Dienstag, Januar 22, 2019

Dienstag, 22.01.2019, "I don't feel green this week"*

Um halb fünf das erste Mal aufgewacht und dann beim Weiterbacheln bis sechs (jahaaaa, Dienstag ist mein Ausschlaftag!) vom Vergleich von Monitoring- und Release-Spezifikationen für eins meiner Produkte geträumt (Nicht zufällig das Thema des Meetings, mit dem seit Tagen "Da kann ich aber nicht,", "Da ich nicht", "Aber dein Kalender..." "Muss ich überhaupt dabei sein?" Terminpingpong gespielt wird.) Dabei ist das gar nicht so unendlich spannend.

Erstmals ist ein Shuttle einfach ... ausgefallen ohne Ansage oder Ankündigung, aber ich will nicht meckern, ich sass im Warmen, hatte W-Lan und auch noch genügend Laptopakku, um einfach mal loslegen zu können.

Dann: ein bisschen ein wahnsinniger Tag. Ich habe tatsächlich ... 9 Anrufe weggedrückt und per Hangout vertröstet, aber Tage mit Meetings von morgens bis abends, die alle sehr dringend sind und die vorbereitet sein müssen und aus denen ich immer mit Action items rausgehe, sind auf die Dauer nicht wirkllich hilfreich beim Ziel "To-Do-Liste Zero" oder wenigstens "Nicht mehr als am Montag" für das Wochenende.
Immerhin war der grösste Brocken erfolgreich, also allergrösstenteils, auch wenn ich zum ersten Mal auf die Bitte um Feedback mit "This is wrong on so many levels, I really don't know, what to say." geantwortet habe. Mal sehen, vielleicht kriege ich beim Italietrip nächste Woche nur Wasser und Brot. (Ich hab grad Hunger und hätte echt Appetit auf die wunderbare Fischsuppe bei Nicolino. Mal sehen, ob wir da vielleicht am Montag hingehen können., da hat sonst eh fast alles zu.)

Abends noch eine TC zu "global hours", Abendessen mit den Kindern (der Hübsche weilt auf Sportseminar), Strampeln gegen das Gefühl, nur rumgesessen zu sein (Schrittzähler sagt was anderes), TBBT, Bett.

Getragen:
einen Rock, den ich vor Jahren gekauft habe und der mir immer zu kurz vorkam. Ich konnte das direkt beobachten, als ich das Aufzugfoto machte: auf dem Spiegelbild war er für mich ca 15 cm  kürzer als auf dem Foto. Sehr mysteriös. Trotzdem komisch gefühlt.


Gegessen:
Joghurtgranolabeeren, viele Mandarinen, Bamigoreng mit Tofu, dazu Karottengemüse, Spinat und Gurkensalat. Suppe zum Abendessen. Und zwar hatten die Jungs Lust auf Kartoffelsuppe, also Kartoffelsuppe. Ich finde das ja immer ein bisschen fad und hatte Lust auf was anderes. Ein Blick in die gespeicherten Favoriten der Koch-App zeigte mir das hier:


Et voila:

Sie finden, das wäre jetzt was ganz anderes? Das täuscht.
Weil:

  • Kichererbsen: check
  • Erbsen: njaaaa, da musste ich mich beim letzten Einkauf zwischen den schon geschälten Erbsen und Zuckerschoten entscheiden wegen cold storage space, wie man das auf schlau sagt, und fand, ich mag Zuckerschoten lieber. Und letztendlich: Erbsen sind Erbsen.
  • Dann war es so, dass ich mir zwar todsicher war, noch eine Dose Kokosmilch zu haben, aber beim Schrankdurchsuchen war alles nur Dosentomaten. Und Kichererbsen. Aber hey: eine kleine Flasche Passata geht auch, dann ist es nicht ganz so fett. (Logisch, dass beim Raussuchen der Gemüsebrühe für die Kartoffelsuppe auf einmal doch eine Dose Koksmilch da war, oder?)
  • Gewürzt habe ich dann querbeet mit was ich passend fand (Chimichurri-Mix, Ajvar, Apfelessig, Salz, Pfeffer, Zucker und dann noch ein halbes Glas Babymaiskolben.)
  • Okay, der Teller hat die falsche Farbe, das gebe ich zu.

Wie man das halt als alter Chefkoch-Profi so macht!

Gelesen:
das 150 Seitendokument wieder und wieder
Maria Kallio 6
Q.s Referatsplakat

Stressleveldurchschnitt gestern: 66 (Garmin, you are drunk)
Selbstbeweihräucherung: priorisiert.

*Zitat einer Kollegin beim allwöchentlichen Huddle, wo auch der Workload abgefragt wird. I don't feel green either.

Montag, Januar 21, 2019

21.01.2019: Montag. Genau das.

Nach so einem entspannten Wochenende kann der Montag ja nicht gewinnen.
Er hätte dafür nicht mal ganz soooooo motäglich sein müssen.
Gelaufen war er eigentlich schon, als mir fertig angezogen, geschminkt, gefrühstückt, bereit zum Gehen beim Zurückstellen der angebrochenen Katzenfutterdose ("Kitten, Huhn mit Zucchini") diese aus der Hand rutschte, auf den Boden ditschte, den Deckel verlor und den Küchenboden und mich grossflächig mit Gelee und Bröckchen von "Huhn mit Zucchini" bedeckte.
Falls Ihnen das mal passiert: Bodenwischen, okay, aber sich selber wegen "Scheisse, ich muss echt los!" nur mit einem feuchten Tuch abwischen führt zu dreierlei:
1. Mit einer nassen Hose fühlen sich -5 Grad noch viel kälter an.
2. Irgendwann ist die Hose wieder trocken und man sieht alle Spritzer wieder.
3. Man riecht ein wenig eigentümlich. ("Kitten, Huhn mit Zucchini" ist kein Duft, der sich im Humansektor durchsetzen wird, wage ich zu prophezeien.)

Weiter ging es mit einer Mahnung für ausgeliehene Ordner aus dem Archiv und Mahnungen ärgern mich immer, weil: Ich will nicht gemahnt werden müssen. Mit feuchter Hose mit schwerer Tasche voller Ordner im eisigen Nebel quer übers Areal zu laufen, lässt einen übrigens nicht wirklich warm werden.
Man sieht die Katzenfutterflecken nur an der Bombenlaune.

Der ganze Tag war vollgestopft mit Meetings ohne Pause, eines ist immerhin wegen "Ups, ich hätte gedacht, ich hatte abgesagt? Bin am Skifahren!" ausgefallen, so dass ich mal aufs Klo konnte.
Grosse Verwunderung geerntet, dass "Sorry, am Montag habe ich nur eine Stunde, da schaffen wir es warscheinlich nicht fertig." bedeutet, dass ich nach 60 Minuten (-8 Minuten, die für "Ups, wir können uns nicht einwählen, jetzt doch, oh nein, doch nicht, kannst Du die Mail mit dem Link nochmal schicken, ah, jetzt, wir haben die falsche Mail genommen") sage: "So, wie angekündigt, hier hard stop, wir können morgen weitermachen, ich muss jetzt ins nächste Meeting" (Ausserdem war der Meetingraum ja anderweitig vergeben).

Es ist wirklich nicht ganz leicht, binnen Sekunden von einem Produkt zum anderen oder sogar zwischen meinen zwei Rollen hinundherzuschalten.

Daheim mit Q. über Dreiecksflächenberechnung und so en detail diskutiert, so genau wusste ich das alles gar nicht mehr, aber hey: das macht richtig Spass!
Mich über die frisch geputzte Wohnung gefreut
komische Stimmung auf dem Crosstrainer weggeschwitzt
mit dem Hübschen einzweidrei Folgen der neuesten Staffel "Big Bang Theory" geschaut. Irgendwann mal war das lustiger, oder?

Gegessen:
Zitronenjoghurtgranola mit Heidelbeeren, Birnen, Röstirollen mit Frischkäsefüllung auf Rahmlauch. Und Ratatouille. Und Salat. Und Pizza.

Gelesen:
Maria Kallio 6
Viele lange Dokumente

Stressleveldurchschnitt gestern: 38 (Sie erinnern sich? Es war relaxen angesagt. Das ist stressig!)
Selbstbeweihräucherung: Nicht sehr schnippisch geworden in der TC.

Sonntag, Januar 20, 2019

20.01.2019: Nüscht. Aber lecker

Heute haben wir eigentlich echt nix vorgehabt.
Ausser:
  • sich von Q. das finale Referat vorstellen lassen, 
  • Tipps zum bis Donnerstag fälligen Plakat zu geben (die machen das super, die zwei Jungs, und ich finde es grossartig, dass ein klarer Erwartungshorizont ausgegeben wurde und die Kinder in der Primarschule schon den Umgang mit Powerpoint inklusive der essentiellen Regeln (weniger ist mehr. Das gilt für Text auf slides, verschiedene Schriftarten und -grössen, und ganz besonders Animationen) gelernt haben und die Schule einen Server zur Verfügung stellt, auf dem die Kinder gemeinsam ihre Dateien bearbeiten können. Ich dachte ja bei Teamwork eher, dass die beiden Jungs bei uns oder bei dem anderen zusammen basteln und kleben würden, stattdessen haben sie über Whatsapp geklärt, wer was macht und welche Version die aktuelle ist etc.)
  • ausgiebigen Spaziergang, weil traumhaftes Winterwetter, bis auf den fehlenden Schnee

  • das allsonntägliche Saugen und Aufräumen, weil morgen die Putzhilfe wieder kommt
  • Sauna
  • und lecker essen.


Ich experimentiere im Moment mit Joghurtselbermachen.
Das Grundrezept habe ich aus dem Frühstücksbuch* von Zuckerzimtundliebe übernommen und für unsere Bedürfnisse abgewandelt.
Ich mache es also folgendermassen:

  • 1L frische Milch (ich nehme fettarme, weil ich die lieber mag und die deshalb immer kaufe) auf 80 - 85°C erhitzen (mit Thermometer checken, umrühren, damit es nicht anbrennt oder überkocht)
  • abkühlen lassen auf 42-45 Grad (Thermometer!)
  • 5 Esslöffel Naturjoghurt (ich nehme, weil ich den am liebsten mag, den mit 1.5% Fett) unterrühren, am besten mit dem Schneebesen
  • In der Zwischenzeit Marmeladen- oder Einmachgläser sterilisieren. Ich mache das, indem ich parallel zu der Milchgeschichte einen Topf Wasser auf den Herd stelle und darin 4 Gläser und die Deckel koche und dann auf einem sauberen Geschirrtuch abtropfen lasse.
  • Die lauwarme Milch-Joghurtsuppe in die Gläser füllen, zuschrauben und für 8 Stunden auf 30-40°C temperieren. Ich mache das in unserem Backofen im "Joghurt-Programm", aber letztendlich geht es nur darum, eine gleichmässige Temperatur hinzukriegen, damit die Milchsäurebakterien happy sind.


Analog zu den aromatisierten Nespresso-Kapseln, wo das Aroma ohne Zucker im Kaffee ist und ich das sehr, sehr grossartig finde (zB. Karamell, Schokolade, Vanille und die aktuelle Frankreich-Limited-Edition mit Macaron- und Praline-Geschmack, aber eben nicht süss), habe ich mit Aromen experimentiert und zwar Vanille (aufgeschlitzte Schote und das Mark mit in die Milchsuppe) und ganz neu: Zitrone (pro Glas eine mit dem Sparschäler abgeschälte ca 4 cm lange Zitronenschale, natürlich Bio, unbehandelt, abgewaschen und abgetrocknet mit eingelegt).
Ich finde das unglaublich lecker, die Vanille-Variante mit Himbeeren und Granola, die Zitronenvariante mit Heidelbeeren und Granola.

