Dienstag, September 22, 2020

220920: Schlotz

 Der Tag begann wie immer, nur begleitete mich der Hübsche auf meiner kleinen Runde direkt nach dem Frühstück (man könnte es auch "Fakearbeitsweg" nennen, Fake, weil ich ja erstens von Zuhause nach Zuhause laufe, und zweitens weil ich schon vorher anfange und dann,,  wenn alle aus dem Haus gehen auch ein Ründchen laufe), um mal zu schauen, wie Jonny in seinem neuen Feld residiert.

Das war echt lustig: er kommt dann (wenn es die Lauersituation gerade zulässt) mit grossen Sprüngen, weil irks, hoher Klee = nasser Bauch, angehoppelt, mauzt und erzählt (ich bilde mir ein, anklagend, dass er zu nachtschlafender Zeit OHNE frisches Feuchtfutter aus dem Haus musste), und läuft dann mit mir nach Hause zurück. Immer wenn ein Auto (die haben sich dann verfahren, es ist eine Fahrrad- und Bus only-Strasse), Bus, Fahrrad oder Hund kommt, flitzt er ins Gebüsch HINTER dem Werkszaun. Aus Erfahrung weiss er, dass ihn dort keiner einholt (ich bin mal mit einer Frau ins Gespräch gekommen, die erzählt hat, dass ihre französische Bulldogge mal auf der Jagd nach Jonny unter dem Zaun stecken geblieben ist. Höhö). Heute war das auf der Höhe des Raucherpavillon und anscheinend hat Jonny dort ein paar Freunde, ich hörte nur "Aaaaaw, da isser ja!" und es dauerte eine Zeitlang, bis er wieder rauskam (roch auch etwas streng).

Sonst: Arbeit halt, unterbrochen von Mittagessen mit L, der Lieferung meines Adventskalenders (sozusagen "Advance-Kalender", hat dieses Horrorwortspiel schon wer gemacht?), diesmal dem vom Bodyshop, wen es interessiert (Ich bin im Haus Adventskalenderbeauftragte und werde einen Teufel tun, ohne einen dazustehen :-). Ein selberausgesuchter, wo ich im September den Inhalt überfliege, damit ich weiss, ob ich es mag, und dann bis Dezember wieder vergesse oder wenigstens die Reihenfolge, ist genau so viel Überraschung, wie ich mag)

Beide Katzen kamen anders als gestern recht früh nach Hause (Jonny recht spektakulär, er sprang mri auf den Schoss, schnupperte an der Webcam, via die ich gerade ein Meeting mit 8 KollegInnen hostete und während alle noch so aaaaawten und ooooohten, klickte er aufs Touchpad und schloss Chrome und damit auch das Meeting. Ups) und ein Blick nach drausen zeigte auch warum: es war zwar noch sonnig, aber wurde dunkel am Horizont und donnerte, binnen Minuten goss es für zwei Stunden aus Kübeln runter (spektakulär beendet mit einem doppelten Regenbogen. Anscheinend haben beide mittlerweile gelernt, diese Zeichen zu deuten.

Sonst: Ausserhäusiger Abend für zwei von uns: Q. hat Piohock im Pfadihaus, der Hübsche die lang verschobene Eigentümerversammlung. Coronakonform findet die in der Tiefgarage mit Abstand statt, ich nehme an, die Akustik ist super für die lautstarken Diskussionen (auf der Agenda diesmal: soll eine stärkere Stromleitung und die Vorbereitung der Elektroinfrastruktur auf einen Elektroautoladeplatz pro Haus vom Erneuerungsfond bezahlt werden? Nachdem es letztens bei der Diskussion um Heckenschneideverspflichtung und -kompensation schon fast zur Prügelei kam, erwarte ich grosses.)

L. und ich hüten das Haus (ich durfte ja schon zweimal raus auf die Elternabende, der Hübsche nur einmal, als es um die Schranke für den Supermarktparkplatz ging)

Gegessen:

Special K

den Rest vom Blumenkohlsalat als Znüni (ich wusste nicht, dass Rosinen, die in Dressing liegen, über Nacht einen unglaublich ekelhaften Schleim absondern. Ich habe also meinen ganzen Salat im Sieb abgewaschen und neues Dressing drüber getan. Schleim kann ich nicht essen)

Falafel mit allem, was zu Döner gehört

Gyozas mit Salat (Q. hatte einen einzigen Wunsch aus Basel letztes Wochenende: Grosseinkauf im Asialaden, also habe ich Unmengen Gyozas, Seetangchips und Wasabinüsse und natürlich Currypasten eingekauft)

Gelesen: "Das Buch Ana"

Gesehen: "Mrs America" / "Succession"

Stressleveldurchschnitt: 35

Selbstbeweihräucherung: den Task, den keiner machen wollte, immer noch nicht selber gemacht (ich kann nicht dafür garantieren, dass es so bleiben wird, eine Kollegin ist in ihrem Team kurz vor dem Einknicken, aber ich habe evtl die Krankheit von jemand anderem ausgenutzt, so dass es vielleicht gar nicht nötig sein wird)

Montag, September 21, 2020

210920 Nachtrag

 Müde in den Tag gestartet (die Kinder haben die letzte Woche vor den Herbstferien, Q. Projektwoche, wo die 2. und 3. Jahrgangsstufen in verschiedenen Werkstattgruppen gemischt werden. Ich sehe die deutsche Elterncommunity scharf die Luft einziehen, weil Corona, Abstand, Trennung! Hier: naja, die Schüler halten seit Mai keinen Abstand, da ist es jetzt auch schon wurscht. Ausserdem weiss man nach 2 Wochen Herbstferien dann direkt, ob das eine gute Idee war oder nicht. Sie lesen ... einen Gutteil Fatalismus hier mit, ich habe beschlossen, in Schule und Arbeit die Vorgaben zu akzeptieren und mich nicht dran aufzureiben, ich habe nicht das Fachwissen und Hintergrundwissen, um das in Frage zu stellen, und nicht ansatzweise die überschüssige Energie. L. hat normal Schule mit Mathetest morgen, es geht unter anderem um Schätzen und Runden und neben dem Trick für Längen (sein Daumen ganz platt gedrückt ist 2 cm breit, wenn er Daumen und Zeigefinger so weit es geht spreizt, sind das 15 cm, damit kommt man recht weit. (Spässle: ca 17cm oder 34, mit beiden Händen. Lassen Sie mich, es war ein langer Tag) und er hat verstanden (und kann es erklären), warum mehr Kommastellen nicht automatisch mehr Genauigkeit bedeuten. Ich überlege ihn, für das nächste Training für "Product und Process Monitoring" einzuladen.

Dann halt gearbeitet, hilft ja nix. Ich verzweifle gerade ein wenig an meiner Rolle, die da ist, Leute ohne Linienverantwortung zu führen, und meine Güte, ich hätte mir nie so sehr gewünscht, dass wenigstens einer in der Truppe so wäre wie ich, nämlich, wenn es einen Task gibt und sich keiner freiwillig meldet und es nicht sooooo 100% klar ist, wer es denn tatsächlich machen MUSS, aber es ist sehr dringend, und meine Güte, das ist aber unangenehm, wenn so lang keiner was sagt: "OK, dann mach ichs halt!" Stattdessen bekomme ich seit einer Woche Erklärungen, warum man selber das genau halt nicht machen kann, und doch der andere sollte, aber das sagt man nicht in der Gruppe, sondern nur mir NACH dem Meeting, und vielleicht sage ich morgen einfach: "Mir wurscht, wer es macht, aber wenn es keiner macht, seid ihr alle für die Konsequenzen verantwortlich." Das ist so mühsam, mir fehlt echt jedwedes Verständnis dafür, wie man länger, als es dauern würde, das zu machen, um etwas rumstreiten kann...

Ich habe Ihnen in meiner Zusammenfassung der letzten 6 Monate noch was wesentliches unterschlagen, nämlich das Äussere :-).

Ich habe seit 6 Monaten keine Highheels (oder überhaupt Schuhe jenseits von Flipflops oder Turn-/Wanderschuhen) getragen, dafür jeden Tag Make-up, niemals Jogginghose, allerdings auch nur selten volle Businessmontur (Kleider oder Blusen, die nicht gebügelt werden müssen, schon das eine oder andere Mal, aber all meine schönen formalen Kleider .... halt nicht.)

Dafür gerne mal eine Wärmflasche im Rücken, wenn Nierenschmerzen oder halt auch seriöse Plüschsocken, wenn es morgens fusskalt ist.



Wichtig auch: seriöseses Schreibwerkzeug, da kann man Argumente gleich viel pointierter formulieren (der Schneemann kann beidhändig boxen).

Gegessen:

Special K

badische Wassermelone

1 Kohlrabi

Blumenkohlsalat mit Mandeln und Rosinen (die Portion für 2-3 Personen, zusammen mit dem gestern direkt vor dem Schlafengehen schnell noch gesnackten Sauerkraut direkt aus der Dose und dem Kohlrabi war das fast ein bisschen viel für meinen Bauch....)

Montagspizza


Gelesen: "Das Buch Ana"

Gesehen: "Mrs America" zum Crosstrainerstrampeln und "Succession"

Stressleveldurchschnitt gestern: 36

Selbstbeweihräucherung: Rechtzeitig dran gedacht, meiner kleinen Schwester und ihrem Mann einen Blumenstrauss zum ersten Hochzeitstag zu schicken, der ist nämlich HEUTE!

Sonntag, September 20, 2020

200920 Sporty spice

 Heute morgen bin ich in mehreren Etappen wachgeworden und um halb acht war einfach fertig mit schlafen. Ich habe also Kaffee gemacht, L. und mir zwei Scheiben Hefezopf geschmiert und dann eine Stunde auf dem Crosstrainer verbracht und dabei "Mrs. America" angefangen. Isabella hat mir die Serie empfohlen, als ich auf der Suche nach Ideen war, wie ich das 3 Monate Sky-Gratisabo ausnutzen könnte (Erst wurde uns vom Mobilfunkanbieter 3 Monate "Sky Kids" angeboten, was halt echt ... naja, keinen von uns interessiert, dann bekam Q. 3 Monate Sky Sports und endlich, endlich ich 3 Monate Sky Shows.).

Nach Duschen gab es richtig Frühstück, der Hübsche ging draussen rennen, ich habe mit L. geschaut, wie weit er mit dem Lernen für den Mathetest ist.

Q. hatte heute nachmittag mit Buddies im Nachbardorf abgemacht zum Risikospielen. Das Dörfchen liegt ... ziemlich ab vom Schlag, aber Q. wollte auf keinen Fall mit dem Auto gebracht werden, sondern mit dem Rad fahren. Google Maps schlug entweder die Route durch den Wald und über den Berg oder die Route an der Landstrasse, aber geteert und relativ flach. Um Bewegung zu bekommen und ein Gefühl für die Strecke haben wir beschlossen, Q. mit dem Rad hinzubegleiten. Es ist schon spannend, wie hinter nur einer Kurve auf einmal Bilderbuchschweiz mit Kühen, Hügeln, Bauerhöfen etc. liegt. (Leider ohne Radweg, weswegen ich nicht ganz so entspannt war, als unser Mobilfunknetz dann auch nicht bis ins Nachbardörfchen reichte und wir so den Weg über den Berg und den Wald nicht ausprobieren wollten, naja, ich war dann nicht ganz so entspannt, bis Q. wieder zu Hause war, aber es hat alles toll geklappt und Q. hatte einen echt schönen Nachmittag mit seinen Freunden).

L. hat sich seinen anderen L. geholt, wir haben Zimtschnecken gegessen, ein paar  viele Runden ums Karree gedreht, immer wieder von den Katzen begleitet.

Zum Abendessen gab es Tacos (mit Vegihack) und weil ich keine scharfe fertige Salsa hatte, mit frischer Pflaumensalsa und Chimichurri Sosse.

