Sonntag, April 22, 2018

Erster!

Heute war ich also auf der ersten (und vermutlich einzgen) Erstkommunion meines Lebens bzw. der meines Patenkindes.
Einerseits war es sehr, sehr schön, Teil eines so grossen Familienfestes (und ein bisschen auch der grossen Familie) zu sein (obwohl es in unserer eigenen Familie mehr als genug Leute für grosse Feste gäbe, gibt es die aus den verschiedensten Gründen oder halt einfach so einfach nicht.), andererseits war es auch ganz schön anstrengend*, laut, und bei 30 °G draussen eben drinnen. Deshalb bin ich jetzt müde, habe höllische Kopfschmerzen und freue mich sehr, wenn der Hübsche gleich wieder kommt und ich mit ihm Blüten wie "Und sie total erfolgreich in ihrem Job und sehr klar und bestimmt in dem, was sie will. Klar, dass sie da keine gefühlvolle Mutter sein kann. Aber sie macht das trotzdem so gut, wie sie es halt kann"** teilen kann. Und wenn die Ibu wirkt.


Ha, noch was: das mit dem ProfilFoto? Das war heute auch auf der Kommunionsfeier Thema. Und mein Haarschnitt ("Rassig") und irgendwie denkt zumindest eine Grosstante des Kommunionkinds, dass ich Modedesignerin ware und mein Outfit selbst designt hätte. Und immer alles. Und ein total gutes Auge für Farbe hätte. Naja, was willste machen.***








Stressleveldurchschnitt gestern: 43. Hm.




Selbstbeweihräucherung: Ich war grad mehrfach eine Heldin heute. Ich hatte nämlich: Pflaster für Blasenfüsse ("Das ist ja klar bei lauter Ärzten, dass die das Richtige dabei haben." "Ich bin die einzige Nichtärztin. Und die einzige mit Pflastern dabei." "Oh."), eine grosse Flasche Wasser in der Kirche für meine und auch alle anderen extreme durstigen Kinder, T-Shirts für meine Kinder für das Fussballspielen nach dem Essen, Studentenfutter für den Unterzucker in der Kirche,






*Ich habe ohne Witz drei Mal "Aber wir sind doch zu zweit!" auf die Frage, wie ich den trotz Kindern arbeiten könnte geantwortet.


** nicht über mich, aber das ist ja so schräg, da will ich gar nicht wissen, was sonst so erzählt zw geurteilt wird


*** Mein Auge für Farben sagte: Dunkelblau steht mir. Und designt habe ich die Füllung meines Warenkorbs bei Esprit vor einiger Zeit. Und dann habe ich ein blaues Kleid mit einem blauen Bolero und blauen Pumps kombiniert. (und blauen Fingernägeln)

Samstag, April 21, 2018

Steine, Sonne, Zeug

Ich kann vermelden: es schläft sich super unterm Dach. Auch noch unumgebaut, mit dem hässlichen Bodenbelag, der mich seit >10 Jahren stört und der bald Geschichte ist und, trotz Hitze, auch noch ohne Klimagerät. Dafür aber mit gant offenem Gaubenfenster und damit Aufwachen durch Vogelgeschreigepiepse und dem natürlichlichsten aller Tageslichtwecker. Das war sehr, sehr schön (obowhl der Hübsche noch ausser Landes ist und jede Nacht ohne den Hübschen nicht so schön wie die gleiche MIT dem Hübschen ist).
Plan war heute: total relaxed aufstehen, frühstücken und dann auf die Bricklive zu gehen (wir waren letztes Jahr auch, aber ich finde den Link nicht mehr. Habe ich das nicht geschrieben? Hm), eine , riesengrosse Legomodellausstellung, Lego-Baumeister-Eldorado. Legolegolego.
Es gab vom meinem Arbeitgeber Rabatt auf die Tickets (und gratis-Muba-Tickets, die ich für den Fall von schlechtem Wette (ahahaha) auch noch organisiert hatte), die sonst recht saftig teuer sind.
Weil die Tickets tagesgebunden sind (und wir nächstes Wochenende überhaupt gar keine Zeit haben hinzugehen), waren wir heute dann also (liebe Baby- und Kleinkindereltern, ja, auch an die von total schlaflosen: diese Zeiten kommen. Vielleicht spät --hier hat kein Kind vor dem 7. Geburtstag ansatzweise durchgeschlafen und eins steht immer noch sehr früh auf--- aber irgendwann. Versprochen!) mit dann doch noch ein bisschen Gas geben immerhin um halb 12 dann bereit, um uns auf den Weg zum Bahnhof zu machen (wir haben ausgeschlafen, gekuschelt, Kaffee im Bett getrunken, den Garten gegossen, das Planschbecken eingelassen, ein Kind ging Semmeln* holen, eins in die Bücherei, ein Erwachsener hat daheim Frühstück gemacht und gegessen haben wir dann auch noch).