Ausserdem gab es heute zum Zvieri (nach dem Winterspaziergang, zusammen mit viel heissem Kaffee) die "Slutty Brownies", die ich gestern via Twitter entdeckt hatte (Man könnte sich jetzt natürlich über den Namen echauffieren, aber meine ersten beiden selbergekauften Kochbücher waren "Das Schlampenkochbuch*" und "Quickie in der Küche*", gefolgt von "Party Basics*" und ich koche immer noch daraus). Allgemeiner Konsens: HAMMER! (Und ich mag nicht mal Oreos). Schade für die Kollegen, für die ich den Überschuss eigentlich gedacht hatte, weil: grad noch genug für einen Mitternachtsmundvoll und ein Montagsfrühstück übrig).


Und zum Abendessen habe ich auf ein schon lange gespeichertes Rezept aus der Kpt-Cook-App (finden Sie bestimmt im App- oder Play-Store selber) zurückgegriffen, nämlich:
Schweinefilet mit Bacon in Currysahnesosse.

Auch hier: obwohl alle etwas skeptisch waren (Ich: "ohne anbraten?" Der Hübsche: "Curry-Sahne? urks", L.: "Sosse?!" Q: "MUSS ich Brokkoli dazu nehmen?!"), lautet der Konsens: kann man sehr gut wieder machen. Vielleicht einen Tacken weniger Cayenne-Pfeffer, aber das sollte sich mit der ZEit (ich habe heute eine Packung frisch geöffnet) ja auch relativieren. (und, damit niemand denkt, hier wäre alles essenstechnisch easypeasy: L. isst keine Kartoffeln, ausser Pommes und Schupfnudeln, deshalb mit Hefezopf, ausserdem die Sauce bitte daneben, nicht obendrüber, beide Kinder essen kein gekochtes Gemüse, dafür gibt es halt Rohkost. Q. Karotten, L. Gurken)
Und weil das Rezeptteilen mit der App so komisch ist, hier noch zum Nachkochen (für 4):


  • 1 Schweinefilt t(ca 450g) in 2-3cm dicke Scheiben schneiden, die salzen/pfeffern/mit Senf bestreichen und in je eine Scheibe Bacon wickeln
  • Mit der Nahtstelle nach unten in eine Auflaufform legen und mit der Sahnesosse (aus 230mL Sahne, 230 mL Schmand, 4 TL Currypulver, 40g Tomatenmark, 1 TL Cayennepfeffer, gehackter Petersilie nach Gusto und 4 Prisen Zucker) übergiessen
  • Ofen vorheizen auf 180°C Umluft
  • Kartoffeln je nach Hunger in Spalten schneiden, auf einer Hälfte des Blechs legen, mit Olivenöl beträufeln und nach Gusto würzen.
  • Blech mit Kartoffeln und OHNE Fleisch schon mal für 20 Min in den Ofen schieben, dann die Auflaufform dazustellen und noch 25min weiterbacken.
  • Zack, fertig (wir hatten noch (verkochten, weil verpennt) Brokkoli dazu.




So. Das war ein leckerer Tag! Haben Sie einen guten Start in die Woche!

Gelesen: 
Maria Kallio 6

Ich kann Ihnen btw noch die Erläuterungen von Polly Oliver zum Thema: "Kann ich normale Dekostoffe als Grundlage für DIY-Bienenwachstücher als Ersatz für Frischhaltefolie verwenden?", die gestern bei Limetrees auf Instagram aufkam (ich trinke meinen Kaffee seit damals aus dem dort ersteigerten Koziol-Becher. JEDEN MORGEN.) Kurzfassung: Nein. (Abgesehen davon: ich möchte bitte danke kein Bienenwachs irgendwo ausserhalb von alle 5 Jahre als Adventskranzkerzen oder in Lippenbalsam oder Kälteschutzcreme für -30Grad, auf gar keinen Fall an irgendeinem Essen. Noch viel weniger an ultraunhygienischen, nicht waschbaren Tüchern, die aus allen Fasern "SCHIMMELBAKTERIENGRUSEL" schreien. Und je nachdem: Hello, Chemikalien aus der Textilherstellung in meinem Butterbrot.)
Gegessen: ganz schön viel und lecker.
Stressleveldurchschnitt gestern: 21
Selbstbeweihräucherung: Gechillt. Und den Alptraum zwischen 7:30 und 8:30 (Businessheimflug von Indien nach Zürich via USA, und dann die Durchsage: "There have been terror attacks to Washington memorial and Berlin main station. Therefore all civil air traffic is being grounded immediately. Your plain will be routed to the next airfield in Florida, please remain calm.", naja und dann halt so weiter, wie man das aus den einschlägigen Filmen kennt.) nicht den Tag versauen lassen.


*Alles Amazon Affiliate links (s. Sidebar)

Samstag, Januar 19, 2019

Samstag, 19.01.2019, Beileidskarte und Fahrradkauf

Mir wurde und wird ja gern mal unterstellt, ich würde mich so darstellen als könne ich alles, wüsste ich alles und überhaupt, wäre die klügste, witzigste, bestorganisierte, effizienteste, beste Person der Welt überhaupt. Tja.
Was ich zum Beispiel überhaupt nicht gut kann, ist Kontakt halten. Beste Schulfreunde, Kommilitonen (ausser dem einen, den ich geheiratet habe), Tanzpartner, Sportkollegen, Arbeitskollegen, Cousins, Cousinen, Onkel, Tanten: sobald wir uns räumlich voneinander entfernt haben, die regelmässigen von mehr oder weniger allein passierenden Treffen beim Mittagessen, Training, Praktikum, Sommerfest, Besuch bei den gemeinsamen Grosseltern nicht mehr passieren, tue ich mich schwer, in Kontakt zu bleiben. Ich habe das früher gern als "aus den Augen, aus dem Sinn" gesehen, aber so ist es gar nicht, ich denke schon immer wieder mal an den einen oder anderen, aber Kontakt ist was anderes. Und irgendwann ist es dann so lang her, dass man sich zum letzten Mal gesehen oder gesprochen hat, da ist "Ich wollte einfach mal horchen, wie es Dir so geht" ein bisschen ein flacher Aufhänger. Und so ist es dann doch so, dass nur die ausserordentlichen Ereignisse, die zu einem Wiedersehen führen. Und das ist dann auch immer ein bisschen heikel, weil man nie weiss, ob der Anruf jetzt kommt, weil der andere "halt einfach mal horchen wollte" oder das nur die Einleitung zu Teilen von lebensverändernden Neuigkeiten ist. Wenn es lebensverändernde gute Neuigkeiten sind, ist das ja noch relativ einfach, aber wenn man auf "Wie gehts bei Euch so?" erst mal die banalsten News über Katzen, Kinder, Job ausgebreitet hat und auf "Und bei euch?" dann "Ja, nicht so toll, ich habe mich von meiner Frau getrennt / wir hatten einen schweren Autounfall / einer von uns ist schwer krank." oder so (nehmen Sie es als fiktive Beispiele), dann kommt man sich mit Katzenkinderjob-News natürlich arg doof und oberflächlich vor. Andererseits: mit "Hallo, lang nicht gehört, ich hab mich von meiner Frau getrennt" ist natürlich auch ein sportlicher Start nach jahrelanger Funktstille.
Bei kalender- oder anlassbasierten Ereignissen wie runden Geburtstagen, Klassentreffen, Taufen, Hochzeiten, etc. ist das natürlich einfacher, da gehört das Schwelgen in Erinnerungen und gegenseitige Updates natürlich essentiell dazu. (Wobei ich innerlich immer schmunzeln muss, wenn das allgemeine "Hey, wir müssen uns UNBEDINGT öfter treffen, nicht erst wieder beim nächsten Klassentreffen", weil ... äh... why should we?. Aber hallo, ich habe ja gewisse social skills und deshalb piepse ich in fester Umarmung mit jemanden, an den ich ungefähr seit dem letzten Klassentreffen nicht ein einziges Mal gedacht, geschweige denn den ich vermisst hätte "Aber echt hey, auf JEDEN!")
Nun ja. es ist jetzt nichts, was mich an sich übermässig traurig macht, es ist halt einfach so, den anderen scheint auch nicht so unendlich viel am Aufrechterhalten des Kontakts zu liegen, sonst würden sie sich ja auch mal melden. (Ich fände es ja sehr praktisch, wenn alle Leute ein Tagebuchblog führen würden, dann könnte man alles nachlesen und wenn man mal wieder anruft oder sich trifft, hat man all die Hintergrundinfo und kann direkt tagesaktuell weiterreden. Hat sich bisher nicht durchgesetzt oder man hat mir einfach nicht Bescheid gesagt.) Sozial verwahrlost bin ich trotzdem nicht, wir haben unseren Freundeskreis vor Ort, der sich aus Kollegen, Nachbarn, Schulkollegen(eltern), Sportkollegen und unserem eingeschworenen Freundeskreis aus den Schweiz-Anfangszeiten vor 16 Jahren zusammensetzt.

Es erwischt mich aber halt dann doch immer wieder mal kalt (und das ist es, worum ich seit Beginn dieses Posts rumeiere), wenn man dann mit den Stift in der Hand vor einer Beileidskarte sitzt und nicht weiss, was man schreiben soll. Das Internet schlägt rät, möglichst keine vorgefertigten Satzbausteine zu nehmen, sondern Persönliches zu schreiben (und dann folgt eine Liste mit vorgefertigten Satzbausteinen), doch liebevolle Erinnerungen anzumerken und so Trost zu spenden. Ich überlege, wann wir uns das letzte Mal gesehen haben und das war, glaube ich, auf unserer Hochzeit vor über 15 Jahren. Die lebhafteste Erinnerung ist, dass ich als Kind panische Angst vor dem Vollbart hatte und er dafür überhaupt kein Verständnis, aber beides ist weder trostspendend noch fühlt es sich besonders liebevoll an, das jetzt in die Karte zu schreiben.
Also schreibe ich mit schlechtem Gewissen und der schönsten Handschrift, die ich hinbekomme, etwas mir unendlich banal und flach erscheinendes rein, die Kinder und der Hübsche unterschreiben, damit es nicht so leer aussieht, die Adresse kenne ich noch auswendig, allerdings noch mit vierstelliger Postleitzahl (die letzte Karte habe ich anscheinend vor "Fümpf ist Trümpf" dorthin geschickt), ich weiss gar nicht, wieviel Porto ein Brief nach Deutschland braucht und klebe vermutlich viel zu viel drauf. Mit eisigen Fingern werfe ich den Umschlag mit dem schwarzen Streifen in den Briefkasten.


Ansonsten so:

  • erste Geburtstagsvorbereitungen für L.: er bekommt sein erstes niegelnagelneues Fahrrad (bisher hat er immer die von Q. geerbt, aber der ist aus dem aktuellen noch nicht ansatzweise rausgewachsen) und das haben wir heute gemeinsam im Laden ausgesucht. Ganz anders als Q., der damals auf einmal alles in fröhlichem Mattschwarz ausgewählt hat, hat er sich ein knallblaues Rad mit neongelber Schrift ausgesucht. Und einen "Stadthelm Fricktal" (finde ich eine tolle Aktion!) mit Licht. Jetzt wird das Rad zusammengeschraubt und im März holen wir es ab.
  • Mitgefreut, dass ein kleiner Kater wieder aufgetaucht ist
  • nochmal was aus dem Tanja Grandits- (Affiliatelink) Kochbuch gemacht, nämlich das Salbei-Huhn (wir haben einen Riesensalbeibusch im Garten, der unbeeindruckt von den Jahreszeiten wächst).



