Donnerstag, Februar 19, 2026

190226

 So. Wir sind gestern abend dann hier im immer Dunkleren (war fast ein wenig unheimlich, das immer schwärzer werdende, relativ stürmische Meer, auf der anderen Seite die Berge, dazu die Strasse, die erst Icepatches, dann immer rutschiger, dann durchgehende Schneedecke wurde.

Das Haus ist genauso, wie wir es auf AirBnB gesehen hatten: sehr dunkel, stylish, mit sehr viel Deko eingerichtet (mir wäre es ein bisschen viel für so immer, aber e spasst wirklich gut. Und so sitze ich in Samtohrensesseln vor einem alten (auf alt getrimmten?) Holztisch neben dem Kamin (wir müssen das Holz "unter dem Balkon", aber überall ist hüfthoch Schnee, noch finden), draussen fährt immer aml wieder ein grosser Volvo-Bagger vorbei, der die Strassen freischaufelt. Ich verlaufe mich immer noch, das Haus ist auf zwei Ebenen und naja, irgendwann finde ich dann schon, was oder wen ich suche.

Wir waren dann doch ein bisschen müde und hungrig gestern, aber: auch schon schön, alle haben zusammengeholfen, sich zusammengerissen und so war schnell alles eingeräumt und wir hatten Minion-Pasta mit verschiedenen Sossen und Salat zum Essen, während wir aus den Panoramafenstern ins Schneetreiben schauten.

Geschlafen haben wir dann alle gut, ich sags ja: ich kann eigentlich schon schlafen.

Heute morgen dann habe ich erstmal mit Kaffee und Kindle im Samtsessel gesessen, bis der Rest der Truppe sich bewegte. Skyr, Granola, Beeren, Brot, Hummus, Rührei, Tee, dann waren wir bereit für den Schnee. Wir sind hier ja in einem winzigen Fischerdorf, im Winter ist da echt nicht viel los. Aber: es war soooo schön, durch den echt tiefen Pulverschnee zu rennen, auf der Mole das dunkle Wasser auf uns wirken zu lassen (und halt doch den einen oder anderen Schneeball zu werfen / abzubekommen.

Eigentlich wollte ich dann direkt eine Runde im Dorfschwimmbad schwimmen, aber das macht erst um fünf auf. Also sind wir stattdessen noch durch den Schnee zur Kirche gestapft, die Tür war auch offen, aber ich hätte beim Reingehen vermutlich drölfzig Kilo Schnee in die Kirche getragen, das wollte ich dann lieber doch nicht. Also: durch den oberschenkeltiefen Schnee zurück zum Haus, gemütlich im Hotpot aufwärmen. Der hatte nun wirklich die perfekte Temperatur zum mit Mütze drin sitzen. Das zwischengeschaltete Schneebad kann man machen, muss aber niemand.

Wir haben dann nochmal mit Q. telefoniert, der hat daheim alles im Griff und freut sich auf Samstag.

Jetzt stehen noch zwei grosse Entscheidungen an: gehe ich nochmal raus und Schwimmen jetzt? (entschieden: nein) Und was machen wir morgen? (Husavik, incl Schwimmbad, deswegen heute auch nicht nochmal)

Es ist schon gut hier.



Die Kids hatten gestern noch freigeschaufelt, naja.





Ich bin ja v.a. wegen neuer Bildschirmhintergründe hier




Ich geh hier irendwann noch schwimmen


Know your memes

Friedhof hier ohne Discovibes






Mittwoch, Februar 18, 2026

180226

Ok, es ist so cheesy, aber das ist mein Stresslevel der letzten Tage


Ich habe geschlafen wie ein Baby, war kurz vor sieben (kurz vor acht daheim) wach, draussen war es noch dunkel. Ich habe versucht,  leise zu sein bis zum Aufstehen.
Beim Frühstück Wiedersehen mit der üblichen Gruppe an älteren amerikanischen Bildungsreisenden.
Wir hatten dann einen vollgepackten halben Tag in Reykjavik,  es wollten doch unsere Lieblingsplätze besucht respektive dem mitreisenden Islandneuling gezeigt werden. Wir haben uns also durchpusten lassen (so kalt, so windig, so kein Schnee!), ich habe einen neuen Badeanzug, wir haben einen Geburtstagsgutschein für Mütze und Handschuhe eingelöst , haben frisch gebackene Zimtschnecken bei Brauð&Co erwischt, grad nich so Kaffee bei den Reykjavik Roasters, denen irgendwie alles ausging, wir waren in der Hallgrimskirkja
 (unter anderem einen Haufen Kerzen anzünden, besonders für Frau Herzbruch).

