Dienstag, Mai 26, 2026

260526

 Gestern abend hatten wir noch ein sehr skurriles Erlebnis:

Eigentlich begann es, als der Hübsche und ich vom Mundenhof zurückkamen und es in der Tiefgarage gottserbärmlich nach Benzin stank.Übrigens sehr beeindruckend: man konnte auf der offenen Treppe nach draussen olfaktorisch "sehen", dass der Benzindampf eine höhere Dichte als Luft hat und sich sozusagen ein "See" bildete und ohne Ventilation auch kein Austausch stattfindet.

Als dann Q. mit dem Rad heimkam, kam er empört nach oben, weil jemand eine Vespa auf "seinen" Parkplatz abgestellt hatte. Ich ging mit ihm runter und ja, es ist ein Gemeinschaftsraum, es gibt also keine festen Parkplätze, andersrum ist es ein VELOraum, kein Roller- oder Motorradraum, andersrum stehen dort auch zwei andere Motorräder. Was aber definitiv nicht ok war, war die Plastikeisschale unter dem Roller, in die es tropfte, und zwar Benzin. Jemand, der sonst seinen Roller da nicht abstellt, hat also wissentlich einen leckenden Roller in den Veloraum gestellt. Ich habe also über die Halterabfrage rausgefunden, wem der gehört, der Hübsche ist auch nochmal runter, ich habe einen Zettel fertiggemacht und das schlechte Einparken, den falschen Raum UND das Tropfen thematisiert. Der Hübsche meinte (absolut zu Recht): das mit dem Raum und dem falschen Parken ist egal, das mit dem Tropfen ist inakzeptabel und ein Zettel tut es nicht. Also ist er mit  Q (der noch dazu ein Feuerwehrt-Shirt trug) zu den entsprechenden Nachbarn und hat es geklärt.

"Euer Roller ist kaputt?!"

"Ja, nicht so schlimm, TCS kommt morgen"

"Ok, aber er kann nicht im Velokeller stehen bleiben"

"Doch, TCS kommt morgen"

"Nein, da unten ist jetzt schon ein zündfähiges Gemisch, wenn jemand mit einer Zigarette runtergeht oder blöd an den Lichtschalter kommt oder was auch immer, fliegt die ganze Tiefgarage in die Luft"

"Ah, echt? Ich kann ihn halt nirgends anders hinstellen."

"naja, werdet ihr wohl müssen."

"Aber wo?"

"Da wo er sonst steht? Auf dem Parkplatz vor eurem Küchenfenster?!"

"Nein, auf gar keinen Fall, das stinkt ja total!"

"....."

"....."

"Ist mir echt egal, aber der verschwindet in den nächsten 10 Minuten aus der Garage."

And so it happened.

Was ist mit den Leuten?!


Dann: heute morgen sehr früh wach gewesen, aber gut, wach ist wach und ich hatte ja genug zu tun, also die Kühle beim Frühstück genossen, L. noch tschüss gesagt (was für ein Traumwetter, um am Lago Maggiore zu klettern und zu paddeln?!), und in Shorts und T-Shirt zur Arbeit geradelt. Vor einer Woche fand ich es ohne Handschuhe morgens grenzwertig.

Ging sich grad so aus...



Schwimmen: war super, aber Bad News (pun intended): ich habe gehört, dass die Wartungspause im Sommer den GANZEN JULI geht. Was ist mit meinem Seelenfrieden? Ich habe schon gegoogelt, wann die Freibäder auf dem Weg aufmachen, aber alle erst um neun, das passt überhaupt nicht (der Hübsche meint, ich sollte halt weniger arbeiten und erst später gehen im Juli, das fand ich erst irre, aber .... vielleicht.... wie cool wäre das, jeden Morgen einen Kilometer im Freien zu schwimmen?!!)

Heute war dann übrigens der Moment, in dem ich meine niegelnagelneue "glorified PJ-Hose" ins Büro tragen konnte. Dazu eins der echt schönen ärmellosen Oberteile, ich mag diesen Sommerlook sehr!



Dann: Pickepackevoller Arbeitstag, es ist ein bisschen so, als ob alle am Freitag mitten im Satz den Stift hätten fallen lassen und heute dort weitermachen UND all das unterbringen, was eigentlich an einem normalen Montag auch passiert wäre. Aber: es fühlt sich ein bisschen an, wie auf der Welle zu surfen, geht also. Ich habe unter anderem binnen 10 Minuten meinen Trip nach Mannheim gebucht und nur zweimal das Passwort der Geldwäsche App der App für die virtuelle Kreditkarte neu beantragen müssen, dann binnen 10 (anderen) Minuten einen komplizierten Dataflow in Lucid-skizziert.

Uff, uff, uff.

Heimradeln dann wie durch einen heissen Fön laufen und nur durch schnell radeln und mehr Fahrtwind halbwegs die Temperature halten können. Dabei wird einem natürlich nochmal wärmer und so, ja.

Zum Abendessen: viel Salat für alle, für die Jungs mit Bratkäse, für mich mit einem Rest Lauch-Bratreis mit Ei.

Jetzt noch eine zweite Dusche, eine neue Recherche für Kawadoko Lunch, die aktuelle Reservierung sieht sich ausserstande, eine Vegetarierin zu accomodaten, aber gut, dann halt wo anders, und dann eine Folge "For All Mankind". Hab keine Lust auf schlafen.

Montag, Mai 25, 2026

250526

 Heute morgen vom Wecker geweckt worden, erst von dem Arbeitswecker, den ich schwören hätte können, ausgeschaltet zu haben, dann von dem eigentlichen. Wir waren heute nämlich mit Schwesterfamilie im Mundenhof verabredet (ich war da nach 24 Jahren hier und zwei Kindern noch NIE bisher und dachte, das wäre ein Bauernhof zum Ziegenstreicheln, lol). Jonny war heute erstmals diesen Sommer die ganze Nacht weg, lag auf der Terrasse der Nachbarn und wartete drauf, wo irgendwo zuerst die Tür aufgehen würde und jemand ihm Frühstück anbieten würde.

Wir haben auf der Terrasse bei superangenehmen Temperaturen gefrühstückt, dann ging es Richtung Freiburg. Wir waren so früh da, dass der Parkplatz noch praktisch leer war (änderte sich schnell). Wie immer grosse Freude, mit meiner Schwester, ihrem Mann und den beiden Schlitzohren Zeit zu verbringen.

Es wurde relativ zügig unangenehm heiss, die Rückfahrt im klimatisierten Auto dann erstaunlich entspannt (Schweizer Verhältnisse auf der Autobahn: alle hielten sich an die 120km/h-Beschränkung und fuhren einfach gemütlich vor sich hin.

Daheim erstmal einen grossen Eiskaffee, dann grosse Freude, dass es den Mixschüsseldeckel vom Ninja Creamie, von dem ein Teil abgebrochen ist, einzeln versandkostenfrei nachbestellbar gibt.

Dann: die Reservierung für den Kawadoko-Lunch in Kibune getätigt (ich habe gestern ENDLICH meine irrationale Angst vor der Japanbucherei besiegt und reserviert, bis ich das Kreditkartenlimit ausgeschöpft hatte).  Es ist so schön: ich hatte ja einen Heidenrespekt davor, grosse Sorge, nicht den perfekten Urlaub zu machen, vllt nur in Touritraps zu landen, alles falsch zu machen, aber jetzt steht der Ablauf, bis auf den Ryokan in Hakone sind alle Unterkünfte gebucht und wir haben am letzten Tag, wo es die Kadadoko-Terrassen in Kibune noch gibt, eine Lunchreservierung um 11:30. Die Website war nur Japanisch, die englische Version deckte nur einen Teil ab, zB den mit Reservieren nicht, die automatische Chrome-Übersetzung deckt Sachen, die als Bilder eingefügt sind, nicht ab, aber irgendwo habe ich einen Emailadresse gefunden und Torii vom Reception Team hat mir einen Link geschickt, wo man 8 Fragen auf Japanisch beantworten muss und dann reservieren kann. Für Hakone muss ich mich noch für einen Ryokan entscheiden. Ich dachte, der der sagte "keine Allergien, keine religiösen oder sonstigen Tabus können beim Essen berücksichtigt werden", wäre raus, weil vllt ist vegi das auch? Aber Nachfrage ergab: Ovo lacto-Vegi können sie anbieten, nur nicht vegan oder glutenfrei. Jetzt habe ich drei zur Auswahl und alle sind super. Hm.

Anyway: ich freue mich jetzt richtig!

Dann: kleine Sportrunde und pünktlich zum Bauchtraining kickte die Migräne rein. So richtig mit Dröhnen, Sichtfeldverengung und Übelkeit. Immerhin gleich geschnallt, Triptantablette eingeworfen und nur ein kleines Ründchen Sport gemacht. Jetzt ist mir bisschen flau und sehr müde, aber die schlimmen Schmerzen sind vorbei.

Bisschen vorausschauend gestresst bin ich, weil heute relativ spät die Jungs heimkommen und einer der beiden morgen früh zu unklarer Zeit mit unklarer Packliste ins Sportlager an den LAgo Maggiore aufbrechen muss und ich schon ahne, dass das "Heute abend wird noch final fix fertig gepackt" sehr viel push brauchen wird. Naja.

Sonntag, Mai 24, 2026

240526

 Ausgeschlafen, Kaffee im Bett, das war schön (zwischendrin um vier von hungriger Sansa geweckt worden, die beiden sind im totalen Sommermodus. In der Nacht kommt man eventuell mal auf einen Snack und eine Runde auf dem Sofa rein, sonst ist man draussen unterwegs respektive sucht sich für die Knallhitze ein schattiges Plätzchen).

