Donnerstag, Februar 26, 2026

260226

 Heute: ausgeschlafen (das bedeutet für mich halt einfach maximal halb acht oder so), Kaffee und Buch (Ich habe "Königin Esther" mit viel Mühe heute endlich fertiggelesen. Ich hatte von John Irving in Erinnerung, dass ich ungefähr 2, 300 Seiten zum Reinkommen brauche und dann ist es super. Hier: es war zwischendrin ganz kurz ok und dann hat es einfach nicht mehr aufgehört, es wurde salbadert, immer wieder derselbe Scheiss (sorry) wiederholt, man kam vom Hölzchen aufs Stöckchen, hatte das Gefühl "Bruder, was labersch du?", als er von Europa in den 70ern schwadronierte und den allgegenwärtigen Juden und dem Antisemitismus, interessanterweise aber keinen alten Nazis, dann noch bisschen Israel und Palästinenser und die ganze Zeit irgendwelche abstrusen Sex-und Schwängerungsszenarien, die mich halt die ganze Zeit einen sabbernden alten Mann vor mir sehen lassen... ja, also, nein danke! Jetzt wieder solide Krimikost!) und spätem Frühstück.

Die Skipiste wäre heute ab Mittag wieder offen gewesen, allerdings taute es wieder ordentlich und wir legten einen supergemütlichen letzten Tag ein. Ausschlafen, PJ-Frühstück, Morgenfolge des Manga, zu dem L. uns gebracht hat (wir amüsieren uns köstlich!), dann machten der Hübsche und ich einen Schneespaziergang (wir haben Schneehühner und Fuchsspuren gesehen), dann bauten wir gemäss Internetinspiration eine Alienarmee, die wir heute abend noch mit den extra gekauften Glowsticks beleuchten werden (ich hoffe, sie schmelzen uns nicht ganz weg, sie sind schon ein bisschen klein geworden). L. und S. haben einen RIESENSCHNEEMANN gebaut. 







Dann: Kekse, Kaffee, Tee, Nudelsuppe für alle und eine Runde Monikers. Und ich sag mal so: ich hoffe, der linke Zeigefinger ist nur verstaucht,, weil ich würde ungern in den Unfallbericht schreiben "Ich wollte pantomimisch "Hangry" darstellen, dabei wollte ich schwungvoll meinen jüngeren Sohn umarmen, der sich mit mir diese Eigenschaft teilt. Ich holte also aus, schaute aber in die Richtung meines Mannes, dem ich den Begriff klarmachen wollte, und vergass, dass L. in einem Ohrensessel sass. Mit gestrecktem Zeigefinger stiess ich mit Schwung gegen das Sesselohr, der FInger knackte und knickte in eine ungute Richtung. Mir wurde kurz schlecht, ich musste weinen und lachen gleichzeitig, die Familie machte Witze wie "Bei Chuck Norris (ein anderer Begriff, der zu erklären war) würde jetzt der Sessel weinen", der Finger wurde blau und schmerzt bei Bewegung. Aber ich habe 15 Sekunden extra Zeit bekommen, konnte "hangry" noch erklären, aber verloren haben wir trotzdem". (ich werde defnitiv bis Samstag daheim warten und es wird schon nix sein).

Dann: der Hübsche und ich gehen nochmal eine Runde schwimmen, heute ist der Plan, einen Kilometer zu machen, das sind in dem kleinen Becken hier 60 Bahnen. Mir wird zwischendrin ein bisschen schwummrig, aber es ist trotzdem sehr, sehr schön und ich würde auch daheim gern in warmem Freibad im Winter schwimmen. Daheim dann: Reste verkochen, wir haben das bis auf die Skyrmenge richtig gut abgeschätzt. Es gibt Röstitaler und Tortellini-Auflauf überbacken mit allem Käse, den wir noch haben.

Zum Abschluss: ein bisschen die Koffer zusammenpacken, dann nochmal Hotpot und vielleicht kommen nochmal Nordlichter.

