Montag, Januar 18, 2021

180121: Von wegen nix los

 Da mokiert man sich ewig, dass vor lauter Homeoffice und Pandemie überhaupt nichts passiert, und dann ist Montag und alles passiert auf einmal.

Neben Montag, den üblichen Hiobsbotschaften (St. Moritz hat mehrere Hotels und Schulen unter Quarantäne gestellt wegen UK-Mutations-Outbreak, in Bremgarten (gar nicht soooo weit weg von uns) sind zwei Schulen incl angehörigen Familien unter Quarantäne, weil zwei Klassen in Wengen im Skilager waren und zwei Kinder positiv zurückkamen. Wengen ist der Ort, dessen Inzidenz für die Lastminute Absage (also wirklich: last minute) des FIS-Worldcup-Rennens letzte Woche zuständig war. Naja. Alles wie immer, Skifahren ist ja was, was man draussen macht, nach wie vor kein Grund, die Skigebiete zu schliessen.) kam dann heute morgen die Meldung, dass man sich im Aargau zentralisiert für eine Impfung anmelden kann. Die Menüführung ist, finde ich, userfreundlicher als die in Bayern, ich brauche keinen Account, keine Emailadresse, "nur" ein HAndy und meine Krankenkassenkarte. Und, das wäre doch auch was für Bayern / D: Leute ohne Handy/Internetzugang können sich in der Apotheke anmelden lassen. Grad mal erledigt. Ich vertraue dem Ganzen so mittelgut, werde also nach wie vor ein Auge drauf haben, wann man dran sein müsste/könnte und sich evtl direkt anmelden kann.

Also: zur Impfung angemeldet.

Kurzer Ärger über unsere Krankenkasse, die in ihrer App heute "Detox" zum Entschlacken und Entgiften anpries, wo es doch im Körper keine Schlacken gibt und die Niere brav entgiftet, auch ohne dass man nur Säfte für zig Geld, nur von 7:30 bis 8:20h grüne Lebensmittel, die mit "h" anfangen, isst, oder pegan oder ohne Paleo oder rohvegan. Dem Ärger machte ich als guter Internetmensch auf Twitter Luft und zack, so schnell habe ich noch keine Reaktion auf so etwas gesehen, in no time wurde das Thema behandelt, die Challenge und der Text gelöscht sowie dder Begriff "Entschlacken" auch aus anderen Texten entfernt. Kudos!

Vor lauter Begeisterung (und weil ich seit 100 Jahren zum ersten Mal wieder auf der Homepage der Krankenkasse war) grad noch das Telemedizingerät bestellt, so dass wir bald daheim abhören, filmen, Fotos, Temperaturmessen, etc können und das von Ärzten online beurteilen lassen können. In meinem Kopf ist es natürlich das Doktorhologramm von der Voyager, in Wirklichkeit nur ein Kistchen mit verschiedenen Adaptern, aber das wird trotzdem toll. (Bitte sparen Sie sich alle Kommentare, gehen Sie einfach davon aus, dass wir durchaus vernünftig handelnde und abwägende Menschen sind, danke.)

Arbeit wie immer, zum Mittagessen kam L. jedoch käsebleich nach Hause: er war beim Sportunterricht vom Trampolin aus nicht auf den Füssen auf der Matte gelandet, sondern auf dem Bauch und hat sich dabei ordentlich die Wirbelsäule in die falsche Richtung gebogen, man stelle sich einen Skorpion vor, und hatte ordentlich Rückenschmerzen. Ich bin bei genau diesem Unfall ein bisschen empfindlich, so habe ich mir nämlich beim (ok, nicht Schulsport) Vereinstrampolintraining auf dem grossen Trampolin (ok, nicht dem kleinen schrägen) bei einer Bruchlandung aus einem geplanen 1,75fachen Salto vorwärts (ok, kein Bauchklatscher aus dem Stand) mit einer Bauch- statt Rückenlandung, aber genug Schwung für eben die 1.75fache Rotation in die Sicherheitsmatte (ok, nicht.. doch, in die Matte) zwei Wirbelfortsätze , das war nicht so ohne.

Also: hektische Aktivitäten über Mittag: Abklären mit der Versicherungshotline (ja, bitte abklären, bei Gelegenheit Unfallbericht ausfüllen), mit den Nachmittagslehrern (L. kommt nicht), mit dem Nachbarsmädchen (Hausaufgaben), mit den Kollegen (Muss Kinderarzt anrufen grad zu Meetingbeginn), mit dem Kinderarzt (können wir heute noch kommen?), dann kurz Schnaufen und weiterarbeiten. Dachte ich, aber dann passierten zwei Dinge gleichzeitig:

L.s Schulfreund läutete, um ihn zum Nachmittagsunterricht abzuholen und 

Jonny kam mit einem noch sehr lebendigen Vogel durchs Katzentörchen. 

