Freitag, Februar 06, 2026

060226

 Heute morgen war ich extrem unausgeschlafen um sechs (eh schon länger als sonst!) und wachte mit Kopfweh und sehr irritiert von dem "Hamam"-Rituals-Duft direkt in meine Nase auf. Stellte sich heraus: meine Parfum Genie, der ich letztes Wochenende nach weiss nicht wie lang schon leer eine neue Parfum-Kartusche spendiert hatte (nämlich "Hamam"), hatte ich irgendwann zusätzlich zu dem Einschlafduften um kurz vor Mitternacht auch auf Aufwachduften um fünf vor sechs programmiert. Nur, dass ich seit Monaten um halb sechs aufstehe und das deshalb gar nicht mehr mitbekomme (ausserdem: leer). Jetzt weiss ich also: ich möchte NICHT zu Hamam aufwachen.

Das Kopfweh ging aber ohne Tablette weg, ich arbeitete ein bisschen vor bis zum Physiotermin (mein vorletzter, wie sich rausstellte. Ist auch gut jetzt) um acht. Draussen regennieselte es und ich beschloss verwegen, zum Friseurtermin später mit dem Auto zu fahren anstatt mit dem Rad (bisschen habe ich es auf dem Hinweg bereut, weil ich im leichten Niesel eigentlich gern fahre, auf dem Rückweg war ich dann bei richtigem Pritschelregen aber froh drum, dass ich und die beiden Döner in der Tasche im Mini trocken und warm nach Hause juckelten. Wegen total vollem Programm machten der Hübsche und ich unseren Ragewalk dann zeitgleich zum Mittagessen, mit ebenjenen Dönern. Wie er treffend meinte: "Zur vollkommenen Verwahrlosung fehlt uns nur noch das Wegbier". Ich schwöre: dazu wird es nie kommen. Nie.

Dann: schnelle Einkaufsrunde und dann einen erstaunlich meetinggefüllten Nachmittag. Mit allen Leuten zu Hause (Q.  hat ja Ferien und geniesst sie mit zB Legofiguren sortieren und fehlende Ninjago-Staffeln schauen. Und Zelte zum Reparieren wegbringen, L. kam aus dem Theaterlager zurück, der Hübsche und ich arbeiten halt freitags daheim) war das recht voll und mir wurde dann irgendwann wieder die W-LAN-Verbindung eng, ausserdem war nicht klar, wo ich jetzt ungestört (und andere nicht störend) arbeiten könnte. Ich sags mal so: so ein Lockdown wie am Anfang von Corona, das möchte ich echt nie wieder haben. Ich mag sie alle und das Haus ist auch nicht wirklich klein, aber Everybody Everywhere Allthetime ist halt schon echt viel.

Dann aber: Feierabend, Kofferpacken für morgen (ich freu mich so sehr!), kleines Nieselspaziergängchen und dann Freitagabend-Aperol-Spritz und Pizza.

(Ich höre nebenher übrigens "Die Assistentin", nachdem ich gerade "22 Bahnen" fertig habe. Das sind die Art Bücher, die ich höre, weil mir die Lesezeit und der Preis zu schade dafür ist. Ich verstehe nicht, warum die beiden so gehyped wurden, so krass ist Caroline Wahl's Pony jetzt auch nicht. An den Büchern kann es jetzt nicht liegen, die sind leider total belanglose, schlampig recherchierte (Ismaning ist nicht München, in München gibt es keinen Ikea, nur in Eching oder Taufkirchen, in Ismaning gibt es keine Wohnklötze mit Isarblick und ISMANING IST NICHT MÜNCHEN. Und ja, ich weiss auch, dass es nicht um München geht, sondern sie von ihrer eigenen Zeit in Zürich redet, aber naja: wegen solchen Deutschen sind wir in der Schweiz unbeliebt. Vermutlich hat sie in Spreitenbach gewohnt, also "Zürich, aber nicht ganz zentral".), unstrukturiert und nervig erzählte Büchlein. There, I said it.)