Ernüchternder Moment nach dem Essen: ich musste für Q.s Mensamarken der nächsten Woche Bargeld vom Automaten auf dem eigentlich am Sonntagabend menschenleeren Supermarktparkplatz holen. Was ich nicht wusste: statt cornern hängt man bei uns auf dem Dorf als junge Erwachsene im offenen Kofferraum auf dem Supermarktparkplatz ab. Ich finde das seltsam, es ist weder ... cool noch romantisch noch verboten (wobei.... keine Ahnung), noch irgendwie vor den Augen der uncoolen Erwachsenen verborgen. Man hat dabei übrigens auch keine Laute Musik laufen oder knutscht rum (naja, es ist halt alles auch taghell erleuchtet von Strassenlaternen und die Überwachungskamera vom Geldautomat filmt alles), aber trotzdem läuft der Motor. Ich habe also freundlich gegrüsst, gefragt, ob der Motor wirklich laufen müsse, man beschied mir "ja", ich meinte mit hochgezogenen Augenbrauchen (und beliebig uncool): "Aha, SEHR logisch.", verkniff mir "Naja, ich bin ja dann schon tot, wenn ihr absauft und verhungert, weil der Planet kaputt ist", sondern mit halt heimgegangen. Auf dem Heimweg dann sah ich noch den grossen Nachbarskater auf dem Dach des Fahrradunterstands schicken. Ich habe ja im Moment Mangel an sozialen Kontakten (der Hübsche lacht sich tot respektive krümmt sich vor Peinlichkeit, wenn wir gemeinsam unterwegs sind und ich halt total höflich mit allen Leuten sprechen, die nicht bei drei auf dem Baum sind das auch wollen.), also habe ich gemeint: "Na, hallo Lucky, alles gut bei dir?" und er so "Mau!" und dann kam er her, ich kraulte ihn hinter dem Ohr, er sagte "Mau", ich kraulte ihn hinter dem anderen Ohr und er biss mir herzhaft ins Handgelenk.

Ich denke, ich erkläre den Tag für beendet, bevor es noch peinlicher wird.

Samstag, September 19, 2020

190920 6 Monate Homeoffice: Und?

 Nachdem ja hier jeder Tag mehr oder weniger gleich ist, dachte ich, schreibe ich mal ein bisschen was anderes und zwar, wie sich 6 Monate Homeoffice für mich angefühlt haben, lessons learned, quo vadis, best practices, Bullshit-Bingo Karte voll!


Vorher:

Ich arbeite seit über 5 Jahren so, dass ich einen Tag die Woche von zu Hause gearbeitet habe. Das machen bei uns viele, das ist für die allermeisten Jobs kein Problem (es gibt natürlich auch bei uns welche, bei denen das nicht geht, denken Sie an Produktion, Logistik, Analytik im Labor oder auch Freigabeaktivitäten, wo es um den Review von einem grossen Teil Papierdokumentation geht, der die Werksgrenzen nicht verlassen darf (oder auch wenn er dürfte: Lastwagenweise Ordner und Papier hin und her karren ist auch nicht da Gebe vom Ei).

Unser Unternehmen agiert global, d.h. virtuelle Meetings mit Kollegen auf der anderen Seite der Erde gehören seit ewig zum Arbeitsstandard, dementsprechend ist unsere Infrastruktur aufgesetzt.

Die IT-Landschaft ist bei uns Google-basiert, d.h. wir nutzen Gmail, Hangoutmeets, Chat, Kalender. Die allerallermeisten Kollegen haben Notebooks, iPhones / -pads sind recht weit verbreitet.

Meinen WfH-Tag erledige ich vom Esstisch, nur mit Laptop, ich habe keinen Nerv, einen extra Arbeitsplatz mit Bildschirmen, Tastatur etc. aufzusetzen, ich denke mir: 1 Tag die Woche unergonomisch vs 4 Tage die Woche perfekt eingestellt mit Riesenmonitor und Laptopmonitor in parallel, das klappt schon

Seit Corona:

Und dann, am 13. März hiess es nach wochenlangem "Wer könnte, sollte", das bei uns als "Niemand hat gesagt, wir müssen!!!!" interpretiert wurde: Work from Home für alle.

Für mich war der Übergang nicht so dramatisch, weil wie gesagt: ich hatte Übung. 

Software/Hardware etc.:

Ja, klar, die VPN-Verbindung ging manchmal in die Knie, wenn sich alle zeitgleich einloggten, aber alles in allem hat unsere IT da einen grossartigen Job gemacht und das optimiert, aufgebohrt, umgeroutet, was weiss ich denn, auf jeden Fall geht es super.

Google hat die Usability und das Zusammenspiel der verschiedenen Applikationen in den letzten Monaten noch extrem verbessert, spontane Videocalls sind viel einfacher aufzusetzen als vorher. Das normale Festnetz oder Handy nutzt bei uns kaum noch wer zum Telefonieren, alles läuft über Hangouts.

Der dümmste Fehler, den ich gemacht habe, war zu denken: "Ach, das geht ein paar Wochen, dafür hole ich mir nicht meinen grossen Bildschirm/Docking station/Tastatur und ich brauche auch keinen ergonomischen Bürostuhl". Irgendwann hatte ich Rücken und Schulter, meine E-und N-Tasten sind total durchgewetzt und ja, gerade das Bearbeiten und Teilen von grossen Spreadsheets via Hangout wäre schon einfacher, wenn es eben mehr als ein Mininotebookbildschirm wäre.

Ich habe schon mehrfach gedacht: "Naja, jetzt lohnt es sich aber auch nicht mehr, weil es ist bald rum" und das wird vermutlich der Treppenwitz des Ganzen, wenn das für immer geht und ich irgendwann wirklich blind tippen kann, weil alle Tasten abgerubbelt sind.

Zusammenarbeit:

Die Zusammenarbeit mit den Kollegen in Meetings lief und läuft total problemlos, ich finde sogar besser als vorher in den Hybridmeetings, wo ein Teil gemeinsam im Meetingraum sass und einzelne sich eben via Hangout einwählten. Als "die Stimme/das Ohr im Pizzaphone" wird man leicht vergessen oder überhört, man bekommt die nonverbalen Interaktionen im Raum nicht mit und die verbalen auch nur dann, wenn alle sehr diszipliniert nicht durcheinander reden oder Nebengespräche führen.

Mittlerweile ist das Screensharen (und Muten, damit man nicht Darth Vader-mässig ins Headset atmet) und "Oh, sorry, I was on mute" Entmuten so normal wie vorher das Anstöpseln respektive Einloggen in die App, die den Laptopscreen auf den Meetingraumbildschirm streamt.

Was ich vermisse: die vermeintlich belanglosen Schwätzchen an Kaffeemaschine, Wassersprudler, Waschbecken im Damen-WC (ich nehme an, es ist bei den Männern ähnlich), die schnellen "Boah, hast du das gesehen, die Mail gelesen, das gehört?" oder "Wie setzt ihr bei Euch denn die und jene Corporate Directive um?" oder "Wie geht es denn Deiner Schwiegermutter, Nachbarin, Kind, Katze, Hund, Dachisolierung....?"-Gespräche. Mir fehlt die persönliche Komponenten, das Gefühl für die persönliche Situation der KollegInnen, die natürlich auch einen gewissen Einfluss auf ihre Arbeit respektive meinen Umgang mit ihnen hat (besonders fatal eigentlich, dass wir aktuell ALLE in einer emotionalen Ausnahmesituation sind, und sich aus der Situation kommende emotionale Ausnahmezustände wie zB an Covid verstorbene Verwandte halt nur sehr sporadisch verbreitet haben, während ... längere Abwesenheit, rote Augen oder ein diskretes zur Seite winken durch jemanden, der Bescheid weiss, bei realem Kontakt blöde Situationen vermeiden hätten können. Vielleicht bin ich aber auch noch nicht geübt genug in virtuellem .... Umgang mit Menschen, die ich sonst eben real kenne. (ich habe mal meine auf Twitter/Insta/Blog erlernten Benehmen aktiviert, wer weiss, ob das komisch ankam oder nicht, bis ich es herausfinden werde, ist viel Wasser den Rhein runtergeflossen).

Am Anfang hatte ich totale Hemmungen, einfach Kollegen via Hangout anzuschreiben, weil sie das ja unter Druck setzt, aber das hat sich relativiert über die Zeit, aber es ist halt nicht dasselbe wie zusammen wie gemeinsam Kaffee zu trinken und dabei auf den Rangierbahnhof runterzugucken.

Mittlerweile hat sich mit meinen direkten Kollegen ein extrem entspannter Kontakt via Hangout etabliert, der fast schon das wortlose Augenrollen während Meetings ersetzt, was aber total fehlt, ist der .... inoffizielle Flurfunk im positiven wie negativen Fall.


Vereinbarkeit

Am Anfang war das ein sehr, sehr grossartiges Gefühl von Zusammenhalt in der Familie, von "wir gegen den Rest der Welt", von "Hey, mit den drei Lieblingsmenschen eingesperrt, was könnte einem besseres passieren?", wir haben jeden Tag einen Znüni- und einen Zvieri-Chef nominiert, der um halb 10 und um halb vier Obst, Gemüsesticks und Cracker, Kekse, Kaffee in die Arbeitszimmer serviert hat, wir haben es zelebriert, gemeinsam zu essen, der Drucker tat gsd seinen Job, der Unterricht wurde nahtlos (Q.) respektive kreativ und spontan (L.) auf Distanz umgestellt, es war ein grosses Abenteuer, so wie Camping. In jedem Hangoutmeeting wurden Katzen, Hunde, Kinder, Lebenspartner in Unterhosen frenetisch bejubelt.

Wie Camping wurde es nach einer gewissen Zeit eher unbequem, Znüni und Zvieri schliefen ein, der Weg zum Drucker unter dem Dach nervte, die drölfzigste Hausaufgabe zum Thema "Doppelkonsonantenregel" nervte L. UND mich und alle anderen, der Blättersalat nervte, die Partner und Kinder in Unterhosen (und ohne), die Katzen und ihre erlegten Mäuse, Vögel, Fledermäuse wurden zu leicht genervt weggewedelten Störfaktoren wie die Rasenmäher und Vertikutiergeräte der Nachbarn oder die wackelige Internetverbindung.

Wir haben unsere Nanny/Putzhilfe bis Ende der Sommerferien bezahlt freigestellt, weil: wir waren eh schon zu viele Leute, die ohne Pause aufeinanderhockten. Das gemeinsame samstägliche Putzen war am Anfang ein Abenteuer, irgendwann sehr nervig, aber naja.

Alles wurde viel besser (im Nachhinein, zu Beginn waren wir sehr besorgt und nervös), als im Mai die Schule wieder regulär begann, und die Kinder aus dem Haus waren. Der Hübsche und ich sind mit Absicht keine Lehrer geworden und so selbständig die beiden Jungs all ihre Aufgaben und Pensen erledigt haben, es ist schon was anderes, einfach zu arbeiten oder mit einem Viertelauge drauf zu achten, dass der kleine Beisitzer halt auch arbeitet und nicht Löcher in die Luft starrt oder mal schnell die Druckerverbindung zu checken oder die komische Doppelkonsonantenregel mit den Farben um drölfzigsten Mal zu erklären. Ab dann haben wir auch Verabredungen mit Freunden wieder physisch erlaubt, das hat die Kinder so aufblühen lassen, dass wir direkt ein schlechtes Gewissen bekommen haben, dass wir das vorher gar nicht so sehr gemerkt haben, was da fehlt.

Die Somemrferien haben wir dann auch ohne extra Betreuung gemeistert, wir hatten gemeinsam 2 Wochen "frei", die Kinder waren eine Woche mit den Pfadis weg, und zwei Wochen hatten sie frei, wir nicht (wie auch in den Frühlingsferien). Ich hätte nie gedacht, dass so was klappen könnte, aber die sonst so grossartige und dringend nötige (auch dieses Jahr, noch mehr dieses Jahr) Sommererholung fand halt einfach nicht statt. Gar nicht.

Neues Schuljahr: es läuft soweit so gut. Die Nanny/Putzhilfe kommt einmal die Woche, so dass wir am Wochenende drei Stunden gemeinsame Familytime dazu gewinnen, das ist Gold wert. Ansonsten ist es ein Gestrampel zwischen "Ich muss ARBEITEN" und "Die Kinder zocken nur, wenn ich nicht drauf schaue" und "Eigentlich machen die Kinder das super" und "Wir sollten mehr drauf schauen, was die Kinder machen, ihnen mehr helfen, mehr Regeln bieten, aber wann und wie?!" und soweit läuft es ok. (Für beide Kinder ist es jetzt das/wieder mal ein Jahr, das ihre weitere Schullaufbahn definiert, beide wissen, was sie wollen, ich hoffe so sehr, dass es halt auch klappt.)

Work-Life-Balance

Hahahahaha.

Okay, ernsthaft. Am Anfang des Ganzen war ich total begeistert, weil pro Tag ja für mich 90min Pendelzeit wegfielen, in dieser Zeit kann man so viel machen!!!!

