Samstag, Januar 19, 2019

Samstag, 19.01.2019, Beileidskarte und Fahrradkauf

Mir wurde und wird ja gern mal unterstellt, ich würde mich so darstellen als könne ich alles, wüsste ich alles und überhaupt, wäre die klügste, witzigste, bestorganisierte, effizienteste, beste Person der Welt überhaupt. Tja.
Was ich zum Beispiel überhaupt nicht gut kann, ist Kontakt halten. Beste Schulfreunde, Kommilitonen (ausser dem einen, den ich geheiratet habe), Tanzpartner, Sportkollegen, Arbeitskollegen, Cousins, Cousinen, Onkel, Tanten: sobald wir uns räumlich voneinander entfernt haben, die regelmässigen von mehr oder weniger allein passierenden Treffen beim Mittagessen, Training, Praktikum, Sommerfest, Besuch bei den gemeinsamen Grosseltern nicht mehr passieren, tue ich mich schwer, in Kontakt zu bleiben. Ich habe das früher gern als "aus den Augen, aus dem Sinn" gesehen, aber so ist es gar nicht, ich denke schon immer wieder mal an den einen oder anderen, aber Kontakt ist was anderes. Und irgendwann ist es dann so lang her, dass man sich zum letzten Mal gesehen oder gesprochen hat, da ist "Ich wollte einfach mal horchen, wie es Dir so geht" ein bisschen ein flacher Aufhänger. Und so ist es dann doch so, dass nur die ausserordentlichen Ereignisse, die zu einem Wiedersehen führen. Und das ist dann auch immer ein bisschen heikel, weil man nie weiss, ob der Anruf jetzt kommt, weil der andere "halt einfach mal horchen wollte" oder das nur die Einleitung zu Teilen von lebensverändernden Neuigkeiten ist. Wenn es lebensverändernde gute Neuigkeiten sind, ist das ja noch relativ einfach, aber wenn man auf "Wie gehts bei Euch so?" erst mal die banalsten News über Katzen, Kinder, Job ausgebreitet hat und auf "Und bei euch?" dann "Ja, nicht so toll, ich habe mich von meiner Frau getrennt / wir hatten einen schweren Autounfall / einer von uns ist schwer krank." oder so (nehmen Sie es als fiktive Beispiele), dann kommt man sich mit Katzenkinderjob-News natürlich arg doof und oberflächlich vor. Andererseits: mit "Hallo, lang nicht gehört, ich hab mich von meiner Frau getrennt" ist natürlich auch ein sportlicher Start nach jahrelanger Funktstille.
Bei kalender- oder anlassbasierten Ereignissen wie runden Geburtstagen, Klassentreffen, Taufen, Hochzeiten, etc. ist das natürlich einfacher, da gehört das Schwelgen in Erinnerungen und gegenseitige Updates natürlich essentiell dazu. (Wobei ich innerlich immer schmunzeln muss, wenn das allgemeine "Hey, wir müssen uns UNBEDINGT öfter treffen, nicht erst wieder beim nächsten Klassentreffen", weil ... äh... why should we?. Aber hallo, ich habe ja gewisse social skills und deshalb piepse ich in fester Umarmung mit jemanden, an den ich ungefähr seit dem letzten Klassentreffen nicht ein einziges Mal gedacht, geschweige denn den ich vermisst hätte "Aber echt hey, auf JEDEN!")
Nun ja. es ist jetzt nichts, was mich an sich übermässig traurig macht, es ist halt einfach so, den anderen scheint auch nicht so unendlich viel am Aufrechterhalten des Kontakts zu liegen, sonst würden sie sich ja auch mal melden. (Ich fände es ja sehr praktisch, wenn alle Leute ein Tagebuchblog führen würden, dann könnte man alles nachlesen und wenn man mal wieder anruft oder sich trifft, hat man all die Hintergrundinfo und kann direkt tagesaktuell weiterreden. Hat sich bisher nicht durchgesetzt oder man hat mir einfach nicht Bescheid gesagt.) Sozial verwahrlost bin ich trotzdem nicht, wir haben unseren Freundeskreis vor Ort, der sich aus Kollegen, Nachbarn, Schulkollegen(eltern), Sportkollegen und unserem eingeschworenen Freundeskreis aus den Schweiz-Anfangszeiten vor 16 Jahren zusammensetzt.

Es erwischt mich aber halt dann doch immer wieder mal kalt (und das ist es, worum ich seit Beginn dieses Posts rumeiere), wenn man dann mit den Stift in der Hand vor einer Beileidskarte sitzt und nicht weiss, was man schreiben soll. Das Internet schlägt rät, möglichst keine vorgefertigten Satzbausteine zu nehmen, sondern Persönliches zu schreiben (und dann folgt eine Liste mit vorgefertigten Satzbausteinen), doch liebevolle Erinnerungen anzumerken und so Trost zu spenden. Ich überlege, wann wir uns das letzte Mal gesehen haben und das war, glaube ich, auf unserer Hochzeit vor über 15 Jahren. Die lebhafteste Erinnerung ist, dass ich als Kind panische Angst vor dem Vollbart hatte und er dafür überhaupt kein Verständnis, aber beides ist weder trostspendend noch fühlt es sich besonders liebevoll an, das jetzt in die Karte zu schreiben.
Also schreibe ich mit schlechtem Gewissen und der schönsten Handschrift, die ich hinbekomme, etwas mir unendlich banal und flach erscheinendes rein, die Kinder und der Hübsche unterschreiben, damit es nicht so leer aussieht, die Adresse kenne ich noch auswendig, allerdings noch mit vierstelliger Postleitzahl (die letzte Karte habe ich anscheinend vor "Fümpf ist Trümpf" dorthin geschickt), ich weiss gar nicht, wieviel Porto ein Brief nach Deutschland braucht und klebe vermutlich viel zu viel drauf. Mit eisigen Fingern werfe ich den Umschlag mit dem schwarzen Streifen in den Briefkasten.


