Montag, Februar 18, 2019

18.02.2019 Monothematisch super

Ja, ich fände mein Blog zur Zeit vermutlich auch langweilig, wenn ich nichts mit Schnee und Skifahren und Bergen anfangen könnte, vermutlich sogar dann, wenn wenn schon, weil: es ist ja nicht soooo spannend, wenn mann nicht dabei ist. Aber was will man machen, wir sind jetzt halt skifahren und das Wetter ist super, wir sind nur mittelerkältet, die Beine zittern am Abend, die Dusche ist super, das Essen am Berg hervorragend, die Kinder sind grosse Klasse und echt coole Reisegefährten. was soll man da auch anderes schreiben.

Kleine (also: erst gross, aber eigentlich realistisch gesehen schon eher kleine) Sorge gestern abend: Sansa war um fünf nochmal ins Freie geschlüpft und als die Nachbarn um halb sechs das Törchen schlossen, war sie nicht da, nur Jonny kam auf Rufen und auch bei der Suche der Nachbarn draussen mit raschelnder Leckerli-Tüte war sie nicht aufzutreiben. Es half unserem Seelenfrieden nicht, das live über die Kamera zu verfolgen und ich war ganz zittrig, weil so spät war sie abends noch nie draussen gewesen, es war mittlerweile halb sieben und ach... naja. Als der Nachbar ratlos mit den Leckerli zurückkam und seiner Frau sagte: "Hm, ich finde sie echt nicht!", klackerte das Törchen und TADAAAAAA; Madame Soleil, wie Q. sie nennt, hatte ihren grossen Auftritt. Anscheinend war wegen fast Vollmond und frühlingshaften Temperaturen draussen grosse Quartierparty aller Katzen, die Sansa als Youngster erstmals besucht hatte und nur der brave Jonny hatte es verpasst, weil er brav auf Zuruf nach Hause getappelt war.

Learning: wir müssen cooler werden und den Katzen vertrauen. Sonst wird das nix mit dem Kanadatrip zum Entspannen.

Ansonsten noch zwei Beobachtungen aus den Ski-Leben:

Einteilungstag bei der Skischule ist ja immer sehr aufregend, es sind ALLE Kinder gleichzeitig da, keiner weiss, bei welcher Lehrperson er landen wird, man kennt sich nicht und alles ist sehr professionell organisiert, um eben Hunderte Kinder (überhaupt keine Holländer, ist wirklich alles in Ordnung da oben links?) möglichst schnell und passend in kleine Gruppen zu sortieren.
Wir haben das ja mittlerweile das eine oder andere Mal mitgemacht und ich bin inzwischen sehr schnell darin, festzustellen, welches die Kinder sind, die den Skilehrern den letzten Nerv rauben (die Armen müssen ja auch noch die ganze Zeit freundlich bleiben....) und den anderen Kindern das Leben schwer machen werden.
Stellen Sie sich eine Reihe von ca 40 Kindern vor, die von freundlichen, gut gelaunten, jungen, hübschen, sportlichen Menschen ausgerichtet werden, alle Skier parallel, und die Aufgabe ist: 5 Minuten warten, bis wirklich alle da sind.
Da gibt es dann das kleine niedliche Mädchen mit den blonden Locken, das zuckersüss lächelnd ihre Skier immer weiter in Richtung ihres Nachbarn schiebt, über seine Skier drüber, über die Spitzen und dann mit allem Gewicht draufsteht, bis die Spitzen der Nachbarsski ganz flach gebogen werden. Das einzig erstaunliche daran war, dass sie auf den (zugegebenermassen über die Jahre hinweg) Todesblick von L., ihrem Nachbarn, tatsächlich reagiert hat und wieder zurückgefahren ist.
Da ist der andere Junge, der anstatt 5 Minuten zu stehen seine links und rechts 10 cm Platz dazu nutzt, seine Skier, die ja parallel zu denen seiner Nachbarn ausgerichtet waren, erst zu überkreuzen, dann 180Grad gegeneinander zu verdrehen, in beide Richtungen zu schwanken, sich an den Nachbarn festzuhalten und ... naja, Sie kennen alle Domino Day?
Und dann ist da noch das Kind, von dem man, als es um "So, Abmarsch zum Übungshang, zum Vorfahrenund Gruppeneinteilung" geht, nur noch die Skier und Stecken in der Reihe sieht, dem Kind wurde allerdings zu langweilig und es ist mal Spazieren gegangen. Und 40 Kinder müssen nun warten, weil eines nicht 5 Minuten stehen kann.

