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Montag, September 26, 2011

Hier so


  • Neue Haarfarbe: saharablond, ein bisschen aschblond, keine Kopfhautverätzungen, dazu noch der frische Schnitt: doch, gefällt mir.

  • Der Hübsche kann jetzt mit seinem Firmenausweis für umme ins Dorfhallenbad: das wird das Männerprogramm für meine sonntagmorgendliche Fittelrunde.

  • Die Jungs werden jetzt doch richtig biometrisch: wir wollen ja nächsten Sommer auf grosse Fahrt gehen und dafür reicht der Kinderreisepass nicht. Ganz abgesehen davon, dass Little L. nicht mehr ansatzweise so aussieht. Kurz bevor ich online einen Termin bei der Pass-Stelle in Bern reserviert habe (ich war ganz verwörrt, ob ich für drei Reisepässe 1, 2 oder gar drei Termine brauche), habe ich frech bei dem nur für Basel-Land und -Stadt zuständigen Honorarkonsul angefragt, ob wir, die wir nur so ca. 3 km ausserhalb der Grenze von Basel-Land wohnen, vielleicht auch bei ihm vorbei kommen können. Können wir, macht das Leben einfacher.

  • Little Q. hat gestern mit der gesamten Nachbarschaftsclique eine Art "Preenactment" von Star Wars 1-5 organisiert. Ich sah immer wieder Raumschiffmannschaften Platz nehmen, Hyperantriebe wurden gesucht, ich musste immer wieder Laserschwerter flicken, am besten war jedoch die Szene, wo Little Q. dem vierjährigen Anakin/Darth Vader die dramatsiche Verwandlungsszene am Ende von Teil III vorspielte: "Und dann, dann fällst du so hin, deine Hand landet im Feuer und ab dann bist du im anderen Team." und der kleine Junge sich zum Üben direkt mal mit lang ausgestrecktem Arm ins Gras legte....

  • Sonst so: es gibt immer noch das eine oder andere Klamöttchen ;-)

Mittwoch, Juni 08, 2011

Schnöpsel

Little Q. hatte gestern "Kindergartenreise". Für mich als Nichtschweizerin klingt das viel aufregender als es eigentlich ist. Es ist mehr oder weniger das, was bei uns seinerzeit "Wandertag" hiess. Es ging (mit Elternunterstützung) in ein Freibad und war wohl ein voller Erfolg. Merke für das nächste Mal: Kind daheim schon eincremen, weil es das UV-Schutz-Shirt irgendwann auszieht und sich dann "Mami, auch an den Schultern und am Rücken" selber mit der brav eingepackten Creme einschmiert. Semiperfekt. Wie auch immer, er musste also ein Mittagessen, das ohne Feuer und sonstige Wärmequelle verzehrbar ist, mitnehmen. Ich habe also am Abend vorher für ihn (und mich gleich mit) ChickenWraps (mit unser beider Lieblingsphiladelphia "Gegrillter Knoblauch", Salat, Gurken (Schweizer Gurken zu einem Wucherpreis von 2.30 CHF und lokalsten Salat) und Parmesanspänen vorbereitet. Am Abend kam dann das, was ich von unserem Mäkel-Q. nur ganz selten höre: "Mami, das war soooooo lecker, ich hätte noch mehr davon essen können. Können wir das auch mal daheim machen?" Ich selber fand sie ja auch lecker, aber ich bin ja auch (nahezu) Allesfresser. (Schön auch der Kommentar: "Die Wassermelone habe ich übrigens nicht gefunden. Da wo du gesagt hast, da war nur eine Box mit was nassem drin, das habe ich dann gar nicht aufgemacht." Hat man davon, wenn man aus Platzgründen die Melone schon von der Schale befreit und mit Spiesschen in Würfeln einpackt....)