Tierpolicy ist ja: was noch zu retten ist, wird gerettet und der Vogel sah noch gut aus. Also nahm ich Jonny hoch (knurrend, voller Krallen, mit Vogel im Maul) und öffnete die Tür, vor der L.s Freund stand, leicht verstört über die Aggrokatze auf Gesichtshöhe.

Wir konnten klären, dass er allein geht, ich setzte Jonny ab, der wollte sich den Vogel nochmal zurechtlegen, was der zum Wegfliegen nutzte, ich nahm Jonny grad wieder mit rein und entschädigte ihn mit einer Handvoll Snacks, und puh, das war einiges.

Nachmittagsarbeit bis Zeit für Kinderarzt (ich rechne es der Praxisorganisation sehr hoch an, dass wir L.s Termin mit Q.s eh schon abgemachtem Kontrolltermin für Zeh kombinieren konnten).

Sehr süss war, dass L. bei der Beschreibung des Unfalls erst fragte, ob er auf Hochdeutsch wechseln könne. Es ist echt spannend, wie unflüssig ihm das aber in Kontakt mit anderen Menschen als Familienmitgliedern über die Lippen kommt, und so wechselte er ganz, ganz schnell wieder zu Mundart.

Fazit: alles ganz höchstwahrscheinlich, "nur" ordentlich gestaucht, er soll sich wenig bewegen und wenn es schlimmer oder irgendwie komisch wird, sollen wir wieder kommen. Auch der Zeh scheint auf dem richtigen Weg (höhöhö).

Puh.

Alles in allem sehr gesundheitslastig heute, ich würde sagen, dieses Thema haben wir für die Woche in einem Schwung abgehakt!

Gegessen:

Joghurt, Früchte, Granola

frischgebackenes Brot, Salat mit karamellisiertem Ziegenkäse

Montagspizza


Gesehen: "Disenchantment" und "Valhalla Murders"

Gelesen: Ich muss schauen, was ich anfange, gestern abend habe ich nach dem .... 5.? Nicci French-Thriller in Serie beschlossen, dass ich durch bin mit durchschaubaren, immer gleich gestrickten Fliessbandkrimis, wo immer eine Frau von allen verkannt wird, total verplant und verängstigt ist, aber überzeugt, dass sie als einzige recht hat, immer als einzige recht hat, die Polizei keine Ahnung hat, der Inbegriff von Verwahrlosung ein gesprungenes Fenster ist, der Inbegriff von "keine Zeit für Haushalt" ein nicht heizender Boiler (ohne Witz: in jedem einzelnen Buch. Als ob irgendjemand für Wochen oder Monate ohne kaltes Wasser leben würde, nur weil man "keine Zeit hat". Als ob Spülmaschinen, Waschmaschinen und Trockner nicht viel öfter kaputt gehen würden!) ist, das ist alles ein bisschen arg einfallslos.

Stressleveldurchschnitt gestern: 16

Selbstbeweihräucherung: ich denke, der Vogel fand mich ok.

Sonntag, Januar 17, 2021

170121 Sunday, Funday

Wie angekündigt, war gestern Haareschneidetag und erste Runde Haarefärbetag, heute dann zweite Runde Färbetag und ich sag's jetzt schon, damit Sie grad wissen, welche Reaktion ich erwarte: mir gefällt es super.
Vorher: rausgewachsener Undercut, rausgewachsene Blondierung, einmal mit alltagsgeschminktem Gesicht:




Und hier direkt vor dem Schneiden in der Dusche abgeschminkt und mit gerade so noch sichtbarem Buck im Schneidezahn (Erinnerung an Silvestern 1999/2000 und eine mittelgut gezielte Sektflasche auf dem Odeonsplatz. Also: zum Trinken, nicht geworfen. Eh unwichtig, weil der wurde in den folgenden Aktivitäten nicht bearbeitet)


Nach dem Schneiden (nur an den Seiten mit der Langhaarmaschine, die Kante oben mit der Schere nachgeschnitten)

Es folgten verschiedene Färbeschritte, die nicht dokumentiert wurden, weil sie sich mit dem Abendessen (kochen und essen) überschnitten. Stellen Sie sich vor: britzelnde silbergraue Pampe auf den Haaren, eingewickelt in Frischhaltefolie, ziemlich heiss. Und dann: Lila Shampoo, auch in Frischhaltefolie gewickelt, es läuft an den Seiten richtig Giuliani-like raus.
Danach: leicht fliederfarbene Längen, nicht mehr ganz so gelbe Seiten und Ansätze.

