Mittwoch, Juni 19, 2024

190624

Alles bisschen anstrengend heute, aber letzten Endes alles gut.

Jonny war nämlich gestern abend um 10 verschwunden und weder in der Nacht noch morgens noch sonst irgendwann nach Hause gekommen. Das war einerseits ungewohnt, andererseits hat er es auch schon mal gemacht (ist schon länger her), nochmal andererseits war es heute wie angekündigt bullenheiss, da wäre ich auch nicht im schwarzen Pelzmantel über den glühenden Asphalt gelaufen. Ich war ein bisschen beunruhigt, habe es aber dank richtig dringender Sachen bei der Arbeit und überhaupt geschafft, die nervöse Energie in produktive Energie umzusetzen. Der Weltrettung zwei grosse Schritte näher gekommen (und ich habe es geschafft, für dieses noch Gedankenexperiment mit, ich würde sagen, deutlich über 50 &% Approvalwahrscheinlichkeit die relevanten Leute nicht nur um Infos anzuhauen, sondern voller Begeisterung an Bord zu holen und meine Güte, wo kommen all diese guten Ideen und super Zusammenarbeit her? Und dieses ungefragte, grossartige Feedback? Fühlt sich an wie eine warme Dusche (oder eine kühle, weil ist ja scheissheiss draussen). 

Thematisch passend kam ja gestern noch diese Presseanfrage an, da habe ich mit meinem Businesscounterpart heute noch Input geliefert (der sogar fast wortwörtlich in dem Statement gelandet ist). Ich weiss jetzt auch, dass die "Firma xy Spokesperson", die ja dann gern mal zitiert wird, eine Illusion ist, das ist ein Team aus 30 Leuten, die der armen Communicationsperson das Leben schwer machen.

Mittagessen mit L., der danach zum langersehnten Haareschneidtermin verschwand. Die letzten Noten sind da, der Zeugnisschnitt steht, eine letzte Aufgabe war heute noch, das persönliche Slide für die Zeugnisverleihungszeremonie zu gestalten.

Als ich dann mit allem fertig war, war es immer noch zu heiss, um nach Jonny zu gucken, also buk ich eine doppelte Ladung Laugenbrötchen (wieder ohne Übernachtgare, sondern Hochtemperaturgare auf der Terrasse). Und ja, es ist genauso unlogisch, wie es klingt, backen, weil zu heiss zum Rausgehen. Aber so hatte ich zwar keinen Appetig wegen nervös, aber sehr leckere Laugenknoten (L. hatte auch noch Appetit dazu :-)). Familienkonsens: ich streue das "Aglio e olio"-Gewürz aus meinem JustSpices Adventskalender oben drauf, das schmeckt superst.

Dann war es so weit, ich packte mir eine Wasserflasche, Jonnysnacks und meinen Firmenausweis und machte mich auf die Suche. Ich habe über eine Stunde lang die Siedlung und das gesamte Werksgelände akribisch abgesucht (dort wird gerade für das grosse Sommerfest am Freitag aufgebaut, es gibt eine Konzertbühne, ein Zelt für dei Silent Disco, 100e Essensstände, Loungemöbel, lauter Zeug, was eine Katze entweder interessant oder erschreckend finden kann, dazu waren da heute natürlich lauter Fremdhandwerker auf dem Areal, vermutlich mit Lieferwägen etc, Sie können sich vorstellen, was in meinem Kopf abging. 8000 Schritte und eine gute Stunde später war ich bereit aufzugeben und hatte im Kopf schon die Suchmeldung für morgen früh formuliert, da .... meldeten sich die informierten Nachbarn, er war gerade zum Essen eingecheckt. Meine Güte, ey..... (Und ja, rational betrachtet ist es überhaupt nicht schlimm, wenn er die ganze Nacht draussen ist, es ist total angenehm draussen, und dann war es halt zu heiss und zu voll und zu belebt auf dem Areal und er hat gewartet, bis es ruhiger war. Selber schuld, wenn ich nicht da gesucht habe, wo er war.).



Zum Runterkommen mit dem Hübschen ein alkoholfreies Bier auf der Terrasse, gleich wird es hier sehr still werden, dann ist nämlich Anpfiff Schweiz- Schottland.



Sonst so:

Eine der Stockrosen, die ich seit letztem Jahr päppele, blüht jetzt. Bisschen underwhelming, weil sie vor Rost so struppig aussieht, besonders, wenn ich dran denke, dass in Basel an jedem Laternenpfalh drölfzig von denen einfach so blühen, und ich mache und tu und dann kommt so was trauriges dabei raus. NAJA.


 


 Wunschlistenfrage heute:

Haben Sie nach Küche und Bad ein neues Renovierungsprojekt in der Planung?

Haha, tatsächlich nicht ernsthaft. Der "grösste" und das ist relativ Painpoint wäre die Terrasse, wo ich finde, wir könnten dort einiges schöner machen, andere Fliesen, die eben ... glatter sind. Aber ich scheue das ganze Tralala, den Dreck und ach, eigentlich ist es tatsächlich ganz ok, so wie es ist, (Mal sehen, wie es ist, wenn (wann?) ein Kind auszieht und dann, hui, ein richtig schönes Gästezimmer / cooles Arbeitszimmer?)

Dienstag, Juni 18, 2024

180624

Heute: Reisetag für L., es ging ins Technorama nach Winterthur (ich muss da immer noch an den Minishitstorm denken, den das Zitat von meinem allerersten Chef getriggert hat seinerzeit denken. Wenn das nicht gewesen wäre, hätte ich "Hinter Winterthur beginnt der Balkan" schon vergessen, lol)

Beim Frühstücken übrigens kurzer Schreckmoment, auf einmal britzelt es im Lichtschalter, dann blinken die Küchenlampen und dann geht der Toaster nicht mehr. Ausprobieren zeigt: es scheint einen Wackler im Lichtschalter zu geben, Sicherung fliegt aber nicht raus. L. toastet sein Brot an einer anderen Steckdose, wir übergeben das Problem an den Hübschen, der länger geschlafen hat und für nachmittags den Elektriker bestellt.