 Dort übrigens der einzige Ort in ganz Island der nur Cash nimmt, und ich dachte,  ich würde den letzten 500 Kronenschein von 2021 nie los!
Am Montag war Bolladagur, wo sich die Bäckereien überschlagen mit ... ich glaube, es sind sowas wie Windbeutel mit den kreativsten Füllungen. Wir hatten für heute bei "Sweet Aurora" noch welche vorbestellen können (das ist eine französische Patiessiere, die vor ein paar Jahren einen Ladennind Reykjaviknaufgemacht hat. Wie waren letztes Mal schon dort, da war ich allerdings so krank, dass ich es nicht geniessen konnte). Es war ein Fest (aber auch bisschen arg viel), der cafe-Hund beäugt uns streng. (Ich frage mich was erst kam: der Hund oder die Innengestaltung des Raumes)
Wir hatten gestern schon gesehen, dass der Tjörnin zugefroren war.
Zurück im Hotel holten wir unser Gepäck, orderten ein Taxi (fühlt sich immer noch so verwegen an. Taxifahrer ist auf meiner "Luxus,  not for me"-Liste ganz weit oben) zu  Inlandsflughafen und waren natürlich viel zu früh da. Der Checkin öffnet 45min vor Ablflug. Das gab uns genug Zeit, in unserem Gepäckhaufen rumzusitzen, dass wir von zwei Influencern oder Icelandairpraktikanten gefragt wurden, ob sie sich das Gepäck  für ihr Video ausleihen könnten.
Es war dann schon ein bisschen wild, ohne jede Sicherheitskontrolle oder so (Pass schon) durch eine Tür, ein Tor im Zaun (Gate 1) ins Flugzeug zu steigen.
Eine Propellermaschine mit 39 Sitzen ist ... klein. Und familiär.
Der Flug über das Hochland war dann schon ei  Highlight,  ich habe das noch nie gesehen!
35 min später: Landung in Akureyri, Auto holen, das geht parallel zum Gepäck holen (es ist echt lustig: von touchdown bis im Auto sitzen ging es 10 Minuten), Supermarkteinkauf für die nächsten Tage, doch noch bei der Vinbuðin vorbei, weil es gestern im Slipbarinn kein Helga-Bier gab (und ja, man könnte auch einkaufen, ohne vorher online zu checken, wieviele Einheiten Helgabier es noch in der Niederlassung in Akureyri gibt (124), aber praktisch ist es schon) und dann ab nach Grenivik in unser Zuhause für die nächste gute Woche!

Dienstag, Februar 17, 2026

170226

Gestern abend noch kurz sehr nervös geworden, als mir auffiel, dass bei den AirBnB Ausstattungsmerkmalen des Hauses neben Heizung und Warmwasser auch "Grundausstattung an Bettwäsche und Handtüchern" nicht angekreuzt war. Während ich mir bei ersteren beiden (I mean: Nordisland. Heisses Wasser kommt literally aus dem Boden) recht sicher war, dass das halt irgendwie selbstverständlich wäre, wurde ich mit den Laken auf ei mal sehr verwirrt. Wir hatten irgendwann mal eine Rekawohnung, in der es eben keine Bettwäsche gab, und ich hatte eine Gorrorvorstellung von uns, die wir im Stockfinsteren kurz vor Polarkreis ankommen und eben erstmal 40km fahren müssen und nachts Bettwäsche kaufen. Also habe ich mich zum Affen gemacht und natürlich hat es Bettwäsche und Handtücher und sie denken jetzt, ich bin doof (oder, wie der Hübsche meinte: deutsch). Egal, Handtücher!

