Montag, Mai 21, 2018

bummer

Der krasse Lagerungsschwindelanfall seit heute morgen um fünf, den hätte es ja nicht zum Abschluss unseres Wellnesswochenendes gebraucht.
Immerhin kann ich wieder halbwegs stehen, es blieben schon eine Banane und eine Pfannkuchensuppe drin und ich habe immer noch nie im Leben in eine Tüte gekotzt.
Wie genau der Hübsche mich und all unser Gepäck allerdings aus dem Zimmer und nach Hause gebracht hat, kriege ich nicht mehr zusammen.
Alter Verwalter, was ein Scheiss


Stressleveldurschnitt gestern: 36
Selbstbeweihräucherung: es immer grad noch so zum Klo geschafft. Und nur ein bisschen geweint, weil es so scheusslich ist

Sonntag, Mai 20, 2018

Relax, JETZT!

Das Essen gestern war echt der Hammer!* Ich war so gierig auf meinen Fischgang, dass ich leider ein nicht blogbares unscharfes Bild produziert habe, aber den Rest erkennt man, denke ich.



 

Im namensgebenden Cocon


Süskartoffelknödelchen in "Blauer St Galler" Suppe mit Speck. Unscharf, aber lecker!








Beim Seriegucken im Bett bin ich noch vor dem Intro von "This is us"** eingeschlafen, es war vermutlich ein langer Tag.


Heute morgen: wie immer kurz vor sechs hellwach gewesen, dann aber doch nochmal eingeschlafen und bis kurz vor neun weitergeschlafen (und Alpträume gehabt. Einen vom Kollegen, den ich angemotzt habe, und dem gegenüber ich im Traum noch viel deutlicher wurde, und einen vom Italienprojekt, in dem meine Kollegin mich am Dienstag morgen mit den Worten begrüsste: "Musst dich gar nicht hinsetze, es läuft alles total schief, du musst sofort zum Flughafen und wieder runter". Man könnte sagen, die Auszeit ist somewhat dringend nötig)


Kaffee im Bett, Internet lessen, aufstehen, gemütlichst frühstücken mit allem Tralafitti incl Champagner (wir haben uns ein Glas mit Orangensaft geteilt und waren trotz ordentlicher Grundlage total knülle, wir waren auch schon mal partytauglicher).


Kleiner Waldspaziergang am See entlang, weil der Hübsche ja draussen rennen gehen wollte und nicht sicher war, wo; klein vor allem deshalb, weil der Kaffee im Bett, die zwei Cappuccinos/I, der Birnensaft und der Champagner dann doch irgendwann wieder raus wollten.
An dieser Stelle sei der einzige Kritikpunkt an der Zimmergestaltung vermerkt: es ist ja alles voll fancy und trendy mit so einer Wellness-Insel mitten im Zimmer, die nur mit einem Vorhang abgetrennt ist, wenn überhaupt, und nennen Sie mich ruhig prüde, aber es gibt eine ganz kleine Anzahl an Verrichtungen, die ich auch nach 21 Jahren Beziehung und 14+Jahre Ehe nicht hinkriege, wenn ich den anderen direkt hinter einem freundlich orangen Vorhang weiss. Naja, mussten wir halt abwechselnd auf dem Balkon draussen Kaffee trinkend warten.



Dann: für den Hübschen draussen rennen, für mich auf dem Crosstrainer mit Blick nach draussen rennen (vor allem mit Blick ins Buch), dann duschen, für den Hübschen noch in den See und in den Pool, mehr Kaffee, mehr Sauna, und heute abend dann reines Thai-Essen, mit ohne Fusion.


Doch, kann man machen.


UND: Gute Neuigkeiten: mit den kleinen Katzengeschwistern scheint es vielleicht tatsächlich zu klappen! Das ware so grossartig.




Stressleveldurchschnitt gestern: 51 (jajaja, Entspannen ist nicht meine Kernkompetenz)
Selbstbeweihräucherung: ich versuchs aber immerhin.




