Dienstag, März 03, 2026

030326

 Unrund lief es heute in manchen Sachen. Zuerst im Waschmaschineprogrammieren für heute: eigentlich hatte ich mir das gestern sehr schön ausgerechnet (mit Fingern und so), auf wieviele Stunden ich das vorprogrammieren muss, damit es um 5 Uhr abends fertig ist und jetzt, wo ich das so aufschreibe, wird mir auch der Rechenfehler klar: kurz vor zwei hat die Maschine nämlich angefangen. In der Nacht. Naaaaaja. Ich sag mal so, es spricht für meinen guten Schlaf, dass ich das erst um halb fünf gemerkt habe und dann verschämt die Badtür geschlossen habe. Der Hübsche hat es schon um zwei gemerkt und "einen Teufel werde ich tun und dafür jetzt aufstehen" sich dann halt geärgert. Naaaaaja. Ich habe dann heute morgen alles in den Trockner geladen und den vorprogrammiert und war richtig angetan, als alles schön trocken war, als ich heute heimkam. Vom Hübschen habe ich gehört, dass ich das auch irgendwie falsch gemacht habe im Hinblick auf die Sonnen- und Batteriesituation. Naja.

Dann: Schwimmen: super. Ich hatte auf den letzten 10 Bahnen immer wieder leichte Krampfanflüge in beiden Füssen, aber es tut insgesamt so, so, so, so gut!

Der Arbeitstag selber dann irre dicht und eng gepackt. Ich arbeite dran, nicht durchzudrehen, weil ich das Gefühl habe, keinem Projekt angemessen gerecht zu werden und alles ist superdringend, weil: das ist imemr so nach den Ferien, das wird auch wieder. Beim abendlichen Kontrollieren der ToDo-Liste, auf die ich alle "ups, das auch noch"-Gedankenblitze notiert habe, gemerkt, dass ich nicht nur neues eingetragen habe, sondern auch viel davon streichen konnte, weil erledigt.

Mittagessen der nächste unrunde Teil (ich habe die Geschichte grad beim Abendessen den Jungs erzählt und sie war nicht so lustig, wie es sich währenddessen angefühlt hat): ich war mit einem Kollegen verabredet, wir hatten den Termin am Vormittag noch eine Viertelstunde nach hinten geschoben, den Treffpunkt genau definiert, dann war ich da nur ein paar Minuten zu spät wegen Mittagsliftstau, hatte ihm aber BEscheid gesagt. Wartete 5 Minuten, niemand. Alles kontrolliert und als ich gerade ein "?!" schicken wollte, kam von ihm: Ups, bin schon zur Kantine gelaufen, warte da auf dich.

Dann: war an dem Vegistand die längste Schlange der Welt, es gab Nachschubprobleme und dann war das Essen das weirdeste der Welt: Griechicher Nudelauflauf mit Hirtensalat, soweit, so gut, keine Ahnung, Nudeln verbinde ich jetzt nicht mit Griechenland. Es waren dann diese Mininudeln, die wie Reis aussehen mit irgendeinem Bapf zusammengebatzt und mit Fetabröseln überbacken. Dazu gab es immerhin Ofengemüse satt und den Hirtensalat UND als Extrabeilage eine Riesenfladenbrot (das konnte man gegen noch einen Hirtensalat oder Obst eintauschen.), weil: Nudeln mit Brot, vllt noch Kartoffelsalat dazu?. Dann andere kleine Unbillen wie Wasserschlange, verhakte Stühle an einem grossen Tisch und dann: lag in meinen beiden Schüssel Hirtensalat unten drin ein halbeingeweichtes Stück Brot drin. Musste da irgendwie Brot weg?! Dann wurde ich noch beim Geschirrwegbringen belehrt, dass ich das Porzellan aufeinander stehen lassen kann (SEIT WANN?!), aber das Besteck frei zugänglich auf dem Tablett liegen muss und auf keinen Fall drüber raus ragen darf. Ich wusste noch vom Einführungstag vor 14 Jahren (Huch, vor genau 14 Jahren und drei Tagen!), dass das mit dem Tablett auf dem Förderband nahezu heilig ist und wenn man da was falsch macht, dann irgendwas, Drama und am Schluss stürzt das ganze Kantinengebäude ein. Heute, 14 Jahre später, hat mir mein Kollege erklärt, was das Geheimnis hinter dem Besteck-Zeug ist: das wird mit einem Magnet von den Tabletts geholt und wenn es irgendwo drunter klemmt, Teller oder einem anderen Tablett, dann wird das mithochgerissen und Bumm, irgendwas, Gebäude stürzt ein.

