Sonntag, Februar 17, 2019

17.02.2019: Happy Place

Was soll ich sagen: es ist einfach grossartig.
Schnee, Sonne, perfekte Pisten und kaum Leute (wo sind die denn alle? Ist irgendwas in Holland?).
Die Kinder sind mittlerweile so sicher auf den Skiern, dass man sich überhaupt keine Gedanken mehr machen muss, ob man da, wo man nur über schwarze Pisten runter kommt, rauffahren kann, vor die Wahl gestellt, nimmt auch L. lieber die schwarze als die blaue.
Lustig: mit so ungefähr 10 scheint es (zumindest bei unseren) einen Klick im Kopf zu machen und man merkt, dass man nicht unverwundbar ist. Mit 13 fegt das Testosteron diese Bedenken wieder hinweg.
Und so ist unsere ehemalige Rennsemmel L. (unvergessen der spektakuläre Sturz unter dem Fangzaun durch in Davos, seitdem die ganze Familie Rückenpanzer trägt) recht bedacht unterwegs, Q. hingegen, der die letzten Jahre eher zum Gasgeben animiert werden musste, hat eine Geschwindigkeit drauf, die mir auch sehr liegt. (Und ein sehr gutes Orientierungsgefühl, er muss mein Sohn sein.)

Sonst: die Katzis geniessen daheim das Frühlingswetter und wir fühlen uns nur ein bisschen helikopterig, dass wir sie per Überwachungskamera beobachten.

Stressleveldurchschnitt gestern:
Selbstbeweihräucherung: heute mit Ansage die full service-Ski-Mum gegeben. Mit unendlichen Snackvorräten im Rucksack, mit An- und Auszieh- und Transportservice der "jetzt grad zu heiss, aber vielleicht brauche ich sie nachher noch"-Kleidungsstücke, damit alle sich eingrooven und wohlfühlen.

Gegessen: Gipfeli und Honigsemmel, Latte Macchiato aus der mitgebrachten Nespresso Lattissima (Bünzli deluxe)
Tomatensuppe
Brotzeit mit Salat, Heumutschli, Alpkäse und Walliser Knoblauchwurscht.










Samstag, Februar 16, 2019

16.02.3018: Schnee!

In trauter Erinnerung an die letzen Skiferien, zu denen wir erst ein paar Stunden verspätet aufbrechen konnten, weil ich dank Migräneanfall ein wimmerndes, würgendes Häufchen Elend war, wachte ich heute morgen mit hämmernden Kopfschmerzen auf. Entspannung: kann ich super.
Aber: eine Ibuprofen um halb sechs did the trick und so waren wir um acht bereit zum Aufstehen, gemütlich frühstücken und um 11 dann loszufahren. Aus den sonnigen 15 Grad in die ebenso strahlend sonnigen gar nicht mal so kalten, aber sehr schneereichen Walliser Berge.
Autoverlad machen wir mittlerweile mit links (es gab ja gestern oder heute, ich habe im Moment kaum Zeit und Nerven dafür, ich bin ja am Entspannen, eine anscheinend unsägliche "Diskussion" darüber, ob Kaiserschnittkindern etwas fehlen würde im Leben, weil sie sich ja nicht als allererstes wo durchquetschen mussten. Ich könnte dagegen halten und sagen, dass mir mein Geburtserlebnis zu einer ausgewachsenen Rollkragenpanik und ganz grossem Unwohlsein in geschlossenen, engen, dunkeln Orten beschert hat und ein geschlossenes Auto auf einem fahrenden engen Zug in einem engen dunklen Tunnel ist da ganz weit vorn dabei.), wir wissen auch, wie im Saas Feer Parkhaus die Ladestationen sind, dass es verschiedene Ausgänge gibt und man je nachdem durchaus mal doppelt so lang bis zur Ferienwohnung läuft.
Was wir nicht wussten: L. hat durch Schlurfigang seine Winterstiefel im Flachland schon durchgelatscht und stand deshalb nach ungefäh 2Meter 20 Fussweg mit nassen Socken da. Also haben wir nicht nur die Ferienwohnung eingeräumt und die Ski ins Skidepot geschleppt, sondern auch L. im Sportladen neue superwarme, superdichte Winterstiefel gekauft. Mit Lammfellsohleneinlage, weil sie noch ein bisschen gross sind, aber ich kaufe nicht Mitte Februar dem jüngeren Kind neue Stiefel, die es genau noch eine Woche diese Saison trägt und nächsten Winter ist er rausgewachsen.

Sonst: alte Hasen, was Ferienwohnung einrichten angeht, Nudeln, Salat, Rotwein und morgen holen die Kinder Semmeln beim selben Bäcker wie letztes Jahr.
Die Kinder sind selig, es hat ein Iglu vor dem Haus und ein Feld, das hüfthoch eingeschneit ist.
Die Katzen werden von den Nachbarn bestens versorgt, ich bin mit Schnee und Bergen eh im siebten Himmel, es geht uns schon wirklich gut.



Stressleveldurchschnitt gestern: 44
Selbstbeweihräucherung: echt super eingepackt und alles, wirklich alles ungestresst erledigt.


Freitag, Februar 15, 2019

15.02.2019: wat ein Stress

Meine Güte, ich bin so müde und kaputt, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich lieber heulen oder direkt einschlafen möchte.
Neben normalem Homeofficefreitag (Übergabenotizen für zwei Stellvertreter, mir ist gestern abend noch eingefallen, dass ich ja auch für das Zusatzjöbli einen brauche, nur Feuerlöscherei) habe ich aus Gründen heute Schultaxi für Q. gespielt (meine Güte, das ist ja Zeitverbrennen deluxe!), war mit Jonny beim Tierarzt (er hat eine wunde haarlose Unternasenhaut. Entweder hat er sich von der gefangenen Maus oder dem gefressenen Vogel einen Pilz eingefangen oder sich die Nase aufgekratzt. zB als er heute teils erfolgreich an der Hausaussenwand hochgeklettert ist), wir haben Skisachen für eine Woche gepackt, den Nachbarn die Katzen nochmal erklärt (incl für alle Fälle Pilzmittel für Jonnys Nase), und sorry, grad jetzt fallen mir die Augen zu

Gegessen:
Honigtoast, Brezensemmel, Fischknusperli mit Reis, 3 Dickmanns "Berliner", eine halbe Pizza und viel Karotteningwersalat

Gelesen: nix

Stressleveldurchschnitt gestern: 23
Selbstbeweihräucherung: alles hingekriegt. nicht locker flockig oder entspannt, aber hin

Donnerstag, Februar 14, 2019

14.02.2019: Puma und Adrenalin

Der Hübsche hat die Katzen übrigens gestern abend nochmal gewogen: Sansa wiegt flauschige 3.2 kg, Jon pantherhafte 4.3kg.

Kleiner Streit mit L. beim aus dem Haus gehen, er hatte seine Winterstiefel gestern nach dem Reinkommen durch den Garten auf der Terrasse stehen lassen, also waren sie heute morgen erst weg, dann kalt und feucht. Ich bestand auf stattdessen Wanderschuhe, die dann aber ein bisschen zu klein waren (meine Güte, ich bin jetzt die mit den kleinsten Füssen im Haushalt. Vor den Katzen.), aber meine Güte, für zweimal Schulweg und einmal Pause sollten sie schon noch gehen. Fand ich. L.: Nicht so.

Sonst: konzentriert gearbeitet, neben Zeug, was in Ruhe erledigt werden muss, immer wieder kleine Feuer im Vorbeigehen gelöscht.

Zwischendrin kam eine produktions-related Nachricht, die eine schnelle Entscheidung meinerseits erforderte, und als ich mich dabei beobachtete, wie die Email an sich zwar für den aus ... lassen Sie mich nachdenken...17 Jahren Produktionserfahrung bekannten Adrenalinstoss sorgte, aber die früher immer mitschwingende Panik "Oh mein Gott, was soll ich tun, wenn ich was falsches sage, fliegt im schlimmsten Fall die Fabrik in die Luft, im mttleren Fall ist nur der Reaktorinhalt mit einem Wert von drölflzighunderttausend Franken ein Fall für die Sondermüllverbrennung, im besten Fall droht ein mittlerer Papierkrieg, bis wir die Ware freigeben können, was soll ich nur tun?!" blieb aus. Ich weiss zwar sehr gut, dass das die drei Szenarien sind, die eintreten können, bin mir aber meiner Sache so sicher, dass ich den ersten Fall ausschliessen kann, den zweiten Fall mit grosser Wahrscheinlichkeit, ausserdem geht davon die Welt nicht unter, und der dritte Fall: was wären wir ohne Papierkrieg?

Und: ich habe gelernt, dass ich auch Leuten sagen kann, dass sie falsch liegen. Und zwar so, dass wir trotzdem alle unser Gesicht behalten und weiter zusammenarbeiten können, und es fühlt sich nicht mal mehr schlimm an.

