310826
So mag ich Hochsommer: gestern abend noch bei lauer Luft auf der Terrasse im Schaukelstuhl gelesen (bester Teil am neuen Garten. die Platten, wenn auch nicht deren Verlegung, und das LICHT!), ins Bett gegangen bei offenem Fenster, irgendwann leicht nassgeregnet worden, eine kleine Katze kam zum Schlafen in die Bauchkuhle, und morgens radelte ich durch lauen Wind, es fühlte sich fast frühlingshaft an, durchs Dunkle zum Schwimmen.
Als ich erfrischt (ich habe richtig kalt geduscht, war nach den insgesamt 10 Kraulbahnen verteilt auf meinen Kilometer doch recht aufgeheizt, die eine neue Brille ist übrigens schon mal super) rüber zum Turm ging, schien die Sonne von einem wolkenlosen Himmel und das ärmellose SOmmerkleid zeigte sich als perfekte Kleiderwahl für heute.
Vormittag: Feuerlöschen und Managementkommunikation dazu. Meine Güte, all diese last minute Aktionen.....schade, dass man sowas extern eigentlich niemals erzählen darf, es wäre echt interessant udn lehrreich. Naja. Lerne ich aktuell viel über Devices und kann meine letzte Woche gestarteten Upper Management Kommunikationsskills weiter ausbauen.
Darüber hätte ich fast Mittagessen mit früherem Chef und früherer Kollegin verpasst, zu dem ich letzte Woche spontan eingeladen wurde. War.... weird, weil: survivor's guilt, weil ich ja aus der ganzen Sache mit dem besten Job der Welt rausgekommen bin, weil sehr unterschiedliche Prioritäten und Lebensrealitäten und halt, muss man auch ehrlich sein, schon früher sehr unterschiedliche Angänge zu so vielem.
Positiver Aspekt: ich habe mich danach trotz aller Herausforderungen sehr wohl und gut aufgehoben an meinem Schreibtisch gefühlt.
Mittagessen übrigens heute mit einer dezidiert so ausgeschriebenen "Militär-Chässchnitte (enthält Alkohol)". Dazu "Essiggemüse und Salat", genau das war es halt auch (Habe noch nie eine so trockene Chässchnitte gegessen, die nicht nach Käse schmeckt, vielleicht war das der Militärteil. Immerhin auch nicht nach Frostschutzmittel, i guess, that's great)
In hindsight wäre die andere Vegi-Alternative doch besser gewesen, aber mich haben "Randenfalafel" (örks, Randen) und Cocktailsosse (örks, Cocktailsosse) abgeschreckt. Man weiss es halt nie...
Neben allem fachlichen gab es dann zwei menschliche Punkte, auf die ich gar nicht vorbereitet war: einmal Herzausschütten einer Kollegin, da kann ich immer nicht so gut mit umgehen, wenn ich nicht drauf vorbereitet bin. Und dann der Kommentar zu meinem Kleid(ungsstil) von einer Kollegin im Waschraum, mit der ich eigtl nix zu tun habe, ausser dass wir halt auf demselben Stockwerk arbeiten: "You have so many different wardrobe styles and all of them are so cool". Ich habe richtig Gänsehaut gekriegt, so schön fand ich das (bestätigt mich drin, weiterhin Leuten zu sagen, wenn ich ihren Style cool finde). Und ein bisschen lustig, weil ich das Gefühl habe, mehr oder weniger immer das gleiche anzuhaben. Das Kleid heute zB habe ich auch genau so nur als Oberteil, das ich dann halt mit meinen verschiedenen Pluderhosen trage.
Produktteammeetings den ganzen Nachmittag dann im 30. Stock, aus irgendeinem Grund scheinen da Meetingräume relativ gut zu bekommen sein. Aussicht wäre auch super, auch mal in eine andere Richtung als ich sonst immer gucke, aber man guckt natürlich nicht aus dem Fenster, sondern auf den grossen Screen an der Wand.
Das grosse crossfunktionale Projekt, in dem ich als Vertreter unserer Gruppe gelandet bin wegen meines Quality Backgrounds, das ja von diesem Podcaster geleitet wird (habe ich davon erzählt? ja, oder?), rückt nicht nur durch den Podcasterbackground, sondern auch durch die anderen Themen deutlich auf den Backburner, um Corporatesprech zu nutzen. Ist vermutlich eine gesunder Perspektive, es kann nicht alles Prio 1A sein.
Sonst: dank der Kaltmamsell realisiert, dass wir uns der Erntesaison für die Sachen, die wir bei Crowdfarming adoptiert haben, nähern. Es gab da einen skurrilen Change in Setting, angeblich habe ich eine Lieferung Mangos "ausfallen lassen", auf der anderen Seite habe ich Bestellungen zu ganz anderen Terminen bestätigt? Ich werde wohl mal nachfragen, habe aber alle anderen ausstehenden Lieferungen für Mango, Avocado, Orangen, Olivenöl und Parmesan klargemacht. (Grad Hunger gekriegt)
Heimradeln mit soviel Rückenwind, dass der Rhein Wellen stromaufwärts hatte und ich keinen Fahrtwind spürte, hui!
Daheim: Wäsche ab- und aufhängen (zwei grosse Kinder, die aus dem Urlaub / von einem Wochenende weg heimkommen, sehr nett, wie der Wäscheständer dann jeweils voll ihrer Lieblingsfarben hängt. Bei Q. olivgrün, orange und feuerwehrdunkelbla, bei L. schwarz-weiss-Kanji), Katzen füttern, ein paar Schritte reinholen, weil die Mittagsgesellschaft heute keine Runde laufen wollte.
Reminder an mich selber: morgen keine Panik kriegen, die Schwimmtasche ist im Spind im Büro, weil ich morgen früh nicht schwimmen, sondern beim Tablettieren im Weg rumstehen gehe. Bin sehr gespannt!

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