Dienstag, Februar 03, 2026

030226

 Heute nacht immerhin nicht vor Weinen aufgewacht (immer noch: WTF?!), sondern weil ich mich langsam dem Bettrand näherte und schon nahe am Rausfallen war, während eine kleine Katze wie eine Königin in der Mitte des Bettes thronte. Soweit also normal.

Wecker läutete dann heute noch früher als sonst, nämlich um viertel nach fünf, damit ich ordentlich angezogen und geschminkt die S-Bahn um 6:27 erwischen würde, damit ich den Zug ins Wallis um 6:58h erwischen würde. Hat alles geklappt, sogar incl dringend nötigem WC-Besuch am Basel SBB (hatte grosse Horrorvorstellung vor super ekligem Bahnhofsklo, es war aber nicht vermeidbar. Für alle, die es vllt mal brauchen: man muss 1.50 bezahlen (kein Sanifair Bon), es geht nur mit Karte, dafür ist es aber auch sauber.

Treffen mit den mitreisenden Kollegen im Zug, hat ein bisschen was von Klassenreise. Die 1. Klasse ist erstaunlich voll, wir haben nicht reserviert, weil wir dachten, es ist nix los. Wir haben trotzdem 6 Plätze auf einem Haufen und es entspannt sich eine lockere Mischung aus Smalltalk, fachlichen Gespräche und Arbeit am Computer, alles in allem sehr angenehm.

Ich habe mir ein Glas Früchte, Skyr und Granola mitgenommen, das vorspeise ich auf der Höhe von Bern.

Dann wird es draussen auch schon pittoresk, See, Berge, die Art Häuser, die man da erwarten würde, erstaunlich wenig Schnee. Ich hatte ja wenigstens im Wallis auch “unten” mit Schnee gerechnet, aber anscheinend wird es heute dort 14 Grad warm, also eher wie daheim.

Na dann.

Je weiter wir in die Berge kommen, desto mehr Touris, desto mehr Gepäck, aber erstaunlich wenig, also NULL, Ski-Gear. Hm.

Aussteigen dann in Visp, das jemand unserer Reisegruppe so nett und treffend als “Olten der Berge” bezeichnete (Falls Ihnen die Rolle von Olten in der Schweiz nicht klar ist: Olten ist die vermeintlich hässlichste Stadt der Schweiz, niemand möchte in Olten irgendetwas tun, ausser vielleicht umsteigen. Es gibt/gab sogar Aufkleber mit dem Text “Hässlich hier, aber waren Sie schon mal in Olten?”. Ganz so schlimm ist Visp jetzt nicht, immerhin hat es halt Berge aussenrum und man ist superschnell in Saas Fee oder Zermatt oder Crans Montana* oder halt irgendwo schön :-).

Arbeitstechnisch hat das durchaus was. Ich meine: Aussichtstechnisch bin ich eh verwöhnt, hier ist es nicht so sehr von oben runter, sondern von unten rauf. Überall wunderbare Berge! (musste an meinen Kollegen aus den Sümpfen von Alabama denken, der hier seinen ersten Job in der Schweiz hatte und recht bald weg musste, weil er die bedrohenden Berge nicht aushalten konnte. Ich andersrum finde die Berge aussenrum tatsächlich sehr beruhigend und beschützend (und würde vermutlich die ganze Zeit aus dem Fenster schauen statt zu arbeiten).

Schnee gab es halt gar keinen, es war sonnig und mit 14 Grad wärmer als daheim.


Der Tag war dann supercool, ich habe mich ja zu einem Process Gap Assessment für einen Transfer selber eingeladen, um den Prozess besser zu verstehen und eben auch die Site besser kennenzulernen. Kennen Sie das, dass es einen Teil ihres beruflichen Werdegangs gibt, in dem Sie sich absolut zu Hause fühlen? Das ist für mich die Wirkstoffproduktion und so war das heute fast wie Ferien, weil es halt alles so, so, so, so vertraut ist (ich bin schon auch froh, dass es nicht mehr mein Day to day business ist, das wäre mir vermutlich recht bald (wieder) zu fad / kleinteilig, aber ich kann es halt doch noch! Bin es aber auch nicht mehr gewohnt, ich hatte schon ab der Halbzeit der über zweistündigen Tour durch die Produktionsanlagen und QC Labors echt Rückenweh (aber: Schritte und Treppenstufen übererfüllt, es war nämlich dann irgendwann Feuerprobealarm und deshalb Brandschutztüren zu und LIfte nicht mehr benutzbar, deshalb sind wir eben viele Umwege und zu Fuss gelaufen.). Coolste Gadgets: in den IPC Labors, die 24/7 besetzt sind, haben sie Pager, die die Betriebsmitarbeiter mitnehmen können, wenn sie ein Muster gebracht haben, die dann Bescheid geben, wenn die Resultate da sind. Wie diese Brummbuzzer, die man in manchen Fastfoodrestaurants bekommt!

