Samstag, April 17, 2021

170421 Eskapismus: Stricken Radeln, Essen, Trinken

 Ausgeschlafen, gemütlich gefrühstückt, dann mit dem Hübschen aufs Rad gestiegen (also: schon jedeR auf seins) und nochmal zwei, drei Dörfer weiter gefahren, die Farbmusterkarten und die Mustersteinplatte für die Arbeitsplatte zurückbringen. Nicht ganz zurück, sondern zu dem Mitarbeiter der Schreinerei, der am nächsten bei uns wohnt. Es war ein wenig skurril, weil ich gerade eine Stofftasche mit eben jenem Zeug in ein Päcklifach stopfen wollte, als jemand aus dem Haus kam und sich sehr wunderte. Ich dachte, ich würde mit dem Küchenschreinermitarbeiter sprechen, aber nein: es war sein Vater und naja, der denkt jetzt, ich bin ein bisschen irre. 

Sonst: beeindruckt von des Hübschen Konstitution, zum Abhängen hätte ich auf "Turbo-Unterstützung" schalten müssen, bei Sport (was mich zu mühelosem Bergauffahren mit 30km/h bringt) waren wir gleichauf, auch wenn er geschwitzt und ich ein wenig gefröstelt habe.

Auf dem Rückweg habe ich von der Autobahnbrücke aus Jonny von gaaaaaaaaaanz hinten auf dem Werksgelände anschlendern sehen (ich könnte mir fast vorstellen, dass er die Abfallcontainer der Kantine durchstöber hat), wir sind dann gemütlich gemeinsam nach Hause getrappelt.

Q. hatte heute Piokantonaltag, das wäre eigentlich ein Riesentreff aller fast erwachsenen Pfadfinder des Kantons (naja, oder halt von Basel), aber es ist ja Corona und deshalb blieben alle Abteilungen unter sich und haben halt das Gleiche gemacht.

Ich habe daheim das fertig gespannte Tuch abgenommen und habe es draussen schnell fotografiert. Ich weiss nicht, ob man die Färbung richtig erkennt: es ist hellgrau, aber hat kleine rosa und grüne Einsprengsel (das Muster heisst "Dancing between Raindrops", findet sich bei Ravelry) und ist eine Wunschfärbung von StrickiStracki.






Zum gemütlichen Lesen auf dem Sofa hat der Hübsche uns einen "Campari-Milano" gemischt, das haben wir vor einer Woche hinten auf der Campari-Flasche entdeckt:


1 Teil Campari

1 Teil Cranberry-Saft

3 Teile Prosecco

Eis und frische Minze

Schmeckt super, endlich auch mir mal nicht zu süss. (Wobei man dazusagen muss, dass ich beim Coop hier noch nie den in Deutschland ubiquitären "Ocean Spray"-Cranberry Nektar nicht gefunden habe und der 100% Cranberry-Saft, den es hier im Kühlregal gibt, halt auch genau das ist. Da ist kein Zucker oder extra Wasser drin, das ist wie Kauen auf frisch gepflückten Preiselbeeren. Sehr bittersauer. Ich habe keine Ahnung, ob auf der Campari-Flasche tatsächlich Cranberry-SAFT gemeint ist oder der Cranberry Nektar, aber es schmeckt auf jeden Fall mit Saft super.)

Essen: ich habe für morgen vorgekocht respektive meditativ Brunoise gewürfelt, es wird zweierlei Lasagne geben, einmal klassische (nur mit Vegihack) für die Kinder und einmal eine Riesenportion der Gemüselasagne, die ich zu Teeniezeiten aus einer Pastasauce aus einem 80er-Nudelkochbuch gestrickt habe (in einer davon habe ich mal meine Daumenkuppe versenkt, war dann nicht mehr ganz vegetarisch). Das gibt es aber erst morgen, heute gibt es Beyond Meat burger mit allem Tralala und Süsskartoffel- und normalen Pommes und jemand muss jetzt die Mayo-Variationen machen.

Freitag, April 16, 2021

160421 5 shades of grey

 Was für ein aufregender Tag!

