Freitag, Oktober 18, 2019

181019: Feuerwehr

Es ist soweit: nach anderthalb Jahren kuschelt sich Sansa zu mir auf die Bettdecke beim Schlafen. Noch nicht wirklich entspannt (I feel her :-)), aber es wird. Aufgewacht bin ich übrigens, kurz vor Weckerläuten, als Jonny am Fliegengitter direkt über meinem Kopf hochgeklettert ist, gar nicht mal so ein smoother Start in den Tag, wenn man 4.4kg schwarzen Kater einen Meter über dem Gesicht hängen sieht.
Apropops Jonny-Gewicht: Jonny ist nicht nur bei den Nachbarn rechts (durch offene Terrassentüren), den Nachbarn mit der kleinen Katze, die während Kanada gefüttert haben (Fenster, Haustür, Balkontür, Terrassentür), bei den Nachbarn mit dem grossen Hund und der Katze im ersten Stock (offenes Badfenster und Katzentreppe), sondern auch bei den Nachbarn mit der Katze, die alle anderen Katzen vertreibt, im Haus (und am Futternapf) zu Besuch gewesen. Angeblich haben die eine Katzenklappe ohne Chipsteuerung. Und das sind nur die, die uns davon erzählt haben! Ich finde das so mittel (Sansa ist auch im einen oder anderen Haus, aber viel weniger anhänglich und offensichtlich zu jedem "lieb" als  ihr Bruder, weil ... naja, sie sind halt bei uns zu Hause, bei uns ist das Haus katzensicher, wir achten drauf, was offen rumsteht, kaufen vernünftiges Futter,schauen, dass sie nicht irgendwo eingesperrt werden. Dann denke ich mir: fühlen sich die anderen Leute gestört? Aber ich kann eine Katze ja nicht erziehen und ihr beibringen, dass sie nicht in fremde Häuser gehen darf.... ich hoffe nur, dass niemand sich so gestört fühlt, dass er das in für Jonny gefährlicher Weise an ihm auslässt (ich denke da an "grumpy cat" und den Schäferhund, der schon die eigene Katze nicht mag. Und an potentielle Nachbarn, die echt keine Katzen mögen). Immerhin scheint er (ich bin ja jobbedingt datenbegeistert, deshalb weiss wird auch das Katzengewicht gemonitored) ein gesundes Sättigungsgefühl zu haben, er ist stabil bei 4.4 bis 4.5kg, mal frisst er bei uns mehr, mal weniger, ich nehme an, der Rest wird mit Wildfang oder "Testessen" gedeckt.

Homeofficetag war erst zäh, ich war mit meiner Schlagzahl unzufrieden, weil (die Quality Prozesse kenne ich bisher eher theoretisch und nicht praktisch im Schlaf wie in Sachen MSAT, wo ich vorher war, d.h. ich nehme noch viel an Stolpersteinen und Umwegen mit) ich mich (ich hoffe vor allem gefühlt) noch ein bisschen ungeschickter anstelle, als ich das von mir gewohnt bin oder gerne hätte, aber dann kamen zwei Feuerwehraktionen rein und die habe ich dann zackizacki gelöst und vielleicht kann ich das doch alles ganz gut und brauche halt einfach ein bisschen Adrenalin zum Arbeiten.

Q. hatte heute wieder Biopraktikum, sie waren Pilzesuchen und ich bin ein wenig enttäuscht: ich hatte mich den ganzen Tag auf eine Pizza Funghi und Pilzrisotto morgen gefreut, aber nein: alle Pilze wurden zusammengelagert, deswegen durften sie auch die essbaren nicht mit heimnehmen und ausserdem werden sie die in der nächsten Stunde noch genau bestimmen und untersuchen und angeblich hat keiner was zum Essen mitbekommen. Hm.

L. hat demnächst Test über Wale und ich habe viel gelernt, was ich so im Detail noch nicht wusste, das war sehr spannend.

Sonst so: einiges vor am Wochenende, aber eigentlich nur morgen. Glaube ich.

Gegessen:
Honigknäckebrot
Linsensuppe mit Breznstange
Freitagspizza (dann halt mit gekauften Champignons) und Salat

Gelesen:
"Durchbruch"

Getragen:
nochmal das Rootskleid, diesmal mit nur grau drunter. Sehr gemütlich

Gesehen:
Staffelfinale von "Disenchantment" und "This is us"

Stressleveldurchschnitt gestern: 43
Selbstbeweihräucherung: like a boss den ersten TWIMC-Letter mit ppa. unterschrieben. Und grad noch einen.

Donnerstag, Oktober 17, 2019

171019: Fensterltour

Heute morgen habe ich im Bus mal wieder die Nachbarfreundin getroffen, das ist immer sehr lustig, weil wir eben dann NUR die .. keine Ahnung, 7 Minuten? Busfahrt haben, um uns gegenseitig "up to speed" zu bringen und das vor sieben Uhr morgens, ich glaube, mitfahrende Morgenmuffel hassen uns :-). Aber: up to speed.