Little L. geniesst es zwar gerade, in der Babygruppe in der Kinderkrippe der Grösste zu sein, andererseits vermisst er seine beste Freundin, die drei Monate älter ist und zum 1. Juni in die nächstältere Gruppe gewechselt hat, schon sehr. Umso mehr freut uns die Nachricht, dass aus Nachfolgegründen auch Little L. schon vor den Sommerferien, nämlich zum 1. Juli zu den Grösseren wechseln wird. (Hach. In meinem Kopf ist er immer noch das Minifuzzibaby, das vor den grossen Rüpeln beschützt werden muss. Dabei zeigt er wohl selbst Rüpeltendezen im Moment ;-))

BTW: Mein lieber kleiner Sohn, 4:50h ist definitiv zu früh um "Mami, Nenni au ufstoh" zu verkünden und durchzuziehen!

Und dabei fällt mir ein: Little L. ist ganz gross in Grammatik. besonders das Perfekt hat es ihm angetan: "Mami, do, lueg, Flugi flugt (das Flugzeug ist vorbeigeflogen). Ich Nenni ufegangt (Ich bin raufgegangen). Ich Nenni Wasser-Tole schosst (ich habe mit der Wasserpistole geschossen)" und mein absoluter Favorit: "Ich Nenni heilesegt" (Er hat gestern einen Schmiss im Bücherregal entdeckt und dann für das Regal "Heile, heile Segen" gesungen....)

Kleinigkeiten ohne Fell nähen ist richtig entspannend!

Donnerstag, März 31, 2011

Schnipsel

  • Meine Krankheitszwangspause hat mich mit immer noch pochender rechter Kieferhöhle, Haarwurzelschmerzen, schlackernden Jeans und dem dauernden Kampf gegen einen latente Übelkeit zurückgelassen (nein, nicht was Sie jetzt schon wieder denken)
  • Die Basler Chemie ist doch eine grosse Familie ein Dorf: da kann es dann durchaus sein, dass man bei einem Kundentermin der ehemaligen Chefin, die auch einen neuen Job hat, und dem Nachbarn von schräg gegenüber, aus dessen Garten man die Kinder am Vorabend gepfückt hat, gegenübersitzt. Oder beim morgendlichen Kinderarzttermin (auf der Suche nach Little L.s Eisenwert) mit dem Kollegen das Projektgespräch vom Vorabend im Wartezimmer fortführen kann.
  • Apropos Arbeit: auf einmal ist Japan dann real. Und hat unmittelbare Auswirkungen (ich komm mir vor wie ein Kriegsgewinnler)
  • Am Wochenende sollen es hier 27°C werden. Mädchenbier, Spareribs, Ochsenkotelett und Würstl sind schon im Kühlschrank verstaut. Claudia, du hast ja so recht!

Dienstag, März 22, 2011

Wieder mal: ein Hoch auf die Chemie/Pharmazie

Zuerst mal, meine Lieben, danke für Ihre Worte gestern. Wirklich. (Normalerweise bin ich ein sehr rationaler Mensch und auch grundoptimistisch. Aber diese Sache erwischt mich auf einer ganz anderen Ebene.)

Jetzt aber zu profaneren Dingen: den Hübschen hat es ordentlichst flachgelegt. Und nicht nur so, wie es Männer ja gerne mal zB mit einem eingewachsenen Nasenhaar oder einem Hüsterchen aus den Schuhen bläst, nein, ich habe das Fieberthermometer persönlich überprüft, er hängt mit Übelkeit der fiesesten Art, Kreislaufproblemen und Fieber extrem in den Seilen. So habe ich heute morgen zusätzlich zum normalen "Wir müssen alle aus dem Haus" noch ein Tablett mit Cola, Salzstangen, Kamillentee mit Traubenzucker, alles was die Medikiste gegen "Miristschlecht" hergibt und ganz viel Liebe angerichtet. Ich hoffe, dass der Hübsche spätestens am Donnerstag wieder fit ist....

