Montag, Mai 18, 2026

180526

 Ich weiss tatsächlich nicht, ob ich mit all der Klassenüberspringerei jemals ein Buch von Kafka gelesen habe. (Ich weiss, dass ich in die 11. Klasse kam, als sie mit der Kafka-Lektüre schon fertig waren und alles, was bei der Klasse hängen geblieben ist: der Deutschlehrer hat mehrere Stunden lang von “Alfred Kafka” geredet.. Naja.). Aber: ich weiss, wie man “kafkaesk” benutzt und auch, dass es sich v.a auf den “Prozess” bezieht (vllt auch noch auf die “Verwandlung”, aber damit bin ich wirklich am Ende).
Ich habe das Gefühl, bei der Arbeit in so einer kafkaesken Schleife gefangen zu sein.
Wir müssen als Produktteam eine Entscheidung treffen (lassen), meine Aufgabe dabei ist, zu sagen “Ja, technisch passt das, alles überprüft”. Dafür fehlen mir aber Inputs und zwar entscheidende. Stellen Sie sich vor, Sie planen die Versorgung der Welt mit einer neuen Joghurtsorte. Die Herstellung ist überhaupt nicht trivial, es gibt dröflzig verschiedene Schritte, es wird eher ein Spartenjoghurt, man wird nicht unendlich viel davon brauchen. Das Rührvolumen in den Kessel ist zwischendrin sehr, sehr niedrig. Aus Gründen müssen Sie aus der Molkerei, in der Sie bisher produzieren, raus, das ist ein bisschen sowas wie eine Versuchskäserei, da ist kein Platz für Marktproduktion. Sie suchen also eine neue Molkerei, mit der haben sie vor einem Jahr mal richtig en detail diskutiert, was für Spezialequipment es braucht, wie weit der Rührer runtergehen muss, wie man das Aloe-Vera-Aroma am besten dosiert, damit es nicht verklumpt und wie man die Dinkelspelzen mahlt, damit sie nicht im Hals kratzen. Es kam raus: hm, die Rührkessel sind bei der neuen Molkerei schon signifikant grösser als in der Versuchskäserei, aber der Joghurt wird ja schon ein richtig guter Joghurt, also, wenn wir pro Ansatz 1 Tonne Joghurt herstellen, geht sich das alles grad noch gut aus mit den Rührern und der Aloe Vera und den Spelzen. Dann wurde auf Businessseite weiterdiskutiert, man lernte über Zölle für Aloeverajoghurt, über neue Studien zu anderen, ähnlich schmeckenden Joghurts, die Disponenten fanden, sie würden lieber gerne 500kg Ansätze haben, und redeten mit dem Chef der anderen MOlkerei direkt, ganz ohne die Technik zu involvieren. Jetzt arbeiten wir als Aloevera-Joghurtteam auf einmal unter Hochdruck daran, die Entscheidung, zu dieser MOlkerei zu gehen, absegnen zu lassen und ich soll sagen, “Technisch ist alles ok, ich hab das überprüft”. Und zwar die 500kg Jopghurtproduktion. Ich habe allerdings nur die Info für 1000kg gesehen und das war grenzwertig wenig in den vorgeschlagenen Kesseln.
Seit sage und schreibe 3 Wochen versuche ich, herauszufinden, in welchen Anlagen die neue Molkerei nun die 500kg produzieren will. Weil: in denen für die 1000kg geht das nicht.
Als Antwort bekomme ich: “Keine Sorge, der Preis ist super”. Und “500kg passt richtig gut in unsere Spezialjoghurtstrategie, wir haben das abgeklärt” Und jedes Mal sage ich wieder: “Ok, schön und gut, aber in welchen Anlagen wollen sie das produzieren? Ich muss das vorher sehen, sonst kann ich keine Aussage dazu treffen.” und dann bekomme ich wieder Antworten wie “Vielen Dank für dein Summary” (ich habe kein fcking Summary geschrieben, ich habe gesagt, ich habe keine Ahnung, wie das klappen soll!!!) und “Die Preise sind super” (Mag sein, aber wenn man Preise offeriert, muss man doch angeben, wie man gedenkt, die zu erzielen, kann mir das mal endlich einer sagen?) und “Lad doch deine SMEs zu unserem nächsten Meeting ein” (das ändert nix, wenn die SMEs dabei sind, wenn ihr uns nicht sagt, wie sie die 500kg Joghurt rühren wollen).
Naja.
Immerhin wachsen mir noch keine Käferbeine.



Naaaaja.
Sonst: der Hübsche ist in Seoul angekommen, ging ein bisschen, weil in Kopenhagen das eingechekte Gepäck nochmal auf der Suche nach einem fälschlich dort gepackten iPad gefilzt werden musste (wie kann das sein? Ich gehe davon aus, dass nicht wirklich ALLE iPads jemals immer im Handgepäck sind. Wie stellt man fest, dass eines im Aufgabegepäck ist? Hat sich jemand hingestellt und gesagt" "Ups, mein Kind möchte Peppa Wutz schauen und jetzt ist das iPad im Frachtraum, könnte jemand bitte schauen gehen?" Oder wie? Und was ist dann mit dem iPad passiert? Und ist man irgendwie haftbar dafür, dass man drölfzig 100 Leute warten lässt und Anschlussflüge verpassen und den Flugplan durcheinanderwirft? Hat Kopenhagen überhaupt ein Nachtflugverbot? Offensichtlich nicht, weil das iPad war sicher kein medizinischer Notfall, wegen dem man eine Stunde NACH Mitternacht starten darf.
Ich bin einerseits erleichtert, dass ich Japan jetzt gebucht habe, aber andererseits ist das ja nur der Anfang und ich merke, wie sehr mich das aus meiner Komfortzone kickt. Ohne L. hätte ich vermutlich nie Asien gebucht, das reizt mich nicht so wirklich (Japan noch am ehesten), das Herz zieht mich da nicht wirklich hin, auf der anderen Seite habe ich ddie Sorge, alles falsch zu machen und die richtigen Sachen nicht zu sehen und überhaupt... naja.
Dann: heute die LT-Präsentation der Roadmap für mein eines Produkt. Als dritte überhaupt, da steckt viel Arbeit drin, das ganze ist sozusagen DAS Herzstück unserer ROlle, das muss schon gut sein. Ich hatte das als grossen Block auf meiner Jahresagenda, und dem Hübschen auch immer gesagt. "Ja, erst der Portfolio REview, das wird crazy, dann das mit der Taskforce, dann noch die Roadmap, aber dann wird es erstmal ein bisschen ruhiger, vielleicht". Und dann: war ich heute überhaupt nicht nervös (ich hatte das mit eh viel Vorarbeit, aber dann final in der Woche vor Auffahrt fertig gemacht), heute noch einmal die Storyline grad gebügelt, gegoogelt wie ich gleichzeitig online präsentieren kann UND meine Speakernotes sehen ("Presenter view", das war ja einfach), und dann war das Präsentieren tatsächlich einfach ein Genuss! (Trotzdem hat mich das Lob meines Chefs danach sehr gefreut). Wäre das also auch abgehakt.

Grösste Überraschung heute übrigens: dieses Wochenende ist Pfingsten. Ich hatte das für in drei, vier Wochen auf dem Radar, aber doch nicht JETt?! Naja, dann ist das so.

Sonntag, Mai 17, 2026

170526

 Eigentlich wollten wir (und dann irgendwann nur noch L. und ich) die Bergsaison heute einläuten und hatten eine Übernachtung auf dern Doldenhornhütte (zum Eröffnungswochenende nach dem Neubau) gebucht. Aber eben. Eisheilige, die ihren Namen verdienen und Schnee und Regen und kalt, also: nein. Wir haben fristgerecht storniert, waren eh beschäftigt mit Lernen und Üben für die letzte krasse Testwoche, aber raus wollten wir dann doch noch.

Heute sollte das Wetter ja besser sein, also habe ich uns eine Tour im Schwarzwald gesucht und zwar irgendwas "spektakuläres" (es musste ja den verpassten Oeschinensee halbwegs wettmachen). Also: Ravennaschlucht und dann noch ein bisschen länger. Wir waren dann doch zu dritt, sind um 8 daheim aufgebrochen und waren um kurz nach neun die zweiten auf dem Wanderparkplatz. Ich dachte erst noch: "Ja, soooooo überlaufen ist das dann doch nicht", aber als wir am Busparkplatz vorbeikamen, standen dort 8 Viking-Cruise-Busse, die ausgeladen wurde. (Kreuzfahrtschiffe und die Menschen damit fahren: dass es das einfach gibt und zwar immer mehr, zeigt schon, dass die Menschheit ihren Untergang echt verdient hat. Naja.) 

Das berühmte Viadukt, das ich tatsächlich nur von Bildern mit dem Weihnachtsmarkt drunter kenne, fand ich auf dem Hinweg dann gar nicht soooo beeindruckend, auf dem Rückweg dann fuhr gerade ein Zug drüber: das ist schon krass! (Überhaupt wäre die Zugstrecke da das Höllental schon eine beeindruckende Fahrt, glaube ich! Ich wurde schon ein bisschen nervös, als extra dastand, dass das jetzt der letzte Parkplatz vor dem Hölltental wäre und der hiesse "Tschuuderegg", weil man dort ins Höllental schauen kann und sich richtig fürchten).

