Freitag, September 25, 2026

250926

 Uff, uff, uff. Es ist soweit, spoiler ich mal selber vorneweg: ich habe wirklich und wahrhaftig Urlaub. 

Der Tag startete um 5:30h ohne Schwimmen, mit Dusche und Arbeiten zur Skincaremorgenroutine am Frühstückstisch. Um kurz nach acht machte ich mich ausnahmsweise mit dem Auto zum Friseur, weil ich wenig Zeit hatte UND noch Katzenfutter besorgen musste. Das wären insg 50k mit dem Rad gewesen, normalerweise ein Traum bei diesem Wetter, heute zeitlich aber nicht drin, mein Tag war pickepacke voll gepackt. Ich hatte auch gestern (wir waren nach der Arbeit noch Ph3-Resultate im firmeninternen Club feiern, aka ein alkoholfreies Bier und zwei Oliven, bis ich um halb acht heimgeradelt bin, aber andere haben lang gemacht) keine Zeit / Nerven mehr gehabt, 2-3 Stunden mit nassen Haaren und ruhiger Hand zu investieren, um die Haare zu blondieren und zu tonen, also bin ich einfach mit Ansatz zum Schneiden. Mit der Aussicht, dass es doof aussehen würde und ich dann halt heute abend oder am Wochenende färben würde. Jetzt.... sieht es aber gar nicht mal doof aus und ich überlege, ob ich es so lasse. (Style ist nicht mehr der Friseurinnenstyle, sondern verraufte Haare und müdes Gesicht nach einem langen Tag und noch längeren Wochen und Monaten.)




Frisch daheim: Stragegieteammeeting mit dem Team mit dem Readout. Wir geben mehr Geld aus!

Dann: schnelles Mittagessen (im Gemüsekorb waren keine Tomaten und ich war noch nicht einkaufen, es gibt also Nudeln mit gebratenen Zucchini, Zwiebel, Knoblauch, getrockneten Tomaten und separat gebratener Aubergine und Parmesan. Schmeckt super.

Dann: Das gleiche Training zum IT Projekt wie gestern nochmal halten, heute voll virtuell. Wir kommen mit der ZEit besser hin.

Im Anschluss: eine Stunde mit meinem Chef, in dem ich ihm für Notfälle meinen Projektstatus für ALLE Projekte feede (incl cheat sheet und grad noch Feedback. zB "Bei dir ist aber echt richtig viel los grad, hm?") Dann nochmal (von seiner Seite) ein Check, wie ich das gestern verdaut habe. Er denkt, er müsste mich aufbauen und trösten, damit ich mir das nicht zu Herzen nehme, ist dann etwas erstaunt über mein im Gegenteil "Das hat mir total viel geholfen, weil ich jetzt nach 11 Jahren geschnallt habe, dass der Fehler nicht bei mir liegt". Für ihn ist die Sache nicht erledigt und ach, er ist ein richtig guter.

Dann noch ein letztes weekly Krisenupate abschicken (das sollte überhaupt nicht die Norm sein, ich habe aktuell 3-4 solche wöchentlichen Leadershipkommunikationen. Was hatte ich am Anfang Schiss und wie wenig schlimm ist das jetzt. Ich muss jetzt schauen, dass das auch wieder aufhört der Reihe nach, allein die letzte war jetzt eher eine Erfolgsmeldung. Eine Teamkollegin übernimmt das für die nächsten beiden Wochen und dann mache ich noch eine letzte und dann ist das hoffentlich schon mal gut.

Und dann.... aktiviere ich den OOO responder und melde mich im Chat auf "away" und dann würde ich mich am liebsten auf den Boden legen und ein bisschen weinen, so erschöpft bin ich. Stattdessen gehe ich Wocheneinkauf machen (ein bisschen was brauchen wir noch bis Mo, checke mit Q., wie sehr sein Pfadikurs mit unserem Urlaub überlappt (ein Tag), organisiere Katzencoverage und dann kommt der Hübsche nach Hause und wir laufen eine Runde um die Felder, um auszulüften. 

Flammkuchen, weil nur wir zwei zum Abendessen da sind, dann Feierabend

URLAUB!