Die Kinder waren im siebten Himmel, Little L. ein bisschen anhänglich, weil er kurz nach Start dachte, er ware verloren gegangen und danach war es ihm dann sehr viel lieber, wenn er Gesellschaft beim Bauen hatte, es gab unendlich viele Baumöglichkeiten, die ausgestellten Modelle waren .... schon super, aber im Vergleich zu letztem Jahr erschienen sie mir ein wenig .... wenig?








Die lebensgrossen Tiere im Safari-Teil hingegen waren echt der Wahnsinn!





Ich habe mich allerdings recht schnell daran erinnert, warum ich das Event vom letzten Jahr nicht uneingeschränkt superst in Erinnerung habe:  ES IST UNENDLICH LAUT! (ich hatte den Plan, mich irgendwann in eine Kaffeeecke zu setzen und zu lessen, aber erstens: L. wollte nicht allein sein und zweitens: auch als Q. ihm Gesellschaft leistete und ich meinen Kaffee bekam, WAR ES SO LAUT, dass ich am liebsten weggerannt ware. Merke für nächstes Mal: L. auf gar keinen Fall den Eindruck geben, er könne verloren gehen und noisecancelling Kopfhörer mitnehmen.












Anyway: wir waren fast vier Stunden da, ich habe eine "Rocket"-Figur bekommen (ich LIEBE Waschbären und Rocket ist meine Lieblingsfigur aus den "Guardians of the Galaxy"), alles in alle, ein toller Tag! (ÖV-Fahren mit mittelgrossen Kindern: Walk in the park, sozusagen)




Daheim dann: Eis, Baden, Kommuniongeschenk einpacken**, Brot- und Zopfteig für morgen vorbereiten, Tonnen an Wäsche waschen, aufhängen, zusammenlegenm lecker Essen, "Betrübliche Ereignisse" schauen, schicke Klamotten für morgen parat legen, Wecker stellen, fertig.


Stressleveldurchschnitt gestern: 43


Selbstbeweihräucherung: Das Durchhalten im Lärm hat sich schon echt gelohnt. Die Kinder haben das Event genossen und mein Ohrenklingeln ist auch wieder vorbei :-)


*Thema Umweltschutz und Plastik in der Schule und "as close as you can get without growing Holzketten und ohne unverpackt-Laden, weil urgs, to zerowaste"Leben zu Hause: das Kind packt das Silser-Gipfeli (MEINS, und das ist ein Laugencroissant) zusammen mit den zwei Schokoberlinern in eine Tüte und dann ist es nicht nur zerquetscht, das ginge ja noch, sondern auch noch vller Schokolade! Grusel für die Umwelt....




** Ich war ja noch nie auf einer Erstkommunion und habe dann für das Karteschreiben nach "Erstkommunion Wünsche" gegoogelt. Der erste Treffer liess sich STUNDEN (mir ist heute nach Grossbuchstaben) über den Hintergrund, die Bedeutung und Blablabablarhabarberrhaberber de Erstkommunion aus, bevor die Kartentextvorschläge kamen. Und zwar "Die besten Wünsche zu Deiner ersten Kommunion" und "Herzliche Glückwünsche zur Erstkommunion." Tja. Da ware ich ja im Traum nicht draufgekommen!

