Samstag, Februar 15, 2025

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Freitag, Februar 14, 2025

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Fangen wir mit einem Nachtrag zu gestern /zum Tbc-Thema an, natürlich aus gegebenem Anlass: Bitte sparen Sie sich Tipps und Mutmassungen zu Ansteckungswegen oder -möglichkeiten. Sie können mir und uns und dem OBERARZT DER KINDERINFEKTIOLOGIE AM UNISPITAL halt schon glauben, dass wir nicht alle ganz doof sind und Sie vom Schiff aus jetzt da irgendwas krasses rausfinden, an was keiner von uns gedacht hat. Wenn Sie Detektiv spielen wollen, lassen Sie doch bei sich selber einen Tuberkulosetest machen.

Hier sonst so: Fassungslosigkeit ob der Reaktion auf Anfragen zu potentieller Ansteckung (ich bin überrascht, dass ich überrascht bin), am Nachmittag dann die gute Nachricht aus dem Kinderspital: das Röntgenbild ist clean, damit steht dem Japanvisum nichts im Weg. (All die Punkte von gestern und die Notwendigkeit, innerfamililiäre Ansteckungsquellen abzuklären, um für kleine Cousins eben sichergehen zu können, bleiben natürlich bestehen.)

So.

Dafür eigentlich ganz gut geschlafen, der Arm hat recht weh getan, aber ich hatte ja morgens eh Physio. (Lustig: das "auspeitschen" des Arms, also die Übung, wo der Physiomann meine Hand hält und dann den Arm wie so ein Crossfitter das dicke Seil wie eine Peitsche wobbeln lässt, wurde mir als "Laufen" auf der Garmin-Uhr angerechnet). Good news: das Halskratzen und Matschigkeitsgefühl ist wieder weg. Einfach so.

Beide Kinder verschwanden in die Schule, ich an den Schreibtisch, es gab ein paar Sachen zu klären, ein paar Feuer zu löschen, ein paar Dramen zu sortieren.

Dann: Einkaufsründchen, Ragewalk mit dem Hübschen, auf dem Rückweg habe ich dann noch die bestellte Valentinstagtorte abgeholt. Da hatte unsere Patisserie-Abteilung nämlich eine Aktion gestartet, wo man eine Torte in weiss-rosa-Herzform bestellen konnte. Ich hab das leicht unterzuckert gelesen und direkt bestellt. Heute morgen hatte ich dann einen Anruf auf dem Firmenhandy vom "Chef-Patissier", allein das: wie cool ist das, sich so melden zu können?, der mir erklärte, wo ich meine Torte abholen könnte, der angegebene Ort hat nämlich freitags immer zu). Das war dann ein bisschen lustig, weil die Torte anscheinend trotzdem an dem zuen Ort stand, aber jemand den Schlüssel hatte und sie dann da geholt hat. Erst auf dem Rausweg habe ich gesehen, dass der Abholername auf den Papieren ein anderer als meiner war, aber dieselbe Torte und dann habe ich für den Rest des Weges meinen engrained Qualitymindset depriorisiert und naja, Damien, ich nehme an, du hast meine Torte bekommen. Wie gut, dass keiner von uns eine Personalisierung mitbestellt hatte. 

War lecker: harter blättriger Boden, so wie die Cremeschnittenböden, Blutorangen-Kokosfüllung, Vanillesahne, die Bölleli sind gefüllte Windbeutelchen mit roten Zuckercrunch.


Dann: Mittagessen (Salat mit Käsebrot und Guacamole) mit Q. und dem Hübschen, ein paar letzte Feuer austreten, dann Abendessen für heute (PIZZATAG!) und für die Kinder morgen (sie haben sich Texmex-Auflauf gewünscht, der Hübsche und ich sind ja unterwegs) vorbereiten, Koffer packen für eine Wochenendreise (schon deshalb ist es super, dass ich wieder gesund bin!)

Irgendwann zwischendrin: Kaffee und Kuchen, das ist richtig lecker (ich denke ein bisschen an Damien).

