Montag, November 02, 2026

021126

 Also. Es ist RICHTIG kalt geworden. Zum Schlafen super, mir ist gern immer noch zu warm und ich strecke immer Gliedmassen zum Abkühlen unter der Decke vor. Der Mann meinte, es hätte morgens 13 Grad im Schlafzimmer gehabt... ups.

Beim Radeln war es RICHTIG kalt,es hatte 1 Grad und die Softshellhose über der Leggins und die Trainerjacke über dem Thermoshirt und unter der Reflektorjacke waren, Krabbenhandschuhe über "den besten Wintervelo-Handschuhen" wären eine gute Idee gewesen.

Ich hatte ja, weil mir die Sorge, ich würde mich im Plus-Kraulkurs zum Affen machen, doch arg nachgeht, für die Monate bis Ende Januar vorgenommen, an Ausdauer und Geschwindigkeit zu arbeiten. Dazu gehört: keine Brust- oder Rückenbahnen einlegen, wenn ich ausser Atem komme, dann halt eine langsamere, Angst vor Ertrinken gildet nicht mehr. Und: mehr als 1km. Damit habe ich heute mal angefangen und halt 42 Bahnen am Stück gekrault. Das ging erstaunlich gut, die letzten 10 oder so waren von der Technik nicht mehr sooooo schön, da hätte ich mir keine Eleganz zugeschrieben, aber ich habe throughgesoldiert. Müde Arme gab das!

Dann: ein echt intensiver Tag und die Stockholmsyndromartigen Gedanken am Freitag, dass das doch eigentlich gar nicht so schlimm wäre und es schon ein tolles Team für den Portfolioreview, haben sich verdünnisiert und ich werde meinem Chef sagen, dass ich das noch maximal einmal mache (wäre nur fair, das IT-Projekt wenigstens auf den Stand bringen, in dem es aktuell sein sollte) und dann muss es jemand anders übernehmen.

Mittagessen auf die Schnelle allein mit Kindle und dann alle übrige Zeit bis zum nächsten Meeting draussen durch die kalte frische Luft gelaufen. 

Uff.

Heimgefahren bin ich über eine Stunde später als ich wollte, weil ich erst verzweifelt nach Trends in unseren Daten gesucht habe, dann bereit war, einfach die schönen Charts aus dem neuen Tool aus dem Podcasterprojekt zu nehmen und mir Kommentare dazu aus den Fingern zu saugen, merkte, dass die Daten NULL mit denen aus dem anderen Dashboard übereinstimmen und dann erstmal unsere "Metrics"-Truppe aktiviert habe. Zeigt sich: der Bug ist in den Daten. Damit habe ich einen eleganten Ausweg dafür gefunden, dass der technische Kontext, der von meinen KollegInnnen geliefert wurde, sehr mässig ist, weil: wenn die Datengrundlage schon nicht stimmt, können wir auch nix korrekt interpretieren. Meine Güte...

Heimradeln tat dann wie immer sehr gut, obwohl ich ordentlich warmen Westgegenwind hatte (grad mal schauen, was das für die morgigen Radltemperaturen bedeutet)


Sonntag, November 01, 2026

011126

 November!

Nebeneffekt von "wir machen unseren Sommerurlaub im Oktober" ist: oh, jetzt ist das Jahr schon rum?

November also.

Heute war unser allherbstlicher "Wir machen den Garten parat"-Tag. Ich habe die Terrassenbeleuchtung entkalkt und die Fliesen von Rost/Kalkflecken befreit. Der Hübsche hat ein letztes (danach kommt das "jetzt aber wirklich letzte" und dann das "jetzt aber echt allerletzte") Mal Rasen gemäht, das Schilf abgesäbelt und den Rest lassen wir nochmal. Keine Sorge, alles Getier ist gut versorgt mit Asthaufen und Gestrüpp.

