Dienstag, September 22, 2026

220926

 Gut geschlafen (oder: wie die wohl verrutschte Uhr sagt: "Kein Schlaf erkannt"), die letzten Minuten vor dem Wecker warm eingekuschelt mit kaltem Gesicht (bald ist Wärmflaschenzeit!) die Ruhe vor dem stürmischen Tag (dem Rest der stürmischen Woche, bevor es nach Taifun-Japan geht) genossen.

Der logische Schluss, dass es vllt zu kalt für knapp überknielange Sporthose zum Radeln wäre oder auch dieselbe data driven decision bei 6 Grad Aussentemperatur, ist aber nicht passiert. So war ich dann sehr froh, dass ich eine heisse Vorschwummdusche für meine Waden und Füsse hatte (und den Rest des Körpers, wir wollen nicht so sein).

Fallout Slow Up übrigens: heute nix mehr, gestern war die Strecke gesäumt von Müll, man konnte genau sagen, wo es welche Gimmicks und Werbeartikel und Snacks auf der Strecke gab. SO SCHÖN!

Schwimmen dann: ging heute erstaunlich gut, ich versuche jetzt, auch mit dem linken Arm eben Power hinzukriegen, hat dazu geführt, dass ich in meiner Zeit (35min) heute ordentlich mehr geschwommen bin als die 40 Bahnen.  Ich habe es ausserdem geschafft, irgendwie mit meinem linken Zeigefinger einmal am Beckenrand hängenzubleiben und ihn umzubiegen (fragen Sie nicht, ich weiss es doch auch nicht...), so dass ich den Rest des Tages an wehem Finger links litt. Dann war ich aber so hungrig, dass ich trotz Honigbrot vorher noch ein Birchermüesli aus der Cafeteria geholt habe (die machen das vegan mit Kokosmilch und es ist das beste, das ich je gegessen habe). Neu ist das nicht mehr in Pappboxen mit Plastikdeckel, sondern so Weckgläsern. Als der Barrista merkte, dass ich es mitnehmen will, wollte er es mir in eine Box umfüllen, aber ich schwor, ich könne das (offene) Glas über die Strasse und 16 Stockwerke nach oben balancieren (den Umweg über den Keller verschwieg ich). Er buchte mir also Depot auf die Karte und versprach mir, ich könne das problemlos auch in der Cafeteria im Turm zurückgeben. Das fanden die dann nicht und konnten mit "Depot" nix anfangen. Ich hatte aber auf der Kasse vorher gesehen, dass er mir einen "Kooky" (Mehrwegkaffeebecher) draufgebucht hatte, das ging dann. Nächstes Mal esse ich es vllt einfach grad dort.

Dann: voller Tag (ach, echt?), coole und ein leicht verstörendes Bild von L. aus New York (er ist sehr erfolgreich in Secondhandläden unterwegs, zT mit eben richtig coolen und dann aber auch echt verstörenden Schnäppchen), Mittagessen mit einer Kollegin, die mir die zweite Charge an Urlaubsfotos zeigte (Note to self: doch, so eine Selektion der besten macht schon Sinn. Wirklich. Aber eben: wir sehen uns so selten, ich mag die gemeinsame Zeit sehr, dann halt mit vielen "Und da sind wir dann halt weitergefahren"-Bildern)

In einer 5min Luftpause habe ich dann noch das Corporate Sexual Harassment Training sehr schlecht bewertet. Ich erinnere mich, dass ich genau das die letzten beiden Male schon doof fand (und allein dasselbe Training jedes Jahr wieder machen zu müssen, ist halt doof.) Das ganze Training ist gut gemeint (Sexual Harrassment hat nicht damit zu tun, wie irgendwas gemeint ist, sondern wie es ankommt.), aber ist dann einen Tacken ZU scheinbar inclusive und Stereotypen vermeidend, in dem es das ganze Training um einen Fall aufbaut, in dem eine KollegIN einen KollegEN belästigt. Und ja, das mag vorkommen, aber die überragende Mehrheit der Fälle geht halt von Männern aus (es war zB auch ein Fall von Mann belästigt Mann dabei, Frau/Frau nicht), warum muss ich dann die Ausnahme als Hauptbeispiel auswählen? Mal sehen was passiert, anders als jemand, der das Training als "Folter" empfand und "die sollen sich alle nicht so anstellen", habe ich mit meinem Klarnamen kommentiert. Let's see.