* Für den Fall, dass Sie irgendwie zweifeln: Wir sind hier voll und ganz auf eigene Kosten (und die sind, das sei auch gesagt, ganz ordentlich), ich kenne das Hotel von zwei Arbeitsworkshops, die wir (und damit meine ich das "corporate we") btw auch regular bezahlt haben) und habe deshalb beschlossen, dass das der richtige Ort ist, um mal zwangsabzuschalten, weil ich sonst heisslaufe und vielleicht durchbrenne. Das ist also in keinster Weise irgendein bezahlter Werbepost.


** Es ist zwar nicht ganz selbsterklärend, aber mittlerweile gibt es Amazon Prime Video doch auch in der Schweiz.

Samstag, Mai 19, 2018

Erste Male

Heute morgen klingelte der Wecker schon früh, weil es kurz nach aht ja schon Antreten furs Pfila hiess. Die Jungs hatten sich als Lunch für die Anreise (12km per Fahrrad) kleine Speckzöpfe gewünscht, also hatte ich gestern eine ganze Portion Sonntagszopfteig  mit Speckwürfeln verknetet und statt einem grossen 8 (gar nicht sooooo) kleine gebacken.
Ich hatte die vage Vorstellung, dass ich damit nicht nur den Lunch für heute, sondern auch das Znüni für die nächsten Tage abdecken könnte (einfrieren, aufbacken, fertig). Hahahaha, Rechnung ohne hungrige Pfadikinder gemacht, die haben den Rest nämlich einfach heute verfrühstückt.
 
Gegen neun waren dann alle Velos auf Verkehrssicherheit geprüft, das Gepäck im Lieferwagen, Pfadis, Wölfe und Pios gezählt (es sind ca 40 Kinder sind dismal dabei. Ganz ordentlich für so ein kleines Dorf! Sie treffen auf dem Lagerplatz noch 5 andere Abteilungen der Region und das ganze wird auch vom Lokalfernsehen und der Zeitung abgedeckt. Fame, sozusagen!)
 
Wieder daheim genossen der Hübsche und ich noch ein ausgiebiges Frühstück, ich screente die Antworten, die ich auf meine gestern abgeschickten Anfragen an ein Schweiter Kleinanzeigenportal in der Mission Stubentiger geschickt hatte. Ich hatte mich schon auf nach meinem Gefühl eher privat und ohne Rassekatzenhintergrund geschalteten Anzeigen konzentriert, die Antworten zeigten jedoch, dass ich da keine 100% Trefferrate hatte. Ich möchte ja die Katzen gar nicht umsonst, ich weiss, dass es neben der Mühe und dem Herzblut auch einiges an Geld kostet, Babykatzen aufzuziehen, aber wenn die Katzen aus dem selben Wurf dann je nach Aussehen teurer verkauft werden, da habe ich dann meine Mühe (Wir reden hier nicht über Dreifrankenachtzig, sondern um "Es gibt nur noch den einen Kater, der fast wie ein reinassiger BHK aussieht, deshalb kostet er 500 CHF statt 300 CHF, wie in der Anzeige steht").
Vermutlich sind wir von der Jahreszeit her immer noch recht früh dran und die Kätzchenschwemme kommt erst oder wir machen es grundlegend falsch oder sind zu ungeduldig oder ALLE WELT WILL BABYKATZEN.
Und so habe ich viele, viele, viele Absagen bekommen, aus Frust in noch einem Tierheim angerufen, die waren wenigstens net, und ich habe mich dann ehrlich mit der Frau dort gefreut, die gemeint hat: "Sorry, unsere jüngste Katze ist 12 Jahre und die wird heute abgeholt, wir haben einfach GAR KEINE!"
 
Als ich dann schon ungefähr 3000 km mit dem Hübschen draussen rumgelaufen bin (PokemonGo Community Day und ich habe jetzt nicht nur mein erstes shiny Pokémon, sondern ZWEI shiny Gluraks),




 brummte das Handy und es kam eine total unerwartete Antwort auf eine Anfrag, nämlich: "Natürlich sind sie noch da, ich hab sie doch grade erst reingestellt". Wir haben also ein paar Daten ausgetauscht, Bilder bekommen (es sind zwei Findelgeschwister, die nicht getrennt werden können, weil sie so aneinander hanger, ein schwarzer leicht getigerter Kater und eine dreifarbige Katze, beide, wie ich finde, mit einem leichten langhaarigen Einschlag, aber vielleicht ist das auch der Babyflaum), sie sind (natürlich) zuckersüss, sind in einer Tierschutzstation im Elsass und ich hoffe sehr, dass das klappt!
 