(und nein, das sind keine 3 jährigen, das sind ca 10 jährige, die das alles nicht zum ersten Mal machen.....)


Und dann war da noch das Kind, dem in der Gondel (so eine grosse, in die ca 80 Leute passen und ja, die schaukelt ein bisschen) nach ungefähr 100 mal "Geh dahin, schau dahin, nein, nicht dahin, da wird dir bestimmt schlecht," dann auf einmal wirklich schlecht wird. Und dem Gondelführer vor die Füsse und sich selber über den Skianzug kotzt und die Mutter schreit die ganze Zeit durch die Gondel: "Was macht er? Wie gehts ihm?" und der Vater sagt ungefähr 100x "Er hat gekotzt, du musst ihm nur den Skianzug nachher saubermachen" und "Keine Sorge, die Mama macht dich nachher sauber" und ich frage mich die ganze Zeit, warum sich keiner bei dem Gondelführer entschuldigt, dem gerade sein Arbeitsplatz für die nächsten 8 Stunden vollgekotzt wurde, und warum "die Mama das saubermacht" und nicht der Papa, der daneben stand und es nicht geschafft hat, für ein minimales Containment zu sorgen. Aber ich konnte nix sagen, weil ich bin nicht gut in engen geschlossenen Räumen mit vielen anderen Menschen und mit Kotzen auch nicht.

Aber sonst: alles superst. Und auch keine Katzenparty.

Stressleveldurchschnitt gestern: 28
Selbstbeweihräucherung: kein einziges Mal gestürzt heute. Und echt viel und echt schnell gefahren.















Sonntag, Februar 17, 2019

17.02.2019: Happy Place

Was soll ich sagen: es ist einfach grossartig.
Schnee, Sonne, perfekte Pisten und kaum Leute (wo sind die denn alle? Ist irgendwas in Holland?).
Die Kinder sind mittlerweile so sicher auf den Skiern, dass man sich überhaupt keine Gedanken mehr machen muss, ob man da, wo man nur über schwarze Pisten runter kommt, rauffahren kann, vor die Wahl gestellt, nimmt auch L. lieber die schwarze als die blaue.
Lustig: mit so ungefähr 10 scheint es (zumindest bei unseren) einen Klick im Kopf zu machen und man merkt, dass man nicht unverwundbar ist. Mit 13 fegt das Testosteron diese Bedenken wieder hinweg.
Und so ist unsere ehemalige Rennsemmel L. (unvergessen der spektakuläre Sturz unter dem Fangzaun durch in Davos, seitdem die ganze Familie Rückenpanzer trägt) recht bedacht unterwegs, Q. hingegen, der die letzten Jahre eher zum Gasgeben animiert werden musste, hat eine Geschwindigkeit drauf, die mir auch sehr liegt. (Und ein sehr gutes Orientierungsgefühl, er muss mein Sohn sein.)

Sonst: die Katzis geniessen daheim das Frühlingswetter und wir fühlen uns nur ein bisschen helikopterig, dass wir sie per Überwachungskamera beobachten.

Stressleveldurchschnitt gestern: 58
Selbstbeweihräucherung: heute mit Ansage die full service-Ski-Mum gegeben. Mit unendlichen Snackvorräten im Rucksack, mit An- und Auszieh- und Transportservice der "jetzt grad zu heiss, aber vielleicht brauche ich sie nachher noch"-Kleidungsstücke, damit alle sich eingrooven und wohlfühlen.

Gegessen: Gipfeli und Honigsemmel, Latte Macchiato aus der mitgebrachten Nespresso Lattissima (Bünzli deluxe)
Tomatensuppe
Brotzeit mit Salat, Heumutschli, Alpkäse und Walliser Knoblauchwurscht.










Samstag, Februar 16, 2019

16.02.3018: Schnee!