Heute hatte ich wieder einen fast meetingfreien Tag, den ich hauptsächlich damit verbracht habe, zähneknirschend ein 60seitiges Dokument zu reviewen, das ich im ersten Anlauf nach nur Überfliegen eigentlich zur totalen Überarbeitung zurück an den Autor schicken wollte. Aber (Sie erinnern sich: Feilschen?) mein Vorschlag (jaja, es war zu sehr Vorschlag und Bitte und zu wenig "request"), vor dem SME-Review nochmal drüberzugehen und wirklich sicher zu gehen, dass es entsprechend der Work instruction erstellt wurde, wurde mit "No, I totally followed that document" abgebügelt und ich Depp ("DU SOLLST FEILSCHEN!!!") war mir zu unsicher, um meinen ersten Eindruck zu verteidigen und jetzt habe ich halt 60 Seiten und dröflzigtausend Referenzen im Detail überprüft und alle Sachen, die da nicht reingehören begründet und erklärt warum. Was .... streng genommen vielleicht schon mein Job ist, aber der Job des Autors wäre, die da gar nicht erst reinzuschreiben. Man kann sich das zB so vorstellen, dass .... das Verkehrsministerium jedes Jahr einen Bericht über die Verkehrssicherheit in den Städten erstellen soll auf Basis der Verkehrssicherheitsberichte aller Städte, der nationalen Unfallstatistik etc.. Im Gesamtbericht sollen dann unter "Unfallrisiken" nur die aufgeführt werden, die als kritisch eingestuft wurden oder die mehrere Städte betreffen oder die, die sich im Vergleich zum Vorjahr signifikant erhöht haben. Ich habe dann heute so Sachen aussortiert, die in etwa "Nachbarn berichten, dass der Verkehrspolizist in Hinterpusemuckl einen Elektroscooter, der nicht ganz auf dem Parkplatz stand, einfach ins Parkfeld gestellt hat, anstatt einen Strafzettel zu schreiben. Auf Nachfragen konnten sie aber nicht ausschliessen, ob der Scooter wirklich über die Linie rausgeragt hat". entsprechen. Und davon UNMENGEN. Nun ja, ich bin jetzt auf jedenfalls bestens vertraut mit allen verdammten Details dieses einen Produkts.

Lehre: ich habe der Autorin jetzt geschrieben, dass ich meine erste Einschätzung in mühseliger Kleinarbeit mit Fakten untermauert habe und sie das bitte ändern soll. Mal sehen, ob das nur die nächste Feilschrunde einläutet oder nicht, aber für die Zukunft muss ich sowas zügiger regeln, der Tag war nämlich nicht so ruhig, wie ich vermutet hatte, ich hatte nur irgendwann vor lauter Detailfieselei aus Versehen Chrome geschlossen und deshalb nicht mitbekommen, dass sich die Emails in der Inbox stapelten. (Da ist vielleicht auch eine Lehre drin).

Das war also das eine Learning heute, das andere war: manchmal ist ein offensichtliches Missverständnis nicht für alle offensichtlich. Ich war als Eskalationsstufe in eine schon sehr lange, immer aufgeregter werdende Emailkette mitaufgenommen worden und dachte mir nur "Was ist denn eigentlich euer Problem, das geht sich doch alles wunderbar auf?", bis ich die Zahlen anschaute und mir der Fall ins Gedächtnis kam, wo ich in meiner Produktionszeit mal das SAP-Rezept dem neuen Prozess anpassen musste und nicht wusste, das SAP einen Punkt für Dezimalstellen braucht und kein Komma (oder andersrum?), auf jeden Fall hat es aus meinen 523,000kg Rohstoff A und 800,000L Lösungsmittel etc halt 523TONNEN und 800Kubikmeter gemacht und alles wurde auf einmal sehr, sehr teuer in der Standardkalkulation und hätte auch in die Hose gehen können, weil damit natürlich sofort alle Alarme im Lager angehen würden, wenn auf einmal der Bedarf um Faktor 1000 nach oben geht. Wo war ich? Ach ja. Genau. Die Zahlen, um die es ging, waren Tausender und der Übersichtlichkeit halber war ein Punkt drin, also 1.150kg anstatt 1150kg. Ich habe mir ungefähr einen abgebrochen mit einer Formulierung, die niemanden als doof hinstellt, und trotzdem klar macht, dass wir genug für alle und deutlich mehr als ein gutes Kilo haben. Die goldene Brücke hat anscheinend gehalten, die Wogen sind geglättet und das ist mal ein versöhnlicher Abschluss des Tages (die beruhigte Email kam schon viel früher, aber das habe ich wegen Chrome zu ja nicht gemerkt).

Der Heimweg war dann noch ganz lustig, ich hatte mir nämlich erst Sorgen gemacht (ja, mei, ist halt so), das Jonny den ganzen Tag nicht heimgekommen war und Sansa das letzte Mal auch schon um halb 11 und plante also, mein Zeug einfach daheim abzustellen und dann (der Hübsche hatte ein langes Call) noch eine Spaziergang zu Jonnys Feld etc. zu machen. Kaum war ich in unseren Weg eingebogen, überholte mich auf einmal ein weissrotschwarzer flauschiger Blitz und Sansa kam an mir vorbei nach Hause gerast. Als ich dann die Haustür aufsperren wollte, sah ich vor dem Nachbarsfenster am oberen Ende der Katzentreppe die Nachbarskatze sitzen und streng nach unten gucken und .... von dort kam Jonny ums Eck. Anscheinend ist das das neue Abenteuer: an der Katze vorbei ins fremde Bad. Yay.