Und dann musste ich nochmal drüber nachdenken, dass 17 Jahre Berufserfahrung halt doch ziemlich genau so viel sind, nach wie viel sich das anhört. Ganz schön viel nämlich.

Als ich gestern abend die "highly confidential" Stellenbeschreibung der Headhunterfirmal durchgelesen habe, dachte ich mir bei den Anforderungen: "Ja, ich verstehe tatsächlich, warum ihr mich dafür rausgesucht habt. All das kann ich, all das bin ich." Und trotzdem (oder genau deswegen, weil: das kann ich ja schon, das muss ich nicht nochmal an einem anderen Ort unter Beweis stellen) möchte ich diesen Job auf gar keinen Fall, weil ich dabei nicht das Neue lernen möchte, das mir vorschwebt. Aber es ist gut zu wissen, dass, wenn irgendwas in die Hose geht, es durchaus woanders gar nicht mal schlechte Jobs gibt, die ich ohne mit der Wimper zu zucken ausfüllen könnte.

Sonst so: in der Tiefgarage von Nachbarn gehört, dass die Katzen sehr niedlich wären und immer bei ihnen durch den Garten sausen würden. Sansa hat ausserdem anscheinend die Bauaufsicht für ein Gartenzaunbauprojekt übernommen, da wird viel gegraben und geschaufelt und sie sitzt gerne dabei und schaut sich das mal an. Irgendjemand muss es ja machen. Kein Wunder, dass sie abends müde ist, nach einem Tag auf der Katzenbaustelle.

Gelesen:
Das Handbuch für das Kayak-Whalewatching-Camp in Kanada. Incl. Verhaltensregeln für eine Begegnung mit einem Puma. Man weiss nie, für was man sowas mal braucht. *schielt zu Jonny*


vorletzten (?) Maria Kallio-Band

Gegessen:
Joghurt mit Beeren und Granola und Mango (hat sich L für die Znünibox gewünscht und ich habe mir was abgezweigt)
Orangen
Veggie-Gumbo mit Fladenbrot, Chinakohl und Erbsen/Karotten. Der Chinakohl passte gar nicht. Tja.
Ofenkäse, Brot und Salat

Stressleveldurchschnitt gestern: 48 (ich muss wieder Sport machen. Ab Samstag auf der Piste!)
Selbstbeweihräucherung: fokussiert gearbeitet und bei zwei, drei Anfragen dem ersten Impuls sofort alles rauszusuchen und zu erledigen, nicht nachgegeben, sondern geantwortet "Das war nicht im scope des Projektes, bitte klären, ob das geändert wurde und der nicht zu vernachlässigende Extraaufwand dafür gerechtfertigt ist" oder auch "Das ist ganz klar ein Fehler, allerdings nicht auf unserer, sondern auf Eurer Seite, weil blablabla, Details, war schon immer so. Please let us know if we can support nevertheless" (Das muss man scheints dazuschreiben, auch wenn man eigentlich meint "Das könnt ihr mal schön selber machen!")

Mittwoch, Februar 13, 2019

13.02.2019, irks und Witzestau

Ab fünf nur noch in Minutenpäckchen gedöst, das ist doch doof.
Von Sansa dann sehr leichtfüssig und sanft (sie ist immer noch so leicht und das weichste, was es gibt!) 5 Minuten vor Weckerklingeln wirklich geweckt worden. Ich finde es wirklich faszinierend, wie unterschiedlich die beiden Katzen nicht nur äusserlich sind. Beide sehr grossartig, aber holla!

Beim Badbetreten schlagartig hellwach gewesen, weil jemand hat gestern abend das Fenster nicht zugemacht und HOLLA, war das kalt.

Der Morgen war einem Training in Mikrobiologischer Analytik, Testverfahren etc gewidmet und hui, mir ist einerseits der Appetit vergangen, ich möchte bittedanke am liebsten in Isoporpanol und dann Wasserstoffperoxid baden, aber nicht mal das hilft wirklich. Andererseits war es sehr hilfreich, weil ich gestern relativ unbeleckt an einer Diskussion zu dem Thema teilnehmen musste und die offenen Fragen dann heute direkt dem Referenten stellen konnte. Meine Antwort auf die inzwischen eingetroffene "Meeting Summary"-Email klang dementsprechend je nach Auslegung entweder so, als ob ich gestern gepennt hätte und mein Wissen nicht geteilt hätte, oder aber als ob ich das Meeting gestern zum Anlass genommen hätte, mich mal en detail weiterzubilden.
Was gerade zur immer noch aktuellen Grippesaison interessant ist: So desinfiziert man sich die Hände richtig! (Mit mindestens 3mL Desinfektionsmittel für mindestens 30 Sekunden. Bei uns in der Firmal sind es übrigens 8 Schritte, weil jeder Finger einzeln noch abgerubbelt wird und ei Handgelenke). Es gibt übrigens eine Studie aus Krankenhäusern, wieviele Angestellte das richtig so machen und .... es sind nicht soooo viele.

Der Appetit fürs Mittagessen war dann übrigens nur so mittelgross, aber es hilft ja nix.

Nachmittags mit einem Kollegen mit Brasilien telefoniert (auf der Liste von schlechten Verbindungen nach Indien und vor Italien auf Platz zwei), vor mich hingewurschtelt und immer mehr Kopfweh bekommen, das sich daheim dann zu Schmerzen jenseits der Übelkeitsgrenze steigerte. Hui, das hatte ich lang nicht mehr. Gottseidank wirkd Ibuprofen dann doch recht fix (und ehrlich gesagt: wer jemals die Euphorie durch plötzliche Abwesenheit dieser bohrenden Schmerzen genossen hat, wird nie wieder rumtönen, dass Nurofen Kinder aufdreht. JEDER ist gut gelaunt, wenn Schmerzen vorbei sind, das ist Jacke wie Hose, ob das Nurofen, Ibubeta, Algifor oder weiss der Geier wie heisst.)

Tolle Post aus dem Briefkasten gezogen und jetzt überlege ich, was ich mit "Paradiesvogel" verbinde.

Ach: und nach zwei, dreimal Wegdrücken, weil sie wirklich zu sehr ungünstigen Zeitpunkten anrief, hat mich heute abend dann noch die Headhunterin am Telefon erwischt (Achtung, Ibuprofen-Euphorie: Headhunting with haunted head. Jaaaaaa, ich finde mich sehr witzig). Long story short: ich habe mich dabei erwischt, dass ich ihren britischen Akzent kopiert habe, und der Job .... naja. Ich würde mich für den auch wollen. Ob ich den für mich möchte? Njaneehernichtsoeigentlichüberhauptgarnichtweilbeentheredonethatnurwoandersundichweisswerdasonstnocharbeitetundneechtnicht. Oder "Yes, sure, send me the job description, I will have a look".

Gegessen:

  • Granolabeerenjoghurt
  • Falafel mit Zitronenjoghurtsosse und Bulgursalat, dazu grüne Bohnen und Sauerrüben (das übrigens nur, weil ich es noch nie gegessen habe und noch nie davon gehört hatte. Es sind anscheinend fermentierte Rüben und schmecken genau wie Sauerkraut, nur noch salziger. Kann man machen)
  • Orangen
  • Spätzle mit Hähnchenbrust in Buttertomatensosse (Rest von ... Samstag? Talking about Microbiology...)


Getragen:

Gelesen:
Maria Kallio 12 (?)

Stressleveldurchschnitt gestern: 13

Selbstbeweihräucherung: ich habe beim ersten Witz, dem ich dem Kollegen neben mir beim Mikrobiotraining zugeraunt habe, schon direkt gemerkt, dass der dafür nicht empfänglich ist. Und mir alle anderen verkniffen, und die wären wirklich, wirklich gut gewesen. Ich meine "Growth / no growth-decision"?!, "Wie würde ein Vieraugenprinzip bei Piraten aussehen?" Hm, HMMMM?!

Dienstag, Februar 12, 2019

12.02.2019: MINT

Erfolgserlebnis heute: in der Nacht nicht extra nachnasensprayen müssen, beim Zähneputzen reichte.
Ganz allein aufgestanden, sonst ist Q. immer dabei, aber der hatte heute MINT-Tag an der Schule, da ging es erst um 9 los.

Arbeit: bunt gemischt zwischen Produkten und Projekten, aber früh los, weil Q.s MINT-Tag an der Schule mit "Wir zeigen den Eltern, was wir gebaut haben" endete.
Das war schon ziemlich spannend: alle 1. Klassen der Oberstufe (also: 7. Klässler) aller Schulformen trafen sich in der Turnhalle und arbeiteten, bauten, forschten gemeinsam unter Anleitung (ein Teil wurde von meinem Arbeitgeber organisiert, wir bekamen anfangs einen Zettel, in dem wir die Nutzung der Foto/Videoaufnahmen für Firmenzwecke erlauben sollten oder halt auch nicht, wer weiss, vielleicht haben wir auch für die Abtretung des geistigen Eigentums unterschrieben :-)).
Q. war sehr stolz auf seinen Magnetrührer, die handbetriebene Taschenlampe, die je nach Drehrichtung rot oder weiss leuchtet und "eine supernervige Maschine, die ich mir selber ausgedacht habe", die einen in der Tat nervenzerfetzenden Ton kreiert.