Ich habe mir den Wecker gestellt, weil ich ja heute einen Termin AUSSER HAUS hatte. Und zwar wo, wo ich noch nie war, nämlich bei der Küchenschreinerei, die ihre Werkstatt/Ausstellung in einem kleinen Dorf gar nicht so weit weg von uns, aber in einer Gegend, wo ich noch nie war, obwohl wir seit 14 Jahren hier im Dorf / Kanton / Tal wohnen.

Was soll ich sagen: ich wurde super beraten, unsere Kombination der verschiedenen Varianten war schon vorvisualisiert, ich konnte alle Optionen und Geräte und Oberflächen und Griffe und Griffleisten und Innenausstattungen vor Ort begutachten. Ha, es gibt eine Möglichkeit, Schränke über Eck zu designen, die OHNE ein Topfkarrusell auskommen! Ich habe die perfekte Arbeitsplatte gefunden (nicht glänzend, nicht "marmoriert", nicht rauher Schiefer, sondern satinierter Granit in anthrazit), und bin mit einer Mustersteinplatte und 4 Musterfarbkarten nach Hause gegangen. Die Küche wird eine Mischung aus grauem Plättli-Boden (schon drin), spritzig hellgrauen Fronten auf der einen Seite, fröhlich dunkelgrauen Fronten auf der anderen Seite und eben der Arbeitsplatte in frühlingsfrischem Anthrazit. Beim Dunkelgrau musste ich jetzt nur klären, welches sich nicht mit dem Boden und der schwarzen Backofenfront beisst.

Ach, das wird alles sehr, sehr toll! (Noch nicht ganz klar ist, ob der Quooker nicht vielleicht doch nix wird, die Arbeitsplatten werden nämlich ein bisschen höher als jetzt (wir sind ja beide schon gross) und dann ist da das Fenster direkt über dem Waschbecken und wenn ich die Wahl zwischen "Fenster auf und vielleicht den 3000-Ocken-Heisswassersprudelhahn damit abschlagen" und halt "keinen 3000-Ocken Heisswassersprudelhahn, aber lüften können" habe, dann könnte ich mir vorstellen, dass ich nach 44 Jahren ohne Heisswassersprudelhahn auch noch ein bisschen länger ohne aushalten könnte. Aber wer weiss, vielleicht geht es sich ja doch aus.

Dann nächstes Abenteuer: einen neuen Kindle remote starten und mit einem Amazon-Konto verbinden. Das ging erstaunlich unkompliziert (es half bestimmt, dass ich das schon einzweidreiviermal unremote gemacht habe und ein baugleiches Exemplar vor mir liegen hatte und alle EIngaben nachvollziehen konnte.) Wie toll, dass das jetzt läuft und Kommisar Hunkeler auch in Bayern weiter ermitteln kann!

Nachmittags: Grosseinkauf mit den Kindern. Mein Mittagessen war etwas dürftig ausgefallen, die Nerven etwas dünn und als ich kurz wild wurde, weil man sich auch mit 12 und 15 noch drum kabbeln kann, wer jetzt scannen und wer den EInkaufswagen schieben darf, meinte Q. ganz trocken: "Mami, was geht, du hast doch vorher grade was gegessen, was bist du denn so unausgeglichen?!"

Jetzt ist aber alles verräumt, ein Vanillecornet zum Kaffee hat den Blutzuckerhaushalt wieder normalisiert.

Ich habe mir einen abgebrochen mit der Absage an die Küchenplaner, für die wir uns nicht entschieden haben, aber naja, ist halt so.

Die Arbeitsgeschichte, die mir da gestern in die Inbox kam, wird ... sehr schnell real, will heissen: Montag. (Ist ein bisschen lustig, weil ich mich schon zig Male auf eine solche Rolle beworben habe, NIE auch nur eingeladen wurde, irgendwann wurde die Abteilung neu strukturiert und alles neu ausgeschrieben. Da habe ich mich dann nicht mehr beworben, weil sogar ich irgendwann das Grossgedruckte zwischen den Zeilen lesen kann, es gab dann ein, zwei, dreimal Ausschreibungen für "ad interim"-Rollen (=Jöbli nur für Ruhm und Ehre und halt den Lebenslauf und future reference) mit allem Pipapo, auf die ich mich auch nicht beworben habe, weil ich keine freien Kapazitäten für eine Bewerbung für keinen echten Job hatte. Und zack, jetzt habe ich einen solchen ganz ohne Tralalala :-). Für das Produkt, mit dem ich mich am allerbesten auskenne und das mir am allermeisten am Herzen liegt. Vielleicht genau deshalb. Das wäre ja verrückt.

