Freitag, Oktober 18, 2019

181019: Feuerwehr

Es ist soweit: nach anderthalb Jahren kuschelt sich Sansa zu mir auf die Bettdecke beim Schlafen. Noch nicht wirklich entspannt (I feel her :-)), aber es wird. Aufgewacht bin ich übrigens, kurz vor Weckerläuten, als Jonny am Fliegengitter direkt über meinem Kopf hochgeklettert ist, gar nicht mal so ein smoother Start in den Tag, wenn man 4.4kg schwarzen Kater einen Meter über dem Gesicht hängen sieht.
Apropops Jonny-Gewicht: Jonny ist nicht nur bei den Nachbarn rechts (durch offene Terrassentüren), den Nachbarn mit der kleinen Katze, die während Kanada gefüttert haben (Fenster, Haustür, Balkontür, Terrassentür), bei den Nachbarn mit dem grossen Hund und der Katze im ersten Stock (offenes Badfenster und Katzentreppe), sondern auch bei den Nachbarn mit der Katze, die alle anderen Katzen vertreibt, im Haus (und am Futternapf) zu Besuch gewesen. Angeblich haben die eine Katzenklappe ohne Chipsteuerung. Und das sind nur die, die uns davon erzählt haben! Ich finde das so mittel (Sansa ist auch im einen oder anderen Haus, aber viel weniger anhänglich und offensichtlich zu jedem "lieb" als  ihr Bruder, weil ... naja, sie sind halt bei uns zu Hause, bei uns ist das Haus katzensicher, wir achten drauf, was offen rumsteht, kaufen vernünftiges Futter,schauen, dass sie nicht irgendwo eingesperrt werden. Dann denke ich mir: fühlen sich die anderen Leute gestört? Aber ich kann eine Katze ja nicht erziehen und ihr beibringen, dass sie nicht in fremde Häuser gehen darf.... ich hoffe nur, dass niemand sich so gestört fühlt, dass er das in für Jonny gefährlicher Weise an ihm auslässt (ich denke da an "grumpy cat" und den Schäferhund, der schon die eigene Katze nicht mag. Und an potentielle Nachbarn, die echt keine Katzen mögen). Immerhin scheint er (ich bin ja jobbedingt datenbegeistert, deshalb weiss wird auch das Katzengewicht gemonitored) ein gesundes Sättigungsgefühl zu haben, er ist stabil bei 4.4 bis 4.5kg, mal frisst er bei uns mehr, mal weniger, ich nehme an, der Rest wird mit Wildfang oder "Testessen" gedeckt.

Homeofficetag war erst zäh, ich war mit meiner Schlagzahl unzufrieden, weil (die Quality Prozesse kenne ich bisher eher theoretisch und nicht praktisch im Schlaf wie in Sachen MSAT, wo ich vorher war, d.h. ich nehme noch viel an Stolpersteinen und Umwegen mit) ich mich (ich hoffe vor allem gefühlt) noch ein bisschen ungeschickter anstelle, als ich das von mir gewohnt bin oder gerne hätte, aber dann kamen zwei Feuerwehraktionen rein und die habe ich dann zackizacki gelöst und vielleicht kann ich das doch alles ganz gut und brauche halt einfach ein bisschen Adrenalin zum Arbeiten.

Q. hatte heute wieder Biopraktikum, sie waren Pilzesuchen und ich bin ein wenig enttäuscht: ich hatte mich den ganzen Tag auf eine Pizza Funghi und Pilzrisotto morgen gefreut, aber nein: alle Pilze wurden zusammengelagert, deswegen durften sie auch die essbaren nicht mit heimnehmen und ausserdem werden sie die in der nächsten Stunde noch genau bestimmen und untersuchen und angeblich hat keiner was zum Essen mitbekommen. Hm.

L. hat demnächst Test über Wale und ich habe viel gelernt, was ich so im Detail noch nicht wusste, das war sehr spannend.

Sonst so: einiges vor am Wochenende, aber eigentlich nur morgen. Glaube ich.

Gegessen:
Honigknäckebrot
Linsensuppe mit Breznstange
Freitagspizza (dann halt mit gekauften Champignons) und Salat

Gelesen:
"Durchbruch"

Getragen:
nochmal das Rootskleid, diesmal mit nur grau drunter. Sehr gemütlich

Gesehen:
Staffelfinale von "Disenchantment" und "This is us"

Stressleveldurchschnitt gestern: 43
Selbstbeweihräucherung: like a boss den ersten TWIMC-Letter mit ppa. unterschrieben. Und grad noch einen.

Donnerstag, Oktober 17, 2019

171019: Fensterltour

Heute morgen habe ich im Bus mal wieder die Nachbarfreundin getroffen, das ist immer sehr lustig, weil wir eben dann NUR die .. keine Ahnung, 7 Minuten? Busfahrt haben, um uns gegenseitig "up to speed" zu bringen und das vor sieben Uhr morgens, ich glaube, mitfahrende Morgenmuffel hassen uns :-). Aber: up to speed.

Heute hatte ich wieder einen fast meetingfreien Tag, den ich hauptsächlich damit verbracht habe, zähneknirschend ein 60seitiges Dokument zu reviewen, das ich im ersten Anlauf nach nur Überfliegen eigentlich zur totalen Überarbeitung zurück an den Autor schicken wollte. Aber (Sie erinnern sich: Feilschen?) mein Vorschlag (jaja, es war zu sehr Vorschlag und Bitte und zu wenig "request"), vor dem SME-Review nochmal drüberzugehen und wirklich sicher zu gehen, dass es entsprechend der Work instruction erstellt wurde, wurde mit "No, I totally followed that document" abgebügelt und ich Depp ("DU SOLLST FEILSCHEN!!!") war mir zu unsicher, um meinen ersten Eindruck zu verteidigen und jetzt habe ich halt 60 Seiten und dröflzigtausend Referenzen im Detail überprüft und alle Sachen, die da nicht reingehören begründet und erklärt warum. Was .... streng genommen vielleicht schon mein Job ist, aber der Job des Autors wäre, die da gar nicht erst reinzuschreiben. Man kann sich das zB so vorstellen, dass .... das Verkehrsministerium jedes Jahr einen Bericht über die Verkehrssicherheit in den Städten erstellen soll auf Basis der Verkehrssicherheitsberichte aller Städte, der nationalen Unfallstatistik etc.. Im Gesamtbericht sollen dann unter "Unfallrisiken" nur die aufgeführt werden, die als kritisch eingestuft wurden oder die mehrere Städte betreffen oder die, die sich im Vergleich zum Vorjahr signifikant erhöht haben. Ich habe dann heute so Sachen aussortiert, die in etwa "Nachbarn berichten, dass der Verkehrspolizist in Hinterpusemuckl einen Elektroscooter, der nicht ganz auf dem Parkplatz stand, einfach ins Parkfeld gestellt hat, anstatt einen Strafzettel zu schreiben. Auf Nachfragen konnten sie aber nicht ausschliessen, ob der Scooter wirklich über die Linie rausgeragt hat". entsprechen. Und davon UNMENGEN. Nun ja, ich bin jetzt auf jedenfalls bestens vertraut mit allen verdammten Details dieses einen Produkts.

Lehre: ich habe der Autorin jetzt geschrieben, dass ich meine erste Einschätzung in mühseliger Kleinarbeit mit Fakten untermauert habe und sie das bitte ändern soll. Mal sehen, ob das nur die nächste Feilschrunde einläutet oder nicht, aber für die Zukunft muss ich sowas zügiger regeln, der Tag war nämlich nicht so ruhig, wie ich vermutet hatte, ich hatte nur irgendwann vor lauter Detailfieselei aus Versehen Chrome geschlossen und deshalb nicht mitbekommen, dass sich die Emails in der Inbox stapelten. (Da ist vielleicht auch eine Lehre drin).

Das war also das eine Learning heute, das andere war: manchmal ist ein offensichtliches Missverständnis nicht für alle offensichtlich. Ich war als Eskalationsstufe in eine schon sehr lange, immer aufgeregter werdende Emailkette mitaufgenommen worden und dachte mir nur "Was ist denn eigentlich euer Problem, das geht sich doch alles wunderbar auf?", bis ich die Zahlen anschaute und mir der Fall ins Gedächtnis kam, wo ich in meiner Produktionszeit mal das SAP-Rezept dem neuen Prozess anpassen musste und nicht wusste, das SAP einen Punkt für Dezimalstellen braucht und kein Komma (oder andersrum?), auf jeden Fall hat es aus meinen 523,000kg Rohstoff A und 800,000L Lösungsmittel etc halt 523TONNEN und 800Kubikmeter gemacht und alles wurde auf einmal sehr, sehr teuer in der Standardkalkulation und hätte auch in die Hose gehen können, weil damit natürlich sofort alle Alarme im Lager angehen würden, wenn auf einmal der Bedarf um Faktor 1000 nach oben geht. Wo war ich? Ach ja. Genau. Die Zahlen, um die es ging, waren Tausender und der Übersichtlichkeit halber war ein Punkt drin, also 1.150kg anstatt 1150kg. Ich habe mir ungefähr einen abgebrochen mit einer Formulierung, die niemanden als doof hinstellt, und trotzdem klar macht, dass wir genug für alle und deutlich mehr als ein gutes Kilo haben. Die goldene Brücke hat anscheinend gehalten, die Wogen sind geglättet und das ist mal ein versöhnlicher Abschluss des Tages (die beruhigte Email kam schon viel früher, aber das habe ich wegen Chrome zu ja nicht gemerkt).

Der Heimweg war dann noch ganz lustig, ich hatte mir nämlich erst Sorgen gemacht (ja, mei, ist halt so), das Jonny den ganzen Tag nicht heimgekommen war und Sansa das letzte Mal auch schon um halb 11 und plante also, mein Zeug einfach daheim abzustellen und dann (der Hübsche hatte ein langes Call) noch eine Spaziergang zu Jonnys Feld etc. zu machen. Kaum war ich in unseren Weg eingebogen, überholte mich auf einmal ein weissrotschwarzer flauschiger Blitz und Sansa kam an mir vorbei nach Hause gerast. Als ich dann die Haustür aufsperren wollte, sah ich vor dem Nachbarsfenster am oberen Ende der Katzentreppe die Nachbarskatze sitzen und streng nach unten gucken und .... von dort kam Jonny ums Eck. Anscheinend ist das das neue Abenteuer: an der Katze vorbei ins fremde Bad. Yay.


Gegessen:
Honigbrot
Ofenkürbis mit Reis und Kohlrabigemüse
Brotzeit mit Salat

Getragen:
Das roots-Kleid aus Banff



Gelesen:
Das vermaledeite Dokument und "Durchbruch"(Affiliatelink) (ich in mir nicht sicher, aber ich glaube, das funktioniert in den USA besser, wo man all die Zeitungs- und Fernsehmenschen vielleicht eher kennt als hier. Aber wer weiss.)

Gesehen:
"Disenchantment" und "This is us"

Stressleveldurchschnitt gestern: 12
Selbstbeweihräucherung: Das mit dem Elefant habe ich geschickt gelöst, das mit dem Review .. naja, schon auch gut und sehr genau, aber nicht smart. Aber fertig.

Mittwoch, Oktober 16, 2019

161019: Aufholen

Nachdem ich die letzten drei Tage immer hibbeliger wurde, weil die ToDo-Liste unkontrolliert anwuchs und ich nur in Meetings sass und immer nur noch mehr action items einsammelte, war der Tag mit nur 2 Meetings und dem Grossteil der Kollegen ausser Haus auf dem Rest vom Workshop Gold wert. Ich habe sortiert, priorisiert, einen Grossteil wegerledigt und den Rest für diese Woche eingeplant.
Noch geht nicht alles so smooth, wie ich das gerne hätte, dafür fehlt mir noch die Erfahrung / das Selbstvertrauen in der neuen Rolle. Es passiert das eine oder andere Mal, dass ich auf ein absurd wirkendes Ansinnen entweder direkt oder nach Rücksprache mit Kollegen, die den Job schon länger machen (und mir "Hahaha, das versuchen die immer, das sollen die mal ruhig selber machen, das ist deren Job!") mit dem freundlichen Hinweis, dass das bitte aus den und den Gründen selber gelöst werden müsste, Hilfestellung und so ja, aber machen bittedanke selber. Tja. Für mich wäre so eine Antwort eine sehr, sehr deutliche Abfuhr und ich würde mich auf den Hosenboden setzen und meinen Job machen, aber anscheinend bin ich das Spiel noch nicht gewohnt ("DU WILLST NICHT FEILSChEN?!") und dann meist sehr perplex, wenn dann noch nachtarockt wird (und natürlich unsicher, weil ich ja vielleicht doch was falsch verstanden haben könnte.. ...). Nun ja. In Sachen verhandeln kann ich sicher noch was lernen, aber nachdem ich vor meinem letzten Job und im speziellen vor Italien ja dachte, ich würde es nie hinbekommen, Leuten klar zu sagen, dass sie echt Mist bauen, wird das vermutlich auch irgendwann klappen.

