Donnerstag, April 30, 2009

Lieber Käse

Bei dir sehe ich Gefühl, dieses Lachen, das ist einfach ansteckend. Trotzdem, du wirkst ein bisschen flach und wenn ich Zahnpastawerbung machen würde, da würdest du beim Kästing nicht weiterkommen. Da musst du was machen. Hier ist dein schönstes Foto:


(für Jette)

Mittwoch, April 29, 2009

Verdrängungsmechanismen

Wo gibts denn sowas? Mittwoch morgen (naja..., fast schon mittag), 8:30h:

im Esszimmer sitze ich ganz alleine so:


während die Brüderschar die erfolgreiche Eroberung des Elternbetts mit einem Schläfchen feiert.


(Little L. stellt sich nur schlafend, sehe ich gerade...) (ich komm immer doch durcheinander mit den namen...)

(Ähnliches Bild mit derselben Bettwäsche: hier)

Dienstag, April 28, 2009

Legal aliens


endlich können wir mit unseren Kindern total legal über die Grenze... hat sich der Besuch doch gelohnt.
(man beachte die Grössenangaben....)

Montag, April 27, 2009

Freundschaft ist...

während des Nachtdienstes in der Notaufnahme mal eben in die Radiologie zu gehen und mit dem Radiologen zusammen auf meinem CT keine Nierensteine mehr finden. Und mich dann noch bei einem Oberarzt in der Urologie zur Sprechstunde anzumelden.
Danke, liebe Au-el-Eltern, so starte ich gerne ich die Woche.

Guter Plan


Tante: "Meinst du, das ist eine gute Idee, wenn du mit dem Römerspiess den Spielteppich auftrennst?"

Little Q.: "Hmmm. Ich geb dann einfach dem Römer den Spiess, dann denkt die Mami, der war das. Und dann näht sie den Teppich wieder zusammen."
Wäre wohl aufgegangen, wenn die Tante nicht gepetzt hätte...

Gesammelte Geheimprojekte










Sehr spät aber doch noch: Detailbilder des Geheimmobiles mit den Frau Antonmannschen Fimoperlen, einem Boot von Ines, einem Huhn von Oma Eis,
einem Frosch von Frau .. äh.. Mutti, einer Ente von Andrea, einer Biene von Tante Liesbet, einem Löwen von Tanja, mit Text von Jette und ganz viel Schnickeldi..




Samstag, April 25, 2009

The Undertaker


The Undertaker, originally uploaded by Prozac74.

Tja, wenn man das Märzwetter für wärmer hält, als es eigentlich ist und nur der Mann eine Jacke dabei hat..... sieht das dann so aus. Unddie Erwachsenen frieren...

Schall und Rauch

Das Namensgedächtnis hat Little Q. von seinem Vater.
Als ich ihn heute gefragt habe, mit wem er da am Zaun geschwätzt hat, kam nur: "Das war die Mami von jemandem." In unserer kinderreichen Siedlung, wo Einkindfamilien die absolute Ausnahme sind, eine Aussage mit begrenztem Wert...

Freitag, April 24, 2009

Statt nachschlafen

was ich getan hätte, wenn Little L unser erstes Kind wäre (dabei wäre ich heute nacht aber vermutlich durchgedreht... so dachte ich nur: naja, irgendwann, da schläft er auch wieder ein. Und die Kackfontäne knapp am weissen Teppich vorbei, das habe ich im Dunkeln eh nicht so gut gesehen), haben wir ausgiebig gefrühstückt (die selbst auferlegte beschränkte Menge Kaffee ist schon vernichtet) und dann das hier aufgebaut. (Mittlerweile ist Little Q. von oben bis unten voll und die sechs Töpfchen Fingerfarbe fast leer. Und das lohnt sich nicht mal richtig, weil die Oma vormittags ("Viiiiiiel zu kühl") mit den Kindern eh noch nicht rausgeht.




Edit: und fertig.

Donnerstag, April 23, 2009

Different child, different season,


same mom, same taste...Streifen all over.
Ansonsten bin ich heute der Schrecken der nebenan die Nachbarskinder hütenden Oma: ich bin ruhig geblieben, als der Grossteil von Little Q.s Eis auf seinem T-Shirt gelandet ist, ich habe ihm erlaubt (ihn sogar dazu angehalten), sich mitten im Garten die dreckigen Kleider auszuziehen und, jetzt kommts: ich habe ihm erlaubt, bei NUR 23°C (mit entsprechendem Sonnenschutz) durch den Rasensprenger zu sausen). Die am Zaun stehenden und sehnsüchtig stierenden Nachbarskinder wurden umgehend ("Nein, sicher nicht. Nicht mit Wasser. Es ist viiiiiiel zu kühl") ins Haus zurückgepfiffen...... nun denn.

Dienstag, April 21, 2009

Danke, wir haben schon


No Thanks, We are Served Already, originally uploaded by Prozac74.

Wir schicken ihn dann mal weiter...

Relax!

Ich bin ja so ein Mensch, der dann entspannen kann, wenn alles erledigt ist. D.h. gemütlich fernsehen kann ich erst, wenn das Abenessengeschirr weggeräumt ist, die Spülmaschine ausgeräumt, die fertig getrocknete Wäsche zusammengelegt und verräumt etc., auch wenn ich dadurch vielleicht die ersten paar Minunte Film verpasse. Partychaos am nächsten Tag beseitigen? Never, da werden wurden Gläser geschrubbt und Chipskrümel zusammengekehrt, bis die Sonne aufgeht.
Jetzt muss ich umlernen: ich habe zwar für jeden der Little Q.freien Tage einen Plan, was ich gerne alles schaffen möchte (jedesmal auch auf der Liste: einfach mal hinsetzen und ein Buch lesen oder Feedreader durchschmökern) und wenn ich so könnte, wie ich will, würde ich das alles tun und mich dann hinsetzen und Pause machen. Oder auch nicht, wenn die Zeit nicht reicht.
Jetzt ist es aber so, dass Little L., wie das mit Babies halt so ist, alle vier zwei Stunden Hunger hat und gestillt werden will/muss. Und ich muss jetzt lernen, alle zwei Stunden von jetzt auf gleich auf Relax-Modus umzuschalten, mich mit dem Kleinen und einem Buch/Computer gemütlich hinzusetzen und durchzuschnaufen, anstatt nervös an den Nägeln zu kauen und auf dei fertige Spülmaschine und den Wäscheberg zu starren.
Ich arbeite dran.

Montag, April 20, 2009

lesson learned

ich dachte, unsere waschmaschine hätte einen wasserstopp.

Das Los ist gefallen

Der Persona-Computer etc. geht an .....



tadaaaaa......



