Sonntag, Oktober 24, 2021

241021 Gedöns

 Tief und fest geschlafen, Kaffee und Internetlesen im Bett. Dann hatte ich Hummeln im Hintern und während der Rest sich noch gemütlich von rechts nach links und zurück umdrehte, hatte ich mich fertig gemacht, geschminkt (mal wieder einen der dunklen Lippenstifte ausgepackt, man muss es ja these days ausnutzen, wenn man ganz sicher den ganzen Tag keine Maske tragen wird), die wöchentliche Pinselwaschaktion erledigt und dann zum Frühstück das Waffeleisen vorgeheizt. WIr haben am Freitag spontan bei den Trophy-Sachen im Coop einen neuen Sandwichtoaster/Waffeleisen-Minigrill gekauft, nachdem unser alter mittlerweile ... naja, alle LIchter gebrochen hat, innendrin lauter Grusel festgebacken ist und zwar vllt innerfamiliär noch nutzbar ist, aber auch nur mit Augenzumachen. Der wollte natürlich eingeweiht werden und so gab es das Standardgeburtstagsfrühstückswaffelrezept (auch wenn keiner Geburtstag hatte), nämlich die Hefewaffeln aus dem roten Barcomi-Backbuch. Als erstes gelernt: in den neuen geht viel mehr Teig rein und der flüssige Hefewaffelteig ist ein bisschen schwierig, weil die Platten nicht so nah zusammengehen wie im alten und so bei bisher konservativer Befüllung die Oberseite ein bisschen  lapprig flach bleibt. Wir müssen uns da also rantasten und neben dem Füllgrad auch noch verschiedene Teige und Konsistenzen testen.

Nach dem Pfaditag gestern war heute dann ein bisschen Schulkram angesagt: Q. ist zum Geographie(?)-Lernen verschwunden, L. zeigte mir, wie weit er mit seinem Teil für das Geschichtsportfolio schon ist. Es ist ja ein bisschen spannend, den identischen Lehrplan bei zwei Kindern hintereinander zu sehen, ich weiss jetzt also mehr als ich je erahnt hätte, über den grossen Wohnblock aus den 70ern bei uns im Ort (incl Organisation eines Besuch des Firmenarchivs der Firma, dessen Pensionskasse er gehört) dank Q. und der römischkatholischen Kirche im Ort (Kirchenspaltung zwischen römisch-katholisch und christkatholisch ist ja was, was für mich bayerisch sozialisierte Person total fremd ist. Es gibt katholisch und Heiden, niemals hätte sich die römischkatholische Kirche in einem bayerischen Dorf all ihren Besitz von den Heiden Christkatholischen abnehmen lassen!). Wir haben uns angeschaut, wie man ein Thema gliedert, dann mit trial und error gelernt, was recherchieren bedeutet, und zum Abschluss alle einen Spaziergang ins Dorf gemacht und all die relevanten Gebäude fotografiert. Ich musste lachen, weil L. mit dem Schul-iPad unter dem Arm aussah wie ein Versicherungsgutachter oder Mietwagenfirmamitarbeiter, der die Autos zurücknimmt. Und dann musste ich noch mehr lachen, als ich daran dachte, das es bei meinem kurzen Gastspiel in einem KMU auf einmal DER WETTBEWERBSVORTEIL schlechthin war, dass man die Marketinghoschis mit iPads auf Kaltaquise schickte, weil NIEMAND ANDERS hat das.

Welches Bild nicht im Portfolio landen wird: (muss man ja in einem so geschichtsträchtigen Ort manchmal dazusagen)



Daheim dann: Fotosichten. Wir halten ja neben all den digitalen Plattformen auch noch richtig physischen Fotoalben up to date, eins für die Katzen, eins für jedes Kind, ein Hochtzeitstagsalbum und eins für die Familie. Normalerweise ist jeweils der Jahresurlaub der Trigger zum "Bilder entwickeln lassen", aber der file ja jetzt schon das eine oder andere Mal aus und so haben wir Bilder von ab Oktober 2019 gesichtet und abgeschickt. Auf der nächsten Einkaufsliste für den dm steht "Alles, was sie an Fotokleber haben" und dann ist das auch wieder mal durch.