Gegessen:
Honigbrot
Ofenkürbis mit Reis und Kohlrabigemüse
Brotzeit mit Salat

Getragen:
Das roots-Kleid aus Banff



Gelesen:
Das vermaledeite Dokument und "Durchbruch"(Affiliatelink) (ich in mir nicht sicher, aber ich glaube, das funktioniert in den USA besser, wo man all die Zeitungs- und Fernsehmenschen vielleicht eher kennt als hier. Aber wer weiss.)

Gesehen:
"Disenchantment" und "This is us"

Stressleveldurchschnitt gestern: 12
Selbstbeweihräucherung: Das mit dem Elefant habe ich geschickt gelöst, das mit dem Review .. naja, schon auch gut und sehr genau, aber nicht smart. Aber fertig.

Mittwoch, Oktober 16, 2019

161019: Aufholen

Nachdem ich die letzten drei Tage immer hibbeliger wurde, weil die ToDo-Liste unkontrolliert anwuchs und ich nur in Meetings sass und immer nur noch mehr action items einsammelte, war der Tag mit nur 2 Meetings und dem Grossteil der Kollegen ausser Haus auf dem Rest vom Workshop Gold wert. Ich habe sortiert, priorisiert, einen Grossteil wegerledigt und den Rest für diese Woche eingeplant.
Noch geht nicht alles so smooth, wie ich das gerne hätte, dafür fehlt mir noch die Erfahrung / das Selbstvertrauen in der neuen Rolle. Es passiert das eine oder andere Mal, dass ich auf ein absurd wirkendes Ansinnen entweder direkt oder nach Rücksprache mit Kollegen, die den Job schon länger machen (und mir "Hahaha, das versuchen die immer, das sollen die mal ruhig selber machen, das ist deren Job!") mit dem freundlichen Hinweis, dass das bitte aus den und den Gründen selber gelöst werden müsste, Hilfestellung und so ja, aber machen bittedanke selber. Tja. Für mich wäre so eine Antwort eine sehr, sehr deutliche Abfuhr und ich würde mich auf den Hosenboden setzen und meinen Job machen, aber anscheinend bin ich das Spiel noch nicht gewohnt ("DU WILLST NICHT FEILSChEN?!") und dann meist sehr perplex, wenn dann noch nachtarockt wird (und natürlich unsicher, weil ich ja vielleicht doch was falsch verstanden haben könnte.. ...). Nun ja. In Sachen verhandeln kann ich sicher noch was lernen, aber nachdem ich vor meinem letzten Job und im speziellen vor Italien ja dachte, ich würde es nie hinbekommen, Leuten klar zu sagen, dass sie echt Mist bauen, wird das vermutlich auch irgendwann klappen.

Sonst: für sehr grosse Freude in unserem Team gesorgt, als ich für unser Meeting ein Superman-Shirt angezogen habe (Sie erinnern sich? Die Präsentation vor dem globalen Team? Wo wir spontan den Titel "Super-QPL der Woche" eingeführt haben? Naja, das bin ich diese Woche.) Und weil wir auch ein bisschen fies sind, haben wir den Kollegen im Workshop ein Bild davon geschickt und leider, leider, leider ist mir erst danach eingefallen, dass die beste Bildunterschrift ein Zitat aus dem unsäglichen Video gestern gewesen wäre: "If you are far away enough, everything is  funny".

Sonst so:
Q. ist beim Schulsport umgeknickt und in einem Disput ans Knie getreten worden (yay), also hat er heute das Unihockeytraining ausfallen lassen.
L. kann das aktuelle Stück auf seinem "Döngeldings", wie ich zum Xylophon sage, so gut, nachdem wir geübt haben ohne Ende, dass wir alle es mittlerweile als Ohrwurm haben.
Jonny ist ... ein Nachbarsschreck. Die Nachbarn zwei Häuser weiter haben für ihre Katze (die der Hund nicht mag und die deshalb nicht ins EG kann) einen Katzentreppe in den ersten Stock gebaut. Nun ja, wo eine Katz rauskann, kann ein Jonny rein und so hat anscheinend das Nachbarsmädchen einen Riesenschreck bekommen, als gestern auf einmal ein schwarzer Kater im Badezimmer stand. "Aber er ist ja ein Lieber" ist das "Er will ja nur spielen" für Katzenhalter.

Gegessen:

  • Honigbrot
  • Tahine mit Spätzle (ich war auch verwundert) und Auberginensalat
  • gebratene Aubergine asiatisch mit Reisnudeln (ich fand die Beschreibung der DimSum bei der Kaltmamsell so ansprechend, dass ich das KaptainCook-Rezept von gestern(?) direkt ausprobieren musste. War super, aber nicht knusprig aussen)



Gelesen:
"Unsere Seelen bei Nacht" aus (Sehr, sehr schön, leider ist anscheinend der dritte Band der Plainsong-Trilogie nicht übersetzt worden, aber ich hab mir jetzt halt das englische bestellt. Die "Seelen" spielen auch in Holt und nehmen sogar auf die Plainsong-Trilogie Bezug, und zwar werden die "drei Bücher, die über Holt geschrieben wurden, die zwei mit den Viehzüchtern und das mit dem Pfarrer," als Theaterstücke aufgeführt und die Protagonisten in den "Seelen" sind sich sicher, dass die nicht auf realen Begebenheiten beruhen und möchten selber auf gar keinen Fall in einem Buch endn.
Jetzt aber erstmal was ganz anderes. (Affiliatelinks)

Getragen:
Unterlage fürs Superman-Shirt


Gesehen:
"Workingmums" beim Crosstrainerstrampeln
"This is us"

Stressleveldurchschnitt gestern: 32
Selbstbeweihräucherung: wir haben eine Workshoplocation!

