Sonntag, August 18, 2019

180819: Leicht verkatert

Es ist so, wir sind offiziell alt.
Nicht nur sind wir beide gestern ins Bett gegangen, als die Party im Wohnzimmer noch tobte bevor alle geschlafen haben, nein, ich bin auch noch eine gute Stunde später IM PYJAMA noch mal runter und habe irgendwas von "Brennt euch eigentlich der Hut und wisst ihr, wie spät es ist?!" gebrummelt.
Als Antwort kam nur Gekicher aus den Schlafsäcken und als ich heute morgen das Video der Kamera von 00:49 "Haustierbewegung erkannt" angeschaut habe, wusste ich auch warum: die konnten nicht "nicht einschlafen", da war halligalli!
Dafür waren dann heute morgen und auch den Rest des Tages alle erstaunlich kooperativ und wenig motzig, das ist ja auch schön!
Note to myself: 1 Rezept Pancakes und 1 Rezept Hefewaffeln reicht mittlerweile grad so für 4 Gäste und uns, nächstes Jahr vielleicht mehr Pancakes.
Der tonnenweise importierte Ahornsirup wurde btw angebrochen und für sehr lecker befunden.
Matratzen sind alle wieder d, wo sie hingehören, die Katzen sind sehr happy, dass das Wohnzimmer nicht mehr voller Kinder ist (das eine, das so lustig geschnieft und süss die Augen gerieben hat, wenn eine Katze kam, das fanden sie aber super), es ist für mich recht überraschend wieder zackizacki über 30 Grad heiss, aber dafür windig, so dass sich der Sonnenschirm auf dem Balkon grad mal vom Acker machen wollte und ich ihn nur kurz vor knapp (ohne den frischen roten Nagellack zur ruinieren!) erwischt habe.
Der Tag verging mit Eis, Planschbecken, Schulstoff anschauen, Kuchenbacken für die Arbeit (bisher hat die Goldtröpfchentorte noch keine Tröpfchen, ich hoffe, da kommt noch was. Ansonsten habe ich noch Goldkügelchen als Deko und ein bisschen Glitzerstaub, dann wird das schon hübsch), Fotovorlage für die Hochzeitsfotobox erstellen, das übliche Wäsche, Saugen, sonstiges Gedöns für Sonntag und dann statt Bohnengulasch  (verlinkt aus Eigennutz, damit ich es unter der Woche finde) halt nochmal Grillen, weil superheiss, da muss halt gegrillt werden, hilft nix.

Ich merke die Wochen seit dem Urlaub so sehr, wie viel zu viel alles vor dem Urlaub war. Aktuell arbeite ich einfach "nur" meine 100%, mache pro Tag vielleicht eine halbe, Dreiviertelstunde Überstunden, ich logge mich nicht morgens um sechs vor dem Kaffee ins Firmennetzwerk ein, ich reviewe keine Dokumente, sobald die Kinder abends unter der Dusche stehen, ich habe Zeit und Musse, an Themen jenseits der Arbeit zu denken und so grossartige Dinge wie Geburtstagsparty ausrichten, Junggesellinnenabschied planen und Hochzeitspartyvorbereitungen geniessen und zelebrieren und mich dran freuen, anstatt sie als "OMG, das auch noch!" zu sehen, was der Angelegenheit nicht gerecht wird.