Wir sind dann in die Schlucht gelaufen und waren erst tatsächlich ob der zig-Selfie-Chinesinnen not really amused, aber hey: nach 100m hatten wir die alle hinter uns gelassen und für die nächsten Stunden trafen wir genau niemanden mehr.

Die Schlucht ist malerisch, sehr hübsch, Wasserfälle, Mühle, Säge, Wasserfälle, Bach (viele neue Vögel für die Merlin-App). An der Ravenna-Säge ging es steil den Berg weiter nach oben bis zum Pikettfelsen (wir haben uns überzeugt, dass die Aussicht tatsächlich gut ist --> auf dem Feldberg hat es noch ziemlich viel Schnee). Als wir oben rauskamen, war ich ein bisschen (nicht ernsthaft) besorgt, dass dass das doch eine arg lange Runde werden würde, wir hatten nicht ansatzweise die Hälfte und waren schon eine Zeitlang unterwegs. Aber: die Strecke obenrum verlief dann fast eben, zT über Feldwege und kleine Strassen, an Weilern vorbei und dann irgendwann waren wir in Breitnau. Alle wären sehr froh umd ein echtes WC gewesen und einen Kuchen hätten wir auch gut vertragen. Ausserdem hatten wir keine 50Cent-Münze und die grossen Kinder hätten gern die Holzkugelbahn ausprobiert. Das einzige offene Cafe/Restaurant in Breitnau ist im Altersheim und so haben wir dort echt leckeren Kuchen und Birnenminzschorle gespeist (und vier Fuggerl bekommen). Wir sorgten für viel Aufsehen ("Ja, die wollen draussen sitzen, obwohl es kühl ist, die sind ganz raufgelaufen, denen ist warm!") :-)

Dann: Kugelbahnpause, im Ort ein bisschen verlaufen (wenn man sich wirklich bemüht, geht das), dann über Wiesen und immer kleinere Waldwege wieder nach unten, irgendwann landeten wir in der hinteren Ravennaschlucht. Ich packte meine Stöcke aus (es ging ziemlich steil bergab), erst kam uns eine Mountianbikerin (ohne e, sehr beeindruckend) entgegen, und ab der Ravennasäge.... ein ununterbrochener Strom an Turnschuh- und Ballerina"wanderern", die entweder aus Kreuzfahrtbussen ausgespuckt worden waren, Instagramtipps gefolgt waren oder auf Klassenreise waren. Das war ziemlich nervig (halt auch, weil keiner von denen mit Gegenverkehr auf schmalen Brücken oder PFaden umgehen konnte (aka: wer als erster auf der Brücke ist, geht rüber, man wartet auf der anderen Seite, bis frei ist, oder man lässt an Ausweichstellen vorbei) und einfach stumpf draufloslatschten. Krassester Typ: mit zwei Krücken und Turnschuhen. Ich meine: da geht es steile Treppen nach oben, der Pfad selber braucht auch eine gewisse Trittsicherheit. Naja.

Wieder unten war der Wanderparkplatz dementsprechend auch knallvoll, wir freuten uns auf einen antizyklischen Heimweg gegen den Rückereisestau aus Süden und es ging sich gerade noch aus, dass ich in Dreck und Speck aus dem Auto sprang und den Hübschen noch zur Bushaltestelle für die Abreise zum Flughafen (heute abend fliegt er nach Seoul) begleiten und ein paarmal fest drücken konnte.

Das war ein sehr, sehr gelungener Tag!








Samstag, Mai 16, 2026

160526

 Was für ein weirdes Gefühl, dieses lange Wochenende, das wegen Wetter so unverplant ist und auf der anderen Seite so in Warteposition (der Hübsche fliegt am So abend nach Seoul für eine Woche). Wetter via Webcam der halben Höhe der für heute eigtl geplanten Wanderung zeigt: war schon gut, das zu canceln respektive auf eine Tagestour wann anders zu verschieben.

Stattdessen: ausgeschlafen (bis halb acht, ich kann doch auch nichts dafür), dann Kaffee und Internet und Buch im Bett, dann ausgiebiges Frühstück.

Der Hübsche und ich haben dann unser Ründchen zeitig eingeschoben, passend zu dem Sturzregen, der uns auf halber Strecke erwischt hat. Naaaaaaja.

Dann Zeug wie Wäsche, mehr Wäsche, Rucksack packen für morgen, ein bisschen recherchieren für die Flüge nach Japan (dann kurz sehr überwältigt gewesen von all den Instavideos, die mir auf einmal reingespült werden mit "was wir gerne VOR Japan gewusst hätten" und "warum xyz total overrated ist" oder "warum xyz unverhandelbar ist" und meine Güte, ich weiss doch auch nicht). Immerhin weiss ich jetzt genau, welchen Flug wir nehmen werden (hallo, Helsinki!), welches Ticket wir buchen (das "Economy Plus" oder was auch immer, was für Kanada echt super war und echt bezahlbar, ist nach Japan einfach doppelt so teuer wie normal economy und sooooo viel toller ist es dann auch nicht. Die Kinder sagen "haben wir doch schon mal geschafft, keine grosse Sache" und in mir nicht der Ehrenschwabe beifällig.

Dann: noch ein bisschen Mathe- und Chemieunterstützung (es hat sich sehr befreiend angefühlt, 10 Seiten quantenphysikalische Herleitung des Orbitalmodells zu überblättern und zu sagen: "Das brauchen echt nur Physiker, wir machen da weiter, wo es die Böbbeli und Donuts gibt und dann malen wir Pfeile in Kästchen, das ist wie Sudoku". Und dann kam "Ach, soooooo! Jetzt macht das endlich mal Sinn" und ich hoffe sehr, sehr, dass das im Test auch hilft.

Abendessen: den roten Grünkohl mit Zitrone, Knoblauch, Chili Ottolenghimässig geschmort, dazu gebackenen Ricotta auf Tomaten und Oliven, ausserdem Lauch mit Butter, Zitrone und Miso, dazu frisches Brot, was will man mehr.

Jetzt freue ich mich auf eine warme Dusche, eine Folge "Friends and Neighbours" und morgen eine Runde Wandern ohne Schnee. Hoffentlich.

Freitag, Mai 15, 2026

150526

 Happy St Brück!

Aufgewacht heute nacht um drei und fast wäre ich liegengeblieben, bin dann aber zur Sicherheit doch aufs WC und ... fand Sansa, die gerade eine quicklebendige Maus unter dem Badschränkchen vorzog. Als ich die BAdtür zu machte, um all das zu containen (there: normalerweise hätte ich auch bei Toilettenbesuch in der NAcht offen gelassen.), setzte sie die Maus erstmal in die Dusche. Dort liess sie sich recht gut einfangen (die MAus) und Sansa war högschterfreut, als wir beide gemeinsam runtergingen, um vermtulich endlich mal gemeinsam mit der MAus zu spielen (Sie müssen jetzt mit all den Tippfehlern leben, ich war im strömenden Regen draussen und meine linke Hand ist saukalt und deshalb ein bisschen langsamer als die rechte). VOn wegen! Ich setze die MAus vor die Tür und entdeckte dabei eine zweite, bei der die Totenstarre schon eingesetzt hatte, auf der Fussmatte. Auch die musste raus, Sansa direkt hinterher, ich hörte die erste draussen quieken, aber naja, sie hätte ein paar Sekunden Vorsprung gehabt... naja. 

Ab dann wurde der Tag ruhiger. Ich schlief bis halb acht, meine Vogelapp zeichnete Bussard, Grauschnäpper und Turmfalken auf, Kaffee im Bett, gemütliches Frühstück, Wochenendeinkauf und dann die Bitte von L., ihm und Freundin beim Lernen für den nächste Woche anstehenden Testmarathon incl Mathe und Chemie zu helfen. Bitte an die Schule für die Zukunft: wenn die Parallelklassen bitte gerne in Zukunft gleichschnell voran machen könnten? So gibt es unterschiedliche Themen in CHemie (das findet bei mir statt und es gibt dazu Snacks) und Mathe (das gibt es beim Hübschen. Ohne Snacks). Lief aber gut (ich hatte verdrängt, wie schon quatschig das Bohrsche Atommodell ist, habe vllt ein Logikloch im radioaktiven Zerfall aufgedeckt, aber naja, ich gehe mal davon aus, dass es ein Denkfehler auf meiner Seite ist, zum Aufgaben korrekt lösen, reicht es auch so.)

Der Tag verging schneller als gedacht, dann schnell Pizzateig angesetzt und eine Runde durch den Wald bei strömendem Regen, aber hilft ja nix. Beim Rauskommen:




Und dann gibt es als ZUckerl noch ein neues Notizbuch, das alte habe ich mit Elektronenkonfigurationen vollgekritzelt.



Jetzt bitte bald Pizza, ich habe Hunger.

Donnerstag, Mai 14, 2026

140526

Feiertag (gestern noch dran gedacht, auch den 6Uhr-Wecker, der gstern wegen Gartenbauern, naja, noch an war, auszumachen), d.h ausgeschlafen bis ich kurz vor acht wach war (bisschen genervt, dass ich die Vogelstimmenaufnahme weggeklickt hatte, bevor ich die Neuzugänge speichern konnte. Und ihr denkt, IHR hättet Probleme)

Kaffee im Bett, dann bin ich Semmeln und Gipfeli holen zur Tankstelle gegangen, weil keiner der Jungs sich bewegte (und zumindest L. gg 10 das Haus verlassen wollte wegen zeitlich gebundenem Fantasy Basel Ticket).