Donnerstag, Februar 05, 2026

050226

You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"). 

Heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.

Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:
  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung, ohne Geschwurbel)
  • verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.

Ausgeschlafen aufgestanden um halb sechs, unten erschrocken, dass beide Katzen, die ich draussen wähnte, just reingekommen waren und mich anklagend hungrig anschauten. Ich selber war sehr happy, dass ich mir gestern abend noch eine Runde Obst geschnippelt hatte und das mit Skyr und Granola zu dem üblichen Pott Hafermilchkaffee echt gut schmeckte.

Radeln nach zwei Tagen Pause war richtig schön, nur die Handschuhoption mit nur WIndstopperfingerhandschuhen ohne Krabbenüberhandhschuhe war ein bisschen arg optimistisch und ich hatte richtig kalte FInger.

Schwimmen: kaum ist man zwei Tage nicht da, ändern sie das Bahnenreglement. Normalerweise ist eine Bahn für “Streckenschwimmer” reserviert, was auch immer das bedeutet. Immerhin ist eine Schwimmrichtung (gegen den Uhrzeigersinn) per Schild vorgegeben. Heute waren es drei Bahnen und dann habe ich beschlossen: ich schwimme ja Strecke, nur halt recht langsam, aber nicht so langsam wie die Leute, die unterwasserlaufen oder sitzrückenpaddeln. War dann auch ok, nur skurrilerweise haben manche Leute echt Mühe, sich an das “Rundenschwimmen” in einer Bahn zu halten. Ich bin da mittlerweile stur und denke mir: ich schwimm einfach grad aus, die werden dann einer Frontalkollision schon ausweichen. Aber gut, bei den Irren, die da manchmal unterwegs sind, weiss man es halt auch nicht. Heute ist es aber nicht passiert.

Ich war heute ein bisschen unter Zeitdruck, weil mein erstes Meeting schon um 8 war und das tatsächlich mit Rüberlaufen, Zeug im Spind verstauen / zum Trocknen aufhängen etc bisschen knapp wird, aber: Punkt 7:57h war ich auf unserem Stockwerk (die Kollegin, mit der ich verabredet war, war wegen überforderter Hotelrezeptionsazubi ein bisschen spät, so konnte ich noch durchschnaufen).

Der Tag selber war dann dicht getaktet, ich sorgte für Verwirrung, weil ich zum dritten Tag in einer Reihe “meinen” Platz nicht einnahm, sondern heute halt, mit lauter Back2Back Meetings, beschloss, dass ich mobil unterwegs sein würde und keinen der knappen Plätze besetzen würde. So hatte ich den ganzen Tag Schiss, dass ich meine Jacke oder ein Handy oder Kabel oder was auch immer in einem der vielen Räume vergessen würde…

War ein dichter, aber guter Tag, sehr wichtig und gut für mich das Meeting mit meinem Chef, wo ich das total schief gelaufene LT Meeting von Montag nochmal ausrollte und um Rat bat. Zeigt sich: it was them, not me… (Habe ich erwähnt, dass ich so froh bin, ihn als Chef zu haben)

MIttagessen mit einer Kollegin, mit der ich seit Juni in einem Team arbeite und die ich auf jeden Fall interessant finde. Ich bin fast ein bisschen stolz, dass ich (hätte ich auch nicht gedacht, das mal ehrlich sagen zu können) nicht mehr ganz so judgy bin wie auch schon. Es gibt immer noch Leute, bei denen klickt es von ganz allein, da ist alles easy, die mag ich (und mag ich auch besser kennenlernen, das passiert von alleine), es gibt immer noch Leute, die ich überhaupt nicht mag und auch nicht kennenlernen mag und vermeide, mehr als nötig (oder überhaupt) mit ihnen zu tun zu haben, es gibt immer noch Leute, die ich langweilig finde oder die, ganz ehrlich, so introvertiert sind, dass ich jede Interaktion unglaublich zäh oder einseitig finde, und das vermeide ich auch. Aber es gibt auch andere Leute, die ich nicht per se jetzt unerträglich finde, auch nicht uneingeschränkt toll, vielleicht ein bisschen nervig oder anstrengend, aber so, dass sie mich neugierig machen, was da dahinter ist. Und so ein Mittagessen war das heute. War auf jeden Fall nicht langweilig und zäh und ich bleib dran!

