Samstag, März 14, 2026

140326

 Eigentlich war der Plan, bis 8 ca auszuschlafen und gemütlich in den Tag zu starten. Ich war allerdings ab halb sieben eigentlich wach, naja. Kaffee im Bett, dann halbwegs schnelles Frühstück, weil die Kinder um 10 im Pfadihaus sein mussten zum Putzen. Heute war schweizweiter Pfadischnuppertag, da sollte es ordentlich aussehen. Kurz danach standen sie wieder bei uns im Garten, nämlich den Esstisch zu 5. oder so abholen. Unseren alten können sie in ihrem Aufenthaltsraum gebrauchen, winwin.

Der Hübsche und ich hatten eigentlich nix vor, also:

Betten beziehen, 4 Maschinen Wäsche waschen, trocknen, aufhängen, Spazierründchen (im strömenden kalten Regen), Recyclingkram wegbringen, mal wieder Nagelfolien aufkleben (ich probiere diesmal Doonails, die von Maniko sind der grösste Scheiss), duschen, Tacofiesta für insgesamt 7 vorbereiten, das ist mehr Geschnipsel als ich dachte (aber: Mangosalsa, Pico de Gallo, Guacamole, das wird super lecker!), es kam soweit, dass wir die Gäste eine halbe Stunde nach hinten bestellen mussten :-).

Aber jetzt. Gleich. (ich hab Hunger!)

Freitag, März 13, 2026

130326

 "Ausgeschlafen" bis sechs, will heissen: ich war eigentlich wach um halb fünf, dann richtig um halb sechs und das Weiterbacheln bis sechs hat sich wirklich wie Ausschlafen angefühlt. Seit Island schlafe ich wieder gut (bis auf die eine Migränenacht letzte Woche), auch mit dieser kurzen Schlafdauer bekomme ich einen Schlafscore von 90 und einen Durchschnittsstresslevel von 6, das ist phänomenal (und fühlt sich auch so an).

Dann: konzentriertese Loswerkeln bis halb 10 (genau dann kamen die für "zwischen 8 und 11" angekündigten Möbellieferer und -zusammenschrauber), ab dann hatte ich bis mittags back to back Meetings. Das erste war tatsächlich eins, vor dem ich etwas Bauchweh hatte, respektive, wo ich das Bauchweh seit gestern abend aktiv ignorieren musste, nachdem mein Chef im Teammeeting gestern abend sagte "Hier jetzt nur good news, die bad news mache ich morgen mit K&L in der Früh" und wir zwei keine Ahnung hatten, um was es ging. War aber nur ungeschickt formuliert, er hatte uns ungewollte gestern kurz vor knapp ... ein Ei gelegt, das wir, flexibel wie wir sind, gut gemanaged haben, aber er hat gemerkt, dass das nicht ganz so lief, wie wir gedacht hatten, und wollte das nochmal mit uns klären. Meine Güte, wie cool ist ein Chef, der nonverbale, wie er es nannte "leichte Stresssignale" in einem Gespräch erkennt UND das von sich aus klärt?! (Ok, dass der doofe Witz dazu uns beide noch mehr gestresst hat, das lassen wir mal aussen vor.)

Anyway, alles gut.

Dann: vor der diesmaligen Riesenprojektpräsentation haben wir uns direkt die Communicationsfrau ins Boot geholt mit der Bitte um Unterstützung. Ich sehe bei solchen Gesprächen immer direkt die Kaltmamsell vor meinem inneren Auge und habe vollstes Vertrauen und Zuversicht in die (für mich fühlt sich das wirklich so an) Magie, mit der sie da aus unseren Fakten und Inhalten die Story so rauskitzeln können, dass sie rund ist und richtig ankommt.

Letztes Meeting haben wir kurz gehalten, nachdem wir festgestellt haben, dass wir alle drei "I somehow heard..." Informationsstand zu der Problematik haben und das nicht für eine solide Entscheidungsfindung in toxikologischer Hinsicht reicht. Deshalb: neuer Versuch mit den Leuten, die das wissen müssen und nicht nur aufgeschnappt haben.