Sonst: für sehr grosse Freude in unserem Team gesorgt, als ich für unser Meeting ein Superman-Shirt angezogen habe (Sie erinnern sich? Die Präsentation vor dem globalen Team? Wo wir spontan den Titel "Super-QPL der Woche" eingeführt haben? Naja, das bin ich diese Woche.) Und weil wir auch ein bisschen fies sind, haben wir den Kollegen im Workshop ein Bild davon geschickt und leider, leider, leider ist mir erst danach eingefallen, dass die beste Bildunterschrift ein Zitat aus dem unsäglichen Video gestern gewesen wäre: "If you are far away enough, everything is  funny".

Sonst so:
Q. ist beim Schulsport umgeknickt und in einem Disput ans Knie getreten worden (yay), also hat er heute das Unihockeytraining ausfallen lassen.
L. kann das aktuelle Stück auf seinem "Döngeldings", wie ich zum Xylophon sage, so gut, nachdem wir geübt haben ohne Ende, dass wir alle es mittlerweile als Ohrwurm haben.
Jonny ist ... ein Nachbarsschreck. Die Nachbarn zwei Häuser weiter haben für ihre Katze (die der Hund nicht mag und die deshalb nicht ins EG kann) einen Katzentreppe in den ersten Stock gebaut. Nun ja, wo eine Katz rauskann, kann ein Jonny rein und so hat anscheinend das Nachbarsmädchen einen Riesenschreck bekommen, als gestern auf einmal ein schwarzer Kater im Badezimmer stand. "Aber er ist ja ein Lieber" ist das "Er will ja nur spielen" für Katzenhalter.

Gegessen:

  • Honigbrot
  • Tahine mit Spätzle (ich war auch verwundert) und Auberginensalat
  • gebratene Aubergine asiatisch mit Reisnudeln (ich fand die Beschreibung der DimSum bei der Kaltmamsell so ansprechend, dass ich das KaptainCook-Rezept von gestern(?) direkt ausprobieren musste. War super, aber nicht knusprig aussen)



Gelesen:
"Unsere Seelen bei Nacht" aus (Sehr, sehr schön, leider ist anscheinend der dritte Band der Plainsong-Trilogie nicht übersetzt worden, aber ich hab mir jetzt halt das englische bestellt. Die "Seelen" spielen auch in Holt und nehmen sogar auf die Plainsong-Trilogie Bezug, und zwar werden die "drei Bücher, die über Holt geschrieben wurden, die zwei mit den Viehzüchtern und das mit dem Pfarrer," als Theaterstücke aufgeführt und die Protagonisten in den "Seelen" sind sich sicher, dass die nicht auf realen Begebenheiten beruhen und möchten selber auf gar keinen Fall in einem Buch endn.
Jetzt aber erstmal was ganz anderes. (Affiliatelinks)

Getragen:
Unterlage fürs Superman-Shirt


Gesehen:
"Workingmums" beim Crosstrainerstrampeln
"This is us"

Stressleveldurchschnitt gestern: 32
Selbstbeweihräucherung: wir haben eine Workshoplocation!

Dienstag, Oktober 15, 2019

151019: "It's not all bad!"

Heute startete der Arbeitstag ganz ungewohnt mit einem Workshop in unsere neuen Learningcenter, was praktisch 5 Fussminuten von unserer Haustür weg ist. Naja. 10, weil am ganz anderen Areal und weil ich den Eingang nicht direkt gefunden habe und einmal ums ganze Gebäude rum bin.
Naja, und dann... wurde es seltsam. Aus verschiedenen Gründen war unser Team zum Anfangsteil des Kick-Off-Workshops von anderen Teams eingeladen für einen allgemeinen Teil incl Agile Basics und Creative Leadership Circle und naja, ich hoffe mal, für die anderen Teams passte das und der Rest des Workshops, für uns (naja, für mich auf jeden Fall) war es ganz schlimm.

Ich will das hier jetzt gar nicht zerpflücken, der Coach hat mit unglaublich leid getan, ich weiss nicht, ob es an der Gruppe lag oder an ganz unterschiedlichen Erwartungen und Einstellungen, aber es war sehr schwer, das mitanzusehen, dass es einfach überhaupt nicht geklickt hat. Wenistens nicht in den ersten 3 Stunden, in denen ich dabei war.
Nun ja.
For the record seien hier zwei Sachen angemerkt:

Können wir bitte aufhören, alles mit Videos, in denen gezeichnet wird, zu erklären? Das war die ersten paar hundert Mal interessant und faszinierend anzusehen, aber these days? Wo gar niemand mehr im Fastforward beim Zeichnen gefilmt wird, sondern ein ruckelig animiertes Handfoto über die Leinwand ruckelt und die ältesten Cliparts "zeichnet? Das macht nichts besser! (Okay, ich war total abgelenkt, als ein Dinosaurier gezeichnet wurde, der von Höhlenmenschen bekämpft wurde, weil yay: Zeitreisen!, aber ich habe mir diesen Witz verkniffen und das sagt schon einiges.)

Ich habe es ja seinerzeit nicht so ganz verstanden, als mein neuer Chef gemeint hat, er hätte mich (auch) eingestellt, weil ich anders ticke als der Rest der Gruppe und er mehr Diversity im Team braucht. (Das war übrigens sehr schön: ich hatte/habe ja das Gefühl, es wäre ein Frauen"überhang" im Team, aber ich hab heute nachgezählt in der gesamten Gruppe: exakt 50:50, das sind nicht mehr Frauen als Männer, nur viel mehr Frauen, als ich bisher gewohnt bin). Ich dachte bei mir: "Naja, wie anders soll ich ticken, die sind nett, ich bin nett (ja, bin ich allermeistens schon!), die kennen sich aus, ich kenn mich aus, fertig." Ja. Und dann haben wir also alle diese "Creative-Leadership-Circle"-Ding ausgefüllt, und so richtig habe ich nicht verstanden, was es einem jetzt genau über einen sagt, aber ein bisschen ist es ja so: Wenn man genug Psychotests in Bravo und Mädchen gemacht hat, oft genug einen Test über "Welches Fastfood bist du?"*, "In welches Haus von Hogwarts gehörst du?"**, "Dein Leben in einem Stockfoto"*** oder "Was wäre deine Rolle im Starwars oder Startrek-Universum?"**** und den einen oder anderen Leadershipkurs (nur echt mit Psychotest, sei es MyersBriggs*****, Enneagram, 360, das Ding mt den Farben******), man kennt das ja irgendwann, man weiss, welche Frage auf was abzielt und zack, kommt jedesmal irgendwie was ähnliches raus. Immerhin. (die Stockfotosache finde ich immer noch seltsam).
Also, wo war ich? Ja, Leadership Circle. Also, für mich wenig überraschend hatte ich sehr hohe Werte im "Controlling"-Bereich (Mal ernsthaft, wie kann man bei "Perfektion" Abstufungen anbieten?!), ebenso im Achieving und Authenticity-Bereich. Und wie das dann halt so ist, war der Leadershipcircle als so eine Art Twistermatte auf dem Boden ausgelegt (ich hatte ja schon abenteuerliche Vorstellungen, wie wir das "I want everybody dancing today!" der Coachfrau umsetzen sollten und war mir nicht sicher, wirklich adäquat gekleidet zu sein für ein Spagat zwischen "perfect" und "courageous authenticity" mit einem Touch "Achieves Results", aber so war es dann doch nicht,) und um ein bisschen Bewegung ins Ganze zu kriegen, sollte sich jeder auf das Feld stellen, wo er/sie die höchsten Werte im "Reactive"-Bereich hat. Well. Und dann stand ich da in meine "perfect" Feld, fast allein auf weiter Flur, mit nur zwei anderen Kolleginnen, von denen eine bald geht und die andere in einer Gruppe ist, mit der ich nichts zu tun habe. Und ALLE meine direkten Kollegen standen in einer ganz anderen Ecke, die, sagen wir mal so, ziemlich touchy feely ist und in der ich die niedrigsten Werte überhaupt habe. Joah. Ich sag mal so: well played, Chef! Das könnte noch lustig werden.

Naja. Das war also das, ich bin dann irgendwann ins Büro gefahren, und bin gespannt, wie sich das noch entwickelt hat. (und ob es einen Feedbackbogen gibt)

Sonst: das übliche, es regnet wie aus Kübeln und die Temperaturen werden endlich herbstlich. Also <25Grad.

Gegessen:
Brot mit Honig
Feigen und Physalis vom Catering
Quorntortilla mit Guacamole, Reis, Karotten und Salat
Kimchi-Gyozas mit viel Salat

Gelesen:
"Unsere Seelen bei Nacht"

Getragen
Rosablaues Kleid mit den Lieblingsstiefeln, kein Foto, weil nie allein im Lift

Gesehen:
Workingmums beim Crosstrainerstrampeln
This is us

Stressleveldurchschnitt gestern 25
Selbstbeweihräucherung: so viele Gelegenheiten für immer sarkastischere und zynische Witze verstreichen lassen, dass ich irgendwann gar nichts mehr sagen konnte, weil sonst alle Witze rausgekommen wären und das wäre nicht gut gewesen. (Mal ehrlich: ich weiss, dass Hitler-Referenzen im Arbeitsleben und überhaupt nahezu immer unpassend sind, aber bitte, wenn der Trainer ausdrücken möchte, dass beide Seiten ihre Berechtigung haben und ihm nichts besseres einfällt als "It is not all bad on the "reactive" side", dann kann man schon fast sagen oder wenigstens denken: "Yeah, that's what some people still say about Hitler: "At least he built the Autobahnen", so not that convincing."



*Taco
** Gryffindor
*** "Traurige Frau isst allein Schokoladentorte" (ich weiss es doch auch nicht)
**** Kopfgeldjägerin (aber es könnte sein, dass ich da nicht gut zugehört habe, als Q. mir die Fragen gestellt habe) und natürlich Belanna Torres
***** ESTJ
****** rot

Montag, Oktober 14, 2019

141019: Vogelwild

Der Tag startete heute schon ein bisschen ausserhalb der Komfortzone, weil ich mir mal wieder das schwarzlila-gemusterte Kleid rausgelegt habe, das ... naja, halt schwarz ist, was nicht so meine Farbe ist, dazu vermutlich eine Nummer zu gross, aber dafür halt sehr gemütlich und auch nicht wirklich scheusslich, also ein Fall für "Müsste man mal wieder anziehen.", dazu passendes Makeup, nämlich die "Naked Smoked"-Palette, die auch eher nicht meine Farben enthält, weil mit schwarz grau silber lila sehe ich gerne aus, wie ein abgehalfterte alternde Sixties-Discoqueenwannabee, die leider nicht genug für den Ruhestand ersungen hat. Aber schön ist sie halt schon und passt sehr gut zum Kleid. Dazu hatte ich eine graue Strumpfhose rausgelegt und damit gings dann auch schon los: die war nämlich so zusammengelegt, dass man nur das grau sah und nicht das weintrot / senfgelb / schwarze burlingtonartige Muster, was schon sehr apart ist, aber halt nicht zu eine schwarzlila Kleid. Auf die Schnelle fand ich dann nur eine grau-karierte Strumpfhose und fand die okay, bis ich dann im Lift merkte, dass das Kleid doch gemusterter war, als ich das so in Erinnerung hatte, naja, und so war ich halt im vogelwilden Mustermix unterwegs. (Und sehr dunklen Augen).

