Montag, Februar 16, 2026

160226

 Ich freue mich ja schon sehr drauf, wenn ich mal wieder gut schlafe. Heute war das noch nicht der Fall. Ich hatte Gedanken, seit ein paar Tagen gibt es hier eine Katze, die immer so kurz gegen Mitternacht unseren Weg entlangläuft und bei jedem Schritt laut anklagend miaut. Mau. Mau. Mau. Mau. Mau. Das höre ich, das hören auch unsere Katzen, die dann erst über mich drüber galoppieren zum Fenster, um zu schauen, wer da so einen Lärm macht, dann evlt unten rausrennen und schauen, dann wieder reinkommen etc. Dann war Sturm und hat geweht, dann war strömender Regen und hat mich nassgeregnet, dann wieder Sturm, immer Gedanken, dann hat meinWecker geläutet, den ich vergessen hatte, auszumachen, dann war Sansa hungrig, dann hat des Hübschen Wecker geläutet, den er vergessen hatte, auszumachen und irgendwann habe ich beschlossen, Kaffee zu machen.

Lustig war: als wir dann endlich alle (also: alle, die frei hatten) beim Frühstück sassen, kam Q. von seinem ersten Tag im 2. Semester nach Hause. Die "Einführung in die Organische Chemie", montags um 8, dauerte heute statt 2h 15 Minuten, dann war Pause bis mittags (auch ein bisschen ein weirder move, oder?). Naja.

Nach dem Frühstück haben wir dann Koffer gepackt. Ich war ein bisschen angestrengt (bin ich beim Packen fast immer, ich muss mich dann immer selber wieder runterholen, weil: das schlimmste, was passieren kann, ist, dass wir, was auch immer vor Ort nochmal nachkaufen müssen.), auch weil wir diesmal ja gestaffelt reisen, und wir manches, aber nicht alles für Q. schon mitnehmen können und hoffentlich vergisst er dann nix.

Irgendwann war alles drin, alle Koffer sind zu und genau richtig schwer.

L. ist nun los, Chinese New Year feiern, Q. wieder in die Uni, der Hübsche und ich haben beschlossen, dem Wetter zu trotzen und unser Ründchen zu machen. Und holla, hat das geschüttet und gestürmt! Ich hatte irgenwann, damit wir uns besser unterhalten können, meine Kapuze abgenommen und leider den Moment verpasst, sie wieder aufzusetzen, bevor meine Haare wirklich eisig triefnass waren. Cordhosen sind jetzt auch nicht das besten Regenoutfit, aber die Goretex-Jacke und die Schneestiefel waren dicht und letztere sogar warm. Der Weg zum Coop, um noch ein paar vergessene Sachen zu holen, war dann echt unschön kalt, besonders danach wieder für das letzte Stück nochmal raus. Daheim habe ich dann erst gegen Unterzucker ohne Hose einen Windbeutel verdrückt, dann brühheiss gebadet und jetzt bin ich wieder warm.

Jetzt noch: Kühlschrank leerkochen zum Abendessen, dann den Film, den der Hübsche und ich gestern beide nicht mehr fertig schauen konnten, und dann ab ins Bett, morgen geht es LOS!

Sonntag, Februar 15, 2026

150226

 Ach, ach, ach, irgendwann schlafe ich vielleicht wieder gut. Gestern abend bin ich todmüde noch bei Licht eingeschlafen, habe mit einem Stresslevel von 49 nur Alpträume gehabt (unter anderem haben wir unsere erste Katze Dax in einer alten Wohnung, wo sie durch eine Katzenklappe ohne Chipkontrolle rein- und rauskonnte, nicht erwischt, als wir auszogen und wussten nicht, wie lange sie schon nicht mehr da war und ach, naja, es ist fast schon peinlich, all diese  offensichtlichen Links zu Dingen, die hier in den letzten Monaten passiert sind und offensichtlich noch nicht verdaut.

Dann, um kurz vor acht, beschloss Sansa, die Kaffeecke in unserem Schlafzimmer abzuräumen, weil irgendetwas dringend hinter dem Schrank zu suchen war. (Bei Rücksprache mit Q. später lernte ich, dass sie wohl gegen 2 laut miauend mit Beute reingekommen war, die dann offensichtlich im Schlafzimmer freigelassen hat und die sich dann hinter das Schränkchen geflüchtet hat. Sansa ist schlafen gegangen und hat bis 8:02 vergessen, dass sie ja noch eine Maus auf Vorrat hatte...). Wir haben erstmal Kaffee gemacht, den Schrank ein paar (maximal 3cm von der Wand weggerutscht und schon ein Schwänzchen gesehen... Ich war dann erst ein bisschen beeindruckt, WIE schmal sich Sansa machen kann, nämlich: genau so schmal. Sie hat sich sozusagen verflüssigt und ist Kopf voraus in den Spalt abgetaucht. Dann war ich ein bischen negativ beeindruckt, wie ... sie da halt einfach drin stecken geblieben ist. Auf einmal sahen nur noch die flauschigen Hinterbeine senkrecht oben raus und strampelten. Ich habe sie (ohne Maus) also wieder rausgezogen, sie ist nochmal wieder reingetaucht, nochmal steckengeblieben, dann nochmal und irgendwann haben wir Kaffee Kaffee sein lassen, den Schrank vorgezogen, die Maus ist unter dem Schrank mitgewandert, irgendwann hatten wir sie dann in einem Handtuch eingefangen und draussen freigelassen (sehr klein, sehr schnell, sehr fit). Sansa hat das alles nicht mitbekommen, noch ein bisschen hinten durchgefeudelt und gesucht, jetzt ist alles wieder aufgeräumt und wir haben hinten auch mal wieder Staub gewischt!



Dann: Kaffee, Internet und dann, ganz verrückt, noch im Bett eine Serienfolge (Finale einer Harlan Coben Mini Series) geschaut und dabei einen Socken, der heute (also: mit dem zweiten dazu) als Teil für ein Geburtstagsgeschenk zu verschenken ist, fertig gestrickt, das hatte ich gestern nicht mehr geschafft. Das ist der erste von den Arcane Fiber-Strängen, die ich verstrickt habe, und ich bin sehr, sehr angetan!



Dann: gemütliches Frühstück, Spaziergang noch im Grauen (Sansa war sehr aufgestellt und ist, als ich den Birdbuddy nachgefüllt habe, ganz wichtig im Baum nebendran rumgeturnt),



dann mehr Wäsche, mehr Zeug und innere Unruhe, weil ja morgen gepackt und übermorgen gereist wird (noch schnell gescheckt, wo man in Akureyri Skiequipment leihen könnte. Sehr nett: man kann Helme auch so ausleihen, aber alles andere Skiequipment nicht ohne Helm), wie das mit der Fähre nach Hrisey funktioniert ausserhalb der Saison (es gibt einen Fahrplan, aber man muss am Abend vorher anrufen, damit auch wirklich wer kommt und gefahren wird.)

Weil ich mir geschworen habe, heute noch nicht mit dem Packen anzufangen, weil es eh morgen den ganzen Tag dauern wird, egal, wieviel ich heute mache oder nicht, hatte ich dann Hummeln im Hintern und halt noch ein Sportründchen eingelegt, weil: Bewegung hilft immer.

Der Hübsche und Q. haben währenddessen den Tesla geputzt (der Mini war gestern dran), der nach Matsch und Salz und überhaupt schon echt übel aussah (hätte man meinen können, dass bei den 2500 Ocken für die Reparatur eine Wäsche mit drin gewesen wäre. Beim Mini war die in der 420CHF Reparatur auf Garantie dabei. Naja.

Dann: ausgepowert, alle Wäsche for now erledigt, voller Vorfreude auf Island (ich habe nochmal Fähren nach Grimsey --> nächste Fähre am 9. März, also immer noch kein Polarkreis für  und Hrisey --> es gibt schon einen Fahrplan, aber wenn man vor Mai fahren will, muss man am Abend vorher anrufen, damit auch wirklich wer kommt. Das wird superst!, ausserdem Skiverleih in Akureyri und so gegoogelt und hach, das wird so, so, so toll!) und auf leckeres Abendessen. Die Familie sah mich etwas sparsam an, als ich meinte, ich würde jetzt mal eine Kröte ins Loch schieben, aber mei, ich kann doch auch nix dafür! Statt mit Steinpilzsosse mit mit Knoblauch und Zitronenschale/-saft aromatisiertem Kräuteröl, ich habe unserem Auk-Gärtchen für die Ferienzeit einen frechen Kurzhaarschnitt verpasst. (Übrigens: voll (naja, Black Friday) selber bezahlt, aber das funktioniert wirklich, wirklich gut! Wir haben 2x Koriander, 1x Petersilie, 1x Basilikum, es dauerte ca 6 Wochen bis Erntereife und seitdem (4 Wochen) haben wir jeden Tag frische Kräuter satt!)