Gegessen:

Waffeln mit Mango und Ahornsirup, Nusssemmel mit Avocado

Salatreste

Sandwiches aus dem Sandwichmaker mit allem, was das Herz begehrt und der Kühlschrank hergibt


Gesehen:

"Locke and Key", es gibt eine 2. Staffel!

"You"


Gelesen "Grab für zwei"

Samstag, Oktober 23, 2021

231021 goldener Oktober

 Das war gestern ein wunderbarer Abend mit wunderbaren Gästen. Es ist spannend zu sehen, wie sehr meine Extrovertiertheit auftanken nötig hat! Wir haben so viel geredet, gelacht, etc, dass ich zB überhaupt keine Erinnerung daran habe, dass ich meine Nachtischportion gegessen habe, geschweige denn, wie sie geschmeckt hat. Meine Pizza habe ich auch irgendwann halbkalt und halbgegessen auf meinem Teller entdeckt, war aber immer noch lecker.

Ich war lang nicht mehr so lang wach und aktiv und dementsprechend müde beim Küche aufräumen, das war ein fast schon vergessenes Gefühl (mir ist dann noch ein dreiviertel volles GROSSES Fläschchen Niacinamid Serum (von The Ordinary, also wenigstens nicht teuer) von hoch oben runtergefallen und zerschellt. Ich war so müde, dass ich trotz Brille auf echt Mühe hatte, alle Scherben zu finden.

Heute morgen dann Wecker, weil Pfadiübung. 

Der Hübsche und ich haben den Traumtag dann genutzt, um eine Radtour zur gar nicht mehr so neu eröffneten Gourmet-Eisdiele zu machen. Mir wäre tatsäclich eher nach cremigen Sorten gewesen, aber seitdem ich das Bild vom Aperol Spritz-Sorbet gesehen hatte, musste ich das probieren. Mit Limette -Basilikum ging das sehr gut zusammen! Der Hübsche hatte Baileys und Karamell-Meersalz, das wäre meine Traumkombi für heute auch gewesen.

Daheim dann bisschen Kinderknatsch (alle übermüdet, alle hungrig, yay!), bisschen bedröppelt, weil die Impfdurchbrüche näher kommen (allein aktuell zwei direkte Kollegen des Hübschen und ihre Familien). Andererseits: es ist wie es ist, wenn wir es jetzt doch bekommen, hoffe ich auf den Restschutz durch die Impfung und sehe es als "Statt Booster Impfung", die ja zumindest in der Schweiz, so wie es aussieht, für Otto Normalpatient U65 nicht in absehbarer Zeit passieren wird.

Gegessen:

Nusssemmel mit Avocado (im Moment werden sehr schnell alle gleichzeitig reif. Wir essen sehr viel Guacamole und Avocadobrot) und Mango (wir haben noch drei übrig, sie gehen weg wie nix und schmecken so gut!)

Eis

Wraps mit Süsskartoffelstäbchen, gebackenen Karottensticks und scharfer Avocadocreme


Gelesen: "Ein Grab für zwei"

Gesehen: "You" (dritte Staffel)

Freitag, Oktober 22, 2021

221021 Gäste

 Heute ist eigentlich nix passiert. Auch mal schön, ne?

Ich habe in der Früh gesportelt, dann bis halb zwei gearbeitet (erstmals ever hatte ich in einem Videomeeting ein Gegenüber in Pyjama und Bademantel. Und nein, nicht zu nachtschlafender Zeit, aber: "Normally I would get fully dressed for videocalls, but then I saw it is you and it is Friday, so I decided to stay in my robe." Ok. Ich nehme das als Kompliment und Vertrauensbeweis. Ich selber trug einen mittelseriösen Freitagshoodie (untendrunter steht noch "WHAT?" und die Kapuze hat Katzenöhrchen)



Die Kinder hatten jeweils anspruchsvolle Tests in der Schule, L. hat den HerrnderRinge-Ring an der Kette, der verloren geglaubt war, im Schulranzen wieder gefunden, es gab Frühlingsrollen in der Mensa, alles in allem also ein guter Tag.
Ich war nach langem mal wieder mit dem Hübschen Wocheneinkauf machen, habe dann Himbeer-Spekulatius-Tiramisu gemacht (ich finde, das ist eher ein Trifle als ein Tiramisu, aber mir egal.)
Dann habe ich Pizza-Gedöns für enen ausgeweiteten Pizzafreitag vorbereitet, wir haben nämlich Gäste.
Die Katzen kamen brav und vorbildlich ganz von allein nach Hause, so dass ich mir stattdessen noch ein bisschen was seriöseres anziehen konnte :-) und jetzt ist Wochenende. Ich bin ein bisschen stolz auf mich: ich habe zum ersten Mal seit, ich glaube, immer eine Arbeitswoche mit einer 40h Punktlandung und nicht mehr beendet. 