Freitag, April 20, 2018

Carpe Diem

Man könnte meinen, wir leben in Norwegen (:-*) oder woanders, wo der Sommer ungefähr 10 Minuten im Juli dauert und nicht hier, wo es normalerweise zwischen April und Oktober halt einfach ... Sommer ist. Mit total heiss und gerne dann auch mal stickig, so wie wir uns heute in diesen Sommertag gestürzt haben.
Es ging früh los, weil ich den Hübschen und seine Mutter zum Bahnhof brachte (ein Pariswochenende mit dem Schwager steht an!), wieder daheim sah es so schön aus, dass ich auf dem Speicher auf eine Leiter kletterte und das Planschbecken vom letzten Jahr aus dem Regal zog und aufpumpte (dazu entwickelte ich mit einem Glücksei 40 Pokemons).
Während das Wasser einlief und die Kinder langsam aus den Betten auftauchten, packt mich der Rappel und ich dachte mir: "Ach, das wird ja bestimmt trotzdem noch recht kalt warden für die Kinder, ich hänge mal noch die Campingdusche zum Aufwärmen auf, das ist doch dann nett, so eine warme Dusche nach dem Planschen". Die Campingdusche (letztes oder vorletztes Jahr bei Tchibo gekauft) ist eigentlich nur ein Sack aus schwarzem Plastik, mit einem verstärkten Henkel, den man aufhängen und mit Wasser füllen kann. Unten kommt ein Schlauch raus, durch den man mit einem Hebel Wasser fliessen lassen kann und unten ist eine kleine Brause. Zur Sicherheit steht druaf, dass das in der Sonne sauheiss warden kann und man deshalb vor dem Duschen probieren muss, ob das zu heiss ist und man eventuell mit kaltem Wasser mischen muss, damit man sich nicht verbrüht.
Wenn man allerdings diesen Sack für zwei Jahre (oder auch nur eins? Ich glaube, zwei) draussen lagert, kann es sein, dass der verstärkte Henkel nicht mehr so super stark ist, und auch das Seil, an dem der Haken ist, nicht mehr taufrisch ist. Wenn man dann also auf einen Stuhl und dann auf den kleinen Tisch klettert, damit man den Sack am Balkon aufhängen kann, und dann den Sack mit 20L Wasser frisch aus dem Schlauch befüllt, und direkt kurz vor dem Zumachen das Aufhängeseil reist und eben diese 20L Wasser einem über den Körper klatschen, dann ist es schon gut, wenn das vor dem Aufheizen passiert, weil: verbrüht habe ich mich nicht. Runtergefallen bin ich auch nicht, wach war ich dann erst recht.


Irgendwann dann total unterzuckert die inder im Vollferienmodus zum Frühstück nötigen, auf Einkaufsrunde gehen incl Paket mit Kindersandalen abholen (Q. ist mit Schuhgrösse 40 dem Limango-Kinderangebot grösstenteils entwachsen, schade!), alles einräumen, schon wieder total unterzuckert schnelle Brotzeit vertilgen.
Little L.s Freundin ruft an und möchte ihn auf einen Ausflug mitnehmen, er stimmt sie mit "Aber bei uns können wir baden!" um und schon sind drei Kinder im Garten. Wir müssen noch eine kurze Runde zum Baumarkt machen (Leergut wegbringen, ein paar Sachen kaufen) und dann ist da so ein Käsemarketingstand und die Kinder wollen das Käseglücksrad drehen und irgendwie haben wir dann auf einmal eine Riesentüte Käse und eben noch das Baumarktzeug und es ist allen heiss genug zum Baden. Das Wasser ist schon noch echt .... sportlich frisch, aber die drei Kinder planschen und spritzen und haben wunderbar viel Spass zusammen, über Stunden! Mich packt irgendwie der Rappel und ich putze alle Fenster, jajajaja, ich weiss, Sonnenschein, Streifen, DAS BRENNT SICH REIN!, aber meine Güte, ich putz die eh nur mit dem Fenstersauger, da haben sie eh Streifen, da ist das dann auch schon wurscht, wasche zwei Ladungen Wäsche, und irgendwann dann werfen wir den Grill an, dann ruft das Backoffice der laufenden FDA-Inspektion an (es ist schon nach sechs und ich habe frei, aber tja, nun, FDA ist FDA) und braucht was, aber erst am Montag, das wird schon,. Wir schlagen uns den Bauch voll und als die Kinder am Ende dann auf dem Boden um die Feuerschale rum sitzen und Marschmelonen grillen seufzen wir alle drei, weil "So riecht Sommer". Echt perfekt.
(Dann noch schnell überall giessen, das Planschbecken ausleeren, was dem Garten schicke Reisfeldoptik verpasst, duschen und dann schauen wir noch "Betrübliche Ereignisse", und schon ist der Tag vorbei. Für die Kinder. Ich lege mich jetzt in die Badewanne)