Kaffee war dann relativ uneventful, wir haben draussen in der Sonne getrunken. Ich habe die Aussicht auf einen neuen Kollegen / Teammember bekommen, den der Kollege kennt und für die Rolle empfohlen hat, und er meinte: "Ihr zwei, ihr werdet super mit einander können." und seitdem ich auf diese Weise in einer meiner neuen Kolleginnen eine neue Freundin gefunden habe, hoffe ich hier auf ähnliches. (Wie lustig, dass "der war mit mir bei xxx, da lernst du die Leute kennen" (insert den berühmten Anthroposophenhaufen) nach einem erste schockierten Blick genau richtig einsortiert wird. Er hat mir von seiner Zeit dort erzählt und meine Güte, die sind einfach von einem anderen Planeten.)

Nachmittag dann wieder superdicht, nach dem letzten Meeting noch ein ungeplantes langes Gespräch mit meinem Chef, Heimradeln im warmen Sonnenuntergang, keiner daheim, weil alle schon wieder weg. Ich räume den Trockner aus (denke noch, dass ich alles richtig gemacht habe), bereite Abendessen vor (viel Salat mit frischem Brot und Käse/Wurst), irgendwann trickeln alle ein und ich freue mich sehr.

Ach ja: die Gartenofferte kommt und der Preis schockiert nicht. Er hat nur als Bepflanzugsoption unter anderem Hortensien vorgeschlagen und sorry, aber Hortensien sind die blödesten Blumen. Ich kann alles haben, nur keine Hortensien. Aber ich muss ihm das gar nicht sagen, weil wir einfach die Obstspaliervariante nehmen werden.

Und: ich habe den Englischlehrer von L. nach Notfallplänen und Alternativszenarien für die New Yorksstudienreise im Herbst gefragt. Mal sehen (Hauptsächlich will ich bestätigt haben, dass die Termine stehen, bevor ich unseren eigenen Herbsturlaub buche.) 

(All das eh total banal, aber noch mehr, wenn man von einer exiliranischen Freundin mitbekommt, wie es ihr gerade geht)

Montag, März 02, 2026

020326

 Tagesbeobachtungen:

Wie immer ist das erste Aufstehen nach dem Urlaubn gar nicht schlimm, das kommt erst mit der Zeit, die Übermüdung. (Lustiger Traum heute: ich habe im Traum geschlafen, bin aufgewacht, merkte, dass ich untypischerweise auf dem Rücken lag und eine Katze eingerollt auf meinen Beinen. Ich konnte sie nicht sofort identifizieren, es war dann ein langhaariger Baktus (kein Wunder, dass ich mit einer INfluencerkatze aus Reykjavik bei mir im Bett nicht direkt gerechnet habe). Dann bin ich wirklich aufgewacht, habe gemerkt, dass ich untypischerweise auf dem Rücken lag und eine Katze eingerollt auf meinen Beinen. War dann aber nicht Baktus, sondern Sansa, die Welt ist in Ordnung, bis auf ein paar Inception-Anklänge.

