Dienstag, Juni 30, 2026

300626

Immer noch nicht gut geschlafen (irgendwie gestern den Moment zum Einschlafen verpasst. Ich habe todmüde den Kindle weggelegt und 10 Sekunden danach wäre Sansa gerne ins Schlafzimmer gekommen, ging aber nicht, weil Dachfenster offen. Das tat mir sehr sehr leid und ich habe die ganze Zeit gelauscht, ob sie jetzt noch jammert, und irgendwann war ich halt knallwach.

Naaaaaja.

Zum Radeln heute dann sehr schönes Morgenrot mit Wolken (kein Foto) und mit dem richtigen Weg 2 Minuten vor 7 am Schwimmbad gewesen. Weiss ich jetzt auch, dass "frühschwimmen ab 7" bedeutet: um 7 wird die Tür geöffnet, nicht um 7 darf man ins Becken. Heute dann bei Sonne war deutlich mehr los, aber auch 3 Personen auf einer 50m Bahn kommen gut aneinander vorbei. In dem Licht hatten endlich auch mal meine dunkellila Schwimmbrillengläser einen Sinn! War das schön! Entspannt geschwommen dank neuem Vorhängeschloss, keine Sorge, dass kriminelle Rentnerinnen mir meine Sachen klauen. Beim Fertigmachen lief es dann ein bisschen suboptimal: erst ist mir mein eines Handtuch runtergefallen in die stehende Duschwasserbrühe meiner Vorgängerinnen, das war nicht so lecker. Dann habe ich ums Verrecken beim Rausgehen meinen Radschlüssel nicht gefunden und konnte erst nichtmal sagen, ob ich ihn dabei hatte. Ich hatte das Rad nämlich mit der grossen Kette abgesperrt, für die man zum Schliessen den Schlüssel nicht braucht, zum Öffnen aber schon. Ich habe meinen Rucksack und meine Schwimmtasche mehrfach durchsucht und nix gefunden und war schon bereit zu glauben, den Schlüssel beim Aufsperren daheim am Schloss hängenlassen zu haben. Ich habe ja einen Airtag dran, der zeigte, dass der Schlüssel in meiner Nähe, aber nicht genau ortbar wäre, weil er sich bewegt. MIT MIR. Also: Airtag bimmeln lassen, wieder alle Taschen ausgeräumt und dann..... auch die Tasche mit den Radkleidern ausgeräumt, dort in der Reissverschlusstasche der Radhose steckte er. Und in dem Moment erinnerte ich mihc dran, dass ich ihn ja dort dringeleassen hatte, damit ich ihn auf jeden Fall nicht verlieren würde. Tja. Hatte ich auch nicht.

Dann auf dem Weg zum Büro wieder einen suboptimalen Radweg genommen. Dort landet man, wenn man der Radwegausschilderung und Bemalung folgt erst an einer Radampel, die ernsthaft einen 8 MInuten lange Rotphase hat, und einen dann bis quer auf eine Verkehrsinsel bringt, aber nicht weiter. 

Morgen also: Schlüssel in den Rucksack und eine Querstrasse weiter runter hinter dem Badischen Bahnhof vorbei radeln, erst dann die Schwarzwaldstrasse überqueren. Damit sollte viertel nach 8 im Büro machbar sein.

Arbeitstag relativ unspektakulär bis auf ein kleines Update zur Causa Smartbottle: Auftritt Kollege 7, Strategy Lead Produkt B. Er ist gemäss K4 ein Teil des "Produktteams B", mit dem er seit zwei Jahren zusammenarbeitet, um diese Technologie zu implementieren und der einzige Name der Liste, der uns was gesagt hat. K1 hat ihn nun angefragt, was da denn los ist und als Antwort kam "oh, das. Das gibt es immer noch? Der war vor 2 Jahren mal da, hat das vorgestellt, wir haben das aus Gründen x, y, z (all die, die wir auch genannt haben) als nicht implementierbar abgelehnt, fertig." Jetzt tut mir K4 gar nicht mehr leid, ehrlich gesagt. Was ist mit den Leuten?!

Der Hübsche und L. sind heute ENDLICH auf dem Linkin-Park-Konzert in Zürich. Statt Hitzschlag letzte Woche, wo wir gedacht hätten, dass das Konzert ist, hat es gut gestartet, aber aktuell ist es seit 30 Minuten unterbrochen, weil es so unglaublich schüttet. (Open Air, Stehplätze ganz vorne, da kriegt man Wasser für sein Geld!) Ich hoffe, es ist trotzdem toll.

Ich habe weniger spektakulär (aber dafür richtig gut!) meine Haare daheim blondiert und getonert, dann Pulver und Toner nachbestellt (die Schwarzkopf Blondme Pastel Toner heissen jetzt "glow Toner" und ich glaube, man braucht keinen Entwickler mehr dafür). Jetzt schauen wir mal, ob es hier wenigstens ein wenig zur Abkühlung regnet oder so trocken bleibt wie den ganzen Tag.

Montag, Juni 29, 2026

290626

Mittelgut geschlafen, draussen war es windig bis stürmisch, wir rechneten jeden Moment mit Regen (ich habe keinen mitbekommen, der Hübsche schon, und stürmte runter, um die Wäsche reinzuholen. War natürlich gar nicht mehr draussen,  weil gestern in 5 MInuten getrocknet und schon lang zusammengelegt und in die Schränke verräumt).
Heute morgen dann beim Jonny-Ründchen eine lang vermisster Anblick: WOLKEN! Und so viel angenehmere Temperaturen.


Alle Regenradare hatten sich geeinigt, dass es NICHT regnen und vor allem nicht gewittern, also machte ich mich mit grosser Vorfreude auf den Weg zum Schwimmbad.
Leider habe ich eine Abzweigung zu früh genommen und ein bisschen einen Umweg fahren müssen. Diese paar Minuten länger haben mich dann von einem richtigen Schauer mit RIESIGEN Tropfen erwischen lassen und ich war platschnass, als ich mein Rad parkte. Mein Ticket klappte super, ich begegnete zwei Bademeistern auf meiner Suche nach den Umkleiden, meine Frage "Umziehen da, schwimmen dort?" wurde bejaht.
 Überraschung dann: anders als in all den Reviews angegeben und moniert, brauchte man keinen Zweifränkler, um sein Zeug einzusperren, sondern man hätte ein Vorhängeschloss gebraucht und/oder einen 1Fränkler, den man auch nicht wiederbekäme, für ein winziges Wertsachenkästchen. Ich hatte einen Zweifränkler und einen krummen, weil mal mit dem Auto drüber gefahren, Einfränkler, der natürlich nicht ins Schloss passte, ausserdem hatte ich viel mehr Wertsachen, als in ein kleines Fach gehen (ich meine: Firmenlaptop zB). Also packte ich alles in einen unabgesperrten Schrank und war sehr nervös, weil: wenn mir der ausgeräumt würde, hätte ich meinen nassen Badeanzug und meine Flipflops, sonst nix mehr. Und die ältere Dame, die ich zur Bestätigung fragte, ob das wirklich nur mit Schloss ginge, meinte: "Ja, und Sie müssen UNBEDINGT absperren, sonst ist alles weg!!!" Nachdem wir insgesamt 3 Schwimmer (sie, ich, ein alter Mann) und 2 Bademeister waren, dachte ich mir noch: "Hat sie mir jetzt grad gesagt, dass sie mein Zeug klauen wird?" und war einerseits nicht so besorgt, weil: die hätte ich schon erwischt, andererseits: wer weiss?

Dann Schwimmen (in dem Becken hinter dem, das man sieht):
 

Meine Güte, wie schön war das?! Es sind 50m Bahnen, wir waren zu dritt in dem ganzen Becken, es war perfekt kühl, ich war schnell (weil ich ja nervös war, dass mir alles geklaut wird), habe mich dann aber doch auf nur 500m für den Anfang beschränkt, weil halt nervös, aber meine Güte: WIE TOLL IST DAS?!!! Der "Preis", den man dafür bezahlt, ist halt die eher rustikale Dusch- und Umziehinfrastruktur. Da bin ich natürlich verwöhnt mit den perfekt ausgestatteten Drinnenumkleiden, aus denen ich nur rausfallen muss und schon bin ich im Büro. Hier halt eher: schraddelige Duschen auf Beton mit kleiner Umkleide davor, die Schränke in grossen offenen Räumen mit freier Sicht auf das ganze Bad (halt das Frauenbad), keine Ahnung, ob es überhaupt Spiegel hat. Ich werde das sicher vom Ablauf her optimieren, aktueller Plan ist halt: Anziehen in Arbeitsklamotten (mal sehen, ob das für alle geht, heute gings und war gut, weil die Radklamotten halt flatschnass waren), Eincremen, dann ins Radparkhaus fahren, rübergehen in den Lockerraum, alles aufhängen, schminken, fertigmachen.
Ich hatte heute damit gerechnet, wegen alles kompliziert meinen Lieblingsplatz nicht mehr zu bekommen (und ehrlich gesagt auch für die nächsten 6 Wochen nicht, weil ich ja heute trotzdem deutlich kürzer geschwommen bin als geplant), aber: es waren ALLE Plätze in dem Vierer frei. OK, halt Montag, aber halt auch: Schulferien in Basel, nächste Woche auch im Aargau.

Also: alles in allem wird das super.
Sonst: Halleluja, ich bin wieder ein Mensch! Der Regen und die Abkühlung hat so, so, so gut getan! Ich meine: es ist immer noch affenheiss, ich bin wieder bei über 30Grad nach Hause geradelt und das ist mir immer noch zu heiss, aber diese unmittelbar bedrohlich und gefährlich wirkende Hitze mit 38 bis deutlich über 40 Grad, das war einfach Wahnsinn. Herr Buddenbohm verglich das Gefühl der Hitze draussen so "als hätte man beim Warten auf die Fertigpizza das Fenster zum Backofen geöffnet." Die "Kühle" wird nur ein paar Tage anhalten, übernächstes Wochenende sind wir wieder bei 37Grad und mehr. 

