte, Säfte, Käse, Eiergedöns (nur der Waldfruchtsaft schmeckte so, als hätte man die Reste bei Givaudan zusammengekippt), das war eine sehr positive Überraschung!

Dann der Grund, warum wir ja hier sind: Besuch im Pflegeheim. Die geschlossene Demenzstation ist wirklich harter Tobak, für mich zumindest. Einerseits ist es so schön zusehen, wie liebevoll und respektvoll mit den BewohnerInnen umgegangen wird, und die zum Teil rege soziale Interaktion, die sich dort zwischen den BewohnerInnen entspannt. Aber dann... uff. Der körperliche und geistige Verfall ist halt schon echt schwer zu ertragen, sämtliche sozialen Normen sind hinweggefegt, ich lächelte und und nickte, und stimmte zu, beruhigte und lächtele und nickte auch, wenn mir wildfremde Menschen sehr, sehr nahe kamen, mich anfassten, mit mir (oder irgendetwas oder jemandem, den sie hinter mir oder in mir sahen, auch wenn da nix war, in unverständlicher Sprache, aber sehr ernsthaft sprachen. Ich schaffte es, meinen Fluchtreflex zu beherrschen, auszuhalten, dass mein mir (wie mir heute wieder einmal bewusst wurde) heiliger personal space ignoriert wurde, dass ich angefasst wurde (absichtlicher Körperkontakt von mir fremden, genauer gesagt, nicht soehr vertrauten Menschen ist wirklich schwer auszuhalten), bin dabei nach aussen ruhig und freundlich geblieben und wäre doch am liebsten weggerannt und war hinterher zum Weinen erschöpft.

Naja.

Zwischendrin haben wir ein paar Sachen nachgekauft und während das Auto auflud, in den Pasinger Arkaden gebummelt (ich habe endlich wieder einen Concealer Pinsel gefunden) und in einem Dean&David Salat gegessen. Soviel zu "wir machen es uns einfach RICHTIG schön zu zweit", wir waren einfach beide ausgelaugt. Am Nachmittag sind wir nochmal vorbeigefahren, bis dort schon fast Abendessenzeit war und ich freue mich jetzt sehr auf einen Aperol Spritz auf dem Dach mit Ausblick über das Gewerbegebiet, ein Bad im ROOFTOP POOL und dann Pasta mit Pfifferlingen.

Uff.

Freitag, August 21, 2026

210826

 Meine Güte, heute ein neuer Tiefpunkt in schlecht schlafen. Es kam alles zusammen: richtig anspruchsvolle Zeit bei der Arbeit (gut anspruchsvoll und mühsam bis nervig zusammen), die spontane Münchenfahrt übers Wochenende aus Gründen, die dazu führt, dass die Kinder das Wochenende allein daheim sind (was ja an sich überhaupt kein Problem ist), incl Schulfest von L. heute (hoffentlich sperrt Q. ihn nicht aus Versehen aus, hoffentlich verpasst er nicht irgendwie die letzte S-Bahn, Sie sehen, die Sorgen wurden irrationaler, je früher der Morgen), incl Packen für Sommerurlaub, Auswärtsübernachten und super früh zum Zug kommen von Q. (das "Kind" ist seit 16 Jahren Pfadi und würde vermutlich mit verbundenen Augen nachts um drei betrunken einen perfekten Rucksack packen können und barfuss zum Zug rennen, nach den Sternen navigierend), die Katzen müssen gefüttert werden, ausserdem kam Sansa ganz unerwartet die ganze Nacht nicht nach Hause und was machen wir, wenn sie jetzt heute verloren gegangen ist und wir doch nach München müssen?.

Also habe ich in einer Handvoll Halbstundenpäckchen mit lang wach zwischendrin bis viertel nach fünf geschlafen, um Punkt halb sechs (klar, da stehe ich immer auf, da gibt es frisches Frühstück) kam Sansa ins Haus (erstaunlicherweise ganz trocken und warm, nicht angefeuchtet und kühl wie Jonny, wenn er die Nacht draussen verbracht hat. Ich frage mich, ob sie eins der Igelhäuser ein paar Gärten weiter okkupiert hat). Meine Güte!