Dienstag, Oktober 15, 2019

151019: "It's not all bad!"

Heute startete der Arbeitstag ganz ungewohnt mit einem Workshop in unsere neuen Learningcenter, was praktisch 5 Fussminuten von unserer Haustür weg ist. Naja. 10, weil am ganz anderen Areal und weil ich den Eingang nicht direkt gefunden habe und einmal ums ganze Gebäude rum bin.
Naja, und dann... wurde es seltsam. Aus verschiedenen Gründen war unser Team zum Anfangsteil des Kick-Off-Workshops von anderen Teams eingeladen für einen allgemeinen Teil incl Agile Basics und Creative Leadership Circle und naja, ich hoffe mal, für die anderen Teams passte das und der Rest des Workshops, für uns (naja, für mich auf jeden Fall) war es ganz schlimm.

Ich will das hier jetzt gar nicht zerpflücken, der Coach hat mit unglaublich leid getan, ich weiss nicht, ob es an der Gruppe lag oder an ganz unterschiedlichen Erwartungen und Einstellungen, aber es war sehr schwer, das mitanzusehen, dass es einfach überhaupt nicht geklickt hat. Wenistens nicht in den ersten 3 Stunden, in denen ich dabei war.
Nun ja.
For the record seien hier zwei Sachen angemerkt:

Können wir bitte aufhören, alles mit Videos, in denen gezeichnet wird, zu erklären? Das war die ersten paar hundert Mal interessant und faszinierend anzusehen, aber these days? Wo gar niemand mehr im Fastforward beim Zeichnen gefilmt wird, sondern ein ruckelig animiertes Handfoto über die Leinwand ruckelt und die ältesten Cliparts "zeichnet? Das macht nichts besser! (Okay, ich war total abgelenkt, als ein Dinosaurier gezeichnet wurde, der von Höhlenmenschen bekämpft wurde, weil yay: Zeitreisen!, aber ich habe mir diesen Witz verkniffen und das sagt schon einiges.)

Ich habe es ja seinerzeit nicht so ganz verstanden, als mein neuer Chef gemeint hat, er hätte mich (auch) eingestellt, weil ich anders ticke als der Rest der Gruppe und er mehr Diversity im Team braucht. (Das war übrigens sehr schön: ich hatte/habe ja das Gefühl, es wäre ein Frauen"überhang" im Team, aber ich hab heute nachgezählt in der gesamten Gruppe: exakt 50:50, das sind nicht mehr Frauen als Männer, nur viel mehr Frauen, als ich bisher gewohnt bin). Ich dachte bei mir: "Naja, wie anders soll ich ticken, die sind nett, ich bin nett (ja, bin ich allermeistens schon!), die kennen sich aus, ich kenn mich aus, fertig." Ja. Und dann haben wir also alle diese "Creative-Leadership-Circle"-Ding ausgefüllt, und so richtig habe ich nicht verstanden, was es einem jetzt genau über einen sagt, aber ein bisschen ist es ja so: Wenn man genug Psychotests in Bravo und Mädchen gemacht hat, oft genug einen Test über "Welches Fastfood bist du?"*, "In welches Haus von Hogwarts gehörst du?"**, "Dein Leben in einem Stockfoto"*** oder "Was wäre deine Rolle im Starwars oder Startrek-Universum?"**** und den einen oder anderen Leadershipkurs (nur echt mit Psychotest, sei es MyersBriggs*****, Enneagram, 360, das Ding mt den Farben******), man kennt das ja irgendwann, man weiss, welche Frage auf was abzielt und zack, kommt jedesmal irgendwie was ähnliches raus. Immerhin. (die Stockfotosache finde ich immer noch seltsam).
Also, wo war ich? Ja, Leadership Circle. Also, für mich wenig überraschend hatte ich sehr hohe Werte im "Controlling"-Bereich (Mal ernsthaft, wie kann man bei "Perfektion" Abstufungen anbieten?!), ebenso im Achieving und Authenticity-Bereich. Und wie das dann halt so ist, war der Leadershipcircle als so eine Art Twistermatte auf dem Boden ausgelegt (ich hatte ja schon abenteuerliche Vorstellungen, wie wir das "I want everybody dancing today!" der Coachfrau umsetzen sollten und war mir nicht sicher, wirklich adäquat gekleidet zu sein für ein Spagat zwischen "perfect" und "courageous authenticity" mit einem Touch "Achieves Results", aber so war es dann doch nicht,) und um ein bisschen Bewegung ins Ganze zu kriegen, sollte sich jeder auf das Feld stellen, wo er/sie die höchsten Werte im "Reactive"-Bereich hat. Well. Und dann stand ich da in meine "perfect" Feld, fast allein auf weiter Flur, mit nur zwei anderen Kolleginnen, von denen eine bald geht und die andere in einer Gruppe ist, mit der ich nichts zu tun habe. Und ALLE meine direkten Kollegen standen in einer ganz anderen Ecke, die, sagen wir mal so, ziemlich touchy feely ist und in der ich die niedrigsten Werte überhaupt habe. Joah. Ich sag mal so: well played, Chef! Das könnte noch lustig werden.

Naja. Das war also das, ich bin dann irgendwann ins Büro gefahren, und bin gespannt, wie sich das noch entwickelt hat. (und ob es einen Feedbackbogen gibt)

Sonst: das übliche, es regnet wie aus Kübeln und die Temperaturen werden endlich herbstlich. Also <25Grad.

Gegessen:
Brot mit Honig
Feigen und Physalis vom Catering
Quorntortilla mit Guacamole, Reis, Karotten und Salat
Kimchi-Gyozas mit viel Salat

Gelesen:
"Unsere Seelen bei Nacht"

Getragen
Rosablaues Kleid mit den Lieblingsstiefeln, kein Foto, weil nie allein im Lift

Gesehen:
Workingmums beim Crosstrainerstrampeln
This is us

Stressleveldurchschnitt gestern 25
Selbstbeweihräucherung: so viele Gelegenheiten für immer sarkastischere und zynische Witze verstreichen lassen, dass ich irgendwann gar nichts mehr sagen konnte, weil sonst alle Witze rausgekommen wären und das wäre nicht gut gewesen. (Mal ehrlich: ich weiss, dass Hitler-Referenzen im Arbeitsleben und überhaupt nahezu immer unpassend sind, aber bitte, wenn der Trainer ausdrücken möchte, dass beide Seiten ihre Berechtigung haben und ihm nichts besseres einfällt als "It is not all bad on the "reactive" side", dann kann man schon fast sagen oder wenigstens denken: "Yeah, that's what some people still say about Hitler: "At least he built the Autobahnen", so not that convincing."



*Taco
** Gryffindor
*** "Traurige Frau isst allein Schokoladentorte" (ich weiss es doch auch nicht)
**** Kopfgeldjägerin (aber es könnte sein, dass ich da nicht gut zugehört habe, als Q. mir die Fragen gestellt habe) und natürlich Belanna Torres
***** ESTJ
****** rot

Montag, Oktober 14, 2019

141019: Vogelwild

Der Tag startete heute schon ein bisschen ausserhalb der Komfortzone, weil ich mir mal wieder das schwarzlila-gemusterte Kleid rausgelegt habe, das ... naja, halt schwarz ist, was nicht so meine Farbe ist, dazu vermutlich eine Nummer zu gross, aber dafür halt sehr gemütlich und auch nicht wirklich scheusslich, also ein Fall für "Müsste man mal wieder anziehen.", dazu passendes Makeup, nämlich die "Naked Smoked"-Palette, die auch eher nicht meine Farben enthält, weil mit schwarz grau silber lila sehe ich gerne aus, wie ein abgehalfterte alternde Sixties-Discoqueenwannabee, die leider nicht genug für den Ruhestand ersungen hat. Aber schön ist sie halt schon und passt sehr gut zum Kleid. Dazu hatte ich eine graue Strumpfhose rausgelegt und damit gings dann auch schon los: die war nämlich so zusammengelegt, dass man nur das grau sah und nicht das weintrot / senfgelb / schwarze burlingtonartige Muster, was schon sehr apart ist, aber halt nicht zu eine schwarzlila Kleid. Auf die Schnelle fand ich dann nur eine grau-karierte Strumpfhose und fand die okay, bis ich dann im Lift merkte, dass das Kleid doch gemusterter war, als ich das so in Erinnerung hatte, naja, und so war ich halt im vogelwilden Mustermix unterwegs. (Und sehr dunklen Augen).

Ansonsten war heute .... ein Tag mit enorme Schlagzahl: das hier war mein Kalender für den Tag (das Meeting von 17:30 bis 18:30 habe ich nach Rückfrage "geschwänzt")

und keines dieser Meetings war eines, das "nur" Zuhören oder auch mal nicht 100% konzentriert sein erfordert, weil es um ein Thema geht, das eher "Nice to know" wäre, nein, es waren entweder Produkthandover-Meetings, wo ich kondensiert alles wichtige zu meinen neuen Produkten lerne, oder Meetinghandovermeetings, wo ich einmal mit meiner übergebenden Kollegin zusammen aufschlage und ab nächstem Mal bin ich "Host", wäre also gut zu verstehen, um was es geht und wer wer ist, oder aber "Altlasten", weil ich dem Kollegen, der mein Italienprojekt übernommen hat, noch Hilfestellung beim Navigieren durch einen sehr komplexen internen Prozess versprochen hatte und der die heute eingefordert hat.
Ach ja, und beim Huddle bin ich die Woche Facilitator, das habe ich dann in der halben Stunde zwischendrin vorbereitet.
Und zweimal war ich ein bisschen zu spät, weil ich halt auch mal aufs Klo muss. (Immerhin: alle Timeslots nur einfach belegt, das ist ja auch schon mal was :-))