Als Zenübung habe ich das grosse graue Lacetuch gespannt und werde heute bei der Serienrunde mit der Minhäkeldecke anfangen. Niemals nix tun :-)

Jetzt aber: Pizzateig.

Gegessen:

Brioche mit Honig und MIlchkaffee

das gleiche nochmal zum zweiten Frühstück

eine kleine Portion "Crema di Chipotle"

Vanillecornet

Freitagspizza


Gelesen: Dark Iceland 4

Gesehen: "Agents of shield", "Falcon and Wintersoldier"

Donnerstag, April 15, 2021

150421 Sandltag

 Ausgeschlafen, kurz verwirrt gewesen, weil mir kein Kaffee ans Bett gebracht wurde (soweit ist es schon), noch verwirrter gewesen, weil der Hübsche nicht zu Hause war, dann fiel es mir wieder ein: Reifenwechseltermin um 7:30h. Also: selber Kaffee gemacht, dekadent auch noch Honigzopf im Bett gefrühstückt, dann direkt auf den Crosstrainer gesprungen und zur letzten Folge von "Safe" (nett gemacht, kann man anschauen) eine Dreiviertelstunde gestrampelt. Kinder geweckt, und dann so rumgesandlt.

Das heisst: ich habe in der Veloanleitung noch mal alles nachgelesen, was ich vor lauter Aufregung gestern bei der Einweisung überhört habe (oder auch nicht gefragt habe, zB: wie stellt man die Uhrzeit um?), Pakete angenommen:

Outdoorklamotten für Q., der sehr, sehr happy ist. Der Hübsche findet sie auch gut, was nicht ganz unwichtig ist, weil wenn Q. übermorgen rausgewachsen ist und L. dann überübermorgen, dann muss er sie auftragen.)

Amiibo-Karten für L., der auch sehr happy ist.

Wolle für mich, respektive das nächste intrafamiliäre Babyprojekt. Das passt alles hervorragend, ich kettle nämlich das grosse graue Tuch gerade ab, so kann ich nahtlos weitermachen. Es wird eine Babyvariante der grossen Häkeldecke in graulilaweiss. Ich dachte, ein paar dünne rosa Streifen würden gut aussehen, aber holla, nein. Das Knäuel schweinchenrosa hake ich als Lehrgeld ab :-)

Neue Dinge bestellt (grössere Pfadipullis für die Jungs. Ich kann jetzt vermutlich Q.s Hoodie auftragen, keine Ahnung, ob das kulturelle Aneignung ist, wenn man doch selber gar keinen Pfadibackground hat, ausserdem einen Kindleersatz für einen, der den Geist aufgegeben hat. Ich hoffe, das Einrichten ist so einfach, wie ich es in Erinnerung habe, wir machen das morgen (ich bin ja immer noch überrascht, wie schnell in D geliefert wird) nämlich remote.

Dann habe ich Rechnungen bezahlt, Q. einen Nahttrenner in die Hand gedrückt und danach Stoffschere und Nähmaschine geholt und nun ist Q. voll und ganz bereit für den Piokantonaltag am Wochenende (coronakonform), all die Aufnäher und Drucke sind von dem sehr zu kleinen Uniformhemd auf ein grosses umgezogen. Mit tatkräftiger Hilfe von Jonny.





Ich habe ein bisschen Mühe mit dem Uniformlook, gebe ich zu. Wie gut, dass das Hemd ja nie wieder gebügelt wird und nie wieder militärisch aussehen wird.

