Donnerstag, Juni 24, 2021

240621 Swoosh

 Ich muss gestehen, ich war trotz 3 Jahren Vorbereitungszeit nicht wirklich parat dafür, dass Q. heute seine Schulpflicht hinter sich gebracht hat. Nachdem die Abschlussklassen gestern gemeinsam einen coronakonformen (in der Schweiz ist übrigens nur noch bis Sonntag Corona, glaube ich, dann gilt nur noch Maskenpflicht im ÖV und beim Einkaufen, ich nehme an, so lange noch, bis die vom Bund teuer gekauften Maskenvorräte endlich aufgebraucht sind. Geimpft wird zumindest bei uns im Kanton mittlerweile ohne Anmeldung, einfach ins Impfzentrum gehen und gut, demnächst auch bei Migros und Coop. Nur die 12-15jährigen müssen einen Termin im Impfzentrum machen) Abschlussball gefeiert haben, war heute also Zeugnisverleihung. Auch hier: coronakonform alle Klassen einzeln mit nur zwei Begleitpersonen.

Wow, ich habe die allermeisten von Q.s Klassenkameraden die letzten 18 Monate nicht gesehen und holla, das sind alles junge Erwachsene geworden!

Es war eine sehr schöne Veranstaltung, Q. ist nicht die Aulastufen runtergesegelt mit Gips und Krücken, mir tut es jetzt wieder sehr leid, dass er nicht mit auf die Abschlussreise fahren kann, aber ich bin sehr, sehr dankbar, dass er die letzten drei Jahre in so einer tollen Schule und Klasse verbringen durfte. (Ich habe btw einfach gefragt und weiss jetzt, welchen Klassenlehrer L. nächstes Jahr dort bekommt :-). Wir bleiben dem Muster treu.)

Vor lauter Stolz und Sentimentalität und überhaupt haben wir ganz vergessen, in das Zeugnisheft zu schauen, wo nun seit dem Kindergarten ALLE Zeugnisse gesammelt sind (und die Check-Resultate, mit denen hatte ich gar nicht gerechnet.)

Hach. 

Mittwoch, Juni 23, 2021

230621 *schnarch*

Ich bin unglaublich erschöpft und das hat mich erst gewundert, weil ich doch eigentlich nicht so viel gemacht habe, aber naja:

  • Sporteln direkt nach dem Frühstück
  • Homeofficetag mit zwischendrin 3 Kindern zu Hause und dem Mann im Büro (Q. ist eh daheim, L. hatte am freien Nachmittag einen Freund eingeladen)
  • Morgens Workshop mit viel Selbstreflektion tralalala, davor schnellschnell "richtig" arbeiten.
  • In den Workshoppausen Physiotherapietermine für Q. organisieren (gar nicht so leicht, aber ich habs jetzt)
  • Mittagessen machen
  • Nachmittag zerrupft durch sehr verschiedene, alle sehr anspruchsvolle Meetings und halt ARBEIT
  • Schuldinge regeln für Q.
  • Heimat"urlaub"Dinge regeln, die diesmal ein bisschen viel mehr Planung benötigen als sonst
  • Q. T-Shirt- Hemd, kurze Sporthose bügeln, weil er hat heute Prom und naja, das Nachbarsmädchen ist vorher im bodenlangen Abendkleid vorbeigeschwebt und er hat mit Sakko, T-Shirt, (farblich passenden) kurzen Sporthosen, Gips und Krücken einen sehr fussballerischen Look :-). (Um den Jungschat zu zitieren: "Mir werdet so säggsi usgseh!"

Puh. Ich nehme aus dem Workshop heute morgen mit, dass meine LCP-Maximal-Ausprägung u.a. bei Perfektionismus (mal ehrlich: wie kann man weniger als 100% Perfektionist sein? Das ist man oder halt nicht.) ein gewisses dialing down vertragen könnte und obwohl ich jeden Tag 1 Küchenschrank ausräumen wollte, mache ich das heute vielleicht nicht. Oder jedenfalls nicht sofort.


Sonst so: man soll ja nicht nur immer schimpfen, sondern auch was tun, also habe ich mir den Rat der geschätzten Kaltmamsell zu Herzen genommen und eine Emailadresse nur für Ihre Gesundheitstipps eingerichtet. Da können Sie mir alles schicken, von dem Sie denken, dass ich nur glaube, dass ich es nicht wissen möchte, aber in Wirklichkeit würde mir das mit Sicherheit helfen. Ich werde diese Tipps natürlich nicht lesen (naja, vielleicht veröffentliche ich mal ein paar Best-of), aber da es Ihnen ein so grosses Bedürfnis zu sein scheint, hoffe ich, IHNEN damit zu helfen. Also: tippsfuerfraubruellen@gmail.com ist offen. Eigentlich habe ich eine schöne dauerhafte OOO-Antwort eingerichtet, aber die scheint zumindest von Google-betriebenen Emailadressen automatisch rejected zu werden. (Steht auch für immer hier rechts in der Sidebar)


Dienstag, Juni 22, 2021

220621 Politikmorgen. Und Impfkommission

 Heute war es hier morgens richtig leer, ich hatte das Haus für mich (und konnte es gar nicht richtig schätzen, weil ich den ganzen Vormittag in einem Workshop auf Zoom war.)

  • Das kam so:
  • Der Hübsche ist diese Woche 3 Tage im Büro.
  • L. ist eh in der Schule.
  • Q. war auch in der Schule, weil heute Politmorgen war (eigentlich hätten die 3. Klassen schon letztes Jahr und dann als Alternative irgendwann im Frühjahr und dann halt gar nicht das Bundeshaus besucht, da hatte er sich sehr drauf gefreut. Er ist ja extrem interessiert an Politik, sei es nun USA, Israel, Russland, China, Deutschland und natürlich auch die Schweiz, das finde ich sehr faszinierend.), wo Vertreter der Nachwuchsorganisationen aller Parteien zu einer Podiumsdiskussion und dann Diskussionen mit den Schülern gekommen waren. Es war wohl richtig gut (ich musste sehr lachen, weil Q. erwartungsgemäss mit SP/Grünen sympathisiert und der SVP echt Mühe gemacht hat. Ser SVP-Typ hat am Schluss wohl gefragt, wer unabhängig vom Thema sich vorstellen könnte, SVP zu wählen, wer abhängig vom Thema und wer überhaupt gar nicht. Well, Q. war bei denen, die NIE IM LEBEN gesagt haben. Der SVPJüngling  konnte sich das gar nicht vorstellen, und wollte wissen warum nicht. Anstatt zu sagen: "Ich darf als Ausländer eh nicht wählen und möchte nicht eingebürgert werden, weil ich nicht zum Militär möchte", sagte er "Ich sehe nicht ein Thema, bei dem wir auch nur ansatzweise die gleichen Werte vertreten würden." Sonst: Wir haben all seine in der Schule verstreuten Habseligkeiten eingesammelt. Auch wenn er (ungefragt) vom Schulleiter einen Aufzugschlüssel bekommen hat, war das echt, echt anstrengend und Q. und ich sind mehr als eh schon überzeugt, dass es absolut richtig ist, dass er jetzt fast nur zu Hause ist und halt auch auf überhaupt gar keinen Fall mit auf Abschlussreise geht am Sonntag. Was ich spannend finde: (nicht nur) wegen Corona hatte ich nur sehr limitiert Kontakt mit dieser Schule (es lief ja auch alles superglatt), es war sehr interessant für mich zu sehen, wie sehr zu Hause Q. dort ist. (Nächstes Jahr dann L. und Q. macht sich auf zu neuen Ufern)
  • Unsere Putzhilfe hatte sich krankgemeldet. (Ich habe also die Pausen im Workshop "Stelle Timer auf 8 MInuten" zum Bäderputzen genutzt, das muss zusammen mit dem Saugroboter reichen)
Sonst: zerfaserter Arbeitstag, weil eben Workshop (den ich ganz vergessen hatte und deswegen noch gar nicht so auf "Gschpürschmi" respektive heute "Leadership Circle Profile" eingestellt war :-)), dringende Dinge zwischendrin erledigt, superschnelles Mittagessen erledigt, zwischendrin eine Runde gestrampelt, dann hopphopphopp ins Abendmeeting. 
Ich bin da noch nicht 100% at ease damit, weil ich halt gern mit einer Sache (Arbeitstag) fertig bin, bevor ich den Rest (Sporteln, Freizeit, Tralalala) mache, aber das würde halt bedeuten, dass meine Überstunden immer noch weiter explodieren und ich vermutlich einfach nie wieder schlafen würde. (Bisschen nervt mich auch, dass ich dann untertags nochmal duschen und was frisches anziehen und ein Minimum an Styling erledigen muss, aktuell besonders deswegen, weil wir ja bis nächsten Montag keine Waschmaschine haben. Naja, mein Kleiderschrank wird es hergeben.)

Gelernt habe ich von den Nachbarn (gsd ist alles gut gegangen), dass die "Blaulichtfahrzeuge" Schlüssel zu den Schranken und Pollern haben, die die Zufahrten zu unserer autofreien Siedlung absperren haben und praktisch bis vor die Haustür fahren. Und sie haben auch Schlüssel für alle Behelfsauffahrten auf die Autobahn. Und im Unispital in Basel sind anscheinend überhaupt keine Besucher oder Begleitpersonen in der Notaufnahme erlaubt. Noch eine glückliche Wahl durch Zufall letztes Wochenende.)

Good news: die Schweizer Impfkommission empfielt die Covidimpfung für alle Kinder/Jugendlichen von 12-15, ich bin also guter Hoffnung, dass Q. und L. bald eine Einladung bekommen.

Gegessen:
Brot mit Frischkäse und Microgreens (Grünkohl schmeckt auch in mikro nach kratzigem Gras)
Salat mit Bratkäse
Dienstagsmeetingtag = Vegichili-Tag

Gelesen: "Mohnblumentod"

Montag, Juni 21, 2021

210621 Sommersonnenwende

 Was für ein schön symmetrisches Datum!

Geschlafen habe ich sehr gestückelt. Die Katzen, die ja gestern wegen Unwetterwarnung schon am Nachmittag Zapfenstreich hatten, waren um zwei wach, wollten raus oder Gesellschaft, liessen sich durch Futter ablenken, dann fiel Q. die Wasserflasche um und schoss die Krücken um und ich schoss wieder runter, um zu schauen, ob Q. umgefallen wäre. (Gestern hat es ihn auf dem nassen Boden die Krücken weggezogen und er ist umgefallen, das ist schon ziemlich doof. Es scheint noch alles an ORt und Stelle zu sein, aber ARGH!), naja, dann war es fünf, ich liess die Katzen raus, dann war es sechs und der Wecker läutete. 

Ich muss aber sagen: nach ein bisschen Grummeligkeit am Morgen war der Tag ziemlich gut, das jahrelange Schlafentzugstraining hat sich doch gelohnt. Danke, Kinder!

Normaler Arbeitstag, unterbrochen von einem Apothekenbesuch (mehr Verbandsmaterial), bisschen Luftschnappen, wegen Q., der ja nur sehr sporadisch noch in die Schule gehen wird und gerne in seinem Zimmer abhängt, im Wechsel draussen und im Esszimmer.

Der Balkon und die Terrasse ist wieder im Originalzustand, es hat ja gestern abend nochmal RICHTIG runtergeschüttet, wenn auch nicht gestürmt und gehagelt.