Sonst planen wir für den November:

viel Arbeit (aktuell sind die grossen Portfolio Reviews für den 11. und den 30. geplant, bis dahin rotieren wir. Ausserdem werden wir vermutlich mein zweites Pre-Launch-Molekül einreichen, dafür braucht es auch noch viel Arbeit und wenn es erledigt ist, feiern wir es ausgiebig incl einer Rigi-Wanderung. Wir planen einen F2F Workshop für das erste, dessen Launch demnächst wir vorbereiten, ausserdem läuft eine PPQ Kampagne, 3 Transfers und das Podcaster-Projekt plant einen dryrun, das wird auch wild. Ach ja: Lessons Learned für das IT Projekt incl Prios für 2027. Und Feedback abgeben für dröflzig Kollegen. Und vielleicht sogar schon End Year Review mit meinem Chef? Ich weiss gar nicht.)

Vielleicht fahre ich noch nach Slowenien für die Arbeit. Ich glaube aber, wenn dann erst im Dezember.

Wir kriegen Übernachtungsbesuch von kleinen Neffen und Eltern, das wird toll.

Die Kids werden ein Pfadiplanungsweekend haben, der Hübsche und ich gehen auf ein Wellnessweekend, das ist dieses Jahr auch noch nicht passiert (wieder an den Hallwiler See, nicht auf die Luisenhöhe, wo ich mir vor lauter Wellness fast die Nase gebrochen habe).

Ah: personal maintenance: ich werde meine Haare wieder färben (der zwei-Farbenlook war ok, aber jetzt ist es auch wieder gut. Eigtl könnte ich jetzt einen richtig kurzen Pixie in meiner Originalfarbe machen, aber andersrum habe ich noch so viel High-end-Blondierzeug rumstehen...) und geschnitten bekommen. Es ist schon wieder ziemlich Zeit.

Samstag, Oktober 31, 2026

311026

 Gerade habe ich als Datum 170526 geschrieben und war kein bisschen verwundert, schliesslich steht unten rechts auf meinem Bildschirm 17:05 (17:06 mittlerweile). Ja. Oke.


Also. Heute: Kolchosenarbeitstag aka Arbeitstag auf dem Markhof (der Zusatzhof für Lagergemüse, den der Birsmattehof seit 2015 dazugepachtet hat und der halt einfach gerade über den Rhein 10min mit dem Rad weg von hier ist). Ich hatte mir ein Thermosportshirt, Arbeitshandschuhe und last minute noch ein Stirnband, Handschuhe und eine Fleecejacke unter die dünne Goretexjacke mitgenommen mit der Annahme, dass mir viel zu warm werden würde und ich dann halt alles ausziehen würde. LOL!

Es hatte 4 Grad und dicken Nebel, als ich losradelte und ich war froh um ALLES, was ich anhatte. Kurzer Schreckmoment: 1km vor dem Hof war die Strasse auf einmal weg. Also: gesperrt, dahinter weggerissen und auch der Radweg war abgesperrt. Es war 2min vor acht und jeder Alternativweg wären mehrere Kilometer gewesen (mir dämmerte, warum Google Maps mir vorgeschlagen hatte, die Dorffähre zu nehmen, die natürlich so früh nicht fährt). Der Radweg war nicht weggerissen, also beschloss ich, soweit zu radeln, wie der Teer reicht und dann halt zu schieben oder das Rad abzustellen und zu laufen. Es ging bis auf die ggüliegende Strassenseite des Hofes, man musste nur um ein paar Erdhaufen herumkurven.

Auf dem Hof: wie immer herzliche nette Stimmung, es ging heute wie an meinem ersten Erntetag jemals Sellerie ernten. Heute aber erstmal total händisch, weil die Erde so weich war, dass sie sich nicht sicher waren, ob der Traktor nicht eine Riesensauerei machen würde. Wir haben also ausgestattet mit Victorinoxgemüsemessern (es gibt jedesmal niegelnagelneue in der Kiste) und Arbeitshandschuhen die Sellerieknollen aus dem Boden gezogen, die Wurzeln und einen Grossteil der Erde abgeschnitten und oben das Grün (das war der befriedigendste Schritt: der beherzte Hieb und dann fällt das Büschel ab). Es war so, so, so kalt! Bis auf die nassen und dann so kalt, dass gefühl- und kraftlos gewordenen Finger war das aber nicht schlimm, sondern tatsächlich richtig schön. Wie Frau Herzbruch (sehr lesenswerte Gedanken zu ernsteren Themen!) so wahr anmerkte: frieren ist so viel besser als zu heiss haben (mir ist immer, immer, immer zu warm), man kann sich ja immer wärmer anziehen.