Frau Reinkarnationsfladen (was ein Name ;-)).
Wenn Sie mir dann bitte Ihre Adresse schicken würden, dann mache ich ein Päckchen fertig.

Neee, wat entstpannt...

So ein Einkaufsbummelvormittag mit nur einem Kind, das grösstenteils schlafend im Kinderwagen liegt (solange dieser zügig bewegt wird, ich erkenne da Geschwisterähnlichkeit).
Im Zug bin ich zwar alle Naslang von meiner Lektüre hochgeschreckt "Hilfe, wo ist Little Q., es ist so still. Wem soll ich jetzt den Güterzug voll Autos zeigen....", in den diversen Läden war ich aber so entspannt und relaxed wie schon lange nicht mehr. Klar, beim Aussuchen von Stoffen für Little Q.s Sommerhosen und mein Stillshirt aus der Ottobre wurde Little L. auf einmal schlagartig bewusst, dass er ja kurz vor dem Verhungern ist und nur äusserst ungern warten würde, bis ich gezahlt und definitiv nicht so lange warten würde, bis ich mich wie geplant bei einem Latte Macchiato in einem gemütlichen Cafe hingesetzt habe. So wurde also mitten auf dem Marktplatz an der Tramhaltestelle gestillt. (und dabei dachte ich an diverse Posts in Babyforen: "Hilfe. Mein Kind ist jetzt drei Monate und ich würde gerne mal wieder das Haus verlassen. Wie soll ich das nur hinkriegen?")
Fast hätte Little L. allerdings Little Q.s Kotzattacke in der Magritte-Ausstellung getoppt: beim Juwelier (Taufgeschenk für mein Patenbaby, nicht dass irgendjemand denkt, ich wäre in den Shoppingwahn geraten) konnte der Milchschwall nur durch eine geschickte Drehung meinerseits von der spiegelblank geputzten Auslage (Chopard-Collier, ab 12 399 CHF) unauffällig in meinen Ausschnitt (nicht so glänzend, ohne Chopard-Schmuck) umgelenkt werden.

Sonntag, April 19, 2009

Wer hat noch nicht,

wer will nochmal? Ich habe nämlich fertig.
Hier gibt es nun eine Zuammenstellung meiner Schwangerschaftsklamotten.
(Sehr ungebügelt und unprofessionell fotografiert....)

Samstag, April 18, 2009

Bilder aus der alternativen Familienkutsche


Mission To Jupiter, originally uploaded by Prozac74.

Und hier noch ein Bild aus dem Cockpit der alternativen Familienkutsche. Die beiden Babynauten bereiten sich höchst unterschiedlich auf den Start vor. Little Q. ist aufgrund seiner langjährigen Lebenserfahrung noch etwas skeptisch und checkt die strukturelle Integrität der Hülle, während Little L. sein Leben vertrauensvoll in die Hände der Bodenstation legt.

Frischer Wind

Vom Hübschen auf dem Weg zum grossen Willkommen in der neuen Firma"-Event aufgeschnappt:

"Will the presentation be in German?"
"Türlich, wir sind schliesslich ein deutsches Unternehmen."

(Und dafür sind wir ausgewandert.... ich hatte mich so schön an die "concern language: broken english with strong Swiss accent" gewöhnt)

Wirtschaftskrise und so

Unser Golf braucht neue Sommerreifen. Das war uns eigentlich zu teuer, so dass wir ursprünglich statt dessen gleich ein neues Auto kaufen wollten. Nun kam uns da ja die Wirtschaftskrise dazwischen und die UBS braucht unser Geld ja offensichtlich dringender als wir ;-).

Also haben wir gestern in eine alternative Familienkutsche investiert, incl kuschliger Babyschale für Little L.

(Sommerreifen müssen wir trotzdem noch kaufen....)


Falls irgendjemand aus der Gegend hier Interesse haben sollte (oder jemanden kennen sollte, der Interesse hat oder der jemanden kennt usw.), wir hätten nunmehr unser Vorgängermodell


für 150 CHF (und Selbstabholung) abzugeben (incl. fabrikneuer Weber-E-Kupplung zum Befestigen am Rad). Der Anhänger hat natürlich ein Mückenschutzgitter und eine Regenabdeckung. (und nein, weder Kind, noch Rad und Kameratasche sind inclusive).

Kind 2.0

Gerade habe ich die aktuell letzten (altmodisch auf Papier und mit ausgedrucktem Foto und so) Dankeskarten eingetütet und adressiert. (50 Stück, weg wie nix)
Dabei ist mir aufgefallen, dass sich seit der Geburt von Little Q. unser soziales Umfeld anscheinend geändert hat: der grössere Stapel an Karten geht an "Leute ausm Internet", von denen wir (grösstenteils, ohne dass wir uns je real getroffen hätten) unglaublich nette Geschenke und Karten bekommen haben.
"Echte" Freunde haben wir natürlich auch (noch ;-)), aber die Verteilung ist schon anders als früher.
Nichtsdestotrotz: danke an euch alle! Ganz echte Karten zum Anfassen sind unterwegs (bis auf zwei, da muss ich die Adressen noch rausfinden).

Freitag, April 17, 2009

Sitzen Sie bequem




So sieht das aus, wenn der Grosse mit "Mami, Fuuuuuuuudi butze" warten muss, bis Mami fertig telefoniert der Kleine fertig getrunken hat....
G

Mittwoch, April 15, 2009

Feuerprobe bestanden

mit ein bisschen, wie Little Q. sagen würde, "Bschisse" und mit viel Kaffee.
Der erste Tag mit den Kindern in der Überzahl ist überstanden, beide sind sauber, trocken und abgefüttert im Bett/Hängematte und schlafen und dabei ist der Hübsche noch nicht mal vom Sport wieder da.
Mit "Bschisse" deswegen, weil ich ja nicht allein war, sondern Hilfe von der Au-el-Mami hatte. Dadurch wurde das U4-Ü30-Verhältnis zwar auf 5:2 erhöht, aber manchmal ist auch einfach die absolute Anzahl an Erwachsenen (grösser 1) entscheidend.
Der Start in den Tag war zwar ein bisschen anders als sonst: "Ich will nicht, dass der Papi schaffen geht. Ich hab so lange Zeit ohne ihn!" (Auf Hochdeutsch habe ich das zuerst gar nicht verstanden), als das erste Punkrock (Little Q.) und der erste Ristretto (ich) im Magen gelandet waren, war aber die Welt wieder in Ordnung.
Mit den Au-els haben wir dann den Vormittag auf dem Spielplatz, die Mittagspause, bis das Zimmer, in dem die Au-el Schwester schlafen sollte, lautstark zum Gefängnis für den Playmobildieb umfunktioniert wurde, mit Ratschen/Stillen und Lego/Playmobil, den Nachmittag mit allen anderen Nachbarskindern im Sandkasten und danach unter dem Rasensprenger.
Zum Abendessen gab es Nervennahrung (=Pfannkuchen) für Mutter und grosses Kind und das Baden/Duschen/Geschichtevorlesen klappte auch mit Little L. sehr gut. Nach anderthalb Stunden Dauerbetankung ist der nun auch eingeschlafen und ich werde mich an die Geburtsanzeigen machen...
Wie heisst es so schön: "So soll es sein, so kann es bleiben. Genau so ist es gut."

