Freitag, September 20, 2019

200919: ready, steady...

nicht viel zu schreiben, weil viel zu tun und jetzt müde, und morgen ist ein grosser Tag!
es ist alles bereit für morgen und ich freu mich sehr!
(selbstsüchtiger Erleichterungsmoment heute: die blutigen katzentapser und schmierer in der Garderobe waren zwar von sansa --> ganz got-mässig mit blutigem brustfell eingecheckt<-- verursacht, aber sie war unverletzt)

Donnerstag, September 19, 2019

190919 Hoch die Hände!

Ich habe ja heute praktisch schon gefühlten Freitag, weil ich morgen freigenommen habe und schon mittags mit L. und meiner einen Schwester zu der anderen Schwester in den Schwarzwald (ist es doch, oder? Auch wenns da gar nicht soooo viele Bäume hat) rauffahre um letzte Hochzeitsdinge zu tun.
Dementsprechend packen wir grad schicke Klamotten, normale Klamotten, Geschenke, Gadgets, Kabel, Reden, Gedöns ein und sind schrecklich nervös.
Wie soll das morgen nur werden? UND ÜBERMORGEN?!

Für mehr reicht es heute nicht, aber Sie können mal bei Christian Fischer lesen, was der zu der Anschaffungsflut am Schuljahresanfang und den Pawlowschen Reaktionen darauf auf Twitter schreibt. Ich kenne das ja auch meiner Schulzeit in reduziertem Mass, da wurden die Bedarfslisten in den Ferien oder Ende des letzten Schuljahres ausgegeben, ausserdem herrscht(e) in Bayern Lehrmittelfreiheit, d.h. Bücher wurden von der Schule verliehen, fertig. Hier im Aargau (überhaupt in der Schweiz?) ist es so, dass die Kinder praktisch nix brauchen. Schultasche, aber der 4. Klasse ein Federmäppchen, vorher halt Stifte für daheim, aber alles an Büchern, Arbeitsmaterial, Stifte in der Schule, Malkasten etc. wird von der Schule gestellt. Wenn ich mich vor Schweizer Bekannten darüber freue, schauen sie mich immer ganz irritiert an: "Dafür zahlen wir ja schliesslich Steuern, oder?"

Gegessen:
Früchte, Joghurt, Müsli
Gratinierte Portobellopilze, Schwarzwurzeln (jetzt wird mir einiges klar), Salat
Macncheese

Getragen:

weisse Jeans, dunkelblaue Leinenbluse, Stiefeletten

Gelesen:
"Vernichtung" (der 6. Band der Millenniumreihe, Affiliatelink)

Gesehen: Unbelievable

Stressleveldurchschnitt gestern: 17
Selbstbeweihräucherung: irgendwann dann doch gemerkt, dass es nicht die beste Idee ist, in der Badewanne liegen zu bleiben, nachdem einem ein voller, offener Nagellackentferner reingefallen ist. Ah, und den Teil mit Selbstschulung vom Onboardingplan abgeschlossen und die meisten Zugänge beantragt!

Mittwoch, September 18, 2019

180919: Shoppingspree

Um halb vier von Jonny wachgebissen worden, gar nicht mal so schön!

Der Arbeitstag startete recht gemütlich mit ruhigem, konzentrierten Abarbeiten von zugewiesenen Trainings, bis eine Email, die ich im Namen des Teams geschrieben hatte, eine sehr zügige Antwort, die nicht das erwartete "Ja, ok" enthielt, und im Nachgang war es dann fertig mit ruhig und konzentriert, sondern heller Aufruhr. Ich bin vermutlich noch nicht lang genug dabei, um das tatsächliche Ausmass und den Schweregrad der Aufregung einschätzen zu können, ich beobachte und lerne (das ist ja was, was manch einer unterschätzt bei einem neuen Job: das fachliche ist das eine, die zwischenmenschlichen, politischen Aspekte sind das andere und oft schwerer einzuschätzen. Für mich auf jeden Fall).

Es war dann ganz gut, dass ich zum Mittag mit meiner Schwester abgemacht hatte (ich hatte Reste vom Junggesellenabschied wie Drybag, Tarteform, Geschirrtücher in einem beliebig unhandlichen Korb dabei :-)) und auf dem Weg dorthin in der Basler Innenstadt das Abschiedsgeschenk meiner alten Truppe in Form von "Pro Innerstadt" Gutscheinen auf den Kopf haute. Die Basler Innenstadt kämpft wie jede Innenstadt gegen die Konkurrenz des Onlinehandels und wie jede Schweizer halbwegs grenznahe Stadt gegen die Billigkonkurrenz in Deutschland, deswegen gibt es eben diese Gutscheine, die wie Bargeld sind, aber nur in den Basler Innenstadtgeschäften gelten, und die sind in den Firmen hier DAS Geschenk für alle Anlässe. In meinem Fall ging das total auf, ich hätte sonst NIE den signalroten asymmetrischen Rock, den ich im Schaufenster gesehen hatte, anprobiert und vor Ort gekauft, sondern auf einen Outletbesuch oder eine Vente-Privee-Aktion gewartet und ihn letztendlich vermutlich gar nicht gekauft und, wenn man sich ehrlich ist, auch nicht vermisst, weil ich habe mehr als genug anzuziehen. Allerdings tatsächlich keinen einzigen knallroten Rock und er passt halt schon hervorragend. (Ja, jetzt brauche ich noch die passenden schwarzen Stiefel dazu, ich stelle mir so "gestiefelter Kater/Musketierstiefel" vor, aber das hat noch Zeit). Es war schon etwas ungewohnt, in einem Geschäft richtig umsorgt zu werden, verschiedene Grössen angereicht zu bekommen, passende Oberteile, ganz andere Zusammenstellungen etc, wenn man sich sonst seinen Warenkorb zusammenklickt und dann daheim vor dem Schlafzimmerspiegel in einem Meer aus Kleiderbügeln probiert.

Dann eben Mittagessen, letzte Detailplanungen für die grosse Feier am Samstag, wieder zurück und einen ganzen Nachmittag voller Introduction Meetings, Alignment Meetings, mehr Introduction und irgendwann war mein Hirn dann leer und ich musste mich schon arg konzentrieren, als die Verbindung nach USA dann auch noch an wackeligem Hotel-W-Lan und im Flur staubsaugenden Housekeepern fast scheiterte.

Daheim: Mathetest anschauen, Katzen knuddeln (und bürsten), Wäsche aufhängen, Flammkuchen machen, Q. für morgen eine Portion MacnCheese vorbereiten und in den programmierten Ofen stellen, dem Hundeblick von L. nachgeben und genug MacnCheese für alle für morgen vorzubereiten, Projektwochenplan für Q. gut sichtbar aufhängen, Crosstrainern, Duschen, Essen, letzte Geschenkvorbereitungen (wir habe keine Büroklammern daheim!), räumen, Wäsche zusammenlegen, Tee trinken, Netflix.

gegessen:
Brot mit Powidl
Kürbispilzquiche, Romanesco, Karottensalat, Asiasalat
Flammkuchen mit Pilzen, Zwetschgen, Lauchzwiebeln (und Zuckerschoten, die mir im Gefrierschrank entgegengefallen sind)

Getragen:
blauen Rock, zartrosa Wickeloberteil, die Lieblingswildlederstiefeletten mit den echt hohen Absätzen.

Gelesen:
"Wer heute lügt, ist morgen tot" aus. Joah.

Gesehen: Unbelievable

Stresleveldurchschnitt gestern: 17
Selbstbeweihräucherung: es fühlt sich grad noch so an wie "alles im Griff"

Dienstag, September 17, 2019

170919: Murmeltiertag

Heute nacht hatten wir nach langer Zeit mal wieder nächtlichen Kinderbesuch. L. hatte Angst vor Killerclowns, wollte das eigentlich bei Q. im Bett überwinden, aber der hat ihn freundlich aber bestimmt mit Hinweis auf die Kotzschüssel weitergeschickt. Nett eigentlich!
So ab und an ist es ja dann ganz gemütlich, einen gar nicht mehr so kleinen Gast zu haben, ich schlafe ja auch ohne nicht wirklich gut.
Den Morgen habe ich dann in inniger Verbindung mit dem Schulungstool (im Akkord Schulungen abarbeiten, damit ich endlich offiziell loslegen und unterschreiben kann), mit einem Ohr im Teeniezimmer (kein Würgen mehr!) und dann noch im Hangout mit einer Kollegin, von der ich ein Produkt, für das ich in meiner alten Rolle schon verantwortlich war, übernehme, was schon ein bisschen lustig ist :-).
Mittagessen dann mit einem alten Kollegen, der mir grossartige Tipps für Weinverkostung in Südafrika ans Herz legte, also, wenn jemand irgendwann da mal hinmöchte, ich habe Tipps von Locals!
Nachmittags Meetinghopping, ich muss mich noch an die verschiedenen, wie nenne ich es, Anwesenheitserwartungen gewöhnen. Ich erlag bisher immer der Annahme, dass man sich nicht teilen kann und wenn zwei Meetings gleichzeitig sind, muss man sich entscheiden, aber nein, man kann auch wie ein Wiesel zwischen den beiden hinundher flitzen gelassen gelassen werden.
Mehr Trainings, mehr Meetings, kleine Diskussion mit L. via Hangout über Schulsachen, dann irgendwann tatsächlich heim.
Nach kurzem Hallosagen ging es für den Hübschen und mich grad wieder los: Elternabend bei L., aber das ist ja jenseits des Kindergartens und wenn es nicht for cause, sondern zur allgemeinen Info ist, eine recht speditive Angelegenheit und war auh zackig erledigt.
Danach dann Abendessen  mit den Jungs, noch Q.s Deutschsachen Korrektur gelesen (ich erwähnte das mit dem Schreiben nach Gehör, ja?), mit L. überlegt, welcher Artikel für Diskussionen im Klassenrat geeignet sein könnte (sein Vorschlag: "Haftkosten für Häftlinge in Guantanamo", wir haben dann doch etwas .... publikumsnäheres gefunden. Die Antwort aller Politiker, wenn es um neue Verkehrskonzepte und Energiewende tralala geht: Flugtaxis!), Duschen, für morgen packen, ab ins Bett.

Gegessen:
Toast mit Powidl
Kartoffelbratlinge mit Rosenkohl und Kokoschinakohl und Joghurtsosse und Salat (passt alles nicht zusammen, aber wenn es Rosenkohl gibt, muss man Rosenkohl nehmen. Ich habe die Kantinengesetze nicht gemacht!)
Salat und Brot mit Hummus

Getragen:
nix spannendes

gelesen
Wer heute lügt, ist morgen tot.