Heute mittag dann in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem Hübschen seriöses Strähnchenfärben in Pastel Pink und Pastel Apricot, das Unordentliche heisst "undone look" und gehört so. Keine Frischhaltefolie, wie L sagt: "Immerhin schwitzt Du keine Farbe mehr, das ist schon mal besser.", ging auch nur eine Viertelstunde.



Ausgewaschen, gestylt, geschminkt (meine Haare sind den "Seitenscheitel" respektive das auf der linken Seite Liegen so gewohnt, dass auch mit viel "Fiber Gum" ein wirklich mittiger Swoosh nach hinten noch nicht so gut hält. 

Auf der anderen Seite schon eher:


Und wenn man mit den Fingern durchwuschelt und die Haare wieder nach links lässt, dann sieht das so aus und das wird der Standardlook für die nächsten Wochen (von wegen 2-3 Haarwäschen, das habe ich ja in der ersten Lockdownzeit ausprobiert) sein: 

Sonst: SCHNEE!
Q. schaut jetzt "House of Cards, L. liebt "Animal Crossing", es schneit immer noch. Alles sehr gemütlich.

Ich hab keine Lust auf den ganzen Kladderadatsch hier unten dran, nur eine kurze Selbstbeweihräucherung:
kurz vor knapp (also: vor dem Drüberschütten) gemerkt, dass ich aus Versehen die doppelte Menge Griess in die Creme für den "Putzlappenkuchen" gerührt hatte und das keine Creme mehr war. Gsd hatte ich noch genug Zeug für eine zweite Portion, die erste habe ich in einer Auflaufform gebacken und werde den Kindern zum Abendessen süsse Griessschnitten daraus rausbraten. (Kuchen nicht versaut, nix verschwendet, Kinder happy, weil süsses Abendessen)
 

Samstag, Januar 16, 2021

160121: Wie früher

Es hat aufgehört zu schneien, ist aber kalt genug, dass auch bei uns unten noch alles liegengeblieben ist. Das passiert hier ungefähr alle 100 Jahre, ok: 2006, 2010 und 2012 die letzten Male. 
  • 2006 war Q. noch winzig und wir hatten nicht mal Schuhe für ihn.
  • 2010 hatten wir uns zu Weihnachten eine Rückenlehne für den Holzschlitten gewünscht, deshalb nicht selber besorgt, nicht bekommen, und deshalb hatten wir keine, als Weihnachten der Schnee da war. Die Bilder von dem Winterspaziergang sind wunderschön und bilden nicht ansatzweise ab, wie scheisse das währenddessen war: L. wollte und konnte nicht ohne Lehne auf dem Schlitten sitzen, er wollte nicht drauf liegen, er wollte nicht vor Q. draufsitzen und festgehalten werden. Er wollte von mir auf dem Arm getragen werden. Im Schneeanzug. LOL.
  • 2012 haben wir alles ausgenutzt, bis wir Grippe bekommen haben (und auch noch einen oder zwei Tage länger), dann waren wir 4 Wochen ausser Gefecht (hehehe, wie schön, dass ich mich damals schon auf das Produkt gefreut habe, das ich 9 Jahre später immer noch betreue :-)) und dann war es auch vorbei mit Schnee.

Jetzt aber!
Die Schlittelstrecke auf der Wasserfallen ist gesperrt, weil die Bäume im Wald unter der Schneelast zusammenbrechen, auch bei uns war der Weg durch den Wald nach oben nicht das allerklügste, es war beeindruckend, wieviele auch sehr dicke Bäume umgestürzt waren. 
Oben auf dem freien Feld dann Schlitteln, so wie wir das früher als Kinder gemacht haben: runterfahren, rauflaufen. Unsere skigebietsverwöhnten Kinder waren überrascht, WIE anstrengend das ist!
Wieder daheim gab es Fasnachtschüechli, ich wollte rausfinden, wie die gleichmässigen Wellen reinkommen, aber auch das offizielle Migros-Video klärt das nicht (Die Kinder haben nach dem vierten Mal schauen genervt gemeint: "BEIM FRITTIEREN!", aber die 16 genau gleichen Wellen in jedem Kuchen, da muss irgendeine Form im SPiel sein und das habe ich nicht erkennen können.)
Danach: Haareschneiden (ich wäre jetzt bundesligachic), der Hübsche hat mit der Rasiermaschine die Seiten bis rauf zur Wolle geschoren (ich hatte nach ....24 Jahren erstmals wieder grössere Mengen abgeschnittene Haare mit meiner Naturhaarfarbe in der Hand, btw immer noch kein grau!), nach der Sauna habe ich islandfarben blondiert, den Restgelbstich mit Lilashampoo rausgenommen und morgen kommt noch der fancy Teil mit den bunten Strähnen. Stay tuned.