Donnerstag, September 24, 2026

240926

 Der Arbeitstag war verrückt, zwei Sachen möchte ich teilen:

ich bin jetzt so gut im Kraulen (wahrscheinlich habe ich mir wieder irgendeinen Quatsch angewöhnt, aber ich fand mich heute richtig elegant: immer schön mit Schaufel eingetaucht, sehr kontrolliert, auch mit links Zug gespürt.), dass ich 6 Bahnen durchgehend gekrault bin und Muskelkater davon habe, so zwischen den Schulterblätern. Mal sehen, was nach 2 Wochen Pause noch da ist.

Und: ich habe heute ungefragt, ungebeten, unerwartet Schutz und Rückhalt von meinen KollegInnen und meinem Chef bekommen. In einem Meeting. Und das war so: Wie ein paarmal (lol) schon erwähnt, bin ich Lead für ein grosses Digitalprojekt, das eigentlich für ungeführ 150 Leute am 15. ausgerollt hätte werden sollen, jetzt wird es der 30. und der 6. 10., aber wir haben heute das erste Training dazu gehalten und davor noch eine Session mit ungefähr 30 Leuten, in denen es um v.a. den Output dieses Tools ging. Ich habe in dieser Session das Tool, die Änderungen im Prozess und so weiter  vorgestellt und war schon bereit für viele Fragen, nicht alle angenehm, es sind nicht alle begeistert, das ist ja auch ok. Und dann kam der eine Kollege, den ich seit über 10 Jahren kenne, der immer alles in Frage stellt, eine "unpopular opinion" hat oder "opinion that you are ot allowed to have" oder "comment you do not want to hear". Er ist bisher immer als "nicht ganz einfach, aber er hat so viel fachlich drauf und ganz unrecht hat er nicht immer" geframed und niemand hat ihn je in die Schranken gewiesen. Ich habe (dachte ich) gelernt, damit zu leben, antworte so lang sachlich, wie ich es hinkriege, irgendwann tiltet es und ich schnappe zurück und dann ärgere ich mich, er lehnt sich zurück und grinst und nach dem Meeting sagt er dann "I hope you did not feel offended" und ich rolle die Augen und sage nichts. Also. Es ging wieder los, es wurde sehr schnell sehr ätzend ("top down, niemand hat uns --> mich gefragt (warum auch? es gab uservertreter), blablabla immer weiter und weiter), bis ich irgendwann auf die Frage "So you are saying, we now believe AI more than our brains?" gesagt habe: "If you really desperately want to frame it that way: yes, we do." (was Quatsch ist und der Kollege, der beim LLM Training dabei war, hat es dann sehr sachlich und fachlich gut erklärt) und ich habe mich geärgert, dass ich mich habe provozieren haben lassen.

Als wir mit der Intro dann durch waren, habe ich gesagt "So, before we move to the brainstorming session, are there any more questions that should be covered here and not in the training later on?" und er kam nochmal: "I actually have another comment, that you will not want to hear" und ich dachte, ich höre nicht recht, als meine Kollegin neben mir meinte: "Actually she asked for questions, not for comments.... ....... ...... just kidding, go ahead". Das nahm ihm erstmal dne Wind aus den Segeln, er haute den Kommentar dann aber trotzdem nochmal raus und dann passierte nochwas: mein Chef schaltete sich ein und .... stellte ihn sehr sachlich, aber unglaublich bestimmt vor der gesamten Truppe in die Socken. Später meinte ein anderer Kollege aus unserem Team, er hätte nochmal mit unserem Chef geredet, weil es einfach nicht geht, wie dieser eine Typ Meetings kapert und Leute einfach bullied (ich bin ja nicht die einzige "er ist halt so"). Und all das zeigte mir: der Fehler liegt nicht bei mir, dass ich irgendwann tilte und schnappe, sondern beim Bully. Und das ist nichts, was man aktzeptieren muss, geschweige denn als "unbequemes, aber so wertvolles out of the box-denken" hochjubeln muss. Meine Güte. Jetzt ärgere ich mich schon wieder über mich, dass ich da 10 Jahre drauf reingefallen bin und das mit mir habe machen lassen.