Gesehen;
Unbelievable

Stressleveldurchschnitt gestern: 21
Selbstbeweihräucherung: Mir alle Kommentare zur ernsthaften Promotion von Auraschichtung und Biophotonenpflastern verkniffen. Das war wirklich nicht so leicht.

Montag, September 16, 2019

160919: Urks

Ja, das war gestern nachmittag nicht so toll. Von normal gut drauf auf Häufchen heulendes Elend in 5 Minuten oder so. Zum Abendessen war immerhin der Hunger wieder da, heute lief alles fast normal (bisschen wackelig auf den Beinen und ich hatte das Gefühl, der Schädel tut auf der Innenseite weh). Ich war mir eigtentlich wirklich sicher, dass ich mich NICHT bei L. angesteckt hatte, weil es mich doch sehr an das Gefühl damals im Wellnesshotel erinnert, und mir sowohl gestern als auch heute schon sehr schwindelig war, aber dann hat heute abend auf einmal Q. nachgezogen und wer weiss, vielleicht ist es doch ein Virus? Ist ja auch egal, was auch immer es ist, ist schnell vorbei und auch wenn der Hübsche sich noch einreihert, sind wir bis Freitag/Samstag wieder fit. Darauf fiebern hier nämlich alle seit Wochen, wenn nicht sogar Monaten hin.

Ich habe meine Wackeligkeit und irrationale panische Vorratshaltung der letzten Schwindeltabletten "für wenn mal gar nichts mehr geht" zum Anstoss genommen, am Nachmittag nochmal beim Werksarzt vorbeizugehen, ein bisschen (der Kalauer muss erlaubt sein) vorzuschwindeln, was ja zur Zeit nicht schwer ist, einfach Kopf nach rechts oder in den Nacken, zack, Karussellfahrt beginnt, und neben dem Standardcheck ("Ui, der Blutdruck ist aber niedrig") gab es eine Tagesdosis Tabletten direkt und das Rezept für einen grosse Packung für später. (Grosse Freude über einen Job mit dieser grossartigen Versorgung vor Ort)

Ansonsten: ich bin noch ein wenig am Schwimmen, was den neuen Job thematisch angeht (naja, lauter neue Produkte und ein neuer Job, das ist ja normal), aber auch, was den Mindset, Allianzen, ein bisschen Befindlichkeiten, mehr als ein Hauch Politik etc angeht. Das ist schon auch anstrengend, aber auch spannend und hey, seit heute ist unser neues Trainingstool wirklich online und ich kann zur Beruhigung Listen abarbeiten und mein "Qualifikationsprofil" immer weiter ins Grüne schieben.

Daheim dann noch letzte Hochzeitsbasteleien, ein bisschen Kopfschütteln über Menschen im Internet, Kindergarten oder Schulhof ist ein Dreck dagegen, ausnahmsweise kein Montagssport, weil immer noch wackelig, ein bisschen Kinderbetreuungsjonglage für morgen (Grosse Freude über grosses Kind, verlässliche Kinderbetreuung und zwei Jobs, die Vereinbarkeit selbstverständlich machen)

Jetzt: Müde

gegessen:
Zopf mit Honig
Weintrauben (jeden zweiten Montag gibt es einen grosse Obstkiste im neuen Job)
Linsensuppe mit Brot und Wienerle, Tomatensalat, Bohnengemüse
Pizza

Getragen:
Sternchenbluse hier noch ohne Sossenfleck


Gelesen
Harry Hole aus
"Wer heute lügt, ist morgen tot" angefangen (beides Affiliatelinks)

Geschaut:
"Unbelievable" ("How to sell drugs online" war ganz nett, aber mittendrin aus. Hm.)

Stressleveldurchschnitt gestern
Selbstbeweihräucherung: ein echt schönes Hochzeitsgeschenk gepackt :-)

Sonntag, September 15, 2019

150919

heute Nachmittag hat es mich einfach flachgelegt: entweder ist es mal wieder ein krasser Fall von lagerungsschwindel oder ich habe mich bei l. angesteckt. mein Magen ist jetzt sehr leer, ich bin sehr wackelig und todmüde. bis morgen.

Samstag, September 14, 2019

140919: Husch!

Ich habe gestern abend ein wenig zu früh gebloggt, das ganze FVUR-Drama ging nämlich noch weiter: die hatten tatsächlich unsere Nachbarn beschwatzt, dass sie bei ihnen "reinigen" durften. Und sp kamen sie mit ihrem Spritzequipment wieder an und fingen an, rumzusauen. Der Hübsche erklärte ihnen, dass das alles relativ uncool sei, weil er ihnen am Tag vorher ja schon gesagt hätte, dass sie bei uns nicht wieder auftauchen sollten und dass es nicht sein kann, dass sie bei den Nachbarn alles abdecken und dicht machen und bei uns spritzt und tropft alles.
"Ja, Mann, keine Panik, alles natürlisch!"
"Mir ist das wurscht, was Sie glauben, Sie können den ganzen Kübel leertrinken oder ausschlecken, aber wenn etwas auf unser Grundstück kommt, dann schicke ich Ihnen die Rechnung für die Bodensanierung!"

Besonders lustig wurde es dann, als sie mit allem auf die Gartenseite umzogen und dort die Terrasse der Nachbarn freiräumten, bevor gespritzt wurde und unser Balkon (Pflanzen, Klimaanlage, Wäsche auf dem Ständer) unter "Alles voll natürlisch" gesetzt wurde.

Nächster Auftritt des Hübschen, dann gab es eine löchrige Plastikfolie zum Abdecken, den Ratschlag "Angst is nisch gut für keinen von uns", als wir nochma darauf hinwiesen, dass das Arbeiten ohne Schutzkleidung zwar ihr persönliches Risiko, aber auch ziemlich dumm und gefährlich wäre ("Wenns gefährlich wär, würd ich Maske tragen" jaja, du mich auch), und wie gesagt, Rechnung für potentiell kaputtes Klimagerät und versaute Wäsche geht dann an sie.
Ich wurde aufgefordert, ein Foto von dem Mittel, was sie angeblich in ihrer Spritzpistole haben, zu machen, das habe ich natürlich gemacht, gegoogelt und weiss jetzt, dass sie mindestens einen Kanister (ob der jemals voll war?) von eiem Hydrophobierungsmittel vielleicht mal aus einem Baumarktmüll gezogen haben, aber das ist erstens kein Reinigungsmittel, sondern auf unbehandeltem Untergrund anzuwenden, macht Anstriche kaputt, zweitens erfordert es Schutzausrüstung für Augen und Haut, naja, ist aber egal, weil: das war es garantiert nicht. Der Businesscase ist natürlich schon beeindruckend: 1300CHF für 30min Arbeit und Material im Gegenwert von ... 100CHF, wenn überhaupt.

Sonst: good news: ein Hoch auf Sterilium, es ist keiner mehr krank geworden und auch L. ist wieder pumperlgsund. Alle (ausser Q) waren in der Nacht hellwach, als er seine Präventivkotzsschüssel aus dem Bett gestossen hat, aber da sie unbenutzt war, ist ja alles gut.

Heute dann ein Traumsommertag, der mit viel Erledigungszeug gut gefüllt war:
L. musste sich um die verpasste Schulsachen von gestern kümmern
Q. hat viel für Deutsch zu erledigen (Lesewerkstatt zu Thema "Kinder" in verschiedenen Umwelten, sei es Krieg, Flucht, fremde Länder)
Ich habe all meine Stiefel und Stiefeletten durchgeguckt und die rausgesucht, die die Absätze neu gemacht bekommen sollten und zum Schuster geschleppt. Und zurück, weil der Betriebsferien bis nächste Woche hat.
Der Hübsche ging rennen und hat das Auto saubergemacht.
Ich habe noch letzte Dinge für die Hochzeit nächste Woche fertig gemacht und geübt.
L. und der Hübsche sind dann noch ins Joggeli gefahren, um einen gut abgehangenen Einkaufsgutschein von L dort im Gamestop zu verbraten.

Irgendwie alles sehr hummelnimhinternig, obwohl wir eigentlich "gar nix" vorhaben..... hmpf

Gegessen:
Silsergipfeli, Semmel mit Hummus, Tomaten, Basilikum
Schokokuss und Essiggurken
Sommerrollen (mit Gurke, knusprigem Tofu, Glasnudeln, Avocado und Erdnussdip). Fazit: überhaupt nicht schön, echt nicht (ich muss grösseres Reispapier kaufen). Aber lecker, finden mindestens 3 von 4 Menschen und, tadaaaaaa, auch der 4. Mensch hat genug davon gegessen, um allergrösstenteils satt zu werden.

Getragen: Jeans und TShirt

Gelesen: Harry Hole

Geguckt: wir müssen uns noch was überlegen

Stressleveldurchschnitt gestern: 25
Selbstbeweihräucherung: Q. hoffentlich vermittelt, dass seine Deutschtexte inhaltlich und stilistisch super sind, aber Kommasetzung und Rechtschreibung nicht. (Nein, liebe euphorische ErstklasslehrerInnen und -eltern, die Rechtschreibung kommt nicht von allein, wenn ein Kind viel liest und "Schreiben nach Gehör" ist genau ein halbes Jahr lang niedlich und scheint grossartig, danach wird das ein Riesenmurks.)

Freitag, September 13, 2019

130919: Freitag, der 13.

Der Tag startete für mehrere Familienmitgglieder schon nicht soooo bombig:
Sansa kam schon um kurz vor acht zum ersten Mal wieder nach Hause, im Maul eine quietschlebendige Maus. Man merkte ihr die Vorfreude auf das ausgiebige Spielen und dann Verspeisen im Warmen, Trockenen richtig an, dementsprechend empört war sie auch, als ich sie kurzerhand in L.s Zimmer verfrachtete und mit dem Hübschen die Maus fangen ging. Note to self: weder das Rohr des Staubsaugers (ohne Sauger hintendran, nur zum Gang simulieren) noch der Milchschäumertopf (sorry, der stand da halt grad) sind eine gute Hilfe, am besten geht es mit der Hand (diesmal auch ohne Schwanzprobleme). Der Hübsche brachte die (auch sehr empörte) Maus wieder raus (wir finden: Gärten mit katzenhassenden Hunden drin sind vermutlich ein guter Auswilderpunkt (unser erster Hund hat auch Mäuse gefressen, aber wer weiss), Sansa konnte es gar nicht glauben, dass die Maus auf Nimmerwiedersehen verschwunden war.