Danach ging es für den Hübschen und mich dann auch schon weiter, wir machen über das kinderfreie Wochenende ja mal was total Erwachsenes, nämlich ein Wellnesswochenende hier. Ich kenne das Hotel bisher nur im November/Dezember von Workshops bei der Arbeit in Weihnachstdeko, aber so ist das schon auch sehr hübsch!
 
Wir haben schon:
  • Champagner getrunken
  • die Orchideenblüten im Zimmer bewundert
  • im Hallwiler See und im Biopool gebadet (der See hat 14 Grad und es war grandios!)
  • im Spa rumgehangen (Pool, Sauna, Kräutersauna, Salzcocoon, das ist aber eher fad)







und gleich geht es "thailändisch-schweizer Fusionfood" speisen und es ist schon ziemlich gut auszuhalten hier.
 
Stressleveldurchschnitt gestern: 36
Selbstbeweihräucherung: 3 Minuten vor Abmarsch an Q.s Kuschelaffen gedacht; bim Katzenthema nicht aufgegeben; ich bin mit Schwung im See untergetaucht
 
 

Freitag, Mai 18, 2018

Meow

Habe ich hier irgendwann mal erzählt, wie wir unsere erste (und bisher einzige Katze)bekommen haben? Ich habe es mit den einschlägigen Suchbegriffen im Archiv nicht gefunden, was eine wunderbare Gelegenheit ist, um das heute zu erzählen. Die Suche nach neuen pelzigen Mitbewohnern seit ein paar Wochen treibt so skurrile Blüten (ich habe heute in einem unglaublich ätzenden Telefongespräch mit einem Tierheim irgendwann tatsächlich gesagt: "Wenn Sie mich einen einzigen Satz ausreden lassen würden, dann wüssten Sie auch, dass ich nicht total beknackt bin und glaube, dass Sie drei Tage alte Katzen abgeben. Aber das scheint ja zu viel verlangt."), da tut es vielleicht gut, dran zu denken, dass das damals auch eher strange (wenn auch unkompliziert) war.
Also:
Der Hübsche und ich sind im September 1999 gegen Ende der Diplomarbeit (oder Anfang der Doktorarbeit, man weiss es nicht, es ist lange her) zusammengezogen und schon im Oktober hatten wir das Gefühl, da fehlt was. Das war eine relative spontane Entscheidung beim Radeln durch den englischen Garten ("Du, was meinst? Sollten wir uns eine Katze anschaffen?" "Ok" Entscheidungen konnten wir immer schon ziemlich gut), am Abend waren wir bei den Eltern des Hübschen zum Essen eingeladen und oben auf dem Altpapierstapel lag noch die Wochenendausgabe des Münchner Merkur. In den Kleinanzeigen fanden wir dann "Junge Katzen abzugeben, Tel."
Am nächsten Morgen haben wir da also angerufen, einen Termin abgemacht, im Karstadt an der Münchner Freiheit im Untergeschoss einen Katzenkorb (gross und aus Korbgeflecht) und ein Katzenklo, im DM nebendran ein bischen Babykatzenfutter gekauft und los gings im Twingo der Eltern des Hübschen, mitdem Katzenkorb, der fast so gross war wie der ganze Twingo in den Münchner Süden.
Ich kannte Baldham als ... leicht versnobten Nobelvorort (mein Vertrauensdozent der Studienstiftung wohnte dort) und rechnete also mit .. einem Wurf Kätzchen in einer Villa bei einem leicht zerstreuten Professor, vielleicht würde die Ehefrau oder die Kinder oder sogar der Professor ein Tränchen verdrücken, wenn wir mit dem allersüssesten ihrer Kätzchen, die eh nicht geplant waren, aber irgendwie war der Kastrationstermin der Katze, die die Nachbarin den Kindern geschenkt hatte, hintenübergekippt, und hm, einmal kann man ja und niedlich sind sie ja schon und was studieren Sie?
Tja.
Es war eine Villa.
Der Bewohner war .... keine Ahnung, ob er zerstreut war, als erstes fiel uns auf, dass alle Möbel in der ganzen Villa von Bettlaken bedeckt waren, der ganze Boden war mit Zeitungspapier bedeckt und .... überall waren Katzen. Wirklich ÜBERALL!
Der Mann, der dort wohnte (ich kann nicht "allein" schreiben, das ganze Haus war voller Leben. Und Katzenhaare. Und Katzengeruch), erklärte uns, dass er jeden Sommer mit dem Wohnwagen für drei Monate nach Spanien fahren würde und dort herrenlose Katzen einsammeln würde und die dann nach Deutschland bringen und manche auch vermitteln würde. (ich bildete mir ein, etwas wie kastrieren und impfen gehört zu haben, aber das war wohl ein Verhörer)
Und jetzt wäre er grad frisch zurück und wir hätten praktisch die freie Auswahl. Wir hätten zwar am Telefon gesagt, wir hätten gerne ein ganz junges Weibchen, das hätte er jetzt halt nicht, aber hier, diese alte Dame da in silbergrau wäre sicher noch keine 10 Jahre alt und wenn wir was richtig junges suchen würden, dann hätte er da einen roten Kater, der wäre auch noch kein Jahr.


