Montag, Juni 22, 2015

Murphy. Got you.

Jaja, ich weiss, man schreibt nicht an einem Sonntag, dass einen die Woche nicht schocken kann. Weil: Montag radelt man dann zur Arbeit, verschätzt sich mit Geschwindigkeit und Abstand zur Trottoirkante und segelt kopfvoraus gegen einen saublöd im Weg stehenden Betonlaternenmast.


Immerhin: nur 400m oder so von den Werkstoren weg, immerhin hat der nächste Autofahrer angehalten und mich erst allein gelassen, als ich ihm glaubhaft versicherte, dass alles grösstenteils ok ist, immerhin hat der Helm eine gebrochene Nase oder ausgeschlagene Zähne verhindert, (ich fühl mich trotzdem wie … Kopf voraus gegen einen Laternenpfosten geknallt), immerhin habe ich drangedacht, die Ringe von den Aufprallfingern vor Ort schon abzuziehen, immerhin sind Rad und Brille heilgeblieben, und immerhin habe ich nette Kollegen, die (nach Vorwarnung) „sieht man fast nicht!“ behaupten und schon einen Eisbeutel aus der Eismaschine auf dem Flur parat halten. Ach: und immerhin gibt es einen hervorragend ausgestatteten werksärztlichen Dienst, der in zwei Stunden meine Knieschürfung (handtellergross), meine Hüft/Hinternprellung (zwei –meiner—Handteller gross), Nase, Wange, Kinn, Zähne, Halswirbelsäule und die Hand untersucht, verpflastert, geröntgt und die zwei gebrochenen Fingergelenke (rechts, natürlich) geschient hat und mich mit einer grossen Tüte voller Equipment versorgt hat.

Ich trainiere jetzt meine Beidhändigkeit, hoffe, dass ich mit pinzettengriff im auto schalten kann, übe mich in „Wer achtet schon auf Äusserlichkeiten?“ und „Das schwillt bestimmt schnell ab“ und werde nie wieder sagen, dass mich nix schocken kann.

Edit: erstes Opfer der Beidhändigkeit: ich habe einen ganzen Stapel Kommentare gelöscht, statt sie zu veröffenlichen. Sorry, gelesen habe ich sie aber! Danke Ihnen.