Ansonsten so:

  • erste Geburtstagsvorbereitungen für L.: er bekommt sein erstes niegelnagelneues Fahrrad (bisher hat er immer die von Q. geerbt, aber der ist aus dem aktuellen noch nicht ansatzweise rausgewachsen) und das haben wir heute gemeinsam im Laden ausgesucht. Ganz anders als Q., der damals auf einmal alles in fröhlichem Mattschwarz ausgewählt hat, hat er sich ein knallblaues Rad mit neongelber Schrift ausgesucht. Und einen "Stadthelm Fricktal" (finde ich eine tolle Aktion!) mit Licht. Jetzt wird das Rad zusammengeschraubt und im März holen wir es ab.
  • Mitgefreut, dass ein kleiner Kater wieder aufgetaucht ist
  • nochmal was aus dem Tanja Grandits- (Affiliatelink) Kochbuch gemacht, nämlich das Salbei-Huhn (wir haben einen Riesensalbeibusch im Garten, der unbeeindruckt von den Jahreszeiten wächst).



Stressleveldurchschnitt gestern: 14
Selbstbeweihräucherung: Mir mehr Gedanken gemacht, als man ihr anmerkt, beim Kartenschreiben

Freitag, Januar 18, 2019

Freitag, 18.01.2019: Lagerkoller

Der dritte Tag Homeoffice in Folge und endlich ist nicht nur gefühlt Freitag: ich habe diese Woche so viel erledigt (also wie: vorzeigbar und abgehakt aka zum Review gerouted, approved, eingetragen, ausgefüllt) wie schon lang nicht mehr. Und ich habe so wenig gesprochen wie schon lang nicht mehr. Und gelacht. Und mich bewegt (die Strategie, bei akuter "Puuuuuh, bisschen langweilig/kribbelig grad!" eine Runde Bauchtraining oder Hampelmänner oder Liegestützen zu machen anstatt in den Kühl-/Snackschrank zu starren und doch was hinter die Kiemen zu schiebe, hat ein bisschen geholfen und ist ja auch was, was man im Büro mit anderen Menschen eher selten macht.). Und Kaffee getrunken! Das war heute fatal, ich habe nach dem Latte mit Extra-Shot zum Frühstück die ein-zwei Vormittagskaffees vergessen (stattdessen Liegestützen gemacht), nach dem Mittagessen den Espresso und als ich dann am Nachmittag fast vom Stuhl rutschte, konnte es der doppelte Espresso zum Zvieri auch nicht mehr retten.

Aber: DAS DOKUMENT ist fertig reviewed hochgeladen (die Kollegin hatte sogar noch die Geduld, die noch zu diskutierenden 29876 Kommentare farblich zu markieren, ich hatte einen sehr unterhaltsamen Email-Pingpong mit den Kollegen in Irland, lauter Hausgedöns ist nebenbei erledigt:
der Elektriker kam und hat die Steckdose im obersten Bad repariert (bzw die im Kammerl, weil dort war alles verschmort, das hatte wir gar nicht bemerkt, nur dass die im Bad nebendran nicht mehr ging), so müssen wir unsere Zahnbürsten nicht mehr im Schlafzimmer an der Crosstrainersteckdose aufladen und zu grünem Blinken einchlafen.

  • Die alte Spülmaschine (wir haben die letzten Male E22 gar nicht mehr repariert) ist weg, die neue da. Und grossartig! (Nur mal so für die nächste Spülmaschine: Es ist Euronorm 60, die Arbeitsfläche ist so hoch, dass ein Grossraumspüler reinpassen würde, auch wenn der Mann im Elektromarkt das nicht glaubt, aber der Monteur hat mir die Einbautabellen gezeigt. Trotzdem habe ich mich für die eben heute sofort mitgebrachte normal grosse entschieden anstatt für eine neu zu bestellende grössere.) Ich will nie wieder eine ohne Licht drinnen, das sparked (nicht sparkled, wie ich gestern auf Twitter gelernt habe) joy, aber sowas von!
  • Sansa war ein grosser Fan des Monteurs und hat ihn die ganze Zeit aus nächster Nähe angestarrt. Der Monteur fand das glaubhaft sehr in Ordnung, er hat nur gemeint "Wenn sie ein Hund wäre, wäre das was ganz anderes, die hecheln einem immer so in den Nacken! Aber so ist das sehr niedlich". 
  • Der Hübsche und ich waren uns zwischendrin nicht mehr sicher, auf welche Härte unsere Enthärtungsanlage geregelt ist (Für die Zukunft: 8-10 frz Härte), also habe ich das mit dem kleinen mitgelieferten Titrierset schnell nochmal überprüft, ich habe ja lang nix mehr im Labor gemacht. Der Monteur meinte: "Ja, so ist das hier. Entweder arbeiten die Leute in der Chemie oder sind Fussballer beim FCB." Und damit ist die Nachbarschaft hier ganz gut beschrieben. 
  • Der Hübsche hat die nach .... 16 Jahren erste abgebrochene Jalousiehochkurbelstange ersetzt.
  • Die Kinder und ich haben die grosse Kiste "Spielsachen, die wir guten Gewissens abgeben würden, aber nicht wegschmeissen und nicht an irgendwen, weil ein Stück Herz hängt schon noch dran" nach Rücksprache in ihrer alten Kinderkrippe vorbeigebracht. Die Leitung, mit der ich telefoniert habe, hat sich noch gut an uns erinnert, war aber beim Abgeben nicht mehr da, so haben wir nur den aktuellen Koch getroffen, der uns noch nie gesehen hat und so fiel der "Aaaaaw, schau mal, da seid ihr noch soooooo klein gewesen, als ihr hier wart"-Moment recht kurz aus.