Ich kann aus dem Ganzen nicht mal eine Lehre ziehen oder sagen, dass so etwas nie wieder passieren wird, ich glaube, dass dieses sich 150% in ein Projekt knien und es, koste es, was es wolle, zum Erfolg zu würgen, einerseits wirklich eine grosse Stärke von mir ist, andererseits ist es ... gefährlich. Für mich auf jeden Fall. Ich merke mittendrin durchaus, wenn ich auf diesem gefährlichen Pfad bin, sehe aber dann keinen anderen Ausweg als einfach immer noch mehr reinzustecken, weil es doch klappen muss, wenn ich mich nur fest genug anstrenge.
Und ja, ich weiss und merke durchaus, dass das nicht dazu führt, dass die anderen beteiligten Parteien ebenso viel Herzblut reinstecken, das kann zwar passieren, aber dann hält sich der Herzblutbedarf auf beiden Seiten in vernünftigen Grenzen und alles flutscht, oft genug aber nimmt (auch total verständlich) das Engagement der anderen Seiten auch gern mal ab, weil "Was soll ich mich kümmern, die zieht den Karren ja eh aus dem Dreck, egal, was wir veranstalten". Das ist natürlich überhaupt nicht der Sinn der Sache, aber ich habe den Moment, wo, um dieses ausgelutschte Beispiel zu strapazieren, man dem fast verhungerten Mann keinen Fisch mehr geben sollte, sondern eben das Angeln beibringen. Ich habe den Verdacht, dass das Problem manchmal nicht da liegt, sondern, dass man mit einem halbverhungerten Mann einen Vertrag abschliesst, in dem er sich verpflichtet, gegen wirklich gute Bezahlung pro Jahr 377558302099 Millionen Fischstäbchen fertig paniert und verpackt zu liefern und dann überrascht ist, dass das nicht klappt.
Rausgekommen bin ich diesmal ja leider nur durch erstens den ausgedehnten Urlaub und den Summer Shutdown der anderen Seite, und letzendlich durch meinen Jobwechsel. Ansonsten würde ich vermutlich genauso weiter rotieren, wie ich es die letzten 3 Jahre für dieses Projekt getan habe. Ich bin sehr gespannt, wie es mit dem Projekt weitergehen wird. Ich hoffe sehr, dass das massive Schieben und Ziehen und Zerren meinerseits es soweit in die richtige Spur gebracht hat, dass es jetzt von allein läuft, 100% überzeugt bin ich allerdings nicht davon. (Und ja, man könnte sagen, es hätte das ganze Schieben und Ziehen nicht gebraucht und wenn ich nicht so viel gemacht hätte, dann würde es schon längstens von allein laufen. Das werden wir halt nie rausfinden, es könnte genauso sein, dass es halt schon vor  zwei Jahren mit Vollkaracho gegen die Wand gerauscht wäre. Und ich weiss nicht mal, ob das on the long run wirklich so schlimm gewesen wäre.)

So, genug philosophiert für heute, ein Grill will angeheizt werden.

Gegessen:
ein, zwei Waffeln im Stehen, eine Handvoll Erdnuss M&Ms
Partyreste (Gummibärchen, Brauseufos)
eine Schale Edamame
Grillkäse, Salat, Baguette

Gelesen:
Nemez 2

Getragen:
T-Shirt/Röckchen

Stresslevel: nur müde, nicht gestresst
Selbstbeweihräucherung: Fast coole Gastgebermum gewesen.

Samstag, August 17, 2019

170819: Partystress

Gestern abend habe ich mich noch ein wenig über den Hübschen und seinen Fnupfn nach der FSME-Impfauffrischung lustig gemacht, über Nacht hat der Arme 38.9°C Fieber bekommen und ich ein schlechtes Gewissen.
Immerhin sind die Vorbereitungen für Q.s Geburtstagsparty (danke für die Glückwünsche auf allen Kanälen gestern!) mittlerweile so unkompliziert, weil eben schon 1000mal gemacht und er will es genauso wie die letzten Jahre, dass es kein Problem ist, wenn sich der zweite Erwachsene matt im Bett ausruht.
Wir haben also gemütlich gefühstückt, dann eine Liste gemacht, die Kinderzimmer aufgeräumt (dabei noch die Gelgenheit genutzt, die Schränke neu zu sortieren und auszumisten, zu kleine Sachen von Q. an L., kaputte Sachen weg (ausser das T-Shirt mit dem Minecraft-Periodensystem, das will L. haben trotz Löchern), zu kleine Sachen von L. sortieren nach weg und spenden, und zack, ist überall wieder Ordnung drin und kein Kind hat mehr "überhaupt keine Socken/Unterhosen/T-Shirts mehr".
Matratzen wurden ins Wohnzimmer geschleppt, Pizzateig geht, Waffelteig für morgen geht, Pancake-Teig für morgen ist vorbereitet, Salat, Candybuffet und Eisbar stehen bereit, der gewünschte Film ist auf Netflix verfügbar, alles easypeasy.