Währenddessen wurde unten der wunderbare neue Massivholztisch und die, hatte ich schon vergessen, drehbaren Stühle zusammengeschraubt. 




Da haben wir uns was richtig, richtig Schönes gegönnt! (Ich bin sehr nervös vor dem ersten Kratzer oder so, aber mit geölt sollte das eigentlich ganz gut fixbar sein. Noch ist alles gut!)

Wird morgen direkt mit Essensgästen eingeweiht!

Dann: schnelles Mittagessen, schnelle Einkaufsrunde (die seit Wochen angeschmachtete "Happy COla Cotton Candy" hat leider gar nicht gut geschmeckt, für die allermeisten Leute ausser mir keine Überraschung) 



dann weiterarbeiten, bis ich hibbelig wurde und das Slidedeck für Comments einfach mal rausschickte, weil alles, was ich weiss, da jetzt drin ist. Ich verabredete mich mit dem Hübschen für ein Ründchen in der Sonne, am Heimweg trafen wir einen dreckigen, weil im Staub gewälzt, Jonny.

Später hatte ich noch eine Verabredung mit einer Coelternrätin im Pfadihaus, wir hatten zugesagt, die seit Jahren immer voller werdenden Fundkisten durchzugucken, zu entsorgen, was nicht nutzbar ist und den Rest zu waschen und für die Tauschbörse in zwei Wochen parat zu machen. Ich hatte ein bisschen Bammel vor Ekligkeiten, aber es ging. Ich frage mich allerdings, wie Eltern nicht merken (oder nicht nachhaken können, respektive nicht in die wie Sauerbier nach jedem Lager angepriesenen Fundkisten schauen,), wenn ihre Kinder neuen Northface-Jacken, Ziener oder Reusch-Handschuhe oder ganze Schlafsäcke "verlieren"....

Die Waschmaschine läuft jetzt und im Pfadihaus ist wieder mehr Platz.

Jetzt: Pizzateig und Vanilleeisvorbereiten für den Besuch morgen :-)

Donnerstag, März 12, 2026

120326

 What a day. Mit Ansage. Und Donnerstage sind tatsächlich reproduzierbar die anstrengendsten Arbeitstage meiner Wochenplanung.... Uff.

Anyway. Supergut geschlafen, im Trockenen durch die durch den Regen saubergewaschene Luft geradelt, wunderbar geschwommen. Diese Zeitinsel für mich und meinen Körper (Schwimmen = keine Rückenschmerzen. Nada.) ist so, so, so wichtig! Damit starte ich in den Tag erstens mit einem angenehmen Gefühl der leichten körperlichen Erschöpfung, mein Kopf ist frisch, ich habe evtl überschüssiges Adrenalin und Aggression erstmal weggeschwommen. Aktuell ist es total unrealistisch, mittags eine Yogastunde reinzukriegen oder abends den Kopf so frei und den Computer so püntklich zu, dass ich zu einer für mich angenehmen Sporteinheit kommen würde. Ich würde mich nur den ganzen Tag noch stressen, dass ich das auch noch machen "muss".

Also.

Der Tag heute begann mit eigentlich Fokuszeit, um Sachen fertig zukriegen. Hat mittel geklappt, mein Chef hat viele Anliegen und Input in ein Projekt, das wir kurz vor, ich glaube, Fachausdruck wäre "Deployment" haben, da brennt eh die Luft und wir müssen jetzt das alles noch mit reinbringen und/oder anpassen.

Ich habe von insgesamt (muss nachschauen) 6 Stunden geplanten Meetings (ab zwei back to back) viereinhalb mit meinen zwei Kolleginnen, mit denen ich das Projekt leite, und wechselnden anderen Leuten dazu verbracht, parallel zu den anderen Meetings noch in Chats mit ihnen ausgetauscht und angepasst, kein Wunder, dass wir drei eine eingeschworene Gemeinschaft sind und mittlerweile auch unter dem Kürzel "KLM" in Emails und Minutes und Roadmaps auftauchen. Wie gut, dass wir drei uns grossartig verstehen und zusammenarbeiten können, wie schlimm das wäre, wenn man das allein oder (vermutlich noch schlimmer) mit jemand, den man nervig findet oder mit dem man unter Druck nicht arbeiten kann, machen müsste.

