260226
Heute: ausgeschlafen (das bedeutet für mich halt einfach maximal halb acht oder so), Kaffee und Buch (Ich habe "Königin Esther" mit viel Mühe heute endlich fertiggelesen. Ich hatte von John Irving in Erinnerung, dass ich ungefähr 2, 300 Seiten zum Reinkommen brauche und dann ist es super. Hier: es war zwischendrin ganz kurz ok und dann hat es einfach nicht mehr aufgehört, es wurde salbadert, immer wieder derselbe Scheiss (sorry) wiederholt, man kam vom Hölzchen aufs Stöckchen, hatte das Gefühl "Bruder, was labersch du?", als er von Europa in den 70ern schwadronierte und den allgegenwärtigen Juden und dem Antisemitismus, interessanterweise aber keinen alten Nazis, dann noch bisschen Israel und Palästinenser und die ganze Zeit irgendwelche abstrusen Sex-und Schwängerungsszenarien, die mich halt die ganze Zeit einen sabbernden alten Mann vor mir sehen lassen... ja, also, nein danke! Jetzt wieder solide Krimikost!) und spätem Frühstück.
Die Skipiste wäre heute ab Mittag wieder offen gewesen, allerdings taute es wieder ordentlich und wir legten einen supergemütlichen letzten Tag ein. Ausschlafen, PJ-Frühstück, Morgenfolge des Manga, zu dem L. uns gebracht hat (wir amüsieren uns köstlich!), dann machten der Hübsche und ich einen Schneespaziergang (wir haben Schneehühner und Fuchsspuren gesehen), dann bauten wir gemäss Internetinspiration eine Alienarmee, die wir heute abend noch mit den extra gekauften Glowsticks beleuchten werden (ich hoffe, sie schmelzen uns nicht ganz weg, sie sind schon ein bisschen klein geworden). L. und S. haben einen RIESENSCHNEEMANN gebaut.
Dann: Kekse, Kaffee, Tee, Nudelsuppe für alle und eine Runde Monikers. Und ich sag mal so: ich hoffe, der linke Zeigefinger ist nur verstaucht,, weil ich würde ungern in den Unfallbericht schreiben "Ich wollte pantomimisch "Hangry" darstellen, dabei wollte ich schwungvoll meinen jüngeren Sohn umarmen, der sich mit mir diese Eigenschaft teilt. Ich holte also aus, schaute aber in die Richtung meines Mannes, dem ich den Begriff klarmachen wollte, und vergass, dass L. in einem Ohrensessel sass. Mit gestrecktem Zeigefinger stiess ich mit Schwung gegen das Sesselohr, der FInger knackte und knickte in eine ungute Richtung. Mir wurde kurz schlecht, ich musste weinen und lachen gleichzeitig, die Familie machte Witze wie "Bei Chuck Norris (ein anderer Begriff, der zu erklären war) würde jetzt der Sessel weinen", der Finger wurde blau und schmerzt bei Bewegung. Aber ich habe 15 Sekunden extra Zeit bekommen, konnte "hangry" noch erklären, aber verloren haben wir trotzdem". (ich werde defnitiv bis Samstag daheim warten und es wird schon nix sein).
Dann: der Hübsche und ich gehen nochmal eine Runde schwimmen, heute ist der Plan, einen Kilometer zu machen, das sind in dem kleinen Becken hier 60 Bahnen. Mir wird zwischendrin ein bisschen schwummrig, aber es ist trotzdem sehr, sehr schön und ich würde auch daheim gern in warmem Freibad im Winter schwimmen. Daheim dann: Reste verkochen, wir haben das bis auf die Skyrmenge richtig gut abgeschätzt. Es gibt Röstitaler und Tortellini-Auflauf überbacken mit allem Käse, den wir noch haben.
Zum Abschluss: ein bisschen die Koffer zusammenpacken, dann nochmal Hotpot und vielleicht kommen nochmal Nordlichter.
Verfrühtes Fazit: das war ein wunderbarer Urlaub, auch in der Konstellation. Ich freue mich sehr, dass Q. noch nackommen konnte, ich glaube, dem wäre ganz allein daheim (vielleicht) ein bisschen einsam gewesen, ich habe mich sehr über seine Gesellschaft gefreut. Die Islandneulingin hat sich sehr wacker geschlagen, nicht offensichtlich unsere Art Urlaub zu machen doof gefunden, das grosse Haus hat natürlich allen Raum zum Rückzug gelassen. Überhaupt: grad im Winter und/oder bei unsicherem Wetter: ich bin grosser Fan von echt schönen Ferienhausunterkünften, das tut beim Buchen zwar kurz weh, andererseits denke ich mir: wir arbeiten uns dumm und dämlich, werden dafür mehr als gut bezahlt, es ist doch nur logisch, dieses Geld für was auszugeben, was uns Freude macht.
Auf jeden Fall: als heute ALLE rauskamen und die Schneealiens gebaut haben und die beiden dann nicht mehr aufgehört haben und irgendwann nochmal Verstärkung holten, um die Schneekugeln aufeinander zu stapeln, und dann alle Nudelsuppe gegessen haben, da hätte ich fast ein bisschen geweint. (naja, beim Finger habe ich dann richtig geweint, aber das hätte es nicht gebraucht).
Wie ist es, mit einer weiteren Frau auf Reisen zu sein?
Super! Ich habe es in den letzten ein, zwei Jahren schon gemerkt, dass es mir nicht so gefällt, die einzige weibliche Person im Haus zu sein. Die Jungs und der Hübsche sind super, die Gesrpächsthemen sind vermtutlich diverser, als man vermuten würde, aber..... eine co-weibliche Perspektive wäre schon manchmal schön und ich hätte mich so gesehen schon sehr über eine Tochter gefreut. Aber gut, es ist, wie es ist, umso cooler, wenn diese weiblcihe Verstärkung jetzt halt von aussen reinkommt. Das Reisen per se klappt superst, ich hoffe, ihr gefällt es auch so.
(Andersrum: ich werde ja immer total aggressiv, wenn die automatische Erwiderung "der arme Vater" kommt, wenn zur Sprache kommt, dass ich drei Schwestern habe, weil: wtf?!)

















































.jpg)