Dann: gemütliches Frühstück, Nachricht vom Schwager, dass das Hotel ums Eck für den runden Geburtstag meiner kleinen Schwester doch wieder Zimmer hätte. Also: gebucht, das weiter weg storniert, dann verwundert gewesen, dass die Abbuchung in USD stattfindet und die Zimmerkategorien anders hiessen als vom Schwager gescreenshotted und realisiert, dass ich, wo ich immer so aufpasse, dass das eben nicht passiert, nicht beim Hotel direkt gebucht hatte, sondern bei "guestreservations.com". Kurz nachrecherchiert, ob das eine Scam-Bude ist: JA, und zwar verlangen sie irrwitzige Gebühren für "evtl zu überweisende Steuern und so", die egal, ob sie anfallen oder nicht, nicht zurückerstattet werden. Das war in unserem Fall mehr als 50% des Gesamtpreises für 2 Zimmer für eine Nacht. Immerhin hatte ich aufgepasst und vollstornierbar gebucht, also: Kommando zurück, storniert und dann direkt beim Hotel gebucht. Meine Güte....

Dann: in Aussicht auf Regen später aufs Rad geschwungen und gut eingepackt den Gemüsekorb abgeholt (auch: vor allen Bollerwagen"vätern", die die Radstrecke ja dann gern mit Glassscherben von Bierflaschen pflastern). Bin trocken geblieben und habe fette Beute gemacht:

DIE EIER, Romanasalat, Lauch, Rucola, Basilikum, Erdbeeren, Blumenkohl, Kohlrabi, Kartoffeln, Radieschenm Gurke, etwas, was ich recherchieren musste: es ist eine "rote" Sorte Grünkohl, man kann wohl auch die Stengel essen und sie schmeckt milder als der krause Grünkohl. Stelle es mir so vor: geschnetzelte Badmülleimertüten statt geschnetzelter neuer Ikeatasche, und noch ein heller Bataviasalat

Wieder daheim den Hübschen von der Arbeit abgeholt (klingt dramatischer als es ist: er wollte ein paar Schritte machen und hat sich sein K-ESTA im Büro ausgedruckt. Jetzt wo ich das schreibe, frage ich mich, warum er das nicht daheim gemacht hat. Schritte schön und gut, aber wir haben doch einen Drucker?! Habe gestern da nämlich den Gesundheitsbogen für den Kraulkurs ab Sommer ausgedruckt, er geht und macht und tut).

Naja.

Jetzt kurzes Sportründchen, dann Chillaxen, bis wir zum Lasagneessen gehen, das klingt nach einem entspannten Feiertag!

Mittwoch, Mai 13, 2026

130526

Weil jemand richtig rangeklotzt hat die letzte Woche, hat jemand heute tatsächlich schon auch vormittags frei, wie geplant (Auffahrt ist ja ein Riesending hier arbeitstechnisch, wir haben Mittwoch nachmittag und den ganzen Freitag offiziell frei, die Kinder immerhin den Freitag). Nur noch ein winziger Review für meinen Chef zum Frühstück. Das hat übrigens recht früh stattgefunden, weil: heute ist Garten.

Die Gartenbauer sollten ja, Sie erinnern sich, längstens fertig sein, bei der Abnahme war der Chef aber unserer Meinung, dass das halt alles nicht fertig und, das, was fertig ist, nicht gut ist, deshalb wurde uns zum ersten Rasenschnitt eine Nacharbeit angekündigt. Das wurde für heute angesagt, ich habe gestern wegen mittlerwem Wetter nachgefragt, aber ja: heute. 

Ich weiss ja, was alles ansteht (einen Baum wieder ausgraben und höher einsetzen, dafür muss der Rasen aufgeschnitten und wieder zugeklebt werden, dann den vergessenen Terrassenabschluss mauern, die zwei fehlenden, weil verschnitten, Platten verlegen, die eine Platte, die viel zu tief liegt, auf die gleiche Ebene wie die anderen legen, die wackelnden und klackernden 40% der Platten so verlegen, dass sie nichts von all dem tun und dann natürlich: die drei Bäumchen, die neben drei lockeren, schiefen, krummen Drähten stehen, die an zwei unterschiedlich ausgeführten Holzpfählen hängen, in ein Obstspalier verwandeln. 

Ich habe auch die Arbeitsgeschwindigkeit des Teams bisher gesehen und war (und bin) sehr, sehr skeptisch, ob das alles in einem Tag zu schaffen ist.

Ich bin auch davon ausgegangen, dass sie halt, wie bisher, zwischen sieben und halb acht auftauchen. Deshalb (unter anderem) bin ich an meinem FREIEN TAG um sechs aufgestanden. Um viertel nach sieben schickte der Chef eine WA Nachricht: "Wir kommen um 2". Ich atmete und meinte "Ok". Und leitete (vermeintlich) die NAchricht mit diesem Smiley, der die Zähne zusammenbeisst und breit ohne richtiges Lachen grinst und ein bisschen irre aussieht, an den Hübschen weiter. Naja. Tatsächlich habe ich sie (zum ersten Mal ist mir sowas passiert) als Antwort an den Gartenchef geschickt. Immerhin hat er gefragt, ob das wirklich passt bei uns. (Und darauf wäre die richtige Antwort vermutlich gewesen: "Ja, Sonne geht ja auch erst um neun unter UND die Gartenbeleuchtung funkioniert astrein, sie können also wirklich so lang machen, wie sie halt brauchen, bis das alles fertig ist.")

Wir werden sehen.

Dann also: Sportründchen, unter der Dusche merken, dass die Putzhilfe die Regendusche nicht (mehr?) entkalkt), das also dokumentiert und erledigt, dann noch einen Scamanruf von "Amazon" bekommen (anscheinend wollen sie irgendwas mit "Gift Cards" und Verification codes, aber dazu kam es wie beim letzten Mal schon nicht, dass mir das erklärt wurde, weil trotz (weil?) meines aktiven Zuhörens, als der Sachverhalt geschildert wurde, vor irgendeiner Conclusion oder Forderung halt einfach aufgelegt wurde. Das sind mir schon so lifestyle-Scammer!

In der Zwischenzeit lade ich meinen Knochenkopfhörer voll mit neuen Podcasts, bin überrascht, dass Q. das Haus überhaupt nicht verlässt, doch, zum Radlschrauber, aber nicht zur Uni, weil Protokollschreiben und Vorlesung online angucken reicht für heute. Bin noch überraschter, als L. auftaucht, er hat 4 Lektionen Mittagspause und verbringt die zu Hause beim Roboterbauen.

Um eins tauchen die Gartenleute auf (ok, was?!), respektive nur eine Gartenperson, nämlich der Projektleiter. Er bastelt und macht und naja, ich bin gespannt. (Ich will nur, dass es fertig ist.)

Ich bereite für unsere Einladung bei Freunden/Kollegen morgen ein Rhabarberschichtdessert vor (wie imemr: zu grosse Gläser zu voll), erfahre pikante Hintergrundinfos zu einigen Arbeitsthemen, schnipple für das Abendessen heute jede Menge Gemüse (ich habe Lust auf irgendeine asiatisch angehauchte Pfanne mit Tofu drin), programmiere den Reiskocher, storniere die Hüttenübernachtung am Wochenende, checke Flüge nach Osaka (es "geht"), wasche eine Ikeatasche voller Geschirrtücher und Putzlappen aus dem Pfadihaus (viel besser, das alle heilige Zeit zu machen, als verschwitzte Sporttrikots und -socken für die ganze Mannschaft), und irgendwie fühlt der Tag sich verdandelt an. Naja. Wenn der Garten am Schluss ok ist, soll es mir recht sein. )



Ich bin zwischendrin mehr als skeptisch (Jonny is högscht erfreut über neue Sandbad-Optionen), aber: der Projektleiter fixt ALLES in ein paar Stunden. Der Baum, der zu tief stand ist, ist jetzt auf derselben Ebene, der Beetabschluss ist fertig, alle Platten sind drin und keine wackelt oder döngelt, das Spalier ist nicht das schönste der Welt und die Bäume müssen noch hingezüchtet werden, aber es ist ein Spalier und die Bäume sind schon mal dran. Uff. Der mittlere hat sogar schon Babybirnen, das wird. Ich merke, wie sehr mir das alles auf der Seele lag (ganz besonders: wie stinkig sind die Leute, die ihre eigene Arbeit nochmal nachkorrigieren müssen? Wie sag ich, wenn es hinterher immer noch doof ist?), aber hey: nicht nur passt jetzt alles, nein, er hat sich auch für die Umstände und den Frust zwischendrin entschuldigt, es wurde intern aufgearbeitet, sie haben im Moment eine nicht ganz einfache Geschäftssituation, was auch immer das bedeutet, es hätte nicht so sein sollen und wenn noch irgendwas ist, kommt er jederzeit. Also. Schwamm drüber, fertig. Der Sommer kann kommen (also: mittelwarm gern) 

Hach





(Was ich übrigens verpennt habe: die Kinder haben heute Abteilungshock und dann -plausch, d.h. essen nicht daheim und ich habe für "who knows, ob wir zu viert oder zu fünft essen, ich mach mal genug für alle Eventualitäten" geschnippelt und vorbereitet. Kann man ja aufwärmen.)

