Sonntag, Februar 22, 2026

220226

Ich war schon sehe beruhigt, als Q gestern abend  mit ordentlicher Verspätung im Hotel in Reykjavik angekommen war. Er hat das natürlich super hingekriegt, er ist ja gross (und war schon oft da und auch unterwegs.). Wir haben heute richtig ausgeschlafen (ich halt bis viertel nach sieben, aber dann habe ich mit Kaffee am Kamin noch gemütlich gelesen. ("Königin Esther", für Irwing ist Urlaubsentspannung immer super).

Spätes Frühstück,  unterbrochen von sehr resolutem Klopfen. Vor der Tür standen zwei SAR-Männer mit Tulpensträussen, die zum heutigen Frauentag ("Konudagur") gegen Spenden eben Blumen verkaufen.  Sie haben den Hübschen auf Isländisch angesprochen (das ist mir gestern auch schon in der Vinbudin passiert, als wir die Kasse wechselten, weil an der ersten zwei junge Männer mit dem Kassierer verhandelten, wer jetzt alt genug für Alkohol wäre und während wir alle drei die Ohren spitzten, was da drüben jetzt los wäre, vertippte sich unser Kassierer und gab statt 2x 6 Helgabieren 612 ein und dann haben wir alle sehr gelacht und er uns sehr viel erzählt, bis ich meinte "Ups, sorry, I did not get the last part"), dann mit "Oh, english. This will be a problem" (it was not) weitergemacht, und dann, als der Hübsche meinte "Sorry, I do not have any physical cash" und dachte, sie würden jetzt ihre Zahlkartenapp oder so rausziehen, meinten sie nochmal: "No problem" und sind verschwunden. Hm. Keine Blumen. Naja.
Nach dem Frühstück haben wir zusammengepackt und sind dann Richtung Akureyri, um halb zwei sollte Q.s Flieger landen. Wir haben dann einen Edelweiss Jet aus Zürich landen und abheben sehen und das regt mich wirklich auf: ich wäre ja wirklich sehr gern direkt geflogen, aber Edelweiss.ch hat standhaft versichert und tut das auch heute noch, "Der nächste Flug von Zürich nach Akureyri fliegt im Juni". Wie kann das sein? Ich habe das Flugzeug gesehen, ich sehe es auf der Abflug- und Ankunftsliste in Akureyri, aber auf der Edelweiss-Homepage nicht? (Der Hotdogmann gestern meinte, reine Inlandsflüge wären so teuer, dass sein Bruder aus Reykjavik, um ihn in Akureyri zu besuchen, über London fliegt, weil das so viel billiger wäre (ok, da würde ich dann mit dem Auto fahren, glaube ich).
Naja. Wir haben im 66 North Outlet gestöbert, die Babykleider immer noch so unglaublich niedlich gefunden, dann im Buch- und Spielzeugladen nebendran nach Glowsticks gesucht und von den beiden Schülerausfhilfen (?) an der Kasse dann zu einem Partyshop weiterverwiesen worden. (so lieb!). Vorher mussten wir allerdings zum Flughafen, kamen gerade am Parkplatz an, als Q.s Flug mit einem RIESENRUMPLER aufsetzte. Wir haben uns sehr, sehr gefreut, ihn zu sehen, er hatte viel zu erzählen.
Wir hatten dann nach der Erfahrung der letzten Tage ja in einem sicher offenen 1!!11!!-Restaurant reserviert, vorher aber noch Abstecher zum Partyshop. Relativ ausserhalb des Zentrums, aber richtig gut sortiert! Ich meine, es gab Champagnerpong, Diskokugelhelme, alles für Junggesellinnenabschiede und ... genau, Glowsticks. Dafür haben wir jetzt noch ein Schnee-DIY-Projekt.
Dann: Essen. Ich wurde etwas nervös, weil die Tür zum Restaurant nicht aufging, aber: das war der Hintereingang, der zu war. Vornerum alles ok, Essen super, alle hungrig, die Kinder sogar so, dass nach den Burgern /Tacos und geteilten Nachos und Trüffelfries noch ein Eis an der Isbudin Platz hatte!


eine kleinere Jul-Cat als die in Reykjavik, aber immerhin noch da!