6 Jahre Pfadigeschichte. Die Wölfli-Erlebnisse sind auf dem ... tadaaa, Wölflihemd verewigt

Zeitdokument



In Regenhagelschnee-Pause bin ich mit dem neuen Rad noch eine Runde gefahren. Mir ist eingefallen, dass ich neben viel schneller sein in Zukunft auf dem Weg zur und von der Arbeit auch nicht mehr aus Konditionsgründen gezwungen sein werde, das erste, respektive, viel schlimmer, auf dem Heimweg das letzte Stück auf der Kantonsstrasse fahren müssen werde (bei eben gerne 38 Grad in der Knallsonne mit lauter genervten Autofahrern und ziemlich steil bergauf), weil das die kürzeste Strecke mit der wenigsten Steigung ist, sondern locker flockig entweder nochmal runter an den Rhein fahren kann (und dann eben ein gutes Stück weiter bergauf nach Hause) oder ins Hinterland über die Ergolz, am Römermuseum, -Theater, -Tempel, -Haustierpark (wo es noch viel weiter nach oben geht und dann erst wieder runter nach Hause).  Ich habe das heute mal ausprobiert und holla, das wird super! Mit 30km/h und so viel Anstrengung wie sonst in der Ebene mit ohne Gegenwind den Theaterberg hochgecruist, allein deshalb freue ich mich dann doch ein bisschen wieder aufs Büro.

Apropos Büro: nur kurz aus Gründen in die Arbeitsinbox geschaut und holla, holla, holla, es könnte sehr gut sein, dass es ab Mai sehr aufregend werden würde (und ich hoffe, dass ich aus dem letzten Jöbli nicht nur den aktuellen Job gezogen habe, sondern auch was gelernt habe, was Machbarkeit und Zeitbedarf und so und das nicht im Nachhinein verkläre und nochmal den gleichen, naja, Fehler war es ja nicht wirklich.... mache.). Wie cool. "has been recommended as a strong team member who could do this." 

So, jetzt Essen machen und dann mit den Jungs "Agents of Shield" schauen.

Mittwoch, April 14, 2021

140421 "nyt luschtig"

 Augeschlafen (die Wärmflasche gestern abend war nicht die blödeste Idee, es gab auch keine neuen BRandblasen), Crosstrainer direkt nach dem Frühstück.

Spaziergang mit allen, Treffen mit den KAtzen auf der Bank am Feld.

Mittagessen mit dem Hübschen (die Kinder hatten erst grad gefrühstückt): Lauchsuppe mit Käsetoast für mich (erstmals nach Rezept, mache ich nicht mehr, weil auch nicht besser als meine ohne Rezept, die schmeckt noch mehr nach Lauch) und SPaghettireste für den Hübschen

Dann: Q. macht sich mit dem Rad auf den Weg zu seinem Kollegen zwei, drei Dörfer weiter (je nachdem, wie man fährt), der Hübsche bringt mich zum Radladen, ich kann nämlich mein Ebike abholen.

(Superdoofe Meisterleistung meinerseits: beim Aussteigen dotze ich mit meinem rechten Daumengelenk so blöd gegen den gerade noch nicht eingefahrenen hinteren Türgriff gedotzt, dass es erstens blutet und zweitens auch  jetzt, über 6 Stunden später noch beim Hinkommen so weh tut, dass mir kurz schlecht wird, sich kaum bewegen lässt und ganz schön blau ist. Ich gehe davon aus, dass sich das gibt, weil "Trümmerbruch im Daumengelenk durch Anschlagen an Autotürgriff", das gibt es nicht. Oder? (bitte keine Antworten, danke.)

Das Ebike ist super, ich habe zu der Hupe, die klingt wie zu einem spritzigen italienischen Kleinwagen gehörend, noch eine normale Klingel bekommen, Einsatz situativ abzuwägen. Ausserdem habe ich grosse Packtaschen in orange-rot gekauft, in denen alle eh schon immer von mir, aber in Zukunft auch mit Freude und Leichtigkeit zu transportierenden Badi-Sachen locker Platz haben. Oder meine Wechselkleider für die ARbeit oder so.

Ich bin heimgesaust (mit "Turbo"- Unterstützung mit 36km/h den Hügel am Zoll hoch), habe mit L. 2 Runden "Lost Cities" gespielt (einmal haushoch verloren, einmal haushoch gewonnen), dann hat Q. gemeldet, dass er mit seinem Referat-Vorbereiten fertig ist und wir hatten ja abgemacht, dass ich ihn nicht direkt abholen, sondern zu einer Radtour zurück abholen würde. Ich habe auf dem Hinweg also die TUrbo-Unterstützung auf grader, freier Strecke ausgereizt und 45.2km/h kommen einem neben der Autobahn gar nicht so schnell vor, wie sie es wahrscheinlich sind. Auf dem Rückweg war Q. not amused ob meiner Schnelligkeit und ich war mir nicht sicher, ob er mich gekickt hätte, hätte der den Schnauf dazu gehabt, als ich meinte, ob ihm nicht auch ein wenig kalt würde bei dem gemächlichen Tempo :-)