Ich have heute Nacht dann trotzdem total schlecht geschlafen, war aber halb fünf wach, wir waren viel zu früh mit allem fertig,  haben uns von Q., den Katzen und den Eltern der Reisebegleitung verabschiedet und los ging es. Wir haben Verreisen offensichtlich verlernt, uns sind nämlich erstmal wild die Koffer durch das Postauto gerollt. 
Dann: ungewohnte Umsteigen, weil am Flughafen- Bahnhof gebaut wird, Q vermisst, der immer genau sofort weiss, wo der Checkin ist (sagen Sie es ihm nicht, er lässt sich das gern raushängen), Gepäck losgeworden, Security ohne irgendeine Extrakontrolle durchlaufen,  das hatten wir noch nie, im Dutyfree Gin-Giesskannen entdeckt,
 dann das obligatorischen Burgerkingmahl zu Finediningpreisen eingenommen (der Falafelburger schmeckt NICHT gut), uns alle einig gewesen, dass es viel schöner ist, gemeinsam zu verreisen, als L. für ein halbes Jahr ans andere Ende dee Welt zu verabschieden. Es hat mich mehr gezwickt, als ich dachte, dass q nicht dabei ist. Ich bin sehr froh, dass er noch nachkommen wird.
Beim Einsteigen ging draussen ein Wolkenbruch nieder und der Hübsche und ich hatten ein bisschen Flashbacks an 2023, wo unsere Reisewurst mit allen Outdoorklamotten im Gewitter draussen stand und wir in unserem kleinen Zimmer in Stykkisholmur erstmal alles trocknen mussten. Lets see.
Ich habe so Islandsehnsucht: diesmal musste ich schon beim Icelandair-Sicherheitsvideo schniefen, sonst ja immer erst beim "Exit to Iceland"-Schild. Jetzt haben sie neu sich noch das hier?!
Dann: Premiere, wir juckeln mit dem Flybus vom Flughafen in die Stadt. Passt ganz gut, man hätte diesmal sogar wegen Baustelle mit dem Bus zu den Autovermietungen fahren müssen, dann halt direkt in die Stadt.
Wetterbericht sagt für heute abend und morgen: Schneesturm in Südisland. Bester Zeitpunkt, um mit einer winzigen Propellermaschine abzulegen!

Montag, Februar 16, 2026

160226

 Ich freue mich ja schon sehr drauf, wenn ich mal wieder gut schlafe. Heute war das noch nicht der Fall. Ich hatte Gedanken, seit ein paar Tagen gibt es hier eine Katze, die immer so kurz gegen Mitternacht unseren Weg entlangläuft und bei jedem Schritt laut anklagend miaut. Mau. Mau. Mau. Mau. Mau. Das höre ich, das hören auch unsere Katzen, die dann erst über mich drüber galoppieren zum Fenster, um zu schauen, wer da so einen Lärm macht, dann evlt unten rausrennen und schauen, dann wieder reinkommen etc. Dann war Sturm und hat geweht, dann war strömender Regen und hat mich nassgeregnet, dann wieder Sturm, immer Gedanken, dann hat meinWecker geläutet, den ich vergessen hatte, auszumachen, dann war Sansa hungrig, dann hat des Hübschen Wecker geläutet, den er vergessen hatte, auszumachen und irgendwann habe ich beschlossen, Kaffee zu machen.

Lustig war: als wir dann endlich alle (also: alle, die frei hatten) beim Frühstück sassen, kam Q. von seinem ersten Tag im 2. Semester nach Hause. Die "Einführung in die Organische Chemie", montags um 8, dauerte heute statt 2h 15 Minuten, dann war Pause bis mittags (auch ein bisschen ein weirder move, oder?). Naja.

Nach dem Frühstück haben wir dann Koffer gepackt. Ich war ein bisschen angestrengt (bin ich beim Packen fast immer, ich muss mich dann immer selber wieder runterholen, weil: das schlimmste, was passieren kann, ist, dass wir, was auch immer vor Ort nochmal nachkaufen müssen.), auch weil wir diesmal ja gestaffelt reisen, und wir manches, aber nicht alles für Q. schon mitnehmen können und hoffentlich vergisst er dann nix.

Irgendwann war alles drin, alle Koffer sind zu und genau richtig schwer.

L. ist nun los, Chinese New Year feiern, Q. wieder in die Uni, der Hübsche und ich haben beschlossen, dem Wetter zu trotzen und unser Ründchen zu machen. Und holla, hat das geschüttet und gestürmt! Ich hatte irgenwann, damit wir uns besser unterhalten können, meine Kapuze abgenommen und leider den Moment verpasst, sie wieder aufzusetzen, bevor meine Haare wirklich eisig triefnass waren. Cordhosen sind jetzt auch nicht das besten Regenoutfit, aber die Goretex-Jacke und die Schneestiefel waren dicht und letztere sogar warm. Der Weg zum Coop, um noch ein paar vergessene Sachen zu holen, war dann echt unschön kalt, besonders danach wieder für das letzte Stück nochmal raus. Daheim habe ich dann erst gegen Unterzucker ohne Hose einen Windbeutel verdrückt, dann brühheiss gebadet und jetzt bin ich wieder warm.

