Samstag, August 20, 2022

200822 Wilder Mix

 Hach, was war das für ein sentimentaler Abend für mich gestern. Nicht so sehr, weil Q. 17 ist, deswegen war ich ja schon am Dienstag sentimental, eher weil: wie grossartig ist es, dass Q. seinen 17. Geburtstag mit seinen 4 allerbesten FreundInnnen und seinem kleinen Bruder feiert. Am längsten kennen sich Q. und der Nachbars"junge" (er ist jetzt ungefähr 190cm oder so), nämlich seit dem Tag, an dem wir das Haus hier angeschaut haben. Am zweitlängsen Q. und L, nämlich seit L.s Geburtstag und am kürzesten Q. und die anderen drei, nämlich seit dem ersten Tag im Kindergarten. Ich habe kurz überlegt, ob es denn Freunde gibt, mit denen ich so lange und so eng befreundet bin und phew, immerhin sind wir ja schon seit 20 Jahren in der Schweiz und die Kollegen der ersten Stunde sind immer noch Freunde. Und dann natürlich mein allerbester Freund und viel mehr seit immer, den ich am 2. November dieses Jahr seit ...28 Jahren kenne.

Auf jeden Fall: der Hübsche und ich sassen draussen auf der Terrasse, haben uns zwischendrin selber kurz je eine Pizza gemacht und Salat geholt, alles andere haben die Teenies selber gemacht. Incl Küche aufräumen und saubermachen. Ohne jede Bedenken sind der Hübsche und ich dann irgendwann schlafen gegangen, während unten noch "Hangover" geschaut wurde und geschwatzt. (Um vier sind wir beide aufgewacht und der Hübsche hat das im EG sperrangelweit offenstehende Küchenfenster geschlossen und die Haustür (die im unabgeschlossenen Zustand auch von aussen zu öffnen ist) abgesperrt. Ich buche das auf das Konto: Unschuldige Landjugend)

Heute ist der Tag irgendwie.... verflogen. Wir haben ausgeschlafen, L. und der Hübsche haben Französisch gelernt, ich habe Katzenfutter und Drogeriezeug gekauft, ich habe im Kopf, noch nicht final, unseren Islandurlaub im Herbst weitergeplant (das wird so, so, so, so, so, so grossartig!), Sporteinheit, Katzenründchen, Buchauslesen, Kochen, Tag rum. What?!

Freitag, August 19, 2022

190822 Regen, Gerüst und Währungsrechnerei. Und Party

 Es regnet. Mehr oder weniger die ganze Nacht und den ganzen Tag. Alle freut das, bis auf die Maler, die natürlich bei Regen nicht ganz so gut und gern arbeiten können wie bei Sonne. Heute allerdings wurde die Hauswand abgekärchert, da ist es ja eigentlich egal, von wievielen Seiten man nass wird, denke ich mir so.

Das Gerüst ist DAS Highlight für die Katzen. Jonny hat es noch nicht wirklich erkundet, Sansa hat noch nicht herausgefunden, dass es ums ganze Haus geht und man auch aufs Dach kann, aber man kann an allen Fenstern, die man sonst nicht erreicht, Einlass begehren. Und schnell wegsausen, falls man das Gefühl hat, jemand möchte einen greifen. Gestern abend, als ich in der Badewanne lag, alle unsere Katzen im Schlafzimmer wusste, erschrak ich ziemlich, als sich auf einmal ein Katzenkopf durch das halboffene Fenster schob. Es war die Katze der Nachbarn, bei denen Jonny sich auch schon das eine oder andere Mal durch ein offenes Badfenster oder eine geschlossene Katzentür ins Bad gelassen hat.


ZUm Einkaufen war ich heute aus Gründen auf der deutschen Seite. Es ist ist verrückt: die Zollfreigrenze in die Schweiz beträgt 300CHF/Person/Tag. Früher mal konnte man einfach sagen: das sind ca 200€. Heute.... reichen ersten 200€ bei weitem nicht für einen Wocheneinkauf (4 erwachsene Esser, wir kaufen manches, was es nur in D gibt, auf Vorrat, ausserdem Teenieparty heute abend, und natürlich Weltlage). Aber: auch 317€ Umsatz sind immer noch weniger als 300CHF netto Warenwert. Verrückt.