Es hat sich herausgestellt, dass ich nicht aus Unlust oder vorausahnender Überarbeitung oder so gestern ein bisschen schlecht drauf war und Migräne hatte und Bauchweh (und +1kg mehr als sonst), sondern  yay, weiblicher Zyklus ist halt schon eine Scheisse. Ich merke jetzt, dass (wie Bayer das auch kommuniziert), die Verlängerung der Nutzdauer der Mirena NUR auf die Empfängnisverhütung bezieht, nicht auf andere Label Claims wie superstarke Periode oder Teil der Hormonersatztherapie. Ich merke meinen Zyklus deutlich (naja, wenn ich dran denken würde), noch nicht mit den ekelhaften Sauerei-Auswirkungen (ich sags, wie ich es empfinde. Ich fühle da keine weibliche Kraft oder was auch immer), und feiere nachträglich noch mehr, was diese Methode mir die letzten 16 Jahre an Unbill erspart hat.

Es ist morgens schon ... fast hell! Als ich über die Kraftwerksbrücke radelte, sah ich deutlich einen Schimmer Sonnenaufgang am Horizont (auf der anderen Seite einen RIESENvollmond, aber mein Handy war im Rucksack in der Radtasche, dementsprechend zu weit weg fr ein schnelles Foto). Der Weg kam mir dann so verändert vor (so viele Bäume, so viele neue Sachen!), aber ich kam zu dem Schluss: ich sehe halt einfach mehr als nur den Lichtkegel meiner Radlampe!

Auf dem Rückweg dann, obwohl spät, weil "Please prioritize: Department Meeting" angesetzt wurde, was nie gut ist, aber hey, diesmal nicht unsere Gruppe betroffen, auch noch hell und dabei ein paar Skurrilitäten entdeckt:

  • Ein Auto mit einem sehr grossen "Russland"-Aufkleber auf der Rückscheibe, in Form einer Zarenmatroschka. Oke?
  • Und ein Verkaufsplakat, sehr gross ausgedruckt, für ein "Reinhaus". Für wenn man mal genug hat von Putzen, nehme ich an.
Temperaturtechnisch hatte ich ein bisschen arg optimistisch geschätzt, als ich alle Wintersachen nach dem Waschen nach Island in die Kisten verräumt habe und dachte, 3 Grad ÜBER NULL, das ist ja praktsich warm. An den Ohren war das gar nicht warm und so habe ich in der Kiste in der Garderobe gesucht und immerhin einen Schlauchschal in Kindergrösse (also: Kinder normaler Grösse, nicht meine Kinder, die ja grössentechnisch mehr als erwachsen sind) und allen Starterpokemons drauf. Macht auch warm.

Mittagsründchen mit einem Kollegen mit To-Go-Kaffee dann bei T-Shirt-Temperaturen, das war schon auch schön!

Ah, Schwimmen: ich war etwas aus der Übung, so ablauftechnisch. Als erstes habe ich meine Knochenkopfhörer in der Kabine liegen lassen, musste also nach dem Duschen nochmal zurück laufen. Dann habe ich vergessen, meine Schwimmbrille aufzusetzen, das habe ich erst gemerkt, als ich mich zur ersten Bahn abgestossen habe, Kopf unter Wasser. Meine Güte. Aber dann: lief es. (Bisschen schade, dass ich jetzt weiss, wieviel schöner das im Freien und im Winter und in Island halt ist. Naaaaaaaja.)

Der Arbeitstag war so dicht gepackt, dass ich praktisch nicht zum durchschnaufen kam, aber gut, ist halt so. Wird. (Und: macht mir doch immer noch sehr Spass, da war ich gestern in meinem Doom and Gloom tatsächlich ein bisschen besorgt).

