Mittwoch, Januar 22, 2020

220120: Suits

Heute haben der Hübsche und ich, wie so erwachsene Menschen, einen Termin bei einem befreundeten Anwalt (überhaupt: "befreundeter Anwalt" klingt so nach Buch oder Serie) gehabt und Testament, Vorsorgeauftrag und Patientenverfügung in die Wege geleitet. Der Tod seines Freundes hat den Hübschen da doch ordentlich aufgerüttelt. Bei uns wäre zwar dank Ehe und relativ langweiliger Vermögensverhältnisse (nix royales, nix mit krassem Familienvermögen einer Unternehmerdynastie, das auf gar keinen Fall an einen gierigen Hinterbliebenen ohne Blutsverwandtschaft fallen darf, weil isso) das allermeiste eh geregelt, aber es ist für den Fall der Fälle doch gut, das alles mal schwarz auf weiss und rechtlich korrekt abzubilden. Und so haben wir Szenarien durchdiskutiert, was wäre, wenn eine(r) von uns nach dem Tod des anderen einem Sektenguru verfällt (und andere Stereotypen), und das Erbe, das eigentlich für die Kinder gedacht ist, verjubelt oder für einen Fensterplatz im Quantenreisebus ausgibt. Wir haben drüber gesprochen, wer für den anderen im Falle von "Nicht mehr entscheidungsfähig" was entscheiden sollen darf (muss), wer entscheiden soll, wenn wir beide zeitgleich ausfallen, und was wir als Patientenverfügung wollen (man kann im langen Template noch so eine Art Besinnungsaufsatz schreiben, was einem das Leben bedeutet etc., was dann in fraglichen Situationen als Entscheidungshilfe herangezogen werden kann. Mir ist vermutlich der Gedanke, dass da mal jemand drüber lacht oder die Augen rollt (zB ich!), zu unangenehm, und ich werde nur das Template mit den Kreuzchen ausfüllen, ist ja auch einfacher: Ja / Nein.

Jetzt bin ich mal gespannt auf den Draft, dann müssen wir ganz viel mit er Hand schreiben und alles korrekt ablegen, damit es im Fall eines Falles auch gefunden wird (und uns merken, wem wir weche Kopien gegeben haben, für den Fall, dass wir das ändern wollen)

Danach dann direkt Nahtoderfahrung, wobei, diesmal war es nicht ansatzweise so schlimm wie am Montag: Triggerpunktbehandlung. Heute war ich zwischendrin sogar in der Lage, an Smalltalk teilzunehmen, habe Druckpunkte am hinteren Schädelrand gelernt, die ich selber drücken kann, und den Link, wo ich für die Zukunft medizinische MAssagen (zum Selberzahlen, aber direkt am Arbeitsort im Keller) buchen kann. Und ich bekam attestiert, dass es durchaus Menschen gibt, die hyperton sind und sich das bei mir wohl auch nicht ändern wird, aber ich soll halt aufpassen und ENDLICH MAL ENTSPANNEN!

Erstaunlicherweise war ich dann heute recht früh einfach erschöpft. So, als wäre ich den ganzen Tag rumgelaufen oder hätte einen Aerobic-Marathon hinter mir. Vielleicht war die Kombi aus "sich mit der eigenen Sterblichkeit befassen" und "OMG, die unglaublich starte Frau zieht an meinem Kopf, ich hoffe, sie reisst ihn nicht ab!" doch ... anstrengend. (Die Strampelrunde daheim hat nicht wirklich geholfen, aber jetzt habe ich wenigstens eine für mich nachvollziehbare Begründung für müde Beine.

Arbeit: es sind im Moment etwas arg viele Bälle in der Luft, es kommen immer mehr dazu und dieses Woche wird mir mein Erledigungsfreitag fehlen. Aber: ein Tag mit den Jungs auf einer (ich hoffe) fast leeren Piste bei Traumwetter, das lasse ich mir nicht entgehen!

Abendessen ungewohnterweise mit L. und dem Hübschen zusammen, weil heute die Nachbarn Q. vom Sport mitheimnehmen und der Hübsche trotzdem nicht selber Sporteln geht. Das ist eine Kombi, die wir selten haben!

Die Katzen haben wegen eisiger Temperaturen draussen recht früh Feierabend gemacht (Sunny ist am Nachmittag immer wieder rausgeflitzt, um zu schauen, ob es wirklich immer noch so kalt ist und kam binnen Minuten wieder zurück, um sich die Füsse auf dem Sofakissen aufzuwärmen.

Gegessen:
Marmeladenbrot
Kaffee und Zitronenkuchen
Tagine, Nudeln, Pak Choi, Fenchelsalat
aufgewärmtes Kürbis/Randen-Gulasch

Gelesen:
Wisting 2

Gesehen:
Treadstone und beim Rennen aus beruflichem Interesse: "Pandemie" (kann bisher noch wenig sagen, bisher wird ja nur erklärt, wie schlimm Grippe ist, das weiss ich ja alles, weil hallo? Mein Job seit über fünf Jahren)

Stressleveldurchschnitt gestern: weiss nicht, Band war leer
Selbstbeweihräucherung: sehr erwachsene Dinge getan (und Spässle dabei gemacht. Eine Menge)

Dienstag, Januar 21, 2020

210120 Panzerknacker

Update von der Schulter: gestern abend tat es dann wie Muskelkater weh runter bis zur rechten Hüfte. Ich hatte schon Halbstundentermine mit weniger Effekt... Heute tat es auch immer noch weh, aber anders, lockerer. Ich versuche jetzt aktiv, mal die Schultern hängen zu lassen. Es fällt mir jetzt erst auf, wie ich IMMER in Habachtposition bin, immer in Alarmstellung, immer die Schultern oben und bereit, ja .... was eigentlich?
Ich erwarte morgen mittag natürlich nichts weniger als erstaunliche Besserungsbekundungen, danke, noch einmal quetschen, super, danke, fertig.

Jonny ist mittlerweile ein echter Ausbrecherkönig, er schafft es, das abgeschlossene Katzentörchen, wenn er denn will, binnen zwei, drei Minuten aufzupokeln. Nun denn, dann ist das so, aktuell will er ja nur morgens dringend, und es wird ja bald wieder heller und wir werden die Schliesszeit eh verkürzen. Trotzdem waren wir beide etwas unentspannt, auch weil der Hübsche ihn auf dem Weg zur Arbeit nicht traf, aber bei eine Mittagsspaziergang war er dann, wie es sich gehört, auf dem Feld bei der Arbeit (= in Mauselöcher starren und springen).
Sunny hat sich halbwegs wieder berappelt, warum auch immer sie auf einmal Aversionen gegen das Törchen hatte.

Sonst:
viel gearbeitet, viele erledigt, ein okayer Mix aus strategischen (und spannenden) Themen, die ich als Kernteil meines Jobs sehe und kleinteiligem Kram hinterherrennen wie ein Flohzirkusdirektor, was ich eigentlich nicht als meinen Job (oder irgendjemandes Job) sehe, aber anscheinend geht es ohne nicht, und dann ist es doch wieder mein Job.
Von meinem Chef mit einem Extraauftrag überrascht worden, den ich auf gar keinen Fall möchte, weil ich mit 5 Jahren Erfahrung in dem Bereich nicht glaube, unvoreingenommen an die Situation herangehen zu können oder auch nur ansatzweise konstruktiv.

Daheim:
Französischtest besprochen, mir endlich gemerkt, dass Q. am Dienstag nach dem Essen nochmal aus dem Haus geht, Wäsche getrocknet  und sortiert, gestrampelt (Donnerstag wird das Nachfolgegerät gekauft), passende Kleider (Anwaltstermin für sehr erwachsene Dinge UND Physiotermin, wo ich mich unkompliziert ausziehen können muss, ohne nackig rumzustehen) rausgelegt, mich über Pickel mitten auf der Stirn geärgert.

Gegessen
Marmeladenbrot
Nasigoreng mit irritierend viel Kokosflocken obendrüber (und Chinakohl, Karotten, Salat)
Brotzeit und Salat

Getragen:
das erstaunlich kurze Flamingokleid und Stiefel

Gelesen:
"Wisting 1" aus (sehr solide), Wisting 2 angefangen

Gesehen:
"Treadstone"

Stressleveldurchschnitt gestern: 37
Selbtbeweihräucherung: sehr seriös Alignmentmeetings ausgemacht, Strategiepaper und -präsentationen erstellt. Und fast sowas wie "Nein, danke" zu meinem Chef gesagt

Montag, Januar 20, 2020

200120: Auuuuuuuaaauuuuuuuuu

Nun ja, es könnte sein, dass ich heute nicht ganz ich selbst bin (oder erst recht, nur etwas ungefilterter als sonst), mein Tag begann nämlich unglaublich schmerzhaft. Sie erinnern sich an meine Superschulter? Heute war der Tag der triggerpunktbehandlung und holla, die Waldfee. Wenn ich nicht vor Schmerzen nur noch gejapst hätte (und, ja, sehr uncool, ein bisschen mit den Füssen gestrampelt. Immerhin bin ich nicht weggelaufen!), hätte ich durchaus das eine oder andere Mal gern gefragt, ob die Physiotherapeutin sich sicher ist, dass das wirklich eine Muskelverhärtung ist und nicht vielleicht ein Knochen, den sie da zwerquetscht. Besonders fies war dann eine Übung für, keine Ahnung, Bewegung von Schulterblatt und Arm, das bei mir irgendwie auch falsch ist, da hat sie mir in die Achsel gepackt und gedrückt und geschoben und das hat gleichzeitig unglaublich weh getan und unglaulich krass gekitzelt. GAR NICHT SCHÖN!!!
Ich muss auf jeden Fall am Mittwoch nochmal hin, weil "Allein mit richtig sitzen und dehnen kriegen Sie das auf gar keinen Fall weg", ausserdem könnte ich vielleicht ein Nackenkissen gebrauchen.
Jetzt ist übrigens überhaupt gar nichts besser, es gut einfach nur anders weh und zwar immer, nicht nur, wenn man auf die falsche (richtige?) Stelle drückt. Und ich habe, fürchte ich, blaue Flecken bekommen. Noch bin ich nicht so ganz überzeugt, aber das werde ich natürlich auf gar keinen Fall laut sagen, diese Frau kennt Griffe, da würde auch Chuck Norris wimmern.


Sonst: komischer Tag, viel mehr zu Mittag gegessen als sonst, deswegen am Nachmittag sehr müde. Die Katzen finden auf einmal das Törchen zum Rausgehen kompliziert, dabei macht es das gleiche wie immer. Hm.
Die Fliegengitter, die bisher noch nicht auf katzenklettersicheres Gewebe umgerüstet wurden, geben jetzt (nach ...18 Jahren im Dienst, das ist schon ok) langsam den Geist auf, nachdem besonders Jonny immer noch gern dran hochklettert, wenn man den Rollo hochkurbelt oder das Fenster nicht schnell genug aufmacht), also müssen wir die neu bespannen lassen. Da wir uns das Lüften ohne Angst, Katzen zu verlieren, mittlerweile angewöhnt haben, hat der Hübsche an alle Fenster, die jetzt gitterlos sind, mit Kreidemarker "Achtung, kein Fliegengitter" drangeschrieben. Mittendrauf. Bine Brändle kann da noch was lernen.

Gegessen:
Rest vom Zimtstern
Birnen (heute war Obstkistenmontag)
Teamlunch beim Italiener, also Suppe, Pasta mit Tomatensosse und Kichererbsen und Panna cotta. Ungefähr 3x so viel wie sonst mittags.
deshalb keine Montagspizza, sondern einen grossen Pott Salat mit Röstbrot und dem restlichen Rosenkohl in Gochujang-Paste von gestern.

Gelesen:
Wisting 1

Gesehen:
Treadstone

Getragen:
Weite Bluse (damit ich mich bei der Physio gut ausziehen kann, aber nicht nackig machen muss), Cordhose, Stiefeletten

Stressleveldurchschnitt gestern: 27 (bei der Triggersache heute morgen war er bei ... tadaaaaaa, 93)
Selbstbeweihräucherung: nicht gekniffen, nicht geweint (und rechtzeitig #Dorfkinder und sämtliche Abwandlungen davon stummgeschaltet. Ich habe es so satt, wie auf Twitter über jedes Stöckchen gesprungen wird, wie Gräben gezogen und Mauern gebaut werden, wie selbsternannte Deutungshoheit über allem steht und nicht hinterfragt werden darf von jemand, der ja per se keine Ahnung hat, weil er nicht mitwütet, wie immer nur ausgeteilt, auf gar keinen Fall aber eingesteckt wird, wie Solidarität eingefordert wird, weil man aufgrund irgendwelcher abstruser Merkmale doch "im selben Boot sitzt", wie "Du darfst nicht mitdiskutieren, deine Meinung oder Erfahrung zählt nicht" von Leuten hochgehalten wird, die genau das anderen vorwerfen, wenn sie davon betroffen sind, ich hab es wirklich satt. Die Dorfkindersache ist nur das aktuellste Beispiel, es gibt unzählige allein in de letzten paar Wochen. Sehr hässlich.)