Es hat sich herausgestellt, dass ich diese Zeit und mehr, viel mehr halt einfach in Arbeitszeit investiere. Ich fange morgens um viertel vor sieben an und die Abendzeiten sind nicht mehr durch "Ich muss den Zug um 16:50 erwischen, weil die Nanny um 17:30 geht" limitiert, sondern durch "Ach was, ich bin eh da", also gar nicht. Das (und die durch die Pandemie extrem explodierte Arbeitslast, weil, naja, eins meiner Produkte ist ein antivirales Medikament, und die zu Hause nicht existente "Ablenkung" durch Kaffeeklatsch oder Ganggespräche) hat dazu geführt, dass ich erst unglaublich viel mehr erledigt bekam als auch schon, alle anderen übrigens auch. Keiner ist im Sommer richtig weggefahren, die normalerweise im Sommer stattfindende Ruhephase hat einfach nicht stattgefunden. Meine Überstunden sind explodiert, mein Chef hat von HR einen slap on the wrist bekommen, ich die Auflage, die Zeiten runterzubringen, auf der anderen Seite gehen die Anforderungen halt nicht weg. Die Stimmung nicht nur bei mir, ich lese das auch aus Emailkonversationen, an denen ich nur am Rande beteiligt bin, heraus, ist relativ edgy, Kleinigkeiten reichen aus, um andere explodieren zu lassen.

Seit Schuljahresstart ist der Hübsche 80% zurück im Büro, ich habe zu Hause total Ruhe für mich, nur mittags Gesellschaft für L. (wie sehr wünsche ich mir Essen, das nicht ich eingekauft und gekocht habe. Wie sehr wünsche ich mir, da Laptop zu sperren, ein paar Stockwerke nach unten zu fahren oder zu laufen und an der Theke nur entscheiden zu müssen, ob ich Salat UND Gemüse oder zwei Gemüse oder zwei Salat oder ein Stück Obst zum Hauptgericht möchte), aber ich bin halt auch allein. Sehr, sehr allein. 

All das ist suboptimal und ich weiss nicht, wie man das besser machen kann, das hätte verhindern können. Mein Arbeitgeber hat sich mit Angeboten zu Coaching, Training, Wellbeingkursen, -Apps, -Inputs, extrem kulanten Regeln zur Homeschooolingzeit etc überschlagen. Ich habe kein einziges davon wahrgenommen, weil ... wann? Der ganze Tag und mehr war voll mit Arbeit, Arbeit, Arbeit, Kindern, Familie, Schule, Sorge, ganz ehrlich, da habe ich keinen Nerv für Achtsamkeitsvideos, wenn alles andere vorbei ist, muss ich schlafen, um nicht umzukipppen.

Ich habe keine Lösung, kein Ideen, wie man das besser machen könnte, ich habe einfach überhaupt keine freie Kapazität in meine Hirn, um überhaupt über irgendwas nachzudenken, was nicht mit Tagesgeschäft, Familie, Schule, Pandemie zu tun hat.

Alles in allem:

Geht so, nech?

Wenn ich mir was wünschen dürfte (respektive, genau das habe ich in der "Was wünscht ihr Euch für das New Normal?"-Umfrage vom Job angegeben), wäre es ein ca 50:50 Mix aus WfH und Präsenz, von mir aus in beiden Richtungen flexibel bis 20:80 oder 80:20, aber halt gerne frei gewählt. Ich wünsche mir wieder klare Trennung von Arbeitszeit und keine Arbeitszeit, ich möchte einen signifikanten Teil dieser Entscheidungen (Wie antworte ich nach 10 Stunden Arbeit auf "Hi, are you still there?"?) nicht mehr treffen müssen, ich möchte nicht mehr das Gefühl haben, in jedem Aspekt meines Lebens (Mutter, Partnerin, Arbeitnehmerin, "Powerfrau", "Karrierefrau", Freundin, Schwester, Tochter, ICH) einfach zu wenig zu sein. Ich weiss, dass ganz viel von diesem Gefühl in meinem eigenen Kopf stattfindet, die Umstände machen es aber halt einfach nicht besser.


So. Das war mein Wort zum Samstag, ich werde jetzt die Spülmaschine ausräumen, den Hefezopf für morgen backen, duschen und zum Duft meiner heute total eskapistisch und unnötig, aber so schön gekauften Parfum-Genie von Rituals einschlafen.

Freitag, September 18, 2020

180920 Naja

 Wer hätte das gedacht, dass ich mal einen Freitag feiern würde, weil ich trotz einer höllisch anstrengenden Woche KEINE Kopfschmerzen bis zum Übergeben haben würde? Das ist ja praktisch Achtsamkeitslevel drölfzigmillionen!  (Ohne Witz, ich bin ja ganz schnell dabei, den Fehler oder die Schwäche oder fehlende Coolness/Abgeklärtheit/Wissen bei mir zu suchen, aber die Gespräche mit KollegInnen, die zum Teil seit ungefähr 1000 Jahren in dieser Rolle sind und das alles vorwärts rückwärts seitwärts mit verbundenen Augen, mit links und in Spiegelschrift können,  diese Woche haben mich einerseits beruhigt, weil "ES LIEGT NICHT AN MIR!" und andererseits geängstigt, weil "Wenn die schon so am Rad drehen, wie viel mehr sollte ich durchdrehen?". Und ja, nicht erst, seitdem ich dem Hübschen versucht habe, die Thematik zu erklären, weiss ich, dass das, was bei uns allen im Moment für buchstäblich schlaflose Nächte und durchgekaute Beissschienen sorgt, für Otto-Normalgelegenheitspatient nur für ein total verständnisloses "Hä?!" sorgen würde. Ändert nichts an der Brisanz der Sache. Notiert btw unter "Dinge, die ich gerne mal mit Menschen jenseits meiner direkten Arbeitsbubble abgeglichen hätte.")

Ansonsten: ja, alles super. Nix besonderes neues, ein weiterer Homeoffice-Arbeitstag, ich trage seit Monaten keine Schuhe jenseits von manchmal Flipflops oder halt Wanderschuhe, wenn wir mal wandern gehen, ich habe meine T-Shirts viel mehr und meine bürotauglichen Kleider praktisch gar nicht getragen, ich würde mir gerne mal wieder was Schönes/Nettes/Tolles/Teures gönnen, aber mal ehrlich? Ich trage keine Schuhe, keine Kleider, ich habe Makeup bis ans Ende meines Lebens und darüber hinaus, ich brauche keine schicke Laptoptasche, um den Computer vom Esstisch in Q.s Zimmer zu tragen, ich brauche keinen schicken Rucksack, um mein Zeug ins Büro zu tragen. Und ja, ich weiss sehr wohl, wie first world und privilegiert diese "Problemchen" sind.

L. und ich waren heute nachmittag gemeinsam einkaufen, respektive Pakete abholen, die einerseits Deko-/Aufräumboxen für sein neu gestaltetes Zimmer beinhalteten, andererseits von mir ausgewählte Kleinigkeiten für die, Corona hin, Corona her, kommende Weihnachtszeit mit Klassen- und Freundewichteleien beinhalteten. Zum Thema Zimmer: so, so cool! ich feiere L. ja sehr für seinen Hybridgeschmack zwischen "teeniecool" und "aaaaaaaaw, so süss!" und genau das spiegeln die Kissen, die Bilder und die Kisten wieder.

(Für das Kleingedöns ist das höchste Lob: "Boah, Mami, Geschenke hast du echt drauf.")








Beim Abendenssen (totaler Eskapismus: Pizza auf dem Pizzastahl, draussen auf der Terrasse bei Lagerfeuer genossen) haben wir erst in Erinnerungen über vergangene Urlaube geschwelgt. Es scheint ja verschiedene Schulen für Urlaub mit Kindern zu geben,  die einen sagen: was soll man in die Ferne schweifen,  für die Kinder ist alles toll, wir hingegen waren halt fast immer da, wo WIR hinwollten und haben das ganze dann mit Kinderbedürfnissen abgeglichen. Ich habe natürlich keinen Vergleich (doch, ein bisschen schon, ich war als Kind nämlich erst IMMER in Dänemark und dann IMMER auf Korsika und es war fast immer toll, bis auf die hardcore Pubertätsurlaube, aber da hätten wir egal wo hinfahren können und ich hätte es doof gefunden), auf jeden Fall  fand ich unsere Familienurlaube immer toll und die Kinder auch, auch wenn sich L. natürlich an ganz andere Dinge aus seinem ersten USA-Trip erinnert als ich. Die Story, wie er in Seaworld unter der Klotür durchgetunnelt und verschwunden ist, und die, wie er vor dem Godafoss stand und selbstbewusst meinte: "AHA! Wenn ein Wikinger seine Götzenstatuen da runter wirft, gibt es ein Schild, aber wenn ich eine GEFUNDENE  ANGEBISSENE KAROTTE runterwerfe, dann sagt ihr "Geh nicht so nah an den Rand"?!", die bleiben natürlich legendär.  Anyway, wir haben es geschafft, uns fast ein wenig in die Haare zu geraten ob der Urlaubsplanung 2021 und 2022, weil es natürlich nicht nur von der politischen Entwicklung abhängt (USA erst wieder post-Trump), sondern auch von der epidemiologischen (Transatlantikflug 2021? Nicht unbedingt!) und der klimatischen (Kinder: "Skandinavien ist NICHT Strandurlaub, wie wir das meinen!" vs Eltern: "Wir fahren in den Sommerferien nirgends hin, wo es heisser ist als daheim"). Aber in a good way, weil wir natürlich mehr oder weniger unbeschwert Pläne für alle Eventualitäten machen. (Mein aktueller Plan für post-Trump und post Covid: Vancouver -- Kayak-Camp mit Kingfisher vor Vancouver Island - Roadtrip über  Seattle - Portland-Napa-San Francisco-(evtl Yosemite) -L.A. - Big Sur - San Diego und dann chillen in Del Mar)

Nun denn, das alles ist Zukunftsmusik. For the time being freuen wir uns auf Ausschlafen morgen, Pfadi-Übung, Stadtbummel in Basel, und so Kleinkram wie die Einmalmaskenetuis, die ich, it's a first, via eine Instagram-Werbung bestellt habe. Und planen zB keine Kurztrips für die anstehenden Herbstferien, because crazy Infektionszahlen in der Schweiz (NICHT in unserer Gegend, aber die Schweiz ist natürlich überhaupt sehr klein).

Gegessen:

ACHTUNGACHTUNG keinen Honigtoast, sondern Special K mit roten Früchten (mit einem Schwapp Schwarzwaldmilch, weil kalt kriege ich Hafermilch nicht runter)

Reste (= Tomatensuppe mit Reis für mich, Erbsencurry mit Reis für den Hübschen, Schupfnudeln mit Speck und Ei für L.), weil nur 35min MIttagspause

Freitagspizza

Gelesen: "Das Buch Ana"

Gesehen: "Succession"

Stressleveldurchschnitt gestern: 36

Selbstbeweihräucherung. KEIN KOPFWEH


Donnerstag, September 17, 2020

170920 Padumm!

 Und kaum ist man fast bereit, die Katzen doch noch früher rauszulassen, schlafen sie einfach. Naja, auch gut, ich war nämlich sehr, sehr müde (ich bin sogar während "Succession" eingeschlafen, wahrscheinlich waren meine Augen halt vor lauter Schauen wegen lauter Sachen auf einmal besser Sehen).

Sonst heute same, same, es passiert halt nicht besonders viel spannendes, ausser Arbeit, Arbeit, Arbeit, Spaziergängen um den Block zum Kopflüften (bin sehr gut im Bilde über den hier gelebten Dreifelderbau oder was wir damals (und auch heute noch, wie mir Q. gerade bestätigte) in Erdkunde gelernt haben: aktuell wird auf einem von Jonnys Feldern Klee untergepflügt), Katzen (be)suchen: Jonny zB hatte bei meiner Morgenrunde noch keine Znünipause und hat mir sozusagen freundlich vom Werksgelände zugenickt, aber konnte noch nicht auf einen Morgensnack heim kommen (ich glaube ja, dass alles pflatschnass war und er sich seinen Platz warmgesessen hat und nicht aufstellen wollte und durchs kalte Gras laufen):

Suchbild mit Jonny (ich mag das Werksgelände hier im Ort sehr :-))


Zwischendrin habe ich meinen Handyvertrag verlängert, per SMS, das ist ja fast schon anachronistisch. Aber irgendwie haben sie mir diesmal per SMS einen viel günstigeres Angebot gemacht als online und so habe ich mir das Telefonat mit der Hotline erspart, wo ich das letzte Mal tatsächlich mit dem Satz "Mein Mann und ich haben denselben Vertrag, seit genau der gleichen Zeit, Sie haben ihm gestern die und die Konditionen angeboten, die möchte ich auch.". "Oh, da hat er aber gut verhandelt." "Ja, deswegen sage ich das ja.". "...." "...." "Ok" meinen Wunschpreis bekommen habe. Jetzt halt per SMS, der Hübsche hat seinen Vertrag letzte Woche verlängert, da haben sie anscheinend was gelernt und das alles sehr schnell weitergegeben, um sich so ein blödes Gespräch zu ersparen.