So, ich muss aufhören, die neue Spülmaschine möchte das erste Mal ausgeräumt werden.

Gegessen: Frühstück, habe ich gefrühstückt? Es ist so lange her. ca 10 Mandarinen, mittags Nudelsuppe, Zvieri: Krapfen, Abendessen: Freitagspizza und Salat.

Gelesen: Maria Kallio 5 aus (grosse Frage: lese ich jetzt 6 - 13 oder all die Neuerscheinungen und Weihnachtsgeschenke?) und ausserdem einen interessanten Twitterthread, der all das Loha-Wir-sind-so-gute-Menschen-und-kaufen-extra-krumme-Karotten in einen interessanten Kontext setzt. Krummes Gemüse wird nämlich nicht weggeworfen und muss auch nicht gerettet werden.
Und passend dazu habe ich via Kiki diesen wundervollen Artikel zum Juicero und dem Internet of shits gelesen und sehr gelacht.

Stressleveldurchschnitt gestern: 15

Selbstbeweihräucherung: Extraschlenker am Paketladen vorbei gefahren, um Q.s erste Taschengeldbestellung ,(Affiliatelink) die kein Lego Spielzeug ist, abzuholen ("Weisst, Mami, wenn man mal zu zweit Musik hören will oder ein Video schauen, kann jeder einfach einen Kopfhörer nehmen und man muss nicht so nah zusammen sitzen" Weiss nicht, ob das so der super sales pitch ist.)

Donnerstag, Januar 17, 2019

Donnerstag, 17.01.2019: Sender-Empfänger

Wieder Homeoffice, knallhart den ungefähr langweiligsten, fiesesten, drögsten, fitzeligsten Job der Welt (natürlich nicht. Aber in meinem fancypopancy Arbeitsleben schon sehr, sehr fad) durchgezogen: frisch erstellte, frisch approvde approvede approvte approvete genehmigte Dokumente in ein noch frischeres (Ha), globales (Haha), universell einsetzbares (Hahaha), intuitiv erstellbares (Hahahaha), fertig formatiertes (Hahahahahahahaha) Template zu überführen. Das war langwieriger, langweiliger und und schwieriger als erwartet. Dabei viel Kaffee getrunken, Mandarinen gegessen und wenn es ganz schlimm wurde, ein bisschen Treppen gerannt, Liegestützen oder Planking gemacht. Man muss ja schauen, wie man im Homeoffice zu ein bisschen Bewegung kommt.
Eigentlich hatte ich das ja nur "mal schnell zwischendrin" eingeplant, weil ich auf ein dringendes Dokument wartete.
Und zwar folgendes: Es ist längstens überfällig, es kann eine grosse Aktion nicht starten, bevor meine Kollegin und ich das nicht unterschrieben haben. Mit unserer Unterschrift sagen wir aber, dass alles, was drinsteht, okay ist. Das war es bisher nicht, wir haben es am Freitag vor Weihnachten mit ... einer dreistelligen Anzahl Kommentaren auf 150 Seiten zurückgeschickt.
Gestern wurde uns angekündigt, dass wir da ja schon echt viele Kommentare drin gehabt hätten, das Dokument auf jeden Fall am Montag früh unterschrieben gebraucht würde, also würden wir die korrigierte Version Donnerstag morgen zum Review erhalten, Freitag nachmittag würden wir eine Marathon-TC machen, um alles zu besprechen, zu klären und unterschriftsfertig zu machen.
Nun. Nachdem genau dieses Dokument bisher jedesmal zu spät kam, erst Wochen, dann Tage, dann Stunden nach dem angekündigten Termin, jeweils aber mit einem Verweis auf die Dringlichkeit, und meine Kollegin und ich Nacht- und Wochenendschichten eingelegt hatten, um den Review zu machen (ich meine: 245 Kommentare schreiben sich nicht von allein!), war ich ein wenig pissig skeptisch.
Die diplomatischste Antwort, die ich hinbekam, lautete: "Ihr wisst, wie viel das ist. Wenn wir den Freitagstermin halten wollen, müssen wir es wirklich Donnerstagmorgen haben und auch das ist schon eng."
Okay, "-morgen" ist jetzt schon ein bisschen schwammig formuliert, ich weiss auch, dass nicht alle morgens um halb sieben anfangen zu arbeiten, aber zum Beispiel 10 Uhr ist für mich gerade so noch morgens.
Nach dem Mittagessen wurde auch meine Kollegin nervös und wir chatteten uns simultan an: "Hast du was? Ich nicht".
Anscheinend ist woanders halb zwei immer noch morgens (hahaha, ist es, aber nicht in CET), und nachdem dann noch einiges dazu kam, habe ich zum ersten Mal in meinem Arbeitsleben eine Mail geschrieben, in der steht: "Das wird so nix, es hätte vielleicht geklappt, wenn ihr es wirklich morgens geschickt hättet,  jetzt wird es halt Montag und am Montag habe ich auch nur eine Stunde für ein Meeting." Ohne Sorry.
Vermutlich bin ich die einzige, die das als Paukenschlag sieht und die, die die Verzögerung am meisten wurmt, aber tjanun.

