Mittwoch, November 25, 2020

251120: Frost

 Es ist soweit: es hat hier unter Null, zwar nicht den ganzen Tag, aber in der Nacht, morgens und auch am Abend wird es richtig, richtig schön kalt. Ich komme in meinen Wohlfühlbereich!

Habe wieder mit Pudelmütze geschlafen, das ist immer noch gemütlich.

Arbeitstag: sehr, sehr spannend, ich habe nicht wirklich geplant, sondern eher aus "So, jetzt habe ich dem Geplänkel lang genug zugesehen" heraus die Grenzen meiner Rolle weit überschritten und sehr deutlich gemacht, welche Vorraussetzungen meiner Meinung nach gegeben sein müssen, dass das grosse Prestigeprojekt nicht verhungert. Wieder gelernt: ich bin am besten und überzeugendsten, wenn ich ohne Hintergedanken und grossen Plan ehrlich meine Meinung und Überzeugung teile, ich darf nicht vergessen, dass meine Begeisterung und Euphorie und das damit verbundene Committment meine grössten Pluspunkte in der Zusammenarbeit und dem an Bord holen von anderen sind. (neben meiner extremen fachlichen Schlauheit, Witzigkeit und meinem guten Aussehen und glänzendem Haar natürlich.)

Der Satz, der mich von einem Kollegen am meisten gefreut hat heute, war:  "... you cannot remain the alone being super committed in this team !" (wobei ich "the alone" ein bisschen komisch finde, aber hey, ich bin nicht der fast native speaker.

Also: könnte sein, dass ich da grad sehr viel Schwung angegeben habe, es war aber nötig. Ich freue mich, dass ich wieder die Zeit, Musse, Energie habe, wieder solche Sachen anzudenken und -stossen.


Sonst: mit L. viel über Muskeln, Blutkreislauf und innere Organe geübt, mir von Q. erzählen lassen, was er alles über den 1. Weltkrieg weiss, nach 25 Minuten Vortrag ohne Luftholen Pausenzeichen gemacht, ich glaube, er ist gut auf den Test vorbereitet (wenn Sie Fragen zum und um den 1. Weltkrieg haben, jetzt wäre ein guter Zeitpunkt um sie zu stellen.). Kurz habe ich gedacht, man hätte DAMALS noch einfach aus einem Krieg aussteigen können, wenn man nicht mehr mag, aber das war auch damals nicht so, man konnte schon aussteigen, musste aber natürlich die Niederlage eingestehen. (Anscheinend war es damals auch noch nahezu verpönt, mobilzumachen und erst dann den Krieg zu erklären, wo sich der Gegner dann gar nicht ordentlich vorbereiten kann.

Beim vorletzten Meeting höllische Kopfschmerzen bekommen, so mit Schüttelfrost und Übelkeit. Immerhin habe ich nicht auf die Tastatur gespuckt und vor dem letzten Meeting noch eine Tablette genommen. Das habe ich dann übrigens mit L. zu Fuss absolviert, er hat heute Blockreligionsunterricht und ich brauchte frische Luft und hatte auf dem Rückweg noch was im Dorf vor, deshalb sind wir zu Fuss zur Kirche gelaufen, ich mit den Kopfhörern drin. Es war wunderbar eisig kalt und dunkel, traumhaft!