Verfrühtes Fazit: das war ein wunderbarer Urlaub, auch in der Konstellation. Ich freue mich sehr, dass Q. noch nackommen konnte, ich glaube, dem wäre ganz allein daheim (vielleicht) ein bisschen einsam gewesen, ich habe mich sehr über seine Gesellschaft gefreut. Die Islandneulingin hat sich sehr wacker geschlagen, nicht offensichtlich unsere Art Urlaub zu machen doof gefunden, das grosse Haus hat natürlich allen Raum zum Rückzug gelassen. Überhaupt: grad im Winter und/oder bei unsicherem Wetter: ich bin grosser Fan von echt schönen Ferienhausunterkünften, das tut beim Buchen zwar kurz weh, andererseits denke ich mir: wir arbeiten uns dumm und dämlich, werden dafür mehr als gut bezahlt, es ist doch nur logisch, dieses Geld für was auszugeben, was uns Freude macht.

Auf jeden Fall: als heute ALLE rauskamen und die Schneealiens gebaut haben und die beiden dann nicht mehr aufgehört haben und irgendwann nochmal Verstärkung holten, um die Schneekugeln aufeinander zu stapeln, und dann alle Nudelsuppe gegessen haben, da hätte ich fast ein bisschen geweint. (naja, beim Finger habe ich dann richtig geweint, aber das hätte es nicht gebraucht).

Wie ist es, mit einer weiteren Frau auf Reisen zu sein?

Super! Ich habe es in den letzten ein, zwei Jahren schon gemerkt, dass es mir nicht so gefällt, die einzige weibliche Person im Haus zu sein. Die Jungs und der Hübsche sind super, die Gesrpächsthemen sind vermtutlich diverser, als man vermuten würde, aber..... eine co-weibliche Perspektive wäre schon manchmal schön und ich hätte mich so gesehen schon sehr über eine Tochter gefreut. Aber gut, es ist, wie es ist, umso cooler, wenn diese weiblcihe Verstärkung jetzt halt von aussen reinkommt. Das Reisen per se klappt superst, ich hoffe, ihr gefällt es auch so.

(Andersrum: ich werde ja immer total aggressiv, wenn die automatische Erwiderung "der arme Vater" kommt, wenn zur Sprache kommt, dass ich drei Schwestern habe, weil: wtf?!)



Mittwoch, Februar 25, 2026

250226

 Heute: eigentlich hatte ich ja Skifahren geplant. Nachdem gestern Sturm war und das Skigebiet auch nachmittags wegen Wetter zu hatte, dachte ich, heute, ohne Sturm, wäre wieder alles tutti. Während des Frühstücks änderte sich allerdings nichts auf der Website, um 10 (da sollte es eigtl öffnen) bewegten sich die Lifte auf der Webcam nicht ansatzweise, es blieb still und ruhig. Naja. Dann nicht. (man muss Tickets vorab online kaufen und kann sie auf vorhandene SkiData-Karten spielen, die ich immer in ausreichender MEnge in der einen Tasche, die so schwer zu erreichen ist, der Skijacke habe, aber eben: Registrieren und alle Teilnehmer eintöckeln, würde ich lieber am Computer als am Handy machen, also lieber von daheim als von vor Ort.

War aber eh offensichtlich, dass nix war. Deshalb: gemütlich fertig machen für einen weiteren Schneespaziergang im Wald. Heute in der Eis-Version. Wie gut, dass wir alle Spikes für die Schuhe haben, da war das easy.






Unterwegs Wanderkaffee in einer Vogelbeobachtungshütte, dann Bäckereibesuch zum Auftanken von Zucker und Zimt und für die Omnivoren ein Konterhotdog.

Daheim dann war es endlich so weit: ich ging schwimmen. Der Hübsche kam mit (ich war etwas nervös. ob sie bei leichtem Schneefall am Ende das "grosse" (17m) Becken nicht aufmachen würden, nur die Hotpots, aber eben: Island. Ich schwamm also bei perfekter Temperatur (am einen Ende war es mir zu warm, am anderen genau richtig), irgendwo mass ein Thermometer knapp über 29 Grad eine gute halbe Stunde. Bahnenzählen kann ich nicht ohne Podcast, den hatte ich aber nicht dabei. Meine Brille sass erst überhaupt nicht gut, aber nach den ersten 10 Bahnen hatte ich es raus.