Führte dann immerhin dazu, dass ich bis zu dem ersten Meeting um neuen halt schon alle Follow-up Arbeit aus den Meetings der Woche erledigt hatte, eigentlich alles, was ich neben den Unmengen der zu reviewenden Dokumente (ich bin bei Dokument 53 von 93....eine Woche habe ich noch) und eben der neu aufzusetzenden Uppermanagement-Info-Kommunikation zu meinem neuen Produkt auf meiner To-Do-Liste hatte.

Dann eine Stunde Call mit meinen beiden Kollegen in dem anderen Produkt, schnelle Einkaufsrunde, damit die Kinder sich verpflegen können und ich zu einem gefüllten Kühlschrank heimkomme am Sonntag, noch ein letztes Update und dann ging es auch schon auf die Autobahn.

Und ja, ich freue mich unendlich über den seit gestern abend irgendwann andauernden Dauerregen, muss aber doch anmerken, dass es für 400km auf der Autobahn schon schönere Bedingungen als kontinuierlichen Sturzregen gibt. Der Hübsche hat auf "meiner" Strecke noch ein Call, in Lustenau tauschen wir wie immer beim Pickerlkauf (wie ein Haftlmacher muss man aufpassen, dass man nicht so ein gelochtes Klebeding kriegt, das man dann mühevoll wieder abkratzen muss, sondern ein elektronisches.).

Ich reviewe auf dem Beifahrersitz noch Dokumente zur Device-Assembly-PPQ, gar nicht mal so smooth, wenn man via Handyhotspot durch drei verschiedene Mobilnetze (CH-A-D) durchjuckelt. Interessant: jedes einzelne Auto auf der Autobahn hat mittlerweile sein eigenes W-LAN, sagt mein Laptop.

Um drei habe ich noch ein Call mit drei Kolleginnen (OSB-Allocation, raten Sie gerne mal, was das bedeutet), genau dann, als der Hübsche zum Laden stoppt. Ich dachte ursprünglich, dass es relativ zügig gehen würde und bedeute ihm, ich würde dann zum McD nachkommen, falls aber nicht, bitte danke einen Cappuccino mit Extrashot. Statt früher sind wir erst eine halbe Stunde später als geplant fertig, und schon lang wieder unterwegs, als ich den steinharten Applekopfhörer aus meinem schmerzenden Ohr ziehe. Der Kaffee tat aber richtig gut!

Wir zuckeln weiter durch den Regen, werden wieder zur Abendessenzeit (aka doofste Zeit) im Pflegeheim aufschlagen, aber wir kommen ja morgen wieder. 

Bin gespannt, was das von Gemini ausgesuchte Hotel kann, es hat einen Rooftop-Pool (ich nehme an, Sie ahnen, was ich im Gepäck habe?) angeblich. Lets see

Schöne Überleitung zum Schwimmthema:

heute vor genau einem Jahr habe ich angefangen, im Firmenschwimmbad zu schwimmen. Aus "einmal die Woche wäre das cool" ist binnen ein paar Wochen "ich schwimme jeden Büromorgen 1km und wehe, es sind weniger als 4 Tage die Woche, und in der Maintenance-Zeit gehe ich draussen schwimmen und holla, Kraulkurs" geworden.

Ich bin seitdem 146,284km geschwommen (ungerade Zahl, weil... ich glaube, das Schwimmbad in Island eine Yard-Abmessung hatte) und möchte es nicht mehr missen. Ich habe meine Routine, die Knochenkopfhörer und die ARD-Podcasts sind super, ich habe Arm-Schulter-Rückenmuskeln bekommen, habe neue Bekanntschaften geknüpft und bestehende durch nebeneinander Schwimmen, Duschen, Schminken vertieft, habe meine Rèckenschmerzen dadurch viel besser im Griff, nur Kraulen kann ich (noch) nicht. yay!

(Sehr lustig übrigens, dass Sie die letzten Tage meine Kraulnotizen so lustig / interessant fanden. Ich dachte mir noch: naja, ich schreib das jetzt für mich auf, dass ich hoffentlich in ein paar Monaten drüber lachen kann, wie ich am Anfang fast erstickt wäre oder meine Arme verknotet habe, aber lang kann ich das nicht machen, das ist ja nun wirklich langweilig für alle ausser mich :-) Scheints nicht! (oder aber mein sonstiges Geschreibsel ist so fad, aber naja, ist halt so).

Donnerstag, August 20, 2026

200826

 What a day. Es ist einfach ein bisschen, bisschen viel alles, dazu kommt, dass es sich an Donnerstagen immer noch alles zusammen chnübelt.

Es ist aber nicht alles nervig und anstrengend, sondern:

Schwimmen heute morgen ging schon besser, in einarmig kraulen bin ich schon viel besser. Beidarmig nach wie vor Desaster, aber gut, ich fange ja erst an.

Dann: nach geschätzt zwei Jahren waren meine Stiftvorräte mal wieder aufgebraucht / ausgeliehen / liegengelassen / leergeschrieben. Ich habe mich also auf die Reise in den Keller in den Büromaterialvorraum gemacht und fast auf Anhieb gefunden. Fast, weil jemand, von dem ich dachte, er sieht aus wie wer, der Stifte holt, in einen Raum rein ist, die Tür ist zugefallen und ich habe sie nicht wieder aufgekriegt, weil keine Klinke, kein Badgeleser, nix. War aber auch nicht der Büromaterialraum, sondern der "Xerox-Raum". Was auch immer da drin ist, nix für die Allgemeinheit. Ich habe also Stifte geholt (es gibt kein grün mehr), zwei Boxen desinfizierende Schreibtischputztücher, die immer schnell aus sind, und wenn ich schon mal unten bin und so, und dann... habe ich den Ausgang zum Lift nicht mehr gefunden. Da, wo ich dachte, war auf einmal kein Ausgang mehr, sondern eine Baustelle mit zwei Leuten, die sich angeregt unterhalten haben in irgendeiner Sprache, mich in keiner, der ich mächtig bin, verstanden haben, aber naja, 3 Minuten vorher war ich ja auch ohne Baustelle reingekommen. Stellte sich raus: mein Koordinatensystem im Kopf war verdreht, der Lift war natürlich noch genau da, wo er vorher war, fühlte sich aber sehr woanders an.



Dann: Gemüsekorb sehr schön gefüllt, besonders freue ich mich auf den Mais, weil eh lecker, aber auch, weil ich dank der Kaltmamsell weiss, dass der schwieriger anzubauen ist, als ich dachte:

Mangold/Krautstiel, Schnittlauch, Roter Eichblattsalat, Roter Salanova oder so, Auberginen, Tomaten, Zucchini, DIE EIER, Basilikum, Zuckermais, Paprika, Gurke


(Morgen anstrengender Tag, weil Arbeit UND Fahrt nach München, ausserdem nervös, weil die Kinder allein daheim sind respektive zT allein in die Ferien aufbrechen, aber naja, sie sind gross, das wird schon alles.)

Mittwoch, August 19, 2026

190826

 Das hat jetzt ordentlich gearbeitet in mir heute nacht, dass ich das mit den Kraulen so gar nicht gut hingekriegt habe. Ich habe genau überlegt, wie ich das heute im Schwimmplan integriere, Resultat: "Kein Schlaf erkannt", lol.

Morgens dann verrückt langsamer Start, ich kam gar nicht gut voran. Gekrönt dann davon, dass ich meine Schwimmhandtücher vergessen hatte und das erst im Fahrradkeller merkte. Normal sind die ja nach dem Tag im Umkleideraum aufgehängt sein trocken und bleiben grad in der Tasche. Gestern habe ich sie aber ja nochmal gebraucht und dann daheim aufgehängt. Und vergessen. (Immerhin beim Rauflaufen dann Jonny samt Maus doch noch vor der Haustür getroffen).

Im Schwimmbad war dann heute erstaunlich wenig Wasser drin, nachdem ich gestern so viel geschluckt habe, los und so hatte ich allen Platz der Welt, um zu üben. Ich habe mir einen Poolboy Pullbuoy (damit die Kaltmamsell nicht schnaufen muss (ich weiss, wie das heisst, aber ich finde es so lustig, Poolboy zu sagen, aber vllt finde nur ich das)) geschnappt und das einarmige Kraulen rechts und links mit jeweils Atmen zur Seite geübt. 

Erkenntnis: 

das geht viel besser als gedacht und viel besser als das Gespritze am Ende mit beiden Armen gestern. 

Die Idee mit "Eine Röhre formen, durch die der Körper schwimmt," hilft auch. 

Ich muss deutlich weiter drehen und nach hinten schauen beim Atmen, habe damit aber auch deutlich weniger Wasser geschluckt. 

Leider auch: links geht mir das Rückholen des Armes nicht ganz so leicht von der Hand, da ist die Schulter doch nicht ganz so beweglich, wie ich gedacht hätte. Dementsprechend kann ich besser rechts kraulen und atmen.

Was ich nicht gut kann: wenn ich keinen Pullbuoy halte und mit beiden Armen kraule, dann atmenderweise Pause auf einer Seite machen und eben den anderen Arm vorgestreckt lassen. Der krault einfach weiter und naja, Wasserschlucken. 

Und ich habe neben dem Wasserschlucken mein Problem identifiziert: den Luftverbrauch und den Atemrhythmus koordinieren. Das kenne ich vom Brustschwimmen schon, da habe ich mich jetzt damit abgefunden, dass ich nach jedem Schwimmzug Luft hole. Beim Kraulen sollen wir eigentlich jeden dritten Armzug atmen, damit wir auf beiden Seiten atmen lernen, das finde ich grenzwertig lang und dann habe ich unter Wasser schon das Gefühl zu ertrinken. Und dann will ich jeden zweiten Zug atmen, bin aber schon so beim Keuchen, dass ich auch da ertrinke und naja, Wasserschlucken.

Way to go, würde ich sagen!

(Habe übrigens einfach immer abgewechselt Spritzen, strampeln, Spucken, Schlucken, Keuchen aka eine Bahn Kraul und dann ein paar Bahnen Brust zum Runterkommen.

Dann: Arbeitstag, der einerseits sehr meetingarm war, warum auch immer, aber ich habe ja eben 93 Dokumente mit im Schnitt 40 Seiten zu reviewen bis zum 28. August, ich hatte also gut zu tun (immerhin schon, obwohl ich definitiv kein SME für die meisten Themen bin, einige zu klärende oder korrigierende Punkte gefunden, bin schon bisschen stolz). Ausserdem gab es das ein oder andere menschelnde Thema zu regeln, zwei Produktteammeetings und einen Catchup mit meinem Chef, der bald in die Ferien geht. (Unter anderem wurde mir meine Beförderung incl neuem Gehalt bestätigt, das hatte ich schon wieder ganz vergessen. Ich Verhandlungskönigin). Ausserdem habe ich mitgeteilt, dass ich halt irgendwann doch in den Urlaub gehen werde und zwar dann, wenn es in meine neuen Projekt um die Wurst geht (ok, das tut es jetzt durchgehend bis November), und wenn es in einem anderen entscheidende Neuigkeiten geben wird. Anyway: das wird auch alles ohne mich passieren, die Kommunikation dazu werden wir vorher gut planen und verteilen, das wird schon.

Im letzten Meeting dann schon wieder eine Ferienvertretung eingesackt, ich weiss nicht, ist schon nicht die feine englische Art, das in einem Meeting direkt zu "verlangen", hätte man schon vorher abklären können (v.a. weil das halt ein Thema ist, das ich persönlich weder dringend sehe noch durchdacht finde, sondern ein Symptom der Chaotik in einer Nachbarabteilung. Deswegen liefere ich da den Input, der verlangt wird und schüttle den Kopf innterlich, aber mag nicht dafür verantwortlich sein, dass der gesamte Kladderadatsch präsentabel ist. Naja. Egal.

Dann: Heimradeln immerhin mit Rückenwind, aber immer noch so, so, so unangenehm heiss. Immer noch 35 Grad heute, das ist deutlich weniger als auch schon, aber ich mag echt nicht mehr.

Auf dem Heimweg noch schnell im dm vorbei (übrigens: heute morgen von einer rechtsabbiegenden Autofahrerin angeschrieen und beschimpft worden, weil ich halt am Radweg gefahren bin und sie deshalb mit dem Rechtsabbiegen warten musste. Beim Heimradeln von einem auch rechtsabbiegenden Autofahrer fast umgefahren worden (er blieb mit quietschenden Reifen stehen), als ich bei grün über eine Fussgängerampel schob. Was ist los mit den Leuten?)

Daheim dann Einkäufe verräumen, Wäsche verräumen, Duschen, Kleider für morgen parat machen, Salat und Bratkäse respektive restliche Tajine für mich essen, duschen, auf der Terrasse lesen, bis L. heimkommt und wir vllt noch eine Folge schauen. Oder nicht.

Dienstag, August 18, 2026

180826

 Heute morgen beim Radeln war mir dann doch fast (fast) ein wenig fröstelig. Auf den letzten paar Metern hatte ich den Hauch eines Anflugs einer Gänsehaut an den Armen. Nicht genug, um warm zu duschen!

Schwimmen: war super, heute war ja auch morgens wieder Fortgeschrittenenkraulkurs, dh ich hatte ein bisschen den inneren Zeitdruck, vorher fertig zu sein, weil sich danach alles auf den zwei übrigen Bahnen chnübelt. Es kommen immer mehr Schwimmer aus den Ferien zurück, auch der Delfinschwimmer, der es schafft, mit seinem Schwimmstil das ganze Becken so in Wellen zu versetzen und zu spritzen, dass es echt tricky wird, kein Wasser zu schlucken.

Nachdem ich gestern abend so nass geworden war und heute nur 30Grad warm werden sollte, habe ich mich spontan gestern für ein langärmliges (dünnes, und die Ärmel können aufgekrempelt werden) Kleid entschieden und das direkt beim Anziehen bereut. Es war sehr schwierig, in das Kleid zu kommen, der flimsige Stoff klebte überall an meinem frisch geduschten, eingecremten, dampfigen Körper. Hätte geholfen, den Reissverschluss ganz aufzumachen, aber das habe ich (kurz) vor der Panikattacke gemerkt, und nochmal von vorne angefangen. Beim Reissverschlusshochziehen musste mir dann trotz voll wiederhergestellter Schulterbeweglichkeit eine Kollegin helfen, ich hoffe, ich komme beim Kraulkurs heute dann wieder raus.

Arbeitstag dann mit sehr, sehr, sehr viel WTF, ich verzweifle echt nicht an den Projekten, die technisch superschwierig sind, sondern an denen, in denen Leute "arbeiten" oder wir auf Funktionen angewiesen sind, die einfach blocken oder Leute runtermachen oder halt einfach ... nichts machen. MEINE GÜTE!!!!