Dienstag, April 14, 2009

Stillen ist schon was tolles

Das Kind nimmt zu (ca. 300g pro Woche) und ich ab (ca. 1 kg pro Woche), obwohl ich esse wie ein Scheunendrescher.
Dementsprechend gefährlich war es auch, mich heute mit dem Familienosternest ("Dieses Jahr kaufen wir nicht so viel, dafür nur Sachen, die wir richtig gerne haben") alleine daheim zu lassen. Gottseidank gab es in dem "Ostersachen 50%"-Regal auch noch Lindor-Eier zum Nachfüllen (Favourite dieses Jahr: Lindor Stracciatella).

Osterspaziergang kann ja jeder

Ein Osterspaziergang (am Ostermontag) im Kreise der Familie ist doch etwas wunderschönes. Besonders, wenn das Wetter traumhaft ist, die Kindelein gut gelaunt (bzw. schläfrig), die Eltern milde gestimmt etc..
Ziel war schnell klar: die Langen Erlen, da der Hübsche diese Woche die Fahrradsaison wieder einläuten will und dementsprechend noch ein paar gebügelte Hemden im Büro, das ja praktisch auf dem Weg liegt, vorbeibringen kann. Ausserdem hat der Hübsche ja jobbedingt einen Parkplatz in einem Parkhaus, das zwar nicht besonders nah an seinem Büro liegt, dafür aber nah an den Langen Erlen.
Osterspaziergang: wunderbar, schönes Wetter, Spielplatz, Eis, Minizoo, Baby im Tragetuch, Grosser mit dem Laufrad, nur einer der Erwachsenen vollgekotzt.

Das gewisse Etwas bekommt so ein Osterspaziergang aber erst dann, wenn man müde gelaufen und hungrig auf die Grillwurst und das Stockbrot daheim vor der Parkgarage steht und der Ehemann feststellt, dass er seinen Firmenausweis, der die einzige Möglichkeit darstellt, wieder in das Parkhaus zu kommen, im Auto liegengelassen hat (das ja eben hinter den Parkhaustüren steht).
Während Frau Brüllen also sich selbst und die müden Kinder (eines schläft, Gottseidank) bei Laune hält ("Mensch, Little Q., das wird spannend. Vielleicht kommt jemand raus aus dem Parkhaus, da müssen wir gut aufpassen und sofort reinsausen, damit die Tür nicht wieder zufällt (übrigens sehr unwahrscheinlich, das Parkhaus war nämlich feiertagsbedingt total leer...) Oder noch besser: vielleicht fahren wir erst mit dem Bus zum Bahnhof und dann mit dem Zug und nochmal mit dem Bus heim und die Mami holt das Auto dann morgen früh ab."), telefoniert Herr Brüllen die für den Notfall angegebenen Telefonnummern ab: Porte ist nicht besetzt, ein Rundgang über das Gelände um evtl. besetzte oder ungesicherte Schlupfwege in das Parkhaus zu finden, bleibt erfolglos, also wird die ominöse "Alarmzentrale" angerufen.
Anscheinend ist der Hübsche der erste, der diese Nummer jemals wählt. Die Leute am anderen Ende wissen nichts von

  • ihrer Tätigkeit als Alarmzentrale,
  • dem Parkhaus,
  • der Firma, für die wir arbeiten (ist ja auch schwierig, unsere alte Firma wurde am Gründonnerstag um 16:00h endgültig von einem Riesen geschluckt. Rechtzeitig vorher hat sie aber noch die Zusammenarbeit mit der Alarmzentrale gekündigt. Der neue Riese hatte in seinen ersten paar Stunden Firmenbesitzerdasein anscheinend wichtigeres zu tun, als die Parkhausalarmzentrale über die neuen Besitzverhältnisse zu orientieren)
und haben auch wenig Lust, ihre Feiertagsruhe zu unterbrechen.
Nach knapp 40 Minuten kommt jedoch ein rettender Engel von dort, der uns den Einsatz nicht mal bezahlen lässt, weil er "eh grad in der Gegend war" (fragt sich nur wo... in den Langen Erlen?), und wir können endlich heim, Richtung Würschtlgrill.
(Und ich bin stolz: keiner hat gemotzt oder geschimpft, nur allgemein geflucht und der Osterfriede wurde gewahrt.)
Und noch froher bin ich, dass ich heute, nach nur drei Stunden Nachtschlaf (und die nicht mal am Stück) NICHT mit Bus/Zug/Bus in die Stadt gurken muss, um das Auto aus dem Parkhaus zu fischen.

Montag, April 13, 2009

Fazit der Babyflitterwochen

Morgen wird hier der Alltag einkehren, will heissen, der Hübsche geht wieder arbeiten ("Willkommen, Sie sind jetzt Angestellter des weltweit führenden Chemieunternehmens". Ich übrigens auch, deswegen werde ich morgen bei unserer Personalabteilung aufschlagen und die ganze Urlaubsgeschichte klären), Little Q. in die Krippe und Little L. und ich werden es uns gemütlich machen. (Oder so. Wir müssen bei der Gemeinde Little L.s Ausländerausweis abholen, eben bei der Personalabteilung vorbei, Little L. bei der Gelegenheit allen Kollegen vorstellen, Wochengrosseinkauf erledigen (nicht vergessen: 2er Windeln), Geburtsanzeigen adressieren....).
Die fast drei Wochen haben wir vier sehr genossen. Ich habe das gefühl, wir haben uns langsam aneinander gewöhnt. Little L. hat seine Geburtsstarre abgeworfen, so dass wir am Abend gerne mal Rambazamba haben. Im Tragetuch beruhigt er sich jedoch sehr schnell. Überhaupt: Trageruch rocks. Gerade, wenn wir mit dem Auto unterwegs sind, bleibt der Kinderwagen einfach daheim (mit der Riesenbabyschale würden wir ihn mitsamt zwei Kindern eh nicht in den Golf bekommen).