Der Hübsche und ich standen mehr als nur ein wenig unbehaglich auf der Zeitung und zwischen den Bettlaken. Wir waren uns ziemlich sicher, dass wir halt "ein Babykatzenmädchen" wollten und weder die silbergraue Dame noch der rote Halbstarke waren .... ein Babykatzenmädchen. Allerdings hatten wir natürlich auch genug Filme und Bücher gelesen, um zu wissen, dass das jetzt vielleicht der falsche Zeitpunkt war, um über Spitzfindigkeiten zu diskutieren, wenn man nicht in 30 Jahren abgenagt von alten Katzendamen verscharrt in der Rosenrabatte des Villengartens ausgegraben werden wollte. Wir sahen uns also etwas unbehaglich an, versuchten uns mit dem Gedanken an einen roten Halbstarken anzufreunden, da sauste auf einmal ein kleiner Knubbel wie ein Irrwisch unter dem Zeitungspapier durch die Räume. Der Katzenmann meinte: "Ach. Ja. Und die habe ich auch noch. Aber an der ist halt echt nix dran!" und griff sich den Bollen unter dem Zeitungspapier und hielt ein kleines, braunweissgetigertes Katzenbaby hoch.
Der Hübsche und ich ergriffen die Möglichkeit, ein Katzenmädchen zu bekommen UND nicht verscharrt und abgenagt zu werden und meinten nur "Okay, super, nehmen wir, tschüss!"


Die erste Lektion über "Hahahaha, ihr dachtet, das wäre so einfach?!" erteilte uns Dax übrigens noch auf dem Heimweg, als sie, nachdem sie den niegelnagelneuen Katzenkorb und das rote Kuschelkisssen inspiziert und für langweilig erachtet achte, ohne sich auch nur im geringsten anzustrengen, zwischen den Gitterstäben des Katzenkorbes hindurchspazierte und den Rest der Rückfahrt erst mit einer Erkundung des Twingo und dann UNANGESCHNALLT auf meinem Schoss verbrachte.


Dieser creepy Anfang, der fast in einem Doppelgrab im Gemüsebeet geendet hatte, war der Anfang einer über 18jährigen wundervollen Freundschaft, ich hoffe, das bekommen wir nochmal hin.
Thommy war der Hund meiner Schwiegereltern. Er liebte Dax (und alle Katzen), aber das war eher einseitig

Sagen Sie nichts. Ich war auch noch sehr jung damals

Und hatte mehr Spass am Leben, als man hier vermuten möchte.