Nachmittag dann richtig anstrengend, weil 4 einstündige Meetings ohne Pause ausser einmal zwischendrin kurz zum Heimradeln und Gemüsekorb abholen. Uff.

Abendessen frisch aus dem Korb, dann noch eine Folge “Down Cemetery Road” mit dem Hübschen (bin mir nicht sicher, ob ich Ruth Wilson oder Emma Thompson hotter finde) und dann ab ins Bett, war eine anstrengende Woche (morgen auch noch), aber fürs Wochenende haben wir was tolles vor!


Zuckerhut, Kresse, ein bisschen ramponierter Kürbis, Sellerie, Chicorino Rosso, Rettiche, Blaukraut, 3 shades of Karotte, Lauch, Sauerkraut, Kartoffeln, Portulak, doppelte Menge DER EIER



Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Mr. Linky damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen.

Mittwoch, Februar 04, 2026

040226

 Da war aber jemand müde gestern (der Zug ist eine halbe Stunde extra irgendwo im Dunkeln durch die Schweiz gefahren, mit vielen, vielen Ansagen, dass Personenunfall, Streckensperrungen, Umleitung, Verspätung. Für uns war das nicht so wild, wir sassen gemütlich in der ersten Klasse, hatten eine angeregte Unterhaltung (was wir total verpennt haben: was zu essen. Der Hübsche hat sich köstlich amüsiert, als ich soooooo hungrig nach Hause kam, weil "Bestes an Businesstrips mit dem Zug: im Zug lecker essen!" Ja, oder halt aufgetaute Suppe, die hat selten so gut geschmeckt wie gestern abend!), es war für uns allemal angenehmer, als die Person in Münsingen (es hat fast aufdringlich gewirkt, wie in JEDER der vielen Durchsagen in vier Sprachen MÜNSINGEN als Unfallort erwähnt wurde)...

Heute dann war ich immer noch müde, als der Wecker um 6 geläutet hat, aber hilft ja nix. Frühstück, Arbeitsstart, bis der Hübsche wach war und ich mein Sportründchen starten konnte. Heute war Homeoffice angesagt, weil um 10:30h sich der Gartenbauer angekündigt hatte (danke übrigens für die Hinweise auf zu empfehlende. Wir haben bisher gelernt: a) Gartenbauer aus D kommen nicht nach CH zum Arbeiten und b) Antworten auf Onlineanfragen dauern relativ lang. Das kann damit zusammenhängen, dass Garten per se draussen und nicht vor dem Computer ist oder dass Januar halt nicht die Hochbetriebszeit in Gartenbauunternehmen ist. Anyway. 

Also: Sportründchen, Dusche, dann weiterarbeiten. Um halb 10 habe ich ein Call mit meinen beiden Kolleginnen für unser GemeinschaftsProjektchen (understatement), in dessen Rahmen wir mittlerweile "KLM" als Gruppenname bekommen haben (Anfangsbuchstaben der Vornamen, für den Fall, dass Sie sich wundern und wir wollten nicht MLK sein. Überlegen an KLM-Merch hin und her). Wir arbeiten richtig gut zusammen, das Thema ist trotzdem anstrengend.

Um Punkt halb 11 muss ich raus"springen" aus dem Call (vorher bin ich physisch ein paar Mal fast rausgefallen, weil ich mir das Wackelboard vor L.s Schreibtisch aufgestellt habe und dann halt doch ein bisschen mehr hample als gedacht), weil der Gartenbauer vor der Tür stand.