Auf dem Rückweg war ich dann zum ersten Mal in den 12 Jahren, in denen wir hier wohnen, in dem Boho-Chic-Blumenladen im Dorf. Ich habe ungefähr vorletztes Jahr das erste Mal gedacht, dass ich gern mal einen richtig schönen, fertig gekauften Adventskranz hätte anstatt immer leicht anderer, aber immer irgendwie ähnlicher Kombinationen aus unserem Dekozeug. Letztes Jahr habe ich das dann wieder gedacht, aber jedesmal war ich mit diesem Gedanken erst nach dem ersten Advent fertig, als der Adventsteller mit unserem Zeug schon auf dem Tisch stand. Dieses Jahr habe ich mich eher dran erinnert und in meinem Kopf formte sich etwas mit altrosa Kerzen, ein bisschen Glitzer und auf gar keinen Fall Kitsch. In der Blumenabteilung des lokalen Supermarkts und des Supermarkts auf der anderen Seite der Grenze gibt es schon seit ein, zwei Wochen Adventsdinge, aber zum allerersten Mal seit ungefähr 15 Jahren absolut nichts in altrosa. Oder grau, das hätte ich mir ja auch noch eingehen lassen. Nein, es gibt nur Grün, Knallrot, Knallweiss oder Silber. Hmpf.

Dann ist mir aber der Blumenladen im Dorf eingefallen und dieses Jahr ist eh was anderes, und warum soll ich mal nicht echte Profis ranlassen? Ich war also heute in dem echt wunderschönen Blumenladen, habe kurz geschluckt, als ich die Preise sah, aber eben: es ist Pandemie, wir haben das Ding dann vier Wochen auf dem Tisch stehen, wenn nicht jetzt, wann dann? Und jetzt wird ein so ähnlicher Kranz wie einer dort, der halt blaue hohe Kerzen hatte, mit altrosa dicken Kerzen und mit rosegold-Glitzerelementen statt Goldglitzer aus Eukalyptus ganz neu für mich gebunden und ich kann ihn am Samstag abholen. Ich freu mich schon sehr!

Gegessen:

Special K

Kürbiscurry von gestern

Linsensuppe auch von gestern

Mandarinen


Gelesen: Jo Nesbös neuestes

Gesehen: "The Crown" beim Strampeln, "This is us"

Stressleveldurchschnitt gestern: 34

Selbstbeweihräucherung: was angestossen


Und jetzt: Feierabend





Dienstag, November 24, 2020

241120 Noch ein Monat bis Weihnachten

 Ich werde, glaube ich, ein bisschen ein Weichei. Es hat aktuell in der Nacht nur wenige Grad unter Null und anders als letztes Jahr wird mir doch ein bisschen kalt am Kopf beim offenen Fenster. Überziehen des dünnen Loopschals, das mich letztes Jahr durch den ganzen Winter gebracht hat, reicht nicht mehr ganz aus. Aber: gestern abend habe ich entdeckt, dass ich mir letztes Jahr eine sehr schöne, weiche Mammut-Pudelmütze gekauft habe und so hatte ich einen sehr, sehr warmen Kopf (und der Hübsche sehr viel zu lachen).

Sonst: Arbeit, läuft so weit. Ich wurde vor lauter Überstundenabbau ein wenig hinweggetragen und habe drei Wochen Weihnachtsferien eingetragen, dann noch mal nachgeschaut und wieder gemerkt, dass hier Heiligdreikönig ja immer noch kein Feiertag ist und wieder auf zwei Wochen zurückgebucht. 

Die Sparkassenstory geht in die nächste Runde, ich kommuniziere jetzt nicht mehr mit der Lehrtochter, sondern mit jemand anderem (hatte noch nicht die Musse, seine Rolle zu googeln, er hat aber ein Foto von sich in der Emailsignatur, das ist eher was, was man nicht machen sollte. Immerhin weiss ich jetzt, dass er nicht mit mir und vermutlich auch mit keiner meiner Schwestern im Kindergarten war), der immer noch möchte, dass ich einen nicht wahrheitsgemässen Adressänderungsantrag (aktuelles Datum, von meinem vorvorvorletzten Wohnort an meinen heutigen, den ich seit 12 Jahren nicht geändert habe) ausfülle, weil das das "Gesetz, s. Anhang" verlangen würde. Das Gesetz ist ein Ausschnitt der sparkasseninternen Richtlinie zur Kundendatenpflege, der besagt, dass man bei Wegzug eines Kunden aus Deutschland ins Steuerausland am besten ein Wohnsitzbestätigung der ausländischen Steuerbehörde bräuchte, die manchmal schwierig zu bekommen wäre, deshalb bräuchte man eine Abmeldebestätigung. Ich habe also nochmal drauf hingewiesen, dass ich weder Bestandskunde, noch weggezogen wäre und ihnen mehrfach eben diese Wohnsitzbestätigung angeboten hätte und dass sie jetzt endlich mal aufhören sollen, falsche Angaben von mir zu verlangen (ich habe noch "überrascht, enttäuscht und besorgt" untergebracht) und die Angelegenheit zu einem Ende bringen sollen. Wir werden sehen.