Der Tag "endet" mit 3h Workshop followed by a team dinner und meine Güte, das ist alles ja schon sehr wichtig und gut, aber halt auch VIEL!

Gemütliches Heimradeln durch die Nacht und ab ins Bett... (Der Hübsche hat in der Sandoase einen Riesenerfolg --> Erstes Approval eines "neuen" (für die USA) Lichtschutzfaktors von der FDA seit .... ich weiss gar nicht wann, irgendwann in den 70ern oder so <-- zu feiern. Ich glaube, auch dafür, aber auch für die Regalmeter an Mixtapes zu Hause, zB "Triphop zum PC-Lernen", hat er sich einen Walkman gekauft, also etwas, das aussieht wie ein Walkman, incl der klassischen orangen Schaumstoffkopfhörer, einem Bleistift zum Band wieder aufwickeln. Aber auch: mit USB-C Anschluss zum Laden, einem Lautsprecher, Bluetooth zum Koppeln mit Boomboxen oder so, was aber nicht gescheit funktioniert und den Fernseher zB lahmlegt, egal, ob man ihn zum Koppeln ausgewählt hat oder nicht. Ah ja, Link zum Feierevent: dafür haben sie noch Kassetten mit Radio-Werbung für die letzten SPFs gefunden, die kann er jetzt anhören)



Montag, September 21, 2026

210926

Es ist verwirrend, es fühlt sich immer herbstlicher an, so ... gefühlt, aber morgens ist es immer noch total warm. In der Reflektorjacke war es mehr als warm genug. Skurrilerweise beim Mittagsradeln in die Stadt nur im T-Shirt war es.... fast ein bisschen frisch?

Nächste Verwirrung: In der Umkleidekabine beim Schwimmen waren einige Frauen, vermutlich am Gehen, aber als ich in die Halle kam, war das Becken einfach leer. Ganz leer. Es lag so glatt da, als ob noch niemand seit letzter Woche auch nur einen Zehen reingesteckt hätte.... Ich hatte freie Bahnenwahl, es füllte sich aber zügig (nicht wild). Beim Schwimmen habe ich jetzt gemerkt: das blöde Fuchteln habe mir v.a. links angewöhnt, da muss ich gut aufpassen, dass ich wirklich richtig eintauche. Es fühlt sich auch nicht ... so kräftig an, wenn ich durchziehe, irgendwie, wenn mein linker Arm dünner/windschnittiger wäre.... Seltsam.

Arbeitsmorgen dann intensiv, die Woche ist einfach unglaublich voll, aber ich mache halt, was geht und nächste Woche bin ich weg.

Mittagspause war heute ein bisschen speziell, weil ich mir eine Zeit geblockt hatte, um in die Stadt zu fahren, um Gastgeschenke für L.s Gastfamilie in Kyoto zu besorgen, die wir ja nächste Woche besuchen. Ich war diesmal ganz einfach bei der Touristeninfo, da gab es echt schöne Sachen, und bei einer der lokalen Confiserien für eben Pralinen. Rest hole ich im Coop, das wird ein nettes Körbchen.

Beim eine Runde durch Gerbergasse --> Marktplatz --> Freie Strasse merkte ich: meine Güte, Basel ist bumsvoll mit Touristen (unter anderem mehrere Kreuzfahrergruppen...), wenn unsereins arbeitet! Mein Schwur an mich selber "Ich weiche nicht mehr aus" wurde auf eine harte Probe gestellt, ältere weisse US-Amerikaner auf Touristenmission sind ... eine Hausnummer (natürlich geht es hier nicht um irgendwie motorisch engeschränkte Menschen. Ich laufe niemanden im Rollstuhl oder Krücken oder am Humpeln um. Diese Menschen sind mental eingechränkt durch Jahrzehnte white male privilege....Aber ich habe jetzt ja krass starke Schultern vom Kraulen)

Ich war dann viel schneller wieder zurück als gedacht und hatte schon vorher schlimm Hunger gehabt und deshalb ein Sandwich (sehr schön bunt und erstaunlich geschmacksneutral belegt, muss man auch schaffen) und ein Cookie verdrückt, deshalb hatte ich dann noch Zeit für eine schnelle Walk-Runde um den Block, das Wetter ist dafür einfach perfekt!