Apropos Doom and Gloom: Habe alle Karten für die Exkollegen, die im Rahmen der Reorg keinen neuen Job gefunden haben (sei es, weil sie nicht gesucht haben oder nicht genommen wurden), unterschrieben respektive mit persönlichen Grüssen versehen. Das war für manche (die mit Freuden eine Frühpensionierung gestartet haben oder das Paket für eine Jobsuche woanders, weil sie schon länger weg wollten, nutzen) leicht, für andere, die wirklich verzweifelt erfolglos gesucht haben und suchen, nicht so. Habe nochmal nachgerechnet: global gesehen ist ungefähr die Hälfte intern wieder untergekommen, aber "this is not a downsizing exercise". Oke. (ja, ich weiss...) Ich stand da also mit einem anderen Kollegen, der zeitgleich denselben Entschluss hatte und wir haben uns gemeinsam einen abgebrochen, die passenden Worte zu finden. (so viele, dass ich, weil handschriftlich nicht mehr gewohnt, vor fertig schon einen Krampf in der Hand hatte). Sehr schöne Idee: alle bekommen die gleiche Karte, vorne drauf mit Bildern aus den gemeinsamen Jahren. Wie kann es aber sein, dass ich auch so vielen Bildern drauf bin und IMMER in irgendeiner Quatschpose (wann genau habe ich ein Bild mit einer halb-piratenhaft getragenen Schlafbrille vor einem "Three Pillars of keine Ahnung was"-Plakat gemacht? Und warum?!

Compensation Dings: Heute das Lohn/Bonusgespräch mit meinem Chef gehabt, uff, ich hatte einige Details meines neuen Arbeitsvertrags vergessen, das war eine sehr, sehr positive Überraschung (also: vom finanziellen Outcome her, aber auch von der Cringeness. Bisher fand ich das jedes einzelne Mal total unangenehm und peinlich, auf einmal so gefühlig, und jetzt: angesetzt auf 15 Minuten, davon waren dann noch ein paar Minuten "Das ist das neue mit dem Vertrag"-Erklären, ohne grosses Rechtfertigen und was auch immer, zack, hier, danke, danke auch fertig. Habe ich schon gesagt, wie happy ich mit meinem Chef bin? Und: Disclaimer: nach fast 25 Jahren Leben in Grosskonzernen weiss ich immer noch nicht, wann genau man jetzt diese berühmten Gehaltsverhandlungen führen oder anstossen soll. Klar, wenn es um einen Jobwechsel / Vertragsunterzeichnung geht, da könnte man vermutlich verhandeln. Aber die normale jährliche Lohnrunde? Wenn es um die Zielerfüllung / den Performance Review geht: klar, dann kann man seine Perspektive kundtun und auch dokumentieren. Aber wenn es dann drum geht, was dann der Outcome ist und was das finanziell bedeutet, da ist das längstens durch alle Instanzen abgesegnet, kalibriert, das Budget ausgeglichen und fixfertig in Stein gemeisselt, da ist nix mehr mit verhandeln. Was ich schon zwei oder dreimal gemacht habe übrigens, war eine Funktionsstufenerhöhung  anzustossen oder für mich zu "fordern". Das ist JEDESMAL darin geendet, dass es entweder vergessen wurde, nicht ernst genommen wurde, meine schriftlichen Erläuterungen "ah ja, stimmt" irgendwo abgelegt wurden und dann entweder der Chef gefeuert wurde, die Abteilung aufgelöst wurde oder ich einfach woanders hingegangen bin und auch schon mal Funktionsstufen übersprungen habe. Aber Gehaltsverhandlungen? Keine Ahnung, wann das passieren sollte. Und nein, ich beschwere mich nicht :-), ich verhandle eh nicht gern)

Jetzt: Feierabend und statt Steuererklärung dann doch "Knights of the Seven Kingdoms" Staffelfinale, weil des Hübschen Arbeitgeber IMMER noch keinen Lohnausweis parat hat, nicht dass ich da Buch führen würde, aber da haben wir schon ein paar Misses die letzten Jahre. 

Sonntag, März 01, 2026

010326

 März. Uff.

Wobei. ich hatte jetzt meinen Winter, ich wollte schon schreiben: ich bin jetzt bereit für Frühling, aber ich sage lieber: ich habe eingesehen, dass hier jetzt halt Frühling ist. Wir haben heute den Balkon und den Garten frühlingsfertig gemacht (dabei gemerkt: die Krokusse und Blausterne sind schon fast verblüht), ich freue mich auf die Neugestaltung, für die wir nächste Woche die Offerte bekommen sollten.

Sonst ist März Geburtstagsmonat:

L. wird ... 17. Wie krass ist das? (Ich hatte in Island noch fälschlicherweise angenommen, er wäre noch 15 und habe die falschen Tickets für den Flybus gebucht, ups).

Der eine kleine Neffe wird 4, auch da: wie die Zeit fliegt!

Auf dem Plan stehen sonst noch: 

Wiedereingliederung (lol) in Arbeit und Schule (für L. starten eine Menge Stützkurse, weil alle Austauschkinder zurück sind)

mein (vielleicht) letzter Pfadielternrathock (Ab Ende Jahr spätestens werde ich "rausgeworfen", weil es keinen Conflict of Interest zwischen Eltern und Abteilunsleitung geben darf und ich ab dann als befangen gelte :-))

Viel Schwimmen (jemand hat sich in Island einen neuen Badeanzug gegönnt :-))

Haareschneiden

Abschiedsapero meiner alten Gruppe (wo jetzt, glaube ich, die Kündigungen für die, die nichts neues gefunden oder gesucht haben, wirksam werden. Uff).

Und dann hat L. schon wieder Ferien :-) (Der Hübsche und ich hustlen durch bis Ende September, da habe ich recht viel Respekt vor)

Samstag, Februar 28, 2026

280226



Wieder daheim, nerviger Teil wie immer nicht mal das Aufstehen um vier, sondern das Warten auf das Postauto für die letzten km bis vor die Haustür.
Beste Reisegesellschaft ever, bin gespannt, wie das in Zukunft aussehen wird.

Jetzt: Katzen knuddeln, ausräumen, Wocheneinkauf, Pakete auspacken, Wäsche waschen und Duschen.
(Sidenote: es fühlte sich sehr scary an, zu: "alle Amerikaner sollen Israel HEUTE verlassen" ins Bett zu gehen, zu "Israel greift Zele im Iran an" ins Flugzeig zu steigen und zu "USA und Israel im Krieg mit Iran, Iran bombardiert alle" wieder auszusteigen)

Freitag, Februar 27, 2026

270226

So. Heute der zweitdoofste Tag des Urlaubs: wir haben das Haus geräumt und aufgeräumt (auf den letzten Metern kapiert, dass die Besitzer zwei isländische Fussballbrüder sind). Auf dem Wegbzum Flughafen nochmal Hotdogs für alle (für mich was süsses), dann Auto abgeben (aka Schlüssel in einen Briefkasten werfen. Wird schon ok sein).

Abflug im strahlenden Sonnenschein, die Highlands immer mal wieder aus den Wolken vorblitzend (bin auf Insta jetzt in dem Rabbithole von all year Highland Accommodation angekommen). Reykjavik gab wintertechnisch nochmal alles und wir landeten im Schneesturm.
Ich war zu geizig/bequem gewesen für ein Taxi (es standen aber auch keine rum) oder mich in das Bussystem einzuarbeiten, und 20 min zum Busterminal mit Gepäcklockers schien jetzt nicht so wild. Ich hatte relativ viel Zeit, das zu überdenken, als wir unsere zT 23kg Koffer durch den Schnee auf dem Gehweg zerrten und unsere Kapuzen sich mit Schnee von oben füllten...
Locker waren überraschend teuer, aber gross genug und verfügbar (und irgendwann nahm das Terminal auch meine Karte)

Mit ohne Gepäck (und ohne Schneesturm) war es dann schon viel angenehmer zu laufen und als wir dann noch ofenwarme Zimtschnecken in der Hand hatten, war die Welt in Ordnung.
Letzte Mitbringsel eingekauft, die Influencerkatzen Volvo und Baktus gesehen, richtig gut Hand pulled noodles gespeist, dann zurück zum Busterminal, ein bisschen warten, und sich zum Flughafenhotel juckeln lassen. Morgen geht der Wecker um vier.....