Kale-Chips (Gemüsekorb!), Pizzaabend, Buch, Bett, Weckerstellen für morgen früh und Reisereise!

 Wunschlistenfrage von gestern:

Zum Thema "potenzielle neue Tätigkeit": von welcher Art Aufgaben in der Firma möchten Sie mehr, von welchen weniger (wenn man das überhaupt so allgemein schildern kann)? Was kennzeichnet eine Arbeitsumgebung (thematisch, personell, ...), die genau richtig ist? Erleben Sie in den Jahren, die Sie schon im Berufsleben stehen, Verschiebungen in ihren persönlichen Interessen, die Ihnen eher neu sind (und sie vll. auch überraschen)?

Das finde ich eine richtig gute Frage, deshalb habe ich die Antwort auch auf heute verschoben, wo sich das ganze Tbc-Thema ein bisschen gesetzt hat.

Mehr: Probleme lösen (aber halt Probleme, die welche sind, nicht welche, die wir uns selber machen), gern technische Probleme, weniger reine Compliance-Probleme, Lösungen finden, Sachen vereinfachen und verbessern, mit Produkten arbeiten, nicht mit Prozessen, mehr "was" und nicht so viel "wie" (wie die Kinder gern sagen "Liefere statt lafere"), mehr konkret als konzeptuell, Leute von den richtigen Sachen überzeugen

Weniger: Konzepte entwerfen, Ways of Working implementieren, Preisverhandlungen, Marketing, Sachen kaufen oder verkaufen (die letzten drei Sachen mache ich eh nicht, aber möchte ich auch nie machen)

Thematische Arbeitsumgebung: Technisch und nah am Produkt (Produktion, MSAT, Process Development, Product Strategy), nicht so sehr Support- oder Netzwerkfunktionen

Personelle Arbeitsumgebung: KollegInnen mit einem ähnlichen Arbeitsethos, eine offene, transparente Kommunikation untereinander, wo man über Themen diskutieren kann, ohne dass einem ein Strick daraus gedreht wird, Vorgesetzte, die Vorgesetzte sind und nicht stattdessen mein Freund sein wollen (Ich kann sehr wohl mit Vorgesetzten befreundet sein, aber sie müssen trotzdem noch die Rolle der Vorgesetzten erfüllen und ihren Job machen.), die ihren Job gut machen und erkennen, wenn ich meinen gut mache, die erkennen, ob ich Coaching oder Hilfe brauche, die nicht meinen Job machen wollen. Ein Team, dessen Identität nicht hauptsächlich aus "WIr sind die besten, alle anderen sind doof" besteht. Nur "Wir sind die besten" wäre ok.

Verschiebungen: Ich habe ja lange gedacht, ich würde nie aus dem Labor rauswollen, dann wollte ich das doch sehr gern. Genauso dachte ich, ich würde nie aus dem Betrieb rauswollen, dann war es doch sehr gut. (Jetzt würde ich allerdings gerne wieder näher Richtung Betrieb, also vllt gibt es da ein Optimum). Was ich früher nie gedacht hätte: ich mache (nicht immer, aber regelmässig) gern Fieselarbeit und freue mich dann wie ein Schnitzel, wenn ich nach langer Recherche etwas finde (ich erinnere mich an die 300 Seiten Gebäuderisikoanalyse auf Italienisch, die ich durchgarbeitet habem um rauszufinden, ob nun Stickstoff oder Druckluft verwendet wird und warum). Oder aber auch nur abhaken kann, dass ich zB drölfzig Batchrecors reviewed habe oder einen 150 Seiten-APQR en detail. Das darf man aber nicht weit streuen, weil sonst hat man das als Stempel auf der Stirn und kriegt nur noch so Zeug und da wird man dann natürlich irre.



Donnerstag, Februar 13, 2025

130225

 What a day.