Frühstück auf der Terrasse, dann sind wir direkt ins Freibad aufgebrochen. Ich hatte vor allem Schwimmhunger und die Erfahrung der letzten Jahre zeigt: je später am Tag und je mehr Sommerferienfeeling, desto weniger wird die Abschrankung der Schwimmerbahnen respektiert sowohl von reinspringenden Kindern als auch von "turtelnden" Erwachsenen, von denen die Männer dann richtig unangenehm werden. Dementsprechend wollte ich da vorneweg sein, andererseits hatte ich mir schon überlegt, was ich tun würde, wenn mir diesmal jemand blöd kommen würde. Richtig entspannt war ich also nicht, auch deshalb, weil der Hübsche voll entspannt war und mit meiner angestrebten Pace gar nicht mithalten wollte.

Aber: wir waren dann um 11 etwa im Bad, die Schwimmerbahnen noch ausschliesslich dafür genutzt und nicht übervoll. Eine visuelle Abschätzung meinerseits sagte "das ist nicht doppelt so lang wie im Arbeitsbecken, also auch 25m". Der Hübsche war sich nicht sicher und schritt die Länge zweimal ab und sagte mir dan (DANKE) Bescheid, dass das 50 Meter wären (War super, weil ich schon fand, ich wäre richtig, richtig langsam. Ist mir schon mal so gegangen beim Wechsel ins Freibad damals noch zu Unizeiten, wo ich im ungeheizten Becken dann meine Anzahl Bahnen geschwommen bin, halt doppelt so viel Strecke wie sonst und eine richtig krasse Blasenentzündung davon bekam.). Heute also nur 20 Bahnen. Auf der letzten bahnte sich ein leichter Krampf an, war also gut, dass rum war. Auch sonst, es wurde nämlich voll. Und obwohl natürlich ausgeschildert war, wie man da im Kreis schwimmen soll, gab es immer mehr Deppen, die dachten, für sie gilt das nicht oder sie können einfach auch bei Gegenverkehr überholen. Ich mache es da mittlerweile wie beim Gehen: ich weiche nicht mehr aus, sondern mache Krallenfinger (beim Gehen spanne ich die "Kontaktschulter" an), selber schuld, ihr Deppen.

Dann: trockener Bikini, lesen auf der Liegewiese, dann ein Schälchen Pommes und eine Bahn im abgeschrankten Rheinschwimmbecken unterhalb des Sprungturms. Das Wasser hatte 17 Grad, vom Schwimmen wurde abgeraten (sahen wir erst beim Rausgehen), aber für eine Bahn war das absolut in Ordnung. (In Island habe ich gelernt: beim ins kalte Wasser gehen einfach reingehen, sich vorher vornehmen, dass man das macht, einfach gehen, keine Pause und vor allem: normal schnell weiteratmen, NICHT anfangen zu hecheln. Damit klappt das für mich super.

Dann nochmal im grossen Becken aufwärmen, umziehen, heimradeln, Eiskaffee. Noch ein bisschen Wäsche, überlegen, was wir heute abend essen (der Hübsche möchte Marillenknödel, die mache ich ihm auch, aber ich habe für mein ganzes Leben mehr als genug davon gegessen und werde mir "was micht Lauch" machen.

Jetzt: genug prokrastiniert, ich mache mich jetzt an Ryokan-Recherche.

es gibt dort eine Schwimmbadkatze!


Samstag, Mai 23, 2026

230526

 Sehr schlecht geschlafen, ich hätte irgendwie gedacht, zyklusbedingte Bauchkrämpfe und Kopfschmerzen würden im Schlaf weggehen oder so, stattdessen halt nicht. Ibu am Morgen vertrieb beides. Meine Güte.

Ich war um etwa halb acht wach, das passte gut, um mit Q. gemeinsam einen Kaffee zu trinken (der hat den Mini vom Lagerplatz gebracht und vergessenes für sich und L. mitgenommen. Ausserdem nochmal schnell geduscht und dann ging es mit dem Rad auch schon zum Treffpunkt. L. ist am Lagerplatz geblieben und wird dort schon von der Küche verpflegt (grosser Erfolg übrigens in Sachen Vogel-App: er hat gestern nacht eine Waldohreule aufgezeichnet, heute einen Eisvogel und eine Teichralle. (Wusste gar nicht, dass es das gibt. Sieht aus wie ein bisschen falsches Blesshuhn).

Der Hübsche und ich sind dann zum Coop, Frühstückssemmeln und vergessenes einzukaufen, dann war Häusliches dran: alle Betten ab- und frisch beziehen (ich bin von Biberbettwäsche und Flanellpyjama heute auf Jersey, Shorty und das Bettzeug, das sich wie Papier anfühlt, gewechselt, es ist halt einfach so heiss geworden...

Solange es noch nicht total irre heiss ist (hat nicht geklappt), bin ich noch schnell zum Fressnapf geradelt, um Katzenfutter nachzukaufen (der Tunnel ist immer noch gesperrt, yay for Rad!).

Dann schnell noch ein Ründchen, so lang unser Waldweg im Schatten liegt, einen Kuchen für heute zum Dessert backen (war etwas skeptisch ob des Rezepts, aber bis darauf, dass die Form doppelt so gross sein muss, passt es) und dann das Angrillieren vorbereiten. Wir haben uns ja Gäste zum Terrasseneinweihen eingeladen und evtl habe ich in der Essensplanung vergessen, dass die beiden Jungs nicht da sind und wir haben RICHTIG viel. Aber wie der Hübsche sagte, als er einen Sack Grillkohle auf der Schulter anschleppte: die Grillsaison geht ja noch ein bisschen.

Sehr schön sieht unsere Terrasse aus mittlerweile!





Die Pfingstrosen sind extrem pünktlich, das ist doch auch mal schön.

Jetzt ruft der Apero...

Freitag, Mai 22, 2026

220526

 So. Jetzt langes Wochenende (wie überraschend! Liegt, sage ich mal, daran, dass der Hübsche und ich dieses Jahr keinen Wellnesstrip machen, tatsächlich aus Genervtheit, dass die Orte, an denen wir bisher waren, über Pfingsten drei Übernachtungen Minimum vorschreiben. Freunde, wie funktioniert euer Pfingsten?! Hier beginnt das Wochenende am Samstag! Schrieb sie am Freitag. Anyway, wir machen es halt nicht, sondern werden das Wochenende bei richtigen Sommertemperaturen zB auf unserer neuen Terrasse, ich im neuen Liegestuhl mit Kaltgetränk und Buch verbringen. Und wie ich mich kenne, durch die Gegend laufen wie wild. Wir haben spontan die Nachbarn gefragt, ob sie Lust auf eine verspätete Garteneinweihung haben)

Aber das erst morgen.

Heute hat erstmal der Wecker zu Schwimmzeiten geläutet, ich habe aber statt Sport halt nach einem schnellen Frühstück (endlich drangedacht, die übrigen Aufbackgipfeli zu machen) direkt mit dem Arbeiten angefangen und war dann schon etwas verwundert, dass es sooooo lang ging, bis mir endlich mal jemand geantwortet hat. Mein Chef nach eineinhalb Stunden. Um halb acht....

Jonny hast übrigens seinen Sommerschlafplatz für nach langen Nachtabenteuern auf den Terrassenmöbeln eines Nachbarn einen Weg weiter wieder in Betrieb genommen, da kam er heute ganz verschlafen und kühl rausgeschlüpft. Sansa war mehr oder weniger seit gestern mittag die ganze Zeit auf Achse bis heute morgen (immer wieder mal da für zwei Happen zu essen, dann sofort wieder raus!), seit um sieben liegt sie in ihrem Körbchen und schläft einfach wie erschlagen

Ich hatte fast den ganzen Tag meetingfrei und konnte so gut DInge erledigen und abarbeiten. Zwischendrin eine Wocheneinkaufsrunde und Mittagessen (aufgetaute RoteBete-Suppe. Joah. Ich habe einen Klacks Joghurt mit viel frisch geriebenem Meerrettich rein und jetzt sind es nur noch zwei Portionen, die übrig sind.

Um eins habe ich den Hübschen vom Bahnhof abgeholt (der ist erstaunlich wenig durch für ungefähr 100 Stunden wach), dann noch zwei Meetings bis vier, und ... dann hat mir Google Maps gesagt, dass wir für die 19km zum Haareschneiden mit dem Auto heute 1h15min brauchen. L. hatte anders als versprochen seinen Rucksack für das Pfila nicht gestern, nicht heute morgen und auch sonst noch nicht wirklich final gepackt und der Drucker hatte kein Papier für das Notfallblatt, von dem er seit drei Monaten weiss, dass er es heute braucht. Das Papier lag da, wo es seit 2020 liegt (seit wir einen Drucker im Haus haben), meine Zündschnur ist ... eskaliert und naja, ich bin gespannt, was er jetzt dabei hat und was nicht. Naja. sind ja nur ein paar Tage.

Verkehr war dann wild: der Autobahntunnel war wegen "Überprüfung einer Störung eines sicherheitsrelevanten Systems" total gesperrt. Das ist eh schon doof, besonders doof an einem Freitag zur Berufsverkehrzeit, wo ALLE Deutschen, die auf der Ostseite von Basel arbeiten, heim wollen, noch wilder, und an einem Pfingstfreitag, wo ALLE Leute der Welt in den Süden in die Ferien wollen oder in den Schwarzwald oder vor den Ferien nochmal in D einkaufen, einfach irre. Wir standen ab 50m von unserer Haustür entfernt, auf der Autobahnauffahrt war der erste von vielen Auffahr-/Einfädelunfällen, die Leute waren einfach am Durchdrehen. Wir haben dann beim Friseur (wir hatten hintereinander dringend nötige Schneidetermine) angerufen und unsere Ankunftszeit angegeben und dann das beste draus gemacht: Google Maps gefolgt, geschaut, dass wir niemandem reinfahren, dass uns niemand reinfährt und uns unterhalten, das war schön! Dann: waren wir beide sehr hungrig, d.h. ich habe L. rausgeworfen, einen Parkplatz gesucht, in der Bäckere für mich eine Brezenstange und für L. Teeniemengen an Essen besorgt und als ich beim Friseurladen war, war L. schon fast fertig. Jetzt sind wir beide schick, auf dem Rückweg sind wir dann durch Basel gefahren und standen nochmal eine halbe Stunde im Stau, weil 4 Autos ineinandergerauscht waren. Irgendwann haben wir dann den Parkplatz in der Nähe des Lagerplatzes gefunden, L. und den halbscharig gepackten Rucksack rausgeworfen und ich bin nach Hause gefahren, essen machen und endlich mit dem Hübschen reden!