Zum Abendessen gab es auch Kindheitsessen (naja, so ein bisschen abgewandelt): Kartoffelbrei, Fleischpflanzl (aus Vegihack) und Dörrbohnen und Gurkensalat. Das hat richtig gut gepasst!












Der Hübsche hat mal wieder die Drohne fliegen lassen (sogar Jonny auf dem Werksgelände entdeckt, der kann sich ja aktuell überhaupt nicht tarnen) und coole Bilder gemacht (Videos gibt es hier):





 Zu guter Letzt: Normalerweise habe ich in diesen Hängetöpfen Küchenkräuter kopfüber wachsen, aber aktuell gibt es im coop keine Kräutertöpfe und in den Hieber auf der anderen Grenzseite, wo es die genau richtig grossen Kräuterbüschel mit Wurzeln aus dem Brutschrank gibt, komme ich grad nicht, also habenw ir es mal mit einer Miniorchidee versucht ("Gegenstände des täglichen Bedarfs")

Freitag, Januar 15, 2021

150121 Alles zäh, trotz Schnee

 Und ja, der eine oder andere würde sagen: wegen Schnee, ich aber nicht.

Heute war alles irgendwie ... zäh. Die Tagesplanung lief nicht rund (zB hatte ich vergessen, dass der Coop unter der Woche erst um halb neun aufmacht und stand ich (mit dem Auto, auch weil nur 300m von uns, aber der Standardapproach, nämlich mit dem knallvollen Einkaufswagen nach Hause fahren, ging wegen Schnee nicht und heimschleppen schaffen auch der Hübsche und ich zusammen nicht für 4, davon 2 Teenies im Wachstum.) ganz allein mit zwei Schneepflügen auf dem Parkplatz um 7:58h. 




Ich bin also wieder heim, habe stattdessen die Retourenpakete, die gestern trotz bestellter und bestätigter Abholung keiner abgeholt hat, zur Apotheke gebracht (da ist ja jetzt der Paketshop), die macht nämlich tatsächlich um 8 auf. Noch Kopfwehtabletten nachgekauft mit soviel Beratung, wie ich nicht mal für die Betablocker für L. damals bekommen habe.

Das Feuerwehrprojekt von gestern hatte sich weiterentwickelt, aber mit nix für mich zu tun, die Meetings, wegen derer ich das Einkaufen auf nachmittags verschoben hatte, wurden immer ungefähr 10 Minuten vor Start abgesagt, auf NACHMITTAG verschoben oder dauerten nur wenige Minuten. Immerhin gab es dann noch eine unerwartete Feuerlöschaktion, die uns im blödsten Fall noch eine Zeitlang beschäftigen wird, aber auch da: erstmal alles erledigt.

Die Katzen rannten rein und raus, Sansa hat echt die falsche Frisur für das Wetter, hat aber in 5 Minutenblöcken draussen gespielt wie ein kleines Kind:

(Danach ihr schneeverklumptes Fell bei mir auf dem Schreibtisch aufgetaut und dann wichtig geschaut und das Protkoll übernommen).



Jonny hatte ernsthafte Dinge zu erledigen und kam sogar mit einem Vogel nach Hause.

L. wurde am Nachmittag schlitteln geschickt, aber es hat hier so selten Schnee, dass er aus Versehen auf den "Babyhügel bei der Müllpresse" ging und vergessen hatte, wo der "grössere Hügel, wo Du, Mami, mal die Mami von I. und R. umgefahren hast" ist (und auch lieber nicht gefragt hat). War also nur so mittelspannend.

Sehr spannend war die Kommunikation von Fedex bezüglich des ENDLICH verschickten letzten Weihnachtsgeschenks, der Oodies für die Kinder. Sie hätten schon lang da sein sollen, aber dann war Corona und Brexit und Lastwagenstau, aber gestern morgen wurden sie in England Fedex übergeben, mit einer Lieferungsankündigung für gestern abend bis 18:00h. Wenig erstaunlich hat das nicht geklappt. Heute morgen kamen zeitgleich eine Benachrichtigung per Mail, eine per SMS und dann noch eine per Mail. Sie besagten, dass das Paket a) gestern (SMS), heute (Mail) und/oder am Montag (käme). Während ich beim Einkaufen war, kam noch eine SMS und dann noch eine Mail. Die SMS sagte: "Das Paket konnte leider nicht zugestellt werden, bitte hier klicken für wie weiter" und ich musste nicht mal schnaufen (keine Ahnung, wo das Fedex-Lager ist), weil die Mail sagte: "Das Paket wurde zugestellt, ist bei den Nachbarn".

Daheim hing dann noch ein Zettel, der Nachbarsjunge schaute mich jedoch an, als hätte er mich noch nie gesehen, nein, er hätte kein Paket, nein, seine Mama oder Papa wären auch nicht da. Naja.

