Mittwoch, August 05, 2026

050826

You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"). 

Heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.

Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:
  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung, ohne Geschwurbel)
  • verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.

Also.

Letzte Ferienwoche ist es hier zumindest für das eine Kind, das noch zur Schule geht, das Uni-Kind hat noch länger frei und der Hübsche und ich hatten ja gar nicht frei.

Weckerläuten im immer Dunkleren um halb sechs, Frühstück Honigbrot und Milchkaffee, Katzenründchen ergibt: Sansa ist eh da, Jonny hat bei den Nachbarn auf der Terrasse geschlafen und freut sich auf Frühstück daheim.

Sieht so aus, als ob diese Woche noch Radeln bei dramatischem Sonnenaufgang wäre, ab nächster Woche dann eher wieder Zeit für die Reflektorweste (die Jacke kann ich bei den Temperaturen noch nicht anziehen).


Vorletztes Mal draussenschwimmen dieses Mal: mit kurze Sonnenglitzermomenten, sonst blieb es bedeckt. Vorherrschendes Thema der Frühschwimmercrew: die Hitzewelle und der Klimawandel (Tenor: we deserve it aber schad is scho)

Irgendwie heute früher dran gewesen als sonst und skurrilerweise genau in den Kollegen reingelaufen, an den ich grad gedacht hatte (letzte Arbeitsaktivität gestern abend war ein Chataustausch mit ihm), wir waren uns einig, dass wir in einem seltsamen Projekt gelandet sind. Gossip gelernt: der (externe) Projektlead ist Pharmapodcaster (ich hab nachgeschaut: so was wie Sendung mit der Maus für GMP), ich wusste nicht, dass es sowas überhaupt gibt und dass jemand freiwillig zugibt, das zu machen, und dass wir so jemanden anstellen anstatt ... aber egal

Dann: gemischter Tag, ich habe gerade das Gefühl, meinen Job genau so zu machen, wie er gedacht ist (und das ist ziemlich grossartig, weil: der Job ist als richtig, richtig cooler gedacht und es ist nicht ganz einfach, immer die Balance zu finden, das auch so zu leben). Ich mag meine Microconnections in unserer Gruppe auch total gern, mein Frauenteam in dem grossen Prestigeprojekt; das so Schwestern-Vibes hat, meinen SM-Kollegen, den ich ja eh seit 15 Jahren kenne und schätze und wir zwei waren erst so ein bisschen die Outsider in dem erst LM-fokussierten Team, aber jetzt mit all den neuen SM-Blockbusterkandidaten dreht sich der Wind. Passt sehr gut, dass wir zwei ähnlich ticken und eben zusammenarbeiten und -halten und keiner dem anderen irgendwas wegnimmt oder nicht gönnt ("Es gibt genug Probleme für alle")

Wir müssen nicht mal über "Noch ein Ründchen?" nach dem Mittagessen reden, es ist klar, dass es "Kaffee Togo UND Ründchen" gibt, wir müssen uns nur einigen, ob den guten Kaffee mit der langen Schlange oder den okayen mit ohne Schlange (immer zweiteres) und wer zahlt (abwechselnd). Me likey.

Dann: heimradeln im heissen Fön, dem Hübschen einen fast GMP konformen Batchrecord für den Creami-Einsatz morgen schreiben, Extras dispensieren, 


dann noch schnelle Ravioli mit Salbeibutter, ich habe Bauchkrämpfe (meine Güte, ich wäre wirklich bereit für Menopause, stattdessen merke ich mit abnehmender Hormonabgabe der Mirena, wie regelmässig mein Zyklus noch ist,  was ein scheiss, und Hunger)

