Samstag, März 23, 2019

23.03.2019: Nie wieder Hotdogs

Das zog sich gestern abend ja alles noch ein bisschen, weil des Hübschen Rückflug ab München über eine Stunde verspätet war. Aber tja nun, er ist wieder da! Das allein ist natürlich schon Grund zum Feiern, aber er hat erstens meine anhand der Berichte von "Der blasse Schimmer"erstellte Shoppingliste für koreanische Kosmetik abgearbeitet,

zweitens noch Pröbchen, die ... naja, sagen wir, speziell sind, dazubekommen. "Fermentierte Schnecke und 14K Gold."- Joah.

und drittens hat es durchaus Vorteile, in der Kosmetikwirkstoffindustrie zu arbeiten und nicht im Pharmabereich. Während wir und unsere Lieferate halt keine Muster unsere Produkte und so verschenken können, hat der Hübsche eine schicke Box mit feinsten Cremes und Masken geschenkt bekommen und brav weitergegeben.

Die Anleitung und so ist nicht ganz selbsterklärend, aber wofür wurde Google Translate erfunden?



Ich mag die "dramatische Textur" und die "unzureichende Haut"

"ES IST MEIN KISSEN!"


Bisher ausprobiert: die Laneige Lip Mask und die Tonymoly BCD und schon mal sehr begeistert.

Dann: Weckerklingeln um halb sieben, weil ja Beizlidienst.

Dank der neuen Garderobe können wir jetzt schöne Spiegelschrankbilder aus mehr als genau einem genau definierten Kamerawinkel machen:

Mein Apfelrüeblikuchen und ich auf dem Weg in die Turnhalle

Auch wenn ich nur als Helfer eingeteilt war, sind Vorräte aus der Halle in die Küche schleppen und 8 Stunden Sandwichschmieren, Kaffeekochen, Hotdogs machen, Kuchen ausgeben und Tralala schon auch nicht zu verachten, so vong der Anstrengung her. Und ich rieche aus allen Poren nach Wienerli.



Dementsprechend gemütlich fiel dann der Nachmittag aus: die Kinder haben wir zu den Wöfli/Pfadi gebracht (bis vor kurzem hatte ich ein wenig Bauchweh bei de Gedanken, dass L. dieses Jahr im HeLa zu den Pfadis wechselt, weil "ER IST DOCH NOCH SO KLEIN!", aber... heute war Schnupperübung und es waren ungefähr 60 alte und Schnupperwölfli da und .... L. und seine Klassenkameraden sind im Vergleich auf einmal fast schon erwachsen.

Dazu passend haben der Hübsche und ich am Nachmittag neben Wäsche in der Sonne aufhängen und Kaffee auf dem Balkon trinken noch eine Runde durch den Baumarkt und den Supermarkt gedreht, um bereit für Montag und das seit dem 2. Geburtstag stehende Konzept "Ohne gelbe Blumen und Ballöner ist es kein Geburtstag" zu sein.
Die Katzen nehmen Leckerli sehr niedlich aufgestellt mit beiden Pfötchen. Ausser man macht zu lang rum mit Foto und Tralala, dann holt Jonny (hier im Bild schon in Bewegung) Schwung und klettert am Hosenbein rauf

Gegessen:
  • Toast mit Mangoaufstrich
  • ein Käsesandwich mit Essiggurke
  • ein fälschlicherweise mit Senf und Ketchup bestücktes Hotdog, obwohl Ketchup und Mayo bestellt waren (örks)
  • ein halbes Silsergipfeli
  • Lachs auf Basilikumrisotto


Gelesen:
"Lazarus"

Stressleveldurchschnitt gestern: 56 (ach.)
Selbstbeweihräucherung: nur ein Hotdog falsch gemacht und sogar fast entspannt kleine Kinder mithelfen lassen