Fazit von dem Ganzen:
Wir suchen folgendes:
zwei Geschwisterkatzen (am liebsten zwei Weibchen), die Mitte Juni - Mitte Juli alt genug sind, von ihrer Mutter getrennt zu werden.
Suchradius: Raum Basel, den ich mal grosszügig bis ... Zürich, Aarau, Bern, Luzern, Lörrach ausweite (praktisch wäre natürlich auf der Schweizer Seite der Grenze).
Sonderwünsche: keine (ausser Fell an den Katzen)
Was wir bieten: viel, viel Liebe, > 18 Jahre Erfahrung mit Katzen (okay, einer.), viel Platz im Haus und Freigang in einer autofreien Überbauung.

Wenn Sie also jemanden kennen oder selber junge Katzen haben: bitte, bitte, melden Sie sich doch! (Tipps, wo ich suchen sollte oder könnte, brauche ich keine mehr, danke schön!)

Donnerstag, Mai 17, 2018

Homeland

Heute also wieder: daheim.
Das bedeutet auch: Sicherheitsschuhe, geschliffene Schutzbrille wieder verräumen, eingelegten Knoblauch an mein Team zu verteilen (das ist schon lustig, wie so ein Team Gemeinsamkeiten etnwickelt. Bei uns dreien ist es die Vorliebe für in Olivenöl eingelegten Knoblauch von Di Vito und die Geistesblitze unter der Dusche. Die besten Ideen stehen in Mails, die spät abends geschickt werden und die mit "When I was taking a shower and thought about the project..."), das bestellte Olivenöl auszulilefern und... schon morgens um sieben den ersten "Na, wieder da von der Lustreise"-Kommentar zu bekommen. Und ja, ich weiss, dass das Hotel einen grandiosen Blick hat und ich finde das auch schöner, als in einem Industriegebiet auf Hinterhöfe zu glotzen, und ja, ich habe Humor und ja, ich kann einstecken (und austeilen), aber in diesem speziellen Fall reagiere ich seit 5 Jahren mit Mona-Lisa-Lächeln auf offene Unverschämtheiten und heute um 7:17h batte ich die Schnauze voll. Danach herrschte eisiges Schw3eigen himmlische Ruhe, vielleicht hätte ich schon vor 5 Jahren mal ausflippen sollen.
 
Das Mittagessen stand dann übrigens (und da rechnet man in einem rein männlichen Umfeld auch nicht unbedingt damit) ganz im Zeichen der royal wedding (Wussten Sie, dass auch 2000 Leute aus dem normalen Volk eingeladen sind, aber ihr eigenes Essen mitbringen müssen?), ich gehe ja morgen erst Haareschneiden, so dass mein Klatschuptpdatelevel nur mittel war. Dafür habe ich von einem Kollegen dann eine Mail zum Thema "Why I miss Prince Philip" bekommen und das ist schon sehr schön.
Nachmittags dann das Äquivalent von "Carrie Mathison erklärt ihre Fotowand mit den ganzen Fäden und Stecknadeln", wo ich mit Unterstützung meines Ingenieurskollegen unsere unerwartete Italienermittlung erklärt haben. Phew.

Unterwegs mit Beweismitteln


Ausserdem:
  • die Kinder fahren ja am Wochenende ins Pfila und das Wetter wird genauso sein, wie es soll, wenn man Pfingsten zelten geht: nass. Mir fiel heute siedend ein, dass beide Kinder zu kleine Regenhosen haben, was natürlich für das grosse schlimmer als für das kleine ist wegen Weitergabe. So war ich in der Mittagspause schnell noch im Bergsportladen gegenüber und Q. ist jetzt auch wieder regendicht untenrum.
  • Ich habe meine Anmeldung für die Nupsientfernung bekommen und das ist schon ein bisschen beklemmend, weil die gesamte Kommunikation der Brust-OP-Gruppe natrlich nicht auf harmlose Nupsipatientinnen, sondern Brustkrebspatientinnen ausgelegt ist. Ich kann das natürlich nicht beurteilen, weil mich 80% der Sachen nicht betreffen, aber ich habe den Eindruck, dass da viel Expertise, Mitgefühl und Erfahrung in die Erstellung der Unterlagen eingeflossen ist.
  • Ich habe den Anmeldebogen ausgefüllt, meinem Chef und der JAZ-Beauftragten Bescheid gesagt, dass ich im Juni ein paar Tage fehlen werde. Es wird komisch real.*


  • Daheim läuft der Umbau wie am Schnürchen, die Galerie steht (noch ohne Geländer, das Holz ist gestrichen, das wird alles wunderbar.
 