Sonst: Weiss nicht, ob Sie es mitbekommen haben: in Basel gab es einen Legionellenausbruch mit ca 25 Erkrankten und bisher einem Todesfall. Das Ganze konnte auf Wasserkühltürme auf einem Geschäftshaus in Kleinbasel eingegrenzt werden. In der PRessekonferenz gestern wurde mehr oder weniger gefeiert, dass man das so schnell rausgefunden hätte und jetzt abgestellt hätte. In der Presse wurde der Kanton gebasht, dass er verpasst hätte, solche Kühltürme meldepflichtig zu machen, was aber überhaupt nicht erwähnt wurde, ist: es gibt gesetzliche Regeln und Normen für den Betrieb solcher Kühltürme und da ist eine regelmässige Beprobung und Testung solcher Kühltürme verpflichtend vorgeschrieben. Das wurde in dem Fall definitiv nicht gemacht, damit hat man den Anstieg verpasst und auch keine Massnahmen einleiten können (abgesehen davon, dass man auch vorab Massnahmen ergreifen kann, um das Legionellenwachstum zu verhindern). Und deswegen sind jetzt 25 Menschen schwer krank und eine Person tot. Das ist ... nicht akzeptabel. Heute wurde dann ein Strafverfahren eingeleitet und ich bin mal gespannt, was dabei rauskommt. (Und: wie cool, dass ich an einem Ort arbeite, wo man binnen weniger Minuten Hintergrundinfos zu solchen Kühltürmen und wie das bei uns alles umgesetzt und implementiert ist, bekommt.)

Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Mr. Linky damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen.

Dienstag, August 04, 2026

040826

 Ich bin so, so, so, so durch mit dem Kackwetter, ehrlich! Gestern Abend noch grosses Wetterdrama, kohlrabenschwarzer Himmel, gelbes Licht, Sturmböen, die unsere Sonnensegel so rumrissen, dass ich mir nicht sicher war, ob das Haus abheben würde, also haben wir sie mühevoll abgehängt und an der Terrasse / Balkon fixiert. Dann: fielen etwa fünfeinhalb riesengrosse Regentropfen, es blitzte wild und dann war es auch schon fertig.

Nachtschlaf: immerhin gut, die dünne Musselindecke ist genau das richtige im Moment.

Schwimmen: das Schwimmbecken ist tatsächlich kälter als der Rhein gestern, ich war auch erstaunlich schlapp dafür, dass erst Dienstag ist. Hm. Aber ich hab dann doch den Kilometer voll gemacht, weil die Anflüge an Unterzucker nicht mehr wurden.


Kleidung: ich hatte heute so "Sporty Spice"-Vibes, mit dem engen Tanktop und der weiten Hose mit Trainerhosenanklängen (das läuft unter "Parachute Pants" und ist aus einem dünnen Webstoff, der alles, nur nicht raschelfrei ist. "Raschelfrei" habe ich übrigens beim Schlafsackkaufen für die Kinder kennengelernt als Qualitätskriterium bei Hajk und sofort nachvollziehen können. Lustigerweise war der erste Schlafsack, den wir als raschelfrei gekauft haben, der rascheligste, den wir jemals hatten.), aber mei, es ist so heiss, ich habe das Gefühl, die eh schon extrem lockere Kleiderordnung bei uns wird total aufgegeben.

Der Tag war ein Mix aus konzentrierter Arbeit, Diskussionen auf dem Flur, Managen von Befindlichkeiten (MEINE GÜTE, ich hab echt keine Nerven mehr, Anfragen an Nachbarabteilungen an deren interne Animositäten untereinander anzupassen), Mittagessen mit meiner Truppe aus selbsterarbeiteten und geerbten und über 17 Ecken Kollegen, die skurrilerweise jetzt alle in meinem neuen Produktteam sind, kein Ründchen, weil es einfach so unglaublich heiss ist.

Am Nachmittag mache ich mich dann doch auf die paar Schritte durch den Park und schaue mich im Tinguely-Museumsshop nach einem neuen Wickelfisch um, nachdem mein schöner mit "Kleinbasel"-Aufdruck und den zwei Türmen drauf so undicht ist, dass das Handtuch und das T-Shirt das letzte Mal nass waren... Ich entscheide mich für aufgesetzten Optimismus und der Aufschrift "Prima, super" in Jean Tinguelys Handschrift (auch, nachdem der Hübsche in Videoschalte auf Lautsprecher im mucksmäuschenstillen Museumsladen beim anderen der limited Edition 2026 gefragt hat, ob da eine Landmine drauf wäre)




Den Nachmittag / Abend über jagt eine Unwetterwarnung die nächste, es passiert aber genau gar nichts und ich radle in staubiger Hitze nach Hause. Erst dort fallen ein paar Tropfen, aber nicht ansatzweise genug zum Abkühlen.