Mit Q. und L. Französisch gelernt respektive abgefragt, Q. noch für den Chemietest gestern abgefragt (40 Laborgeräte und darunter zwei, die ich im LEBEN noch nicht verwendet habe, "Kolbenprober" und "Pneumatische Wanne", und einige fehlen natürlich noch, aber das ist mal ein Start. Und es ist schon lustig, wie das Grundwissen halt doch für immer und ewig eingebrannt ist und auch wenn man es 20 Jahre nicht braucht, einfach immer dann da ist und rausblubbert, wie "Für was brauch ich ein Trockenrohr, eine Gaswaschflasche, was ist der Unterschied zwischen Messpipette, Vollpipette, Tropfpipette, wie geht ein .....Exsiccator?" Q kann auch alles, das wird bestimmt super morgen.

Letztes Meeting des Tages auf dem Crosstrainer gestrampelt, dabei einen weiteren Vorteil der neuen Brille bemerkt: ich erkenne die Präsentation auf dem Laptop auf dem Bügelbrett vor dem Crosstrainer viel besser und muss nicht mehr mit zusammengekniffenen Augen vorstarren.

Jetzt: schnell noch die letzten Minuten "Succession" von gestern nachgucken, damit ich die heutige Folge verstehe und nicht nochmal einschlafe :-).

Nach einigen Gesprächen mit dem Hübschen, mit KollegInnen und den geänderten Tonfall in der allgemeinen Email-Arbeitskonversation beobachtend bin ich übrigens bald bereit, einen Zusammenfassungspost über "Arbeiten von zu Hause vs Arbeitn im Büro und überhaupt Arbeiten während der Pandemie" zu schreiben. (Und nein, das Fazit wird nicht sein, dass Präsenzfetischisten aussterben sollten und alles genauso gut von zu Hause geht und nur total altmodische Firmen auf Präsenz pochen und Präsenz doch nur "Stundenabsitzen" ist. Ah stop, ich wollte noch nicht anfangen und muss jetzt gucken gehen. Bald!)

Gegessen:

Aufgetoasteten Restpancake von L.s Geburtstag aus dem Gefrierfach. GIng noch ganz gut

Tomatensuppe mit Papadum (erstmals selber gemacht, naja, halt fertige in heisses Öl geworfen und über drei die Temperatur optimiert. Note to self: der grosse der kleinen Metalltöpfe,Stufe 12, besser 11, dann wirklich nur 3 Sekunden)

Pflaumen

Erbsencurry mit Halloumi und noch viel mehr Papadum und Raita


Gelesen: "Das Buch Ana" (man kann hier immer gut verfolgen, wie fesselnd ich Bücher finde. Wenn was länger als 2 Tage dasteht: nicht so)

Gesehen: "Succession"

Stressleveldurchschnitt gester: 43

Selbstbeweihräucherung: den japanischen Kollegen im Meeting zum lauthals lachen gebracht.

Mittwoch, September 16, 2020

160920 Welt in HD! Ach was, 4k!

 Heute waren die Katzen in der Nacht sehr verrückt, Sansa wollte ab 2 aufstehen und das möchte sie halt nicht allein machen und ich überhaupt nicht.

Sonst: Arbeit, Arbeit, Arbeit (Es rüttelt sich einiges zurecht, einiges führt zu menschlichen Verwicklungen und echt mühsamen Folgeaktionen, aber mei: ich bin mit drei Schwestern gross geworden, die sich in Sachen Streit, sei es verbal oder physisch NIEMALS in vornehmer Zurückhaltung geübt haben (ich auch nicht), ich habe 17 Jahre im sehr rustikalen Produktionsumfeld gearbeitet, wo man verbal und physisch mehr als nur auf den Tisch haut, da kann ich mich auch nach einem Jahr Quality noch als bereit für einen ordentlichen Streit sehen, wenn es denn sein muss. Vielleicht ziehe ich das T-Shirt an (es geht um das Thema "Speaking with one voice" und ich hab halt Recht.)

Sonstige spannende Events:

ich habe meine neue Brille abgeholt und naja, bin fast ein bisschen enttäuscht: ich habe keine Kopfschmerzen, mir ist nicht schwindlig, mir ist nicht schlecht, es kippt und schwankt nichts, es ist halt einfach alles scharf. Nah, fern, überall! Ein bisschen wie Umsteigen von Antennenempfang auf 4k Streaming! Die Brille sitzt auch richtig gut (die Gläser sind noch nicht verkratzt und dreckig, beim Sporteln ist sie mir nie vor lauter Schwitzen von der Nase gerutscht), es ist alles toll.

Das ist übrigens die alte

Das auch



Na? Na?!

Auch über eine Gleitsichtbrille kann man streng drübergucken



L. war beim Zahnarzt (spannend, weil auch letztes Mal im Februar schon einige Corona-Massnahmen in Kraft waren, heute halt mit Fragebogen, kein Wartezimmer, Maskenpflicht bis zum Behandlungsstuhl, weil unser Zahnarzt in Basel-Stadt ist (keine Ahnung, wie das hier gehandhabt würde), Temperaturmessen und kein Händeschütteln, aber das haben wir ja eh schon alle aus unserem Repertoire gestrichen.

Es zeigte sich, dass L.s Schmerzen/Kälteempfindlichkeit darauf zurückzuführen ist, dass er mitten im Zahnwechsel steckt, d.h. alle Backenzähne schieben und "fressen" die Milchzähne und deren Nerven von unten auf. Das kann schon mal weh tun. Zusätzlich ist aus dem am weitesten "aufgefressenen" Backenmilchzahn ein ordentliches Stück abgebrochen (so wie im Alptraum....), ganz ohne Karies, einfach raus. Der Zahn sitzt aber noch bombenfest, auch ohne Nerv und nur noch einem Wurzelfitzelchen. Wir haben uns gegen ein Ziehen entschieden und stattdessen wird L. gut putzen und zahnspülen und dran rumnaggeln und wann immer etwas komisch wird oder weh tut, gehen wir nochmal hin, ansonsten kommt er bei der nächsten Kontrolle im Februar raus, wenn er immer noch drin sein sollte.

Na dann. Wieder was gelernt.

Am Abend noch ein Meeting geleitet, das ein Kollege angesetzt hat, der dafür verantwortlich ist, ich hatte zähneknirschend zu gesagt, weil es dringend ist, auch wenn es bis um 1900 ging, und dann hat der Kollege spontan abgesagt und gemeint: "Danke, dass du die Leitung übernimmst". Danke auch, nech?

Jetzt bin ich mal sehr gespannt, was die 4k Brille mit echtem 4k Streaming anstellt, ich bin bereit für neue Welten!

Gegessen:

Honigtoast

Pflaumen

Couscoussalat

Minimagnum

Flammkuchen mit Trauben, Walnüssen, Zwiebeln und Pecorino


Gelesen "Das Buch Ana"

Gesehen: "Succession"

Stressleveldurchschnitt gestern: 45

Selbstbeweihräucherung: nix vergessen bei der Affenzahneinkaufsrunde mit der NEUEN BRILLE

Dienstag, September 15, 2020

150920 Crazy days

 Heute nacht um drei musste ein Kind aufs Klo, das ist ja an sich gsd schon lang kein Grund mehr für mich aufzustehen (aufwachen tue ich doch meist, weil WAS IST LOS? KOTZT WER? EINBRECHER?!), dabei ist aber die kleine Katze aufgewacht und hat gedacht, wir alle hätten verschlafen und es ging eine Zeitlang, bis wir alle wieder geschlafen haben. Dann kam Jonny um halb sechs und dachte, es wäre wirklich Aufstehzeit, aber naja, ist halt so.

Arbeit: keine wirkliche Entspannung, das liegt einerseits an den beiden Riesenproblemblöcken, die ich in no time zu bewältigen habe, aber zu einem signifikanten Teil auch an der Attitüde einiger Teammitglieder. Ich glaube, das Beispiel mit dem brennenden Haus hatte ich schon mal gebracht, oder? (Ja, habe ich, Punkt 4, anderer Zusammenhang, aber genau das, was ich grad fast nochmal geschrieben hätte) Nun ja, in diesem Zusammenhang war es dann extrem erfrischend mit einem mir bisher unbekannten Kollegen aus der Logistik eines Standorts, den ich bisher auch nicht kenne zu telefonieren, weil: egal wo, egal wer, Produktions-/LogistikkollegInnen sprechen überall die gleiche Sprache. Gemeinsames Mantra, wenn man auf dem richtigen Fuss startet (und ja, dabei hilft es, die gleiche Sprache zu sprechen, auch wenn ich jetzt mit meinem Wechsel auf die Qualityseite eigentlich per definitionem auf der anderen Seite stehe, die man wachsam beäugt): "Es isch wies isch, mach mas beschdi drus".

Das Problem wird nicht kleiner, wenn man sich NICHT angiftet und ein bisschen Galgenhumor mitbringt, aber das Beseitigen macht viel mehr Spass (und weniger Zähneknirschen und Kopfschmerzen). Immerhin habe ich es schon soweit geschafft, dass mir diskret mitgeteilt wird, wenn an mir vorbei eskaliert wird und ich feiere mich für den Spin, den ich der eigentlich zu dem Zeitpunkt schon verschickfertigen Zusammenfassung daraufhin gegeben habe, der anscheinend einiges an Wind aus welchen Segeln auch immer genommen hat. Ich bin noch meilenweit davon entfernt, mich wie Frau Novemberregen aus reiner Freude am Vorgang zu streiten, aber ich werde besser.

Nun denn. Q. hatte seinn Englisch- und seinen Deutschvortrag (den haben wir gar nicht zur Probe gehört, soweit kommts also!) heute und ist ganz zufrieden. L. ist einfach glücklich, so wie es im Moment läuft, macht in jeder freien Minute mit seinem besten Freund ab und diese Phasen muss man auch mal zelebrieren.

Das Stundenabbauprojekt lief heute nicht so toll (ich habe um viertel vor sieben angefangen zu arbeiten, habe eine halbe Stunde Mittagspause INCL Kochen gemacht, habe bis auf zwei Sturzkaffees und ein paar Mal Klo keine einzige Pause gemacht, aber immerhin das letzte Meeting bis halb sieben auf dem Crosstrainer abgestrampelt. Was ich auch im Homeoffice gelernt habe: die Diskussion und Agenda so zu antizipieren, dass man in dem Moment, wo man was sagen muss oder möchte, gerade bei Atem ist und nicht entmutet und erstmal alle mit creepy Keuchen erschreckt), vielleicht bin ich deshalb so kaputt, wie ich halt kaputt bin, sowohl kopfmüde als auch körpermüde.

Der Hübsche darf aussuchen, ob wir als nächstes "Little big lies" oder wie das heisst anschauen oder "Succession", ich häkle einfach eine Stunde und dann gehe ich schlafen, morgen wird ein spannender Tag, ich muss arbeiten wie bekloppt hole meine Gleitsichtbrille (ich bin so gespannt, ob mir schlecht wird und halleluja, gottseidank kann das Auto ganz alleine fahren!), gehe mit L. zum Zahnarzt, da können ja gleich zwei Sachen gut gehen!

Gegessen:

Honigzopf

Pflaumen

Couscoussalat mit gebratenen Pilzen

Ikea-Gemüsebällchen, Rest Couscoussalat, gebratene grüne Bohnen (der Rest hatte die veganen Fleischbällchen, Kartoffelbrei und die fertige Ikea-Sosse, die ich ultragruselig finde, aber die Familie war unglaublich ob meiner Kochkünste, was will man mehr)


Gelesen: zwei Seiten von "Das Buch Ana"

Gesehen: s.o

Stressleveldurchschnitt gestern: ich bin zu erschöpft, um zwei Stockwerke raufzulaufen, aufs Handy, das dort am Laden ist, zu schauen, wieder runterzulaufen und die Zahl hier einzutöckeln. Das sagt auch was.