Ansonsten war heute .... ein Tag mit enorme Schlagzahl: das hier war mein Kalender für den Tag (das Meeting von 17:30 bis 18:30 habe ich nach Rückfrage "geschwänzt")

und keines dieser Meetings war eines, das "nur" Zuhören oder auch mal nicht 100% konzentriert sein erfordert, weil es um ein Thema geht, das eher "Nice to know" wäre, nein, es waren entweder Produkthandover-Meetings, wo ich kondensiert alles wichtige zu meinen neuen Produkten lerne, oder Meetinghandovermeetings, wo ich einmal mit meiner übergebenden Kollegin zusammen aufschlage und ab nächstem Mal bin ich "Host", wäre also gut zu verstehen, um was es geht und wer wer ist, oder aber "Altlasten", weil ich dem Kollegen, der mein Italienprojekt übernommen hat, noch Hilfestellung beim Navigieren durch einen sehr komplexen internen Prozess versprochen hatte und der die heute eingefordert hat.
Ach ja, und beim Huddle bin ich die Woche Facilitator, das habe ich dann in der halben Stunde zwischendrin vorbereitet.
Und zweimal war ich ein bisschen zu spät, weil ich halt auch mal aufs Klo muss. (Immerhin: alle Timeslots nur einfach belegt, das ist ja auch schon mal was :-))

Und ich hatte keine Zeit für das ausführliche Gespräch, das mit der Krankenkasse fällig ist.
Ich habe nämlich auf einen Anruf während eins der drölfzig Meetings zurückgerufen und dachte, ich bin im falschen Film:
"Hallo, hier ist Frau xy von Ihrer Krankenkasse. Wir sollten uns mal unterhalten, ihr Mann hatte doch die dringende Anfrage wegen der spontanen Australienreise."
"Äh, aha. Wie spontan denn? Vor einer halben Stunde hat er mir noch eine Nachricht geschrieben, da war das noch kein Thema."
"Ah. Oh, dann waren das nicht Sie?"
"Naja, ich weiss nicht, anscheinend eh nicht, sondern vielleicht mein Mann, aber auch das wage ich zu bezweifeln."
"Ah. Arbeiten Sie auch bei Firma "Sagichnichtmitdemgrossenturm" oder nur ihr Mann?"
"Äh. Ich ja, er nein, aber ich wusste auch nicht, dass er nach Australien will, vielleich hat er auch den Job gewechselt."
"Ah, hm, oder ich habe das falsche Dossier hier liegen. Nutzen Sie noch das Provitameditalalala Programm von uns?"
Und an diesem Punkt musste ich leider abbrechen, weil ich dafür schon an einem normalen Tag kaum Nerven hätte, und ganz sicher nicht heute.  (Der Hübsche ist jetzt ein wenig unter Zugzwang, jetzt wo raus ist, was seine Geburtstagsüberraschung für mich ist, zwinkerzwinker)

Hui. Mein Hirn ist ein bisschen müde (Von einer Kollegin übernehme ich zwei Produkte und ich bin ein bisschen froh, dass nicht nur ich sie manchmal verwechsle).

Auf dem Heimweg das leicht skurrile Erlebnis, als eine bei rot über die Ampel gelaufen ist und trotz Feierabendfussgängeraufkommen Richtung Bahnhof die gesammelte Pendlerschaft das nahezu entgeistert beobachtete. Wie es sich für ein gutes Klischee gehört, trug sie auch noch eine Tasche mit der Aufschrift "I <3 Prenzlauer Berg", was natürlich kein sicherer Indikator dafür ist, dass sie da herkommt, aber ein bisschen insiderwitzig, weil bei den Berlinbesuchen mit Frau Mutti erinnere ich mich an unsere konspirativen Blicke, als wir uns anfangs immer noch überwinden mussten, mit dem Strom zusammen die roten Ampeln zu ignorieren.

Daheim mixed emotions beim Aufsatzlesen von Q.: der Text ist richtig, richtig, richtig gut (ich habe richtig geschluckt am Ebdne), die Kommasetzung ist eine Katastrophe respektive nichtexistent.  Ich hoffe, ich habe beides adäquat adressiert.

Dann neues Montagsprogramm: L. geht jetzt ja freitags statt montags zum Geräteturnen, deshalb würde er gern montags das Volleyballtraining ausprobieren, das immer nach dem Montagsturnen ist. (zwei Stunden Volleyballtraining NACH zwei Stunden Geräteturnen nach einem Schultag bis 15:15h fand ich ein bisschen arg viel).  Das hat er heute also gemacht, d.h. der Hübsche hat ihn auf dem Weg zu seine Sport unten abgesetzt, ich habe ihn nach meine Sport (und Abendessen) mit dem Rad abgeholt und er war högscht begeistert. War allerdings (noch) ein echtes Training, sie habe den Spielabend, den sie vor den Ferien vergessen hatten, nachgeholt, aber L. darf kommen, bis er weiss, ob auch Volleyball ihm gefällt.

Jetzt noch schnell Wäsche, Pyjama an, Netflix, Bett.


Gegessen:
JoghurtmangoweintraubenGranola
Arancini mit Reis, Tomatensosse, Dörrbohnen und Salat
Montagspizza und Salat

Getragen:

Mustermix

Gelesen:
"Abendrot" aus (sehr, sehr grossartig), "Unsere Seelen bei Nacht" (Affiliatelinks) angefangen (ich hoffe, das passt so einigermassen von der Reihenfolge)

Gesehen:
Workingmums beim Crosstrainern, "This is us"

Stressleveldurchschnitt gestern: 42
Selbstbeweiräucherung: dran gedacht, L. für alle Fälle beim Zukunftstagsprogramm anzumelden

Sonntag, Oktober 13, 2019

131019: Ich könnte nochmal

...weitermachen mit Wochenende. So drei Tage frei, da gewöhnt man sich doch sehr dran :-).
Sansa ist morgens sehr, sehr süss, allerdings hat sie das mit dem Kuscheln noch nicht so sehr raus. Sie kommt an, piepst mir ins Gesicht, tatscht mit der Pfote in mein Gesicht, damit ich sie kraule. Dazu steht sie aufrecht vor mir und drückt ihr Köpfchen in meine Hand. Wenn ich zu langsam werde oder einschlafe (gestern habe ich angeblich den Hübschen in den Schlaf gekrault. Ich erinnere mich nicht daran. Vermutlich hat er mir ins Gesicht getatscht), wird nachgetatscht. Wenn sie ganz entspannt ist, kuschelt sie sich auf die Fleecedecke, die ich über meiner normalen Decke habe, nuckelt an einem Zipfelchen (ja, bisschen eklig, aber immerhin ist es nicht mein Ohrläpphen), schnurrt und trampelt mit Hingabe mit allen Füssen (mit Krallen). Allerdings geht das nur für 5 Minuten, dann ist fertig Entspannung, man tatscht wieder ins Gesicht, legt sich vielleicht anders hin, bitte kraulen, halt, anders hinlegen (naja, ich kann das ja verstehen, entspannen ist nun nicht einfach).

Trotzdem ausgeschlafen, irgendwie, um acht die Katzen rausgelassen, Pyjamafrühstück, dann den Hübschen und L. zum Joggen verabschiedet, selber auf den Crosstrainer gestiegen, alle haben ordentlich geschwitzt.

Die Zeit bis zum Abholen von L. dann mit Sonntagsdingen verbracht, wie: Nägel lackieren (sehr enttäuscht von der Gel-Couture-Formulierung von Essie, die hält echt nicht), Wäsche ab-, aufhängen, saugen, Schminkpinsel waschen,Blusen bügeln, Fotos einkleben (so ein Pain das ist, die jetzt eindreiviertel Jahre nachzukleben: es ist so schön, zu sehen, was wir alles erlebt haben! Bittersüss: das Album Nr 16 für Q., das voll wurde, hat auf der Titelseite ein Bild von Q. beim Lesen, auf dem Dax ihm im Nacken kuschelt. Ach, ach.... Anyway: wir haben so viel erlebt und so tolle Reisen gemacht! Während ich die Bilder zwischen Q., L., Allgemein, Katzen sortiere, stelle ich mir vor, dass irgendwann, wenn ein Bruder heiratet oder einen runden Geburtstag feiert oder so was, der andere Bilder aus seinem Album auswählt, und das ist schon eine sehr schöne Vorstellung), Reunion mit L.s bestem Freund, der die Ferien verreist war und erst frisch zurückgekommen ist, Eis auf der Terrasse, es war immer noch T-Shirt-warm, und endlich dann: Q. abholen!
Es ist übrigens so weit: mit 14 und beim Leitpfadikurs ist es nicht nur peinlich, zum Abschied umarmt zu werden, nein, die meisten fahren vom Abtrete-Punkt auch einfach mit dem Bus nach Hause und die direkt abholenden Eltern sind in der Unterzahl (naja, ich war schon auch sehr froh um die "Bioweapondefense"-Funktion des Autos, weil, holla!). Q. und ich hatten btw auch total falsch eingeschätzt, was "Ihr müsst Euren Rucksack tragen können" bedeutet. Wir dachten: vom Treffpunkt in den Zug und vom Bahnhof zum Lagerplatz, so eine halbe Stunde. Es hiess: Vom Treffpunkt zum Lagerplatz. Zu Fuss. Das sind 11 km. Upsi. (Konnte er, aber holla!)
(Mit 14 räumt man aber auch seinen gesamten Rucksack allein aus und auf, das fand ich schon sehr cool.)

So, jetzt sind die Schul- und Arbeitstaschen für morgen gepackt, es hilft ja nix, next stop: Weihnachtsferien :-)

Gegessen:
Hefezopf mit Honig
Eis
Edamame
Entenbrust/Austernpilze mit Himbeersosse, selbergemachten Petersilienlimettennudeln und Salat

Gelesen:
"Abendrot"

Getragen:
Jeans, Tanktop, Flatterhemd

Gesehen:
Disentchantment und This is us und Working Mums

Stressleveldurchschnitt gestern: 29
Selbstbeweihräucherung: die neuen Kindertermine (L.: Volleyball, Q.: Pio-Hock und Freitagstraining) eingetragen und relativ cool ob des vollen Kalenders geblieben

Samstag, Oktober 12, 2019

121019: Wie früher

Daheim* sind wir jeden Samstag morgen "in die Stadt" gefahren. Da wurde am Markt eingekauft, Brot in der Hofpfisterei, wir waren in der Bibliothek, haben beim Metzger frische Bratwürschtl gekauft, waren bummeln (schöne Füller anschauen, Dufttinte, im Spielzeugladen den Moonhopper anschmachten, bis das Taschengeld gereicht hat, im Buchladen "Abraxas" Neuerscheinungen begutachten, im "Löwenzahn" dahinter Kosmetikpröbchen abstauben, im "Regenbogen" Ohrringe und Krusch anschauen), man traf die halbe Schulklasse, naja, so war das.
Hier ... machen wir das meistens nicht so. Wir sind froh, dass wir mittlerweile ausschlafen können, frühstücken dann gemütlich, und dann ist es meist eh schon Zeit für Pfadfinder, Sport, irgendwas.
Heute hingegen hatten wir uns ja verpflichtet, die Uhr abzuholen, ausserdem war die andere Uhr auch fertig, mein Adventskalender, den ich zu einer Kollegin (per Hermes, und bisher muss ich bei ihr keine Bearbeitungsgebühr bezahlen, ich bestelle also in Zukunft ALLES dahin und dass sie in einer autofreien Zone im dritten Stock wohnt, ist ja dann mal nicht mein Problem, liebe Hermes-Leute!) bestellt hatte, war schon da, also fuhren wir noch vor dem Frühstück los, holten das sehr gemütlich in einem Cafe hoch über demm Marktplatz nach, bummelten durch die Stadt (L. ist ja onlineshopping-gewohnt und fand es sehr spannend, dass man, wenn man etwas spezifisches sucht, vielleicht erstmal fragen muss und es gut sein kann, dass es das halt grad nicht gibt.
Der Hübsche holte seine Uhr ab und war sehr beeindruckt: meine Schilderung war nicht übertrieben. Ich musste mich wegdrehen, er hat nämlich den ganzen Vortrag über die Feinheiten des Batteriewechsels nochmal bekommen, und dabei habe ich dann diese Perle entdeckt.


