Dienstag, Februar 18, 2020

180220: #gehtgradso

Was soll man sagen, es ist einfach perfekt. Es ist endlich kalt geworden, dafür ist oben kein Sturm mehr (ok, und die sulzigen Pisten unten sind jetzt recht eisig, was auf den roten/blauen dazu führt, dass einem diverse Menschen einfach vor die Füsse fallen und auf den schwarzen zumindest bei mir für bisschen Schwitzen sorgt, was aber ok ist, weil: ES IST ENDLICH KALT!).

Wir hatten heute einen grossartigen Skitag und waren bis fast letzte Pistenkontrolle unterwegs, weil, wer weiss, wie das Wetter morgen ist.






Gegessen:
Gipfeli mit Erdbeermarmelade, Körnersemmel mit Meerrettichbrunch

"Cholera" (ich mag Schweizer Essensnamen. Das hier ist eine Blätterteigpastete gefüllt mit Lauch, Kartoffeln, Raclette, Aepfeln und ich nehme an, wenn man das NICHT an einem Skitag  auf drölfzigtausend Metern bei minus drölfzigtausend Grad essen würde, würde man direkt ins Fresskoma fallen, aber so gehts und abends war wieder Platz für:
Käsefondue im


 (mehr als ein Holländer alkoholisiert auf engem Raum ausserhalb Hollands.... schwierig. Wie der Hübsche sagte: "Du arbeitest doch in einem open office?!" "Ja, aber mit Schweizern und Deutschen, da wird höchstens geatmet. Manchmal.")

Montag, Februar 17, 2020

170220: Erste Male, zweite Male

Erste Male:

  • nur ein Kind im, Skikurs abgegeben (L. hat recht sparsam geschaut und hatte recht offensichtlich keine Lust, als einziger dorthin zu müssen. War dann aber alles gut, sein Skilehrer ist der coolste der Red Kings, es sind keine Kackbratzenkinder im Kurs (sorrynotsorry für den Ausdruck, es gibt solche Kinder. Und man erkennt sie in der Schlange beim ersten Aufstellen für die Einteilung. Und sie machen den Kurs für die Lehrpersonen UND die anderen Kinder sehr unangenehm. Auch für die Eltern übrigens, die dann nervös warten müssen, weil IHR Kurs 20 Minuten später kommt, weil genau diese Kinder eben nicht gehört haben und von der Piste runter in die Walachei gefahren sind und der Skilehrer sie dort retten musste, während der Rest des Kurses oben wartet. Nur so als Beispiel), und so war beim Abholen mittags alles wieder gut und in bester Ordnung. UND: er hat richtig viel gelernt und ist den Nachmittag viel mehr parallel gefahren als auch schon.




  • ein Kind (Q) von einem Erwachsenen auf der Piste umgerammt bekommen. Das war wirklich knapp und es ist gsd alles gut gegangen, aber mal ehrlich: ja, ich fahre auch sehr gerne schnell, und ja, ich denke mir auch manchmal "Boah, sind da jetzt viele Langsame unterwegs, das ginge doch auch schneller", aber: dann ist das halt so und es ist halt nun mal so, dass man sich am Schwächsten orientiert (und Q. war NICHT der Schwächste auf der ganzen Piste, da hätte es noch viel Schwächere gegeben, insofern sollten wir vermutlich froh sein, dass der Raser, der "Oh, ich hab ihn echt nicht gesehen und konnte nicht anders, als ihm über seine Ski zu fahren, echt sorry!"als Entschuldigung anzubieten hatte, eben Q. erwischt hat und nicht ein kleines Kind. Mir wurde schon echt kurz ganz anders, als ich Q. da fliegen sah, aber dank Helm hatte er nur ein bisschen Brummschädel und sonst nix. Heute war eh ein bisschen ein komischer Tag, wir sind an Helikoptereinsätzen, Rettungsschlitteneinsätzen, frisch gebrochenen Armen vorbeigekommen (immer brav gefragt, ob noch Hilfe benötigt wird), also: bei uns alles gut, phew. (kurz gecheckt: alle haben ihre Rega-Gönnerausweise parat, Notfallnummern sind eingespeichert, wird schon alles werden.
  • Sturm auf >3500m. Das war schon sehr beeindruckend, wie es uns ganz oben auf dem Mittelallalin entgegengeblasen hat und die Eisstückchen uns wie Nadeln ins Gesicht geflogen sind. 



paar 100m weiter unten: kaum zu glauben, wie es da oben zuging


Erste und zweite Male:
Wir haben mit unserem 6Tages-Pass einen Gutschein für das Aqua Allalin bekommen, da waren wir eher so mittelbegeistert, weil da waren wir ja schon mal und das war eher so naja. Aber: geschenkt und so, nech, also sind wir halt heute, als das Wetter irgendwann so mittel wurde (es sah aus wie "oben ausradiert"), heimgegangen, haben die Badesachen gepackt und ... waren überrascht, es gibt nämlich dort nicht nur das mitteltolle Hallenbad, sondern... einen astreinen Wellnessbereich. Den haben wir das letzte Mal ganz ausgelassen, weil Kinder dürfen da erst ab 14 rein und das Wasser im Hallenbad war damals noch so tief, dass L. nicht stehen konnte, ausserdem war L. noch nicht so sicher im Schwimmen wie jetzt. Das Wasser ist jetzt übrigens auch kein bisserl flacher, aber L. ist ordentlich gewachsen und kann nicht nur überall stehen, sonder auch richtig gut schwimmen.
Also sind der Hübsche und ich Richtung Wellness abgebogen und die Kinder ins Hallenbad. Wir haben also mit Panoramablick auf Schlucht und Gipfel geschwitzt, gefussbadet, während die Kinder geplanscht haben (und das Hallenbad immer nur noch so mittel fanden, aber naja).


Gegessen
Gipfeli, Semmel
Wrap mit Rucola, Coppa und Tomaten
Nudeln mit Tomatensosse und viel Salat

Gelesen
Nathalie Svensson 4

Getragen:
Skisachen, Badezeug

Stressleveldurchschnitt gestern: 27
Selbstbeweihräucherung: erstaunlich cool geblieben oder wenigstens fokussiert, als Q. umgefahren wurde

Sonntag, Februar 16, 2020

160220: Happy Place

Ich weiss, das ist immer ein bisschen fad für alle, die hier mitlesen, weil ich jedes Jahr in den Skiferien eskaliere, wie toll ich richtigen Winter finde, wie schön der Schnee ist, wie gerne ich skifahre, wie toll ich finde, dass das so ein Familiending für uns alle ist, naja, aber so isses halt.
Gestern abend kam Sansa übrigens in dem Moment heim, als ich beim Blogpost auf "Veröffentlichen" drückte. Anscheinend war bei uns im Unterland einfach Frühling, es war warm draussen, die Vögel zwitschern, wer will denn da ins Haus, vor allem, wenn eh keiner da ist? Also kam sie um 20:13 nach Hause, hatte einen unglaublichen Kohldampf und ging dann direkt schlafen. Anders als Jonny futtert sie sich ja nicht in allen Nachbarhäusern durch. Jonny kann nämlich mit seinem Trick natürlich nicht nur unser abgeschlossenes Törchen von innen öffnen sondern auch alle anderen, die sich auf Chipsteuerung verlassen (= alle) von aussen.
Ich habe heute (die erste Nacht ausser Haus, die erste Nacht auf drölfzigtausend Metern, Föhn) grauenvoll schlecht geschlafen mit hämmernden Kopfschmerzen, aber gemütlich war es trotzdem. Kaffee mit Ibuprofen hat es dann gerichtet.
Die Kinder haben Semmeln und frische Gipfeli vom Bäcker geholt, wir haben währenddessen daheim den Rest vorbereitet, Tee und warme Schoki und Snacks in den Pistenrucksack gepackt,dann gemütlich gefrühstückt.
Auf dem Weg zur Piste haben wir wie jeden Morgen die Gemsen gesehen, dann L. in seinen Pikachu-Anzug gesteckt, ganz ohne Schlange einen 6 Tages-Skipass besorgt (kurz geschluckt, als die Summe auf dem Kartenlesegerät auftauchte, aber mei, so ist das halt. Nachdem es die "Wintercard" nach 2 Jahren, die nicht zum gewünschten Erfolg, sondern fast zur Pleite der Bergbahnen geführt haben, nicht mehr gibt, zahlen wir den regulären Preis. Ist insgesamt übrigens nur ca 100CHF mehr (für 6 Tage/4 Personen), weil es bei der Wintercard nur Erwachsenenpreise gab, und im regulären Fall die Kinder nur die Hälfte bezahlen), und einen Traumskitag verbracht.
Ich finde es so schön zu sehen, dass sich die konsequenten Skikurse der Kinder ab echt früh bezahlt gemacht haben. Ich weiss noch, wie ich beim ersten Mal mit beiden in den echten Bergen (sorry, Schwarzwald) Blut und Wasser geschwitzt habe, weil ich beide vor meinem inneren Auge immer die Piste verlassen und in den Abgrund stürzen gesehen habe. Nicht ganz ohne Grund, wenn man sich v.a. L.s Stunts in Davos etc. in Erinnerung ruft. Mittlerweile fahren sie total sicher und schnell (klar, schmeisst es mal einen, aber das passiert uns Grossen auch).
Heute besonders lustig, weil L. in seinem quietschgelben Kostüm mit dem hinterherwehenden Schwanz alle um ihn herum zum Lächeln gebracht hat.
Mit müden Beinen (es ist erstaunlich warm, der Schnee deswegen besonders in den unteren Bereichen recht schwer) machten wir um drei Schluss, wanderten durchs Dorf nach Hause und ein Weg-Doughnut reichte den Jungs, um genug Energie für eine Stunde Schneemannbauen vor dem Haus zu sammeln.
Die nassen Sachen wurden aufgehängt, alle durch die Dusche geschleust, es gab Kaffee, Tee, Gemütlichkeit und heute abend gehen wir noch Fondueessen! Geht grad so, würde ich sagen :-)






Gegessen:
Gipfeli, Körnersemmel
Tomatensuppe
und ich weiss noch nicht genau was von der "La Ferme"-Karte

Getragen:
Skisachen :-)

Gelesen:
Nathalie Svensson 4

Gesehen:
"The Orville" (mit allen, das ist ein sehr schönes Familiennerd-Ding)
"Vikings" (der Hübsche und ich sind in der ersten Post-Ragnar-Folge gestern nach 20 Minuten eingeschlafen :-/)

Stresslevledurchschnitt gestern: 23
Selbstbeweihräucherung: ich bin fast cool, obwohl Jonny seit heute morgen halb sieben das Haus nicht betreten hat :-)

Samstag, Februar 15, 2020

150220: Auffi muass i!