Ungewohnt für mich: es war sehr blau und hell, das Arbeitsbecken hat einen Metallboden, da wirkt tendenziell dunkler.

Danach: im Hotpot kurz aufwärmen (es waren ausser uns noch zwei ältere Männer da, einer von beiden aus dem Ort), dann anziehen und zurück.



Jetzt: Spaghetti, Hotpot, Monikers. Wir haben es schon ziemlich gut.

Und dann noch eine Wunschlistenfrage:

Basierend auf Ihrer Erfahrung / persönlichen Wahrnehmung: wie viele Frauen (anteilsmässig) sehen Sie in mittleren bis höheren Kader Funktionen, welche tatsächlich einen Schweizer background haben (in der Schweiz in die Schule gegangen und aufgewachsen)?  Und wie viele davon sind dann auch noch Mutter von Kindern? 

Weil: Ich selbst keinen Einblick in die Pharma Industrie im Bekanntenkreis habe, bei mir in der Branche jedoch beobachte, dass es nach wie vor wenig schweizer Frauen in solchen Positionen gibt und es mich als Mutter von 2 Töchtern interessiert woran dies liegen könnte? Schulsystem? Kulturelle Prägung und Erwartungshaltung? 

Das ist eine sehr interessante Frage und ich dachte, ich könnte die leicht beantworten, indem ich ein bisschen in die Firmenstatistik gucke. Aber entweder ist das nicht (für 08/15 Mitarbeiterinnen) zugänglich oder aber tiefer versteckt, als ich in den Ferien bereit bin, zu suchen.

Generell ist es bei der grossen Pharmafirma, bei der ich arbeite, so, dass der Anteil an Schweizern und SchweizerInnen tatsächlich eher überschaubar ist und vermutlich geringer als man glaubt. In Basel ist halt das Headquarter mit allen globalen Funktionen, das ist ein Magnet für die ganze Welt. Dementsprechend arbeiten dort auch Menschen aus (ich hab nachgeschaut) 115 Nationen, davon ist natürlich ein Teil SchweizerInnen, aber allein aus Deutschland und Frankreich kommen dank der Lage im Dreiländereck allein schon sehr viele Ausländer, die noch nicht mal aus ihrem Heimatland wegziehen müss(t)en, um dort zu arbeiten. Dazu alle andere internationalen KollegInnen.... 

Dann: die Frauen. Der Frauenanteil am Standort beträgt 40%, bevor die Diversitätsziele ..... den "geopolitischen Herausforderungen" geopfert wurden, war das Ziel für den Frauenanteil in Führungspositionen 38% oder so. In dem Bereich, in dem ich bin, hat sich in den letzten 13 Jahren da sehr, sehr, sehr viel getan (Technical Operations, historisch gesehen eine Männerbastion), besonders die hohen Führungspositionen sind zu einem überwiegenden Anteil mit Frauen besetzt. Interessanterweise haben geschätzt 95% dieser Frauen Familie mit Kindern.

Jetzt aber die Frage nach der Schnittmenge: ich würde jetzt nicht sagen, dass es kaum bis wenig Schweizerinnen in diesen Rollen gibt. Es ist halt ein wild gemischtes internationales Umfeld, geradeind en höheren Kaderpositionen konkurriert man mit Führungskräften aus aller Welt, aber eben: es gibt sie durchaus. Und ALLE, die ich kenne, haben Kinder. Ich persönlich glaube, dass das in dem Umfeld aber schon auch mit der Prägung im Studium zusammenhängt, da sind solche Rollen mehr oder weniger "vorgezeichnet" und man stellt sich darauf ein.


Dienstag, Februar 24, 2026

240226

 Heute: Badetag bei wildem Wetter.

Es hat seit gestern mittag ordentlich getaut bei Wind und eben 4 Grad über Null. Heute mehr Wind und ab Mittag wieder Temperaturen unter Null und Schnee angekündigt.

Genau der richtige Tag für einen Besuch in der "Forest Lagoon", eins der fancy Wellnessbäder, relativ neu, in dem wir bisher noch nicht waren.