Donnerstag, Oktober 21, 2021

211021 Stürmisch

 Sansa lässt ausrichten: sie mag keinen Sturm und keinen Regen. Nicht nur, weil das lange Fell da immer so unangenehm hochgepustet und dann untendrunter nass wird, sondern auch, weil ich bei Sturm UND Regen in der Nach das Dachfenster ab einer gewissen Regenmenge, die auf mir drauf landet, zu mache und Sansa besonders bei Sturm und Regen gern ihre Nase durchs Fliegengitter geschützt in ebendiese halten möchte. Sie hat mich also standhaft immer wieder wachgepiepst, wenn ich gerade eingeschlafen war nach dem Fensterschliessen. Naja.

Ich bin ein bisschen froh, dass ich ganz ohne Bedenken der heutigen Wetterlage nicht geplant hatte, heute mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Der Gegenwind wäre sogar fürs Ebike sportlich geworden und die Strecke am Waldrand entlang ein bisschen arg abenteuerlich.

Stattdessen bin ich zum ersten Mal seit März 2020 wieder mit dem ÖV zur Arbeit gefahren, gut eingenordet durch eine grad mal verkürzt geführte S-Bahn morgens um sieben mit holla, keinen anderthalb ZENTIMETERN Abstand zu den Mitfahrenden.

Es ging spannend weiter mit entgleister Tram direkt vor dem Bahnhof, was ich gar nicht so mitbekommen habe, weil ich ja gleich links zum Büro abbiege, aber vielleicht sind dort sonst nicht ganz so viele Menschen zu Fuss unterwegs wie heute.

Im Büro habe ich dann vorbildlich meinen allerersten Spucktest ever abgegeben, also: das Röhrchen, gegurgelt und gespuckt und das Zeug mit einem Vakuumröhrchen aus dem Becher gesaugt und gescannt und was weiss ich habe ich natürlich daheim schon (und nur einen kleinen Teil der Salzlösung verschluckt, weil ich es so eklig fand und dann fast husten musste und naja, ich übe das noch. Was ich  auch übe: beim Abgeben das Kit für die nächste Woche mitzunehmen. Gehe ich nächste Woche also zweimal ins Büro :-).

Ich habe das heute mit ohne Rad und unter Leuten richtig zelebriert und ein KLEID und STIEFEL mit hohen HACKEN angezogen, sowas hatte ich in der Kombi auch seit März nicht mehr an.

Viel gearbeitet, irre viel Kaffee getrunken, sehr viele Leute getroffen und spannende Ansichten über Homeoffice und "New normal" gehört, die dem allgemeinen Tenor zumindest in meiner Twitterblase ("Böse Arbeitgeber zwingen ihre Mitarbeiter zur Präsenz, wie reaktionär" und alle channeln ihre inneren digital nomads und seufzen beim Gedanken an Remote Working vom Strand auf Bali) sehr entgegengesetzt sind und, wer hätte das gedacht, trotzdem nicht falsch.

Festgestellt, dass mein Büroplatz für Videomeetings einen sehr, sehr schönen Hintergrund hat. Ich habe mir beim Abriss des vorletzten Bürogebäudes, in dem ich meinen Sitzplatz hatte, ein paar Firmenantiquitäten gesichert, nämlich alte Schwarzweissaufnahmen aus den Vierzigern aus unseren damaligen Produktionsbetrieben, die stehen auf meinem Regal zusammen mit einem Arbeitsvertrag von 1929 und einer bunten Kiste an leeren Musterkapseln, die sieht ein bisschen aus wie so ein Loomgummiset. Das sieht sehr hübsch aus so als Hintergrund!

Beim Heimfahren im Zug gemerkt: Shit, ich weiss, warum ich früher immer die noisecancelling-Kopfhörer im Zug dabei hatte: ich kann nicht weghören und es gibt immer mindestens eine Person im Wagen, die so unglaublich ausführlich und penetrant irgendwelchen Quatsch erzählt, ich war kurz davor, mich in das Gespräch einzumischen....

Wir kamen tatsächlich ziemlich zeitgleich alle nach Hause, es wurden die Haushaltspflichten wie Wäsche abhängen, Spülmaschine ausräumen, Essen machen etc fair aufgeteilt und zack: Abendessen, Tag rum.

Ach ja: der Amtsschimmer galoppiert dann doch nicht ganz so langsam, wie man das immer so kolportiert. Ich bin sehr gespannt, ob das alles auch so ausführlich erzählt werden wird wie der Rest.


Mittwoch, Oktober 20, 2021

201021 Alman / Bünzli

 Ich arbeite mich ja in meinem Hinterkopf immer noch daran ab, eine neue Routine für die Woche zu finden. Das war früher einfach: 4/5 Tagen immer gleiche Verbindung zur und von der Arbeit, Freitag Homeoffice. Danach war auch alles einfach: jeden Tag immer daheim, immer nur arbeiten, irgendwann davor Sport machen.

Jetzt: an welchen Tagen gehe ich ins Büro? Habe ich in beiden Reservierungstools meine Anwesenheit registriert? Ist Spucktesttag? Wie komme ich ins Büro? Habe ich für den Fall einen Parkplatz reserviert? Wann mache ich SPort, wann haben welche Kinder wie lang Schule, wer braucht das Auto, was zieh ich an, was pack ich ein, tralalalalala.

Das muss anders werden, ich habe für so Quatsch keine Kapazität. Als eine Massnahme habe ich heute feierlich mein U-Abo (abgelaufen am 23. März 2020) verlängert und fahre jetzt IMMER mit dem Zug.

Sonst: echt voller Arbeitstag, die Urlaubsentspannung ist dahin, es haben sich all die Baustellen, wie hätte es auch anders sein können, natürlich nicht von selber erledigt. Oder werden überhaupt ohne mein Schubsen und Ziehen erledigt. Das fühlt sich nicht so richtig toll an. (ich darf nicht unfair sein: es gibt auch jede Menge Langzeitprojekte, die sich einem Abschluss nähern, ich sage nur "Jumbojet", es gibt viele die flutschen und naja, halt die anderen).

L. kam heute mit seinem Freund nach Hause und sie haben nach Verdrücken eines grossen Stapels Pfannkuchen gemeinsam erst gelernt, dann gezockt. Q. hat sich nach dreieinhalb Jahren mit dem ÖV ur Schule pendeln erstmals auf dem Heimweg verfahren, ist aber dann doch nicht im französischsprachigen Jura gelandet.


Sonst: laaaaaaaaaange Abendrunde gemacht, weil erstens der Kopf Auslüften benötigte, und zweitens Jonny halt einfach nicht auffindbar war. Als ich bedröppelt nach einer knappen Stunde den Heimweg antrat, kamen mir Nachbarn mit Hund entgegen und meinten:"Ah, Katze abgeholt?" und ich so: "Naja, ich wollte, aber ich hab ihn nicht gefunden." und sie zeigen schräg hinter mich: "Äh, und wer ist das?" und da sass Jonny und ich hatte offensichtlich meine Runde nur am falschen Ort angefangen, und er war schon langsam müde vom Warten und nächstes Mal geht er fei ohne mich heim!

So, ich muss mir jetzt was für morgen zum Anziehen rauslegen, ich glaube, ich mach was ganz wildes und ziehe Kleid mit Strumpfhose und Stiefeln an. 


Ach ja: ich habe heute zum ersten Mal jemanden beim kantonsärztlichen Dienst gemeldet. Mal sehen, ob die selbstgestrickten Rechtfertigungen auch professioneller Überprüfung standhalten. Ich bezweifle es. (Meine Güte, ey)

Dienstag, Oktober 19, 2021

191021 verpasste Chance

 Besser geschlafen, was natürlich keine Kunst war. 

Heute bin ich nach dem Frühstück und einer Stunde in Sportklamotten Emails beantworten, bis alle aus dem Haus waren, mit einer Sporteinheit in den Tag gestartet.

Unsere Putzhilfe kam und erinnerte mich beim Gehen daran, dass sie jetzt zweimal nicht kommt wegen Ferien (schnüff).