Ich habe mir dafür eine fiese Erkältung mit Kopfschmerzen, Halsweh, komischer Stimme (note to myself: alle Pöbeltelefonate, die ich immer schon mal machen wollte, heute machen. Meine Stimme ist nicht wiederzuerkennen.), Husten und ganz viel Rotz eingefangen. Heute morgen muss ich gestehen, wäre es schon sehr verführerisch gewesen, im warmen Bett liegenzubleiben. Aber ich habe gestern im Büro bei der Projektverteilung bei zwei arbeitsintensiven strategischen Projekten mal sehr laut hier geschrien, und bei uns geht ja immer alles zackzack, also habe ich mich mit Nasenspray, Panadol und Sinupret forte gedopt, eine unglaublich stylische Taschentuchbox auf meinem Schreibtisch drapiert und was soll ich sagen: kaum wirken die Medikamente, fühle ich mich wieder wie ein Mensch. Mit komischer Stimme, aber das ist okay.

Und, meine Lieben, das wird jetzt eine Bombenüberleitung: hier in der Schweiz waren die Desperate Housewifes ja gestern beendet und die erste Staffel Private Practice lief wieder an. Ich muss sagen, so von o auf 100 war mir das fast ein bisschen viel Drama und Gewissensentscheidungen und so, und man kann auch darüber streiten, ob die Reihenfolge, mit PP vor GA (geht nächste Woche los) zu starten und den Cliffhanger vom letzten Staffelende so relativ unspektakuär aufzulösen, richtig war, aber hey: es geht wieder los! Schöne traurige Menschen! Drama, Baby!

Montag, März 21, 2011

Karmakonto aufgefüllt

Immerhin ein Punkt ist erledigt:

Von aus dem Wasserkraftwerk vor unserer Haustür. Und in der Schweiz läuft das wie immer kantonal unterschiedlich und man ist an den lokalen Anbieter gebunden, also bleiben wir bei den AEW und investieren in lokale Wasserkraft. (wären wir mal in Basel geblieben, hätten wir gar nicht mehr für kein Atom bezahlen müssen.). Danke für den Tipp, Rapunzelmaus!

Und, meine Lieben, danke für die interessante und vernünftige Diskussion hier!

Dienstag, März 08, 2011

15 Minuten Ruhm

Oder auch nur 10 Sekunden (so lange dauerte es, bis Little Q.s Kindergartenabteilung im Rahmen des Fasnachtsumzuges an meiner Linse und mir vorbeigezogen war) oder aber eine Stunde (so lange ging der ganze Umzug).


Dafür haben sich Kindergartenkinder, Kindergärtnerinnen und auch viele Eltern in der Schlussphase über Wochen hinweg kreativ ausgetobt, was die Kostüme angeht.

Little Q.s Kindergarten hatte sich klassische Basler Fasnachtskostüme ausgewählt, bis hin zur echten Pfauenfeder und zum Laternenwagen.





Aber auch die anderen Gruppen waren zT extrem cool kostümiert.





(Ich habe den Eindruck, je älter die Kinder, desto weniger Lust hatten sie, Zeit in die Kostüme zu investieren. Oder aber es könnte durchaus sein, dass es in der Schule dann irgendwann andere Prioritäten gibt, als tollste Fasnachtskostüme.)



Wie auch immer: Q. war ein högschtbegeisterter Pierrot, auch wenn er gefühlt 10 Sekunden nach Zugstart schon ein verschmiertes Gesicht hatte. (Meinen högschten Respekt übrigens an die Kindergärtnerin und die freiwillig helfenden Eltern, die binnen einer Stunde 17 Kinder in einheitliche Pierrots verwandelt und an ihren Platz im Zug verfrachtet haben....)


Die Kinderkrippe war auch beim Zug dabei, Little L. sah als Marienkäfer das Ganze wohl eher als extended Spaziergang.

Montag, März 07, 2011

Home, swiss home

Ich werde mich nie, nie, nie daran gewöhnen, morgens im Zug zur Arbeit neben einem gefühlt 12Jährigen zu stehen, der ein Sturmgewehr umhängen hat.

