Mittwoch, August 05, 2020

050820: #WMDEDGT, Corona-Edition, die fünfte


You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?").

Das heisst, heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen (d.h wir machen das seit über sieben Jahren?! Ich dachte, es gibt Blogs erst seit 2015 :-)!) in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.

Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:
  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung)
  • verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.
Mein Tag startete ganz ungewohnt durch Weckerwecken um 6, nicht durch Katzenwecken. Hm. 6:30h Fertig angezogen und geschminkt am Frühstückstisch (Ich mache vielleicht ein paar Abstriche bei der Kleidung, ich trage seit 4 Monaten keine Schuhe und auch keine Kleider, die gebügelt werden müssen und nicht ultimativ bequem sind, mehr T-Shirts, weniger Blusen, aber letztendlich alles Klamotten, mit denen ich mich nicht schämen würde, Kollegen über den Weg zu laufen. (Letzte Woche bin ich frisch geduscht nach dem Sport in Trägerhemdchen und Flatterröckchen, mit nassen Haaren und Flipflops, total ungeschminkt NACH der Arbeit auf dem Weg zum Jonny-Abholen zwei Kollegen in die Arme gelaufen, die dort Tennisspielen gehen wollten. Tja. Aber geschminkt wird hier tatsächlich nach wie vor jeden Tag, mache ich ja auch sonst in den Ferien und am Wochenende, mir ist es eigentlich egal, wieviele und welche Leute mich sehen, es reicht, dass ICH mich sehe, wenn ich am Spiegel vorbeilaufe.) 
Mit der ersten Tasse Kaffee arbeite ich mich durch die Antworten, die über Nacht auf meine Mails von gestern eingetroffen sind. Ein Team würde ein ... sehr dringendes, sehr kompliziertes und sehr mühsames Thema (von dem ich ein bisschen gehofft hatte, dass es sich in Wohlgefallen auflösen würde, wenn wir nur lang genug die Daumen drücken) nach meiner dringenden Bitte um Feedback bis Freitag gerne diese Woche noch F2F besprechen. Kurzfristige Terminfindung ist bei der Anzahl an Leuten eh schon immer ein Problem, besonders jetzt zur Ferienzeit, aber ich habe Glück und tatsächlich finde ich einen Termin, der für alle irgendwie geht, noch heute nachmittag. Ich beschäftige mich schon ein paar Monate unfreiwillig mit der Thematik und kann trotzdem kaum fassen, wie unlogisch diese Anforderungen sind, deshalb bereite ich eine wasserdichte, sehr strukturierte Präsentation vor, um das Meeting so effizient wie möglich zu machen und den Kollegen, die sich wegen anderer Rollen eben nicht so en detail mit dem Debakel befassen müssen, deren Input ich aber trotzdem brauche. Das geht eine Zeitlang, aber dann bin ich gerüstet. 
 Die Kinder kommen irgendwann gegen halb elf zum Frühstück runter, mir hängt der Magen schon in den Kniekehlen, was ich mit mehr Kaffee und einer halben Gurke bekämpfe.
Der erst noch kühle Morgen weicht einem sehr warmen, sonnigen Tag, es ist soweit: wir lassen den neuen Pool ein. 
 Bis zum Mittagessen erledige ich eher kleinere Aufgaben, die sich aber halt auch angesammelt haben, da kann man dann immerhin schön befriedigend viel abhaken. Irgendwie war keiner Brot einkaufen und der Salat ist auch alle, also gibt es ganz fancy Nudeln zu Mittag. 
Auch ok. Der Corona-Mittagsspaziergang zum "mal gucken, wo die Katzen sind" und natürlich auch, um ein bisschen Bewegung zu bekommen, wird auch ohne den Hübschen durchgezogen (Jonny: nicht am Platz, Sansa: auf ihrem Kreisverkehr) 
 Rechtzeitig zum Mittwoch (heute ist Mittwoch, oder?)smeeting um eins bin ich mit frischem Kaffee wieder eingeloggt, wir diskutieren eine ganze Stunde, verschiedene Themen, sehr fokussiert und ergebnisorientiert, ich bin sooooo froh, dass ich in diesem Team gelandet bin. 
 Die Kinder testen währenddessen die 3D-Performance der Unterwasserwelt und naja, auch mit magischer Brille und sogar mit Spielkristallen ist sie .... ausbaufähig. Aber: der Pool ist dicht, man kann sich abkühlen, man kann cool auf dem Aufblashummer darauf rumdümpeln, zum Aufwärmen in der Hängematte schaukeln, mit dem besten Freund schnell beim ihm zu Hause in seinem Pool testbaden, es gibt jede Menge Eis, ich würde sagen: "The kids are ok". 