Anscheinend hatten heute die erste Runde Schülerferienaushilfen den ersten Tag, als ich im Turm ankam, trottete gerade eine Unmenge sehr müder Teenager (erster Ferientag, antreten um 8, ich kann mir die Begeisterung vorstellen. Andererseits verdienen sie damit tatsächlich einen ordentlichen Batzen Geld) hinter einer leicht verzweifelt sie zum Bewegen motivierenden Person hinterher. Und später sah ich bei uns auf dem Stock Kinder vor riesigen Bildschirmen lümmeln oder aus dem Fenster schauen :-). This is the season...

Ich bin dann vor dem letzten Meeting heimgeradelt, der Hübsche hat L bis eine Stunde vor dem Abgabetermin zum Fertigstellen gecoacht und jetzt ist das Schuljahr wirklich für alle vorbei (Q. fehlt nur noch eine Note, er hat das Semester mit Bravour erledigt). HALLELUJA!

Sonntag, Juni 28, 2026

280626

 Der Tag begann in verschiedener Hinsicht suboptimal, die Hitze nur ein Teil davon. zB hatte ich die Fundmeldung einer überfahrenen schwarzen Katze an einem Autobahnstück schon ein Stück, aber nicht unendlich weit weg von uns und Jonny war natürlich die ganze Nacht nicht zu Hause gewesen. Gsd hatte der Finder den Chip der armen Katze ausgelesen und ich fand recht schnell unsere Katzenausweise (note to myself: in der Katzenkiste, nicht im "Pass-Ordner") und konnte anhand der Nummer feststellen, dass es nicht für uns, sondern eine andere Familie ein sehr trauriger Sonntag werden würde.

Semmeln holen bei der Tankstelle um halb 10 hatte Vibes von "irgendjemand muss im ultraheissen Korsikaurlaub zum Minimart gehen und Brot holen, aber hey, immerhin frei und danach geht es ans Meer, ach, halt, doch nicht", incl dem Klimaanlagen"schock" beim Betreten des Lädelchens.

Nach Frühstück auf der Terrasse ging es daran, ein Schulprojekt fertig zu machen. Schule? Sind nicht schon Ferien? Glad you asked, weil: doch. Es sind schon Ferien. Und das Schulprojekt zählt auch erst zur Note für nächstes Jahr. Erstellt werden sollte es aber dieses Jahr, nach Notenschluss. Und wegen all der Exkursionen und Lehrpersonenknappheit wurde der Abgabetermin dann "den Schülern zuliebe" auf den ersten Ferienmontag verlegt und ich habe so viele Gefühle, die ich mir bisher noch für den Wutball in mir drin aufbewahre und vielleicht für einen Abschiedsbrief, wenn L. dort fertig ist, bis dahin belassen wir es bei "WTF?!" Dazu kommt natürlich Teeniebrain-bedingtes Unterschätzen des Arbeitsaufwandes und nicht so supere Zeiteinteilung. Aber halt: 4500000 Grad draussen und es sind Ferien und meine Güte, sie sollten jetzt echt nicht mehr an "Wetted Perimeter" und "Hypothesis-assessment" denken müssen.

Das ging viel länger als gedacht, ist auch noch nicht fertig, aber irgendwann muss gut sein und morgen ist auch noch ein Tag (mehr aber auch nicht).

Naja. 

Dann: Sportründchen, auch im klimatisierten Dachgeschoss eine Herausfordrung. Endete mit "Abgeschlossen, aber hui" und sitzend schwitzend auf dem Küchenfussboden mit einem Fokuswasser mit Koffein und einer Tüte Snackperlen.

Kalte Dusche, Blick aufs Regenradar macht es spannend morgen mit dem ersten Frühfreibadschwimmen: je nach Wetterapp ist kein Regen weit und breit bis abends oder aber eine dunkelrote Gewitterzelle über dem Freibad ab 7:30 (das ist noch mal ein anderer Druck hinter "um halb acht fertig sein" als der Kraulkurs).

Let's see. 

Immerhin ist mein umgefärbtes Sommerkleid von lila weiss verwaschen auf dunkelblau richtig richtig gut geworden!

Samstag, Juni 27, 2026

270626

 Ja, blablabla, voll heiss, voll doof, hoffe, Montag wird es kühler, man kennt das. (Die Kinder haben heute Pfadi-Abteilungsaktivität und den Fehler begangen, in der Dorfbadi zu fragen, ob es ok ist, wenn sie kommen, weil "nein, es könnte zu voll werden". Was gelernt fürs nächste Mal: einfach gehen. Immerhin sind das Kinder aus dem Dorf mit eigenen Betreuungspersonen UND eigenen Rettungsschwimmern dabei, nicht all die abstrusen Leute mit BL, BS, SO und ZH-Kennzeichen, die warum auch immer in diese winzige, unspektakuläre Badi gehen müssen, als ob nicht in jedem Ort im Umkreis (oder bei ihnen daheim) ein besseres Schwimmbad wäre. (ok, es ist zu heiss)

Jetzt aber zur Fortsetzung der Smart-Bottle-Story, auf die Sie warten. Vorgeschichte hier, zwischendrin hatte sich noch Kollege 6 eingeschaltet, hier also nochmal die Teilnehmer

  • Ich (Technical Lead Produkt A)
  • Kollege 1 (Technical Lead Product B und C)
  • Kollegin 2 (Packaging Development Engineer, Produkt B)
  • Kollege 4 (keiner kennt ihn, niemand weiss, was er tut, er hat aber eine von ihm geownte Gsite im Intranet publiziert, die "Smart Bottle Produkt B" heisst)
  • Kollege 6 (Packaging Development Engineer Produkt A und C)
Wir haben also mit einer Vorstellungsrunde angefangen, erst die Interessierten. Was ich nicht wusste: Kollegin 2 (interessante sidenote: ich habe vor 8 Jahren mit ihr schon mal zusammengearbeitet, damals sah sie aus wie ungefähr 12, war aber damals schon sehr selbstsicher auf Basis von Auskennen und hat sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Heute sieht sie aus wie 12.5 und hat noch 8 Jahre mehr Auskennen in der Hinterhand) hat die letzten 7 Jahre ein Smart Packaging-Projekt geleitet, das verschiedene Möglichkeiten, eine Flasche so zu designen, dass sie Über/Unterdosieren verhindert, korrekte Einnahme forciert UND mit allen Regularien compliant ist, entwickeln sollte. Das Projekt wurde nach 7 Jahren wegen massiver Bedenken zu Cypersecurity, Data Privacy, Regulatory Impact und der Tatsache, dass man mit sowas ganz schnell als Medical Device gilt und das sind dann zusätzlich zu den Medicinal Product nochmal ganz andere Regularien, die man erfüllen muss, beendet.
Kollege 6 ist neben seiner eigentlichen Rolle noch Mitglied in dem Packaging Tech Council, das auch eine Abteilung zu Digital Packaging Solutions hat.
Also: totale Auskenner in allem, was mit Packaging und Smart und sowas zu tun hat.

Ja. Und dann hat sich Mystery Kollege 4 vorgestellt, und ich sags mal so. Mir ist bei anderern Gelegenheit schon mal aufgefallen, dass es halt berufliche Erfahrungen gibt, die... vielleicht, wenn man drinsteckt, schon spannend sind und man kann was lernen und vermutlich macht es auch Spass oder ist herausfordernd (und im Zweifelsfall muss man halt auch irgendwie seine Rechnungen bezahlen). Aber: sie kommen entweder mit einem Gschmäckle (so zB die Person, die bei uns in einer sehr hohen Quality / Policy-Funktion eingestellt wurde und ich konnte mir der Abkürzung ihres vorherigen Postens nichts anfangen und habe gegoogelt... naja: Policy Lead für eine Big Tobacco-Company, würde ich jetzt auch nicht so sehr an die grosse Glocke hängen....) oder aber sind in unserem Umfeld nicht sooooo prestigeträchtig (denke ich mir bei den Berater-Boys, die bei uns irgendwann dann einen echten Job haben wollen) oder zumindest nicht auf den ersten Blick in der gleichen Ernsthaftigkeitsliga wie unser Arbeitsgebiet. There, I said it. Anyway, ich hatte erst gedacht ich hätte mich verhört, aber nein, einer der grossen Entertainmentkonzerne dieser Welt hat offensichtlich eine Forschungsabteilung, in der Smart Solutions für Spielzeuge, die dann mit dem Kind interagieren können oder "just magic" sind, oder aber für Anstehbereiche und Attractions in den dazugehörigen Themeparks. 
Und dann kam noch was mit "es ist billig und total sicher, Banken nutzen das auch, und alles, was Banken nutzen, MUSS ja total sicher sein" (Dazu hätte ich heute auch die entsprechende Erwiderung zB, dass es keinen Regulatory Reliance Pathway für "ich schwör, die UBS nutzt das auch, das muss doch für die FDA auch ok sein" gibt).
Das ist aber für mich untergegangen, ich seit diesem Moment mit den magic toys weiss, dass es das Äquivalent zu "Ich kann nichts sagen, weil wenn ich den Mund aufmachen würde, würde ich anfangen zu weinen" auch mit hysterischem Gelächter bis Lachtränen spritzen gibt. Ich sass buchstäblich wie gelähmt da, habe all meine Selbstbeherrschung gebraucht, um meine Mundwinkel wagrecht zu halten, nicht zu fest zu blinzeln, damit die Lachtränen nicht überschwappen, und bloss keinen der KollegInnnen anzuschauen. Ich habe drum gebetet, dass der Typ entweder noch weiter erzählt und endlich zu dem vermeintlichen Businesscase kommt, oder jemand von den AuskennerInnen was sagt, weil ich wäre zusammengebrochen vor Lachen.
Ging dann aber gut, es stellte sich halt heraus, er hatte da so ein Ideechen, für ein paar Rappen bei Temu NFC Chips bestellt, und dann eine App und eine Intranetseite gemacht und jetzt pitcht er das von Produktteam zu Produktteam in der Hoffnung das jemand drauf anspringt und das Ding implementiert, Ruhm, Ehre, Magic. Das hat insofern geklappt, als die Leute in den Businessteam da drauf angesprungen sind, dachten, das ist was, was man einfach implementieren kann, weil Produkt B hat das ja auch, let's go, machen wir auch.