Nebenbeobachtung: Zu meiner Zeit (TM) wurde noch nicht mit "Alle, die aufs Gruppenfoto dürfen, hierher, alle anderen in die Ecke dahinten" zusammengerufen. 

Nach dem Heimkommen noch zwei Stunden TC zum Thema "Fremdpartikel und Japan", danach (okay, davor auch schon) bin ich sehr müde.

Immer noch nicht fit für Sport, aber ich freue mich sehr darauf, mit dem Hübschen noch eine Folge "Black Earth Rising" anzuschauen. Das ist mal eine wirklich gute Serie, nach dem Debakel von "Sex Education".

Also: nicht so viel los hier. Auch mal ok.

Getragen:
eine Decke um den Hals (naja, einen Schal. Der erstaunlich fuselt, wie ich auf der schwarzen Jeans feststellte. Und: zum Hemd passende Schuhe in 4 Blautönen (einer mit Glitzer)
Gegessen:
Hefezopf mit Honig
keine Orangen wegen keine Zeit zum Schälen
Vegi Bami Goreng, dazu Brokkoli und zwei Schüsseln Fenchelsalat (die haben für sehr viel Aufregung am Tisch gesorgt, weil "double salad?" "Stereo salad?" "Why the same twice?" und man mir mein "Because I like it" kaum glauben konnte)
Tahine-Ramen aus der Kaptain Cook App (Ich war ja skeptisch, was Tahini in Ramen soll und nach dem Kochen kann ich sagen: "das sieht aus, als hätte jemand reingekotzt" und nach dem Essen kann ich sagen: "Hat vermutlich nicht viel mit Ramen zu tun, schmeckt aber ganz gut, wenn man das Tahini rausgelassen hätte")

Stressleveldurchschnitt gestern: 18
Selbstbeweihräucherung: einiges im Zusatzjöbli erledigt, was vor zwei Monaten noch unschaffbar schien.

Montag, Februar 11, 2019

11.02.2019, zurück im Sattel

Gestern abend haben der Hübsche und ich högscht motiviert mit "Sex Education" begonnen, also der Serie auf Netflix (höhöhöhö), weil gefühlt meine ganze Filterbubble davon schwärmte.
Wir haben also keine Zeit mit Trailern oder so verschwendet und immer stiller werdend die erste Folge angeschaut, uns über Gillian Anderson als Lichtblick gefreut, immer noch stiller werdend die zweite Folge durchgehalten und meine Güte, ich bin auch in den 90ern sozialisiert, ich fand damals American Pie auch witzig (Betonung auf: damals. Da war ich selber noch in den letzten Zügen der Pubertät), aber das, das ist ... noch viel schlimmer, weil das in vollem Bewusstsein heute gedreht wurde. Ungefähr 1000 Jahre nach American Pie, der ja selber schon nicht gut gealtert ist, und damals war das wenigstens noch halbwegs eine originelle Idee. Ich habe keine Ahnung, was die Serie eigentlich möchte, entweder ist es plattester "Penis, Penis"-Humor (sozusagen PipiKacka-Humor für die Ü5-Fraktion), oder eine Highschoolkomödie (mit billigen Stereotypen und PENISPENIS-Humor) oder ein Coming-of-Age-Drama (das wegen billigsten Stereotypen und PENISPENIS total in die Hose ging) oder ein provokantes Machwerk, das irgendwas mit sexueller Aufklärung oder auch nicht anprangern möchte (habe ich PENISPENIS und die Stereotypen erwähnt?), auf jeden Fall habe ich das jetzt zwei Stunden zu lang geschaut und ich frage mich wirklich, wie sehr ich mich im Geschmack meiner Filterbubble getäuscht habe.
Normalerweise würde ich jetzt ja nach alternativen Serientipps fragen, aber erstens sind die Kommentare abgestellt und zweitens habe ich grad das Vertrauen in Ihren Geschmack verloren, aber sowas von :-)!

Sonst: zurück am Schreibtisch habe ich als erstes die nächste Woche von Meetings befreit (aka die von mir zu leitenden verschoben und mich bei den anderen abgemeldet), die OOO-Reply für nächste Woche eingestellt und dann die aufgelaufenen Dinge erledigt.
Ein Meeting zu einem ganz leidigen Thema nach einem total schiefgegangenen Versuch, das Ganze einem Realitätscheck zu unterziehen, abgesessen, innerlich kopfschüttelnd und augenrollend, äusserlich mit (glaube ich) ungerührtem resting bitch face. (Naja, sehr viel mehr bitch als resting).

Im Nebenjöbli ist ein Fall eingetreten, der so noch nicht da war und das ist natürlich einerseits sehr spannend, weil das alles im Rahmen eines Riesenprojekts läuft, und hm, damit hat niemand so richtig gerechnet, andererseits hatte niemand (und ich erst recht nicht) an dieser Stelle mit irgendeiner Abweichung von der Norm oder dem Plan gerechnet und .. anders wäre schon schöner gewesen. Naja. Kann ich jetzt mal was regeln, was dann für die, die diesen Job tatsächlich in echt und ganz machen, als Präzedenzfall dienen kann. Auch gut.

Den jährlichen Bonus/Gehaltserhöhungs-Zettel bekommen, und hui, ich sags mal so: ich hatte (faktisch unbegründet) bisher schon ein schlechtes Gewissen, weil wir uns mit dem Kanadatrip und dem Whalewatchingcamp einen so sauteuren Urlaub dieses Jahr leisten, aber jetzt nicht mehr.

Mit dem Hübschen zusammen heimgelaufen, gleichzeitig mit Q. angekommen.

Mathe- und Grammatiktest angeschaut, tatsächlich ins Schwitzen gekommen bei einer "streiche alle Adjektive im Text" (über die Geschichte der Bernhardiner. Geht es noch klischeehafter schweizerisch? :-))-Aufgabe. Aber ich muss das ja nicht mehr können.

Mit Q. zusammen das Wahlfachheft fürs nächste Jahr angeschaut und gewählt. Es ist ein bisschen kompliziert, weil wie alles in der Schweiz der Lehrplan kantonal unterschiedlich ist, zumindest nach der Primarschule. Q. geht jetzt 3 Jahre lang auf die Bezirksschule, danach kann er dann (wenn die Noten stimmen etc) noch drei Jahre aufs Gymnasium gehen, wo er dann Matur macht. Das nächste Gymnasium in unserem Kanton ist 40km weit weg, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist das ein einfacher Weg von knapp anderthalb Stunden. Das geographisch nächste Gymnasium ist im Nachbarkanton, 3 S-Bahnstationen (so ca 10 Minuten) weit weg, noch eine S-Bahnstation und noch einen Kanton weiter gibt es noch viel mehr Gymnasien.
Weil die Schulbehörden und Gemeinden jetzt auch keine Unmenschen sind, dürfen die Kinder aus unserem Tal (das heisst tatsächlich so!) in die Nachbarkantone ans Gymnasium. Allerdings sehen die Lehrpläne in den drei Jahren, die bei uns Bezirksschule heissen, dort zB mehr Französisch, mehr Mathematik, mehr Chemie, mehr Physik, mehr Bio vor (ich weiss nicht genau, was sie dann weniger machen, weil ich mir gar nicht vorstellen mag, dass die Kinder dort noch mehr Unterricht haben, als Q. aktuell). Damit die Kinder aus unserem Tal dann in der grossen Stadt (und der Vorstadt) eine Chance haben mitzukommen, werden zusätzlichen Stunden in den genannten Fächern als Wahlfach angeboten, das aber mehr oder weniger verpflichtend ist, wenn man an einer der Gymnasien weitermachen möchte.
Wir haben das also genau durchgelesen, der humanistische Zug ist ohne das Wahlfach Latein dieses Jahr eh schon abgefahren, und so wird Q. nächstes Jahr Vertiefungsfranzösisch und "Biologie Praktikum" wählen, damit ist er auf dem Fremdsprachensektor flexibel (und für Französisch müssen wir hier im Haus alle Unterstützung nehmen, die wir kriegen können :-)) und für den mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweig, auf dem er sich schon ganz sicher sieht, auf dem richtigen Weg.
Hui.

Wegen immer noch Rotzbirne lasse ich den Abendsport diese Woche ausfallen, aber es hilft ja nix.