Stressleveldurchschnitt gestern: 14
Selbstbeweihräucherung: Mir mehr Gedanken gemacht, als man ihr anmerkt, beim Kartenschreiben

Freitag, Januar 18, 2019

Freitag, 18.01.2019: Lagerkoller

Der dritte Tag Homeoffice in Folge und endlich ist nicht nur gefühlt Freitag: ich habe diese Woche so viel erledigt (also wie: vorzeigbar und abgehakt aka zum Review gerouted, approved, eingetragen, ausgefüllt) wie schon lang nicht mehr. Und ich habe so wenig gesprochen wie schon lang nicht mehr. Und gelacht. Und mich bewegt (die Strategie, bei akuter "Puuuuuh, bisschen langweilig/kribbelig grad!" eine Runde Bauchtraining oder Hampelmänner oder Liegestützen zu machen anstatt in den Kühl-/Snackschrank zu starren und doch was hinter die Kiemen zu schiebe, hat ein bisschen geholfen und ist ja auch was, was man im Büro mit anderen Menschen eher selten macht.). Und Kaffee getrunken! Das war heute fatal, ich habe nach dem Latte mit Extra-Shot zum Frühstück die ein-zwei Vormittagskaffees vergessen (stattdessen Liegestützen gemacht), nach dem Mittagessen den Espresso und als ich dann am Nachmittag fast vom Stuhl rutschte, konnte es der doppelte Espresso zum Zvieri auch nicht mehr retten.

Aber: DAS DOKUMENT ist fertig reviewed hochgeladen (die Kollegin hatte sogar noch die Geduld, die noch zu diskutierenden 29876 Kommentare farblich zu markieren, ich hatte einen sehr unterhaltsamen Email-Pingpong mit den Kollegen in Irland, lauter Hausgedöns ist nebenbei erledigt:
der Elektriker kam und hat die Steckdose im obersten Bad repariert (bzw die im Kammerl, weil dort war alles verschmort, das hatte wir gar nicht bemerkt, nur dass die im Bad nebendran nicht mehr ging), so müssen wir unsere Zahnbürsten nicht mehr im Schlafzimmer an der Crosstrainersteckdose aufladen und zu grünem Blinken einchlafen.

  • Die alte Spülmaschine (wir haben die letzten Male E22 gar nicht mehr repariert) ist weg, die neue da. Und grossartig! (Nur mal so für die nächste Spülmaschine: Es ist Euronorm 60, die Arbeitsfläche ist so hoch, dass ein Grossraumspüler reinpassen würde, auch wenn der Mann im Elektromarkt das nicht glaubt, aber der Monteur hat mir die Einbautabellen gezeigt. Trotzdem habe ich mich für die eben heute sofort mitgebrachte normal grosse entschieden anstatt für eine neu zu bestellende grössere.) Ich will nie wieder eine ohne Licht drinnen, das sparked (nicht sparkled, wie ich gestern auf Twitter gelernt habe) joy, aber sowas von!
  • Sansa war ein grosser Fan des Monteurs und hat ihn die ganze Zeit aus nächster Nähe angestarrt. Der Monteur fand das glaubhaft sehr in Ordnung, er hat nur gemeint "Wenn sie ein Hund wäre, wäre das was ganz anderes, die hecheln einem immer so in den Nacken! Aber so ist das sehr niedlich". 
  • Der Hübsche und ich waren uns zwischendrin nicht mehr sicher, auf welche Härte unsere Enthärtungsanlage geregelt ist (Für die Zukunft: 8-10 frz Härte), also habe ich das mit dem kleinen mitgelieferten Titrierset schnell nochmal überprüft, ich habe ja lang nix mehr im Labor gemacht. Der Monteur meinte: "Ja, so ist das hier. Entweder arbeiten die Leute in der Chemie oder sind Fussballer beim FCB." Und damit ist die Nachbarschaft hier ganz gut beschrieben. 
  • Der Hübsche hat die nach .... 16 Jahren erste abgebrochene Jalousiehochkurbelstange ersetzt.
  • Die Kinder und ich haben die grosse Kiste "Spielsachen, die wir guten Gewissens abgeben würden, aber nicht wegschmeissen und nicht an irgendwen, weil ein Stück Herz hängt schon noch dran" nach Rücksprache in ihrer alten Kinderkrippe vorbeigebracht. Die Leitung, mit der ich telefoniert habe, hat sich noch gut an uns erinnert, war aber beim Abgeben nicht mehr da, so haben wir nur den aktuellen Koch getroffen, der uns noch nie gesehen hat und so fiel der "Aaaaaw, schau mal, da seid ihr noch soooooo klein gewesen, als ihr hier wart"-Moment recht kurz aus.

So, ich muss aufhören, die neue Spülmaschine möchte das erste Mal ausgeräumt werden.

Gegessen: Frühstück, habe ich gefrühstückt? Es ist so lange her. ca 10 Mandarinen, mittags Nudelsuppe, Zvieri: Krapfen, Abendessen: Freitagspizza und Salat.

Gelesen: Maria Kallio 5 aus (grosse Frage: lese ich jetzt 6 - 13 oder all die Neuerscheinungen und Weihnachtsgeschenke?) und ausserdem einen interessanten Twitterthread, der all das Loha-Wir-sind-so-gute-Menschen-und-kaufen-extra-krumme-Karotten in einen interessanten Kontext setzt. Krummes Gemüse wird nämlich nicht weggeworfen und muss auch nicht gerettet werden.
Und passend dazu habe ich via Kiki diesen wundervollen Artikel zum Juicero und dem Internet of shits gelesen und sehr gelacht.

Stressleveldurchschnitt gestern: 15

Selbstbeweihräucherung: Extraschlenker am Paketladen vorbei gefahren, um Q.s erste Taschengeldbestellung ,(Affiliatelink) die kein Lego Spielzeug ist, abzuholen ("Weisst, Mami, wenn man mal zu zweit Musik hören will oder ein Video schauen, kann jeder einfach einen Kopfhörer nehmen und man muss nicht so nah zusammen sitzen" Weiss nicht, ob das so der super sales pitch ist.)

Donnerstag, Januar 17, 2019

Donnerstag, 17.01.2019: Sender-Empfänger

Wieder Homeoffice, knallhart den ungefähr langweiligsten, fiesesten, drögsten, fitzeligsten Job der Welt (natürlich nicht. Aber in meinem fancypopancy Arbeitsleben schon sehr, sehr fad) durchgezogen: frisch erstellte, frisch approvde approvede approvte approvete genehmigte Dokumente in ein noch frischeres (Ha), globales (Haha), universell einsetzbares (Hahaha), intuitiv erstellbares (Hahahaha), fertig formatiertes (Hahahahahahahaha) Template zu überführen. Das war langwieriger, langweiliger und und schwieriger als erwartet. Dabei viel Kaffee getrunken, Mandarinen gegessen und wenn es ganz schlimm wurde, ein bisschen Treppen gerannt, Liegestützen oder Planking gemacht. Man muss ja schauen, wie man im Homeoffice zu ein bisschen Bewegung kommt.
Eigentlich hatte ich das ja nur "mal schnell zwischendrin" eingeplant, weil ich auf ein dringendes Dokument wartete.
Und zwar folgendes: Es ist längstens überfällig, es kann eine grosse Aktion nicht starten, bevor meine Kollegin und ich das nicht unterschrieben haben. Mit unserer Unterschrift sagen wir aber, dass alles, was drinsteht, okay ist. Das war es bisher nicht, wir haben es am Freitag vor Weihnachten mit ... einer dreistelligen Anzahl Kommentaren auf 150 Seiten zurückgeschickt.
Gestern wurde uns angekündigt, dass wir da ja schon echt viele Kommentare drin gehabt hätten, das Dokument auf jeden Fall am Montag früh unterschrieben gebraucht würde, also würden wir die korrigierte Version Donnerstag morgen zum Review erhalten, Freitag nachmittag würden wir eine Marathon-TC machen, um alles zu besprechen, zu klären und unterschriftsfertig zu machen.
Nun. Nachdem genau dieses Dokument bisher jedesmal zu spät kam, erst Wochen, dann Tage, dann Stunden nach dem angekündigten Termin, jeweils aber mit einem Verweis auf die Dringlichkeit, und meine Kollegin und ich Nacht- und Wochenendschichten eingelegt hatten, um den Review zu machen (ich meine: 245 Kommentare schreiben sich nicht von allein!), war ich ein wenig pissig skeptisch.
Die diplomatischste Antwort, die ich hinbekam, lautete: "Ihr wisst, wie viel das ist. Wenn wir den Freitagstermin halten wollen, müssen wir es wirklich Donnerstagmorgen haben und auch das ist schon eng."
Okay, "-morgen" ist jetzt schon ein bisschen schwammig formuliert, ich weiss auch, dass nicht alle morgens um halb sieben anfangen zu arbeiten, aber zum Beispiel 10 Uhr ist für mich gerade so noch morgens.
Nach dem Mittagessen wurde auch meine Kollegin nervös und wir chatteten uns simultan an: "Hast du was? Ich nicht".
Anscheinend ist woanders halb zwei immer noch morgens (hahaha, ist es, aber nicht in CET), und nachdem dann noch einiges dazu kam, habe ich zum ersten Mal in meinem Arbeitsleben eine Mail geschrieben, in der steht: "Das wird so nix, es hätte vielleicht geklappt, wenn ihr es wirklich morgens geschickt hättet,  jetzt wird es halt Montag und am Montag habe ich auch nur eine Stunde für ein Meeting." Ohne Sorry.
Vermutlich bin ich die einzige, die das als Paukenschlag sieht und die, die die Verzögerung am meisten wurmt, aber tjanun.

Sonst so: die bestellten Kinderzimmerdekosachen abgeholt, alle happy (es passt alles so gut zusammen in Q.s grauschwarzem Teeniezimmer):


Gegessen:
Granolajoghurtbeeren, Schupfnudeln mit Pilzen, Kartoffelpfanne mit viel, viel, viel Gemüse und eine Spiegelei. Viel Kaffee. Viel Tee.

Gelesen:
Via Anke Gröner einen Artikel über "A 4-year old trapped in a teenager's body". Harter Tobak.
Maria Kallio 5

Stressleveldurchschnitt gestern: 13
Selbstbeweihräucherung: Das Gefuddel mit dem neuen Template durchgezogen. Ohne Schreien, Treten, Frustgummibärchen. (Ich kann mich eh grad dran gewöhnen. Das war das erste von vielen solchen Dokumenten)


Mittwoch, Januar 16, 2019

16.01.2019: Hohohoho!-meoffice

Wegen kranker Nanny heute Homeoffice, ich habe beschlossen wegen eh keine Meetings (hallo, was los? Habt ihr mich vergessen? Habe ich was verpasst?) den ganzen Tag Homeoffice zu machen, anstatt zum Mittagmachen heimzudüsen, so spare ich mir das ganze Gependel.
Gleich mal Lotterleben einkehren lassen und den Wecker um 5:45h ignoriert und erst um 5:52h aufgestanden. Damit meine ganze Tagesplanung über den Haufen geworfen.

Zeit ohne Ablenkung von Kollegen und überhaupt Menschen um mich rum genutzt, stur die zum Teil schon länger auf der ToDo-Liste rumdümpelnden nicht ganz so glamourösen (oder wie die Leute sagen, die statt Aufräumen lieber zum Aufräumenlernen erst mal ein Buch lesen müssen oder eine Serie anschauen müssen: nicht ganz so viel joy sparkelnden) Tasks gerollt und aufrecht einsortiert abgearbeitet. Das war einerseits ganz gut, andererseits haben mich zwei Sachen gestört:

1. Ich habe es gestern bei eine Hangoutsanruf irgendwie geschafft, am Laptop den Zugriff auf die Kamera und das Mikro zu blockieren (aus Gründen mit Absicht, aber ich dachte, das wäre temporär). Jetzt kriege ich das ums Verrecken nicht mehr weg (der Hinweis beim Start eines Hangout-Telefonats "Klick this symbol (Kamera mit x) in your URL-ine to allow access" hilft halt schon mal gar nichts, weil ich erstens keine URL-Line im Hangout-Fenster habe und zweitens in der URL-Line von Chrome drölfzig Symbole sind, aber keine Kamera mit x. In meiner Verzweiflung habe ich den IT-Support-Chat genutzt (mit dem Helpdesk habe ich noch ein SAP-Ticket offen, die möchte ich nicht stören), jemand hat via remote eine Zeitlang Dinge auf meinem Computer gemacht, es auch nicht reparieren können und als Lösung vorgeschlagen: "Nutz doch Google Chat, Hangout wird eh irgendwann stillgelegt." Mittelgute Lösung, weil ich bis dahin halt auch keine Selbstgespräche auf Google Chat führen möchte und halt die gesamte Installation auf Hangout ausgelegt ist. Muss ich am Montag noch mal den IT-Mensch, der mir das neue Laptop bespielt hat, fragen. (Bis dahin: Workaround mit Audio-Teil auf dem Handy via App, Präsentationsteil auf dem Bildschirm. Oder einen offiziellen Hangout Meet Termin abmachen, dann geht nämlich auch am Laptop alles).

2. Zu viel Homeoffice tut mir nicht gut. Erstens dachte ich die ganze Zeit, es wäre heute Freitag, dann haben mir andere Menschen gefehlt, dann merke ich, dass mir der klare Schnitt "So, und jetzt ist Feierabend" fehlt. Ich habe letztendlich viel länger gewurschtelt, als ich wollte und hatte immer noch nicht das Gefühl, dass ich jetzt halt auch mal Schluss für heute machen könnte. Nun ja. Ist ja nur ausnahmsweise.

Sonst so:

  • viel über Vikinger und Leif Eriksson gelernt (Geschichtsreferat lässt grüssen!)
  • Sansa hatte heute wieder eine neue Beute, aber es war nicht, wie ich erst dachte, ein Mäuse- oder Rattenschädel, nein, ein Stück Meisenknödel. Schon ordentlich abgenagt und sie hat ihn knurrend und mit Zähnen und Klauen verteidigt, als ich ihn wegnehmen wollte. Ich weiss nicht, ob sie damit eigene Vögel anlocken möchte, oder ob sie es noch gar nicht kapiert hat, dass man an so einer Futterstelle noch viel bessere Beute (aus Katzensicht) machen kann als ein Stück Fett mit Körnern drin




Gegessen:
Quittengeleebrot, Ofenpfannkuchen mit Himbeeren und nochmal einen Chicoree-Salat zu Mittag, Fasnachtschüechli zum Zvieri und Flammkuchen zum Abendessen (50 shades of Kuchen)
Getragen:
Homeoffice-Dresscode: Einer der Lieblingshoodies, Bootcutjeans (vorsichtig drin bewegen, sie ist sehr alt und morsch), L.s Knöchelwölfe

Gelesen:
Maria Kallio 5
Stressleveldurchschnitt gestern: 15
Selbstbeweihräucherung: dem Snackschrank widerstanden. Das ist das Schwierigste am Homeoffice für mich. (Dafür 3 L Tee und gefühlt ca 150kg Obst gegessen)

Dienstag, Januar 15, 2019

Dienstag, 15.01.2019: Mausetot.

Heute haben die Katzen zusammen eine Spitzmaus erlegt. Soweit so traurig, so natürlich, so gut, dass sie sie nicht ins Wohnzimmer geschleppt haben.

Was aber wirklich ein bisschen spannender ist, ist die Geschichte, wie wir das gemerkt haben und welche Art der Kommunikation wir uns angewöhnt haben und was für Technik da mit reinspielt.
Also:
Wir haben eine Überwachungskamera (no need for discussion about privacy, weil: not your cup of tea und wir haben das im Blick (höhöhö)) im Wohnzimmer stehen seit ein paar Wochen, unter anderem (eigentlich vor allem), weil wir ein bisschen sehen wollen, was die Katzen treiben, wenn keiner daheim ist und ob sie daheim sind. (no need for discussion, dass wir ja auch nix machen könnten, wenn sie nicht da sind). Die Kamera ist so eingestellt, dass sie zwar immer überträgt, aber nur aufzeichnet, wenn eine Bewegung registriert wird. Wenn Menschen als bekannt freigeschaltet werden, werden die nicht aufgezeichnet und man bekommt auch nicht andauernd Bewegungsmeldungen. Wenn also keiner daheim ist, nimmt die Kamera Schnipsel auf, sobald eine Katze sich im Sichtfeld bewegt. Wir haben zB ein ein bisschen peinliches Schnipsel gespeichert, auf dem zu sehen ist, wie Jonny beim sich Putzen vom Sofatisch fällt. Das zeigen wir an seiner Hochzeit. Der Hübsche und ich haben heute beide via App beobachtet, dass beide Katzen relativ lang draussen vor dem Türchen rumgehampelt haben und schon vermutet, dass da ein Tier dran glauben musste.
Soweit zum ersten Gadget.
Ausserdem haben wir eine Alarmanlage, die wir scharfstellen, wenn wir das Haus verlassen und die auf Tür- und Fensteröffnen reagiert (nicht auf Bewegungen). Wenn wir also heimkommen, haben wir wie in jedem amerikanischen Film eine bestimmte Zeit, um den richtigen Code am Panel einzugeben. Dazu piept es immer lauter und immer schneller, das trägt nicht unbedingt zu ruhigen Fingern beim Tippen auf den winzigen Tasten bei. Wenn man den falschen oder keinen Code eintippt, geht eine höllisch laute Sirene los, ausserdem bekommen der Hübsche und ich eine SMS mit "EINBRUCH!" und einen Anruf aufs Handy, in dem eine Computerstimme "EINBRUCHEINBRUCHEINBRUCH" sagt und das ist sehr unheimlich.
Heute war Q. der erste, der nach Hause kam und er hat sich erst vertippt, dann gemerkt, dass er den Code nicht PIEPIPEIPEIEIEEPPPIPIPIPIPIPIPIPIIIIIIIIIIIIIP hinbekommt, dann hat er das Notfalauschaltdingsi gesucht, PIIIIIIIIPIPPPPPPPPIIIIIIP nicht gefunden und zack, "EINBRUCHEINBRUCHEINBRUCH"
Ich war selber schon auf dem Heimweg und war gänzlich unbesorgt wegen Einbrechern, eher wegen Trommelfellen. Ich rief also Q. an, um ihm im Notfall zu erklären, wo das Dingsi liegt oder nochmal den Code zu sagen. Aber: es war schon alles ruhig, also hat er es hingekriegt. Als ich ihn schon mal am Apparat hatte, bat ich ihn, doch mal vor die Katzentür zu schauen, ob da ein Massaker oder nur ein Blatt oder Müll oder eine Ikeagurke wären. Erst sah er nix, dann aber doch und zwar "Boah, Mami, da liegt eine Ratte!" Ich hatte grad wieder schlechtes Gewissen wegen Kind traumatisiert (und ein bisschen schlechtes Gefühl wegen "Aaaaaaw, ich hatte früher auch Ratten, die sind so süss!" und ein bisschen "eeeeew, wieso gibt es bei uns in der Gegend Ratten?"), aber Q. bestätigte, dass die Ratte noch total ganz sei und sicher tot und halt so am Rücken liegen würde.

Ich legte also auf und wollte gerade den Hübschen anrufen, um ihm von der Grosstat der Killerkatzen zu erzählen, da brummelte Google Hangouts und es stand da "Lass sie ruhig liegen, ich schau sie mir noch an und räum sie dann weg." Und während ich noch kurz überlegte, ob mein Handy abgehört würde oder der Hübsche lautlos hinter mir herschleicht oder was, klärte er mich auf: Er hatte, als seine "EINBRUCHEINBRUCHEINBRUCH"-Meldung kam, in den Live-Feed der Kamera geschaltet und erstens mitbekommen, dass Q. ihn wieder ausgekriegt hatte und zweitens unsere gesamte Konversation mitgehört (die Kamera überträgt Ton und Bild), weil Q. als Kind seiner Zeit natürlich das Handy natürlich immer auf Lautsprecher hat und halt wie in so ein Toastbrot reinredet.

So. Q. kriegt jetzt noch ein bisschen Nachhilfe in Nagetieren et al. und Grössenordnungen, weil eine Spitzmaus und eine Ratte, das sind ja schon zwei Paar Stiefel.


Gegessen (ha, das ist mal ne Überleitung :-)):
Granolaheidelbeerenjoghurt, viel Mandarinen, vegi Pad-Thai ganz allein in der Markthalle, weil ich zu spät für alle Lunchgruppen war, Chicoreesalat mit Orangen, Walnüssen und Blauschimmelkäse.


Getragen:
Absolutes all time favourite Lieblingskleid. Wird leider langsam ein bisschen fuddelig und mürbe.

Gelesen:

  • Michelle aus. (Sogar gestern abend noch)
  • Jetzt den ohne Grund nicht als Kindleversion erschienenen 5. Band der "Maria Kallio"-Reihe. (Amazon-Affiliate-Link)
  • Ausserdem das herzerwärmende Porträt eines Busfahrers aus dem Schwarwald: Alex, via @fliggerit. Ich musste sehr schmunzeln und an die Schulbusfahrer Sepp und Rudi denken, die meine Kindheit, die meiner Schwestern und aller Schüler der Dorfgrundschule, die auf zwei Dörfer aufgeteilt war, mitgeprägt hatten. Noch heute erinnern wir uns bei jedem Spaziergang daheim dran, wie der Sepp den Bus geparkt hat und hinter den Wasserspeicher gebieselt hat, wie er mal so wütend auf ein Kind wurde, das andere getriezt hat, dass er ihn vor die Tür gesetzt hat, mit, wie wir uns alle einig waren: "glühenden Augen", und wie sie mal eine Abkürzung ausprobiert haben und wir an einen Bahnübergang kamen, der immer zu war. Ein Kind musste aussteigen und an dem dort hängenden Telefon beim nächsten Bahnhof anrufen, die haben dann die Schranke hochgemacht. Allerdings nur kurz und zwar zu kurz für einen Schulbus, so dass wir mit Schranke auf dem Dach quer auf den Gleisen steckenblieben und nochmal einer aussteigen und anrufen musste. (Hätte ganz schön blöd ausgehen können, aber das wussten wir damals nicht. Wir sind auch nie wieder diese Strecke gefahren).

Stressleveldurchschnitt gestern: 15

Selbstbeweihräucherung: Es gibt so Projekte (in meinem Fall: zwei), da geht man die sprichwörtliche Extramile nicht nur freiwillig, sondern tanzt sie praktisch. Während man Konfetti- und Glitzerwolken ausstösst. Im übertragenen Sinne, weil: foreign matter. Auch, wenn die Extramile nicht nur eine, sondern ungefähr 150 sind. Über sehr steiniges Terrain. Und ich frage mich, warum das für manche Projekte (in meinem Fall Produkte) so einfach ist und ich für andere wie ein motziges Rumpelstilzchen die Extramile vor mich hinstapfe und JEDEM erkläre, wie unnötig das ist und dass man einfach die Strasse richtig ausbauen müsste und für gescheiten ÖV sorgen müsste, dann wäre das alles nicht nötig. Also: ich habe das Gefühl, alle Metaphern und Vergleiche für den heutigen Tag genutzt zu haben, Sie verstehen was ich meine? Ich tanze grad mal wieder ein Stück.

Montag, Januar 14, 2019

Montag, 14.01.2019 #lol

Schlecht geschlafen, weil

  • der Hübsche ist zuerst eingeschlafen. Ich kann dann immer schlechter schlafen, so als Letzte wach im Haus und meine Güte, was machen schlafenden Menschen für Geräusche?!
  • Sturmgeräusche (super Idee übrigens, L. gestern von der Hütte in den kanadischen Wäldern zu erzählen, wo man Wölfe heulen hört und die Bären vorbeilaufen, als er wegen Sturmgeräuschen nicht einschlafen konnte. Ich weiss jetzt, dass er sich Kanada eher so als grossen Wildpark mit grösstenteils zahmen Tieren IN GEHEGEN gedacht hat und ich muss jetzt rausfinden, ob Grizzlies und Schwarzbären Türen und Fenster aufbrechen können.)
  • Katzenkampf um drei (mit Knurren, Fauchen und Zeug, entweder hat jemand schlecht geträumt oder den anderen im Schlaf getreten)
  • Tja.
Es häufen sich skurrile Anrufe auf meinem Arbeitshandy und zwar nicht nur Arbeit (dafür werde ich ja bezahlt) oder Callcenter (die blockiere ich dann rigoros), sondern im weiteren Sinn aus dem Schuluniversum. Wir haben mit Absicht die Nummer meines und des Hübschen Arbeitstelefons auf der berühmten Rundtelefonliste eingetragen, das ist ja dafür da, dass die Schule einen im Notfall erreicht, wenn der Unterricht ausfällt, ein Kind ein Loch im Kopf hat oder ein spontaner Ausflug ansteht. So was. (Mein Privathandy hat im Turm wegen keine Ahnung praktisch keinen Empfang, das Festnetztelefon liegt zu Hause, da bin ich sehr selten, also macht das schon Sinn, finde ich.)
Nun nutzen die Kinder (und Eltern) die Rundtelefonliste auch als normale Kontaktliste und so bin ich mit dem Arbeitshandy auf der Klassen-WA-Liste gelandet (für den Seelenfrieden gemutet) und früher Eltern, heute Kinder rufen da an, um zu fragen, ob L. abmachen kann. Das weiss ich natürlich nicht, weil ich bin arbeiten, L. ist daheim, ich gebe dann die Festnetznummer weiter (das ist ein Task, mit dem erstaunlich viele Kinder überfordert sind. Stattdessen klingelt/brummelt das Handy dann gern im Akkord und ich komme gern mal aus einem Meeting und habe 17 verpasste Anrufe, wo jemand 17mal im Minutentakt versucht hat, rauszufinden, ob L. abmachen kann. Das finde ich dann doch ein bisschen mühsam, weil ich bei 17 verpassten Anrufen von einem Dringlichkeitslevel "Arztbesuch SOFORT nötig" ausgehe.).
Seit letzter Woche ist aber irgendetwas anders. Es fing an mit einem Anruf unter der Woche um halb zehn Uhr abends. Seitdem ich nicht mehr Rufbereitschaft für den Produktionsbetrieb habe, ist das eine Zeit, zu der ich eigentlich keine Anrufe mehr möchte. War aber auch nicht für mich, sondern für L., der unter der Woche allerspätestens um 21:00 schläft, an dem Tag allerdings nicht, und somit die Frage "Ist morgen Schwimmen oder Turnen?" persönlich beantworten konnt (MEINE GÜTE, abgesehen davon, dass das keine so schwierige Frage ist, weil gerade/ungerade Wochen, wofür gibt es denn diese beknackte WA-Gruppe? Warum rufe ich ein Kind, mit dem ich seit dem Kindergarten keine zwei Sätze gesprochen habe, mitten in der Nacht an, um so was zu fragen?). Es ging weiter mit 8 Anrufen im Minutentakt, die ich (sorry, ich arbeite!) weggedrückt hatte und bei einem Rückruf eine halbe Stunde später wollte der Erwachsene am anderen Ende nichts davon gewusst haben und hatte keine Ahnung, wer ich bin, was ich wollte (NIX!) und wieso ich überhaupt anrufen würde.
Nächster Anruf: "Hallo, da ist der Liam, kann der Justin abmachen?" Ich habe wahrheitsgemäss geantwortet: "Keine Ahnung, da solltest Du den Justin fragen oder irgendjemanden, der Justin überhaupt kennt."
Heute morgen: "Hallo, nuschelnuschel, da ist nuschelnuschel, Termin, heute um drei wegen nuschelnuschel, geht nicht, Ersatztermin nuschelnuschel". Ich konnte nach ca 5 Minuten glaubhaft klarmachen, dass ich nicht das Schulsekretariat und auch nicht der Kindergarten wäre, aber meine Güte, welcher Kasper hat meine Arbeitsnummer als Nummer für alle Fälle verteilt?!
Ich tendiere dazu, für die Zukunft Burner Phones für die Rundtelefonlisten anzuschaffen.

Über Mittag Uhrenservice betrieben, d.h. bei meiner Hauptuhr das abgefallene Ringelchen für eins der fancy Extrazifferblätter entfernen lassen (Ich muss gestehen, ich nutze und pflege die gar nicht. Das Datum steht zufällig richtig auf dem 14., der Wochentag auch ... und jetzt wo ich das schreibe, merke ich, dass das gar kein Zufall ist, sondern die Uhrmacherin das natürlich gestellt hat. Tja. Anyway. Ich nutze sie nicht) und bei meiner Zweituhr eine neue Batterie reinmachen lassen. Den alle zwei Jahre leeren Kontaktlinsenvorrat aufgefüllt (Aus mir wird im Leben kein Linsenträger mehr. i
Bestimmt gibt es welche, die noch besser sitzen und weniger spürbar sind als meine aktuellen, aber ich mag das Gefummel nicht, ich mag das Gefühl nicht, neue Linsensorten anpassen dauert ewig, weil dank meiner Hornhautverkrümmung das ein empirisches Gefuddel ist, ich mag nicht mal mein brillenloses Gesicht. Ich nutze Linsen nur im Sommerurlaub für unter die Sonnenbrille und beim Skifahren unter der Skibrille. Das ist echt überschaubar.), mit aller mir möglichen Geduld kostenlose Kontrolltermine, Reinigungsmittel oder kostenlose Tests von noch besseren Linsen abgewehrt. Sogar noch zum Bankautomaten auf der anderen Strassenseite gegangen, weil der Optiker ein Internetproblem hatte und deshalb keine Kartenzahlung akzeptieren konnte.

Allergrösstes Highlight: in einem Meeting wurde darum gebeten, das montliche Product Health Assessment mit ganzen Sätzen auszufüllen, so, dass es auch Leute, die nicht in der Funktion sind und das Produkt nicht kennen, trotzdem verstehen. "So, wie Ihr es Euren 10jährigen Kindern erklären würdet."
Ein Kollege tippte kommentarlos: #recurringissue #ohno #notagain #yolo #loser, woraufhin die Anweisung geändert wurde: "Dann halt wie Eurem Grossvater!"


Sonst so: unsere Nanny ist die ganze Woche krankgeschrieben und so doof das für sie ist, so froh bin ich, dass uns so ein ungeplanter Ausfall nicht mehr zum Rotieren, Schwitzen und Jonglieren bringt. Die Kinder sind mittlerweile so lang in der Schule und das Mittagessen lässt sich für Q. eh ganz easy in der Mensa abdecken, L. kann entweder bei Freunden essen oder aber der Hübsche oder ich kommen mittags heim (oder machen den ganzen Tag im Homeoffice). Vermutlich würde es auch klappen, wenn L. sich was allein was warm machen müsste (oder wir ihm den Ofen so programmieren, dass es pünktlich fertig ist, aber solange das nicht sein muss, machen wir das nicht). Das ist viel einfacher als auch schon (und ja, es ist glücklicherweise in eine Woche gefallen, in der weder der Hübsche noch ich unterwegs sind und so können wir das Ganze komfortabel zu zweit abfedern).
Vorteil Turmbüro: die Aussicht!

Vorteil Bahnhofsbüro: Lift mit Spiegel
Sonst: sehr komischer Montag. Neu geht das Nachbarsmädchen auch zum Turnen und dessen Mutter hat angeboten, L. mit heim zu bringen. Es ist ganz ungewohnt, dass mein Montagsarbeitstag nicht >10Stunden geht und das Heimwegschwätzchen mit L. fehlt mir. Hm.

Gegessen: Granolajoghurt mit Cranberrybeerenmischung, Erbsencurry mit Frischkäse, Bohnen, Fladenbrot und Karottensalat, Pizza.

Gelesen: Immer noch Michelle.

Stressleveldurchschnitt gestern: weiss nicht, Band war nicht aufgeladen.
Selbstbeweihräucherung: nicht mit den Augen gerollt (okay, vielleicht kurz), als der Optiker vorschlug, mir die Linsen wegen Internetproblem mit der Post auf Rechnung zu schicken, nachdem ich ja extra dort vorbeigelaufen war. Und dann einfach 5 Minuten zum Geldholen investiert.

Sonntag, Januar 13, 2019

Sonntag, 13.01.2019: Bereit für Kanada

Hui, ich hatte ja schon damit gerechnet, dass es gestern abend spät werden würde, aber dass es zwanzig vor eins werden würde bis Gästeaufbruch und halb zwei bis alle hier im Bett, das hätte ich nun nicht erwartet.
Aber das Gute an grossen Kindern ist ja: sie schlafen am nächsten Morgen aus. (Unvergessen die Zeiten, wo hier um halb sechs spätestens Halligalli war, egal wie wenig Schlaf im Kind. Das ist noch nicht mal so richtig lange her). Und so war ich um kurz vor neun die erste, die wach war (nach Jonny natürlich).
Und dann:

  • Gemütliches Frühstück mit Sonntagsliste, 

  • nach ungefähr 100 Jahren mal wieder Sendung mit der Maus geschaut (und grad mal über die Erklärung von Kleber geärgert. Wissenschaftskommunikation und "reduce to the max" schön und gut, aber ein bisschen Sinn sollte erhalten bleiben. Nach der heutigen Erklärung würde jede Lösung eines Feststoffs als Klebstoff wirken.), 
  • Haus geputzt (unsere Nanny/Putzfrau hat sich krank gemeldet, also haben wir das heute übernommen.), 
  • die Kinder haben für die Schule geübt, 
  • die Katzen das Wetter (der Garten steht unter Wasser, ich habe nach dem Wischen des Wohnzimmers die Katzentür geschlossen, weil sie bei jede Reinkommen schlammige Spuren bis in den ersten Stock und das Bett ihrer Wahl zum Putzen gezogen haben) gehasst, 
  • ich habe die Bestätigung unserer Reisebuchung überprüft (Sehr cool, alle Unterkünfte sind bestätigt. Nur eine war schon voll und wurde getauscht und ... ich finde ja, eine original Holzhütte aus der Wildwestzeit, in der man nachts die Wölfe heulen hört, schon ungefähr das Beste, was es gibt! (Und die Kinder können dort Schweizerdeutsch parlieren :-))
  • Die Gelegenheit genutzt und grad unsere eTAs für Kanada beantragt (sehr mühsam, weil man ALLES für jede Person einzeln eintöckeln muss, aber immerhin fragt das System offensichtlich automtisch alle Sicherheitsdatenbanken ab und das geht auch am Sonntag sehr schnell, wir hatten nämlich bereits ein paar Minuen später das approval).
  • Ich war so drin und wollte dann grad noch die Fähre vom Festland nach Vancouver Island reservieren und habe dafür extra schon die Masse unseres Mietautos überprüft (Merki: regular vehicle), aber nachdem man ALLES eingetöckelt hat, kommt die Meldung, dass es noch zu früh ist, um für Juli zu buchen. Tja.
  • Nachmittags dann: Sauna. Immer wieder grossartig.


Gegessen:
Gemütliches Sonntagsfrühstück mit Hefezopf. Viel Kaffee, viel Tee. Viel Obst über den Tag, abends dann nach einstimmigem Wunsch: Mac'n'cheese mit Hähnchenstreifen. Weil ich selber jedesmal ewig nach dem Heft suche und online die drölfzig verschiedenen Schreibweisen von Mac'n'cheese, Mac & Cheese, Mac and Cheese, Macaroni and cheese etc die Lecker.de Datenbank überfordern (oder mich, wer weiss das schon), hier der Link zu den was auch immer mit Breznbröseln. Oder Brezenbröseln. Oder Brezenknusper. Und: Salat für alle zum Selbermischen (es ist ein bisschen albern, weil jeder immer genau das gleiche nimmt, aber tja nun, sonst sagt nie jemand "Oh, hat's noch mehr Salat?!")

Gelesen: Tripadvisor ratings für unsere Unterkünfte, immer noch Michelle Obama.

Stressleveldurchschnitt gestern: 47
Selbstbeweihräucherung: die kleinen Fehler in der Buchungsbestätigung entdeckt (ich bin Profi im Dokumentenreview und DETAILS!), die uns vermutlich die eine oder andere Runde Extrascherheitskontrollen beschert hätten.

Samstag, Januar 12, 2019

Samstag, 12.01.2019: Zwangspause

Auf meiner Seite des Betts gings heute morgen zu wie auf dem Bahnhof:
6:00h: mein Handy erwacht aus dem Ruhemodus und plingt wegen irgendeiner Nachricht. Ich stehe fast aus Versehen auf, merke dann aber, dass Wochenende ist.
6:03h: Sansa macht sich Sorgen, dass ich nicht aufstehe, obwohl es geplingt hat, versucht miauend meine Augen zu öffnen, gibt auf und schläft auf meinen Beinen weiter.
7:30h: Jonny wird von Q. vor die Tür gesetzt, kommt zu mir und weckt mich.
7:33h: Jonny wird mit Futter vor die Schlafzimmertür gesetzt
8:00h: L. kommt zum Kuscheln ("Ich habe extra bis 8 gewartet!"), lässt die Tür auf, so dass auch Jonny wieder mitkommt. Er knibbelt an L. herum, der das niedlich findet und Jonny wieder in den Schlaf streichelt.
8:45h: L. sagt mir Bescheid, dass er fertig gekuschelt hat und wieder geht.
8:50h: Ich bin jetzt echt richtig wach und mache Kaffee.
9:00h: der Hübsche erwacht vom Kaffeeduft.

Q. steht ja unter der Wochen anstandslos um 6:00h auf, ganz ohne Pienzen und Motzen, aber am Wochenende, da schläft er wie ein Bär. Um 10 habe ich ihn dann zum Frühstück geweckt, es war schon gut, dass wir das Unihockey abgesagt haben, er hatte immer noch Kopf- und Halsschmerzen.
Deshalb haben wir es gemütlich angehen lassen:
ewig ausführlich gefrühstückt, mein Schwesterlein nicht sehr hilfreich Feedback zu den potentiellen Hichzeitlocations gegeben ("beides cool, finden das eine ein bisschen besser, aber das andere kann halt auch grossartig sein.") dann sind der Hübsche und ich allein zum PokemonGo-Communityday Karnimanis fangen gegangen.
Ton in Ton. Das ist eine ernste Angelegenheit.

Der Hübsche und Jonny auch Ton in Ton.

Things to do, places to be.

Die Katzen laufen immer mit, wenn man rausgeht, ich bin dann ein bisschen nervös geworden und habe sie auf halber Strecke wieder nach Hause begleitet, der Hübsche hat mich ordentlich dafür ausgelacht. Tja nun. (Wie Sie oben btw sehen: Schneechaos. Nicht.)
Danach dann wochenendliches Üben für die Schule: Diktat für L mit dem Hübschen, Geographie für Q. mit mir (ich bin jetzt auch halbwegs fit, was die Länder 21 - 40 angeht, sind leider keine solche Highlights mehr wie Podgorica dabei, ich habe immerhin alle Hauptstädte schon mal gehört. Ausserdem: Massentourismus, Paris, Nord-/Süditalien, Gezeiten. Sehr spannend, Q. ist richtig fit und ich habe auch was gelernt. zum Beispiel französische Gezeitentabellen lesen.)

Abend haben wir uns spontan (und spontan in meinem Sinne, d.h. ich habe am Donnerstag angefragt, ob sie vielleicht Lust oder Zeit oder am besten beides hätten und sie hatten) mit Nachbarn verabredet zum Geburtstag, Weihnachten, Silvester, überhaupt haben wir zu lang nichts mehr zusammen gemacht, nachfeiern verabredet und so gibt es jetzt Tacos für acht, mit Sekt und Rotwein und Limo und Eis als Nachtisch und die Kinder spielen Cool Runnings und Darts und wir schwatzen und hinterher muss niemand noch Auto fahren oder besonders weit. Wir die Treppe rauf, sie zwei Häuserzeilen weiter.

Gegessen: Samstagsfrühstück (halbes Laugengipfli, Maissemmel, ein Liter Tee, ein Stück Nusszopf zum Zvieri und Tacos. Viele Tacos.)

Gelesen: Das Geopgraphiebuch von Q.

Stressleveldurchschnitt gestern: 13
Selbstbeweihräucherung: vor lauter Tacozeug den frischen Zopf (3 aus insg 750g Mehl, 2 Laugen, einen normalen) für morgen nicht vergessen


Freitag, Januar 11, 2019

Freitag, 11.01.2019: Hoch die Hände

Jonny-story zu Beginn:
4:30h: Q.s Zimmertür klappt,
4:33h: Jonny hakelt nach meinem rechten Augenlid,
4:36h: Jonny sitzt mit frisch gefüllter Trockenfutterschale auf der Treppe vor der geschlossenen Schlafzimmertür.
5:45h: Mein Wecker läutet, Jonny sitzt immer noch (oder schon wieder, wer weiss das schon) da und kommt mit mir ins Bad.
6:00h: Q.s Wecker läutet und Sansa macht sich Sorgen, dass der Hübsche verschlafen hat und hakelt ihn wach.
6:01h: Sansa ist bei mir und Jonny im Bad mit Tür zu.

Sonst: Homeofficetag mit REACH-Assessment, Facility Fitness-Training (ja, Spülmaschine, du bist nicht mehr fit, du must gehen. Ich habe aus Versehen auf die deutsche Version des Trainings geklickt und echt eine Zeitlang überlegt, was um alles in der Welt das sehr stark strapazierte Wort "Herstellungsexzellenz" bedeuten soll.) und darüber habe ich dann tatsächlich vergessen, mich ins zweiwöchentliche Projektmeeting einzuwählen. Also: 18 Minuten lang, dann schnell nachgeholt. Upsi.

Irgendwann dann Mittagessen mit Kindern, Q. ist ein wenig matschig und hatte morgens schon Kopf- und Halsshmerzen, aber kein Fieber. Ich verspreche, ihn ausnahmsweise am Nachmittag mit dem Auto von der Schule zu holen, wir nehmen auch noch den Hübschen mit und so haben wir um halb fünf Feierabend statt um fünf.
Das Training fällt heute eh aus und Q. klagt trotz Ibuprofen immer wieder über Kopfschmerzen und Halsweh, ich melde ihn also für die zwei Meisterschaftsspiele morgen ab. Ja, die Mannschaft ist eh schwach aufstestellt wegen morgen, aber wenn ein kranker Q. den ganzen Nachmittag in verschwitzten Klamotten in einer zugigen Turnhalle rumhängt, hat keiner was gewonnen.

Katzengeschichten:
Jonny wurde heute von diesem winzigen Hund gejagt, und zwar war der ohne Leine unterwegs und ist in unseren Garten gerannt. Jonny war so schnell auf der Flucht, dass die chipgesteuerte Katzenklappe nicht so schnell aufging, wie er angerast kam, deshalb stand er dann noch ein wenig mit gesträubtem Fell auf der Terrasse rum. Das nächste Mal, wenn die Polizei den Kläffer irgendwo aufgreift, kann er schauen, wo er unterkommt!
Sansa hingegen hatte so gemischte Erfahrungen: ich habe durchs Küchenfenster beobachtet, wie sie mit Nachdruck mehrfach aus dem Nachbarsgarten gegenüber geworfen wurde. Sie hat das allerdings nicht krumm genommen und ist, sobald der Nachbar umkehrte, wieder fröhlich mit ihm über den Rasen gerannt. (Ich habe kurz recherchiert, aber Katzen sind eine juristische Ausnahme und unterliegen nicht der Aufsichtspflicht für Haustiere. Wenn die Nachbarn sich an ihnen im Garten (oder sogar im Haus) stören, können sie ungefährliche und tierschutzkonforme Abwehrmassnahmen ergreifen, aber man hat kein Recht auf einen katzenfreien Garten. Puh.
Die andere Erfahrung war der Pöschtler, der den Kaffee gebracht hat. Am Homeofficetag machen sich die Katzen ja einen Spass daraus, durch die Katzentür in den Garten zu sausen, ums Haus rum und dann aufs Küchenfensterbrett zu springen und dort Einlass zu begehren. Irgendwann wurde mir aber kalt und ich habe das Küchenfenster geschlossen. Als der Pöschtler ankam, habe ich gesehen, wie er so Herzchenaugen bekam, als er auf unsere Tür zukam, und als ich aufmachte, sass Sansa da wie so ein kleines Flauschknäuel auf dem Türvorleger und schaute mich mit grossen Augen an. (Den Kaffee habe ich auch freudig in Empfang genommen.

Gegessen:
Granolajoghurthimbeeren, eine Kaki, Nudeln mit Tomatensosse, ein Stück Nusszopf, eine Pizza

Gespielt:
Ein sehr cooles (hahahaha, Wortwitz) neues Brettspiel (Amazon Affiliatelink) und das kam so: Vor Weihnachten irgendwann gab es im Spiegel (müssen Sie selber suchen) eine Fotostrecke über die x besten Winterspiele für Familien. Eines davon war "Cool Runnings", das hätte ich gern für uns zu Weihnachten bestellt, aber natürlich war ich nicht die einzige und so war das schon ausverkauft und landete halt auf meiner Amazonmerkliste. Schon eine Zeitlang vor Weihnachten habe ich angefangen, eine finnische Krimireihe  (Affiliatelink) zu lesen (sehr empfehlenswert übrigens, von einer Frau geschrieben, die Hauptperson ist eine Frau und wenn man mal geschnallt hat --das ging bei mir ein bisschen---, dass zumindest die ersten Bände so in den 90ern spielen, nicht heute, dann kommt es einem auch nicht ganz so strange vor), da gibt es eine Menge von. Irritierenderweise gibt es von 13 Bänden zwei (und zwar Band 5 und 11) nicht als Kindleversion. Weil halt möchte ich die aber lieber chronologisch lesen, also habe ich mir nach Band 4 Band 5 und 11 eben als Taschenbücher bestellt. Zwei Taschenbücher - Mehrwertsteuer sind aber nicht genug, um in die Schweiz versandkostenfrei geliefert zu werden, also habe ich das Spiel von der Merkliste, das jetzt wieder verfügbar ist, dazu genommen. Und damit es schneller geht, alles nicht in die Schweiz, sondern zum Lottoladen bestellt. Lange Geschichte, Fazit: heute habe ich das alles abgeholt, direkt acht 6mL-Eiswürfel gemacht und dann haben wir nach dem Pizzaessen gespielt. Es macht wirklich, wirklich Spass! (Konzept ist denkbar einfach: Spielsteine sind die Eiswürfel in einer Art Sieb über einem Becher, man kann entweder ziehen oder die Mitspieler angreifen. Man muss als erster mit einem Rest Eis ins Ziel kommen oder wenigstens am längsten nicht ganz schmelzen. Man kann entweder mit Rubbeln, Hauchen, Tauchen, Duschen, Quetschen, oder am fiesesten, Salzen angreifen.)
Die Katzen sagen: kann man machen, das Wasser ist okay, die Eiswürfel sind mit Salz nicht soooo lecker, die Kiste ist schön klein.