Ich war mir ja am Anfang sehr unsicher, wie ich mich als Mutter von zweien machen würde. Sicher bin ich mir da immer noch nicht, aber ich habe so alles in allem das Gefühl, dass ich das schon hinbekomme. Little L. ist ja nun doch kein pflanzenartiges Kind, wie zuerst vermutet, aber wir sind doch deutlich relaxter als bei Little Q.. Wir wissen, dass er, auch wenn er mal Zeter und Mordio brüllt, irgendwann wieder aufhören wird. Bis dahin wechseln der Hübsche und ich uns mit Rumtragen, Trösten, Schuckeln, Vollkotzenlassen ganz fair ab. In der Nacht habe ich, wie wir es so schön nennen, die "erste Hälfte" (= so bis eins, halb zwei) Ruhe, danach wird gefuttert, und spätestens ab halb vier wird im (Halb-)Stundentakt gemotzt. Trotzdem fühle ich mich recht fit und manchmal sogar ausgeschlafen.

Ich finde diese Babyanfangszeit, die ich von Little Q. als extrem anstrengend in Erinnerung habe (überhaupt kein Schlaf, Essen gab es nur im Stehen oder aus dem Tiefkühler, geduscht und angezogen wurde sich frühestens nachmittags), viel entspannter. Von dem vorkochten und eingefrorenen Essen haben wir bisher noch nichts gebraucht, ganz im Gegenteil: Ostern gab es feine Lammkeule, es wird muter grilliert und neue Rezepte ausprobiert. Durch Little Q. sind wir einfach gezwungen, einen gewissen Rhythmus aufrecht zu erhalten und das hilft ungemein.

Gefühlstechnisch wechseln sich himmelhoch jauchzend (wenn Little Q. begeistert alleine mit seinem "kleinem Lego" spielt oder Little L. in der Badewanne die Füsse wäscht oder morgens als erstes seinen kleinen Bruder abknutscht oder sich beim Stillen an uns beide kuschelt und ein Buch zum Vorlesen bringt.) und in dunklen Momenten, die Gottseidank recht selten sind, zu Tode betrübt (wenn Little Q. Einschlafterror veranstaltet, während Little L. brüllt wie am Spiess und jeden vollkotzt, wenn Little Q. mit dem Brustton der Überzeugung verkündet, dass er nienie wieder in die Krippe gehen will, weil er uns dann so vermisst, ich bitteschön nienie wieder schaffen gehen soll und er immer bei mir und Little L. daheim bleiben will, wenn ich das Gefühl habe, keinem der beiden gerecht zu werden, weil entweder Little L. jammernd warten muss, weil ich mit Little Q. irgendwas fertig machen muss oder aber Little Q. geschimpft oder hintenan gestellt wird, weil Little L. dringend gewickelt, getröstet oder gestillt werden muss) ab.... Nun ja, wir sind ja noch in der Einarbeitungsphase.

Wir können alles

ausser kleinwüchsige, kahle, schlafliebende Kinder.
In diesem Sinne: Adieu, Kleidli in 56, ich fand euch alle süss, auch wenn Little L. nur einen Bruchteil von euch getragen hat.
Willkommen, Kiste mit 62er-Kleidern (keine drei Wochen ist das Kind.....).

Samstag, April 11, 2009

Mutterstolz

Ich habe ja drei (jüngere, nicht kleinere) Schwestern, die allesamt begeisterte/-gnadete Leichtathletinnen, v.a. Mittelstrecklerinnen, sind oder zumindest waren (bevor die Trainingsverletzungen den Spass überwogen). Ich hingegen HASSE alles, was mit Laufen zu tun hat. Mit Trampolinspringen und Standardtanz war ich die absolute Aussenseiterin. Got the Message? Laufen und Frau Brüllen, das geht einfach nicht.

Tja, und wo waren wir heute? Auf Little Q.s erstem Laufevent: dem Eikener Osterlauf. Er startete mit 74 anderen Jungs in der Klasse "Schüler D", d.h. alles was ab 2001 geboren ist, in der 500 m Distanz. An der Hand des Onkels, immer begleitet von einem begeistert fotografierenden Vater, angefeuert von Oma und Mutter machte er einen beeindruckenden 66. Platz.




Und was soll ich sagen? Ich war sooooo stolz!

Little L.: der perfekte kleine Bruder, der im Tragetuch alles verschläft, danach auf dem Spielplatz gestillt und gewickelt wird und danach weiterschläft....

Ansonsten: ich werde demnächst mal die Umstandkleider fotografieren und mit Preisvorstellung zusammenstellen. Den Persona (übrigens vor 5 Jahren selber gebraucht erstanden, deswegen gebe ich ihn guten Gewissens für Porto ab), den Test und ein paar Gimmicks, die man nur schwanger braucht, werde ich unter den Interessierten verlosen, d.h. wer sich noch nicht gemeldet hat, soll doch bitte mal ganz laut "hier" schreien.

Freitag, April 10, 2009

My First Hotrod


My First Hotrod, originally uploaded by Prozac74.

Little Q. bekam zu Little L.s Geburt seine Erstausstattung in "kleinem Lego". Ich muss gestehen, dass meine Fähigkeiten ein bisschen eingerostet sind, aber der Hübsche kanns noch.

Wanderlust


Wanderlust, originally uploaded by Prozac74.

Kaum zu glauben, dass der Hübsche den einzigen Moment, in dem die drei Wildfänge in Zürich sich stillgehalten haben, auf Speicherkarte gebannt hat ;-)

Donnerstag, April 09, 2009

Danke, Herr Steinbrück

Wenn die diplomatische Vertretung eines Landes in einem anderen für das diplomatische Verhältnis dieser beiden Länder spricht, dann hat es das deutsche Honorarkonsulat in Zürich ganz gut getroffen: 3m2 Büro (die Flagge passt kaum rein) in einem Zwischen-Untergeschoss in einem Mietshaus unter einer Geldwäscheanlagefirma....
Immerhin: unsere biometrischen Söhne und mein biometrisches Patenkind werden in 2-3 Wochen einen Kinderreisepass bekommen, wir haben Wahlanträge für Bundestags- und Europawahl, keiner ist in den See oder vom Baum gefallen.

Mittwoch, April 08, 2009

Der Umstände halber abzugeben

nein, nicht unser schlafloser jüngster Sohn, sondern:

1 Persona-Verhütungscomputer incl. 6 Stäbchen (ICH würde den niemals zum Verhüten verwenden, dazu ist mir das Ding zu unsicher. Für das Gegenteil hat uns das gute Stück allerdings zweimal gute Dienste geleistet)

und

1 Clearblue-Digital-Schwangerschaftstest (ist ja ein Doppelpack und der erste war ja so was von positiv...), allerdings noch einer ohne Wochenangabe.