Ich bin mir nicht ganz sicher, aber es könnte sein, dass der Laden nicht so verstaubt ist, wie ich dachte, weil das sieht mir ganz nach einer elektrischen, nicht etwa mechanischen Schreibmaschine aus.
Anyway, die Uhr geht, sie wurde "ganz neu programmiert, auch das wird oft vergessen von Uhrenverkäufern", wir wissen nach wie vor nicht, was man bei so einer Uhr programmieren kann, aber gut. Wenn sie in den nächsten 6 Monaten stehen bleibt, kann er sich gern noch mal melden, weil "Nicht mal wir sind perfekt", kann sicher aber schon mal drauf einstellen, dass es auf die Batterie an sich mal ganz sicher keine Garantie gibt.

Weiter gings aus dem badischen Städtchen nach Basel, erstens die sauteure Uhr abholen (ich war wohl sehr überzeugend beim Abgeben, der Hübsche meinte, auf dem Abholschein wäre gestanden: "Kunde ist sehr, sehr unzufrieden und enttäuscht." und es gab eine "Totalreparatur, Garantie 12 Monate". Man weiss halt nicht, ob sie auch neu programmiert wurde.
L. und ich haben in der Zwischenzeit im Flying Tiger buntes Paketklebeband und ein Furzkissen gekauft, mein seriöses Gehabe für den Tag war schon aufgebraucht.
Dann habe ich ENDLICH mal dran gedacht, meine leeren MAC-Produkte "back 2 MAC" zu bringen und für 6 leere Verpackungen mir einen Lippenstift aussuchen dürfen. (Ich wollte ja meinen in irgendeiner Manteltasche verschollene "High Tea" ersetzen, aber den gibt es nicht mehr, meine nächsten beiden Favoriten waren auch alle, aber es gibt ja gsd genug Auswahl.)
L. hat mit den GameStop-Verkäufern über Vintage-Pokemon-Spiele gefachsimpelt (sehr, sehr niedlich, wenn die mit eiem 10jährigen absolut auf Augenhöhe diskutieren) und dann hatten wir sehr, sehr müde Füsse und konnten endlich mal den/die/das "WonderWaffle" ausprobieren, an dem ich schon so oft vorbeigelaufen bin, wenn ich bei der Arbeit durch die Stadt gehe und mir immer dachte, zu seriös für ein Waffelmittagessen oder so zu sein.

L.s Fazit: "Hammer!" (ich hatte keien Hunger, aber der Kaffee war super).

Rückweg über Asiasupermarkt, weil ein Kürbiscurrybeschluss gefasst worden war und der rote Currypaste erforderte. Und mehr Koriander, als daheim war.
(Für L. habe ich übrigens den Plan, das "Beste Essen, das er je hatte" nachzubasteln, nämlich das hier aus der "Old Spaghetti Factory" in Banff:


Daheim dann: alle müde Füsse, gemütlicher Nachmittag, sehr schön.
Q. haben wir nur in den Insta-Stories der Pfadiabteilung gesehen, es scheint ihm gut zu gehen. Und auch wenn grosse Kinder eh viel unanstrengender als kleine sind: auch mit grossen ist ein Kind im Vergleich zu zwei Kindern eher kein Kind. (Jajaja, ich weiss, das wollen total angestrengte Einkindeltern nicht hören, ist aber trotzdem so.)

Gegessen:
Ein halbes "Geniesserfrühstück"
ein Bissen Wonderwaffle
Kürbiscurry mit roten Linsen, Kokosmilch, tralala

Getragen:
Jeans, langarmshirt, Chucks (zu warm gewesen)

Gelesen:
"Abendrot"

Gesehen:
"This is us" ("El Camino" war nett, aber das wars dann auch. Wie zwei mittelgute Folgen "Breaking Bad")

Stressleveldurchschnitt gestern: 31
Selbstbeweihräucherung: den Tag richtig genossen

*Ich sag immer noch "daheim", wenn ich "früher" oder "in dem Dorf, in dem ich gross geworden bin" meine. Die Kinder schauen dann immer komisch, weil "daheim" ist doch hier. Und das stimmt auch, nicht nur für sie, auch für uns. Bayern, München, drumrum ist schon lang nicht mehr "Heimat" für uns, am ehesten ist das Gefühl "mei, damals" noch "daheim". Aber das "daheim" von früher gibt es eh nicht mehr, dazu hat sich überall zu viel verändert (ist ja auch gut so). "Daheim" hätten wir nicht auf dem Schulparkplatz unser E-Auto laden können.

Freitag, Oktober 11, 2019

111019: Unrund

Ich bin irgendwie nicht für "mal ein Tag frei zwischendrin" geschaffen. Vor allem, wenn der Tag nicht freifrei ist, sondern halt voller Erledigungen (und einer vollen Arbeits-To-Do-Liste und Mailsbox im Hinterkopf).
Anyway: ich war heute schon früh mit L. unterwegs, nämlich
  • beim Friseur (ich. Ich bin ein bisschen erschüttert, mir war ja klar, dass man mit raspelkurzen Seiten oft zum Friseur muss, aber dass ich praktisch nahtlos den Storylines in Gala und Bunte folgen kann, das ist etwas verstörend! (Heidi Klum heisst privat jetzt Heidi Kaulitz und hat das Zerwürfnis mit ihrem Vater offiziell gemacht. Vielleicht versöhnen sie sich aber auch. Irgendwas mit Meghan Markle. Und Boris Becker ist fertig mit insolvent sein. Angela Merkel trennt privat Müll und Gerhard Schröder war wegen eines tragischen Missverständnisses nicht bei Chiracs Beerdigung. Was ich allerdings im Nachhinein vermisse: ein Follow-Up zu Christiane Christina Bettina Wulff und dem Verhältnis zum Musiklehrer ihrer (ihres?) Sohnes (Söhne?))), 
  • Fotos abholen (der Hübsche sortiert chonologisch und ich klebe dann)
  • Pokemon-gedöns für Taschengeld kaufen
  • Uhr zum Reparieren bringen (die hier ging natürlich nicht mehr, aber ist ein wenig in Vergessenheit geraten, auch weil ich gesagt habe, ich würde zu diesen Spacken nicht mehr hingehen, das müsse er schon selber machen). Der Hübsche hat einen "neuen" Seiko-Vertragsladen aufgetan und leider haben wir letzten Samstag um 5 Minuten die Schliesszeit verpasst und heute war ich ja sowieso wegen der Fotos da. Joah. Anscheinend sind die wahren Uhrmacher verwandt mit Putzmenschen, beide erzählen einem als erstes Mal, dass alle anderen Vertreter ihrer Zunft, mit denen man bisher zu tun hatte, offensichtlich total inkompetente, geldgierige Vollidioten wären "Wissen Sie, Uhrenverkäufer haben keine Ahnung von Uhren. Die können keine Batterien wechseln.... Kommen Sie morgen vorbei, sehen wir, ob sie geht, oder Sie bekommen einen Abholzettel." Ich bin in Sachen Uhr ja relativ unempfindlich gegen abstruses Geschäftsgebaren, habe also freundlich genickt, als die Uhr in eine Brotzeittüte gesteckt wurde und eine kreative Variation unseres Nachnamens draufgekrakelt wurde und habe das dem Hübschen so weitergegeben. Der will (zu Recht) morgen nicht auf Verdacht durch die Gegend fahren (Samstat, EU-Aussengrenze, Zollstau deluxe! Der Profigrenzbereichsbewohner vermeidet das wie der Teufel das Weihwasser) und hat mal angerufen. "Ihre Frau hat aber gesagt, Sie kommen morgen. Kommen Sie morgen, dann sehen Sie's!" ... "Ja, ja, natürlich geht sie. Ich hab die Batterie gewechselt und die Uhr neu programmiert. Neue Batterie allein reicht nicht, das wissen alle Uhrmacher!" Nun ja. Ich bin mal sehr gespannt, WELCHE Uhr er repariert hat, an der des Hübschen kann man nix programmieren. Glaube ich, aber ich bin ja nicht mal Uhrenverkäufer.)
  • Q. zum Leitpfadikurs; leider bin ich vorher gepflegt ausgeflippt, (weil .. naja, egal, es ging um Vorbereiten, Zeit-Einhalten, warum muss ich deinen Müll wegräumen, wo sind die Spiegeleier, wie, du hast ALLES verrührt? und wo ist deine Pfadiuniform?), wir haben uns zwar im Auto wieder vertragen, aber es fühlt sich doch sehr doof an, dass er jetzt (schon wieder! von zwei Ferienwochen hat er dann 12 Tage mit den Pfadfindern und DRAUSSEN IM ZELT verbracht) bis Sonntag weg ist. Hmpf.
  • Wocheneinkauf mit L erledigen, wie immer halt am Freitag.
Naja, dazu all das, was eh immer dazu kommt und es ist ein wenig skurril: all das fühlt sich weniger nach Arbeit an, wenn ich es in die Zeit neben der eigentlichen Arbeit quetsche, als wenn ich es an einem Urlaubs-, naja JAZ-Tag erledige. Sportprogramm hat alles wieder ins Lot gebracht. Und Pizza zum Abendessen.

Beim Tierarzt waren wir auch noch, aber nur neue Halsbänder kaufen. J. hat sein schönes Schweizer Patent-Halsband gestern verloren/abgemacht (anscheinend funktioniert die Notöffnung) und das Aushilfshalsband direkt selber vor dem Rausgehen noch abgezogen, das von Sansa haben die Fütternachbarn mit der Bürste mitgebürstet, so dass es arg zerrupft aussieht, also haben wir Nachschub besorgt, sehr schick sehen sie wieder aus, die beiden! (Jonny hat irgendwie Beef mit dem strahlendweissen Nachbarskater, er hat zwei Stunden total untypisch mal lieber IM Haus verbracht.)

Jetzt aber: Rotwein und "El Camino". Auf das Wochenende (und mehr Uhrencontent)!


Donnerstag, Oktober 10, 2019

101019: We have a situation

Jonny macht Fortschritte: er hat heute nacht um 4 ganz ohne Entourage gefrühstückt. Allerdings so laut, dass ich wach geworden bin, aber das ist besser, als durch Nasenbisse geweckt zu werden.
L. auch: er hat heute nacht ganz im eigenen Bett verbracht.

Ich bin heute von Meeting zu Meeting gesaust und war den ganzen Tag unter Strom, weil ich ja das hochoffizielle Meeting im Situation Room hatte. Immerhin habe ich diesmal (nicht wie letztes Mal, wo ich in der Tiefgarager herumirrend aufgegriffen wurde) den Raum auf Anhieb gefunden, war natürlich högscht nervös, das "No worries, you will rock that" der Kollegen war nicht direkt beruhigend (ich hatte mich briefen lassen, was sie in solchen Situationen machen und war also gefasst darauf, hart zu verhandeln, dass die folgenden Actions weitreichend genug und NICHT IN MEINER VERANTWORTUNG LANDEN werden), lief natürlich alles recht smooth und ich gehe davon aus, dass ich im Lauf der Zeit immer cooler werde und irgendwann so relaxed da rein marschieren werde, dass ich auch den praktischen Rat der Kollegen, unbedingt eine Jacke mitzunehmen, weil es da unten SAUKALT ist, beherzigen werden muss. Heute: noch nicht so, weil Adrenalinhitze. (Es ist schon ein sehr cooles Gefühl, in der doch recht strengen formalisierten Runde aus Experten beim ersten Agendapunkt "Frau Brüllen, QPL for product xyz" zu sagen und damit einen festen seat at the table zu haben :-))

Ansonsten: neues Highlight von der Paketfront: der Hübsche ist heute mit Q. ein sehnlichst erwartetes Paket (Lego, what else) abholen gefahren und musste auf einmal im Hermes-Paketshop 3€ "Bearbeitungsgebühr" bezahlen. Angeblich ist das schon immer so (well... nein), aber was will man machen, mit einem hibbeligen Kind, das das Paket mit den Augen schon auspackt, sagt man auch nicht: "Dann schickt das Paket mal schön zurück, dann lasse ich es mir halt an die Post liefern", sondern zahlt.
Ich habe das heute noch mit dem Hermes Support aufgenommen und was soll ich sagen, wir bekommen die 3€ zurück (yay, bzw, let's see, nach der Lufthansastory glaube ich so was ja erst, wenn das Geld auf dem Konto ist), aber angeblich ist das schon immer so (NEIN!) und zwar deswegen, weil blablabla, Kunden aus der Schweiz, Onlineshops, teurer, Bearbeitungsgebühr, und in D wäre ja alles billiger, also super, oder? (Und ja, ich kann das ansatzweise verstehen, aber nicht, wenn das nicht in irgendwelchen Geschäftsbedingungen transparent gemacht wird. Vielleicht bin ich ja blind, aber ich finde dazu nichts.).
Aber auch diese Antwort ist mir eine sehr grosse Hilfe, ich werde halt in Zukunft nix mehr mit Hermes bestellen, sondern zu einer anderen Abholstelle, es gibt ja gsd eine recht grosse Auswahl. Und wenn irgendwann alle dafür Geld verlangen (schon witzig, oder? Ich bezahle sozusagen den Versand, mache es eh schon einfacher, weil der Fahrer alles beim Paketshop rauswerfen kann, aber muss noch extra dafür bezahlen, dass ich mein Paket dann tatsächlich bekomme? Geht nicht so ganz auf, oder?), dann lasse ich es an eine Abholstelle liefern, die wenigstens von Anfang an die Preise transparent macht.