Der Nachmittag war back to back vollgepackt mit Meetings, ich lief meinem Kalender hinterher, bisschen spannend war es, sicherzustellen, dass immer noch Strom genug im Laptop war, ging sich grad so aus.

Heimradeln erstaunlich früh, aber der Rest der Woche wird sooooo lang werden, da ist das ok.

In Tokyo bereitet man sich auf den Taifun Dujuan vor, bis wir da sind, ist der längstens durch und mit der japanischen Art, damit umzugehen, sind die aktuellen Evakuierungsaufrufe anders zu werten als wenn hier evakuiert werden würde. In Japan macht man das, bevor Leute ertrinken.... Wetter für unsere Ferienwochen ist trotzdem so, wie man es für die Taifun-Saison erwartet, wir werden unsere Regensachen brauchen.


Sonntag, September 20, 2026

200926

 Uff, das war ein wunderbares Wochenende für alle (hoffe, auch für L., der ist gestern nach New York geflogen und so wie ich Klassenreisen und Pfadilager und was auch immer kenne, wird die Kommunikation sehr spärlich sein, das ist ja auch gut so. Immerhin war die Immigration für alle Kinder problemlos, darauf hätte ich nicht gewettet. Das mit der eSIM hat geklappt, sie hatten im Hostelzimmer "Nur 2 Kakerlaken, sonst ist alles super". Na .... dann).

Ich hatte eine richtige Auszeit mit sooooo viel Reden (wir haben uns mit dem Willkommensrose um drei oder so in eine Schaukel gesetzt und dann nicht aufgehört zu reden, bis wir nachts um eins heiser (und auch relativ tipsy, um mal nett zu bleiben, waren). Wir haben im "Sahnehäuble" Torten geschlemmt, in der ein bisschen angeschraddelten Therme gebadet (und geredet, geredet, geredet), gemeinsam gegessen, kurz überprüft, ob die Hochzeit, wegen der die Rooftop Bar gesperrt war, das wert war (war relativ lame, sorry!), auf dem Balkon den Prosecco aufgemacht und aus Wassergläsern getrunken. Heute morgen dann eine lange Runde durch den Kurpark, mehr Reden und die feste Versicherung, dass das eine regelmässige Aktion werden muss.

Wie gut das tat!

Auf dem Heimweg dann bisschen nervös geworden, weil gar so viel Stau war, aber das war wegen irgendeiner abstrusen Baustelle auf der Autobahn, die man halt am Sonntag fertig machen wollte. Bei uns war ja der beknackte Slow-Up wieder vor der Haustür, aber ich kam immerhin unproblematisch nach Hause. Sonst halt wieder Unmengen Radler, die nicht nur auf der Strecke unterwegs waren, sondern überall und sich für Gottes Gabe an die Menschheit hielten. Auf der Strecke selber wurde sich kurz fast geprügelt, alles wie immer. Ein Event für gross und klein und Gottseidank ist es wieder vorbei.

Koffer ausgepackt, mit dem Hübschen eine Spazierrunde gedreht, dann die letzten Sachen für Japan gebucht (ich habtte eine Shinkansen-Buchungs-Hemmung, dabei ist das pipieinfach.). Ich habe dummerweise unseren Trip nach Kamakura auf einen Mittwoch gelegt, den einzigen Tag, wo der Hanko-Stempelworkshop zu hat. Es wurde abgestimmt und wir werden statt Essstäbchen schnitzen einen Kintsugi-Workshop machen. Damit und mit dem Slot im Capybara-Cafe in Tokyo ist ALLES vorgebucht, was Gemini meinte, ich solle vorbuchen.

Let's go!

Morgen dann also letzte Arbeitswoche, mit Hybrid-Workshop, Adjudication Meetings für eine Einreichung (mal sehen, am Fr war Interimsanalyse meines zweiten Prelaunchprodukts, diese Woche werde ich erfahren, ob wir mit Highspeed weitermachen wie bisher, alles fallen lassen und alles anzünden, was wir bisher gemacht haben, oder aber was ganz anderes.), und dann halt noch das Digitalprojekt fixen....

Samstag, September 19, 2026

190926

Ein Kind auf Pfadi-AL-Weekend, ein Kind auf dem Weg nach NYC mit der Schule, der Mann mit einem Gaming-Netflixing-Wäschewaschweekend vor sich und ich gleich am Zielort für Ladies Weekend. 