Gegessen:

Special K

Linsensuppe

Kürbiscurry mit Pappadums

Mandarinen und Kaki


Gelesen: den neuen Jo Nesbö

Gesehen: "The Crown" zum Strampeln (ich habe NIE verstanden, warum Lady Di so gehyped wurde, allein die Frisur war ganz, ganz schlimm, und die Hintergründe, seien sie jetzt wahr oder gut erfunden, tragen da jetzt auch nicht dazu bei.) und "This is us"

Stressleveldurchschnitt gestern: 30

Selbstbeweihräucherung: ich musste NICHT zum dritten Mal in Folge für eine AFM mit genau derselben Begründung antraben und beteuern, dass mir absolut bewusst ist, dass das nix ist, was leichtfertig genehmigt wird, und ja, dass ich das die letzten zwei Mal durchaus verstanden hätte, aber naja, Grippesaison. (Sie müssen das nicht verstehen, ich habe deswegen heute durchaus mehrfach geghettofaustet. Manchmal kann man nämlich nicht warten, bis das Gras gemütlich um jeden Stein in der Erde drumrumgewachsen ist, sondern muss nachgraben und ein bisschen ziehen. Und Steine aus dem Weg räumen, sonst wächst gar nichts. Ich hör jetzt auf, das wird ein bisschen zu meta.)

Montag, November 23, 2020

231120: Finito

Montag, nech?
Der Hübsche war heute morgen mit dem Auto beim "Aufbohren" aka MCU-Upgrade, d.h. wir haben jetzt eine neue Steuereinheit (nachrüsten, weil sich rausstellte, dass das ursprünglich verbaute zu viel doppelt und dreifach rechnete und deshalb zu schnell verschliss und weil derdiedas neue natürlich voll viel besser ist.). Und so können wir jetzt im Auto Netflix schauen und Karaoke singen, dafür nicht mehr Radio hören, aber ausser wenn im Tunnel ein Notfall ist, brauchen wir das nicht. Wir werden eben entspannt Netflix schauen und singen, wenn wir mal verschüttet sind. Das Auto zeichnet jetzt im Wächtermodus auf, wer zu nah ans Auto kommt, wir haben eine Dashcam (durch Hupen wird die Aufzeichnung gespeichert, das finde ich einen sehr guten Trigger.)
Sonst: Arbeitstag halt, spätes Meeting mit USA, das Sansa erst kamerawirksam auflockerte, dann legte sie sich auf die Tastatur und letzten Endes dann fiel sie spontan in nicht aufweckbaren Schlaf auf meine üüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüü-Taste, nicht ohne mich mitten in der Verabschiedungsrunde aus dem Meeting abzumelden.




 Abends dann Premiere: Erste Gymnasiums"besichtigung" per Zoom. (super organisiert, es war spannend zu sehen, wer und wer nicht die letzten 8 Monate praktisch in Zoom / Hangout / Teams / Meetings gelebt hat und wer halt nicht, erkennbar schon an den Login-Namen. Ich wurde von Q. und dem Hübschen erfolgreich davon abgehalten, das zum Teil tatsächlich sehr unangenehme Schweigen durch jetzt schon nicht wirklich doofe Fragen zu brechen und jetzt haben wir das auch mal erlebt. Noch zweimal und dann muss Q. wissen, an welches Gymnasium er nächstes Jahr gehen möchte. Fix ist bisher: Schwerpunkt Bio/Chemie, BYOD-Klasse, Immersionsklasse)