Ich hatte einen meetingfreien Vormittag und nutzte den, um konzentriert durch meine (mit trotz durchscreenens und Antworten auf die ungefähr 10 allerdringendsten Mails während der Ferien) mit 452 Emails recht wohlgefüllten Inbox zu fräsen und die beiden Meetings vorzubereiten, die ich am Nachmittag gehostet habe.

Mittag zusammen mit Q., der wegen kalt erstmal kein Kayaktraining hat und deshalb erstmal Dienstag nachmittage frei hat (bis sie bald im Hallenbad weitertrainieren). War auch mal schön, das hatte ich, glaube ich, in der Konstellation noch nie!

Der Nachmittag bis in den Abend war vollgepackt von Meetings, nur kurz unterbrochen von, man glaubt es kaum, schon wieder den "Fassaden von unten Reinigern", die diesmal ohne Präsentation ihre Dienste anpreisen wollten. Ich habe ihn einfach unterbrochen mit "Ich mach überhaupt nie was an der Haustür, adieu", und musste tatsächlich ein bisschen schmunzeln, als ich bei der zweiten Unterbrechung (Kinder zum Muttermalscreening bei der Hautärztin bringen) den Urschweizer Nachbarn gegenüber eiskalt sagen hörte: "Tut mir leid, ich verstehe Sie beim besten Willen nicht, adieu". As if.

So, jetzt aber zum Titel: Das letzte Mal waren ja der Hübsche und ich zusammen beim Muttermalscreening und die Hautärztin kommentierte einen der vielen blauen Flecken, die der Hübsche halt andauernd hat, weil er halt regelmässig Kampfsport macht, mit "Schlägt Sie Ihre Frau?" und dann eine  Story erzählte, wie sie mal von eine Pferd getreten wurde oder eine Kopfnuss bekam, ich weiss es nicht mehr genau und dann alle ihren Mann schräg anschauten. Ich hatte heute morgen, weil ich ja noch dachte, ich würde niemanden Fremden in real treffen und die Webcam ist relativ gnädig, erst recht, weil ich ja eine sehr prominente Brille trage, das immer noch sehr blaue Auge, das mir Jonny verpasst hat, mal nicht überschminkt, weil ich gestern abend auf einmal Angst bekam, dass die Krallenlöchlein sich durch Überschminken mit Concealer und viel Glitzer fies infizieren und ich dann in die Augenklinik muss und erklären, dass ich erstens von einer Katze in die Augenhöhle gekick-kratzt wurde und zweitens mit Colourop-Super-Shock-Shadows eine duochrome-Blutvergiftung hinbekommen hätte. Also, als ich mit den Jungs im Auto sass, fiel mir das blaue Auge ein und ich dachte: "Ach, das passt ganz gut, da kann ich ja launig an die Pferdestory vom letzten Mal anknüpfen, socializing und so". Aber: ist nicht passiert, weil es nciht aufgefallen ist, und vielleicht auch die Erleichterung, endlich mal voll geimpfte, ohne Aufregung Maske tragende Patienten im Sprechzimmer zu haben, sehr gross war. (Alles ok an der Muttermalfront btw)

Sonst: ja, ich hab ja über die Ferien sehr viele Überstunden abgebaut und natürlich nix draus gelernt, und bin zu müde, um auszurechnen, ob ich dieses Jahr noch eine Chance habe, meine Restferien auch nur ansatzweise abzubauen UND nicht über die magische 120h Grenze bei Überstunden zu kommen.

Gegessen:

Hefezopf mit Honig

Avocado mit Lakritzsalz und weissem Balsamico

Salatteller mit gebackenen Pastinaken

eine halbe Mango

Orzo mit Spinat und Pilzen


Gesehen: "Working Moms" beim Strampeln, letzte FOlge von "Midnight Mass" mit dem Hübschen (wenn ich gewusst hätte, dass die "unerklärlichen Ereignisse" so Vampir-Splatter-Horror-Scheiss ist, hätte ich wahrscheinlich ein Veto eingelegt.) (Der Hübsche schaut jetzt mit Q. "Squid Game"; das interessiert mich überhaupt nicht und ich bin froh, dass ich gar nicht erst eingestiegen bin, ich höre nicht hin und allein der Duktus und die "Melodie" der Dialoge nerven mich unendlich.)

