Dienstag, Februar 18, 2020

180220: #gehtgradso

Was soll man sagen, es ist einfach perfekt. Es ist endlich kalt geworden, dafür ist oben kein Sturm mehr (ok, und die sulzigen Pisten unten sind jetzt recht eisig, was auf den roten/blauen dazu führt, dass einem diverse Menschen einfach vor die Füsse fallen und auf den schwarzen zumindest bei mir für bisschen Schwitzen sorgt, was aber ok ist, weil: ES IST ENDLICH KALT!).

Wir hatten heute einen grossartigen Skitag und waren bis fast letzte Pistenkontrolle unterwegs, weil, wer weiss, wie das Wetter morgen ist.






Gegessen:
Gipfeli mit Erdbeermarmelade, Körnersemmel mit Meerrettichbrunch

"Cholera" (ich mag Schweizer Essensnamen. Das hier ist eine Blätterteigpastete gefüllt mit Lauch, Kartoffeln, Raclette, Aepfeln und ich nehme an, wenn man das NICHT an einem Skitag  auf drölfzigtausend Metern bei minus drölfzigtausend Grad essen würde, würde man direkt ins Fresskoma fallen, aber so gehts und abends war wieder Platz für:
Käsefondue im


 (mehr als ein Holländer alkoholisiert auf engem Raum ausserhalb Hollands.... schwierig. Wie der Hübsche sagte: "Du arbeitest doch in einem open office?!" "Ja, aber mit Schweizern und Deutschen, da wird höchstens geatmet. Manchmal.")

Montag, Februar 17, 2020

170220: Erste Male, zweite Male

Erste Male:

  • nur ein Kind im, Skikurs abgegeben (L. hat recht sparsam geschaut und hatte recht offensichtlich keine Lust, als einziger dorthin zu müssen. War dann aber alles gut, sein Skilehrer ist der coolste der Red Kings, es sind keine Kackbratzenkinder im Kurs (sorrynotsorry für den Ausdruck, es gibt solche Kinder. Und man erkennt sie in der Schlange beim ersten Aufstellen für die Einteilung. Und sie machen den Kurs für die Lehrpersonen UND die anderen Kinder sehr unangenehm. Auch für die Eltern übrigens, die dann nervös warten müssen, weil IHR Kurs 20 Minuten später kommt, weil genau diese Kinder eben nicht gehört haben und von der Piste runter in die Walachei gefahren sind und der Skilehrer sie dort retten musste, während der Rest des Kurses oben wartet. Nur so als Beispiel), und so war beim Abholen mittags alles wieder gut und in bester Ordnung. UND: er hat richtig viel gelernt und ist den Nachmittag viel mehr parallel gefahren als auch schon.




  • ein Kind (Q) von einem Erwachsenen auf der Piste umgerammt bekommen. Das war wirklich knapp und es ist gsd alles gut gegangen, aber mal ehrlich: ja, ich fahre auch sehr gerne schnell, und ja, ich denke mir auch manchmal "Boah, sind da jetzt viele Langsame unterwegs, das ginge doch auch schneller", aber: dann ist das halt so und es ist halt nun mal so, dass man sich am Schwächsten orientiert (und Q. war NICHT der Schwächste auf der ganzen Piste, da hätte es noch viel Schwächere gegeben, insofern sollten wir vermutlich froh sein, dass der Raser, der "Oh, ich hab ihn echt nicht gesehen und konnte nicht anders, als ihm über seine Ski zu fahren, echt sorry!"als Entschuldigung anzubieten hatte, eben Q. erwischt hat und nicht ein kleines Kind. Mir wurde schon echt kurz ganz anders, als ich Q. da fliegen sah, aber dank Helm hatte er nur ein bisschen Brummschädel und sonst nix. Heute war eh ein bisschen ein komischer Tag, wir sind an Helikoptereinsätzen, Rettungsschlitteneinsätzen, frisch gebrochenen Armen vorbeigekommen (immer brav gefragt, ob noch Hilfe benötigt wird), also: bei uns alles gut, phew. (kurz gecheckt: alle haben ihre Rega-Gönnerausweise parat, Notfallnummern sind eingespeichert, wird schon alles werden.
  • Sturm auf >3500m. Das war schon sehr beeindruckend, wie es uns ganz oben auf dem Mittelallalin entgegengeblasen hat und die Eisstückchen uns wie Nadeln ins Gesicht geflogen sind. 