Sonntag, Januar 19, 2020

190120: Heute machen wir mal nix

Das war der Plan.
Nachdem Jonny es ja letzte Woche wieder mal geschafft hatte, aus dem "Ausgangssperre aktiviert"-Katzentörchen rauszukommen, hatten wir die glorreiche Idee, über Nacht das Törchen beidseitig zu verriegeln. In dem Moment, als der Hübsche heute morgen dann im Halbschlaf auf "Verriegelung aufheben" klickte, brummte die Push-Nachricht: "Jon hat das Haus durch Terrasse betreten".
Wie wir beim Runterkommen bemerkten: nicht nur Jon, sondern Jon und ein Spatz, der das leider nicht überlebte, sondern in Einzelteile und viele Federn zerlegt im Erdgeschoss lag. Neben dieser traurigen Nachricht wissen wir also jetzt: wenn die Katzen wirklich rauswollen, kommen sie raus. Immer. (Wie er mit Beute durch das verschlossene Tor wieder reinkam, man weiss es nicht). Die Verriegelung via App verhindert nämlich nur, dass bei Auslesen des RFID-Chips in der Katze die Verriegelung abgesenkt wird, sie wird nicht mechanisch blockiert. Die Katzen können also nach wie vor mit einer Pfote die Sperrstifte runterdrücken und mit der anderen das Törchen zu sich her aufziehen und sich dann untendrunter durchwurschteln. Well, so be it, Kreativität muss belohnt werden.

Neben "nix" haben wir also erstmal das Massaker beseitigt und das Erdgeschoss gesaugt.

Dann aber nix mehr, also

  • Zimtstern backen
  • Spaziergang am Rhein entlang (irgendwann sind wir dann im Kieswerk gelandet, da war gerade Marschprobe eine Gugge, das war etwas skurril)
  • mit den Katzenhütenachbarn geklärt, ob sie für die Skiferien die Katzen hüten (machen sie), und dann gehört, wie Jonny sich dort Eintritt verschafft: wenn offen ist, springt er durchs Fenster, wenn nicht, haut er an die Katzentür, springt auf das Küchenfensterbrett, stellt sich auf, haut dran, dann läuft er ums Haus und stellt sich an jedem Fenster auf, bis er endlich rein darf. Ein ... Stalker vor dem Herrn :-).
  • Q.s Referat über "Wie werde ich Anwalt und warum sollte ich das werden wollen?" probegehört, bis auf ein Komma und ein fehlendes e  nichts zu verbessern gehabt
  • immer noch Skiwäsche gewaschen und getrocknet
  • meine Colourpop-Lidschatten endlich mal katalogisiert (incl Füllgrad und Status, mit Ampelsystem), dabei drei Dubletten entdeckt und insgesamt 12 wegen "es ist nur noch ein ausgetrocknetes Restchen drin, ich habe, um ehrlich zu sein, genug, die nahezu identisch sind, auch wenn es eine LE ist" weggeworfen, alle angebrochenen Deckel gegen ganze ausgetauscht und .... ich habe "nur" eine zweistellige Anzahl (gerade noch so)
  • Sauna
  • Elterntelefonate
  • Und dann endlich Abendessen gemacht, in drei Variationen, deswegen ging es eine Zeitlang, aber war lecker, fanden alle.
  • Klamotten für morgen rausgelegt (Triggerpunktbehandlung. Arghhhh)
  • Nägel lackiert


Gegessen:
Gipfeli und Sonntagszopf mit Hummus
Silberzwiebeln
Zimtstern
"Seoul Soulfood Bowl"

Gelesen:
"Wisting"

Gesehen:
"Treadstone"

Getragen:
Jeans, zum Spazierengehen Thermostrumpfhose drunter, Longsleeve, Zimtstern-Hoodie, Wollsocken

Stressleveldurchschnitt gestern: 24
Selbstbeweihräucherung: Echt kalt geduscht zwischen den Saunagängen

Samstag, Januar 18, 2020

180120: Noch mal davongekommen

Heute morgen hat mir der Hübsche noch im Bett beim Morgenkaffee einen Videolink, den er von einem Kommilitonen von uns bekommen hat, zu einer Porträtsendung anlässlich der Pensionierung unseres Doktorvaters gezeigt. Über den Tag hinweg (da braucht es ja das richtige Setting für sowas,  Bügeln, Bauchtraining und Waschmaschine mit Skilagerwäsche einräumen zB) haben wir uns das also zu Gemüte geführt. Neben abenteuerlichen amourösen Verwicklungen, denen ich natürlich sofort hinterhergegoogelt habe, ich war mir nicht ganz sicher, ob ich mir das evtl nicht nur im Kopf zusammengesponnen hatte, bleibt: halleluja, bin ich froh, dass ich da raus bin. Wenn man mich in Zukunft fragt, was die beste Entscheidung meines Lebens war, dann: die zwei Tage vor der Abreise nach Basel angebotene Juniorprofessur abzulehnen. Wobei das gar keine Entscheidung war, sondern eher fassungsloser Unglaube, dass irgendjemand ernsthaft glauben könne, ich würde gerne in Academia bleiben. Und dann: in die Schweiz zu gehen und alle Verbindungen an die Alma Mater zu kappen (vielen Dank übrigens immer noch für die Weitergabe meiner Privatadresse und Telefonnummer an google-unfähige Doktoranden von irgendwo, liebes Lehrstuhlsekretariat!) Nun denn.

Viel wichtigeres Ereignis: L. ist wieder da! Mit einer Stimme, als hätte er eine Woche durchgesoffen, mit einer Blase am Fuss und sehr müde kam er zurück. Sie hatten eine Superwoche, Skiunfälle gab es keine, dafür den einen oder anderen Zwischenfall (in den er gsd weder aktiv noch passiv verwickelt war), die Krankenhausbesuche erforderten. Wie bei Q. damals auch, würde ich mir wünschen, die Primarschule würde hier auch nur vier Jahre dauern und nicht erst nach der sechsten Klasse aufgeteilt werden.... Das Nachtschlitteln war viel spannender als bei Q., weil er zweimal eine Kurve nicht gekriegt hat und der Schlitten in den Wald den Abhang runter gedonnert ist. Er ist jeweils vorher abgesprungen, hinterhergekraxelt und eine Serpentine tiefer wieder auf die offizielle Schlittelstrecke eingeschert. (So ungefähr, wie ich Mario Kart fahre). Anyway: alles dran, nach einer Stunde ind er Badewanne riecht er auch wieder gut, die Wäsche ist in der Maschine, es ist schön, wieder komplett zu sein.

Sonst: Komisches Gefühl den ganzen Tag, es sind schon sehr gemischte Gefühle, mit denen wir beide an diese Zeit zurückdenken, auch wenn alles, was danach passiert ist super war und so nicht passiert wäre, wenn wir es damals anders gemacht hätten.
Nun ja.

Gegessen:
Fastenwähe mit Hummus (erstmal recherchiert, woher "Fastenwähe" kommt)
Semmel mit Hummus
Burger mit Süsskartoffelpommes (zwei verschiedene vegane/vegetarische Patties im Test, let's see, bisher it "Beyond Meat" bei den "Ich tu so, als wäre ich Fleisch"-Patties mit "Garden Gourmet" fast gleichauf, der Hübsche findet sie besser als ich, heute also Valess und Vegini)

Gelesen:
Wisting

Gesehen:
"Treadstone", nach 2 Staffeln Vikings brauche ich mal wieder in bisschen Pause von verfilzten langen Haaren und einem zwischenmenschlichen Miteinander, in dem "Du hast bestimmt was blödes über mich gedacht, ich bringe deine ganze Familie um, mit der Axt" als normal angesehen wird.

Stressleveldurchschnitt gestern 26
Selbstbeweihräucherung: dem kleinen Kind heisses Wasser unlimited gegönnt, auch wenn ich heute vermutlich laukalt duschen muss 

Freitag, Januar 17, 2020

170120: Neues vom Lottomann

Ich sollte aufhören, über mein Nichtschlafen zu schreiben. Heute hat mich erstens der Hübsche beim Heimkommen (Afterworkirgendwas mit Kollegen und ich habe ab 11 geschlafen!!) nicht mal aus Versehen, sondern mit direktem Gesprächsversuch zweimal geweckt ("Beim ersten Mal Aufwecken sahst du noch voll süss aus!"), wir müssen mal wieder über Benehmen reden. Naja, von ganz allein wurde ich dann um halb drei, halb fünf und halb sechs wach und blieb es dann bis Weckerläuten. Vielleicht sollte ich das Schlafen überhaupt sein lassen.

Heute war ja Homeofficefreitag, wobei ich schon kurz überlegt habe, ob ich ins Büro fahre, weil ja ausser mir (und den Katzen) tatsächlich keiner daheim war bis halb sechs (L. ist ja sonst mein Homeofficegefährte zum Mittagessen und am Nachmittag, und der ist im Skilager), aber habe mich dagegen entschieden, weil ich so unkompliziert in der Mittagszeite eine Runde Besorgungen erledigen konnte und zum anderen ohne jede Ablenkung Zeug erledigen, zB ein Strategie-Paper schreiben, das ich gestern proaktiv vorgeschlagen habe und das heute dann direkt von anderer Stelle eingefordert wurde.

Ich weiss gar nicht mehr, ob ich es hier thematisiert habe, aber der Lottomann 2.0, die ja auf einmal so Sperenzchen gemacht haben, die Hermes auch noch (via Twitter, naja, vielleicht war das auch nur der Praktikant) als korrekt bestätigt hat, hat sein Dasein als Hermespaketshop für das neue Jahr eingestellt. Also habe ich mir (ich gebe ja nicht auf) einen neuen gesucht, der Paketshop des Grauens kommt natürlich nicht mehr in Frage. Es gibt also einen in Fussreichweite des Supermarkts, wo ich immer hingehe, das ist ein Laden für Wolle und Selbstgemachtes und zwar nicht der, in dem ich schon ein paar Mal Stoff gekauft habe in derselben Fussgängerzone, sondern ungefähr 30m weiter mit einem nahezu identischen Angebot (mehr Wolle als Stoff), was mir zwar zu denken gibt, wie lang die beiden wohl nebeneinander existieren können in einer Kleinstadt mit ... doch 32 000 Einwohnern, hätte ich gar nicht gedacht. Aber: so lange er da ist, nutze ich das.
Ich weiss mittlerweile schon, dass samstags der Hermesmann gar nicht kommt, aber heute habe ich mein Paket mit Toner und Pyjamahosen (und, ja, ich gebs zu, einem Pyjamaoberteil mit Wendepaillettenkatzengesicht. Für mich. Ich dachte, es wäre Print!) anstandslos dort bekommen. OHNE drei Euro Ausländerstrafe! Die gesparten 3 Euro (und ein bisschen mehr) habe ich dann in handgefärbte Sockenwolle investiert. Bisher gibt es also nix zu meckern und noch keinen Content, aber ich habe schon mal ein bisschen Bonding betrieben, das wird schon ;-)

Pünktlich zum Ende der Skiwoche von L. wurde es richtig kalt und hat hier unten im Flachland angefangen zu schütten und zu graupeln, ich hoffe, dass sich das bei den Skifahrern in Grenzen hält und sie morgen problemlos wieder nach Hause kommen!

Die Katzen wissen jetzt, wo im Vorratskammerl die Leckerlibeutel sind und Sunny hat mir durchs ganze Haus einen weggetragen, den sie schon aufgebissen hat. Ich habe dafür rausgefunden, wo sie ist, wenn wir denken, sie ist einfach weg: sie kann in eine der Stoffkisten in L.s Expeditregal klettern, auch wenn nur ein ca 1cm breiter Spalt zu sehen ist. Ich habe es an raushängenden Haaren erkannt.

Weil von verschiedenen Seiten auf einmal "LaBrassBanda" erwähnt wurde, habe ich da heute auf dem Weg zum Q. abholen mal reingehört und, naja, ich habe Bayern zur Zeit der BiermöslBlosn verlassen, das hier war mir neu. Q. war etwas schockiert, er möchte sich seinen bayerischen Wurzeln nicht stellen und in Zukunft lieber wieder das hören statt das.


Gegessen:
Marmeladenbrot
Vegi-Chili mit Brot
Freitagspizza

Gelesen:
"Wisting und der Tag der Vermissten" (Affiliatelink), mal sehen, ob diese kurze Reihe eine solide Überbrückung bis zum Eintreffen meiner Neubestellungen bietet

Gesehen: Vikings endlich mal wieder

Getragen: Jeans, Ringelshirt, Strickjacke, Wollsocken

Stressleveldurchschnitt gestern: 17
Selbstbeweihräucherung: ich mag mein Strategiepaper

Donnerstag, Januar 16, 2020

160120: Kopfschmerzen und Kimchi

Mein Schlaf ist kaputt. Gestern war ich vernünftig und habe, als der Hübsche um 10 heimkam und um halb 11 parat gewesen wäre für "Vikings" abgewunken und bin mit Buch ins Bett und mal vor Mitternacht eingeschlafen. Ohne bewegte Bilder, die auf der Netzhaut nachwirken, dafür eine Tasse Pfefferminztee und frische Luft. Was passiert? 4:32h bin ich wach und zwar hellwach und fit!