Wir waren jetzt für 1h Haareschneiden und insgesamt vllt 45km über vier Stunden unterwegs. Ich weiss schon, warum ich sonst alles mit dem Rad mache!

Naja. Aber eben. Wir sehen jetzt wieder gut aus, haben uns für die Verspätung entschuldigt, ist halt jetzt so.

Jetzt: Wochenende. Meine Güte.

Donnerstag, Mai 21, 2026

210526

Gut geschlafen (gestern nach fast einer Woche allein daheim endlich dann doch mal eine Serie geschaut am Abend, "Imperfect Women", gefällt mir!), dann Honigbrot gefrühstückt und früh losgeradelt. Es war kühl, frisch, die Sonne schien mir direkt von hinten in den Rückspiegel, es war wie in perfekt kaltem Wasser schwimmen, so schön! Schwimmen selber dann tatsächlich ein bisschen underwhelming (weil: halt Chlorwasser, geschlossenes Hallenbad, warmfeuchte Umkleide, perfekt für Winter, ich ahne, dass es im Sommer ... vielleicht gar nicht so grossartig wird, wie ich mir das denke. Aber eben: die Freibäder auf dem Weg machen noch nicht so früh auf...). Aber: war dann doch gut, hatte Raum für ein paar Rückenbahnen, das tut immer recht gut.

Dann: Arbeitsreicher Tag, wir wissen ja: Donnerstage sind crazy! (Beim Warten, bis das Teewasser kocht, noch ein Schwätzchen mit dem Hübschen, der ist endlich wieder ganz guter Dinge (und fast auf dem Weg zum Flughafen).

Ein Meeting nach dem nächsten, es gibt viel zu tun, viel zu jonglieren, aber es fühlt sich nichts bedrohlich an. Das ist einfach das beste Gefühl!

Generelle Beobachtung: ich komme ja aus einem technischen Umfeld, das total männerbasiert war (ist? nicht mehr so, wie auch schon), ich habe mich damit arrangiert, halt nur mit Männern zu arbeiten. Gab ja nix anderes. Mein Wechsel in eine globale Rolle und dann besonders zu Quality hat mir die Zusammenarbeit mit Frauen, auch in rein weiblichen Teams und/oder Teams mit weiblicher Mehrheit gezeigt und das schätzen. Aber: war halt Quality und das bin halt nicht ich, mein Herz gehört Produkt/MSAT/technischen Themen. Und jetzt bin ich in DER technischen Funktion / Abteilung UND arbeite in einem direkten Team, das zuer Mehrheit aus Frauen besteht, die Oberstchefin und viele ihrer direct reports sind Frauen und DAS ist die perfekte Umgebung für mich. Lauter Menschen, deren Herz für Technik schlägt, und so, so, so viele Frauen (und ja, mittlerweile sehe ich das Geläster von Middle Management-Männern über "jetzt wird da beim Kaffee über Handtaschen und Schuhe geredet" als das, was es ist: reine Misogynie. Und sage dann "naja, jetzt wisst ihr, wie es für manche ist, wenn zB nur über Fussball und PS geredet wird"). (Auslöser für diese kleine Freudenbubble: meine Kollegin, die heute morgen um die Pflanze, hinter der "mein" Desk steht, rumkam --- und wir haben sehr tricky technische und politisch delikate Themen zu diskutieren --- und wir haben gleichzeitig angefangen mit "Oh, ich mag deinen Sommerlook heute". Und unsere Sustainability & Safety Chefin, mit der ich heute zu "Turkish Delight" 10 Minuten über Sonnenschutz, arabische / nordeuropäische Haut, Schwestern-Dynamik geredet habe.)

Mittagessen mit einem Kollegen von früher, er hat einen beängstigenden Arzttermin vor sich, ich hoffe sehr, es geht gut aus und bin froh, dass er mir genug vertraut, um mir seine Ängste zu teilen.

Uff. 

Vor dem letzten Meeting radle ich durch die Knallsonne nach Hause, Gemüsekorb abholen, dann Salatabendessen machen und dann eine ausführliche Runde Haare blondieren und tonern, morgen wird geschnitten.

Romasalat, Rucola, DIE EIER, 2 fette Läuche, 2 fette Fenchel, ein normaler Rettich (nicht geringelt, nicht wassermelonenfarbig, nicht mal rot, einfach ein weisser Rettich. Normal gross), Kartoffeln, Dill, Gurke, Kopfsalat, Basilikum



Wunschlistenfrage

Die lila Haarmaske die auch als Leave-in funktioniert interessiert mich sehr, würden sie die Marke verraten?

Schwarzkopf Professional Blond Me Cool Blondes Neutralizing Mask, allerdings ist die natürlich zum Ausspülen gedacht. Ich lasse sie einfach drin (auch, weil ich halt viermal die Woche im Chlorwasser dümple), für kurze Haare passt das. Ob es mir für lange Haare nicht zu beschwerend wäre zum drinlassen, das weiss ich nicht.

Mittwoch, Mai 20, 2026

200526

 What a night.

Während ich wieder relativ früh im Bett lag und mir zu Regen die Augen zufielen, und ich das alles sehr, sehr gemütlich fand, fand Sansa das alles doof, weil man wäre gerne bei schöner Nachtluft draussen gewesen und jetzt regnete es. JEDESMAL, wenn man rausging, und jedesmal kam sie nass und empört zurück und meldete mir genau das.

Dann: brummte auf einmal um drei mein Handy, ein Anruf vom Hübschen. (Ich habe mein Handy eine gewisse Zeit in der Nacht auf "nicht stören", aber aus Erfahrung habe ich eine Auswahl an Leuten von der "Nicht stören"-Liste runtergenommen und der Hübsche ist einer davon. Normalerweise kein Thema, wir sind ja meist am selben Ort.). Als ich ranging, war niemand dran, er ist auch nicht rangegangen, als ich zurückrief, aber immerhin antwortete er sehr schnell auf meine Rückfrage per WA. Bisschen arg lustig: er hatte mir gejetlagged und was weiss ich, eine lange WA- Nachricht getippt und extra noch nicht abgeschickt hat, weil er mich nicht wecken wollte. Und dann hat er das Handy weggesteckt und mich mit seinem Hintern angerufen. Er war total bedröppelt und es hat ihm so leid getan, dabei war ich ja einfach nur total beruhigt, dass alles ok war (und eh andauernd wach, weil nasse, empörte Katze).

That said: Ich bin superfroh, wenn er am Freitag wiederkommt!

Dann irgendwann: aufstehen, Skyr mit Blaubeeren, Granola, Nektarinen und Hafermilchkaffee, dann radeln durch feuchte Luft, aber sehr, sehr nassen Boden. Das hatte ich nicht bedacht, als ich keine Regenhose / Überschuhe und/oder Wanderschuhe angezogen habe. Also bin ich mit nassen Schienbeinen, dreckigen Socken und feuchten Wildledersneakern angekommen, aber bis auf die Schuhe hatte ich alles frisch dabei und die sind in der Umkleide getrocknet.

Da übrigens: interessant, wie ... wenig flexibel ich bin. Heute war auf der Seite der Umkleide, an der ich sonst IMMER mein Zeug im Schrank verstaue, recht viele belegt und auf der anderen gar nix. Sollte man meinen: keine grosse Sache, auf welcher Seite der Bank ich sitze und mein Zeug einräume. Aber: es hat mich so durcheinandergebracht, v.a. weil ich die ganze Zeit dran dachte, dass ich jetzt nix falsch machen darf, OBWOHL ich auf der anderen Seite der Bank sitze, dass ich mir die lila Haarmaske, die ich als leave- in und styling verwende, statt in die Haare ins Gesicht geschmiert habe. Tja.

Sonst so: Ich merke aktuell wieder, wie ich meinen Job liebe und wie gut ich darin bin (und wie sehr mir der richtige Level an "little fires everywhere" Energie gibt. Nix wäre schlimmer als langweilig.). Das kafkaeske Thema von vor ein paar Tagen nähert sich einer Auflösung: NIEMAND hat einen Plan gesehen, wie die "Joghurtfabrik" das hinbekommen will, aber entweder wussten die Leute bei uns nicht, wie wichtig das ist, oder aber sie dachten: "das hat bestimmt jemand anders überprüft". Habe ich jetzt und jetzt werde ich das mit dem technischen Leiter der Joghurtfabrik klären (und hoffentlich haben sie das uns nur nicht geschickt, aber bestens durchdacht. Sonst wird es Zeit für "difficult conversations including cultural minefield").

Dann poppen an anderen Stellen neue Feuerchen auf, von denen nicht klar ist, ob es nur eine falsch ausgelöste Brandmeldeanlage ist oder ein Zündfunken, der demnächst den Dachstuhl in Brand setzen wird. Wir werden sehen (Ich bin so im Feuermodus, weil Q. gestern abend noch einen Feuerwehreinsatz hatte, eine automatische Brandmeldeanlage, die wegen eines angebrannten Essens ausgelöst hatte. Er ist erstmals im Tanklöschfahrzeug mitgefahren, in dem der Fahrer, wie Q. sagte "sich selber nicht mehr gespürt hat" und im vollen Berufsverkehr mit Blaulicht und Sirene durch die Rettungsgasse auf der vollgestopften Kantonsstrasse und alle roten Ampeln des Dorfes (2) gebrettert ist. Muss aufregend gewesen sein! (Aufregender als der Einsatz, der in Lüften bestand)

Am Heimweg dann übrigens strahlender Sonnenschein (vorfreudiges Schwätzchen mit Co-Radler im Radparkhaus, in dem übrigens ALLE regelwidrig fahren statt schieben), langsam glaube ich, dass es am Wochenende über 30 Grad werden.