Für mich ging es, glaube ich, diese Saison erstmals kurzärmlig auf dem Rad ins Büro, ganz ohne zu frieren. Beim Heimradeln sah ich schon die ersten Rheinschwimmer mit Wickelfisch ins Wasser springen. Da hätte ich persönlich noch ein bisschen Mühe, nicht wegen der Temperatur, sondern weil halt immer noch Hochwasser (gerade erst gestern gelesen: das Hochwasser vom Bodensee kommt jetzt halt erst an), dementsprechend wild und voll mit grossem Treibholz etc ist der Rhein. Also: muss noch ein bisschen warten.
Ich bin heute ein bisschen gestresst in den Arbeitstag, weil ich gestern dank emotionalem Kater nicht so produktiv war wie nötig und dementsprechend mit einem recht grossen Backlog gestartet bin. Das dann in einem voll besetzten Büro mit unglaublich viel Chatter um mich herum, grosser Sehnsucht nach den versendeten und ein bisschen zwischen Zollstationen versandeten Ohrstöpseln. Erstaunlicherweise hat es dann aber recht gut geklappt und ich kam sehr weit.
Mittagessen: heute mit einem Kollegen, der "bei einem Mittagessen" einen echt tricky Fall besprechen wollte. Er kommt leider kaum zum Essen, weil er soviel erzählne muss (ich muss nur ein paar Fragen stellen :-)). Wir sind aber in dem neuen Bowl-Restaurant, die sind ja eh nur lauwarm, das scheint ok. 
Nachmittags nach Teammeetings dann erste kurze Probe für den langen Videodreh nächste Woche, ich glaube, das wird lustig.
Dann: Heimradeln, es ist langsam unangenehm warm.
Daheim ist erstens alles wieder richtig sauber und in den scheints unvermeidlichen 45Grad Winkeln ausgerichtet: unsere Putzfrau ist aus den Ferien wieder da. Ausserdem britzelt in der Küche nix mehr, der Elektriker hat den Lichtschalter getauscht.
Ein letztes Meeting noch mit dem Team, das ich abgebe im Juli. Ich schaffe es nicht, jetzt schon mich rauszuziehen und zu sagen:"Regelt ihr das mal, ich bin bald weg", aber ... ich bin bald weg.
Die Katzen sind seit morgens unterwegs,kein Wunder, daheim wurde ja gesaugt und geschraubt, ausserdem ist es heiss. Sansa hat ihren Kreisel wieder in Beschlag genommen, nach Jonny werde ich gleich mal schauen gehen, keine Ahnung, ob er irgendwo tief schläft oder ob er weit gelaufen ist (glaube ich eigentlich nicht so, aber wer weiss.)
Abendessen war leider eine Enttäuschung, irgendwie haben die Sesamnudeln mit Mango das erste Mal richtig gut geschmeckt, heute nicht. Liegt vllt auch daran, dass ich mit L. wegen einer Banalität aneinandergeraten bin, aber gut, das renkt sich wieder ein. Er ist jetzt bei den Pfadis, ich mache noch einen Spaziergang, dann ist die Welt wieder in Ordnung.

EDIT: Und dann kommt alles anders, weil erstens der Kater schon vor der Tür sitzt und rein will und zweitens vor dem Garten eine Blaskapelle aufmarschiert und dem Nachbarn gegenüber 48 Ständchen spielt (seit 45 Minuten und kein Ende in Sicht.) In der Inbox ist dafür eine dringende Anfrage (due date: gestern) für den Review respektive Fragenbeantworten für einen internationalen Mediarequest und naja, ich wollte eigentlich schon geduscht und so haben.... Also: Medienanfrage zu einem Spider-Murphy-Gang-Medley.

Wunschlistenfrage heute:
Sind alle Ihre Geschwister in naturwissnschaftlichen Berufen gelandet?
Ich weiss nicht genau, wie eng Sie Naturwissenschaften definieren: es gibt eine Mathe-Physik-Lehrerin, eine Tierärztin und eine Architektin, die sich auf Bau von Architekturmodellen spezialisiert hat. (Ich habe allerdings den Eindruck, dass es jeder von uns sehr wichtig war, sich so weit wie möglich von den anderen abzugrenzen, sei es Hobbies, Leistungskurse oder halt irgendwann Studienfächer. Interessant dann doch, dass dann doch keine wirklich bei den Geisteswissenschaften gelandet ist.

Montag, Juni 17, 2024

170624

 Ich ahne jetzt schon: das wird eine anstrengende Woche.

Ich starte natürlich auch, selber schuld, mit sehr leeren Batterien. Eigentlich war das Wochenende super erholsam, bis halt auf ein echt unschönes Gespräch gestern abend, das mir wie so oft, nachhängt und mir sämtliche Energie saugt. Ich fühle mich richtig emotional verkatert heute. (Mal sehen, ob ich was daraus gelernt habe. Zeit wäre es.).

Dazu kommt, dass der Wecker heute richtig früh geläutet hat. Ich wollte nämlich Q. in seine Sportwoche in Tenero verabschieden und er musste schon um irgendwie kurz nach sechs auf den Bus, um den Zug ins Tessin zu erwischen. Also: Weckerläuten um halb sechs bei mir und wie das so ist, bin ich ungefähr alle Stunde aufgewacht, um sicherzugehen, dass ich nicht verschlafe.

Und all das, wo ich mir doch heute selber ein nicht ganz unwichtiges Gespräch eingeplant hatte. Naja. mit unerwartetem Regenguss auf dem Hinweg, und extraviel Koffeinzufuhr kam ich einigermassen auf Touren, das Adrenalin kam dazu und so war ich in etwa das sparkling self, das ich sein wollte. Für diese halbe Stunde.