Ein paar Minuten später waren Mama und Paket dann doch da und jetzt ist L. happy. (Weil Einheitsgrösse habe ich auch probiert: sehr, sehr warm, sehr sehr flauschig.)

Naja, ich bin alles andere als entspannt, aber dafür ist Freitag, es hat Schnee, wir haben alles eingekauft, ich habe pastel pink, apricot und rosegold für das geplante Haarexperiment an Wochenende, gleich gibt es Pizza. Es wird.


Gegessen:

Joghurt, Himbeeren, Birne, Apfel, Granola

Spaghetti mit Tomatensosse

Freitagspizza


Gelesen: "Seit er tot ist" oder so ähnlich

Gesehen: "Disenchantment"

Stressleveldurchschnitt gestern: 37

Selbstbeweihräucherung: nicht geheult oder getobt (oder, das wäre meine spontane Reaktion gewesen, wütend mit dem Einkaufswagen drüber gefahren, hin und her, bis alles Matsch ist), als mir beim Einpacken des Wocheneinkaufs, der mich heute so unglaublich gestresst hat, ich habe nichts gesehen wegen beschlagener Brille wegen FFP2, mir war heiss wegen WInterjacke, ich hatte latente Panik wegen keine Luft kriegen und ICH HABE EINEN GUMMI UM DEN  KOPF, ICH BIN EINGESPERRT!, in den Kofferraum der "Family Sparpack 750g bunte Cocktailtomaten" im Einkaufswagen umgekippt ist und alle 750g bunten Cocktailtomaten durch das Einkaufswagengitter in den dreckigen Matsch auf dem Parkplatz geplumpst sind. Man hat es wegen Maske nicht gesehen, aber ich habe sie mit stoischer Miene eingesammelt. Scheisstomaten.

Donnerstag, Januar 14, 2021

140121 Alles gut, weil Schnee

 Eigentlich war heute kein so richtig guter Tag, ich hatte ab gestern abend nicht nur Nackenschmerzen und Schulterschmerzen, sondern die daraus resultierenden höllischen einseitigen Kopfschmerzen in der rechten Kopfhälfte, die von der rechten Augenbraue und dem rechten Schädelansatz ausstrahlen und sich in der Mitte treffen, und zwar so sehr, dass mir vor Schmerzen übel wurde. Ich kenne das von vorletztem Jahr kurz vor und nach Weihnachten, wo ich ja dann zur Arbeitsphysiofrau gegangen bin und zum ersten und zweiten Mal in meinem Leben massiert wurde (und nein, es war gar nicht schön und ich bin nicht sofort zum Fan geworden) und weiss woher es kommt und was ich dagegen machen kann. zB Massieren lassen, und auch wenn es theoretisch möglich wäre, ist es mir das Risiko nicht wert, Schultern runter, richtig sitzen, HALT EINFACH MAL ENTSPANNEN! Dank #dryjanuary weiss ich immerhin genau, woher die Kopfschmerzen kommen und woher nicht :-) (ich habe übrigens nahezu meine gesamte Flüssigkeitszufuhr auf Kräutertees (Fenchel, Pfefferminz, 8 Kräuter, Koala-Tee) und natürlich die gewohnten Mengen Kaffee umgestellt).

Also: gab es heute nacht, als ich um zwei aufwachte wegen nassgeregnet werden, und vor Schmerzen nicht geradeaus schauen konnte (okay, es war eh dunkel), eine Ibuprofen und die reichte bis in den Vormittag. Danach wurde es wieder doof, das lag auch daran, dass eine höchstdringende, sehr aufwendige Angelegenheit mit einer RIESENMENGE involvierter Leute, die nur teils die Dringlichkeit und auch nur teils ihre Rolle in dem Ganzen verstanden, mich beschäftigt und vor allem angespannt hielt.

Naja. Die dringend nötige Crosstrainerrunde war dann auch nur halbtoll, weil ich nach einer guten halben Stunde mit heftigem Unterzucker fast vom Gerät kippte (mit rasenden Kopfschmerzen).

ABER: all das war nicht wirklich schlimm, weil: es hat geschneit! Morgens noch strömender Regen, während meine Kollegin aus dem Elsass schon dicke Flocken vor dem Fenster hatte, eine halbe Stunde später auch bei uns: Schnee, Schnee, Schnee!

Die Katzen waren not amused, sie liefen rein und raus und rein und raus, sogar Jonny brauchte eine Zeitlang, bis er sich wirklich nach draussen wagte. Dann aber verschwand er für ein paar Stunden und als wir ein Spazierründchen  machten, sahen wir ihn im dicksten Schneetreiben auf der Spitze des Hügels auf dem Werksareal mitten im Schnee stoisch sitzen und über seine Ländereine wachen. (Er kam dann platschnass mit uns zurück und hatte viel zu erzählen :-)) (Klick für Slomo-Katzenvideo)


So ging es los



So gings weiter. Aber auch bei Schnee MUSS auf dieser Bank auf dem Heimweg Pause gemacht werden.


L. kam mittags mit einem gerollten Schneeklumpen aus der Schule, parkte ihn in unserem Vorgarten und rollte ihn zum NAchmittagsunterricht wieder zurück. Für nochmal nach Hause war er dann zu gross :-). Er hat begeistert draussen Schnee geräumt.

Q. war ja mit dem Bus in der Schule, kam aber auch problemlos nach Hause.

Meine Schwester vom Schwarzwaldrand schickte Bilder über Bilder, wie sie im Schnee ertrinken und kein Ende in Sicht ist und so sehr ich auch glauben möchte, dass ich auch diese Mengen toll finden würde, so sehr könnte es auch sein, dass ich das nur glaube, weil ich sie nicht im Garten/Strasse/Gehsteig habe.

Auch gut: Telefonat mit unserem Bankmensch. Das letzte Mal, als wir mit ihm geredet haben, war er noch Lehrling, heute ist er Filialleiter. Kann man jetzt sagen: Überflieger, oder "Wow, so lange habt ihr nix gemacht?" und vermutlich ist beides wahr. Wir haben Luxusproblemchen, dafür eine schnelle Lösung und die längerfristige Lösung wird natürlich eine Luxuslösung werden, Dinge, von denen ich nicht dachte, dass ich mich jemals mit sowas befassen würde. Spannend und schon ein bisschen sehr grossartig.

Man könnte das fast als Stockfoto für Homeofficehipster nehmen (Sitzsack, Smartphone UND Laptop, Hafermilchlatte, Edelstahltrinkflasche, FRISUR oben und unten am Kopf), tatsächlich hat der Hübsche auf der zweiten Sitzgelegenheit neben meinem Highend-Bürostuhl in Q.s Teeniezimmer (man beachte die Reste der Bio-Plakatgestaltung im Hintergrund) Bankgeschäfte erledigt und mich dann wieder allein gelassen.

Jetzt mache ich mir gleich wieder Wärmflasche und letzten Tee für heute und dann kuschle ich mich mit Buch ins Bett am offenen Fenster, ganz nah am schneebedeckten Dach. Vielleicht entspanne ich mich sogar ein bisschen.

Gegessen:

Joghurt mit TK Himbeeren, Mandarine, Birne und geraffeltem Apfel und selbergemachtem Granola. (Vielleicht ist die Honigbrot-Phase wieder vorbei?)

nochmal Süsskartoffelpaprikasuppe mit Brot und Salat

Zucchinipuffer mit getrockneten Tomaten und Sesam (KäptnCook) mit Salat und drei Sorten Dips (Joghurt/selbergemachte Mayo mit Tahin, Koriander/Limette, Knoblauch). Haben alle gegessen und von ok bis grossartig gefunden.


Gelesen: den nächsten Nicci-French-Krimi, ich habe keine Ahnung, wie er heisst

Gesehen: Nachrichten, Schnee beim Fallen zu

Selbstbeweihräucherung: ein sehr cooles Geburtstagsgeschenk für L. bestellt

Stressleveldurchschnitt gestern: 27

Mittwoch, Januar 13, 2021

130121 Ein Ruck!

 Da bin ich doch gestern glatt durcheinandergekommen und dachte, die Bundesratspressekonferenz gesehen zu haben, dabei war das "nur" der Point de Presse der ... Taskforce? Pressekonferenz war heute und ich habe mir auf dem Crosstrainer angehört, https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-81967.htmlwas ab Montag gilt (es ist schon soweit: ich habe heute nacht vom Bundesrat geträumt, genauer gesagt bin ich von Alain Berset streng ermahnt worden, nicht zu schwatzen während der Sitzung). Es gibt endlich, endlich, endlich den lang schon beschworenen "Ruck" und somit werden abgesehen von abstrusen Ausnahmen wie Friseuren und Blumenläden alle Läden für den nicht täglichen Bedarf geschlossen (sind sie bei uns im Aargau schon seit kurz vor Weihnachten), man darf sich im privaten und öffentlichen Raum mit zu mehr als zu fünft treffen (und da zählen Kinder und Familienmitglieder dazu, keine Ahnung, wie es mit zB vier Kindern ist, ob man dann eines abgeben muss. Natürlich Quatsch, aber für uns ist es tatsächlich die einzige Regel, die gewissermassen eine Anpassung erfordert, weil L. jetzt nicht mehr, wie manchmal, zwei Freunde gleichzeitig zum Spielen einzuladen kann, sondern halt nur einen. Das wird klappen.), und Homeoffice ist verpflichtend anzuordnen (ändert für den Hübschen und mich jetzt nun gar nichts).

Die zwei grossen S (Schule und Skifahren) werden nicht angefasst, beide sind in der Verantwortung der Kantone. Das Skifahren ist mir persönlich tatsächlich relativ egal (wir müssen ja nicht gehen und haben für uns entschieden, dass das eine ganz doofe Idee wäre aktuell), ich verstehe allerdings nicht, wie man daran so festhalten kann. Klar fährt man draussen und klebt nicht aufeinander, aber bis man fährt, klebt klebt man aufeinander (darf man eigentlich noch zu mehr als 5 Leuten in einer Gondel sein?) und das Unfallrisiko auf der Piste ist eine total unnötige Belastung der eh schon am Anschlag operierenden Krankenhäuser.

Bei den Schulen bin ich ... indifferent. Gerade bei den älteren Schülern (Gymnasien und alle anderen Schulen ab der 10. Klasse) verstehe ich nicht, warum nicht auf Distanzlernen umgestellt wird, bei den Oberstufen der obligatorischen Schulen (bei uns Q.) habe ich tatsächlich auch Bauchschmerzen beim Präsenzunterricht, bei den Jüngeren.... bin ich persönlich froh, dass sie offen sind. Ich sehe schon die ungläubig aufgerissenen Augen meiner deutschen Leser, ich behaupte auch nicht, dass ich das alles voll und ganz verstehe und alle Informationen dazu kenne und bewerten kann, auf gar keinen Fall, das versuche ich gar nicht, mir scheint es auf jeden Fall so, dass in der Schweiz zumindest unter Fachleuten eine tendenziell andere Ansicht herrscht als in Deutschland, was die Rolle von Schulen und jüngeren Kindern in der Pandemie angeht. Dazu kommt, dass Klassenstärken, Ausstattung und Schutzkonzepte vermutlich auch nicht 1:1 vergleichbar sind. Anyway, es ist, wie es ist, ich gehe davon aus, dass die Gymnasien und andere 10+-Klassen spätenstens im Februar geschlossen werden, beim Rest wage ich keine Prognose.

 Sonst so: gearbeitet, ziemlich erfolgreich, L.s Schuhlieferung, 2. Teil, in Empfang genommen (es werden jetzt noch nicht die Regenbogenschuhe, aber welche mit Colorblocking in schwarz, blau und gelb), Rücksendung fertig gemacht, zweite Welle Pilze geerntet (den Hübschen schüttelt es richtig) und verspeist, Sport gemacht (Crosstrainer UND Killerupperbodyworkout), Nachrichten, Lesen, Teetrinken, das übliche Pandemiealltagsprogramm (ah, nicht wie gestern vergessen, mich auf die Stachelmatte zu legen, weil immer noch Schulterschmerzen).

Gegessen:

Honigtoast

Süsskartoffelsuppe mit gebratenen frisch geerntete Champignons und frisch gebackenem Brot 

Birnen

Feldsalat mit viel Zeug (Rest Rotkohl, Tomaten, Gurken, Stangensellerie, Rauchmandeln, Karotten), einer Riesenportion gebratenen frischen Champignons und mit Honig karamellisiertem Ziegenkäse. 

(Doch, ich finde, wir essen ziemlich lecker in der Homeoffice-Kantine)


Gelesen: "Das rote Zimmer"

Gesehen: Pressekonferenz, deutsche und schweizer Nachrichten

Stressleveldurchschnitt gestern: 37

Selbstbeweihräucherung: nach dem Rennen ungeduscht, weil nachher noch Workout, mit Kapuzenjacke über Sportklamotten sehr seriös ausgeschaut (hat ja keiner gerochen) und eine Stunde lang mit Kollegen aus Kanada, Kalifornien und Frankreich über Quality Risk Management diskutiert

Dienstag, Januar 12, 2021

120221 Puh.

 Gute Neuigkeiten zuerst: in der Schweiz ist jetzt auch der zweite Impfstoff gegen Corona zugelassen, #buylocal, sozusagen, die Kindern sind ein bisschen stolz, dass wir schon ein paarmal (auf dem Weg zum Skifahren) an dern Produktionsstätte im Wallis vorbeigefahren sind. Morgen schon wird die erste Lieferung eintreffen (ich kann mir so ungefähr vorstellen, was bei den Techops-Kollegen bei Moderna/Lonza und BioNTech/Pfizer im Moment abläuft, Kudos!), die offizielle Schweiz ist immer noch davon überzeugt, dass bis Sommer alle die, die wollen, geimpft sind. Ich hoffe es sehr.

Auch eine gute Neuigkeit (naja): wir hatten heute das unangenehme Gespräch, vor dem erst ich richtig Bammel hatte und auch der Hübsche dann kurz vorher nervös wurde, aber es lief so gut, wie so was halt laufen kann und viel besser als erwartet. War wohl keine grosse Überraschung (oder jemand ist extrem gut im Pokerface, was ich aber nicht glaube). Das erleichtert mich sehr, es kommt noch ein bisschen Adminkram hinterher, aber das ist schon terminiert respektive aufgegleist.

Bei der Arbeit haben sich sehr zähe Sachen nahezu von allein (as if.... dem nächsten, der mir irgendwann, in irgeneinem Zusammenhang sagt: "Relax, des chunnt scho guet!", den beisse ich in die Nase. Nie wird irgendwann irgendwas von ganz allein gut, nur weil ich nix mache. Nie.) zurechtgerüttelt, das ist super, mir lag nämlich, jetzt hätte ich fast "Anfang der Woche" geschrieben, dabei ist erst Dienstag :-/, einiges ganz schön auf der Seele. Passend dazu ist der Standardzustand meiner Schultern schon wieder hochgezogen, bretthart und schmerzend. Yay. (Ich lege mich gleich auf meine Stachelmatte.)

Q. hat sein Notenblatt für die weiterführenden Schulen bekommen und ist damit auf jeden Fall provisorisch nächstes Jahr am Gymnasium (und hat sogar noch ordentlich Puffer für den final entscheidenden Notenschnitt am Jahresende, das heisst, es ist noch nix garantiert, aber, um mit Schweizer Understatement zu sprechen: "näher dran als auch schon"). Juhu!

Ich habe irgendwie geschafft, heute schon um vier Feierabend zu machen, eine Stunde Sport einzulegen und dann nicht nur Abendessen zu kochen, sondern auch für morgen mittag vorzubereiten (Kartoffel- und Süsskartoffelsuppe und Brottteig für morgen früh zu backen).

L.s erste Lieferung an Sneakern kam und während er und ich "ui, cooool!" jubelten beim Öffnen des Kartons, meinten Q. und der Hübsche: "Hmhm, die sind ja ganz schön ..... farbig...". Aber gut, es können nicht alle immer nur fröhliches Schwarz tragen und petrol schimmernde (also wirklich: schimmern wie glitzern) und ein Farbverlauf von lila zu petrol auf schwarz (in Schimmer), das ist sehr, sehr cool! Entschieden ist noch nix, morgen kommt noch in Paket zur Auswahl, aber die beiden von heute passen schon mal.

Ich habe dafür auf Instagram eine Inspiration für meine "zweite Welle-Frisur" entdeckt. Nachdem ich ja in der ersten Welle mit pink und blau experimentiert habe und am Freitag eh einen Friseurtermin hätte, den ich wegen Grenze/Risikogebiet/Quarantäne und natürlich wegen Friseur zu nicht antreten kann, werde ich mich vertrauensvoll in des Hübschen geschickte Hände mit der Rasiermaschine begeben und die Seiten nachschneiden lassen. Bisschen kürzer als sonst, ausserdem wird der Ansatz nachblondiert und DANN kommt noch ein bisschen rosa, lila etc in die Haare wie hier. Ich sag's ja, die Pandemie macht mit uns allen was. (Und wenn es doof aussieht: in 2 Wochen sind die Seiten wieder so lang wie sonst und die Farbe ist raus. Den oberen Teil muss die Hairstylistin irgendwann dann eh wieder professionell bändigen).

Meine Schwester am Rande des Schwarzwalds schickte lauter Bilder mit "BITTE KEIN SCHNEE MEHR", während hier unten, bei der grössten Schneefreundin aller Zeiten jemals (MIR!) nur strömender Regen runtergoss, das ist doch nicht fair!

Nun denn, mehr war heute nicht, wie die geschätzte Kaltmamsell so treffend schreibt: "Es bleibt langweilig", was will man machen.




Gegessen:

Honigzopf

Rotkohlsteaks mit karamellisiertem Ziegenkäse (die mitessenden L. und Hübscher haben mich für wahnsinnig erklärt, ich fand es sehr lecker und auch noch hübsch, Rezept ist aus der immer noch empfehlenswerten KäptnCook-App)



Tortellini mit Käsesosse und Gemüse überbacken, dazu Chicoree-Salat mit Orangenfilets (und noch ein bisschen restlichem Rotkohl in roh)


Gelesen: "Das rote Zimmer"

Gesehen: Nachrichten, erste Hälfte der BR-Pressekonferenz

Stressleveldurchschnitt gestern:

Selbstbeweihräucherung: nicht peinlich drumrumgeredet, nicht relativiert, und echt viel erledigt.