Gemüsekorb heute mit Weitwinkel, weil so viel, weil Apfeltag: Radieschen, Friseesalat, Felsalat, Petersilie, Rosmarin, Karotten, 5l Apfelsaft, 5kg Äpfel, Kartoffeln, Zucchini, Aubergine, Kürbis, Mais, DIE EIER

Heute übrigens nur ein Übungsei und fünf Fortgeschritteneneiner

Mittwoch, September 23, 2026

230926

 So, mein Tag heute war so verrückt und wild bei der Arbeit, dass ich gar keine Bandwidth (und Zeit, meine verbleibenden zwei Arbeitstage sind getimeboxed mit noch, ich glaube, zwei freien Halbstundenslots und in der Planung der Tasks ist keine Luft drin) habe, das nochmal zu erzählen. Deshalb schreibe ich heute was, was mir tatsächlich schon am Herzen lag, seit mein eines Projekt im Juli nach Readout der klinischen Daten gestorben ist. Wie ich hier nicht erzählt habe, war für mein anderes (chemisch / von der Modalität her, sonst gar nicht) verwandtes Projekt am Freitag Readout und heute wurden die positiven Resultate kommuniziert (auch mit Pressemitteilung um 8:11h (dass ich das so genau weiss, mag Ihnen vermitteln, wie eng die Kommunikation heute getaktet war), d.h. ich kann darüber auch schreiben und wenn Sie wollen, können Sie natürlich rausfinden, für welches Molekül ich für die Industrialisierung verantwortlich bin und an wen Sie denken können, wenn Sie zu den gottseidank nicht so vielen Menschen gehören, die in Zukunft dieses Medikament verschrieben bekommen und dann in ihrem Kühlschrank lagern und Sie zB die Schachtel doof finden oder den Autoinjektor oder das Leaflet doof gefaltet ist. Sorry schon mal.)

Was ich eigentlich schreiben wollte: wie krass das ist, wenn bei einem negativen Readout von einer Minute auf die andere (nahezu) sämtliche Arbeit von zig Leuten gestoppt wird, wenn die Arbeit von Hunderten Leuten über Jahre hinweg einfach entsorgt wird (schon nicht weggeschmissen und man kann immer noch was draus lernen, zumindest aus manchem, aber vieles ist halt einfach ... für die Tonne).

Und dann ist mir eingefallen: ich glaube, viele wissen gar nicht, wie so eine Neuzulassung / ein Launch eigentlich funktioniert und wieviel da vorab passiert.

Deshalb: hier eine (vereinfachte) Erklärbärsession:

Wie Sie wissen, arbeite ich ja in dem Bereich Technical Operations, also in dem Bereich der sich mit der tatsächlichen Produktion von Medikamenten (alles, von der Herstellung von Starting Materials, dem Weikstoff, der galenischen Formulierung, dem Device, falls zutreffend, und der Primär-, Sekundär-, Tertiärverpackung) befasst. Wir haben also nichts mit der Klinik zu tun, nichts mit der Forschung, wir sorgen dafür, dass egal welcher Wirkstoff in der richtigen Formulierung in den richtigen Mengen in der richtigen Qualität zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist.

Man denkt ja gern (und die Sendung mit der Maus oder so suggeriert das), Medikamentenentwicklung geht so: Forscher entdecken ein Molekül, von dem sie denken, dass es auf irgendeinen speziellem Weg gegen irgendeine Krankheit wirkt. Das testen sie erstmal an einem Modell, dann an Tieren, dann an gesunden Patienten, dann an kranken, in klinischen Studien, gegen Placebo, doppelblind, oder gegen den standard of care etc etc. Dann werden diese Daten ausgelesen und wenn sich zeigt, dass die (vorher definierten!) Endpunkte erreicht sind, wird das bei den Gesundheitsbehörden eingereicht, die schauen sich an, ob das wirklich alles mit rechten Dingen zugegangen sind, ob die Daten wirklich so gut sind (zB wirklich richtig viel besser, als der standard of care), wenn ja, bekommt man eine Zulassung und das man kann das Medikament dann vom Arzt verschrieben bekommen und die Pharmafirmen verdienen sich eine goldene Nase.