Gestern abend hatten der Hübsche und ich einen sehr schönen Abend, ich meine, wir können jetzt sagen: "Wir haben Matteo schon gesehen, als er noch in kleinen Basler Clubs gespielt hat". Ich meine: wirklich Club, wo man schnell noch Vereinsmitglied werden muss und in eine winzigen Kellerraum auf Bierbänken sitzt. Es war auch spannend, das an sich recht professionelle Programm in einem noch nicht 100% finalen Status zu sehen. Manche Witze waren ... für das Publikum zu viel und ich glaube, das ist eine gute Sache, das vorab mal zu testen und dann evtl noch anzupassen :-). War cool, aber ich bin halt Bierbänke auch nicht mehr gewohnt, ausserdem bisschen matschig und dann sehr müde.



Heute dann: wie immer Büro, jahreszeitlich passend immer noch sehr grippelastig, morgens war es lauwarm, mittags schneite es dicke Flocken, dann regnete es und dann war es nur noch kalt. Mittagessen mit alten Kollegen aus Produktionszeiten, das war super.

Am frühen Nachmittag hatte ich dann eine Verabredung mit L. und dem Hübschen in der Infektiologie des Unikinderspitals. Place to be auf dem Hoch der Grippewelle, yay! Wir haben uns Masken am Eingang genommen und wurden dann vom Arzt direkt gelobt, dass das zwar allein wegen des positiven Tb-Tests nicht nötig wäre, aber halt die Leute beruhigen würde. Ich wollte halt v.a. einerseits mein Halskratzen nicht verteilen, andererseits mir von all den kniehohen Seuchenherden dort nichts einfangen.

Der Termin war tatsächlich sehr interessant, ich fand es allein schon unglaublich, dass der Oberarzt, bei dem wir binnen einer Woche einen Termin bekommen haben, total ruhig insgesamt fast zwei Stunden Zeit für uns genommen hat, ALLE unsere Fragen (und das waren viele, ich bin ja seit Dezember im Tuberkuloserabbithole verschwunden) zu beantworten, uns direkt heute noch einen Röntgentermin klarzumachen und noch einen weiteren Termin für nächste Woche, während in der Klinik die Hölle los war, überall Kinder geheult und gezetert haben, gestresste Eltern rumgewuselt sind und naja, ich allein durchs Dortsein gestresst war.

Also. Tuberkulosetests sind schwierig und nicht 100% schwarz weiss. Je nach Vorgeschichte eines Patienten ist ein postives Resultat ein starker oder weniger starker Indikator für eine Infektion (Standardsatz für fast alles "global schon, bei uns in der Schweiz aber nicht", so zB: "Ist Tuberkulose denn überhaupt noch ein grosses Problem?"), bei einem gesunden Schweizer Teenager ein eher nicht so starker. Aber: drei nicht negative Tests sind auch für den gesunden Schweizer Teenager nichts, was man wegwischen kann. Also ist die Arbeitsphypothese nun: er hatte Kontakt mit jemandem, der Tuberkulose hat(te) und ansteckend war. Wann das war? Keine Ahnung. Wer das war? Keine Ahnung, grösste Wahrscheinlichkeit, wenn man nicht zB in einem Asylzentrum arbeitet, und bei Kindern: die Familie und dort Personen, die aus welchen Gründen auch immer viel husten. Wenn man nämlich einen Grund für Husten hat, kann man eine dazukommende offene Tuberkulose tatsächlich verpassen, weil man das nicht als erstes vermutet ("Zumindest nicht bei uns in der Schweiz"). Und, anders als ich dachte, stirbt man nicht immer an Tuberkulose. ("Auch zu Sissis Zeiten sind die Leute in die Berge in die Sanatorien gezogen und manche sind auch zurückgekommen!").