Gelesen:  Viel Hintergrundinfo über laser obscuration und laser diffraction. Immer noch "Becoming", in der Badewanne (ich muss mal hinnemachen, jetzt habe ich ja die Krimis!). Ich bin grad beim erste Präsidentschaftswahltag. Mal sehen, wer gewinnt.
Stressleveldurchschnitt gestern: 12
Selbstbeweihräucherung: Mit der ganzen Familie in der Küche gemeinsa Pizza gemacht und nicht nur Feldwebel gewesen

Donnerstag, Januar 10, 2019

Donnerstag, 10. Januar 2019: TWIMC und schon wieder Spülmaschine

No Jonny-Story, Jonny hat verschlafen. War anscheinend sehr müde nach seinem langen Tag im Schnee gestern.
Hier liegt immerhin nach dem hochdramatischen Schneegestöber inclusive Wintergewitter und Sturm gestern noch eine ganz dünne Schneedecke, dazu ist es schön kalt, genau das Richtige, um mich schon morgens glücklich zu machen.
Wie nahezu jeden Tag (ich führe da ein bisschen Buch drüber, weil meine zwei Diasporakollegen und ich eine Meinung dazu haben müssen, ob unsere offiziellen Schreibtische im Turm noch Sinn machen. Jeden Morgen dort oben seufze ich «Aber die Aussicht!», weil das ist halt wirklich grandios. Andererseits sehe ich vom Bahnhofsbüro mit ein bissche Kopfrecken ins Pinguingehege des Zoos, das ist auch nicht ganz schlecht.) wandere ich vormittags ins Bahnhofsbüro (ich liebeliebeliebe die Kälte!), nur um beim Quetschen durch die Vereinzelungsschleuse die Nachricht zu bekommen, dass das Meeting abgesagt wird. Dafür hatte ich dann Zeit für einen Aufwärmkaffee mit den Kollegen.
Der Rock hat zwei Probleme: einen sehr weichen Bund, d.h wenn man irgendwo hängenbleibt, rutscht er einem schneller vom Po als man glauben möchte (Sie ahnen, warum ich das weiss?) und keine Taschen. Aber: ich trage immer hohe Stiefel dazu, in denen kann ich zB Handy und Lippenstifte  unauffällig transportieren

Zum ersten Mal den Auftrag bekommen, eine MAH-declaration according to EU variation guideline für die Behörden zu schreiben (*winkt zu Frau Rabe*) und Gottseidank habe ich erstmal eine Rundumfrage bei den Kollegen gestartet, ob sie sowas schonmal gemacht haben. Ich sah vor meinem inneren Auge nämlich eine Art Doktorarbeit mit dröflzig Millionen Daten und so, aber es stellten sich zwei Sachen raus: 
1. Ich muss das UNTER-, nicht notwendigerweise ganz selber schreiben.
2. Es ist keine Doktorarbeit, sondern ein sehr formales 3 Zeilen langes Statement.

Und weil ich immer schon mal einen TWIMC*-Letter schreiben wollte, habe ich das als mal schnell geschrieben. Und mich bei meinen grossartigen Kollegen bedankt, die trotz selber deutlich mehr zu tun als Däumchendrehen sofort konstruktiv und hilfreich geantwortet haben.

Hat dann aber nix geholfen, weil, ach, es ist kompliziert und in der noch ausstehenden Diskussion habe ich dann viel Möglichkeit, meine Negotiation- und Copingskills zu üben. (Zum Beispiel: nicht die Augen rollen, nicht viel und prustend schnaufen, "however" statt "but" sagen, "flip it"-übern, naja, oder halt Baldrian nehmen).

Bisschen ernüchtert gewesen über die Reakton auf mein vorweihnachtliches laaaaaanges, ausführliches Erklärmemo für Kollegen aus der Galenik: "Ah, danke, wir haben jetzt eh den Grund gefunden, Laborfehler." Hm. Hm. Hm. (Aber hey: viel über die Entwicklung eins meiner alten Produkte gelernt so zwischendrin. Und über Lyovials)

Sonst so: endlich mein letztes Owei gefangen, das noch für die Meltan-Challenge gefehlt hat (PokemonGo, wie Sie sicher ahnen), den Sichlor hatte ich ja schon entwicklungsbereit, Knogga auch fangbereit und jetzt muss ich noch ein bisschen mit dem Traumato laufen. Halleluja!

Gegessen: Joghurthimbeerengranola (bald sind die Himbeeren alle. Seien Sie gespannt, was dann kommt), Salatteller zu Mittag (ich hatte mich die ganze Woche auf das rote Vegi-Curry gefreut, aber dann gabs das gestern, wo ich in der anderen Kantine war. So ein  Mist. Und die "Kartoffel-Randenbratlinge" sind echt superfad, da zahle ich lieber den teuren Abwiegesalat. Der war aber sehr lecker!), und Graupen mit Feta-Spinat zum Abendessen und das kam so: eigentlich wollte ich frishes Brot für Brotzeit und Salat auf dem Rückweg vom Spülmaschinenkauf mitnehmen (s.u.), dann hatte ich aber den Geldbeutel vergessen und ich kann zwar eine Spülmaschine ohne jedes Ausweisdokument auf Rechnung kaufen, aber ein Brot natürlich nicht. Und auf zweimal Laufen hatte ich keine Lust, also fragte ich die Kinder, auf was sie stattdessen Lust hätten. Antwort war: Spiegelei mit Spinat (naja, Kinder ohne, ich mit), Toast und Rohkost (für die Spinatverächter). Soweit so gut, während mein Spinat also mit Knoblauch schmurgelte, holte ich die Eierschachtel aus dem Kühlschrank und es war das Äquivalent des letzten Blatt Klopapiers drin: ein einziges Ei. Daneben lag immerhin noch eine Packung Pizzateig, also gab es Pizzaschnecken für die Kinder und ich warf etwas Feta und Tomatenwürfel in den Spinat, Couscous dazu war aus, aber hey, ich mag ja Graupen auch sehr gern.

Gelesen: "Becoming" (Bus, Bus, Badewanne, ich bin be ca 2/3), Filingdokumente, Master Batch Records

Gekauft: Kaffee (ich habe, glaube ich, bisher keine einzige Limited Edition von Nespresso verpasst. . Ausserdem wurde es leer im Kaffeeschrank.) und Spülmaschine. Keinen Moment zu früh, die alte macht nämlich jetzt bei jedem Spülgang E15 (Wir hatten in meinem vorletzten Job den running gag, dass die Kalkulationen für egal welches Produkt bei einem Kunden immer eine Kilopreis von 36.80CHF ergaben. Mit Küchengeräten ist es auch so: egal, was kaputt ist, im Elektroladen vor Ort kostet es 2000CHF (ausser der Backofen, der war noch teurer. Dafür war der Kühlschrank günstiger. Auf der anderen Seite der Grenze). Wir haben mittlerweile schon so viel dort gekauft, dass ich auch ohne Geldbeutel, ohne jeden Ausweis auf Rechnung dort einkaufen kann. Fragwürdiger Ruhm.) Endlich wieder MIT Innenlicht, das hatten wir in dem Vorgängermodell der aktuellen, das ist echt ein grossartiges Feature. Dann noch mit Salzbehälter in der Tür, finde ich jetzt eher mittelpraktisch, aber mit der Enthärteranlage müssen wir eh kaum noch nachfüllen, da isses egal. Ach ja: Und mit einem Gruselsieb, das vernünftig zu reinigen ist und einer Ablaufpumpe, die aus fest verschraubten Teilen besteht, nicht so ein larifari-Zusammenstecksystem

Stressleveldurchschnitt gestern: 14
Selbstbeweihräucherung: niemanden den Kopf abgebissen. 

*"to whom it may concern". Ich weiss nicht, ob das alle so wie bei uns einfach twimcletter aussprechen oder ob man normalerweise "tidabbljuaiämsii-letter" sagt.

Mittwoch, Januar 09, 2019

09.01.2019: Coaching und Spülmaschine

Wir hatten die Schlafzimmertür heute zu und Jonny hat bei Q. geschlafen, also keine Jonny-Story.
Eine Katze, man weiss nicht welche, hat uns in die Küche gekotzt. Naja, immerhin nicht reingestiegen.
Morgens um 6 den nächsten Batch fertigen Joghurt aus dem Ofen genommen, diesmal die Hälfte mit Vanille. Mal sehen, wie das schmeckt (gestern übrigens beim Vorbereiten den ersten Liter Milch grad mal auf höchster Stufe vergessen und erst beim Überkochen gemerkt. Ein Hoch auf das Induktionsfeld, wo man nur wischen und nicht kratzen und fluchen muss. Die abgekochte Milch kam wieder in die Flasche zurück für Kaffee, den nächsten Liter habe ich nicht aus den Augen gelassen)
Mit L. aus dem Haus gegangen, 2 Minuten später als sonst, was dazu führte, dass ich ordentlich zackig laufen musste, aber nicht rennen.

Heute hatten wir die erste Runde unseres Coaching Circles ohne Facilitator. Ich hatte (wie immer) eigentlich gar nicht sooooo viel Lust und viel Dringendes zu erledigen, bin aber erst aus Pflichtgefühl doch gegangen und dann begeistert geblieben und beschwingt gegangen (wie immer. Immerhin merke ich mir das).

Mittagessen mit einer neuen Kollegin aus einem der Produktteams, die bisher grösstenteils konstant besetzt waren. Komisch, da ein neues Gesicht zu sehen, aber hey: ich habe es zum Essengehen in einem anderen Bau genutzt :-). Und nett ist sie auch noch.

Über den Tag verteilt war immer wieder dichtestes Schneetreiben, beim Heimgehen sogar ein Gewitter dazu. sehr beeindruckend. Jonny, der harte Hund, war übrigens fast den ganzen Tag draussen, ohne Aufwärmen (zumindest bei uns nicht.

Gnarf des Abends: die Spülmaschine hat schon wieder E15. Das ist der Fehler, wo Wasser in der Bodenwanne steht, deshalb denkt der Sensor, es wäre alles total undicht, aktiviert den Wasserstopp und zack, merkt die Maschine, dass kein Wasser mehr kommt, hard stop. Beheben tut man das offiziell, indem man den Service ruft. Man kriegt es natürlich auch hin, indem man die Bodenblende abschraubt, das Wasser aus der Bodenwanne tupft und fertig. Das ist ziemlich doof, weil die Schrauben total beknackt angebracht sind. Ich habe also mit der Hand abgespült, festgstellt, dass das Typenschild der Maschine entweder nicht existiert oder nicht spülmaschinenfest ist, ein leerer Aufkleber ist nämlich das Einzige auf auf der Tür..., so dass jeder Anruf beim Service vorhersehbarerweise ein totales Drama würde. Mit der Hauhaltsgeräterfahrung, die ich bisher gemacht habe, wird der Service incl allem Tralala nur zum Abklären mindestens  250 CHF kosten und uns dann vermutlich sagen, dass er nochmal kommen muss zum Reparieren (das kostet dann 300CHF) oder dass wir ein neues Gerät kaufen sollen. Deshalb (und weil die Maschine mindestens zweimal die Woche auch noch E22 anzeigt, da braucht man aber keinen Service, sondern muss nur von innen alles auseinanderbauen und ein blödes Plastikteil, das gar nicht halten KANN, wieder in die Halterung balancieren) ist meine Entscheidung eigentlich schon gefallen: Tschüss Maschine, wir kaufen eine Neue. Die zu klärende Frage ist nur noch: Deutschland oder Schweiz, online oder offline und auch da tendiere ich mittlerweile zu der Variante mit dem geringsten zeitlichen (und höchsten finanziellen) Aufwand, aber vom einen habe ich wenig, vom anderen ... genug, nämlich: Elektromarkt vor der Haustür.
Und weil ich das Kacktypenschild nicht finde, muss ich das jetzt alles ausmessen, damit ich die Masse etc habe. (Die schwarze Liste von Haushaltsgeräteherstellern, von denen wir NIE WIEDER was kaufen wird länger. Macht immerhin die Entscheidung auch leichter.)