Wir essen Salat, Brot, Mozzarella/ Tomate auf der Terrasse und schnaufen schwer.

Wann Winter?

Montag, August 03, 2026

030826

 Heute stand ja Notstromtest etc auf dem Plan auf dem Werksareal, ich hatte also beschlossen, von daheim zu arbeiten, anstatt auf Abruf irgendwann im Lauf des Vormittags doch noch auf das Areal zu radeln und dort evtl nix zu essen zu kriegen und wer weiss? Damit kam ich aber auch nicht am Schwimmbad vorbei und besonders mit der Aussicht, dass ich eh nur noch die Woche draussen schwimmen kann (ausser ich gewöhne mich an noch ein neues Schwimmbad UND radle 4km weiter jeden Tag... hm), war das schon sehr schade. Und so habe ich gestern abend den Entschluss gefasst, heute dann halt hier vor Ort im Rhein zu schwimmen. Als mein Wecker um halb sechs läutete, war es schon noch sehr dunkel draussen. Ich habe kurz gegoogelt nach Sonnenaufgangzeit (6:08h) und bin dann um zwanzig nach sechs koffeiniert und behonigbrotet mit dem Rad ins Dorf gefahren. Rad geparkt, zum Ruderclub gelaufen, dort Kleider, Schuhe und Brille ausgezogen und in den Wickelfisch gepackt und ins Wasser gehüpft. Ich hatte mir überlegt, stromaufwärts zu schwimmen und mal zu schauen, wie gut das so geht. Wenn nicht so, könnte ich schon an der Schiffanlegestelle aussteigen, wenn ok, dann erst am Fähranleger. Es war tatsächlich mehr Strömung, als ich vom stromabwärts treiben gedacht hätte, ging aber trotzdem gut voran. Was ich ein bisschen gruslig fand: ich hatte meine Schwimmbrille an und war bereit, halt mit Kopf unter Wasser zu schwimmen. Aber: der Rhein ist trüb, man sieht genau gar nix. D.h. immer nur beim Atmen Sicht, und dann wieder nix, das war mir schon ein bisschen unheimlich. Noch unheimlicher wurde es, als ich dann doch etwas sah, nämlich sehr grosse, dunkle, schwimmende Schatten und no, thanks, ich weiss lieber nicht, was unter mir an grossen Fischen rumschwimmt. Also: Kopf oben gelassen, geht für einmal auch. Ich bin dann bis zum Fähranleger raufgeschwommen und habe mich dann wieder zum Schiffsanleger runtertreiben lassen, bin rausgeklettert, habe T-Shirt und Shorts drübergezogen, bin zum Rad gelaufen und heimgeradelt.





Dort Duschen, Anziehen, Schminken.

Das tat schon gut, aber das Wasser war halt wärmer als im Schwimmbad....

Dann habe ich mit dem Hübschen noch ein bisschen auf der Terrasse gearbeitet, Jonny leistete uns Gesellschaft. Das erste Meeting (heute um 11) machte ich noch von dort, aber das war schon nur noch grenzwertig aushaltbar.... Zu dem Zeitpunkt hatte ich dann schon die ersten 2L Früchte/Minz-Eistee hintergekübelt..




So sehr ich es schön fand, mit dem entspannten Jonny auf der Terrasse zu sitzen, mein Hirn und mein Kreislauf machten einfach nicht mehr mit und ich zog unters Dach ins klimatisierte Schlafzimmer.