Also, wer möchte? (Gibts gegen Porto).

Und falls jemand Interesse an Umstandskleidung (36/38) hat, da habe ich einiges (dank unserer "Kinderplanung" für alle Jahreszeiten) und wir würden uns sicher irgendwie einig.

Dienstag, April 07, 2009

Zeitverbringding

Ein Little Q.-freier Vormittag (wegen Krippe) lässt sich wunderbar im Wartezimmer des Kinderarztes verbringen, wenn einem eine bis 3:00h absolut schlaflose Nacht, leichtes Fieber und Schnupfnase des jüngsten Familienmitgliedes doch nicht mehr ganz so normal erscheint.
Fazit: Nestschutz sucks: Little L. hat sich bei den Viren des Hübschen bedient. Wir haben jetzt winzigste Fieberzäpfchen und Mininasentropfen. Und noch tollere Augenringe.

Montag, April 06, 2009

Gottseidank!

Little L. ist doch normal. Seit gestern wird in der Nacht alle Stunde gemotzt, weil man von der fies während des Stillens einschlafenden Mutter die vom eingeschlafenen Kind verlorene Milchquelle zurückfordert oder aber quersitzende Luft nach oben oder unten drückt. Ebenso ist einfach Schlafen untertags auch nicht mehr ganz so cool, höchstens wenn gerade der Hebammenbesuch incl. ganz ausziehen und wiegen = aufwachen ansteht oder aber der grosse Bruder aus der Krippe abgeholt werden muss. Im Tragetuch schläft es sich allerdings wunderbar, besonders, wenn der Träger strammen Schrittes unterwegs ist.
Einfach wach rumliegen und die Decke hypnotisieren ist auch nur was für noch kleinere Babies.
Stimmung dementsprechend: müde, (Heroin-Chic hat aber immer noch was, finde ich), aber sehr gelassen und friedlich.

Epilogue


Epilogue, originally uploaded by Prozac74.

Als kleines Update hierfür.
Und zum Mutmachen für Mama Miez, wenn ich sie schon schockiert habe: nur dank tatkräftiger Unterstützung von Milka und Haribo habe ich immer noch knapp 5 kg mehr als vor der Schwangerschaft, Little L. allerdings 300g mehr als letzte Woche. So passen mir die meisten Hosen aus unschwangeren Zeiten, Little L. werden seine 56er-Kleider allerdings knapp.

Samstag, April 04, 2009

Was sagt uns dieses Bild?


1. Frau Brüllen sieht ihre Füsse wieder.

2. Frau Brüllen wird (fast) zur Kleinstadtmutti (immerhin nicht hellgrau, und ob in niedrig überhaupt richtig gilt? Ich hätte ja gerne rotweiss geblümte gehabt, aber die gab es nur für Kinder ). Mein zweites Paar, das erste seit der achten Klasse.

3. Das erste selbstgenähte Röckchen passt (und wenn ich es bis unter die Brust hochziehen muss.)

4. Frühling auch endlich hier.

(5. Beide Kinder sind nach einem langen Samstags-Einkaufsbummel im Auto eingeschlafen, deswegen hat Frau Brüllen Zeit für sowas sinnloses wie bloggen).

Donnerstag, April 02, 2009

Was wir übrigens vergessen haben


What My Sons Look Like On Day 1, originally uploaded by Prozac74.

zu sagen: wir haben übrigens Zwillinge (mit einem Altersabstand von 3 Jahren und ca. 7 Monaten) ;-)

Der Tag, an dem Little L. unsere Familie komplett machte

"Mal sehen, ob dieses Kind überhaupt raus will...
LG
K."