Gelesen: "Becoming" im Bus in und zurück und auf dem Crosstrainer und nach dem Abendessena uf dem Sofa, sehr viele Filing-Dokumente (jetzt eher uninteressant für Sie und eh nicht teilbar), "52 Places to go in 2019" via Anke Gröner (mit Calgary und im weiteren Sinne Apulien decke ich dank Urlaubsreise und Arbeit ja schon mal 2 ab.)
Gegessen: Morgens: Granola mit Himbeeren und Joghurt, mittags Riesensalatteller mit Antipasti Tralala, das Personalrestaurant bei den Regulatory Leuten ist speziell und sehr lecker! Abends: Flammkuchen mit Kürbis und Cranberries  <-- hatte ich mir auf dem Heimweg so ausgedacht, aber dann waren noch Nudeln mit Kräuterpaste von Sonntag übrig und in dem Flammkuchenbodenpäckchen nur 3 statt wie erwartet 5 Böden drin. Also: Flammkuchen für die Jungs, Nudeln für mich(zwischendrin: die letzten Cantuccini an der Kaffeemaschine. Irgendwer muss ja.)
Stressleveldurchschnitt gestern: 46
Selbstbeweihräucherung: Schon wieder nur eine hilfreiche Antwort gegeben, anstatt selber die Lösung zu liefern (Das heisst zB: auf die Anfrage "In Dokument xyz fehlen die Formelzeichnungen für die API-degradation-pathways, bitte eintragen" zu antworten: "Die sind für alle Formulierungen identisch, bitte hol sie Dir aus Report abc, den Du selber geschrieben hast"

Dienstag, Januar 08, 2019

Dienstag, 08.01.2019

Es bürgert sich ein, dass der Blogpost mit einer Jonny-Story startet. Heute, der Kater ist ...nachtragend? lernfähig?, hätte mein Wecker (EIN EINZIGES MAL IN DER WOCHE) erst um 6 geläutet, aber Jonny lässt sich nicht nochmal überrumpeln: Punkt 5:44h sprang er mir laut schnurrend mit Krallen ins Gesicht. Mein Versuch, die Viertelstunde noch liegenzubleiben (wer steht denn auf und legt sich für eine Viertelstunde nochmal hin? Da denke ich die ganze Zeit nur "Oh, gleich Aufstehen", da kann ich auch gleich aufbleiben), resultierte in zerkratzten Füssen, zerbissenen Fnger und ein paar Furchen auf der Kopfhaut. Und dem Hübschen, der den Kater um 5:52 vor die Tür setzte. (Naja, für den Hübschen lohnt sich das Hinlegen bis 7:00 auch eher nochmal).

Aufstehen, gemütlich mit Q. frühstücken, Busfahren ins Turmbüro, Arbeiten.
Vor dem Mittagessen noch ein Fussmarsch durch die frische Luft zum Bahnhofsbüro (Man merkt: ich will den Weihnachtsspeck so schnell wie möglich loswerden, die Tramfahrten sind gestrichen! Ich nehme die Extra -2.5 km-Latsch, wann immer ich sie kriegen kann!), F2F-Meeting mit dem 20% Chef. (Sehr interessant, wie man sich an unterschiedlichste Vorgesetzten-Typen gewöhnt und dann über anderes Benehmen stolpert. Nicht schlimm, aber mit kurzem "Hm, was war das denn?")
Überhaupt war heute ein Grossteil des Tages dem Zusatzjob gewidmet und ich merke, dass ich es zwar mittlerweile gewohnt bin, zwischen Produkten im Sekundentakt hin und her zu schalten, aber Produkt UND Rolle beim schnellen Emailscreening zwischen Tür und Angel zu bedenken, das ist eine neue Herausforderung.
Kurz vor Heimgehen dann hatte ich noch ein Meeting, vor dem ich ein wenig Bauchgrimmen hatte, ich hatte nämliich aus nicht ganz logischen Gründen das Thema nicht sofort erledigt, dann das Problem missverstanden, dann war was anderes dringender und je länger es unerledigt in der INbox lag, desto schlechter war mein Gewissen, allein schon, wenn ich der Kollegin, die auf meine Info wartete auf den Flur oder sogar auf einer Verteilerliste begegnete, Dazu kam, dass ich aus undefinierbaren Gründen den Eindruck hätte, sie fände mich doof oder inkompetent, aber hey: ich hätte mal gar kein Bauchgrimmen haben müssen, weil: ich hatte die richtigen Leute zum Meeting eingeladen, die jetzt an der Lösung arbeiten, es ist gar nicht dringend, und die Kollegin hat nur ein eher vulkanisches Gemüt  respektive ist nicht so ein Gesichtskasper wie ich, hat aber einen wunderbaren trockenen Humor und ich habe jetzt keine Angst mehr vor ihr.

Dann sogar noch den Shuttle anstatt den Zug um halb sechs erst erwischt, Brot eingekauft und sogar den Hübschen noch gesehen, bevor er zum Sport ging.


Gelesen:
Weiter in "Becoming" (immer noch gut, immer noch unpraktisch. Man kommt aber andauernd mit Leuten ins Gesrpäch, wenn man mit dickem Buch unter dem Arm durch die Gegend läuft. Hat ein bisschen was von "Schaut alle, wie schlau ich bin. Ich lese. Dicke Bücher. Mit nur wenigen Bildern.")

Geguckt:
Die drei Videos der "Morgenroutine mit 10 Kindern" (via @dasmuttertier). Ich muss gestehen, ich fand das Zuschauen trotz zum Teil Fast Forward grenzwertig langweilig (4 Kinder wickeln, zähneputzen, anziehen oder 10 Kindern Früchteteller drapieren dauert genauso lang, wie man das glaubt und ist kein bisschen interessanter als gedacht), vermute allerdings, dass der ganze Channel nicht echt ist. Das ist zu weiss, zu viele Kinder, zu skurril (wie sie da wie die Larven auf dem Boden liegen und warten, bis sie gewickelt werden..., wie sie vor drei aufsteht um zu beten und Videos zu schneiden, wie ein Kind 9 Instrumente spielt und die dunkelroten Trauben beim Rumwerfen keine Flecken auf die blütenweissen Kleider machen... (Naja, mit ordentlich Chorbleiche sind weisse Klamotten deutlich einfacher sauber zu halten als alle anderen Farben), der Mann als fundmentalchristlicher Prediger...), ich persönlich glaube, das ist entweder das Projekt eines Fernsehsenders, die Diplomarbeit einer Irgendwasmitmedienstudentin, ein Psychologieexperiment, um rauszufinden, wie viele Menschen das glauben, oder eine Satire, wo zB ein finnischer Jan Böhmermann eine finnische Daniela Katzenberger und all die Kinder seines Teams rekrutiert hat, um die Mommybloggeria richtig auf die Schippe zu nehmen.

Gegessen: das gleiche wie gestern, wir haben noch Joghurt, Himbeeren, Granola. Und zum Mittagessen "persische Kräuterfrittata mit Nüssen, Joghurtsosse, dazu Rosenkohl, Blumenkohl und Reis-Linsen-Salat" Joah. geht so.

Stressleveldurchschnitt gestern: 34
Selbstbeweihräucherung: Sachen delegiert bzw Anfragen an mich auch mal einfach mit "Ich bin nicht die richtige Person, bitte hier und da nachfragen" weitergeleitet, anstatt wie sonst gerne, den vollen Rechercheservice zu leisten.

Montag, Januar 07, 2019

Montag, 07.01.19

Jede Stunde vor dem Weckerklingeln und dann vom Weckerklingeln aufgewacht. VOR Jonny (ha, zwei Wochen die Katze durch massives Ausschlafen auf 7:00h trainiert, und dann mit Wecker um 5:45h verwirrt. Ich habe aber darauf verzichtet, ihn zum Aufwecken in die Unterlippe zu beissen).
Q. ist definitiv mein Sohn. Aufstehen war (ist es eh nie unter der Woche, am Wochenende schon eher) kein Problem, er lag schon eine halbe Stunde vorher wach.

Selbergemachten Joghurt (das ist ja nun mal pipieinfach, auch schon nach dem Rezept in dem Zuckerzimtundliebe Frühstücksbuch, (affiliate link), aber noch einfacher mit der hier bei uns imHaus normal verwendeten fettarmen Milch und dem äquivalenten Joghurt und dem, wer hätte es gedacht, Joghurt-Programm unseres Backofens. Schmeckt: wie Naturjoghurt halt. Ich muss aktiv das Fädenziehen übersehen, sonst gruselt es mich ein wenig) mit TK-Himbeeren und selbergemachtem Granola gefrühstückt. In dem (ehemaligen Silberzwiebel-)Glas, in dem ich den Joghurt habe reifen (ist das das richtige Wort? Naja, halt bei 40Grad im Ofen habe von Milch mit Joghurt reingerührt zu Joghurt habe werden lassen) lassen und aus dem ich schon die Hälfte für den Hübschen in ein Schälchen geschüttet hatte. Sah aus keiner Perspektive instagrammable aus, war aber sehr lecker.

Bei der Arbeit zwangsweise so viele Leute umarmt und erzählt und zugehört, wie Weihnachten und der Jahreswechsel so war, dass ich erstens mit einer grossen Ladung Keime imprägniert bin und zweitens mich irgendwann hinter einer Trennwand versteckt habe und Durst und "MussmalPipi" sehr lang unterdrückt habe, weil ich nicht mehr "Happy new year"-umarmt werden wollte (hat mir Kopfweh von zuwenig trinken eingebracht, oder von den Keimen, wer weiss das schon).
Hinter der Trennwand war immerhin auch die Kaffeemaschine und eine Tüte Cantuccini. Und die Kollegin aus der Nachbarabteilung, von der ich nicht genau weiss, was sie macht und woher sie kommt und die sehr wenig spricht, normalerweise. Heute aber war ihr sehr kalt und sie wollte mit mir das Raumklima diskutieren (das zentral gesteuert wird), und  ich sollte dauernd ihre Gänsehaut und ihren Schüttelfrost fühlen, dabei war mir seit dem strammen Marsch durch frische 5 Grad vom Turmbüro ins Bahnhofsbüro den ganzen restlichen Tag so von innen glühend warm, wie einem eben nur wird, wenn man von draussen durchgepustet in ein warmes Gebäude kommt. Und so sassen wir neben einander, ich mit roten Wangen, hochgekrempelten Blusenärmeln und sie zitternd mit deckengrossem Schal und Wintermantel an, mit dem festen Vorsatz, nach Feierabend einen echten "coat for Swiss winter" zu kaufen. Für drinnen. (Meine Vorahnung: es wird eher ein Swiss Federbett werden, weil sie vermutlich einfach krank wird. Und ich dann bestimmt auch wegen Gänsehautanfassen.)

Sonst so: Dinge erledigt, Italienreise gebucht. Noch viel mehr Dinge erledigt.

Mittagessen: Ofengemüse mit Nudeln, Zuckerschoten, Mandelpesto und Selleriesalat

Gelesen:
Weiter in der Michelle Obama-Autobiographie (Affiliateink, aus Gründen als Hardcover, meine Güte, ist das unpraktisch! Aber ich wollte die Fotos in Farbe haben und es mir zu Weihnachten schenken lassen).

Einen Artikel von einer Autorin? Kolumnistin? Texterin? Bloggerin? Ich habe ja keine Ahnung, wie das richtig heisst und hatte von der Frau bis anhin auch noch nichts (bewusst) gelesen, die erstaunt ist, dass ihre Tochter es nicht toll findet, ungefragt mit Klarnamen und Foto im Internet seit Jahren als Kolumnenthema zu dienen. Ja, man kann Privatsphäre unterschiedlich definieren und leben,  aber das ist schon beeindruckend unreflektiert.

Einen Artikel, der den Shitstorm, den die ZDF-Reporterin Nicole Diekmann aktuell aus dem rechten Sumpf abbekommt, recht kurz zusammenfasst. Es ist ja eh so ein Phänomen, dass "Internetbeef" in echt erzählt/erklärt sehr schnell sehr skurril wirkt und in eine ganz neue Perspektive gerückt wird. Oft wirkt so etwas dann nur noch albern und die Nerven nicht Wert. In diesem Fall ist es erschreckend und beängstigend und unheimlich, wie die Äusserung einer, man sollte es meinen, Selbstverständlichkeit, nämlich "Nazis raus" und einer, wie ich finde, brilliant ironischen Antwort Mord- und Vergewaltigungsdrohungen en masse werden. Ich bewundere Nicole Diekmann für ihre nach aussen gezeigte Stärke und Ruhe und wünsche ihr, dass sie weiss und spürt, wie viele Menschen von diesem Shitstorm entsetzt sind. Und ich hoffe, sie hat die Kraft und den richtigen Anwalt, um sich solche schrecklichen Menschen zu wehren.

So.
Und zum Abschluss noch:
Stressleveldurchschnitt gestern: 19
Selbstbeweihräucherung: mit Q. eine ausführliche Diskussion über die Macht von Sprache geführt und ihn ermutigt, sich in der Schule ein wenig aus dem Fenster zu lehnen, aber nur so weit, wie er sich traut. Den Rest mache ich.