Nun ja.
Jonny war anscheinend auch sehr wach, er hat es nämlich um viertel nach sieben wieder einmal geschafft, das erst um viertel vor acht automatisch freigeschaltete Katzentörchen aufzupokeln (wenn man gleichzeitig den inneren Verriegelungsstift runterdrückt und so fest dranschlägt, dass das Törchen auf der extrem kurzen Strecke zum äusseren Verriegelungsstift so viel Schwung holt, dass es nach innen soweit zurückschwingt, dass man mit einer Kralle in den Spalt kommt, kann man es nach innen aufziehen und sich rauswinden) und ins Stockfinstere zu entkommen. Der Hübsche hat es gemerkt und Jonny liess sich durch freie Auswahl aus der Leckerlitüte nochmal zurücklocken :-).
Lustigerweise haben wir dann später nochmal beobachten können, dass gleichzeitig Jonny raus und Sunny rein wollten und da sind sie ungefähr so erwachsen wie Kindergartenkinder. Oder Laienzugfahrer.

Arbeit war ganz gut, ich habe festgestellt, dass ein mittleres Angstthema (OMG, ich muss diese  unglaublich komplizierten Dokumente für all meine Produkte updaten, das ist bestimmt sehr schwierig) gar kein Hexenwerk ist. Mit meinem Chef hatte ich ein extrem gutes Facetofacemeeting incl Coaching, das war wirklich gut. Ich wollte nämlich rausfinden, ob es für ein Problem, dessen Lösung mir unglaublich kompliziert vorkommt, einen direkten Weg gibt, den ich nicht sehe. Rauskam: ich habe alles richtig gemacht, es scheint deshalb so kompliziert, weil die Leute, die die Aufgabe gestellt haben, die auch nicht verstanden haben. Mich hat es so unglaublich gestresst, weil das ganze mit einer Deadline kam und naja, ich kann gar nicht anders, als Deadlines einhalten.
(Ich bin Coaching gegenüber ja so ein bisschen ambivalent eingestellt, ganz oft denke ich mir: "Ja, was soll ich denn mit so einer blöden Rückfrage anfangen, wenn ich jemanden frage, wie geht es nach xyz, dann hilft mir "was denkst du denn?" gar nix, sonst hätte ich ja nicht gefragt, sondern wäre hingefahren", aber manchmal passt das schon. Und ich hab mir am Schluss ganz uncoachinglike gefragt, ob ich das jetzt richtig verstanden habe, dass die Antwort nicht so einfach ist wie: "Ach, da kümmert sich Abteilung xyz drum, wusstest du das nicht?")

Am Nachmittag hat mich dann noch ein Kollege angetextet und "Hast du zufällig size 2 oder 4 Kapseln?" gefragt. Dazu muss man sagen, dass wir zwar in eine Pharmaunternehmen arbeiten, aber das nicht heisst, dass die Medikamente, die wir produzieren, überall frei verfügbar in den Regalen und Büros rumliegen, die sind ja alle verschreibungspflichtig, zum Teil fallen sie unters Betäubungsmittelgesetz und auf gar keinen Fall haben sie was in Büroschränken zu suchen. Trotzdem hat man natürlich je nach Aufgabenbereich und Historie einiges an Mustern zusammengesammelt im Lauf eines Arbeitslebens. Ich komme ja jetzt aus der Chemie-/Wirkstoffproduktion, da bekommt man schon keine Muster an Produkt oder Rohstoff, aber ich habe in meiner Erinnerungskiste Muster-Mini-BigBags, Crimps, O-Ringe, eine Sprühkugel und Kontaktscheiben, das hat in meiner aktuelle Rolle eher sentimentalen Wert. Viele meiner Kollegen kommen jedoch aus dem Drug Product Bereich, respektive befassen sich (wie ich jetzt ja auch) schon länger mit dem ganzen Paket, also haben wir Verpackungsmuster, Placebotabletten, Beispielspritzen etc., aber ich musste eine Zeitlang suchen, bis ich einen wahren Schatz im Schrank fand: einen Musterkoffer eines (des?) Kapselherstellers. Das sieht aus wie so eine Box voller Loomgummis,  nur halt mit Gelatinekapseln, farblich sortiert, nach Grösse, nach opak oder transparent, einfarbig, zweifarbig, radial oder axial bedruckt. Ich habe mich gefreut wie ein kleines Kind (und mein Kollege auch, der damit irgendein Fehlerszenario durchspielen wollte. Er hat sich die rot-olivgrünen ausgesucht. Unbedruckt)

Sonst: hämmernde Kopfschmerzen bekommen, die hoffentlich NICHT damit zusammenhängen, dass ich den ganzen Tag richtig gesessen bin und gestern auf der Blackroll rumgerollt bin. Deshalb habe ich auch den Neujahrsapero geschwänzt und bin mit einem kleinen Abstecher in den Asialaden (für #coodmalda und überhaupt brauche ich Kimchi, unsere Vorräte waren aus. Es gab nicht nur den aus Chinakohl, sondern auch mit jungen Rettichblättern. Ich bin gespannt) normal heimgefahren.

Schulbüchereimahnung für das im Skilager weilende Kind bekommen, wir werden klären, ob das mit Verplantheit des Kindes oder seit 6 Wochen ausgefallenen Bibliotheksbesuchen in der Klasse respektive Weiterleitung der ersten Rückgabeaufforderungen an das Kind zusammenhängt.

Kurzen Schreck bekommen ob einer ungewohnt hohen Kreditkartenrechnung, aber es war "nur" die Sommerurlaubsbuchung und dafür war sie gar nicht mal so hoch.

Strampeln half gegen Kopfweh, nächsten Donnerstag wird übrigens der Ersatz für den aktuellen Crosstrainer im Laden bestellt. Ich werde berichten.

Abendessen nur mit Q, der Hübsche ist auf eine Afterworkpotluck. Ich habe schon lange nicht mehr so lang mit Q geredet, normalerweise schwatzt er immer mit L. über Themen, die mich jetzt weder brennend interessieren und zu denen ich halt ehrlicherweise schon auch genau gar nichts beitragen kann. War auch mal wieder schön! (Wir haben über Bücher geredet, ich glaube, ich konnte ihn von der "Passage"-Trilogie"  (affiliate link) als nächstes überzeugen)

Gegessen:
Marmeladenbrot
Canneloni mit Spinat/Ricotta, Tomatensosse, Brokkoli und Fenchel
Salat, Brot, Hummus

Gelesen:
"Kriegslicht" aus. Das ist sehr schade, weil es halt schon aus ist, UND weil ich nix neues zum Lesen habe. Die früheste orbestellung kommt am 24. Januar....

Getragen:
weisse Bluse (sehr mutig mit der Tomatensossensache, die Kantinenfrau hat mir direkt eine Extraserviette "Wie für so kleine Kinder zum Reinstopfen" angereicht), Jeans, Stiefeletten

Stressleveldurchschnitt gestern: 21
Selbstbeweihräucherung: kurz vor totalem Aufregen aufgehört, den Paranoiaschwurbel, den erschreckend viele Menschen unter dem Hashtag #Widerspruchsloesung auf Twitter von sich geben, zu lesen. Wer tot ist, braucht seine Organe nicht mehr! Das Mindeste, was man tun kann, ist sich zu Lebzeiten darüber Gedanken zu machen und nicht auch noch den Angehörigen diese Entscheidung aufzuzwingen.

Mittwoch, Januar 15, 2020

150120: Super Schulter!

Mittelokay geschlafen (ich habe echt das Durchschlafen verlernt), im Bus und Zug wieder im Buch versunken.
Den Tag über konzentriert die To-Do-Liste abgearbeitet, dabei Querschüsse direkt weggearbeitet (das ist etwas, was mich sehr irritiert: wenn man sehr schnell auf irgendwas antwortet, weil die Antwort einfach ist oder das Dokument sehr schnell zu finden ist und es mehr Aufwand wäre, das auf meine To-DoListe zu schreiben oder mir zu merken, dann kommt gern als Antwort: "Danke, das war ja superschnell, hast du nix zu tun?!" Sollte ich die schedule-Funktion in Gmail nutzen und frühestens nach 8 Stunden antworten?!), und ... endlich das blöde Schulterthema angegangen.
Durch unseren medizinischen Dienst mit der freien Sprechstunde ist das eine unglaublich einfache Sache: ich hatte eh Mittagessen mit den alten Kollegen auf dem Hauptareal abgemacht, da bin ich dann eine Stunde früher hin, habe im Wartezimmer 10 Minuten weitergearbeitet, einer Krankenschwester mein Problem geschildert, im Sprechzimmer nochmal ("Es kann aber sein, dass es ein bisschen geht, sorry") 10 Minuten gearbeitet, während ich auf den Arzt wartete. Der hat dann kurz abgefragt, was wie wehtut, die allgemeine Beweglichkeit der Schulter geprüft, mir eine "Super Schulter" attestiert (man muss die Komplimente feiern, wie sie fallen) und dann eine "Ui, das ist aber wirklich ... ui, ich drück überhaupt nicht und das tut so weh? Das ist unglaublich verspannt und verhärtet" sehr beeindruckende Verspannung von (ich konnte nicht genau zuhören, weil ich die Schmerzen vom Nichtdrücken veratmen musste) irgendwelchen Muskeln (naja, ist auch eine Art Kompliment, oder?)
Nach Abklärung von Arbeit (nur rumsitzen und schlau schauen, zweiteres für Schulter nicht relevant), Sport (aha, mhm), frühere Traumata und OPs (keine und keine schulterrelevanten), Rauchen (nein, nie, nur manchmal geträumt, mir würde jemand eine Zigarette anbieten, das ist aber nicht relevant) scheint es so, dass ich falsch sitze und Stuhl/Tisch falsch eingestellt sind und ich falsch tippe. Dafür gab es eine Anleitung und weil "davon allein die Schmerzen nicht weggehen, würde ich Ihnen eine Massage oder (und da begannen seine Augen diabolisch zu funkeln) eine Triggerpunktbehandlung empfehlen". Und weil wir ja unglaublich gut versorgt sind, wird das von einer Physiotherapeutin direkt bei der Arbeit erledigt, wird "auf gar keinen Fall angenehm sein", naja, und ich habe jetzt schon ganz schön Angst. Montag morgen um acht, ich bin gespannt. (In der Zwischenzeit richtig sitzen, alles richtig einstellen, Tastatur woanders hin als jetzt und IMMER den Ellbogen unterstützt haben und gern auch auf einier Blackroll rumrollen. Also: nicht bei der Arbeit.)
Habe ich alles gemacht, vor lauter ungewohnt, konnte ich fast gar nicht mehr denken und tippen, der Hübsche hat mir seine Blackroll geliehen und ich wage die Aussage: "Da können Sie auf gar keinen Fall was kaputt machen" doch sehr zu bezweifeln, diese Schmerzen können nicht nicht kaputt sein. (Ich kokettiere, was okay ist, ich bin nämlich vor allem froh, dass es nix wirklich Schlimmes ist und meine Schulter super, der Rest ist jetzt Kür.)

Sonst: sehr irritierender Abend, weil ich seit ungefähr 14 Jahren zum ersten Mal (naja, vermutlich nicht, aber es fühlt sich so an) ganz allein bin, weil Q. UND der Hübsche beim Sport sind. Ich habe wegen "fühl mich nicht so toll" (nicht Schulter) beschlossen, das Strampeln heute auszulassen und mich stattdessen in die Badewanne zu legen. Da kam zwar jetzt noch ein dringendes Arbeitsnotfalltelefonat dazwischen, das hat man davon, wenn einen die Kollegen mit "Die kennt sich mit xy aus und hilft gern und schnell" weiterempfehlen, aber jetzt!

Gegessen:
Marmeladenbrot
Falafel mit Couscous, Zitronenjoghurtsosse, Weisskrautgemüse und Karottensalat
Salat mit gebratenen Champignons

Gelesen
"Kriegslicht"

Getragen:
Jeans, Bluse (jemand hat vorausgedacht, nicht wie beim spontanen Grippeimpfen, wo ich mich für einen Pieks bis auf die Unterwäsche ausziehen musste)

Gesehen:
"Vikings"

Stressleveldurchschnitt gestern: 34
Selbstbeweihräucherung: das Schulterding angegangen. Und jemanden halbwegs beruhigt in den Feierabend geschickt (halbwegs, weil "Willkommen im Club der armen Würschtl, die das jetzt ausprobieren müssen" vielleicht nicht der beste Salespitch war)

Dienstag, Januar 14, 2020

140120: Nicht schlagfertig

Ich weiss, Einkindeltern finden es immer unglaublich schlimm, wenn Mehrkindeltern bei der Abwesenheit eines sagen: "Ein Kind ist kein Kind", aber tja nun, ich setze noch einen drauf und sage: "Ein Teeniekind ist überhaupt gar kein Kind". Q. und L. sind ja nun mittlerweile tatsächlich extrem pflegeleichte Exemplare, aber mit einem (und auch noch dem kleinen) weniger ist es fast schon ein bisschen unheimlich. Auf einmal ist nach dem Abendessen tatsächlich und in echt Feierabend (naja, minus Wäsche, Papierkram, sowas), weil keiner mehr vorgelesen bekommen möchte, keine Znünibox gepackt werden muss, nicht nochmal nachgefragt werden, ob wirklich in echt Zähne geputzt, geduscht UND Deo verwendet wurde und das Gesicht eingecremt, es muss nicht nochmal rückbestätigt werden, wie "Klar habe ich mein Sportzeug gepackt" und der in irgeneiner Ecke liegende Sportsack mit dem Turnzeug von vor zwei Tagen zusammenpassen. Jetzt habe ich heute abend schon dreimal hochgerufen, wann denn endlich mal ein Zahnbürstengeräusch zu hören wäre, dabei ist überhaupt gar niemand da, weil Q. auch noch zu seinem Piohock abgedampft ist....
Dafür fehlt natürlich auch das Kuscheln mit dem kleinen Kind, nicht nur mir, auch Jonny, der jetzt überlegt, das L.-Stockbett ganz zu übernehmen.
(Webcamcheck sagt übrigens: Traumwetter und beste Pistenbedingungen am Skiort, ich glaube, ich habe L. anhand seiner neonorangen Puschelohren auf dem Helm gespottet).