Heimweg dann in einem wieder erstaunlich vollen Zug, Ankunftsplan daheim kurz nach acht. Relativ bald nach dem Losfahren gibt es eine Ankündigung, dass wir umgeleitet werden wegen Personenunfall, mit einer Verspätung von teilweise ca 30 MInuten. Bis Basel sollte sich die auf 15 MInuten reduzieren, ich sollte die ursprünglich geplante Verbindung schaffen.

Ich freue mich sehr, sehr, sehr auf Essen und Dusche und Bett daheim!


* Ich verzweifle seit Wochen an der mentalen Schere zwischen den Schlagzeilen, die die Katastrophe in Crans Montana und den mangelnden Brandschutz und die mangelnden Kontrollen und Durchsetzung (und jetzt die mangelnde Transparenz und Unabhängigkeit in der Aufklärung) zu Recht anprangern, und andererseits total kritiklos das Gezeter von Basler Fasnachtscliquen repetieren, die sich über die für dieses Jahr vorgeschriebenen Sicherheitsvorschriften für zB Wägen (Verkleidung, Bremsen etc) und Brandschutzvorschriften und Besucherzahlengrenzen in den Cliquenkellern aufregen, weil “damit würde man die Fasnacht kaputt machen”. Man könnte auch (unabhängig von Crans Montana) sagen: wtf, wie kann es sein, dass ihr bisher mit alten Traktoren mit rissigen Reifen und ohne funktionierende Bremsen rumgegurkt seid und das ok findet? Oder in brandgefährlichen überfüllten Kellern? Wieviele tote Kinder / Fasnächtler sind akzeptabel?


Montag, Februar 02, 2026

020226

Heute nacht bin ich um halb eins aufgewacht aus einem unendlich traurigen Alptraum (also: schlimm, weil traurig, nicht weil grauenvoll monstermässig furchterregend), mir sind schon die Tränen gelaufen und vor lauter Traurigkeit habe ich noch ein bisschen weitergeweint. Meine Güte, das brauch ich halt schon nicht! (Schnell noch eine Runde durchs Haus gedreht und das Wohlergehen aller, die im Traum beteiligt waren, zu überprüfen.)
Dann: Wecker um halb sechs, heute wieder mit Schwimmen. Ich hatte (und auch deshalb mag ich keine Unterbrechungen meiner Routine, weil dann die Selbstverständlichkeit weg ist) tatsächlich gar nicht unendlich viel Lust darauf, aber eben. 
Radfahren war dann lustig, weil ich tatsächlich erst akustisch (Regentropfen auf der Jacke) merkte, dass es regnete...
Antiklimax: Schwimmen lief super, ich war erst mit nur einem anderen, dann für die letzten vier Bahnen, zwei anderen Schwiwmmern auf der Bahn, wir kamen easypeasy aneinander vorbei, das war schön.
Dann: Sonnenaufgang wie immer die letzten Wochen superdramatisch, das sieht dann 10, 15min toll aus, dann ist wieder grau wegen Hochnebel, aber wenn die Sonne grad so steht, dass sie direkt über meinen Bildschirmrand in meine Augen scheint, dann gehen Wolken und Nebel weg und ich werde geblendet. Naja.



Der Tag war mit Ansage sehr, sehr lang. Neben der Produktarbeit, die ich so, so, so, so mag, stehen im Moment auch wieder einige konzeptuelle Sachen an, die ich nicht mag. Heute abend zB eine Präsentation in einem LT-Meeting einer Nachbarabteilung, auf das ich mich sehr gut vorbereitet wähnte, weil ich ja mit dem von dort zugeteilten SPOC und meinem Chef schon alles vorbesprochen hatte. 
Little did I know.
Naja. Sonst: schnelle Mittagsrunde allein in der Sonne und schauen Sie mal hier: es ist noch WINTER und hier blühen schon die Krokanten. Alle, die Winter nicht mögen: hier, Frühling. (Kommt allerdings auch damit, dass es im April schon Sommer ist und ab Mai /Juni dann Fegefeuertemperaturen)


 Nachmittag lief dann eigentlich gut, ich freue mich sehr auf unseren Klassenausflug aka Technical Visit ins Wallis morgen, ich hoffe auf Schnee und zwar viel davoN!.