Gegessen:
letztes Stück Apple Pie
Orangen
Empanada mit Salsa, Butterbohnen, Spinat und einem sehr komischen Salat aus rote Bete-Würfeln, TK-Erbsen und Rettich in der Optik von Sauerkraut
eine grosse Schüssel Skifahrsuppe

Getragen:
schwarz-rot und eine Posterrolle, die ich für Q. in der Stadt besorgt habe.

Gelesen:
"Kupferglanz" aus

Stressleveldurchschnitt: 34
Selbstbeweihräucherung: eingesehen, dass es keinen Sinn macht, vor versammelter Mannschaft ein Projekt zu vernichten, das anscheinend unsterblich ist.

Sonntag, Februar 10, 2019

10.02.2019: Aufwärts

Rotzreport: es wird besser. Ich merke es sofort, wenn ich Nasenspray brauche, weil dann die Kieferhöhlen schmerzen, aber sonst (und wenn man das Nasenbluten wegen ausgetrockneter Schleimhäute abzieht) geht es mir besser. Ich weiss noch, die ersten Jahre hier hatte ich regelmässig ein, zweimal im Winter so krass vereiterte Nebenhöhlen, dass nur noch Antibiotika halfen, aber seitdem ich die Hinweise des damals noch Basler Hausarztes berücksichtige (Ibuprofen und Nasenspray, ruhig ordentlich für die erlaubte Woche, dann aber nicht mehr), ist das nur noch in den Jahren vorgekommen, wo ich wegen schwanger oder Stillen das eben nicht durfte.
Dementsprechend haben wir heute einen Familienkinogutschein direkt eingelöst und uns in Basel "Drachen zähmen leicht gemacht 3" angeschaut. Kann man sehr gut machen, auch als Begleitung der Kinder, wir haben alle sehr viel gelacht, alle (bis auf Q., behauptet er, aber wer weiss das schon, es war ja dunkel im Kino) das eine oder andere Tränchen verdrückt, und die optische Umsetzung sehr genossen.

Beim Rauskommen aus dem Kino hatte der Sturm auf Sturm und Regen hochgedreht und wir waren alle sehr froh, dass wir trotz mildester 15 Grad die Jacken mitgenommen hatten (Wetterbericht für unseren Skiort nächste Woche: zwischen -7 und -15 Grad. Hui. Das wird nochmal eine Umstellung!).
Die Katzen waren vom Regen auch ins Haus gescheucht worden und leisteten uns bei Apfelkuchen und Kaffee Gesellschaft.
Ansonsten:
Allsonntägliches Haus putzfertig machen, die Kinder putzten noch ihre von der Pfadiübung gestern verschlammten Wanderschuhe, die Taschen sind gepackt für die letzte Schulwoche vor den lang ersehnten Skiferien. (Ich habe übrigens beschlossen, dass ich mit 42 alt genug für ultraspiessig bin und deshalb werde ich statt Bialetti und Milchschäumer und Espressopulver die Nespresso Lattissima mitnehmen. Viel mehr Platz braucht sie auch nicht und so haben wir jeden Morgen perfekten Latte zum Frühstück ganz ohne übergekochte Milch auf dem Ceranfeld und das blöde Gespüle.)

Und jetzt entschuldigen Sie mich: die männlichen Mitglieder des Haushalts haben sich auf verschiedene digitale Endgeräte mit MMA-Fights, Minecraft, Startrek Discovery verzogen, ich höre die Badewanne mit Kindle ganz laut meinen Namen rufen.

Gegessen:

  • Semmel mit, wie ich dachte: Paprikalyoner. Was es aber war: "Schinkenwurst Bruschetta". Klingt fancy, ist aber kein Ersatz, wenn man Paprikalyoner möchte. Da helfen Honigsenf und Crema die Balsamico auch nicht.
  • Popcorn
  • Apfelkuchen mit Karamellsosse
  • Skifahrsuppe mit ungefähr einem ganzen Fläschchen Tabasco


Gelesen
¨Kupferglanz"

Stressleveldurchschnitt gestern: 36
Selbstbeweihräucherung: das gestrige Ich hat schon sehr leckere Suppe vorbereitet

Samstag, Februar 09, 2019

09.02.2019: Rotzköpfchen

Das Kranksein hat ein einigermassen angenehmes Stadium erreicht: ich habe keine Kopfschmerzen mehr, solange ich an regelmässiges Nasensprayen denke und die Nebenhöhlen so frei halte, ich habe kein Fieber mehr, es ist nur alles voller Rotz. Das dämpft die Umgebungsgeräusche und, das ist natürlich nicht sooo schön, den Geschmackssinn. Das ist mir Gottseidank noch fast rechtzeitig eingefallen, als ich beim Abschmecken der doppelten Portion Skifahrsuppe für "wenn mal was ist" würzte und würzte und es einfach nicht richtig schmeckte.
Ich kann ein bisschen länger aufrecht sein, ohne dass es mich sofort zusammen klappt, und so habe ich den stürmischen Tag, den die Kinder bei den Pfadis, der Hübsche beim Laufen und die Katzen beim Wind um die Ohren pusten lassen und Blätter jagen verbrachten, dazu genutzt, eben eine Riesenladung Skifahrsuppe zu kochen, die Apfelvorräte zu sortieren und aus denen, die zu weich, dellig, fleckig, was auch immer für normal essen waren, einen Apple Pie a la Cynthia* zu backen. Mit der salted caramel Sosse aus dem Tanja Grandits-*Kochbuch schmeckt das fast wie der leckere Apfelkuchen auf Island.
Ausserdem habe ich nicht nur den Hefezopf für morgen gebacken, sondern auf Wunsch erst nur eines Kindes, dann auch des zweiten und dann waren alle dafür, eine doppelte Menge Zopfteig gemacht und die eine Hälfte mit knusprigen Speckwürfeln gemischt und winzige (naja, also im ungebackenen Zustand) Speckzöpfe als Pfadiproviant gebacken.
Und weil ich die übrigen direkt einfrieren wollte, um sie bei akutem Speckzopfbedarf wieder aufzubacken, sortierte ich noch den Gefrierschrank um. Erstens ist er jetzt thematisch sortiert und zweitens hängt aussen an jeder Schublade ein Zettel, auf dem steht, was drin ist, so dass man nicht erst drei Schubladen durchsuchen muss, oder vor dem Einkaufen easy überprüfen kann, ob man nicht vielleicht noch 3kg Hackfleisch eingefroren hat, bevor man ein viertes kauft.
Die Speckzöpfe haben trotzdem nicht mehr reingepasst.
Auf dem Sofa habe ich dann neben Lesen noch den Kanadaurlaub weitergeplant. Ich weiss, viele Leute machen sich ja lustig drüber, dass ich alles schon so ultrafrüh vorausplane,

  • aber das ist mir erstens wurscht, 
  • zweitens brauche ich das, um entspannt losfahren zu können, 
  • drittens ist es nullkommanull so, dass der Plan in Stein gemeisselt ist, es gibt für jeden Tag je nach Wetter, Fitnessgrad, Lust und Laune verschiedene ausgearbeitet, miteinander kombinierbare Alternativen, 
  • und viertens führt das Vorausplanen dazu, dass sich der Urlaub viel länger anfühlt als die hustnuscheldreieinhalbhustnuschel Wochen, die wir wirklich unterwegs sein werden. Ich war heute im Geiste (und im Reiseführer und auf Google Maps) schon auf Quadra Island, Vancouver Island, habe die Umgebung von Whistler erkundet und zwei, drei verschiedene Tagespläne mit Wanderungen, Mountainbiken, Museen, Kulinarik und Destilleriebesuchen erstellt. Und ich finde es überhaupt nicht seltsam, mit Google Streetview die Strasse zu der "liegt sehr abgeschieden und ruhig und nachts hört man die Wölfe heulen" Ranch, auf der wir in der "Nähe" von Clearwater übernachten abzufahren. Es ist tatsächlich eine mehrere Meilen lange Schotterstrasse (highfive für mich selber, die ich auf dem SUV anstatt dem Minivan bestanden habe), aber dem Google-Auto sind mehrfach andere Autos begegnet, keines lag im Graben, das sollte also durchaus machbar sein. Das einzige, das ein bisschen ungeschickt ist, ist die Zeitverschiebung. In der Vorfreudephase für Norwegen habe ich nämlich, wann immer mich irgendwas gestresst hat, eine der gebookmarten Webcams angeklickt und auf einen Fjord geschaut. Das ist jetzt ein bisschen schwierig, ich habe aber schon auf viele verschneite stockfinstere Häfen und Strassen gestarrt.


Gegessen:

  • Laugencroissant und Honigpomelo zum Frühstück (erstes: wie immer gut, zweiteres: meine Güte, das ist aber ganz schön überschätzt, oder? Erst ein Riesengefrickel, dann hat man einen Haufen nahzu geschmacksneutraler Zitrusspalten. Also: einen richtig grossen Haufen. Der nach richtig wenig schmeckt! Nicht nur mir, das ist heute ja bei allem der Fall, auch dem Rest der Familie)
  • ein wönziges Stück Speckzopf
  • ein Stück Apfelkuchen mit Karamellsosse
  • Hähnchenbrust mit Spätzle und Tomatenbuttersosse
Gelesen:


Stressleveldurchschnitt gestern:
Selbstbeweihräucherung: schon ziemlich gut gekocht und gebacken heute.