L. hat heute statt Volleyballtraining Volleyballpizzaessen, das passt ja gut in unseren Wochenspeiseplan, wo die Montags- und Freitagspizza einen sehr, sehr, sehr festen Platz haben. Somit ist immerhin jemand aus der Familie wieder in Sachen Aussengastronomie unterwegs :-)

DIe Sonnenallergie ist erstaunlich hartnäckig, aber ich bin sehr, sehr, sehr vernünftig  und habe IMMER noch nicht gekratzt. Ausserdem habe ich mir in der Apotheke eine grosse Tube Fenistil gegönnt, so als Bodylotion, lol.

Ich hatte ganz vergessen, dass ich die nächsten Tage neben allem noch an einem Wrokshop teilnehme, der Hübsche wird ein paar Tage die Woche ins Büro zurückkehren und Q. braucht den einen oder anderen Fahrdienst für Spezialevents in die Schule. Das wird eine spannende Planung :-), aber ich bin optimistisch.

Ich habe mir ausserdem vorgenommen, jeden Tag bis zum Wochenende einen Küchenschrank auszuräumen, also ausmisten, das, was die nächsten 2 Wochen nicht gebraucht wird, im Dachgeschoss parken, den Rest da lassen und am Sonntag schnell in eine Zwischenlagerkiste parken. Damit sollte sich der Stress fürs Wochenende reduzieren und ich habe einen PLAN.

Gegessen:

Hefezopf mit Honig

Salat mit Bratkäse und Knoblauchbrot

Montagspizza


Gelesen:

ENDLICH den langweiligen Krimi aus. Duh.... (Note to self: nie wieder Val McDermid. So was fades.) 

Ich muss schauen, was mich heute abend mehr "anlacht": entweder der "Sandler", empfohlen von der Kaltmamsell, oder den neuesten Charlie Lager-Band


Gesehen:

Agents of Shield mit den Kindern, GA beim Strampeln. (der Hübsche und ich haben uns ja die letzte Staffel "Vikings" noch angeschaut und meine Güte, könnte es ein egaleres Ende für diese Serie geben? Mir war es ja tatsächlich nach Staffel 1 schon egal und ich habe nur weitergeschaut, weil ich irgendwie verstehen wollte, was die Leute daran finden. Haben wir das also auch gesehen, und naja, wir waren uns am Ende unsicher, ob jetzt Björn tatsächlich tot ist oder nicht oder Ivar oder keiner und es ist vermutlich bezeichnend, dass es uns so egal ist, dass wir nichtmal nachlesen. Was ich btw das alleralbernste finde: dass sie ohne jeden Zusammenhang und ohne jeden Need Athelstan wieder ausgraben. Für ungefähr 3 Minuten. Und nicht mal denselben Schauspieler nehmen. Meine Güte.... was ein Graffl.)

Eigentlich ist der Blogpost für heute hier zu Ende, aber ich möchte noch etwas loswerden. Wenn Sie also versöhnlich enden wollen, hören Sie hier auf zu lesen, wenn Sie mehr Nerven haben, lesen Sie ruhig weiter.

Also.

In eigener Sache: Ich habe keine Ahnung, wie viele von Ihnen das Blog nicht via Feedreader oder so lesen, sondern ganz oldschool die Website aufmachen. Andererseits gehe ich davon aus, wenn Sie mir eine Email schreiben, weil ich ja die Kommentare geschlossen habe, dann schauen Sie auf der Website nach, weil da die Kontaktemailadresse steht. Und eigentlich dachte ich, dass das hier sehr, sehr, sehr deutlich ist:


(Jetzt, wo ich mir das anschaue: vllt hätte ich das ÜBER die Emailadresse scrheiben sollen.)

Und trotzdem beginnen, ich würde sagen, 90% der Emails, die ich an diese Adresse bekomme, mit "Ich lese Sie jetzt schon seit so vielen Jahren und weiss, Sie möchten keine Tipps, aber heute muss ich doch einen loswerden: ", gefolgt von irgendeinem Tipp, ganz besonders gern zu Gesundheitsthemen.

Ich kann das echt nicht verstehen, wie man so ignorant sein kann. Der Hübsche meint: "Ach komm, die meinen das doch nur gut" und "Lies es doch einfach nicht", aber ganz ehrlich, mich nervt das unglaublich, wie Leute, die anscheinend ja zumindest denken, mich unglaublich gut zu kennen, weil sie hier seit JAHREN mitlesen, meine sehr klar und offen kommunizierten Grenzen einfach nicht akzeptieren. Wie sehr von der eigenen Wichtigkeit und Relevanz muss man überzeugt sein, dass man entgegen des klar und deutlich ausgesprochenen Wunsches, das NICHT zu tun, sowas zu schicken? (jajaja, ich weiss, wie das klingt mit Wichtigkeit und Relevanz von jemandem, der jeden Tag Banalitäten ins Internet schreibt :-)) Und ja klar, alle meinen das gut, aber ganz ehrlich, das ist mir egal und ich finde es trotzdem grenzüberschreitend und unhöflich und möchte das einfach nicht. 

Es mag sein, dass Sie das albern finden oder stur oder blöd, aber wenn dem so ist, dann schreiben Sie mir halt erst recht keine Mail mit ihren Supadupa-Tipps! 

Ich mag das Fass mit "Wenn Sie keinen Austausch wollen, dann schreiben Sie halt nicht ins Internet" auch gar nicht mehr aufmachen, ich habe ja nicht ohne Grund die Kommentarfunktion geschlossen. (Auch hier: können Sie doof finden, aber wenn Sie mich doof finden, DANN SCHREIBEN SIE MIR KEINE EMAIL!).

Ich spiegle Ihnen mal, wie Ihre Tipps bei mir ankommen:

1. Ihnen ist egal, was ich möchte, und Sie ignorieren meine klaren Äusserungen zu dem Thema.

2. Sie denken, ich hätte mich nicht ausreichend zu dem Thema informiert.

3. Sie denken, Sie hätten die ultimative Weisheit gefunden, die niemand ausser Ihnen kennt.

Nicht so sympathisch, oder? 

(Der Hübsche sagt, ich soll meine Leser nicht beschimpfen und das möchte ich auch nicht. Ich möchte halt aber auch einfach keien Tipps haben.)


Sonntag, Juni 20, 2021

200621 Bring it on

 Wenn's läuft, läuft's, ne?

Good news: Diesmal kam Q. in einem Stück von der Party und es hat sich auch sonst niemand verletzt. Wir hatten Q. eingeschärft, die Wanderkrücken noch nicht weiterzugeben :-).

Ansonsten: 

ich habe am ganzen Körper Sonnenallergie, hurra! (Ich bin ja per se ein sehr positiver Mensch und weiss natürlich, dass das keine Allergie-Allergie ist, sondern eine Hautreaktion durch das Zusammenspiel von Sonne, mechanischer Belastung (die hatte ich nicht mal, weil kein Sandstrand), Kosmetik, Schweiss, Hitze, you name it.) Kein Drama, schaut halt RICHTIG scheisse aus und juckt. Ich bin erstaunt von meiner Selbstbeherrschung, ich habe nämlich noch nicht mit Kratzen angefangen. Bisschen traurig: ich weiss, was der Übeltäter ist: das sauteure L'Occitane-Verveine-Tralalala-Super Refreshing Body Gel, das ich extra für so einen heissen Tag nach dem Duschen aufgespart hatte. Es riecht toll, hat sich ok auf der Haut angefühlt (bevor ich zum Streuselkuchen mutierte), ich werde es jetzt meiner Schwester weitergeben, ich muss mir nur noch einen besseren Sales Pitch als "Ich hab am ganzen Körper Quaddeln davon bekommen, magst du es haben?" überlegen.

die blöde Kack-Waschmaschine hat nicht mal so viel Ehre im Leib, um die letzte Woche, bis der Ersatz da ist, noch Dienst nach Vorschrift zu erledigen, nein, heute hat sie beschlossen: EF0. Anscheinend haben wir die Bedienungsanleitung schon weggeschmissen, aber hier bekommt man ja immer alles in vier Sprachen und Crosscheck von italienischer und französischer Anleitung sagt. "Wasserstop ausgelöst, rufen Sie den Service". Das machen wir natürlich nicht, die Waschmaschine hatte 2x mehr Service als verdient, wir haben den Ersatzschlauch und -wasserstop angeschraubt, den wir mal aus Versehen bestellt hatten. Das hat gar nix gebracht, also haben wir die 8kg klatschnasse Wäsche mit der Hand in der Badewanne ausgespült und zum Trocknen aufgehängt und müssen/werden nun 1 Woche mit dem auskommen müssen, was im Schrank ist. Ich bin ein wenig ernüchtert ob meines Versuchs, diesmal nicht direkt zu sagen "Fuck it, ich kauf eine neue", sondern zu reparieren. Letztendlich haben wir 2x Service und Ersatzteile bezahlt für 2 Wochen extra Lebenszeit oder so. Das mache ich auch nicht mehr.

Ich werde btw den 28.6. feiern: ab diesem Tag ist unser Haus nämlich frei von Electrolux-Geräten und ich schwöre hoch und heilig: NIE WIEDER kommt mir irgendwas von dieser Firma ins Haus. NIE. (Ich habe btw anscheinend an meiner Ausstrahlung gearbeitet seit zB der Sofageschichte. Sowohl die verschiedenen Küchenleute als auch der Waschmaschinentyp (der ja auch schon Spülmaschinentyp und Backofentyp war) haben meine Vorgaben für Elektrogeräte "blablabla, Energieeffizienz, Licht, mindestens soviel Fassungsvermögen, und AUF GAR KEINEN FALL ELECTROLUX" je in Frage gestellt. 


L. hatte heute Filmdreh mit den Pfadis, ich bin gespannt auf das Endergebnis! Ich war bisschen nervös, hier ist ja Weltuntergang (Höchste Unwetterwarnstufe, Gewitter, Starkregen, Sturm, Hagel) angesagt, und so haben wir den Balkon gesichert, alle Kästen entweder unters Dach geschoben oder zu L. ins Zimmer gestellt, das Sonnensegel abgenommen, alles lose draussen verzurrt oder verstaut, die Katzen zu einem frühen Zapfenstreich eingesammelt, nur L. war eben irgendwo im "wunderschönen Basel-Land" unterwegs, um in Pfadi-Outfit eine selbergebaute Zipline runterzusausen. Aber: Pfadis are Pfadis und so haben sie echt Gas gegeben und L. war anderthalb Stunden eher, zusammen mit den ersten Regentropfen, zurück zu Hause. (Bisher: eher enttäuschendes Gewitter, nämlich gar keins, nur bisschen Regen, aber das Regenradar sagt, da geht noch was)

Ich hab total Hummeln im Hintern, weil BAAAAAAAH, in einer Woche muss die Küche leer sein und alles bereit zum Streichen und wir haben noch NIX gemacht (was nicht stimmt) und so haben wir heute das Kochbuchregal in die Sauna ins Zwischenquartier umgehogen, das Zeug, was AUF dem Bücherregal Wurzeln geschlagen hat, ausgemistet und das, was bleibt, zwischengeparkt, das Bücherregal von Bilderbüchern und BAstelmaterial befreit, und zack, sieht alles schon viel ordentlicher aus, auch wenn ich ahne, das das eigentliche Ausräumen nächstes Wochenende noch mal ganz schön viel werden wird. Naja. 

Der Hübsche hat die Gunst der Stunde genutzt und "vorher" Bilder der Küche geschossen:




(Ich freu mich sooooooo auf die neue!)