Dann habe ich noch endlich die letzten Informationen für einen in den nächsten Wochen stattfindenden Junggesellinnenabschied an die Teilnehmerinnen bis auf eine geschickt, das ist also auch in fast trockenen Tüchern. (Einkaufsliste dafür mache ich morgen).

Ganz verrückt bin ich VOR PARTYBEGINN noch mit Buch in die Badewanne gegangen, ich verrücktes Huhn, dann Nachbarskatze füttern (sozusagen, anfangen, das Karmakonto auszugleichen. Ansatzweise), Pizzazeug kleinschneiden, Tisch decken, zack, Gäste da.

Die Kinder sind sich selbst genug, wir reichen eigentlich nur fertige Pizza an und nehmen Bestellungen an. Es ist sehr lustig, der Unterhaltung zu lauschen ("folgen" wäre übertrieben, es reden alle gleichzeitig), anscheinend ist man sich (HALLELUJA) einig, dass der Trend der Tussis zu "hyperventilieren und dann zu würgen, bis man in Ohnmacht fällt, und dann alles auf Snapchat zu stellen" sehr bekloppt wäre (ich hoffe, es sind sich alle einig, dass nicht erst der Snapchat-Teil bekloppt ist) und teilt Hacks, wie man auf Urlaubsreisen auch ohne Mobildaten (die armen Schweizer Kinder, die in EU-Urlaubsländern immer noch Roaminggebühren zahlen müssten) seine Lieblingslieder hören kann und das ist sehr ausgefuchst (ich hätte vorgeschlagen, sie auf Spotify runterzuladen, aber was weiss ich schon): man braucht einen Freund mit Handy, der das jeweilige Lied abspielt, das nimmt man dann mit Whatsapp auf und schickt es sich gegenseitig als Sprachnachricht und sobald man die einmal angehört hat, dann kann man sie auch offline hören. Na, da wären Sie auch nicht auf Anhieb drauf gekommen, oder?

Jetzt wird "Ocean's Eleven" geschaut, der Hübsche und ich wissen, wann wir überflüssig sind (jetzt, genau so lang, bis jemand das Eis aus dem Tiefkühler kramen muss) und haben uns nach oben verzogen.

Schaumamal.



Gegessen:
Silsergipfeli, Olivensemmel mit Hummus
Weintrauben, eine kleine Dose Sauerkraut (manchmal muss das sein)
Pizza

Getragen
Jeans und T-Shirt

Gelesen
den zweiten Band der Nemez/Sneijder-Reihe (Amazonaffiliatelink)

Stresslevel: geht eigentlich
Selbstbeweihräucherung: nach kurzem Überlegen darauf verzichtet, dem Hübschen ein neues Fieberthermometer (mit Delphin, also schon sehr niedlich) mitzubringen.

Freitag, August 16, 2019

14

study_of_development pt.14
Mein lieber Q.,
little kann man jetzt echt nicht mehr sagen. Anscheinend bist Du im letzten Jahr 9 cm gewachsen und vielleicht müsste ich nur irgendwann mal die Augen aufmachen, dann würde ich aufhören zu sagen: "Ich bin mal so gespannt, wann der grosse Schub kommt, weil bisher tut sich noch nix.". Die letzten Wochen ist mir aufgefallen, dass Deine Stimme manchmal heiser oder ein bisschen kieksig ist und wenn Du so weiterwächst, hast Du mich nächstes Jahr eingeholt! Einiges tut sich und anscheinend merke ich es nicht, weil es sich direkt vor meiner Nase abspielt.