Es war richtig schön, warm, mit Sauna, skurrilste Beobachtung: man konnte die Dusche nur mit dem Chiparmband für Eintritt, Schrankabschliessen und Getränke an der Bar bezahlen aktivieren. Das haben wir Frauen erst gar nicht gecheckt, weil wenn man wild mit der Hand mit dem Armband drum rumwedelt, kann es auch gehen. 






Wir haben also erst im Nebel, dann im Schneetreiben im warmen Wasser gedümpelt, irgendwann war gut (Q. wieder ein bisschen Kreislauf, da müssen wir wirklich aufpassen, aber er merkt es mittlerweile, bevor es ihn flachlegt). Grosse Freude über die Badeanzug-Zentrifuge. Meine Mütze war ja auch platschnass nach dem eingeregnet werden, aber weil da so strikt "swimwear only" stand, habe ich mich nicht getraut. Aber: andere schon und ich dann als Lemming auch und so war sie dann wenigstens trockener als vorher.

Essen: wieder bisschen tricky für mich, die Omnivoren waren voll auf Hotdogs an der nahen Tankstelle eingeschossen, an der es nix in vegi gibt, ich hatte eigentlich keine Lust darauf, dass alle um mich rum warten (und "mal ein bisschen probieren" wollen), während ich im Lagunenbistro einen Avocadotoast verdrücke, und war bereit, bis daheim durchzuhalten und eben dann eine Suppe zu essen. Praktischerweise war der kreislaufbeeinträchtigte Q. dann auf Pancakes eingeschossen und so haben wir uns einen Brunch mit beidem geteilt, das war schon besser als nix zu essen, gebe ich zu.



Der Weg über den Damm zur Tankstelle war dann echt interessant, weil: es stürmt! (nicht genug für auch nur ansatzweise eine Wetterwarnung hier, aber schon ziemlich!)

Bisschen (sehr) doof: ich habe ja fest eingeplant, hier im Dorfschwimmbad mindestens eine Streckenschwimmrunde einzulegen, das (Aussen)Becken hat 29.3 Grad, das sollte ja gut gehen. Bisher kam es dazu nicht, weil die Öffnungszeiten halt limitiert sind und ich am ersten Tag hier dann auch irgendwie keine Lust mehr hatte, am Abend nochmal hinzugehen. Naja. Heute haben wir auf dem Weg mit dem Auto zum Haus die (wenigen) Leute, die draussen waren, gegen den Wind und die total eisverkrusteten Gehwege kämpfen sehen, und bei allem "Wie cool wäre es, bei dem Wetter draussen zu schwimmen?" ist es halt im Haus schon sehr viel gemütlicher und ich mag mir (trotz Crampons) jetzt nicht wirklich noch was brechen, wie doof wäre die Begründung: "Ich wollte bei Schneesturm halt draussen schwimmen und bin auf dem Weg zum Schwimmbad ausgerutscht" (Der Hübsche muss noch lernen, dass er mich sowas selber rausfinden lassen muss und mir nicht ungefragt sagen darf, dass das eine doofe Idee wäre. Ist natürlich ein bisschen risky, vielleicht merke ich es auch nicht und gehe dann halt, aber mei, so bin ich halt auf ihn sauer und noch viel näher dran zu gehen....)

Anyway, ich sitze jetzt im sturmumtosten Wohnzimmer am Kamin, die Jungs gucken eine Serie, dahem hat es anscheinend 20 Grad plus und ich recherchiere, ob wir morgen Skifahren gehen können :-)


(Gestern abend übrigens noch: wildeste Nordlichtershow, als wir im Hotpot sassen und ich EINMAL mein Handy nicht dabei hatte. Ich bin jeden Abend schon mehrfach im Pyjama rausgesaust, als die Nordlichterapp gebrummt hat, immer nix, aber das war schon beeindruckend! (Wie immer: Langzeitbelichtung / Nachtmodus, so bunt sind die fürs nackte Auge nicht, aber man kann sie deutlich von Wolken unterscheiden und auch den Hauch pink / grün erkennen).







Wunschlistenfrage:

Wie zufrieden sind Sie mit dem Birdbuddy?