Stressleveldurchschnitt gestern: 33


Selbstbeweihräucherung: das mit dem Fensterputzen, das war schon eine gute Idee. Und den Tag, den haben wir wirklich gut genutzt!

Donnerstag, April 19, 2018

Nupsi

Sie erinnern sich noch an den Riesenschreck im Herbst wegen des Nupsis (und ja, eigentlich ist Nupsi nicht der richtige Ausdruck, weil ein Nupsi ja AUF was drauf ist und nicht IN was drin, aber meine Güte, Nupsi-Polizei (das Gesrpäch mit den Kollegen über Kuchennupsis hallt noch etwas nach) und die Biopsie und alles ist gut?  Ich auch.
Und auch daran, dass ich ein halbes Jahr spatter nochmal zur Kontrolle kommen sollte und mir auch überlegen sollte, ob mich der Nupsi auch im Wissen, dass er harmlos ist, so stören würde, dass ich ihn loswerden wollen würde.

Das habe ich und die Antwort ist einfach: ich habe ihn entdeckt, weil er echt wirklich weh tut, wenn man hinkommt und das tut man relativ häufig (nicht nur bei Honkahonka, sondern ganz banal beim Umhängetaschetragen und, das stört mich besonders, wenn sich ein Kind von rechts an mich drankuschelt. Mittlerweile zucke ich da schon automatisch zurück und das ist sehr schade), also: raus damit, vor allem, wenn das, wie angekündigt, keine grosse Sache ist.


Also. Der Nachkontrolltermin war heute und ich dachte erst, ich ware gar nicht nervös, aber mein Bauch* sagte anderes. Aber: alles super, das Ding ist immer noch da (ach?), immer noch genau gleich gross, hat immer noch die gleiche Minizyste drin, die es auf dem Ultraschall wie ein Auge ausschauen lässt, ist immer noch blutversorgt und kann also raus.


Demnächst werde ich also vom Unispital aufgeboten, um das alles zu besprechen und dann wird das schon warden. OP mit Narkose gehört jetzt nicht zu meinen Favoriten (ich bin ja ein Kontrollfreak (ach?) und deshalb kann ich mit Vollnarkosen nicht gut umgehen, ausserdem habe ich danach immer Kreislauf und Kotzerei), aber an mir rumschnippeln und ich bin wach, das kann ich noch weniger haben.


Also dann: auf gehts!


Sonst so: Zeug erledigt, ich muss mir jetzt tatsächlich eine sichere Trittleiter organisieren, weil jemand als "Safety Moment" geshared hat, dass es sehr gefährlich ware, dass ich beim Aufhängen der neuen SHE-Blätter auf einen Stuhl geklettert ware, und morgen habe ich freifreifrei (auch schon eingetragen: der Dienstag nach Pfingsten und vielleicht nehme ich total krass auch noch den Montag vor dem ersten Mai frei. NUR FÜR MICH GANZ ALLEIN, die armen Kinder haben nämlich Schule.)




Stressleveldurchschnitt gestern: 35




Selbstbeweihräucherung: ich habe sehr uncool, aber gerade noch rechtzeitig mitten im Satz abgebrochen, als es um die Trittleiter ging und ich ausholte, dass wir vielleicht noch eine Seilwinde und ein Gstältli organisieren sollten, weil von einer Trittleiter fällt man schnell und ... guckt mal da draussen: ein Kindergarten geht vorbei!