Dann ist es bei uns gelandet, K1 und ich hatten noch nie davon gehört, und die bekannten Bedenken gegenüber ALLEn Neuerungen im Pharmabereich nach oder kurz vor Launch: für Neuerungen ist es dann zu spät, ausser es gibt irgendeinen wirklich triftigen Grund, weil man jedwede Änderung bei allen Behörden der Welt einreichen muss, das geht Jahre, kostet ein Vermögen, in der Zwischenzeit muss man das alte noch in den Ländern, die noch nicht zugestimmt haben, vermarkten, es muss alles erwiesen sicher sein, und nein, "banken nutzen das auch" reicht nicht.

Das war aber noch nicht alles, es kamen nämlich K2 und 6, die SupercheckerInnen. Sie haben kurz erzählt, was sie schon alles für Smart Packaging Erfahrungen haben (das ist im Vergleich zu dem Ding aus dem Video ungefähr so wie "Jugend forscht, dritter Platz in der Regionalausscheidung  Oberpfalz" vs "wir hatten auf der letzten Marsmission einen Rover, lief ok, aber in der Lanzeitautarkie, da ginge noch ein bisschen was".
Und dann kam der Teil mit dem "Verkaufen": er wurde recht deutlich gechallenged, warum um alles in der Welt er es denn so darstellen würde, als wäre das für Produkt B implementiert und ein done deal, anstatt zu sagen "Hier, Konzept, könnte man so nutzen, zB für Produkt B", weil jetzt alle Welt verrückt spielt und das sofort haben woll, ohne zu verstehen, dass das ein ungefähr .... 5 Jahresprojekt mit sehr ungewissem Ausgang und enormen Kosten ist, um das zu implementieren. Es fielen Sätze wie 
"Weiss nicht, wie ihr drauf kommt, dass ich das behaupten würde, es kommt auf der gesamten Seite nur 2x "Produkt B" vor. " 
"Ja, in der Titel Zeile "Smart Bottle Produkt B" und im Video "Patient Journey Produkt B" und ausserdem heisst die URL "SmartbottleproduktB"."

Es zeigte sich, dass es mutliple Missverständnisse und sehr, sehr unterschiedliche Wahrnehmungen der Sache gibt. Es war ihm (und vermutlich seiner ganzen Abteilung) nicht klar, dass es die krassen Auskenner von PAckaging Development überhaupt gibt, dass sie Expertise ohne Ende in Smart Packaging haben, dass das "Produkt Team B", mit dem er seit mehreren Jahren in Kontakt ist, nicht "DAS Produktteam B" ist (wer es ist, ist uns noch nicht klar, wir konnten mit den Namen nix anfangen). Die Packaging-Auskenner und wir wussten nicht, dass sich diese Leute in einer ganz, ganz, ganz anderen Ecke der Firma mit solchen Themen befassen und naja, generell ist es aus der Forschungs- und Konzeptecke eh immer schwer zu verstehen, dass Innovation im Technical Development und Post Launch hat nicht mehr einfach so passiert, sondern nur in Ausnahmefällen....Naja. 
Wir haben uns drauf geeinigt, dass wir Produktleute uns nochmal zusammensetzen und schauen, was wir aus der gesammelten Erfahrung da für ein feasibility assessment zusammenbekommen, das in die Businessteams zurückspielen und dann schauen wir mal, ob das eine Option ist (ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster und sage: "Hölle nein, Bruder"). Wir werden uns auch nicht mehr an einem Freitagnachmittag um 16:30 bei 42Grad treffen, vielleicht schaffen wir es dann ein bisschen weniger hitzig (und ich bin jetzt ja vorbereitet auf "Magic").
War für uns jetzt insgesamt so, wie erwartet, für K4 überhaupt nicht, das hat er auch sehr deutlich gemacht. Ich muss ihm irgendwie Respekt zollen, weil nach ALL DEM GEGENWIND meinte er beim Wrap up: "Ok, also, was ich jetzt nicht genau verstehe: ist das der Anfang einer Zusammenarbeit oder nicht?" Naja.

Jetzt: schwimmen.

Freitag, Juni 26, 2026

260626

 Kleiner Hitzezwischenstand:

Gestern kam die jährliche Email, dass wegen Rheintemperatur jetzt die Gebäudekühlung mit Rheinwasser runtergefahren werden wird und nur noch Anlagen und Geräte gekühlt werden, so lange es geht (Hintergrund: wir kühlen viel mit Rheinwasser im Raumtemperaturbereich. Für kälter gibt es einen Solekreislauf bis ... minus 20°C (? weiss nicht mehr genau, meine Produktionszeiten sind lang vorbei), für wärmer den Dampfkreislauf. Das Rheinwasser wird entnommen, zum Kühlen verwendet und danach maximal 1.7°C (?) wärmer als vorher und gereinigt wieder zurückgeleitet. Das ist nur erlaubt, solange der Rhein unter 25°C hat.

Heute:



Das ist jetzt soweit leider nix neues, diese Email kommt fast jedes Jahr, aber ich glaube, bisher noch nie schon im Juni. (Und ich ziehe die Augenbrauen hoch bei dem Gedanken an all die Male, wo jemand (oder ich) gesagt hat: "So weit kommts noch, dass wir unseren Produktionsplan am Wetter ausrichten". Ist eh unrealistisch, aber die Eintrittswahrscheinlichkeit von "keine Rheinwasserkühlung" muss nun doch hochgeschraubt werden verglichen zu auch schon.)

Beim EInkaufen gibt es eine Wasserstation mit Sitzplatz direkt am Eingang



Kaptn Cook bleibt sich treu, es gibt Freitag immer ein "Drinkfriday-Rezept", heute das hier:



Sonst: morgens vor neun zum Katzenfutterholen geradelt, ging grad noch so. Dann Lebensmitteleinkauf, dann Arbeiten.

Mittagessen temperaturangepasst mit Vegi-Dönerfitzelchen, war wirklich gut!




Donnerstag, Juni 25, 2026

250626

 Es ist so unglaublich scheissheiss, das ist echt nicht mehr auszuhalten (ja, cool, am Montag kühlt es um 10 Grad ab, das ist mir immer noch zu heiss, ausserde, total Gewitter, AN DEM TAG, WO ICH ERSTMALS DRAUSSEN SCHWIMME!)

Also.

Ok geschlafen, um viertel vor fünf war ich eigtl wach, aber das kannst ja niemandem erklären, da aufzustehen,also bin ich bis halb sechs liegengeblieben.

Frühstück, Jonnyründchen (so süss, wie der immer kühl und aufgeweckt und voller Grassamen vom Tennisplatz gerannt kommt), ab aufs Rad

Heute dann letzte Schwimmrunde vor der Sommerschliessung, ich habe meinen Garderobenkolleginnen von den Kursplänen erzählt, wurde sehr ermutigt und angefeuert, meine Fortschritte dann zu zeigen. Grosse Verabschiedungsrunde bis "nach dem Sommer".

Im Büro war relativ wenig los, es sind viele Workshops, dementsprechend Plätze frei.

Unser monatlicher Group Lunch war nur mit Kollege 1 (wenn Sie sich an gestern erinnern), mit dem ich eh die ganze Zeit Kaffee trinke rede. Heute dann mit Mittagessen (letzter Spargel der Saison!) und danach Kaffee und Ründchen. Apropos morgen: ich habe noch einen Kollegen 5 (Packaging Development Engineer Produkt A) eingeladen, nachdem wir uns über ein anderes wildes Packaging Thema unterhalten hatten und dann auf die Smartbottle kamen ("Das habe ich schon von K2 gehört und unsere Chefin ist auch ganz neugierig, was das auf einmal soll"). Er meinte "Ich bring Popcorn mit, das wird lustig". (Es bin also nicht nur ich)

Nachmittag dann ein kurzer Ausflug down memory lane, ein Kollege aus KAnada wollte Historisches aus meiner vorletzten Rolle wissen, besonders das Italienprojekt. Ich kann immer noch die nötige Kühlrampe für die Kristallisation aufzeichnen und erklären, aber nicht mehr auf Italienisch

Dann: weil ich heute bis sieben Meetings habe und nicht erst um 8 daheim sein will, bin ich "schnell mal" heimgeradelt um zwei. Es war über 40 Grad heiss, ich hatte fiesen Gegenwind (heissen Ostwind), ich war dann zeitlich knapp dran, es war wirklich schlimm, trotz E-Bike. Ich kam kurz vor knapp daheim an, machte schnell ein Foto vom Gemüsekorb und hostete dann 1h lang mit roter Birne und schwitzend und schnaufend und in nassen Radklamotten mein Produktteammeeting.

Dann mehrere kurze Meetings, unter anderem mit dem Typ, dem ich, wie der Hübsche es nennt, ein "Feedbacksandwich ohne Deckel" gegeben habe und ich sags mal so: nachdem ich erst ein bisschen ein schlechtes Gewissen hatte, weil Amerikaner und er findet das bestimmt sehr schlimm, denke ich mir mittlerweile: Hölle, nein, Bruder, ich hätte dir auch das untere Brot nicht geben sollen, einfach den Belag, ungecoated....

Naja. Es ist heiss.

Zucchini, Brokkoli, Frühlingszwiebeln, Karotten, Kartoffeln, bunter Mangold, Stangensellerie, DIE EIER, Dill, Basilikum, Rosmarin, verschiedene Tomaten, MEHR ZUCCHINI, ein versprengter Brokkoli, eine winzigkleine Gurke

Mittwoch, Juni 24, 2026

240626

 Gestern hat sich Q. über das Lese- und Hörverständnis mancher KommilitonInnen beschwert, ich hatte für ihn ein Beispiel aus der Corporate World, das mich die letzte Woche zweifeln liess, aber es ist auch sehr lustig (let’s see, zur Not ist meine Rechtfertigung: “War vermutlich lustiger, wenn man direkt dabei war”)
Akteure:
  • Ich (Technical Lead Produkt A)
  • Kollege 1 (Technical Lead Product B und C)
  • Kollegin 2 (Packaging Development Engineer, Produkt B)
  • Kollege 3 (Strategy Lead Product A)
  • Kollege 4 (keiner kennt ihn, niemand weiss, was er tut)
  • Kollegin 5 (Business Lead Product C)

Kollege 3 schreibt im Produkt A Teamchat: “Guckt euch mal diese gsite an, Produkt B hat eine Smart-Bottle, unsere Businessleute wollen das für Produkt A auch”

Ich: “Aha, ok, ich schau mal, was das von technischer Seite bedeuten würde, melde mich, wenn ich Infos habe”


Ich (an der Kaffeemaschine im Gespräch mit Kollege 1: “Ihr habt für B eine Smartbottle, wir wollen die jetzt anscheinend auch, was muss ich beachten, gibt es die auch in kleiner??”