Wir haben erst bei Kaffee und dann im winterlich tristen Garten unsere Pläne und Wünsche besprochen (ich weiss jetzt auch, dass "der Baum neben dem Ahorn, der sich einfach angesät hat und jetzt 4m hoch ist" eine Esche ist), wir haben Lob für den einen Teil, den wir so lassen wollen, bekommen, weil "ökologisch ist das perfekt". Kann jetzt ehrlich gemeint sein oder aber gutes Zuhören und so zu reagieren wie der Kunde es mag, weil wir sehr deutlich wurden, dass wir uns bewusst von den Schottergärten und Plastikzaunwänden in der Siedlung abgrenzen wollen. Es gab eine wunderbare Idee, damit der hässliche Zaun für uns nicht mehr so hässlich ist und die Nachbarn uns nicht wieder alles umschneiden, nämlich ein Obstspalier. Er klärt nochmal ab, ob das mit dem entsprechenden Lichtangebot klappen würde und dann wäre das richtig, richtig schön! Sonst: super Ideen, sehr angenehmes Gespräch, wir haben als Hausaufgabe, Fliesen oder Platten auszusuchen und dann gibt es eine Offerte. Re Zeitrahmen war es ein bisschen lustig, er überlegte hin und her, und als er "schon 6-8...." sagte, dachten der Hübsche und ich beide automatisch "Wochen", aber es sind "Arbeitstage". Und es könnte gut sein, dass das alles noch bis Ende April gemacht wird. Wie toll wäre das denn?

Dann: Wenn ich schon mal zu Hause bin (und am Fr zum Haareschneiden gehe), kann ich die Mittagspause auch zum Haarefärben nutzen, das kann ich mittlerweile richtig gut (erst bleichen, dann Toner drauf, mit strähnchenweise bepinseln, nur den Ansatz und so, auch hinten, und mit zwei Spiegeln, bin richtig stolz auf mich). Heute mit einem anderen Toner als sonst, nämlich halb halb "Ice Irise" und "Strawberry", was jetzt ein kühles Pastellrosa ergibt, genau das, was ich wollte. Mal sehen, wieviele Schwimmtage es hält.

Der Nachmittag voller Meetings, die alle sehr produktiv waren, aber halt auch konzentriert und uff. Morgen wird crazy, ich habe von 8:00 bis 18:00 bis auf zwei kurze Halbstundenslots dazwischen Back2Back-Meetings, das ist nicht gesund.... naja. Immerhin habe ich mir das Schwimmen vorher aktiv als Termin blockiert, dass nichts dazwischen kommt. 

Jetzt noch: Cacio e Pepe mit Miso und Edamame als "Verlegenheitslösung" zum Abendessen, dann Feierabend.


Nicht vergessen (also: ich): Morgen ist #WMDEDGT!

Dienstag, Februar 03, 2026

030226

 Heute nacht immerhin nicht vor Weinen aufgewacht (immer noch: WTF?!), sondern weil ich mich langsam dem Bettrand näherte und schon nahe am Rausfallen war, während eine kleine Katze wie eine Königin in der Mitte des Bettes thronte. Soweit also normal.

Wecker läutete dann heute noch früher als sonst, nämlich um viertel nach fünf, damit ich ordentlich angezogen und geschminkt die S-Bahn um 6:27 erwischen würde, damit ich den Zug ins Wallis um 6:58h erwischen würde. Hat alles geklappt, sogar incl dringend nötigem WC-Besuch am Basel SBB (hatte grosse Horrorvorstellung vor super ekligem Bahnhofsklo, es war aber nicht vermeidbar. Für alle, die es vllt mal brauchen: man muss 1.50 bezahlen (kein Sanifair Bon), es geht nur mit Karte, dafür ist es aber auch sauber.

Treffen mit den mitreisenden Kollegen im Zug, hat ein bisschen was von Klassenreise. Die 1. Klasse ist erstaunlich voll, wir haben nicht reserviert, weil wir dachten, es ist nix los. Wir haben trotzdem 6 Plätze auf einem Haufen und es entspannt sich eine lockere Mischung aus Smalltalk, fachlichen Gespräche und Arbeit am Computer, alles in allem sehr angenehm.