Zwischendrin schnell heimgeradelt, damit ich erstens das LT-Meeting und dann das folgende Meeting mit dem klinischen Team aus Kalifornien eben von dort machen kann.
Bummer war: das LT Meeting war nicht ansatzweise das Heimspiel, mit dem ich gerechnet hatte, sondern ... meine Präsentation wurde ignoriert, die vorab besprochenen Themen wurden als "woher kommt den der Quatsch?!" abgetan, es gab mehr Meinung als Ahnung (Stellen Sie sich vor: jemand kommt und sagt: "So, bisher haben wir allen Glasabfall in einen Container geworfen, das ist nicht sinnvoll, weil man es entweder mühevoll auseinandersortieren muss oder nur Braunglas daraus machen kann, anstatt die wertvolleren reinen Farben, die Gemeindeversammlung hat deshalb beschlossen, dass wir sortenrein sammeln in Zukunft. Deshalb würde ich gern ein Konzept mit Euch entwickeln, wie wir das implementieren, hier schon mal der vorab geklärte Plan für einen Pilotversuch" und die Antwort ist "Recycling ist eh scheisse, denkt nur an Verbundstoffe wie Tetrapacks, warum kommst du überhaupt mit so einer Kackidee?")
War dann ganz gut, dass ich mir erstens vorgenommen hatte, auf Fragen und Vorschläge, die ich superdoof finde, mit "Good question, would love to hear your input on that in future discussions" zu antworten (und auf gute Fragen "Thanks a lot, this is an awesome question and here is, what we plan to adress this") und zweitens danach ein ganz anderes, wichtiges Meeting hatte, so dass ich einfach pünktlich gehen musste. Was für ein Theater, ey....
Jetzt also: Abendessen, Rucksack packen für Berge (von unten) und Schnee morgen, und die mühsamen Sachen erstmal vertagen.

Sonntag, Februar 01, 2026

010226

 So, Februar. Ist der erste Monat 2026 also schon rum und war gar nicht mal so übel.

Wir sind ja mit der aushäusigen Übernachtung sozusagen premium in den Februar gestartet.

Weiter geht es mit:

Theaterlager und dann Theateraufführungswoche für L (wir haben schon Tickets!)

Ich fahre die Woche einen Tag ins Wallis zum Arbeiten, ich hoffe, ich sehe wenigstens Schnee (wir sind ja unten im Tal), morgens hin, abends zurück.

Ein Gartenbauer kommt und wir besprechen Optionen für die Neugestaltung der Terrasse und des hässlichen Zauns.

Der Hübsche und ich (es ist so cool, dass kinderfreie Wochenenden keiner abenteuerlichen Planun gmehr bedürfen, sondern halt einfach stattfinden) fahren nach Nierstein, den Kreppelbäcker und seine Frau besuchen (Wehe, Universum, es wird wieder jemand krank!)

Wir bekommen unseren Batteriespeicher für die Solaranlage.

Q. beginnt das zweite Semester.

Wir haben schon wieder Ferien und reisen erstmals mit neuer Besetzung nach Island, erstmals mit einem Inlandsflug, erstmals kommt Q. alleine nach, ich freu mich sehr!

Samstag, Januar 31, 2026

310126

 Heute nacht bin ich von Katzengezeter um halb sieben draussen im Garten wach geworden. Blick aus dem Fenster zeigte: unsere beiden Katzen konnten sich nicht einige, wer von beiden den Garten (der Eingang ist ungefähr 3m breit) zuerst betreten darf. So richtig Geschwister! Ich bin also runter, habe die Terrassentür aufgemacht, beide kamen angerast, haben Snacks und Frühstück genossen und sich währenddessen noch angefaucht und mit ohne Krallen gehauen. Ich glaube, die haben Frühlingsgefühle (oder sind noch aufgeregt, weil gestern, als L. heimkam, eine fremde Katze mit ihm mitkam und Eintritt verlangte. Sie ist reinspaziert, als ob sie bei uns wohnen würde. Wir haben sie freundlich vor die Tür gesetzt, ihren Besitzern eine Mail geschrieben (s. Halsband), auf Facebook recherchiert, dass sie das wohl gern macht, aber ein Zuhause hat, und unsere beiden standen dann eine Zeitlang fassungslos am Mückengitter und haben nach draussen geschimpft, wo "Sugar Ray" noch Einlass begehrte.
Danach konnte ich aber nochmal weiterschlafen, bis kurz nach 8 (Q war da schon bei den Pfadis), dann Kaffee im Bett, der Hübsche holte Frühstück und wir drei verbliebenen planten den Tagesablauf, eigtl eher: wer braucht was bis wann und ist heute wo?

