Montag, Juni 22, 2026

220626

 Sehr weirder Wochenstart: 

L. macht sich auf den Weg in die Aletsch- (Arena für eine Geographie-Exkursion auf den Gletscher. Wie perfekt kann das passen, wettertechnisch? Er jammert über die Hitze, aber hahahahaha, ich sehe die Temperaturen auf Meteo, das ist 50% unseres Wetter hier unten)

Q. hat letzte Prüfung des zweiten Semesters, aber erst mittags, er schläft also aus.

Der Hübsche hat ein wichtiges Call und geht mit ordentlichem weissen Hemd ins Büro.

Ich habe ein Treffen mit japanischen Partnern on site im Dort und wandere deshalb mit dem Hübschen fast den ganzen Arbeitsweg hinter.

(Sansa schläft auf dem Balkon unter dem Balkontisch, Jonny hat auf dem Tennisplatz übernachtet und hat erst ein bisschen Mühe, am Aggrokater vorbeizukommen, der mitten drauf sitzt. Ich sehe das hohe Gras hinter ihm wie in Lost wabern und wackeln und irgendwann kommt Jonny dann in sicherer Entfernung raus. Beide Katzen sind mittlerweile sehr, sehr dünn und ein bisschen struppiger als auch schon. Sommerbody sozusagen)


Ich hatte ja gestern noch Angst, zu zerlaufen und mir vor den japanischen Kollegen vorzukommen wie ein Slob. Aber: die Japaner kamen zwar in sehr, sehr distinguierter Kleidung, konnten aber mit unserer Temperatur in den Gebäuden gar nicht umgehen. (Wir haben ausser in Produktion, Labor oder Serveranlagen keine Klimaanlagen, aber sind in den modernen Gebäuden doch bei gut erträglichen ... 28 Grad oder so). Sie sind richtig, richtig zerlaufen und haben mir echt leid getan. (Ihre Freude beim auf italienschen Marktkarren getrimmten Gelato-Stand in der Cafeteria war sehr real)

Meeting war dann einerseits interessant, andererseits zäh, und dann musste ich eher weg als geplant, weil ad hoc prio-Meeting. Und weil andererseits die Produktionstour aus Gründen auf den Nachmittag geschoben worden war, ist mir die entgangen. (Ist ok, kenne ich schon, aber ich finde es halt schon immer spannend. Anyway: bin jetzt auch nicht total unglücklich, dass ich mich nicht in Über-PJs klemmen muss bei der Hitze.).

Daheim ziehe ich unters Dach, nehme an einem Call nach dem anderen teil, parallel wäscht die Wäsche und trocknet in no time auf dem Balkon. (Ich kann nicht gut mit der unter dem Dach annen Klimaanlage arbeiten, es wird mir einfach zu kalt. Ja, there, I said it. Und ja klar, könnte man auf höhere Temperatur einstellen, aber. eben.)

Essentechnisch bin ich voll in meinem Sommerdilemma angekommen: ich habe null Appetit auf irgendwas ausser Obst und Salat. Ich habe nichtmal besonders Hunger oder merke, dass ich etwas "gscheits" hätte essen sollen, bevor es mich zusammenlässt. Und, TMI, nur Salat und Obst und Gemüse macht halt im Bauch das, was es macht und naja. Heute abend dann Gretchenfrage, ob Montagspizza (urks, heiss) oder Reste von gestern (Kartoffelsalat, IMMERHIN Kohlenhydrate, dazu Blumenkohlsteak mit Kräuteröl, halt jetzt kalt). Vermutlich nähere ich mich auch dem Sommerbody der Katzen an. Dünn und struppig...


Sonntag, Juni 21, 2026

210626

 Uff, wie scheisseheiss ist das.... (morgen habe ich einen ganzen Tag auf der Site im Ort, japanische Partner besuchen uns und ich glaube, die Meetingräume sind nicht so angenehm klimatisiert wie in unserem Minergie-Turm --> Airporttemperature heisst das, habe ich gelernt. Es ist nicht kalt, leichte Unterschiede nach Jahreszeit, aber mit T-Shirt ist man nie falsch angezogen.. D.h. ich werde mich sommerlich anziehen, trotzdem schwitzen und die Japaner werden in Anzug und Krawatte kommen, weil sie halt immer so kommen UND Klimaanlagen auf 16 Grad gewohnt sind, und vermutlich trotzdem aussehen wie aus dem Ei gepellt)

Ich bin heute morgen um viertel vor fünf aufgewacht, dramatischer Sonnenaufgang aus dem Dachfenster, das sah schön aus. Müde war ich nicht mehr, aber nachdem ich mich gestern so auf Ausschlafen gefreut hatte, bin ich doch wieder ins Bett und erst umhalb neun wieder aufgewacht.

Frühstück auf der Terrasse (ich war Semmelnholen bei der Tankstelle und es fühlte sich schon so affenheiss an wie sonst im Sommerurlaub auf einem italienischen / korsischen Campingplatz oder so).

Der Hübsche und ich sind direkt nach dem Frühstück Rheinschwimmen gegangen (Wassertemperatur 22.4 Grad, also immerhin noch nicht pipiwarm, aber auch nicht mehr ansatzweise kalt.). Bis wir bei den Fahrrädern zurück waren, war uns schon wieder heiss, hochgeradelt waren die Köpfe wieder rot und die Erfrischung beim Teufel. Naja.)

L. packt seine Tasche für die letzte Schulwoche aka Gletscherexkursion auf den Aletschgletscher (wie eine Kollegin letztens meinste, als er im Sportlager am Lago Maggiore war: Schweizer Schüler müsste man sein), man kann sich 10-15 Grad gar nicht vorstellen (auch das ist zu heiss, es sollte dort oben viel kälter sein).

Ich, des Wahnsinns fette Beute, habe mich bereit erklärt, ein Versuchsprojekt zu starten und zwar das BESTE Bananenbrot der Welt, das L. von unserem Bakesale abgestaubt hat (Donna Hay-Rezept) und eines, das er auf Insta in einem seiner Proteingymbro-Bubblevideos gesehen hat (weiss gar nicht, warum das #highprotein sein soll, das ist nur ein Ei drin... naja). Ausserdem grad noch Kartoffeln gekocht für Kartoffelsalat heute abend, dann ist alles mit heiss fertig (also von innen).

Jetzt wichtige Tasks wie "Lackfarbe für Zehennägel aussuchen". Dazu sollte mein Hirn auch in der Hitze fähig sein, ausserdem ist die Fallhöhe im Fall von Fehlentscheidungen nun wirklich überschaubar.

(es wird bis Ende nächster Woche immer noch heisser und regnen wird es nie wieder.)

Samstag, Juni 20, 2026

200626

 Das Sommerfest gestern abend war richtig, richtig grossartig! (Heilfroh, dass ich "nur" gelaufen aka spaziert und nicht gerannt bin, die Temperaturen waren wahnsinnig. Ich bin in einer Gruppe mit 4 oder 5 PraktikantInnen oder JobanfängerInnen gelandet, die ich alle schon auf dem Stockwerk gesehen habe, aber bisher hatten wir halt nix miteinander zu tun. Ich kam mir ein bisschen wie eine Entenmutter (sie waren nicht nur jung, sondern auch echt klein :-)) vor, aber es war echt schön! ("How long have you been living in Switzerland?" "Mhmmm, probably since before you were born" "I am not that young, I was born 2001" "..." oder auch: sie kannten alle Professoren, mit denen Q. in der Uni zu tun hat und zwar als Professoren, nicht als Kommilitonen, was auch immer noch deutlich jünger wäre als wir...)

Dann: Heimgehen, verschwitzt das letzte Call des Tages erledigen (die tricky Validierungskampagne, die gerade läuft, ist nicht dort schwierig, wo die Schwierigkeiten vermutet wurden, sondern ganz woanders, was überhaupt nichts mit dem Produkt zu tun hat. Bis Montag 4pm haben wir noch Zeit, dann ist die bulk hold time abgelaufen....), duschen, Partykleid und Partyschuhe (superbequemes Sommerkleid und Flipflops, ich plante zu tanzen und es war Gewitter angesagt) anziehen und zurück aufs Areal. Es war sehr, sehr, sehr grossartig. Zwischendrin kam ein Gewittersturzregen und alle flüchteten und das grosse schwebende Zeltdach vor der Hauptbühne, auf der gerade eine 90er Coverband aus Kollegen spielte. Es war grossartig!

Ich habe zwar jedes Glas Wein (2) und Prosecco (1) mit einem halben Liter Wasser begleitet und auch genug gegessen (so, so, so gut und nahezu alles vegetarisch), hatte aber schon ordentlich das Gefühl, leicht einen sitzen zu haben und war sehr, sehr kaputt beim Heimkommen (und hatte NULL Stimme übrig).