Bald werde ich auch gut schlafen, ich hab das im Gefühl. Ich brauche dafür nur Schnee, Bolla, Zimtschnecken, Vulkane, Lava, Schwefelquellen und Meer

Samstag, Februar 14, 2026

140226

 Fallenstinstag, wie es die alten Erkan-und-Stefan-Fans nennen (naja, Fans, das alles ist ja überhaupt nicht gut gealtert, aber gefügelte Worte sind halt trotzdem geblieben).

Bei uns zu Hause stapeln sich Valenstinstagsblumen, Theaterblumen, Theaterkostüme, die nicht verwendet wurden und zurück ins Pfadihaus müssten, Theaterkostüme, die verwendet wurden und zurück ins Pfadihaus müssten oder gewaschen und dem normalen Gebrauch wieder zugeführt werden müssten, Stapel mit Wintersachen ("Mitnehmen!"), Reiseproviantvorräte, und viel Wäsche, die gewaschen und verräumt (oder mitgenommen) werden muss.

Es wird, wir haben jetzt wirklich endlich alle frei!

Gestern war ein anstrengender Tag (der Hübsche und ich haben gemerkt: wir haben ein Thema, bei dem wir uns nicht einig werden, nämlich Platten für die Terrasse. Vorgabe war: nicht zu dunkel, damit man sich im Sommer die Füsse nicht verbrennt, tauglich für die Gegebenheiten und nicht zu dunkel, damit es im Wohnzimmer nicht zu dunkel ist. Der Hübsche hätte gern Betonoptik gehabt, ich ... nicht. Ich bin damit in einem Hightechbad ok, weil das ja dann fast so ein bisschen ironisch wirkt, aber auf einer Terrasse sieht es dann halt aus, wie betoniert und nicht fertig. Ich hätte gern grosse Schieferplatten gehabt, aber das wäre wegen dunkel eh nicht gegangen. Wir haben uns jetzt für silbergraue Keramikplatten in Holzoptik geeinigt. Im Katalog haben wir noch gesehen, es gäbe Keramik auch in Metalloptik, so zB rost. Wenn man das Gefühl haben möchte, auf einem von Piraten gekaperten Öltanker zu leben, ohne bei jedem Kratzer Tetanus zu bekommen. Bei uns jetzt: Wie wenn man ein Holzdeck hätte, aber ohne Spreissel in den Füssen).



Dann: grosses Theater, nämlich Ls Klassentheater. Ich war ja sehr, sehr aufgeregt, Q. hatte dasselbe Stück vor drei (?) Jahren aufgeführt. Er war damals der Regisseur, L. war Henry, also der Sohn, der das absolut Böse in Form von Kain verkörpert. Joah, ....

Wie bei Q. damals auch schon, war ich total hin und weg, wie krass gut die Klasse das gemacht hat. Das Stück war natürlich anders interpretiert (Q.s Klasse hatte den Bruch zwischen Rolle und Schauspieltruppe, die sich streitet, mit Bühnenhochdeutsch und Schweizerdeutsch geregelt, L.s Klasse mit Bühnenhochdeutsch und Englisch (als IB-Klasse mit Schwerpunkt Englisch bietet sich das an). Sie haben sich die Seele aus dem Leib gespielt, getanzt, gesungen, geschrieen, geweint und, klar, ich bin voreingenommen, aber ich wusste nicht, dass das in L. steckt. Ich hatte Angst um ihn und fast Angst vor ihm!

Was ich auch richtig schön fand: was für ein Zusammenhalt unter den Jugendlichen (und Lehrpersonen) besteht. Wie bei Q. auch kam die gesamte Pfadileitertruppe zum Zuschauen (Q. hat sooooo viele Theater schon gesehen), aus L.s alter Schule kamen Freunde, er hatte seinen (und Q.s) ehemaligen Klassenlehrer und den Werklehrer (via Insta) on short notice eingeladen und anstatt zu sagen: "Wtf, Freitag abend habe ich echt besseres zu tun, als ehemalige Schüler in einer engen Aula spielen zu sehen", kamen sie vorbei und haben sich mit ihm und allen anderen ehemaligen Schülern angeregt und interessiert unterhalten. Aus Q.s Klasse kam auch noch eine Kollegin, die damals eine Hauptrolle in dem Stück hatte, um zu sehen, wie die Youngsters es jetzt machen. Und SchülerInnen aus den Parallelklassen kamen und waren einfach total begeistert! 

Hammer, wirklich! (Sie haben all das in nur ungefähr 6 Wochen auf die Beine gestellt, neben der Schule!)

L. und seine Theaterkollegen sind dann noch ein bisschen durch Basel gezogen (keine Ahnung, was da gestern los war, auf dem Hinweg ist uns schon unglaublich viel Polizei aufgefallen, und sie wurden dann mehrfach von unglaublich aufdringlichen Jesus-Freaks belästigt, die sich ihnen aufgedrängt haben und mit ihnen beten wollten. Immerhin ist der relativ (kunst)blutverschmierte L. nicht von der Polizei aufgegriffen worden...

Heute dann: L. war zum Aufräumen früh in der Schule, Q. im strömenden Regen mit dem Pionierfahrzeug der Feuerwehr die Dorfhauptstrasse absperren, der Hübsche und ich haben erst erschöpft ausgeschlafen, dann ausgiebig gefrühstückt und dann Zeug erledigt: unseren mittlerweile auf enorme Grösse angewachsenen Zimmerdschungel korrekt mit Wasser versorgen. Dabei habe ich gesehen, dass unsere eine Strelizie, die wir aus importierten Samen von unserer Hochzeitsreise nach Maui und Kauai gezogen haben, d.h. die sind 23 Jahre alt... , nach der einen Blüte von vor ein paar Wochen eine zweite bildet!




Dann: alle Betten neu beziehen, Bettwäsche und all die andere Wäsche sortieren und .. tadah, waschen, Wäsche abhängen, den Mini waschen (nicht in der Waschmaschine), Recyclingzeug wegbringen, ein paar saisonal passende Süssigkeiten zum Kaffee kaufen,



 durch den strömenden Regen radeln und Katzenfutter besorgen. Im Fressnapf wurde ich dann von einem, sagen wir mal, etwas ungepflegten und dementsprechend riechenden Mann angesprochen, ob ich denn Punkte sammeln würde und auf mein "nein" gefragt, ob er meine Paybackpunkte haben könne, er hätte wenig Geld. Auf mein etwas überrumpeltes "Ja, klar" ist er mir dann gefolgt und hat mir die ganze Zeit immer wieder erzählt, dass er wenig Geld hätte. Hm. Fand ich dann tatsächlich ein bisschen nervig, weil... ich stöbere eigentlich gern im Fressnapf rum und schaue mir die neusten "lustig" benamsten Katzenfutterschöpfungen an, ausserdem war ich auf der Suche nach einem neuen Katzenbett für Jonny. Naja. An der Kasse dann hat er seine Payback Karte vorgehalten und ich dachte, das wars jetzt und er verschwindet, die nächste Person nach Punkten anhauen. Aber nein, er ist immer noch rumgelungert, bis ich meinen Einkauf (das war einiges) bezahlt hatte, dann ist er mit mir aus dem Laden raus (das fand ich dann richtig unangenehm) und hat mich bis zu meinem Rad begleitet, mir nochmal die Story von wenig Geld erzählt und sich dann getrollt. Und ich habe den gesamten Heimweg dann damit gehadert, ob ich jetzt eine paranoide Person bin, die in allen nur das schlechteste sieht und er wollte nur nett sein und sich dann mit den neuen Punkten im Kaufland gegenüber ein Bier holen oder einen Krapfen oder beides oder was auch immer, oder eine total naive Person, die übers Ohr gehauen wurde und der jetzt via welchen Readout auch immer über die Paybackkarte die EC-Karte geleert wird. Ich habe dann beschlossen, dass vermutlich einfach alles ok ist, aber meinen PIN habe ich trotzdem geändert. So strange alles (andererseits: heutzutage hat kaum noch wer Cash dabei, um was soll man den sonst fragen, wenn man etwas braucht....).

Naja. 

Jetzt ist die nächste Wäsche fertig und das Essen für heute abend steht auch: Artischocken mit frischem Brot und Mayodip, ich freu mich!

Freitag, Februar 13, 2026

130226

 Ok, heute wäre ja eigentlich der Tag, an dem ich gemütlich Sachen fertig mache und dann in die Ferien slide.

Naja.

Stattdessen habe ich gestern abend bis 10 noch die Sachen erledigt, die dank des Querschusses aus China liegengeblieben sind.