L.: Kuchenstanddienst (mit Kuchen) in Basel ab dem frühen Nachmittag, vorher noch Schuhe für Theateraufführung sichten (erfolgreich, auch ohne die von mir für ihn geputzten Timberlandboots), dann Pfadi, dann Essen, dann Pfadibeizli, morgen alles für Theaterlagerwoche packen

Q.: Kuchenstand (anderer) im Dorf starten, dann Pfadiplanung, dann Essen, dann Pfadibeizli

K&C: Häusliches (zB Wäsche und eine Tarnweste aus dem Pfadifundus für die Theateraufführung reparieren), Spaziergang, Köfferchen packen, dann auf nach Basel, es geht an die Einlösung des Weihnachtsgeschenks für den Hübschen.

Auf dem Weg nach Basel haben wir dann am Bahnhof grad L. verpasst, der mit der S-Bahn, mit der wir gekommen waren, wieder nach Hause fuhr. Gegen den kleinen Hunger auf dem Weg gab es ein Stück meines eigenen Kuchens (doch, kann man machen, schmeckt richtig gut! Am Tag des Backens und grad laukalt vermutlich noch besser, aber das ist Geschmackssache), das sind die schizophrenen Momente des Elternseins.

Dann checkten wir im Hotel Märthof ein (für locals: das "neue" Hotel am Marktplatz, wo früher der grosse Interdiscount drin war, direkt ggü vom Globus), da hatte ich im Rahmen der Aktion "Z`Gascht in dynere Stadt" ein Zimmer reserviert.  Ich war schon sehr neugierig, was aus der jahrelangen Baustelle geworden ist! Schön ist es geworden! Die Dachterrasse / Aussicht ist ziemlich cool (ich meine: Aussichtstechnisch bin ich ja verwöhnt, aber das sind halt die Dächer der Altstadt direkt.) 






Der Hübsche und ich hatten zeitgleich die Assoziation: Verfolgungsjagd übers Dach! Im Zimmer selber warteten dann sehr nette, personalisierte, dem Anlass angepasste Willkommensgrüsse (bin gespannt auf den "Bebbi Sour" :-)).




Jetzt geht es noch ins Dampfbad / Sauna im Keller und dann sind wir auch schon bereit für ein leckeres Abendessen im hauseigenen Restaurant Bohemia (Man nehme es als Beweis dafür, dass ich etwas verschenke, worüber sich der Beschenkte freut, was ich für mich vllt anders ausgewählt hätte. Das Restaurant schreibt sich nämlich seinen Grill und alles an Fleisch und Fisch, was da über den Feuer gegrillt wird, auf die Fahnen, aber eben: es gibt auch was Vegetarisches, was gut klingt, also: ich freu mich! 

Und so anstrengend, wie die Woche war, ist das richtig super: wir brauchen hier nix unternehmen als halt nixtun, weil wir alles drumrum eh schon kennen. (es hätte noch Stadtführungen für die Teilnehmer gegeben, aber auch hier: ich hätte das vermutlich mitgemacht, weil man da doch immer noch was lernt, besonders, weil die ja für Basler gedacht sind, aber der Hübsche hatte keine Lust, und das ist absolut ok)

Freitag, Januar 30, 2026

300126

What a day.

Eigentlich war ja heute nicht soooo viel angedacht, aber eben.

Wieder ausgeschlafen bis sechs, dann gefrühstückt und gearbeitet bis kurz vor acht (Ich bin die, die ohne über die Zeit nachzudenken Chatnachrichten in den Teamchat mit Chef um 6:50h schreibt. Und um 6:53 Antworten bekommt....), dann Physio, erstaunlich anstrengend, aber mei, Sport kann ich ja brauchen.

Wieder daheim mache ich schnell meine Einkaufsrunde, weil ich dann noch viel zu erledigen habe und das gern am Stück machen möchte. Ich bin mittlerweile so an den Gemüsekorb gewöhnt, dass ich in der aktuellen Zeit, wo es nur alle 2 Wochen einen Korb gibt, eben auch nach einer Woche alles aufgegessen habe und dann mit dem Angebot im Supermarkt überfordert respektive damit, from scratch entscheiden zu müssen, was wir denn essen wollen, anstatt den Essensplan der Woche um das, was im Korb ist, herumzuplanen. Ich habe also Paprika und Eisbergsalat für die Pizza heute und den Salat dazu gekauft, morgen abend gehen der Hübsche und ich eh lecker essen und die Kinder auch (getrennt und sehr unterschiedlich :-), am Sonntag machen wir dann "schaumamal" und unter der Woche auch. Donnerstag gibt es wieder Gemüse!

