Samstag, Oktober 10, 2026

101026

Byebye, Japan.

Gestern abend hat es mich dann richtig zerlegt, ich hatte Scnupfen, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und nach Tagen des Halskratzens das Gefühl, einfach zusammenzuklappen. Ich bin ins Bett gefallen und habe einfach die Augen zugemacht und den Hübschen mit den Kids regeln lassen, wie sie die zwei Jogginghosen, die sie gewaschen hatten und zum Trocknen aufgehängt hatten und die immer noch platschnass waren, in dem rein hapanisch beschrifteten Trockner trocknen, aber nicht schrumpfen. Ausserdwm hat er Q auf dem Weg zum Technikweekend gehovert und nicht so wirklich gut geschlafen (ich habe ihm morgens gesagt: willkommen in meinem Kopf, weiss nicht, ob das wirklich ankam)
Ich war morgens nicht fit, aber fitter. Den Tag habe ich mit Nasenspray und viel Ibu ok überstanden.
Etwas stressiger Morgen: die Kids hatten noch grosse Shoppingpläne, wollten also relativ früh los. Ich wollte ordentlich frühstücken, Checkout war um 11. Das Café, das ich ausgewählt hatte, war 15min weg, wir mussten etwa 30min auf einen Patz warten, dann nochmal 20min auf die Bestellung und das wäre alles nicht schlimm gewesen, wenn wir vorher ausgecheckt hätten. Hatten wir aber nicht und so blieben uns knappe 10min, um dieses wirklich exzellente Frühstück "hintrezumdätschen".
Ab dann wurde es aber entspannt. Die Kids zogen los, wir zwei machten uns erst mal auf den Weg durch das Namba Station Labyrinth, den Schalter für die limited Express Tickets zum Flughafen besorgen. Irgendwie wollte Nankai Railways keine unserer Kreditkarten online annehmen.
Dann haben wir uns einfach treiben lassen: durch Namba, da war ein Comedyfestival (nix verstanden, es war Schenkelklopferhumor in Unterhosen), durch Dotonbori, bis Amerikamura, da war ein Musikfestival. Zwischendrin mit Kaffee aufgefüllt und als Ziel noch einen luxuriösen Erdbeercrepe gehabt.

Wir sind dann nochmal nach Namba zurück, dort hatte ich gestern einen hübschen Crepecart gesehen, ausserdem wollte der Hübsche dort in der Mall nochmal gucken. Wir sind dann 30 Min durch Namba Parcs, Namba SkyO, Nabma Carnival Mall geirrt, (ich hatte die Google Maps Koordinaten des Crepewagens und Namba City is nun auch nicht klein), aber: nix. Ich gab auf und holte mir in der Bäckerei, die ich immerhin gefunden hatte, einen Buttercremewindbeutel und gerade als ich die letzte Cremereste verdrückt hatte, stand der blöde Crepecart vor mir. Der Hübsche holte sich einen Trostcrepe (war gar nicht sooooo krass, wie ich mir es ausgemalt hatte) und wir machten uns auf den Weg zum Hotel. Und wir machen den ersten Schritt und stehen vor Namba City. ZU SPÄT!!!
Im Hotel holten wir unsere Koffer, packten die Handgepäcksstücke um und uns in frische Kleider für den Flug. Die Kids kamen etwas geknickt, weil es sich zeitlich nicht ganz ausgegangen war mit allem, an, wir juckelten zu  Bahnhof und konnten nach Herausfinden des Knackpunkts einen Großteil davon noch lösen, ausserdem 3 Smoothies und ab ging es in den rapi:t Express zum Flughafen. Ich hatte uns für einen sehr überschaubaren Aufpreis "Superseats" gegönnt und genau das sind sie.
Jetzt: Gepäckaufgabe, Security, Essen (mal sehen), und dann geht es erstmal nach Finnland. Nach 223442 Schritten in den letzten 12 Tagen freue ich mich auf ein bisschen Sitzen.

