Freitag, Januar 22, 2021

22012021 Man hangelt sich so durch.

Es ist ja ein wenig eintönig, aufstehen, Homeoffice/Schule, Mittag, Homeoffice/Schule, mehr Homeoffice, Sport, Abendessen, lesen, Bett. Es ist nicht schlimm, es ist halt einfach nicht spannend. Ich fürchte, ich werde die Welt da draussen ab, ich bin mal optimistisch, Mai vermutlich unglaublich stressig und aufregend finden. 

Man muss jetzt fast schon aufpassen, dass man nicht verpasst, wenn mal was anderes passiert als sonst.

Heute zum Beispiel war Zeugnistag, zumindest für L., Q. hatte frei, weil seine Lehrer die Zeugnisse heute parat machen. Es ist symbolisch für die aktuelle Zeit, dass das halt... auch eher nix Besonderes ist, weil, naja, die Noten sind keine Überraschung, die Übertrittsentscheidung dementsprechend auch nicht, wir können nicht Zeugnispizza essen gehen, weil die Pizzerien zu haben (und bestellen tue ich ganz sicher keine für drölfzig Millionen Geld, wo wir unsere Freitagspizza daheim optimiert haben), Zeugnisburger abholen habe ich kurz überlegt, aber wir machen ja vegetarischen Januar (also: alle), und da ist das nichts. 

Das Zeugnisgespräch mit L.s Klassenlehrer fand per Videogespräch statt, das sind wir ja mittlerweile auch schon alle gewohnt.

Nichtsdestotrotz ist die Freude über L.s Zeugnis sehr gross (ich musste lachen, als er meinte: "Ich verstehe gar nicht, warum ich eine 6 in Franz habe, das ist das Fach, was ich am wenigsten mag, das muss sie doch merken!". Zur Erinnerung, weil das auf Twitter für ein bisschen Verwirrung sorgte: eine 6 ist die beste Note in der Schweiz :-))

Sonst: Homeoffice, Wocheneinkauf, Admingedöns, rund um den gekündigten Arbeitsvertrag (also: als Arbeitgeber), das ist ja auch ein Riesenact, die Vorfreude darauf, das nicht mehr machen zu müssen, ist schon gewaltig. (Unsere Putzhilfe werden wir ab April wieder über "proper job" anstellen, da kriegen wir eine Abrechnung, zahlen, fertig. Kein Gedöns mehr mit Sozialversicherung, Unfallversicherung, Pensionskasse, Lohnabrechnung tralala.)

Der zwar zum Shirt wunderbar passende Lippenstift ("Fab Five" von Colourpop)



war zwar annähernd kussecht (ein Vorteil von Homeoffice, im Officeoffice kann ich das ja nicht mehr ausprobieren, seitdem des Hübschen und mein beruflicher Weg sich getrennt haben) , aber eine gute Stunde in einer FFP2-Maske macht er nicht mit:



Bahnbrechendster Einkauf heute: eine Hängeampel in hübsch (halt so ein geflochtener Metallkorb an einer Kette) mit Farn drin, der jetzt an dem Haken hängt, wo früher die Babyhängematte, dann das Schaukelschiff hing und jetzt über Weihnachten der Christbaum angebunden wird, hängt. Ich fand, wir könnten einen Pflanze brauchen und hatte schon eine schöne Rede vorbereitet, um den Hübschen zu überzeugen, aber tatsächlich meinte er nur "cool" und heute laufen alle durchs Haus und meinen: "Boah, so toll, die Pflanze!" (ich sags ja: die Latte für "spannend" liegt hier nicht besonders hoch, aktuell ungefähr so hoch wie ein mittelgrosser Farn.)



Gegessen:

Honigtoast

Rest vom Reisdings von gestern

Freitagspizza


Gelesen: "Schloss aus Glas" (könnte sein, das wird harter Tobak)

Gesehen: "Valhalla Murders" (ich will unbedingt wieder nach Island. Im Winter und im Sommer und überhaupt. Vielleicht sollten wir als Retirement Home irgendwann aufhören, nach "Del Mar Beach Cottage" zu suchen, weil ganz ehrlich, 10 Mio$ wird eng, sondern nach was in Island? Ich wäre für Akureyri.)

Stressleveldurchschnitt gestern: 32

Selbstbeweihräucherung: keine blöden Witze im Lehrergespräch gemacht (glaube ich)


Unser #Lichtfenster heute