Irgendwie nerviger Arbeitstag, ich weiss auch nicht warum, ich glaube, es ist die Summe an Kleinproblemen, deren höfliche Behandlung viel Zusammenreissen erfordert. Und der verpatzte frühe Feierabend, um die Überstunden der restlichen Woche zu kompensieren, weil eben alles so viel und so dringend ist, dass es auch am Freitagspätnachmittag noch ein Meeting mit immerhin nur Kanada und nicht Kalifornien gibt, sonst wäre es NOCH später geworden.

Heute abend: Q feiert mit seinen besten Freunden seinen Geburtstag. Vorbei sind die Zeiten, wo wir wochenlagn im Voraus spektakulääre Mottoparties begeistert vorbereitet haben. Es gibt Pizza, Snacks, "Hangover", fertig. Auch gut.


Gegessen:

VOllkorntoast mit nachbarlicher Marillenmarmelade (ich lege mich fest: gute Marillenmarmelade ist meine liebste. Dann Quittengelee, dann Erdbeervanille. Und Powidl.)

Sushi

Riesennektarine

Freitagspizza


Gelesen "Vergessen wirst du nie"

Gesehen: "Greys anatomy" beim Strampeln, "For all mankind" mit dem Hübschen

Donnerstag, August 18, 2022

180822 Durchatmen

 Seit gestern hat es ordentlich abgekühlt. Es hat aktuell 22 Grad und heute morgen bin ich nach langer Zeit mal wieder mit Regenjacke ins Büro geradelt. Der erste Einsatz für die neue Regenjacke nach dem unrühmlichen letzten Auftritt der alten war nun also nicht Regen, sondern potentieller Regen und bissl kälter. Ein Hoch auf die Lüftungsschlitze mit Reissverschluss unterm Arm!

Grossartiges Feature von Fahren mit Jacke vs Fahren mit ohne Jacke: ich kann Sachen leicht zugänglich in die mit Reissverschluss verschliessbaren Jackentaschen stecken und muss nicht alles in den Satteltaschen verstauen. Ich hätte ja tatsächlich aus praktischen Gründen gern einen Lenkerkorb für mein Ebike gehabt, wo ich Handy, Schlüssel., evtl sogar Rucksack einfach reinstellen kann, der wurde mir aber im Laden ausgeredet, weil Frontscheinwerfer, Fahrradcomputer, Gedöns, Tralala und ich könnte ja alles einfach so in die Satteltaschen stecken. Kann ich natürlich, aber für mal ein schnelles Handyfoto unterwegs (oder auch: einfach den Schlüssel für Briefkasten, Garagentor oä rausholen) sind die doch unpraktischer als ein Korb. Naja.

Heute also mit Jackentaschen.

Das passte insofern gut, dass ich zwei Sachen dokumentieren konnte:

1. Die Campingplätze für das ESAF (laut Buchungsportal bereits ausgebucht, wenn Sie also bei diesen Bildern die Lust überkommt, zwischen Kantonsstrasse, Autobahn, Bahngleisen und Kläranlage auf einem freien Stoppelfeld mit ca 1.5km Fussweg zu irgendeiner Art Infrastruktur und je nachdem auch ohne Auto für nur 60 CHF pro Person und zursätzlich 60CHF für ein Wochenende zu übernachten, muss ich Sie enttäuschen.


Beim Schildlesen gemerkt: das Ganze ist ja noch gar nicht dieses, sondern erst nächstes Wochenende, bis dahin wird der Platz bestimmt noch viel schöner. Ich bin ja ein bisschen überrascht, dass das alles ausgebucht ist, ich hätte zwischen der Klientel, die Schwingerfeste besucht, und der, die bei Festivals etc einfach auf einem hässlichen Feld mit nix campt, nicht so gross gesehen. Allerdings sind mir beide Gruppen total fremd, also vielleicht ist das alles eine happy family. Ich habe übrigens meine Entscheidung getroffen: im Leben werde ich NICHT zu dem Schwingerfest gehen, auch wenn es umsonst und vor der Haustür ist. Es gibt tatsächlich nur ganz wenig auf der Welt, was mich NOCH WENIGER reizt, allein gelangweilt auf dem Fenster schauen finde ich ungefähr 1387655x reizvoller als einen Schwingerfestbesuch.