Freitag, März 22, 2019

22.03.2019: Rule 1 Violation

Gestern abend habe ich (jajajaja, niemand muss mir erklären, dass man das nicht machen soll und warum nicht, und das gilt jetzt auch für den Rest des Posts.) noch eine Arbeitsmail gelesen und die hat mich so sehr beschäftigt, dass ich kurz davor war, direkt mit der nötigen Recherchearbeit zu beginnen. Kurz blitzte die Vernunft durch und ich schrieb nur kurz nach San Francisco, dass die Antwort ein bisschen dauern würde, informierte das Team, dass da etwas vor sich geht, das eine Abtimmung mit dem Team und ehrlich gesagt auch darüber hinaus erfordert und ich morgen (also heute) die Daten liefern würde.
Und weil heute eh schon total voll war (allgemeine Arbeit, darunter allein ein zweistündiges Meeting, ein weiteres unschönes Thema, das eine Mischung aus scientific rationale, Druck und Sturheit erfordert, und viel Zeit, und so Adminzeug, dazu Kuchen backen für das Unihockeyheimturnier morgen*, Wocheneinkauf, Lasagne vorbereiten, Wäsche waschen, Mittagessen mit den Kindern, Hübschen vom Flughafen abholen, Pakete abholen, in natürlich total anderer Reihenfolge, aber in der Summe viel, gestern spät abends gefühlt noch viel mehr und so habe ich gegen meine erste Direktive verstossen und mir den Wecker grad mal auf fünf Uhr morgens gestellt.
Und eigentlich hatte ich den Plan, erstmal zu recherchieren und Daten zu sammeln und keine Mail vor sieben zu verschicken, damit die Leute mich nicht für total bekloppt halten, aber dann war es sehr früh und ich noch nicht so wach und habe zum Aufwärmen mit Adminkram angefangen und Webex-Meetings aufgesetzt und Einladungen verschickt und Dokumente zur Vorbereitung verschickt und all das vor sechs Uhr morgens. So jemand bin ich jetzt also.

Wozu es leider nicht mehr gereicht hat, war den Hübschen vor Abflug in Seoul noch zu erwischen, wo er (wieder mal) mit meiner ausgedehnten Einkaufsliste (koreanische Kosmetik <3) im Duty Free stand und ich bei einem die Nuance vergessen hatte... naja.

Aber: Alles erledigt

Der Hübsche ist in München zwischengelandet, der Apfel-Rüebli-Karamelisierte Walnuss-Kuchen mit Ahornsirupfrosting steht vor neugierigen Katzen geschützt in der Küche, die Lasagne ist fertig programmiert im Ofen, letzte Wäsche trocknet im Trockner.

Ich überlege, ob ich mich noch in die Badewanne lege, bevor ich den Hübschen abhole, oder ob ich dann da vielleicht direkt einschlafe.

Gegessen:
Granolajoghurtbeerenmango
Ramen (Versuch geglückt)
Quarkschnecke zum Zvieri
Lasagne

Gelesen:
Ganz viele Developmentreports, Tox-Assessments, Registrierungsunterlagen
Und: "Lazarus" (Affiliatelink)

Stressleveldurchschnitt gestern: 18
Selbstbeweihräucherung: Alles. Geschafft. ALLES!

*Jemand hat sich für den frühen Beizlidienst gemeldet, weil jemand sich ausgerechnet hat, dass jemand ja dann sein Kind am Nachmittag beim Spielen anfeuern könnte. Jemand hat sich ausserdem sehr gefreut, dass in der Tabelle etwas von "9:00h" stand. Jemand war dann schon ein wenig betupft, als sich das Kind bei der diessamstäglichen Wahl zwischen Unihockey und Pfadi für letzteres entschied und deshalb gar nicht angefeuert werden kann/muss. Und jemand war noch betupfter, als jemand festgestellt hat, dass um 9:00h das erste Spiel ist, Antreten im Beizli ist um 7:30h. JEMAND wird morgen noch sehr viel vom Tag haben. 

Donnerstag, März 21, 2019

21.03.2019: Pandatag

Heute habe ich gleich zweimal um Kinder geweint, die ich nicht kenne:

Am Nachmittag las ich diese Nachricht. (Ich habe jetzt mehrfach gehört, dass die BAZ-Seite nicht lädt. Das hat man davon, wenn man nicht irgendein Schundblatt verlinkt, das ohne Not die Nationalität des Kindes in die Schlagzeile packt.... Hier (und überall eigentlich) kann man auch nachlesen) Das ist so unvorstellbar... und direkt vor der Haustür von Freunden von uns passiert. Ich bin ... total fassungslos und hatte trotzdem das Gefühl, das Q. und L. heute zu erzählen und zwar nicht, weil ich deswegen Angst um sie habe (ich habe immer Angst um sie. So etwas gehört zu den diffusen Ängsten in der Kategorie "Und was, wenn ...?", die ich im Rahmen der Statistik immer wegschiebe. Das ändert sich jetzt auch nicht), sondern weil ich möchte, dass sie das erfahren, wenn ich (respektive jemand Erwachsenes, Vernünftiges, aber der Hübsche ist ja im Moment auf der anderen Seite der Welt) dabei bin, nicht morgen früh aus einer Gratiszeitung im Bus oder von anderen Kindern, die es irgendwo (gerne auch von ihren Eltern, die da zwar alle in die Kategorie "Erwachsen", aber nicht unbedingt "Vernünftig" fallen) aufgeschnappt haben und das als Schauergeschichte weitererzählen. Ich möchte auch nicht, dass meine Kinder jetzt bei jeder älteren Dame damit rechnen, dass sie zur Killerin wird, wenn man sie schräg anschaut.
Ob das funktioniert hat? Ich weiss es nicht. So richtig souverän konnte ich es nicht erzählen, L. meinte danach, er hätte es lieber nicht erfahren. Mir ist es trotzdem lieber so, als wenn er es von "aufmerksamen" Kollegen hört.

Das zweite Mal geweint habe ich, als ich heute "Tagebuch einer SehnSucht" von Ina Milert gelesen habe. Ina hat mir das Buch als Rezensionsexemplar zugeschickt und ich muss gestehen, dass ich eine Zeitlang drumrum geschlichen bin. Sie erzählt darin 10 Jahre nach dem Suizid ihrer Tochter Lea wie es soweit kam, wie sie ihre Tochter an die Drogen und die Sucht verloren hat. Ihre und Leas Tagebucheinträge und Erinnerungen stehen sich gegenüber als Hilfe bei der Spurensuche und der Aufarbeitung. Es ist keine leichte Lektüre, es gibt kein Happy End (wie auch?), es gibt keine Antworten, keine Patentlösung, keine Checkliste, was man als Eltern machen oder nicht machen darfsollmuss, damit das dem eigenen Kind nicht passiert (jein, es gibt ein Nachwort von Jens Reimer vom Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung. Und eine ausführliche Bücherliste). Es gibt aber vor allem Ina und Lea und ihre viel zu kurze Zeit zusammen.

Ja. So war das heute mit meiner Wimperntusche.

Für die Statistik noch der Rest vom Tag:

Gegessen:

  • Granolajoghurtbeerenmango
  • Birne
  • Sandwich beim Staffmeetinglunch mit dem neuen Oberstchef (der sich übrigens noch an mich erinnert hat. Ich hatte vor ungefähr 5 Jahren einen Gesprächstermin mit ihm über "Wo könnte ich denn weiter hingehen?" und einer seiner Vorschläge war meine aktuelle Funktion. Das hat er mir mal gut geraten!)
  • frische Ramen (ich muss doch die Versuchsreihe fortsetzen. Für die zweite Portion morgen habe ich die Brühe und die Einlage ungekocht separat aufbewahrt)


Getragen:
braun und rosa. Und die von mir frisch unterschriebenen Filingdokumente für die erste Runde Einreichung Italienprojekt. Halleluja.

Ich prangere an: der Elfenbeinturmlift hat keine Spiegel.


Gelesen:
"Tagebuch einer SehnSucht" von Ina Milert. In einem Rutsch (stimmt nicht ganz: die eine Hälfte morgens im Bus, die andere abends).

Stressleveldurchschnitt gestern: 17
Selbstbeweihräucherung: mit meinem Oberchef gemeinsam von einem Standort zum anderen mit der Tram gefahren und gelaufen und es geschafft, nur ein bisschen seltsam zu wirken. (Meine Güte, der triggert in mir den "Ich bin so strange, wie es nur geht"-Knopf und findet mich/meine Arbeit trotzdem toll. Hat er so gesagt. Also: das mit dem toll, nicht mit dem trotzdem. OH MEIN GOTT, es passiert sogar, wenn ich nur an ihn denke!)

