Sonntag, Dezember 16, 2018

Tage zum Festhalten

So wie ich die eine Nacht, in der der Hübsche widerwillig schon in Ludwigshafen war (gestern beim Kollegengeburtstag einhellig festgestellt: wir sind alle untauglich für den deutschen Arbeitsmarkt. Wir sind das höfliche, freundliche, durchaus entspannte und familiäre Schweizer Arbeitsleben gewohnt und wollen es nicht missen.), Q. Stunden zum Einschlafen brauchte und L. dann eine Woche Magendarm für alle damit einläutete, dass er sich und mich nachts um zwei von oben bis unten vollkotzte und ich allein im vollgekotzten Schlafzimmer mit weinendem vollgekotzten Baby in einem vollgekotzten Pyjama und Haaren und einem interessierten Kleinkind ("Was het de Nenni usegschpuckt?") mit der Aussicht auf dringende Arbeitstermine am nächsten Tag und der viel dringlicheren Frage "Erst duschen oder erst Bett abziehen?" (Bett. Immer das Bett!) als: "Das merke ich mir, so schlimm wird es nie wieder!" abspeicherte, so speichere ich Tage wie heute als "Und dann auf einmal wurde es so" ab:
Wir haben alle drei bis neun geschlafen, im Bett Kaffee getrunken und geschwatzt, um 10 kam L. von der Übernachtung bei seinem Freund nach Hause, wir haben gemütlich gefrühstückt, gedandelt, mit den Grosseltern telefoniert, ein bisschen für die Schule geübt (Q. französisch, L. englisch, beide ohne Motzen), dann sind wir nach Basel auf den Weihnachtsmarkt incl verkaufsoffenem Sonntag gefahren (total entspannt mit dem Zug, weil Eisregen und überhaupt: verkaufsoffener Sonntag in der Stadt? Sicher nicht mit dem Auto!), es war bis auf die etwas bedrückenden, obwohl farbenfrohen Betonpoller ("City safe") sehr schön, wir konnten ohne schlechtes Gewissen schon um fünf einen Glühwein trinken, gemütlich bummeln, pubertär spontan einsetzende schlechte Laune abfedern, und durch die wunderbar beleuchtete Stadt ging es wieder heim zu einem Raclette-Gelage. Der einzige Nachteil an grossen Kindern: zwei Baumstriezel sind nicht mehr mehr als genug für die ganze Familie und so war ich ein bisschen hungrig.

Stressleveldurchschnitt gestern: 18
Selbstbeweihräucherung: mich (fast) gar nicht von der auf einmal rabenschwarzen Stimmung eines nicht näher genannten Ü10- und U15 Mitglied der Familie runterziehen lassen

Verkaufsoffener Sonntag in ganz Basel? Nein. Ein unauffälliger Autoladen hat zu und so konnten wir das Model 3 nur durch die Scheibe besichtigen

Grundvoraussetzung für einen entspannten Weihnachtsmarktbummel: mittelguter Glühwein (7CHF) in geschmackvollen Tassen

Sieht viel aus, ist aber schon aus, wenn man von "Oh, den Stiefel müssen Sie da zurückgeben, wo Sie ihn bekommen haben, der ist alt" zurückkommt.

Wer erkennt mein Beuteschema beim "nur mal kurz gucken" im Sephora? (Holla, "Goddess of  Volcano" und die Edelsteinlinie von Hudabeauty und die Weihnachtsedition von Too Faced, die schreien ganz laut meinen Namen!)


Die Globus-Weihnachtsdeko besticht dieses Jahr durch...

Understatement.


Locker aus der Hüfte, weil das Tram kam: Basel zu Weihnachten ist einfach traumhaft!

Jemand war müde.

Samstag, Dezember 15, 2018

I'm a party girl in a party wohohorld

Wenn meine Kollegen meine hochqualitativen popkulturellen Referenzen schon nicht zu würdigen wissen, dann muss halt das Blog herhalten.

Gestern abend war ich ja mit einer Freundin auf dem Tina Dico-Konzert und es war einfach grossartig. Ich muss gestehen, nach dem Supporting Act waren wir beide (und auch der Rest des Publikums) maximal irritiert, aber naja gut, entweder war sie angetüdelt oder anderweitig, ach mir fällt kein richtiges Wort ein, oder halt einfach grad mal 25, auf jeden Fall: das war nix. Aber echt einfach gar nix.

Aber: Tina Dico war einfach wundervoll, freundlich, unaufgeregt, authentisch, mitreissend, lustig, nachdenklich, einfach grossartig. Ich habe mich auch sehr gefreut, dass das Publikum ein so gutes war. Es waren lauter echte Fans, die die familiäre Atmosphäre und die Nähe genossen haben. Es ging dann alles in allem doch bis elf, und ich war dann (mit ganz viel Rennen, weil die Tram fahrlanmässig um 23:20 am Bahnhof ankommen sollte und meine S-Bahn auch um 23:20 abfahren sollte.) um viertel vor 12 daheim, dann noch Duschen, bisschen Schwatzen und ja, ich war schon ziemlich froh, dass ich mich nur einmal umdrehen musste, als der Wecker morgens um sechs läutete. Q. und der Hübsche mussten da nämlich raus, weil: Unihockeyspiel.
Das war dann noch unnötig kompliziert, der Spielort war nämlich verlegt worden, was keiner wusste, und so wanderte die Mannschaft mit allem Gedöns in aller Herrgottsfrüh durchs eiskalte Basel, dann war der Trainer der Gegner verschollen, der Schiri hatte verschlafen und verloren haben sie auch noch.
L. und ich hingegen haben ausgeschlafen, im Bett noch ein wenig Musik gehört (unter anderem die Originalaufzeichnung von "Adam's House" zum 50 Geburtstag von Prinz Frederik, das ich gestern abend eben mit Akustikgitarre und vorgestelltem Symphonieorchester gehört hatte), Frühstück geholt und sehr gemütlich in den Tag gestartet.
Heute ging es dann nämlich schon weiter mit Feiern, L. ist bei seinem besten Freund einen runden Geburtstag mit Übernachten feiern, wir waren bei meinem Lieblingskollegn zum Feiern eines runden Geburtstags (ohne Übernachten) eingeladen und Q. blieb auf eigenen Wunsch allein daheim.
(Hat er super gemacht: wir haben gemeinsam eine Pizza für ihn vorbereitet, den Ofen so programmiert, dass sie zur Wunschzeit fertig war, er hatte sich, ganz old school, einen Film aus der Schulblibliothek ausgeliehen und ist dann irgendwann ins Bett.)

Wir haben lecker gegessen, getrunken, gelacht, über erneuerbare Energien, Elektroautos, Wildschweine, Hochhäuser, multiresistente Keime, Notenschluss, Noelinis, Instrumente und Hochhausbaustellen geschwatzt und jetzt, hilft ja nix, müssen wir noch des Hübschen Gin-Kalender aufarbeiten. Ich habe einen "Cherokee Gin", laut Anleitung mit Birnenspalten, der Hübsche einen "Royal Dock Navy Strength" mit einem "Dash of Bitter" und wie der Furby sagen würde: "Kann man machen, kann man machen!"

Stressleveldurchschnitt gestern: 16
Selbstbeweihräucherung: fast in das schmale Parkfeld gepasst.

Freitag, Dezember 14, 2018

Quak

Jetzt hatte ich gestern abend schon beschlossen, dass ich vom Lookfantastic Adventskalender eher underwhelmed bin, und dann kam heute.

(Exkurs: ich finde trotzdem, er darf noch eine Runde nachlegen. Er war ganz schön teuer und bisher... naja. Es mag daran gelegen haben, dass an Tag 1 eine "Colour & Contour"-Palette drin war, die, auch wenn der Contour-Farbton für mich arg dunkel ist, echt der Hammer ist. Und danach ... kamen dann bis auf einen Augenbrauenstift eher so Pröbchen von vielleicht ganz netten Sachen, aber auch echt Quatsch. Ich meine: Selbstbräunertropfen, mit denen ich jede Art von Bodylotion oder Feuchtigkeitscreme in einen Selbstbräuner verwandeln kann? Warum sollte ich das wollen? Und eine Reisegrösse Zahnpasta? Ja, gut, die brauche ich immer wieder, aber in einem Highend-Kosmetikkalender erwarte ich keine Zahnpasta. Wie luxuriös kann Zahnpasta denn sein? Ich glaube: nicht so. Aber gut, es ist noch knapp die Hälfte an Schublädchen zu öffnen, vielleicht ändere ich meine Meinung noch. Aktuell schiele ich immer sehr wohlwollend zu Frau Rabe, die mit ihrem Baremineralskalender echt was Tolles aufgetan hat. MERKI FÜR 2019!)

Also: heute. die 15 war ein relativ kleines Fach, aber aus dem roten Seidenpapier fiel kein 13. Probepäckchen, sondern ein Lippenstift. Juhuuuuu!


Von "Lipstick Queen" hatte ich noch nie was gehört und högscht begeistert zog ich die Hülle auf und....