Jetzt noch: Kühlschrank leerkochen zum Abendessen, dann den Film, den der Hübsche und ich gestern beide nicht mehr fertig schauen konnten, und dann ab ins Bett, morgen geht es LOS!

Sonntag, Februar 15, 2026

150226

 Ach, ach, ach, irgendwann schlafe ich vielleicht wieder gut. Gestern abend bin ich todmüde noch bei Licht eingeschlafen, habe mit einem Stresslevel von 49 nur Alpträume gehabt (unter anderem haben wir unsere erste Katze Dax in einer alten Wohnung, wo sie durch eine Katzenklappe ohne Chipkontrolle rein- und rauskonnte, nicht erwischt, als wir auszogen und wussten nicht, wie lange sie schon nicht mehr da war und ach, naja, es ist fast schon peinlich, all diese  offensichtlichen Links zu Dingen, die hier in den letzten Monaten passiert sind und offensichtlich noch nicht verdaut.

Dann, um kurz vor acht, beschloss Sansa, die Kaffeecke in unserem Schlafzimmer abzuräumen, weil irgendetwas dringend hinter dem Schrank zu suchen war. (Bei Rücksprache mit Q. später lernte ich, dass sie wohl gegen 2 laut miauend mit Beute reingekommen war, die dann offensichtlich im Schlafzimmer freigelassen hat und die sich dann hinter das Schränkchen geflüchtet hat. Sansa ist schlafen gegangen und hat bis 8:02 vergessen, dass sie ja noch eine Maus auf Vorrat hatte...). Wir haben erstmal Kaffee gemacht, den Schrank ein paar (maximal 3cm von der Wand weggerutscht und schon ein Schwänzchen gesehen... Ich war dann erst ein bisschen beeindruckt, WIE schmal sich Sansa machen kann, nämlich: genau so schmal. Sie hat sich sozusagen verflüssigt und ist Kopf voraus in den Spalt abgetaucht. Dann war ich ein bischen negativ beeindruckt, wie ... sie da halt einfach drin stecken geblieben ist. Auf einmal sahen nur noch die flauschigen Hinterbeine senkrecht oben raus und strampelten. Ich habe sie (ohne Maus) also wieder rausgezogen, sie ist nochmal wieder reingetaucht, nochmal steckengeblieben, dann nochmal und irgendwann haben wir Kaffee Kaffee sein lassen, den Schrank vorgezogen, die Maus ist unter dem Schrank mitgewandert, irgendwann hatten wir sie dann in einem Handtuch eingefangen und draussen freigelassen (sehr klein, sehr schnell, sehr fit). Sansa hat das alles nicht mitbekommen, noch ein bisschen hinten durchgefeudelt und gesucht, jetzt ist alles wieder aufgeräumt und wir haben hinten auch mal wieder Staub gewischt!



Dann: Kaffee, Internet und dann, ganz verrückt, noch im Bett eine Serienfolge (Finale einer Harlan Coben Mini Series) geschaut und dabei einen Socken, der heute (also: mit dem zweiten dazu) als Teil für ein Geburtstagsgeschenk zu verschenken ist, fertig gestrickt, das hatte ich gestern nicht mehr geschafft. Das ist der erste von den Arcane Fiber-Strängen, die ich verstrickt habe, und ich bin sehr, sehr angetan!



Dann: gemütliches Frühstück, Spaziergang noch im Grauen (Sansa war sehr aufgestellt und ist, als ich den Birdbuddy nachgefüllt habe, ganz wichtig im Baum nebendran rumgeturnt),



dann mehr Wäsche, mehr Zeug und innere Unruhe, weil ja morgen gepackt und übermorgen gereist wird (noch schnell gescheckt, wo man in Akureyri Skiequipment leihen könnte. Sehr nett: man kann Helme auch so ausleihen, aber alles andere Skiequipment nicht ohne Helm), wie das mit der Fähre nach Hrisey funktioniert ausserhalb der Saison (es gibt einen Fahrplan, aber man muss am Abend vorher anrufen, damit auch wirklich wer kommt und gefahren wird.)

Weil ich mir geschworen habe, heute noch nicht mit dem Packen anzufangen, weil es eh morgen den ganzen Tag dauern wird, egal, wieviel ich heute mache oder nicht, hatte ich dann Hummeln im Hintern und halt noch ein Sportründchen eingelegt, weil: Bewegung hilft immer.

Der Hübsche und Q. haben währenddessen den Tesla geputzt (der Mini war gestern dran), der nach Matsch und Salz und überhaupt schon echt übel aussah (hätte man meinen können, dass bei den 2500 Ocken für die Reparatur eine Wäsche mit drin gewesen wäre. Beim Mini war die in der 420CHF Reparatur auf Garantie dabei. Naja.

Dann: ausgepowert, alle Wäsche for now erledigt, voller Vorfreude auf Island (ich habe nochmal Fähren nach Grimsey --> nächste Fähre am 9. März, also immer noch kein Polarkreis für  und Hrisey --> es gibt schon einen Fahrplan, aber wenn man vor Mai fahren will, muss man am Abend vorher anrufen, damit auch wirklich wer kommt. Das wird superst!, ausserdem Skiverleih in Akureyri und so gegoogelt und hach, das wird so, so, so toll!) und auf leckeres Abendessen. Die Familie sah mich etwas sparsam an, als ich meinte, ich würde jetzt mal eine Kröte ins Loch schieben, aber mei, ich kann doch auch nix dafür! Statt mit Steinpilzsosse mit mit Knoblauch und Zitronenschale/-saft aromatisiertem Kräuteröl, ich habe unserem Auk-Gärtchen für die Ferienzeit einen frechen Kurzhaarschnitt verpasst. (Übrigens: voll (naja, Black Friday) selber bezahlt, aber das funktioniert wirklich, wirklich gut! Wir haben 2x Koriander, 1x Petersilie, 1x Basilikum, es dauerte ca 6 Wochen bis Erntereife und seitdem (4 Wochen) haben wir jeden Tag frische Kräuter satt!)

Bald werde ich auch gut schlafen, ich hab das im Gefühl. Ich brauche dafür nur Schnee, Bolla, Zimtschnecken, Vulkane, Lava, Schwefelquellen und Meer

Samstag, Februar 14, 2026

140226

 Fallenstinstag, wie es die alten Erkan-und-Stefan-Fans nennen (naja, Fans, das alles ist ja überhaupt nicht gut gealtert, aber gefügelte Worte sind halt trotzdem geblieben).

Bei uns zu Hause stapeln sich Valenstinstagsblumen, Theaterblumen, Theaterkostüme, die nicht verwendet wurden und zurück ins Pfadihaus müssten, Theaterkostüme, die verwendet wurden und zurück ins Pfadihaus müssten oder gewaschen und dem normalen Gebrauch wieder zugeführt werden müssten, Stapel mit Wintersachen ("Mitnehmen!"), Reiseproviantvorräte, und viel Wäsche, die gewaschen und verräumt (oder mitgenommen) werden muss.

Es wird, wir haben jetzt wirklich endlich alle frei!

Gestern war ein anstrengender Tag (der Hübsche und ich haben gemerkt: wir haben ein Thema, bei dem wir uns nicht einig werden, nämlich Platten für die Terrasse. Vorgabe war: nicht zu dunkel, damit man sich im Sommer die Füsse nicht verbrennt, tauglich für die Gegebenheiten und nicht zu dunkel, damit es im Wohnzimmer nicht zu dunkel ist. Der Hübsche hätte gern Betonoptik gehabt, ich ... nicht. Ich bin damit in einem Hightechbad ok, weil das ja dann fast so ein bisschen ironisch wirkt, aber auf einer Terrasse sieht es dann halt aus, wie betoniert und nicht fertig. Ich hätte gern grosse Schieferplatten gehabt, aber das wäre wegen dunkel eh nicht gegangen. Wir haben uns jetzt für silbergraue Keramikplatten in Holzoptik geeinigt. Im Katalog haben wir noch gesehen, es gäbe Keramik auch in Metalloptik, so zB rost. Wenn man das Gefühl haben möchte, auf einem von Piraten gekaperten Öltanker zu leben, ohne bei jedem Kratzer Tetanus zu bekommen. Bei uns jetzt: Wie wenn man ein Holzdeck hätte, aber ohne Spreissel in den Füssen).



Dann: grosses Theater, nämlich Ls Klassentheater. Ich war ja sehr, sehr aufgeregt, Q. hatte dasselbe Stück vor drei (?) Jahren aufgeführt. Er war damals der Regisseur, L. war Henry, also der Sohn, der das absolut Böse in Form von Kain verkörpert. Joah, ....

Wie bei Q. damals auch schon, war ich total hin und weg, wie krass gut die Klasse das gemacht hat. Das Stück war natürlich anders interpretiert (Q.s Klasse hatte den Bruch zwischen Rolle und Schauspieltruppe, die sich streitet, mit Bühnenhochdeutsch und Schweizerdeutsch geregelt, L.s Klasse mit Bühnenhochdeutsch und Englisch (als IB-Klasse mit Schwerpunkt Englisch bietet sich das an). Sie haben sich die Seele aus dem Leib gespielt, getanzt, gesungen, geschrieen, geweint und, klar, ich bin voreingenommen, aber ich wusste nicht, dass das in L. steckt. Ich hatte Angst um ihn und fast Angst vor ihm!

Was ich auch richtig schön fand: was für ein Zusammenhalt unter den Jugendlichen (und Lehrpersonen) besteht. Wie bei Q. auch kam die gesamte Pfadileitertruppe zum Zuschauen (Q. hat sooooo viele Theater schon gesehen), aus L.s alter Schule kamen Freunde, er hatte seinen (und Q.s) ehemaligen Klassenlehrer und den Werklehrer (via Insta) on short notice eingeladen und anstatt zu sagen: "Wtf, Freitag abend habe ich echt besseres zu tun, als ehemalige Schüler in einer engen Aula spielen zu sehen", kamen sie vorbei und haben sich mit ihm und allen anderen ehemaligen Schülern angeregt und interessiert unterhalten. Aus Q.s Klasse kam auch noch eine Kollegin, die damals eine Hauptrolle in dem Stück hatte, um zu sehen, wie die Youngsters es jetzt machen. Und SchülerInnen aus den Parallelklassen kamen und waren einfach total begeistert! 

Hammer, wirklich! (Sie haben all das in nur ungefähr 6 Wochen auf die Beine gestellt, neben der Schule!)

L. und seine Theaterkollegen sind dann noch ein bisschen durch Basel gezogen (keine Ahnung, was da gestern los war, auf dem Hinweg ist uns schon unglaublich viel Polizei aufgefallen, und sie wurden dann mehrfach von unglaublich aufdringlichen Jesus-Freaks belästigt, die sich ihnen aufgedrängt haben und mit ihnen beten wollten. Immerhin ist der relativ (kunst)blutverschmierte L. nicht von der Polizei aufgegriffen worden...

Heute dann: L. war zum Aufräumen früh in der Schule, Q. im strömenden Regen mit dem Pionierfahrzeug der Feuerwehr die Dorfhauptstrasse absperren, der Hübsche und ich haben erst erschöpft ausgeschlafen, dann ausgiebig gefrühstückt und dann Zeug erledigt: unseren mittlerweile auf enorme Grösse angewachsenen Zimmerdschungel korrekt mit Wasser versorgen. Dabei habe ich gesehen, dass unsere eine Strelizie, die wir aus importierten Samen von unserer Hochzeitsreise nach Maui und Kauai gezogen haben, d.h. die sind 23 Jahre alt... , nach der einen Blüte von vor ein paar Wochen eine zweite bildet!




Dann: alle Betten neu beziehen, Bettwäsche und all die andere Wäsche sortieren und .. tadah, waschen, Wäsche abhängen, den Mini waschen (nicht in der Waschmaschine), Recyclingzeug wegbringen, ein paar saisonal passende Süssigkeiten zum Kaffee kaufen,



 durch den strömenden Regen radeln und Katzenfutter besorgen. Im Fressnapf wurde ich dann von einem, sagen wir mal, etwas ungepflegten und dementsprechend riechenden Mann angesprochen, ob ich denn Punkte sammeln würde und auf mein "nein" gefragt, ob er meine Paybackpunkte haben könne, er hätte wenig Geld. Auf mein etwas überrumpeltes "Ja, klar" ist er mir dann gefolgt und hat mir die ganze Zeit immer wieder erzählt, dass er wenig Geld hätte. Hm. Fand ich dann tatsächlich ein bisschen nervig, weil... ich stöbere eigentlich gern im Fressnapf rum und schaue mir die neusten "lustig" benamsten Katzenfutterschöpfungen an, ausserdem war ich auf der Suche nach einem neuen Katzenbett für Jonny. Naja. An der Kasse dann hat er seine Payback Karte vorgehalten und ich dachte, das wars jetzt und er verschwindet, die nächste Person nach Punkten anhauen. Aber nein, er ist immer noch rumgelungert, bis ich meinen Einkauf (das war einiges) bezahlt hatte, dann ist er mit mir aus dem Laden raus (das fand ich dann richtig unangenehm) und hat mich bis zu meinem Rad begleitet, mir nochmal die Story von wenig Geld erzählt und sich dann getrollt. Und ich habe den gesamten Heimweg dann damit gehadert, ob ich jetzt eine paranoide Person bin, die in allen nur das schlechteste sieht und er wollte nur nett sein und sich dann mit den neuen Punkten im Kaufland gegenüber ein Bier holen oder einen Krapfen oder beides oder was auch immer, oder eine total naive Person, die übers Ohr gehauen wurde und der jetzt via welchen Readout auch immer über die Paybackkarte die EC-Karte geleert wird. Ich habe dann beschlossen, dass vermutlich einfach alles ok ist, aber meinen PIN habe ich trotzdem geändert. So strange alles (andererseits: heutzutage hat kaum noch wer Cash dabei, um was soll man den sonst fragen, wenn man etwas braucht....).

Naja. 

Jetzt ist die nächste Wäsche fertig und das Essen für heute abend steht auch: Artischocken mit frischem Brot und Mayodip, ich freu mich!

Freitag, Februar 13, 2026

130226

 Ok, heute wäre ja eigentlich der Tag, an dem ich gemütlich Sachen fertig mache und dann in die Ferien slide.

Naja.

Stattdessen habe ich gestern abend bis 10 noch die Sachen erledigt, die dank des Querschusses aus China liegengeblieben sind.

Heute dann: Aufstehen, die Chinasachen noch vor halb acht für den internen Review fertig gemacht und dann zu meinem ALLERLETZTEN Schulterphysiotermin aufgebrochen. Das ist ja mittlerweile total zu Kraft für Arme und Schultern geworden, das kann ich in ZUkunft auch gut allein machen.

Krass, über ein Jahr ist der Unfall her und fast so lang ging es, dass es mich nun wirklich nicht mehr stört. Ich muss mir nur noch einige der angewöhnten Vermeidungshaltungen / Bewegungen wieder abgewöhnen.

Dann: sportlich getaktet (8:30 Physioende, 800m heim, 8:35 Meetingstart) ein Meeting, um die Bedürfnisse unserer Gruppe mit den Fähigkeiten eines AI (so AI ist es gar nicht...) Tools abzugleichen. War gut und ernüchternd (nicht so sehr von meiner Wahrnehmung her, sondern von dem wie es die Mehrheit der Leute, die es noch nie gesehen haben, verstehen).

Schnelle EInkaufsrunde, sonst wird da heute null Zeit dafür sein und der Kühlschrank ist gähnend leer.

Dann: ENDLICH das Chinazeug fertig machen, d.h Korrekturen einbauen und alles in ein hübsches Slidedeck basteln (immer hinter meinen eigenen Erwartungen zurück, weil ich halt keinen Nerv auf "hübsch" machen habe. Ich könnte mit Google Banana noch "Beautify this slide" machen, aber da machen sie immer nur so blaue Glitzereffekte rein, das ist ja albern).

Zwischendrin kommen noch dringende Anfragen von meinem Chef, von meinen KollegInnen, Nachtrag zu Themen, die ich eingetütet vermutete, aber naja.

Um kurz nach eins ist alles fertig und abgeschickt und übergeben.

Ich mache L. und mir eine Portion Vegigulasch und Spätzle warm, die noch im TK sind, laufe ein paar Schritte. L. ist müde und macht einen Powernap vor dem Theater.

Ich bin auch müde und fahre mit dem Hübschen Fliesen für die neue Terrasse aussuchen.

Dann: noch ein letztes Meeting, fertigmachen fürs Theater, ab in die Stadt, essen, Platz finden, geniessen, Wochenende!