Wunschlistenfrage:

Haben Sie Restaurantempfehlungen für Vegetarier in Basel für einen freien Abend nach ein paar Workshoptagen?

Aber sicher! Ich gehe mal davon aus, dass es kein "rein" vegetarisches Restaurant sein muss / soll, sondern eins, etwas jenseits von Käsespätzle oder Spinatravioli oder Pizza Margarita auf der Karte hat. Es kommt wie immer darauf an, was man mag (und wieviel man bereit ist, zu investieren).

  • Das Roots ist mein absoluter Favorit, wenn es an fine dining / Sterneküche geht. Spontan bekommt man eher nix vermutlich und günstig ist auch anders. Aber zum Geniessen ungeschlagen!
  • Der / Das "Lauch" ist rein veganes fine dining und das möchte ich UNBEDINGT ausprobieren, war ich aber noch nicht.
  • Das Rubino bietet ein Überraschungsmenü, das geht immer auch vegetarisch, das ist auch richtig gut.
  • Dann, weniger edel, mehr relaxed, das kann je nach Anlass ja auch besser passen:
  • Lily's (nicht, wenn man im Stress irgendwo hin muss, die sind sehr verplant, was den Service angeht, aber das Essen und die Getränke sind super): asiatisch
  • Nooch: auch asiatisch, zwischen Barfi und Marktplatz
  • Booh: same :-), bis auf die Location
  • Cartel: Mexikanisch (kein Texmex), vegi Auswahl limitiert, aber super
  • Don Camillo: Fokus auf  Vegi, in einer alten Brauerei, ist abends auch unter der Woche oft ausgebucht, weil halt direkt ums Eck der Roche-Türme
  • Alchemist: direkt an der Schifflände: das Konzept ist sehr, sehr nett und liebevoll gemacht, Präsentation 1a. Essen und Getränke sind halt leider tatsächlich eher lala bis langweilig bis auf die Optik. Ist aber ein Event :-)
Ganz vegetarisch gibt es natürlich noch das Tibits, aber das finde ich tatsächlich eher so mittel, weil ich kein so ein Buffetfan bin.

Dienstag, Mai 12, 2026

120526

 Whoosh, schon ist die Arbeitswoche wieder vorbei (wir schauen übrigens jetzt "Beef 2", das ist das Gegenteil von einer Feelgood Serie, aber ich finde es schon richtig, richtig gut. Auch die erste Staffel war super. Und wenn Sie die zweite Staffel gesehen haben, wissen Sie, welche Folge wir gestern gesehen haben.)

Heute morgen bin ich im strömenden Regen zur Arbeit geradelt und habe dann beim Schwimmen den Luxus genutzt, dass es mehr als genug Schränke für alle gibt und man kein Pfand oder irgendwas braucht, und zwei nebeneinanderliegende genommen, in einen meine trockenen Klamotten und die Schwimmtasche reingetan, in den anderen alles Nasse (das ich dann danach in der Umkleide zum Trocknen aufgehängt habe), das war schon sehr praktisch. Auch praktisch: das Parken innendrinnen, so konnte ich nämlich meine Handschuhe und Überschuhe direkt am Rad trocknen lassen.

Schwimmen: der Delphinmann war wieder da und hat alle Wasser schlucken lassen. Aber ich glaube, ich habe ihn von der geteilten Bahn vertrieben, weil ich ihn (unabsichtlich, und er hat es halt auch verdient) die Seite lang gekratzt habe und das kam so: ein anderer Mann und ich und der Delphinmann schwammen auf einer Bahn, wie das halt so üblich ist, wenn drei sich eine Bahn teilen: im Kreis gegen den Uhrzeigersinn. Der Delphinmann musste dann unbedingt den anderen Mann überholen, als wir alle auf gleicher Höhe waren und naja, selber schuld, seine erratischen Bewegungen waren auch nicht vorherzusehen, habe ich ihn halt mit einem langen Brustzug mit der linken Hand gekratzt. Danach hat er die Bahn verlassen und der andere Mann hat dann extra auf mich gewartet am Bahnende, um zu klären, dass wir jetzt, so lang wir zu zweit sind, nicht im Kreis schwimmen müssen, sondern jeder seine Hälfte beschwimmt. Ich hätte das eh selbstverständlich gefunden und kratze ja auch normal nicht.

Dann: beschwingter Arbeitstag, war tatsächlich gut. Und zwar so gut, dass ich (nicht nur heute, halt auch letzte Woche) alles durchgepowert hatte, was ich befürchtet hatte, evtl morgen noch erledigen zu müssen und so habe ich jetzt ein richtig, richtig langes Wochenende vor mir. Einzige downside: eigentlich wollten L. und ich ja Samstag/Sonntag in die Berge gehen mit Hüttenübernachtung und jetzt ist halt da Schnee / Regen / kalt und während L. meint "Cool, Schnee in den Bergen, voll schön" finde ich das zum Wandern halt nicht und so werde ich die Hütte stornieren und wir werden eher am Sonntag in den Schwarzwald gehen. Passt ganz gut dazu, dass L. nächste Woche die letzten drei Tests des Schuljahres hat und noch einiges lernen muss, auch Geschichte, ich hoffe, es geht nicht schon wieder um Napoleon in der Schweiz, Schwerpunkt Grossbasel oder so.

Montag, Mai 11, 2026

110526

 Kurze Woche gestartet mit kurzer Nacht (ich konnte ewig nicht eingschlafen, lag um halb eins noch wach und am viertel nach vier wieder. Dabei ist der stresslevel deutlich niedriger als die letzten Wochen?!). 

Der Tag versprach ein nasser Radltag zu werden, aber  der Hinweg war noch nahezu trocken. (Wenig Verkehr, also noch weniger als sonst um kurz nach sechs, vermutlich machen viele die kurze Woche zu einer ganz freien Woche).

Schwimmen war super, ich bin bei der letzten Folge der diesmal draufgeladenen Ladung Podcasts angekommen. Morgen höre ich den noch fertig, dann bespiele ich die Knochenkopfhörer neu.

Arbeitstag startet dann direkt mit Alignmentmeeting mit meinem Chef, mal ein anderes Thema als die letzten Wochen, das ist auch gut. Wir sind ein bisschen (ich hoffe, nicht zu viel) in den Cleanup der Dinge involviert, die entweder signifikant dazu beigetragen haben, dass meine alte Gruppe beerdigt wurde, oder aber, deren Outcome dazu genutzt wurde, eben diese Beerdigung zu besiegeln. Dementsprechend unentspannt bin ich da, und jetzt muss ich meinen Chef in einem Meeting mit ganz ganz oben vertreten. (Habe jetzt gelernt, was ich wie in welchen Ebenen sagen kann und es ist hilfreich und transparent, und in welchen Ebenen nicht.).

Dann ein Maintenance run: ich habe das endlich wieder lieferbare (teure Originator) Migränemedikament aus der Apotheke abgeholt. Die Generika sind bis nächsten April nicht lieferbar und ich musste ein bisschen lachen: Originatormedikamentenpackungen schauen bei einem gewissen Ursprungsalter so, so, so anachronistisch aus.... ich bin grad ein grosser Fan "unserer" nie modern aussehenden, aber deshalb auch nicht wirklich alt aussehenden Schachteln. Dem hier merkt man schon sehr an, dass das Patent nicht erst gestern abgelaufen ist....


Dann ging es weiter zum Zahnarzt, dem Knacken und Knirschen und Kieferausrenken Herr werden. Er war angemessen beeindruckt von den Knirschgeräuschen, die ich schon gar nicht mehr wahrnehme, und dem Blockieren und den kaum existenten Schmerzen in den Muskeln. Ich werde an den Kiefergelenkspapst der Unizahnklinik überwiesen, der auch Q. schon seine Beissschiene gemacht hat. Für zwischendrin wurden mir Massagetechniken gezeigt (ja, hm, vllt mache ich das auch nicht, ich glaube, das was ich ertaste, sind Knochen, keine Muskeln und ausserdem mag ich mir nicht so im Mund rumfummeln und sabbern.) und wie ich meinen Unterkiefer wieder einrenken kann, wenn es nicht mit hin und her nackeln geht, wie aktuell. (Wichtig: Zeigefinger beide dick in Küchenrolle einpacken und dann den Unterkiefer so weit nach unten ziehen, wie es geht. Dann schnappt er wieder ins Gelenk und der Kiefer auch zu, deshalb muss man die Finger eingepackt haben, sonst verletzt man sich da sehr.).

Damit sind jetzt die offenen Gesundheitsthemen geregelt oder wenigstens angestossen.

Rest des Tages: mit meinem Chef endlich mal über mein eines Produkt geredet (Sie erinnern sich vllt nicht, ich aber schon: nächste LT Präsentation nächsten Montag), er war sehr schockiert ob der AI generierten Infografik in Glücksbärchenoptik. Er kennt mich also doch nicht so gut, wie ich dachte, weil er hatte wirklich ernsthaft Sorge, dass ich das nehmen würde. 