Alles in allem wäre ich bereit für Bike to work (die Einladung hatte ich letzte Woche im Emailpostfach), aber naja, das wird so schnell nicht passieren. (Ich weiss, ich habe gesagt, ich mache Ferien von Corona, aber ich habe mich gestern abend noch sehr gefreut, als im Kanton Aargau der weitere Impfplan bekanntgegeben wurde, weil mit "So ab Mai, vllt Juni" kann ich sehr gut leben und wenn es denn zu "first angemeldet, first impf" in der letzten Priogruppe kommt, sind wir ganz vorn dabei, wir early adopter (angemeldet seit Januar). Heute dann Bundesratssitzung und PRessekonferenz, die ich mir, ich nehme das recht ernst mit den Ferien, ausserdem musste ich da radfahren, nicht angeschaut habe, aber halt die Beschlüsse gelesen, und hey, wer hätte das gedacht: die Zahlen steigen, aber was will man machen, deshalb öffnen wir Restaurantterrassen, Kinos und Theater. Und Zoo-Innenräume und Sportwettkämpfe und Trainings ausser für Kontaktsportarten (die nur draussen mit Maske)) und irgendwann habe ich dann aufgehört zu lesen. Für uns ändert sich nach wie vor erstmal gar nix, ich denke nicht, dass das jetzt unbedingt hätte sein müssen, und naja, für was setzt man sich denn 4 Muss-Kriterien für weitere Öffnungen, wenn man dann doch öffnet, obwohl nur eins erfüllt ist? Ich habe meinen eh schon nur in Spuren vorhandenen Respekt für Lobby-Verbände wie Gastrosuisse nun vollkommen verloren und wenn ich nicht Urlaub hätte, würde ich überlegen, wie ich denen in Zukunft nicht mehr nütze.)

Nun denn. Das Abendessen ruft, Q. hat in einer Verschnaufpause Tacos gewünscht.

Dienstag, April 13, 2021

130421 Keine Zeit für Corona

 Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin mir der Situation sehr wohl bewusst, aber ich habe beschlossen, mir eine Woche Auszeit zu nehmen. Ich habe keine Nerven für all the feels über was auch immer in Deutschland beschlossen wurde/wird, für den österreichischen Gesundheitsminister, für die J&J-Impfstoff-Situation  (wurde in der Schweiz eh nicht bestellt), ich habe nur am Rande erfahren, dass morgen mal wieder Bundesratspressekonferenz ist. 

Ich werde meine freie Woche mit den Jungs geniessen, für uns ist nahezu alles, was beschlossen wird oder sich entwickelt, aktuell tatsächlich egal. Wir arbeiten (ich ja diese Woche nicht) 100% von zu Hause, wir kaufen einmal die Woche ein, die Kinder sind für 2 Wochen NICHT mit anderen zusammen und/oder im ÖV unterwegs, ich gönne mir den Luxus, jetzt mal eine bis zwei Wochen mir keine Sorgen zu machen.

Stattdessen habe ich mit den Jungs heute unseren vorgezogenen 1.Mai-Ausflug auf die Wasserfallen unternommen (am 1. Mai werden sie mit den PFadis unterwegs sein). Traditionell war das Wetter echt bescheiden. Ich hatte eigentlich geplant, mit den Trottinettes runterzufahren, jetzt wo L. alt genug ist, um allein zu fahren, aber oben lag noch Schnee und die Strecke war teilvereist, so dass wir nicht nur eeeeeetwas zu dünn gekleidet waren (Ich hatte den Wetterbericht gelesen, aber bei "-2 - +1°C" nur gedacht: "jajaja, das kann ja wohl nicht sein"), sondern auch keien Trottinettes ausgegeben wurden. Wir sind stattdessen mit der Gondel hochgefahren (ich glaube, wir waren die einzigen PAssagiere des ganzen Tages) und dann sogar nach einem kurze Versuch auf dem steilen Jägersteig, wo es mich grad mal langgelegt hat (nass, Laub, Schnee, steil abschüssig: keine gute Kombi), den zum Laufen eher unspannenden Forstweg nach unten gelaufen. Es war: sehr toll. Beide Kinder haben sich und mir jeweils ein Ohr abgekaut über das jeweilige Interessensgebiet (ich habe sie gebeten, immer auf der gleichen Seite von mir zu bleiben, damit ich die Stories räumlich einordnen kann.), wir haben die vorher gekauften Sandwiches auf unseren Handschuhen sitzend auf einer Bank mit heissem PFefferminztee genossen, unten noch einen Kanister Apfelsaft gekauft und auf dem Heimweig die Sitzheizungen hochgedreht. Jonny wartete schon vor der Tür, die neue Putzhilfe war fertig (deshalb sind wir vor allem heute aus dem Haus gegangen) und sie macht das so grossartig! Ich war ja die letzten Jahre latent (und weniger latent) ziemlich unzufrieden, aber ha, jetzt wird das superst!