Samstag, Juni 19, 2021

190621 Nächster Versuch

 Es ist einfach zu heiss für alles, deshalb Telegramm-Stil

Waschmaschine endgültig kaputt (ok, es sind einfach nur schon wieder die Rippen rausgebrochen und als Verbrauchsmaterial sind sie zu teuer)

Also: neue Waschmaschine gekauft. Die kommt zeitgleich mit dem Start des Küchenumbaus, das wird alles sehr aufregend

Gegrillt (die Jungs haben ein Tomahawk-Steak gegessen, ich Zitronenfenchel und grünen Spargel und Salat)

Umgekippt (also fast, ich habe ja nun schon seit 44 Jahren keinen Blutdruck, deshalb habe ich gemerkt, als es komisch wurde und mich kontrolliert flach mit Beine hoch auf den Küchenboden gelegt. Sommer. So schön.)

Im Gartenpool gelesen

Teure Schlaf- und Badekleidung bestellt

Q. auf eine Party gebracht (ok, der Hübsche hat ihn gefahren), ich bin gespannt, wie es dieses Mal endet. (Q. sehr cool: "Mein Learning vom letzten Mal: wenn jemand stürzt und nicht mehr laufen kann, schleifen wir ihn nicht durchs Dorf, sondern lassen uns direkt abholen." That's the spirit! Ausserdem hat er Schmerzmittel und Thrombosespritze mit dabei (ausserdem Cola und Chips, das perfekte Partykit!)

Freitag, Juni 18, 2021

180621 Aftermath

 Heute nacht um zwei von kotzendem Kater geweckt worden. Ihm ging es dann wieder gut und er wäre gern rausgegangen oder hätte gern gehabt, dass ALLE mit ihm aufstehen, LOL, nein.

Um halb sechs war es dann was anderes, da war ich eh wach.

Morgenkaffee, kurz Q. wecken, um die Morgendosis Tabletten einzuwerfen, danach liess ich ihn weiterschlafen. (Wenn ich schon vom Hotelservice und dem Essen nicht mit dem Krankenhaus mithalten kann, dann wenigstens mit der allgemeinen Gemütlichkeit.)

L. absolvierte den üblichen Selbsttest am Morgen (bei über 35 Grad draussen im Schatten und der vor Wochen schon gefallenen Maskenpflicht für seine Jahrgangsstufe verstehe ich sehr gut, dass er in der Schule jetzt "nicht mehr so viel" Maske tragen will. Die Siebentageinzidenz im Aargau ist bei 13, der Schweizer Durchschnitt ist bei 18, L. und 10 andere Kinder seiner Klasse werden jede WOche poolgetestet, wir testen ihn zu Hause jeden zweiten Tag, irgendwann ist auch mal gut.), ich arbeitete erst ein bisschen, dann machten der Hübsche und ich uns auf den Weg, den ersten Wocheneinkauf seit November im Nachbarstädtchen auf der anderen Seite der Grenze zu machen. Ich hätte das ja nicht gedacht, nachdem die Gewöhnung an den Coop vor der Haustür am Anfang ect schwer war: es ging viel länger als im Coop (gut, wir sind da ja jetzt geübt), zu einem nicht zu vernachlässigenden Teil auch deswegen, weil man ja da nicht selber scannt und dann halt einfach zahlt und geht, sondern alle Sachen aus dem Wagen aufs Band und dann wieder in den Wagen und dann ins Auto packt. So eine Zeitverschwendung! (ALs ich danach im Coop war, die vergessenen Sachen holen, sah ich, dass das Selstscansystem dort heute kaputt war, also: bester Tag für Deutschlandtrip).

Wir haben also Eszettschnitten und alle neu rausgekommenen und SOndereditionen an Gummibärchen, zu den Schweizer Fussballchips die schwarzrotgoldenen Essentials, Getränke für die Küchenhandwerker, die übernächste Woche hier aufschlagen, und endlich mal wieder Sushi zu Mittag gegessen! (Das rosane ist mit irgendwas eingefärbter Reis in meiner veganen Sushibox)



Neben mehr Arbeit habe ich mich um Admin- und Medizinkram für Q. gekümmert:

Gestern kam der OP-Bericht (mit viel Latein und Bildern in Farbe und bunt) und dem Termin für die Abschlusskontrolle. Die lag leider am dritten Sola-Tag, liess sich aber unkompliziert vorverlegen.

Dann: Fädenziehen beim Kinderarzt abgemacht

Physiotherapiepraxis rausgesucht (mit zwei Umwegen über die KRankenkasse, wo mir erst eine falsche Information gegeben wurde, die mich fast an meinen Suchfähigkeiten zweifeln liess), nach Terminen fragen wir am Montag.

Mit Q.s Klassenlehrer geklärt, was in der Schule noch ansteht und ob es ok ist, wenn Q. eben nur zu Spezialsachen kommt,. Ist es. Phew. Dementsprechend wird das eine einerseits entspannte nächste Woche, weil wir uns keine Gedanken darum machen müssen, dass Q. den ganzen Tag bei 100000 Grad die Treppen in der Schule rauf und runterhopst, andererseits nicht ganz so, weil wir natürlich Taxidienst haben. Wird aber alles werden.

Der Abschlussnotenbogen lag schon im Briefkasten, halleluja, Q hat echt geackert diese drei Jahre! (ich hatte bei dem Absender ja eher auf die Klasseneinteilung für L. gehofft, aber naja, die kommt auch bald.)

Ach ja: Verbandwechsel habe ich auch noch gemacht, das ist ja easy peasy!


Sonst: es ist unglaublich heiss. Aber: dank andauerndem Giessen blüht alles auf dem Balkon, die Samen vom letzten Jahr gemischt mit allen geschenkten "Bienenweide"-Mixen ist echt schön!

L. ist auf eine Gamerabend mit bestem Freund und bester Freundin seit, lassen Sie mich nachrechnen, 11.5 Jahren. Die Freeundinmutter hat ein Bild der drei vom ersten Kindsgi-Tag mit 4 und von heute nachmittag geschickt. WOW!

Ich zeige ja keine fremden Menschen hier ohne zu fragen, stattdessen habe ich mit einer Filterapp-rumgespielt ("Voila", die Gratisversion kommt mit nerviger Werbung, aber ich gehe davon aus, dass das alles nur ungefähr 2 Tage lang interessant ist) und uns 4 in 3D-Cartoon-Figuren verwandelt:











Ich mag ja besonders den Hübschen als Babyjesus.

Jetzt: Pool und Melonensorbet mit Sekt, auf die vollständige Impfung, die überstandene höllische Woche, und ein jetzt aber wirklich mal langweiliges entspanntes Wochenende anstossen.

Donnerstag, Juni 17, 2021

170621 Glucke glücklich

 Habe ich es nicht gesagt? Q. ist jetzt Spritzenprofi und von sich selber angemessen beeindruckt.

Ich habe ihn heute morgen dann abgeholt, wir haben alles perfekt zusammengestellt bekommen, Rezepte, wie weiter, und wir sind auf dem Rückweg direkt noch im "Pro Senectute Hilfsmittelshop" vorbeigefahren, um den für alle Fälle Rollstuhl abzuholen. (Gedacht zB für den potentiellen Besuch der Klasse auf der Abschlussreise. Ich hatte das gestern tatsächlich mal angedacht, weil GANZ THEORETISCH wäre es schon möglich, das Kind für einen Tag ins Tessin zu fahren, einen Tag rumzusitzen, am See zu arbeiten, und abends wieder zurückzufahren. Ganz praktisch sind das über 6 Stunden Autofahrt bei ungefähr 100000 Grad, während ich eh nicht weiss, wo mir der Kopf steht und daheim den zweiten Tag die Küche rausgerissen wird. Noch praktischer hat Q. nach den ersten 3 Minuten im Auto gemeint: "OK, wir fahren definitiv nicht ins Tessin". Trotzdem haben wir jetzt einen und können Q. auf Waldspaziergänge oder so was mitnehmen, wenn uns danach ist.)

Der Rollstuhl ist riesig, auch zusammengelegt. Ich habe ihn zwar easy in den Kofferraum gekriegt, nachdem ich die Rückbank umgeklappt hatte, aber das wurde dann schon nur mit einem Fahrgast und seinem Gipsbein eng. Naja. Wir arbeiten dran.

Daheim residiert er jetzt auf dem Sofa mit hochgelegtem Fuss, er hat schon den Duschsack eingeweiht und puh, es ist schon besser, dass alle wieder daheim sind.

Ich hatte ja erst am Wochenende realisiert, dass wir unseren super bunten Pool vom  letzten Jahr NICHT aufgehoben haben, weil vermutlich von den Katzen zerkratzt, deshalb habe ich am Wochenende Ersatz bestellt, der heute bei 39 Grad ohne Umverpackung von einem grinsenden Paketmann geliefert wurde. Das Aufpumpen liess mich schweissüberströmt zurück, aber hey, Abkühlen nach dem Abendessen immerhin.

In der Apotheke habe ich Medikamente und Verbandsmaterial geholt (die Rezepte wurden bis zum 15. August als Dauerrezepte eingetragen, das ist der letzte Ferientag für Q. Läuft!)

In der Post lag schon der OP BEricht, in Farbe und bunt ("Salter Harris IV"-Fraktur) und der Termin für die Abschlusskontrolle. Da versuche ich noch, den zu verschieben, um Q. die Teilnahme am gesamten Sola zu ermöglichen, wir werden sehen.

Überhaupt: das ist die Standardantwort auf alles im MOment: "Wir werden sehen."

Arbeit lief tatsächlich erstaunlich gut diese Woche trotz allem, Sport ist auf der Strecke geblieben, aber das ist nach Impfung und bei der Hitze auch ok (und die Radelei war wengistens ein bisschen Bewegung), ich bin auf jeden Fall mehr als bereit fürs Wochenende, das sag ich Ihnen!

Gegessen:

Joghurt, Himbeeren, Nektarinen

Gazpacho (oder das, was ich aus dem gemacht habe, an was ich mich aus dem einen Jahr Spanisch an der Schule noch erinnere)

Wraps mit gebratenen Pilzen und Joghurtdip


Mittwoch, Juni 16, 2021

160621 Changing gears

 Der Hübsche und Q. haben gestern zusammen Fussball geschaut, will heissen: Q. hat auf SRF geschaut, der Hübsche im deutschen Fernsehen und sie haben sich via WA unterhalten. Ganz schön lustig  :-).

Sonst: Heute morgen schon die gute Nachricht, dass Q. eventuell morgen schon nach Hause kann!

Er muss "nur" noch den "Treppensteigen mit Krücken und Gips"-Test bestehen, btw. bei/mit einem Sportbuddy das Hübschen, der Physiotherapeut im Krankenhaus ist. (Eine Pflegefachfrau ist die Schwester von Q.s Schulbibliothekarin, es ist alles ein Dorf hier. Q. hat sich mit den Leuten von der Hotellerie über Fussball und die Reputation des Fuss-Gottes ausgetauscht, und für mich den Tipp, mit weniger Salz zu kochen und mehr den Eigengeschmack der einzelnen Zutaten herauszukitzeln (was?!), er ist praktisch schon zu Hause dort!)

Wir hatten ein langes Gespräch mit der zuständingen Case Managerin, die ALLES für uns organisiert, von Rezepten, Anleitung zum Verbandswechsel, Verordnungen für Physio und Rollstuhl, Befreiungen für Schule und Sport, und überhaupt alles, was einem irgendwie einfällt.