Was aber (vielleicht) nicht so bekannt ist: man möchte so ein Medikament nach der Zulassung natürlich so schnell wie möglich auf den Markt bringen, nicht nur, weil man nur eine begrenzte Zeit Patentschutz und damit Exklusivität hat, bevor Generikahersteller auf den Markt kommen dürfen und die Preise sinken werden, sondern halt primär auch schon, um den Patienten dieses neue Medikament so schnell wie möglich zur Verfügung stellen zu können. Was hilft einer zB Brustkrebspatientin mit einer Variante, für die es bisher keine Behandlung gibt, die Aussicht darauf, das es zwar ein neues Molekül gibt, das in der Klinik grossartige Resultate gezeigt hat, Gesundheitsbehörde ist total begeistert, Zulassung erteilt, aber upsi, sorry, wir brauchen noch ein paar Jahre, um die Mengen, die wir jetzt brauchen, erstmal herzustellen. Bis das dann fertig ist, ist sie im schlimmsten Fall tot, auf jeden Fall leidet sie unnötig.

Also: parallel zu all den klinischen Studien läuft die technische Entwicklung, man arbeitet an kommerziell machbaren Produktionsprozessen im grossen Massstab für alle Zwischenstufen, den Wirkstoff, die Formulierung, evtl das Device und auch der Verpackung. Um ein Medikament zuzulassen, muss ich nicht nur klinische Daten einreichen, sondern auch zeigen, dass ich in der Lage bin, das verlässlich und nach international definierten, überprüften und sehr, sehr strengen Standards zu produzieren. Das ist keine Absichtserklärung, sondern da werden harte Beweise gefordert. Man zeigt also, dass man die Produktion im Griff hat, dafür hat man.... produziert. Ordentlich viel, weil wenn ich zB zum Launch weiss, dass ich pro Batch zB 200kg Tabletten aufs Mal produzieren muss, um genug zu haben, reicht es nicht, gezeigt zu haben, dass man mal mit einer Handpresse 50 Stück gemacht hat, sondern man zeigt, dass man mehrere Batches in vollem Massstab produziert hat und in gleichbleibender Qualität. Wenn ich behaupte, dass meine Tabletten 4 Jahre haltbar sind, dann muss ich die entsprechenden Stabilitätsstudien vorlegen. Wenn ich behaupte, meinen Autoinjektor muss ich im Kühlschrank lagern, kann ihn aber insgesamt 24h bei RT aufbewahren, muss ich das beweisen. You get the point? 

All das dauert. Lang. Dann muss ich ungefähr eine Ahnung haben, mit welchen Volumen ich rechne. Die Anlagen und Produktionsstätten, die ich dafür brauche, sind auch Teil einer Einreichung, ich muss.... genau, bewiesen haben, dass ich dort genau richtig produzieren kann. Sie müssen die entprechende Behördenzulassung haben und werden vor der Erteilung einer Zulassung noch mal von den Behörden inspiziert (d.h. über Tage auf links und durch die Mangel gedreht). 

Für einen Launch will ich natürlich bereit sein (es gibt ambitionierte Ziele, die sich manche Pharmafirmen setzen, zB einen Lauch binnen 24h nach Approval, das ist ein bisschen crazy, es bedeutet, dass ich ALLES auf Risiko produziert, länderspezifisch verpackt und auch schon verschickt habe. Das macht man nicht oft, aber ein Launch binnen weniger Tage bis Wochen ist für die major markets schon ein realistisches Ziel.

Was das bedeutet: all das passiert, ohne zu wissen, ob das Produkt tatsächlich jemals gelauncht werden wird. Man arbeitet und macht und tut und produziert und studiert und schreibt und schreibt und schreibt (und gibt Unmengen Geld aus), um für den Bestfall gerüstet zu sein und im blödsten Fall alles einfach sang- und klanglos zu entsorgen.

(All das passiert natürlich nicht blind und es gibt jeweils Gating Points, an denen der nächste Level an Entwicklung freigeschaltet wird, aber sehr, sehr viel, gerade gegen Ende der Entwicklung, passiert auf Risiko.)

Ich habe jetzt im Abstand von zwei Monaten beide Fälle erlebt und fand die ganze Aufregung heute fast ein bisschen skurril und befremdlich: unser ganzes Team arbeitet seit JAHREN unter der Annahme, dass der Readout heute so gut sein würde, wie er war. Deshalb ändert sich an den Arbeitspaketen, die in den nächsten Wochen und Monaten auf uns zukommen, genau gar nichts. Nur schaut auf einmal die gesamte Firma (und mehr) auf uns und wird (hoffentlich nur ganz kurz) nervös, ob wir auch wirklich alles im Griff haben.

Ich denke aber schon. Grösstenteils.

Erklärbärzeit zu Ende.