Sehr! Ich habe ihn aktuell wegen nicht so viel Sonne auf "weniger Postkarten" eingestellt, weil da das Solardach sonst nicht ganz ausreicht, aber im Prinzip ist er super! ich freue mich über jede Nachricht, über jede neu freigeschaltene Vogelart (ich habe jetzt Amsel, Spatz, Blaumeise, Kohlmeise, Rotkehlchen, viel mehr habe ich bei uns sonst auch noch nicht gesehen). Die Fotos sind grossartig, angeblich erkennt die App eben auch verschiedene Individuen, die man auch benennen kann. Ob das jetzt so tatsächlich stimmt, oder ob Joe Black und Jon Snow ein und dasselbe Amselmännchen sind, who knows?

Montag, Februar 23, 2026

230226

 Man sagt, der "Diamond Circle" wäre der "Golden Circle on Steroids" (Golden Circle: die von Reykjavik binnen einer kurzen Autofahrt erreichbaren landschaftlichen Attraktionen wie Gullfoss, Geysir, Selljalandsfoss, die auch dementsprechend unglaublich überlaufen sind). Hier oben ist das die Runde von Akureyri über Husavik, Asbyrgi, den Dettifoss, Myvatn, incl der Schwefelfelder, Drimborgir,, Hrevir, dem Godafoss und so.

Die gesamte Runde wäre uns eh zuviel am Stück gewesen, ausserdem ist die Strasse zum und vom Dettifoss eh gesperrt, also sind wir die untere Hälfte angegangen und heute ein bisschen früher aufgestanden. Eigentlich war der Plan ja baden in den Myvatn Nature Baths, die jetzt anders heissen, aber die sind zu wegen Bauarbeiten.

Also:

Godafoss in richtig vereist (ich glaube, das Blau kommt ohne Schnee gar nicht so raus)



Unsere Islandverwöhnten Kinder: "so hoch oder breit oder tief scheint der jetzt gar nicht!" (Keiner hat diesmal Karotten runtergeworfen oder über Götterstatuen referiert)

Der Weg weiter: windig und noch kalt. (Im Lauf des Tages wurde es fast föhnwarm und taute richtig)

Myvatn


Zum Teil war der See so zugefroren, dass es Schneemobiltouren drüber gab, zum Teil aber dann doch offen.

Lavafeld Dimmuborgir: im Winter dann doch recht leer, nicht überlaufen wie im Sommer. Lustig übrigens: der Krater, den der Hübsche und ich im Sommer ja mehr oder weniger senkrecht hochgehirscht sind, ist uns damals auf dem Hinweg gar nicht aufgefallen, diesmal schon von weiss nicht wie vielen Kilometern entfernt)






Richtig gutes Mittagessen dann im Vogafjos Cowshed Restaurant, ein Restaurant im Kuhstall, absolut geruchssicher mit einer Glassscheibe getrennt, aber naja, die Fenster gehen halt doch direkt auf die Rückseite der Kühe.


Vegetarisches Essen ist im Hinterland immer ein bisschen ein Glücksspiel, hier aber gewonnen: Gerstenrisotto mit verschiedensten fermentierten und eingelegten Gemüsen, gebratenen Pilzen, Grünkohl, Blaubeersosse. Der Rest der Truppe hatte keine Mühe damit, Beefburger respektive Lamb Shank mit Blick auf die Kollegen zu bestellen und zu geniessen.

Praktisch direkt vor der Haustür: die Game-of-Thrones-Badehöhle, in der man nicht mehr baden darf, weil sie einerseits eventuell zu heiss ist, andererseits sich Touristen einfach nicht benommen haben. Deshal: nur gucken. Wir waren ganz allein, und es ist schon beeindruckend, wenn man in das schwarze Loch runterklettert und erstmal gar nix sieht, nur riecht und ahnt, dass irgendwo Wasser ist und dann: zack: fällt ein bisschen Licht von der anderen Seite rein und man sieht auf einmal alles


Schwefelfelder von Hrevir: beeindruckend, wie sehr die stinken, aber auch wie gemütlich das Blubbern klingt.