Sonst so: die bestellten Kinderzimmerdekosachen abgeholt, alle happy (es passt alles so gut zusammen in Q.s grauschwarzem Teeniezimmer):


Gegessen:
Granolajoghurtbeeren, Schupfnudeln mit Pilzen, Kartoffelpfanne mit viel, viel, viel Gemüse und eine Spiegelei. Viel Kaffee. Viel Tee.

Gelesen:
Via Anke Gröner einen Artikel über "A 4-year old trapped in a teenager's body". Harter Tobak.
Maria Kallio 5

Stressleveldurchschnitt gestern: 13
Selbstbeweihräucherung: Das Gefuddel mit dem neuen Template durchgezogen. Ohne Schreien, Treten, Frustgummibärchen. (Ich kann mich eh grad dran gewöhnen. Das war das erste von vielen solchen Dokumenten)


Mittwoch, Januar 16, 2019

16.01.2019: Hohohoho!-meoffice

Wegen kranker Nanny heute Homeoffice, ich habe beschlossen wegen eh keine Meetings (hallo, was los? Habt ihr mich vergessen? Habe ich was verpasst?) den ganzen Tag Homeoffice zu machen, anstatt zum Mittagmachen heimzudüsen, so spare ich mir das ganze Gependel.
Gleich mal Lotterleben einkehren lassen und den Wecker um 5:45h ignoriert und erst um 5:52h aufgestanden. Damit meine ganze Tagesplanung über den Haufen geworfen.

Zeit ohne Ablenkung von Kollegen und überhaupt Menschen um mich rum genutzt, stur die zum Teil schon länger auf der ToDo-Liste rumdümpelnden nicht ganz so glamourösen (oder wie die Leute sagen, die statt Aufräumen lieber zum Aufräumenlernen erst mal ein Buch lesen müssen oder eine Serie anschauen müssen: nicht ganz so viel joy sparkelnden) Tasks gerollt und aufrecht einsortiert abgearbeitet. Das war einerseits ganz gut, andererseits haben mich zwei Sachen gestört:

1. Ich habe es gestern bei eine Hangoutsanruf irgendwie geschafft, am Laptop den Zugriff auf die Kamera und das Mikro zu blockieren (aus Gründen mit Absicht, aber ich dachte, das wäre temporär). Jetzt kriege ich das ums Verrecken nicht mehr weg (der Hinweis beim Start eines Hangout-Telefonats "Klick this symbol (Kamera mit x) in your URL-ine to allow access" hilft halt schon mal gar nichts, weil ich erstens keine URL-Line im Hangout-Fenster habe und zweitens in der URL-Line von Chrome drölfzig Symbole sind, aber keine Kamera mit x. In meiner Verzweiflung habe ich den IT-Support-Chat genutzt (mit dem Helpdesk habe ich noch ein SAP-Ticket offen, die möchte ich nicht stören), jemand hat via remote eine Zeitlang Dinge auf meinem Computer gemacht, es auch nicht reparieren können und als Lösung vorgeschlagen: "Nutz doch Google Chat, Hangout wird eh irgendwann stillgelegt." Mittelgute Lösung, weil ich bis dahin halt auch keine Selbstgespräche auf Google Chat führen möchte und halt die gesamte Installation auf Hangout ausgelegt ist. Muss ich am Montag noch mal den IT-Mensch, der mir das neue Laptop bespielt hat, fragen. (Bis dahin: Workaround mit Audio-Teil auf dem Handy via App, Präsentationsteil auf dem Bildschirm. Oder einen offiziellen Hangout Meet Termin abmachen, dann geht nämlich auch am Laptop alles).

2. Zu viel Homeoffice tut mir nicht gut. Erstens dachte ich die ganze Zeit, es wäre heute Freitag, dann haben mir andere Menschen gefehlt, dann merke ich, dass mir der klare Schnitt "So, und jetzt ist Feierabend" fehlt. Ich habe letztendlich viel länger gewurschtelt, als ich wollte und hatte immer noch nicht das Gefühl, dass ich jetzt halt auch mal Schluss für heute machen könnte. Nun ja. Ist ja nur ausnahmsweise.

Sonst so:

  • viel über Vikinger und Leif Eriksson gelernt (Geschichtsreferat lässt grüssen!)
  • Sansa hatte heute wieder eine neue Beute, aber es war nicht, wie ich erst dachte, ein Mäuse- oder Rattenschädel, nein, ein Stück Meisenknödel. Schon ordentlich abgenagt und sie hat ihn knurrend und mit Zähnen und Klauen verteidigt, als ich ihn wegnehmen wollte. Ich weiss nicht, ob sie damit eigene Vögel anlocken möchte, oder ob sie es noch gar nicht kapiert hat, dass man an so einer Futterstelle noch viel bessere Beute (aus Katzensicht) machen kann als ein Stück Fett mit Körnern drin




Gegessen:
Quittengeleebrot, Ofenpfannkuchen mit Himbeeren und nochmal einen Chicoree-Salat zu Mittag, Fasnachtschüechli zum Zvieri und Flammkuchen zum Abendessen (50 shades of Kuchen)
Getragen:
Homeoffice-Dresscode: Einer der Lieblingshoodies, Bootcutjeans (vorsichtig drin bewegen, sie ist sehr alt und morsch), L.s Knöchelwölfe

Gelesen:
Maria Kallio 5
Stressleveldurchschnitt gestern: 15
Selbstbeweihräucherung: dem Snackschrank widerstanden. Das ist das Schwierigste am Homeoffice für mich. (Dafür 3 L Tee und gefühlt ca 150kg Obst gegessen)

Dienstag, Januar 15, 2019

Dienstag, 15.01.2019: Mausetot.