Dienstag, September 22, 2026

220926

 Gut geschlafen (oder: wie die wohl verrutschte Uhr sagt: "Kein Schlaf erkannt"), die letzten Minuten vor dem Wecker warm eingekuschelt mit kaltem Gesicht (bald ist Wärmflaschenzeit!) die Ruhe vor dem stürmischen Tag (dem Rest der stürmischen Woche, bevor es nach Taifun-Japan geht) genossen.

Der logische Schluss, dass es vllt zu kalt für knapp überknielange Sporthose zum Radeln wäre oder auch dieselbe data driven decision bei 6 Grad Aussentemperatur, ist aber nicht passiert. So war ich dann sehr froh, dass ich eine heisse Vorschwummdusche für meine Waden und Füsse hatte (und den Rest des Körpers, wir wollen nicht so sein).

Fallout Slow Up übrigens: heute nix mehr, gestern war die Strecke gesäumt von Müll, man konnte genau sagen, wo es welche Gimmicks und Werbeartikel und Snacks auf der Strecke gab. SO SCHÖN!

Schwimmen dann: ging heute erstaunlich gut, ich versuche jetzt, auch mit dem linken Arm eben Power hinzukriegen, hat dazu geführt, dass ich in meiner Zeit (35min) heute ordentlich mehr geschwommen bin als die 40 Bahnen.  Ich habe es ausserdem geschafft, irgendwie mit meinem linken Zeigefinger einmal am Beckenrand hängenzubleiben und ihn umzubiegen (fragen Sie nicht, ich weiss es doch auch nicht...), so dass ich den Rest des Tages an wehem Finger links litt. Dann war ich aber so hungrig, dass ich trotz Honigbrot vorher noch ein Birchermüesli aus der Cafeteria geholt habe (die machen das vegan mit Kokosmilch und es ist das beste, das ich je gegessen habe). Neu ist das nicht mehr in Pappboxen mit Plastikdeckel, sondern so Weckgläsern. Als der Barrista merkte, dass ich es mitnehmen will, wollte er es mir in eine Box umfüllen, aber ich schwor, ich könne das (offene) Glas über die Strasse und 16 Stockwerke nach oben balancieren (den Umweg über den Keller verschwieg ich). Er buchte mir also Depot auf die Karte und versprach mir, ich könne das problemlos auch in der Cafeteria im Turm zurückgeben. Das fanden die dann nicht und konnten mit "Depot" nix anfangen. Ich hatte aber auf der Kasse vorher gesehen, dass er mir einen "Kooky" (Mehrwegkaffeebecher) draufgebucht hatte, das ging dann. Nächstes Mal esse ich es vllt einfach grad dort.

Dann: voller Tag (ach, echt?), coole und ein leicht verstörendes Bild von L. aus New York (er ist sehr erfolgreich in Secondhandläden unterwegs, zT mit eben richtig coolen und dann aber auch echt verstörenden Schnäppchen), Mittagessen mit einer Kollegin, die mir die zweite Charge an Urlaubsfotos zeigte (Note to self: doch, so eine Selektion der besten macht schon Sinn. Wirklich. Aber eben: wir sehen uns so selten, ich mag die gemeinsame Zeit sehr, dann halt mit vielen "Und da sind wir dann halt weitergefahren"-Bildern)

In einer 5min Luftpause habe ich dann noch das Corporate Sexual Harassment Training sehr schlecht bewertet. Ich erinnere mich, dass ich genau das die letzten beiden Male schon doof fand (und allein dasselbe Training jedes Jahr wieder machen zu müssen, ist halt doof.) Das ganze Training ist gut gemeint (Sexual Harrassment hat nicht damit zu tun, wie irgendwas gemeint ist, sondern wie es ankommt.), aber ist dann einen Tacken ZU scheinbar inclusive und Stereotypen vermeidend, in dem es das ganze Training um einen Fall aufbaut, in dem eine KollegIN einen KollegEN belästigt. Und ja, das mag vorkommen, aber die überragende Mehrheit der Fälle geht halt von Männern aus (es war zB auch ein Fall von Mann belästigt Mann dabei, Frau/Frau nicht), warum muss ich dann die Ausnahme als Hauptbeispiel auswählen? Mal sehen was passiert, anders als jemand, der das Training als "Folter" empfand und "die sollen sich alle nicht so anstellen", habe ich mit meinem Klarnamen kommentiert. Let's see.