Selbstbeweihräucherung: die Fassung bewahrt, in den allermeisten Fällen heute. (und alle, die behaupten, Multitasking ginge nicht: ich habe heute in einem Meeting ein extrem komplexes Thema einem Publikum, das keinerlei Hintergrund dazu hat, erklärt, eine Entscheidung vorgeschlagen und endorsed bekommen und parallel in 5 verschiedenen Chatkanälen 5 verschiedene andere Themen weiterbegleitet, ohne ein einziges Mal die Produktnamen zu verwechseln oder ein einziges Mal ins falsche Chatfenster zu tippen. (Habe ich erwähnt, dass ich müde bin? Ja? Gute Nacht)

Montag, September 14, 2020

140920 Happy Birthday, Blog!

 Dieses Jahr denke ich also mal dran: das Blog hat heute Geburtstag und wird 16. 16 Jahre, das ist mal eine Hausnummer und nein, ich hätte nicht gedacht, dass ich so lange dran bleibe. Mittlerweile, da muss man auch ehrlich sein, ist ein sehr grosser Teil des Bloggens Gewohnheit und dass ich nicht aufhören möchte, weil ich befürchte, dass es mir irgendwann leid tun würde. Naja, so ist das halt. Dann wiederum denke ich an die vielen Tagebuch-/Langzeitblogs, die ich von Herzen gerne lese, wie Christian Fischer, die Kaltmamsell, Frau Novemberregen, Frau Herzbruch, Frau Mutti, Kiki und so viele mehr, die auch nicht immer über die grossen Dinge des Lebens schreiben, sondern halt über das Leben und das ist in der Summe ja auch was Grosses (meine Güte, deep shit hier!). Es mag zum Teil eine Vertrautheit vortäuschen, die gar nicht so real ist, wie ich mir das so denke, vielleicht aber auch schon, ich mag das auf jeden Fall. Und dann möchte ich noch weniger aufhören. In diesem Sinne: es geht weiter.

Der Tag heute war ganz passend relativ unspektakulär, ich habe gearbeitet, viel. Das erste grosse Meeting zum Bauchwehthema und mit dem Bauchwehteam fand statt und es war zwar nicht toll, aber okayer als gedacht. Der Knoten fängt langsam an sich zu lösen oder ich habe wenigstens ein, zwei Fäden entdeckt, die sich lockern lassen und das ist ja erstmal der Anfang.

Ich hatte ein kurzes Gespräch mit einer Kollegin, die mit demselben Thema zu tun hat und genausolche Bauchschmerzen, das ist erstaunlich hilfreich zu wissen, dass man mit der Nervosität nicht allein ist, allerdings auch ein bisschen beängstigend, ich hatte ein bisschen gehofft, nur ich würde mich so anstellen, aber vielleicht ist es wirklich ein so grosses Ding, wie ich dachte.

Nun ja.

Ansonsten: für L. einen Zahnarzttermin abgemacht (pünktlich zur Ankündigung sind die Schmerzen weg, aber er ist damit einverstanden, dass wir das jetzt abklären.), für L. Probeklavierunterricht abgemacht (ich habe es mittlerweile im Gefühl, für wen das Konzept "EMAIL" gar nicht funktioniert, Whatsapp aber binnen Sekunden, auch wenn es mir total fremd ist, aber gut.).

Gecrosstrainert, mit dem Hübschen ein neues Killerupperbodyworkout gemacht, mit Q. abendgegessen, mit dem Hübschen L. zu Fuss im Dorf abgeholt, geschwatzt, runtergekommen. Wird alles.

Ah, nachdem es jetzt ja anscheinend schon wieder Sommer ist, habe ich heute erstmals noch das neue Sommerkleid angezogen (nicht 150% überzeugt, aber es ist halt auch nicht blau und Leinen kratzt erstaunlich) UND die hellblauen Glitzerzehennägel ablackiert und knallrot metallic neu lackiert. Weil: Sommer. All das übrigens (also: das Lackieren, nicht das Kleid anziehen) habe ich während eines Meetings heute gemacht mit anner Kamera und ohne dass es jemand gemerkt hat. Okay, es war das einzige Meeting, das ich heute nicht gehostet habe, also, nicht ganz so schwierig. (Immer auf den Bildausschnitt achten, die Kollegen durch andauerndes Rumgehample daran gewöhnen, dass immer mal wieder ein Knie im Bild sein kann oder man halt ... hampelt)

So. Feierabend.

Gegessen:

Zopf mit Honig

Wassermelone und Pflaumen

Rest Curry mit Rest Nudeln

Montagspizza


Gelesen: "Das Buch Ana" (joah)

Stressleveldurchschnitt gestern 41

Selbstbeweihräucherung: ganz kleines Licht am Ende des Tunnels gesehen

Sonntag, September 13, 2020

130920 Sunday, Funday

Vor dem Weckerläuten um acht aufgewacht (aufgeweckt worden durch eine kleine Katze, die ihre morgentaukalten und -feuchten Füsse aufwärmen wollte), Semmeln gebacken, Familie geweckt, weil: Ausflug!

Es ging, wie schon so oft, auf die Wasserfallen, diesmal mit nahezu vollem Programm: wir sind über den Jägersteig nach oben gelaufen (das geht mit grossen Kindern in einer knappen Stunde von der Talstation aus), haben dann erstmal AUSGIEBIG Pause gemacht, dann (vorresierviert, sonst keine Chance) sind wir im Waldseilpark angetreten zur Instruktion und dann drei Stunden Kletterspass und Adrenalin. Q. war mit dem Hübschen unterwegs, ich mit L., und ich bin sehr, sehr froh, dass L. noch einen Minitacken mehr Respekt vor der Höhe und dem Abrutschen hat als ich, so dass ich ihm wunderbar Mut zusprechen kann und mir innerlich denke "Halleluja, gsd bin nicht ich es, die mit Q. gerade am "Forrest Jump" steht" (man ist natürlich angeseilt, aber man springt einfach in die Tiefe und schwingt dann aus.). L. und ich haben vom Anklammern durchaus ein paar Schrammen, Q. den einen oder anderen blauen Fleck, aber toll wars. Den Runterweg haben wir mit Trottis bestritten, vorschriftsmässig natürlich mit L. NICHT auf einem eigenen Trotti, sondern bei mir vorne drauf. Das ist gar nicht mehr so einfach, wenn man ein Kind mit Schuhgrösse 42 UND Mütterfüsse mit Grösse 39 da unterbringen soll, genauso wie die zwei Paar Hände, von denen eines auch noch bremsen sollte. Nächstes Mal dann mit 4 Trottis!

(Skurril: ich habe erst einen Vater mit sehr kleinem Kind vor sich gesehen, L. gezeigt, der ja kleine Kinder sehr gern mag, dann haben wir sie nochmal getroffen, ich dachte mir, hm, der kommt mir irgenwie bekannt vor, dann nochmal und dann hat es geklickt: es war der Arzt, der meinen Knubbel rausoperiert hat. Mir war das ab dann dann spätestens natürlich extrem unangenehm und ich hoffte nur, dass er mich NICHT erkannt hat (ich gehe mal davon aus, die Male, wo wir uns bisher getroffen haben, hatte ich NIE einen Velohelm auf und mindestens zeitweise obenrum nix an, einmal natürlich auch ein Loch in der Brust, das war heute natürlich beides nicht der Fall.).)

Alles in allem: viel frische Luft, viel Wald, viel Bewegung, schön war das!

Daheim dann Vorbereitung auf die Schulwoche mit Franz-, Englisch-, Chemietest und Englisch- und Deutschvortrag. Q. hat uns seinen Vortrag zum Jungle Book probegehalten und ja, ich bin hormonell vorbelastet, aber holla, der macht das besser als 90% meiner Kollegen! (Er macht Witze. Andauernd. Mittelgute! In sehr gutem Englisch! MEIN SCHATZZZZ! ("For the confused ones among you: don't worry, the story IS just weird and does not have a real point, it's not you.")

L. klagt über Zahnweh ("So seit ein paar Wochen".... meine Güte, ich hoffe, das ist entweder nix oder er hat kein Zeitgefühl.), was ich nur so mittel finde. Um dem Ganzen auf den Grund zu gehen, werde ich also für nächste Woche hoffentlich einen Termin beim Zahnarzt bekommen, dann können wir da auch einen Haken dran machen. (Ich bin da immer so hinundher gerissen: Warum können die Kinder nicht sagen: "Es tut weh, gehen wir zum Arzt", sonder "Ja, es tut schon ganz schön weh, ja, hier, da und hier auch seit ein paar Wochen, logischerweise habe ich aber NIE irgendwas darüber gesagt" und wenn ich dann sage "Arzt oder nicht?" heisst es meist: "Ach, geht schon, alles gut", bis es wieder Wochenende ist und Polen in Not..... Also: Zahnarzt und Daumen drücken, dass halt nur ein bisschen Zahnfleisch gereizt ist oder so. An sich waren wir ja erst vor einem halben Jahr zur Prophlyaxe, da war alles tutti, was soll denn da schon schief gehen, dass so unmenschliche Schmerzen auf einmal auftauchen? Let's see.)

Gegessen:

Honigzopf

Semmel mit Hummus

Lachsspaghetti (mit vom Nachbarsfreund selber in Alaska gefangenem Lachs und mir im Pastamaker selbergemachten Pfeffer-Fenchel-Minzsspaghetti)


Gelesen:

"Das Buch Ana"


Gesehen: "Plot against America"

Stressleveldurchschnitt gestern 27

Selbstbeweihräucherung: nicht aufgegeben im Seilpark

Samstag, September 12, 2020

120920 YOLO

Wochenende, ausschlafen! (der Hübsche und ich haben gestern ob des, nennen wir es ruhigen, Erzähltempos von "Plot against America" um kurz nach zehn den Tag beendet und dementsprechend bis zum Aufstehen aka Kaffeemachen um kurz vor acht praktisch 10 Stunden geschlafen. Komatös. Nur unterbrochen von einmal Katzeindenschlafstreicheln um vier und einmal Katzenrauslassen um viertel vor sechs)

Sonst: ein ganz dem Erholen (auf Erwachsenenseite) und Vorbereiten auf die nächste Schulwoche (Kinder) gewidmeter Tag.

What a time to be alive, wenn sich ein Ikea-Besuch am Samstag in etwa so verwegen anfühlt wie ... seinerzeit ein Besuch im Kunstpark Ost nach einer ausgiebigen Cocktailparty bei Kommilitonen im, sagen wir.... nicht ganz nüchternen Zustand.

Nun ja, so ähnlich wie damals, als ich mit immerhin schlechtem Gewissen dem Hübschen, der sich mit unseren Jacken ungefähr 20 Minuten an der Garderobe angestellt hatte, beim Betreten der, wie sagt man, "Tanzfläche"? mitteilte, dass das nun wirklich nix wäre und ich bitte danke echt genau JETZT heimmöchte, haben wir heute nur das eingekauft zusammengerafft, was seit Monaten auf der Einkaufsliste stand (Teigschaber, Unterteile für die Click&Lock-Gefässe aus Glas, die aber leider seit dem letzten Einkauf das Format geändert haben, also haben wir auch Oberteile gekauft, Gemüsekondome, Servietten, neue Knoblauchpresse, Waschläppchen) und das, was frisch neu dazu kam (Bilderrahmen für die Hochtzeitstagsfotos) und nur einen Gelegenheitskauf (eine Bettwäschengarnitur für L., wo ich mir nicht sicher war, ob er mich für verrückt erklären oder für die beste Mami der Welt halten würde, gsd letzteres) und die üblichen Vorräte im Foodcorner (vegi Fleischbällschen, Gemüsebällchen, Zimtschnecken, Daim- und neu Toblerone-Torte).

Die Kinder haben währenddessen mehr oder weniger unaufgefordert Französisch und Englisch gelernt, und Deutschvortrag geübt. Am Nachmittag kam dann noch Q.s Vortragsbuddy fürs Jungle Book, ich war beim Tortenverkosten gerade angemessen peinlich und habe es ansonsten ruhig angehen lassen.