Zum MIttagessen gab es für mich die Reste vom gestrigen Abendessen (vegi-gefüllte Zucchini, ich hatte da nach dem ersten und einzigen Versucht mit Hello Fresh --> nie wieder, nur langweiliges Essen, unglaublich viel Müll und einfach irrwitzig teuer, und nach dem Kündigen haben die mich über Monate über Handy und Festnetz gestalkt, ob ich nicht doch nochmal bestellen möchte, da lange Jahre eine massive Abneigung, weil niemand ausser mir da die beknackten Zucchini essen wollte. Aber: dieses Rezept, halt mit Vegihack und mit TOmatensosse aus dem Handgelenk aus frischen Tomaten hat allen sehr gut geschmeckt!), dann ein Nachmittag voller Meetings, uff.

Der Hübsche hat sich fürs Büro für eine Eisbar aus dem Creami entschieden, also habe ich 4 Dosen eingefroren (Mintchocolatechip in türkis, der Mann wollte ohne Farbstoff, aber sorry, das geht gar nicht!, Cookie & Cream, Himbeersauerrahm und Vegane Vanille), er kriegt noch eine Anleitung, was nun genau in welcher Reihenfolge mit welchem Töpfchen passieren muss, mal sehen, ob das alles klappt oder ob am Ende alles lecker, aber graulila ist :-)



Sonntag, August 02, 2026

020826

 Wie immer, die "was machen wir im August"-Sachen einen Tag später, weil erster August halt andere Prioritäten hat.

Heute: ausgeschlafen, im Bett ewig gelesen, auf der Terrasse gefrühstückt, mich gefreut, dass Q. wieder da ist und L. eine tolle Zeit incl Besuch im Lager hat, dass Jonny uns lange auf der Terrasse Gesellschaft leistete. Sonst: die Hitze aus tiefstem Herzen gehasst (in Akureyri hat es heute 4-12 Grad, das wäre mein Wetter) Viel gelesen, der Krimi spielt in Grönland im Inlandeis, das passt. Viel getrunken, drölfzig Varianten von selbergemachtem Eistee und Eiskaffee. Für den Hübschen ein Creami-Eisbuffet für die Arbeit (fast fertig) vorbereitet, ich brauche halt noch grüne Lebensmittelfarbe für das Mint-Chocolate-Chip-Eis (nein, ohne Farbe ist KEINE Option) zum Geburtstag.

Sonst:

Eben: erster total feuerwerksfreier 1. August, das kann gern so bleiben!

Dann: des Hübschen Geburtstag angemessen begangen.

Q. wieder aus dem Lager bekommen (so coole Erzählungen, sie waren im Bundeshaus, haben 2 Tage auf einem Biobauernhof in Trimstein gearbeitet, es gab ein bisschen viel Abenteuer und jetzt ist die Wäsche gewaschen. Die Kombi aus "immer noch Grashalme und Blätter drin" und "Geruch nach Wäschedesinfizierer" ist für mich immer mit "Ende Pfadilager" verbunden)

L. wird noch eine Woche bleiben, dann geht für ihn die Schule wieder los.

Ich werde morgen von zu Hause aus arbeiten, es findet ein "Notstromtest" auf dem Areal statt, bei dem NICHTS gehen wird und nicht klar ist, ob zum geplanten Neustart alles wieder anlaufen wird. Auf Abruf irgendwann hinfahren habe ich keine Lust, bleibe ich gleich daheim. (Kann dann halt nicht schwimmen und überlege ernsthaft, stattdessen im Rhein eine Runde stromaufwärts zu schwimmen in der Früh...)

Dann: Arbeit wird richtig, richtig tricky, für mein neues Produkt gibt es so viele Milestones im August.... wird viel und wichtig. Für mein nicht neues Prelaunch-Programm gibt es auch dringende, umfangreiche Aktivitäten, das dritte wird vielleicht ein bisschen hintenüber kippen.

Ich werde Besuch von einem ehemaligen Kollegen aus Japan bekommen, da freue ich mich drauf!

Ich werde es ziemlich sicher nicht physisch zum Infoanlass für den Feldkurs schaffen, aber das sollte auch ohne gehen.