*Symbolausdruck, nech?

Mittwoch, April 18, 2018

Pustekuchen

Gar nicht sooooo lang gelesen, schrecklich schlecht geschlafen (heute abend kommt der Hübsche wieder), irgenwann, als ich zwischen 3 und 5 immer wieder aus Alpträumen hochschreckte, verfestigte sich in meine Kopf der Gedanke, dass es eh Wochenende wäre und ich total lang ausschlafen könnte. Der Wecker um sechs riss mich dann aus dem Tiefschlaf und ich war sehr verwirrt und erst im Bad vor dem Spiegel wurde mir klar, dass es noch far from Wochenende ist.

Nun ja. Letzte Runde Frühstarthomeoffice, ich hatte mir als Ziel für heute (neben den fest angesetzten Meetings, den unerwarteten Feuerwehraktionen und dem aus Prokrastinationsgründen eh passierenden Stiftespitzen, Briefumschläge ordnen und Ordner alphabetisch sortieren*) gesetzt, den „Besinnungsaufsatz“ für die Bewerbung für die Nominierung für ... ach, es ist kompliziert fertig zu schreiben, also 5 Fragen in nicht mehr als 300 Worten zu beantworten. Und wah, trotz schon fertigem Draft zog sich das bis halb vier (klar, zwischendrin viel Zeug, wie „Sounding Board“** mit der neuen Oberchefchefin, Kantinengeburtstagstorte essen, Italienupdates, mit Kollegen Personalrestaurantsgeburtstagstorte essen und anhand von Macarons die Unterschiede von "Nupsi" und "Pinöppel" erklären), ich habe es sogar geschafft, meine 400 Wörter, die ich für eine Frage verwendet hatte, durch schmerzendes Streichen von ein paar eingestreuten Witzchen und Anekdoten, die ich mir jetzt halt für das Interview aufhebe, auf punktgenau 300 runterzubekommen (mein erster Plan war: ich sage: so, da sind es mehr, dafür sind es bei den anderen weniger und in der Summe passts, aber dann las ich nochmal die Anforderungen und da stand „Not more than 300 words, shorter replies welcome“ und, tja, sorry, Witzischkeit.).

Relativ früher Bus nach Hause, letzte TC mit Italien dann von dort aus, weil ich unbedingt noch mein Sportelprogramm unterbringen möchte, bevor ich heute noch zum Pfadielternrathock gehe und dann auch noch der Hübsche nach Hause kommt und ich mich voll gern mal wieder mit ihm unterhalten möchte, bevor er am Freitag schon wieder nach Paris abdüst.
Die TC ist ein bisschen schwierig, weil erst die Verbindung via VPN so schlecht ist, dass ich alles via Smartphone machen muss und das dauert ein wenig, dann weil auf einmal ein Dokument, das 5 Minuten vorher geschickt wurde UNBEDINGT HEUTE ABEND NOCH UNTERSCHRIEBEN WERDEN MUSS (und zwar händisch auf Papier und daheim sind wir papierlos d.h. drucker- und scannerlos unterwegs) und ich habe ehrlich gesagt genau NULLKOMMANULL Lust jetzt, wo ich seit ca 13 Stunden arbeite nochmal loszulaufen zur Aussenstelle bei uns im Dorf, dort einen Drucker zu finden und dann zu drucken und zu scannen und bin versucht zu sagen: „sorry, Pech gehabt, ihr kriegt es morgen früh, das muss reichen“, aber dann finde ich im 5. Anlauf noch einen Kollegen, der noch nicht auf dem Heimweg ist und schicke ihn zum i. V. –Unterschreiben.

Sporteln ist dann ein wenig unentspannt, weil Little L. schon überfällig fürs Heimkommen von der Geburtstagseinladung ist, das lässt sich dann aber klären (der Hübsche ist nicht nur im Klassenchat, sondern auch in der Geburtstags-Whatspp-Gruppe gelandet und hatte auf dem Rückflug von Amsterdam natürlich kein Netz und Little L. war noch Fussballspielen.), wird sich vielleicht morgen im Stressleveldurchschnitt niederschlagen.