Ich genehmige mir auch ein kleines Schälchen Eis und mehr Kaffee als mentale Vorbereitung auf das Adhoc-Meeting, aber das wäre gar nicht nötig gewesen: es gibt zwar die erwartete Phase von "Das kann doch unmöglich dein Ernst sein?!", aber das geht vorbei und dann, zack, zack, zack, haben wir einen Lösungsansatz, ich brauche danach nur noch eine Viertelstunde, um die Präsentation und meine kryptischen Notizen zu sortieren und zu bereinigen, und bin somit bereit für die grosse Verhandlungsrunde am Montag. 
Gedöns,Zeug, zack ist es halb sechs und ich beende den Arbeitsteil des Tages. Der Hübsche ist heimgekommen, packt sein SPortzeug, Sansa kommt nach Hause und erklärt den Draussentag für beendet. 
Wir machen noch einen Familienspaziergang durchs Quartier, um vielleicht Jonny zu treffen und tatsächlich: heute wurde anscheinend zu viel Tennis gespielt neben "seinem" Feld, da ist er in die ruhigeren Gärten umgezogen und kommt mit uns nach Hause. Er fläzt sich auf Lennis oberes Stockbett, während Sansa eine sehr untypische Kuschelrunde einfordert, so dass ich, schade, schade, nicht direkt Abendessen machen kann. 




Der Hübsche macht sich auf den Weg zum Sport, ich koche nochmal Nudeln (ist halt so ein Tag), wir essen auf der Terrasse, und nach dem Zusammenräumen, Abendkaffee und Kinderduschen lese ich L. noch ein Kapitel vor, bevor ich mich selber mit Kindle auf den Crosstrainer schwinge und mein Sportprogramm durchziehe. Eine Stunde später dusche ich klatschnass geschwitzt, aber wacher als vorher.
Jetzt ist es viertel vor 10, Q. und ich warten auf den Hübschen, damit wir gleich noch zu dritt eine Folge "Umbrella Academy" schauen können. Morgen sind dann wieder alle zu Hause, da freue ich mich schon auch drauf, auch wenn die Jungs heute (zwar auf Aufforderung, aber ohne Verhandeln oder gar Gemotze) den ganzen Haushaltsteil ausser Kochen (2x Spülmaschine, einmal Wäsche abhängen, zusammenlegen, verräumen, einmal eine Wäscheladung aufhängen) übernommen haben. 

 So. Das war ein langer Tag.


JETZT ZUM KLEINGEDRUCKTEN: Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Mr. Linky damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen. UPDATE: Bitte beim Eintragen beachten: Mr Linky erkennt keine Umlaute (alles mit Pünktchen oder Strichelchen oder Schlängelchen unten oder oben drüber. Ausser ein "i") oder scharfes s oder so, darauf bitte beim Nameneingeben achten, sonst zeigt es ein leeres Feld an.

Dienstag, August 04, 2020

040820 Zen

Die Katzen stellen langsam auf Winter um (naja), und so weckt uns Sansa nicht mehr um halb vier, weil "ES IST TAG!!!!", sondern um fünf vor sechs, und da ist es ja fast Tag.

Winter passt ganz gut: es hat hier jetzt seit Sonntagmittag mehr oder weniger durchgeschüttet und ist ordentlich abgekühlt, ein Kollege, der im Moment in Graubünden lebt, hat von Schnee auf 2300m erzählt. Hier ist es nur "Oh, ich glaube, heute ziehe ich eine lange Hose und vielleicht doch Socken an" kalt.

Sonst selber Setup wie gestern, nur ein Kind weniger, nur eigene im Haus. Die schlafen so lang (also Q. schläft, L. ist ab acht wach, liest aber im Bett und bachelt), dass es ihnen grad so reicht, rechtzeitig zum Mittagessen noch Brot einkaufen zu gehen (Corona-Lockerungsmassnahme im Hause B: wir gehen wieder öfter als einmal die Woche einkaufen, halt vor allem Brot, und ich backe nicht mehr alles selber).

Ich hatte ja (Kernkompetenz) ein bisschen ein schlechtes Gewissen wegen dieser Ferien den Kindern gegenüber: nicht nur fiel der Urlaub flach, nein, auch in der restlichen Zeit waren wir zwar da irgendwie, aber halt nicht uneingeschränkt verfügbar für fun activities. Immerhin gab es das Pfadilager, aber trotzdem. Spannend die andere Wahrnehmung der Kinder, die (ungefragt) einstimmig mitteilten, dass sie die Ferien trotz allem super fanden, der ganz andere Heimatausflug in dem Riesenhotel (das ist ein Segen der Kindheit, dass man die Situation eine Generation weiter oben als "Ist halt so, gehört dazu" hinnehmen kann und es trotzdem alles toll finden. Das war bei mir als Kind genauso. Ich habe durchaus mitbekommen, dass sich meine Eltern um ihre Eltern sorgten und oft traurig waren, aber für uns "war das halt bei Oma/Opa einfach so". Ich bin ehrlich gesagt froh, dass das auch hier so ist, reicht ja, wenn wir grossen uns Gedanken machen) war toll, die freie Woche alle zusammen war toll, die Sandelwochen mit Homeofficeeltern waren super, das Lager war super, dass die Freunde auch alle da sind, weil ja kaum einer wegfährt diesen Sommer, war toll, dass man andauernd abmachen kann, weil keiner irgendwo hin muss, war toll, dass wir da waren, war toll, alles toll. (Ganz viele Fotos und Videos der vergangenen Urlaube haben wir auch angeguckt, das war auch toll. Ich bin so froh, dass wir es in dieser Hinsicht so haben krachen lassen in den letzten Jahren. Diese Erinnerungen sind Gold wert. Ich muss nur "Godafoss" sagen und alle lachen und denken nur an L. und seine Karotte.)