Zur Kaffeepause um 10 kam langsam die Sonne raus und der heisse Filterkaffee auf dem Hof in der Sonne mit verschiedenen Hefezöpfen war einfach grossartig! (an den Schuhen sammelte sich binnen weniger Schritte eine kiloschwere Lehmschicht, allein durch das Anfassen der leicht erdigen Sellerieknollen wurde der Messergriff zu einem einzigen Lehmbollen.






Der zweite Teil des Morgens fand dann in strahlender Sonne, aber halt immer noch richtig kalt statt. So schön!!!





Ich habe es diesmal irgendwie besser hingekriegt, keine Rückenschmerzen zu bekommen, weil ich all das Säubern aufrecht stehend und nicht gebückt oder gehockt gemacht habe.

Klientel: wie immer eine wunderbare Bubble aus Klischees (nehme mich da ja gar nicht aus), von den Holzkettenursulas mit Kindern in Walkanzügen zu den mittelalten Leuten in HighendFunktionskleidung, alle erdbeschmiert. Heute sind mir unangenehm viele Mansplainer aufgefallen, ich habe in allen Gruppen in Hörweite jeweils Männer Frauen die Welt erklären hören, das war schon auffällig..

Heimradeln heute dann ohne Mittagessen, weil ich um eins schon wieder ein anderes Date hatte, nämlich Q. bei der Feuerwehrhauptübung. Das ist eine öffentliche Übung, in der die Feuerwehr alle Einheiten in Testcases vorführt. Das ganze Dorf schaut zu und Vertreter der Nachbarfeuerwehren und es ist eine Riesenshow. Heute war es erstmals an sehr vielen verschiedenen Standorten und bis auf einen (Löschen eines Gasleckbrandes neben einem vollen Heptanfass, was auf dem neuen Spielplatz stattfand) wurden alle live via Drohne (einer Nachbarfeuerwehr) in den Gemeindesaal übertragen. Sehr beeindruckend! 

Q. war bei den Maschinisten, die mit der Motorspritze Wasser aus dem Rhein pumpten (für den Fall, dass es halt mal mehr Wasser braucht als aus einem Hydrant kommt) und dann wieder rein. Sah schon cool aus!





Wir haben dann noch der Verkehrstruppe zugeschaut, die für einen simulierten Autounfall an der grössten Kreuzung im Ort (als ob wir so viele hätten) dann teilgesperrt haben und eben den Verkehr geregelt. Schon spannend, das von oben zu sehen, ist echt nicht so einfach, alles im Blick zu behalten, wenn die Ampeln aus sind. Auch gelernt: die Feuerwehr hat einen Schlüssel, mit denen sie alle Ampeln auf Handbetrieb umschalten können.

Dann haben wir uns verabschiedet, gerade noch rechtzeitig, es gab nämlich noch eine Gebäuderäumung mit Publikumsbeteiligung, wo man als "VerletzteR" dann von der Sanität versorgt wurde. Wir hingegen sind noch eine Runde durch die Sonne gelaufen und haben das kalte Traumwetter genossen.

Daheim dann: Kind zur Halloweenparty verabschiedet, Abholmodalitäten geklärt (das Kostüm ist so fies, er geht als "Tung Tung Tung Sahur" und wenn Sie das nicht kennen, sind Sie vermutlich über 25.), das andere Kind zum Schlussabend der Feuerwehr und der Hübsche und ich werden einen gemütlichen Abend zu zweit verbringen, mit vor Sonne und kalt glühenden Gesichtern.

Freitag, Oktober 30, 2026

301026

 Ausgeschlafen bis um sechs (lol), mit einer kurzen Einkaufspause und 15min aufgewärmte Nudelmittagessen durchgearbeitet bis 18h, und zwar so konzentriert, dass ich nicht mal mitbekommen habe, wer wann nach Hause gekommen ist. It's this time of the year (again) und es geht noch ein bisschen so weiter (eigtl bis nächsten Mittwoch, aber der Termin, an dem alles hängt, wurde nach hinten geschoben, vllt schiebt sich alles ein bisschen. who knows).