Passend dazu (wer feiern kann, kann auch arbeiten) klingelte heute der Wecker um halb sieben: Arbeitstag am Markhof für die Kolchose. Ich hatte mich für eine halben Tag und Mittagessen angemeldet und Heidenrespekt vor den Temperaturen. 

Wir starteten mit Zucchetti-Ernten, das kannte ich schon vom letzten Sommer. Ich hatte Handschuhe dabei, das war sehr hilfreich, aber trotzdem war ich von den Stacheln bis zu den Ellenbogen zerkratzt. Das sind schon so überdramatische Scheisserchen, die Zucchettipflanzen: schmecken nach nix, aber beschützen ihre Früchte, als wären sie das Bernsteinzimmer....

Wichtig: nicht aus dem Korb in die Kiste leeren, sondern vorsichtig reinlegen und immer die Stiele nach aussen






Jeder hat eine ganze Reihe Zucchinipflanzen abgeerntet

Es wird sortenrein geerntet

Handschuhe waren gut, aber an sich hätte es lange Ärmel gebraucht, ich bin total zerkratzt (immerhin: Sonnencreme dabeigehabt UND auch schon vorher den unteren Rücken eingeschmiert, der frei liegt, wenn ich mich bücke)


Bis 10 hatte ich 3L Wasser getrunken, schwitzte im leichten Wind vor mich hin, aber es ging.

Ich hatte Bärenhunger für die Kaffeepause.

Verpflegung halt einfach immer top


Unterhaltungen wie immer so, so cool, man trifft so verschiedene Leute dort!

Eigentlich wäre der Plan gewesen, danach Knoblauch zu ernten, aber der Boden war so steinhart, dass die Erntemesser nicht drunterkamen, also wurde dort gewässert und für den Nachmittag anvisiert. Stattdessen ging es Weisskohl jäten. Ein Teil des Feldes wurde von dem Vlies befreit und jeder bekam wieder ein Messer in die Hand und hatte eben alles, was kein Kohl war, rauszuziehen, möglichst wenig Erde zu bewegen und wenn man schneiden muss, nicht die Kohlwurzeln verletzen.

Hier trocknet schon geernteter Knoblauch




Das war eine extrem befriedigende Tätigkeit und für mich ungefähr das nächste an Meditation, was ich mir vorstellen kann. 

Als wir um halb eins mit allem fertig waren, gab es tatsächlich eine gemeinsame La-Ola-Welle durchs Feld und lauten Applaus.

Normalerweise esse ich am Wochenende nicht zu Mittag, aber ich hatte solchen Hunger und das Essen dort ist einfach so, so, so gut, ich habe ungefähr mein Körpergewicht in Gemüse verdrückt. Alle müde, verschwitzt, zerkratzt, erdig, im Schatten vor dem alten Hof, das ist schon wirklich schön. Aber auch: mehr als einen halben Tag möchte ich das nicht machen. Im September wieder, mir wurde Kürbisernte angekündigt.



Heimradeln, duschen, Schuhe und Handschuhe direkt in die Wäsche.

Dann: Betten ab- und beziehen, Küchenfronten fertig reinigen, den Esstisch neu ölen (das ist nun wirklich überhaupt nicht wild). solange der Tatendrang noch anhielt.

Jetzt: Eiskaffee aus dem Creami, Päuschen und dann ein frisches Abendessen (ich plane Kichererbsensalat mit Joghurt oder irgendwie sowas.)

Freitag, Juni 19, 2026

190626

 Gut geschlafen, ich bin nicht mal davon wach geworden, dass der Hübsche irgendwann vom Konzert nach Hause kam.

Aufgestanden um sechs, Frühstück bei alles offen, Jonny vor Nachbars Haustür getroffen, kurz bedröppelt gewesen, weil Sansa nicht auftauchte. Irgendwann im Lauf des Vormittags entdeckte ich sie tief und fest schlafend (bis Mittags) auf dem Balkon in dem gut gelüfteten Fach unter dem Tisch.


Dann: Panasch-Holrunde im Nachbardorf, meine Bestellung aus einer Zuger Brauerei war angekommen.

Beim Schwatzen mit dem Hübschen ("Hast du eure Tickets für morgen?") die grosse Überraschung: auf den Tickets steht nicht dern 20. Juni, sondern der 30. Fassungslose Überprüfung ergab: dieses Datum war von Anfang an (naja, ging ja ein bisschen von fünf Minuten vor Konzert absagen, dann einen Termin ein Jahr später in Bern angeben, dann Verlegen nach Zürich, dann neuer Verkaufsslot) so gedacht. Upsi. Kurze Nervosität: L. ist nächste Woche mit der Schule auf Gletscherwanderung, aber der 30. ist erst übernächste Woche, da hat er schulfrei. Huff! Wie gut, dass sie das nicht morgen vor dem Stadion gemerkt haben....

Sonst: hektisches Arbeiten, ich hatte einen konzentrationsfordernden Task auf heute morgen gelegt, dringend zu erledigen, weil heute fällig, aber es kamen einige Querschüsse mit Dumdumgeschossen rein, die sofort erledigt werdne mussten, bevor es zu krassen Kollateralschäden kommen würde.

Schnelles Restemittagessen, Sportklamotten anziehen, ab zum Spendenlauf (ich habe mich für die Spaziergängergruppe angemeldet, kurz gestern mich minderwertig gefühlt, weil halt schon alle eigentlich laufen, aber dann ist mir wieder eingefallen: ich hasse laufen, ich bin nicht trainiert, es hat ungefähr 70000 Grad, ich fühle mich noch minderwertiger, wenn ich als Läuferin von den Spaziergängern eingeholt werde, ausserdem: ich hasse laufen.), dann mit dem letzten Meeting des Tages im Ohr wieder nach Hause, duschen, Umziehen, ab zur Party.

Donnerstag, Juni 18, 2026

180626

 Gut geschlafen (wir kühlen untertags/abends unser Dachschlafzimmer mit Klimaanlage runter, schlafen dann mit offenem Fenster und dünnen Musselindecken. Bisher ist es morgens noch so frisch, dass ich mir irgendwann noch meine normale Decke drüberziehe)

Kurze Runde, dabei Jonny aus seinem Bett in der Wiese geweckt und zum Frühstück mit nach Hause genommen.

Aus irgendeinem Grund hatte ich heute morgen keinen Appetit, habe also neben dem Hafermilchkaffee ein Stückchen Brot mit Marmelade trotzdem gegessen, weil: keine Lust auf Unterzucker beim Schwimmen.

Das war übrigens super, zwischendrin war es so leer, dass ich kurz dachte, ich wäre ganz allein im ganzen Becken, aber zwei andere waren dann doch noch da. Wurde dann wieder voller und es war ein sehr nerviger, planschender, dicht auf-/vorbeischwimmender Typ auf den letzten 4 Bahnen zu beachten.

Mein Weg aus dem Schwimmbad führt mich immer direkt an der Barista-Bar :-) vorbei und heute habe ich mir da (irgendwann kam der Hunger dann doch) ein Birchermüesli und, weil ich schon mal da war, einen Hafercappuccino zum Mitnehmen gegönnt und dann den Slidereview, mit dem ich meinen Arbeitstag gestartet habe, mit leckerem Frühstück unterfüttert.

Mittagessen: Premiere: in keiner der vielen Kantinen lachte mir irgendetwas vegetarisches an (ich meine: es hat draussen 36 Grad, ich mag da an "Appenzeller Rösti mit Gemüse" überhaupt nicht denken), ich habe mir also in der Cafeteria eine frische Foccaccia gefüllt mit Mozzarella, Tomate, Rucola, Pesto, also jetzt auch nix ultimativ spannendes, aber halt frisch und sommerlich und trotzdem genug, damit ich nicht zusammenklappe und mich draussen zum Essen auf eine schattige Bank an den Rhein gesetzt. War jetzt gar nicht mal so schön, weil halt einfach scheissheiss und eigentlich hätte ich schwimmen gehen sollen! Note: Wickelfisch in den Spind packen!

Dann: konzentrierter Nachmittag, ich habe zusätzlich zum grünen Kleid nun eien Projektsticker für mein Laptop bekommen und einen genauen Kommunikationsplan, der eigentlich nicht viel mehr als "Einfach nix sagen" aussagt. DANN HALT NICHT! (aber schon schade, es ist alles so aufregend grad!)

Der Hübsche macht sich am späten Nachmittag auf zum ersten Konzert die Woche (er hat relativ spontan noch ein Ticket für "A Perfect Circle" gekauft), am Samstag geht es dann nochmal, mal schauen, ob Linkin Park diesmal wieder unbegründet fehlt.... Weiss gar nicht ob mir heute drinnen oder Samstag Open Air lieber wäre, beides suboptimal bei dem Wetter, aber eben: ich geh ja gar nicht.

Ich radle durch die brüllende Hitze nach Hause, Gemüsekorb nicht vergessen, Donnerstagssalat, Feierabend auf der Terrasse im heiss (heute besonders... lol) geliebten Schaukelstuhl.

Heute eine Herausforderung für das Abholemodell: es hatte heute 38Grad, die Körbe werden zwischen 7 und 11 an  die Depots ausgeliefert und in "meinem" stehen sie in einem Garten an der Hauswand auf einem Regal hinter einem dicken Vorhang. Die Sonne schien drauf, es wurde ein Sonnenschirm davor gestellt, aber natürlich: den Salaten hat man ein bisschen angemerkt, dass sie vllt heute morgen geerntet wurden, aber halt nicht im Kühlschrank lagen. Aber nach einmal Waschen und feucht liegen lassen, waren sie wieder wie neu.
Also: zwei grüne Salate, Fenchel, Tomaten, Basilikum, Blumenkohl, zwei grosse Gurken, 3 Zucchini (well...), Dill, Thymian, KIRSCHEN (die sind einfach alle perfekt!), diesmal DIE EIER, zwei lila Kohlrabi


Mittwoch, Juni 17, 2026

170626

Gut geschlafen, aufgewacht vom Wecker, das passiert nicht so oft.

Unten erstmal festgestellt: Sansa hatte schon für Frühstück gesorgt :-/, Gemüsebeilage lag nebendran auf dem Fussabstreifer (immerhin nicht IM Schu, nech?)



Kurzes Ründchen, um zu gucken, ob Jonny irgendwo abhängt (nein), und dabei meine ersten Tigerschlegel gesehen. Ich finde Nacktschnecken ja sehr widerlich, fand die Bananenschnecken auf Hanson Island recht interessant und habe mir irgendwie gemerkt, dass die Tigerschlegel die grusligen roten Nacktschnecken auffressen. Weiss nicht, ob das stimmt, möchte es auch nicht so genau wissen, aber der, den ich da gesehen habe, war (für eine Schnecke) recht zügig unterwegs.



Radeln: sehr angenehm, ich war ein bisschen vorsichtig(er) unterwegs, weil ich eine Box voll Rhabarberschokoladencookies auf dem Gepäckträger hatte. Die habe ich dann im Schwimmschrank geparkt und nach den 40 Bahnen wieder abgeholt.

Das Becken sah erst superwild aus, aber war dann auf meiner Bahn fast leer, das war sehr angenehm.

Arbeitsmorgen startete mit einem Telefonat mit einem Kollegen, der sich ein Jahr vor mir die Schulter genau gleich wie ich (nur beim Skifahren) gebrochen hatte, eigentlich zu einem anderen Thema, aber er meinte auch "Ich habe wieder vorgelegt", er hat sich nämlich das Wadenbein beim Fussballspielen gebrochen. Ich sehe da jetzt bei mir eher weniger Gefahr, weil ich ja nicht Fussball spiele (gelogen, habe ich am Wochenende mit den Neffen), aber auch sonst nicht renne und beim Gehen knicke ich nicht um (dabei kann man sich das Wadenbein auch brechen, habe ich gelernt). There, I jinxed it.

Dann: einerseits konzentriertes Arbeiten, andererseits auch viel Swirl. Wir haben eine freie Stelle bei uns in der Stelle ausgeschrieben und es gibt viel Interesse daran (andersrum auch viel Desinteresse (ist das falsche Wort, eher bewusstes "nein danke") bei vielen von denen, die ich absolut im Kandidatenpool sehen würde und auch zT direkt angefragt habe, aus sehr interessanten Gründen))

Beim Mittagessen habe ich dann heute mit Absicht trotz Hunger "nur" einen Salat gegessen (learning: vegi-Cesars-Dressing kann man gut mit Kapern statt Anchovis machen, die Kombi mit dem French-Dressing bei der Arbeit schmeckt mir aber nicht. Und die warme Proteinquelle, die sie drin hatten, war auch nix. Aber für zum Selbermachen ist das eine gute Option), weil: wir haben ja am Freitag grossen Spendenlauf etc (und Sommerfest) und unser "Lauf"team (ich werde definitiv nicht laufen, eher das Schweizer "laufen") hat einen Bakesale nach dem Mittagessen organisisiert (also: Kalorien gegen Spende). Schade übrigens: wir sind ja eine rein technische / Engineering-Abteilung UND sehr ausgeglichen mit Männern/Frauen besetzt. Das Laufteam und die Back-Beiträge waren 100% weiblich. Das ist schon ein bisschen arm, finde ich.

Aber: sehr gut, ich habe Macarons und Zitronenkuchen gegessen und dann war mir ein bisschen schlecht.

Ich war damit dann für den Nachmittag mit back to back meetings bis 18:00h gut unterfüttert, musste nur ab und an Wasser nachfüllen :-)

Gottseidank habe ich noch die wöchentliche Agenda-Email für ein Produktteammeeting morgen gelesen, dort wurde nämlich wegen eines sehr speziellen Tages um grüne Kleidung gebeten. Passt sehr gut zu meinem aktuellen Faible für salbei, weiss und blau und dazu, dass ich heute, weil wir morgens ein Meeting mit Japan hatten, mich für statt des eigentlich geplanten grünen Kleids ein weisses seriöses Oberteil (zu meiner rosa gestreiften Clownshose, die man auf der Kamera nicht sah) entschieden habe, also morgen wetterangepasst farblich passend kommen kann.

Japan Meeting war dann ein bisschen lustig: "wir" sind ja immer sehr darauf bedacht, höflich zu sein und nicht zu mitteleuropäisch direkt, auf der anderen Seite wurde dann aber fast schon ruppig reagiert. INTERESTING!

Kurze Freude: in einem Arbeitschat (weiss gar nicht mehr wo), wurde vor einiger Zeit eine Buchclubgründung angekündigt. Ich bin ja generell schon dran interessiert, mich mit anderen Leuten über Bücher auszutauschen (oder das wenigstens mal auszuprobieren, vielleicht fände ich es auch ganz furchtbar). Heute wurde bekanntgegeben, wie es weiter geht und dann war ich auch schon raus. Plan ist: im Quartal EIN Buch zu lesen und sich dreimal zu treffen und jeweils über einen Teil des Buchs zu lesen. Und meine Güte, nein. Ich habe nachgeschaut: ich habe 2026 bisher 55 Bücher gelesen, ich habe sicher keinen Nerv, an einem so lang rumzueiern, während ich parallel 25 andere lese (und nein, niemand muss schnell lesen, können Sie alle machen, wie Sie wollen, ich machs halt nicht). 

Heimradeln dann durch die Hitze mit den letzten Cookies auf dem Gepäckträger, durchatmen, Wäscheaufhängen und die Erkenntnis, dass heute noch gar nicht Donnerstag ist :-)

Gewisse Erleichterung: die Klobürstenscammer mussten mir mein Geld zurückgeben. Was für eine Bude...


Dienstag, Juni 16, 2026

160626

 Wie ich mal meine Kollegen (teils) sehr nervös gemacht habe 

Heute anderer Tagesstart als sonst, nämlich: ausschlafen bis sechs (Katzen not amused), weil mit L. zu einem Arztgespräch verabredet. Als guter Schüler und Arbeitnehmerin macht man das zum frühestmöglichen Termin, nämlich 8:10 im Nachbarsstädtchen. L. fuhr mit dem Gerät, das ausgelesen werden sollte, mit dem Bus, ich mit dem Rad, weil wir beide für den weiteren Schul./Arbeitsweg mit eben ÖV/Rad deutlich besser versorgt wären als mit Auto.

Arztgespräch: superst, erstens beeindruckend, was gemessen werden kann, zweitens: wie klar der Arzt die Resultate und Implications kommunizierte, und zwar L., nicht mir (ich war dabei für potentielle Rückfragen, Hintergründe und falls irgendwelche Entscheidungen über next steps getroffen werden müssten, und um sicherzugehen, dass an einem Teeniehirn frühmorgens nichts vorbeiteht). Bestes Resultat: "Medizinisch müssen wir erstmal nix machen"

Dann Verabschiedung und ich machte mich von Google Maps geführt auf den Weg zur Arbeit. Eigentlich bin ich die Strecke schon öfter gefahren (das Krankenhaus, in dem ich zur Schulterkontrolle war, ist in der gleichen Stadt), aber irgendwie bin ich heute irgendwo anders gelandet. War alles gut, bin durch eine Mischung aus Natur, Landwirtschaft und Industrie gefahren. Finde es immer wieder faszinierend, dass da eine Radinfrastruktur existiert, die man mit Autofahrerblick überhaupt nicht sieht. Es gibt klare Routen und Strecken, die mit dem Auto nicht möglich sind, nicht sichtbar sind, aber für Radler klar ausgeschildert und dokumentiert. Wie eine Alternativrealität.

Dann die Erkenntnis: ich hätte mal doch lieber im direkten Kollegenkreis Bescheid gesagt, dass ich 1h später dran bin als sonst. Ich hatte mich (zu spät fürs erste Meeting) in die erste (und einzige) freie quiet Booth gesetzt, und binnen 30 min kamen 4 Leute vorbei "Wir haben uns schon Sorgen gemacht, du hättest schon wieder einen Unfall gehabt". AS IF!!!!)

Aber ja: in die Planung von Arztbesuchen kann ich dann gern einrechnen, dass Di und Do halt fatal sind, weil ich, wenn überhaupt, nur einen sehr unbequemen Sitzplatz für den Rest des Tages bekomme, um viertel nach neun sind längst alle Desks belegt.

Sass ich halt heute in meinem kleinen Kabäuschen, mit offener Tür, damit ich nicht klaustrophobisch werde und kam tatsächlich sehr gut voran.

Ich glaube, das Wochenende (und die endlich aus dem Weg geräumte unendliche "Diskussion" mit Mr. Emotion) haben mir sehr gut getan, grosse Blöcke bewegen sich (und es gibt gute Nachrichten an den verschiedenen Projektfronten).

Mittagessen mit nur einer von 5 Namenskolleginnen, danach noch ein gemeinsames kleines Ründchen.

Abends habe ich im Moment einen stehenden Debriefingtermin um fünf, das gibt Seelenfrieden für den Abend.

Dann: Heimradeln (ich hatte heute nicht mal Radklamotten an, sondern meinen Onesie von Blutsgeschwister (oder "Ankerbraut", wie der Hübsche ihn nennt), der ist supergemütlich, sieht auch gut aus, aber mit der Menge an Wasser und Kaffee, die ich konsumiere, ist man doch eine gewisse Zeit des Tages mit An- und Ausziehen beschäftigt.

Morgen haben wir Bakesale für einen guten Zweck, d.h ich werde heute abend noch Rhabarber-Weisse-Schokolade Cookies backen und bis auf diesen Extratransport ist es morgen dann ein ganz normaler Tag (ah, nicht vergessen: Japan-Meeting in der Früh, also ordentlich anziehen!)

Wunschlistenfrage:

welche Regenhose nutzen Sie und wie zufrieden sind sie mit ihr? Worauf würden Sie beim Kauf unbedingt achten?

Ich habe eine neongelbe Regenhose von Gonso, passt. Ist nicht 100000% dicht für lange Strecken, aber das ist ok. Für mich einziges Kaufkriterium neben "eine Regenhose, die mir passt" war: Signalfarbe. Und da war das die einzige, die es bei Veloplus gab.

(Ich habe ein bisschen Mühe mit solchen Fragen, weil: es geht jetzt ja nicht um irgendwelche sophisticated Hightechausrüstungen (auch dann wäre das hier ein seltsamer Ort zu fragen), sondern um einen Alltagsgegenstand. Wenn man seinem eigenen Urteilsvermögen schon nicht traut, warum informiert man sich nicht im Fachhandel, Katalogen, Vergleichsportalen, Onlineshops oder von mir aus Themenblogs? Ich schreibe kein Ratgeberblog, ich weiss nicht, was Ihnen an einer Regenhose wichtig ist, was Ihr Usecase ist, genauswenig wissen Sie, was mir wichtig ist, und warum. Und ich finde all das tatsächlich einfach unglaublich langweilig aufzuschreiben und auch nur drüber nachzudenken. Es ist eine Regenhose, nicht das Mittel gegen Welthunger....Naja. Anyway. Kann man jetzt wieder überheblich oder arrogant finden, aber dann ist das halt so.)

Montag, Juni 15, 2026

150626

 Heute Morgen beim Blick auf den Wetterbericht für die Woche (36 Grad, ja schöner Scheiss) mit kurzer Hose und T-Shirt losgeradelt. Als ich den Berg zum Bahnhof runtergesaust war, war mir ordentlich kalt, aber beim wieder zurückradeln wäre mir warm geworden, da konnte ich auch gleich weiterradeln.

Die Dusche vor dem Schwimmen tat sehr gut, allerdings war die geheizte Schwimmhalle dann zu warm und ich hatte das Gefühl, keine Luft zu bekommen.

Passend dazu habe ich mal Kraulen ausprobiert, weil: alle machen sich drüber lustig, dass meine Erwartung an den Kraulkurs ist, erstmal fast zu ertrinken, weil ich nicht weiss, wie atmen. Alle meinen: "ist doch easy" und erzählen irgendwas von Wellental und was weiss ich. Also habe ich heute eine kleine Kraulübung eingelegt: mit den Beinen halt gepaddelt, mit den Armen "gekrault" und abwechselnd rechts und links geatmet und dann nach ein paar Zügen gemerkt, dass ich halt den Kopf gar nicht untertauche , sondern halt über Wasser hin und her drehe. Also probiert unterzutauchen und das mit dem Atmen zu koordienieren. Dabei bestätigt: unter Wasser atmen klappt nicht. Ich bin also nach wie vor überzeugt: der Kraulkurs wird schlimm werden, meine Ängste sind berechtigt und die Trainerin wird sich die Kursgebühr hart verdienen, weil ich meine das ernst mit "Ich habe keine Ahnung, wie ich das machen soll."

Nun denn. Der Wetterumschwung sorgt für fiese Schmerzen in all meinen alten Brüchen und Verletzungen (Bänderriss mit 16, Wirbelfortsätze angebrochen mit 17, Finger gebrochen mit 39, Schienbeinplateau gebrochen mit 45, Schulter gebrochen mit 47). Oberflächliche Recherche ergibt alles zwischen "Luftdruckveränderung führt zu Schwankung in der Viskosität der Gelenksflüssigkeit" und "medizinisches Märchen". Ist mir eigentlich egal, ich habe halt Schmerzen so ungefähr wie 6-8 Wochen nach dem Bruch, das ist ziemlich unangenehm (andersrum: ich hatte zwischendrin 20 Jahre unfallfrei, auch nicht schlecht!)

Dann: heute viel Nacharbeit von der letzten Woche, weil ja workshopbedingt 2 Tage fehlten und der Freitag zur Aufarbeitung nicht zur Verfügung stand. Unter anderem wurde eine Feedbackanfrage für einen Performance Review nochmal in Erinnerung gerufen. Ich hatte zwischendrin überlegt, sie zu ignorieren, aber aus Gründen dann halt nicht. Und so kam es dazu, dass ich im Namen eines reinen Frauenteams dem Chef eines Mannes unter anderem das Feedback gab, dass die Zusammenarbeit mit dem Typ schwierig war, weil er sehr emotional auf jedwede Art von sachlicher Kritik oder auch nur Änderung des status quo reagiert. Immerhin habe ich nicht als Improvementvorschlag "He might want to consider smiling more" mit aufgenommen. Bin gespannt.

Dann auf dem Heimweg beim Freibad, wo ich in der Revisionszeit des Firmenschwimmbads Frühschwimmasyl suchen werde, meinen QR COde gegen "was richtiges" eingetauscht. Am 29. Juni geht es los.


Sonst: das Schweizer Stimmvolk hat ja gestern die "Nachhaltigkeitsinitiative", wie der irreführende Name der aktuellen "Ausländer raus"-SVP-Initiative lautete, abgelehnt. Wie immer in den Kantonen, die Migration erleben, mit  fliegenden Fahnen, die Ja-Kantone kennen Ausländer nur aus dem Fernsehen, von dne SVP-Plakaten und als Touristen, die ja nicht kommen, um zu bleiben. Ich war mir tatsächlich nicht sicher, wie es ausgehen würde, allein beim Heimfahren gestern dauerte es bei der Fahrt über die Dörfer bis 5min vor daheim, bis ich das erste "nein"-Plakat sah.... In der Facebookgruppe des Dorfes toben nun die "Ja-Vertreter", dass man der Abstimmung nicht trauen könne, weil niemand würde sich hier zu einer nein-Stimme bekennen und man wüsste ja schon gern, wo die Nein-Sager wohnen würden, weil, jetzt nicht direkt um sie zu jagen, aber naja... (Für alle besser, dass ich kein Facebook habe)

Sonntag, Juni 14, 2026

140626

 Wie aufregend das alles war! Ich meine: die zwei kleinen Jungs sind so süss und cool und lustig (den Eltern wurde frühmorgens brühwarm erzählt, dass

die Tante K. ZWEIMAL "Scheisse" gesagt hat

es ein krasses Handwaschregime gab (mir kam "Wir waschen abends NIE die Hände und generell nicht mit Seife" ein bisschen fishy vor)

wir (also: sie, ich war weder bekleidungtechnisch noch physisch ausser beim Trennen involviert) "mit nackten Bäuchen gerangelt" und

wir im Garten Rückwärtssaltos gemacht hätten, kommt, wir zeigen euch das. ("also, das kam so.....") 

Ich denke, das fasst es gut zusammen!

Der Tag war ehrlich gesagt das Beste, was mir nach der irgendwie höllisch anstrengenden Woche passieren konnte: nicht unbedingt entspannend, aber so sehr was anderes und auf wichtigere Dinge fokussiert als "wer was wann wie gesagt hat", dass ich gar nicht an die Arbeit denken konnte und das war wichtig.

Heute dann: gemütliches Frühstück, ich bin so, so, so, so, so froh, dass diese Menschen in meinem Leben sind. Alle davon.

Für mich sehr interessant: Ausflug in ein Gymnasium an einem Sonntag morgen. Ich hatte den Auftrag, etwas zu laminieren und dachte ja, LehrerInsein käme mit mandatory Laminiergerät, aber für GymnasiallehrerInnen scheint es ein Schulgerät zu tun. Ich war damit in meinem zweiten Lehrerzimmer ever und... alle Schulen (ohne SchülerInnen drin) riechen sehr ähnlich. Und wer auch immer sich bei uns im Turm über open space und keine festen Schreibtische beschwert, HABT IHR SCHONMAL EIN LEHRERZIMMER GESEHEN? (Vermutlich nicht, ich ja auch nicht)

Dann: Heimfahrt mit dem Mini, diesmal passte die Reichweitenangabe. Das ist schon ein sehr, sehr nettes kleines Auto!(Doof, wenn man im Grenzgebiet unterwegs ist: die Netzabdeckung / Umbuchung zwischen D und CH-Netz ist sehr shaky, führt zu wackeliger Hörbuchabdeckung. Habe ich halt stattdessen das Feedback für den Typ, dessen Benehmen zum einen oder anderen Migräneanfall bei mir geführt hat, formuliert.

Daheim den Kindern hallo gesagt (wie cool ist es, grosse Kinder zu haben?), kein Bananenbrot gebacken, weil die extra Bananen, die ich gekauft hatte, um die matschige schwarze in ein Bananenbrot zu überführen, aufgegessen worden waren, punkten können mit "wie erstelle ich ein Abbildungverzeichnis in Word", ausgepackt, Schwimmsachen gepackt, Sporteinheit eingelegt, Gemüse geschnippelt für Asiapfanne einmal quer durch den Gemüsekorb, und den Hübschen in der Standortteilung auf dem Heimweg verfolgt.

Ich bin einfach sehr, sehr, sehr happy, dass alle wieder daheim sind (Jonny ist unterwegs, aber es ist halt auch perfektes Draussenwetter und es wird ihm sicher gut gehen), und wir eine eigentlich sehr interessante Woche vor uns haben!

Samstag, Juni 13, 2026

130626

 Heute morgen nach langer Zeit mal wieder gg sechs von Jonny geweckt worden, der laut miauend Frühstück bestellte und sich dann ans Fussende der leeren Seite des Hübschen im Bett kuschelte. Als ich mir später einen Kaffee holte, merkte ich, warum er so laut miaut hatte: er hatte einen ordentlich am Birdbuddy gemästeten Spatz mit reingebracht, aber zum ganz hochtragen war der dann zu schwer und unhandlich anscheinend, also lag er auf der Treppe.

Dann: Frühstück geholt, alle Pflanzen gegossen, Treppen gefegt und den Staubi einmal durchs Erdgeschoss geschickt (unsere Putzhilfe hat zwei Wochen Ferien und während das dank genereller Ordentlichkeit in Küche und Bad nicht so auffällt, sammeln sich gerade im Sommer halt Staub und Schmutz und Katzenhaare in den Ecken). Dann die Kinder zum Frühstückstisch geholt, damit wir uns vor meiner Abreise noch kurz austauschen können.

Q. hatte gestern Atemschutzwettkampf mit umliegenden Feuerwehren und der Berufsfeuerwehr meines Arbeitgebers am Ort, d.h sie haben mehrere Stationen in voller Atemschutzmontur um die Wette gemacht, zB zwei Feuerwehrleute schwingen einen Schlauch, einer springt (in voller Ausrüstung drüber), welche Gruppe in 3min die meisten Sprünge schafft, gewinnt. Danach wurde ordentlich gegrillt und gechillt, um 2 kam er heim, hat beschlossen, den Kuchenverkauf seiner Piotruppe am nächsten Tag zu skippen und stattdessen zu lernen, also hat er um zwei den Kuchen, den ich gebacken habe, noch ins Pfadihaus gebracht.

L. war nach einer langen Geo-Woche auch platt (finde es echt eher mittel, wenn nach Notenschluss nahtlos mit den Notenprojekten fürs nächste Schuljahr weitergemacht wird), freute sich aber sehr auf eine Übung mit seiner PFadigruppe, die er mit dem Nachbarsjungen vorbereitet hatte. Danach war noch Treffen mit Freunden geplant.

Ich machte mich mit dem Mini auf dem Weg in den Schwarzwald, heute war ja seit über einem Jahr schon kleine Neffen-sitten geplant. Der Mini stresste mich sehr, er war voll geladen, die Apps agte 173km Reichweite, das Auto sagte "Strecke: 111km, Reichweite 125km" und das ist für mich ein bisschen arg spannend (hatte mich mit Lademöglichkeiten nicht befasst, weil ja eine Wallbox bei meiner Schwester auf mich wartete). Aber: im Lauf der Fahrt nahm die Reichweite deutlich weniger schnell ab als die Reststrecke, ich kam wie erwartet mit etwa 70km Reichweite an. WHATEVER!

Die kleinen Jungs hatten sich sehr auf mich gefreut, es war sogar im Kindergarten gross angekündigt worden, dass man CHIPSPARTY mit der Tante machen würde. Es gab null Gefremdel, ich wurde sofort okkupiert, dabei hatte ich noch ein paar Sachen, die ich geklärt haben woltle (Regeln, Kindersitze in den MIni einbauen für den Notfall, Strom an den Mini machen, Bettgehtricks). Haben wir alles hingekriegt und dann die Eltern Richtung Stuttgart verabschiedet.

Wir hatten dann eine richtig coole Zeit zusammen, es wurde Sand gespielt, Fussball gespielt, wir haben einen Ausflug mit den Rädern gemacht (also: ich ohne, ich bin also ganz schön gerannt....), es wurde eine Eisenbahn aus Terrassenmöbeln gebaut, dann haben wir eine Runde Chips gegessen und Paw Patrol und Checker Tobi geschaut. Dann wieder Sandkasten, irgendwas mit Holzwürfeln und, das war so lustig: Fegen. Ich wollte eigtl nur den Sand, der rausgeflogen war, wieder in den Kasten fegen, dann wollte aber der ganz kleine Neffe unbedingt den grossen Besen haben, dann wollte der andere auch und irgendwann schufteten sie beide und feuerten sich an "Es muss alles super sauber sein, da werden Mama und Papa richtig schauen!" und bestanden auch noch darauf, den Gehweg zu fegen (mein Lieblingssatz "Darf ich schnell rüber auf den Kreisverkehr gehen? Das ist mein Lieblingsplatz zum Pläne schmieden!")

Zum Abendessen wurde es dann ein bisschen schwierig, weil es waren Minipizzen angedacht, der kleine Neffe hatte aber gesehen, dass ich Tiernudeln mitgebracht hatte und wollte dann Nudeln. Also: beides gemacht. Sosse war die nächste Herausforderung: "Mit weisser Sosse" "Ok, nach was schmeckt die?" "Nach weisser Sosse halt" Grosser Bruder: "NAch nix!" Ok. "Wenn weiss nicht geht, dann halt braun." Ich habe hellbraun hinbekommen und es war wohl okay-ish, aber mit den Minipizzen vom Bruder und all den Chips vorneweg war nicht mehr viel zu wollen.

Zähneputzen, Pyjama amziehen, auf keinen Fall die bereitgelegten Socken, dann das genaue Vorlese- und Kuschelballett, das war schon sehr niedlich (beide sind übrigens davon ausgegangen, dass sie eh bei mir im Bett schlafen, mal sehen, ob es dazu noch kommt. Aktuell schlafen beide bei sich)

Hach!

Freitag, Juni 12, 2026

120626

 Sehr, sehr gut im eigenen Bett geschlafen, sechs fühlte sich nach Ausschlafen an.

Frühstück mit L., der sich gestern Protein-Overnight-Oats gemacht hatte, ich ass schnödes Honigbrot (immerhin mit beim Wandern gekauften Honig).

Kleines Ründchen um den Block für frische Luft, erste Emails / NAcharbeit vom Workshop. Wir bekommen begeistertes Feedback, was mich jetzt ein bisschen schlecht fühlen lässt, dass ich da gar nicht so viel Lust drauf hatte. Aber offensichtlich habe ich es mir nicht raushängen lassen.

Dann eine Explore-Runde zum Getränkemarkt zwei Dörfer weiter, der auf der Verkaufsstellenliste eines speziellen Schweizer alkoholfreien Radlers steht, das meine Schwester mal geschenkt gekriegt hat und gerne nochmal hätte. Sie haben nur eine Auswahl der alkoholhaltigen Biere von dort vorrätig, aber ich kann das alkoholfreie Radler bestellen lassen. Geht sich halt nicht bis morgen aus, wo ich zu ihr fahre, aber wir sehen uns ja öfter.

Dann beginnt der wilde Meetingfreitag (normal ja eher nicht, aber es gibt Sachen nachzuholen von den letzten beiden Tagen UND wir haben halt einige Notfallmeetings, die dringend heute stattfinden müssen.)

All das: anstrengend, weil ich echt platt bin und jedes einzelne Thema volle Konzentration erfordert (besonders das letzte des Tages am Abend, vor dem ich buchstäblich Bauchschmerzen habe, weil sich die Thematik seit Monaten hinzieht und der Ton von der anderen Seite echt unschön wurde. Beide Seiten haben jetzt ihre Chefs involviert, meiner ist voll und ganz aligned mit seinem Team und ein sehr guter Kommunikator. Im Zug haben wir gestern noch alles fertig gemacht, heute zwischen den Meetings gefeilt und naja. Unangenehm ist es trotzdem).

Ich schiebe eine schnelle EInkaufsrunde und Nudeln zu Mittag mit Q. ein, der Hübsche verabschiedet sich für ein Wochenende in München und dann geht der es auch schon wieder Schlag auf Schlag. Das letzte Meeting dann wird... einerseits wie erwartet, andererseits auch ein bisschen nicht. Es wird dagegen gehalten, die gleichen Argumente gebracht wie immer, die halt einfach keine sind, mein Chef sagt das, was wir seit Monaten sagen, kriegt die gleichen substanzlosen Gegenargumente, entkräftet sie genauso wie wir, irgendwann sagt der Chef UND der Mitarbeiter der Gegenseite: "Vorschlag von Frau Brüllen und Team ist superlogisch, dann machen wir das so", Gegenseite hat IMMER noch Einwände, stimmt dann aber doch zu, während er im selben Atemzug noch versucht, etwas nicht vereinbartes reinzusliden, was ich merke und ein bisschen arg offensichtlich angepisst kommentiere. Passt dann, dass ich ein My zurückrudere, respektive "agree to still disagree a little", so kann er offensichtlich ein letztes bisschen Gesicht wahren, und ich strenge mich sehr an, mein Pokerface zu behalten, als sein Chef dann die letzten Minuten die freundliche, konstruktive Atmosphähre der Diskussion unter Freunden preist, weil: Hölle, nein.

Passend dazu hatte ich ab 5min vor dem Meeting Migräne aus der Hölle, die ich danach mit einem Triptan bekämpfte und jetzt bin ich müde, mir ist ein bisschen schlecht und ich habe nichtmal Lust auf einen Freitags-Aperol Spritz.

Ich bin einmal durch den Nieselregen ums Karee gelaufen, habe für Q.s Kuchenverkauf einen Marmorkuchen gebacken und werde jetzt die Pizza für die anwesenden vorbereiten. Und dann.... vllt einfach um 10 ins Bett gehen, morgen steht nämlich Chipsparty an!

Donnerstag, Juni 11, 2026

110626

 What a day

Mittelgut geschlafen, dafür lang (bis viertel vor sieben).

Frühstück war richtig, richtig gut. Mein Zimmer war im ersten Stock, also dachte ich, ich könnte ja Treppe laufen, um meinen Koffer zu holen, aber irgendwie hat mich die Treppe nicht in den Zimmerbereich gebracht, sondern in eine ingenieurslastige Konferenz, wo einsame Menschen vor Postern sich aufrichteten und vorfreudig auf eine potentielle Interessentin guckten. Ich bin also wie Homer Simpson in die Hecke rückwärts wieder verschwunden und wieder runter und mit dem Lift nach oben.

Dann: Workshop auf der Site. Ich hatte Bedenken, dass es doof würde oder die Leute es doof finden würden, aber nein: es war ein richtig guter Austausch, ich habe alte Gesichter wieder getroffen, neue Gesichter kennengelernt (die sind so jung!!!!), Bedenken ausräumen können, es war richtig gut.

SPannendes Ende: wir hatten 45min für die 15min Fahrt zum Bahnhof eingerechnet, und stiegen dann auf halber Strecke aus dem Taxi und rannten, weil ein solcher Stau war. Das war dann noch einmal eine ordentliche Cardioeinheit (besonders, weil wir im zweiten Taxi das Handy meines Chefs hatten, der es liegengelassen hatte und im ersten Taxi sass. Ich wusste natürlich nicht, dass der so wurstig ist und auch ohne gefahren wäre :-))

Jetzt: noch ein bisschen arbeiten, daheim duschen und ab ins Bett.

Der Hübsche hat heute den Gemüsekorb geholt und beim Fotomachen gemerkt, ... aber sehen Sie selbst:

Gurken, Rettich, Knoblauch, Tomaten, Brokkoli, Basilikum, Kartoffeln Fenchel, viel Salat, Chinakohl, Mangold.
UND KEINE EIER!!! (die hat der Hübsche vergessen aus der Extrapapiertüte dort rauszunehmen.)


Mittwoch, Juni 10, 2026

100626

 Ja, das mit dem früh ins Bett gehen von mir und auch von Q., der heute superfrüh rausmuss, um pünktlich zu seinem Einlassslot in der grossen Turnhalle für die OC Klausur zu sein, hat nur so mittlegut geklappt. 5 min, als Q im Bett verschwunden war, schallte der Feuerwehralarm durchs Haus, Q. kam aus dem Zimmer geschossen und teilte mir beim in die Brandschutzausrüstungspringen mit, dass er jetzt auf die Schnelle keinen Schlüssel mitnehmen könne, sein Handy fast leer sei, aber er würde nicht allzuspät zurückkommen, aber es wäre Grossbrand, da werden alle alarmiert, und er hätte wegen Aufregung vor der Prüfung bestimmt eh schlecht geschlafen.

Draussen roch es schon richtig fies, als ich aus dem Fenster schaute, sah ich gerade die Rauchwolke über die Dächer steigen, (es war schon dunkel und wir sind ordentlich höher gelegen als der Brandort, das sagte also schon einiges. Weil ich noch nicht im PJ war, machte ich mich auf einen kurzen Weg näher zum Brandort, um vllt einen Blick zu erhaschne (natürlich nicht in die Quere der Einsatzkräfte, aber neugierig war ich doch, der letzte Grossbrand dort war spektakulärst). Irgendwann war es mir zu doof, es strömten tatsächlich sehr viele Schaulustige hin, da wollte ich kein Teil von sein, und ausserdem stank es gottserbärmlich, also habe ich noch ein Foto gemacht, bei jedem vorbeibrausenden Feuerwehrauto grüsste ich in Gedanken Q (der schon längstens mit dem 400L/min (?) Strahlrohr in der ersten Löschangriffstruppe draufhielt).