* Amazon Affiliatelink (s. Spalte rechts)

Freitag, Februar 08, 2019

08.02.2019: Nicht viel los

Wie angekündigt: ein Kranktag.
Und das war auch gut so, auch leichte Aktivität liess mich zittrig und matschig aufs Sofa plumpsen.

Was mich in vielerlei Hinsicht nachdenklich stimmte, war die kurze Hangout Kommunikation mit einer Kollegin. Wir hätten heute beide an einer TC teilnehmen sollen, ich habe mich mit der Bemerkung: "Krank" abgemeldet.
Sie schrieb mir irgendwann heute morgen:
"Hi, how are you feeling today?"
Und weil ich nie einfach nicht antworten kann, schrieb ich:
"Still sick"
Und schluckte schon, als als Antwort kam:
"Oh, sorry. Are you working from home? Dialling in in the afternoon?"
Ich habe ganz kurz überlegt, ob ich das machen sollte und dann, weil erstens: krank ist krank und zweitens gibt es im Moment da nichts so dringendes, das nur von mir und unbedingt heute erledigt werden muss, entschieden, ehrlich zu sein:
"No, none of it,  my plans are: sleeping and feeling sorry for myself."

Ach, ich möchte mir da gar keine Gedanken drüber machen und ich habe auch kein schlechtes Gewissen dem Team oder dem Projekt oder der Firma gegenüber und das will was heissen, schlechtes Gewissen ist sozusagen meine Werkseinstellung, aber irgendwie ist das schon die Kehrseite von den vielgepriesenen "New ways of working": dadurch, dass uns mehr oder weniger freigestellt ist, wo und wie und wann wir wollen zu arbeiten, geht ein bisschen das Bewusstsein verloren, dass man überhaupt gar nicht immer arbeiten muss und schon gar nicht, wenn man krank ist. Ich bleibe nämlich nicht nur deswegen daheim, um meine Kollegein nicht anzustecken, sondern auch, um selber gesund zu werden und es ist schon ein bisschen erholsamer mit warmer schwarzer Katze auf dem Bauch auf dem Sofa zu liegen und zu dösen, anstatt ins Headset zu husten und über Exposure Measurements und Delivery schedules zu parlieren.

Aber nun zu den spannenderen Dingen: eben jener schwarzer Kater hat heute einen Vogel ... gemetzelt. Und zwar richtig. Ich kam nach kurzer Einkaufsrunde keuchend und zittrig und schnaufend daheim an und fand auf der Fussmatte in der Garderobe ein Vogelbein mit ein paar Federn und ein bisschen Vogel dran. Mit einem leicht flauen Magen suchte ich nach dem Rest, aber immerhin, der war weder auf noch unter den weissen Sofakissen, überhaupt auch gar nicht im Haus, sondern draussen im Garten. Forensische Beweisaufnahme liess darauf schliessen, dass ein Kampf auf der Terrasse stattgefunden hatte und der Vogel entweder schon gestern gestorben war und durch den Regen sehr struppig oder aber ... naja, eine ganz schöne Zeitlang von einer (oder zwei?) Katzen im Blutrausch bearbeitet worden war. Sichtung der Videos Überwachungskamera ergab: letzteres, aber nur eine Katze. Also: ein Kater. Ich hoffe für den Vogel, dass er sehr schnell gestorben ist und das nicht alles noch am lebendigen Leib erlebt hat.

Jonny muss dann übrigens irgendwo in der Sonne ein mehrstündiges Verdauungsschläfchen gehalten haben, er war 4 Stunden am Stück weg und kam auch auf Rufen nicht.

Nun ja. So ist das mit Freigängern.


Gelesen:
"Zeit zu sterben" (irgendwas stimmt mit der Maria Kalio Nummerierung bei Amazon nicht, das ist alles nicht so 100% korrekt, aber mei, ich lese die jetzt halt einfach alle)
Einen berührenden Artikel über ein altes Ehepaar, das gemeinsam in den Tod geht.

Gegessen:
Joghurtbeerengranola
Gulaschsuppe
Quarkbällchen
Pizza

Stressleveldurchschnitt gestern: 22
Selbstbeweihräucherung: krank gemeldet und dabei geblieben

Donnerstag, Februar 07, 2019

07.02.2019: kzh

Ich hab gestern abend wegen ansteigenden Rotzlevels und damit verbundener Kopfschmerzen schon das Sportprogramm auf nur Bauchmuskel- und Core-Training beschränkt und das Crosstrainerrennen ausgelassen.
Heute morgen gings dann eigentlich und ich wähnte mich parat für einen... sagen wir mal: durchaus herausfordernden Tag:



Da L. heute morgen fiesen Husten hatte und wir nur die Sorte Ricola daheim hatten, die er nicht mag, bin ich schnell noch in die Apotheke gegenüber vom Bahnhofsbüro gesaust, um seine Lieblingshustenbonbons, Hustenstiller für die Nacht, Ibuprofen, Nasenspray (jedem sein eigenes :-)) und Pretuval C als Notfalldopingmittel für .. Notfälle zu besorgen.
Vor mir wurden zwei Frauen AUSFÜHRLICH über potentielle Wechselwirkungen zwischen Schüsslersalzen und den Bachblütentropfen, die sie wollten, aufgeklärt und als es irgendwann hiess: "Ja, drei Tage ist echt das Maximum, das ist extrem wirksam, das nimmt man auch bei viel schwereren Verletzungen", da wären mir fast di Augen vor lauter Rollen aus dem Kopf geplumpst.
Ich kriege diese Schere eh nicht so ganz aus dem Kopf, dass da gegenüber dem TechOps-Headquarter eines Big Pharma-Unternehmens, das sich WISSENSCHAFT ganz oben auf die Fahnen geschrieben hat, eine Apotheke mit dem totalen Eso-Schwerpunkt ist. Wenn ich nicht so faul wäre (und nicht der ultravolle Terminkalender auf mich gewartet hätte), würde ich da gar nichts einkaufen.
Nun ja.
Im Lauf des ersten Meetings  kamen dann aber die Kopfschmerzen zurück, dazu Schüttelfrost, kalte Füsse und heisser Kopf, und so blieb ich nur bis zum "Toluene"-Meeting, das war wirklich zeitkritisch, und sagte den ganzen Rest einfach ab.

Daheim freute sich das Hustenkind sehr über mich und wir machten uns einen extrem gemütlichen Nachmittag: ich bin auf dem Sofa unter einer warmen Decke eingeschlafen, er hat Lego gespielt und zum Abendessen gibt es jetzt gleich Suppe.
Morgen bleibe ich auch zu Hause, es hilft ja nix. Lieber jetzt als in den Skiferien.

Sonst so:
Gegessen: Beerenjoghurtgranola, Tofuzitronengrasküchlein mit Ingwersauce, dazu Rosenkohl, grüne Bohnen und Salat (ich mag unsere Kantine schon ziemlich!), Prinzenkekse, Kichererbsenkokossuppe.

Gelesen:
Maria Kallio 10 aus, 11 angefangen

Stressleveldurchschnitt gestern 22
Selbstbeweihräucherung: Vor dem totalen Zusammenklappen gemerkt, dass ich krank bin

Mittwoch, Februar 06, 2019

06.02.2019, Krawumms!

Sorry nochmal wegen der Holprigkeit bei der Linkliste von #wmdedgt gestern. Zur Erklärung: Inlinkz weist mich schon seit Monaten darauf hin, dass es eine neue Version gäbe und ob ich wirklich die alte nutzen wollen würde? Diesen Monat war es dann soweit. die alte Version ging in Rente und es geht nur noch die Neue.
Und so wie es aussieht, geht das nur noch mit Bildern (Immerhin mit Bildunterschrift oder ohne, da wäre es halt super, wenn man den Blognamen einträgt, damit man nicht anhand kryptischer Bilder von Sauerkrautlasagne (ich musste sehr schmunzeln, Eva) erraten muss, wer dahintersteckt) und obwohl ich die Maximalanzahl Links zunächst auf unendlich stehen hatte (think big!), war nach 50 Schluss und auch bei zB eingestellten 200 war bei ... 50 Schluss. Die zweite Liste ist halt jetzt so ein Notnagel.
Ich habe übrigens keinerlei Einfluss auf das Anmeldeprozedere bei Inlinkz, ich bin gespannt, ob in diesem ersten Monat NUR noch neue Version solche Bugs noch repariert werden, sonst werde ich mir ein anderes Tool suchen.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, aber mehr kann (will) ich da jetzt auch nicht machen.