In Sachen Schwimmen "muss" ich noch eine Woche draussen schwimmen, ich glaube allerdings, ich alte Ehrenschwäbin werde mein verlängertes Monatsabo schon ausnutzen, solange es halt noch früh offen ist. (Gerade nachgeschaut: Frühschwimmen im Eglisee geht nur noch nächste Woche, heuli. Also damit decken sie genau die Schliesszeit unseres Arbeitsschwimmbades ab, was ja nett ist. hm. Ob ich den Rest des Abos im Joggeli leerschwimme? Da machen sie um sechs auf bis 4. Oktober)

Mitte August beginnt Dienstag abends mein Kraulkurs, ich habe Heidenrespekt davor, freue mich aber auch sehr.

Dann: L. wird aus dem Lager zurückkommen und danach direkt ins neue Schuljahr starten, 2. Halbzeit Gymnasium... ich hoffe, er hat sich gut erholt!

Q. hat Geburtstag, 21 Jahre, meine Güte, wie schnell ging das?!

Er wird als Feuerwehrmann beim Römerfest Patrouille gehen, mal sehen, was er da erzählt.

Tja. Das wars. Ich hoffe, wir überstehen die Hitze einigermassen.


Samstag, August 01, 2026

010826

Der beste aller Ehemänner hat Geburtstag heute! Reinfeiern gestern hat so überhaupt nicht geklappt, weil ich einfach, während er bei vollem Licht noch den Fotosetup für heute morgen parat gemacht hat, umgekippt und eingeschlafen bin. Ups. Hat aber trotzdem geklappt:
study_of_decay.exe pt.52


Heute morgen dann aber: Geschenke und Tiramisu (für mich Kaffee) im Bett, und dann ging es auch schon los zum Aktivtag, den ich geplant hatte (ich hatte noch verschiedene andere Ideen, die wegen ausgebucht oder nett, aber zu heiss ausfielen, zB eine unterirdische Führung durch die Kanalisation oder eine Stadtführung zu Streetart und Graffiti. Hätte dem Hübschen beides auch gefallen, holen wir nach, wenn wieder verfügbar und weniger heiss). Heute also erstmal einschiffen auf der MS Rhystärn:
(am Rheinbord und der Schifflände trotz keinem Feuerwerk gestern noch Partyüberreste in Form von Biergeruch, Betonpollern gegen Autoanschläge und Kotzepfützen)

Ich habe uns altersangemessen zur "1. August Brunchcruise" angemeldet, das war genau das: es gab leckeren Brunch (einzig das Rührei war mir generell und bei der Hitze besonders zu flüssig), wir juckelten zwischen den Schleusen Birsfelden und Kembs hin und her.

Von "nichts" in Frankreich

zum "Port of Switzerland" (Schweiz, die alte Seefahrernation)

Dem Dreiländereck mit der Sandoase

dem Anleger für Kreuzfahrschiffe, ich lach mich immer tot: direkt gegenüber von der kantonalen Glas- und sonstigen Müllsammelstelle





War schon gut mit Lüftchen!

Gesättigt und gestärkt machten wir uns dann auf den Weg zum Barfüsserplatz (vorher wollten wir noch gucken, welches Uhrengeschäft in der Freien Strasse diesmal mit einem Auto gerammt worden war. Dabei fiel uns auf, dass sehr viele der mondänen grossen Glasfronten dort Poller vor den Schaufenstern stehen haben... Breitling nicht, dafür eine zerdepperte Scheibe...), wir hatten einen Foxtrail gebucht. Es gibt die neu in der Digitalversion, wo man nix ausdrucken muss, einfach loslaufen. War schon nett gemacht, dauerte aber auch länger als gedacht. Die Fragen waren ein Mix aus kindergartenleicht, ganz schön komplex, die Antwortmöglichkeiten nicht gut programmiert (zB die Orte der einzelnen Skulpturen im Tinguely Brunnen am Theater waren nicht der Realität ensprechend), oder aber nicht eineindeutig. zB gibt es im Kreuzgang des Basler Münsters ZWEI Totenköpfe, denen Getreideähren aus den Augen wachsen. Aber: wir haben es geschafft, aufgeben ist halt auch nicht.

