Dienstag, September 18, 2018

War was?

Ich Fuchs habe übrigens gestern beim Zwetschgenmuseinkochen den Ofen auf 125°C Umluft gestellt und da war das Mus dann auch schon nach knapp 5h fertig. Ich habe also um halb eins Gläser sterilisiert, heisses, klebriges Zwetschgenmus püriert (L. und ich mögen keine Stückchen), nochmal aufgekocht und abgefüllt.
Erster Test-Hefezopf damit heute morgen war verdammt lecker!
Ich dafür war den ganzen Tag ein wenig müde, aber dafür gibt's ja Kaffee. Trotzdem merkte ich leichte Ausfallerscheinungen, gerade unterzuckert vor dem Mittagessen, aber vielleicht liegt es auch daran, dass ich eigentlich nur noch auf englisch schreibe, aber ich musste den Satz "Diese Zersetzung ist besonders bei niedlichem pH-Wert zu beobachten" ein paar Mal anschauen, um rauszufinden, was nicht passst.


Sonst so:
Mein direkter Büronachbar heisst in echt so, wie eine der Hauptpersonen in meine aktuellen Buch  (Amazon Affiliatelink) mit Tarnnamen. Das habe ich ihm heute gesagt und seitdem zwinkern wir viel, machen bei "ich geh mal schnell "Wasser holen"" und "Ich hab gleich "TPT-Meeting"" Luftanführungszeichen, was alle anderen Menschen sehr verwirrt, aber ich finds lustig. Sehr.
Dann habe ich anscheinend gnadenlos unterschätzt, wieviel Fingerspitzengefühl zwischenmenschlicher Art für eigentlich, dachte ich, total undramatische und transparente Aktionen gebraucht wird, aber nun gut. Immerhin kennen mich alle gut genug, um mir mangels Pokerface-Muskeln eine hidden agenda zuzutrauen.
Wieder mal: global hour meeting mit San Francisco, diesmal mehr zum Zuhören und Lernen. Es war fachlich sehr spannend, aber fast noch mehr, die Stimmungen und unausgesprochenen Differenzen und Menscheleien in einer anderen Abteilung rauszuspüren.


Daheim dann nach Nudelessen und Vorlesen und Englisch- und Mathetest abzeichnen (nach dem erste Testdurchlauf in fast allen Fächern traue ich mich fast aufzuatmen und beim nächsten "ALLE KINDER FALLEN ERSTMAL UM EINE bis ZWEI NOTENSTUFEN NACH UNTEN AUF DER WEITERFÜHRENDEN SCHULE" ein "not all children" wenigstens in meinen nicht vorhandenen Bart zu murmeln. Leise.) noch einen Runde Strampeln auf dem Crosstrainer zu Gewitterregen.


Jetzt noch die letzte Folge von "Jack Ryan", einer, wenn man "Homeland", "House of Cards", "24" o.ä. gewohnt ist, unerwartet einfach gestrickten und platen Serie. Ich mag das übrigens sehr, dass der Hübsche immer in Grossbuchstaben sagt "Dann schauen wir also heute DIE VORLETZTE FOLGE und morgen DAS FINALE", seitdem ich mich bei einer "Lost"-Staffel irgendwann gnadenlos verzählt hatte und am Ende der Folge meinte "Wow. Wasserstoffbombe explodiert. Ich bin ja mal gespannt, wie sie das im Finale noch toppen wollen" und dann leicht enttäuscht war, weil: war schon Finale.


Stressleveldurchschnitt gestern: 45
Selbstbeweihräucherung: Komische Situation weggelacht.

Montag, September 17, 2018

Nach den Zwetschgen ist vor den Zwetschgen

Heute habe ich bei der Arbeit mal wieder eine leere Tasche mit Kartonkisterl gegen eine volle mit Zwetschgen beim Obstkollegen eingetauscht. Aus den kleineren, herberen wird heute Abend Powidl und mal sehen, wie viele dann noch übrig bleiben (ein paar Handvoll habe ich natürlich so schon weggefuttert, und ja, Zwetschgen sind auch Steinobst, und ja, irgendwann kriegt man Bauchweh, und tja, ich kann auch nichts für das Kantinengesetz "Wenn es Linsensuppe gibt, wird Linsensuppe gegessen", und, hm. "Grummel" sagt der Bauch).


Um kulinarisch zu bleiben: der Kollege ist von einem Businesstrip in China wieder da und ja, spannend wäre das sicher mal (und ich weiss ganz sicher: wenn ich nicht beruflich da mal hingehe, komme ich da nie hin), aber so von den Essensbildern her sind die I-Länder vielleicht doch besser für mich (Habe ich erwähnt, dass nächste Woche Projektabschlussparty in Italien ist?). Aber ich weiss jetzt, wie Seegurkengraupensuppe aussieht, verschieden alte Eier und ein Snackstand mit "Alles, was von der Ente übrig blieb (Kopf, Füsse, Zunge) frittiert". Und es gibt am Bahnhof statt wie bei uns als Abendessenmitbringsel lebendige Krebse "to go" verschnürt, damit sie sich nicht durch die Aktentasche zwicken. (Also: Gegessen werden sie schon gekocht. Irgendwieirgendwoirgendwann). Und es gibt flüssig gefüllte Dumplings zum mit dem Strohhalm Aussaugen. Und, wie das unter Produktionsmenschen so ist: der Kollege hatte sich auch erkundigt, wie man die macht, da wird nämlich so geliertes Suppenmaterial eingepackt, das dann beim Erhitzen flüssig wird.


Sonst so: Montag halt. Der ist immer lang. Heute habe ich aber, ich muss nochmal drüber schlafen und Details mit meinem Chef festmachen, in ungefähr 30 Minuten vielleicht ein "Rotational Assignment" fix gemacht, etwas, was ich mit "müsste ich mal in Angriff nehmen wenn ich endlich mal weniger um die Ohren habe" für mich untypisch lang vor mir her schiebe. Und ich wurde sogar gefragt, ob ich sicher nur ein Assignment machen wollen würde, weil im Prinzip könnte man ja auch drüber reden, ob ich nicht vielleicht doch ganz...? Das war ... einigermassen überraschend, aber andererseits. joah. Networking ist dann halt doch nicht ganz ohne.


Auf dem Heimweg habe ich dann nochmal alle Malta-Kommentartipps hier zusammengesammelt und in einem Google Sheet konsolidiert (auch wenn hier die Kommentare nicht mehr zu sehen sind, sie sind nicht weg! Da bin ich auch sehr froh drum). Das wird eine grossartige Woche, ich freue mich schon sehr darauf! (Frühstückscafe schon mit Google Streetview besucht, Weg zum Fährterminal auch abgelaufen, ich war also praktisch eh schon da :-))


Little L. hat montags echt auch einen echt strengen Tag: Schule von 8:30 - 16:05, jede zweite Woche ohne Mittagspause, dann direkt mit Schulsack und Sportsachen einen guten Kilometer ins Dorf runterlaufen und dann zwei Stunden Geräteturntraining und, wenn er beim Umziehen nicht schnell genug ist, dass wir den Bus für die halbe Strecke nehmen können, den ganzen Weg wieder zu Fuss nach oben.
Normalerweise bin ich ja recht strikt mit "Schultasche wird selber getragen" und "Kein Mensch braucht den Bus nach oben" und "Hausaufgaben werden an dem Tag gemacht, an dem sie aufgegeben werde" und ganz besonders: "JEDER RÄUMT SEINE ZNÜNIBOXEN UND TURNSÄCKE SELBER AUS UND PACKT DAS ZEUG FÜR DEN NÄCHSTEN TAG NEU". Das müde Montagskind muss sich nur merken, dass es die Englischhausaufgabe am Dienstag macht und mir sagen, welche Badehose es gern zum Schwimmen am nächsten Tag mitnehmen möchte.


Nach dem Essen habe ich mir dann gedacht: "Ich Fuchs habe heute viel mehr Zeit als sonst am Montag, weil ich ja das Sporteln gestern schon erledigt habe und ausserdem kommt ja morgen die Putzhilfe: MARMELADENZEIT!" Und dieses Rezept hier sieht sehr lecker und einfach aus und tja, wenn man bis zu, Ende gelesen hätte, hätte man gesehen, dass es 6 Stunden schmurgeln muss und das kann man sich ja auch an einem müden Montag ausrechnen, dass das ganz schön spat wird, wenn man es um 19:38h in den Ofen schiebt. Tja nun. Dienstag ist ja ein Späteraufstehtag, da klingelt der Wecker erst um sechs. (Aber es riecht sehr gut!)


Johnny muss übrigens nicht nur Morgenmanieren lernen, sondern auch noch Kuscheln ohne Verletzungen.
Er hat mir während des Tippens dieses Beitrages erstens durch wiederholtes Überdietastaturlaufen die Adresszeile  im Internetexplorer abgeschaltet, dafür eine grosse Fusszeile eingefügt, mir beide Hände zerkratzt und die Finger angekaut  und mein Zugticket für nächste Woche angegriffen. Aber alles lieb gemeint. Und sehr hübsch.





Love hurts. DESWEGEN!




Stressleveldurchschnitt gestern: 27
Selbstbeweihräucherung: Genetworkt

Sonntag, September 16, 2018

Alter Verwalter.

Eine Meldung in eigener Sache vorneweg: Falls Sie hier aufgeschlagen sind, weil eine Dame (naja, und ich empfehle für Ihren Seelenfrieden, dem Link NICHT zu folgen) auf Twitter mit eindeutiger AFD-Vorliebe (und das ist noch harmlos ausgedrückt) gestern nach einem angedeuteten Austausch über die Wirksamkeit von Homöopathie (fragen Sie nicht. Es war sehr skurril) dazu aufrief, sich diesen "Datenmüll mit 0 Aussagekraft. Aneinanderreihung von Banalitäten mit einem Mitteilungsbedürfnis wie von einer Hausfrau in einer manischen Episode?" anzuschauen: Bitte gehen Sie und kommen Sie nie wieder. Ich habe gestern unfreiwillig in Ecken des Internets hineingeschnuppert, die mich mein Hirn mit Seife auswaschen lassen wollen. Falls Sie glauben, die AFD habe auch nur einen Funken recht, falls Sie die Migration für die Mutter aller Probleme halten, falls Sie finden, in Chemnitz etc wären besorgte Bürger, deren Sorgen man ernst nehmen müsste, friedlich demonstrieren gegangen, bitte, gehen Sie und komme Sie nicht wieder. Nie.