So.
Erstaunlich meetingfreier Tag, den ich dazu genutzt habe, einige Dokumente, die fast, aber halt nicht ganz fertig waren und wegen der , Sie erinnern sich, Feuerwehraktionen vor dem Italientrip warten mussten, fertig zu machen. Im Turmbüro, weil, das war mein Plan, da habe ich meinen eigenen Schreibtisch und Ruhe, weil es sind Skiferien, da sind viele ausgeflogen, ausserdem sind meine direkten Nachbarn entweder eben Skifahren oder in USA auf Businesstrip, ich werde von niemandem "Frau Brüllen, nur ganz kurz, wo ich dich grad seh" zwischen Klo und Cafeteria für neue Feuerwehraktionen verhaftet, sprich: ich plante, abgeschieden konzentriert zu arbeiten.

Womit ich nicht gerechnet hatte, war ein spezieller Aspekt des heutigen schweizweiten Sirenentests (grossräumig angekündigt, ab 13:30 heult alles in der Schweiz), nämlich: der Sirenentest der Schweizer Katastrophenwarnam Swissalert. (Das ist sowas wie Katwarn oder Nina oder was auch immer es in Deutschland gibt). Ich habe mir die auf beide Handys installiert (man weiss ja nie, ob im  Katastrophenfall nicht vielleicht Swisscom oder Salt nicht mehr funktionieren) und man konnte sich Wunschkantone aussuchen, für die man alarmiert werden möchte.
Kantone sind jetzt ja nicht so gross, deshalb war ich da grosszügig, allein auf meinem Arbeitsweg durchquere ich drei, da wüsste ich schon gern, falls da irgendwelche Katastrophen sind. Also habe ich für beide Handies ausgewählt, dass ich für Aargau, Basel-Land, Basel-Stadt, Solothurn, Zürich (das sind die Nachbarkantone unseres Wohnkantons) und das Wallis (Skiferien!) informiert werden möchte.
Tja. Und während ich das Sirenengejodel auf dem Areal und quer durch die Stadt recht gut ignorieren konnte, fiel ich fast vom Stuhl, als meine Handies nicht nur wie bekloppt anfingen zu brummen (das passiert ja auch mal gern, wenn man einen eigentlich recht banalen Tweet schreibt), sondern auch noch zu heulen. Und zwar oft. (Jeder Kanton separat. Auf beiden Handies. Mehrfach. Nicht leiser- oder abstellbar.) Ich war immerhin nicht die einzige mit dieser App und ich gehe davon aus, wenn irgendwann der Russe oder wer auch immer kommt: so klingt das dann (also: wenn er einen meiner Wunschkantone erreicht).

Und noch ein skurriler Zufall (Zufall? Mhmmmmm, oder auch nicht?): Just während im ganzen Land die Sirenen heulten, fand heute um 14:00 die erste "Lockerungssprengung" für den Abriss eines der Gebäude auf unserem Firmenareal statt. Angekündigt durch ...... Sirenen. Sagen wir mal so: das Geheule fiel nicht weiter auf, der Rumms war durchaus beeindruckend, wenn man dazurechnet, dass in 25m Tiefe gesprengt wurde. Und noch spannender wurde das Ganze dadurch, dass wir von oben den besten Blick der Welt in die Baugrube haben und genau sahen, wie sich alle Bauarbeiter in sichere Entfernung zurückzogen und dann spürten, wie das ganze Gebäude wackelte. Nicht sooooooooo cool im 20. Stock. Aber ich nehme an, wir werden uns da dran gewöhnen in den nächsten Monaten, da ist noch einiges an Beton, was gelockerungssprengt werden muss.

Sonst so:
Standortgespräch mit L. und seinem Klassenlehrer. L. war total grundlos total nervös, aber lieber so als andersrum:-)

Gegessen:
Laugenzopf mit Honig, keine Orangen, wegen Gefahr, Gnocchi mit Tomatensosse, Peperonata, Karottensalat und Rettichsalat, Flammkuchen

Gelesen:
Maria Kallio 10

Als die Hölle aufging via Kaltmamsell (Ich habe mal einen Vortrag aus dem Umfeld des Hübsche gehört, wo ein Kollege sagte: "Und das beste, was einem Projekt passieren kann, ist, dass Du das Produkt von Herzen Freunden und Familie empfehlen kannst." Bei mir ist es eher: "Ich hoffe, das niemals jemand, den ich kenne, eins von dem Medikamenten braucht, mit denen ich zu tun habe." )

Ein Interview mit einer Ärztin, die auf eine Geburtshilfestation wegen der unmöglichen Zustände gekündigt hat, aber zu einem Schluss kommt, der mir sehr logisch erscheint, via Frau Wunnibar

Stressleveldurchschnitt gestern: 44 (aber es ist in der Nacht leergelaufen, deshalb ist das nur der Nachtschlaf und der Abend)
Selbstbeweihräucherung: keine peinlichen Geschichten von L. im Standortgespräch erzählt.

Dienstag, Februar 05, 2019

05.02.2019: #WMDEDGT


You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?").

Das heisst, heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten (die sich um 12:00h freischaltet, weil ich nicht weiss, wie ich beim neuen inlinkz die Uhrzeit einstelle...).

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.

Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:

  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung)
  • verlinken


Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Inlinkz damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen.


Mein Tag startete wie jeder Dienstag (heute ist Dienstag, oder?) mit Weckerklingeln erst um sechs, aufstehen, fertig machen, schminken (mit grosser Freude ein Makeup aus den Super-Shock-Shadows "Girly" (Highlight unter den Brauen), "Mixetape" (Crease, verblendet zu den äusseren Brauenenden), "I <3 this" (innere Hälfte bewegliches Lid), "Bouncy" (Rest bewegliches Lid) und als I-Tüpfelchen "Issa" in den äusseren Winkel gastelt. Ich habe anscheinend auf einem meiner Italientrips einen lila Glitter-Eyeliner gekauft, der passte super.)


Frühstück mit Q. Weg zum Bus, Vorbereiten eines Ad-hoc-Meetings in einem Kellerraum um 9. In diesem Meeting fiel der denkwürdige Satz "You are the only brain we have." und das ist ein bisschen gruselig (auch wenn ich verstehe, wie es gemeint ist).
Ansonsten den ganzen Tag von einem Meeting zum anderen gesaust, immer im gleichen Flügel des Gebäudes, aber in verschiedenen Stockwerken, so dass ich total konfus war, und mehrfach fast die falschen Leute aus Meetingräumen geworfen hätte.


Mittagessen mit den Kollegen aus dem Bahnhofs-Office, sehr viel Spass in der folgenden Kaffeerunde.
Ich habe festgestellt, dass ich nicht weiss, wie man auf dem iPhone Anrufer blockt, also habe ich angefangen, die Kontaktliste demenstprechend zu pflegen. (Man weiss ja bei Schweizer Festnetznummer nie, ob es ein Notfall aus der Schule, ein Callcenter oder ein Zeitrschriftenverlag ist, die einem ein Abo andrehen wollen.)






Beim Nachmittagshüngerchen habe ich festgestellt, dass mein dubelisicherer Koziol-Orangenöffner Emma P. (ich liebe die Koziol-Namen, aber ich bin humortechnisch auch eher einfach gestrickt) im Turmbüro liegt, sich meine Fingernägel immer noch im "nackter Einsiedlerkrebs"-Stadium befinden und das einzige, was ansatzweise nützliches verfügbar war, eine recht grosse (und spitze) Schere. Und anscheinend bin ich nur so mittel lernfähig, weil genauso, wie ich mir vor 38 Jahren zweimal bei der gleichen Gelegenheit mit einem scharfen Küchenmesser zwischen Ring- und Zeigefiner gestochen habe, habe ich mir heute mit (mehr Kraft und) einer Büroschere eine blutige Furche über die Hand gezogen, als mir die Schere beim Orangeaufstechen (fragen Sie nicht. Ich war sehr hungrig) abgerutscht ist. Gar nicht so eine angenehme Situation, wenn man am von Waschbecken und Küchenpapieren weitesten entfernten Eck des Grossraumbüros sitzt und gleichzeitig der Abteilungs-SHE-Muckel ist, der überall Sicherheitslücken aufspüren muss. Aber: nix lebenswichtiges verletzt und die Spuren sind auch beseitigt. Incl der widerspenstigen Orange.


Beim Heimfahren im Bus noch weitergearbeitet, daheim erstmal ein kasbleiches Kind begrüsst, dem am Nachmittag total schlecht wurde. Hm. Blieb aber alles drin und zwei Stunden Pause im Bett incl Katze auf dem Bauch wirkten Wunder, zur Abendessenzeit war der Suppenhunger gross. Mal sehn.


Zwischen mir und dem Abendessen stand aber noch eine TC mit einem US-Team, sowas mache ich gerne von daheim, dann kann ich um 18:30h danach direkt mit Abendessen weitermachen und muss nicht erst noch nach Hause juckeln. Und den Leuten am anderen Ende der TC ist es ja wurscht, ob ich daheim am Küchentisch oder im Büro sitze.