Am Nachmittag radle ich wieder nach Hause (ich liebe das E-Bike. Die Strecke ist so viel schöner und stressfreier als mit dem Auto, aber ganz ehrlich? In der Knallhitze aktuell würde ich die 14km hin und zurück mit Berg und Tal nicht gern mit dem normalen Rad fahren. Mit dem Ebike hingegen geht es superflott und ich habe soviel Fahrtwind, dass ich gar nicht ins Schwitzen komme. Ich muss nur morgen drandenken, NICHT mit dem Rad zum Abholen zu fahren!), der Hübsche kommt mit L. zusammen, arbeitet ein bisschen, während die Jungs schwatzen und schwatzen und schwatzen.

Q. besteht den Treppensteigetest, d.h. es geht morgen heim! (Kaum zu glauben: unser Spritzenphobikerkind, das ist keine Übertreibung, es gab Impfungen im Schwitzkasten, laut brüllend, es gab hysterisches Nasenbluten, auch für die letzte Grippeimpfung im Herbst gab es immer noch ein EMLA-Pflaster davor, auch wenn es klar ist, dass das überhaupt nichts hilft, hat erstens ohne alles den Zugang legen lassen, zweitens die Thrombosespritzen setzen lassen und drittens sich heute selber die erste Thrombosespritze gesetzt und wird sich vermutlich in ein paar Wochen auch die Covid-Impfung selber spritzen.)

Wir werden also genau schauen, was in der nächsten Woche an Schule Sinn macht, die Abschlussfahrt ist definitiv nichts. Als Anhaltspunkt wurde uns maximal 15 Minuten am Stück nicht hochgelagertes Bein für die nächsten zwei Wochen angegeben, das ist einfach nicht machbar.

Diebische Freude: ich habe mich so geärgert, dass H&M es nicht auf die Reihe bekommt, zusammenpassende Sakkos und Anzughosen zu verkaufen. (Ich meine: wenn ich etwas "Sakko, Slim Fit, Dunkelblau" nenne, und es gibt eine "Anzughose, Slim Fit, Dunkelblau", wie abwegig ist die Vorstellung, dass das dasselbe dunkelblau ist? Noch krasser wäre es natürlich, wenn auch Skinny fit, Regular fit und noch irgendwas fit dunkelblau auch passen würden.)  Aber nein: es sind 50 Shades of dunkelblau und wir hatenn am Sakko schon das Wapperl abgemacht und dann letzte Woche beschlossen, dass Q. halt Sakko, Hemd und Jeans trägt zur Zeugnisverleihung. Jetzt wird er Sakko, Hemd und kurze Trainerhose (dunkelblau) tragen, das passt rein farblich besser als jede Anzughose.

Gegessen: 

Nektarine, HImbeeren, Joghurt, Müsli

LInsensalat von gestern

Paprikafritters mit Joghurtdip

Und zwischendrin ein Eis "Salted Hazelnut Coffee" irgendwas, das seit letztem Jahr im Eisschrank lag. Hat ihm gar nicht mal so gut getan.


Gelesen: Immer noch den Thriller von letzter Woche (gar nicht mal so spannend :))

Gesehen: "Agents of Shield" (ich bin ja aktuell wegen Impfschonung und wegen wenig Zeit, weil immerhin mit dem Radl hin und herfahren nicht am Sporteln und so binich bei Greys Anatomy mitten in der Folge steckengeblieben, die ich am Samstag in der Badewanne halb angeschaut hatte, als Q. um Hilfe anrief)

Dienstag, Juni 15, 2021

150621 Immer noch eins mehr als wie du

 Good news first: Q. ist perfekt verschraubt und es geht ihm gut, sogar viel besser.

Lange Version:

Ich war heute morgen ein biiiiiisschen unentspannt, besonders ab 09:30h. Der Anästhesist hatte abgeschätzt, dass die OP ungefähr so lang dauern würde und der Operateur IMMER SOFORT DIREKT anrufen würde. Naja. Um halb 11 habe ich dann in der Zentrale angerufen, die mich weitervermittelt haben auf die Station und da hatten sie ganz frisch die Info bekommen, dass Q. abholbereit im Aufwachraum wäre. Dieser nicht passierte Telefonanruf war aber das einzige, was heute nicht perfekt funktioniert hat und eigentlich auch das Unwesentlichste.

Als ich um viertel vor 12 im Zimmer stand, war Q. noch ein bisschen blass, aber scherzte schon wieder mit der Pflege (er ist ja das absolute Küken auf der Station und sehr neugierig und kommunikativ und wird dementsprechend verhätschelt.)

Ich hatte ja irgendwie damit gerechnet, ein dasiges, dahindämmerndes Kind, das vielleicht auch ein bisschen kotzt, vorzufinden und heute als Hintergrund für mein Teammeeting zu haben (just kidding, die Kamera hatte ich schön aufs Fenster ausgerichtet), aber nein: um 12 kam das Mittagessen und Q. hat nur zweieinhalb Stunden nach Ende der OP ein Dreigangmenü verdrückt. (Er hatte sich Lamm-irgendwas ausgesucht und hätte danach am liebsten dem Koch persönlich zu seinen Kochkünsten beglückwünscht. Bezeichnender Ausschnitt aus dem Freundechat:

"Boah lueget amol, mega Ässe, Lamm isch so fein!"

"Hey, weisch du eigtl, was (ok ich lass das mit dem Dialektschreiben) das für Deinen ökologischen Fussabruck bedeutet, Fleisch zu essen?!"

"Ich mach im Fall im Moment maximal einen halben und eigentlich gar keinen Fussabdruck, weil ich mir einen gebrochen hab, ich denke, einmal Lamm ist ok."

 Ich würde sagen, the kids are ok. (Am Donnerstag kommen zwei seiner Freunde direkt nach der Schule mit dem Rad vorbei "Die werden schwitzen, aber hier ist es ja eh heiss", d.h. der Hübsche und ich müssen heim, und dann wird Risiko gespielt. Ich bin mal gespannt, wieviel Verlängerung der Besuchszeit sie der Station aus dem Kreuz leiern. Oder ob die beiden dann einfach auch da schlafen.)

Ich hatte aus gestern gelernt und mir Mittagessen (aka Salat und Falafel) mitgebracht, ausserdem musste ich mir ja keine Sorgen mehr machen, und so war der Tag viel besser. Das Extra-Jöbli-Meeting heute lief sehr gut und ich denke, trotz der sehr unerwarteten Hürden in dem Projekt kommt das gut.

Kurz bevor der Hübsche zum Abklatschen kam, rauschte die Arzttruppe herein (ich hatte gestern abend btw noch ein wenig zum Thema Fusschirurgie und Center of Excellence und so recherchiert, ein bisschen Fleisch an den Knochen der hausinternen Lobpreisungen bringen. Scheint, da ist was dran, und ich weiss jetzt, dass in Baselland und Basel Stadt eine massive Überversorgung an Fusschirurgie herrscht und es sozusagen eine Art Battle unter den verschiedenen Krankenhäusern gibt, bloss nicht nachzugeben und vielleicht nicht das Beste dadrin zu sein. Wenn Sie mal was mit Fuss haben: kommen Sie ruhig hierher!) und erklärte, wie es gelaufen war. 

Es hat geklappt, das alles arthroskopisch (heisst das so? Sie wissen, was ich meine) zu erledigen, d.h. Q. hat einen minifuzziklaanen Schnitt, der mit 3 Stichen genäht wurde, anstatt einen 20cm langen (ich wusste gar nicht, dass das zur Debatte stand. Besser so). Er hat 3 Titanschrauben drin, alle Fitzel sind zusammengeschraubt, ich bin enorm beeindruckt von der Präzision und dem räumlichen Vorstellungsvermögen, das da dahinter steckt. Am meisten beruhigt hat mich allerdings, dass der Fuss-Oberguru ganz offensichtlich Q.s Fuss nicht mehr interessant fand, sondern mit mehr oder weniger "alles super, kein Problem" und ein bisschen Stolz auf eben den winzigen Schnitt wieder verschwand. Das mag für ihn jetzt nicht so befriedigend sein, aber mir ist es lieber, Q. hat einen langweiligen unspektakulär heilenden Fuss als irgendetwas wissenschaftlich sehr interessantes, Spannendes.

Schmerzmitteltechnisch reichen jetzt Ibuprofen und Dafalgan, das ist viel, viel weniger als auch schon. Alles in allem: HALLELUJA. (die nächsten Tage werden wir erfahren, was wie wo weiter gehen wird und auch, was Q. doch noch machen können wird. Meine Prognose: Klassenabschlusslager (auch mit Rollstuhl): nope, Pfadi-Sola: könnte gehen in reduzierter Variante. zB Anreise mit dem Mat-Transport anstatt Zug/Anwanderung und vor dem tatsächlichen Start mit den anderen Pios auf eine einsame Insel im Sursee (?) zu paddeln und dort zu übernachten. Und zB ganz sicher ohne OP (nicht wie Operation, sondern keine Ahnung, auf jeden Fall ist das ein 100km -Marsch in 36 Stunden.). Wir werden sehen.

Ich war nach dem Heimradeln eigentlich bereit, mich mit einem Eiskaffee auf die Terrasse zu setzen, zu bloggen, bis L. heimkommt und ganz laut zu seufzen: "JETZT wäre ich bereit für echt mal langweilig, danke." Ich war aber nicht schnell genug und so brummelte mein Whats-App schon auf dem Heimweg warm mit der nächsten Herausforderung, die alles andere als langweilig wird und unsere Sommerferienplanung, die ja vor allem auch auf langweilig Erholung ausgelegt war, ganz schön über den Haufen wirft. Naja. Ist dann so, besser so als notfallmässig.

Hier noch die Vorher-Nachher-Bilder von Q.s Knöchel:

Vorher:








Und für die KAtzenfreunde: Sansa ist für untertags wieder in ihre Sommerresidenz unter dem Pampasgras auf dem Kreisverkehr (keine Sorge, nur die Zu/Abfahrt von zwei Tiefgaragen, nicht irgendeine echte Strasse) gezogen.








Montag, Juni 14, 2021

140621 Läuft. Auf Reserve

 Was für ein Tag. 

Ich habe mich frühmorgens aufs Rad geschwungen, um rechzeitig zur Visite im 7:30h im Krankenhaus zu sein. Q. ist zwar gross, aber nicht ausgewachsen, deswegen ist es ja so ein Drama, und vor allem nicht volljährig, deshalb: Einverständniserklärung, Aufklärungsbögen tralalala, muss ein Erwachsener unterschreiben.

Die Radstrecke ist super, viel besser als die Autostrecke, die total nervig ist, alles hintenrum über Hügel und durch den Wald und an der Kläranlage einem Flüsschen entlang, mit Turbomodus eine Sache von 10, 15 MInuten.

Visite war dann wie in den einschlägigen Krankenhausserien: Der "Fussgott" vornedran, hinter ihm eine aufgeregte Herde an jungen Ärzten in blütenweissen Kitteln, die alle in der ersten Reihe stehen wollten und alle was sagen wollten. Das wichtigste für uns: Q. wird morgen operiert, deshalb musste er doch nicht nüchtern bleiben und bekam direkt Frühstück.

Für die ausführliche Erklärung kam dann einer der jungen Ärzte zurück und erklärte mit ausgedruckten Röntgenbildern zum Behalten alle Details des Bruchs (Buhuhuhuhu. Die Standardfrage ist: "Und wie genau ist das um alles in der Welt passiert?!", weil: mit bisschen Umknicken den unteren Teil des Schienbeins an den strategisch blödsten Punkten in drei Teile zu brechen, das ist schon echt gnaaaaaah!).