Der Tag "endet" mit 3h Workshop followed by a team dinner und meine Güte, das ist alles ja schon sehr wichtig und gut, aber halt auch VIEL!

Gemütliches Heimradeln durch die Nacht und ab ins Bett... (Der Hübsche hat in der Sandoase einen Riesenerfolg --> Erstes Approval eines "neuen" (für die USA) Lichtschutzfaktors von der FDA seit .... ich weiss gar nicht wann, irgendwann in den 70ern oder so <-- zu feiern. Ich glaube, auch dafür, aber auch für die Regalmeter an Mixtapes zu Hause, zB "Triphop zum PC-Lernen", hat er sich einen Walkman gekauft, also etwas, das aussieht wie ein Walkman, incl der klassischen orangen Schaumstoffkopfhörer, einem Bleistift zum Band wieder aufwickeln. Aber auch: mit USB-C Anschluss zum Laden, einem Lautsprecher, Bluetooth zum Koppeln mit Boomboxen oder so, was aber nicht gescheit funktioniert und den Fernseher zB lahmlegt, egal, ob man ihn zum Koppeln ausgewählt hat oder nicht. Ah ja, Link zum Feierevent: dafür haben sie noch Kassetten mit Radio-Werbung für die letzten SPFs gefunden, die kann er jetzt anhören)



Montag, September 21, 2026

210926

Es ist verwirrend, es fühlt sich immer herbstlicher an, so ... gefühlt, aber morgens ist es immer noch total warm. In der Reflektorjacke war es mehr als warm genug. Skurrilerweise beim Mittagsradeln in die Stadt nur im T-Shirt war es.... fast ein bisschen frisch?

Nächste Verwirrung: In der Umkleidekabine beim Schwimmen waren einige Frauen, vermutlich am Gehen, aber als ich in die Halle kam, war das Becken einfach leer. Ganz leer. Es lag so glatt da, als ob noch niemand seit letzter Woche auch nur einen Zehen reingesteckt hätte.... Ich hatte freie Bahnenwahl, es füllte sich aber zügig (nicht wild). Beim Schwimmen habe ich jetzt gemerkt: das blöde Fuchteln habe mir v.a. links angewöhnt, da muss ich gut aufpassen, dass ich wirklich richtig eintauche. Es fühlt sich auch nicht ... so kräftig an, wenn ich durchziehe, irgendwie, wenn mein linker Arm dünner/windschnittiger wäre.... Seltsam.

Arbeitsmorgen dann intensiv, die Woche ist einfach unglaublich voll, aber ich mache halt, was geht und nächste Woche bin ich weg.

Mittagspause war heute ein bisschen speziell, weil ich mir eine Zeit geblockt hatte, um in die Stadt zu fahren, um Gastgeschenke für L.s Gastfamilie in Kyoto zu besorgen, die wir ja nächste Woche besuchen. Ich war diesmal ganz einfach bei der Touristeninfo, da gab es echt schöne Sachen, und bei einer der lokalen Confiserien für eben Pralinen. Rest hole ich im Coop, das wird ein nettes Körbchen.

Beim eine Runde durch Gerbergasse --> Marktplatz --> Freie Strasse merkte ich: meine Güte, Basel ist bumsvoll mit Touristen (unter anderem mehrere Kreuzfahrergruppen...), wenn unsereins arbeitet! Mein Schwur an mich selber "Ich weiche nicht mehr aus" wurde auf eine harte Probe gestellt, ältere weisse US-Amerikaner auf Touristenmission sind ... eine Hausnummer (natürlich geht es hier nicht um irgendwie motorisch engeschränkte Menschen. Ich laufe niemanden im Rollstuhl oder Krücken oder am Humpeln um. Diese Menschen sind mental eingechränkt durch Jahrzehnte white male privilege....Aber ich habe jetzt ja krass starke Schultern vom Kraulen)

Ich war dann viel schneller wieder zurück als gedacht und hatte schon vorher schlimm Hunger gehabt und deshalb ein Sandwich (sehr schön bunt und erstaunlich geschmacksneutral belegt, muss man auch schaffen) und ein Cookie verdrückt, deshalb hatte ich dann noch Zeit für eine schnelle Walk-Runde um den Block, das Wetter ist dafür einfach perfekt!