Heute dann: Aufstehen, die Chinasachen noch vor halb acht für den internen Review fertig gemacht und dann zu meinem ALLERLETZTEN Schulterphysiotermin aufgebrochen. Das ist ja mittlerweile total zu Kraft für Arme und Schultern geworden, das kann ich in ZUkunft auch gut allein machen.

Krass, über ein Jahr ist der Unfall her und fast so lang ging es, dass es mich nun wirklich nicht mehr stört. Ich muss mir nur noch einige der angewöhnten Vermeidungshaltungen / Bewegungen wieder abgewöhnen.

Dann: sportlich getaktet (8:30 Physioende, 800m heim, 8:35 Meetingstart) ein Meeting, um die Bedürfnisse unserer Gruppe mit den Fähigkeiten eines AI (so AI ist es gar nicht...) Tools abzugleichen. War gut und ernüchternd (nicht so sehr von meiner Wahrnehmung her, sondern von dem wie es die Mehrheit der Leute, die es noch nie gesehen haben, verstehen).

Schnelle EInkaufsrunde, sonst wird da heute null Zeit dafür sein und der Kühlschrank ist gähnend leer.

Dann: ENDLICH das Chinazeug fertig machen, d.h Korrekturen einbauen und alles in ein hübsches Slidedeck basteln (immer hinter meinen eigenen Erwartungen zurück, weil ich halt keinen Nerv auf "hübsch" machen habe. Ich könnte mit Google Banana noch "Beautify this slide" machen, aber da machen sie immer nur so blaue Glitzereffekte rein, das ist ja albern).

Zwischendrin kommen noch dringende Anfragen von meinem Chef, von meinen KollegInnen, Nachtrag zu Themen, die ich eingetütet vermutete, aber naja.

Um kurz nach eins ist alles fertig und abgeschickt und übergeben.

Ich mache L. und mir eine Portion Vegigulasch und Spätzle warm, die noch im TK sind, laufe ein paar Schritte. L. ist müde und macht einen Powernap vor dem Theater.

Ich bin auch müde und fahre mit dem Hübschen Fliesen für die neue Terrasse aussuchen.

Dann: noch ein letztes Meeting, fertigmachen fürs Theater, ab in die Stadt, essen, Platz finden, geniessen, Wochenende!

Donnerstag, Februar 12, 2026

120226

 Aufregende Woche für L: gestern kam er gegen viertel vor 11 nach Hause, kunstblutverschmiert und müde. Bin gespannt, wie es heute läuft und ganz besonders freue ich mich auf morgen, wo wir ihn dann live auf der Bühne sehen.

Geschlafen habe ich dann wieder so weird: supergestresst bis vier, dann anderthalb Stunden relaxed. Naja.

Zum Frühstück gab es zwei übrig gebliebene Gemüsewaffeln von gestern abend (diesmal mit dem Quark als Dip, nicht im Teig, mit jeder Menge Gemüse drin, Sellerie, Paprika, Kürbis, Pilze, Karotten --> dafür erstaunlich neutral im geschmack), das nach anderthalb war ich einfach pappvoll.

Die Energie konnte ich zum Radeln aber wirklich brauchen: draussen stürmte es und zwar von vorne! Dementsprechend war ich erst um fünf vor sieben in der Schwimmumkleide und es war schon recht voll. Aber: trotz zum Teil zu viert auf der einen Bahn kamen wir richtig gut aneinander vorbei. 

Der Arbeitstag war dann superbusy, meine Donnerstage sind ja bekanntlicherweise extrem voll, dazu kam einerseits all das "noch vor den Ferien fertig machen", "meine Kollegin kann grad nicht, ich muss einspringen", die Notfallaktion des Kollegen von gestern, die mich allein schon bis morgen beschäftigen wird, ein paar Querschüsse UND ein Meeting, das mir schwer im Magen lag, nachdem das Vorgängermeeting letzten Mo ja so in die Hose gegangen war (und ja, ich hab so eine Ahnung, warum ich nicht soooo gut schlafe im Moment). Anyway: das Meeting ging super (einzige Überraschung: wir konnten es auf Deutsch machen UND die Konversation mit einem Zimmer voller Anwälte war einfacher als mit den Business/Techops-Leuten letzte Woche. Schau an.

Mittagessen spontan mit einem Kollegen in der Rooftop-Lounge, er hatte mir einiges zu erzählen und wollte da nicht so viele Zuhörer (ist dann immer ein bisschen skurril, weil ALLE mit halbwegs vertraulichen Sachen eben in die verschiedenen Rooftopbars gehen und dann treffen sich da alle, die am liebsten nicht gesehen und gehört werden wollen.). Neben dem Vertrauen in mich, das mich sehr ehrt, war auch das Essen echt gut (man kann da aus verschiedenen Komponenten ein Dreigängemenü zusammenstellen). Ausserdem gibt es normalerweise noch Aussicht, heute aber wegen Nebel und diesig eher nicht.

Heimradeln gegen kurz vor sechs in fast noch hell, diesmal mit ordentlich Rückenwind.

Mal sehen, ob ich morgen den Spirit von "Ich lass das jetzt so" finde und mit Seelenfrieden in die Ferien gehen kann.

Mittwoch, Februar 11, 2026

110226

 Sehr weird, ich schlafe zur Zeit katastrophal bis irgendwann in den frühen Morgenstunden, dann kurz Tiefschlaf und Ausruhen, dann Aufstehen. Naaaaaaaja.

Heute immerhin eine halbe Stunde später, weil ich wegen "Inbetriebnahme der Batterie" daheim sein wollte. Ausserdem brachten wir mit zwei Autos den Tesla zum Heizungreparieren. (Offensichtlich war es nicht nur die Sicherung, sondern der gesamte Heizkreislauf, dazu eine neue Niedervoltbatterie UND DIE WISCHERBLÄTTER! Da sind 2500CHF ja praktisch ein Schnäppchen. Was mich immer noch irritiert: das Auto zeigt ja ungefähr alles in irgendwelchen Dashboards an, grad dass die Ausrichtung der Fussmattenteppichhärchen nicht gemonitored wird. Aber dass die gesamte Heizung ausgefallen ist, ist nicht mal eine, keine Ahnung, gelbe Warnleuchte? wert?! Sad!)

Das Inbetriebnehmen ging deutlich länger als gedacht (ich hatte Zeit bis halb 11, um halb 11 war der Typ so weit, dass er für die Registrierung der Batterie oder des Wechselrichters in der App der Firma in der Warteschleife hing, und uns in der Zwischenzeit erklären konnte, was wie wo. Ich hatte noch zusätzliche wenige Minuten, weil meine Kollegin noch auf dem Rückweg von der Physio war. Aber natürlich reichte das nicht und der Hübsche musste alleine ran. Der hat da eh deutlich mehr Zeit und Nerven mitreingesteckt, als nötig sein sollte. Gestern abend kurz vor Mitternacht hatte er unser W-LAN incl dem in der Tiefgarage wieder repariert... Heute also die Herausforderung: geht die Sauna? (Ja), wie machen wir die Boilersteuerung (Nachtstrom macht überhaupt keinen Sinn, weil wir keine Tarifunterschiede mehr haben UND hier alle abends duschen meistens, also warum sollte ich das Wasser über Nacht zum selben Preis heizen?) und dann noch die coole Frage: "Warum geht die Wallbox in der Garage nicht mehr? Also: vielleicht gar nicht, vielleicht auch nur nicht über die Batterie, vielleicht aber auch gar keinen Solarstrom mehr?" und, meine Güte, das sollte, finde ich, alles nichts sein, was die User kontrollieren und anmerken müssen. (Looking at the Wohnzimmerlicht). Stunden später geht fast alles, das einzige ist: der Strom, der ins Auto fliesst, wird in der App / auf dem Wechselrichter nicht angezeigt und eingerechnet. "Da müssen wir nochmal kommen".ok).

Naja. Arbeiten parallel, schnelles MIttagessen (Nudeln mit Lauch), dann hatte ich ein mehrfach verschobenes Kaffeedate mit einem jungen Kollegen (ich hatte den bisher immer nur im "weisse Zone-Gowning" gesehen und wusste nicht, WIE jung der ist), der wissen wollte, wie es mir in der neuen Rolle so geht und so. Bisher hatte ich das immer auf Freitage gelegt und dann auf heute verschoben, weil ich wegen Batterie eh daheim war. Dementsprechend habe ich mich nach einem netten Gespräch mit einem ehrlich gefühlten "Schönes Wochenende" verabschiedet und war sehr, sehr bedröppelt, als ich realisierte, dass es erst Mittwoch mittag ist... naja.

Weiterwerkeln, bisschen mit einem übermüdeten, gejetlaggeden Kollegen aneinandergeraten, der in China ist und kryptische Requests schickt "bis Dienstag brauche ich das", und naja, es hat alles Hintergründe bei ihm, bei mir, wir haben uns dann wieder einigermassen vertragen. Glaube ich.