Daheim dann fange ich an, das abzuarbeiten, was die Woche liegengeblieben ist vor lauter Autounfall und Meetings und SPontanabklärungen und merke, dass die Woche mich angestrengt hat. Ich habe aber eine brummende Wärmflasche auf dem Schoss und wenn ich nicht mit dem Hübschen für ein Regenründchen abgemacht hätte, hätte ich das Mittagessen auf sehr viel später verschoben, so gemütlich war das.



Regenründchen, das eigentlich so geplant war, dass ich danach direkt zwei Meetings on site auf dem Standort vor der Haustür hatte. Aber: der eine hat verschoben, der andere Kinderkrankendienst, deshalb virtuell, deswegen laufe ich wieder ganz nach Hause. (es ist ein bisschen lustig, wie sich die Präsenzzeit so entwickelt hat, dass ich eben vier Tage im Büro im Turm bin und mich zum Site SPOC für die Site vor der Haustür entwickle, weil halt bei Sitethemen für uns oft die Frage kommt: "Wer kann sich da drum kümmern? Am besten jemand in Europa?" und ich dann eigtl immer sage: "Ich kann am Freitag einfach mal vorbeigehen". Bietet sich halt einfach an, eine andere Kollegin ist eh in Mannheim basiert, die regelt dort die lokalen Sachen, die US Kollegen sind an den oregonischen und kalifornischen Sites verteilt, dann nehme ich doch gern die Site mit 700m Fussweg anstatt zB in Bayern oder Singapur oder China oder die grosse Baustelle in North Carolina.)

Dann: eben zwei Calls, das eine sehr einfach und kurz erledigt, das andere, bei dem ich nach meiner eh schon ausgewalzten Einleitungsrede dachte: ok, jetzt habe ich alles gesagt, was zu sagen ist, nämlich: "sorry, wir hätten gedacht, wir würden das machen, aber Entscheidung ist "Hölle, nein, auf gar keinen Fall", sorry, dass wir da eine andere Erwartung geweckt haben" und dann .... nahm das ganze einen so weirden turn, dass meine Kolleginnen und ich danach noch ungeplant 20min Debriefing anhängen mussten, um zu verdauen, was uns da gesagt worden war. Meine Güte. (Bin sehr stolz, weil die Kollegin, die ich immer so bewundere, weil sie bei den krassesten Unverschämtheiten immer einfach ruhig und zugewandt bleibt und trotzdem in der Sache stabil, mir gesagt hat, dass sie beeindruckt gewesen wäre, wie schnell und gut ich reagiert hätte. Und zwar nicht mit "Spinnt ihr eigentlich?!", sondern so, dass man noch miteinander reden kann danach.)

Dann: Kuchenbacken. L. hat morgen Kuchenstand für die Theaterkasse, ich habe ihm einen Kuchen versprochen "irgendwas mit Apfel" und den hier ausgesucht. Der klang so lecker, dass ich noch einen für uns machen wollte. Als ich grad am Salzkaramellmachen war, kam Q. rein und meinte: "Mmhm, was wird das?" "Apfelkuchen für den Kuchenstand" und er so "OOOOh, wie lieb ist das von dir, ich hatte nicht mal gefragt, ob du uns einen machst und du machst einfach?!" und in dem Moment wurde mir bewusst, dass mir Q. den ganzen Tag immer wieder von der Mühe seiner Piotruppe erzählt hatte, mit dem lokalen Supermarkt zu klären, ob sie jetzt morgen einen Kuchenstand davor machen dürfen oder nicht und es dann endlich kurz vor knapp geklappt hat. Und weil ich spontan wie ... weiss nicht wer bin, habe ich nicht gesagt: "Klar, mein Schatz", sondern "Für L.s Kuchenstand, nicht für euren...... aber im Prinzip mache ich zwei und ihr könnt den zweiten haben." Er hat sich trotzdem gefreut und einen ganzen Kuchen essen wir eh nicht, dann kaufen wir halt morgen zwei Stück davon zum Frühstück :-)

Dann: Weinbestellung im Supermarkt abholen (es gab 45% Rabatt für unseren Lieblingsrotwein, aber nur online, also habe ich zum Pickup im Laden bestellt...ein bisschen Quatsch, den selben Wein, den es dort normal auch gibt, halt extra im Kiosk zu bekommen, aber 45% haben oder nicht haben ist ein Unterschied von 90% oder so #Ehrenschwabenmath), erstmals unsere neuen Recyclingcontainer leeren (dabei lernen, dass bei Regen sich ungefähr anderthalb Liter recht frisches Regenwasser im obersten Deckel sammeln), Pizzateig machen, Aperol Spritz, Feierabend. Meine Güte.