Naja, Q ist auf jeden Fall glücklich und das ist ja auch eine Menge wert.
Ansonsten: das vergessene Kuscheltier ist wieder da! Danke, Schwesterlein! (Mal sehen, ob der bei der Killerclownangst helfen kann)


Morgen haben die Kinder ihren letzten Herbstferientag und ich deshalb freigenommen. Innerlich hibbelt die Arbeits-To-Do-Liste, der ein Abarbeitungsfreitag sehr gut täte, aber tja, da müssen wir wohl gemeinsam durch. Auf dem Kopf britzelt die Haarfarbe (diesmal "Stockholm" statt Island, aber dafür mit blumigem Duft) gegen das innere Hibbeln an.

Gegessen:
Joghurtgranolafrüchte
Kartoffelknädel mit Kürbissuppe, Asiagemüse, Wirsing und Salat (hat genauso wenig zusammengepasst, wie es hier klingt)
Kimchi-Gyozas mit Salat und frischem Brot
2 Kopfwehtabletten
Als neuer Experte für Softgelatinekapseln im Team weiss ich die Kanada-Mitbringsel erst richtig zu schätzen!

Gelesen:
"Abendrot"

Getragen:
Auf dem Weg in den Bunker



Gesehen:
"Disentchantment" und "This is us"

Stresssleveldurchchnitt gestern: 20
Selbstbeweihräucherung: nicht verkackt im Situation room

Mittwoch, Oktober 09, 2019

091019: Revival of the killer clowns

L. hat irgendwo was mit Killerclown aufgeschnappt (ich erinnere mich an seine panischen Reaktionen wegen Wish-Clips mit Halloweenmasken letztes Jahr, deshalb vermute ich ehrlich gesagt irgendeinen Ausschnitt oder Trailer für "Es", der entweder als Mutprobe oder was auch immer auf dem Schulhof (respektive ausserhalb des Schulhofs, weil der ja handyfreie Zone ist) gemeinsam geguckt wurde oder halt durch Zufall (danke, Youtube oder welche App auch immer) vor oder zwischen den Videos kam, die er da halt so schaut) und kann seitdem nicht mehr alleine einschlafen, sei es abends oder auch, wenn er nachts aufwacht. "Kann nicht" bedeutet übrigens mit 10: er sagt deutlich, dass er Angst hat, je nach Intensität ist das mehr oder weniger dramatisch, und nicht gerne alleine wäre. Und ja, mit 10 ist so Einschlafbegleitung deutlich easier als in den früheren Zeiten (been there, done that forever) und auch das nächtliche nicht Durchschlafen ist kein Vergleich zu früher (erzählen Sie mir bitte nichts, ich habe >10 Jahre lang nicht durchgeschlafen, ich weiss, das ist kein Wettkampf, aber wenn, hätte ich einen Podestplatz), aber andererseits bin ich halt auch keine 20 und auch keine 30 mehr und hätte gern mein Bett für mich. Weil ich aber weiss, wie es ist, mit Angst aufzuwachen und weil ich auch mit 12 (oder 13? das ist so ungefähr das letzte Mal, an das ich mich erinnere) froh war, ohne Diskussionen mal bei meinen Eltern ins Bett schlüpfen zu dürfen, darf L. das natürlich auch. Ich wäre halt schon froh, wenn "mal" dann bald mal wieder vorbei wäre.
Bis dahin halt: Kaffee, viel.

Sonst: Bei der Arbeit gibt es jetzt alles immer mehr Gas, morgen bin ich zu meinem ersten Meeting im "Situation room" in der Tiefgarage eingeladen, ich bin angemessen aufgeregt.

Gegessen:
Brot mit Quittenmarmelade
Frühlingsrolle mit Bratreis, Chicoree und Bohnensalat
Spaghetti mit knoblauchlastiger Tomatensosse

Gelesen:
"Abendrot" (affiliatelink), Folgeband zu "Lied der Weite"

Getragen:

Jeans und das komische Strickoberteil mit den halblangen Flatterärmeln

Gesehen:
werden wir doch mal sehen, ob ich noch lang genug wach bleiben kann, bis der Hübsche vom Sport kommt und wir eine Folge "This is us" zusammen schauen könnten.


Stressleveldurchschnitt gestern: 20
Selbstbeweihräucherung: mein neues Team gut ge-influenced. Nach nur einem Monat Zusammenarbeit fügen sie selbständig Superheldenreferenzen in die globalen Slidedecks ein ("Sehr cool, wer präsentiert das?" "Naja, Du, wer sonst?"

Dienstag, Oktober 08, 2019

081019: Sporty Spice

Ich kann definitiv nicht ohne Frühstück, Unterzucker ist mein Kryptonit. Heute hatte ich den Plan, mein Frühstück mitzunehmen und ein bisschen später zu frühstücken, damit ich ein bisschen später Hunger bekäme, weil ich ja über Mittag zum Yoga wollte.
Joah. Das führte dazu, dass ich um acht zitternd mit aktutem Unterzucker (das wird mir dann immer ganz schlecht, schwummrig, "bauchgrummelig", was ein Euphemismus für genau das ist, was Sie denken) im Stockwerksbad stand und hoffte, aufrecht zurück zu meinem Schreibtisch mit dem Müsliglas zu kommen.
Yoga lief dann aber gut (ich weiss, ich habe geschworen, da nicht mehr hinzugehen, aber erstens finde ich die Idee von Mittagsyoga super, zweitens finde ich die Abmeldeadresse für de Sportclub nicht und auch wenn 30CHF nicht viel sind, für nix mag ich nicht zahlen, und drittens bin ich gross und kann mich sehr wohl gegen übergriffiges, bestimmt sehr nett gemeintes Eincremen wehren. Musste ich gar nicht, die Eincremefrau war nicht da, sondern jemand anders), danach war ich sehr hungrig und habe nach siebeneinhalb Jahren in der Firma gelernt, dass man sich die Sandwiches in einem Panini-Grill aufwärmen lassen kann. Problem dann: die sind dann knusprig und das Openoffice in der neuen Gruppe ist total diszipliniert und leise, da klang ein Biss in das Knusperbrot wie ein Bergsturz. (Ich bin dann in die quietbooth gegangen zum Essen).
Sonst: holla, es nimmt alles Fahrt auf und ich schlackere mit den Ohren, was wir / ich alles für Dinge auf den Tisch bekommen.

Auf dem Heimweg habe ich die Jungs im Zug getroffen, die waren heute nachmittag in der Trampolinhalle und rechtschaffen müde.
Daheim dann habe ich endlich mal wieder die Nähmaschine entstaubt und nach kurzem Fluchen wegen unklarer Unterfadenproblematik (es half wie immer alles mehrfach ein- und ausfädeln, Unterfadenspule ganz ausbauen, durchpusten, alle Fadenfitzel rauspokeln, Nade wechseln und dann nochmal neu einfädeln. Praktisch "Ein und aus schalten" bei Nähen) lief sie dann und ich konnte die Pfadi /Pio-Abzeichen korrekt aufnähen. Das "Pionniers" über der Brusttasche sieht schon sehr militärisch aus, ich frage mich, ob das auch bei Soldate die Mütter daheim (mit türkis, weil der Faden war grad drin) aufnähen.

Dann, damit sich die beim Yoga nur leicht angeschwitzte Sportkleidung zum Waschen lohnt, noch eine Crosstrainerrunde und jetzt habe ich wirklich, wirklich müde Beine.

Gegessen:
Joghurtmüslifrüchte
Antipastisandwich (es war mit frischen Tomaten, Kresse und viel Oliven)
Salat mit gebratenen Kürbiswürfeln und grünen Bohnen

Getragen:
schwarze Jeans, dunkelrote Schluppebluse

Gelesen:
fast aus: "Lied der Weite" (Affiliatelink) Ich sags ja: für mich reichen schon ganze Sätze. Nein, ohne Witz, das Buch ist toll!

Gesehen:
Workingmoms und This is us

Stressleveldurchschnitt gestern: 17
Selbstbeweihräucherung: den besten Mann geheiratet. Der Hübsche hatte mir heute morgen von seiem Abenteuer mit Jonny erzählt, wo sie vor Jonnys Feld eine Herde grosse Hunde getroffen hatten und Jonny so noch ein Stück mit dem Hübschen mit ist, bevor er in der Siedlung seiner Wege ging. Ich fand das ziemlich weit weg von daheim und machte mir Sorgen, dass ich mir jetzt den ganzen Tag Sorgen machen würde, der Hübsche fand das albern und merkte zu Recht an, dass das ziemlich sicher ein ganz normaler Teil von Jonnys Hood ist. Nun ja, irrationale Sorgen, machste nix. Auf jeden Fall ist der Hübsche als Verdauungsspaziergang nach dem Mittagessen an Jonnys Feld vorbei, mit Jonny (NATÜRLICH!) heim und haben mir ein Grussvidoe via Home-Cam geschickt. Beste!

Montag, Oktober 07, 2019

071019: Montag halt

Ach ja, irgendwie war das nur so ein mittelguter Tag, nix wirklich schlimmes, aber irgendwie wollte bei der Arbeit kein Flow aufkommen, es fühlte sich alles zäh wie Kaugummi an. Eine Sportrunde am Abend liess mich immer hin fühlen, als hätte ich wenigstens etwas erledigt.

 Was ich bis grade eben beim gemeinsamen Zusammenlegen der Lagerwäsche gar nicht wusste: neben dem 50+km Marsch, dem Heimweg allein mit Übernachten in der Waldhütte und dem 25km Hike habe ich die Tatsache, dass "Mami, das weiss ma doch!" jeder Hike über Nacht geht und man sich selber einen Schlafplatz suchen muss. Gottseidank leben wir hier ja so ein bisschen auf der Insel der Seligen, wo 4 Pfadis einfach am Spätnachmittag einen Bauern auf dem Feld fragen können, ob sie in seinem Heuschober übernachten können und am nächsten Morgen, als sie sich freundlich für den Schlafplatz und die Klobenutzung bedanken, noch einen wohlgefüllten Beutel Süssigkeiten und Proviant geschenkt bekommen. (Die anderen beiden Gruppen hatten weniger Glück, die einen haben sich verlaufen und aus Versehen einen Berg bestiegen und in einem Tunnel übernachtet, die anderen in einem Zivilschutzbunker. Ich erinnere mich noch gut, wie Q. vom ersten Hike erzählt hat, wo sie bei einem Motorradclub geklopft haben und Proviant bekommen haben und dann erst auf einer Wiese, und als der Regen kam, im Kuhstall (Bauernhof, nicht Motorradclub) übernachtet haben und in den frühen Morgenstunden dabei waren, wie ein Kälbchen zur Welt kam)

Sonst so:
ich habe gestern Zitronen-Mohn-Cookies gebacken, die eigentlich sehr lecker sind, leider habe ich ein Blech fast verbrennen lassen und irgendwie hat das Kanban-System versagt und der Mohn war aus. Rein optisch waren die Chiasamen, von denen ich mal ein kleines Schälchen von meiner Schwester zum Testen bekam, eigentlich ein guter Ersatz, auch für das initiale Crunchgefühl, auch vom Zwischendenzähnenhängenbleib-Gefühl, aber dann wirds hässlich. Leute mit nicht existentem Würgereiz schwören ja auch so grusliges Zeug wie Chiapudding, und auch einzelne Chiasamen, die zwischen den Zähnen festhängen, entwickeln sich mit der Zeit zu dieser froschlaichartigen Konsistenz, also durchsichtiger Glibber mit schwarzem Pünktchen drin. Nein, kein Konzept für die Zukunft, auf der Wunderlist für nächste Woche steht wieder "Mohn".