Und ich hatte keine Zeit für das ausführliche Gespräch, das mit der Krankenkasse fällig ist.
Ich habe nämlich auf einen Anruf während eins der drölfzig Meetings zurückgerufen und dachte, ich bin im falschen Film:
"Hallo, hier ist Frau xy von Ihrer Krankenkasse. Wir sollten uns mal unterhalten, ihr Mann hatte doch die dringende Anfrage wegen der spontanen Australienreise."
"Äh, aha. Wie spontan denn? Vor einer halben Stunde hat er mir noch eine Nachricht geschrieben, da war das noch kein Thema."
"Ah. Oh, dann waren das nicht Sie?"
"Naja, ich weiss nicht, anscheinend eh nicht, sondern vielleicht mein Mann, aber auch das wage ich zu bezweifeln."
"Ah. Arbeiten Sie auch bei Firma "Sagichnichtmitdemgrossenturm" oder nur ihr Mann?"
"Äh. Ich ja, er nein, aber ich wusste auch nicht, dass er nach Australien will, vielleich hat er auch den Job gewechselt."
"Ah, hm, oder ich habe das falsche Dossier hier liegen. Nutzen Sie noch das Provitameditalalala Programm von uns?"
Und an diesem Punkt musste ich leider abbrechen, weil ich dafür schon an einem normalen Tag kaum Nerven hätte, und ganz sicher nicht heute.  (Der Hübsche ist jetzt ein wenig unter Zugzwang, jetzt wo raus ist, was seine Geburtstagsüberraschung für mich ist, zwinkerzwinker)

Hui. Mein Hirn ist ein bisschen müde (Von einer Kollegin übernehme ich zwei Produkte und ich bin ein bisschen froh, dass nicht nur ich sie manchmal verwechsle).

Auf dem Heimweg das leicht skurrile Erlebnis, als eine bei rot über die Ampel gelaufen ist und trotz Feierabendfussgängeraufkommen Richtung Bahnhof die gesammelte Pendlerschaft das nahezu entgeistert beobachtete. Wie es sich für ein gutes Klischee gehört, trug sie auch noch eine Tasche mit der Aufschrift "I <3 Prenzlauer Berg", was natürlich kein sicherer Indikator dafür ist, dass sie da herkommt, aber ein bisschen insiderwitzig, weil bei den Berlinbesuchen mit Frau Mutti erinnere ich mich an unsere konspirativen Blicke, als wir uns anfangs immer noch überwinden mussten, mit dem Strom zusammen die roten Ampeln zu ignorieren.

Daheim mixed emotions beim Aufsatzlesen von Q.: der Text ist richtig, richtig, richtig gut (ich habe richtig geschluckt am Ebdne), die Kommasetzung ist eine Katastrophe respektive nichtexistent.  Ich hoffe, ich habe beides adäquat adressiert.

Dann neues Montagsprogramm: L. geht jetzt ja freitags statt montags zum Geräteturnen, deshalb würde er gern montags das Volleyballtraining ausprobieren, das immer nach dem Montagsturnen ist. (zwei Stunden Volleyballtraining NACH zwei Stunden Geräteturnen nach einem Schultag bis 15:15h fand ich ein bisschen arg viel).  Das hat er heute also gemacht, d.h. der Hübsche hat ihn auf dem Weg zu seine Sport unten abgesetzt, ich habe ihn nach meine Sport (und Abendessen) mit dem Rad abgeholt und er war högscht begeistert. War allerdings (noch) ein echtes Training, sie habe den Spielabend, den sie vor den Ferien vergessen hatten, nachgeholt, aber L. darf kommen, bis er weiss, ob auch Volleyball ihm gefällt.

Jetzt noch schnell Wäsche, Pyjama an, Netflix, Bett.


Gegessen:
JoghurtmangoweintraubenGranola
Arancini mit Reis, Tomatensosse, Dörrbohnen und Salat
Montagspizza und Salat

Getragen:

Mustermix

Gelesen:
"Abendrot" aus (sehr, sehr grossartig), "Unsere Seelen bei Nacht" (Affiliatelinks) angefangen (ich hoffe, das passt so einigermassen von der Reihenfolge)

Gesehen:
Workingmums beim Crosstrainern, "This is us"

Stressleveldurchschnitt gestern: 42
Selbstbeweiräucherung: dran gedacht, L. für alle Fälle beim Zukunftstagsprogramm anzumelden

Sonntag, Oktober 13, 2019

131019: Ich könnte nochmal

...weitermachen mit Wochenende. So drei Tage frei, da gewöhnt man sich doch sehr dran :-).
Sansa ist morgens sehr, sehr süss, allerdings hat sie das mit dem Kuscheln noch nicht so sehr raus. Sie kommt an, piepst mir ins Gesicht, tatscht mit der Pfote in mein Gesicht, damit ich sie kraule. Dazu steht sie aufrecht vor mir und drückt ihr Köpfchen in meine Hand. Wenn ich zu langsam werde oder einschlafe (gestern habe ich angeblich den Hübschen in den Schlaf gekrault. Ich erinnere mich nicht daran. Vermutlich hat er mir ins Gesicht getatscht), wird nachgetatscht. Wenn sie ganz entspannt ist, kuschelt sie sich auf die Fleecedecke, die ich über meiner normalen Decke habe, nuckelt an einem Zipfelchen (ja, bisschen eklig, aber immerhin ist es nicht mein Ohrläpphen), schnurrt und trampelt mit Hingabe mit allen Füssen (mit Krallen). Allerdings geht das nur für 5 Minuten, dann ist fertig Entspannung, man tatscht wieder ins Gesicht, legt sich vielleicht anders hin, bitte kraulen, halt, anders hinlegen (naja, ich kann das ja verstehen, entspannen ist nun nicht einfach).