In trauter Erinnerung an die letzen Skiferien, zu denen wir erst ein paar Stunden verspätet aufbrechen konnten, weil ich dank Migräneanfall ein wimmerndes, würgendes Häufchen Elend war, wachte ich heute morgen mit hämmernden Kopfschmerzen auf. Entspannung: kann ich super.
Aber: eine Ibuprofen um halb sechs did the trick und so waren wir um acht bereit zum Aufstehen, gemütlich frühstücken und um 11 dann loszufahren. Aus den sonnigen 15 Grad in die ebenso strahlend sonnigen gar nicht mal so kalten, aber sehr schneereichen Walliser Berge.
Autoverlad machen wir mittlerweile mit links (es gab ja gestern oder heute, ich habe im Moment kaum Zeit und Nerven dafür, ich bin ja am Entspannen, eine anscheinend unsägliche "Diskussion" darüber, ob Kaiserschnittkindern etwas fehlen würde im Leben, weil sie sich ja nicht als allererstes wo durchquetschen mussten. Ich könnte dagegen halten und sagen, dass mir mein Geburtserlebnis zu einer ausgewachsenen Rollkragenpanik und ganz grossem Unwohlsein in geschlossenen, engen, dunkeln Orten beschert hat und ein geschlossenes Auto auf einem fahrenden engen Zug in einem engen dunklen Tunnel ist da ganz weit vorn dabei.), wir wissen auch, wie im Saas Feer Parkhaus die Ladestationen sind, dass es verschiedene Ausgänge gibt und man je nachdem durchaus mal doppelt so lang bis zur Ferienwohnung läuft.
Was wir nicht wussten: L. hat durch Schlurfigang seine Winterstiefel im Flachland schon durchgelatscht und stand deshalb nach ungefäh 2Meter 20 Fussweg mit nassen Socken da. Also haben wir nicht nur die Ferienwohnung eingeräumt und die Ski ins Skidepot geschleppt, sondern auch L. im Sportladen neue superwarme, superdichte Winterstiefel gekauft. Mit Lammfellsohleneinlage, weil sie noch ein bisschen gross sind, aber ich kaufe nicht Mitte Februar dem jüngeren Kind neue Stiefel, die es genau noch eine Woche diese Saison trägt und nächsten Winter ist er rausgewachsen.

Sonst: alte Hasen, was Ferienwohnung einrichten angeht, Nudeln, Salat, Rotwein und morgen holen die Kinder Semmeln beim selben Bäcker wie letztes Jahr.
Die Kinder sind selig, es hat ein Iglu vor dem Haus und ein Feld, das hüfthoch eingeschneit ist.
Die Katzen werden von den Nachbarn bestens versorgt, ich bin mit Schnee und Bergen eh im siebten Himmel, es geht uns schon wirklich gut.



Stressleveldurchschnitt gestern: 44
Selbstbeweihräucherung: echt super eingepackt und alles, wirklich alles ungestresst erledigt.


Freitag, Februar 15, 2019

15.02.2019: wat ein Stress

Meine Güte, ich bin so müde und kaputt, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich lieber heulen oder direkt einschlafen möchte.
Neben normalem Homeofficefreitag (Übergabenotizen für zwei Stellvertreter, mir ist gestern abend noch eingefallen, dass ich ja auch für das Zusatzjöbli einen brauche, nur Feuerlöscherei) habe ich aus Gründen heute Schultaxi für Q. gespielt (meine Güte, das ist ja Zeitverbrennen deluxe!), war mit Jonny beim Tierarzt (er hat eine wunde haarlose Unternasenhaut. Entweder hat er sich von der gefangenen Maus oder dem gefressenen Vogel einen Pilz eingefangen oder sich die Nase aufgekratzt. zB als er heute teils erfolgreich an der Hausaussenwand hochgeklettert ist), wir haben Skisachen für eine Woche gepackt, den Nachbarn die Katzen nochmal erklärt (incl für alle Fälle Pilzmittel für Jonnys Nase), und sorry, grad jetzt fallen mir die Augen zu

Gegessen:
Honigtoast, Brezensemmel, Fischknusperli mit Reis, 3 Dickmanns "Berliner", eine halbe Pizza und viel Karotteningwersalat

Gelesen: nix

Stressleveldurchschnitt gestern: 23
Selbstbeweihräucherung: alles hingekriegt. nicht locker flockig oder entspannt, aber hin

Donnerstag, Februar 14, 2019

14.02.2019: Puma und Adrenalin

Der Hübsche hat die Katzen übrigens gestern abend nochmal gewogen: Sansa wiegt flauschige 3.2 kg, Jon pantherhafte 4.3kg.