Kollege 1: “Ja, die wurde extra für Produkt B entwickelt, red mal mit Kollegin 2, die hat das gemacht”


Ich lade Kollegin 2 zu einem Meeting ein “Kollegin 2/ ich, Smartbottle Produkt B auch für A?”

K2 akzeptiert, schickt mir eine Chatnachricht: “Danke für die Einladung, keine Ahnung, wovon du sprichst, wir haben für Produkt B keine Smartbottle”

Ich: “Aha, ich dachte, ihr habt irgendwas spezielles gemacht? Ausserdem hier: gsite mit Video”

(Das Video hatte ich noch nicht angeschaut, die Beschreibung war sehr vage, aber meine Güte, schreibt hin, was ihr wollt, ich hab keinen Bock auf Videos)

K2: “Ja, wir haben eine spezielle Flasche, weil Patientenpopulation Produkt B, blablabla, aber das ist keine Smartbottle. Ich hab mir das Video angeschaut: das ist auch keine Smartbottle, das ist ein Aufkleber auf dem Deckel und eine App, den haben wir nicht implementiert, ich habe noch nie davon gehört, kenn den K4 auch nicht, der das da präsentiert”

Ich: “Ich lade vllt K4 auch mal ein”

K2:: “Ja, cool, interessiert mich auch.”


Ich: ändere das Meeting in “K2, K4 / ich: Smartbottle Produkt B (?) auch für A?”. K4 akzeptiert, ist aber im Urlaub, wir verschieben auf später.


K1 (beim Kaffee): “Du, was ist jetzt mit der Smartbottle? Anscheinend wollen wir das jetzt auch für Produkt C?”

Ich: “Ja, interessant, dass du fragst, ihr habt für B schon keine Smartbottle, K2 weiss von nix, wir lassen uns das nächste Woche von dem mysteriösen K4 erklären, magst du auch kommen?”

K1: “Ja, klar, cool”

Ich: ändere die Meetingeinladung in “K2, K4, K1, ich: Smartbottle Produkt B(?) auch für A und C?”


K1 beim Kaffee (wir trinken viel Kaffee): “Du, wegen der Smartbottle:K3 kam jetzt zu mir und hat gefragt, wieso ich ein Meeting mit K4 aufgesetzt habe und K5 würde da gerne verstehen, was Sache ist. Ich hab gesagt:” Ich hab gar nix aufgesetzt, das war Frau Brüllen, ich geht da einfach mit, weil ich verstehen will, was das ist, warum auf einmal jeder drüber redet.” Warum redet der mit mir und nicht mit dir? Naja, egal, ich habe jetzt für heute eine Einladung von K5 für “Smartbottle Produkt C”, hab abgesagt, mit Begründung “will need to collect information first”, jetzt hat sie auf morgen verschoben, was soll das alles?!”


Morgen ist es soweit, ich habe mir in der Zwischenzeit das Video angeschaut (und denke, K2 und ich sind die einzigen beiden Personen in der ganzen Blase, die das getan haben, anders kann ich mir nicht erklären, warum die Leute da so drauf abfahren. Der Inhalt des Videos rechtfertigt auf keinen Fall diese absolute Begeisterung für das Thema, das auf mich eher wie ein Hobbyprojekt eines IT-Praktikanten wirkt, aber gut, was weiss ich schon.)


Seien Sie mit mir gespannt, ob ich jetzt ein Townhall mit 400 Teilnehmern zum nächsten krassen Durchbruch hoste oder ob wir uns leicht peinlich berührt ein Bastelprojekt aus dem Werkunterricht anschauen!


Dienstag, Juni 23, 2026

230626

 Uff, heiss, sagte ich das?

Dem "dünn und struppig"-Look wurde heute durch geschickte Essensplanung erstmal entgegengewirkt: 

  • Skyr, Nektarine, Pfirsich, Granola zum Frühstück
  • Bananenbrot (L. hatte ja da diesen Test, ist jetzt aber auf dem Gletscher. Ich habe alles eingefroren, aber eins wollte ich auch probieren) nach dem Schwimmen
  • Salat (mit Früchten und Gelberbsenchunks) zu Mittag


  • zwei Scheiben Schokokusstorte vor dem Heimradeln
  • Mozzarella-Tomate-Nektarine mit Q. vor dessen Hock
  • Salat und Käsebrot mit dem Hübschen nach dessen Sport

Ich hatte jedes einzelne Mal davon Hunger auf genau das.

Sonst: 



Schon morgens unangenehm warm beim Radeln. Ich hoffe sehr auf wunderbares Freibadschwimmen ab Montag.

Kurze Lunte für Bullshit. Wer heute jemanden, für den ich mich verantwortlich fühle, auch nur ansatzweise angepampt oder mich unterbrochen hat, hat sehr schnell gemerkt, dass ich das nicht mag. Meine Güte.

Andersrum: ich habe ja im Rahmen unseres Riesenportfolioprojektes echt unangenehme Erfahrungen mit jemandem gemacht (Sie erinnern sich, das Feedback, das ich abgeben musste?) und bin jetzt tatsächlich sehr auf Alarm, wenn jemand Fragen oder Anmerkungen zu diesem Projekt hat, besonders wenn sie aus dieser Ecke kommen. Aber: So unangenehm diese Person ist, so angenehm ist es mit einem ihrer Mitarbeiter (der SPOC für das Thema ist, also eigentlich der, mit dem ich zu tun haben sollte, nicht der Chef) zu diskutieren und zu arbeiten. Man kann nämlich einfach unterschiedlicher Meinung sein, diskutieren, sich gegenseitig überzeugen durch ARGUMENTE oder aber trotzdem unterschiedlicher Meinung bleiben, ohne dass einer auszucken muss und dem anderen Respektlosigkeit vorwerfen muss. Meine Güte.

Schnelle Runde durch die Sonne mittags, es macht nicht besonders viel Spass (ich packe morgen wirklich einen Wickelfisch ein). 

Nachmittags dann zwei Treffen mit KollegInnen, die aus Kanada für einen Workshop da sind. Wir haben Jahre zusammengearbeitet und uns nur online getroffen und ich mag beide sehr. Sie mich auch, offensichtlich, es war richtig, richtig schön.

Dann: erstaunlich früh fertig gewesen, auf dem Heimweg um sechs noch schnell bei dem eingekauft (WC-Papier und Duschgel. Was bei uns so verbraucht wird), auf der Brücke noch schnell einen Schwan per Foto in meiner App "gesammelt" (gestern eine Wacholderdrossel).

Abendessen mit den Jungs, die da sind und dann.... kalt duschen und auf der Terrasse im Schatten mit Kaltgetränk einen Krimi aus dem hohen Norden zur Abkühlung lesen.

Montag, Juni 22, 2026

220626

 Sehr weirder Wochenstart: 

L. macht sich auf den Weg in die Aletsch- (Arena für eine Geographie-Exkursion auf den Gletscher. Wie perfekt kann das passen, wettertechnisch? Er jammert über die Hitze, aber hahahahaha, ich sehe die Temperaturen auf Meteo, das ist 50% unseres Wetter hier unten)

Q. hat letzte Prüfung des zweiten Semesters, aber erst mittags, er schläft also aus.

Der Hübsche hat ein wichtiges Call und geht mit ordentlichem weissen Hemd ins Büro.

Ich habe ein Treffen mit japanischen Partnern on site im Dort und wandere deshalb mit dem Hübschen fast den ganzen Arbeitsweg hinter.

(Sansa schläft auf dem Balkon unter dem Balkontisch, Jonny hat auf dem Tennisplatz übernachtet und hat erst ein bisschen Mühe, am Aggrokater vorbeizukommen, der mitten drauf sitzt. Ich sehe das hohe Gras hinter ihm wie in Lost wabern und wackeln und irgendwann kommt Jonny dann in sicherer Entfernung raus. Beide Katzen sind mittlerweile sehr, sehr dünn und ein bisschen struppiger als auch schon. Sommerbody sozusagen)


Ich hatte ja gestern noch Angst, zu zerlaufen und mir vor den japanischen Kollegen vorzukommen wie ein Slob. Aber: die Japaner kamen zwar in sehr, sehr distinguierter Kleidung, konnten aber mit unserer Temperatur in den Gebäuden gar nicht umgehen. (Wir haben ausser in Produktion, Labor oder Serveranlagen keine Klimaanlagen, aber sind in den modernen Gebäuden doch bei gut erträglichen ... 28 Grad oder so). Sie sind richtig, richtig zerlaufen und haben mir echt leid getan. (Ihre Freude beim auf italienschen Marktkarren getrimmten Gelato-Stand in der Cafeteria war sehr real)

Meeting war dann einerseits interessant, andererseits zäh, und dann musste ich eher weg als geplant, weil ad hoc prio-Meeting. Und weil andererseits die Produktionstour aus Gründen auf den Nachmittag geschoben worden war, ist mir die entgangen. (Ist ok, kenne ich schon, aber ich finde es halt schon immer spannend. Anyway: bin jetzt auch nicht total unglücklich, dass ich mich nicht in Über-PJs klemmen muss bei der Hitze.).

Daheim ziehe ich unters Dach, nehme an einem Call nach dem anderen teil, parallel wäscht die Wäsche und trocknet in no time auf dem Balkon. (Ich kann nicht gut mit der unter dem Dach annen Klimaanlage arbeiten, es wird mir einfach zu kalt. Ja, there, I said it. Und ja klar, könnte man auf höhere Temperatur einstellen, aber. eben.)

