Freitag, Februar 03, 2023

030223 Reflection Friday*

 Was für eine doofe Nacht, was für ein doofer Vormittag.

Mir ging es ja gestern echt nicht gut. Beim Umdrehen vom Lesen zum Einschlafen wurde mir so schwindlig, dass ich richtig Angst bekam, weil es sich erstens anders anfühlt als der Lagerungsschwindel (der fühlt sich schrecklich an, ist aber harmlos) und es ja so viele ätzendere Gründe für Schwindel gibt.

Ich bin unruhig eingeschlafen, habe von dem einen gestern ungut hochgekochten Thema geträumt, bin um vier mit rasenden Kopfschmerzen aufgewacht, wieder eingeschlafen, mit mehr Kopfweh und Schwindel aufgewacht und habe noch beim Zähneputzen gelesen, dass das Thema weitergärte über Nacht. Dementsprechend habe ich von halb sieben bis acht neben Kaffee und Hefezopf eine Präsentation mit flammenden Argumenten ausgestattet (tatäschlich habe ich die ganze Nacht zwischen "dann ist es mir halt wurscht, macht, was ihr wollt" und "Es kann doch nicht sein, dass wir jetzt wegen einem Minifuzziding die gesamte Strategie, die wir zwei Jahre entwickelt haben, über den Haufen werfen, bloss weil ein, zwei, drei Nasen, die das gar nicht verstehen müssen, das falsch verstanden haben" und naja, Sie ahnen natürlich, bei welchem Standpunkt ich stehengeblieben bin.

Dann war erstmal Pause angesagt, ich hatte mir nämlich tatsächlich Zeit für Einkaufen und Nagelmachen geblockt. War ok, weil halt beides dringend nötig. War nicht so toll, weil mir anstatt wie sonst jedes zweite Mal mit der Nagehautschere ins NAgelbett geschnitten wurde, bis es blutet, sondern mit dem kleinen Schleifdingsi, mit dem auf der Innenseite der Nägel dann der Überschuss weggeflext wird, unter den Nagel gebohrt wurde. Ziemlich weit, ziemlich schmerzhaft, ziemlich blutig. Ich hatte bis anhin gedacht, diese Schleifdingsis wären wie Zahnarztbohrer, die Nicht-Zahn oder halt Nicht-Nagel gar nicht verletzen können. War dann gar nicht mal so entspannt, der Rest. Sieht jetzt aber wieder ok aus.

Beim Zoll habe ich erstmals einen Geldtransporter die Grenze überqueren sehen. Sie hatten keine Ahnung, wie Parken funktioniert und sind halt einfach so in der Mitte stehengeblieben, dass sie alle freien und alle besetzten Parkplätze blockiert haben. Aber eben: einen bewaffneten, gepanzerten Geldtransporter schiebst halt auch nicht weg. Beim Zoll selber ging das dann auch alles noch sehr lang, viel länger als den üblichen Wocheneinkauf abstempeln.

Meine Unruhe wg Jonnys OutofTrend-Aufenthaltsort gestern wurde durch einen pünktklich zum Mittagessen aufs Fensterbrett springenden schwarzen Kater besänftigt.

Ich war aber immer noch so gestresst und nervös und angespannt, dass ich zum Runterkommen und Entspannen mich freiwillig an den fälligen Review des End-2-End-APQRs für unser geteiltes Produkt setzte. Das ist normalerweise eine so ungeliebte Tätigkeit, dass es einem "Wer als erster zuckt" gleicht, wer von uns beiden das machen muss. Heute war Dokumentenreview, Zahlen und Datenabgleich genau das richtige. 

Die grosse Wende kam dann am Nachmittag: erstens hatte ich mich doch für eine Kopfschmerztablette entschieden (bei Verspannungskopfschmerzen habe ich den Eindruck, dass sie gar nicht richtig wirken und dafür muss ich meine Leber nicht belasten) und die tat, was sie sollte. Und dann kam ein Meeting zu dem Thema, das mir den Schlaf und die Nerven geraubt hatte. Es war ... eine sehr intensive Diskussion und was soll ich sagen? Wir sind am Schluss mit einer einstimmigen Entscheidung für die Variante, für die ich so gekämpft habe, rausgegangen. Das hätte ich nicht gedacht, aber hey, vllt bin ich doch ganz gut im Stakeholdermanagement, auch wenn ich es echt nicht mag.