Freitag, Oktober 09, 2026

091026

 So. Heute also wieder Reisetag. Um 9:13 fuhr unser Shinkansen von Tokyo nach Osaka. Das bedeutet für uns um 6:30 aufstehen, fertigpacken, gg halb acht aus dem Hotel juckeln und mit insgesamt 8 grossen Koffern und 4 Rucksäcken erst 1km zum Bahnhof rollern, dann durch den Bahnhof (Shinjuku ist ein Labyrinth), dann in der morgendlichen Rushhour mit der U-Bahn zu Tokyo Station fahren (ich habe thematisch passend nochmal über den Sarin-Anschlag 1995 recherchiert.), dann quer durch Tokyo Station zu den Shinkansen Tracks und huff, wir waren genau um 10 vor neun da, wie geplant. Ich dachte, das würde reichen, um Reiseproviant zu besorgen, aber hahaha, nicht, wenn man Vegetarierin ist und einen Kaffee möchte. Ich habe mich auch noch bei den Onigiris vergriffen und eins mit Lachs erwischt, Kaffeezubereitung hätte bis 4 min nach Abfahrt gedauert und so hatte ich genau eine Cola als Frühstück und Reiseproviant (und die Snacktasche im Rucksack, also Nüsse und Chips und Cracker, ich verhungere nicht, aber es ist nicht... genussvoll,). Die Kinder haben mir dann ein Melon Bread abgetreten, dafür zusätzlich zu all ihren Kostbarkeiten und Bentoboxen noch die Kindershinkansenbentobox leer gegessen, die ich für den zugbegeisterten Neffen besorgt hatte.

Learning (das wir gestern schon hatten, aber das war zu spät): Takkyubin ftw, das wären gut investierte 130CHF gewesen, das Gepäck vorschicken zu lassen. Naja. Nächstes Mal.

Zugfahrt war dann angenehm entspannt (wir hatten Plätze für mit übergrossem Gepäck reserviert). Mir ist gerade jetzt eingefallen, dass ich eigentlich meine Instastories / Beiträge hätte updaten wollen, stattdessen habe ich gelesen und geschlafen.

In Osaka waren wir dann erstmal überrascht, wie warm es ist (29 Grad, wir hatten bis auf einen halben Tag Spritzelregen in Kyoto echt Glück mit dem Wetter!). Wir juckelten nochmal zur U-Bahn und nach Namba.

Das Hotel, in dem wir wohnen (in allen drei Städten waren es Mimaru-Appartment Hotels, sehr zu empfehlen), hat vor einer Woche aufgemacht und wir haben erstmals ein richtiges 2-Bedroom Appartment erwischt. Bisher hatten wir (bis auf Hakone) in Familienzimmer mit Stockbett und Doppelbett oder 2 Doppelbetten in einem Raum geschlafen. 

Unser Raum war noch nicht fertig, aber wir konnten das Gepäck abstellen, das war Gold wert. Und: ich hatte solchen Hunger, ich hatte schon gar kein Hungergefühl mehr. Ich habe uns also einen Vegi-Ramen Place rausgesucht (es scheint einen recht grossen Overlap zwischen Vegi und Halal zu geben und so sind Vegi- und Halal-Vagyu-Places a thing. Vegyu, sozusagen). Ich habe nach all der Klimaanlagenluft mittlerweile einen ordentlichen Schnupfen, der wurde durch die Spicy Ramen, Schärfegrad 1 von 10 grad ordentlich verflüssigt.