beendete ich am 24. März meine Mail an Frau Rage, klappte den Laptop zu und stand vom Esstisch auf, um Little Q. aus der Krippe abzuholen. Und just in diesem Moment hatte ich wieder so ein Schwapp-Gefühl.
Mir war relativ klar (auch wenn ich den Hübschen bis zur Bestätigung durch die Hebamme dauernd damit genervt habe, dass ich mir nicht ganz sicher sei...), dass das wohl der Startschuss war (Meinen zweiten Tag Mutterschaftsurlaub hatte ich grösstenteils schlafend im Bett verbracht und mich, ich gebe es zu, tatsächlich ein bisschen gelangweilt. Ich hatte mich schon auf dem Rest der Woche mit Little Q. daheim gefreut und damit abgefunden, dass Little L. wohl noch auf sich warten lassen würde).
Leicht vor mich hintröpfelnd machte ich mich also auf den Weg (sind ja nur 300 m) zu Little Q.s Krippe und rief unterwegs den Hübschen an, der mich (jaja) erstmal wegdrückte. Auf die folgende SMS "Ich glaub, ich tropfe. Komm mal besser heim, aber kein Stress. Bussi K." würgte er dann seine Chefin auf der anderen Leitung recht kurz angebunden ab und machte sich brav auf den Weg.
Little Q. hatte an dem Tag extra mit der Lehrtochter in der Krippe ein Pappherz für mich gebastelt, weil er auf einmal am Nachmittag das heulende Elend ("Wo ist meine Mami, ist sie schon im Spital?") gekriegt hatte. Die Krippendamen hatten schon übersinnliche Kräfte vermutet und mich am Gebären... (ich hab ihnen vom Tröpfeln aber lieber mal nichts gesagt...).
Daheim kamen wir dann ziemlich zeitgleich mit dem Hübschen an und planten den Abend: Au-el Familie Bescheid geben, dass wir Little Q. nach dem Abendessen vorbeibringen, duschen, abendessen, niemandem sonst Bescheid geben, reicht ja, wenn wir nervös sind.
Als wir Little Q. diesen Plan mitteilten, waren wir erst nervös, dass er nach dem heulenden Morgen und Nachmittag evtl. gar nicht so begeistert wäre, jetzt noch aushäusig zu schlafen. Als er aber hörte, dass sein kleiner Bruder wohl in dieser Nacht zur Welt käme, sprang er in Tom-Cruise-Manier auf dem Sofa auf und ab, umarmte und abwechselnd und grölte: "Ich freu mich so, ich freu mich so."
Gegen 19:00h machten wir uns also (noch total wehenfrei) auf den Weg in die Grossstadt, lieferten Little Q. ab, machten noch ein paar Spässchen mit den Au-el Eltern und checkten gegen viertel vor acht im Frauenspital ein. Ganz anders als bei Little Q. war die Geburtsstation fast ausgestorben, so dass sich "unsere" Hebamme richtig Zeit für uns nehmen konnte. So wurde also mein Blasensprung bestätigt, der Muttermundbefund war "sehr weit hinten und gut fingerdurchlässig" (autsch), ein CTG geschrieben (nüscht), die Anästhesistin zur Vorbesprechung der PDA für alle Fälle (ich hatte da ja noch den hehren Plan, evtl. in der Wanne und ganz ohne PDA zu entbinden) organisiert.
Nette Anekdote am Rande: die Anwesenden taten sich so unendlich schwer mit unserem Namen, dass ich auf die Frage der Anästhesistin "Sind Sie Frau "nuschelnuschel"?" nur mit "Ja, bin ich" antwortete. Dass sie eigentlich ganz jemand anderen gesucht hatte, stellte sich erst heraus, als die Akte, die sie dabei hatte, so gar nichts mit mir zu tun hatte.
Von der Hebamme wurde mir ja angekündigt, dass, sollte sich die nächsten 24 Stunden nichts tun, die Wehen eingeleitet würden. Ich war schon drauf und dran, den Hübschen zum Schlafen heimzuschicken, als es dann so gegen neun, halb zehn doch relativ zackig mit noch recht harmlosen Wehen alle fünf Minuten losging. Wir gingen also ein bisschen laufen, die nächtlich still da liegende Geburtsstation in Zweiminutenpaketen besichtigen. Die Kinderspielecke (für wen bitte?), die Rohrpoststation für dringende Blutplasmalieferungen, die verschiedenen Gebärsäle (nur einer war besetzt, an dem (aussen) angebrachten Schild "Bitte Ruhe, Geburt!") erkennbar) mit allem möglichen Schnickschnack (Wanne, Romarad, Gebärhocker, der, in dem Little Q. zur Welt kam mit nix ausser Bett, glaube ich), drei bereitstehende Inkubatoren/Wärmebettchen für Frühgeburten/Problemfälle (haben mich, fertig wie ich war, direkt zum Heulen gebracht), zwei OPs (einer davon belegt, wie sich später rausstellen sollte), und eine Frau mit Wehen unter einem Notausgangschild, all das schöne Motive für einen fotografierwütigen Mann. (Bis auf das eine Wehenbild wurden alle Bilder mit einer ach so fröhlichen Frau Brüllen entweder vor dem Einsetzen der Wehen oder aber nach Legen der PDA und vor den Schlusswehen gemacht, also in Situationen, wo man wenigstens für die Kamera schon noch mal grinsen kann). Während dieser Zeit wurden die Wehen doch langsam unangenehm (v.a. weil ich gefühlt alle 10 Sekunden auf die Toilette musste und weder rennen noch der Toilettengang an sich ist mit Wehen ein Spass), so dass wir uns gegen halb 11 mit der Hebamme (kurz vor Schichtwechsel zum neuerlichen Untersuchen/CTG trafen. Ernüchterndes Ergebnis für mich: knapp 2cm, dafür aber, juhu, deutliche Wehen auf dem CTG. Als letzte Amtshandlung der scheidenden Hebamme bekam ich noch einen Zugang gelegt und zwei Schmerzzäpfchen (Buscopan und Benuron) , die ziemlich genau gar nichts bewirkten.
Die Nachthebamme war (ist sie immer noch ;-)) sehr jung, aber sehr kompetent, freundlich, einfach toll. Sie liess das CTG extra noch zwei Wehen länger laufen, damit wir was zum Einkleben ins Fotoalbum haben.
Danach hiess es wieder: laufen. Hat noch weniger Spass gemacht als vorher.
Gegen viertel vor 12 sind wir dann gemeinsam in den Gebärsaal mit der schon eingelassenen Wanne umgezogen. Die Wehen waren nun mittlerweile so heftig, dass die Hebamme mich immer wieder zum klassischen "atmen, atmen, einfach alles rauslassen" ermunterte (wenn das mal so leicht wäre... ich hatte eher das Gefühl, solche Schmerzen einfach nicht auszuhalten, egal ob mit oder ohne Atmen, Tönen, whatever.)
Nach dem Anlegen von wasserdichtem CTG-Equipment durfte ich also in die berühmte Wanne (jetzt weiss ich es also: man geht da splitterfasernackt rein, findet nichts schlimmes dabei, auch wenn man eher ein gschamiger Mensch ist, weil einem eh alles so weh tut, dass einem der Rest der Welt sowieso gepflegt den Buckel runterrutschen kann. Ich wurde dann noch zeitweise mit einem Handtuch abgedeckt, was ich aber relativ bald abgeworfen habe, weil mir einfach so heiss war, obwohl die Wanne nur lauwarm war). Im ersten Moment war das ein Segen: man hängt gemütlich, fast schwerelos in einer Art aufgeblasenem Stillkissen und kann endlich entspannen. Tja, und dann kam die erste Wehe. Und tat weh. Mindestens genauso sehr wie draussen. Nur, dass ich jetzt fast schwerelos im Wasser dümpelte und mich nirgends dagegenstemmen oder festkrallen konnte (doch, an den Griffen seitlich. Dabei habe ich mir, glaube ich, irgendwas im rechten Daumengelenk gezerrt). Während also die Hebamme und der Hübsche noch fachsimpelten, ob denn tatsächlich Kinder in dieser Wanne zur Welt kämen ("Naja, wenn man sooooo früh reingeht, dann wahrscheinlich eher nicht. Aber zum Entspannen ist das super."), war mir eigentlich klar, dass ich das Ganze ohne PDA nicht schaffen würde. Ich hatte allerdings immer noch die "knapp drei Zentimeter" von der Untersuchung direkt vor dem Wanneneinstieg in Erinnerung und das schien mir schon arg memmenhaft, da nach einer PDA zu fragen...(bzw. ich hatte Angst, dass die Hebamme mir sagen würde, das wäre viel zu früh). So dümpelte ich also vor mich hin, während der Wehen redeten der Hübsche und die Hebamme auf mich ein, hielten Händchen und ich.... bekam zwar alles mit, war aber durch die Schmerzen so absorbiert, dass ich wohl kaum noch reagierte (ich bin, glaube ich, in den Wehenpausen auch ein bisschen eingeschlafen), so dass der Hübsche mich auf einmal ganz unsanft am Arm rüttelte, um nachzusehen, ob ich evtl. am Ertrinken wäre ;-). Das Ganze war so anstrengend, dass ich in den Wehenpausen am ganzen Körper zitterte, wie jemand, der in die Steckdose gegriffen hat. Im Wasser hatte das was von einem Zitteraal.
Ich war so geschwächt, dass ich nicht mal protestierte, als die Hebamme mit homöopathischen Kügelchen ankam, die dafür sorgen sollten, dass der Kopf von Little L. stärker nach unten drückt (allerdings war mein Mund durch das dauernde "Atmen, Atmen" so trocken, dass sie sich gefühlte Stunden überhaupt nicht auflösten).
Gegen halb eins war ich so am Ende, dass ich, 3cm hin oder her, nach der PDA verlangte. Tja, hätte ich mir das mal eher überlegt: Die Anästhesistin ("Und keine Sorge, wenn es nicht gerade eine Massenkarambolage mit ganz vielen Schwerverletzten gibt, dann haben Sie in spätestens 20 Minuten ihre PDA") war mit einem Kaiserschnitt beschäftigt.
Ich muss sagen, als ich diese Nachricht kam, war ich wirklich am Verzweifeln. Ich sehnte mich so sehr nach der Schmerzlinderung, die bei der Geburt von Little Q. so wunderbar funktioniert hatte, und die Wehen waren für mich so unaushaltbar, dass ich den Tränen nahe war.
Die Hebamme erkundigte sich nach ca. 10 Minuten noch einmal, wann denn mit der Anästhesistin zu rechnen sei: in ca. 20 Minuten. 20 Minuten können endlos sein, v.a. wenn es dann insgesamt doch 80 Minuten werden... Wie auch immer, um ein Uhr wurde das Experiment "Wanne" abgebrochen und ich kroch mehr schlecht erst auf den Wannenrand und dann schön langsam zwischen den Wehen die Stufen nach unten.
Tja, und diese superjunge Hebamme tat nun etwas, nach dem ich nie zu fragen gewagt hätte und etwas, das mich die Stunde Wartezeit auf die PDA ertragen liess: sie spritzte mir einen Wehenhemmer. Ich bekam nicht einmal das befürchtete Herzrasen, nein, ich konnte einfach auf dem Bett liegend, gemütlich eingemümmelt in eine warme Decke, entspannen, sogar so sehr, dass ich fast wegdöste. (Vielleicht hatte sie auch einfach Angst, laut dem Hübschen habe ich nämlich unflätig geflucht, als die angekündigten 20 Minuten immer länger wurden)
Kurz vor 2:00h kam endlich die Anästhesistin und legte direkt los: im Vergleich mit den Wehenschmerzen waren die angekündigten Schmerzen bei der örtlichen Betäubung (die insgesamt viermal gespritzt werden musste) und das Legen der eigentlichen PDA ein Klacks. Ich war so müde, dass ich nicht mal gross Angst vor der eventuellen Lähmung etc. hatte (das Angebot des Hübschen, ein kleines Video vom Stechen zu drehen, lehnte ich trotzdem ab).
Die Anästhesistin hatte mich zwar vorgewarnt, dass es sein könnte, dass diese zweite PDA nicht so gut wirken könnte wie die erste, aber ich war schon etwas enttäuscht, dass ich nach wie vor meine Beine recht gut spüren konnte und auch ein Kältetest nur geringe Unterschiede zwischen betäubt und unbetäubten Körperregionen ergab. Nichtsdestotrotz war die nächste Stunde erträglich, d.h. ich spürte die Wehen nicht nur, sondern sie taten auch ziemlich weh, aber im Vergleich zu vorher waren sie auszuhalten (vom wimmernden Wesen in der Wanne, das aus Angst vor der nächsten Wehe am liebsten abgetaucht wäre war ich wieder zur Naturwissenschaftlerin geworden, die schnell herausfand: jede Wehe dauert ungefähr 10 lange Ausatemzüge, danach wird es wieder besser. )
Gegen 3:00h kam die Hebamme zurück, stellte fest, dass ich zwar schon noch Wehen hatte, allerdings ein bisschen zu wenig. Nach Rücksprache mit der Ärztin und einer neuen Kontrolle ("Knapp 6 cm" na super...) wurde der Wehentropf angehängt und ich auf die rechte Seite gedreht, damit Little L. evtl. besser den Ausgang fände. (Beim Tasten konnte sie vor lauter Haaren auf dem Kindskopf nicht feststellen, wie Little L. lag)
Tja, und dann ging es los: Wehen praktisch ohne Pause und sehr schnell mit einem deutlichen Druck nach unten. Anstatt also brav die vereinbarte halbe Stunde zu warten, musste der Hübsche schon nach 10 Minuten die Hebamme zurückklingeln. Und dann, tadaaaa, binnen nur 10 Minuten war ich von 6cm bei 10 cm angelangt (und genau dann ging auch der Schleimpfropf ab, das ist also nicht unbedingt was, auf das man, wenn man sich dem Entbindungstermin nähert, warten muss, es geht auch ohne. Bzw. mit) und durfte mitarbeiten. Die Schmerzen waren zwar grenzwertig, aber das Gefühl, dass es nun endlich vorangeht, machte sie erträglich.
Ich hatte also meine Füsse gegen die nun dazugekommene Ärztin und die Hebamme gestemmt, der Hübsche hielt mir Hand und Kopf und kurz, nachdem ich das Gefühl hatte, zu zerreissen (man erinnere sich an den Kopfumfang), war zuerst das Köpfchen und in der nächsten Wehe dann der gesamte Little L. da. Dieses Gefühl, wenn da ein richtig echter Mensch in einem Rutsch und mit einem Schwall Wasser ganz warm aus einem herausglitscht, das ist wirklich unbeschreiblich. Die Sekundenbruchteile zwischen dem ersten Blick auf dieses graulilaglitschige Menschlein, das da reglos in den Armen der Hebamme liegt und dem ersten Schrei, die zogen sich für mich endlos. Aber schon im nächsten Augenblick hielt ich das warme nasse Bündel im Arm. Little L. schaute uns aus grossen dunkelblauen Augen an und in dem Moment wusste ich, dass Frau ... äh ...Mutti recht hat: Liebe ist immer genug da. Dieser kleine Mensch (direkt nach der Geburt übrigens ein absoluter Klon seines grossen Bruders) hat sofort seinen Platz in unseren Herzen erobert.
Die nächste Stunde war seltsam zweigeteilt. Auf der einen Seite hatte ich mein niegelnagelneues, wunderschönes Baby auf und an der Brust (und wurde zweimal angepinkelt) und schwebte im 7. Himmel, auf der anderen Seite wuselten eine hektische Hebamme und eine nervöse Ärztin um mich herum, weil sich meine Gebärmutter trotz voll aufgedrehtem Wehentropf nicht zusammenziehen wollte und ich dementsprechend nicht aufhörte zu bluten. Immer wieder drückte mir die Hebamme fest auf den Bauch (autsch), worauf das Blut nur so herausschoss. Ich allerdings war so im Endporphinrausch, dass ich vom Kopf her zwar wusste, dass das alles wohl nicht so super war, trotzdem machte ich mir absolut keine Sorgen und war nur glücklich, dass mein perfektes Baby endlich da war. Einen Haufen Medikamente, ein Eispack auf dem Bauch, viel Blut (das hat der Hübsche auch nicht dokumentiert) und zwei Stunden später war Little L. gewogen, gemessen, gewaschen, angezogen, ich blutete nur noch normal und durfte sogar noch im Gebärsaal duschen. Der Hübsche informierte seine, ich meine Mutter (sie war übrigens arg enttäuscht, dass wir sie erst ---6.15h --- jetzt informierten), der Hübsche machte sich langsam auf den Heimweg und Little L. und ich wurden stolz wie bolle auf der Mutter-Kind-Station abgeliefert.