Dann: Produktteammeeting, Austausch mit meiner Lieblingskollegin, heimradeln so, dass mich der maximal krasse Sturzregen erwischte. Regenklamotten machten ihren Job, das ist gut.

Jetzt bin ich sehr hungrig, aber die MOntagspizza und der MOntagssalat sind gleich fertig.


Sonntag, Mai 10, 2026

100526

 Ausgeschlafen, das war nötig (und am fünf die Merlin-App laufen lassen: sehr beeindruckend, was an Vögeln hier rumschwirrt und wie dominant die doofen Spatzen am Futterhäuschen sind.).

Kaffee im Bett, dann Frühstück auf der Terrasse und ein Waldspaziergang mit dem Hübschen (noch mehr Vögel! Mittlerweile habe ich 27 verschiedene, Biodiversität in der Agglo ftw!)

Ausserdem: Küchenzeug, nämlich die schon etwass gummigen gelben Beten und die Ringelbete (Wie die Kaltmamsell sagt: Instabete) mit Meerrettich zum Fermentieren eingelegt. Und den Kombuchapilz mal wieder versucht wiederzubeleben. Die letzten beiden Versuche sind mir leider jeweils in der zweiten Runde geschimmelt, sieht so aus, als ob ich gar nicht so gut in sterile filling und so wäre, wie ich denke. Dann hatte ich richtig Lust auf Zimtschnecken (also: welche essen, nicht so sehr welche backen, aber gut, das ist was, was auch eher auf Autobpilot geht), die gab es dann draussen auf dem neuen Schaukelstuhl mit Buch und Kaffee, schon schön!

L. kam zurück vom Hike, er ist 40km gelaufen und möchte nächstes Jahr vllt den 100km Siechenmarsch machen. Heute hatte er "noch ein bisschen arg viel Energie" und ist erst mit dem Hübschen ins Gym und dann mit mir noch eine Runde in den Wald (er ist auch mit der Merlin-App angefixt). Die Blätter haben allerdings so sehr gerauscht und der Regen kam, so dass wir nicht mehr ganz so viele erkannt haben. Aber L. hat einen "Waldbaumläufer" aufgezeichnet, den hatte ich zB noch nicht. Mal sehen, wie lang die Begeisterung bei uns beiden anhält!

Abendessen: Pasta mit grünem Spargel und Cocktailtomaten, das könnte ich in der Saison einfach jeden Tag essen (die Jungs entscheiden sich für Carbonara, auch ok)

Morgen dann: kurze Woche, ich hoffe,  das Wetter am Mi ist den Gartenbauern genehm, um die Terrasse zu fixen und es wird am Wochenende deutlich besser als vorhergesagt, L. und ich wollten doch auf eine Bergtour gehen. Aktuell sagte es zwischen -1 und 6 Grad und Schnee/ Regen. (Parallel checkt der Hübsche das Wetter in Seoul --> 30°C, da fliegt er nämlich in einer Woche für eine Woche hin, recht spontan...)

Samstag, Mai 09, 2026

090526

 Heute relativ früh aufgestanden, L. hat sich als einziger heute zur Hike Challenge der Pfadis mit aufgemacht (Q. ist ja noch ein bisschen angeschlagen und hat sich gsd dafür entschieden, daheim zu bleiben) und direkt mal einen Morgenkaffee auf der Terrasse in meinem neuen schönen Gartenschaukelstuhl zu trinken, den ich doch gestern noch geholt habe. So schön und gemütlich! (Mit Schmackes noch eine Glasflasche Serum auf den Terrassenfliesen zerschmettert, das war eher so mittel).



Dann: Frühstück auf der Terrasse, ein bisschen Häuslichkeit (Wäsche abhängen, waschen, aufhängen, Betten ab- und beziehen). Es ist alles unter Kontrolle, aber ich merke, wie mich die letzten intensiven Arbeitswochen mich anstrengen: auch gestern bin ich beim Anime-Schauen auf dem Sofa kurz nach 10 schon sehr sehr müde geworden und dann noch vor 11 eingeschlafen wie ein Stein. Ich dachte am Mittwoch schon, dass die LT. Präsentation irgendwann letzte Woche gewesen sein müsste, aber nein, das war erst diesen Montag (ich war zwischendrin nochmal bei zwei Governance Boards, habe zwei weitere Präsentationen für die Woche nach Auffahrt vorbereitet, naja, warum bin ich wohl müde?)

Anyway.

Heute war Ausflugszeit, ich hatte nämlich gesehen, dass letzte und diese Woche am Samstag die Halbinsel am Zuger See, die normal für die Öffentlichkeit geschlossen ist, weil halt in Firmenbesitz, im Rahmen des "Tag der offenen Parks" für alle offen ist. Ich war schon lang nicht mehr dort (und nie zu "schönen Zeiten", immer im Herbst oder Winter, wo es halt kalt und grau ist) und wollte das mal dem Hübschen zeigen.

Also sind wir nach Rotkreuz gefahren, haben, wie angewiesen, am Bahnhof geparkt und sind mit allen anderen mit dem Bus rausgefahren. Es war schon echt schön, es wirkt aus der Zeit gefallen mit den riesigen Ländereien und Gartenanlagen (Rhododendren, Thujawald, Bambuswald, Teich, Gärtnerei zur Selbstversorgung, Schloss, Reitstall, japanischer Garten und Hüttchen).

Was skurril war: alle Gebäude waren abgeschlossen und nicht zugänglich (ich hatte mich noch gefragt, wie man das aus legal Sicht regeln will), deshalb war es (für den Hübschen, ich habe ja eher so eine Pferdeblase) echt tricky, ein WC zu finden. Oder eine einsame Stelle im Wald, es gab zwar viel Wald und Bäume, aber wenig Einsamkeit. 

Sonst: ich habe nicht mal in Bayern auf dem Land zu Ostern mich als Vegetarierin so ignoriert gefühlt. Es wurde eine Grillstation und Kuchenverkauf angekündigt. 

Das war das Menü der Grillstation und ich wäre tatsächlich mit Brot und Kartoffelsalat zufrieden gewesen, aber nach 15min Anstehen (und Münzenzählen, wir waren nicht sicher, ob Kartenzahlung gehen würde --> tats auch nicht, aber Twint) wurde mitgeteilt: Kartoffelsalat ist aus, aber ich könnte mir eine Scheibe Brot nehmen. Ich habe dankend abgelehnt und bin zum Kuchenstand weitergegangen. Dort war die Schlange schon verdächtig kurz, es gab noch Kaffee Creme und Raketenglace. Also:  für mich eine halbe Cola und zwei FItzel Brot vom Hübschen mit ein bisschen Senf (den letzten Klacks, den es gab). Ich war nicht besonders hungrig und deshalb recht milde gestimmt, so habe ich mich nur über den nichtexistenten Geschäftssinn der Metzgerei und des Turnvereins gewundert: das gleiche war letzte Woche schon, heute wie letzte Woche war TRAUMWETTER, da kann man doch nicht zur Halbzeit nichts mehr zu essen haben?


Thujawald von innen mit Grössenvergleich




Wie sag ichs: nicht unbedingt schön, aber sehr bunt. Und sehr viel davon.







Es täuscht: Japanhäuschen, kein WC

Grosser Fisch in kleinem Teich

Nochmal kurz gucken, wie Spalier richtig geht




Naja. Gab es danach im tristen Spar am Bahnhof in Rotkreuz ein Eis für mich (und geschenkte Toblerone Pralinen).

Sonst: des Hübschen Kollege hat mir via ihm die App "Merlin" empfohlen (vom Cornell Institut of Orntithology), in der man über das Handymikro Vögel identifizieren kann und wie bei Pokemon Go sammeln. Ich habe bei uns im Garten angefangen und halt Spatzen, Amseln, Rotkehlchen und Star beim Frühstück "gefangen". Auf der Halbinsel kamen noch 12 andere Vogelarten dazu, vom Zilpzalp über die Mittelmeermöwe zum Sommergoldhähnchen. (ich vermute ja, das ist eine CIA App, in der einfach die gane Welt abgehört wird).

Abendessen: Mangold Pie (ich kann Mangold als Wähe oder Quiche nicht mehr sehen und habe das Gefühl, wir werden bis Weihnachten jede Woche Mangold im Gemüsekorb haben)

Freitag, Mai 08, 2026

080526

 Richtig, richtig gut geschlafen (gestern abend war ich so unendlich müde und durch...), so dass ich ab viertel vor fünf schon fast wach war und kurz überlegt habe, aufzustehen, weil heute ein Riesenblock ansteht, für den von KollegInnen 3 Tage veranschlagt wurden und ich brauche es, ehrlich gesagt, 95% fertig am Montag UND habe keine Lust, am Wochenende zu arbeiten. Und dazu noch zwei kleinere Sachen, die ich plane schon beim Frühstück fertig zu machen oder davor.

Und dann bin ich ein bisschen zu Sinnen gekommen (golden rules und so) und habe den Wecker auf sechs vorgestellt und bin um viertel vor aufgestanden, weil halt wirklich knallwach.