Heimweg dann durch sehr viel getauten Matsch, bei uns ist noch einigermassen viel Schnee (wir wollen ja noch die Glowstick-Aliens bauen), jetzt Resteessen, dann Hotpot und überlegen, was wir morgen machen

Sonntag, Februar 22, 2026

220226

Ich war schon sehe beruhigt, als Q gestern abend  mit ordentlicher Verspätung im Hotel in Reykjavik angekommen war. Er hat das natürlich super hingekriegt, er ist ja gross (und war schon oft da und auch unterwegs.). Wir haben heute richtig ausgeschlafen (ich halt bis viertel nach sieben, aber dann habe ich mit Kaffee am Kamin noch gemütlich gelesen. ("Königin Esther", für Irwing ist Urlaubsentspannung immer super).

Spätes Frühstück,  unterbrochen von sehr resolutem Klopfen. Vor der Tür standen zwei SAR-Männer mit Tulpensträussen, die zum heutigen Frauentag ("Konudagur") gegen Spenden eben Blumen verkaufen.  Sie haben den Hübschen auf Isländisch angesprochen (das ist mir gestern auch schon in der Vinbudin passiert, als wir die Kasse wechselten, weil an der ersten zwei junge Männer mit dem Kassierer verhandelten, wer jetzt alt genug für Alkohol wäre und während wir alle drei die Ohren spitzten, was da drüben jetzt los wäre, vertippte sich unser Kassierer und gab statt 2x 6 Helgabieren 612 ein und dann haben wir alle sehr gelacht und er uns sehr viel erzählt, bis ich meinte "Ups, sorry, I did not get the last part"), dann mit "Oh, english. This will be a problem" (it was not) weitergemacht, und dann, als der Hübsche meinte "Sorry, I do not have any physical cash" und dachte, sie würden jetzt ihre Zahlkartenapp oder so rausziehen, meinten sie nochmal: "No problem" und sind verschwunden. Hm. Keine Blumen. Naja.
Nach dem Frühstück haben wir zusammengepackt und sind dann Richtung Akureyri, um halb zwei sollte Q.s Flieger landen. Wir haben dann einen Edelweiss Jet aus Zürich landen und abheben sehen und das regt mich wirklich auf: ich wäre ja wirklich sehr gern direkt geflogen, aber Edelweiss.ch hat standhaft versichert und tut das auch heute noch, "Der nächste Flug von Zürich nach Akureyri fliegt im Juni". Wie kann das sein? Ich habe das Flugzeug gesehen, ich sehe es auf der Abflug- und Ankunftsliste in Akureyri, aber auf der Edelweiss-Homepage nicht? (Der Hotdogmann gestern meinte, reine Inlandsflüge wären so teuer, dass sein Bruder aus Reykjavik, um ihn in Akureyri zu besuchen, über London fliegt, weil das so viel billiger wäre (ok, da würde ich dann mit dem Auto fahren, glaube ich).
Naja. Wir haben im 66 North Outlet gestöbert, die Babykleider immer noch so unglaublich niedlich gefunden, dann im Buch- und Spielzeugladen nebendran nach Glowsticks gesucht und von den beiden Schülerausfhilfen (?) an der Kasse dann zu einem Partyshop weiterverwiesen worden. (so lieb!). Vorher mussten wir allerdings zum Flughafen, kamen gerade am Parkplatz an, als Q.s Flug mit einem RIESENRUMPLER aufsetzte. Wir haben uns sehr, sehr gefreut, ihn zu sehen, er hatte viel zu erzählen.
Wir hatten dann nach der Erfahrung der letzten Tage ja in einem sicher offenen 1!!11!!-Restaurant reserviert, vorher aber noch Abstecher zum Partyshop. Relativ ausserhalb des Zentrums, aber richtig gut sortiert! Ich meine, es gab Champagnerpong, Diskokugelhelme, alles für Junggesellinnenabschiede und ... genau, Glowsticks. Dafür haben wir jetzt noch ein Schnee-DIY-Projekt.
Dann: Essen. Ich wurde etwas nervös, weil die Tür zum Restaurant nicht aufging, aber: das war der Hintereingang, der zu war. Vornerum alles ok, Essen super, alle hungrig, die Kinder sogar so, dass nach den Burgern /Tacos und geteilten Nachos und Trüffelfries noch ein Eis an der Isbudin Platz hatte!


eine kleinere Jul-Cat als die in Reykjavik, aber immerhin noch da!


Auf dem Heimweg noch schnell Skyr-Nachschub holen (wir sind beim zweiten Kilo-Eimer), dann zrück an "unsere" Seite des Fjords.
Häuslichkeiten wie Wäsche waschen, Batterien in Airtags wechseln, Kind installieren und recherchieren für unsere Diamond-Circle-Tour morgen. Wir werden die untere Hälfte machen (die Strecke am Selfoss und Dettifoss vorbei ist nicht passierbar) und zwar ohne Myvatn Nature Baths am Wendepunkt, weil die wegen Construction geschlossen sind. Bin ich froh, dass wir das vorab geklärt haben und keine Erwartung auf eine ultimative Entspannung am Endpunkt mitnehmen.
Jetzt natürlich: Hotpot, dann Pasta.

Samstag, Februar 21, 2026

210226

 Gut geschlafen (Q. schickte brav das Bild von der Bushaltestelle, dass er pünktlich auf dem Weg ist), gefrühstückt mit Aussicht: heute war es wolkenlos und strahlender Sonnenschein. Das sieht so, so, so, so toll aus, wenn die Sonne auf die Berge scheint!


Wir sind dann mittelfrüh nach Akureyri aufgebrochen. Auf dem Weg kamen uns zig Pickups mit Schneemobilen (immer mindestens 2) entgegen, das war ein bisschen spannend.

Wetter: HAMMER!


Kurzer Zwischenstop: der heisse Wasserfall




Wir waren in einem Waldgebiet vor Akureyri am Spazieren, das im Sommer wohl ein wunderschönes Naherholungsgebiet mit dröflzig Spielplätzen und Grillplätzen und Campingplatz und Kletterpfaden über kleine Teichen ist. Wir sind durch den Schnee gestapft, haben uns zwischendrin verlaufen, und sind mit wenig bis null Akku in Kreisen bis zum Parkplatz zurückmäandert. (jetzt keine Gefahr oder irgendwas, aber trotz Kaffee und Prinzenrolle ist die Laune fast ein bisschen nicht mehr so gut gewesen).









Dann: ab nach Akureyri, zum botanischen Garten, wo das Cafe Lyst offen hatte. Irgendwie hatten dann dank Keksen doch die meisten keinen Hunger mehr, einen Avocadotoast haben wir uns dann doch geteilt (es hatten alle irgendwie Lust auf einen Hotdog von dem Stand, an dem ich 2023 im Sommer einen fancy vegi-Hotdog mit Blaukraut, Feigensosse und Blauschimmelkäse gegessen hatte.). Story of our Urlaub: der Hotdogstand hatte zu und es gab einfach in ganz Akureyri keine Hotdogs (war auch eine doofe Zeit so gegen vier, halb fünf). Also: auf dem Rückweg nochmal bei der Tankstelle für Hotdogs angehalten (und sehr, sehr nett mit dem Hotdog-Mann geschwatzt, der uns vermutlich 3 Hotdogs berechnet und 4 gemacht hat, so dass L. zwei gegessen hat. Ich keinen, weil Vegihotdog gab es da keine und ich war dann doch ein bisschen hüngerlich). Diese Energie habe ich dann auf dem Heimweg in Recherchen für ein Restaurantessen morgen nach dem Abholen von Q. umgesetzt, lets see, ob der reservierte Tisch dann verfügbar ist!







Daheim dann der skurrilste Moment des Tages: es hatte sich ein richtiger Schneesturm entwickelt, wir waren sehr froh, als wir im warmen Haus waren, da dingelte es draussen und... es hielt ein Eiswagen vor der Tür. Wir haben so ein bisschen perplex geguckt, da ist er bimmelnd weitergefahren und aus allen Häusern sind die Leute rausgeströmt (im Schneesturm) und haben halt Eis gekauft.

Während Knoblauchbrot und Pizza im Ofen waren, haben wir eine sehr herausfordernde Runde Monikers gespielt, dann gegessen, dann im Hotpot dem Sturm getrotzt und jetzt ist 34% Nordlichtwahrscheinlichkeit, ich muss also wieder gucken!