Mittwoch, Januar 12, 2011

Die Auswanderer

Hach. Heute gemerkt, dass wir am Montag, der ja nicht so ganz nach Plan lief, den Start von Desperate Housewife im Schweizer Fernsehen verpasst haben. Also flugs auf ProSieben heute aufgeholt. Was heisst flugs.... ich muss sagen, ich bin ja dank Serienkucken nur noch auf DVD oder eben im Schweizer Fernsehen total verwöhnt. Die Werbepausen haben mich schier wahnsinnig gemacht. Okay, die erste war fast noch interessant, weil ich, jetzt kommts, mittlerweile offensichtlich werbetechnisch eingeschweizert bin. Ich kannte ohne Witz keinen einzigen der ausgetrahlten Spots. Aber beim drittenviertenfünften Mal war der "Wimpernmillionär" dann auch schon wieder ein alter Hut.....

Montag, Januar 03, 2011

Far far away

Wie Sie ja nun alle schon lange wissen, sind der Hübsche und ich Exilbayern bzw. Wahlschweizer, je nachdem, von welcher Seite man das betrachtet. Und um dieses Thema geht es auch im aktuellen Piccolini Video. (Ich muss sagen, für mich als Bisschenperfektionist ist das schon hart: meine Lernkurve im Vidoedrehen und besonders im Selberschneiden ist, da bin ich mal unbescheiden, enorm, kein Wunder, wenn man bei Null anfängt. Und wenn man dann nach Monaten endlich das fertige Werk von annodazumal sieht, dann bin ich doch manchmal ... naja, also sagen wir so: die nächsten Videos werden schnitttechnisch vermutlich besser. Vermutlich hatten es die Herrschaften in Mailand mit meinem bei diesem Video extrem chaotischen Rohmaterial und meinem zwar ausgefeilten, aber vermutlich nicht ganz einfach zu verstehenden Schnittplan auch nicht gerade leicht.)
Wie auch immer, in der Mitte drin sollte ursprünglich eine Montage unseres Heimaturlaub, besonders der Autofahrt durch drei Länder sein, in die ich viel Arbeit gesteckt habe und bei der irgendwie der Ton gegen GEMA-freies Gedudel stimmungsvolles EasyListening getauscht wurde. Ich möchte Ihnen dieses cineastische Meisterwerk auf gar keinen Fall vorenthalten Ich bin dann doch ein bisschen sehr stolz diese Filmminute und präsentiere Ihnen hiermit den directors cut:

Freitag, November 05, 2010

Schnöpsel, bebildert

Zum ersten Mal in meiner interkantonalen Karriere (ich arbeite bei den Evangelen = Allerheiligen ist ein Arbeitstag, die Kinder sind bei den Katholiken in der Krippe =Allerheiligen ist frei) fiel Allerheiligen auf einen meiner Bürotage. Den Zwangsurlaub haben wir genutzt und sind in unsere urkatholische Heimat gefahren. Schön, konzentriert, anstrengend (wer braucht schon Schlaf), schön.



Little Q. geht in der Krippe jetzt ja in die Kindergärtner-und Schülergruppe. Er bekommt mit, wie dort logischerweise auch Hausaufgaben gemacht werden und will auch. Wir sind durch Zufall auf die Hefte mit dem "kleinen Lernzauberer Pino" gestossen und so werden hier nun begeistert Hausaufgaben gemacht.... (ja, an der Sitzhaltung können wir noch arbeiten. Ihc hatte schon die Stimme meiner Mutter im Ohr: "Kind, schreib nicht mit der Nase") Ich hoffe, die Begeisterung hält an, bis er wirklich muss und mir als Rechtshänderin fällt bis dahin was ein, was das Verschmieren beim Linksschreiben verhindert.