Es wurde angekündigt, dass für die Zeitplanung und die Narkoseaufklärung noch ein Anästhesist vorbeikommen würde und auch der würde noch Unterschriften brauchen. Wir hatten an sich geplant, dass ich einen Teil des Vormittags dableiben würde, der Hübsche am späteren Nachmittag bis zum Abendessen kommen würde, tja, aber daraus wurde nichts, weil es keinen klaren Termin für das Gesrpäch gab und ich natürlich nicht riskieren wollte, dass es irgendeine Verzögerung gibt. Also habe ich mein Homeoffice im Krankenzimmer eingerichtet. Sehr schöne Neuigkeiten kamen dann von unserer Krankenkasse, die sich beim Krankenhaus gemeldet hatte, weil Q. (wie wir alle, das hatte ich so nicht auf dem Radar) für Unfälle privat versichert ist.

Kurzer Exkurs: in  der Schweiz gibt es die gesetzliche Grundversicherung, die muss jeder Schweizer haben, die kostet auch bei allen Krankenkassen dasselbe und leistet genau dasselbe. Wenn man mehr möchte (sei es Privat/Halbprivat bei Krankenhausaufenthalt, Chefarztbehandlung, verschiedene erweiterte Erstattungen und Zuschüsse für weiss der Geier was), gibt es verschieden Zusatzversicherungen, aus denen man dann halt die Kombination raussucht, die am besten passt. Fürs Krankenhaus haben der Hübsche und ich zB halbprivat (glaube ich), für die Kinder "nur" allgemein, und zwar aus dem einfachen Grund, dass es in allen Schweizer Kinderspitälern eh nur allgemeine Abteilungen gibt. Die Unfallversicherung ist dann nochmal separat, der Hübsche und ich sind jeweils über die Arbeit tippitppi versichert, deshalb brauchen wir nichts extra, für die Kinder haben wir die bei der gleichen Versicherung abgeschlossen wie gesetzlich und Zusatz, und anscheinend beinhaltet die für Spitalbehandlung nach Unfall eben Privatbehandlung auf der ganzen Welt. (Wie Q. so schön meinte: wenn du also krankenhauskrank wirst, solltest du dir noch schnell bisschen was brechen, dann kommst du auf die Privatabteilung. Nicht dass ich deswegen seinerzeit mitten in der Nierenstory mit dem Rad gegen den Laternenpfahl gefahren wäre...)

Ich habe den Hübschen gebeten, das nochmal mit der Krankenkasse zu bestätigen und dann, zack, sind wir mit Sack und Pack ins oberste Stockwerk in ein riesiges Einzelzimmer mit Aussicht und Balkon und allen Schikanen gezogen.

Ich gönne es Q. sehr, sehr, dass er in diesem ganzen Mist noch das Positive findet und diesen Hotelservice geniesst. (Auch für mich war es ein bisschen bequemer, an einem echten Tisch bei offener Balkontür zu arbeiten).

Lustig ist: dadurch, dass das so ein Sportler-Fuss-Chirurgie-Zentrum ist und in Q.s Akte steht: "Beim Fussballspielen passiert" (und vielleicht auch wegen der Privatabteilung?), denken jetzt alle, er wäre ein ernsthafter Vereinsfussballer ("Wo spielst du denn? Kann ich Du sagen? Welcher Verein, welche Position?") und Q. antwortet dann treuherzg und wahrheitsgemäss: "Haha, gar nicht. Das war nur aus Spass mit 6 Freunden nach einer Party. Barfuss. Im nassen Gras".

Mittlerweile ist alles geklärt, Q. ist morgen der allererste auf dem OP-Plan, d.h. wir werden ihn vorher auch nicht mehr sehen, weil er halt schon um halb sieben die erste Kostbarkeit aus dem Portfolio meines Arbeitgebers verabreicht bekommt.

ALLE Ärzte sind bei der Aufklärung und Erklärung und dem letzten Pep-Talk am Abend sowohl auf die anwesenden Eltern mit allen Elternfragen als auch auf Q.s Fragen und Kenntnisstand eingegangen ("Hattest Du schon mal eine Vollnarkose? Nein? Also, das wird so ablaufen..."), wir könnten uns nicht besser vorbereitet fühlen.

Wird schon werden. (Meine Kollegen haben nur an dem zeitweiligen Maskentragen gemerkt, dass ich woanders war, anscheinend sass ich im gleichen Winkel zum Fenster wie sonst auch und auf die Details der Aussicht haben sie wohl nicht so geachtet).

Ich bin btw nullkommanull so cool, wie es hier klingt, all das Zusammenreissen kostet ganz schön viel Kraft. Das habe ich gemerkt, als ich tränenspritzend den Hübschen wütend für einen flapsigen Kommentar am Radständer zusammengefaltet habe. (Und danke an all die, die meinen EBike-Computer während 9 Stunden nicht vom Rad geklaut haben).

Wir würden also morgen gedrückte Daumen für eine gut verlaufende OP und erfolgreiches Reponieren nehmen (Q. dachte, der erklärende Arzt würde "Reparieren" falsch aussprechen, Gottseidank hat er es ihm nicht gesagt)

Impfung nur der Vollständigkeit halber: bei mir genau gar nix mehr, beim Hübschen sind die nächsten Lymphknoten zur Einstichstelle massiv angeschwollen. Fühlt sich komisch an, sonst nix.


Sonntag, Juni 13, 2021

130621 Boy, that escalated quickly

 Boring news vorneweg: die Impfnebenwirkungen sind total unspektakulär, ich bilde mir ein, mein Arm tut sogar weniger weh als letztes Mal. Das könnte aber daran liegen, dass ich erstens so müde bin, dass ich vielleicht gleich einfach umfalle und zweitens andere Dinge im Kopf habe.

Wir haben nämlich gestern nacht auf der Notfallstation des Kantonsspitals (des Nachbarkantons) verbracht und das kam so:

Wie erwähnt hatte Q. ja gestern Schulablschlussparty mit seinen besten Freunden, will heissen: Schwimmbad 1 mit drölfzig Leuten, Schwimmbad 2 mit weniger Leuten und Beachvolleyball, Fussball auf dem Dorffussballplatz nebendran, Grillen bei einem Freund im Garten, Elterntaxi heim.

Was zwischendrin passiert ist: beim Fussballspielen ist Q. in ein Loch getreten, umgeknickt, gestürzt und das war es dann mit Auftreten oder Fuss bewegen.

Die Jungs haben das McGyver mässig gelöst (ok, meine präferierte Variante, besonders im Nachhinein, wäre gewesen, sie hatten da schon jemand Erwachsenen zur Hilfe geholt, aber naja): einer der Freunde hat eine Bänderdehnung und deshalb Gipsschuh und Krücken. Diese Krücken hat er an Q abgegeben, den Freund haben sie erst auf einem Trotinette heimgeschoben, dann (es ist dort ziemlich hügelig und steil) am Schluss hat der Grösste aus der Truppe ihn einfach das letzte Stück getragen, Q. ist auf Krücken hinterhergehumpelt. Nach den ersten Grillwürschtln rief er dann an und wollte abgeholt werden. Ich hörte schon aus den ersten Worten, dass etwas überhaupt nicht in Ordnung ist und dachte zunächst an Materielles, wie Handy im Pool versenkt, Fahrrad in den Rhein geworfen oder so.

Der Hübsche und ich machten uns also auf den Weg (ich war grade frisch gebadet, ich hatte mit einem viel späteren Taxiruf gerechnet), ein erster Blick und Abgleich mit meinem sehr limitierten orthopädischen Erfahrungsschatz ergab: "Das sieht anders aus als ich mich an Bänderrisse und -dehnungen aus meiner Jugend erinnere", was ja nun genau gar nichts heisst. Noch auf dem Weg telefonierte ich mit der Notfallstation des Krankenhauses im Nachbarstädtchen, was gut war, denn da hatte das Röntgengerät Wasserschaden und wir wurden ans Kantonsspital des Nachbarkantons verwiesen. Die hatte ich gar nicht auf dem Radar gehabt, ich hatte nur zwischen UKBB und Unispital Basel geschwankt. Wir haben also Q. daheim schnell ein frisches T-Shirt angezogen (nur fair nach einem langen aktiven Tag in der Sonne), dabei waren alle noch gut genuger Dinge für ein thematisch passendes:




L war schon im Bett und damit einverstanden, dass wir zu dritt fuhren (im Nachhinein wäre es gescheiter gewesen, wenn nur einer gefahren wäre, aber wir dachten ja, binnen einer Stunde mit Tapeverband und Voltaren (und eine kleinen bisschen Augenrollen über Helikoptereltern) nach Hause geschickt zu werden. So lange könnte es der, der nicht mit reinkam, weil ja wegen Corona nur eine Begleitperson, auf dem Parkplatz schon aushalten (mit Klimaanlage und Netflix, drinnen war es unbequemer!).

Nun denn, es kam ... anders. Ganz anders. In fünfeinhalb Stunden auf dem Notfall bekam Q. Schmerzmittel (easy angefangen mit Iburofen bis zu Opiaten gegen später), und die vermutliche Diagnose wurde mit jedem Test schlimmer: 

Anschauen: "Vermutlich nur eine Bänderdehnung, zur Sicherheit Röntgen"

Röntgen: "Hm, wir können einen Bruch nicht ausschliessen, aber wenn, dann nicht schlimm und keine OP, du kannst mit einem Gipsschuh wieder heim, zur Sicherheit CT"

CT: "Gebrochen, und zwar durch die Wachstumsfuge und in einem ganz schwierigen Winkel, ausserdem verrutscht, d.h. OP, du bleibst auf jeden Fall hier, und wie gut, dass Du im Krankenhaus mit dem besten Fusschirurgen von überhaupt gelandet bist, der wird das machen, das ist genau sowas, was er spannend findet."







Währenddessen verwandelte sich die Notfallstation von menschenleer zu Grey's Anatomy live. Der Hübsche sah von draussen Krankenwagen nach Krankenwagen vorfahren, wir hörten drinnen dramatische Übergabe auf Übergabe.Dementsprechend verzögerte sich Q.s stationäre Aufnahme, weil: naja, er war ja soweit stabil und es gab viel mehr dringenderes. Wenn man da aber mittendrin sitzt, nur von eine Vorhang von allem getrennt, dann ist das schon für Erwachsene (mit Schmerzen und müde und kaputt) sehr unheimlich, für einen 15jährigen noch mehr. Und so blieb ich bei ihm, bis er irgendwann seinen Zugang hatte, der Ruhigstellstiefel so passte, dass es nicht noch mehr wehtat und begleitete ihn dann irgendwann durch das schlafende Krankenhaus zu seinem Zimmer. (Auf der Suche nach dem Ausgang wäre ich dann fast von einer Krankenschwester "verhaftet" worden, weil ja schon längstens keine Besuchszeit mehr war und logischerweise nur ausbüchsende Patienten leicht planlos durch die Gänge irren konnten. Und ja, klar, die würden bestimmt "Nein, ich such nur den Ausgang" sagen, nicht "Ich bin ausgebüchst und auf der FLucht".

L. hatte daheim alles verschlafen, wir hatten ingesamt auch 3 und ein bisschen was Stunden Schlaf und der Tag heute war dann ... speziell. Wir haben Q. abwechselnd besucht, er trägt das alles mit Fassung, seine Freunde unterstützen ihn wunderbar, er ist aufgeregt wegen der Vollnarkose, total begeistert, wie NETT alle sind, er versteht sich super mit seinem "Zimmerbuddy", wie er ihn nennt, einem ungefährr 60jährigen Elsässer ("Mami, der ist total cool und witzig").