Little L. sieht zwar aus wie sein Bruder, vom Wesen her ist er aber ganz anders: er ist richtig ruhig. Im Krankenhaus waren wir wohl eines dieser Mutter-Kind-Pärchen, das die anderen Mütter hassen: Ich hatte keinen einzigen Riss oder sonstige Verletzung, brauchte nach einem Tag keine Schmerzmittel mehr, Little L. schlief die meiste Zeit, jammerte nur bei Hunger, verdrücktem Pups oder steckengebliebenem Rülpser, trinkt wie ein Weltmeister, nahm nur 5% ab, hatte bei Entlassung (einen Tag eher als geplant) nahezu Geburtsgewicht, schlief in der Nacht nach dem Stillen problemlos wieder ein.... ein Traum. (So schön, dass ich mich schon zu fragen begann, ob da wohl alles in Ordnung sein könne...). Little L. war also sehr bald als ruhiges Baby bekannt, so dass der Kinderarzt fragte, ob er seine Studenten zur Erstuntersuchung mitbringen dürfe. Er durfte und die armen vier hatten eine stressige Zeit: Little L. verschlief zwar alles, aber vor Eltern, die mit Argusaugen auf ihren Jüngsten achten, auf die Fragen ihres Ausbilders zu antworten, dabei das Baby nicht kaputt machen und sich vom grossen Bruder ("So, du bist also der Bruder vom Little L.?" "Ja, der grosse!") Vorträge über die Vorzüge des Berufs des Feuerwehrmanns im Vergleich zu Kinderarzt halten zu lassen ("Weiheil, weisch, da Füerwehrmaa het au no a Axt. Damit chann der ALLES ufhackche!"), ist nicht ganz einfach.