Ich habe mir ein Glas Früchte, Skyr und Granola mitgenommen, das vorspeise ich auf der Höhe von Bern.

Dann wird es draussen auch schon pittoresk, See, Berge, die Art Häuser, die man da erwarten würde, erstaunlich wenig Schnee. Ich hatte ja wenigstens im Wallis auch “unten” mit Schnee gerechnet, aber anscheinend wird es heute dort 14 Grad warm, also eher wie daheim.

Na dann.

Je weiter wir in die Berge kommen, desto mehr Touris, desto mehr Gepäck, aber erstaunlich wenig, also NULL, Ski-Gear. Hm.

Aussteigen dann in Visp, das jemand unserer Reisegruppe so nett und treffend als “Olten der Berge” bezeichnete (Falls Ihnen die Rolle von Olten in der Schweiz nicht klar ist: Olten ist die vermeintlich hässlichste Stadt der Schweiz, niemand möchte in Olten irgendetwas tun, ausser vielleicht umsteigen. Es gibt/gab sogar Aufkleber mit dem Text “Hässlich hier, aber waren Sie schon mal in Olten?”. Ganz so schlimm ist Visp jetzt nicht, immerhin hat es halt Berge aussenrum und man ist superschnell in Saas Fee oder Zermatt oder Crans Montana* oder halt irgendwo schön :-).

Arbeitstechnisch hat das durchaus was. Ich meine: Aussichtstechnisch bin ich eh verwöhnt, hier ist es nicht so sehr von oben runter, sondern von unten rauf. Überall wunderbare Berge! (musste an meinen Kollegen aus den Sümpfen von Alabama denken, der hier seinen ersten Job in der Schweiz hatte und recht bald weg musste, weil er die bedrohenden Berge nicht aushalten konnte. Ich andersrum finde die Berge aussenrum tatsächlich sehr beruhigend und beschützend (und würde vermutlich die ganze Zeit aus dem Fenster schauen statt zu arbeiten).

Schnee gab es halt gar keinen, es war sonnig und mit 14 Grad wärmer als daheim.


Der Tag war dann supercool, ich habe mich ja zu einem Process Gap Assessment für einen Transfer selber eingeladen, um den Prozess besser zu verstehen und eben auch die Site besser kennenzulernen. Kennen Sie das, dass es einen Teil ihres beruflichen Werdegangs gibt, in dem Sie sich absolut zu Hause fühlen? Das ist für mich die Wirkstoffproduktion und so war das heute fast wie Ferien, weil es halt alles so, so, so, so vertraut ist (ich bin schon auch froh, dass es nicht mehr mein Day to day business ist, das wäre mir vermutlich recht bald (wieder) zu fad / kleinteilig, aber ich kann es halt doch noch! Bin es aber auch nicht mehr gewohnt, ich hatte schon ab der Halbzeit der über zweistündigen Tour durch die Produktionsanlagen und QC Labors echt Rückenweh (aber: Schritte und Treppenstufen übererfüllt, es war nämlich dann irgendwann Feuerprobealarm und deshalb Brandschutztüren zu und LIfte nicht mehr benutzbar, deshalb sind wir eben viele Umwege und zu Fuss gelaufen.). Coolste Gadgets: in den IPC Labors, die 24/7 besetzt sind, haben sie Pager, die die Betriebsmitarbeiter mitnehmen können, wenn sie ein Muster gebracht haben, die dann Bescheid geben, wenn die Resultate da sind. Wie diese Brummbuzzer, die man in manchen Fastfoodrestaurants bekommt!

Heimweg dann in einem wieder erstaunlich vollen Zug, Ankunftsplan daheim kurz nach acht. Relativ bald nach dem Losfahren gibt es eine Ankündigung, dass wir umgeleitet werden wegen Personenunfall, mit einer Verspätung von teilweise ca 30 MInuten. Bis Basel sollte sich die auf 15 MInuten reduzieren, ich sollte die ursprünglich geplante Verbindung schaffen.