Ich freue mich sehr auf das Weihnachtsgeschenk für den Hübschen morgen, nämlich "night out" in einem super fancy Hotel und Restaurant mit Spa und Brunch am nächsten Morgen in Basel!


Wunschlistenfrage heute: 

Vielleicht haben Sie es schon mal geschrieben und ich hab es überlesen (dann bitte einfach die Frage löschen): In welchem Stil (Brust/Kraul/etc.) schwimmen Sie Ihre Einheiten? Verwenden Sie eine Badekappe oder geht es - Dank kurzer Haare - ohne?

Schwimmstil hatte ich ja vor ein paar Tagen als "das was man in einem Schwimmkurs im Kindergartenalter lernt" beschrieben, und muss natürlich präzisieren: wenn dieser Kurs in den 80ern war. Weil heutzutage lernen Kinder ja gleichzeitig Brust, Kraul, Delfin und was auch immer ganz von Anfang an. Ich schwimme also Brust, mit ungleichmässigem Beinschlag, und halt immer mal wieder ein paar Bahnen Rücken, wenn frei ist, weil ICH JA NIEMANDEN RAMMEN WILL. Ich bin auf Warteposition für einen Anfängerkraulkurs im Sommer.

Badekappe: da habe ich noch sehr viel Kindheitstrauma mit Gummibademützen und nein, ich schwimme ohne. Aber eben: die Haare sind kurz, da geht das auch mit der Brille easy.

Donnerstag, Januar 29, 2026

290126

 Gestern abend bin ich recht früh ins Bett, ich war todmüde, für heute morgen hatte ich den Wecker eine halbe Stunde später gestellt als für mit Schwimmen. Geschlafen habe ich ... ok (gegen 12 bin ich aus einem krassen Alptraum hochgeschreckt, ab dann ging es), heute morgen fühlte ich mich richtig erholt, kein Wunder, wenn man mal RICHTIG lang geschlafen hat. Blick aufs Armband sagt: 7h 19min (ich hätte eher so 9 Stunden gedacht. Gibt es sowas wie "gefühlte Schlafdauer"?) Andersrum: ich habe grad überprüft: meine aufs Jahr gemittelte durchschnittliche Schlafdauer pro Nacht ist seit Bandltragen konstant 6h 30min plusminus 5 Minuten. Und da sind natürlich wochenendliche Ausschlaforgien mit eingerechnet, also sind 7h19min natürlich schon echt lang!

Anyway.

Heute gemächlicheres aus dem Haus gehen (nachdem die Kaltmamsell es aufgeschlüsselt hat, hier das, was ich tue, wenn ich NICHT vor der Arbeit schwimme: Zähneputzen, Gesichtwaschen, WC, Katzen füttern, Fahrradkleidung anziehen, aktuell sind das Thermounterwäsche, Funktionspulli, Softshellhose, runtergehen, Katzenfutter unten von alt auf frisch wechseln, Milchkaffee aus der Maschine lassen, zwei Toasts toasten, parallel die Vitamintabletten für die gesamte Familie portionieren. Dann: Toast mit Marmelade und Milchkaffee essen, dazu Skincare der Reihe nach auftragen, Internetlesen und kurz die Arbeitsemails seit dem Abend vorher screenen. Dann: alles verräumen, nochmal nach oben, schminken, heute vergessen die Haare zu stylen, aber das kann ich nach dem Radfahren im Lockerraum nachholen, Schuhe an, Reflektorjacke an, Helm auf, Tasche mit Arbeitskleidung und Arbeitsrucksack schnappen, ab in den Radkeller. Dauert 55 min ohne Hetze, im Radkeller ziehe ich mich um, schaue, ob das Makeup noch passt, style die Haare und ab geht es nach oben).

Im Büro habe ich dann erstmal gut zwei Stunden an einem Schreibtisch, die ich eigentlich verplant hatte mit Zeug schreiben, dazu komme ich aber nicht, weil mein Chef noch dringend was braucht, ein Kollege Hilfe braucht, weil er die entsprechenden Systemrechte nicht hat (und das Training nicht assigned bekommen hat, weil seine Chefin gesagt hat, er bräuchte das nicht, obwohl er begründen konnte wofür und jetzt ging es halt ohne die Rechte tatsächlich nicht), also hat er jetzt nochmal eine Begründung für das Training und ich habe ihm aktuell in zwei Fällen aus der Patsche geholfen, so dass er nicht zwei Due Dates reisst (war eine einfache Übung, es gab nämlich diese Woche schon ein paar Kollegen, die das realisiert haben), naja, und dann gab es noch ein paar Entwicklungen in Sachen Autounfall. Es bahnte sich ein weiterer an und diesmal habe ich anders agiert. Bei aller Liebe zum Drama: ich brauch das jetzt da nicht noch mehr, jetzt regeln wir das anders.