Mittagessen mit einem Kollegen / Freund seit 24 Jahren. So alt bin ich, so lang sind wir schon hier, so klein ist die Welt hier, das war super. Schnelle Runde in der Sonne, dann heimflitzen, Gemüsekorb holen und gerade noch so rechtzeitig in die NAchmittagsmeetings geslidet.

Ein gutes hat diese Auslastung: ich kam gar nicht in die Versuchung, die Anfrage, ob ich spontan beim Abschiedsapero meiner alten Rolle nächste Woche die Geschenkübergabe- und Redenhalte-Rolle anzunehmen. Respektive: ich habe keine Sekunde gezögert, die Annahme, dass ich das machen würde, geradezurücken. (Ich habe zwar keine Mühe, vor Leuten zu reden, und kann mir generell auch was aus dem Ärmel schütteln und sowas spontan machen, ABER: das ist dem Ganzen nicht angemessen, ich habe mit der ganzen Angelegenheit und dem"WIE" definitiv emotional nicht abgeschlossen. Ich möchte vor den 80+ Leuten weder eine nichtssagende "Danke, war schön mit euch, tschüss"-Rede halten NOCH eine unausgegorene "Wie wir alle so schlecht behandelt wurden und wie kann man so sein?" Abrechnung. Ich wollte ja ursprünglich nicht mal hingehen... (ich habe auch keinen Nerv für die politischen "Da ist eine Flasche Cremant pro Nase dabei, die muss jemand inoffizielles überreichen, damit klar ist, dass die nicht auf Kostenstelle gekauft wurde, da soll/darf man nämlich keinen Alkohol verschenken"-Sperenzchen.)

Also: not me.

Jetzt aber: Donnerstagsgemüsekorbsalatabendessen! (Es scheint Frühling zu werden, es gab einen Zettel mit "Was, wenn man nicht so viel Salat als Salat essen will?" Rezepten. Das ist mir bisher noch nicht passiert, aber es gibt wohl so Leute. Portulaksuppe ist die Antwort.)


Kopfsalat, DIE EIER, Feldsalat und Portulak, Petersilie und Asiapflücksalat, Schwarzwurzeln, lila KArotten (und eine orange), Kartoffeln, Pastinaken, Zwiebeln, Radicchio, Kresse, Eichblattsalat



Mittwoch, März 11, 2026

110326

 Nach der Steuererklärung (obwohl ja alles in time abgeschlossen und alles in allem dann doch recht unaufgeregt) und einer Folge "12 MOnkeys" (der Hübsche und ich nehmen es jetzt ironisch) erstaunlcih schlecht geschlafen. Erst schlecht eingeschlafen, bis halb zwei das Gefühl gehabt, überhaupt nicht geschlafen gehabt zu haben und dann bin ich bis halb sechs noch zweimal aufgewacht, war jetzt nicht soooo cool.

Aber: Radeln in lauwarmem (?) Nieselregen, dann eine richtig gute Schwimmrunde (ich hatte die ersten 20 Bahnen eine für mich allein und konnte da auch wieder die Hälfte Rücken einlegen. Weil ich da gern krumm schwimme, mache ich das nur, wenn wirklich frei ist). Als ich dann geduscht, geschminkt, in Büroklamotten, mit nassen Haaren und den Taschen mit Schwimmsachen / Radsachen und noch Wasser im Ohr und angenehm körperlich ausgepowert über die Strasse Richtung Turm gegangen bin, habe ich total verpasst, dass mein Chef und ein Kollege ein ganz schön langes Stück hinter mir gelaufen sind und sich köstlich amüsiert haben, dass ich total nicht auf Aufnahme gestellt war, wo ich sonst IMMER alles aufschnappe, was vllt nicht für meine Ohren gedacht ist. Naja. Dafür haben sie mir meinen Lieblingsplatz reserviert, während ich meine Schwimmsachen unten zum Trocknen aufgehängt habe.