So. Jetzt aber zurück zu den normalen Geschichten aus dem Alltag einer "Hausfrau in einer manischen Episode":


Die Kinder schliefen brav, als wir heimkamen. Bei voller Festbeleuchtung, weil sie "Ihr könnt lesen, so lang ihr wollt," als "bis euch der Kindle aufs Gesicht fällt" interpretiert hatten. Der Film war gut, das Popcorn lecker, die Katzen etwas verwirrt, weil keiner das Licht ausgeschaltet hat.


Heute dann: Vorbereitung der Schulwoche, d.h Trommeln üben bei L., Geschichtsportfolio fertigmachen bei Q., Terrasseaufräumen, und  ein vielleicht letztes Mal diesen Sommer grillen. Dank des strikten Feuerverbots bei uns im Dorf vom 26. Juli bis 4. September haben wir noch gar keinen Grilloverkill wie die letzten Jahre (und einiges an Grillgut eingefroren, das sozusagen vom Feuerverbot gegroundet wurde). Grillen mit Hoodie hat was!


Stressleveldurchschnitt gestern: 51 (ich hatte das Band beim Schlafen nicht dran. Bei jedem anderen würde ich sagen, daran liegts, dass der Schnitt so hoch ist. Aber man weiss ja mittlerweile: relaxen stresst mich. Also wars vermutlich doch das DIE KINDER ALLEIN LASSEN! und auf hochen Hacken zur Bahn rennen)
Selbstbeweihräucherung: wie ein Fuchs heute meine Rennrunde eingelegt, damit der 7-7-Montag morgen nicht noch stressiger wird.

Samstag, September 15, 2018

Hoch die Hände

Am Elternabend in L.s Klasse am Dienstag haben die Lehrer (ich kriege ein klitzekleines Gefühl, wie das mit 4 Kindern an derselben Schule gewesen sein muss) gefragt, ob Q. den erschlagen von den Anforderungen an der neuen Schule ist. Ist er nicht, aber er findet, dass das Gefühl von ins Bett gehen das allerbeste der Welt sei. Und so haben wir uns alle vier rechtschaffen auf Ausschlafen heute morgen gefreut.
Im Detail heisst das mittlerweile:
5:30h: #jonundsansa (durch Frühstück ruhigstellbar bis
6:30h: #jonundsansa werden aus allen Schlafzimmern verbannt
08:00h - 08:45h: Ich bin halbwach und freu mich wie ein Schnitzel, dass ich noch nicht ganz wach sein muss und niemanden zum Aufstehen stressen muss, weil der erste Termin heute erst um 13:00h ist
08:45h: ich kriege Kaffee ans Bett gebracht und L. kommt kuscheln
09:30h: ich bin auf.
10:30h: ich kurble bei Q. den Rollo hoch und überprüfe seine Atmung
11:20: wir sitzen draussen am Früshtückstisch.


Insofern, liebe Eltern schlafloser Kleinkinder: ich habe (nicht gefühlt) über 10 Jahre nicht durchgeschlafen und das richtig lange Ausschlafen auch verlernt, aber auch diese Kinder schlafen irgendwann gerne und lang.


Sonst: Pfadiübung, die einen Bezirksübung im Nachbarkanton (mit den Fahrrädern), die anderen sind mti "Captain Trash" im Wald und sammeln Müll.
Ich habe mehr Zwetschgen verarbeitet (ein Datschi und den Rest, der für nix richtig reicht, erstmal eingefroren, bis Nachschub kommt), die waren so perfekt! Vielleicht bestelle ich doch noch ein paar mehr als nur noch 3 kg, einen Hefezopf für morgen gebacken, Zehnnägel neu lackiert, meinen ersten shiny Karpador gefangen (direkt vor der Haustür), Q.s Unihockey-Hoodie beim Heimturnier der E-Junioren abgeholt, und mich auf das heute nachzuholende Hochzeitstagsessen vorgefreut.


Das war heute auch so was wie eine Premiere: Erwachsenen-Ausgang ganz ohne Babysitter und (fast) ganz ohne Bedenken! Die immer nur so anderthalb Stunden Elternabend, die wir auch zu zweit und ohne Aufsicht besucht haben, zähle ich da jetzt mal nicht, weil: voll kurz und nicht so richtig Qualitytime.




Für die Kinder gabs zu Hause (nach der wohlverdienten Dusche) Hähnchenschnitzel, Reis und Gurkensalat, danach einen Film mit Chips und Popcorn und die eine oder andere Kontrollnachricht.



Das ausführliche hat er von mir.
Für uns: ein Menü mit ohne Auswahlmöglichkeiten, dafür aber Weinbegleitung:

Ich zücke die Kamera und der Hübsche setzt im letzten Moment sein bedächtiges Katalogfotogesicht auf

Der Hübsche macht ein Bild und ich schaue aus, als hätte ich gerade erzählt, dass ich in meiner Freizeit Babyrobben häute. Lebendig.


Kürbissuppe als Gruss aus der Küche










Stressleveldurchschnitt gestern: 25
Selbstbeweihräucherung: gechillt.


Freitag, September 14, 2018

Ey, Alter, was geht?

Es ist fast schon ein bisschen unheimlich, was das Coaching ausgemacht hat (ich schieb das jetzt mal auf das Coaching, weil es ist jedesmal VOR dem Coaching so, dass ich mir denke: "Boah, eigentlich habe ich da jetzt gar keine Zeit dafür, und was hat das Coaching den für mich getan? Hm? Immer nur offene Fragen und "Was müsste sich denn ändern, damit..." Wenn ich das wüsste, würde ich ja nicht fragen, meine Güte", und nach dem halben Tag denke ich mir "Boah, war das super, das hätte ich echt nicht gedacht, grad mit der Nullbockhaltung, mit der ich da rein bin". Ich versuche diese gute Stimmung jetzt mal aufrechtzuerhalten, indem ich das aufschreibe.): ich bin unglaublich friedlich und fast schon ekelhaft guter Dinge.

Weil ich jetzt ja weiss, dass eine persönliche Pace absolut in Ordnung ist, hatte ich auch überhaupt keine Hemmungen mehr, heute morgen um 6:14h die ersten Meeting Minutes zum Review zu schicken. Weil mal ein ehemaliger Kollege, der immer noch bei einem meiner früheren Arbeitgeber arbeitet, erzählt hat, dass er total eine aufs Dach gekriegt hat von der Zentrale in Deutschland (haben Sie gemerkt? Ich habe nicht "Headquarter" geschrieben, wie das in jeder anderen globalen Firma ausser dieser heisst), dass es die Kollegen unter Druck setzen würde und er offensichtlich seinen Job nicht im Griff hätte, wenn er vor acht Uhr morgens Mails verschicken würde, habe ich mir das eine Zeitlang verkniffen und die Mails gesammelt und gestapelt um 8:01h rausgeschickt, aber das ist ja total albern und ich arbeite da ja mit Absicht nicht mehr. Meine Kollegen rund um den Globus wissen sowieso nicht, welche Zeit hier in tiny Switzerland ist.

Ich habe mittags ein Kind mit Tränen in den Augen in Empfang genommen, das noch beim Reinkommen angefangen an zu schimpfen, wie blöd das im Englisch war. Ich hatte erst ein bisschen Bedenken, ob der heutige Test irgendwie ... zu schwer .. unfair .... das Falsche gelernt .... zu nervös, was weiss ich gewesen war, aber nein: Sie hatten in einer der vorherigen Stunde Tiermasken gebastelt und eigentlich war der Plan, heute nach dem Test in Eigenregie ein englischsprachiges Theaterstück damit einzustudieren. "Und, Mami, da ist es doch logisch, dass man im Test Gas gibt , weil der eh babyleicht war, und nicht 1000 blöde Fragen stellt, die Mr Englishteacher total ausführlich erklärt, und hinterher ist keine Zeit mehr furs Theater und das war meine Idee, dass wir das machen und vielleicht können wir das jetzt gar nicht mehr, und das ist so unfair von denen, die hätten doch einfach mal lesen können, was gefragt ist, das stand da alles."
Sehr verständlich, der Unmut (ich war trotzdem froh, dass der Test nur in einer Nebenrolle Auslöser der Tränen war), wir haben das aber dann ausdiskutiert, auch, warum er nicht 100% glücklich in seiner Klasse ist, abgesehen davon, dass er eben nicht mit seinem allerbesten Freund ("Brother from another mother", sozusagen) in einer Klasse ist. Und auch wenn mir das in der Seele weh tut und ein bisschen Vorgeschmack auf potentielle Bauchschmerzen: Wenn mein Kind sagt, er mag es nicht, dass einige durch absichtliches Stören die Lehrer ärgern und, da ist er richtig hässig geworden, sich über andere (also, nicht ihn) lustig machen, weil sie zB kein *sch* sagen können, sondern halt nur "s", und meinen Vorschlag, das doch im Klassenrat anzusprechen, mit blitzenden Augen annimmt, dann macht mich das trotzdem sehr stolz und glücklich. Ich hoffe, dass er mit dem geradlinigen Gerechtigkeitssinn, den er von uns beiden Elternteilen geerbt hat, ein bisschen smoother durch die Schulzeit rutscht als wir zwei (nicht notenmässig, da habe ich keine Bedenken, das haben wir ja auch hingekriegt, eher vom Gefühl... in der Klasse Rückhalt zu haben).


Wir haben dann irgendwann gemeinsam auf der Terrasse (könnte es bittedanke endlich mal Herbst werden? Wir müssen hier immer noch giessen wie beknackt und es hat über 25 Grad und ICH WILL ENDLICH MEINE WOLLKLEIDER UND STIEFEL TRAGEN!) Sagaland gespielt und irgendwann einvernehmlich beschlossen, dass es ein total langweiliges Spiel ist, wir aber trotzdem nicht abbrechen können, bevor wir wissen, wer gewonnen hat.