Arbeitstechnisch habe ich, glaube ich, langsam zwei Sachen (jetzt nicht nur heute, aber heute mal wieder angewendet) gelernt:
1. Sachen nicht mehr persönlich nehmen. Ja, ich hätte gern alles perfekt geplant und vorbereitet und ziehe einen unglaubliche Befriedigung daraus, wenn etwas flutscht und so funktioniert wie geplant. Wenn aber sozusagen die Liga während der Saison unangekündigt die Regeln ändert (das wären in unserem Fall die Gesundheitsbehörden), dann ist es nicht mein Fehler, dass der ursprüngliche (supere!) Plan nicht mehr aufgeht, und man halt eine schnelle Notlösung stricken muss. 
Und das ist ja auch ein Teil von Risk Management: wenn man sich bewusst dafür entscheidet, ein gewisses Risiko anzugehen, heisst das ja nicht, dass das niemals passieren wird oder irgendwas schief gegangen ist, wenn es passiert. Man muss dann halt damit korrekt umgehen. (Machen wir jetzt, ich freu mich schon, weil mindestens eine Person, die ich dafür brauche, ALLES persönlich nimmt und, wie ein Kollege heute sagte, "keinen Filter" hat. Das ist was, womit ich zB nicht umgehen kann: wenn jemand aus irgendwelchen Gründen sauer, traurig oder was auch immer ist, und das dann durch Umsichbeissen und ungerichtetes Toben und "Däubele" auslebt. 
2. Nicht von vornherein annehmen, dass es an mir liegt, wenn mir etwas nicht klar ist. Bisher bin ich immer direkt losgedüst und habe auch Biegen und Brechen versucht, unter Blut, Schweiss und Tränen die nötigen Informationen und Daten zusammenzutragen. Mittlerweile frage ich zurück, wenn mir etwas nicht klar ist und oft genug braucht es immer noch Blut, Schweiss und Tränen ist die Anforderung gar nicht unverhandelbar respektive mit den vorhandenen Informationen, die vielleicht nicht 100% auf die Anfrage passen, aber halt DA sind, zu erledigen.

Sonst so: L. wünscht sich zwei Jahre nach dem Umzug ins eigene Zimmer jetzt doch ein "erwachsenes Bett", nachdem er erst mit dem vormals gemeinsamen Stockbett umgezogen ist. Dieses Angebot stand die ganze Zeit, jetzt ist es halt soweit. Er hat sich schon eines online bei Ikea ausgesucht und wir hatten eigentlich den Plan, es Ende dieser Woche abzuholen. Zusammen mit ein bisschen Zeug für meine Schwester, die mitten im Schwarzwald ohne Ikea wohnt, und die wir ja eh demnächst zum Neffenkennenlernen besuchen werden. Wir schauten also kurz, wie wir denn den Transporter reservieren, und ob wir einen mittleren oder grossen brauchen würden (ja, das Model S ist ein Raumwunder, und wir kriegen mit 4 Personen und ohne Dackbox Skiurlaubszeug für eine Woche oder Norwegenroadtrip-Sachen für 3 Wochen rein, aber das kann man halt alles ein bisschen mehr stopfen als Ikea-Pakete.), und dann kam der Hübsche auf eine ganz verrückte Idee: wir lassen uns das alles liefern, Expresslieferung kostet nur 20 CHF mehr als zwei Stunden Transporter und die würden wir wegen Feierabendverkehr halt doch brauchen, und dafür müssen wir nicht mal hin und sparen uns alles in allem vermutlich 4 Stunden (und drölfzig Geld, weil ich nicht durch die Ausstellung laufe).

Also kommt das alles am Donnerstag und wir können L.s Zimmer am Wochenende erwachsen werden lassen.

Die Katzen lassen ausrichten, sie finden das Wetter doof, wir anderen sind froh um ein bisschen Luft.
So, jetzt noch vorlesen, crosstrainerstrampeln und dann Feierabend.

Gegessen:
Brot mit Honig
zwei Nektarinen
Salat mit Bratkäse und Brot
Nudeln mit roher "Sosse" aus Tomaten, Basilikum, Parmesan, Knoblauch und Erdnüssen, weil Pinienkerne aus waren

Gelesen: das dritte Rosie-Buch (gnaaaaaaaaah!)

Gesehen: "Umbrella Academy"

Stressleveldurchschnitt gestern: 32
Selbstbeweihräucherung: recht cool geblieben

Montag, August 03, 2020

030820: Luft nach oben

Ha, neu also jetzt das neue Blogger-Editorlayout verpflichend für immer und alle. Habe ich ja lang genug ignoriert, aber anders als beim ersten Test habe ich jetzt auch das Feld für die HTML-Ansicht gefunden (wie das klingt, so als ob ich mich auskennen würde, lol), so dass den #wmdedgt-Posts mit Linkliste nichts mehr im Weg steht.


Heute war ein ... voller Tag, nämlich ich im Homeoffice, der Hübsche im Office-Office, beide Kinder im Ferienmodus daheim, dazu noch der beste Freund von L., weil da beide Eltern im Office-Office arbeiten müssen und dazu strömender Regen.
Nun denn, die Kinder haben viel gezockt, aber immerhin auch alle neuen Schwimmtiere und den neuen Pool aufgepumpt. Falls Sie wie ich immer mit den Augen rollen, weil auf Schwimmzug- und Ikea-Verpackungen extra draufsteht, dass man die nicht mit einem scharfen Messer aufschneiden soll: das steht da aus guten Gründen. Aber immerhin findet man den Klebepatch nie wieder so zuverlässig und unverkrumpelt wie in dem Moment, wo man alles aus der Packung schüttelt. (Nein, nicht das Becken mit der 3D-Adventure-Welt, ein aufblasbarer angebissener Donut wurde angeschnitten). Q. weiss das jetzt also auch.
Die 3D- Unterwasserwelt wurde heute also schon grösstenteils trocken (nur mit ordentlich Regen von oben) mit den entsprechenden Brillen begutachtet und ist angeblich "Mega", ich habe da jetzt nichts sooooo besonderes entdeckt, aber ich konnte ja seinerzeit mit den 3D-Bildern auch nichts anfangen und nur mit "Ah ja kenn ich, Delfin, gell?" pokern.

Arbeit war ok, ich hatte den Vormittag, wo das Kindsvolk noch teils schlief, für die Fieselarbeiten reserviert, bei denen ich mich echt konzentrieren musste, den Nachmittag für Meetings.
Klappt alles ganz gut, weil die Kinder halt echt auch schon gross sind, aber schlaucht.
Könnte natürlich auch an Durcharbeiten nur mit kurzer Essenspause von halb sieben bis halb sechs liegen, aber naja, wer weiss.

Gegessen:
Zopf mit Honig
Melone, Nektarinen
Salat mit Bratkäse und Brot
Montagspizza

Gesehen: "Umbrella Academy" (Q. schaut mit und da ist es gut, dass er Ferien hat und so lang schläft: da geht auch noch eine Folge, wenn der Hübsche um 22:00 vom Sport kommt)

Gelesen: "Das Rosie-Resultat" (Naja, was soll ich sagen, ich fand die erste Hälfte des ersten Bandes unterhaltsam, die zweite extrem bemüht stereotyp, den zweiten Band bemüht, aber grad noch so ok für wenn man nix anderes hat und jetzt hab ich halt echt nix anderes zu lesen. Mir wurde vor ein paar Wochen Gisa Klönne vorgeschlagen und irgendwas hatte geklingelt, aber ich hätte nicht genau sagen können, ob ich da schon was gelesen habe. Die Leseprobe des ersten Bandes ergab: doch, habe ich. Und nein, ich ertrage einfach die allerallerallermeisten deutschen Thriller/Krimis nicht.)

Getragen: weisses Shirt mit Libellen drauf, Jeansrock, KEINE SCHUHE

Stressleveldurchschnitt gestern: 39
Selbstbeweihräucherung: In einem Meeting, in dem ich echt gern unrecht gehabt und etwas entscheidendes übersehen gehabt hätte, recht gehabt. Die "Gegenseite" (ist ja kein Kampf, sie waren nur absolut davon überzeugt, ALLES richtig zu machen) hatte am Anfang total Oberwasser, je tiefer in die Details es aber ging, desto kleinlauter wurden sie und am Schluss hiess es " Ui, das ist jetzt echt hart, das zu erkennen, dass wir diesen Fehler echt nicht auf dem Schirm hatten. Und zwar so gar nicht." An sich habe ich ja sehr gerne recht, aber in dem Fall habe ich es durch ein Spässle auf meine Kosten geschafft, die Stimmung so zu drehen, dass alle mit einem guten Gefühl rausgehen und der Fehler, der gsd keine dramatischen Auswirkungen hat, korrigiert wird. Und ich auch in Zukunft auf die Unterstützung der Kollegen zählen kann. (und ICH HATTE RECHT! Auf einem Gebiet, wo definitiv die anderen die grösseren Experten sind, weswegen ein Witz auf meine Kosten da sehr leicht war)

Sonntag, August 02, 2020

020820: August

Aus gegebenem Anlass musste ich den "Das machen wir im August"-Post einen Tag nach hinten verschieben.

  • Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben und tadaaaaa, das werden/wollen/sollen wir im August machen:
  • Des Hübschen Geburtstag feiern (Check und zwar sowas von)
  • Die Kinder aus dem Sola wieder in Empfang nehmen (Check, sie sind sogar wieder ganz sauber und riechen gut. Das Haus ist wieder voller Leben und das Essen verdampft praktisch)
  • Die letzte Schulferienwoche geniessen (die Kinder, der Hübsche und ich arbeiten, ich ganz, er teils von zu Hause aus)
  • Das neue Schuljahr starten. L. kommt in die sechste, Q. in die 3. BEZ-Klasse (respektive 9. Klasse). L. beginnt mit Französisch, Q. mit Chemie, für beide ist es das letzte Jahr in der aktuellen Schule und am aktuellen Ort, nächstes Jahr wird alles anders. Coronatechnisch wird sich nichts ändern: Der Unterricht findet statt wie seit Mai und fast wie immer: die Lehrer halten Abstand, die Kinder nicht. (Bei all den Diskussionen über den Schulstart in Deutschland frage ich mich wirklich, ob die Erfahrungen aus den nordischen Ländern und eben auch der Schweiz so unrepräsentativ sind oder ob ich mir sie so schönrede oder ob sie einfach nicht in das Narrativ in Deutschland, das nichts zwischen "Alles Fake" und "OMG, WIR WERDEN ALLE STERBEN, WENN WIR UNS NICHT IM VOLLSCHUTZ IM KELLER EINSPERREN" zu kennen schein, passen oder warum sie einfach ignoriert werden und die Diskussion über Schulöffnungen so geführt wird, als gäbe es keinerlei Erfahrungen damit.)
  • Den kleinen Babyneffen kennenlernen. Eigentlich hätten wir ihn heute schon besucht, aber mit zwei Kindern, die eine Woche in einem Ferienlager am anderen Ende der Schweiz verbracht haben (und dort btw. ÜBERHAUPT keinen Kontakt nach aussen hatten, sogar der an sich unverhandelbare Badibesuch wurde durch eine Wasserschlacht auf dem Lagerplatz ersetzt) und halt dort hin und wieder weg reisen mussten, ist das in der Risikoabwägung doch zu heiss und wir werden das in zwei Wochen nachholen. Wir freuen uns schon riesig!
  • Q.s 15. Geburtstag feiern (ich bin so stolz auf die Geschenke, die ich dieses Jahr gefunden habe!) Er wird seine Pfadifreunde einladen und ich kann gar nicht in Worte fassen, wie froh ich um diese Gruppe an jungen Menschen bin, das ist so wertvoll! (Auch im Alltag, er hat heute beim Abendessen über Amputationen im Feldlager referiert und welches Blachenzelt unter welchen Bedingungen das beste ist. Falls Handgranatenangriffe wahrscheinlich, bitte keinen Berliner, sondern entweder Gotthardschlauch oder IrgendwasmitFirst, die haben nämlich zwei Ausgänge)
  • Vermutlich die Launch-Party des ersten Medikaments feiern, an desssen Entwicklung ich (marginal, aber immerhin) beteiligt war. Per Zoom anstatt spektakulär über den Basler Wolken, aber immerhin)
  • Ich werde einen Corona-Antikörpertest machen, nicht weil ich glaube, dass ich es schon hatte, sondern weil mein Arbeitgeber allen Mitarbeitern Test anbietet und ich damit wenigstens was für die Statistik beitrage.


Schaumamal.

Samstag, August 01, 2020

010820: Happy Birthday, Hübscher

study_of_decay.exe pt.46

Heute haben meine zweitjüngste Schwester, die Schweiz und der Hübsche Geburtstag.
Für erstere liegt hier ein hübsche verpacktes Buch (das leider nicht so toll ist, wie ich dachte, sorry!), für zweitere wurden aufgrundderaktuellenSituation sämtliche Feiern abgesagt, damit es nicht so schwer fällt, ist auch noch Waldbrandstufe 4 und man dürfte eh kein Feuerwerk machen, auch wenn man sich dafür treffen dürfte (ausser Basel, die könnten wegen "Wir feuern ja vom Schiff aus!" wieder eine Extrawurscht braten, aber da sind ja seit einiger Zeit Umweltbedenken im Tun, alles in allem kann man das verkraften).
Für letzteren finde ich es immer ein bisschen schwierig, mir tolle Geschenke und Überraschungen auszudenken, vor allem, weil er so gut in sowas ist und naja, ich bin halt auch kompetitiv, nech?

Für dieses Jahr hatte ich allerdings tolle Pläne, die dann nicht so leicht realisierbar waren, wie ich dachte, aber lassen Sie mich von vorn beginnen:
Letzten August (ich habe nie behauptet, ich wäre spontan!) habe ich mit einem Kollegen (den ich übrigens vom Hübschen geerbt habe. Die beiden hatten sich eine Zeitlang ein Büro geteilt, dann hat der Kollege des Hübschen Arbeitgeber verlassen, um zu meinem zu kommen und der Hübsche hat gesagt: "Frag doch mal meine Frau, ob sie mit Dir Mittagessen gehen will, dann kennst Du da schon jemand." Und das hat er an Tag eins gemacht und so blieb der Kollege praktisch in der Familie) mittag gegessen und wir haben Ferienerlebnisse ausgetauscht.
Er hat mir erzählt, dass er mit seiner Frau und Schlafsack abends auf den Belchen raufgewandert ist, sich am Gipfel in eine Grasmulde gelegt hat und dann am Morgen den Sonnenaufgang dort bewundert hat und das war richtig toll. (Er hat auch noch gesagt: "Das oben schlafen ist vor allem deswegen so cool, weil morgens um fünf kommen dann all die im Stockfinstern hochgekeucht, die so eine geführte Sonnenaufgangswanderung gebucht haben, und du musst nur den Kopf aus dem muckelig warmen Schlafdack stecken und bist voll erholt und alles ist sehr gemütlich.")

Ich dachte mir: Ha, das ist eine tolle Idee, das mache ich mit dem Hübschen, die Kinder sind eh im Sola der Pfadis, da machen wir dann mal so Outdoor light!
Ich kannte den Belchen ja nur vom Skifahren, also habe ich mir Wanderrouten angeschaut, überlegt, wo man denn da so lagern könnte, den Kalender überprüft und festgestellt, dass der 1. August 2020 ein Samstag ist und deswegen perfekt für dieses Abenteuerchen.

Die Zeit verging, die Planung des Sommerlagers (Jubliläumslager der Pfadi-Abteilung! 40 Jahre!) schritt voran, es wurde ein offizieller Elternbesuchstag geplant für ..... den 1. August. Hmpf. Der Hübsche war schon nur mittelbegeistert, seinen Geburtstag mit 250 anderen Pfadilagerbesuchern in einem Bus zum und vom Lager zu verbringen und halt bei einem Lagerbesuch. Ich verstand das, war aber auch nicht begeistert, unseren Kindern zu sagen, dass ihre Eltern sie halt nicht im Lager besuchen würden, weil "Geburtstag, sorry, kein Bock." Und ich dachte natürlich an meinen Übernachtungsplan, aber eben: Sonnenaufgang ist früh, wir könnten ja entweder am Freitag raufgehen und früh am Samstag wieder runter und dann immer noch ins Lager gehen ODER ins Lager und ein bisschen früher zurück und dann auf den Berg.

Dann kam Corona, die Grenzen wurden geschlossen, der Belchen war auf einmal unerreichbar, sämtliche Pfadiaktivitäten wurden abgesagt, das Sola stand in den Sternen und auf der Kippe.
Im Mai waren die Pfadileiter viel optimistischer als der Elternrat und hielten ("sofern Infektionsgeschehen, Auflagen des Bundes und Kompatibilität eines Schutzkonzepts mit dem Pfadileben das erlauben") an der Idee eines Sola-Light fest. Der Besuchstag wurde allerdings schon da gestrichen, da klar war, dass egal wie es im Juli aussieht, ein Besuch von 250 wilddurcheinandergemischten Menschen auf engem Raum (mit BUSANREISE) auf gar keinen Fall klappen würde.
Das war natürlich Aufwind für meine Belchenpläne. Mitte Juni wurden die Grenzen wieder geöffnet, der Bund hatte Ferienlager für bis zu 300 Teilnehmer erlaubt, die Pfadibewegung Schweiz hatte ein Schutzkonzept erarbeitet und die Abteilung stampfte in kürzester Zeit (normalerweise haben die grossen Lager fast ein Jahr Vorlaufzeit) ein Lager aus dem Boden, "nur" eine Woche, Enddatum 1. August.
Das bedeutete für meine Abenteuerplanung: wir übernachten nicht am Geburtstagsabend dort, sondern feiern rein, der Belchen ist ja so nah, dass man das auch nach der Arbeit noch locker erreicht.

Der Hübsche und ich sind ja absolut keine Camper, wir hatten aus Schüler- und Studentenzeiten noch uralte Isomatten (unser letzter Campingurlaub war 1999 auf Korsika, da war meine Isomatte schon 10 Jahre alt), die wir irgendwann einfach entsorgt haben. Die Kinder haben, weil Pfadis, natürlich selfinflating Isomatten, sowas wollte ich für uns also auch, ist ja auch ein schönes materielles Geschenk. Ich habe also online im Bergsportladen meines Vertrauens Isomatten verglichen und mich dann für eine (in doppelter Ausführung) entschieden, die klein gepackt werden kann, gut isoliert und mit sowas wie "auch für alte Knochen, die sowas nicht mehr gewohnt sind" in Outdoormarketingsprech angeschrieben war. Als die beiden dann ankamen, war das Paket WINZIG und ich hatte schon Angst, dass ich aus Versehen Puppenbettmatratzen bestellt hätte, aber nein: in der Isomattentechnologie hat sich nicht nur in den Jahren 1985 bis 2010, wo wir die der Kinder dann gekauft haben, einiges getan, nein, auch seitdem noch! Die Matte ist verpackt ungefähr so gross wie eine grössere Trinkflasche, ist nicht selfinflating, sondern wird mit dem zu einem Pumpsack umwandelbaren Packsack aufgepustet, das sieht sehr lustig aus, geht aber superschnell.

Der Termin rückte näher, ich fing an, das Wetter für den 1. August zu monitoren, las mich noch mehr in die Karten und Routenplanung ein und fragte dann zu guter Letzt den Kollegen, der das ja vor einem Jahr gemacht hatte, wo genau sie denn gelagert hätten.
Und dann kam die Ernüchterung: Er schrieb mir: "Ja, klar, war toll, das war da und da, aber ich muss dir was sagen, das wusste ich damals auch nicht: das ist überhaupt nicht erlaubt, weil der Schwarzwald ist ein Naturschutzgebiet und Biosphäre und deshalb darf man da nicht wild campen und lagern. Und aufgrundderaktuellen Situation ist alle Welt auf der Suche nach Mikroabenteuern in der Region und weil das total überhand nimmt, wird vermehrt darauf geachtet, dass das eben nicht aus dem Ruder läuft und an Hotspots kontrolliert und wenn man dann erwischt wird, kostet das 200€ pro Nase. Aber: war schon toll!"

Na super.
Ich bin halt ich und wenn ich weiss, dass was verboten ist, dann mache ich das auch nicht, relativ unabhängig von der Wahrscheinlichkeit, erwischt zu werden, weil allein die Möglichkeit, DASS man erwischt werden könnte, mir den Spass versaut und natürlich gibt es solche Verbote aus gutem Grund und ja, wenn Hinz und Kunz und all ihre Freunde im Naturschutzgebiet rumliegen, dann ist irgendwann fertig mit Natur.
Aber was sollte ich denn jetzt mit dem Geburtstagsgeschenk machen? 2 Isomatten für Nichtcamper ist ja ein etwas seltsames Geschenk mit sehr limitierter Verwendungsmöglichkeit und entsprechend limitierter Beschenktenfreude.
Ich überlegte also hin und her (daheim schlafen und Wecker um zwei stellen und dann hin fahren und nur rauflaufen? Ist doch doof) und vor und zurück und kam dann endlich mit folgendem Plan auf:
Wir fahren hier später los, als eigentlich geplant, gehen gemütlich essen, fahren zum Parkplatz der Talstation, schlafen ein paar Stunden im Auto und wandern dann halt im Dunkeln so rauf, dass wir zum Sonnenaufgang oben sind. Auf die Isomatten können wir uns ja dann oben draufsetzen, ist ein besserer Verwendungsgrund als gar keiner. Pluspunkt: es ist nicht so viel zum Rauftragen, das krieg ich in meinen Rucksack, dann kann der Hübsche das Fotoequipment mitnehmen, das wäre mit Schlafsäcken irgendwie knapp geworden.

Letzter Zwischenschritt: Q. merkte in der Vorplanung seines 100km-Marsches an, dass er noch gut eine Stirnlampe gebrauchen könne und so besorgte ich mit ihm im Outdoorladen grad zwei, weil: dunkel würden wir es auch haben! Ich tauschte ausserdem eine der neuen Isomatten mit Q. gegen seine alte, weil wer, wenn nicht ein Pfadi braucht eine echt klein zu packende Matte? Zum Draufsitzen würde uns eine reichen und für im Auto könnte ich ja Q.s alte nehmen.

Statt totale Überraschung habe ich ihn ja vorgestern eingeweiht und er hatte den grossartigen Plan, das "Wir schlafen im Auto" in der Garage mal auszuprobieren (also: ohne Schlafen, das wäre ja arg strange). Und so haben wir die Sitze flachgelegt und gemerkt, dass sehr wohl eine Kante bleibt. Statt Isomatten schlug der Hübsche unsere Allzweckwaffe "Tchibo-Klappmatratzen" vor, die zwar ein bisschen zu breit, aber dafür sehr gemütlich waren. Übrigens: Auto ganz zu mit Licht aus in der dunkeln Tiefgarage ist ein gutes Stück jenseits dessen, was ich mit meiner leichten (höhöhö) Phobie vor geschlossenen Räumen aushalten kann.

Und so lief das dann gestern:
Abendessen im Nachbarsstädtchen:

Danach sind wir gemütlich eine knappe Stunde in den Südschwarzwald hoch gefahren, sehr ungewohnt, das im Sommer ohne Schnee und Skier im Auto zu machen. Die letzte Unsicherheit war tatsächlich, ob der Talstationsparkplatz über Nacht gesperrt wäre oder übernachten dort verboten wäre. Aber: als wir dort ankamen, stellten wir erstens einen Camper und zweitens ein Hotel direkt dort fest (zu meiner Verteidigung: wir waren EINMAL da, im Winter und wollten nur direkt zum Skifahren. Keine Ahnung, ob es da ein Hotel hatte!)
Wir haben also geparkt, der Hübsche hat ein paar Sternenfotos probiert,





wir haben mit Taschenlampe geschaut, wo der Weg am nächsten "Morgen" denn losgehen würde, dann haben wir den Kofferraum gemütlich gemacht (Centerscreenlagerfeuer nur fürs Foto, in echt geht das nämlich mit romantischer Musikuntermalung und Hitze auf volle Power einher, um eben das Lagerfeuer zu simulieren, und es war zwar gsd viel kühler als im Tal, aber halt nicht kalt.).
Wir hatten einen Cocktail-Mix vorbereitet und einen Piccolo zum Aufgiessen dabei, das war schon sehr gemütlich.
Danach: Einkuscheln mit Decke und Kissen, dank Dachfenster und nahezu Vollmond ging es auch im geschlossenen Auto. Den Wecker haben wir auf viertel nach drei gestellt.
Schlafen ging erstaunlich gut, Aufstehen auch, loswandern auch.





 Ich muss dazu sagen: ich hatte nach unserer letzten Tour mit knapp über 1000 Höhenmetern rauf und runter einen Heidenrespekt vor der Tour hier, die mit 860 Höhenmeter rauf und runter angegeben war. Eine von beiden Angaben war falsch (oder ich bin in den letzten zwei Wochen zum Hulk mutiert und nein, ich denke nicht), weil heute, das war nicht mehr als ein Spaziergang. Wir brauchten eine Stunde (im Stockfinsteren, Stirnlampe war super) von der Talstation zum Gipfel, und dabei sind wir einen Riesenumweg aka ab dem Belchenhaus gelaufen, weil wir den direkten Weg zum Gipfel nicht gefunden haben (naja, wenn man nicht weiss, in welche Richtung man gucken soll, dann sieht man auch den Wegweiser nicht).
Sehr skurril: man kreuzt irgendwann die alte Belchenstrasse, die zwar für Autos gesperrt, aber halt immer noch eine Strasse ist. Auf der radelte langsam eine Gruppe Fahrradfahrer bergauf, mit extrem hellen Frontlampen, aber halt langsam und sehr, sehr leise.
Wir trafen uns am Belchenhaus wieder, wo sie ihre Räder abstellten, um den letzte Weg zu Fuss zu gehen.
Am Gipfel stellten wir zwei Dinge fest:
1.  Wir waren by far nicht die einzigen, die diese Idee hatten.
2. Ganz viele andere wussten nicht, dass das oben schlafen verboten ist, oder es war ihnen egal. Es waren etwa 30 Leute da, die Hälfte noch in Schlafsäcke eingemummelt.









Es war allerdings keine Ballermann-Party-Stimmung, sondern alle sassen brav da (wir auf einer super Isomatte!) und warteten (wir mit Kaffee) auf die Sonne. Ich hatte von unseren Nachbarn schon gehört, dass es nicht nur 3 Belchen gibt, einen deutschen, einen Schweizer und einen französischen und die zusammen "irgendein präshistorisches Dreieck" bilden, naja. Dazu gab es auch eine Infotafel ("Energie-Orte"), ein paar Steinkreise und eine recht grosse Gruppe, die dort ein .... Ritual (?) mit Laternen und Predikt und sowas wie Yoga oder TaiChi vollzog. Wir haben so getan, als würden wir das nicht sehen (der Hübsche war pragmatisch: "So lange keiner gegen seinen Willen geopfert wird, sollte es ok sein."). Es hatte ein bisschen was von der Stimmung auf dem Gipfel des Haleakala, wo wir 2003 in unseren Flitterwochen wie alle Maui-Touristen auch den Sonnenaufgang bewundert haben.
Ich sass also auf der Isomatte, freute mich meines Pulverespressos mit Milch, an Melone und Schokoweggli, der Hübsche machte Fotos über Fotos.













Spannend: auf der einen Seite sah es aus, als ob wir uns oberhalb einer Weltstadt befänden, auf der anderen Seite schälten sich immer mehr Bergketten aus dem Dunkel. Je mehr Licht kam, deste mehr entpuppte sich die vermeintliche Weltstadt als halt irgendwelche Pupsdörfer. Und beleuchtete Stromleitungen.
Sehr, sehr schön war das. Der Runterweg war dann lustig, weil wir uns für den gleichen Rückweg entschieden hatten, aber halt mehr als nur unsere Füsse und den Weg sahen. Und erstaunlich schnell wieder unten waren.







Wir waren sogar so früh, dass wir es trotz Rückfahrt noch rechtzeitig zur Öffnung des Naturbads kamen, das erstens superschön und zweitens heute eine der drei Verteilstationen der legendär coolen #seifenboss (erinnern Sie sich an den Start der Kampagne?)-Handtücher des Kantons Basel Stadt ist. Vier Fliegen mit einer Klappe:
  • Coole Corona-Handtücher für umsonst
  • Warme Dusche
  • Morgenschwumm im Naturbad
  • Super Kaffee im Schwimmbad-Kaffee





Daheim dann: Ausräumen, Katzen begrüssen, noch ein bisschen nachschlafen und KINDER ABHOLEN! Es geht ihnen gut, Pfadfinder ist das beste Hobby der Welt und so viel mehr (Liebe Pfadi-Leiter, die ihr ja das Blog entdeckt habt und von Q. über die Details aufgeklärt wurdet: danke für alles, was ihr tut, das ist grossartig!), und natürlich sind unsere Kinder die besten der Welt. Die allerbesten.