Gelesen: "Der Sucher"

Montag, Oktober 18, 2021

181021 Schlaflos

 Gestern abend aus Gründen, die (noch, vielleicht aber auch nie) nicht hierhergehören, bin ich gestern abend spät und mit sehr viel Kopfkino schlafen gegangen. Haha. Schlafen. Gefühlt lag ich die ganze Nacht wach, war natürlich nicht ganz so, aber ich habe jede Stunde mehrfach auf der Uhr gesehen. Naja, ist halt so, hilft nix, wird auch wieder besser.

Der erste Arbeitstag war ein ganz untypischer, weil ich montags ins Büro gegangen bin (den Satz versteht man auch nur, wenn man weiss, dass er 2021 geschrieben wurde), wo ich doch gerade dabei war, erstmal Donnerstag als Bürotag zu etablieren. Aber: heute hatte ich zwei Termine, die tatsächlich physisches Vor-Ortsein erforderten: meinen alljährlichen Gyn-Vorsorgetermin (lol, was wäre schon arg wild, das remote zu machen) und ein erstes gemeinsames Mittagspizzaessen im Park mit so vielen Kollegen wie geht.

Ausserdem ist es aber morgens aktuell zu meiner Arbeitsanfangszeit so stockfinster, dass ich da nicht mit dem Rad 15km über einen lustigen Mix aus Kantonalstrasse, einsame Feldwege und viel befahrenen Stadtstrassen fahren möchte, weil: nein. (Da können die Fahrradrechtler jetzt noch so schreien, dass das Victimblaming wäre, aber sorry, ich möchte nicht auf meinem Grabstein stehen haben: "Der Lastwagenfahrer hätte Abstand halten müssen" oder "Die Gemeinde hätte die Schlaglöcher beseitigen müssen")

Stattdessen habe ich am Frühstückstisch gearbeitet, bis es hell wurde, bin dann in die Arbeit geradelt (AFFENKALT, das mache ich also erst wieder, wenn es morgens um halb sieben hell wird), habe da weiter gearbeitet und bin dann in die Stadt geradelt zum Arzttermin. Gute Neuigkeiten: die Mirena-Spiralen haben jetzt 6 statt 5 Jahre Laufzeit! Nervig: auch nach 6 Jahren muss ich mir noch mal Gedanken machen, wie weiter (aber: dafür habe ich noch 5 Jahre Zeit). Sonst auch alles tiptop, aber gsd habe ich nochmal in meinen Rucksack geschaut, ich hatte das Laptop nämlich im Büro gelassen. Also radelte ich anstatt zum Pizzaessplatz nochmal zurück, arbeitete noch ein wenig und radelte dann MIT Laptop nochmal quer durch die ganze Stadt

Pizzaessen war sehr nett, es war kalt, aber das OK hatte nicht nur für genug Sitzplätze, sondern auch für Unterlagen und Decken gesorgt. Und leckere Pizza! (Meine "Foodporn"-Pizza hat nicht nach Pizza geschmeckt, war aber sehr, sehr lecker!) Es war schon sehr toll, viele der Kollegen, die ich die letzten fast zwei Jahre nur als Google Meet-Kacheln (wenn überhaupt) gesehen habe, endlich mal wieder in echt zu treffen!

Ich habe mich dann direkt nach dem Mittagessen auf den Heimweg gemacht (endlich mal wieder die schöne Radstrecke auf der deutschen Rheinseite! Anscheinend ziehen wir ja irgendwann Anfang nächtes Jahr aus dem aktuellen Bau am Bahnhof in einen der Elfenbeintürme, dann ist es zwar mit dem ÖV wieder ein bisschen mühsamer ins Büro zu kommen, dafür ist ds Büro VIEL SCHÖNER und die Radstrecke halt einfach ein Traum.), weil ich nur noch Videomeetings hatte und die kann ich auch von daheim aus machen, anstatt dann in der Kälte heimzuradeln und L. vor dem Sport nicht mehr zu sehen.

Parallel zu allem habe ich etwas aufgegleist, um das gestern abend aufgepoppte Thema zu regeln, ich hoffe, das funktioniert.

So, jetzt muss hier noch meine MOntagabendpizza fertig werden, dann hole ich L. vom Sport ab und dann .... werde ich vermutlich im Stehen einschlafen, ich bin so, so, so, so müde. (Ach.)