Ha. Ha. Ha!

Good news auch, weil heute ja das erste Februarwochenende ist und ich dementsprechend meinen Dryjanuary mit einem Aperol Spritz beenden werde. Darauf freue ich mich (bin ich jetzt nicht stolz drauf, ist aber halt so) tatsächlich ungefähr seit 33 Tagen und deshalb war ich extra sauer auf die Welt, als ich heute morgen so Kopfweh ud Schwindel hatte, dass ich nur beim Gedanken an etwas anderes als Wasser oder Kräutertee (oder Kaffee) meinen Magen revoltieren fühlte. 

In diesem Sinne: Happy Friday, cheers! (Auf den Süsskram zu verzichten fiel mir übrigens viel leichter und das ziehe ich auch noch länger durch. Die Alkoholregel "nur am Wochenende" bleibt natürlich in Kraft)

Gegessen:

Hefezopf mit Honig

Orangen

Salat mit gebratenen Maultaschen

Freitagspizza


gesehen: GoT

Gelesen: "Spinnennetz"



*Diesen Ausdruck habe ich gestern das erste Mal in einem Kalender eines Kollegen gelesen, der damit alle Freitage für Meetings geblockt hat, weil er eben, naja, reflektiert. (Ich wollte grade nochmal nachschauen, was er genau geschrieben hat, aber anscheinend ist die Reflexionsphase vorbei, der Eintrag ist verschwunden. oke) Ich gebe zu, meine Gedanken dazu waren keine freundlichen. Der Ironie dessen im Kontext des Textes von gestern und heute bin ich mir durchaus bewusst. Ich finde: wenn man sich agiles, schnelles, flexibles Zusammenarbeiten auf die Fahnen schreibt, ist es schon sehr schwierig, wenn sich einzelnde Departments solche Sachen einfallen lassen und auf einmal alle Meetings mit dem Development nur noch am Dienstag stattfinden dürfen oder eine gesamte Site jeden Mittwoch nachmittag immer nur über personal development nachdenkt. Einzelne Personen auf eigene Faust finde ich schon echt sportlich. (Es könnte NUR funktionieren, wenn das konzernweit verordnet würde. Und da klappt ja schon nicht mal das Einhalten der fixen Regel: "Meetings zwischen Kalifornien und Europa finden nur in den Golden Hours von EU Zeit 16-19h statt" auf keiner einzigen Ebene. Auch wenn wir das konzernweit einführen würden, würde ich gerne das Gesicht der FDA sehen, wenn wir die Reportingfrist für einen FAR verpasst hätten, you know, there was reflection Friday, thanks for understanding. Oder alle Reaktoren am Donnerstag spätestens zur Nachtschicht auf einen sicheren Haltepunkt gefahren werden, weil "Reflection Friday". Naja.)

Der Kollege hat uns für unser Anliegen einen Termin am Montag genannt, wir haben das heute halt ohne seinen Input entschieden. Ganz unreflektiert.

Donnerstag, Februar 02, 2023

020223 Not ok

 Das war heute kein guter Tag.

Ich bin schon mit leichtem Schwindel aufgewacht (in meinem Hinterkopf lauert ja die Panik vor neuen Lagerungsschwindelattacken).

Auf dem Weg zur Arbeit begnete ich Jonny an einem Ort, wo ich ihn noch nie gesehen hatte und wo ich auch nicht finde, dass er sein sollte (ggü von DEM Parkplatz, also direkt an der Strasse, wo die Verkehrswalze befürchtet wird). Ich habe ihn nach Hause transportiert, was er nicht toll fand. Und ja, ich weiss, ich kann eh nichts dran ändern, wo er hingeht, er kann eigentlich Autos sehr gut vermeiden und ich glaube, dass er eher aus Versehen dort gelandet ist und sich auch nicht wohlgefühlt hat. Andererseits: im Sommer war sein Lieblingschillplatz <50m von der Autobahn entfernt. Man steckt nicht drin. Vermutlich wollte er nur mal die Schranken anschauen (er kam dann zweimal von allein wieder heim und hat den Draussentag um 11:30 beendet erklärt und sich in Q.s Bett gelegt)