Mittwoch, März 20, 2019

20.03.2019: Rumgschaftln

Nachtrag zur gestrigen Eigentümerversammlung:
1. KUDOS an die Schweiz, die es trotz direkter Demokratie doch zu was gebracht haben.
2. Ich war bis gestern abend davon überzeugt, dass all diese Reality-Shows, Dokusoaps, Gerichtssendungen und Tralala von vorne bis hinten gescripted sind. Jetzt nicht mehr. Es gab keine Prügelei gestern, aber weit entfernt davon war es nicht.
3. In Zukunft muss der Hübsche da wieder hingehen, ich muss mich erstmal ungefähr 10 Jahre davon erholen.
Mehr kann ich nicht dazu sagen, wir wollen ja schliesslich hier wohnen bleiben. Oida!

Sonst so:
  • Der Hübsche ist gut gelandet und muss morgen abend, also für uns morgen mittag Karaokeparty feiern gehen. So hat jeder sein Päckchen zu tragen.
  • Allein mit den zwei Jungs klappt dank Alter und Übung ja nun sehr easy, das war früher anstrengender. 
  • Die Katzen sind immer noch sehr niedlich.


  • Bei der Arbeit gut vorangekommen
  • Daheim in Mach-Wahn verfallen und Granola-Nachschub und Joghurt gemacht. Und die Gürtelschlaufe von gestern und meine Manteltasche geflickt.
  • Laut Tripadvisor-Bewertungen und einem Foto gibt es (oder gab es 2017) auf einer Ranch, auf der wir auf unserem  Kanadatrip übernachten werden, einen zahmen Wolf. 

Irgendwas wollte ich noch erzählen, ich habe es mir den ganzen Tag in einem Eckerl vom Hirn geparkt, aber jetzt ist es weg. Nun denn. Morgen vielleicht

Gegessen:

  • Granolajoghurtbeerenmango 
  • Birne (ich bin alles in allem anscheinend weniger spontan und flexibel und experiementierfreudig, als ich gern glauben würde)
  • Libanesischer Bohnentopf mit Sojabällchen (joa) mit Karottengemüse und Salat
  • Nochmal Ramen (wie erwartet wird die Suppe weder besser noch bleibt annähernd gleich lecker, wenn man eine Portion aufhebt. Es würde sich für die Zukunft eher lohnen, die Brühe und die Einlage ungegart separat aufzuheben und dann nur noch zusammenzuwerfen. Naja)


Getragen:

Mir ist nach weissen Blusen.

Gelesen
:
Eleanor Oliphant aus. Wow.

Stressleveldurchschnitt gestern: 51
Selbstbeweihräucherung: nur kurz, aber dafür sehr heftig gewütet, weil jemand aus Unachtsamkeit einen nicht entfernbaren Fettring auf den Massivholztisch hinterlassen hat. Dann eine halbe Stunde versucht, das wegzukriegen, nochmal kurz und noch heftiger gewütet, dann kurz entschlossen den ganzen Tisch geölt. Sieht aus wie neu und das ganze Erdgeschoss riecht nach Orangenöl. Lerneffekt beim Verursacher morgen: vermutlich null, weil is ja weg. Ich kann ruhig schlafen, weil is ja weg.

Dienstag, März 19, 2019

19.03.2019: Gourmettag

Ich weiss nicht, ob es daran liegt, dass ich dank Eleanor Oliphant mehr auf zwischenmenschliche Interaktionen und soziale Konventionen achte, die objektiv betrachtet seltsam sind, oder ob ich das auch ohne das Buch strange gefunden hätte:
Heute morgen drehte sich ein Busmitfahrer um und meinte: "Du, ich habs ganz vergessen: in welcher Abteilung bist Du nochmal?" und meine erste Reaktion wäre fast gewesen: "Das hast Du nicht vergessen, wir haben noch nie miteinander gesprochen." Wir sehen uns fast jeden Morgen im Bus, laufen uns ab und an auf dem Flur über den Weg, aber haben noch nie etwas miteinander zu tun gehabt, wissen nicht wie wir heissen (also: gegenseitig. Jeder von sich selber schon. Gehe ich mal davon aus), und vielleicht wollte er das mal ändern, das ist ja durchaus legitim, und vielleicht ist "Ich hab ganz vergessen, was Du eigentlich machst" das von mir (viel) früher gern genutzte: "Ich heisse K. und bin fünf, und Du?" zur Kontaktaufnahme. Anyway, wir wissen jetzt beide, was der andere macht, Namen und Alter jedoch nicht. Vielleicht kommt das noch. "Ich komm grad echt nicht mehr auf deinen Namen...."
Deshalb heute kein Lesen und kein Vorbereiten auf die zweiwöchentliche TC bzw neu VC mit China. VC ist super, jetzt hören und verstehen wir uns nicht nur schlecht, sondern sehen uns auch noch verpixelt. Das wird aber besser, wenn ab nächstem Mal nicht nur in den europäischen Standorten die Videoschaltung verwendet wird anstatt der Webcam.