Ich bin innerlich so schnell genervt von für mich unsinnigen Diskussionen, dass ich dazu tendiere, entweder ganz offen zu sagen "Mir wurscht, Hauptsache, wir entscheiden", was mir dann als Desinteresse ausgelegt wird, dabei habe ich nur kein Interesse an dem Prozess, zu einer Entscheidung für eine total banale Tatsache zu kommen (zB: 6 Leute im Team, es gibt jeden Monat einen Task, der von 2 Personen erledigt werden muss. Sollten immer die gleichen 2 im Team sein? Sollten es die sein, die in der Woche, in der der Task anfällt, auch Meeting Facilitator und Scribe sind? Ist das nicht zu viel? Sollten wir die Teams mischen, damit nicht immer die gleichen zusammenhängen? Naja), oder aber ich sage überproportional oft "Ok, ich machs", einfach, damit kein langes Schweigen oder keine lange Diskussion aufkommt. Was dann gern zu einer langen Diskussion führt, dass auch andere mal Minutes schreiben sollen oder aber, ob ich traurig bin, dass ich diesmal dann doch nicht drankomme. Puh.

Nun ja.

Gegessen:
Joghurtgranolafrüchte
Pastetli mit Pilzfüllung, Blumekohl, Reis und langweiligem Salat
Pizza

Getragen:
das blaukarierte Wollkleid

Gelesen:
"Auf Erden sind wir kurz grandios" (Affiliatelink) aus. Joah. Harter Tobak (vermutlich), poetisch umgesetzt (vermutlich), ich war nicht in der richtigen Stimmung (vermutlich) oder es war zu hoch für mich (vermutlich) oder auch nicht und halt sehr aufgesetzt verkünstelt (vermutlich nicht).
"Lied der Weite" (Affiliatelink) angefangen, das ist eher meins. Ganze Sätze, nicht Zeilenabstand als Stilmittel

so


zum Bei-

spiel. (via Kaltmamsell, eine sichere Bank, was Buchgeschmack angeht)

Gesehen:
"Workingmoms" beim Rennen (nett)
"This is us" mit dem Hübschen (es ist mir immer zu drüber, zu Drama, zu Tränen, zu hach, aber schon nett)

Stressleveldurchschnitt gestern: 27
Selbstbeweihräucherung: ich dachte ja, ich hätte die Entgleisung meiner Gesichtszüge recht schnell unter Kontrolle bekommen, als der eine Kollege den anderen fragte: "And you and xy, are you euqal partners in this or has one a more dominant role?", weil das alles natürlich total seriös und rein beruflich war, aber anscheinend nicht wirklich. Immerhin habe ich es geschafft, den anderenKollegen, der "Boah, ey, Frau Brüllen, was denkst Du denn schon wieder?!" zischelte, nicht anzuschauen und nicht loszuprusten. Es sind die kleinen Dige

Sonntag, Oktober 06, 2019

061019: Alle wieder da!

Hach, wie schön! Alle sind wieder da und das in einem Stück, nicht krank und bis auf ein paar Blasen, Mückenstiche und Schnitte unverletzt. Und halt viel Dreck. Sehr viel Dreck.

Ich gebe zu, ein bisschen nervös war ich, als wir uns mit 8 anderen Neu-Pioeltern beim Pfadihaus versammelten, aber Q. kam guter Dinge (erwähnte ich "dreckig"?) an und sprudelte nur so über.
Dieses Hela war für ihn natürlich ein sehr spezielles, er hat neben allen anderen Aktivitäten und Hikes (ich bemitleide ja immer ein wenig die Hallenbadbetreiber/-sucher, die auf einmal von einer Horde schon länger lagernden Pfadis, diesmal am Ende eines 25km-Hikels heimgesucht werden. Aber andererseits natürlich ein geschickter Schachzug der Leiter, die Kinder zur Halbzeit wenigstens einmal richtig sauber zu kriegen, zum einen seinen "P" gemacht, zum anderen noch ein ExtraAbenteuer mit seiner neuen Piotruppe angehängt.
Der P ist die zweite Prüfung auf dem Weg zum .... und da setzts schon aus, danach kommt auf jeden Fall noch der OP (das sind 100km in 36h wandern und dann noch Theorie-Prüfung) und besteht aus einer 50km Wanderung (zu Fuss, selber geplant, mit Karten selbstgefunden. Zur Kontrolle und als Hilfe gibt es diverse Posten, die abgearbeitet und besucht werden müssen --> "Wieviel grüne Fensterläden hat das dritte Bauernhaus im Dorf xy?"), die die Prüflinge in kleinen Gruppen allein bestreiten. Sie haben Karten und Proviant dabei, aber kein Geld und kein Smartphone (es gibt für den Notfall ein Klapphandy, mit dem sie um Hilfe rufen können). Q. hat erzählt, sie sind morgens um viertel vor 5 aufgestanden und haben die 12 Stunden nicht ganz geschafft, sondern waren insgesamt 16 Stunden unterwegs, vermutlich auch mehr als 50km, weil sie den einen oder anderen Posten nicht direkt gefunden haben. Sie haben Kuhweiden durchquert, sind unter Stacheldraht durchgekrochen, am unangenehmsten, weil nässesten war die Strecke direkt an der Hauptverkehrsstrasse entlang, sie haben zusammengehalten und sich ggenseitig geholfen. Als es dunkel und echt kalt wurde, haben die Jungs den Mädchen ihre Jacken gegeben, aber irgendwann war es so dunkel und sie hatten das Gefühl, sie müssten eigentlich schon da sein und der Weg hörte einfach nicht auf und so haben sie um Hilfe gerufen. Die Leiter kamen mit dem Auto mit Winterjacken, Stirnlampen und heissem Tee und den aufmunternden Worten: "Ihr habt es fast, eine halbe Stunde in die Richtung, dann seid ihr da!" und fuhren wieder ab.  Und tatsächlich: noch vor den Leitern waren sie gege viertel vor elf müde, aber sehr, sehr stolz wieder am Lagerplatz. Nach Gruppenumarmung und Essen musste noch ein Aufsatz über die Wanderung geschrieben werden, der dann als Grundlage für das Einzel"verhör" am nächsten Morgen diente. Anhand von Kartenmaterial, Fotos etc. wurden die Wanderer einzeln auf Herz und Nieren geprüft, um festzustellen, ob sie wirklich die gesamte Strecke zu Fuss zurückgelegt hatten. Anschliessend noch die Theorieprüfung (Kartenlesen, Erste Hilfe, Morsen etc) und jetzt haben sie es geschafft: nur noch eine Prüfung zum Oberpfadi fehlt :-).

Eine Gruppe von 8 Pfadis (alle die, die dieses Jahr14 geworden sind/werden) fuhr dann nicht mit den anderen am Samstag nach Hause, sondern hatte feierlichen Übertritt zu den Pios. Das heisst, das Trüppchen musste separat packen, konnte das Restgepäck mit den Wöfli/Pfadis nach Hause schicke und wurde auf halber Strecke abgesetzt. Sie hatten einige Posten zu erledigen (zB im Migros in einem Dorf an der Strecke das Paket mit weiteren Instruktionen und Kartenmaterial abholen), hatten eine definiert Menge Geld bekommen, von dem sie Lebensmittel für ein warmes Abendessen einkaufen sollten (ich bin mir nicht sicher, ob ich alles richtig verstanden habe, aber ich glaube, sie haben gerechnet und ihre Fähigkeiten/Müdigkeit abgeschätzt und Brot, Klöpfer und Schokolade gekauft und vom Rest nach Abarbeiten der Posten Billets fürs Postauto bis zu uns ins Dorf. Dort war der Treffpunkt in der Waldhütte, wo sie die Leiter mit Armeedecken, Blachen zu Zeltbau und Kochgeschirr für über dem Feuer versorgten. Und so haben sich die acht (im strömenden Regen) ein Feuer an der Feuerstelle gemacht, Klöpfer gebraten, Brot und Schokolade verdrückt und ihr erstes Abenteuer als Pio-Gruppe zusammen erlebt (anscheinend kam eine Gruppe "Jugendliche, die saufen und kiffen wollten" vorbei, aber die acht haben sie höflich gebeten, einfach zu gehen, sie wären schliesslich zuerst da gewesen. Ich nehme an, ihr Äusseres nach 1 Woche fast ohne Duschen hat ein bisschen dazu beigetragen, dass die "Jugendlichen" das auch direkt eingesehen haben).

Es klingt ein bisschen arg nach Star's Hollow und heilem Dorfleben, aber ich finde es schon ziemlich grossartig: Q. kennt und mag von diesen 8 Kindern die Hälfte seit dem Kindergarten / der Kinderkrippe. Sie sind zusammen in die Schule gekommen, waren zusammen beim Karate, spielen zusa,men Unihockey, waren zusammen Wölfli, Pfadi und jetzt eben Pios. So eine Freundschaft, das ist echt etwas ziemlich grossartiges.

(Naja, ansonsten lief bis gerade eben die Waschmaschine, es ging ein Weilchen, bis Q. nicht mehr wie live aus der Zombiapokalypse roch und ich bin ein bisschen arg ausgeflippt, weil er in dem sauteuren, niegelnagelneuen Roots-Hoodie, den er in Whistler bekommen hat, ein rotes Papier in der Bauchtasche stecken liess, als er ihn in die Waschmaschine stopfte, naja.)


Samstag, Oktober 05, 2019

051019: #WMDEDGT 10/19

You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?").

Das heisst, heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.


Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:

  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung)
  • verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.
Hier: Jonny war um 4:30h aufstehfertig und fand es gar nicht so toll, mitsamt frischgefüllter Futterschüssel auf die Treppe gesetzt zu werden. Gegen sieben war dann auch Sunny wach, aber eher kuschelig, d.h. sie stiefelte piepsend (sie miaut ja eher sehr leise) durchs Bett, auf der Suche nach jemandem, der sie richtig krault und kuschelte sich dann irgendwann nuckelnd auf meine Flauschdecke (das Nuckeln hat sie lang nicht mehr gemacht).
Kaffee im Bett, Katzen rauslassen, alles bisschen flau im Magen, die Knoblauchtarte vom Vorabend forderte ihren Tribut. Die schmeckt ja wirklich sehr, sehr lecker, ich finde auch nicht, dass man total nach Knoblauch stinkt, aber 3 Knollen für 2 Personen sind halt schon eine Hausnummer, da knickt mein eh schon grenzwertig niedriger Blutdruck total ein und der Magen grummelt. Aber für mal ist das schon gut! (Ich überlege, ob ich die zu meiner Geburtstagsparty mache!)
Gemütliches Frühstück, auf Instagram sehen wir, dass die Pfadis auf dem Heimweg sind. Sehr müde.
Wir machen noch einen Abstecher ins Nachbarstädtchen, im Drogeriemarkt langweilige Sachen (Klopapier, Deo, Waschmittel) und im dortigen Spirituosenfachgeschäft Rum- und Whiskyvorräte aufzustocken. Das hier ist unser Lieblingsrum  (Affiliatelink) und das der Lieblingswhisky (Affiliatelink) des Hübschen. Als ich mit dem Zollzettel zum Abstempeln gehe, sieht der Zöllner das Logo und möchte noch ein wenig fachsimpeln.