Stresleveldurchschnitt gestern: 42
Selbstbeweihräucherung: Ich habe den Typ, wie man hier sagt, endlich mal "in die Socken gestellt". Jetzt muss ich nur noch selber anerkennen, dass das überfällig war, und nicht ein Zeichen meiner Unbeherrschtheit und "Unkumpeligkeit" und "Zickigkeit"




Ausserdem hat Little Q. heute einen Liedtipp für Sie (Lyrics hier, für den Fall, dass Sie das auf Anhieb nicht soooooo gut verstehen; die Kinder und die Busfahrer sind meine Quelle für Schweizer Musik. Mit interessanten Überschneidungen.)
 
*Ich finde das bei anderen immer schwierig, wenn sie sagen "Eine kleine Operation, nichts wildes", weil mein Kopf draus macht: "Wenn es nichts wildes ist, warum sagen sie es dann nicht? Vielleicht ist es doch was wildes oder was total krasses peinliches oder, oder oder". Jetzt mag ich aber auch nicht sagen, was ich machen lasse, weil ich nicht allen erklären möchte (ich kenn mich doch), wie viel Angst ich hatte, weil ich dann bestimmt wieder heulen muss, und auch, weil ich nicht möchte, dass mir danach alle auf den Busen glotzen und bei mir als erstes an meinen Busen und den Nupsi denken. Was das jetzt über mich und meine Gedankenwelt aussagt...... tja.

Mittwoch, Mai 16, 2018

I wui wiieda hoam

So, ich sitze gerade im Zug vom Flughafen Zürich nach Hause, es is tein bisschen kühl, weil in Süditalien hatte es heute tatsächlich hochsommerliche Temperaturen und ich habe (kein Klettern durch die Anlage mehr heute) deshalb ein kurzärmliges SOmmerkleid angezogen.
Dafür haben mich die 25 Minuten von Touchdown bis im Zug sitzen (incl aufgegeben sauschweren Koffer voller Olivenöl abholen und durch den Flughafen zerren und Klopause) wieder sehr mit der Welt versöhnt.
Bari ist nämlich ein futzelkleiner Flughafen, der Check-in war eine Katastrophe (naja, kein Vergleich zu Indien, aber dafür waren es auch zu wenige Leute) und obwohl es nur ungefähr drei verschiedene Gates gibt, wurde unseres viermal geändert.  Ich habe übrigens entweder Duty-free druchgespielt oder aber Bari ist einfach zu winzig (ich vermute letzteres), ich habe nämlich tatsächlich nur Mitbringsel für die Kinder eingekauft (die obligatorische Schüttelkugel für L. und einen coolen Splitstecker furs Handy für Q). Und natürlich die 4 Hektoliter Olivenöl, aber halt nicht am Flughafen.


Sonst habe ich gestern abend wieder bis ca Mitternacht gearbeitet und bin dann so mitteleuphorisch um halb sieben am Meer entlang laufen gegangen.


Bereit für den Sommer




Umkehrpunkt Leuchturmdingsi

Symbolbild "Runner's High"

Schwimmengehen hätte mehr Spass gemacht. Auch bei kalt




Ja, ich gebe zu, es sieht grossartig aus, nein, es hat keinen Spass gemacht, ja, okay, es war nicht so schlimm wie auch schon. Das Meer ist übrigens noch saukalt.




Nach Frühstück und Lagebesprechung mit dem Kollegen haben wir noch eine Runde durch das Oberdorf gedreht, wir würden ja noch genug rumsitzen und Kühlkurven und Kristallisationstaktiken kann man ja auch im Rumlaufen besprechen.






Schon hübsch da, kaum zu glauben, dass ein so verschlafenes Ferienörtchen ein Riesenindustriegebiet im Hinterland hat


Dann: roten Flitzer bepacken, 200km gradeaus fahren, viel zu früh am Flughafen, nach dem laaaaaaaangen Check-in dann noch eine halbe Stunde verspäteter Abflug ("some important paper is missing", naja, lieber das als eine Tragfläche.) und trotzdem nahezu pünktliche Landung.