Essentechnisch bin ich voll in meinem Sommerdilemma angekommen: ich habe null Appetit auf irgendwas ausser Obst und Salat. Ich habe nichtmal besonders Hunger oder merke, dass ich etwas "gscheits" hätte essen sollen, bevor es mich zusammenlässt. Und, TMI, nur Salat und Obst und Gemüse macht halt im Bauch das, was es macht und naja. Heute abend dann Gretchenfrage, ob Montagspizza (urks, heiss) oder Reste von gestern (Kartoffelsalat, IMMERHIN Kohlenhydrate, dazu Blumenkohlsteak mit Kräuteröl, halt jetzt kalt). Vermutlich nähere ich mich auch dem Sommerbody der Katzen an. Dünn und struppig...


Sonntag, Juni 21, 2026

210626

 Uff, wie scheisseheiss ist das.... (morgen habe ich einen ganzen Tag auf der Site im Ort, japanische Partner besuchen uns und ich glaube, die Meetingräume sind nicht so angenehm klimatisiert wie in unserem Minergie-Turm --> Airporttemperature heisst das, habe ich gelernt. Es ist nicht kalt, leichte Unterschiede nach Jahreszeit, aber mit T-Shirt ist man nie falsch angezogen.. D.h. ich werde mich sommerlich anziehen, trotzdem schwitzen und die Japaner werden in Anzug und Krawatte kommen, weil sie halt immer so kommen UND Klimaanlagen auf 16 Grad gewohnt sind, und vermutlich trotzdem aussehen wie aus dem Ei gepellt)

Ich bin heute morgen um viertel vor fünf aufgewacht, dramatischer Sonnenaufgang aus dem Dachfenster, das sah schön aus. Müde war ich nicht mehr, aber nachdem ich mich gestern so auf Ausschlafen gefreut hatte, bin ich doch wieder ins Bett und erst umhalb neun wieder aufgewacht.

Frühstück auf der Terrasse (ich war Semmelnholen bei der Tankstelle und es fühlte sich schon so affenheiss an wie sonst im Sommerurlaub auf einem italienischen / korsischen Campingplatz oder so).

Der Hübsche und ich sind direkt nach dem Frühstück Rheinschwimmen gegangen (Wassertemperatur 22.4 Grad, also immerhin noch nicht pipiwarm, aber auch nicht mehr ansatzweise kalt.). Bis wir bei den Fahrrädern zurück waren, war uns schon wieder heiss, hochgeradelt waren die Köpfe wieder rot und die Erfrischung beim Teufel. Naja.)

L. packt seine Tasche für die letzte Schulwoche aka Gletscherexkursion auf den Aletschgletscher (wie eine Kollegin letztens meinste, als er im Sportlager am Lago Maggiore war: Schweizer Schüler müsste man sein), man kann sich 10-15 Grad gar nicht vorstellen (auch das ist zu heiss, es sollte dort oben viel kälter sein).

Ich, des Wahnsinns fette Beute, habe mich bereit erklärt, ein Versuchsprojekt zu starten und zwar das BESTE Bananenbrot der Welt, das L. von unserem Bakesale abgestaubt hat (Donna Hay-Rezept) und eines, das er auf Insta in einem seiner Proteingymbro-Bubblevideos gesehen hat (weiss gar nicht, warum das #highprotein sein soll, das ist nur ein Ei drin... naja). Ausserdem grad noch Kartoffeln gekocht für Kartoffelsalat heute abend, dann ist alles mit heiss fertig (also von innen).

Jetzt wichtige Tasks wie "Lackfarbe für Zehennägel aussuchen". Dazu sollte mein Hirn auch in der Hitze fähig sein, ausserdem ist die Fallhöhe im Fall von Fehlentscheidungen nun wirklich überschaubar.

(es wird bis Ende nächster Woche immer noch heisser und regnen wird es nie wieder.)

Samstag, Juni 20, 2026

200626

 Das Sommerfest gestern abend war richtig, richtig grossartig! (Heilfroh, dass ich "nur" gelaufen aka spaziert und nicht gerannt bin, die Temperaturen waren wahnsinnig. Ich bin in einer Gruppe mit 4 oder 5 PraktikantInnen oder JobanfängerInnen gelandet, die ich alle schon auf dem Stockwerk gesehen habe, aber bisher hatten wir halt nix miteinander zu tun. Ich kam mir ein bisschen wie eine Entenmutter (sie waren nicht nur jung, sondern auch echt klein :-)) vor, aber es war echt schön! ("How long have you been living in Switzerland?" "Mhmmm, probably since before you were born" "I am not that young, I was born 2001" "..." oder auch: sie kannten alle Professoren, mit denen Q. in der Uni zu tun hat und zwar als Professoren, nicht als Kommilitonen, was auch immer noch deutlich jünger wäre als wir...)

Dann: Heimgehen, verschwitzt das letzte Call des Tages erledigen (die tricky Validierungskampagne, die gerade läuft, ist nicht dort schwierig, wo die Schwierigkeiten vermutet wurden, sondern ganz woanders, was überhaupt nichts mit dem Produkt zu tun hat. Bis Montag 4pm haben wir noch Zeit, dann ist die bulk hold time abgelaufen....), duschen, Partykleid und Partyschuhe (superbequemes Sommerkleid und Flipflops, ich plante zu tanzen und es war Gewitter angesagt) anziehen und zurück aufs Areal. Es war sehr, sehr, sehr grossartig. Zwischendrin kam ein Gewittersturzregen und alle flüchteten und das grosse schwebende Zeltdach vor der Hauptbühne, auf der gerade eine 90er Coverband aus Kollegen spielte. Es war grossartig!

Ich habe zwar jedes Glas Wein (2) und Prosecco (1) mit einem halben Liter Wasser begleitet und auch genug gegessen (so, so, so gut und nahezu alles vegetarisch), hatte aber schon ordentlich das Gefühl, leicht einen sitzen zu haben und war sehr, sehr kaputt beim Heimkommen (und hatte NULL Stimme übrig).

Passend dazu (wer feiern kann, kann auch arbeiten) klingelte heute der Wecker um halb sieben: Arbeitstag am Markhof für die Kolchose. Ich hatte mich für eine halben Tag und Mittagessen angemeldet und Heidenrespekt vor den Temperaturen. 

Wir starteten mit Zucchetti-Ernten, das kannte ich schon vom letzten Sommer. Ich hatte Handschuhe dabei, das war sehr hilfreich, aber trotzdem war ich von den Stacheln bis zu den Ellenbogen zerkratzt. Das sind schon so überdramatische Scheisserchen, die Zucchettipflanzen: schmecken nach nix, aber beschützen ihre Früchte, als wären sie das Bernsteinzimmer....

Wichtig: nicht aus dem Korb in die Kiste leeren, sondern vorsichtig reinlegen und immer die Stiele nach aussen






Jeder hat eine ganze Reihe Zucchinipflanzen abgeerntet

Es wird sortenrein geerntet

Handschuhe waren gut, aber an sich hätte es lange Ärmel gebraucht, ich bin total zerkratzt (immerhin: Sonnencreme dabeigehabt UND auch schon vorher den unteren Rücken eingeschmiert, der frei liegt, wenn ich mich bücke)


Bis 10 hatte ich 3L Wasser getrunken, schwitzte im leichten Wind vor mich hin, aber es ging.

Ich hatte Bärenhunger für die Kaffeepause.

Verpflegung halt einfach immer top


Unterhaltungen wie immer so, so cool, man trifft so verschiedene Leute dort!

Eigentlich wäre der Plan gewesen, danach Knoblauch zu ernten, aber der Boden war so steinhart, dass die Erntemesser nicht drunterkamen, also wurde dort gewässert und für den Nachmittag anvisiert. Stattdessen ging es Weisskohl jäten. Ein Teil des Feldes wurde von dem Vlies befreit und jeder bekam wieder ein Messer in die Hand und hatte eben alles, was kein Kohl war, rauszuziehen, möglichst wenig Erde zu bewegen und wenn man schneiden muss, nicht die Kohlwurzeln verletzen.

Hier trocknet schon geernteter Knoblauch




Das war eine extrem befriedigende Tätigkeit und für mich ungefähr das nächste an Meditation, was ich mir vorstellen kann. 

Als wir um halb eins mit allem fertig waren, gab es tatsächlich eine gemeinsame La-Ola-Welle durchs Feld und lauten Applaus.

Normalerweise esse ich am Wochenende nicht zu Mittag, aber ich hatte solchen Hunger und das Essen dort ist einfach so, so, so gut, ich habe ungefähr mein Körpergewicht in Gemüse verdrückt. Alle müde, verschwitzt, zerkratzt, erdig, im Schatten vor dem alten Hof, das ist schon wirklich schön. Aber auch: mehr als einen halben Tag möchte ich das nicht machen. Im September wieder, mir wurde Kürbisernte angekündigt.



Heimradeln, duschen, Schuhe und Handschuhe direkt in die Wäsche.

Dann: Betten ab- und beziehen, Küchenfronten fertig reinigen, den Esstisch neu ölen (das ist nun wirklich überhaupt nicht wild). solange der Tatendrang noch anhielt.

Jetzt: Eiskaffee aus dem Creami, Päuschen und dann ein frisches Abendessen (ich plane Kichererbsensalat mit Joghurt oder irgendwie sowas.)

Freitag, Juni 19, 2026

190626

 Gut geschlafen, ich bin nicht mal davon wach geworden, dass der Hübsche irgendwann vom Konzert nach Hause kam.

Aufgestanden um sechs, Frühstück bei alles offen, Jonny vor Nachbars Haustür getroffen, kurz bedröppelt gewesen, weil Sansa nicht auftauchte. Irgendwann im Lauf des Vormittags entdeckte ich sie tief und fest schlafend (bis Mittags) auf dem Balkon in dem gut gelüfteten Fach unter dem Tisch.


Dann: Panasch-Holrunde im Nachbardorf, meine Bestellung aus einer Zuger Brauerei war angekommen.