Um kurz nach Mitternacht war er zu Hause, um viertel vor eins im Bett, um viertel vor sechs läutete der Wecker. Es war wohl sehr aufregend und anstrengend, verletzt wurde niemand, es war auch nicht so krass wie das letzte Mal, aber der heftigste Einsatz, bei dem er bisher war (wir haben aus welchen Gründen auch immer MITTEN IM ORT einen Schrottplatz, bei dem es immer wieder brennt, weil Funken fliegen und Leute ihren Müll nicht trennen und dann Restbenzin in Tanks ist und überall Akkus drin. Und dann.... ist die Hölle los. Der Schrottplatzbetreiber hat nach dem letzten Grossbrand von vor einem Jahr oder so einen Brief an alle Einwohner geschrieben, dass das jetzt schon doof gewesen wäre, aber das wäre auch das erste Mal gewesen und er könne da gar nix dafür, die Leute wären halt einfach doof, und naja, alles tutti, oder? Das mit "das erste Mal" ist halt eine dreiste Lüge, das weiss jeder, der länger als 5 min im Dorf wohnt. Es gab schon mehrere Versuche, den Schrottplatz dort wegzubekommen und das Gelände umzuzonen, aber irgendwie ist das bisher nicht gelungen. Dann brennt es halt immer wieder.

Als ich heute morgen dann (der Schrottplatz ist direkt am Bahnhof) zum Zug juckelte, war dort nichts mehr zu sehen, es war Betrieb as usual.

Naaaaaja.

Dann also Reise nach MH, ich habe, wie gesagt, mittelviel Lust, aber das wird schon. Wenn man mal da ist, ist es eigtl immer gut (ich habe eine Möglichkeit für eine Führung in der Spritzenabfüllung ergattert, da freue ich mich tatsächlich sehr drauf. Als ich letzten Herbst da war, wurde dort umgebaut und man konnte nicht rein. Sterilabfüllung ist für mich neu UND die Abfüllung meines einen niegelnagelneuen Produkts in Spritzen, die dann in Autoinjektoren kommen, beginnt dort nächste Woche, das passt also perfekt.) Im Zug versuche ich noch ein bisschen das past-Me zu channeln, das zu Diss-Zeiten nach einer Partynacht (ok, das war es jetzt gestern nicht) zu einem Industriekooperationsmeeting geflogen ist und sich im Flugzeug zum ersten Mal die Slides angeschaut hat für die Präsentation. Ganz so ist es nicht mehr, offiziell bin ich ja Veranstalterin des Ganzen UND habe die Slides tatsächlich selber zusammengestellt. Naja.

Zugfahrt war insofern erwähnenswert, dass es im Ruheabteil leise war, niemand auf meinem reservierten Platz sass, der Zug nur 3 min Verspätung hatte, das W-LAN die ganze Zeit funktionierte und der Kaffee gut war. 

In MH dann Reunion mit meinen heute mitreisenden beiden Kollegen, Taxifahrt zur site und dann grosse Freude und Frage, WIE ich das gemacht hätte, weil wir einen Meetingraum mit Snacks und Lunchvoucher und ein Taxi zurück vor der Haustür organisiert bekommen hatten. Da hatte ich natürlich gar nichts gemacht, ausser die mir genannte Assistentin vor Ort vor zwei Wochen angefragt nach den Dingen, die mir eingefallen sind, und fast alles davon, was heute dann da war, kam on top. Also: nett fragen hilft schon mal (und bitte und danke sagen).

Dann: Von einem "wenn ich schon mal da bin, lass uns reden" Meeting zum nächsten sausen, mein Koordinatensystem funktioniert nur mittel, aber immerhin weiss ich, dass der grösste Teil des Areals für mich irrelevant ist und die drei Gebäude, die ich brauche (und die Kantine) finde ich mittlerweile. Lunch mit dem einen mitreisenden Kollegen, wie jedesmal schockiert ob deutscher Kantinenpreise...

Dann mehr Kaffee, festgestellt, dass die Welt halt ein Dorf ist und dann einer der spannendsten Punkte: die Produktionsführung. Dort wird nächste Woche die Validierungskampagne meines einen Produktes laufen, deswegen praktisch, dass der Kollege eine Führung dort organisiert hatte. Sterilabfüllung ist für mich ja (praktisch gesehen) Neuland, ich kenne das nur von Prozessschemata und aus Videos. Spannend schon der Einschleusevorgang, ich habe vorher schon allen Schmuck abgenommen (zwei Ringe wie immer knapp vor Finger abnagen).

Dann: fancy Ersteüberschuhüberstreifmaschine, Wertsachen in den Spind packen, Händewaschen, Abschminken, Brille waschen, Astronautenhaube aufsetzen, steril verpackte Jacke und Hose anziehen. Ich habe zu M gegriffen, beim Einstellen der Bauchgummis gemerkt: auch mit engster Einstellung verliere ich sie fast. Naja. Hände waschen, Überschuhe anziehen und auf die saubere Seite der Bank steigen. Und dann war ich gsd nicht der, der merkte, dass er vorher noch aufs Klo hätte gehen sollen.
Abfüllungsmaschinen, visuelle Kontrolle etc: alles super, super interessant, leider lief keine Linie grad, war auch ein doofer Zeitpunkt um den Schichtwechsel rum.
Dann: wieder ausziehen, alles wieder einsammeln, wieder raus und huff.
Zwei Meetings mit den Kollegen in Basel noch per Videocall, dann mit allen ab ins Hotel und zum Abendessen in ein (auch für uns) reserviertes Restaurant, mal sehen, wie lang der Abend wird und ob ich heute noch (eher nicht) oder morgen früh (vielleicht schon) eine kleine Sportrunde einlegen kann, Klamotten und Schuhe habe ich mitgenommen.
Bisschen aufgeregt bin ich jetzt schon, es sagen immer mehr Leute für morgen zu, die ich gar nicht kenne. Naaaaaaja.


Dienstag, Juni 09, 2026

090626

 What a day.

Der Tag versprach intensiv zu werden und.... so war es auch. Ich meine, was erwartet man, wenn man ab 8:30 bis 18:30 durchgehend Meetings hat, incl einem Arbeitslunch (also wirklich mit Sticky Notes kleben beim Stehlunch). Es wurde dann gestern sehr spät ein Meeting abgesagt, das um neun, das sich mit meiner geplanten telefonischen Einwahl in einen Arzttermin von L. überschnitten hätte, der aber nicht stattfand, weil das entsprechende Gerätchen, das hätte ausgelesen werden sollen, nicht aufgezeichnet hatte, deshalb nächste Woche nächster Versuch. Stattdessen habe ich mit meinem Chef für das mit Ansage unangenehmste Meeting des Tages vorgeplant, und dann wurde auch noch das letzte Meeting auf später verschoben, was zwar Konflikte auflöste, aber halt den Tag NOCH LÄNGER machte. Uff.

Immerhin kleine Runde draussen um kurz vor sechs, radeln bei perfekter Temperatur, Schwimmen auch gut (musste Gas geben, weil der Kraulkurs aka die Piranhas schon am Rand standen), und dann halt.... mittenrein.

Es war heute so, so, so voll, dass ich für zwei Meetings, in der ich keinen Raum reserviert hatte, trotz zweimal im Kreis laufen kein Räumchen fand und dann halt (nicht superconfidential) einfach an der Kaffeetheke im "Studio" gemacht habe. (Lustig, als direkte KollegInnen von mir, die eher im Biologics space arbeiten, eine noch offene Präsentation mit Syntheseschema und Anlagenschema gesehen haben, und gefragt haben: "Do you have geeks in the team, who understand this?" und ich meinte "Well, my team incl myself completely consists of geeks who understand and love this!", weil .. naja. Ist halt so.)

Mein Hirn ist jetzt weichgekocht, es ist nix massiv hintenübergekippt, das ist schon mal gut. Ich bin aber schon froh, wenn ich erstens am Do im Zug wieder nach Hause sitze und zweitens am Fr abend in den Pizzaabend starte und diese Woche rum ist.

uff

Montag, Juni 08, 2026

080626

 Mittelgut geschlafen nach der Anstrengung gestern (skurrilerweise bin ich mehrfach aufgewacht und mir war echt übel, das ist ja so mein Endgegner für ALLES), um viertel nach fünf bin ich dann aufgestanden, weil eh wach und was solls. Schlecht war mir immer noch, ich hatte schon wieder Kopfkino von Magendarm und was auch immer und ich kann die Woche nicht nach Mannheim fahren (sooooo viel Lust habe ich gar nicht, aber jetzt ist es halt schon vorbereitet und weggehen wird es auch nicht, also dann halt schon gern jetzt). 

Naja.