Arbeitstechnisch wilder Tag, es passiert an allen Ecken und Ende viel und braucht viel, aber gut, das passt schon. 

Auch gut: ich hatte heute keine MIttagessenverabredung und habe diese Zeit dann tatsächlich dringend gebraucht, um kurz meine Kopf ausruhen zu lassen von all den Back 2 Back Besprechungen zu den verschiensten Themen. 



Ich habe mir an der relativ neuen Ramenbar eine vegetarische Schüssel mischen lassen, dazu ein paar Seiten in meinem neuen Islandkrimi gelesen und bin dann in keine Ahnung welchem Wetter mit Hörbuch auf den Ohren eine schnelle Runde ums Karree gelaufen. Dann ging es weiter, aber ich war auch wieder bereit dafür.

Letztes Meeting habe ich dann von daheim gemacht (das ist echt eine Seltenheit geworden), von L.s Schreibtisch, weil es ein bisschen länger ging und ich gerne nicht danach noch heimradeln wollte, damit der Abend nicht ganz so spät startet.

Austausch mit allen Jungs, die heimkommen (L. zu Tests, Wochenendplänen, Paketabholen und Spazierrunde, Q. über Anorganiksynthesepraktikum, ich merke nun, dass ich erstaunlich viel Meinung zu vielen Themen habe, aber was soll ich auch machen, wenn die es halt FALSCH lernen? Auch gelernt: heutzutage muss man nicht mehr sein eigenes Fett für ein Ölbad mitbringen. Wir mussten damals noch 2-3 kg Palmin mitbringen, sie haben Mineralöl für alle. Q. wollte sich nicht als Chemikerkind outen und ist auch ohne Palmin am ersten Praktikumstag aufgeschlagen.), ganz besonders herzlich mit dem Hübschen, weil, meine Güte, wir sind heute genau seit 29 Jahren a thing. (Wir haben es beide erst vergessen, zu meiner Ehrenrettung muss ich sagen: für mich ist das Datum, was sich mir eingeprägt hat, eher der 9. März, das ist nämlich der Tag, an dem ich für mich beschlossen habe, dass, egal wie es ausgeht, ich mich das mit diesem langhaarigen Typen jetzt traue.) 29 Jahre. Und kein bisschen langweilig!

Zur Feier des Tages gibt es Kürbissuppe von gestern :-). Suppentag, sozusagen.

Dienstag, März 10, 2026

100328

 Heute mal sehr angenehm und interessant geträumt, allerdings auch im Traum: offensichtlich an sich geplante, folgende schöne Aktivitäten wurden verzögert (und dann war ich halt schon wach) durch nötige Erledigungen (in dem Fall: ein Fahrrad in Einzelteilen aus einem Bach zu fischen).

Radeln (mit korrekt im Radkeller geparktem Rad ohne Rettungsaktion vorher) war super, Schwimmen auch (ich bin aktuell 5-10 Minuten früher als sonst dort, das passt super, um den Mo/Di-Kursen zu entgehen, die jeweils um halb acht starten. Da bin ich schon unter der Dusche. Trotzdem heute die ausschlaggebenden Minuten verzögert worden, um noch "meinen" Platz zu bekommen, weil ich beim Rausgehen einem Kollegen von viel und nicht so viel früher in die Arme lief, der mir Neuigkeiten teilte, wissen wollte, wie es bei mir läuft (super) und überhaupt. Zack: Lieblingsplatz weg.