Bei der Arbeit hatte ich heute ein langes Trainig von Extern, was nicht direkt und 100% mit meiner aktuellen Täigkeit zu tun hatte und ich habe wirklich mit mir gerungen, ob ich die Zeit dafür locker machen soll und kann. Und mich entschieden, das zu tun. Es war auch wirklich sehr interessant, ich habe viel gelernt. Aber: es haben mir zwei Stunden gefehlt. Die habe ich (total geschickt) teilweise damit kompensiert, dass ich das Mittagessen ausfallen liess und stattdessen ein Sandwich (sehr lecker übrigens) in 3min in mich reingeschoben habe, während ich ein Slidedeck vorbereitet habe. Sehr weise.

Der Arbeitstag an sich war irgendwie unbefriedigend, es kommen im Moment so viele Themen, die ich eigentlich geklärt wähnte, wieder hoch, ich merke, wie ich unter Stress mit Leuten, deren Art ich in sehr guten Zeiten "speziell" finde. überhaupt nicht gut umgehen kann und es mich unglaublich viel Energie kostet, nicht auszuflippen und im grossen Stil Brücken abzufackeln.

Als ich mich gerade auf den Heimweg machen wollte, um für die Abendmeetings rechtzeitig da zu sein, meldete sich L., dass er wegen Busverspätung den Zug verpasst hatte, mit dem es mit der Schule heute zum Bücherschiff nach Basel ging. Ich coachte ihn also, während ich parallel in Radkleidung schlüpfte, mein Rad packte etc, wie er am besten die Klasse und die Lehrerin erreichen könnte und dafür sorgen, dass sie in Basel am Bahnhof auf ihn warten, bis er mit der nächsten S-Bahn aufkreuzt. Für "du findest dich doch in Basel zurecht und triffst sie dann dort" fehlt ihm halt tatsächlich die Erfahrung. Hat aber geklappt.

Auf dem Heimweg dann noch schnell ein Paket abholen (in dem ein Teil fehlt, danke auch!), 3 min vor Meeting ins Haus stürzen, nur schnell die warme Radüberkleidung abziehen und eine sehr spezielle Shelflife-Diskussion führen (immerhin sind wir uns da alle einig und es geht nur um Daten und nullkommanull um Befindlichkeiten).

Mir ist immer noch schwindlig, ich habe Kopfschmerzen, ich habe das Gefühl, heute überhaupt nix geschafft zu haben. Schade, dass ich das als Preis für die zwei interessanten Stunden sehe und nicht als Zeichen für "vllt stimmt der allgemeine Workload einfach nicht." Aber: ich beende den Arbeitstag ohne mit allem fertig zu sein. Muss einfach auch gehen.

Zum Spass mit Q noch ein bisschen mit ChatGPT gespielt. Ich sags mal so: für die Arbeit kann ich das nicht nutzen.

Gegessen

Müsli, Joghurt

Früchte

Gorgonzola/Rucola/Auberginensandwich

Blechgnocchi


Gesehen: Mal sehen, GoT oder Manifest (das wird mir leider schon zum ersten Drittel der ersten Staffel immer egaler)

Gelesen: ChPh 2020 lol.

Mittwoch, Februar 01, 2023

010223 Februar

 Ach. Schau. Februar.

In allen (TM) Blogs liest man, in allen Gängen und bei allen Liftfahrten hört man "Ich bin so bereit für Frühling" und naja, es ist keine Überraschung, aber: ich nicht. Es war doch noch gar nicht richtig Winter?!

Dementsprechend habe ich grosse Hoffnungen auf den Februar!

L. und Q. starten in die zweiten Schulhalbjahre, die Zeit fliegt. L. muss sich bis nächste Woche für die Wahlfächer für das letzte Jahr an der BEZ entscheiden, zu einem Teil das auch mit Blick auf seine weitere Schullaufbahn. Wie krass, gestern hat er doch erst im Kindergarten angefangen.