Die Verhandlungen mit der Sparkasse gehen übrigens in eine neue Runde: mittlerweile wird davon abgesehen, auf der Abmeldebestätigung von 2002 zu bestehen, möchte aber nichtsdestotrotz einen Adressänderungsantrag von mir. Ich gehe davon aus, dass ich jetzt noch in etwa 15mal schreibe, dass ich meinen Wohnort in den letzten 12 Jahren nicht geändert habe und dann haben wir das. Um das Ganze noch etwas anzukurbeln, habe ich jetzt darum gebeten, das Thema aus den Azubihänden zu nehmen und jemandem mit mehr Erfahrung mit der Thematik (und schon halt auch überhaupt) zu übergeben.

Gegessen:
Special K
Tomatensuppe mit Tortellini
Montagspizza

Gelesen: Jo Nesbös neuestes

Gesehen: "This is us"

Stressleveldurchschnitt gestern: 16
Selbstbeweihräucherung: mit Mühe den Mund gehalten beim Elternabend

Sonntag, November 22, 2020

221120 Kaputtgepfadit

 Q. kam gestern um sieben nach 11 Stunden Kneten, Zöpfeln, Backen (in de Backstube des lokalen Supermarkts), Packen nach Hause, nur um den Wecker für halb sieben zu stellen: Der erste Slot zum Zopfausliefern begann um acht und das Dorf ist fussläufig relativ ausgedehnt.

L. kam um kurz nach 10 nass, kalt und dreckig nach Hause (Jede Pfadiübung beinhaltet Robben auf dem Boden, ich fand süss, wie L. fragte, ob auch die Jacke in die Wäsche solle), duschte und war binnen 5 Minuten eingeschlafen.

Heute zwei bahnbrechende Ereignisse: L., unser Frühaufsteher, schlief noch, als Q. das Haus morgens verliess und Q., der seit 13 Jahren den Mittagsschlaf abgeschafft hat und auch vorher nur unter Protest einschlief, legte sich nach 4 Stunden Zopfaustragen im Dorf nach einer Aufwärmdusche ins Bett und schlief.

Sonst so: 

Meine Hüfte mit einem Stündchen auf dem Crosstrainer gestetet: es geht wieder! Sehr gut, weil jetzt bin ich ja endlich mit "Babylon Berlin" fertg und kann mich der vierten Staffel "The Crown" widmen.

Mit L. ganz viel für den Realientest gelernt, respektive mit ihm geübt, wie man lernt. Ich hoffe, damit gibt es dann keine grossen Überraschungen mehr an der weiterführenden Schule nächstes Jahr. 

Nachtmittagssauna

Tee, Lebkuchen, Kakis

Nachdem die etwas grösser als ursprünglich angedachte Häkeldecke gestern fertig geworden ist (Mist, auf dem Foto einen zu vernähenden vergessenen Faden entdeckt), habe ich erstmal wieder mit kleineren Brötchen aka Socken weitergemacht. Ich trage seit März ja praktisch keine Schuhe mehr und seit es kein Barfusswetter mehr ist, daheim praktisch immer Wollsocken. Da sind jetzt viele durchgelaufen, ich kann mir also einreden, mein Fingerbeschäftigungsprogramm beim Seriengucken hat einen Sinn.





Sorgen gemacht. Immerhin nicht wegen Corona, das ist ja praktisch fast schon ein Lichtblick.