Ich freue mich sehr, sehr, sehr auf Essen und Dusche und Bett daheim!


* Ich verzweifle seit Wochen an der mentalen Schere zwischen den Schlagzeilen, die die Katastrophe in Crans Montana und den mangelnden Brandschutz und die mangelnden Kontrollen und Durchsetzung (und jetzt die mangelnde Transparenz und Unabhängigkeit in der Aufklärung) zu Recht anprangern, und andererseits total kritiklos das Gezeter von Basler Fasnachtscliquen repetieren, die sich über die für dieses Jahr vorgeschriebenen Sicherheitsvorschriften für zB Wägen (Verkleidung, Bremsen etc) und Brandschutzvorschriften und Besucherzahlengrenzen in den Cliquenkellern aufregen, weil “damit würde man die Fasnacht kaputt machen”. Man könnte auch (unabhängig von Crans Montana) sagen: wtf, wie kann es sein, dass ihr bisher mit alten Traktoren mit rissigen Reifen und ohne funktionierende Bremsen rumgegurkt seid und das ok findet? Oder in brandgefährlichen überfüllten Kellern? Wieviele tote Kinder / Fasnächtler sind akzeptabel?


Montag, Februar 02, 2026

020226

Heute nacht bin ich um halb eins aufgewacht aus einem unendlich traurigen Alptraum (also: schlimm, weil traurig, nicht weil grauenvoll monstermässig furchterregend), mir sind schon die Tränen gelaufen und vor lauter Traurigkeit habe ich noch ein bisschen weitergeweint. Meine Güte, das brauch ich halt schon nicht! (Schnell noch eine Runde durchs Haus gedreht und das Wohlergehen aller, die im Traum beteiligt waren, zu überprüfen.)
Dann: Wecker um halb sechs, heute wieder mit Schwimmen. Ich hatte (und auch deshalb mag ich keine Unterbrechungen meiner Routine, weil dann die Selbstverständlichkeit weg ist) tatsächlich gar nicht unendlich viel Lust darauf, aber eben. 
Radfahren war dann lustig, weil ich tatsächlich erst akustisch (Regentropfen auf der Jacke) merkte, dass es regnete...
Antiklimax: Schwimmen lief super, ich war erst mit nur einem anderen, dann für die letzten vier Bahnen, zwei anderen Schwiwmmern auf der Bahn, wir kamen easypeasy aneinander vorbei, das war schön.
Dann: Sonnenaufgang wie immer die letzten Wochen superdramatisch, das sieht dann 10, 15min toll aus, dann ist wieder grau wegen Hochnebel, aber wenn die Sonne grad so steht, dass sie direkt über meinen Bildschirmrand in meine Augen scheint, dann gehen Wolken und Nebel weg und ich werde geblendet. Naja.



Der Tag war mit Ansage sehr, sehr lang. Neben der Produktarbeit, die ich so, so, so, so mag, stehen im Moment auch wieder einige konzeptuelle Sachen an, die ich nicht mag. Heute abend zB eine Präsentation in einem LT-Meeting einer Nachbarabteilung, auf das ich mich sehr gut vorbereitet wähnte, weil ich ja mit dem von dort zugeteilten SPOC und meinem Chef schon alles vorbesprochen hatte. 
Little did I know.
Naja. Sonst: schnelle Mittagsrunde allein in der Sonne und schauen Sie mal hier: es ist noch WINTER und hier blühen schon die Krokanten. Alle, die Winter nicht mögen: hier, Frühling. (Kommt allerdings auch damit, dass es im April schon Sommer ist und ab Mai /Juni dann Fegefeuertemperaturen)


 Nachmittag lief dann eigentlich gut, ich freue mich sehr auf unseren Klassenausflug aka Technical Visit ins Wallis morgen, ich hoffe auf Schnee und zwar viel davoN!.

Zwischendrin schnell heimgeradelt, damit ich erstens das LT-Meeting und dann das folgende Meeting mit dem klinischen Team aus Kalifornien eben von dort machen kann.
Bummer war: das LT Meeting war nicht ansatzweise das Heimspiel, mit dem ich gerechnet hatte, sondern ... meine Präsentation wurde ignoriert, die vorab besprochenen Themen wurden als "woher kommt den der Quatsch?!" abgetan, es gab mehr Meinung als Ahnung (Stellen Sie sich vor: jemand kommt und sagt: "So, bisher haben wir allen Glasabfall in einen Container geworfen, das ist nicht sinnvoll, weil man es entweder mühevoll auseinandersortieren muss oder nur Braunglas daraus machen kann, anstatt die wertvolleren reinen Farben, die Gemeindeversammlung hat deshalb beschlossen, dass wir sortenrein sammeln in Zukunft. Deshalb würde ich gern ein Konzept mit Euch entwickeln, wie wir das implementieren, hier schon mal der vorab geklärte Plan für einen Pilotversuch" und die Antwort ist "Recycling ist eh scheisse, denkt nur an Verbundstoffe wie Tetrapacks, warum kommst du überhaupt mit so einer Kackidee?")
War dann ganz gut, dass ich mir erstens vorgenommen hatte, auf Fragen und Vorschläge, die ich superdoof finde, mit "Good question, would love to hear your input on that in future discussions" zu antworten (und auf gute Fragen "Thanks a lot, this is an awesome question and here is, what we plan to adress this") und zweitens danach ein ganz anderes, wichtiges Meeting hatte, so dass ich einfach pünktlich gehen musste. Was für ein Theater, ey....
Jetzt also: Abendessen, Rucksack packen für Berge (von unten) und Schnee morgen, und die mühsamen Sachen erstmal vertagen.

Sonntag, Februar 01, 2026

010226

 So, Februar. Ist der erste Monat 2026 also schon rum und war gar nicht mal so übel.

Wir sind ja mit der aushäusigen Übernachtung sozusagen premium in den Februar gestartet.

Weiter geht es mit:

Theaterlager und dann Theateraufführungswoche für L (wir haben schon Tickets!)

Ich fahre die Woche einen Tag ins Wallis zum Arbeiten, ich hoffe, ich sehe wenigstens Schnee (wir sind ja unten im Tal), morgens hin, abends zurück.

Ein Gartenbauer kommt und wir besprechen Optionen für die Neugestaltung der Terrasse und des hässlichen Zauns.

Der Hübsche und ich (es ist so cool, dass kinderfreie Wochenenden keiner abenteuerlichen Planun gmehr bedürfen, sondern halt einfach stattfinden) fahren nach Nierstein, den Kreppelbäcker und seine Frau besuchen (Wehe, Universum, es wird wieder jemand krank!)

Wir bekommen unseren Batteriespeicher für die Solaranlage.

Q. beginnt das zweite Semester.

Wir haben schon wieder Ferien und reisen erstmals mit neuer Besetzung nach Island, erstmals mit einem Inlandsflug, erstmals kommt Q. alleine nach, ich freu mich sehr!