Morgen früh um halb acht kommt der "Fuss-Oberbossdoktor", wie Q. ihn nennt, zur Visite und einer von uns soll/darf dabei sein, auch, weil alle Unterlagen zur OP unterschrieben werden müssen.

Wie gut, dass wir den Wochenanfang meetingtechnisch entzerrt haben, um potentielle Impfnebenwirkungen abzufangen.

Wie gut, dass wir beide die zweite Impfung noch besser vertragen als die erste. 

Was ein grosser Scheiss, ey.

ABER IMMERHIN: 2X IMPF




Samstag, Juni 12, 2021

120621 2 down, 2 more to go

 Heute, ein paar Minuten nach Mitternacht habe ich auf Twitter gelesen, dass man doch die 12-15jährigen im Aargau schon für die Covid-Impfung registrieren lassen kann und ein paar Minuten später hatte ich beide angemeldet. (Und die Info an Freunde-Eltern und den Klassenelternchat von K2 verteilt. Ich hatte den Link und die Ankündigung schon vor zwei (?) Wochen dort geteilt und keine Antwort als Grillenzirpen bekommen, deshalb bin ich mehr als eh schon davon überzeugt, dass der tatsächliche Klassenchat, in dem es hoch her geht, ohne mich irgendwo hin weitergezogen ist  und ich nur noch auf dem mit den langweiligen offiziellen Infos bin. Alternative wäre, dass den Leuten dort alles egal geworden ist, wo doch früher ALLES mit Emojisturm beantwortet wurde. Naja. Mir solls recht sein).

Dann habe ich vor dem Einschlafen noch drüber nachgedacht, wie wir das wohl machen würden, wenn die Einladung just für einen Termin kommt, zu dem sie im Sola der Pfadis sind. Abholen und zurückbringen? Was ist, wenn sie danach Nebenwirkungen haben? Was, wenn Q. dann zum OP (=100km zu Fuss in 36 Stunden) aufbricht und Nebenwirkungen hat und zusammen klappt oder Herzmuskelentzündung kriegt? Und das, liebe Kinder, ist der Grund, warum man in der Nacht nicht nachdenken soll. (Alles easy zu lösen: wenn sie nicht vor Abfahrt einen Termin bekommen, kann man mittlerweile seinen Termin so verwalten, dass man "Nicht vor dem ....." nachträglich angibt, und damit können wir sozusagen 2 Wochen Pause drücken.

Heute war dann ein logischerweise bisschen komischer Tag, weil: dringend benötogtes Wochenende, perfektes Sommerwetter, L. Pfadiübung, Q. Baditreffen und Grillparty zum Einleiten der Schulabschlussfeierlichkeiten, der Hübsche und ich Impfdate in Aarau.

Mittlerweile sind natürlich die Kinder so gross, dass das alles easy selbständig zu regeln ist (Beide mit dem Rad unterwegs, beide Hausschlüssel, Q. mit der Auflage, nicht im Dunkeln mit dem Rad heimzufahren, sondern uns zum Abholen anzurufen, weil halt, Rad wird morgen geholt.)

Diesmal machten wir unsnicht ganz so früh auf den Weg zum Impfen nach Aarau und waren deshalb auch erst 20 Minuten vor meinem Termin da. Diesmal gab es sogar eine Schlange von ... ich schätze mal 20 Leuten vor dem Zelt, alle hielten brav Abstand, sehr viele hatten sichin Schale geworfen, es waren im Schnitt viel mehr jüngere Menschen als beim letzten Mal, ich würde schätzen, der Altersschnitt war etwa 40.

Beim Warten (maximal 10 MInuten) wurde man mit Desinfektionsmittel versorgt, vor dem Zelt sehr freundlich nach Erst-/Zweitimpfung, Krankenkassenkarte und Impfpass dabei? gefragt (Ohne Impfpass geht übrigens auch, man bekommt halt einen Impfnachweis und kann sich das dann irgendwo eintragen lassen). Drinnen brummte die Luft (und es war, anders als letztes Mal, wo es ja kalt war und geschüttet hat, ganz schön heiss), wir wurden beide auf der Liste gesucht, abgehakt, bekamen beide Impfungen (von vor vier Wochen und von heute) im Impfpass eingetragen und die jeweiligen Kleber rein. Mein ALCOA-Herz weinte ein bisschen, als die von vor vier Wochen HEUTE eingetragen und ohne jeden schriftlichen Kommentar unterschrieben wurde. Immerhin gab es Kleber von zwei verschiedenen Batches und ich denke jetzt mal ganz optimistisch, dass sie bestimmt die Aufkleber von dem Batch, die sie vor vier Wochen verimpft haben, heute extra für die Leute noch dahatten, die damalskeinen (genehmen) Impfpass dabei hatten.

Kurz warten, und zack: ab in die Kabine. Diesmal nicht die geräumige "Bärli-Kabine", sondern halt eins von vielen Kabüffen, die mit zwei Plastikstühlen ausgestattet sind. Wir klemmten uns beide rein, ich war bereit, diesmal dann doch ein Foto von des Hübschen Impf zu machen, bis.... naja, bis die Ärztin kam und ihn impfte und der Sperrbildschirm nicht mehr wegging. Die Ärztin war sehr cool und meinte: "Ich lass die Nadel jetzt einfach so lang drin, bis Sie das Bild haben, ok?" 


und, naja, so wie es aussieht, komme ich da ja noch mindestens zweimal hin mit den Kindern und irgendwann bin ich icht mehr peinlich. Immerhin habe ich ein Foto, bei dem ich die Augen nicht zukneife!






Wartezeit danach wurde btw auf 5 Minuten verkürzt, "Aber erst gehen, wenn die Person für den Papierkram da war!". All das ging tatsächlich schneller als in fünf Minuten und wir wurden vogelwild mit noch 43 Sekunden auf dem Timer nach draussen geschickt.

Wäre das jetzt also auch erledigt!

(WIr haben es sogar vor L. nach Hause geschafft :-))

Um bereit für ein leckeres Abendessen in jedem Fall und auch für evtl schlimm schmerzende Arme oder Matschigkeit zu sein, hatte ich Marillenknödel schon vorbereitet, die wir, während nebenbei "Dänemark : Finnland" lief, gemeinsam zubereiteten, naja, so richtig viel Appetit hatten wir dann nicht. Aber immerhin scheint es jetzt besser als auch schon auszusehen für Christian Eriksen....

Hmpf.

Und jetzt heisst es warten auf den Taxiruf von Q. (Bisher haben wir anhand des geteilten Standorts nur ihre Tour durch die Schimmbäder der Gegend verfolgen können.) 

Freitag, Juni 11, 2021

110621 Limbo

 Dass ich gleichzeitig das Gefühl habe, den als OOO eingetragenen Nachmittag unbedingt zum Auftanken zu brauchen und beim Eintreffen des nicht absagbaren Termins (mit 4 Folgeterminen nächste Woche) mehr oder weniger achselzuckend denke: "Ok, dann halt nicht" und einfach weitermache, weil, hilft ja nix, passt irgendwie zur Gesamtstimmung.

Ich habe einerseits das Gefühl, ENDLICH raus zu wollen und Urlaub machen zu wollen und neue Dinge zu erleben, andererseits buchen um mich herum alle Ferien und ich denke mir: "Ach, mir ist das alles zu stressig, allein schon nachzuschauen, was man wo machen müsste und erstmal müssen wir ganz geimpft sein und dann am besten noch die Kinder und dann kommt ja die Küche und dann fahren die Kinder ins Sola, die Grosseltern wollen wir auch mal wieder sehen und zack, Sommerferien vorbei." (Ich mache mir ein wenig Sorgen um das abenteuerlustige Ich, das letztes Jahr noch so traurig war, das es keine Somemrpause WEG von allem geben würde und dieses Jahr nur die Achseln zuckt.)

Der Hübsche denkt, ich wäre "eifersüchtig" auf die Leute, die eben wegfahren und würde gerne auch oder würde das die ganze Zeit nachbedenken in meinem Kopf, ob nicht doch, aber das tue ich gar nicht. Ich denke viel mehr drüber nach, ob ich nicht da drüber nachdenken und das nachverhandeln wollen sollte. (Overthinking? Ich? Nie.)

Dann: Impfung am Samstag. ich bin nicht nervös kein Vergleich zum letzten Mal, ich weiss ja jetzt, wie es läuft. Ich hoffe wieder auf Bärli-Kabine und dass wir früh fertig sind, aber wenn nicht, ist das auch ok. Ich bin mental auf ordentliche Nebenwirkungen vorbereitet (naja, so mittel: ich habe mir letzte Woche bis auf ein grosses unverschiebbares Meeting, das ich halt im Notfall schwänzen würde, ALLE Meetings vom Montag weggeschoben, um im Fall der Fälle einfach zu sagen: "Mir gehts nicht gut, tschüss". Die letzten beiden Tage kamen ganz viele dringend persönlich abzuklärende Kleinigkeiten und ich habe mich sehr gefreut, kurzfristig noch Termine in den ach so ausgebuchten Kalendern zu finden. Als ich heute kurz vor Feierabend dachte: "Nur noch mal kurz schauen, ob der Montag bereit ist, um im Notfall im Bett zu bleiben,", fiel ich fast vom Stuhl, weil jetzt habe ich da Back2Back Miniabklärungsmeetings, die ich SELBER da hingelegt habe. Joah, ich würde sagen, ich bin ferienreif.

Good news: 

Q. ist fertig mit allen Noten für dieses Jahr und diesen Schulteil. Ab jetzt beginnt für ihn die Kür mit Abschiedsparty morgen mit seinen Freunden im Nachbardorf (immerhin zwei davon werden mit ihm ans gleiche Gymnasium gehen), mit Mottowoche in der Schule (der Politikmorgen mit Vertretern aller Parteien kollidiert mit dem Tag "Beachwear". Es ist offen, wer nachgibt.), mit Aulashow, Zensurfeier, Abschlussball, Abschlussreise. Wie sehr ich mich freue, dass das alles stattfinden kann, wie sehr ich mich freue, dass er sich darauf so freut.

L. hat noch EINEN letzten Test (Französisch am Dienstag), dann ist für ihn der Teil mit der Primarschule vorbei. Feierlichkeiten: weiss ich nicht genau, wir werden auf jeden Fall den Abschluss dieses "normalen" Schuljahres in gänzlich unnormalen Zeiten rauschend feiern.

Auch gut: der Elektriker war heute nochmal da (ich war ein bisschen nervös, weil im Angebot noch einiges stand mit "wird spontan entschieden" oder "Da habe ich noch keine Idee", aber ich bin beruhigt: das heisst nicht: "Mir wurscht", sondern "Alle Ideen, die ich bisher hatte, sind noch nicht ganz perfekt, ich hirne weiter, bis alles perfekt ist" und damit kann ich natürlich sehr gut leben. (Die Lampenlösung in der Küche wird von einer finnisch-norwegischen Firma kommen, realisiert von einem Schweizer Elektriker. Niedriglohnländer, versammelt euch!)

Jetzt: Feierabend.

Gegessen:

Joghurt, Kiwi, Himbeeren, Müsli

Reste (Miniportion Spaghetti Napoli, Eblypfanne von gestern als Salat)

Freitagspizza


Gelesen: Den Thriller, dessen Namen ich mir nicht merken kann

Gesehen: Shield / Vikings (boah, ist das fad. Die Idee, kurz vor Schluss, nach der laaaaaangweiligen England Story noch eine laaaaaaaaaaaaaaaangweilige Russlandstory einzubauen, ist ganz toll.)