Das Blog hat jetzt eine Datenschutzerklärung, ich habe meinen wegen "Ich bin nicht da" freigeräumten Tag morgen schon wieder voller Meetings, die Emails sind alle gelesen und die dringenden beantwortet, ich freue mich sehr, sehr sehr auf daheim, auf schwatzende erzählende Kinder, auf die Badewanne und .... mein Bett. Incl -genosse.


Stressleveldurchschnitt gestern:
Selbstbeweihräucherung: Durch Nachbohren heute die Bestätigung bekommen, dass ich wirklcih recht hatte mit meinem Gefühl und ich damit einen grösseren Mist verhindern konnte.

Dienstag, Mai 15, 2018

Flutscht!

Spät wurde es gestern abend noch.... wir waren erst noch sehr lecker Fisch essen in dem Restaurant, wo ich im Sommer schon mal lebendige Muscheln und sowas gegessen habe. Diesmal war alles definitiv tot und sehr, sehr lecker!
Danach dann noch Emails beantworten, schreiben, Sachen raussuchen bis ungefähr halb eins.
Ich habe eigentlich gar keine Lust, mich vor  Kollegen (besonders solchen, die einen Job ohne Reisen haben und Reisen mit Lustreisen und nur Wein trinken und am Strand rumhängen und sowas gleichsetzen) oder Leuten, die bei der zugegebenermassen unglaublich idyllischen Aussicht aus meinem Hotelzimmer ganz schrecklich neidisch werden und sich gar nicht vorstellen können, dass man in dieser Umgebung nicht nur selig lächelnd umherschweben kann, zu rechtfertigen, dass ich halt nicht zum Spass hier bin und der Spassfaktor ... ja klar, schon da ist, aber vor allem bin ich hier zum Arbeiten und das nicht zu knapp (macht auch Spass, btw).
Anyway, ich war um 6 tatsächlich zu müde, um aufzustehen und vor dem Frühstück eine Runde am Meer entlangzurennen (kommt natürlich dazu, dass ich verwöhntes Blag Rennen auch vor dieser Kulisse hier halt blöd finde), ich habe also noch ein bisschen länger geschlafen.
Um acht ging es zur Site, dort: Arbeit, Arbeit, Arbeit (mein spirit animal wäre für das aktuelle Projekt Carrie Mathison), Mittagessen mit sehr viel Tentakeln und Saugnäpfen (geschmacklick leckerst, sonst immer noch eine Herausforderung für mich ) in einer Truckerkneipe, die von aussen wie eine verlassene Tankstelle, von innen wie... eine Truckerkneipe und auf dem Teller wie ein italiensiches Oberklasserestaurant aussah), Arbeit, Arbeit, Arbeit, kurz vor Schliessung haben wir noch die Olivenöl- und Knoblauchbestellungen der Kollegen in der Ölmühle in der Nähe erfüllt (ich hatte mir da immer sowas romantisches aus Holz mit einem Esel, der einen Mühlstein aus Stein im Kreis zieht, vorgestellt. Ist es nicht. Gut für den nichtexistenten Esel)






Ölmühle, ohne Esel

Malerische Mülltonnen

Die Fahrt zurück war sehr malerisch und dramatisch. Ich war noch nie im Frühling in Italien und ja, es ist so, wie alle sagen: alles ist grün!




Drama, Baumi!

Grün mit Meer













Zurück im Hotel noch kurz Emails schreiben, frisch machen und um neun ging es essen, diesmal keinen Fisch.


Morgen dann ist Rennen fest eingeplant und dann geht es auch schon zurück zu Flughafen.


Stressleveldurchschnitt gestern: 41 (Erholung: 11 Minuten. Das ist so albern)
Selbstbeweihräucherung: ich sags nochmal: ich kann meinen Job. Und ich habe mich heute mehrfach überwunden, bei Sachen, die nicht ganz konsistent klangen, nachzuhaken und NICHT anzunehmen, dass sie schon das Richtige meinen. Weil: meistens nicht.