L. hat heute Theaterpremiere, der Vorhang geht in 5 Minuten auf, ich hoffe, er kann es richtig, richtig geniessen. Ich habe die letzten Bilder von ihm in Kostüm für Akt 3 gesehen und .... naja. Er sticht da richtig raus und lebt die Rolle auch physisch. Weiss nicht, wie ich das finde (Henry Antrobus im 3. Ackt von "wir sind nochmal davon gekommen " ist ... schwierig.)

Wir sehen die Aufführung am Freitag, bin gespannt, was er heute erzählt.

Q. und der Hübsche haben den Tesla wieder abgeholt, ich habe zum grossen Townhall Sport gemacht, um die Zeit zu nutzen, jetzt werde ich Gemüsewaffeln machen, diesmal den Quark für den Dipp verwenden, nicht in den Teig klatschen.

Draussen gesehen: die erste Eidechse! War schon recht flink!



Dienstag, Februar 10, 2026

100226

Katastrophal schlecht geschlafen, der Stresslevel geht durch die Decke, trotz allem. Naja. Ich glaube, neben dem emotionalen Stress (s. letzter Absatz gestern) kämpft mein Körper gegen irgendetwas, passt damit zusammen, dass ich kleine Herpesbläschen habe (relativ klein, da früh genug behandelt). Ausserdem bin ich vorfreudig aufgeregt wegen Urlaub, das ist dem tresslevel ja egal, woher er kommt. Naja.

Radeln war gut, ich habe erst auf der halben Strecke gemerkt, dass es leicht regnete. Es war total angenehm zu fahren, Temperatur genau richtig, Kleider dicht, Füsse warm und trocken. 

Schwimmen war: superst, also wirklich!

Dann: Gemütliches Arbeiten, spannende Gespräche mit Kollegen und Chef, ich habe heute richtig, richtig viel gelernt.

Zwischendrin rief der Hübsche an, ich telefonierte mit ihm in dem Sessel im Kaffeebereich, der genau an der Ecke des Gebäudes steht, der Regen prasselte gegen die Scheiben und ich hatte es richtig gemütlich. Good news ausserdem, dass die LED-Lichter wieder gehen im Wohnzimmer. (Allegedly waren irgendwelche Drähte vom Originaleinbauer zu kurz abisoliert gewesen, es scheint die Handwerkerehre zu gebieten, dass man die Arbeit der Vorgänger erstmal schlecht macht. Später stellte sich raus, dass bei den anderen Arbeiten ein Kabel geknickt worden war, naja, kann ja passieren...)

Es ist jetzt alles installiert, morgen wird in Betrieb genommen. Wir müssen noch über die Boilersteuerung sprechen (ist auf Nacht programmiert, nicht sicher, wieviel Sinn das macht) und die Saunasteuerung (geht nicht. Auch hier wurde ungefragt schon mitgeteilt, wie doof die Vorgängerelektriker das installiert hätten).

Mittags bin ich mit ienem Kollegen essen gegangen, ich hatte, weil ich auf ein gemeinsames Spazierründchen hoffte, die Jacke mitgenommen, obwohl wir nur kurz über die Strasse mussten. Aber: es wurde so übers Wetter gelästert (und mir war auch kalt, viel kälter als morgens), dass ich nicht protestiert habe, als wir Kaffee trinken gegangen sind und dann hatte ich auch keine Lust mehr auf im Regen rumlaufen. (Hatte kurz vergessen, dass ich danach noch ein Kaffeedate hatte, aber da hatten wir gar keine Zeit für Kaffee, weil wir so viel über den Job diskutiert haben. Immerhin nicht meinen, sondern die Auswirkung MEINER neuen Rolle (also: unserer ganzen Gruppe) auf die Jöbli-Truppe. Bisschen lustig....

Dann, als ich zwischendrin an meinem Bildschirm vorbei nach draussen in den Regen und auf den Rhein und die Schwarzwaldbrücke runterschaute, wo grad ein Krankenwagen vorbeisauste, wurde ich ein bisschen sentimental (weil ich immer bei Krankenwägen, die über Brücken fahren, an das eine Mal denken musste, in dem ich mit Baby-L in einem drin sass), und musste zurückdenken, wie mir früher (zu Studienzeiten, zu Doktorarbeitszeiten, zu Ciba-Zeiten) ich Ziele in meinem Leben an Örtlichkeiten festmachte. Anders als in Kindergarten und Grundschule, da war mein erstes Ziel 8 Jahre alt zu werden, weil mir 8 irre cool erschien. Mit acht dann, immer noch recht uncool, wechselte ich das Ziel auf "8. Klasse", auch das war nur mittelcool, aber schon ziemlich, weil wir damals ab der 8. aus dem EG in die höheren Gefilde der Schule umgezogen sind.

Dann, während des Studiums, war ja total unklar, wo wir später mal landen würden, Einstellungsraten waren mittel, das (vermeintliche) Ziel aller ambitionierten Kommilitoninnen waren die Forschungsabteilungen der grossen deutschen Chemieunternehmen. Als wir dann in einer Exkursion ("Die chemische Industrie im Rhein-Main-Gebiet") über Akzo (lieber Gulag als das!), Schott (das war ehr skurril und hatte was von den Minen von Moria) bei Degussa und Höchst rumgestiefelt sind, dachte ich mir noch "joah, ok, vllt.....". Bei einer Exkursion zu "Die chemische Industrie in der Schweiz" haben wir im Nestle-Forschungszentrum Nespressokapseln kennengelernt (wir hatten so keinen Plan und dachten, die müsse man aufreissen), ich war total begeistert, dass man SO arbeiten könnte (leider: französisch), bei Roche-Vitamins und Degussa und so auf der deutschen Seite war ich einerseits beeindruckt von all den Giveaways (Vitamine satt! Das war noch vor dem Sündenfall) und dem Wasserturm und bei Degussa von der Ernsthaftigkeit, mit der halt (jaja ignorant, ich weiss) Siliziumdioxid feinst verteilt werden kann, weil meine Güte, ist halt Sand. Bei Ciba-Geigy sind wir durch die Voltaren-Produktionsanlage gelaufen und ich weiss noch, wie ich mir dachte: "Meine Güte, wie soll man sich da je zurecht finden?!" (Little did I know).

Naja. Während der Doktorarbeit hatte ich dann eine Kooperation mit Bayer und skurrilerweise weiss ich noch, dass ich (zwar irritiert von den getrennten Klos für Doktoren und das Fussvolk und dem strkten Verwenden des Doktortitels auch unter Kollegen) auf dem Rückweg von der Kantine ins Labor durch einen japanischen Garten oder so dachte: irgendwann arbeite ich auch irgendwo, wo es dann einen fancy Weg von der Kantine zurück gibt und mir wird es ganz normal vorkommen. (yes, it does.) Bei meiner Zusammenarbeit mit den Leuten von der Ciba-Zentralforschung damals (oder war das schon Solvias?) weiss ich noch, wie ich die Vorstellung, dass ich irgendwann einen Badge haben würde, mit dem ich selber allein überall reinkommen würde, und nicht warten müsste, dass mich jemand abholt.

Als ich dann bei der Ciba anfing, weiss ich noch, wie ich mich sehr lang jedesmal freute, wenn ich in den vierten Stock auf dem relativ schraddeligen Fliesenboden im Flur einbog und mir dachte: "Guck, kein japanischer Garten, aber ich arbeite jetzt hier. So richtig in echt!" (Und dann kannte ich auch noch alle Kessel im Pilotbetrieb und den Anlagen, in denen ich sonst noch so arbeitete).

Ich erinnere mich auch noch an den Moment, wo ich in einem der damals dann zwischen Novartis und Ciba aufgeteilten Gebäude durch eine falsche Tür gegangen bin und auf einmal von dem schraddeligen Linoleumboden mit alten Holztüren im fancy Pharmabereich (und das war "nur" animal health) mit Teppich und hellem Licht und neuen Möbeln und so gelandet bin. Tja.

Der Mann einer Kollegin damals (der jetzt mein Kollege ist) war damals schon bei meinem jetzigen Arbeitgeber und ich weiss noch, wie faszinierend ich es fand, als er erzählte, dass die Einfahrt ins grosse Parkhaus in der Mitte der grossen Strasse, die das Werksgelände in Nord- und Südareal teilt, einfach nach unten geht. Das war für mich lange der Inbegriff der Dekadenz von Big Pharma. Eine öffentliche Strasse in der Mitte teilen mit einer Einfahrt ins Parkhaus! Und jetzt bin ich auch da und die Einfahrt ins Parkhaus ist mittlerweile das am wenigsten Spektakuläre meines Arbeitsumfelds.