Obwohl das Auto gestern abend nahezu fertig gepackt war, zog sich das alles heute dann länger als gedacht. Es waren nämlich, wer hätte das gedacht, nicht nur wir auf dem Weg in die Skigebiete und mit unserem gechillten Aufstehen, Frühstücken, Katzen tschüss sagen, landeten wir genau in der holländischen, belgischen, dänischen Blechlawine. Nun ja, wir waren trotz allem früh genug dran, es reichte uns nur nicht mehr, heute noch einen Liftpass zu holen. Aber: die Ski sind im Skiraum an der Piste, Betten sind bezogen, Küche eingeräumt, Rucksack für morgen gepackt, die zweite Kopfschmerztablette gegen Höhenkopfweh ist eingeworfen, es ist wunderbar kalt und verschneit, wir blicken direkt auf die Piste (naja, jetzt grad nicht, weil es draussen stockdunkel ist), die Skiferiendiät aus Nudeln, Suppe, Flammkuchen und viel Tee und warmer Schoki (und natürlich dem gleichguten Kaffee wie daheim, weil die Nespressomaschine mit in die Ferien kommt) ist gestartet, L. hat schon sein Skischulabo und Labello in der Jacke.
Einzige Sorge, die sich aber mittlerweile relativiert hat: Jonny kam brav um vier nach Hause, ganz brav wie immer, Sunny hingegen.... nicht. Sie ist aus dem Haus gegangen, als wir gefahren sind, also so gegen 11 und seitdem nicht mehr aufgetaucht, auch nicht, als die Nachbarn um viertel nach sechs zum Füttern kamen. Von der mühsam aufgebauten Coolness war da schon nicht mehr viel übrig bei mir, aber immerhin kam sie um kurz vor sieben mal kurz von aussen durchs Törchen gucken (das wird ja auch aufgezeichnet von der App), es geht ihr also gut und sie macht einfach Party draussen. Ich muss nur noch in meinen Kopf kriegen, dass es bei uns im Unterland eben 15 Grad hat, nicht minus  8 wie hier und das ein wunderbarer Abend für Abenteuer einer kleinen Katze ist.

Freitag, Februar 14, 2020

140220: Hoch die Hände

Ungeplanterweise sind wir entspannter als sonst ins Wochenende geslidet, weil Q. nicht nur kein Biopraktikum hatte bis viertel nach fünf, weil Basketballturnier, nein, Q. hatte gar nix, ausser Ausschlafen, im Bett liegen und gesund werden. Das hat er super gemacht und so steht dem Start in die Berge von der Seite nichts im Wege. (Ich packe eh immer eine wohlbestückte Hausapotheke ein, jedes Jahr wieder auch mit der Familienmenge "meines" Produktes, just in case)


Ich habe wie jeden Freitag früh gestartet, war dann schnell Wocheneinkauf erledigen (ausserdem noch schnell ein Paket mit Kleidern abholen, obwohl ich mir eigentlich vorgenommen hatte, NIX mehr zu kaufen, bis mir mal was ausgeht, wenn ich wegen abgetragen, kaputt oder total outdated halt ausmiste. Tja. Und dann habe ich den Fehler begangen, doch mal wieder einen Esprit-Newsletter zum Thema "Punkte und Streifen" aufzumachen und naja, bei Punkten konnte ich noch widerstehen, bei Streifen nicht so. Immerhin passt alles wie angegossen. Und: note to self: es ist wirklich so, dass 36/S passt, immer. Alles andere schlackert. Ganz sicher.) und grad am Heimweg, als der Hübsche anrief.
Ein Anruf, der mit : "Boah, ich sag's dir, das brauch ich nicht nochmal, erstmal: es ist alles ok" losgeht, ist ja schon eher schwierig. Nun denn. Er war auf dem Weg ins Büro, begegnete Jonny (wohl auf dem Weg zum zweiten Frühstück bei den Nachbarn), streichelte ihn, als plötzlich aus dem Nichts ein grosser Hund (Mischung aus Husky / Labrador) angeschossen kam. Jonny sauste durch die Hecke in den Nachbarsgarten, der Hund grad hinterher (wissen wir jetzt auch: das ist NUR eine Hecke, mit ohne Zaun). Man hörte Fauchen, Miauen, Bellen, Knurren. Der Hund hatte Jonny gesehen, war losgestürmt, hatte sein Frauchen umgerissen, die war gestürzt, hatte die Leine losgelassen, und ... joah.
Die Frau liess es sich nicht nehmen, mit dem Hübschen zusammen dann auf Jonny-Suche zu gehen, bis er sie davon überzeugt hatte, dass der sich ganz bestimmt nicht mehr freiwillig zeigen würde, solange der Hund in der Nähe wäre. Kaum war sie weg, kam Jonny höchst empört an, liess sich daheim von seiner Schwester abschnuppern und sauberputzen, vom Hübschen untersuchen (nichts kaputt ausser ein bisschen verletztem Stolz, das liess sich mit etwas Hafermilch und vielen Käseleckerli reparieren) und wartete dann auch noch auf mich, um das nochmal zu bestärken. (Der Frau geht es auch gut, sie hat aufgeschürfte Handflächen, aber sich nichts Schwerwiegenderes getan. Sie kam im Laufe des Tages nochmal vorbei und liess sich von den Nachbarn (Jonnys zweite Frühstückslocation), vor deren Küchenfenster das alles passiert ist, bestätigen, dass des dem armen Büsi gut geht. Ich hoffe, sie hat eine Lehre daraus gezogen und passt beim Spazierengehen besser auf. Die Kombination aus limitierter physischer Präsenz und einem 30kg Hund, der euphemistisch ausgedrückt nicht aufs Wort gehorcht aka "echt a Liaba is, aber bi Büsis, da halt nöd", ist halt schwierig.)


Das war dann auch schon das grösste Abenteuer des Tages, ich habe gewerkelt, meine Inbox um 16:00 auf Zero gehabt (den Rest ignoriere ich bis übernächste Woche), wir haben mehr oder weniger stressfrei und so wie immer für die Skiferien gepackt. So sehr es mich in den Sommerferien in immer neue Gefilde zieht und ich jedes Jahr nach grossartigen Erlebnissen fast traurig bin, dass wir da vermutlich so schnell oder überhaupt nie wieder hinkommen werden, weil es gibt ja noch so viel anderes zu entdecken! (Ausnahme: San Diego. Das ist fix auf dem Plan für immer wieder), so schön finde ich es, dass wir für die Skiferien mit Saas Fee unsere fixe Location gefunden haben. Die Kinder wissen, was sie erwartet, wir gehen jedes Jahr in die selben Lokale, wissen, wo der Bäcker ist, was die leckerste Frühstückszusammenstellung für alle ist, in welcher Hütte was am besten schmeckt, wo die versteckte Race-Abfahrt mit der Stoppuhr ist, und dass man das "dü" wirklich frühzeitig reservieren muss. Mal sehen, ob wir es dieses Jahr endlich mal zum Nachtschlitteln schaffen!


Das Auto ist gepackt, morgen kommt noch die Kaffeemaschine mit rein (naja, was will man machen, wir sind halt alt. Wenn es noch Platz hat, nehme ich sogar mein Nackenkissen in seiner Transporttasche mit!) und ich werde für eine Woche QC testing transfers, pandemic stockpiling, emergency import licenses, outdated leaflets, MDR compliance und Joint Review Policy vergessen.


Gegessen:
Marmeladentoast
Skifahrsuppe und Breznstage
Freitagspizza und Knoblauchbrot


Gelesen:
Nathalie Svensson 4


Gesehen
Vikings


Getragen:
Jeans und Longsleeve


Stressleveldurchschnitt gestern: 29
Selbstbeweihräucherung: nur kurz nervös geworden, weil der Hübsche noch gar nich gesagt hat "Ui, DAS sollen wir alles ins Auto kriegen? Das geht niemals!". Das sagt er nämlich immer, es geht aber immer rein und es könnte sein, dass ich total viel vergessen habe. Oder er sich gemerkt hat, dass es immer reingeht

Donnerstag, Februar 13, 2020

130220: Fieber, Suppe, Packlisten

Morgens um halb sechs ausnahmsweise von Sansa sttt von Jonny geweckt werden. Das ist ein bisschen angenehmer, die beisst und haut und zieht nämlich nicht, bis ich aufgestanden bin, sondern tapst freundlich auf meine Augen, bis ich sie korrekt streichle und rollt sich dann auf mir ein zum Weiterschlafen. Wenn ich zucke oder zu langsam mit dem Streicheln werde, kommt sie wieder und stupst, aber immer sehr lieb. Joah.
 
