Mittwoch, Mai 18, 2011

Putzflash

Ich bin ja ein Gewohnheitstier. Und so wird normalerweise am Donnerstag, meinem ersten "freien" Tag in der Woche all das während Wochenende und der drei Arbeits- und Krippentage unaufgeräumte Gedöns verräumt, der Müll (Glas, Pfandglas, PET, Pappe, Papier und Hausmüll so oder so) weggebracht, die Küche wird poliert und gewischt, ebenso die drei Bäder (okay, das Gästebad unter dem Dach nicht immer, gebe ich zu), die Treppen gefegt und einmal im ganzen Haus ordentlich Staub gesaugt. Dazu kommt der wöchentliche Grosseinkauf und als Belohnung gibt es dann die einzige freie Mittagspause der Woche, weil Little Q. am Donnerstag nachmittag noch Kindergarten hat und Little L. da immer noch Mittagsschlaf macht.
Manchmal ist es aber so, dass mich trotz Erschöpfung am Mittwochabend die Aussicht auf ein so strenges Haushaltsprogramm am Donnerstag so pusht, dass ich, anstatt nach dem Kinder ins Bett bringen auf dem Sofa zu versumpfen, in einen Putzwahn komme und fast alles erledigt habe, bevor der Haushaltstag eigentlich beginnt. So auch heute: bis auf das Staubsaugen (die Kinder sollen schliesslich schlafen) ist alles erledigt, incl. zwei Extras, nämlich das Klavier und die Bartheke freiräumen (Eine Wäscheständer- und eine Trocknerladung sind auch verräumt und die Waschmaschine läuft schon wieder) . Hach. Und ich weiss zwar, dass ich mich selber ausgetrickst habe, weil es ja letztendlich genauso viel Arbeit war, wie es morgen gewesen wäre und wie ich mich kenne, werde ich die Mittagspause morgen dann doch nicht zum extreme chilling nutzen, was mal echt nötig wäre, sondern zum Ablage machen, Rechnungen zahlen und vielleicht den Tigerschnitt kopieren nutzen, aber was solls. Wenn ich mich jetzt nach einer Dusche im frischgewienderten Bad mit einem Buch aufs Sofa kuschle, ist der Erholungsfaktor auf jeden Fall deutlich höher, als wenn ich immer noch das Pensum für morgen vor Augen hätte
(Btw: Superhausfrau bin ich sicher keine. Ich habe mir mit der Zeit einen inneren Standard erarbeitet ... oh je, Arbeit lässt schon wieder grüssen..., an dem ich mich messe. Ausserdem gibt es jede Menge Tricks, dass das Haus halbwegs ordentlich aussieht, ohne, dass man die ganze Zeit poliert und Stäubchen wegbläst)

Kommentare:

Susel hat gesagt…

Ich beneide Sie um die Energie, die Sie haben, um all die Standards, die Sie selbst an sich stellen (aus welchen Gründen auch immer), zu erfüllen. Die hätte ich wirklich wirklich gerne *seufz*
Lieben Gruß, Susanne

tilema hat gesagt…

Das wäre ein schönes "Lifestyle Thema" finde ich :-)

Bine hat gesagt…

Kannst du mir bitte mal diese Tricks verraten ? Hier sieht es immer aus, wie nach einem ´Bombeneinschlag.
Danke
LG Bine

Das kleine Brüllen hat gesagt…

Naja, Energie ist relativ. Am Montag bin ich in voller Montur neben Little L. im Bett eingeschlafen und ´total verplant aufgewacht, als der Hübsche nach dem SPort nach Hause kam. (Und ich habe das Gefühl, dass meine Mutter da ganz viel in mir drin eingepflanzt hat, ohne dass ich es in einem pubertären Wahn gemerkt habe...)
@Tilema: genau. Ich habe ja auch so schicke pinke Wischlappen ;-). Es hat sich übrigens für immer und ewig ausgelifestýled.
@Bine: ganz wichtig ist für mich, dass einfach alles seinen Platz hat. Da muss es ja nicht immer liegen, aber wenigstens ist klar, wo es hingehört und wenn das alle wissen, kann es ja (theoretisch) jeder aufräumen, der es mal woanders findet. Dann gehört dazu, dass man nie leer eine Treppe rauf oder runter geht, dass man Sachen, die einem gerade auffallen, an die Treppe legt, wo man oder jemand anders sie dann beim nächsten Mal mitnimmt, und so was. Ach ja: und Kisten helfen. Wir haben va im Kinderzimmer fast alle Regalfächer mit Schubkisten ausgestattet, da muss es innen drin nicht orgentlich aussehen, aber immerhin sind zb alle Legos in einer Kiste, die Unterhosen in einer anderen. zB.