Beim Schwatzen mit dem Hübschen ("Hast du eure Tickets für morgen?") die grosse Überraschung: auf den Tickets steht nicht dern 20. Juni, sondern der 30. Fassungslose Überprüfung ergab: dieses Datum war von Anfang an (naja, ging ja ein bisschen von fünf Minuten vor Konzert absagen, dann einen Termin ein Jahr später in Bern angeben, dann Verlegen nach Zürich, dann neuer Verkaufsslot) so gedacht. Upsi. Kurze Nervosität: L. ist nächste Woche mit der Schule auf Gletscherwanderung, aber der 30. ist erst übernächste Woche, da hat er schulfrei. Huff! Wie gut, dass sie das nicht morgen vor dem Stadion gemerkt haben....

Sonst: hektisches Arbeiten, ich hatte einen konzentrationsfordernden Task auf heute morgen gelegt, dringend zu erledigen, weil heute fällig, aber es kamen einige Querschüsse mit Dumdumgeschossen rein, die sofort erledigt werdne mussten, bevor es zu krassen Kollateralschäden kommen würde.

Schnelles Restemittagessen, Sportklamotten anziehen, ab zum Spendenlauf (ich habe mich für die Spaziergängergruppe angemeldet, kurz gestern mich minderwertig gefühlt, weil halt schon alle eigentlich laufen, aber dann ist mir wieder eingefallen: ich hasse laufen, ich bin nicht trainiert, es hat ungefähr 70000 Grad, ich fühle mich noch minderwertiger, wenn ich als Läuferin von den Spaziergängern eingeholt werde, ausserdem: ich hasse laufen.), dann mit dem letzten Meeting des Tages im Ohr wieder nach Hause, duschen, Umziehen, ab zur Party.

Donnerstag, Juni 18, 2026

180626

 Gut geschlafen (wir kühlen untertags/abends unser Dachschlafzimmer mit Klimaanlage runter, schlafen dann mit offenem Fenster und dünnen Musselindecken. Bisher ist es morgens noch so frisch, dass ich mir irgendwann noch meine normale Decke drüberziehe)

Kurze Runde, dabei Jonny aus seinem Bett in der Wiese geweckt und zum Frühstück mit nach Hause genommen.

Aus irgendeinem Grund hatte ich heute morgen keinen Appetit, habe also neben dem Hafermilchkaffee ein Stückchen Brot mit Marmelade trotzdem gegessen, weil: keine Lust auf Unterzucker beim Schwimmen.

Das war übrigens super, zwischendrin war es so leer, dass ich kurz dachte, ich wäre ganz allein im ganzen Becken, aber zwei andere waren dann doch noch da. Wurde dann wieder voller und es war ein sehr nerviger, planschender, dicht auf-/vorbeischwimmender Typ auf den letzten 4 Bahnen zu beachten.

Mein Weg aus dem Schwimmbad führt mich immer direkt an der Barista-Bar :-) vorbei und heute habe ich mir da (irgendwann kam der Hunger dann doch) ein Birchermüesli und, weil ich schon mal da war, einen Hafercappuccino zum Mitnehmen gegönnt und dann den Slidereview, mit dem ich meinen Arbeitstag gestartet habe, mit leckerem Frühstück unterfüttert.

Mittagessen: Premiere: in keiner der vielen Kantinen lachte mir irgendetwas vegetarisches an (ich meine: es hat draussen 36 Grad, ich mag da an "Appenzeller Rösti mit Gemüse" überhaupt nicht denken), ich habe mir also in der Cafeteria eine frische Foccaccia gefüllt mit Mozzarella, Tomate, Rucola, Pesto, also jetzt auch nix ultimativ spannendes, aber halt frisch und sommerlich und trotzdem genug, damit ich nicht zusammenklappe und mich draussen zum Essen auf eine schattige Bank an den Rhein gesetzt. War jetzt gar nicht mal so schön, weil halt einfach scheissheiss und eigentlich hätte ich schwimmen gehen sollen! Note: Wickelfisch in den Spind packen!

Dann: konzentrierter Nachmittag, ich habe zusätzlich zum grünen Kleid nun eien Projektsticker für mein Laptop bekommen und einen genauen Kommunikationsplan, der eigentlich nicht viel mehr als "Einfach nix sagen" aussagt. DANN HALT NICHT! (aber schon schade, es ist alles so aufregend grad!)

Der Hübsche macht sich am späten Nachmittag auf zum ersten Konzert die Woche (er hat relativ spontan noch ein Ticket für "A Perfect Circle" gekauft), am Samstag geht es dann nochmal, mal schauen, ob Linkin Park diesmal wieder unbegründet fehlt.... Weiss gar nicht ob mir heute drinnen oder Samstag Open Air lieber wäre, beides suboptimal bei dem Wetter, aber eben: ich geh ja gar nicht.

Ich radle durch die brüllende Hitze nach Hause, Gemüsekorb nicht vergessen, Donnerstagssalat, Feierabend auf der Terrasse im heiss (heute besonders... lol) geliebten Schaukelstuhl.

Heute eine Herausforderung für das Abholemodell: es hatte heute 38Grad, die Körbe werden zwischen 7 und 11 an  die Depots ausgeliefert und in "meinem" stehen sie in einem Garten an der Hauswand auf einem Regal hinter einem dicken Vorhang. Die Sonne schien drauf, es wurde ein Sonnenschirm davor gestellt, aber natürlich: den Salaten hat man ein bisschen angemerkt, dass sie vllt heute morgen geerntet wurden, aber halt nicht im Kühlschrank lagen. Aber nach einmal Waschen und feucht liegen lassen, waren sie wieder wie neu.
Also: zwei grüne Salate, Fenchel, Tomaten, Basilikum, Blumenkohl, zwei grosse Gurken, 3 Zucchini (well...), Dill, Thymian, KIRSCHEN (die sind einfach alle perfekt!), diesmal DIE EIER, zwei lila Kohlrabi


Mittwoch, Juni 17, 2026

170626

Gut geschlafen, aufgewacht vom Wecker, das passiert nicht so oft.

Unten erstmal festgestellt: Sansa hatte schon für Frühstück gesorgt :-/, Gemüsebeilage lag nebendran auf dem Fussabstreifer (immerhin nicht IM Schu, nech?)



Kurzes Ründchen, um zu gucken, ob Jonny irgendwo abhängt (nein), und dabei meine ersten Tigerschlegel gesehen. Ich finde Nacktschnecken ja sehr widerlich, fand die Bananenschnecken auf Hanson Island recht interessant und habe mir irgendwie gemerkt, dass die Tigerschlegel die grusligen roten Nacktschnecken auffressen. Weiss nicht, ob das stimmt, möchte es auch nicht so genau wissen, aber der, den ich da gesehen habe, war (für eine Schnecke) recht zügig unterwegs.



Radeln: sehr angenehm, ich war ein bisschen vorsichtig(er) unterwegs, weil ich eine Box voll Rhabarberschokoladencookies auf dem Gepäckträger hatte. Die habe ich dann im Schwimmschrank geparkt und nach den 40 Bahnen wieder abgeholt.

Das Becken sah erst superwild aus, aber war dann auf meiner Bahn fast leer, das war sehr angenehm.

Arbeitsmorgen startete mit einem Telefonat mit einem Kollegen, der sich ein Jahr vor mir die Schulter genau gleich wie ich (nur beim Skifahren) gebrochen hatte, eigentlich zu einem anderen Thema, aber er meinte auch "Ich habe wieder vorgelegt", er hat sich nämlich das Wadenbein beim Fussballspielen gebrochen. Ich sehe da jetzt bei mir eher weniger Gefahr, weil ich ja nicht Fussball spiele (gelogen, habe ich am Wochenende mit den Neffen), aber auch sonst nicht renne und beim Gehen knicke ich nicht um (dabei kann man sich das Wadenbein auch brechen, habe ich gelernt). There, I jinxed it.

Dann: einerseits konzentriertes Arbeiten, andererseits auch viel Swirl. Wir haben eine freie Stelle bei uns in der Stelle ausgeschrieben und es gibt viel Interesse daran (andersrum auch viel Desinteresse (ist das falsche Wort, eher bewusstes "nein danke") bei vielen von denen, die ich absolut im Kandidatenpool sehen würde und auch zT direkt angefragt habe, aus sehr interessanten Gründen))

Beim Mittagessen habe ich dann heute mit Absicht trotz Hunger "nur" einen Salat gegessen (learning: vegi-Cesars-Dressing kann man gut mit Kapern statt Anchovis machen, die Kombi mit dem French-Dressing bei der Arbeit schmeckt mir aber nicht. Und die warme Proteinquelle, die sie drin hatten, war auch nix. Aber für zum Selbermachen ist das eine gute Option), weil: wir haben ja am Freitag grossen Spendenlauf etc (und Sommerfest) und unser "Lauf"team (ich werde definitiv nicht laufen, eher das Schweizer "laufen") hat einen Bakesale nach dem Mittagessen organisisiert (also: Kalorien gegen Spende). Schade übrigens: wir sind ja eine rein technische / Engineering-Abteilung UND sehr ausgeglichen mit Männern/Frauen besetzt. Das Laufteam und die Back-Beiträge waren 100% weiblich. Das ist schon ein bisschen arm, finde ich.

Aber: sehr gut, ich habe Macarons und Zitronenkuchen gegessen und dann war mir ein bisschen schlecht.

Ich war damit dann für den Nachmittag mit back to back meetings bis 18:00h gut unterfüttert, musste nur ab und an Wasser nachfüllen :-)

Gottseidank habe ich noch die wöchentliche Agenda-Email für ein Produktteammeeting morgen gelesen, dort wurde nämlich wegen eines sehr speziellen Tages um grüne Kleidung gebeten. Passt sehr gut zu meinem aktuellen Faible für salbei, weiss und blau und dazu, dass ich heute, weil wir morgens ein Meeting mit Japan hatten, mich für statt des eigentlich geplanten grünen Kleids ein weisses seriöses Oberteil (zu meiner rosa gestreiften Clownshose, die man auf der Kamera nicht sah) entschieden habe, also morgen wetterangepasst farblich passend kommen kann.