Arbeitsintensiver Tag, Mix aus lang aufgeschobenen Sachen, die eigentlich recht viel Spass machen (Nitrosamin Risk Assessment / Strategieanpassung. Man nimmt sich jeden Spass, den man bekommen kann, nech?), kleinen Feuerlöschübungen (für kleinere fehlt mir mittlerweile ein bisschen die Begeisterung, ich habe zu viele vermeintlich und echt grosse Feuer gelöscht, ausserdem ist in dem Fall so klar, wer es ursprünglich verbockt hat --> nicht mein Team, und noch ausserdemer bin ich mir zu 95% sicher, dass die aktuell als unüberwindbar geframte Hürde halt genauso "unüberwindbar" ist wie, die, die wir jetzt gerade in einem lockeren Hopp übersprungen haben, nur dass wir es halt tun und die, die ihre übersehen haben in der Planung, davorstehen und um Hilfe schreien... naja.)

Erstaunliche Hürde beim Teammeeting dann: das Gebäudenetzwerk für ALLE Räume auf unserem Stockwerk und auch für die anderen Sites fällt aus, wir können uns nur über unser Standard W-LAN einzeln in das Meeting einwählen. Lustig die immer länger werdende Karawane durch das Stockwerk zunächst noch auf der Suche nach einem funktionierenden Raum, dann das archaische Gefühl von Laptoplautsprechern und alle müssen leise sein und imemr nur einer reden, damit das schraddelige Mikro alles mitkriegt.

Heimradeln mit ganz leichtem Anflug an Regen, dann sofort Müllsuppe ansetzen, weil: heute gibt es den (vielleicht) letzen Kürbis der Saison (mit Karotten und Kartoffeln und Zwiebeln) als Suppe mit Kräuteröl. Der Hübsche hat sich nach einem emotional und auch sonst stressigen Arbeitstag noch mehr Laune besorgt, indem er all die Kontoauszüge und so für unsere heute endlich stattfindende Steuererklärung runterlädt.

Nach dem Essen machen wir uns da dran, erstmals nicht im Easytax-Tool, sondern direkt online. Es ging ... eigentlich ok, aber das Generve mit den Mitarbeiteraktien und was weiss ich, das ist jedesmal ein Riesengeschiss und mir ein rechtes Rätsel, wie man das richtig machen würde. NAJA. Abgeschickt ist abgeschickt.

In den nächsten Tagen machen wir das mit Q nochmal, dann ist das wieder durch für ein Jahr. (Nächstes Jahr dann: Mitarbeiteraktien und Optionen. Meine Güte. First World Problems)

Ich habe dann noch eine letzte Runde gedreht, weil Jonny lang draussen war (anscheinend hatte er wichtige Dinge auf dem Tennisplatz zu erledigen), der Hübsche hat L. und Co wegen Schienenersatzverkehr und Verspätung beim nächsten Bahnhof abgeholt.

Jetzt: Feierabend. Und es ist erst Dienstag.


Montag, März 09, 2026

090326



Die Katzen sind heute (per definitionem der französischen Tierärztin damals) 8 Jahre alt. Ich fand ja lang (also: in etwa 8 Jahre lang) 8 das coolste Alter, das man erreichen kann. Für mich war es dann etwas enttäuschend, aber für die Katzen kann das durchaus passen. Die beiden sind ein bisschen älter und gesetzter, kein bisschen weiser, aber immerhin wird sich jetzt eher in der Nähe des Hauses geprügelt und nicht mehr ganz so lang weggeblieben. Es ist lustig: sie sind jetzt nicht total innig miteinander, aber haben doch ein anderes Verhältnis als zu anderen. Gut, Jonny ist zu (fast) allen anderen Katzen, Katern nicht so, eh freundlich, aber Sansa lässt niemanden so nah ran an sich ohne auszuflippen wie Jonny. Er wird auch regelmässig (relativ ruppig) geputzt und dann bekommt er zum Abschluss ein paar mit ohne Krallen draufgehauen. Beide sind sehr viel anhänglicher als auch schon, Sansa schläft sehr gern bei mir, Jonny gern bei den Kindern auf der Bettdecke. Ich bin sehr froh, dass wir die beiden kleinen Banlieue-Outlaws bei uns haben!

Sonst: lockere Gartenneugestaltungsweiterplanung, wir brauchen noch einen Elektriker für die geplante Beleuchtung und um den Batteriespeicher nochmal ab und dann wieder anzuhängen.