paar 100m weiter unten: kaum zu glauben, wie es da oben zuging


Erste und zweite Male:
Wir haben mit unserem 6Tages-Pass einen Gutschein für das Aqua Allalin bekommen, da waren wir eher so mittelbegeistert, weil da waren wir ja schon mal und das war eher so naja. Aber: geschenkt und so, nech, also sind wir halt heute, als das Wetter irgendwann so mittel wurde (es sah aus wie "oben ausradiert"), heimgegangen, haben die Badesachen gepackt und ... waren überrascht, es gibt nämlich dort nicht nur das mitteltolle Hallenbad, sondern... einen astreinen Wellnessbereich. Den haben wir das letzte Mal ganz ausgelassen, weil Kinder dürfen da erst ab 14 rein und das Wasser im Hallenbad war damals noch so tief, dass L. nicht stehen konnte, ausserdem war L. noch nicht so sicher im Schwimmen wie jetzt. Das Wasser ist jetzt übrigens auch kein bisserl flacher, aber L. ist ordentlich gewachsen und kann nicht nur überall stehen, sonder auch richtig gut schwimmen.
Also sind der Hübsche und ich Richtung Wellness abgebogen und die Kinder ins Hallenbad. Wir haben also mit Panoramablick auf Schlucht und Gipfel geschwitzt, gefussbadet, während die Kinder geplanscht haben (und das Hallenbad immer nur noch so mittel fanden, aber naja).


Gegessen
Gipfeli, Semmel
Wrap mit Rucola, Coppa und Tomaten
Nudeln mit Tomatensosse und viel Salat

Gelesen
Nathalie Svensson 4

Getragen:
Skisachen, Badezeug

Stressleveldurchschnitt gestern: 27
Selbstbeweihräucherung: erstaunlich cool geblieben oder wenigstens fokussiert, als Q. umgefahren wurde

Sonntag, Februar 16, 2020

160220: Happy Place

Ich weiss, das ist immer ein bisschen fad für alle, die hier mitlesen, weil ich jedes Jahr in den Skiferien eskaliere, wie toll ich richtigen Winter finde, wie schön der Schnee ist, wie gerne ich skifahre, wie toll ich finde, dass das so ein Familiending für uns alle ist, naja, aber so isses halt.
Gestern abend kam Sansa übrigens in dem Moment heim, als ich beim Blogpost auf "Veröffentlichen" drückte. Anscheinend war bei uns im Unterland einfach Frühling, es war warm draussen, die Vögel zwitschern, wer will denn da ins Haus, vor allem, wenn eh keiner da ist? Also kam sie um 20:13 nach Hause, hatte einen unglaublichen Kohldampf und ging dann direkt schlafen. Anders als Jonny futtert sie sich ja nicht in allen Nachbarhäusern durch. Jonny kann nämlich mit seinem Trick natürlich nicht nur unser abgeschlossenes Törchen von innen öffnen sondern auch alle anderen, die sich auf Chipsteuerung verlassen (= alle) von aussen.
Ich habe heute (die erste Nacht ausser Haus, die erste Nacht auf drölfzigtausend Metern, Föhn) grauenvoll schlecht geschlafen mit hämmernden Kopfschmerzen, aber gemütlich war es trotzdem. Kaffee mit Ibuprofen hat es dann gerichtet.
Die Kinder haben Semmeln und frische Gipfeli vom Bäcker geholt, wir haben währenddessen daheim den Rest vorbereitet, Tee und warme Schoki und Snacks in den Pistenrucksack gepackt,dann gemütlich gefrühstückt.
Auf dem Weg zur Piste haben wir wie jeden Morgen die Gemsen gesehen, dann L. in seinen Pikachu-Anzug gesteckt, ganz ohne Schlange einen 6 Tages-Skipass besorgt (kurz geschluckt, als die Summe auf dem Kartenlesegerät auftauchte, aber mei, so ist das halt. Nachdem es die "Wintercard" nach 2 Jahren, die nicht zum gewünschten Erfolg, sondern fast zur Pleite der Bergbahnen geführt haben, nicht mehr gibt, zahlen wir den regulären Preis. Ist insgesamt übrigens nur ca 100CHF mehr (für 6 Tage/4 Personen), weil es bei der Wintercard nur Erwachsenenpreise gab, und im regulären Fall die Kinder nur die Hälfte bezahlen), und einen Traumskitag verbracht.
Ich finde es so schön zu sehen, dass sich die konsequenten Skikurse der Kinder ab echt früh bezahlt gemacht haben. Ich weiss noch, wie ich beim ersten Mal mit beiden in den echten Bergen (sorry, Schwarzwald) Blut und Wasser geschwitzt habe, weil ich beide vor meinem inneren Auge immer die Piste verlassen und in den Abgrund stürzen gesehen habe. Nicht ganz ohne Grund, wenn man sich v.a. L.s Stunts in Davos etc. in Erinnerung ruft. Mittlerweile fahren sie total sicher und schnell (klar, schmeisst es mal einen, aber das passiert uns Grossen auch).
Heute besonders lustig, weil L. in seinem quietschgelben Kostüm mit dem hinterherwehenden Schwanz alle um ihn herum zum Lächeln gebracht hat.
Mit müden Beinen (es ist erstaunlich warm, der Schnee deswegen besonders in den unteren Bereichen recht schwer) machten wir um drei Schluss, wanderten durchs Dorf nach Hause und ein Weg-Doughnut reichte den Jungs, um genug Energie für eine Stunde Schneemannbauen vor dem Haus zu sammeln.
Die nassen Sachen wurden aufgehängt, alle durch die Dusche geschleust, es gab Kaffee, Tee, Gemütlichkeit und heute abend gehen wir noch Fondueessen! Geht grad so, würde ich sagen :-)