L. hat sich mit Kindle in die heisse Badewanne verzogen, Q. und ich haben geshoppt, will heissen bei Zalando neue Lieblingshoodies und bei Hajk passende Outdoorklamotten für die anstehenden Pfadiaktivitäten ausgesucht. Man hätte ahnen können, dass bei neu Wanderschuhen in 45 und nur noch echt notdürftig passenden Winterklamotten in 176 die Softshell-/Trekkinghosen und Regenjacke in 176 auch nicht mehr passen. Also: alles in Männer-L. LOL!

Morgen kann ich mein E-Bike abholen und am Freitag habe ich ein Date in der Küchenschreinerei. (gerade überprüft: sehr remote gelegen, 32 km, wäre eigentlich mit dem Ebike machbar, aber das wäre über die Autobahn oder über einen recht ordentlichen Berg mit Wald. Vielleicht suche ich mir als ersten Ausflug etwas weniger langes und einsames und unbekanntes aus)

(Herausforderung heute noch: ich habe einen Jieper auf was mit Spaghetti, aber kein Pesto, keine normale Tomatensosse, keine Carbonara, keine rohe Cocktailtomatensosse, keine Sahnesosse, am liebsten mit grünem Spargel, aber der ist alle und das Gemüsefach sehr voll, deswegen gehe ich jetzt nicht nur deshalb noch welchen holen, hm, hm, was mache ich denn.... ha: ich habs: Puttanesca, so wie ich mich dran erinnere. Das ist doch mit Kapern/Oliven in der TOmatensosse und dann mit PArmesan/Semmelbröselcrunch drüber? Ha, da kann ich grad auch noch das Suppengemüse für verwenden. Oder ich mach statt Hörnli mit Ghacktem Spaghetti mit Ghacktem? Sehen Sie, auch wenn man Corona-Pause macht, hat man es nicht NUR leicht.)

Montag, April 12, 2021

120421 perfekter erster Ferientag

 Naja, Ferien. Ich weiss gar nicht, als was ich die Woche jetzt in unserem Zeiterfassungstool  eingegeben habe: Überstundenabbau, um nicht wieder über die magischen 120h zu kommen, bei denen mein Chef und dessen Chefin von HR kontaktiert werden und ich eins auf den Deckel bekomme, oder aber Abbau der übrigen Urlaubstage vom letzten Jahr, die ja auch eigentlich nicht mehr existieren sollten. Anyway: es sind Tage, die ich dringend zu Regenerieren brauche. Ich arbeite eh immer grenzwertig viel, durch das letzte Homeoffice-Jahr ist die weggefallene Pendelzeit voll und ganz in Arbeitszeit aufgegangen und ich bin unglaublich schlecht in "einfach mal abschalten und nicht erreichbar sein", dazu die steigende Anzahl an USA-Projekten, die bis viel später abends gehen als bisher: es war einfach viel zu viel.

Ich bin heute also aufgewacht, als des Hübschen Wecker läutete, habe mich umgedreht und weitergebachelt. Zeitgleich mit einer nassen Katze, die kuscheln wollte, kam der Hübsche mit Kaffee ans Bett. Neben dem homeofficenden Hübschen habe ich ein Stück Hefezopf gefrühstückt, den Kindern Bettzopf und Bettkaffee (je nur eins) gemacht und mich nach Bauchtraining 50 MInuten auf den Crosstrainer geschwungen (Ich schaue gerade "Safe", das ist ganz nett und "Dexter" auf einmal mit britischem Akzent und als besorgten Vater/Arzt zu sehen, ist ein bisschen strange. Ich erwarte hinter jeder Tür einen mit Plastikfolie ausgekleideten Kill-Raum.).