2. Das Werksgelände eines ehemaligen Arbeitgebers von mir. Ich war nur kurz da, es war überhaupt nicht toll, ich war unendlich froh, dort wegzukommen und war überrascht, dass es noch so lange ging, bis sie mit Pauken und Trompeten von den Behörden wegen eklatanter Sicherheitsmängel und Umweltschutzverstössen stillgelegt wurden und parallel pleite gingen. Ich habe über die letzten  2 Jahre den Rückbau des Areals im Vorbeifahren lose verfolgt, aber irgendwie war mir das die letzten Male untergegangen. Ich hatte mich immer an dem einen, 9 Stockwerke hohen Produktionsbau (lol, es hiess in Architekturkreisen wohl "Pratteler Hilton") orientiert, alle anderen waren entkernt und dann abgerissen worden, während an dem grossen immer noch Plakate für oder gegen irgendwelche Initiativen und Fussballclubs hingen. Den habe ich die letzten Male nicht mehr gesehen, so dass ich mich heute tatsächlich an den Tramhaltestellen orientieren musste. Und siehe da: es ist alles weg. ALLES! (Nur das Verwaltungsgebäude auf der anderen Seite, in dem ich gesessen war, und wo einmal spektakulär das Wasser durch die Decke kam bei Gewitter und bei dem sie den Türcode in all der Zeit, in der ich schon nicht mehr dort gearbeitet habe, nicht geändert hatten, steht noch). 


Eine glatte Betondecke über all dem noch zu sanierenden, verseuchten Boden. (Das Areal gehört übrigens einer Wohnungsbaugesellschaft, die hier zwischen Güterbahnhof und richtig hässlicher, alter, dreckiger Chemie auf Grund, in den wer weiss wie lang wer weiss welche Abwässer gesickert sind, weil: in der ARA angekommen sind sie nicht, Wohnungen bauen will. What should possibly go wrong.....)


Dieser Exkurs wurde also präsentiert von: meiner neuen Regenjacke bzw deren Taschen.



Mittwoch, August 17, 2022

170822 Eingrooven

 Ach ja.

Gut geschlafen (Jonny schläft jetzt am und an zwischen uns beiden ein und wandert dann irgendwann ans Fussende, das finde ich sehr süss. Sansa schläft manchmal auf einem von uns drauf, aber nur, wenn Jonny nicht da ist), früh aufgestanden, nochmal Schokokuchen zum Frühstück.

Kinder in die Schule verabschiedet; für L. wird es schon sehr schulalltäglich, ab nächste Woche beginnen schon die Tests, grad mal 3 (Franz, Deutsch und Englisch) in einer Woche. Für Q. ist noch Reinkommen angesagt, es war kurz der Labormantel vermisst, aber der kam in den Ferien gar nicht heim, weil Q. ja einen signifikanten Teil der letzten Schulwoche spuckend daheim verbracht hatte. Dann kam das kleine Abenteuer "Wahlfachsport", erinnern Sie sich noch an die Aufregung mit dem Kayakkurs (der übrigens GROSSARTIG war) letztes Jahr? Dieses Jahr geht Q. klettern und ich rechnete schon mit einer Email am Montagabend: "Treffpunkt morgen, 13:15, Einstieg Eigernordwand, bitte dabei haben: Kletterschuhe, Gurt, Hochalpinausrüstung, Eispickel, Biwak". aber nein, Treffpunkt war vor dem Sekretariat, dann wurde aus dem Schulfundus (!) Kletterausrüstung an alle ausgegeben und dann reiste man auf eigene Faust zu einer Boulderhalle in Basel, um dort erste Erfahrungen zu sammeln. Nächste Woche geht es in eine Kletterhalle, sichern und so lernen und dann (?) an den Berg. Ich bin ein bisschen neidig, bei uns an der Schule gab es damals als einziges neben dem Pflichtsport "Jazz dance" und da gingen nur die coolen Mädchen hin und ich natürlich nicht (stattdessen zum Trampolin und halt Tanzen im Verein).

Für mich gab es Sportründchen (eh klar, dass ich auch die Klimmzugstange nutze, oder?), arbeiten, arbeiten, arbeiten, Landi-Besuch. Der bestellte Melkschemel war angekommen und ich fand es so grossartig, dass die Leute vor Ort ganz besorgt waren, dass ich vielleicht was vergessen hätte zu bestellen und sie könnten mir da gerne helfen, weil "da ist jetzt kein Gurt dabei, so bringt der nicht viel!" Ich konnte sie beruhigen, dass ich (eh nicht) den nicht zum Melken bräuchte und die Pfadis keinen Gurt benötigen. Sind wir also kurz im Besitz eines Melkschemels, der demnächst personalisiert wird für Offlabel-Use.

Sonst: draussen wird gemalert respektive erstmal abgeschliffen und gereinigt und tralala, ausserdem ist das Haus jetzt eingerüstet und ich nehme an, die Katzen freuen sich sehr, dass sie jetzt endlich jederzeit aufs Dach kommen und nicht nur, wenn sie durch ein geöffnetes Dachfenster abflitzen.

Bei der Arbeit ist der Covid-Stand in meinem direkten Team so hoch wie nie. Aktuell sind 2 KollegInnen infiziert, beide zum ersten Mal, beide haben nix ausser kratziger Stimme und sehr viel Genervtheit, weil sie zu Hause festsitzen (D und F), die eine am Start ihrer lang geplanten Ferien, der andere in der letzten Woche davor, wo noch einiges zu erledigen wäre. Damit sind von sieben nur noch 2 (mein direkter Platznachbar und ich) ganz ohne, die anderen drei hatten es irgendwann dieses Jahr. Richtig schlimm krank war keineR. Mal sehen, wann es mich erwischt.

Der Franken ist aktuell auf einem Höchststand, am Montag war 1 € = 0.96CHF, vorbei sind anscheinend die Zeiten, wo die SNB Stützkäufe tätigte auf Teufelkommraus, um einen Wert von 1.20CHF/€ zu halten. Good news für die inflationsgebeutelten Kollegen aus Deutschland, deren Gehalt damit ordentlich ansteigt!

Funny sidestory: der Hübsche hat einen Währungsspekulationsautomaten gefunden und zwar den Snackautomaten bei sich auf dem Stockwerk bei der Arbeit. Man kann dort in € und CHF bezahlen, bekommt aber wie überall im Grenzgebiet / der Schweiz nur CHF raus. Der eingespeicherte Wechselkurs ist 1.20CHF/€. Wenn man also ein Snickers für 3.20CHF kauft (keine Ahnung, was sie für ein Snickers berechnen) und man 5€ einwirft, bekommt man das Wechselgeld in CHF zu einem sensationell guten Kurs. Ist jetzt an sich noch kein Bombengeschäft, weil ein Snickers nicht mal in der Schweiz im Laden 3.20CHF kostet, aber: wenn man 5 € einwirft und dann entscheidet, dass man doch kein Snickers möchte, bricht man den Kauf ab und bekommt für seine 5€ 6CHF zurück anstatt dem aktuellen Wert von 4.8CHF. Wo sonst hat man so eine Rendite? Einschränkung ist natürlich: der Automat nimmt nur Münzen, irgendwann ist das Wechselgeld alle und dann gibt er gar nix mehr raus und man muss sich halt doch Snickers im "Gegenwert" von der Schubkarre von Münzen rauslassem, die man in den 10. Stock gekarrt hat. Irgendwas ist ja immer.



Dienstag, August 16, 2022

160822 17

study_of_development pt.17
Ich weiss schon, warum ich mich geweigert habe, an dem Fotoprojekt teilzunehmen. Ein Foto direkt nach dem Aufstehen ist ab, ich würde sagen, 4+ Jahren echt schwierig :-)



Mein lieber Q.,

heute ist es 17 Jahre her, dass der Hübsche und ich aufhörten ""nur" ein Paar zu sein".

Es wird sich wohl nicht mehr ändern, dass mir das einerseits wie gestern, andererseits wie in einem anderen Lebem vorkommt. Ich weiss nicht genau, was das aussagt, aber in meinem Kopf bist du fix ca 8, vllt auch 10 Jahre alt.

Tatsächlich ist das natürlich Quatsch. Du dürfstest heute deine theoretische Führerscheinprüfung machen (und dann nur mit einem von uns als Begleitung 1 Jahr lang mit dem Auto durch die Gegend fahren, bis du die praktische Prüfung machst). Ich bin gar nicht sooooo unglücklich, dass das nicht ganz oben auf deiner Prioritätenliste steht, weil da die letzten Monate und vor allem Wochen ausser PFADI und BULA eh nichts anderes Platz hatte. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass die Pfadi, zu der Du ja auf ein bisschen skurrilen Pfaden geraten bist, und die du einmal als Wölfli und dann nochmal als Pfadi fast hingeworden hättest, so wichtig für dich werden würde! Und wie froh ich darüber bin (nachdem ich eine Zeitlang ein schlechtes Gewissen hatte, dass wir dich zusätzlich zu allem noch jeden zweiten Samstag zu Leuten stecken, die Du gar nicht kennst.) Jetzt kennst du alle, alle kennen Dich, Du hast nach dem Pfila zum Aufwärmen direkt im Bula Lagererfahrung als Leiter gesammelt (Reiseleitung für die Pfadis allein ist schon Grund genug zum Schwitzen :-)) Ich bin gespannt, wie das Jamboree nächstes Jahr dann wieder als Teilnehmer anstatt als Leitperson für Dich wird :-).

Du hast das erste Jahr am Gymnasium praktisch mit links (ok, für Dich: mit rechts) gemeistert. Die Umstellung auf grosse Stadt, neue Schule, neue Klasse, neue Fächer, bilingue, Vertiefungsfach, BYOD, viel mehr Selbständigkeit ist .... einfach passiert. 

Du findest zwar schnell Anschluss, neue Freunde, und tust Dir (Untertreibung des Jahrtausends) mit Menschen eh leicht, aber DIE Freunde für immer sind die Freunde seit immer. Und so werden am Wochenende hier dieselben jungen Menschen Pizza essen und Film schauen und im Wohnzimmer übernachten, die deinen 2. Geburtstag mit dir gefeiert haben oder seit dem ersten Kindergartentag deine Gang sind. Nur halt in viel grösser und erwachsener. 

Deine Interessen sind... immer noch egal was, immer all in. Die Legobegeisterung ist IMMER NOCH ungebrochen, du kennst Dich mit US-Militär-Themen aus (ich nehme an, als Nebenwirkung der Sekundärliteratur zu Seal Team und Swat-gucken), Politik, Naturwissenschaften, PFADITHEMEN, egal was, es heisst immer noch regelmässig "Wusstet Ihr eigentlich, dass...?" und in... (irgendwo musst Du Diese Neigung ja her haben) ich würde sagen, 75% der Fälle wussten wir es nicht, in 90% der Fälle nicht in dem Detailgrad. (Es nicht wissen wollen ist übrigens immer noch keine Option, Wissen muss geteilt werden :-))

Du hast Dich (und das hätte ich noch länger als das Schlafthema nie zu hoffen gewagt) zu einem extrem unkomplizierten Esser gemausert. Du isst ALLES (Gretchenfrage gestern: "Und was wäre mit Brokkoli?" und als die Antwort war "Ich KÖNNTE den schon essen, ich finde den halt nicht toll", war mir klar: mehr erreiche ich auf dem Gebiet nicht.). Das war nicht immer so, umso toller, dass es jetzt endlich so weit ist.

Du bist ein wunderbarer Sohn, ein toller grosser Bruder (wie alle grossen Geschwister strampelst Du ein bisschen damit, dass der kleine Bruder all Deine Erkenntnisse nicht nur nicht unbedingt zu schätzen weiss, sondern seine Erfahrungen gern selber machen möchte), ein wunderbarer Freund und ich habe den Eindruck, Du wirst ein sehr cooler Mann. Für Dich sind Inklusion, Gleichberechtigung, Klimaschutz, Kampf gegen Rassismus, Sexismus,  tatsächlich keine hohlen Worthülsen, sondern einfach selbstverständlich und das ganz unverbissen und im durchaus positiven Sinn.

Ich bin sehr gespant, wie das nächste Jahr wird (Autofahren, yay!), und wie es weitergeht. Letzte Woche kam ein Brief der Uni Basel zur Studienberatung, es ist ... aufregend.

Ich bin sehr froh, dass Du so bist, wie Du bist, und stolz, dass Du zu uns gehörst!

Deine Mami


Schicksal des Fotografen: wenns blöd läuft, ist man selber nicht drauf. Aber: man wird auch nicht beim ersten Kaffee UND Singen fotografiert.




Montag, August 15, 2022

150822 Abkühlung

 Heute nacht habe ich geschlafen wie ein Stein (naja, ein Stein, der vom angeregnet werden wach wird und von Katzengepiepse und von von Katzen betrampelt werden, aber: ich bin früher ins Bett als sonst, weil müde, und das tat gut.)

Morgens dann erster Schultag für Q., zweiter Schulmontag für L., Feiertag und Ausschlafen für den Hübschen, und normaler Homeofficetag für mich. Nur mit Ausschlafenlassen des Hübschen, deshalb 2h Arbeiten in Sportklamotten, dann erst Strampeleinheit, Duschen, Fertigmachen. 

Der Hübsche hat dann noch eins von Q.s Geburtstagsgeschenken (JEMAND wird morgen 17) installiert, nämlich eine Klimmzugstange (hat er sich selber gewünscht). Aus Gründen ist der einzige oder zumindest allerbeste Ort dafür unser Schlafzimmer. Zusammen mit dem Crosstrainer, dem Kletterbrett und Bob hat das nun langsam den Charme von "Übernachten im Fitnessstudio" oder "Heute schlafen wir in der Turnhalle". Aber: es gibt auch so Gummischlaufen, wo man sich unterstützen lassen kann, wenn man wie zB ich KEINEN Klimmzug kann, und wenn ich es schaffe, mich da rein- und auch wieder rauszuwurschteln ohne mich schwer zu verletzen oder zB durch das Dach zu katapultieren, dann lerne ich vllt auch Klimmzüge.

Der Vormittag war noch warm / heiss, für Nachmittags kam dann erst das minütliche Wetterupdate der Kollegen aus Basel (= 10km weiter westlich, 10 min eher bei egal welchem Wetterphänomen), dann die Gewitter-/Starkregenwarnung der Notfallzentrale und dann sehr lautes Gewitter, Sturm und ein bisschen Regen und viel kühlere Luft. Sehr schön für alle ausser den Fassadenmalern, für die "Irgendwann bald, aber nicht Montag" hiess: heute, zumindestens ein Teil. Anscheinend ist unser Nachbar links mit eingestiegen und 2/4 Reihenhäusern werden bald strahlendweiss leuchten. Heute wird erstmal abgeklebt und Gerüstmaterial geholt, also konnte der Sturm auch noch nix umwerfen. Immerhin.

In meinem Kopf plane ich einerseits eine richtig tolle Herbstferienreise (es stehen noch aus: finale Terminbestätigung des Hübschen UND die Bestätigung, dass der Leitpfadikurs für L. entweder am ersten oder letzten WE der Herbstferien und sicher nicht am mittleren WE ist), ich habe ja mit einem Land im Norden seit letztem Jahr nicht mehr nur das nördlichste Heringsfangmuseum der Welt offen (das wird auch dieses Jahr nicht stattfinden), sondern auch einen lavaspuckenden Vulkan und naja, wann, wenn nicht jetzt, dann dachte ich mir "Oh je, was ist, wenn wir dann von der Herbstwelle voll erwischt werden und entweder nicht fliegen können, weil infiziert, oder dort festhängen und uns isolieren müssen?", das heisst, ich habe Coronaregeln hier und dort recherchiert (es gibt genau GAR KEINE mehr), und naja, vielleicht nehmen wir einfach die Arbeitslaptops mit und im blödsten Fall (jemand krank oder Vulkanausbruch legt Flugverkehr lahm oder es ist schlechtes Wetter und die Fähre kann nicht fahren) arbeiten wir von dort? Die Kinder haben eh länger Ferien und zur Not wählen auch sie sich ein. Wir werden sehen.

Für heute steht noch die Klärung der Frage offen, ob ein 17jähriger morgen einen Geburtstagskuchen möchte und wenn ja, welchen. Und ein riesiger Karton muss eingepackt werden. Und die sentimentale Geschichte für "weisst du noch, wie das vor 17 Jahren war?" muss nochmal kurz repetiert werden.

17 JAHRE!
 

Gegessen:

Marmeladenbrot mit frischer Aprikosenmarmelade der Nachbarn (geschenkt, nicht geklaut!)

viele Nektarinen und Pfirsiche

Salat mit gebackenem Feta mit Honig, karamellisierten Karotten, Walnüssen und Knoblauchbrot


Montagspizza

viel Kaffee


Gesehen: "For all mankind"

Gelesen: "Vergessen wirst du nie" (Ich habe die ersten vier Bände der Reihe gelesen und dann wurden die anscheinend umbenannt, Riesendurcheinander in meinen Leseempfehlungen, ich kann das aus data integrity Sicht und Lesetracing überhaupt nicht gutheissen!

Sonntag, August 14, 2022

140822 Späte Erkenntnis

 Was für ein volles, tolles Wochenende hinter uns liegt! Wie froh ich bin, dass endich alles geklappt hat (und der Test am Do negativ war!)

Wir hatten wunderbare, volle Tage mit der Familie der kleinen Schwester (und holla, wie lang so Tage sind, wenn man um halb sechs aufsteht und keine Sekunde Pause ist. Und wenn man am Abend dann, wenn die Zwerge im Bett sind, auf gar keinen Fall auch schlafen gehen kann, weil man ja noch nix erwachsenes getan hat an dem Tag). Wir haben die Spielerunde um die Teeniejungs erweitert (ich bin immer noch sehr schlecht in "Wizard"), wir haben lecker gegessen, sind viel gelaufen, haben viel mehr im Basler Zolli gesehen als jemals, wir waren heute mit der anderen kleinen Schwester brunchen so richtig auf dem Land, haben kleine Frösche gesehen und ganz oft die Story von dem Bienenstich und "was  der kleine L. im Schwimmbad gemacht hat" gehört (getaucht, auf dem Rücken geschwebt und dann fest husten müssen).

Wir Rabeneltern haben auch nach 11.5 Jahren herausgefunden, warum unser L. damals nicht von Anfang an so laufradbegeistert war wie Q: wir haben bei Q. irgendwann auf die längere Sattelstange gewechselt und für L. nicht mehr zurück. Mittlerweile ist das Laufrad beim kleinen L, der nur im Vergleich zu unseren Kindern heute klein ist, im Vergleich zu anderene zweijährigen aber gar nicht, und deshalb kam es meiner Schwester spanisch vor, dass er beim Laufrad mit den Füssen nicht auf den Boden kommt. Und dann haben wir erst im Blog Videos verglichen und dann an einem gar nicht so blöden Platz die Tüte mit den Ersatzteilen und eben der kurzen Sattelstange für das Laufrad gefunden. Upsi. Sorry, L., das war unsere Schuld!

Jetzt sind alle wieder daheim, ich bin ein bisschen hangover müde (und erinnere mich noch so gut an diese und schlimmere Müdigkeit, weil: bei uns seinerzeit warja nicht nur halb sechs Aufstehzeit, es wurde auch insgesamt 8+ Jahre nicht durchgeschlafen und ins Bett ging es tendenziell spät... Das war schon alles nicht ganz einfach damals), der Hübsche jat frei morgen, weil sein Standort festgestellt hat, dass sie im Aargau liegen und dort Mariä Einschulung Himmelfahrt gefeiert wird, der Rest von uns wird in die Schule gehen und arbeiten.

Was für ein tolles Wochenende!