Gegessen:
Gipfeli, Körnersemmel
Tomatensuppe
und ich weiss noch nicht genau was von der "La Ferme"-Karte

Getragen:
Skisachen :-)

Gelesen:
Nathalie Svensson 4

Gesehen:
"The Orville" (mit allen, das ist ein sehr schönes Familiennerd-Ding)
"Vikings" (der Hübsche und ich sind in der ersten Post-Ragnar-Folge gestern nach 20 Minuten eingeschlafen :-/)

Stresslevledurchschnitt gestern: 23
Selbstbeweihräucherung: ich bin fast cool, obwohl Jonny seit heute morgen halb sieben das Haus nicht betreten hat :-)

Samstag, Februar 15, 2020

150220: Auffi muass i!

Obwohl das Auto gestern abend nahezu fertig gepackt war, zog sich das alles heute dann länger als gedacht. Es waren nämlich, wer hätte das gedacht, nicht nur wir auf dem Weg in die Skigebiete und mit unserem gechillten Aufstehen, Frühstücken, Katzen tschüss sagen, landeten wir genau in der holländischen, belgischen, dänischen Blechlawine. Nun ja, wir waren trotz allem früh genug dran, es reichte uns nur nicht mehr, heute noch einen Liftpass zu holen. Aber: die Ski sind im Skiraum an der Piste, Betten sind bezogen, Küche eingeräumt, Rucksack für morgen gepackt, die zweite Kopfschmerztablette gegen Höhenkopfweh ist eingeworfen, es ist wunderbar kalt und verschneit, wir blicken direkt auf die Piste (naja, jetzt grad nicht, weil es draussen stockdunkel ist), die Skiferiendiät aus Nudeln, Suppe, Flammkuchen und viel Tee und warmer Schoki (und natürlich dem gleichguten Kaffee wie daheim, weil die Nespressomaschine mit in die Ferien kommt) ist gestartet, L. hat schon sein Skischulabo und Labello in der Jacke.
Einzige Sorge, die sich aber mittlerweile relativiert hat: Jonny kam brav um vier nach Hause, ganz brav wie immer, Sunny hingegen.... nicht. Sie ist aus dem Haus gegangen, als wir gefahren sind, also so gegen 11 und seitdem nicht mehr aufgetaucht, auch nicht, als die Nachbarn um viertel nach sechs zum Füttern kamen. Von der mühsam aufgebauten Coolness war da schon nicht mehr viel übrig bei mir, aber immerhin kam sie um kurz vor sieben mal kurz von aussen durchs Törchen gucken (das wird ja auch aufgezeichnet von der App), es geht ihr also gut und sie macht einfach Party draussen. Ich muss nur noch in meinen Kopf kriegen, dass es bei uns im Unterland eben 15 Grad hat, nicht minus  8 wie hier und das ein wunderbarer Abend für Abenteuer einer kleinen Katze ist.

