121026
So, Alltag, nech?
Ich bin gestern recht früh ins Bett, naja, halt halb 11 letztendlich, eingeschlafen wie ein Stein, nur einmal aufgewacht, als Sansa sich in meinen Arm gekuschelt hat (ich habe es in meinem Traum eingebaut als "Wir sind immer noch in Japan und zwar in einem Hotel, in dem es jede Menge kleine Katzen gibt, die sich zu den Gästen ins Bett kuscheln". War auf jeden Fall sehr gemütlich.)
Beim Weckerläuten um halb sechs war ich wach, L. schon seit einer halben Stunde, aber das ist, sage ich mal, gar nicht so schlecht, dass sein Rhythmus ein bisschen nach vorne verschoben wird :-).
Frühstück war erfreulich entspannt, ein langweiliger Bagel mit Honig bekommt einen ganz anderen Stellenwert, wenn man zwei Wochen lang vegetarischem Essen hinterherjagt.
Radfahren bei niedrigen einstelligen Temperaturen war superschön, ich habe THermounterwäsche unter Jacke / Jeans getragen, dazu meine dünnen Handschuhe, das war perfekt ausgestattet. Ich fand es erstaunlich crowded auf manchen Stellen für halt viertel nach sechs, aber gut, vllt haben Temperaturen und Dunkelheit mehr Leute aus dem Haus gelockt :-)
Schwimmen: ich kanns noch! Ich hatte ja ein bisschen Angst, dass ich mein Kraulen verlernt hätte in zwei Wochen ganz ohne Schwimmen und drei Wochen ohne Kurs, aber nein. Es geht noch, auch wenn ich letztendlich nur ein bisschen über die Hälfte gekrault bin, weil ich jedesmal, wenn ich dachte "Oh, das geht aber gut" zu hektisch wurde und dann wieder beim Atmen Mühe bekam. Wird alles. Morgen ist wieder Kurs, bin gespannt, was ich mir diesmal für Quatsch angewöhnt habe.
Im Büro: joah. Die Welt ist nicht eingestürzt, es gab zwei neue unschöne Überraschungen, während ich nicht da war, die eine ist aber nahezu geregelt, die andere braucht noch etwas Verhandlungen. Der Rest ist... entweder nicht oder langsam vorwärtsgegangen. Ich habe mir den heutigen Tag gegönnt, um ein bisschen reinzukommen und nicht an mich selber den Anspruch zu haben, on top of everything zu sein.
Lustige Feedbacks: "Was, das sollen zwei Wochen gewesen sein, die du nicht da warst? Das waren maximal drei Tage!" (lol, es fühlt sich für mich viel länger an) oder "ich hab schon gedacht, du kommst gar nicht zurück"
Ein Kollege wird die Firma verlassen, was ich sehr gut verstehe aus seiner Sicht, aber persönlich und aus Produktteamsicht ist das sehr schade.
Zur Unterstützung habe ich die Teesaison eingeläutet, mit meinem neuen kitschigen Halloween-Starbucksbecher. Ich finde, einen als voll geschlossen undicht gelabelten Becher mit einer Schneekugel unter dem eigentlichen Becher auszustatten, zeugt von einem sehr schönen "form ignores function"-Approach, den ich natürlich nur gut finden kann. (Die Sterne leuchten im Dunkeln, auch gut für einen Kaffeebecher!)
Meinen Monchichi-Hipper (das ist der Fachausdruck für eine Figur, die man an ein Smartphone oder ein Laptop kleben kann und die dann obendrüber guckt) habe ich, weil ich ihn nicht mehr in den Rucksack bekomme, nicht an mein Laptop geklebt, sondern den grossen Screen an meinem Lieblingsplatz im Open Office. Mal sehen, ob ihn (sie) irgendwer bemerkt. Die Wackelaugen hat noch niemand gesehen (oder kommentiert, aber das würde 100% passieren, ich kenne meine KollegInnen)8 und die kleben da seit .... Weihnachten oder so an der Webcam.