Little L. ist zum Fressen im Moment. Gestern war der erste Elternabend seiner Krippengruppe und ich bin fasziniert: dieses Kind, das doch gefühlt gestern das erste Mal allein dort blieb, gehört mittlerweile zu den Grossen der Gruppe (die, nicht uncool wie die Babies, Brei bekommen, sondern wie die ganz Grossen erst einen Singkreis machen und dann richtiges Essen bekommen). Sehr nett übrigens, wie sich im Laufe des Abends verschiedene Müttergrüppchen gebildet haben. Einmal die Mütter, wo die "Zwerglis" die Erstgeborenen sind, meist übrigens entweder hochschwanger oder mit wenige Tage altem Nachwuchs im Tragetuch, und dann wir drei Aussenseiterinnen, wo die "Zwerglis" die Kleinen sind, die grossen Geschwister aber erstens auch alle in der Krippe und mit einem deutlich grösseren Altersabstand. Ansonsten: alles super, Little L. ist natürlich mit Abstand das süsseste Kind in der Gruppe, als aktuelles Thema wurde "Kratzenbeissenhaarereissen" abgehandelt, wo Little L. wie sein Bruder damals schon auf der passiven Seite (im wörtlichen Sinn, also "leidend" ;-)) steht. Sein Kampfstil ist eher ghettomässig, so mit andieWanddrücken. Glaubt man gar nicht, oder?
Perfekte Überleitung: Little Q. darf heute zum Piccolo-Karate schnuppern gehen. Sein Krippenkollege und er haben das gut eingefädelt. Eines Abends kam Little Q. heim und wollte unbedingt zum Karate: "Weisst du, Mami, der A. geht auch und findet es soooooo toll." Zeitgleich stand A. vor seiner Mami und hat erklärt, er wolle unbedingt zum Karate, weil: "Weisst du, Mami, der Q. geht auch und findet es soooooo toll." .
Jetzt ist es aber nicht so, das wir Mütter nicht miteinander reden und so kamen wir ihnen auf die Schliche. Little Q. geht also heute mal mit dem Hübschen zum Ausprobieren und wenn es ihm gefällt, versuchen wir, die Krippenleute dazu zu bewegen, die beiden Jungs Montag abend noch beim Training abzuliefern (wie das klingt, "beim Training", so ....gross), weil ich es never ever schaffen werde, mein Kind um spätestens 17:00h im Dojo abzuliefern, wenn ich jeden Montag im Kalender stehen habe 16:00h bis 17:00h "Sales Meeting" und froh sein kann, wenn ich den Bus um 17:05h erwische. Der anderen Mutter geht es ähnlich. Wenn das nicht klappt, wird es eben der Freitagstermin im Nachbarort, was halt mit Fahrerei verbunden ist.
Das in den letzten Wochen immer mal wieder kryptisch erwähnte Projekt startet wohl demnächst. Ich bin sehr, sehr nervös, habe schon viel Zeit und Nerven reingesteckt und hoffe, Sie bleiben mir gewogen, auch wenn der Anfang vielleicht ein wenig holprig geht (ich sags Ihnen: Schreiben ist leichter. Und dicker, dicker Respekt an meinen Schwager in Berlin, so jobmässig)


Meine Wolle muss ab, dringendst. Morgen habe ich endlich einen Termin bei der besten Hairstylistin ever. Ich habe schon die ganze letzte Woche leicht schizophren im Büro ausgesehen: Businessklamotten mit büscheligem Pferdeschwänzchen.

Freitag, Oktober 22, 2010

Heute so

Ganz schlimm Haargummibedürfnis. Little Q. sagt zu Rettungsfrisur: "Schön, Mami, du siehst aus wie ein Mädchen." (Die Haare müssten schon seit zwei Wochen ab, aber die Hairstylistin meines Vertraues hat erst wieder in zwei Wochen einen Samstagstermin für mich..... Und ja, Farbe kommt vorher noch wieder drauf)

Fünf vor Geburtstag wurde ich fertig... Man hat es ja nicht leicht, als arbeitende Mutter auf dem Land mit nur einem Auto und keinem Monteur (heute übrigens den von den Nachbarn empfohlenen selbstständigem Monteur aufgeboten. Wenn der es nächste Woche hinbekommt, bekommen die anderen einen Einlauf): Montags lag die Einladung für einen "Am liebsten hat er M.arvel-Helden"-Kindergeburtstag für heute im Briefkasten. Montag bis Mittwoch friste ich ja mein Berufsleben fernab jeglicher Zivilisation (wobei mir gerade einfällt, ein Spielzeuggeschäft gäbe es in dem Ort...), am Donnerstag habe ich v.a. gewartet, am Nachmittag waren wir seit 100 Jahren mit den Nachbarn, die nie Zeit haben, verabredet und heute hatte ich kein Auto (und hier vor Ort gibt es nicht so die Auswahl. Schon gar nicht an M.arvelheldenhaftem). Was also tun, sprach Zeus......ich habe also den Hübschen, der ja sein Büro inmitten einer Shoppingmetropole hat, in der Mittagspause ein schwedisches 0815-Shirt kaufen geschickt und gestern abend ein noch extrem geheimes, extrem buntes und extrem tolles Stickprojekt unterbrochen, um eine Art M.arvelheldenshirt zu pimpen. Nach der Avalonvlieswegwasch-Wäsche wurde es heute über der Heizung getrocknet (man erinnere sich: wir sind ja noch trocknerlos), noch ein bisschen was aufgebügelt und fertig.
(Oh. Sehen Sie meinen wunderschönen Bügelbrettbezug?)

Während Little Q. also bei einer Party weilte, haben Little L. und ich ein bisschen gegartelt. Ich habe altes Zeug ausgerupft, gerecht, gekehrt und so und Little L. hat (es hat hier seit zwei Nächten Nachtfrost) eine Handvoll Tiefkühlhimbeeren direkt vom Strauch vertilgt.



Und jetzt überlege ich, ob wir am WE Winterstiefel für die Kinder kaufen gehen oder noch warten sollen, ob wir doch noch im Lotto gewinnen ob die Füsse in den nächsten paar Wochen noch ein, zwei, drei Grössen wachsen.

Dienstag, Oktober 19, 2010

zu viel Schutz ;-)

"Und, wie war der erste Tag nach den Ferien?"

"Ein Hochgenuss, Mami! (wir lesen zu viele Bücher ;-)) Heute waren zwei Männer vom Zuvielschutz da."

"Okay..... und was haben die mit euch gemacht?"

"Weisst du, die sollten lernen, wie man mit Kindern schafft. (In meinem Kopf spielen sich Szenarien von Fünfjährigen, die Eimerketten bilden, oder sich im Erdbebentraining unter den Tisch ducken oder so was, ab) Einer hat mir uns Salzteig geknetet und der andere konnte sogar den supergrossen Doppelknoten in meinen Schuhen aufmachen."

Ich würde sagen, die Schweiz ist für den Katastrophenfall mehr als gerüstet.

Montag, Oktober 11, 2010

Reunion

auf dem Balkan in der Ostschweiz.
Endlich, endlich habe ich am Freitag mittag die Kinder ins Auto gepackt, mit tatkräftiger Unterstützung des Hübschen das Navi meines Handy überlistet (ich kam mir ein bisschen vor wie Jack Bauer, als der Hübsche meinte: "Ich schick dir die Koordinaten, dann klappt das automatisch", wobei Jack Bauer seinem Handy wohl nie angedroht hat, es aus dem Fenster zu werfen.).
Die Kinder haben traumhaft miteinander gespielt, wir haben uns sehr gut unterhalten (wenn man sich alle zwei Monate sieht, gibt es mehr zu bereden, als wenn die Treffen wöchentlich stattfinden), es wurde gut und vielgegessen, wir sind über die OLMA gelaufen, ich habe Au-el zweimal beim Fussball im Stadtpark gefoult (ich wusste nicht, dass ich meine gesamte Mannschaft bin), ein traumhafter Tag! (Nur ganz schön viel zu fahren nur für einfach mal so)



Kinderbaustelle

Bei uns im Ort wurde in den Sommerferien eine Kinderbaustelle gegründet. Es gibt

  • Platz
  • Holz
  • Werkzeug
  • Material
  • ein wenig Unterstützung.
Mittlerweile ist fast eine Stadt daraus entstanden.
Die Kinder sind begeistert bei der Sache und legen noch schnell Hand an, bis für den Winter alles wieder abgebaut wurd, damit im nächsten Sommer wieder Raum für Neues ist.
Little Q. liebt es und auch Little L. ist begeistert dabei.




Mir als Mutter von bis gestern ja noch soooo kleinen Jungs bleibt zwar auch mal das Herz stehen, wenn Little Q. seinem grossen Freund bis auf das Dach des höchsten Turms nachklettert, aber ich habe den Eindruck, Kinder können ihre Fähigkeiten oft besser einschätzen als die Eltern....

Stuttgart 21 in der Schweiz

Zufällig im Radio gehört: "Solche Proteste wie gegen Stuttgart 21 wären in der Schweiz gar nicht möglich, weil so Grossprojekte wegen Basisdemokratie immer mit dem Volk abgestimmt sind." Als Beispiel wurde der Gotthardbasistunnel gebracht. Mag sein, dass das bei Bahnprojekten so ist. Aber versuchen Sie mal ein Atomkraftwerk auf einem freien Feld zu bauen. Da könnten die Demonstranten in Stuttgart noch was lernen....
(Weil das freie Feld praktisch vor unserer nicht vorhandenen Gartentür liegt, wäre ich da trotz kernkraftbefürwortendem Vater natüllich auch dagegen. Nicht dass meine Meinung in der Schweizer Basisdemokratie zählen würde.)

Mittwoch, September 01, 2010

Schloss Lenzburg

Rage hatte uns ja schon ewig lang Schloss Lenzburg, besonders wegen der Kindertauglichkeit als Auflugsziel ans Herz gelegt. Endlich endlich konnten wir uns aufraffen und haben dabei nicht nur festgestellt, dass Frau Rage recht hat, sondern auch, dass das Schloss praktisch vor unserer Haustür liegt.

Es gibt eine echte Zugbrücke


Ritterrüstungen zum Anprobieren



Einen wunderschönen Schlossgarten

Ein Kindermuseum mit Kletterburg,

Verkleidungssachen (Little L.s Waffe der Wahl: ein nicht ganz zeitgemässes Bügeleisen)





und ausserdem
ein schönes Cafe
einen (fast) echten Burgdrachen incl. Drachenforschungsstation (Little Q. war sehr um Little L. besorgt, der keine Angst vor dem Drachen zeigte)

Ein absolut gelungener Nachmittag!


(Ja, die Kinder laufen fast im Partnerlook herum.
Schnitt: Bandito von Farbenmix, wieder mit gefütterter Kapuze, den Reissverschluss habe ich diesmal nach der Schrägbandvariante eingenäht und ausserdem einen längeren genommen, Stickdateien "Schildkrötenliebe", gezeichnet von hier und "Talk to me" von hier, ab Donnerstag bei Kunterbuntdesign, danke, dass ich Probesticken durfte!, Stoffe: Stoffmarkt)

Montag, August 09, 2010

Grössenwahnsinn

Ein bisschen musste ich schon schmunzeln, als ich eine Mail von, ja, von wem eigentlich genau? Irgendwas mit Krankenkasse auf jeden Fall, las.

Die Mail bezog sich auf meine Kündigung und beinhaltete zwei Fragen:

1. Bleiben Sie weiterhin in der Schweiz berufstätig ?

2. Wann werden Sie die Schweiz verlassen ?

Auch wenn mein Bald-Ex-Arbeitgeber das grösste Chemieunternehmen der Welt ist, es gibt durchaus noch andere Arbeitgeber in der Schweiz......

Deswegen meine Antwort:

1. You bet!

2. Never.

Dienstag, Juni 22, 2010

Auftrag aus der Krippe

"Mami, morge sött ich mis Schwiizerlibli alägge. Aber nur, wenn d'Schwiiz gwünnt. Oder wenigschtens es Goool macht. Oder eis kassiert. Bei unentschiede viellich au." (Viel bleibt ja dann nicht mehr. Ausser die Schweizer hätten gestreikt so wie die Franzosen oder so)

(Heute dann: 0:1 ist ja nicht sooo weit von gewonnen entfernt. Und ein Tor gabs auch. Kind ist also im CH-Trikot unterwegs....)

(Normalerweise spricht Little Q. hochdeutsch mit mir. Wenn er aber was zitiert, was ihm im Dialekt erzählt wurde, kommt es manchmal eins zu eins so an. Oder er übersetzt jedes schweizer -li mit -lein oder -chen oder -leinchen. Da gab es dann zB zu den Nudeln mittags in der Krippe ein "Käsesösselein".)

Donnerstag, Juni 17, 2010

Fussballfieber


Völkerfreundschaft auf dem Weg zum Bolzplatz (also: ich hatte heute morgen beschlossen, dass sich beide Kinder ein Trikot aussuchen dürfen. Nach langem Überlegen im Laden hat sich Little Q. für "Gelb ist meine Lieblingsfarbe" Südafrika entschieden. Wieder mal ein Herz für Verlierer ;-). Kaum zu Hause angekommen, entgleiste seine Miene immer mehr zum Flunsch und ich konnte mühsam herauskitzeln, dass er das Südafrikatrikot und überhaupt Trikots im allgemeinen voll doof fände und nicht mehr glücklich würde, solange sich seines noch im Haus befände. Ich konnte ihn dann davon überzeugen, dass er es sowieso nicht anziehen müsste, wenn er nicht will und iwr es sicher auch noch umtauschen können und er sich einfach überlegen solle, was er denn stattdessen gerne hätte. Tja. Und so wurde es ein Italientrikot, welches ihm übrigens exzellent steht und in dem er vermutlich den Rest der WM, wenn nicht sogar seines Lebens verbringen möchte)


Risikostreuung innerhalb der Familie (das wurde dem Hübschen und mir zu Beginn unseres Arbeitslebens auch nahegelegt. Hätten wir mal besser drauf gehört): Eine dieser beiden Mannschaften überlebt hoffentlich die Vorrunde.




Immer dynamisch am Ball ;-)



Und hier ganz klar: Handspiel Einwurf Schweiz!

Donnerstag, Juni 10, 2010

Doch. Ich habe geschluckt.


Gar nicht so sehr, als Little Q. mit Tasche (von hier, er ist sooooo stolz darauf) und kleinem Bruder an der Hand abmarschiert ist Richtung Kindergarten... Nein, eher, als mir klar wurde, dass das jetzt wirklich und offiziell der Eintritt in das geregelte Schulleben ist. Ich muss übrigens meine Meinung von hier nicht unbedingt revidieren, aber doch etwas relativieren: was ich an Unterrichtsmaterialien, Bildern, Arbeiten etc. im Kindergarten gesehen habe.... wow. Das gab es bei uns zT erst in der vierten Klasse....
Ansonsten: Little Q.s Fazit war: "Gell, Mami, ich hab super mitgemacht: im Kreis, beim Rausgehen und so. und das obwohl ich ÜBERHAUPT niemanden kannte. Ausser dem A., dem S., dem J., dem N. und dem T. Und natürlich der K. und dem D. aus der Krippe." (er hat es wirklich toll gemacht. Hach.)
(Ich war tatsächlich überrascht, wie klischeehaft die Reibungspunkte mancher Eltern mit der Kindergartenleitung waren: einmal der zweiwöchentliche Waldtag. Bei jedem Wetter. Ja, auch wenn es regnet. Ja, auch im Winter. Und zum zweiten das "gesunde Znüni" mit der strikten Regel: kein Weissmehl und kein Zucker. Nirgends. Nein, auch in der Caprisonne nicht. Ausser an Geburtstagen)
Heute abend gab es dann den ersten von ganz vielen Elternabenden und ich muss sagen: es klingt einfach alles grossartig. Wirklich. (Gab es bei uns in Kindergarten/Grundschule in Pädoagogisches Konzept? Ich hatte nicht den Eindruck.)
(Etwas überrascht war ich, dass ein ganz grosses Thema der Kindergartenweg ist. Ab den Herbstferien, spätestens Weihnachten wird erwartet, dass die Kinder den Weg ohne Eltern zurücklegen. Ich schlucke innerlich immer noch, allerdings habe ich jetzt fast ein Jahr lang denKinderhaufen aus der Nachbarschaft diesen Weg laufen sehen: das wird schon.)