Freitag, September 18, 2026

109026

 Wunderbar geschlafen, aufgewacht von Weckerläuten um sechs (gestern war ich vernünftig genug, den Schwimmwecker um halb sechs gleich auszustellen).

Frühstück mit Q., der sich auf dem Weg in die Uni machte, L. kam auch kurz vorbei (ist kein Frühstücker). Dann: Arbeit losgelegt. Eigentlich ist Freitag ja Erledigungstag für Liegengebliebenes / Sachen, wo man mal länger dransitzt. Heute stand allerdings alles im Zeichen von Digitalprojekt retten und anderen Meetings, die wegen "keine Zeit unter der Woche" halt Freitags geplant waren. Aus irgendeinem Grund hatte ich gedacht, das letzte davon wäre um zwei, aber ich glaube, ich hatte einfach zu weit reingezoomt in den Kalender. Es ging alles bis fünf. Zwischendrin war kurz Pause für Einkaufsrunde und Mittagsspaziergang. 

Beim ersten Meeting mit den Digitalkollegen schaffte ich es gerade so, die erste flammende Rede mit dem Tenor "Brennt ihr eigentlich?!" kurz vor "mir bricht die Stimme vor Wut" abzubrechen mit den ehrlichen Worten "I think I will pause here, as I am realizing I am reaching a very dark place". Nachdem die Truppe angefangen hat mit "User story" und "ne, also hyperlinks einfügen, das ist jetzt wirklich nicht mehr drin" und "das hättet ihr halt vorher sagen müssen", habe ich sie bei ihrer Ehre oder dem Geltungsbedürfnis gepackt (sie feiern sich so gerne vor grosser Audience, wie grossartig sie das alles regeln), indem ich was erwähnte von "I will be very German now and this might feel blunt and rude to you, but I used up all my diplomacy for the week around Tuesday: If we release like this after the huge promises you made, we will lose the credibility for the whole project within the first 5 minutes, as this is, sorry, a joke. And I am not ready to put my name anywhere near it." Von da an wurde es nicht mehr schlimmer, sagen wir es mal so.

Dann: ein paar Stunden andere Arbeit, kurze Runde mit dem Hübschen am Waldrand entlang, dann das Wrapup Meeting vor dem Wochenende (ich habe das Gefühl, in der Digitaltruppe wird das Wochenende durchgearbeitet werden, aber naja) zum Thema. Es war ok, aber gegen Ende sah ich auf einmal den frisch geduschten Hübschen durchs Wohnzimmer wandern, den Weingläserschrank öffnen, den Barschrank öffnen, den Aperol rausnehmen (zu dem Zeitpunkt habe ich mich auf Mute gestellt, weil ich das Poppen des Prosecco nicht mit allen teilen wollte), die Eiswürfel holen, und mir einen perfekten AperolSpritz mischen und gerade ausserhalb der Kamerareichweite auf den Tisch zu stellen. Der Mann kennt mich nicht erst seit gestern!

Dann: Kofferpacken für ein entspanntes Wochenende (ich), Sachen auf den Haufen legen für eine Woche New York (der Hübsche und ich für L), Rucksack packen für ein Pfadi-AL-Weekend (Q) und sich mental vorbereiten auf ein ganz entspanntes Wochenende mit den Katzend daheim (der Hübsche).

Letztes  Mal (?) Grillen auf der Terrasse, jetzt noch eine  Folge "Slow Horses" und dann ist Wochenende.

Donnerstag, September 17, 2026

170926

 Uff.

Eigentlich sehr gut geschlafen, sogar mit kleiner Katze im Arm zwischendrin (naja, an den Bauch gekuschelt und ich durfte kraulen). Oder, wie das Band sagt, sleepscore 20 und zwischendrin einen hochroten Stresslevel über Stunden, den ich nur von viel zu viel getrunken (gestern zB: gar nix) oder Migräne (auch keine ) kenne, Naaaaaja.

Zum Radeln war es mit wadenlanger Sporthose und Reflektorjacke und Handschuhen ok, aber schon schön, dass es eine warme Dusche vorab gab.

Schwimmen war dann: anstrengend. Ich merke die körperliche Anstrengung vom Wochenende und halt die insgesamt 4.5km, die ich die Woche geschwommen bin. Laut Datenerfassung habe ich übrigens für die letzten 12 Monate jetzt die 3000m Wochendurchschnitt geknackt. Schon cool!

