130526
Weil jemand richtig rangeklotzt hat die letzte Woche, hat jemand heute tatsächlich schon auch vormittags frei, wie geplant (Auffahrt ist ja ein Riesending hier arbeitstechnisch, wir haben Mittwoch nachmittag und den ganzen Freitag offiziell frei, die Kinder immerhin den Freitag). Nur noch ein winziger Review für meinen Chef zum Frühstück. Das hat übrigens recht früh stattgefunden, weil: heute ist Garten.
Die Gartenbauer sollten ja, Sie erinnern sich, längstens fertig sein, bei der Abnahme war der Chef aber unserer Meinung, dass das halt alles nicht fertig und, das, was fertig ist, nicht gut ist, deshalb wurde uns zum ersten Rasenschnitt eine Nacharbeit angekündigt. Das wurde für heute angesagt, ich habe gestern wegen mittlerwem Wetter nachgefragt, aber ja: heute.
Ich weiss ja, was alles ansteht (einen Baum wieder ausgraben und höher einsetzen, dafür muss der Rasen aufgeschnitten und wieder zugeklebt werden, dann den vergessenen Terrassenabschluss mauern, die zwei fehlenden, weil verschnitten, Platten verlegen, die eine Platte, die viel zu tief liegt, auf die gleiche Ebene wie die anderen legen, die wackelnden und klackernden 40% der Platten so verlegen, dass sie nichts von all dem tun und dann natürlich: die drei Bäumchen, die neben drei lockeren, schiefen, krummen Drähten stehen, die an zwei unterschiedlich ausgeführten Holzpfählen hängen, in ein Obstspalier verwandeln.
Ich habe auch die Arbeitsgeschwindigkeit des Teams bisher gesehen und war (und bin) sehr, sehr skeptisch, ob das alles in einem Tag zu schaffen ist.
Ich bin auch davon ausgegangen, dass sie halt, wie bisher, zwischen sieben und halb acht auftauchen. Deshalb (unter anderem) bin ich an meinem FREIEN TAG um sechs aufgestanden. Um viertel nach sieben schickte der Chef eine WA Nachricht: "Wir kommen um 2". Ich atmete und meinte "Ok". Und leitete (vermeintlich) die NAchricht mit diesem Smiley, der die Zähne zusammenbeisst und breit ohne richtiges Lachen grinst und ein bisschen irre aussieht, an den Hübschen weiter. Naja. Tatsächlich habe ich sie (zum ersten Mal ist mir sowas passiert) als Antwort an den Gartenchef geschickt. Immerhin hat er gefragt, ob das wirklich passt bei uns. (Und darauf wäre die richtige Antwort vermutlich gewesen: "Ja, Sonne geht ja auch erst um neun unter UND die Gartenbeleuchtung funkioniert astrein, sie können also wirklich so lang machen, wie sie halt brauchen, bis das alles fertig ist.")
Wir werden sehen.
Dann also: Sportründchen, unter der Dusche merken, dass die Putzhilfe die Regendusche nicht (mehr?) entkalkt), das also dokumentiert und erledigt, dann noch einen Scamanruf von "Amazon" bekommen (anscheinend wollen sie irgendwas mit "Gift Cards" und Verification codes, aber dazu kam es wie beim letzten Mal schon nicht, dass mir das erklärt wurde, weil trotz (weil?) meines aktiven Zuhörens, als der Sachverhalt geschildert wurde, vor irgendeiner Conclusion oder Forderung halt einfach aufgelegt wurde. Das sind mir schon so lifestyle-Scammer!
In der Zwischenzeit lade ich meinen Knochenkopfhörer voll mit neuen Podcasts, bin überrascht, dass Q. das Haus überhaupt nicht verlässt, doch, zum Radlschrauber, aber nicht zur Uni, weil Protokollschreiben und Vorlesung online angucken reicht für heute. Bin noch überraschter, als L. auftaucht, er hat 4 Lektionen Mittagspause und verbringt die zu Hause beim Roboterbauen.
Um eins tauchen die Gartenleute auf (ok, was?!), respektive nur eine Gartenperson, nämlich der Projektleiter. Er bastelt und macht und naja, ich bin gespannt. (Ich will nur, dass es fertig ist.)
Ich bereite für unsere Einladung bei Freunden/Kollegen morgen ein Rhabarberschichtdessert vor (wie imemr: zu grosse Gläser zu voll), erfahre pikante Hintergrundinfos zu einigen Arbeitsthemen, schnipple für das Abendessen heute jede Menge Gemüse (ich habe Lust auf irgendeine asiatisch angehauchte Pfanne mit Tofu drin), programmiere den Reiskocher, storniere die Hüttenübernachtung am Wochenende, checke Flüge nach Osaka (es "geht"), wasche eine Ikeatasche voller Geschirrtücher und Putzlappen aus dem Pfadihaus (viel besser, das alle heilige Zeit zu machen, als verschwitzte Sporttrikots und -socken für die ganze Mannschaft), und irgendwie fühlt der Tag sich verdandelt an. Naja. Wenn der Garten am Schluss ok ist, soll es mir recht sein. )
Ich bin zwischendrin mehr als skeptisch (Jonny is högscht erfreut über neue Sandbad-Optionen), aber: der Projektleiter fixt ALLES in ein paar Stunden. Der Baum, der zu tief stand ist, ist jetzt auf derselben Ebene, der Beetabschluss ist fertig, alle Platten sind drin und keine wackelt oder döngelt, das Spalier ist nicht das schönste der Welt und die Bäume müssen noch hingezüchtet werden, aber es ist ein Spalier und die Bäume sind schon mal dran. Uff. Der mittlere hat sogar schon Babybirnen, das wird. Ich merke, wie sehr mir das alles auf der Seele lag (ganz besonders: wie stinkig sind die Leute, die ihre eigene Arbeit nochmal nachkorrigieren müssen? Wie sag ich, wenn es hinterher immer noch doof ist?), aber hey: nicht nur passt jetzt alles, nein, er hat sich auch für die Umstände und den Frust zwischendrin entschuldigt, es wurde intern aufgearbeitet, sie haben im Moment eine nicht ganz einfache Geschäftssituation, was auch immer das bedeutet, es hätte nicht so sein sollen und wenn noch irgendwas ist, kommt er jederzeit. Also. Schwamm drüber, fertig. Der Sommer kann kommen (also: mittelwarm gern)
Hach
(Was ich übrigens verpennt habe: die Kinder haben heute Abteilungshock und dann -plausch, d.h. essen nicht daheim und ich habe für "who knows, ob wir zu viert oder zu fünft essen, ich mach mal genug für alle Eventualitäten" geschnippelt und vorbereitet. Kann man ja aufwärmen.)
Wunschlistenfrage:
Haben Sie Restaurantempfehlungen für Vegetarier in Basel für einen freien Abend nach ein paar Workshoptagen?
Aber sicher! Ich gehe mal davon aus, dass es kein "rein" vegetarisches Restaurant sein muss / soll, sondern eins, etwas jenseits von Käsespätzle oder Spinatravioli oder Pizza Margarita auf der Karte hat. Es kommt wie immer darauf an, was man mag (und wieviel man bereit ist, zu investieren).
- Das Roots ist mein absoluter Favorit, wenn es an fine dining / Sterneküche geht. Spontan bekommt man eher nix vermutlich und günstig ist auch anders. Aber zum Geniessen ungeschlagen!
- Der / Das "Lauch" ist rein veganes fine dining und das möchte ich UNBEDINGT ausprobieren, war ich aber noch nicht.
- Das Rubino bietet ein Überraschungsmenü, das geht immer auch vegetarisch, das ist auch richtig gut.
- Dann, weniger edel, mehr relaxed, das kann je nach Anlass ja auch besser passen:
- Lily's (nicht, wenn man im Stress irgendwo hin muss, die sind sehr verplant, was den Service angeht, aber das Essen und die Getränke sind super): asiatisch
- Nooch: auch asiatisch, zwischen Barfi und Marktplatz
- Booh: same :-), bis auf die Location
- Cartel: Mexikanisch (kein Texmex), vegi Auswahl limitiert, aber super
- Don Camillo: Fokus auf Vegi, in einer alten Brauerei, ist abends auch unter der Woche oft ausgebucht, weil halt direkt ums Eck der Roche-Türme
- Alchemist: direkt an der Schifflände: das Konzept ist sehr, sehr nett und liebevoll gemacht, Präsentation 1a. Essen und Getränke sind halt leider tatsächlich eher lala bis langweilig bis auf die Optik. Ist aber ein Event :-)




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