Donnerstag, Februar 26, 2026

260226

 Heute: ausgeschlafen (das bedeutet für mich halt einfach maximal halb acht oder so), Kaffee und Buch (Ich habe "Königin Esther" mit viel Mühe heute endlich fertiggelesen. Ich hatte von John Irving in Erinnerung, dass ich ungefähr 2, 300 Seiten zum Reinkommen brauche und dann ist es super. Hier: es war zwischendrin ganz kurz ok und dann hat es einfach nicht mehr aufgehört, es wurde salbadert, immer wieder derselbe Scheiss (sorry) wiederholt, man kam vom Hölzchen aufs Stöckchen, hatte das Gefühl "Bruder, was labersch du?", als er von Europa in den 70ern schwadronierte und den allgegenwärtigen Juden und dem Antisemitismus, interessanterweise aber keinen alten Nazis, dann noch bisschen Israel und Palästinenser und die ganze Zeit irgendwelche abstrusen Sex-und Schwängerungsszenarien, die mich halt die ganze Zeit einen sabbernden alten Mann vor mir sehen lassen... ja, also, nein danke! Jetzt wieder solide Krimikost!) und spätem Frühstück.

Die Skipiste wäre heute ab Mittag wieder offen gewesen, allerdings taute es wieder ordentlich und wir legten einen supergemütlichen letzten Tag ein. Ausschlafen, PJ-Frühstück, Morgenfolge des Manga, zu dem L. uns gebracht hat (wir amüsieren uns köstlich!), dann machten der Hübsche und ich einen Schneespaziergang (wir haben Schneehühner und Fuchsspuren gesehen), dann bauten wir gemäss Internetinspiration eine Alienarmee, die wir heute abend noch mit den extra gekauften Glowsticks beleuchten werden (ich hoffe, sie schmelzen uns nicht ganz weg, sie sind schon ein bisschen klein geworden). L. und S. haben einen RIESENSCHNEEMANN gebaut. 







Dann: Kekse, Kaffee, Tee, Nudelsuppe für alle und eine Runde Monikers. Und ich sag mal so: ich hoffe, der linke Zeigefinger ist nur verstaucht,, weil ich würde ungern in den Unfallbericht schreiben "Ich wollte pantomimisch "Hangry" darstellen, dabei wollte ich schwungvoll meinen jüngeren Sohn umarmen, der sich mit mir diese Eigenschaft teilt. Ich holte also aus, schaute aber in die Richtung meines Mannes, dem ich den Begriff klarmachen wollte, und vergass, dass L. in einem Ohrensessel sass. Mit gestrecktem Zeigefinger stiess ich mit Schwung gegen das Sesselohr, der FInger knackte und knickte in eine ungute Richtung. Mir wurde kurz schlecht, ich musste weinen und lachen gleichzeitig, die Familie machte Witze wie "Bei Chuck Norris (ein anderer Begriff, der zu erklären war) würde jetzt der Sessel weinen", der Finger wurde blau und schmerzt bei Bewegung. Aber ich habe 15 Sekunden extra Zeit bekommen, konnte "hangry" noch erklären, aber verloren haben wir trotzdem". (ich werde defnitiv bis Samstag daheim warten und es wird schon nix sein).

Dann: der Hübsche und ich gehen nochmal eine Runde schwimmen, heute ist der Plan, einen Kilometer zu machen, das sind in dem kleinen Becken hier 60 Bahnen. Mir wird zwischendrin ein bisschen schwummrig, aber es ist trotzdem sehr, sehr schön und ich würde auch daheim gern in warmem Freibad im Winter schwimmen. Daheim dann: Reste verkochen, wir haben das bis auf die Skyrmenge richtig gut abgeschätzt. Es gibt Röstitaler und Tortellini-Auflauf überbacken mit allem Käse, den wir noch haben.

Zum Abschluss: ein bisschen die Koffer zusammenpacken, dann nochmal Hotpot und vielleicht kommen nochmal Nordlichter.

