Sonntag, März 07, 2021

Serviceblogpost: Wie das mit der Crowdfarming-Avocadobox war

 So, ich bin ja nicht so (und vielleicht interessiert es meine Urenkel auch mal am Stück, wie wir das gemacht haben, vermutlich nicht, aber naja) und so müssen sich Interessierte das nicht stückchenweise aus den einzelnen Posts der letzten Wochen zusammenfrickeln.

Bestellt habe ich 4kg (20 Stück) von La Reala (ich wollte Bio-Qualität und sonst habe ich mir da keine besonderen Gedanken gemacht.) am 8. Februar.

Geliefert wurden sie am 17. Februar, einen Tag eher als ursprünglich angegeben und insgesamt 6 Tage vor dem Termin, den DHLin der Sendungsverfolgung angab. Wie man hier sieht, war die Verpackung recht minimalistisch, der Boden des Pakets ist mit so eingedelltem stabilem Papier ausgelegt, that's it. Der Paketbote hat das Paket nicht wirklich mit der aufgedruckt erbetenen extremen Vorsicht und Liebe behandelt, geschweige denn in waagrechter Position transportiert, aber das ist halt so und dafür muss eine Verpackung ausgelegt sein.

Ich war tatsächlich etwas geknickt, als ALLE 20 Avocados noch grasgrün und steinhart waren, aber naja, besser so als schon angematscht.



Im Paket lag eine Anleitung zum Reifen lassen (lagern im Paket, dunkel und bei 18-24Grad, wenn sie dunkel und weicher werden, sind sie reif und man kann das dann noch ein bisschen verzögern, indem man sie in den Kühlschrank legt.) und so habe ich das Paket zu meiner Pilzfarm in unser stockdunkles Dachkammerl gestellt.

Nach 2 Tagen Lagerung, auf dem Zettel stand "bis zu 7 bis 10 Tage") habe ich mal nachgesehen und zack: 1 war schon dunkel und fühlte sich weicher an.



Der Hübsche und ich haben sie uns am Tag danach zum Frühstück geteilt (Sie wollen ja immer Rezepte wissen: Nussbrötchen, Avocadospalten, Crema di Balsamico, Maldon Sea Salt (noch besser wäre Saltverk Lakrids Salt, aber haben wir halt nicht), Pfeffer) und sie war super. Halt eine Avocado :-), ganz ohne Makel, mit einem Hauch von Biss noch, also einen Tacken länger hätten wir sie liegen lassen können.





An Tag 4 der Lagerung sieht der Kisteninhalt so aus: es tut sich also was.


Tag 5 der Lagerung: die nächsten zwei Avocados sind bereit, es gibt DAS Coronaessen, das wir schon lang nicht mehr hatten. (Es ist für mich mit dem Lockdownsommer verbunden und heute fühlte es sich schon sehr nach Sommer an)

Tag 7 der Lagerung: Holla, jetzt werden einige reif! Ich nehme die reifen oder fast reifen raus, eine kleine wird direkt zu Avocadobrot zum Frühstück verarbeitet, zwei grosse zu Guacamole als Abendessenbestandteil, 3 kommen in den Kühlschrank, um den Reifeprozess ein wenig zu bremsen.
Die geöffneten Avocados sind immer noch makellos, schmecken perfekt und ich habe sie noch kein bisschen über (ich spüre allerdings einen leisen Anflug von Stress, dass ich die Kiste jetzt echt genau beobachten muss und nix verpassen darf, damit nix schlecht wird)







Gemüse, Ikea-Vegibällchen, Vegidöner"fleisch", Fladenbrot, Feta, Knoblauchjoghurt, Mangosalsa, Guacamole

Ich mache meine Guacamole so (und ja, ich weiss, dass einige von ihnen drauf schwören, dass in die einzig wahre Version KEIN Knoblauch rein darf und KEINE Tomaten und manche finden Koriander schlimm und/oder Kreuzkümmel, aber das ist mir wurscht. Diese Variante schmeckt uns am besten und ist dem nachgestrickt, was ich in Südkalifornien kennengelernt habe.)

Tag 8: es gab Avocadobrot zum Frühstück (ganz ehrlich  könnte ich das problemlos 20 Tage hintereinander essen ohne, dass es mir über wäre und damit wäre der Kas bissn. Stattdessen gibt es heute abend aus der Captn Cook App "Sommerliche Pasta mit frischen Kräutern", da werden Spaghetti mit Avocadocreme und Grillgemüse und Gurkenstückchen und Zucchininudeln und Zitrone gemischt.



Tag 11: Mittlerweile sind alle Avocados, die noch über sind, in den Kühlschrank umgezogen. Sie sind alle weich, und zwar so weich, dass ich sie im Laden nicht mehr kaufen würde (so oben, am schmalen Teil, wenn es da schon sehr nachgibt, verstehen Sie, wie ich das meine?), weil sie erfahrungsgemäss dann schon viele braune Stellen haben, vermutlich von anderen Testdrückern. Diese aber waren bisher alle makellos und zwar wirklich: ohne den leisesten Hauch von braun oder angedetscht.
Damit es nicht NUR immer wieder Avocadobrot gibt, habe ich mir eine Bowl mit Stampfkartoffeln und Shiitakepilzen und Frühlingszwiebeln und eben Avocado gemacht. Das war jetzt ... keine Offenbarung, aber halt eher von der Kombi her, einzeln war schon alles super.

Wir haben auch nochmal Tacos gegessen mit ordentlich Guacamole und jetzt habe ich noch 4 Stück übrig.

06.03. Nach der einen oder anderen Avocado, die in Würfeln in gemischten Salat gewandert ist, war es heute soweit: die letzte, allerallerletzte wurde standesgemäss in ein Avocadobrot (auf einem Laugenkäseknoten) überführt und war immer noch lecker.






Fazit: kann man sehr gut machen, ich habe neben unseren Standard"rezepten" nur zwei neue Sachen ausprobiert, und habe Avocados immer noch nicht über. Ganz im Gegenteil. Vom Geschmack her waren sie superst und ich habe noch nie so makellose und perfekt reife Avocados gegessen. Schon gar nicht 20 Stück kurz hintereinander! Die Familie fragt schon, wann wir die nächste Box bestellen (ich überlege, ob ich mich dann vllt auch traue, eine Ziege zu adoptieren, weil wer 20 Avocados in 2 Wochen essen kann, kann vllt auch mehrere kg Ziegenkäse in einem Jahr essen? Da wäre ich aber anders als bei den Avocados auf mich allein gestellt.)
 

Samstag, März 06, 2021

060321 Happy Birthday

 Die März-Geburtstagsrunde ist eingeläutet und zwar vom .... Auto.

Seit 4 Jahren fahren wir nun elektrisch und haben es keine Sekunde bereut. Mittlerweile sind hat unsere Defiant Gesellschaft von 2 weiteren Elektroautos in der Tiefgarage und die Eigentümergemeinschaft hat die Infrastruktur geschaffen, dass jeder Eigentümer einen seiner beiden TG-Plätze einfach mit einer Lademöglichkeit ausstatten kann. Das finde ich super!

Dieses Jahr sind wir so wenig gefahren wie nie (aktuell einmal die Woche Q. von der Schule abholen, alle 4 Wochen Katzenfutter im Fressnapf im Nachbardorf besorgen, und sonst halt Arztbesuche alle heilige Zeit. Keine Heimatbesuche, kein Wocheneinkauf auf der anderen Seite der Grenze, keine Schwestern oder Freunde besuchen, kein Weg zum Sport in die Stadt und schon gar keine Urlaubstrips. Naja.), aber dafür ist das Auto dank der neuen Steuereinheit viel besser im alleinfahren geworden. Und kann jetzt Karaoke und Netflix. Kaminfeuer konnte es ja schon vorher und wir haben auch einmal drin übernachtet.

Wir würden es jederzeit wieder machen und können ganz sicher nicht zurück zu einem Verbrenner! (Ja, ich mache mir ein bisschen Sorgen, wie das wird, wenn Q. in zwei Jahren Führerschein macht und dann in einem Raketenauto Fahrpraxis sammelt. Aber erstens könnten wir es auf Valet-Modus stellen und ihm den PIN nicht sagen, dann kann er maximal 50 fahren, glaube ich, und zweitens habe ich seinerzeit auch mit den väterlichen Firmenwägen angefangen, die auch nicht von schlechten Eltern waren und aus mir ist auch eine vernünftige Verkehrsteilnehmerin geworden. Irgendwann.)


Sonst so: sonnig, aber kalt, erstmals seit langem wieder Pfadiübung in persona, ohne Teilnehmerbegrenzung (wurde ja für Kinder unter 15 in der Schweiz für draussen auf jeden Fall aufgehoben für Sport und Kulturanlässe oder so), aber immer noch mit Maske und ohne gemeinsames Essen. 



Freitag, März 05, 2021

050321 #WMDEDGT, Corona-Edition, die 12.

You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"). Wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass ich immer noch nicht ansatzweise drüber nachdenke, ob man "Corona-Edition" nicht langsam weglassen könnte...


Anyway, heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen (d.h wir machen das seit über sieben Jahren?! Ich dachte, es gibt Blogs erst seit 2015 :-)!) in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.

Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:
  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung)
  • verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.
Mein Tag begann um 4:30, 5:00, 5:35, 5:59 durch verschiedene Wecker (meine Blase, Jonny, Sansa, des Hübschen -Präweckerarmbandgebrummel). Naja.
Erste Überraschung: es ist richtig hässlich draussen geworden! Temperaturen von -1 bis +7Grad, Nieselregen. Ich habe irgendwie in dieser höllischen Arbeitswoche den Übergang von Sommer auf "Ach ne, doch wieder Winter" verpasst.
Der Arbeitstag passte zum Rest der Woche: ich hatte ja mein Stundensoll schon Mittwoch erfüllt, dementsprechend war der eigentliche Plan eigentlich, heute mal den Ball flach zu halten und mittags spätestens Schluss zu machen, aber naja, es ist wie es ist und Notfall ist Notfall und so habe ich unglaublich viel diskutiert und beraten und Infos gesammelt und aufbereitet und so sind wir bereit für ein virtuelles War-Room-Meeting am Montag. Ich merke in diesem Fall, wie ich tatsächlich zwischen beiden Welten, meiner aktuellen Rolle in der Quality-Organisation und meiner bisherigen Berufserfahrung im Ops-Bereich, hänge und einerseits perfekt argumentieren kann, warum wir eine sehr, sehr unangenehme Entscheidung treffen müssen und andererseits am liebsten schreien und fluchen und toben würde, weil da sehr, sehr, sehr viel Arbeit und Mühe und auch Geld (und Material) betroffen ist. "betroffen ist" klingt so niedlich. Lol. (Btw: es gibt ja immer wieder die Krakeeler, die auf Twitter rumtönen, dass man von dem, was man in der Schule lernt, NIX im späteren Leben brauchen würde, gerne wird da Mathematik herangezogen oder letztens auch Latein. Ich glaube hingegen, dass man keinen meiner bisherigen Jobs hätte machen können, ohne zu wissen, was "die Büchse der Pandora öffnen" bedeutet. Und dafür reicht Latein nicht, bitches!)

Also wurde heute ohne Pause durchgearbeitet, bis L. hungrig in der Garderobe stand, der Kühlschrank war recht leer, weil ich eigentlich ganz in der Früh den Wocheneinkauf geplant hatte und dementsprechend alle Reste vorgestern ins Ofengemüse oder gestern in die Käsewähe mit Zeug geworfen hatte, aber ich hatte ja am Sonntag vorgearbeitet und drölfzig Portionen Gemüsesuppe eingefroren.

Nach dem Mittagessen ging es noch ein bisschen weiter mit Arbeit, L. hat währenddessen das nachgearbeitet, was er gestern wegen Bauchweh verpasst hatte, Klavier geübt und gechillt, und gegen 3 sind wir zwei dann endlich los, Nachschub zu besorgen. Grosses Abenteuer: wir hatten alles mit dem Passabene-Scanner gescannt (ich bin seit dieser Woche so assimiliert, dass ich endlich die supercard-App auf meinem Handy habe und digitale Bons aktiviert habe.) und dann wurden wir zu einer Stichprobe ausgewählt. Ich war kurz nervös, dass jetzt ALLES gescannt wird, dann, dass wir was von den 10 Stücken, die getestet wurden, eben vergessen hätten, aber nein, alles gut. Phew.
Daheim: schnell einräumen, nochmal ein Stündchen Arbeiten (müde lächelnd sehen, dass man gerade einen "How to stay resilient in challenging times"-Peptalk von einem ECHTEN ASTRONAUTEN verpasst, aber meine Güte, ich möchte nur schlafen, vielleicht ein bisschen weinen, weil ich so müde bin, meine Übung in Resilienz ist, das zu machen, was noch gemacht werden MUSS und dann nichts mehr.), für L. zum Geburtstag den Wunschcontroller für die Switch immerhin bei Amazon-UK ausfindig zu machen (von dem, den er noch eigentlicher wollte, gibt es noch 3 Stück bei einem mir unbekannten Anbieter in den USA. Der Versand mit Fedex ist doppelt so hoch wie der Warenwert. Lol.), Rechnungen zahlen, mit der Ausgleichskasse wegen der Nannyabmeldung kommunizieren, L. zum Klavierspielen schicken, Geburtstagsgeschenkliste für L kuratieren für Verwandte und Freunde, und dann endlich Pizzateig machen.
Der Hübsche hatte eine ähnlich höllische Woche und holt Q. ab (Chemie-Freitag, deshalb bis um 17:10 Schule), wir sind alleallealle sehr, sehr sehr müde, machen gemeinsam Pizza (Ich habe mir der Aperol-Spritz extremst verdient, finde ich) und schauen danach die finale Folge WandaVision. Kaum zu glauben, dass die Ferien erst eine Woche her sind....

Gegessen:
Special K mit Milch
Gemüsesuppe
Pizza 

Gelesen: die letzten Seiten "Mädchen, Frau, etc" vor dem Einschlafen
Gesehen: die finale Folge "WandaVision"

Stressleveldurchschnitt gestern: 37
Selbstbeweihräucherung: kurz vor Abschicken gemerkt, dass ich beim Review eines Dokuments mit der rechten Hand auf der Tastatur verrutscht war und geschrieben hatte "Ist die fehlende Zitze hier das einzige Kriterium?". In Zukunft schreibe ich direkt auf  Englisch. Oder "niedrige Temperatur".


JETZT ZUM KLEINGEDRUCKTEN: 
Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Mr. Linky damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen. 

UPDATE: Bitte beim Eintragen beachten: Mr Linky erkennt keine Umlaute (alles mit Pünktchen oder Strichelchen oder Schlängelchen unten oder oben drüber. Ausser ein "i") oder scharfes s oder so, darauf bitte beim Nameneingeben achten, sonst zeigt es ein leeres Feld an.


Donnerstag, März 04, 2021

040321

 Heute habe ich offensichtlich nicht so oft datiert, bis jetzt grad habe ich nicht gemerkt, wie schön die Zahlenfolge ist.

Holla, heute war ein spannender Tag. Das ist man ja nach 100 Jahren Gleichförmigkeit gar nicht mehr gewohnt.

Zuallererst hatten wir einen Termin mit einem Küchenbauer, der sich unsere Küche anschaute, unsere Wünsche anhörte und viel ausmass, gute Ideen hatte und in einer Woche einen Vorschlag schicken wird. (Ich war etwas nervös, ob er am Ende maskenlos hier auftauchen würde und wie ich ihn heimschicken könnte, wenn er sich weigern würde, eine aufzusetzen, aber vielleicht sind doch mehr Menschen vernünftig, als man bei Internet/Zeitungslektüre/NAchrichten schauen so glauben würde, er kam ganz selbstverständlich mit Maske an, wir hatten natürlich auch welche auf und sind, offene Küche sei dank, alle mit ganz viel Abstand umeinander rumgeturnt. Das einzige, was schade war, dass das übliche Kaffeetrinken beim Ideenschmieden halt flach fiel.) Nächste Woche kommt noch jemand vom ganz anderen Spektrum des Küchenbauens und ich freue mich sehr, sehr, sehr!

Mittags kam L. mit Bauchschmerzen nach Hause, die so stark waren, dass er nachmittags lieber zu Hause blieb.  Ich bin bei sowas ja immer ein bisschen auf Alarm, weil ich immer mit Magendarm und Kotzorama für die ganze Familie rechne (mein Endgegner bei Krankheiten für immer und ewig), aber erstens ist das mittlerweile nicht mehr gegeben, dass man das nicht auf einzelne Familienmitglieder beschränken kann, wenn auch schwierig, dann schaffen es die allermeisten Familienmitglieder zuverlässig, den Kontaminationsradius sehr einzuschränken, und drittens war der Arbeitstag so herausfordernd, dass ich gar keine Nerven hatte, die ganze Zeit nervös auf ein Spucken ankündigendes Hüsteln aus dem Kinderzimmer zu lauschen. Viertens ging das Bauchweh nach im Bett liegen und ein, zwei Tassen warmen Früchtetees wieder weg.

Nach dem Mittagessen zog ich einen Brief aus dem Briefkasten, mit dem wir noch gar nicht gerechnet hatten: Q. wird ab genau seinem Geburtstag auf sein Wunschgymnasium gehen! Das ist extrem grossartig, die Alternative hätte nämlich jeden Tag mindestens 90 Minuten mehr Pendelzeit und keine bilingue-Klassen bedeutet. Als Goody gab es noch das Angebot an Sportwahlkursen, aus denen Q. wählen muss und ALTER VERWALTER, das würde ich ja all den Schulsport-Hatern auf Twitter zeigen, die davon überzeugt sind, dass Sportlehrer der Abschaum der Menschheit und per se Mobber sind und vor allem immer noch dieselben Monster, die ihre Sportlehrer vor 35 Jahren waren oder zu denen sie in ihrer Erinnerung wurden. Q. ist sich auf jeden Fall noch nicht ganz sicher, ob er Kanu, Mountainbiken, Klettern oder Bouldern machen will. 

Am Nachmittag war der Hübsche dann noch mit Q. beim Kinderchirurgen, Zeh zeigen. Hmpf. Nächste Woche also OP im immerhin noch Kinderkrankenhaus, da gibt es auch zu Coronazeiten Normalbetrieb ohne Einschränkungen, weil, so die Chirurgin, "es ja Gottseidank fast keine schweren Fälle bei Kindern gibt". Das hatte ich gar nicht auf dem Radar, als der Kinderarzt uns fragte, ob Q. mit fast 16 lieber in einem Erwachsenen- oder  ein letztes Mal in einem Kinderkrankenhaus aufschlagen würde. Q. nimmt das ganze übrigens sehr cool, war sehr angetan von der OP-Aufklärung und freut sich aufs Lachgas.

"Und, musst du nüchtern sein?"

"Ich gehe davon aus, dass sie FEST davon ausgehen, dass ich nüchtern bin, wo ich doch noch keine 16 bin, deswegen haben wir das Thema gar nicht angesprochen"


Und zu alledem hatte ich einen extrem fordernden Arbeitstag, aber auf eine gute Weise und das war ziemlich toll.


Gegessen:

Honigbrot

Schnelle Nudeln mit Tomatensosse aus dem Glas und Salat, weil ich das frisch gebackene Brot unessbar verkackt hatte

Lauchkäsewähe und Gurkensalat


Gesehen: "Das Team" zum Crosstrainern, "WandaVision"

Gelesen: "Mädchen, Frau, etc"

Stressleveldurchschnitt gestern: 34

Selbstbeweihräucherung: fast zu schnell auf eine komplex erscheinende Fragestellung geantwortet (ich habe dafür ein "Position Paper" in der virtuellen Schublade, deshalb ist es da mittlerweile sehr, sehr einfach, kompetent zu antworten.)


Mittwoch, März 03, 2021

030321 Montagsfrage (hö?) und überhaupt

 Ich weiss nicht, wie oft ich heute statt "03032021" "03033031" geschrieben habe.

Joel hat beschlossen, etwas für die Tagebuchblogger zu tun und uns aus unserer "ES IST JEDER TAG GLEICH!"-Hölle zu helfen und zwar mit einer Montagsfrage.

Und nein, ich habe das nicht verpennt, sondern am Montag wird die Frage gestellt und man hat eine ganze Woche Zeit, sie zu beantworten und die Antwort zu velinken.

Die erste Frage ist:

 Die Pandemie hat uns alle gelernt zu verzichten. Welche zwei Dinge/Umstände fehlen dir am meisten und warum?


Ich glaube, ich bin schrecklich langweilig, für mich sind das
1. Reisen können und 
2. andere Menschen treffen und feiern können
(an einer sehr nahen dritten Stelle käme übrigens vermutlich schon: das Büro und meine Kollegen)

Reisen ist für mich DER Ausgleich für alles und die Highlights jeden Jahres. Ich tanke nirgends so gut auf wie in einem abenteuerlichen Urlaub voller neuer Eindrücke. Und zwar nicht nur auf der eigentlichen Reise, nein, auch die Ideenfindung, die Planung, die Detailplanung, die inskleinsteDetailplanung und die lange Vorfreude (und nicht zu vergessen: die Erinnerungen. Davon zehren wir alle gerade aktuell.) sind vermutlich genauso viel wert. Vor ein paar Tagen habe ich ein neues Duschgel aufgemacht und das letzte Mal, dass ich dieses Sorte in Gebrauch hatte, war 2018 in den Herbstferien, als wir halbspontan eine Woche nach Malta geflogen sind. Seitdem bin ich unter der Dusche sehr nah ans Wasser gebaut (und Malta war einer der unspektakuläreren Urlaube, die wir gemacht haben). Ich werde sogar wehmütig, wenn mir Google Fotos die 100Millionen absolut gleich ausschauenden Bilder, mit denen ich meine 10000 Arbeitsialientrips, die alles andere als erholsam waren, dokumentiert habe, vor den Latz knallt.

Menschen: Ich habe das grosse Glück, mit meinen 3 absoluten Lieblingsmenschen durch diese irre Zeit zu gehen. Das ist wirklich toll, wir streiten kaum, wir sind ein grossartiges Team. Nichtsdestotrotz vermisse ich .... andere Menschen. Wir erleben ALLES gemeinsam, wir haben praktisch keine Erlebnisse, die wir miteinander teilen können, die die anderen drei nicht aus eine anderen Winkel des Hauses selber miterlebt haben. Wir bekommen ausser Arbeit und Schule wenig Input von aussen, ich merke, wie ich wunderlich werde und, so habe ich es heute einer Kollegin geschrieben, "zu der anstrengenden Person werde, die Dir schon von weitem zuwinkt und dir eine halbe Stunde lang ein Ohr abkaut und alle Details aus ihrem Leben erzählt incl aller Peinlichkeiten und alles von Dir wissen will, obwohl Du sie nur flüchtig kennst und eigentlich nur kurz das Altpapier rausbringen wolltest." Ich möchte diese Person nicht sein, ich möchte meine Freunde, meine Familie, meine Kollegen wieder treffen, lachen, feiern, essen (auch mal was, was ich NICHT gekocht habe), trinken, lästern, trauern, mich mitfreuen, anderen zu hören, anderen etwas erzählen und dabei keine Angst haben müssen.

So weit, so langweilig, aber für mich steht das alles vor den offensichtlichen anderen Punkten wie "Mein Büro, meine Kollegen, "Einkaufsbummel (auch in D)", "Mal wieder allein sein" und weit vor "Kino", "Essen gehen", "Museum", "Konzerte", "keine Maske mehr tragen müssen" (das war jetzt ungehordnet, auf "keine Maske mehr" freue ich noch viel mehr als auf Kino.

Soweit, so gut. Arbeit war heute wieder lang, aber nicht so irrwitzig lang und vielleicht schaffe ich es irgendwann tatsächlich, auch mal zwischendrin abzuschalten und richtig Pause zu machen und das nicht erst hinzukriegen, wenn das letzte Meeting wirklich vorbei ist, weil dann ist gern auch mal der Tag vorbei.

Gegessen:
Letztes Stück Kuchen
Spinattortellini mit Salbei-Basilikumbutter und Salat (mit der vorletzten Avocado)
Ofengemüse. Sehr viel Ofengemüse

Gelesen: "Mädchen, Frau, etc." (Wirklich ein Genuss!)
Gesehen: "Das Team" (ich arbeite noch dran, das Präsident Petrov auf einmal ein netter dänischer Europol-Kommissar ist" und "WandaVision" (das ist wirklich, wirklich toll!)

Stressleveldurchschnitt gestern: 31
Selbstbeweihräucherung: ein ewig dräuendes Arbeitsthema angegangen, es ist immer noch nicht toll, aber nicht sooooo nervig wie gedacht

Dienstag, März 02, 2021

020321 Dienstag ist der neue Scheisstag

 Kann man ja auch mal so sagen.

L. hat neu von 07:45h bis 17:00h Schule (klar, mit Mittagspause)

Der Hübsche steckt ab halb acht in Meetings mit Asien und bis 18:00h in Workshops.

Ich habe morgens Projektmeeting mit Shanghai (zwar "erst" um acht, ich nutze die absolut ruhige Zeit von vor sieben bis acht jeden Tag, um auf dem ersten Koffeinhoch die über Nacht reingeschneiten Emails zu beantworten), den ganzen Tag Back2Back Meetings (mit kurzer Mittagspause und einer Stunde "Leerlauf", in der ich auf den Crosstrainer springe, um nicht irre zu werden vom Rumsitzen) bis, yay, 20:00h. Das ist tatsächlich ganz schön lang, besonders, weil die kalifornischen und kanadischen Kollegen keine Hemmungen haben, im Meeting zu frühstücken / mittagzuessen, während der bayerische Kollege und ich mit knurrendem Magen die Etikette hochhalten.

Ich glaube, mich stresst das heute ganz besonders, weil ich natürlich von letzter Woche noch eine Bugwelle an zu erledigenden Dingen vor mir herschiebe, was mich ja per se schon immer ein bisschen stresst.

Nun denn.


Montag, März 01, 2021

010221 März. Immer noch. Schon wieder

 Ach, irgendwie finde ich die Monatsvorschauen ein bisschen deprimierend so die letzten ZWÖLF MONATE. Aber gut, es ist, was es ist, ein Kollege aus Kanada meinte heute ganz fröhlich: "Ah, 6 more months, give or take, then this is done." und naja, das wäre doch mal was. Aber es hilft ja nix und wir müssen das wie der total fatalistische unsympathische, uninspirierte, desillusionierte, ziellose Beppo-Strassenkehrer aus dem total überschätzten blöden Buch "Momo" machen: "Immer nur an den nächsten Besenstrich denken" (Und sich dann wundern, wenn man ganz wo anders landet, als wo man hinwollte, aber das führt jetzt zu nix).

Also. März. Wieder mal.

Wir werden:

in die Küchenplanung einsteigen (ich bin sehr aufgeregt, ich habe alle Leute mit Küchen, die in den letzten Jahren ihre Küchen haben neu machen lassen und deren Geschmack ich schätze, gefragt, wo sie waren und wie sie das angegangen haben, und dann noch ein bisschen gegoogelt, und am Donnerstag kommt der erste vorbei zum Messen und Gucken.

arbeiten (voll von daheim, bis zum 22. März gilt schweizweit noch Homeofficepflicht und auch als die letztes Jahr zwischendrin aufgehoben wurde, habe ich es dank der sehr bedächtigen Ramp-Up-Variante meines Arbeitgebers nicht mal ansatzweise zurück ins Büro geschafft)

in die Schule gehen (ich hoffe, die Zahlen bleiben, wie sie sind oder gehen nach unten und die Schulen können offen bleiben. Im Nachbarkanton werden die Kinder jeden Tag getestet, vllt. tut sich hier auch was in die Richtung)

eventuell erfahren, an welches Gymnasium Q. nächstes Schuljahr gehen wird

L.s Geburtstag feiern (ich bin mir noch nicht sicher, wie. Aber wir werden es irgendwie hinbekommen.)

Ausserdem haben der Superburschi und die Katzen und mein ältester Neffe Geburtstag. Und das Auto  :-).

L. wird wieder mit dem Volleyballtraining anfangen, ich bin da auch ... zwiegespalten. Es freut mich sehr für ihn und ich finde das auch wichtig, andererseits: das sind nochmal andere Kinder als in der Schule, es ist naher Kontakt ohne Maske... hmpf.

Es wird wieder Pfadiübungen geben (glaube ich, hoffe ich, wir werden sehen.), das Pfadifrühstück hingegen, das letztes Jahr erst mehr oder weniger last minute abgesagt wurde, wurde dieses Jahr schon "nur" virtuell geplant, d.h. es gibt einen Frühstückslieferservice.

Wir erfahren, wie es mit Q.s Zeh weitergeht.

Eigentlich wollte ich noch schreiben, dass wir hoffentlich auch mal wieder nach Deutschland fahren können, aber das sehe ich aktuell irgendwie nicht. Hmpf. Genauso wenig wie einen Impftermin für uns hier oder die ältere Generation in Bayern etc. Hmpf.

Hmpf, hmpf, hmpf.