Sonst:

  • viel gearbeitet, aber gut vorangekommen. Nach fast vier Jahren in de aktuellen Job gelernt, dass es jeden Dienstag eine PT (Pharma-Technical)-Pause gibt. JEDEN DIENSTAG. Mit Kaffee und Gipfeli und ich wusste das nicht. An mangelndem Interesse (zumindest am Kaffee) kann es ja nun nicht liegen.
  • Den Hübschen zum Abschied geküsst und virtuell bis zum Flughafen begleitet, wir vermissen ihn schon sehr. Ein bisschen neidig bin ich auch auf den Koreatrip und das Abenteuer, ich habe Italien jatzt halt irgendwie durchgespielt.... Bis Freitag also.
  • Eigentümerversammlung: bisher hat das der Hübsche übernommen, erst weil wir uns eben Eigentümerdings und Kinderkrippenelternabende so aufgeteilt hatten, dann gab es keine Kinderkrippenabende mehr und der Hübsche ist zu der Überzeugung gelangt, dass mir die nötige Wurschtigkeit und das Pokerface und die innere Abgeklärtheit für diese Veranstaltung fehlen würden, stattdessen würde ich einen dafür ungeeigneten Optimierungsfetisch und zwanghafte Lösungssuche mitbringen und in dieser Kombination wäre es für alle besser, wenn er das weitermachen würde. Ich habe da ja nix dagegen, freier Abend statt Diskussionen über Parkverbotsschilder und Sandkastenregeln in der Dorfkneipe, aber heute ist er ja nicht da und er vertraut mri so weit, dass er den Stimmrechtszettel nicht einem Nachbarn gegeben hat, sondern mir. Q. gab mir auf den Weg "Einfach nur lächeln und nicken. NIX SAGEN, MAMI! NIX!" Wir werden sehen, wie das so klappt, ich bin immerhin schon eine halbe Stunde zu früh aufgebrochen, habe es aber noch gemerkt.



Getragen:

Klassisch (allerdings habe ich mir beim Hochziehen heute morgen eine Gürtelschlaufe angerissen und keine Zeit mehr gehabt eine andere Hose rauszusuchen, so dass ich immer mit "Hemadschwenkl" rumlaufen musste, wie meine Oma das früher genannt hat), dafür wieder ohne Anlehnen, weil fit.

Gegessen:

  •  Joghurt, Granola, Heidelbeeren, Mango
  • Birne
  • Grüner Spargel mit pochiertem Ei und Kornblumenvinaigrette, dazu neue Kartoffeln und Zuckerschoten und Fenchel-Orangensalat (ja, Kantine. Ja, so lecker, wie es klingt)
  • Ramen aus der Kapt Cook App, diesmal nicht die eklige Tahine-Variante, sondern relativ klassisch. (Sehr lecker, sehr easy: Pro Person 1 Knoblauchzehe, 1 EL geraspelten Ingwer und 0.5 Chilischoten gewürfelt in 1 TL Sesamöl andünsten, mit 300mL Gemüsebrühe ablöschen, aufkochen. 0.5 Frühlingszwiebel in Ringen, 30g Zuckerschoten in Streifen, 0.25 Zucchini in Streifen, 30g Shiitake oder Champignons in Scheiben und 40g Eiernudeln rein, vom Herd nehmen und ziehen lassen, bis die Nudeln durch sind. Ein wachsweiche Ei rein, fertig)



Gelesen: immer noch Eleanor Oliphant

Stressleveldurchschnitt gestern: 23
Selbstbeweihräucherung: auch mal woanders hingeschaut als auf Flightradar24, um den Hübschen auf dem Weg nach Seoul zu behelikoptern.