Dann: der Teil des Tages, an dem ich triplebooked war für lauter Sachen, die eigentlich priorisiert hätten werden müssen. Ich habe mich für primäre Präsenz in dem Workshop, für den das halbe LT aus den USA angereist war, entschieden und meine Kollegin im Autounfallmeeting gebeten, mir Bescheid zu geben, wenn sich das Thema dort eben "Wie fliegen wir heute aus der Kurve?" nähern würde. Und da bin ich dann aus dem Workshop geflitzt (wo die Luft auch schon etwas dick wurde) und habe mich in einer quiet booth schnell in den Autounfall eingewählt. Durch mein Wirken hinter den Kulissen wurde der Unfall zwar nicht abgewendet, aber, um bei dem Vergleich zu bleiben, ging es nicht mit Vollgas durch eine Kindergartengruppe in eine Nonnenprozession und dann in eine Säuglingsstation, sondern mit quietschenden Reifen in einen gutgepflegten Vorgarten hinein. Ich habe dann direkt vor Ort noch (ich mag das Beispiel jetzt) verhindert, dass die Autofahrerin aussteigt und dem Gartenbesitzer noch eine Szene macht, warum er da auch einen Garten hinmacht und noch dazu mit einen Jägerzaun, schau mal den Lack an!, sondern bevor sie Luft holen konnte, gesagt: "Ach guck, ich bin mir sicher, der Gartenbesitzer hier weiss, wie man hier sicher und korrekt von A nach B kommt, die Strasse geht ja direkt an seinem Vorgarten vorbei. Und er ist zu Hause! Jetzt!". Naja. Heisst natürlich nicht, dass der Gartenbesitzer nicht stinksauer ist und die Autofahrerin nicht beim rückwärts aus dem Garten raussetzen in den Gegenverkehr trudelt oder in das Schaufenster auf der anderen Strassenseite. Aber da bin ich ja auch dran.

Als das erledigt war, bin ich zurück in den Workshop, der war eigentlich für 3h incl Lunch angesetzt und ich hatte ein nahtloses Folgemeeting, aber es dauerte alles länger und so hatten wir zwischendrin 20min für Sandwich und was zu trinken. Und da sah ich dann erst all die WA Nachrichten zwischen dem Hübschen und Q, der nämlich bei einem ECHTEN Autounfall war, nicht beteiligt, sondern als Feuerwehreinsatz. Ich hatte grosse Sorge, dass er Verletzungen gesehen hat, die er nicht aus dem Kopf kriegt, aber erstaunlicherweise konnte die Unfallfahrerin, die es aus der Kurve getragen hat, die abgehoben hat und sich die Böschung runter überschlagen hat, nach mindestens einer halben Stunde kopfüber im Auto eingeklemmt, noch selber aussteigen. Q. war Brandschutz, also ein Stück weg, gebrannt hat es auch nicht. Ich bin schon sehr froh, dass die Ortsfeuerwehr hier für die Autobahn nicht zuständig ist...

Dann: Nachmittag, mehr überlappende Meetings, alles ging gut aus. Vor dem letzten bin ich dann heimgeradelt, weil ich ja noch beim dm vorbeifahren wollte. Hat ganz gut gepasst, dass meine eine Radtasche leerer war als sonst, weil kein Schwimmzeug dabei, weil auch wenn ich nur Zahnpasta, Klopapier und Colorwaschmittel kaufen wollte und dann tatsächlich nur Vitamintabletten, Spüli und Wimperntusche zusätzlich gekauft habe, wäre das sonst eng geworden.

Daheim dann: letztes Meeting, Sansa hatte grosse Freude daran, vor der Kamera auf und ab zu flanieren und das jööööö! aus aller Welt zu hören. Als ich sie falsch kraulte, biss sie mich kamerawirksam in die Hand, das passiert so natürlich nicht wieder.

Dann: Räumen, Pasta, Duschen, mit Buch ins Bett, morgen muss ich endlich all das schreiben, was die Woche nicht passiert ist. (also: bei der Arbeit, hier habe ich alles aufgeschrieben, was ich wollte. Glaube ich.)