Japan Meeting war dann ein bisschen lustig: "wir" sind ja immer sehr darauf bedacht, höflich zu sein und nicht zu mitteleuropäisch direkt, auf der anderen Seite wurde dann aber fast schon ruppig reagiert. INTERESTING!

Kurze Freude: in einem Arbeitschat (weiss gar nicht mehr wo), wurde vor einiger Zeit eine Buchclubgründung angekündigt. Ich bin ja generell schon dran interessiert, mich mit anderen Leuten über Bücher auszutauschen (oder das wenigstens mal auszuprobieren, vielleicht fände ich es auch ganz furchtbar). Heute wurde bekanntgegeben, wie es weiter geht und dann war ich auch schon raus. Plan ist: im Quartal EIN Buch zu lesen und sich dreimal zu treffen und jeweils über einen Teil des Buchs zu lesen. Und meine Güte, nein. Ich habe nachgeschaut: ich habe 2026 bisher 55 Bücher gelesen, ich habe sicher keinen Nerv, an einem so lang rumzueiern, während ich parallel 25 andere lese (und nein, niemand muss schnell lesen, können Sie alle machen, wie Sie wollen, ich machs halt nicht). 

Heimradeln dann durch die Hitze mit den letzten Cookies auf dem Gepäckträger, durchatmen, Wäscheaufhängen und die Erkenntnis, dass heute noch gar nicht Donnerstag ist :-)

Gewisse Erleichterung: die Klobürstenscammer mussten mir mein Geld zurückgeben. Was für eine Bude...


Dienstag, Juni 16, 2026

160626

 Wie ich mal meine Kollegen (teils) sehr nervös gemacht habe 

Heute anderer Tagesstart als sonst, nämlich: ausschlafen bis sechs (Katzen not amused), weil mit L. zu einem Arztgespräch verabredet. Als guter Schüler und Arbeitnehmerin macht man das zum frühestmöglichen Termin, nämlich 8:10 im Nachbarsstädtchen. L. fuhr mit dem Gerät, das ausgelesen werden sollte, mit dem Bus, ich mit dem Rad, weil wir beide für den weiteren Schul./Arbeitsweg mit eben ÖV/Rad deutlich besser versorgt wären als mit Auto.

Arztgespräch: superst, erstens beeindruckend, was gemessen werden kann, zweitens: wie klar der Arzt die Resultate und Implications kommunizierte, und zwar L., nicht mir (ich war dabei für potentielle Rückfragen, Hintergründe und falls irgendwelche Entscheidungen über next steps getroffen werden müssten, und um sicherzugehen, dass an einem Teeniehirn frühmorgens nichts vorbeiteht). Bestes Resultat: "Medizinisch müssen wir erstmal nix machen"

Dann Verabschiedung und ich machte mich von Google Maps geführt auf den Weg zur Arbeit. Eigentlich bin ich die Strecke schon öfter gefahren (das Krankenhaus, in dem ich zur Schulterkontrolle war, ist in der gleichen Stadt), aber irgendwie bin ich heute irgendwo anders gelandet. War alles gut, bin durch eine Mischung aus Natur, Landwirtschaft und Industrie gefahren. Finde es immer wieder faszinierend, dass da eine Radinfrastruktur existiert, die man mit Autofahrerblick überhaupt nicht sieht. Es gibt klare Routen und Strecken, die mit dem Auto nicht möglich sind, nicht sichtbar sind, aber für Radler klar ausgeschildert und dokumentiert. Wie eine Alternativrealität.

Dann die Erkenntnis: ich hätte mal doch lieber im direkten Kollegenkreis Bescheid gesagt, dass ich 1h später dran bin als sonst. Ich hatte mich (zu spät fürs erste Meeting) in die erste (und einzige) freie quiet Booth gesetzt, und binnen 30 min kamen 4 Leute vorbei "Wir haben uns schon Sorgen gemacht, du hättest schon wieder einen Unfall gehabt". AS IF!!!!)

Aber ja: in die Planung von Arztbesuchen kann ich dann gern einrechnen, dass Di und Do halt fatal sind, weil ich, wenn überhaupt, nur einen sehr unbequemen Sitzplatz für den Rest des Tages bekomme, um viertel nach neun sind längst alle Desks belegt.

Sass ich halt heute in meinem kleinen Kabäuschen, mit offener Tür, damit ich nicht klaustrophobisch werde und kam tatsächlich sehr gut voran.

Ich glaube, das Wochenende (und die endlich aus dem Weg geräumte unendliche "Diskussion" mit Mr. Emotion) haben mir sehr gut getan, grosse Blöcke bewegen sich (und es gibt gute Nachrichten an den verschiedenen Projektfronten).

Mittagessen mit nur einer von 5 Namenskolleginnen, danach noch ein gemeinsames kleines Ründchen.

Abends habe ich im Moment einen stehenden Debriefingtermin um fünf, das gibt Seelenfrieden für den Abend.

Dann: Heimradeln (ich hatte heute nicht mal Radklamotten an, sondern meinen Onesie von Blutsgeschwister (oder "Ankerbraut", wie der Hübsche ihn nennt), der ist supergemütlich, sieht auch gut aus, aber mit der Menge an Wasser und Kaffee, die ich konsumiere, ist man doch eine gewisse Zeit des Tages mit An- und Ausziehen beschäftigt.

Morgen haben wir Bakesale für einen guten Zweck, d.h ich werde heute abend noch Rhabarber-Weisse-Schokolade Cookies backen und bis auf diesen Extratransport ist es morgen dann ein ganz normaler Tag (ah, nicht vergessen: Japan-Meeting in der Früh, also ordentlich anziehen!)

Wunschlistenfrage:

welche Regenhose nutzen Sie und wie zufrieden sind sie mit ihr? Worauf würden Sie beim Kauf unbedingt achten?

Ich habe eine neongelbe Regenhose von Gonso, passt. Ist nicht 100000% dicht für lange Strecken, aber das ist ok. Für mich einziges Kaufkriterium neben "eine Regenhose, die mir passt" war: Signalfarbe. Und da war das die einzige, die es bei Veloplus gab.

(Ich habe ein bisschen Mühe mit solchen Fragen, weil: es geht jetzt ja nicht um irgendwelche sophisticated Hightechausrüstungen (auch dann wäre das hier ein seltsamer Ort zu fragen), sondern um einen Alltagsgegenstand. Wenn man seinem eigenen Urteilsvermögen schon nicht traut, warum informiert man sich nicht im Fachhandel, Katalogen, Vergleichsportalen, Onlineshops oder von mir aus Themenblogs? Ich schreibe kein Ratgeberblog, ich weiss nicht, was Ihnen an einer Regenhose wichtig ist, was Ihr Usecase ist, genauswenig wissen Sie, was mir wichtig ist, und warum. Und ich finde all das tatsächlich einfach unglaublich langweilig aufzuschreiben und auch nur drüber nachzudenken. Es ist eine Regenhose, nicht das Mittel gegen Welthunger....Naja. Anyway. Kann man jetzt wieder überheblich oder arrogant finden, aber dann ist das halt so.)

Montag, Juni 15, 2026

150626

 Heute Morgen beim Blick auf den Wetterbericht für die Woche (36 Grad, ja schöner Scheiss) mit kurzer Hose und T-Shirt losgeradelt. Als ich den Berg zum Bahnhof runtergesaust war, war mir ordentlich kalt, aber beim wieder zurückradeln wäre mir warm geworden, da konnte ich auch gleich weiterradeln.

Die Dusche vor dem Schwimmen tat sehr gut, allerdings war die geheizte Schwimmhalle dann zu warm und ich hatte das Gefühl, keine Luft zu bekommen.

Passend dazu habe ich mal Kraulen ausprobiert, weil: alle machen sich drüber lustig, dass meine Erwartung an den Kraulkurs ist, erstmal fast zu ertrinken, weil ich nicht weiss, wie atmen. Alle meinen: "ist doch easy" und erzählen irgendwas von Wellental und was weiss ich. Also habe ich heute eine kleine Kraulübung eingelegt: mit den Beinen halt gepaddelt, mit den Armen "gekrault" und abwechselnd rechts und links geatmet und dann nach ein paar Zügen gemerkt, dass ich halt den Kopf gar nicht untertauche , sondern halt über Wasser hin und her drehe. Also probiert unterzutauchen und das mit dem Atmen zu koordienieren. Dabei bestätigt: unter Wasser atmen klappt nicht. Ich bin also nach wie vor überzeugt: der Kraulkurs wird schlimm werden, meine Ängste sind berechtigt und die Trainerin wird sich die Kursgebühr hart verdienen, weil ich meine das ernst mit "Ich habe keine Ahnung, wie ich das machen soll."

Nun denn. Der Wetterumschwung sorgt für fiese Schmerzen in all meinen alten Brüchen und Verletzungen (Bänderriss mit 16, Wirbelfortsätze angebrochen mit 17, Finger gebrochen mit 39, Schienbeinplateau gebrochen mit 45, Schulter gebrochen mit 47). Oberflächliche Recherche ergibt alles zwischen "Luftdruckveränderung führt zu Schwankung in der Viskosität der Gelenksflüssigkeit" und "medizinisches Märchen". Ist mir eigentlich egal, ich habe halt Schmerzen so ungefähr wie 6-8 Wochen nach dem Bruch, das ist ziemlich unangenehm (andersrum: ich hatte zwischendrin 20 Jahre unfallfrei, auch nicht schlecht!)

Dann: heute viel Nacharbeit von der letzten Woche, weil ja workshopbedingt 2 Tage fehlten und der Freitag zur Aufarbeitung nicht zur Verfügung stand. Unter anderem wurde eine Feedbackanfrage für einen Performance Review nochmal in Erinnerung gerufen. Ich hatte zwischendrin überlegt, sie zu ignorieren, aber aus Gründen dann halt nicht. Und so kam es dazu, dass ich im Namen eines reinen Frauenteams dem Chef eines Mannes unter anderem das Feedback gab, dass die Zusammenarbeit mit dem Typ schwierig war, weil er sehr emotional auf jedwede Art von sachlicher Kritik oder auch nur Änderung des status quo reagiert. Immerhin habe ich nicht als Improvementvorschlag "He might want to consider smiling more" mit aufgenommen. Bin gespannt.