Donnerstag, Juni 10, 2021

100621 Prioritäten

 Gestern abend, als ich geschaut habe, was heute so bringen würde, um mein Sporteln einzuplanen, hatte sich mein Kalender aus dem Nichts mit schwer abzusagenden Terminen schon wieder bis nach 20:00 gefüllt. Ich merkte, wie sich alles in mir sträubte, weil bei allem Commitment zur Arbeit: ich bin echt durch und ferienreif und auch sonst sind Arbeitstage, die regelmässig von halb sieben bis nach 20:00h dauern, nicht gut. (Und bleiben Sie mir weg mit regelmässigen Allnighters in Agenturen und im Labor und bei Unternehmensberatungen und blablabla, das sind erstens Jobs, die ich mit Absicht nicht mache und zweitens wage ich zu bezweifeln, dass das die gleiche Art Arbeitszeit ist, wie die, von der ich rede. Ich erinnere mich gut an den Kommilitonen, der seine Nacht- und Wochenendschichten im Labor wie eine Monstranz vor sich hertrug und den wir so lang bewundert/bemitleidet haben, bis wir ihn einmal abends  und am Wochenende im "Labor" trafen, nun ja, ab dann haben wir ihn nur noch bemitleidet, weil lieber im ranzigen Uni-Computerraum rumsandeln und im Labor lustlos ein bisschen was abspülen, als das Wochenende mit frisch angetrauten Frau zu verbringen? Und auch die Beraterarbeitszeiten, die ja ach so unmenschlich sind, lassen mich auch nur noch müde eine Augenbraue hochziehen, seitdem ein sehr guter Freund da mal gearbeitet hat und wir bei der Arbeit einige Projekte mit Beratungsfirmen hatten. Bis die Herren in den geklonten Anzügen zur "Arbeit" aufschlagen, hatten wir schon die Arbeit des ganzen Tages in die ersten 4 Stunden gepackt, weil wir ja den Rest des Tages mit den Beratern verbringen und uns belehren lassen mussten.) Und mit "regemässig" meine ich: jeden Tag.

Also habe ich die Abendmeetings abgegeben, mit bisschen schlechtem GEwissen, und schon um halb vier Schluss gemacht. Ich dachte, ich würde den Nachmittag nutzen, um 

mit L. Diktat zu üben (das haben wir gemacht), 

draussen in der Sonne zu sitzen und Eiskaffee zu trinken und zu lesen (den Kaffee gabs zum Wäschezusammenlegen mit gleichzeitigem Diktatdiktieren)

den Balkon neu zu bepflanzen (wir haben die supergut gewordenen Salatköpfe aufgegessen, der Koriander ist zu Ende, die Kletterpflanze am Zaun schwächelt): das habe ich gemacht, wir haben neue Salatbabies, eine abgefahrene Variante der Schwarzäugigen Susanne, Walderdbeeren, Koriandersamen und einen schwarzen Johannisbeerbusch

launig und witzig zu bloggen (für den Fall, dass Sie sich wundern: ist nicht passiert. Ich habe als Notiz aufgeschrieben "Woher weiss ich, dass ich Mundkrebs habe?" und wie Sie jetzt sicher merken, braucht die den richtigen Kontext um so lachtränenverspritzend lustig wirkt, wie ich mir das in meinem Kopf vorstelle. Heute also nicht.)

Weil: ich bin unglaublich erschöpft und müde. Deshalb habe ich mir auch den Nachmittag morgen freigenommen und dafür ein relativ wichtiges Chaptermeeting abgesagt. Tja. Gerade sehe ich, dass ich nun stattdessen ein Follow-up-Meeting aus dem Warroommeeting habe, das ich heute delegiert habe. Und diesmal kann ich nicht absagen oder verschieben, weil: der Job bringt es mit sich, dass man manchmal nur eine genau definierte Anzahl an Stunden hat, um Informationen zu liefern. Na dann.

Immerhin habe ich was anderes gemacht als arbeiten, Sport, essen machen, das nötigste mit der Familie kommunizieren, schlafen. (Und: als ich aus der Apotheke kam, ich hatte Ibuprofenvorrat aufgestockt, weil hier ja zwei Leute am Sonntag potentiell impfflach liegen, sah ich entweder so sommerlich oder durstig oder was auch immer aus, dass ich insgesamt 4 Dosen gekühltes, alkoholfreise Bier von der Promo-STudentin bekam. Ach ja: die Apotheke ist IN einem Supermarkt, nicht dass Sie denken, die Bierpromo wäre einfach so vor einer Apotheke gewesen.)


So. Jetzt. Alkoholfreies Radler.

Mittwoch, Juni 09, 2021

090621 Gnarf

 Alles in allem ein sehr anstrengender Tag.

Meetingsvon 8:00 bis 18:30, davor, danach und zwischendrin noch mehrere Feuer zu löschen oder halt Sachen zu machen. Alles gut, ich habe zu allem Meinung (das finde ich zB ein Zeichen dafür, dass ich in einem Job angekommen bin.), kann alles lösen, nur halt nicht ALLES gleichzeitig mit anspruchsvollen Diskussionen. Vieles ist so komplex und miteinander vernetzt, dass ein kleines Zupfen an einem losen Faden schon reicht, um entweder ein riesengrosses Loch im Muster zu verursachen oder aber offenlegt, dass das Muster gar nicht so perfekt war, wie es schien. Und wenn man nicht nur an einem Faden zupft, sondern jemand von aussen mit dem Schrotgewehr draufschiesst, dann kann man sich ja vorstellen, was passiert.

Sonst: einiger Kleinkram, der nicht nach Plan läuft, was mich mehr nervt, als angebracht wäre:

Die Registrierung der Kinder für die Impfung klappt nicht, wie geplant, ab heute, sondern wurde mittags auf "Mitte Juni" verschoben, Klar, dass ich es bis dahin schon ungefähr 5mal probiert hatte (das Alter gibt man als ALLERLETZTES ein, d.h. ich habe jedesmal alles incl Krankengeschichte eingetöckelt, bis es hiess: "Man muss mindestens 16 Jahre alt sein". Hmpf (Rational betrachtet ist es egal, ob ich sie heute oder morgen oder nächste Woche anmelde. Ich bin optimistisch, dass sie in jedem Fall noch in den Sommerferien erstgeimpft werden können.)

Die Anzugbestellung für Q. kam an, ohne Hose. Wenn man die Versandbestätigugn genau gelesen hätte, hätte man auch gesehen, dass sie die Hose storniert haben, weil nicht vefügbar. Ich weiss wieder, warum ich so manchen Onlineshop echt nicht mag. Was soll  ich denn mit einem halben Anzug? Immerhin gibt es die Farbe in mehreren Passformen, wir werden sehen, ob skinny oder regular besser passt. Oder was halt kommt. (Wird alles rechtzeitig sein, trotzdem: ich hätte gern heute einen Haken drangemacht.)

Ansonsten: Kleinkram, der ungeplant viel besser lief:

Heute kam ganz spontan der Küchenprojektleiter vorbei, weil er "eh grad in der Gegend war" (oke), weil er noch was für den Dampfabzug ausmessen musste und gehofft hat, dass wir da wären. Er hat mir bestätigt, dass alles bestellt, geplant und on track ist und sehr super werden wird.

Ich hatte mein Face2Face mit dem Jöblichef (da gibt es sehr viele, die behaupten, das zu sein, ich habe irre viele F2F mit den verschiedensten Leuten. Mir recht) und er hat sich sehr, sehr, sehr gefreut, dass ich als einige der wenigen den erbetenen Input für ein Slidedeck rechtzeitig und vollständig erledigt hatte. Ich wusste nicht, dass das anscheinend nicht selbstverständlich ist.

Von jemandem, der mich in den letzten Wochen mit drölfzig Tonnen unsinnigen Tasks mit null Mehrwert zugeschüttet hat und jeden Versuch, das zu challengen, abgebügelt hat mit "So viel ist es ja wohl nicht", heute in anderem Zusammenhang gehört "You know, I always, always ask myself: "So what? What if I just DON'T do it?" and quite often the answer is "nothing"". Abgesehen davon, dass ich das für eine plakative Scheinweisheit aus irgendwelchen Motivationsseminaren halte, und die Antwort "nothing" ganz oft halt heisst: "Nichts für mich" oder "nichts, was ich direkt ausbaden müsste" oder "Upsi, doch einiges, von dem ich halt nichts wusste", sollte man sich halt schon fragen,w as man eigentlich für einen Job macht, wenn es eigentlich egal ist, ob man was erledigt oder nicht. All das aside: Was für ein wunderbares Zitat für die nähere Zukunft!


Das Schreiben mit dem Füller ist wunderwunderschön, ich muss jetzt nur aufpassen, die Kinder haben ihn beide entdeckt und mit so einem gierigen Funkeln in den Augen gesagt: "Was für ein cooler Stift!". Ich werde ihn also nicht mehr aus den Augen lassen, weil ich ihn erstens behalten möchte und zweitens sehr sicher bin, dass die Kinder ihn zerstören würden, die alten Frickler und Grobmotoriker. (Woher sie das nur haben.....)

So, jetzt. Feierabend.

Dienstag, Juni 08, 2021

080621 Zeug

 Man muss die Katzen ja mal loben: heute haben sie mich nicht geweckt (sondern meine Blase, also: die Blase mich, nicht die Katzen meine Blase, ach, ich fang nochmal an.)

Merke: keinen Tee mehr vor dem Schlafengehen trinken, sonst treffe ich nachts um vier Jonny beim Trockenfutterschaufeln. Also, er am Fressen, ich auf dem Klo, ach, ich lass es, das wird nix mit dem Pipithema.


Wieder mal langer Tag (richtig lang), aber ich habe vorausgeplant und erstens direkt nach dem Frühstück losgesportelt UND im Tiefkühler überprüft, ob noch was für mich zum Aufwärmen abends da ist (ja, Vegi-Chili aus dem Slowcooker, das ist unglaublich lecker.) Die Jungs gehen an meinen langen Dienstagen abends gern zum goldenen M gegenüber und ich esse, wenn ich fertig bin, irgendwas ganz ohne Rücksicht auf potentielle Abneigungen. Dafür mag ich meine eingefrorenen Überschussproduktionen sehr gern. (ich habe noch 2 Portionen Vegilasagne und 1x Chili, evtl muss ich bald nachlegen. Aber dann kommt ja auch die neue Küche incl neuem TK, vllt. auch nicht? Oder erst recht? Es ist kompliziert).

Der Arbeitsmorgen lief dann so mittel, ich hatte mich auf zwei total verschiedene Meetings vorbereitet und beide wurden mir jeweils 10 MInuten vor Beginn abgesagt. Na toll.

Es gibt aber auch so genug zu tun und ausserdem ist meine neue Füllerfeder da und ich schreibe mit meinem wunderschönen Pelikanfüller aus Schul- und Unitagen. Mit smaragdgrüner Tinte. (Ohne Duft, man kann nicht alles haben). Irgendwie bin ich btw besser geworden in der Stifthaltung, ich habe gar keine Tintenflecken mehr an den Fingern und sonst wo.