Endlich mal wieder Zug und Bus gefahren und Buch gelesen, statt Auto und / oder Arbeitsmails, das ist ein ganz anderer Start in den Tag.
Arbeit: gut vorangekommen, die grossen spontanen Brocken sind entweder mit viel Mühe an Ort und Stelle gewuchtet oder aktuell in anderen Händen, aber ich habe alles parat, um sie ordentlich weiterzubearbeiten, wenn sie bei mir landen.
 
Unerwartet früh im Jahr meinen "Merit Report", wie das jetzt neu heisst, bekommen, ich war gar nicht drauf vorbereitet, aber hui, schön!
 
Nach dem Mittagessen meldete sich Q., der schon gestern nach dem Unihockeytraining über Schwindel klagte, mit rasenden Kopfschmerzen und Schüttelfrost. Grosse Kinder sind praktisch: man fragt, ob sie Busfahren können und dann machen sie das und legen sich einfach ins Bett und wenn man dann (früher als sonst, man macht sich ja doch Sorgen, ausserdem kann man mit grossen kranken Kindern grossartig von daheim aus arbeiten) heimkommt, schlafen sie tief und fest. Fazit: leichtes Fieber, fertig, also Kopfschmerztablette und Bettruhe und KEIN Basketballtag morgen. Das Ganze ist entweder schnell vorbei oder halt so mittelschnell, aber ich bin cooler geworden als auch schon und zur Not ist halt jemand auch in den Skiferien ein bisschen malade, das ist alles kein Weltuntergang.
 
Dementsprechend: weiterarbeiten von daheim, Katzen aus den Nachbargärten einsammeln (Jonny war sehr hungrig und hat auf einen Sitz zwei Beutelchen aufgefressen, ohne mit Sansa zu teilen!), mit dem Hübschen schwatzen, Packliste und Einkaufsliste schreiben, strampeln, Bett neu beziehen, weil jemand (=ich) das Fenster aufgemacht hat und nicht gemerkt hat, dass es in Strömen zu giessen begann und jemand anders (der Hübsche) immerhin die Kissen abgezogen und halbscharig zum Trocknen hingelegt hat, den pflatschnassen Matratzenbezug aber draufliess... naja, am Wochenende wäre eh Zeit zum Wechseln gewesen.
 
Jetzt noch Spülmaschine, Znünibox für L, Tee, mit dem Hübschen Vikings gucken.
 
Gegessen:
  • Honigtoast, das war offensichtlich zu wenig, ich hatte um neun nämlich schon wieder solchen Hunger, dass ich mir in der Cafeteria ein
  • Bierchermüesli holen musste. Und für grosses Gelächter beim Cafeteriamann sorgte, weil ich (ich bin so saubere Scheiben nicht nicht gewohnt!) die Glasscheibe vor dem Regal mit Müeslischalen nicht sah und mit der Greifhand wie so ein Vogel gegen die Terrassenscheibe knallte. (alles gut, nix kaputt, weder Glas noch Hand, ich musste auch lachen :-))
  • Gumbo mit Reis und Spinat und Maissalat
  • Skifahrsuppe (draussen blüht der erste Krokus und wir hatten die diesen Winter noch kein einziges Mal. Also: doppelte Portion gekocht und den Rest nehmen wir mit in den Schnee!)
Gelesen:
Nathalie Svensson 4


Gesehen:
"Ich schweige für dich" (Ich dachte, Miniserie bedeutet 6 Folgen und war schon sehr gespannt, wie sie das alles in dieser einen Folge klären wollen, aber: es sind 8)
"Vikings"


Getragen:
blau kariertes Wollkleid und die braunen Wildlederstiefel


Stressleveldurchschnitt gestern 29
Selbstbeweihräucherung: offensichtlich beide Chefs letztes Jahr überzeugt

Mittwoch, Februar 12, 2020

120220: Rage by proxy, Tränen, Kopfschütteln, Käsehappen

Hui, die Award-Feier gestern, das war irgendwie mehr, als ich auf dem Schirm hatte!
Dementsprechend habe ich noch ein paar Sachen, die ich gestern loswerden wollte:
1. Ich esse ja schon lang immer das vegetarische Menü in unserer Kantine. Gestern hatte ich dann die Qual der Wahl, es gab nämlich zwei verschiedene: Bami Goreng /Zucchinifritters mit Joghurtsosse, was gar keine so eine grosse Qual war, weil IMMER Bami Goreng. Und da ist mir dann extrem positiv aufgefallen, dass man undramatisch ein Essen für verschiedene Vorlieben und Ernährungsansätze tauglich machen kann: eigentlich war es vegan, das gestockte Ei dazu gab es nach Rückfrage separat, beim Koriander konnte man sich selber bedienen (Ich nahm natüllisch wie immer mit alles und scharf)
2. Jonny hat wieder mal pünktlich kurz, bevor wir wegfahren, die Hard- nd auf Software überlistet. Mittlerweile ist es nicht mehr Glückssache, dass er das versperrte Törchen aufhakelt, sondern eine Sache von 10 Sekunden und dann geht er halt. Das ist jetzt nur so mittel, aber andererseits kommt er ja auch immer wieder. Wir sind noch unsicher, ob wir jetzt endlich cool werden und den Kater halt rauslassen, wenn er will, oder (das ist der aktuelle Ansatz) ihm das weder verlernen, indem wir, wenn alle da sind, das Törchen hardwaremässig versperren, das kriegt er bisher noch nicht auf (Hoffnung: er merkt, dass, wenn es nicht wegen Chiperkennung klickt, ist zu. Erfolgschancen bis Samstag: mittel bis niedrig, würde ich sagen. Alternative: wir bitten die Hütenachbarn wieder, auch hardwaremässig abzuschliessen, was wir eigentlich verhindern wollten. Nun ja.
3.ein langer Absatz darüber, dass L. seine Pokemonkarten "verloren/vergessen" hat und wie sehr mich das Spagat zwischen "das weinende Kind trösten" und "warum fällt dir das nachts um zehn ein, dass das schlimm ist, und nicht in dem Moment, wo du gemerkt hast, dass sie weg sind, nämlich um 12:10h, wo du entschieden hast, einfach nix zu unternehmen?". Ich bin nämlich nicht überzeugt davon, dass Trösten und die "Gefühle des Kindes in dem Moment zu begleiten", das einzig richtige ist, weil: so ein Quatsch lässt sich halt easy vermeiden, und das kann man ja auch mal hören und fürs nächste Mal was draus lernen. Aber: Pokemonkarten sind wieder da, der Nachbarsjunge hat sie am Nachmittag mit aus der Schule heimgebracht, aber L. war nicht da, um sie in Empfang zu nehmen. Ich setze also auf den Lerneffekt des Dramas gestern abends.


Nun denn, heute: neuer Tag.
Alles in Perspektive gerückt durch die Beerdigung am frühen Nachmittag. Es ist mittlerweile eine traurige Tradition (zum dritten Mal, immer alle drei Jahre), dass sich die Gruppe aus meinem ersten Job beim jetzigen Arbeitgeber auf einem Friedhof trifft, beim Abschiednehmen von einem Kollegen, der viel zu jung war.
Auf dem Heimweg wurde ich dann ganz schnell unglaublich müde. Das ist meine .. naja coping strategy für zu viel Gefühl. Am ersten Tag nach dem Klassenüberspringen, am ersten Tag in jeden neuen Job, nach grossartigen Festen (ok, da hat es dann meist nicht nur das Gefühl, das mich müde macht), nach traurigen Nachrichten, da bin ich dann einfach nur müdemüdemüde.
Nun denn. Statt schlafen habe ich dann Katzenfutter eingekauft incl neuer Leckerli ("Käsehuhnhappen", die Jonny für die beste Erfindung nach "Oatly Barista" hält) und ein Call mit Kalifornien zum Quality Risk Management. Fast so gut.


Für ein versöhnliches Ende hier noch die Neuauflage dieses Bildes mit einem erstaunlich gross gewordenen Q.:


Prozac7405 2020

(Nicht mehr so creepy wie das mit dem kleinen Q., und die Ohren hat er nicht vom Papa!)






Gegessen:
Honigtoast
Falafel mit Zitronenjoghurt, Hörnli, Ofengemüse und Blumenkohl
Salat und Flammkuchen




Gelesen:
viel zu viele Kommentare bei Frau Kaltmamsell, ich bin dieses arrogante, übergriffige Selbstverständnis mancher Kommentatoren ja gar nicht mehr gewohnt. Es gibt sie immer noch, die Leute, die Blogger für Exhibitionisten halten, die jeden noch so übergriffigen, offen unerwünschten Kommentar zu akzeptieren und wertzuschätzen haben, sonst dürften sie halt nicht öffentlich schreiben. Zu nah ist noch die Erinnerung, wie viele innerlich hässliche Menschen es gibt, aber auch wie schnell freundliches Dauerkommentieren in Übergriffigkeit, Stalkertum und dann, bei Gegenrede, in offenen Hass umschlägt. Nein, ich war nicht konsequent, als ich die Kommentare hier geschlossen habe. Ich habe die zahlenmässig deutlich den netten, lustigen, klugen Kommentatoren unterlegenen Nervtröten und Schlimmeren gewinnen lassen, weil ich es nicht mehr ertragen habe, wie sie sich diesen Raum (und meine Kopf) zu eigen gemacht haben. Nein, ich bin noch nicht drüber weg.