L. kam mit Bauchweh und blass um die Nase nach unten und ja, es war nicht die schlaueste Idee, ihn mit Tee und Toast im Bauch trotzdem mal Richtung Schule zu schicken. Er kam ungefähr ein Drittel der Strecke, schaffte es nicht mehr ganz zum Mülleimer und seitdem bleibt NICHTS mehr im Magen.

Praktischerweise ist heute eh mein Homeofficefreitag, da habe ich jetzt sehr schlappe Gesellschaft auf dem Sofa (ich hatte eine 45minütige TC. In dieser Zeit hat L zweimal gespuckt (immerhin im Bad mit Tür angelehnt und beide Katzen kamen laut miauend und Leckerli fordernd ins Haus. Immerhin mauslos.).
14 Jahre Elternschaft lassen mich auch relativ unbeeindruckt neben einem spuckenden Kind Mittagessen, hilft ja nix :-).

Immerhin ist L. gross und auch wenn für ihn genau wie für mich Magendarm der Endgegner ist und er wirklich elend war: er trifft die Schüssel, er hat eingesehen, dass ruhig auf dem Sofa liegen durchaus etwas Angenehmes sein kann und so kam ich zu einem recht effektiven (zu viel über "effective dates von Dokumenten sinniert) effizienten Homeofficetag.

Beendet wurde er auf die maximal skurrile Weise, es riefen nämlich zwei Männer durchs offene Küchenfenster rein "Hey, komm mal raus, ich zeig dir was!"
Soweit, so daneben, so nicht unbedingt ungewöhnlich bis auf den Tonfall und die Duzerei.
Es stellte sich heraus, dass sie "Von unten Fassadenreiniger" sind und brutal viele Referenzen von den Leuten hier und aus der anderen Reihe haben, um fünf haben sie einen Termin bei denen mit der blauen Tür und danach sähe die Fassade wieder wie neu aus, es wäre auch total günstig und sie bräuchten kein Gerüst, sondern würden das von unten machen, "Schau mal, ich zeigs dir." Und bevor ich "Pieps" oder "Hallo, Bürscherl, brennt dir der Hut, hier irgendwas an meiner Fassade mit btw offenen Fenstern hochzuspritzen?" sagen konnte, hat er mit so einem Spritzdings (kein Hochdruckreiniger, das wird noch relevant!) eine Brühe unten an die ursprünglich mal weiss gestrichene Dachunterkante gespritzt.
Zur Einsortierung: hier sind alles sehr einheitliche Reihenhäuser, alle weiss gestrichen, alles Holz ebenfalls. Das wird mit der Zeit halt schmuddelig und ja, irgendwann müssen wir unsere Fassade neu streichen lassen. Was ich aber halt echt überhaupt gar nicht haben kann, sind durch den Weg ziehende Maler (und seit heute auch "Fassadenvonuntenreiniger"), die "Nur heute noch, in fünf Minuten hätten wir Zeit" ein Superangebot machen, aber halt sofort, ne, Karte hätte man keine, man wäre doch jetzt eh da und mal ehrlich, die Fassade könnte es wirklich brauchen. Da haben sie ja nicht mal unrecht, aber ich finde halt, entweder suche ich mir da selber jemanden oder ich suche mir mit den anderen Reihenhausbuddies jemanden, damit wir uns Anfahrt oder was auch immer teilen können und unser Reihenhaus nicht ausschaut wie ein Flickerlteppich, aber ich mache NIX an der Haustür, nix ohne Angebotsvergleich etc.
Nun ja, ich kam gar nicht dazu, irgendwas in der Hinsicht zu sagen, weil ja irgendetwas von unserem Dach nach unten tropfte. Auf uns alle. Und Jonny, der in dem Moment gerade heimkam. Die Dachunterseite war übrigens an der eingesprühten Stelle wirklich total weiss, dafür roch es aber extrem nach Chlor, meine Augen brannten, meine Haut (immerhin trage ich eine Brille, das Zeug war ÜBERALL!) brannte juckte und brannte, und der "Fassadenvonuntenreiniger" meinte: "So, hast Du Schlauch? Jetzt brauch ich Wasser! Wo ist Schlauch?"
Ich mag ja vor allem deshalb keine Haustürgeschäfte, weil ich mich so unglaublich unwohl dabei fühle, Leuten ins Gesicht zu sagen, dass ich NIX mit ihnen zu tun haben will, aber noch weniger mich über den Tisch ziehen lassen möchte. Ich weiss jetzt: all diese Hemmungen sind übrigens in dem Momet überwunden, wo man mich und meine Katze (schwarz! Wie schaut die denn aus, wenn ihr Fell gemoonwashed wird?!)  und mein Haus mit Hypochloritlösung duscht.
Ich setzte also Jonny ins Haus und meinte: "Ich hol jetzt garantiert keinen Schlauch aus dem Garten, ich will auch überhaupt nicht, dass Sie da mit irgendeinem superaggressiven Zeug rumspritzen, was ist das denn überhaupt? Das riecht total nach Chlor, das wird hier garantiert nicht rumgespritzt."
Der Fassadenvonuntenreiniger: "Nein, machst Du DIr mal keine Sorgen, da tu ich maximal 1% Chlor rein und zwar für meine eigene Sicherheit, das ist total harmlos, ganz ohne Chemie, nur natürlisch, schaust Du!"
Und damit spritzt er sich Brühe auf den Finger und leckt ihn ab. "Schaust Du harmlos, wo ist der Schlauch?"
Ich: "Also. Was auch immer das ist, wenn mit nur lose hinspritzen so schnell aller Dreck weggeht, ist das garantiert nicht "nur natürlisch" und auf gar keinen Fall harmlos. Ich bin Chemikerin, ich weiss, wie Chlor/Hypochlorit in welcher Konzentration riecht, reinigt und schädlich ist. Ich möchte auf gar keinen Fall, dass Sie das hier rumspritzen an Fassade und über den Garten und über mich und meine Katze. Ein gutgemeinter Expertenrat: Sie sollten das auch nie wieder ablecken und Chlor hat keinen Mehrwert für Ihre Sicherheit."
FVUR: "Boah, soll ich Dir die Katalogseite von der Wunderlösung zeigen? Das ist total harmlos!"
Und damit taucht er seine Hand in die Brühe und leckt die ganze Hand ab.
Ich: "Nein, ich möchte den Katalog nicht sehen, ich möchte nicht, dass Sie hier irgendetwas rumspritzen und ich kann Ihnen nur empfehlen, dass Sie in dem Katalog mal das Sicherheitsdatenblatt von der Wunderlösung oder Ihrem Sicherheitschlor lesen, da steht mit ziemlicher Sicherheit "nicht einnehmen" und was über Augen- und Atemschutz und Sicherheitskleidung. Wenn Sie Sich Ihr entfärbtes T-Shirt mal anschauen, dann sehen Sie auch warum. Ich mache aus Prinzip keine Geschäfte an der Haustür und ich finde das jetzt grad extrem unangenehm und ich möchte, dass Sie einfach gehen."
Und damit bin ich ins Haus zurück, obwohl er draussen weitergezetert hat, und ich ärgere mich jetzt wirklich, vor allem, weil das ganze Haus nach Chlor riecht und draussen Hypochloritlösung in den Garten tropft und die Fassade noch schrummeliger als vorher aussieht mit den weissen Schlieren.

Als der Hübsche heimkam, ist er gepflegt ausgetickt, weil die FVUR gestern schon da waren und er ihnen sehr deutlich gesagt hat, dass es bei uns kein Geschäft gibt und sie nie wieder kommen sollen. Jetzt sitzt er auf der Lauer und wartet, ob sie nochmal vorbei kommen und hui, vielleicht duscht er sie dann mit der harmlosen Lösung. (1300CHF hätte der Spass gekostet, falls Sie Lust auf einen Riesenschnapper und danach kein Gras im Garten mehr, dafür aber Chlorakne haben).

So, Feierabend, drücken Sie uns die Daumen, dass L., dem es schon wieder besser geht, der einzige Seuchenvogel im Haus bleibt!

Gegessen: Toast mit Honig, Kürbissuppe, Pizza

Gelesen: Harry Hole

Getragen: Jeans, TShirt, immer mal wieder Strickjäckchen

Gesehen: "How to sell drugs online (fast)"

Stressleveldurchschnitt gestern: Band am Ladegerät vergessen
Selbstbeweihräucherung: Kotzprofi :-)


Donnerstag, September 12, 2019

120919: Essen im Knast

Gestern abend haben wir die Tee-zum-Netflixen-Saison wieder eingeläutet und ich bin noch nicht wieder ganz eingegrooved: erstens war mir dann bei Schlafen sehr, sehr heiss (Sie erinnern sich: langer Pyjama noch dazu?), zweitens musste ich (auch nicht sooo überrasched nach 500mL Extraflüssigkeitsaufnahme) um 1 aufs WC, um 4 kam Jonny, naja, es ist alles noch ausbaufähig.

Morgens: remote-Diskussionen mit Q respektive dem Hübsche über Velofahren bei Temperaturen unter 20Grad und den optimalen/angemessenen Füllgrad eines Schulrucksacks. Hmpf.

Im Bahnhof in Basel kamen mir dann lauter Leute mit einzelnen Karotten entgegen (so wie im Kinderbilderbuch: knallorange, sauber und mit hübschen Grün oben dran). Bei der ersten war ich nch sehr verwundert, aber dann sah ich auch schon den Promo-Austeiler. Karotten sind nun mal was anderes als die üblichen Zeitungen, Getränke, Cracker, Süssigkeiten, aber ich habe heute einen langen Tag incl Restaurantbesuch am Abend und zu keinem der Termine passt eine Karotte (Austeiler war übrigens die Sehbehindertenhilfe und es ging bis gerade jetzt, dass ich auf die potentielle Verbindung von Karotten mit dem Thema gekommen bin.)

Bei der Arbeit den ganzen Tag von Meeting zu Meeting gehoppelt, sei es Onboardinggespräche, Organisationakl Designgespräche, Produktspezifisches oder Teammeetings.
Mittagessen war eine schöne Abwechslung, nämlich mit dem Lieblingskollegen aus der alten Abteilung (Update in Sachen orange Farbe. Upsi.) und dann spontan Kaffeetrinken mit der gesamten alten Truppe. Sie reden noch mit mir!
Mit der neuen Abteilug im Umbruch, dem allgemeinen Onboarding, den Produkthandovers und den Extrapojekten ist das im Moment schon... ziemlich sportlich, aber es macht Spass und stresst mich (noch) nicht so sehr wie das Italienprojekt :-) (wäre auch schlimm, wenn, nach nur anderthalb Wochen). Ich merke, dass ich mich vermutlich am meisten von allen Beteiligten unter Druck setze, was ja eigentlich ok ist.