Nach einer immer noch tollen Dusche fuhr ich Dinge erledigen: 

  • Katzenfutter kaufen im Fressnapf (meine zwei Lieblingsparkplätze waren belegt und als ich rauskam, stand ich eingeklemmt neben Nachbarn, Einkaufswagenschlange und Radständer hinter mir. Ich habe es erst versucht, rauszurangieren, aber nachdem ich --> Rückfahrkamera und Frontsensoren sei Dank, vorne und hinten jeweils nur noch 3 cm zum Rangieren hatte und ein weiteres grosses Auto aufs Vorbeifahren wartete, zirkelte ich wieder zurück in die Lücke, stieg schnell aus und bat den anderen, vorbeizufahren, dann würde ich mich wenigstens nicht gestresst fühlen. Er meinte ganz nett: "Man kann den Radständer übrigens verschieben, das weiss ich auch nur, weil ich schon mal reingefahren bin." Also habe ich den Radständer verschoben, die Einkaufswagenschlange ins Häuschen zurückgefahren und schon ging es einfach raus. Mich schockt tatsächlich fast nichts mehr beim Autofahren, seitdem ich es unter Zeitdruck, weil ich 200km weiter einen Flug erwischen musste, mit einem fremden Mietauto ohne jeden Sensor geschafft habe, rückwärts eine beidseitig zugeparkte einspurige steile Serpentinenstrasse raufzufahren, weil ein, ich weiss, #notallitalianmen, italienischer Testosteronbolzen nicht in der Lage war, seinen Fiat Punto 1m rückwärts zu fahren, um mich auf der Piazza wenden zu lassen. Fressnapf im Nachbardorf mache ich jetzt blind. Solange die Kamera funktioniert.)
  • einen Bürstenaufsatz für unseren Staubsauger kaufen. Das hatte die neue Putzhilfe gewünscht. Leider wusste ich gar nicht, dass Dyson schon seit Jahren die Staubsaugersorte, die wir noch haben, dank Roboter aber nicht mehr nutzen, gar nicht mehr herstelllen und es auch keine Ersatzteile mehr gibt. Ich bin stolz auf mich, dass ich den Elektroladenmann mitten in seinem "Haben Sie Haustiere?"-Verkaufsgespräch für einen ganz neuen Staubsauger mit "Wir werden die Gesamtsituation unter diesen Voraussetzungen noch einmal neu evaluieren und bei Bedarf komme ich wieder" abgewürgt habe (und mit meiner Ikeatasche, aus der das Staubsaugerrohr ragte, mehr oder weniger würdevoll den Laden wieder verlassen habe. Der Hübsche hat den passenden Aufsatz jetzt bei Amazon bestellt
  • die Töpfe für die Avocadobäumchen, die ich für letzten Samstag extra auf die Einkaufsliste geschrieben und dann doch vergessen hatte, im Baumarkt besorgt.



Daheim habe ich dann mit Sansas Hilfe (sie hat sich ein Beutelchen "Tender Stripes mit Thunfisch" direkt aus der Tasche geschnappt, wir haben sie gsd noch erwischt, bevor sie das eigenmächtig irgendwo aufgebissen hat) das Katzenfutter verräumt, neben den frühstückenden Kindern (wir haben endlich den Honig von Frau Muttis Bienen angebrochen) mit dem Hübschen Salatreste mit Knoblauchbrot aus dem Fladenbrot von gestern zu mittag gegessen, und dann die Avocados umgepflanzt.

Danach war mir nach Ausmisten, also habe ich die Küchenschränke nicht nur in Aussicht auf "ich muss in ein paar Monaten eh alles ausräumen, wenn ich jetzt aussortiere, ist es dann viel weniger", sondern einfach weil halt, aussortiert und das tat richtig gut! (Danach im Limango-Outlet unser Lieblingsgeschirr und -Gläser (kein Link, ich habe die letzten Exemplare bestellt) nachbestellt, von denen einiges angeschlagen/zerbrochen ist. Das wird nun bei meiner Schwester lagern, bis wir uns endlich wieder treffen dürfen. Ich hoffe, das ist BEVOR wir die neue Küche haben).