Getragen
Beerdigungskleider




Gesehen:
"Ich schweige für dich" und "Vikings"


Stresslevedurchschnitt gestern: 44
Selbstbeweihräucherung: zum ersten Mal im Leben auf glühenden Kohlen was ausgesessen. (es wäre nicht mein Job gewesen, niemand ausser mir selber hätte mich verantwortlich gemacht, wenn die Deadline gerissen worden wäre, leider ist nicht die eingeknickt, deren Job es gewesen wäre, sondern jemand anders, Erziehungseffekt also eher nur mittel)

Dienstag, Februar 11, 2020

110210: Hicks

Ich war nicht auf das Ausmass der Feierlichkeiten heute abend vorbereitet. (Champagner! Fähnchen! Awards! Essen! Champagner!)


Ich muss ins Bett.

Montag, Februar 10, 2020

100220 Durcheinander

Mittelgut geschlafen, weil Sturm und weil direkt unterm Dach. Der Arbeitsweg war dann fast eine Aniklimax, weil bei dem Lärm hätte ich fliegende Trampolins, schlingernde Lastwagen etc erwartet. Stattdessen: Autobahnstau wie immer, sonst nix.
Ich war ja heute mit dem Auto unterwegs, weil die Beerdigung des ehemaligen Kollegen für heute nachmittag angesetzt wurde und ich danach dann direkt den Hübschen zum Lehrergespräch abholen hätte wollen.
Wegen Gefahr wegen Sturm wurde die Beerdigung jedoch verschoben (ich mag mir gar nicht vorstellen, was das zusätzlich zu allem noch für die Familie bedeuten mag), also hatte ich einen ungewohnt terminfreien Nachmittag und ungewohnt förmliche Kleidung (aka einen kohlrabenschwarzen Rock in unmodischer Länge, aber ich hab halt sonst nix Schwarzes, schwarze Strümpfe, schwarze Stiefel und weisse Bluse) für einen "normalen" Arbeitstag.
Vom Sturm her übrigens war der durchaus beeindruckend, direkt unter dem Dach und mit einer grossen Fensterfront nach Westen war das laut und nass (gsd nur draussen), zwischendrin kohlrabenschwarz mit doppeltem Regenbogen (natürlich erst, nachdem ich fotografiert hatte).
Ich war ganz froh, NICHT im Turm und gegenüber der Turm2-Baustelle und all den Kränen zu sein, auch wenn ich im Intranet gelernt habe, dass das alles sicher ist, weil die Kräne "windfrei" gestellt sind. Naja. Noch besser als windfrei ist windfrei weit genug weg.


Dann früher Feierabend, immerhin drangedacht, das Auto mitzunehmen (Parken unter der Woche untertags in Basel: holla! Nicht nur deswegen lohnt sich der ÖV oder halt ein rechtzeitiges Reservieren von Tagesparkplätzen in der Arbeitsgarage), daheim mit L. noch Kaffee/Kekse/Schulaustausch, Katzen einsammeln (Jonny macht das alles nix, Sansa macht Wind weniger aus als Regen. Der Hübsche meinte, das läge sicher an ihrer Verwandtschaft mit so einem Mikrophonpuschelüberzug), dann den Hübschen abholen und zu Q. in die Schule fahren.
Ein erwartet undramatisches Standortgespräch mit noch besseren Aussichten, als wir uns so ausgerechnet hatten (mir war gar nicht bewusst, dass die Fricktaler Kinder, die in den Nachbarkantonen aufs Gymnasium gehen wollen, einen 0.7 Notenstufen besseren Schnitt als Basler Kinder brauchen, um dort überhaupt angenommen zu werden, was zur Folge hat, dass sich die Fricktaler Kinder, die das schaffen, sich am Gymnasium im Schnitt eher leichter tun als das Klassenmittel), alle sehr beruhigt.


Daheim machten sich der Hübsche und Q. an ein Fotoshooting (er braucht morgen nicht nur eine Bewerbungsmappe, sondern auch ein -foto), ich sammelte L. ein und brachte ihn zum Volleyball (heute ausnahmsweise Elterntaxi statt den Fussweg an allen Bäumen entlang), dann Essen, strampeln, L. holen, Feierabend.


Gegessen:
Honigtoast
C2 (ich war heute SCHON WIEDER in der Markthalle vietnamesisch essen)
Montagspizza


Getragen:
Beerdigungskleider und wasserfeste Wimperntusche. Schon mal zum Üben.


Gelesen
viel zu wenig, weil mit dem Auto statt ÖV unterwegs
Aber: die Kaltmamsell ist wieder da! Wie schön. (Auch wenn die Schmerzen gar nicht schön sind) Ich habe sie ganz schrecklich vermisst, Frau Klugscheisser hat das "die Illusion der Nähe" (hat sie gar nicht, das habe ich mir falsch gemerkt) "vorgegaukelten Kontakt" genannt, das ist sicher ein Aspekt, aber für mich sind die täglichen Posts "meiner" BloggerInnen eher so das tägliche "Na, wie gehts, was läuft bei dir, was beschäftigt dich so?" Telefonat mit guten Freunden, so dass man immer weiss, was den anderen so bewegt (und bei denen man sich sehr viel Sorgen macht wenn es denn mal sehr kurz ausfällt oder ausbleibt). Ich finde das sehr schön und mal ehrlich, wer kann denn mit so vielen Leuten telefonieren?


Stressleveldurchschnitt gestern: 53. Was will man machen, es war ein entspannter Tag, kaum was stresst mich mehr :-)
Selbstbeweihräucherung: keinen einzigen blöden Witz im Lehrergespräch gemacht (also: nicht mal einen nicht blöden, da scheiden sich ja gern mal die Geister. Ich war praktisch voll unwitzig)

Sonntag, Februar 09, 2020

090220: Sabine

Es scheint so, dass ich in Wellen ausschlafe: das erste Mal bin ich wach, und damit meine ich: richtig wach, um fünf, dann echt superwach um sieben und wenn ich dann nochmal einschlafe, bin ich um halb 10 zu müde, um auch nur dran zu denken, aufzustehen und Kaffee zu machen. War schön, den ans Bett serviert zu bekommen!
Während sich Deutschland auf "Sabine" vorbereitet, wussten wir ja danke Meteo-Warnungen, die schon am Freitag von der Alarmzentrale verschickt wurden, dass hier bis 18:00h alles gut sein würde, also haben wir nach einem gemütlichen Frühstück, Schulcheck (Q braucht am Dienstag eine Bewerbungsmappe. Gibt es echt noch Unternehmen, die so was sehen wollen, respektive Schreibwarenläden, in denen man das bekommt? We will see, L. kann sich aus dem englisch-Voki "temporary", "patient" und "accident" nicht merken. Challenge heute: in jeder Konversation diese Worte einbauen) und Wäsche/Staubi-Dienst einen ausgiebigien Spaziergang durchs Viertel und am Wald entlang zurück gemacht. Im T-Shirt. Well. (Egal, welche Strecke, ich habe unsere Wochenendspaziergänge im Wald früher daheim in echt schöner Erinnerung, weil man einfach mal reden onnte. Und so haben wir auch heute einfach ... geschwatzt. Schön war das!)
Die Katzen haben den Tag draussen verbracht und genossen (Jonny hat die Jagdsaison eröffnet und eine Eidechse gefressen. Er hat rausgefunden, dass die in den Spalten der Trockenmauer unserer Nachbarn überwintern, und naja,.... so richtig schnell hauen die bei den Temperaturen nicht ab).
Wir haben noch Waffeln gegessen, die Jungs haben das diesen bei PS+ umsonste "Sims 4" isnstalliert, alles sturmfest gemacht, ich habe mir Beerdigungskleider für morgen rausgelegt, alle Blusen gebügelt, Nägel lackiert und zack, ist das Wochenende auch schon wieder rum.


Gegessen:
Zopf mit Avocado und ERdbeermarmelade (nacheinander!)
Nachos mit Guacamole
Reisnudeln mit Tofu in ERdnusssosse mit Kimchi, Karottensalat, Erbsensprossen, Microgreens, Radieschensalat und Frühlingszwiebeln (die Kinder: Veginuggets, Karottensalat, Gurkensalat, Reisnudeln)


Gelesen:
"Eisige Dornen" (Affiliatelink)


Gesehen:
"Ich schweige für dich" (empfohlen von Larissa, gefällt mir sehr)
"Vikings" (ich bin immer mehr überrascht, wie diese Serie so viele Fans hat. Ja, Lagertha. Schön und gut. Aber neben der mittlerweile ausgelutschten und halt vor allem eleeeeendiglich ausgewalzten und in die Länge gezogenen Wikingergeschichte (Ragnar, Floki, Aslaug, Björn, Erlendur, blablabla) jetzt auch noch die ganze Wessex-Story: wie aus einem 80er Jahre Kostümfilm, schon allein von der schrecklichen Ausleuchtung her, ganz abgesehen von der total langweiligen Story, die mit den Wikingern nichts zu tun hat. Und Paris. Wie aus einem kinky Nackenbeisser-Roman mit altertümlichen Kostümen. Wenn ich so einen Schmuh sehen wollen würde, würde ich mir, wie heisst die Softporno-Serie von Diana Gabaldon mit den schottischen Zeitreisenden? anschauen. Wenn mir sowas bei den Vikings untergejubelt wird, finde ich das ja schon ein bisschen Zeitschinden und Themaverfehlung!)