Zum Abendessen der letzte Couscoussalat, Brezen, Rohkost, dann dürfen die Kinder noch ein bisschen netflixen und ich sause ins Pfadihaus zum Elternrathock (Planung für SoLa, HeLa, Jamboree, JuLa, Bula, Tralalala)

Zeitgleich mit der Landung des Hübschen sind wir da auch fertig, als ich L. noch vorlese, kommt der Hübsche rein und wir haben dann bald mal Feierabend.
Traurig: morgen ist immer noch nicht Samstag.


Stressleveldurchschnitt gestern: 33


Selbstbeweihräucherung: ich habe den „Besinnungsaufsatz“ fertig und das Dokument unterschrieben gekriegt. (naja, vong Erziehungsansatz her ist das eher so Level „Konsequenz ist ein Fremdwort“, aber tja nun.)



* Symboltätigkeiten. Ich habe keine Bleistifte, Briefumschläge brauche ich fast nie und die Ordner sind natürlich eh schon sortiert. In Wirklichkeit habe ich mein Desktop aufgeräumt, Daten in die entsprechenden Repositories hochgeladen und meine Inbox auf Null runtersortiert.

** In meinem Kopf ist das so eine Art Vorsingen oder „Jeder nimmt sich das Instrument, das am besten zu einem passt und dann machen wir eine Abteilungsband“, das habe ich auch meinen Kollegen auf dem Weg dorthin erklärt, jetzt halten sie mich für noch ein bisschen komischer als eh schon, und es war auch noch was ganz anderes. Ganz ohne Musik.

Dienstag, April 17, 2018

Jetzt aber!

Gestern abend hatte ich dann noch einen echt schönen Abend mit den Jungs, wir haben gemeinsam eine Folge "Eine Reihe betrüblicher Ereignisse"geschaut und ich musste schon sehr schmunzeln, als dort "Es braucht ein Dorf, um ein Kind zu erziehen" auseinandergepflückt wurde. Ich bin ja eh überzeugt davon, dass der Grossteil der das so vehement Eînfordernden oder den "Clan" Hochjubelnden ganz schöndumm aus der Wäsche schauen würden, wenn sie realisieren würden, dass das "Dorf" nicht nur heisst, dass die nette Nachbarin auf die Kinder aufpasst, während man beim Achtsamkeitsseminar ist oder die einzelnen Kaffeebohnen im Unverpacktladen abzählt, sondern auch, dass die Nachbarskinder den lieben Kleinen beibringen, wie man den Kaugummiautomaten knackt oder der Nachbar sie das Bier probieren lässt oder die Nachbarn mit der akkurat geschnittenen Hecke mal den Teil mit den Grenzen und Regeln übernehmen.
Aber ich schweife ab.
Wir haben also geschaut, gelacht, dann sind die Kinder lessen gegangen, ich habe noch Geburtstagsgeschenke für die Partyeinladungen der nächsten Tage eingepackt, alles putzhilfenfein vorbereitet, die Partyilder des Hübschen bewundert und bin dann mit meinem aktuellen Buch ins Bett. So wenig extra Stress mittlerweile eine solche Strohwitwenzeit mit sich bringt, so schlecht schlafe ich trotzdem, wenn der Hübsche nicht da ist. Mittlerweile weiss ich das und lese dann halt, bis mir das Buch (Affiliatelink) wirklich auf die Nase fällt. Ich bin dann auch 1000mal aufgewacht und ab fünf auch nicht mehr eingeschlafen. Egal, so ist die Zeit morgens, bis ich die Kinder sanft geweckt habe (jajajaja, beide, nach acht!) tatsächlich sehr effektiv genutzte Arbeitszeit.


Heute übrigens habe ich dann wirklich sommerliche Kleider angezogen und es nicht bereut! Es war wieder irgendein Workshop oder eine onferenz im Elfenbeinturm, das merke ich immer an Leuten, die in der Lobby des Turms im Weg etwas orientierungslos rumstehen und die IMMER overdressed sind. Wer auch immer bei uns auftaucht mit Anzug und Krawatte oder dem Kostümäquivalent, ist entweder ein Lieferantenvertreter, ein Bewerber oder jemand, der eben für einen Kongress oder so etwas da ist und entweder aus der Erfahrung in der eigenen Firma oder aus der Academia-Warte denkt, bei Pharmas, da trägt man das. Nein, tut man nicht, nicht mal der alleroberste Chef schliesst den obersten Hemdknopf bei offiziellsten Terminen :-).


Auf dem Weg zum anderen Standort mttags dann habe ich dann das gestern angekündigte Telefonat geführt und ach, demnächst dürfen wir winzige Katzen besichtigen und vielleicht haben wir bald zwei kleine neue Mitbewohner! Namensvorschläge wären willkommen (wir hoffen auf zwei Weibchen, sie sind entweder schwarz oder schwarzweiss, sie sollten zusammenpassen, und nicht ganz alltäglich sein, gern nerdig, meine aktuellen Favoriten sind (jajaja, Weibchen, aber das macht nix) "Batman" und "Robin" (Jessica und Jones?)) oder "Ohnezahn" und ...?


Den ganzen Nachmittag Meetings, dann heim, wo ein schon lang erwarteter Brief im Kasten wartete, nämlich mit der neuen Klasseneinteilung für Little L. ab nächstem Jahr. Wie bei Q. ging es auch bei L. nicht ohne Tränen ab (sein allerallerallerbester Freund seit ... 8 Jahre oder so kommt in eine andere Klasse), aber es ist nicht ganz so dramatisch für ihn wie für Q. damals, weil die beste Freundin und zwei gute Freunde bleiben. Trotzdem. (Anscheinend haben Q. sich als Schuler und wir als Eltern so gut benommen, dass Q.s Klassenlehrer bei der Aussicht auf noch drei Jahre Familie Brüllen kein Veto eingelegt hat und so werden beide Jungs die Primarschulzeit mit denselben Lehrern bestreiten.


Whats App mit dem Hübschen, eine Runde Strampeln, Abendessen (Couscoussalat für mich, Pizzaschnecken für die Jungs), eine Runde "betrübliche Ereignisse" (die zweite Hälfte der Dorffolge. "Was wollt ihr?" "KINDER BRENNEN SEHEN!"), dann Vorlesen, Buch, Bett (und immer noch Rücken. Aber besser Rücken als Niere).


Morgen abend kommt der Hübsche zurück und wir freuen uns schon sehr!


Stressleveldurchschnitt gestern: 32


Selbstbeweihräucherung: ich glaube, ich habe spontan einen guten Bewerbungsvortrag für uns als Katzenfamilie gehalten.

Montag, April 16, 2018

First Contact

Heute morgen war ich ausnahmsweise nicht die erste, die rausmusste oder -wollte: des Hübschen Wecker klingelte schon um viertel vor vier und als ich um kurz nach sechs am Frühstückstisch meinen Computer hochfuhr und gerade den ersten Schluck Kaffee, vermeldete er: "Bin im Flieger, alles geklappt".
Diese Woche ist er nämlich der Reisende, erst drei Tage Amsterdam auf einer Messe, dann Weihnachtsgeschenk für seine Mum einlösen in Paris.
Für mich hiess das Wochenstart im Homeoffice, bis ich der Nanny um halb neun zwei Kinder im Schlafanzug (eines immerhin schon am Frühstückstisch) übergeben konnte, dann ausnahmsweise mal im Hellen ins Büro.
Irgendwie hat mich menie Wetter-App auf dem Kieker, ich habe mir nämlich gestern nach dem Sommersonntag erstmal luftige (ich habe erst "lustige" geschrieben :-)) Büroklamotten rausgelegt und dann in der App gesehen: "Strömender Regen und <10°C", also alles wieder verräumt und noch einmal das Lieblings-Übergangs- bis-Winter-Strickkleid und Stiefeletten rausgelegt. Immerhin: die App blieb sich true und vermeldete den ganzen Tag "aktuell: ergiebiger Regen, 8°C",während ich bei strahlendem Sonnenschein und >20°C schwitzte.
Immerhin konnte ich meinen Couscous-Salat* mit Buch im Freien in luftiger Höhe einnehmen.