An dieser Stelle habe ich noch einen ganz krassen Tipp vom jemandem, der mehrfach wöchentlich die EU-Aussengrenze überquert und seit 2003 nicht mehr beim Schmuggeln erwischt wurde: Samstags schmuggeln ist eine ganz doofe Idee. Schmuggeln mit einem Kennzeichen, das nicht aus einem Kanton in 10min Fahrweite des Grenzübergangs kommt, auch. Nicht alles angeben, wenn man schon sieht, dass die Grenzwache an der Ausfahrt des Zollparkplatzes steht (das sind die jungen, durchtrainierten, schwer bewaffneten Männer und Frauen in blauer Uniform mit neongelben Streifen drauf, auf deren Rücken "GRENZWACHE" steht.), das ist wirklich doof. Ja, die schauen nochmal in jedes Auto, in jeden Kofferraum, ja, das dürfen die und "Ups, echt, wusste ich nicht!" zieht da nicht.

Daheim Kaffeepäuschen (der Hübsche hat gestern die Heizung angestellt, es darf also wieder Baileys in den Kaffee), ich wollte noch schnell L.s MFM-Kurs Ende Oktober bezahlen, das ist aber unerwartet kompliziert:
Ich hatte das letzte Woche schon unterwegs angefangen, aber weil der diesmal von einem anderen Elternverein organisiert wird, muss ich an einen Empfänger überweisen, an den ich noch nie zuvor überwiesen habe. Dazu reicht der Login ins Ebanking via Vertragsnummer, QR-Code, App, PIN nicht mehr aus, sondern ich muss eine separate Karte in ein separates Lesegerätchen stecken, dort einen Teil der IBAN-Nummer des Empfängers eingeben und den daraus generierten Code als TAN eintöckeln. Das Lesegerätchen habe ich natürlich unterwegs nicht dabei.
Heute also: Ebanking, QRCode, App, PIN, Karte, Gerätchen: "Batterien wechseln". Natürlich sind das genau die Knopfzellen, die wir nicht auf Vorrat daheim haben, also: zum Coop, dabei noch den Rotwein einkaufen, den des Hübschen Chef empfohlen hat, wegen Weinregal fotografieren in die Fänge des Weinberatungstüpps geraten, Batterien holen, wieder heim und von vorne:
Ebanking, QRCode, App, PIN, Karte, Gerätchen, Zahlen eintöckeln, TAN eintöckeln, Zahlen, fertig. Was tut man nicht alles für die Aufklärung.

Dann haben wir eine eigentlich schöne, aber wegen des schieren Umfangs dann doch nicht ganz so schöne Aufgabe vor uns: wir kleben den Kindern (und uns und den Katzen) ja immer noch Fotoalben und normalerweise suchen und drucken wir mindestens einmal im Jahr dazu die Bilder aus und lassen sie entwickeln. Das sind dann immer irre viele (letztes Mal 1100), der zeitliche Trigger ist normalerweise der Sommerurlaub oder spätestens das Hochzeitstagsfoto. Letztes Jahr ist der Sommerurlaub ausgefallen und das Hochzeitstagsfoto war auch kein richtiges, weil der Hübsche in Südkorea war, und tja, wir haben das letzte Mal offensichtlich im Januar 2018 ausgedruckt.
Wird alles, wir sind beim Aussuchen immerhin schon da, wo wir die Babykatzen bekommen haben, das ist alles sehr niedlich.

Dann ist es auch schon Zeit, immerhin EIN Kind von den Pfadis abzuholen. L. ist stolz, weil er von einem Wölfli zum Pfadi wurde, freut sich, wieder da zu sein, hatte eine tolle Zeit und eine voll bedruckte und benähte Wölfli-Uniform, die wir nun waschen, bügeln und einlagern werden. Er riecht genauso, wie man das erwartet, im Rucksack sind erstaunlich viele ungetragene Socken und Unterhosen, aber natürlich nicht sauber :-).

Von Q sehen wir nur eine etwas willkürlich erscheinende Gepäckauswahl (der kleine Rucksack, ein Mätteli, zwei Unterhosen, Handschuhe und Mütze und Pfadikrawatte), er ist noch auf Pioabenteuer, weil er ja auch Stufenübertritt hatte ("7 Stunden waren wir in derselben Abteilung. Immerhin")

Daheim dann Wäschewaschen, Kindwaschen, Pizzapacken, Zuhören, Rotwein trinken, "This is us".

Das fühlt sich super an, fast komplett!


JETZT ZUM KLEINGEDRUCKTEN:
Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Mr. Linky damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen.
 UPDATE: Bitte beim Eintragen beachten: Mr Linky erkennt keine Umlaute oder scharfes s oder so, darauf bitte beim Nameneingeben achten, sonst zeigt es ein leeres Feld an.

Freitag, Oktober 04, 2019

041019: Homesweethome

Ich hatte ja kurz drüber nachgedacht, heute mal keinen Homeofficefreitag zu machen, sondern ins Büro zu gehen, die Kinder sind ja noch weg. Dann dachte ich auch kurz drüber nach, einfach mal nur für mich freizunehmen, das Überstunden- und Ferienkonto kratzt ganz stark am Rand von "Ab dann leuchtet bei HR ein Lämpchen". Dann habe ich kurz an meine To-Do-Liste gedacht und mich gegen beides entschieden, was nämlich vor lauter Handover- und Produktmeetings und Onboardinggesprächen und "Wo ich dich gerade sehe"-Gesprächen auf der Strecke geblieben ist, sind zig zu schreibende Emails, Anträge, Minutes, Anfragen. Und die erledigen sich tatsächlich am besten daheim, nicht weil daheim, sondern weil ich eben dann nicht für spontane Gespräche zur Verfügung stehe. Und so habe ich heute relativ stur unterfüttert von literweise Lady Grey-Tee in die Tasten gehackt und die Liste geleert.
Zum frische Luftschnappen zwischendrin Einkaufen, die Katzen waren trotz Regenwetters im 7. Himmel, mir ist nämlich beim Abstellen der Einkaufstasche vor der Tür zum ersten Mal eine Milch-Pfandflasche kaputt gegangen und hey, Milchsee!

(ich musste sehr an einen Kommilitonen, der bei einer unserer legendären Geburtstagsparties in der Schwabinger Wohnung, ich glaube, es war sogar die, bei der wir zur Feier des bestandenen Biochemie-Kolloquiums nachts um drei mit dem Staubsauger das riesengrosse Plakat mit dem Zitronensäurezyklus von der Wand gesaugt haben, aus Versehen oder Betrunkenheit eine Schüssel Chips auf den Boden geleert hat und mit Stentorstimme tönte: "ICH WERDE MICH NICHT ERNIEDRIGEN, DIESE CHIPS VOM BODEN ZU ESSEN! .... Ach, was solls, ist bestimmt sauber genug hier" und dann tatsächlich direkt vom Küchenboden gegessen hat.)

Sansa hat es ruhig angehen lassen und den Tag mehr oder weniger auf einem Kissen auf dem Schrank verbracht (dank "Katzenwurscht", die der Hübsche gar nicht direkt als solche erkannt hat und schon für sich claimen wollte, ist die Wurmtablette übrigens anstandslos drinnen),

Jonny ist immer wieder raus und kam dann platschnass zurück, um sich auf einem Platzdeckchen neben dem Computer trockenzuputzen. Milch, auch vom Boden geschleckt, macht übrigens sehr übelriechende Katerpupse.)




Irgendwann dann Feierabend, der Hübsche hatte Lieferantenbesuch und ist dementsprechend müde, es ist immer noch kein Kind da, dh es gibt heute statt Pizza etwas, was die Kinder nicht mögen: die Ottolenghi-Knoblauchtarte, wir müssen Jonnys Milch ja etwas entgegenhalten.

Gegessen:
selbergemachtes Granola (viel leckerer als gekauftes!), Birnen, Himbeeren, Mango, Joghurt
Spaghetti mit Tomatensosse
Breznknoten
Knoblauchtarte und Salat

Getragen:
Jeans, Langarmshirt, Kapuzenjacke, Wollsocken

Gelesen:
Das mit dem "kurz grandios"

Gesehen:
"Workingmoms", da wollte ich gestern nur kurz reinschauen, um zu gucken, ob das mir oder uns gefällt. Aus kurz wurden drei Folgen und ein "mir schon", "uns" eher nicht; und "Fleabag"

Stressleveldurchschnitt gestern: 43
Selbstbeweihräucherung: Fast nicht rotgeworden, als ich heute mein Zwischenzeugnis gelesen habe. ALTER VERWALTER! (u.a. "embodies company values" ist ja schon ein bisschen sehr cool, die finde ich persönlich nämlich super. ). Btw: 6:07h die erste Nachricht "Du bist im HR-Tool" per Hangout, 16:46h für heute die letzte. Ich sammel die jetzt und frag ALLE, was sie denn so dringendes da drin zu tun hatten.

Donnerstag, Oktober 03, 2019

031019: FAME!

Und ich sag dem Hübschen noch: "Lass den Kater unten im Q.-Bett schlafen, da pennt der ewig", aber nein, er muss ihn ja zum Kuscheln nach oben holen und wer wird um 4:50h geweckt? Genau.

Kleine Freuden der Frühaufsteherpendlerin: der Zug, der normal 3 Minuten VOR Busankunft abfährt, hat 3 Minuten Verspätung, der Bus hingegen ist sehr pünktlich, und naja, zum Lohn bin ich halt schon um 7:14h im Büro.

Nicht die erste übrigens, nicht bei uns auf dem Stockwerk (sehr spannend, die Dynamik da rauszuspüren, ich bin, glaube ich, in die "Kaffee um 7:30h"-Runde aufgenommen., und auch nicht in meiner Bubble, meine Inbox quillt nämlich über mit Mails von Leuten, die sich seit Monaten bis Jahren nicht mehr gemeldet haben, und als ich als ich durchklicke, weiss ich auch warum.
Ich hatte mich ja damals schon gewundert, welche Resonanz mein einfach nur eingefügtes Profilbild erzeugt hat, aber .... wenn man auf einmal das Header-Gesicht des firmenweiten Performance-Management-, Career-Development-, naja, des gesamten HR-Tools ist, dann ruft das noch mehr Resonanz hervor. (Ich bin bisher vor allem verwundert, wie viele Menschen an einem ganz normalen Donnerstag VOR SIEBEN schon in diesem nicht wirklich sehr benutzerfreundlichen Tool unterwegs sind, ich habe da zum letzten Mal irgendwann im August reingeschaut, als ich den Knopf für da Zwischenzeugnis gesucht und nicht gefunden habe, weil der ist natürlich nicht im HR-Tool).

Joah. Sie erinnern sich dran, dass ich beim Fotoshooting für unser neues Employer Branding ("Thema: Design Thinking", ich weiss bis heute nicht, was das ist) dabei war? Ja, sehen Sie, ich mich auch nur noch dunkel. Das war die Zeit, in der ich wegen Italien echt, echt, echt am Rad gedreht habe und ich kann es mir nicht anders erklären, als dass ich nicht im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte war, als ich da in den 24. Stock marschiert bin und mit Communications-Praktikanten und anderen Menschen, die ich noch nie gesehen hatte, in fancy Büroumgebung Kaffee trank, schwatzte, mit Postits hantierte und mit Whiteboardmarker in der Hand tiefsinnig aus dem Fenster schaute. Ich habe der Nutzung der Fotos für alle angegebenen Zwecke (ich erinnere mich dunkel, dass von Web, Print, intern, extern, Anzeigen, Bedrucken von Fahrzeugen und was weiss ich nicht alles, die Rede war und in dem Moment kam mir das ganz witzig vor, weil die Bildsprache, die bei unseren Fotos genutzt wird, eine sehr angenehme ist, und ich alle Plakate, Lastwagen, generische Datenbankbilder, die wir für Präsentationen, Poster, Einladungen, Flyer etc eigentlich sehr schön finde, auch die Menschen, die da drauf sind.).
Ich dachte mir noch kurz, dass die Frau mit der dunkelpinken Haarsträhne, die auf den Plakaten die im Rahmen der "engrained quality"-Initiative vor ein paar Jahren freundlich in ihr Reagenzglas geschaut hat, vielleicht nicht ganz so happy war, wirklich global auf allen Sites in jedem Büro und an jeder Tür zu hängen, obwohl das Bild echt toll ist, aber meine Güte, das hatten wir jetzt ja, das passiert schon nicht.
Naja, nach dem Foto ist lang nix passiert, irgendwann kam eine Mail, dass die B-Roll jetzt hochgeladen wäre, man könne ja mal durchschauen, die Auswahl fürs Employer-Branding laufe aber noch, danke fürs Mitmachen.
Bei den Hochgeladenen waren zweieinhalb mit mir dabei, bei einem diskutiere ich mit einem Kollegen und sitze mit kritischem Blick in einem sehr stylishen Stuhl, beim zweiten fuchtele ich etwas unscharf mit einem Stift, beim dritten sitze ich mit dem Rücken zum Fotografen an einem hippen Holztisch und man erkennt mich nur, wenn man weiss, dass ich die mit der lila Bluse und den etwas strubbeligen hellblonden Haaren bin.
Ich war da kurz ein bisschen enttäuscht, weil hm, für eine Stunde rumhampeln war das dann nicht sooo eine tolle Ausbeute, aber dann doch auch ganz froh, weil ich damit sicher auf keinem Laster landen würde.