L. und ich tauschen regelmässig unsere "neuen Funde" in der Merlin-App aus, ich heute: Nilgans, Gartenbaumläufer und Blesshuhn, als Bonus noch einen Biber.




All die hier übrigens in den 30 Sekunden, in denen ich an der Flussmündung den Biber gefilmt habe...


Dienstag, Mai 19, 2026

190526

 Ich hatte das Gefühl, trotz Hübschen am anderen Ende der Welt gut und lang geschlafen zu haben, allerdings sagt die Uhr, es wären nur wenig mehr als 6 Stunden (dafür muss man aber halt auch früh ins Bett gehen, wenn um halb sechs der Wecker läutet), ich bin superoft aufgewacht (letztes Mal um zwanzig nach fünf aus einem Traum, in dem eine Freundin zu Besuch war und eine Maus und eine Vogelspinne (oder eine Tarantel? Das sind unterschiedliche Tiere, oder? Bitte nicht erklären, ich kann selber nachschauen) an der Hose hatte und die beiden liessen sich nicht einfangen. Naja, bin ich halt aufgewachen und aufgestanden.

Frühstück heute: Honigbrot, dann zum Schwimmen radeln. Mittlerweile ist es halt einfach ganz normal taghell um viertel nach sechs, wenn ich losfahre. Beim Schwimmen heute recht Gas gegeben, ich war auf einer der Bahnen, die für den Kraulkurs um halb acht verwendet wird, deshalb wollte ich mit meinen 40 Bahnen vorher fertig sein, hat auch geklappt (und ich habe Dienstag vor halb acht schon mein Aktivitätsminutenziel für die Woche --> vllt mal anpassen, erreicht).

Meetingreicher Morgen, ich gehe spontan mit einem Kollegen mittagessen, den ich letzte Woche leider verpasst habe und den ich sehr mag (er hat wie ich einen small molecule Hintergrund, anders als der Rest unserer Truppe, tut manchmal ganz gut, da immer mal wieder auszutauschen.) UND der auch gern ein Ründchen nach dem Essen macht. Heute war es crazy: ja, wir sind erst um 12 losgegangen, wie so Anfänger, aber wir haben 7 Minuten gebraucht aus dem 16. Stock nach untern und durchs Drehtor direkt unten. Dann: Stau in der Kantine, kaum ein Platz zu finden und crazy Lautstärke! War gut, dass wir da mit bisschen frischer Luft gegengesteuert haben.

Zwischendrin hat sich der Hübsche mal gemeldet, der hat ein ganz, ganz anderes Programm als wir mit unserem Alltag hier, bin gespannt, was er in Ruhe erzählt, wenn er wieder da ist.

Heimradeln zwischendrin (bisschen unter Zeitdruck, weil ich länger gebraucht hatte, um ein LLM zu trainieren, das gerade für einen unseren Prozesse entwickelt wird. Ich hatte dafür 40 Deviationrecords zu reviewen und zu entscheiden, ob sie relevant sind oder nicht. Ich sags mal so: soweit kam ich bei den wenigsten, weil eine grundlegende andere Filterfunktion ganz offensichtlich betrunken war...

Naja.

Ausserdem wollte ich auf dem HEimweg noch schnell ein Paket abholen (ein Paket grosse Essteller. Genau das, was man auf dem Rad transportieren will, wenn man ein bisschen im Zeitdruck ist, aber: gut gegangen!)

Gerade noch so rechtzeitig daheim angekommen, dass ich mich aus den Radklamotten schälen (bisschen heiss und nass war es innen drin, weil  es nicht genug geregnet hat von aussen, um die Gummikleider angemessen zu kühlen) und nach oben unters Dach hirschen konnte und mich in die Nachmittagsabendsmeetings stürzen konnte. Sansa fand das richtig, richtig grossartig, sie ist bei JEDEM Meeting vor der Kamera rumgeturnt und hat sich dann neben mich gesetzt und ganz wichtig in die Kamera geschaut, als wir über regulatory strategy diskutiert haben. War auch ein bisschen witzig, weil ich ja weiss, WIE gross die Screens im Büroturm sind und sie da bestimmt endlich mal so gross gesehen wurde, wie sie sich fühlt (ich musste übrigens auch lachen, als ALLE in dem grossen Meeting mir individuell geschrieben haben "Jöööö, Katze" und so, während dort eine hoch aufgehängte Diskussion stattfand. Als ob es keine Pandemie mit Homeofficepflicht gegeben hätte, wo Katzen und Hunde und Kinder und teilweise bekleidete Partner im Hintergrund zur Grundausstattung gehört haben!


Jetzt bin ich tatsächlich bereit für Feierabend, die Kinder sind, glaube ich, verschwunden zu Pfadihock und Mat-bereitlegen für das Pfila (immer noch nicht drüber weg, dass die Woche Pfingsten ist), ich mache ein bisschen Hauszeug (Wäsche, Ründchen, Essen vorbereiten, Gartenrechnung überprüfen und bezahlen), und dann schauen wir mal, welche Alpträume ich heute habe :-)


Montag, Mai 18, 2026

180526

 Ich weiss tatsächlich nicht, ob ich mit all der Klassenüberspringerei jemals ein Buch von Kafka gelesen habe. (Ich weiss, dass ich in die 11. Klasse kam, als sie mit der Kafka-Lektüre schon fertig waren und alles, was bei der Klasse hängen geblieben ist: der Deutschlehrer hat mehrere Stunden lang von “Alfred Kafka” geredet.. Naja.). Aber: ich weiss, wie man “kafkaesk” benutzt und auch, dass es sich v.a auf den “Prozess” bezieht (vllt auch noch auf die “Verwandlung”, aber damit bin ich wirklich am Ende).
Ich habe das Gefühl, bei der Arbeit in so einer kafkaesken Schleife gefangen zu sein.
Wir müssen als Produktteam eine Entscheidung treffen (lassen), meine Aufgabe dabei ist, zu sagen “Ja, technisch passt das, alles überprüft”. Dafür fehlen mir aber Inputs und zwar entscheidende. Stellen Sie sich vor, Sie planen die Versorgung der Welt mit einer neuen Joghurtsorte. Die Herstellung ist überhaupt nicht trivial, es gibt dröflzig verschiedene Schritte, es wird eher ein Spartenjoghurt, man wird nicht unendlich viel davon brauchen. Das Rührvolumen in den Kessel ist zwischendrin sehr, sehr niedrig. Aus Gründen müssen Sie aus der Molkerei, in der Sie bisher produzieren, raus, das ist ein bisschen sowas wie eine Versuchskäserei, da ist kein Platz für Marktproduktion. Sie suchen also eine neue Molkerei, mit der haben sie vor einem Jahr mal richtig en detail diskutiert, was für Spezialequipment es braucht, wie weit der Rührer runtergehen muss, wie man das Aloe-Vera-Aroma am besten dosiert, damit es nicht verklumpt und wie man die Dinkelspelzen mahlt, damit sie nicht im Hals kratzen. Es kam raus: hm, die Rührkessel sind bei der neuen Molkerei schon signifikant grösser als in der Versuchskäserei, aber der Joghurt wird ja schon ein richtig guter Joghurt, also, wenn wir pro Ansatz 1 Tonne Joghurt herstellen, geht sich das alles grad noch gut aus mit den Rührern und der Aloe Vera und den Spelzen. Dann wurde auf Businessseite weiterdiskutiert, man lernte über Zölle für Aloeverajoghurt, über neue Studien zu anderen, ähnlich schmeckenden Joghurts, die Disponenten fanden, sie würden lieber gerne 500kg Ansätze haben, und redeten mit dem Chef der anderen MOlkerei direkt, ganz ohne die Technik zu involvieren. Jetzt arbeiten wir als Aloevera-Joghurtteam auf einmal unter Hochdruck daran, die Entscheidung, zu dieser MOlkerei zu gehen, absegnen zu lassen und ich soll sagen, “Technisch ist alles ok, ich hab das überprüft”. Und zwar die 500kg Jopghurtproduktion. Ich habe allerdings nur die Info für 1000kg gesehen und das war grenzwertig wenig in den vorgeschlagenen Kesseln.
Seit sage und schreibe 3 Wochen versuche ich, herauszufinden, in welchen Anlagen die neue Molkerei nun die 500kg produzieren will. Weil: in denen für die 1000kg geht das nicht.
Als Antwort bekomme ich: “Keine Sorge, der Preis ist super”. Und “500kg passt richtig gut in unsere Spezialjoghurtstrategie, wir haben das abgeklärt” Und jedes Mal sage ich wieder: “Ok, schön und gut, aber in welchen Anlagen wollen sie das produzieren? Ich muss das vorher sehen, sonst kann ich keine Aussage dazu treffen.” und dann bekomme ich wieder Antworten wie “Vielen Dank für dein Summary” (ich habe kein fcking Summary geschrieben, ich habe gesagt, ich habe keine Ahnung, wie das klappen soll!!!) und “Die Preise sind super” (Mag sein, aber wenn man Preise offeriert, muss man doch angeben, wie man gedenkt, die zu erzielen, kann mir das mal endlich einer sagen?) und “Lad doch deine SMEs zu unserem nächsten Meeting ein” (das ändert nix, wenn die SMEs dabei sind, wenn ihr uns nicht sagt, wie sie die 500kg Joghurt rühren wollen).
Naja.
Immerhin wachsen mir noch keine Käferbeine.