Du bist im letzten Jahr so viel mehr gewachsen als die 9 cm (ich komm immer noch nicht drüber weg, NEUN ZENTIMETER?!), Du hast Dich in der neuen Schule super gut zurecht gefunden, auch wenn es nicht super ganz einfach war, aber Du wolltest es und Du hast es geschafft. Nicht "allein", weil wir Dich natürlich unterstützen und helfen und in die (nach unserer extrem weisen und vernünftigen Sicht) richtige Richtung stupsen, aber selbständig. Du hast Dich um Deine Termine, Aufgaben, Vorträge, Diskussionsbeiträge, Projekte selber gekümmert, Du hast eigene Lernpläne entwickelt und Dich dran gehalten, Du hast den doch auf einmal ganz anderen Schulweg super gemeistert (ich hatte ja anfangs wirklich und ehrlich und ich finde immer noch nicht ganz unbegründet, Angst, Dü würdest im Bus durch die Gegend gondeln und schwatzen, bis der abends wieder ins Depot fährt), Du hast Deinen Platz in der ganz neuen Klasse gefunden, Du bist einfach Du geblieben und das ist super.

Der Tag gestern war eigentlich ein typischer: ich habe dich gefragt, welchen Kuchen ich Dir für die Schule backen soll ("Oh, bitte Schoko!") und habe sogar noch Smarties draufgelegt :-), Du hast Dir so sehr ein Star Wars (das ist mittlerweile der dritte Durchgang "StarWars"-Begeisterung)-Lego-Set gewünscht, so dass das immer noch nicht der erste legofreie Geburtstag wird, gleichzeitig habe ich die Anmeldung für den Leitpfadi-Kurs ausgefüllt, an dem du "natürlich!!" teilnehmen möchtest.

Diese beiden Pole, fast noch kindliche Begeisterung und ganz selbstverständlich fast erwachsene Themen, die verbindest Du ganz selbstverständlich. Du spielst immer noch Lego, auf der anderen Seite schaust Du begeistert die gleichen Netflix-Serien wie wir, Du liest die gleichen Bücher, Du kannst mit uns über  europäische und amerikanische Politik, Klimawandel und Umweltschutz diskutieren, aber genauso über Fangquoten von legendären Pokemons aus der Alola-Region oder die Helmfarbe von Klonsoldaten aus der Zeit, in der "Rebels" spielt. (naja, oder auch nicht, weil damit kenne ich mich nicht aus und dafür habe ich auch keinen Platz mehr im Hirn.)

Du bist ein grossartiger junger Mann und ich bin immer noch begeistert und von den Socken, dass Du zu uns gehörst. Bleib so!

Alles Liebe, deine immer noch nicht ganz uncoolen Eltern

13








Donnerstag, August 15, 2019

150819: Grosse Kinder

Habe ich erwähnt, dass wir noch nicht so im Alltag drin sind?
Also: heute mittag brummelte mein Telefon und Q. teilte per WA mit, dass er in der Mittagspause statt Döner (Donnerstag ist Dönerstag) essen schnell heimradeln würde, weil er "ein wichtiges Blatt" holen müsste. Dazu fragte er um Freigabe, danach per App das Monatsticket lösen zu dürfen, weil es zeitlich und energietechnisch bei15km mit dem Rad hin und zurück UND kein Döner eng werden würde. (Hat alles geklappt, Blatt hätte man auch am Freitag noch abgegeben können, aber Q. hatte sich "das mach ich immer so" sicherheitshalber den Donnerstag als Deadline für die Abgabe der Wunschkurse für die Projektwoche gemerkt. Absoluter Favorit: "Chemischer Kochkurs" übrigens. Er ist mein Sohn, in jeder Hinsicht! Auf dem Rückweg hatte er noch Zeit für einen Döner zum Mitnehmen und ein Schwätzchen über den Urlaub der Dönerbudenbetreiberfamilie.)
Parallel meldete L., dass er anders als geplant schon daheim sei, weil "irgendwie kein Religion war". Das war ein bisschen suboptimal, weil ausser ihm sonst niemand daheim war und vor allem kein Mittagessen vorbereitet oder überhaupt da war, weil ... er ja Religion über Mittag haben sollte (da gibt es immer gemeinsames Mittagessen). L. fand das übrigens gar nicht schlimm, er hatte ja einen Schlüssel dabei und wenn ich die gesendeten .gifs richtig interpretiere, fand er es vor allem cool, früher als geplant UND GANZ ALLEIN daheim zu sein. Ich fand es so mittel, vor allem, weil ich nicht wusste, ob am Ende gerade eine Suchaktion in der Schule nach dem Kind läuft, weil er sich am Ende den falschen Raum gemerkt hat, oder warum "irgendwie kein Religion war". (Daheim stellte sich heraus: auf dem Stundenplan steht nichts davon, dass nur jede zweite Woche Mittagsreligion ist, das steht auf dem Begleitzettel von der Kirche, der ordentlich mit allen anderen Zetteln an der Pinwand im L.-Stapel hängt. Ist ein bisschen überraschend, aber wir haben ja auch erst gestern gelernt, dass wir den Stundenplan fehlinterpretiert haben, und L. auch nur jeden zweiten Donnerstag nachmittags Schule hat. Gottseidank an den Religionsdonnerstagen, das lässt sich gut organisiseren).

Praktisch an dem Ganzen: ich war überhaupt nicht nervös oder gestresst, ich war mir sicher, dass die Jungs das gut regeln (die Kollegen beim Kaffee waren vor allem beeindruckt, dass meine Kinder nicht telefonieren, sondern texten, und dass man und besonders L. mit Google Hangout gifs schicken kann), das ist schon viel einfacher mit grossen Kindern.

Sonst so: sehr nettes Kaffeedate gehabt :-) (es ist ja immer ein bisschen komisch, jemanden zu treffen, der das Blog liest und ja theoretisch ALLES über mich wissen könnte, und ich weiss gar nix.)

So, aber jetzt muss ich Kuchen backen, Geschenke einpacken und 14 Kerzen auf den Tisch stellen!

Gegessen:
Melone, Himbeeren, Vanillejoghurt, Müsli
Grünkernrisotto mit Grilltomaten und Salat, Pflaumen
Nudeln mit kalter Tomatensosse (naja, Sosse.... ich viertle sehr viele Cocktailtomaten, mische die mit sehr viel Knoblauch, sehr viel Basilikum und sehr viel geriebenem Parmesan, würze kräftig mit Salz, eine Schuss Ahornsirup, etwas Balsamico, Pfeffer und Olivenöl. Wenn ich rechtzeitig dran denke, lasse ich das durchziehen oder mische es direkt mti frisch gekochten Nudeln, so ca. 1:1. Und dann merke ich, dass ich nicht nur vergessen habe, Pinienkerne zu rösten, sondern auch keine mehr da sind, aber irgendws knackiges gehört rein, also Erdnüsse, das ist auch lecker.

Getragen:
Ein voll erwachsenes Etuikleid. Und ich habe auch nicht IMMER nervös dran gedacht, WIE hoch der Schlitz hinten geht. Am Hals hat es ein bisschen gewürgt.


Gelesen:
Das Todesfrist-.Buch

Stresslevel: jaja
Selbstbeweihräucherung: einfach nur genossen, dass meine ToDo-Liste im aktuellen Job immer leerer wird und nichts neues nachkommt (jaja, Ferragosto, aber wenn das vorbei ist, bin ich ja weg :-))


Mittwoch, August 14, 2019

140819: Kaugummi

Diese Woche zieht sich irgendwie ewig, kann das sein? (Wahrscheinlich liegt das an der Jahreszeit, vor 14 Jahren verging die Zeit auch nicht :-P) Mir kommt es schon seit Tagen wie "Morgen ist Freitag" vor und morgen ist IMMER NOCH NICHT FREITAG.

Der Alltag fühlt sich noch nicht wieder wie Alltag an, wir sind jeden Tag wieder ein bisschen überrascht, was der Stundenplan für die Kinder bereit hält, wer wann wo sein muss, etc. Bei der Arbeit ist es auch nicht Alltag, weil ich mich ja aus allen Teams verabschieden muss (ich gehe davon aus, dass ich bei dem einen oder anderen im September wieder auflaufe und es heisst: "Hallo, ich bin die Neue", aber halt in einer anderen Funktion), das ist einerseits schon traurig, andererseits ist es schön zu sehen, an was ich in den letzten 4 Jahren alles beteiligt war und was wir alles bewegt gekriegt haben, und auch andererseits denke ich mir bei dem einen oder anderen Thema, was mühsam oder zäh ist: "Ach, joah, gar nicht so schade, dass ich DAS nicht mehr an der Backe habe.". Dazu kommen die Einladungen für den neuen Job, im Turmbüro stehen schon Umzugskisten bereit, ich muss mich von vielen halb-antiken Ordnern und Dokumenten trennen, die ich selber vor dem Shredder gerettet habe, die aber zum aktuellen Zeitpunkt eher für .... nicht mal firmenhistorische, eher firmenspezifische technische wissenschaftshistorische Zwecke interessant wären, also: nur mittelinteressant und vermutlich doch ein Fall für den Shredder.

Der Hübsche hat mir meine Kanada-Wunschbilder als Desktophintergründe optimiert, es ist langsam auch Zeit für was Neues, obwohl ich Preikestolen, Fjorde und dänische Dünen schon immer noch sehr hübsch finde.

So, das wars auch für heute, ich muss nämlich noch dem Hübschen die Haare schneiden, geheime Dinge organisieren und bestellen, Kleider für morgen rauslegen (ich habe ein Kaffeedate mit einer bloglesenden Kollegin, die morgen in den Turm kommt, und in nervöser, als man glauben würde).

Gegessen:
Joghurt, Himbeeren, Heidelbeeren, Pfirsich, Müsli
Salatteller
Nochmal Salat und einen vegi-Flammkuchen

Getragen:
Das neue Kleid aus Kanada und es gibt kein Foto, weil ich nur ein Meeting im Fotoaufzug-Gebäude im 1. Stock hatte und immer meinen übernehmenden Kollegen im Schlepptau und dem wollte ich weder erklären, warum ich für ein Stockwerk Lift fahre (also sind wir Treppe gestiegen) noch, warum ich dabei ein Foto mache.
Fazit: es ist vom Wärmehaushalt herausfordernd: ziemlich kurz, ärmellos, ziemlich warm und Riesenkapuze. Vielleicht eher was für mit Langarmshirt drunter, Strumpfhose, Stiefeln im Winter, nicht so sehr für nur mit Sandalen und nackten Armen und Beinen.

Gelesen:
Das Frist-Dings-Buch. Immer noch sehr spannend.

Stressleveldurchschnitt: jaja, kommt auch wieder
Selbstbeweihräucherung: mich fast davon überzeugt, dass all die anstehenden organisatorischen Dinge schon klappen werden.

Dienstag, August 13, 2019

130819: Geht doch

Heute war alles besser, was nicht besonders schwer war, weil es gestern abend noch mal ganz schön viel schlimmer wurde (kein Drama, obwohl: eigentlich genau das. Weltschmerz ist schon für mich an mir schwer auszuhalten, aber wenn jemand anders Weltschmerz hat: Joah. Nicht meine Kernkompetenz.). Heute: alles wieder okay, der Morgen hat gut geklappt, der Tag hat gut geklappt, nur Jonny hat einen Riesenstress, weil er alle immer heimbegleiten möchte. Heute hat er Q. nachmittags vom Bus nach Hause begleitet, ist dann wieder los und hat auf dem Feld auf den Hübschen gewartet.

Bei der Arbeit: ultrakonzentriert und fokussiert an einem sehr mühseligen Dokument gearbeitet (ich habe jetzt erst gelernt, dass wir da praktisch Beta-Tester eines Tools sind, dessen Schöpfer und Betreiber irgendwie seit Wochen in der Versenkung verschwunden ist, weswegen keine Anfragen prozessiert werden und naja, der Output muss aber trotzdem rechtzeitig da sein. Das ist dann alles nur so mittel, aber es wurde alles fertig und dann ... ja, dann bekam ich die irritierte Frage, warum ich denn da so rumstressen würde, die DEADLINE* wäre doch nach hinten verschoben** worden, man wäre davon ausgegangen, dass ich das mitbekommen hätte, sonst hätte mir das schon gesagt. Joah. Hat mir keiner gesagt, weil die, die dachte, ich wüsste das, die Leute sind, mit denen ich zusammenarbeite, DAMIT sie mir sowas sagen. Aber meine Güte, das ist jetzt auch schon wurscht, ich hätte es eh machen müssen, und jetzt bin ich fertig. Der Zusammenarbeitsaspekt wäre es wert, nochmal überarbeitet zu werden, wenn ich nicht eh in zwei Wochen weg wäre, da kann mein Nachfolger dann neue Regeln einführen, ich mach da nix mehr.

Sonst so: grosse Hochzeitsvorfreude, Schulbücher eingebunden, Crosstrainer gestrampelt, Wäsche zusammengelegt, mehr Schulzettel ausgefüllt.

Gegessen:

  • Joghurt mit Pfirsich, Himbeeren und Weintrauben und Müsli
  • Gebackene Selleriescheiben (unpaniert, eher so geröstet) mit Ingwerkarottenpüree, Ebly und Maissalat (dazu unglaublich spannende Gesellschaft, nämlich eine Kollegin, die ich vor Jahren in einem "Lean In-Circle" kennengelernt habe, der hat sich aufgelöst, wir sind uns immer wieder über den Weg gelaufen, aber nur physisch, letztens dann mal zusammen im Lift gelandet, das hat gereicht, um abzumachen, dass wir gemeinsam essen gehen sollten. Ich hätte noch fast abgesagt heute, weil eigtl keine Zeit, bin aber so froh, dass nicht!)
  • Salat mit gebratenen Champignons

Gelesen:
"Todesfrist" (Affiliatelink), den ersten Band einer Thrillerreihe, die mir von einer Blogleserin aufgrund meiner bisherigen Vorlieben empfohlen wurde. Ich habe gestern abend angefangen und bin heute .. halb durch, das spricht schon für sich. Mit deutschen Lokalkrimis kann man mich ja jagen (Nele Neuhaus, Pia Korittke? Gibts die? So ähnlich. finde ich grauenvoll betulich, nur Felicitas Mayall mag ich), aber hier mag ich den Münchenbezug sehr. DANKE!

Getragen:

Lieblingsbluse und hohe Schuhe (jaja, Hose auch), aber dieses Jahr habe ich mir die Zehen schon ordentlich gebrochen, die tun jetzt wieder ganz schön weh. Hmpf.

Stresslevel: Hallo, Lufthansa? Hallo, Garmin-Band?
Selbstbeweihräucherung: Fast noch den "Senden rückgängig machen"-Knopf erwischt, als mir klar wurde, dass ich die Mutter meines Schwagers in eienr Hochzeitsplanungsmail mit einem ganz falschen Vornamen angesprochen habe. Dann immerhin eine fast seriöse Erklärungs-/Entschuldigungsmail hinterhergeschickt. Mir zB den Betreff: "Alibi, Kolibri" verkniffen.

*DEADLINE steht in diesem Fall für den one and only Typ Termin, der bei uns, sobald gesetzt, von NIEMANDEM auch nur ansatzweise in Frage gestellt werden darf, es wird ALLES getan und in Bewegung gesetzt, um die DEADLINE zu halten. Daran hängen nicht nur firmenweite Boni, sondern auch Reputation und manchma Menschenleben, natürlich nicht nach Wichtigkeit gereiht hier, da wird alles gegeben, um die DEADLINE möglichst zu schlagen, auf gar keinen Fall aber die Abteilung zu sein, wegen der die DEADLINE gerissen wurde.
** Manchmal gibt es ebenso unverhandelbare Gründe, die so eine DEADLINE nach hinten verschieben, das kann manchmal auch nicht diskutiert werden, man möchte ungern wegen Gemauschel in den Schlagzeilen oder vor Gericht landen. *hust*

Montag, August 12, 2019

120819: Rumpelstart

Naja, alles in allem hat das schon einigermassen geklappt heute, aber optimal war's noch nicht. Wir müssen uns erst alle wieder in die Routinen einfinden und damit abfinden, dass die Ferien halt vorbei sind und Regelausweitungen nicht mehr nur noch weggelacht und "Och, sind doch Ferien"-weggeredet werden. (Looking at you, K1.)
Ich muss mich auch wieder eingrooven, ja, am Schuljahresanfang kommt immer der ganze Zetteltralafitti, es dräuen noch die einzubindenden Bücher am Horizont (vor allem, dass die so kleckerweise nach Hause kommen, das stört mich. Ich würde gern einen einzigen Büchereinbindeabend machen, da könnte man eine richtig schöne Produktionsstrasse aufbauen, messbar Erfolg haben und nicht jeden Abend das ganze Geraffel für zwei Bücher und dann wieder eins und nächste Woche nochmal zwei vornehmen.... Ach ja: nein, abwarten, bis die Bücher ALLE da sind, ist keine Option, die müssen sofort eingebunden werden. Erstens weil halt und zweitens kann ich einen wachsenden Stapel unerledigte Dinge auch nicht gut sehen.), Znüniboxen wollen gerichtet werden, es geht eine Zeitlang, bis wir alle genau wissen, wer wann an welchem Tag aus dem Haus muss und Sportzeug mitnehmen muss etc..
Dazu kommt natürlich, dass die Leute vom neuen Job natürlich darauf hoffen, dass ich vielleicht schon nur so ein bisschen, hm, nur zweimal die Woche... und der alte Job halt nicht weniger, sondern eher mehr, weil zweimal Produkthandover, wird, dafür die Neugier auf den eben neuen Job schon ein ganz bisschen die Befriedigung durch eine ordentliche Übergabe des alten überwiegt (vor allem deswegen, weil eine für mich befriedigenden Übergabe in dem Fall eh nicht möglich ist aus verschiedensten Gründen, vor allem weil mindestens ein Projekt weit von einem Idealzustand entfernt ist.
Dann würde ich mich natürlich sehr gern in die Organisation und Geheimplanung etc für Junggesellenabschied und Hochzeitsgeheimnisschen stürzen, aber mein pflichtbewusstes Hirn sagt: Erst Arbeit und Schulanfangsgezeterpapierkram, DANN kommt das Schöne dran und mhm, naja, ... (Keine Sorge, Schwesterherz, wird alles super!)

Tja nun.

Gegessen:
Mango/Weintrauben, Joghurt, Müsli
Kokosbuttermilchkuchen
rotes Thaicurry mit Tofu, Reis, Bohnen, Salat
Pizza
Handvoll Ikea-Gummibärchen

Getragen:

Heute mal ein paar mehr Bilder, weil: 1. mehrfach Kommentare für das Kleid bekommen, obwohl ich das schon öfter anhatte. ("Der rote Reissverschluss am Rücken, der verführt halt echt zu Aufziehen." WIE BITTE?! und "Hast Du den Code schon mal gescannt?"

und einmal krumm mit Schuhen im Bild. Ich war ... echt gross damit. Oder meine Kollegin ist geschrumpft über die Ferien. Sie ist tatsächlich klein, ich schätze ... bisschen über 1.50m, vielleicht auch 1.60m, am Tisch gehts immer, aber heute, als wir nach dem Meeting noch auf dem Gang standen und und unterhalten haben, habe ich gemerkt, wie ich mich krumm und schief an eine Wand gelehnt habe, um nicht so von oben herab zu gucken
Diese eigentlich sehr harmlos aussehenden Samtballerinas hatte ich nämlich für den Weg ZUM Büro und für den Fall, dass ich von den anderen Schuhe evtl Blasen bekomme oder der gebrochene Zeh zickt. Was ich mir falsch gemerkt hatte, war, wo DIESE Schuhe scheuern, nämlich nicht an den Zehen, wie ich dachte und gepolstert hatte, nein, unterhalb der Knöchel. Und zwar nach insg 10 Minuten gehen offen blutig. Hmpf. 

Kaum zu glauben, dass diese Schuhe die ich ja nur für Rumsitzen und ein bisschen Liftfahren dabei hatte, dann eine absolute Erholung darstellten und auch für den strammen Heimweg deutlich besser geeignet waren als die roten Samtdingsis.
Gelesen:
"Die letzte Witwe" aus (solider GBI-Thriller, kann man gut weglesen)

Stressleveldurchschnitt: allgemein von Gedöns genervt. Die Lufthansa hat noch nichtmal den Eingang der Entschädigungsforderungsmail bestätigt.
Selbstbeweihräucherung: Immerhin kurz vorher gemerkt, wenn ich am Überschiessen war. Oder kurz danach.