Samstag, Januar 31, 2026

310126

 Heute nacht bin ich von Katzengezeter um halb sieben draussen im Garten wach geworden. Blick aus dem Fenster zeigte: unsere beiden Katzen konnten sich nicht einige, wer von beiden den Garten (der Eingang ist ungefähr 3m breit) zuerst betreten darf. So richtig Geschwister! Ich bin also runter, habe die Terrassentür aufgemacht, beide kamen angerast, haben Snacks und Frühstück genossen und sich währenddessen noch angefaucht und mit ohne Krallen gehauen. Ich glaube, die haben Frühlingsgefühle (oder sind noch aufgeregt, weil gestern, als L. heimkam, eine fremde Katze mit ihm mitkam und Eintritt verlangte. Sie ist reinspaziert, als ob sie bei uns wohnen würde. Wir haben sie freundlich vor die Tür gesetzt, ihren Besitzern eine Mail geschrieben (s. Halsband), auf Facebook recherchiert, dass sie das wohl gern macht, aber ein Zuhause hat, und unsere beiden standen dann eine Zeitlang fassungslos am Mückengitter und haben nach draussen geschimpft, wo "Sugar Ray" noch Einlass begehrte.
Danach konnte ich aber nochmal weiterschlafen, bis kurz nach 8 (Q war da schon bei den Pfadis), dann Kaffee im Bett, der Hübsche holte Frühstück und wir drei verbliebenen planten den Tagesablauf, eigtl eher: wer braucht was bis wann und ist heute wo?

L.: Kuchenstanddienst (mit Kuchen) in Basel ab dem frühen Nachmittag, vorher noch Schuhe für Theateraufführung sichten (erfolgreich, auch ohne die von mir für ihn geputzten Timberlandboots), dann Pfadi, dann Essen, dann Pfadibeizli, morgen alles für Theaterlagerwoche packen

Q.: Kuchenstand (anderer) im Dorf starten, dann Pfadiplanung, dann Essen, dann Pfadibeizli

K&C: Häusliches (zB Wäsche und eine Tarnweste aus dem Pfadifundus für die Theateraufführung reparieren), Spaziergang, Köfferchen packen, dann auf nach Basel, es geht an die Einlösung des Weihnachtsgeschenks für den Hübschen.

Auf dem Weg nach Basel haben wir dann am Bahnhof grad L. verpasst, der mit der S-Bahn, mit der wir gekommen waren, wieder nach Hause fuhr. Gegen den kleinen Hunger auf dem Weg gab es ein Stück meines eigenen Kuchens (doch, kann man machen, schmeckt richtig gut! Am Tag des Backens und grad laukalt vermutlich noch besser, aber das ist Geschmackssache), das sind die schizophrenen Momente des Elternseins.

Dann checkten wir im Hotel Märthof ein (für locals: das "neue" Hotel am Marktplatz, wo früher der grosse Interdiscount drin war, direkt ggü vom Globus), da hatte ich im Rahmen der Aktion "Z`Gascht in dynere Stadt" ein Zimmer reserviert.  Ich war schon sehr neugierig, was aus der jahrelangen Baustelle geworden ist! Schön ist es geworden! Die Dachterrasse / Aussicht ist ziemlich cool (ich meine: Aussichtstechnisch bin ich ja verwöhnt, aber das sind halt die Dächer der Altstadt direkt.) 






Der Hübsche und ich hatten zeitgleich die Assoziation: Verfolgungsjagd übers Dach! Im Zimmer selber warteten dann sehr nette, personalisierte, dem Anlass angepasste Willkommensgrüsse (bin gespannt auf den "Bebbi Sour" :-)).




Jetzt geht es noch ins Dampfbad / Sauna im Keller und dann sind wir auch schon bereit für ein leckeres Abendessen im hauseigenen Restaurant Bohemia (Man nehme es als Beweis dafür, dass ich etwas verschenke, worüber sich der Beschenkte freut, was ich für mich vllt anders ausgewählt hätte. Das Restaurant schreibt sich nämlich seinen Grill und alles an Fleisch und Fisch, was da über den Feuer gegrillt wird, auf die Fahnen, aber eben: es gibt auch was Vegetarisches, was gut klingt, also: ich freu mich! 

Und so anstrengend, wie die Woche war, ist das richtig super: wir brauchen hier nix unternehmen als halt nixtun, weil wir alles drumrum eh schon kennen. (es hätte noch Stadtführungen für die Teilnehmer gegeben, aber auch hier: ich hätte das vermutlich mitgemacht, weil man da doch immer noch was lernt, besonders, weil die ja für Basler gedacht sind, aber der Hübsche hatte keine Lust, und das ist absolut ok)