Aber eben: ich weiss noch sehr, wie ich mich darüber gefreut habe, endlich 8 zu sein über "meinen" Plättli-Flur zu laufen, ich denke, ich bin noch nicht total abgehoben, auch wenn ich mich manchmal über die Unbequemlichkeit von durchaus einigen der Vitra-Stühle und -Bänke bei uns beschwere.

So. Jetzt nochmal auf die Liste für die Elektriker morgen nehmen: "Bevor ihr da wart, ging unser W-LAN"...

Montag, Februar 09, 2026

090226

 Die Technik hakt ein wenig hier.

Die kaputte Sicherung für die Autoheizung ist geschickt und praktisch so angebracht, dass man zum Wechsel die Hochvoltbatterie rausnehmen muss, das kann man natürlich nicht in einem der von Tesla so gehypten mobilen Servicetermine machen, noch geht das mit drauf warten. Immerhin in der Pop-Up-Interimswerkstatt, die nicht in Bern oder Zürich, sondern halbwegs nah bei uns ist. Kostenpunkt: gut 2500 CHF, da sind dann aber die neuen Wischerblätter mit drin und dann gehts eigentlich.

Dann kam heute der für letzte Woche angekündigte Batteriespeicher. Die Montage war komplizierter als gedacht und angekündigt ("Stellen wir auf die Terrasse, fertig"), man muss mehr um- und abhängen als gedacht, dazu muss man an mehr Stellen hin, als angekündigt und bereit gemacht, zB hinter das grosse Bücherregal und in alle Ecken und Enden des vollgestopften Kammerls. Es ist einiges erledigt, morgen wird noch mehr Zeug mit Strom gemacht, da können sie dann auch das Wohnzimmer-LED-Licht wieder reparieren, das jetzt nicht mehr geht. Immerhin ist das vollgestopfte Kallax-Regal, dass sie mehrfach durchs Zimmer geschoben haben, nicht zusammengebrochen.

Sonst:

Radeln war super, Schwimmen auch, obwohl ich heute irgendwie langsam war. Oder zwischendrin nicht gut gezählt habe, weil so im Flow (Ein Kollege hat jetzt gefragt, ob ich wüsste, wieviele Kacheln eine Länge sind, und ich habe übermässig lang drüber nachgedacht, bis mir bewusst wurde, dass es ja gar nicht gekachelt ist, sondern ein absenkbarer Metallboden. Heute: nicht so tief am einen Ende, wenn man fast am Boden schraddelt beim Wenden, ist Aquafit-Tag.)

Irgendwie war kaum jemand vor Ort heute, ich sass unter lauter unbekannten (naja, nicht ganz, eher ungewohnten) Gesichter an der sonst so begehrten Ecke. Ich hatte auch kaum Meetings, habe mit "Juli" auf den Ohren (mir war so danach) lauter Zeug erledigt, war auch gut. Hatte kurz überlegt, dass ich dann ja auch von daheim hätte arbeiten können, aber erstens wollte ich ja schwimmen und zweitens waren ja die Batterieleute daheim, da wäre nicht viel gegangen.

Nachmittags dann schlimmen Hunger und Unterzucker, also bin ich in die Cafeteria und habe mir anstatt meines sonstigen Notfallamarettini ein Valentinstörtchen gegönnt. Das war richtig lecker, ein sehr elegant geformter Haufen Himbeerschaum mit Passionsfruchtbananenkern (das wusste ich gsd nicht, sonst hätte ich es nicht genommen. Habe ich erst später auf Insta gelesen. Hat nicht nach Banane geschmeckt, eher nach Vanille).




Heimradeln nach dem letzten Meeting um sechs und es war noch nicht pitchblack, das ist auch mal was!

Sonst: ich fühle mich ausgelaugt und müde und weiss genau warum. Respektive: ich habe mich heute sofort so erleichtert gefühlt, als ich einen Kommunikationskanal wieder geschlossen habe. Diesmal für immer, ich schwöre. Ich hätte es eh besser wissen sollen, sowieso. Ich war auch nicht so mitgenommen wie früher, es hilft, wenn man sich der Mechanismen bewusst wird, und die Muster und Taktiken erkennt. Die Wiederholungen, das Manipulative und heute so offensichtliches Gaslighting wie aus dem Lehrbuch. Es trifft micht nicht mehr, aber es strengt an und dafür werde ich meine Kraft nicht mehr verschwenden. Meine Güte.

Sonntag, Februar 08, 2026

080226

 Das war ein wunderbarer Nachmittag und Abend gestern! Selbergemachte frische Kreppel sind nun wirklich grossartig UND ein wunderbares Bödeli für den wunderbaren Wein, von dem der Hübsche und ich uns ein wenig uneinig waren, wieviel wir tatsächlich vernichtet haben. Sagt auch was.

Frau Kaltmamsell hat letztens die Verwunderung mancher Menschen über "Woher kennt ihr Euch?" "Aus dem Internet" thematisiert, und naja, ich bin sehr froh, dass zu den Menschen, die ich aus dem Internet nicht nur kenne, sondern auch zu meinen guten Freunden zähle, nicht nur ebenjene zählt, sondern auch Frau Mutti und Co. (Wir haben gestern unter anderem zusammengerechnet, dass zwei T-Shirts, die von ihren drei Kindern an unsere beiden und jetzt an deren kleine Cousins vererbt wurden, insgesamt 25 Jahre (and counting) aktivst getragen wurden. Von wegen Slow Fashion und meine Güte, wie lang kennen wir uns?)

Geschlafen haben wir dann mittel (also: der Hübsche gut, ich schlecht), Frühstück in der grünen Villa war hervorragend, die Heimfahrt im Auto ohne Heizung sehr kalt und ungemütlich, die Sitzheizung heizt halt nur den Teil des Körpers, der auf dem Sitz ist... naja.

Zum mentalen Aufwärmen Wetterbericht für Nordisland kontrolliert: es schneit jetzt eine halbe Woche, dann wird es bis -15Grad, geht doch! Noch ein bisschen in meinen Rexby-Guides gestöbert, unter anderem einen geothermic goldfish pond entdeckt, wir werden es sehr schön haben! (Das neue Heringsmuseum ist übrigens "Grimsey". Im Sommer ging es sich nicht aus, jetzt dachte ich, das wäre doch cool für Winter, aber die Fähre fährt einfach 3 Stunden lang und "im Winter 2-3x die Woche", das ist mir ein bisschen zu ... heiss. Bleiben wir diesmal noch bei Hrisey).

Daheim: Kind (L. hat noch Theaterprobe) und Katzen begrüssen, Köfferchen ausräumen, Ründchen, um den Kopf zu lüften, und dann ist endlich alles wieder warm. Um sicherzugehen: eine Runde Badewanne.

L. kommt recht spät, wir essen gemeinsam Sticky Tofu,Brokkoli, Reis, Gurkensalat, erfahren alles über seinen Abend gestern, wo er mit Freunden in Basel "einfach rumgelaufen ist" (wir wurden kurz nervös, als das bei der Dreirosenanlage war, die Landkinder dachten sich nämlich "Cool, ein Sportplatz, lass uns Basketball spielen"....) und irgendwann dann sind sie einfach Tram gefahren. Klingt ganz unironisch nach einem sehr lustigen Abend (und ich war sehr froh, dass sie sich nach unseren Bitten woanders hin begeben hatten als eben diese Sportanlage). ausserdem über den Stand der Theaterproben und dann gab es eine kurze Einführung in unsere Islandpläne (leider funktionierte das Streamen meiner Reisepräsentation auf den Fernseher nicht ganz reibungslos). Noch ein paar Klamottenanproben (weil: -15Grad!!!), Geschirrabwaschen, Wäschezusammenlegen, Feierabend. Morgen wieder Schwimmen, ich freu mich!

Samstag, Februar 07, 2026

070226

Der Hübsche und ich sind heute on the road, L hat Theaterprobe und Q noch voll Ferien, sehr praktisch.

Bei uns beiden hat es schon verbrannte gerochen im Auto (kam vllt von aussen?), dann wurde das Gebläse auf einmal kalt (bei14 Grad Innenraumtemperatur haben wir die "Heizung" dann ma abgestellt,  dann tat es einen Schlag, als ob ein recht grosser Stein auf Windschutzscheibe oder Sonnensach geknallt wäre, und all das qird in entsprechenden Foren als "Sicherung der Heizung kaputtgegangen, nur in hochvolttauglicher Servicewerkstatt reparierbar". Unsere, 10km Weg, ist anscheinend zu und wir müssen jetzt damit nach Zürich oder Bern. Immerhin geht die Sitzheizung noch.
Jetzt aber erstmal: Wochenende und Kreppel!!!