Kleiner Streit mit L. beim aus dem Haus gehen, er hatte seine Winterstiefel gestern nach dem Reinkommen durch den Garten auf der Terrasse stehen lassen, also waren sie heute morgen erst weg, dann kalt und feucht. Ich bestand auf stattdessen Wanderschuhe, die dann aber ein bisschen zu klein waren (meine Güte, ich bin jetzt die mit den kleinsten Füssen im Haushalt. Vor den Katzen.), aber meine Güte, für zweimal Schulweg und einmal Pause sollten sie schon noch gehen. Fand ich. L.: Nicht so.

Sonst: konzentriert gearbeitet, neben Zeug, was in Ruhe erledigt werden muss, immer wieder kleine Feuer im Vorbeigehen gelöscht.

Zwischendrin kam eine produktions-related Nachricht, die eine schnelle Entscheidung meinerseits erforderte, und als ich mich dabei beobachtete, wie die Email an sich zwar für den aus ... lassen Sie mich nachdenken...17 Jahren Produktionserfahrung bekannten Adrenalinstoss sorgte, aber die früher immer mitschwingende Panik "Oh mein Gott, was soll ich tun, wenn ich was falsches sage, fliegt im schlimmsten Fall die Fabrik in die Luft, im mttleren Fall ist nur der Reaktorinhalt mit einem Wert von drölflzighunderttausend Franken ein Fall für die Sondermüllverbrennung, im besten Fall droht ein mittlerer Papierkrieg, bis wir die Ware freigeben können, was soll ich nur tun?!" blieb aus. Ich weiss zwar sehr gut, dass das die drei Szenarien sind, die eintreten können, bin mir aber meiner Sache so sicher, dass ich den ersten Fall ausschliessen kann, den zweiten Fall mit grosser Wahrscheinlichkeit, ausserdem geht davon die Welt nicht unter, und der dritte Fall: was wären wir ohne Papierkrieg?

Und: ich habe gelernt, dass ich auch Leuten sagen kann, dass sie falsch liegen. Und zwar so, dass wir trotzdem alle unser Gesicht behalten und weiter zusammenarbeiten können, und es fühlt sich nicht mal mehr schlimm an.

Und dann musste ich nochmal drüber nachdenken, dass 17 Jahre Berufserfahrung halt doch ziemlich genau so viel sind, nach wie viel sich das anhört. Ganz schön viel nämlich.

Als ich gestern abend die "highly confidential" Stellenbeschreibung der Headhunterfirmal durchgelesen habe, dachte ich mir bei den Anforderungen: "Ja, ich verstehe tatsächlich, warum ihr mich dafür rausgesucht habt. All das kann ich, all das bin ich." Und trotzdem (oder genau deswegen, weil: das kann ich ja schon, das muss ich nicht nochmal an einem anderen Ort unter Beweis stellen) möchte ich diesen Job auf gar keinen Fall, weil ich dabei nicht das Neue lernen möchte, das mir vorschwebt. Aber es ist gut zu wissen, dass, wenn irgendwas in die Hose geht, es durchaus woanders gar nicht mal schlechte Jobs gibt, die ich ohne mit der Wimper zu zucken ausfüllen könnte.

Sonst so: in der Tiefgarage von Nachbarn gehört, dass die Katzen sehr niedlich wären und immer bei ihnen durch den Garten sausen würden. Sansa hat ausserdem anscheinend die Bauaufsicht für ein Gartenzaunbauprojekt übernommen, da wird viel gegraben und geschaufelt und sie sitzt gerne dabei und schaut sich das mal an. Irgendjemand muss es ja machen. Kein Wunder, dass sie abends müde ist, nach einem Tag auf der Katzenbaustelle.

Gelesen:
Das Handbuch für das Kayak-Whalewatching-Camp in Kanada. Incl. Verhaltensregeln für eine Begegnung mit einem Puma. Man weiss nie, für was man sowas mal braucht. *schielt zu Jonny*


vorletzten (?) Maria Kallio-Band

Gegessen:
Joghurt mit Beeren und Granola und Mango (hat sich L für die Znünibox gewünscht und ich habe mir was abgezweigt)
Orangen
Veggie-Gumbo mit Fladenbrot, Chinakohl und Erbsen/Karotten. Der Chinakohl passte gar nicht. Tja.
Ofenkäse, Brot und Salat

Stressleveldurchschnitt gestern: 48 (ich muss wieder Sport machen. Ab Samstag auf der Piste!)
Selbstbeweihräucherung: fokussiert gearbeitet und bei zwei, drei Anfragen dem ersten Impuls sofort alles rauszusuchen und zu erledigen, nicht nachgegeben, sondern geantwortet "Das war nicht im scope des Projektes, bitte klären, ob das geändert wurde und der nicht zu vernachlässigende Extraaufwand dafür gerechtfertigt ist" oder auch "Das ist ganz klar ein Fehler, allerdings nicht auf unserer, sondern auf Eurer Seite, weil blablabla, Details, war schon immer so. Please let us know if we can support nevertheless" (Das muss man scheints dazuschreiben, auch wenn man eigentlich meint "Das könnt ihr mal schön selber machen!")