Montag, März 18, 2019

18.03.2019: Dizzy Lizzy

Katzen, wir müssen reden. 1:30h ist definiv keine Zeit, in der ich zum begleiteten Frühstücken aufstehe!

Vielleicht lag es an dem mehrfach unterbrochenen Nachtschlaf, aber mein Kreislauf hat mich heute im Stich gelassen. Beim tatsächlichen Auftsehen um Viertel vor sechs war mir so schwummrig, dass mir superschlecht wurde und ich mich an die Schwangerschaften mit Q. und L. erinnert fühlte, wo das jeweils 40 Wochen Standard war. Urks. (Ja, ne, keine Sorgehoffnungzwischendenzeilenleserei nötig: hier ist keiner schwanger. Definitiv nicht.)

Trotz recht vernünftigem Umgang, nämlich: was essen trotz kein Appetit, Koffein, was für den Blutzucker direkt und langfristig, Bewegung an der kalten frischen Luft, Cola MIT Zucker und was man halt so kennen und lieben (höhö) gelernt hat, wenn man eher keinen Blutdruck hat und auf Blutzuckerschwankungen recht extrem reagiert, wurde das heute den Tag über nicht wirklich besser.
Das Sausen im Kopf und manchmal eingeschränkte Sichtfeld führte zu noch mehr Paralleluniversumsfeeling, als dieser Tag eh schon mitbrachte.
Ich war den ganzen Vormittag über zu Meetings aufgeboten, die mehr oder weniger den Tenor hatten:"Auf Drug Product Level ist irgendwas komisch, das kann nur vom API kommen". Und ich sag mal so: zwischen DP und DS (Drug Product und Drug Substance, das ist Medikament vs Wirkstoff) ist das ein bisschen so wie mit Geschwistern. Schuld ist immer der andere. Man kann sich meine Grundhaltung und die vorbereiteten flammenden Reden, unterfüttert mit Daten und Knowhow und Development Reports vorstellen, mit denen ich in diese Meetings gerauscht bin (naja, heute etwas gedrosselt wegen kein Kreislauf): das halbwegs erwachsene Pendant zu: "Ngaaaar nicht, da habt ihr einen Fehler gemacht, BEI UNS PASSIERT SOWAS NIE, WIR HABEN ALLES IM GRIFF11!!11!!!". Und dann war das gar nicht so, sondern eher "Ja, da ist was komisch, wäre gut, wenn wir von Euch noch das und das haben könnten, damit wir API-Einfluss ausschliessen können" und "Ja, wir dachten erst, da wäre was mit dem API, war aber doch ein QC-Fehler". Hm. So kommt sich wahrscheinlich Jonny vor, wenn er mit gesträubtem Kamm auf die Nachbarskatze zu rennt und die dann schnurrt und spielen will.

Nun ja.
Im Laufe des Tages hat sich alles soweit stabilisiert, dass mir nur noch komisch war, aber keine unmittelbare Dramagefahr mehr bestand. Whatever.

Der Hübsche packt die Koffer, ich schmuggle ihm noch letzte Aufträge auf unsere Wunderlist "International Shopping", weil koreanische Kosmetik? Ja bitte! und sonst mache ich heute nicht mehr viel, weil ich ein bisschen schwach bin. Morgen ist das bittedanke wieder rum!

Gegessen:

  • Joghurt mit Mango, Himbeeren, Granola
  • Cola für den Kreislauf
  • Pilzschnitte, dazu Bohnen und zwei Portionen Karottensalat
  • Gemüsesizza


Getragen: 
Zebrakleid (wie immer heute: immer an was zum Anlehnen dran, damit kein Unglück passiert)

Gelesen:
"Ich, Eleanor Oliphant".Högscht begeistert.

Stressleveldurchschnitt gestern: 56 (Wochenende kann ich voll gut)
Selbstbeweihräucherung: Heute war ein Start-up da, um uns was vorzustellen und es war mir nach recht kurzer Zeit klar, dass das meilenweit von dem entfernt ist, was uns irgendwas nützen würde, innovativ wäre und überhaupt was mit dem zu tun zu haben, was uns angekündigt wurde. Entweder war es meine Höflichkeit oder mein schwacher Allgemeinzustand heute, der mich einfach nur schweigen liess, anstatt das in interessierte Fragen verpackt klarzustellen

Sonntag, März 17, 2019

17.03.2019: Einmal doppelt erholen, bitte.

