240526
Ausgeschlafen, Kaffee im Bett, das war schön (zwischendrin um vier von hungriger Sansa geweckt worden, die beiden sind im totalen Sommermodus. In der Nacht kommt man eventuell mal auf einen Snack und eine Runde auf dem Sofa rein, sonst ist man draussen unterwegs respektive sucht sich für die Knallhitze ein schattiges Plätzchen).
Frühstück auf der Terrasse, dann sind wir direkt ins Freibad aufgebrochen. Ich hatte vor allem Schwimmhunger und die Erfahrung der letzten Jahre zeigt: je später am Tag und je mehr Sommerferienfeeling, desto weniger wird die Abschrankung der Schwimmerbahnen respektiert sowohl von reinspringenden Kindern als auch von "turtelnden" Erwachsenen, von denen die Männer dann richtig unangenehm werden. Dementsprechend wollte ich da vorneweg sein, andererseits hatte ich mir schon überlegt, was ich tun würde, wenn mir diesmal jemand blöd kommen würde. Richtig entspannt war ich also nicht, auch deshalb, weil der Hübsche voll entspannt war und mit meiner angestrebten Pace gar nicht mithalten wollte.
Aber: wir waren dann um 11 etwa im Bad, die Schwimmerbahnen noch ausschliesslich dafür genutzt und nicht übervoll. Eine visuelle Abschätzung meinerseits sagte "das ist nicht doppelt so lang wie im Arbeitsbecken, also auch 25m". Der Hübsche war sich nicht sicher und schritt die Länge zweimal ab und sagte mir dan (DANKE) Bescheid, dass das 50 Meter wären (War super, weil ich schon fand, ich wäre richtig, richtig langsam. Ist mir schon mal so gegangen beim Wechsel ins Freibad damals noch zu Unizeiten, wo ich im ungeheizten Becken dann meine Anzahl Bahnen geschwommen bin, halt doppelt so viel Strecke wie sonst und eine richtig krasse Blasenentzündung davon bekam.). Heute also nur 20 Bahnen. Auf der letzten bahnte sich ein leichter Krampf an, war also gut, dass rum war. Auch sonst, es wurde nämlich voll. Und obwohl natürlich ausgeschildert war, wie man da im Kreis schwimmen soll, gab es immer mehr Deppen, die dachten, für sie gilt das nicht oder sie können einfach auch bei Gegenverkehr überholen. Ich mache es da mittlerweile wie beim Gehen: ich weiche nicht mehr aus, sondern mache Krallenfinger (beim Gehen spanne ich die "Kontaktschulter" an), selber schuld, ihr Deppen.
Dann: trockener Bikini, lesen auf der Liegewiese, dann ein Schälchen Pommes und eine Bahn im abgeschrankten Rheinschwimmbecken unterhalb des Sprungturms. Das Wasser hatte 17 Grad, vom Schwimmen wurde abgeraten (sahen wir erst beim Rausgehen), aber für eine Bahn war das absolut in Ordnung. (In Island habe ich gelernt: beim ins kalte Wasser gehen einfach reingehen, sich vorher vornehmen, dass man das macht, einfach gehen, keine Pause und vor allem: normal schnell weiteratmen, NICHT anfangen zu hecheln. Damit klappt das für mich super.
Dann nochmal im grossen Becken aufwärmen, umziehen, heimradeln, Eiskaffee. Noch ein bisschen Wäsche, überlegen, was wir heute abend essen (der Hübsche möchte Marillenknödel, die mache ich ihm auch, aber ich habe für mein ganzes Leben mehr als genug davon gegessen und werde mir "was micht Lauch" machen.
Jetzt: genug prokrastiniert, ich mache mich jetzt an Ryokan-Recherche.
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| es gibt dort eine Schwimmbadkatze! |


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