Aus Gründen gab es ein Teamabendessen und weil das alles sehr kurzfristig entschieden wurde und anscheinend in Basel irgendwas los ist, was die üblichen Verdächtigen an Restaurants ausgebucht sein lässt, ging es wohin, wo ich noch nie war. Ich fand es durchaus irritierend, dass, egal wo man danach sucht, der Verweis auf "Ehemaliges Gefängnis" so prominent ist, weil ... ja, schon, aber solange ich keine OITNB-Erlebnisgastronomie draus mache, wäre das doch eher ein launiger funfact für die Rückseite der Speisekarte als ein USP?
War aber sehr, sehr lecker und, da war ich gar nicht drauf vorbereitet, sehr warm draussen, also haben wir unter Bäumen in der Dämmerung gegessen und getrunken, bis irgendwann der Vollmond am Himmel stand und ich auf hohen Hacken mit müden Füssen über Kies und Kopfsteinpflaster zu einem sehr späten Zug getrappelt bin. Sehr skurril: der Centralbahnplatz wurde mit schwerem Gerät frisch geteert (schon wieder? Immer noch?) und war dafür nahezu vollständig abgesperrt, etwas, was man anscheinend lieber nach 22:00h macht als untertags, wo immer Rushhour am Bahnhof ist. Eine etwas gespenstische Stimmung und ich bin froh, dass ich aus dem Autopilotmodus aufgeschreckt bin, bevor ich in ein Loch gefallen, in heissen Teer getreten, in einen bauzaun gerumpelt oder von einer Planiermaschine überfahren worden bin.

Gegessen:
Joghurt, Ananas, Mango, Banane, Zwetschgen und Knuspermüsli
Semmel(n)knödel(n) mit Rahmschwammerl, Blumenkohl, Gurkensalat, Pfirsich

Getragen:
mal seriös in schwarzweiss


Gelesen:
Harry Hole

Stressleveldurchschnitt gestern: 16
Selbstbeweihräucherung: beim Soundingboard dem neuen Oberstchef gegenüber gesessen und keinen blöden Witz gemacht. Und den ganzen Tag die weisse Bluse weiss behalten (haha, immerhin so lang, bis mir ein Vogel von den lauschigen Bäumen beim Essen auf die Schulter gekackt hat)

Mittwoch, September 11, 2019

110919: Eileeile

Heute ist es btw soweit: beim Schlafen direkt unter dem offenen Fenster mit Sommerdecke und kurzem Pyjama wurde mir zwischendrin heute nacht ein wenig frisch. Erste Stufe Herbst: ein langer Pyjama.
Jon habe ich heute um fünf auf die stille Treppe (mit Frühstück) gesetzt, eine blutige Schramme über die Oberlippe ist jenseits meiner Toleranz.
Arbeit: den ganzen Tag Workshop, unsere Gruppe strukturiert sich jetzt ja um, ich sag nur Agile, New Ways of Working, alles schön und gut, ich bin heilfroh, dass ich für die Stretegiediskussionen der vergangenen Monate noch in meinem alten Job war, die aktuellen Diskussionen sind ungefähr das obere Limit, was ich an "Organizational Design" und Peptalk ertrage. (Seit der vorletzten Touchpointmigration im alten Job habe ich btw eine zusätzliche goldene Regel für die Arbeit: "Keine Meinung und keine Wortmeldung zum Thema "Repository, naming convention and file structure"", alles, was man da vielleicht optimieren könnte, bezahlt man mit end- und fruchtlosen Diskussionen, die die Zeitersparnis für das perfekte System niemals aufwiegen kann.
Alles in allem: super, ein bisschen viel Schokolade gegessen.

Schnell heim, Kindern und Katzen hallo sagen, beide füttern, Kinder duschen (schicken), ein Kind und Mann einpacken, weil Elternabend "Berufswahl ist Familiensache". So weit sind wir also schon. Das andere beschloss, lieber allein daheim zu lesen und ins Bett zu gehen anstatt in der Schulaula mitzuwarten.

Jetzt Bett

Gegessen:
Joghurt mit Ananas, Mango und Birne und Müsli
Früchte und ein bisschen viel Celebrations
Samosas, Dal, Reis, Raita und Mangold
Flammkuchen mit Kapern und Paprika

Getragen:



Gelesen
Harry Hole

Stressleveldurchschnitt gestern: 46
Sellbstbeweihräucherung: Augenmuskulatur und Schnaufkontrolle beim Peptalk sehr gut unter Kontrolle gehabt, sogar einen Kommentar (mit Spässle, ich kann nicht anders) abgeliefert zum Thema "Vision", der högscht gelobt wurde (war vielleicht ein Missverständnis)

Dienstag, September 10, 2019

100919 So bunt!

Meine Güte, ich wäre mal wieder bereit für einfach nur Schlafen in der Nacht! heute um 4:50h hatte Sansa dringendes Kuschelbedürfnis und das sieht bei ihr so aus, dass sie vor einem steht und man aktiv kraulen muss, gerne am Kopf, auf keinen Fall halbherzig, nur so leicht den Rücken streicheln und am Ende noch dabei einschlafen, das ist nicht ausreichend. Da wird dann, immerhin auch nur mit halbherzig ausgefahrenen Krallen, auf das zugefallene Auge getatscht, bis weitergekrault wird.

Zwetschgendatschi mit frischer Sahne und viel Kaffee zum Frühstück wären eigentlich eine gute Grundlage für den Tag gewesen, aber irgendwie wurde ich nicht richtig wach.... ich habs allerdings echt versucht und heute einen Tag voller Meetings (Handover, Einarbeitung, Group Meetigs) mit zwischendrin Einarbeitungstraining vollgestopft. Mir schwirrt der Kopf, aber ich weiss jetzt Bescheid über Issue Management, Neuigkeiten im Technical Product Management, habe mir allzugrosses Augenrollen bei Trainingsvideos mit animierten Dokumenten als Erzählern verkniffen, bin sehr mühsam, glaube ich, weil ich Links, die ins Nirwana führen, bei den Site-Ownern melde und anfrage :-).

Auch ansonsten war das heute ein mühsamer Tag: der Hübsche verbrachte erstaunlich viel Zeit in und um das Tesla-Servicecenter im Nachbardorf. Gestern abend liess sich nämlich erst der Kofferraum nicht mehr öffnen, weder mechanisch noch per Schlüssel noch per App, dafür dachte das Auto aber, der Kofferraum stünde weit offen, so dass es sich erstmal schon nur mit Tricks abschliessen liess und zweitens noch mehr Tricks brauchte, um ohne grosse Panik ("KOFFERRAUM OFFEN, ACHTUNG, ACHTUNG, SEID IHR IRRE?!") und Gedöngel zu fahren. Wie schon gestern abend in einem Forum rausgefunden, war der Aktuator (? ein kleiner Motor im Kofferraumschloss) kaputt, was sie Gottseidank direkt austauschen konnten.
Nächste Runde: Q. kam ganz aufgelöst nach Hause und teilte mit, dass er morgens schon das Handy im Bus verloren hatte. Das war natürlich in vieler Hinsicht doof, erstens: Handy weg, zweitens: ÖV-Ticket auf dem Handy, drittens: Q. den ganzen Tag aufgelöst, weil er unsere Nummern nicht auswendig kannte und uns erst daheim von L.s Handy via Hangout erreichen konnte.
Es liess sich alles recht gut auflösen:
1. Hat Q. jetzt einen Zettel mit unseren Nummern dabei (und weiss wieder, wer in der Schule alles unsere Nummern hat, zB Sekretariat und die meisten seiner Freunde)
2. habe ich mit dem Verkehrsverbund geklärt, wie sich das Ticket ohne Handy ersetze liesse
3. haben wir das Handy über den via Google Maps geteilten Standort orten können und waren erst ein wenig verwirrt, es befand sich nämlich im Tesla Servicecenter. Dachte das Handy, in Wirklichkeit war es aber in der Postauto-Garage direkt nebendran. Der Hübsche und Q. fuhren also nochmal hin, klingelten Buschauffeure aus dem Aufenthaltsraum, bewiesen per Anklingeln, dass Q.s Handy im Fundbriefkasten war und praktischerweise kam der Schlüsselverantwortliche auch mehr oder weniger direkt vorbei und holte es gegen den offiziellen Finderlohn heraus. Puh!

Interessante Info: allein in dieser Postautogarage, die nur einen Teil der Flotte abdeckt, landen jede Woche zwei bis drei Handies und die allerwenigsten werden vermisst gemeldet (das hatten der Hübsche und Q. schon per App gemacht) geschweige denn abgeholt. Dabei geben sich die Leute dort wirklich Mühe, herauszufinden, wem die gehören und nehmen zB alle eingehenden Anrufe an, um den Besitzer zu eruieren, nur legen die Leute meist kommentarlos auf, wenn nicht die erwartete Person abnimmt. Also: Heads up für TNW-Nutzer: verlorene Handies sind nicht auf Nimmerwiedersehenn verloren. Und an all die, die das (freiwillige und reversible, nech?) Teilen von Standortdaten innerhalb der Familie als krasse Eingriffe in die persönliche Freiheit sehen: vielleicht ist das alles immer gar nicht so dramatisch, wie Sie denken. Das Handy von Q. hatte mehr Freiheit als nötig, wenn Sie mich fragen.

Gegessen:
Zwetschgendatschi mit Sahne
Omelett mit mexikanischer Füllung, mexikanischer Gemüsemischung und Avocadoquark und Maissalat
Salat mit gebratenen Pilzen

Getragen:
das, wie ich finde, gar nicht sooooo bunte Ringelkleid, das mir aber direkt 4 Kommentare über meine Buntheit einbrachte.

Gelesen:
Harry Hole

Gesehen:
"How to sell drugs online fast"

Stressleveldurchschnitt gestern: 49
Selbstbeweihräucherung: nicht ausgeflippt, als das Handy weg war, sondern nur nach Lösungen gesucht

Montag, September 09, 2019

090919: Vor der Haustür

Joah, das war eine kurze Nacht :-). Wir haben ja scheints einen Lauf im Moment, was Flugpünktlichkeit angeht und so war es dann einen Stunde später als geplant (Startslot in Wien verpasst, dann noch Polizeikontrolle im Tunnel), bis der Hübsche und ich wieder zu Hause waren. Und direkt ins Bett wollten wir dann auch nicht, wir hatten uns ja mehr als zwei Tage gar nicht gesehen und durchaus vermisst und das eine oder andere zu erzählen.

Da war es eigentlich sehr praktisch, dass die Kinder montags beide erst später Schule haben und Q.s Wecker erst um 6:30h läutete und ich meinen ersten Termin der Woche am Standort 7 Minuten von uns zu Hause weg hatte, das war ja dann fast wie ausschlafen.
Jonny fand das nicht gut, er hatte erstens nach dem Faulitag gestern Hummeln im Hintern und zweitens anscheinend Sorgen, dass ich verschlafe. (Gar nicht mal niedlich oder witzig, wenn einem >4kg Kater mit ausgefahrenen Krallen und Zähnen ins Gesicht springen)

Es war fast ein wenig peinlich, dass ich mich nach, lassen Sie mich nachdenken, 12 Jahren Wohnen vor den Werkstoren so wenig auf dem Areal auskenne, dass ich quer über die nasse Wiese gestiefelt bin auf der Suche nach dem Gebäudeeingang (zu meiner Ehrenrettung: bei "uns" in der Stadt gibt es keine Wiesen zwischen den Gebäuden, wenn da auf dem Arealplan Platz ist, ist das eine Strasse!)

Beim Warten auf den Shuttle mit dem Hübschen in der Nachbarkantine Kaffee getrunken (ich sags ihnen, benachbarte Firmen sollten sich auf eine einheitliche Drehtürenpolicy einigen. Bei uns ist genau angezeichnet, wie viele Leute in ein Drehtürenkompartiment passen, wo man optimal steht/geht und wo auf keinen Fall und man darf in gar keinem Fall die Drehtür berühren, sonst gibt es einen Notstopp. Das führt dazu, dass ich wie die Landmaus, die keine Ahnung vom Leben hat vor den Drehtüren bei des Hübschen Cafeteria stehe, weil sich da nix bewegt. Und dann mit ihm in ein Kompartiment stolpere, was nicht so gedacht ist und praktisch eingeklemmt werde, weil er (oder jemand anders) der Tür einen kräfigen Schubs gibt und die sich mit total unvorhersehbarer GeSchwindigkeit in Bewegung setzt. Es gibt übrigens auch keinen Notstopp, wenn sich jemand drin verklemmt, da ginge noch was in Sachen SHE!

Dann zurück ins neue Büro, mit dem neuen Chef rätseln, welche Berechtigungen für welche Systeme ich noch brauche (respektive was das für Systeme sind, für die ich anscheinend welche habe...), beeindruckt sein, was die Kollegin aus meiner pragmatischen Übersichtstabelle für Pivot-Auswertungen zaubert (setzt Pivot-Training auf die Liste, wenn das Schulungssystem endlich mal wirklich live geht), dann ist es auch schon Zeit für den Abschiedsapero mit meinen alten Kollegen.
Ich hätte es nicht gedacht, aber nach einer Woche im neuen Job ist mir gar nicht mehr sooo nach Abschied, aber die sehr, sehr herzlichen Worte und unerwartet vielen Umarmungen lassen mich dann doch sehr gerührt und uncool sprachlos werden ("Spontan total beknackte Abschiedsrede halten": CHECK!"). Ich habe gerade die vielen Grüsse auf der Karte gelesen und hach, das waren schon sehr, sehr tolle Kollegen!

Den Nachmittag habe ich dann mit den neuen Kollegen bei Workshopplanung verbracht und dem Einarbeitungsplan, was kurz sehr verwirrend war, weil ich meine Verabredung in Toronto wähnte, extra die Zeitverschiebung bei der Terminplanung berücksichtigte und den Hangout schon gestartet hatte, als sie in persona durch die Tür kam. Durch Zufall hatte ich ihre Basel-Woche erwischt, das war schon ziemlich praktisch.
Der zweite Termin war dann tatsächlich mit Kanada (und Kalifornien, was mir ein bisschen leid tat, ich hatte nämlich nicht gewusst, dass da jemand dabei sein würde und diese Zeitverschiebung nicht miteingerechnet.), praktischerweise kürzer als gedacht, sodass ich den normalen Zug nach Hause erwischte.

Sansa war mit Q. heimgekommen, Jonny traf mich unterwegs, wegen Workshop- und Elternabendwoche war es sehr dringend nötig, dass ich noch eine Runde auf dem Crosstrainer strampelte (und damit einen Bärenhunger bekam).
Schnell noch L.s Diktat unterschreiben, Einheiten abfragen, Eragon vorlesen und dann: Feierabend.

Gegessen:
Joghurt, Früchte (es ist nicht ganz fair, dass mein Körper mit zunehmendem Alter zB mit Zwetschgen nicht mehr gut umgehen kann. Also: echt nicht gut!), Müsli
Italienischer Apero und ein halbes Glas Wein, meine Güte, das ist nix für mich zum Mittag, also der Wein
Pizza

Getragen:
nur blau

Gelesen:
den neuesten Harry Hole Roman  (Affiliatelink) angefangen

Geschaut:
OITNB fertig (es tut der Serie besser, wenn man sie zackig am Stück anschaut und nicht so zizerlweise)

Stressleveldurchschnitt gestern:
Selbstbeweihräucherung: nicht rot geworden (obwohl es fast angebracht gewesen wäre) und auch nicht geweint beim Abschied.

Sonntag, September 08, 2019

080919: Was ein gemütlicher Sonntag!

Geweckt worden von Regen im Gesicht, ich mag das ja sehr, das Schlafen direkt unter dem offenen Fenster.
Nicht nur der Garten, auch wir haben mal wieder einen gemütlichen Regensonntag gebraucht: während der Hübsche noch einen Sightseeingtag in Wien verbrachte, haben wir erstmal gemütlich im Pyjama gefrühstückt, dann der Reihe nach das Haus aufgeräumt und durchsaugen lassen. L.s Freund wurde irgendwann abgeholt, die Katzen haben das mit dem Rausgehen wenigstens mal probiert, Sansa kam schnell wieder rein und hat sich zum Pfotenputzen auf den Schrank verkrümelt, Jonny kam irgendwann tropfnass zurück und hat sich erstmal wie ein Hund mitten im Wohnzimmer geschüttelt.
Ich habe ganz gemütlich Zwetschgendatschi und Zimtschnecken fürs Waffeleisen vorbereitet, dann meditativ Gemüse kleingewürfelt und Bolognese gekocht, dann Bechamelsosse und frische Spinatlasagneblätter (mit Basilikum drin) und Lasagne fürs Abendessen geschichtet. Dabei musste ich dran denken, dass mein Kollege bei dem mitteltollen Resilienztraining damals fragte, ob mich denn Kochen nicht entspannen würde, es würde so wirken. Es ist halt genau andersrum: wenn ich entspannt bin, koche ich total gern (und aufwändig, obwohl der Aufwand bis aufs Auseinanderbauen beim Pastamaker ja nun wirklich in Grenzen hält), wenn ich im Stress bin, stelle ich mich ganz sicher nicht hin und würfle Karotten auf exakt 3mm Kantenlänge.
Ich habe nicht nur meine Feinwäsche gewaschen, sondern sogar direkt nass gebügelt, so schön wird das sonst nie wieder, ich habe meine Trauzeuginnenrede soweit fertig, dass ich sie den Kindern als Testpublikum vortragen konnte. Sie hatten erst so gar keinen Bock auf zuhören, deshalb nehme ich das "Hey, das war wirklich witzig und absolut im zeitlichen Rahmen" besonders wohlwollend zur Kenntnis.
Die Nägel sind in herbstlichem mattem graulila lackiert, gegen den Rappel bin ich dann doch noch eine Runde auf den Crosstrainer gestiegen und nach dem Abendessen geht es noch mit Buch in die Badewanne.
Jetzt muss nur noch der Hübsche zeitgerecht aus Wien zurückkommen, dann war das ein sehr tolles Wochenende!


Gegessen:
Zopf mit Käse und Dillsenfsosse
Rest vom Spaghettisalat (ne, geht noch nicht wieder gut)
Zwetschendatschi
Lasagne

Getragen:
Cordhose, 3/4ArmShirt, Socken. Es wird ernst

Gelesen:
Nemez/Sneijder 5

Gesehen:
OITNB

Stressleveldurchschnitt gestern: 16
Selbstbeweihräucherung: uns allen einen Pausentag gegönnt 

Samstag, September 07, 2019

070919: Hm.

Heute morgen aufgewacht und bis auf den fehlenden Hübschen und die zu frühe Uhrzeit für Wochenende (okay, 4:15h, 5:30h, geschenkt, aber ab 6:31h nicht mehr einschlafen können, das ist schon nur so mittel) war es echt perfekt: genau die richtige Temperaturzusammenstellung aus kalter frischer Luft, warmem Katzenhut am Kopf (Sansa, die nach ein bisschen Fensterrentnern sich dort eingerollt hatte), warmen Katzenkörper an den Füssen (Jonny, der erst bei L. die gesamte Decke beansprucht hatte und eben gegen 5:30h mal gucken kam, ob vielleicht schon was mit aufstehen ginge), kurzem Pyjama und Sommerdecke in flauschigem Winterbezug. Sehr angenehm.

Dann: geschäftiger Vormittag (Semmeln holen, Frühstücken, Schulzeug durchgucken, Französisch üben zeigen lassen, Wäsche, Gedöns), L.s Freund in Empfang nehmen, der heute bei uns nächtigt, immer mal wieder mit dem Hübschen checken, was in Wien so geht (wettertechnisch gewinnen wir hier), alles fertig machen für Pfadis.
Beim Mittagspäuschen auf der Terrasse (Spaghettisalat) würgt es mich ein bisschen, Sansa hat nämlich einen Vorrat an Babyeidechsen entdeckt (mindestens eine davon ist in irgendeiner Ritze in unserer Garderobe verschwunden), was ich nicht per se eklig finde, überhaupt nicht, ich mag Eidechsen sehr, deshalb tut es mir besonders leid, dass sie die jetzt massakriert, aber ich sags mal so: live zu sehen, wie ein Babyeidechsenschwanz sich davon schlängelt, während der Rest der Eidechse das zeitliche segnet, ist nur so mittellecker. Gerade in Kombination mit Spaghettisalat. (An alle Tierschützer: ich finds auch nicht toll, aber erstens: was soll ich machen? zweitens: da war nichts mehr zu retten. Das habe sogar ich als Nichtveterinär zweifelsfrei erkannt).

Dann Aufbruch zu den Pfadis und wir haben den ersten Kollateralschaden der unglaublich anstrengenden Zeit vor dem Urlaub: den Pfadikantonaltag. Die Mail damit habe ich nämlich wegen Zeug nicht in den Kalender übertragen und so war Q. heute halt zur normalen Zeit am normalen Treffpunkt, nicht um 10 am Bahnhof. Hmpf. Es hat uns beide ziemlich geärgert, aber wir haben das beste draus gemacht, nämlich L. und seinen Freund bei den Wölfli abgegeben und einen produktiv gechillten Nachmittag daheim (auf der Terrasse, es hatte T-Shirt- und Sandalenwetter) verbracht, Q. mit einem Deutschprojekt (und Lesen und Lego) und ich mit Trauzeuginnendingen, die an sich super sind, aber Zeit brauchen UND ICH HAB NUR NOCH ZWEI WOCHEN!, aber keine Sorge, das wird alles. Es könnte sein, dass ich vor lauter "OMG, ist das alles niedlich" sogar schon ein paar Präventiv-Rührungstränchen verdrückt habe, aber lieber jetzt als bei der Hochzeit, nech?

Als dann die Wölfli wieder da und geduscht waren, gab es Pizza für alle, jetzt ist noch Remmidemmi im Kinderzimmer, aber friedliches. Ich mache das Trauzeuginnenzeug fertig (vielleicht kommt die Rede hier rein, nach der Hochzeit. mal sehen), im Ofen backt der Hefezopf für morgen früh, der Teig für Zimtschnecken und Zwetschgendatschi ruht auf der Terrasse, wenn Ruhe ist, warten noch Badewanne, Prosecco und Buch auf mich, das ist schon alles ziemlicht gut hier.

Gegessen:
Silsergipfeli (EIN GANZES. ALLEIN!)
bisschen Spaghettisalat (mag noch wer?)
halbe Pizza und Salat

Gelesen:
Nemez/Sneijder 5

Getragen:
Cordhose, T-Shirt, keine Socken

Gesehen:
wenn ich ganz wild unterwegs bin, schau ich noch eine Folge OITNB, der Quatsch muss jetzt ja auch mal langsam durch sein

Stressleveldurchschnitt gestern: 38
Selbstbeweihräucherung: sehr bestimmt und so diplomatisch wie irgendmöglich an der Haustür geklärt, dass ich keinen Thermomix möchte. Nicht jetzt, nicht später und auch nicht einfach mal nur schauen.

Freitag, September 06, 2019

060919 16 Jahre

ist dieses Bild her:


(Mir fällt grad ein grossartiges Motiv für nächstes Jahr ein: alle vier aus dem offenen Sonnendach der Defiant!)

Heute (früh morgens) sah das offizielle (es war sehr früh, die Katzen sehr wach, mir hat keiner gesagt, dass die Arme anders gehören) Hochzeitstagsbild so aus:








Es ist viel passiert in dieser Zeit, nicht nur Gutes um uns rum und uns, aber wir zwei, wir vier, wir waren immer gut füreinander und zueinander.
Ich weiss, der "Seelenverwandte" ist ausgelutscht, und das Wort trifft es auch nicht wirklich, "beste Freunde" (mit jeder Menge benefits ;-)) schon eher, und das ist unglaublich viel wert.

Mein Hübscher, es ist jetzt nicht das Allerromantischste, den Hochzeitstag getrennt voneinander zu verbringen, dazu kommt, dass Du das alles ganz anders geplant hattest, aber es ist wie es ist, ich wünsche Euch trotz allem eine tolle Zeit in Wien, gute Besserung nach Bayern, falls mir nicht beim Abendessen die Augen zufallen, trinke ich später noch ein Glas Prosecco auf uns alle!

Donnerstag, September 05, 2019

#WMDEDGT 09/19

You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?").

Das heisst, heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.


Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:


  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung)
  • verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.


Wach ab fünf, naja, so ist das halt. Immerhin schaffe ich es, bis zum Weckerklingeln um sechs eingemümmelt in die Decke unter dem offenen Fenster die frische Luft zu geniessen.
Aufstehen wie immer, nur habe ich gestern wegen keine Lust keinen Joghurt mit Früchten zum mit Müsli mitnehmen vorbereitet, deshalb gibt es einen schnellen Toast mit eigentlich Powidl, aber ich kriegt das Glas nicht auf, also halt Mirabellenmarmelade.
Ich bin als erste auf und aus dem Haus, verabschiede mich also von drei Männern in unterschiedlichen Verschlafenheits- und Ankleidestatus.
Der Zugverkehr verläuft nach dem gestrigen Brand wieder normal, die neuen Kollegen teilen mich als «Ah, Verstärkung fürs Early Bird-Team» ein.
Um neun steht dann ein «Last Handover Meeting» für das Italienprojekt im Kalender, was mich sehr befremdet, weil die Agendapunkte eigentlich schon alle abgehakt sind. Tja, es stellt sich raus, es ist ein Überraschungszüni des Teams und meine Güte, das war wirklich sehr lieb! Ich bilde mir ein, der übernehmende Kollege hat zwischendrin ein bische angestrengt gegrinst, aber man kann mir viel vorwerfen, aber nicht, dass ich die Situation beschönigt hätte, er weiss schon genau, worauf er sich da eingelassen hat. Die Jungs wären sehr, sehr happy gewesen bei der Wahl des Znünis, es gab nämlich Minibutterzöpfe gefüllt mit Branchli, DAS Lieblingsessen der Schweizer U20Bevölkerung möchte man meinen. (Ich werde übriges total moralisch inkonsequent die Läderach-Schokolade, die ich bekommen habe, geniessen, obwohl ich mir geschworen habe, dort nie, nie wieder einzukaufen, nachdem ich das hier gelesen habe.
Neben der Produktzuteilung, Workshoporganisation und der Teamselbstorganisation erbe ich auch noch ein grösseres produktunabhängiges Projekt von meinem Vorgänger (mehr oder weniger die logische Fortführung meines SHE-Expertentums auf Q-Ebene), deshalb habe ich ihn heute in seinem neuen Büro für eine Übergabe besucht. Auf dem Rückweg bibbernd festgestellt, dass jetzt auch hier ein bischen Herbst ist: ich war wege Wetterbericht und so ja die ganze Woche schon mit langen Hosen und Ankleboots unterwegs und habe echt geschwitzt, also heute nochmal Sandalen und kurzärmliges Kleid rausgesucht. Nicht die beste Wahl. Auf dem Rückweg durch die Stadt habe ich dann noch auf der Suche nach was Essbarem eine neue (wenigstens für mich) Pokebar entdeckt und mir eine Pokebowl (für echt bezahlbare 14.90) zusammenstellen lassen. Die romantische Idee war, die am Rheinufer mit Blick aufs Wasser zu geniessen, was schon so stattfand, nur halt sehr schnell, weil echt kalt und so ein kalter Salat (wenn man ehrlich ist) hilft da auch nicht wirklich. Immerhin habe ich endlich mal gesehen, warum der eine Pokestop an der Mittlere Brücke «Helvetia auf Reisen» heisst, aus der Tram ist mir diese echt coole Statue noch nie aufgefallen.


Dann noch schnell im Flying Tiger für L. einen hübsche Wochenplaner mitgenommen und die zu klein gekaufte Weste für ihn gegen einen passenden Anzug mit allem umgetauscht. Dabei in der Schlange eine Kollegin getroffen, die gerade Kinderbade- und –unterhosen besorgte. Shoppingglamour deluxe!
Nachmittags: Teammeeting, Onboardingtraining, Übergabetermine definieren, fuzzelige Liste erstellen respektive befüllen und Filteroptionen testen, Termine abmachen, kompetent wirken, in Webex-Infosession einwählen.

Auf dem Heimweg habe ich dann Brot gekauft, bei der Post meine nach laaaaaanger Abstinenz mal wieder getätigte Colourpop-Bestellung abgeholt (sie haben in Sachen Verpackung dazugelernt, ich habe jetzt genug Luftpolsterfolie für viele stressige Telefonate und es war kein einziger Supershockshadow zerbrochen. Mein absoluter Favorit ist jetzt schon das Lipgloss "Shadow man" aus der Disney Villains Serie), mit Q. und dem Hübschen einen Französischplan erstellt, Post erledigt, Resteabendessen zusammengefummelt, bisschen ausgeflippt, dass lauter "Ich will aber auch bei Dir probieren, ne, das war zu viel, gib her" beim Verzehren der aus dem Flying Tiger mitgebrachten Knisterzuckertütchen zu klebrigem Knistern in grossen Mengen überall führte.

Anzugprobe mit L, Wäsche, Crosstrainern, dem Hübschen mit meiner unglaublichen Reiseerfahrung wertvolle Tipps zum Packen für das verlängerte Wochenende in Wien geben, Probefoto für das Hochzeitstagsfoto morgen, crosstrainern gegen latent schlechte Laune, Einkaufszettel für das Wochenende auf die Wunderlist schwatzen, Znüniboxen für morgen (einmal normal, einmal Sporttag) packen und dann irgendwann ins Bett.

gegessen:
Marmeladentoast
Zopf mit Branchli
Pokebowl
Reste (Kichererbsenbratlinge, Salat, Knoblauchbrot, sowas)

Getragen

Gesehen
nix

Gelesen;
Nemez/Sneijder 5

Stressleveldurchschnitt gestern: 16

Selbstbeweihräucherung: durchgewurschtelt (naja, es war schon besser als das, aber es fühlt sich so an)


Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Mr. Linky damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen.


Mr. Linky lässt sich nicht zeitlich freischalten, aber das hat inlinkz ja auch abgestellt, ansonsten sieht das genau so unspektakulär aus, wie ich mir das gewünscht habe. Ich hoffe, Sie kommen damit zurecht.

UPDATE: Bitte beim Eintragen beachten: Mr Linky erkennt keine Umlaute oder scharfes s oder so, darauf bitte beim Nameneingeben achten, sonst zeigt es ein leeres Feld an



Mittwoch, September 04, 2019

040919: Zeitverschiebung, Tränen und Vorratshaltung

What a start. Bevor ich auch nur ansatzweise wie immer um kurz vor fünf aufwachen konnte, döngelte des Hübschen Wecker um 4:20 los. AUS VERSEHEN! War okay-ish, weil meiner um 6:00h mal gar nichts gemacht hat, weil das USB-Ende des Kabels halt nicht im Stecker war. Ich war immerhin so halbwach, dass ich von Q.s Wecker wach wurde.

Das passte perfekt dazu, dass der Tag eh sehr ungewohnt lief, ich hatte ja aus Gründen höherer Gewalt heute vormittag einen Friseurtermin und mit Blick auf das Überstundenkonto, das ein KPI meiner neuen Gruppe ist, habe ich beschlossen, statt Homeoffice bis dahin freizunehmen. Respektive mit Q. aufzustehen und Zeug zu erledigen:

  • im dm Fotos ausdrucken (meine Güte, da braucht man ja, auch wenn alles funktioniert, das Gemüt von Sensei Wu, um nicht auszuflippen vor Laaaaaaaaaaaangsaaaaaamkeiiiiiit)
  • Hemden zum Bügeln zu bringen/abzuholen --> ging nicht, weil Strasse gesperrt wegen Flohmarkt
  • Mehrwertsteuer für die neuen Stühle endlich abzuholen
  • leckereres Katzenfutter und einen Furminator zu kaufen (Futter: check, Furminator erst im zweiten "Fressnapf", der erste hatte nur einen für XL-Langhaarkatzen oder Chihuahuas, mittelgrosse kurzhaarige Hasen und kurzhaarige M-Hunde, und wenn ich schon einen aberwitzig teuren Läusekamm kaufe, dann bitte den korrekt personalisierten: Langhaar, S, Kurzhaar M --> Sie sehen, ich bin ein richtiges Opfer, weil natürlich habe ich dann zwei gekauft. Sehr skurril die Vorschläge im ersten "Fressnapf": ich könnte ja eine oder zwei Stunden warten, dann hätten sie alle Kisten ausgepackt und vielleicht wäre da Nachschub drin. Sonst vielleicht morgen, da könne ich ja dann mal wiederkommen. Ich frage mich, wer auf dieser Welt so wenig zu tun hat, dass er "ein oder zwei Stunden" in oder um einen "Fressnapf" in eine Gewerbegebiet mit Waschanlagen und Louis Widmer Produktion warten möchte für vielleicht den richtigen Lauskamm)

  • Kurze Sporthosen für die Kinder kaufen, weil spontan alle zu klein. Erledigt, sogar sehr günstig, weil Sortimentswechsel ist und anscheinend bei H&M davon ausgegangen wird, dass entweder draussen geturnt wird oder die Turnhallen auf -10 Grad gekühlt werden, so dass man sie nur mit warmen Hoodies und dicken, langen Sweat-Trainerhosen betreten kann.
  • Paket bei der Post abholen
  • Friseur. 
Mit Mittagessen to go war ich dann genau rechtzeitig für Nachmittagessenkaffee der Kollegen um kurz vor 12 im Büro, wo der neue Job so zackig losgeht, dass ich, man glaubt es kaum, den alten fast gar nicht vermisse, respektive keine Zeit habe, mir nur ansatzweise Gedanken drüber zu machen, wie das alles wohl dort ohne mich klappt. 

Ein Post im firmeninternen Google-+-Netzwerk (fragen Sie nicht.) wies darauf hin, dass demnächst Tag der Organspende ist und dass man sich, Schweizer Leser aufgemerkt, bei swisstransplant auch Online registrieren kann, respektive die Entscheidung, die man auf seiner Organspendekarte (Ja, Nein, nicht alles, Verwandten sollen entscheiden) treffen kann, auch in einer Datenbank hinterlegen kann, was ja im Ernstfall zuverlässiger gefunden wird, als eine laminierte Karte im Geldbeutel (bei mir btw hinter dem Führerschein steckend, wo ich mir denke, dass bei einem Autounfall als erstes geschaut wird). Und weil mein Hirn vor lauter "Read and understood"-Trainings eh grad leer war, beschloss ich das schnell dort zu hinterlegen, sollte ja nicht kompliziert sein, habe ich ja alles schon überlegt, kommuniziert und mal ausgefüllt ("Ja, alles."). Was mich dann allerdings eiskalt erwischt hat, war die Möglichkeit, eine Mitteilung an die eigenen Angehörigen für den Fall der Fälle dort zu hinterlegen. Ich habe es gemacht und finde es auch gut, aber holla, das war mehr Gefühl als für einen Arbeitsnachmittag im vollen Grossraumbüro mit nicht wasserfester Wimperntusche gut war. 

Puh. Dann noch ein Telefonat mit Rio und schon war es Zeit heimzufahren (ich habe mir den ganzen Tag eingehämmert, bloss nicht zum Bahnhof zu laufen, weil ich  ja ausnahmsweise mit dem Auto gekommen war und gsd konnte ich mir das bis fünf merken. War eh praktisch, heute morgen wäre ich nämlich mit dem Zug ganz schön verloren gewesen, weil es in Basel am Bahnhof gebrannt hatte und zig Züge ausgefallen sind oder eben nur bis zwei Haltestellen vor Basel fuhren, was mir nur so mittelviel geholfen hätte).

Daheim wurde es dann noch ein bisschen spannend und das kam so:
Wie Sie ja wissen, haben wir eine Wohnzimmerwebcam und können da sehen, was die Katzen so treiben. Unter anderem auch, wenn sie etwas durchs Katzentörchen ins Wohnzimmer schleppen. Je nach Katze ist das dann entweder ein Tierchen oder eine IkeaGurke oder ein schönes Blatt oder eine schöne Verpackung. Die Tierchen werden, auch je nach Katze, restlos verspeist (Sansa) oder aber zu Tode gejagt und dann liegengelassen. Bisher hat nur ein Vogel das überlebt, der sich unter der Kaffeetheke totgestellt hat und Jonny damit zu langweilig wurde und von mir gerettet werden konnte. 
Am Wochenende hatten wir beobachtet, wie Sansa irgendwas ins Haus gebracht hat, aber wir haben keinerlei Überreste, nicht mal Federn oder einen Fuss gefunden. Stattdessen haben die Katzen sehr neugierig immer wieder am Klavier geschnuppert, der Hübsche hat es zur Seite geschoben, aber erst nix gefunden. Nachdem ich wieder daheim war, haben wir es wegen immer noch Schnuppern noch weiter geschoben und ich habe einen Riesenschreck bekommen, erst weil dort eine tote Eidechse ohne Schwanz lag, dann, weil die tote Eidechse noch sehr lebendig war. Wir haben sie also gerettet und in den Garten gesetzt (naja, dort hat Jonny sie noch mal gefunden und ich bin mir nicht wirklich sicher, ob sie das Abenteuer mittelfristig überstanden hat).

Wir dachten, damit wäre der Verbleib von Sansas Wochenendbeute geklärt und haben uns schon gewundert, warum auch an der Lampe vor dem Bücherregal so rumgechnuppert wird. Gestern haben wir da Brösel an Trockenfutter und einen Klumpen fleischartiges ("Konsistenz wie alter Leberkas", meinte der Hübsche) rausgezogen und waren ein bisschen sauer auf die Katzen, wie weit sie ihr Futter rumzerren.
Tja. Und heute wurde uns dann abends mitgeteilt, dass es hinter dem Regal auch so rascheln würde, und beim Rausziehen der Mal- und Bastelkiste zeigte sich: neben der Eidechse unter dem Klavier hatten wir wir auch einen Maus hinter dem Regal. Die dort gelebt, Katzenfutter gefressen und in Lego-Life-Heften gelebt hat. Das Fangen lief leider, leider nicht ganz so smooth, wie erhofft, wir wissen jetzt, dass man Mäuse auf gar keinen Fall am Schwanz festhalten sollte, weil die Charlotte Roche mit ihren beknackten Bungeehaken im Rückenfleisch alt aussehen lassen in Sachen "sich selber verletzen durch nicht ganz kluge Aktionen". Immerhin kann man der Maus noch Todesangst zugute halten, Charlotte Roche .. naja, nicht. 

Irgendwann hatten wir sie dann aber doch und der Hübsche hat sie weit weg ins Grüne getragen und ich hoffe, das mit dem Schwanz wird wieder.


Ich bin mal gespannt, was wir noch an Lebendvorräten im Haus haben...

Schöne Überleitung zur täglichen Rubrik:
Gegessen
  • Quark/Kirschen/Pfirsiche
  • Käselaugenstange
  • Stück Vegi-Pizza vom Bäcker
  • Salat mit Pilzen
Gelesen:
Nemez/Sneijder 5

Gesehen:
nix

Getragen:



Stressleveldurchschnitt gestern:
Selbstbeweihräucherung: dem Kater, der so unbequem im Plastikwäschekorb geschlafen hat, eine stylische Katzenhöhle mitgebracht. Tja:
Wieso sollte man in einer Filzkiste mit weichem Kissen drin liegen, wenn man in einem Plastikwäschekorb auf den Einzelsocken schlafen kann?




Dienstag, September 03, 2019

030919: Erledi-Mum

Heute morgen hatte ich ein sehr skurriles Erlebnis: Sansa ging wie immer ca 10 Minuten vor mir aus dem Haus und das ist so mittel, weil, falls sie mich auf dem Weg zum Bus entdeckt, mitkommen möchte, dann muss ich nochmal mit ihr umdrehen, heimlaufen, sie mit einem Leckerli so lange hinhalten, bis ich wieder aus dem Haus gerannt bin und hoffentlich schneller ausser Sichtweite, als sie wieder zum Törchen raus. Nun ja. Als ich heute also auf den Weg einbog, sah ich am Abfalleimer vor dem Kindergarten einen unverkennbaren buscheigen Schwanz aus dem Gebüsch ragen, rief also direkt Sunny, sie kam freudig angaloppiert, liess sich knurrend die letzten Meter heimtragen, mit Leckerli (Weich, Käse-Cranberries, stinkt wie die Hölle) hinhalten und ich weiss jetzt, dass ich es in 2 Minuten in hohen Hacken zur Bushaltestelle schaffe. Grade so. Im Vorbeirennen sah ich, was sie am Abfalleimer so spannend gefunden hatte: ich glaube ja, dass das der Abfalleimer ist, in dem Kindergarten- und Schulkinder ihre unaufgegessenen Znühiboxeninhalte entsorgen und auf jeden Fall hatte da jemand ein halb angegessenes hartgekochtes Ei NEBEN den Abfall geworfen. Mhm, lecker Frühstück! (Ein bisschen beleidigt bin ich schon: Jonny verpflegt sich bei den Nachbarn, Sansa isst Müll, und daheim steht das leckere, gesunde, teure "Wilderness: Dark Fjord"-Futter.)

Sonst so: bei aller Liebe zum Listenabhaken würde ich im neuen Job lieber direkt voll loslegen, es gibt genug zu tun, aber: damit alles seine Ordnung hat und meine Unterschrift absolut wasserdicht ist, muss das halt fertig sein (meine Güte, ich habe heute einen Hauch einer Ahnung bekommen, WAS für Dokumente und Schreiben ich in Zukunft unterzeichnen werde und holla, ich bin schon ein bisschen nervös). Also habe ich heute halbhalb gemacht: halb Dinge erledigt und geplant und halb im Akkord Einarbeitungstermine abgemacht (dafür immer wieder Zeitverschiebungen googeln müssen, wenn der Kalender des Counterparts den halben Tag sehr übersichtlich aussieht, liegt es meist daran, dass die Person in Kanada, Kalifornien, China oder Brasilien sitzt.)

Daheim bisschen nervös gewesen, weil Sansa ab mittags nicht mehr gesichtet worden war und nicht zur üblichen Zeit heimkam, Haare ein bisschen vor der Zeit gefärbt (die Hairstylistin meines Vertrauens geht ab übermorgen in die Ferien und kommt vor der Hochzeit nicht mehr zurück, also halt: morgen schneiden lassen!), immer wieder nervös die Katz gerufen, geduscht, "noch ein letztes Mal vor dem Abendessen" die Tür zum Rufen aufgemacht, da kam sie angespurtet, puh!, Abendessen, und dann auf einmal brach es aus L. heraus: Er fühlt sich durch die Schule gstresst. Es fühlt sich an wie viele Hausaufgaben, viele Tests und er hat selber extrem hohe Erwartungen und Anforderungen an sich selber. Er will unbedingt wie Q. auf die Bezirksschule und hat gehört, dass es dafür nicht reicht, nur das geforderte immer super zu machen, man muss mehr machen und zeigen, dass man mehr kann. Puh. Das, was ich bei Q. an ... ist Ehrgeiz das richtige Wort? vermisste, hat er zu viel. Damit meine ich nicht, dass er es nicht an die BEZ schaffen kann, damit meine ich, dass er dafür nicht fast zwei Jahre vor dem Termin schon hohl drehen muss und sich selber unter Druck setzen, weil er das alles super schaffen kann. (Und wenn auf einmal doch nicht, dann ist das auch okay!). Weil er aber mein Sohn ist und ich weiss, wie sich "OH MEIN GOTT; UND  DAS AUCH NOCH UND DAS NOCH UND DAS NOCH!" anfühlt und immer im Kopf mehr wird, wenn man sich der Sache nicht stellt, habe ich zusammen mit ihm ein ... meine Güte, nennen Sie es, wie sie wollen, es ist eine To-Do-Liste mit Due dates "gebastelt", wo wir jetzt Tests (--> Erwartungshorizont bis dann und dann verinnerlichen) und Hausaufgaben (in handlichen Portionen, bisher erstmal alle an dem Tag, wo sie spätestens erledigt werden müssen) tracken werden und ihm von dem erhebenden Gefühl, so einen Zettel als erledigt zu zerknüllen, vorgeschwärmt. Welt wieder in Ordnung. Und: das Kind kann ganz ohne meine Hilfe Notenlesen und hat Eselsbrücken, von denen ich in dröflzig Jahren Flöte-, Klarinette- und Klavierspeilen nichts erfahren habe (FACE und "Eine Gans hat dicke Füsse")


Q. übrigens ist ein viel besserer Bruder als ich je Schwester war: als er merkte, dass L. die Tränen in die Augen stiegen, stoppte er sofort seine Ausführungen zu StarWars Rebels, nahm ihn in den Arm und drückte ihn ganz fest und sprach ihm Mut zu. Holla!

Jetzt: Geheimgedöns. Es hört nicht auf

Gegessen:
Immer noch Quark mit Kirschen und Weintrauben
Bami Goreng, Karottengemüse, Bohnen, Karottensalat
Käsebrot, Gurken, Karotten

Getragen:
 

weisse Bluse und schon wieder (seit Wochen immer wieder an der selben Stelle...) ein doofes Herpesbläschen

Gelesen:
Nemez/Sneijder 5

Gesehen:
letzte Folge der zweiten Staffel "Mindhunter"

Stressleveldurchschnitt gestern: 28
Selbstbeweihräucherung: das ganze Lufthansadrama mit dem Hübschen zusammen ganz ohne erneute Wuttränen in kompetente Hände gegeben. Nach der Beleidigungs/Bedrohungssache ist das jetzt das zweite Mal Rechtsschutz. Meine Güte, ey....

Montag, September 02, 2019

020919: Hallo, ich bin die Neue

Vielleicht war ich doch ein wenig aufgeregter, als ich mir selber eingestehen wollte, vor dem neuen Job, der auf einmal kein Jöbli mehr ist, auf jeden Fall war ich SCHON WIEDER ab viertel vor fünf wach.
Man möchte es nicht glauben, nachdem ich mich ja erstens seit 3 Jahren im Turm mit >38 Stockwerken relativ sicher bewegt habe und auch seit zwei Jahren geschnallt habe, dass die Aussenstelle nicht die Form eines E's hat, sondern eher so von einem Käsekästchen Hashtag, nur mit 3 Strichen jeweils, aber ich bin heute ungefähr 5mal fast zum falschen Schreibtisch, was sag ich, in die falsche Abteilung gelaufen! (Finance Business Partner. Ich bin bin unglaublich sicher, dass ich dort niemals landen werde. Also, absichtlich).

Meine Kisten waren schon da, auch das historische Foto aus der Produktion und der Arbeitsvertrag von 1926, die ich aus dem Müll gerettet habe, sind heil angekommen. (Neu im Fundus von "Alte Sachen, die ich in Schränken finde und behalte, weil "Wie cool ist das denn?": unter anderem Placebo-Musterkarten. Die Farbfächer der Galenik-Entwicklung, sozusagen.), der Schreibtisch war in ungefähr 5 Minuten eingerichtet, meine ehemaligen Kollegen wurden mit den letzten Ordner versorgt, die ich ihnen vermache und schon gings los!

Ganz kurz dachte ich ... hm, und was mache ich jetzt eigentlich so die ganze Zeit? Aber erstens habe ich ja einen Einarbeitungsplan (Standardspruch: "Ausgelegt auf x Monate, aber ich bin mir sicher, du schaffst es in 0.5x?" "Ja, klar" *setzt sich ein Ziel für 0.25x*), zweitens ging es heute um finale Produktverteilung und es könnte sein, dass ich spontan die Hand gehoben habe bei "Wer von den SM*-Leuten traut sich zusätzlich ein LM** zu?", weil wenn schon neu, dann grad richtig, oder? und dann hatte ich noch Face To Face mit meinem neuen Chef und hm, es könnte sein, dass ich als Erlediggrrrrrrl eingestellt wurde und zusammen mit einer Kollegin den Abteilungsworkshop dieses Jahr organisieren solldarfmuss.***

Ui, und ich habe erstmals meine Unterschrift für den Eintrag ins Handelsregister abgegeben. Holla.

Doch, das wird.

Daheim: Crosstrainern, die Geburtstagsgeschenke des coolsten Onkels aller Zeiten für Q. bewundert (der Neid von uns erwachsenen Dark-Fans für handgeschriebene, persönliche Geburtstagsbriefe seiner Lieblingsschauspieler aus der Serie ist ihm gewiss. Ich werde heute abend ausserdem probieren, ob mir der Hoodie passt.), Job auf Linkedin ändern (ich kann damit ja ehrlich gesagt gar nix anfangen, eine Gedanken dazu sind so ungefähr die gleichen wie von 90% der Menschen über Twitter oder Blogs: "Was schreibt man da denn? Wen interessiert das denn? Wie soll ich denn dafür auch noch Zeit haben? Und das soll spannend sein?", und bin dementsprechend immer högscht beeindruckt, wie schnell sehr viele Leute auf Statusänderungen dort reagieren. Danke :-)), Gedöns erledigen.

Gegessen:

  • Quark, Kirschen, Weintrauben
  • eine Butterbreze, Plattpfirsich und Banane (ich bin mit den Lunchgewohnheiten der neuen Gruppe noch nicht vertraut. Heute sind alle einzeln zu irgendwas abgedampft und allein essen gehen wollte ich nicht, weil ja dann alle denken, ich hätte NIEMANDEN, der mit mir essen gehen will und das hab ich nun davon, dass ich den Job wechseln musste. Hunger hatte ich aber sehr und Gottseidank hatte irgendwer Geburtstag oder so und Butterbrezen mitgebracht und die Gruppe kriegt montags eine Obstkiste. Was ja unabhängig vom Mittagessen eine sehr tolle Sache ist! Für morgen habe ich abgemacht und ich muss einfach noch allen beibringen, dass ich IMMER für Mittagessen zu haben bin)
  • Pizza


Getragen
die blaue Seidenbluse

und viele Ordner (das war nur eine Fahrt von mehreren)


Gelesen:
Sneijder/Nemez 4

Stressleveldurchschnitt gestern
Selbstbeweihräucherung: ***

* Nicht, was Sie denken.
** Ja, ich fand die Unterscheidung von "Small Molecules" und "Large Molecules" anfangs auch etwas albern, weil für mein Chemikerhirn ist zB Methanol ein kleines Molekül, die meisten pharmazeutischen Wirkstoffe sind aber ganz schön gross. Aber ja, wenn man es mit einem monoklonalen Antikörper vergleicht, da sind das alles Winzlinge.
*** Selbstbeweihräucherung: weder erwähnt, dass ich nach dem erfolgreichen Junggesellinnenabschied jetzt ja wieder freie Planungskapazität habe, noch auf meine grosse Erfahrung mit Mottogeburtstagen hingewiesen. Vielleicht wird das noch mit "Erst denken, dann reden". Oder eben nicht reden.

Sonntag, September 01, 2019

Hallo September!

Was war das für ein fulminanter Start in den September! Wir haben gestern einen so grossartigen Tag verbracht, das war wirklich legendär! Sonne, Berg, Wasser, Sport, Spass, unglaublich leckeres Essen und Trinken, Schlafen mit Blick in den Sonnenuntergang im Schwarzwald, unangekündigt 100% Frühaufsteher, also Milchkaffee (ich verreise jetzt IMMER mit der Nespressomaschine!) zum Sonnenaufgang und ungefähr 50 grasenden Kühen, Frühstück, heimfahren im Tröpfelregen, dann erstmal Badewanne. War das toll! (und bin ich müde. Erstens bin ich nicht sooooo weit von doppelt so alt wie die jüngste Teilnehmerin, zweitens sind 4 Stunden Schlaf nach 20000 Schritten vielleicht einfach in jedem Alter zu wenig.)







Q. schneite gerade nach einem Trainingsweekend nach Hause und ist nach 10 Trainingsstunden auch ... kaputt. Sehr.

So. Ansonsten steht auf dem Septemberplan:

  • einen neuen Job anfangen
  • den Hübschen mit Bruder und Mutter für ein Wochenende nach Wien schicken
  • eine Trauzeuginnenrede schreiben
  • L.s besten Freund zum Übernachten da haben
  • den Family Day bei des Hübschen Arbeit besuchen
  • Abschiedsapero mit meiner alten Abteilung feiern
  • meine kleine Schwester verheiraten!
  • die Kinder ins Hela der Pfadis verabschieden


Ich würde sagen: volle Kraft voraus!