210826
Meine Güte, heute ein neuer Tiefpunkt in schlecht schlafen. Es kam alles zusammen: richtig anspruchsvolle Zeit bei der Arbeit (gut anspruchsvoll und mühsam bis nervig zusammen), die spontane Münchenfahrt übers Wochenende aus Gründen, die dazu führt, dass die Kinder das Wochenende allein daheim sind (was ja an sich überhaupt kein Problem ist), incl Schulfest von L. heute (hoffentlich sperrt Q. ihn nicht aus Versehen aus, hoffentlich verpasst er nicht irgendwie die letzte S-Bahn, Sie sehen, die Sorgen wurden irrationaler, je früher der Morgen), incl Packen für Sommerurlaub, Auswärtsübernachten und super früh zum Zug kommen von Q. (das "Kind" ist seit 16 Jahren Pfadi und würde vermutlich mit verbundenen Augen nachts um drei betrunken einen perfekten Rucksack packen können und barfuss zum Zug rennen, nach den Sternen navigierend), die Katzen müssen gefüttert werden, ausserdem kam Sansa ganz unerwartet die ganze Nacht nicht nach Hause und was machen wir, wenn sie jetzt heute verloren gegangen ist und wir doch nach München müssen?.
Also habe ich in einer Handvoll Halbstundenpäckchen mit lang wach zwischendrin bis viertel nach fünf geschlafen, um Punkt halb sechs (klar, da stehe ich immer auf, da gibt es frisches Frühstück) kam Sansa ins Haus (erstaunlicherweise ganz trocken und warm, nicht angefeuchtet und kühl wie Jonny, wenn er die Nacht draussen verbracht hat. Ich frage mich, ob sie eins der Igelhäuser ein paar Gärten weiter okkupiert hat). Meine Güte!
Führte dann immerhin dazu, dass ich bis zu dem ersten Meeting um neuen halt schon alle Follow-up Arbeit aus den Meetings der Woche erledigt hatte, eigentlich alles, was ich neben den Unmengen der zu reviewenden Dokumente (ich bin bei Dokument 53 von 93....eine Woche habe ich noch) und eben der neu aufzusetzenden Uppermanagement-Info-Kommunikation zu meinem neuen Produkt auf meiner To-Do-Liste hatte.
Dann eine Stunde Call mit meinen beiden Kollegen in dem anderen Produkt, schnelle Einkaufsrunde, damit die Kinder sich verpflegen können und ich zu einem gefüllten Kühlschrank heimkomme am Sonntag, noch ein letztes Update und dann ging es auch schon auf die Autobahn.
Und ja, ich freue mich unendlich über den seit gestern abend irgendwann andauernden Dauerregen, muss aber doch anmerken, dass es für 400km auf der Autobahn schon schönere Bedingungen als kontinuierlichen Sturzregen gibt. Der Hübsche hat auf "meiner" Strecke noch ein Call, in Lustenau tauschen wir wie immer beim Pickerlkauf (wie ein Haftlmacher muss man aufpassen, dass man nicht so ein gelochtes Klebeding kriegt, das man dann mühevoll wieder abkratzen muss, sondern ein elektronisches.).
Ich reviewe auf dem Beifahrersitz noch Dokumente zur Device-Assembly-PPQ, gar nicht mal so smooth, wenn man via Handyhotspot durch drei verschiedene Mobilnetze (CH-A-D) durchjuckelt. Interessant: jedes einzelne Auto auf der Autobahn hat mittlerweile sein eigenes W-LAN, sagt mein Laptop.
Um drei habe ich noch ein Call mit drei Kolleginnen (OSB-Allocation, raten Sie gerne mal, was das bedeutet), genau dann, als der Hübsche zum Laden stoppt. Ich dachte ursprünglich, dass es relativ zügig gehen würde und bedeute ihm, ich würde dann zum McD nachkommen, falls aber nicht, bitte danke einen Cappuccino mit Extrashot. Statt früher sind wir erst eine halbe Stunde später als geplant fertig, und schon lang wieder unterwegs, als ich den steinharten Applekopfhörer aus meinem schmerzenden Ohr ziehe. Der Kaffee tat aber richtig gut!
Wir zuckeln weiter durch den Regen, werden wieder zur Abendessenzeit (aka doofste Zeit) im Pflegeheim aufschlagen, aber wir kommen ja morgen wieder.
Bin gespannt, was das von Gemini ausgesuchte Hotel kann, es hat einen Rooftop-Pool (ich nehme an, Sie ahnen, was ich im Gepäck habe?) angeblich. Lets see
Schöne Überleitung zum Schwimmthema:
heute vor genau einem Jahr habe ich angefangen, im Firmenschwimmbad zu schwimmen. Aus "einmal die Woche wäre das cool" ist binnen ein paar Wochen "ich schwimme jeden Büromorgen 1km und wehe, es sind weniger als 4 Tage die Woche, und in der Maintenance-Zeit gehe ich draussen schwimmen und holla, Kraulkurs" geworden.
Ich bin seitdem 146,284km geschwommen (ungerade Zahl, weil... ich glaube, das Schwimmbad in Island eine Yard-Abmessung hatte) und möchte es nicht mehr missen. Ich habe meine Routine, die Knochenkopfhörer und die ARD-Podcasts sind super, ich habe Arm-Schulter-Rückenmuskeln bekommen, habe neue Bekanntschaften geknüpft und bestehende durch nebeneinander Schwimmen, Duschen, Schminken vertieft, habe meine Rèckenschmerzen dadurch viel besser im Griff, nur Kraulen kann ich (noch) nicht. yay!
(Sehr lustig übrigens, dass Sie die letzten Tage meine Kraulnotizen so lustig / interessant fanden. Ich dachte mir noch: naja, ich schreib das jetzt für mich auf, dass ich hoffentlich in ein paar Monaten drüber lachen kann, wie ich am Anfang fast erstickt wäre oder meine Arme verknotet habe, aber lang kann ich das nicht machen, das ist ja nun wirklich langweilig für alle ausser mich :-) Scheints nicht! (oder aber mein sonstiges Geschreibsel ist so fad, aber naja, ist halt so).

.jpg)