Dann: Bisschen Bummeln, Glico Sign, Kanal, Dotonbori, Kaffee, Streetwearläden mit den Kids (die haben so einen coolen Geschmack und Style!) und dann war auch schon das Zimmer fertig. Nach Einchecken haben wir uns aufgeteilt und zum Abendessen in einem vegetarierfreundlichen Okonomiyaki-Laden verabredet. Der Hübsche und ich haben eine schicke Mall (designt wie ein Canyon und terrassenartige Dachgärten, in denen man einfach sitzen kann) durchstöbert, noch ein paar Mitbringsel besorgt ("flauschig und niedlich") und uns dann eben in dem sehr speziellen "OKO Fun Bar"-Okonomiyaki-Place getroffen. Der Laden wird von einer einzigen Frau geschmissen, die Bestellungen aufnimmt und kocht. Man stellt sich an und wer nicht warten will, soll doch bitte woanders hingehen und länger als bis zu einem speziellen Strich darf die Schlange auch nicht sein. Man bestellt, dann macht man sich sein Getränk selber (es kostet auf Vertrauensbasis einen Spottpreis, also fast weniger als im Laden. Vertrauensbasis bedeutet: man quetscht ein gelbes Gummihuhn so oft, wieviele Getränke man nimmt. Pro Drink wirft man 200 Yen in eine Box und nimmt sich entweder was aus dem Kühlschrank, zapft sich ein Bier oder mischt sich einen Longdrink. Dann kann man in den Essensbereich raufgehen, der erstaunlicherweise ruhig und überschaubar und nicht überfüllt ist, und wartet, bis sie durch 3 Stockwerke die Nummer ruft, die man bekommen hat. Dann geht man Essen holen, fertig.





Das ganze ist quietschbunt, lustig, fröhlich, friedlich, so schön! (und eine schöne Abwechslung von dem "Krabbe über der Tür"-Touri-Einheitsding in Dotonbori. Was auch toll wäre und ich gern probiert hätte, wenn es denn ... genau, etwas vegetarisches gäbe.)




Wir schlendern durch die quietschbunten, vollen Strassen nach Hause, durch schmale Gassen, durch breite Fussgängerzonen und es ist einfach wie Ninjago-City (ich finde es faszinierend, wie unterschiedlich die drei Städte waren, Hakone eh, aber auch Kyoto, Tokyo und Osaka. Kyoto war eine gute Anfängerstadt, Tokyo ist.... wie Berlin, aber in sauber, Osaka ist wie ... eine Ninjago City während Spring Break oder so)

Dann: Koffer nochmal ein bisschen besser packen, Nasenspray und Ibuprofen gegen Erkältungsgefühl und ab ins Bett!

Donnerstag, Oktober 08, 2026

081026

Heute also: ein ganzer Tag Tokyo und nicht Nikko, weil wir auch mal schlafen müssen. Heute zB bis acht (ich) oder neun (der Rest). 
Wir haben gestern abend noch kurz überlegt, unser Gepäck doch nach Osaka ins Hotel schicken zu lassen, weil ... 8 Koffer sind halt schon viel, um sie morgen eine halbe Stunde durch Shinjuku, die UBahn zur Rushhour, durch Tokyo Station und in den Shinkansen und dann nochmal durch Osaka zu juckeln. Aber: der Eintagestransport war ausgebucht, wir hätten also bis 12 alles fertig machen und abschicken, das war uns ohne Frühstück und Kaffee zu stressig. Also: accept defeat und uns morgen verfluchen.
Dann haben wir aus dem Fenster geschaut und es war nicht richtig bedeckt, sondern sah eigentlich klar aus, deshalb sind wir nochmal auf das Metropolitan Government Building hochgefahren, um Mt Fuji zu sehen. Das hat... nicht so gut geklappt.

Dann war es schon viertel nach 11 und ich hatte weder Kaffee noch Frühstück gehabt. Das war ... grenzwertig. Mit Kopfweh und zwar nicht direkt Hangryness, aber einer ziemlichen Dünnhäutigkeit, die ihre Grenze fand, als ich die Reservierungsfrau missverstanden  habe, die nach 20 Minuten Anstehen, als wir endlich am Anfang der Schlange angekommen waren, vermeintlich sagte "So, ihr könnt schon hierbleiben, geht aber noch 90 Minuten". Sie meinte: der Essensslot sind 90 Minuten. Also.
Wir waren im Sarabeth's, was jetzt überhaupt nicht japanisch ist, aber ES GIBT MEHRERE VEGETARISCHE SACHEN! (und es war so spät, dass eine Kombi aus Frühstück und Mittagessen echt gut tat).
Dann haben wir uns in Erwachsene und Teenager aufgeteilt und sind stöbern gegangen. 
Hier zB: die grosse japanische Teekultur verkörpert durch Teekanne / Pompadour mit unterschiedlichen Gründungsdaten
Shinjuku bei Tag (mit sauberem Objektiv gäbe es bessere Bilder)



Bloggerklassiker mit lokalem Schuhwerk. 

 
L. machte sich dann auf den Weg, einen Freund aus Austauschzeiten, der eben in Tokyo lebt, zu treffen aka von der Schule abzuholen und den Abend mit ihm zu verbringen (er war ja ein halbes Jahr allein in Kyoto und währenddessen auch mehrmals in Tokyo, allein, hat es geschafft, nicht verloren zu gehen und nichts zu verlieren, aber trotzdem war ich heute innerlich sehr nervös, bis er wieder da war), wir drei haben uns nochmal Shibuya Crossing dann auch von oben angeschaut. Dafür kann man entweder auf eine zu bezahlende Plattform rauffahren oder in eines der Cafes mit grosser Fensterfront Kaffee trinken gehen und sich eben mit 100en am Fenster zu drängen oder aber zB in die kostenlose Skylounge des Hikarie-Buildings raufzufahren. Sehr seltsam: riesengross, fast leer, es gibt ein Kino, einen Coworkingspace, einen Konbini und ... eben grosse Fenster auf die Kreuzung runter. Schon nett, aber nicht ganz so beeindruckend wie erwartet. (Sidenote: dadurch, dass es eben kostenlos ist, sammelt sich ein interessanter Mix an Menschen: KonferenzteilnehmerInnen, CoworkerInnen, TouristInnen und Obdachlose, die alle klimatisierte, bequeme Sitzgelegenheiten nutzen (und die Touris den Ausblick). Überhaupt: gestern abend auf dem Weg zum Sushi haben wir erstmals seit fast 2 Wochen Obdachlose und BettlerInnen in einer Unterführung gesehen, das war tatsächlich fast ein Schock in dieser Neonwelt, in der alles so sauber und kapitalistisch ist...)
Ausserdem: Shibuya Station aus Lego:




Dann der beste Plan (nicht unserer, ich hatte das überhaupt nicht auf dem Radar): wir fahren zum und auf den Tokyo Tower. Der ist 3m höher als der Eifelturm, sieht genauso aus, nur in rotweiss. Man kann auf verschiedene Ebenen rauffahren und skurrilerweise fanden da grad Fashiondays statt und wir kamen gerade rechzeitig zum Green Carpet Event und einer Michael Jackson- Tribute-Show, die wir v.a. hörten und durch einen Spalt der Absperrung sehen konnten.
Dann auf dem ersten Deck: Sonnenuntergang über Tokyo und meine Güte, waren das beeindruckende Ausblicke!
Man erkennt, wie sehr ich ein Landkind bin, daran, dass ich noch meinte: Ja, doof, unser Ticket für das höhere Level gilt halt erst in einer halben Stunde, bis dahin ist die Sonne untergegangen, da sehen wir gar nix mehr. (Dabei sind wir doch früher, wenn wir bei den Grosseltern in Regensburg, der krassen Weltstadt übernachtet haben, die dort an einem Berghang gewohnt haben, abends am Fenster gestanden und haben die glitzernden Stadtlichter bewundert, das kannten wir von uns daheim gar nicht)

Und was sieht man da über den Wolken?! Mhm? Genau, Fuji-san!
Hier also, wie sich das entwickelt, wenn es dunkler wird.
Und hier das "nix", was man sieht, wenn die Sonne weg ist.
Lol. Sooooooo schön!
Meinen Essensfrust von gestern habe ich in das Frühstück heute und frühzeitige Abendessenplanung umgemünzt: ich habe nach einem vegetarischen Ramen/ Tantan-Place in der Nähe des Hotels gesucht und bin bei Neo Shinjuku Atsushi gelandet, einem fully plant based, Cyberpunkt themed Restaurant, das sich so beschreibt: "A cyberpunk world born 40 years ago Why not experience 40 years in the future in our retro-futuristic store ? We offer "future food" —currently using only plant-based ingredients, yet providing hearty, satisfying junk food of the future. You will step into the fictional world you saw back then."
Genau so war es, es gab homemade Cola, Ginger ale, Lemon Soda in Plastikbeuteln, es gab eben alles plant based, Besteck eingeschweisst wie OP-Besteck, und all das in einer Cyberpunktoptik.

Der Ort ist superliebevoll gestaltet, echt toll! (Es waren nur westliche Touristen da, ich gehe davon aus, es waren halt alle Vegetarier, die keine Lust mehr auf "Onigiri mit pickled Plum" haben... Das war richtig toll!
L. hatte richtig viel Spass mit seinem Kollegen, war andersrum der einzige Europäer in dem Restaurant, wo er mit seinen Freunden Essen war :-)
Im Hotel haben wir dann Inventur gemacht und schon mal den Dreckwäschekoffer initiiert, die Mitbringsel verpackt, und dann schauen wir mal, wie wir morgen die Schrecken der Rush Hour werden.....

Mittwoch, Oktober 07, 2026

071026

Heute hatten wir ein Kontrastprogramm zu Shinjuku/Shibuya: wir standen um sieben auf, gingen frühstücken bei Starbucks (L würde gern Tee trinken, bekommt aber immer alles als Katte, was er wigtl gar nicht mag. Heute: Chamomille latte...), dann liefen wir einmal ganz durch Shinjuku Station zu den JR Lines und zuckelten mit einem Rapid Train nach Kamakura ans Meer. Ich war verwundert, dass man mir einer UBahn )so rein optisch) so weit fahren kann, aber im Mini-München-Massstab ist Stachus und zB Wolfratshausen auch was sehr unterschiedliches.
In Onufa sind wir ausgestirgen, wir hatten nämlich einen Kintsugi-Workshop gebucht.
Eigentlich wollten wir in Kamakura Stempel schnitzen, aber da ist Mittwoch Ruhetag und so sind wir auf Kintsugi ausgewichen. Eigentlich biel besser, weil: was mache ich mit dem Stempel und tbh werden die eh von den Schnitzmeistern fertiggemacht.
Also: Kintsugi. Wir waren zu viert in einem winzigen Atelier (nicht sicher, ob das auch das Wohnzimmer der Besitzer war), durften uns als erstes je eine zerbrochene Schale aussuchen und dann ging es los.
Natürlich wird man in 2 Stunden nicht fertig,  wenn man das klassische Knitsugi mit mehreren Lackschichten etc macht, deshalb haben wir mit 2 Komponentenkleber geklebt (und zT wieder auseinandergenommen, abgenutzt und nochmal geklebt, weil es nicht nahtlos zusammenging. Was es auch am Schluss nicht, aber good enough. Nach dem aushalten schnitten wir mit einem Skalpell überschüssigen Kleber weg und besseren mit "pattie:, einem Epoxidharz, Stellen aus, wo was fehlte. Als auch das hart war, glätteten wir so gut es ging mit Schleifpapier und rührten die Goldfarbe an. Mit entweder Pinselchen oder Zahnstocher trugen wir dann die Farbe auf der Klebenaht auf. Es gibt kein richtig oder falsch, einfach so, wie man es schön findet. Spannend zu sehen, wer welche  Level an Perfektionismus auspackte!
Unsere Lehrerin was so lieb, sie ist früher ein paar Jahre als Flugbegleiterin für Swiss geflogen, das war lustig!
Sie zeigte uns Stücke, die sie selber gemacht hat, auch mit der klassischen Technik, erzählte, warum wir draussen in ein Fernsehteam gelaufen waren (es wurde so was ähnliches wie "SRF bi de Lüüt" gedreht, um in dem Café ggü, das sie uns eigentlich ans Herz gelegt hatte, naja, dann halt nicht.)
Unsere Schalen wurden vorsichtig mit Tape in stabilen Boxen festgelegt und  sind dann morgen mittag fertig ausgehärtet.
Mit der kostbaren Fracht ging es weiter, erstmal Mittagessen am Bahnhof. Ich muss sagen, langsam habe ich es ein bisschen satt, dass sich die Suche nach vegetaerischem Essen echt schwierig gestaltet. Restaurants mit wenigstens q vegi Option findet man okayish, aber grade bei Imbissen oder Essensständen... ich meine: ein ganzer Foodcourt und ich kann entweder süsses Gebäck essen oder eine grüne Minestrone oder Ratatouillecurry (das wäre die bessere Wahl gewesen, die Minestrone war eine dünne vermochte Krankenhaussuppe), während die Stände überfliegen vor buntem, schönem, abwechslungsreichen Essen, wo überall Fleisch, Fisch oder immer!!!!!! FLEISCH/Fischbrühe drin ist. Sogar in Pommes oder einem sonst fleischlosen Salat. Meine Güte, das ist echt nervig, ich sags, wie es ist. (Nicht mal an der salzigen Backtheke gibt es ein einziges Gebäckstück ohne fcking Fleisch drin...)
Ich schweife ab
Eine kleine Suppe später boarden wir die Enoden Line, die uns nun wirklich an die Küste juckelt.
Wir folgen den Menschenmassen zum grossen Buddha;
Er ist wirklich gross, und sitzt da so im Freien, weil sein Tempel irgendwann von einem Tsunami weggelassen wurde und er sitzenblieb (letzte Reparatur: Erdbebensicherung)
Ich hätte gedacht, er wäre grösser als der i  Nara, ist aber nicht so.
Die Kids sind sogar innen rein, das war mir zu eng und dunkel.