Verfrühtes Fazit: das war ein wunderbarer Urlaub, auch in der Konstellation. Ich freue mich sehr, dass Q. noch nackommen konnte, ich glaube, dem wäre ganz allein daheim (vielleicht) ein bisschen einsam gewesen, ich habe mich sehr über seine Gesellschaft gefreut. Die Islandneulingin hat sich sehr wacker geschlagen, nicht offensichtlich unsere Art Urlaub zu machen doof gefunden, das grosse Haus hat natürlich allen Raum zum Rückzug gelassen. Überhaupt: grad im Winter und/oder bei unsicherem Wetter: ich bin grosser Fan von echt schönen Ferienhausunterkünften, das tut beim Buchen zwar kurz weh, andererseits denke ich mir: wir arbeiten uns dumm und dämlich, werden dafür mehr als gut bezahlt, es ist doch nur logisch, dieses Geld für was auszugeben, was uns Freude macht.

Auf jeden Fall: als heute ALLE rauskamen und die Schneealiens gebaut haben und die beiden dann nicht mehr aufgehört haben und irgendwann nochmal Verstärkung holten, um die Schneekugeln aufeinander zu stapeln, und dann alle Nudelsuppe gegessen haben, da hätte ich fast ein bisschen geweint. (naja, beim Finger habe ich dann richtig geweint, aber das hätte es nicht gebraucht).

Wie ist es, mit einer weiteren Frau auf Reisen zu sein?

Super! Ich habe es in den letzten ein, zwei Jahren schon gemerkt, dass es mir nicht so gefällt, die einzige weibliche Person im Haus zu sein. Die Jungs und der Hübsche sind super, die Gesrpächsthemen sind vermtutlich diverser, als man vermuten würde, aber..... eine co-weibliche Perspektive wäre schon manchmal schön und ich hätte mich so gesehen schon sehr über eine Tochter gefreut. Aber gut, es ist, wie es ist, umso cooler, wenn diese weiblcihe Verstärkung jetzt halt von aussen reinkommt. Das Reisen per se klappt superst, ich hoffe, ihr gefällt es auch so.

(Andersrum: ich werde ja immer total aggressiv, wenn die automatische Erwiderung "der arme Vater" kommt, wenn zur Sprache kommt, dass ich drei Schwestern habe, weil: wtf?!)



Mittwoch, Februar 25, 2026

250226

 Heute: eigentlich hatte ich ja Skifahren geplant. Nachdem gestern Sturm war und das Skigebiet auch nachmittags wegen Wetter zu hatte, dachte ich, heute, ohne Sturm, wäre wieder alles tutti. Während des Frühstücks änderte sich allerdings nichts auf der Website, um 10 (da sollte es eigtl öffnen) bewegten sich die Lifte auf der Webcam nicht ansatzweise, es blieb still und ruhig. Naja. Dann nicht. (man muss Tickets vorab online kaufen und kann sie auf vorhandene SkiData-Karten spielen, die ich immer in ausreichender MEnge in der einen Tasche, die so schwer zu erreichen ist, der Skijacke habe, aber eben: Registrieren und alle Teilnehmer eintöckeln, würde ich lieber am Computer als am Handy machen, also lieber von daheim als von vor Ort.

War aber eh offensichtlich, dass nix war. Deshalb: gemütlich fertig machen für einen weiteren Schneespaziergang im Wald. Heute in der Eis-Version. Wie gut, dass wir alle Spikes für die Schuhe haben, da war das easy.






Unterwegs Wanderkaffee in einer Vogelbeobachtungshütte, dann Bäckereibesuch zum Auftanken von Zucker und Zimt und für die Omnivoren ein Konterhotdog.