Dann habe ich mich auch schon wieder vor dem Mittagessen auf den Heimweg gemacht, ich hatte noch ein Päckchen bei der Post abzugeben und eine volle Liste Drogerieeinkäufe für die Familie. Ich freue mich immer noch jedesmal, wenn ich das mit dem Rad erledigen kann.

Daheim war ich dann richtig unterzuckert, aber es war noch Reis und Ratatouille von gestern da, das musste nur aufgewärmt werden. Beim Essen kam dann eine Email von jemandem, der seine Katze auf STMZ vermisst gemeldet hat. Der Hübsche und ich haben entweder die oder eine sehr ähnliche auf einem unserer Wochenendspaziergänge gesehen, fotografiert und, weil der Halter keine Kontaktdaten angegeben hatte, halt per STMZ-Kontaktformular gemeldet. Bissl schad, dass es so lang ging, bis er die Nachricht bekam oder angeschaut hat, weil: es ist der vermisste Kater. Aber eben: nach anderthalb Tagen sitzt er nicht mehr da, wo wir ihn gesehen haben. Aber trotz allem hat er sich sehr gefreut, er wird nämlich seit 5 Tagen vermisst und jetzt weiss er zumindest, dass es ihm gut geht und er nicht überfahren, aus Versehen in ein Auto eingestiegen oder eingesperrt ist. Wird schon werden. (Neubaugebiet mit ganz viel Baustelle auf der einen Seite, Kantonsstrasse auf der anderen Seite. Der Kater hat sich immerhin auf die richtige Seite bewegt, nämlich über die Baustelle zu der nächsten Wohnsiedlung und eben dem Werksareal, das ja Katzenparadies ist).

Dann: Teammeeting mit bisschen allgemeinem Genervtsein über mangelnde Absprachen und redundante Arbeiten deswegen.

Den Nachmittag vor zwei anstrengenden, weil Thematik extrem komplex und verfahren und verfranst, Meetings fast schon eskapistisch mit Szenario-Modellieren verbracht. Incl Cheat Sheet, das mir jetzt automatisch Wirkstoffmenge, Kapselmengen, Packungen, Kosten, Fässer, Paletten, Lagerraum in alle Richtungen ineinander umrechnet. Für eine Excel-Weltmeisterschaft (via Kaltmamsell) reicht das nicht, aber it's a start.

Anstrengende Meetings waren anstrengend, ich freue mich beim einen schon sehr drauf, wenn wir das (ich weiss nicht wann, ich weiss nicht, wie, aber dass wir müssen) irgendwann sortiert haben und hoffe immer noch, dass ich irgendeinen offensichtlichen Ausweg / Begründung für das Buff übersehe, aber hm...., beim anderen werde ich den Themenblock in zwei Wochen abgeben und das ist dann auch gut. Ich habe da jetzt 3 Jahre reingesteckt, jetzt darf jemand anders..

L. kam zwischendrin heim und verschwand wieder, das Restadrenalin und die Anspannung vom letzten Tag vor Notenschluss mit zwei Tests noch und überhaupt, im Gym wegzutrainieren.

Draussen brach dann irgendwann ein Gewitter direkt über uns los, so Donnerschläge DIREKT über einem, das ist schon laut. (Jonny ist draussen oder vllt. bei den Nachbarn eingecheckt, aber er wird sich unterstellen).

Q. ist am Lago Maggiore angekommen und ich hoffe, er hat eine grossartige Woche mit Klettern, SUP, irgendwasboarden und seinen KollegInnen.

Ich freue mich jetzt auf Montagspizza mit L. und dme Hübschen und dann werde ich meinen neuen Kindle einrichten. In grün.


Wunschlistenfrage heute importiert von Mastodon von Miss Megaphon, nämlich:

Wie funktioniert das Schweizer "Ihr"?

Hintergrund: Geschildert wurde eine Szene, wo man jemand, den man in förmlichen Setting kennt, in halbprivatem Setting trifft und dann nicht weiss: Du? Sie? Hm? Einen siezen, wenn man alle anderen duzt? Situativ duzen?

Bei solchen Gelegenheiten nutze ich das in der Schweiz gebräuchliche förmliche "Ihr" (bitte beachten: ich bin keine Linguistin, Germanistin, Sprachwissenschaflterin, Schweizerin, das hier geschilderte ist, wie ich die Verwendung hier erlebe / erahne / imitiere).

Das heisst, man spricht Einzelpersonen mit grossgeschriebenem "Ihr" statt "Sie" an, wie man das zB mi einem König oder dem Papst machen würde. Skurrilerweise würde es sich für mich bei einem Papst despektierlich anfühlen, ihn mit "Sie" anszusprechen, weil es ein "Herr xy" impliziert. Und "Herr Ratzinger" wäre ja irgendwie falsch. Genauso wie bei einem König "Na, Herr Windsor, alles nicht so leicht mit den Kindern, hm?", da klänge "Na, wie geht es Euren Kindern?" passender als "...Ihren Kindern".

Skurril ist aber nun, dass sich im normalsterblichen Kontext dieses "Ihr/Eure" weniger förmlich anfühlt als "Sie/Ihre". 

In dem Beispiel von Mastodon würde es dann heissen: "Welche Schule werdet Ihr denn wählen?" oder "Könntet Ihr mir bitte die Milch geben?" oder "Könntet Ihr mir sagen, wie ich hier zur Post komme?" und nein, ich würde das nicht als Duzen verstehen, weil: es ist ja gross geschrieben (lol), aber auch nicht so steif förmlich wie "Sie" (Ich habe den Eindruck, mit "Ihr" macht man hier nicht besonders viel falsch.)

Aber: vielleicht auch schon und ich war schon oft arg zutraulich :-)


Sonntag, Juni 16, 2024

160624

Gekocht:

Früh am Morgen schon "Ratatouille mit Riesenbohnen", weil ich irgendwie schon so wach war, sonst aber keiner, für Sport noch nicht gesund genug, der grosse Spaziergang, um Jonny zu finden, war nur kurz, weil Jonny auf dem Tennisplatz, also meditatives Gemüsekleinschneiden. Schmeckt schon mal super!

Nochmal Laugenbrötchenteig angesetzt, mal sehen, ob ich den heute abend schon backe, ohne Übernachtgare.

Eis: das Himbeersaueerrahmeis (225g Himbeeren, 100g Zucker, 1TL Zuckerrübensirup, 1TL Zitronensaft, 250g Sauerrahm) ist super, das Baileyseis wird nicht richtig hart gefroren, das braucht noch Finetuning. Schmecken tut es aber super. (Ich nehme an: zu viel Zucker, zu viel Fett, zu viel Alkohol. So schmeckt es und so friert es :-))


Gemacht:

Vor ein paar Tagen habe ich ein neues grösseres Strickprojekt angefangen, endlich mal wieder ein Tuch. Ich habe die Wolle im Januar in Bogarnes gekauft, Standard-"Einband"-Garn in Blau- und Grautönen, mit der Idee, ein isländisch angehauchtes Tuch zu stricken, aber nicht das, was ich schon zweimal gestrickt habe. Ich habe mir jetzt das ausgesucht (vermutlich habe ich Wolle für zweimal, dann gibt es ein eher graues, ein eher blaues) und bin sehr happy, mal wieder was anderes als Socken zu stricken. (Schauen Sie mal, die schönen Maschenmarker, die ich im Sommer in Akureyri gekauft habe)




Das Kammerl sauber. Als ich nämlich morgens eine Dose Tomaten rausholen wollte, fiel mir auf, dass es irgendwie süsslich riecht da drin. Meine erste Sorge, dass da irgendwas richtig eklig gefault wäre, bestätigte sich nicht, tatsächlich war ein Nachfüllbeutel Spüle ("Aloe-Grüner Apfel") irgendwie angepiekst worden und leckte. Über das Putzmittelregal, über das Weinregal runter, auf den Boden und in die Putzlappenkiste. Damit sich das Wischen und Schäumen richtig lohnt, habe ich, beim Versuch, die Restmennge in unseren fest installierten Spüli-Spender zu quetschen, den auch noch überfüllt und jetzt ist alles sauber, ich möchte erstmal kein "Aloe-Grüner Apfel" mehr riechen und bin ein bisschen kuriert vom Konzept "Nachfüllpack")

Mit L. ein letztes Mal für dieses Jahr und überhaupt die ganze obligatorische Schulzeit Lernstoff angeschaut ("Verschuldung" und "Welternährung", zwei locker flockige Themen für den allerletzten obligatorischen Test für ihn). Am Dienstag ist Notenschluss auch für ihn, am Freitag ist Kennenlernnachmittag an der neuen Schule, und meine Güte, haben er und Q. dieses Schuljahr gearbeitet!

 Gesehen:

"Eric" haben wir gestern fertig geschaut (ich fand es sehr, sehr grossartig, der Hübsche eher mittel, aber der hat auch zweimal eine grosse Portion verschlafen, das half nicht).

"The Boys": mit den Jungs die ersten drei Folgen der aktuellen Staffeln angeschaut, meine Güte, das ist schon so eine Serie, von der man eigentlich als Eltern hofft, dass die eigenen Kinder sie nie sehen. Wir schauen sie jetzt alle zusammen und sind immerhin alle 4 noch angemessen perplex ob des Suhlens in allem....

Gelesen: 

"Das Leben der Vivian Maier" aus. Neben der faszinierenden Geschichte (Fotos wurden durch Zufall bei einer Zwangsversteigerung entdeckt, von Hobbyforschern wurde dann die Geschichte der Fotografin erforscht und die Bilder gingen im Internet steil, dann Dokumentarfilm, dann Kritik, dann Buch) finde ich faszinierend, was für Detailarbeit und Besessenheit der Autorin da drin steckt. Und dann: es wird immer wieder erwähnt, dass Vivian Maier eine der bekanntesten Fotografinnen des 20. Jahrhunderts wäre. Ich hatte von ihr bis zur Erwahnung des erwähnten Dokumentarfilms bei Herrn Buddenbohm noch nie was gehört, was natürlich nix aussagt, weil ich mich mit Kunst nicht nur nicht auskenne, sondern sie mir tatsächlich egal ist (ja, there, I said it, kann mit genau keinem Bild oder Kunstwerk irgendwas jenseits von "Joah, würde ich mir ins Wohnzimmer hängen" oder "Auf keinen Fall" was anfangen. Schön, wenn das für Sie anders ist, mir ist es wirklich einfach wurscht.). Dementsprechend fand ich es sehr faszinierend, die Beschreibung und Bewertung der Bilder zu lesen, weil ich niemals drauf gekommen wäre, danach zu schauen, respektive solche Aspekte als Qualitätsmerkmal zu erkennen.

Und weil ich grad schon so drin bin, bleibe ich grad im weiteren Sinne der Kunst treu und lese jetzt "Selbstporträt" von Wolfgang Beltracchi, der im grossen Stil Gemälde verschiedenster Richtungen und Künstler gefälscht hat und dafür mit seiner Frau 2010 in den Knast ging. Bin ungefähr bei der Hälfte und es ist faszinierend, wie wenig Schulderkenntnis da durchkommt, respektive es wird immer davon geredet, dass "Bild xy" von "Maler xz" verkauft wurde für so und so viel geld, dabei hat er sie halt alle gemalt. Wie begeistert ihm diese fast wie am Fliessband erstellten "Meister" aus den Händen gerissen wurden, zeigt mir dann halt schon auch wieder, dass der Kunstmarkt auch ein einziger Sumpf ist und die gottgleiche Verehrung von grossen Meistern halt ... naja, zu einem signifikanten Teil halt Quatsch ist, weil vermutlich nur ein Bruchteil von den eigentlichen "Meistern" stammt.  (Beim Recherchieren gelernt, dass Beltracchi aktuell in Riehen ausstellt, also praktisch vor der Haustür, aber so sehr interessiert es mich dann halt auch nicht, dass ich mir das anschauen würde.)

Danach gibt es wieder ein paar solide Islandkrimis :-)


Fragenwunschliste: ist leer.

Samstag, Juni 15, 2024

150624

Recht gut geschlafen, immer wieder mal aufgeweckt von Sansa, die entweder nass oder kuschelbedürftig oder hungrig war. Ich habe, glaube ich, schon mal geschrieben, dass sie es morgens gern so macht, dass sie mich weckt, damit ich ihr Futter in die Schale tu, dann nimmt man einen Happen, geht noch eine Stunde raus, und wenn man dann hungrig zurückkommt, ist frisches Futter da. Heute habe ich den Moment offensichtlich verschlafen und sie war schon ultrahungrig beim letzten Mal heimkommen, und die Schale war noch leer. Sie war dann so hungrig, dass sie schon anfing zu fressen, als ich noch das Tütchen in die Schale leerte und naja, dann hatte sie Futter auf dem Kopf. Ups.

Sportründchen immer noch mal ausgesetzt, weil noch alles voller Rotz, dafür gemütlich alle zusammen auf der Terrasse gefrühstückt. Ich war noch ganz froh über eine Kapuzenjacke, genau so mag ich die Temperaturen! (Nächste Woche soll es an die dreissig Grad geben, me no likey).

Und dann...... haben wir eigentlich den ganzen Tag nicht viel gemacht und am Abend wurde es dann eng.

(Betten frisch bezogen, dementsprechend viel Wäsche gewaschen und auf den Balkon in den warmen Wind zum Trocknen aufgehängt, die Kinder hatten Pfadiaktivität. Diesmal war "Würfelaktivität", d.h.d die Leitpersonen würfeln aus, wer welche Stufe bekommt. Q. ist statt bei seinen Pfadis (11- 14) heute bei den Bibern gewesen (3-6) und fand sie sehr, sehr süss, aber halt auch nix für immer :-)

Ich habe für L.s Gastfamilie noch ein Päckchen gepackt (sie hatten ihm eine Kühlbox mit seinem Lieblingsquark von dort für die Heimreise gepackt, ich habe sie mit Ovinutellagläsern gefüllt, die L. schon mitgebracht hatte und die dort auf sehr grosse Gegenliebe gestossen war), leider hatten wir beide deren genaue Adresse nicht mehr. Aber: er ist die Strasse mit mir in Google Streetview abgelaufen und konnte mir sagen, welches Haus es war :-).

Der Hübsche und ich wollten dann auf dem Balkon eigtl einen Affogato mit Baileys-Daim-Eis schlürfen, aber das war noch nicht richtig durchgefroren (Rezept gibts, wenn es denn doch gut wird). Blieb uns nichts anderes übrig, als Erdbeeraperolsorbet mit Sekt zu uns zu nehmen. (Dabei gemerkt: man kann auch zuwenig Zucker in ein Fruchteis tun...)



Dann: ein grösseres Ründchen, nicht zum Katzensuchen, die schliefen alle daheim in unserem Bett, sondern das Neubaugebiet ein bisschen anschauen. Hm. Hm. Hm. (Auf dem Rückweg vermutlich eine der zwei heute in der Umgebung vermisst gemeldeten Katzen gesehen und per STMZ an den Besitzer gemeldet. Gab keine Rückmeldung, ich hoffe er hat es gelesen und Sammy gefunden. 

Wieder daheim stand dann auf einmal eine adrett gekleidete Familie (?) mit kleinem Kind vor der Tür und wollte mich für die Zeugen Jehovas bekehren. Ich finde ja ALLES an der Tür scheisse, Missionierungen erst recht, aber dann noch ein kleines Kind mitschleppen, das ist schon next level örks...

Naaaaaaja. Unsere nicht so adrett gekleideten Kinder kamen dann auch irgendwann heim, verschwanden der Reihe nach unter der Dusche, während der Hübsche und ich Essen mit viel heissem Fett zubereiteten:

Wir hatten ja noch drei der mühsam erjagten Planted Steaks, dazu gab es Pommes (normal und Süsskartoffel), grüne Bohnen und für mich eine Auberginen-Piccata Milanese (ohne Burrata) oben drauf. Boah, war das lecker (und fettig).



Dann: Q. marschierte schon eiweder zurück ins Pfadihaus, Dinge planen, L. ging zocken, der Hübsche und ich in die Badewanne und dann "Eric" fertigschauen. 

Geräuschkulisse in der Reihenhaussiedlung nahe am Fussballplatz: viel Gebolze, viel Fernsehen, viel Jubeln, mindestens ein Nachbar wurde volltrunken vom "Clubhaus" in ungefähr sein Haus geschleppt, so ist das halt, wenn in der Schweizer Siedlung mit ungefähr 70% italienischstämmigen Bewohnern an einem Tag Schweiz, Kroatien, Spanien und jetzt grad (es ist mucksmäuschenstill draussen) Italien spielen. 


Housekeeping Notice: Anonyme Kommentare sind nicht mehr möglich, Sie brauchen jetzt ein Google-Konto zum Kommentieren. Tut mir leid für die, die sich wie zivilsierte Menschen benehmen, bedanken Sie sich bei den Arschkrampen, die mir Müll hier reinkübeln. Wer das weiter machen möchte, muss sich halt zumindest ein Fake-Googlekonto erstellen. Mindesterwartungen an Trolle, kann man ja auch mal formulieren. Meine Güte.)


 Wunschlistenfrage heute

(Vorab: wer auch immer das Tabellenblatt für neue Fragen gelöscht hat: geht's noch? Möge Ihnen in Zukunft immer der Ärmel beim Händewaschen runterrutschen.)

Fragen zum Ninja-Creami: Wenn man das Eis geschreddert hat und danach wieder einfriert weil nicht alles weg kam, wird das Eis dann wieder steinhart und muss vor dem nächsten Essen wieder geschreddert werden? Geht das auch gut wenn der Behälter, nicht voll ist oder nur noch wenig drin ist? Unterscheidet sich die Konsistenz nach mehrmal einfrieren/schreddern? Wie viel Menge ist in einem Behälter, essen Sie das zu zweit bei einmal Eis essen auf?

Weil: Ich mit der Anschaffung liebäugle und in Ihrem Link zwar gefunden habe das ein Behälter ca. 0,46L fasst, aber ich nicht genau weiß wie viel das wirklich in Kugeln oder Portionen ungefähr ist. Außerdem esse ich gern auch mehrere Kugeln von verschiedenen Sorten und würde daher vermutlich so einen Becher nicht leer bekommen auf einmal

Was nicht aufgegessen wurde, kristallisiert nach dem wieder Einfrieren über die Zeit wieder, abhängig von der Art Eiscreme (je mehr Wasser, desto schneller, je mehr Fett, desto langsamer). Das ist aber egal, weil: der Creami ja genau dafür gemacht ist, nämlich kristallisiertes Eis in Eiscreme zu verwandeln. D.h.: wenn es hart ist, einfach noch mal fräsen (das kann man auch machen, wenn es einem nach einmal fräsen nicht cremig genug ist. Mir ist das allerdings noch nie passiert).

Das geht auch gut, wenn nicht voll ist oder nur noch recht wenig übrig, wichtig ist nur, dass die Oberfläche plan ist, d.h. wenn Sie das Eis in den TK zurückstellen, Reste mit einem Löffel oder Spatel so zusammenbatzen, dass es halt oben drauf glatt ist.

Konsistenz: ich merke keinen Unterschied, wie gesagt: dafür ist der Creami ja gemacht.

Menge: Wie Sie recherchiert haben, sind in einem Becher 460mL drin. Um das in Ihre Portionen umzurechen, können Sie ja mal bei käuflichen Eisbehältern schauen, wieviel da drin ist, und wie lang Sie da dran hinessen. Hier essen ja je nach Sorte 1-4 Personen mit, deshalb ist das schwer umzurechnen, wie lange das hält und natürlich vonden persönlichen Vorlieben abhängig. Ich habe so einen billigen Kugelformer wie in der Eisdiele und würde schätzen, dass man aus einem vollen Behälter 5-6 Kugeln und einen Rest zum Rauskratzen bekommt. (aber eben: nicht schlimm, wenn man ihn nicht auf einmal leer macht)


Freitag, Juni 14, 2024

140624

Meine Güte, wie schlecht kann man schlafen?

Es kamen zusammen:

  • der Hübsche war schon eingeschlafen, schnarchte und ich kann eh nicht gut als zweite einschlafen, 
  • ich war knallwach
  • das Buch hatte ich fast durch (bin bei den Gedanken über "War es ok, die Bilder zu veröffentlichen, die sie nicht mal entwickelt hat?"), und irgendwie, auch wenn das Buch jetzt kein mitreissender Thriller ist, aber vielleicht genau deswegen, weil es eben recht nah auch an persönlichem Erleben in der Verwandtschaft ist, hat das in mir nachgewirkt und ich habe im Halbschlaf weitergeträumt / gedacht.
  • Ich habe nach 7 Tagen das Nasenspray abgesetzt und das war echt doof. Respektive: es war doof, dass ich damit so früh angefangen habe, weil am Anfang war noch gar nicht viel Schnupfen, jetzt aber schon noch. Also: fast keine Luft gekriegt.
  • Dann kam Jonny nicht nach Hause, die ganze Nacht nicht, ich war unruhig.
  • Dafür konnte ich dann praktisch live mitkriegen, wie die Surepet App ein Update verpasst bekam und jetzt richtig doof ist. Es gibt jede Menge Zusatzauswertungen, die ja alle schon und gut sind, aber genau die Visualisierung, die ich halt nutze, die ist nicht mehr da. Hmpf.
  • Naja. Irgendwann war die Nacht dann rum, ich hatte so in 20min Stückchen gedöst.

Ich machte nach dem Frühstück einen grooooossen Spaziergang übers Werksareal, das gerade erwachte, aber traf keinen Jonny (er war am Abend vorher um etwa 10 gegangen). Auch am Tennisplatz: nix. Ich hatte einen vollen Arbeitstag vor mir und eigentlich keinen mentalen Spielraum für Katzensorgen und fand mich halbwegs damit ab, dass er halt irgendwann abends erst wieder käme.

Aber: als der Hübsche eine Stunde später nach seinem Frühstück nochmal los ging, sass er schon auf dem Tennisplatz, sehr hungrig und empört, dass die Frühstückslieferung so lange gedauert hatte. Naja.

Ich erledigte erst Standardsachen, dann hatte ich ein kurzes Call mit meinem Supply Chain Lead und bevor ich mich dann an die tricky Sachen machte, beschloss ich, trotz Nieselregen (auf dem Regenradar war NIX!) loszuradeln und Katzenfutter nachzukaufen, um meinen Kreislauf hochzukriegen und das ganze Adrenalin aus dem System zu radeln. Das tat richtig gut! (Neben Katzenfutter noch ein rundes Wellpappebett für Jonny als Sommerschlafplatz und zwei Säcke Vogelfutter und dann war das Rad echt schwer beladen).

Daheim "flutschte" es dann nicht wirklich mit den wichtigen Slides für einmal das ganz grosse "Wir retten die Welt"-Projekt und einmal für ein Executive Influencer Deck, aber es kam trotzdem was gutes raus. 

Mittagessen: Salat und BabaGanoush-Laugenzopf mit dem Hübschen (er natürlich Bratkäse und Laugenknoten OHNE Baba Ganoush, weil Auberginen), dann machte er sich auf zum Laufen (der B2run dräut), ich mich wieder an die Slides.

Irgendwann war gut, der Hübsche war geduscht auf dem Weg. L. von der Schule abzuholen und mit ihm den "Anzug, denk ich" für die Prom und Zeugnisverleihung und so weiter einzukaufen. Ich machte mich endlich auf den Weg zum Wocheneinkauf, wo mich dann vor dem Käseregal der Anruf des Hübschen erreichte, der seinen Geldbeutel daheim vergessen hatte. Ich hatte auch keine Lösungsmöglichkeiten auf Lager, die die beiden nicht bedacht hatten. Immerhin hatten sie noch einen Mehrwertsteuerzettel im Handschuhfach, der ihnen eine Ausfahrt aus dem Parkhaus erlaubte, um zurückzufahren und den Geldbeutel zu holen. Umpf. Ich war stellvertretend vermutlich hässiger als die beiden zusammen ob dieser Zeitverschwendung und insgesamt 4x in Feierabendverkehr und "Weil Fussball-EM und allgemein Terror"-Grenzkontrollen stecken.

Währenddessen habe ich fertig eingekauft (sehr skurriles Erlebnis an der Selbstscankasse, wo es hiess "Ein nicht verrechenbarer Artikel befindet sich auf dem Bon, die Kassenaufsicht wird Ihnen helfen." Die Kassenaufsicht fragte die Kollegin "Hattest du das schon mal?" und beim Checken gab es eine lange Artikelnummer, wo kein Preis hinterlegt war und auch sonst nichts. Beim Blick auf meinen wocheneinkaufsvollen Wagen seufzten sie und meinten "Und was ist das jetzt?". Ich channelte den inneren Hübschen und sagte nix und schaute neutral, bis sie meinten: "Jetzt drücken wir mal "OK" und schauen, was passiert. Ah, jetzt gehts". Und ich denke, ich habe irgendetwas im Einkaufswagen jetzt nicht bezahlt, aber keine Ahnung, was. Auch eine unbefriedigende Situation.

Daheim alles verräumt (ächz), drei Eisbehälter für den Creami vorbereitet (Baileys, Gin & Tonic, Himbeer-Sauerrahm), Katzenfutter oben einsortiert, noch eine Runde Arbeitsmails gelesen (jaja, schon recht, Montag wieder), gesehen, dass ich das Skript für die "ersten drei Folgen der Mythbuster-Quizshow" zugeschickt bekommen habe. (Sie erinnern sich, der Videodreh?). Ok. Ich wusste nicht, dass es mehr als eine Folge gibt, ich hatte nicht mit ..... so viel gerechnet. Und naja, das ganze wird ein Riesenpublikum haben, immerhin nicht in der Organisation, in der ich bin, aber eben: ich kenne Leute, die dort sind und naja, ich werd dazu stehen müssen, dass ich eine Rampensau bin. (Das wird so, so, so, so lustig!)

Jetzt: Pizzaabend. L. hat einen Anzug, in dem er noch grösser und breiter und erwachsener wirkt und holla! Promready, würde ich sagen. (Noch ein Tag und zwei Tests bis Notenschluss)


Wunschlistenfrage heute
Was waren richtig schöne Leserinteraktionen? Gibt es Leserkommentare aus Dekaden Blogging, die Ihnen immer noch positiv in Erinnerung sind? (Ausgleichsfrage zu den Trolls und Gesundheitstipps ;))

Das ist tatsächlich superlieb, weil es ja schon so ist (bei mir zumindest), dass doofe Sachen viel länger im Kopf bleiben und nachhallen. (Ich war gestern abend kurz davor, die Wunschliste einfach zu stoppen und die Kommentare grad zuzumachen, weil wieder ganz viele HobbypsychologInnen mir erklären wollen, was ich machen soll und was ich aushalten soll und wie ich nicht sein soll.)

Woran ich mich tatsächlich sehr gern erinnere (allein, weil ich andauernd dran vorbeilaufe), sind die kreativen Tauschaktionen aus der Seifensiederzeit. Ich habe ja von den Iris erzählt, die vor dem Haus und auf dem Balkon wachsen, ich habe noch Ohrringe aus Perlchen, eine Couchtischdecke, meine Stricksachen sind in zwei Filztaschen und die genähten Kinderkleider sind in den Erinnerungskisten oder an andere Bloggerkinder weitergereist. (Und nein, ich möchte so was nicht wieder aufleben lassen, ich weiss noch, wie stressig ich das Verpacken und Verschicken und so fand und meine Güte, damals hatte ich halt noch viel mehr Zeit)

Was ich auch schön finde: die Freundschaften, die sich aus dem Bloggen entwickelt haben. Anders als manche finde ich nicht, dass es bei jeder Begegnung mit Fellow-Bloggern grad direkt klickt und man dann befreundet ist bis ans Lebensende, bei manchen überwiegt in real das, was online vllt ein wenig edgy wirkt, in real dann aber unerträglich ist. Es gibt aber auch die anderen, die in echt noch besser sind als online und ich bin sehr froh, davon einige meine FreundInnen nennen zu dürfen. Achtung: so etwas finde ich sehr schwierig aus "BloggerIn/LeserIn" aufzubauen, das sind alles Personen, die auch bloggen oder mal gebloggt haben. Da ist die "Informationsdichte" eher ausgeglichen, während ich bei BloggerIn /LeserIn immer ein bisschen am strampeln bin, weil ich ja irgendwie annmehmen muss, dass sie alles über mich wissen und ich nix über sie (oder halt das, was in einem Kommentar / Email steht).

Was ich sehr lustig finde, auch wenn ich im Moment selber dann immer sehr perplex bin und hinterher finde, dass ich peinlich oder steif oder albern war: wenn mich jemand unterwegs erkennt und anspricht. Also: trauen Sie sich :-)

Ansonsten kann ich nur das wiederholen, was die Kaltmamsell letztens geschrieben hat: All das war einfacher, als es halt noch ordentliche Nicknames gab. Abstruse Namen bleiben halt einfach eher im Gedächtnis als 100x (sorry to say so) Sandra, Claudia, Matthias oder Isa. Allein deshalb bin ich gegen Klarnamenpflicht im Internet :-)

Donnerstag, Juni 13, 2024

130624

Gestern abend übrigens haben wir noch das Erdbeersauerrahmeis probiert, alter Verwalter, das ist so lecker und ich bin wirklich beeindruckg vom Creami-Konzept, das aus vollkristallisiertem Eis binnen weniger Minuten cremigstes und immer noch gefrorenes Eis hinbekommt. (Rezept: 225g Erdbeeren kleinschneiden, mit 100g Zucker und 1TL Zuckerrohrsirup mischen,, zermatschen, 1 TL Zitronensaft drunter, stehenlassen, gut mit 250g Sauerrahm (Originalrezept sagt: Sahne, aber da hatte ich keine) verrühren, einfrieren).
Morgen gibt es das Aperol-Erdbeersorbet mit Sekt zum Feierabend.
Praktischerweise kamen heute zusätzliche Becher an, so dass ich mehr als drei Sorten vorfrieren kann.
Auf dem Plan stehen zu denen, die schon da sind:
  • Gin Tonic (Bewährt und gut)
  • Himbeer-Sauerrahm (raten Sie mal das Rezept)
  • Baileys mit Daim
und Q. hat sich das Popcorneis gewünscht, das ist aber halt so ein Act, da weiss ich noch nicht, ob ich schon wieder bereit zu bin.

Sonst: perfektes Radlwetter, der Obdachlose in der Unterführung hatte eine zweite Person auf seiner Matratze, ausserdem gab es eine neue LAgerstätte, diesmal quer zur Unterführung, was in der morgendlichen Radl-Rushhour für keinen ganz ungefährlich ist. Bin gespannt, wie sich das weiterentwickelt.

Arbeit: viel. Sehr viel. Aber: wird. Habe jemanden aufgetan, der einen einen Teil von mir übernimmt, den ich loswerden wollte und bisher auf Granit gebissen habe, respektive hörte: "Wenn du das nicht schaffst, dann kippt das halt hintenüber."

Sonst: Tag der Missgeschicke. 
Morgens schon beim Fenster öffnen so den rechten Ellenbogen angeschlagen, dass ich fast den Radlenker nicht halten konnte und er bei jedem Knicken weh tut.
Beim Heimradeln linkes Handgelenk geknackst, weil ich ruckartig vollbremsen und das Rad rummreissen musste, als ein Teenievollspack auf einem dieser unsäglichen Elektrorollermopeds einfach losfuhr, quer über den Radweg, halt mitten in meine Bahn.
Und dann beim Blumengiessen auf dem Balkon auf irgendwas getreten, was mir das rechte Bein weggezogen hat und vor lauter Ungläubigkeit, was da grad passiert, mich nicht richtig abgestützt, respektive halt auf einem Stock, an dem ich Erdbeeren hochgebunden habe. Der ist abgebrochen, ich bin umgefallen, der Stock hat mir den Arm verkratzt, ich habe mir zwei Finger angeschlitzt und weiss immer noch nicht, was eigentlich passiert ist. Immerhin keine Erdbeeren zerquetscht.



Wunschlistenfrage heute
(es stand da kurz noch "Haben Sie eine Lieblingsblume?", jetzt aber nicht mehr. Antwort wäre gewesen: "Nein, Rosen finde ich richtig doof und Hortensien auch. Und Dahlien auch.)

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, teilen alle Familienmitglieder ihre Standorte immer miteinander. Ist das für die Heranwachsenden nie ein Problem/wird da auch mal diskutiert? Ich selbst habe mich als Jugendliche immer an Absprachen gehalten, was Uhrzeiten anging. Aber ich war auch mal bei jemandem, von dem meine Eltern (noch) nichts wussten oder in einer Kneipe unterwegs, wenn ich woanders übernachtet habe - und froh darüber, dass das keiner direkt kontrollieren konnte. Ich habe nie etwas extrem Wichtiges verborgen, aber ab und an tat es gut, nicht alles preisgeben zu müssen

Hm. Generell ist das hier für niemanden ein Problem, sonst würden wir es ja nicht machen. Ich weiss nicht, ob Sie schon mal mit jemandem den Standort via Google Maps geteilt haben: das ist etwas, was sehr sichtibar für den Teilenden ist, man bekommt regelmässig Notifications, dass man das tut, und jeder kann das mit einem Klick beenden. Es ist also nicht, dass wir unseren Kindern Tracking Devices eingepflanzt oder heimliche Spyware auf dem Handy installiert hätten. Wir sind uns dessen alle bewusst, jedeR war schon mal froh drum, sei es, dass wir wussten, wo die Kinder vor dem Taifun in Korea hinevakuiert wurden, sei es, dass man das im Bus vergessene Handy orten und wieder einsammeln konnte, sei es, dass die fürs Essen zuständige personsieht, wie weit der Rest der Familie noch von daheim weg ist, und ob es sich schon lohnt, den Ofen anzuschalten.

Wenn jemand das nicht mehr möchte, ist das ok, bisher überwiegen für uns alle die Vorteile.
(Ich finde es spannend, dass die eigene Geschichte aus der Jugend angehängt wird, weil, naja, Sie haben Ihre Geschichte, Sie können das handhaben, wie Sie wollen, ist mir tatsächlich egal. Ich finde es halt schwierig, wenn eine Wertung von Leuten, die man nicht kennt, deren Familie man nicht kennt, deren Umgang miteinander nicht kennt, daraus abgeleitet wird. Und Sie können jetzt natürlich sagen: "War doch nur eine Frage, keine Wertung", aber das Verwenden von "kontrollieren " oder "alles preisgeben müssen" impliziert für mich eine (Ab)Wertung. Und um hier mal die angesprochenen Heranwachsenden zu zitieren: "Schad, Digga, schad.")