Ich habe eine frühe Runde um den Block gedreht (wollte wissen, wo Jonny seine Nacht verbringt, stellt sich raus: auf der langhaarigen Wiese, die früher ein Tennisplatz war, er kam dort platschnass von Tau und sehr kühl raus.), dann gefrühstückt und zur Arbeit geradelt. Mit kurzer Hose, aber in weiser Vorraussicht für den Nachmittag mit Regenjacke. An den Beinen hat es sich so kalt angefühlt, wie sonst, wenn man in deutlich unter 18 Grad kaltes Wasser reingeht. Und wie auch da: nach 5min habe ich sie nicht mehr gespürt und mir ist wieder eingefallen, wie es mich mal im Juni mit dem Rad gelegt hat, als das Schuhbandl in die Kette gewickelt wurde, und ich zwar über die kaputte Hose sauer war, aber erst im Büro durch Kollegen darauf aufmerksam gemacht wurde, dass ich blutete wie abgestochen, ich hatte einfach vor kalt nix gespürt...)

Der linke Arm tat noch bisschen weh, sonst merkte ich den ganzen Tag nix von der Anstrengung gestern. Schwimmen ging auch super.

Dann: voller Tag, es sind alle wieder aus den Pfingstferien da UND ich werde eben zwei Tage nicht vor Ort sein, die einerseits geplant werden wollen, andererseits habe ich natürlich auch genug Arbeit für diese beiden Tage OHNE wegzufahren. 

Auch hier: naja.

Mittagessen mit den Ferienrückkehrern und es war ein bisschen lustig: normal bin ich kein so Fan davon, beim Mittagessen über Arbeitsthemen zu reden, aber heute hat es mich fast (FAST!) gestört, dass alle so begeistert von ihren Ferien und privaten Sachen geredet haben, weil: "Leute, ich habe zwei Wochen nicht mit euch Sachen abklären können, ich brauche euch für Arbeitssachen!!!" (Die Ferienstories waren auch interessant, ist sehr schön, die KollegInnen auch mal entspannt zu erleben).

Während der Nachmittagsmeetings ging draussen die Welt unter (der Hübsche und L. reisten von unterschiedlichen Richtungen zu einem gemeinsamen Arzttermin an und wurden auch unterschiedlich nass, beide aber sehr).

Bis zum Heimradeln war es wieder abgetrocknet, es nieselte nur noch, als ich auf dem Weg nach Hause noch schnell Passfotos für L. ausdruckte.

Jetzt: Pizzamontag, dann sind erstaunlicherweise mal alle abends daheim UND haben Zeit für einen gemeinsamen Serienabend.

Sonntag, Juni 07, 2026

070626

So, heute also Wandern. L. wollte ja mehr Schweizer Berge, wegen Wetter ist unsere erste Hüttentour ins Wasser gefallen, heute hatten L., der Hübsche und ich Zeit und das Wetter sah ok aus. Ich hatte uns die Gratwanderung vom Klingenstock zum Fronalpstock am Stoos rausgesucht, dachte, das wäre nett zum mal reinkommen. Dann wurde ich etwas nervös, als ich las, WIE VOLL das ist am Wochenende und dass man nur in eine Richtung gehen kann / soll, weil SO VIELE LEUTE (und auch bisschen nervös, weil "kein Spaziergang, ausgesetzt, schwindelfrei, Kettensicherung).
Dann aber fand der Hübsche raus, dass der Sessellift zum Klingenstock erst ab nächsterm Wochenende fährt und ich dachte mir: das ist unsere Chance. Das ist ein zusätzlicher 2stündiger Anstieg von 680 .Höhenmetern, das machen nicht soooooo viele. Und für uns lohnen sich insg 3h Fahrt schon eher für 4.5 Stunden reine Gehzeit als für 2.5.
Wir sind heute also dann kurz nach sieben (ich bin nicht explodiert, als wir erst um 7:12 aus der Garage fuhren, aber es war nicht leicht.) Richtung Stoos aufgebrochen. Der Verkehr war dann um die 10 MInuten weniger als ich gestern untertags geschaut hatte, also ging sich alles gut aus.
Dann: die steilste Standseilbahn der Welt. Ich bin schon mal mit der gefahren, als wir irgendeinen Workshop in dem Hotel da oben hatten, aber da war mir nicht bewusst, WIE steil das ist (auf dem Runterweg dann noch mehr).
Der Weg durch das autofreie Dorf war dann ohne Skier und 12 Jahre später oder so auch nicht mehr so anstrengend wie beim ersten Skikurs in den Alpen der Kids damals.
Der Wet zum Klingenstock war schnell gefunden (haben auf dem Weg noch zwei Amerikaner enttäuscht. "Do you know, where the Klingenstock chairlift is?" "Not exactly, would assume somehwere this way. But it does not really matter, as it is not operating until next weekend. Trail to the summit is btw this way :-)") und es ging relativ angenehm über Almwiesen mit und ohne Kühe nach oben. Wir haben noch Schnee gesehen, es war relativ matschig, aber ging noch recht gut. Je weiter wir raufkamen, desto kühler, und zwar nicht wegen Höhe, sondern wegen Nebel / tiefhängender Wolken.









Waren jetzt nicht die allerbesten Voraussetzungen für die Gratwanderung, die, wie der Name sagt, rechts und links einen Abgrund hat, aber halt auch mit einem spektakulären Panorama in alle Richtungen wirbt.




Irgendwo hinter uns

Nach nicht ganz zwei Stunden waren wir am Gipfel und haben erstmal Pause gemacht. Mit frischem Kaffee, sehr leckeren Sandwiches und allen anderen, die mit uns auf ein sich Lichten des Nebels warteten und hofften.






Unten sieht man, was man sehen würde, wenn man was sehen würde.

Irgendwann haben wir aufgegeben und sind halt auch mit ohne Fernsicht los. War für den Anfang vielleicht gar nicht soo doof, der Hübsche hat es nicht so mit Höhe und wenn man nicht sieht, wie weit es runtergeht, geht es dann wirklich runter?









Die (unglaublich steilen) Wiesen waren ein Blütenmeer!




Langsam, langsam hoben sich die Wolken

Der Weg war jetzt ... schon kein rollstuhl- oder kinderwagengängiger Feldweg, zwischendrin wurde es auch noch steiler und weniger gut ausgebaut als hier, aber sooooooo krass ausgesetzt war er jetzt auch nicht.

Erste Ahnung des Vierwaldstätter Sees unten

Drei Murmeltiere, die den Spass ihres Lebens hatten (und richtig laut pfeifen können!)



Mehr See




Je später es wurde, je mehr Sonne durchkam, je näher wir dem Fronalpstock kamen, der ja vom Sessellift von unten bedient wird, desto mehr Leute. Ich mag mir nicht vorstellen, WIE voll es da wird, wenn eben an beiden Seiten der Lift hochfährt. Der Ausdruck "Gratwanderung" täuscht ein bisschen, vor dem Fronalpstock geht es nämlich ordentlich steil runter und dann nochmal ungefähr 300hm wieder steil rauf. Dann ist man oben und gut isses. Aber: diese letzte Steigung kamen uns so viele Leute entgegen, die ganz offensichtlich mit dem Sessellift raufgekommen waren und auch wieder runterfahren wollten und "ein bisschen rumlaufen" oben eingeplant hatten, aber keine Wanderung. Standardschuhwerk dünne sockenartige Sneaker, und damit halt den steilen Berg runter. Schon da hatten einige Menschen konditionsmässig richtig Mühe und ich frage mich wirklich, was ihr Plan war: der gesamte Gratweg ging erstens die gleiche Steigung und mehr wieder rauf, insgesamt 5, 6 km und dann halt ohne Lift nochmal über 600m den schlammigen Hang runter. Oder aber den steilen Hang zum Sessel wieder rauf (aber das bis 4, weil dann macht der Feierabend) oder aber den Fussweg ins Dorf runter, der auch nochmal ...6,700hm ausmachte. Keine Ahnung, nicht mein Problem, aber diese Leute muss ich als Publikum im Kopf behalten, wenn ich eine Wegbeschreibung lese und mich dann frage, ob der Weg zu krass für uns ist.


Angekommen am Fronalpstock (See im Hintergrund)

Wir haben am Fronalpstock ein spätes Mittagessen zu uns genommen, dann, weil müde und keine Lust auf mehr Knieschmerzen als nötig, den Sessellift nach unten genommen. Die Standseilbahn nach unten war dann sehr, sehr beeindruckend, 110% Steigung sind Achterbahnfeeling pur. Nur kontrollierter, nicht wie im Silverstar.

Wieder unten haben wir uns im Parkhaus in nichtstinkende Klamotten umgezogen, der Hübsche und L. haben im Auto gechillt und ich habe uns nach Hause geschuckelt.

Das war ein wunderschöner Tag! (mir tut mein Arm mit der gebrochenen Schulter weh, ich glaube, der war die Wanderstöcke nicht gewohnt. Morgen wird es rausgeschwommen!)