Dementsprechend war ich natürlich gar nicht drauf vorbereitet, dass ich anscheinend ab heute (zusammen mit einer kritisch schauenden Kollegin und zwei unscharfen Kollegen halb von hinten) mit etwas starrem Blick und ganz viel Zähnen die Leute auf der Startseite des HR-Tools begrüsse.
Nun ja. Es ist kein Laster. Bisher. (nein, kein Bild hier, ich habe die Rechte ja abgegeben. Können jetzt halt nur die Leser sehen, die meine Kollegen sind.)

(Ich habe es überprüft: es ist "nur" das interne HR-Tool. Die Variante, die man von extern erreicht, wenn man sich bei uns bewerben möchte, hat andere Leute. Kenne ich nicht, sehen aber auch sehr gut aus :-))

Gegessen:
Müslijoghurtfrüchte (den sport- und ehemannfreien Abend, weil der mit Koreanern essen geht, genutzt, um selber wieder Granola zu machen)
Kässchnitte mit Essiggemüse, Kefen und ... Radieschensalat. Stimmt. Eine Scheibe ist mir in meine Schal gefallen
Ofengemüse

Gelesen:
"Auf Erden sind wir kurz grandios" (Affiliatelink)

Getragen:
die neuen Stiefel mit Einlagen, aber ohne die ab Werk reingeklebten rauszupokeln. Keine gute Idee, da schmerzen die Füsse dann anders. Muss ich die also doch rausrupfen.
Ich finde es übrigens witzig, was für einen Anklang diese Stiefel finden. Als ich heute vor dem Werkstoren auf den Bus gewartet habe, kam eine Gewerkschaftsfrau auf mich zu (wenn man schon immer in Chemie- und Big-Pharma-Unternehmen arbeitet, ist man ja einiges vor den Werkstoren gewohnt, angekettete Greenpeace-Aktivisten, Tierschützer, verkleidete Menschen und halt auch mal Gewerkschaftler), ich wurde schon nervös, weil ich dazu gar keine Meinung habe, aber sie wollte nur wissen, wo ich die Stiefel her habe, weil sie genau solche schon ewig sucht :-). Sure, sista!

Stressleveldurchschnitt gestern:
Selbstbeweihräucherung: relativ cool auf die Überraschung reagiert, nur einmal rot geworden. Und relativ unnervös, als ich mitbekommen habe, dass Q. Anfang der Woche die 50km noch gar nicht gelaufen ist, das war "nur" ein normaler Hike, die 50km ist er erst heute gestartet.


Mittwoch, Oktober 02, 2019

021019: Back on track

Aufgewacht in sehr frischer Luft mit leichtem Regen, nach wie vor etwas, was ich superst finde am gar nicht mehr so neuen Schlafplatz direkt unter dem Dachfenster.
Jonny schläft aktuell am liebsten in Q.s (frisch bezogenem) leerem Bett in eine Nest, das er sich aus dem Federbett gebaut hat und, ja, ich verstehe, warum er im Moment nicht vor oder beim Weckerklingeln bei mir im/am Bett steht und Fressen fordert, es ist halt schon sehr, sehr gemütlich da.

Kleiner near miss beim Frühstück: mit so wenigen Leuten daheim ist nicht garanitert, dass die Spülmaschine einmal am Tag läuft und so war heute morgen der Becher, aus dem ich seit ungefähr ... 10 Jahren oder länger jeden Morgen meinen Kaffee trinke, nicht verfügbar und aus Mangel an Entscheidungsfreude in der Früh habe ich den ersten genommen, der mir in die Hände fiel, nicht bedenkend, dass ein Isolierbecher meine enggetaktete Morgenroutine durcheinanderbringen könnte, weil holla, der Kaffee kommt heisser aus der Maschine, als ich dachte.

Morgens back2back-Meetings ab 8 bis mittag (und zwar so getaktet, dass ich ohne Witz keine Zeit für WC zwischendrin hatte), so Produkthandovers machen sich halt auch nicht von allein oder in 5 Minuten. Aber: wow, ist das alles spannend, mir war gar nicht so richtig bewusst, wie viel mehr Schnittstellen (und wieviel weiter ausserhalb meiner bisherigen Exposition) es gibt, wenn man auf einmal nicht mehr "nur" für den Wirkstoff verantwortlich ist, sondern wirklich end to end bis Produkt im Patienen. Ich habe heute zB Emails bekommen, die in der Signatur als ernsthafte Kontaktmöglichkeit Koordinaten und einen Funkcode haben (erster Reflex: sofort an die IT-Abteilung weiterleiten, Verdacht auf Phishing, aber nein, das gehört so)

Schwesternmittagessen im Turm (eine Baustelle auf dem Bankverein macht mehr Mitdenken beim ÖV-Nutzen erforderlich, als ich dafür eigentlich aufwenden möchte)
Auf dem Rückweg endlich mal einen der berühmt- berüchtigten Basler Polizei-Teslas gesehen (vorne ist er blau und das gelb ist sehr neon)

Nachmittags mehr Meetings und die erste Einladung zum Forschungsblutspenden (43mL) nächste Woche. Sollte drin sein (höhöhö).

Bisschen später daheim als sonst, aber es reicht noch, um dem Hübschen kurz hallo und tschüss zu sagen, der auf dem Weg zu Sport ist.

Übliches Wäscheab- und Aufhängen, Staubsaugerroboter rumschicken, Abendessen vorbereiten, Crosstrainern: ohne Kinder ist das alles so viel weniger! Weniger Wäsche, weniger Geschirr, weniger Lachen, Reden, Antreiben, Zuhören, die Abende sind echt ganz schön lang!

(Ich mache mir übrigens fast überhaupt keine Gedanken, dass wir von L nur am Sonntag morgen ein Bild vom Frühsport in den IG Stories gesehen haben und Q. beim Aufbruch zum Hike gestern, weil no news are good news, und ich weiss ja als Elternrat mittlerweile: wenn was ist, melden sie sich schon sehr zackig, aber es ist durchaus legitim, ungefähr alle 2 Stunden doch mal zu gucken, ob es Neuigkeiten gibt, oder?)

Gegessen:
Joghurt, Müsli, Früchte
Texanische Kartoffelpfanne mit Gemüse und Sauerrahm, dazu Ofengemüse und zwei Selleriesalate. Joah. (Bissl viel Bohnen, sagt mein Bauch)
weil es so lecker war: selbergemachtes Ofengemüse daheim. Mit Apfelchilisosse

Getragen:

Die neuen Stiefel Irgendwann erwischt mich mal wer beim Liftgehampel. Was ich btw sehr schmerzhaft gelernt habe: Lange Arbeitstage mit vielen Schritten in 10cm Hacken machen dem MortenNeurom nichts. Ein Tag in flachen Stiefeln OHNE die Einlagen drin: nachmittags um drei muss ich die stechenden Schmerzen veratmen und kann nicht telefonieren, weil mir die Tränen in die Augen schiessen. (Ist wieder ok)
 Gelesen:
"Die Zeuginnen" aus (Affiliatelink). Das Buch habe ich eine Zeitlang vor mir hergeschoben, weil ich Angst hatte, das eie Fortsetzung nach 35 Jahren und zwei sehr grossartigen Serienstaffeln (von denen ja nur die erste auf dem ersten Band basierte) enttäuschend wäre. Aber: nein, ganz und gar nicht. Es hat mich total gefesselt, es ist ein  kleines Wunder, dass ich nicht mehrere Runden mit der Tram gefahren bin, weil ich meine Haltestelle verpasst habe.

Stressleveldurchschnitt gestern: 32
Selbstbeweihräucherung: die neuen Kollegen langsam an mein Spässleniveau herangeführt.

Dienstag, Oktober 01, 2019

Oktober

Hui, das Jahr ist praktisch rum, draussen pustet der Wind, die Blätter verfärben sich und auch, wenn es untertags immer noch T-Shirt- und Barfusswetter hat, die nächtlichen Temperaturen weisen doch auf Herbst hin.

Für den Oktober steht hier folgendes an:

  • Durchatmen. Die grossen Events des Sommers (in nicht wertender Reihenfolge: ITALIENprojekt, der Kanadatrip, der Junggesellinnenabschied, der Jobwechsel, die wundervolle Hochzeit) sind wunderbar über die Bühne gegangen (naja, um Italien kümmert sich jetzt jemand anders), ich wäre bereit für Atmen.
  • Die Kinder haben zwei Wochen Herbstferien, eine davon im Herbstlager der Pfadis, ich bin gespannt, mit welchen Erlebnissen sie zurückkommen!
  • Q. legt dann grad noch ein verlängertes Wochenende Leitpfadikurs obendrauf, das ist dann ganz schön viel Outdoor für zwei Wochen :-) (Gerade auf Instagram gesehen: heute ist er zum P, das ist ein 50km Marsch, gestartet...)
  • Ich werde meinen Einarbeitungsplan abschliessen und zum 1. November volle Verantwortung für meine neuen Produkte übernehmen. Uiuiui.
  • Parallel bin ich dran, mit der Kollegin aus Rio einen Workshop (hier, nicht Rio) zu organisieren.
  • Im Dorf ist wieder Chilbi, ich hoffe, das Wetter ist so schön wie die letzten Jahre! L. und ich werden auf alle Fälle Crepes für den Geräteturnverein backen, mal sehen, ob der Fonduebengel besser schmeckt als letztes Jahr!
  • Heimturnier der Unihockeymannschaft heisst für mich: Beizlidienst und Kuchenbacken, und natürlich Q. anfeuern (U16. Wann ist das passiert?)
  • L. ist zu einem Pokemon-Geburtstag eingeladen.
  • Ich werde mich um Adventskalender für alle kümmern (heute habe ich den ersten bestellt, und nein, es ist keiner für die Kinder), mit der Planung für meinen Geburtstag beginnen, es beginnt ja langsam meine allerliebste Jahreszeit (nur kälter müsste es endlich werden)
  • Mein 25-Jahre-Abitreffen habe ich übrigens abgesagt, wir haben nämlich auf dem eh schon Ausweichtermin eine personalisierte Führung im lokalen Römermuseum ("Wer hat vor uns an unserer Adresse gewohnt?"), das finde ich sehr viel spannender als, sorry, OK-Mitglieder, "Wir treffen uns in dem und dem Restaurant, wer noch was organisieren will, macht mal", wobei ich mit dem organisierten Teil vom letzten Mal im Hinterkopf vielleicht doch nicht mehr organisiert haben möchte, sondern vor allem einfach nicht hingehen.
  • Ach ja, und nach dem missglückten Versuch von gerade eben: eine Katze müssen wir noch entwurmen. Es ist Ihnen hoffentlich klar, welche die GANZE Wurmtablette, die so halbscharig in ein Leckerli gedrückt war, schnurrend mit einem Haps verdrückt hat, und wer die HALBE aus 6 Leckerlis, einer Scheibe Leberkas und einem Schinkenwürfel rausgeprokelt hat, dreimal beim direkten Versuch wieder ausgespuckt hat und mich dann ganz wild angeknurrt.... (Ich muss Thunfisch kaufen. Und die grossen weichen Leckerli)