Auf dem Heimweg noch schnell Skyr-Nachschub holen (wir sind beim zweiten Kilo-Eimer), dann zrück an "unsere" Seite des Fjords.
Häuslichkeiten wie Wäsche waschen, Batterien in Airtags wechseln, Kind installieren und recherchieren für unsere Diamond-Circle-Tour morgen. Wir werden die untere Hälfte machen (die Strecke am Selfoss und Dettifoss vorbei ist nicht passierbar) und zwar ohne Myvatn Nature Baths am Wendepunkt, weil die wegen Construction geschlossen sind. Bin ich froh, dass wir das vorab geklärt haben und keine Erwartung auf eine ultimative Entspannung am Endpunkt mitnehmen.
Jetzt natürlich: Hotpot, dann Pasta.

Samstag, Februar 21, 2026

210226

 Gut geschlafen (Q. schickte brav das Bild von der Bushaltestelle, dass er pünktlich auf dem Weg ist), gefrühstückt mit Aussicht: heute war es wolkenlos und strahlender Sonnenschein. Das sieht so, so, so, so toll aus, wenn die Sonne auf die Berge scheint!


Wir sind dann mittelfrüh nach Akureyri aufgebrochen. Auf dem Weg kamen uns zig Pickups mit Schneemobilen (immer mindestens 2) entgegen, das war ein bisschen spannend.

Wetter: HAMMER!


Kurzer Zwischenstop: der heisse Wasserfall




Wir waren in einem Waldgebiet vor Akureyri am Spazieren, das im Sommer wohl ein wunderschönes Naherholungsgebiet mit dröflzig Spielplätzen und Grillplätzen und Campingplatz und Kletterpfaden über kleine Teichen ist. Wir sind durch den Schnee gestapft, haben uns zwischendrin verlaufen, und sind mit wenig bis null Akku in Kreisen bis zum Parkplatz zurückmäandert. (jetzt keine Gefahr oder irgendwas, aber trotz Kaffee und Prinzenrolle ist die Laune fast ein bisschen nicht mehr so gut gewesen).









Dann: ab nach Akureyri, zum botanischen Garten, wo das Cafe Lyst offen hatte. Irgendwie hatten dann dank Keksen doch die meisten keinen Hunger mehr, einen Avocadotoast haben wir uns dann doch geteilt (es hatten alle irgendwie Lust auf einen Hotdog von dem Stand, an dem ich 2023 im Sommer einen fancy vegi-Hotdog mit Blaukraut, Feigensosse und Blauschimmelkäse gegessen hatte.). Story of our Urlaub: der Hotdogstand hatte zu und es gab einfach in ganz Akureyri keine Hotdogs (war auch eine doofe Zeit so gegen vier, halb fünf). Also: auf dem Rückweg nochmal bei der Tankstelle für Hotdogs angehalten (und sehr, sehr nett mit dem Hotdog-Mann geschwatzt, der uns vermutlich 3 Hotdogs berechnet und 4 gemacht hat, so dass L. zwei gegessen hat. Ich keinen, weil Vegihotdog gab es da keine und ich war dann doch ein bisschen hüngerlich). Diese Energie habe ich dann auf dem Heimweg in Recherchen für ein Restaurantessen morgen nach dem Abholen von Q. umgesetzt, lets see, ob der reservierte Tisch dann verfügbar ist!







Daheim dann der skurrilste Moment des Tages: es hatte sich ein richtiger Schneesturm entwickelt, wir waren sehr froh, als wir im warmen Haus waren, da dingelte es draussen und... es hielt ein Eiswagen vor der Tür. Wir haben so ein bisschen perplex geguckt, da ist er bimmelnd weitergefahren und aus allen Häusern sind die Leute rausgeströmt (im Schneesturm) und haben halt Eis gekauft.

Während Knoblauchbrot und Pizza im Ofen waren, haben wir eine sehr herausfordernde Runde Monikers gespielt, dann gegessen, dann im Hotpot dem Sturm getrotzt und jetzt ist 34% Nordlichtwahrscheinlichkeit, ich muss also wieder gucken! 

Freitag, Februar 20, 2026

200226

Gut geschlafen, aufgewacht zu: "oh guck, es hat noch viel mehr geschneit und schneit immer noch!", Frühstück vorbereitet und dann die Badetasche und Provianttasche incl Reiseespressomaschine gepackt (eigtl aus Gag mitgebommen, zeigte sich aber, dass es eine gute Idee war. Wir sind nämlich richtig off season unterwegs und ausserhalb von Reykjavik/dem Golden Circle hat nicht viel auf.

Die Fahrt über die Berge statt den bezahlpflichtigen Tunnel war eine sehr gute Idee, ich meine: schauen Sie mal!