Dementsprechend können wir anderen drei uns auch als infiziert betrachten. Ein Test macht keinen grossen Sinn, weil: Therapie würde genau gleich aussehen wie bei L., nämlich keine. Und zwar aus folgendem Grund: Wenn man diese Bakterien in sich trägt, hat man im ersten Jahr eine Wahrscheinlichkeit zu erkranken von 5%, für das gesamte weitere Leben von nochmal 5% (höher, wenn man ein Kind ist oder ein alter, schwacher Mensch). Man könnte eine Chemoprophylaxe machen, d.h. 3 Monate Spezialantibiotika nehmen, die zwar ok verträglich sind, aber durchaus die Leber belasten und zum Anfang noch Blutkontrollen erfordern. Damit sollte man für 10-15 Jahre Ruhe haben. Empfohlen ist das aber nicht, es reicht, wenn man sich der potentiellen INfektion bewusst ist. Wichtig wird die nur dann, wenn sie ausbricht (das merkt man, dann ist die Behandlung deutlich langwieriger) oder aber, wenn man irgendeine Krankheit bekommt, die es erfordert, das Immunsystem zu supprimieren, zB eine rheumatische Erkrankung, oder eine Chemotherapie.

Also. Aus gesundheitlicher Sicht wurde abgeklärt, dass L. definitiv keine aktive Infektion hat (ungewollten Gewichtsverlust, krasser Husten für mehr als drei Wochen, Nachtschweiss so krass, dass man die Kleider wechseln muss), mehr braucht es nicht.

Aus Austauschsicht braucht L. irgendeinen Beweis dafür, das wird hoffentlich das heute aufgenommene Lungenröntgenbild (Morgen kriegen wir Bescheid). Zur Sicherheit und für potentielle Rückfragen wird er nächste Woche noch zu einem Test gehen, wo überprüft wird, ob seine Lunge eben Bakterien ausscheidet, damit wird aber auch nicht gerechnet.

Das wars dann jetzt erstmal..... hätte ich jetzt auch drauf verzichten können auf dieses Lernerlebnis, aber eben: richtig viel gelernt.

Jetzt bin ich wie immer nach sowas unglaublich müde, aber wir haben auf dem Heimweg immerhin drangedacht, unsere Briefwahlzettel abzuschicken. 


Für die Wunschliste bin ich heute zu müde, aber das kommt dann morgen.

Mittwoch, Februar 12, 2025

120225

 Gestern abend habe ich mich dann recht matschig und halskratzig gefühlt. Na toll. Ich habe beschlossen, das mal der Unausgeschlafenheit anzulasten und bin recht früh ins Bett. Shocking news: ich habe heute mal recht gut geschlafen (Sleep Score 77 und Stresslevel 24, was geht?!)

Das Halskratzen und Matschigkeitsgefühl war nicht wirklich weg, dafür hatten aber die Kollegen, für die es wichtig gewesen wäre, sich vor Ort zu treffen, haben das Neunuhrmeeting, für das ich geplant hatte, ausser der Reihe nach Basel zu fahren, abgesagt, also habe ich statt shuttlen eine Sportrunde eingelegt, das berühmte "Vielleicht schwitze ich es raus"... naja, not happening, aber schlimm ist es auch nicht.

Das Neunuhrmeeting war dann im ganz kleinen Kreis, Grippesaison immer noch crazy, aber wir halten uns wacker.

Dann: Zeug, im Hinterkopf Bewerbungsunterlagen sortiert und angepasst, irgendwann dann nicht nur im Kopf, sondern auch "auf Papier", lol, ging schneller als auch schon, ist halt doch auch Übung (jetzt nur aufpassen, dass man nicht schlampert).

Mittagessen war heute angedacht mit ALLEN, aber dann hatte L. früher aus und schon in der Stadt gegessen, Q. hatte länger und dann schon so schslimm Hunger, dass er sich schnell am Bahnhof was besorgen musste, und der Hübsche und ich hatten normal, aber mit Ragewalk vorher (es ist wirklich warm geworden!), also auch richtig hungrig und so war es gar nicht so schlimm, dass wir mehr Reste hatten, als wir eigentlich gedacht hatten (Pastinakensuppe, Kürbissuppe, Avocadocreme, Brot, Tortelliniauflauf, den Q. dann aber doch auch noch verdrückt hat)

Dann: Cross-Teamdiskussion für drei Produkte, die sich teilweise Equipment teilen, das macht immer Spass, mal bei anderen reinzuschnuppern.

Immer mehr Kopfschmerzen und Matschigkeit gekriegt, mit Ibuprofen geht es aber einigermassen, der Hübsche und ich haben ja heute abend noch ein Date, nämlich einen seiner Sportkollegen und Standupcomedian bei einem Tryout vor der Tour zu besuchen. Das möchte ich mir natürlich nicht entgehen lassen, auch wenn frühes ins Bett gehen mit Wärmflasche und so halt heute schon auch verführerisch klingen würde. Aber: wir werden vorher auch noch was Essen gehen, also richtig Datenight und so, und zwar im Nooch, un dseit ich heute morgen irgenwann die Speisekarte angeschaut habe, um mich schneller entscheiden zu können, habe ich da einen unglaublichen Jieper drauf. Also: zamreissen!

Letztes Meeting mit dem internationalen Produktteam, Q. ist währenddessen bei der Wundkontrolle beim Arzt, sieht soweit immer noch alles gut aus.

Jetzt aber: hoppigaloppi!

(Wunschlistenfrage: AI bei der Arbeit hatten wir schon, ich hab Ihnen den Link in die Liste kopiert)


Dienstag, Februar 11, 2025

110225

 What a night gestern….
Ich bin sehr froh, wie alles ausgegangen ist, wie schnell udn gut wir als Team zusammenarbeiten, wie gut wir versorgt sind in Sachen Gesundheit, ich meine: wir waren in 10 Minuten in der Notaufnahme, Wartezeit sehr kurz (ok, Montag abend ist jetzt nicht so der krasse Tag, denke ich), alle waren nett und freundlich und zugewandt, obwohl sie einen langen Tag hinter sich (oder später: vor sich) hatten. Es wurde erstmal angeschaut und gereinigt (ich wurde für meinen Druckverband gelobt, yay), dann ein Profi-Druckverband angelegt, dann von “Kollegin Doktor” wieder ausgewickelt, auf Sehnen- und Gelenkverletzung überprüft, dann wegen Tiefe und Schnitt direkt am Gelenk (man hat weisses Zeug im Schnitt gesehen, genauer habe ich wegen “Ich kenne meine Grenzen und es hilft niemand, wenn ich umkippe” nicht geschaut) mit Röntgen überprüft, ob er mit seinem superscharfen Messer doch den Knochen verletzt hat (nein) und dann an die Nachtschicht zum Nähen übergeben. Erste Idee (von der Tagschicht) war: “Es ist eh nur ein Stich, da sparen wir uns die Betäubung, das wären zwei zusätzlich”, die Nachtschicht hat einfach mal mit Betäubung angefangen. Und so unangenehm die auch war: ich denke, es war die richtige Entscheidung, allein was das ordentliche Reinigen und Durchspülen, ganz abgesehen von dem Durchpokeln des Fadens angeht.


Wir waren um ungefähr Mitternacht wieder zu Hause, ich konnte erstmal nicht einschlafen wegen aufgedreht, dann um halb sechs nicht mehr einschlafen wegen aufgedreht, am Schreibtisch dann wäre ich bereit für ein richtig ausführliches Schläfchen gewesen.
Joah, not today, ich war den ganzen Tag gezwungen, on alert zu bleiben, allein, weil ich heute woanders sass als sonst (mit River View), und bei jeder Rückkehr von Kaffee oder einem Meetingraum oder vom WC oder Mittagessen oder so aufpassen musste, mich nicht auf meinen Standardplatz (oder den Kollegen, der dort sass) draufzusetzen.


Arbeitstag war dann tatsächlich recht produktiv, so sehr, dass ich erst mittags dran dachte, dass ich Q. versprochen hatte, mich um seine Nachsorgetermine zu kümmern, weil er heute zu den Telefonzeiten des Arztes Schule hatte. Upsi. 
Nach dem Mittagessen mit einem Kollegen, den ich sehr, sehr mag und mit dem ich heute erst wieder merkte, wie ähnlich wir ticken, machte ich mich auf einen ungewohnten supply run: unsere Verbandskiste ist nach gestern nicht mehr in einem akzeptablen Status. Allein beim Pflastersuchen dauerte es recht lang, bis ich welche ohne Dinos oder nachtleuchtende Skelette drauf fand. Jetzt haben wir wieder Steristrips, sterile Wundauflagen, die nicht verkleben, elastische selbstklebende Bandagen und einen zuschneidbaren Folienverband.
Auf dem Rückweg habe ich dann noch ein Dumpsterfire gelöscht, naja, also nicht wirklich, aber immerhin dem Werksschutz an der Porte gemeldet "Ich weiss, es klingt jetzt seltsam, aber da draussen raucht ein Mülleimer". Sie waren da recht... speditiv und ein bisschen schade fand ich, dass ich halt wirklich keine Zeit hatte und zu einem Meeting musste, sonst hätte ich auch selber die Feuerwehr gerufen, ich hab das Training ja grad erst gemacht. (Und bin durch Q. natürlich sehr sensibilisiert. Sozusagen "Lassen Sie mich durch, mein Sohn macht eine Ausbildung bei der Feuerwehr!")
Nachmittag dann vom firmeninternen LLM unterstützte Arbeit an einem Heads-Up Text, bei dem ich mir für den Ton noch nicht ganz sicher bin. Ich habe jetzt ein paar unterschiedliche Versionen und genug Zeit, um mir zu überlegen, wie ich sagen werde, was ich sagen will.

Teammeeting in erstaunlich gelöster Stimmung meinerseits, ist ja auch mal schön..

Heimreise im Shuttle, Flammkuchen und Salat zum Abendessen, mal sehen, was es heute abend für Dramen gibt… vielleicht keine?


Montag, Februar 10, 2025

100225


Nicht gut geschlafen, naja.

Frühstück war aber lecker (Heidelbeeren, HImbeeren, Orange mit Skyr und Müsli), dann keine Sportrunde wegen früher Phsyio. Bis dahin arbeiten, dann Schulterblatt lockern lassen (ging schon viel besser) und Arm foltern lassen (ging auch besser, also vom Folteraspekt her schlechter).

Dann: Arbeit, Arbeit, Arbeit, die Grippesaison hat Europa fest im Griff. Wir sind zwar super gut vorbereitet, aber naja, perfekt ist das wohl nie hinzubekommen. Immerhin durch spätes und nur kurzes Mittagessen noch eine Lösung für ein Land gefunden und auf den Weg gebracht.

Mittagessen mit Resten von gestern (Reis und Spinat-Kichererbsencurry), ausserdem einer grossen Schüssel Radicchio mit Erdnussdressing.

Dann: Arbeitarbeitarbeit, zwischendrin eine Runde durch den kalten Nieselregen gelaufen. Heute Meetings bis halb sieben, zwischendrin ein Q&A Meeting für die bevorstehende Umstrukturierung. Um das Adrenalin loszuwerden und die Zeit sinnvoller als mit Nagelbeissen und über den Chat mit Kollegen Doomsday Szenarien auszumalen, strample ich währenddessen auf dem Crosstrainer. Das letzte Meeting nahtlos danach (bis halb sieben, es ist ein langer Tag) ist virtuell und ich ziehe eine Kapuzenjacke über die Sportklamotten, die Kamera ist eh nur so mittel, niemand merkt, wie verschwitzt ich bin.

Dann: Dusche und Montagspizza mit allen, ich freue mich über solche Gelegenheiten, mit ALLEN am Tisch zu sitzen.

Wir haben dann sogar noch eine Folge "Battlestar Galactica " alle gemeinsam geschaut, aber grad, als ich mit Wärmflasche nach oben ziehen wollte, kam ein  "oh fuck" aus dem Kinderzimmer. Zwei Minuten später lag Q. In Schocklage auf dem Küchenboden, ich habe einen Druckverband an den Finger gemacht, aus dem es nur so rauslief und in den man weit reingucken konnte, weitere 8 Minuten später hatte ich den Pyjama aus-, und echte Kleider angezogen und wir waren mit gepackten Notfalltasche auf dem Weg in die Notaufnahme. Und 5min nach Aufnahme wurde ich erst für den Druckverband gelobt, dann kam ein "ui", als er ihn abgemacht hatte. Jetzt ist wieder einer dran und wir warten aufs Nähen. Meine Güte, dieses Frickelkind und seine Messer, ey...

Sonst so: Nach den Briefwahlunterlagen des Hübschen, die letzte Woche schon kamen und bereit sind, eingeworfen zu werden, kamen heute auch meine. Ich bin sehr beruhigt, weil: so 100% vertraue ich der Minigemeinde ja nicht. Ich habe übrigens grad mal "meinem" CSU-Direktkandidaten Frau Novemberregens zwei Fragen gestellt. Mal sehen, ob er antwortet (Wird an meinen zwei Stimmen für die Grünen natürlich nichts ändern)

Wunschlistenfrage:

Sie kommunizieren recht offen, dass sie sich andernorts bewerben. Ist das in Ihrer Branche / Ihrem Team üblich oder eine bewusste Entscheidung, vielleicht sogar Strategie? Weil: Ich immer unsicher bin, wem ich eine Bewerbung erzählen soll. Wenn ich die Stelle nicht bekomme und im Betrieb bleibe, bleibt da nicht immer hängen "die will ja sowieso weg von hier?

Das ist eine sehr gute Frage. Ich muss vllt vorwegschicken: ich bewerbe mich (aktuell) auf interne Stellen, d.h. zwar in anderen Abteilungen, aber derselben Firma, demselben Standort, so richtig weit weg also nicht. Wenn ich mich auf externe Stellen bewerben würde, würde ich das ganz sicher nicht offen kommunizieren vorab. So aber ist der "Teich", in dem ich mich bewege, eh recht klein, d.h. es kommt so oder so raus, und dann mache ich das lieber vorab transparent, als dass es mich in einem unerwarteten Moment erwischt. Für eine der Stellen, auf die ich mich beworben hatte, sass sogar mein aktueller Chef im Interviewpanel, das war sehr weird. 

Mein Chef weiss eh, dass ich generell auf der Suche nach was anderem bin, also... bin ich da transparent. Es heisst ja nicht, dass ich meinen Job nicht mehr mache :-). Und wenn andere Leute wissen, dass man auf der Suche ist, bekommt man auch eher Infos zu offenen Stellen.

(Und: ich kann überhaupt nicht gut heimlich tun, deshalb: volle Transparenz)

Und zum Thema "Hängenbleiben, dass man weg will": joah, wie gesagt: hier geht es um interne Bewerbungen. Und vllt ist es ja auch ein Anreiz für die Führungspersonen, mit spannenden Projekten etc. ein Bleiben interessanter zu machen?

Sonntag, Februar 09, 2025

090225

 Heute nacht habe ich endlich mal aus (naja) Gründen nicht gut geschlafen: Q. war auf dem Leitendenplausch, d.h. abgemachtes Heimkommen spätestens um drei (er kam um eins, aber eben: ich bin noch nicht ganz cool, wenn die Heimkommenszeit eines der Schäfchen nach meiner Schlafenszeit liegt), Jonny war länger draussen unterwegs (check um halb vier ergab: Sansa hatte ihn um halb drei nicht reingelassen, aber kurz nach halb vier versuchte er es nochmal, diesmal erfolgreich), mein Wecker läutete um sieben, weil Verabredung. Naja.

Ich stand also als einzige auf, fütterte die anwesende Katze, frühstückte (obwohl ich eine Frühstücksverabredung hatte, aber mei, ich kann nicht mit nüchternem Magen aus dem Haus gehen, schon gar nicht, wenn es länger geht) Kaffee und Früchte/Skyr/Müsli und machte mich dann auf den Weg zum Bus. Ich hatte ein Date mit Schwester und Babyneffen in Zürich. Das ist ja auch (oder wegen?) nach über 20 Jahren Schweiz sozusagen uncharted territory für mich, wir haben uns für mich Landei ohne Auto (weil immer noch gegroundet vom Arzt und nach Zürich downtown fahre ich halt eh nicht mit dem Auto) praktsich am Hauptbahnhof verabredet. Und wie schon zu meiner Graberei war die Zugfahrt extrem entspannt, ich habe eine Zeitlang gemütlich gelesen und aus dem Fenster geschaut, der Kantonsarchäologie in Brugg zugenickt und auf den letzten Minuten zwei... ich schätze mal 13jährigen (Junge und Mädchen) zugehört, die vermutlich zu irgendeinem Sportevent unterwegs waren, nicht Unihockey, weil sie keine Schläger hatten, aber irgendwas, wo noch in gemischten Mannschaften gespielt wird oder zumindest die Spiele für beide Geschlechter zeitgleich stattfinden und wo sie recht gut drin sind, weil sie über das Swissteam /Nati und das B-Team geredet haben. Neben dem Sport ging es um die Wahl der weiterführenden Schule / Lehre und einerseits war ich überrascht und beeindruckt von der interessanten und sachlichen Diskusison und andererseits halt schon auch froh, dass das Thema bei uns ein für allemal erledigt ist.

In Zürich dann erstmal grosse Wiedersehensfreude, dann Erstaunen, wie wenige Cafes um den Bahnhof am Sonntag morgen offen haben, dann sehr, sehr gemütliches und leckeres Frühstück / Brunch im Hiltl (als die Spatzen sich am Buffet bedienten, waren wir schon fertig. wtf?!), der Babyneffe ist einfach Zucker! (Interessant: ich bin es gar nicht mehr gewohnt, dass mir jemand mit total eingespeichelten Händen ins Gesicht fasst, das war irgendwie keine bewusste Entwöhnung, aber sie hat durchaus stattgefunden. Er ist aber so süss, dass das (für eine gewisse Zeit, also, wenn er mal in dne Schule geht, zB nicht mehr) ok ist.

Dann: langer Latsch durch Zürich, wir hatten erst ein bisschen Mühe den schönen Teil zu finden, aber trotz Basler Voreingenommenheit gibt es den ja durchaus. Wir hatten aber genug zu bereden, da war die Umgebung eh egal. Das war super und hat mich sehr gefreut! (Zürich ist einfach .... sehr, sehr anders als Basel. Allein die Touristenhorden, über die man alle Naslang stolpert, ich glaube, die kommen gar nicht nach Basel, und dann all dieses Geld, direkt in your face. Es ist ja nun nicht so, dass es in Basel keine unanständig reichen Menschen gäbe. Aber: die haben es nicht nötig, das mit Pelzmantel etc 15km gegen den Wind herauszuposaunen, sondern fahren halt mit dem Fahrrad und Cordhose und Karohemd durch die Gegend.). Anyway: es war soooooo schön!

Rückweg wieder mit dem Zug, nach der zweimaligen Begegnung mit irgendwelchen Missionaren im Bahnhof sass dann eine Frau in dem Vierer hinter mir, die einer Mitreisenden ein Gespräch über Gott aufdrückte ("Haben Sie Zeit?" "Naja, ich muss halt in Frick aussteigen" "Ah, das reicht"). Es wurde mit "Hier ist meine Telefonnummer und unser Cafe, ich meld mich dann mal für ein Kaffeetrinken" beendet. Ich war schon bereit, jedwede Annäherung für die 10 Minuten, die ich noch mit im Zug war, abzubügeln, aber entweder war das Missionarssoll für den Sonntag schon erreicht oder ich habe "hoffnungslos"-Vibes ausgestrahlt.

Daheim hatte der Hübsche den Garten gereinigt und frühlingsfertig gemacht (der Nachbarskater lebt jetzt hinter unserem Kühlschrank und lauert da auf eine Maus. Die hat die Terrasse längst verlassen), die Kinder haben endlich mal richtig ausgeschlafen und waren bereit für einen kleinen Waffelsnack



Dann: Battlestar Galactica, Geschichte fertig durchgehen, Essen machen (Kichererbsen-Spinatcurry mit dröflzig Kubikmeter Spinat aus dem Gemüsekorb, ein paar Karotten und Pfälzer Rüben druntergejubelt), Buch fertig lesen, Wochenende zu Ende.