Bei der Arbeit erstaunlich konzentriert und konstruktiv Zeug abgearbeitet. Ich muss noch an meinem Selbstbewusstsein im gar nicht mehr ganz neuen Job arbeiten. Wenn ich eine Anfrage bekomme und meine erste Reaktion ist "Häh?!", gehe ich immer noch automatisch davon aus, dass das an mir liegt, weil ich neu bin und den genauen Prozess zur Beantwortung so eines Requests noch nicht kenne. Wenn aber beim Nachforschen alle anderen Stellen auch "Häh?" sagen, lag es vielleicht gar nicht an mir, sondern an der Anfrage. Dank meines einen saisonaen Produktes bekomme ich aktuell die gesamte Breitseite aller möglichen heissen und dringenden Themen ab, so dass ich gar nicht anders kann als Routine entwickeln :-). (Falls Sie sich fragen, wo Ihre Rückfragen an den Arzt oder Apotheker zu einem Medikament landen: auf einem Schreibtisch wie dem meinen. Vielleicht sogar direkt meinem.)

Gestern nachmittag hat mich jemand nach einem spontanen Erfahrungsbericht für einen Workshop HEUTE gebeten und zwar so geschickt, dass mir einfach keine Begründung, die nicht nach billiger Ausrede geklungen hätte, eingefallen ist, mit der ich hätte absagen können, also habe ich spontan von unserer "Agile Transformation" berichtet, ganz spontan auch noch ohne die Unterstützung des Slidedecks, das ein Kollege und ich für eine andere Gelegenheit zu diesem Thema mal zusammengestellt hatten. Lief erstaunlich gut.

Zwischendrin war ich dann etwas nervös, weil Jonny sich morgens um viertel vor acht verabschiedet hatte und nach zwei sehr kurzen Tagen gestern und vorgestern (Dienstschluss um 13.07h respektive 13:24h mit NAchmittagsschlaf, das nach kurzem Abendessen direkt in ausgiebige Nachtruhe überging) heute über acht Stunden am Stück nicht zuhause blicken liess. Q. kam als erster nach Hause und wurde ein, zwei, drei Runden suchen geschickt, traf dann die Katzensitternachbarn, bei denen hatte er sich immerhin für eine Mittagspause und einen Nachmittagssnack blicken lassen, da kam er dann irgendwann doch noch durchs Törchen angetrabt (der Hübsche sagt, ich hätte ihm die kurzen Tage davor nicht immer so unters Näschen reiben sollen).

Sunny ist übrigens mit Q. vom Bus heimgekommen und dann ohne Witz 3 Sekunden, bevor der Hübsche das Törchen per App verriegelt hat, noch mal rausgeflitscht und liess sich dann eine ganze Zeitlang nicht finden. Q. und ich haben sie erst in einem echt hohen Baum vermutet, in dem Riesen-Elstern-Geschrei war, aber so wie es aussieht, war das ein Streit zwischen Elstern und Krähen. Sunny sass im Garten der Nachbarn gegenüber vor einem Busch voller Vögel, in dem es wie wild zwitscherte, und hatte einen Blick drauf wie .... ein hungriger Q. vor einem all-you-can-eat-running-sushi-Band.
Ich war zu lahm, eigentlich wollte ich ein Video machen, auf dem hätte man schön das Vogelgezeter gehört

Sie erinnern sich an mein erstes Erlebnis mit unserer Paketstation? Ich kann nun auch die andere Richtung als gemeister melden, ich habe erstmals ein Retourenpaket via Station verschickt, das lief unerwartet problemlos und intuitiv. Naja, ankommen muss es halt noch, bisher ist es nur in einem Fach.


Gegessen:
Marmeladentoast
Mandarinen
Bündner Capuns (der Kollege fragte, ob die Einbürgerung anstünde und ich mich deshalb kulinarisch vorbereiten würde) mit Rahmlauch, Peperonata und Asiasalat
Brot, Hummus, Salat

Gelesen:
"Die Lücke, diese *irgendwas* Lücke" aus (ja, hm, ok, ich glaube nicht, dass ich die anderen Bände noch lesen werde, dazu ist mir der Erzähler und die Erzählhaltung zu unsympathisch)
"Kriegslicht" (affiliatelink) angefangen (Wie so oft eine Empfehlung der Kaltmamsell und ich war nach nur einer Viertelstunde im Zug schon total gefesselt.)

Getragen:
Jeans, blaues weites Hemd, Wildlederstiefeletten

Gesehen:
Vikings (ich hoffe auf mehr Lagertha und zwar flott, dieser blutrünstige selbstverliebte Boy's Club geht mir mittlerweile total auf den Senkel)

Stressleveldurchschnitt gestern: 24
Selbstbeweihräucherung: fast nicht nervös geworden wegen Jonny
Ge




Montag, Januar 13, 2020

130120: Montag, der 13.

Als mir heute irgendwann rausrutschte: "Was ist denn los heute mit den Leuten?", meinte mein Kollege: "Montag, der 13., das ist noch schlimmer als Freitag, der 13., man hat nicht mal die Aussicht aufs Wochenende direkt vor der Tür" und da ist was dran. Aber ich habe mir ja letzten Freitag vorgenommen, mich nicht stressen zu lassen, wenn es so aussieht, dass ich bin Freitag eine Bugwelle an Extrakram vor mir herschiebe, das wird am Erledifreitag gemacht.

Heute war btw ein etwas anderer Wochenstart, weil wir ja diese Woche nur ein Kind im Haus haben, L. ist nämlich Richtung Skilager abgefahren. Bisher ist mir noch nix aufgefallen, was wir vergessen hätten. Dank Packlisten (ich weiss gar nicht, ob es das bei unseren Klassenfahrten früher auch gab, hier ist es in Schule und Pfadi gang und gäbe) ist ja sehr klar, was mit muss. Ich schmunzle immer ein wenig, wenn ich Dinge wie "Skihose (Jeans sind ungeeignet)" lese, denke mir dann, dass jede Regel ihre Hintergrundstory hat, und komme dann auf die Welt, wenn mir Q. erzählt, dass bei ihnen damals dann halt Kinder mit Jogginghosen auf der Piste standen.
Ich habe auch wieder gemerkt, dass ich keine gute Lehrperson wäre, als die Begleitpersonen mit einer Engelsgeduld erklärten, warum der Skisack, den alle vom ausleihenden Sportgeschäft bekommen haben, auch verwendet werden sollte, warum Helme und Schlafsäcke aussen an winzige Sporttaschen gebunden keine gute Idee sind, alles Dinge, die meines Erachtens eigentlich eine Sache von gesundem Menschenverstand sein sollten, weil ... wie wird das Gepäck von drei Schulklassen in einem Bus wohl verstaut?, aber anscheinend nicht.
L. konnte sich nicht gross verabschieden, weil es auf einmal die Chance auf einen Platz in der allerletzten Busreihe mit seinen besten Kumpels gab, da muss man dann Prioritäten setzen. Ich bin mir sicher, er hat sehr viel Spass, auch wenn er mit ein bisschen gemischten Gefühlen gefahren ist (er ist aktuell der Meinung, dass er eigentlich nicht sooooo gern Ski fährt und findet es jetzt ein bisschen ungerecht, dass ausgerechnet er dieses Jahr zwei ganze Wochen auf Skiern stehen wird. Mindestens, weil wir anderen unglaublich gierig auf mehr Pistenzeit sind :-)).
Sehr irritiert war ich dann übrigens auf der Weiterfahrt in Bus und Zug zur Arbeit, als ich ein kaum zu überhörendes Gespräch zwischen anderen Eltern mitbekam, in dem die schwärzesten Szenarien an ausgemalt wurden, warum diese Woche nur in einer absoluten Katastrophe enden kann, wie schlimm das für die Kinder ist, in diesem zarten Alter schon so lang so weit und überhaupt ALLEIN weg zu müssen, und das mit der Frage endete, wie man denn jetzt mit den körperlichen Schmerzen, die man wegen der Abwesenheit des eigenen Kindes leide, eine Woche lang zur Arbeit gehen solle, da macht sich vorher auch keiner Gedanken drüber.
Nun ja, ich bisher zumindest nicht, seitdem natürlich schon, besonders seit ich auf Twitter (jajaja, ich war so perplex, dass ich kurz meine eigene goldene Regel "NIEMALS ÜBER SCHULTHEMEN TWITTERN" vergass) natürlich darüber aufgeklärt wurde, dass es Millionen Gründe gibt, warum Kinder nicht auf Klassenfahrten mitfahren können/sollen/wollen, was natürlich überhaupt nicht die Frage war, nicht mal wenn es eine Frage gegeben hätte, aber Hauptsache man war mal wieder betroffen und traurig und enttäuscht, dass unfair verurteilt wurde. Joah.....

Langer Rede, kurzer Sinn: ich stalke wieder mal ein Kind auf Bergwebcams und hoffe, dass am Samstag alle wieder heil nach Hause kommen.

Gegessen:
Semmel mit Frischkäse
ein Stück Apfelkuchen von einer Kollegin
Pho (Weil allein unterwegs mit Lesestoff, nach sehr langer Zeit mal wieder nicht auf dem Kindle, weil zu Weihnachten geschenkt bekommen, ich kam mir direkt total prätentiös vor, wie wenn ich allen um mich rum unter die Nase reiben wollen würde, dass ICH JA EIN ECHTES BUCH LESE! Wie immer beim Pho-Essen traurig ans Fräulein gedacht)

Montagspizza

Gelesen:
"Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" (Affiliatelink). Wie erwähnt, habe ich das Buch geschenkt bekommen mit der Ankündigung, es wäre unglaublich witzig. Ich weiss nicht, ob deshalb oder weil es der dritte Band eines Zyklus ist, oder überhaupt, auf jeden Fall, ich hatte anfangs wirklich Mühe mit dem Buch. Mittlerweile (ich bin bei ca 2/3) bin ich immerhin soweit, dass ich es unbedingt schnell fertiglesen möchte, ob ich die anderen 5 auch noch lese, weiss ich noch nicht. Ich finde es übrigens überhaupt nicht witzig, sondern eigentlich sehr traurig, zwischendrin ärgere ich mich sehr über den Erzähler, aber vermutlich ist das kein Zeichen für ein schlechtes, sondern eher für ein gutes Buch: kalt lässt es mich auf gar keinen Fall.

Gesehen: Vikings

Getragen: Jeans, dicken blauen Wollpulli, Wildlederstiefeletten

Stressleveldurchschnitt gestern: 44 (ich nehme an, die Klappenrutsche hat dazu beigetragen)
Selbstbeweihräucherung: den Entschluss gefasst, wegen meiner Schulter jetzt doch was zu unternehmen, das ist irgendwie nix so.

In diesem Sinne: einen guten Start in die Woche mit einem "Highfive" von Sansa


Sonntag, Januar 12, 2020

120120: Rulantica

Der Hübsche und ich sind ja in Bayern gross geworden, der Hübsche sogar mit Bad Tölzer Grosseltern, d.h. Alpamare gehörte zum ...  Leben wie Nikolaus und Krampus, wie Christkindlmarkt und Oktober(Volks-)fest, wie Bergwerk im Deutschen Museum und in Berchtesgaden. Einer der ganz grossen Tage des Studentenlebens war der, an dem wir spontan freigenommen haben und mit zwei oder drei Kommilitonen nach Bad Tölz gefahren sind und eben einen Tag im Wildwasser respektive Jodbecken verbracht haben (der andere ganz grosse war ein Geburtstag von mir, an dem es ungefähr einen halben Meter Neuschnee hatte und der Hübsche und ich VOR allen Dorfkindergartenkindern mit unserem Familienhund Emma und zwei Schlitten an den Dorfschlittenberg "Fuchsberg" gezogen sind und den besten Schlitteltag ever hatten.).
Das Partnerbad in Pfäffikon lag zu Münchner Zeiten immer in unerreichbarer Ferne, aber sobald wir uns in Basel niedergelassen hatten, war das natürlich ein Pflichttermin. Ich weiss nicht, wie wir es geschafft haben, aber nach unsere ersten Besuch dort (weit vor Kindern und unschwanger) war ich mir nicht sicher, ob mein Handgelenk nicht vielleicht doch gebrochen wäre und ob der brummende Schädel vielleicht doch ein Zeichen für eine veritabe Gehirnerschütterung. Auch mit Kindern sind wir regelmässig (am liebsten im Winter mit Schnee, dann macht das Jodbecken erst richtig Freude) zu Gast am Zürichsee, zuletzt dieses Jahr an Silvester.
Parallel dazu hat uns erst meine kleine Schwester, dann unsere Nachbarn mit dem Jahrespass, dann der eine oder andere Arbeitsworkshop dort (nein, danke!) und halt überhaupt die Nähe und (regelmässig diskutieren wir das Thema) die Ähnlichkeit zu Disneyland uns mit dem Europapark gehooked. Ich schätze, wir sind ... knapp einmal im Jahr dort und jedesmal begeistert und schlagkaputt.
Dementsprechend haben wir die Entstehung von "Rulantica", dem Wasserpark neben dem Europapark, von Anfang an verfolgt und uns gefreut wie die Schnitzel, als meine kleine Schwester uns Gutscheine zu Weihnachten schenkte. Das Buchen war dann (mit Voransage, danke dafür) ein wenig tricky, pro Tag kommen nämlich "nur" 3500 Menschen rein und die brauchen vorab online gekaufte Tickets. Wir wären an sich gerne noch in den Weihnachtsferien gegangen, alle anderen auch und so war heute halt der erste mögliche Termin. Der Webshop ist ... sagen wir, ausbaufähig, wenn man eine Gutscheinkarte hat, muss man nämlich erst online checken, wann noch Kapazität wäre und dann NUR TELEFONISCH, auf gar keinen Fall online, die Gutscheinkarte in ein Ticket verwandeln, das man dann per Mail als QR-Code (nicht für "Wallet" verwendbar) zugeschickt bekommt. Nun ja, es waren Ferien, ich hatte Zeit. Der beste Kommentar war der der Ticketfrau: "Ich bin mal gespannt, was Sie hinterher sagen, das Feedback ist ja sehr gemischt.")

Nach einem Tag in Rulantica kann ich mit dem Hintergrund Alpamare (und vergleichbaren Spassbädern wie zB Aqua Basilea und Erdinger Thermen und das Ding in Leipzig) UND Hintergrund Europapark sagen: ich verstehe das gemischte Feedback. Es ist ein Mix aus alldem. Vom reinen "sportlichen" Rutschaspekt ist das Alpamare natürlich besser. Da wrid ohne grosses Trallafitti treppengestiegen, reifengeschleppt, gerutscht. Rauf, runter, rauf, runter, rauf, runter und zwischendrin ist das höchste an Entspannung SRF3 unter Wasser im Sprudelbecken draussen. Vom reinen Vergnügungsparkt ist der Europapark (oder Disneyland(-world)) natürlich besser. Da steht man vielleicht 40 Minuten an, um dann durchs Weltall gewirbelt zu werden, aber dafür ist auch das Anstehen (bei den ersten 5mal) ein Erlebnis und man kann zwischendrin Snacks kaufen. Rulantica ist so ein Mittelding: die Rutschen sind gut bis super (ich glaube, man kann sich nix brechen wie im Alpamare, ich habe mir immerhin in der Klappenrutsche eine Beule und eine blaue Schulter im Wildwasserkanal geholt), das Anstehen hat durchaus Europapark/Disneyland-Qualität und Dauer (hm. Die Halfpipe und die Schlange ist schon super, aber eine halbe Stunde anstehen ist es halt nicht wert), die Gestaltung ist weit jenseits von gekachelte Schwimmbadcharme auf höchsten (und halt brandneuen) Freizeitparkniveau (Essen: auch. L. war total happy mit seiner Pizza, vom Rest her kann ich sagen: wenn man sich auf eine Riesenportion Schwimmbadpomme beschränkt, fährt man am besten)). Das im FAZ-Artikel von gestern gerühmte Lärmdämmsystem kann ich so nicht bestätigen, es ist halt so laut wie jedes andere Spassbad PLUS das ubiquitäre GEMAfreie Freizeitparkgedudel obendrüber, meine Ohren klingeln jetzt noch. (Ich musste ein wenig schmunzeln ob der extra erwähnten multinationalen Besucher. Willkommen im Dreiländereck und in der Nähe der überhaupt multilingualen Schweiz).

Anyway: wir hatten einen richtig, richtig grossartigen Tag.
Wer

  • Spassbäder
  • Freizeitparks
  • ein Highend-Duschsystem
  • Junkfood
  • Wasser

mag, ist in Rulantica am richtigen Ort.

Die Kamera der Klappenrutschen ist so ungefähr auf Hüfthöhe der Kammer, in der einem dann der Boden unter den Füssen weggeklappt wird. Die Bilder sind dementsprechend.


Danke, Schwesterlein!


Samstag, Januar 11, 2020

110120: Räumediräum

Gestern abend hat sich mal wieder gezeigt, wie lange und wie gut der Hübsche und ich uns schon kennen. Wie ja das eine oder andere Mal schon erwähnt, habe ich seit Wochen (unterbrochen durch die Weihnachtspause, in der ich dann einseitig Schulter hatte) einen extrem verkrampften Nacken- und Schultergürtel. Soweit nix neues, aber gester abend war das so unangenehm und ermüdend, dass ich über meinen eigenen Schatten sprang (sehr weit) und den Hübschen fragte, ob er mir den Nacken und die Schultern massieren könne. Er wurde ganz blass um die Nase, liess alles stehen und liegen und fragte: "Scheisse, so schlimm? Sollen wir ins Krankenhaus fahren?" und da musste ich dann doch lachen, weil: ja, das könnte von meiner Seite auch einer dieser berühmten: "Welcher Satz sagt Ihren Freunden, dass sie entführt wurden und gerettet werden müssen?" Sätze gewesen sein. Ich habe extrem viel Mühe damit, von anderen Menschen angefasst zu werden und bin dann immer total angespannt. Je mehr man mir sagt "entspann dich mal!", desto mehr verkrampfe ich. Naja, und dafür muss ich mich nicht massieren lassen, das habe ich ja vorher auch schon. Dazu kommt, dass ich dieses "Stell dich nicht so an, natürlich muss eine Massage weh tun, nur so hilft sie, alles andere wäre ja streicheln", weil: es tut ja vorher schon alles weh, wie soll ich entspannen, wenn es noch mehr weh tut? Also: Massage nein, danke. Gestern gings dann ganz gut, der Hübsche hat das sehr vorsichtig gemacht, aber ich müsste halt einfach mal (höhöhö) aufhören, meine Schultern so hochzuziehen und die Zähne zusammenbeissen.

Heute wäre übrigens (morgen ist Ausflugstag!) DER Tag in der Woche zum Ausschlafen gewesen. Wäre, weil um 4:02h stand L. vor meinem Bett: "Keine Angst, Mami, ich bins nur, ich kann nicht schlafen, kann ich zu dir kommen?" Konnte er, war ganz kuschlig.
4:18h: "Mami, gell, das ist voll gemütlich?!"
4:37h: "Oh, jetzt hat die Sunny auf meine Nase getatscht."
4:58h: "Ich hole mir jetzt doch meine Decke von unten."
5:03h: "Hallo, ich bin wieder da. Kann ich doch in die Mitte?"
5:08h: "Ah, süss, die Sunny nuckelt an meiner Decke!"
5:20h: "Mami, kannst du da Deinen Arm wegmachen?"
5:45h: "Echt gemütlich, gell?"
6:20h: "Mami, so cool, ich bin nochmal eingeschlafen, das war schön. Ich geh jetzt wieder runter."
6:21h (Sunny): "HUMAN, AUFSTEHEN!!!!!!! DU BIST 21 MINUTEN ZU SPÄT!!!"
7:45h, ich gehe Kaffee machen und frage L, ob er Kuscheln kommen will: "Nein, danke, ich habe für heute genug gekuschelt."

Naja, ich erinnere mich ja an Zeiten, da wäre ein erstes Wecken um 4 ein Grund zum Feiern und Jubilieren gewesen, da ist das ja nur so Anfängerlevel.

Ich weiss ja nicht, ob das ein Schweizer Phänomen ist und diese Schuhe mit dem Sales Pitch "Swiss Engineering" nur hier wegen Lokalpatriotismus so durch die Decke gehen, so dass jeder, sei es nun wirklich zum Rennen und Wandern oder wenigstens 12 Stunden Dienst im Krankenhaus oder halt auch nur auf den Weg zum Bäcker, auf einmal solche Schuhe trägt, oder ob sie auch jenseits der Eidgenossenschaft ein Begriff sind. Ich hattte solche zum ersten Mal an, als ich neue Wanderschuhe gesucht habe und war überrascht von der abgrundtiefen Hässlichkeit (der Wanderschuhmodelle) und des irrwitzigen Preises, der nochmal 100 Euro über den Mammutschuhen, die es geworden sind und die preislich halt schon ungefähr das Maximum sind, was ich für Wanderschuhe ausgeben möchte, lag. Aber: ich bin ja dann doch ein Marketingopfer und je mehr Freunde, Kollegen, Bekannte ich mit solchen Schuhen sah, desto mehr reifte die Einschätzung, dass mir für ausserhalb der Arbeit Schuhe für normal fehlen, naja "fehlen". Ich machte mich also auf die Suche, erstmal online, aber unter "Cloud kickers" fand ich schon mal nix. Der Hübsche, der ja der familieninterne Sneakerfachmann ist (kein Innenstadtbesuch ohne Footlocker und Snipes und alle Sportgeschäfte), hatte mir glaubhaft versichert, dass das Loge "QC" für "Cloud Kickers" stünde. Naja, tut's nicht. Auch nicht für "Qloud Cickers". Oder "Quloud Kickers". (Mein google-Suchverlauf ist sehr lustig). Wenn man aber "QC-Schuhe" sucht, findet man sie. Und dementsprechend bin ich nicht die einzige, die das Logo als QC und nicht als das korrekte "ON" gelesen hat :-). Praktischerweise war das Katzenfutter eh kurz vor alle (naja, "kurz") und wir hatten noch einen Mehrwertsteuerzettel vom Sportladen, der eben auch "ON"-Verkaufsstelle ist, also sind wir heute geschwind hingefahren. Ich hätte ja gern nur die Schuhe probiert, die Auswahl war grossartig, aber der Verkäufer so ... aufdringlich, dass ich wirklich ernsthaft physische Abwehrreaktionen spürte. Mir wurde ganz heiss und unglaublich schlecht, während der Hübsche ("Ich find sie alle cool, ich wart dann mal draussen") mir halt leider gar keine Hilfe war. Aber: gute Nachricht: ich habe jetzt sehr hippe, sehr teure und schöne Turnschuhe, die ich plane, in diversen Städtereisen und dem Sommerurlaub ausgiebig zu testen. Es könnte ja durchaus sein, dass Chucks vielleicht doch nicht der Dämpfung allerletzter Schluss sind....


Sonst so: (Link zum Titel):
Gepackt.
L.s Gepäck fürs Skilager
Schwimmtaschen für Rulantica
Rucksäcke für die Nachtübung der zwei Pfadis

Ich hoffe, wir haben nix verwurschtelt.

Freitag, Januar 10, 2020

100120: Made Leine

Ich bin übrigens wieder da, wo ich vor den Weihnachtsferien war: ich wache jeden Tag Punkt fünf auf (sollte "Punkt 6" IN den Ferien am Ende Ausschlafen gewesen sein?!) und bin dann zwar müde,  kann aber nicht mehr richtig einschlafen bis Wecker. Nun ja.

Heute immerhin musste ich ja nicht aus dem Haus, sondern konnte mich in Jeans und Kuscheljacke am Esszimmertisch ausbreiten. Also: nicht ich auf dem Tisch, sondern mein Zeug, Sie wissen, was ich meine. Wobei: JEMAND hat sich auf dem Tisch ausgebreitet :-)



Unterbrochen von einem kurzen Wocheneinkauf (die Kinder monierten, dass nach der weihnachtlichen Schokoladenflut mittlerweile Ebbe in den Süsskramvorräten hersche, unter anderem) schaffte ich es heute, die Dinge zu erledigen, die cih eigntlich für meine Woche so geplant hatte. Im Rahmen von LPS (also "Lean production system") gibt es ja das Element "Leader Standard Work" und je nach approach erstellen sich die Leute da tatsächlich einen genauen Plan, wie sie jeden Tag genau gleich gestalten (standardization rocks!), also Emails bearbeiten von dann bis dann, Mitarbeitergespräche, Teammeeting, Reports schreiben dann, naja. Je nach Stellenanforderung und Persönlichkeit kann das durchaus super sein, aber ich glaube, ich hatte noch nie eine Rolle, in der das gepasst hätte (ich meine: "Wenn bei der Feuerwehr der Notruf reinkommt, können Sie auch nicht sagen: Sorry, jetzt grad ist die Zeit für Uniformkontrolle, Notrufe aus Ihrem Stadtviertel nehme ich gerne morgen wieder von 11:30 bis 12:50 entgegen."). Aber: was sich dann doch durchaus bewährt, ist dieser eine Tag, den ich mir nicht mal bewusst oder kontrolliert meetingfrei halte, aber durch meine physische Abwesenheit scheinen meine Kollegen mich zu vergessen und ich bekomme weniger spontane "Du, hast Du grad mal schnell 10 Minuten?"-Anfragen und komme zu ... Zeug. Muss ich das nur noch in meinen Kopf kriegen, dass Freitag Aufarbeitungstag ist und ich mich nicht die ganze Woche verrückt machen muss, wenn eben Zeug vertagt werden muss.

So.
L. (und überhaupt die Jungs) habe ich sehr glücklich gemacht mit dem Einkauf von Madeleines. Ich habe bis heute noch nie selber welche gekauft, weil ich als Kind so viele davon hatte, dass sie für mehr als ein Menschenleben reichen. Ich weiss nicht, ob ich sie jemals wirklich lecker fand, aber in unseren einigen Korsikafamilienferien wurden sie als praktische Leckerei entdeckt, weil kaum krümelig, schmiert nicht, keiner mags überhaupt nicht. Und so gab es davon eine Menge. Gefühlt immer und überall und naja, sie schmecken halt schon einfach neutral süss und ein bisschen klebrig und so wars das mit mir und Madeleines. Meine kleine Schwester hat uns von einem ihrer Südfrankreichbusinesstrips nun eine Riesentasche lokale Leckereien mitgebracht, viele eben mit emotionalhistorischem Background, wie zB den Pfefferminzsirup, den ich im Sommer immer noch sehr gern mag, und eben... Madeleines. Als wir in den Weihnachtsferien dann im Alpamare waren, habe ich unseren Vorratsschrank nach nicht krümeligen, nicht schmierenden, keiner mag sie gar nicht Snacks durchsucht und die Packung Madeleines mitgenommen. Ich habe selten etwas so schnell in den Kindern verschwinden sehen wie diese Packung nach 4 Stunden Schwimmen und Rutschen und man war sich einig, dass das zu den leckersten Sachen gehört, die je erfunden wurden und schade, dass es die nur in Frankreich gibt. Ist natürlich nicht (mehr) so, ausserdem leben wir ja praktisch vor der Haustür von Frankreich und tja, gibt es die jetzt halt doch wieder bei uns (ich find sie immer noch fad, aber das macht ja nix).

Ansonsten kam noch die Frage zum gestrigen Tag, warum der Warroom im Keller ist und warum wir kritische Sachen dort besprechen. Die Antwort darauf ist weniger spektakulär als man glauben möchte: wie jede Firma haben wir wir ein Meetingraumproblem, d.h. wenn man ganz kurzfristig einen braucht, wird es oft eng. Ausserdem haben nicht alle Meetingräume die gleiche Infrastruktur, es gibt welche mit grossem Bildschirm, welche mit Beamer, welche mit nix, welche mit Videokonferenzausrüstung. Die Art Meetings, für die es jetzt diesen speziellen Raum gibt, zeichnen sich dadurch aus, dass sie mit sehr kurzer Vorlaufzeit stattfinden, weil man auf ein Thema sehr schnell reagieren muss. Sehr schnell bedeutet in dem Fall <24h zwischen Einladung und Meeting. Die Teilnehmer kommen meist aus aller Welt, d.h. es braucht eine ordentliche Infrastruktur, die immer absolut 100% einsatzbereit ist, es sind immer sehr hochrangige Entscheidungsträger anwesend, auch deshalb ist eine extrem gute Vorbereitung essentiell, damit man eben zügig entscheiden kann und keine weitere Zeit verliert, deshalb wurde entschieden, dass man im Vorfeld keine Zeit mit der Suche nach einem freien Meetingraum, der passt, verschwenden kann, sondern einen jederzeit 24/7 zur Verfügung hat. Praktischer (unpraktischer?)weise ist eben in der Tiefgarage ein freier Raum, der mit allem Tralalala ausgestattet wurde und jetzt dafür zur Verfügung steht, aber nicht im alltäglichen Meetingraum-Reise-nach-Jerusalem-Spiel fehlt. (Ausserdem gibt es dort Süsskram, Nüsse, Kekse und Cola, nicht nur Wasser und Kaffee wie in den anderen)

Sonst so:

  • Ich wurde dieses Jahr für die Schweizer Volkszählung ausgewählt und habe brav direkt den ecensus-Bogen ausgefüllt. Erstaunlich unspektakulär.
  • Sansa sass heute nachmittag wie ein ritueller Wächter vor den Bienenstöcken auf dem Werksareal und liess sich den Wind durchs Fell wehen. Das sah sehr cool aus. Auf dem Rückweg haben wir eine alte Dame getroffen, die sich durch Sansa an ihre alte Katze erinnert fühlte und sehr begeistert war. Vor lauter Show rannte Sansa jeden Baum rauf, den sie finden konnte und war sehr "Showpony".

Gegessen:
Brezenstangerl
Nudeln mit Tomatensosse
Apfelkrapfen
Freitagspizza
und viel Pfefferminztee

Gelesen:
"Golden Cage" aus (joah)

Gesehen:
Mal sehen, ob wir die zweite Staffel Vikings grad dranhängen. So richtig hats noch nicht geklickt

Getagen:
Jeans, Longsleeve, Kapuzenjacke

Stressleveldurchchnitt gestern: 37
Selbstbeweihräucherung: Dinge erledigt


Donnerstag, Januar 09, 2020

090120: Kopfschmerzen und Feuerwehr

Okay geschlafen, zum Schminken habe ich den vierten Tag in Folge die "Gingerbread Spice"-Palette genutzt und den vierten Tag in Folge eine ganz andere Farbkombi daraus geschminkt, plus Challenge, dass sie jeden Tag zu Kleidern und Nagellack passen musste, heute hellgold/dunkelgold mit pinkgoldenem Highlight, mittelbrauner Crease und dunkelbraunem Aussenwinkel.

Der intensive Tag gestern hatte ja mit einer Einladung zu einem der War-Room-Meetings heute mittag geendet. Damit habe ich, glaube ich, den inoffiziellen Wettbewerb in unserer Gruppe gewonnen, meine Produkte haben mir nicht nur das allererste dieser Meetings dieses Jahr Montag morgen beschert, sondern sogar zwei davon in der ersten Jahreswoche. Beruhigend für mich ist, dass ich, nachdem ich die ersten Male trotz ausgedrucktem Lageplan verloren gegangen bin, mittlerweile nicht mal mehr schauen, muss, in welches Kellerstockwert ich mit welchem Lift fahren muss, wo ich in die Tiefgarage muss und zwische welchen Parkplätze der Eingang liegt. Und: ich bin nicht mehr nervös.
Trotzdem war nicht hilfreich, dass sich verschieden dringende und allerdringendste Angelegenheiten dazwischen schoben und ich ausserdem anscheinend meine Packung Kopfwehtabletten irgendwo verloren habe, ich hatte nämlich ab frühem Nachmittag höllische Kopfschmerzen von der Sorte, die mir die Härchen am ganzen Körper aufstellen und mich kurz vors Übergeben bringen. (ich nenne sie mit Absicht nicht Migräne, weil ich nie eine Abklärung habe machen lassen und mich nie richtig damit befasst habe, ich weiss nur, dass die von allein nicht weggehen und ein total verkrampfter Schultergürtel und Nacken wegen ZEUGS nicht hilft).
Ich habe ausserdem heute eine (richtige, davon bin ich überzeugt) Entscheidung getroffen, auf deren Folgen ich sehr gespannt bin.

In dem ganzen Durcheinander konnte ich mir gar nicht richtig Sorgen machen,

  • weil der Hübsche vermutete, sein Handy verloren zu haben (hatte er nicht, es ist nicht ganz klar, wie es ins DVD-Regal kam und warum es trotz Restakku nicht ortbar war. Immerhin hat er es schneller gefunden als ich seinerzeit meinen Kindle, der EINEN MONAT im Duschgelregal lag, mir immer noch ein Rätsel), 
  • mich nicht richtig sorgen, als L. leicht verzweifelt von einem Freund aus anrief, weil wir uns alle mit dem Religionsmittag vertan hatten und er also ohne Schlüssel (den hatte er in der Schultasche im Klassenzimmer gelassen) und ohne jemanden daheim vor verschlossener Tür stand. Ein Hoch auf ein findiges Kind, das zu einem Klassenkameraden nach Hause geht, Elternanrufe absetzt, dann erstmal schlimm weinen muss, als der Vater am Ende total besorgt ist, weil sich für ihn fremde Erwachsene mit seinem Kind melden, und ein Riesenhoch auf die Freundeseltern, die ihn spontan zu eine EXTREM LECKEREN Mittagessen da behalten (der Hübsche wäre zwar binnen  Minuten vor Ort gewesen, aber Hähnchenschenkel und Curly Fries hätte er nicht auch noch parat gehabt). DANKE! (Ich muss jetzt diese "meistens alle zwei Wochen, manchmal aber auch nicht, vielleicht dann aber doch"-Terminserie doch einzeln in den Kalendern eintöckeln.).
  • mich um die exzessiv draussen abhängenden Katzen sorgen, die sich erst bei einer zweiten Sammelrunde des Hübschen bequemten, heimzukommen und sich den Wanst vollzuschlagen.
Daheim habe ich dann nach einer Kopfwehtablette Elternsprechtermine vor-ausgewählt, mit Q neue Unihockeyturnschuhe online ausgesucht (so Spartensportshops sind ja einen Welt für sich....), statt Crosstrainer eine ausgiebige Runde Schulter-/Nackenyoga eingelegt und nach dem Abendessen in die heisse Wanne gelegt.

Ich bin fast wieder lebendig.

Gegessen:
Marmeladenbrot
Nochmal das Thaicurry von gestern, was ökonomisch eine schlechte Entscheidung war (es war heute in der Free choice-Abteilung, da geht es nach Gewicht und meine Portion mit Reis und Karotten und ein bisschen Salat hat nicht ganz doppelt so viel gekostet wie gestern), aber kulinarisch eine sehr gute, es war nämlich immer noch sehr lecker (und die Alternative "Kartoffelrandenbratling" ist eher so mittel)
Den Linsensalat aus "Immer schon vegan" (Affiliatelink)--> sehr lecker, ich mag Estragon!

Gelesen:
"Golden Cage" (naja, Pendel- und Badewannenlektüre, aber das ist auch ok)

Gesehen
Mal sehen, was mein Kopf später zu einer Folge "Vikings" sagt

Stressleveldurchschnitt gestern: 46
Selbstbeweihräucherung: rechtzeitig aufgehört zumzueiern und entschieden, dass ein ganz anderes Vorgehen gefragt ist als die gebotenen Alternativen.

Mittwoch, Januar 08, 2020

080120: Tick the box

So, wie zu erwarten habe ich heute dann eher schlecht geschlafen, besonders nachdem gestern abend noch die Einladung für ein Meeting "Communication strategy" für heute abend eintrudelte.
Aber hilft ja nix, ich sagte also das Networkingmeeting heute morgen last minute ab und versenkte mich in die gestern zum Teil noch eingetrudelten Hinweise und Rechercheideen, die mir in der Nacht noch gekommen waren. Zusammen mit für meine Verhältnisse mit recht vie Druck eingeforderte Gefallen hatte ich bis Mittag ein okayes und bis zum Communication Meeting ein doch sehr zufriedenstellendes Bild der Lage, die sich natürlich längst nicht so dramatisch erwies, wie gestern von mir angenommen. Es war spannend zu sehen, wie mein full disclosure aufgenommen wurde und erstens nach etwas Nachdenken so "geframed" wurde, dass es überhaupt nicht mehr nach einem Fehler aussieht, sondern wir nur NOCH MEHR Informationen haben. Sehr spannend und ich bin froh, dass ich diesen Angang gewählt habe, weil ich mir schon dachte, dass es einen besseren Approach geben muss, diesen Fehler zu handeln als "Wir haben euch was falsches gesagt, aber wir haben immerhin fast gleichwertige Daten und noch viel bessere gefunden, fettes sorry!" zu sagen, auch wenn mir nicht klar war, welchen.
Dann, zweitens, es wird ja immer über die Wichtigkeit von Fehlerkultur geredet und dass man ein Klima schaffen muss, in dem Fehler zugegeben werden können, der Umgang damit war echt vorbildlich: "Hör auf dich zu entschuldigen (Ich dachte schon, ich sitze mit 3 Frau Novemberregens im Raum), Fehler passieren, wir sind alle Menschen, die viel zu viel zu tun haben. Hauptthema ist: wir suchen hier kreative Lösungen für ein komplexes Problem, das hat sich nicht geändert, wir sind sehr froh, dass Du den Fehler bemerkt hast, bevor er nach ganz aussen kommuniziert wurde und alles offengelegt hast und direkt mit Alternativlösungen aufwarten konntest. Mehr geht nicht." Ok, then. (Falls jemand Fragen hat zum Thema, wie Expiry-Dates und Shelflife etc von Medikamenten definiert werden, so allgemein, oder aber für ein spezielles, das ich hier natürlich nicht nenne, aber von dem ich mit dem heute im Affenzahn angehäuften Wissen NIEMALS eine Schachtel wegwerfen werde und sie vermutlich meinen Kindern und Kindeskindern weitervererben werde, jetzt wäre der Moment.)

Dazwischen hatte ich noch das eine oder andere kleine Feuer zu löschen, war aber eh grad im Flow und so habe ich den (nicht ganz richtigen) Eindruck erweckt, total für ein Thema zu brennen und mich für die Umsetzung stark zu machen, dabei bin ich nur die Woche mit Meetingmoderation und Agendapflege unseres Squads dran und hätte so gern wenigstens an ein Thema einen Haken gemacht. Naja, lieber so, als man hätte "Boah, können wir das bitte einfach machen anstatt ewig drüber zu diskutieren, davon geht es nämlich nicht weg", was ich nämlich meinte, auch so verstanden.

Was ein echter Lichtblick des echt, echt mühsamen und langen Tages war, war das Nachmittagstreffen mit einer Bloggerkollegin im Rahmen eines sehr spannenden Projekts von ihr. Danke fürs Zuhören, ich hoffe, ich habe dich nicht zu sehr zugeschwatzt!

Auf dem Heimweg (tatsächlich 2 Stunden später als sonst) war ich in der S-Bahn so müde, dass ich froh um meinen echt knurrenden Magen war, der mich wenigstens vor dem direkten Einschlafen bewahrt hat.

Daheim: Abendessen mit dem Hübschen und L., Q. hat ja mittwochs Training, bisschen Generve, weil das Internet schon wieder spinnt und zwar pünktlich am 19:31h, wo doch der Kundenservice bis 19:30h besetzt ist..... Danke auch!

Jetzt werde ich schnell noch L. ein bisschen "Weltenexpress 2" (affiliatelink) vorlesen, hoffentlich bei ihm und dem schnurrenden Jonny im Bett nicht einschlafen, dann eien Ladung trockene Wäsche zusammenlegen, duschen, mit Q. schwatzen und je nach Internetstatus noch eine Folge "Vikings" schauen (naja, oder halt mit Mobildaten...Datenflatrate sei dank)

Gegessen:
Toast mit Aprikosenmarmelade
Vegithaicurry mit Reis, Brokkoli und Papayasalat
steinharte Notfallplätzchen, die mein Vorweihnachts-Ich in der Schreibtischschublade liegen liess
Salat und frisches Brot

Getragen:
Wollrock, blaues Wickeltop, Lieblingsstiefel

Gelesen
"Golden Cage" (liest sich schnell weg)

Gesehen:
Hoffentlich Vikings

Stressleveldurchschnitt gestern: 35
Selbstbeweihräucherung: wacker geschlagen


Dienstag, Januar 07, 2020

070120: Upsi

Heute hat Sansa schon wieder bei mir auf der Decke geschlafen, könnte es sein, dass man da eine gewisse Scheu abgelegt hat? Ich habe es immerhin geschafft, dass mir nur erst kalt und dann sehr heiss geworden ist, weil ich mich erst unter der besetzten Decke vorgearbeitet und dann vor lauter Frieren mit Schal eingemummelt habe. Wir üben das weiterhin.

Heute sind bei der Arbeit alle wieder da, d.h. es ging direkt Vollgas wieder los. Das gefällt mir schon besser als mit angezogener Handbremse. Der Nachmittag wurde dann etwas arg hektisch, weil ich beim Recherchieren in anderem Zusammenhang festgestellt habe, dass ich in der hektischen Zeit direkt vor Weihnachten einen Fehler gemacht habe, respektive, wenn man es ganz genau nimmt, zwei Buchstaben verwechselt habe, faktisch aber zwei Sachen verwechselt, und leider wurde das in einer hochpolitischen, sehr dringenden Diskussion mit Beteiligung von diversen hochrangigen Leuten intern und extern kommuniziert. Nachdem mir kurz heiss, kalt, schlecht wurde, habe ich das einem, wie ich finde, angemessenen Verteiler kommuniziert mit der Bitte um Rat für die weitergehende Kommunikation. Das war immerhin ein offensichtlich ganz kluges Vorgehen, meine Selbstgeisselung im Sinne von "Ich könnte mir in den Bauch beissen, dass ich das dieses eine Mal nicht doppelt und dreifach gecheckt habe, was soll ich tun, um das wieder gut zu machen, reicht mein Erstgeborener oder muss es noch Harakiri dazu sein?" ist vermutlich dem tatsächlichen Impact nicht ganz angemessen. Hoffe ich. Wer weiss. (ich schicke Q. heute extra lang duschen und leg ihm ordentliche Sachen raus, vllt. muss er doch noch herhalten).
Morgen werde ich also selber eine Menge recherchieren, Gefallen einfordern und mit dem, was ich finde, abends den Gang nach Canossa antreten.
Plan für heute: bis morgen früh nicht mehr drüber nachdenken (Kennen Sie die "The Big Bang Theory", in der Chandler Sheldon natürlich! diese eine DVD zum Zurückgeben nicht findet und total fuchsig wird und Leonard den roten kratzigen Pulli anziehen muss, damit er mal versteht, wie sich das anfühlt? So in etwa).

Lacher des Morgens übrigens: eine WA-Nachricht von unseren Katzenhütenachbarn mit Beweisfoto von auf ihrem Frühstückstisch liegenden Jonny, der anscheinend nicht nur auf seinen Namen, sondern auf ihr Fenster-zum-Lüften-Öffnen-Geräusch hört. (Während daheim Sansa eher der Chef ist, ist bei den Nachbarn Jonny den Ton angebend und wird von ihrer kleinen Katze sehr bewundert).

Preis für die skurrilste Konversation des Tages geht übrigens an:
"Hey, hallo, wie geht's? Gutes Neues, lass Dich mal drücken, alles gut bei Dir?"
"Ja, danke gleichfalls, bist Du gut gestartet?"
"Ja, danke, alles superst, war echt gut die Pause. Weisst Du übrigens, dass der xy gestorben ist? In einer Lawine an Silvester?"
"......."


Wusste ich nicht und nein, es gibt keine  gute Art, sowas mitzuteilen, aber ich war eine Zeitlang echt sprachlos. (Wie ich heute abend dann L. hoffentlich gut erklärt habe, dass man betroffen und auch traurig sein kann, wenn jemand stirbt, mit dem man ... sagen wir es diplomatisch, nicht nur Gutes verbindet.)

Daheim habe ich lauter super Testnoten unterschrieben, mit der Nanny die nächste Woche besprochen, wo ja nur reduzierte Kinderschar anwesend sein wird, auf dem Crosstrainer das Gedankenkarrusell weggestrampelt, dabei vergessen, dass Q. Pio-Hock hat und zwar schon um sieben, aber immerhin hatte ich den Ofen so programmiert, dass er noch 3 Minuten hatte, um ein Stück aufgewärmte Lasagne zu spachteln, bevor er los musste.

Mit L. übers Skilager gefachsimpelt, im Bett vorgelesen, selber gelesen und später mit dem Hübschen bei Vikings und Pfefferminz (Party hard!) den Abend beendet. (Nachdem ich mich jetzt damit abgefunden habe, dass Ragnar aussieht wie eine etwas aufgedunsene manisch grinsende Version von Jax Teller, beobachte ich mich dabei, dass ich immer Ausschau halte nach dem Schild, der bemalt ist wie ein Pokeball, um das für L. zu dokumentieren. Nicht ganz einfach, weil der vor allem in Gemetzelszenen vorkommt. Google hilft)

Gegessen:
Granolafrüchtejoghurt,
Mandarinen,
die geschmackloseste "Persische Kräuterfrittata mit Nüssen, Reiis, Rosenkohl und Sellerie", die man sich vorstellen kann, aber immerhin mit interessanter Unterhaltung zu implantierten Diabetesmessgeräten
aufgewärmte Gemüselasagne

Getragen:
Das Kleid von gestern in Blau, mit blauer Strumpfhose, die farblich viel besser passte

Gelesen:
"Irrfahrt" aus (joah. Erstmals ist mir in einem Buch ein unglaublich nerviger Übersetzungsfehler aufgefallen. "Schminkserviette" ist KEIN WORT!)
"The Golden Cage" (affiliate link) angefangen (ich prophezeie: Schwedenkrimi goes Joy Fielding. Weiss nicht, ob das fliegt.)

Gesehen:
Vikings

Stressleveldurchschnitt gestern: 27
Selbstbeweihräucherung: wenigstens ein kleines Feuer schnell gelöscht, wenn ich schon das grosse versemmelt habe.

Montag, Januar 06, 2020

060120: Back to normal

Heute nacht war eine Premiere: Sansa hat die GANZE NACHT auf meiner Decke eingerollt geschlafen. Das ging jetzt eine Zeitlang, Dax hat das ja ab Tag eins gemacht. Ich bin es anscheinend gar nicht mehr gewohnt (und sie auch sehr empfindlich), also habe ich mich praktisch GAR nicht bewegt und bin um eins mit zwei bis zur Hüfte eingeschlafenen Beinen aufgewacht. Gar nicht mal so schön!

Die Kinder haben übrigens in einem Bett geschlafen, das machen sie noch gern, wenn einer nicht einschlafen kann. Ein Hoch auf die beiden breiten Betten, die wir zuerst für die nichtschlafenden Babies und Kleinkinder und dann für den Teenie gekauft haben.
Aufstehen ging ganz gut, Q. hat dank neuen Smartphones einen neuen Weckton, das hat mich heute morgen sehr irritiert.

Nachdem ich die letzten Tage in den Ferien fast ein wenig schminkfaul geworden war (es gab Tage, da habe ich nur EINE Lidschattenfarbe verwendet!), habe ich heute zur Feier des Tages mal wieder die «Gingerbread»-Palette von Too Faced rausgezogen, die glitzrigen rot-lila-gold Töne passen sehr gut zu meinem aktuellen Nagellack und dem dunkelroten Strickkleid, das ich heute anhatte. Was dazu übrigens überhaupt nicht gepasst hat (und ich frage mich, ob das schon immer so war und ich bisher farbenblind oder ob sich eins der beiden Teile in der Waschmaschine verfärbt hat oder ob mich meiner Erinnerung trügt und ich die gar nicht schon immer zusammen getragen habe), war die weinrote Strumpfhose. Ist mir allerdings erst in der erbarmungslosen S-Bahn-Beleuchtung aufgefallen und naja, da war es dann zu spät. Habe ich halt so getan, als ob das alles Teil eines Ton-in-Ton-Projekts wäre (wars ja auch, aber halt nicht so!)

Soviel zu den Äusserlichkeiten, die Arbeit lief heute erstaunlich zäh an, was mich einerseits sehr genervt hat, andererseits ist es vielleicht ein Zeichen dafür, dass ich mich in den Ferien doch besser ausgeklinkt habe als gedacht. Der Teil an Kollegen, die heute schon wieder zurück waren (die meisten, die in Deutschland wohnen und Schulkinder und / oder Partner haben, die in D arbeiten, waren noch zuhause), startete zum allergrössten Teil auch gemütlich, anscheinend war der Konsens, alle aufgelaufenen Trainings zu erledigen, so dass mehr oder weniger alle mit Headsets rumsassen und auf Lehrvideos starrten. Ich nicht, ich habe das ja vor Weihnachten erledigt (bis auf die neu reingekommenen, da habe ich noch nicht nachgeschaut), ich war sehr international unterwegs: ich habe allein heute mit Irland, Singapur, China, Uruguay, Malta, Italien, Indien und natürlich den USA zu tun gehabt. (Man merkt: nicht mehr nur I-Länder!)
Ich habe zwischen Tür und Angel erfahren, dass das Italienprojekt personelle Konsequenzen auf italienischer Seite hatte und habe jetzt ein bisschen schlechtes Gewissen (unnötig, weil nicht meine Entscheidung, nicht mal meine oder unsere Anregung, aber irgendwie ein komisches Gefühl).

Beim Mittagessen mit Kolleginnen habe ich kurz mit mir gehadert, weil mir eigentlich am ehesten nach Salat war, aber Salat am ersten Arbeitstag nach Weihnachten ist halt schon arg Klischee, ich habe keine Lust auf «Hahaha, gute Vorsätze?»-Talk, aber als Vegi-Essen gab es «Gemüserisotto», das einzige, was auf dem Kantinenspeiseplan noch weiter weg von Salat ist, sind Älplermagronen oder Appenzeller Käsespätzle mit Lauch. Also habe ich doch Salat gegessen und keiner hat was gesagt. So einfach, so unspektakulär.
Bisschen eher Schluss gemacht als sonst (langsam eingewöhnen), weil ich auf dem Heimweg noch im SBB-Reisezentrum vorbei wollte, um die Juniorkarte für Q. zu erneuern. Die Idee, etwas zu holen, was man nicht am Automaten kann, hatten noch sehr viele andere Menschen, aber trotz 31 Menschen vor mir schaffte ich es in der eingeplanten Zeit von extra 20 Minuten so bequem, dass ich sogar rechtzeitig für einen Sitzplan in die S-Bahn schaffte.