Gegessen:

Pfadizopf, Rührei

ein Glas Silberzwiebeln, Kaki, Mandarine

Spinatnocken mit Kürbis-Nuss-Gemüse


Gelesen: das neue Jo Nesbö-Buch angefangen ("Das alles hier, jetzt" kann ich Ihnen nur wärmstens ans Herz legen. Ich habe es erstmal nur deswegen gekauft, weil ich die Verleihung des Schweizer Buchpreises im menschenleeren Theaterfoyer so rührend fand, ich war bereit, es sehr nervig und verkünstelt zu finden, weil in zwei verschiedenen Farben gedruckt und nur klein geschrieben und nicht immer ganze Sätze und alle haben komische Namen, aber .... ich war nach nur wenigen Seiten schon gefesselt. Ich fände es spannend zu wissen, wie es für jemand ist, der nicht schweizerisch sozialisiert ist oder mit Kindern diese Sozialisierung miterlebt.)

Gesehen: "The Crown", "This is us", Malcolm in the middle mit allen

Stressleveldurchschnitt gestern: das Bandl war leer

Selbstbeweihräucherung: cool geblieben beim Lernen

Samstag, November 21, 2020

211120 Pfadischichten

 Heute bin ich früh mit Q. aufgestanden, der hatte nämlich Pio-Einsatz. Sie haben für morgen Sonntagszöpfe verkauft, die sie heute eben den ganzen Tag backen und morgen früh dann ausliefern werden. (Am Dienstag kam Q. vom Planungshock heim und meinte: "Ich habe den ganzen Abend Excel gemacht, mein brain is fried.", da hat er die Auslieferungsadressliste erstellt.)

Ich bin sehr froh, dass die Bestellungen trotz Corona nur so hereinschneiten und so backen die Pios heute 59 Zöpfe und Zopfbrötli und Speck- und Schokovarianten.

Angefangen haben sie um acht, sie hoffen bis 18:00h fertig zu sein. Dementsprechend habe ich Q. morgens bei einem Kaffee Gesellschaft geleistet, ihm ein warmes Mittagessen in den Warmhaltebehälter gefüllt und dann den Hübschen und L. geweckt für ein gemütliches Samstagsfrühstück.

Q. und L. werden übrigens höchstens abklatschen heute, die Pfadis haben heute nämlich Nachtübung von 18-22h. Immerhin ist es trocken, dafür aber eisig kalt. Erst dachten wir, Skiunterwäsche und Softshellhose würden reichen, nach der Katzenrunde um 4 haben wir haben auf gesamt Skiausrüstung umgeschwenkt.

Sonst so: gelesen, Weihnachtsgeschenke bestellt, das Fotobuch für Weihnachten bis einschliesslich Oktober fertig gemacht, mit dem Hübschen einen langen Spaziergang gemacht (das hatten wir gestern schon angefangen, aber dann kam der Regen und ausserdem "ripste" der Stiefel an meiner linken Ferse (daheim, als ich eine beginnende Blase erwartete, zog ich einen blutigen Socken aus und naja, es ist alles ein bisschen hässlich.). Mit Pflaster und Sneakern und keinem Regen geht es aber gut. Meine Hüfte ist, habe ich beschlossen, auch wieder gut und so werde ich morgen mal wieder strampeln probieren.

Gegessen:

Silsergipfeli, Gorgonzolasemmel

Mohnstrudel

Mont d'Or aus dem Ofen mit Brot und Salat


Gesehen: "This is us"
Gelesen: "Das alles hier, jetzt"

Stressleveldurchschnitt gestern: 14

Selbstbeweihräucherung: Fotobuchprofi

Freitag, November 20, 2020

201120 Alibi, Kolibri

 Ich habe aus letzter Woche gelernt und mir den Nachmittag heute frei eingetragen (und mich allergrösstenteils dran gehalten). Als Arbeitstagsabschluss habe ich eine Kollegin, die in Brasilien heute Feiertag hat, bei einem Notfallmeeting vertreten, was erst alle gefreut hat, weil es dann auf Deutsch abgehalten werden konnte. Das Problem lässt sich schon lösen, denke ich, es ist nur (noch) diese ungute Stimmung, wo sehr empfindlich auf alles, was eine Schuldzuweisung sein könnte, reagiert wird. (Ich mache das bei sowas ja gern so, dass ich, wenn immer halbwegs realistisch, die Schuld/Verantwortung relativ plakativ auf mich nehme, letztendlich ist es ja eigentlich egal in diesem Stadium, aber man bekommt das Team so aus der Verteidigungshaltung, in der nur der eigene Gartenhag bewacht und verteidignt wird, heraus in einen hoffentlich konstruktiven, manchmal auch nur pragmatischen, aber das ist ja egal, Lösungsmodus. Heute ging das nicht, weil ich ja nur Vertretung war und gestern nacht das erste Mal von dem Problem gehört hatte.) Dementsprechend gereizt war die Stimmung, einer der Kollegen hatte ausserdem gerade erfahren, dass seine Frau und Tochter beide COVID-positiv sind, es war also alles etwas angestrengt. Und dann sagt einer in dem Meeting "Ja, und dann wurde das halt in xy verkackt, also verpackt.." und ich bin sehr stolz auf mich, dass ich nicht spontan geplatzt bin vor Lachen. Ich sass also vor offener Kamera, habe mit aller Gewalt meine Mundwinkel unter Kontrolle gehalten und das hat tatsächlich dazu geführt, dass mir die Tränen in die Augen gestiegen sind vor lauter Lachdruck. Kannte ich so auch nicht. Gsd reichte zu diesem Zeitpunkt bedächtiges Nicken mit dem Kopf, wann immer ich den Mund aufgemacht hätte, wäre nur "Hahahahahaha, VERKACKT!!!" rausgekommen. (Doch ja, ich glaube, ich bin dem Kindergartenalter eigentlich entwachsen. Rein körperlich.)

Sonst so:

Wocheneinkauf erledigt, dabei ein Paket abgeholt, das mich mit erstaunlicher Wucht in die Vergangenheit katapultiert hat. Spannend, was alte Fotos mit einem machen. Also, mittelalte und ganz alte. Und wie lange Leni-Riefenstahl-Optik auf Bildern anscheinend immer noch "a thing" war.

Meine kurzfristige Erleichterung über die schweizweit dann doch mal sinkenden Neuansteckungszahlen ist btw beim Teufel, weil ich jetzt gelernt habe, dass der Blick aufs im Schweizer Fall nicht ganz so grosse Ganze verschleiert, dass es aktuell in den bisher nicht so stark betroffenen Kantonen (wie: Basel-Stadt, Basel-Land. Also: bei uns vor der Tür) nicht wirklich besser wird, sondern schlechter. (Zur Einordnung: heute wurden schweizweit 4946 Neuansteckungen gemeldet, das sind umgerechnet auf Deutschland ca 50 000. Die 7 Tage Inzidenz ist damit schweizweit bei 389, das ist viel besser als auch schon. Basel-Stadt hingegen ist bei 407, das sind  67 MEHR als letzte Woche, Basel-Land hat mit 319 50 mehr als letzte Woche. Und ja, das ist immer noch viel weniger als die Westschweizer Kantone, die aktuell knapp unter 600 liegen, aber diese 600 sind mehr als die Hälfte weniger als auch schon, während es bei uns eben munter nach oben steigt. Basel Stadt hat Konsequenzen gezogen und für 3 Wochen die Massnahmen in Richtung deutsches Beispiel verstärkt, mal sehen)

Eine sehr breit recherchierte Zusammenfassung der Entscheide (respektive der fehlenden Entscheide) und Hintergründe, die vom sehr souveränen Meistern der ersten Welle zum aktuellen Desaster geführt haben, findet sich hier mit dem bitteren Fazit:

Ein Handeln, das sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen orientiert, ist genau das, was die Schweiz des 21. Jahrhunderts von einem von der Pest heimgesuchten Venedig des Mittelalters unterscheidet, dem nichts blieb ausser blindes Beten und Hoffen. Oder unterscheiden sollte.

Das andere: Wir wählen unsere Regierungen. Und wir messen sie an ihren Taten.