In Sachen Niere ist nicht viel passiert. Wie zu erwarten ist die Kommunikation zwischen den einzelnen Abteilungen nicht die beste: so dauerte es zwei Tage, bis ich zum Rekonsil bei den Urologen bestellt wurde. Dort wurde dann von einem... nicht so einfühlsamen Urologenassistenzarzt ohne jegliche Unterlagen erst festgestellt, dass die Niere nicht mehr gestaut sei (immerhin) und der Stein ja vermutlich weg sei und die Akte geschlossen werden könnte. Dann, auf Nachfragen, was denn wäre, wenn der Stein noch da wäre, wurde ein CT ohne Kontrastmittel empfohlen. Irgendwie kamen wir dann auf die von einem meiner früheren Urologenfreunde aufgebrachten Nierentumore (O-Ton Arzt: "Ja, nicht zu vergessen Blasentumore!"), die nur durch ein CT MIT Kontrastmittel gefunden werden könnten. Langer Rede, kurzer Sinn: einen Arzt, der eine frischgebackene Mutter mit den Worten "Jaja, so traurig das auch ist, das ist durchaus bekannt: Nieren- oder Blasentumore und Schwangerschaft..." aus der Sprechstunde entlässt, der sollte..... passende Strafe ist mir noch nicht eingefallen.
Nach Ausheulen beim Hübschen (bisher mein einziger Heultag), einem Gespräch unter Frauen mit der Au-el-Mami (ihres Zeichens ja Ärztin), genauem Nachfragen wegen Kontrastmittel und Stillen bei der gynäkologischen Oberärztin entschied ich mich dann endlich für ein CT ohne Kontrastmittel. Logischerweise klappte das nicht mehr in meiner Zeit im Spital, so dass das Ganze in drei Wochen ambulant gemacht wird und damit diese leidige Geschichte hoffentlich endlich zuende ist.

Hier zu Hause klappt alles wunderbar: Little Q. ist der stolzeste grosse Bruder der Welt. Nachdem er in der Woche vor Little L.s Ankunft den Mittagsschlaf abgeschafft hat, ist er nun am Verhandeln, um auch den Nachtschlaf abzuschaffen. "Grosse Brüder müssen nämlich nicht schlafen. Ich muss doch die ganze Nacht den Little L. beschützen."
Little L. ist ein grösstenteils ruhiger Geselle, der zwar trinkt, als ob es kein Morgen gäbe (Stillen klappt übrigens sehr gut, die wunden, blutenden B.rustwarzen und die Stillhütchen haben wir uns diesmal gespart.), aber ausser bei Hunger, einem verdrückten Pups oder Rülpser ist eigentlich Ruhe. Nuggi und Kinderwagen findet er nicht soooo toll, Tragetuch und die Dondolo-Hängematte sind dafür die places to be. In der Nacht verlangt er zwar alle 2 Stunden nach Nachbetankung, da er sich aber problemlos im Liegen stillen lässt und danach ohne Mucks in seinen Babybalkon umzieht (gepimpt mit einer Art Schlafmuschel aus Stillkissen und Decke, damit er nicht reinruscht), ist das absolut in Ordnung.
Der Hübsche ist auch beim zweiten Mal ein toller Vater (und Ehemann, der Frau und kleines Kind auch mal am Nachmittag schlafen lässt und mit dem grossen Kind den Rasenmäher auftankt, mäht, Kuchen besorgt und so Männersachen ;-) macht)
Gestern hatten wir unseren ersten Au-el-Tag, dank der beiden Väter, die frei hatten, war das ein richtig volles Haus bei uns (btw: ein wunderbarer Spruch von Little Q.: "Endlich ist unser Haus auch voll, so wie bei den Au-els.") von morgens um halb zehn bis abends um sieben. Nächster Plan für uns zwei Familien mit insgesamt fünf Kindern: gemeinsamer Konsulatbesuch in Zürich nächste Woche zum kollektiven Anmelden ;-) (Aussage von der Passstelle: bitte so biometrisch wie möglich).

Zum Abschluss gibt es nun noch ein paar Fotos der wunderbar kompletten Familie:

Meine Männer:

Fast alle in einem Bett, beim ersten Besuch im Krankenhaus


Brüder unter sich:


Endlich daheim: