Montag, Februar 23, 2026

230226

 Man sagt, der "Diamond Circle" wäre der "Golden Circle on Steroids" (Golden Circle: die von Reykjavik binnen einer kurzen Autofahrt erreichbaren landschaftlichen Attraktionen wie Gullfoss, Geysir, Selljalandsfoss, die auch dementsprechend unglaublich überlaufen sind). Hier oben ist das die Runde von Akureyri über Husavik, Asbyrgi, den Dettifoss, Myvatn, incl der Schwefelfelder, Drimborgir,, Hrevir, dem Godafoss und so.

Die gesamte Runde wäre uns eh zuviel am Stück gewesen, ausserdem ist die Strasse zum und vom Dettifoss eh gesperrt, also sind wir die untere Hälfte angegangen und heute ein bisschen früher aufgestanden. Eigentlich war der Plan ja baden in den Myvatn Nature Baths, die jetzt anders heissen, aber die sind zu wegen Bauarbeiten.

Also:

Godafoss in richtig vereist (ich glaube, das Blau kommt ohne Schnee gar nicht so raus)



Unsere Islandverwöhnten Kinder: "so hoch oder breit oder tief scheint der jetzt gar nicht!" (Keiner hat diesmal Karotten runtergeworfen oder über Götterstatuen referiert)

Der Weg weiter: windig und noch kalt. (Im Lauf des Tages wurde es fast föhnwarm und taute richtig)

Myvatn


Zum Teil war der See so zugefroren, dass es Schneemobiltouren drüber gab, zum Teil aber dann doch offen.

Lavafeld Dimmuborgir: im Winter dann doch recht leer, nicht überlaufen wie im Sommer. Lustig übrigens: der Krater, den der Hübsche und ich im Sommer ja mehr oder weniger senkrecht hochgehirscht sind, ist uns damals auf dem Hinweg gar nicht aufgefallen, diesmal schon von weiss nicht wie vielen Kilometern entfernt)






Richtig gutes Mittagessen dann im Vogafjos Cowshed Restaurant, ein Restaurant im Kuhstall, absolut geruchssicher mit einer Glassscheibe getrennt, aber naja, die Fenster gehen halt doch direkt auf die Rückseite der Kühe.


Vegetarisches Essen ist im Hinterland immer ein bisschen ein Glücksspiel, hier aber gewonnen: Gerstenrisotto mit verschiedensten fermentierten und eingelegten Gemüsen, gebratenen Pilzen, Grünkohl, Blaubeersosse. Der Rest der Truppe hatte keine Mühe damit, Beefburger respektive Lamb Shank mit Blick auf die Kollegen zu bestellen und zu geniessen.

Praktisch direkt vor der Haustür: die Game-of-Thrones-Badehöhle, in der man nicht mehr baden darf, weil sie einerseits eventuell zu heiss ist, andererseits sich Touristen einfach nicht benommen haben. Deshal: nur gucken. Wir waren ganz allein, und es ist schon beeindruckend, wenn man in das schwarze Loch runterklettert und erstmal gar nix sieht, nur riecht und ahnt, dass irgendwo Wasser ist und dann: zack: fällt ein bisschen Licht von der anderen Seite rein und man sieht auf einmal alles


Schwefelfelder von Hrevir: beeindruckend, wie sehr die stinken, aber auch wie gemütlich das Blubbern klingt.




Heimweg dann durch sehr viel getauten Matsch, bei uns ist noch einigermassen viel Schnee (wir wollen ja noch die Glowstick-Aliens bauen), jetzt Resteessen, dann Hotpot und überlegen, was wir morgen machen

Sonntag, Februar 22, 2026

220226

Ich war schon sehe beruhigt, als Q gestern abend  mit ordentlicher Verspätung im Hotel in Reykjavik angekommen war. Er hat das natürlich super hingekriegt, er ist ja gross (und war schon oft da und auch unterwegs.). Wir haben heute richtig ausgeschlafen (ich halt bis viertel nach sieben, aber dann habe ich mit Kaffee am Kamin noch gemütlich gelesen. ("Königin Esther", für Irwing ist Urlaubsentspannung immer super).

Spätes Frühstück,  unterbrochen von sehr resolutem Klopfen. Vor der Tür standen zwei SAR-Männer mit Tulpensträussen, die zum heutigen Frauentag ("Konudagur") gegen Spenden eben Blumen verkaufen.  Sie haben den Hübschen auf Isländisch angesprochen (das ist mir gestern auch schon in der Vinbudin passiert, als wir die Kasse wechselten, weil an der ersten zwei junge Männer mit dem Kassierer verhandelten, wer jetzt alt genug für Alkohol wäre und während wir alle drei die Ohren spitzten, was da drüben jetzt los wäre, vertippte sich unser Kassierer und gab statt 2x 6 Helgabieren 612 ein und dann haben wir alle sehr gelacht und er uns sehr viel erzählt, bis ich meinte "Ups, sorry, I did not get the last part"), dann mit "Oh, english. This will be a problem" (it was not) weitergemacht, und dann, als der Hübsche meinte "Sorry, I do not have any physical cash" und dachte, sie würden jetzt ihre Zahlkartenapp oder so rausziehen, meinten sie nochmal: "No problem" und sind verschwunden. Hm. Keine Blumen. Naja.
Nach dem Frühstück haben wir zusammengepackt und sind dann Richtung Akureyri, um halb zwei sollte Q.s Flieger landen. Wir haben dann einen Edelweiss Jet aus Zürich landen und abheben sehen und das regt mich wirklich auf: ich wäre ja wirklich sehr gern direkt geflogen, aber Edelweiss.ch hat standhaft versichert und tut das auch heute noch, "Der nächste Flug von Zürich nach Akureyri fliegt im Juni". Wie kann das sein? Ich habe das Flugzeug gesehen, ich sehe es auf der Abflug- und Ankunftsliste in Akureyri, aber auf der Edelweiss-Homepage nicht? (Der Hotdogmann gestern meinte, reine Inlandsflüge wären so teuer, dass sein Bruder aus Reykjavik, um ihn in Akureyri zu besuchen, über London fliegt, weil das so viel billiger wäre (ok, da würde ich dann mit dem Auto fahren, glaube ich).
Naja. Wir haben im 66 North Outlet gestöbert, die Babykleider immer noch so unglaublich niedlich gefunden, dann im Buch- und Spielzeugladen nebendran nach Glowsticks gesucht und von den beiden Schülerausfhilfen (?) an der Kasse dann zu einem Partyshop weiterverwiesen worden. (so lieb!). Vorher mussten wir allerdings zum Flughafen, kamen gerade am Parkplatz an, als Q.s Flug mit einem RIESENRUMPLER aufsetzte. Wir haben uns sehr, sehr gefreut, ihn zu sehen, er hatte viel zu erzählen.
Wir hatten dann nach der Erfahrung der letzten Tage ja in einem sicher offenen 1!!11!!-Restaurant reserviert, vorher aber noch Abstecher zum Partyshop. Relativ ausserhalb des Zentrums, aber richtig gut sortiert! Ich meine, es gab Champagnerpong, Diskokugelhelme, alles für Junggesellinnenabschiede und ... genau, Glowsticks. Dafür haben wir jetzt noch ein Schnee-DIY-Projekt.
Dann: Essen. Ich wurde etwas nervös, weil die Tür zum Restaurant nicht aufging, aber: das war der Hintereingang, der zu war. Vornerum alles ok, Essen super, alle hungrig, die Kinder sogar so, dass nach den Burgern /Tacos und geteilten Nachos und Trüffelfries noch ein Eis an der Isbudin Platz hatte!


eine kleinere Jul-Cat als die in Reykjavik, aber immerhin noch da!


Auf dem Heimweg noch schnell Skyr-Nachschub holen (wir sind beim zweiten Kilo-Eimer), dann zrück an "unsere" Seite des Fjords.
Häuslichkeiten wie Wäsche waschen, Batterien in Airtags wechseln, Kind installieren und recherchieren für unsere Diamond-Circle-Tour morgen. Wir werden die untere Hälfte machen (die Strecke am Selfoss und Dettifoss vorbei ist nicht passierbar) und zwar ohne Myvatn Nature Baths am Wendepunkt, weil die wegen Construction geschlossen sind. Bin ich froh, dass wir das vorab geklärt haben und keine Erwartung auf eine ultimative Entspannung am Endpunkt mitnehmen.
Jetzt natürlich: Hotpot, dann Pasta.

Samstag, Februar 21, 2026

210226

 Gut geschlafen (Q. schickte brav das Bild von der Bushaltestelle, dass er pünktlich auf dem Weg ist), gefrühstückt mit Aussicht: heute war es wolkenlos und strahlender Sonnenschein. Das sieht so, so, so, so toll aus, wenn die Sonne auf die Berge scheint!


Wir sind dann mittelfrüh nach Akureyri aufgebrochen. Auf dem Weg kamen uns zig Pickups mit Schneemobilen (immer mindestens 2) entgegen, das war ein bisschen spannend.

Wetter: HAMMER!


Kurzer Zwischenstop: der heisse Wasserfall




Wir waren in einem Waldgebiet vor Akureyri am Spazieren, das im Sommer wohl ein wunderschönes Naherholungsgebiet mit dröflzig Spielplätzen und Grillplätzen und Campingplatz und Kletterpfaden über kleine Teichen ist. Wir sind durch den Schnee gestapft, haben uns zwischendrin verlaufen, und sind mit wenig bis null Akku in Kreisen bis zum Parkplatz zurückmäandert. (jetzt keine Gefahr oder irgendwas, aber trotz Kaffee und Prinzenrolle ist die Laune fast ein bisschen nicht mehr so gut gewesen).









Dann: ab nach Akureyri, zum botanischen Garten, wo das Cafe Lyst offen hatte. Irgendwie hatten dann dank Keksen doch die meisten keinen Hunger mehr, einen Avocadotoast haben wir uns dann doch geteilt (es hatten alle irgendwie Lust auf einen Hotdog von dem Stand, an dem ich 2023 im Sommer einen fancy vegi-Hotdog mit Blaukraut, Feigensosse und Blauschimmelkäse gegessen hatte.). Story of our Urlaub: der Hotdogstand hatte zu und es gab einfach in ganz Akureyri keine Hotdogs (war auch eine doofe Zeit so gegen vier, halb fünf). Also: auf dem Rückweg nochmal bei der Tankstelle für Hotdogs angehalten (und sehr, sehr nett mit dem Hotdog-Mann geschwatzt, der uns vermutlich 3 Hotdogs berechnet und 4 gemacht hat, so dass L. zwei gegessen hat. Ich keinen, weil Vegihotdog gab es da keine und ich war dann doch ein bisschen hüngerlich). Diese Energie habe ich dann auf dem Heimweg in Recherchen für ein Restaurantessen morgen nach dem Abholen von Q. umgesetzt, lets see, ob der reservierte Tisch dann verfügbar ist!







Daheim dann der skurrilste Moment des Tages: es hatte sich ein richtiger Schneesturm entwickelt, wir waren sehr froh, als wir im warmen Haus waren, da dingelte es draussen und... es hielt ein Eiswagen vor der Tür. Wir haben so ein bisschen perplex geguckt, da ist er bimmelnd weitergefahren und aus allen Häusern sind die Leute rausgeströmt (im Schneesturm) und haben halt Eis gekauft.

Während Knoblauchbrot und Pizza im Ofen waren, haben wir eine sehr herausfordernde Runde Monikers gespielt, dann gegessen, dann im Hotpot dem Sturm getrotzt und jetzt ist 34% Nordlichtwahrscheinlichkeit, ich muss also wieder gucken! 

Freitag, Februar 20, 2026

200226

Gut geschlafen, aufgewacht zu: "oh guck, es hat noch viel mehr geschneit und schneit immer noch!", Frühstück vorbereitet und dann die Badetasche und Provianttasche incl Reiseespressomaschine gepackt (eigtl aus Gag mitgebommen, zeigte sich aber, dass es eine gute Idee war. Wir sind nämlich richtig off season unterwegs und ausserhalb von Reykjavik/dem Golden Circle hat nicht viel auf.

Die Fahrt über die Berge statt den bezahlpflichtigen Tunnel war eine sehr gute Idee, ich meine: schauen Sie mal!





Ein paar Kilometer weiter scheitern es wieder, als gäbe es kein Morgen und wir sind auf der Suche nach dem Geothermal Goldfish Pond respektive einem Autoabstellplatz dafür auf einem Felsweg fast im Schnee stecken geblieben. Was für ein  nächstes Mal.
In Husavik haben wir uns das sehr schön gemachte Walmuseum angeschaut. Sie haben viele Skelette (unter anderem auch ein Blauwalskelett) und schön gemachten Infos zur lokalen Walgeschichte  ich habe zwei Sachen gelernt: Wale stammen von Landtieren ab (wtf, ich dachte, sie wären halt .... Fische gewesen, die irgendwann zu Säugetieren mutiert sind) und: sie haben Hände!








Dann: Reisekaffee und Sandwiches im Auto, bevor es zum ausgiebigen Einweichen in dem GeoSea-Bad ging. War superschön, recht leer, passend mit ordentlich kaltem Wind und Schnee und Infinity Pool.




Danach waren wir alle ordentlich hungrig und bereit für Ramen oder Wokgerichte aus dem einzigen offenen Restaurant im Ort. Naja. Es war dann aber abgeschlossen und gemäss handschriftlichem Schild auch "closed". Ich rechne es den beiden zur Hangryness Neigungen Personen, eine davon bin ich, sehr hoch an, dass sie nach anfänglichen Enttäuschung auch mit der einzige verfügbaren Alternative,  dem Nesti-Tankstellenrestaurant ok waren. Die Küchencrew hat uns mit frischen Burgern (kannte sich auch mit den vegialternativrn gut aus) versorgt, und gey: truffel loaded Fries schmecken auch im Neonlicht.




Heimfahren dann im stockdunklen Schneetreiben, der Hübsche hat das sehr gut und sicher gemacht!
Daheim dann noch eine Revangerunde Monikers, die Männer konnten die Niederlage von gestern nicht ganz akzeptieren.