300826
So, ein Kind kam gestern abend noch nach Hause (so sehr es sich gegen die Einbürgerung sträubt, so sehr ist es ein Bünzli, wenn es um die SBB / DB geht, "ranzige" Regionalzüge und 1h verspätete ICEs verzeiht man nicht. Aber: man ist nett zu Schaffner, weil die können auch nix dafür), die Waschmaschine wurde beladen und Sachen für den bald stattfindenden Fortgeschrittenenatemschutzkurs (es ht einen anderen offiziellen Namen) werden rausgesucht, u.a. lange Unterwäsche nicht aus Kunstfaser. Das einzige, was wir haben, ist Merino, naja, schwitzen wird er eh ohne Ende.
Weil: es ist Hochsommer, so wie ich es aushalte: 27-28 Grad, in der Nacht kühlt es ab, aber immer noch nicht so viel, dass es mehr als die dünne Musselindecke über einem kurzen PJ bräuchte bei natürlich offenem Fenster.
Heute dann: nicht mehr ganz so komatös geschlafen, sondern um halb acht wach gewesen. Ich nehme es als positives Zeichen. Gemütlich im Bett Kaffee getrunken und gelesen, um halb 10 gab es leckeres Frühstück für alle, die da waren, auf der Terrasse. Ich habe noch eine Head-to-Head Studie mit dem letzten "Golden Egg" und einem von den Suppenhühnern gemacht: joah, ok.
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| Oben Gold, unten Suppenhuhn |
(Bisschen lustig, dass Q. exakt den Vortrag, den ich hier am Freitag aufgeschrieben habe, unrleated seinen Buddies beim Einkaufen an der Nordsee gehalten hat.)
Dann: der Hübsche und Q. schauten eine Morgenfolge "Reacher" (dass wir eigentlich schon, aber nicht konsequent genutzte, unterschiedliche Netflix-Accounts haben, hat gestern abend zu sehr viel Verwirrung geführt. Der Hübsche und ich haben erst angefangen, den neuen Film mit Robert de Niro zu schauen (Kinderflüsterer oder so, Whisperman), aber naja, es war dann halt doch mit Horror und blauen Fingern, die durch Briefschlitze creepen, und ne, danke. Dann schlug der Hübsche vor "Jack Ryan", den Film, weil wir ja da alle Folgen gesehen hätten. Ich erinnerte mich an genau gar nichts (ausser vor Äonen die Bücher gelesen zu haben), der Hübsche war sich aber sicher, "hier guck, alles auf "gesehen"." Naja. Stellte sich raus: er hatte die erste Staffel gesehen, Q. alle, ich keine. Und so haben wir uns auf "I will find you", Harlan Coben geht immer, geeinigt.
Ichh habe die jährliche Fensterputzaktion durchgeführt. Einmal im Jahr überkommt es mich, da lohnt es sich dann richtig. Zeit wäre es schon ein paar Wochen gewesen, aber ich feiere mich halt schon sehr, dass ich noch bis nach diesen Freitag durchgehalten habe, wo alles nochmal mit Regen und Schlamm bespritzt wurde. Jetzt ist es ok, einmal im Jahr anderthalb Stunden ist ok, öfter mag ich nicht. Ich war i^übrigens auch so unverschämt, das Katzentürchen zu putzen. Normalerweise mache ich das nicht, weil die Katzen dann gern so tun, als hätte man es mit Nagelmatten präpariert. Heute habe ich also einen nur mit klarem Wasser benetzten frischen Lappen verwendet, mal sehen, ob es ok ist, dass ich Dreck und Haare weggemacht habe.
L. ist auf dem Heimweg vom Festival (kurzen Schreck bekommen, als in der Nacht die Pushnachricht von der Schweizer Polizei kam, dass es eine Schiesserei mit Toten auf einem Festival gegeben hätte, aber es war nicht bei den Pfadis, sondern bei den Ravern. Meine Güte, was geht?!), Waschmaschine und Dusche sind frei, ich bin gespannt, was er erzählt. (Wird eine harte Landung, Englisch-Lektüre und Physiktest diese Woche warten schon.)
Ich habe meine aktuell erstaunlich stabilen Fingernägel mal wieder in Form gefeilt, bevor sie abbrechen, und mit den immer noch hier rumliegenden Nagelfolien (totaler Quatsch, taugt gar nix, aber ich habe sie halt jetzt noch) versehen. War wie immer ein unendliches Gefummel und ist far from perfect, mal sehen, wie lange sie das Schwimmen aushalten.
Ach ja: ersten Herbstgefühlen wurde mit Zimtschnecken und "limited Herbst Edition" Kaffee Bestellung (pumpkin spice cake und maple syrup pecan) Rechnung getragen.
L. ist zurück, es ist so faszinierend, wie unterschiedliche Rollen Menschen in verschiedenen Settings einnehmen: der verplante Teenie, der am Freitag holterdipolter abgereist ist, hat sich über die Unentschlossenheit und Verplantheit der Gruppe, mit der er unterwegs war, mokiert.
Sonst: ich habe ja vor einigen Jahren beschlossen, niemandem mehr auszuweichen, ganz besonders keinen Männern. Die letzten Wochen habe ich da wieder verstärkt dran gedacht und es bleibt immer spannend. Heute zB war gerade Fussballtraining irgendeiner Jugendmannschaft zu Ende, als ich vom Briefkasten zurückkam und ... einige sind gestolpert, als sie mir last minute aus dem Weg springen "mussten", weil ich ihrer Vierercrew, die den gesamten Fussweg einnahm, einfach nicht ausgewichen bin. Und als ich da so drin war, habe ich den tätowierten Schrank, der rauchend und schimpfend um sein offenstehendes (Firmen-)-Auto, das mit laufendem Motor da stand, rumlief, freundlich gegrüsst und gebeten, doch den Motor abzustellen, solang er warten würde. Ich sags mal so: ich habe nicht alles verstanden, was er mir an den Kopf geworfen hat, keine Ahnung, welche Sprache das war, Körpersprache konnte ich aber durchaus lesen, und naja, ich habe ein Foto vom Auto mit Kennzeichen und werde mal bis morgen drüber schlafen, ob ich eine Email, die diese Begegnung schildert, an die Firma, der das Auto gehört, schicken soll. (Video wäre natürlich besser gewesen, ich hätte gern neue Fluchwörter gelernt!)
Anyway, gleich werde ich Zucchini frittieren und Scamorza reiben, der Sommer ist immer noch nicht rum.

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