030326
Unrund lief es heute in manchen Sachen. Zuerst im Waschmaschineprogrammieren für heute: eigentlich hatte ich mir das gestern sehr schön ausgerechnet (mit Fingern und so), auf wieviele Stunden ich das vorprogrammieren muss, damit es um 5 Uhr abends fertig ist und jetzt, wo ich das so aufschreibe, wird mir auch der Rechenfehler klar: kurz vor zwei hat die Maschine nämlich angefangen. In der Nacht. Naaaaaja. Ich sag mal so, es spricht für meinen guten Schlaf, dass ich das erst um halb fünf gemerkt habe und dann verschämt die Badtür geschlossen habe. Der Hübsche hat es schon um zwei gemerkt und "einen Teufel werde ich tun und dafür jetzt aufstehen" sich dann halt geärgert. Naaaaaja. Ich habe dann heute morgen alles in den Trockner geladen und den vorprogrammiert und war richtig angetan, als alles schön trocken war, als ich heute heimkam. Vom Hübschen habe ich gehört, dass ich das auch irgendwie falsch gemacht habe im Hinblick auf die Sonnen- und Batteriesituation. Naja.
Dann: Schwimmen: super. Ich hatte auf den letzten 10 Bahnen immer wieder leichte Krampfanflüge in beiden Füssen, aber es tut insgesamt so, so, so, so gut!
Der Arbeitstag selber dann irre dicht und eng gepackt. Ich arbeite dran, nicht durchzudrehen, weil ich das Gefühl habe, keinem Projekt angemessen gerecht zu werden und alles ist superdringend, weil: das ist imemr so nach den Ferien, das wird auch wieder. Beim abendlichen Kontrollieren der ToDo-Liste, auf die ich alle "ups, das auch noch"-Gedankenblitze notiert habe, gemerkt, dass ich nicht nur neues eingetragen habe, sondern auch viel davon streichen konnte, weil erledigt.
Mittagessen der nächste unrunde Teil (ich habe die Geschichte grad beim Abendessen den Jungs erzählt und sie war nicht so lustig, wie es sich währenddessen angefühlt hat): ich war mit einem Kollegen verabredet, wir hatten den Termin am Vormittag noch eine Viertelstunde nach hinten geschoben, den Treffpunkt genau definiert, dann war ich da nur ein paar Minuten zu spät wegen Mittagsliftstau, hatte ihm aber BEscheid gesagt. Wartete 5 Minuten, niemand. Alles kontrolliert und als ich gerade ein "?!" schicken wollte, kam von ihm: Ups, bin schon zur Kantine gelaufen, warte da auf dich.
Dann: war an dem Vegistand die längste Schlange der Welt, es gab Nachschubprobleme und dann war das Essen das weirdeste der Welt: Griechicher Nudelauflauf mit Hirtensalat, soweit, so gut, keine Ahnung, Nudeln verbinde ich jetzt nicht mit Griechenland. Es waren dann diese Mininudeln, die wie Reis aussehen mit irgendeinem Bapf zusammengebatzt und mit Fetabröseln überbacken. Dazu gab es immerhin Ofengemüse satt und den Hirtensalat UND als Extrabeilage eine Riesenfladenbrot (das konnte man gegen noch einen Hirtensalat oder Obst eintauschen.), weil: Nudeln mit Brot, vllt noch Kartoffelsalat dazu?. Dann andere kleine Unbillen wie Wasserschlange, verhakte Stühle an einem grossen Tisch und dann: lag in meinen beiden Schüssel Hirtensalat unten drin ein halbeingeweichtes Stück Brot drin. Musste da irgendwie Brot weg?! Dann wurde ich noch beim Geschirrwegbringen belehrt, dass ich das Porzellan aufeinander stehen lassen kann (SEIT WANN?!), aber das Besteck frei zugänglich auf dem Tablett liegen muss und auf keinen Fall drüber raus ragen darf. Ich wusste noch vom Einführungstag vor 14 Jahren (Huch, vor genau 14 Jahren und drei Tagen!), dass das mit dem Tablett auf dem Förderband nahezu heilig ist und wenn man da was falsch macht, dann irgendwas, Drama und am Schluss stürzt das ganze Kantinengebäude ein. Heute, 14 Jahre später, hat mir mein Kollege erklärt, was das Geheimnis hinter dem Besteck-Zeug ist: das wird mit einem Magnet von den Tabletts geholt und wenn es irgendwo drunter klemmt, Teller oder einem anderen Tablett, dann wird das mithochgerissen und Bumm, irgendwas, Gebäude stürzt ein.
Kaffee war dann relativ uneventful, wir haben draussen in der Sonne getrunken. Ich habe die Aussicht auf einen neuen Kollegen / Teammember bekommen, den der Kollege kennt und für die Rolle empfohlen hat, und er meinte: "Ihr zwei, ihr werdet super mit einander können." und seitdem ich auf diese Weise in einer meiner neuen Kolleginnen eine neue Freundin gefunden habe, hoffe ich hier auf ähnliches. (Wie lustig, dass "der war mit mir bei xxx, da lernst du die Leute kennen" (insert den berühmten Anthroposophenhaufen) nach einem erste schockierten Blick genau richtig einsortiert wird. Er hat mir von seiner Zeit dort erzählt und meine Güte, die sind einfach von einem anderen Planeten.)
Nachmittag dann wieder superdicht, nach dem letzten Meeting noch ein ungeplantes langes Gespräch mit meinem Chef, Heimradeln im warmen Sonnenuntergang, keiner daheim, weil alle schon wieder weg. Ich räume den Trockner aus (denke noch, dass ich alles richtig gemacht habe), bereite Abendessen vor (viel Salat mit frischem Brot und Käse/Wurst), irgendwann trickeln alle ein und ich freue mich sehr.
Ach ja: die Gartenofferte kommt und der Preis schockiert nicht. Er hat nur als Bepflanzugsoption unter anderem Hortensien vorgeschlagen und sorry, aber Hortensien sind die blödesten Blumen. Ich kann alles haben, nur keine Hortensien. Aber ich muss ihm das gar nicht sagen, weil wir einfach die Obstspaliervariante nehmen werden.
Und: ich habe den Englischlehrer von L. nach Notfallplänen und Alternativszenarien für die New Yorksstudienreise im Herbst gefragt. Mal sehen (Hauptsächlich will ich bestätigt haben, dass die Termine stehen, bevor ich unseren eigenen Herbsturlaub buche.)
(All das eh total banal, aber noch mehr, wenn man von einer exiliranischen Freundin mitbekommt, wie es ihr gerade geht)