Freitag, Februar 06, 2026

060226

 Heute morgen war ich extrem unausgeschlafen um sechs (eh schon länger als sonst!) und wachte mit Kopfweh und sehr irritiert von dem "Hamam"-Rituals-Duft direkt in meine Nase auf. Stellte sich heraus: meine Parfum Genie, der ich letztes Wochenende nach weiss nicht wie lang schon leer eine neue Parfum-Kartusche spendiert hatte (nämlich "Hamam"), hatte ich irgendwann zusätzlich zu dem Einschlafduften um kurz vor Mitternacht auch auf Aufwachduften um fünf vor sechs programmiert. Nur, dass ich seit Monaten um halb sechs aufstehe und das deshalb gar nicht mehr mitbekomme (ausserdem: leer). Jetzt weiss ich also: ich möchte NICHT zu Hamam aufwachen.

Das Kopfweh ging aber ohne Tablette weg, ich arbeitete ein bisschen vor bis zum Physiotermin (mein vorletzter, wie sich rausstellte. Ist auch gut jetzt) um acht. Draussen regennieselte es und ich beschloss verwegen, zum Friseurtermin später mit dem Auto zu fahren anstatt mit dem Rad (bisschen habe ich es auf dem Hinweg bereut, weil ich im leichten Niesel eigentlich gern fahre, auf dem Rückweg war ich dann bei richtigem Pritschelregen aber froh drum, dass ich und die beiden Döner in der Tasche im Mini trocken und warm nach Hause juckelten. Wegen total vollem Programm machten der Hübsche und ich unseren Ragewalk dann zeitgleich zum Mittagessen, mit ebenjenen Dönern. Wie er treffend meinte: "Zur vollkommenen Verwahrlosung fehlt uns nur noch das Wegbier". Ich schwöre: dazu wird es nie kommen. Nie.

Dann: schnelle Einkaufsrunde und dann einen erstaunlich meetinggefüllten Nachmittag. Mit allen Leuten zu Hause (Q.  hat ja Ferien und geniesst sie mit zB Legofiguren sortieren und fehlende Ninjago-Staffeln schauen. Und Zelte zum Reparieren wegbringen, L. kam aus dem Theaterlager zurück, der Hübsche und ich arbeiten halt freitags daheim) war das recht voll und mir wurde dann irgendwann wieder die W-LAN-Verbindung eng, ausserdem war nicht klar, wo ich jetzt ungestört (und andere nicht störend) arbeiten könnte. Ich sags mal so: so ein Lockdown wie am Anfang von Corona, das möchte ich echt nie wieder haben. Ich mag sie alle und das Haus ist auch nicht wirklich klein, aber Everybody Everywhere Allthetime ist halt schon echt viel.

Dann aber: Feierabend, Kofferpacken für morgen (ich freu mich so sehr!), kleines Nieselspaziergängchen und dann Freitagabend-Aperol-Spritz und Pizza.

(Ich höre nebenher übrigens "Die Assistentin", nachdem ich gerade "22 Bahnen" fertig habe. Das sind die Art Bücher, die ich höre, weil mir die Lesezeit und der Preis zu schade dafür ist. Ich verstehe nicht, warum die beiden so gehyped wurden, so krass ist Caroline Wahl's Pony jetzt auch nicht. An den Büchern kann es jetzt nicht liegen, die sind leider total belanglose, schlampig recherchierte (Ismaning ist nicht München, in München gibt es keinen Ikea, nur in Eching oder Taufkirchen, in Ismaning gibt es keine Wohnklötze mit Isarblick und ISMANING IST NICHT MÜNCHEN. Und ja, ich weiss auch, dass es nicht um München geht, sondern sie von ihrer eigenen Zeit in Zürich redet, aber naja: wegen solchen Deutschen sind wir in der Schweiz unbeliebt. Vermutlich hat sie in Spreitenbach gewohnt, also "Zürich, aber nicht ganz zentral".), unstrukturiert und nervig erzählte Büchlein. There, I said it.)

Donnerstag, Februar 05, 2026

050226

You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"). 

Heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.

Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:
  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung, ohne Geschwurbel)
  • verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.

Ausgeschlafen aufgestanden um halb sechs, unten erschrocken, dass beide Katzen, die ich draussen wähnte, just reingekommen waren und mich anklagend hungrig anschauten. Ich selber war sehr happy, dass ich mir gestern abend noch eine Runde Obst geschnippelt hatte und das mit Skyr und Granola zu dem üblichen Pott Hafermilchkaffee echt gut schmeckte.

Radeln nach zwei Tagen Pause war richtig schön, nur die Handschuhoption mit nur WIndstopperfingerhandschuhen ohne Krabbenüberhandhschuhe war ein bisschen arg optimistisch und ich hatte richtig kalte FInger.

Schwimmen: kaum ist man zwei Tage nicht da, ändern sie das Bahnenreglement. Normalerweise ist eine Bahn für “Streckenschwimmer” reserviert, was auch immer das bedeutet. Immerhin ist eine Schwimmrichtung (gegen den Uhrzeigersinn) per Schild vorgegeben. Heute waren es drei Bahnen und dann habe ich beschlossen: ich schwimme ja Strecke, nur halt recht langsam, aber nicht so langsam wie die Leute, die unterwasserlaufen oder sitzrückenpaddeln. War dann auch ok, nur skurrilerweise haben manche Leute echt Mühe, sich an das “Rundenschwimmen” in einer Bahn zu halten. Ich bin da mittlerweile stur und denke mir: ich schwimm einfach grad aus, die werden dann einer Frontalkollision schon ausweichen. Aber gut, bei den Irren, die da manchmal unterwegs sind, weiss man es halt auch nicht. Heute ist es aber nicht passiert.

Ich war heute ein bisschen unter Zeitdruck, weil mein erstes Meeting schon um 8 war und das tatsächlich mit Rüberlaufen, Zeug im Spind verstauen / zum Trocknen aufhängen etc bisschen knapp wird, aber: Punkt 7:57h war ich auf unserem Stockwerk (die Kollegin, mit der ich verabredet war, war wegen überforderter Hotelrezeptionsazubi ein bisschen spät, so konnte ich noch durchschnaufen).

Der Tag selber war dann dicht getaktet, ich sorgte für Verwirrung, weil ich zum dritten Tag in einer Reihe “meinen” Platz nicht einnahm, sondern heute halt, mit lauter Back2Back Meetings, beschloss, dass ich mobil unterwegs sein würde und keinen der knappen Plätze besetzen würde. So hatte ich den ganzen Tag Schiss, dass ich meine Jacke oder ein Handy oder Kabel oder was auch immer in einem der vielen Räume vergessen würde…

War ein dichter, aber guter Tag, sehr wichtig und gut für mich das Meeting mit meinem Chef, wo ich das total schief gelaufene LT Meeting von Montag nochmal ausrollte und um Rat bat. Zeigt sich: it was them, not me… (Habe ich erwähnt, dass ich so froh bin, ihn als Chef zu haben)

MIttagessen mit einer Kollegin, mit der ich seit Juni in einem Team arbeite und die ich auf jeden Fall interessant finde. Ich bin fast ein bisschen stolz, dass ich (hätte ich auch nicht gedacht, das mal ehrlich sagen zu können) nicht mehr ganz so judgy bin wie auch schon. Es gibt immer noch Leute, bei denen klickt es von ganz allein, da ist alles easy, die mag ich (und mag ich auch besser kennenlernen, das passiert von alleine), es gibt immer noch Leute, die ich überhaupt nicht mag und auch nicht kennenlernen mag und vermeide, mehr als nötig (oder überhaupt) mit ihnen zu tun zu haben, es gibt immer noch Leute, die ich langweilig finde oder die, ganz ehrlich, so introvertiert sind, dass ich jede Interaktion unglaublich zäh oder einseitig finde, und das vermeide ich auch. Aber es gibt auch andere Leute, die ich nicht per se jetzt unerträglich finde, auch nicht uneingeschränkt toll, vielleicht ein bisschen nervig oder anstrengend, aber so, dass sie mich neugierig machen, was da dahinter ist. Und so ein Mittagessen war das heute. War auf jeden Fall nicht langweilig und zäh und ich bleib dran!

Nachmittag dann richtig anstrengend, weil 4 einstündige Meetings ohne Pause ausser einmal zwischendrin kurz zum Heimradeln und Gemüsekorb abholen. Uff.

Abendessen frisch aus dem Korb, dann noch eine Folge “Down Cemetery Road” mit dem Hübschen (bin mir nicht sicher, ob ich Ruth Wilson oder Emma Thompson hotter finde) und dann ab ins Bett, war eine anstrengende Woche (morgen auch noch), aber fürs Wochenende haben wir was tolles vor!


Zuckerhut, Kresse, ein bisschen ramponierter Kürbis, Sellerie, Chicorino Rosso, Rettiche, Blaukraut, 3 shades of Karotte, Lauch, Sauerkraut, Kartoffeln, Portulak, doppelte Menge DER EIER



Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Mr. Linky damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen.

Mittwoch, Februar 04, 2026

040226

 Da war aber jemand müde gestern (der Zug ist eine halbe Stunde extra irgendwo im Dunkeln durch die Schweiz gefahren, mit vielen, vielen Ansagen, dass Personenunfall, Streckensperrungen, Umleitung, Verspätung. Für uns war das nicht so wild, wir sassen gemütlich in der ersten Klasse, hatten eine angeregte Unterhaltung (was wir total verpennt haben: was zu essen. Der Hübsche hat sich köstlich amüsiert, als ich soooooo hungrig nach Hause kam, weil "Bestes an Businesstrips mit dem Zug: im Zug lecker essen!" Ja, oder halt aufgetaute Suppe, die hat selten so gut geschmeckt wie gestern abend!), es war für uns allemal angenehmer, als die Person in Münsingen (es hat fast aufdringlich gewirkt, wie in JEDER der vielen Durchsagen in vier Sprachen MÜNSINGEN als Unfallort erwähnt wurde)...

Heute dann war ich immer noch müde, als der Wecker um 6 geläutet hat, aber hilft ja nix. Frühstück, Arbeitsstart, bis der Hübsche wach war und ich mein Sportründchen starten konnte. Heute war Homeoffice angesagt, weil um 10:30h sich der Gartenbauer angekündigt hatte (danke übrigens für die Hinweise auf zu empfehlende. Wir haben bisher gelernt: a) Gartenbauer aus D kommen nicht nach CH zum Arbeiten und b) Antworten auf Onlineanfragen dauern relativ lang. Das kann damit zusammenhängen, dass Garten per se draussen und nicht vor dem Computer ist oder dass Januar halt nicht die Hochbetriebszeit in Gartenbauunternehmen ist. Anyway. 

Also: Sportründchen, Dusche, dann weiterarbeiten. Um halb 10 habe ich ein Call mit meinen beiden Kolleginnen für unser GemeinschaftsProjektchen (understatement), in dessen Rahmen wir mittlerweile "KLM" als Gruppenname bekommen haben (Anfangsbuchstaben der Vornamen, für den Fall, dass Sie sich wundern und wir wollten nicht MLK sein. Überlegen an KLM-Merch hin und her). Wir arbeiten richtig gut zusammen, das Thema ist trotzdem anstrengend.

Um Punkt halb 11 muss ich raus"springen" aus dem Call (vorher bin ich physisch ein paar Mal fast rausgefallen, weil ich mir das Wackelboard vor L.s Schreibtisch aufgestellt habe und dann halt doch ein bisschen mehr hample als gedacht), weil der Gartenbauer vor der Tür stand.

Wir haben erst bei Kaffee und dann im winterlich tristen Garten unsere Pläne und Wünsche besprochen (ich weiss jetzt auch, dass "der Baum neben dem Ahorn, der sich einfach angesät hat und jetzt 4m hoch ist" eine Esche ist), wir haben Lob für den einen Teil, den wir so lassen wollen, bekommen, weil "ökologisch ist das perfekt". Kann jetzt ehrlich gemeint sein oder aber gutes Zuhören und so zu reagieren wie der Kunde es mag, weil wir sehr deutlich wurden, dass wir uns bewusst von den Schottergärten und Plastikzaunwänden in der Siedlung abgrenzen wollen. Es gab eine wunderbare Idee, damit der hässliche Zaun für uns nicht mehr so hässlich ist und die Nachbarn uns nicht wieder alles umschneiden, nämlich ein Obstspalier. Er klärt nochmal ab, ob das mit dem entsprechenden Lichtangebot klappen würde und dann wäre das richtig, richtig schön! Sonst: super Ideen, sehr angenehmes Gespräch, wir haben als Hausaufgabe, Fliesen oder Platten auszusuchen und dann gibt es eine Offerte. Re Zeitrahmen war es ein bisschen lustig, er überlegte hin und her, und als er "schon 6-8...." sagte, dachten der Hübsche und ich beide automatisch "Wochen", aber es sind "Arbeitstage". Und es könnte gut sein, dass das alles noch bis Ende April gemacht wird. Wie toll wäre das denn?

Dann: Wenn ich schon mal zu Hause bin (und am Fr zum Haareschneiden gehe), kann ich die Mittagspause auch zum Haarefärben nutzen, das kann ich mittlerweile richtig gut (erst bleichen, dann Toner drauf, mit strähnchenweise bepinseln, nur den Ansatz und so, auch hinten, und mit zwei Spiegeln, bin richtig stolz auf mich). Heute mit einem anderen Toner als sonst, nämlich halb halb "Ice Irise" und "Strawberry", was jetzt ein kühles Pastellrosa ergibt, genau das, was ich wollte. Mal sehen, wieviele Schwimmtage es hält.

Der Nachmittag voller Meetings, die alle sehr produktiv waren, aber halt auch konzentriert und uff. Morgen wird crazy, ich habe von 8:00 bis 18:00 bis auf zwei kurze Halbstundenslots dazwischen Back2Back-Meetings, das ist nicht gesund.... naja. Immerhin habe ich mir das Schwimmen vorher aktiv als Termin blockiert, dass nichts dazwischen kommt. 

Jetzt noch: Cacio e Pepe mit Miso und Edamame als "Verlegenheitslösung" zum Abendessen, dann Feierabend.


Nicht vergessen (also: ich): Morgen ist #WMDEDGT!

Dienstag, Februar 03, 2026

030226

 Heute nacht immerhin nicht vor Weinen aufgewacht (immer noch: WTF?!), sondern weil ich mich langsam dem Bettrand näherte und schon nahe am Rausfallen war, während eine kleine Katze wie eine Königin in der Mitte des Bettes thronte. Soweit also normal.

Wecker läutete dann heute noch früher als sonst, nämlich um viertel nach fünf, damit ich ordentlich angezogen und geschminkt die S-Bahn um 6:27 erwischen würde, damit ich den Zug ins Wallis um 6:58h erwischen würde. Hat alles geklappt, sogar incl dringend nötigem WC-Besuch am Basel SBB (hatte grosse Horrorvorstellung vor super ekligem Bahnhofsklo, es war aber nicht vermeidbar. Für alle, die es vllt mal brauchen: man muss 1.50 bezahlen (kein Sanifair Bon), es geht nur mit Karte, dafür ist es aber auch sauber.

Treffen mit den mitreisenden Kollegen im Zug, hat ein bisschen was von Klassenreise. Die 1. Klasse ist erstaunlich voll, wir haben nicht reserviert, weil wir dachten, es ist nix los. Wir haben trotzdem 6 Plätze auf einem Haufen und es entspannt sich eine lockere Mischung aus Smalltalk, fachlichen Gespräche und Arbeit am Computer, alles in allem sehr angenehm.

Ich habe mir ein Glas Früchte, Skyr und Granola mitgenommen, das vorspeise ich auf der Höhe von Bern.

Dann wird es draussen auch schon pittoresk, See, Berge, die Art Häuser, die man da erwarten würde, erstaunlich wenig Schnee. Ich hatte ja wenigstens im Wallis auch “unten” mit Schnee gerechnet, aber anscheinend wird es heute dort 14 Grad warm, also eher wie daheim.

Na dann.

Je weiter wir in die Berge kommen, desto mehr Touris, desto mehr Gepäck, aber erstaunlich wenig, also NULL, Ski-Gear. Hm.

Aussteigen dann in Visp, das jemand unserer Reisegruppe so nett und treffend als “Olten der Berge” bezeichnete (Falls Ihnen die Rolle von Olten in der Schweiz nicht klar ist: Olten ist die vermeintlich hässlichste Stadt der Schweiz, niemand möchte in Olten irgendetwas tun, ausser vielleicht umsteigen. Es gibt/gab sogar Aufkleber mit dem Text “Hässlich hier, aber waren Sie schon mal in Olten?”. Ganz so schlimm ist Visp jetzt nicht, immerhin hat es halt Berge aussenrum und man ist superschnell in Saas Fee oder Zermatt oder Crans Montana* oder halt irgendwo schön :-).

Arbeitstechnisch hat das durchaus was. Ich meine: Aussichtstechnisch bin ich eh verwöhnt, hier ist es nicht so sehr von oben runter, sondern von unten rauf. Überall wunderbare Berge! (musste an meinen Kollegen aus den Sümpfen von Alabama denken, der hier seinen ersten Job in der Schweiz hatte und recht bald weg musste, weil er die bedrohenden Berge nicht aushalten konnte. Ich andersrum finde die Berge aussenrum tatsächlich sehr beruhigend und beschützend (und würde vermutlich die ganze Zeit aus dem Fenster schauen statt zu arbeiten).

Schnee gab es halt gar keinen, es war sonnig und mit 14 Grad wärmer als daheim.