Ausserdem habe ich noch die 3kg Zwetschgen angefangen zu verarbeiten und ich habe langsam das Gefühl, die zusätzlichen 3kg nächste Woche könnten doch nicht reichen, ich habe jetzt doch Einmachgläser gekauft und mehr Marmeladengläser und Kompott aus 1kg ist ja NIX (ich habe mal nur einmal das Rezept gemacht, um die Einkochfunktion des relativ neuen Backofen zu testen), und Powidl will ich auch noch machen, und das Rezept mit Zucker, Zimt, Rotwein und Essig klingt auch grossartig und Datschi soll es geben und eigentlich auch noch einen mit Streuseln (das ist dann KEIN Datschi), und vielleicht noch eine Wähe, und ach... mal sehen. (Ich habe nur langsam keinen Platz mehr für die Gläser)

Uuuuund ich habe festgestellt: ein Kind auf der weiterführenden Schule mit zwei wochenendaktiven Hobbies (und zwei Vollzeit arbeitende Eltern)  und es ist praktisch nur noch Onlineshopping für Kleider etc möglich (also: furs Kind jetzt). Q. braucht neue Sneaker und Wanderschuhe und morgen ist Bezirksübung bei den Pfadis, er kommt jeden Tag erst frühestens um 17:00h aus der Schule, ausser Mittwoch, und dann schaffen wir es nicht mehr entspannt in die Stadt, bis die Geschäfte (welcome to Switzerland) um spätestens 18:30h zumachen, nächste Woche beginnt am Samstag die Unihockeysaison, und damit das Kind jetzt nicht wegen Verwahrlosung, erkannt an löchrigen Sneakern, ins Heim kommt und weil ich ja meine Überstunden bis Ende Monat auf unter 120 bringen muss, habe ich mir nächsten Mittwoch nachmittag freigenommen und wir gehen shoppen. Ich freu mich tatsächlich drauf.

Jetzt aber: Freitagspizza.

Stressleveldurchschnitt gestern: 35
Selbstbeweihräucherung: Ich bin so friedlich!

Donnerstag, September 13, 2018

Dönerstag

Wir müssen über Johnnys Morgenmanieren sprechen. Er ist jeden Tag um halb sechs hellwach und hungrig. Soweit, so gut, das verstehe ich ja sogar. Allerdings ist er auch ein bisschen stur und geht nicht allein die 5 Schritte ins Bad, wo EINE VOLLE SCHÜSSEL Trockenfutter auf ihn wartet. Er schnurrt und quietscht und maunzt und schleckt an meinen Augen und zerrt an meinen Fingern, bis ihn entweder jemand rauswirft oder ins Bad begleitet, den Wasserhahn leicht für eine frisches Getränk anstellt und ihm sein Bubenfell einmal mit dem pinken TangleTeezer gestriegelt hat. Dann, und genau dann ist er bereit für Frühstück, am liebsten frisch nachgefüllt.
Erziehung: können wir voll gut.




Beim Frühstück habe ich mich köstlich über Q.s Texting-Gewohnheiten amüsiert: Donnerstag ist für ihn kulinarisch toller Tag: es hat sich eingebürgert, dass sie da nicht in der Mensa, sondern an der Dönerbude essen, danach geht es in den Hauswirtschaftsunterricht, mehr kochen und noch mehr essen. Für die Dönersache verabreden sie sich halt immer schon früh und zwar natürlich in Mundart. Und Teenie-Sprech, das heisst dann: "Chunsch hyt Dönerbude?" und ich verkneife mir "KIND, MACH SATZ!", weil: wenn's im Grammatiktest um die Wurscht geht, ist er dann doch gut.
Heute haben sie übrigens Kartoffelgratin gemacht. Auf meine Frage: "Und mit was?" kam "Äh, Kartoffeln?!" Jo.




Arbeit: heute eigentlich den ganzen Tag nicht im Turm. Nach dem Klick gestern flutscht es wieder richtig gut.


Als ich heute vor der Mittagsyogastunde noch kurz was trinken war, blinkten mich aus dem Augenwinkel meine eigenen Augenlider an und es kööööööönnte sein, dass es heute morgen ein wenig arg finster war beim Schminken und ich, hui, das 10000Volt-Glitzern aufgelegt habe. In rot-gold, aber immerhin gut getroffen und schön verblendet, nur halt.... hui!


Aber: beim Yoga selber dann bin ich nahezu total cool geblieben, auch wenn ich die neue Ausrichtung mit ganz viel Singsangstimme und Energie ins Herz füllen und überhaupt, alles ins Herz, besonders Atmen (ich denke da an so einen grossen Herzballon), naja, nicht so ganz meins ist. Aber es tut allemal gut und diesmal habe ich beim Eincremen auch keinen Herzkasperl bekommen und trage meine Patchouli-Fahne für den Nachmittag mit Fassung.




Das erste Mirabellen-Konfi-Glas ist noch gar nicht leer, da sticht mich schon wieder der Hafer, vielmehr Zwetschgen, die der Obstkollege neu im Angebot hat. Im Turm warten 3kg auf mich, so dass ich auf dem Heimweg einen Umweg machen muss, bis Montag sind die sonst nix mehr. Das wird ein tolles Wochenende, ich sehe vor meinem inneren Auge ganz viel Powidl, Datschi, Wähe, Knödel, ach, mjamm!




Abends SCHON WIEDER TC mit San Francisco, das Überstundenkonto jault ein bisschen.




Ausserdem hat Q. noch seinen Infozettel furs Klassenlager mitgebracht und hat sich Gedanken gemacht, ob das wohl klappt mit dem Treffpunkt ausser der Reihe am Bahnhofskiosk, ich wurde kurz nervös, weil der Abreisetag auch mein Abreisetag nach Italien ist, aber das ist überhaupt kein Problem, sondern die Lösung, weil ich tatsächlich vom selben Bahnhof aus zu nahezu zur selben Zeit Richtung Flughafen fahren muss. Ich bin mal gespannt auf das Gesicht des Klassenlehrers, wenn Q: UND ich mit Reisegepäck aufschlagen :-)




Stressleveldurchschnitt gestern: 33
Selbstbeweihräucherung: Bei der Meditation und all dem Energiefangen nicht gelacht, nicht die Augen gerollt, nur geatmet.

Mittwoch, September 12, 2018

0 von 12

Heute ist ja eigentlich der 12. und da gehört in Bloggersdorf zum guten Ton, 12 Bilder über den Tag zu machen und als #12von12 zu posten.
Da ich heute aber einen von 7bis7-Arbeitstag habe (Willkommen bei den Globis, wie die globalen Rollen bei uns heissen), der mit TC mit Indien frühmorgens anfängt und mit einer mit San Francisco spat aufhört, wären das nur Bilder von Kaffeetassen und vielleicht Meetinggekrickel geworden und dann noch eins vom Kopfkissen. Nur so mittelspannend.


Ansonsten war der Tag aber gar nicht mal langweilig, ich wurde FÜNFMAL auf meine Hose angesprochen (die sieht aus wie ein Rock, ist superluftig, so dass man sich praktisch wie ohne Hose fühlt, sehr weit, fast schon gefährlich weit, ich habe sie mehr als einmal in die Rollen meines Schreibtischstuhls gewickelt, ziemlich gemustert), wobei ich mir nicht sicher bin, ob "Oh, das Sünneli heut im Paradiesvogeloutfit" jetzt NUR nett gemeint war. Aber mei.


Ich hatte ja gestern wieder meinen Coaching-Circle, das tut mir wirklich gut. Gestern hatte ich die Erkenntnis, dass ich, so sehr ich über die Endphase des Italienprojekts geschimpft habe und über meinen Oberchef gelacht habe, der mich gefragt hat, ob ich jetzt in ein tiefes Loch fallen würde, so sehr fehlt mir das .... Feuerlöschen? und unser Coach meinte so schön "Es ist so, dass jeder seine Pace beim Arbeiten hat und dieses "Entschleunigen ist das Allheilmittel" ist halt Quatsch, weil jedem dann am besten geht, wenn er in seiner Pace arbeiten kann. Sieht aus, als ware das bei Dir Highspeed".
Das (und noch so einiges aus dem Vormittag) im Hinterkopf habe ich mich dann dran gemacht, Sachen, die natürlich nicht so ultraultradringend sind, wie das ganze Italienzeugs halt auch mal mit Highspeed in Angriff zu nehmen. Und was soll ich sagen? Auf einmal geht es dann zackizacki weiter und könnte sein, dass ich demnächst ein paar Entscheidungen treffen musskanndarf, die meinen Job die nächsten Monate zumindest ganz schön verändern werden.
Abends dann zwei Stunden Vertragsgefiesel mit Kollegen aus Kalifornien. Das war einerseits schon sehr spannend, andererseits war ich so durch von einem ganzen Tag schon gearbeitet haben, dass ich vermutlich mehr ich selber war als sonst in ersten Meetings mit ganz fremden Menschen, ich musste irgendwann über mich selber lachen, weil ich trotz auser Webcam so gestikulierte und fuchtelte und gesichtskasperte, als würde ich vor Publikum (oder den Italienern) etwas demonstrieren. Nun ja.


Was trotz allem noch in den Tag gepasst hat, war: Schwatzen mit den Jungs. Q. muss für den Geschichtsunterricht das historische Porträt eines Gebäudes der Gegend erstellen und hat sich dafür nicht, wie man meinen könnte, die römischen Bäder oder das Ampitheater hier im Dorf ausgesucht, nein, den Riesenhochhauskomplex aus den 70ern, der ungefähr ein Drittel der Dorfbewohner beherbergt. Er hat sich schon einiges rausgesucht und heute per Telefon einen Interviewtermin mit dem Gemeindeschreiber vereinbart. Mir kam heute dann noch die Idee, im Firmenarchiv bei uns nachzufragen, weil das Ganze ja im weiteren Sinne im Auftrag meines Arbeitgebers gebaut wurde. Was soll ich sagen? Binnen zwei Minuten (kein Witz) hatte ich erstens einen Stapel gescannte Originaldokumente und Fotos, und zweitens, falls gewünscht, einen Recherchetermin für Q. vor Ort.
Das fand ich wirklich super! Daheim haben Q. und ich uns dann köstlich amüsiert, wie die heute ein bisschen angestaubt wirkende Betonwüste mit Farbakzenten damals als ein Highlight modernen Lebens gefeiert wurde.