Freitag, Februar 14, 2020

140220: Hoch die Hände

Ungeplanterweise sind wir entspannter als sonst ins Wochenende geslidet, weil Q. nicht nur kein Biopraktikum hatte bis viertel nach fünf, weil Basketballturnier, nein, Q. hatte gar nix, ausser Ausschlafen, im Bett liegen und gesund werden. Das hat er super gemacht und so steht dem Start in die Berge von der Seite nichts im Wege. (Ich packe eh immer eine wohlbestückte Hausapotheke ein, jedes Jahr wieder auch mit der Familienmenge "meines" Produktes, just in case)


Ich habe wie jeden Freitag früh gestartet, war dann schnell Wocheneinkauf erledigen (ausserdem noch schnell ein Paket mit Kleidern abholen, obwohl ich mir eigentlich vorgenommen hatte, NIX mehr zu kaufen, bis mir mal was ausgeht, wenn ich wegen abgetragen, kaputt oder total outdated halt ausmiste. Tja. Und dann habe ich den Fehler begangen, doch mal wieder einen Esprit-Newsletter zum Thema "Punkte und Streifen" aufzumachen und naja, bei Punkten konnte ich noch widerstehen, bei Streifen nicht so. Immerhin passt alles wie angegossen. Und: note to self: es ist wirklich so, dass 36/S passt, immer. Alles andere schlackert. Ganz sicher.) und grad am Heimweg, als der Hübsche anrief.
Ein Anruf, der mit : "Boah, ich sag's dir, das brauch ich nicht nochmal, erstmal: es ist alles ok" losgeht, ist ja schon eher schwierig. Nun denn. Er war auf dem Weg ins Büro, begegnete Jonny (wohl auf dem Weg zum zweiten Frühstück bei den Nachbarn), streichelte ihn, als plötzlich aus dem Nichts ein grosser Hund (Mischung aus Husky / Labrador) angeschossen kam. Jonny sauste durch die Hecke in den Nachbarsgarten, der Hund grad hinterher (wissen wir jetzt auch: das ist NUR eine Hecke, mit ohne Zaun). Man hörte Fauchen, Miauen, Bellen, Knurren. Der Hund hatte Jonny gesehen, war losgestürmt, hatte sein Frauchen umgerissen, die war gestürzt, hatte die Leine losgelassen, und ... joah.
Die Frau liess es sich nicht nehmen, mit dem Hübschen zusammen dann auf Jonny-Suche zu gehen, bis er sie davon überzeugt hatte, dass der sich ganz bestimmt nicht mehr freiwillig zeigen würde, solange der Hund in der Nähe wäre. Kaum war sie weg, kam Jonny höchst empört an, liess sich daheim von seiner Schwester abschnuppern und sauberputzen, vom Hübschen untersuchen (nichts kaputt ausser ein bisschen verletztem Stolz, das liess sich mit etwas Hafermilch und vielen Käseleckerli reparieren) und wartete dann auch noch auf mich, um das nochmal zu bestärken. (Der Frau geht es auch gut, sie hat aufgeschürfte Handflächen, aber sich nichts Schwerwiegenderes getan. Sie kam im Laufe des Tages nochmal vorbei und liess sich von den Nachbarn (Jonnys zweite Frühstückslocation), vor deren Küchenfenster das alles passiert ist, bestätigen, dass des dem armen Büsi gut geht. Ich hoffe, sie hat eine Lehre daraus gezogen und passt beim Spazierengehen besser auf. Die Kombination aus limitierter physischer Präsenz und einem 30kg Hund, der euphemistisch ausgedrückt nicht aufs Wort gehorcht aka "echt a Liaba is, aber bi Büsis, da halt nöd", ist halt schwierig.)