Katzen und Kinder waren brav selbständig heimgekommen, für L. stand wieder Volleyballtraining auf dem Plan, für mich Crosstrainerstrampeln (ich hoffe, die neuen Modelle kommen bald in den Laden, bald bricht meiner zusammen. Meine neue Sportidee hat sich leider schon zerschlagen, ich hatte nämlich mitbekommen, dass L.s Geräteturnverein neu eine Erwachsenenriege hat und ich fand Turnen ja immer schon toll, und man ist ja nie zu alt, oder? Naja, aber leider bedeutet Erwachsenenriege «sportlich betätigen mit Spiel und Spass», also Ballspiele und naja, das möchte ich bitte nicht. Ich habe übrigens bei allen Turnvereinen in der Umgebung recherchiert und anscheinend macht man über 18 nur noch «Spiel und Spass» oder «Fit in jedem Alter», das finde ich sehr schade. Ich würde wirklich gerne Geräteturnen)

Gesehen: "Vikings"
Gelesen: "Irrfahrt"
Gegessen: Joghurtgranolabeeren, Salat und Breze, Montagspizza
Stressleveldurchschnitt gestern: 16
Selbstbeweihräucherung: Fehler in dem Uruguay-Singapur-Dokument entdeckt

Sonntag, Januar 05, 2020

#WMDEDGT 01/20

Auch im neuen Jahr geht es weiter mit dem Freundeskreis Tagebuchbloggen, herzlich willkommen! Falls Sie nicht eh schon lang wieder im Alltag angekommen sind, ist es langsam an der Zeit, sich damit abzufinden, dass die Weihnachtspause 2019/2020 vorbei ist, und morgen, allerspätestens übermorgen, der Alltag wieder da ist!

You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?").

Das heisst, heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen (d.h wir sind mitten im verflixten siebten Jahr, dafür läufts ganz gut, oder?) in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.


Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:

  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung)
  • verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.

Hier so:
ich wurde von Jonny um sechs aus einem Traum geweckt, in dem heute schon Montag war, ich vergessen hatte, den Weckeer einzuschalten und deshalb um sieben mit L. und Q. und dem Hübschen gleichzeitig ins Bad musste und alles war sehr stressig und ich sehr müde. Joah. Ich habe dann noch ein bisschen weitergeschlafen, ein letztes Mal Kaffee und Internet im Bett genossen, bis wir uns wegen Sporttermin zu sehr christlicher Zeit dann doch irgendwann an ein echtes Frühstück machten.
Zopf und Semmeln von der Tankstelle in aller Ruhe, die Katzen sausten draussen durch den Nebel und kamen immer wieder mit nassen, dreckigen Pfoten rein.
Während Q. sich mit seinem Kollegen und der gesamten Ausrüstung auf den Weg zum Bus zum Treffpunkt machte, machten wir im Haus noch ein wenig klar Schiff (morgen kommt unsere Putzhilfe wieder, da muss gründlich durchgesaugt sein und dafür gründlich aufgeräumt, mich hat dann der Rappel gepackt und ich habe sehr selektiv unser Waschmittelregal und meine Eyeliner/Kajal/Wimperntuschen-Aufbewahrung ausgemistet und neu sortiert.
Dann war einerseits die Sonne durchgekommen und andererseits Zeit für unsere Landpartie: wir haben Vater und Schwester von Q.s Kollegen eingesammelt und sind der Mannschaft ins Aargauer Hinterland hinterhergefahren, um sie im Spiel gegen .... schon wieder vergessen, irgendein Verein, den man mit "Hopp, irgendwas" anfeuern kann, was es jetzt nicht direkt eingrenzt, zu unterstützen. Lief eher so unteres mittel. (Q. ist nur noch so mittelbegeistert bei der Sache, was ich verstehe, aber andererseits braucht es halt irgendeinen sportlichen Ausgleich zur Schule und solange er keinen anderen gefunden hat oder wenigstens Interesse an einem anderen geäussert hat, bleibt es halt dabei). Aber immerhin gab es Turnhallenpommes und Kaffee, auch wenn ich mir den beim Versuch, ein instagrammables Foto mit der Turnhalle im Hintergrund zu machen, über die Hose geschüttet habe. (war nicht soooo heiss, alles gut).
Drittelpause, normalerweise ist da schon ein biiiiiisschen mehr los auf dem Spielfeld


In den Pausen zwischen den Dritteln habe ich erstens für Q. Schwimmvereine und auch für mich was recherchiert, mal sehen, ob wir sportlich beide was Neues angehen dieses Jahr, jenseits vom neuen Crosstrainer.
Heimfahrt durch einen wunderbaren Sonnenuntergang (der Aargau hat schon durchaus schöne Ecken, auch wenn man immer irgendwo die Wolken von AKW-Kühltürmen hochsteigen sieht), beide Katzen waren vorbildlich selbständig heimgekommen, das ist gut für meine Nerven.
Daheim dann: Schulsäcke und Arbeitstaschen packen (ich habe zB all meine Kaffeetassen mit heim genommen und all meine Lippenstifte aus deer Tasche ausgeräumt, d.h. ich brauche für morgen eine Kaffee- und eine Teetasse und mindestens 3 Lippenstifte für meinen Vor-Ort-Toilettenbeutel (nude, knallpink, neutraler Glitzer). L. braucht das Geld fürs Skilager, Q. Notfallgeld, der Hübsche muss sich um sein Zeug ganz allein kümmern :-).
Abendessen, Badewanne, Vikings (WER HAT BEHAUPTET, DA WÜRDE JAX TELLER MITSPIELEN?!), Klamottenrauslegen, Bett. Hilft ja nix. 
(Beim Blick in die Arbeitsinbox hat mein Auge schon wieder gezuckt, aber mei, immerhin weiss ich heute schon, dass ich morgen als erstes ein "URGENT: DRUG SHORTAGE GEG"-Meeting habe, anstatt kalt erwischt zu werden.

Waren schon gut, die Ferien. Während ich am Anfang das Gefühl hatte, so müde und erschöpft zu sein, dass ich grade so noch den Weihnachtstrubel schaffe und dann nie wieder was, war mir am Ende fast ein bisserl langweilig und ich haere, ob wir nicht doch noch mehr unternehmen hätten können (alles gut, alles geschafft, Akku wieder voll). Ich habe einen Stapel neue Freunde auf Linkedin (anscheinend war auch anderen Leuten langweilig), ich war fast versucht, in Diskussionen auf Twitter wieder einzusteigen, aber dann .... doch nicht. 
Haben Sie einen guten Start morgen (oder halt einen schönen Feiertag)!

JETZT ZUM KLEINGEDRUCKTEN:
Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Mr. Linky damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen.


 UPDATE: Bitte beim Eintragen beachten: Mr Linky erkennt keine Umlaute oder scharfes s oder so, darauf bitte beim Nameneingeben achten, sonst zeigt es ein leeres Feld an.

Samstag, Januar 04, 2020

041020: Cooking down memory lane

Also. Wir hatten ja früher nix, also auch keinen Hauswirtschaftsunterricht (also: den gabs schon, als freiwilligen Wahlunterricht, aber der war bei der Handarbeitslehrerin, mit der ich ein schwieriges Verhältnis hatte, und ausserdem war ich mit Theatergruppe, Orchester, dann Tanzen, Trampolin, Klarinette, Klavier und diverse Kammermusikgruppen dann doch ausgelastet), und so konnte ich beim Ausziehen: Spiegeleier, Schinkennudeln, Mayonnaise und Geflügelsalat (für eine Vorgangsbeschreibung vor allem theoretisch, wie auch Fahrradreifenflicken), Avocadocreme,  Schnitzeln, Semmelknödel, arme Ritter, Zwetschgendatschi und Marillenknödel. (und damit bedeutend mehr als der Hübsche, sei an dieser Stelle gar nicht wertend angemerkt), den Rest habe ich mir aus Kochbüchern und durch Ausprobieren selber beigebracht. (Was ich immer noch nirgends gefunden habe: das Rezept für "Bleicher Johannes", das war ein Dessert, das es bei meinen Grosseltern gern mal gab, eine weisse, schaumige Creme, irgendwie waren auch mit Aprikosenmarmelade zusammengeklebte (?) Löffelbiskuits involviert und es gab eine alkoholfreie Variante für dieKinder, und "Selchsuppn", das war eine weisse Suppe mit Croutons drin (immer angebrannt), irgendwie ausgekocht aus eben Gselchtem, aber naja, das hat sich ja eh irgendwie erledigt.)
Zu den ersten Rezepten, die ich mir selber beigebracht habe, gehört eine vegetarische Gemüselasagne. Der Hübsche hat ja aktuell auch den Vegetarismus/ Veganismus für sich entdeckt, und wir sind einerseits am Durchprobieren von Fleischersatzstoffen (vor allem für die Kinder, für mich und auch den Hübschen mittlerweile muss nichts so tun als ob), aber weil die alle irgendwie so mittel sind, ist dem Hübschen eingefallen, dass ich FRÜHER ja IMMER diese eine Lasagne mit ohne Fleisch, aber scharf und irgendwie mit Zucchini? gemacht habe. Ich erinnere mich noch ziemlich gut dran, wie ich auf der Suche nach einer vegetarischen, aber nicht langweiligen Basis für eine Lasagne in einem ... Pastabuch eine scharfe Sosse mit Zucchini (der Inbegriff von langweilig), Mais, Paprika, Tomaten und Chili gefunden habe und daraus eine Lasagne gebastelt habe. Ich habe das persönlich in "ewig her", also vor Basel, das muss dann in der Münchner Wohnung gewesen sein... einsortiert. Dort hatte ich ungefähr vier Kochbücher, eins davon so ein blaues "Pasta"-Kochbuch, aus so einer Reihe, wie sie für, ich glaube 10 Mark beim Hugendubel im Ausgangsbereich lagen. Das habe ich heute noch, aber ..... da ist kein solches Rezept drin. Ich mache Pasta Puttanesca und die Limettenspaghetti mit Lachs und Sellerie immer noch so wie da drin, ich glaube auch, Bolognese, aber DIE Sosse ist da nicht drin. Beim Durchforsten meiner etwas unmässigen Kochbuchvorräte entdeckte ich ein zweites Pastakochbuch dieser Art, aber auch da: nix.
Egal, ich habe diese Lasagne oft genug gemacht, ich habe sie auch aus dem Gefühl hinbekommen, der Hübsche und ich fanden sie immer noch lecker (die Kinder bekamen klassische Lasagne mit "Pflanzenfleisch", damit haben sie sich auch abgefunden). Was definitiv anders ist als FRÜHER: ich habe seit geraumer Zeit einen Raspelaufsatz für die Kenwood-Küchenmaschine, da habe ich die Zucchini heute mit geraspelt, anstatt wie FRÜHER auf der Ikea-Vierkantreibe, und ausserdem haben wir keine fertigen Lasagneplatten mehr im Haus, sondern ich habe sie aus dem Pastamaker rausgelassen.
Während ich also so mit dem Hübschen zusammen am Abschmecken war, meinte er: "Hast du das eigentlich nie gebloggt, das Rezept?" und ich dachte mir: "neeee, oder?". Tja, was soll ich sagen: doch, habe ich. 2007. Und FRÜHER war noch weit vor Basel und München, sondern tatsächlich einer meiner allerersten eigenständigen Kochversuche ganz daheim, so mit ungefähr 17. Und jetzt weiss ich auch wieder, wie das Kochbuch aussah: es war ein Hardcover, mit einem eher rose-farbigen Hochglanz-Umschlag, eben auch "PASTA", aber nicht das blaue vom Hugendubel, das habe ich mir gekauft, nachdem ich ausgezogen war, weil ich das rosefarbige nicht mitnehmen konnte.
Anyway: schmeckt heute noch, den Kindern immer noch nicht und man braucht viel mehr Salz als man glaubt und mittlerweile denke ich: Rotwein täte der Sosse besser als weisser. Aus dem Gedächtnis habe ich heute viel mehr Zucchini rein und das Basilikum vergessen. Geht auch.


Sonst so:
Weihnachten in Schachteln verpackt. Das fanden die Katzen viel spannender als 2 Wochen Baum mit Glitzertralalala zur freien Verfügung.
Sauna
Schulzeug

Gegessen:
Waffeln (hatte L. gestern abend zum Frühstück gewünscht)
Bratkartoffeln mit Essiggurken (also: separat, nicht mitgebraten)
Lasagne

Gelesen:
den ersten "Cyrus Haven"-Band aus (macht Lust auf mehr, der Psychologe mit der ultradramatischen Backstory und sein Teenie-Sidekick mit analogem, auch wenn ich tatsächlich die letzte Schlaufe des Whodunnit schon vorher wusste)
"irrfahrt" (beides affiliatelinks) (aktuell trudeln all meine Vorbestellungen ein, das ist immer eine schöne Überraschung)

Gesehen:
"Messiah" fertig (joah. Ich nehme mit: ich bin zu zynisch und abgebrüht und realistisch und zu wenig auf der Suche für jeden Kult. Mich hat der Möchtegernmessias mit seinen Kalendersprüchen, den weichgespülten, ausweichenden Antworten und dem "Mein Pantene"-Haar nur unglaublich aggressiv gemacht. Heidenkind galore).
Als veritabler Ausgleich: "Vikings" angefangen.