Joah. Dunkelgrün. In meinem Kopf nahm ein wütender Verriss Gestalt an, weil meine Güte, kein Mensch mag dunkelgrünen Lippenstift, und das hätte man sich ja denken können, bevor man so eine beknackte Farbe launcht, und jetzt das fast abgelaufenen Zeug in einen Adventskalender zu stopfen, das ist ja echt fies.

Aber gut, ich hatte heute ja Homeofficetag, wann soll man sowas probieren, wenn nicht dann.

Auf der Haut sah es schon mal nicht soooo dunkelgrün aus wie befürchtet, halt eher wie so ein verheilender blauer Fleck. Genau das, was ich im Gesicht möchte.

Und dann, als ich vor dem Garderobenspiegel todesmutig meine Lippen anmalte: tadaaaaaa, da wurde die Farbe auf einmal ein leichtes Rosa.

Der Name Frog Prince ist also durchaus mit unglaublich viel Bedacht ausgewählt (ich hätte ihn auch fast an die Wand geworfen).


Joah. Ne. Also: ich mag die Farbe wirklich gern, die Kinder waren angemessen beeindruckt und vom Dunkelgrün angewidert, aber ich frage mich ja schon, warum um alles in der Welt man so ein Produkt macht. Freiwillig kauft doch kaum einer einen dunkelgrünen Lippenstift und niemand, der mit Absicht einen dunkelgrünen Lippenstift kauft, (zB. weil man der Tannenbaum im Krippenspiel ist)  freut sich dann, wenn der gar nicht dunkelgrün ist.

Nun ja, aber für Adventskalender gebe ich zu, ist das eine nette Idee.


Sonst so: wir sind mit Narcos Mexico fertig, durchaus empfehlenswert, wenn man die anderen Staffeln mochte. Q. hat jetzt rausgefunden, dass sein halbspanischer Klassenkamerad nicht wusste, was Pendejo und Cabron (ich habs nicht so mit Akzenten) bedeuten. Bisher.
Danach waren wir dann ein bisschen unsicher, was wir als nächstes anfangen sollen zu gucken, und sind dann haben wir erstmal die "A Head Full of Dreams"-Doku angeschaut und ach, das war richtig, richtig schön! Ich hoffe sehr, dass die Aussage "Das war vermutlich das letzte Coldplay-Album" nur der übliche Post-Album-Kater war und dass da noch was kommt. Und auch nochmal Konzerte, das war so, so, so schön!

Aber heute abend geht es erstmal auf ein anderes Konzert: weil es im Internet ganz grossartige Menschen gibt, sehe und höre ich nämlich Tina Dico live in Basel und das mit auf der Gästeliste stehen.

Stressleveldurchschnitt gestern: 39
Selbstbeweihräucherung: Erledigrrl does, what Erledigrrrl does best.

Donnerstag, Dezember 13, 2018

Erklärbär

Gestern abend war es noch sehr cool, ich habe nämlich die Jungs bei der "Nice Little Things"-Aktion bei Limango Deko/Zeug für ihre Zimmer aussuchen lassen. Ich finde die meisten Sachen sehr sehr schön und auch nicht ganz so ubiquitär wie manch anderes. Lustig zu sehen, dass Q. schon total im Teenie-Schwarz-Weiss-Cool-Modus ist und L. noch sehr auf "aaaaaaaw, ist das niedlich" abfährt. Und cooles.
Und so hat jeder was gefunden, Q. eine graphische Fuchs (sein Pfadiname)-Deko und ein paar Schwarzweisse Kissen, L. eine Lampe und ein Nachttischchen. Wer das Holzschild mit dem Lama, das "No Problama!" sagt, kriegt, ist noch nicht raus, es gibt aktuell vier Anwärter.

Bei der Arbeit drei grosse Brocken erledigt, einmal den Detektivbericht abgeliefert (ein bisschen über mich selber die Augen gerollt, weil ich den Ausdruck "deep dive" verwendet habe), einmal ein Dokument, das seit zweieinhalb Jahren erstellt werden hätte müssen und zwar von jemand anderem, der sich aber genauso lang weigert und anstellt und, wie der Schweizer sagt, "blöd tut" und tja, Morgen ist die Deadline dafür (respektive, aber das ist jetzt übermässig kompliziert) für ein Dokument von mir, in dem ich auf das fehlende Dokument verweisen müsste. Oder begründen, warum es nicht da ist. Das habe ich letztes Jahr gemacht und die Auflage bekommen, dieses Jahr aber wirklich dafür zu sorgen, dass es da ist. Tja. Ist es. Ich habe es nämlich selber geschrieben. Sehr unbefriedigend, aber immerhin konnte ich das grosse Desktoppostit, auf dem ich jeden Zwischenstand notiert hatte, endlich löschen, und drittens habe ich ein ausführliches Assessment, warum ich bereit wäre, einen Lieferantenvorschlag zu akzeptieren, abgegeben. Nur um zu hören, dass sie in der Zwischenzeit das gekauft hätten, was ich ursprünglich vorgeschlagen hatte. Das ist jetzt schon das zweite Mal, dass sie einen halbscharigen Vorschlag gemacht haben, auf mein "Immer langsam reiten, gebt mir eine Woche, ich muss das genauer evaluieren, dann sage ich Euch Bescheid" mit Seufzen reagiert haben und nach einer Woche, wenn ich mit meinem Assessment, wo echt Arbeit drin steckt, komme, sagen sie: "Ach, ne, wir machen jetzt doch so wie du erst wolltest."
Mal ehrlich? Ich bin ja kein Freund von Aussitzen, aber das schreit ja geradezu danach. Weil meine ganze angelernte Expertise zu Siebmühlen und Lasersonden kann ich mir jetzt auch in die Haare schmieren.

Das Projekt steuert übrigens schon wieder ganz streng auf "Oh Gott, es ist alles sehr dringend zu" und mit den letzten zwei Jahren in den Knochen habe ich heute klargestellt, dass ich in der Weihnachtspause weder erreichbar sein werde noch die freie Zeit dazu nutzen werde, italienische Dokumente zu reviewen, die seit Wochen überfällig sind.

Sonst so: die schwedische Kollegin hat heute drei Plätzchendosen mit schwedischen und dänischen Plätzchen mitgebracht und eine davon stand an der Kaffeemaschine, neben der ich immer sitze, wenn ich nicht im Turm bin. Sehr, sehr lecker.


Ausserdem nähern wir uns endlich meiner Wohlfühltemperatur an. Ich habe allerdings schmerzlich festgesstellt, dass mir meine Skijacke ohne Skihose zu kalt am Po ist, weil sie da nicht drüber geht. Aber: sie gefällt mir immer noch sehr und ich freu mich schon auf den ersten echten Einsatz

Stressleveldurchschnitt gestern: 15
Selbstbeweihräucherung: ich kann anscheinend sehr streng schauen. Und zwar kam das so: bei uns gibt es, wie vermutlich überall, zu wenig Meetingräume. Und deshalb ist es sehr, sehr streng geregelt, dass man einen Meetingraum verlassen muss, sobald die Buchungszeit (online via Google Kalender, manchmal muss man auch an einem Touchpad, das an der Tür ist, vor Ort noch einchecken, sonst wird der Raum wieder freigegeben und wenn dann jemand spontan reserviert, fliegt man) zu Ende ist.
 Egal wer man ist. Und egal wer man ist, hat man andere Buchungen zu respektieren. Man kann natürlich kurz vor Beginn des eigenen Meetings man suchend durch die Glastüren schauen, damit die drinnen merken, dass jemand nach ihnen gebucht hat, aber das ist es auch schon. Rein kann man erst, wenn die Buchungszeit beginnt. Naja. Also, wir sassen heute da zu dritt um das Pizzaphone herum, am anderen Ende eine Kollegin im Homeoffice und ungefähr 8 Leute an verschiedenen italienischen Orten. Gebucht hatten wir den Raum bis vier. Um fünf vor vier versammelten sich ein paar Männer vor dem Raum. Um vier MInuten vor vier wurden sie unruhig. Drei Minuten vor vier riss einer die Tür auf, stellte sein Laptop auf den Tisch und machte den Mund auf. Gesagt hat er nichts, weil ich (leicht genervt, weil s. oben) hob eine Hand mit einem Zeigefinger zur Tür gerichtet, die andere Hand mit drei FIngern, weil drei Minuten und die Augenbrauen bis zu Haaransatz. Er sagte "AberichmussdieTechnikeinrichten" und als ich dann meinte: "Ja, um vier.", da trollte er sich motzend. Ich war selber ein bisschen überrascht, dass Fräulein Rottenmeier so stark in mir war, aber als aus dem Telefon kam "Oh, are you already getting kicked out of the romm?" meinte meine italienische Kollegin neben mir: "I thought so, but K. put on a very German face and they got really scared!", da musste ich dann lachen. Punkt vier sind wir raus und haben ihnen mit einem breiten Lächeln und einem "All yours" den Raum überlassen. (ich hätte ihnen ja noch erklären können, wie man "die Technik schon einrichten kann", wenn man gar nicht im Raum ist, aber ich wollte das Oberlehrerhafte nicht überstrapazieren.