Ich weiss es wohl, dass der Schwindel, die Kopfschmerzen (heute waren sie auf die linke Seite gewandert und nach dne 10 Stunden Schlaf und einer weiteren Ibu dann doch restlos verschwunden), das Gedankenkarrussell nicht gut sind und ja, mehr mit mir als mit dem Job an sich zu tun haben. Ich arbeite dran, so gut ich es halt kann und dazu gehörte heute auch, dass ich statt einer Crosstrainereinheit heute eine Badewanneneinheit eingelegt habe (mit schlechtem Gewissen, aber naja, immerhin).

Wir haben vor und nach dem Abendessen mit den Kindern die vor- und allerletzte Folge "Away" angeschaut, das war eine tolle Familienserie. Ja, wer den Marsianer gesehen hat, kennt einen Teil davon, es ist arg viel Drama, aber naja, schon nett.

Wir haben für morgen einen vollen Outdoor-Aktivitätentag klar gemacht, wir werden erst auf die Waserfallen raufwandern, dann dort endlich mal im Seilpark klettern und dann mit den Trottis wieder runterfahren. Das Wetter soll traumhaft werden, endlich sind alle gross genug, um im Seilpark alles zu dürfen, und wenn wir rechtzeitig bremsen, holen wir uns noch die leckersten Apfelringe, die wir kennen. Naja, die Kinder, weil bisher hat es noch keine Tüte bis nach Hause geschafft und historisch gesehen fahre immer ich zurück.

Ich tue mein Bestes. Das muss und wird reichen.

Gegessen:

Gipfeli, Nuss-Semmeli mit Brie und Tomatenchutney

Daim- und Toblerone-Torte

Gemüsecurry mit Kokos-Erdnuss-Sosse


Gelesen: "Das Buch Ana" (es wird immerhin so wie erwartet)

Gesehen: "Away" und "Plot Against America"

Stressleveldurchschnitt gestern: 35
Selbstbeweihräucherung: nicht vor Selbsthass eingegangen, sondern die Badewanne mit Silbershampoo und Tuchmaske zelebriert

Freitag, September 11, 2020

110920 Halbtagsjob

 Heute morgen wie gerne am Freitag mit bohrenden Kopfschmerzen über dem rechten Auge aufgewacht. Kopf ist die neue Schulter respektive: hängt ja alles zusammen, es sind ja eh vermutlich Verspannungskopfschmerzen von der rechten Schulter. Und ja, ich weiss, woher es kommt, ich weiss, dass ich zuviel arbeite, aber im Moment kann ich da nur inkrementell was dran ändern. Das tue ich übrigens auch und deshalb war der Tag, egal wie stressig, darauf ausgerichtet, um Punkt nach dem Mittagessen Schluss mit Arbeit zu machen.

Ich hatte ja mein Unterbewusstsein mit der Ausformulierung der Antwortemail beauftragt und es hat gute Arbeit geleistet. Ich habe also höchstkonzentriert den Vormittag durchgearbeitet mit zwei, drei kurzen Videocalls (Google Hangout/Chat/Mail/Meet etc hat sich im Zusammenspiel echt inderaktuellensituation nochmal extrem verbessert) mit Kolleginnen zum Abklären der Marschrichtung respektive Check der eigenen Wahrnehmung. (Als die Kollegin, die ich als absolute fachliche Koryphäe und extrem coole Socke in Meetings und unglaublich strukturiert bewundere, dann zu einem Streitpunkt meinte: "Und ganz ehrlich, mir ist das echt sch...egal, wer das zahlt, am Ende kommt das alles aus dem selben Topf, da mische ich mich nicht ein.", da fand ich das so befreiend, das war kaum in Worte zu fassen.)

Neben dem aktuellen Feuerlöschen und Vermitteln und Organisieren trudelten dann, fast ein bisschen vergessen, Erfolgs- und Vollzugsnachrichten für andere lang aufgegleiste Projekte ein. Feierstimmung kam nicht auf, aber nachdem wir uns im Team als KPI gesetzt haben, dass wir die Zusammenarbeit mit anderen Funktionen mit "Jubelpunkten" aus unserem internen System anfeuern wollen, habe ich kurz vor Mittagessen noch einen Stapel "Danke für die Zusammenarbeit, damit wurde ein substantieller Beitrag zu xy geleistet"-Anträge verschickt und ein paar Leute mit einem Grinsen ins Wochenende geschickt (bisschen fühlt es sich an wie Freunde kaufen, aber naja)

Wocheneinkauf ist erledigt, ich experimentiere ja am Finetuning der im richtigen Rhythmus selbstaktualisierenden ewigen Einkaufsliste in "To Do", die auch noch dem Supermarktdurchlauf angepasst ist (wir haben aktuell ein bisschen viel Zitronen und Reibekäse, da muss ich noch anpassen), so dass ich nur für Spezialsachen Neueinträge brauche.

Jonny haben wir heute mittag mal wieder ein ganzes Stück von daheim getroffen, er hat sich vor einem Kollegen, der gerade sein Rad durch das Firmendrehtor bugsieren wollte, durchgedrängelt und musste sich direkt dahinter erst mal im Pharmastaub wälzen, so dass wir nur hörten: "Chum, etz geh uf d syte, büsi!"

Q. hatte heute Sporttag. Das ist hier das Äquivalent der Bundesjugendspiele, gegen die vor ein paar Jahren selbsternannte Justice Warriors, deren eigene Erfahrungen damit ungefähr 100 Jahre her sind, was natürlich nicht heisst, dass sie nicht eine starke Meinung über das aktuelle Geschehen haben, eine Welle machten, die irgendwie aber auch ganz schön versandet ist und ausser dem einen oder anderen Talkshowauftritt, Radiointerview und Erwähnung im Frühstücksfernsehen nicht wirklich etwas bewirkt hat, oder? (bei uns früher hiess das ganz unspektakulär "Sportfest". Hier ist das alles zusammen eine Sportnote, am Nachmittag gibt es noch ein Fussballturnier, fertig. Ich habe nicht den Eindruck, dass auf Kinderseelen herumgetrampelt wird, aber was weiss ich schon, ich bin ja bekanntermassen auch ein Klotz.) Q. freute sich vor allem, dass er erst um 11 da sein musste, und dass ich wegen frühem Wocheneinkauf Sushi als Mittagessen-To-Go für ihn besorgen konnte.

L. bekam den 4. Tag in Folge Besuch von seinem allerbesten Freund seit immer und ich bin so froh, dass die beiden ihre Freundschaft über die Zwangsklassenteilung nach der dritten Klasse hinwegretten konnten (bin immer noch nicht in der Lage, das Thema abzuhaken und finde es immer noch so eine unglaublich doofe Idee, das zu machen. Aber hey: ich bin  natürlich keine Pädagogin. Hat bestimmt einen tieferen Sinn, ohne Not Freundschaften auseinanderzureissen). Ich habe dem anderen L. vorgeschlagen, dass die beiden sich gegenseitig daheim ein Schrankfach einrichten könnten und vielleicht eine Zahnbürste platzieren.

Ansonsten habe ich heute den ganzen Tag ohne Schwindeltabletten (dafür mit Ibuprofen gegen die Kopfschmerzen, irgendwas ist ja immer) verbracht und nicht gespuckt, sondern im Gegenteil eine lockere Crosstrainerrunde eingelegt. Es wird.

Ich freue mich aufs Wochenende, allein das Ausschlafen wird toll. Ich würde ja gern was unternehmen, die Kinder haben jedoch angemeldet, dass sie Englisch (L) und Französisch, Chemie, Deutschvortrag und Englischvortrag lernen müssen. IRGENDWAS IST IMMER!

Gegessen:

Toast mit dem letzten Obatzdn

Tortellini mit Salbeibutter und Tomaten

Freitagspizza


Gesehen: "Away" und "Plot against America" (gestern schon viel über Charles Lindbergh nachgelesen. Gar nicht so ein Schätzchen, wie ich dachte!)

Gelesen: "Das Buch Ana" nimmt Fahrt auf, nach ungefähr einem Drittel Rumgeeier wird das auch langsam Zeit.

Stressleveldurchschnitt gestern: 45

Selbstbeweihräucherung: das Mittagessen nur um eine halbe Stunde nach hinten verschoben und dann Schluss gemacht  (nur kurz drei Emails am NAchmittag beantwortet). Und "Weitere Bedenken bezüglich der Gesamtprojektorganisation würde ich Dich bitten, gerne an [Chef] zu adressieren, der nach meinem Verständnis in die Diskussionen mit dem Projektteam eingebunden / über den aktuellen Stand informiert ist." ist ein würdiger Ersatz für meine erste Idee auf Englisch

Donnerstag, September 10, 2020

100920 Hui

 Schwindel ist so lalala, ohne Tabletten drehts mich noch, aber nicht furchtbar schlimm, aber halt da. Mit Tabletten geht es besser als auch schon, dank extrem forderndem Arbeitstag konnte ich die Müdigkeit durch Adrenalin wettmachen und es rauscht auch nicht mehr so in den Ohren. Mal sehen.

Arbeitstechnisch mäandert nix mehr, es eskaliert. Vielleicht ist das ganz gut, jetzt passiert wenigstens was. Ich arbeite an mir, dass ich mich nicht mehr aufrege, naja, das wäre ein bisschen arg hoch gezielt, aber mein Ziel ist es, wenigstens souverän zu wirken. Deshalb verkneife ich mir aus der Hüfte geschossene Antworten auf genau solche Angänge, und eigentlich war das Ziel, halt dann ruhig und sachlich zu antworten. Aktuell ist es eher so, dass ich innerlich simmere und mir überlege, wie ich mit pointierten Spitzen zurückschiesse. Achtsamkeit light, sozusagen.

Mein Chef ist aus den Ferien zurück und not amused über meine Überstunden. Ansonsten haben wir in unserem Check-in vor allem über ein Thema gesprochen, das ich wegen ultradringender (und ja, halt schon auch spannenderer) Themen halt in den letzten Wochen schleifen hatte lassen (es ist halt auch ..... naja. Ein eher zähes Thema mit nicht wirklich einer Lösung in Aussicht. Aber mei.) und ich bin erst mit "Na toll, ich soll weniger arbeiten, aber die Sachen, die brennen, MUSS ich erledigen und jetzt auch noch diesen zähen Mist machen...., wie soll das denn gehen?" aus dem Gesrpäch gegangen, aber dann habe ich das Gespräch nochmal rekapituliert und es sind die Worte gefallen: "Dann musst du prioisieren und das kann nicht nur heissen, dass etwas nicht 2 Wochen VOR der Deadline fertig ist, und auch nicht AN der Deadline oder kurz danach, sondern vielleicht gar nicht, weil es nicht wichtig genug ist." Und hm, das ist halt schon was anderes als "Wie soll ich denn weniger arbeiten, wenn es einfach so viel zu tun ist?!" Muss ich noch ein bisschen drüber nachdenken (mein automatischer Reflex wäre gewesen, das zähe, mühsame Thema hintenüberkippen zu lassen, aber das wäre strategisch ungeschickt gewesen, das bekomme sogar ich hin). Ich muss mir wohl neue Strategien überlegen, weil auf neue Herausforderungen mit "Oh je, naja, ok, ich muss halt mehr und härter arbeiten" zu reagieren scheint an Grenzen zu stossen.

Sonst: L. weiss viel zu viel über die Gründung Roms und Cäsar, meint er, all die Feinheiten mit Vestalin und Mars und dem Hügel Palatin und dem unklaren Vogelorakel wären überhaupt nicht drangekommen.

Q. hat morgen Sporttag und freut sich einerseits, dass er erst um 11 in der Schule sein muss und vermutlich früher heim kommt als sonst, aber es fehlen ihm halt 4 Stunden Chemie, das ist schon schade (sagt er.)

Die Katzen gehen aktuell immer so gegen 5 Uhr morgens aus dem Haus und geniessen den Spätsommer. Sansa kommt zwischen 7 und 8 zum Frühstück (heute wurde sie auf dem Weg wohl von einem Rasensprenger erwischt oder jemand hat sie mit dem Gartenschlauch verjagt), Jonny taucht regelmässig erst nachmittags auf, da aber pünktlich wie die Maurer, in den letzten drei Tagen um 15.25, 15.38, 15.44.

Ich habe beschlossen, dass ich fit genug bin für ein kurzes Testründchen auf dem Crosstrainer und bin nicht umgekippt, das ist doch mal gut.