Naaaaja.
Sonst: der Hübsche ist in Seoul angekommen, ging ein bisschen, weil in Kopenhagen das eingechekte Gepäck nochmal auf der Suche nach einem fälschlich dort gepackten iPad gefilzt werden musste (wie kann das sein? Ich gehe davon aus, dass nicht wirklich ALLE iPads jemals immer im Handgepäck sind. Wie stellt man fest, dass eines im Aufgabegepäck ist? Hat sich jemand hingestellt und gesagt" "Ups, mein Kind möchte Peppa Wutz schauen und jetzt ist das iPad im Frachtraum, könnte jemand bitte schauen gehen?" Oder wie? Und was ist dann mit dem iPad passiert? Und ist man irgendwie haftbar dafür, dass man drölfzig 100 Leute warten lässt und Anschlussflüge verpassen und den Flugplan durcheinanderwirft? Hat Kopenhagen überhaupt ein Nachtflugverbot? Offensichtlich nicht, weil das iPad war sicher kein medizinischer Notfall, wegen dem man eine Stunde NACH Mitternacht starten darf.
Ich bin einerseits erleichtert, dass ich Japan jetzt gebucht habe, aber andererseits ist das ja nur der Anfang und ich merke, wie sehr mich das aus meiner Komfortzone kickt. Ohne L. hätte ich vermutlich nie Asien gebucht, das reizt mich nicht so wirklich (Japan noch am ehesten), das Herz zieht mich da nicht wirklich hin, auf der anderen Seite habe ich ddie Sorge, alles falsch zu machen und die richtigen Sachen nicht zu sehen und überhaupt... naja.
Dann: heute die LT-Präsentation der Roadmap für mein eines Produkt. Als dritte überhaupt, da steckt viel Arbeit drin, das ganze ist sozusagen DAS Herzstück unserer ROlle, das muss schon gut sein. Ich hatte das als grossen Block auf meiner Jahresagenda, und dem Hübschen auch immer gesagt. "Ja, erst der Portfolio REview, das wird crazy, dann das mit der Taskforce, dann noch die Roadmap, aber dann wird es erstmal ein bisschen ruhiger, vielleicht". Und dann: war ich heute überhaupt nicht nervös (ich hatte das mit eh viel Vorarbeit, aber dann final in der Woche vor Auffahrt fertig gemacht), heute noch einmal die Storyline grad gebügelt, gegoogelt wie ich gleichzeitig online präsentieren kann UND meine Speakernotes sehen ("Presenter view", das war ja einfach), und dann war das Präsentieren tatsächlich einfach ein Genuss! (Trotzdem hat mich das Lob meines Chefs danach sehr gefreut). Wäre das also auch abgehakt.

Grösste Überraschung heute übrigens: dieses Wochenende ist Pfingsten. Ich hatte das für in drei, vier Wochen auf dem Radar, aber doch nicht JETt?! Naja, dann ist das so.

Sonntag, Mai 17, 2026

170526

 Eigentlich wollten wir (und dann irgendwann nur noch L. und ich) die Bergsaison heute einläuten und hatten eine Übernachtung auf dern Doldenhornhütte (zum Eröffnungswochenende nach dem Neubau) gebucht. Aber eben. Eisheilige, die ihren Namen verdienen und Schnee und Regen und kalt, also: nein. Wir haben fristgerecht storniert, waren eh beschäftigt mit Lernen und Üben für die letzte krasse Testwoche, aber raus wollten wir dann doch noch.

Heute sollte das Wetter ja besser sein, also habe ich uns eine Tour im Schwarzwald gesucht und zwar irgendwas "spektakuläres" (es musste ja den verpassten Oeschinensee halbwegs wettmachen). Also: Ravennaschlucht und dann noch ein bisschen länger. Wir waren dann doch zu dritt, sind um 8 daheim aufgebrochen und waren um kurz nach neun die zweiten auf dem Wanderparkplatz. Ich dachte erst noch: "Ja, soooooo überlaufen ist das dann doch nicht", aber als wir am Busparkplatz vorbeikamen, standen dort 8 Viking-Cruise-Busse, die ausgeladen wurde. (Kreuzfahrtschiffe und die Menschen damit fahren: dass es das einfach gibt und zwar immer mehr, zeigt schon, dass die Menschheit ihren Untergang echt verdient hat. Naja.) 

Das berühmte Viadukt, das ich tatsächlich nur von Bildern mit dem Weihnachtsmarkt drunter kenne, fand ich auf dem Hinweg dann gar nicht soooo beeindruckend, auf dem Rückweg dann fuhr gerade ein Zug drüber: das ist schon krass! (Überhaupt wäre die Zugstrecke da das Höllental schon eine beeindruckende Fahrt, glaube ich! Ich wurde schon ein bisschen nervös, als extra dastand, dass das jetzt der letzte Parkplatz vor dem Hölltental wäre und der hiesse "Tschuuderegg", weil man dort ins Höllental schauen kann und sich richtig fürchten).

Wir sind dann in die Schlucht gelaufen und waren erst tatsächlich ob der zig-Selfie-Chinesinnen not really amused, aber hey: nach 100m hatten wir die alle hinter uns gelassen und für die nächsten Stunden trafen wir genau niemanden mehr.

Die Schlucht ist malerisch, sehr hübsch, Wasserfälle, Mühle, Säge, Wasserfälle, Bach (viele neue Vögel für die Merlin-App). An der Ravenna-Säge ging es steil den Berg weiter nach oben bis zum Pikettfelsen (wir haben uns überzeugt, dass die Aussicht tatsächlich gut ist --> auf dem Feldberg hat es noch ziemlich viel Schnee). Als wir oben rauskamen, war ich ein bisschen (nicht ernsthaft) besorgt, dass dass das doch eine arg lange Runde werden würde, wir hatten nicht ansatzweise die Hälfte und waren schon eine Zeitlang unterwegs. Aber: die Strecke obenrum verlief dann fast eben, zT über Feldwege und kleine Strassen, an Weilern vorbei und dann irgendwann waren wir in Breitnau. Alle wären sehr froh umd ein echtes WC gewesen und einen Kuchen hätten wir auch gut vertragen. Ausserdem hatten wir keine 50Cent-Münze und die grossen Kinder hätten gern die Holzkugelbahn ausprobiert. Das einzige offene Cafe/Restaurant in Breitnau ist im Altersheim und so haben wir dort echt leckeren Kuchen und Birnenminzschorle gespeist (und vier Fuggerl bekommen). Wir sorgten für viel Aufsehen ("Ja, die wollen draussen sitzen, obwohl es kühl ist, die sind ganz raufgelaufen, denen ist warm!") :-)

Dann: Kugelbahnpause, im Ort ein bisschen verlaufen (wenn man sich wirklich bemüht, geht das), dann über Wiesen und immer kleinere Waldwege wieder nach unten, irgendwann landeten wir in der hinteren Ravennaschlucht. Ich packte meine Stöcke aus (es ging ziemlich steil bergab), erst kam uns eine Mountianbikerin (ohne e, sehr beeindruckend) entgegen, und ab der Ravennasäge.... ein ununterbrochener Strom an Turnschuh- und Ballerina"wanderern", die entweder aus Kreuzfahrtbussen ausgespuckt worden waren, Instagramtipps gefolgt waren oder auf Klassenreise waren. Das war ziemlich nervig (halt auch, weil keiner von denen mit Gegenverkehr auf schmalen Brücken oder PFaden umgehen konnte (aka: wer als erster auf der Brücke ist, geht rüber, man wartet auf der anderen Seite, bis frei ist, oder man lässt an Ausweichstellen vorbei) und einfach stumpf draufloslatschten. Krassester Typ: mit zwei Krücken und Turnschuhen. Ich meine: da geht es steile Treppen nach oben, der Pfad selber braucht auch eine gewisse Trittsicherheit. Naja.

Wieder unten war der Wanderparkplatz dementsprechend auch knallvoll, wir freuten uns auf einen antizyklischen Heimweg gegen den Rückereisestau aus Süden und es ging sich gerade noch aus, dass ich in Dreck und Speck aus dem Auto sprang und den Hübschen noch zur Bushaltestelle für die Abreise zum Flughafen (heute abend fliegt er nach Seoul) begleiten und ein paarmal fest drücken konnte.

Das war ein sehr, sehr gelungener Tag!








Samstag, Mai 16, 2026

160526

 Was für ein weirdes Gefühl, dieses lange Wochenende, das wegen Wetter so unverplant ist und auf der anderen Seite so in Warteposition (der Hübsche fliegt am So abend nach Seoul für eine Woche). Wetter via Webcam der halben Höhe der für heute eigtl geplanten Wanderung zeigt: war schon gut, das zu canceln respektive auf eine Tagestour wann anders zu verschieben.

Stattdessen: ausgeschlafen (bis halb acht, ich kann doch auch nichts dafür), dann Kaffee und Internet und Buch im Bett, dann ausgiebiges Frühstück.

Der Hübsche und ich haben dann unser Ründchen zeitig eingeschoben, passend zu dem Sturzregen, der uns auf halber Strecke erwischt hat. Naaaaaaja.

Dann Zeug wie Wäsche, mehr Wäsche, Rucksack packen für morgen, ein bisschen recherchieren für die Flüge nach Japan (dann kurz sehr überwältigt gewesen von all den Instavideos, die mir auf einmal reingespült werden mit "was wir gerne VOR Japan gewusst hätten" und "warum xyz total overrated ist" oder "warum xyz unverhandelbar ist" und meine Güte, ich weiss doch auch nicht). Immerhin weiss ich jetzt genau, welchen Flug wir nehmen werden (hallo, Helsinki!), welches Ticket wir buchen (das "Economy Plus" oder was auch immer, was für Kanada echt super war und echt bezahlbar, ist nach Japan einfach doppelt so teuer wie normal economy und sooooo viel toller ist es dann auch nicht. Die Kinder sagen "haben wir doch schon mal geschafft, keine grosse Sache" und in mir nicht der Ehrenschwabe beifällig.

Dann: noch ein bisschen Mathe- und Chemieunterstützung (es hat sich sehr befreiend angefühlt, 10 Seiten quantenphysikalische Herleitung des Orbitalmodells zu überblättern und zu sagen: "Das brauchen echt nur Physiker, wir machen da weiter, wo es die Böbbeli und Donuts gibt und dann malen wir Pfeile in Kästchen, das ist wie Sudoku". Und dann kam "Ach, soooooo! Jetzt macht das endlich mal Sinn" und ich hoffe sehr, sehr, dass das im Test auch hilft.

Abendessen: den roten Grünkohl mit Zitrone, Knoblauch, Chili Ottolenghimässig geschmort, dazu gebackenen Ricotta auf Tomaten und Oliven, ausserdem Lauch mit Butter, Zitrone und Miso, dazu frisches Brot, was will man mehr.