Dann auf dem Heimweg beim Freibad, wo ich in der Revisionszeit des Firmenschwimmbads Frühschwimmasyl suchen werde, meinen QR COde gegen "was richtiges" eingetauscht. Am 29. Juni geht es los.


Sonst: das Schweizer Stimmvolk hat ja gestern die "Nachhaltigkeitsinitiative", wie der irreführende Name der aktuellen "Ausländer raus"-SVP-Initiative lautete, abgelehnt. Wie immer in den Kantonen, die Migration erleben, mit  fliegenden Fahnen, die Ja-Kantone kennen Ausländer nur aus dem Fernsehen, von dne SVP-Plakaten und als Touristen, die ja nicht kommen, um zu bleiben. Ich war mir tatsächlich nicht sicher, wie es ausgehen würde, allein beim Heimfahren gestern dauerte es bei der Fahrt über die Dörfer bis 5min vor daheim, bis ich das erste "nein"-Plakat sah.... In der Facebookgruppe des Dorfes toben nun die "Ja-Vertreter", dass man der Abstimmung nicht trauen könne, weil niemand würde sich hier zu einer nein-Stimme bekennen und man wüsste ja schon gern, wo die Nein-Sager wohnen würden, weil, jetzt nicht direkt um sie zu jagen, aber naja... (Für alle besser, dass ich kein Facebook habe)

Sonntag, Juni 14, 2026

140626

 Wie aufregend das alles war! Ich meine: die zwei kleinen Jungs sind so süss und cool und lustig (den Eltern wurde frühmorgens brühwarm erzählt, dass

die Tante K. ZWEIMAL "Scheisse" gesagt hat

es ein krasses Handwaschregime gab (mir kam "Wir waschen abends NIE die Hände und generell nicht mit Seife" ein bisschen fishy vor)

wir (also: sie, ich war weder bekleidungtechnisch noch physisch ausser beim Trennen involviert) "mit nackten Bäuchen gerangelt" und

wir im Garten Rückwärtssaltos gemacht hätten, kommt, wir zeigen euch das. ("also, das kam so.....") 

Ich denke, das fasst es gut zusammen!

Der Tag war ehrlich gesagt das Beste, was mir nach der irgendwie höllisch anstrengenden Woche passieren konnte: nicht unbedingt entspannend, aber so sehr was anderes und auf wichtigere Dinge fokussiert als "wer was wann wie gesagt hat", dass ich gar nicht an die Arbeit denken konnte und das war wichtig.

Heute dann: gemütliches Frühstück, ich bin so, so, so, so, so froh, dass diese Menschen in meinem Leben sind. Alle davon.

Für mich sehr interessant: Ausflug in ein Gymnasium an einem Sonntag morgen. Ich hatte den Auftrag, etwas zu laminieren und dachte ja, LehrerInsein käme mit mandatory Laminiergerät, aber für GymnasiallehrerInnen scheint es ein Schulgerät zu tun. Ich war damit in meinem zweiten Lehrerzimmer ever und... alle Schulen (ohne SchülerInnen drin) riechen sehr ähnlich. Und wer auch immer sich bei uns im Turm über open space und keine festen Schreibtische beschwert, HABT IHR SCHONMAL EIN LEHRERZIMMER GESEHEN? (Vermutlich nicht, ich ja auch nicht)

Dann: Heimfahrt mit dem Mini, diesmal passte die Reichweitenangabe. Das ist schon ein sehr, sehr nettes kleines Auto!(Doof, wenn man im Grenzgebiet unterwegs ist: die Netzabdeckung / Umbuchung zwischen D und CH-Netz ist sehr shaky, führt zu wackeliger Hörbuchabdeckung. Habe ich halt stattdessen das Feedback für den Typ, dessen Benehmen zum einen oder anderen Migräneanfall bei mir geführt hat, formuliert.

Daheim den Kindern hallo gesagt (wie cool ist es, grosse Kinder zu haben?), kein Bananenbrot gebacken, weil die extra Bananen, die ich gekauft hatte, um die matschige schwarze in ein Bananenbrot zu überführen, aufgegessen worden waren, punkten können mit "wie erstelle ich ein Abbildungverzeichnis in Word", ausgepackt, Schwimmsachen gepackt, Sporteinheit eingelegt, Gemüse geschnippelt für Asiapfanne einmal quer durch den Gemüsekorb, und den Hübschen in der Standortteilung auf dem Heimweg verfolgt.

Ich bin einfach sehr, sehr, sehr happy, dass alle wieder daheim sind (Jonny ist unterwegs, aber es ist halt auch perfektes Draussenwetter und es wird ihm sicher gut gehen), und wir eine eigentlich sehr interessante Woche vor uns haben!

Samstag, Juni 13, 2026

130626

 Heute morgen nach langer Zeit mal wieder gg sechs von Jonny geweckt worden, der laut miauend Frühstück bestellte und sich dann ans Fussende der leeren Seite des Hübschen im Bett kuschelte. Als ich mir später einen Kaffee holte, merkte ich, warum er so laut miaut hatte: er hatte einen ordentlich am Birdbuddy gemästeten Spatz mit reingebracht, aber zum ganz hochtragen war der dann zu schwer und unhandlich anscheinend, also lag er auf der Treppe.

Dann: Frühstück geholt, alle Pflanzen gegossen, Treppen gefegt und den Staubi einmal durchs Erdgeschoss geschickt (unsere Putzhilfe hat zwei Wochen Ferien und während das dank genereller Ordentlichkeit in Küche und Bad nicht so auffällt, sammeln sich gerade im Sommer halt Staub und Schmutz und Katzenhaare in den Ecken). Dann die Kinder zum Frühstückstisch geholt, damit wir uns vor meiner Abreise noch kurz austauschen können.

Q. hatte gestern Atemschutzwettkampf mit umliegenden Feuerwehren und der Berufsfeuerwehr meines Arbeitgebers am Ort, d.h sie haben mehrere Stationen in voller Atemschutzmontur um die Wette gemacht, zB zwei Feuerwehrleute schwingen einen Schlauch, einer springt (in voller Ausrüstung drüber), welche Gruppe in 3min die meisten Sprünge schafft, gewinnt. Danach wurde ordentlich gegrillt und gechillt, um 2 kam er heim, hat beschlossen, den Kuchenverkauf seiner Piotruppe am nächsten Tag zu skippen und stattdessen zu lernen, also hat er um zwei den Kuchen, den ich gebacken habe, noch ins Pfadihaus gebracht.

L. war nach einer langen Geo-Woche auch platt (finde es echt eher mittel, wenn nach Notenschluss nahtlos mit den Notenprojekten fürs nächste Schuljahr weitergemacht wird), freute sich aber sehr auf eine Übung mit seiner PFadigruppe, die er mit dem Nachbarsjungen vorbereitet hatte. Danach war noch Treffen mit Freunden geplant.

Ich machte mich mit dem Mini auf dem Weg in den Schwarzwald, heute war ja seit über einem Jahr schon kleine Neffen-sitten geplant. Der Mini stresste mich sehr, er war voll geladen, die Apps agte 173km Reichweite, das Auto sagte "Strecke: 111km, Reichweite 125km" und das ist für mich ein bisschen arg spannend (hatte mich mit Lademöglichkeiten nicht befasst, weil ja eine Wallbox bei meiner Schwester auf mich wartete). Aber: im Lauf der Fahrt nahm die Reichweite deutlich weniger schnell ab als die Reststrecke, ich kam wie erwartet mit etwa 70km Reichweite an. WHATEVER!

Die kleinen Jungs hatten sich sehr auf mich gefreut, es war sogar im Kindergarten gross angekündigt worden, dass man CHIPSPARTY mit der Tante machen würde. Es gab null Gefremdel, ich wurde sofort okkupiert, dabei hatte ich noch ein paar Sachen, die ich geklärt haben woltle (Regeln, Kindersitze in den MIni einbauen für den Notfall, Strom an den Mini machen, Bettgehtricks). Haben wir alles hingekriegt und dann die Eltern Richtung Stuttgart verabschiedet.

Wir hatten dann eine richtig coole Zeit zusammen, es wurde Sand gespielt, Fussball gespielt, wir haben einen Ausflug mit den Rädern gemacht (also: ich ohne, ich bin also ganz schön gerannt....), es wurde eine Eisenbahn aus Terrassenmöbeln gebaut, dann haben wir eine Runde Chips gegessen und Paw Patrol und Checker Tobi geschaut. Dann wieder Sandkasten, irgendwas mit Holzwürfeln und, das war so lustig: Fegen. Ich wollte eigtl nur den Sand, der rausgeflogen war, wieder in den Kasten fegen, dann wollte aber der ganz kleine Neffe unbedingt den grossen Besen haben, dann wollte der andere auch und irgendwann schufteten sie beide und feuerten sich an "Es muss alles super sauber sein, da werden Mama und Papa richtig schauen!" und bestanden auch noch darauf, den Gehweg zu fegen (mein Lieblingssatz "Darf ich schnell rüber auf den Kreisverkehr gehen? Das ist mein Lieblingsplatz zum Pläne schmieden!")

Zum Abendessen wurde es dann ein bisschen schwierig, weil es waren Minipizzen angedacht, der kleine Neffe hatte aber gesehen, dass ich Tiernudeln mitgebracht hatte und wollte dann Nudeln. Also: beides gemacht. Sosse war die nächste Herausforderung: "Mit weisser Sosse" "Ok, nach was schmeckt die?" "Nach weisser Sosse halt" Grosser Bruder: "NAch nix!" Ok. "Wenn weiss nicht geht, dann halt braun." Ich habe hellbraun hinbekommen und es war wohl okay-ish, aber mit den Minipizzen vom Bruder und all den Chips vorneweg war nicht mehr viel zu wollen.

Zähneputzen, Pyjama amziehen, auf keinen Fall die bereitgelegten Socken, dann das genaue Vorlese- und Kuschelballett, das war schon sehr niedlich (beide sind übrigens davon ausgegangen, dass sie eh bei mir im Bett schlafen, mal sehen, ob es dazu noch kommt. Aktuell schlafen beide bei sich)

Hach!