Ein paar Kilometer weiter scheitern es wieder, als gäbe es kein Morgen und wir sind auf der Suche nach dem Geothermal Goldfish Pond respektive einem Autoabstellplatz dafür auf einem Felsweg fast im Schnee stecken geblieben. Was für ein  nächstes Mal.
In Husavik haben wir uns das sehr schön gemachte Walmuseum angeschaut. Sie haben viele Skelette (unter anderem auch ein Blauwalskelett) und schön gemachten Infos zur lokalen Walgeschichte  ich habe zwei Sachen gelernt: Wale stammen von Landtieren ab (wtf, ich dachte, sie wären halt .... Fische gewesen, die irgendwann zu Säugetieren mutiert sind) und: sie haben Hände!








Dann: Reisekaffee und Sandwiches im Auto, bevor es zum ausgiebigen Einweichen in dem GeoSea-Bad ging. War superschön, recht leer, passend mit ordentlich kaltem Wind und Schnee und Infinity Pool.




Danach waren wir alle ordentlich hungrig und bereit für Ramen oder Wokgerichte aus dem einzigen offenen Restaurant im Ort. Naja. Es war dann aber abgeschlossen und gemäss handschriftlichem Schild auch "closed". Ich rechne es den beiden zur Hangryness Neigungen Personen, eine davon bin ich, sehr hoch an, dass sie nach anfänglichen Enttäuschung auch mit der einzige verfügbaren Alternative,  dem Nesti-Tankstellenrestaurant ok waren. Die Küchencrew hat uns mit frischen Burgern (kannte sich auch mit den vegialternativrn gut aus) versorgt, und gey: truffel loaded Fries schmecken auch im Neonlicht.




Heimfahren dann im stockdunklen Schneetreiben, der Hübsche hat das sehr gut und sicher gemacht!
Daheim dann noch eine Revangerunde Monikers, die Männer konnten die Niederlage von gestern nicht ganz akzeptieren. 


Donnerstag, Februar 19, 2026

190226

 So. Wir sind gestern abend dann hier im immer Dunkleren (war fast ein wenig unheimlich, das immer schwärzer werdende, relativ stürmische Meer, auf der anderen Seite die Berge, dazu die Strasse, die erst Icepatches, dann immer rutschiger, dann durchgehende Schneedecke wurde.

Das Haus ist genauso, wie wir es auf AirBnB gesehen hatten: sehr dunkel, stylish, mit sehr viel Deko eingerichtet (mir wäre es ein bisschen viel für so immer, aber e spasst wirklich gut. Und so sitze ich in Samtohrensesseln vor einem alten (auf alt getrimmten?) Holztisch neben dem Kamin (wir müssen das Holz "unter dem Balkon", aber überall ist hüfthoch Schnee, noch finden), draussen fährt immer aml wieder ein grosser Volvo-Bagger vorbei, der die Strassen freischaufelt. Ich verlaufe mich immer noch, das Haus ist auf zwei Ebenen und naja, irgendwann finde ich dann schon, was oder wen ich suche.

Wir waren dann doch ein bisschen müde und hungrig gestern, aber: auch schon schön, alle haben zusammengeholfen, sich zusammengerissen und so war schnell alles eingeräumt und wir hatten Minion-Pasta mit verschiedenen Sossen und Salat zum Essen, während wir aus den Panoramafenstern ins Schneetreiben schauten.

Geschlafen haben wir dann alle gut, ich sags ja: ich kann eigentlich schon schlafen.

Heute morgen dann habe ich erstmal mit Kaffee und Kindle im Samtsessel gesessen, bis der Rest der Truppe sich bewegte. Skyr, Granola, Beeren, Brot, Hummus, Rührei, Tee, dann waren wir bereit für den Schnee. Wir sind hier ja in einem winzigen Fischerdorf, im Winter ist da echt nicht viel los. Aber: es war soooo schön, durch den echt tiefen Pulverschnee zu rennen, auf der Mole das dunkle Wasser auf uns wirken zu lassen (und halt doch den einen oder anderen Schneeball zu werfen / abzubekommen.

Eigentlich wollte ich dann direkt eine Runde im Dorfschwimmbad schwimmen, aber das macht erst um fünf auf. Also sind wir stattdessen noch durch den Schnee zur Kirche gestapft, die Tür war auch offen, aber ich hätte beim Reingehen vermutlich drölfzig Kilo Schnee in die Kirche getragen, das wollte ich dann lieber doch nicht. Also: durch den oberschenkeltiefen Schnee zurück zum Haus, gemütlich im Hotpot aufwärmen. Der hatte nun wirklich die perfekte Temperatur zum mit Mütze drin sitzen. Das zwischengeschaltete Schneebad kann man machen, muss aber niemand.