Silke hat gesagt…

Ich bin durchaus beeindruckt, kenne aber so Gedankengänge und Anwandlungen auch von mir - also: "Je eher daran,je eher davon!"...
Was ich aber wirklich phänomenal finde, wie bekommen Sie Ihre Kinder so früh ins Bett? Meine, zugegebenermaßen etwas jünger, zwei dreiviertel und vier Monate, sind eben so gerade in der Waagerechten und ja, ich weiß, dass es Luxus ist, dass der Große noch Mittagsschlaf hält....
Liebe Grüße, Silke

Das kleine Brüllen hat gesagt…

Der Grosse hatte heute im Kindergarten Naturtag und der Kleine hat in der Krippe den Mittagsschlaf mehr oder weniger ausfallen lassen zugunsten eines langen Spaziergangs und Toben im Garten. Und dann stehen die beiden ja so gegen 6 auf, und so war heute (erstaunlich früh) um 10 vor acht schon Schicht im Schacht. (Der Grosse hat noch ausführlich mit seinem Kuschelaffen die genaue Geburtstagsplanung für August beschlossen, aber das kann er ja machen. Ging dann so bis halb neun)

julia hat gesagt…

Ich habe zwar einen unglaubichen inneren Drang, mal wieder Ordnung und auch ein wenig "erneuerung" zu schaffen. Aber z.B. heute Mittag sah es hier echt ganz gut aus - heute abend Bombenexplosion deluxe. Ein Kind schläft noch immer nicht - Küche ist jetzt aufgeräumt, aber der Rest ?

Mein Schreibtisch ???
Vielleicht ist es aber auch tatsächlich ein Problem, daß hier eben nicht alles einen Platz hat, weil wir einfach viel zu wenig Platz haben, ich war schon mal schwer versucht den " Aufräumratgeber " von Simplify your life zu kaufen, als ich aber dann gesehen, habe, was ich da alles wegwerfen müsste...
Ich habe bämlich durchaus sehr viel Freude an so manche, was ich schon 8 Umzüge mit mir durch die gegen schleppe.

Also: Hut ab !

DaTaTa hat gesagt…

Ist ja lustig mein Marathon-Aufräum-Einkauf-Tag ist auch der Donnerstag. Und ich kenne dieses Gefühl den Donnerstag vor Augen mit dem Berg der Arbeit die da bereit steht und liegt. Auch ich habe manchmal einen Mittwoch an dem ich alles erledige damit der Donnerstag halt entspannter abläuft und ja man veräppelt sich quasi selber aber egal es tut gut oder. Leider ist dieser Mittwoch nicht so gelaufen! Schade ich beneide dich ein bisschen, aber jetzt werde ich jeden Donnerstag an dich denken und daran das wir gemeinsam schufften. Ich finde es toll wiviel doch bei anderen auch so läuft. Ich wünsche dir einen wunderschönen Donnerstag. Liebe Grüße Conny

dunski hat gesagt…

Ich kann mich fast nie entscheiden, wo etwas sein Zuhause hat und ändere das dann auch (dummerweise)immer wieder, in der Hoffnung den perfekten Ort zu finden. Da ich an meinem Perfektanspruch fast drauf gehe, habe ich mir dafür auferlegt, dass ich pro Tag immer nur an einer kleinen Ecke total genau aufräumen darf. Und lebe in der Hoffnung, dass irgendwann ein SuperStatusQuo erreicht werden wird. Jetzt muss ich nur noch akzeptieren, dass meine Kinder meinem Beispiel leider nacheifern.

asty hat gesagt…

Hallo Frau Brüllen,

hier reicht es immer leider nur bis "wir legen es auf die Treppe" .........

Wie gut, dass wir 3 Treppen im Haus haben, auf denen genug Platz ist........

Das Klavier ist auch zur Ablagefläche für alles Mögliche mutiert, aber das wird jetzt verhökert, das Klavier, und dann werden wir mal sehen, wo das ganze Zeug landet, das jetzt noch drauf liegt :-)

Bei mir hat leider nicht immer alles einen Platz, das ist aber ein Ziel, das es anzustreben gilt.
Vielleicht allerdings erst in meinem nächsten Leben.

Grüsse von "nebenan"
asty

katharina hat gesagt…

Auch hier steht ein Klavier, auf dem alles mögliche seinen Platz findet.. Und genau das mit dem Platz ist bei uns das Problem - ich weiß das theoretisch auch und es ist auch mein Fernziel, aber bisher haben eben viele Dinge noch nicht so richtig ihren festen Platz. Ich glaube, wir haben einfach viel zu viele Sachen.

Hut ab jedenfalls, ich nehme mir ein Beispiel.

Liebe Grüße!!