Das war dann auch schon das grösste Abenteuer des Tages, ich habe gewerkelt, meine Inbox um 16:00 auf Zero gehabt (den Rest ignoriere ich bis übernächste Woche), wir haben mehr oder weniger stressfrei und so wie immer für die Skiferien gepackt. So sehr es mich in den Sommerferien in immer neue Gefilde zieht und ich jedes Jahr nach grossartigen Erlebnissen fast traurig bin, dass wir da vermutlich so schnell oder überhaupt nie wieder hinkommen werden, weil es gibt ja noch so viel anderes zu entdecken! (Ausnahme: San Diego. Das ist fix auf dem Plan für immer wieder), so schön finde ich es, dass wir für die Skiferien mit Saas Fee unsere fixe Location gefunden haben. Die Kinder wissen, was sie erwartet, wir gehen jedes Jahr in die selben Lokale, wissen, wo der Bäcker ist, was die leckerste Frühstückszusammenstellung für alle ist, in welcher Hütte was am besten schmeckt, wo die versteckte Race-Abfahrt mit der Stoppuhr ist, und dass man das "dü" wirklich frühzeitig reservieren muss. Mal sehen, ob wir es dieses Jahr endlich mal zum Nachtschlitteln schaffen!


Das Auto ist gepackt, morgen kommt noch die Kaffeemaschine mit rein (naja, was will man machen, wir sind halt alt. Wenn es noch Platz hat, nehme ich sogar mein Nackenkissen in seiner Transporttasche mit!) und ich werde für eine Woche QC testing transfers, pandemic stockpiling, emergency import licenses, outdated leaflets, MDR compliance und Joint Review Policy vergessen.


Gegessen:
Marmeladentoast
Skifahrsuppe und Breznstage
Freitagspizza und Knoblauchbrot


Gelesen:
Nathalie Svensson 4


Gesehen
Vikings


Getragen:
Jeans und Longsleeve


Stressleveldurchschnitt gestern: 29
Selbstbeweihräucherung: nur kurz nervös geworden, weil der Hübsche noch gar nich gesagt hat "Ui, DAS sollen wir alles ins Auto kriegen? Das geht niemals!". Das sagt er nämlich immer, es geht aber immer rein und es könnte sein, dass ich total viel vergessen habe. Oder er sich gemerkt hat, dass es immer reingeht

Donnerstag, Februar 13, 2020

130220: Fieber, Suppe, Packlisten

Morgens um halb sechs ausnahmsweise von Sansa sttt von Jonny geweckt werden. Das ist ein bisschen angenehmer, die beisst und haut und zieht nämlich nicht, bis ich aufgestanden bin, sondern tapst freundlich auf meine Augen, bis ich sie korrekt streichle und rollt sich dann auf mir ein zum Weiterschlafen. Wenn ich zucke oder zu langsam mit dem Streicheln werde, kommt sie wieder und stupst, aber immer sehr lieb. Joah.
 
Endlich mal wieder Zug und Bus gefahren und Buch gelesen, statt Auto und / oder Arbeitsmails, das ist ein ganz anderer Start in den Tag.
Arbeit: gut vorangekommen, die grossen spontanen Brocken sind entweder mit viel Mühe an Ort und Stelle gewuchtet oder aktuell in anderen Händen, aber ich habe alles parat, um sie ordentlich weiterzubearbeiten, wenn sie bei mir landen.
 
Unerwartet früh im Jahr meinen "Merit Report", wie das jetzt neu heisst, bekommen, ich war gar nicht drauf vorbereitet, aber hui, schön!
 
Nach dem Mittagessen meldete sich Q., der schon gestern nach dem Unihockeytraining über Schwindel klagte, mit rasenden Kopfschmerzen und Schüttelfrost. Grosse Kinder sind praktisch: man fragt, ob sie Busfahren können und dann machen sie das und legen sich einfach ins Bett und wenn man dann (früher als sonst, man macht sich ja doch Sorgen, ausserdem kann man mit grossen kranken Kindern grossartig von daheim aus arbeiten) heimkommt, schlafen sie tief und fest. Fazit: leichtes Fieber, fertig, also Kopfschmerztablette und Bettruhe und KEIN Basketballtag morgen. Das Ganze ist entweder schnell vorbei oder halt so mittelschnell, aber ich bin cooler geworden als auch schon und zur Not ist halt jemand auch in den Skiferien ein bisschen malade, das ist alles kein Weltuntergang.
 
Dementsprechend: weiterarbeiten von daheim, Katzen aus den Nachbargärten einsammeln (Jonny war sehr hungrig und hat auf einen Sitz zwei Beutelchen aufgefressen, ohne mit Sansa zu teilen!), mit dem Hübschen schwatzen, Packliste und Einkaufsliste schreiben, strampeln, Bett neu beziehen, weil jemand (=ich) das Fenster aufgemacht hat und nicht gemerkt hat, dass es in Strömen zu giessen begann und jemand anders (der Hübsche) immerhin die Kissen abgezogen und halbscharig zum Trocknen hingelegt hat, den pflatschnassen Matratzenbezug aber draufliess... naja, am Wochenende wäre eh Zeit zum Wechseln gewesen.
 
Jetzt noch Spülmaschine, Znünibox für L, Tee, mit dem Hübschen Vikings gucken.
 
Gegessen:
  • Honigtoast, das war offensichtlich zu wenig, ich hatte um neun nämlich schon wieder solchen Hunger, dass ich mir in der Cafeteria ein
  • Bierchermüesli holen musste. Und für grosses Gelächter beim Cafeteriamann sorgte, weil ich (ich bin so saubere Scheiben nicht nicht gewohnt!) die Glasscheibe vor dem Regal mit Müeslischalen nicht sah und mit der Greifhand wie so ein Vogel gegen die Terrassenscheibe knallte. (alles gut, nix kaputt, weder Glas noch Hand, ich musste auch lachen :-))
  • Gumbo mit Reis und Spinat und Maissalat
  • Skifahrsuppe (draussen blüht der erste Krokus und wir hatten die diesen Winter noch kein einziges Mal. Also: doppelte Portion gekocht und den Rest nehmen wir mit in den Schnee!)
Gelesen:
Nathalie Svensson 4


Gesehen:
"Ich schweige für dich" (Ich dachte, Miniserie bedeutet 6 Folgen und war schon sehr gespannt, wie sie das alles in dieser einen Folge klären wollen, aber: es sind 8)
"Vikings"


Getragen:
blau kariertes Wollkleid und die braunen Wildlederstiefel


Stressleveldurchschnitt gestern 29
Selbstbeweihräucherung: offensichtlich beide Chefs letztes Jahr überzeugt

Mittwoch, Februar 12, 2020

120220: Rage by proxy, Tränen, Kopfschütteln, Käsehappen

Hui, die Award-Feier gestern, das war irgendwie mehr, als ich auf dem Schirm hatte!
Dementsprechend habe ich noch ein paar Sachen, die ich gestern loswerden wollte:
1. Ich esse ja schon lang immer das vegetarische Menü in unserer Kantine. Gestern hatte ich dann die Qual der Wahl, es gab nämlich zwei verschiedene: Bami Goreng /Zucchinifritters mit Joghurtsosse, was gar keine so eine grosse Qual war, weil IMMER Bami Goreng. Und da ist mir dann extrem positiv aufgefallen, dass man undramatisch ein Essen für verschiedene Vorlieben und Ernährungsansätze tauglich machen kann: eigentlich war es vegan, das gestockte Ei dazu gab es nach Rückfrage separat, beim Koriander konnte man sich selber bedienen (Ich nahm natüllisch wie immer mit alles und scharf)
2. Jonny hat wieder mal pünktlich kurz, bevor wir wegfahren, die Hard- nd auf Software überlistet. Mittlerweile ist es nicht mehr Glückssache, dass er das versperrte Törchen aufhakelt, sondern eine Sache von 10 Sekunden und dann geht er halt. Das ist jetzt nur so mittel, aber andererseits kommt er ja auch immer wieder. Wir sind noch unsicher, ob wir jetzt endlich cool werden und den Kater halt rauslassen, wenn er will, oder (das ist der aktuelle Ansatz) ihm das weder verlernen, indem wir, wenn alle da sind, das Törchen hardwaremässig versperren, das kriegt er bisher noch nicht auf (Hoffnung: er merkt, dass, wenn es nicht wegen Chiperkennung klickt, ist zu. Erfolgschancen bis Samstag: mittel bis niedrig, würde ich sagen. Alternative: wir bitten die Hütenachbarn wieder, auch hardwaremässig abzuschliessen, was wir eigentlich verhindern wollten. Nun ja.
3.ein langer Absatz darüber, dass L. seine Pokemonkarten "verloren/vergessen" hat und wie sehr mich das Spagat zwischen "das weinende Kind trösten" und "warum fällt dir das nachts um zehn ein, dass das schlimm ist, und nicht in dem Moment, wo du gemerkt hast, dass sie weg sind, nämlich um 12:10h, wo du entschieden hast, einfach nix zu unternehmen?". Ich bin nämlich nicht überzeugt davon, dass Trösten und die "Gefühle des Kindes in dem Moment zu begleiten", das einzig richtige ist, weil: so ein Quatsch lässt sich halt easy vermeiden, und das kann man ja auch mal hören und fürs nächste Mal was draus lernen. Aber: Pokemonkarten sind wieder da, der Nachbarsjunge hat sie am Nachmittag mit aus der Schule heimgebracht, aber L. war nicht da, um sie in Empfang zu nehmen. Ich setze also auf den Lerneffekt des Dramas gestern abends.


Nun denn, heute: neuer Tag.
Alles in Perspektive gerückt durch die Beerdigung am frühen Nachmittag. Es ist mittlerweile eine traurige Tradition (zum dritten Mal, immer alle drei Jahre), dass sich die Gruppe aus meinem ersten Job beim jetzigen Arbeitgeber auf einem Friedhof trifft, beim Abschiednehmen von einem Kollegen, der viel zu jung war.
Auf dem Heimweg wurde ich dann ganz schnell unglaublich müde. Das ist meine .. naja coping strategy für zu viel Gefühl. Am ersten Tag nach dem Klassenüberspringen, am ersten Tag in jeden neuen Job, nach grossartigen Festen (ok, da hat es dann meist nicht nur das Gefühl, das mich müde macht), nach traurigen Nachrichten, da bin ich dann einfach nur müdemüdemüde.
Nun denn. Statt schlafen habe ich dann Katzenfutter eingekauft incl neuer Leckerli ("Käsehuhnhappen", die Jonny für die beste Erfindung nach "Oatly Barista" hält) und ein Call mit Kalifornien zum Quality Risk Management. Fast so gut.


Für ein versöhnliches Ende hier noch die Neuauflage dieses Bildes mit einem erstaunlich gross gewordenen Q.:


Prozac7405 2020

(Nicht mehr so creepy wie das mit dem kleinen Q., und die Ohren hat er nicht vom Papa!)






Gegessen:
Honigtoast
Falafel mit Zitronenjoghurt, Hörnli, Ofengemüse und Blumenkohl
Salat und Flammkuchen




Gelesen:
viel zu viele Kommentare bei Frau Kaltmamsell, ich bin dieses arrogante, übergriffige Selbstverständnis mancher Kommentatoren ja gar nicht mehr gewohnt. Es gibt sie immer noch, die Leute, die Blogger für Exhibitionisten halten, die jeden noch so übergriffigen, offen unerwünschten Kommentar zu akzeptieren und wertzuschätzen haben, sonst dürften sie halt nicht öffentlich schreiben. Zu nah ist noch die Erinnerung, wie viele innerlich hässliche Menschen es gibt, aber auch wie schnell freundliches Dauerkommentieren in Übergriffigkeit, Stalkertum und dann, bei Gegenrede, in offenen Hass umschlägt. Nein, ich war nicht konsequent, als ich die Kommentare hier geschlossen habe. Ich habe die zahlenmässig deutlich den netten, lustigen, klugen Kommentatoren unterlegenen Nervtröten und Schlimmeren gewinnen lassen, weil ich es nicht mehr ertragen habe, wie sie sich diesen Raum (und meine Kopf) zu eigen gemacht haben. Nein, ich bin noch nicht drüber weg.




Getragen
Beerdigungskleider




Gesehen:
"Ich schweige für dich" und "Vikings"


Stresslevedurchschnitt gestern: 44
Selbstbeweihräucherung: zum ersten Mal im Leben auf glühenden Kohlen was ausgesessen. (es wäre nicht mein Job gewesen, niemand ausser mir selber hätte mich verantwortlich gemacht, wenn die Deadline gerissen worden wäre, leider ist nicht die eingeknickt, deren Job es gewesen wäre, sondern jemand anders, Erziehungseffekt also eher nur mittel)