Getragen: Fleecehoodie, Jeans, Wollsocken


Stressleveldurchschnitt gestern: 23
Selbstbeweihräucherung: ausgeschlafen

Samstag, Februar 08, 2020

080220: Sandltag

Es ist soweit, wir haben (fast) eingesehen, dass Jonny halt ein Frühaufsteher ist und morgens sehr, sehr früh einfach raus will. Aktuell geht das Törchen appgesteuert um 7:30h auf, da ist es annähernd hell (das ist ja das einzige, was wir sicherstellen wollen: dass die Katzen, besonders der kohlrabenschwarze Jonny nicht im Dunkeln draussen sind, Dementsprechend wird sich die Öffnungszeit im Lauf des Jahres auch immer weiter nach vorne schieben), das ist Jonny aber zu spät. Unter der Woche, wo ich um sechs aufstehe, steht er spätestens um viertel nach sechs, halb sieben am Törchen und haut dagegen, am Wochenende so ab sieben. Wir wissen ja mittlerweile, dass er es auch im nicht hardware-verschlossenen Zustand aufpokeln kann (inneren Verriegelungsstift runterdrücken, mit Schwung dagegen, beim Zurückschwingen mit der Kralle einhaken und nach innen ziehen, dann durchwinden) und einfach gehen kann, wenn er möchte. Wir könnten natürlich das Törchen manuell verschliessen, aber genau das wollten wir durch das Aufrüsten auf das appgesteuerte Ding ja umgehen, auch um es Katzensittern leichter zu machen (und uns, wenn wir weg sind und die erst später abends kommen zum Zudrehen).
Deshalb haben wir ihn bisher halt im oberen Stock "eingesperrt", bis Ausgehzeit war, das ist unter der Woche anscheinend ok (den Hübschen scheint er nicht so zu drangsalieren), aber am Wochenende bedeutet das halt, das er mich ab sieben wachhaut, beisst, zieht, und das möchte ich auch nicht.
Heute haben wir die Schlafzimmertür also offen gelassen und anscheinend hat er sich das Törchen um 6:57h aufgepokelt und ist glücklich davon gezogen, bis er so um zehn ganz ausgekühlt wieder heim kam.
Für unsere Skiferien werden wir also die Öffnungszeit auf 7:00h vorstellen, dann zeichnet die App nämlich auch auf, wenn er geht, das macht sie nämlich nicht, wenn abgeschlossen ist. "Was nicht sein darf, wird ignoriert".


Joah, und das war dann auch schon fast das Spannendste des ganzen Tages:
Q. hat Kuchen verkauft (auch an uns), danach mit dem Hübschen rennen gegangen
L.  hat englisch gelernt und ist zu den Pfadis gegangen
ich habe Schminkpinsel gewaschen, gestrampelt, geduscht, mal wieder mit der "Urban Decay Game of Thrones"-Palette gepinselt, Hefezopf gebacken, Erdbeermarmelade fürs Frühstück morgen gekauft wegen twitterinduziertem Jieper, drei Ladungen Wäsche gewaschen, für morgen alles zum Bügeln rausgehängt, bisschen an L.s Socken weitergestrickt.


Den Abend haben wir dann auf der Geburtstagsfeier einer Freundin und Kollegin verbracht bei leckerem Essen, Klatsch und Tratsch.


Das tat mal richtig gut (und das innere "Was man an so einem Traumwettertag noch alles hätte machen können!!!!"-Stimmchen ignoriere ich jetzt mal

Freitag, Februar 07, 2020

070220: Hoch die Hände!

Heute morgen war ich... müde. Wirklich müde.
Homeoffice: ich hadere im Moment damit, dass grosse (wirklich grosse!) Projekte wie ein heisses Messer durch Butter flutschen und in no time funktionieren, während für mich von einer (mit Sicherheit ein bisschen abgehobenen) Überblickswarte aus gesehen (wie man in Basel so sagt: "Vom Schiff aus") als ehrlich gesagt total banal erscheinen (banal, nicht mühelos!) so unglaublich zäh laufen. Ich hadere zwischen: "ok, ihr stellt euch so an, dann mache ich das selber, das kann ja wohl nicht sein!" (was nicht mein Job ist), "Ich erwarte, dass das funktioniert, einigt euch!" (Wie man meinen Job interpretieren könnte) und "Ok, du machst das, du das, du das, du das, wie läufts, braucht ihr Hilfe, ja, das war genau so gemeint, wie ich es geschrieben habe, ja, ich bin mir ganz sicher, ja, auch mit den timelines." (was ich aktuell mache, unter extremen innerem Protest). Ich fürchte, ich muss mich damit abfinden, dass nicht jeder seine Rolle so versteht wie ich, und zwar gerne versteht, warum etwas so gefordert ist, aber halt im Zweifelsfall seinen Teil dazu beiträgt, dass es RECHTZEITIG fertig ist. Hm. Hm. Hm. Ich muss das beobachten, besonders, weil ich merke, dass ich emotional reagiere, wenn jemand ... orthogonal anders reagiert, als ich das würde (also zB.: gar nicht.).
 
Sonst so:
  • L. sehr glücklich gemacht, der "So einen Anzug, zum über die Skisachen anziehen" schon echt cool finden würde (es rächt sich, dass wir immer rund um Fasnacht skifahren gehen), von den lokal offline erhältlichen eher enttäuscht war (ich war kurz vom Faultieranzug versucht, aber der 10jährige redete ihn mir aus, weil die baumelnden langen Arme "echt gefährlich" wären beim Skifahren)). Ich habe total ohne Nachfragen einen Pikachu-Anzug (Affiliatelink) bestellt und auch wenn er schon vorab angekündigt hat, dass er ihn lieber nicht in Skikurs anziehen möchte, sondern nur mit uns, da aber auf jeden Fall, ist er extrem happy. Und ich hoffe, dass der Anzug die ein, zwei, drei nötigen Wäschen bis zu den Skiferien überstehen wird, weil L. angekündigt hat, ihn bis dahin durchgehend zu tragen. Wichtigster Punkt: er passt über die Skisachen.
Beim Abholen des steinharten, ca 25x25cm grossen Päckchens war ich etwas nervös.


Falls Sie sich fragen: Grösse ist "Erwachsene, Frau, L, 165 - 170cm", ich nehme an, das sind asiatische Massstäbe. L. ist ca 155, aber es soll ja über Skisachen passen, das tut es.


  • Wir werden als Eigentümergemeinschaft und einzeln Einspruch gegen ein Baugesuch einlegen, das skurrilerweise von einem Verein zum Schutz der Anwohnerrechte eingeklagt wurde, ohne auch nur mit den Anwohnern zu sprechen. Spannend! (Btw: perfektes Projektmanagement von unserem Verwalter, Kudos!)
  • Q. hat morgen "Finanzanlass" seiner Piogruppe aka Kuchenverkauf vor dem coop. Ich weiss nicht, warum er sich für die Frühschicht ab 9 freiwillig gemeldet hat, wo es doch am Wochenende schwer ist, ihn am Wochenende vor 10:30 aus dem Bett zu bekommen. Nun denn, wir haben leckere Marmorkuchen gebacken und ich habe drauf verzichtet, rein aus Interesse eine "Karamell-Bier-Glasur" zu kaufen. Falls Sie also morgen etwas Gutes tun wollen und leckeren Kuchen brauchen: vor dem Riesencoop in dem Aargauer Dorf mit der Römersiedlung (ok, da gibt es mehrere) direkt am Rhein und an der deutschen /basellandschaftlichen Grenze: es het, solangs het (2x Marmorkuchen mit Pfefferkuchennknusper von uns). Und NOCH kann man da umsonst parken.
 Punkt 18:00h war mein Energielevel von "Ok, let's do this" auf "mimimimi, ich würde mich gern zusammenrollen und weinen, aber was leckeres zu essen hätte ich schon gern" zusammengeschnurrt. Die Motivation wurde vom Hübschen ("Darf ich Dir einen Freitagabenddrink anbieten?") kurzfristig soweit angehoben, dass die Pizzavorbereitungen von der Hand gingen, jetzt also muss nur noch L. heimgeholt werden, dann gibt es Pizza, Rotwein, Picard.

Schönes Wochenende!

Gegessen:
Honigtoast
Frühlingsrolle
Freitagspizza

Gelesen:
"4durch4" jetzt aber wirklich aus, gestern bin ich eingeschlafen bie 92%

Gesehen:
"Picard"

Stressleveldurchschnitt gestern: 33
Selbstbeweihräucherung: ich weiss nicht, ob das gut oder schlecht ist, aber meine Angepisstheit liest man aus dem dritten Reminder nicht wirklich heraus.

Donnerstag, Februar 06, 2020

060220: Hello, old friend

Gut geschlafen, leider dachte Jonny um 5:33h, als ich das Fenster ein wenig weiter aufmachte, ich würde grad aufstehen, und da ein wenig nachgehakt.
Draussen war es auch heute eisig kalt, dafür war die S-Bahn pünktlich. Lustig war ein Treffen mit zwei Nachbareltern in der Bahnunterführung des Nachbardorfs, jeder geschniegelt und gestriegelt auf dem Weg zur Arbeit, sowas, was in Filmen halt immer auf hippen Kreuzungen in Weltstädten passiert. Oder halt in der leicht angeschraddelten Unterführung zwichen Gleis 2 und 3, wo die Bahnlinien aus Olten und Zürich sich für das letzte Stück nach Basel vereinigen.
Den Vormittag mit ungeplanten Aktivitäten verbracht, aber diesmal mit grossem Enthusiasmus, das dringend anberaumte Meeting war nämlich ... in Anbetracht der aktuellen Situation ziemlich dringend, der Kollege, der mich dabeihaben wollte, hatte mir zur Einladung den relevanten Email-Verkehr mitgeschickt, konnte mir auf Anfrage sagen, worauf ich mich vorbereiten muss, und dann war am anderen Ende noch eine Kollegin, die vor Jahren eine Art Rotation in meinem Vor-Vorgängerjob gemacht hat. Jetzt schaun wir mal wie es da weitergeht, ich freue mich auf jeden Fall sehr, dass ich dieses Produkt behalten habe, respektive da jetzt eine grössere Verantwortung übernommen habe, das ist wirklich eins der spannendsten, die wir haben und dementsprechend ist das Team auch eines, das schnell und kreativ und extrem gut aufeinandern einspielt ist.
Mittagessen in der Markthalle mit einer ehemaligen Kollegin, die spannende Geschichten aus der Startup-Welt erzählte.
Nachmittag dann die für diese Zeit im Monat üblichen Standortbestimmungen für alle "meine" Produkte, das geht einerseits schneller von der Hand, birgt andererseits die Gefahr, sich beim Nachforschen über Complaints und Deviations/Investigations dann doch ganz schnell in Rabbit Holes zu verlieren.
Auf dem Heimweg frisches Brot gekauft, eine Fastenwähe grad direkt verdrückt.
Daheim frische Farbe auf die Haare und zum Einwirken auf den Crosstrainer, dann schnell duschen, Abendessen alle gemeinsam (ich mit Lilashampoo in den frischgefärbten Haaren, weil die "Island-Färbung" seit dem letzten Mal irgendwie gelber rauskommt als auch schon, dann das übliche Einkaufszettelschreiben aka in die Wunderlist diktieren, L. vorlesen, mit L. kuscheln und dann Tee kochen und ein frisches Wollknäuel mit vor den Fernseher für eine Runde "Vikings" nehmen.


War ein guter Tag, die einzige, die das nicht findet, ist meine Schulter. So sehr mir so Arbeitssituationen wie heute liegen, so gern ich so spannende Dinge mache, so sehr ziehe ich meine Schultern dann hoch, und so musste ich mich heute viel öfter an "Sitz grad, Schultern runter, Nacken gerade, Ellbogen ablegen" erinnern, als in den nächsten beiden Wochen. Mal sehen, wäre doch gelacht, wenn ich das nciht OHNE Massagetermin hinbekäme!


Gegessen:
Honigtoast
Reisnudeln mit Tofu und Zitronengras aka C2 beim Vietnaensen, die waren superst!
Salat und Käsebrot


Gelesen:
"4 durch 4" aus (upsi, das ging schnell)


gesehen:
"Vikings"


Getragen:
Jeans und viel zu dünne Bluse


Stressleveldurchschnitt gestern: 28
Selbstbeweihräucherung: mich ausgekannt

Mittwoch, Februar 05, 2020

#WMDEDGT 02/20

You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?").

Das heisst, heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen (d.h wir sind mitten im verflixten siebten Jahr, dafür läufts ganz gut, oder?) in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.

Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:
  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung)
  • verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.
Hier so:
Normal aufgestanden. Das aktuelle Katzentrockenfutter scheint nicht sooo toll zu schmecken, die Katzen hatten keine Lust, sich um den besten Platz an den beiden identischen Schälchen zu streiten und haben lieber mit einem kleinen Spasskämpfchen unter dem Wäscheständer den Tag begonnen.
Normaler Morgen bis zum Warten auf die S-Bahn, die SCHON WIEDER 3 min zu spät war. Ich notiere das, liebe SBB.
Arbeit: jajaja, auch, ich komme mit den verschiedenen Grossprojekten gut voran, läuft alles.
Was mich dann, als ich vor dem Mittagessen noch ein paar Minuten Zeit hatte, sehr irritiert hat, war ein Meeting im Kalender, zu dem ich nie eine Einladung bekommen hatte (wir haben ja alles von Google und wenn man ein Google Calendar Invite erstellt, kann man, warum auch immer, auswählen, ob man den Teilnehmern eine Einladung schickt, oder drauf vertrauen möchte, dass sie schon rechtzeitig in den Kalender schauen. Keine Einladung macht durchaus Sinn, wenn man zB Einladungen zu Townhalls verschickt und keine 898765 Zu- oder Absagen bekommen möchte. Wenn ich aber ein dringendes Meeting mit 4 Nasen einberufe, bei dem ich vorbereitete Teilnehmer erwarte, weil ICH INFO möchte (weil ich beim letzten Meeting auf irgendein Schlagwort reagiert habe und ab dann nicht mehr zugehört habe, weil ich im Panikmodus war), dann wäre es halt schon schön, wenn man die Leute einladen würde.
Nun ja, ich habe also, statt meine Ziele 2020 auszuformulieren, mir in einem Affenzahn allgemeines und sehr spezielles zum Thema «Microbiological Testing of APIs» incl einer sehr komplizierten Historie durchgelesen, um ansatzweise kompetent auftreten zu können. Dabei bin ich dann auch noch auf dem Weg zu meiner Mittagessenverabredung in die falsche Tram eingestiegen, mit lauter ungewaschenen, betrunkenen, zwischenmenschlich schwierigen Menschen im Bus gelandet, hätte fast das Aussteigen verpasst und hatte nur ganz kurz Zeit für mein monatliches Schwesternmittagessen.
Zurücksausen (richtige Tram, saubere Menschen), Teammeeting, vertrackten Fall besprochen (nicht meiner), das Meeting ohne Einladung und mit dann doch deutlichen Worten habe ich die Panik eingrenzen können. Meine Güte...
Danach habe ich dann noch die Zielsache erledigt, ein paar Bälle weitergespielt, keine Zeit und Nerven mehr für das letzte grosse Paket, das diese Woche noch ansteht, gehabt (das mache ich morgen früh), und pünktlich zum Zug nach Hause gekommen.
Mittlerweile ist es noch richtig hell, wenn ich heimkomme, das ist einerseits schön, allerding kommt es mir immer so vor, als würde ich schwänzen.
Die Katzen hatten das schon wieder warme und nach mehreren Tagen Sturmwindhagelregen mal wieder sonnige Wetter genutzt und waren lange draussen. Wie brave kleine Beamten kamen sie beide pünktlich um 16:00 nach Hause, Sunny jedoch flitzte nochmal los und hatte keine Lust auf Feierabend. Ich fand sie dann wieder bei den Nachbarn im Garten auf dem Gartenhäuschen (neben einem vom Sturmwind umgeblasenen Trampolin), wo sie begeistert in einen grossen Busch voller Vögel starrte. Der vorbeikommende Nachbar meinte: «Gell, sie geht so schön bei Fuss. Und ist sooooooo weich.» Aha, weiss er das also auch 
Daheim allgemeines Abendbriefing (wer holt die Kinder vom Unihockeytraining, Deutschtest unterschreiben, Englischtest am nächsten Dienstag in den Kalender eintragen, wer braucht welches Geburtstagsgeschenk bis wann, haben wir noch die guten Müsliriegel, warum sind nur 5 Flammkuchenböden da, Waschmaschine ausräumen, Trockner starten, Wäsche zusammenlegen und aufhängen), dann verschwinden erst Q., dann der Hübsche jeweils zum Sport. Ich bekomme noch eine Chatanfrage von der Arbeit, die ich soweit beantworte, bis ich genau verstanden habe, wo in der ...78 Zeilen umfassenden Tabelle die Frage ist, dann kann ich das morgen früh direkt angehen.
L und ich machen Flammkuchen für alle (dafür sind unsere dann noch heiss beim Essen, die Sportler bekommen sie laukalt, aber naja, so ist das halt), dann schleicht er müde unter die Dusche und zum Lesen ins Bett und ich muss nochmal aus dem Haus, Elternratssitzung der Pfadfinder.
Mit einem Fahrplan fürs neue Pfadijahr (Jubiläumslager der Abteilung!) komme ich um viertel vor neun zurück, lese L. noch ein bisschen vor, während meine Badewanne einläuft.
(Ich habe die letzten drei Tage jeweils ausgiebig auf dem neuen Crosstrainer gestrampelt und merke das in den Beinen und sogar Armen. Es macht halt schon viel Spass, die neuen Funktionen und Programme zu testen und ausserdem nicht andauernd Angst haben zu müssen, dass irgendwas abbricht. Deshalb heute: Pause.)
L. kommt um kurz nach neun nach Hause, isst seine Portion, springt unter die Dusche und ab ins Bett.
Ich lege mich mit Kindle, Tee und Orangen aufs Sofa und warte, bis der Hübsche um 10 heimkommt und wir noch eine Folge Vikings schauen (eigentlich dachten wir, wir schauen an so späten Abenden, wo wir erst frühestens um halb 11 dazu kommen, die letzte Staffel «The Big Bang Theory» fertig, aber nach der ersten Folge haben wir beide fast gar keine Lust mehr. Schade, ich mochte die echt gern, aber schon in der vorletzten Staffel wurde es mir egaler und aktuell sind mir die Witze ----fremdschampeinlich. Naja, dann halt solides Axtgemetzel)
Mitternacht: Licht aus!

 
Gegessen:
  • Marmeladenbrot
  • Mandarinen
  • Gnocchi mit Rucola und Tomatensosse, dazu Lattich, Kürbissalat (das war keine gute Idee) und grüner Salat
  • Flammkuchenersatz auf einem Tortillafladen mit Spinat, Artischocken, Papria und Kapern. Und Blauschimmelkäse
 

Gelesen:
Nach «Oxen 4» jetzt "4 durch 4" (Thementage 4, ausserdem Affiliatelink)



Gesehen:
«Vikings»


Getragen: Das Schmeissfliegenshirt (bitte nicht mehr erklären, dass es keine sind)


Stressleveldurchschnitt gestern: 22
Selbstbeweihräucherung: for once eine der beiden coolsten Personen im Raum gewesen


        JETZT ZUM KLEINGEDRUCKTEN: Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Mr. Linky damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen.
        UPDATE: Bitte beim Eintragen beachten: Mr Linky erkennt keine Umlaute (alles mit Pünktchen oder Strichelchen oder Schlängelchen unten oder oben drüber. Ausser ein "i") oder scharfes s oder so, darauf bitte beim Nameneingeben achten, sonst zeigt es ein leeres Feld an.



        Dienstag, Februar 04, 2020

        040220: Fresh!