Im Rahmen seines diesjährigen Wahlfaches wird er einige laaaaaange Theaterprobentage und Wochenenden haben (Aufführung ist im April, ich bin sehr gespannt!)

Für den Hübschen und mich ist die Arbeit zur Zeit einfach crazy. Für ihn ist Ende März ein magisches Datum, an dem ALLES fertig und wunderhübsch eingetütet sein muss. Für mich ist die aktuelle Grippesaison mit den unmittelbaren Themen, aber auch denen, die nach / dank Covid nun wieder in den Vordergrund gerückt sind (für 3 Jahre stand Covid bei allen Regierungen, Health Authorities, globalen Organisationen so im Vordergrund, dass für andere Krankheiten, die Pandemiepotential haben, nicht wirklich Ressourcen übrig waren. Das ist jetzt gsd anders, ausserdem hat man offensichtlich ein bisschen was gelernt), ein unerschöpflicher Quell an Arbeit, die zwar anstrengend und natürlich immer dringend ist, aber halt schon auch unglaublich spannend und aufregend. Und viel. Richtig viel (und dann ist da noch mein anderes Produkt :-))

Aber: wir haben unseren Rettungsanker, nämlich die Skiferien. Die Kinder haben zwei Wochen frei, der Hübsche und ich eine. In der gehen wir alle gemeinsam wieder nach Laax, ich habe da ja noch eine Rechnung offen (Apropos Rechnung: ich merke jetzt so langsam, wo ich überall meine Kreditkarte hinterlegt hatte, die ich wegen Gedlbeutel kurz verloren gesperrt hatte. zB in der Unterkunft in Laax. Liess sich aber mit der neuen Karte schnell regeln)

In der zweiten Woche der Kinderferien gibt es eine Premiere: sie gehen auf ihr erstes selbergewähltes Konzert. Mit dem Hübschen zusammen, ich habe selber gewählt, dass ich da bitte nicht hingehen möchte. Es wird bestimmt toll! (ist aber erst im März, also technically falsch hier)

Was ich nicht gut geplant habe: den Termin im Konsulat für meinen neuen Pass und endlich wieder Personalausweis habe ich mitten in die Skiferien gelegt. Das habe ich erst heute gemerkt, jetzt sind natürlich wieder alle verfügbaren Termine in Basel vergeben. Ich habe einen suboptimalen Termin in Bern Ende März und werde also wieder jeden frühen Morgen schauen, ob es wieder freigegebene Termine in Basel gibt. Hmpf.

Sonst so das übliche, nech? Mit dem Rad ins Büro fahren, ich gehe mal wieder Blutspenden (das letzte Mal haben sie mich wegne vertrocknetem Fieberbläschen weggeschickt und am nächsten Tag war der Coronatest positiv. Diesmal gern einfach nur Blutspenden), ich muss für die Kinder Zahnarzttermine abmachen und dann kommt auch schon der März mit unglaublich vielen Geburtstagen in der U18-Community der Kern- und Geschwisterfamilie.

Hoppi Galoppi!


Dienstag, Januar 31, 2023

310123 Swoosh

 Dienstag ist ein heisser Kandidat für Ausschlafen, weil L. eh später Schule hat. Aus welchen Gründen auch immer musste Q. heute auch später raus, d.h. extreme outsleeping für alle, nämlich bis halb sieben. (Die Katzen denken immer noch ab 6:01, wir wären gestorben und müssten wiederbelebt werden)

Der Hübsche musste dann tatsächlich ein bisschen hudeln, um rechtzeitig zum ersten Call um 8 im Büro zu sein. Es reichte noch für ein Foto vom armen schwarzen Kater, der bei den Nachbarn auf dem Fensterbrett in der Kälte bibbernd auf ein drittes Frühstück warten musste. Und eine Warnung, dass es sehr glatt sei. Dementsprechend beeilte ich mich nicht so sehr mit dem Losradeln (ein Hoch auf die Flexibilität, die wir uns Gottseidank doch beibehalten) und auch beim Radeln habe ich heute mal auf eine neue Bestzeit verzichtet. Es war dann praktischerweise nicht mehr glatt, nur noch echt kalt und feucht. Die Stimmung war grossartig, es war noch neblig über den Feldern und dem Rhein, aber die Sonne kam hoch und das war so schön! (Keine Fotos, weil es ECHT kalt war und ich dann doch nicht die dicken Handschuhe ausziehen wollte zum Handyrauskramen. Nächstes Mal vllt)

Der Arbeitstag hat sich dann wie eigentlich alle Bürotage sehr zerfasert angefühlt, weil halt... immer irgendwas ist. Wenn ich daheim keine Meetings im Kalender habe, dann kann ich voll konzentriert durcharbeiten (also: bis auf Chatnachrichten oder dringende Dramen per Emails), im Büro kommt halt immer irgendwer vorbei und es gibt IMMER irgendwas zu tun / besprechen / klären. Das ist auch gut so, das ist ja das, was die letzten >2 Jahre einfach gefehlt hat. Ich muss nur noch lernen, dass sich das nicht als "nix getan" anfühlt. Heute auch festgestellt: das Noisecancelling unserer neuen Standardheadphones ist wirklich gut. Ich habe sie aufgelassen, nachdem ich ein.. keine Ahnung, was auch immer Trainingvideo (wie nervig, dass es nur noch Videos gibt und keine geschriebenen Anleitungen...) angeschaut habe und bin fast vom Stuhl gefallen, als mein Chef, nachdem er mich schon mehrfach angesprochen hatte, weil sein "Gmail falsch ausschaut", aufgestanden ist und mir auf die Schulter getippt hat (ich konnte es souverän lösen, einfach auf den Button mit dem grossen "X" drücken, dann geht das falsche weg)

In der Kantine merkt man deutlich, dass viel mehr Leute als jemals jetzt auf dem Areal arbeiten (es wurde ja der neue Turm gebaut und besiedelt, der "alte" Turm ist nun vollbesiedelt mit all denen, die vorher in Aussenstellen über die ganze Stadt verteilt waren und ... naja, es wird voll in den Kantinen. In kleinen Gruppen (heute zB: spontan zu zweit mit einer Kollegin, mit der ich noch nie ausserhalb Dramen zu tun hatte) findet man aber auch einen Platz, wenn man wahnsinnig ist und um 12 geht, obwohl jeder weiss, dass da ALLE gehen und deshalb ALLE schon spätestens um viertel vor 12 gehen.

Beim Heimradeln war dann alles wieder trocken, die Sonne war aber auch weg und ich hatte zwar das Handy direkt in die Jackentasche gesteckt, aber langweilige Hochnebelfotos sind halt langweilig.

Daheim dann erstmals eine Crowdfarming Lieferung mit nur einem Stern bewertet, allerdings nur den Lieferungsteil von DHL, weil: ich habe zwei Sachen in der Lieferung geändert und zwar bestätigt bekommen: 1. Lieferung nicht heute, sondern morgen 2. Abstellen vor der Haustür. Was passierte: das Paket kam heute und wurde bei den Briefkästen an der Strasse vorne abgestellt. Nicht cool, vor allem weil man mit der Abstellgenehmigung die Verantwortung für den Verlust übernimmt. Hat aber gsd keiner meine 10kg Orangen geklaut und sie sehen toll aus! Richtig, richtig gross und riechen soooooooo gut!

L. und ich haben tatsächlich einen sehr schönen Coworking-Moment gehabt, aus Gründen haben wir nebeneinander am Küchentisch beide an eigenen Dingen gearbeitet und waren sehr froh um die Gesellschaft des anderen. Ausserdem teilen wir einen sehr speziellen Snackgeschmack und haben uns getrocknete Mangos und Salzbrezeln geteilt. Das war richtig schön. (Auch schön: wir haben unabhängig voneinander das Wahlfach / Wahlpflichtfachprogramm für das nächste Jahr für ihn angeschaut und er musste richtig lachen, als er meine Notizen sah, die ich gemacht hatte, weil sie genau seine Gedanken wiedergaben.)

Abendprogramm war wie alle zwei Wochen dienstags sehr zerfasert, weil ich Meeting bis 20:00h habe, die Jungs aber alle zu aushäusigen Aktivitäten verschwinden (Sport, Pfadileiter-, Pio-Hock). Ich sass also mit Kopfhörern vor dem Computer, tief in Diskussionen über sehr komplexe Supply Chain- und Filing-Landschaften, während es von unten schon sehr verführerisch nach Capelletti mit Salbeibutter roch, die sich die Jungs zum Essen machten. Nicht ganz einfach, sage ich Ihnen!

Jetzt bin ich aber fertig, mache mir Asia-Reste vom Wochenende nochmal warm (alles zusammenwerfen, mehr scharf dran, Rest Reis dazu, mehr Gemüse und das übrige Eiweiss mit anbraten, fertig.), springe unter die Dusche und hoffe, dass alle rechtzeitig heimkommen, dass wir den Tag mit einer GoT Folge gemeinsam abschliessen können (bisschen Sex & Violence und schöne Landschaften vor dem Einschlafen)


Gegessen:

Müsli, Joghurt, Orangen, Himbeeren, Kirschen, Heidelbeeren

Tacobowl, Romanesco, Salat

Asia-Gröstl


Gelesen: "Spinnennetz"

Gesehen: "GoT"

Getragen:

draussen:


drinnen


(meine Haare habe ich am Teil des Undercuts, den man nicht dauernd voll sieht, mit allen Farben, die ich habe, gefärbt und der Rest ist ein bisschen hell-lilaner geworden als ich dachte und naja, das Licht im Büro hat das nochmal viel deutlicher gemacht, aber hey, draussen alles grau, bin ich halt auf dem Kopf bunt.)

Montag, Januar 30, 2023

300123 Neujahrsvorsätze, Artischocken, schwarze Katzen

 Montag. Das Wochenende ist trotz eigentlich nicht viel zu tun nur so verflogen. Hmpf.

Heute routinierter Start in die Woche, jeder weiss, was wie wann wo, das ist doch auch schön.

Ich habe beim morgendlichen Sportprogramm unter anderem 21 Liegestützen statt der angedachten 15 am Stück geschafft (ich habe umgewechselt von denen auf den Knien, ich habe ja eh keine Zeit, deshalb mache ich lieber die anstrengenden als viele von den nicht so anstrengenden, ausserdem bin ich ja kompetitiv und deshalb möchte ich zumindest ein bisschen was von dem können, was die Männer des Haushalts trainieren. Ich habe leider den Moment verpasst, wo ich in Klimmzugtraining einsteigen hätte können, weil ausser dem Hübschen keiner welche kann. Ich bin so kurz, dass ich als einzige (kann das sein? So gross ist L. doch nicht?) ein Böckli brauche, um an die Stange zu kommen, und mit unterstützenden Gummibändern habe ich es ... naja, ich sags wie es ist, geschafft mich richtig selber ins Gesicht zu kicken beim Absteigen und das möchte ich lieber nicht... Aber: Liegestützen gehen gut. Ich war schon mal fast so weit wie jetzt, dann kam Corona und es ging erstmal nicht und dann wieder nicht mehr so gut, aber jetzt läufts!) Auch der Rest vom Sportelprogramm lief super, es ist ja immer ein Kampf gegen den Unterzucker. Anscheinend war mein Anteil von 26 Zimtschnecken gestern und das Müsli zum Frühstück eine solide Grundlage.

Dann ein ungewohnt meetingreicher Morgen, zum Grossteil sogar auf deutsch und nicht mal hochdeutsch, das bin ich ja schon gar nicht mehr gewohnt. Die Arbeit an dem "Wir leisten unseren Beitrag zur Rettung der Welt"-Slidedeck, die ich mir extra für heute aufgespart hatte, war dann erstens doch gar nicht so spannend und zweitens musste sie zwischenrein geklemmt werden, aber naja, erledigt.

Ein bisschen aus Versehen habe ich mich in ein optionales (aka "dafür habe ich eigentlich nie Zeit") Meeting im Rahmen des Zusatzjöblis eingewählt, weil ich dachte, dass ich endlich mal was dort teilen und beitragen kann. Habe es brav in das Jamboard, das in der Einladung angehängt war, eingetragen und dann.... haben sie den Setup des Meetings total geändert, es gab eine ganz andere Agenda, das Jamboard ist anscheinend mittlerweile egal und stattdessen ging es um Feelgood Warmup Themen und ich musste mir ganz schnell Neujahrsvorsätze aus den Rippen schneiden, für die ich auch noch Tipps von Kollegen möchte. Lol. Meine anerzogene Höflichkeit erlaubte mir nicht, nach dieser Erkenntnis und nur 2 min Meeting zu sagen: "Ups, sorry, dachte, das wäre relevant für mich, ok, bye" und naja, jetzt habe ich ein bisschen gebondet und Tipps bekommen, wie ich es schaffe, mich am Ende von 2023 nicht nur mit den Fingernägeln auf dem Zahnfleisch grad so über die Ziellinie zu ziehen. Wie schön.

Danach: eine letzte Roadshow Präsentation für unser "crossfunctional Chapter", diesmal lief es richtig gut. Das ist beruhigend, weil eine davon lief so schräg, dass ich schon echt an unserem Slidedeck und dem Chapter und unseren Präsentationsskills zweifelte, aber vllt war das einfach eine tough crowd. Heute: alles easy und sie haben sich mit Jubelpunkten bedankt.

Katzenründchen waren heute lustig: GPS-Jonny ist wieder sehr anhänglich an unserem Jonny. Wann immer wir rausgehen und unseren suchen, klingelt es, GPS-Jonny kommt angewackelt, schmeichelt, rollt sich und unserer ist nicht weit. Heute sass unserer dann irgendwann auf dem Tennisplatz, Maulwurfhaufen bewachen, und GPS Jonny kam mit uns an und wanzte sich langsam in die Nähe ran und schaute dann auch sehr intensiv auf den Nachbarhaufen. Unser Jonny weiss nicht recht, was er davon halten soll, es ist ihm ein bisschen unheimlich, aber ich finde es so viel besser als mit dem Nachbarskater, der ihm immer direkt Fell ausreisst und Löcher in den Kopf beisst. Ein klingelnder Padawan, hat doch was.

Bei L. ist Semesterwechselwoche, es geht nahtlos mit Tests fürs neue Halbjahr weiter. Das Zeugnis scheint es morgen zu geben. Ausserdem kamen schon die Infos zum Wahlfach- und Wahlpflichtfachangebot für das nächste und LETZTE Jahr an dieser Schule. Es ist tatsächlich Halbzeit für L. dort!

Jetzt: Abendessen. Mich hungert.

Gegessen:

Müsli, Joghurt mit Orangen, Kirschen, Himbeeren und Heidelbeeren. 

Orangen (am Mi kommen die zweiten 10kg von Crowdfarming, ich bin diesmal bereit)

anderthalb Artischocken mit Joghurtknoblauchmayo und Brot

Montagspizza


Gelesen: "Rotwild" gestern aus, "Spinnennetz" angefangen

Gesehen: Beim Strampeln "Verschollen in Lorenskog", mit dem Hübschen "Manifest"

Sonntag, Januar 29, 2023

290123 Faulitag

 Ausschlafen, Frühstücken, Morgenfolge GoT, Französischlernen für L., Sporteln, Haareschneiden (der Hübsche an Q), Zimtschneckenbacken, Zimtschneckenessen, mehr GoT, mehr Zimtschnecken, Sauna, Tacos.

Ein guter Tag. 

(und ja, ich habe mich geschminkt, wie jeden Tag, vermutlich aber nur, weil ich male gaze befriedigen will und natürlich der Schönheitsindustrie hörig bin. Wtf einfach, ich kommt nicht drüber weg, dass man weibilche Solidarität predigt, und dass man Leute nicht wegen ihres Äusseren runtermacht oder ihrer Kleidung wegen, oder ¨überhaupt eine Meinung dazu haben geschweige denn äussern darf, aber Makeup, das ist scheisse. Eh klar.)

Samstag, Januar 28, 2023

280123 Taube, nicht friedlich

 Was habe ich mich auf das Ausschlafen ohne Wecker heute gefreut!

War auch entsprechend super, nach Katzenfüttern, rauslassen, wieder reinkommen und zum Trocknen auf der Decke begrüssen gab es um viertel nach acht Kaffee im Bett, das war grossartig. Dann wurde es ein bisschen aufregend, weil auch Jonny zurückkam und zwar nicht allein, sondern mit einer Taube im Maul. Sansa blockierte von innen das Törchen, überhaupt war die Taube sehr unhandlich und so, naja, war es bei uns im Garten nicht so schön. Wir haben das nicht wirklich vorbildlich gelöst: Wir waren uns die ganze Zeit nicht sicher, ob die Taube nicht schon tot ist. Jonny hat geknurrt und bestand nur aus Krallen und Zähnen, die Taube hat sich totgestellt und ... naja. Ich bin sehr, sehr beeindruckt, wie viele Federn so eine Taube hat. Irgendwann liess sich Jonny doch ins Haus locken (ohne Taube) und als wir eigentlich dachte, sie wäre leider halt unrettbar tot oder wenigstens bald und wie gelähmt überlegten, ob wir jetzt nix machen oder sie "erlösen" (so ein doofes Wort dafür) oder zum Tierarzt fahren  oder was, kam der Nachbarskater in den Garten. Der frisst öfter die Reste von Jonnys oder Sansas Beute auf, ist aber offensichtlich selber kein richtiger Jäger. Als ich in den Garten schaute, sass er unten am Zaun zu den Nachbarn und ... die ziemlich zerrupfte Taube sass auf dem 2m hohen Zaun und flog dann davon. Hm.

(Jon Snow hat seinem Namen alle Ehre gemacht, es sieht sehr nach "Winter is coming" aus bei uns im Garten).

Dann: Morgenfolge GoT, Rucksackpacken bei L., er ging heute mal als Leitperson bei den Pfadis schnuppern. Q. hatte sich abgemeldet wegen viel für die Schule zu tun und der Hübsche und ich machten uns auf den Weg ins Nachbarsstädtchen, so spannende Sachen erledigen wie Drogeriemarkteinkauf, Fressnapfeinkauf, Kontaktlinsen abholen, Kleiderpaket abholen, Jeans für L. kaufen, weil seine Lieblingsjeans durchgeschrubbelt und zwei Grössen zu kurz ist. Und dann natürlich am Heimweg im Stau stehen. Immerhin war das "Narrenbaumstellen" schon vorbei, als wir aufschlugen. Normalerweise haben wir ein Talent dafür, dass an den Tagen, wo wir da sind, irgendein Fasnachtsevent ist und Unmengen verkleidete Menschen betrunken und in grossen Mengen halt betrunken Fasnachtsdinge machen. Örks.

Daheim dann einräumen, Katzen mit frischem Futter begeistern, mit den Nachbarn von ggü über Solaranlagen schwatzen (das gibt mir Hoffnung für Klima und Umwelt), vom Hübschen hören, dass sich erwachsene, gesunde, echt gut verdienende Menschen, die allein leben und zwar 300m von dem Megasupermarkt weg, sich nun ernsthaft über die 1.50CHF Parkkosten aufregen und in Zukunft 10km weit weg einkaufen fahren werden, weil sie sich nicht abzocken lassen wollen. Und überhaupt nicht verstehen, dass SIE das Problem sind, weil sie überhaupt mit dem Auto 300m zum Einkaufen fahren. (Sehr enttäuscht, dass es nicht nur die halbanonymen Trolle von Facebook sind, die so einen Quatsch von sich geben).

Geduscht, bevor die Kinder heimkommen, Abendessen vorbereitet und danach geht es wieder nach Westeros. Der Tag ist nur so verflogen....


Gegessen:

Halbes Silsergipfeli, Lady Grey Tee, Fastenwähe mit Hummus

Hafermilchkaffee

Sesam-Tofu-Sticks auf Gemüsenudeln


Gesehen: GoT

Gelesen:: "Rotwild"