Der Tag war dann supercool, ich habe mich ja zu einem Process Gap Assessment für einen Transfer selber eingeladen, um den Prozess besser zu verstehen und eben auch die Site besser kennenzulernen. Kennen Sie das, dass es einen Teil ihres beruflichen Werdegangs gibt, in dem Sie sich absolut zu Hause fühlen? Das ist für mich die Wirkstoffproduktion und so war das heute fast wie Ferien, weil es halt alles so, so, so, so vertraut ist (ich bin schon auch froh, dass es nicht mehr mein Day to day business ist, das wäre mir vermutlich recht bald (wieder) zu fad / kleinteilig, aber ich kann es halt doch noch! Bin es aber auch nicht mehr gewohnt, ich hatte schon ab der Halbzeit der über zweistündigen Tour durch die Produktionsanlagen und QC Labors echt Rückenweh (aber: Schritte und Treppenstufen übererfüllt, es war nämlich dann irgendwann Feuerprobealarm und deshalb Brandschutztüren zu und LIfte nicht mehr benutzbar, deshalb sind wir eben viele Umwege und zu Fuss gelaufen.). Coolste Gadgets: in den IPC Labors, die 24/7 besetzt sind, haben sie Pager, die die Betriebsmitarbeiter mitnehmen können, wenn sie ein Muster gebracht haben, die dann Bescheid geben, wenn die Resultate da sind. Wie diese Brummbuzzer, die man in manchen Fastfoodrestaurants bekommt!

Heimweg dann in einem wieder erstaunlich vollen Zug, Ankunftsplan daheim kurz nach acht. Relativ bald nach dem Losfahren gibt es eine Ankündigung, dass wir umgeleitet werden wegen Personenunfall, mit einer Verspätung von teilweise ca 30 MInuten. Bis Basel sollte sich die auf 15 MInuten reduzieren, ich sollte die ursprünglich geplante Verbindung schaffen.

Ich freue mich sehr, sehr, sehr auf Essen und Dusche und Bett daheim!


* Ich verzweifle seit Wochen an der mentalen Schere zwischen den Schlagzeilen, die die Katastrophe in Crans Montana und den mangelnden Brandschutz und die mangelnden Kontrollen und Durchsetzung (und jetzt die mangelnde Transparenz und Unabhängigkeit in der Aufklärung) zu Recht anprangern, und andererseits total kritiklos das Gezeter von Basler Fasnachtscliquen repetieren, die sich über die für dieses Jahr vorgeschriebenen Sicherheitsvorschriften für zB Wägen (Verkleidung, Bremsen etc) und Brandschutzvorschriften und Besucherzahlengrenzen in den Cliquenkellern aufregen, weil “damit würde man die Fasnacht kaputt machen”. Man könnte auch (unabhängig von Crans Montana) sagen: wtf, wie kann es sein, dass ihr bisher mit alten Traktoren mit rissigen Reifen und ohne funktionierende Bremsen rumgegurkt seid und das ok findet? Oder in brandgefährlichen überfüllten Kellern? Wieviele tote Kinder / Fasnächtler sind akzeptabel?


Montag, Februar 02, 2026

020226

Heute nacht bin ich um halb eins aufgewacht aus einem unendlich traurigen Alptraum (also: schlimm, weil traurig, nicht weil grauenvoll monstermässig furchterregend), mir sind schon die Tränen gelaufen und vor lauter Traurigkeit habe ich noch ein bisschen weitergeweint. Meine Güte, das brauch ich halt schon nicht! (Schnell noch eine Runde durchs Haus gedreht und das Wohlergehen aller, die im Traum beteiligt waren, zu überprüfen.)
Dann: Wecker um halb sechs, heute wieder mit Schwimmen. Ich hatte (und auch deshalb mag ich keine Unterbrechungen meiner Routine, weil dann die Selbstverständlichkeit weg ist) tatsächlich gar nicht unendlich viel Lust darauf, aber eben. 
Radfahren war dann lustig, weil ich tatsächlich erst akustisch (Regentropfen auf der Jacke) merkte, dass es regnete...
Antiklimax: Schwimmen lief super, ich war erst mit nur einem anderen, dann für die letzten vier Bahnen, zwei anderen Schwiwmmern auf der Bahn, wir kamen easypeasy aneinander vorbei, das war schön.
Dann: Sonnenaufgang wie immer die letzten Wochen superdramatisch, das sieht dann 10, 15min toll aus, dann ist wieder grau wegen Hochnebel, aber wenn die Sonne grad so steht, dass sie direkt über meinen Bildschirmrand in meine Augen scheint, dann gehen Wolken und Nebel weg und ich werde geblendet. Naja.



Der Tag war mit Ansage sehr, sehr lang. Neben der Produktarbeit, die ich so, so, so, so mag, stehen im Moment auch wieder einige konzeptuelle Sachen an, die ich nicht mag. Heute abend zB eine Präsentation in einem LT-Meeting einer Nachbarabteilung, auf das ich mich sehr gut vorbereitet wähnte, weil ich ja mit dem von dort zugeteilten SPOC und meinem Chef schon alles vorbesprochen hatte. 
Little did I know.
Naja. Sonst: schnelle Mittagsrunde allein in der Sonne und schauen Sie mal hier: es ist noch WINTER und hier blühen schon die Krokanten. Alle, die Winter nicht mögen: hier, Frühling. (Kommt allerdings auch damit, dass es im April schon Sommer ist und ab Mai /Juni dann Fegefeuertemperaturen)


 Nachmittag lief dann eigentlich gut, ich freue mich sehr auf unseren Klassenausflug aka Technical Visit ins Wallis morgen, ich hoffe auf Schnee und zwar viel davoN!.

Zwischendrin schnell heimgeradelt, damit ich erstens das LT-Meeting und dann das folgende Meeting mit dem klinischen Team aus Kalifornien eben von dort machen kann.
Bummer war: das LT Meeting war nicht ansatzweise das Heimspiel, mit dem ich gerechnet hatte, sondern ... meine Präsentation wurde ignoriert, die vorab besprochenen Themen wurden als "woher kommt den der Quatsch?!" abgetan, es gab mehr Meinung als Ahnung (Stellen Sie sich vor: jemand kommt und sagt: "So, bisher haben wir allen Glasabfall in einen Container geworfen, das ist nicht sinnvoll, weil man es entweder mühevoll auseinandersortieren muss oder nur Braunglas daraus machen kann, anstatt die wertvolleren reinen Farben, die Gemeindeversammlung hat deshalb beschlossen, dass wir sortenrein sammeln in Zukunft. Deshalb würde ich gern ein Konzept mit Euch entwickeln, wie wir das implementieren, hier schon mal der vorab geklärte Plan für einen Pilotversuch" und die Antwort ist "Recycling ist eh scheisse, denkt nur an Verbundstoffe wie Tetrapacks, warum kommst du überhaupt mit so einer Kackidee?")
War dann ganz gut, dass ich mir erstens vorgenommen hatte, auf Fragen und Vorschläge, die ich superdoof finde, mit "Good question, would love to hear your input on that in future discussions" zu antworten (und auf gute Fragen "Thanks a lot, this is an awesome question and here is, what we plan to adress this") und zweitens danach ein ganz anderes, wichtiges Meeting hatte, so dass ich einfach pünktlich gehen musste. Was für ein Theater, ey....
Jetzt also: Abendessen, Rucksack packen für Berge (von unten) und Schnee morgen, und die mühsamen Sachen erstmal vertagen.

Sonntag, Februar 01, 2026

010226

 So, Februar. Ist der erste Monat 2026 also schon rum und war gar nicht mal so übel.

Wir sind ja mit der aushäusigen Übernachtung sozusagen premium in den Februar gestartet.

Weiter geht es mit:

Theaterlager und dann Theateraufführungswoche für L (wir haben schon Tickets!)

Ich fahre die Woche einen Tag ins Wallis zum Arbeiten, ich hoffe, ich sehe wenigstens Schnee (wir sind ja unten im Tal), morgens hin, abends zurück.

Ein Gartenbauer kommt und wir besprechen Optionen für die Neugestaltung der Terrasse und des hässlichen Zauns.

Der Hübsche und ich (es ist so cool, dass kinderfreie Wochenenden keiner abenteuerlichen Planun gmehr bedürfen, sondern halt einfach stattfinden) fahren nach Nierstein, den Kreppelbäcker und seine Frau besuchen (Wehe, Universum, es wird wieder jemand krank!)

Wir bekommen unseren Batteriespeicher für die Solaranlage.

Q. beginnt das zweite Semester.

Wir haben schon wieder Ferien und reisen erstmals mit neuer Besetzung nach Island, erstmals mit einem Inlandsflug, erstmals kommt Q. alleine nach, ich freu mich sehr!