Mittwoch, Dezember 12, 2018

Baby, it's cold outside*

Es ist sogar so kalt, dass ein Longsleeve, Schal, Mantel und Mütze nicht mehr reichen (naja, und Hose und Schuhe natürlich), und so ging es bis zum Mittagessen im (überheizten) Turm, is mir auch innerlich wieder warm war.
Auf einem strammen Marsch durch die Innenstadt ist mir zwar nicht warm geworden, aber ich habe die letzten Weihnachtsgeschenke besorgt und so kann sich am Freitag das obligatorische Päckchen auf den Weg in den Nordosten machen.
Der Turm ist übrigens ab einer gewissen Höhe (unter unserem Stockwerk) ordentlich vereist, aber immerhin sind dieses Jahr noch keine grosen Eisplatten nach unten gedonnert.


Bei der Arbeit viel erledigt, flink zwischen Produkten und Jobs hin und her gehüpft und aller mittelguter Stimmung und der vielen Dinge, die noch vor Weihnachten zu tun sind, zum Trotz sehr aufgeräumter Stimmung gewesen.


Alles Material für das Detektivprojekt zusammengesammelt, eigentlich wollte ich das noch zu einem ausführlichen: "Warum wir nicht Eucher Problem sind und wo ir bei Euch mal schauen solltet, weil ich als Auskenner da und da und da Zweifel habe"-Bericht zusammenfassen, aber dann wurde ich von einem Controller erwischt, der mich direkt darauf hinwies, dass er jetzt genau seinen Job machen würde und eben was kontrollieren. Naja, er wollte vor allem Sachen wissen, die nicht in meinen Bereich fallen, aber hey, so habe ich auch mal was gelernt.


Beim Heimfahren vertan mit den Busabfahrtzeiten, ich dachte, meiner führe um 40 oder 45, und war rechtzeitig um 37 da, aber Pustekuchen, er fährt um 50. Tja nun. Fährt. Er stand im Stau. Und zwar richtig lang.
Aber immerhin warm und trocken und mit W-LAN, was will man mehr.


Daheim: Mit Kindern schwatzen, Q. zum Unihockeytraining schicken, alles für die Mittwochsflammkuchen vorbereiten, crosstrainern, mit L. essen, vorlesen, Q. beim Essen Gesellschaft leisten, und dann kommt auch schon der Hübsche nach Hause.


Stressleveldurchschnitt gestern:
Selbstbeweihräucherung: Ich muss ein wenig ausholen: ich habe nämlich irgendwie verpennt, meinen Handyvertrag rechtzeitig zu verlängern und habe jetzt schon zwei mal relativ hohe Abobeträge gezählt, weil er sich halt zu "irgendwelchen" Konditionen für drei Monate verlängert hat. Das war mir halb bewusst, ich hatte auch mal die Verlängerungsoptionen online überprüft, die sahen aber echt auch nicht besser aus (die Schweizer Handytarife sind echt immer noch echt, echt teuer.) Der Hübsche hat mir heute morgen ganz stolz erzählt, was er für einen Superdeal rausgehandelt hat bei der Verlängerung von seinem Vertrag, indem er einfach dort angerufen hat und gemeint hat, dass er seinen Vertrag gern verlängern möchte, aber hallo, sicher nicht zu den Onlinekonditionen und zack, hat er einen ungefähr 50%-Rabatt bekommen. Tja. Der Hübsche arbeitet halt auch in der Marketing und Sales-Abteilung und kriegt keine Stresspusteln bei der Aussicht, mit jemand am Telefon verhandeln zu müssen. Aber gut, Vorbereitung ist alles und so bekam ich seinen Vertrag als Vorlage und habe bei der Hotline angerufen. Es war mir zwar sehr, sehr unangenehm, aber was soll ich sagen, es lief erstaunlich skurril.
"Hallo, ich habe verpennt meinen Vertrag zu verlängern und die Konditionen, die mir online angeboten werden, die sind inakzeptabel"
"Tja, da müssen Sie halt dann rechtzeitig kündigen vor Ablauf der drei Monate, die sich das jetzt verlängert hat."
"Nene, ich will nicht kündigen, ich will verlängern, aber keine Mondpreise bezahlen."
"Wieviel würden Sie denn zahlen wollen?"
"Ich habe da als Referenz den Vertrag, den beim Mann für dasselbe Paket gestern abgeschlossen hat: genau so viel."
"Oh. Oh. Das ist aber ein sehr gutes Angebot. Moment."
*Düdelü*
"Hallo, danke fürs Warten. Geht klar, das gilt dann ab heute."
"Äh. OK.? Gut. Danke."


Tja. Und fürs nächste Mal habe ich einen Termin in meinen Kalender gesetzt




* Ja, ich weiss. Liedtext, consent, tralala.

Dienstag, Dezember 11, 2018

Immer noch eins mehr als wie du

Und weil praktisch grad Weihnachten ist und ich gestern schon so gross rumgetönt habe, dass jetzt alles easy und smooth werden wird, kommt erstens noch eine Art Detektiv-Arbeit dazu, die zwar sehr viel Spass macht und spannend ist, aber halt auch.... Zeit kostet. Und noch dazu kommt ein "Ach, schau an, Frau Brüllen hat immer noch kein Windows 10 Laptop, bitte danke Termin abmachen" und dann sind natürlich nur Termine vor Weihnachten möglich. Ich denke, da bin ich so lang wie möglich ausgekommen (und nein, ich bin nun wirklich nicht technikfeindlich und change-avers, aber ich habe gesehen, wie die Kollegen, die schon umgestellt wurden (ALLE!) am Strampeln sind, mit ganz banalen Tätgkeiten wie zB Verbindung mit den Beamern/Screens in den Meetingräumen.
Also: Laptop putzen (nicht nur datenseitig, sondern auch physisch, ich habe es doch wunderbar mit Aufklebern personalisiert, weil wir alle identische haben und ich keine Lust auf Verwechslungen habe, und jetzt steht das da extra in der Email. Die Kollegen waren sehr verwundert, als ich das erwähnte, entweder habe ich Ferkel eine personalisierte bekommen oder keiner liest die Emails ganz. Bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich mit Fön, Aceton oder Ceranfeldschaber rangehe, keins scheint mir die uneingeschränkt richtige Wahl für ein Laptop zu sein) und hoffen, dass alles klappt, weil, what should go wrong, ich den letzten Termin vor Weihnachten genommen.

Sonst so: Abschlussvortrag über das Italienprojekt gehalten. Die Kollegen haben die Britney-Spears-Referenz nicht erkannt, aber sich köstlich über das gif mit der müden Disneyprinzessing amüsiert und auch schon über das Titelslide: "Das Italienprojekt aka  A series of unfortunate events. Season 2". Überhaupt glaube ich, dass ich schon gar nicht so schlecht im Vortragen bin und die meisten Dinge in eine spannende Story verpacken kann, aber das war in dem Fall gar nicht nötig, das war in der Hinsicht ein Selbstläufer.
Btw: im Januar geht es weiter und es gibt bald auf Netflix "A Series of unfortunate Events, Season 3". Wenn das mal kein Vorzeichen ist.

Abends die Saison der Team-Dinner eröffnet, das ist ja der Vorteil (oder auch Nachteil), wenn man im einer Matrixorganisation arbeitet, es gibt neben dem Department Essen noch für jedes Team ein Event, das läppert sich und für manche Produkte haben wir das jetzt in den Sommer verlegt. Essen kann man ja das gaze Jahr über. Der Hübsche hatte auch einen Abendtermin und hui, zack sind wir in der Lebensphase angelangt, in der die Kinder auch mal ganz allein daheim bleiben. Heute erstmals incl. zu zweit zu Abend essen. Ich bin gespannt, wie das geklappt hat. ein kleiner Check-in per Whatsapp zwischen Salat und Hauptgang  wurde mit "Ja, alles ok und ich bin fit für den Franztest morgen" beantwortet. Na dann.

Jetzt bin ich rechtschaffen müde....

Stressleveldurchschnitt gestern: 18
Selbstbeweihräucherung: Astreinen Vortrag gehalten, ohne gross zu üben die Zeit eingehalten und es war stimmig. Und unerwartet spontan gewesen, nämlich um 17:23 die Einladung für ein Meeting um 17:30 bekommen, rechtzeitig eingeloggt und aus dem Stegreif eine ganze Menge historisches Produktwissen geteilt


Montag, Dezember 10, 2018

Back to normal

Ich habe ja gestern abend noch Kuchen für die Kollegen gebacken, nachdem mir alle (Elefantengedächtnis und Firmen-Google+ sei Dank) schon so brav zum Geburtstag gratuliert haben und natürlich auch einfach so. Erst hatte ich nach dem Kochmarathon der letzten Tage gar nicht uuuuundendlich viel Lust da drauf und dachte: „Ach, das kann ich doch auch Montag früh machen, weil da muss ich eh ein bisschen länger daheim bleiben“, aber dann ist mir eingefallen, dass ich ja deshalb länger daheim bleiben muss, weil der Ofenmann kommt und die neue Rückabdeckung (Schwamm drüber) montiert, tja, da wäre es keine Hilfe gewesen, wenn ich da noch einen Schokokuchen reingestellt hätte. Und so habe ich eine weihnachtliche Variante des Schokoladen-Rotweinkuchens von Zuckerzimtundliebe gebacken, nämlich mit Glühwein statt normalem und mit Orangenzucker (Orangenschalenabrieb mit Zucker verrieben) auf dem Schokoladenguss. Und natürlich mit einem Faktor von 1.67 (also: umgerechnet auf 5 Eier, sonst ersäuft das in meiner Guglhupfform). Kann man durchaus essen, man schmeckt sogar den Glühteil vom -wein raus. Ich habe beim physichen Gratulierenlassen proaktiv für meine (Arbeits-)Verhältnisse sehr viel umarmt*, weil sich die gerührte Hand kernigen Händedrücken nicht gewachsen fühlt.** Das war jetzt wieder mehr als genug enger physischer Kontakt mit Menschen ausserhalb der Kernfamilie für eine ganze Zeitlang.

Überhaupt: die Hand. Ich dachte ja gestern morgen, als es schon viel besser war, dass es jetzt eigentlich rum wäre, aber in Wirklichkeit ist es wohl einfach so, dass zwar nix richtig kaputt ist (gebrochen ist da definitiv nix), aber ein bisschen halt schon. Nach einem halben Tag Tippen heute tat tat sie mir richtig weh und ich hatte dank verkrümmter Schonhaltung eine wunderbare Nackenverspannung. Für Werksarzt habe ich grad keine Zeit (und das hat nix mit Unvernunft oder sträflichem Leichtsinn zu tun, soviel Selbsteinschätzung dürfen Sie mir zutrauen, obwohl ich zugeben muss, dass der ganze Vorfall an sich nicht wirklich für meine Vernunft spricht, sondern damit, dass das dort alles sehr lang geht. Ich war einmal dort, um ein Pflaster zu holen, weil ich mir eine Blase gelaufen habe. Das ging eine gute halbe Stunde im Behandlungsraum und ich war froh, dass ich ohne Vollnarkose davon kam), stattdessen war ich auf dem Heimweg in der Bahnhofsapotheke und habe mir eine Diclofenac-Creme gekauft.
Das Gesicht des Apothekers war sehr lustig, als ich ihm auf : "Welche Stärke? Eher für Sportverletzung oder eher sehr starke chronische Schmerzen?" antwortete "Eher für Hand in den Handrührer gesteckt, also eher blöd als chronisch.". Das gilt übrigens im weiteren Sinne als Sportverletzung.

Ansonsten: mir von Q. erzählen lassen, was im Geschichtstest drankommt und mich im Innersten von Herzen über die Begeisterung beim Erzählen gefreut. Und darüber, dass er seinen Vortrag im neuen Jahr über "Entdeckungen" über die Marsbesiedelungspläne von Elon Musk machen möchte.

Mit L. nochmal das Umwelttagdiktat geübt und vorgelesen, dabei kamen beide Katzen zum Kuscheln.

Auf Twitter heute (nach Teilabstinenz übers Partywochenende?) ein wenig gefremdelt. Ein bisschen kam mir meine Timeline so vor, wie eine schon ordentlich angetüdelte Partygesellschaft, die für die, die nüchtern dazustossen, sich nicht wirklich nachvollziehbar über die abstrusesten Sachen beömmelt. (oder auch nicht beömmelt, sondern vielleicht ernst meint, und sehr kritisch, man kann das ja in so einem Fall oft nicht gut auseinanderhalten). Mhm. Ich denke ein wenig dran rum, ob ich auf die Party zurück will oder ob das ein Zeichen für "Ich bin da raus" ist. Oder ob ich nur stressbedingt dünnhäutig und ungnädig bin.


Crosstrainern, Bloggen, Handeinwickeln.

Stressleveldurchschnitt gestern: 45
Selbstbeweihräucherung: auf gutem Weg zu Inbox- und To-Do-Listen-Zero für Weihnachten


*Das ist ja so ein heikles Thema. Ich bin eigentlich kein soooo grosser Umarmer, überhaupt Anfasser im allgemeinen. Alle Begrüssungen mit mindestens einer weiblichen Beteiligten werden ja in der Schweiz (oder zumindest der Basler Gegend) fast schon standardmässig mit Wangenküsschen (immer drei, nicht zwei, und natürlich eher selten wirklich AUF die Wange, eher so in die Luft daneben, der bussibussi-geübte Münchner kennt das. Nur einmal öfter) erledigt. Wenn man aber im Produktionsumfeld arbeitet, ist ja fast alles fast rein männlich, da wird nicht umarmt und geküsst, sondern kernig Hand geschüttelt. Wenn es wirklich herzlich wird, noch mit Schulterklopfer. Auf jeden Fall aber immer alle im Raum, Grippesaison hin oder her. Und wenn man dann auf einmal eine einzelne Frau in der Gruppe hat, wird der auch Hand geschüttelt und sie möchte das meist (naja, ich zB immer) auch lieber, als zB in der Morgensitzung als einzige von ALLEN geluftküsst zu werden. Ich habe das schon in vielen Leadership-Tralalala-Trainings erklärt, wenn es um cultural differences ging. Mein Standardsatz ist da: "And if you end up with manufacturing people: don't kiss them. Dont hug them. That's not what they do."

** Meinen Oberchef habe ich nicht umarmt, aber der hat mir so behutsam die Hand gegeben, wenn ich nicht froh darum gewesen wäre, dass ich nicht jaulend zusammenbrechen muss, hätte ich mir eine Spitze nur schwer verkneifen können. Überhaupt habe ich mir (ich arbeite ja an dem Ziel "less awkward" zu werden) alles verkniffen, zB auch "Oh, did M. tell you, that I put my hand into the stirring device?", was, falls nicht, eine skurrile Reaktion auf "Happy Birthday and thanks for the cake" gewesen wäre.

Sonntag, Dezember 09, 2018

Partypeople

Huiuiuiui, das war ein tolles verlängertes Wochenende!
Ich habe lange nicht mehr so viel gelacht, geweint (meine Güte, normal weine ich nie und schon gar nicht vor Leuten). Und am Samstag gleich zweimal, einmal aus Schmerz und Schreck und einmal, weil, ach.), getrunken, gekocht, geschnippelt und gefeiert!
Ich habe mich sehr gefreut, dass trotz "Oh. Dezember." so viele Menschen zu uns gekommen sind, es war ein bunter Mix aus Leuten aus dem Internet, der Nachbarschaft und von mittelweit her, aus Menschen, die ich zwischen 36 Jahren und 5 Minuten lang kenne, und zum allerallerersten Mal waren keine Kinder ausser unseren eigenen dabei (naja, und ein Baby, das im Januar zur Welt kommt), die waren sehr geknickt, dass die Kinder der Freunde entweder krank oder allein daheim geblieben waren. Mein Favorit war: "Und G. und J. und die Kinder, wo sind die?" "Ja, die zwei sind in New York, die Oma passt auf die Kinder auf." "Ja, und warum sind die nicht mit der Oma gekommen?!" und naja, die Chips und Snack-Vorräte sind auch so verschwunden.
Mit Frau Mutti und ihrem Gatten und Fräulein Polly hatten wir ... tatkräftige Unterstützung beim Vorbereiten wäre untertrieben, ich hatte zwischendrin ein wirklich schlechtes Gewissen, weil ich sie so sehr eingespannt habe. Aber tja nun, das gesamte Lecker-Christmas-Heft durchkochen, das geht eine Zeitlang.

Kleine Rezension:


  • Die Merinowolle "Meringuewolke" können Sie sich sparen, das schmeckt nur pappsüss. Das Stollentrifle mit Himbeeren: weil ich keinen Stollen mag, habe ich Stollen mit ohne Zitronat und Orangeat und Rosinen, sondern Walnussfüllung gekauft. Alle anderen mögen Stollen und fanden, dass der gekaufte sehr scheusslich wäre und überhaupt nicht nach Stollen schmecken würde (naja, deshalb hatte ich ihn ja gekauft). Mit viel Rum gings, aber richtig gut war es nicht.
  • Die Toffeecreme war sehr lecker (Jonny hatte trotz Abdeckung mit Frischhaltefolie am Vortag ein Schälchen freigepokelt und in einem Affenzahn halb leer geschlabbert, Bild s o) die Bratäpfel auch. 
  • Die Maronensuppe sah aus wie ... schon mal gegessen, war aber sehr lecker. 
  • Der Süsskartoffelsalat und der orientalische Coleslaw waren sehr, sehr bunt und sehr sehr lecker. 
  • Die Baked Ananay war fein (IMMER gibt es Babyananas beim Coop, nur dann, wenn ich welche brauche, nicht.), die Cesar-Spiesse sehr hübsch, aber nicht ohne Sauerei essbar.
  • Meatballs mit Glühweinmayo: jummy!
  • Die Menükarte auf den Christbaumkugeln war sehr, sehr hübsch, aber schwierig zu beschriften und erstaunlich bruchanfällig.





Und weil das ja zwischendrin drohte, die gesamte Planung (und Party) über den Haufen zu werfen: es sollte verboten sein, Handrührgeräte ohne Sicherheitsschalter zu verkaufen. Also einem Schalter, den man drücken muss, bevor man den Motor starten kann. Wenn man nämlich (okay, das ist auch nicht besonders schlau) das Rührgerät mit der Hand zwischen den beiden Quirlen hält, wenn man es einsteckt und beim Ausstecken einfach ausgesteckt und nicht ausgeschaltet hatte, quirlt es einem die ganze Hand durch und obwohl das nur so Drahtrührdinger sind, sind das ganz üble Schmerzen und ich war mir bis heute morgen nicht sicher, ob ich mir nicht ein, zwei Fingergelenke und/oder einen Mittelhandknochen gebrochen habe. So war es aber wohl nur eine Gelenkkapsel und sonst halt alles schön blau. Persönliche Befriedigung: das Rührgerät sah erst unversehrt aus, was mich tief getroffen hat, aber beim Versuch, die Mayo aufzuschlagen, ist ein Rührbesen abgebrochen und hat sich mit dem zweiten total verwickelt, das hat das blöde Teil jetzt davon.

So. Das kreative Chaos ist aufgeräumt, die Gäste sind, egal wie weit sie hatten, wieder sicher daheim, wir haben noch etwas Coleslaw und Fleischbällchen (und viel Wein), wir sind bereit für die letzten zwei Wochen vor der Weihnachtspause!

Danke an Gratulanten, an mich Denker, und Gäste und überhaupt, ich habe und feiere schon sehr, sehr gerne Geburtstag!

Samstag, Dezember 08, 2018

Jokertag

Wegen krasser Feiertätigkeit ist hier heute leider geschlossen.
(Tippen mit Hand, die einen unrühmlichen Durchgang durch das Handrührgerät hinter sich hat, ist auch kein Spass.)

Freitag, Dezember 07, 2018

42

Tja. Meine kleine Schwester startete das Geburtstagstelefonat mit "Und, wie isses so in alt?" und tja, man weiss es nicht so genau, weil man kommt ja gar nicht dazu, drüber nachzudenken, weil meine Güte, wir waren einkaufen, mussten die kryptischen Notizen in der Wunderlist entziffern ("Annette Rivana"), Gäste abholen, backen, kochen, Jonny nach nur einem halben Schälchen Nachtisch erwischen, Blätterteigrosen rollen (naja), verschiedenste Gins und Tonics probieren (ich sags mal so: nicht alles, was glitzert, ist auch wirklich uneingeschränkt lecker), und morgen geht das grad so weiter
In diesem Sinne: danke für all die Glückwünsche, ich bin dann mal feiern.

Donnerstag, Dezember 06, 2018

Hoch die Hände!

Heute hatte ich einen Tag, der von 8:30 bis 18:00 ohne Pause (naja, Mittagessen schon, das ist mir ja heilig) mit Meetings vollgepackt war, und noch dazu einiges, was ich ausserdem erledigen musste, also: ein Tag für Erledigrrrl deluxe, weil: morgen nehme ich mir ja frei, weil ich erstens Geburtstag habe und zweitens VIEL ZU TUN, weil ich ja eine grossartige Party am Samstag schmeissen werde und drittens morgen schon die Pre-Party mit den Gästen aus dem Internet von weiter weg habe.

Und so kam es, dass ich in dem Face to Face (ich werde das für immer und ewig verbinden und Sie vermutlich auch) mit meinem Chef heute auf die Frage "Und, was gibt es Neues?" erstmals antwortete: "Ich habe heute den "Strategic Activities-Tracker" nicht ausgefüllt, weil anderes dringender war". Das war eine Überraschung für ihn, aber trotzdem hat das Meeting heute meinen Tag mit einer ordentlichen Portion Glitzerstaub versehen, weil er von dem Feedback, das ich von meinen Kollegen angefragt hatte, sehr beeindruckt war. Ich hingegen war die letzten Wochen tatsächlich unterschwellig sauer auf die gewesen, weil ich dachte, sie hätten meine Anfrage einfach ignoriert, dabei habe ich es in unserem neuen "total intuitiv zu bedienenden" HR-Tool einfach nicht gefunden. Anders als für Änderungen zB der Adresse oder Telefonnummer, für die es ohne Witz 8 Bestägigungsschritte mit verschiedenen Athentifizierungen braucht und von denen ich es zB immer noch nicht geschafft habe, die letzte als erledigt zu markieren, gibt es für den Eingang von Feedback praktischerweise überhaupt gar keine Information. Und so habe ich das nach dem Facetoface auch erstmal durchgelesen, danach ganz rote Ohren bekommen und erstmal ein paar Dankeschön-Nachrichten incl "Sorry, dass ich das Wochen zu spät mache" verschickt.
Der Rest des Tages lief dann durchaus beschwingt, aber auch highspeed, weil: ich hatte viel zu erledigen. Sogar das Aufzugselfie wurde unscharf, weil ich sausen musste.

Auf dem Heimweg wählte ich mich in another Townhall Meeting ein, auch wenn das heute mal in Basel und nicht in Kalifornien gehostet wird, aber ich habe heute nun wirklich keine Zeit für einen Xmas-Apero, weil Partyvorbereitungen beginnen heute abend, da gibts nix. (Ein Kollege hat mein kurzen Ausführungen zur Partyplanung (er wollte wissen, warum ich morgen frei habe und ob ich wegfahre) mit "Hahaha, und ich hab kurz gedacht, du meinst das ernst!" kommentiert. Merke: Ofenbelegungspläne, dem persönlichen Ladendurchlaufschema angepasste Einkaufslisten  und Projektpläne für Geburtstagsfeiern nicht mehr ausserhalb bestimmter Kreise erwähnen.)

Ansonsten: es war Nikolaus, ich bin immer noch nicht bereit, die Tradition, dass die Kinder eins der so niedlichen Pakete mit Schokolade und einem Kuscheltier bekommen, als nicht mehr altersadäquat abzuhaken und ich glaube, auch Q. war noch sehr happy mit dem niedlichen Toffifee-Löwen. Immerhin gab es sehr coole Kitkat-Nikoläuse, einer mit Smartphone und einen mit Kopfhörern. (ich hab ein Nikolaussäckchen vom Zusatzjöbchen gekriegt und ja, mich freut sowas sehr, auch wenn ich grad festgestellt habe, dass der Lindt-Nikolaus vom letzten Jahr immer noch im Regal steht. Upsi. Naja, er macht sich auf dem Nikolausteller immer noch recht gut.

Der Hübsche kam heute immerhin schon mal testweise nach Hause, Koffer abwerfen und für die Weihnachtsfeier umziehen, dann düste er wieder Richtung Feier ab, während die Jungs und ich aushäusig zu Abend assen und die Sachen einkauften, für die ich zolltechnisch mehr als eine Person im Auto brauche (jajaja, wundern Sie sich nur, es ist nicht so spektakulär, wie Sie sich das vorstellen, es ist nämlich eigentlich nur Fleisch, weil man pro Person und Tag nur 1kg zollfrei über die Grenze mitnehmen darf und für eine Party mit 25 Gästen oder so reicht das nicht, auch wenn es sehr viel vegetarisches geben wird.

Stressleveldurchschnitt gestern: 19
Selbstbeweihräucherung: einfach mal das Fremdlob sehr genossen! 

Mittwoch, Dezember 05, 2018

#WMDEDGT 12/18

You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?"
Mittlerweile wissen ja alle, wie es läuft, oder? Wir schreiben heute alle auf, was wir heute den ganzen Tag so machen und abends verlinken wir uns hier durch Klick auf die Schaltfläche, die sich abends freischaltet, und zack: man kann bei den anderen schauen, was da so los war. (Und: WMDEDGT? heisst: "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?" und hat vor über fünf Jahren seinen Anfang genommen in einer Tagbuchblog-Woche und seit April 2013, also seit ganz schön lang gibt es das jeden Monat am 5. und es ist KEINE BLOGPARADE!)


Allgemeines:
  • WMDEDGT hat seinen Anfang im Tagebuchbloggen gemacht und ich möchte, dass es auch so bleibt. Ich behalte mir deshalb vor, Links auf Posts, die halt heute geschrieben wurden, aber keine Tagebuchblogsposts sind, von der Liste zu löschen.
  • Die Linkliste schaltet sich um 18:00h frei, und zwar wirklich automatisch. Da kann jeder, seinen Link selber eintragen, indem er auf dieses Feld (das ab 18:00h hier ganz unten dann erscheint) klickt:
  • In meinen Augen ist es einerseits eine Frage der Höflichkeit, im verlinkten Blogpost auf die Aktion zu verweisen, sei es durch einen Link oder den Hashtag (am gescheitesten halt schon mit Link), und zwar nicht, weil ich da dann so unglaublich viele Klicks und Besucher hierher locke, das ist mir ja ehrlich gesagt wurscht), sondern, weil das Ganze ja als Gemeinschaftsaktion entstanden und gedacht ist und das funktioniert halt nur, wenn man die anderen #wmdedgt-ler auch finden kann und das klappt nun mal mit einem Link auf den hiesigen Post.
  • Ich behalte mir vor, alle Posts, in denen Werbung gemacht wird für was auch immer, aus der Liste zu löschen. Und das gilt auch dann, wenn Sie einen Link auf dieses Blog warum auch immer als Werbung kennzeichnen (und jajaja, ich weiss, dass Sie glauben, dass das deutsche Rechtssprechung wäre: ABER: Hier wird kein Geld verdient, ich gewinne NICHTS dadurch, dass Sie hierher verlinken, also, dieses Kasperltheater mache ich nicht mit.)
  • Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Inlinkz damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, tragen Sie sich halt nicht ein.
So, jetzt aber.
Der Tag begann wie die meisten: Fingerzupfen von Jonny. Heute um halb fünf und ich hatte keine Lust auf "Katze ins Bad begleiten und danach 30 Minuten in den Schlaf zurückstreicheln, während man in die Finger gezwickt wird", weil danach bin ich hellwach und ich konnte ja noch eine Stunde schlafen. Also gab es Futterschüssel auf die Treppe und Tür zu.

Viertel vor sechs der echte Wecker, aufstehen, fertig machen, endlich das "NKLA"-Limited Edition Set 2018 von Colourpop anbrechen (ich mag die sehr, sie sind IMMER tragbar, aber nicht so fad, wie man auf den ersten Blick vermuten möchte.), sukzessive Kinder aufwecken (Q. um sechs, L. um halb sieben) und den Fortschritt Richtung Frühstückstisch achtsam begleiten (aka in regelmässigen Abständen nach oben rufen: "Wie schauts aus? Ich hör kein Zähneputzen! Ist der Rolladen oben? JEtzt aber mal hoppigaloppi!"), selber frühstücken und eine ordentliche Portion Kaffee trinken, die ersten Emails beantworten, Kinder aus dem Haus schicken und ZUM ALLERERSTEN MAL die Katzen schon im Dunkeln rauslassen, weil ich um acht ein Meeting habe und dafür um zwanzig nach 7 aus dem Haus muss. (Achtung, jetzt Fäkalstories) Die Katzen wollten schon sehr dringend raus und als ich sie nicht schon um halb sieben rausliess, besuchten sie nacheinander das Katzenklo und zwar nicht so, wie wir das im Töpfchentraining gelernt haben mit ordentlich Verscharren, sondern einfach rein, böllern, raus. Ich habe das so interpretiert, dass sie nicht nur keine Heimscheisser sind (das habe ich ja anhand der Ausbeute aka Katzenklohinterlassenschaften in Relation zum Futter Intake schon superschlau geschlussfolgert), sondern sogar lieber draussen ihre Haufen hinterlassen als drinnen. Sorry Nachbarn. (Not so really sorry, weil wir ja schon seit Jahren selber fremde Katzenwürste aus unserem Garten entsorgen, also ist das ja nur fair).

Der Bus blieb dann so krass im Stau stecken, dass ich mich für das Meeting via Handy einwählte und erst ankam, als die Konferenzschaltung und das Bildschirmsharing stabil klappte.

Dann: Arbeit, Arbeit, Arbeit, ich bin ein wenig hektisch, wie immer am Ende des Jahres (und überhaupt immer, das gebe ich ja zu), weil einiges noch fertig werden muss und dann habe ich da ja noch das Zusatzjöbchen und auch da ist Ende Jahr und huch, Italien muss auch noch was liefern. Und ausserdem nehme ich mir den Freitag ja frei, weil Geburtstag und Gäste und Vorbereiten und das bedeutet einen Tag weniger in der hektischen Zeit, naja, Sie ahnen meine Gedankengänge.

Mittagessen mit den ehemaligen Bürokollegen, immer wieder eine Freude (Sehr schön fand ich das Strahlen der Frau an der Essensausgabe (Gnocchi mit Tomatensosse, Peperonata, Rucola und Parmesanspänen), als ich mich für das schöne Anrichten bedankte. Ich finde das Kantinenessen allermeistens sehr lecker, sage das auch, aber so ein Rucolahäufchen oben drauf und drapierte Parmesanspäne und Crema di Balsamico (ja, meine Güte, die späten 90er, frühen 00er Jahre waren meine prägenden!), das ist nix, das ich automatisch bei "Menü 1, vegetarisch" erwarte.

Nachtrag zu gestern: Ja, natürlich habe ich mir zu viele Gedanken um die Hose gemacht, aber so ganz wie eine normale schwarze Hose sieht sie halt schon nicht aus. Erstens ist sie grau und zweitens halt ... gecoated.



Zwischendrin coole Fotos vom Hübschen, der mit seinem Riesenpreisgeldscheck (also: überhaupt, aber vor allem schon auch physisch riesengross, auf einer Holzplatte) im Flugzeug und durch die Weltgeschichte unterwegs war und nun aus Gründen (die NIX mit uns privat zu tun haben) die nächsten Tage in Basel in einem Hotel verbringen wird. In Sichtweite und Augenhöhe vom Turm sozusagen :-).

Um halb fünf ging es nach Hause, L. war heute mit seinem besten Freund Kerzenziehen am Robispielplatz im Nachbarort, das hat sich mittlerweile als sein Adventsritual etabliert. Q erzählte vom Französischtest und der Wichtelei in der Schule.
Crosstrainern, damit den Hattrick für die Woche vollmachen und das auch in den Beinen spüren.

Abendessen: wie immer mittwochs Flammkuchen, wie immer gestaffelt, weil Q. ja  Training bis acht hat und L. und ich vorher Hunger haben und L. eher ins Bett muss, sonst wird das nix.

L. durchs Bad scheuchen, vorlesen ("Das Lied des Quarktiers", sehr grossartig), Q. beim Essen Gesellschaft leisten, neu angekommene Geschenkpakete in die Sauna räumen, versuchen, den munter wachsenden Pickel am Kinn zu ignorieren, einmal noch den Staubsauger durchs ERdgeschoss schicken, wir können Flammkuchen nicht essen, ohne zu bröseln.
Als die Kinder im Bett sind, setze ich mich hin und arbeite noch ein bisschen(ich weiss, ich weiss, aber meine Güte, jetzt habe ich mich für das Zusatzjöbchen entschieden, jetzt mache ich das auch. Ist ja nicht für immer. Und Freitag habe ich freifreifrei. Und ja, ich weiss, dass das ein bisschen eine Milchmädchenrechnung ist, wenn ich die Freitagsstunden Mittwoch abend schon reingearbeitet habe)), dazu trinke ich eine Menge Tee (Lady Grey ist mein allerliebster), verdrücke ein paar Plätzchen  und all das bei romantischem Kerzenlicht vom Adventskranz. Um zehn logge ich mich aus dem Firmennetzwerk aus, befülle zwei Kinderstiefel und verschwinde mit Buch Richtung Bett. Wann ich schlafe? Wir werden sehen. Weil erstens überhaupt, zweitens Tee, drittens viel Tee.

Stressleveldurchschnitt gestern: 16
Selbstbeweihräucherung: mich getraut, die Katzen im Dunkeln rauszulassen. Und erst um halb fünf anzurufen, ob sie wieder da sind.

Danke Ihnen fürs Mitmachen, ich freue mich da wie ein Schnitzel drüber!







Dienstag, Dezember 04, 2018

Streichhölzer, anyone?

Ich bin gestern abend ein wenig... versumpft wäre der falsche Ausdruck, aber so fühlt es sich an.
Aus Gründen (Montag komme ich immer spät heim mit L., es war einiges für Schule etc. zu klären, Wäsche zu erledigen, Zeug halt) war es gar nicht so leicht, sich zu, Crosstrainiern zu ¨überwinden, aber es war Montag und wenn ich 3x Crosstrainiern diese Woche unterbringen will, muss ich das Mo/Di/Mi machen), und so war ich erst um halb 11 geduscht parat für den Rest des Abends. Und da stand "Menüplan Party" auf der Liste.


Ich habe also meine Klebezettelsammlung im "Lecker Christmas" Heft konsolidiert, die Mengen mit der Gästeliste abgeglichen, einen EInkaufszettel erstellt und in die Wunderlist diktiert, einen Aktivitätsplan für Freitag und Samstag (mit minimalem Involvement der schon am Freitag anreisenden Gäste, weil sie sind ja Gäste und ich vielleicht schaffe ich es diesmal, eine locker flockige, stets unterhaltsame entspannte Gastgeberin zu sein und nicht ein Drillsergeant in einer Ausbildungsküche. Man darf gespannt sein) erstellt, einen Ofenbelegungsplan für Samstag, dann alles nochmal angepasst und jetzt steht das alles. Und dann war es halt auch schon nach 12.
Und dann war eine Waschmaschine fertig und ich musste noch ein paar Seiten in meinem Buch lesen, weil sonst kann ich gar nicht einschlafen, und dann war es eins, und mir wurde bewusst, das ich zum allerersten Mal ohne den Hübschen im obersten Stockwerk schlafe und hui, auf einmal waren da komische Geräusche und alles war so gross, dann war es halb zwei und irgendwann bin ich dann doch eingeschlafen und wurde davon wach, das Jonny mich in die Finger zwickte, weil: halb sechs!
Yay!

Der Start in den Tag war dann erstaunlich gemütlich, weil ich schon daheim am Küchentisch mit Arbeiten anfangen konnte, da ich ja heute vollen Kinderdienst hatte, also erst mit L. um viertel nach acht aus dem Haus ging.
Es reichte gerade noch für das grosse Townhall-Meeting, aber ach, ich bin vermutlich in Jahresenderledigungsstimmung und all der unter- und mittelschwelligen Querelen so müde, dass ich für "Feel Good"-Pre-Xmas-Pep-Talk mich nicht wirklich begeistern kann. Naja. Vielleicht brauche ich auch einfach Urlaub.
Den Rest des Tagees rotiert, immer mal wieder gehorcht, wie es dem Hübschen geht (der Flug nach Holland gestern war wohl so ruckelig, dass ein Passagier grossflächig seinen Mageninhalt verteilt hat, aber die spontane Schlaffähigkeit des Hübschen ist ja legendär, also hat er alles verpasst.), aber anscheinend lief es gut!

Daheim Kindercheck, einmal Französischvokabeln, einmal Musikhausaufgaben, Geld fürs Kerzenziehen morgen parat legen, Katzen füttern, Wäsche aufhängen, Pizzaschnecken in den Ofen schieben, Crosstrainer strampeln, Salat machen und frisch geduscht im Pyjama zu Abend essen.
Vorleserunde, Klamotten * für morgen rauslegen, die Novemberseite im Fotobuch machen, ein doppeltes Rezept blaue Hypnokekse machen, die Kinderwunschlisten für Weihnachten mit noch mehr Ideen bestücken, mit dem Hübschen chatten, der zu Recht feiert, tja, der Plan mit heute früher ins Bett kommen scheint nicht richtig aufzugehen, aber der Raum ist immer noch so gross, da oben! Und es gibt immer was zu tun :-)

Stressleveldurchschnitt gestern: 37
Selbstbeweihräucherung: Ich hoffe, ich habe mir die steigende Gereiztheit beim dröflzigsten Mal Erklären eines Prozesses, der seit Jahren implementiert ist, nicht anmerken lassen. und nur innerlich leise gewimmert.

* Ich bin ja ein recht einseitiges Werbeopfer. Wenn ich meinen Esprit-Friends-Newsletter bekomme, weiss ich, dass ich in 90% der Fälle etwas finde, was mir wirklich gut gefällt, wenn ich reinschaue, deshalb mache ich das nicht so oft. (Anders zB Zalando, die ich damals via Zalon mit den ausführlichsten Details über meine Vorlieben gefüttert habe und die mir seitdem standhaft Jogginghosen und scheussliche Sneaker vorschlagen. Muss man auch erstmal hinkriegen). Ich habe also, als es um "Coated Pants" ging, nur reingeschaut, weil ich wissen wollte was das ist und anscheinend sind das enge Hosen, die ausschauen wie Lederhosen, aber irgendwie beschichtet sind.  Ich habe mir gedacht: "Ja, genau, so Aushilfsrockerhosen für entweder grad 20jährige oder Wannabe-Rockomas, die den Schuss nicht gehört haben und gerne noch jung wären". Und dann ist mir ja während des Workshops meine Lieblingscordhose geplatzt und ich brauchte (naja. "brauchte") dringend Ersatz und irgendwie habe ich mich jetzt (wo die wadenlangen Hosenröcke modern sind, die schon in den frühen 90ern beknackt aussahen) ja an mich in skinny Hosen gewöhnt und mit einer weiten flatterigen Bluse könnte das ja schon ganz cool aussehen und ich probier das jetzt einfach mal. Beim Anprobieren war ich mir dann sofort sicher, dass all die flattrigen weiten Blusen super sind, die Hose passte zwar, aber hm, bin ich jetzt eine Möchtegern-Rock-Oma? Kommen als nächstes Nietenarmbänder und Totenkopfhalsbänder? Dass der Hübsche meinte: "Schon cool, so ein bisschen halt wie Gemma Teller Morrow" war nur bedingt hilfreich oder um ehrlich zu sein, auf mehreren Ebenen etwas verstörend. Nun ja, ich hatte die Hose also eine Woche im Schrank, bis ich mich traute, sie anzuziehen (ich war ja unterwegs letzte Woche und man will ja nicht wie eine Old Lady zum ersten Termin bei Lieferanten auflaufen oder eben in der Zusatzjobtruppe den Ruf der Rockerbraut aD haben), heute war es dann so weit. Und was soll ich sagen: es war erstaunlich unspektakulär, genau keiner hat was gesagt, eine Kollegin, deren Kleidungsstil ich sehr mag, hatte sogar genau so einen Hose an. Morgen kommt dann der Härtetest: ich ziehe sie nochmal an und zwar im Turmbüro. Dort ist man ja sehr rustikal und direkt und trägt das Herz auf der Zunge, das ist nochmal eine andere Welt als bei den Globis am Bahnhof. Und ab übermorgen dann: SAMCRO, Basel Chapter.

Nicht ein einziges Mal war ich heute allein im Lift, deshalb nur mit schlechter Ausleuchtung nach einem langen Tag daheim

Montag, Dezember 03, 2018

Unterzahl

Sagen Sie es den Kindern nicht (naja, die können das ja einfach abzählen), aber die nächsten 4 Tage bin ich daheim als Erwachsene in der Unterzahl.
Der Hübsche ist auf dem Weg nach Amsterdam, reich und berühmt werden, während die Jungs und ich daheim den Alltag wuppen. Was man halt so drei Wochen vor Weihnachten Alltag nennt.

Der Tag hat heute denkbar beknackt angefangen: nach einem recht gemütlichen Start rief mich der Hübsche um kurz nach acht geknickt an: der Staubsaugerroboter, der die letzten Krümel vor dem Putzfraueneinsatz wegsaugen sollte, hatte das Kabel meiner (unserer) Lieblingsweihnachtsdekoration (das Dingsi rechts) gefressen und das Teil vom Regal gerissen und tja, jetzt ist der Glassturz halt zerbrochen. (Immerhin: der Hübsche hat es noch gemerkt und die Glasscherben entfernen können, bevor sich die Katzen dran aufschlitzen konnten) Tja, schade und ich war auch ein bisschen traurig, aber letztendlich ist das halt ein ... Ding und entweder finde ich einen passenden Glassturz bei Nordlux als Ersatzteil oder ich bastle was anderes aus dem Lichtgewurschtel oder so.
Dazu ist das gestern nahezu kaputte Handy heute ganz verendet und obwohl der Ersatz schon im Digitec abholbereit war, war der Hübsche doch recht gestresst und schlecht gelaunt und tat mir sehr leid bei unserem Mittagessendate, weil ich genau weiss, wie sich das anfühlt.
Immerhin liessen sich die Handys trotzdem nahezu vollständig synchronisieren und der Hübsche hat jetzt wieder emotionale Kapazitäten für Vorfreude und Aufregung für das grosse Event morgen frei. (Sie haben ihm jetzt am Flughafen noch das Deo abgenommen, weil ich Schlaubischlumpf im Brustton der Überzeugung gemeint habe, Spray wäre keine Flüssigkeit und muss deshalb nicht in das Beutelchen. Tja. Entweder nur meins nicht oder meins nicht, weil es so ein kleines compressed-Dings ist, oder weil sie es nicht gesehen haben. Aber jetzt hat er ein richtig schickes aus dem Duty Free, da stinkt man nicht nur nicht, sondern duftet gar edel unterm Arm)

Mein Arbeitstag startete auch etwas suboptimal, ich bin nämlich mit einem (nicht nur meiner Meinung nach) sehr guten Plan, eine grosse (also: echt grosse.) Menge Geld zu sparen respektive zu retten, gegen eine anscheinend unnachgiebige Wand gefahren. Und weil ich die nicht hatte kommen sehen (und auch nach wie vor nicht verstehe), tat der Aufprall besonders weh. Tja.
Geknickt im Lift

Zum Launeheben bin ich übrigens mittags in der Stadt Weihnachtsfeeling tanken gewesen (ich wollte auch schauen, ob ich irgendwo so einen Glasssturz oder so ein ähnliches Dekoding finde, habe ich aber nicht) und im Flying Tiger etwas eskaliert. Ich wollte eigentlich nur zwei Ladekabel (in pink übrigens. Die nimmt mir in dem Männerverein keiner weg)  für nur bei der Arbeit besorgen (bisher nehme ich die immer von daheim mit und das dauernde Ein- und Ausstecken nervt),
Wichtig und nicht zu unterschätzen: topseriöses Auftreten

aber dann sah ich erst das Glittergeschenkpapier und dann die Props für eine Weihnachtsphotobooth und hm, ich sag mal so: dieses Jahr wird es denkwürdige Familienbilder geben.

Frisur sitzt
Und ja, ich habe kein Problem damit, mit einem Haarreif mit goldglitzerndem Rentiergeweih in einer Einkaufstasche über den "Ugly-Christmas-Sweater-and-Costume"-Contest der US-Kollegen im Firmen-Google+ zu lästern.
Weihnachten wird ja bei uns heuer ein wenig trashig glitterig und das kam so:  seit ein paar Jahren sind die Kinder ja gross genug, dass sie Glaskugeln am Baum leben lassen. Seitdem haben wir uns wunderschönen Baumschmuck in .. drei? verschieden kombinierbaren Farbkonzepten (weiss/silber für mit allem, rot, grau und türkis) geleistet. Dieses Jahr bekommen wir zwar Besuch von dem frisch mobilen Superburschi, aber 5 Erwachsene und zwei grosse Kinder als Aufseher sollten ein Kleinkind vom Kugelpflücken abhalten können, oder? Wen aber auch 100 Erwachsene nicht vom AufdenBaumkletternundallesrunterfangenwasgeht abhalten werden können, das sind Jon und Sansa. Wir werden also wie jedes Jahr den Baum an der Decke festbinden und nur bruchsicheren Schmuck aufhängen. Und damit das nicht nur Wichtel aus Märchenwolle und Tannenzapfen sind, waren L. und ich einkaufen und ... naja, das Glitterthema sprach uns spontan beide an. Das wird sich auch im Katzenfell super machen, wenn sie zB den pinken Hirsch oder die bunten Glitterzuckerstangenhänger wegtragen oder sich durch den Baum jagen.

Spannend wurde es dann übrigens noch, als ich auf einmal eine SMS der Alarmanlage bekam "Einbruchalarm Haustür", aber nachdem Q. auf dem Heimweg von der Schule gerade schon angerufen hatte, hatte ich so eine Idee, wer der Einbrecher sein könnte. Normal ist die Alarmanlage nämlich nicht an, wenn er heimkommt, weil dann der Hübsche schon da ist, aber heute ist der ja teures Deo kaufen, und, O-Ton Q.: "Ich hab mich noch gewundert, was da so piept und dann immer schneller und dann wollte ich überlegen, wie der Code war, und zack, ging schon die Sirene los." Kudos an das Kind, bei dem man sich ja manchmal nicht sicher ist, wie viel Info tatsächlich im Hirn ankommt und wie viel den "Jaja, hmhm, klar, also L., da gibt es jetzt den neuen Skin..".Filter aka rechts rein, links raus nimmt, das sich im vollen Sirenengeheul an den geheimen Ort, an dem die Fernbedienung zum Abstellen versteckt ist, erinnert hat.

Stresslevel gestern: 26
Selbstbeweihräucherung: die Niederlage heute morgen relativ sportlich genommen.

Sonntag, Dezember 02, 2018

Freizeitstress

Man hat es nicht leicht an einem kinderfreien Wochenende: soviel Dinge zu tun, die mit Kindern nicht gehen, soviel zu entspannen und langsam zu machen und trotzdem all das erledigen, was an jedem anderen Sonntag auch zu erledigen ist. Plus Extrawäsche, weil die Kinder verschlammt aus dem Pfadilager zurückkommen.
Wir haben heute also ausgeschlafen, gemütlich zu zweit gefrühstückt, es gab keine Diskussion, wer die erste Kerze am Adventskranz anzünden darf, ich habe das einfach gemacht. Ich habe die über Nacht getrockneten Bethmännchen gebacken und verziert, der Hübsche hat angefangen, sein Zeug für die Reisewoche parat zu legen, wir haben ein, zwei Maschinen Wäsche gewaschen und uns dann auf den Weg ins Nachbarörtchen in die Therme gemacht. Diese Idee hatten auch noch ein, zwei, dreihundert andere Menschen und deshalb mussten wir erst ein bisschen warten, bis wir reinkonnten.
Dann aber war es sehr schön: kalter Nieselregen ist das perfekte Wetter für Solebecken, Intensivsolebecken (meine Güte, ich wusste gar nicht, dass ich SO zerkratzt von den Katzen bin), drölfzig verschiedene Saunen und Fussbadebecken mit Blubber, bei denen man mit der richtigen Technik sehr schöne Furzgeräusche generieren konnte. Zack, drei Stunden um, schnell heim, Katzen füttern, Wäsche aufhängen, zusammenlegen und schon war es halb fünf, Zeit im mittlerweile strömenden Regen platschnasse übermüdete Kinder abzuholen. Aber: schön war es im Lager, sie haben sich gemütlich in die Badewanne oder ins Bett mit Katze verzogen, die gestern installierte Belechtung sehr goutiert.
Leider hat der Hübsche sein Handy fallen lassen und nach mehreren Sprüngen ist es nun total im Eimer.
Also daheim schnell, schnell, neues Handy bestellen, Schutzhülle (denken Sie sich hier ein loritoteskes "ach"), mehr Wäsche waschen, Abendessen machen (Tacos aus Gründen), Znüniboxen und Schultaschen packen, Blusen bügeln, Koffer packen, Nägellackieren, die Knöpfe, die die Reinigung am Anzug des Hübschen ruiniert hat (zwei Knöpfe pro Reinigung zerbrechen ist ein bisschen viel, oder?), ersetzen, durchschnaufen, eine Folge Narcos, schlafen.

Selbstbeweihräucherung: mich wirklich angestrengt, dass das mit dem Relaxen klappt.
Stressleveldurchschnitt gestern: 46

Samstag, Dezember 01, 2018

Dezember

Es ist soweit: mein Lieblingsmonat!

Im Dezember werden wir

  • ein kinderfreies Wochenende (naja, 27 Stunden) verbringen, die Kinder sind nämlich mit den Pfadis auf dem Samichlausweekend. Wir wollten eigentlich schick essen und ins Kino gehen, aber das ist uns etwas spät eingefallen und anscheinend sind ganz viele Arbeitsweihnachtsfeiern auch samstags und so war alles ausgebucht und im Kino kam auch nix, also haben wir das Haus weihnachtlich geschmückt und zuhause asiatisch (mit viel Gemüse und sehr scharf, das ist mit Kindern immer schwierig) gekocht, die Sauna angeworfen und Narcos geschaut. Auch ok. Morgen geht es in die Therme.

Die Köhler-Krippe, die jedes Jahr mit einer neuen Figur ergänzt wird. (Erinnerung für 2019: Entweder einen Tannenbaum oder einen Busch)







  • eine Woche ohne den Hübschen verbringen, der erst in Holland, dann in Basel, aber für ein paar Tage und über Nacht auf einem Workshop ist.
  • Q. und L. durch die letzten Prüfungen (und das ist gerade bei Q. noch eine Menge) vor der Weihnachtspause begleiten.
  • meinen Geburtstag hoffentlich rauschend feiern (mit Gästen aus dem Internet und von hier, ich freue mich sehr)
  • den 50. Geburtstag meines Lieblingskollegen feiern (den habe ich, wie so einige übrigens, vom Hübschen "geerbt" :-))
  • an zig Teamweihnachtsessen uns dick und rund essen
  • mit Q. zu den letzten Meisterschaftsspielen dieses Jahr fahren
  • mit L. bei der Turnaufführung mitfiebern
  • einen Weihnachtsbaum aus dem Dorfwald holen
  • Heiligabend im kleinen, den Rest von Weihnachten im grösseren Familienkreis feiern
  • zwei Wochen Weihnachtspause machen
  • die Jahresendbuchhaltung erledigen
  • das Kammerl des Grauens ausmisten
  • Ach ja: und jeden Tag ein Adventskalendertürchen aufmachen





Wie man hier sieht, haben wir 3 fertig gekaufte, einen individuell befüllten, alles nach Wunsch und ohne jeden ideologischen Überbau. Ich fand ja das erste Adventskalendergate vor zwei Jahren schon unsäglich albern, den Versuch, das im Zuge des inszenierten Nachhaltigkeitsshitstörmchens dieses Jahr (ein Schelm, wer dabei an Buchverkaufszahlen denkt) wieder aufzuwärmen, sehr armselig und hey, ich habe vor Jahren schon alles dazu gesagt.

Stressleveldurchschnitt gestern: 22
Selbstbeweihräucherung: nur leise geflucht, als der neu gekaufte Lichtersternenvorhang total verwurschtelt war.