Trotzdem ausgeschlafen, irgendwie, um acht die Katzen rausgelassen, Pyjamafrühstück, dann den Hübschen und L. zum Joggen verabschiedet, selber auf den Crosstrainer gestiegen, alle haben ordentlich geschwitzt.

Die Zeit bis zum Abholen von L. dann mit Sonntagsdingen verbracht, wie: Nägel lackieren (sehr enttäuscht von der Gel-Couture-Formulierung von Essie, die hält echt nicht), Wäsche ab-, aufhängen, saugen, Schminkpinsel waschen,Blusen bügeln, Fotos einkleben (so ein Pain das ist, die jetzt eindreiviertel Jahre nachzukleben: es ist so schön, zu sehen, was wir alles erlebt haben! Bittersüss: das Album Nr 16 für Q., das voll wurde, hat auf der Titelseite ein Bild von Q. beim Lesen, auf dem Dax ihm im Nacken kuschelt. Ach, ach.... Anyway: wir haben so viel erlebt und so tolle Reisen gemacht! Während ich die Bilder zwischen Q., L., Allgemein, Katzen sortiere, stelle ich mir vor, dass irgendwann, wenn ein Bruder heiratet oder einen runden Geburtstag feiert oder so was, der andere Bilder aus seinem Album auswählt, und das ist schon eine sehr schöne Vorstellung), Reunion mit L.s bestem Freund, der die Ferien verreist war und erst frisch zurückgekommen ist, Eis auf der Terrasse, es war immer noch T-Shirt-warm, und endlich dann: Q. abholen!
Es ist übrigens so weit: mit 14 und beim Leitpfadikurs ist es nicht nur peinlich, zum Abschied umarmt zu werden, nein, die meisten fahren vom Abtrete-Punkt auch einfach mit dem Bus nach Hause und die direkt abholenden Eltern sind in der Unterzahl (naja, ich war schon auch sehr froh um die "Bioweapondefense"-Funktion des Autos, weil, holla!). Q. und ich hatten btw auch total falsch eingeschätzt, was "Ihr müsst Euren Rucksack tragen können" bedeutet. Wir dachten: vom Treffpunkt in den Zug und vom Bahnhof zum Lagerplatz, so eine halbe Stunde. Es hiess: Vom Treffpunkt zum Lagerplatz. Zu Fuss. Das sind 11 km. Upsi. (Konnte er, aber holla!)
(Mit 14 räumt man aber auch seinen gesamten Rucksack allein aus und auf, das fand ich schon sehr cool.)

So, jetzt sind die Schul- und Arbeitstaschen für morgen gepackt, es hilft ja nix, next stop: Weihnachtsferien :-)

Gegessen:
Hefezopf mit Honig
Eis
Edamame
Entenbrust/Austernpilze mit Himbeersosse, selbergemachten Petersilienlimettennudeln und Salat

Gelesen:
"Abendrot"

Getragen:
Jeans, Tanktop, Flatterhemd

Gesehen:
Disentchantment und This is us und Working Mums

Stressleveldurchschnitt gestern: 29
Selbstbeweihräucherung: die neuen Kindertermine (L.: Volleyball, Q.: Pio-Hock und Freitagstraining) eingetragen und relativ cool ob des vollen Kalenders geblieben

Samstag, Oktober 12, 2019

121019: Wie früher

Daheim* sind wir jeden Samstag morgen "in die Stadt" gefahren. Da wurde am Markt eingekauft, Brot in der Hofpfisterei, wir waren in der Bibliothek, haben beim Metzger frische Bratwürschtl gekauft, waren bummeln (schöne Füller anschauen, Dufttinte, im Spielzeugladen den Moonhopper anschmachten, bis das Taschengeld gereicht hat, im Buchladen "Abraxas" Neuerscheinungen begutachten, im "Löwenzahn" dahinter Kosmetikpröbchen abstauben, im "Regenbogen" Ohrringe und Krusch anschauen), man traf die halbe Schulklasse, naja, so war das.
Hier ... machen wir das meistens nicht so. Wir sind froh, dass wir mittlerweile ausschlafen können, frühstücken dann gemütlich, und dann ist es meist eh schon Zeit für Pfadfinder, Sport, irgendwas.
Heute hingegen hatten wir uns ja verpflichtet, die Uhr abzuholen, ausserdem war die andere Uhr auch fertig, mein Adventskalender, den ich zu einer Kollegin (per Hermes, und bisher muss ich bei ihr keine Bearbeitungsgebühr bezahlen, ich bestelle also in Zukunft ALLES dahin und dass sie in einer autofreien Zone im dritten Stock wohnt, ist ja dann mal nicht mein Problem, liebe Hermes-Leute!) bestellt hatte, war schon da, also fuhren wir noch vor dem Frühstück los, holten das sehr gemütlich in einem Cafe hoch über demm Marktplatz nach, bummelten durch die Stadt (L. ist ja onlineshopping-gewohnt und fand es sehr spannend, dass man, wenn man etwas spezifisches sucht, vielleicht erstmal fragen muss und es gut sein kann, dass es das halt grad nicht gibt.
Der Hübsche holte seine Uhr ab und war sehr beeindruckt: meine Schilderung war nicht übertrieben. Ich musste mich wegdrehen, er hat nämlich den ganzen Vortrag über die Feinheiten des Batteriewechsels nochmal bekommen, und dabei habe ich dann diese Perle entdeckt.