Sonst: vielleicht fahre ich arbeitstechnisch dieses Jahr noch nach Slowenien, ich habe mich immerhin schon mal über Flüge informiert. Sieht aus, als ob es auf einen Flug spätabends ab Zürich rauslaufen würde.

Kleines Abenteuer beim Einkaufen: ich scanne ja immer alles selber und wenn Alkohol, wie heute der hübsche Prosecco aus der Trophy, dann muss die Kassenfrau kommen und eingeben, dass ich älter bin als es noch Jahreszahlen gibt in der App. Und relativ häufig kommt von Alkohol ausgelöst dann ein Teilscan von x Stücken und wenn man die alle eingescannt hatte, dann kriegt man eine Schokolade und einen 3xSuperpunkte Bon für den nächsten EInkauf. Wenn ein Artikel davon NICHT gescannt war, muss man zu einem vollen Rescan an der Kasse und danach wird dann geschaut, was falsch war (das ist mir zB schon mal passiert, wenn man zB was aus der Apotheke im Wagen hat und sie scannen das. Der Barcode von der Apotheke ist im Supermarktsystem überhaupt nicht hinterlegt, aber das merkt das Kontrollsystem nicht. Oder aber: es wird ein QR Code auf der Pizzaschachtel gescannt, wo man vllt erfährt, wie die Kuh vom Mozzarella heisst, aber das Kassenkontrollsystem sagt "Ha, nicht gescannt!!!!". ). Heute wurde als erstes eine der beiden Gurken gerescannt, die ich in meinen Wagen gelegt hatte und es gab sofort einen Alarm. Ich wusste sofort wieso, als ich die Frau die Gurke scannen sah: ich hatte die Gurken aus der normalen Gurkenkiste genommen, da haben die Gurken keinen Code, sondern man scannt an dem Schildchen an der Kiste (2x, weil 2 Gurken). Die Biogurken aus der Kiste nebendran haben Aufkleber mit Barcode und anscheinend ist eine der Biogurken in der Kiste mit den Billogurken gelandet. Oder zumindest deren Aufkleber. Naja. Also den Einkaufswagen zur Kasse juckeln, mit der Kassiererin, die in unserer Siedlung wohnt, ein Schwätzchen über Halloweenschutzmassnahmen halten, während sie alles nochmal scannt. Am Schluss kam raus: ich hatte eine Biogurke zu wenig, eine Billogurke zuviel und eine Packung Salami zu viel gescannt. Alles in allem ein Gewinn für mich (ausser, dass ich halt ewig gebraucht habe und vermutlich wieder einen Strich auf meiner Selbstscankassensünderliste habe). Die Salami habe ich übrigens nicht zuviel gescannt, ich habe eine in den Wagen gelegt und eine gescannt, warum auch immer die an der Kasse nicht gescannt wurde.....

Generell bin ich sehr grosser Fan des Selbstscannens, ich packe alles so in den Wagen, wie es Sinn macht und nehme es nicht noch einmal voll nutzlos alles wieder raus aufs Band und packe es nochmal in den Wagen und dann daheim nochmal aus (wir wohnen so nah am Supermarkt, dass wir mit dem Einkaufswagen heimrollern und den leeren Wagen wieder zurückbringen).

Naja. So war das heute, Abendessen gab es sehr spät und der Abend ist dann leider nicht besonders schön zuende gegangen. Auch ein Teil des Elternseins.

Donnerstag, Oktober 29, 2026

291026

 So. Gestern habe ich mir Kleider zurechtgelegt, die für meine Tasks heute passen respektive in denen ich mich gut fühle und finde, dass sie die Message verstörken, die ich heute transportieren möchte. Das mache ich eigtl immer, aber nicht immer ist die Message so wichtig.

Heute hatte ich aber ein Meeting, von dem ich annahm, es würde sehr unschön werden und ich würde mich schwer tun, die Fassung zu behalten (also: nicht übermässig deutlich, laut, fies oder so zu werden), eins, in dem ich hart verhandeln würde, damit kein Quatsch in meinem Team landet, und eins, in dem ich wie ein Botschafter meiner aktuellen Rolle in meinem uralten Team sein müsste. Also: ich wollte gut, kompetent, gross (die zwei, mit denen ich hart und zT unschön verhandeln musste, sind richtig grosse Männer), seriös, sehr wie ich aussehen und mich auch noch wohlfühlen drin.

Wahl fiel auf: Nadelstreifen-Bootcut-Hose (die habe ich im Sommer gekauft und auf dem Weg dahin zweimal zurückgeschickt und grösser bestellt, weil ich erst nicht reinkam und dann sass sie richtig wurstig, erst beim dritten Mal, und jetzt schlackert sie mir um Hüften und Hintern und ich bräuchte einen Gürtel. Sind das nur die Japankilos oder hatte ich im Sommer Wasser eingelagert? Egal.), mein Wickeloptikoberteil, das ich immer wieder vergesse, respektive bisher keine gute Hose hatte, zu der ich es anziehen kann, weil es zu schwarz nicht passt und zu dunkelblau mir insgesamt zu dunkel ist und dazu Stiefeletten in verschiedenen Blautönen. 



Hier nach einem langen Tag, kurz vor dem Umziehen zum Heimradeln


Hat sich optisch sehr bewährt (so sehr, dass ein Teamkollege meinte: "Was ist, hab ich was verpasst, was seid ihr so schick?", weil meine eine Kollegin heute sehr schick in verschiedenen Brauntönen und und neuem Rock und neuen Schuhen gekleidet war), die ersten beiden Meetings liefen super. Vor dem dritten, das mit der Fassung, war aber noch Mittagessen und Mittagsründchen um den Block (ein sehr ausführliches, aber zackiges) und dabei habe ich es geschafft, mit einem Absatz an einem Buck in der Trottoirkante hängenzubleiben und vom Gehsteig runter auf beide Knie zu knallen. Interessanterweise nur auf die Knie, nicht Arme, Ellbogen, sonstiges. Die Hose (gute Hose!) ist nicht kaputt gegangen, ich habe untendrunter zwei aufgeschürfte Knie wie so ein Kindergartenkind, aber hätte doofer ausgehen können. Und das, wo ich doch so drauf stolz bin, dank meiner Tanzzeit in hohen Schuhen normal gehen, laufen, rennen kann (anscheinend nicht auf halbkaputtem Asphalt...)

Aber auch das "Fassungsmeeting" lief erstaunlich gut, mag dran gelegen haben, dass ich in der EInladung klar formuliert habe, was das Issue ist, oder weil ich mir sehr klar war, was ich da raus haben will und was ein Kampf ist, den ich nicht kämpfen, sondern weitergeben werde, oder aber dass mein Counterpart über Mittag beim zweiten Teil von "Difficult Conversations" war, das ich zugunsten eines dringenden anderen Termins und der Mittagsrunde ausfallen liess respektive mich für einen späteren Termin angemeldet habe.

Naja.

Sonst: richtig kalt und neblig war es heute morgen, das war schön! Aussicht beim Arbeitsstart aber eher so mittel:



Schwimmen: ich habe bisschen Beinpeitschen geübt mit einem Schwimmbrett. Ich bin immer noch langsam, aber bewege mich anders, habe ich das Gefühl.

Jetzt: Donnerstagssalat und dann mit Buch ins Bett.

Blumenkohl, Bohnen: Buschbohnen, Fenchel, Karotten / Riebli, Kräuter: Dill, Radiesli, Radicchio, Asiasalat,Salat: Nüssli Freiland und natürlich: DIE EIER


Mittwoch, Oktober 28, 2026

281026

 Aufgestanden bin ich heute sehr früh, nämlich um fünf, weil ich schon um punkt acht ein Briefingmeeting mit unserer Oberchefin für unseren halbjährlichen Portfolioreview hatte und ich nicht aufs Schwimmen verzichten wollte und aber auch rechtzeitig parat. Ging sich gerade so aus und meine zwei Kolleginnen und ich haben mit unserer Oberchefin, die im Auto unterwegs war, gesprochen. Musste dran denken, wie nervös ich vor einem Jahr war, als wir das das erste Mal gemacht haben und ich sie nicht einschätzen konnte und aufgrund Erfahrung mit anderen ObechefInnen ganz anderes erwartete. Heute war ich mir sicher, dass wir generell wohlwollend aufgenommen werden und sachlich diskutiert wird und Input gegeben wird. Wird alles.

Sonst war der Tag wild zwischen konstruktiver Zusammenarbeit mit meinen beiden KollegInnen und vielen anderen Kollegen, die alle mithelfen, dass der Portfolio Review gut wird, und halt dann schon auch Erkenntnissen, die mich einfach wütend, enttäuscht und ratlos hinterlassen. Ich frage mich, wie man so sein kann und wie man so durchkommen kann. Aber: habe ja jetzt geübt, klares Feedback zu geben und so habe ich nach aussen relativ ungerührt Klärung und Korrektur verlangt und den Rest meinem Chef unterbreitet. Diesen Kampf werde ich nicht kämpfen, aber ausbaden werde ich diese Aktionen auch nicht mehr.

Kryptisch, I know. 

Mittagessen mit einem der kollaborativen Kollegen, dem ich, sorry, meinen gesammelten Frust vor die Füsse gekippt habe, das ist mir jetzt ein bisschen unangenehm.... naja. 

Nachmittags, auf diese Idee bin ich sehr stolz, hatte ich eine Verabredung mit L., der morgen Bio-Test hat und noch ein paar Fragen zu Nervenreizleitung hatte. Und wer könnte besser zum Erklären sein, als die Mutter, die Bio durch Klassenüberspringen und dann Physik-LK und Chemie-Kolloquium nach der Hälfte der 10 Klasse abgelegt hat? L. hat aktuell so viel ausserhalb der Schule zu tun, ich bin so viel bei der Arbeit, wir sehen uns daheim kaum und noch weniger zu Zeiten, wo unser Hirn anufnahmefähig und unser Müdigkeitsgrad für eine gute Zusammenarbeit reicht. Aber: seine Schule ist in Sichtweite meines Büros (sagt jetzt nicht viel, der gesamte Kanton Basel Stadt, Land und ein Gutteil des Aargau und Frankreich und Deutschland ist in Sichtweite meines Büros), wir beide hatten heute nachmittag eine Meetinglücke (ich zwischen Slide-Diskussion und Risk-Review, er zwischen Schule und Pfadiorganisationstreffen fürs Winterweekend) und so habe ich ihn als Besucher angemeldet und wir haben in einem unserer Kollaborationsräume uns eine Dreiviertelstunde mit Ruhepotential, Na-K-Pumpe, Ionenkanälen und Axonen befasst. Ich hatte das so noch nie gelernt, habe es jetzt verstanden, aber meine Güte, was ist das für ein ineffizienter Prozess? Hat mal jemand ein Spaghetti-Diagramm davon gemacht? Ioneneffizienz berechnet? Meine Güte, ein Wunder, dass das funktioniert!

Heim kamen dann beide Jungs übrigens zusammen in der S-Bahn, Q. brütet jetzt noch über dem NMR-Spektrum seines heutigen Laborversuchs, L liest nochmal Nervennotizen und ich werde jetzt gleich meinen Pyjama anziehen und dann schauen wir alle zusammen eine Folge "Dark Matter". Mal sehen,ob ich wach bleibe.

Und so sieht mein perfektes Influencerinnenleben aus, liebe Marion. Bin schon gespannt auf die Zeitreise! (Was ist mit den Leuten, echt hey. Bitte schreiben Sie mir keine creepy Emails.)

Dienstag, Oktober 27, 2026

271026

 Heute war es definitiv zu heiss zum Schlafen mit Wärmflasche, das habe ich aber erst gemerkt, als ich mit der Wärmflasche und der Decke und der Fleecedecke UND der Katze obendrauf eingepackt da lag und anfing zu dampfen. Und man weiss natürlich, dass wenn eine Katze mal liegt, man sich stillzuhalten hat.

Ich habe mich so ein bisschen seitlich rausgewanzt und oben aufgedeckt und werde heute ohne Wärmflasche schlafen und vermutlich elendiglich frieren.

Frühstück: letztes Stück Apfelkuchen, da schnälla is da gschwinda, ich mach die Regeln nicht.

Radeln war schön, fühlte sich an wie ein bisschen Fliegen.

Das Gefühl wurde weitergetragen beim Schwimmen und zwar so: ich habe heute weitergeübt mit dem Rhythmus und der Gleitphase und das ging viel besser als gestern. Üben hilft, wer hätte das gedacht.

Und dann kam der beste Moment: ich ging duschen, weiter in die Umkleidekabine, wurschtelte durch meine Morgenskincareroutine (ich habe mir das alles so schön ordentlich und lean eingepackt und freue mich jedesmal, wenn alles immer genau da ist, wo ich es brauche und hingreife) und auf einmal kommt eine Frau auf mich zu (ich muss gestehen, ich habe sie noch nie bewusst gesehen, aber ich habe weder in der Schwimmhalle noch beim Umziehen meine Brille auf und erkenne deshalb gerade in Badekleidern und Badekappe und Schwimmbrielle eh niemanden) und meint: "ich wollte schon länger sagen: es ist so schön, Ihnen zuzuschauen" Und lustigerweise habe ich das auf meinen sortierten Körperpflegesetup bezogen und fand das trotz meiner persönlichen Freude doch einen bisschen weirden Take für jemand anderen, fragte also "Ok, bei was denn?" und sie so: ""Beim Schwimmen, Sie machen das so schön und elegant" und meine Güte, kann man ein besseres Lob bekommen? Ich hätte sie fast umarmt, aber dann ist mir schnell wieder eingefallen, dass wir beide nackt oder halbnackt waren und dann doch davon abgesehen und mich einfach sehr bedankt und sehr, sehr gefreut.

Den ganzen Tag bin ich mit dieser Aussage im Kopf ein bisschen praktisch geschwebt, ich meine: elegant hat mich noch niemand jemals gedacht, nicht mal zu meiner aktiven Tänzerinnenzeit. Auf dem Boden der Tatsachen bin ich dann (natürlich) im Kraulkurs gelandet, wo ich das natürlich NICHT erzählt habe, sondern nur auf die allgemeine Frage "Und, wie weiter?" halt, dass ich mich direkt zum "Plus"-Kurs angemeldet habe und das schon einige hochgezogene Augenbrauen gab. Die Kraullehrerin meinte aufmunternd: "Naja, wenn es dir nix ausmacht, halt einfach hinterherzuschwimmen, dann sollte es schon gehen." Das war das eine, die zwei anderen traurigen Neuigkeiten: 1. ich habe mir schon wieder was doofes mit den Armen angewöhnt. Nachdem ich eine Woche lang dran gearbeitet hatte, meinen Rhythmus von gleichmässigem Kurbeln auf Gleitphase und "beim letzten Fünftel eintauchen" umzustellen, habe ich heute gelernt, dass ich zu schmal armziehe. Also: nicht unter den Körper, sondern dran vorbei. Das kriege ich hin, keine grosse Sache. Aber: ich mache es mit den Beinen irgendwie grundfalsch. Ich komme nur mit Beinen praktisch überhaupt nicht vom Fleck. Anleitung war "aus der Hüfte, kleine Bewegungen, nicht mit den Waden strampeln" (ausserdem: Füsse point, leicht nach innen gedreht, damit sich ein Wasserwirbel bildet. Ich nehme an, bei mir bildet sich definitiv kein Wasserwirbel). Ich denke, das tue ich, aber: ich komme nicht vorwärts. Heute wurde mir attestiert, meine Beine wären zu steif, ich solle an mein Bein als eine Peitsche denken. Beim Versuch, das zu denken, habe ich wie immer viel Wasser geschluckt, einen massiven Krampf im rechten Fuss bekommen und werde also den Rest der Woche dran arbeiten, an meinem Körper vorbeizuziehen UND Peitschenbeine zu etablieren. So elegant.

(Sonst: alles sehr anstrengend, aber das reicht, wenn ich es erlebe, keinen Bock, das auch noch hier auszubreiten)