        Wegen Sturm "Petra" wirklich schlecht geschlafen.
        Beeindruckend der Verlauf der Temperaturkurve der Messstation auf dem Balkon, der bestätigte, was mir mein Gefühl beim Rausgehen sagte: Boah, ist das kalt geworden (eigentlich eher : boah, war das unangenehm warm vorher!)


        Man merkte die Sturmnacht direkt beim Zugverkehr: meine S-Bahn hatte 5 Minuten, die Alternativverbindung 3 Minuten Verspätung. Und das will was heissen.


        Bei der Arbeit dann viel, viel skurriles (ich habe ja immer (noch) Hemmungen, das Offensichtliche auszusprechen und vorzuschlagen, aber wenn 4 Parteien bei einem Problem keine andere Reaktion zeigen als "Oh, I gives up" und sich in ihr (inakzeptables) dramatisches Schicksal fügen wollen, auch wenn man freundlich stupst und nach Lösungsvorschlägen fragt, dann sage ich irgendwann doch: "Okay, gar nichts tun ist inakzeptabel, ich sehe Lösungsansätze A, B und C, dafür müssten Infos a (--> Person x bitte klären), b (Person y bitte klären) und c (Person z bitte klären) eingeholt werden und mit Stelle Z abgeglichen werden. Thanks for your collaboration and support", fühle mich dabei aber wie eine Kindergärtnerin, bevor die Klassen den Gefühlsführerschein gemacht hat.


        Spannendes Meeting dann noch am Schluss des Tages, wo ein bisschen Detektivspielen gefragt war, das kann ich ganz gut und mag ich auch (es ist keiner gestorben.)


        Draussen wandelte sich das Wetter im 5 Minutentakt von strahlendem Sonnenschein über Sturzregen und Hagelgewitter zu Schneeregen. Ok. Immerhin noch kalt und der Neuschnee in den Bergen und die Felsstürze auf die Zufahrtsstrassen können sich noch anderthalb Wochen beruhigen, bevor wir hinwollen.
        Btw: L ist berühmt und in der Zeitung.


        In einer Twitterdiskussion wieder gemerkt, wie sehr ich das Narrativ "Vereinbarkeit von Familie und Karriere ist unmöglich" dick habe.
        Ist es einfach? Nein.
        Muss man Entscheidungen treffen und priorisieren? Ja. (Ich finde den Vergleich mit den zu jonglierenden Bällen ja super. Nicht alle sind aus Glas, nicht alle sind aus Plastik, man muss nicht alle immer in der Luft halten, aber es wäre gut, wenn keiner aus Glas runterfällt.)
        Wäre es toll, wenn es einfacher wäre? Aber sicher!
        Ist es unmöglich? Nein.
        Ich habe in 14+ Jahren Kinder und Arbeit (erst Teilzeit mit steigendem Pensum und seit > 5 Jahren auch Vollzeit) genau zwei Kindertermine verpasst: ein Weihnachtskonzert in der Kinderkrippe, da war ich mit L. auf der Intensivstation und das erste Schulkonzert von Q., da war ich beruflich in Irland. Jedes andere Event haben wir (!) besucht, wir haben Laternen geschnitzt, wir haben Sommerfeste mit vorbereitet, Theaterkostüme genäht, Hotdogs verkauft, Krisengespräche geführt, bei Theateraufführungen applaudiert, all das mit zwei (!) Karrieren, die nicht direkt in einem Abwärtstrend sind. Und (weil das ja auch immer gern als Showstopper angebracht wird) ohne Verwandtschaft vor Ort, die jederzeit die Kinderbetreuung übernimmt. Ja, klar, mit externer Kinderbetreuung, ja, auch mit einer Putzhilfe (zwischendrin auch ohne), aber guess what? Keiner von denen arbeitet für umsonst und ein freundliches Lächeln. Interessanterweise haben wir beide auch nicht (mehr) das Gefühl, total auf dem Zahnfleisch zu gehen oder uns als Personen oder Paar aufzugeben. Ja, wir haben beide sehr gute Jobs bei Arbeitgebern, denen glückliche und zufriedene Mitarbeiter wichtig sind, andererseits arbeiten wir beide auch sehr viel, haben beide in früheren Jobs eine Menge Mist erlebt und mitgemacht, und ... ich sags mal so, einfach so in den Schoss sind uns unsere Stellen nicht gefallen.
        Und ja, ich weiss, dass all das auch mit einer guten Portion Glück zu tun hat, unsere Kinder sind (wieder) gesund, haben keine (grösseren) Probleme in der Schule,  wir beide sind gesund, wir haben eine wunderbare Ausbildung, all das ist keine Selbstverständlichkeit. Ich behaupte auch gar nicht, dass das für alle und jeden funktionieren kann oder stimmen muss.
        Ich bin mir mehr als bewusst, dass diese Diskussion aus einer sehr privilegierten Warte heraus stattfindet und sehr viele Leute gar keine Wahl haben, sondern halt MÜSSEN.
        Was mich einfach stört, ist das lapidare: "Es geht nicht. Die Gesellschaft muss sich ändern." Ja, klar muss sie das, wird sie auch. Davon bin ich überzeugt. Aber (und damit schliesse ich den Bogen zu vorhin) was tun wir in der Zwischenzeit? Oder andersrum? Ändert sich irgendwas, wenn sich die Frauen pearlclutching hinsetzen und sagen: "Das geht so nicht, ich kann keine Ambitionen haben, und ihr Mitfrauen übrigens auch nicht, weil: das wird eh nicht klappen."? Ich kann das auf jeden Fall nicht und habe da, sorry, auch echt massiv Mühe, irgendein Solidaritätsgefühl auszugraben, wenn einfach "geht nicht" kommt. Ich bin der festen Überzeugung (auch aufgrund meiner Erfahrung mit mir selber), dass in den allermeisten Fällen immer mehr geht, als man glaubt. Vielleicht nicht sofort und vielleicht nicht alles auf einmal und vielleicht auch nicht ganz so, wie gewünscht oder gedacht oder geplant, aber halt einfach nicht GAR NICHT.


        So. Wort zu Dienstag. (Upsi, ich habe das alles schon mal geschrieben. :-))  (Total konsequent habe ich die beiden Menspreader in Bahnvierer auf dem Heimweg nur augenrollend zur Kenntnis genommen, anstatt mir meinen mir zustehenden Raum einzufordern.)






        Ich gehe jetzt mal wieder crosstrainerstrampeln, mal sehen, ob ich heute als Person erkannt werde.




         * (Ich fand übrigens nicht, dass ich so ... schlimm argumentiert habe, dass man deswegen grad seinen Account löschen muss, aber naja, ich habe auch gelernt, dass manchmal auch wenig einfach zuviel sein kann. Falls das so war, tut es mir leid.)



        Montag, Februar 03, 2020

        030220: Dann halt nicht

        Heute stand eigentlich ein recht anstrengender Tag an, mit Arbeitsterminen bis halb sechs, direkt weiter zum Standortgespräch mit Q.s Klasssenlehrer um halb sieben, dann heim, L. holen, essen, platt sein.
        Als erstes wurde der letzte Arbeitstermin verschoben auf "irgendwann nächste Woche", dann meldete sich Q.s Klassenlehrer krank und zack, schon war aus einem laaaaaangen Tag ein recht kurzer Arbeitstag wegen Highlight am Nachmittag geworden. Kiki war nämlich auf dem Rückweg aus den Bergen in den Norden und hatte Zeit für einen Kaffee in Bahnhofsnähe. Und das sind ja gleich zwei Sachen, die ich gut kann: Kaffee geht immer und man kann kaum näher am Bahnhof arbeiten als ich (naja, natürlich schon, aber mei). Schön war das, die Schöpferin des Bären und der Avatoons und noch viel mehr endlich mal live zu treffen! Gute Reise, ich hoffe, der Sturm hat sich eine kleine Auszeit genommen, um die Maschine nach Hamburg ruhig starten zu lassen.


        Sonst so: müder Start, weil L. wegen Sturm nicht schlafen konnte (ich habe ihn dann zu Q. ins bett quartiert, weil 2 Teenies auf 140cm bequemer ist als 2 Erwachsene und 1 Teenie (fast) auf 180cm. (vor allem für die zwei Erwachsenen, die dann immer noch auf 180cm liegen), dann konnte ich wegen Sturm und L. nicht mehr einschlafen, naja, irgendwann hatte dann der Wecker Erbarmen.


        Bei der Arbeit machte dann die traurige Nachricht vom überraschenden Tod eines ehemaligen Mitarbeiters/Kollegen die Runde, die ich am Wochenende schon bekommen hatte. Dementsprechend gedrückt war die Stimmung beim Mittagessen mit einem Kollegen aus der alten Abteilung. Das ist jetzt schon der dritte Kollege aus der Runde, der lang vor der Zeit stirbt. Trotz aller Hemdsärmligkeit im Umgang mit den alten Produktionskollegen: ich war wirklich froh um diese Gesellschaft heute. Das gemeinsame Sorgen, Trauern und Weinen um geschätzte Menschen schweisst zusammen. (Neben einmal fast Wutheulen habe ich bisher dreimal bei der Arbeit geweint, oder, naja, heute sehr angestrengt in der Kantine aus dem Fenster starren müssen, damit die Tränen nicht hässliche Wimperntuschestreifen ziehen. Dreimal zu viel.) Nebenbei gelernt: eine ungeahnte Komplikation des Grenzgängertums kann sein, dass die Schweizer Polizei Todesnachrichten an Angehörige nicht grenzüberschreitend überbringt und das nichts ist, was über den kleinen Dienstweg regelbar scheint. Damit rechnet man dann als Vorgesetzter auch nicht.