Der Nachmittag war back to back vollgepackt mit Meetings, ich lief meinem Kalender hinterher, bisschen spannend war es, sicherzustellen, dass immer noch Strom genug im Laptop war, ging sich grad so aus.

Heimradeln erstaunlich früh, aber der Rest der Woche wird sooooo lang werden, da ist das ok.

In Tokyo bereitet man sich auf den Taifun Dujuan vor, bis wir da sind, ist der längstens durch und mit der japanischen Art, damit umzugehen, sind die aktuellen Evakuierungsaufrufe anders zu werten als wenn hier evakuiert werden würde. In Japan macht man das, bevor Leute ertrinken.... Wetter für unsere Ferienwochen ist trotzdem so, wie man es für die Taifun-Saison erwartet, wir werden unsere Regensachen brauchen.


Sonntag, September 20, 2026

200926

 Uff, das war ein wunderbares Wochenende für alle (hoffe, auch für L., der ist gestern nach New York geflogen und so wie ich Klassenreisen und Pfadilager und was auch immer kenne, wird die Kommunikation sehr spärlich sein, das ist ja auch gut so. Immerhin war die Immigration für alle Kinder problemlos, darauf hätte ich nicht gewettet. Das mit der eSIM hat geklappt, sie hatten im Hostelzimmer "Nur 2 Kakerlaken, sonst ist alles super". Na .... dann).

Ich hatte eine richtige Auszeit mit sooooo viel Reden (wir haben uns mit dem Willkommensrose um drei oder so in eine Schaukel gesetzt und dann nicht aufgehört zu reden, bis wir nachts um eins heiser (und auch relativ tipsy, um mal nett zu bleiben, waren). Wir haben im "Sahnehäuble" Torten geschlemmt, in der ein bisschen angeschraddelten Therme gebadet (und geredet, geredet, geredet), gemeinsam gegessen, kurz überprüft, ob die Hochzeit, wegen der die Rooftop Bar gesperrt war, das wert war (war relativ lame, sorry!), auf dem Balkon den Prosecco aufgemacht und aus Wassergläsern getrunken. Heute morgen dann eine lange Runde durch den Kurpark, mehr Reden und die feste Versicherung, dass das eine regelmässige Aktion werden muss.

Wie gut das tat!

Auf dem Heimweg dann bisschen nervös geworden, weil gar so viel Stau war, aber das war wegen irgendeiner abstrusen Baustelle auf der Autobahn, die man halt am Sonntag fertig machen wollte. Bei uns war ja der beknackte Slow-Up wieder vor der Haustür, aber ich kam immerhin unproblematisch nach Hause. Sonst halt wieder Unmengen Radler, die nicht nur auf der Strecke unterwegs waren, sondern überall und sich für Gottes Gabe an die Menschheit hielten. Auf der Strecke selber wurde sich kurz fast geprügelt, alles wie immer. Ein Event für gross und klein und Gottseidank ist es wieder vorbei.

Koffer ausgepackt, mit dem Hübschen eine Spazierrunde gedreht, dann die letzten Sachen für Japan gebucht (ich habtte eine Shinkansen-Buchungs-Hemmung, dabei ist das pipieinfach.). Ich habe dummerweise unseren Trip nach Kamakura auf einen Mittwoch gelegt, den einzigen Tag, wo der Hanko-Stempelworkshop zu hat. Es wurde abgestimmt und wir werden statt Essstäbchen schnitzen einen Kintsugi-Workshop machen. Damit und mit dem Slot im Capybara-Cafe in Tokyo ist ALLES vorgebucht, was Gemini meinte, ich solle vorbuchen.

Let's go!

Morgen dann also letzte Arbeitswoche, mit Hybrid-Workshop, Adjudication Meetings für eine Einreichung (mal sehen, am Fr war Interimsanalyse meines zweiten Prelaunchprodukts, diese Woche werde ich erfahren, ob wir mit Highspeed weitermachen wie bisher, alles fallen lassen und alles anzünden, was wir bisher gemacht haben, oder aber was ganz anderes.), und dann halt noch das Digitalprojekt fixen....

Samstag, September 19, 2026

190926

Ein Kind auf Pfadi-AL-Weekend, ein Kind auf dem Weg nach NYC mit der Schule, der Mann mit einem Gaming-Netflixing-Wäschewaschweekend vor sich und ich gleich am Zielort für Ladies Weekend.