Gegessen:

Toast mit Obatzdm

die letzte Asiasuppe (für den Rest meines Lebens, das war schon ok, aber halt auf die Dauer einfach fad)

kein Znüni und Zvieri, weil zu viel Arbeit war

Flammkuchen mit Champignons, Tomaten und Kapern


Gelesen: "Das Buch Ana" (ich glaube, es bleibt sehr langweilig und blass)

Gesehen: "Away" mit allen und "Plot against America" mit dem Hübschen

Stresslevledurchschnitt gestern: 32

Selbstbeweihräucherung: Ich habe die Antwortmail für morgen im Kopf schon formuliert. Dummerweise auf englisch, werde aber aus Gründen auf deutsch schreiben müssen. Und dabei fand ich "I encourage you to raise your concerns regarding the overall project in a f2f with your manager while focusing on  solving the issues on our plate in the team." einen so schönen Satz. 


Mittwoch, September 09, 2020

090920: Getschowida*

Besser.

Ich bin unglaublich schlecht eingeschlafen, mehrfach aus dem Halb- und Ganzschlaf hochgeschreckt, habe sehr ausufernd geträumt (meine Nierenschmerzen der letzten Wochen --> die sind immerhin weg, aufgearbeitet in blumigen Bildern aller diagnostischer Abklärung, die damals gemacht wurde), und konnte am Morgen nicht direkt eine Schwindeltablette nehmen, weil ich ja am Vormittag noch einen Haareschneidtermin im Nachbarstädtchen hatte und mit den Tablette darf man nicht austofahren, weil zzzzzzzzzzzzz....

Der Schwindel und die Übelkeit hielt sich in Grenzen und die zwei, drei, vier Arbeitsthemen, die im Moment echt kompliziert sind, haben sich heute zum Teil gelöst, zum Teil wurde immerhin geklärt, dass ich nicht, wie gestern unterschwellig angenommen, einen Marschbefehl missverstanden hätte und deshalb ein wenig spät dran wäre, sondern dass der vermeintliche Marschbefehl überhaupt nicht existiert oder auf jeden Fall nicht kommuniziert wurde. Wir werden sehen, morgen grosses Meeting, es wird spannend.

Recht spät hatten wir dann noch unseren Teamworkshop / Feedbackrunde, da war ich eigentlich schon sehr durch, aber naja, das funktioniert halt nur im Team. Ich habe mich sehr gefreut über das einhellige Feedback, dass ich der "Aussenminister" des Squads wäre, und man sehr froh um meine Art der Präsentation und des Vortrags wäre, wann immer ich unsere Gruppe und unsere Arbeit in grösseren Runden vorstellen würde, auch weil ICH SO LUSTIG BIN. Und hey, netter hat mich noch niemand Klassenkaschperl genannt.

Währenddessen waren übrigens bis zu 5 Kinder und Jugendliche im Haus, Q. hat mit seinem Referatsbuddy den Englischvortrag poliert, L. hat nach den Hausaufgaben und dem Lernen für den Römertest morgen noch zwei Freunde dagehabt und ja, mir wwar zwischendrin ein bisschen mulmig, ob das alles klappt, aber ausser Gegacker und Gekicher war nichts zu hören, in meiner kurzen Kaffee/Klo-Pause zwischendrin erwartete mich keine böse Überraschung.

Der Hübsche brachte L. dann zum Religionsunterricht, der findet dieses Schuljahr blockweise an vier Terminen statt, eben abends im Gemeindehaus. Ich setzte bei der Sportrunde heute nochmal aus (ich spüre schon, wie meine Killerarme zu Zahnstocherärmchen verkümmern), weil die Tabletten halt doch müde machen und ich dieses ..... Rauschgefühl in den Ohren und das Herzklopfen habe und nix riskieren will. Mal sehen, ob es morgen geht, ich nutze die Gelegenheit, L. abzuholen für einen strammem Spaziergang ans andere Ende des Dorfes, es geht immerhin ordentlich runter und dann logischerweise wieder rauf.

Mal sehen, wie es heute nacht ist, vllt traue ich mich morgen ohne Tabletten, vielleicht auch nicht.

Gegessen:

Honigtoast

Asiasuppe, dritte Portion

Pflaumen und Wassermelone und Gurke (und mich um einen Tag mit den Obstvorräten verrechnet, morgen ist ein Tag OHNE Obstznüni, gibt es halt Karotten, Radieschen, Gurken)

Ofengemüse mit Joghurtdip


Gelesen:

"Das Buch Ana" (joah)


Geesehen: "Away" und "The good fight"

Stressleveldurchschnitt gestern: 45

Selbstbeweihräucherung: "AUSSENMINISTER"


* Woher kommt das eigentlich? Ich habe eine vage Erinnerung an eine Geschichte? Ein Gedicht?, in dem es  um eine Lokomotive vor einem Güterzug geht, die aus dem Lokschuppen kommt und eventuell geht es direkt bergauf und die Lokomotive schnauft erst und kommt dann in Fahrt (man muss das ganze mit bayerisch/österreichischem Zungenschlag lesen oder denken) und ruft dabei: "Höifts! Höifts! Getschowida, getschowida..." (Was natürlich heisst "Helft! helft! geht schon wieder, geht schon wieder", aber richtig gesprochen klingt es halt wirklich wie eine anfahrende Dampflok. Und naja, ich nehme an, danach kam dann nochwas, aber vielleicht auch nicht.


Dienstag, September 08, 2020

080920 Ungnädig

 Es hat sich schon gestern abend angekündigt und heute nacht/morgen war es dann klar: ich habe wieder Lagerungsschwindel.  Mittlerweile merke ich das ja Gottseidank, bevor mir das Essen hochkommt oder ich umkippe, weil ich da Gefühl habe, der Raum dreht sich um 176Grad.

Ich habe also nach dem Frühstück meine Schwindelmedikamente genommen (die Manöver helfen ehrlich gesagt nicht besonders, sind aber Spuckgarantie, das ist halt schon eher nix), und holla, es ist schon spannend, an sich selber Nebenwirkungen zu beobachten. Müde werden an sich ist das eine, aber Herzklopfen (nach L.s Vorgeschichte würde ich es nicht "-rasen" nennen), Ohrensausen, Blutdruck und einfach Unruhe und Anspannung ist schon eine Hausnummer.

Aber: alles besser als Schwindeln und Spucken.

Grundstimmung für den Tag war dann halt eher so mittel, was ganz gut zum Arbeitstag passt.

Die mäandernden Themen tun genau das, nicht immer in die richtige Richtung, ich muss immer noch dran arbeiten, nicht direkt am liebsten alles erledigt zu bekommen, sondern halt zu .... dirigieren.

Alles in allem spannend zu beobachten: meine eigentlich recht kurze Lunte ist gar nicht so sehr durchgezündet, entweder war ich zu müde oder mein Körper konnte nicht auch noch extra Adrenalin produzieren wegen Blutdruck und so.

Sporteln liess ich sein, ein bisschen vernünftig bin ich ja schon, auch wenn ich natürlich schon auch ein bisschen glaube, dass ich sofort dick und unsportlich werde, wenn ich heute mal ausfallen lasse und natürlich auch mein Schrittziel nicht annähernd erreichen werde. Runterkippen wegen Schwindel oder Herzkaschperl ist aber halt noch doofer.

Also eher ein Tag im unteren Mittelfeld, aber naja, muss es auch geben, vor allem hilft es ja nix.

Gegessen:

Hefezopf mit Honig

Melone und Pflaumen

Asiasuppe (noch gehts)

Rauchmandeln (nur einmal fast das Tütchen mit den Käsesnacks der Katzen erwischt, die farblich aussen und innen ähnlich aussieht)

Selbergemachtes Vegi-Döner


Gelesen

"Das Buch Ana"

Gesehen: "The good fight"

Stressleveldurchschnitt gestern 24
Selbstbeweihräucherung: mich zusammengerissen und niemanden ungerecht behandelt. hoffe ich.

Montag, September 07, 2020

070920 Montag

 Heute war das Aufwachen doppelt so mühsam wie sonst, ich habe nämlich um 5 die Katzen gefüttert und rausgelassen und in der Stunde bis zum Aufstehen danach in allen Details geträumt, wie ich aufgestanden bin und alles und alle so unglaublich zäh und mühsam waren, dass ich total genervt war, als der Wecker dann geläutet hat und ALLES VON VORNE LOSGING. (immerhin war keiner mühsam, nur L. kurz, respektive dachte ich, aber dann fiel mir ein, dass ja Montag ist und er Montag erst später Schule hat und um 6:35 noch gar nicht ABER JETZT ECHT MAL, HOPPIGALOPPI zähneputzen muss.).

Dafür ging es dann eigentlich :-).

Es ist übrigens soweit, ich merke den Wandel des Jahreszeiten im Homeoffice: es ist morgens wieder zu kalt zum draussensitzen (ausserdem: Rücken, also Bürostuhl!), ich trinke wieder literweise Pfefferminztee statt Long Black on Ice, und denke fast ein wenig wehmütig an die Zeit zurück, wo L. und ich gemeinsam mit zwei Tassen am Küchentisch sassen und beide Homeoffice hatten.

(Mit doppelt so viel Pfefferminztee, weil einem keiner was wegtrinkt, muss man auch doppelt so viel aufs Klo.)

Arbeitstag fühlte sich ein bisschen zäh an, ich muss mich noch daran gewöhnen, dass es bei vielen Themen nicht geradlinig, sondern in Mäandern vorangeht, respektive den Trick rausfinden, warum es bei manchen Themen doch geradlinig geht, bei anderen eben einfach nicht, egal wie gut vorbereitet oder alles bedacht ist. Aber: ich habe jetzt ja, wo ich Q.s Füller UND die Box mit den drölfzig bunten Stabilos gefunden habe, ein Notizbuch vorgenommen und schreibe wirklich alle Tasks auf, die ankommen, erledigt, vertag werden und am Ende des Tages ist dann doch immer eine beeindruckende Liste fertig, auch wenn sich vieles nur nach "nebenbei mal schnell" angefühlt hat (keine Sorge, hier wird kein Bulletjournaling starten, dafür  ist mir meine Zeit zu schade, respektive alles ist mir zu schade, um ToDoListen so schön wie Poesiealbum-Einträge zu gestalten. Und ja, eigentlich ist alles in Trello etc abgebildet, aber grad der Kleinscheiss halt nicht.)

Die Katzen kommen pünktlich zum frühen Abendessen von allein heim, Q. und L. bringen die nächste Runde korrigierte Tests mit nach Hause, während für die nächsten gelernt und vorbereitet wird, es ist High Season, das Schuljahr ist in vollem Lauf, bald sind Herbstferien, da sollen die ersten Noten stehen.

Q. bringt ausserdem die allgemeine Broschüre für die weiterführenden Schulen mit und ich gebe insofern ein bisschen auf, als ich nur den Teil für die Gymnasien nachlese. Wow, ich weiss ja nun nicht, wie es in Bayern oder überhaupt Deutschland (oder nein: eigentlich interessieren mich in der Hinsicht tatsächlich nur Bayern und Baden-Württemberg) in der Oberstufe aussieht mit Fächerwahr und Schwerpunkt, aber holla, hier in der Schweiz (auch das ist falsch: in den beiden Nachbarkantonen, in denen Q.s nächste Schule ligen wird) wählt man zwar einen Schwerpunkt, aber das heisst nicht, dass man IRGENDETWAS abwählen kann (ausser Musik oder Kunst), in den 4 Jahren bis zum Abitur zur Matur hat man ALLES, Sprachen, alle Naturwissenschaften, Sozialwissenschaften, ALLES! (Nur keine Religion, die gibt es hier ja schon eh überhaupt gar nie als Pflichtfach, die konnte man bei uns in Bayern natürlich nicht abwählen, wo käme man da denn hin?)

L. lernt übrigens gerade Lokalgeschichte, will heissen: Römer. Und weil er übers Wochenende sein Lenrzeug in der Schule vergessen hatte (nicht als einziger, wie sich beim Rumfragen unter Klassenkameraden rausstellte :-)) habe ich ihn dazu verknurrt, den Lernhorizont eben im Internet zu recherchieren. Heute hat er dann sein Heft mitgebracht und abgeglichen und .... upsi: "Mami, in unserem Heft steht, dass die Mars und Rhea Silvia die Eltern von Romulus und Remus waren, auf Wikipedia steht, dass Mars Rhea Silvia vergewaltigt hat. Was stimmt?" Das ist natürlich Stoff für viel, was sind Quellen, was ist Überlieferung, was "stimmt" schon an einer Geschichte, wo ein Gott vom Himmel kommt?, aber natürlich auch: was heisst "Eltern" und gibt es einen Unterschied zwischen "Erzeuger" und "Vater"? 