Ich war tatsächlich ein bisschen nervös, wie das heute klappen würde (Habe letztens einen netten Aufkleber gesehen "Hocuspocus, I can't  focus"), aber: schnelles Frühstück, und bis der Hübsche aufgestanden war und ich oben sporteln konnte um viertel nach sieben, hatte ich immerhin die "kleinen", die dann doch nicht so klein waren, Themen schon erledigt (ich bin noch nicht so weit, dass ich meine Nachrichten "schedule", damit sich niemand über meine Arbeitszeiten wundert. Vor sechs habe ich allerdings noch nichts verschickt.

Dann: Sportründchen (passend zu den deutschen Kriminalfällen und Ermittlungen beim Schwimmen schaue ich da mit mittelschlechtem Gewissen, weil es sich halt schon sehr voyeuristisch anfühlt, Sektenserien oder TrueCrime Documentaries, aktuell auch über Sekten, naja, mit einem Puls von 170 passt das dann schon), Duschen und.... losarbeiten.

Mittagspause mit einer übergebliebenen Schüssel Spaghetti mit Agio Olio, dann einer schnellen Einkaufsrunde und fertigarbeiten (tatsächlich hatte ich eine dreiviertel Stunde vor dem letzten Meeting (schon überhaupt gar keine Bock auf einen Grossteil dieser Runde und dann noch am Freitag von halb fünf bis sechs.... dafür sollte man den SSF-Kollegen regelmässig Meetings für Montag um 4 hier einstellen....) alles gut und soweit fertig, dass nur noch das executeive summary (das kommt eh immer erst ganz am Schluss) und der im Template vorgesehenen Infografik, die mit Notebook LM erstellt wird. Ich bin dann mit Kaffee und Keksen in den Optionen versunken und das war der einzige Vorteil von dem blöden Meeting: ich hatte nur limitiert Zeit (und irgendwann war mein daily contingent an Infographics erschöpft) und gsd kann ich übers Wochenende nochmal zu Sinnen kommen, weil:ich war kurz davor, eine der Kawai-Grafiken zu nehmen, die in Glücksbärchen-Optik meine Commercial Strategy mit den Strategic Drivern und der Technical Workplate  darstellt. Vielleicht nehme ich das dann auch nicht (alternativ: Wallace & Gromit-Knet-Optik). Im Hintergrund habe ich neben dem Meeting einen Startrek-Themed Film zu dem Thema erstellen lassen, den ich mir jetzt gleich noch anschaue und dann ist Feierabend.

Good news: ich habe einen Anfängerkraulkursplatz ab August, das wird aufregend!


Draussen ist, wie ich gerade festgestellt habe: strahlender Sonnenschein und es ist wieder richtig warm geworden, fast schon heiss!

Die Jungs gehen am Wochenende, wenn Q. wieder fit genug sein sollte, zur Hike Challenge der Pfadis, der Hübsche und ich werden den Gartenschaukelstuhl abholen und vielleicht irgendwas mit "Tag des offenen Parks" am Vierwaldstätter See machen. Oder abwechselnd auf dem Gartenschaukelstuhl sitzen und Aperol Spritz schlürfen. Ohne See, aber auch ohne rumfahren.


Donnerstag, Mai 07, 2026

070526

 Sehr verplant mehrfach aufgewacht, aber doch bis zum Weckerklingeln durchgewurschtelt…

Sehr verplant beim Frühstück gewesen, also wirklich. Ich habe zB meinen Ausweis nicht gefunden, dachte, ich hätte ihn am Schreibtisch oben vergessen, bin also in voller Radmontur auf der Galerie suchen gegangen, erst im Dunkeln, dann wieder runtergerumpelt, doch Licht angemacht, nix gefunden und beim Treppensteigen gemerkt: ach guck, er hängt um meinen Hals. Meine Güte, ey…

Beim Anziehen habe ich meine Schuhe vor der Regenhose angezogen, dann wieder ausgezogen, dann die Schuhe wieder an.

Beim Radeln war ich sehr genervt, weil ich so langsam war respektive es so anstrengend war, normal schnell zu sein. Beim EINPARKEN habe ich gemerkt, dass ich nur die halbe Unterstützung zu geschaltet hatte...

Beim Schwimmen habe ich mich dann auch noch grandios verzählt (oder ich war richtig langsam und schlapp und das war ich eigentlich nicht, ich habe mich nämlich mit einem zügigen Krauler irgendwie arrangiert und war eher schneller also sonst unterwegs). Ich glaube, ich bin eher 50 als 40 Bahnen geschwommen...

Nach dem Schwimmen habe ich mein Handy nicht gefunden (ich wusste, es kann nicht weit sein, weil es immer noch Bluetooth-Verbindung hatte zur Uhr, aber ich habe es nirgends gefunden). Drüben im Turm dann schon (war unter das Laptop gerutscht), was ein Quatsch ey.

Ich hatte bis 9 meetingfrei, d.h. habe Zeug erledigt, was sehr dringend war und schnell ging. Ab dann habe ich meinen Büroplatz geräumt, mein Glump bei einem Nachbarkollegen untergestellt (und mir ab und zu eine Runde Strom fürs Laptop geholt).

Der Tag war wild (Donnerstage sind immer wild, heute mit noch zusätzlichen Meetings bis insgesamt 7 Uhr abends und zwar alle am Stück….)

Mittagessen war ich mit der Kollegin, mit der ich damals das Italienprojekt gestartet habe. Wir haben aktuell keine gemeinsamen Arbeitsberührungspunkte und das ist sehr schade. Ich habe, und das klingt vermtulich furcthbar, aber es ist wirklich so, erst gemerkt, wie sehr ich sie und unsere echt ehrlichen Gespräche (unendlich lange Autofahrten durch die süditalienische Pampa verbinden) vermisst habe, als sie über jemanden meinte “Und die xy, die ist ja endlich auch weg, die ist so einfach so unglaublich dumm….” Und ja, das ist so und das kann man auch mal sagen. Hach.


Heimradeln zwischendrin war drin (und nötig, sonst wäre ich heute erst nach 8 zu Hause...), dabei noch schnell den Gemüsekorb abgeholt:

Gurke, DIE ERDBEEREN, Mangold, roten Eichblattsalat, Kopfsalat, Kartoffeln, Karotten, Fenchel mit richtig viel und schönem Fenchelkraut, Petersilie, Basilikum, DIE EIER, Rettich, und schon ein bisschen alte Bete (Gelb? Orange? Geringelt? wir werden sehen)


Es ist soweit: ich brauche Weitwinkel, um den Inhalt ganz drauf zu kriegen. UND es gibt Erdbeeren!


Daheim ist Q. leider krank geworden. Er hatte gestern abend so, so, so viel zu erzählen von der Zivilschutzübung und auch zu zeigen, seine "inneren Verletzungen" liessen sich auch gar nciht so gut abduschen, der Handgelenksbruch aus Wachs war schon abgefallen. Er war in seinem ersten Einsatz eine Zeitlang im Regen auf dem nassen Boden gelegen, bis er erst ein bisschen in eine Rettungsdecke gewickelt wurde und dann irgendwann abtransportiert wurde. Danach hat er dann noch einen halben Tag Soldaten zur "Dekontaminierung" gebracht (dort war die grösste Herausforderung, dass die ABC-Soldaten, die im Rahmen ihrer 7Tage-Durchhalteübung am Ende der Rekrutenschule da nochmal Dekontaminiertwerden im Rahmen der Zivilschutzübung lernten, aus der Westschweiz waren und nur wenig deutsch sprachen und die Einsatzkräfte nur wenig Französisch. Es gab lustige und skurrile Situationen, auch als Q. auf die Frage "Wird das Wasser warm sein?" mit "Un petit peu warm". So kann man 22 Grad auch sagen. Jetzt muss Q. nicht mehr krank simulieren, sondern liegt mit Gliederschmerzen und Halsweh auf dem Sofa. Der Arme! (Er hat sogar seine Atemschutzübung für heute abgesagt, es muss ihm wirklich schlecht gehen...)


Better news von daheim: der Wechselrichter wurde heute gegen einen neuen ausgetauscht. Jetzt wird wieder Strom produziert und in die Batterie geladen. Und nach der Extrarunde der Solarboys letzte Woche können wir jetzt auch das Auto wieder über Solar aufladen und das via den Wechselrichter sehen / steuern. Wir sind also da, wo wir dachten ("ist keine grosse Sache"), am 11. Februar zu sein. Mit einem grossen Umweg überhaupt gar keine Stromproduktion mehr, das war schon eher suboptimal.


Mittwoch, Mai 06, 2026

060526

 Gut geschlafen, dann heute seit langer Zeit zum ersten Mal wieder Honigbrot statt Skyr, Orange, Granola gefrühstückt, weil mir danach war.

Bisschen mutig zwar mit Regenhose, aber ohne Buff über die Ohren und ohne Handschuhe losgeradelt. Die hatte ich aber in die Jackentasche gesteckt und schon unten am Kraftwerk habe ich sie lieber angezogen. Und wenn man eh schon steht, dann mache ich natürlich ein Foto.


Dank keinem Orangenschneiden war ich ein paar Minuten schneller und das merkte ich auch beim Schwimmen (also: beim Startzeitpunkt, schneller wurde ich durch Honigbrot nicht).

Dann: superdichter Arbeitstag mit zwei persönlichen Highlights für mich: einmal Mittagessen mit einer ehemaligen Jöblikollegin in der Rooftoplounge. Da kriegt man ein bisschen teureres Mittagessen, aber dafür sind es halt 3 Gänge und die aus dem fancy schmancy-Restaurant. UND halt Aussicht.