Jetzt freue ich mich auf eine warme Dusche, eine Folge "Friends and Neighbours" und morgen eine Runde Wandern ohne Schnee. Hoffentlich.

Freitag, Mai 15, 2026

150526

 Happy St Brück!

Aufgewacht heute nacht um drei und fast wäre ich liegengeblieben, bin dann aber zur Sicherheit doch aufs WC und ... fand Sansa, die gerade eine quicklebendige Maus unter dem Badschränkchen vorzog. Als ich die BAdtür zu machte, um all das zu containen (there: normalerweise hätte ich auch bei Toilettenbesuch in der NAcht offen gelassen.), setzte sie die Maus erstmal in die Dusche. Dort liess sie sich recht gut einfangen (die MAus) und Sansa war högschterfreut, als wir beide gemeinsam runtergingen, um vermtulich endlich mal gemeinsam mit der MAus zu spielen (Sie müssen jetzt mit all den Tippfehlern leben, ich war im strömenden Regen draussen und meine linke Hand ist saukalt und deshalb ein bisschen langsamer als die rechte). VOn wegen! Ich setze die MAus vor die Tür und entdeckte dabei eine zweite, bei der die Totenstarre schon eingesetzt hatte, auf der Fussmatte. Auch die musste raus, Sansa direkt hinterher, ich hörte die erste draussen quieken, aber naja, sie hätte ein paar Sekunden Vorsprung gehabt... naja. 

Ab dann wurde der Tag ruhiger. Ich schlief bis halb acht, meine Vogelapp zeichnete Bussard, Grauschnäpper und Turmfalken auf, Kaffee im Bett, gemütliches Frühstück, Wochenendeinkauf und dann die Bitte von L., ihm und Freundin beim Lernen für den nächste Woche anstehenden Testmarathon incl Mathe und Chemie zu helfen. Bitte an die Schule für die Zukunft: wenn die Parallelklassen bitte gerne in Zukunft gleichschnell voran machen könnten? So gibt es unterschiedliche Themen in CHemie (das findet bei mir statt und es gibt dazu Snacks) und Mathe (das gibt es beim Hübschen. Ohne Snacks). Lief aber gut (ich hatte verdrängt, wie schon quatschig das Bohrsche Atommodell ist, habe vllt ein Logikloch im radioaktiven Zerfall aufgedeckt, aber naja, ich gehe mal davon aus, dass es ein Denkfehler auf meiner Seite ist, zum Aufgaben korrekt lösen, reicht es auch so.)

Der Tag verging schneller als gedacht, dann schnell Pizzateig angesetzt und eine Runde durch den Wald bei strömendem Regen, aber hilft ja nix. Beim Rauskommen:




Und dann gibt es als ZUckerl noch ein neues Notizbuch, das alte habe ich mit Elektronenkonfigurationen vollgekritzelt.



Jetzt bitte bald Pizza, ich habe Hunger.

Donnerstag, Mai 14, 2026

140526

Feiertag (gestern noch dran gedacht, auch den 6Uhr-Wecker, der gstern wegen Gartenbauern, naja, noch an war, auszumachen), d.h ausgeschlafen bis ich kurz vor acht wach war (bisschen genervt, dass ich die Vogelstimmenaufnahme weggeklickt hatte, bevor ich die Neuzugänge speichern konnte. Und ihr denkt, IHR hättet Probleme)

Kaffee im Bett, dann bin ich Semmeln und Gipfeli holen zur Tankstelle gegangen, weil keiner der Jungs sich bewegte (und zumindest L. gg 10 das Haus verlassen wollte wegen zeitlich gebundenem Fantasy Basel Ticket).

Dann: gemütliches Frühstück, Nachricht vom Schwager, dass das Hotel ums Eck für den runden Geburtstag meiner kleinen Schwester doch wieder Zimmer hätte. Also: gebucht, das weiter weg storniert, dann verwundert gewesen, dass die Abbuchung in USD stattfindet und die Zimmerkategorien anders hiessen als vom Schwager gescreenshotted und realisiert, dass ich, wo ich immer so aufpasse, dass das eben nicht passiert, nicht beim Hotel direkt gebucht hatte, sondern bei "guestreservations.com". Kurz nachrecherchiert, ob das eine Scam-Bude ist: JA, und zwar verlangen sie irrwitzige Gebühren für "evtl zu überweisende Steuern und so", die egal, ob sie anfallen oder nicht, nicht zurückerstattet werden. Das war in unserem Fall mehr als 50% des Gesamtpreises für 2 Zimmer für eine Nacht. Immerhin hatte ich aufgepasst und vollstornierbar gebucht, also: Kommando zurück, storniert und dann direkt beim Hotel gebucht. Meine Güte....

Dann: in Aussicht auf Regen später aufs Rad geschwungen und gut eingepackt den Gemüsekorb abgeholt (auch: vor allen Bollerwagen"vätern", die die Radstrecke ja dann gern mit Glassscherben von Bierflaschen pflastern). Bin trocken geblieben und habe fette Beute gemacht:

DIE EIER, Romanasalat, Lauch, Rucola, Basilikum, Erdbeeren, Blumenkohl, Kohlrabi, Kartoffeln, Radieschenm Gurke, etwas, was ich recherchieren musste: es ist eine "rote" Sorte Grünkohl, man kann wohl auch die Stengel essen und sie schmeckt milder als der krause Grünkohl. Stelle es mir so vor: geschnetzelte Badmülleimertüten statt geschnetzelter neuer Ikeatasche, und noch ein heller Bataviasalat

Wieder daheim den Hübschen von der Arbeit abgeholt (klingt dramatischer als es ist: er wollte ein paar Schritte machen und hat sich sein K-ESTA im Büro ausgedruckt. Jetzt wo ich das schreibe, frage ich mich, warum er das nicht daheim gemacht hat. Schritte schön und gut, aber wir haben doch einen Drucker?! Habe gestern da nämlich den Gesundheitsbogen für den Kraulkurs ab Sommer ausgedruckt, er geht und macht und tut).

Naja.

Jetzt kurzes Sportründchen, dann Chillaxen, bis wir zum Lasagneessen gehen, das klingt nach einem entspannten Feiertag!

Mittwoch, Mai 13, 2026

130526

Weil jemand richtig rangeklotzt hat die letzte Woche, hat jemand heute tatsächlich schon auch vormittags frei, wie geplant (Auffahrt ist ja ein Riesending hier arbeitstechnisch, wir haben Mittwoch nachmittag und den ganzen Freitag offiziell frei, die Kinder immerhin den Freitag). Nur noch ein winziger Review für meinen Chef zum Frühstück. Das hat übrigens recht früh stattgefunden, weil: heute ist Garten.

Die Gartenbauer sollten ja, Sie erinnern sich, längstens fertig sein, bei der Abnahme war der Chef aber unserer Meinung, dass das halt alles nicht fertig und, das, was fertig ist, nicht gut ist, deshalb wurde uns zum ersten Rasenschnitt eine Nacharbeit angekündigt. Das wurde für heute angesagt, ich habe gestern wegen mittlerwem Wetter nachgefragt, aber ja: heute. 

Ich weiss ja, was alles ansteht (einen Baum wieder ausgraben und höher einsetzen, dafür muss der Rasen aufgeschnitten und wieder zugeklebt werden, dann den vergessenen Terrassenabschluss mauern, die zwei fehlenden, weil verschnitten, Platten verlegen, die eine Platte, die viel zu tief liegt, auf die gleiche Ebene wie die anderen legen, die wackelnden und klackernden 40% der Platten so verlegen, dass sie nichts von all dem tun und dann natürlich: die drei Bäumchen, die neben drei lockeren, schiefen, krummen Drähten stehen, die an zwei unterschiedlich ausgeführten Holzpfählen hängen, in ein Obstspalier verwandeln. 

Ich habe auch die Arbeitsgeschwindigkeit des Teams bisher gesehen und war (und bin) sehr, sehr skeptisch, ob das alles in einem Tag zu schaffen ist.

Ich bin auch davon ausgegangen, dass sie halt, wie bisher, zwischen sieben und halb acht auftauchen. Deshalb (unter anderem) bin ich an meinem FREIEN TAG um sechs aufgestanden. Um viertel nach sieben schickte der Chef eine WA Nachricht: "Wir kommen um 2". Ich atmete und meinte "Ok". Und leitete (vermeintlich) die NAchricht mit diesem Smiley, der die Zähne zusammenbeisst und breit ohne richtiges Lachen grinst und ein bisschen irre aussieht, an den Hübschen weiter. Naja. Tatsächlich habe ich sie (zum ersten Mal ist mir sowas passiert) als Antwort an den Gartenchef geschickt. Immerhin hat er gefragt, ob das wirklich passt bei uns. (Und darauf wäre die richtige Antwort vermutlich gewesen: "Ja, Sonne geht ja auch erst um neun unter UND die Gartenbeleuchtung funkioniert astrein, sie können also wirklich so lang machen, wie sie halt brauchen, bis das alles fertig ist.")

Wir werden sehen.

Dann also: Sportründchen, unter der Dusche merken, dass die Putzhilfe die Regendusche nicht (mehr?) entkalkt), das also dokumentiert und erledigt, dann noch einen Scamanruf von "Amazon" bekommen (anscheinend wollen sie irgendwas mit "Gift Cards" und Verification codes, aber dazu kam es wie beim letzten Mal schon nicht, dass mir das erklärt wurde, weil trotz (weil?) meines aktiven Zuhörens, als der Sachverhalt geschildert wurde, vor irgendeiner Conclusion oder Forderung halt einfach aufgelegt wurde. Das sind mir schon so lifestyle-Scammer!

In der Zwischenzeit lade ich meinen Knochenkopfhörer voll mit neuen Podcasts, bin überrascht, dass Q. das Haus überhaupt nicht verlässt, doch, zum Radlschrauber, aber nicht zur Uni, weil Protokollschreiben und Vorlesung online angucken reicht für heute. Bin noch überraschter, als L. auftaucht, er hat 4 Lektionen Mittagspause und verbringt die zu Hause beim Roboterbauen.