Daheim dann war es endlich so weit: ich ging schwimmen. Der Hübsche kam mit (ich war etwas nervös. ob sie bei leichtem Schneefall am Ende das "grosse" (17m) Becken nicht aufmachen würden, nur die Hotpots, aber eben: Island. Ich schwamm also bei perfekter Temperatur (am einen Ende war es mir zu warm, am anderen genau richtig), irgendwo mass ein Thermometer knapp über 29 Grad eine gute halbe Stunde. Bahnenzählen kann ich nicht ohne Podcast, den hatte ich aber nicht dabei. Meine Brille sass erst überhaupt nicht gut, aber nach den ersten 10 Bahnen hatte ich es raus.

Ungewohnt für mich: es war sehr blau und hell, das Arbeitsbecken hat einen Metallboden, da wirkt tendenziell dunkler.

Danach: im Hotpot kurz aufwärmen (es waren ausser uns noch zwei ältere Männer da, einer von beiden aus dem Ort), dann anziehen und zurück.



Jetzt: Spaghetti, Hotpot, Monikers. Wir haben es schon ziemlich gut.

Und dann noch eine Wunschlistenfrage:

Basierend auf Ihrer Erfahrung / persönlichen Wahrnehmung: wie viele Frauen (anteilsmässig) sehen Sie in mittleren bis höheren Kader Funktionen, welche tatsächlich einen Schweizer background haben (in der Schweiz in die Schule gegangen und aufgewachsen)?  Und wie viele davon sind dann auch noch Mutter von Kindern? 

Weil: Ich selbst keinen Einblick in die Pharma Industrie im Bekanntenkreis habe, bei mir in der Branche jedoch beobachte, dass es nach wie vor wenig schweizer Frauen in solchen Positionen gibt und es mich als Mutter von 2 Töchtern interessiert woran dies liegen könnte? Schulsystem? Kulturelle Prägung und Erwartungshaltung? 

Das ist eine sehr interessante Frage und ich dachte, ich könnte die leicht beantworten, indem ich ein bisschen in die Firmenstatistik gucke. Aber entweder ist das nicht (für 08/15 Mitarbeiterinnen) zugänglich oder aber tiefer versteckt, als ich in den Ferien bereit bin, zu suchen.

Generell ist es bei der grossen Pharmafirma, bei der ich arbeite, so, dass der Anteil an Schweizern und SchweizerInnen tatsächlich eher überschaubar ist und vermutlich geringer als man glaubt. In Basel ist halt das Headquarter mit allen globalen Funktionen, das ist ein Magnet für die ganze Welt. Dementsprechend arbeiten dort auch Menschen aus (ich hab nachgeschaut) 115 Nationen, davon ist natürlich ein Teil SchweizerInnen, aber allein aus Deutschland und Frankreich kommen dank der Lage im Dreiländereck allein schon sehr viele Ausländer, die noch nicht mal aus ihrem Heimatland wegziehen müss(t)en, um dort zu arbeiten. Dazu alle andere internationalen KollegInnen.... 

Dann: die Frauen. Der Frauenanteil am Standort beträgt 40%, bevor die Diversitätsziele ..... den "geopolitischen Herausforderungen" geopfert wurden, war das Ziel für den Frauenanteil in Führungspositionen 38% oder so. In dem Bereich, in dem ich bin, hat sich in den letzten 13 Jahren da sehr, sehr, sehr viel getan (Technical Operations, historisch gesehen eine Männerbastion), besonders die hohen Führungspositionen sind zu einem überwiegenden Anteil mit Frauen besetzt. Interessanterweise haben geschätzt 95% dieser Frauen Familie mit Kindern.

Jetzt aber die Frage nach der Schnittmenge: ich würde jetzt nicht sagen, dass es kaum bis wenig Schweizerinnen in diesen Rollen gibt. Es ist halt ein wild gemischtes internationales Umfeld, geradeind en höheren Kaderpositionen konkurriert man mit Führungskräften aus aller Welt, aber eben: es gibt sie durchaus. Und ALLE, die ich kenne, haben Kinder. Ich persönlich glaube, dass das in dem Umfeld aber schon auch mit der Prägung im Studium zusammenhängt, da sind solche Rollen mehr oder weniger "vorgezeichnet" und man stellt sich darauf ein.