Gestern war toll, aber Wochenenderholung geht anders. Das war der Plan also für heute und naja, es hat so mittel geklappt, aber toll war es.

Ums Frühstück mussten wir uns schon mal gar nicht kümmern, das gab es nämlich von den Pfadis im Gemeindehaus neben der katholischen Kirche. Während des Gottesdienstes, bei den katholischen "Nein, evangelische Kinder können bei uns nicht mitmachen" St-Georgs-Pfadfindern in der bayerischen Kleinstadt zu meiner Zeit hätte es das nicht gegeben! Wir fanden das sehr praktisch und lecker. Es war dann so ein bisschen Schweizer Stars Hollow, die Eltern sassen bei Kaffee, Gipfeli und Bircher Müesli zusammen, die Kinder spielten in der Sonne vor der Kirche Verstecken (oder trotz der Sonne im Keller am Kicker).

Wieder zurück ging der Hübsche laufen, Q. und ich setzten uns an seinen Buchvortrag*, L. trommelte als Übung für seinen Percussion-Test nächste Woche (er ist richtig, richtig gut darin geworden!), die Katzen liessen sich den Sturm durchs Fell wehen.

Danach haben wir uns alle um die Wäsche und den Hausputz respektive das Aufräumen und Saugen VOR dem delegierten tatsächlichen Hausputz morgen gekümmert.

Der Hübsche hatte dann aufgrund unserer Ausbeute von gestern noch die glorreiche Idee, mal wieder ein Familienfotoshooting abzuhalten. Und das kam dabei raus:




WAS UM ALLES IN DER WELT WAR DA RECHTS OBEN LOS?!

Ich bin ganz verknallt in mein neues blaues Kleid aus dem Boss-Laden, das ich mit überhaupt keinen Erwartungen anprobiert habe, weil es auf dem Bügel eher altbacken und tonnenförmig aussah. Angezogen eher ... nicht so.




Ich habe übrigens auch versucht, DAS FOTO noch einmal nachzustellen, aber es kam nur Quatsch dabei heraus:


Abends dann: auf Anregung von L. TACOS FÜR ALLE!

Gegessen:

  • Pfadizmorge
  • die eine oder andere abgefahrene Lindorkugeln
  • Tacos




Gelesen:
Gestern schon "Der Club" aus (Fazit: gefiel mir besser als Stella, war aber doch ... auf einmal unvermittelt einfach zu Ende.), "Ich, Eleanor Oliphant" (Affiliatelink) gestern im Auto noch angefangen

Stressleveldurchschnitt gestern: 45
Selbstbeweihräucherung: Allergrösstenteils cool geblieben, als rauskam, dass der Vortrag nur auf mittelguten Ausdrucken existiert. Das haben wir beide echt gut hinbekommen! (Und, auch wenn L. meinte: "Boah, mit dir ist das voll anstrengend!" gar nicht mal so schlecht die zweite Stimme der von "Groove Jetzt" vom Blatt getrommelt.)

*Für den Fall dass Sie jetzt schon Luft holen oder Augen rollen oder die Finger lockern, um mir oder Q.s Lehrkörper eine empörte Mail oder Ihrer Filterbubble eine empörte Nonmention zu schreiben: Langsam reiten, Cowboy! Q. macht seine Vorträge (Hausaufgaben, alles Schulzeug) allein. Trotzdem unterstützen der Hübsche und ich ihn in der Methodik, in praktischen Belangen ("Wie schneide ich die Sachen für mein Poster so zurecht, dass alle Ränder gleich breit sind? Wie gehe ich damit um, dass ich aus Versehen mit dem Bürostuhl über mein Poster gefahren bin und dann die Katzen mit Schlammfüssen drüber**gelaufen sind? Wie fasse ich mich kurz*** und erkläre Sachverhalte auch den Menschen, die noch nicht alle 10 Bände der Buchreihe gelesen haben und das auch nicht möchten?") und heute auch in dem blöden Fall "Wie, ich hätte alle Texte nach dem Ausdrucken speichern sollen? So ein Mist, das war voll viel, da sitze ich jetzt den ganzen Tag, wenn ich das nochmal machen soll!"

** Kein Witz. Leider.

*** Theoretisch kann ich das auch. Ich schwör.