Um eins tauchen die Gartenleute auf (ok, was?!), respektive nur eine Gartenperson, nämlich der Projektleiter. Er bastelt und macht und naja, ich bin gespannt. (Ich will nur, dass es fertig ist.)

Ich bereite für unsere Einladung bei Freunden/Kollegen morgen ein Rhabarberschichtdessert vor (wie imemr: zu grosse Gläser zu voll), erfahre pikante Hintergrundinfos zu einigen Arbeitsthemen, schnipple für das Abendessen heute jede Menge Gemüse (ich habe Lust auf irgendeine asiatisch angehauchte Pfanne mit Tofu drin), programmiere den Reiskocher, storniere die Hüttenübernachtung am Wochenende, checke Flüge nach Osaka (es "geht"), wasche eine Ikeatasche voller Geschirrtücher und Putzlappen aus dem Pfadihaus (viel besser, das alle heilige Zeit zu machen, als verschwitzte Sporttrikots und -socken für die ganze Mannschaft), und irgendwie fühlt der Tag sich verdandelt an. Naja. Wenn der Garten am Schluss ok ist, soll es mir recht sein. )



Ich bin zwischendrin mehr als skeptisch (Jonny is högscht erfreut über neue Sandbad-Optionen), aber: der Projektleiter fixt ALLES in ein paar Stunden. Der Baum, der zu tief stand ist, ist jetzt auf derselben Ebene, der Beetabschluss ist fertig, alle Platten sind drin und keine wackelt oder döngelt, das Spalier ist nicht das schönste der Welt und die Bäume müssen noch hingezüchtet werden, aber es ist ein Spalier und die Bäume sind schon mal dran. Uff. Der mittlere hat sogar schon Babybirnen, das wird. Ich merke, wie sehr mir das alles auf der Seele lag (ganz besonders: wie stinkig sind die Leute, die ihre eigene Arbeit nochmal nachkorrigieren müssen? Wie sag ich, wenn es hinterher immer noch doof ist?), aber hey: nicht nur passt jetzt alles, nein, er hat sich auch für die Umstände und den Frust zwischendrin entschuldigt, es wurde intern aufgearbeitet, sie haben im Moment eine nicht ganz einfache Geschäftssituation, was auch immer das bedeutet, es hätte nicht so sein sollen und wenn noch irgendwas ist, kommt er jederzeit. Also. Schwamm drüber, fertig. Der Sommer kann kommen (also: mittelwarm gern) 

Hach





(Was ich übrigens verpennt habe: die Kinder haben heute Abteilungshock und dann -plausch, d.h. essen nicht daheim und ich habe für "who knows, ob wir zu viert oder zu fünft essen, ich mach mal genug für alle Eventualitäten" geschnippelt und vorbereitet. Kann man ja aufwärmen.)

Wunschlistenfrage:

Haben Sie Restaurantempfehlungen für Vegetarier in Basel für einen freien Abend nach ein paar Workshoptagen?

Aber sicher! Ich gehe mal davon aus, dass es kein "rein" vegetarisches Restaurant sein muss / soll, sondern eins, etwas jenseits von Käsespätzle oder Spinatravioli oder Pizza Margarita auf der Karte hat. Es kommt wie immer darauf an, was man mag (und wieviel man bereit ist, zu investieren).

  • Das Roots ist mein absoluter Favorit, wenn es an fine dining / Sterneküche geht. Spontan bekommt man eher nix vermutlich und günstig ist auch anders. Aber zum Geniessen ungeschlagen!
  • Der / Das "Lauch" ist rein veganes fine dining und das möchte ich UNBEDINGT ausprobieren, war ich aber noch nicht.
  • Das Rubino bietet ein Überraschungsmenü, das geht immer auch vegetarisch, das ist auch richtig gut.
  • Dann, weniger edel, mehr relaxed, das kann je nach Anlass ja auch besser passen:
  • Lily's (nicht, wenn man im Stress irgendwo hin muss, die sind sehr verplant, was den Service angeht, aber das Essen und die Getränke sind super): asiatisch
  • Nooch: auch asiatisch, zwischen Barfi und Marktplatz
  • Booh: same :-), bis auf die Location
  • Cartel: Mexikanisch (kein Texmex), vegi Auswahl limitiert, aber super
  • Don Camillo: Fokus auf  Vegi, in einer alten Brauerei, ist abends auch unter der Woche oft ausgebucht, weil halt direkt ums Eck der Roche-Türme
  • Alchemist: direkt an der Schifflände: das Konzept ist sehr, sehr nett und liebevoll gemacht, Präsentation 1a. Essen und Getränke sind halt leider tatsächlich eher lala bis langweilig bis auf die Optik. Ist aber ein Event :-)
Ganz vegetarisch gibt es natürlich noch das Tibits, aber das finde ich tatsächlich eher so mittel, weil ich kein so ein Buffetfan bin.

Dienstag, Mai 12, 2026

120526

 Whoosh, schon ist die Arbeitswoche wieder vorbei (wir schauen übrigens jetzt "Beef 2", das ist das Gegenteil von einer Feelgood Serie, aber ich finde es schon richtig, richtig gut. Auch die erste Staffel war super. Und wenn Sie die zweite Staffel gesehen haben, wissen Sie, welche Folge wir gestern gesehen haben.)

Heute morgen bin ich im strömenden Regen zur Arbeit geradelt und habe dann beim Schwimmen den Luxus genutzt, dass es mehr als genug Schränke für alle gibt und man kein Pfand oder irgendwas braucht, und zwei nebeneinanderliegende genommen, in einen meine trockenen Klamotten und die Schwimmtasche reingetan, in den anderen alles Nasse (das ich dann danach in der Umkleide zum Trocknen aufgehängt habe), das war schon sehr praktisch. Auch praktisch: das Parken innendrinnen, so konnte ich nämlich meine Handschuhe und Überschuhe direkt am Rad trocknen lassen.

Schwimmen: der Delphinmann war wieder da und hat alle Wasser schlucken lassen. Aber ich glaube, ich habe ihn von der geteilten Bahn vertrieben, weil ich ihn (unabsichtlich, und er hat es halt auch verdient) die Seite lang gekratzt habe und das kam so: ein anderer Mann und ich und der Delphinmann schwammen auf einer Bahn, wie das halt so üblich ist, wenn drei sich eine Bahn teilen: im Kreis gegen den Uhrzeigersinn. Der Delphinmann musste dann unbedingt den anderen Mann überholen, als wir alle auf gleicher Höhe waren und naja, selber schuld, seine erratischen Bewegungen waren auch nicht vorherzusehen, habe ich ihn halt mit einem langen Brustzug mit der linken Hand gekratzt. Danach hat er die Bahn verlassen und der andere Mann hat dann extra auf mich gewartet am Bahnende, um zu klären, dass wir jetzt, so lang wir zu zweit sind, nicht im Kreis schwimmen müssen, sondern jeder seine Hälfte beschwimmt. Ich hätte das eh selbstverständlich gefunden und kratze ja auch normal nicht.

Dann: beschwingter Arbeitstag, war tatsächlich gut. Und zwar so gut, dass ich (nicht nur heute, halt auch letzte Woche) alles durchgepowert hatte, was ich befürchtet hatte, evtl morgen noch erledigen zu müssen und so habe ich jetzt ein richtig, richtig langes Wochenende vor mir. Einzige downside: eigentlich wollten L. und ich ja Samstag/Sonntag in die Berge gehen mit Hüttenübernachtung und jetzt ist halt da Schnee / Regen / kalt und während L. meint "Cool, Schnee in den Bergen, voll schön" finde ich das zum Wandern halt nicht und so werde ich die Hütte stornieren und wir werden eher am Sonntag in den Schwarzwald gehen. Passt ganz gut dazu, dass L. nächste Woche die letzten drei Tests des Schuljahres hat und noch einiges lernen muss, auch Geschichte, ich hoffe, es geht nicht schon wieder um Napoleon in der Schweiz, Schwerpunkt Grossbasel oder so.

Montag, Mai 11, 2026

110526

 Kurze Woche gestartet mit kurzer Nacht (ich konnte ewig nicht eingschlafen, lag um halb eins noch wach und am viertel nach vier wieder. Dabei ist der stresslevel deutlich niedriger als die letzten Wochen?!). 

Der Tag versprach ein nasser Radltag zu werden, aber  der Hinweg war noch nahezu trocken. (Wenig Verkehr, also noch weniger als sonst um kurz nach sechs, vermutlich machen viele die kurze Woche zu einer ganz freien Woche).

Schwimmen war super, ich bin bei der letzten Folge der diesmal draufgeladenen Ladung Podcasts angekommen. Morgen höre ich den noch fertig, dann bespiele ich die Knochenkopfhörer neu.

Arbeitstag startet dann direkt mit Alignmentmeeting mit meinem Chef, mal ein anderes Thema als die letzten Wochen, das ist auch gut. Wir sind ein bisschen (ich hoffe, nicht zu viel) in den Cleanup der Dinge involviert, die entweder signifikant dazu beigetragen haben, dass meine alte Gruppe beerdigt wurde, oder aber, deren Outcome dazu genutzt wurde, eben diese Beerdigung zu besiegeln. Dementsprechend unentspannt bin ich da, und jetzt muss ich meinen Chef in einem Meeting mit ganz ganz oben vertreten. (Habe jetzt gelernt, was ich wie in welchen Ebenen sagen kann und es ist hilfreich und transparent, und in welchen Ebenen nicht.).

Dann ein Maintenance run: ich habe das endlich wieder lieferbare (teure Originator) Migränemedikament aus der Apotheke abgeholt. Die Generika sind bis nächsten April nicht lieferbar und ich musste ein bisschen lachen: Originatormedikamentenpackungen schauen bei einem gewissen Ursprungsalter so, so, so anachronistisch aus.... ich bin grad ein grosser Fan "unserer" nie modern aussehenden, aber deshalb auch nicht wirklich alt aussehenden Schachteln. Dem hier merkt man schon sehr an, dass das Patent nicht erst gestern abgelaufen ist....