Arbeitstag dann: einfach irre. Wir arbeiten ja seit über eine Jahr an einem riesengrossen Prozess für unser gesamtes Portfolio (da müssen dann da150 Leute Daten erfassen und auswerten, alles binnen 1 Woche 2x im Jahr). Das ist Anfang Oktober wieder fällig und wir haben ein bestehendes Digitalprojekt aufgebohrt und den gesamten Prozess von einem Google Sheet in ein automatisiertes Tool gezogen. Respektive mit den Digitalprojektleuten besprochen, was wir da gern hätten, die haben das mit den Softwaredeveloppern aufgenommen und eigentlich hätte vorgestern Release sein sollen, es war aber vergessen worden, zu sagen, dass es zum Testen fertig ist, dann waren die extrem limitierten Sandbox accounts schon wieder weggenommen, dann dauerte es 2 Tage, bis die Accounts wieder genehmigt waren und heute konnten wir testen. GESTERN hat das Digitalprojekt einen Workshop abgehalten, in dem sie sich feiern, wie toll das alles ist und was sie alles geschafft haben. Heute morgen um acht hatte ich Zugang, um neun haben der erste Kollege und ich geschrieben, dass das nicht releaseable ist und eine Katastrophe. Also: richtig.

Ich habe zusätzlich halt noch meinen eigentlichen Job mit drei Produkten, wo ich heute auch von Termin zu Termin gehampelt bin, habe noch zweimal gestestet, fast vor Wurt geheult, noch mehr, als die Kommentare kamen "das wäre aber zu spät" und "die Userstory ist aber fix" (Was für eine Userstory?!) und "Wir machen das im Märzrelease, ich nehme an, das passt für euch?". Als ob ich mich vor unser gesamtes Leadership hinstellen würde und sagen "Ja, eure precious digital boys and girls fixen das dann im März, passt, oder?" oder vor 150 Kollegen und sagen "Ja, schad, wir haben euch versprochen, dass alles automatisiert wird, aber jetzt ist es halt das gleiche Sheet wie letztes Mal, macht ja nix, gell?" 

Wir haben jetzt morgen vormittag eine halbe Stunde Krisenmeeting. Bin gespannt, wie lange das geht, schätze 2h. Wtf....

Uff.

Naja. 

Andersrum: mir mit der Lieblingskollegin eine Stunde in der Rooftoplounge geklaut und dort unsere zwei Sessions für den Workshop nächste Woche vorbereitet. Das tat sehr gut, mal ausserhalb der Bubble zu sein, in der wir sonst die ganze Zeit kochen...

Mittagsründchen dann mit einem unserer Trainees, die heissen mittlerweile anders fancy, aber es scheint das gleiche Konzept zu sein. War lustig, er ist so jung! "Und, was hast du bisher so gemacht vor deiner Rolle jetzt?" Aber eben: finde ich cool, dass er das halbe Jahr bei uns nutzt und sich richtig engagiert (er findet das Digitaldrama, glaube ich, total spannend).

Irgendwann heimradeln, Gemüsekorb holen, Abendsalat mit einem der letzten Bratkäse der Saison (im Coop wird das Grillkäsesortiment aus- und das Raclettesortiment eingeräumt).

Dann: mit L. Kofferpacken für New York, er kommt morgen erst sehr spät heim und Samstag morgen geht es los. Ist aber ja nun mit eenem 23kg Koffer für knapp eine Woche in der Stadt mit ohne Kayakgear oder Winterklamotten auch keine so grosse Herausforderung.

(Zum Beruhigen und Einstimmen auf den Urlaub gucke ich ja sonst immer Webcam von dem entsprechenden windigen, einsamen, verregneten Hafen eines winzigen Fischerdorfs. Diesmal buche ich uns Zugtickets in fancy japanischen Zügen. Heute in einem "Spacia X 012" von Tobu-Railway von Tokyo nach Nikko und zurück.

Spezialausgabe DIE EIER heute. es wurde ja vor ein paar Wochen angeregt, wenn man Eier hat, auch ein Suppenhuhn zu nehmen, weil die Hühner, wie man anscheinend sagt, "ausgestallt" wurden. Jetzt sind neue Hühner eingestallt (das Wort war meine persönliche Transferleistung) und die ...lernen noch.