Und dann ein Treffen mit einem Kollegen, der in einem meiner Teams ist und eine Art Jöbli für meine Rolle in einem anderen Produkt macht. Und er meinte: "Klar, es gibt offizielle Guidance und was weiss ich, aber bei dir läuft das so smooth, das möchte ich auch, deswegen würde ich es gern so machen wie du." Das hat mich sehr gefreut, weil ich ja bei mir eigentlich eher immer das sehe, was noch besser ginge.

Dann: Heimradeln zwischendrin (sogar nur bei Tröpfeln. Ich hatte natürlich volle Regenklamotten an, weil ich dachte, es würde schütten. Eine Kollegin radelte zeitgleich in Espandrilles und  T-Shirt los und als ich meinte "So, you are more optimistic?", sagte sie nur "No, I am Irish". lol.

Daheim dann wildes Paketeeinsammeln (der Briefträger wirft gern mal einfach irgendwo in die Nähe der Briefkastenanlage, das ist ein bisschen schade, to say the least, weil: man könnte sie ja auch ins Päcklifach tun, oder vor die Haustür oder halt auch in die Packstation. Andersrum: sie könnten sie in den Müll schmeissen oder mit dem Pöstlermofa drüberfahren.), unterm Dach für die letzten beiden Meetingstunden installieren. Sansa ist dann sehr happy, dass endlich mal wieder ein Meeting mit Kamera und Lautsprecher gemacht wird, aber als es dann keine "Sansa-only"-Show war, wurde sie aufdringlich und bissig, das war tatsächlich ein bisschen nervig....

Zwischendrin kamen Leute heim und gingen wieder zum Sport, man kann es von unterm Dach nicht genau sagen.

Jetzt ist hier Feierabend und ich bin sosososososo gespannt, was Q von seinem Tag erzählt. Er war nämlich Statist (es gibt ein anderes Wort speziell dafür) bei der grossen Zivilschutzübung im Nachbarkanton, einmal als Verletzter, später dann als Feuerwehrdispositiv für den Transport zu einer Dekontaminationsstelle. Ich habe das grundlegende Szenario schon vor einer Woche oder so gehört und würde gerne wissen, welche Bücher / Serien / Pilze die AutorInnen konsumieren, das ist eine sehr, sehr verstörende Fantasie. Ich will nicht spoilern hier, vllt gibt es auch dieses Jahr wieder einen Zeitungsbereicht. Aber eine Triagekarte für das eigene Kind sieht man gsd auch nicht alle Tage...


In Sachen Garten: die vor drei Jahren oder so angesäten Lupinen blühen dieses Jahr richtig richtig schön. Ansonsten kommt morgen der neue Wechselrichter und dann sollte die Stromproduktion endlich wieder funktionieren und angeblich werden nächsten Mittwoch alle Mängel im Garten behoben. Ich bin da, wie bei eallen Zeitangaben des Gartenbauers bisher ein bisschen skeptisch (bisher hatte ich in 100% der Fälle, in denen ich dort skeptisch war, recht.)



Sonst: ich arbeite nicht nur, sondern habe heute immerhin Friseur- und Zahnarzttermin geregelt. Migränemittel kläre ich nächste Woche.

Dienstag, Mai 05, 2026

050526

You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"). 

Heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.

Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:
  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung, ohne Geschwurbel)
  • verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.

Heute Nacht bin ich um drei aufgewacht und direkt wieder in den Aufgeregtheitsmodus verfallen "OHGOTTOHGOTTOHGOTT, LT Präsentation!!!!", bis mir eingefallen ist, dass das ja gestern war und ich bin sofort so unglaublich entspannt und relaxed gewesen, das war so schön!

Beim Rausgehen hat es dann ein bisschen geregnet, ich hatte ja aufs Regenradar geschaut und mehr oder weniger ganzen Regentag mit Wolkenbruch zum Heimfahren gerechnet. Also: Neonregenhose angezogen und bis ich aus der Garage kam, hat es nur noch getröpfelt und der Wolkenbruch blieb auch irgendwie aus (respektive: kam dann schon noch ein bisschen, aber erst als ich schon lang daheim und Jonny auf dem Feld war).

Schwimmen: soweit super, ich war nur auf einer der mittleren Bahnen und das war doof beim Rückenschwimmen, weil ich aus dem Augenwinkel nicht die Einstiegsleitern als Orientierung hatte und einmal volle Möhre mit dem Kopf gegen den Rand geknallt bin (übrigens ein Theme, das sich durchzieht, warten Sie nur ab)

Dann: geschäftiger Morgen. Ich hatte ja dank der LT-Präsentation nicht viel Zeit für, wie ich gerne sage, meinen eigentlichen Job, aber das ist ja nicht die ganze Wahrheit. Der Portfolioteil ist AUCH ein Teil meines eigentlichen Jobs, nur halt nicht auf meine Produkte allein bezogen und nicht ganz so technisch wie sonst. Also: heute volle Kanne voraus mit technischen Themen und meine Güte, nach all dem Slidesmachen, Storytelling, Narrativ kreiieren, Stakeholderalignment und was weiss ich, ist das sehr, sehr erholsam. Ich hatte unter anderem ganz vergessen, dass ich für unser eines Produktteam heute einen Slot reserviert hatte bei einer Taskforce, um ein dringendes wissenschaftliches Thema zu klären respektive unseren Approach endorsen zu lassen. Das ist superwichtig für das Produkt und ich wurde kurz nervös, aber Past-Me hatte vor zwei Wochen in etwa die Präsentation dafür schon fertiggemacht (heute nochmal alle im Team zu einem letzten Check gescheucht) und wir haben zwar statt den zwischendrin angenommenen 10 MInuten doch die ganzen 40 Minuten des Termins gebraucht, aber: wir haben alles endorsed bekommen, noch viel weiter diskutiert und wurden für unser "clear, lean, well thought through proposal" gelobt UND dafür, dass wir dieses Thema jetzt, wo wir noch jede Menge Zeit haben, um es zu fixen, angegangen sind und nicht erst in ein paar Jahren, wenn alles schon superknapp ist. Das war fast noch besser als alles (auch sehr positive, aber von so hoher Warte, dass ich mir denke: Ja, wir haben euch ja nur die Oberseite der Oberfläche präsentiert!) Feedback zu der LT-Präsentation gestern!

Sonst: Mittagessen in skurriler Zusammensetzung. Ich habe ja einen monatlichen Slot mit zwei Kollegen, die sich beide untereinander privat kennen, und ich kenne den einen aus meinem Job vor dem Wechsel zu meinem aktuellen Arbeitgeber. Er kam ein paar Jahre danach nach (mit einem sehr skurrilen anderen Zwischenstop) und seitdem haben sich unsere Pfade hier immer wieder gekreuzt. Den anderen hat mir der Hübsche vererbt, der war eine Zeitlang sein Bürokollege, hat dann zu uns gewechselt und seitdem gehen wir zwei zusammen Mittagessen. Der hat jetzt aber an einen anderen Standort gewechselt, dafür hat ein Weggefährte des anderen Kollegen vom skurrilen Zwischenstop gestern bei einer Abteilung, die auch an meinem Chef hängt, angefangen und ich hatte ein bisschen was damit zu tun, dass er sich darauf beworben hat. Anyway, ich habe heute also vorgeschlagen, den "neuen" zu unserem Lunchtermin für "Leute, die sich über 17 Ecken kennen" einzuladen und das war eine sehr gute Idee (und auch ein bisschen ein Vibecheck, gebe ich zu, nehme an, damit kann nicht jeder umgehen). War aber super und ich hoffe jetzt sehr, dass ich bald mal mit ihm in einem Projekt zusammenarbeite, das kann ich mir sehr gut vorstellen.

Alles in allem: viel konzentriertes Abarbeiten von Zeug, das durch den Fokusshift der letzten Wochen halt nicht weniger dringlich geworden war. Ich hatte ja ein bisschen Sorge gehabt, dass ich jetzt in ein Loch plumpsen würde und am Ende Stresslassnachmigräne-geplagt vor mich hin dämmern würde, aber, kann man ja auch mal sagen und froh drum sein: im Gegenteil, es ist nur so geflutscht! Sehr, sehr cool. (Grad ist mir eingefallen, dass zwei Sachen hintenübergekippt sind: nachfragen, wo das eigtl gestern wieder lieferbar sein sollende Migränemedikament ist und den Termin für gegen Kieferausrenken abmachen. Und L.s Haareschneidtermin.)