Ich habe doch mal erwähnt, dass ich mit meinem Oberchef immer nicht genau weiss, woran ich bin, oder? Heute suchte er eine Vertretung für ein Meeting die Woche und  ich antwortete kurz mit diesem Emoji:


Als Antwort kam: "Does the raised hand mean "I volunteer to lead the meeting" or "I slap you in the face?"" und ich weiss jetzt auch, dass er keine Emojis mag.


Sonst so: total viel Gedöns erledigt, weil eigentlich muss ich diese Woche eine Art Bewerbung schreiben und dafür 5 Fragen mit so einer Art Besinnungsaufsatz beantworten und sowas nervt mich immer, weil .... ach.... Egal, dafür sind alle Protokolle geschrieben, Reminder für ausstehende Reviews verschickt, monthly updates up to date, Ressourcenplanung erledigt, ich wäre fast auf Verdacht ausserhalb der Öffnungszeiten ins Archiv gewandert, aber es ist zu heiss für Wanderungen.
Immerhin in ich mit einer Draft-Version heimgegangen, die ich morgen ausformuliere und dann ist das fertig. (und alles andere auch).


Strömender Regen

Und <10°C sehen so aus.




Daheim hatte Little L. dann noch Damenbesuch, es regnete IMMER noch nicht und so machten wir alle uns auf den Weg in den Baumarkt, um die fehlende Erde einzukaufen und noch eine Aubergine und mehr Tomaten für die übrig gebliebenenen Töpfe und bunte Zwiebeln (also: Zwiebeln für bunte Blumen) für das vom Gras befreit so nackig wirkende Vorgartenbeet. Und ein Eis, weil ES REGNETE IMMER NOCH NICHT!
Das Jungvolk zwiebelte, ich verteilte Erde, dann ging es auf den Crosstrainer, Abendessen, mit dem Hübschen telefonieren, sich nicht von einer Email ärgern lassen, in der gelobt wurde, dass von der ganzen Gruppe heute alle bis auf eine bei dem wegen Kalifornienzeit so späten Meeting dabei waren (ich gehe immer, wenn es irgendwie geht, aber meine Güte, heute ging halt nicht. Und wahrscheinlich war die Email auch gar nicht als Kritik an mir, sondern als Lob an die anderen gedacht. Anyway, ist jetzt halt so)


Richtig schön wurde es aber, als ich den Link zu einem Video bekam und nach Amsterdam weiterleitete und die Kinder und ich habe das jetzt ungefähr 28765 mal angeschaut, morgen rufe ich da an und ich bin so nervös, wie vor einem ersten Date (okay, der Vergleich hinkt, dass es erste Dates warenn habe ich Schnellchecker ja immer erst im Nachhinein gemerkt), die Kinder diskutieren Namen ("Bastet" und Muffin" vs "Arya" und "Sansa", man ahnt, wer was gerade liest, und leider passen "Michael Burnham" und "Kadett Tilly" nun wirklich nicht.), aber das ist alles noch viel zu früh, aber, hach, wer weiss...


Stresslevel gestern: 42. Und das, liebes Garmin-Gerät, ist doch Quatsch.


Selbstbeweihräucherung: nicht zu sehr über mich selber geärgert, als ich gefühlt dieses Bewerbungsgeschreibe nicht in meiner normalen Erledigrrrrl-Pace erledigt habe. Ich kenne mich mittlerweile gut genug, dass ich weiss, dass das im Hinterkopf gärt und gärt und sich währenddessen total unangenehm unerledigt anfühlt, aber es kommt. Und ich kann die Gärzeit für andere, dann auf einmal gar nicht mehr so unangenehme Dinge (Ressourcenplanung, Dashboards ausfüllen, Protokolle schreiben) nutzen.






*Der neue Linsensalat. Ähnliche Mengen, immerhin keine solchen Nebenwirkungen, deshalb keine Bedenken, dass ich noch ca eine Woche da dran hin essen werde.