Bei der Arbeit war "Gestern war international Women's Day", das äusserte sich (für mich) v.a. in Süsskram, einmal lila eingepackte Schokoküsse und dann... aber schauen Sie selber. Und nein, es ist nicht nur mein dirty mind, das da auf diese Assoziation kommt. (Besonders schade: sie haben richtig scheusslich geschmeckt)



(Es hätte noch Vorträge und Diskussionspanel gegeben, aber ich bin nur auf der Warteliste dafür gelandet und für einen Livestream hat es mich dann auch nicht genug interessiert).

Sonst: sehr viel Sommergefühl draussen (also: für mich reicht das so, für andere halt vermutlich Frühling, es blühen alle Bäume, bei uns auf dem Balkon zB auch schon der Aprikosenbaum vom letzten Jahr), heute genossen beim Mittagsspaziergang zur Apotheke, um mein Migränemedikament auf Dauerrezept nachzufüllen (klingt trauriger als es ist: der Weg dahin ist wirklich schön).

Sonst alles nicht spektakulär, viel Arbeit halt.

Ich möchte Ihnen aber drei Bücher ans Herz legen, die ich letztens gelesen habe, und die mir jenseits meines normalen Konsums extrem gut gefallen haben:
"Weltalltage": Das fand ich wirklich spannend, einerseits wegen der Geschichte (zwei Freunde wohnen zusammen, er kümmert sich seit gefühlt immer um sie, weil sie gesundheitlich eingeschränkt ist. Als er psychisch erkrankt, kehren sich die Rollen um, aber nicht wirklich, es geht viel um Umgang miteinander, Anspruch, wie viel "muss" man als Freund aushalten?), andererseits aber wegen der Form. Die Ich-Erzählerin schreibt ihr Erstlingswerk, nämlich die Geschichte von ihnen beiden als Roman. Man liest einerseits das Buch, andererseits ist man Zeuge der Entstehung. Sie übt mit Form, wie Listen, Alphabet, Highlights, es geht darum, wie viel einer Geschichte, die nicht (nur) die eigene ist, darf man erzählen? Wieviel darf man verfremden, anpassen, "besser" machen? 

"Eden": Island ist eh immer gut, aber das hier ist wirklich grossartig! Eine isländische Linguistin kauft ein heruntergekommenes Anwesen auf dem Land, um dort  Bäume zu pflanzen. Es geht um Sprache (isländisch), um Stadt-Land-Mentalitätsunterschiede, um Migration, um Familie, um so viele Themen, die aber nicht plakativ ausgewalzt werden, sondern immer wieder nur angetönt werden, so dass man erahnt, dass sie entweder im Hintergrund ganz viel Raum einnehmen und die Ich-Erzählerin aber nicht drüber reden will, oder aber die Ich-Erzählerin sich da wirklich keine Sorgen / keinen Kopf drum macht, ihr das aber von aussen immer wieder angetragen wird.

"Mama und Sam": Sarah Kuttner beschreibt (stark autobiographisch), wie sie nach dem Tod ihrer Mutter rekonstruiert, wie diese einem Love Scammer auf den Leim gegangen (diese Beschreibung ist zu kurz gefasst) ist. Ich finde es, estrem berührend, in so eine "Beziehung" blicken zu können (die Chatnachrichten sind wohl original), und andererseits den Blick einer mittelalten erwachsenen Tochter mit einer sehr schwierigen Beziehung zu ihrer Mutter (duh....) auf das Ganze. Der Gefahr eines voyeuristischen Ausschlachtens entgeht sie durch ihre liebevolle und offene Betrachtung des Ganzen TROTZ ALLEM.

So. Jetzt Feierabend.

Sonntag, März 08, 2026

080326

Heute trotz (relativ unvernünftigem, aber ist es halt nur einmal in der Woche Wochenende oder so) Palomimosa richtig, richtig gut geschlafen, Stresslevel 9, Schlafscore 93, keine Migräne ist halt einfach super.