Dann: mit ein bisschen cheaten mit dem Bus haben wir die Schwimmsäcke aus dem im Firmenparkhaus geparkten Mini geholt, den vorreservierten Picknickkorb im "Chez Jeannot" abgeholt (100% Emfehlung!!!!) und uns im einzigen Schattenplätzchen im Solitudepark ausgestreckt.

Es war richtig, richtig, richtig lecker, danach waren wir satt und bereit für einmal abkühlen und abspülen, im lauwarmen Rhein (bester Moment: die kalte Dusche an der Kaserne). 
Dann: rheinaufwärts zurücklaufen, den Hübschen nach Hause kutschieren und daheim einen (praktischwerweise schon geduschten) Q. nach gut 2 Wochen in die Arme nehmen!

Das war ein schöner, voller Tag!

Happy Birthday, mein partner in everything. Der Tag war so viel besser als letztes Jahr, aber von da übrig lag die Latte ja schon eher unterirdisch tief... Wir hatten ein volles Jahr, aber es war sehr, sehr viel Gutes dabei. Einiges nicht so, aber auch da wurde es besser. Mit Dir ist immer alles besser, das muss man auch erstmal hinkriegen!

 

Freitag, Juli 31, 2026

310726

 Was für eine Kackhitze, es sollte doch irgendwie abkühlen oder wenigstens gewittern, aber das hat hier wieder keiner mitbekommen, der fürs Wetter zuständig ist...

Ich habe heute verwegen bis 6 statt halb sechs geschlafen, dann den ganzen Tag das Gefühl gehabt, dem8 Tag hinterherzuhecheln. Willkommen in meinem Kopf.

Frühstück auf der Terrasse, dann arbeiten, bis der Hübsche aufsteht und wir nochmal Kaffee trinken. Plan ist: nach dem schönen Abendschwumm gestern heute einen Morgenschwumm einzulegen, aber meine Güte, der Mann ist da ein bisschen pienzig. Ich meine "Es ist fast ein bisschen kühl", Bruder, was? Kühl ist, wenn man lieber Handschuhe beim Radeln angehabt hätte und dann das ungeheizte Freibad sich lauwarm anfühlt. Nicht, wenn ein Spiegelei noch bis zu 8 Minuten auf den Terrassensteinen brauchen würde.... 

Aber: auch vernünftig, wir haben eine kurze Einkaufsrunde eingelegt (ohne Kinder und mit Gemüsekorb brauchen wir echt nicht besonders viel... Eis, Früchte, Mozzarella, Getränke).

Und dann: ab zum Wasser. Heute hatte es einfach wirklich NULL Strömung, wir mussten einfach echt Schwimmen! Mein geliebter "Kleinbasel"-Wickelfisch blubbert nun übrigens an mehreren Stellen, das Handtuch drin war etwas ... nass, ich werde mir also am Dienstag im Tinguely-Museum einen artsy-fartsy-one aussuchen. (Nur nicht den mit dem Hintern von letztem Jahr).

Bisschen schlechtes Gewissen, weil wir nun doch nicht zum Besuchstag ins Sola fahren und jemand darüber recht enttäuscht ist (nicht, dass wir nicht kommen, sondern dass jemand anders keine Mitfahrgelegenheit hat. Aber ich bin mir fast sicher, dass sich da noch was auftut). Ärgere mich selber über meine unklare Kommunikation, weil lauter andere Sachen dringender waren.

Dann: sehr erwachsene Emailantwort geschrieben, aus der man alles von absoluter Empathie bis zu WTF rauslesen kann, je nachdem, wie sehr man die Hintergrundgeschichte kennt und einordnet.

Und: leider nicht die (irrational) erhofften guten Neuigkeiten für mein neues Produkt bekommen, sondern eher sehr doofe. War an sich vorauszusehen, aber .... schöner Scheiss. Naja. Ich werde ja nicht fürs "einfache Sachen verwalten" bezahlt.

Jetzt aber: fertig gearbeitet, ich werde jetzt (gibts besseres Essen bei 30000 Grad?) ein Geburtstagstiramisu vorbereiten, habe für morgen eine Packliste für den Birthdayboy vorbereitet und einen Ablaufplan. Ich hoffe, es wird gut. Ausserdem muss ich noch ein grosses schweres und ein kleines, leichtes Geschenk verpacken.