Sonst ist ja Volleyball-Montag, will heissen: L. geht trainieren, ich crosstrainere und bekomme danach mti dem Hübschen zusammen Killerarme, nach dem Abendessen machen wir noch einen SPaziergang durchs Dorf, L. wieder abholen. So kommt auch im Homeoffice ein bisschen Bewegung zusammen.

Gegessen:

Hefezopf mit Honig

gelbe Pflaumen und die letzte, nicht geschimmelte Nektarine für dieses Jahr

Asiasuppe (ich habe ein Kaptn-Cook-Meal-Prep-Dings gemacht. Naja, letzten Endes halt Suppenzutaten in Portionen in den Kühlschrank gestellt, so dass nur noch kochendes Wasser drauf muss, Sojasosse und LImettensaft, und während ich so für 5 Portionen geschnippelt und gehackt habe, dachte ich mir irgendwann: hoffentlich schmeckts, weil sonst habe ich echt viel doofes Essen. Gottseidanke schmeckt es okay, aber halt, soweit lehne ich mich nach Tag 1 schon aus dem Fenster, nach "Boah, das habe ich jetzt für mein Leben lang genug gegessen". (Und es wird nur lauwarm mit kochendem Wasser und 10 MInuten ziehen lassen.)

MOntagspizza


Gelesen: "die Taufe" gestern schon aus, das kann ich wirklich empfehlen! Und "Das Buch Ana" angefangen, das ist so ... naja, ich habe eine Zeitlang all diese Bibel-Bücher von Hanne Frederiksen  Marianne Frederiksson (hiess die so? die "Simon" und "Hannas Töchter" und wie sie alle hiessen, diese Bücher mit immer den gleichen gelblichen Umschlägen mit Sepiaaufnahmen?) gelesen, und so ungefähr ist das auch. So ein bisschen betulich, aber ganz nett. (Lies: noch nervts mich nicht unendlich)

Stressleveldurchschnitt gestern: 24

Selbstbeweihräucherung: sehr schon ordentlich in dunkelblau und dunkelpink gelistet und durchgestrichen. Und L. damit beeindruckt, dass ich weiss, dass es einen Grund hat, warum das Geodreieck eine abgeschrägte Kante hat

Sonntag, September 06, 2020

060920: 17 Jahre wir

Mein Chef dachte ja, das Auto wäre ein Geschenk, dabei gab es strenge Regeln, was man mit dem für Autobauerkinder umsonst ausgeliehenen Hochzeitsauto machen darf und was nicht!


Eins meiner liebsten Bilder: Kaffee und Brezn nach dem Shooting als Unterfütterung für den Tag


Heute vor 17 Jahren haben der Hübsche und ich in einer kleinen Dorfkirche in Bayern (zu der wir keinen grossartigen Bezug hatten, aber der katholische Pfarrer und die evangelische Pfarrerin aus des Hübschen Heimatort hatten sich geeinigt, uns in dieser Kirche in einem ökumenischen Gottestdienst zu trauen. Und sie passte von der Grösse und liegt malerisch auf einem Hügel. Und bis ich die entgeisterten Gesichter der Gratulanten sah, wusste ich nicht, dass ausserhalb von Bayern nicht alle Kirchen in der Mitte des Friedhofs ligen) uns offiziell versprochen, für immer zusammenzuhalten, in guten wie in schlechten Tagen, in Gesundheit und Krankheit. Wir hatten bisher unglaublich viele gute Tage, aber auch so schlechte Tage, wie wir sie uns nie hätten ausmalen können. Wir waren gemeinsam und einzeln krank (ich muss gestehen, ich hatte zwar schon all die abstrusen Krankheiten, die wir schon hatten, nicht auf dem Radar, aber eine Pandemie tatsächlich noch viel weniger. Wobei: stimmt nicht. Für eine INnfluenzapandemie wäre ich bereit gewesen), wir haben uns gemeinsam unendlich gefreut, unendliche Sorgen gemacht, aber alles, alles, alles ist besser gemeinsam.

Ich könnte mir das alles mit niemand anderem und auf gar keinen Fall ohne den Hübschen vorstellen, also werden wir es wohl bei "für immer" belassen. <3


Family Profile 2020 Family Profile Quadruple

Samstag, September 05, 2020

#WMDEDGT 09/2020 Corona-Edition, die sechste

 You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?").


Das heisst, heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen (d.h wir machen das seit über sieben Jahren?! Ich dachte, es gibt Blogs erst seit 2015 :-)!) in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.

Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:
  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung)
  • verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.
Corona-Edition, die sechste?! Mir kommt es schon viel länger vor, aber ja, beruflich hat mich Corona ungefähr seit Dezember beschäftigt, im Privatleben tatsächlich erst seit März. Hm


Der Tag begann früh oder spät, wie man möchte. 
Der Hübsche und ich haben bis halb eins oder so die Reste der rauschenden Party aufgeräumt. So ungefähr hat es sich angefühlt, ein befreundetes Ehepaar mit Kindern, die die Freunde unserer Kinder sind, zum Pizzaessen und Weintrinken und Reden im Garten zu Besuch zu haben. Ich bin anscheinend richtig ausgehungert nach Sozialkontakten und Reden und Lachen und Zuhören und Austausch, vielleicht sind wir das alle, es hat nämlich keiner den Absprung gefunden.
Heute morgen um fünf habe ich kurz die Katzen vor dem Rausgehen noch gefüttert, dann selig weitergeschlafen bis halb neun.
Das restliche Aufräumen war dank Vorarbeit (ich feiere mich noch sehr für das Starten des Staubsaugerroboters, es war echt bis auf die letzten Teller und Gläser im Spülbecken, die nicht mehr in die Maschine gepasst hatten, perfekt alles parat.
Wir haben uns drauf geeinigt, dass wir gern alle vor der Pfadiübung der Kinder noch alle gemeinsam eine Folge "Away" auf Netflix sehen wollen, deshalb gab es zügig Semmelfrühstück draussen auf der Terrasse, die Kinder packten ihre Pfadirucksäcke, L. musste noch einiges an HAusaufgaben machen (er hatte gestern nicht soooo viel Lust und muss sich Englisch halt nun übers Wochenende verteilen. Passt aber, nächste Woche ist schon wieder ein Check, ich habe den Überblick verloren, wieviele noch kommen), wir grossen haben uns währenddessen um die Wäsche gekümmert.
Dann: Vormittags-Sofazeit. Das ist mal wieder eine Serie (seit gestern auf Netflix), die uns allen gefällt!
Meine Häkeldecke wächst übrigens! (habe ich meine Häkeldecke mal erwähnt? Ich würde sie nicht Coronaprojekt nennen, ich habe ja erst vor ein, zwei Monaten damit angefangen und vorher zB die Babydecke für den Babyneffen gestrickt und auch davor immer irgendwas, aber sie ist auf jeden Fall ein Langzeitprojekt. Ich habe das letzte Mal in der 5. Klasse gehäkelt, die Passe eines Nachthemds, für die wir selber das Muster entwerfen sollten. Meine Handarbeitslehrerin, -- ich glaube, ich habe das schon 100000x erzählt---, hat danach gesagt: "Wenn Euch das obenrum passt, dann seit ihr erwachsen." Dementsprechend bin ich immer noch ein Kind, ich bezweifle, dass ich dieses Nachthemd mit UNMENGEN an Stoff (weiss mit blau-rosa-Streublümchen) je getragen habe. Naja, anyway, Häkeln war nie so meins, Stricken schon, aber ich finde diese gestreiften Zickzackhäkeldecken schon sehr schön. Und mal ehrlich: wie schwer kann das sein, wenn man Lace-Stricken kann? Stellt sich heraus: nicht so, das schwierigste war tatsächlich der Start, nämlich eine lange Luftmaschenkette zu häkeln UND die Maschen zu zählen und dann ordentlich in jede mit beiden Fäden reinzuhakeln. Ab dann: easy peasy und es sieht nicht mehr aus wie eine Schnur, nicht mehr wie ein Streifen, nicht mal mehr wie ein Schal. Ich brauche aber noch viel mehr Wolle :-))
Danach düsten die Kinder mit den Rädern zu den Pfadis ab, der Hübsche und ich machten einen von mehreren Katzenspaziergängen (die Katzen geniessen das Spätsommerwetter sehr, wir auch!), dann gabs ein Nachmittagspäuschen, Kaffee, Sporteinheit (der Hübsche draussen, ich drinnen ein Stündchen auf dem Crosstrainer), Balkonsitzen mit Buch und Campari Orange, Grillanheizen, Katzenspaziergang.
Die Kinder kommen wie immer glücklich, müde und dreckig heim, nach dem Duschen wird draussen gegrillt, vermutlich zum letzten Mal
Tagesabschluss: Häkeldecke und "Away". Im Ofen backt der Hefezopf fürs Frühstück morgen.
Ein guter Tag. Sehr.


JETZT ZUM KLEINGEDRUCKTEN: 
Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Mr. Linky damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen. 

UPDATE: Bitte beim Eintragen beachten: Mr Linky erkennt keine Umlaute (alles mit Pünktchen oder Strichelchen oder Schlängelchen unten oder oben drüber. Ausser ein "i") oder scharfes s oder so, darauf bitte beim Nameneingeben achten, sonst zeigt es ein leeres Feld an.


Freitag, September 04, 2020

040920 Resozialisierung

 Freitag, oder wie Q. sagt: "Juhuuuu, 4 Stunden Chemie, voll nice." (und ja, natürlich freut mich das sehr, es würde mich aber genauso freuen, wenn er sagen würde: "4 Stunden Philosophie, voll nice". Bei Chemie kann ich das halt nur aus vollstem Herzen nachvollziehen.)


Ich hatte heute auch nur ungefähr 4 Stunden Chemie, ich habe mir ja jetzt die freien Freitagnachmittage angewöhnt, um irgendwo anzufangen mit dem Stundenabbau (bisschen hilflos, aber die zwei Wochen im Herbst werden es rausreissen. Naja. Dran zupfen.).

Good news: die Puzzleteile (das wars, danke, nicht die Dominosteine) fallen weiter dahin, wo sie sollen, alle sind noch ein wenig fassungslos, wie es dazu kommen konnte, aber naja, jetzt wird es wieder.

Lustige Zwischenbegebenheit: als Q. aus dem Haus war, lag sein Platz, der Platz, wo er die Schuhe anzieht, der Platz, wo er das Haus verlassen hat, also: ganz ehrlich, einfach ALLES voller schwarzer Fitzel. Ich verdächtigte (nicht ganz grundlos) Q.s Handyhülle respektive Q., der halt an allem fitzelt und die Handyhülle schon ganz schön gerupft hat. Bisher hatte ich das Besorgen einer neuen aufgeschoben, aber meine Güte, SO viele Fitzel sind unerträglich.

Ich teilte ihm das also per WA mit und war dann doch etwas überrascht ob seiner einsilbigen Antwort. Bis ich dann auch mal las, was ich respektive die Autokorrektur ihm geschrieben hatte:


Man würde nicht glauben, dass Q. sonst kaum Luft holt vor lauter Reden.... Ausserdem stellte sich heraus, dass die Handyhülle zwar an allen Ecken angenagt ist, aber für die Fitzel NICHT verantwortlich war. Das waren die Radhandschuhe, die der Hübsche für Q. aus dem Schrank gefischt hatte. Upsi.
Neue Hülle (die allerletzte im Laden für Q.s Handy) gab es dann trotzdem, in durchsichtig, da kann man auch nix abfitzeln.

Sonst findet heute das traditionelle Hechtessen statt, halt ohne uns und unsere Nachbarn. Mit (ich habe mich nur um zwei Tage verschätzt) über 400 neuen heute gemeldeten Ansteckungen ist nicht der richtige Zeitpunkt für (feucht)fröhliches Feiern am Rheinufer mit Hunderten anderen. Wir haben das jetzt mit ohne Hecht und ohne Hunderte (und ohne Rhein), stattdessen halt Pizza und nur wir acht zu uns in den Garten verlegt.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen wunderbaren Start ins Wochenende, wir machen das Beste draus. (Gottseidank habe ich auf dem Laptop keine Autokorrektur respektive nur bei Gmail und da sind die Vorschläge so gut, dass ich die meist meine gesamte Korrespondenz erledigen lasse)