        Das herzerwärmende Kaffeetreffen hat dem Tag dann doch noch die dringend benötigte positive Note gegeben!


        Daheim dann:
        sich von Q. erzählen lassen, wie der Vortrag lief ("gut"), L. die bestellte Überraschung verraten (er freut sich), auf dem neuen Crosstrainer eine Folge "Pandemie" lang strampeln, sich ärgern und wundern, dass das Gerät die Trainingseinheiten aller Benutzer aufzeichnet (auf einmal will jeder mal rennen), nur, verdammte Hacke, meine nicht. Ich renne am meisten und in meinem Profil steht: "Letzte Trainingseinheit: 40min, 9.8km, bisher insgesamt: 4min 13s, Strecke 240m" das sind dann ein paar Testmeter, die der Hübsche in meinem Account gelaufen ist. Das nervt schon so ein bisschen. Zusammen mit der Überwachungskamera, die mittlerweile das Gesicht des Postboten mit Namen zuordnen kann, nur mich nicht einmal als Mensch erkennt, fange ich langsam an, an meiner physischen Existenz zu zweifeln.
        Jonny hat übrigens einen neuen Lieblingsschlafplatz: erst hat der sich den Wäschekorb mit den Einzelsocken, die auf Partner, die in Bettlaken versteckt waren, warten, ausgesucht, das sah so arm aus, dass ich ihm zwei Handtücher in den anderen gelegt habe:






        Naja, lege ich die nasse Wäsche aus der Maschine halt in eines der teuren Katzenbetten oder -Körbchen, die wir gekauft haben.


        Gegessen:
        Karottenkuchen
        Ein Brownie mit Kirschen
        Salat
        Montagspizza


        Getragen
        grauen Wollrock, hellblaue Bluse

        Gelesen
        "Oxen 4"


        Gesehen
        "Pandemie"
        "VIkings"




        Stressleveldurchschnitt gestern: 23
        Selbstbeweihräucherung: an der Kasse ehrlich gesagt, dass es ein "Doppio macchiato" ist, der teurer ist als ein Cappuccino. Die Kassiererin hat dann trotzdem einen Cappuccino abgerechnet, weil ihr der Preis für "espresso und espresso macchiato zusammen" zu teuer vorkam


         

        Sonntag, Februar 02, 2020

        02022020: Februar

        Passt eh viel schöner an diesem Palindrom-Tag den Februar-Ausblick zu machen :-)
        Also:
        im Februar steht an:

        • ich treffe Kiki (und den Bären, hoffe ich) auf der Durchreise in den Norden
        • Standortgespräch mit Q.s Klassenlehrer
        • Geburtstagsfeiern bei einer Freundin (ich hoffe, das Geschenk kommt rechtzeitig)
        • Unihockey- und Pfaditermine der Kinder
        • eine Riesenawardverleihungszeremonie bei der Arbeit für ein Produkt, an dem ich zwar nur kurz beteiligt war, aber meine Güte, eingeladen ist eingeladen, würde ich sagen!
        • ein runder Geburtstag
        • Sportferien! Das heisst eine Woche Skifahren in Saas Fee für uns (ich checke täglich den Schneebericht, gerade hat es nochmal ordentlich geschneit, als es hier unten geschüttet hat,), erstmals mit nur einem Kind im Kurs und dementsprechend einer Dreiercrew für die Morgentrips, nachmittags dann wie immer alle vier. Wir sind im selben Haus wie letztes Jahr untergebracht, nur diesmal unter dem Dach.
        • jährliche Zahnarztkontrolle mit den Kindern
        • Ausserdem, wie ich gerade eben erfahren habe, die Beerdigung eines früheren Mitarbeiters. :-(

        Samstag, Februar 01, 2020

        010220: Shoppingspree

        Eigentlich stünde hier der "Das machen wir im Februar"-Eintrag, aber da habe ich heute keine Lust drauf.

        Wir hätte heute eigentlich ausgeschlafen, aber Jonny fand das doof, er wollte wirklich, dass jemand mit ihm aufsteht, mit ihm frühstücken geht, mit ihm Hafermilch teilt, ihn rauslässt. Irgendwann war dann Törchenöffnung und beide sind rausgeschossen. Ich bin nochmal richtig eingeschlafen und als ich dann endlich wirklich wach war und Kaffee machen wollte, war Sunny gerade zum erstem Mal schon wieder zurück und wollte sich ihr durchgepustetes Fell und die kalten Füssen bei mir angekuschelt anwärmen. Nun denn.

        Irgendwann dann tatsächlich Frühstück, dann haben wir in weiser Vorraussicht für das Nachmittagsprogramm die Kinderkleiderschränke ausgemistet, will sagen: bei L. zu kleine und echt zerschlissene Sachen aussortiert, bei Q. auch, wobei da die zu kleinen nahtlos von L. weitergetragen werden können.

        Übrig bleiben ein Müllsack voller wirklich lang und gern getragener Kleidung, die einfach durch sind, ein Müllsack für die Kleidersammlung und ein paar echt hochwertige Outdoorklamotten (Skiunterwäsche, Skisocken, Softshelljacke), wo ich noch nicht genau weiss, wo die landen. Entwedern bringen wir sie den Pfadfindern, damit sie die an Pfadikinder weitergeben, die sie brauchen können, oder wir geben sie in der Schule ab für einen Fundus fürs Skilager, oder ... nun ja.

        Dann: Elterngespräch mit L.s Klassenlehrer. Es ging um das allgemeine Gefühl, die Leistungen, den Ausblick auf den Übertritt nach dem nächsten Schuljahr, und ich bin heilfroh, dass das alles extrem undramatisch und eigentlich kristallklar ist. Was spannend ist: L. hat das "resting bitch face" perfektioniert. Gesichtskasper wie ich fragen ihn regelmässig, was denn los wäre, warum er so traurig/wütend/ernst gucke, aber es ist ehrlicherweise einfach nix und "Ich schau halt einfach nur".

        Nach Nachmittagspäuschen haben wir uns dann in das Nachbarstädtchen aufgemacht: Erledigungen mit Zeugnissushi zu Abschluss.
        "Erledigungen" bedeuteten in dem Fall so spannendes wie "eine neue Butterdose, die in das entsprechende Fach im Kühlschrank passt und nicht andauernd rausdonnert und jetzt deshalb kaputt ist", "festes Shampoo"*, "3x Kloreiniger", aber auch Taschengeld auf den Kopf Hauen (Radiergummis und Pokemonkarten bei L., Lego bei Q., das wird vermutlich nie enden).
        Am aufregendsten fand ich allerdings, dass der Hübsche und Q. zusammen Kleider einkaufen gegangen sind. Bisher war Kleidereinkaufen für Q. immer recht einfach: "Oh, ich brauche Unterhosen/Socken/T-Shirts/Jeans", ich brachte ihm entweder welche von H&M mit oder bestellte bei Limango, wenn es eine passende Aktion gab (gerne auch 3x eine identischen Jeans, wenn ich wusste, dass er sie sehr gerne mag). Meist kristallisierten sich dann Lieblingsstücke heraus, die mehr oder weniger direkt von der Wäscheleine wieder angezogen wurden, andere eher gar nicht. Auch gut für L., der meist praktisch neue Sachen erbt, weil die, die in Löchern von Q. abfallen, werden nicht weitergegeben.
        Das war zwar einerseits recht praktisch so, aber andererseits möchte ich auf gar keinen Fall, dass ihm irgendwann peinlich ist, was er zum Anziehen hat, und ehrlich gesagt nerven mich die ungetragenen Klamotten auch, also habe ich beschlossen: das Kind  der junge Mann ist alt genug, einen eigenen Geschmack zu haben, und deshalb sind die beiden heute zu Jack & Jones gegangen und haben geshoppt. (Wenn ich dabei gewesen wäre, wäre eine kohlrabenschwarze Softshelljacke mit keinem einzigen Fitzel Reflektorfaden nicht abgenickt worde, aber naja.)**

        Zum krönenden Abschluss durfte Q. sich dann noch sein erstes eigenes Parfum auswählen (mit ein bisschen Unterstützung vom Rest der Familie, die das ja auch riechen müssen)  und... hm, er wirkt ziemlich stolz :-) (und riecht gut).


        Danach dann ausgiebiges Sushiessen, um das erfolgreiche erste Schulhalbjahr zu feiern, und jetzt sind wir rund und müde wieder daheim.
        Noch schnell der Zopf fürs Frühstück in den Ofen, duschen, den frischen Pyjama anziehen und nach einer Folge Vikings ins frisch bezogene Bett (zu Hefezopfduft.) und zu Regenprasseln auf dem Dachfenster einschlafen. Das ist schon schön.

        Sonst so:
        Die Kaltmamsell macht Pause. "Erschütterung der Macht" trifft ganz gut, was mir dazu einfällt. Kommen Sie wieder, bitte!



        *Bitte sagen Sie nicht "Haarseife", ausser es ist welche, dann sollten Sie sie nicht verwenden. Seife (=Natriumsalze von Fettsäuren) ist ungefähr das Reizendste, was Sie ihrer Haut und Ihren Haaren antun können. "Festes Shampoo" und "seifenfreie Waschstücke", "Syndets" oder "Combobars" bestehen aus Tensiden, die mehr oder weniger mild sind, aber alle besser als Seife. (Ja, auch "Schwarze Seife", "Alepposeife" oder "Olivenölseife"). Auf Incipedia ist das schön ausführlich erklärt.

        ** L. hätte übrigens auch was aussuchen dürfen, obwohl sein Kleiderschrank dank geerbter und auch selbera ausgesuchter Kleidung überquillt, aber er wollte nicht. Respektive hat sich das "Guinessbuch der Rekorde 2020" ausgewählt.