Dann also: Abendessen, gemeinschaftliche Wäscheerledigung, Kinder ins Bad scheuchen, Znüniboxen für morgen bereit legen, Vorlesen, eine Stunde Sportprogramm.
Jetzt ist es viertel nach neun, ich sitze frisch geduscht bei einer Tasse Tee am Tisch, die Klamotten und das passende Makeup für morgen (grün/gold :-)) sind rausgelegt und mein einziger Job für heute ist es noch auf Ravelry nach einem neuen Strickmuster zu suchen, weil mein aktuelles Tuch in ca 10 sehr kurzen Reihen beendet sein wird.


Sonst so:


Getragen:
Nahezu Lieblingspulli




Gelesen:
Maria Kallio 10
Arbeitszeug


Gegessen:
Hefezopf mit Honig, Chili sin Carne mit Reis, Dörrbohnen und Fenchelsalat (war nicht die allerschlaueste Entscheidung, aber meine Güte, halt schon auch sehr, sehr lecker!), sehr gefährliche Orangen, Salat mit gebratenen Pilzen


Stressleveldurchschnitt gestern: 22
Selbstbeweihräucherung: Ich persönlich fand meine Zusammenfassung eines sehr lang diskutierten Memos für meine Kollegen sehr witzig, die Responserate ist nur so mittel, aber es ist ja auch Ferienzeit. Achtung: "Basically it says: Everything stays the same, except the part that doesn't."


BTW: Entschuldigen Sie die neue  Optik, Inlinkz hat einiges geändert und jetzt ist das halt so. Es geht anscheinend nur noch mit Bild, also, wenn Sie das nächste Mal Wert auf ein hübsches Thumbnail legen, können Sie jetzt ja einen Monat lang nachdenken, welches Bild Sie dafür nehmen. Ansonsten bin ich noch dabei, rauszufinden, was die verschiedenen Optionen bewirken, anscheinend rutscht das jetzt auf mehrere Seiten. Hm.





Inlinkz Link Party



Und weil die neue Optik allein noch nocht doof genug ist, klappt auch das Verlinken von >50 Links nicht. Deshalb hier einen zweiten Teil und für nächsten Monat suche ich was besseres.

Inlinkz Link Party

Montag, Februar 04, 2019

04.02.2019: Totgeglaubte

Erinnern Sie sich noch an die kryptische Headhunter-Geschichte?
Es gibt ein Update! Und zwar hat sich die Headhunterfrau über zwei Monate nach unserem nicht stattgefundenen Telefonat gemeldet und, ach, sie war nicht im Büro und angeblich hätte ja ein Kollege mit mir gesprochen (nein) und wenn nicht, dann sollte ich mich doch nochmal melden.
Das tat ich prompt und zwar habe ich geschrieben, dass ich das Vorgehen ziemlich cheesy und unprofessionell fände, dass ich aus dem Mantel-und Degen-Alter rausgewachsen wäre und keine Lust auf noch mehr nicht stattfindende Telefonate hätte. Und wenn sie ein Briefingpackage mit mehr als "Three mysterious board members are desperate to meet you" hätte, könne sie mir das ja schicken.
Prompt rief sie mich mitten in einer sehr diffizilen TC (anderes Thema. Ich werde Italien nie wieder los werden) an und als ich sie wegdrückte, kam eine Email, in der sie sich für mein sehr klares Feedback bedankte und um Rückruf bat.
Ich bin ja nun hin und hergerissen, weil einerseits will ich ja gar nicht die Firma wechseln und schon gar nicht zu jemandem, der solche Headhunter bezahlt, andererseits bin ich natürlich sehr neugierig, was das denn jetzt abstruses ist und etwas zu erzählen hätte ich danach allemal. Dann ist es natürlich ein bisschen fies, nur deshalb jemanden anzurufen, um ihn (sie) rundzumachen oder wenigstens mit null Interesse an der Sache. Aber tja, Sie kennen mich, ich bin neugierig und so werde ich da wohl morgen mal anrufen.
Mal sehen, wie lange wir diesmal nichts mehr voneinander hören.

Sonst so:
Spontanes Mittagessen mit Schwester, das war überfällig und sehr schön!
Ein Päckchen für FrauKatzeHund nach Irland geschickt
In der Poststation grad noch den Honig, der von den Bienen auf dem Werksareal bei uns vor der Haustür produziert wird, gekauft. Das ist mal echter Pharma-Honig :-)

Gegessen:
4 Orangen, Granolahimbeerjoghurt, grossen Salatteller in der Kantine, weil die Schabzigerhörnli mich ins totale Fresskoma befördert hätten, Pizza

Gelesen:
Maria Kallio 10
Diesen Artikel über Lorena Bobbit (und jetzt muss ich nachlesen, was aus Tonya Harding geworden ist.) (via Anke Gröner)
Korrekturen und Anmerkungen zu einem von mir geschriebenen Process and Product Monitoring Protocol
Einen Stapel Memos zu verschiedenen Facetten ein und desselben Themas



Stressleveldurchschnitt gestern: 15
Selbstbeweihräucherung: Ich kann sehr gut spontan flammende Reden zum Thema GMP, GDP, CPPs, DMS etc. halten. Sehr flammend. Und ich habe fast rechtzeitig aufgehört, bevor es zu bissig wurde. Fast.

Und nur so nebenbei: Morgen ist der 5., als #wmdedgt

Sonntag, Februar 03, 2019

Das Toblerone-Experiment

Wir waren gestern etwas verspätet essen zur Feier der grossartigen Zeugnisse der Jungs. Und weil wir ehrlich gesagt keine Lust auf Pizza oder Sushi hatten und die Zeugnisse wirklich feierwürdig waren, sind wir bei uns im Dorf essen gegangen, da haben wir ja (very late to the Party, weil alle Welt im Grossraum Basel kennt und schätzt das Restaurant seit schon immer, nur wir mussten über 10 Jahre in unserem Dorf leben, um da endlich mal hinzugehen) im Sommer rausgefunden, dass die wirklich so super sind, wie alle immer schon sagen.

Neben dem Ritual, den Wein im Keller selber auszusuchen,


dem perfekt gegarten Fleisch über dem offenen Feuer, der Signature-Würzmischung und der unglaublich freundlichen Belegschaft, die auch Q. und L., die den Altersschnitt an einem Samstag Abend dort um etwa 30 Jahre gesenkt haben, willkommen fühlen liessen, hatten wir jede Menge Zeit, um zu schwatzen und irgendwann, als es ans Dessert ging und Q. sich eine Toblerone-Mousse aussuchte, rutschte ihm raus, dass er das am Mittwoch im Hauswirtschaftsunterricht gelernt hätte, und "im letzten Schritt voll verkackt hätte, da muss man nämlich den Eischnee und den geschlagenen Rahm vorsichtig unterheben, ich hab das mit dem Handrührer gemacht und dann war es Schoggisuppe".
Soweit, so gut, aber als ich nachfragte, wie sie überhaupt die Mousse gemacht hätten, erklärte er mir alle Arbeitsschritte und ich einen konnte ich fast nicht glauben, und so musste ich auf Twitter nachfragen, weil ich doch vermutete, dass mein Hudelkind die Anleitung einfach nur nicht richtig gelesen hatte.


Die Antwort kam schnell





auch die neuere Ausgabe sagt das (nimmt allerdings einen EL Zucker mehr)






und der nicht schweizerisch oder französisch sozialisierte Teil des Internets war angemessen schockiert von der Idee, dass man Schokolade nicht im Wasserbad schmilzt, sondern indem man kochendes Wasser draufschüttet.

Dummerweise waren der Hübsche und ich uns beide so sicher gewesen, dass wir jeder eine Toblerone mit Q. gewettet hatten, dass er "Wasserbad" mit "Vollbad" verwechselt hatte.

Zu unserer Ehrenrettung: der Koch des Restaurants wurde vom Kellner (der auch in der Schweiz in die Schule gegangen ist und NIE IM LEBEN Schokolade mit heissem Wasser übergiessen würde) als Schiedsrichter hinzugezogen und ist auch auf unserer Seite und würde gern mal mit der Hauswirtschaftslehrerin sprechen.

Tja nun, aber wenn schon, denn schon, Wettschulden sind Ehrenschulden und so haben wir heute ein Toblerone-Mousse-Wettkochen veranstaltet: (Mit bei der Tankstelle gekauften Rohstoffen)




  • Wir machen beide das Tip-Topf-Rezept, Q. schmilzt die Schoggi so, wie es im Schulkochbuch steht, ich über dem Wasserbad.
  • Damit wirklich NUR das Schokoladeschmelzen der variierte Testparameter ist (und weil die Küchenmaschine bei nur zwei Eigelb/Eiweiss an ihrer unteren Kapazitätsgrenze kratzt und das Handrührgerät wegen einmal Handrühren ja aus der Küche geflogen ist), haben wir Eigelb/Zucker, Eischnee und Rahm in der doppelten Menge geschlagen und dann grammgenau aufgeteilt.
  • Damit neutral verkostet wird, haben wir identische Schälchen auf dem Boden markiert und zum Test bekommt jeder zwei identische, aber ohne zu wissen, welches welches ist.


Jetzt aber zum Rezept:

Man braucht für 4 Personen:
Sie haben alle den Bären im Matterhorn auf dem Tobleronelogo schon entdeckt, oder?

Das gibt (mit ein bisschen Extrasahne) genug für 8. Aber wir haben ja einen wissenschaftlichen Auftrag.


  • 100g Schokolade (Wir haben Toblerone genommen)
  • 2 Eier
  • 1 EL Zucker
  • 200 mL Sahne.


Die Eier werden getrennt, das Eigelb mit Zucker cremig aufgeschlagen.

In der Zwischenzeit schmilzt man die Schokolade (Entweder im Wasserbad

oder legt sie in eine Auflaufform und übergiesst sie mit kochendem Wasser.


Mit einem Rüstmesser überprüft man, dass sie weich ist und giesst dann das Wasser vorsichtig ab. Wenn man Q. ist, schüttet man es sich direkt über die Füsse und muss erstmal medizinisch versorgt werden, während ich als total sportlich fairer Kontrahent auch seine Portion weiterverarbeite).
Rein optisch gewinnt schon mal das Wasserbad. (Es sieht aus wie "Mr. Hanky, der fröhliche Weihnachtskot", dem es ein bisschen warm geworden ist)

Eiweiss und Sahne werden separat (ja, Q., das habe ich nun wirklich richtig gelesen!) steif geschlagen.

Die wie auch immer geschmolzene Schokolade wird mit der Zucker-Eigelb-Mischung verrührt (ich hätte das mit der Hand mit dem Schneebesen gemacht, habe mich aber auf die Hörensagenanweisung von Q.s Hauswirtschaftslehrerin verlassen und es mit der Maschine gemacht.

Hier gewinnt die gebadete Schokolade...

Aus dem Wasserbad: hübsch.

lässt sich aber nicht 100% super verrühren

Unter diese Schokoladen-Zucker-Eigelb-Mischung hebt man dann vorsichtig (mit dem Gummispatel, nicht dem Handrührgerät) die geschlagene Sahne und den Eischnee.


Das Ganze ist dann erstaunlich hell, schmeckt aber soweit, so lecker.




Abfüllen in Förmchen und kaltstellen (mindestens zwei Stunden).

Zum Verkosten hatte sich spontan auch noch L.s bester Freund eingefunden und so machten wir 5 Teller parat: pro Teller zwei identische Schälchen, jeweils eins nach Q.- und eins nach K.-Methode, zum Unterscheiden beliebig mit 1 und 2 markiert.




Verkostungsnotizen:


Ich muss gestehen, dass ich bei mir das Schälchen mit meiner Mousse sofort erkannt habe, ich habe es nämlich nicht geschafft, die Schokomischung gleichmässig mit Eischnee und Sahne zu vermischen und es sind nicht nur die Nuss/Mandel/Torrone-Bröckchen dringeblieben, sondern auch ganz schöne Schokoklümpchen.
Ehrlicherweise habe ich dann natürlich für das andere Schälchen gestimmt.


Endstand trotzdem:

3:2 für die K-Methode im Wasserbad. (Wenn L.s Freund nicht dagewesen wäre, wäre es 50:50 ausgegangen).

Daraus jetzt den Schluss zu ziehen, dass wir immer schon alle recht hatten und man Schokolade niemals im Vollbad schmelzen darf, wäre aber voreilig. Mit den schaumigen Zutaten liess sich die Wasserschokolade allemal besser verblenden, aber ich weiss nicht, ob das daran liegt, dass wegen des medizinischen  Notfalls zwischendrin die Temperatur MEINER Schokolade vielleicht schon ein bisschen arg niedrig war, bis ich mit Verrühren so weit war. Oder ob das nicht 100% abgegossene Wasser (nachdem ja ein Grossteil über die Arbeitsfläche, Q. und den Küchenboden verteilt waren, waren die Prioritäten kurzfristig verschoben) vielleicht einen positiven Effekt hatte?
Aus SHE-Gesichtspunkten ist das Vollbad ganz klar NICHT zu empfehlen, weil eine Auflaufform voll kochendem Wasser einfach nicht so einfach zu handhaben ist, gerade, wenn man eben abgiessen muss. Da ist es viel sicherer, ein Wasserbadschälchen herauszuheben. Und Schokolade in Wasser sieht sehr eklig aus.

Trotzdem: die Forschung auf dem Gebiet ist noch nicht abgeschlossen, wir sind da was auf der Spur, habe ich das Gefühl (und: mir ist jetzt ein bisschen schlecht.)

Vielen Dank fürs Mitfiebern auf Twitter, das hat uns wirklich viel Freude gemacht!


Samstag, Februar 02, 2019

WERBUNG*: Spielend Mathe üben mit den Ollis

Ich glaube, mittlerweile ist es fast ein Jahr her, dass Q. und L. erste Tests der App machen durften und jetzt ist es soweit: die Ollis sind im App-Store (Google Play Store kommt auch noch) und als Webversion verfügbar.

Die (was ich ja besonders grossartig finde) werbefreie Mathe-Übungs-App richtet sich an Dritt- und Viertklässler. Es gibt die verschiedensten Bereiche wie Stellenwerttafeln, Zahlenstrahl, Ordnen, Nachbarn finden etc., alles Bereiche, die sogar unsere in der Schweiz zur Schule gehenden Kinder aus dem Mathematikunterricht kennen.


Ich hätte es ja nicht gedacht, aber das Belohnungkonzept mit "Du kriegst einen Stern, wenn Du diese Aufgaben richtig machst"und das "Aufleveln" zu neuen Bereichen funktioniert :-).


So macht Mathe-Üben viel mehr Spass, als seitenweise Aufgaben in Übungsheften runterzurechnen.
L. sagt: "Die Anzahl von Aufgaben, die man für einen Stern braucht, ist genau richtig, so viel, dass man wirklich was machen muss, aber auch nicht so viel, dass man denkt, das schafft man eh nicht."


Die App ist so konzipiert, dass je nach Leistungsstand des Kindes die passenden Aufgaben ausgewählt werden, sei es zum weiteren Vertiefen oder aber zum Weiterdenken mit Knobelaufgaben.

Damit kein unnötiger Frust aufkommt, kann man sich bei Knobelaufgaben auch Tipps geben lassen.


Wenn man einen neuen Bereich startet, bekommt man zunächst einen kurzen Überblick, dann geht es los:

Die Aufgaben sind bunt gemischt: Multiple choice, "Lückentexte", Textaufgaben, Freitextaufgaben, es wird nicht langweilig.




Sehr praktisch: man kann sich ein Lernkonto anlegen, dann wird der Fortschritt gespeichert und man kann geräteunabhängig einfach weiterrechnen.

Der Aufbau der App und die Menüführung ist so intuitiv, dass die Kinder der Zielgruppe das bis auf das Erstellen des Lernkontos, wo die Eltern zustimmen müssen, ganz alleine bedienen können (naja, heutzutage ist das eigentlich eh selbstverständlich :-), da brauchen manchmal eher die Eltern Nachhilfe)

Wenn wir uns für die Weiterentwicklung der Ollis was wünschen dürften:

  • Es wäre praktisch, wenn man von Anfang an die verschiedenen Aufgabenbereiche nutzen könnte, wenn man zB gezielt Zahlenstrahl üben möchte, muss man aktuell erst alle Aufgabenbereiche bis dorthin abgeschlossen haben.
  • L fände es gut, wenn in den verschiedenen Bereichen verschiedene Tiere auftreten würden. (Die Eule ist natürlich schon wirklich sehr niedlich).

Wir freuen uns auf jeden Fall schon auf die kommenden neuen Aufgaben und hoffen, dass sich die Ollis bald auch noch um andere Schulfächer kümmern!

Vielen Dank, dass wir von Anfang an dabei sein durften!



* Jajajaja, das Blog hier ist an sich werbefrei und der Disclaimer rechts bei der Mailadresse ist auch voll und ganz ernst gemeint. Heute mache ich eine Ausnahme und zwar nur deshalb, weil die Ollis-App von meiner Schwägerin stammt und Q. und L. seit den Anfängen der Entwicklung mitausprobieren, testen und ihre Meinung sagen durften. Wenn Sie also auch möchten, dass ich für eins Ihrer Produkte Werbung mache, müssen Sie nur schauen, wie Sie noch einen Fuss in die extended Brüllen-Family bekommen, aber ich kann Ihnen jetzt schon sagen: das wird eng.