Dann: heimradeln, aber auf dem Weg dahin schliessen wir noch den Loop mit Kopfanstossen: mein Radlzeug ist ja im Spind im 1. UG unter dem grossen Turm. Dort geht es noch viel weiter runter und es gibt auch verschiedenste Verbindungen unterirdisch im Areal zu anderen Orten. Das wollte ich gar nicht ausprobieren, ich hatte nur irgendwie das Gefühl, es müsste einen besseren Treppenaufgang ins EG geben, als den, den ich immer nehme. Und tatsächlich habe ich ein anderes Treppenhaus gefunden, habe mich am 1. Absatz gewundert, dass da verschiedene zwar plombierte, aber nicht wirklich gesicherte Hebel an der Wand waren, die für irgendwelche Notfälle irgendetwas fluten? ablassen? öffnen? keine Ahnung.... würden. Obendran war ein Schild: "Achtung, Bodenklappe öffnet selbsttätig.". Und während ich noch überlegt, wo denn hier ein Bodenklappe wäre, die selbsttätig öffnen könnte und ob ich am Ende auf einer Falltür stehen würde... stiess ich mit dem Kopf gegen ... die Bodenklappe, die war nämliche eine massive Zwischendecke, die einfach den nächsten Treppenabsatz abschnitt. Ich finde das relativ krass, dass man da eine Treppe gegen eine Decke führen lässt, andererseits... ist das eine schwarze Decke und ich könnte mir vorstellen, dass man mit ein bisschen mehr Konzentration und "im Jetzt sein" oder, wie man früher gesagt hätte, "Schauen, wo man langläuft" vielleicht nicht ungebremst gegen eine Decke geknallt wäre. (so schnell war ich auch nicht.).

Anyway: ich wüsste jetzt gerne, für welchen Notfall diese Deckenklappe ist UND wo man da rauskommen würde, aber das ist ein Rätsel for another day. Ich bin dann bedröppelt zurück gegangen, habe mich auf der Suche nach dem Ausgang im U1 noch ein bisschen verlaufen und bin immer tiefer unter den Turm gelangt, wurde dann kurz ein bisschen klaustrophobisch und aufgeregt, das weiter recherchieren müssen wir also erstmal vertagen.

Daheim: Schwätzchen mit Mann und Kindern, Kater flatschnass aus dem Feld abholen, noch ein paar Emails beantworten und jetzt gibt es noch eine Folge "Friends and Neighbors" vor dem Schlafengehen.




Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Mr. Linky damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen.

Montag, Mai 04, 2026

040526

 Heute war also LT-Präsentationstag.

Ich war verdächtig unnervös, was mich im Lauf des Tages immer nervöser machte :-).

Neben ein paar nicht verschiebbaren Terminen (die nächsten produktspezifischen Grossprojekte warten schon um die Ecke) habe ich mir Talking points zusammengeschrieben, für meinen Seelenfrieden noch in mienem Tonfall ausformuliert und in die Speakernots geschrieben. Wo ich dann doch nervös wurde: als 10 Minuten vor dem Meeting mein Chef erstens meinte: Wir machen es doch nicht virtuell, sondern vor Ort und zweitens: "kannst du die slides sharen, bei mir geht die 1 auf der Tastatur nicht" und dahin gingen meine Pläne, parallel auf meinem Screen die Speakernotes offen zu haben oder sie als Spickzettel mitzunehmen (ich sass dann neben der Alleroberstchefin, da wollte ich keinen physischen Spickzettel rausholen). Aber, meine Kollegin hat es so gut einsortiert: "Das ist wie beim Surfen, jetzt kommt die Welle, wir wissen genau, was wir tun müssen, also tun wirs". Und so war es dann auch, wir haben es, ehrlich gesagt, gerockt. Natürlich gab es viele Ideen und Aufgaben fürs nächste Mal, aber das ist ja logisch, das ist keine Abnickveranstaltung UND wenn etwas nicht ok wäre, wären wir zurück ans drawing board geschickt worden. 

Schwierigster Teil war dann, eine Location für den Debrief-Apero zu finden, weil alles entweder zu, ausgebucht, oder zu oder ausgebucht oder schraddelig war. Wir endeten zu zweit in der Fischerstube und das tat sehr, sehr gut.

Jetzt bin ich todmüde (war froh um den leichten Nieselregen beim Heimradeln und werde heute sehr, sehr gut schlafen (oder Migräne kriegen)), das muss bis morgen weggeschlafen sein.

Sonntag, Mai 03, 2026

030536

 Heute morgen war ich zum Wandern verabredet respektive zu Ausflug mit den Minineffen im Schwarzwald (Kugelbahnweg). Wie beim letzten Mal war ich am Hinweg sehr verwundert, wie man auf immer kleinere Strässchen abgebogen ist und dann auf einmal da war und am Rückweg, wie auf einmal alles ganz anders aussieht und man irgendwie eine Abzweigung verpasst hat und dann das wildromantische Schlüchttal runterfährt (mit Steinschlagwarnung und -beweisen auf der Strasse). Keine Ahnung übrigens, warum die Motorradfahrer heute nicht unterwegs waren.

Wanderründchen war supernett, die Minijungs sind halt echt Zucker alle zusammen und wir Schwestern sehen uns eh viel zu selten....

Wieder daheim dann Häusliches (Wäsche, Duschen, Klamotten für morgen einpacken (ich hatte schon ein Gesamtoutfit geplant incl Aushilfsoberteilen, wenn ich mich anbatze, aber jetzt ist es morgen erstens deutlich kühler und ärmellos vermutlich meiner inneren Aufgeregtheit angemessen, aber nicht dem Wetter, und zweitens wurde das Meeting von in einem Raum auf total virtuell verlegt, was wirklich doof ist. Aber: ich muss nur für den Kameraausschnitt seriös aussehen , dafür habe ich ein sehr gutes RalphLauren-Oberteil und eine farbgleiche Espritbluse für den Sabberfall.).

Dabei ist mir bewusst geworden: gestern vor einem Jahr hatte ich das erste Screeninginterview mit meinem Chef und seiner Chefin. Kam doch alles sehr gut raus.

Samstag, Mai 02, 2026

020526

 Zweiter Tag verlängertes Wochenende! Eingeläutet gestern abend mit einem unerwartet zweisamen Pizzaabend (und Teig aus 1.2kg Mehl), weil Q. einen Hock vergessen hatte und schnell los musste und L. eine Kinoverabredung hatte. Immerhin haben wir vorher zu fünft immerhin eine RUnde "Farmsrace" angefangen und zu viert beendet. Wir haben die Grundregeln jetzt verstanden, ich habe souverän gewonnen und bin bereit für die aggressiveren Karten und gerne auch noch gemeinere Spezialregeln. (die Kids haben sich alle Pizzen "für später" gewünscht, der Hübsche und ich waren also durchaus beschäftigt.

Heute dann: ausgeschlafen, auf der halbfertigen Terrasse gefrühstückt (nur zu dritt, L. hatte eine Verabredung), dann grosse Aufregung: der zweite Minischlüssel, nämlich der, für den der Hübsche und ich verantwortlich sind, ist verschwunden. Weder in der Box, in die er gehört, noch wo, wo er mal gerne ist, wenn er nicht dort ist. In keiner der am letzten Tag der Nutzung (durch App rekonstruiert) getragenen Kleider, in keiner noch unwahrscheinlicheren Location (ich bin vor Wochen das letzte Mal mit dem Mini gefahren, habe aber trotzdem mal meinen Arbeitsrucksack und meine Handtasche ausgemistet, meinen Wanderrucksack auch). Nach aufgeregter Suche wurde er IM Tesla, der neben dran parkt, entdeckt (vermutlich bei einem Umsteckmanöver dort abgelegt). Nachdem das geklärt war, konnten Q und der Hübsche nach Basel ins Stücki aufbrechen: Q. hat einen neuen Level an Legohyperfokus und über eine App aus den neu gelaunchten limited Legominifigures die rausgesucht, die er gerne haben möchte. Der Hübsche hat im Bächli den Neuerungen auf dem Outdoorsektor widerstanden.



Ich habe daheim bewiesen, dass ich Tarte Tatin generell schon kann und wirklich nur das Lauchrezept doof war: aus dem Rhabarber aus dem Gemüsekorb wurde eine perfekte nach diesem recht simplen Rezept. Grosse Überraschung: ALLE Familienmitglieder, auch die die kein Obst im Kuchen mögen und die, die matschige Früchte auf Kuchen nicht mögen, haben begeistert zugelangt.





Dann: Wäsche, Pflanzengiessen, Spaziergang (es ist schon wieder so scheissheiss, dass mir auf dem Weg zum schattigen Waldrand der Schweiss runterrinnt...), dabei am Tennisplatz feststellen, dass ein Arbeitskollege (es ist der Firmentennisplatz und er hatte eine Parkkarte vom Sportclub drin) dort sein Auto über drei Stunden im Leerlauf stehen hat lassen. Wir schauen ja gerade die zweite Staffel "Beef" und so habe ich auf der gesamten Runde Countermeasures dafür kontempliert. (und dann dort geläutet und der Frau, die aufgemacht hat, gesagt, dass da ein Auto im Leerlauf steht und bitte abgestellt werden soll, was sehr bedröppelt und beflissen erledigt wurde. ICH BIN GAR NICHT IMMER SO)

Daheim dann den Gartenschaukelstuhl, den ich seit über zwei Jahren anschmachte und von dem ich immer wieder Screenshots mache, endlich bestellt. Am Freitag hole ich ihn ab! Ich freue mich schon sehr.

Mit dem Hübschen und Q. die Ninja-Creami-Eiskaffeesaison auf der Terrasse eröffnet (gestern abend habe ich drei Becher eingefroren. Der Hübsche wurde dezent nervös. als ich ihn um die Zubereitung vpon 450mL Espresso bat), das war richtig gut!

Der Hübsche kärchert jetzt noch den Vorplatz, ich plane ein bisschen unseren Japan-Trip weiter und morgen wird im Schwarzwald gewandert, iykyk: