Sonntag, Februar 25, 2018

Hummelgebrumm

 Heute so: Hummeln im Hintern. Draussen scheint die Sonne und es ist knackig kalt (Russenpeitsche my ass, es ist halt Winter, get over it). Die letzten Rotzreste verabschieden sich (es geht ohne Nasenspray, wie gedacht), und schon denke ich: Wir könnten so viel mehr machen als ... noch einen Faulitag. Damit bin ich aber ziemlcih allein (und 100% fit bin ich auch noch nicht, insofern ist das ok) und so schlafen wir aus, räumen auf, packen Schulsachen zusammen, machen einen Spaziergang (es ist wirklich kalt und meine neue Skijacke ist wirklich warm), schauen zusammen die Sendung mit der Maus (ich habe das mit dem Seilzusammenspleissen schon mal gesehen und bin, glaube ich, an der gleiche Stelle ausgestiegen, irgendwann beim gefühlt 18. Mal "Und dann schneiden sie die Seele hab") und zum Nachmittagskaffee (nach dem Spaziergang zum Aufwärmen) backe ich die "Salted Butter Chocolate Cookies", die die letzten zwei Wochen gefühlt das gesamte Internet "Zucker, Zimt und Liebe" nachgebacken hat. Die hattn mich bisher nicht wirklich gerissen, weil erst waren wir ja Skifahren und da hatte ich keine Lust zu backebn, wann war ich echt erkältet und hatte keine richtige Lust zu backen, wobei ....doch, ich hab ja einen anderen Kuchen von Jeannie gebacken... stimmt: ich hatte keine gesalzene Butter. Die hatte ich übrigens heute auch nicht, aber mal ehrlich: der einzige Grund, gesalzene Butter zu kaufen, ist ja nun entweder, wenn man in Dänemark oder Frankreich im Urlaub ist und daneben greift und dann, so mit der Zeit, schmeckt Frühstücksbrot mit Erdbeermarmelade auf salziger Butter halt gar nicht mehr sehr seltsam, sondern halt nach Urlaub, oder halt, wenn man Brot mit salziger Butter essen will und nicht möchte, dass das Salz noch irgendwie knirscht. Für Backzeug ist das ja nun Jacke wie Hose, ob ich gesalzene Butter oder ungesalzene Butter und ein bisschen Salz (ich habe einen Teelöffel auf das gesamte Rezept genommen) verwende. Was ich ansonsten auch nicht verstehe bei dem Rezept, ist: warum extra betont wird, dass die Butter kalt sein soll. Das macht Sinn, wenn ich einen Mürbteig mache, den ich in einem Affenzahn zusammenknete, damit er nicht schmierig wird, aber nicht, wenn ich danach alles gefühlt ewig mit Zucker cremig aufschlage, weil dadurch wird es eh warm und es würde besser gehen, wenn ich die Butter gleich zimmerwarm verwenden würde. Anyway, kalt geht es aber auch (sogar ohne Vorbereitungszeit) und das Resultat ist unglaublich lecker! Ich muss dazu sagen, dass ich echt kein Shortbreadfan bin, für mich fühlt sich das immer an wie ein nahezu roher Klumpen aus Butter, Mehl und Zucker im Mund an, und aus dem Alter, wo ich rohen Teig super fand, bin ich schon lang raus, wenn ich überhaupt jemals drin war. Aber das hier? Die Zuckerkruste und das Salz in und auf den Cookies: mjamm!


So, jetzt noch huschhusch alle durchs Bad gescheucht, morgen ist wieder Alltag (wir müssen drauf achten, dass wir Q nicht wieder vergessen, der hat gestern bis halb 12 gelesen....)


Und zu guter Letzt noch ein bisschen Lesestoff für Fernweh, also gewissermassen, zumindestens für mich, weil wir waren für unsere Flitterwochen 2003 auf Kauai und haben uns damals schon über die Hippies gewundert. Sehr. Aber die Insel ist der Hammer :-): "Hawaii's last outlaw hippies" (via Kiki)


Selbstbeweihräucherung: ich hab meine Hummeln im Hintern unter Kontrolle bekommen, gechannelt in Backen, Kochen, Ràumen, Zuschneiden von L.s Geburtstagsshirt, Planen von Ls. Party, Planen von Berlin.