Der Nachmittag war dann nach dem fast einsamen Morgen voll mit Meetings (kurz nachgeschaut: 5 am Stück, insgesamt sechs Stunden. Immerhin ging es zweimal um dasselbe Produkt.). Gestern hat sich das "look and feel" von Google Hangouts (unser Corporate Standard Meeting Tool) geändert (es ist jetzt schwarz, die Ecken der Kacheln sind abgerundet, man kann mehr verschieben und personalisieren, die wichtigen Buttons sind bisschen anders angeordnet), und als das heute um 18:00 jemand als "Oh, das sieht aber ganz anders aus", musste ich ganz kurz überlegen, seit wann das  neu ist, weil meine Güte, seitdem hatte ich ungefähr schon drölfzigtausend Stunden dort. (angeblich sieht auch Google Chats anders aus, bei mir aber nicht.)

Tollste Nachricht des Tages war übrigens, dass der Kater der Nachbarn (der Bruder der Bullykatze), der seit über drei Jahren spurlos verschwunden ist (man denkt: weil seine Schwester ihn genauso behandelt hat, wie alle anderen Katzen in der Siedlung), wurde per Chip identifiziert. knapp 20km von hier (auf der anderen Seite des Rheins und der Grenze), wo er einer Familie zugelaufen ist. Ich weiss nicht, wie das jetzt weitergeht, wie lange er schon da ist, ob sie ihn zurückgeben oder -haben wollen (wenn man die Siedlungskatzen fragen würde, würden sie ihn vermutlich mit Handkuss gegen seine Schwester tauschen :-)), aber wie toll, dass er es geschafft hat, heil zu bleiben und ein Zuhause zu finden. (Und wie toll, egal wie es ausgeht, für die Familie, dass sie einen Abschluss für diese Sache finden können!)

Gegessen

Rhabarberpie

Asiabratnudeln (letzte Portion, immer noch gut, immer noch Kreislauf von scharf und Knoblauchoverload)

viel, viel, viel Kaffee, bis es endlich Zeit war für: Vegi-Chili (auch superscharf, ist aber eh schon wurscht)


Gesehen: GA beim Rennen, Shield mit den Jungs

Gelesen: Ich kann mir den Titel nicht merken, aber halt immer noch Krimi der neuen ColdCaseReihe, die ich entdeckt habe. Naja. "entdeckt". So richtig reisst es mich offensichtlich nicht :-)

Montag, Juni 07, 2021

070621 Müder Montag

 Jemand hat gestern abend noch die 6. Staffel "Vikings" angefangen und dazu das Noagerl (naja) Wein ausgetrunken, das noch übrig war (weil; unter der Woche keinen und nächstes Wochenende auch nicht, weil IMPF, und für zwei Wochen aufheben war mir der Weisswein zu schade), und jemand war heute morgen sehr, sehr, sehr müde.

Jemand hat auch gedacht, es gäbe Meetings bis spät abends, deshalb direkt nach dem Frühstück eine Crosstrainereinheit eingelegt. Danach war ich wach(er), aber alles in allem hat das ganz schön viel Willenskraft erfordert. (MORGEN habe ich Meetings bis spät, ausserdem kommt die Putzhilfe um acht, da bleibt mir nix anderes übrig, als nochmal richtig früh zu sporteln. Es ist okay, aber ich bin kein Morgensportmensch, echt nicht.).

Der Start in den Arbeitstag nach dem Ende der letzten Woche (Sie erinnern sich, Wuttränen und so) auch eher verhalten, aber naja, wurde dann. Und ich habe festgestellt, ich bin nicht allein mit meiner Einschätzung (nur die, die sie am offensten und schnellsten teilt. Gut zu wissen für zukünftige Diskussionen.). Ausserdem habe ich gesehen, dass das nächste Meeting, in dem es vllt zur Sache geht 2 Tage nach meiner zweiten Impfung ist. Wer weiss, wie es mir da geht.

Der Kollege, den ich die letzten beiden Wochen vertreten habe, ist wieder aus den Ferien da und hat sich sehr gefreut, dass alles geklappt hat (und hey: das Problem, vor dem ich wie ein Ochs am Berg stand, hatte er so auch noch nicht und er hätte es genau so gelöst wie ich. Sehr schön!)

Draussen schüttet es, Q. freute sich trotzdem, mit dem niegelnagelneuen Rad in die Schule zu fahren, die Katzen gehen auf ihre Art mit dem Wetter um: Jonny ist die ganze Zeit draussen (er kam mittags platschnass nach Hause und hat sich so das Mäulchen geleckt, dass wir erst dachten, er hätte bei den Nachbarn schon ordentlich gespeist. Bis wir draussen auf der Fussmatte den sauber abgeleckten total intakten Magen incl Gallenblase eines mittelgrossen Tieres sahen (Ich glaube, es war kein Vogel, der Magen war voll Grünzeug. Fragen Sie nicht), Sansa geht immer wieder gucken und nachdem die Tür nach ganz oben, wo ihre Mupfel steht, ab und an mal zu war, kommt sie immer erst bei mir vorbei, maunzt mich an und möchte, dass ich mitgehe und im Fall des Falles die Türe aufmache.).

Heute ist ausserdem der 7., d.h. ich habe die dritte Ration Selbsttests bei der Apotheke abgeholt. Diesmal ging es zwar nicht problemlos, aber immerhin konnte der Computer automatisch buchen. Ich musste halt nochmal umkehren, weil sie mir Tupfer, Pufferröhrchen und die FIlternupsis eingepackt hatte, aber keine Teststreifen. (Ich habe das Gefühl, sooooooo viele Leute holen die gar nicht mehr ab, sie waren auf jeden Fall noch nicht in Fünferpäckchen umgepackt). Für die Kinder ist das jeden zweiten Tag testen (und einmal die Woche Pool-PCR in der Schule) mittlerweile so selbstverständlich, für die wird auch ein Schwangerschaftstest mal keine technische Herausforderung sein oder Spannung bieten (Ja, ich weiss, Coronatest ist NICHT mit draufpieseln, danke).

Der Hübsche hat währenddessen (also: mehr oder weniger echt den ganzen Tag) versucht, den Waschmaschinenservice zu erreichen, weil die Sache mit den Rippen halt noch nicht vorbei ist. Nach einer Wäsche sind zwei locker und aus einer ist ein Stück rausgebrochen. Na toll.... am Donnerstag kommt wieder wer.

Ich habe dann nochmal den Elektriker für die Küchensache angeschrieben, das ist der Teil, bei dem ich noch die grössten Fragezeichen habe, aber naja, vielleicht bin das auch nur ich. 

Draussen auf der Baustelle wurde es mittendrin heute dann richtig laut, also nicht wegen dem Asphalt-Wegspitzen, sondern: "ALTA, WAS MACHST DU FÜR SEICH?!" und ich habe dann mal das Fenster geschlossen und hoffe, dass dort wirklich nur die Fernwärmeleitung verläuft, die brauchen wir erst wieder im Herbst, und sie nicht irgendwas anderes zerstört haben.

Gegesssen:

Rhabarberpie

Asianudeln von gestern mit Ei aufgebraten (die, die dem Hübschen nicht geschmeckt haben, deshalb habe ich noch genug für einschliesslich morgen. Das sage ich mit fast uneingeschränkter Freude. Fast, weil: ich habe es mit Zwiebel und Knoblauch eeeeeeeeetwas arg gut gemeint. Geschmacklich ist das super, aber mir hat es tatsächlich dadurch heute morgen den Kreislauf zerbröselt, das kenne ich sonst nur von der Ottolenghischen Knoblauchtarte. Die könnten wir auch mal wieder machen....)

Montagspizza


Gesehen: GA zum Strampeln, Vikings (mir sind die immer noch alle egal, aber ich möchte jetzt Closure)

Gelesen: gleiches Buch wie gestern


Sonntag, Juni 06, 2021

060621 Fauler Sonntag

 Komischer Tag heute: sehr blöd geträumt (zB Q.s Velo-Zerbröselung verarbeitet mit sehr dramatischen Bildern, so dass ich um halb fünf direkt mal nachschauen musste, ob es ihm gutgeht. Tat es), schöner Teilaspekt: Jonny hatte sich noch vor Fütterung in meinen Arm gekuschelt und weitergeschlafen. Halt so lang, bis Sansa wach wurde und merkte, dass Jonny an "ihrem" Platz lag und naja.

Sonst: nicht viel.

Sansa geriet draussen einmal mit der bekannten Bullykatze der Siedlung aneinander (in unserem Garten, die Bullykatze ging dann weg, Sansa allerdings hatte sich an etwas Gras verschluckt. Wer weiss,w as da vorging.), was sofort alle Katzen"eltern" und den Nachbarshund auf den Plan rief. Alle mal kurz im Pyjama geschaut, was da abgeht. Nur so für die Kinder später: leise sein beim nachts heimkommen, das wird hier alles bemerkt.

Ich habe gebacken und zwar meinen Lieblingsrhabarberkuchen (den Pie aus dem Zuckerzimtundliebe-Buch, mit Orangensaft und -schale, das passt unglaublich gut zusammen. Heute mit einr Handvoll TK-Himbeeren, weil der Biorhabarberbund kleiner war, als gedacht und ich nicht mehr ganz in Erinnerung hatte, dass der Pie ganze 750g Rhabarber verlangt). Ich erinnere mich wehmütig an die Rhabarberchallenge im Elfenbeinturm vor ein paar Jahren, wo ein Kollege mutig in den Raum gestellt hatte, das KEIN Rezept mit Rhabarber besser wäre als das Kuchenrezept seiner Mutter. Ich habe also das Motto "Es muss nicht immer Baiser sein" ausgerufen und wir haben, ich glaube, 8 verschiedene Rhabarbersüssspeissen zum Znüni verdrückt. (ich habe immer noch die Rezeptsammlung auf dem g-Drive)

Sonst: echt nicht viel. Für den Babyneffen Geburtstagsgeschenke geordert, aus dem Kammerl des Schreckens und der Garage die auszuleihenden Sachen (Duplo, Brio, Bobbycar mit Kufen und Ziehschnur, Laufrad) zusammengesammelt, saubergemacht und bereit gestellt für das erste F2F-Treffen mit Schwestern in 4 Wochen. Ich freue mich so sehr!

Gecrosstrainert, so gekocht, dass es NUR mir geschmeckt hat (naja, egal, habe ich noch ein, zwei Tage Mie-Nudeln mit scharfem Asiagemüse und Tofu), immerhin mochten alle anderen das (strunzlangweilige, aber naja) Alternativessen (Tortellini mit Erbsen in Käsekräutersosse überbacken).

Bereit für die nächste Woche? Nicht wirklich, aber hilft ja nix. Morgen ist wieder Testtag für Q. in der Schule, wir holen das dritte Paket der kostenlosen Selbsttests in der Apotheke ab und das allerbeste: können am Mittwoch (höchstwahrscheinlich) die beiden Kinder zum Impfen anmelden (der Aargau organisiert das anscheinend über das Registrierungstool, alle Kinder werden im Kantonsspital in Aarau registiert, das haben der Hübsche und ich ja schon rekognosziert.. Sobald mir 100% klar ist, wann Q. seine BEZ-Karriere wie beendet und wann er auf Abschlussfahrt weilt, werde ich in der Rotisserie vor Ort für das Zeugnis-Abschlussessen reservieren. Das war btw unser letztes Essen ausser Haus (stimmt nicht, wir haben danach in unserer "Urlaubswoche" im Münchner Umland im Juli letztes Jahr noch auswärts gespeist), letztes Jahr, an dem Tag als das Haus gegenüber abgebrannt ist. Ich hoffe, diesmal wird es weniger dramatisch.