Wir haben dann nochmal mit Q. telefoniert, der hat daheim alles im Griff und freut sich auf Samstag.

Jetzt stehen noch zwei grosse Entscheidungen an: gehe ich nochmal raus und Schwimmen jetzt? (entschieden: nein) Und was machen wir morgen? (Husavik, incl Schwimmbad, deswegen heute auch nicht nochmal)

Es ist schon gut hier.



Die Kids hatten gestern noch freigeschaufelt, naja.





Ich bin ja v.a. wegen neuer Bildschirmhintergründe hier




Ich geh hier irendwann noch schwimmen


Know your memes

Friedhof hier ohne Discovibes






Mittwoch, Februar 18, 2026

180226

Ok, es ist so cheesy, aber das ist mein Stresslevel der letzten Tage


Ich habe geschlafen wie ein Baby, war kurz vor sieben (kurz vor acht daheim) wach, draussen war es noch dunkel. Ich habe versucht,  leise zu sein bis zum Aufstehen.
Beim Frühstück Wiedersehen mit der üblichen Gruppe an älteren amerikanischen Bildungsreisenden.
Wir hatten dann einen vollgepackten halben Tag in Reykjavik,  es wollten doch unsere Lieblingsplätze besucht respektive dem mitreisenden Islandneuling gezeigt werden. Wir haben uns also durchpusten lassen (so kalt, so windig, so kein Schnee!), ich habe einen neuen Badeanzug, wir haben einen Geburtstagsgutschein für Mütze und Handschuhe eingelöst , haben frisch gebackene Zimtschnecken bei Brauð&Co erwischt, grad nich so Kaffee bei den Reykjavik Roasters, denen irgendwie alles ausging, wir waren in der Hallgrimskirkja
 (unter anderem einen Haufen Kerzen anzünden, besonders für Frau Herzbruch).

 Dort übrigens der einzige Ort in ganz Island der nur Cash nimmt, und ich dachte,  ich würde den letzten 500 Kronenschein von 2021 nie los!
Am Montag war Bolladagur, wo sich die Bäckereien überschlagen mit ... ich glaube, es sind sowas wie Windbeutel mit den kreativsten Füllungen. Wir hatten für heute bei "Sweet Aurora" noch welche vorbestellen können (das ist eine französische Patiessiere, die vor ein paar Jahren einen Ladennind Reykjaviknaufgemacht hat. Wie waren letztes Mal schon dort, da war ich allerdings so krank, dass ich es nicht geniessen konnte). Es war ein Fest (aber auch bisschen arg viel), der cafe-Hund beäugt uns streng. (Ich frage mich was erst kam: der Hund oder die Innengestaltung des Raumes)
Wir hatten gestern schon gesehen, dass der Tjörnin zugefroren war.
Zurück im Hotel holten wir unser Gepäck, orderten ein Taxi (fühlt sich immer noch so verwegen an. Taxifahrer ist auf meiner "Luxus,  not for me"-Liste ganz weit oben) zu  Inlandsflughafen und waren natürlich viel zu früh da. Der Checkin öffnet 45min vor Ablflug. Das gab uns genug Zeit, in unserem Gepäckhaufen rumzusitzen, dass wir von zwei Influencern oder Icelandairpraktikanten gefragt wurden, ob sie sich das Gepäck  für ihr Video ausleihen könnten.
Es war dann schon ein bisschen wild, ohne jede Sicherheitskontrolle oder so (Pass schon) durch eine Tür, ein Tor im Zaun (Gate 1) ins Flugzeug zu steigen.
Eine Propellermaschine mit 39 Sitzen ist ... klein. Und familiär.
Der Flug über das Hochland war dann schon ei  Highlight,  ich habe das noch nie gesehen!
35 min später: Landung in Akureyri, Auto holen, das geht parallel zum Gepäck holen (es ist echt lustig: von touchdown bis im Auto sitzen ging es 10 Minuten), Supermarkteinkauf für die nächsten Tage, doch noch bei der Vinbuðin vorbei, weil es gestern im Slipbarinn kein Helga-Bier gab (und ja, man könnte auch einkaufen, ohne vorher online zu checken, wieviele Einheiten Helgabier es noch in der Niederlassung in Akureyri gibt (124), aber praktisch ist es schon) und dann ab nach Grenivik in unser Zuhause für die nächste gute Woche!