Viel, viel, viel Petersilie, Salanova rot, Eisbergsalat, Zuckermais, Spinat, Basilikum, eine runde Aubergine, ein minifuzziklaaner Brokkoli, eine minifuzziklaane Aubergine Napoli rosso (mit grossem Zeittel, was das ist), Fenchel, Radieschen, Cocktailtomaten, Karotten und DIE EIER


Mittwoch, September 16, 2026

160926

 Heute morgen wäre ich für kältere Temperaturen mental bereit gewesen, es wurde ein Temperatursturz auf maximal 20 Grad angekündigt. Davon hatte es morgens um sechs schon 18, war also wärmer als die letzten Tage beim Radeln...

Schwimmen: sehr gut, leicht verkrampfte Daumen von der forcierten Schäufelchenhand, damit ich auf keinen Fall mehr mit meinen Fuchtelhänden eintauche.

Grosse Freude: mein frisch angebrochenes, sauteures, so gut riechendes Duschgel aus Island wiedergefunden, das gestern auf einmal weg und nicht in der Schwimmbadumkleide oder Fundkiste war: es lag in der Umkleide im Turm unter der Bank (dort war mir gestern morgen meine Schwimmtasche runtergefallen und ausgeleert, ich habe nun Fragen zum Wischrhythmus dort.... naja.). Das hatte mich gestern sehr genervt und freute mich den ganzen Tag.

Dazu passend wurden heute mehrere Frösche gekillt, respektive zum Teil seit Monaten schwärende und gärende Themen geklärt (ich hatte u.a. zu einem "We have to talk" Meeting eingeladen und das wurde dann sogar vorgezogen und zwar nicht zu meiner vollsten Zufriedenheit richtig gelöst, aber acknowledged, dass das weit sub-Par Performance war UND Besserung gelobt. Hilft jetzt direkt mal nix, aber naja.). Ich habe jetzt drei analytische Transferverantwortungen und -scope geklärt, eine Revalidierungsstrategie festgenagelt, den Scope eines Transfers bestätigt, obwohl sich die Voraussetzungen massive geändert haben, meiner Oberchefin keinen Elevator-, sondern einen Kaffeemaschinenpitch zu zwei grossen Baustellen meiner Launchprojekte gehalten (nach dem ich erst sehr seriös quiekend erschrocken bin, als sie hinter mir stand und mich angesprochen hat. Aber sie war lang im Urlaub und ist sehr klein, ich hatte sie echt nicht gesehen und erwartet) UND sehr gutes Feedback bekommen.

Dann: 4 von 8 Sourcing Proposals durchgearbeitet (meine Güte, ich habe das in einem früheren Leben auch mal geschrieben, bitte, bitte, bitte, nutzt doch entweder das Template, das vorgegeben wird, oder aber schaut, dass alles, was da abgefragt wird, in eurem Template drinsteht und lasst es nicht von AI schreiben oder zumindest nicht auf fcking 38 Seiten aufblasen! Wer soll das denn lesen? Gemini vermutlich.... Manchen hätte AI aber gar nicht schlecht getan, die hätte nicht auf dem allerersten Slide 15 Rechtschreibfehler reingehauen. "Schreiben nach Gehör" scheint auch in Frankreich a thing zu sein....

Was ich nicht gemacht habe: das Betatesting für den Release, der heute stattfinden sollte, fertiggemacht, weil nie kommuniziert wurde, dass jetzt alles parat ist, dann wurde mein Sandbox-Access gekillt, dann wieder hergestellt, angeblich, aber seit 2 Tagen komme ich nicht mehr rein. Ticket ist gelöst, naja. (Bisschen nervös. weil alles, was bugged, hinterher von empörten, genervten KollegInnen auf meinen Teller gekippt werden wird)

Dann habe ich heute mal die Gelegenheit genutzt, um "schon" (wie sich das alles verschoben hat) um halb sechs Richtung Umkleide zu gehen und mich auf den Heimweg zu machen. Die letzten Tage waren sehr, sehr lang!

(Sidenote: so stressig dieses Jahr auch ist und so sehr ich das Gefühl habe, nur zu arbeiten: heute habe ich meine mir selbst auferlegte Readingchallenge erfüllt und mein 80. Buch dieses Jahr fertiggelesen. Weiss auch nicht, wie das passiert ist oder wann.)