Oder, wie der Bundesratssprecher es heute mit fast schon beeindruckender ...  Überzeugung twittert:



Ich bin sehr bereit für Eskapismus in Form von Chemie-Trivia mit Q. zum Pizzaessen und einer Stunde Flucht in die Zukunft mit "Star Trek Discovery". 

Donnerstag, November 19, 2020

191120 Spontan unflexibel

 Es ist schon ein bisschen lustig, mich selber dabei zu beobachten, wie unflexibel ich bin. Mein rechtes Hüftgelenk tut weh, also nicht schlimm, ich humple nicht, aber halt schon. Die Vernunft sagt: naja, dann machste halt jetzt mal Strampelpause, bis das nicht mehr wehtut, Killerupperbody-Workout und Bauchtraining kannst du ja auch so machen, und  dann halt mal anderer Sport. Yoga? Kräftigungssachen? Und mein innerer kleiner Bock ... bockt und mault "Aber zu Yoga kann ich nicht "Babylon Berlin" schauen und zu den ganzen anderen Workout Videos auch nicht, und wann soll ich damit fertig werden? Das Sky-Gratisding ist praktisch rum, und NUR allein Serie gucken, dafür habe ich nun wirklich keine Zeit!"

Naja. Als ich das als Grund meiner leicht grumpy Laune heute identifiziert hatte, ging es dann fast auch schon, weil heute hätte ich eh nicht zu "Babylon Berlin" gestrampelt, weil da das zweitstündige Changeagent-Meeting am Abend ist. Da hätte ich sonst dazu gestrampelt (das Laptop in perfekter Höhe auf dem Bügelbrett davor aufgestellt), heute habe ich dazu halt Bauchtraining gemacht, geplanked, und all das gemacht, woran ich mich aus jahrelangem "Bodytoning" in diversen Fitnessstudios noch erinnert habe. (Mehrfach überprüft, ob nicht nur die Kamera aus, sondern auch der Kamerafensterladen geschlossen ist).

Sonst:

Baby-Yoda-Augen geschminkt (farblich passendes Jackenkleid angezogen, das mag ich sehr, und für die aktuelle Kälte ist das sehr angenehm. Der Hübsche ist etwas enttäuscht, dass ich es eher als Longjacke über Jeans trage und nicht als Kleid, aber naja, er friert ja auch nicht an meinen Beinen.)






Die OutofBed-Frisur, die genau das ist (gestern abend nach langer Badewanne mit Silbershampoo in den Haaren mit feuchten Haaren ins Bett, dazu mit einer Art Kapuze geschlafen, weil es ja draussen nur 3 Grad oder so hat und das Fenster halt offen sein muss, weil halt), nach kurzem vergeblichen Bändigungsversuch dann zelebriert.


Es ist richtig, richtig kalt draussen, bis nachmittags hat es auch noch geregnet, so dass Sansa richtig gestreikt hat und Jonny unter diversen Vordächern und Balkonen das Wetter beobachtet hat, aber sonst nicht viel mehr draussen erledigt hat.





Unblogbare Sorgen im Familienumfeld nehmen einen Grossteil der Leichtigkeit aus allem.

Naja.

Gegessen:

Special K

Tortellini mit (echt scharfer) Tomatenkokos-Curry-Sosse. Kann man mahen

Gnocchi mit Spinat und Kürbis


Gelesen: "Alles das hier, jetzt"

Gesehen: "This is us"

Stressleveldurchschnitt gestern: 12

Selbstbeweihräucherung: Naja. ein bisschen Selbsterkenntnis, in einem seltsamen Gespräch meinen Standpunkt / Wunsch gegen eine initiale sehr ablehnende Rückmeldung behauptet und mir dadurch das entsprechende Approval gesichert. Auf eine total abstruse Anweisung hin so viel Pokerface bewahrt, dass mir meine absolute Fassungslosigkeit anscheinend nicht angemerkt wurde. Was im Nachhinein vielleicht jedoch besser gewesen wäre.