Heute haben die Katzen zusammen eine Spitzmaus erlegt. Soweit so traurig, so natürlich, so gut, dass sie sie nicht ins Wohnzimmer geschleppt haben.

Was aber wirklich ein bisschen spannender ist, ist die Geschichte, wie wir das gemerkt haben und welche Art der Kommunikation wir uns angewöhnt haben und was für Technik da mit reinspielt.
Also:
Wir haben eine Überwachungskamera (no need for discussion about privacy, weil: not your cup of tea und wir haben das im Blick (höhöhö)) im Wohnzimmer stehen seit ein paar Wochen, unter anderem (eigentlich vor allem), weil wir ein bisschen sehen wollen, was die Katzen treiben, wenn keiner daheim ist und ob sie daheim sind. (no need for discussion, dass wir ja auch nix machen könnten, wenn sie nicht da sind). Die Kamera ist so eingestellt, dass sie zwar immer überträgt, aber nur aufzeichnet, wenn eine Bewegung registriert wird. Wenn Menschen als bekannt freigeschaltet werden, werden die nicht aufgezeichnet und man bekommt auch nicht andauernd Bewegungsmeldungen. Wenn also keiner daheim ist, nimmt die Kamera Schnipsel auf, sobald eine Katze sich im Sichtfeld bewegt. Wir haben zB ein ein bisschen peinliches Schnipsel gespeichert, auf dem zu sehen ist, wie Jonny beim sich Putzen vom Sofatisch fällt. Das zeigen wir an seiner Hochzeit. Der Hübsche und ich haben heute beide via App beobachtet, dass beide Katzen relativ lang draussen vor dem Türchen rumgehampelt haben und schon vermutet, dass da ein Tier dran glauben musste.
Soweit zum ersten Gadget.
Ausserdem haben wir eine Alarmanlage, die wir scharfstellen, wenn wir das Haus verlassen und die auf Tür- und Fensteröffnen reagiert (nicht auf Bewegungen). Wenn wir also heimkommen, haben wir wie in jedem amerikanischen Film eine bestimmte Zeit, um den richtigen Code am Panel einzugeben. Dazu piept es immer lauter und immer schneller, das trägt nicht unbedingt zu ruhigen Fingern beim Tippen auf den winzigen Tasten bei. Wenn man den falschen oder keinen Code eintippt, geht eine höllisch laute Sirene los, ausserdem bekommen der Hübsche und ich eine SMS mit "EINBRUCH!" und einen Anruf aufs Handy, in dem eine Computerstimme "EINBRUCHEINBRUCHEINBRUCH" sagt und das ist sehr unheimlich.
Heute war Q. der erste, der nach Hause kam und er hat sich erst vertippt, dann gemerkt, dass er den Code nicht PIEPIPEIPEIEIEEPPPIPIPIPIPIPIPIPIIIIIIIIIIIIIP hinbekommt, dann hat er das Notfalauschaltdingsi gesucht, PIIIIIIIIPIPPPPPPPPIIIIIIP nicht gefunden und zack, "EINBRUCHEINBRUCHEINBRUCH"
Ich war selber schon auf dem Heimweg und war gänzlich unbesorgt wegen Einbrechern, eher wegen Trommelfellen. Ich rief also Q. an, um ihm im Notfall zu erklären, wo das Dingsi liegt oder nochmal den Code zu sagen. Aber: es war schon alles ruhig, also hat er es hingekriegt. Als ich ihn schon mal am Apparat hatte, bat ich ihn, doch mal vor die Katzentür zu schauen, ob da ein Massaker oder nur ein Blatt oder Müll oder eine Ikeagurke wären. Erst sah er nix, dann aber doch und zwar "Boah, Mami, da liegt eine Ratte!" Ich hatte grad wieder schlechtes Gewissen wegen Kind traumatisiert (und ein bisschen schlechtes Gefühl wegen "Aaaaaaw, ich hatte früher auch Ratten, die sind so süss!" und ein bisschen "eeeeew, wieso gibt es bei uns in der Gegend Ratten?"), aber Q. bestätigte, dass die Ratte noch total ganz sei und sicher tot und halt so am Rücken liegen würde.

Ich legte also auf und wollte gerade den Hübschen anrufen, um ihm von der Grosstat der Killerkatzen zu erzählen, da brummelte Google Hangouts und es stand da "Lass sie ruhig liegen, ich schau sie mir noch an und räum sie dann weg." Und während ich noch kurz überlegte, ob mein Handy abgehört würde oder der Hübsche lautlos hinter mir herschleicht oder was, klärte er mich auf: Er hatte, als seine "EINBRUCHEINBRUCHEINBRUCH"-Meldung kam, in den Live-Feed der Kamera geschaltet und erstens mitbekommen, dass Q. ihn wieder ausgekriegt hatte und zweitens unsere gesamte Konversation mitgehört (die Kamera überträgt Ton und Bild), weil Q. als Kind seiner Zeit natürlich das Handy natürlich immer auf Lautsprecher hat und halt wie in so ein Toastbrot reinredet.

So. Q. kriegt jetzt noch ein bisschen Nachhilfe in Nagetieren et al. und Grössenordnungen, weil eine Spitzmaus und eine Ratte, das sind ja schon zwei Paar Stiefel.


Gegessen (ha, das ist mal ne Überleitung :-)):
Granolaheidelbeerenjoghurt, viel Mandarinen, vegi Pad-Thai ganz allein in der Markthalle, weil ich zu spät für alle Lunchgruppen war, Chicoreesalat mit Orangen, Walnüssen und Blauschimmelkäse.


Getragen:
Absolutes all time favourite Lieblingskleid. Wird leider langsam ein bisschen fuddelig und mürbe.

Gelesen:

  • Michelle aus. (Sogar gestern abend noch)
  • Jetzt den ohne Grund nicht als Kindleversion erschienenen 5. Band der "Maria Kallio"-Reihe. (Amazon-Affiliate-Link)
  • Ausserdem das herzerwärmende Porträt eines Busfahrers aus dem Schwarwald: Alex, via @fliggerit. Ich musste sehr schmunzeln und an die Schulbusfahrer Sepp und Rudi denken, die meine Kindheit, die meiner Schwestern und aller Schüler der Dorfgrundschule, die auf zwei Dörfer aufgeteilt war, mitgeprägt hatten. Noch heute erinnern wir uns bei jedem Spaziergang daheim dran, wie der Sepp den Bus geparkt hat und hinter den Wasserspeicher gebieselt hat, wie er mal so wütend auf ein Kind wurde, das andere getriezt hat, dass er ihn vor die Tür gesetzt hat, mit, wie wir uns alle einig waren: "glühenden Augen", und wie sie mal eine Abkürzung ausprobiert haben und wir an einen Bahnübergang kamen, der immer zu war. Ein Kind musste aussteigen und an dem dort hängenden Telefon beim nächsten Bahnhof anrufen, die haben dann die Schranke hochgemacht. Allerdings nur kurz und zwar zu kurz für einen Schulbus, so dass wir mit Schranke auf dem Dach quer auf den Gleisen steckenblieben und nochmal einer aussteigen und anrufen musste. (Hätte ganz schön blöd ausgehen können, aber das wussten wir damals nicht. Wir sind auch nie wieder diese Strecke gefahren).

Stressleveldurchschnitt gestern: 15

Selbstbeweihräucherung: Es gibt so Projekte (in meinem Fall: zwei), da geht man die sprichwörtliche Extramile nicht nur freiwillig, sondern tanzt sie praktisch. Während man Konfetti- und Glitzerwolken ausstösst. Im übertragenen Sinne, weil: foreign matter. Auch, wenn die Extramile nicht nur eine, sondern ungefähr 150 sind. Über sehr steiniges Terrain. Und ich frage mich, warum das für manche Projekte (in meinem Fall Produkte) so einfach ist und ich für andere wie ein motziges Rumpelstilzchen die Extramile vor mich hinstapfe und JEDEM erkläre, wie unnötig das ist und dass man einfach die Strasse richtig ausbauen müsste und für gescheiten ÖV sorgen müsste, dann wäre das alles nicht nötig. Also: ich habe das Gefühl, alle Metaphern und Vergleiche für den heutigen Tag genutzt zu haben, Sie verstehen was ich meine? Ich tanze grad mal wieder ein Stück.

Montag, Januar 14, 2019

Montag, 14.01.2019 #lol

Schlecht geschlafen, weil

  • der Hübsche ist zuerst eingeschlafen. Ich kann dann immer schlechter schlafen, so als Letzte wach im Haus und meine Güte, was machen schlafenden Menschen für Geräusche?!
  • Sturmgeräusche (super Idee übrigens, L. gestern von der Hütte in den kanadischen Wäldern zu erzählen, wo man Wölfe heulen hört und die Bären vorbeilaufen, als er wegen Sturmgeräuschen nicht einschlafen konnte. Ich weiss jetzt, dass er sich Kanada eher so als grossen Wildpark mit grösstenteils zahmen Tieren IN GEHEGEN gedacht hat und ich muss jetzt rausfinden, ob Grizzlies und Schwarzbären Türen und Fenster aufbrechen können.)
  • Katzenkampf um drei (mit Knurren, Fauchen und Zeug, entweder hat jemand schlecht geträumt oder den anderen im Schlaf getreten)
  • Tja.
Es häufen sich skurrile Anrufe auf meinem Arbeitshandy und zwar nicht nur Arbeit (dafür werde ich ja bezahlt) oder Callcenter (die blockiere ich dann rigoros), sondern im weiteren Sinn aus dem Schuluniversum. Wir haben mit Absicht die Nummer meines und des Hübschen Arbeitstelefons auf der berühmten Rundtelefonliste eingetragen, das ist ja dafür da, dass die Schule einen im Notfall erreicht, wenn der Unterricht ausfällt, ein Kind ein Loch im Kopf hat oder ein spontaner Ausflug ansteht. So was. (Mein Privathandy hat im Turm wegen keine Ahnung praktisch keinen Empfang, das Festnetztelefon liegt zu Hause, da bin ich sehr selten, also macht das schon Sinn, finde ich.)
Nun nutzen die Kinder (und Eltern) die Rundtelefonliste auch als normale Kontaktliste und so bin ich mit dem Arbeitshandy auf der Klassen-WA-Liste gelandet (für den Seelenfrieden gemutet) und früher Eltern, heute Kinder rufen da an, um zu fragen, ob L. abmachen kann. Das weiss ich natürlich nicht, weil ich bin arbeiten, L. ist daheim, ich gebe dann die Festnetznummer weiter (das ist ein Task, mit dem erstaunlich viele Kinder überfordert sind. Stattdessen klingelt/brummelt das Handy dann gern im Akkord und ich komme gern mal aus einem Meeting und habe 17 verpasste Anrufe, wo jemand 17mal im Minutentakt versucht hat, rauszufinden, ob L. abmachen kann. Das finde ich dann doch ein bisschen mühsam, weil ich bei 17 verpassten Anrufen von einem Dringlichkeitslevel "Arztbesuch SOFORT nötig" ausgehe.).
Seit letzter Woche ist aber irgendetwas anders. Es fing an mit einem Anruf unter der Woche um halb zehn Uhr abends. Seitdem ich nicht mehr Rufbereitschaft für den Produktionsbetrieb habe, ist das eine Zeit, zu der ich eigentlich keine Anrufe mehr möchte. War aber auch nicht für mich, sondern für L., der unter der Woche allerspätestens um 21:00 schläft, an dem Tag allerdings nicht, und somit die Frage "Ist morgen Schwimmen oder Turnen?" persönlich beantworten konnt (MEINE GÜTE, abgesehen davon, dass das keine so schwierige Frage ist, weil gerade/ungerade Wochen, wofür gibt es denn diese beknackte WA-Gruppe? Warum rufe ich ein Kind, mit dem ich seit dem Kindergarten keine zwei Sätze gesprochen habe, mitten in der Nacht an, um so was zu fragen?). Es ging weiter mit 8 Anrufen im Minutentakt, die ich (sorry, ich arbeite!) weggedrückt hatte und bei einem Rückruf eine halbe Stunde später wollte der Erwachsene am anderen Ende nichts davon gewusst haben und hatte keine Ahnung, wer ich bin, was ich wollte (NIX!) und wieso ich überhaupt anrufen würde.
Nächster Anruf: "Hallo, da ist der Liam, kann der Justin abmachen?" Ich habe wahrheitsgemäss geantwortet: "Keine Ahnung, da solltest Du den Justin fragen oder irgendjemanden, der Justin überhaupt kennt."
Heute morgen: "Hallo, nuschelnuschel, da ist nuschelnuschel, Termin, heute um drei wegen nuschelnuschel, geht nicht, Ersatztermin nuschelnuschel". Ich konnte nach ca 5 Minuten glaubhaft klarmachen, dass ich nicht das Schulsekretariat und auch nicht der Kindergarten wäre, aber meine Güte, welcher Kasper hat meine Arbeitsnummer als Nummer für alle Fälle verteilt?!
Ich tendiere dazu, für die Zukunft Burner Phones für die Rundtelefonlisten anzuschaffen.

Über Mittag Uhrenservice betrieben, d.h. bei meiner Hauptuhr das abgefallene Ringelchen für eins der fancy Extrazifferblätter entfernen lassen (Ich muss gestehen, ich nutze und pflege die gar nicht. Das Datum steht zufällig richtig auf dem 14., der Wochentag auch ... und jetzt wo ich das schreibe, merke ich, dass das gar kein Zufall ist, sondern die Uhrmacherin das natürlich gestellt hat. Tja. Anyway. Ich nutze sie nicht) und bei meiner Zweituhr eine neue Batterie reinmachen lassen. Den alle zwei Jahre leeren Kontaktlinsenvorrat aufgefüllt (Aus mir wird im Leben kein Linsenträger mehr. i
Bestimmt gibt es welche, die noch besser sitzen und weniger spürbar sind als meine aktuellen, aber ich mag das Gefummel nicht, ich mag das Gefühl nicht, neue Linsensorten anpassen dauert ewig, weil dank meiner Hornhautverkrümmung das ein empirisches Gefuddel ist, ich mag nicht mal mein brillenloses Gesicht. Ich nutze Linsen nur im Sommerurlaub für unter die Sonnenbrille und beim Skifahren unter der Skibrille. Das ist echt überschaubar.), mit aller mir möglichen Geduld kostenlose Kontrolltermine, Reinigungsmittel oder kostenlose Tests von noch besseren Linsen abgewehrt. Sogar noch zum Bankautomaten auf der anderen Strassenseite gegangen, weil der Optiker ein Internetproblem hatte und deshalb keine Kartenzahlung akzeptieren konnte.

Allergrösstes Highlight: in einem Meeting wurde darum gebeten, das montliche Product Health Assessment mit ganzen Sätzen auszufüllen, so, dass es auch Leute, die nicht in der Funktion sind und das Produkt nicht kennen, trotzdem verstehen. "So, wie Ihr es Euren 10jährigen Kindern erklären würdet."
Ein Kollege tippte kommentarlos: #recurringissue #ohno #notagain #yolo #loser, woraufhin die Anweisung geändert wurde: "Dann halt wie Eurem Grossvater!"


Sonst so: unsere Nanny ist die ganze Woche krankgeschrieben und so doof das für sie ist, so froh bin ich, dass uns so ein ungeplanter Ausfall nicht mehr zum Rotieren, Schwitzen und Jonglieren bringt. Die Kinder sind mittlerweile so lang in der Schule und das Mittagessen lässt sich für Q. eh ganz easy in der Mensa abdecken, L. kann entweder bei Freunden essen oder aber der Hübsche oder ich kommen mittags heim (oder machen den ganzen Tag im Homeoffice). Vermutlich würde es auch klappen, wenn L. sich was allein was warm machen müsste (oder wir ihm den Ofen so programmieren, dass es pünktlich fertig ist, aber solange das nicht sein muss, machen wir das nicht). Das ist viel einfacher als auch schon (und ja, es ist glücklicherweise in eine Woche gefallen, in der weder der Hübsche noch ich unterwegs sind und so können wir das Ganze komfortabel zu zweit abfedern).
Vorteil Turmbüro: die Aussicht!

Vorteil Bahnhofsbüro: Lift mit Spiegel
Sonst: sehr komischer Montag. Neu geht das Nachbarsmädchen auch zum Turnen und dessen Mutter hat angeboten, L. mit heim zu bringen. Es ist ganz ungewohnt, dass mein Montagsarbeitstag nicht >10Stunden geht und das Heimwegschwätzchen mit L. fehlt mir. Hm.

Gegessen: Granolajoghurt mit Cranberrybeerenmischung, Erbsencurry mit Frischkäse, Bohnen, Fladenbrot und Karottensalat, Pizza.

Gelesen: Immer noch Michelle.

Stressleveldurchschnitt gestern: weiss nicht, Band war nicht aufgeladen.
Selbstbeweihräucherung: nicht mit den Augen gerollt (okay, vielleicht kurz), als der Optiker vorschlug, mir die Linsen wegen Internetproblem mit der Post auf Rechnung zu schicken, nachdem ich ja extra dort vorbeigelaufen war. Und dann einfach 5 Minuten zum Geldholen investiert.

Sonntag, Januar 13, 2019

Sonntag, 13.01.2019: Bereit für Kanada

Hui, ich hatte ja schon damit gerechnet, dass es gestern abend spät werden würde, aber dass es zwanzig vor eins werden würde bis Gästeaufbruch und halb zwei bis alle hier im Bett, das hätte ich nun nicht erwartet.
Aber das Gute an grossen Kindern ist ja: sie schlafen am nächsten Morgen aus. (Unvergessen die Zeiten, wo hier um halb sechs spätestens Halligalli war, egal wie wenig Schlaf im Kind. Das ist noch nicht mal so richtig lange her). Und so war ich um kurz vor neun die erste, die wach war (nach Jonny natürlich).
Und dann:

  • Gemütliches Frühstück mit Sonntagsliste, 

  • nach ungefähr 100 Jahren mal wieder Sendung mit der Maus geschaut (und grad mal über die Erklärung von Kleber geärgert. Wissenschaftskommunikation und "reduce to the max" schön und gut, aber ein bisschen Sinn sollte erhalten bleiben. Nach der heutigen Erklärung würde jede Lösung eines Feststoffs als Klebstoff wirken.), 
  • Haus geputzt (unsere Nanny/Putzfrau hat sich krank gemeldet, also haben wir das heute übernommen.), 
  • die Kinder haben für die Schule geübt, 
  • die Katzen das Wetter (der Garten steht unter Wasser, ich habe nach dem Wischen des Wohnzimmers die Katzentür geschlossen, weil sie bei jede Reinkommen schlammige Spuren bis in den ersten Stock und das Bett ihrer Wahl zum Putzen gezogen haben) gehasst, 
  • ich habe die Bestätigung unserer Reisebuchung überprüft (Sehr cool, alle Unterkünfte sind bestätigt. Nur eine war schon voll und wurde getauscht und ... ich finde ja, eine original Holzhütte aus der Wildwestzeit, in der man nachts die Wölfe heulen hört, schon ungefähr das Beste, was es gibt! (Und die Kinder können dort Schweizerdeutsch parlieren :-))
  • Die Gelegenheit genutzt und grad unsere eTAs für Kanada beantragt (sehr mühsam, weil man ALLES für jede Person einzeln eintöckeln muss, aber immerhin fragt das System offensichtlich automtisch alle Sicherheitsdatenbanken ab und das geht auch am Sonntag sehr schnell, wir hatten nämlich bereits ein paar Minuen später das approval).
  • Ich war so drin und wollte dann grad noch die Fähre vom Festland nach Vancouver Island reservieren und habe dafür extra schon die Masse unseres Mietautos überprüft (Merki: regular vehicle), aber nachdem man ALLES eingetöckelt hat, kommt die Meldung, dass es noch zu früh ist, um für Juli zu buchen. Tja.
  • Nachmittags dann: Sauna. Immer wieder grossartig.


Gegessen:
Gemütliches Sonntagsfrühstück mit Hefezopf. Viel Kaffee, viel Tee. Viel Obst über den Tag, abends dann nach einstimmigem Wunsch: Mac'n'cheese mit Hähnchenstreifen. Weil ich selber jedesmal ewig nach dem Heft suche und online die drölfzig verschiedenen Schreibweisen von Mac'n'cheese, Mac & Cheese, Mac and Cheese, Macaroni and cheese etc die Lecker.de Datenbank überfordern (oder mich, wer weiss das schon), hier der Link zu den was auch immer mit Breznbröseln. Oder Brezenbröseln. Oder Brezenknusper. Und: Salat für alle zum Selbermischen (es ist ein bisschen albern, weil jeder immer genau das gleiche nimmt, aber tja nun, sonst sagt nie jemand "Oh, hat's noch mehr Salat?!")

Gelesen: Tripadvisor ratings für unsere Unterkünfte, immer noch Michelle Obama.

Stressleveldurchschnitt gestern: 47
Selbstbeweihräucherung: die kleinen Fehler in der Buchungsbestätigung entdeckt (ich bin Profi im Dokumentenreview und DETAILS!), die uns vermutlich die eine oder andere Runde Extrascherheitskontrollen beschert hätten.