Dann: grosse Aufregung, weil erster Kraulkurstermin. Wir halten nochmal fest: Ich will kraulen lernen, meine grossen Bedenken (und warum ich nicht einfach kraule): ich weiss nicht, wie atmen, ohne Wasser einzuatmen. Abgesehen davon, dass ich halt technikmässig nix weiss ausser den Beinschlag und dass man halt mit den Armen abwechselnd von oben nach unten durchs Wasser paddelt. Technikmässig wäre ich jetzt nicht so voller Bedenken, ich habe mir mit der theoretischen Vorbildung eines einzigen Schwimmkurses im Kindergartenalter, in dem ich vor allem durch Reifen tauchen gelernt habe, einen Brustschwimmstil angeeignet, der mich 4x die Woche glücklich meinen Kilometer schwimmen lässt.

In der Umkleide dann schlimme Bedenken, weil die anderen Frauen, die da waren, ihre Beweggründe für den Kurs schilderten: "Ich bin ja eher so eine Allrounderin und habe mich jetzt für ienen Triathlon angemeldet, dafür muss ich aber noch ein bisschen schneller im Schwimmen werden", beifälliges Nicken.

Beim Abfragen der Trainerin, wer denn schon wie gut kraulen kann, haben die anwesenden Männer alle gesagt "Schon ganz ok, aber es ginge besser", die Frauen haben ihr Triathlonsprüchlein gesagt und ich "ich kanns gar nicht und weiss nicht, wie ich es machen soll, ohne Wasser einzuatmen oder zu schlucken und in jedem Fall zu ertrinken".

Tja.

Beruhigende Erkenntnis: von den TeilnehmerInnen kann keineR auch nur irgendetwas, was mit Kraulen zu tun hat. Alle haben gehustet und gespuckt und geprustet und gespritzt. Mein unerwarteter Vorteil gegenüber tatsächlich fast allen TeilnehmerInnen: ich habe Kondition, Armkraft und Körperspannung. Ich fand genau einen Aspekt anstrengend, nämlich den Daumen an die Hand drücken und keine Tanz- oder Turnhand zu machen, sondern ein angespanntes Schäufelchen. Alles andere, Beinschlag, die drei Stufen des Armschlags, die Körperspannung, war nullkommanull anstrengend. Ich fand auch das Wasser nicht kalt. Hat es sich also doch ausgezahlt, seit einem Jahr 4x die Woche in genau dem Becken 40 Bahnen zu schwimmen (und schon immer Sporarten zu machen, bei denen man Körperspannung braucht)

Was halt schon sehr anstrengend war, war alles andere. Nämlich: den Armschlag hinbekommen (vier Phasen, mir fehlt der Link zwischen zwei und drei) und dann halt das vermaledeite Atmen. Ziel ist: jeden dritten Armschlag zu atmen und zwar so, dass man sich zur Seite dreht, wie wenn man sich auf den Rücken drehen würde und nach seitlich hinten einatment. Ich drehe mich definitiv zu wenig weit und schaue auch vielleich zu wenig nach hinten, ich schöpfe immer mit einem Mundwinkel Wasser, das ich entweder schlucke oder einatme. Naja. 

Werde ich also in Zukunft zu meinen gemütlichen Brustschwimmrunden noch einige Bahnen Kraulübungen machen mit und ohne Poolboy. (Wäre schon schön gewesen, wenn mir das nicht so schwer fallen würde... naja.)

Ich hoffe mal, es wird bald besser.

Dann: heimradeln, spät im Dunkel auf der Terrasse mit den Jungs Ravioli mit Salbeibutter essen, eine Folge Silo schauen und lang genug wach bleiben, dass all das geschluckte Wasser wieder rauskommt.


Ein Jahr ist es übrigens her, dass wir L. nach Japan geschickt haben. Kommt mir, wie alles aus dem Sommer 2025 (was sagt es uns, dass ich gerade 2019 geschrieben habe?), schon soooooo viel länger her vor.

Wie gut, dass das alles so gut rauskam, er wieder da ist und der nächste Abflug in den Fernen Osten hoffentlich ohne Tränen ablaufen wird!