Donnerstag, Juli 30, 2026

300726

 Uff, uff, uff, es ist so unendlich heiss. Gestern abend bei Licht aus (das war zwischen elf und zwölf) hatte es draussen immer nohc 31 Grad, das ist doch kacke...

Heute morgen dann: goldenes Morgenlicht, das ist schon schön. Radeln in erträglich lauwarmer Luft, Schwimmen bei fast bedecktem Himmel, die Zeit draussen früh ist schon fast magisch (btw: wenn ich fertig bin mit Schwimmen und Anziehen und Tralala, das ist kurz vor acht, kommen gerne schon mal die ersten Familien mit Kindern und allem Equipment von Decken, Sonnenschirm und Kühlboxen, obwohl das Bad offziell erst um nein komplett öffnet. Ich frage mich, wie sie da sicherstellen, dass eben niemand in die bis neun unbeaufsichtigten Becken geht...aber: not my circus)

Im Büro ist es an der Grenze zu einsam, es sind wenig Leute da, aber viel Arbeit, das ist sehr seltsam. NAAAAAJA.

Der Hübsche hat vogeschlagen, heute abend gemeinsam Schwimmen / Rheintreiben zu gehen, anstatt dass er zum Sport geht. Ich habe erhöht um: "Und/oder morgen früh?!) Mal sehen!

Mittagessen mit meinem anderen Small Molecule-Kollegen aus der Gruppe, wir haben uns heute sehr passend zueinander angezogen, nämlich hellblau und leicht olivgrün, ich oben grün, unten blau, er andersrum. Als eine stilsichere als wir beide Kollegin das merkte, waren wir immerhin schlagfertig genug, um das als die SM-Kleiderordnung zu verkaufen.


Nachmittags dann ein Meeting nach dem nächsten, während draussen ein bisschen die Welt unterging. Aber: es regnete entgegen der Ankündigung nicht, es gab eher einfach einen Staubsturm. Der Hübsche rief an, er hatte nämlich auf der Kamera gesehen, dass sich das Sonnensegel losgerissen hatte und nun wild durch die Gegend peitschte. Auf dem Rhein hatte es bei uns daheim Schaumkronen, in Basel nur Wellen und sah aus, als ob er die Richtung gewechselt hätte. Trotzdem schwammen noch Leute, aber wir waren uns eigtl einig, dass wir dann halt doch nicht schwimmen gehen würden.

Als ich mich dann um halb sieben (die Tage waren schon mal kürzer, naja) auf den Heimweg machte, war es bis auf all das abgefallene knusprige Zeug am Boden so, als ob nix gewesen wäre....

Der Hübsche kam auch grad heim (hatte einen Kollegenabschiedsapero gehabt), als ich am Essen war und spontan sind wir doch noch Schwimmen gegangen. War schon schön, so in den Sonnenuntergang schwimmen! Beim Heimradeln in nassen Klamotten war mir fast ein bisschen fröstelig und ich habe die Dusche daheim nicht auf ganz kalt stellen müssen.

Jetzt noch paar Sachen räumen, morgen nicht vergessen, dass ich Geschenke einpacken muss und alles fürs Wochenende einkaufen, weil Samstag ja nicht nur Geburtstag, sondern auch Feiertag ist (übrigens habt man sich jetzt bei Waldbrandgefahrstufe 5 und so auch in Basel HEUTE dazu durchgerungen, das Riesenfeuerwerk MORGEN doch abzusagen. Ach. Echt.)

(Vielleicht gehen wir morgen früh auch nochmal schwimmen)

Riesenzwiebeln, Kohlrabileinchen, irre viel Tomaten und Basilikum, zwei Auberginen, Salat, Fenchel, noch ein anderer Salat, unangenehm grosse Zucchini, Randen (was geht, Bruder, ich dachte, die kommen erst im Herbst?!) DIE EIER, Kartoffeln, viele, kleine, Gurken, gross und klein, Petersilie