Um halb acht wäre ich wach gewesen, habe noch weitergedöst bis acht, dann Kaffee, Internet lesen und dann zum Frühstück die gestern abend vorbereiteten Töpfchen (mit Butter, Zwiebel, Kartoffelwürfeln, Paprikawürfeln) mit Speck oder ohne und Ei/Sahne/Käse versetzt und ein herzhaftes Frühstück serviert.

Danach wurde es geschäftig: L. hat jetzt strenge 4 Wochen bis zu den nächsten Ferien vor sich: er hat Stoff nachzuholen, Stützkurse und jede Menge Tests und Hausarbeiten. Für die Chemie-Hausarbeit hatte er sich Support angefragt und so kramte ich mein Wissen über Elektronegativität, Ionenradius, Schmelzpunkte, Legierungen etc wieder raus. Habe selber was gelernt, weil all die Legierungsnamen auf Englisch waren mir nicht geläufig. Immerhin: Stand der Wissenschaft dahingehend hat sich in den letzten 30 Jahren da nicht geändert.

Dann wurde geräumt: ich hatte L. versprochen, einen Paxschrank in seinem Zimmer, der voller Spielsachen und Spiele ist, auszuräumen, und meiner Schwester, ihnen die Spiele/-sachen nächste Woche vorbeizubringen. Also habe ich ausgeräumt, sortiert, ausgemistet, einige dann doch behalten, einiges entsorgt und richtig viel für die kleinen Neffen verpackt. Dann alle Regale und Schubladen ausgewischt und jetzt hat L. Platz für seine Kleider und Q., um ein paar Legosets da drin zu lagern, damit L. wiederum auf seinen Regalen Platz für SEIN Zeug hat.

Die Jungs haben den ganzen Tesla vollgeladen mit ... Zeug (dazu noch Bücher, die die Jungs damals geliebt haben und die es scheints nicht mehr gibt? Also die Dr. Proktor-Bände und alle "Wikinger Hicks"-Bände, die Vorlagen für "Drachenzähmen leicht gemacht", ausserdem "Smek" und "Smek for President" und noch ein paar Highlights).

Parallel: Wäsche, richtig viel Wäsche, Sport, Zimtschnecken backen (ich hatte am Freitag beschlossen, am Sonntag würde gebacken. Am Samstag dachte ich "Immer nur Zimtschnecken, auch langweilig" und mich für Cynthia Barcomis Coffeecake in der Nuss und Cranberry-Variante entschieden. Heute morgen, als ich auf das Aufstehen der Jungs wartete, dachte ich: "Ah, ja, backen." und fing auf Autopilot Hefeteig und Butterzimtzuckermischung an.. naja, sind immer superst, und den Coffeecake kann ich ja nächste Woche machen und zum Nachfeiern des kleinen Neffens mitbringen)

Nach dem Zimtschnecken in der Sonne auf der Terrasse verspeisen ein lang überfälliger Ragewalk mit dem Hübschen. Dadurch, dass ich jetzt 4 Tage die Woche im Büro bin, er 5, passiert das unter der Woche gar nicht mehr, gestern war ich im Zolli, mir fehlt die Zeit unterwegs und gemeinsam mit ihm!

Und damit ist das Wochenende auch schon fast rum, ich hoffe jetzt, dass die Hochrechnungen für BaWü sich bewahrheiten und die Grünen das rocken!

 Wunschlistenfrage

Hat sich Jonny von der letzten Verletzung gut erholt und wieder Fell am Kopf?

Danke der Nachfrage! Es hat relativ lang noch gesuppt/-eitert, aber ist seit Wochen zu, verheilt und mittllerweile ist das Fell dort nur noch ein bisschen kürzer, aber man sieht es nur noch, wenn man es weiss. Auch die Tasthaare über dem Auge sind nachgewachsen. (Heute erstmals getroffen: die beiden neuen cats on the block: zwei Babykaterbrüder, die erstmals rausdürfen. Wir werden sehen, was das mit der Dynamik hier in der Siedlung macht)