Dann (irgendwie hat mich heute der Hafer gestochen) noch mit dem Hübschen Upper Body-Workout gemacht, nochmal geduscht von den Kinder vorbereiteten Apero mit Tete-de-moine-Röschen, Apero-Herzli und Flutes und Minimozzarella/Tomatenspiesschen genossen, zu Aperol Spritz gebloggt, die Öffnungen der Wasserfallenbahn für morgen überprüft (das Wetter soll so mittel werden, aber das hat bei den Ausflügen "nur ich und die Kinder" ja Tradition), Montagspizza gemacht und mit den Kindern Kinoabend mit "Agents of Shield" und "Mr. und Mrs. Smith".

Gelesen: "Dark Iceland" 3 (in der Serie kommt andauernd das Heringsmuseum vor und irgendwann gehe ich da nochmal rein)

Selbstbeweihräucherung: geparkt wie ein Depp, aber nicht nervös geworden. Frisur btw: echt schwierig.



Sonntag, April 11, 2021

110421 Mal ruhig angehen lassen

 Ausschlafen, Kaffee im Bett, Pyjamafrühstück mit frischem Hefezopf (gestern zu lange gehen lassen vor dem Backen, er wurde eher breit als hoch).

Sportrunde, die Jungs draussen (3/3/12km), ich drinnen (50min). Dann alle der Reihe nach unter der neuen Dusche duschen.

Die Pflänzchen haben den Umzug in die Balkonkästen sehr gut überstanden, ich hoffe, es wird ihnen die nächsten Tage nicht zu kalt.

Zwei Hefeteige angesetzt, einen für Zimtschnecken, einen für Fladenbrot für heute abend.

Spitzkohlapfelsalat vorbereitet, einen Teil zum Gleichessen (mit Kaffee auf dem Balkon), einen für heute Abend als Teil der Fladenbrotbefüllung.

Eine grosse Katzenrunde, bei der wir keinen Jonny und erst auf den letzten Metern vor wieder zuhause Sansa treffen. (die haben wir beim Frühstück übrigens beobachtet, wie sie sich ganz flach an eine Krähe, die im Flieder gegenüber versuchte, einen Ast für ein Nest abzurupfen, anschlich und dann wie ein flauschiger Pfeil senkrecht nach oben in den Busch schoss. Ich bin froh, dass die Krähe kurz vorher aufflog, weil, so leicht wie Sansa ist, hätte sie die einfach mitgenommen beim Wegfliegen.)

"Agents of Shield", dazu Zimtschnecken, mehr Kaffee und die letzte Runde des sich wiederholenden Musters bei meinem aktuellen Strickprojekt. Jetzt kommt die Spitzenkante und wie immer wird es spannend, ob die Wolle noch reicht.

Ich mache noch eine Runde, um nach Jonny zu gucken, der auch bei seinen Lieblingsnachbarn den ganzen Tag nicht aufgetaucht ist. Ich entdecke ihn von der Autobahnbrücke aus ganz hinten auf einer grossen Wiese auf dem Werksareal zwischen Parenteralia-Betrieb und Werksarzt. Weil er mich vom Zaun aus nicht hört, lasse ich mich durchs Drehtor rein und rufe ihn von näher. Die KollegInnen, die gerade hinter der grossen Glasfront des Parenteraliabetriebs Pause machen, schauen ein bisschen verwundert, als ich in Räuberzivil (= T-Shirt, hochgekrempelte Schlackerjeans und Flipflops) an der Scheibe vorbeischlendere und ein paar Minuten später mit Kater im Schlepptau wieder zurückkomme.

Daheim dann trudelt die Visualisierung des letzten ausstehende Küchenangebots ein. Wussten Sie, dass es "Guided Cooking" mit Bluetooth-Töpfen gibt? (Während ich die Appsteuerung und Webcam des Backofens super finde, schreckt mich das tatsächlich ab, weil ich nicht schon wieder in neue Töpfe investieren möchte UND eigentlich gern selber koche.)

Jetzt: Fladenbrot mit verschiedenen Vegifüllungen. Und Aussicht auf eine Ferienwoche. Wie schön!