Mittwoch, Februar 13, 2019

13.02.2019, irks und Witzestau

Ab fünf nur noch in Minutenpäckchen gedöst, das ist doch doof.
Von Sansa dann sehr leichtfüssig und sanft (sie ist immer noch so leicht und das weichste, was es gibt!) 5 Minuten vor Weckerklingeln wirklich geweckt worden. Ich finde es wirklich faszinierend, wie unterschiedlich die beiden Katzen nicht nur äusserlich sind. Beide sehr grossartig, aber holla!

Beim Badbetreten schlagartig hellwach gewesen, weil jemand hat gestern abend das Fenster nicht zugemacht und HOLLA, war das kalt.

Der Morgen war einem Training in Mikrobiologischer Analytik, Testverfahren etc gewidmet und hui, mir ist einerseits der Appetit vergangen, ich möchte bittedanke am liebsten in Isoporpanol und dann Wasserstoffperoxid baden, aber nicht mal das hilft wirklich. Andererseits war es sehr hilfreich, weil ich gestern relativ unbeleckt an einer Diskussion zu dem Thema teilnehmen musste und die offenen Fragen dann heute direkt dem Referenten stellen konnte. Meine Antwort auf die inzwischen eingetroffene "Meeting Summary"-Email klang dementsprechend je nach Auslegung entweder so, als ob ich gestern gepennt hätte und mein Wissen nicht geteilt hätte, oder aber als ob ich das Meeting gestern zum Anlass genommen hätte, mich mal en detail weiterzubilden.
Was gerade zur immer noch aktuellen Grippesaison interessant ist: So desinfiziert man sich die Hände richtig! (Mit mindestens 3mL Desinfektionsmittel für mindestens 30 Sekunden. Bei uns in der Firmal sind es übrigens 8 Schritte, weil jeder Finger einzeln noch abgerubbelt wird und ei Handgelenke). Es gibt übrigens eine Studie aus Krankenhäusern, wieviele Angestellte das richtig so machen und .... es sind nicht soooo viele.

Der Appetit fürs Mittagessen war dann übrigens nur so mittelgross, aber es hilft ja nix.

Nachmittags mit einem Kollegen mit Brasilien telefoniert (auf der Liste von schlechten Verbindungen nach Indien und vor Italien auf Platz zwei), vor mich hingewurschtelt und immer mehr Kopfweh bekommen, das sich daheim dann zu Schmerzen jenseits der Übelkeitsgrenze steigerte. Hui, das hatte ich lang nicht mehr. Gottseidank wirkd Ibuprofen dann doch recht fix (und ehrlich gesagt: wer jemals die Euphorie durch plötzliche Abwesenheit dieser bohrenden Schmerzen genossen hat, wird nie wieder rumtönen, dass Nurofen Kinder aufdreht. JEDER ist gut gelaunt, wenn Schmerzen vorbei sind, das ist Jacke wie Hose, ob das Nurofen, Ibubeta, Algifor oder weiss der Geier wie heisst.)

Tolle Post aus dem Briefkasten gezogen und jetzt überlege ich, was ich mit "Paradiesvogel" verbinde.

Ach: und nach zwei, dreimal Wegdrücken, weil sie wirklich zu sehr ungünstigen Zeitpunkten anrief, hat mich heute abend dann noch die Headhunterin am Telefon erwischt (Achtung, Ibuprofen-Euphorie: Headhunting with haunted head. Jaaaaaa, ich finde mich sehr witzig). Long story short: ich habe mich dabei erwischt, dass ich ihren britischen Akzent kopiert habe, und der Job .... naja. Ich würde mich für den auch wollen. Ob ich den für mich möchte? Njaneehernichtsoeigentlichüberhauptgarnichtweilbeentheredonethatnurwoandersundichweisswerdasonstnocharbeitetundneechtnicht. Oder "Yes, sure, send me the job description, I will have a look".