Mittwoch, Januar 28, 2026

280126

Gestern abend war ich todmüde und habe schon das Buch weggelegt und tief geschlafen, bevor der Hübsche aus dem Bad kam. Heute morgen war ich dann um halb sechs erstaunlich müde, aber eben, es ist halt halb sechs. Beim Radeln wurde ich ok wach, Schwimmen war einerseits sehr friedlich, niemand hat gerempelt oder geschubst oder gekratzt oder gehauen oder gerammt. Ich war total im Flow und hatte zwar das Gefühl, richtig gezählt zu haben, andererseits aber ging es für das gute Gefühl relativ lang UND ich war unter der Dusche dann so zittrig, dass ich Sterne sah und hm, ich weiss nicht, ob ich einfach unfit war, es die letzten Tage übertrieben habe, oder heute zu schnell war (eigentlich nicht, wenn es 40 Bahnen waren) oder mich verzählt habe und signifikant mehr (schnell) geschwommen bin. 

Ich war trotz einer der selber aus Versehen gemachten Proteinwaffeln zum Frühstück total hungrig und unterzuckert, also habe ich mir auf dem Weg nach oben in der Cafeteria ein Birchermüesli geholt. Meine Arme waren so schwach, dass ich echt Mühe hatte, das kleine Pappschälchen auf dem Weg nach oben im Lift nicht fallenzulassen. Ich weiss auch nicht, ob ich einfach so hungrig war oder das, hands down, das allerbeste Birchermüesli war, das ich jemals gegessen habe. Foto der Zutaten sagt: definitiv keine klassische Rezeptur, aber meine Güte, war das gut!





Ich hatte aber den ganzen Tag über Kopfschmerzen und hm, könnte sein, dass ich es einfach übertrieben habe. Und weil ich mich ja kenne und weiss, dass ich das morgen vergessen habe, vielleicht schon heute abend, habe ich es direkt dem Hübschen und dem Internet gesagt, und tadaaa, auch wenn ich natürlich sofort alle Fitness verlieren werde und nächste Woche auch mindestens einmal wegen Businesstrip (ins Wallis) nicht schwimmen gehen werde, morgen ist kein Schwimmen.

Der Rest vom Tag war dann fordernd, von Standardsachen über spannende Sachen bis zu literally batshit crazy (immer noch Autounfall, man glaubt nicht, was ein Unfallauto noch hinkriegen kann an mess....).

Zum Mittagessen bin ich auf die Schnelle in die Kantine im Turm gegangen, ich war auf die überfüllteste Zeit heute beschränkt, wo es auch an einem Mittwoch (wo doch alle (TM) Franzosen und Schweizer mit Primar- / Oberstufenschülern nicht arbeiten) Schlangen schon beim Betreten der Kantine gibt. Ich habe mich dann in die kürzeste Vegischlange gestellt, da war heute das Menü mit dem catchy Namen: "S'het solang's het Zero Waste Vegi", was ein langer Name für Restlessen ist. Früher gab es die übrigen Komponenten am Tag drauf in Free Flow Buffet oder als Gemüsecremesuppe, jetzt gibt es das eben so. Heute die weirde Kombo aus Reis, recht geschmacklose grosse Blaukrautstücke und gemischte Vegi-Fleischersatzprodukte in Sosse (ich dachte erst, es wäre nochmal das Jackfruitzeug, aber es waren verschiedene Sorten). Joah, dazu Karottensalat, der war aber frisch und extra gemacht :-).



Gegen das Kopfweh und das aus allen Richtungen auf mich einprasselnde Zeug habe ich dann noch eine schnelle Mittagsrunde ums Karree gemacht, bei strömendem Regen und Wind war das eine kopffreiblasende Angelegenheit und man musste nicht wie sonst um die Zeit, um schlendernde Menschenmassen rummanövrieren.

Skurrilster Moment des Tages: als ich mit dem Telefon mit dem Hübschen dran am Ohr in die Kaffeeküche marschierte, um mir meine Thermoskanne aufzufüllen, sass da einer unserer uralten Freunde und Exkollegen aus dem allerersten Job, der ganz woanders arbeitet, und schwatzte mit einem anderen uralten Freund, mit dem ich jetzt Kollegin bin, und einem Kollegen aus einem vorherigen Projekt (über Recycling von Medical Devices). Wie ich mal eine Runde gesprengt habe...

Vor dem letzten Meeting bin ich in voller Regenmontur nach Hause geradelt und grad noch so pünktlich aus den Klamotten geschält gewesen. War aber gut, Kopfweh ist dank Ibu jetzt auch weg und jetzt mache ich dann gleich Pasta für alle, die da sind, und für Q. eine grosse Portion zum Aufheben und Kalorien auffüllen nach der Atemschutzübung bei der Feuerwehr, zu der er gleich verschwindet (in voller Montur 14 Stockwerke im Hochhaus nach oben rennen und so).

Hm. Kalt ist mir auch, ich werd doch nix ausbrüten?!