Dann ging es weiter zum Zahnarzt, dem Knacken und Knirschen und Kieferausrenken Herr werden. Er war angemessen beeindruckt von den Knirschgeräuschen, die ich schon gar nicht mehr wahrnehme, und dem Blockieren und den kaum existenten Schmerzen in den Muskeln. Ich werde an den Kiefergelenkspapst der Unizahnklinik überwiesen, der auch Q. schon seine Beissschiene gemacht hat. Für zwischendrin wurden mir Massagetechniken gezeigt (ja, hm, vllt mache ich das auch nicht, ich glaube, das was ich ertaste, sind Knochen, keine Muskeln und ausserdem mag ich mir nicht so im Mund rumfummeln und sabbern.) und wie ich meinen Unterkiefer wieder einrenken kann, wenn es nicht mit hin und her nackeln geht, wie aktuell. (Wichtig: Zeigefinger beide dick in Küchenrolle einpacken und dann den Unterkiefer so weit nach unten ziehen, wie es geht. Dann schnappt er wieder ins Gelenk und der Kiefer auch zu, deshalb muss man die Finger eingepackt haben, sonst verletzt man sich da sehr.).

Damit sind jetzt die offenen Gesundheitsthemen geregelt oder wenigstens angestossen.

Rest des Tages: mit meinem Chef endlich mal über mein eines Produkt geredet (Sie erinnern sich vllt nicht, ich aber schon: nächste LT Präsentation nächsten Montag), er war sehr schockiert ob der AI generierten Infografik in Glücksbärchenoptik. Er kennt mich also doch nicht so gut, wie ich dachte, weil er hatte wirklich ernsthaft Sorge, dass ich das nehmen würde. 

Dann: Produktteammeeting, Austausch mit meiner Lieblingskollegin, heimradeln so, dass mich der maximal krasse Sturzregen erwischte. Regenklamotten machten ihren Job, das ist gut.

Jetzt bin ich sehr hungrig, aber die MOntagspizza und der MOntagssalat sind gleich fertig.


Sonntag, Mai 10, 2026

100526

 Ausgeschlafen, das war nötig (und am fünf die Merlin-App laufen lassen: sehr beeindruckend, was an Vögeln hier rumschwirrt und wie dominant die doofen Spatzen am Futterhäuschen sind.).

Kaffee im Bett, dann Frühstück auf der Terrasse und ein Waldspaziergang mit dem Hübschen (noch mehr Vögel! Mittlerweile habe ich 27 verschiedene, Biodiversität in der Agglo ftw!)

Ausserdem: Küchenzeug, nämlich die schon etwass gummigen gelben Beten und die Ringelbete (Wie die Kaltmamsell sagt: Instabete) mit Meerrettich zum Fermentieren eingelegt. Und den Kombuchapilz mal wieder versucht wiederzubeleben. Die letzten beiden Versuche sind mir leider jeweils in der zweiten Runde geschimmelt, sieht so aus, als ob ich gar nicht so gut in sterile filling und so wäre, wie ich denke. Dann hatte ich richtig Lust auf Zimtschnecken (also: welche essen, nicht so sehr welche backen, aber gut, das ist was, was auch eher auf Autobpilot geht), die gab es dann draussen auf dem neuen Schaukelstuhl mit Buch und Kaffee, schon schön!

L. kam zurück vom Hike, er ist 40km gelaufen und möchte nächstes Jahr vllt den 100km Siechenmarsch machen. Heute hatte er "noch ein bisschen arg viel Energie" und ist erst mit dem Hübschen ins Gym und dann mit mir noch eine Runde in den Wald (er ist auch mit der Merlin-App angefixt). Die Blätter haben allerdings so sehr gerauscht und der Regen kam, so dass wir nicht mehr ganz so viele erkannt haben. Aber L. hat einen "Waldbaumläufer" aufgezeichnet, den hatte ich zB noch nicht. Mal sehen, wie lang die Begeisterung bei uns beiden anhält!

Abendessen: Pasta mit grünem Spargel und Cocktailtomaten, das könnte ich in der Saison einfach jeden Tag essen (die Jungs entscheiden sich für Carbonara, auch ok)

Morgen dann: kurze Woche, ich hoffe,  das Wetter am Mi ist den Gartenbauern genehm, um die Terrasse zu fixen und es wird am Wochenende deutlich besser als vorhergesagt, L. und ich wollten doch auf eine Bergtour gehen. Aktuell sagte es zwischen -1 und 6 Grad und Schnee/ Regen. (Parallel checkt der Hübsche das Wetter in Seoul --> 30°C, da fliegt er nämlich in einer Woche für eine Woche hin, recht spontan...)

Samstag, Mai 09, 2026

090526

 Heute relativ früh aufgestanden, L. hat sich als einziger heute zur Hike Challenge der Pfadis mit aufgemacht (Q. ist ja noch ein bisschen angeschlagen und hat sich gsd dafür entschieden, daheim zu bleiben) und direkt mal einen Morgenkaffee auf der Terrasse in meinem neuen schönen Gartenschaukelstuhl zu trinken, den ich doch gestern noch geholt habe. So schön und gemütlich! (Mit Schmackes noch eine Glasflasche Serum auf den Terrassenfliesen zerschmettert, das war eher so mittel).



Dann: Frühstück auf der Terrasse, ein bisschen Häuslichkeit (Wäsche abhängen, waschen, aufhängen, Betten ab- und beziehen). Es ist alles unter Kontrolle, aber ich merke, wie mich die letzten intensiven Arbeitswochen mich anstrengen: auch gestern bin ich beim Anime-Schauen auf dem Sofa kurz nach 10 schon sehr sehr müde geworden und dann noch vor 11 eingeschlafen wie ein Stein. Ich dachte am Mittwoch schon, dass die LT. Präsentation irgendwann letzte Woche gewesen sein müsste, aber nein, das war erst diesen Montag (ich war zwischendrin nochmal bei zwei Governance Boards, habe zwei weitere Präsentationen für die Woche nach Auffahrt vorbereitet, naja, warum bin ich wohl müde?)

Anyway.

Heute war Ausflugszeit, ich hatte nämlich gesehen, dass letzte und diese Woche am Samstag die Halbinsel am Zuger See, die normal für die Öffentlichkeit geschlossen ist, weil halt in Firmenbesitz, im Rahmen des "Tag der offenen Parks" für alle offen ist. Ich war schon lang nicht mehr dort (und nie zu "schönen Zeiten", immer im Herbst oder Winter, wo es halt kalt und grau ist) und wollte das mal dem Hübschen zeigen.

Also sind wir nach Rotkreuz gefahren, haben, wie angewiesen, am Bahnhof geparkt und sind mit allen anderen mit dem Bus rausgefahren. Es war schon echt schön, es wirkt aus der Zeit gefallen mit den riesigen Ländereien und Gartenanlagen (Rhododendren, Thujawald, Bambuswald, Teich, Gärtnerei zur Selbstversorgung, Schloss, Reitstall, japanischer Garten und Hüttchen).

Was skurril war: alle Gebäude waren abgeschlossen und nicht zugänglich (ich hatte mich noch gefragt, wie man das aus legal Sicht regeln will), deshalb war es (für den Hübschen, ich habe ja eher so eine Pferdeblase) echt tricky, ein WC zu finden. Oder eine einsame Stelle im Wald, es gab zwar viel Wald und Bäume, aber wenig Einsamkeit. 

Sonst: ich habe nicht mal in Bayern auf dem Land zu Ostern mich als Vegetarierin so ignoriert gefühlt. Es wurde eine Grillstation und Kuchenverkauf angekündigt. 

Das war das Menü der Grillstation und ich wäre tatsächlich mit Brot und Kartoffelsalat zufrieden gewesen, aber nach 15min Anstehen (und Münzenzählen, wir waren nicht sicher, ob Kartenzahlung gehen würde --> tats auch nicht, aber Twint) wurde mitgeteilt: Kartoffelsalat ist aus, aber ich könnte mir eine Scheibe Brot nehmen. Ich habe dankend abgelehnt und bin zum Kuchenstand weitergegangen. Dort war die Schlange schon verdächtig kurz, es gab noch Kaffee Creme und Raketenglace. Also:  für mich eine halbe Cola und zwei FItzel Brot vom Hübschen mit ein bisschen Senf (den letzten Klacks, den es gab). Ich war nicht besonders hungrig und deshalb recht milde gestimmt, so habe ich mich nur über den nichtexistenten Geschäftssinn der Metzgerei und des Turnvereins gewundert: das gleiche war letzte Woche schon, heute wie letzte Woche war TRAUMWETTER, da kann man doch nicht zur Halbzeit nichts mehr zu essen haben?


Thujawald von innen mit Grössenvergleich




Wie sag ichs: nicht unbedingt schön, aber sehr bunt. Und sehr viel davon.







Es täuscht: Japanhäuschen, kein WC

Grosser Fisch in kleinem Teich

Nochmal kurz gucken, wie Spalier richtig geht




Naja. Gab es danach im tristen Spar am Bahnhof in Rotkreuz ein Eis für mich (und geschenkte Toblerone Pralinen).

Sonst: des Hübschen Kollege hat mir via ihm die App "Merlin" empfohlen (vom Cornell Institut of Orntithology), in der man über das Handymikro Vögel identifizieren kann und wie bei Pokemon Go sammeln. Ich habe bei uns im Garten angefangen und halt Spatzen, Amseln, Rotkehlchen und Star beim Frühstück "gefangen". Auf der Halbinsel kamen noch 12 andere Vogelarten dazu, vom Zilpzalp über die Mittelmeermöwe zum Sommergoldhähnchen. (ich vermute ja, das ist eine CIA App, in der einfach die gane Welt abgehört wird).

Abendessen: Mangold Pie (ich kann Mangold als Wähe oder Quiche nicht mehr sehen und habe das Gefühl, wir werden bis Weihnachten jede Woche Mangold im Gemüsekorb haben)