Gegessen:

  • Granolabeerenjoghurt
  • Falafel mit Zitronenjoghurtsosse und Bulgursalat, dazu grüne Bohnen und Sauerrüben (das übrigens nur, weil ich es noch nie gegessen habe und noch nie davon gehört hatte. Es sind anscheinend fermentierte Rüben und schmecken genau wie Sauerkraut, nur noch salziger. Kann man machen)
  • Orangen
  • Spätzle mit Hähnchenbrust in Buttertomatensosse (Rest von ... Samstag? Talking about Microbiology...)


Getragen:

Gelesen:
Maria Kallio 12 (?)

Stressleveldurchschnitt gestern: 13

Selbstbeweihräucherung: ich habe beim ersten Witz, dem ich dem Kollegen neben mir beim Mikrobiotraining zugeraunt habe, schon direkt gemerkt, dass der dafür nicht empfänglich ist. Und mir alle anderen verkniffen, und die wären wirklich, wirklich gut gewesen. Ich meine "Growth / no growth-decision"?!, "Wie würde ein Vieraugenprinzip bei Piraten aussehen?" Hm, HMMMM?!

Dienstag, Februar 12, 2019

12.02.2019: MINT

Erfolgserlebnis heute: in der Nacht nicht extra nachnasensprayen müssen, beim Zähneputzen reichte.
Ganz allein aufgestanden, sonst ist Q. immer dabei, aber der hatte heute MINT-Tag an der Schule, da ging es erst um 9 los.

Arbeit: bunt gemischt zwischen Produkten und Projekten, aber früh los, weil Q.s MINT-Tag an der Schule mit "Wir zeigen den Eltern, was wir gebaut haben" endete.
Das war schon ziemlich spannend: alle 1. Klassen der Oberstufe (also: 7. Klässler) aller Schulformen trafen sich in der Turnhalle und arbeiteten, bauten, forschten gemeinsam unter Anleitung (ein Teil wurde von meinem Arbeitgeber organisiert, wir bekamen anfangs einen Zettel, in dem wir die Nutzung der Foto/Videoaufnahmen für Firmenzwecke erlauben sollten oder halt auch nicht, wer weiss, vielleicht haben wir auch für die Abtretung des geistigen Eigentums unterschrieben :-)).
Q. war sehr stolz auf seinen Magnetrührer, die handbetriebene Taschenlampe, die je nach Drehrichtung rot oder weiss leuchtet und "eine supernervige Maschine, die ich mir selber ausgedacht habe", die einen in der Tat nervenzerfetzenden Ton kreiert.

Nebenbeobachtung: Zu meiner Zeit (TM) wurde noch nicht mit "Alle, die aufs Gruppenfoto dürfen, hierher, alle anderen in die Ecke dahinten" zusammengerufen. 

Nach dem Heimkommen noch zwei Stunden TC zum Thema "Fremdpartikel und Japan", danach (okay, davor auch schon) bin ich sehr müde.

Immer noch nicht fit für Sport, aber ich freue mich sehr darauf, mit dem Hübschen noch eine Folge "Black Earth Rising" anzuschauen. Das ist mal eine wirklich gute Serie, nach dem Debakel von "Sex Education".

Also: nicht so viel los hier. Auch mal ok.

Getragen:
eine Decke um den Hals (naja, einen Schal. Der erstaunlich fuselt, wie ich auf der schwarzen Jeans feststellte. Und: zum Hemd passende Schuhe in 4 Blautönen (einer mit Glitzer)
Gegessen:
Hefezopf mit Honig
keine Orangen wegen keine Zeit zum Schälen
Vegi Bami Goreng, dazu Brokkoli und zwei Schüsseln Fenchelsalat (die haben für sehr viel Aufregung am Tisch gesorgt, weil "double salad?" "Stereo salad?" "Why the same twice?" und man mir mein "Because I like it" kaum glauben konnte)
Tahine-Ramen aus der Kaptain Cook App (Ich war ja skeptisch, was Tahini in Ramen soll und nach dem Kochen kann ich sagen: "das sieht aus, als hätte jemand reingekotzt" und nach dem Essen kann ich sagen: "Hat vermutlich nicht viel mit Ramen zu tun, schmeckt aber ganz gut, wenn man das Tahini rausgelassen hätte")

Stressleveldurchschnitt gestern: 18
Selbstbeweihräucherung: einiges im Zusatzjöbli erledigt, was vor zwei Monaten noch unschaffbar schien.