Weiter ging es dann zum Haae Reda Tempel, ausch ein buddhistischer Tempel, der einen Partnertempel in Nara hat.
Von dort aus sieht man dann auch das Meer!
Wir sind dann geblieben, bis gg halb fünf die Tempelbürgersteige hochgeklappt wurden und dann noch an den Strand.
Eigentlich war wegen 3 Taifunen gleichzeitig Sturmwarnung und hohe Wellen angekündigt, ich hatte alle langärmlig und Regenhacken einpacken lassen. Naaaaaja. Es gab ein bisschen Wellen, gerade genug für ein paar Surfer, aber sonst einfach ein schöner Sonnenuntergang
Am Strand lagen Unmengen an riesigen Austernschalen, zT zu grosse  Haufen zusammengeschoben, in denen Krähen sich bedienten.
Das war noch richtig schön!
Irgendwann dann sind wir durch das Strandstädtchen zum Bahnhof spaziert u d fühlten uns sehr an unsere Zeiten in Kalifornien erinnert (ich glaube, einen grossen Anteil daran haben die konsequent überirdisch in mutigen Konstruktionen verlegten Stromleitungen, gern in Kombi mit Luxushäusern.
Eine anderthalbstündige Zugfahrt zurücksenden bummm, Neon!
Uns war nochmal nach running sushi, nur hatten wir diesmal verpennt, dass wir zur Stossteit ankommen würden und halt unreserviert auf einen Platz relativ lang warten müssten.
Egal! Man zieht eine Nummer (alle ziehen doppelt für Counter und Booth) und wartet dann, bis  man zugewiesen wird. (Man könnte ich vorab reservieren, aber das haben wir offensichtlich verpennt)
Egal, wir müssen ja nicht morgen um 6:30 im Zug nach Nikko sitzen!