So, jetzt noch zum Ausgleich ein bisschen Körper anstrengen statt den ganzen Tag nur das Hirn und die Fuchtelmuskeln!

Stressleveldurchschnitt gestern: 38
Selbstbeweihräucherung: Hintern hochgekriegt und einfach gemacht.

Dienstag, September 11, 2018

Es wäre so schön

Unser Fahrkartenautomatenausflug gestern war dann doch etwas frustrierender als gedacht, aber lassen Sie mich erklären:
Der ÖV (S-Bahn, Bus, Tram) hier in der Gegend wird vom "Tarifverbund Nordwestschweiz" geregelt. Man kann entweder für jede Fahrt einzeln zahlen oder 6er Stempelkarten für verschiedene Zonenanzahlen kaufen (für MVV-geschulte Menschen erst eine Umgewöhnung, weil man nicht einfach mehr Streifen stempeln kann, wenn man mehr als eine Zone fährt, sondern einen bunten Strauss an Mehrfachkarten braucht) oder halt ein "Umweltschutzabo", kurz U-Abo, lösen. So weit, so jeder Verkehrsverbund. Für das U-Abo gibt es dann noch verschiedene Vergünstigungen, je nachdem, ob man im Tarifgebiet wohnt, das vom Arbeitgeber gezahlt bekommt, Jugendlicher oder alt ist, man kennt das.
Ich habe schon lang keines mehr, weil ich ja meist mit dem Arbeitsshuttle fahre und sich ein Abo dann nicht rentieren würde. Die Mehrfachstempelkarten kan man dann übrigens ganz einfach in einer App kaufen und abstempeln, das macht sogar dasselbe Geräusch wie der Fahrkartenautomat.


Q. ist ja seit einem Monat Buskind, d.h. er ist jetzt stolzer Besitzer eines Junged-U-Abos. Dafür hat er eine Abokarte mit Foto und braucht für jeden Monat ein ausgedrucktes Ticket. Das finde ich ja schon ziemlich unpraktisch, weil das sind schon zwei kleine Fitzel, die verloren gehen können und die nur in Kombination gelten. Es müsste doch möglich sein, eine mit einem Mobilgerät lesbare Karte zu machen, die man aufladen kann.
Nun ja.
Ich habe vorher erwähnt: Q. ist seit einem Monat Buskind, genauer gesagt, seit 29 Tagen, d.h. das nächste Monatsticket ist fällg. Beim Ausstellen wurde extra noch darauf hingewiesen, wie einfach das alles sei, einfach Karte an den Ticketautomat halten, Geltungszeitraum auswählen, zahlen, fertig.
Ich bin also am Sonntag gutter Dinge zum Ticketautomat bei uns ums Eck gegangen, habe die Karte davor gehalten, den Geltungszeitraum eingegeben, meine EC-Karte in den Kartenleser gesteckt, "Kartenfehler", fertig.
Es funktionierte auch keine andere EC-Karte und unerwarteterweise hatte ich keine 53CHF in Münzen dabei, weil Geldscheine nimmt der Automat natürlich nicht.
Nun ja, kann ja mal sein, dass der Kartenleser kaputt ist, das wird bestimmt am nächsten Werktag repariert. Dachte ich.
Wie Sie ja gestern gelesen haben: nein, wird es nicht. Und ich hatte immer noch keine 53CHF in Münzen dabei.
Man könnte jetzt natürlich sagen: kein Problem, gehen Sie halt zum nächsten Ticketautomaten.
Deshalb sind wir gestern abend um halb 11 noch zum Bahnhof ins Dorf gefahren und wollten am Automat auf dem Bahnsteig ein Abo lösen. Das geht dort auch, allerdings nur, wenn man nicht die Karte des TNW, sondern den Swisspass der SBB hat. Haben wir halt nicht, haben wir halt kein Abo gekauft.
Hm. Unser Dorf hat einen Bahnhof und drei Bushaltestellen, aber halt nur eine mit Ticketautomat und der hatte langanhaltenden Schluckauf.
Die nächsten Automaten sind im Nachbardorf, natürlich auch da, wo Q. in die Schule geht, man könnte meinen, das Kind könnte sich ja selber um sein Busticket kümmern. Ja, könnte schon, aber dazu bräuchte es eine EC-Karte (oder 53CHF in Münzen) und die hat es nicht. Also kann aktuell nur einer von uns Eltern die Karte besorgen (also: ich, nicht weil ich als Mutter das am besten kann oder halt machen muss, aber weil ich in der Stadt mit mehr als einem Ticketautomat arbeite, während der Hübsche ja im ticketautomatarmen Dorf arbeitet.)
Ich nahm heute also Q.s Abokarte an mich, packte ihm stattdessen seine Krankenkassenkarte* ein, die auch Namen und Geburtsdatum aufgedruckt hat und beruhigte ihn, weil "MAMI, ich bin in einem Monat jetzt schon fünfmal kontrolliert worden, und man muss immer beides zeigen und sie sagen, man muss einen Ausweis mit BILD drauf haben", mit "Zeig ihnen im Zweifelsfall alles, Krankenkassenkarte, Schülerausweis und wenn sie dann immer noch blöd tun, ruf mich an oder sag, sie sollen dir einen Strafzettel oder was auch immer geben, ich meld mich dann bei ihnen".
Auf dem Weg vom einen zum anderen Büro war dann immerhin schon der dritte Ticketautomat (das sind zwei mehr als es bei uns im Dorf überhaupt gibt) funktionsfähig und bereit, meine Karte zu akzeptieren.
Ich hoffe schwer, dass der Dorfautomat bald repariert ist (meine Beschwerdemail wurde an ein lokales Busunternehmen weitergeleitet. das anscheinend für genau den Automat verantwortlich ist), weil so ist das ein bisschen arg anstrengend für jeden Monat.


Stressleveldurchschnitt gestern: 41
Selbstbeweihräucherung: keinen Ticketautomaten kaputt getreten


*So zuverlässig Q. auch ist, ich habe keine Lust, auch nur das geringste Risiko einzugehen, den mühevoll mit monatelanger Vorlaufzeit für ein Heidengeld beim Konsulat beantragten Reisepass zu verlieren.

Montag, September 10, 2018

Rapüh

Heute morgen habe ich den grossen Fehler begangen, um 5:31h mit einem Zeh an ein Katzenspielzeug zu kommen, das bei Berührung zwitschert. Jon konnte gar nicht glauben, dass das nicht der Wecker sein sollte und versuchte, meine Augen aufzuschieben und mich an einem Finger aus dem Bett zu ziehen.
Irgendwann gab ich (vor dem Weckerläuten) auf und wankte mit einem sehr fröhlichen, sehr wachen Kater ins Bad Richtung Bad und Futter.
Leider ist mir immer noch schwindelig, nicht nur beim zur Seite drehen, sondern auch beim Kopf in den Nacken legen, das ging auch mit beidseitigem half Sommersault nicht weg.
Frühstück also mit flauem Magen, und direkt bei der Arbeit beim Medizinischen Dienst angerufen. Das ist eine der ganz grossartigen Zusatzleistungen meines Arbeitgebers: im Ambulatorium stehen jeden Tag Ärzte den Mitarbeitern nicht nur für Arbeitsunfälle, Arbeitsuntersuchungen etc, sondern auch für Privaterstkonsultationen zur Verfügung. Das ist schon sehr praktisch, wenn man nicht stundenlang in irgendwelchen Wartezimmern fernab vom Schlag verbringen muss, sondern auf dem Werksgelände einfach vorbei gehen kann.
Fazit war: ich habe einen total niedrigen Blutdruck und muss darauf achten, genug zu essen und zu trinken, das hat aber nix mit dem Schwindel zu tun. Vorführen liess sich übrigens nix, aber anhand der Beschreibungen und einiger Tests wurde die Diagnose "Gutartiger Lagerungsschwindel" bestätigt, mit Epley und Konsorten mache ich schon das richtige und weil es diesmal so lang geht, bekam ich noch ein Medikament gegen das Schwindelgefühl. Nebenwirkung: es... maacht .........uunglaaaaaaaaaaauuuublich.......................müüüüüüüüüüüüüüüde.
Ich war heute ein guter Kunde an der Kaffeemaschine und habe die Mitagessenverabredung am anderen Standort für einen strammen 4km Fussweg zum Wachwerden genutzt.
Man muss allerdings auch anerkennen: schwindlig wurde mir nicht mehr (allerdings ist das bei der Arbeit so eine Sache, da liege ich selten horizontal und drehe mich von der einen auf die andere Seite).


Ansonsten war der Montag wie immer sehr lang (sogar noch länger als sonst, weil L. beim Umziehen länger gebraucht hat und wir deshalb den Bus nach oben verpasst haben und laufen musste, was natürlich noch länger ging, dann hatte Q. beim Warten an der Bushaltestelle die Geduld verloren, und musste erst wieder hergeholt werden, weil wir doch seine neue Monatskarte brauchen. Dann war der Kartenleser des Automaten immer noch kaputt und das, lieber TNW, könnte man viel besser lösen, wenn man die Tickets einfach über eine App aufladen könnte, oder von mir aus daheim ausdrucken, aber NUR EC-Karte oder Münzen (ich habe NIE 53CHF in Münzen dabei. Und traue mich zu sagen: das hat NIEMAND) und NUR mit der Karte, die das Kind, das keine EC-Karte hat und keine 53CHF in bar, aber immer dabei haben muss.. das ist doch ein bisschen doof. Muss ich halt heute nacht, wenn der Hübsche vom Sport zurückkommt, nochmal im Pyjama zum Bahnhof runterfahren und mein Glück da probieren. Anyway, wir waren erst nach sieben zu Hause) und auch ein bisschen doof, weil ich eine nicht so tolle Nachricht bekommen habe und auch wenn ich das schon halb geahnt habe und lustigerweise beim Mittagessen heute Alternativstrategien diskutiert habe, stinkt es mir doch. Ich merke doch: das abgeschlossene Italienprojekt hat eine grosse Lücke hinterlassen und ich habe Hummeln im Hintern. Nun ja.






Stressleveldurchschnitt gestern: 41
Selbstbeweihräucherung:die Arztsache nicht aufgeschoben und trotz schlechtr Laune nicht die Kinder angemotzt.

Sonntag, September 09, 2018

Homebound

Wieder zurück! Die drei Jungs habe ich auf der Heimfahrt mehr oder weniger aus dem fahrenden Auto geworfen, sie wollten nämlich auf der Grand Basel den Tesla Roadster (und andere Schmuckstücke) besichtigen, während ich ehrlich gesagt nur heim wollte.

Tesla Roadster 2020







Also habe ich daheim den "WIR DACHTEN, IHR SEID WEG FÜR IMMER!!!" Bonus bei den Katzen eingestrichen (verstärkt durch einen Weinkarton für jede Katze.)



Es ist jetzt alles verräumt, die Kinder sparen ihr Taschengeld jetzt für Schrillionen PS, ich hätte fast ein Loblied darauf gesungen, wie einfach es ist, das U-Abo für den nächsten Monat zu kaufen, aber dann war der Automat doch kaputt, wir haben das klassische Essen für "es muss lecker und echt schnell sein" gegessen, die Waschmaschine läuft und der Drohnenlüfter auch. Das ist eine Erwähnung wert, weil der Hübsche ja gestern trotz Kazillionen Abstandssensoren eine Bruchlandung in der Dachrinne der 93jährigen Nachbarin von Frau Mutti hingelegt hat, die eine Rettung mit dem Apfelpflücker und ein ausführliches Gespräch über die Reha eben jener Nachbarin erforderlich machte, und zack. danach ging der Lüfter nicht mehr und dann war es schon ein bisschen doof, dass wir keine 3 estnischen Ersatzdrohnen hatten. Aber: es geht wieder.

Stressleveldurchschnitt gestern: 28
Selbstbeweihräucherung: skurrilste Beschäftigung während Supercharging: Musterhausausstellung angeschaut. Wir hatten sehr viel Spass!


Während wir ein wunderschönes Wochenende bei Freunden verbracht haben, musste jemand in Irland Abschied nehmen für immer. Und auch wenn wir uns nie getroffen haben, macht mich das sehr traurig. Mein liebes Fräulein, ich wünsche Ihnen alle Kraft der Welt.



Samstag, September 08, 2018

Schwarmintelligenz

Ich kann nicht, wenn man mir zuschaut... und deswegen muss ich ein bisschen warten, bis Frau Mutti abgelenkt ist....


Ausserdem will ich halt voll wenig verpassen, bald darf ich nämlich Käse reiben, das möchte ich auf gar keinen Fall verpassen.

Ansonsten: alles voll super, wir haben die Bienen im Exil besucht. Die Kinder waren neugierig nervös, aber können das sehr gut tragen, finde ich.





Der Hübsche hat ein paar Wimmelbilder aufgenommen, auf denen dann die Königin gesucht wurde.

Kein Niersteinbesuch ist übrigens komplett ohne Apothekenbesuch. Diesmal aber nicht wegen etwaiger Nachwirkungen von übermässigem Alkoholgenuss, sondern wegen Schnupfenhalswehkopfwehtralalala von Q.. Haben wir also eine zweite Schachtel Nurofendragees, die in der Schweiz nicht zugelassen sind, aber schon sehr praktisch für Kinder, die ein gewisses Alter überschritten haben und deshalb echt sportliche Mengen Sirup nehmen müssten (oder halt Tabletten, aber 400mg sind noch ein bisschen viel, 200mg haben wir nicht standardmässig daheim und, kleiner Exkurs: auch wenn 400mg-Ibuprofentabletten (oder auch irgendwelche anderen) manchmal eine Bruchrille haben, heisst das nicht, dass man sie für Dosisverringerung munter teilen darf. Falls es nicht dezidiert auf der Packungsbeilage angegeben ist, ist das Teilen nur dafür gedacht, wenn jemand Mühe mit dem Schlucken ganzer Tabletten hat, der Wirkstoffgehalt ist von Herstellerseite nur für die gesamte Tablette validiert und garantiert, nicht für Teilstücke. Bevor ich jetzt aber anfange, über Homogenitätsstudien auf Granulatebene zu schwadronieren, und da drüber das Käsereiben verpasse, das gerade angekündigt wurde, nur kurz: Ibuprofentabletten einfach nicht teilen.), ein neues Fieberthermometer, Nasentropfen und eine Packung Schweizer Hustenbonbons und das zu einem Preis, da hätten wir in der Schweiz vermutlich nicht mal das Thermometer für bekommen,

Behind the scenes für den ersten Take


Frau Mutti hat in der Zwischenzeit das Wanderspiegelbild gemacht und die Drohne ist in der Dachrinne der Nachbarn gelandet, ich muss aufhören, es gibt Käse zu reiben.

Stressleveldurchschnitt gestern: 24
Selbstbeweihräucherung: nur eine niedrige zweistellige Anzahl Mal gefragt, wann ich jetzt Käse reiben kann.

Freitag, September 07, 2018

Hoch die Hände, Autobahn!

Es war schon die richtige Entscheidung, gestern abend halt leger statt legendär zu speisen, dann früh ins Bett zu gehen und zack, bin ich wie neu. Ein bisschen Kopfschmerzen, wie wenn wir doch legendär Essen (und Trinken) gewesen wären, aber nix dreht sich mehr.
Dementsprechend sind wir auch bereit für die Autobahn gen Norden in Richtung Federweisser und Zwiebelkuchen (speaking of Kopfweh), d.h. WIR schon, Q. noch nicht. An der neuen Schule ist nämlich "fertig luschtig" mit Freitag nachmittag frei und so Sperenzchen, normal ist Unterricht bis viertel nach vier, heute nicht, aber Sporttag bis genauso lang und dann noch "Nicht obligatorisches Zuschauen beim Lehrerschülerfussballturnier".
Also werden wir 16:15h mit einem Sack frischer Klamotten und gepacktem Auto am Sportplatz stehen und dann halt erst losfahren. Freitag Feierabend auf der A5. What could possibly go wrong?


Ansonsten haben wir seit gestern abend ein Loch im Vorgarten, es ist nämlich lustiges Bäumchen-Wechsel-Dich in der Reihenhaussiedlung angesagt. Sie kennen diese Schiebespiele noch, wo ein Teil fehlt und man das total verwurschtelte Bild wieder hinbekommen muss? Unser Vorgarten ist das Teil, das fehlt, der grosse Fliederbusch war nämlich sehr marode und ein beherzter Griff brachte ihn zum Umstürzen. Lieber jetzt als ungeplant mit jemand drunter. Also: es werden jetzt, ausgelöst durch eine Gartenneugestaltung ein paar Gärten weiter  einige Bäume quer durch die Siedlung getauscht und einer wird in unserem Loch enden. (Vielleicht aber auch ein Heffalump.)


Zusammenhanglose Nebenstory:


Angestossen von einem Tweet zum Thema Ritalin, zu dem ich mangels Ahnung gar nix schreiben möchte, ausser dass mich der einseitig polarisierende, "verpeilt" romantisch verklärende Ton echt aufregt (und noch viel mehr daran, aber ich wollte ja nix schreiben), musste ich drüber nachdenken, (Sie müssen nicht ganz folgen können, warum ich dadurch da drauf kam), dass bei mir Diskussionen mit Eltern, deren Kinder .... nicht erzogen, unerzogen, wild, frei, Pippi statt Annika, Kackbratzen, suchen Sie sich aus, was Sie wollen, sind, häufig so verlaufen:


"Mein Kind schnitzt seine Initialen in unseren neuen Esstisch und schmiert das mit Ketchup veganer Rohschkolade in Mandelmilch voll. Es ist da voll in seinem Element und auch wenn ich das nicht sooooo toll finde, ich kann es nicht dran hinder, wie macht ihr denn das?"
"Oh, wow, bei uns wäre es beim ersten Schnitzer in den Tisch schon vorbei, geschweige denn noch Essen reinschmieren"
"Ja, aber wie macht ihr denn das? Ich kann das Kind doch nicht mit Kabelbindern an den Stuhl fesseln, ihm die Finger mit Sekundenkleber zusammenkleben und nur so viel Spielraum lassen, dass er vom Teller zum Mund kommt, und mit der neunschwänzigen Katze bei jeder Verfehlung eins über die Finger geben"
"..."


Das Beispiel ist natürlich ausgedachter Quatsch, aber das Prinzip ist wirklich oft so: als einzige Art der "Erziehung" werden drakonische unmenschliche Strafmassnahmen gesehen (kein Wunder, dass der unsägliche Satz "Erziehung ist Gewalt" da so gefeiert wird. Ja, wenn ihr DAS unter Erziehung versteht, bin ich ganz bei Euch.), und die logische Schlussfolgerung scheint "tja, dann verkratzt es halt das Auto der Nachbarn mit einem Stein, lieber das, als ich schlage mein Kind."
Ich finde es wirklich erschreckend, dass da anscheinend jedes Mittelmass in der Vorstellung fehlt (oder überhaupt Mass und Ziel, als einzige Alternative zu "Herr der Fliegen"-wilden Kindern, die marodierend durch Wohnungen und Gärten ziehen, scheinen künstlich ruhiggestellte Roboterkinder zu sein), einfach mal ein bisschen NORMAL scheint in diesen Köpfen nicht vorzukommen.


Anyway, hat jetzt nix mit nix zu tun und keinen konkreten Auslöser ausser meinen Ritalin-Gedankenschwenker, und dass alles schon fertig gepackt ist und wir nur noch drauf warten, dass Q. gesiegerehrt wird.


Stressleveldurchschnitt gestern: 29
Selbstbeweihräucherung: mit mir im Reinen.

Donnerstag, September 06, 2018

15 Jahre

15 Jahre sind der Hübsche und ich heute verheiratet. Das ist sehr, sehr grossartig, ich hätte mir nie träumen lassen (naja, "nie" klingt jetzt vor den 15 Jahren verheiratet und den 21 Jahren Paarsein langsam ein bisschen realitätsfremd), dass dieser eine Mensch, der mein bester Freund, mein Liebster, mein ehrlichster Kritiker, mein Seelenverwandter ist, tatsächlich existiert. Aber: tut er.


Ich bin jeden einzelnen Tag froh, dass wir uns haben, dass wir die Kinder haben und dass alles so ist wie es ist.
Auch, wenn es heute nicht ganz so toll ist, wie es sein könnte, weil erstens ist der Hübsche seit ein paar Wochen nicht so fit wie auch schon, und zweitens habe ich, nachdem ich gestern ja drüber schrieb, heute morgen nach schon wieder so Geschwindel nach Anziehen und Schminken und zur Arbeit fertig machen, ein Epleymanöver gemacht, was dazu führte, dass ich total wegknickte, mir auf deutsch gesagt, die Seele aus dem Leib kotzte, und echt wacklig die Treppe zum Frühstück runterstakste. Während ich meine Arbeitstasche mit Spucktüte für den Bus, Zahnpasta, Zahnbürste und was man halt sonst so für zu erwartende Dauerspuckerei braucht, bestückte, nahm der Hübsche mich in den Arm und meinte: "Du gehst jetzt nicht ernsthaft arbeiten?" Und ja, auch wenn ich gross und erwachsen und eigentlich nicht ganz doof bin, brauche ich scheints manchmal jemanden, der mir das Offensichtliche sagt. Wie "Wenn du nicht grade stehen kannst, bei drei Schritten umkippst und jeder Bissen postwendend zurückkommt, ist es kein Tag zum Arbeiten". Und leider auch keiner, um das Jubiläum mit einem wunderbaren Essen mit Weinbegleitung zu feiern. Also hat der Hübsche die Reservierung gecancelt, ich habe komatös auf dem Sofa zwei Stunden geschlafen und dann in Minihäppchen das runtergezwungen, was die Katzen von meinem Marmeladenbrot übergelassen haben und bis auf mörderisches Kopfweh und einen sich innen wund anfühlenden Kopf gehts wieder einigermassen.
Nachmittags habe ich dann statt Epley erstmals den "Half Somersault" ausprobiert. Ich habe immerhin nicht direkt danach gespuckt, man wird ja genügsam.
Am Montag mache ich einen Termin beim Werksarzt, ich würde jetzt doch gerne wissen, ob das immer noch harmlos ist und ob sich in den letzten 20 Jahren an der Behandlungsempfehlung vielleicht doch was geändert hat.
Toll ist anders, aber zum Lächeln für die obligatorischen alljährlichen Fotos hat es gereicht.

Jon und Sansa wissen noch nicht, wie's läuft

Hier noch das vom Hübschen fertig retuschierte aus drei Bildern zusammengebaute offizielle Bild.

Und als Treppenwitz hat heute mittag noch der Pöstler geläutet und mir das Paket, das mich gestern so viel Nerven gekostet hat (besonders nach der letzten Antwort des customer service: "Ja, isses halt in Deutschland. Und?" gestern abend war ich so angepisst), in die Hand gedrückt hat. WARUM DENN NICHT GLEICH SO UND SIND DENN ALLE TRACKINGSYSTEME BETRUNKEN?


Stressleveldurchschnitt gestern 36
Selbstbeweihräucherung: nur kurz vor Wut und Unwohlsein geweint.

Mittwoch, September 05, 2018

#WMDEDGT 09/18





You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?"
 
Mittlerweile wissen ja alle, wie es läuft, oder? Wir schreiben heute alle auf, was wir heute den ganzen Tag so machen und abends verlinken wir uns hier durch Klick auf die Schaltfläche, die sich abends freischaltet, und zack: man kann bei den anderen schauen, was da so los war. (Und: WMDEDGT? heisst: "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?" und hat vor über fünf Jahren seinen Anfang genommen in einer Tagbuchblog-Woche und seit April 2013, also seit ganz schön lang gibt es das jeden Monat am 5. und es ist KEINE BLOGPARADE!)
 


Allgemeines:
  • WMDEDGT hat seinen Anfang im Tagebuchbloggen gemacht und ich möchte, dass es auch so bleibt. Ich behalte mir deshalb vor, Links auf Posts, die halt heute geschrieben wurden, aber keine Tagebuchblogsposts sind, von der Liste zu löschen.
  • Die Linkliste schaltet sich um 18:00h frei, und zwar wirklich automatisch. Da kann jeder, seinen Link selber eintragen, indem er auf dieses Feld (das ab 18:00h hier ganz unten dann erscheint) klickt:
  • In meinen Augen ist es einerseits eine Frage der Höflichkeit, im verlinkten Blogpost auf die Aktion zu verweisen, sei es durch einen Link oder den Hashtag (am gescheitesten halt schon mit Link), und zwar nicht, weil ich da dann so unglaublich viele Klicks und Besucher hierher locke, das ist mir ja ehrlich gesagt wurscht), sondern, weil: andererseits das Ganze ja als Gemeinschaftsaktion entstanden und gedacht ist und das funktioniert halt nur, wenn man die anderen #wmdedgt-ler auch finden kann und das klappt nun mal mit einem Link auf den hiesigen Post.
  • Ich behalte mir vor, alle Posts, in denen Werbung gemacht wird für was auch immer, aus der Liste zu löschen. Und das gilt auch dann, wenn Sie einen Link auf dieses Blog warum auch immer als Werbung kennzeichnen (und jajaja, ich weiss, dass Sie glauben, dass das deutsche Rechtssprechung wäre: ABER: Hier wird kein Geld verdient, ich gewinne NICHTS dadurch, dass Sie hierher verlinken, also, dieses Kasperltheater mache ich nicht mit.)
  • Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Inlinkz damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, tragen Sie sich halt nicht ein.



So, jetzt aber: "Was mache ich denn eigentlich den ganzen Tag?"

Mittwoch ist Frühaufstehtag, d.h. der Wecker klingelt um viertel vor sechs. Ich bin schon länger wach und rolle mich so hin und her (im Moment habe ich wieder das Gefühl dass der Lagerungsschwindel nur darauf lauert, zuzuschlagen, und bilde mir ein, dass das eher nicht passiert, wenn ich mich mit offenen Augen im Bett umdrehe. Ich starre also viel in der Dunkelheit herum und horche in mich hinein).

Morgentoilette mit Katzenbegleitung. Das Katzenmädchen hat sich L.s Bett (und überhaupt L.) als Lieblingsort ausgesucht, je nachdem, wie tief sie schläft, muss Jon sie erst raufmaunzen.
Frühstück mit Q., der gespannt ist, weil er heute seinen ersten Test an der neuen Schule (Französisch, gestern geschrieben) zurück bekommen soll.
Gemeinsamer Weg zum Bus, ich trage Sandalen und habe kalte Füsse. Gestern habe ich den ganzen Tag geschwitzt, wie man es macht, scheint es falsch zur Zeit.
Arbeit: ca 10-11 Monate Fakten und Dokument und Details jagen zahlen sich aus und ich kann einen 150% wasserdichten Bericht endlich abschliessen. Ich arbeite an einem nicht produktbezogenen Projekt und hadere noch ein bisschen damit, dass ich diese Idee (meine :-)) eigentlich am liebsten allein ausgearbeitet hätte und jetzt ist das Ganze ein Riesenteam mit Charter und Stakeholdermanagement und ... naja, soooo wollte ich das eigentlich nicht. Alle anderen aber irgendwie auch nicht und wenn wir uns alle zusammenreissen, dann kriegen wird das doch hin, bevor es total eskaliert. Zwischendrin bin ich froh um einen Hangouthilferuf zur Koordination zweier Produkte in Irland (I-Länder sind meine :-)), weil ich da schnell helfen kann und es mir durchaus gut tut, zu sehen, dass es Bereiche gibt, in denen ich mich im Schlaf gut auskenne.

Mittagessen mit meiner kleinen Schwester (Sojabällchen sweet&sour mit Reis und Glasnudelsalat. Bei dem wurde extra erwähnt, dass er wegen Fischsauce nicht vegetarisch ist, das war für mich allerdings deutlich weniger schlimm, als dass er halt einfach scheusslich geschmeckt hat). Ich habe ihr ein Glas von der Mirabellenmarmelade versprochen, noch in der Essensschlange in die Hand gedrückt und mich die ganze restliche halbe Stunde gewundert, dass sie ein Glas Marmelade mit sich rumschleppt.

Nachmittags: Anruf von Q., er hat eine 5 im Französischtest und ist zu recht stolz drauf. Telefonieren ist mit ihm allerdings wie immer schwer, so viel und gern er auch sonst redet, am Telefon ist er ultrakurz angebunden und hört nullkommanull drauf, ob der am anderen Ende auch etwas sagen möchte. Oder das auch tut. Ich habe kurz überlegt, ob das daher kommt, dass er Generation Sprachnachricht ist, wo man einfach alles rausbabbelt, und überhaupt keine direkte Reaktion erwartet. Es ist aber so, dass Telefonate mit anderen Menschen aus anderen Generationen genauso ablaufen und entweder liegt es an mir und meiner Stimmlage, dass man mich einfach nicht hört, oder ich verstehe das Prinzip Gespräch falsch oder es ist den anderen Leuten einfach egal, was ich sage.
Anyway: super Franz-Note.


Abends (bzw wie wir Businesskasper sagen: "In the global hours") hatte ich dann noch eine TC mit San Francisco, könnte sein, dass das Projekt, das jetzt eh schon grösser als geplant wurde, noch grosser wird und tja nun, ich wollte da eh schon immer mal hin. Auch wenn es kein I-Land ist.


Deswegen ging es ein bisschen später als sonst heim, aber die Kinder sind ja gross und wissen, wer wann wie wo zum Training muss und wann die Katzen Futter brauchen.



Ansonsten: man könnte meinen, es ist schon Weihnachten, bei den Paketdramen, die sich hier abspielen. Aktuell jage ich ein Paket von Colourpop. Ich bin ein ganz grosser Fan ihrer Produkte (der Concealer und die Supernova Shades sind Mist, aber sonst: grossartig!), bisher hat der Versand auch immer super geklappt, aber aktuell ist der Wurm drin. Diese (etwas emotionale) Mail fasst den Status ganz gut zusammen:



Dear Supporttüpp,
thanks for coming back.
Unfortunately your answer doesn't help me at all. Please let me explain why:
You are right, the tracking says, it has been delivered. IN GERMANY. I live in Switzerland, that is a totally different country.
Nevertheless I went to my local post office and asked for the package. The do not have it. (nor surprise so far, being in Switzerland)
I called the service hotline of the Swiss postal services. They checked and the parcel has never even entered Switzerland (when entering Switzerland the US tracking number is converted into a Swiss number. This never happened.)
I also tried to contact the US postal service to find out where they delivered it to, but for shipments to outside the US they won't deal with the recipient, but only the sender, which is you.

So: telling me over and over, that the package has been delivered and I should go to my local office, does not help, because: IT IS NOT HERE, NOT AT MY LOCAL OFFICE, NOT EVEN IN THE RIGHT COUNTRY. The package is maybe somewhere in a 80 million people foreign country with no possibility for me to find out WHERE.

So I hope you understand my deep disappointment in both the shipment to the wrong place and you handling it in the way you do.

I would love to clarify the whole issue without going via Paypal, but for this I need some effort from your end.
So please, please, please, find out WHERE my parcel went and how I am supposed to get it. Or refund my money and we call it a day.
I am sure this is doable by end of this week.
best regards



In der Zwischenzeit habe ich dann via 35mal bei der DHL-Hotline anrufen, weiterverbunden werden, aus der Leitung fliegen etc. jemand echt Netten erwischt, der rausgefunden hat, dass als Auslieferungsort das Binnenzollamt Taucha angegeben ist, incl Telefonnummer. Ich habe also dort angerufen, eine etwas fassungslose Dame am Telefon gehabt, die dachte, ich verarsche sie, sich dann aber doch auf die Suche nach der Trackingnummer gemacht hat, nichts gefunden hat, mich an das Zollamt Radefeld verwiesen hat und dort insbesondere die Poststelle. Nachdem ich schwer geseufzt und mich für meine schlechte Launge entschuldigt habe, weil sie ja für mich schon ungefähr die 18. Person ist, der ich diese Geschichte erzähle, hat sie gelacht und gemeint, es gäbe noch viel schlimmere Varianten von schlecht gelaunt und ich wäre sehr lustig schlecht gelaunt. Und als Tipp, die Leute im Zollamt wären manchmal sehr gestresst.
Das im Hinterkopf habe ich meine Geschichte dort sehr schnell erzählt, ungläubiges Lachen geerntet, dann aber wurde die Trackingnummer im System irgendwie gefunden, aber ohne Namen und Adresse oder irgendwas und die Zollfrau ist tatsächlich physisch suchen gegangen, aber das Paket ist auch nicht in Radefeld. Jetzt ist es mir auch wurscht, entweder schicken sie mir Ersatz oder ich hole mir auf die hässliche Art das Geld zurück. (Grosse Freude über den Nebenschauplatz Internet: ich habe ja, während die Zollfrau durch das Lager suchte, überlegt, wie ich denn das Paket aus Taucha, Radefeld, wo auch immer, hier her bekommen könnte, weil bei aller Freundlichkeit der Zollleute: ich würde auch nix auf eigene (oder Zollradefeld)-Rechnung in die Schweiz weiterschicken, dachte erst an meinen Vater, der ja in Leipzig wohnt, aber kein Auto hat, und die Binnenzollämter liegen alles nur nicht zentral, und dann ist mir Frollein Polly eingefallen, und die hätte mir das Paket sogar abgeholt, wenn es den dagewesen wäre. Das hat mich bei all dem Ärger dann doch sehr gefreut. Wer weiss, es ist noch ein Päckchen unterwegs, vielleicht kommt das ja dort an).


Das zweite Päckchendrama hat sich übrigens gelöst: ich bin ja begeisterter Nutzer des Pastamakers (Affiliatelink), allerdings ist der Deckel der Rührkammer... nicht wirklich aus supergut geeignetem Material für häufige Nutzung, der Nupsi zum Verschluss ist recht schnell wackelig geworden und dann, zack, abgebrochen. Ich war erst guter Dinge, das Ding hat ja noch Garantie, also habe ich via Amazon die Nummer des Philips-Kundenservice rausgefunden, sehr nett (und LANG) mit einem Mitarbeiter telefoniert, wir haben alle Details (Gerätenummer, welches Teil, Rechnungsnummer, Rechnungsdatum, via Amazon bestellt, Oh, Sie wohnen in der Schweiz? Das muss ich kurz abklären.... sind Sie noch da? Ja, wir schicken Ihnen das via unsere Schweizer Ersatzteilwerkstatt) abgeklärt, mir wurde zugesagt, ich würde eine Email bekommen mit der Möglichkeit ein Bild des defekten Teils hochzuladen, und binnen wenigen Tagen sollte das erledigt sein, weil das darf ja nun nicht passieren.
Aus Gründen bin ich ja immer skeptisch, wenn ich jemand am Telefon meine Emailadresse buchstabieren muss, weil kaum einer glauben kann, dass dieser Wust an Konsonanten so gehört, dann noch irgendwas reinbastelt und zack, kommt die Mail nicht an. Kam sie auch nicht, also habe ich am nächsten Tag nochmal angerufen, die gesamte Story mit allen Details (Gerätenummer, welches Teil, Rechnungsnummer, Rechnungsdatum, vie Amazon bestellt, Oh, Sie wohnen in der Schweiz? Das muss ich kurz abklären.... sind Sie noch da? Ja, wir schicken Ihnen das via unsere Schweizer Ersatzteilwerkstatt) noch mal erzählt, ging genauso lang und die Antwort war dieselbe: Email kommt, dann Bild hochladen. Diesmal ging ich allerdings nicht aus der Leitung, bis die Email da war, ich Fuchs.
Also: Bild hochgeladen, ein paar Tage später kam eine Mail: "Vielen Dank, jetzt ist alles bei der Schweizer Ersatzteilwerkstatt bestellt, es geht 10-12 Werktage, dann haben Sie Ihren Deckel".
Tja, 10-12 Werktage kam kein Deckel, nach 15 Werktagen habe ich per Email nachgefragt und als Antwort bekommen: "Vielen Dank, jetzt ist alles bei der Schweizer Ersatzteilwerkstatt bestellt, es geht 10-12 Werktage, dann haben Sie Ihren Deckel".
Auf war gelinde gesagt skeptisch, aber nach nur 2 Werktagen bekam der Hübsche, der mit dem Ganzen ja nun absolut gar nichts zu tun hatte, an seine (nein, wir haben keinen Pärchenaccount) Mailadresse eine Bestell- und dann auch noch Versandbestätigung für den Deckel. Und heute dann, nach nur 3 Werktagen... den Deckel. Ich finde das alles mittelprofessionell, aber das Gute ist: der Deckel ist hier, nicht in Taucha oder Radefeld und ich kann diese Irritation mit einer grossen Portion frischer Pasta besänftigen :-).


Ausserdem: keine Hausaufgaben mehr anschauen, keine Wäsche mehr aufhängen, keine Wäsche mehr wegsortieren, weil auch das die Jungs schon gemacht haben. Einmal Spülmaschine ausräumen und "E22" beseitigen bleibt mir noch und Znüniboxen für morgen packen, dann lege ich mich samt Buch in die Badewanne.














Dienstag, September 04, 2018

Slurp

Als mir gestern abend bei Crosstrainerstrampeln einfiel, dass am Dienstag ja immer unsere Putzhilfe kommt, habe ich das Marmeladekochen dann doch noch auf Montagabend vorgezogen.*
Ich hatte ein wenig gegoogelt, Twitter befragt und mich dann für eine sehr faule Variante der Mirabellenmarmelade entschieden: Ich habe die Früchte gewaschen, mit einem Schwapp Wasser in einen riesigen Topf gegeben, Deckel drauf, heissgemacht, immer mal wieder umgerührt und sobald die meisten Früchte geplatzt waren, mit einem Kartoffelstampfer drin gewütet, bis keine mehr ganz war.
Weil ich immer noch keine Flotte Lotte habe, habe ich die ganze Suppe durch ein Nudelsieb in einen (tarierten) zweiten Topf geschüttet, erst mit dem Kochlöffel und dann mit dem Kartoffelstampfer so lang drin rumgerührt und gequetscht, bis nahezu nur noch Schalen und Kerne im Nudelsieb waren.
Nach Bestimmung des Nettogewichts des Fruchtmuses habe ich nach Probieren noch den Saft von 2 Limetten dazugegeben, dann die korrekte Menge 3:1-Gelierzucker (und hey: machen Sie das, wie Sie das mögen. Ich mag Marmelade mit Zucker, allerdings nicht mit zu viel, 3:1 ist für mich super. Ich mag die Konsistenz von Pektin-Marmeladen, ich mag Agar-Agar überhaupt nicht, von Zuckeraustauschstoffen kriege ich Bauchweh und Flitzekacke, aber das heisst natürlich nicht, dass Sie das genaus machen müssen), unter Rühren erwärmt, dann eine kleinere Menge in einen separaten kleinen Topf gegeben, mit einem Schwapp Aperol und einem Löffel Extra-Gelierzucker versetzt und separate einkochen lassen.
Das ging natürlich schneller als die grosse Menge.
Als ich die Aperolmarmelade abgefüllt hatte, habe ich noch einen Teil rausgenommen und mit Vanille versetzt, und als die fertig war, kochte dann auch die grosse Menge endlich.


Insgesamt wurden aus den 3kg Mirabellen einmal ordentlich Bauchweh und dann 2.7kg Fruchtmus und dann 10 verschiedenst grosse Gläser Marmelade, was mich zu dem Schluss bringt, dass es ursprünglich deutlich mehr als 3 kg gewesen sein müssen.


Erster Test heute morgen des nicht mehr ganz voll gewordenen Glases (eins mit nix extra drin): sehr, sehr fein!


Sonst so: holpriger Start in den Tag, im wahrsten Sinn des Wortes, nämlich erstmal mit Vollkaracho mit dem Kopf gegen die Gaubenkante, dann auch im übertragenen Sinne, weil Q. knapp, dann mit ohne Znüni und mit ohne irgendeinem Papier aus dem Haus ist, dann noch knapper nochmal zurückkam, und Jon, der das grosse Abenteuer draussen wittert, dann zur Tür rausgewitscht ist und das Eingefangenwerden nicht witzig fand und ich mir jetzt Gedanken mache, wie das bis zu unserem geplanten "Auswilderungstermin" nach Malta denn werden soll, nun ja.


Rest: läuft.


Immerhin geschafft, die nicht ganz so hohe Schlagzahl wie auch schon bei der Arbeit (so ist das im Dreiländereck: die Sommerferienzeit ist gefühlt ewig) mit mal früher heimgehen zu kompensieren.


Stressleveldurchschnitt: 26
Selbstbeweihräucherung: Noch mal genau überprüft, ob das Telefon aufgelegt ist, bevor ich "Du blöde Kuh, wenn Du mal was von mir brauchst, erklär ich Dir auch erstmal eine halbe Stunde, wie doof Du bist, bevor ich mir überhaupt die Frage anhöre." gesagt habe.


*Und auch wenn die Kommentare immer noch aus sind (fast wirds ein bisschen fad) möchte ich das doch kurz einordnen: es geht mitnichten darum, dass wir der Putzhilfe einen Riesensaustall hinterlassen, au contraire. Es ist zB vereinbart, dass das ganze Haus gesaugt ist, wenn sie kommt und natürlich aufgeräumt, so dass sie direkt mit dem Bodenwischen loslegen kann. Bäder, Waschbecken und Küche sind natürlich nicht blitzeblank, sonst bräuchten wir ja keine Putzhilfe, aber es ist natürlich nichts prinzipiell ekliges oder ultradreckiges mehr da, das gebietet erstens der Anstand und zweitens möchten wir alle auch in den Tagen, wo keine Putzhilfe kommt, nicht in einem versifften Haus wohnen, also sind keinerlei Spuren in den WCs, Bartstoppeln, Zahnpastaflecken, etc werden direkt nach Entstehen weggewischt, genauso wird die Küche nach jedem Benutzen geputzt. Die Putzhilfe putzt dann noch einen Tacken gründlicher und alles blitzt und blinkt einfach perfekt. Und in diesem Kontext verstehen Sie hoffentlich richtig, dass ich nicht ein klebriges Marmeladeninferno hinterlassen habe, aber andererseits auch nicht etwas potentiell ultraklebriges in einer Frisch blinkenden Küche verteilen möchte.

Montag, September 03, 2018

Börps

Gestern abend mit Bauchgrummeln ins Bett (kööööönnte sein, jemand hat sich an den Tacos zum Abendessen überfressen. Aber nur ein bisschen), heute seit Wochen und Monaten zum ersten Mal nicht eine Dreiviertelstunde VOR dem Wecker (der montags eh schon um virtel vor sechs läutet), sondern halt VOM Wecker aufgewacht. Sehr angenehm, sowas!
Anscheinend war aber nicht nur ich müde, sondern auch ein kleines dreifarbiges Katzenmädchen, das nicht wie sonst mit ihrem Bruder zum Weckerldingeln angesaust kam und mich ins Bad eskortierte, um sicherzustellen, dass ich auf gar keinen Fall vergesse, dass sie beide schon mindestens 1000 Jahre nichts mehr zu essen hatten, sondern.... gar nicht. Auch nicht, als das Trockenfutter in die Schüssel rieselte und da wurde ich dann etwas nervös. Aber: als ich die angelehnte Zimmertür von L. vorsichtig aufmachte, lagen die beiden eng aneinander gekuschelt im Tiefschlaf schnorcheln da. (Sansa hat sich L. ausgesucht. Uns anderen gegenüber ist sie relativ scheu und sparsam mit der Bezeugung ihrer Zuneigung, aber L..... er setzt sich hin und sie kommt sofort und fordert Streicheleinheiten. Wenn er ins Bad geht zum Zähneputzen, hüpft sie schon in sein Bett und kuschelt sich in die weiche Sternendecke. Kein Wunder, dass sie so müde war, nachdem er die Partynacht mit den Grossen im Wohnzimmer verbracht hat!)
Kuchenfrühstück mit Q., wir sind an unseren Frühschultagen einvernehmlich schweigsam, trotz "Kein Handy am Tisch"-Regel darf ich das Internet nachlesen, er hat den Kindle vor dem Teller aufgestellt und dann irgendwann gehen wir gemeinsam Richtung Bus. Ich mag das sehr.
Arbeit: werkel, werkel, werkel, eine nette Mischung aus "Tactical, strategic und firefighting", wie ich das mag. Zwischendrin 3kg Mirabellen vom Kollegen mit dem Obstgarten geliefert bekommen, die ich offensichtlich letzte Woche geordert und dann vergessen habe. Allerdings erst ab Samstag, am Freitag habe ich nämlich noch 3:1-Gelierdings eingekauft. Mirabellenmarmelade, juhuuu! (nur das Gelierzeug muss ich gut abwiegen, weil abgesehen davon, dass durch Entschalen und Entkernen sicher ein signifikanter Gewichtsverlust zu erwarten ist, ist durch Rumstehen neben meinem Schreibtisch und echt lecker sein auch ein nicht zu vernachlässigender Schwund eingetreten und ich kann den Tag genau wie gestern beenden: mit ordentlich Bauchgrummeln.

Stresseleveldurchschnitt gestern: 35
Selbstbeweihräucherung: weniger als die Hälfte Mirabellen aufgegessen

Sonntag, September 02, 2018

Finally!

Das Stardust-Tuch, an dem ich jetzt 8 Monate lang gestrickt habe (fast jeden Abend beim Serie gucken, das ist sozusagen mein"statt Chips"-Programm), ist fertig! Kazilllionen Glitzerperlchen und mehrere Kilometer an feine Merino-Seide-Garn und ich finde es echt gelungen und bin immer wieder beeindruckt, was das Spannen ausmacht.









Das nächste Tuch ist schon auf der Nadel, im Vergleich dazu recht schlicht, aber dafür vermutlich tragbarer und ich hoffe mal schwer, dass es keine 8 Monate dauert, weil es als wärmender Herbst- und Winterbegleiter gewünscht war.


Kindergeburtstag: hahaha, das war überhaupt kein Kindergeburtstag. Bis auf L., der immer noch einfach ohne Diskussion mit dabei sein darf, waren das Jugendliche. Ich wurde zwischendrin ein wenig sentimental, getriggert durch einen von Q.s Freunden, der auf die Karte ein Bild von ihnen beiden im Kindergarten geklebt hatte, und ach, das ist alles so lange her. Den Nachbarsbub kennen wir nun seit ... über 11 Jahren, die anderen seit Q.s allererstem Kindergartentag vor 8 Jahren und aus diesen kleinen Knöpfen sind wunderbare junge Menschen geworden. (ja, sie haben sich auch nach dem Einschlafen mit Filzstiften angemalt, aber erstens ist das meines Wissens ein ganz normaler Entwicklungsschritt, zweitens war es abwaschbarer und kein Edding, drittens nicht ins Gesicht, viertens keine Bilder davon gepostet, fünftens weder das Sofa noch die Wand angemalt) Das ist ein unglaubliches Geschenk, diese Entwicklung begleiten zu dürfen.
Note to myself: auch mit einem Gast weniger wegen keine Zeit reichten ein Pancakerezept und ein Waffelrezept gerade so. Nächstes Jahr entweder Zopf dazu oder mehr Pancakes.


Den Rest des Tages: Pokerunde, kleiner Streit, um PS4-Zeit (sehr praktisch, dass meine Computerspielzeiten vorbei sind), weil alle mal wollten, Kuchen zum Friedenschliessen, Disenchantment für alle, Tacos, zweimal Französischwörter abhören, einmal Cajon-üben, Schultaschenpacken, Nägel in Herbstfarbe ("Tote-ally in love" von essie) lackieren, ab ins Bett.


Stressleveldurchschnitt gestern: 35
Selbstbeweihräucherung: vermittelt.

Samstag, September 01, 2018

Hallo September!

Der September startet hier genauso, wie sich das gehört: es wird nachts wieder richtig Frisch, untertags regnet es immer mal wieder und für nächste Woche sind goldene Septembertage mit 25Grad angesagt, was bei mir ja noch als Sommer durchginge, aber mich fragt ja keiner.
Wir sind recht gut im neuen Alltag angekommen und der Kalender für September ist voll!
Wir
  • haben heute ungeplant das Lego-Hogwarts neu zusammengebaut, das Jon um halb sieben Uhr morgens in Tunichtgutstimmung vom Regal gefegt hat.
  • haben L. zum Wöflikantonaltag und Q. zur regulären Pfadiübung verabschiedet.
  • werden heute abend Q.s 13. Geburtstag in gewohnter Manier (beste Freunde und Freundinnen, Pizza für alle, Film, Übernachten (diesmal im Wohnzimmer, die Kinder sind zu gross für zu 6-7. in unserem Viermannzelt), Pancake- und Waffelfrühstück. Das braucht, wenn es hochkommt, zwei Stunden Vorbereitung, das ist schon eine andere Hausnummer als die Mottogeburtstage (und auch währenddessen ist das erfreulich entspannt!)
  • werden sehen, wie an Q.s neuer Schule der Sporttag gelebt wird. Sie trainieren schon fleissig Leichtathletik incl Waldlauf und es gibt Noten.
  • werden dieses Jahr schon früher zum Federkuchenfest fahren, weil dieses Jahr alles früher dran ist.
  • werden zu L.s Klassenlehrer, den wir ja schon kennen, zum ersten Elternabend gehen.
  • werden unseren 15. Hochzeitstag feiern.
  • werden den vorläufigen (haha, eigentlich ist es eher ein Milestone, aber ein echt grosser) Abschluss des Italienprojekts gross feiern. In Italien.
  • mit Q. in die neue Meisterschaftssaison beim Unihockey starten
  • mit L.s Geräteturnverein zum Jubiläumsausflug gehen.
Und wenn der September rum ist, starten hier direkt die Herbstferien!


Stressleveldurchschnitt gestern: 34
Selbstbeweihräucherung: Kindergeburtstag in 2h vorbereitet :-)


inspiriert von Frische Brise