Ich bin mir nicht ganz sicher, aber es könnte sein, dass der Laden nicht so verstaubt ist, wie ich dachte, weil das sieht mir ganz nach einer elektrischen, nicht etwa mechanischen Schreibmaschine aus.
Anyway, die Uhr geht, sie wurde "ganz neu programmiert, auch das wird oft vergessen von Uhrenverkäufern", wir wissen nach wie vor nicht, was man bei so einer Uhr programmieren kann, aber gut. Wenn sie in den nächsten 6 Monaten stehen bleibt, kann er sich gern noch mal melden, weil "Nicht mal wir sind perfekt", kann sicher aber schon mal drauf einstellen, dass es auf die Batterie an sich mal ganz sicher keine Garantie gibt.

Weiter gings aus dem badischen Städtchen nach Basel, erstens die sauteure Uhr abholen (ich war wohl sehr überzeugend beim Abgeben, der Hübsche meinte, auf dem Abholschein wäre gestanden: "Kunde ist sehr, sehr unzufrieden und enttäuscht." und es gab eine "Totalreparatur, Garantie 12 Monate". Man weiss halt nicht, ob sie auch neu programmiert wurde.
L. und ich haben in der Zwischenzeit im Flying Tiger buntes Paketklebeband und ein Furzkissen gekauft, mein seriöses Gehabe für den Tag war schon aufgebraucht.
Dann habe ich ENDLICH mal dran gedacht, meine leeren MAC-Produkte "back 2 MAC" zu bringen und für 6 leere Verpackungen mir einen Lippenstift aussuchen dürfen. (Ich wollte ja meinen in irgendeiner Manteltasche verschollene "High Tea" ersetzen, aber den gibt es nicht mehr, meine nächsten beiden Favoriten waren auch alle, aber es gibt ja gsd genug Auswahl.)
L. hat mit den GameStop-Verkäufern über Vintage-Pokemon-Spiele gefachsimpelt (sehr, sehr niedlich, wenn die mit eiem 10jährigen absolut auf Augenhöhe diskutieren) und dann hatten wir sehr, sehr müde Füsse und konnten endlich mal den/die/das "WonderWaffle" ausprobieren, an dem ich schon so oft vorbeigelaufen bin, wenn ich bei der Arbeit durch die Stadt gehe und mir immer dachte, zu seriös für ein Waffelmittagessen oder so zu sein.

L.s Fazit: "Hammer!" (ich hatte keien Hunger, aber der Kaffee war super).

Rückweg über Asiasupermarkt, weil ein Kürbiscurrybeschluss gefasst worden war und der rote Currypaste erforderte. Und mehr Koriander, als daheim war.
(Für L. habe ich übrigens den Plan, das "Beste Essen, das er je hatte" nachzubasteln, nämlich das hier aus der "Old Spaghetti Factory" in Banff:


Daheim dann: alle müde Füsse, gemütlicher Nachmittag, sehr schön.
Q. haben wir nur in den Insta-Stories der Pfadiabteilung gesehen, es scheint ihm gut zu gehen. Und auch wenn grosse Kinder eh viel unanstrengender als kleine sind: auch mit grossen ist ein Kind im Vergleich zu zwei Kindern eher kein Kind. (Jajaja, ich weiss, das wollen total angestrengte Einkindeltern nicht hören, ist aber trotzdem so.)

Gegessen:
Ein halbes "Geniesserfrühstück"
ein Bissen Wonderwaffle
Kürbiscurry mit roten Linsen, Kokosmilch, tralala

Getragen:
Jeans, langarmshirt, Chucks (zu warm gewesen)

Gelesen:
"Abendrot"

Gesehen:
"This is us" ("El Camino" war nett, aber das wars dann auch. Wie zwei mittelgute Folgen "Breaking Bad")

Stressleveldurchschnitt gestern: 31
Selbstbeweihräucherung: den Tag richtig genossen

*Ich sag immer noch "daheim", wenn ich "früher" oder "in dem Dorf, in dem ich gross geworden bin" meine. Die Kinder schauen dann immer komisch, weil "daheim" ist doch hier. Und das stimmt auch, nicht nur für sie, auch für uns. Bayern, München, drumrum ist schon lang nicht mehr "Heimat" für uns, am ehesten ist das Gefühl "mei, damals" noch "daheim". Aber das "daheim" von früher gibt es eh nicht mehr, dazu hat sich überall zu viel verändert (ist ja auch gut so). "Daheim" hätten wir nicht auf dem Schulparkplatz unser E-Auto laden können.